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ü b
Schmerzbehandlung t .
bei Operationen . Z
z
i rd
w
LL
n ,
f e
a u
e l
b g Eine Patientenleitlinie
ti a zur S3-Leitlinie "Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen"

ke AWMF-Register Nr. 041/001

tig
A. Gerlach, M. Bunge, L. Bohlmann, J. Stork, J. van Dijk, R. Fabian, E. Neugebauer, I. Mühlhauser, H. Laubenthal
p r
Impressum Inhalt
e r
ü b
Herausgeber Anästhesiologische Fachberatung Impressum
t .
Z
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung Univ. Prof. em. Dr. med. Heinz Laubenthal,
An die Leserin, an den Leser 4

z.
für Schmerztherapie (DIVS) e.V. Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung
Verantwortlich: Univ. Prof. em. Dr. med. Heinz Laubenthal für Schmerztherapie (DIVS) e.V.
Heckertstraße 50 • 44807 Bochum
Erläuterungen zu den Informationen 5
Chirurgische Fachberatung

ird
E-Mail: heinz.laubenthal@rub.de Was ist Schmerz? 6
Internet: www.divs.info Univ. Prof. Dr. Prof. h.c. Edmund A. M. Neugebauer,
Private Universität Witten/Herdecke gGmbH Wie entsteht Schmerz? 6
Autorinnen, Koordination und Redaktion Institut für Forschung in der operativen Medizin (IFOM)

w
Anja Gerlach (MScN), wissenschaftliche Mitarbeiterin Lehrstuhl für chirurgische Forschung Wie wird Schmerz gemessen? 9

LL
Martina Bunge, wissenschaftliche Mitarbeiterin Wissenschaftliche Beratung Wann wird Schmerz gemessen? 11
Universität Hamburg Univ. Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser,
MIN-Fakultät, Gesundheitswissenschaften Universität Hamburg MIN-Fakultät;
Wer ist an der Schmerzbehandlung beteiligt? 12

n,
Martin-Luther-King-Platz 6 • 20146 Hamburg Gesundheitswissenschaften Was sind ambulante und stationäre Operationen? 12
Internet:

fe
www.chemie.uni-hamburg.de/igtw/Gesundheit/gesundheit.htm Welche Möglichkeiten der Schmerzbehandlung gibt es? 15
www.gesundheit.uni-hamburg.de/cgi-bin/newsite/index.php
• Wie können Schmerz- und Betäubungsmittel eingenommen und verabreicht werden? 16

a u • Medikamentöse und nicht-medikamentöse Schmerzbehandlung - Was Sie wissen sollten 21

el
• Welche Medikamente werden zur Schmerzbehandlung verabreicht? 23
Patientenleitlinien-Entwicklungsgruppe • Was ist eine patientenkontrollierte Schmerzmittelgabe? 34

g
(in alphabetischer Reihenfolge)
• Welche nicht-medikamentösen Behandlungsverfahren gibt es? 36

b
Lars Bohlmann (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie)

a
Martina Bunge (Universität Hamburg, MIN-Fakultät, Gesundheitswissenschaften) Kleines Wörterbuch 42

t
Johannes van Dijk (Patientenvertreter)

i
Wo finden Sie weitere Informationen und Unterstützung? 46
Rüdiger Fabian (Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe)

e
Anja Gerlach (MScN) (Universität Hamburg, MIN-Fakultät, Gesundheitswissenschaften) In der Patientenleitlinie verwendete Literatur 48

k
Dr. med. Jan Stork (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie)

tig
p r
An die Leserin, an den Leser
e r
Erläuterungen zu den Informationen
Was ist das Ziel der Patientenleitlinie?
ü b
Woher stammen die Informationen dieser Patientenleitlinie?
Liebe Leserin, lieber Leser: Sie werden in Kürze operiert und
t .
Die Inhalte der Patientenleitlinie basieren auf den Ergebnissen und

Z
haben sicherlich Fragen zum Thema Schmerzen und den Mög- Empfehlungen der medizinischen S3-Leitlinie* „Behandlung akuter

z.
lichkeiten der Schmerzbehandlung. Wir möchten Sie mit dieser Pa- perioperativer und posttraumatischer Schmerzen“ [1].
Was ist eine Patientenleitlinie?
tientenleitlinie gern über diese Themen informieren. Allerdings
Patientenleitlinien sind laien- Die medizinische S3-Leitlinie* wurde nach wissenschaftsbasierten

rd
verständliche, medizinische geben wir Ihnen keine Informationen zu Operationsverfahren oder
Methoden entwickelt. Diese Methoden ermöglichen eine objektive

i
Informationen, die Ihnen helfen der Schmerzbehandlung bei einer bestimmten Operation.
und nachvollziehbare Bewertung medizinischer Studien.

w
sollen Krankheiten, Untersuchungs-
und Behandlungsmethoden Die Angaben in dieser Patientenleitlinie gelten für die Allgemein-
Wesentliche Inhalte der S3-Leitlinie* wurden von den Autorinnen

L
besser zu verstehen. bevölkerung. Sie gelten jedoch nicht für Kinder und Schwangere.
in eine laienverständliche Sprache übertragen. Die medizinische

L
S3-Leitlinie* „Behandlung akuter perioperativer und posttrauma-

,
Wie ist diese Patientenleitlinie entstanden?
tischer Schmerzen“ ist im Internet zu finden unter:

n
Diese Patientenleitlinie wurde durch Mitarbeiterinnen der Universität www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/041-001.pdf

e
Hamburg - Gesundheitswissenschaften, die Deutsche Interdisziplinäre
Vereinigung fü r Schmerztherapie (DIVS) e.V. und das Institut fu
Forschung in der Operativen Medizin der Privaten Universität Wit-
u
̈r
f Wie ist diese Patientenleitlinie zu lesen?

a
el
ten/Herdecke entwickelt. Die Patientenleitlinie ist in 12 Kapitel unterteilt. In den Randbe-
merkungen finden Sie allgemeine Hinweise sowie eine Zusammen-

g
Allgemeine Hinweise An der Erarbeitung dieser Patientenleitlinie haben ebenso Patienten-
fassung des Inhalts. Ebenso finden Sie dort Leitlinien-Empfehlungen

b
Im Text verwendete Fremdwörter vertreter, ein Narkosearzt und eine spezialisierte Pflegefachkraft
aus der S3-Leitlinie* in orangen Kästen und Merksätze in blauen

a
sind mit einem Sternchen* versehen mitgewirkt. Die Patientenleitlinie wurde mit Bürgerinnen und Bürgern
und werden in einem angehängten Kästen. Des Weiteren finden Sie im Text blaue Kästen mit vorlie-

t
auf Verständlichkeit überprüft. Zur Prüfung auf sachliche Richtig-

i
Wörterbuch erklärt. genden Studienergebnissen.
keit und Vollständigkeit wurde die Patientenleitlinie von Experten

e
im Bereich der Schmerzbehandlung kritisch gelesen und diskutiert.

k
tig
4 5
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Was ist Schmerz?
e r
„Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das
ü b
Je nach Entstehungsort werden verschiedene Qualitäten und Funk-

t .
mit aktueller und potentieller Gewebeschädigung einhergeht oder tionen von Schmerz beschrieben.

Z
von betroffenen Personen so beschrieben wird, als wäre eine solche
Akute Schmerzen

z.
Gewebeschädigung die Ursache“ [2].
Akute Schmerzen sind in der Regel von kurzer Dauer und klingen
Schmerz ist demnach das, was der Patient als solchen empfindet wieder ab, wenn ihre Ursachen behoben werden. Ein Beispiel ist

ird
und als solchen angibt. eine Operation des entzündeten Blinddarms, der Schmerzen ver-
Gehirn ursacht. In der Schmerztherapie wird

w
Schmerz- unterschieden zwischen dem akuten
wahrnehmung Wie entsteht Schmerz? Chronische Schmerzen und dem chronischen Schmerz.

Schmerz wird von Menschen individuell unterschiedlich wahrge-

L L Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn über einen Zeit-


raum von mehr als sechs Monaten entweder anhaltende bzw.

,
nommen. Viele Faktoren beeinflussen, was Patienten als Schmerz
immer wiederkehrende oder gar sich ständig steigernde Schmerzen

n
beschreiben. Schmerz kann in allen Teilen unseres Körpers durch

e
verschieden starke Reize verursacht werden. Unangenehme äußere bestehen. Dabei können die Ursachen des Schmerzes erkennbar

f
Reize, Schlag, Druck, Zerrung oder Verbrennung setzen durch Rei- und dennoch nicht behandelbar sein. Andererseits lassen sich in

u
Rückenmark
zung von Schmerzfühlern im Gewebe (Nozizeptoren*) oder durch die manchen Fällen überhaupt keine körperlichen Ursachen feststellen.

a
Schmerzquelle

el
Schädigung von Gewebe, schmerzauslösende Substanzen frei. Die
schmerzaktiven Substanzen wandeln den schmerzauslösenden Reiz

g
in eine elektrische Nachricht um. Über Nervenfasern wird die Infor-

b
mation in Form von elektrischen Impulsen zur nächsten Umschalt-

a
stelle, dem Rückenmark und dann über aufsteigende Nervenbahnen

i t
ins Gehirn weitergeleitet. Im Gehirn findet schließlich die Auswer-

e
tung des Signals statt. Das Signal wird in eine unangenehme Emp-

k
findung umgewandelt und als Schmerz wahrgenommen.

tig
6 7
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e
Wie wird Schmerz gemessen?r
Akuter Schmerz Chronischer Schmerz

ü b
Schmerz ist ein sehr persönliches Erleben. Die Wahrnehmung von

t .
Dauer Kurze Schmerzdauer Schmerz, der länger als Schmerzen ist von einem Menschen zum anderen sehr unter-
sechs Monate anhält

