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CITTÀ DEL VATICANO

NR. VII · JULI 2005

C ITTÀ DEL V ATICANO N R . VII · J ULI 2005 News Letter ORDO

News

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ORDO EQUESTRIS SANCTI SEPULCRI HIEROSOLYMITANI Kernsätze von Kardinal Ratzinger bei der Hl. Messe Kernsätze von
ORDO EQUESTRIS SANCTI SEPULCRI HIEROSOLYMITANI
Kernsätze
von Kardinal Ratzinger
bei der Hl. Messe
Kernsätze von Kardinal Ratzinger
bei der Hl. Messe
“Pro eligendo romano
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pontifice“ am 18. April 2005
Auszüge aus der ersten
Predigt des Heiligen Vaters
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„Pro eligendo romano
pontifice“
Der Orden gratuliert
Papst Benedikt XVI
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Das Großmagisterium
an den Heiligen Vater
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am 18. April 2005
im Petersdom
Erzbischof Leonardo Sandri
antwortet auf die Wünsche
des Ordens
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Die Projekte des Jahres 2005
im Heiligen Land
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Wie viele Glaubensmeinungen haben wir in diesen letzten Jahr-
Summe der humanitären
Hilfe im Jahr 2004
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zehnten kennen gelernt, wie viele ideologische Strömungen, wie viele
Denkweisen
Das kleine Boot des Denkens vieler Christen ist nicht
Neuer Telefonanschluss
des Großmagisteriums
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selten von diesen Wogen zum Schwanken gebracht, von einem Extrem
Beispiele:
ins andere geworfen worden
Einen klaren Glauben nach dem Credo
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wie geholfen wurde
der Kirche zu haben, wird oft als Fundamentalismus abgestempelt“
So kommt das Geld
ins Heilige Land
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„Wir haben jedoch ein anderes Maß: den Sohn Gottes, den wah-
ren Menschen. Er ist das Maß des wahren Humanismus. »Erwachsen«
ist nicht ein Glaube, der den Wellen der Mode und der letzten Neuheit
Jerusalem: Musik zum Frieden
im österreichischen Hospiz
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folgt; erwachsen und reif ist ein Glaube, der tief in der Freundschaft
mit Christus verwurzelt ist
Diesen erwachsenen Glauben müssen
wir reifen lassen, zu diesem Glauben müssen wir die Herde Christi
In Christus decken sich Wahrheit und Liebe. In dem Maße,
in dem wir uns Christus nähern, verschmelzen auch in unserem Leben
Wahrheit und Liebe. Die Liebe ohne Wahrheit wäre blind; die Wahr-
heit ohne Liebe wäre wie »eine lärmende Pauke« (1 Kor 13,1).“
IMPRESSUM
Großmagisterium des
Ritterordens vom Heiligen Grab
zu Jerusalem
00120 Vatikanstadt

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2 2 News News Letter Letter NR. VII · JULI 2005 „ Wir haben den Glauben

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2 2 News News Letter Letter NR. VII · JULI 2005 „ Wir haben den Glauben

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NR. VII · JULI 2005

2 2 News News Letter Letter NR. VII · JULI 2005 „ Wir haben den Glauben

„ Wir haben den Glauben empfangen, um ihn an die anderen weiterzugeben, wir sind Priester, um

Die Frucht, die bleibt, ist daher das, was wir

in die menschlichen Seelen gesät haben – die Liebe, die Erkenntnis; die Geste, die das Herz zu berühren

Brechen wir also auf und bitten den Herrn,

er möge uns helfen, Frucht zu bringen, eine Frucht, die bleibt. Nur so wird die Erde vom Tal der Tränen in einen Garten Gottes verwandelt.“

„ Aber in dieser Stunde beten wir vor allem inständig zum Herrn, dass er uns nach dem großen Ge-

schenk Papst Johannes Pauls II. wieder einen Hirten nach seinem Herzen schenke, einen Hirten, der uns zur Erkenntnis Christi, zu seiner Liebe, zur wahren Freude führt. Amen.“

anderen zu dienen. Und wir müssen Früchte hervorbringen

vermag; das Wort, das die Seele der Freude des Herrn öffnet

Auszüge aus der ersten

Predigt des Heiligen Vaters BENEDIKT XVI.

