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Berlin, 12. Februar 2016 PRESSEMITTEILUNG Zehn Entwürfe prämiert DER PRÄSIDENT MEDIEN UND KOMMUNIKATION INGOLF KERN

Berlin, 12. Februar 2016

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 12. Februar 2016 PRESSEMITTEILUNG Zehn Entwürfe prämiert DER PRÄSIDENT MEDIEN UND KOMMUNIKATION INGOLF KERN

Zehn Entwürfe prämiert

DER PRÄSIDENT MEDIEN UND KOMMUNIKATION

INGOLF KERN DR. STEFANIE HEINLEIN (Stv.)

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Der Ideenwettbewerb für das Museum des 20. Jahrhunderts am Berliner Kulturforum ist an diesem Freitag mit der Auswahl von zehn Siegerent- würfen zu Ende gegangen. Die für die prämierten Entwürfe verantwortli- chen Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten haben sich da- mit für die Teilnahme am Realisierungswettbewerb qualifiziert, der Mitte des Jahres starten soll. Außerdem ist mit jeder Nominierung ein Preisgeld von 26.000 Euro verbunden. Die Sieger kommen zur Hälfte aus dem Aus- land. Aus Wettbewerbsgründen werden die Namen der prämierten Büros den Entwürfen nicht zugeordnet, da die Anonymität auch für die Dauer des Realisierungswettbewerbs gewahrt werden muss. Alle 460 Entwürfe, die zu diesem offenen Wettbewerb eingereicht wurden, sind vom 26. Feb- ruar bis 13. März 2016 in den Sonderausstellungshallen am Kulturforum zu sehen.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die auch Vorsitzende des Stif- tungsrates der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist, zog eine positive Bilanz des Verfahrens: „Wettbewerbe sind Gradmesser, wo man selber steht. Dieser Ideenwettbewerb war wertvoll, weil er für uns viele Erkennt- nisse gebracht hat. Zunächst: dieser Standort ist der richtige. Denn auf dieses Bauvorhaben schaut die ganze Welt. Hier werden wir daran ge- messen, wie Deutschland mit Architektur umgeht, mit dieser so öffentli- chen Kunst. Hier müssen Städtebau, Architektur und Museumsbedürfnis- se zusammenfinden. Die Meisterwerke von Scharoun und Mies van der Rohe, die Matthäuskirche und auch die Gemäldegalerie suchen eine Art Moderator. Nach diesem Wettbewerbsdurchgang bin ich überzeugt, dass es phantasievolle Entwürfe geben wird, die sowohl städtebaulich wie funk- tional überzeugen.“

Der Vorsitzende des Preisgerichts, Arno Lederer, lobte die Vielfalt der Beiträge: „Die Einreichungen zeigen, dass es ganz unterschiedliche Kon- zepte gibt, die zu einer Lösung führen können. Sie machen aber auch die Komplexität und den enormen Schwierigkeitsgrad deutlich, der auf der einen Seite der exklusiven städtebaulichen Situation, auf der anderen Seite der Erfüllung des Programms geschuldet ist. Das Preisgericht sah nach intensiver und konzentrierter Arbeit zehn Einreichungen als aus-

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Berlin, 12. Februar 2016

Berlin, 12. Februar 2016 DER PRÄSIDENT MEDIEN UND KOMMUNIKATION zeichnungswürdig an. Diese Beiträge verstehen sich als

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zeichnungswürdig an. Diese Beiträge verstehen sich als Ideen und nicht als Beispiele, die sich zu einer direkten Realisierung eignen, so, wie das die Auslobung auch einforderte. Sie beinhalten zugleich wertvolle Hinwei- se, wie das Programm für den anstehenden Realisierungswettbewerb präzise gefasst werden kann.“

Auch der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, unterstrich noch einmal die Richtigkeit der Standortwahl: „Die Arbeiten bringen die Potentiale und die Herausforderungen dieses Ortes sehr deutlich zum Ausdruck. Wir haben die einmalige Chance, an dieser Stelle nicht nur ein wunderbares Museum für die Kunst des 20. Jahrhun- derts zu erhalten, sondern gleichzeitig auch die richtige städtebauliche Antwort auf diesen besonderen und doch so unfertigen Ort zu finden und das Kulturforum endlich zu vollenden.“

Der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eis- senhauer, sagte: „Nach dem erfolgreichen städtebaulichen Ideenwettbe- werb freuen wir uns jetzt auf die konkreten Entwürfe. Im nächsten Schritt können die vielfältigen Ansprüche und Herausforderungen an den Neu- bau präzisiert werden: Für unsere Arbeit und unsere Besucher wünschen wir uns ein perfekt funktionierendes Museum, das ein großartiges Kunst- erlebnis und ausgezeichnete Servicefunktionen bietet. Eine hohe Aufent- haltsqualität wird den Erlebniswert des gesamten Kulturforums steigern.“

Für das Land Berlin sagte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: „Ich freue mich sehr, dass diese herausragende architektonische Aufgabe im Herzen Berlins so ein großes nationales und internationales Echo unter den Architekten und Architektinnen dieser Welt erzeugt hat.“

Das Preisgericht mit 13 Sach- und Fachpreisrichtern hatte drei Tage lang in Berlin getagt. Alle 460 eingereichten Arbeiten wurden zunächst in ei- nem sogenannten Informationsrundgang vorgestellt. Es folgten mehrere Wertungsrundgänge, bis die Sieger feststanden. Fachpreisrichter waren die Architekten Roger Diener (Basel), Heike Hanada (Berlin), Arno Lede- rer (Stuttgart, Vorsitzender des Preisgerichtes), Hilde Léon (Berlin, stell- vertretende Vorsitzende des Preisgerichtes), Till Schneider (Frankfurt), Enrique Sobejano (Madrid) und die Landschaftsarchitektin Undine Giseke (Berlin). Zu den Sachpreisrichtern gehören Staatsministerin Monika Grüt- ters, Stiftungspräsident Hermann Parzinger, der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer, Senatsbaudirektorin Regula Lüscher sowie die Bundestagsabgeordnete Herlind Gundelach

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Berlin, 12. Februar 2016 DER PRÄSIDENT MEDIEN UND KOMMUNIKATION (CDU) und die frühere SPD-Parlamentarierin Petra

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(CDU) und die frühere SPD-Parlamentarierin Petra Merkel. Beraten wurde der Wettbewerb u.a. von der Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen, Marion Ackermann, und Landeskonservator Jörg Haspel.

Ziel des Ideenwettbewerbs war es, Erkenntnisse für den Realisierungs- wettbewerb zu gewinnen. Er wird Mitte des Jahres starten. An ihm sollen insgesamt etwa 40 bis 60 Büros teilnehmen. Zum Verfahren: Neben den zehn Preisträgern des Ideenwettbewerbs werden weitere acht bis 12 Ar- beitsgemeinschaften eingeladen. Außerdem können sich darüber hinaus weitere Büros über einen internationalen Teilnehmerwettbewerb qualifizie- ren. Diese drei Gruppen bilden schließlich das Teilnehmerfeld für den Realisierungswettbewerb. Ende 2016 soll schließlich das Ergebnis fest- stehen.

Pressebilder: www.preussischer-kulturbesitz.de/presse/pressebilder.html

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