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www.kues.de Ausgabe 21 2/2006 Euro 1,80 magazin Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher

Ausgabe 21 2/2006

Euro 1,80

magazin

Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e. V.

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magazin Inhalt Inhalt news & trends 4 Kurz und knackig: Infos rund ums Automobil 10

magazin

Inhalt

Inhalt

news & trends magazin Inhalt Inhalt 4 Kurz und knackig: Infos rund ums Automobil 10 27 Das neue Mercedes-Museum

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Kurz und knackig: Infos rund ums Automobil

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Das neue Mercedes-Museum in Stuttgart

Im Un-Ruhestand: Bob Lutz hat die Auto-Zukunft fest im Blick

special

Rechts überholen, ganz legal: Australien per AutoBob Lutz hat die Auto-Zukunft fest im Blick special 14 16 18 28 TITELSTORY Überlebensfrage: Durch

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TITELSTORY Überlebensfrage: Durch den Schmelztiegel Soweto

Elbflorenz mit bunter Neustadt: Unterwegs in Dresden

Landpartie: Auf Tour mit der Motorkutsche

expert

TITELSTORY Navigationssysteme im Westentaschenformat: Wie gut sind die Minis? Navigationssysteme im Westentaschenformat: Wie gut sind die Minis?

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Das sehende Auto: Weit mehr als „nur“ Zukunftsmusik

Sicherheit: Radar und Kamera gegen Fehler beim Fahren

service

Von Baden-Baden bis Freudenstadt: 75 Jahre SchwarzwaldhochstraßeRadar und Kamera gegen Fehler beim Fahren service 12 20 42 44 Luftfahrt: „Papa Adenauers“ letzte

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Luftfahrt: „Papa Adenauers“ letzte Reise

Recht aktuell: Neue Urteile im Straßenverkehr

Schlaganfall – und dann? Leben und Fahren nach der Diagnose

sport

Mit Favoritensieg: KÜS-Saarland-Rallye 2006– und dann? Leben und Fahren nach der Diagnose sport 24 35 38 39 TITELSTORY Walter

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TITELSTORY Walter Röhrl: Zweifacher Weltmeister auf dem Weg zum 60sten

Youngtimer unterwegs: Ein besonderes Geburtstagsgeschenk für Dresden

Allgäu-Orient-Rallye 2006: Ein KÜS-Partner fuhr mit

auto aktuell Allgäu-Orient-Rallye 2006: Ein KÜS-Partner fuhr mit 22 26 30 forum 43 46 47 47 Auto-Herbst 2006:

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forum 2006: Ein KÜS-Partner fuhr mit auto aktuell 22 26 30 43 46 47 47 Auto-Herbst 2006:

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Auto-Herbst 2006: Neu auf unseren Straßen

BMW 2002: Comeback am Olympiaturm

Persönlichkeit ist gefragt: Die Kunst, ein Auto zu verkaufen

Zwischenstopp: Julia Hülsmann, Jazz-Pianistin

Buchtipps und CD-Tipps: Gut zu lesen, gut zu hören

Nachgehakt: Es stand im KÜS magazin

Das Gruselkabinett der KÜS-Prüfingenieure

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CD-Tipps: Gut zu lesen, gut zu hören Nachgehakt: Es stand im KÜS magazin Das Gruselkabinett der

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Impressum Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e. V. Zur KÜS 1 66679 Losheim am

Impressum

Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation

freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e. V. Zur KÜS 1

66679 Losheim am See

Telefon: +49 6872 9016 0 Telefax: +49 6872 9016 123 www.kues.de info@kues.de

Redaktion

Hans-Georg Marmit (verantwortlich) Roland Bernd

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Jürgen C. Braun Erwin Halentz Volker Hammermeister Peter Michaely Elfriede Munsch Ludwig Mario Niedermeier Günter Weigel

Fotos

KÜS, ACT/Volker Beushausen, Jürgen C. Braun, DaimlerChrysler, DWT/Sylvio Dittrich, RBHahn (u. a. Titelfoto), Erwin Halentz, Volker Hammermeister, Oliver Kleinz, MN-Infotext/ Niedermeier, Motor-Veteranen Dresden e. V., NAZ, photocase.com, Schwarzwald-Tourismus, Siemens VDO, Günter Weigel, Privat-, Hersteller- und Archivfotos

Layout und Produktion

KÜS, Fachbereich Presse & PR Georg Ehl Christian Sabo

Druck

Merziger Druckerei & Verlag GmbH & Co. KG Gewerbegebiet Siebend

66663 Merzig

Auflage

12.500 Exemplare

Erscheinungsweise

halbjährlich

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bildbeiträge wird keine Haftung übernommen. KÜS magazin ist eine Publikation der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e. V.

editorial

freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e. V. editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser! Walter Röhrl: Wenn dieser

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Walter Röhrl: Wenn dieser Name genannt wird, muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden. Aber natürlich hat der Mann, der den deutschen Rennsport in so hohem Maße geprägt hat, viel zu sagen. Nun wird er 60 Jahre jung – für uns ein Anlass, ihn zu Ihrer und unserer Freude zu würdigen und natürlich zu Wort kommen zu lassen. Ganz besonders freue ich mich natürlich darüber, dass Walter Röhrl dem Motto der KÜS konsequent folgt: Sportliches und sicheres Fahren schließen sich nicht aus, sondern gehören zusammen.

