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DEUTSCHE

LITERATUR
2. Jahrgang, 2017/18



Zwischen Romantik und Realismus

Wienerkongress à die Monarchie befestigt sich. Deutschland ist autonom und Ideen nach
Nationalschaft sind anwesend. Vormärz (Literatur) dauert von 1815 bis 1848. Es gibt zwei Strömungen
(tokova):
• Das Biedermeier
o Eine sehr konservative Haltung in der Kunst und Literatur. Meier ist wie der deutsche
Novak, Bieder: sehr konservativ und nach dem Regeln, jemand, der sich anpasst und
sehr brav ist (gut bürgerliche Regeln anhalten wird). Das Bürgertum ist der Träger der
Ideen. Biedermeier ist eine Strömung affirmativer Kunst. Es bestätigt das Stehen des
Systems. Merkmale:
§ Rückzug ins Private, nicht auf politische Geschehen gerichtet. Hat mehr mit
dem Menschen zu tun. Es absetzt sich vom äußeren Leben. Wichtig sind
Gemütlichkeit, das familiäre, die Freunde. Die Wohnung/das Haus sind das
Zentrum; Wohnbereich ist sehr wichtig. Die Wohnung ist die Privatsphere
eines Menschen. Man, so wie heute, definiert sich über die Arbeit (er ist ein
Maler, er ein Handwerker …).
o Carl Spitzweg, ein Maler. Der arme Poet: Fokus nach dem Innenraum. Die Künstler
sind schlecht bezahlt, den Außenwelt sieht man nicht.
o Der Sonntagsspazierung: Die Hierarchie ist deutlich sichtbar. Der Vater ist nach vorne,
dann die Mutter und zuletzt die Kinder. Die Frau kann nicht nach rechts und links sehen,
sie hat keine Möglichkeit, keine Mutter in dem Haushalt oder keine Nonne zu sein. Der
Mann ist der Patriarch. Die Familie ist im Mittelpunkt – eine Mikrozelle.
o Der Liebesbrief: Die Frauen sind eingesperrt, sie können nicht über die Mauer sehen.
• Das junge Deutschland
o Die Studenten sind die Träger dieser Strömung. Sie sind radikal, liberal und auch
polizeilich verfolgt wegen ihren Ideen. Man ist sehr kritisch. Das ist auch die Zeit der
Industrie, die Fabriken werden gebaut. Es kommt zu einer neuen gesellschaftlichen
Schicht: Proletariat.
§ Die beginnende Industrialisierung hatte Hundertausende von
Handwerksgesellen arbeitslos gemacht. Sie strömten in die stürmisch
wachsenden Industriestädte. Verstärkt wurde dieser Zustrom noch durch die
Landflucht von besitzlosen Landarbeitern und verarmten Kleinbauern. Beide
soziale Gruppen zusammen bildeten in den Städten die neue soziale Klasse des
Industrieproletariats. Die Angehörigen dieser neuen Klasse waren zwar
rechtlich frei. Sie verfügten aber über keine eigenen Produktionsmittel, mit
denen sie ihren Lebensunterhalt verdienen konnten. Aus diesem Grunde waren
sie gezwungen, sich zur Sicherung ihrer und der Existenz ihrer Familie als
Lohnarbeiter in den Betrieben zu verdingen. Damit war zugleich das für den
Kapitalismus typische Verhältnis der Abhängigkeit zwischen seinen beiden
Hauptklassen entstanden: Die Abhängigkeit der Masse der Lohnarbeiter von
den Besitzern der Betriebe bzw. Produktionsmittel.
o Die Gesellschaft verändert sich. Die Mehrheit hat keinen politischen Einfluss,
deswegen ist die Literatur politisch orientiert. Hier findet man die Anfänge einer
kommunistischen Ideologie. Vertreter:
§ Heinrich Heine: stark von Byron beeinflusst (Romantik). Er ist der erste
wirkliche Satiriker. Er kritisiert die Zeit. Sein Werk: Deutschland – ein
Wintermärchen. Das ist ein Epos, der einen politischen Statement hat. Für die
Demokratie und für die Nationalstatt. Man ist verzweifelt an der Welt und
depressiv. Man fühlt einen Weltschmerz und fühlt sich, als ob er kein Einfluss
hätte. Sehr emotional. Er war nach seinem Tod verboten. Die Lorelei wurde
zwischen den 1. und 2. Weltkrieg für ein Volkslied erklärt.
§ Georg Buchner: Ein Revolutionär, er versucht die Gesellschaft zu verändern.
Er will das Bürgertum abschaffen. Er hat Flugblätter geschrieben und flog nach
Ausland. Er schrieb melancholische Sachen, ist sehr emotional, ein Beispiel
von Nihilismus (Gesinnung (prepričanje), dass es keinen Gott gibt). Seine
Werke: Dantons Tod, Leonce und Lena, Lenz. Danton war der Führer der
französischen Revolution.
• Danton’s Tod: Ausdrückt Fatalismus à der Einzelne ist unwichtig.
Gefühl der Sinnlosigkeit und Weltschmerz. Extensizielle Langeweile.
Nihilismus.
• Lenz: Schizophrenie, Nihilismus. Er verfluchte Gott.
§ Philosophen: Shopenhauer, Nietzche. Ennui (a feeling of utter weariness and
discontent resulting from satiety or lack of interest; boredom).
§ Annette von Droste-Hülshof: Sie ist katholisch ausgewachsen. Sie war sehr
eingesperrt und schrieb zuerst unter einem männlichen Pseudonym.

