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III

Vorwort ra Schumann mit der Jahreszahl 1833 legten Themas. In den meisten Etüden
versehen. Hier erscheint das Werk in hält sich der Komponist weitgehend an
einer vollständigen, abgeschlossenen das einfache harmonische Schema des
Form und weist nunmehr sieben Etüden Beethovenschen Gedankens. Diese
Robert Schumanns autographes Skiz- auf. Sehr wahrscheinlich ist diese bisher selbst auferlegten Fesseln bewirken eine
zenbuch IV, durch Clara Schumann be- nicht bekannte Fassung gemeint, wenn gewisse Gleichförmigkeit innerhalb des
zeichnet und datiert mit 1831/32, be- sich Schumann 1838 in einer kurzen Werks, das so nicht den Farbenreichtum
legt die Kompositionsstudien des jungen Rückschau über die Zeit von März 1833 von Opus 13 erreicht. Dennoch rechtfer-
Schumann bei Heinrich Dorn 1831/32. bis Herbst 1837 erinnert: Jahr 1835 ... tigt die Bedeutung der Komposition in-
Es dokumentiert vor allem eine sehr die Etudes Symphoniques (erschienen nerhalb des Jugendwerks eine Veröf-
gründliche Beschäftigung mit dem 1837 als op.13) und Etuden über ein fentlichung im Druck.
Schaffen Ludwig van Beethovens. In Beethoven’sches Thema ... in den Win- Bemerkenswert ist, dass in einigen
ihm findet sich u. a. die schon weitge- termonaten in’s Reine geschrieben. Die- der Etüden deutliche Beethoven-Remi-
hend ausgeführte erste Niederschrift se Reinschrift könnte demnach 1834/35 niszenzen erscheinen, die sicherlich auf
eines durch Beethoven inspirierten entstanden sein. Schumanns eingehende Beschäftigung
Klavierwerks mit dem Titel Etuden in Die Beethoven-Etüden blieben, von mit den Symphonien Beethovens zu-
Form freier Variationen über ein Beet- einer Ausnahme abgesehen, unveröf- rückgehen. Etüde A7 greift die Strei-
hoven’sches Thema (Autograph A). Es fentlicht. Doch die mehrfache Beschäf- cherfiguration vom Beginn des zweiten
handelt sich um eine Folge von pianis- tigung damit bis zur Herstellung einer Satzes der Sinfonia Pastorale auf, und
tisch anspruchsvollen Variationen über Reinschrift deutet darauf hin, dass in Etüde C7, deren Zweitönemotiv der
das a-moll-Thema des zweiten Satzes Schumann ihnen zumindest zeitweise linken Hand an den Beginn der 9. Sym-
der 7. Symphonie Beethovens, von de- eine gewisse Bedeutung beigemessen phonie gemahnt, erscheint unvermittelt
nen jede durch eine bestimmte Figura- hat. Um die Zeit der Fertigstellung aber ein Motiv aus dem Hauptthemenkom-
tion beherrscht ist. Die Reihe besteht galten ihm andere seiner Klavierwerke plex des 1. Satzes der 7. Symphonie
aus elf Etüden, von denen die 11. nicht als vorrangig für eine Drucklegung. Im (Vivace, T. 12–14).
zu Ende geschrieben und die 9. nur Laufe der Jahre nahm Schumann dann Die in spätere Fassungen übernom-
durch einige Anfangstakte angedeutet seinen frühen Klavierkompositionen menen Variationsetüden hat Schumann
ist. Vor und nach der 9. Etüde haben gegenüber einen zunehmend kritischen jeweils mehr oder weniger umgearbeitet.