Z
schiedlich und abhängig von bereits durchlebten Erfahrungen. So

z.
Ursachen z.B. Operationen z.B. chronische Erkrankungen können zwei Patienten im gleichen Alter und der gleichen Operation
ihren Schmerz dennoch unterschiedlich erleben.
Beispiele • Wunde / Verletzung • chronischer Rückenschmerz

rd
Ein Leitsatz in der Schmerzbehandlung lautet deshalb:
• Minderdurchblutung eines Gewebes • chronischer Kopfschmerz

i
oder eines ganzen Organs „Schmerz ist das, was der Betroffene über die Schmerzen mit-

w
• Schmerzen bei einer
• Schmerz nach einer Operation Krebserkrankung teilt, sie sind vorhanden, wenn der Patient mit Schmerzen sagt,

LL
dass er Schmerzen hat“ [3]. [ Leitlinien-Empfehlung ]
Funktion Akuter Schmerz hat eine lebenserhal- Der Schmerz hat seine Schutz-, Die Schmerzstärke sollte regelmäßig
tende Funktion. Er besitzt eine Signal- Warn- oder Heilfunktion
Um entscheiden zu können, ob Schmerzen behandelt werden müssen,

,
durch den Patienten selbst erfasst
und Warnfunktion für den Körper weitgehend verloren ist es notwendig, die empfundenen Schmerzen sichtbar zu machen.

n
werden. Dazu wird der Einsatz von
Dies ist auch wichtig, um die Schmerzbehandlung zu überprüfen.

e
Schmerzskalen, wie z.B. die Numeri-

f
Ihre Schmerzen werden häufig zusammen mit den anderen Vital- sche Rating-Skala und die Visuelle

u
parametern wie Blutdruck, Puls, Atmung und Temperatur gemes- Analogskala, empfohlen.
Nozizeptor-Schmerzen entstehen durch eine Reizung von Schmerzfühlern, den

a
sen. Dazu stehen verschiedene „Schmerzskalen“ zur Verfügung.

l
Nozizeptoren*, im Gewebe. Die Schmerzqualitäten sind sehr unterschiedlich, sie
können dumpf, bohrend, aber auch scharf und spitz sein (z.B. ein Messerschnitt).

e
In der Behandlung des akuten Schmerzen, die ihren Ausgang von den Bauchorganen nehmen, werden als viszerale

g
Schmerzes wird darüber hinaus Nozizeptor*-Schmerzen bezeichnet.

b
unterschieden zwischen Nozizeptor*-
Neuropathische Schmerzen werden verursacht durch Veränderungen an den

a
Schmerzen und neuropathischen
schmerzleitenden Nervenfasern. Die Schmerzen werden meistens als brennend oder

t
Schmerzen.

i
einschießend beschrieben. Eine Sonderform des neuropathischen Schmerzes stellt
der Schmerz nach einer Nervendurchtrennung dar (z.B. nach einer Amputation).

e
Aber auch die Durchtrennung von kleinen Hautnerven nach einem Bauchschnitt

k
oder einer Bauchspiegelung* kann zu neuropathischen Schmerzen führen.

tig
8 9
r
p gemessen?
Die Numerische Rating-Skala (NRS)
e
Wann wird der Schmerzr
Mit Hilfe der Numerischen Rating-Skala können Sie Ihre empfundene

ü b
Bei allen Patienten sollten vor der Operation Angaben über die

.
Schmerzstärke mit einem Zahlenwert von 0 bis 10 angeben. Die

t
aktuelle Schmerzsituation erfragt werden, die für die Schmerzbe-
Zahl 0 bedeutet, dass Sie keine Schmerzen haben, die Zahl 10 be-

Z
handlung nach der Operation hilfreich sind. Jeder Patient sollte
deutet stärkste vorstellbare Schmerzen.

.
schon bei Aufnahme nach Art und Qualität seiner aktuellen Schmer-

z
zen befragt werden.
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

rd
Nach der Operation sollte Sie das Pflegepersonal oder auch die
[ Leitlinien-Empfehlung ]

i
Ärzte mindestens zweimal täglich zu Ihren Schmerzen befragen.
Keine Schmerzen stärkste vorstellbare Schmerzen Jeder Patient sollte bei Aufnahme

w
Dazu werden zwei Fragen gestellt:
ins Krankenhaus nach seinen

LL
• Wie stark sind Ihre Schmerzen in Ruhe (z.B. beim entspannten aktuellen Schmerzen befragt werden.
Liegen)?

n,
Die Visuelle Analogskala (VAS) • Wie stark sind Ihre Schmerzen bei Belastung (z.B. beim Husten,
Bei der Visuellen Analogskala sind die Schmerzstärken kein Schmerz Drehen im Bett oder während der Krankengymnastik)?

fe
und unerträglicher Schmerz mit einer Linie dargestellt. Sie tragen
Teilen Sie bitte dem betreuenden Team bei auftretenden Schmerzen

u
Ihre persönliche Empfindung des Schmerzes auf diese Linie ein.
mit, wo sich der Schmerz befindet. Handelt es sich um Schmerzen im

a
Es kann auch sein, dass Sie einen Zeiger zwischen den beiden

l
Operationsgebiet oder sind die Schmerzen in einem anderen Be-
Polen verschieben können. Ein Zahlenwert kann dann von einer

ge
reich Ihres Körpers?
Skala abgelesen werden. Man nennt die visuelle Analogskala auch
Schmerzschieber. Wenn Sie merken, dass der Schmerz beginnt oder sich verstärkt, Sie können sich jederzeit melden, wenn

b
Sie Schmerzen haben. Warten Sie nicht
sagen Sie bitte dem betreuenden Team Bescheid. Zu diesem Zeit-

a
so lange, bis der Schmerz unerträglich
punkt ist es in der Regel gut möglich, Ihren Schmerz ausreichend

t
ist. Sie kennen sich und Ihren Körper

i
einzudämmen. am besten.

Keine Schmerzen

k e
stärkste vorstellbare Schmerzen

tig
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Wer ist an der Schmerzbehandlung beteiligt?
e r
Was passiert vor einer Operation?
Eine optimale Schmerzbehandlung ist nicht die alleinige Sache
ü b
Vor einer Operation werden Sie ausfü hrlich u
̈ ber Risiken und u
̈ ber [ Merksatz ] Wichtig ist, dass Sie

.
den geplanten Eingriff aufgeklärt. Im Rahmen dieses Gesprächs

t
einer einzigen Berufsgruppe, sondern wird gemeinschaftlich in dem Arzt alle Medikamente nennen,
erläutert der Narkosearzt Ihnen das geeignete Verfahren zur Nar- die Sie regelmäßig einnehmen. Der

Z
einem Team aus mehreren Berufsgruppen umgesetzt. Es sind z.B.
Fragen Sie vor der Operation, kose* und die Möglichkeiten der Schmerzbehandlung. Sie sollten Narkosearzt entscheidet dann mit

z.
wer für die Schmerzbehandlung Ärzte, Pflegefachpersonen, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten
jederzeit die Möglichkeit haben, eine Person ihres Vertrauens zu seinem Team, welche Medikamente
zuständig ist. und Apotheker beteiligt. während der Operation gegeben
diesem Gespräch mitzubringen. Auch nach dem Aufklärungs-

rd
gespräch können Sie sich persönlich bei Fragen an den Narkose- werden und welche nicht.

i
Was sind ambulante und stationäre Operationen? arzt wenden.

w
Immer mehr Operationen in Krankenhäusern werden ambulant

LL
durchgeführt. Eine ambulante Operation ermöglicht dem Patienten Was passiert am Tag der Operation?
noch am Tag der Operation wieder in seine gewohnte häusliche Um- Am Tag der Operation werden Sie von geschultem Pflegefachper-

,
gebung zurückzukehren. sonal und Ärzten versorgt. In einem Narkoseeinleitungsraum oder

n
Eine stationäre Operation ist ein chirurgischer Eingriff, der nach im Operationssaal werden Sie zur Narkose und Operation vorbe-

e
reitet. Sie erhalten eine Blutdruckmanschette, Elektroden zur Mes-

f
Aufnahme in einem Krankenhaus stattfindet. Der Patient begibt sich

u
meist ein oder zwei Tage vor der Operation in das Krankenhaus und sung des Sauerstoffgehaltes im Blut und zur Messung ihrer

a
bleibt dort noch einige Tage, manchmal auch Wochen nach der Ope- Herztätigkeit (EKG*). Als nächstes wird Ihnen eine Kanüle* in eine

l
Querverweis
ration. Die Dauer ist vor allem abhängig von der Größe der Operation. Ihrer Arm- oder Handrückenvenen gelegt. Über diesen Venentropf

e
Informationen zur Verabreichung
werden Ihnen dann Narkose- und Schmerzmittel verabreicht. Bei

g
von Schmerzmedikamenten finden
Stationäre Operationen ermöglichen eine Betreuung rund um die Uhr Bedarf wird Ihnen ein sog. Schmerzkatheter vor der Operation ge- Sie auf den Seiten 16-33.

b
und somit eine optimale Nachbehandlung. Für eine stationäre Be- legt.

a
handlung kommen vor allem schwere oder umfangreiche Opera-

i t
tionen in Frage. Auch der gesundheitliche Zustand des Patienten

e
entscheidet darüber, ob eine Operation ambulant oder stationär

k
vorgenommen wird.

tig
12 13
r
pder Schmerzbehandlung
Was passiert nach einer Operation? Welche Möglichkeiten
e r
Im Anschluss an eine Operation werden alle Patienten im soge-
gibt es?
ü b
.
nannten Aufwachraum überwacht. Dazu werden fortlaufend Ihre

t
Kreislaufwerte und Ihre Atmung gemessen. Je nach Schmerz- Die Schmerzbehandlung muss dem persönlichen Schmerzempfinden

Z
stärke erhalten Sie sofort ein auf Sie individuell abgestimmtes eines jeden Patienten angepasst werden. Eine Standardtherapie, also

.
Schmerzmedikament. eine Schmerzbehandlung nach Schema F, ist nicht sinnvoll. Eine
Unmittelbar nach Übernahme auf die Station wird Ihre Schmerz-
z
optimale Schmerzbehandlung erfordert regelmäßige Schmerz-

rd
[ Merksatz ] Nach einer ambulanten messungen und sollte sich nach der vom Patienten geäußerten
behandlung durch das pflegerische und ärztliche Fachpersonal

i
Operation mit Narkose* wird Ihnen Schmerzstärke richten. Je nach Operationsverfahren und Schmerz-
empfohlen für 24 Stunden nicht aktiv weitergeführt.

w
stärke werden verschiedene Behandlungsverfahren für eine
am Straßenverkehr teilzunehmen,
Nach einer ambulanten Operation werden Sie erst nach Hause Schmerzbehandlung kombiniert.