Realismus (1848–1890)

Bürgerliche Kunst, oft von Bürgern geschrieben, und repräsentiert das Bürgertum. In dieser Zeit ist auch
Wilhelmismus anwesend. Zeit der Industrialisierung, Spaltung des Bürgertums in verschiedene Klassen
(auch Proletariat). Es gibt nur Bürger. Die Texte sprechen über den bürgerlichen Alltag, man bekommt
eine Vorstellung von dieser Zeit, welche Norme und Werte es gibt … Ein sehr wichtiger Einfluss ist die
Philosophie von Arthur Schopenhauer:
• Er behauptet: Die Welt ist auf einem Chaos entstanden. In der Welt gibt es ein irrationales
Prinzip. Der Mensch ist von Trieben (r Trieb – sla, nagon) beherrscht. Er ist kein Herr seines
eigenen Willens. Man kann nicht wollen, was er will.
• Das war ein revolutionärer Gedanke, der zur Kriese führt. Bisher: Gott hat die Menschen als
etwas Besonderes geschaffen und eine Einzelperson hat das Einfluss auf ihre Entscheidungen.
Schon seit Aufklärung versucht man alles mit dem Verstand erklären. Aber Schopenhauer sagt:
Mensch ist nicht mehr als ein Tier. Die Welt funktioniert nicht nach einem vernünftigen Prinzip.
Der Mensch begehrt (poželeti), hat Begehren, das ist die Basis. Ein Mensch wünscht sich immer
mehr. Das Menschbild ist revolutioniert. Wir begehren, weil uns etwas fehlt – sehr anders als
man vorher gedacht hat. Jeder Mensch nimmt die Welt anders an, es gibt kein Objektivismus,
alles ist subjektiv.

Realismus abbildet (upodabljati) Realität. Es gibt eine Kritik an der Art und Weise dieser Zeit. Groe
Eheroman: Effi Bries. Realismus darstellt realistisch die Welt des Bürgertums, Kritik ist versteckt aber
trotzdem anwesend.

Teodor Storm: Schimmelreiter

• Eine Novelle mit realistischen und modernen Elementen. Eine Geschichte in Norddeutschland,
über einen Mann, der dort lebt. Die Novelle ist sehr realistisch geschrieben, alles ist aufgeführt
(navedeno). Die Wirklichkeit vermischt sich mit der irrealen Welt. Es gibt zwei Welte: unser
Bewusstsein, unsere Realität, und die Wirklichkeit. Etwas ist realistisch (ein Gebäude) und
etwas ist unsere Wahrnehmung (dieses Gebäude ist unser Haus).

Gottfried Keller
• Er schreibt über Kleinbürger (Handwerker, …) und über die Realität damaliger Zeit, Angst von
allem, was fremd war, ist anwesend.

Theodor Fontane

• Wie Sachs und Flaubert. Sein wichtiges Werk ist Effi Briest. Das ist die Geschichte einer jungen
Frau, am Anfang 17 Jahre alt, die kurz vor der Heirat ist. Sie ist eine Adliger. Sie hat eine Affäre
und lässt sich scheiden. Sie stirbt am Ende.
Effi Briest

• Beschreibt bürgerliche Umstände. Die Familie ist diee wichtigste. Man heiratet nicht um Liebe
– Liebe ist ausgeschlossen und spielt in der Ehe keine Rolle. Die bürgerliche Welt ist ruhig und
konventionell.
• Effie ist krank wegen des Systems, sie kann nicht richtig leben.

Niklas Luhman: Liebe als pssion

• Die Ehe ist eine bürgerliche Funktion, eine Institution, und hat nichts mit Liebe zu tun.
Unverheiratete Frauen müssen ins Kloster und unverheiratete Männer ins Militär. Luhman sagt,
dass Liebe leidenschaftlich ist und, dass sie weh tut (wie Tristan und Isolde, Romeo und Juliet).
Liebe besteht nur außerhalb der Grenzen. Ana Karenina, Madam Bovary und die anderen alle
sterben wegen der Liebe. Sie lebten alle in einer bürgerlichen Gesellschaft. Bürgerliches Leben
macht Leute unfrei.

Realismus war zum ersten Blick nicht so kritisch, aber trotzdem kritisiert er Bürgertum.

Die Hundertwende: Moderne


Literatur der Jahrhundertwende (bis den ersten Weltkrieg). Es gibt verschiedene Stile à Stilpluralismus
(Impressionismus, Naturalismus …). Alle Stile aber haben dieselben Themen. Der Mittelpunkt ist die
Großstadt. Sie sind Zentren der Kultur, Wissenschaft, Kunst. Die wichtigste Großstadt ist Berlin. Was
auch der Rede wert ist, ist die Industrialisierung dieser Großstädte. Viele Fabriken werden gebaut. Das
ist die Zeit der Entwicklung der Naturwissenschaften: ein neues Weltbild entsteht.

(Liebe ist in der Ehe nochmal wichtig. Man wundert sich, ob Liebe etwas ist, dass lange hält – vielleicht
sondern in der ganzen Ehe?)
Beginn der zweiten industriellen Revolution: besonders Elektrotechnik (Telefone, elektrisches Licht,
Straßenbahnen, Elektromotoren …). Das Leben ist schneller geworden. Die Kommunikation
beschleunigt (pospešiti) sich und moderne Transportmittel ermöglichen schnelleren Transport.
Die Zeit und Raum werden in einer anderen Dimension umgestellt à fast wie ein Globalerdorf.

Urbanisierungsschub ist die Entwicklung der Großstadt. Der Urbanisierungsschub bringt


gesellschaftliche Veränderungen mit. Das Proletariat ist in dieser Zeit extrem verarmt und man beginnt
sich mit politischen Ideologien auseinandersetzen (Kommunismus, Sozialismus).

Für den Einzelnen bedeutet das eine andere Wahrnehmung àReizüberflutung (preobilica dražljajev).
Die Wahrnehmung ist von der Außenwelt angeregt (spodbujen), stimuliert. Die Nervosität ist zugegen.
Es gibt einen schnellen Übergang von nichts zur Licht, Autos, Fotos … der Mensch verliert seine
Position als etwas, was die Umwelt beherrschen kann. Vorher konnte er das kontrollieren, aber jetzt
begreift er, dass das nicht der Fall ist.

