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NLP – Einführung in das Neurolinguistische Programmieren

NLP
Einführung in das Neurolinguistische
Programmieren
NLP ............................................................................................................................................ 1
Einführung in das Neurolinguistische Programmieren ...................................................... 1
Was ist NLP überhaupt?......................................................................................................... 2
Wie ist NLP entstanden?........................................................................................................ 2
Was bietet NLP Ihnen?........................................................................................................... 3
Vorannahmen im NLP............................................................................................................. 4
Die Landkarte ist nicht das Gebiet ......................................................................................... 4
Menschen treffen immer die bestmögliche Entscheidung ..................................................... 4
Jeder Entscheidung liegt immer eine positive Absicht zugrunde........................................... 4
Jede Handlung dient einem Zweck ........................................................................................ 5
Wir tragen alles in uns, was wir zur Verwirklichung unseres Wunsches brauchen............... 5
Wenn etwas nicht funktioniert, tun Sie etwas anderes!.......................................................... 5
Wenn eine Person etwas tun kann, kann jeder andere Mensch dies auch tun........................ 5
Alles ist Kommunikation ....................................................................................................... 6
Der Wert der Kommunikation liegt im Feedback .................................................................. 6
Repräsentationssysteme im NLP.......................................................................................... 6
Auditiver Kanal ...................................................................................................................... 7
Visueller Kanal....................................................................................................................... 7
Olfaktorischer Kanal .............................................................................................................. 7
Gustatorischer Kanal .............................................................................................................. 7
Kinästethischer Kanal ............................................................................................................ 7
Rapport...................................................................................................................................... 8
Was ist Rapport? .................................................................................................................... 8
Wie kann Rapport aufgebaut werden? ................................................................................... 8
Was kann man mit dem aufgebauten Rapport machen? ........................................................ 9
NLP-Techniken: Anker............................................................................................................ 9
NLP-Techniken: Trigger ....................................................................................................... 10
NLP-Techniken: Modellierung ............................................................................................. 11
NLP-Techniken: Die "Swish"-Technik ................................................................................ 13

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NLP – Einführung in das Neurolinguistische Programmieren

Was ist NLP überhaupt?


NLP ist ein Oberbegriff für eine ganze Reihe von Methoden der Selbst- und
Fremdbeeinflussung, der Kommunikation und der Veränderung. Der Begriff NLP
steht für Neurolinguistisches Programmieren und setzt sich aus 3 Bestandteilen
zusammen:

1. Neuro: steht für die neurologischen Prozesse, die im Gehirn eines Menschen
ablaufen. Verändert man diese Prozesse, verändert man auch sein Verhalten.
2. Linguistisch: steht für die Sprache. Im NLP geht es ganz besonders darum,
bestimmte Sprachmuster aufzudecken, bewusst einzusetzen oder
gegebenenfalls zu verändern.
3. Programmieren: deutet darauf hin, dass unser Gehirn wie ein Computer
funktioniert. Wir alle arbeiten nach bestimmten Programmen. Mit NLP kann
man schädliche Programme verändern und positive Programme "installieren".

Der Begriff NLP ist nicht klar festgesteckt, sondern wird ständig weiterentwickelt.
Viele Therapeuten, Praktiker und Coaches arbeiten daran, neue Methoden zu
entwickeln und vorhandene Methoden zu verbessern.

Wie ist NLP entstanden?


NLP (Neurolinguistisches Programmieren) wurde vor über 20 Jahren durch den
Richard Bandler, einen Mathematiker, und John Grinder, einen Linguisten,
entwickelt. Die beiden erkannten, dass es auf jedem Gebiet menschlichen Schaffens
immer einige wenige Personen gibt, die ihre Aufgabe exzellent ausführen. Auf dem
Gebiet der Hypnose war das zum Beispiel der Therapeut Milton Erickson, im
Bereich der Familientherapie Virginia Satir.