bei seiner Amtseinführung am Petersplatz, am Sonntag, 24. April 2005:

W ie verlassen fühlten wir uns nach dem Heimgang von Johan-

nes Paul II., der gut 26 Jahre un- ser Hirt und Führer auf dem Weg durch diese Zeit gewesen war. Nun hatte er die Schwelle ins andere Leben – ins Geheimnis Gottes hi- nein überschritten. Aber er ging nicht allein. Wer glaubt, ist nie al- lein – im Leben nicht und auch im Sterben nicht. Nun konnten wir die Heiligen aller Jahrhunderte herbeirufen – seine Freunde, seine Geschwister im Glauben. Und wir wussten, dass sie gleichsam das le- bendige Fahrzeug sein würden, das ihn hinüber- und hinaufträgt zur Höhe Gottes. Wir wussten, wenn er ankommt, wird er erwartet. Er ist unter den Seinen, und er ist wahrhaft zu

Und nun, in dieser Stunde, muss ich schwacher Diener Gottes die- sen unerhörten Auftrag überneh- men, der doch alles menschliche Vermögen überschreitet. Wie soll- te ich das? Wie kann ich das? Aber Ihr alle, liebe Freunde, habt nun die ganze Schar der Heiligen stell- vertretend durch einige der gro- ßen Namen der Geschichte Gottes mit den Menschen herbeigerufen, und so darf auch ich wissen: Ich bin nicht allein. Ich brauche nicht allein zu tragen, was ich wahr- haftig allein nicht tragen könnte. Die Schar der Heiligen Gottes schützt und stützt und trägt mich. Und Euer Gebet, liebe Freunde, Eure Nachsicht, Eure Liebe, Euer Glaube und Euer Hoffen begleitet mich. Denn zur Gemeinschaft der Heiligen gehören nicht nur die

großen Gestalten, die uns voran- gegangen sind und deren Namen wir kennen. Die Gemeinschaft der Heiligen sind wir alle, die wir auf den Namen von Vater, Sohn und Heiligen Geist getauft sind und die wir von der Gabe des Fleisches und Blutes Christi leben, Die Kirche lebt. Und die Kirche ist jung. Sie trägt die Zukunft der Welt in sich und zeigt daher auch jedem einzelnen den Weg in die Zukunft. Die Kirche lebt – wir sehen es, und wir spüren die Freu- de, die der Auferstandene den Sei- nen verheißen hat. Die Kirche lebt – sie lebt, weil Christus lebt, weil er wirklich auferstanden ist. Wir haben an dem Schmerz, der auf dem Gesicht des Heiligen Vaters in den Ostertagen lag, das Ge- heimnis von Christi Leiden ange-

an dem Schmerz, der auf dem Gesicht des Heiligen Vaters in den Ostertagen lag, das Ge-
an dem Schmerz, der auf dem Gesicht des Heiligen Vaters in den Ostertagen lag, das Ge-
an dem Schmerz, der auf dem Gesicht des Heiligen Vaters in den Ostertagen lag, das Ge-

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3 schaut und gleichsam seine Wun- den berührt. Aber wir haben in all diesen Tagen auch

schaut und gleichsam seine Wun- den berührt. Aber wir haben in all diesen Tagen auch den Auferstan- denen in einem tiefen Sinn berüh- ren dürfen. Wir dürfen die Freude verspüren, die er nach der kurzen Weile des Dunkels als Frucht sei- ner Auferstehung verheißen hat. Liebe Freunde! Ich brauche

News

Auferstehung verheißen hat. Liebe Freunde! Ich brauche News Letter in dieser Stunde keine Art von Regierungsprogramm

