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Tiagaraja Adil Christoph Allenstein

MILLENNIUM MUSIC POETRY


Symphonie des Friedens und der Freiheit

Gloria enim Dei vivens homo


Through Women The Future Generations Come
Der Zustand des Ganzen organisiert die Teile (David Bohm). Jeder Mensch ist ein
neuer Anfang, begabt mit der Freiheit zum gemeinsamen Handeln (Hanna Arendt).

DAS BUCH DER GESÄNGE


MILLENNIUM MUSIC POETRY
Die Rolle der Kulturell Kreativen im politischen Wandel

Das Buch der Gesänge umfasst Vier Gesänge


1. Gesang Die Einheit der Religionen
die kabbalistische, zoroastrische,
buddhistische und hinduistische Tradition
2. Gesang Gnade und Erbarmung
die islamische Tradition
3. Gesang Der Universel [solidarity in diversity]
die himmlische Kirche unserer Erde.
4. Gesang Der Heilige Gral [soleá symphony of emotions]
die Ethik erleuchteter Seelen ist das Fundament
eines Gemeinwesens universaler Schöpfung

Dedicated to the Sacred Heart – Consciousness of The Planet


IN HONOREM ASSUMPTIONIS BEATAE MARIAE VIRGINIS
@ EXALTATIONIS S. CRUCIS @ S. MARIAE MAGDALENAE
@ DECEM MILIUM ANGELORUM *

Wo alles sich darbringt, da ist die nächtliche Feier, der Tempel und die Sterne.
Das Schöne, auch in der Kunst, ist ohne Scham nicht denkbar.
Hugo von Hofmannsthal

Cover-Partitur von Tiagaraja B.A.Ch. Allenstein: Second Millennium-Schlusschoral


'Religionen-Apoptosis, Rondo zu 7 Kulturen [Con Mortuis In Lingua Mortua] (Off 3:14) :
Introitus missae – Fuga (epilogi) zu den Religionen der Erde, Prologi (prélude) zum Dialog'.
Seite 111: Visitatio Mariae – out of the spark of creation the zero energy of chaos brings
forth continuous creation – Die Sonne gebiert eine Tochter bevor der Wolf sie verschluckt.
Gebete für den Universel wurden von Hazrat Inayat Khan komponiert, Paris-Suresnes 1921.
Erläuterung des Begriffs «Einig-Wesen»: In unitate Spiritus Sancti – «L'Etre Humain».
Fotos: Tafel V Maurice Ressel von German Doctors e.V. und Chantal Neumann; Universel
S.12 'L'homme et son Créateur', Myriam Benhamou, Galerie Art 25, Quartier du Marais, Paris;
Tafel IX 'Die drei Bethen in Klerant' [C+M+B], foto: Erni Kutter; S.104 'Das Meditationstuch
des Niklaus von Flüe' (1417-1487) Sachseln-Schweiz; S.105 Celtic Trinity Knot, Universal
Creation for One-World, Kristen N. Fox, Upstate New York; Tafel XI 'The Cosmic Mandala
– Hochzeit der Malchuth mit Tifereth' (Psalm 50:2), Arche Sophia, Linz-Austria 2003
I beg to offer my respectful obeisances unto Hazrat Pir Vilayat Inayat Khan. Frau Andrea
Clodi sehr herzlichen Dank für ihre unermüdliche Hilfe bei der Korrektur des Gesamtwerkes.
http://www.universel-ethics.com. Paris 14-Octobre 2003 / aktualisiert: 12.12.21 / 2018-02-18
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geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung von Women-Universel-Global-Ethics unzulässig.
Das gilt insbesondere für die Einspeicherung in elektronische Systeme. Knowledge is free! –
doch es sei gesagt, dieses Werk ist von keinerlei Nutzen für 'Böse, Mörder und Diebe'.
* Wenn die Sonne beginnt ihre Strahlen auszubreiten, zeigt Sie ihr Gesicht auf zehntausend Wegen;
zehntausend Dinge beginnen dann Das Leben zu zeigen, in dem sie sind. (Tao Te King)
MILLENNIUM MUSIC POETRY
DAS BUCH DER GESÄNGE

essence
Alpha et Omega

Overcome cultural conditioning


through Human Spirit in Community –
the cosmic code is not conditioned nor predictable
Dem Gemeinwesen aller fühlenden Wesen geweiht
zur Pracht, Ruhm, Verherrlichung des Einig-Wesen in der
Einheit der religiösen Ideale für eine gerechtere, menschenwürdigere,
freie Welt und es mag die geneigten Hörer, im Dialog der Kommunion
κοινωνία, zur eigenen Komposition ermutigen, dann hat es Seinen Sinn.
Als Gott die Schöpfung schuf, schrieb er in einem Buch,
das er über dem Thron aufbewahrt, Folgendes: Meine
Barmherzigkeit hat über meinen Zorn gesiegt. Hadîth qudsî
Jener Inspiration der Essenz der Weisheit gewidmet,
die den Menschen Guten Willens Frieden und Wohlstand bringt
und mit ihrer Forderung nach Solidarität zwischen den Generationen
die Abwesenheit der Voraussetzung von Krieg auf Planet Erde begründet.
Geistige Wohlfahrt der Menschheit liegt in ihrer Kunst einer Musik der Vielfalt
menschlichen Seins; sie müssen wir umarmen gegen den Stiefel der Missachtung,
der Zensur, der Lüge, der Gewalt von Regierungssystemen unserer Zeit.
Unser Planet Erde erwartet vollendete Humanität und Freiheit.
Seelen sind sowohl der fragende Geist als auch die Antwort gebende Vision
Im Brennpunkt gewissenhaften Erfassens der Heiligkeit allen Menschseins
steht jetzt Unsere gemeinsame Verantwortung für die geschwisterliche
Humanität: zum Dialog zusammenführen und Netzwerke bilden.
Es verpflichtet uns, für das Entstehen von Organismen zu sorgen,
in denen wir uns bei der Lösung von Schwierigkeiten aller Art helfen.
Das Heilbringende unseres Planeten geschieht im dialogischen Organismus:
der Frauen Schöpfungs-Raum ist die transformierte Seelen-Zeit der Männer.
Männer sind heute auf der Suche nach eigenem Vorteil, ohne Rücksicht
auf The Cultural Creatives. Das hat die Welt zu einem Schlachtfeld ständigen
Kampfes gemacht, in dem das Leben nichts anderes als Chaos geworden ist.
Frauen gehen seelisch zugrunde, wenn Männer gar nicht mehr den Wunsch haben
das Heilige zu wissen, sondern es ihnen nur noch verlangt spirituelle Persönlichkeit
zu sein, die humane Kultur aber exkludierend, damit sie nichts zu lernen brauchen.
Weiblichkeit verkümmert als körper- und karmagebundenes, begrenztes Wesen zur
kommerziellen Maschine, wenn Sie, statt Berührung und Anregungen von Emotionen aus
schöpferischem Geist, Leere, Lügen und Konzepte aus dem Verstand der Männlichkeit erhält.
Capitula

»significatio passiva« 1
Zhikr 2
Prolog 3
A. Das Buch der Gesänge 4
B. Situation: Anamnesis und Anā-Lyse 5
C. I. Von den Inneren Bildern 10
II. Von der Herren-Vernunft
D. Dieu sensible au cœur 13
E. Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz 14
F. Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten' 19
G. Fragen 20
H. Appell an die Frauen 24
I. Global Warning 29
J. Religionskrieg 31
K. Christentum und Ethics Conference 35
L. Wissen und Vision 37
M. I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe 39
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
III. Die Heilkraft der Liebe
N. Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis 52
O. Beziehungs-Situation auf Planet Erde 57
P. Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe 58
Q. Global Ethics: Integral Ethics 60
R. Women-Universel-Global-Ethics 71
S. Healing – Awakening of Womanity 76
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy [ISSAT] 78
U. Ethics Conference and Dialogue 79
V. Transcultural Mentoring 81
W. Mystik 83
X. Gebete und Gesänge 87
Y. L'Universel – Intertextual Human Experience 91
Z. last words 100
Responsorium Graduale 101
The Cosmic Mandala
Everything is forgotten: the 'measuring instruments', the 'coat', the 'case', and especially the
'glasses'. „How can anyone live without all that?“ (Luce Irigaray, ce sexe qui n'en est pas un)
„… denn wäre es so, dann vielleicht. Aber da es nicht so ist, ist es nicht so.
Gegenteiligerweise…“ (Alice's Adventures Under Ground, Lewis Carroll)

»significatio passiva«
Gott sprach, du bist nicht so stark, Der Fischer und seine Frau
dass du meine Einheit schauen kannst. Da hat Mann gefragt. Da hat Sie gesagt:
Da enthüllt Sie den Schleier, er sagte: Ich bin dein Herr und dein Gott. Und
„Oh Du!“ Sie sprach: „O Du.“ Er sagte er rief in den Finsternissen: Es gibt
„Oh Ich.“ Da sprach Sie: „Du und ich.“ keinen Gott außer Dir. Preis sei Dir!
Und ich sah mit Ihren Augen und versprach: Ich war einer von denen, die Unrecht tun.
„Ich werde dich in meinem Gesang Da erwählte ihn sein Herr und machte
blicken machen, wie Du blickst.“ Ihn zu einem der Rechtschaffenen.

Ob man Gott als Er oder als Es beredet, es ist immer Allegorie. Spricht Er aber Du zu Ihr, dann
ist die ungebrochene Wahrheit einer Welt von unsterblichem Sinn gewortet. (nach Martin Buber)

In Nocte Consilium
And there was a Queen who when a certain
Problem was brought to her by her minister, say,
'Sing it again'; and the minister would sing it again.
Maybe after four lines she would stop him and say,
'Sing it again', and the minister would sing again.
And after she had heard it three times,
Her answer would be perfect.

Vor dem Vorhang


Heilen (Inayat) bedeutet Güte, Wohltat, Tröster sein. In seiner Konsequenz bedeutet es:
Selbstdarbringung zum Wohle der anderen, 'Die Botschaft Christi', des Gewissens:
hingebungsvolle Liebe. Und der Schrei nach Erbarmen ist direkt vor unserer Tür!
Menschen werden gefoltert, diskriminiert, verächtlich ausgestoßen wie Straßenhunde,
der Geruch des Terrors liegt in der Luft, unsere Herzen sind angstvoll bestürzt,
erschrocken, discouragiert. Da – in der heiligen Weihe-Nacht leuchtet die Intuition der
Sonne auf: mitfühlendes Verständnis, 'das Identische, welches das All erfüllt, die
Menschheit erleuchtet und die Naturen unterweist, ihre Gattungen, so wie sie sein
sollen, hervorzubringen' (Giordano Bruno), unendliche Sternenwelten, die des Kosmos
innerstes Eigen sind, Bodhisattvas: Women-Global-Ethics. Sinn dieses Organismus ist
nicht, politisch die ganze Menschheit in die Arme zu schließen; sein Ziel liegt darin, in
universellen Werten eine Neue Welt aufzubauen; und die Menschheit wird teilnehmen,
nimmt schon unterbewusst teil, wenn sein seelenvolles Ideal ist, Menschen einzuladen,
Mitglieder Einer Menschheit zu werden. Dieser Organismus geht aus der gegenseitigen
Frucht des männlichen und weiblichen Geistes hervor; der Lebens-Raum gestaltet sich
als Kathedrale EINER würdevollen Schönen FRAU entgegen, ein Seelendienst der
Engel.

Von der Versöhnung kriegerischer Dynastien mit der dialogischen Kultur der Frauen

1
Alle Religionen bergen ein Gewaltpotential in sich. Deshalb brauchen wir jenseits
aller Glaubensvorschriften und paternalen Moralvorstellungen zuallererst: Ethik.

2
Wenn der Tod überwunden, der Drache, die Schlange bezähmt, der Titan
geschmolzen, – beflügelt und mit dem Geist der Wahrheit überwältigt –
beginnt das Paradies der Liebe, «Die Verheißung der Morgenröte».

Zhikr
Der blutge Zwang; denn wenn Ihr selbst die Krone
In Eurem Herzen bärgt, er stört nach ihr.
Deswegen kommt er an in wildem Sturm,
In Donner und Erdbeben {Baubo} wie ein Zeus,
Auf dass er nöt'ge, wenn kein Mahnen hilft -
Und heißt Euch beim Erbarmen Gott des Herrn
Der Krone abstehn und der armen Seelen,
Für welche dieser gier'ge Krieg den Rachen
Schon öffnet, schonen! Und auf Euer Haupt
wälzt er der Waisen Schrei, der Witwen Tränen,
der Toten Blut, verlassner Mädchen Ächzen
Um Gatten, Väter und um Anverlobte,
Die diese Zwistigkeit verschlingen wird.
Dies ist sein Ruf, sein Drohn und meine Botschaft.
William Shakespeare, König Heinrich V.
Hiob 6:15-30 / 19:19-29

Verehrung der Weiblichen Seite Gottes


Wir übersteigen mit 'Hedonismus und Freiheit' für Profitmaximierung [das Freimaurer-
Auge im Dollar, die Herrschaft des Saturns, steht gegen die Ziele fundamentalistischer
Muslimbruderschaften (Jesaja 19:2-4)] die Möglichkeiten der partnerschaftlichen Ehe. In
einer kulturellen Erkenntnis, wie wir friedlich zur Menschheit evolvieren , wird uns die
ethische Schöpfung 'Nachhaltigkeit der Familien' immer dringlicher. Jeder trifft 5-6 mal
im Leben seinen idealen Partner, dieses kosmisch-romantische Prinzip garantiert einmal
die idealistische Ehe zu führen. Doch Frauen sind nicht Dienerinnen, sondern der
Männer geistigen Zeit Schöpferinnen einer Neuen Menschheit. Wie unnatürlich es uns
auch immer erscheinen mag, es sollte ein natürliches Gesetz sein, dass der geringste
Preis, den Männer ihren Frauen im Austausch für diese selbst geben können, selbstlose
Seelenzeit ist. Unsere Erde darf nicht mehr ausgebeutet werden. 'Nicht die Göttin
[al-Ilāha(t)] sondern Gott!' (Shahāda) wendet sich gegen jene Magie, die Form benutzt,
um damit jenes zu erlangen, was dunkle Frauenschaft verlangt; der Stoff aber, den
Frauen in ihrer Schöpferkraft zum Friedensraum der Welt transformieren können, um, in
persönlichem globalen Engagement, der Menschheit einen Schritt voranzuhelfen, ist der
auf planetarisches Wohl bezogene Seelendienst der Männer. Werden Männer begreifen,
dass altruistische Freizeit, zur Entfaltung des Planetarischen Bewusstseins der Frauen,
wichtiger ist, als Krieg zu führen um temporäre Nebenbeziehungen? – Es braucht Engel
für den Frieden; die Bärentatze (Talitha – Mk 5:41-42 – im Sternbild der Bärin) und das Herz
Medeas sei euer Banner! In Achtung und Respekt gegenüber dem Fühlen des Menschen
müssen wir sagen: „Wenn Liebe benötigt wird, Gott ist Liebe. Wenn man Gerechtigkeit
ausüben muss, Gott ist Richter und Verzeiher. “ 'Und als sich die Seele so wieder

3
geschmückt hatte in ihrer Schönheit, traf sie ihren Geliebten' (Nag Hammadi Codices II,6).

