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Definieren Sie „Fernerkundung“!

- indirektes, berührungsfreies Beobachtungsverfahren

- Messungen im Abbild ohne direkten Kontakt des Sensors mit dem Objekt

- Messgrößen werden von den Reflexionseigenschaften des Objektes abgeleitet

- Messungen von Flugzeugen und Satelliten oder Raumsonden

Welche Strahlungen sind für die Aufgaben der Fernerkundung von Bedeutung?

- reflektierte Sonnenstrahlung

- reflektierte künstliche Strahlung

- elektromagnetische Strahlung

- Thermalstrahlung

Welche typischen Eigenschaften besitzen Pflanzen bezüglich elektromagnetischer Strahlung?

- Reflektionseigenschaften der Blattorgane:

- Blattorgane teilweise transparent

- im sichtbaren Licht Chlorophyllabsorption (blau, rot)

- im Infrarotbereich Grenzflächenreflektion (Zellwände, Hohlräume)

Nennen Sie einige Fernerkundungsanwendungen!

- Architektur

- Umweltschutz

- Geographie

- Bodenkunde

- Kartographie

- Gewässerkunde

- Klimatologie

- Tierkunde

- Meteorologie

- Planung

- Geomorphologie

- Vermessung

Was sind aktive und passive Fernerkundungssysteme?

- aktive Fernerkundungssysteme:

- sendet und empfängt aktive Strahlen

Bsp: Mikrowellen

Beispielsystem: Radar

- enthalten eine Energiequelle, die die Erdoberfläche künstlich bestrahlt

- passive Fernerkundungssysteme:

- empfängt natürliche Strahlung

Bsp: Thermalstrahlung, Sonnenstrahlen Beispielsystem: Landsat

- benutzen ausschließlich die in der Natur vorhandene elektromagnetische Strahlung

Beschreiben Sie das ideale Fernerkundungssystem!

- einheitliche Energiequelle

- eindeutige Energieumwandlung

- eindeutige Signale von jedem Objekt

- reflektierte und emittierte Energie

- keine atmosphärische Trübung

- - Echtzeitdatenverarbeitung - viele Nutzer

idealer Sensor

1

Welche Bereiche des elektromagnetischen Spektrums werden in der Fernerkundung verwendet? Nennen Sie Beispiele!

- sichtbares Licht:

- nahes, mittleres und fernes Infrarot:

- Mikrowellenbereich: Radar-Verfahren

photographische Aufnahme

Thermalscanner

Was ist die spektrale Signatur?

- Identifizierung des Objekts durch seine spektralen Eigenschaften häufig möglich

spektrale Signatur

- Reflexions- und Oberflächeneigenschaften von Objekten zur Bestimmung des Objekts bei

schlechter Auflösung

- multispektrale Fernerkundung basiert auf der Tatsache, daß Materialien durch ihre

unterschiedlichen spektralen Signaturen unterscheidbar sind

Was ist Multispektralklassifizierung?

- multispektral = Verwendung von Grauwerten aus mehr als einem Kanal

- Kategorisierung aller Pixel eines Bildes in Landbedeckungsklassen oder bestimmte Themen

basiert auf spektraler Charakteristik

Nennen Sie die Faktoren die das Spektralverhalten von natürlichen Materialien beeinflussen!

- Material (unterschiedliche Gesteins-/ Vegetationsarten)

- Zustand (gesund, krank, verwittert)

- Standort (abhängig von Höhe, Neigung, Zone, Beleuchtung, Schatten, Bewuchs)

- Zeit

(Tages-, Jahreszeit, Vegetationsperiode)

Nennen Sie die Vorteile elektro-optischer Sensoren gegenüber photog aphischen Sys emen!

r

t

- größerer Spektralbereich

- einsetzbar bei Tag und Nacht

- Aufnahme liegt digital vor

- keine Panoramaverzerrung

Welche Materialeigenschaft beeinflusst bei Mikrowellensystemen die Emission und Reflektion

hauptsächlich? Welche Information wird daraus abgeleitet?

- elektrische Materialeigenschaften

Wassergehalt

Was ist direkte und indirekte Transformation?

- direkt:

- indirekt: Berechnung eines Pixels durch Interpolation

Berechnung jedes Pixels des Eingabebildes in das Ausgabebild

2

Nennen Sie Sensoren der Fernerkundung!