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in dieser Stunde keine Art von Regierungsprogramm vorzule- gen; einige Grundzüge dessen, was ich als meine Aufgabe an- sehe, habe ich schon in meiner Botschaft vom Mittwoch, dem 20. April, vortragen können; ande- re Gelegenheiten werden folgen. Das eigentliche Regierungspro-

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Das eigentliche Regierungspro-  NR. VII · JULI 2005 gramm aber ist, nicht meinen Willen zu

gramm aber ist, nicht meinen Willen zu tun, nicht meine Ideen durchzusetzen, sondern gemein- sam mit der ganzen Kirche auf Wort und Wille des Herrn zu lau- schen und mich von ihm führen zu lassen, damit er selbst die Kirche führe in dieser Stunde unserer Geschichte.“

Der Orden gratulierte Papst Benedikt XVI.

Unmittelbar nach Wahl Seiner Heiligkeit Benedikt XVI. entbot der Großmeister des Ordens, Carlo Kardinal Furno folgende Glückwunschadresse:

„Mit großer Freude haben das Großmagisterium, die Statthalter und alle Mitglieder des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem Kenntnis von der Wahl Eurer Heiligkeit auf den Päpstlichen Thron erhal- ten und entbieten gemeinsam mit mir Eurer Heiligkeit unsere Loyalität, Ergebenheit und Ehrerbietung. Zugleich bekräftigen wir wieder unsere fortgesetzte spirituelle und karitative Hilfe für die christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land.

Möge der Herr durch Vermittlung der allerseeligsten Jungfrau Ihrem Pontifikat Gnaden in reichem Maße gewähren.

Carlo Kardinal Furno Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“

Gnaden in reichem Maße gewähren. Carlo Kardinal Furno Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“
Gnaden in reichem Maße gewähren. Carlo Kardinal Furno Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“
Gnaden in reichem Maße gewähren. Carlo Kardinal Furno Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“

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4 News Letter NR. VII · JULI 2005 Bei seiner Sitzung richtete das Großmagisterium folgende Ergebenheitsadresse

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4 News Letter NR. VII · JULI 2005 Bei seiner Sitzung richtete das Großmagisterium folgende Ergebenheitsadresse

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4 News Letter NR. VII · JULI 2005 Bei seiner Sitzung richtete das Großmagisterium folgende Ergebenheitsadresse

Bei seiner Sitzung richtete das Großmagisterium folgende

Ergebenheitsadresse an den Heiligen Vater

Das Großmagisterium des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, das heute in Anwesenheit Seiner Seligkeit Msgr. Michel Sabbah, des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, versammelt ist, wendet am Beginn seines Pontifikates seine demütigen Gedanken dem Heiligen Vater Benedikt XVI. zu und bestätigt erneut seine Ergebenheit gegenüber dem Pontifex, dem Heiligen Stuhl und der Katholischen Kirche.

In der steten Verpflichtung des Ordens zur Heiligung alles seiner Mitglieder wiederholt das Großmagisteri- um seine beständigen Anstrengungen zur Unterstützung aller Werke der Katholischen Kirche im Heiligen Land und betet, dass der Herr dem Land Jesu einen wirklichen Frieden gewähre.

Das Großmagisterium des Ordens vom Heiligen Grab erbittet gemeinsam mit allen seinen Mitgliedern, Rittern, Damen und geistlichen Ordensangehörigen, vom Heiligen Vater Benedikt XVI., seinen väterlichen Segen.

Carlo Kardinal Furno Großmeister des Ordens Rom, am 11. Mai 2005

Erzbischof Leonardo Sandri vom Staatssekretariat antwortet auf die Wünsche des Ordens

Euer Eminenz,

Vatikanstadt, 21. Mai 2005

ich freue mich Ihnen mitzuteilen, das der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. die guten Wünsche und den Aus- druck der Ergebenheit mit großer Freude entgegen genommen hat, die Sie zusammen mit Se. Sel. Msgr. Michel Sabbah, dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, und dem Großmagisterium - auch mit der Versicherung des Gebetes für sein Amt - zum Ausdruck gebracht haben.