Entdeckung in Physik: Ernst Mach


• Eine Theorie, dass die Wirklichkeit nichts Festes ist, alles ist von kleinen, kleinen Partikel
zusammengesetzt. Deswegen erlebt der moderne Mensch eine Revolution: alles ist im
Bewegung, es gibt Molekülen, die sich ständig bewegen. Die Wirklichkeit verändert sich
ständig. Der Mensch ist etwas Komplexes, er ist ständig in Bewegung.
Die Wahrnehmung ist etwas Subjektives, jeder hat seine Wahrnehmung. Dieser Gedanke verursacht
Unsicherheit. Über die Wahrnehmung, über sich selbst, über die Außenwelt … Es gibt Körper und dann
existiert das, was wir fühlen, empfinden. Bei verschiedenen Launen sehen wir verschiedene Sachen.
Sigmund Freud

• Ich, Überich und Unterbewusstsein. Seine Psychoanalyse verändert die Welt. Er entwickelt
Psychosomatik: Viele Krankheiten kommen aus mentalen Verdrängungen (potlačitev). Eine
Menge Leute kritisieren ihm. Sein wichtiges Buch: Traumbedeutung (wie Träume funktionieren
und wie Bücher und Bilder funktionieren).
• Trauminhalt:
o Manifester Trauminhalt (was wir sehen, wenn wir träumen)
o Latenter Trauminhalt (was der Traum uns sagen will)
o Dazwischen gibt es eine Verschlüsselung, die Träumen werden codiert.
• Dasselbe mit einem Text:
o Manifester Text
o Latenter Textinhalt
• In der traditionellen Kunst (polyvalent?) verwendet man nur den manifesten Text, in der
moderne Kunst ist aber auch der latente Textinhalt wichtig. Unsere Aufgabe ist den Text zu
decodieren.
• Freud hat auch einen Tabu gebrochen: Sexualität. Vorher wird in der Gesellschaft über
Sexualität nie gesprochen.

Naturalismus

Zwischen traditioneller Kunst und Moderne. Weniger durch Psychoanalyse beeinflusst.


Naturalismus reagiert auf Urbanisierung und thematisiert das Proletariat. Naturalismus ist
revolutionär. Es geht um eine Kritik auf Realismus! Naturalismus bewegt sich in den unteren
Gesellschaftsschichten: Kleinbürgertum, Proletariat, Bauer ... auch die untersten
Sozialschichten (Prostituierte, Alkoholiker …). Hier ist alles hässlich nicht ausgeschlossen wie
vorher – zum ersten Mal. Vorher waren diese Figuren nicht in der Kunst anwesend. Man kann
die Welt und Menschen über empirische Untersuchung gründen. Naturalismus ist auch von der
Philosophie beeinflusst.
Sie wollen realistisch sein. In der Malerei geht es um einem Akt. Sie konkurrieren Fotografie
und Bilder sind sehr präzis.
Positivismus:

• Alles hat einen Grund (warum ein Alkoholiker ein Alkoholiker ist)
Determinismus:

• Der Mensch ist durch Herkunft (Genetik), soziale Kontext und die Zeit vorbestimmt. Er
hat keine Möglichkeit der Entwicklung, der Mensch ist festgelegt. Der Bauer ist als
Bauer geboren und er stirbt als Bauer.
Die Weber:

• Naturalistisch ist die Art und Weise der Hauptkarakter. Eine sehr lange Beschreibung
der Szene: wie ein Foto. Das ist sehr wichtig: sie versuchen der Fotografie konkurrieren.
Naturalismus ist eine Reaktion auf die Entwicklung der Fotografie. Anwesend sind auch
Dialekte und Soziolekte, die uns über den Menschen etwas sagen (woher man
herauskommt …).
Der Sonnenaufgang:

• Sie können sich Alkoholismus nicht befreien – sind in einer Schicht geboren und
gestorben.

Moderne

Naturalistische Poesie, Symbolismus, Arbeitsliteratur, impressionistische Kunst … Die


Großstadtliteratur ist wichtig. Die Wahrnehmung ist nicht stabil, sondern flüchtig, zufällig (naključen),
fluid … Dinge wechseln sich ständig ab, ein ständiger Transit. In der (antiken) klassischen Kunst ist
alles von Dauer à ist klassisch und ständig. Moderne ist aber chaotisch.

Flaneur: jemand, der ohne Ziel und Grund durch die Stadt geht. In seinem Halten ist kein Ziel oder
Bestrebung (težnja) – nur die Wahrnehmung.

Impressionismus

In Malerei: Unbeständigkeit, Verdrängungen auf dem Bild festhalten. Alles ist aus kleinen Elementen
zusammengesetzt, man sieht nicht die Ganze, sondern nur kleinen Teilen – so wie Mach gesagt hat. Die
Wahrnehmung ist wichtig. Es geht um eine Wiederspieglung der Erfahrung, dass sich alles ständig
verändert. Beispiel: Ivan Grohar – Sejalec. Eine Topfentechnik ist anwesend.

Moderne Texte springen hin und her, zurück und nach vorne. Traditionelle Texten gehen von dem
Anfang bis zum Ende, aber moderne Texte denken nicht an Kontinuität und Kausalität (vzročna zveza).

Wiedergabe (prikaz) moderner Wirklichkeitserfahrung. Impressionismus ist eine Sinnekunst, es geht


um eine ästhetische Verhalten zu der Welt, sie zeigen die schönen Sachen.

Moderne

Neue Art und Weise des Erzählens. In traditioneller Kunst geht es um Kontinuität und Kausalität, in
Moderne versucht man aber ein Moment nachahmen, man springt zeitlich und räumlich von einem
Moment zum anderen à eine Orientierungslosigkeit. Die Innenwelt und Außenwelt beschneiden sich.

Das Subjekt verliert den Überblick.


In der Moderne: Ich-Erzähler. Der Leser verliert die Souveränität.

Erfahrung des Maßenmenschen – Identitätsverlust. Man hat ein Gefühl, nur Teil einer Maße zu sein. Es
gibt kein Individuum mehr.
Rilke: Symbolismus

• Ist nicht einfach zu lesen, der Leser wird ständig provoziert.