LL
keine gefährlichen Tätigkeiten aus-
zuführen, keine wichtigen Entschei-
entlassen, wenn Ihr Kreislauf stabil ist und keine Komplikationen
Dies sind z.B. medikamentöse und nicht-medikamentöse Verfahren.
aufgetreten sind. Für Notfälle nach Ihrer Entlassung erhalten Sie

,
dungen zu treffen, keinen Alkohol zu
trinken sowie nicht zu rauchen. eine Notfallnummer der Klinik oder einer Praxis. An diese können

n
Sie sich rund um die Uhr wenden.

e
uf
Sollten Sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus weiterhin Tablette Injektion* Infusion*
Schmerzen haben, besteht für Sie die Möglichkeit sich zur Nach-

a
Querverweis Symbole

l
Informationen zu Adressen der
sorge ambulant an Schmerzspezialisten oder ihren Hausarzt zu Zur Darstellung der verschiedenen

e
Selbsthilfe und Beratung finden wenden. Adressen im näheren Umkreis teilen Ihnen auch gerne Tropfen Zäpfchen Salbe Darreichungsformen von Schmerz-

bg
Sie auf Seite 46. die Patientenorganisationen mit. und Betäubungsmitteln verwenden wir
in dieser Patientenleitlinie die neben-
sublinguale
In der Regel benötigen Sie für den Besuch eines Schmerzspezialisten

ti a
Pflaster stehenden graphischen Symbole.
Darreichungsform
einen gültigen Überweisungsschein vom Hausarzt, Ihre Kranken- (unter Zunge)
kassenkarte und die wesentlichen verfügbaren Krankenunterlagen

e
(Arztbriefe, Röntgenaufnahmen, Untersuchungsergebnisse und die

k
aktuelle Medikation).

tig
14 15
p r
Wie können Schmerz- und Betäubungsmittel eingenommen und
e r
Gabe von Schmerzmedikamenten über die Haut
verabreicht werden?
ü b
Bei der transdermalen* Gabe werden Salben, Cremes oder Gele

.
Schmerz- und Betäubungsmittel können über den Mund einge- auf die Haut aufgetragen und der Wirkstoff wird über die Haut auf-

t
Die Wahl des Schmerzmedikamentes
bzw. Betäubungsmittels hängt von der nommen werden, über die Haut und als Zäpfchen verabreicht wer- genommen. Ein weiteres Verfahren ist das transdermale* Pflaster.

Z
Art der Operation und des Narkose- Dies kann medikamentöse Wirkstoffe langsam über die Haut ab-
den. Des Weiteren können Schmerzmittel unter die Haut, in einen

z.
verfahrens ab. Welche Medikamente
in Ihrem Fall in Frage kommen, wird Muskel, in eine Vene bzw. über einen Venenkatheter* oder in die geben.
Ihnen ihr Arzt gern erläutern. Nähe des Rückenmarks gespritzt werden. Die Verbreitung und

rd
Wirkung des Medikaments kann sich dabei auf den gesamten Kör- Gabe von Schmerzmedikamenten unter die Haut

i
per erstrecken oder nur auf eine bestimmte Körperregion. Im Fol- Bei der subkutanen* Gabe werden die Schmerzmittel direkt unter

w
genden erläutern wir Ihnen die häufig verwendeten Techniken die Haut gespritzt. Für die Wirksamkeit der subkutanen* Injektion*
ausführlicher:

L
ist eine ausreichende Durchblutung der Haut notwendig. Deshalb

L
kann bei Vorliegen eines Kreislaufschocks oder einer Unterkühlung

,
Gabe von Schmerzmedikamenten über den Mund diese Verabreichungsform nicht eingesetzt werden.

en
Bei der oralen Gabe werden Medikamente in Form von Tabletten

f
oder Tropfen über den Mund verabreicht. Gabe von Schmerzmedikamenten in die Vene oder über einen

u
Venenkatheter*
Die Wirkstoffe werden dann vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen.

a
Bei der Schmerzmittelgabe über die Vene werden Medikamente

l
In der Zeit direkt nach der Operation ist die orale Gabe von Medi-
mit Hilfe einer Injektion* oder Infusion* über einen Venenkatheter*

e
kamenten nicht immer möglich, weil z.B. Übelkeit oder Erbrechen
in die Vene und somit direkt in den Blutkreislauf geleitet.

bg
auftreten können. Zudem ist nicht jedes Schmerzmedikament
als Tablette oder in Form von Tropfen verfügbar. Der Venenkatheter* kann über oberflächliche Venen (Unterarm,

ti a
Bei der sublingualen Gabe werden Medikamente unter die Zunge Handrücken, Ellenbeuge), aber auch über tiefverlaufende Venen
gegeben und dort von der Schleimhaut direkt ins Blut aufgenommen. (Hals, Leistenbeuge) eingebracht werden. Die intravenöse* Schmerz-

e
mittelgabe führt zu einer schnellen Wirkung des Schmerzmittels.

k
tig
16 17
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Gabe von Schmerzmedikamenten in die Nähe des Rückenmarks
e r
Das Vorgehen bei der Spinalanästhesie ist im Prinzip das gleiche Wie ist das Vorgehen bei

b
der Spinalanästhesie?
wie bei der Epiduralanästhesie. Es wird eine feinere Nadel tiefer

ü
Die Schmerzmittelgabe in die Nähe des Rückenmarks gehört zu den
vorgeschoben, so dass die harte Hirnhaut durchdrungen wird. Rü-

.
rückenmarksnahen Verfahren der Schmerzstillung. Schmerzmedi-

t
kamente oder Medikamente zur örtlichen Betäubung gelangen durch ckenmark und Nervenfasern im Spinalkanal werden innerhalb we-

Z
eine Kanüle* oder einen Katheter* entweder in den sogenannten niger Minuten betäubt. Im Gegensatz zum Epiduralkatheter* kann

z.
Epidural-* oder den Spinalraum. Epidural-* und Spinalraum umge- die Spinalkanüle nur bei Eingriffen am Unterbauch und den Bei-
ben das Rückenmark in dem die Rückenmarksnerven verlaufen. Die nen eingesetzt werden.

rd
Medikamente betäuben die Rückenmarks- und Spinalnerven und Entscheidend für eine erfolgreiche Schmerzbehandlung mit den

i
Wie ist das Vorgehen bei unterbrechen somit die Schmerzweiterleitung zum Gehirn. Man rückenmarksnahen Verfahren ist das Vermeiden von Komplikatio-

w
der Epiduralanästhesie? unterscheidet die Epiduralanästhesie sowie die Spinalanästhesie. nen, wie Verletzungen des Rückenmarks und Blutungen. Eine nicht
korrekte Platzierung kann zu Nervenschädigungen und zu einem

L
Bei der Epiduralanästhesie sitzt der Patient mit vornüber gebeug-
vorübergehenden Harnverhalt oder Bewegungseinschränkungen

L
Bandscheibe
tem Oberkörper oder liegt mit rundem Rücken und angewinkelten
der Beine führen. Als Risikofaktor für Infektionen gilt die Liege-

,
Rückenmark Wirbelkörper Beinen auf der Seite. Die Einstichstelle wird zunächst desinfiziert.

en
Nach einer örtlichen Betäubung wird die Kanüle* in die Haut über dauer des Katheters* nach der Operation.
der Wirbelsäule eingeführt. Die Nadel wird zwischen zwei Wirbel- Unter bestimmten Voraussetzungen können rückenmarksnahe Ver-

f
Als Gegenanzeige oder auch
körper platziert, bis die Spitze im Epiduralraum liegt. Dann wird Kontraindikation bezeichnet man

u
fahren nicht angewandt werden. Zu den Gegenanzeigen gehören:
über die Kanüle* ein Katheter* in den Epiduralraum vorgescho- einen Umstand, der zum Beispiel

l a
ben und die Kanüle* entfernt. Über den Epiduralkatheter* können • Ablehnung des Verfahrens durch den Patienten, gegen die Anwendung eines
Medikaments spricht, da der Schaden

e
auch für einen längeren Zeitraum nach der Operation schmerz- • örtliche Hautinfektionen an der Einstichstelle, schwerer wiegt als der erhoffte Nutzen.

g
stillende Medikamente verabreicht werden. Der Epiduralkatheter* • Blutgerinnungsstörungen,

b
dient zur Verabreichung von Schmerz- und Betäubungsmitteln bei • Einnahme von Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen

a
Operationen im Bauch-, Brust- und Rückenbereich und im Bereich (z.B. Marcumar),

i t
der Beine.
• Allergien gegen Betäubungsmittel,
Epiduralkatheter

k e • Veränderungen an der Wirbelsäule,

tig
• erhöhter Hirndruck oder Herzklappenfehler.
18 19
p r
Gabe von Schmerzmedikamenten an Nervengeflechten
e r
Medikamentöse und nicht-medikamentöse Schmerzbehandlung
oder Nerven Was Sie wissen sollten

ü b
.
Örtliche Nervenblockaden können bei Operationen der Extremitäten Liebe Leserin, lieber Leser, bevor wir im Folgenden die medikamen-

t
eingesetzt werden. Sie ermöglichen die gezielte Schmerzausschal- tösen und nicht-medikamentösen Behandlungsverfahren in der

Z
tung im operierten Bein oder Arm. Die Nervengeflechte oder Nerven Akutschmerztherapie darstellen, möchten wir Ihnen gerne noch

z.
werden aufgesucht und durch das Einspritzen eines Betäubungs- wichtige zusätzliche Informationen geben.
mittels durch eine Kanüle* oder einen Katheter* betäubt. Über den
Sollten bei Ihnen nach einer Operation Schmerzen auftreten, haben

rd
Katheter* können auch nach der Operation schmerzstillende Me-
Sie verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Eine dieser Behand-

i
dikamente verabreicht werden.
lungsmöglichkeiten ist zum Beispiel die Einnahme von Schmerz-

w
mitteln. Vor einer Entscheidung für eine Behandlung sollten Ihnen Vor einer Behandlung sollten Ihnen
Wundinfiltration Informationen über den Nutzen und