Dankbaren Herzens und in Kenntnis der Verdienste des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem vertraut Sie der Heilige Vater der speziellen Fürsprache der Gottesmutter an, damit sie Ihre Bemühungen unterstützt und dem großzügigen Dienst am Heiligen Land wertvolle Früchte erblühen lässt.

Gerne begleitet Seine Heiligkeit diese Überzeugung mit seinem apostolischen Segen für Eure Eminenz und alle, die mit Ihnen verbunden sind und schließt im Herzen auch die Ritter und Damen des Ordens mit ein.

Ich nütze diese Gelegenheit, um Eure Eminenz meiner tiefen Verehrung zu versichern.

Erzbischof Leonardo Sandri Substitut des Staatssekretariates

um Eure Eminenz meiner tiefen Verehrung zu versichern. Erzbischof Leonardo Sandri Substitut des Staatssekretariates
um Eure Eminenz meiner tiefen Verehrung zu versichern. Erzbischof Leonardo Sandri Substitut des Staatssekretariates
um Eure Eminenz meiner tiefen Verehrung zu versichern. Erzbischof Leonardo Sandri Substitut des Staatssekretariates

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5 News Letter NR. VII · JULI 2005 Die Projekte des Jahres 2005 im Heiligen Land

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5 News Letter NR. VII · JULI 2005 Die Projekte des Jahres 2005 im Heiligen Land

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5 News Letter NR. VII · JULI 2005 Die Projekte des Jahres 2005 im Heiligen Land

Die Projekte des Jahres 2005 im Heiligen Land

Wie jedes Jahr, befasste sich das Großmagisterium in seiner Frühjahrs-Sitzung mit den bean- tragten Projekten. Fünf Projekte wurden genehmigt, der Antrag für den Pfarrsaal von Misdar/ Jordanien, (anteilige Kosten $ 164.000,-) wurde zwar genehmigt, die Arbeiten werden aber erst beginnen, bis die Mieter von zwei Geschäften im Erdgeschoß ausgezogen sein werden.

Die fünf genehmigten Projekte sind:

Beit Jala:

Errichtung eines Pfarrsaales,

westlich an das Priesterseminar

anschließend

$ 215.000

Beit Jala:

Renovierung der Seminarräume, um sie auf einen Standar zu

bringen, der den heutigen Bedürf-

nissen entspricht

$ 100.000

Rafat/Israel:

Renovierung des Jugendzentrums wird von der Norditalienischen Statthalterei bezahlt werden $ 50.000

Zusätzlich zu dieser Finanzie- rung die die Gebäuderenovie- rung ermöglicht, wird die Regie- rung der Region Puglia (Italien) dem Patriarchat direkt die Mit- tel zur Möblierung der Räume und der Badezimmerausstattung des Zentrums zur Verfügung stel- len. Diese Kosten waren in dem Vorhaben, das das Patriarchat dem Großmagisterium vorlegte, nicht enthalten.

Muquelbleh/West Bank:

Bau eines Pfarrzentrums. Durch den Mauerbau ist der

Messbesuch nicht mehr möglich. Daher muss ein kleines Pfarr- zentrum (Sakralraum, Versamm-

lungssaal, Sakristei und Priester-

wohnung)

$ 100.000

Mizdar Pfarrsaal

Das Projekt sieht die Errichtung eines Pfarrsaales in einem Gebäude mit vier Stockwerken vor. Die Arbeiten können erst beginnen, sobald die Mieter von zwei Geschäften im Erdgeschoß ausgezogen sein werden $ 164.000

Summe aller Vorhaben

$ 629,000

Summe der humanitären Hilfe im Jahr 2004

Insgesamt hat das Großmagisterium im Jahr 2004 die Summe von $ 550.000 dem Secretariat de Solidarité für humanitäre Maßnahmen, medizinische Hilfe und Pfarrunterstützungen des Lateinischen Patriarchats zur Verfügung stellen können.