(vielleicht erst später) die Incipits eini- Standpunkt ein. Nur das in der zweiten Sicherlich ist Fassung C unter Zugrun-
ger weiterer Variationen Platz gefunden. Fassung der Beethoven-Etüden an fünf- delegung der Fassungen A und B ent-
Das Skizzenbuch enthält außerdem ter Stelle stehende Stück fand leicht ge- standen. So steht die Etüde C3 der ent-
noch ein Blatt mit einer Variante zur ändert als Nr. 2 (Leides Ahnung) Ein- sprechenden Etüde in A (A5) näher als
2. Etüde. gang in die 1854 veröffentlichten Al- der in B (B2). Die beiden Fassungen A
Wahrscheinlich 1833 – so die hand- bumblätter op.124. Die Jahreszahl und B unterscheiden sich von der abge-
schriftliche Datierung durch Clara 1835 in op.124/2 scheint die oben schlossenen Fassung C auch in Satzzahl
Schumann – schrieb Schumann eine genannte Datierung 1834/35 zu bestä- und -folge (die mit einem Stern versehe-
ebenfalls unvollständige zweite Fassung tigen. nen Etüden hat Schumann fragmenta-
der Beethoven-Etüden mit neun Sätzen Variationen und Variationsetüden risch hinterlassen, siehe unten).
nieder (Autograph B). Die 3., 6., 8. und nehmen im Klavierwerk des jungen Wieder eine andere Folge erscheint
letzte Etüde sind darin unvollständig Schumann einen breiten Raum ein. Die auf einem Blatt mit neun Etüden-Inci-
ausgeführt. Vor der letzten Etüde finden Beethoven-Etüden stehen in enger Be- pits Schumanns, das sich als S. 88 in ei-
sich dann vier Incipits zu weiteren Etü- ziehung zu den Symphonischen Etüden nem Stammbuch von Heinrich Panofka
den, dazu der Titel Etudes basées sur un op.13, besonders nahe ist die Verwandt- (1807–1887) befindet (Kongelige Bibli-
Theme de Beethoven / composées pour schaft zwischen op.13 Nr. 6 und der otek Kopenhagen). Es handelt sich um
le Pfte / et dediés à mon amie Clara Etüde Nr. 3 der Exercices. Allerdings B1, A5, A4, A1, A2 (Variante, 2. Teil),
Wieck. sind diese mehr Studien pianistischer ein sonst unbekanntes Incipit (ähnlich
Schließlich fertigte Schumann noch Art als ein eigentliches Variationenwerk. A11), A6, das erste der Incipits aus B
eine dritte Fassung an, die er mit dem Wenn sie die Bedeutung von Opus 13 (Variante), A8.
Titel Exercices versah (Autograph C). nicht erreichen, so liegt dies nicht zu- Als Hauptquelle wurde Fassung C zu-
Auch diese Handschrift wurde von Cla- letzt auch in der Wahl des zugrunde ge- grunde gelegt. Der Komponist hat sie

A: 1 2 3 4 5 6 7 8 9* 10 11*
B: 1 (= A3) 2 (= A5) 3 (= A9)* 4 (neu) 5 (neu) 6 (= A8)* 7 (= A4) 8 (neu)* 9 (= A7)*
C: 1 (= A3) 2 (= A1) 3 (= A5) 4 (= A8) 5 (neu) 6 (= A2) 7 (neu)
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nicht völlig für den Druck ausgearbeitet lich folgende Reihenfolge vorgeschla- Among the items of interest to be found
und nur mit den notwendigsten Inter- gen: B5 vor C6, A7 vor C7, A6 vor C4. in this manuscript is the first copy, for
pretationshinweisen versehen. Eine Rei- A10 kann vor B7 eingereiht werden; the most part completed, of a piano
he von Einzelheiten, Schreibfehlern und beide zusammen sind, wie die Etüden composition inspired by Beethoven
Ungenauigkeiten konnten aber durch A11, B3 und B4, als in sich abgeschlos- bearing the title Etuden in Form freier
Vergleiche mit den Fassungen A und B sen beliebig einsetzbar. B3 wurde an den Variationen über ein Beethoven’sches
geklärt werden. Auch Fingersätze (sie Schluss der Ausgabe gesetzt, da diese Thema (autograph A). This is a set of
stammen alle aus den Quellen) und dy- Etüde wohl am besten geeignet ist, ei- pianistically demanding variations on
namische Angaben ließen sich so au- nen durch alle vorliegenden Stücke er- the theme in a minor from Beethoven’s
thentisch ergänzen. weiterten Zyklus abzuschließen. 7th Symphony (2nd movement), each
Im Anschluss an die 7 Exercices sind Die Reihenfolge sämtlicher 15 Stücke variation being dominated by a charac-
die vollendeten Etüden aus Fassung A könnte demnach wie folgt aussehen: C1, teristic figuration. The set consists of 11
und B wiedergegeben, die Schumann 2, 3, A6, C4, A10, B7, C5, B5, C6, A7, studies, the 11th being left unfinished
nicht in diese letzte Fassung aufgenom- C7, B4, A11, B3. and the 9th being represented by only a
men hat. Es sind die Nummern 6, 7 und Die drei Eigenschriften befanden sich few measures. Before and after the 9th
10 aus Fassung A und dazu die Etüde bis 1974 in der Privatsammlung Wiede. study the quotations of some further
11, die aus den ersten fünf Takten des Jetzt besitzen die Universitätsbibliothek variations have been interspersed (this
Stückes verhältnismäßig einfach er- Bonn das Skizzenbuch IV mit Fassung probably having been done later). In
gänzt werden konnte. Aus Fassung B A und die Bayerische Staatsbibliothek addition, the Sketch Book includes a
werden die Nummern 3, 4, 5 und 7 (A4 München die Autographe der Fassungen leaf containing a variant of study 2.