- photographische Aufnahmesysteme

- optisch-mechanische Abtaster (whiskbroom)

- Mikrowellen-Abtaster - opto-elektronische Abtaster (pushbroom)

Beschreiben Sie die Funktionsweise von whiskbroom- und pushbroom-Scannern, nennen Sie

Vor- und Nachteile und je ein Beispiel!

- whiskbroom = „across-track scanning”

- optisch-mechanische Abtaster

- zeilenweise Abtastung quer zur Flugrichtung

- Verwendung eines oszillierenden Spiegels

Ausrichtung der elektromagnetischen Strahlung auf die Sensorgeräte

Bsp: Landsat-Satelliten

- pushbroom = “along-track scanning”

- opto-elektronische Abtaster

- zeilenweise Abtastung in Flugrichtung

- Verwendung einer linearen Anordnung vieler Detektoren

jede Scanlinie zur selben Zeit aufgenommen

Bsp: SPOT-Satelliten

 

Vorteile

Nachteile

 

- hohe Empfindlichkeit

- komplexer Aufbau

- niedriges rauschen

- viele bewegliche Teile

whiskbroom

beides wegen großer Fläche

- schwer/ teuer

pro Detektor durch Zeilen-CCD

- komplexe Bildgeometrie

durch Zentralprojektion

 

- einfacher Aufbau

- aufwendige CCD-Entwicklung

pushbroom

- keine beweglichen Teile

- CCD’s nicht für alle

- einfache Bildgeometrie

Wellenlängenbereiche verfügbar

Nennen Sie Vor- und Nachteile von opto-elektronischen Zeilenabtastern (pushbroom)!

- Vorteile:

- gute geometrische Auflösung

- keine Panoramaverzerrung

- geringes Signalrauschverhältnis

- keine mechanischen Komponenten

- - geringe spektrale Auflösung

Nachteile:

- Kalibrierung aller Detektoren

Was ist ein Falschfarbenbild?

- Farbbild, bei dem mindestens ein Farbkanal einem Band aus dem nicht optischen Spektralbereich zugeordnet wird

3

Was ist Quantisierung?

- zur Darstellung mit digitalen Zahlen muss die gemessene Bestrahlungsstärke auf eine begrenzte Anzahl Q diskreter Grauwerte abgebildet werden

Quantisierung

- standardmäßig werden Bilddaten mit 8 bit in 256 Grauwerten quantisiert

Was ist der Emissionsgrad?

- ist das Verhältnis des von einem realen Körper mit einer bestimmten Oberflächentemperatur

ausgehenden Strahlungsflusses zum Strahlungsfluss, den der schwarze Körper bei derselben

Temperatur ausstrahlt

Was sind BIL, BIP und BSQ?

- Datenformate zur Speicherung digitaler Bilddaten

- Abspeicherung zeilenweise

- Abspeicherung pixelweise

- BSQ: Abspeicherung kanalweise

BIL:

BIP:

Was versteht man unter Bildverbesserung? Nennen Sie Beispiele!

- Aufbereitung von Bilddaten zur optimalen Auswertung

Wahl der Methode hängt von der Zielsetzung der jeweiligen Anwendung ab

1. Kontrastmanipulation

- wenn nicht alle 256 Grauwerte vorhanden sind

2. Farbkodierung

- um Grauwertdifferenzen deutlicher sichtbar zu machen

3. Mosaikbildung

- Kombination mehrerer Bilder

4. radiometrische Mosaikbildung

- Histogramme identischer Bildausschnitte werden einander in einem Iterationsprozess

angepasst

5. geometrische Verbesserung

Was sind atmosphärische Fenster?

- sind die Frequenzbänder, mit denen die Atmosphäre elektromagnetische Energie ohne

Abschwächung transmittiert

innerhalb dieser Frequenzbänder sind Fernerkundungsdetektoren fähig, Daten über die

Erdoberfläche zu erhalten

4

Was sind überwachte und unüberwachte Klassifizierungen?

