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Brandneu: Kawasakis

neue ZX-10 R
BMW Motorrad ASC jetzt
nachrüstbar.

Ducati Multistrada 1200


gewinnt Bergrennen
Kurvenparadies Trentino
Juli 2010
Editorial
Nachdem das und die Gardasee-Region mit unseren
Wetter im Westen Motorrädern unsicher zu machen. Die
Deutschlands so Idee hat sich als gut herausgestellt
schlecht war, die und so haben wir euch von dort drei
Sonne sich nicht Touren mitgebracht.
blicken ließ,
haben wir uns Aber auch auf dem heimischen Markt
entschlossen die- hat sich einiges getan, so hat zum Bei-
sem traurigen spiel Kawasaki die ersten Bilder der
Schauspiel aus neuen Ninja ZX- 10R veröffentlicht.
der Ferne zuzu- Wahrscheinlich sind wir die ersten, die
schauen. Deshalb die neuen Sketches veröffentlichen.
beschlossen wir, die einzige Wolken-
lücke, nämlich Italien, speziell dessen Also lasst euch überraschen und viel
Norden, noch spezieller das Trentino Spaß mit der neuen Ausgabe.

Inhalt
Moto Guzzi siegt bei den 4 Stunden von Spa .... Seite 3

BMW´s ASC jetzt nachrüstbar ........................ Seite 7

Die neue Kawasaki ZX-10R ............................ Seite 8

Kurvenspaß im Trentino und Gardasee ............ Seite 9

Tour „Nel blu dipinto di blu“ ........................... Seite 10

Tour „Lago mit Einlagen“ ............................... Seite 18

Tour „Zu den Höhen des Monte Baldo“ ............. Seite 26

Ducati bringt Farbe ins Leben ......................... Seite 35

Ducati Multistrada 1200 gewinnt Bergrennen ... Seite 37

World Superbike Serie - Ergebnisse Milano .......Seite 38

Just Ride 2
Moto Guzzi siegt bei
den 4 Stunden von Spa

Tausende Moto Guzzi Fans jubelten, als das spanische Motor-


box1 Team beim 2. Lauf zur Langstrecken Weltmeisterschaft
für historische Motorräder im belgischen Spa-Francorchamps
als Sieger ins Ziel kam.

Auf der wunderschönen Natur-Rennstrecke gendären Langstrecken-Werksmaschinen


im belgischen Spa-Francorchamps fand am der 70er und 80er Jahre, gingen am Sams-
13. Juni 2010 der zweite Lauf zur Endu- tagabend um 20.00 Uhr
U auf die Reise. Vier
rance Weltmeisterschaft für historische Mo- lange und spannende Stunden lagen vor
torräder statt. Wie bereits beim 1. Lauf in den Teams und ihren Fahrern. Am Ende
La Mans siegte wieder eine Moto Guzzi. siegte das spanische Moto Guzzi Team. 78
Diesmal war es das spanischen Team Guzzi Runden hatten die Spanier auf ihrer Moto
Motorbox. Ihre Moto Guzzi Le Mans 1000 Guzzi mit einer Durchschnittsgeschwindig-
mit den spanischen Piloten Barreno Se- keit von 135,259 km/h zurückgelegt. Mit
garra und Capera Segarra überquerte nach einer Runde Rückstand kamen Adrie de
4 Stunden als Erste die Ziellinie. Ridder und William de Ridder mit ihrer
Über 80 Langstrecken-Teams, viele mit le- Bakker Suzuki GSX 1100 auf Platz 2 ins

Just Ride 3
Die Freude der Sieger war groß ...

Ziel. Der dritte Platz auf dem Podium ging mann fielen mit einem platten Vorderreifen
an das Team XZ Racing mit den Fahrern zunächst auf Platz 60 zurück. Dann starte-
Luc Gysbrecht und Mark Smith-Halvorsem ten die beiden Deutschen auf ihrer Moto
auf einer Honda CB 900 Bol D’or. Guzzi V7 Le Mans eine furiose Aufholjagd.
Auch die anderen Moto Guzzi Teams boten Am Ende reichte es noch für einen tollen
eine tolle Show. Holger Aue und Jens Hof- sechsten Platz. Mit den italienischen Fah-

Ein Fest für Freunde betagter Motorräder

Just Ride 4
rern Sardi / Zaccherelli auf Platz 8 und nischer Probleme auf.
Schopper / Strohmeyer auf Platz 10, gin- Das siegreiche Team Guzzi Motorbox1 und
gen zwei weitere Top-Ten Platzierungen an die beiden spanischen Piloten wurden vom
Moto Guzzi Teams. Publikum enthusiastisch gefeiert. U Unter
Für das an N°. 1 gesetzte Moto Guzzi Team den Zuschauern waren unzählige Moto
Der große Meister - Giacomo Agostini Guzzi Fahrer, die sich mit ihren Maschinen
an der ersten Europa Rally des Moto Guzzi
World Club beteiligt hatten.
„The Bikers‘ Classics“ in Spa-Francorchams
zählt für viele Renn-Enthusiasten zu den
schönsten und wichtigsten Ereignissen im
Rennsport-Kalender. Das 4 Stunden Ren-
nen war eines der zahlreichen Highlights
für die Besucher. Der Zugang zum gesam-
ten Fahrerlager und den Boxen war frei.
Dort präsentierten sich hunderte klassi-
scher Rennmaschinen der vergangenen
Tage. Auch auf den Parkplätzen rund um
Start und Ziel waren alte wie auch neue
Maschinen zu bewundern – die Motorräder
der Zuschauer. Die meisten top gepflegt
und liebevoll hergerichtet. Darunter hun-
derte Moto Guzzi aus ganz Europa, die mit
all ihrem Charme und Sound die Besucher
begeisterten.
Am Sonntag waren sie alle nochmal live zu
sehen und natürlich zu hören: die Seiten-
wagen, die GP1 (Rennmaschinen der 70er
und 80er Jahre) und GP2 (Rennmaschinen
der 50er und 60er Jahre).
Bel Moto, das in Le Mans die Klasse domi- Viele ehemalige Weltmeister wie Giacomo
nierte, endete das Rennen diesmal vorzei- Agostini, Phil Read und Jim Redman waren
tig, wegen eines simplen technischen mit ihren alten Werksrennmaschinen am
Defekts. Christophe Charles-Artigues und Start.
Laurent Sleurs hatten mit 2.4854 Minuten Hautnah konnte das Publikum die großen
die Best-Marke für die Pole Position ge- Stars vergangener Tage erleben. Sie alle
setzt. Die schnelle Pole-Runde entsprach standen ihren Fans zu einem Gespräch zur
einer Durchschnittsgeschwindigkeit von Verfügung und posierten mit ihnen für die
149,599 km/h. Bis kurz vor Ende der drit- private Fotogalerie.
ten Stunde lag das Team in Führung, als in Um Punkt 13.30 versammelten sich die
der schnellen Bergab von Blanchimont Moto Guzzi Kunden, die an der Rally des
plötzlich der Motor den Dienst einstellte. Moto Guzzi World Club teilgenommen hat-
Auch dem neu gegründeten belgischen ten, um mit ihren eigenen Guzzis zwei
Team, mit den ehemaligen Werksfahrern Runden auf der Rennstrecke von Spa-Fran-
Stefan Mertens und Didier de Radigues, corchamps zu erleben. „Gentlemen start
war am Ende des Tages die Enttäuschung your engine“ – dann ging es los auf zwei-
anzusehen. Knapp 15 Minuten vor Ren- mal 7,004 Kilometer.
nende traten an ihrer Dholda Honda tech- Der dumpfe Ton der mächtigen 90°-V2-