bildet eine abweichende Vorform) ge- B und C. Die Eigenschrift von C gelang- Presumably in 1833 – going by the
bracht. In B3 hat Schumann zwar den te dorthin als Stiftung von Herrn Dr. date entered by Clara Schumann –
Raum für die Takte 7 und 8 durch Takt- Dr. h. c. Günter Henle, dem auch diese Schumann wrote a second version of the
striche angedeutet, jedoch keine Noten Erstveröffentlichung in seinem Verlag Beethoven Studies, this time comprising
niedergeschrieben; beide Takte wurden zu danken ist. Für freundlicherweise zur 9 movements (autograph B). Studies 3,
in Anlehnung an die melodisch ver- Verfügung gestelltes Quellenmaterial ist 6, 8 and the final study of this version
wandte Etüde C1 ergänzt. Die Ergän- der Herausgeber der Kongelige Biblio- appear unfinished. Preceding the final
zungen in A11 und B3 sind durch Klein- tek Kopenhagen (Frau Eva-Brit Fanger) study, four quotations to further studies
stich gekennzeichnet. In den Quellen und der Universitätsbibliothek Bonn are encountered, in addition to it the
wohl nur aus Versehen fehlende Zeichen (Frau Dr. Irmgard Ooms) zu Dank ver- title Etudes basées sur un Theme de
wurden in Klammern gesetzt. Einige In- pflichtet. Beethoven / composées pour le Pfte /
konsequenzen sind bewusst stehen ge- et dediés à mon amie Clara Wieck.
blieben, z. B. in Etüde C7, in der der München, Sommer 1976 Finally Schumann prepared yet a
Bass auf der ersten Zählzeit in den Tak- Robert Münster third copy to which he gave the title
ten 1 bis 3 in Achtelnoten, dann aber in Exercices (autograph C). This manu-
Viertelnoten verläuft. Die teils in Sech- script too, bears the date 1833 in Clara
zehntel-, teils in Achtelwerten geschrie- Schumann’s hand. This time the work
benen Akkorde in Etüde B5 wurden emerges in a complete self-contained
nach op.124 Nr. 2 einheitlich in Achteln form extending
xtending to seven studies. It is
notiert. Textkritische Anmerkungen be- highly probable that this is the version,
finden sich in den Bemerkungen am En- hitherto unknown, to which Schumann
de dieser Ausgabe. refers when in 1838 he briefly reviews
Um Vergleiche zu ermöglichen, wur- events covering the period from March
de dieser Ausgabe das den Etüden zu- Preface 1833 to the autumn of 1837: 1835 ...
grunde liegende Beethoventhema voran- Etudes Symphoniques (published in
gestellt. Quelle dafür ist die 1816 bei 1837 as op.13) and Studies on a Theme
Steiner und Comp. in Wien erschienene by Beethoven ... Fair copy made during
erste zweihändige Klavierbearbeitung Robert Schumann’s autograph Skizzen- the winter months (translation). Conse-
der 7. Symphonie durch Anton Diabelli. buch IV (Sketch Book IV), so described quently the fair copy might possibly
Die Etüden aus Fassung A und B by Clara Schumann who also added the have originated sometime between 1834
können nach Belieben zwischen die sie- date 1831/32, is a record of Schumann’s and 1835.