Neuer Telefonanschluss des Großmagisteriums

Wir teilen mit, dass ab dem 1. Juli 2005 die Büros des Großmagisteriums von Borgo Santo Spirito nach Sant’Onofrio al Gianicolo, Piazza S. Onofrio 2, 00165 Rom-Italien umgezogen sind. Die neuen (vorläufigen) Telefonnummern lauten:

+39-06-6877632 (Tel. und Fax) und +39-06-6877347 (Tel.). Die E-Mail-Adresse bleibt hingegen unverändert: oessg_gm@yahoo.it.

(Tel. und Fax) und +39-06-6877347 (Tel.). Die E-Mail-Adresse bleibt hingegen unverändert: oessg_gm@yahoo.it.
(Tel. und Fax) und +39-06-6877347 (Tel.). Die E-Mail-Adresse bleibt hingegen unverändert: oessg_gm@yahoo.it.
(Tel. und Fax) und +39-06-6877347 (Tel.). Die E-Mail-Adresse bleibt hingegen unverändert: oessg_gm@yahoo.it.

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6 News Letter NR. VII · JULI 2005 Beispiele medizinischen Beistands: Wie geholfen wurde H umanitäre

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6 News Letter NR. VII · JULI 2005 Beispiele medizinischen Beistands: Wie geholfen wurde H umanitäre

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NR. VII · JULI 2005

6 News Letter NR. VII · JULI 2005 Beispiele medizinischen Beistands: Wie geholfen wurde H umanitäre

Beispiele medizinischen Beistands:

Wie geholfen wurde

H umanitäre Hilfe war schon immer ein grundlegender Dienst, den das Lateini-

sche Patriarchat dank der Mittel des Ritterordens vom Heiligen Grab leisten konnte. Im Jahr 2005 werden die aufgestauten und trau- matischen Folgen der zweiten In- tifada augenfällig und führten zu einem deutlichen Anstieg des Un- terstützungsbedarf, vor allem für medizinische Versorgung und Spi- talsbehandlung. Durch die zerrüttete Wirtschaft und das Fehlen von Arbeit sind Familien kaum in der Lage, die Grundbedürfnisse an Nahrung, Wohnung und Ausbildung sicherzu- stellen. In vielen Fällen geht es um schwere Erkrankungen, wie Leukä- mie oder Krebs, deren Behandlung Medikamente und anhaltende Spi- talsbehandlung erfordern. Der Orden vom Heiligen Grab geht auf diese steigende Not ein und sorgt wirksam für eine sorgfäl- tige Prüfung des Bedarfs und hilft den Familien durch eine teilwei- se Übernahme der medizinischen Kosten. Die Breite der medizinischen Hilfe ufert nahezu aus; hier seien einige Beispiele über die Art der geleisteten Unterstützung kurz an-

geführt:

Khaled J. ist ein siebenjähri- ger Junge, der in Beit Shour lebt und an Leukämie leidet. In Paläs- tina ist eine Behandlung nicht zu

erhalten. So unterzog sich Khaled einer Chemotherapie in einem großen medizinischen Zentrum in Jerusalem. Die Kosten der Be- handlung sind enorm. Der Vater, ein Ingenieur, musste bei Khaled bleiben und ist daher arbeitslos. Die Mutter ist bei den anderen kleinen Kindern in Bethlehem. Die Familie hat kein Geld, um die Behandlungskosten zu decken. Das Lateinische Patriarchat hat $ 1.500,- für die Behandlungskosten beigesteuert.

Joseph L. ist ein kleiner Jun- ge von 6 Jahren und lebt in Bethle- hem. Seit seinem vierten Lebens- jahr leidet er an Leukämie. Jo- seph hat eine Chemotherapie im Hadassah Hospital in Jerusalem erhalten, aber die Behandlungs- kosten gehen weit über die finan- ziellen Möglichkeiten der Familie hinaus. Obwohl Josephs Vater zwei Arbeitsstellen übernommen hat, kann er sich die Kosten für Joseph nicht leisten. Das Lateini- sche Patriarchat hat $ 5.000,- zur Erleichterung der Spitalskosten zur Verfügung gestellt.