Ein weiterer Geburtstag, den wir mit dieser Ausgabe feiern, macht gleichfalls Lust auf eine Autofahrt, jedoch auf eine mit vie- len Pausen: Die Panoramastraße von Baden-Baden bis Freuden- stadt wird 75, und die befährt man nicht, ohne möglichst viele Pausen einzulegen, um die zahlreichen Attraktionen am Wege zu bewundern. Um welche es sich ganz genau handelt, verrät Ihnen unser Reisebericht.

Gemächliches Fahren gehört nicht unbedingt zum Alltag von Bob Lutz: Der Manager im Un-Ruhestand bevorzugt für private Termine das eigene Flugzeug. Die zunächst skurril anmutende Vorliebe macht bei näherem Hinsehen durchaus Sinn. Die Jazz- pianistin Julia Hülsmann hingegen vertraut auf Auto und Navi- gationssystem. Insbesondere Letzteres hilft ihr, wenn zahlreiche Auftritte wahrzunehmen sind. Einzelauftritte gehören ebenso dazu wie Tourneen und natürlich Studiotermine. Sind Sie gleich- falls ein „Navi“-Fan? Kein Wunder: Wie kaum ein anderes Kom- fortfeature stehen Navigationssysteme für die Schnelligkeit, mit der sich Entwicklungen im Automobilbau von der ersten Idee zur Serienreife und schließlich zur Selbstverständlichkeit umsetzen lassen. Und doch ist „Navi“ nicht mehr gleich „Navi“. Es lohnt sich, einen Blick auf die Technik dahinter und auf die Unterschiede der verschiedenen Angebote zu werfen. Ein komfortables Feature kann seine Vorteile erst dann voll entfalten, wenn es auf Auto und Fahrer möglichst genau zugeschnitten ist. Unser Bericht erleich- tert Ihnen die Entscheidung.

Allzeit gute und sichere Fahrt wünscht Ihnen Ihr

Bericht erleich- tert Ihnen die Entscheidung. Allzeit gute und sichere Fahrt wünscht Ihnen Ihr Ausgabe Herbst

news & trends

news & trends VW: Erol Sander als Rennfahrer Erol Sander ist ein echtes Multitalent. Am Steuer

VW: Erol Sander als Rennfahrer

Erol Sander ist ein echtes Multitalent. Am Steuer der 150 PS starken Rennversion des Volkswagen Polo absolvierte der Mime in Oschersleben Testfahrten und erwarb eine Renn- fahrer-Lizenz. „Ich genieße es sehr, möglichst genau um die Kurven zu zir- keln und die Bremspunkte Runde für Runde später zu setzen. Natürlich gelingt mir das nicht so perfekt wie einem Profi-Rennfahrer, aber es ist eine tolle, neue Herausforderung für mich“, so das Fazit des Publikums-

lieblings.

für mich“, so das Fazit des Publikums- lieblings. Hyundai: Getz wird gespielt Der will eigentlich „nur“

Hyundai:

Getz wird gespielt

Der will eigentlich „nur“ spielen: Als Onroad-Freizeitmobil in Offroad-Optik bietet Hyundai ab September 2006 das Sondermodell „Getz Cross“ für 14.990 Euro an. Die höhergelegte Ver- sion, ein Fünftürer, wird von einem 71 kW/97 PS-Motor angetrieben und und ist von außen an einer in Schwarz und Silber abgesetzten Front- und Heck- schürze, schwarzen Seitenplanken und Kotflügelverbreiterungen sowie einer silbernen Dachreling zu erkennen.

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sowie einer silbernen Dachreling zu erkennen. 4 C4 Picasso: Prakti- scher Citroën mit malerischem Namen

C4 Picasso: Prakti- scher Citroën mit malerischem Namen

Variabilität ist Trumpf, wenn ein kompak- ter Van zum Publikumsliebling werden soll. Zum Pariser Autosalon 2006 stellt Citroën daher den C4 Picasso mit neuem Variabilitäts-Prinzip vor: Dessen Innen- raum kann bedarfsgerecht umgestaltet werden, ohne dass die Sitze aus dem Wagen herausgenommen werden müs- sen. Die Sitze der 2. Reihe können mit ei- nem Handgriff auf den Fahrzeugboden geklappt werden, ohne die Kopfstützen abzunehmen. Die Sitze der 3. Reihe lassen sich auf einfache Weise unter den Boden klappen, ohne die Kopfstützen abzuneh- men. Die Ladefläche des Kofferraums ist dann durchgängig und völlig flach bis zur Rückseite der Vordersitze. Die Sitzfläche der äußeren Sitze in Reihe 2 wird bei Betätigung des Bedienelements automa- tisch hochgeklappt; danach lässt sich der Sitz mit einer Handbewegung direkt ge- gen die Rückenlehne des Fahrer- oder Beifahrersitzes schieben.