ben Etüden der Fassung C eingefügt early study of composition with Hein- With one exception, the Beethoven
werden. Da die Nummern A6, A7, A10 rich Dorn in 1831/32. It bears witness Studies remained unpublished. Never-
und B5 attacca in ein nachfolgendes above all to Schumann’s fundamental theless the fact that they repeatedly oc-
Stück einmünden, sei für sie unverbind- concern with the music of Beethoven. cupied Schumann’s mind and even led
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to his producing a fair copy would sug- ond movement of the Sinfonia Pasto- not included by Schumann in the Exer-
gest that he attached a certain amount rale. In study C7, containing a two-note cices. These are nos. 6, 7 and 10 from
of importance to these compositions. On motif allocated to the left hand (sugges- version A, and, in addition study no.11
their approaching completion, however, tive of the opening measures of the 9th which was nevertheless comparatively
Schumann appears to have given pri- Symphony) there suddenly appears one easy to complete from the first five
ority, as regards actual publication, to of the main themes from the first move- measures of the piece. From version B
other works for piano. As years went by, ment of the 7th Symphony (Vivace, we have made inclusion of nos. 3, 4, 5
Schumann obviously came to adopt an measures 12–14). and 7 (A4 constitutes an earlier diver-
increasingly critical attitude towards Studies, embodied in later versions, gent form). In B3, Schumann, while
his earlier compositions. Only the fifth have been revised by Schumann to a providing bar-lines for measures 7 and
piece in the second version of the Beet- larger or smaller degree. Certain it is 8, failed to supply the notation. Both
hoven Studies was included in op.124 that version A as well as B have served measures have here been completed in
Albumblätter published in 1854. Here it as basis for version C. Thus study C3 accordance with the melodically related
appears with minor alterations as no.2 bears closer affinity to the correspond- study C1. The supplements made to
Leides Ahnung. The date, given in ing study in A (A5) than to that in B A11 and B3 are distinguished by the
op.124/2 as 1835, would appear to (B2). The two versions A and B deviate use of small print. Signs presumed to
confirm that already mentioned above, from the completed version C as regards have been omitted inadvertently in the
i. e. 1834/35. the number of movements and the order sources will be found placed in paren-
Variations and studies on the form of in which they appear (studies marked theses. Some inconsistencies have been
variations occupy a prominent place in with an asterisk have come down to us deliberately left unaltered, as for exam-
Schumann’s early works for piano. The in fragmentary form only; see bottom of ple the bass of study C7, which is writ-
Beethoven Studies reveal a marked af- page). ten in eighth-notes on the first beat of
finity to the Symphonische Etuden Yet another sequence is given by measures 1 to 3, after which it proceeds
op.13, a very close relationship existing Schumann on page 88 of a family in quarter-notes. The chords in study
between op.13 no. 6 and study no. 3 of records album belonging to Heinrich B5, written inconsistently in sixteenth
the Exercices. However, the Exercices Panofka (1807–1887) and preserved in and eighth-note values, have been ad-
are rather more of a pianistic character the Kongelige Bibliotek Copenhagen. It justed uniformly to read as eighth-notes
than that of variation techniques prop- contains 9 quotations in the following in accordance with op.124 no. 2. Criti-
erly so called. The reason for their fail- order: B1, A5, A4, A1, A2 (variant, 2nd cal commentaries can be found in the
ing to qualify for the same significance part), an otherwise unknown incipit Comments at the end of this edition.
as that attached to opus 13 may be at- (similar to A11), A6, the first of the in- To make comparison possible, the
tributed in the main to the choice of cipits from B (variant), A8. Beethoven theme on which the studies
theme on which they are based. In most Version C has been used as the main are based has been printed before the
of the studies, the composer adheres source in preparing this edition. Schu- variations in the present edition. The
largely to Beethoven’s concept involving mann did not apply all the finishing first piano arrangement of the 7th Sym-
a simple harmonic scheme. This self- touches that normally characterize a phony by Anton Diabelli, published in
imposed restriction results in a certain work ready for print, and confined him- 1816 by Steiner and Co. of Vienna, has
degree of monotony developing as the self to indicating only the bare essentials been taken as source.
