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ICS 53.040.10; 01.

110 VDI-RICHTLINIEN April 2004

VEREIN
Leitfaden für die Aufstellung einer VDI 3620
DEUTSCHER
INGENIEURE Betriebsanleitung für Stetigförderer

Manual for generating information books for users of


Frühere Ausgabe: 5.88; 11.02 Entwurf

continuous conveyors

Inhalt Seite

Vorbemerkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1 Anwendungsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
2 Zielsetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
3 Inhalt und Gestaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3.1 Bezeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3.2 Inhaltsangabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3.3 Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3.4 Bestimmungsgemäße Verwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3.5 Beschreibung des Stetigförderers und seiner Funktionsweise . . . . . 3
3.6 Beschreibung der Schutzeinrichtungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3.7 Angaben über Lärmemissionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
3.8 Angaben zu weiteren Emissionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
3.9 Informationen zum Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
3.10 Informationen über Aufstellung und Inbetriebnahme . . . . . . . . . 4
3.11 Hinweise zum Betrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
3.12 Angaben zur Instandhaltung und zu Prüfungen. . . . . . . . . . . . . 5
3.13 Angaben für den Notfall. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
3.14 Informationen zur Außerbetriebnahme/Demontage . . . . . . . . . . 5
3.15 Gestalterische Hinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
4 Sicherheitsbestimmungen, Normen und Richtlinien . . . . . . . . . . . 5