L
Informationen über den Nutzen und auch die möglichen Risiken auch die möglichen Risiken einer

L
Unter der Wundinfiltration versteht man das Verabreichen eines einer jeden Behandlungsoption zur Verfügung stehen. So können jeden Behandlungsoption zur

,
Betäubungsmittels über eine Injektion* in die Umgebung oder direkt Sie beurteilen und mitentscheiden, welchen Nutzen sie von der Be- Verfügung stehen.

n
in das Operationsgebiet. Dabei soll es zu einer weiten Verteilung des handlung vermutlich haben werden und welche möglichen Ne-

e
Wirkstoffs im Gewebe und damit zu den schmerzleitenden Nerven benwirkungen und/oder unerwünschten Wirkungen Sie bereit sind

f
kommen. in Kauf zu nehmen.

a u Wir würden Ihnen gern zu allen diesen Fragen und für die einzel-

el
[ Leitlinien-Empfehlung ]
Gabe von Schmerzmedikamenten in den Muskel nen Behandlungsoptionen umfassende Informationen geben. In Grundsätzlich sollten Patientinnen
der medizinischen S3-Leitlinie*, die sich an Fachpersonen mit Vor-

g
Bei der intramuskulären* Gabe werden flüssige Arzneimittel als und Patienten über die geplanten
[ Leitlinien-Empfehlung ]
wissen richtet, werden diese Informationen nur teilweise oder spe-

b
Injektion* in einen Muskel, meist am Oberarm, Oberschenkel oder Maßnahmen der Schmerzbehand-
Eine intramuskuläre* Gabe von lung aufgeklärt werden.

a
Gesäß, gespritzt. Die intramuskuläre* Verabreichung von Schmerz- zifisch für einzelne Operationsmethoden benannt. Wir haben die
Schmerzmitteln wird nicht empfohlen.

t
mitteln wird in der S3-Leitlinie* als überholt angesehen. uns in der S3-Leitlinie* zur Verfügung stehenden Angaben zum

i
Nutzen und Schaden der Behandlungsmöglichkeiten für Sie an-

e
schaulich dargestellt.

k
tig
20 21
p r
Folgende Fragen können Ihnen dabei helfen, den Nutzen und
e
Welche Medikamente werden zur Schmerzbehandlung r
Schaden der Behandlung abzuwägen: verabreicht?

ü b
.
Die Behandlung mit Schmerzmedikamenten erfolgt nach einem Die Wahl des Schmerzmedikamentes

t
• Wie wahrscheinlich ist es, das mir die Behandlung nützt? bzw. Betäubungsmittels hängt von der
Stufenschema, das individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst wird.

Z
Art der Operation und des Narkose*-
• Wie groß ist der Nutzen oder der Schaden der Behandlung?

.
verfahrens ab. Welche Medikamente

3.z + Nicht-Opioide
Ärztinnen und Ärzte haben eine in Ihrem Fall in Frage kommen wird
Aufklärungspflicht, das heißt Sie • Wann wird die Wirkung eintreten, und wie lange hält sie an? Starke Opioide Ihnen ihr Arzt gern erläutern.

ird Schwache Opioide

ergänzende Schmerzmittel
müssen umfassend über ihre
• Was ist die niedrigste Dosis, mit der das Schmerzmedikament

Behandlungsverfahren
nicht-medikamentöse
Begleitmedikamente
Behandlungsmöglichkeiten informiert
werden. Dazu gehören auch noch einen Nutzen für mich hat?

w 2.
Informationen über mögliche –
erwünschte oder unerwünschte – • Kann es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten + + + Abbildung 1: Stufenschema zur

L
Wirkungen der Therapie. oder Genussmitteln kommen? + Nicht-Opioide Schmerzbehandlung

• Welches sind die Nebenwirkungen und/oder unerwünschten


, L
n
Wirkungen?
Nicht-Opioide
• Wie wahrscheinlich ist es, dass die Behandlung Nebenwirkungen
f e 1.
u
und/oder unerwünschte Wirkungen hat?

a
el
• Wann treten diese wahrscheinlich auf und wie lange werden
sie anhalten? In der medikamentösen Schmerzbehandlung werden zwei we-

g
sentliche Gruppen unterschieden: Nicht-Opiod Analgetika* und Als Wirkstoff bzw. Arzneistoff

b
• Wie häufig treten diese bei Personen (die mir ähnlich sind) auf? Opioid-Analgetika*. Zur Gruppe der Nicht-Opioide* in der Schmerz- bezeichnet man die Substanz(en) in

a
einem Arzneimittel, die die erwünschte
behandlung nach Operationen zählen die Wirkstoffe: Paracetamol

t
Wirkung ausüben sollen. Wenn das

i
und Metamizol, sowie die Wirkstoffgruppe NSAR1. Zur Gruppe der Medikament mehrere Wirkstoffe enthält

e
Opioide* zählen die Wirkstoffe Tilidin, Tramadol, Piritramid, Morphin spricht man von Wirkstoffgruppen.

k
und Fentanyl.

tig
1
22 NSAR = nichtsteroidale Antirheumatika 23
p r
In Tabelle 1 finden Sie eine Auswahl von gebräuchlichen Wirk- Nicht-Opioid-Analgetika
e r
b
[ Leitlinien-Empfehlung ]
stoffen in der Schmerztherapie nach Operationen, die in Deutsch-

ü
Nicht-Opioid-Analgetika* wirken im gesamten Körper. Sie blockieren Bei starken und mittelstarken
land Anwendung finden. In der rechten Spalte der Liste finden Sie

.
wichtige Botenstoffe, die für die Schmerzvermittlung verantwortlich Schmerzen sollen Opioide* in

t
den Wirkstoff und in Klammern einige Beispiele für Handelsnamen sind. Je nach Zusammensetzung haben sie darüber hinaus noch Kombination mit Nicht-Opioid-

Z
von Medikamenten in der Akutschmerztherapie. unterschiedlich starke fiebersenkende, krampflösende oder ent- Analgetika* verabreicht werden.

z.
zündungshemmende Eigenschaften. Nicht-Opioide* werden vor Bei leichten Schmerzen ist
Tabelle 1: Wirkstoffgruppe Wirkstoff (Handelsname) [4] allem bei akuten oder bei schwachen bis mäßigen chronischen eine alleinige Gabe von

rd
Übersicht der häufig eingesetzten Schmerzen eingesetzt. Nicht-Opioiden* ausreichend.
Nicht-Opioide Paracetamol (Paracetamol ratiopharm®, Perfalgan®)

i
Medikamente zur Behandlung von
Schmerzen nach einer Operation Metamizol (Novaminsulfon ratiopharm®, Novalgin®)

w
Paracetamol

NSAR
Diclofenac (Allvoran®, Voltaren®)

L
Die meisten von Ihnen haben Paracetamol schon irgendwann ein-

L
Ibuprofen (Ibuprofen ABZ®, Dolormin®) mal eingenommen. Paracetamol wirkt schwach schmerzlindernd

,
Coxibe (Parecoxib®) und fiebersenkend. Inzwischen gibt es auch eine Darreichungs-

n
form über die Vene. Sie hilft vor allem bei Patienten, die nach einer

e
Opioide Tramadol (Tramal®, Tramadolor®) Operation über den Mund keine Medikamente zu sich nehmen
Tilidin (Valoron N®)

u f können.

a
Nebenwirkungen von Paracetamol

el
Piritramid (Dipidilor®)
Morphin (Morphin ratiopharm®, MST®) Die Einnahme von Paracetamol kann Leberschädigungen zur Folge

g
haben. Vor allem bei Patienten, die bereits Leberschädigungen
Fentanyl (Fentanyl-Janssen®, Durogesic®)

b
haben, besteht eine erhöhte Gefahr. Aber auch eine länger an-

a
dauernde und zu hohe Einnahme über Wochen kann bei Patienten

t
ohne Vorschädigung der Leber eine leberschädigende Wirkung

e i haben.

k
tig
24 25
p r
Metamizol
e r
Zum Schutz der Magen-Darmschleimhaut werden bei größeren
Metamizol wird in der operativen Medizin auf Grund seiner star-

ü b
operativen Eingriffen ergänzend zum NSAR sogenannte Magen-
schutzmedikamente verabreicht.

.
ken krampflösenden Wirkung verwand. Zusätzlich kann Metami-

t
zol als fiebersenkendes Medikament angewendet werden, wenn

Z
andere Maßnahmen erfolglos bleiben. [ Studienergebnisse ]

z.
Von 100 gesunden älteren Patienten, die das NSAR Ketorolac ohne Magenschutz bekom-
Nebenwirkungen von Metamizol men, tritt innerhalb von fünf Tagen bei etwa 25 Patienten diese Nebenwirkung auf [5].
Das Schmerzmittel Metamizol kann bei einer raschen Gabe in die

rd
Bei Naproxen ohne Magenschutz, einem weiteren NSAR, treten bei etwa 20 von 100
Vene eine allergische Reaktion bis hin zu einem allergischen

i
gesunden älteren Patienten ebenfalls Magen- oder Darmgeschwüre auf [6].
Kreislaufschock auslösen. Sehr selten tritt auch ein Mangel an weißen

w
Blutkörperchen auf. Dadurch wird die Infektabwehr des Patienten

L
deutlich vermindert. Coxibe oder auch COX-2-Hemmer

L
Als Coxibe oder auch COX-2-Hemmer bezeichnet man eine relativ

,
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) neue Wirkstoffgruppe von schmerz- und entzündungshemmenden

n
NSAR ist die Bezeichnung für eine große Gruppe entzündungs- Medikamenten, die auch zur Gruppe der NSAR gehören.
hemmender Medikamente. Zu dieser Gruppe gehören unter ande-

f e Die Anwendungsgebiete sind neben der Behandlung chronisch ent-

u
rem die Wirkstoffe Diclofenac, Ibuprofen und Coxibe. Sie eignen ̈ ndlicher Gelenkerkrankungen auch die kurzfristige Anwendung
zu

l a
sich bei leichten bis mittelschweren Schmerzen und werden in der bei Schmerzen nach einer Operation. Bis auf das Medikament

e
Akutschmerzbehandlung eingesetzt. Parecoxib® ist derzeit keines der verfügbaren Coxibe zur Schmerz-

g
Nebenwirkungen von NSAR behandlung im Rahmen von Operationen zugelassen. Die Europäische

b
Arzneimittelbehörde untersagt den Einsatz von Coxiben bei einer
Die Einnahme von NSAR kann eine Einschränkung der Nieren-

ti a
Erkrankung der Herzkranzgefäße.
funktion zur Folge haben. Auch kann die Einnahme die Entstehung
von Magen- oder Darmgeschwüren begünstigen.

