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ABTREIBUNG

Was ist das?

Abtreibung bezieht sich auf den spontanen oder induzierten Schwangerschaftsabbruch, lange
bevor der Fötus beginnt, fortgeschrittene Lebenszeichen zu zeigen. Das Problem liegt hier im
religiösen und sozialen Rahmen, in dem es bereits als "Leben" betrachtet wird.

Situation in Deutschland

"Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit
Geldstrafe bestraft."

So steht es in Paragraf 218 des Strafgesetzbuchs. Abtreibung ist somit verboten. Eine Frau, die
ihre Schwangerschaft abbricht, macht sich strafbar.

Es gibt allerdings Ausnahmen, die in Paragraf 218a festgehalten werden. In den folgenden Fällen
bleibt ein Schwangerschaftsabbruch straflos:

Kriminologische Indikation: Die Schwangerschaft kam durch eine Vergewaltigung zustande.

Medizinische Indikation: wenn eine Ärztin oder ein Arzt bescheinigen, dass das Leben oder die
Gesundheit der Schwangeren bedroht sind

GRAFIK

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche nahm 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % zu. Wie
das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden 2017 rund 101 200
Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet.

Knapp drei Viertel (72 %) der Frauen, die 2017 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen
ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 17 % zwischen 35 und 39 Jahre. Rund 8 % der Frauen
waren 40 Jahre und älter. Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von 3 %. Rund 39 % der
Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch keine Lebendgeburt.

EXPERTE MEINUNG

Die Schwangerschaft muss erst einmal durch einen Frauenarzt festgestellt werden. Dann muss
die Frau sich im Klaren darüber sein, ob sie die Schwangerschaft will. Viele Frauen kommen, weil
die Verhütungsmethode versagt hat oder weil sie einfach nicht verhütet haben. Die
Entscheidung für den Abbruch entsteht aus sozialen Nöten, denn sie finden es schwierig, ein
Kind zu finanzieren.

PROS

Wahlfreiheit

Es geht um den Körper der Frau und daher sollte sie auch selbst entscheiden. Frauen kennen
ihre eigene Situation besser als jedes Gericht, sie sollte diese schwierige Entscheidung daher
auch treffen dürfen.

Die Legalisierung führt nicht zu mehr Abtreibungen


Viele Länder, in denen Abtreibungen legal möglich sind, haben viel weniger Abtreibungen als
Länder mit Abtreibungsverbot.

KONTRAS

Das Recht auf Leben

Egal wie man es dreht und wendet, bei einem Abtreibung geht es um ein Menschenleben. Die
Zellen nach der Empfängnis entwickeln sich zu einem Menschen, dem sein Recht auf Leben mit
dem Abbruch genommen wird.

Moral und Religion

Viele lehnen eine Abtreibung aus religiösen Gründen ab. Abtreibung gilt als Todsünde. Die
meisten Religionen wollen das Leben vor der Empfängnis schützen, denn das sind die Regeln,
die verschiedene Religionen aufstellen.

FAZIT

Ein Abtreibung ist ein schwerwiegender Eingriff in die psychische und physische Integrität der
Frau. Wer einen Abbruch ohne die Einwilligung der schwangeren Frau vornimmt, macht sich
deshalb strafbar.

Diejenigen, die die Abtreibung durchführen und diejenigen, die sie zulassen, sollten nach dem
Gesetz beurteilt und bestraft werden, denn das ungeborene Kind ist am hilflosesten und
verdient den größten Schutz vor dem Gesetz.