• Roman:
o Ein Flaneur, geht durch die Stadt
o Sinnesempfindung und Simultanismus (ein Merkmal dieser Zeit, alles passiert auf
einmal)
o Im Buch: man beschreibt die Lauten, Gerüche, Blicke … Die Wahrnehmung in dem
Roman ist überlastet (preobremenjujoč). Die urbane und natürliche Umgebung
vermischen sich.
o Die Wahrnehmung verändert sich, der Subjekt wird selbstbewusster – von einer
oberflächlichen Erzählung kommt er zu einer tieferen Erzählung weiter.
• Rilke kommt aus Prague. Er versucht an die Grenzen der Sagbares zu kommen.
• Duineser Elegien:
o In einem Schloss entstanden. Eine Heimatslosigkeit. Es beschreibt Einsamkeit – es gibt
sehr viel Weiß und die ist das Farbe des nichts.

Arte des Rückzugs: Natur, Jugendstil und Ästhetizismus


Jungendstil in der Malerei:

• Das Individuum hat sich zurückgezogen. Es ist sehr individualistisch, jedes Haus ist ein
bisschen anders. Jeder ist von einander verschieden (se razlikuje) – Sehnsucht nach Differenz.
Natur:

• Natur ist sehr aufgewertet. Sie betont traditionellen Werten. Man zeigt Natur (etwas positives)
und auch die Gesellschaft (etwas negatives) kritisiert. In Slowenien Prežihov Voranc, in
Deutschland Peter Rosegger.

Ästhetizismus:
• Kommt aus Frankreich – l’Art pour Art. Das bedeutet, dass die Kunst die einzelne
Wirklichkeit ist. Extreme Kultivierung des eigenen-Ich.
• Dandy ist ein Mensch, der sich in der ästhetischen Sphäre verliert. Ein gutes Beispiel sind
Oscar Wilde (Dorian Grey) und Stefan George.
• Verwendung von Symbolen, es klingt Schön, es geht NUR um den Aussicht. Musikalität der
Sprache.
Roman:

• Introspektion wird eingeführt.


• Ein Bewusstsein Strom à tok zavesti. Marcel Proust (V Swannovem svetu) und James Joyce.
• Robert Musil: ein Österreichischer Autor, des auch den Bewusstsein Strom verwendet.

Wiener Moderne

Ein Stil innerhalb der Moderne und Wien ist sein Zentrum. Wien ist damals eine multikulturelle Stadt
und wird mehr von Kunst genannt. Viele Figuren verlieren sich in dieser Gesellschaft. Große Themen:
• Das Funktionieren des Menschen
• Krankheit (physisch und psychisch)
• Sexualität (man schreibt darüber, als ob es eine dämonische Sache wäre, weil sie Leute süchtig
macht)
• Zerfall des Ich:
o Zerfall der Identität. Man weiß nicht, woher er kommt.
o In allen Epochen vor der Moderne ist das Subjekt sehr fest, er entwickelt sich und diese
Entwicklung ist immer positiv, er hat ein Ziel. In Moderne aber verändert sich ständig
das Subjekt. Er ist nichts Einheitliches, was wir sehen, ist nur die Oberfläche. Das
Subjekt aussetzt (prenehati z) den Verstand, es kommt zu der Auflösung des
Logozentrismus.
o Logozentrismus – Logo (Vernunft) im Zentrum. Man versucht alle (Gefühle,
Sinnlichkeit) mit Vernunft erklären. Verständnis schützt uns vor dem Unerklärtem. Was
wir nicht verstehen können, macht uns Angst.
o In Moderne ist also Vernunft weggeschickt (odpravljen). Daraus kommt der Zerfall des
Ich.
• Subjektzerfall:
o In Literatur. Entwicklung des Handelns. In Moderne entwickelt sich man.
• Drogenkonsum

Die Leute sind ziellos, sind nicht an einem Ziel gerichtet, sie sind wie Flaneur. Meist Figuren sterben
früh und plötzlich.
Wichtig ist Arthus Schnitzler, der über Sexualität schreibt. In jede Szene sind eine verschiedene Frau
und Mann. Frauen sind anders als Männer angesehen.

Impressionismus

Die Kulturen auflösen sich und schließen sich ineinander. Alles ist fragmentarisch. Texte sind assoziativ
geschrieben, mit lockerem Anknüpfungen (ohlapno navezovanje) an was es vorher war. Was es erreicht:
dem Leser ist bewusst, dass es Unbestimmtheit gibt. Diese Unbestimmtheit betrifft das eigene Ich und
die Außenwelt. Unbestimmtheit zwischen Realität und Träumen, eine durchlässige Grenze, man kann
nicht dazwischen unterscheiden. Übergang von Nacht ins Tag.
Häufige Themen: Ich-Verlust, Beziehung zur Außenwelt, Entfremdung von dem eigenen Ich.

Erzählungen zeigen an Figur, dass sich in der Gesellschaft nicht vermischen kann (Anna Karenina).

Französische Maler:
• Claude Monet
o Tapfen Technik. Eine Reflexion über die Realität. Die Realität zerfällt in Einzelteile,
Bilder sind nicht fest. Berühmtes Bild: Sonnenaufgang
• Edgar Degas
o DER Star. Man sieht nur eine Masse, es geht um die Wahrnehmung.
• Eduard Manet

Exotismus:
• Eine Stilrichtung, die versucht, die exotischen Länder wie Gegenteil zur Europa zu zeigen.
Deutsche Künstler sind mehr mit der Gesellschaft verbunden, man kann Themen des Arbeiten sehen.

Das Schlachthaus
Hier ist Mehrdeutigkeit anwesend, die typisch für
Moderne ist. Man muss sich fragen, um was es geht
– ist das ein Mensch oder ein Schwein?

Totentanz (Slevogt)

Tot auftritt und personifiziert sich.

Wienermoderne

Nicht nur in Österreich, sondern auch anderswo, ist Sprachzweifel anwesend.