Just Ride 5
Motoren war weithin zu hören, als sich der Ein infernalischer und gleichzeitig wunder-
Tross durch die Eau Rouge den Berg hinauf barer Sound erfüllte das Tal. Der Achtzylin-
in Richtung Stavelot auf den Weg machte. der brüllte seine Kraft und Energie heraus,
Ab Blanchimont hörte man ihn wieder, den als wollte er sagen: „Was wollt ihr eigent-
unnachahmlich Klang der großen V2-Moto- lich“.Als der Motor verstummte war plötz-
ren. Dann ging es durch die Schikane. Aus lich Totenstille. Wie in ein Gebet vertieft
dem spitzen Eck standen die
von La Source Besucher da.
kehrten die Guz- Dann: Applaus
zis zurück auf die und faszinierte
lange Bergab und Gesichter. Allein
nochmal mit dieser Moment
Schwung hinunter war es wert
in die Eau Rouge, nach Spa-Fran-
die steile Passage corchamps zu
hinauf - vorbei an kommen.
der Zuschauerku- Ergebnis 4
lisse, die faszi- Stunden-Ren-
niert dem Bass nen:
der Moto Guzzi
lauschten. 1. Segarra-
Immer wieder Segarra (Esp -
wurden in der Bo- Moto Guzzi -
xengasse die Mo- 1980) 78
toren der Runden
Rennmaschinen 2. De Ridder-
gestartet. Sound De Ridder
pur – das (NL- Suzuki
Schreien der 1980) 1
“Zwiebacksägen”, Runde zurück
der sonore Ton 3. Gysbrecht
einer Norton und – Smith
das wunderbare (GB/B Honda
Dröhnen der MV. 1980) 2 Run-
Etwa in der Mitte den zurück
der Boxengasse standen die Moto Guzzi: 4. Pfister-Rieger (D- Suzuki 1980) 3
die Bicilindra 500, die Bialbero 350, die Runden zurück
1956 Motorrad Weltmeisterschaft gewann 5. Sharp-Detournay (GB/B- Suzuki
und natürlich die „Oto Cilindri“. 1979) 4 Runden zurück
Dazwischen bekannte Gesichter aus Man- 6. Aue –Hofmann (D- Moto Guzzi
dello del Lario, die sich den legendären 1972) 4 Runden und 0.07'184'' zurück
Moto Guzzi Rennmaschinen und ihrer Ge- 7. Van der Spiegel-De Vos (NL- Ducati
schichte verschrieben haben. 1979) 4 Runden und 2.11'609'' zurück
Das Hinterrad der „Oto Cilindri“ von 1955 8. Sardi-ZaccharelliIt( It- Moto Guzzi
wurde in die Starmaschine geschoben. 1975) 4 Runden und 2.58'719'' zurück
Langsam begann sich das Rad zu drehen, 9. Ganter-Kaiser (D- Nico Baker 111)
immer schneller und schneller, dann griff 5 Runden zurück
die Kupplung ein und der Motor begann zu 10. Schopper-Strohmayer (D- Moto
leben. Guzzi 1975) 5 Runden und 2.27'762''

Just Ride 6
BMW Motorrad ASC jetzt nachrüstbar.
Mehr Sicherheit auf jedem Terrain.

Seit Jahren zählt das BMW Motorrad Fah- einstellung erfolgt dabei bequem über eine
rerassistenzsystem ASC (Automatic Stabi- Taste an der Lenkerarmatur.
lity Control) zu den meist gefragten
Sonderausstattungen ab Werk. Der Grund: Diese innovative Anti-Schlupf-Regelung
Die Anti-Schlupf-Regelung von BMW Mo- ASC kann jetzt bei folgenden
torrad begrenzt in Abhängigkeit von der BMW Motorrädern mit Integral ABS II wie
Straßenbeschaffenheit und damit dem folgt nachgerüstet werden:
Reibwert das übertragene Antriebsmoment
des Motors. Das Ergebnis: kein Durchdre-
hen des Hinterrads mehr, effizientere R 1200 GS ab Fahrgestellnummer
Kraftübertragung und dadurch deutlich er- ZS98694
höhte aktive Fahrsicherheit. Ist ein regeln- R 1200 GS Adventure ab Fahrgestellnum-
des Eingreifen der Elektronik nicht mer ZN98790
gewünscht – etwa auf der Rennstrecke – R 1200 R ab Fahrgestellnummer ZS14531
kann der Fahrer das System per Knopf- R 1200 RT ab Fahrgestellnummer ZR60266
druck auch deaktivieren, selbst während R 1200 ST ab Fahrgestellnummer ZL85554
der Fahrt. K 1200 S ab Fahrgestellnummer ZR895526
K 1300 S ohne Einschränkung
Bei den R 1200 GS Modellen von BMW Mo- K 1200 R ab Fahrgestellnummer ZN21739
torrad beinhaltet das ASC zusätzlich eine K 1300 R ohne Einschränkung
spezielle, auf die Schlupfbedingungen von K 1200 GT ab Fahrgestellnummer
losen Untergründen
U wie Sand oder Schot- ZN71575
ter angepasste Geländeabstimmung. Der K 1300 GT ohne Einschränkung
Wechsel zwischen Straßen- und Gelände-

Just Ride 7
Japanische Herausforderung
Die neue Kawasaki ZX-10R

Ninja ZX-10R, Modelljahr 2011

Erstmals wurde von Kawasaki veröffentlicht, wie die neue Kawasaki ZX-10R für das Mo-
delljahr 2011 aussehen soll.

Die neue Ninja ZX-10R wurde natürlich auch entwickelt und designt, um damit Rennen
zu gewinnen. Das hatte direkten Einfluss auf Form, Material, Steifigkeit, Gewicht etc.
Alle Bauteile wurden einer eingehenden Prüfung unterzogen und neu berechnet, um ein
komplett neu designtes Superbike zu formen. So wird die neue Zehner nicht nur die nö-
tige Power und den nötigen Top-Speed bieten, sondern auch ein klares Statement be-
züglich topaktueller innovativer Lösungen und schnörkelloser Schönheit abgeben.

Dieser Entwurf zeigt eine frühe Entwicklungsstufe der Rennversion des 2011 Modell. Er-
fahrungsgemäß wird die Serienmaschine natürlich eng an die Rennversion angelehnt
sein.

