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Hans Tolzin, 8.

März 2003

W as macht den Men-


schen krank, was
macht ihn gesund?
Welche Rolle spielen die Mikro-
ben im Krankheitsgeschehen?
Sind sie Krankheitsverursacher?
Die Schulmedizin sagt so...

Bevor wir ins Thema einsteigen,


möchte ich vorausschicken, dass
es nicht Ziel meiner Abhandlung
sein kann, Ihnen meine Wahrheit
hinsichtlich des Themas zu „ver-
kaufen”. Vielmehr möchte ich Sie
auf eine Reise mitnehmen und Ih-
nen zeigen, was ich unterwegs
und am Wegesrand so alles ge-

Viren-Forschung
funden habe, welche Fragen sich
dabei aufgetan haben bzw. wel-
che für mich bisher unbeantwor-
tet blieben. Wie weit Sie mir auf
dieser Reise folgen wollen und ob
Sie am gleichen Ziel ankommen,
Anspruch und Realität
möchte ich Ihnen überlassen.

Die Schulmedizin behauptet,


dass Infektionskrankheiten von
bösen und uns feindlich gesonne- dann: ... müssen sie eindeutig identifi-
nen Mikroben verursacht wer- ... dürften sie logischerweise ziert und beschrieben worden
den, die von außen in uns ein- nicht vorhanden sein, solange die- sein,
dringen und unsere Gesundheit se spezielle Krankheit nicht im Or-
zerstören. Und dass wir, wenn ganismus auftritt, ... müssen sie sich klar von ande-
wir krank sind, unsere Umge- ren Viren und sonstigen Partikeln
bung ansteckend können: Unge- ... müssen sie immer vorhanden unterschieden,
impfte Familienmitglieder bei- sein, sobald diese spezielle
spielsweise, Freunde, Nachbarn, Krankheit ausgebrochen ist, ... müssen sie sich untereinander
Arbeitskollegen etc. Wie beweist eindeutig gleichen, da Viren an-
die Schulmedizin das? ... muss geklärt sein, wie sie von geblich sehr stabile Partikel sind,
außen in den Körper hineinge-
Wie beweist die Schulmedizin, kommen sind (um gänzlich aus- .... müssen sie zuverlässig in je-
dass Viren Verursacher von Infek- zuschließen, dass diese Viren wo- dem weiteren Menschen, der sich
tionskrankheiten sind – und möglich aus dem „befallenen” Or- ansteckt, genau dieselbe spezifi-
nicht etwa ein weiteres Symptom ganismus selbst kommen), sche Krankheit auslösen – und
oder gar Teil eines Reparaturver- keine andere,
suches des Körpers? ... muss nachgewiesen sein, dass
es genau diese oder genau jene Vi- ... darf ihre krankmachende Akti-
Wenn diese Viren wirklich die Ur- ren sind und keine anderen, die ei- vität im Wesentlichen nicht von
sache von Krankheiten sind, ne spezielle Krankheit erzeugen, anderen Faktoren abhängen,
7 Nr. 11/2003 Kent Depesche · Sabine Hinz Verlag · Hasenbergstr. 107 · 70176 Stuttgart · Tel. (0711) 636 18-11 · Fax -10 · info@sabinehinz.de · www.sabinehinz.de
(0) Denn gebe es andere wesentliche
Mikroben als wesent-
Ursachen für Infektionskrankhei-
licher Faktor für die ten (die ich womöglich sogar
Krankheitsentstehung noch selbst beeinflussen kann)
„Keine wesentlichen anderen Fakto- dann wäre die ganze mit Risiken
ren” bedeutet in diesem Zusam- behaftete Impferei womöglich
menhang, dass die krankma- für die Katz’.
chende Eigenschaft der Viren
nicht durch Ernährung, innere Diese Infektiösität(1), also die An-
Einstellung, soziales oder psy- steckung und Krankheitsverursa-
chologisches Umfeld oder sonsti- chung von außen, sollte dann
ge Faktoren zuverlässig neutrali- auch in der Regel zuverlässig, Abb. 1: Dr. Robert Koch, 1843 - 1910,
siert werden kann. sprich vorhersagbar sein. Entdecker der Tuberkulose-, Wund-
brand- und Cholerabazillen

„Keine wesentlichen anderen Fakto- Beispiele: Ein AIDS-Kranker hat Ge- Die Henle--Koch-Postulate(2)
ren” bedeutet in diesem Zusam- schlechtsverkehr mit einem zu- Die schulmedizinische Vorge-
menhang ebenfalls, dass ich die In- vor Gesunden – zack – derselbe hensweise bei der Beweisfüh-
fektionskrankheiten nicht durch bekommt unweigerlich AIDS! Ein rung wurde bereits vor über hun-
Veränderungen meines Lebens- Familienmitglied kommt mit Po- dert Jahren (1884) von Prof. Jakob
stils vermeiden kann. cken von einer Reise zurück – Henle und seinem Schüler, Dr. Ro-
zack – alle anderen Familienmit- bert Koch, in den so genannten
Und es bedeutet, dass die Ursa- glieder und Kontaktpersonen be- Henle-Koch-Postulaten festgelegt,
che der Krankheit im Außen liegt, kommen ebenfalls die Pocken. welche fordern:
bei den von außen in mich ein- Ein Arbeitskollege kommt mit
dringenden feindlichen Viren schwerer Grippe zur Arbeit – 1. optischer Nachweis
und dass die Ursache nicht etwa zack – am nächsten Tag fehlt die Der Erreger muss mikroskopisch re-
in mir selbst liegt! ganze Belegschaft. gelmäßig nachweisbar sein, beim
Gesunden muss er stets fehlen.