George H. benötigte eine Nierentransplantation, die auch erfolgreich war. Leider erlitt er während der Genesung eine Virusinfektion, die sich wieder auf seine Nieren geschlagen hat, so dass er im Hadassah Hospi- tal in Jerusalem lange stationär

aufgenommen werden musste. Nach seiner Spitalsentlassung musste er drei Monate lang Anti- virus-Tabletten nehmen. Die Kos- ten – jedes Mal $ 100,- – machten $ 9.000,- aus. Das Patriarchat leis- tete 5.000,- für das, was die Familie nicht decken konnte.

Naser N., ein Junge von acht Jahren,leidet an Mellitus,Typ 1 Dia- betes. Zu seiner Behandlung bracht er täglich Insulininjektionen und Feststellung seiner Blutzuckerwer- te. Zusätzlich zu den Insulininjek- tionen nimmt Naser Humalog In- sulin zu jeder Mahlzeit und Lantus Insulin am Abend. Die Familie ist kaum in der Lage, für Nahrung und Wohnung aufzukommen und kann für Nasers Medikamente, die für ihn lebenswichtig sind, nicht auf- kommen. Vom Patriarchat wurden $ 1.500,- zur teilweisen Kosten- deckung geleistet.

Tony A.’s Fall ist schwierig, nicht nur durch die Schwanger- schaft seiner Frau (mit Vierlingen), sondern auch auf Grund israeli- scher Aufenthaltsgesetze und Ge- nehmigungen. Tony ist aus Jerusa- lem und hat einen Identitätsaus- weis von Jerusalem; seine Frau ist aus Bethlehem. Bei ihrem Zustand musste sie die Vierlinge im Hadas- sah Hospital in Jerusalem zur Welt bringen, was ihren Babys eine Jeru- salem-Identitätskarte verschafft. Wenn jedoch die Babys außerhalb

Jerusalem zur Welt bringen, was ihren Babys eine Jeru- salem-Identitätskarte verschafft. Wenn jedoch die Babys außerhalb
Jerusalem zur Welt bringen, was ihren Babys eine Jeru- salem-Identitätskarte verschafft. Wenn jedoch die Babys außerhalb
Jerusalem zur Welt bringen, was ihren Babys eine Jeru- salem-Identitätskarte verschafft. Wenn jedoch die Babys außerhalb

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7 News Letter NR. VII · JULI 2005 dieses Gebietes geboren worden wären, verlöre Tony seine

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7 News Letter NR. VII · JULI 2005 dieses Gebietes geboren worden wären, verlöre Tony seine

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7 News Letter NR. VII · JULI 2005 dieses Gebietes geboren worden wären, verlöre Tony seine

dieses Gebietes geboren worden wären, verlöre Tony seine Jeru- salem-Identitätskarte, die wieder für ihn lebensnotwendig ist, weil er einen Shuttle Service betreibt. Das Spital lehnte die Aufnahme der Mutter ab, solange sie nicht $ 35.000,- im Voraus zahlt. Sie gebar die Vierlinge nach acht Wochen. Der Familie wurden 3.000,- zur Verfügung gestellt.

Sali H. braucht dringend eine Kieferbehandlung, die in zwei Phasen – jede sechs Monate – vor- genommen werden muss. Jeder der zwei Behandlungsschritte kostet $ 600,-. Finanziell ist die Familie sehr schlecht gestellt und kann sich die Behandlung nicht leisten. Sie bracht Hilfe. Das Pa- triarchat stellte $ 600,- bereit, um der Familie bei der Aufbringung der Zahnarztkosten zu helfen.

Laila S. aus Bis Zeit war erst 52 Tage alt. Gleich nach der Ge- burt befiel sie eine schwere, chro- nische Diarrhö; sie war dem Tod nahe. Das Baby war sieben Tage im Spital und konnte geheilt werden. Die Eltern kämpfen, um das Nötigste für die Familie auf- zubringen und brauchten Hilfe zur Begleichung von Lailas Spi- talskosten. Das Patriarchat über- gab $ 910,- für das Spital.