Bandler und Grinder bemerkten auch, dass in der damaligen Psychologie immer nur
kranke Menschen behandelt wurden. Jemand aber, der gesund war, aber seine
Leistung verbessern wollte, wurde schlicht ignoriert.
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Um diesen Missstand zu beseitigen, beobachteten die beiden ganz besonders


erfolgreiche Menschen verschiedener Fachgebiete. Außer den bereits erwähnten
Therapeuten also auch Sportler, Lehrer, Juristen und Manager, aber auch schlicht
jeden, der irgendetwas besonders gut konnte. Sie stellten dabei fest, dass jede
exzellente Leistung in kleine Stücke zerlegt werden konnte. Ein früher Erfolg war zum
Beispiel, dass Skifahrer während ihrer Abfahrt gefilmt wurden. Diese Filmaufnahmen
wurden dann in ihre Einzelteile zerlegt. Das Ergebnis: Die Abfahrt bzw. die
Bewegungen bestanden aus ganz kleinen Elementen, die man sich Schritt für Schritt
aneignen konnte. Auf diese Weise konnte nahezu jeder Mensch seine eigenen Ski-
Leistungen verbessern. Daraus schlossen die NLP-Gründer: Wenn einer etwas kann,
kann jeder anderes das auch lernen. Das Prinzip der "Modellierung" war geboren.

Es ging Grinder und Bandler also nicht primär darum, Kranke oder
Verhaltensauffällige zu therapieren, sondern "normalen" Menschen zu helfen,
Bestleistungen zu ermöglichen. Die Methoden dazu werden seitdem ständig erweitert
und verbessert.

Was bietet NLP Ihnen?


Da sich NLP also nicht an Kranke, sondern an gesunde Menschen richtet, kann im
Prinzip jeder von den NLP-Methoden profitieren. Die Anwendungsmöglichkeiten sind
dabei so vielfältig wie die Probleme oder Wünsche, die die Menschen haben. Egal,
ob Sie eine Phobie loswerden wollen, ein bestimmtes Ziel erreichen, Ihre Gesundheit
oder Partnerschaft verbessern, beruflichen Erfolg erreichen oder effektiver lernen
wollen, NLP bietet für jeden etwas. Beratung, Training, Therapie, Sport, Beruf und
Management, in jedem Bereich können Menschen von NLP profitieren. Die
Techniken sind leicht zu lernen und einzusetzen. Auf diesen Seiten bieten wir Ihnen
einige Schritt-für-Schritt-Anleitungen an, mit denen Sie die Methoden noch einfacher
anwenden können.

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Vorannahmen im NLP
Im Neuro-Linguistischen Programmieren gibt es eine Reihe von Vorannahmen, auf
denen die gesamte Theorie aufbaut. Diese Vorannahmen dienen als
Grundprinzipien, Grundlage oder Fundament für die Betrachtungsweisen und
Methoden des NLP. Ob sie endgültig und unumstößlich wahr sind oder nicht, ist nicht
entscheidend; sie müssen jedoch erfüllt sein, wenn NLP-Techniken wirksam
angewendet werden sollen.

In der Literatur finden sich unterschiedliche Formulierungen der einzelnen


Vorannahmen und auch die Anzahl variiert (zwischen 10 und 13). Hier finden Sie nun
eine Zusammenfassung einiger dieser Prinzipien:

Die Landkarte ist nicht das Gebiet

Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern wie sie sich uns aufgrund unserer
Erfahrungen und Überzeugungen darstellt. Die Wirklichkeit an sich ist nicht
erkennbar, da jeder Mensch eine andere "Brille" trägt, die seine Sicht verzerrt oder
zumindest verändert. Wir reagieren also nicht auf die Wirklichkeit, sondern auf unser
Bild der Wirklichkeit, auf unsere Landkarte.