k e
tig
26 27
p r
Nebenwirkungen von Coxiben Tilidin
e r
Zu den Nebenwirkungen der Coxibe in Zusammenhang mit Opera-

ü b
Tilidin ist in Deutschland in Kombination mit dem Medikament

.
tionen liegen derzeit keine hochwertigen Studien vor. Aus einer Naloxon ratiopharm® als orale Form (Tropfen und Retardtablette*)

t
wenig aussagekräftigen Studie gibt es aber Hinweise darauf, dass erhältlich. Die Tropfen wirken nur etwa zwei bis drei Stunden, die

Z
Flü ssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme), Bluthochdruck Retardtablette* hingegen etwa 12 Stunden.

z.
und Blutdruck-/ Kreislaufkrisen auftreten können.

rd
Tramadol
Opioid-Analgetika

i
Tramadol gibt es als Tropfen, Tablette, Retardtablette* und es kann
Opioid-Analgetika* wirken u ̈ berwiegend im Gehirn und Rü ckenmark,

w
[ Leitlinien-Empfehlung ] in die Vene gespritzt werden. Die Tropfen wirken nur etwa zwei bis
also dem zentralen Nervensystem. Dort docken sie an bestimmte drei Stunden, die Retardtablette* hingegen etwa 12 Stunden.
Bei starken und mittelstarken

L
Stellen der Nervenzellen an den sogenannten Opioidrezeptoren.
Schmerzen sollen Opioide* in

L
Diese verhindern das Schmerzinformationen weitergeleitet werden.
Kombination mit Nicht-Opioid-
̈ ckt werden. Je nach ihrer

,
Analgetika* verabreicht werden. Dadurch können Schmerzen unterdru Piritramid

n
Stärke werden Opioid-Analgetika* in schwach und stark wirksame Piritramid ist ein in Deutschland häufig eingesetztes Opioid-Anal-
Bei leichten Schmerzen ist
̈r die Schmerzbehandlung nach einer Operation

e
Opioide* eingeteilt. Fu Querverweis

f
eine alleinige Gabe von getikum*, das in die Vene gespritzt oder über ein PCA-System ver- Informationen zu PCA-Systemen
sind schwache Opioide* (z.B. Tilidin, Tramadol) und starke Opioide*

u
Nicht-Opioiden* ausreichend. abreicht wird. finden Sie auf Seite 34-35.
(z.B. Piritramid, Morphin und Fentanyl) geeignet. In Deutschland wird
zur Schmerzbehandlung nach einer Operation vornehmlich der Wirk-
l a
e
̈ber die Vene verabreicht.
stoff Piritramid u Morphin

b g Morphin ist in der Schmerzbehandlung nach Operationen ein in-

ti a
ternational häufig verwendetes Opioid*. Es wird aus dem Saft des
Schlafmohns gewonnen.

k e
tig
28 29
p r
Fentanyl
e r Nicht jede Übelkeit nach einer Operation

b
[ Studienergebnisse ] ist auf das Schmerzmedikament zurück-

ü
Fentanyl ist ein kurzwirksames Opioid* und etwa 80-mal stärker Von 100 Patienten leiden etwa 5 bis 30 Patienten unter Übelkeit und Erbrechen nach zuführen. So können auch die Operation

.
als Morphin. Es ist zur intravenösen* Schmerzbehandlung zugelas- einer Operation. Risikofaktoren sind insbesondere lange und große Operationen, das selbst, die Narkose* und starke

t
sen. Fentanyl gibt es auch als Pflaster. Dieses Retardpflaster ist zur weibliche Geschlecht sowie eine bekannte Reisekrankheit [7]. Schmerzen zu Übelkeit führen.

Z
Schmerzstillung nach Operationen nicht geeignet. Der Wirkstoff

z.
braucht ungefähr 12 Stunden, bis er durch die Haut gelangt. Nach
Kann die Behandlung mit Opioiden zur Abhängigkeit führen?
Entfernen des Pflasters bleibt die Wirkung ebenso noch für 12

ird
Stunden vorhanden. Es ist möglich, dass Patienten in den ersten Tagen nach der Operation
weiterhin starke Schmerzmittel wie Opioide* benötigen. Diese Medi- [ Merksatz ]

w
Nebenwirkungen von Opioiden kamente werden nur vorübergehend eingesetzt, um den Körper Eine kontrollierte Gabe von Opioiden*
vom Schmerz zu entlasten. Die Angst vor einer Abhängigkeit ist unter nach einer Operation führt in der Regel

L
Die Häufigkeit von Nebenwirkungen ist abhängig von der verab- nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit.
Patienten weit verbreitet. Bei behandlungsbedürftigen Schmerzen

L
reichten Menge des Opioids*. Zu den häufigsten Nebenwirkungen von
nach einer Operation führt eine kontrollierte Gabe von Opioiden*

,
Opioiden* zählen:
nicht zur körperlichen Abhängigkeit. Bei Bedenken können Sie sich

n
• Schläfrigkeit, jederzeit an das pflegerische und ärztliche Fachpersonal wenden.
• Dämpfung der Atmung,
f e
u
• Verlangsamung der Magen- und Darmtätigkeit, Verstopfung,
• Beschwerden bei der Blasenentleerung bis hin zum Harnverhalt,
l a
• Übelkeit und Erbrechen.

g e
b
ti a
k e
tig
30 31
p r
Ergänzende Medikamente der Schmerzbehandlung (Adjuvantien)
e r
Medikamente zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika)
Adjuvantien sind Medikamente, die ergänzend zur Schmerzbehand-

ü b
Lokalanästhetika sind Medikamente, die in der Regel für die örtliche

.
lung eingesetzt werden. Sie werden verabreicht, um die Wirksamkeit Betäubung vor, während und nach Operationen verwendet wer-

t
der Schmerzmittel zu verbessern und/oder um Nebenwirkungen den. Lokalanästhetika werden bei Bedarf während eines Eingriffs

Z
z.B. der Opioidbehandlung zu lindern oder Angstzustände zu be- in das Operationsgebiet gespritzt, um mögliche Schmerzen zu ver-

z.
kämpfen. Nach einer Operation werden vor allem Medikamente ringern. Es gibt kurzwirkende und langwirkende örtliche Betäu-
zur Behandlung von Übelkeit, Erbrechen sowie Verstopfung zu- bungsmittel. Der am häufigsten verwendete kurzwirkende Wirkstoff

rd
sätzlich verabreicht. ist das Lidocain. Für die Schmerzstillung nach Operationen werden

i
die langwirkenden örtlichen Betäubungsmittel mit den Wirkstoffen
In Tabelle 2 finden Sie eine Auswahl an ergänzenden Medikamenten,

w
Bupivacain, Levobupivacain und Ropivacain genutzt.
die in Deutschland Anwendung finden. In der rechten Spalte der

L
Liste finden Sie wieder den Wirkstoff und in Klammern einige Bei- In Tabelle 3 finden Sie eine Auswahl an Medikamenten zur örtlichen

L
spiele für Handelsnamen von ergänzenden Medikamenten in der Betäubung, die in Deutschland Anwendung finden. In der rechten

,
Akutschmerztherapie. Spalte der Liste finden Sie wieder den Wirkstoff und in Klammern

n
einige Beispiele für Handelsnamen von Medikamenten zur örtlichen

e
Betäubung.

f
Tabelle 2: Wirkstoffgruppe Wirkstoff (Handelsname) [4]

u
Übersicht der wichtigsten ergänzenden
Medikamente nach einer Operation Medikamente Dimenhydrinat (Vomex A®)

a
Wirkstoffgruppe Wirkstoff (Handelsname) [4]

el
bei Übelkeit und Tabelle 3:
Haloperidol (Haldol-Janssen®) Übersicht der wichtigsten Medikamente
Erbrechen Medikamente ® ®
Lidocain (Lidocain Braun , Licain )
Ondansetron (Zofran®) zur örtlichen zur örtlichen Betäubung während und

bg
Bupivacain (Bucain®, Carbostesin®) nach einer Operation
Metoclopramid (Paspertin®) Betäubung
Levobupivacain (Chirocain®)

ti a
® ®
Medikamente Lactulose (Bifiteral , Bifinorma ) Ropivacain (Naropin®)
bei Verstopfung
Macrogol (Movicol®, Laxofalk®)

k e
tig
32 33
p r
Was ist eine patientenkontrollierte Schmerzmittelgabe?
e r
Nebenwirkungen der patientenkontrollierten Schmerzmittelgabe

b
[ Leitlinien-Empfehlung ]

ü
Bei starken Schmerzen in der frühen Die patientenkontrollierte Analgesie* (PCA) erlaubt Patienten, sich Patienten, die ihre Schmerzmitteleinnahme selbst steuern, neh-

.
Phase nach der Operation sollte die Medikamente bei auftretenden bzw. zunehmenden Schmerzen men durchschnittlich mehr Schmerzmittel ein. Patienten mit einem

t
patientenkontrollierte Schmerzbe- nach einer Operation selbst zu verabreichen. Diese Schmerzmit- PCA-System (mit einem Opioid*) leiden häufiger unter Juckreiz am

Z
handlung genutzt werden. telgabe wird entweder über die Vene (Opioide*), rückenmarksnah Körper verglichen mit Patienten, deren Schmerzbehandlung von

z.
oder an Nervengeflechten (örtliche Betäubungsmittel und Opioide*) Pflegefachkräften verabreicht wird.
angewendet. Bei der PCA sind Sie über einen Katheter* an eine

rd
kleine Pumpe angeschlossen und können sich per Knopfdruck eine [ Studienergebnisse ]

i
festgeschriebene Menge des Schmerzmedikamentes selbst verab- Durchschnittlich leiden etwa 25 von 100 Patienten, die ihre Schmerzmitteleinnahme mit

w
reichen. Die Menge einer einzelnen Dosis ist begrenzt. Nach jeder einer PCA selbst steuern, unter Juckreiz. Während etwa 20 von 100 Patienten mit einer
Dosis gibt es einen Zeitraum, in dem kein Schmerzmittel verab- von Pflegekräften gesteuerten Schmerzmitteleinnahme von Juckreiz betroffen sind [8].