- überwacht:

und unüb erwachte Klassifizierungen? - überwacht : - unüberwacht : - Anwendung zur quantitativen Analyse von

- unüberwacht:

- Anwendung zur quantitativen Analyse von Fernerkundungsdaten

- Algorithmus zur Pixelzuordnung in Klassen

Vorgabe von Trainingsgebieten nötig

- Pixelzuordnung in Klassen, deren Klassenbedeutung unbekannt sein

kann

Vorgabe von Trainingsgebieten nicht nötig

„Cluster-Analyse“

Beschreiben Sie die Vorgehensweise bei der überwachten Klassifizierung!

1. bestimmen der Anzahl und Art der Klassen, z.B. Wasser, Siedlungsbereiche,

2. wählen eines Trainingsgebietes für jede Klasse, mit typischen Pixeln

Auswahl kann aufgrund von Geländeinformationen und Luftaufnahmen geschehen

3. Schätzung der Parameter mit Hilfe der Trainingsgebiete

4. Nutzung der Parameter zur Zuordnung aller weiteren Pixel

5. Zusammenfassen der Ergebnisse in Karten und Tabellen

Nennen Sie 2 Verfahren der überwachten Klassifizierung und beschreiben sie diese in wenigen

Stichworten!

- Maximum-Likelihood-Verfahren:

- Verfahren, bei dem das Pixel der wahrscheinlichsten Klasse zugeordnet wird

- Schätzung der Wahrscheinlichkeit anhand von Trainingsdaten oder Berechnung aufgrund

statistischer Kenngrößen

- Minimum-Distance-Verfahren:

- Anwendung bei geringer Anzahl von Pixeln

- Bildung von Mittelwerten zur Klassifizierung

- kürzester Abstand ist entscheidend, wo Pixel zugeordnet wird

Nennen Sie Ursachen und Auswirkungen für radiometrische Störungen!

- Ursachen:

- Atmosphäre

- Sonnenstand

- Abstand Erde-Sonne

- instrumentelle Effekte

- Auswirkungen: - beeinflusst Helligkeit der Pixel

- Streuung von Strahlung

- Helligkeit von Kanal zu Kanal unterschiedlich

Was ist Polarisation?

- ausschließliche Schwingungsrichtung elektromagnetischer Wellen innerhalb eines Frequenzgemisches

5

Was ist Refraktion?

- atmosphärische Strahlenbrechung als Folge der Dichteänderungen der Luft an solchen Trennschichten treten Strahlenkrümmungen auf

(wichtig für Luftbild und Vermessung)

Nennen Sie die Aufgaben des Satelliten ENVISAT!

- Missionsziel: wissenschaftliche Beobachtung der Erde

zur Behandlung von allen Fragen aus allen Gebieten der Geoforschung

- dazu gehören: - Geosphäre

(Kontinente und feste Körper)

- Hydrosphäre (Ozeane)

- Atmosphäre (Lufthülle)

- Kryosphäre

(Eis und Schnee)

Nennen Sie 2 Fernerkundungs-Satelliten inklusive einer Beschreibung der Sensoren!

- Landsat TM:

inklusive einer Beschreibung der Sensoren! - Landsat TM : - SPOT : - Spektralbereich: sichtbares Licht

- SPOT:

- Spektralbereich: sichtbares Licht - thermales Infrarotlicht

- optisch-mechanischer Abtaster (whiskbroom)

- Bodenauflösung: 30 m

- Spektralbereich: sichtbares Licht

- opto-elektronischer Abtaster (pushbroom)

- Bodenauflösung: 20 m

Es liegen Daten von einem Multispektralscanner mit den Wellenlängen 0,65 µm und 1 µm vor:

mit den Wellenlängen 0,65 µm und 1 µm vor: Nehmen Sie an, das au fgenommene Gebiet

Nehmen Sie an, das aufgenommene Gebiet

der Erdoberfläche besteht nur aus

Tonboden Gras und Sandstein.

,

Erstellen Sie den zugehörigen Scatterplot!

Scatterplot

Erdoberfläche besteht nur aus Tonboden Gras und Sandstein. , Erstellen Sie den zugehörigen Scatterplot! Scatterplot 6

6

Was ist LUT?

- lookup table

- ein Verfahren zur Bildverbesserung durch Kontrastspreizung der Grauwerte

- Eingabewert und Ausgabewert können mittels LUT transformiert werden

Gegeben ist folgendes Histogramm:

Erstellen Sie ein LUT (lookup table) für eine

lineare Kontrastspreizung mit 4% Sättigung!

für eine lineare Kontrastspreizung mit 4% Sättigung! Ausgangsbild neues Bild (x) (y) 1 0 2

Ausgangsbild

neues Bild

(x)

(y)

1

0

2

0

.