4
Ich sah einen Traum heute Nacht: der Himmel schrie, die Erde gab Antwort, zwischen
ihnen stand ich. (Gilgamesh-Epos, Tafel 8) Und siehe, ich fing an Worte der Inspiration
auszusprechen und zurechtzuweisen die Wächter des Himmels. (Henoch, Kapitel XIII.9)

Prolog
Le temps fuit, la conscience crie, la mort menace –
Le ciel sourit, l'enfer gronde, et les femmes dorment

'Nun ist die Zeit da! Der Abgrund öffnet sich. Siehe da den König der Könige der Fin-
sternisse! Siehe da das Tier mit seinen Untergebenen, das sich Erlöser der Welt nennt.
Stolz wird es sich in die Lüfte erheben, um zum Himmel aufzusteigen. Er wird durch
den Hauch des heiligen Erzengels Michael erstickt. Er stürzt herab, und die Erde wird
ihren Schoß voll des Feuers öffnen. Er wird verschlungen für immer mit all den Seinen
in die ewigen Abgründe der Hölle. Dann werden Wasser und Feuer die Erde reinigen
und alle Werke des menschlichen Hochmuts vertilgen, und alles wird erneuert werden.
Dann werden wir Gott dienen, und Er wird verherrlicht werden.' Vision La Salette, 1858.
'Und siehe, der auf dem Berge saß, rief mit gewaltiger und durchdringender Stimme: Du
gebrechlicher Mensch, Staub vom Erdenstaube, Asche von der Asche, rufe und verkünde,
wie man in die Erlösung eingeht, die alles wiederherstellt, damit diejenigen unterrichtet
werden, die, obgleich sie den inneren Gehalt der Schriften kennen, ihn dennoch nicht aus-
sprechen oder verkünden wollen. Denn sie sind lau und oberflächlich, die Gerechtigkeit
Gottes zu beobachten. Erschließe ihnen die versiegelten Geheimnisse, die sie so ängstlich
in einem versteckten unfruchtbaren Acker verbergen; ergieße dich wie ein überfließender
Quell, und verströme dich in geheimnisvoller Lehre, dass jene von deiner Ausgießung und
Bewässerung erschüttert werden, die dich wegen der Übertretungen Evas mit Verachtung
strafen möchten. Nicht von einem Menschen hast du die Erhabenheit dieser Tiefe. Von dem
himmlischen, furchtbaren Richter wird sie dir von oben her gegeben, wo dieses starke Licht
unter den Leuchtenden mit heller Klarheit flammen wird. Erhebe dich also, rufe und sprich,
was dir in der göttlichen Hilfe kund wird! Denn der da jeder seiner Kreaturen mächtig und
gütig gebietet, er durchströmt die, die ihn fürchten und ihm mit hingebender Liebe dienen,
mit dem Licht der himmlischen Erleuchtung.' S. Hildegard von Bingen, Scito Vias Domini I/1.
'Da kroch nach vorn der gottlose dreimäulige Drache und dachte bei sich also: „Diesen
Glücksglanz, den nicht genommenen, will ich ergreifen.“ Aber hinter ihm reckte sich auf
das Feuer des Weisen Herrn und sprach mit Worten also: „Zurück, lass dir das gesagt sein,
du dreimäuliger gottloser Drache, wenn du den Glücksglanz, den nicht genommenen, dir
aneignest, will ich dir gegen deinen Steiß emporflammen, gegen dein Maul emporleuchten
und danach sollst du nicht wieder hervorstürzen auf die gottgeschaffene Erde zum Verder-
ben einer Welt der Wahrheit.“ Da zog der Drache seine Pfoten zurück, besorgt wegen der
Lebensgefahr, weil er vor dem Feuer in Furcht war.' Zend Awesta, Zamyad Yašt 19,49-50.
Des Sperbers allerschnellster Flug – Die Maske der Männer im Frauenfang
Müssen wir uns, angesichts vieler, die so emsig ihren spirituellen Neigungen folgen, nicht
fragen, ob Spiritualität, ohne zugrundeliegendes planetarisches humanistisches Bewusst-
sein, nicht Hinwendung zur Egozentrik eines unbarmherzigen Gleichmuts gegenüber der
Botschaft Eines Natürlichen Kulturellen Lebens ist? Ist "das Erwachen Gottes in das linke
Gehirn" nicht Flucht vor der Existenz einer schöpferischen Ordnung der Liebe, und damit
gottsüchtige Abneigung gegenüber der bewussten Teilnahme an 'Allmende-Gemeinschaft
in kreativer Einheit'? Während Kriege, Terror, Massenflucht die Menschheit quälen, scheint
es eine hochneurotische Haltung zu sein, spirituellen Individualismus zu lehren, statt Dialog,
die Befreiung zu unserer kosmischen, humanen Emotion, sodass Menschen ihre Sehnsucht
der Seele im Lehren und Helfen, im Fördern, Dienen, Trösten, Heilen, und Lieben finden.

5
A. Das Buch der Gesänge

Unglückliche Frauen sind, auf ihre eigene Art geliebt zu haben, unglücklich (Jane Austen)
Eine Frau wird wie ihr Mann. Obgleich begabt mit spiritueller Macht, psychologischer
Wellness und physischem Vergnügen – ist ein Mann getrennt von seiner kulturellen Seele,
wird seine Frau unglücklich (und er traurig). Der Sinn der Liebe ist die Manifestation der
schöpferischen Seele des Mannes, und nicht die Unterstützung von Geld, Spaß und Krieg.
Nicht gegeneinander gleichgültige spirituelle Individuen (die sich in Genussehe anfügen
oder in Scheidung und Wiederheirat umordnen), sondern seelenvolle Gestalten sind das
Primäre kultureller Humaner Wirklichkeit. Das Kulturelle, seelenvolle Gestalten sind die
regelnde Einheit jener Liebe zwischen Frauen und Männern, die wir uns erklären wollen.
Wie wollt ihr mit Nichtigem trösten? Eure Antworten bleiben Betrug. (Hiob 21:34)
'Der Berg ist geschändet. Seine Bäume sind gefällt, und er steht nackt; auf seiner Spitze
ist ein Tempel. Er ist aus Marmor, und aus Gold, aus Glas und Stahl; und ist wunderbar
aber schrecklich. Niemand betet dort.' (Tolkien, The History of Middle-earth, The Lost Road).
Die Seele fällt in den Morast kämpfender Religionen; der schöpferische Traum erstirbt
in den Verschmutzungen der Glauben, dem Überschwange göttlicher Persona. 'Gärung
von zweifelhaftem Geruch' (C. Lévi-Strauss) verdirbt den Duft der Rose wie der Nachti-
gall Gesang; zerschossene Betonbaracken von Kriegskulturen zerfressen unsere Seelen.
Die Büchse der Pandora Die Venus-Falle, als betörendes Weib, saugt uns in ihre alltäg-
lichen und eintönigen Muster hinein. Der Hilfeschrei der Tochter Erde unterliegt dem
Charme des Stolzes der Mütter-Söhne. Unser Bedarf an Bequemlichkeit und Persönlich-
keitsgeltung front die Menschheitskultur. Männlichkeit glüht in schwülem Dunste. 'Ein
Übermaß an spiritueller Macht zieht Weiblichkeit in das Verderben herunter' (C.G. Jung).
'Im blutigen Zwang' mordet eine paternale Majestät der Menschheit kulturelle Werte.
Im hormonellen Liebreiz natürlichen Gebärens 'richten sich Frauen in ihrer Moral nach
jedem, den sie lieben' (La Bruyère). 'Und es ist diese lange, sehr enge Gasse, vergleichbar
einem ganz niedrigen, dunklen und engen Backofen, der Boden von ganz schmutzigem,
stinkendem Schlamm voll eklen Gewürms – darin geschieht das Hinsterben der Seelen,
begleitet von unsäglicher, zerrüttender Verzweiflung' (Theresa von Ávila, Libro de la Vida).
Zur Ethik des Liebens Es scheint, dass diejenigen, welche 'zu leben' verwegen ausüben
– nicht Lebenswandel und Zustand zur Eukharistia {Koinonia, Fundament der Gemein-
schaft} geweiht – vom Gastmahl {sympósĭon} ausgeschlossen sind (2 Makk 3:39; Mt 22:14).
Es geht da wie mit den Sternen Gottes Weiblichkeit: wie die subtilen und sehr subtilen
Wesens-Substanzen zuerst vom einströmenden Licht des Großen Farmers genährt, dann
in ganz überflutendem Licht – nach Art neugeborener Monde – Menschlichkeit den Seelen
nächstfolgender Ordnung vermitteln; so dürfen Männer nicht wagen, der Frauen Diener
zu deren Herzen innigster Emotion der Liebe zu sein, wenn sie nicht in ihrem Verhalten,
Blicken und Gefühlen ganz und gar geistig gestaltet, in die Vision kulturellen Geistes
berufen und, gemäß dem Urteil der Hauskirchenlehrerinnen (Geburah), zu ehrenamtlichen
Helfern im Dialog bestellt sind (nach Dionysios Areopagita, De Ecclesiastica Hierarchia III.3.14).
Der Begriff 'eheliche Liebe' lässt sich nicht in das bloße materielle, das psychologische
oder unser spirituelles Leben hineinpressen, sondern er geht in die Mannigfaltigkeit und
die Fülle der Formen des Geistigen, des kulturellen Lebens auf, Leben, dem selbst 'das
Gepräge der inneren Notwendigkeit und damit das Gepräge der Objektivität' (E. Cassirer),
des Planetarischen Gewissens aufgedrückt ist. In diesem Sinne bedeutet 'eheliche Liebe'
nicht nur die Begriffswelt einer spirituellen Erkenntnis, sondern die anschauliche Welt
der Kunst, wie die des Mythos und damit der 'Sprache der Frauen' als eine vom Inneren
an das Äußere ergehende Offenbarung, eine Synthese von Geist zur Welt, die uns der
ursprünglichen Schöpferischen Einheit von Mann und Frau erst wahrhaft versichert.

4
B. Situation: Anamnesis und Anā-Lyse

Something is rotten in the state of Denmark (William Shakespeare, Hamlet, Act I, Scene IV)
Wir stehen vor einer Krise epischen Ausmaßes. Und der Grund dafür ist weibliche Un-
fähigkeit gepaart mit dem männlichen Unwillen, offen und ehrlich zu einem Thema zu
sein: die psychische Erkrankung unreligiöser Männer, welche physische Erkrankungen in
den Frauen hervorruft. „Wenn Irreligiosität in Gemeinschaften vorherrscht, verdirbt das
Gewissen der Frauen. Daraus erwachsen Gefahren wie Kriege und Epidemien.“ (Bhagavad-
Gita I.40). Kriege dauern an, weil Männer nicht „ein Herz und eine Seele“ (Apg 4:32) sind
und Frauen „ungeheuren Hass in ihrem Herzen tragen“ (Präsident Trump zu Mrs. Clinton), so
'als sögen sie mit der Gefahr einen doppelten frechen Mut in sich' (Hugo von Hofmannsthal).
Heilen, was in Weiblichkeit verwundet ist Den Führern der Nationen ist es wichtig als
Vorbilder wahrgenommen zu werden; ganz gleich, ob es sich um die königliche Familie
eines Wüstenstaates oder den Präsidenten der Vereinigten Staaten handelt: ihre Macht
hat kulturelle Bedeutung; doch zuviel Islam (Paternalimus, Polygamie nach der Scharia)
erzeugt kranke Frauen (Prostitution), zuviel Unreligion (serielle Wiederheirat, Genussehe)
entstellt den kulturellen Mann. Dabei gälte es Den Sinn unserer kosmischen Verantwor-
tung für Unsere Erde zu entwickeln; denn es ist unsere individuelle und kollektive Ver-
antwortung, die Familie der Lebewesen auf diesem Planeten zu schützen und zu erhalten.
Gott erschuf die beiden großen Lichter, und auch die Sterne (Genesis 1:16) Zieht der Geist
die Seelen an, kann die Erde alles anziehen, was der Erde gehört: Was von Erde gemacht,
kehrt zur Erde zurück. Der Himmelsstoff des Geistes aber bildet sein eigenes Gesetz Seelen-
begleiter zu sein (Matthäus 6:10), im Geheimnis der Umarmung und im Geheimnis des Fluges.
Wenn Frauen, als spirituelle Seelen ihrer Weiblichkeit, über Beziehungsangelegenheiten ent-
scheiden, weil es sie zum 'Stoff aus dem die Träume sind', den Kulturell Kreativen, hinzieht,
dann ist jeder frei und jeder ist ein Solist, zusammen wird diese Einheit: Die Symphonie.
Die Natur verleiht Ihre Ethik Die Große Mutter ('das Ewig-Weibliche') ist eine Schöpferin.
Sie prägt das Gesicht Neuer Kultur und das Leben der Menschen, worin sie ihren Wirkungs-
zusammenhang findet: „Wir nehmen Wasser aus der Erde und Wir geben etwas zu der Erde“
– das ist der Vertrag. Am Anfang steht eine Unterhaltung. Sie fragt ihn: Wirst du meine Sou-
veränität bestätigen? und Er sagt: Ich will! (Hadith) – 'through him and with him and in him,
God is rendering paradoxes as platitudes' (Isaiah Berlin). Die Gemeinschaft der Geheiligten
(Apg 20:32) übernimmt Verantwortlichkeit auf sich, was zugleich die Autonomie begründet.
Die Erde hat fünf Eigenschaften, das Wasser vier, das Feuer drei, die Luft zwei, der Aether
eine. Klang, Berührung, Form, Duft, Geschmack sind die fünf Eigenschaften der Erde. Klang,
Berührung, Form, Geschmack gehören zum Wasser. Klang, Berührung, Form bilden die drei
Eigenschaften des Feuers. Die Luft hat zwei Eigenschaften: Klang und Berührung. Der Aether
hat als Eigenschaft den Klang. Diese fünfzehn Eigenschaften wohnen den fünf Elementen inne
und existieren in allen Substanzen, aus denen das Universum zusammengesetzt ist. Sie stehen
nicht im Gegensatz zueinander, sondern gehen angemessene Verbindungen ein: sie bilden ein
Ganzes. (Mahabharata, Vana Parva, Buch des Waldes, Kap. 221 'Der Vogelfänger über die Elemente')
Frau und Mann haben zusammen den größten Erfolg Frauen, die in Sachen Ethik gegen-
über ihren Männern die Grundnorm Christi, 'er verlasse Häuser oder Brüder, Schwestern,
Vater, Mutter, Kinder oder Äcker' (Mt 19:29; 10:35-39), nicht geltend machen, bemühen sich
nicht nur vergeblich um Mitarbeit ihrer Partner am Planetarischen Bewusstsein, sondern
sie dürfen sich auch nicht wundern, wenn das entstehende Machtvakuum sofort durch alter-
native "Familien-Korrektheit" ausgefüllt wird, die das Handeln "ihres" Mannes, mit seiner
Ehefrau den Dialog zu organisieren, hemmt oder, als Ausdruck von Überzeugung, sogar
verhindert. Hinzu kommt noch, dass eine spirituelle Multikulti-Moral, Männern erlaubt,
sich in Beziehungsangelegenheiten beliebig verhalten zu können – dies stellt die größte
Bedrohung der Ordnung dar und untergräbt systematisch unser Kulturelles Wertesystem.