Gabi F. ist 31 Jahre alt und leidet an einer schweren Leber- erkrankung. Bluttests zeigen, dass er erhöhte Leberwerte hat; seine Lage wird noch dadurch erschwert, dass er unter nächtli- chem Juckreiz leidet. Gabi wurde in das Rabin Medial Center ein-

gewiesen und unter allgemeiner Betäubung einer ERCP-Therapie unterzogen. Dazu brauchte er noch eine Ciproflaxacin-Behand- lung, drei Tage vor und nach der Therapie. Durch seine lange Er- krankung und Arbeitslosigkeit kann er die Kosten der ganzen Behandlung nicht aufbringen. Das Patriarchat stellte $ 2.500,- zur Verfügung.

George B., ein 10-jähriger Junge, leidet an Ohr- und Hörs- törungen. Zur Behandlung kam er ins Hadassah Hospital, wo er einem CT-Scann unterzogen wur- de. Es wurde schwere Mastioditis an beiden Ohren festgestellt, die eine große Operation erforderte. Die Kosten waren außerordent- lich hoch; das Patriarchat trug mit $ 689,- bei.

Nijmeh F. ist achtzig Jahre alt und leidet an akuter Colostomie. Sie wurde in Jerusalem zur Spi- talsbehandlung aufgenommen, die erfolgreich verlief. Alt und ohne Einkommen – das Patriar- chat half ihr mit $ 1.132,-.

Raed A. ist ein Arbeiter aus Beit Shour. Er konnte nicht ar- beiten, weil er an schweren Fuß- krämpfen litt, die eine Opera- tion erforderten. Durch seinen körperlichen Zustand und seine Beschäftigungslosigkeit konnte er die Operation nicht bezahlen. Ihm wurde mit $ 1.146,- geholfen.

Nadia A. litt an Brustkrebs und musste operiert werden. Die Operation verlief erfolgreich, der Tumor wurde entfernt. Die Fami-

lie hat keinerlei Einkommen und konnte die Operation nicht bezah- len. Das Patriarchat unterstützte sie mit $ 913,-.

Sana K. ist eine Frau mittle- ren Alters aus Zababdeh, einer Gemeinde nördlich von Jerusa- lem. Sana litt unter schrecklichen Rückenschmerzen; sie wurde ei- ner Computertomographie un- terzogen. Dabei stellte sich ein Bandscheibenvorfall heraus, der operiert werden musste. Sanas Familie ist in angespannten wirt- schaftlichen Verhältnissen und nicht in der Lage, die Kosten der Operation aufzubringen. Für sie wurde eine Unterstützung von

$ 915,- angewiesen.

Fawzi A. ist 71 Jahre alt und lebt in Zababdeh. Er war in einen Unfall verwickelt, erlitt schwere Kopfverletzungen, Rippenbrüche und andere schwere Körperverlet- zungen. Wegen seines kritischen Zustands musste er rasch in das Hadassah Ein-karem Hospital zur Notfallsbehandlung eingewiesen werden. Ihm wurde mit $ 5.000,- geholfen.

Inas S. ist ein 10-jähriges Mädchen, das in Beit Shour lebt. Sie kämpft mit Gesundheitspro- blemen, die von einer Zahnin- fektion ausgehen. In den letzten Monaten wurde sie behandelt und braucht jetzt Zahnspangen, um die Fehlstellung der Kie- fer, die sich durch die Infektion eingestellt hat, zu beheben. Die Behandlungskosten erreichten

$ 2.500,-, das Patriarchat stellte

$ 1.000,- zur Verfügung.

eingestellt hat, zu beheben. Die Behandlungskosten erreichten $ 2.500,-, das Patriarchat stellte $ 1.000,- zur Verfügung.
eingestellt hat, zu beheben. Die Behandlungskosten erreichten $ 2.500,-, das Patriarchat stellte $ 1.000,- zur Verfügung.
eingestellt hat, zu beheben. Die Behandlungskosten erreichten $ 2.500,-, das Patriarchat stellte $ 1.000,- zur Verfügung.