die Rückenlehne des Fahrer- oder Beifahrersitzes schieben. KIA: Neuer Kom- paktwagen als Europäer mit korea- nischen
die Rückenlehne des Fahrer- oder Beifahrersitzes schieben. KIA: Neuer Kom- paktwagen als Europäer mit korea- nischen
die Rückenlehne des Fahrer- oder Beifahrersitzes schieben. KIA: Neuer Kom- paktwagen als Europäer mit korea- nischen
die Rückenlehne des Fahrer- oder Beifahrersitzes schieben. KIA: Neuer Kom- paktwagen als Europäer mit korea- nischen

KIA: Neuer Kom- paktwagen als Europäer mit korea- nischen Wurzeln

KIA hat die ersten Fotos des neuen Kompaktwagens gezeigt, der ab Dezember bei den Händlern stehen soll. Der kompakte Fünftürer ist in Design und Konzept ganz auf die An- sprüche europäischen Kunden zuge- schnitten – und zudem der erste reine „Europäer“ der koreanischen Marke. Er wird im neuen KIA-Werk in Zilina (Slowakei) produziert und ausschließ- lich in Europa vertrieben. Der 4,20 Meter lange Kompaktwagen wird zum Marktstart wahlweise mit vier modernen Motoren angeboten. Die Palette setzt sich aus drei Benzinern (1,4 Liter/1,6 Liter/2,0 Liter mit vari- abler Ventilsteuerung) und ein Diesel (1,6 Liter mit variabler Turbinen- geometrie) zusammen. Der fünftürigen Version des neuen Kompaktwagens, mit dessen Pro- duktion das erste europäische KIA- Werk seinen Betrieb aufnimmt, sollen im kommenden Jahr erst ein Kombi und etwas später ein sportlicher Dreitürer zur Seite gestellt werden.

sollen im kommenden Jahr erst ein Kombi und etwas später ein sportlicher Dreitürer zur Seite gestellt
62 Jahre Auto-Erfahrung Fast unglaublich: Auf den Tag genau 62 Jahre hat Erwin Przybylski als

62 Jahre Auto-Erfahrung

Fast unglaublich: Auf den Tag genau 62 Jahre hat Erwin Przybylski als Kraftfahr- zeugmeister gearbeitet. Der viel gebrauchte Begriff vom wohlverdienten Ruhestand hat in diesem Fall sicherlich seine völlige Berechtigung. Zum 1. April 2006 (ungeachtet des scherzverdächtigen Datums ganz im Ernst) hat „Erbse“ sein Unternehmen für Kfz- Instandsetzung in Rüdersdorf bei Berlin an seinen Nachfolger und Schwiegersohn Holger Feig übergeben. 62 Jahre im Dienst des Kraftfahrzeugs sprechen in der Tat für ein nicht unerhebliches Quäntchen Benzin im Blut, das für diesen Beruf so wichtig ist. Und letzt- lich ist der Ruhestand eher ein Un-Ruhestand, denn „Erbses“ Know-how aus vielen Jahren ist im Betrieb nach wie vor gefragt. Mit der KÜS ist Erwin Przybylski ebenfalls seit vielen Jahren verbunden: Die begehrten Plaketten hat KÜS-Partner Günter Krause (Strausberg) in Rüdersdorf im Anschluss an die Fahrzeuguntersuchungen in „Erbses“

Werkstatt erteilt.

Fahrzeuguntersuchungen in „Erbses“ Werkstatt erteilt. news & trends Suzuki: Grand Vitara jetzt auch mit Top-
Fahrzeuguntersuchungen in „Erbses“ Werkstatt erteilt. news & trends Suzuki: Grand Vitara jetzt auch mit Top-

news & trends

in „Erbses“ Werkstatt erteilt. news & trends Suzuki: Grand Vitara jetzt auch mit Top- Ausstattung in
in „Erbses“ Werkstatt erteilt. news & trends Suzuki: Grand Vitara jetzt auch mit Top- Ausstattung in

Suzuki: Grand Vitara jetzt auch mit Top- Ausstattung in Leder und Holz

Ab September 2006 ist der neue Grand Vitara Fünftürer auch in der Suzuki-Top- Ausstattungslinie „Comfort Plus“ erhält- lich. Das von einem 2.0-Liter-Benzinmotor mit 103 kW/140 PS angetriebene SUV kostet 28.990 Euro, mit Automatikgetrie- be 30.290 Euro, in der DDiS-Variante 30.590 Euro. ESP ist immer serienmäßig an Bord. In der neu angebotenen Comfort Plus-Ausstattung wartet der Suzuki Grand Vitara mit anthrazitfarbenen Ledersitzen, Lederlenkrad und Holz-Interieur, Xenon- Licht mit automatischer Leuchtweiten- anpassung sowie Glas-Schiebe-Hebe- Dach, Alufelgen und zwei zusätzlichen Hochtonlautsprechern auf. In der Diesel- Version gibt es außerdem die schlüssellose („keyless“) Entry-und-Start-Funktion.