0

.

0

.

0

9

0

10

2,3845

11

4,7691

12

7,1537

13

9,5383

14

11,9229

15

14,3075

16

16,6921

17

19,0767

18

21,4613

19

23,8459

20

26,2305

21

28,6151

22

31

.

31

.

31

.

31

30

31

31

31

- es werden der Anfangs- und Endpunkt

der Kontrastspreizung anhand der

vorgegebenen Werte festgelegt

P1 ( 9 / 0 )

P2 ( 22 / 31 )

die jeweils ersten Werte (x) sind dem

Ende bzw. Beginn der 4%-Zone

entnommen, die jeweils letzen Werte

(y) sind der Anfangs- bzw. Endwert

der unteren Achse

y = mx + n

m =

y

x

31

= 22

0

= 2,3846

9

n = - (x 0 * m)

= - (9 * 2,384 6) = - 21,461 5

y = 2,384 6 x - 21,461 5

- diese Formel nun auf alle betroffenen Werte

anwenden, also auf die Werte zwischen 9 und 22

= 2,384 6 x - 21,461 5 - diese Formel nun auf alle betroffenen Werte anwenden,

7

Was ist ein 2D-Scatterplot?

- eine Möglichkeit, zweidimensionale Daten darzustellen

Gegeben seien folgende 64 Grauwerte:

Daten darzustellen Gegeben seien folgende 64 Grauwerte: Zeichnen Sie ein Histogramm für Band 1! Zeichnen Sie

Zeichnen Sie ein Histogramm für Band 1!

Zeichnen Sie einen Scatterplot

(Band 1 gleich x und Band 2 gleich y)!

Können die Grauwerte in Klassen separiert

werden?

Begründen Sie Ihre Antwort!

- beim Scatterplot wird jeweils paarweise aus

Band 1 und Band 2 abgetragen

d.h. 50 und 52 (beide oben links),

39 und 50 (beide daneben),

bis 45 und 55 (beide unten rechts)

,

- Grauwerte können in 3 Klassen separiert

werden

Punktwolken sind räumlich voneinander

getrennt (die 3 eingekreisten Punkt-

wolken rechts im Scatterplot)

(die 3 eingekreisten Punkt- wolken r echts im Scatterplot) Was sind ein Hochpassfilter, ein Tiefpassfilter ,

Was sind ein Hochpassfilter, ein Tiefpassfilter, ein Bandpassfilter und ein Bandsperrfilter?

- Hochpassfilter:

- Tiefpassfilter:

- Bandpassfilter:

- Bandsperrfilter:

- durchlässig für hohe Frequenzen

- Hervorhebung hochfrequenter Komponenten

- Abschwächung niedrigfrequenter Informationen

- verstärkt Kanten und Grauwertunterschiede

Bsp: Laplacefilter, Sobelfilter

- durchlässig für niedere Frequenzen

- Hervorhebung leichter Änderungen in großen Gebieten

- Abschwächung von Bildkanten (Glättung)

- Beseitigung von Störpixeln

Bsp: Medianfilter, Mittelwertfilter (Glättungsfilter)

- lassen nur einen bestimmten Frequenzbereich passieren

- sperren nur einen bestimmten Frequenzbereich

8

Was ist ein Medianfilter?

- aus Pixel einer Umgebung wird nicht der Mittelwert genommen, sondern die Grauwerte innerhalb der Filtermaske werden ihrer Größe nach sortiert

als Ergebnis der Operation wird der Grauwert zurückgegeben, der in dieser Anordnung in

der Mitte steht

daher Medianfilter

- Eigenschaften: - nichtlinearer Filter

- sortiert Funktionswerte

- neuer Wert = Wert in der Maskenmitte

- eliminiert Störpixel (weißes Rauschen)

- Kanten bleiben erhalten

Filtern Sie die nebenstehenden Daten mit

einem 3x1-Glättungsfilter und mit einem

3x1-Medianfilter!

Welche Eigenschaften haben die Filter?

Was ist der wesentliche Unterschied

zwischen beiden Filtern?