VDI-Gesellschaft Fördertechnik Materialfluss Logistik


Fachbereich B3 Stückgut-Fördertechnik
Fachbereich B4 Schüttgut-Fördertechnik

VDI-Handbuch Materialfluss und Fördertechnik, Band 3 und Band 4


–2– VDI 3620

Vorbemerkung Betriebsanleitung zusätzlich auf Gefahren durch


Als wichtiger Bestandteil des Lieferumfanges für Ma- Fehlgebrauch hinzuweisen.
schinen sind in der Maschinen-Richtlinie (98/37/EG) Auch eigenmächtige Veränderungen der Maschine
sowie in den harmonisierten Normen DIN EN 292-1 durch den Betreiber selbst führen immer wieder zu
und DIN EN 292-2 „Sicherheit von Maschinen“ Be- Unfällen. Dies gilt zum Beispiel für den nachträgli-
triebsanleitungen genannt. Diese sollen dem Betrei- chen Anbau fremder Zusatzgeräte, Veränderung von
ber wichtige Informationen für die sichere und sach- Steuerungskonzepten oder das Verändern von
gerechte Verwendung von Maschinen oder Geräten Schutzeinrichtungen ohne Rücksprache mit dem
vermitteln. Die Anforderungen an den Informations- Hersteller. Deshalb muss die Betriebsanleitung dar-
gehalt von Betriebsanleitungen sind außerdem auch auf eingehen, dass bei nachträglichen Änderungen
in der Produkthaftungsrichtlinie, welche durch das des Stetigförderers das ursprünglich vorhandene Si-
Produkthaftungsgesetz vom 15.12.1989 in nationales cherheitskonzept des Herstellers erlischt.
Recht umgesetzt wurde, enthalten.
Es empfiehlt sich, der Betriebsanleitung ein überge-
Stetigförderer fallen unter den Anwendungsbereich ordnetes Kapitel über allgemeine Sicherheitshin-
der Maschinen-Richtlinie und müssen daher den An- weise voranzustellen. Im weiteren Verlauf des Textes
forderungen des Anhanges I zu dieser Richtlinie ent- sind dann spezielle Sicherheitshinweise zu geben,
sprechen. welche sich auf die einzelnen Betriebsphasen bezie-
Wie in den Vorbemerkungen zu Anhang I der Ma- hen.
schinen-Richtlinie ausgeführt wird, ist der Hersteller Dem Betreiber eines Stetigförderers obliegt es, unter
verpflichtet, eine Gefahrenanalyse vorzunehmen, um Verwendung der Betriebsanleitung des Herstellers
alle mit dem Stetigförderer verbundenen Gefahren zu eine Betriebsanweisung zu erstellen, anhand welcher
ermitteln. Er muss die Stetigförderer dann unter Be- er die Benutzer (Beschäftigte) des Stetigförderers
rücksichtigung seiner Analyse entwerfen und bauen. unterweist und diese insbesondere auf sicherheitsre-
Trotz sorgfältigster Konstruktion und Fertigung und levante Sachverhalte aufmerksam macht.
trotz Beachtung aller einschlägigen Sicherheitsnor- Dem Hersteller ist anzuraten, sich vom Betreiber der
men können immer noch Restrisiken verbleiben, die Maschine den Erhalt der Betriebsanleitung schriftlich
beim Verwenden eines Stetigförderers zum Tragen bestätigen zu lassen. Dies kann späteren Missver-
kommen. Hier muss der Betreiber im Rahmen der ständnissen beim Eintreten von Schäden vorbeugen.
Betriebsanleitung des Herstellers über die verblei- Dem Ersteller von Betriebsanleitungen ist aus den
benden Risiken bei allen Betriebszuständen infor- oben genannten Gründen zu empfehlen, die entspre-
miert werden. chenden Anforderungen an diese zu beachten. Der
Allgemeine Gefahrenhinweise in der Betriebsanlei- vorliegende Leitfaden soll ihm dabei eine Hilfestel-
tung können allerdings konstruktiv- oder fertigungs- lung geben.
technisch bedingte Sicherheitsmängel nicht kompen-
sieren. Hier bedarf es zusätzlicher Änderungen an
dem Stetigförderer.
1 Anwendungsbereich
Leidet bei der Benutzung einer Maschine (Stetigför-
Diese Richtlinie gilt für einzelne Stetigförderer für
derer) die Sicherheit zum Beispiel durch mangelhafte
Schüttgut oder Stückgut. Für ein Fördersystem, das
Darbietung oder durch Nichtberücksichtigung des zu
aus mehreren Förderern besteht, ist eine umfangrei-
erwartenden Fehlgebrauchs, so machen die gesetzli-
che Dokumentation zu liefern, die außer den Be-
chen Vorgaben den Hersteller einer Maschine für Fol-
triebsanleitungen der einzelnen Förderer die notwen-
geschäden haftbar. Dies bedeutet für die Erarbeitung
digen Angaben für die Einrichtung und den Betrieb
von Betriebsanleitungen, dass Sicherheitshinweise
der Gesamtanlage enthält.
bei der Beschreibung der Maschinenfunktionen für
alle Lebensphasen der Maschine besonders hervorzu-
heben sind. Mangelhafte Betriebsanleitungen können
unter Umständen mit Konstruktions- oder auch 2 Zielsetzung
Fabrikationsfehlern gleichgestellt werden. Es ist Zweck dieser Richtlinie, dem Hersteller von
Der Hersteller einer Maschine hat zusätzlich das Stetigförderern einen Leitfaden für die Aufstellung
natürliche Fehlverhalten von beschäftigten Personen einer Betriebsanleitung zu geben. Mit dieser Richt-
zu berücksichtigen, mit dem gerechnet werden muss. linie werden allgemeine Hinweise vermittelt. Sie sind
Diesem Fehlverhalten ist konstruktiv und fertigungs- im Einzelfall den gegebenen Bedingungen und An-
technisch entgegenzuwirken und im Rahmen der forderungen anzupassen.
VDI 3620 –3–

