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Demographie

Die Demographie beschäftigt sich mit der Erforschung der Bevölkerung und
deren verschiedenen Gesellschaftsschichten sowie deren geschichtliche
Entwicklung. Des Weiteren erstellt die Demoskopie Prognosen der
Bevölkerungsentwicklung.

Folgende Punkte gehören zum Aufgabenspektrum der Demographie:

• Analyse der Bevölkerungsstruktur im Hinblick auf Alter, Abstammung,


ethnische Zugehörigkeit, Gesundheit, Bildungsniveau, Beruf und
Familienstand
• Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur infolge von Geburten und
Sterbefällen
• Statistiken über Wanderungsbewegungen, ihre Auswirkungen und ihren
Zusammenhang mit wirtschaftlichen Bedingungen
• Kriminalitätsstatistiken

Ursachen des Geburtenrückgangs in der modernen


Gesellschaft
1.) Funktions- und Strukturwandel der Familie
Die ökonomische Bedeutung der Kinder geht zurück. Deren
Fürsorgeleistungen übernehmen staatliche Einrichtungen.

2.) Emanzipation der Frau


Kinderwunsch als Hemmnis für die berufliche Entwicklung. Je höher das
Bildungsniveau, desto weniger Kinder

3.) Konsumdenken und anspruchvoller Lebensstil


Steigende Ansprüche an das Leben, die Erfüllung materieller Bedürfnisse
und der Wunsch nach mehr Freizeit kollidiert mit dem Kinderwunsch,
außerdem sind Kinder ein Kostenfaktor

4.) Scheu vor langfristiger Bindung


Zunehmende Individualisierung der Lebensentwürfe führt zu dem
Wunsch nach privater und beruflicher Flexibilität

5.) Emotionalisierte und verengte Paarbeziehung


Veränderte Erwartung an die Paarbeziehung, ein Kind würde stören

6.) Zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz von Kinderlosigkeit


Die Anforderungen der Wirtschaft führen zunehmend zur Akzeptanz von
Kinderlosigkeit. Wende in Sicht?

7.) Gestiegene Ansprüche an die Elternrolle


Zunehmende Pädagogisierung der Gesellschaft macht Eltern Angst.
Kann ich der Rolle gerecht werden?

8.) Rationalisierung und Familienplanung


Möglichkeiten der Empfängnisverhüttung (Pille) macht Geburten
planbar.

Die „Rentner-Zeitbombe“
Prognose 2040: Durchschnittsalter der Deutschen 50 Jahre (heute: 41
Jahre)

Prognose 2030: 16 % des BIP für die Rentenansprüche

à Zusammenbruch der Sozialsysteme, nicht mehr reformierbar

à Gesellschaftliche Folgen
- Fehlende Innovationen à sinkende Wettbewerbsfähigkeit
- Demographisches Desaster à immer mehr Rentner und Kranke müssen
von immer weniger Erwerbstätigen finanziert werden

à Flucht in die Schwarzarbeit


- keine Sozialabgaben
- Situation verschärft sich

Auswege?
- Höhere Produktivität (Einwanderer)
- Import von jungen Arbeitskräften aus dem Ausland