Menschen treffen immer die bestmögliche Entscheidung

Jeder Mensch entscheidet sich anhand seiner persönlichen Landkarte immer für die
momentan bestmögliche Lösung. Auch wenn einem Außenstehenden diese
Entscheidung als falsch oder schlecht erscheint, der handelnden Person steht aber
in diesem Moment aufgrund seiner Erfahrung keine bessere Option zur Verfügung.
Durch NLP bekommen wir die Möglichkeit, neue Landkarten mit mehreren
Alternativen zu erstellen und so unseren Handlungsspielraum zu vergrößern und
noch bessere Entscheidungen zu treffen.

Jeder Entscheidung liegt immer eine positive Absicht zugrunde

Auch jede noch so negative, zerstörerische oder scheinbar schlechte Handlung


entstand aus einer positiven Absicht. Gewalt kann der Wunsch nach Anerkennung,

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Aufmerksamkeit oder Abwehr von Gefahr vorausgehen. Man kann zwischen der
Absicht der Handlung und der Handlung selbst unterscheiden und der handelnden
Person bessere, passendere Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Der positive Wert
des Handelnden muss erhalten bleiben, auch wenn die Handlung unangemessen ist.

Jede Handlung dient einem Zweck

Niemand handelt nur um der Handlung willen, jede Handlung zielt bewusst oder
unbewusst immer auf einen spezifischen Zweck ab.

Wir tragen alles in uns, was wir zur Verwirklichung unseres


Wunsches brauchen

Körperlich und geistig gesunde Menschen haben alle Ressourcen in sich, die sie
brauchen, um jeden Wunsch oder jedes Ziel zu verwirklichen. Schon das
Vorhandensein eines Wunsches ist ein Zeichen, dass die Zeit und die Persönlichkeit
reif dafür ist, dieses Ziel zu erreichen. Kurt Tepperwein sagt, dass das Auftauchen
eines Problems gleichzeitig auch bedeutet, dass man alles, was man zur Lösung
dieses Problems benötigt, bereits in sich trägt. NLP bietet eine Fülle von
Werkzeugen, um Wünsche zu erfüllen und Probleme zu lösen.

Wenn etwas nicht funktioniert, tun Sie etwas anderes!

Es gibt ein Sprichwort, das besagt: "Wer tut, was er immer schon getan hat,
bekommt das, war er immer schon bekommen hat!". Im NLP geht es darum, die
eingetretenen Wege zu verlassen, um neue Ergebnisse zu erzielen. Wenn Sie etwas
ausprobieren und erhalten nicht das gewünschte Resultat, probieren Sie einen
anderen Weg. NLP versteht sich als Methodenkoffer, aus dem man sich die
passenden Werkzeuge herauspicken kann. Funktioniert ein Werkzeug in der
spezifischen Situation nicht oder nicht wunschgemäß, nehmen Sie ein anderes
Werkzeug.

Wenn eine Person etwas tun kann, kann jeder andere Mensch dies
auch tun

Dieses Prinzip verdeutlicht das Werkzeug des Modellierens. Man eignet sich die
"Landkarte" eines erfolgreichen Menschen an und verwendet diese dazu, ähnliches
zu erreichen. Es gibt genügend Beispiele dafür, was alles möglich ist. Vieles von

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dem, was früher für unmöglich gehalten wurde, ist heute gängige Realität. Durch das
Modellieren stehen jedem Menschen die notwendigen Schritte zu Spitzenleistungen
in nahezu jedem Bereich menschlicher Aktion und Interaktion offen!

Alles ist Kommunikation

Es ist unmöglich, nicht zu kommunizieren. Auch wenn man nicht bewusst


kommuniziert, also nichts sagt, schreibt usw., senden doch die Haltung, der Gang,
die Gestik, Mimik usw. ständig Signale aus.