Henle-Koch-Postulate(2) (0) Mikroben: Sammelbegriff für einzelli-


ge Kleinstlebewesen (Mikroorganismen)
wie z.B. Bakterien, Bazillen, Pilze, Pilz-
Der Nachweis dafür, dass eine Infektionskrankheit vorliegt, wird
(2)
durch die Erfüllung der sog. „Henle-Koch-Postulate ” geführt: bakterien, aber auch Viren (die keine ei-
genständigen Lebewesen sind, sondern
nur im Zusammenhang mit diesen beste-
1. optischer Nachweis hen können) [zu griech. micros: klein und
Der Erreger muss mikroskopisch regelmäßig nachweisbar sein; griech. bios: Leben].
beim Gesunden muss er stets fehlen. (1) Infektiösität: Fähigkeit zur Anste-
ckung bzw. Fähigkeit von Krankheitserre-
2. Kultureller Nachweis gern, sich von einem Wirt auf einen ande-
Der verdächtige Erreger muss sich vom Kranken auf einen unbe- ren zu übertragen und dort dieselbe
lebten Nährboden übertragen und unter Beibehaltung der cha- Krankheit auszulösen (zu lat. infizere,
wörtlich: hineintun).
rakteristischen Eigenschaften über Generationen hinweg fort-
züchten lassen. (Kultur [hier]: auf geeigneten Nährböden und in (2) Postulat: etwas, das von einem be-
besonderen Gefäßen gezüchtete Mikroorganismen oder Ge- stimmten Standpunkt aus oder aus gege-
benen Umständen unabdingbar, zwin-
webszellen, von lat. cultura: Landbau oder auch Pflege des Kör- gend erforderlich erscheint, eine Forde-
pers und des Geistes). rung. Ein Gebot, ein von jemand verlang-
tes Verhalten. Auch: ein Ausgangspunkt,
3. Pathogenitätsnachweis eine Voraussetzung für eine Theorie, eine
Die so fortgezüchteten Erreger müssen bei einem Versuchstier zugrundeliegende Annahme (zu lat. pos-
tulare: fordern).
eine typische Krankheit erzeugen, die der natürlich vorkommen-
den gleicht. Im Organismus des Versuchtieres müssen die be- (3) pathogen: Krankheiten verursachend
treffenden Erreger wiederum mikroskopisch und kulturell (siehe (zu griech. pathos: Schmerz, Leiden und
griech. genes: verursachend).
Definition von „Kultur” unter Punkt 2) nachweisbar sein.
(4) Siehe auch Buch „Impfen – Völker-
Quelle: Pschyrembel, klinisches Wörterbuch, 258. Auflage, Seite 645 mord im 21. Jahrhundert”, von Dr. Stefan
Lanka / Karl Krafeld, Pirol Verlag.