Just Ride 8
K u r ve n s p aß!
Tr e n tin o u n d G ar d as e e

Schier endlos prasselt der Reden auf die westdeutschen Straßen. Patschnasser
Asphalt lädt uns Motorradfahrer nicht gerade zum Ausflug ein. Überschwem-
mungen im östlichen Europa und das endlose Grau am Himmel lässt erahnen,
dass sich das Wettert vorerst nicht ändern wird.
Für uns Kurvensüchtige gibt es da nur eine Lösung und zwar die Flucht nach
vorne. Laut den Wetterberichten ist jedoch ganz Europa von der ungewöhnli-
chen Nassperiode betroffen. Ganz Europa? Nein, ein kleines Land wehrt sich
tapfer gegen die Regengüsse, diese treten hier nur vereinzelt auf. Hat Italien,
so heißt das Land der Verheißung, doch so mächtige Verbündete wie den Bren-
ner, der sich als Wettersperre den Regenwolken entgegenstellt und diese
gleichmäßig über Österreich verteilt.
Unser Fluchtplan für den Juni 2010 lautet: Ferienwohnung buchen, Motorräder
auf den Anhänger und ab in nördliche Italien, genauer in Trentino und die Gar-
dasee-Region.
Und wie wir es erwartet haben, kaum sind wir über den Brenner, lacht uns die
Sonne ins Gesicht. Noch in Österreich hat der Wind die Regentropfen gegen
unsere Autoscheiben gejagt, und uns somit die nächtliche Fahrt vermiest. Aber
hier im Sommer angekommen, haben wir schnell die Motorräder abgeladen
und die ersten Touren geplant.
Drei der schönsten möchten wir euch hier vorstellen. Also viel Spaß damit.
Nel blu dipinto
di blu ...
Leise prasselt der Regen vor meinem Fens-
er wie das smaragdgrüne Auge einer Göt-
ter, Blitze zucken durch den rabenschwar-
tin. Die klimatischen Vorteile dieses Tales
zen Himmel, verzerren die Schatten der und seines Sees, hier ist es im Schnitt 3 bis
Bäume zu Monstern mit hässlichen Frat- 4 Grad kühler als am Gardasee, haben
zen. Nach tagelanger Hitze tut diese Ab-
auch schon die Menschen vor viertausend
kühlung dem nördlichen Italien gut, saugt
Jahren erkannt. Zeugnisse dieser frühen
die trockene, staubige Erde die Flüssigkeit
Besiedelung sind im Museo di Palafitte,
auf, als wäre sie ein trockener Schwamm.
dem Pfahlbaumuseum in Molina di Ledro,
Wie die U Ungeheuer vor meinem Fensterzu besichtigen. Dort wurden die Häuser der
ersten Siedler naturge-
Museo di Palafitte treu nachgebaut und
können besichtigt wer-
den.
Schnell sind wir aus
dem Ort heraus und
passieren Tiarno di
Sotta und Tiarno di
Sopra. Zügig folgen wir
der kurvigen Straße
und erreichen nach
wenigen Kilometern
den Passo d´Ampola.
Ein wahres Kurvenpa-
radies das nun folgen
wird. Bevor wir uns auf
diesem Pass jedoch ins
Tal stürzen, an man-
chen Stellen erscheint
es so, noch ein Tipp für
Kurvenfreaks und Ge-
fliegen auch meine Gedanken durch die nussfahrer.
Nacht zurück zu den Tagen vorher, den Ungefähr zwei Kilometer hinter Tiarno di
Touren, den wunderschönen Strecken die Sopra zweigt eine Straße nach links ab,
dieser Landstrich uns
Motorradfahrern bietet. Der Monte Tremalzo.
Eine dieser Strecken, für Auch für Chopperfahrer geeignet.
mich die vielleicht
schönste, beginnt für
uns im kleinen Ort Bez-
zecca. Am Lago di Ledro
liegt diese Gemeine,
zirka 17 Kilometer ober-
halb vom Lago di Garda,
Italiens größtem See.
Bei der Größe kann der
Ledrosee nicht mit sei-
nem Bruder im Tal mit-
halten, in der Kategorie
Schönheit aber allemal.
Je nach Tageszeit
schimmert seine Was-
serfläche im schönsten
Blau, manchmal glänzt

Just Ride 11
Die lombardischen Alpen mit ihren schneebedeckten Bergen

windet sich eine Passstraße auf den etwa ten, der Rückweg muss also auf dem glei-
1700 Meter hohen Monte Tremalzo. Fast 20 chen Weg erfolgen wie die Auffahrt.
Kilometer lang folgt Wieder Am Passo
Serpentine auf Ser- d´Ampola angekom-
pentine, Kurve hinter men, nehmen wir
Kurve. Perfekter dessen Kurven unter
Asphalt wie hier in die Räder um zu
der ganzen Region einem weiteren inte-
üblich, gibt den Rei- ressanten Punkt zu
fen sicheren Halt und gelangen. Hinter Ser-
lässt an ruhigen Wo- pentine 6 liegt ganz
chentagen eine zü- versteckt ein Wasser-
gige Fahrt zu. Oben fall, von außen nicht
angekommen bietet einsehbar, der als Ku-
sich bei gutem, kla- lisse für jeden Karl
rem Wetter eine May Film dienen
Fernsicht bis weit in könnte. Eiskalt ergie-
die Dolomiten mit ßen sich die riesigen
ihren schneebedeck- Wassermengen mit
ten Bergen oder die lautem Getöse in den
venetischen und lom- d ar u n t er l i eg en d en
bardischen Alpen. See, den ganz Mutige
Leider ist hier eine auch mal zum Baden
Weiterfahrt für Mo- benutzen.
torradfahrer verbo- Um endlich dem lau-

Just Ride 12
ten Rauschen zu entgehen hilft nur eins, links des Weges nicht entgangen sein.
Helm an und weiter bis nach Storo. Ein Diese sind zur Geschwindigkeitsüberwa-
wenig erinnert diese Gemeinde beim ers- chung gedacht und sollen zu schnelle Fah-
ten Durchfahren an einen österreichischen rer eher ermahnen die Geschwindigkeit zu
Skiort, hat aber beim zweiten Hinschauen überprüfen.
einiges Sehenswerte zu bieten. Durch die engsten Gassen führt unser Weg
Hinter Storo führt unser Weg weiter nach von Idro weiter um den See und wir gewin-
Anfi. Von hier, so erzählen die Geschichten, nen nun langsam an Höhe. Je nach Jahres-

Idro, Namensgeberin des Lago d´Idro

startete Guiseppe Garibaldi, der große ita- zeit ist der Lago d´Idro ein sehr schöner
lienische Freiheitskämpfer, seinen Kampf seiner Art, seine volle Pracht entfaltet sich
gegen die österreichische Besatzungs- aber meiner Meinung nach im Herbst.
macht für ein vereintes Italien. Der öster- Dann liegt er wunderschön und glänzend in
reichische Feldmarschall Radetzky hatte seinem Bett, während er im Sommer als
dann aber was gegen diese Pläne und die dunkles Etwas erscheint.
Freiheitskämpfer waren kurze Zeit später Vorbei an unzähligen Campingplätzen die
tot oder nicht mehr so richtig frei. In den das Ostufer besetzt halten, führt die Straße
späteren Versuchen die Einheit zu erlangen nun gerade und steil bergan, beginnt sich
hat es dann aber doch noch geklappt und aber mit den ersten engen Serpentinen in
was daraus geworden ist, sehen wir heute. eine gewundene Asphaltschlange zu verän-
Hier besteht für uns die Möglichkeit nach dern. Nach etwa achtzehn dieser engen
rechts zum Passo di Croce Domini, eine Straßenschleifen und unzähligen Kurven
ebenfalls sehr interessante Strecke, abzu- erreichen wir schließlich Capovalle in etwa
biegen oder weiter zum nächsten Ort Idro, 900 Metern Höhe. Ruhig und bescheiden
der dem Lago d´Idro seinen Namen gab, liegt der 350 Seelen Ort auf seiner Berg-
zu fahren. Wir entschließen uns zu Zwei- spitze, uns vieren erschein es als seinen
teren. Aber nochmal zurück nach Anfi, wir die einzigen die diese Ruhe stären.
Dem aufmerksamen Fahrer werden die Kaum Einwohner, aber eine eigene Tank-
großen, orangefarbenen Säulen rechts und stelle hat dieses Dorf. Als wir dieses ver-