5
Dialog muss vor allem anderen unsere erste Pflicht sein Durch Göttinnenkult in erstark-
tem Konfessions-Fundamentalismus herrscht eine Art organisierte Kriminalisierung des
Glaubens auf unserem Planeten, ein Handel mit energetisierten, psychologisierten wie
spiritualisierten Geschlechtern. „Menschen schaffen, wenn sie Lust empfinden; ohne ein
Empfinden von Lust ist kein Schaffen; nur wer Lust empfunden hat, schafft“ (Chandogya-
Upanishad 7.22), doch indem der Mensch liebt, ohne dass 'Trieb, Gottlosigkeit, Neid und
Begehren' durch heilsames Läutern entschwunden sind, zerstört Liebe sich selbst und die
anderen. Konkurrierende Männerwirtschaft und frauenpolitische Interessen könnten befrie-
det werden, wenn der Menschen Thermodynamik, die Begehrlichkeit eines allzu göttlichen
Eros-Geistes, entwird. Dazu muss uns bewusst werden, wie alles miteinander verflochten
ist, wie z.B. Ehevorstellungen der Religionen, die sich entwickelt haben, beitragen, Produk-
tionen einer Welt-Misswirtschaft zu fördern. Wenn wir das wirklich ändern wollen, müssen
wir sowohl beim Wünschen der Frauen ansetzen, wie auch die Entwicklung einer fühlenden
Schöpferischen Kultur der Männer (Johannes 14:23) fördern. 'Der Fortschritt und die wahre
Größe besteht im Dialog zwischen den Menschen und nicht in spirituellen Übungen und
Heiligen Schriften, diese von der Höhe eines einsamen Berges diktierten Monologen. Das,
was in der Lage ist, das Absurde auszugleichen, ist die Gemeinschaft der Menschen im
Kampf gegen das Absurde. Und wenn wir uns entschließen, dieser Gemeinschaft zu dienen,
entschließen wir uns, bis zum Äußersten dem Dialog zu dienen gegen alle Politik der Lüge
und des Schweigens. Menschen, die bleiben, was sie sind und die wahr sprechen – das ist
die Art und Weise wie wir zusammen mit den anderen frei sein können.' (Albert Camus, 1943)
Der Große Gesang Von der Gnade der Sonne erglüht der Mond, und ist bereit sich selbst
darzubringen (Gita 17.11; Joh 6:38); erhellt vom Chor der Sterne (Mt 24:31) erhebt sich der
Morgenstern zur Wiederkunft des Humanen Geistes. Ein jeder entdeckt in der Drei-Einigen
Seele den Spiegel; in Kosmischem Sinn fühlt sich Licht in Liebe zueinander hingezogen.
Der Mond singt der Sonne: „Ich liebe Dich“, zum Morgenstern: „O Du liebst mich“ und
„Unsere Liebe soll niemals in zwei geteilt werden“. Es ist dieser Gesang, der die Engel zu
des Meeres Wogen, zu des Firmaments Sternen und zu der Paradiesbäume Früchten trägt.
Zweifellos beeinflussen Frauen die Welt, denn auf ihren Bildungspfaden können Frauen
zwischen Erwachen zur seelenvollen Weiblichkeit oder direkter Entfaltung zur spirituellen
Vermännlichung wählen und diese Entscheidung hat eine enorme Folge für Planet Erde:
Ohne erweckte himmlische Seele wird Weiblichkeit schamlos, und statt herabkommendes
Planetarisches Bewusstsein ergießt sich Plastikmüll ins nächtige Urlaubsparadies, was der
Gefiederten Schlange 'Vom Tod zur Auferstehung' Bedeutungslosigkeit verleiht; dergestalt
bleiben Frauen ohnmächtige Engel, 'dem hochmütigen Iblis' (Koran, Sure 2:34) so ähnlich,
dass man sie als 'gefallene Engel' bezeichnen könnte. || 'Das ist Gott: das Leben, durch das
die Große Schar der Engel angezündet wird, so wie Funken vom Feuer ausgehen. Dieses
Leben leuchtete. Und diese Herrlichkeit ist unvergänglich, da nie der Tod in ihr sein kann.'
(Hildegard von Bingen) – das erweckt die Menschheit zur Morgenröte der Kulturellen Einheit.
Mit Aarons Entzünden der Menora [siebenarmiger Leuchter] war symbolisch die Aufgabe
angezeigt »Das Heilige« zu entzünden. Jeder Mann trägt in sich die Flamme zur Verehrung
Schöpferischer Dreieinigkeit [siehe Leonardo da Vinci: Anna selbdritt ], verborgen und tief
in seinem Inneren vergraben. Daher braucht es, vor dem spirituellen Pfad, 'Novizen-Dienst
in der Gemeinde'; wie es heißt: 'Ein Licht des Herrn ist die Seele der Frau, durchsucht die
verborgensten Falten' (Proverbia 20:27). Erst dann wird sich verwirklicht: Wer im Spiegel die
Herrlichkeit des Herrn schaut, verwandelt sich in dieses Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit .
‚Von Liebe wegen‘ der Frauen bringt das Planetarische Bewusstsein der Männer hervor
Erfahren Männer keine Belehrung durch die erleuchteten Seelen der Frauen, so wird der
kulturelle Geist nicht erschaffen: Hotelwesen [Genussehen] und psychiatrische Anstalten
werden boomen – dies zeigt, wie wir die Energie unseres Lebens verloren haben. 'Frauen
werden so lange leiden, bis das verlorene Gleichgewicht wiederhergestellt ist' (Beinsa Douno).

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I. Das Gewahrsein

François Héran, Laurent Toulemon, Francine Cassan, 2000 France, 'Étude de l’histoire familiale.
L’édition 1999 de l’enquête Famille', Courrier des statistiques, n° 93, Insee première 797.
'Zur Zeit machen die Konservativen als Vertreter des Traditionalismus nur etwa 29 Prozent der
Bevölkerung aus. Die Kulturell Kreativen [The Cultural Creatives] kommen auf stolze 24 Prozent
(44 Millionen)! Das Verhältnis von Frauen zu Männern beträgt 67 : 33. Es sind also 50 Prozent
mehr Frauen als Männer in dieser Richtung engagiert.' (Paul Ray, Evolution der integralen
Kultur).

Cultural Creatives in ihrer Ausstrahlung als »gentle men« zur Entfaltung der Vision von Ganzheit
Cultural Creatives sind treue und kluge Verwalter, Gesandte, dienende Engel und Hirten, Beschützer,
kulturelle Väter, ethische Führer, psychoanalytische Heiler, spirituelle Guides und geistliche Lehrer.
The Cultural Creatives {Die Horus-Söhne oder Vier Evangelisten: als Rama, als Krishna, als Shiva, als
Buddha} verkörpern das weibliche, gütige, wohlwollende und zulassende Prinzip der Großen Mutter.
Von grundlegendster Bedeutung in unserer Zeit ist der Archetyp Rama, Leiter der Tavistock-working-
conference; denn ohne geläuterte Psyche können Frauen im geistigen Bewusstsein nicht vorankommen.

II. Dialog: Zusammenkunft in Seelenzeit – Erweckung zur Planetarischen Kultur

Die Botschaft in unserer Zeit Nur wenige Männer vermögen sich heutzutage eine Idee zu
machen von dem diakonisch-ritterlichen Gelöbnis, Frauen seelisch zu stärken, persönlich
zu schützen, physisch zu schonen. Es fehlt zusehends die erschütternde lenkende Kraft des
erleuchteten Gewissens 'wodurch aus dem Herzog von Burgund ein Koch von Cluny, und
aus einem mit der Kaiserfamilie Verwandten ein Sandalenputzer, und aus einem Grafen ein
Schweinehirt ward' (nach Abbé Dubois, Geschichte der Abtei Morimond, Münster 1855 / Anmerkung:
Nach der Midrasch Rabba 48:9 war Gott, welcher Abraham bei den Drei Eichen Mamres in Gestalt von
'Der Herr und zwei Engel' (Schenouda III.) erschien, ein Wüstenhändler, ein Bauer und ein Schiffskapitän).
Ethik unterscheidet sich von spiritueller Praxis in der Richtung. Nicht aus Alltagsbewusstsein
sich ins göttliche Bewusstsein zu erheben, ist das Ziel der Ethik, sondern 'Prinzip Hoffnung':
den schöpferischen Geist des Universums als das Planetarische Bewusstsein herabbringen, die
Vision eines Universellen Allmende-Gemeinwesens offenbarend – was 'Krieg der Religionen'
in heilbringendes, das Schöpferische manifestierende Leben des spirituellen Weiblichen um-
wandelt. Wenn jetzt aber Männer glauben, Alpha mit Omega verwechselnd, es sei ihr gutes
Patriarchen-Recht 'mit begeisterndem Blick das verwundete Weibliche zu lenken', so kann
solches Ansinnen zu gänzlichem Größenwahn und Gleichgewichtsverlust führen. Das reuige
Selbst muss sich wandeln, der religiösen Pflicht dialogisch gewissenhaft nachkommend, und
Unreinheiten, Verleugnungen und Wunschdenken psycho-physischer wie spiritueller Alpha-
Tier-Idiosynkrasien dergestalt ethischem Gelöbnis unterwerfen, dass in seelischem Magnetis-
mus das Herz zu reinen Spiegeln wird – dann erst können Frauen auf echten Beistand hoffen.
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III. Situation auf dem Kontinent

El Real Monasterio de Nuestra Señora Unersättlicher Lebensstil hat dem Weiblichen sein
Bedürfnis nach dem Heiliggemäßen als Grundlage seines Selbstwertgefühls "abgetrieben".
Eine nie dagewesene Erd- und Luftverschmutzung bei einhergehendem Verlust seelischen
Glaubens der Menschen für das Geistig-Humane sind die Folgen. Statt in »Haus-Kirchen«
Sittlichkeit zu lehren, planen manch kluge Damen, es sei besser geschieden, spirituell und
betucht zu sein; für den Herrn sei allerdings Neuvermählung besser als "krank" zu werden.
Folgen sind zunehmende Scheidungsraten und das Aufkommen von Selbstverherrlichungs-
Maskulismen im Verbrauch seelengehemmter Frauennaturen; die spirituellen Gewissen
erliegen dem Charme paternaler Bruderschaft, deren Partialethik des 'göttlichen Bewusst-
seins' jede Pflicht zur planetarischen ethischen Verantwortlichkeit verdrängt. Unterdessen
werden die Reichen immer reicher, während Inflation, Armut und Gewalt unseren Planeten
in den Abgrund drängen. – In Sympathie und Frieden miteinander leben, verlangt von uns
Menschen, Leben als »Eine Gesamtheit« zu erfahren, deren Bereiche nicht voneinander
trennbar sind: 'Männer sind Cherubim in geistlichem Gebet' [theta-Gehirnwellen]; 'Seraphim
sind vernunftbegabte Frauen' [beta-Wellen] in planetarischem Handeln; 'Das Universum ist
Gott' [delta-Wellen] Einen Seins und 'Die Gemeinschaft als Gewahrseinstiefe mit der Natur'
[alpha-Wellen]. Innere Freude [der Sohn], äußeres Mitgefühl [die Tochter], die Höchste Liebe
[der Vater] und tiefster Gleichmut [die Mutter] muss »Einig-Wesen« als uns geworden sein.
‚Gott wird Mensch‘ – auf dass die Frauen wirken Eine kosmische Ordnung besteht, wo-
nach Männer, wenn sie in ihrer Seele schöpferisch sind, das heißt 'in sich selber bleiben
und als gültig nur annehmen, was ihnen unmittelbar intuitiv einleuchtet' (Romano Guardini),
"das eigentliche Mannsein" verlieren. Wollen Weise Frauen zu ihrer 'Vision von heilender
Liebe' gelangen, müssen sie "den Mann" an das Planetarische Bewusstsein hergeben; die
selbstbezogenen Frauenherzen sträuben sich gegen diese Hingabe – derweil nehmen sich
Männer die Rechte an Sexualität und Gebärfähigkeit der Frauen (Genesis 6:2; Henoch I.6.1).
Wann immer Weltkriege stattgefunden haben, wann immer es in der Welt Blutvergießen
gegeben hat, und wann immer es Revolutionen und politische Umwälzungen geben wird,
all diese Katastrophen sind auf dieselben Ursachen zurückzuführen: auf der einen Seite
Selbstsucht der Männer, welche lediglich nur physisch, mental resp. spirituell in sich selbst
versunken sind, auf der anderen Seite der Mangel der Frauen am Verständnis für das Natur-
gesetz der Großen Mutter und die Gesetze erfüllter und nachhaltig-glücklicher Partnerschaft.
Ohne 'Seelenzeit der Kulturell Kreativen' in der Raumzeit der Frauen [dem Dialog], bleiben
Frauen unwissend für den SINN der Liebe: Von der Sehnsucht des schöpferischen Geistes
abhängig sein, Ihn zu manifestieren als Sie. Männer verfügen über das Potential, den weibli-
chen Seele-Körper-Organismus von Krankheit zu heilen – sie können aber auch größtes Un-
heil anrichten! Josefs Gebot (Matthäus 1:25) missachtend, wird 'Die Destruktion als Ursache
des Werdens' (Sabina Spielrein) übermächtig, und weibliche Heilkunst verraucht zur Künstlerei.
Die nachhaltige Beziehung Beziehungsethik der Geschlechter entstammt den komplemen-
tären altruistischen Seelenebenen. Haben wir uns nicht dessen bewusstgemacht, steht 'Bezie-
hung' unter einem unglücklichen Stern. 'Wenn ich zu dem gelangt bin, das für alle Vernunft
unerkannt ist, und von dem auch jede Vernunft meint, es sei von der Wahrheit am weitesten
entfernt: dann finde ich Dich. Dort bist Du, mein Gott, der Du absolute Notwendigkeit bist.'
(Nikolaus von Kues, Das Sehen Gottes). Ist aber die Sittlichkeit der Frauen erst einmal zerstört,
geht damit auch Verlust des Planetarischen Bewusstseins einher; daher lehrten die Weisen:
'Fort, fort, ihr Frauen! Zieht von dort weg! Fasst nichts Unreines an! Zieht von dort weg!
Haltet euch rein; denn ihr tragt die Geräte des Herrn.' (Jesaja 52:11) sowie: 'Halte mich nicht
fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen' (Joh 20:17); dass Männer kulturell
dem 'göttlichen Weiblichen' wieder zu dienen verstehen (Lev 11:44; Petrus 1:16), verlangt zu-
dem: 'er erkannte sie aber nicht, bis sie Gottes Sohn als ihre Persönlichkeit gebar' (Mt 1:25).

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IV. Resumé
'Ohne Wein und Brot (Buch) ist Venus tot. Wo aber nächtige Trunkenheit und Über-
fluss herrscht, da beginnt die Mutter des Ehebruchs ruchlose Kriege.' Mikrokosmos 1579
Die Menschheit befindet sich in einer Krise. Scheidungsraten schnellen in ungeahnte
Höhen. 'Missbrauch der Weiblichkeit' sowie 'Verleugnung des Seelischen' sind an der
Tagesordnung. Die Geschlechter hassen sich bi-direktional, oder versuchen in geistlicher
Selbstlosigkeit sich aus dem Wege zu gehen. Männer wollen ihren korrupten Zustand
gegenüber Frauen nicht bereuen; erwacht zu ihrer Seele aber könnten Frauen dem Macho-
Gebaren der Männer widerstreben: Wie lieben die spirituellen Seelen? – Da ungeistige
Männer durch Gebrauch des Weiblichen widerrechtlich die Macht an sich reißen, stellt
sich allerdings die Frage, wie Frauen ihrerseits 'Missbrauch in der Liebe' ausschließen?
Schlachtengesang Kriegerisches, rohes wie rücksichtsloses Verhalten – die Sitte einer
Scheidungs- und Wiederheiratspraxis lautet auch heute noch: ‚Nur nicht an das Leben (an
Frau und Kind) geklammert, das ist nicht Sitte von Sparta!‘ [altgriechischer Schlachtengesang].
Wie befreit der Held 'Persephone' aus den Raubarmen und Fangnetzen einer Unterwelt
'sex and the city'? Aus höchstem Glanz des menschlichen Geistes steigt die Kraft Seines
spirituellen Erbarmens hinab, um wieder aufzusteigen und mit den Lichtern des Himmels
die Erneuerung Unserer Erde zu begründen – aus Liebe zu 'Gott und der Menschheit'. Zu-
meist haben Frauen keine Vorstellung davon, was 'Herrenmahl' überhaupt bewirken soll
(Gen 21:7; Off 21:7); andererseits bemühen sich Männer kaum zu prüfen, inwieweit der Ruf
Buddhas 'andere von Leiden befreien' von Frauen in Tiefen gehört und befolgt worden ist.
Dass Weiblichkeit zum 'zweiten Gott' (Platon), zur geachteten Dame in der Welt wird, muss
zuerst das Männliche zum 'Herrn', zum Gottesbild im Inneren der Weiblichkeit werden.
Der Glöckner von Notre-Dame Auf dem Pfad der Männer, der Ein Werdeprozess
ihrer Herzen ist, geht es um das Dienen, um die Entwicklung Neuen Daseins für Die Frau,
innerhalb des erweiterten gemeinsamen spirituellen Sinns: Das Gebot der Menschlichkeit,
Frauen nicht mehr zu missbrauchen. Gäbe es die unumstößlichen Prinzipien eines mutie-
renden Lebens nicht, würde der Mensch nicht versuchen sich mit kontemplativen Flügeln
in das Unendliche aufzuschwingen, dass »Gott in der Höhe« sich in Offenbarung mitteile.
Der Tod von Soldaten ist der äußere Ausdruck eines inneren Kampfes der Frauen in der
'Institution von Heirat und Scheidung'. Dabei könnten Frauen die ungeheuer komplexen
Probleme religiöser Kriege eigentlich lösen. Doch wer vermag die Frauen zu ermahnen,
dass sie nicht die Möglichkeit scheuen dürfen, Leben zu retten ? – das Seelische Gewissen.
Man(n) wünscht seinen Verstand gut nutzen zu können, um als 'spirituelle Persönlichkeit'
[linke Hemisphäre] zu arbeiten – aber nicht mit dem Geist seiner Seele. 'Wenn einer seine
Frau aus Abneigung verstößt, dann befleckt er sich mit einer Gewalttat' (Buch Maleachi 2:16).
'Frau des Mannes' meint 'das mitfühlende Gehirn', die Hemisphäre 'zur Rechten Gottes, des
Allmächtigen Vaters'; bleibt sie unentwickelt, drängt des Mannes Verstand seine Partnerin
in die "Huren-Heiligenposition", von der sie frömmiglich ihre Dienste zu geben hat. Es ist
die Tragödie unseres Planeten, wenn Frauen sich dergestalt vom schöpferischen Seelenleben
abhalten; denn Männer erhalten von Frauen ja 'absolute Freiheit', insofern sich Frauen frei
von sittlicher Einschränkung zur Intimität halten und darauf verzichten in Hauskirche einer
Jugend die Emotionen der 'Erleuchtung des psycho-physikalischen Mechanismus' zu lehren.
'Ohne Entfaltung seelischer Kraft herrscht im Manne psychische Impotenz, welche die Frau
zur Dirne herabsetzt' (Sigmund Freud, Über die allgemeinste Erniedrigung des Liebeslebens) und
eine Menschheit kann sich nicht wehren, nicht retten vor dem kollektiven Wahn sexueller
Frauen, die, unter der Übergewalt spiritueller Männer mit deren ungeheurem Zwang eines
psychischen Eros, in rasendem Wogenzusammenprall, Spannungen mit solcher Windstärke
erzeugen, dass die Welt wie ein Tuch in zwei Teile zerrissen wird, dieser riesige Riss geht
quer durch jedes Land, jede Stadt, jedes Haus, jede Familie, jedes Herz. (nach Stefan Zweig)