- beide Filter sind Tiefpassfilter

- Glättungsfilter wird auch Mittelwertfilter

genannt und arbeitet dementsprechend

mit dem Mittelwert dreier benachbarter

Werte

mit dem Mittelwert dreier benachbarter Werte - Medianfilter arbeitet mit dem mittleren von 3

- Medianfilter arbeitet mit dem mittleren von 3 benachbarten, nach der Größe sortierten,

Werten

Glättungsfilter (Mittelwertfilter):

sortierten, Werten Glättungsfilter (Mittelwertfilter) : - am ersten Wert verdeutlicht : - 8; 7 und 7,5

- am ersten Wert verdeutlicht:

- 8; 7 und 7,5 zusammen addieren und

durch 3 teilen ( Mittelwert)

Mittelwert = 7,5

dort erster Punkt der grünen „Filterlinie“

Medianfilter:

erster Punkt der grünen „Filterlinie“ Medianfilter : - 8; 7 und 7,5 der Größe nach sortieren

- 8; 7 und 7,5 der Größe nach sortieren

7; 7,5 und 8

Medianwert = 7,5

dort erster Punkt der grünen „Filterlinie“

- diese Schritte nun jeweils für die weiteren benachbarten Punkte wiederholen

9

Entwerfen Sie Filter der Größe 3x3 mit folgenden Eigenschaften:

- beseitigen bzw. vermeiden von Störpixeln

- Tiefpassfilter

- Mittelwertfilter:

von Störpixeln - Tiefpassfilter - Mittelwertfilter : 1/9 1/9 1/9 1/9 1/9 1/9 1/9 1/9

1/9

1/9

1/9

1/9

1/9

1/9

1/9

1/9

1/9

- hervorheben von horizontalen und senkrechten Kanten

- Hochpassfilter!

- Laplacefilter:

0

-1

0

-1

5

-1

0

-1

0

Geben Sie je ein Beispiel für einen Bildfilter zur Verstärkung von Kanten in horizontaler,

vertikaler und diagonaler Richtung!

- horizontal:

- vertikal:

- diagonal:

-1

-1

-1

-1

0

1

1

1

0

0

0

0

-1

0

1

1

0

-1

1

1

1

-1

0

1

0

-1

-1

Schlagen Sie einen Filter für das im gegebenen Bildausschnitt vorliegende Stö pixel vor und

berechnen Sie den Grauwert des Störpixels unter

Verwendung des Filters!

r

1

1

1 1

1

1

2

2 1

1

1

3

1 11

1

1

3

2 2

3

1

1

1 1

1

- Störpixel: 11

- zu verwendender Filter: Tiefpassfilter

Medianfilter

2

1

1

3

11

1

3

2

3

der Größe nach geordnet:

2 ist Medianwert und

damit der neue Wert

für 11

1, 1, 1, 2, 2, 3, 3, 3, 11

2

1

1

3

2

1

3

2

3

Erläutern Sie den Gang (Reflexions-, Streuungs- und Absorptionsprozesse) von der emittierten

Sonnenstrahlung bis zum Auftreffen auf einen SAT-Sensor!

- Sonne strahlt

in der Atmosphäre: Absorption

Reflexion an den Wolken Streuung durch Luftpartikel auf der Erde diffuse Reflexion und spiegelnde Reflexion, Wärmeabgabe

10

Beschreiben Sie ein Verfahren zur Erfassung der Einflüsse der Atmosphäre und begründen Sie die dortige Vorgehensweise!

- Annahme: die Atmosphäre hat im infraroten Spektralbereich keinen nennenswerten Einfluss

- man stellt in einem dunklen Bildausschnitt die Grauwerte der Pixel im Infrarotbereich

(x-Achse) den Messwerten des zu korrigierenden Spektralkanals (y-Achse) gegenüber

- eine durch den Punkthaufen gelegte ausgleichende Gerade würde durch den

Koordinatenursprung gehen, wenn kein Atmosphäreneinfluss vorläge

der Achsenabschnitt der Geraden zum Koordinatenursprung beschreibt deshalb

den additiven Effekt der Atmosphäre auf die Messdaten

- zur Korrektur wird dieser Betrag von den vorliegenden Grauwerten subtrahiert

Beim Durchqueren von Lichtstrahlen durch die Atmosphäre können Wechselwirkungen

zwischen der elektromagnetischen Strahlung und der Materie auftreten. Nennen Sie hierfür