Just Ride 13
lassen, verjüngt sich die Straße auf etwa 3 Sozius. Im letzten Herbst begann meine
Meter, gerade genug um zwei durchschnitt- Bremsflüssigkeit auf dieser Strecke zu ko-
liche Autos aneinander vorbei fahren zu chen und meine Hinterradbremse gab
lassen. schlagartig ihren Dienst auf. Passiert ist
Nun beginnt ein Kurvengeschlängel son- und damals nichts, die Bremse funktio-
dergleichen. UUnsere Geschwindigkeit pen- nierte nach einer Abkühlzeit auch wieder
delt sich auf etwa 50 Stundenkilometer ein gut, aber ein negatives Gefühl bleibt.
und unsere Motorräder schwingen um dien Endlos reihen sich die Straßenwindungen
engen Kurven. 35 Kilometer Spaß und aneinander, die immer wärmer werdenden
Spannung auf der schmalen Straße. Durch Temperaturen deuten jetzt darauf hin, dass
licht bewaldete Gegenden, vorbei am Lago wir uns dem Lago di Garda mit seiner Gar-
di Valvestino, einem Stausee der in den desana Occidentale, nähern. Immer weiter
60er Jahren entstanden ist und einen durchs Valle Toscolano, vorbei am gleich-
Punkt zu Rasten bietet. Dicht schmiegt sich namigen Flüsschen folgen wir der Straße,
die schmale Fahrbahn an den Fels, auf der immer weiter wird die Straße, um in Na-
rechten Seite manchmal vor allem in End- vazzo in eine zweispurige Verkehrsader zu
stücken dieser Strecke, Holzleitplanken die münden. Perfekter Asphalt und dicht auf-
den Anschein geben, als würden sie nie- einander folgende Serpentinen lassen jetzt
mals einem rutschendem Motorrad Wider- eine zügige Fahrt zu, einige dieser Kurven
stand leisten können. Langsam neigt sich lassen einen atemberaubenden Blich auf
die Straße wieder nach unten, gespickt mit den größten, italienischen See zu, bei
Serpentinen und schier endlosen Kurven- guter Sicht ist der Monte Baldo, eine 2200
folgen. Der ständige Wechsel zwischen Be- Meter hohe Erhöhung am gegenüberlie-
schleunigen und heftigem Bremsen genden U Ufer zu erkennen. Winzig kleine
beansprucht die Bremsanlage sehr stark, Segel der Surfer lassen erahnen, wie hoch
vor allem bei sportlichem Fahren oder mit wir uns noch über der Wasserfläche befin-

Lago di Valvestino

Just Ride 14
Der Kreuzgang der Chiesa di San Francesco

den, lenken von Garda und lockt


der allmählich me- heute Scharen von
diterraner werden- Besuchern die die
den Vegetation ab. Orte der Westseite
Endlich haben wir aufsuchen. Im 13.
den Ort Gargnano Jahrhundert ließ
am westlichen Franz von Assisi
Ufer des Garda- hier ein Kloster
sees erreicht und und eine Kirche
können nun die Li- bauen, die Chiesa
monen, Oleander di San Francesco,
und Palmen, die welche in Teilen
hier wachsen, be- noch besteht und
staunen. Garg- auch besichtigt
nano, früher ein werden kann. Ein
Fischerdorf, wie anderer Liebhaber
viele Orte der dieser Gegend der
Westseite, lebt sich in den 40er
heute wie die Jahren des ver-
ganze Region, fast gangenen Jahr-
ausschließlich vom hunderts hier
Fremdenverkehr. niedergelassen
Idyllisch liegt der hatte, war Benito
lombardische Ort Mussolini, der
direkt am Lago di große italienische

Just Ride 15
Duce, für den 1943 bis 1945 die Villa Fel- diesen Südfrüchten herrührt, jedoch weit
trinelli bereitstand. gefehlt. Hier verlief früher eine Grenze, la-
An der Gardesana Occidentale angekom- teinisch Limes, und diese ist der Namens-
men biegen wir nach links ab, auf eben geber. Die Stadtväter haben aber auch das
diese Straße. In der Hauptferienzeit oder Ihrige dazu getan als sie die Limone ins
der Rush Hour manchmal kein leichtes Un-
U Wappen der Stadt aufnahmen.
terfangen. Da die Italiener, im Gegensatz Eng windet sich die Straße entlang des
zu vielen Deutsche, Niederländer oder Bri- Sees, auf der linken Seite begrenzt vom

Gardesana Occidentale

ten, aber keine U Unmenschen sind, gelingt ansteigenden Fels. Immer wieder führt die
es uns aber früher oder später. Nun folgen Gardesana Occidentale durch Tunnel, teils
wir der U
Uferstraße in Richtung Limone. Äu- unbeleuchtet, teilweise als offene Gallerien
ßerst gemächlich fließt hier der Verkehr gestaltete, zwischendurch bietet sich aber
entlang der Limonen-Riviera. Neben der hin und wieder mal eine Möglichkeit den
prächtigen Pflanzenwelt und den herr- See zu betrachten. Trotz der meist langsa-
schaftlichen Villen, teilweise aus der öster- men Fahrt erreichen wir aber bald einen
reichischen Zugehörigkeitszeit, sind hier der schönsten Orte am Lago di Garda. Riva
auch Limonen und Zitronenbäume ange- del Garda, für mich eine Perle, die nicht zu
pflanzt. Denken doch die meisten Besu- vergleichen ist mit den Touristenhochbur-
cher, dass der Ortsname Limone von gen wie Lazise, Peschiera oder Sirmione

Just Ride 18
am Südende des fast 70 Kilometer langen Valle di Ledro verbindet, passiert haben,
Sees. Vor allem bei Regen oder im Herbst liegt dieses Tal in voller Pracht vor uns.
verwandelt sich diese kleine Stadt in ein Kurvig und mit 6 weiteren Serpentinen
Stück Italien, Ruhe kehrt ein und mittags führt die Straße durch die Weinberge steil
schließen die Geschäfte und Läden. Hier nach oben. Bei freier fahrt ist es ein Ver-
einen Zwischenstopp einzulegen ist wirk- gnügen hier durch die Kurven zu jagen, oft
lich zu empfehlen und aufgrund er an jeder genug jedoch machen Lastkraftwagen oder
Ecke vorkommenden Motorradparkplätze Linienbusse die Fahrt recht langsam. Kurz
ein Leichtes. Vor der allgegenwärtigen Po- hinter Molina di Ledro ist unser Ausgangs-
lizei braucht man hier keinen Bammel zu punkt fast erreicht. Jedoch nur fast. Die
haben. Die Beamten der Policia commu- Uferstraße des Ledrosees bietet noch ein-
nale, der Carabinieri und der Policia Stra- mal die Gelegenheit die Fußrasten auf den
dale sind durchwegs freundliche und Boden zu pressen und deinen Fahrspaß zu
hilfsbereite Menschen und bei weitem bes- genießen der seinesgleichen sucht. Bei der
ser als ihr Ruf. Wenn wir uns als Gäste, die Ortseinfahrt von Pieve die Ledro, einer Ge-
wir ja in diesem Land nun mal sind, auch meinde die mit Bezzecca eine zusammen-
nur einigermaßen an die Regeln halten, hängende Ortschaft bildet, solltet ihr
werden wir hier nie Probleme haben. jedoch dann langsam machen. Während
Aber weiter geht es. In Riva weisen braune der Woche, ist hier in der Nähe des Orts-
Schilder an den vielen Kreisverkehren in eingangs der Markt, bei dem die Policia
Richtung Valle di Ledro. Wir folgen diesen Communale streng auf die Sicherheit der
Wegweisern und verlassen den Ort nach Fußgänger achtet. Da wir aber nette und
Westen, zwischen den stadtnahen Oliven- anständige Fahrer sind, können wir natür-
hainen und den Hängen des Cima d´Oro lich dann auch ungehindert unseren Aus-
hindurch. Nachdem wir den etwa 6 km lan- gangspunkt wieder erreichen.
gen, zweiteiligen Tunnel, der Riva mit dem