BMW 7er: Neue Sondereditionen zum Herbst 2006

Zum Herbst 2006 bietet BMW den 7er in vier Editionen mit speziellen Lack- und Polsterkombinationen, neuen 19 Zoll-Leicht- metallrädern und besonders luxuriösen Innenausstattungen an. Die Farbkombinationen sind „Carbonschwarz/Goldbraun“, „Stratusgrau/Ecru hell“, „Carbonschwarz/Ecru hell“ und „Stratusgrau/Goldbraun“. Die Lackierungen erzeugen je nach Blickwinkel und Lichteinfall unterschiedliche Schimmereffekte. Weitere Merkmale sind 19-Zoll-Leichtmetallräder. Im Innenraum haben die Sonder- editionen eine erweiterte Lederausstattung in Leder Merino (hochwertiges Rindsleder), erhältlich in den Farben „Goldbraun“ und „Ecru

hell“. Die vier Editionen sind ab Herbst für alle Modelle der 7er-Reihe verfügbar. Die Aufpreise werden – je nach Edition und Modell –

zwischen 7.100 und 10.420 Euro betragen.

news & trends

120 Jahre Automobilgeschichte im Zeichen des Sterns
120 Jahre Automobilgeschichte
im Zeichen des Sterns

Das neue Mercedes-Benz-Museum vor den Toren des Werks Stuttgart-Untertürkheim ist eine Reise wert – nicht nur für Fans der Marke.

Manchmal sagen Zahlen mehr als 1.000 Worte. Das gilt auch für das neue Mer- cedes-Benz-Museum, das wie ein silbrig glänzender Monolith auf einem künstli- chen Hügel direkt neben dem Daimler Chrysler-Stammwerk in Stuttgart-Unter- türkheim emporragt und seit dem 20. Mai 2006 Besucher aus aller Welt in seinen Bann zieht: 47,5 Meter ragt es in die Höhe und bietet nach gut zweieinhalbjähriger Bauzeit auf neun Ebenen eine Ausstel- lungsfläche von insgesamt 16.500 Qua- dratmetern. Durch 1.800 dreieckige Außenscheiben fällt Licht in das Innere, und jede dieser Scheiben ist ein mit Hilfe modernster Software berechnetes Unikat. 35.000 Pläne wurden während der Roh- bauphase erstellt. 630 Kilometer Elektro-

und Datenkabel durchziehen unsichtbaren Lebensadern gleich den Beton. Würde

man sie hintereinander legen, dann könnte man Stuttgart mit Paris verbinden. Wie ein schützender Kokon umschließt der architektonisch ein- zigartige Bau die 1.450 Exponate in sei- nem Innern. Unter ihnen befinden sich 160 Fahrzeuge, die in ein teils mystisches Licht getaucht werden. Der legendäre 300 SL Flügeltürer aus den 1950er-Jahren und die berühmten Silberpfeile verschiedener Epochen sind ebenso darunter wie Mo- delle der jüngsten Vergangenheit. Außer-

dem stehen jetzt auch Lastwagen im Rampenlicht – erstmals haben Nutzfahr- zeuge im Museum von Mercedes-Benz ihren festen Platz gefunden. Im Innern des Museums, das die 120- jährige Historie des ältesten Automobil- herstellers der Welt wie ein Brennglas

bündelt, gibt es weder geschlossene Räume noch gerade Wände. Vielmehr ließen sich die Architekten von einer DNA- Spirale mit ihrer Doppelwendel-Struktur inspirieren, in die das menschliche Erbgut eingebettet ist. Zwei Rundgänge ent- führen die Besucher deshalb wie auf einer Erbgut-Doppelhelix auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Marke im Zeichen des Sterns, nachdem sie mit ei- nem der drei Aufzüge langsam durch das imposante, 42 Meter hohe Atrium nach oben geschwebt sind. Das Herzstück der Sammlung bilden sieben Mythosräume, die – von oben nach unten durch eine sanft geschwungene Rampe verbunden – chronologisch durch die Zeitgeschichte bis in die Gegenwart führen und den Besucher von der Erfindung des Auto- mobils 1886 bis zu einer Steilkurve im letz- ten Mythosraum geleiten, auf der die legendären Renn- und Rekordwagen von

mobils 1886 bis zu einer Steilkurve im letz- ten Mythosraum geleiten, auf der die legendären Renn-

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mobils 1886 bis zu einer Steilkurve im letz- ten Mythosraum geleiten, auf der die legendären Renn-

news & trends

news & trends Mercedes-Benz wie wertvolle Juwelen im Scheinwerferlicht glänzen. Im Gegensatz zu den Mythosräumen, in

