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Lekt. Dr.

Cristina Dogaru

HANS SACHS (1494 – 1576) – Dichter, Dramatiker, Meister der Fastnachtspiele – war von
der Symbolik der Eulenspiegel – Figur fasziniert.

Das erste Eulenspiegel – Buch ist ein Schwankzyklus: Ein kurzweiliges Buch von Till
Eulenspiegel aus dem Lande Braunschweig. Wie er sein Leben vollbracht hat.
Sechsundneunzig seiner Geschichten (1510/1511) stammt Hermann Bote. Die erste rumänische
Übersetzung Toată viața, istețiile și faptele minunatului Tilu Buhoglindă, cele de rîs și minunate
la trecerea de vreme în ceasurile omului cele de odihnă, după limba nemțească tălmacită și
acum tiparită (1840) stammt von Ion Barac.

Die Symbolik des Namens: Eule steht als Symbol der Weisheit und Spiegel für die Wahrheit.
Eulenspiegel zeigt seinen Mitmenschen den Spiegel, also die Wahrheit.

Hans Sachs liefert kein einheitliches Bild der Eulenspiegel-Figur, er stellt die moralische
Belehrung in den Mittelpunkt. Eulenspiegel erscheint nur in einzelnen Episoden und sein Leben
ist nicht chronologisch präsentiert, wie bei Hermann Bote.

Der Schwankheld widerspiegelt Hans Sachs eigene Haltung zur Gesellschaft, er will die
menschlichen Schwächen, Lastrer und soziale Ungerechtigkeiten aufzeigen und diese durch Kritik
bekämpfen.

Sachs nutzt die Eulenspiegel-Historien für seine Lehrdichtung, sein ganzes Werk ist didaktisch
und politisch orientiert.

Die handelnden Personen werden anhand ihres Berufes oder sozialen Standes definiert. Es sind
meistens Handwerker oder Repräsentanten der Geistlichkeit.

Viele Schwänke enden mit einer Moral oder mit einer mahnenden Lehre.

Die Moral unterstreicht den didaktischen Zweck des Werkes. Die Schwänke sollen nicht nur
unterhalten, sondern auch belehren.