Riva del Garda, die Perle des Sees

Just Ride 17
Lago mit Einlagen
Eine Tour für Genießer
An unserem Treffpunkt in Riva del Garda
geht unser heutiger Trip über die SS 45 bis,
die Gardesana Occidentale, in Richtung Li-
mone. Auf der Westseite des Gardasees in
den Süden zu gelangen war bis Anfang des
20. Jahrhunderts nur mit dem Schiff mög-
Fünf Jahre und 74 Tunnel

lich. Erst 1927 begann der Bau der Garde-


sana Occidentale wobei von Riva bis
Gargnano alleine 74 Tunnel in den Fels ge-

Zerklüftete Felsen,
hier könnte auch Karl May gedreht werden
von dem man einen grandiosen Ausblick
auf den Lago del Garda hat. Aber vor die-
sem liegt eben noch der Weg bis dorthin,
und der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.
Schlecht ersichtlich ist diese Abfahrt, hat
man sie jedoch rechtzeitig gesehen, sie
liegt versteckt hinter einer Kurve und man
ist schnell vorbei gefahren, warnen schon

Ui, das ist aber eng

sprengt werden mussten. Wohlgemerkt,


für eine Strecke von nur 28 Kilometer
Länge. Bis zum Jahr 1932 hatten die Ita-
liener diese Straße dann fertiggestellt. Eine
wahrlich beachtliche Leistung.

Vorsicht! Die Abfahrt ist erst


spät zu erkennen

So weit entfernt liegt unser erstes Etap-


penziel jedoch nicht, dieses liegt nur we-
nige Kilometer hinter Limone. Kurz nach
dem Campione - Tunnel erreichen wir die
Abfahrt zum Hochplateau von Tremosine

Just Ride 19
so schmal dass bei Gegenverkehr ein ge-
naues Zielen erforderlich ist um mit dem
Motorrad an einem Auto vorbei zu fahren.

Kaum haben wir diesen ersten Strecken-


teil durchfahren eröffnet sich eine bizarre
Felsenlandschaft. Einen Wasserfall haben
die Erbauer sogar mit Hilfe eines Torbo-
gens über die Straße umgeleitet, eine
Brücke ähnlich einem Viadukt. Immer
wieder verschwindet die Fahrbahn, jetzt
verteufelt eng, in dunklen Öffnungen im
Stein. Feucht und kühl steht die Luft in
dieser Schlucht, kaum Sonne dringt hier
herein.

Endlich wird die Straße


wieder breiter
Endlich wird die Straße wieder breiter,
führt jetzt durch bewaldetes Gebiet, win-
Hier wird schon einiges geboten. det sich in engen Kurven nach oben bis
Enge Tunnel ... nach Pieve, weiter nach Priezzo bis Tre-
mosine. Hoch über dem See bietet sich
die ersten Schilder langsam zu fahren. Dies
ist auch vernünftig den die Straße ist
keine 3 Meter breit, im oberen Strecken-
teil noch um einiges enger. An Wochen-
enden herrscht hier reger Verkehr und
dann wird die Fahrbahn recht schmal.
Für nervenschwache Anfänger ist diese
Strecke, vor allem im weiteren Verlauf,
nicht unbedingt geeignet, wer es aber

Nix für Anfänger

wagt wird von den Felsformationen die


uns jetzt erwarten überrascht sein. Eng
windet sich die Straße, gesäumt von
einer nicht mal 50 Zentimeter hohen
Steineinfassung, durch den Fels, auf der
linken Seite türmen sich die Berge,
rechts fällt die Landschaft teilweise hun-
dert Meter ab. Enge, manchmal unbe-
leuchtete Tunnel stellen sich in den Weg,
... und ein umgeleiteter Wasserfall

Just Ride 20
Kloster Madonna di Monte Castello; hoch über dem Lago di Garda

eine Möglichkeit zum Anhalten, bevor es einem Berg, beim Anblick errät man den
weiter in Richtung Tignale, ebenfalls auf Gedanken der Mönche ganz nahe bei Gott
einem Hochplateau gelegen, geht. Hier zu sein. Der Weg führt uns also in die Höhe
wird die Fahrbahn teilweise so eng und zum Kloster. Vorsichtig befahren wir den
kurvig, dass wir kilometerweit nur ganz betonierten, extrem steilen Weg, bis ganz
langsames Tempo fahren können, uns um nahe an die Kirche, um im oberen Teil auf
die Kehren tasten müssen. Als unsere eine Haarnadel-Serpentine zu stoßen, die
Fahrt endlich wieder schneller wird, folgen
Serpentinen die ich noch nirgends enger
erlebt habe, als Krönung folgt noch ein
etwa 50 Meter langes Baustellenstück ohne
Asphalt. Als wir kur vor Tignale wieder auf
einer zweispurigen Straße sind, können wir
endlich kurz durchatmen.

Madonna di Monte Castello


Ein Stück Ruhe im Alltag

Für Kulturinteressierte bietet sich der Be-


such des Klosters Madonna di Monte Cas-
tello an. Am Ortseingang von Tignale
thront die Klosteranlage hoch oben auf

Just Ride 21
Ihresgleichen sucht. Motorradgruppen kön-
nen hier oben nicht parken, wir haben ein
Motorrad auf einem Parkplatz unterhalb
des Klosterberges stehen lassen und fan-
den oben gerade Platz für zwei Bikes.

Hier oben in der Stille ein Wasser auf der


Terrasse des Klosters, einige hundert Meter
über dem Lärm des Sees zu genießen, hat
schon etwas Besonderes. Ein Fußweg führt
weiter um die Kirche herum, vorbei an den
Höhlen der Eremiten etwas 20 Minuten
steil bergan bis auf den Gipfel des nahen
Berges. Von Hier hat man einen tollen Blick
auf Madonna di Monte Castello und den
Lago di Garda.

Jetzt ab in Richtung Süden

Aber genug vom Heiligtum auf dem Berg,


schnell aufs Motorrad und durchs Örtchen.
Serpentinen auf dem kurvigen Weg zur
Uferstraße, die während der Schräglage

Die Skaligerfestung in Sirmione. Durch ihr Tor führt der Eingang in die Stadt

Just Ride 22
Ein wirkliches Stück Italien, die Vespa

einen Blick in die Tiefe zulassen, bringen


unseren Puls wieder in Schwung und nach
einigen Minuten erreichen wir wieder die
SS 45 bis.