3 Beispiele und erläutern Sie diese!

- Streuung:

- Reflexion:

- Absorption:

Schwächung gewichteter Strahlung infolge Ablenkung aus der

Einfallsrichtung (ohne Energieumwandlung) durch Luftpartikel in Atmosphäre

Streuungsarten: Raylight-Streuung, Mie-Streuung, nichtselektive Streuung

Zurückwerfung elektromagnetischer Strahlung an einer Fläche ohne

Frequenzänderung des monochromatischen Strahlungsanteils

Energieumwandlung, bei der ein Teil der elektromagnetischer Strahlung in

Wärme oder andere Energieformen umgesetzt wird

Was ist diffuse Strahlung (Himmelslicht) und welchen Einfluss hat sie auf die Fernerkundung?

- diffuse Strahlung:

- ist all die Strahlung, die nicht auf geometrisch geradlinige Weg von

der Sonne auf den Beobachtungspunkt fällt

- FE-Einfluss:

- Sensor durch die direkte Einstrahlung der Energie sowie indirekt durch

(mehrfache) Streuung in der Atmosphäre beleuchtet

genauer Weg der Streuung ist nicht erfassbar

Kontrastminderung

- ein Pixel kann somit auch Energie erhalten, die von umliegenden

Pixeln diffus in die Atmosphäre und wieder zurück auf den Boden

gestreut wurde

muss bei der Auswertung, wenn möglich, beachtet werden

Was ist HSI oder IHS?

- ein Farbsystem

- bei diesem Farbsystem wird die Farbe nicht als Mischprodukt aus den 3 Grundfarben

(rot, grün, blau) definiert, sondern durch die Angabe

- Farbtons (hue)

- Sättigung (saturation)

- der

eines

einer

Intensität (intensity)

11

Gegeben seien die 4 Grauwerte mit dem Abstand 1. Der zu interpolierende Punkt hat - in Bezug zum linken oberen Eckpunkt - die Koordinaten x=0,75 und y=0,25. Führen Sie eine bilineare Grauwertinterpolation durch!

- zuerst stellt man ein Koordinatensystem aller 5 Punkte

auf (A immer oben links, D immer unten rechts):

 

x

y

z

A

0

0

160

B

0

1

140

C

-1

0

180

D

-1

1

150

E

-0,75

0,25

?

- nun werden, um die z-Koordinate von Punkt E zu erhalten,

zuerst die Höhen der Hilfspunkte P

diese befinden sich jeweils 0,75 Einheiten „südlich“ der

1 und P 2 ermittelt

Punkte A und B

„südlich“ der 1 und P 2 ermittelt Punkte A und B AC C − A =

AC

C A

=

0,75

x

AC

1

180

160

=

0,75

x

AC

1

20

=

0,75

x

AC

A = 0,75 x AC 1 180 − 160 = 0,75 x AC 1 20 =

BD

D B

=

0,75

x

BD

1

150

140

=

0,75

x

BD

1

10

=

0,75

x

BD

B = 0,75 x BD 1 150 − 140 = 0,75 x BD 1 10 =
B = 0,75 x BD 1 150 − 140 = 0,75 x BD 1 10 =

x

AC

= 15

P 1 = A + 15 = 160 + 15

P 1 = 175

x

BD

= 7,5

P 2 = B + 7,5 = 140 + 7,5 P 2 = 147,5

- eine letzte Interpolation zwischen P1 und P2 ermittelt die Höhe (= z-Koordinate) von

Punkt E:

P P

1

2

=

P P

1

2

0,75

x

P P

1

2

1

175

147,5

=

0,75

x

P P

1

2

1

27,5

=

0,75

x

P P

1

2

x

P P

1

2

= 20,625

E = P 2 + 20,625

= 147,5 + 20,625

E = 168,125

Nennen Sie wesentliche Faktoren zum Erkennen von Objekten bei der visuellen Interpretation

von Satelliten- und Luftbildern!

- Form/ Gestalt/ Größe

- reale Lage

- absolute Lage

- Assoziationen

- Textur

- Helligkeit - Schatten - stereoskopische Effekte

12

Berechnen Sie die fehlenden Wer e in der Tabelle der gefilterten Daten

mittels dem gegebenen Filter (rechts) und den Fil er- und Originaldaten!