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C. I. Von den Inneren Bildern
II. Von der Herren-Vernunft

I. Imagination of Mankind – Von den Bildern des Herzens


'Von Iblis geblendet' (Sure 15:33) – da Einigung von Gott und Meister das Wort offenbart,
das Sein der Männer bestimmend – will man vergessen, dass Erfüllung zwischen Venus
und Genius (Richard Wagner, Tannhäusers Gesang; Ovid, Metamorphosen: Ceres gebührt mein Sang)
jene Prozesse bewirkt, die in kultureller Art und Weise die Schöpfung »Menschheit« organi-
sieren. Denn nichts ist im planetarischen Geist, was nicht vorher in den Sinnen der Großen
Mutter war, und nichts ist in Ihrer Sprache, was nicht zuvor im Bewusstsein des Genius war.
Sind im Kosmos Galaxien dermaßen beieinander, entreißen sie sich, bedingt durch eigene
Gravitationskräfte, gegenseitig die Sterne. So geschieht es auch auf Erden. Ohne kulturell-
erwachten Geist rotieren die Menschen wie ein Dynamo, die sie umgebenden Materiewol-
ken aufheizend, gleich 'Schwarzen Löchern', in die Materie strebt; "kollidieren" nun zwei
Familiensysteme, kommt es zur Wechselwirkung zwischen den Müttern und den Kindern
(die sich als Sterne in deren Umgebung aufhalten). Die gleichen Gravitationskräfte sorgen
aber auch dafür, dass aus vereinzelten Galaxien eine einzige und universale Galaxie wird.
Der Glaube ist ein Trabant der Großen Weiblichkeit; seine kulturelle Kraft liegt im Unter-
bewussten, der Emotion himmlischster Sehnsucht. Wenn der Wille der 'Vater-Erkenntnis'
scheint, ermuntert das süße Mondlicht jene muttermächtige Unbewusstheit, in der unsere
Trägheit im Umgang mit Mitgefühl gelernt wurde. Der Mond-Spiegel seiner Seele ist dem
Genius Musici; er erwacht im Lauschen auf »das Wort« des Universums in jenes Leitbild,
das in den 'Verfall der Religion' erscheint; das Feuer schöpferischen Geistes bringt die wie
eine Sonne aufgehende »Neue Erde« hervor; von Herz und Gefühl, der Dornenkrone des
Sisyphus-Baumes (Hl. Qur'an, Sure 53,16-17), erstrahlt der Sonne Kraft; vom Sonnenwind,
der 'von Gott gehauchten Weisheit' (Bonaventura), erglänzen Mond und Sterne (Dan 3:51-90).
Altersfrömmigkeit gepaart mit Spiritualität gebiert Herrschsucht in den Kindeskindern
Es ist Zeit, dass Frauen innerlich mit ihren frommen Müttern und den spirituellen Vätern
reden und sich losmachen, von dem, was sie nicht länger tragen wollen. Denn bleiben
Frauen „katholisch“, werden ihre Männer 'negativ', den Priester spielen, und dabei die
Persönlichkeit Frau auslöschen. Frauen, die dies merken, dass sie im Wald des materiellen
Daseins von sogenannten „Stellvertretern Christi“ betrogen werden, versuchen über den
Einweihungsweg, die Gemeinschaft gottbewusster Spiritueller, Erweckung. Ohne erwachte
Seele, ohne hingebungsvolles religiöses Ideal, als dessen Spiegel die unbewussten Triebe
und konditionierten Begehren im Licht eines Überbewusstseins sich überwinden, kehren
sie in den Kreis 'Hanumans Affen' zurück, jener Interreligiösen, die an Selbst-Befriedigung
mit Frauen interessiert sind; ganz natürlich steht für selbstverliebte spirituelle Egozentriker
und Womanizer 'das gemeinsame Seelenleben als Mann und Frau' nicht im Vordergrund,
streben sie doch nur nach eigenem Erfolgsglanz. „Wagt es einer, die Qual zu lieben, den
Leib des Todes zu umarmen und mitzutanzen den Reigen der Vernichtung – zu dem kommt
Kali, die Mutter seiner Kinder“ (Swami Vivekananda, 1898): als 'Göttin Kali' verspeist die Frau
dann lustvoll ihren Mann – von 'planetarischem Bewusstsein' bleibt da nichts mehr übrig.
Entsprechend der Entwicklung seines Gemüts ist die Meinung eines Mannes. Der Glaube
einer Frau ändert sich bei jedem Schritt ihrer geistigen Evolution: ihre Errungenschaft zu
lehren, ist gemäß ihrer spirituellen Entwicklung. Meinungen prallen aufeinander, wenn sich
Menschen auf unterschiedlichsten Evolutionsstufen ausdrücken – bis sie zu dem Glauben
gelangen, den in Worten nur Frauen erklären können. Sollten die Frauen mit unerweckter
Natur Männer unterstützen, die sich nach dem Wind der öffentlichen Meinung biegen und
Kreise bevorzugen, von denen sie sich, auf Kosten der Frauen, gewisse Vorteile versprechen?

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It is being dead to self that is the recognition of God 'Queen Elizabeth' zu verschrotten
und 'La Grande Princess' – nebst Zerstörer 'USS Zumwalt' – vom Stapel zu lassen, weckt
den Zorn Venus Aphrodites zu überschwänglicher Rache: Jedermann betet zur Prinzessin.
In ihr wird jene große Gottheit verehrt: 'Ja du, Natur Geburtsschoß, ja du, der Elemente Ur-
quelle, ja du, aller Welt Nährmutter, Venus!' – Mit einem sterblichen Kind habe ich die Ehre
meine Hoheit zu teilen? Mein Name, im Himmel festgegründet, wird mit irdischer Gemeinheit
beschmutzt! Mein Sohn Amor, verleihe deiner Mutter Rache! Dies Mädchen da soll in dem
heißesten Trieb zum gemeinsten Menschen verbrennen, einem, dessen Ehre und Besitz und
auch Gesundheit vom eigenen Schicksal verflucht ist, und so tief steht, dass er auf der ganzen
Erde an Jammer nicht seinesgleichen findet! (Lucius Apuleius, Metamorphoses, Psyche et Cupido).
'Nicht befriedigte Grundbedürfnisse aktivieren den Aufstieg zu höherer Verwirklichung'
(Abraham Maslow / Lukas 1:35; Sure 24:33; siehe auch Lukas 16:22a) – dann erkennt eine Seele:
„Was für eine gewaltige Täuschung! Herr, mein Gott, ich möchte meiner vergessen, nur
noch darauf schauend, worin ich Euch dienen kann.“ (Teresa von Ávila). Fromme Frauen
passen sich zumeist in seelischer Schwäche dem Ego ihres Mannes an; dies kann aber tief
im Innern zu einem Zusammenbruch führen und ernste Erkrankung auslösen. Die Große
Göttin (active mind) lehrt in unserer Zeit: Der Sinn einer Frau, die ganz Seele geworden ist,
liegt nicht nur darin ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sondern mit jenem Schöpfergeist,
welcher als 'der von Gott Gesandte' auf die Erde kommt, die Stadt des Friedens zu erbauen.
Die Große Göttin fördert 'das Wesen Frau' im Einklang mit dem marianischen Ideal der
Kulturell Kreativen; entspringt Sie aber ihrer Spiritualität, ohne 'Aufnahme Mariens in den
Himmel' zum Felsfundament zu haben, verursacht sie als 'Kali' {femina serpentina} Zwist,
Tod, Krieg. Kundalinikräfte wirken dann wie Furiengift der Schlange, 'tief in die Eingeweide
gedrungen, ganz Sie durchströmend, wird Sie unselig erregt von mächtigem Zauber, dann
tobt Sie durch die Weite der Stadt, ohne Halt, im Wahnsinn' (Vergil, Aeneis, Siebenter Gesang).
'Wehe aber, wenn diese Heilige Ordnung, Segenreiche Himmelstochter, die das Gleiche frei
und leicht und freudig bindet, die der Städte Bau begründet, sich als glühendes Erz in Flammen-
bächen selbst befreit! Blindwütend mit des Donners Krachen zersprengt es das geborstene Haus,
wie aus offenem Höllenrachen speit es das Verderben zündend aus. Wenn sich so die Völker
selbst befreien, da kann Wohlfahrt nicht gedeihen.' (Friedrich Schiller, Das Lied von der Glocke).
Vom Heilungsprozess der Erde
Wo altruistische Geistigkeit in den Männern herrscht, von der Kraft spiritueller Klugheit
der Frauen erleuchtet, da wird der Frauengeist lenksam ohne Widerstreben, sodass Eine
Weisheit ohne Hemmung das praktische Verhalten bestimmt. Beide zusammen Klugheit
und Universeller Geist ermöglichen der Neuen Ethik sich in sancta discretio den Verhält-
nissen anzumessen. Als Gabe des spirituellen Gemüts lenkt schöpferischer Geist Kulturell
Kreativer Licht in die verwundeten Tiefen der Weiblichen Gottheit selbst, sodass die fin-
stern Schatten weichen und offenbarte Wahrheit in die geläuterten Gewissen aufleuchtet.
Von der Dringlichkeit analytischen Dialogs Mit 'Beelzebub und seinen Engeln' (Mt 25:41)
{Paternalismus: das persönliche realistische Interesse bei unverschämter Vergnügung und
Eitelkeiten im seelenlosen Umgang mit Frauen} die konditionierten Negativ-Emotionen in
Frauen auszutreiben, wirft Krieg über die ganze Erde. Um von den Männern nicht nur als
spirituelle, mentale oder physische Meister zu profitieren, sondern sie als heilsame Freunde
zu finden, dazu ist "Seelenzeit-Samadhi" erforderlich, jene Kultur, die alle die unbewussten,
aufgeprägten, wie unterbewussten, konditionierten Emotionen im weiblichen Körper-Herz-
Seele-Organismus verbrennt und nur Schönheit zurücklässt. Männer durch Verurteilen zu
kritisieren und die Schlechtigkeit von Frauen mit Verachtung zu betrachten, dies hilft dem
Bösen wie den Dummen nicht. Das graue Haar einer Frau, ihr Alter verlangt seelisches Mit-
gefühl in der unvergänglichen Natur schöpferischen Geistes, was zugleich die Anerkennung
der Würde aller Menschen ist. Und es ist dieser Prozess, welcher alles Hässliche im Herzen
Einer Menschheit verzehrt, alle Unwürdigkeit verbrennt und nur Schönheit dort zurücklässt.

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II. Von Herren-Vernunft und Seelen-Herrinnen

In Esters Macht wütet in Waffen die Welt „Die Königin darf dem König nicht mehr unter
die Augen treten; der König verleihe den Rang der Königin jetzt einer jüngeren, die wür-
diger ist als sie“ (Ester 1:19). „Ich strauchelte, als ich sah“ (Shakespeare, König Lear) „und die
Schlange fraß verstohlen ihm das Unsterblichkeitskraut vom Brunnenrand“ (Gilgamesh XI).
Adams Fall „Du, du alte Frau, Matrone, was tust du denn noch hier: du hast geboren.“
(Rilke, Alkestis). „He, he, he, dass die Alte von ihm geh!' (Waldnymphen, Rusálka, Dvorák). –
„Verflucht ist der Ackerboden um deinetwegen“ (Genesis 3:17; 2:20): Der Leib strahlender
Chimäre (Sphinx) wurde zur stinkigen Ziege gemacht, 'es keuchet die Lunge und dumpft
der Geruch' (Herder), und es erwachte ihr Stachel des Skorpions. Die mangelnde geistige
Disziplin des Menschen hat aus dem Geist der Welt [geflügelter Stier] als dem Träger der
Weisheit den 'hufetragenden unschöpferischen Teufel' gemacht mit den 'Hörnern eines
Dilemmas'; und man beschuldigte liebende Frauen, für „das Übel“ verantwortlich zu sein.
train, assist, advise – Von Weltkriegen und kein Frieden In der Regel leitet sich weibliches
Fühlen und Denken aus kontradiktorischen Gemischen von sozialistischen Großmüttern
und nationalistischen Vätern her; dergestalt heben sich entgegengesetzte Charaktereigen-
schaften, Vorurteile, Hemmungen, geistige Willenstendenzen, persönliche Weltanschau-
ungen auf. Und die Folge ist, dass sich maskuline Charakterlosigkeit, Hemmungslosigkeit,
Willensschwäche, Unbeständigkeit, Pietätlosigkeit, Treulosigkeit etc. mit spiritueller weib-
licher Objektivität und Vielseitigkeit bei mentaler Regsamkeit, Freiheit von Vorurteilen
sowie Weite des Horizontes verbindet (R. N. Coudenhove-Kalergi, Praktischer Idealismus 1925).
Archetypen sind die großen entscheidenden Mächte : Das unterbewusste Kollektive, die
archetypischen Bilder bestimmen das Schicksal der Menschheit – und nicht das, was sich
Menschen in Gehirnkammern ihres Dachstübchens, in persönlichem Verstand und prakti-
schem Intellekt, eindenken und reden, entscheidet; der machtvolle Faktor, der unser aller
Leben verändert, der Planet Erde verändert, sind die Seelen, sie bringen das echte Ereignis
zum Wandel hervor. (C.G. Jung, Tavistock Lecture, Über Grundlagen der analytischen Psychologie)
Es geht um Liebe und Freundschaft, den Hass und das Reisen, Hochzeitsfeste und den Krieg
Es braucht 'Schuldeingeständnis (Mt 5:24), tätige Reue und Buße' bevor Weiblichkeit das
Unheilige des Iblis, Amorteufels Bewusstsein, den Männern verzeihen kann. Evas Sünde
– Gretchens Verliebtheit: der unbewusste Zwang in unterbewusster Limerenz – kann keine
Reue kennen, bevor nicht 'Seelenzeit der Männer' im Heilakt das Gemeinwesen erleuchtet.
'Der Schatten' (C.G. Jung) im Weiblichen enthält alle negativen und beängstigenden Dinge,
die im Unbewussten der Sinne sowie in den unterbewussten Gefühlen – geistig erhebend
oder sexualmagisch berechnend – seit Generationen "programmiert" sind; ihn in psycholo-
gischen Gesprächen ins Bewusstsein zu holen, hieße nur Dämonen wecken, während der
echte Schatten, die Ur-Norm der Ur-Formen des Frauen-Selbst, weiterhin im Grab verbliebe
[Der Schatten Manats {die Abendsterne} ist die Feminität der tantrischen Fürstin Al Lat {Planet Venus} ,
deren Schatten das Tao 'der Päpstin' {Al Uzza}, deren Schatten die Heiligkeit der Königlichen Sterne ist].
Vom Elend der Weiblichkeit Sie spricht: »Weh mir, ich bin gekettet mit eisernen Ketten: werde
ich Christus-Persönlichkeit sein, wird Islam der Hahn sein und mich aufpicken! bringe ich den
Frauen Buddha, das Feuer des Glaubens, werden sie das Wasser sein und mich auslöschen! «
Es geht um Missbrauch und Egomanien geistlicher und spiritueller Macht und Existenz;
doch können wir all dies nur artikulieren, wenn in Seelenzeit der Geist Kulturell Kreativer
die Stummheit des weiblichen Kollektiv-Unterbewussten zur 'Stimme der Frauen' befreit.
Dies lässt sich bewerkstelligen, wenn der Frauen spirituelles Guidance-Geben stärker ist
als das übliche 'Ich will mich nur noch ausruhen und eine Auszeit nehmen' (vata dosha).
Nachhaltiges Gemeinwesen kann da sein, wo Strenge gegenüber dem egomanischen Un-
wesen der Männer, und Gnade gegenüber den noch nicht seelischen Frauennaturen waltet.