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2. Kultureller Nachweis Die Problematik der Postulate
Der verdächtige Erreger muss sich am Beispiel des Cholerabazillus
vom Kranken auf einen unbelebten
Nährboden übertragen und unter Zu den Postulaten selbst wäre das
Beibehaltung der charakteristi- eine oder andere Kritische an-
schen Eigenschaften über Gener- merken. Da wäre beispielsweise
ationen hinweg fortzüchten lassen. die Aussagekraft von Tierversu-
chen, mit deren Hilfe man seit Ro-
3. Pathogenitätsnachweis(3) bert Koch versucht, diese Postula-
Die so fortgezüchteten Erreger müs- te zu erfüllen. Dr. Stefan Lanka,
sen bei einem Versuchstier eine typi- bekannter Kritiker der Infek-
sche Krankheit erzeugen, die der na- tionshypothese, will bei seinen
türlich vorkommenden gleicht. Im Recherchen festgestellt haben, Abb. 2: Prof. Max von Pettenkofer,
Organismus des Versuchtieres müs- dass man so lange verschiedene 1818 - 1901, Dr. Kochs berühmter Ge-
genspieler und Begründer der Hygie-
sen die betreffenden Erreger wieder- Tierarten, Dosierungen und Me- ne als Lehrfach. Für Pettenkofer waren
nicht ansteckende Mikroben, sondern
um mikroskopisch und kulturell thoden ausprobierte, bis die ge- vor allem verunreinigtes Wasser und
wünschten Symptome erzeugt andere hygienische Missstände die we-
nachweisbar sein. sentliche Ursache von Seuchen.
wurden – um dann zu behaup-
(5) Bei kohlensaurem Natron handelt es
ten, dies sei der Beweis für die Opium gelähmten Darmwand!!
um eine Base. Bei Mischung mit einer Existenz böser Mikroben(4). Da Cholerabakterien unter die-
Säure – hier der Magensäure – wird die
Säure durch die Base neutralisiert, d.h. in sen besonderen Bedigungen logi-
neutrales Wasser und Salz umgewandelt, Dazu ein interessantes Beispiel scherweise auch in den Ausschei-
siehe auch Entsäuerungsserie.
aus der Forschungsarbeit von Ro- dungen erhalten bleiben und
(6) siehe Hellmuth Unger: „Robert Koch –
Roman eines großen Lebens”, Verlag bert Koch selbst: Er hatte in In- demzufolge nachweisbar sind,
Neues Volk, Berlin, 1936, Seite 214. Char-
lotte Thomas: „Robert Koch – Roman ei-
dien aus cholerakranken Men- liegt die Versuchung nahe, darin
nes Arztes”, Verlag der Nation, Berlin, schen einen für diese Krankheit die Erfüllung des dritten Postula-
1966, 8. Auflage 1980, Seite 185. Rudolf
Harms: „Robert Koch – Arzt und For- typischen Bazillus isoliert, in ei- tes zu sehen.
scher”, Bertelsmann Verlag, Gütersloh, ner Zellkultur weitergezüchtet
Buch Nr. 515/6.
und dann versucht, die Erreger Einer der größten Gegenspieler
(7) Karl Kisskalt: „Max von Pettenkofer”,
Stuttgart 1948, Seite 43. auf Meerschweinchen zu über- Robert Kochs und seiner Infek-
(8) Welche Rolle diese Cholerabazillen tragen. Doch die Tiere wollten tionshypothese war der berühm-
bei einer derartigen Trinkwasservergif-
tung tatsächlich spielen mögen, ist für
und wollten davon einfach nicht te Professor Max von Pettenkofer.
mich immer noch eine offene Frage. Mei- krank werden – bis er schließlich Der war der Meinung, dass Infek-
ne Vermutung geht in die Richtung, dass
Cholerabakterien die Fähigkeit haben, Fä- ihre Magensäure (die normaler- tionskrankheiten wie Cholera
kalien und Leichengifte in unschädlichere weise Cholerabazillen abtötet)
Substanzen umzuwandeln – was ja eine
hauptsächlich auf mangelnde hy-
sehr nützliche Eigenschaft wäre. mit 5 cm3 kohlensaurem Natron(5) gienische Verhältnisse zurückzu-
(9) Ultrazentrifuge: Gerät zur Trennung neutralisierte und die Darmbe- führen seien. Er ließ sich von
von Gemischen, wobei man sich die bei
Drehung auftretende Zentrifugalkraft zu- wegungen mit Opium lähmte(6). Koch eine Reinkultur Choleraba-
nutze macht. Zentrifugalkraft: (Fliehkraft, Nun erschienen plötzlich typi- zillen geben, ohne dabei anzuge-
Schwungkraft): bei Drehbewegungen auf-
tretende Kraft, vom Zentrum der Drehbe- sche Symptome, nämlich Erbre- ben, wofür er sie benötigte, neut-
wegung fortgerichtet (siehe auch letzte
Depesche 10/2003) (zu Zentrum: Mittel-
chen und Durchfall. ralisierte seine eigene Magensäu-
punkt und lat. fugere: fliehen [also von Mit- re mit Bikarbonat und trank die
teilpunkt fliehende Kraft] und lat. Vorsilbe
ultra: jenseits von ..., über ... hinaus, in ho- Allerdings kann schon alleine die Cholerakultur auf einmal aus. Die
hem Maße, extrem). Neutralisierung der Magensäure Folge: Eine Woche Durchfall, an-
(10) U/min: Umdrehungen pro Minute. – je nach Menge und verwende- sonsten keine Beschwerden.
(11) Gradient: die Änderung einer Größe, tem Mittel und abhängig von der
in diesem Fall der stofflichen Dichte im
Reagenzglas. Eine Stufe, ein Wert, ein Tierart – Brechdurchfälle provo- Sein Assistent Emmerich, der es
Schritt auf einer zunehmenden oder ab-
nehmenden Skala, ein Skalenwert (zu lat.
zieren – ganz zu schweigen von ihm nachmachte, hatte eine
gradus: der Schritt). den Auswirkungen einer durch Nacht heftigen Durchfall, am 5.

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Abb. 5: Ulrazentrifuge vom Typ VAC
601 (aus der ehemalige DDR).

