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F: Mit den ATP Finals ging am Sonntagabend das Tennisjahr zu Ende.

Wie blickst du auf deine Saison


zurück?

R: Es motiviert mich zum weitermachen. Natürlich ich bin am Samstag an Zverev gescheitert, aber ich
habe mich sehr gelöst gefüllt: dann könne die Ferien mit der Familie kommen. Und eigentlich habe
ich meiner selbst Erwartungen genuggetan.

F: Du hast nicht nur mithalten können, sondern sich sogar noch gesteigert. Vier Turniere bestreiten,
in Basel den 99. Titel gewinnen und in Schanghai, Paris-Bercy und nun in London dreimal die
Halbfinals gewinnen. Wie hat dein Körper den Härtetest bestand?

R: Ich fühlte mich sogar von Turnier zu Turnier besser. Während die Mehrheit die anderen mit den
Spuren kämpfte, welche die zu Ende gehende Saison hinterlassen hat, fühlte ich mich frisch und
voller Energie.

F: 2013 hast du mit Rückenproblemen gekämpft und begonnen, Partien zu verlieren, so wie man es
von dir nicht gewohnt war. Wie hast du dich durch diese Schwierigkeiten durchgeschlagen?

R: Plötzlich auftretende Beschwerden sind Teil meiner Karriere, die seit schon im Jahr 2003 in
Wimbledon aufgetreten sind, als ich vor den Achtelfinals ein stechender Schmerz in mein Kreuz
schoss. Seither beschäftigt mich die Problemzone immer wieder. Aber die Gesundheit ist immer
vorgegangen. Ich durfte keinen Blödsinn machen. Schon seit Jahren stärke ich meine Muskulatur am
Rücken mit spezifischen Übungen. Und ich habe lieber Probleme mit dem Rücken als mit meinem
Knie, weil ich weiß, wie ich damit umgehen muss und wie viel Zeit es beanspruchen kann.

F: Was denkst du über die neue Welle der Spielergeneration?

R: Ich wollte nicht, den jungen Spielern meinen Platz freiwillig zu räumen. Ich denke daran, dass ich
weiterhin nicht nur ihr großes Idol bin, sondern auch der Konkurrent, an dem sie bis jetzt meist
scheiterten. Und doch hat sich die Szene 2018 markant gewandelt. Novak Djokovic ist trotz der
Niederlage gegen Zverev als neue, alte Nummer 1 ein Rückkehrer und der momentan Beste auf der
Tour. Doch hinter ihm zeichnet sich ein Umbruch ab.

F: Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Ich werde 2019 in ähnlichem Rahmen spielen wie in dieser Saison; möglicherweise sogar noch mehr.
Wie ich schon am Samstag gesagt habe, ich muss meinen Körper künftig wieder stärker und öfter ans
Limit treiben. Ich werde so lange auf der Tour bleiben, wie ich um große Titel spielen könnte. Wenn
ich irgendwann fühlen werde, dass ich dazu nicht mehr imstande bin, dürfte das Ende meiner
Karriere da sein.