Der Wert der Kommunikation liegt im Feedback

Nicht die Kommunikation an sich ist das Entscheidende, sondern das Feedback, das
man darauf erhält. Der Zweck der Kommunikation, ist, beim Gegenüber eine
Reaktion hervorzurufen, z.B. eine Meinungsänderung oder eine bestimmte
Handlung. Erreicht man die gewünschte Reaktion nicht, ist es besser, etwas anderes
zu versuchen, anstatt sich zu ärgern. Denn der Fehler liegt immer beim Sendenden,
nicht beim Empfänger. Indem Sie die Verantwortung für das Ergebnis der
Kommunikation übernehmen, vergrößern Sie Ihren Spielraum und Ihren persönlichen
Handlungsbereich.

Übung: Greifen Sie sich eine Zeit lang eine Vorannahme pro Tag heraus und
handeln Sie an diesem Tag so, als ob diese Annahme richtig wäre. Gehen Sie zum
Beispiel auf die Mensche so zu, als ob diese bereits alles in sich hätten, was sie zur
Bewältigung einer Aufgabe benötigen. Oder machen Sie sich im Laufe des Tages
immer wieder klar, dass Sie die Welt nicht objektiv, sondern durch Ihre ganz eigene
„Brille“ wahrnehmen.

Repräsentationssysteme im NLP
Im NLP geht man davon aus, dass der Mensch seine Umwelt durch fünf
Sinneskanäle wahrnimmt. Aus diesen Wahrnehmungen wird im Gehirn des
Menschen die Landkarte gebildet (so, wie der Mensch die Welt sieht). Der Theorie

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zufolge kann man anhand der verwendeten Sprachmuster erkennen, zu welchem


Typ eine Person gehört, also welches sein bevorzugtes Repräsentationssystem ist.

Auditiver Kanal

Menschen mit einem ausgeprägten auditiven Kanal nehmen die Welt überwiegend
akustisch wahr. Sie hören mehr als andere, nehmen feine Tonunterschiede oder
versteckte Geräusche wahr. Das drückt sich auch in ihrer Sprache aus. Phrasen wie
„Ich höre, dass Sie...“ oder „Unerhört!“ sind typisch für auditive Menschen.

Visueller Kanal

Visuelle Menschen sehen die Welt „mit anderen Augen“. Bei ihnen ist der Sehkanal
stark ausgeprägt, sie nehmen Feinheiten visuell wahr. Hier herrschen Sätze wie
„Sehen Sie, ...“ oder „Ich sehe das so: ....“ vor.

Olfaktorischer Kanal

Hier steht der Geruchssinn im Vordergrund. „Ich kann ihn nicht riechen“ oder „das
riecht nach Ärger“ sind typisch für diesen Typen.

Gustatorischer Kanal

Der gustatorische Typ nimmt viel mit dem Geschmackssinn wahr. Er sagt zum
Beispiel „Das schmeckt mir nicht“, wenn ihm etwas komisch erscheint.

Kinästethischer Kanal

Der fünfte Typ ist der kinästetische Typ. Er vertraut besonders auf Gefühle und
seinen Tastsinn. Er „spürt“ zum Beispiel, ob er auf der richtigen Fährte ist oder „fühlt
sich bei einer Sache unwohl“.

Besondere Bedeutung kommt diesem Modell zum Beispiel beim Mentaltraining zu.
Der visuelle Typ verwendet besonders gerne visuelle geiste Bilder, während der
akustische Typ sich vielleicht eher Geräusche und Stimmen vorstellt. Der
kinästetische Typ versucht, in sich Gefühle wachzurufen, die mit der gewünschten
Situation einhergehen. Auf diese Weise können auch Personen, die nur schwer
geistige Bilder erzeugen können, die Macht des Mentaltrainings für sich nutzen.

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Übung: Versuchen Sie einmal, bewusst alle Sinneskanäle nacheinander zu


benutzen. Schließen Sie doch einmal die Augen und hören Sie ganz bewusst hin.
Nehmen Sie alle Geräusche wahr, die um Sie herum auftreten. Konzentrieren Sie
sich auf ein bestimmtes Geräusch und dann wieder auf alle gleichzeitig. Wenn Sie
das öfter und mit Ihren verschiedenen Sinnesorganen machen, werden Sie diese
schärfen und die Welt genauer und umfangreicher abbilden können.