Abb. 3: Fotos des isolierten ESV, eines harmlosen Pflanzenvirus, das von Dr. Stefan
Lanka während seines Studiums entdeckt, isoliert und fotografiert wurde (Universi- muss sie von allen anders gearte-
tät Konstanz, 1986). Kennzeichnend für Fotos von isolierten Viren ist die Abwesen-
heit von Fremdkörpern sowie die vielen gleichartig aussehenden Partikel. Solche Fo- ten Partikeln und Stoffen, von jeg-
tos (nach Ultrazentrifuge) im Dichtegradienten sind interessanterweise von keinem licher Verschmutzung und Ver-
der angeblich krankmachenden Viren verfügbar. Eventuelle gegenteilige Informatio-
nen sind dem Autor dieses Artikels unverzüglich mitzuteilen!! :-) unreinigung befreien. Ich muss
sie, wie es in der Fachsprache
Tag war der Stuhl wieder normal. Wie es im Fall der Cholerabazillen heißt, isolieren.
Das war alles. Ein vorübergehen- scheint, lassen die Henle-Koch-
des Unwohlsein, aber keine tödli- Postulate durchaus gewisse In- Am Ende der Virusisolation muss
che Erkrankung und schon gar terpretationsspielräume zu, die eine Menge gleich großer, gleich
kein Tod durch Cholera(7)... im Einzelfall genau auszuloten aussehender Partikel, ohne Ver-
sind unreinigungen und Fremdstoffe
Die Cholera konnte man übrigens . stehen (siehe auch Abb. 3). Ohne
durch das Bereitstellen von sau- diese Reinheit können der Mikro-
berem Wasser relativ leicht in den Virusisolation be ihre Eigenschaften nicht ein-
Griff bekommen. Sauberes Was- Um die Eigenschaften einer Mi- deutig zugewiesen werden.
ser bedeutete für die damalige krobe definieren und sie weiter-
Zeit: Keine Fäkalien und keine ver- züchten zu können, muss ich die- Wie isoliert man die kleinsten be-
wesenden Tiere – und damit kei- se Mikrobe zunächst einmal in kannten Mikroben, die Viren, von
ne Leichengifte(8). Reinkultur vor mir haben, d.h. ich allen anderen Partikeln?

Abb. 4: Winkelrotor zur Ultrazentrifuge VAC 601 mit vakuumdicht schließendem Abb. 6: Die Zuckerlösung mit nach
Deckel und Bechererschlüssen; für ein max. Schwerefeld von 301.000 g unten zunehmender Dichte mit ei-
nem Tropfen der Zellprobe vor (links)
und nach der Ultrazentrifuge
(rechts): Die Partikel aus der Zellpro-
be haben sich ihrer Größe und Dichte
entsprechend angeordnet.

Viruspartikel

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holen und bestätigen können.
Antikörper
Hat man erst einmal den auf die-
se Weise isolierten Virus, dann
Körpereigene kann man nun darangehen, ihn
Immunzelle
zu untersuchen und seine Eigen-
schaften zu bestimmen, bei-
spielsweise:
- aus welchen Proteinen seine Hül-
le besteht und
Antikörper - welcher Code in seiner DNS ent-
Abb. 7: Ein Antikörper ist ein hochkom- Abb. 8: Was wie ein Spiegelei aussieht, halten ist.
(13)
plexes, im wesentlichen aus Amino- soll eine B-Lymphozyte darstellen. Insbesondere die Bestimmung
säuren zusammengesetztes, Y- Das sind Immunzellen, von denen Milli-
förmiges Eiweißmolekül. Das oberste arden im Blutstrom schwimmen und der Proteine in der Virenhülle
Viertel, das „Andockteil”, ist im Aufbau die auf ihrer Oberfläche zahlreiche Anti-
seiner Moleküle und Atome variabel. körper von jeweils der gleichen Art auf- dient der Herstellung von Anti-
(13)
Dadurch gibt es Millionen oder gar Mil- weisen. Jede B-Lymphozyte kann so- körpertests(12).
liarden denkbare Spielarten seiner Zu- mit auf ein spezifisches Merkmal von
sammensetzung. Je nach Zusammen- Fremdkörpern reagieren.
setzung hat der Antikörper die Nei-
gung, mit bestimmten anderen Molekü-
len Bindungen einzugehen. Die unte-
ren drei Viertel sind in ihrer Zusammen-
Virenteilchen hängen und „ban- Antikörpertests
setzung konstant. Über den Stamm dieren”, das heißt sie sammeln Wie funktioniert ein solcher Test,
kann sich der Antikörper mit der Ober-
fläche von Immunzellen verbinden. sich an dieser bestimmten Stelle ein Antikörpertest, wie wir ihn
und bilden sozusagen ein sicht- vor allem vom sog. „AIDS-Test”
Man nehme eine Zellkultur, von bares „Band”. Dort, an diesem (bzw. streng genommen „HIV-
der man annimmt, dass sie das ge- Dichtegradienten (beim HIV ist es Antikörper-Test”) kennen?
suchte Virus enthält und nähre 1,16g/ml) macht man dann ein Fo-
und vermehre sie – und damit to mit dem Elektronenmikro- Die Schulmedizin geht von der
das Virus. Dann nehme man ei- skop. Wenn sich in dem fotogra- Antigen-Antikörper (12) -Theorie
nen Tropfen der Zellkulturlö- fierten Gradienten/Band dicht ge- aus. Viren, die in unseren Körper
sung, in der ja unter anderem drängt lauter gleich große und eindringen, besitzen auf ihrer
auch die Viren enthalten sein gleich aussehende Partikel anfin- Hülle spezifische Eiweißmolekü-
müssen, und setzte den Tropfen den, dann spricht man von einer le („Proteine” ), die für bestimmte
auf ein Röhrchen mit einer Zu- gelungen Isolation. Funktionen gebraucht werden.
ckerlösung. Dieses Röhrchen Diese Moleküle haben die Ten-
wird sodann in eine sog. Ultra- Diese Isolation wird durch genau- denz, sich mit anderen Eiweiß-
zentrifuge(9) gesetzt und mit bis este Beschreibung des gesamten molekülen zu verbinden – aber
zu 100.000 U/min(10)) geschleu- Experiments und dem Foto doku- nur wenn die „Andockstelle”
dert – das sind über 1.500 Umdre- mentiert und in einer wissen- übereinstimmt, also wie ein
hungen pro Sekunde! schaftlichen Zeitschrift veröf- Schlüssel ins Loch passt. Es gibt
fentlicht, so dass andere Wissen- dabei Millionen, ja Milliarden
Die Zuckerlösung in dem Röhr- schaftler das Experiment wieder- Kombinationsmöglichkeiten.
chen weist die Besonderheit auf,
Abb. 9: Ein Antikörper (in der Mitte) koppelt bei einem „Antigen” (oben) an.
dass ihre Dichte nach unten hin Unten die körpereigene Immunzelle.
zunimmt. Das bedeutet: Teilchen
Körperfremde Mikrobe (Antigen(12)) „Andockbereite” Eiweißmoleküle
mit einer geringen Dichte blei- des Antigens
ben weiter oben in dem Röhrchen „Andockmechanismus”
hängen, Teilchen mit einer höhe- des Antikörpers
ren Dichte werden weiter nach Ypsilonförmiger Antikörper
unten gedrückt. Bei einem ganz Eiweissmolekül auf der Zellenhülle
bestimmten Dichtegradienten(11), zum „Andocken” des Antikörpers
so der Fachbegriff, bleiben die Körpereigene Immunzelle