3 Inhalt und Gestaltung Beispiel trockene, feuchte, nasse, staubige,


Die Inhalte einer Betriebsanleitung sollen verschie- explosionsgefährdete Bereiche)
dene Kriterien erfüllen, wobei die verwendete Glie- Verbotene Einsatzbereiche sind anzugeben.
derung (Nummerierung) keine Wertung darstellt. An-
Hinweise
haltspunkte dazu sind aus der Maschinen-Richtlinie,
Anhang I, Abschnitt 1.7.4, aus den harmonisierten • Der „vernünftigerweise vorhersehbare Miss-
Normen DIN EN 292-2, Abschnitt 5 und EN 619, brauch“ muss berücksichtigt werden (zum Bei-
Abschnitt 7 sowie der Richtlinie VDI 4500 Blatt 1, spiel Gebrauch durch ungeschultes Personal,
Abschnitt 8 und Abschnitt 9 zu entnehmen. reflexartiger Zugriff, Gebrauch durch Kinder etc.).
• Auf die sachwidrige Verwendung muss hingewie-
3.1 Bezeichnung sen werden. Es dürfen keine Verwendungsmög-
Die Benutzerinformation ist mit einem Deckblatt zu lichkeiten ungenannt bleiben, die von der Be-
versehen, aus dem der Titel „Betriebsanleitung“ so- zeichnung und der Beschreibung des Stetigförde-
wie das Modell bzw. der Typ und der Hersteller des rers her erwartet werden können.
damit beschriebenen Stetigförderers hervorgehen. • Es müssen Informationen über Restrisiken enthal-
ten sein, die den Benutzer vor diesen warnen.
3.2 Inhaltsangabe
Restrisiken bestehen zum Beispiel dann, wenn
Die Gliederung der Betriebsanleitung ist durch eine Gefahren vorliegen, die durch die Konstruktion
Inhaltsangabe zu verdeutlichen. Diese kann nur bei nicht vermieden oder nicht ausreichend reduziert
sehr kurzen Betriebsanleitungen entfallen. werden konnten und gegen die vorhandene
Schutzeinrichtungen nicht oder nicht ausreichend
3.3 Technische Daten
wirksam sind.
Die Angaben zum Stetigförderer müssen mit den An-
gaben auf dem Typenschild übereinstimmen.
3.5 Beschreibung des Stetigförderers und seiner
Mindestangaben: Funktionsweise
• Name und Anschrift des Herstellers Die Beschreibung des Stetigförderers sollte folgen-
• Bezeichnung der Serie bzw. des Typs den Anforderungen genügen:
• Seriennummer, Fabrikationsnummer, Baujahr • Die Bedienperson muss die Funktionsweise des
• Technische Spezifikationen Stetigförderers leicht erfassen können.
• Daten über ggf. vorhandene elektrische, pneuma- • Sicherheitshinweise müssen im Vordergrund ste-
tische bzw. hydraulische Ausrüstung (Spannung, hen.
Frequenz, Nennbetriebsstrom, Betriebsdruck etc.) • Zu den einzelnen Lebens- und Betriebsphasen
Weitere Angaben: sind spezielle Sicherheitshinweise zu geben.
• Beschreibung mit technischen Daten des Förde-
rers (Förderleistung, Fördergeschwindigkeit, Ab- 3.6 Beschreibung der Schutzeinrichtungen
messungen etc.) Die Beschreibung der Schutzeinrichtungen betrifft
• Angaben zum Fördergut (Abmessungen, Ge- zum Beispiel:
wichte, Förderverhalten) • verriegelte oder gekoppelte Schutzeinrichtungen
3.4 Bestimmungsgemäße Verwendung • Lichtschranken
Die Betriebsanleitung muss deutliche Informationen • Schaltleisten
über den nach Angaben des Herstellers definierten • NOT-AUS-Befehlseinrichtungen
Verwendungszweck enthalten. Es muss beschrieben • Tipp-Einrichtungen
sein, wofür der Stetigförderer bestimmungsgemäß • Hauptschalter
verwendet werden darf bzw. was keine bestimmungs-
gemäße Verwendung darstellt.
3.7 Angaben über Lärmemissionen des
Weiterhin sind folgende Angaben notwendig: Stetigförderers
• Angaben der Stoffe/Produkte, die verwendet bzw. Die Betriebsanleitung muss enthalten:
nicht verwendet werden dürfen (zum Beispiel • den arbeitsplatzbezogenen Emissionswert an den
Ausschluss bestimmter Gefahrstoffe wie Explosi- Arbeitsplätzen des Bedienpersonals, wenn dieser
onsstoffe oder Lösemittel) 70 dB(A) überschreitet. Ist der arbeitsplatzbezo-
• Angabe der Bereiche, in denen der Stetigförderer gene Emissionswert kleiner oder gleich 70 dB(A),
eingesetzt bzw. nicht eingesetzt werden darf (zum reicht die Angabe 70 dB(A) aus.
–4– VDI 3620

