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Das Triptychon des Klosters in Nuevalos (Triptico del monasterio de piedra)

(raqueta-relicario) trägt das Datum 1390, und darauf ist unter anderem ein Engel,
der eine zweireihige Harfe spielt, zu sehen. Vor allem zeigt es die Existenz der
zweireihigen Harfe im Mittelalter. Das Triptychon stammt aus der gotischen Epoche
und zeigt Einfluss der Mudéjar-Kunst. Es wurde schon mehrmals renoviert,
heutzutage ist es in einem sehr guten Zustand, bei dem die Details gut zu sehen
sind. (Déscription).

Die gespielte Instrumente sind sehr realistisch gemalt, wie oft in dieser Epoche und
wie Prof. José Lopez-Calo in seinem Vortrag Portico de la Gloria: Musical y arte y
pensamiento (Page 18 pour bibliographie) es uns lehrt: « El maestro Mateo se limite
a reproduzier…con und fidelidad y und perfeccion rayana en lo increible
instrumentos musicales reales, que el tenia delante ». (Page 18). Aus diesem Grund
kann man dieses Bild als Grundlage nehmen.

Der Hals ist mit einem leichten Kreis gebogen aber bleibt trotzdem ziemlich
geradlinig. Es gibt vierzehn weisse Stimmstifte im oberen Teil (die entweder aus
Elfenbein oder Knochen gebaut sein könnten), die das Holz durchqueren. Allerdings
sind fünfzehn Saiten auf der rechten Seite zu beobachten.

Der Engel zupft die tiefste Saite mit zwei Fingern, der Index und der Daumen (indice
y pulgar). Die Hand ist ziemlich hoch und die Finger sind nach oben gedreht. Die
Finger sind also höher als das Handgelenk (heute ist es das Gegenteil). Das
Gemälde stellt die alte Technik der Harfe dar. Die linke Hand zupft mit der
Fingerkuppe auf mittlerer Höhe der Saite. Die Handstellung ist anders als die von
der rechten Seite. Man könnte denken, dass die gerade ein paar Saiten dämpft, oder
vielleicht sogar Flageolett spielt… Diese Art von Harfe ist selten zu beobachten; der
Unterschied mit der arpa de dos ordenes ist die Anzahl der Saiten in jeder Reihe und
die Stellung derselben. Auf dem Gemälde sind diese nicht gekreuzt.
Die typische arpas de dos ordenes, die am Ende der Renaissance und Anfang des
Barock gebaut wurden, und die man noch in manchen Museen oder Klöster finden
kann, haben folgende Merkmale: zwei Reihen von Saiten, die gekreuzt sind und
zudem an der gleichen Seite der Harfe festgemacht (die linke Seite von dem Spieler
aus gesehen).
PHOTO.

Die Harfe auf dem Bild ist nicht eine arpa de dos ordenes. Sie ist den italienischen
Harfen ähnlicher.
Diese Harfe ist trotzdem interessant zu untersuchen, da sie der Idee widerspricht,
dass die zweireihige Harfe, wegen dem Bedürfnis an Chromatik in der barocken
Musik entstanden sei.
Das Instrument ist zwar zweireihig aber nicht unbedingt chromatisch. Die zweite
Reihe von Saiten könnte auch zur Resonanz dienen. In ihrem Buch schreibt Maria
Rosa Calvo-Manzano, dass dieses Instrument vielleicht gar keine Harfe sei, sondern
ein salterio. Sie erklärt, dass Maler oder Bildhauer dieser Epoche manchmal den
zentralen Teil der Instrumente nicht gemalt bzw. behauen haben, damit die Hände zu
sehen sind. (page 20)
Der Engel ist im Stehen und nicht sitzend wie sonst üblich auf anderen Gemälden.
Das Instrument ist klein, es soll ca. 40 cm gross sein, wenn man es mit dem Engel
vergleicht und dabei nicht vergisst, dass der durchschnittliche mittelalterliche
Mensch kleiner war als wir. (correspondencia en el Archiv de la Casa Real de
Aragon). Das ist das einziges
Instrument mit diesen Merkmalen, das man in der Kunst des Mittelalters in Spanien
gefunden hat. In den zwei Büchern von Alfonso X el Sabio: Cantigas de Santa Maria
und Libero de juegos, ajedrez, dados y tablas, gibt es zwar Harfen, aber die sind
sind dreieckig, gebogen und einreihig.

Allerdings ist es nicht das einzige zweireihige Instrument, das dargestellt worden ist.
Die Frage bleibt aber gleich: sind es echte Harfe, oder wurde ein Teil nicht gemalt,
damit man die Hände des Spielers sehen kann? Arpa Salterio oder arpa citara sehr
ähnlich mit Harfen. Auch mit 2 Händen gespielt.

Wir haben noch nicht geklärt, ob das Instrument chromatisch war oder nicht. War die
zweite Reihe chromatisch?
Wenn ja, bedeutet es, dass es nicht überzeugend war, da Bermudo in seinem
Vortrag erzählt, dass das Instrument Änderungen brauchte.