work proceeds, this forming a contrast in the way of directions for interpreta- The eight studies of version A and B
to the rich palette of color in which op.13 tion. The presence of the two remaining may be interspersed at any desired point
abounds. Even so, the importance of this versions, A and B, made it possible to between the studies of version C. As nos.
composition within the range of Schu- clarify a number of details, clerical er- A6, A7, A10 and B5 attacca are intend-
mann’s early works may justify its pub- rors and other inaccuracies. By making ed to proceed immediately to a succes-
lication. comparisons of this kind, it was also sive piece, they are recommended to be
Strong reminiscences of Beethoven possible to lend authenticity to the fin- played in the following (non-compul-
are awakened in some of the pieces, gerings (they all stem from the sources) sory) order: B5 before C6, A7 before C7,
these no doubt reflecting Schumann’s and marks of expression which have A6 before C4. A10 may precede B7; as
exhaustive study of Beethoven’s sym- been supplemented. in the case of studies A11, B3 and B4,
phonies. Study A7 gathers up the string After version C follow the completed these two pieces may be considered as
figuration from the beginning of the sec- studies from the two previous versions forming a self-contained group and po-

A: 1 2 3 4 5 6 7 8 9* 10 11*
B: 1 (= A3) 2 (= A5) 3 (= A9) 4 (new) 5 (new) 6 (= A8)* 7 (= A4) 8 (new)* 9 (=A7)*
C: 1 (= A3) 2 (= A1) 3 (= A5) 4 (= A8) 5 (new) 6 (= A2) 7 (new)
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sitioned in accordance with the player’s d’une œuvre pour piano inspirée par dant que Schumann a accordé à ces
own will. B3 has been placed at the end Beethoven et intitulée Etuden in Form études, au moins temporairement,
of the edition owing to its being best freier Variationen über ein Beetho- une certaine importance. Lors de leur
suited of round off the complete extend- ven’sches Thema Beethoven (auto- achèvement toutefois, il a considéré
ed cycle. graphe A). Il s’agit d’une suite de va- comme plus important de faire éditer
The order in which all 15 pieces riations très difficiles sur le plan pianis- certaines de ses autres œuvres pour pia-
might be performed appears thus: C1, tique sur le thème en la mineur du no. Au fur et à mesure des années, Schu-
2, 3, A6, C4, A10, B7, C5, B5, C6, A7, deuxième mouvement de la 7ème Sym- mann a adopté une attitude de plus en
C7, B4, A11, B3. phonie de Beethoven, chacune d’entre plus critique vis-à-vis de ses premières
All three manuscripts were, up to elles étant dominée par un certain sché- compositions pour piano. Seul le mor-
1974, included in the Wiede Collection. ma. Le tout se compose de onze études. ceau placé en cinquième position dans
Sketch Book IV, containing version A, is La 11ème étude n’est qu’incomplète- la deuxième version des études a été
now preserved in the Universitätsbiblio- ment écrite, et il n’existe que quelques repris légèrement modifié comme No 2
thek Bonn. The autographs of versions mesures de commencement pour la (Leides Ahnung) dans l’opus 124 (Al-
B and C have since been transferred to 9ème. Avant et après la neuvième étude bumblätter) publiée en 1854. La date
the Bayerische Staatsbibliothek in Mu- se trouvent (peut-être ajoutés plus tard) de 1835 donnée pour ce No 2 de l’opus
nich, the latter version having been do- les incipits de quelques autres varia- 124 semble confirmer la datation
nated by Dr. Dr. h. c. Günter Henle, to tions. Le receuil d’esquisses contient 1834/35 ci-dessus mentionnée.