Tipp: Der Neuro Programmer 2 enthält einen „Modalitäten-Test“, mit dem Sie
herausfinden können, welches Ihr bevorzugtes Sinnessystem ist. Mehr zum Neuro
Programmer finden Sie unter http://www.Neuro-Programmer.de.

Rapport
Einer der wichtigsten Begriffe im NLP ist der Rapport. Mit einem guten Rapport lässt
sich die Kommunikation verbessern, lassen sich Menschen beeinflussen, lässt sich
der eigene Standpunkt besser verkaufen.

Was ist Rapport?

Der Begriff Rapport stammt aus dem Französischen und bedeutet „zurückbringen“
oder „zurücktragen“. Es geht darum, zum Gegenüber eine besondere Beziehung
aufzubauen, die harmonisch und übereinstimmend verläuft. Um das zu erreichen,
bedient man sich einer Reihe von Techniken.

Wie kann Rapport aufgebaut werden?

Um Rapport aufzubauen, ist es wichtig, auf die Körpersprache zu achten. Welche


Körperhaltung weist das Gegenüber auf? Was macht der andere mit den Händen,
wie hält er den Kopf, wie bewegt er sich? Atmet er schnell oder langsam, tief oder
eher flach?

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Ebenfalls wichtig ist die Sprache. Verwendet der andere immer wieder bestimmte
Worte? Einen bestimmten Sprachstil? Spricht er schnell oder langsam, laut oder
leise?

Diese und andere Elemente gilt es zu erkennen und sich dann der Körpersprache
des anderen anzugleichen. Zum Beispiel kann man sich vorlehnen, wenn der andere
das tut. Sich am Mund kratzen, wenn der andere sich durchs Haar fährt, den Kopf
schräg legen, wenn der andere den Kopf schräg legt. Versuchen Sie einfach, einige
Übereinstimmungen mit dem anderen zu erzeugen. Gleichen Sie Ihren Atemrhytmus
an, sprechen Sie so laut und so langsam wie der andere. Dieses Angleichen nennt
man im NLP Pacing. Ihre angeglichene Körpersprache vermittelt dem Gegenüber ein
Gefühl von Vertrautheit, unbewusst fühlt er sich von Ihnen verstanden.

Was kann man mit dem aufgebauten Rapport machen?

Hat man sich dann auf den anderen eingestellt, kann man dazu übergehen, den
anderen zu führen („Leading“ in der NLP-Sprache). Man ändert langsam seine
Körpersprache und zieht den anderen so mit. Zum Beispiel können Sie so
versuchen, den anderen aus einer schlechten Stimmung in eine positive Stimmung
zu überführen. Wie Sie vielleicht wissen, hat die Körperhaltung einen großen Einfluss
auf das Gefühlsleben.

Wenn Sie jemanden überzeugen müssen, gelingt Ihnen das auch leichter, wenn Sie
zuvor Rapport aufgebaut haben.

NLP-Techniken: Anker
Anker sind mentale Programme, die einem sehr speziellen Zweck dienen: sie sollen
eine mentale Antwort auf einen bestimmten Stimulus auslösen. Die mentale Antwort
könnte dabei jeder mentale Zustand sein, zum Beispiel Entspannung, Hypnose,
Leistungsbereitschaft, Freude usw. Bei dem Stimulus könnte es sich zum Beispiel
um die "Beckerfaust", um ein Fingerschnipsen oder irgendeine andere Geste
handeln.
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Um einen Anker zu erstellen, müssen Sie zuerst in den mentalen Zustand