Von Sirmione auf die


Gardesana Orientale

Ab hier wandelt sich die Tour vom Ausflug


für Kurvensüchtige in eine Genussfahrt
sondergleichen. Entlang des Sees wenden
wir uns in Richtung Saló und Desenzano,
in Richtung Süden. Mit jedem gefahrenen
Kilometer spürt man nun die wärmeren
Temperaturen, UUnterschiede von bis zu 10
Grad Celsius, natürlich je nach Wetterlage,
sind auf der Seelänge von fast 70 Kilome-
ter keine Seltenheit. Langsam öffnet sich
die Landschaft und die Berge treten weiter
in den Hintergrund. Die Gardesana Occi-
dentale führt nun weiter weg von Lago di
Garda, durch weiniger idyllische Gemein-
den und Kleinstädte bis nach Desencano,
der größten Stadt am See. Zusammen mit

Just Ride 23
Gemächlich geht´s auf er Gardesana Orientale zu.
Immer hat man Zeit um die Sehenswürdigkeiten zu betrachten.

den Orten Sirmione und Peschiera del


Garda schließt sie den Lago nach Süden
hin ab, nur durchbrochen vom Mincio, dem
Abfluss dieses Gewässers. Einkaufsmög-
lichkeiten für Touristen bieten diese Städte
en Masse, einschließlich dem typischen Be-
suchernippes. Wer ´s mag ist hier gut be-
dient, sollte jedoch immer nach den
Preisen fragen. Hier wird auch Ramsch
manchmal recht teuer angeboten. Hier
gibt’s auch die für den Süden normalen
Farbigen die Uhren
U von Breitling, Cartier
und so weiter, natürlich alles „Originale“ zu
Spottpreisen anbieten.

Genußtour auf der Ostseite des


Lago di Garda

Hinter Peschiera treffen sich der See und


die Straße endlich wieder und hier wir die
gesamte Breite dieses Gewässers sichtbar.
Nun da wir die Gardesana Orientale er-
reicht haben, wird unsere Tour gemächli-

Just Ride 24
cher, ruhig fließt der Verkehr durch die me- Brettern über die Straße geschleudert wer-
diterrane Landschaft. den. Beachtenswert ist aber auch die Ska-
Kurze Zeit später erreichen wir Garda, den ligerfestung in Malcesine. Goethe schon
Ort, der dem Gardasee seinen Namen gab. hatte deren Schönheit bewundert und
Auch hier die gleiche Bauart und das Aus- schnell sein Zeichenmaterial zur Hand ge-
sehen wie alle Anrainergemeinden. Für uns habt als er hier weilte. Noch schneller
als Motorradfahrer bietet sich hier aber ein waren damals die Italiener und verhafteten
weit wichtigerer Punkt, nämlich die Ab- unseren Dichterfürsten wegen Spionage-
zweigung nach Costermano, das auf dem verdacht. Kurze Zeit später durfte er aber
direkten Weg zum Monte Baldo liegt. Ein wieder nach Torbole zurückkehren und an
fast 2000 Meter hohes Bergmassiv dessen seinem Stück „Iphigenie auf Tauris“ weiter-
Überquerung sich allemal lohnt. UnsU führt schreiben. Während mir noch diese Gedan-
der Weg aber weiter nach Torri del Benaco ken im Kopf umher wandern, haben wir
und dann weiter bis Malcesine. Die Ge- ebenfalls dieses Mekka für Surfer und
schwindigkeit ist auf fast der ganzen Ostu- sonstige Wassersportler erreicht und fah-
ferstraße auf 50 Stundenkilometer ren am, man sehe und staune, „Goethe-
beschränkt, ein Zugeständnis an die vielen caffé“ vorbei. Damals war hier für den
Urlauber die im gemächlichen Tempo den Dichter und Denker Endstation, Riva del
See besser betrachten können. Sehens- Garda, die Nachbargemeinde war damals
wertes findet sich hier immer, seinen es nur per Schiff erreichbar. Heute haben wir
auch nur die Surfer und die Kite-Surfer, die es besser, ein Tunnel verbindest die beiden
mit fantastischen Geschwindigkeiten über Städtchen an der Nordseite des Lago und
das Wasser schießen. Manchmal erscheint somit haben wir nach etwa 200 Kilometer
es, als würden diese Sportler mit ihren von unseren Ausgangspunkt wieder erreicht.
drachenartigen Fallschirmen gezogenen

Torbole, seines Zeichens Sportlerparadies

Just Ride 25
Zu den Höhen des
Monte Baldo
Auf den Monte Baldo, das ist
unser heutiger Plan
Auf der Ostseite, der Gardesana Orientale,
so unser Plan, wollen wir bis Garda fahren,
der Perle am Gardasee und dessen Na-
mensgeberin. Ziel unseres heutigen Aus-
flugs soll die Überquerung des Monte Baldo
sein, dem mit über 2200 Metern höchsten
Bergmassiv in der Gardasee-Region. Mäch-
tig thront der Steinkoloss auf der venezia-
nischen Seite des Lago di Garda, oft
wolkenverhangen und geheimnisvoll, bei
klarem Wetter bieten sich jedoch grandiose
Aussichten. Sind die Gipfel, eigentlich kann
man hier nicht von richtigen Gipfeln spre-
chen, eher von Spitzen wie dem Altissimo
di Nago (2079 m), dem Cima Valdritta
(2218 m) oder dem Punto Telegrafo mit
Malcesines Skaligerfestung
seinen 2200 Metern Höhe, wolkenfrei, er-
öffnen sich Blicke auf die Dolomiten, die Also dann zurück zu unserem Vorhaben auf
venetischen und lombardischen Alpen und der Ostseite des Lago di Garda entlang
sogar die Poebene. nach Garda zu fahren. Montag morgens im

Mediterrane Landschaften prägen entlang des Sees das Bild

Just Ride 27
Berufs- und Touristenverkehr, ein schier lienischen Gassen mit kleinen Cafés in
endloses Unterfangen.
U denen sich die Einheimischen treffen.
Äußerst langsam,
aber mit tollem Ausblick

Die anfänglich freie Fahrt findet spätestens


in Malcesine ein abruptes Ende, Scharen
von Touristen überfallendieses Städtchen
jeden Tag, verstopfen die Straßen und
Kreisverkehre. Sehenswert ist dieser >Ort
für uns, wir waren schon einige Male hier,
nur an einigen Stellen. Versteckt liegt zum
Beispiel der Palazzo dei Capitani, ein Bau-
werk mit einem kleinen, wunderschon an-
gelegten Garten mit Blick auf den See. Im
Herbst, wenn der Besucherstrom langsam
abebbt, lässt sich hier die Stille genießen,
spielen hier großartige, einheimische Mu- Gardesana Orientale
siker in der Vorhalle des Palazzo. Malcesine
bietet für den, der hier die Ruhe sucht, ei-
nige stille Orte. Abseits der Trampelpfade Aber wieder zurück auf die Straße, weiter
der Deutschen, Niederländer oder Englän- in Richtung Süden. Mittlerweile ist unsere
der findet man auch noch die richtigen ita- Reisegeschwindigkeit auf rasende 30 Stun-