L
reicht werden kann. Damit vermeidet man eine Überdosierung der
Schmerzmedikamente. Voraussetzung für die Anwendung des PCA
-Systems ist, dass Sie nach einer Aufklärung und technischen Ein-
, L Die patientenkontrollierte Epiduralanalgesie (PCEA) u ̈ ber einen

n
Epiduralkatheter* stellt eine Alternative zum PCA-System über die Querverweis
weisung Ihre Zustimmung zur Behandlung geben. Die patienten-

e
Informationen zur Schmerzmittelgabe
Vene dar. In der Regel werden dabei Lokalanästhetika und Opioide*

f
kontrollierte Schmerzbehandlung erfolgt immer unter Begleitung über einen Epiduralkatheter* und an den
verabreicht. PCA-Systeme können auch an den Nervengeflechten ein-

u
und Überwachung der Mitarbeiter der Station oder einer speziellen Nervengeflechten finden Sie auf den
gesetzt werden.

a
Seiten 18-20.

el
Pflegefachkraft.
[ Studienergebnisse ]
[ Studienergebnisse ]
g
Die Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien zum PCEA-System sind uneinheitlich.

b
Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass mit einem PCEA-System weniger

a
Es ist wissenschaftlich belegt, dass Eine Übersichtsarbeit* zeigt, dass durchschnittlich etwa 85 von 100 Patienten mit
Schmerzmittel benötigt werden.

t
PCA-Systeme im Vergleich zur her- einer patientenkontrollierten Schmerzbehandlung mittels PCA zufrieden waren.

i
kömmlichen Schmerzmittelgabe in die Mit einer Schmerzbehandlung, die durch das Pflegepersonal gesteuert wurde,

e
Vene oder unter die Haut, zu einer waren 65 von 100 Patienten zufrieden [8].

k
besseren Schmerzstillung führen können.

tig
34 35
p r
Welche nicht-medikamentösen Behandlungsverfahren gibt es? Physikalische Maßnahmen
e r
Physiotherapie (Krankengymnastik)
ü b
Zu den physikalischen Maßnahmen werden medizinische Behand-

.
lungen gezählt, die Wärme, Gleichstrom, Licht und Kälte anwenden.

t
Physiotherapie ist eine Behandlung, um die körperliche Beweglichkeit
In der Zeit nach einer Operation kann vor allem die Kältetherapie

Z
zu verbessern. Zu den physiotherapeutischen Übungen nach einer
Anwendung finden. Die Kältetherapie kann mit Eispackungen,

z.
Operation zählen unter anderem: die allgemeine Mobilisation
Kältekompressen und Brucheis durchgeführt werden.
(Übungen im Bett, Hilfe beim Aufstehen und Gehen), die Vermittlung
schmerzarmer und entlastender Bewegungsabläufe, Atem- und Eine Kälteanwendung ist nicht angebracht:

rd
Hustentechniken, Entspannungstechniken, spezielle Massagetech-

i
• in minderdurchbluteten Körperregionen (wie z.B. bei einigen
niken und Lagerungen. Patienten mit gefäßchirurgischen Operationen),

w
[ Leitlinien-Empfehlung ]
Physiotherapie sollte zur frühzeitigen Mobilisierung, dem Verhindern • bei Arterienverkalkung,

LL
Die Kältetherapie kann nach ortho-
von Bewegungseinschränkungen und Komplikationen nach einer
pädischen Operationen eingesetzt
[ Leitlinien-Empfehlung ] Operation Anwendung finden. Physiotherapeutische Maßnahmen • bei Bewusstseinseinschränkungen,

,
werden.
Physiotherapeutische Angebote können für Sie bereits vor der Operation hilfreich sein, um Ihnen Si- ̈ ber Kälte,
• bei einer Überempfindlichkeit gegenu

n
sollten in die postoperative* cherheit im Umgang mit den Übungen zu geben.

e
Schmerzbehandlung integriert • bei Bluthochdruck und

uf
werden. Physiotherapie wird auch von älteren Patienten gut angenommen.
Alle physiotherapeutischen Maßnahmen sollten nur nach medizi- • wenn der Patient nicht in der Lage ist sein Temperatur-

a
empfinden mitzuteilen.

l
nischer Absprache erfolgen. Physiotherapie kann anfangs unter Um-

e
ständen zu einer Verschlimmerung von Schmerzen führen und

g
zusätzliche Gaben von Schmerzmitteln erfordern. [ Studienergebnisse ]

b
Die Studienlage zur Wirksamkeit der Kältetherapie auf Schmerzen oder den Es kann derzeit keine Aussage zum
Nutzen und Schaden von Kältetherapie

a
Schmerzmittelverbrauch nach einer Operation ist uneinheitlich.
nach Operationen getroffen werden.

t
Es kann derzeit keine Aussage zum

i
Nutzen und Schaden von physiothera- [ Studienergebnisse ]

e
peutischen Maßnahmen vor und nach Die Wirkung von Physiotherapie auf Schmerzen oder den Schmerzmittelverbrauch

k
einer Operation getroffen werden. nach einer Operation wurde bislang nur in wenigen Studien untersucht.

tig
36 37
p r
TENS - Transkutane elektrische Nervenstimulation Akupunktur
e r
[ Leitlinien-Empfehlung ]
Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine Be-

ü b
Akupunktur gehört zu den Verfahren der traditionellen chinesi- [ Leitlinien-Empfehlung ]

.
handlungsmethode, die über elektrische Reize die Schmerzwahr- schen Medizin. Bei einer Akupunktur werden Nadeln in bestimmte

t
Akupunktur kann nach Operationen
̈ r die verschiedenen Anwendungen
Die transkutane elektrische Nerven-
nehmung und Schmerzleitung unterdrückt. Hierbei werden Stellen des Körpers gesetzt. Fu

Z
stimulation kann nach Operationen zusätzlich in die postoperative*
selbstklebende Elektroden auf der Haut, in der Regel in der Nähe stehen unterschiedliche Arten von Nadeln aus verschiedenen Ma-

z.
zusätzlich in die postoperative* Schmerzbehandlung integriert werden.
Schmerzbehandlung integriert werden. des Schmerzortes, angebracht. Mit Hilfe eines Gerätes werden ̈ gung.
terialien und in verschiedenen Stärken und Längen zur Verfu
dann ungefährliche elektrische Impulse erzeugt und durch die Die Länge der Nadeln variiert zwischen 1,5 und 7 Zentimetern. In

rd
Haut auf das Nervensystem übertragen. Bei Herzschrittmachern der modernen Akupunktur werden neben Nadelakupunktur auch

i
darf TENS nicht angewendet werden. Laser- oder Elektroakupunktur eingesetzt.

w
[ Studienergebnisse ] Während die Wirksamkeit der Akupunktur bei einigen Erkran-

L
kungen mit chronischen Schmerzen nachgewiesen werden konnte,
Die Studienlage zur Wirksamkeit der TENS-Stimulation bei chirurgischen

L
Eingriffen auf Schmerzen und den Schmerzmittelverbrauch nach einer Operation
ist die Studienlage zur Wirksamkeit von Akupunktur auf Schmerzen

,
ist uneinheitlich. und den Schmerzmittelgebrauch nach Operationen uneinheitlich.

en
Untersuchungen konnten bei großen Operationen im Brustkorb und Bauchraum
[ Studienergebnisse ]

f
eine positive Wirkung von TENS auf Schmerzen und Schmerzmittelverbrauch nach
Es konnte belegt werden, dass Akupunktur nach der Operation zu geringeren Schmerzen

u
Es kann derzeit keine Aussage zum Operationen nachweisen. Dies ließ sich am deutlichsten in den Studien zeigen, in
Nutzen und Schaden von TENS nach und einem geringeren Bedarf an Schmerzmitteln führt:

a
denen TENS mit starken elektrischen Impulsen eingesetzt wurde.

l
einer Operation getroffen werden. • bei Hüftoperationen,

e
• bei Schultergelenksoperationen und

g
• bei Operationen im Bauchraum.

a b Nebenwirkungen der Akupunktur

i t Die Nebenwirkungen einer Akupunktur bestehen überwiegend in

e
̈ ssen. Zudem besteht prinzipiell die Möglichkeit der
kleinen Blutergu

k
Verletzung von inneren Organen und Nerven.

tig
38 39
r
p sollten Ihnen die
Psychologische Verfahren
e r
Vor einer geplanten Operation
folgenden Fragenbumfassend
ü
Psychologische Verfahren, wie beispielsweise Ablenkungsstrategien erklärt werden:
[ Leitlinien-Empfehlung ]

.
werden in der nicht-medikamentösen Behandlung eingesetzt. Eine

t
Psychologische Verfahren können
wichtige Rolle bei der Anwendung dieser Verfahren spielt die vor-

Z
vor und nach einer Operationen • Werde ich Schmerzen während oder nach der Operation
hergehende Informationsvermittlung. Am sinnvollsten ist es, diese

.
zusätzlich in die postoperative* haben?
Techniken vor der Operation, unter Anleitung eines psychologi-

z
Schmerzbehandlung integriert
werden. schen Experten zu erlernen. Andere psychologische Verfahren wie • An wen kann ich mich bei auftretenden Schmerzen wenden?