gelangen, den Sie später reproduzieren wollen. Wenn Sie den Höhepunkt dieses
Zustands erreicht haben, erstellen Sie Ihren Anker, indem Sie den Stimulus
ausführen. Ein beliebter Stimulus ist zum Beispiel das Berühren des Daumens mit 2
Fingern der gleichen Hand. Es geht nur darum, den speziellen Stimulus während des
gewünschten mentalen Zustandes einzurichten. Wiederholen Sie den Stimulus
immer wieder während mehrerer Programmierungssitzungen, wenn es nötig ist, bis
der Anker vollständig eingerichtet ist. Achten Sie darauf, dass der Stimulus keine
Geste ist, die Sie im normalen Tagesablauf ohnehin ausführen. Es muss wirklich eine
ganz spezielle Geste sein, die nur dieser einen mentalen Reaktion vorbehalten ist.
Der Stimulus muss aber keine Geste sein; es kann sich auch um ein mentales Bild,
einen Satz oder irgendetwas anderes handeln.

Übung: Suchen Sie sich einen Anker heraus, zum Beispiel das Bilden einer Faust.
Bringen Sie sich nun in den Alpha-Zustand, indem Sie sich vollkommen entspannen.
Rufen Sie nun ein erwünschtes Gefühl in sich wach, indem Sie zum Beispiel einen
Ihrer erlebten Erfolge vor Ihrem geistigen Auge noch einmal ablaufen lassen. Nutzen
Sie hierbei alle Sinneskanäle, bevorzugt aber Ihren primären. Wenn sich das Gefühl
dann stark in Ihnen aufgebaut hat, führen Sie Ihren Anker mehrmals aus und
versuchen Sie dabei, das Gefühl noch zu steigern. Wenn Sie das einige Male getan
haben, können Sie das Gefühl allein durch die Verwendung des Ankers hervorrufen.

NLP-Techniken: Trigger
Trigger (dt.: Auslöser) unterscheiden sich darin von Ankern, dass der Stimulus von
einer unbewussten, ungewollten oder externen Quelle kommt. Sie können sich auf
diese Weise zum Beispiel daran erinnern, dass Sie auf dem Nachhauseweg noch
einkaufen müssen, indem Sie sich selbst neben dem Supermarkt vorstellen und die
Worte "Ich muss Brot und Wurst einkaufen" hören oder ähnliches. Ein anderes
Beispiel: Wenn Sie unter Wutanfällen im Straßenverkehr leiden, erstellen Sie einen
Trigger, der beim Zuschlagen der Wagentür ein erhabenes Gefühl der Entspannung
und Gelassenheit auslöst.

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Der Trick, wie man erfolgreich einen Anker/Trigger einrichtet, liegt in der
Lebendigkeit und der Wiederholung. Der gewünschte mentale Zustand oder die
physische Situation muss bei der Anker-/Triggererstellung lebendig sein.

Um einen mentalen Zustand oder eine mentale Situation zu kreieren, sollten Sie kurz
vor dem Einschlafen oder zumindest tief entspannt sein. Eine solche tiefe
Entspannung lässt sich hervorragend mit dem Neuro-Programmer 2 einleiten. Von
diesem entspannten (Alpha-)Zustand aus können Sie nahezu jeden Zustand oder
jede Situation erstellen, die sich möchten. Sie wissen, Träume und Visualisierungen
können sehr real sein. Ihre Aufgabe beim Erstellen eines Ankers oder Triggers ist es,
einen "Traum" zu bauen, der überaus real ist. Wenn der Traum seinen Höhepunkt
erreicht hat, führen Sie den Stimulus Ihrer Wahl aus. Wiederholen Sie den Stimulus,
bis Sie sicher sind, dass der mentale Zustand oder die Situation untrennbar damit
verbunden ist.
Wenn Sie als Anker das Kreuzen von zwei Fingern verwenden, müssen Sie Ihre
Finger wahrscheinlich dutzende Male während des Höhepunkts Ihres gewünschten
mentalen Zustandes kreuzen. Währenddessen könnten Sie sich ein mentales Bild
vorstellen oder einen speziellen Satz hören. Alle diese Dinge würden einen perfekten
Anker bilden, aber nur, wenn Ihr mentaler Zustand lebendig ist und der Stimulus so
oft wie möglich oder nötig wiederholt wird.