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D. Dieu sensible au Cœur – Ursachen und Folgen von 'Religion'

Die Eindrücke der feinstofflich-psychischen wie der grob-materiellen Welt lösen sich auf
in der Verzückung (Intelligenz) einer 'Leere der Form'; auch macht es ein Ich-unerfülltes
wie ein nicht-offenbartes schöpferisches Leben bewusster – dies macht Frau Galathea froh
gelaunt. Da darf ein Gott keine Angst vor der 'tiefen Weisheit' einer Frau haben? – Haben
nicht Wein, Milch und Honig Kirkes selbst die Helden Odysseus in Schweine verwandelt
(Ovid, Metamorphosen) – bis Hermes, der Götterbote, vom Baum der Seelenmitte brachte:
das (Selbst)Erkennen von Gut und Böse. Doch heutzutage kreuzigen Zerwürfnisse in Gier.
Die Geburt der Frau Der Schatten von "Religion" ['die Hure' – das katholische Motiv
(Mk 10:2-12)] soll in sehnsuchtsvoller spiritueller Macht, einer transzendentalen Vernunft
der Selbst-Erinnerung in Gott, überwunden werden. Letztlich aber kann nur unsere Liebe
zur 'Schöpferkraft der Liebe', die Gabe Ihrer Lichtwelt an Ihn ['Gott, der Herr, erschafft
ihr Leben aus der Rippe' (Gen 2:21-23)], uns Menschen aus der Verbannung zurückrufen.
Bewusstsein, das völlig in 'die Einsamkeit der Göttlichen Einheit' zurückgezogen ist, kann
des Menschen selbstloses und hingebungsvolles Liebe erkennen; bevor diese Macht sich
nicht selbst völlig erkannt hat, werden die Liebenden veranlasst, die Liebe zu kreuzigen.
Real spirituality is living a life of fullness, and penetrating all planes of existence. Spirituality
means raising ones consciousness from human to divine. Spirituality is widening, expanding
of the heart as a bubble expanding to an ocean. Spirituality is in raising the soul to the grea-
test heights and touching the deepest depths. Spirituality is, in itself, forgetting the false self,
while at the same time realizing one's real self. Spirituality is enjoying and appreciating all
things, and understanding and comprehending everything, and using and utilizing everything
to its best advantage. Spirituality is fearlessness, joyfulness, calmness, peace. A deep insight
into life is the sign of spirituality. (Hazrat Inayat Khan, Unpublished Esoteric Papers, Tasawwuf).
Eine Frauenschar singt und betet, in Frieden und in Freude – doch wird eine Schwester
vom Dämon {Mangel, Disharmonie, Sorgen, Ängste} ergriffen und flüchtet ins Kloster,
da 'Einer Kirche' der Sich-Erbarmende fehlt; andererseits werden Männer 'vom Satan
versucht', materiell helfende Weiblichkeit liebend zu empfangen, während in Eigennutz
seine Brüder in Eintracht und Selbstbeherrschung Frauen noch mehr spirituelle Stärke
in der Persönlichkeit lehren, statt Charakter. Bevor wir in Zukunft also beten und medi-
tieren, sollten wir vorher zusammenkommen, dass etwas zu ändern ist! Doch nur unsere
Sehnsucht nach Schönheit kann unseren Wunsch nach Frieden und Wohlstand erfüllen.
Die ganze Sache ist die, dass 'katholische Frauen' glauben, es gäbe Situationen in denen
man mit ihren Töchtern ohne eheliche Liebe umgehen dürfe – solche Situationen aber
gibt es nicht; d.h. auf der Seite der Religion wird ein Begriff von 'priesterlichem Zölibat'
(„von Geburt an zur Ehe unfähigen Männern“) aufgestellt, ohne dass erkannt ist, dass ein
solcher Begriff, explizit oder implizit, immer schon die Momente und Bestimmungen der
'ehelichen Liebe für Frauen' in sich fassen muss – auf der Seite der Spiritualität hingegen,
wird die Gültigkeit und Notwendigkeit dieser Bestimmungen behauptet, ohne dass 'der
Krug vom Wasser des Lebens' {die Große Mutter}, die Große Göttin {Zweig vom Baum
Ewiger Schönheit} und Hermes {Genius: die Nachtigall} bezeichnet werden, kraft derer
Ethik sich in der Gegebenheit unseres mythologischen Bewusstseins darzustellen vermag.
Der Spiegel im Dialog Im Dialog, im Licht der Kulturell Kreativen, riskieren Frauen die
Begegnung mit sich selbst. Dies ist die erste Mutprobe auf dem Inneren Weg, eine Probe,
die genügt, um die meisten abzuschrecken, denn die Begegnung mit sich selber gehört
zu den unangenehmeren Dingen, denen Weiblichkeit zu entgehen sucht, solange sie alles
Negative auf die Umgebung projizieren kann (nach C. G. Jung, Bewusstes und Unbewusstes). –
Und doch ist es so äußerst dringend notwendig, dass Mütter aus der Enge und Bindung an
die Begründer und Nachfolger ihrer traditionellen religiösen und spirituellen Institutionen
heraustreten und den aktiven Dialog, in der Seelenzeit der Kulturell Kreativen, aufnehmen.

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E. Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz

1. Puissé-je user du glaive et périr par le glaive! (Baudelaire)


'Sie dachte bei sich: Ich throne als Königin. Ich und sonst niemand! Ich bin keine Witwe.
Ich werde keine Trauer erfahren, Kinderlosigkeit kenne ich nicht.' (Offenbarung 18:9; Jesaja
47:1-11; Klagelieder 1:9). Im Tod von Soldaten triumphiert eine geschundene Weiblichkeit.

2. Genußsucht und Egotismus versus Das Kulturelle Verantwortungsbewusstsein


Der Gang der Entwicklung ist nicht der, dass Männer durch den spirituellen Islam demo-
kratischer würden, sondern dass sie herrisch aristokratisch werden, indem sie immer mehr
Macht gewinnen. Wenn da nicht die Veredlung der Sitten stattfindet durch 'buddhistische
Frauen und The Cultural Creatives', so muss das zu den brutalsten Dingen auf Erden führen.
Mit anderen Worten, Ethik wird kleingeschrieben, wo es um Interessen und wirtschaftliche
Belange der Supermärkte, der Staaten und ihrer Hotelbauten, sowie spiritueller Orden geht.
Angst, Unsicherheit, Eifersucht, autoritäre Blockaden und Unwissenheit hindern Frauen
daran das eigene Seelische wahrzunehmen und persönlich zu entfalten. Unbezweifelbar
steht jedem weiblichen Herzen das Recht zu, nicht nur jenseits der, sondern auch gegen
die Natur der Seele zu denken und damit einer dunklen Frauenmacht "göttliche Freiheit"
zu erweisen. Demgegenüber aber trägt ein spiritueller Individualismus der Männer, die
nun nicht mehr das Kulturelle Gewissen zu Gehör bringen, die Merkmale des Wahnsinns.
Von Gott zum Herrn und Vom Herrn zur Dame Leistung, so groß sie auch sein mag, kann
doch den seelenvollen Männern nicht das Gefühl vollständiger Erfüllung geben; und was
Frauen in unserer Zeit vielleicht größte Begeisterung schafft, ist, ihre Transmutation von
liebenden Müttern zu engagierten Friedensschafferinnen in planetarischem Bewusstsein.
Dies ist zweifellos darauf zurückzuführen, dass die Geschlechter, ohne es zu wissen, von
ihren kontemplementären Sehnsüchten vorwärtsgezogen werden: zu vereinen das Rechts
und das Links, das Unten und das Oben, das Innen und das Außen, den Geist und die Natur
– dies ist der unerbittliche Vormarsch des evolutionären Prozesses, an dem wir teilhaben.
Mag es auch leicht sein Kommunionkindern zu führen, schwieriger ist es jugendlichen
Frauen zu helfen. Denn wie Schnee zu Wasser schmilzt, so verwandelt sich Heiligkeit
in Liebesbegehren, wenn Frau Holles Sonne scheint. Einfach auch lässt sich der religiöse
Charakter eines Knaben in die gefrorene Seele eines fatimidischen Sultans verwandeln;
doch zu versuchen den garstigen Charakter "übrig gebliebener" junger Frauen zu ändern,
ist die schwierigste Sache, die eine religiöse Gemeinschaft sich jemals vorstellen kann;
und es ist für gewöhnlich eitel (d.h. transzendental-narzisstisch: 'Ich sehe Mich in Dir')
es bei jungen Frauen mit spirituellen Retreats zu versuchen. Was verantwortungsvolle
Frauen hingegen tun können, ist im Dharma (der Glücklichen Schmuck und der Unglück-
lichen Zuflucht) den eigenen Charakter zu bilden. Nur, womit sind Frauen heutzutage
am meisten beschäftigt? – mit dem Charakter von anderen; ihr Selbst wollen sie niemals
läutern. Im Äußeren beschäftigt, hat sich zudem manch Dame zu ihrer Persönlichkeits-
entwicklung das Motto des Hermann Hesse zu eigen gemacht: „Beschäftigung mit Erde
und Pflanzen kann der Seele eine ähnliche Entlastung und Ruhe geben wie Meditation.“
Kein Märchen: Das Leben der Pechmarien Spielen Frauen ein perfides Spiel, lassen sie
Männer in einem nicht gekannten Maß an Verlogenheit? – Nein. Wenn Frauen, durch das
Wohlergehen ihres eigenen Körpers, ihres eigenen Intellekts verführt, "unheilig" handeln,
so ist es offensichtlich, dass, wenn sie in die Jahre kommen und es ihnen seelisch, psy-
chisch, physisch schlecht geht, sie Männer vermissen, die Geist heilen – doch diese sind
im Ofen verbrannt, ihre charakterliche Tugend: am Baum verfault. Da 'Frau Holles Bett'
auch nicht gemacht, so 'dass es auf Erden schneit', gehen die Töchter denselben Irrweg.

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Tikun HaOlam – 'Befreiung der Welt' Ist eine Frau zur Seele selbst geworden, identifi-
ziert sie sich, obwohl sie nunmehr ohne jede begehrende Natur ist, doch mit ihrem Mann
aufgrund ihrer Bindung: Mit dem Reinen verbunden, wird sie rein; mit der Intelligenz
verbunden, wird sie intelligent; mit der Befreiung verbunden, wird sie befreit; mit der
Freiheit von Konditionierungen verbunden, wird sie frei von Anhaftung; mit der Suche
nach Erlösung verbunden, wird sie zur Erlösungssucherin; mit Reinheit verbunden, wird
sie rein im Handeln und strahlend; mit der Tugend verbunden, wird sie tugendhaft. Mit
der Höchsten Schöpferischen Seele verbunden, wird sie Die-Eine-ohne-Zweite; in die-
ser Einheit erlöst sich jede Bindung 'von dem Bösen' – das ist: Die Erschaffung der Welt.
Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass das Elend in der Welt, das durch die
Selbstherrlichkeit der Männer hervorgerufen wird, durch böse Frauen besiegt werden
könnte. Kulturell Kreative, die ihren vollständigen, hingebungsvollen Dienst an die
Göttliche Mutter angenommen haben, können Chaos, Krankheiten und Kriege aus dem
Weg räumen – daher müssen sich die Frauen in Planetarischem Bewusstsein jetzt sehr
ernsthaft im Dialog mit den Kulturell Kreativen befassen. Es gibt keine andere Lösung.

3. Vom Aufschrei der Erde – Die Erniedrigung der Großen Mutter

Der Leib, in dessen Seele keine feste Herrschaft ist, quält mit sexueller Raserei die Erde.
Die Allmacht der Großen Göttin erniedrigt sich selbst in jeder einzelnen Frau und ihrem
Verlangen nach Selbst-Erhebung und Vormacht über andere, was die Wirkung des Miss-
verständnisses hinsichtlich der wahren Beziehung zwischen 'erleuchteten Frauen' (Bodhi-
sattvas) ist. Frauen wissen über 'den Pfingstgeist' das, was von Ihm in einer Frau sichtbar
wird. Jedoch es ist nicht überraschend, dass, wenn starke eigene Bedürfnisse mit mangeln-
dem planetarischen Gewahrsein zusammentreffen, als Ergebnis Eigensinn und Narzissmus
entstehen. Natürlich können Frauen auf attraktiven Einzelretreats lernen, in wiederholender
Anrufung, in Absolutem Bewusstsein die Macht 'Eines Großen Gottes' erkennend 'Gottes
Persönlichkeit' in die Welt zu manifestieren; da die ewige Natur der Männlichkeit Gottes
nicht aufhört, Sich Selbst – und auch nicht für den Zeitraum eines einzigen Augenblickes –
im Individuum als Eros zu behaupten, können sie sich dann auch als attraktive Exemplare
(intelligente designs) ihrer Idole betrachten, anstatt Macht jener Ethik zu sein, die fähig ist,
auf dem Planeten Krieg und Epidemien eine Abwesenheit zu machen, was zu einer völlig
anderen Beziehung zu jener Ganzheit führt, welche »Notre-Dame«, Kraft der Weisheit ist.
Ordnung erscheint auf Kosten kriegerischer Unordnung Neue Ethik erhebt sich auf Kosten
der sexuellen Freiheit, Konkubinensitten des Staates, und der spirituellen Moral der Männer.
Ein Geldwechselsystem muss dem 'strengen Blick Gottes' – Din: die Abendsterne (Manat) –
standhalten. Sind Herzen vom Licht der Seele erleuchtet, öffnen sich die Augen zur Vision.
Es gibt drei Möglichkeiten eine Pflanze mit roten Blüten hervorzubringen, aber nur eine einzige
Möglichkeit eine Pflanze mit weißen Blüten hervorzubringen. (Die Mendelsche Regel in Anwendung)
Affäre (Genussehe) ist eine Begleiterscheinung eines Verhaltensmusters in der modernen
Gesellschaft. So entspringt Ehebruch dem Suchtverhalten seelenentfremdeter Ehefrauen –
wenn plötzlich die Erwartung eines Mannes größer ist als die Belohnung, welche er erhält.
Die Vorherrschaft einer bestimmten Erscheinungsweise der Natur manifestiert sich beim
Menschen in seinem Verhalten sowie in seiner Art beim gemeinsamen Essen; dabei lässt
sich an der Hauptaktivität eines Paares erkennen, in welcher Erscheinungsweise der Natur
Mann und Frau sich befinden: ist im Manne die Erscheinungsweise des spirituellen Eros
vorherrschend, wird seine Ehefrau in der Erscheinungsweise ihrer Reinheit (Sittlichkeit)
besiegt; herrscht jedoch in der Frau die Erscheinungsweise seelischer Reinheit vor, wird
die Leidenschaft im Manne besiegt. Liegt in beiden Unwissenheit vor über den Sinn der
«Liebe im Herrn» wird 'Spiritualität und Religion' lediglich Zeitvertreib mit Abendessen.