Der Garten des Palazzo dei Capitani


Im Herbst lässt sich hier die Ruhe genießen

Just Ride 28
Viel schneller als 50 ist nicht!

denkilometer gesunken, für den gesamten Ferrara di Monte Baldo. Dieser Ort ist hier
Weg bis nach Garda, für ein Strecken von schon ausgeschildert, was hilfreich ist, da
etwa 50 Kilometer, brauchen wir an diesem mein Navigationsgerät wegen der teilweise
Morgen eineinhalb Stunden. „ Was lange
währt, wird endlich gut“, sagt der Volks-
mund und er hat recht. Als wir in Garda
die Abzweigung nach Costermano nehmen
haben wir an diesem Tag erstmals freie
Fahrt. Über die romantische Panorama-
straße die zu diesem Ort führt, schlängelt
sich die Straße dahin, nun langsam anstei-
gend. Blicke auf das südlich vom See lie-
gende Hinterland lassen die toskanische
Nähe erahnen, jedenfalls vermitteln sie
den Eindruck. Im Sommer liegt hier blei-
erne Hitze und lässt ein Gefühl von Süden
aufkommen. Hier sehen wir nur wenige
Touristen, obwohl in Affi große Einkaufs-
zentren zum shoppen einladen.

Endlich freie Fahrt

Und es geht schön bergauf ...


Ab hier folgen wir den Wegweisern nach

Just Ride 29
steilen Fels- Sport trei-
wände die ben, jedoch
den Weg erscheint es
säumen total uns, als
außer sich brächten
ist. Steil die Italiener
führt uns die Wintersport
noch zwei- und Natur-
s p u r i g e schutz bes-
Straße berg- ser unter
auf nach einen Hut
Spiazzi wo als ihre
uns die ers- nördlichen
ten Schilder Nachbarn.
auf die win- Schmal und
terliche eng bebaut
Regenentwarnung von den Oldenburger Jungs
Schneeket- winden sich
tenpflicht und somit auf die schon gewon- die Straßen durch Spiazzi und dem kurze
nene Höhe hinweisen. Deutlich hat sich Zeit später folgenden Ort Ferrara di Monte
mittlerweilen das Gesicht der durchfahre- Baldo.
nen Orte geändert, typische, vom Winter- Ferrara di Monte Baldo
sport geprägte Gemeinden liegen jetzt vor
uns. Im Winter lässt es sich hier prima Karger wird die Landschaft und hinter Fer-

Steil windet sich die Straße durch die karge Landschaft.


Nicht nur beliebt bei Motorradfahrern.

Just Ride 30
Oben angekommen bietet sich ein grandioses Bild

rara können wir erstmals richtigen Kurven- mit 19 Prozent Steigung stellt sich in den
spaß erleben. Enger werden die Fahrbah- hier nur noch 2,50 Meter breiten Weg. Im
nen, jedoch immer mit optimalem Belag,
immer kurviger und mit Serpentinen ge-
spickt. War bei unserer Abfahrt in Torbole
der Himmel strahlend blau und nur eine
kleine helle Wolke am Monte Baldo zu
sehen, ist diese nun ein schwarzer, dichter
Klotz geworden.
Dunkle Wolken am Himmel

Der Gedanke, auf dieser Höhe in Regen zu


kommen lässt uns schaudern. Also erst
mal rasten und dann sehen wir weiter. Rauf
auf den ersten Parkplatz der sich bietet
und die noch freie Aussicht genießen. Auch
drei freundliche Biker mit Oldenburger
Kennzeichen haben sich dort eingefunden
und ein kurzes Gespräch mit den nord-
deutschen Jungs nimmt uns die bestehen-
den Zweifel. Nur Wolken, kein Regen! Also
weiter durch die karger werdende Land-
Bei Motorradfahrern aller Couleur sehr
schaft, immer steil bergauf. Eine Rampe beliebt

Just Ride 31
letzten Jahr als wir hier waren, war dieser mit den Bremsspuren, die in manchen Kur-
Streckenteil noch ohne Leitplanken, heute ven in Richtung Tiefe führen, zu tun. Wei-
präsentiert er sich aber bestens beplankt. ter geht der Weg, vorbei an Bauernhöfen
Vielleicht hat die schnelle Erbauung etwas in denen Käse und andere Milchprodukte

Just Ride 32
Durch Weinberge gehts wieder bergab

angeboten werden, bis sich die Straße ga- Almen oder geradeaus nach Anfi. Wir ent-
belt. Hier an der Seilbahn die zum Tratto scheiden und Richtung Anfi zu fahren.
Spino führt, stehen wir vor der Entschei- Diese Straße klebt hier am Berg wie eine
dung, rechts herum durch weithin offene hingeworfene Spaghetti, sogar einen Na-

Von Nago kann man an guten Tagen bis Sirmione am Südende des Sees sehen.

Just Ride 33
tursteintunnel der an Enge von kaum 1959. Nun liegt der Lago di Loppio genau
einem seiner Art übertroffen wird, kann über dem Tunnel, die beiden trennt nur
man bewundern. Als uns bei der letzten etwa 100 Meter poröses Kalkgestein. Als
Durchfahrt eine Gruppe Mountainbiker im ab 1959 der Loppiosee plötzlich begann
Tunnel entgegen kam, war gerade noch sich in Nichts aufzulösen, bemerkte man
genug Platz für unsere Motorräder. Von diesen Fehler, leider zu spät. Nun ist der
nun an stürzt sich die Straße in die Tiefe, See verschwunden, nur sein ehemaliges
windet sich in den abenteuerlichsten Keh- Bett ist noch sichtbar. Nach langen, starken
ren nach Brentonico, wieder breiter und Regenfällen füllt sich dieser See manchmal
perfekt ausgebaut bis Mori. wieder um dann erneut zu verschwinden.
Einige Kilometer weiter haben wir dann
Lago di Loppio Nago, einen Ortsteil von Torbole, dem Aus-
oder plötzlich war der See weg gangspunkt unserer Tour, erreicht. Von hier
hat man bei klarem Wetter wunderschöne
Hinter diesem typischen, 10000 Einwohner Ausblicke auf den See, an manchen Tagen,
fassenden, italienischen Ort liegt, besser so etwa nach Unwettern,
U denn diese reini-
lag der Lago di Loppio. Warum lag? In den gen ja bekanntlich die Luft, kann man
30er Jahren des vergangenen Jahrhun- sogar das 70 Kilometer entfernte Sirmione
derts entstand die Idee, die Hochwässer erkennen. Jetzt liegt nur noch eine über-
der Etsch in den Mincio, den Abfluss des baute Serpentine, man kann am frühen
Gardasees zu leiten und somit die verhee- Morgen oder späten ‚Abend wenn alle‚ Tou-
renden Überschwemmungen zu minder. ris in Ihren Bettchen liegen, die tollsten
Nach genauen Berechnungen begann 1939 Schräglagen in dieser Kurve fahren, zwi-
der Tunnelbau, der jedoch 1943 kriegsbe- schen uns und Torbole, dem Sportlerpara-
dingt eingestellt werden musste. Nach er- dies.
neutem Beginn folgte die Fertigstellung

Der Cima d´Oro

Just Ride 34
Ducati, die Erste

Ducati bringt Farbe


ins Leben.