NLP-Techniken: Modellierung
"Fake it, untill you make it!"

Unter Modellieren im Sinne des NLP versteht man das Nachahmen anderer
Personen, die Fähigkeiten oder Eigenschaften aufweisen, die man gerne bei sich
selber sehen möchte. Das menschliche Gehirn ist der leistungsfähigste Computer
der Welt, was das Erkennen und Nachahmen von Mustern angeht. Alles, was wir als
Kinder lernen, lernen wir durch Nachahmung.
Diese Tatsachen macht man sich beim Modellieren zu Nutze.

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Die Ursprünge des Modellierens werden in der NLP-Literatur (z.B.


Praxiskurs NLP. Mit 21-Tage-Trainingsprogramm) oft im Skifahren gesucht. Man hat
vor 50 Jahren zum ersten Mal hervorragende Skifahrer auf Film aufgenommen und
begonnen, zu analysieren, was genau diese Personen taten. Man zerlegte den
Prozess in einzelne Schritte und filterte das heraus, was bei allen guten Skifahrern
vorhanden war, bestimmte Grundelemente, die einen guten Skifahrer ausmachen.
Diese Grundelemente konnte man jetzt Anfängern beibringen. Dieses Vorgehen
kann man auf jeden Bereich im menschlichen Verhalten anwenden, sei es Beruf,
Sport, Schule, Politik oder was auch immer.

Beim Modellieren stellt man sich vor, man stecke in dem Körper derjenigen Person,
deren Fähigkeiten oder Eigenschaften man erwerben möchte. Man spielt sozusagen
dessen Rolle, versucht zu denken, zu fühlen und zu handeln wie diese Person. Diese
Technik ist im Leistungssport weit verbreitet. Den Sportlern wird erklärt, sie sollen so
spielen oder trainieren, wie derjenige, der in dem Sport momentan Weltspitze ist. In
der Regel kann man daraufhin signifikante Verbesserungen der Leistung erkennen.

Ebenso wie beim Visualisieren ist es beim Modellieren wichtig, die Situation so
lebendig wie möglich zu gestalten. Beachten Sie alle Gefühle, Motive und
Verhaltensweisen der Person, die Sie modellieren. Je mehr Details Sie einbauen
können und je mehr Sinnesorgane Sie involvieren, desto überzeugender wird das
Ergebnis sein.

Wenn Sie einmal gelernt haben zu modellieren, fällt es Ihnen leicht, in verschiedene
Rollen zu schlüpfen. Wenn Sie sich in einer bestimmten Rolle befinden, setzen Sie
einen Anker, um jederzeit wieder in diese Rolle eintreten zu können. Sie haben dann
die Möglichkeit, jede gewünschte Rolle einzunehmen, wann immer Sie diese
benötigen.

Übung: Suchen Sie sich eine Person heraus, die über eine Fähigkeit verfügt, die Sie
gerne hätten. Beschaffen Sie sich alles über diese Person zu lesen, was Sie
bekommen können. Schauen Sie sich Videos an. Am Besten versuchen Sie sogar,
mit dieser Person zu sprechen. Versuchen Sie herauszufinden, was genau diese

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Person so erfolgreich macht. Schreiben Sie sich die Punkte auf und überlegen Sie
sich, wie Sie diese Punkte in Ihrem Leben umsetzen können.

NLP-Techniken: Die "Swish"-Technik


Diese Technik wurde von Richard Bandler, einem der Begünder des NLP
(Neurolinguistisches Programmieren), entwickelt. Es handels sich um eine bewährte
und weit verbreitete Methode zur Änderung des Verhaltens; man nimmt einen
unerwünschten Gedanken und lässt ihn etwas Erwünschtes auslösen.