rd
z.B. Autogenes Training und Hypnose können ebenso in der Akut-

i
schmerztherapie eingesetzt werden. Autogenes Training ist eine • Welche Möglichkeiten der Schmerzverringerung gibt es?

w
Methode der Selbstentspannung. Ziel ist es, über die Muskelent- • Welche seelischen Gründe gibt es für Schmerzen?
spannung auch seelische Anspannungen zu lösen und dadurch kör-

LL
perliche Beschwerden zu lindern. Der Begriff „autogen“ entstammt • Wie kann mir bei Ängsten vor der Operation und vor Schmerzen
dem Griechischen und bedeutet „selbst hervorgerufen“. Hypnose ist geholfen werden?

n,
eine Technik zur Erzeugung eines Bewusstseinszustandes, der sich
durch entspannte Wachsamkeit auszeichnet. Das Wort Hypnose • Welche Nebenwirkungen und unerwünschte Wirkungen können

e
Schmerzbehandlungen haben?

f
leitet sich vom griechischen Begriff „hypnos“ für Schlaf ab.

u
• Welche nicht-medikamentösen Techniken kann ich selbst

a
[ Studienergebnisse ]

l
ausführen?
Die Studienlage hinsichtlich der Wirksamkeit von Entspannungsübungen auf post-

e
operative* Schmerzen oder Schmerzmittelverbrauch ist uneinheitlich.

b g
Studien zeigen, dass Entspannungsverfahren mit oder ohne Musik und Musik alleine
vor, während und nach der Operation Schmerzen reduzieren können.

a
Es kann derzeit keine Aussage zum

t
Nutzen und Schaden von psycho- Eine weitere Studie konnte zeigen, dass Hypnose Ängste des Patienten vor der

i
logischen Verfahren vor und nach einer Operation reduzieren kann.

e
Operation getroffen werden.

k
tig
40 41
p r
Kleines Wörterbuch
e r
ü b
Verringerung oder völlige Aufhebung der Schmerzempfindung. Einen Stoff, der
t .
Bei einer Infusion verbleibt eine Kanüle* oder ein Katheter* längere Zeit in der Infusion

Z
Analgesie
schmerzstillend wirkt, nennt man Analgetikum. Vene. So können dem Patienten nach und nach größere Flüssigkeitsmengen und

z.
Medikamente verabreicht werden. Umgangssprachlich werden Infusionen auch
Bauchspiegelung Bei der Bauchspiegelung (Laparoskopie) werden über drei kleine Schnitte ein op-
als „Tropf“ bezeichnet.
tisches Instrument mit Kamera und verschiedene Operationsinstrumente in den

rd
Bauchraum eingeführt. Auf einem an die Kamera angeschlossenen Monitor kann Bei einer Injektion werden durch eine Einspritzung mittels einer Kanüle* und Injektion

i
der Operateur den Bauchraum einsehen und so die Operation „unter Sicht“ durch- Spritze ein in Flüssigkeit gelöstes Medikament in das Gewebe oder Gefäßsystem
führen. verabreicht.

w
EKG (Elektrokardiogramm) Mit dem EKG werden die elektrischen Impulse des Herzens erfasst und in einem Der Begriff intravenös bedeutet „in einer Vene“ oder „in eine Vene hinein“. Man intravenös

L
Kurvenbild aufgezeichnet. Daraus können Rückschlüsse auf frühere Herzinfarkte versteht darunter z.B. die direkte Verabreichung eines in Flüssigkeit gelösten Me-

L
und mögliche Rhythmusstörungen gezogen werden. Für die Durchführung wer- dikamentes in ein Blutgefäß. Das gegebene Medikament wird mit dem Blutstrom
den fünf bis zehn Elektroden an Armen, Beinen und Brust aufgeklebt. zum Herzen geführt und von dort aus über die Arterien im gesamten Körper verteilt.
epidural auf bzw. über der Hirnhaut des Rückenmarks gelegen. Der Epiduralraum, medi-

n, Wird bei einer Injektion* die Flüssigkeit in den Muskel gespritzt, erfolgt sie in-
tramuskulär.
intramuskulär

e
zinisch auch Periduralraum genannt, ist ein Spaltraum im Bereich der Rücken-

f
markshäute bzw. des Spinalkanals.
Eine Kanüle ist eine hohle Nadel, die in der Medizin dazu benutzt wird, Flüssig- Kanüle

u
Epiduralkatheter Der Epiduralkatheter ist ein sehr dünner Kunststoffschlauch, der zwischen zwei keiten mit Hilfe einer Spritze in den menschlichen Körper einzubringen oder aus

a
diesem zu entnehmen.

el
Wirbel bis in die Nähe der Rückenmarkshaut eingeführt wird. Über diesen kön-
nen Medikamente für die Epiduralanästhesie gegeben werden. Die Epiduralan-
Katheter ist die medizinische Bezeichnung für dünne Röhrchen oder Schläuche, Katheter
ästhesie ist eine Methode zur Schmerzdämpfung oder zur völligen Betäubung

bg
die in Körperöffnungen eingeführt werden und dort oft für längere Zeit verbleiben.
einer Körperregion. Sie wird auch „Periduralanästhesie“ genannt.
Die Narkose ist eine vom Narkosearzt künstlich herbeigeführte und kontrollierte Narkose
evidenzbasierte Medizin Evidenzbasierte Medizin bedeutet die Anwendung wissenschaftlicher Methoden,

ti a
Bewusstlosigkeit, durch die man angst- und schmerzfrei und mit entspannter Mus-
um medizinische Entscheidungen auf der Grundlage von Evidenz (wissenschaft-
kulatur operiert werden kann. Anästhesie ist der medizinische Fachbegriff für Be-
lichen Beweisen) so zu treffen, dass die bestmöglichen Ergebnisse für den ein-
täubung. Spezialisierte Fachärzte werden als Anästhesisten oder Narkoseärzte
zelnen Patienten erzielt werden können.

e
bezeichnet.

k
tig
42 43
p r
er
Nicht-Opioid-Analgetika Nicht-Opioide sind schmerzstillende Arzneimittel, die ihre Wirkung durch Unter- Zur Wirbelsäule, zum Rückenmark gehörig. spinal

b
(Nicht-Opioide) drückung schmerzauslösender Prozesse entfalten.

ü
Der Spinalkatheter ist eine besonders feine Kanüle*, die unter örtlicher Betäubung Spinalkatheter
Feine Nervenendigungen in der Haut oder anderen Organen, die durch Reize ak-

.
Nozizeptoren im Rücken platziert wird. Die Kanüle* wird zwischen den Wirbeln durch die Rücken-

t
tiviert werden und nachfolgend Schmerzstoffe freisetzen. markshaut hindurch geschoben. So können die Medikamente direkt in die Flüssig-

Z
keit gespritzt werden, die das Rückenmark umgibt. Dieses Betäubungsverfahren
Opioid-Analgetika (Opioide) Opioide ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe natürlicher und künstlicher Sub-
wird auch „Spinalanästhesie“ genannt.

z.
stanzen, die morphinartige Eigenschaften aufweisen. Die wichtigste erwünschte
Wirkung ist eine starke Schmerzlinderung. Opioide sind vielgenutzte Medikamente Wird bei einer Injektion* die Flüssigkeit „unter die Haut“ gespritzt, erfolgt sie subkutan
in der Schmerzbehandlung nach Operationen, in der Anästhesie und anderen Ein- subkutan.

rd
satzbereichen.
Der Begriff transdermal wird zur Beschreibung der Verabreichung von Arznei- transdermal

i
Patientenkontrollierte Analgesie (PCA) Die patientenkontrollierte oder patientengesteuerte Schmerzbehandlung be- stoffen, die z.B. über Pflaster von der Haut aufgenommen werden, benutzt.

w
zeichnet ein Verfahren, bei dem der Patient sich ein Schmerzmittel selbst verab- Übersichtsarbeit
Eine Übersichtsarbeit ist eine Literaturübersicht, die zu einem bestimmten Thema
reichen kann. Dieses Verfahren wird in der Zeit nach der Operation eingesetzt.
versucht, alles verfügbare Wissen zu sammeln, zusammenzufassen und zu be-

L
Der Patient hat mit Hilfe eines elektrisch betriebenen Pumpensystems die Mög-
werten. In der evidenzbasierten Medizin* haben systematische Übersichtsarbeiten

L
lichkeit, sich das Schmerzmittel entweder in die Vene oder in den Rückenmarkskanal
von hochwertigen Studien die höchste Beweiskraft für den Nachweis einer Wirk-

,
zu verabreichen. Dabei wird nach der Selbstverabreichung einer festgelegten
samkeit von medizinischen Behandlungsverfahren.
Dosis des Medikamentes eine Sperre aktiv, die eine erneute Injektion* erst nach

n
einem eingestellten Zeitfenster ermöglicht. Der Venenkatheter ist eine besondere Form des Katheters*. Der periphere Venen- Venenkatheter

f e
katheter besteht aus einer Kanüle* aus Stahl und einem diese umgebenden Kunst-
postoperativ Nach einem operativen Eingriff.
stoffkatheter. Zunächst wird eine geeignete Vene des Unterarms, des Handrückens

u
Retardtablette Eine Tablette, die ihren Wirkstoff mit Zeitverzögerung freigibt. oder der Ellenbeuge punktiert und der Venenkatheter vorsichtig ein kurzes Stück

a
el
S3-Leitlinie in das Gefäß vorgeschoben. Der Venenkatheter dient der Flüssigkeitstherapie oder
Leitlinien sind systematisch entwickelte, wissenschaftlich begründete und praxis-
der intravenösen* Gabe von Medikamenten, ohne den Patienten mehrmals mit Ein-
orientierte Entscheidungshilfen für Ärzte und medizinisches Fachpersonal. Sie
stichen zu belasten. Ein derartiger Katheter kann im Allgemeinen mehrere Tage

g
geben Empfehlungen für eine angemessene Vorgehensweise bei speziellen ge-
verwendet werden.

b
sundheitlichen Problemen. Sie werden von Expertengruppen im Auftrag einer
oder mehrerer wissenschaftlicher (medizinischer) Fachgesellschaften erstellt. Die

a
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

i t
(AWMF) hat ein Klassifikationsschema für Leitlinien entwickelt, wobei eine S3-
Leitlinie die höchste Qualitätsstufe ist.