Mercedes-Benz wie wertvolle Juwelen im Scheinwerferlicht glänzen. Im Gegensatz zu den Mythosräumen, in denen die einzelnen Epochen der Marken- und Zeitgeschichte kunstvoll in Szene gesetzt sind, präsentieren sich die fünf Sammlungssäle weitaus unspektakulärer. Riesige Fensterflächen, die grandiose Ausblicke ermöglichen, und eine Vielfalt an Exponaten, vom Promi-Auto über den Omnibus bis hin zum Krankenwagen, ste- hen hier gleichberechtigt nebeneinander. Im Gegensatz zu den Mythosräumen wir- ken die Collectionsräume deutlich sachli- cher, aber deshalb keineswegs minder interessant. Es zählt zu den Vorzügen des neuen Mercedes-Benz-Museums, dass seine Be- sucher jederzeit zwischen den beiden Rundgängen wechseln können und die Reise durch die Automobilgeschichte dadurch zu einem individuellen Erlebnis

wird. Wer noch tiefer in die Materie ein- dringen will, kann seine Kenntnisse an den einzelnen „Werkbänken“ in den Mythosräumen weiter vertiefen – und das nicht nur anhand weiterführender Texte. So kann man zum Beispiel im Raum Mythos 3 die Funktionsweise eines echten Kompressors der 1930er-Jahre in der Praxis ergründen: Wird eine Kurbel gedreht, tritt auf der Auslass-Seite ver- dichtete Luft aus. Bevor die Besucher das Museum verlas- sen, eröffnet ihnen der Bereich „Faszi- nation Technik“, der sich den Themen- gebieten Forschung, Design, Entwicklung und Produktion widmet, auch einen Blick in die Zukunft des Automobils. Er bildet den faszinierenden Abschluss einer Reise durch eine bewegte Vergangenheit, auf der man im neuen Mercedes-Benz-Mu- seum auf dem längsten Besucherweg bis zu fünf Kilometer zurücklegen kann. Eine

Besucherweg bis zu fünf Kilometer zurücklegen kann. Eine beeindruckende Zahl, und Zahlen sagen eben manchmal mehr

beeindruckende Zahl, und Zahlen sagen eben manchmal mehr als 1.000 Worte.

Peter Michaely

Das Mercedes-Benz-Museum

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 9.00 bis 18.00 Uhr, montags geschlossen

Eintrittspreise:

Tageskarte Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 4 Euro Angemeldete Schulklassen inkl. Be- gleitpersonen, Kinder unter 15 Jahre, Busfahrer/Reiseleitung, Journalisten (mit Presseausweis) frei

Teilnahme an Sammelführung:

zusätzlich zum Eintrittspreis 4 Euro

Vorgebuchte Gruppenführung (bis max. 20 Personen): 60 Euro (zzgl. Eintrittspreis pro Person) Jahreskarte Erwachsene 32 Euro, ermäßigt 16 Euro

Hotline: 0711/ 17 30 000 www.mercedes-benz.com/museum

auto aktuell

Mit einer Geburtstagsüberraschung fing es an

Der BMW 2002

Von der simplen Ziffer zur Auto-Legende: Die „2“, an die Typbezeichnung 1600 angehängt, sollte den Zweitürer im Unterschied zum viertürigen Brudermodell kennzeich- nen. Seinen ersten Auftritt hatte der Neue am 7. März 1966: Zum 50. Geburtstag der BMW AG stellte der dama- lige Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Gerhard Wilcke, den BMW 1600-2 den Gästen in der Bayerischen Staats- oper vor. Drei Tage später stand er auf dem Genfer Salon.

Bei 8.650 DM begann die Preisliste. Für diesen Betrag, den durchschnittlichen Jahresverdienst eines Arbeitnehmers im Sommer 1966, bekam man ein Auto „mit Heizing“, wie eine Autozeitung ausdrück- lich vermerkte. Unter der Haube des 940 Kilo schweren Wagens steckten 85 PS, mit denen der BMW 1600-2 in rund 13 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigte und eine Spitzengeschwindigkeit von 166 km/h erreichte. Bekannter wurde die zweitürige Karos- serie jedoch unter der zugesetzten Zahlen-

Hans Stuck
Hans Stuck

kombination 2002, die für eine noch leistungsstärkere Version stand. 1967 waren versuchsweise zwei BMW 1600-2 mit einer Zwei-Liter- Maschine neuer Klasse aus- gerüstet worden. Serienreif war das dann wiederum ein Jahr später und wurde aus-

drücklich als Kraftpaket an- gekündigt: Wer 9.240 DM in ein Auto investierte, bekam dann einen Viersitzer, der nach Werksangaben in 10,7 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigte. Der Auf- preis für das kompakte Kraftpaket – im Vergleich zu einem seinerzeit viel gefahre- nen Mittelklassewagen mit 90 PS – betrug rund 1.000 DM. Der keck anmutende Wagen, der keineswegs durch Sport- lichkeit demonstrierende Zusatzattribute auffiel, fand auch in den USA seine Fans:

Rund 20 Prozent der Gesamtproduktion fanden bis zum Produktionsende 1975 ihren Weg „über’n Teich“. Das Konzept – vor der Verwirklichung firmenintern keineswegs unumstritten – fand schnell auch prominente Fans, da- runter Fernsehstar Petra Schürmann und Renn-As Hans Stuck. Aber halt, zum Stichwort „auffallen“ sei eine kleine Korrektur angebracht: Bei unverkennbarem Faible fürs Unterstate- ment geht der BMW 2002 mitnichten als Mauerblümchen durch. Denn wiewohl die Anfänge in die „roaring sixties“ zurückrei- chen, steht der BMW 2002 heute wie kaum ein anderes vierrädriges Symbol für die fröhlichen siebziger Jahre. Dafür sorgt in nicht geringem Maße die Außen-

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lackierung in leuchtendem Orange, die als „typische Farbe“ für den 2002 gelten darf. Genau als solches Symbol feierte er jüngst ein Comeback: 2005 wurde ein

Exemplar im BMW Museum am Olympia- turm unter regem Interesse der Öffentlich-

keit nachgebaut.

Museum am Olympia- turm unter regem Interesse der Öffentlich- keit nachgebaut. Petra Schürmann Cockpit Neuaufbau 2002tii

Petra Schürmann

Museum am Olympia- turm unter regem Interesse der Öffentlich- keit nachgebaut. Petra Schürmann Cockpit Neuaufbau 2002tii

Cockpit

Neuaufbau 2002tii

Museum am Olympia- turm unter regem Interesse der Öffentlich- keit nachgebaut. Petra Schürmann Cockpit Neuaufbau 2002tii

„Heute nehme ich den Kampfjet, Liebling …“

news & trends

Begegnung der besonderen Art mit Bob Lutz, einem der mächtigsten Automobil-Manager der Welt

Er hat bald ein Dreivierteljahrhundert auf dem Buckel, doch er steckt immer noch voller Ideen, seine Aus- strahlung ist ungebrochen. Eine Begegnung mit Bob Lutz, einem der mächtigsten Automobilmanager der Welt, ist immer noch eine der ganz besonderen Art. So auch in diesem Jahr, als die GM-Tochter Cadillac ihre jüngste Dependance in München errichtete.

Irgendwie schwang an diesem Tag in dem herausgeputzten Glaskasten unweit des Münchener Olympia-Geländes überall viel Ehrfurcht, respektvolle Bewunderung und die leise Sorge, ob denn nun auch alles exakt gerichtet sei, bei den dienstbaren Geistern bis hin zum deutschen Ge- schäftsführer mit. Denn schließlich hat sich für heute einer der mächtigsten Auto- mobil-Manager der Welt angesagt, der Mann, der den angeschlagenen Riesen General Motors wieder zurück in die Er- folgsspur führen will. Robert A. Lutz, nur Bob genannt, ist verantwortlich für die Produktentwicklung beim größten Auto- mobil-Hersteller der Welt. Doch Lutz, jovial bis hemdsärmelig, fast zwei Meter groß, bricht das Eis schon mit seinen ersten Worten. Mit einem Glas Wasser ausgerüstet, geht er zum Redner- pult, sucht vergebens eine Möglichkeit, das Glas abzustellen und meint dann nur mit einem kräftigen Lachen: „This podium is like european cars, no cup holders!“

– „Dieses Pult ist wie eu- ropäische Autos, keine Flaschenhalter!“. Und dann legt er los, wie aus dem Maschinengewehr kommen seine Statements. Zu GM, zum Autogeschäft ganz all-

gemein, zu Cadillac, zum europäischen Markt. Mit 74, in einem Alter, in dem ehemalige Vorruheständler seines Genres das Leben auf dem Golf- platz genießen, gibt Bob Lutz noch immer Vollgas. Cadillac hat er mit neuen Modellen und deutlich verbesserter Qualität bereits wie- der in die Erfolgsspur zurückgeführt, die Verkaufszahlen steigen mittlerweile sogar in Europa wieder. Dort hat er jetzt das Sagen für die „Brot-und-Butter-Autos“ des Konzerns: Chevrolet, Pontiac, Olds- mobile oder Buick. General Motors schloss das Jahr 2005 mit einem Milliarden- Verlust ab, Bob Lutz ist demzufolge ein

Hans-Dampf-in-allen-Gassen. Gestern Amsterdam, heute Mittag München, heute Abend Wien. Zeit, um den Leerlauf einzulegen, ist keine da. Denn GM-Groß- aktionär Kirk Kerkorian ist in diesen Tagen alles andere als ein entspannter Ge- sprächspartner. Doch wenn einer es schaffen kann, den stotternden Motor in Gang zu bringen,