Vorher konnte man mit der Sprache alles ausdrücken. Ein Baum in der Außenwelt ist gleich einem
Baum in der Sprache.
In Moderne beginnt das auseinanderfallen – Verhältnis der Pluralität. Der Baum kann unterschiedlich
aussehen, es gibt Mehrdeutigkeit.
Sprachzweifel bedeutet, dass man an der Leistungsfähigkeit (učinkovitost, sposobnost) der Sprache
zweifelt. Man zweifelt daran, dass das, was wir sagen, wirklich dass, was wir ausdrücken wollen, ist.

Man beginnt sich auch über Moral fragen. Vorher war Moral etwas ganz bestimmtes, ein
unveränderliches Gesetz (zakon). Nietzche fragt sich in der Moderne aber, was eigentlich Moral IST?

Hugo von Hofmannsthal: Ein Brief

• Wir sind Zeuge des Sprachzerfalls. Das Subjekt verliert die Fähigkeit, Dinge zu benennen. „Die
Worte zerfallen mir im Mund wie schlechte Pillen.“

Erlebnis des Marschalls von Bassompierre


• Impressionistische Merkmale: Sinnlichkeit, nicht unterscheiden zwischen Realität und Irrealität
und Träumen. Eine logozentrische Erzählung. Verbindung zwischen Eros (das Lebensprinzip)
und Thanatos (Todestrieb).

Expressionismus

Extremer in der Weise, auf die es Tradition verändert. Sehr starke Gesellschaftskritik. Gesellschaft wird
abgelehnt. Expressionismus ist revolutionär.

Kunst konzentriert sich weniger auf das Ich (Zustand des Ich), sondern spuckt alles aus. Man will etwas
ausdrücken und ist nicht auf die Innenwelt konzentriert.
Man hat Visionen von der Zerfall der Welt, über Krieg … Andererseits geht es um eine sehr dynamische
Kunst, nach Aufbruch und Veränderung, Glückrufe …
Expressionismus ist das Revolte gegen die bürgerliche Welt, gegen Konventionen und Tradition. Es
versucht eine völlig subjektive Sicht auf die Welt zu schaffen, um eine andere Sicht auf die Dingen
auszudrücken. Auch hier sind Eros und Thanatos: alles neu machen, Lebensprinzip / extreme
Depression.

Zwei Bewegungen:
• Der blaue Ritter (München)
• Brücke (Dresden)

Kandinsky ist ein Vertreter der konstruktivistischen Kunst. Er will die Realität ausdrücken, wie man sie
fühlt, nicht wie sie wirklich aussieht.

THEMEN IN EXPRESSIONISMUS:
• Generationskonflikt
o Die neue expressionistische Generation lehnt sich ab von der Generation der Väter
(Vertreter des Wilhelminismus warfen Expressionisten die untertane Ideologie vor
(očitati)). Untertanideologie: Sie unterordnen sich gern und gern selber Menschen
unterteilen (deliti). Das grundlegende Werk dieser Ideologie war Der Untertan von
Heinrich Mann.
o Auch Hitler mag diese Ideologie: andere unterordnen und unterdrücken
• Revolte gegen die bürgerliche Moral
o Fragenstellung, was genau die bürgerliche Moral ist. Bürgertum hält sich an bestimmten
Regeln, die aber nicht mit dem Menschen oder dem Gefühl zu tun haben.
• Kritik auf den Krieg
o Das ist die Zeit des ersten Weltkrieges. Vor dem Krieg ist der Krieg als etwas Positives
gefasst.
• Großstadt
o Etwas Negatives, was den Menschen zerstört … es gibt viel Kritik an der Großstadt.

Im Expressionismus sieht man kreative Sprachgebrauch und neuartige Metaphern. Die Sprache ist ein
Ausdruck eines bestimmten Gefühls, nicht von der Realität.
Ästhetik des Hässlichen:

• In konventionellen Ästhetik ist die Schöne dargestellt. Aber im Expressionismus darstellt man
alles, was als schlecht und niedrig wahrgenommen wird. Expressionismus verschärft, was im
Naturalismus gesagt war. Elend des modernen Menschen ist deutlich. Orte, an denen das Leiden
und menschliche Elend sind, werden dargestellt. Der Leser ist mehr angesprochen.
Ekstase:

• Entgrenzung zwischen menschlichen Gefühle und die Realität. Es gibt keine Grenzen mehr. Das
ist ein Ausdruck der Freiheit. Man tritt aus den Grenzen (Realität, in unserem Denken) heraus.
• Man konsumiert Drogen.
• Experimenten mit Sprache und Farben.

Georg Heim: Der Gott der Stadt

• Schreibt über Verzweiflung und Angst. Die Texte sind depressiv. Er versteht das Leben als ein
Gefängnis, aus dem man nie ausbrechen kann. Er spricht über das, dass sich alles wiederholt à
die Wiederkehr des ewig Gleichen. Leben wiederholt sich ständig.
Georg Trakl: Untergang

• Über die Dunkelheit. Er hatte eine katholische Tradition und glaubt deshalb an Nihilismus (eine
Welt ohne Gott). Er fühlt sich schuldig, weil er Gott nicht findet.
• Motive:
o Eisiger Wind à Kälte
o Gräber à Tod
o Nacht à Dunkelheit
o Keine Vögel à Einsamkeit, Verlassenheit, Leere …
o Weißer Weiher à Kälte, Winter
o Dornen à Schmerzen (trni)

Georg Trakl: Verfall

• Positives Schicksal der Vögel – ihnen geht es besser als ihm.


• Zeitlosigkeit
• Melancholische Herbstbestimmung
• Ein Brunnen, der verfällt
• Astern (rože na pokopališču): Symbol für den Tod

Gottfried Benn
• Ein Zyniker
• Er versteht Gefühle und Seele auf eine andere Weise, hat einen anderen Umgang
• Ästhetik des Hässlichen, er geht um Tod
• Der Tod wird nicht ästhetisiert, ist als etwas Normales beschrieben

J. van Hoddis

• Man sieht wie die Welt zersplittert

Alfred Lichtenstein

Alfred Döblin

• Ein jüdischer Arzt


• Die Großstadt ist etwas, was Leute und Werten vernichtet
• Alles wird simultan erlebt à die Gleichzeitigkeit
• Alles passiert sich auf einmal
• Die Ermordung eine Butterblume:
o Michael Fischer ist der Hauptfigur und spaziert durch die Stadt. Er ist ein typischer
Untertan, eine Marionette.