Die neuen Monster ART Design-Kits begeistern auch prominente


Fans. Culcha Candela-DJ Chino fährt auf seine Monster 796 im
„Sport 100“ Design ab.
Ab sofort können die Fahrer und Fans der eingespart.
Monster-Modelle ihre Motorräder mit der Einer der ersten, großen Logomania-Fans
zweiten und neuen Auflage „Logomania“ ist DJ Chino von den Deutschen Hip-Hop
aus der Ducati MONSTER ART Kollektion Chartstürmern „Culcha Candela“. Beim Vi-
verschönern. Sieben verschiedene, auf- deodreh zur aktuellen Single „Somma im
wändig gestaltete Lacksätze, die 50 Jahre Kiez“ war Chino von einer Statistin beson-
Ducati-Designgeschichte widerspiegeln, ders begeistert, der Ducati Monster. Mitt-
sowie drei zusätzliche, knallige Farbkleider lerweile hat er eine eigene Monster 796 im
machen aus der Design-Ikone ein individu- Logomania Design. Er nennt sie liebevoll
elles Kunstwerk. Jeder MONSTER ART Kit „Gina“ und schwärmt: „Sie hat den Mons-
enthält einen kompletten Lackteile-Satz ter Body mit dem Monster Blick und ihr
mit zwei Tankblenden, dem vorderen Kot- Monster VROOM VROOM gibt mir den Kick!
flügel, Windschild und Sitzbankverklei- Für mich ist meine 796 der absolute Traum
dung. von einem Motorrad. Die Optik, der Sound
Für die beiden „kleinen“ Monster-Modelle und die Technik begeistern mich bei jedem
696 ABS und 796 ABS steht dabei ein be- Ausritt! Mit dem Logomania Kit hat sie
sonderes Angebot zur Verfügung. Sie kön- schließlich noch das perfekte Finish be-
nen ab Werk ohne Lackteile und damit kommen. I love her!“ Schmunzelnd er-
kostengünstiger bestellt werden. Die Kos- gänzt Chino: „Am liebsten hätte ich noch
ten für den gewünschten Logomania Lack- einen Anhänger für unseren Tourbus, dass
satz (ab 490 Euro) sind so nahezu ich ‚Gina’ immer bei mir haben kann.“

Just Ride 36
Ducati, die Zweite

Die Ducati Multistrada 1200


siegt beim legendären Bergrennen am Pike’s Peak

Nach der erfolgreichen Markteinführung überzeugte die Multistrada jetzt


im internationalen Wettkampf. Am vergangenen Sonntag fuhren beim
Bergrennen im amerikanischen Pike`s Peak gleich zwei Multistradas in der
1200ccm Klasse aufs Podium: Platz eins und Platz drei sind der Beweis,
dass sich die ausgefeilte Technik des Bikes auch im härtesten Einsatz be-
währt.
Pike’s Peak Veteran Greg Tracy ging auf tete. Das Abschneiden ist einfach sensatio-
seiner Multistrada 1200 S vom Start an in nell, besonders wenn man bedenkt, dass
Führung und gab diese bis zum Ziel in es sich um eine Multistrada handelt, die
4.300 Metern Höhe nicht mehr ab. Tracy sich bis auf ein paar Karbonteile sowie mi-
demonstrierte die außergewöhnlichen On- nimale Modifikationen im Serienzustand
und Off-Road Fähigkeiten der neuen Du- befand.“
cati, die mittels der „Riding Mode“ Einstel- Greg’s Teamkollege, Alexander Smith,
lungen und des elektronischen Fahrwerks schnitt auf der zweiten Multistrada eben-
auf jedem Terrain mit bester Performance falls hervorragend ab. Bis kurz vor Ende
überzeugt. des Laufs sah es nach einem Doppelsieg
„Das war wirklich eine spannende Woche für Ducati aus. Ein Sturz in der letzten
für mich,” sagte Tracy bei der Siegereh- Kurve jedoch warf Smith auf den dritten
rung. “Ich möchte Ducati für diese einma- Platz zurück.
lige Gelegenheit danken. Die Spider Grips „Ich kann mich Greg nur anschließen,“
Falkner-Livingston Multistrada war einfach sagte Smith. „Das Rennen war großartig
großartig zu fahren. Das gesamte Team und die Bilder vom Start zeigen auf beein-
hat einen großartigen Job gemacht und das druckende Weise wie gut die Multistrada
Bike war unglaublich schnell. An einem funktioniert. Das Rennen lief großartig, bis
Punkt hatte ich über 220km/h auf dem zu meinem Sturz in der letzten Kurve. Im-
Tacho, besonders beeindruckend war je- merhin konnte ich schnell weiterfahren und
doch wie gut die Multistrada die Wechsel mit Platz drei auch die zweite Multistrada
zwischen Schotter und Asphalt verarbei- aufs Podium bringen.“

Just Ride 37
World
Superbike
Serie

WM-Favorit Max Biaggi holte sich in


der Hitzeschlacht in Misano Adriatico
vor 69.000 Fans beide Rennsiege.
Der Italiener sicherte sich somit einen Tag PODESTPLÄTZE FÜR SUZUKI
nach seinem 39. Geburtstag zum vierten
UND DUCATI
Mal in der laufenden Saison das Punktma-
bereich eine Zielankunft des Katalanen.
ximum und baute damit seine WM-Tabel-
lenführung auf Leon Haslam auf 37 Punkte
Leon Haslam reist mit 37 Punkten Rück-
aus. „Wir haben das Paket sehr gut abge-
stand auf Max BIaggi aus Misano ab. Der
stimmt. Im zweiten Rennen konnte ich früh
WM-Zweite kam im ersten Rennen nach
meine Linien fahren“, strahlte der Römer.
Problemen nur auf Rang 8, später konnte
ERFOLGREICHES WOCHENENDE der 27-Jährige mit Platz 2 hinter Biaggi
Schadensbegrenzung betreiben. Sein fran-
FÜR BMW zösischer Alstare-Teamkollege Sylvain
Guintoli zeigte starke Rennen und wurde
Troy Corser verpasste im ersten Lauf von mit den Plätzen 5 und 6 belohnt. Carlos
Misano von der Pole den Sieg nur um 0,8 Checa (2.) mit der Althea-Ducati und
Sekunden. Der Australier konnte sich als Xerox-Ducati-Werkspilot Michel Fabrizio
Dritter auf dem Podium feiern lassen. Im (3.) fuhren in Misano die Podiumsplätze für
zweiten Rennen war der Routinier auf dem Ducati heraus. Nori Haga kam mit dem
Weg zu Platz 5, als er nach einem Fehler in zweiten Werks-Zweizylinder als Siebter
der letzten Runde noch auf Platz 10 zu- und Neunter an. Kuba Smrz blieb in beiden
rückfiel. Weniger Glück hatte an der italie- Rennen mit technischen Problemen liegen.
nischen Adria sein Teamkollege Ruben
YAMAHA UND CRUTCHLOW
Xaus, der im ersten Lauf wegen eines De-
fekts nicht ins Ziel kam. Später vereitelte
KNAPP VORBEI.
eine schmerzhafte Verletzung im Waden- Sterilgarda-Yamaha-Pilot Cal Crutchlow

Just Ride 39
BMW - Freude am Gewinnen

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Just Ride 40
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Die nächste Ausgabe der


Just.Ride erscheint am
02. August 2010.

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