dann er. Gebürtiger Schweizer, Jahrgang 1932. Sein Vater, ein Bankier, wanderte früh mit der Familie aus. Bob ist mit 74 längst eine lebende Legende in der Szene. Einer, der bei den Großen der Branche das Sagen hatte. Lutz war Europa-Chef von Opel und Ford, saß zu Zeiten Eberhard von Kuenheims im BMW-Vorstand und war von 1986 bis 1989 Präsident und operati- ver Chef von Chrysler. Einer, dem keiner etwas vormacht. Beim anschließenden Mittagessen ver- fällt der ehemalige Kampfpilot akzentfrei ins Deutsche, während seine Guards schon einmal besorgt die Uhr im Auge be- halten. Doch Lutz ist einer, der den Au- genblick genießt. Für 650.000 Dollar hat sich der ehemalige Kampfpilot einen Alpha-Jet von der Bundeswehr gekauft, den er auch schon mal benutzt, um Freun- de zu besuchen. Zu Hause, in Ann Harbor, nimmt seine dritte Ehefrau Denise auch schon mal gerne den eigenen Hubschrau- ber, um ihre Einkäufe zu erledigen. Die Zeit für den Small Talk ist kurz, die Maschine nach Wien-Schwechat wartet. Wie lange er noch weiter machen will in diesem unruhigen Geschäft? „Mein Vater ist mit 90 noch jeden Tag ins Büro gefah- ren“. Die Antwort klingt so gar nicht nach Golfspielen.

Jürgen C. Braun

service

Schlaganfall – und dann?

Nach der Diagnose: Wiederherstellung von Lebensqualität, Mobilität und Arbeitsfähigkeit

Schlaganfall: Bei nicht weniger als 200.000 Personen ist allein in Deutschland jährlich die erschreckende Diagno- se zu stellen. Betroffen sein können – entgegen einer immer noch weit verbreiteten Überzeugung – keines- wegs nur „ältere“ Menschen. Werde ich wieder gesund? Bleiben Folgeschäden? Kann ich meinen Beruf weiter ausüben? Solche Fragen stellen sich, wenn der erste Schreck überwunden ist. Und wer von Berufs wegen aufs Auto angewiesen ist, für den der Erhalt von Fahrfähig- keit und Fahrerlaubnis in direktem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Existenz steht, wird besonders hart getroffen. Bei angemessener medizinischer Behandlung sitzen rund 60 Prozent der Schlaganfall-Patienten in nicht allzu ferner Zukunft wieder am Steuer eines Fahrzeugs.

Günter Tietz (70) erlitt vor Jahren einen heftigen Schlaganfall. Fast zwei Jahre danach saß er wieder als Fahrer im Auto. Vorangegangen waren eine stationäre Therapie im Krankenhaus, ein mehrwöchi- ger Aufenthalt in einer Reha-Klinik sowie anschließende ambulante Therapien. Einer mehrwöchigen Fahrtauglichkeits-Unter- suchung musste er sich ebenfalls unterzie- hen. Für Günter Tietz lief es glänzend. In- zwischen legte er insgesamt 280.000 Kilo- meter zurück. „Risikoreiche Manöver ver- meide ich heute, ich fahre gewissenhafter und viel mehr als früher ‚auf Sicherheit’“, so Tietz’ Fazit. Dieses Beispiel steht für viele Männer und Frauen, weiß Prof. Dr. Karl-Heinz Mauritz aus seiner Erfahrung als Neurologe und Chefarzt der Median Klinik (Rehabilita-

tionsklinik für Neurologie) in Berlin. Die Bewegungsab- läufe zu normalisieren, die Arbeitsfähigkeit wieder her- zustellen – solche Ziele stellt Oberarzt Prof. Dr. Stefan Hesse als vorrangig in der Therapie heraus, auch vor- rangig zur Wiederherstel- lung der Mobilität. Damit der Patient zunächst wieder gehen lernt, wird ein speziel- ler Bewegungstrainer einge- setzt: Der Patient trägt einen Fallschirmgurt zum Sichern

und gleicht somit mangeln- des Gleichgewicht aus. Zudem wird teil- weise das Körpergewicht entlastet. Die Füße stecken in zwei Fußschalen. Als nächster Schritt folgt das Laufband, auf dem Geschwindigkeit und Ausdauer unter Herz-Rhythmus-Kontrolle geübt wird. Hat der Patient beide Etappen erfolgreich ab- solviert, könnte er wieder selbständig lau- fen. Erst wenn ein Patient die Hand wieder funktionell einsetzen kann, folgt in der Klinik das Auto-Üben. Der Patient „fährt“ Auto am PC, mit einem herkömmlichen Lenkrad. Fazit: Wer einen Schlaganfall bekämpft, braucht viel Geduld, ärztliche,

therapeutische und pharmazeutische Hilfe, ein möglichst forderndes und för- derndes persönliches Umfeld sowie einen lebensbejahenden Optimismus.