Franz Kafka

Franz Kafka (1883–1924) wurde im Prag, wo er auch lebte, geboren. Seine Muttersprache war Deutsch.
Er war ein Jude, deshalb waren seine Werke in Nationalsozialismus verboten. Er ist ziemlich jung krank
geworden und litt an Tuberkulose.
Er hat ein Minderheitskomplex und ein Vaterkomplex (schwere Beziehung zu seinem Vater). Er schreibt
viele Briefe an verschiedenen Frauen: Briefe an Milena. Kafka liebt sie, aber er konnte ihre Liebe nicht
empfangen, weil er sich nicht wert genug fühlt.
Jiddisch – von Deutsch und Jüdisch beeinflusst. Er hat sehr viel geschrieben, aber nur 3 große Romane.
Seine Werke sind sehr oft analysiert, er entwirft eine Welt, die voller Widerspruche ist. Die Realität ist
völlig absurd und er hat eine klare, objektive Sprache ohne Metaphern. Er hat eine leidenschaftslose
Sprache, er beobachtet sehr genau.
Die Verwandlung ist sehr unlogisch, aber auch logisch nach der Welt Kafkas – nach unserem nicht.
Kafka zeigt und seine Seite der Welt.

Kafkaesk à ein Adjektiv für eine bestimmte Welt, Wirklichkeit, für eine gestörte, defekte, absurde
Welt.

Fremdheit ist sein großes Thema, die Isolation des Einzelnen. Sinn ist nicht mehr and Charakter
begeben, sie gehen auf eine Suche nach dem Sinn.
Patriarchaler Gewalt:

• Er thematisiert patriarchaler Gewalt. Es geht um Dominanz, nur einer hat Recht, der andere
Unrecht. Kafka beschreibt Weltordnung: einiger üben die Macht weniger aus. ???

Die Verwandlung:

• Einsamkeit und Beziehungen werden beschrieben. Das Subjekt findet sich ausgeschlossen aus
der Welt der anderen. Er befindet sich immer im Opposition zur Gesellschaft à die Gesellschaft
wird als etwas nicht Gutes beschrieben (Gesellschaftskritik).
• Ausweglosigkeit: die Figuren verirren sich.
• Auslieferung (??)

Kafkas Werke sind sehr gesellschaftskritisch. Das menschliche am Menschen verliert sich in dieser Zeit.

Das Schloss:

• Eine anonyme Macht.

Brief an den Vater:

• Vater-Sohn Konflikt, aber kein Generationskonflikt – er versucht weiterzuleben, aber Vater


beeinflusst ihn. Kafka war oft krank und hat Schuldgefühle, weil er als Künstler in dieser Zeit
nicht geschätzt wird.
Vor dem Gesetz:

• Gehört zum Prozess


• Angst vor der Macht, die sich irgendwo versteckt, aber er sieht sie nicht.
• Über das, was man nicht tut, weil er Angst hat
• Das Gesetz ist ein Symbol für den Staat und für den Patriarchen.

Türhüter:

• Er stellt Herausforderungen da, die wir im Leben treffen. Man muss etwas machen, um seine
Individualität zu entwickeln.
• Die Tür sind die Locher im System.
• Man muss Angst überwinden, um Herausforderungen zu übersteigen

Moderne

Mann kritisiert nicht genug und nicht direkt genug. Manche Leser verstehen ihn nicht, sein moderner
Stil ist schwer zu lesen. Moderne Literatur ist sehr hermetisch à komplexe, kompakte, vieldeutige
Texte. Keine einfache Literatur!

In der Moderne verändern sich Sachen schlagartig. Moderne ist vorgeworfen, dass normale Menschen
die Texte nicht verstehen. Literatur spielt sich mit trivialen Elementen.

Autonomes Kunstwerk: moderne Literatur wünscht sich, autonom zu sein. Sie hat keine politische,
gesellschaftliche oder pädagogische Funktion. Es geht nur um Kunst.

Thomas Mann

Er ist in Lübeck geboren und emmigriert nach USA (ein Protest). Er kommt später zurück nach Europa
und stirbt in der Schweiz. Er was homosexuell à Dekadenz (diszipliniertes Leben um die Dekadenz zu
überwinden).

Er war der wichtigste Romancier in Deutschland im 20. Jahrhundert. Er beschreibt die


Dekadentstimmung und der Niedergang des Bürgertums. Er zeigt, wie die Werte des Bürgertums durch
den ersten Weltkrieg zerstört werden. Thomas Mann darstellt die Krankheit Europas/Deutschlands. Er
reagiert auch auf den zweiten Weltkrieg und sagt, dass der erste Weltkrieg die Urkatastrophe des 20.
Jahrhunderts ist.
Dekadenz ist generell ein negativ konnotierter Begriff, heißt etwa "degeneriert - moralfrei - krank", etc.
Umj die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jh. wurde es als Bezeichnung einer Stilrichtung (in len
Kunstgattungen) umgewertet, die in Krankheit, praktischer Lebensuntüchtigkeit, Verfeinerung der
Sinne ihr Ideal sah. In Thomas Manns Texten, z.B. "Tristan", kann man den Gegensatz von Dekadent
und Lebenstüchtig gut illustriert sehen. (unnötig)

Im 1929 bekommt er den Nobel Preis für Die Buddenbrooks. Die Buddenbrooks machen ihn berühmt,
es geht um dem Verfall einer Familie. Er war ein charakteristischer Schriftsteller des Bürgertums. Er
war von Nietzche und Schopenhauer beeinflusst.