Zeichnen Sie außerdem das Profil für die gefilterten Daten!

t

t

- Filter- und Originaldaten:

0 -1 0 -1 4 -1 0 -1 0
0
-1
0
-1
4
-1
0
-1
0
 

40

40

40

35

35

35

40

40

40

40

40

40

40

45

45

45

45

A

40

40

40

35

35

35

40

40

40

40

40

40

40

45

45

45

45

B

40

40

40

35

35

35

40

40

40

40

40

40

40

45

45

45

45

Profil für Filter- und Originaldaten:

Profil für Filter- und Originaldaten :
 
                               

B

50

A

                               
                                 

40

                                 

30

-

Gefilterte Daten:

 
 

40

40

45

30

35

30

45

40

40

40

40

40

35

50

45

45

45

A

40

40

45

30

?

30

?

40

40

40

40

40

?

50

45

45

45

B

40

40

45

30

35

30

45

40

40

40

40

40

35

50

45

45

45

- um die 3 fraglichen Werte zu ermitteln, geht man wie bei dem in der Aufgabenstellung

beispielhaft bläulich verdeutlichten Tabellenteilen vor:

- die 45 in der Mitte der 3. Spalte der unteren Tabelle berechnet sich durch Anwendung

des gegebenen Filters an der gleichen Stelle in der oberen Tabelle

- gleiche Positionswerte im Filter und in den Filter- und Positionsdaten werden multipliziert

und anschließend aufsummiert

0 * 40 + (-1) * 40 + 0 * 35 + (-1) * 40 + 4 * 40 + (-1) * 35 + 0 * 40 + (-1) * 40 + 0 * 35

= 5

Der „Mittelwert“ des eben betroffenen Bereichs der oberen Tabelle wird für die untere

Tabelle mit dem gerade berechneten Korrekturwert addiert und an selber Stelle wie

oben in der unteren Tabelle eingetragen

daher die 45

- nach dem gleichen Prinzip erhält man dann auch die 3 gesuchten Werte

35, 45 und 35

daraus abgeleitet entsteht dann das dazugehörige Profil wie bei den Filter- und

Originaldaten

 

40

40

45

30

35

30

45

40

40

40

40

40

35

50

45

45

45

 

A

40

40

45

30

35

30

45

40

40

40

40

40

35

50

45

45

45

B

40

40

45

30

35

30

45

40

40

40

40

40

35

50

45

45

45

Profil für gefilterte Daten:

50 B A 40 30
50
B
A
40
30

13

Nennen Sie Eigenscha ten, die das Reflexionsverhalten von Böden beeinflussen!

f

- Bodenart

- Bodenfeuchte

- Bodengefüge

- Bodenbearbeitungstechnik - Humusgehalt

- Mineralienzusammensetzung

Der Kontrast kann auf verschiedene Weise definiert werden, z.B. durch :

- C ratio =

DN max

/ DN min

- C range =

DN max

- DN min

- C std

= σ DN

DN max und DN min

σ DN ist die Standardabweichung

sind der maximale und der minimale Wert von DN (digital number)

Welche Vor- und Nachteile haben diese Definitionen?

- C ratio und C

range

sind nicht geeignet, wenn die Bilder Störpixel enthalten, da bereits ein

Störpixel den Kontrast stark beeinflusst

- C std ist davon weniger stark beeinflusst

- C ratio ist dimensionslos

- der visuelle Kontrast ist nicht nur abhängig von den DN’s, sondern auch von physiologischen

Aspekten

Was sind FOV, IFOV und GIFOV?

Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen

diesen 3 Größen anhand einer Skizze!

- field of view

FOV:

- instantaneous field of view

IFOV:

- ground-projected instantaneous

GIFOV:

field of view

FOV

IFOV

GIFOV

instantaneous GIFOV: field of view FOV IFOV GIFOV Was sind räumliche, spektrale und zeitliche Auflösung? -

Was sind räumliche, spektrale und zeitliche Auflösung?

- Größe der Pixel

räumliche:

- Anzahl und Breite der Kanäle

spektrale:

- Zeit zwischen 2 Aufnahmen

zeitliche:

Was ist ein Radarschatten?

- informationslose dunkle Bereiche eines Radarbildes entstehen, wenn von der Antenne abgewandte Geländeflächen stärker geneigt sind als die Radarwellenfront

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Was ist Panoramaverzerrung?

