Sie sind auf Seite 1von 7

Rotes Weinlaub

Rotes Weinlaub für flotte Beine


Hilft bei Beinödemen, gegen schwere und müde Beine, Juckreiz und Beinschmerzen.
Von: PhytoDoc-Redaktion
Rotes Weinlaub

 Heilwirkung & Anwendung


o Die wichtigsten Fakten
o Anwendungsgebiete
o Heilwirkung
o Praktische Anwendung & Hausmittel
o Passende Präparate kaufen
o Wirkstoffe
o Buchtipps
 Nebenwirkungen
 Steckbrief

Rotes Weinlaub kompakt: Die wichtigsten Fakten


Die Blätter des Roten Weinlaubs (Vitis vinifera) gehören zu der Färberrebe,
einer besonders alten Rebsorte. Sowohl die Früchte dieser Rebe, als auch die
Blätter zeichnen sich durch die hohe Anzahl roter Farbstoffe aus. Angebaut
wird diese Sorte noch in den Mittelmeerländern und am Schwarzen Meer. Erst
nach der Weinlese wird das Rote Weinlaub geerntet. Schon früh entdeckten
die Winzer eine positive Wirkung der zerstampften Trauben auf die Beine. Da
die Wirkstoffe auch in den Blättern sitzen, nutzt man die Heilkraft des Roten
Weinlaubs mittlerweile kommerziell bei Krampfadern, schweren Beinen sowie
bei Venenschwäche. Das Weinlaub wirkt dabei entzündungshemmend,
abschwellend und durch Wirkstoffe wie Flavonoide
und Polyphenole antioxidativ. Präparate in Form von Tabletten und Tropfen
eignen sich zur inneren Anwendung. Die Zubereitung von einem Tee aus
Rotem Weinlaub ist ebenfalls möglich. Zur äußeren Anwendung sind Gele,
Cremes oder Sprays erhältlich. Rotes Weinlaub ist gut verträglich, es sind
keine Nebenwirkungen bekannt.

Wie gut hilft rotes Weinlaub?


Rotes Weinlaub für ein flottes Bein
Rotes Weinlaub wurde von der Kommission E nicht beurteilt, da zur Zeit der
Bearbeitung kein wissenschaftliches Material vorlag. Auch in der traditionellen
Volksmedizin im deutschsprachigen Raum war die Heilpflanze nicht bekannt,
lange Erfahrung liegt jedoch aus Frankreich vor, wo Rotes Weinlaub
kommerziell verwendet wird.
Neuere Versuche und Studien am Menschen weisen auf eine sichere und
effektive Anwendung von Rotem Weinlaub hin. Die Schwere von Beinödemen
kann durch den Extrakt vermindert werden. Auch andere subjektive
Beschwerden bei chronischen Venenleiden lassen sich mit Rotem Weinlaub
bessern (wie schwere und müde Beine, Spannungsgefühl, Schmerzen und
Kribbeln in den Beinen). Die Wirkung ist durchaus mit der der
Kompressionstherapie und anderen ödemreduzierenden Medikamenten
vergleichbar. Patienten und Therapeuten beurteilten die Wirkung von Rotem
Weinlaub als gut bis zufriedenstellend. Von den Studien waren Personen mit
ausgedehnten trophischen Hautveränderungen und schweren Symptomen
(CVI Stadium III) ausgeschlossen. Hier ist die Wirkung nicht gesichert.

Alle Anwendungen im Überblick, sortiert nach Wirksamkeit


Hinweis: die möglichen Anwendungsgebiete (Indikationen) sind drei
verschiedenen Kategorien zugeordnet, je nach Studienlage.
Eine ausführliche Definition erhalten Sie, wenn Sie mit der Maus über die
jeweiligen Blätter fahren.
Gesicherte Wirksamkeit
 Venenschwäche (chronische venöse Insuffizienz, CVI; Stadium I und II)
 Vorbeugung von Venenschwäche, Ödemen und Thrombosen
 Krampfadern (innerlich, äußerlich)
 Kribbeln und Jucken der Beine
 Ödeme der Unterschenkel sowie dicke, schwere, müde Beine
 Schmerzen und Spannungsgefühl durch Ödeme in den Beinen
Wirksamkeit laut Erfahrungsheilkunde
Bisher keine Beweise zur Wirksamkeit, aber Potenzial