Schopenhauer: die Philosophie des Pessimismus


Nietzche: die Philosophie des Nihilismus

Buddenbrooks
Es geht um dem Auf- und Abstieg einer Familie. Der Großvater ist erfolgreich. Der Hauptfigur Thomas
übernimmt das Geschäft und ist noch erfolgreicher. Der Sohn bringt das Geschäft unter. Die Figuren
sind bestimmt von Labilität, sie haben eine Krankheit.

Dekadenz der Hundertwende


• Der Werteverfall; es wurden neue Werte gesucht
• Werte: (von vorher oder vom Dekadenz???!!!)
o Kapital
o Familie
o Selbstdisziplin
o Nüchternheit (stvarnost, Sachlichkeit)
o Arbeit
• Für Thomas Mann bedeutet Dekadenz:
o Abkehr vom aktiven Leben und bürgerlichen Idealen
o Zweifel am Leben
o Leiden am Leben
o Todessehnsucht
• Wichtig sind Menschen, die sich verlieren (ein geistiges Leben)
o Das ist eine nihilistische Auffassung
o Materielle Sachen spielen keine Rolle

Dualismus

• Dualismus zwischen Künstlertum und Bürgertum (Essen und Trinken wichtiger als die Arbeit)
• Die Frage: Wie kann man Dekadenz überwinden?
• Ironie; Schwachheiten des Bürgertums und Künstlertums
• Figuren von Thomas Mann, die die Dekadenz überwinden:
o Pragmatisch
o Die beiden Seiten werden durchschaut
o Die Figuren suchen einen neuen Weg
• Die Werke:
o Tod in Venedic
o Zauberberg
o Tristan

Zauberberg

• In der Schweiz, in einem Sanatorium (Symbol des Bürgertums)


• Zeigt den Verfall des Bürgertums

Tod in Venedic
• Hauptfigur: ein Künstler in Venedic, der sich in einen Mann (er erwidert (vračati) seine Gefühle
nicht) verliebt und verliert die Kontrolle über seine Gefühle.
Mann wollte die Deutschen aufwecken à Hitler ist nicht gut.

Tristan

• Es geht um Dekadenz und Dualismus


• Gabrielle ist eine Verbindung zwischen Bürgertum (Klöterjahn) und Kunstlertum (Spinell)

1947: Dr. Faustus

• Ein Künstler (Komponist), der durch das Böse verführt wird


• Faust ist wissbegierig und Arbeit ist ihm wichtig
• Er ist arrogant und weißt alles
• Mann fragt sich, wie konnte Nationalsozialismus möglich sein

Bei Mann sieht man Motive der Romantik. Die Farbe flau à Überschreitung (prekoračitev) der Realität
à Imaginärer Raum
Motiv der Krankheit à man beschreibt keine Realität mehr

Heinrich Mann
Brüder von Thomas Mann!

Er gehört auch zu den großen Romanciers. Er hat gesellschaftskritische Tendenzen. Satire herrscht, er
hat eine satirische Reflektion auf das Bürgertum. Seine Romane sind in der Zeit des Wilhelminismus
entstanden.
Spießbürger à ein Prototyp der Bürger. Adjektiv spießig bedeutet sehr konservativ, man lässt keine
Veränderungen zu.

Heinrich schreibt zwei wichtige Werke: der Untertan und Professor Unrat. In seine Fiktion wird die
gesellschaftliche Realität reflektiert.

Professor Unrat

Ein Lehrer in der Zeit des Wilhelminismus, der nichts an der Stadt kritisiert, er ist ein perfekt
funktionierendes Teil der Gesellschaft. Schon im Titel ist Dualismus sichtbar. Der Roman zeigt, was
sich hinter der Fassade des Bürgertums versteckt, zeigt eine kranke Gesellschaftsschicht. Heinrich Mann
schreibt über eine Gesellschaft der Untertanen, Unterordnen …
Der Untertan (podložnik) ist fast eine Studie der Wilhelminismus. Er beschreibt die untertan
Mentalität, die man den Deutschen zugeschrieben hat. Nach Studien waren die Deutscher immer
unterordnen. Im Geschichte waren viele Führer und Figuren, unter die sich die Leute unterordnet haben
à Hitler, Helmut Rohl, Angela Merkel …

Dieterich (der Hauptfigur) macht als Geschäftsmann Karriere und ist in einer Burschenschaft.
Burschenschaften: Studenten organisieren sich hier. Studenten tun sich zusammen, sie sind konservativ,
die obere Schicht. Sie prägen (zaznamujejo) die Universitäten. Es geht um Unterdrückung der anderen,
die anders denken.

Dieterich ist gegen Demokratie. Er gibt seine Frustrationen denen, die niedriger waren.
Wilhelminismus

Wilhelminismus funktioniert nicht, weil Deutschland einen Führer braucht. Es gab sehr charismatische
Kanzler, die wie Vaterfiguren waren. Der erste Führer der Bundesrepublik war Konrad Adenauer, der
noch heute verehrt ist.

Wilhelminismus: MANJKA
• Kirche
• Militarismus
• Monarchie

Herman Hesse
Er war bei jungen Menschen beliebt. Seine Texte sind in einem zeitlosen Raum. So wie bei Kafka geht
es nicht so viel um die Gesellschaft. Ein Einfluss sehr moderner Thematik à Zerfall (sehr anschaulich
bei seinen Werken).
Narziss und Goldmund

Gegensätze zwischen dem geistigen (Logos) und dem sinnlichen (Eros) Leben. Man ist wenig kreativer,
wenn er zu viel Verständnis hat.
Überwindung des Dualismus in Menschen. MANJKA

Alfred Dublin
Berlin Alexanderplatz ist sein einziger Roman, der eine der Hauptwerke der modernen Kunst ist. Es
geht um die kleinen Menschen à untere Schicht. Alle sind korrupt und glauben nicht an humanistischen
Werten. Die Hauptfigur ist ständig aus der Stadt ausgeliefert, ist sehr nervös à Reizüberflutung
(preobilica dražljajev).
Simultanismus: alles geschieht sich nebeneinander. Er versucht den Chaos der Moderne einzufangen.

Robert Musil

Er kommt aus Klagenfurt und studiert Philosophie. Die Verwirrungen des Zögling Törteß à ein Roman
der Gewalt.