• Liegt der arbeitsplatzbezogene Emissionswert an • Angaben zur Entsorgung zum Beispiel von Fo-
den Arbeitsplätzen über 85 dB(A), ist zusätzlich lien, Chemikalien und anderen Stoffen
die Angabe des Schallleistungspegels erforder- • Angabe über Vorsorgemaßnahmen, die vom Be-
lich. An sehr großen Maschinen kann anstelle des treiber ergriffen werden müssen, wie beispiels-
Schallleistungspegels der Schalldruckpegel an be- weise:
stimmten Stellen des Maschinenumfelds angege- – Sicherheitsabstände zur Umgebung
ben werden. – Anbringen von Sicherheitszeichen
– Verwendung bzw. Austausch von notwendigen
Schalldämpfern
3.8 Angaben zu weiteren Emissionen – benutzerspezifische Sicherheitseinrichtungen
Die Angaben zu weiteren Emissionen betreffen zum
Beispiel:
• Strahlung (zum Beispiel Laser-, UV-, IR-Strah- 3.11 Hinweise zum Betrieb des Stetigförderers
lung, Mikrowellen) Die Hinweise zum Betrieb des Stetigförderers betref-
• Gase/Dämpfe (zum Beispiel Schweißrauche, fen zum Beispiel:
Lösemitteldämpfe) • Erläuterung der Betätigungseinrichtungen (Stell-
• Stäube teile)
• Aerosole • Angaben über Einricht- und Einstellarbeiten (wie
zum Beispiel Tipp-Betrieb) sowie Angaben über
Inbetriebnahme, Ingangsetzen bzw. Einschalten,
3.9 Informationen zum Transport Stillsetzen
Die Informationen zum Transport betreffen zum • Hinweise über die Einstellung von einstellbaren
Beispiel: trennenden Schutzeinrichtungen (zum Beispiel
• Handhabung (Bezeichnung der Befestigungs- formatabhängige trennende Schutzeinrichtungen)
punkte wie Transportösen für Hebezeuge) • Angaben zur Störungserkennung und Störungs-
• zulässige bzw. unzulässige Transporthilfsmittel/ beseitigung
Hebezeuge etc. • Angaben über die Benutzung persönlicher
• Abmessungen, Gewicht, Lage des Schwerpunktes Schutzausrüstungen
• Informationen über Restrisiken wie zum Beispiel:
– Umgang mit Gefahrstoffen beim Reinigen
3.10 Informationen über Aufstellung und – gesundheitsgefährliche Emissionen von Ar-
Inbetriebnahme beits- bzw. Schadstoffen (Gase, Dämpfe,
Die Informationen über Aufstellung und Inbetrieb- Stäube, Rauche, Aerosole etc.)
nahme betreffen zum Beispiel: – heiße Oberflächen oder Hochspannung hinter
zu öffnenden Schutzeinrichtungen
• Angaben für Aufbau und Montage (zum Beispiel
– Quetschen, Scheren, Schneiden, Einziehen an
Anforderungen an das Fundament, Anforderung
mechanischen Teilen, soweit eine Sicherung
an die Befestigung, Verankerung bzw. Vibrations-
dieser Gefahrstellen aus technologischen Grün-
dämpfung der Maschine)
den nicht möglich ist
• Angaben über den Platzbedarf für Betrieb und – indirektes Berühren, Kurzschluss, Elektro-
Instandhaltung sowie zur Vermeidung unzu- statik an elektrischen Anlagen
lässiger Umgebungsbedingungen (Temperaturen, – gespeicherte Energie in Pneumatik-/Hydraulik-
Feuchtigkeit, elektromagnetische Strahlung) anlagen
• Angaben bezüglich Anschlussbedingungen wie – mögliche Gehörschäden durch Lärmein-
Energieversorgung, Motordrehrichtung, Qualifi- wirkung
kation der Maschineninstallateure (zum Beispiel – Vibrationen
Elektrofachkraft), elektrischem Überlastschutz – Strahlung zum Beispiel an Laseranlagen
• Angaben zur Handhabung von Bauteilen/Zusatz- – Verbrennungen/Kälteverbrennungen durch
einrichtungen wie zum Beispiel Temperatureinflüsse
– nachträglicher Einbau fremder Zusatzaggregate – körperliche Zwangshaltung durch ergono-
(zulässig/unzulässig) misch unzureichend gestaltete Arbeitsplätze
– mögliche Veränderungen von Schutzeinrich- – Infektionsgefahren durch Mikroorganismen
tungen bzw. mangelhafte Hygiene an Stetigförderern
VDI 3620 –5–