whom this first edition owes its publica- en plus une feuille avec une variante Les variations et études en variations
tion. Acknowledgements are due to the de la deuxième étude. occupent une grande place dans l’œuvre
Kongelige Bibliotek Copenhagen (Mrs. C’est probablement en 1833 que, se- pour piano du jeune Schumann. Les
Eva-Brit Fanger) and the Universitäts- lon une datation manuscrite de Clara études d’après Beethoven sont en étroite
bibliothek Bonn (Dr. Irmgard Ooms) for Schumann, le compositeur a écrit une relation avec les Etudes Symphoniques
their kindness in placing the sources at deuxième version également inachevée, op.13, et la parenté est particulièrement
my disposition. comportant cette fois neuf morceaux évidente entre l’op. 13, No 6 et l’étude
(autographe B). La 3ème, 6ème, 8ème No 3 des Exercices, qui constituent
Munich, summer 1976 et la dernière études sont incomplètes. d’ailleurs plus un exercice pianistique
Robert Münster Le recueil comporte également avant la que des variations au sens propre du
dernière étude 4 incipits d’autres études, terme. S’ils n’atteignent pas l’impor-
on y note aussi le titre Etudes basées sur tance de l’opus 13, c’est pour une
un Thème de Beethoven / composées grande part aussi en raison du thème
pour le Pfte / et dédiées à mon amie choisi comme point de départ. Dans la
Clara Wieck. plupart des études, le compositeur s’en
Enfin Schuman écrivit encore une tient essentiellement au schéma harmo-
troisième série d’études qu’il intitula nique simple de la pensée beethové-
Exercices (autographe C). Ce manuscrit nienne. Cette entrave volontaire se tra-
aussi a été daté par Clara Schumann de duit par une certaine uniformité au sein
l’année 1833. L’œuvre se présente cette de l’œuvre, qui n’atteint pas ainsi la ri-
fois sous une forme complète, achevée et chesse de couleurs de l’opus 13. L’im-
comporte sept études. C’est très proba- portance de la composition dans l’œuvre
Préface blement à cette version jusque-là incon- de jeunesse de Schumann en justifie ce-
nue que Schumann fait allusion lors- pendant une publication imprimée.
qu’il note en 1838 à l’occasion d’une Il est intéressant de constater qu’il
courte rétrospective de la période com- apparaît dans quelques-unes des études
L’autographe de Robert Schumann prise entre mars 1833 et l’automne des réminiscences manifestes de Beetho-
Skizzenbuch IV (recueil d’esquisses), 1837: Annee 1835 ... les Etudes Sym- ven, dues sans aucun doute à l’analyse
ainsi intitulé et daté des années 1831/32 phoniques (opus 13, parues en 1837) et approfondie que Schumann a faite des
par Clara Schumann, illustre les études des Etudes sur un thème de Beethoven ... Symphonies de Beethoven. L’étude A7
de composition faites par le jeune Schu- recopiées au propre dans les mois d’hi- s’inspire du motif joué par les instru-
mann chez Heinrich Dorn en 1831/32. ver (traduction). Cette mise au propre ments à cordes au début du deuxième
Ce recueil est avant tout un témoignage pourrait donc dater de l’hiver 1834/35. mouvement de la Pastorale, et dans
de l’étude approfondie menée par le Les études d’après Beethoven sont, à l’étude C7, dont le motif sur deux notes
compositeur sur l’œuvre de Ludwig van une exception près, restées inédites. Les de la main gauche rappelle la Neuvième,
Beethoven. On y trouve entre autres la multiples versions ayant précédé la mise surgit brusquement un motif tiré de
première version, déjà très avancée, au propre définitive montrent cepen- l’ensemble thématique principal du 1er
VII

mouvement de la Septième (Vivace, me- L’édition comporte après la version C Les études des versions A et B peu-
sures 12 à 14). les études achevées des versions A et B vent être intercalées à loisir entre les
Schumann a plus ou moins remanié que Schumann n’a pas incluses dans les sept études de C. Comme les numéros
les études en variations reprises dans les Exercices. Ce sont les numéros 6, 7 et 10 A6, A7, A10 et B5 s’enchaînent directe-
versions ultérieures. Il n’y a pas de dou- de la version A, ainsi que l’étude No 11, ment (attacca) avec le morceau suivant,
te que la version C ait été écrite sur la qu’il a été possible de compléter rela- on proposera comme possibilité faculta-
base des versions A et B. L’étude C3 est tivement facilement à partir des cinq tive l’ordre suivant: B5 avant B6, A7
par exemple plus proche de l’étude cor- premières mesures du morceau. Pour la avant C7, A6 avant C4. A10 peut être
respondante de A (A5) que de celle de B version B, il s’agit des numéros 3 (dont placé avant B7; les deux forment ensem-
(B2). Les deux versions A et B se distin- il n’existe que quelques mesures dans ble un tout, et, comme les études A11,
guent de la version définitive C égale- A), 4, 5 et 7 (A4 constitue une première B3 et B4, peuvent de ce fait se placer où
ment par le nombre et la succession des forme différente). Schumann a dans B3 bon semble. B3 a été mis en dernière po-
mouvements (les études munies d’un marqué l’emplacement des mesures 7 et sition de cette édition étant donné que
astérisque ont seulement été laissées 8 par des barres de mesure, mais il n’a cette étude est sans doute la plus apte
inachevées par Schumann; voir ci- pas inscrit les notes; ces deux mesures à conclure un cycle élargi par tous les
dessous). ont été complétées à partir de l’étude C1 morceaux présents.