Möglichkeitsmensch und Möglichkeitssinn. Er spricht von mehreren Wirklichkeiten, der Mensch ist ein
Ergebnis davon, welche Möglichkeiten er angeht. Er kann sich nur so entwickeln, wenn er weiß, dass
es mehrere Möglichkeiten gibt.

Dreie Frauen

3 Erzählungen. Unterschiedliche Frauenbilder aus verschiedenen Schichten. Die Hauptfigur ist immer
ein Mann, der eine mütterliche, erotische Liebe und eine Liebe wie eine Minne (wie Minnesang zu
diesen Frauen). Die Erzählungen sind realistisch. Schöne Geschichten. Die Frage: Können sich die
Geschlechter verstehen?
In der Antike ist die Frau unverstehbar.

Erste Weltkrieg: 1914–1918


In Deutschland gibt es sehr wenig Kriegsliteratur.

Karl Kraus ist ein wichtiger Dramatiker in Österreich, er schreibt in der Fakel (eine Zeitschrift) ein
Antikriegsdrama à Die letzten Tage der Menschheit. Er zeigt, was in den ersten Weltkrieg passiert ist.
Eine Kritik an diejenigen, die im Krieg teilnehmen.

Ernst Jünger schreibt In Stahlgewittern. Er kritisiert den Krieg nicht und sieht im Krieg ein männliches
Prinzip. Mann ist ein Krieger.
Erich Maria Remarque schreibt Im Westen nicht Neues. Ein Jahr nach dem ersten Weltkrieg. Es ist
eine sehr authentische Darstellung des Krieges, die in verschiedenen Sprachen übersetzt und auch
verfilmt ist. Es wird in Nationalsozialismus sofort verboten, weil es ein Antikriegsroman war.
Dramatische Modus – man hat das Gefühl, dass er in der Szene drin ist. Eine sehr bildhafte Sprache.

Weimarer Republik: 1918–1933


Es gibt viele realistischen Elemente, es wird verfremdet und übertrieben. Kritik auf historische und
soziale Hintergrunde. Für Österreich und Deutschland bedeutet der 1. WK eine Niederlage (poraz), Ende
der Monarchie. Habsburgerkomplex: in Österreich durch den Verlust der Monarchie. Österreich hat sich
vom Weltmacht zu einem unwichtigen Staat zurückentwickelt.

In Deutschland: Armut, Inflation, Leute sind gehungert, viele Arbeitslose (besonders nach 1929) … Es
gibt links- und Rechtsradikalen (konservativ), die sich widersprechen (nasprotovati si). Eine Vielfalt
von kulturellen und künstlerischen Strömungen.

Bertold Brecht
Ein Dramatiker. Typisch für Neusachlichkeit, ist sehr Einflussreich. Er entwickelte Episches Theater.
Er war ein Kommunist vor und nach dem Weltkrieg. Er geht nach dem 2. WK nach Ostberlin. Seine
Werke waren politisch und reflektieren die kommunistische Idee (auf eine humane Weise).

Er schreibt über das Verhältnis von Macht und Unmacht.


1933 geht er zum Exil, seine Werken sind im Nationalsozialismus verboten. Er gründete den Berliner
Ensemble (1949), sehr bekannt in Ostberlin, weil es sehr exklusiv war. Sehr wichtiger Theater.

Episches Theater: Theater bildet nicht mehr Realität ab, wie sie ist. Der Zuschauer distanziert sich vom
Geschehen, er muss kritisch und analytisch nachdenken. Brecht verlangt vom Zuschauer nicht, dass er
sich mit Charakteren identifiziert à Entfremdungseffekte: Effekte, die dazu führen, dass das Publikum
direkt angesprochen wird (Kommentare).
Er zeigte, wie Kapitalismus funktioniert und was das mit dem Menschen tut. Er thematisiert immer
wieder Kapitalismus.

Mutter Courage und ihre Kinder: Eine Frau, die am Krieg verdient.
Die Dreigroschenoper: In London, über die untere Schicht. Geht um die Kapitalismuskritik. Eine gute
Inszenierung, was Brechs Hauptaussagen waren.

Ödon von Horvath


Viele gesellschaftskritische Werke.

Jugend ohne Gott

Das Werk wird von Nazis verboten, es geht um einen Lehrer, der ein Vertreter von moralischen Werten
ist. Es geht nicht direkt über Nazis, sondern zeigt es, wie Jugendliche durch die Schule und Medien
beeinflusst werden. Im Roman spielt das Radio eine große Rolle. Man hat keine Möglichkeit die
Informationen von dem Radio nachzuprüfen. Es geht auch um Rassismus: die Schüler schreiben einen
Aufsatz über die Schwarzen. Gewaltbereitschaft ist noch ein Thema. Zwei Filme: 1991 und 2017. Der
Roman ist sehr realistisch und sachlich geschrieben.

Nationalsozialismus

Ästhetik spielt keine Rolle, die Kunst unterstützt die Politik und das ganzen System à affirmative
Kunst. Das gilt aber nicht als Kunst. Kunst muss viel auf die Möglichkeit geben, verständlich zu sein.
Der Mensch soll beeinflusst werden. Die Kunst ist nicht nur subversiv interpretierbar à meistens ist
es so, dass gute Kunst gegen Gewicht bildet, in dem man lebt.

Subversive Kunst/Kraft: MANJKA


Kunst und Literatur im Nationalsozialismus: viele Künstler sind emigriert, die Kunst von Gegnern hat
kein Einfluss in Deutschland.

Einige in Emigration sind damit nicht einverstanden, einige, die in Deutschland bleiben, dürfen nicht
schreiben. Erich Kästner: mehr bekannt als ein Jugendbuchautor. Er schreibt über einem Synonym
Theaterspiele, die nichts mit Politik zu tun haben.

Die einzige Funktion der Literatur: die Größe von Adolf Hitler zu bestätigen.
Sozialistischer Realismus: Kunstdoktrin, die sich im Osteuropa durchsetzt.