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Diese Eigenschaft macht sich das
Immunsystem des Körpers zu-
nutze, indem es spezielle Immun-
zellen, die sog. B-Lymphozyten(13)
millionenfach durch den Körper
schickt. Jede Immunzelle bildet
auf ihrer Oberfläche sog. Antikör-
per, eine ganz bestimmten Art,
die wiederum nur mit „feindli-
chen” Proteinmolekülen (Eiweiß-
moleküle) einer ganz bestimm-
ten Sorte reagieren. Trifft einer
der vielen Immunzellen (mit den
spezifischen Antikörpern auf der
Abb. 10: Urmeter und Urkilogramm aus Platin, aufbewahrt in Paris, dienen seit lan-
Hülle) auf ein passendes fremdes gem als Muster zur Eichung von Waagen und Metermaßen
Eiweißmolekül, fängt es sofort
an, sich und seine Antikörper zu senden Fremdeiweiße voraus- Antikörpertests und die
vermehren. Der Körper wird jetzt setzt, die man bestimmten Mi- Problematik der Eichung
also mit genau jenen Antikörpern kroben zugeordnet hat. Wenn ich Lineale oder Zollstöcke
überschwemmt, die sich an die herstelle, mit denen Längen ge-
gegnerischen Viren heranma- Wie funktioniert der messen werden, brauche ich ein
chen, sich mit ihnen verbinden, Antikörpertest? Urmaß, an dem meine Lineale ei-
sie zu Klumpen zusammenbin- Dem Antikörpertest werden in chen kann. Hier ist das Urmaß,
den und so neutralisieren können hochkomplizierten Verfahren spe- auf das ich mich letztlich bezie-
(da die Antikörper zwei freie zifische Eiweißmoleküle zuge- hen muss, der sog. Urmeter, der
„Kopplungs-Arme” haben, kön- setzt, die gewissermaßen die ty- seit über 200 Jahren unter enor-
nen sie auch zwei verschiedene pischen Proteine eines Virus si- men Sicherheitsvorkehrungen in
Antigene binden) . mulieren sollen, damit die „rich- Paris aufbewahrt wird. Einigen
tigen” Antikörper (sofern in aus- wir uns nicht auf ein gemeinsa-
Antikörper kommen nicht nur reichender Zahl vorhanden) rea- mes Urmaß, ist eine allgemein-
auf der Hülle von Immunzellen gieren und dadurch eine Verfär- gültige Definition von Entfernun-
vor, sondern sind bei so einer „Ver- bung oder Ausfällung bewirken. gen nicht möglich.
teidigungsaktion” auch „solo” in Zeigt sich diese Verfärbung oder
Umlauf. Sie können sich jedoch Ausfällung, dann wird dies als (12) Antigen: artfremder Eiweißstoff, der
im Körper die Bildung von Abwehrstoffen
über den unteren Teil des „Ypsi- Hinweis gesehen, dass der ge- (Antikörpern) gegen sich bewirkt (zu
lons” wieder mit Immunzellen suchte Virus in der Probe enthal- griech. Vorsilbe anti-: gegen und griech.
genes: verursachend).
verbinden. Je nach Art können ten ist, denn angeblich gibt es kei-
(13) B-Lymphozyten (weißes Blutkör-
die Immunzellen anschließend ne Antikörper (in größerer Zahl) perchen): im lymphatischen Gewebe ent-
stehendes (daher der Name), in Blut,
die fremden Mikroben zerstören ohne den dazugehörigen Virus. Lymphe und Knochenmark vorkommen-
und/oder ausscheiden. des Blutkörperchen, wobei zwei verschie-
dene Arten unterschieden wrden (daher
Die entscheidende Frage bei allen B-...). Das Lymphgewebe (Lymphe = Kör-
Wie der Name „Antikörpertest” Antikörpertests als indirektem perwasser, zu griech. lymphe: klares Was-
ser) ist das Abwassersystem des Körpers,
ja schon sagt, weist dieser nicht Nachweisverfahren für die Anwe- das zweite Gefäßsystem neben dem Blut-
etwa Antigene nach, also fremde system, das Abwehr- Immun- und Aus-
senheit von Viren (oder als Titer- scheidungsaufgaben erfüllt. Zu ihm gehö-
Mikroben, sondern nur die sog. test(14) für den Grad der Immuni- ren neben u.a. auch Lymphknoten, Milz
und Mandeln (zu griech. lymphe und zy-
Antikörper. Dahinter steckt der tät), ist die Eichung durch ein di- tos/kytos: Wölbung, auch Zelle).
Gedanke, dass die Anwesenheit rektes Nachweisverfahren (der (14) Titer: Maßeinheit für das Verhältnis
von vielen Antikörpern, die Anwe- Fachbegriff hierfür lautet „Gold- von Antikörpern zu Antigenen innerhalb ei-
ner Probe. Wird im Zusammenhang mit
senheit der spezifisch dazu pas- Standard”). dem Impfen als Grad der Immunität, also

