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ALEMÁN Ich will hier bei dir stehen;

Verachte mich doch nicht!


Dem dunkeln Schoss der heilgen Erde Von dir will ich nicht gehen,
(Johannes Brahms) Wenn dir dein Herze bricht.
Wenn dein Herz wird erblassen
Dem dunkeln Schoss der heiligen Erde Im letzten Todesstoß,
vertraut der Sämann seine Saat und hofft, Alsdenn will ich dich fassen
dass sie entkeimen werde zum Segen In meinen Arm und Schoß.
nach des Himmels Rat.
Noch köstlicheren Samen bergen wir trauernd Was mein Gott Hill
in der Erde Schoss und hoffen, Was mein Gott will, das g'scheh allzeit,
dass er aus den Särgen erblühen soll Sein Will, der ist der beste,
zu schönerm Los. Zu helfen den'n er ist bereit,
Die an ihn gläuben feste.
In stiller Nacht – (bhrams) Er hilft aus Not, der fromme Gott,
Und züchtiget mit Maßen.
In stiller Nacht, zur ersten Wacht, Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut,
ein Stimm' begunnt zu klagen, Den will er nicht verlassen.
der nächt'ge Wind hat süß und lind
zu mir den Klang getragen. Mir hat die Welt trüglich gericht't
Von herben Leid und Traurigkeit
ist mir das Herz zerflossen, Mir hat die Welt trüglich gericht'
die Blümelein, mit Tränen rein Mit Lügen und mit falschem G'dicht,
hab' ich sie all' begossen. Viel Netz und heimlich Stricke.
Herr, nimm mein wahr in dieser G'fahr,
Der schöne Mond will untergahn, B'hüt mich für falschen Tücken!
für Leid nicht mehr mag scheinen,
die Sterne lan ihr Glitzen stahn, Wer hat dich so geschlagen
mit mir sie wollen weinen.
Kein Vogelsang noch Freudenklang
Wer hat dich so geschlagen,
man höret in den Lüften,
Mein Heil, und dich mit Plagen
die wilden Tier' trauern auch mit mir
So übel zugericht'?
in Steinen und in Klüften.
Du bist ja nicht ein Sünder
Wie wir und unsre Kinder;
Ich bin's, ich sollte büssen (bach)
Von Missetaten weißt du nicht.
Ich bin's, ich sollte büßen,
Bin ich gleich von dir gewichen
An Händen und an Füßen
Bin ich gleich von dir gewichen,
Gebunden in der Höll.
Stell ich mich doch wieder ein;
Die Geißeln und die Banden
Hat uns doch dein Sohn verglichen
Und was du ausgestanden,
Durch sein' Angst und Todespein.
Das hat verdienet meine Seel.
Ich verleugne nicht die Schuld;
Aber deine Gnad und Huld
Erkenne mich, mein Hüter
Ist viel größer als die Sünde,
Die ich stets in mir befinde.
Erkenne mich, mein Hüter,
Mein Hirte, nimm mich an! Befiehl du deine Wege
Von dir, Quell aller Güter, Befiehl du deine Wege
Ist mir viel Guts getan. Und was dein Herze kränkt
Dein Mund hat mich gelabet Der allertreusten Pflege
Mit Milch und süßer Kost, Des, der den Himmel lenkt.
Dein Geist hat mich begabet Der Wolken, Luft und Winden
Mit mancher Himmelslust. Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden,
Ich will hier bei dir stehen Da dein Fuß gehen kann.
Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe Wer hat dein Augenlicht,
Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Dem sonst kein Licht nicht gleichet,
Der gute Hirte leidet für die Schafe, So schändlich zugericht'?
Die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte,
Für seine Knechte. Wenn ich einmal soll scheiden

O Haupt voll Blut und Wunden Wenn ich einmal soll scheiden,
O Haupt voll Blut und Wunden, So scheide nicht von mir,
Voll Schmerz und voller Hohn, Wenn ich den Tod soll leiden,
O Haupt, zu Spott gebunden So tritt du denn herfür!
Mit einer Dornenkron, Wenn mir am allerbängsten
O Haupt, sonst schön gezieret Wird um das Herze sein,
Mit höchster Ehr und Zier, So reiß mich aus den Ängsten
Jetzt aber hoch schimpfieret, Kraft deiner Angst und Pein!
Gegrüßet seist du mir!
Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen
Du edles Angesichte, Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen,
Dafür sonst schrickt und scheut Dass man ein solch scharf Urteil hat
Das große Weltgerichte, gesprochen?
Wie bist du so bespeit; Was ist die Schuld, in was für Missetaten
Wie bist du so erbleichet! Bist du geraten?

LATÍN
Da pacem, Domine Salve, Regina, mater misericordiae,
Da pacem, Domine, in diebus nostris vita, dulcedo, et spes nostra, salve.
Quia non est alius Ad te clamamus, exsules, filii Hevae.
Qui pugnet pro nobis Ad te suspiramus, gementes et flentes
Nisi Tu Deus noster in hac lacrimarum valle.
Eia ergo, Advocata nostra,
Fiat pax in virtute tua: et abundantia in turribus illos tuos misericordes oculos
tuis ad nos converte.
Et Iesum, benedictum fructum ventris tui,
Propter fratres meos et proximos meos nobis post hoc exsilium ostende.
loquebar pacem de te O clemens, O pia, O dulcis Virgo Maria.
Ora pro nobis sancta Dei Genetrix.
Propter domum Domini Dei nostri quaesivi Ut digni efficiamur promissionibus Christi.
bona tibi Adeste fideles,
laeti triumphantes,
Rogate quae ad pacem sunt Jerusalem:et venite, venite
abundantia diligentibus te in Bethlehem.
Natum videte,
Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto regem angelorum.
Sicut erat in principio et nunc et semper, et in Venite adoremus,
saecula saeculorum venite adoremus,
venite adoremus
Dominum.