Schritt 1

Denken Sie an etwas unangenehmes, eine Erinnerung, einen mentalen Zustand


oder eine Befürchtung. Visualisieren Sie dieses Etwas bis ins letzte Detail; spüren
Sie jedes Gefühl, sehen Sie, was Sie befürchten, hören Sie, schmecken Sie, riechen
Sie. Je mehr Sinnesorgane Sie einbauen, je intensiver die Vorstellung, desto besser.

Schritt 2

Denken Sie jetzt an etwas angenehmes, zum Beispiel eine schöne Erinnerung oder
eine positive Visualisierung. Es sollte Sie persönlich betreffen und in Ihnen ein
Glücksgefühl auslösen. Visualisieren Sie diese Vorstellung ebenso intensiv wie die
unangenehme in Schritt 1.

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Schritt 3

Stellen Sie sich jetzt 2 Rahmen vor, einen kleinen, unauffälligen und einen großen,
auffälligen. "Stecken" Sie die unangenehme Erinnerung oder Vorstellung in den
großen Rahmen und die angenehme Vorstellung in den kleinen. Behalten Sie den
Rahmen mit der angenehmen Vorstellung am Rande Ihres geistigen Blickfelds,
während der Rahmen mit dem unangenehmen Inhalt sich im Zentrum Ihres
Sichtfelds befindet.

Schritt 4

Jetzt kommt das Entscheidende: Sie "swishen" die beiden Rahmen. Das bedeutet,
Sie machen den kleinen Rahmen groß und gut sichtbar und gleichzeitig den großen
Rahmen kleiner und ein wenig verschwommen. Dies muss schnell geschehen. Hören
Sie dabei ein zischenden Laut, wenn Sie sich akkustische Geräusche gut vorstellen
können. Ansonsten sagen Sie sich selber ein "Zisch!".

Schritt 5

Wiederholen Sie diesen Vorgang so oft, bis das Denken an die unangenehme
Vorstellung automatisch das angenehme Gefühl und die angenehme Vorstellung
auslöst.

Eine Übersicht über die relevante Einführungsliteratur des NLP finden Sie unter

www.neuro-programmer.de/literatur.htm

Unter www.neuro-programmer.de können Sie sich auch den Neuro Programmer 2


kostenlos herunterladen und 14 Tage lang umsonst testen.

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NLP professionell lernen

Am Besten lernen Sie NLP immer noch in einem guten Workshop. Hierfür hat sich
ein zweistufiges System etabliert: der NLP Practitioner und der NLP Master.
Der Practitioner umfasst die Grundlagen des NLP, die auch hier in diesem ebook
behandelt wurden, wie zum Beispiel Ankern, Six Step Reframing, Tranceinduktion,
Kommunikation etc. Alle Techniken werden ausgiebig geübt, so dass sie nach der
Ausbildung auch wirklich sitzen.

Aus eigener Erfahrung kann ich den NLP Studentenpractitioner von Julian Wolf
empfehlen. Der Name kommt daher, da Schüler, Studenten und Zivis einen
Sonderpreis bezahlen. Aber natürlich steht der Studiprac auch allen anderen
Interessierten offen.

Das bietet der Studiprac:

• 8 Tage geballtes NLP


• 3 Trainer, 20 Master-Anwärter zur Unterstützung
• Julian Wolf als einer der besten NLP-Trainer der Welt
• Viele Übungen in kleinen Gruppen
• 490€ für Studenten und Co, 790€ für alle anderen!
• Inklusive Zertifizierung der Society of NLP (unterschieben von Dr. Bandler
persönlich)

Wenn das für Sie gut klingt, ich habe einen Bericht über meine Erfahrungen beim
Studentenpractitioner geschrieben, das könnt ihr euch hier durchlesen:

http://www.neuro-programmer.de/nlp-practitioner.htm

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