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Wenn ich Waagen herstellen will, Die entscheidende Prüfung der deliegende Infektionstheorie – in
muss ich sie anhand von Urma- Zuverlässigkeit des Antikörper- Bezug auf ein bestimmtes Virus
ßen eichen. Sonst ist ein kg nicht tests ist die Gegenprobe durch fragen wollen, wenn wir Beweise
mehr ein kg und eine allgemein- Ultrazentrifuge(9) und Dichtegra- suchen für die krankmachende Ei-
gültige Definition von Gewicht dienten(11). Eine andere Methode genschaft eines bestimmten Vi-
nicht möglich. Wenn ich Uhren ist mir derzeit nicht bekannt. rus, dann könnten unsere Fragen
herstellen will, dann muss ich beispielsweise so lauten:
mich an die Atomuhr in Braun- Nehmen wir einmal an, wir wür-
schweig halten, die als Referenz- den bei 100 Personen einen HIV- 1. in welcher Publikation wird
Uhr für Deutschland gilt, oder an Antikörpertest machen und bei nachgewiesen, dass der behaup-
die Webseite www.uhrzeit.org, 50 Personen käme als Ergebnis tete Virus XY isoliert und seine
die direkt auf diese Atomuhr ge- HIV+, beim Rest HIV- heraus. Eigenschaften bio-chemisch
eicht ist. Dann muss dieses indirekt ge- bestimmt wurden, einschließlich
messene Ergebnis jederzeit Foto aus dem Dichtegradienten?
Egal, was ich messen oder be- durch direkte Virentests, nämlich
stimmen will, ich muss meine Me- die Isolation des Virus in der Blut- 2. in welcher Publikation wird
thode eichen, damit die Ergebnis- probe, durch Ultrazentrifuge und nachgewiesen, dass dieser be-
se aussagekräftig und wiederhol- Dichtegradienten, bestätigt wer- schriebene Virus als wesentliche
bar sind und damit wir eine allge- den können. Bei den HIV+ getes- Ursache die Krankheit XY auslöst.
meingültige Definition des Ma- teten Personen muss das Virus
ßes haben. Allgemeingültige Defi- auf diese direkte Weise nachweis- 3. Wo wird der Nachweis geführt,
nitionen sind eine wichtige bar sein, bei den HIV- getesteten dass die Antikörpertests durch di-
Grundlage für Kommunikation, darf er nicht auf diese direkte Wei- rekten Virusnachweis geeicht
eine arbeitsteilige Wirtschaft se nachweisbar sein. Erst dann, sind?
und die Naturwissenschaft. wenn der indirekte Antikörper-
test jederzeit durch eine solche Diese Fragen stellen seit ca. zwei
Das betrifft auch Antikörper- Gegenprobe bestätigt werden Jahren – angeregt durch den Mi-
tests, die auf indirektem Wege kann, ist mit seiner Hilfe eine krobiologen Dr. rer. nat. Stefan
die Anwesenheit von Viren nach- Aussage über die Anwesenheit Lanka – viele Eltern den maßgeb-
weisen sollen. Um deren typische von HIV möglich. Ohne Gegen- lichen Gesundheitsbehörden,
Proteine überhaupt zuverlässig probe durch direkten Virennach- und zwar bei allen möglichen Vi-
bestimmen zu können, wird eine weis keine Eichung des Tests! ren. Wenn die Sache mit den bö-
reine Viruskultur ohne Verunrei- sen Viren tatsächlich so eindeutig
nigungen z. B. durch Zellbruch- Wenn wir also unsere Gesund- bewiesen ist, wie behauptet
stücke oder Zellorganellen(15) etc. heitsbehörden nach den Grundla- wird, welche Antwort würden SIE
benötigt. Sonst findet man alle gen für – die dem Impfen zugrun- denn von Ihrem Gesundheitsamt
möglichen Eigenschaften von al-
len möglichen Partikeln, unter de-
Mögliche Fragen in unsere Gesundheitsbehörden
nen dann das Virus nur eines von
vielen ist. ! In welcher Publikation wird nachgewiesen, dass der
behauptete Virus isoliert und seine Eigenschaften bio-
chemisch bestimmt wurden, einschließlich Foto aus dem
des Schutzes gegen eine bestimmte Mi- Dichtegradienten ?
krobe bezeichnet (von franz. titre: Mi-
schungsverhältnis).
! In welcher Publikation wird nachgewiesen, dass dieses
(15) Zellorganellen: Jede Zelle weist in- beschriebene Virus als wesentliche Ursache die
tern kleinste Bestandteile auf, die spezifi-
sche Aufgaben erfüllen, ähnlich den Orga- Krankheit XY auslöst ?
nen im Körper. Streng genommen sind die
Organellen in den Zellen selbst Bakterien
(!!) weshalb die Bereinigung von Organel- ! Wo wird der Nachweis geführt, dass die Antikörpertests
len bei einer Isolation extrem wichtig ist! durch direkten Virusnachweis geeicht sind ?
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Abb. 12: Keiner will’s gewesen sein: Welche wissenschaftlichen Gremien – in Deutschland und weltweit – haben
entschieden, dass die Beweise für die Existenz von krankmachenden Viren ausreichen?