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«Die Seele» ist das, was geeignet ist, in 'den ungeborenen Wahrheitskörper' {Dharmakaya}
aufzusteigen, während «Göttlichkeit» geeignet ist, als 'der Körper' {Rupakaya} «Gottes ein-
geborener Sohn vom heiligen Geist» herabzukommen; «der Geliebte Herr» ist die natürlich
anwesende Veranlagung, und die zweite, «allmächtiger Gott», ist 'Eine sich entwickelnde
Sehnsucht' (nach Tenzin Gyatso, XIV. Dalai Lama, 'Tod und Unsterblichkeit im Buddhismus', 1996).
'Dies Lied klingt nicht im Ohr: es jubelt im Herzen; es tönt nicht von den Lippen, sondern
erregt in tiefer Freude; nicht Stimmen schwingen in eins, sondern die Strebungen der Her-
zen; nur die es singt, vernimmt den Klang und der, dem sie es singt' (Bernhard von Clairvaux).
Während gewöhnliche Frauen Männer beschuldigen, ihnen Schaden zugefügt zu haben, sitzen
Weise Frauen erst einmal mit sich selber zu Rate: 'Einst saßen Frauen, ließen sich nieder hier
und dort. Einige hefteten das Haftende zusammen und einige hielten Heere auf, einige lösten
ringsumher Fesseln: Entspringe den Banden! Entfahre den Feinden! / Da verrenkte sich das
Fohlen des Herrn den Fuß. Da besprach Ihn Sinthgunt und Sunna, ihre Schwester, darauf be-
sprach Ihn Frija und Volla, ihre Schwester; aber niemand konnte heilen. Bis Wotan den Spruch
gab: „Bein zu Bein, Herz zu Herz, Glied zu Gliedern. “ Merseburger Zaubersprüche || vgl. Gen 2:23;
Ambrosius-Hymnus; Jesaja 58:6-12; Ez 37:7-28; Mt 13:47-50; 21:1-5; Atharva-Veda IV.12; Němcová:
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel; Der Meisterdieb (Märchenfilm 2010), Krishna, der göttliche Schelm.

4. Gerechtigkeitssinn und Dialog im Bewusstsein von Sich Entfalteter Ordnung

Es besteht ein Grundirrtum, dass es bestimmte "Antworten, Lösungen, Anschauungen"


gebe, die einer nur sagen müsse, um das nötige Licht zu verbreiten. Nichts ist fruchtloser,
als etwa im Dialog davon zu reden, wie es sein müsste oder sollte, und nichts ist wichtiger,
als den Weg zu finden, der zu diesen Zielen führt. (C.G. Jung, Seelenprobleme der Gegenwart)
Das Klagelied der Kulturell Kreativen Cultural Creatives sind jene Ritter, die – gleich den
Heiligen Drei Königen – an einem Punkt angekommen sind, von dem aus sie sich, obwohl
sie sich mitten im Leben in der Welt befinden, dennoch darüber erheben: manischer Eros
plagt sie nicht mehr, anders ausgedrückt, ein Macho-Leben ist für sie ohne Wichtigkeit.
Trotzdem erfüllen sie ihre Pflichten und Verpflichtungen in der Welt – sei es in der Kunst,
Erfindungen oder dem Handel, etc. – in gleicher Weise wie andere. Es sind Männer, von
denen man sagen kann: „sie sind in der Welt, doch nicht von der Welt“ (Joh 15:19). Ihre
Liebe als Priester-Lehrer und heilende Analytiker umfasst jede Seele, die Zuflucht sucht
unter ihren Einfluss; friedevolle Freude stillt den Geist derer, die ihnen begegnen. Hat ein
Mann diesen Zustand erreicht, ist er 'vom Thron herabgestiegen' und inspiriert, in Seelen-
zeit, Frauen im Dialog zum Ausdruck ihrer Seelen; dieser, der 'das Wesen Gottes, das ver-
menschlicht worden ist' erlangt hat, mag geschwisterlich mit anderen – vor einem Bild,
vor einer Statue, in Tempeln, in Kirchen, Moscheen, Pagoden, Synagogen – anbeten, sie
nicht wissen lassend, dass er in irgendeiner Weise fortgeschrittener ist, als jene; durch sein
bescheidenes Wesen tönt ein Lied (per-sonare): „In Triebhaftigkeit junger Frauen 'stürzt
Wasser, uns zu verschlingen', im religiösen Fanatismus der älteren Frauen 'rollt der Fels,
uns zu erschlagen', in hexengleicher Lust selbstständiger Frauen 'kommen schon auf star-
ken Schwingen Vögel her, uns fortzutragen'“ (aus: Hugo von Hofmannsthal, Gedichte: Reiselied).
3.300 Männer laufen, bauen Liegenstätten für 330.000 junge Frauen, um mit Sex Krieg
zu führen – nur 33 ältere Frauen sitzen und wollen Frieden machen. . . ohne ihre Männer ?
Im Streben nach ihrer spirituellen Persönlichkeit verhaftet, glauben Männer keine Ethik
dialogisieren zu müssen, ja erfühlen nicht die geringste Notwendigkeit zu Solidarität und
Kommunikation. Hier bewirkt Spiritualität die heftigsten Erscheinungen von Grausamkeit.
'Das Gesetz hat noch keinen großen Mann gebildet, aber die Freiheit brütet Kolosse und
Extremitäten aus. Es gibt also noch ein anderes Zieren zu wollen. Es treibt und gärt hier in
den Steinen, mit uns zu blühen, unser Leben zu haben. Es geht nicht an, sich auszulassen,
wenn man mit den Kräften des Menschensohns in sich baut.' (Ernst Bloch, Geist der Utopie).

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5. Rücksichtnahme und die Auswirkung – Imagine There's No Woman

'Es gibt mehr genialere Männer und mehr intelligentere Frauen' (Desmond Morris). Dennoch
heiraten viele Frauen Männer, die gar nicht zum Glauben ihrer Seele passen: ,Das ist meine
letzte Chance zu heiraten, da ja niemand sonst in Sicht ist!‘ Hoffend, dass Ehe und Kinder
die Beziehung schon verbessern könnten, denken sie jedoch insgeheim: ,Ich kann mich ja
jederzeit wieder scheiden lassen.‘ Je vertrauter und alltäglicher diese Verhaltensweisen sind,
desto problematischer wird ihre Analyse; dennoch kann dies nicht unsere 'Welt-Kultur' sein.
Siegfried zeugte, 'gebadet im Drachenblut', und überwand seinen Lindwurm als 'Herr des
Feuers und der Elemente'; doch kam, als er als erster, gelaufen, sich beugend zur Quelle
{die Jungfrau}, sein Herzbegehr {Lindenblatt}, das ein Feigenblatt {die Sunna} vom Paradies
enthüllte, hervor [Nibelungenlied]; die Erde verdunkelte sich im Schatten des Lichtes, als die
Geliebte "in ihm aufging". Männer sind für Frauen das wert, wieviel Geld, Lebensgier oder
Macht sie haben; Frau für Männer wieviel Sex bzw. Yoga sie treiben. Dies ist der Tod der
schöpferischen Kultur. 'Seelisches verwirklichen' verödet hinter Fassaden von Patriarchen-
Moral mit Dekor von Staatskirchen-Identität: 'Hoffnung, Glaube und Wohltätigkeit erschla-
gen den Kreativen' (Kupferstich Martin Weigels). „Wen ich liebe, den lass ich für sich gewähren!“
(Richard Wagner: Wanderer), dies ist vielfach unsere "zivilisierte" Sitte, sogar jenseits von
'Genussehen': 'Nur den Moment fühlend' werden Frauen zum Spielzeug berechnender wie
vorausschauender Herrgötter – ohne Lügen, mit Wissen der Ehefrau: „Ich hab' gar nichts
gegen eine andere Frau einzuwenden!“, werden sie von Wölfen im Schafspelz manipuliert.
Die Vergiftung der Wahrheit durch Lügen stellt die primäre Quelle psychischer Erkrankun-
gen dar. 'Nicht nur eine Frau verliebt zu machen und sie dann im Stich zu lassen oder aus-
zubeuten,– sondern in beste soziale Kreise vorzustoßen, diese zu täuschen, das hat natürlich
etwas Faszinierendes' (Peter von Matt, Theorie und Praxis der Hinterlist). Daher haben Männer
so entsetzliche Angst vor den psychischen Schmerzen der Frauen, und meiden den Dialog:
'Den Tod wollen, Schmerzen aber nicht, das ist ein schlechtes Zeichen. Sonst aber kann man
den Tod wagen. Man ist eben als biblische Taube ausgeschickt worden, hat nichts Grünes
gefunden und schlüpft nun wieder in die dunkle Arche.' (Franz Kafka, Briefe an Milena, 1952).

6. Vom Dienst der Seelen aus der Tiefe Eines Gewissens

'Den Gott der Liebe sollst du preisen, Er hat die Saiten mir berührt, Er sprach zu dir aus meinen
Weisen, zu Dir hat Sie Mich hergeführt' (Richard Wagner, Der Sang des Tannhäusers an Elisabeth).
Der Geist kultureller Spiritueller Intelligenz zerstreut sich im Raum, befreiend von der ver-
festigten Situation seiner Kalypso-Venus. Mit der 'Heiligen Fürstin' {die Königin im Engel-
Land} schafft die göttliche Sehnsucht Ihren planetarischen Gesang. Mit der Wiederkehr –
im Begehren der Liebe, dem herrschenden Gefühl einer Befreiung von der Darstellung des
männlichen Selbstes – wird die kosmische Inspiration 'holder göttlicher Weiblichkeit' über-
tragen, während der Held die Farben seiner Erneuerung als Konvergenz der Möglichkeiten
in der ganzen Schöpfung empfängt; die vierfache Weibliche Zeugungsenergie {das Feuchte,
das Trockene, das Warme [Mystik], das Kalte} setzt Vision in kulturelle Sprache um. Der
seligen Jungfrau kommt die Rolle einer Hebamme bei Elisabeth zu: die gebärende Frau
ermutigen, loszulassen und sich selbst gestattend, zu einem Kanal für die mächtige Kraft
jener Zeugung zu werden, die durch Sie hindurch strömt und »Notre-Dame« den ursprüng-
lichen Zustand von göttlicher Ganzheit voll bewusst macht: das Vertrauen in den alchemi-
schen Prozess und Leib der Frau (Suren 15:25-27 und 7:11-12, Das Felsengebirge und Die Höhen).
Tannhäuser, Musiker der höchsten Schönheit, hält die Große Göttin für ein Abbild des Ur-
bildes, auf deren Offenbarung er nicht nur schreite, sondern aus Ihr her, der Großen Mutter,
das große Licht 'Der Liebe, die sich vermenschlicht', stamme alles: die spirituelle Religion,
die religiöse Spiritualität, der Friede und 'der Neue Himmel und die Neue Erde' (Off 21:1).

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Den vielen frommen – den Herrn für sich selbst anbetenden Frauen – ist zumeist nicht klar,
wie wichtig der spirituelle Aspekt des Herrn – das Gebet für Männer auf Retraite – für ihren
psychischen Haushalt ist. In der Seele einer Frau gibt es einen tipherethischen Faktor, der
nach alter Tradition seine physische Entsprechung im Solarplexus hat, nicht etwa im Kopf
oder im Herzen. Wenn Frauen sich von dieser Energie abschneiden und so verhindern, dass
sie »das im Gegenüber imaginierte Gute« assimilieren, werden sie geistig und körperlich
so schwach und krank wie eine Pflanze, die im Keller steht und den direkten Einfluss des
Sonnenlichtes vermisst. Dieses Abgeschnittensein vom spirituellen Aspekt der Natur ist auf
eine bestimmte geistige Einstellung zurückzuführen. Wenn Frauen sich weigern, ihre aktive
spirituelle Berufung innerhalb der Natur zu akzeptieren und den Anteil der Natur in ihnen,
stören sie den freien Fluß des lebensspendenden Magnetismus zwischen Teil und Ganzem,
was zu Lasten ihrer psychischen Gesundheit geht, was auf Dauer zu physischer Erkrankung
(wie z.B. Alzheimer, Gehirnschrumpfung) führen kann. (nach Dion Fortune, Mystical Qabalah).

7. 'Money, Sex & Power'

Alchimie und Geistigkeit Im nehmenden Zyklus dominieren Männer über Frauen: Erde
hemmt das Wasser, Wasser löscht das Feuer aus; in Begehren zerschmilzt die Jungfrau,
ihre Selbstverwirklichung zerschneidet Holz. Wenn aber der Geist zur Transzendenz in
den Zustand 'göttlicher Einheit' fortschreitet, enthebt er sich selbst aus der Hölle heraus.
'Selbstdenken ist unser höchster Mut. Frauen, die wagen selbst zu denken, diese Frauen
werden auch selbst handeln: 'jede Frau muss ein Inneres Heiligtum haben, dem sie sich
weiht, indem sie sich als Selbst-Darbringung in ihm unsterblich macht – Unsterblichkeit
für Gott als Leidenschaft der Liebe muss das Ziel einer jeden Frau sein' (Bettina von Arnim).
Gaia-Symphonie Erde ins Wasser werfen, Wasser ins Feuer schütten, Feuer in die Luft
fackeln – diese Umweltsünden vergiften unser Beziehungsklima. 'The Sacred Feminine'
wehrt sich auf Ihre Art gegen die Verunreinigung der Ozeane der weiblichen Seele, gegen
Überfischung ('das übertischte Mahl' Goethe, Faust) und eine 'Trinkwasserverknappung im
Glauben'. Der Frauen Natur ist ein Meer von Vibrationen; jede psychische wie physische
Bewegung stellt einen Tsunami für Planet Erde dar. Doch ohne den schöpferischen Geist,
'The Creative Christs' der Menschen, lässt sich mit Wirtschaftsmacht kein Kampf für den
Frieden führen: unsere Ozeane und Kontinente müssen büßen für die „christlichen Tugen-
den“, „buddhistischen Leidenschaften“ sowie „muslimischen Unwissenheiten“ der Frauen.
Begegnen gewöhnliche Menschen oder ungebildete einem Kulturell Kreativen, so sehen
sie nur das Menschliche in ihm, nicht aber sein planetarisches Bewusstsein. So kann ein
Genius unter eine Ansammlung von spirituellen Leuten gehen, doch werden diese nur den
Menschen in ihm sehen, nicht aber den Visionär; sie wissen nicht, wie tief seine Gedanken
und Gefühle sind. Sobald aber Frauen im 'seligen Geist' sind, jenseits der vormals angebe-
teten frommen Gestaltungen ihres Gottes, können sie ihren 'Geliebten Herrn' in Männern
erkennen: 'Mann' ist dann Oberfläche, während planetarisches Bewusstsein tief in ihnen ist.
Eine solche Erkenntnis bringt die Menschheit in Berührung mit dem kulturellen Wesen in
einem jeden Menschen – dann wissen Frauen mehr über Männer, als diese selbst wissen.
Vom Sinn der Analyse: 'Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?' (Mt 12:48)
Ein Mann sagt: „Wenn ich zwischen meiner Mutter und der Gerechtigkeit – meine Frau
mit schöpferischem Geist zur Persönlichkeit in planetarischem Bewusstsein zu machen –
zu entscheiden hätte, würde ich mich für meine Mutter entscheiden. Meine Mutter lehrt,
dass ihr geliebter Sohn alles ist, und Frauen zum bloßen Mittel herabzuwürdigen sind.“ ||
Würden Männer predigen und im Dialog den Frauen wirklich zuhören, geschähe Frieden.
Anmerkung: Was Väter allerdings nicht von den Frauen hören wollen, ist, dass ihr materieller Sinn bei
Zeugung sich auf die Nachkommen um Generationen vererbt (Ex 20:5). Die Bitte um Verzeihung, die
Männer Frauen nicht gewähren können, bezieht sich auf den sexuellen Missbrauch der Frau am Mann.