3.12 Angaben zur Instandhaltung und zu Deutschland eingesetzt werden sollen, benötigen
Prüfungen eine Betriebsanleitung in deutscher Sprache. Dies
Diese Informationen sind nötig, soweit es die Sicher- betrifft auch die Beschriftung bildlicher Darstel-
heit betrifft, beispielsweise zum Betätigen des Haupt- lungen.
schalters oder zum Entlüften von Druckluftspei- • Unterstützung der Verständlichkeit des Textes
chern: durch Illustrationen (Zeichnungen, Fotos etc.)
• Angaben zur erforderlichen Qualifikation der • eindeutige Zuordnung der Illustrationen zum
durchführenden Personen Begleittext
• Angaben für die Benutzung persönlicher • Die Illustrationen sollen dem tatsächlichen
Schutzausrüstung Arbeitsablauf entsprechen.
• Hilfsmittel zur rationellen Fehlerdiagnose (Zeich- • Es ist ein ausgewogenes Verhältnis von Bildern
nungen, Diagramme) (in guter Qualität) zu Texten zu wählen.
• Angaben zu etwaigen notwendigen Prüfungen • Sofern es dem Verständnis dient, können Informa-
(zum Beispiel integrierte Druckbehälter) tionen in Tabellenform dargestellt werden.
• Art, Häufigkeit und Qualität notwendiger Prüfun- • Bauteile, die schnell erkannt werden müssen, sind
gen bevorzugt farblich hervorzuheben.
• Angaben zu Austauschintervallen von Teilen oder • Bei längeren Betriebsanleitungen ist ein Stich-
Hilfsstoffen mit begrenzter Lebensdauer wort- bzw. Inhaltsverzeichnis hinzuzufügen.
• Die Betriebsanleitung ist gebrauchstüchtig und in
3.13 Angaben für den Notfall ansprechendem Layout mitzuliefern.
Die Angaben für den Notfall sollen Hinweise zum • Benutzerinformationen sind so einfach und knapp
Befreien von Personen aus Gefahrensituationen ent- wie möglich zu halten. Es sollte eine schlüssige
halten wie zum Beispiel: und logische Darstellung gewählt werden. Unver-
• Lösen der Motorbremse ständliche Fachbegriffe sind zu erläutern.
• Betätigen von Handrädern
• Einleiten einer Bewegungsumkehr
• Demontage von Maschinenteilen 4 Sicherheitsbestimmungen, Normen und
Richtlinien
• Fluchtwege bzw. Unterstände für Personen
Gesetze, Verordnungen
3.14 Informationen zur Maschinen-Richtlinie (98/37/EG), umgesetzt in nati-
Außerbetriebnahme/Demontage onales Recht als Maschinen-Verordnung (Neunte
Diese Informationen umfassen alle sicherheitstechni- Verordnung zum Gerätesicherheitsgesetz)
schen Angaben für Stilllegung, Abbau, Abtransport
und Entsorgung. Technische Regeln
DIN EN 292-1 (2000-06)
3.15 Gestalterische Hinweise Sicherheit von Maschinen; Grundbegriffe, allge-
Bei der Gestaltung von Betriebsanleitungen sollten meine Gestaltungsleitsätze
die nachfolgenden Kriterien berücksichtigt werden, Teil 1: Grundsätzliche Terminologie, Methodik
um eine möglichst gute Verwendbarkeit und benut- DIN EN 292-2 (2000-06)
zerseitige Akzeptanz zu erzielen: Sicherheit von Maschinen; Grundbegriffe, allge-
• gute Lesbarkeit durch Verwendung einer klaren meine Gestaltungsleitsätze
und ausreichend großen Schrift Teil 2: Technische Leitsätze und Spezifikationen
• Hervorheben von Sicherheitshinweisen bzw. EN 619 (2002-10)
Warnhinweisen zum Beispiel durch Farben, Sym- Stetigförderer und Systeme; Sicherheits und EMV-
bole bzw. kursive Schrift Anforderungen an mechanische Fördereinrichtungen
• Abfassung der Betriebsanleitung in der Amts- für Stückgut
sprache des Landes, in dem die Maschine einge- VDI 4500 Blatt 1 (1995-02)
setzt wird. Maschinen, die in der Bundesrepublik Technische Dokumentation; Benutzerinformation