erwarten? Etwa Folgende? »Sehr weitergeleitet habe. Weitere Ant- konkrete Publikation, die als Nach-
geehrter Herr ..., vielen Dank für Ih- wort gibt es nicht ! weis für die Isolierung des Virus
re Anfrage. Der Virus XYZ wurde im Soundso gelten kann.”
Jahre xxxx von Prof. Dr. Soundso Die Presseabteilung des Robert-
das erste Mal isoliert und im Dichte- Koch-Instituts, die höchste in RKI: Schickt einen Verweis auf all-
gradienten fotografiert. Siehe Pub- Deutschland für Infektionskrank- gemeine Artikel mit einer endlo-
likation Soundso. Der Nachweis der heiten zuständige Gesundheits- sen Quellenliste.
Pathogenität (also der Krankheits- behörde, antwortet in der Regel
verursachung) wurde von Dr. zügig, aber leider unverbindlich Anfrager: Besteht darauf, eine
Soundso im Jahre xxxx geführt und und allgemein. Da wird z. B. auf konkrete wissenschaftliche Publi-
in Publikation soundso veröffent- Webseiten verwiesen, auf denen kation benannt zu bekommen.
licht. Die Eichung der Antikörper- Virusisolation und Antikörper-
tests wurde am Institut Soundso test auch schon mal in einen Topf Behörde: „Wir können für Sie
vorgenommen und dokumentiert.« geworfen werden. Hier ein Bei- keine Literaturrecherchen über-
spiel, wie so eine Konversation nehmen.”
Doch wie sehen die Antworten mit dem RKI ablaufen kann:
der Behörden in Realität aus? Das Hand aufs Herz, liebe Leser:
Paul-Ehrlich-Institut, in Deutsch- RKI: „Wir beziehen uns bei unse- Irgend jemand muss doch irgend-
land zuständig für die Zulassung ren Stellungnahmen auf die um- wann einmal beim Robert-Koch-
von Impfstoffen, wobei die (wie fangreiche wissenschaftliche Lite- Institut für uns alle die Entschei-
geeichten?) Antikörpertests eine ratur der vergangenen 20 Jahre, dung getroffen haben, dass die
entscheidende Rolle spielen, ant- wie sie in den angegebenen Re- wissenschaftlichen Beweise für
wortet gar nicht bzw. nur, wenn ferenzen auszugsweise wieder- die Existenz und Schädlichkeit
man die nette Pressereferentin di- gegeben ist.” beispielsweise des HIV ausrei-
rekt anschreibt. Dann erhält man chen. Dieser Jemand musste das
zur Antwort, dass sie die Anfrage Anfrager, flehentlich: „Bitte nen- doch vor sich selber und vor sei-
an die zuständige Fachabteilung nen sie mir doch wenigstens eine nen Fachkollegen und seinen Vor-

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Wussten Sie eigentlich schon,
gesetzten begründen und ver-
dass S I E (!!) HIV-positiv sind?
antworten. Dieser Jemand oder Jede Blutprobe, die per Antikörpertest auf HIV hin untersucht wird,
dieses Gremium muss doch die Be- muss 400fach verdünnt werden, weil sonst jede (!) Probe positiv rea-
weise gesichtet haben. Dieser Je- giert! Es ist also nicht eine Frage von HIV oder nicht HIV, sondern nur
mand oder dieses Gremium muss eine Frage von „wie viel HIV” Quelle: Dr. Robert Giraldo, zitiert in “Mythos HIV”, Seite 176