Une autre succession apparait, sur qui présente une parenté mélodique L’ordre des 15 morceaux pourrait en
une feuille écrite par Schumann, avec 9 avec B3. Les compléments apportés conséquence être le suivant: C1, 2, 3,
incipits d’Etude, que l’on trouve dans dans A11 et B3 sont imprimés en petits A6, C4, A10, B7, C5, B5, C6, A7, C7,
un livre d’or de Heinrich Panofka caractères et les signes omis probable- B4, A11, B3.
(1807–1887) de la Kongelige Bibliotek ment par erreur dans les sources sont Les trois autographes sont restés jus-
de Copenhague. Il s’agit de B1, A5, A4, placés entre parenthèses. Quelques in- qu’en 1974 dans la collection privée
A1, A2 (variante, 2ème partie), un inci- conséquences ont été laissés intentio- Wiede. C’est maintenant la Universitäts-
pit autrement inconnu (ressemblant à nellement, p. ex. dans l’étude C7, où la bibliothek de Bonn qui est en possession
A11), A6 et le 1er des incipits de B (va- basse comporte des croches sur le pre- du Skizzenbuch IV avec la version A, et
riante), A8. mier temps des mesures 1 à 3, puis con- la Bayerische Staatsbibliothek de Mu-
C’est la version C qui a été prise tinue en noires. Les accords de l’étude nich des autographes des versions B et
comme source principale de la présente B5 écrits en partie en doubles croches, C. L’autographe de C est une donation
édition. Le compositeur ne l’a pas mise en partie en croches ont été notés de fa- du Dr Dr h. c. Günter Henle, auquel on
entièrement au point pour l’impression çon uniforme en croches d’après le No 2, doit également la première publication
et l’a seulement pourvue des indications opus 124. Commentaires critiques se dans sa maison d’édition. L’éditeur ex-
d’interprétation absolument indispen- trouvent dans les Remarques à la fin prime tous ses remerciements à la Kon-
sables. Il a cependant été possible, par du volume. gelige Bibliotek de Copenhague (Mme
comparaison avec les versions A et B, Pour permettre les comparaisons, le Eva-Brit Fanger) et à la Universitätsbi-
d’éclaircir et de rectifier une série de dé- thème de Beethoven ayant servi de base bliothek Bonn (Dr Irmgard Ooms), qui
tails, de fautes et d’imprécisions. L’édi- aux études a été placé en tête de la pré- ont mis aimablement des sources à ma
teur a également pu, de cette façon, sente édition. La source utilisée est le disposition.
compléter d’une façon authentique la premier arrangement pour piano à deux
partition avec les doigtés, provenant mains de la Septième par Anton Diabel-
tous des sources, et les indications dy- li, paru à Vienne en 1816 chez Steiner et Munich, été 1976
namiques. Comp. Robert Münster

A: 1 2 3 4 5 6 7 8 9* 10 11*
B 1 (= A3) 2 (= A5) 3 (= A9)* 4 (nouv.) 5 (nouv.) 6 (= A8)* 7 (= A4) 8 (nouv.)* 9 (= A7)*
C: 1 (= A3) 2 (= A1) 3 (= A5) 4 (= A8) 5 (nouv.) 6 (= A2) 7 (nouv.)