Heilwirkung von rotem Weinlaub


Vorbeugung gegen Ödeme
Rotes Weinlaub dichtet die feinen venösen Blutgefäße ab. Dadurch sickert weniger Plasma in
das Gewebe und die Bildung von Ödemen und „dicken Beinen“ ist deutlich vermindert. In
Studien konnte man nach 6 bis 12 Wochen eine messbare Reduktion des Beinumfangs
feststellen. Daneben besserte Rotes Weinlaub auch andere Beschwerden wie Schweregefühl der
Beine, Schwellungsneigung, Juckreiz oder Schmerzen beim Stehen.
Gerade mit einer frühzeitigen und konsequenten Therapie kann man nicht nur viele Symptome
bei Chronischer Venöser Insuffizienz (CVI) lindern, sondern auch das Fortschreiten des
Krankheitsbildes verlangsamen oder sogar aufhalten. Rotes Weinlaub reduziert das Risiko
schmerzhafter Venenentzündungen oder tiefer Beinvenenthrombosen.
Wirksamste Therapie der Venenentzündung bleibt in fortgeschrittenen Fällen aber die
Kompression mit elastischen Strümpfen und die Operation. Bewegung, insbesondere Gehen und
Laufen, Vermeiden von langem Sitzen oder Stehen, das Hochlagern der Beine und die
Anwendung von kaltem Wasser gehört neben der Anwendung von Rotem Weinlaub zur
Basistherapie.
Entzündung
Entzündliche Prozesse an den Adern hängen ursächlich mit dem Krankheitsbild venöse
Insuffizienz zusammen. Entzündungsbotenstoffe aus weißen Blutzellen (neutrophile
Granulozyten) machen die Adern durchlässig, schwächen das Bindegewebe und erzeugen ein
ausgesprochen oxidatives Milieu. Dadurch sollen eigentlich Krankheitserreger bekämpft werden,
geschädigt wird aber auch das Gewebe und die Gefäße. Extrakt aus Rotem Weinlaub
fängt Radikale ab und ist ausgesprochen „antioxidativ“. Das trägt zur Schonung von Gewebe und
Gefäßen bei. Außerdem hemmen die Inhaltsstoffe aus Rotem Weinlaub (Flavonoide,
Anthocyanoside und Polyphenole) die Bildung entzündlicher Botenstoffe, also die Ursache der
schädlichen Prozesse. Eine Anwendung von Rotem Weinlaub gegen schmerzhafte
Venenentzündungen ist daher durchaus plausibel.

Elastizität des Bindegewebes


Bei entzündlichen Prozessen werden Enzyme produziert, welche das Bindegewebe angreifen.
Das schädigt nicht nur die Adern, sondern auch das umgebende Bindegewebe. Oligomere
Proanthocyanidine aus dem Roten Weinlaub gehen Bindungen mit diesen Enzymen ein und
hemmen sie dadurch. Die Festigkeit des Bindegewebes und der Adern bleibt erhalten.

Durchblutung
Sauerstoffmangel ist einer der treibenden Kräfte der Zerstörung der Gefäßwände und Auslöser
entzündlicher Prozesse. Extrakt aus Rotem Weinlaub verbessert die Durchblutung der feinen
Gefäße (Kapillaren) und beugt Gewebeschäden vor. Eine ausreichende Versorgung erlaubt
außerdem eine schnellere Heilung von Defekten. Studien am Menschen haben die verbesserte
Sauerstoffversorgung durch Extrakte aus Rotem Weinlaub nachgewiesen.

Tradition
In Südfrankreich hat Rotes Weinlaub eine lange Anwendungstradition. Man setzt es nicht nur bei
Venenleiden, Krampfadern und Hämorrhoiden ein, sondern auch als Blutreinigungsmittel. Im
Altertum kannte man noch weitere Anwendungen von Weinlaub wie Kopfweh, Entzündungen,
Magenschmerzen, Gelenkerkrankungen und Blutstillung. Nach modernen Kenntnissen könnte es
hier tatsächlich zu positiven Effekten kommen, falls die Beschwerden durch entzündliche
Vorgänge ausgelöst werden.

Bild-Link zu Erkrankungen, bei denen Rotes Weinlaub gesichert helfen


kann

Geschwollene Beine

Krampfadern

Bild-Link zu Erkrankungen, bei denen Rotes Weinlaub aus Erfahrung


helfen kann

Venenthrombose

Praktische Anwendung: Produkte & Hausmittel


Geeignet sind Präparate zum Einnehmen (Tabletten oder Tropfen). Sie enthalten 3-7 %
Gesamtflavonoide bei 20-30 % Gesamtpolyphenolen. Achten Sie auf eine Standardisierung.
Verfügbar sind auch Gele, Cremes und Sprays zur äußerlichen Anwendung, von denen eine
geringere Wirkung zu erwarten ist.

Dosierung
innere Anwendung:
 pro Tag 360 mg alkoholischer wässriger Trockenextrakt, maximal 720 mg, in 3 Portionen
einnehmen

 10 ml Flüssigextrakt pro Tag, 3 x täglich 3,3 ml.


 10 g Rote Weinlaubblätter in 250 ml heißem Wasser ziehen lassen, 2-4 Tassen pro Tag trinken

äußere Anwendung (Fußbad):

 60-80 g Rote Weinlaubblätter pro Liter abkochen, Teilbäder 2 x täglich

 Pharmazeutische Präparate zur äußerlichen Anwendung 2 x täglich auftragen.

Passende Präparate kaufen

APOFAM Rotes Weinlaub Gel 150 Milliliter

6,50
BEI MEDPEX BESTELLEN

Wirkstoffe

 Flavonoide wie Kämpferol-3-O-D-glucosid, Anthocyane, oligomere Procyanidine


 Polyphenole - Flavonole: Quercetin-3-O-Dglucuronid