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8. Tiefenpsychologischer Dialog – der Seele der Menschen erlauben aufzublühen

Wir brauchen im Umgang miteinander – global – eine Neue Ethik. Dazu müssen wir die
eigene Seele aufrichtig machen. Dies hat allerdings nichts mit Beten oder Meditieren
im herkömmlichen Sinne zu tun oder dem Lesen von Büchern. Es kann auch nicht von
religiösen Autoritäten, Yogameistern oder spirituellen Gurus wachgerufen werden; und
weder mit psychologischem Verstand noch transzendentem Klang, noch dem spirituellen
Bewusstsein können wir Das Neue Bewusstsein erfahren. Die Seele ist schöpferisch. Um
schöpferisch zu sein, müssen wir alles Rastlose hinter uns lassen und das Aufblühen der
Gefühle, das körperlich frische, herzensreine, seelenlebendige Gemüt werden: humanes
Bewusstsein. Diese Energie wird durch direkte innere Wahrnehmung freigesetzt und nicht
über ein Wissen oder ein Lehren. Zum Beispiel können Frauen im Dialog aussagen, dass
'die Gefühle von Eifersucht' (Exodus 20:5) nicht wahnhafte Einbildung sind, dass die Angst,
an 'eheunfähige Männer' (Mt 19:12) zu geraten, berechtigt ist, und dass es 'Gebote für die
Seele' (Mk 12:30-31) gibt. Dann werden wir verstehen, was die großen Lehrer der Mensch-
heit gelehrt haben und wir werden tolerant werden gegenüber den »Religionen der Welt«.
Neue Ethik kann nur gedacht werden, wenn das Herz durch den Prozess feurigen Lehrens
[Anbetung sowie mystische Ekstase] ganz geläutert ist. Wenn das Bewusstsein der Seele
nichts mehr von Trauer, Schädlichem und Schlechtigkeit in sich verspürt, kann das Herz
der Frauen sich zur Freude Notre-Dames öffnen, gleich Blumenkelchen zur Sonnenwärme.
Heilung durch Gruppenanalytischen Dialog 'Im Kern sagt die Lehre Buddhas aus, dass
Gier und Hass – und damit auch das Leiden – durch das vollständige Gewahrsein der Wirk-
lichkeit überwunden werden können. Sie ist ein philosophisches System, das auf Grund
beobachtbarer Aussagen über die Existenz des Menschen zu wegweisenden Normen ge-
langt.' (Erich Fromm). Dharma muss mit den Essentials der Forschungen C. G. Jungs ver-
bunden werden: Aktive Imagination, Synchronizität und Alchimie. Fehlende Bereitschaft
der Männer, den Frauen seelisch-geistlich zu dienen, mit dem Blick, der in der Stille lebt
(Jes 30:15), ohne Herrschen ist, brachte eine unmündige, kriegerische Menschheit hervor.

F. Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'

Von Weisheit ohne Zweifel im Glauben Weisheit befindet sich in einem raumzeitlichen
Kontinuum – jenem Dialog, in dem Geschäftsmänner zeitlose Seelen sind; anders gesagt:
es ist die Entfaltung der Seelenkapazität ihrer Männer, die es jetzt den Frauen ermöglichen
wird, auf ihrem Gebiet der Weisheit zu arbeiten und diejenigen, die mit ihnen in Kontakt
kommen, jene Botschaft zu bringen, die eine Menschheit sich zu eigen machen sollte.
Von Liebe wegen Europa muss jetzt die Zügel kultureller Angelegenheiten in die Hand
nehmen. Dabei ist es das Wichtigste, dass Frauen von den Kulturell Kreativen lernen: seeli-
sche Selbstkontrolle. Denn ohne Beherrschung durch die Seele [Läuterung der Sinne und
der Psyche durch ‚Dharma Geben‘] bedeutet, selbst große Spiritualität, Marienerscheinung
und Natur-Frömmigkeit zu haben, nichts. Seelische Herrschaft der Frauen ist der Beginn
des Weges des Glücks und des Friedens kommender Generationen und Geschlechter; kein
Gedanke, kein Gefühl der Weiblichkeit sollte ohne seelischen Willen entstehen – dann ist
es sicher: sind Frauen Seelen-Meisterinnen über Konditioniertheit und leidenschaftliches
Wünschen ihres unterbewussten Verliebtheits-Selbst, können sie alle Angelegenheiten in
friedensschaffender Weise lenken. Selbstkontrolle durch die eigene erweckte Seele ist eine
Eigenschaft, die humane Fraulichkeit vom Animal-Weib unterscheidet. Mensch und Tier
haben beide physio-Appetit und psychische Lust. Allein nur jene Frauen, die Buddha-gleich,
in mitfühlendem geistigen Erbarmen, „andere, wie sich selbst, von Leiden befreien“, können
das zerstörerische Einfließen unterbewusst-unbewusster Weiblichkeit außer Kraft setzen
und damit der kriegerischen männlichen Überbewusstseins-Bewusstheit Einhalt gebieten.

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G. Fragen
Der Menschheit Frieden bringen ist mehr als nur Freizeitbeschäftigung
Wir brauchen eine effektive Zusammenarbeit der Geschlechter in Europa. Dazu müssen
wir ein stärkeres Vertrauen zwischen Spiritualität und Religion aufbauen. Wo die Väter
spirituell und die Mütter katholisch sind, diese Eltern müssen sich jetzt stärker als verant-
wortlicher Teil der Menschheit insgesamt empfinden und im Dialog zusammenarbeiten.
Die Kälte eines Mannes gegenüber seiner Ehefrau zeigt sich in seinem Freizeitverhalten.
Um sich geliebt zu nennen und sich auf dieser Erde geliebt zu fühlen, verbringen Männer
ihre Freizeit gern im Haus oder 'mit Bruder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder, Äckern'
(Mk 10:29), lustwandelnd auf Feldern oder auf Jagd in fremden Gärten oder in Wäldern...
Warum sollten sie im Dialog der Frauen 'das kollektive Betrügen der Männer' bereuen?
Männer müssen es wirklich wollen, sie müssen einen Grund haben, warum sie es wirklich
wollen; dann ist 'Dialog' auch gar kein Verzicht, sondern ein Entschluss – aus Erbarmen.
Gott wird einen Menschen retten, wenn er in Not ist (Psalm 91:3) 'Gibt es Fälle, wo es falsch
ist, dass ein Mann mit einer Frau verkehrt? Und wenn einer Frau ihr Mann nicht mehr
gefällt – ist es dann richtig, wenn sie sich ihm entzieht? Was sollen wir Taufscheine pro-
duzieren, die von einer Seite das große Geheimnis gealterter Jahre verraten und von der
andern mit den Trauscheinen nicht zusammenstimmen?' Goethe, Briefwechsel mit seiner Frau
Unconditional Surrender Worte reichen niemals aus, die Geburt weiblicher Wirklichkeit
zu beschreiben; denn Sie ruht in der Tiefe von der Höhe, aus Ihrem Inneren durch 'heiligen
Geist'. Dass sich 'Die Verheißungen Gabriels' erfüllen, ist vor allem Katharsis notwendig,
welche darin besteht, die Psyche von alten Wurzeln, Steinen und fremden Elementen, die
Wachstum stören oder behindern können, zu befreien: Erde muss in Wasser, in Feuer, in
Luft und in Bewusstsein sich wandeln. 'Gottesdienst' ließe sich als Ausdruck des 'Dienstes
an mystisch Sterbenden' (1 Kor 15:31; Markus 12:25) beschreiben – schwer, festzustellen, ob
aufrichtige Güte (Chesed Shel Emet) gänzlich uneigennützig erwiesen wird, oder ob nicht
vielmehr Pseudo-Seelen spiritueller Männer mitmachen, weniger um 'Bodhisattvas in Gott'
zu ehren, denn der eigenen Persönlichkeit Selbst-Befriedigung zu geben (Matthäus 22:10-14).
Wie gilt es das Weibliche zu verehren, dass statt Krieg der Friede beginnt: was muss sich
an Freizeitverhalten und Moral der Männer ändern, dass nicht Männerfreundschaften dem
Humanen entgegenstehen? Zu wem muss sich Innerer Glaube wandeln, damit Krankheit
beendet: was muss sich am beruflichen Ideal der Frauen ändern, dass Heilung geschieht?
Sind spiritueller Paternalismus und unbuddhistischer Glaube noch moralisch vertretbar?
Komplementarität Die Moral, die Frauen und Männer derzeit haben, kann nicht die Ethik
sein, die wir suchen: Männer müssen unter dialogischer Leitung spiritueller Frauen stehen,
um den rechten Weg im Neuen Menschtum zu erkennen; andererseits, wie könnten Frauen,
die nicht unter demütigster Führung priesterlicher Männer stehen, die Straße der Eigenliebe
und des Hochmutes verlassen? – denn vom Stolz rühren alle Zweifel in den Frauenherzen.
Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann,
darüber muss man schweigen (Wittgenstein). Das Gesagte wird zur verwandelnden Kraft,
wenn man sagt, was man meint. Dies ist die Rede, die zu denen durchdringt, die zuhören.
Männer sind große Experten für den Umgang mit Frauen: „Zeigt bloß keine Schwäche,
spirituelle Stärke ist alles. Wir müssen immer stark bleiben. Wir müssen leugnen, leugnen,
leugnen. Wenn du auch nur irgendetwas zugibst und Schuld eingestehst, bist du tot. Seien
wir also aggressiv und gestehen nichts ein. So schlagen wir gegen diese 'Frauen im Dialog'
zurück.“ (nach Bob Woodward und Sylvia Bieker, Fear – Sitten und Gebräuche unter Donald Trump)
Das Patriarchat ist eine Herrschaftsform, die durch die Vorherrschaft von Männern über
Familien, Sippen, Gemeinden, Diözesen, Völker gekennzeichnet ist. Ohne Seelenzeit wer-
den Männer nicht kulturell, und erlangen Frauen nicht die Herrschaft zur Heilung der Erde.

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Die tiefste Angst der Frauen ist nicht, ungenügend zu sein, sondern über alle Maßen
seelenvoll: was Frauen fürchten, ist ihr eigenes erleuchtetes Herz, nicht die angeborenen
dunklen Machenschaften der Psyche; denn sich gleichgültig oder zornig zu machen nützt
der Welt nicht und es zeugt auch nicht von Erleuchtung, sich in Krankheit oder Traurig-
keiten zurückzunehmen, nur damit die Familie um einem herum sich nicht verunsichert
fühlt. Frauen sind aufgefordert, gleich dem Großen Weihnachtsengel [nicht wie Victoria's
Secret Angels] zu strahlen, 'die Herrlichkeit des Herrn' (Ps 104:30), die in jeder Frau liegt,
auf die Welt bringend. Indem Frauen ihr seelenvolles spirituelles Licht scheinen lassen,
gibt diese Macht Männern die Erlaubnis, das Gleiche zu tun. (nach Marianne Williamson)
Von der Inneren Stimme Planetarischen Gewissens 'Das Unbewusste ist ein moralisch,
ästhetisches und intellektuell indifferentes Naturwesen, das nur dann wirklich gefährlich
wird, wenn unsere bewusste Einstellung dazu hoffnungslos unrichtig ist; im Maße wie
wir verdrängen, steigt seine Gefährlichkeit' (C.G. Jung, Traum und Traumdeutung, dtv 1990):
ziehen Frauen ihr Herz erdverbunden in 'Natur-Familie-Kochtopf', schafft dies allseitigen
Seelenverlust; löst Weiblichkeit Unterbewusstes in mentales Bewusstsein einfach "in Luft
auf", anbeten wir Abraxas: Frömmigkeit dunkler Begierde im Nichterkennen der Leiden-
den (siehe Sure 68:51). Dass Geschlechter in Harmonie kommen, dazu müssen Frauen sich
versammeln [Apg 2,44; Sure 3:61; 8:1]. Doch ist es nicht möglich 'im Miteinandersprechen
Beziehungsleben selbst herbeizuschaffen' (Aristoteles). Damit »die Liebe geliebt werde«
braucht es des Buddhas Achtfachen Pfad: Rechte Rede, Rechtes Handeln, Rechte Lebens-
führung – die grundlegende Sittlichkeit der Männer und Frauen; sodann muss spirituelle
Praxis erfolgen: Rechtes Bemühen und Rechte Achtsamkeit; erst danach offenbart sich uns
'Weisheit des Lebens': Rechte Anschauung und Rechtes Denken in Bezug auf: Die Liebe.
Vom Kuss des Kreuzes Spirituell geneigte Geschäftsmänner sind ständig durstig, sie
schauen nach Persönlichkeit in Frauen aus, dabei suchen sie mit dem Eros, den Willen
einer Frau zur Profitmaximierung zu unterwerfen; doch immer wenn sie glauben, eine
solche Frau gefunden zu haben, erweist diese sich als todbringende Kali-Göttin, Krieg
und Terror über die ganze Welt fluchend. So wird unser Leben zu ständigen Kämpfen
und Enttäuschungen. Männer können nicht erwarten, dass wenn sie Frauen betrügen, sie
von ihrer Verantwortlichkeit befreit sind, dadurch dass sie „Allah! rufen – sie von ihrer
Schuld befreiend“ – sie müssen mit gewissenhafter Seelenkultur ihr Nigredo-Gelübde
vollziehen: „Nie wieder in der Moral unserer Väter oder fremder Völker handeln, sondern:
es anders machen!“ und dann, in einer einzigen Bruderschaft, den Schaden, den Adam im
Laufe der Generationen im Unbewussten und Unterbewussten der Weiblichkeit angerich-
tet hat, durch den dialogisch-geistig-geistlichen Gruppenprozess reparieren. Dass Männer
der Programmierung des Universums gestatten, in dieser Kultur Erneuerung zu machen,
dies kann »Seelenzeit« genannt werden – und wenn es nicht so wäre, dann wären Männer
verdammt für immer. Mental ausgerichtete Männer dürfen nicht den endlosen Weg eines
'göttlichen Eros' gehen, vielmehr müssen sie erkennen, dass all die Schönheit und Stärke,
die sie in Frauen suchen, hinter denen sie ständig herlaufen, in ihnen selbst ist; 'Schönheit
der Göttin' als eigene tätige selbstlose Seelen zu fühlen, dies sollte den Männern einziges
Prinzip sein. Voraussetzung zu dieser kulturell heilenden Selbstlosigkeit der Männer ist
Vairagya, das glückselige Gefühl des Derwisch, dass kein erotisches Verlangen mehr be-
friedigt werden soll und nichts mehr auf der Welt gewünscht wird – dann kommt jenes
Friedensreich auf Planet Erde, was 'Das Reich der Großen Mutter' genannt werden kann.
Die ungeläuterte Frau spricht: „Ich bin gar nicht mit mir zufrieden, mein Herz ist sich
keinen Augenblick selbst gleich, es ist so unbeständig. Ich habe wahres festes Vertrauen
auf meinen Mann, ich bitte ihn so sehnlich mich glücklich zu machen, aber ich habe so
verschiedene Wünsche, wodurch ich das zu werden suchte, ich notwendig unglücklich
werden müsste.“ Erst in geläuterter Weltlichkeit und spiritueller Wiedergeburt kann die
künstlerische Wiedergeburt einer Frau von schöpferischem Geist ihres Mannes erfolgen.