doch über diesen gravierenden


Beschluss ein Protokoll angefer- denn die Pocken trafen schon im- Verursachung von Masern durch
tigt haben, mit Bezügen auf die mer Geimpfte und Ungeimpfte den Masernvirus?
entsprechenden wissenschaftli- gleichermaßen(17).
chen Original-Publikationen. 3. Welche Publikation oder Publi-
Ich habe mal spaßeshalber im In- kationen (Autor, Datum, Litera-
Bisher habe ich, haben andere El- ternet nachgeschaut, was es an tur, Seite) beweisen die Relevanz
tern aber niemanden (!!) gefun- Pockenvirusfotos aus dem Dich- der Masern-Titertests(14)?
den, der unsere Fragen nach den tegradienten so gibt – und was
entscheidenden Publikationen, ich gefunden habe, sehen Sie auf 4. Welche Publikation oder Publi-
und den Menschen, die dafür ein- der nächsten Seite. kationen (Autor, Datum, Litera-
stehen, egal bei welchem Virus, tur, Seite) beweisen die Wirksam-
wirklich befriedigend beantwor- Preisfrage Nr. 1: Welches dieser keit der Masernimpfung?
ten konnte. Es scheint sogar eher Fotos stellt ein ordnungsgemäß
so zu sei, dass, je präziser Sie Ihre isoliertes Virus dar? 5. Welche Publikation oder Publi-
Fragen formulieren, desto größer kationen (Autor, Datum, Litera-
die Wahrscheinlichkeit, gar keine Preisfrage Nr. 2: Da die Formen tur, Seite) beweisen die Unschäd-
Antwort zu kriegen. der dargestellten Objekte teilwei- lichkeit der Masernimpfung?
se sehr unterschiedlich sind: Wel-
Beispiel Pockenvirus: Die WHO ches Foto stellt denn nun den Die Antwort des Amtes, nach Mo-
gab auf Anfrage von Dr. Lanka gefährlichen Menschenpocken- naten und mehrmaligem Nach-
mehr oder weniger zu, keine Fo- virus dar? Warum diese Unter- haken: „Sehr geehrter Herr Tolzin,
tos aus dem Dichtegradienten lie- schiede? Angeblich sind die (...) Wir haben die Möglichkeit ei-
fern zu können(16). Das Elektro- verschiedenen Pockenvirusva- ner Teilnahme hausintern geprüft
nenmikroskop gibt es laut Dr. Lan- rianten doch nicht voneinander und möchten Ihnen mitteilen, dass
ka seit 1931. Die Isolation von Vi- zu unterscheiden?(18) es uns leider nicht möglich ist, ei-
ren – viel kleiner als Bakterien – nen Teilnehmer aus unserem Hause
war also vorher noch gar nicht Zum großen Impfsymposium am zu Ihrer Veranstaltung zu entsen-
möglich gewesen. Der optische 8. Februar in Stuttgart hatte ich den. Mit freundlichem Gruß, Dr.
Nachweis, seit 1884 in den Henle- übrigens auch das Landesge- med. Soundso.”
Koch-Postulaten gefordert, hatte sundheitsamt Stuttgart eingela-
also bis 1931 nicht geliefert wer- den und gebeten auf folgende Fra- Warum geben die Behörden uns
den können. Dennoch wurde gen einzugehen: Eltern keine Auskunft? Böser Wil-
1931 bereits seit 150 Jahren ge- le? Oder wissen sie selbst die Ant-
gen Pocken geimpft. Erfolglos, 1. Welche Publikation oder Publi- worten nicht? Diese Frage, lieber
wie zahlreiche Statistiken zeigen, kationen (Autor, Datum, Litera- Leser, möchte ich zum Abschluss
tur, Seite) beweisen die Existenz, meines Artikels offen im Raum
(16) www.klein-klein-aktion.de/pdf/WKO.pdf
Isolierung und biochemische Be- stehen lassen. Ich möchte Sie
(17) Siehe Dr. med. Gerhard Buchwald: stimmung des Masernvirus? noch einmal bitten, mir nichts ein-
„Impfen, das Geschäft mit der Angst”, fach zu glauben, sondern für sich
Knaur Verlag
2. Welche Publikation oder Publi- selbst zu prüfen, was wahr ist
(18) siehe Referenzlabor der WHO in
München, http://www.g-f-v.org/docs/ kationen (Autor, Datum, Litera- und was nicht. Ich denke, unsere
1037888881.pdf, bestätigt durch eMail tur, Seite) beweisen die aus-
von der Mitautorin der Abhandlung jener
Gesundheit und die unserer Fami-
Webseite, Frau Dr. Essbauer schließliche oder hauptsächliche lie sind es wert. Hans Tolzin

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Aus „Papas Fotoalbum”: Wer findet das Pockenvirus ?
Huch,
Ist es dieser hier? Na, der sieht ähnlich aus... und was ist das für einer?

Quelle: Quelle: Quelle:


http://www.heise.de/tp/deutsch/inh http://www.fit-for- http://www.fit-for-
alt/lis/12959/1.html travel.de/reisemedizin/Krankheiten/ travel.de/reisemedizin/bilder/krank

Nochmal einer von der Der sieht auch nicht schlecht War der von vorher nicht
zweiten Sorte... aus – aber irgendwie anders eher bohnenförmig?

Quelle: Quelle: Quelle:


http://www.bt.cdc.gov/training/small http://www.medinfo.ufl.edu/year2/ http://www.nursingceu.com/NCEU/
poxvaccine/reactions/smallpox.html mmid/bms5300/bugs/smallpox.html courses/smallpox/

Und das sind ja richtig


Ein richtiger Zottelbär... schöne – Diese Ähnlichkeit...
aber sind die auch echt?

Quelle: Quelle: Quelle:


http://www.bio.psu.edu/People/Facu http://pubs.acs.org/cen/topstory/7948/ http://www.kvarkadabra.net/?/biol
lty/Whittam/apdbase/v20.html 7948notw1.html ogija/teksti/biolosko_orozje.htm

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