Erwin Halentz

sowie einen lebensbejahenden Optimismus. Erwin Halentz 44 So könnte man wieder Auto fahren Wichtig ist, dass

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sowie einen lebensbejahenden Optimismus. Erwin Halentz 44 So könnte man wieder Auto fahren Wichtig ist, dass
sowie einen lebensbejahenden Optimismus. Erwin Halentz 44 So könnte man wieder Auto fahren Wichtig ist, dass

So könnte man wieder Auto fahren Wichtig ist, dass die Möglichkeiten, wieder Auto zu fahren, so unterschiedlich wie der „Schlaganfall“ selbst sind. Ja oder nein kann nur jeweils für den Einzelnen aus der Sicht der Ärzte und der Behörden beantwortet werden. Wer einen Schlaganfall oder eine Hirnverletzung erleidet, hat keine Melde- pflicht gegenüber der zuständigen Behörde, wird aber von der Straßenverkehrs-Zulas- sungsordnung in die Pflicht genommen – in „geeigneter Weise Vorsorge zu treffen“. Das heißt konkret: bei der zuständigen Behörde eine freiwillige Mitteilung über die Erkrank- ung oder Einschränkungen gemeinsam mit einem fachärztlichen Gutachten (z. B. der Entlassungsbericht der Reha-Klinik) einrei- chen. Das gilt seit dem 1. Januar 1999 und bedeutet, ein Gutachten eines Facharztes (Neurologen mit verkehrsmedizinischer Qua- lifikation) auf den Tisch zu legen. Das Zer- tifikat darf nicht älter als sechs Monate sein. Laut Gesetz ist bei einem Schlaganfall/Hirn- schaden Folgendes erforderlich:

Antrag bei der Stadtverwaltung/Landratsamt Führerscheinstelle auf Änderung des Führer- scheines unter Vorlage des entsprechenden Gutachtens. Wird es nicht anerkannt, könn- te eine Medizinisch-psychologische Unter- suchung (MPU) veranlasst werden. Sie glie- dert sich in vier Teile: medizinische Unter- suchung bei einem Neurologen mit verkehrs- medizinischer Qualifikation; Reaktionstest, Gespräch mit einem Psychologen und Fahrprobe.

Gespräch mit einem Psychologen und Fahrprobe. Ratgeber und Erfahrungsberichte, die weiterhelfen können

Ratgeber und Erfahrungsberichte, die weiterhelfen können (das Buch von Thomas Koschwitz ist nur noch antiquarisch erhältlich).

und Erfahrungsberichte, die weiterhelfen können (das Buch von Thomas Koschwitz ist nur noch antiquarisch erhältlich).

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Prof. Dr. Karl-Heinz Mauritz, Rehabilitationsklinik für Neurologie Berlin, Lehrstuhlinhaber für neuro- logische
Prof. Dr. Karl-Heinz Mauritz, Rehabilitationsklinik für Neurologie Berlin, Lehrstuhlinhaber für neuro- logische

Prof. Dr. Karl-Heinz Mauritz, Rehabilitationsklinik für Neurologie Berlin, Lehrstuhlinhaber für neuro- logische Rehabilitation am Universitätsklinikum „Benjamin Franklin“ der FU Berlin, Gründungsvor- sitzender der Deutschen Gesellschaft für Neuro- logische Rehabilitation (DGNR) und Mitglied des Fachausschusses Rehabilitation innerhalb der Deutschen Neurologischen Gesellschaft.

Frauen haben es somit von der Motorik einfacher und können sich intensiver auf den Straßenver- kehr konzentrieren.

 

Wie sieht das in Ihrer Klinik entwickelte Basis- Programm zur Behandlung für die Therapie aus? Wir haben ein Arm-Basis-Programm für leichtere und schwere Störungen an der Hand entwickelt. Ziel ist es, die Motorik deutlich zu verbessern.

Herr Prof. Mauritz, jährlich erleiden in Deutsch- land etwa 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Wie viele von ihnen können danach wieder Auto fahren? Es kommt natürlich auf die Schwere des Schlag- anfalls an. Rund 30 Prozent können sofort fahren, weil sie nur einen leichten Schlaganfall erlitten haben. Die Übrigen sind zumindest die erste Zeit nicht mobil, sind teilweise gelähmt und sitzen im Rollstuhl. Aber nach dem Krankenhausaufenthalt, einer erfolgreichen Reha und weiterer Therapien können nach ein bis zwei Jahren bis zu 60 Prozent der Betroffenen wieder hinter dem Lenkrad eines Pkw sitzen.

Welche Faktoren führen zu einem erhöhten Schlaganfall-Risiko? Die wichtigsten Faktoren sind sicherlich Blut- hochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes mellitus sowie Rauchen, Alkohol und Drogen.

Welchen Rat geben Sie Ihren Patienten für das Leben „danach“? Es gibt ein lebenswertes Leben nach dem Schlag- anfall! Angemessen Sport treiben, verordnete Me- dikamente konsequent einnehmen. Beim Auto- fahren muss man nicht unbedingt Michael Schumacher nacheifern.

Warum empfehlen Sie Ihren Patienten ausdrück- lich Autos mit Automatikgetriebe? Die empfehlen wir unbedingt. Viele Männer und

Mit Prof. Mauritz sprach Erwin Halentz.

Ausgabe Herbst 2006

[ autonews täglich online: www.kues.de ]

und Mit Prof. Mauritz sprach Erwin Halentz. Ausgabe Herbst 2006 [ autonews täglich online: www.kues.de ]

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