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8 News Letter NR. VII · JULI 2005 So kommt das Geld ins Heilige Land B

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8 News Letter NR. VII · JULI 2005 So kommt das Geld ins Heilige Land B

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NR. VII · JULI 2005

8 News Letter NR. VII · JULI 2005 So kommt das Geld ins Heilige Land B

So kommt das Geld ins Heilige Land

B ei vielen Gelegenheiten und Anlässen erhalten die Statthaltereien von ihren

Mitgliedern Mittel, wie etwa der Aufnahme in den Orden, Jahres- opfer, spezielle Sammlungen, Mess-Stipendien, aber auch bei Rangerhöhungen. Ziel dieser Beträge ist es, ins Heilige Land zu kommen. Die Statthaltereien überweisen sie daher mehrfach während des Jahres an das Groß- magisterium. Dabei können die

Statthaltereien auch angeben, wofür das Geld verwendet werden soll (zum Beispiel Unterstützung der Schulen, bewilligte Projekte oder Heilige Messen). Sobald das Großmagisterium die Überweisungen erhält, bestä- tigt sie den Absendern sowohl den Eingang als auch eventuell angegebene Ziele. Das Großma- gisterium sorgt dann dafür, dass die gesammelten Beiträge in das Heilige Land geschickt werden.

Diese Beiträge erreichen unge- kürzt ihr spezielles Ziel, sobald ein solches von den Statthaltereien angegeben ist. Für jene, die keine spezielle Bestimmung haben, wird der Beitrag für das Heilige Land in Übereinstimmung mit dem Lateinischen Patriarchen verwen- det, um die laufenden Kosten des Patriarchats und jene Vorhaben abzudecken, die vom Großma- gisterium mit dem Lateinischen Patriarchen besprochen wurden.

Jerusalem: Musik zum Frieden im Österreichischen Hospiz

Junge Israelis und Palästinenser musizierten gemeinsam für katholische Bischöfe

E in für Jerusalem seltenes Ereignis konnte das Ös- terreichische Hospiz im

Jänner anlässlich des 5. Inter- nationalen Bischofstreffens im Heiligen Land möglich machen:

Israelische und palästinensische Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 19 Jahren gaben gemeinsam mit ihren Lehrern ein Konzert, dessen Repertoire Bee- thoven, Chopin, Schumann, Bar- tok, Debussy und Bach umfasste. In seinen Eröffnungsworten sagte Rektor Markus S. Bugnyar, Musik

als gemeinsames, verbindendes Interesse sei das Medium, Men- schen zusammenzuführen, die auf anderen Ebenen vieles tren- nen mag. Das Österreichische Hospiz wolle ein Ort für Men- schen sein, um miteinander in Kontakt zu treten und Kontakt zu halten, wenn alle anderen Brücken geschlossen scheinen. Dieser Abend sei ein Zeichen der Hoffnung für eine gemeinsame Zukunft. An dem 5. Internationalen Bi- schofstreffen nahmen Bischöfe

aus den USA, Großbritannien, Kanada, Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, Schweden, Österreich und der Schweiz teil. Zu den Gästen des Konzerts zähl- ten aber auch der Apostolische Nuntius, Erzbischof Pietro Sam- bi, der lateinische Patriarch von Jerusalem, Michael Sabbah, sein Weihbischof Kamal Bathish sowie der maronitische Erzbischof Paul Nabil Sayah. Auch der österreichi- sche Botschafter Kurt Hengl war anwesend.

sowie der maronitische Erzbischof Paul Nabil Sayah. Auch der österreichi- sche Botschafter Kurt Hengl war anwesend.
sowie der maronitische Erzbischof Paul Nabil Sayah. Auch der österreichi- sche Botschafter Kurt Hengl war anwesend.
sowie der maronitische Erzbischof Paul Nabil Sayah. Auch der österreichi- sche Botschafter Kurt Hengl war anwesend.