- die systematische Bildverzerrung, die auftritt, wenn mit optisch-mechanischen Scannern (whiskbroom) aufgenommene Daten unmittelbar als Bilder wiedergegeben werden

- Pixelgröße nimmt von Bildmitte zum Bildrand zu

- Bild erscheint nach außen hin gestaucht

Korrektur

Was ist Resampling?

- Neuordnung der Daten im Ausgabebild durch geometrische Transformation

verzerren, verkleinern, vergrößern, drehen

- Interpolationsmethoden: - bikubische

genaueste Methode, aber höchster Aufwand

- bilineare

bevorzugte Methode, da gute Ergebnisse bei geringem

Was ist „nächster Nachbar“?

Aufwand

- nächster Nachbar

- Langrange-Interpolation

- eine Interpolationsmethode zur Grauwertzuordnung beim Resampling

der nächstgelegene Grauwert im Eingabebild wird berücksichtigt

Beschreiben Sie den Aufbau eines CCD-Sensors!

- besteht aus einer großen Anzahl photosensitiver Elemente

- hat typischerweise eine Matrix von 768 x 494 (S-Videonorm RS 170) oder 756 x 582

(Europäische Norm CCIR) Photoelementen

- je nach Größe der Sensorelemente zwischen 6,5 x 6 µ m und 11 x 13 µ m

Beschreiben Sie die Funktionsweise eines CCD-Sensors!

- während der Akkumulationsphase sammelt jedes Element elektrische Ladungen, die von

absorbierten Photonen erzeugt werden

- in der Auslesephase werden diese Ladungen nacheinander von Sensor zu Sensor über den

Chip transportiert und schließlich in elektrische Spannung umgewandelt

Erläutern Sie das Prinzip einer CCD-Zeilenkamera!

- es sind 3 CCD-Zeilen so angeordnet, daß in einem Flug 3 Bildstreifen gleichzeitig

aufgezeichnet werden können

- der 1. beobachtet das Gelände in einer schräg nach vorne geneigten Ebene

- der 2. beobachtet etwa senkrecht nach unten

- der 3. beobachtet schräg nach hinten blickend

- das Ergebnis sind Bilddaten, die auch stereoskopisch betrachtet und photogrammetrisch ausgewertet werden können

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Was ist Geocodierung?

- entspricht dem Begriff Georeferenzierung

- Entzerrungsvorgang von gekrümmter Erdoberfläche in Kartenprojektion

Was ist ein Histogramm und ist durch ein solches ein Bild eindeutig beschrieben?

- graphische Darstellung einer Häufigkeitsverteilung von Elementen

- nicht eindeutig beschrieben

nur die Häufigkeit wird dargestellt, nicht die Verteilung

Zeichnen Sie jeweils ein Histogramm mit den Eigenschaften/ Bedingungen,

- daß

Mittelwert und Median

gleich sind:

1, 1, 1, 2, 2, 3, 4, 4, 5, 5, 5

Mittelwert und Median sind 3

- daß

Mittelwert und Median

verschieden sind:

1, 1, 1, 3, 4

Mittelwert ist 2, Meridian aber ist 1

- daß ein bimodales Histogramm

entsteht!:

- bimodal: Häufigkeitsverteilung mit 2

häufigsten Werten (2 Gipfel)

1, 1, 1, 1, 2, 3, 3, 3, 3, 4, 4, 5, 5

2 häufigsten Werte sind 1 und 3

(je 4x)

Was ist X-SAR?

- SAR = synthetic aperture radar

Radarsystem mit synthetischer Apertur

4 3 2 1 1 2 3 4 5 4 3 2 1 1 2
4
3
2
1
1 2
3
4
5
4
3
2
1
1 2
3
4
5
4
3
2
1
1 2
3
4
5

- verwendet nur eine kurze Antenne, welche die Mikrowellenimpulse in einer breiten Keule mit

dem Öffnungswinkel

γ abstrahlt

- während des Fluges werden aber einzelne Geländepunkte 2 mal bestrahlt

dementsprechend tragen sie mehrfach zu den empfangenen Reflexionssignalen bei

- bei Verarbeitung lassen sich dadurch Bilddaten mit hoher geometrischer Auflösung ableiten

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