k e
tig
44 45
p r
Wo Sie Rat und Unterstützung finden können
e r
Unabhängige Arzneimittelberatung für Patienten

b
Technische Universität Dresden • Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus

ü
Bei den nachfolgenden Informationsquellen haben wir die Qualität nicht beurteilt. Institut für Klinische Pharmakologie • Arzneimittelberatungsdienst

.
Fiedlerstraße 27 • 01307 Dresden

t
Adressen Selbsthilfe & Patientenberatungen Telefon: 0351-458 50 49

Z
E-Mail: arzneimittel@upd-online.de

@
Deutsche Schmerzhilfe e.V.

z.
Internet: www.arzneimittelberatungsdienst.de
Sietwende 20 • 21720 Grünendeich
Telefon: 04142-810 434 Internet

rd
E-Mail: geschaeftsstelle@schmerzhilfe.org

i
Internet: www.schmerzhilfe.de Patienteninformationsportal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit

i
im Gesundheitswesen (IQWiG)
www.gesundheitsinformation.de

w
Deutsche Schmerzliga e.V.
Adenauerallee 18 • 61440 Oberursel Patienteninformationsportal der Bertelsmann Stiftung

LL
Telefon: 0700-375 375 375 www.weisse-liste.de
E-Mail: info@schmerzliga.de
Internet: www.schmerzliga.de Patienteninformationen der Ärztlichen Zentralstelle für

,
Qualitätssicherung (ÄZQ)

n
Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung www.patienten-information.de

e
und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS)

f
Wilmersdorfer Straße 39 • 10627 Berlin Fachgesellschaften

u
Telefon: 030-310 189 60 Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS e.V.)

a
E-Mail: selbsthilfe@nakos.de Geschäftsstelle: Frau Monika Wübbels

l
Internet: www.nakos.de Universität Bonn • Klinik für Anästhesiologie

e
Siegmund-Freud-Straße 25 • 53105 Bonn

g
Unabhängige Patientenberatung Deutschland – E-Mail: monika.wuebbels@ukb.uni-bonn.de
UPD gemeinnützige GmbH

b
Internet: www.divs.info
Bundesgeschäftsstelle

a
Littenstraße 10 • 10179 Berlin Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS e.V.)

t
Bundesweites Beratungstelefon: 0800-011 77 22

i
Obere Rheingasse 3 • 56154 Boppard
E-Mail: info@upd-online.de Telefon: 06742-800 121

e
Internet: www.upd-online.de Internet: www.dgss.org

k
tig
46 47
p r
Zum Abschluss
e r
In der Patientenleitlinie verwendete Literatur
Wir hoffen, dass diese Patientenleitlinie Sie über Schmerzen nach
ü b
[1] Laubenthal H. et al. (2008): Behandlung akuter perioperativer und

t .
Operationen und Schmerzbehandlungen informieren konnte. posttraumatischer Schmerzen. Köln: Deutscher Ärzte-Verlag.

Z
Wir versichern, dass wir unsere Arbeit unabhängig von Dritten, zum [2] Internationale Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (IASP 1998).

z.
Beispiel der Pharmaindustrie durchgeführt haben. [3] McCaffery M. et al. (1997): Schmerz-Ein Handbuch für die Pflegepraxis.
Alle Mitglieder der Patientenleitlinienentwicklungsgruppe haben Berlin, Wiesbaden: Ullstein Mosby.

rd
eine schriftliche Erklärung unterschrieben. Diese sind in der Uni-

i
[4] Arznei-Telegramm (2010): Arzneimittelkursbuch 2010/2011. A.V.I.
versität Hamburg einsehbar. Berlin: Arzneimittel-Verlags-GmbH.

w [5] Stoltz, R. R. et al. (2002): Upper GI mucosal effects of parecoxib sodium in

L
healthy elderly subjects. Am J Gastroenterol 97(1): 65-71 & Harris, S.I. et al.
Danke

L
(2004): Parecoxib sodium demonstrates gastrointestinal safety comparable to

,
placebo in healthy subjects. J Clin Gastroenterol 38(7): 575-580.
Kontakt Wir danken den zahlreichen Patientinnen und Patienten, die bei

n
Anja Gerlach (MScN) der Themenfindung und Überprüfung der Verständlichkeit im Rah- [6] Goldstein, J.L. et al. (2003): A comparison of the upper gastrointestinal

e
Universität Hamburg men der Entwicklung dieser Patientenleitlinie mitgewirkt haben. mucosal effects of valdecoxib, naproxen and placebo in healthy elderly

f
MIN-Fakultät subjects. Aliment Pharmacol Ther 18(1): 125-132.

u
Gesundheitswissenschaften Haben Sie Änderungsvorschläge oder Rückmeldungswünsche?

a
Martin-Luther-King-Platz 6 Wir freuen uns über Ihre Anregungen! [7] Watcha, M.F. (2002): Postoperative nausea and emesis.

el
20146 Hamburg Anaesthesiology Clin N Am 20: 709-722.
Telefon: 040-42838-3494

g
E-Mail: Anja.Gerlach@uni-hamburg.de [8] Hudcova J. et al. (2009): Patient controlled analgesia versus conventional
opioid analgesia for postoperative pain. Cochrane Database of Systematic

b
Reviews, Issue 1.

t a
e i
k
tig
48 49
p r
ber Notizen

. ü
t
Layout und Gestaltung

Z
s f g siegmund & fischer grafik, Halstenbek
www.sfgrafik.de

z.
Abbildungen
Praxisklinik Elisenpalais, Aschaffenburg -

rd
Anästhesiologisches Operationszentrum; Abb. Seite 22
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und

i
Intensivmedizin (DGAI e.V.); Abb. Seite 18

w
iStockphoto (Titel, Seiten 5, 12, 15, 36, 37, 38, 39, 41)

Finanzierung

L
Diese Patientenleitlinie wurde aus Mitteln der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung

L
für Schmerztherapie (DIVS e.V.) finanziert.

,
Die BARMER GEK hat die grafische Ausgestaltung der Patientenleitlinie bezuschusst.

n
Gültigkeitsdauer und Fortschreibung

e
Die Überarbeitung der Patientenleitlinie erfolgt

f
jeweils nach der Aktualisierung der dazugehörigen S3-Leitlinie*

u
„Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen“.

a
el
1. Auflage, Stand Juli 2011
© DIVS e.V. Bonn & Universität Hamburg
MIN-Fakultät, Gesundheitswissenschaften

Jede Verwertung, auch auszugweise, Nachdruck,


Vervielfältigung ist nur mit Zustimmung der

b g
a
Autorinnen und des Herausgebers zulässig.

i t
k e
tig
50
p r
Mitglieder
Orale Gabe der Patientenleitlinien-Entwicklungsgruppe
von Schmerzmedikamenten
e r
Seit der Renaissance ist die Frage, in welchem Maße die Germanen

ü b
.
für den Untergang des Imperium Romanum verantwortlich zu ma-

t
chen sind, immer wieder anders beantwortet worden. Seit der Re-

Z
naissance ist die Frage, in welchem Maße die Germanen für den

z.
Untergang des Imperium Romanum verantwortlich zu machen Tabletten oder Tropfen
sind, immer wieder anders beantwortet worden. Aufnahme über den Mund

Transdermale Gabe von Schmerzmedikamenten


Martina Bunge ist Absolventin des Stu-

i rd
Lars Bohlmann ist Gesundheits- und

w
diengangs Gesundheit, zahnmedizinische Krankenpfleger. Er arbeitet als pflegeri-
Seit der Renaissance ist die Frage, in welchem Maße die Germanen
Fachangestellte und wissenschaftliche sche Leitung des Schmerzdienstes am

L
für den Untergang des Imperium Romanum
Mitarbeiterin verantwortlich
am Institut für Gesund- zu ma-
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Anja Gerlach ist Gesundheits- und UniversitätSeit der (UKE)
Re- und ist Mitinitiator des Projektes

L
chen sind, immer wieder
Krankenpflegerin sowie Gesundheits-
anders beantwortet
heitswissenschaften derworden.
Hamburg. „Schmerzarmes Krankenhaus“ am UKE.

,
naissance ist die(MScN).
und Pflegewissenschaftlerin Frage, in welchem Maße die Germanen für den

n
Sie istUntergang
als wissenschaftliche Mitarbei-
des Imperium.
terin und Lehrbeauftragte am Institut

e
für Gesundheitswissenschaften der

f
Universität Hamburg mit verschiedenen
Subkutane Gabe von Schmerzmedikamenten

u
Aufgaben in Forschung und Lehre be-

a
traut.Seit
Unterder
anderem hat sie die Pro-
Renaissance ist die Frage, in welchem Maße die Germanen

l
jektleitung dieser Patientenleitlinie
für den Untergang des Imperium Romanum verantwortlich zu ma-

e
federführend übernommen.
chen sind, immer wieder anders beantwortet worden. Seit der Re-

Untergang des Imperium. g


naissance ist die Frage, in welchem Maße die Germanen für den

b
Johannes van Dijk ist als Patientenver- Dr. med. Jan Stork ist Oberarzt der

a
1
treter mit persönlichen Erfahrungen Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie

t
nach einer Operation und Schmerzen in und ärztlicher Leiter der Schmerz-

i
der Patientenleitlinienentwicklungs- ambulanz am Universitätsklinikum

e
gruppe. Im „beruflichen“ Leben ist er als Hamburg-Eppendorf (UKE). Er ist Fach-

k
Fachpflegekraft für die Betreuung von Seit der Renaissance
arzt für Anästhesie, ist die Frage, in wel-
Intensivmedizin,
demenzerkrankten Menschen tätig. chem Maße
Palliativmedizin die Germanen.
und spezielle Schmerz-

tig
therapie sowie Mitinitiator des Projekts
1
McCaffery M. et al (1997): Schmerz - Ein Handbuch fü die Pflegepraxis. „Schmerzarmes Krankenhaus“ am UKE.
Berlin, Wiesbaden: Ullstein Mosby
21

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