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Vom Determinismus einer dunklen Natur im Mutterleib Durch Unwissenheit, Zorn, Hab-
gier sowie unterbewussten Neigungen, die aus Leidenschaft und Verblendung des Herzens
eingeboren wurden, und wegen der Bindung an eine triebgesteuerte Natur ihrer Körper,
sind Frauen den vielfältigsten irdischen Dingen verhaftet und pflegen "sündhafte Taten"
(verführen oder sich verführen lassen). Viele, zumeist "fromme" Frauen sind zudem mit
der Illusion der 'selbstlosen dienenden Weiblichkeit' befrachtet, und damit, komplementär,
selbstherrlichen (gleichgültigen) Männern in hohem Maße verhaftet. Eine Schrift lehrt:
'Schwer zu finden sind Frauen, die nach kosmischen Geboten leben und zugleich durch
mitfühlende Nächstenliebe jenen Dharma-Pfad schaffen, der andere Frauen zur Befreiung
von Leiden führt' – ohne Weiblichkeit in den Bereich 'heilige Glückseligkeit' zu zwängen
(Mahabharata XII.212). Den meisten Frauen ist nicht bewusst, dass wenn sie unter Ichhaftig-
keit stehen, unter dem Diktat von unterbewusstem Zorn, unbewusster Begierde, den Weg
der Gerechtigkeit missachtend, mit Sicherheit auf einen leidvollen Umgang mit Männern
treffen ? – Einzig und allein die gewissenhafte Scham der Frauen lässt Ehemänner zum
dialogischen Tadel erwachen, wie feine Hengste zur Peitsche; doch unter disharmonischen
Nonnen verlässt selbst die spirituellsten Männer der Mut, globale Ethik zu dialogisieren.
Wann beginnen Frauen zu sehen, warum Elend über eine Ehe-Beziehung kommt? Und
wie ethischer Fortschritt auf Planet Erde vorangeht? Und was ein Vorankommen hemmt?
Mental-spirituelle Männer entwickeln mit der Zeit ein aggressiv betontes Unabhängigkeits-
gefühl, nicht ihre Freizeit zusammen mit ihrer Frau zu verbringen. Dies aber ist der An-
fang vom Ende einer Liebe, denn der SINN kultureller Ehe gründet sein Werk auf nichts
anderes als Seelenzeit. 'Männer, die ihre Seelenzeit geben, haben unsere Zukunft gerettet'
– dieses Gesetz ist nicht materiell, politisch oder spirituell: es ist das Gesetz der Natur.
Die Rebellion des Femininen {Erdbeben, Fluten, Vulkanausbrüche}, die den Klimawandel
in den Beziehungsstrukturen zwischen Mann und Frau hervorgerufen haben, sind bis heute
in weiten Teilen kaum verstanden; psychischer Druck von entgeistigtem Eros, 'verdunstet
im Bett ungeistiger Lust' (Hiob 6:16-18), vergällt 'Des Herrn ist die Erde, und was sie füllet'.
Kann der Idealismus Buddhas (Der Wanderer über dem Nebelmeer, Friedrich 1817-18) verbunden
mit dem Akt seiner Reflexion, mit der Maria 'ihren Engel Gabriel' zum Sprechen brachte –
und 'ihres Sohnes Botschaft' einer Menschheit 'Erbschaft von Gott' {jene spirituelle Praxis,
die man auch in Vedanta-Schulen findet und die Mohammed den Sufis 'auf dem Sofa', dem
erhöhten Podest neben seinem Wohnhaus, lehrte} – das Feminine in dessen empfindsamen
Tränental initiieren, seinen »Schöpfungsprozess in Gemeinschaft« zu feiern? Echte Kontem-
plation ist nicht Flucht in psychische Introspektion, sondern 'ein Sichstellen gegenüber den-
jenigen inneren Hemmnissen, die einen hindern, sich seinen Mitmenschen und der Wirklich-
keit zuzuwenden' (Friedrich v. Weizsäcker). Verlässt hingegen der Seelengeist den weiblichen
Leib abwärts, verfällt die geistige Macht der Frau, komplementär stagniert die spirituelle
Kraft im Manne aufwärts. Im überschäumenden Eros glühen die Gesichter wie Flammen,
'einer starrt den anderen an' (Jes 13:4-22), man hält's mit der Moral: „no command“, „no critic“,
„no opinion“. Steigt hingegen die religiöse Freude mit stürmischer Gewalt empor, dann fällt
das Schweigen recht schwer, sie zu verheimlichen, ist keine geringe Qual (Theresa von Avila).
Stufenweg Notre-Dames der »Liebe zu Gott« entgegen
I. Selbstverwirklichung – die neutrale Stufe. II. Novizin (Stipendiatin): die Entfaltung des
transzendentalen Wissens über die inneren Füllen des Herrn durch geistliche Tätigkeit
(Co-Ordination). Im Laufe der Zeit hingebungsvollsten geistlichen Dienens entwickelt
sich achtungsvolle Schwesterlichkeit III. und im Repräsentieren der Inneren Stimme des
Herrn erhebt sich das Gefühl der Freundschaft auf gleicher Ebene. Dann geschieht IV.
Die Zuneigung der Göttlichen Mutter zum Herrn : Eine Souveränität zu Planetarischem
Bewusstsein im Dialog; dies ermöglicht V. die eheliche Liebe zu Gott (für dieses Gefühl
der »ewigen Liebe«, den schöpferischen Geist zu manifestieren, gibt es in den Begriffen
der Psychologie keinen sprachlichen Ausdruck, nur das Leben selbst kann es offenbaren).

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Notre Dame Sehen wir »Die Frau« nur unter dem Blickpunkt von Mutterschaft oder der
karitativen Gehilfin des Mannes – haben wir »Die Weihe-Nacht der Geburt in der Seele«,
die Erweckung des Ideals in Ihrem Herzen ganz vergessen, durch kosmischen Geist ‘eser
kenegdo’ eine Helferin dem Geist des Kosmos, Seiner Vision entsprechendes Gegenüber;
da Sie 'wiedergekehrt von der Himmelfahrt' ist, planetarische Sorgfalt zu offenbaren, statt
den kriegerischem Drang. Allerdings gibt es keinen Zwang in der Religion (Sure: Die Kuh).
Radiant Message In Morgenandacht wächst die Kraft im 'Baum des Lebens' empor; die
Erkenntnis, die daraus hervorgrünt, sind die Zweige im Genius des Geistes; empfindsam-
seelische Gemüter sind die hervorbrechenden Blüten, ausgereifte Frucht ist Gottes Kunst.
Wasser und Erde werden Feuer und Luft dargebracht – das Abendmahl bringt die Sprache
Notre-Dames, das Bewusstsein des Schöpferischen Einig-Wesens in die Welt herein. Von
dieser unerforschten trinitarischen Kapazität 'Tiefe, Höhe und Breite' einer Ausdehnung
der Seele in Emotion, heißt es: 'Siehe, Ich werde einen Engel vor dich schicken' (Ex 23:20).
Und es ist dieser Engel, der der Menschheit den Weg zeigen kann, der größten Herausfor-
derung unserer Zeit zu begegnen: in den natürlichen Grenzen geheiligten Lebens zu lieben,
zu leben und zu wirtschaften. Denn wir dürfen nicht länger auf Kosten der nachfolgenden
Generationen leben. Es ist unser Beziehungsverhalten, was die Erde ins Taumeln bringt!
Das Göttliche Weibliche ist alles – aber Frauen sind geboren, damit jede ihre Wahl trifft
und den schöpferischen Geist manifestiert. Zuerst stellt sich hierbei aber die Frage von
eigener seelischer Qualität: den Animus zum Selbst als Frau machen, sich gänzlich dem
Herrn hingeben, kein Verlangen und keinerlei Vorlieben haben…. doch warum dann all
diese Unschlüssigkeit, diese Komplikationen? –weil es weiter darum geht, die Prüfung
ganz der Großen Mutter zu überlassen; daher die Freude bei der ‚Heimsuchung Mariens‘.
Das eigentliche Mittel für »Friede auf Erden« ist 'der Geist Einer Zusammengehörigkeit
unter Frauen' in »koinonia«, die kulturelle Brüderlichkeit der Männer (1 Korinther 14:26).
Erformt die Menschheit mit das All? Es gibt Zusammenhänge, die, ganz abgesehen von
persönlichen Standpunkten, die ernste Frage aufwerfen, ob ein seelenloses Leben das
Universum nachhaltig überhaupt erhält. Galaxien kollabieren als geschlossenes System
(Patriarchen-Religion) oder zerplatzen als ein offener Organismus in Selbst-Beschleuni-
gung: der Urknall, Moment orgastischer Zeugung, führt zum Gegenstück, dem Großen
Kollaps; die Töchter der Harmonia mit ihrer Demokratie der Schönheit, ermutigt durch
das eitle Männliche (Kronos), halten Mahl an ihren eigenen Kindern. Da transmutiert
der siedende Kessel mit seinem Wachthaus zum Kosmischen Kelch einer Arche Sophia
mit ihrem Siebengestirn, dem 'Schild des Achilles' ['der mit den Kerubim' (Ex 25:18-19)].
Frauen werden dem zerstörerischen Wirken der Männer nicht eher gewahr, bevor sie sich
nicht daran begeben, in ihren Mythen Wirklichkeiten klarzustellen und zu formulieren, die
jene Kunst der Männer betreffen, der die Persönlichkeit zur Guten Weiblichkeit gestaltet.
In anderen Worten erzählt: hält ein Paar sich von Mythos und Kunst getrennt, hat die Frau
im Alter nichts mehr zu sagen; dann wirft seine Unwahrheit den Mantel um ihre Unschön-
heit und „trinkbares Wasser siegt mit zwei Längen vor Gemüsesuppe und mit fünf Längen
vor Blaue Lagune” (Die Legende vom Ozeanpianisten, Giuseppe Tornatore und Alessandro Baricco).
Es gilt Bedingungen zu schaffen, die günstig für die sittliche und kulturelle Entfaltung des
männlichen Geistes sind, welche die wirkliche Ehe zwischen Frau und Mann ermöglichen.
Und die Erkenntnis, die immer mehr heranreift ist: Das, was herrscht und alles beherrscht,
ist der Mangel an spiritueller Überschattung (Lk 1:35) der geläuterten Seele des Weiblichen.
In der Kunst meiner Wissenschaft und dieser Wissenschaft meiner Kunst versuche ich ein
Modell für das menschliche Gemeinwesen zu schaffen. Kein 'Mann mit passiver Frauen-
begleitung', sondern jedem Archetyp von Mann sein Dharma-Instrument und seiner Frau
ihr eigenes Dharma-Thema. Nicht die Auferlegung eines Themas auf andere, sondern viel-
mehr die Freiheit jedes einzelnen Archetypen-Paares, welches ihre komplementären Initia-
tiven im Interesse des Ganzen ausschöpft. Dies ist die Symphonie Europas und der Sterne.

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H. Appell an die Frauen

Die List der männlichen Vernunft bedient sich des Atomkrieges (Jean-François Lyotard)
Nicht-Dialog ist der Frauen eigenes sittliche und intellektuelle Versagen vor Männlich-
keit, deren Barbarei gegenüber Weiblichkeit keine Grenzen kennt und deren spirituelle
Propaganda mit einer zuverlässigen weiblichen Konstante rechnen darf: Bequemlichkeit.
Ist psychologische und spirituelle Männermacht die "Endlösung" in der Frauenfrage?
Die Zukunft steht auf dem Spiel Die Welt ist Gleichnis der Relation der Geschlechter;
solange weiterhin Männer {Regenwälder} abgeholzt, Frauen {Feuchtgebiete} zerstört
und Allmende-Gemeinwesen {geschütztes Land} ausgebeutet werden, sind 'Klimaziele'
nicht zu erreichen. „Sponsert, fördert, um Himmels willen, die Kultiviertheit des Dialogs.
Ethik ist beides: Wissenschaft der Frauen [Mt 19:12; Sure 24:32] und Religion der Männer.“
Vom Wegwerfen der Großen Mutter Der Verfall in den Beziehungsmoralen schreitet
immer weiter voran; es besteht kein Zweifel daran, dass diese katastrophale Entwicklung
maßgeblich von Frauen mitverursacht wird. Dennoch können sich die Frauen nicht zu
einem konsequenten Handeln, einer Globalen Ethik entgegen, durchringen; hauptsächlich
wegen einer Trägheits-Natur (tamas) in den Frauen: die Angewohnheit, Probleme medi-
tativ zu verdrängen, in Kirchen auszusitzen oder in die Zukunft zu verschieben – das ent-
scheidendere Motiv findet sich in ihrer Gemütsbewegung (sattva): Idolatrie; in sich selbst
verliebt, überlassen Frauen gerne interreligiösen Männern oder frommen Hirten die Füh-
rung, statt Cultural Creatives, dem Dharmakaya im Geist emotionaler Schöpferischkeit.
Frauen müssen zusammenkommen, dass etwas zu ändern ist Nicht gilt es Meinungen
auszutauschen. Frauen werden zum Schlaginstrument für Männer, das noch gedemütigt
die Sure (4,34) dazu singen soll. Wenn Frauen selbst zu ihrer Seele erwacht sind, können
sie durchsetzen: „Verlange nichts von mir, was ich nicht freiwillig geben würde, nur mit
der Begründung, das ist für deinen Job.“ Vor 'Wissen über Ethik' gilt es daher, physische
Enttäuschung durch lichten Glauben, psychische Kränkung vermittels hingebungsvoller
Geistigkeit und seelische Selbstwertschwäche in Dharma-Gemeinwesen zu überwinden.
Das Sexualleben des Menschen ist längst Staatssache, durch Mutter und Tochter "kirchen-
gefördert", hauptsächlich von Vater & Sohn spirituell gelenkt und militärisch überwacht.
Um zu schweigen, muss Dasein etwas zu sagen haben: das verschwiegene, angstbereite
Sichentwerfen auf das eigenste Schuldigsein. Dann macht Verschwiegenheit offenbar und
entzieht dem verständigen Gerede des Man das Wort. (Martin Heidegger, Sein und Zeit §60)
Dies ist der Universel 'Es muss irgendwo auf Erden einen Ort geben, an dem man sehen
kann, wie man menschlich richtig lebt' (Eugen Drewermann). Seelenzeit der Männer kann
Frauen den dialogischen Raum geben sich zu organisieren, wirtschaftlich, religiös, sozial,
spirituell, kulturell, human-wissenschaftlich forschend, friedlich zu leben und zu lieben.
Vom Geliebten Herrn und Dem Einig-Wesen Frauen sind die Gesamtheit der Tatsachen,
das Bestehen von Lebensverhalten. Wenn aber Männer im Lebensverhalten von Frauen
vorkommen können, so muss dies schon in den Männern liegen. Kennen andererseits Frau-
en, durch die Anbetung des Herrn, das Wesen der Männer als sich selbst, dann kennen sie
damit auch sämtliche Möglichkeiten des Vorkommens von Männern im Lebensverhalten
der Frauen; jede solche Möglichkeit aber muss in der individuellen Seelennatur des Mannes
liegen, es kann nicht nachträglich eine neue Möglichkeit gefunden werden. Um die Männer
also zu kennen, müssen Frauen daher nicht deren präexistentiellen externen physio-mental-
spirituellen Fähigkeiten erwerben, sondern vielmehr alle die internen, wesenshaften, seeli-
schen Kapazitäten, die 'das Einig-Wesen' der Männer sind – doch dies können Frauen wie-
derum nur über sich selbst kennen. Sind alle Männer, in deren seelischen Individualität, der
erwachten weiblichen Seele als 'Der Geliebte Eine' gegeben, so sind damit alle möglichen
Lebensverhalte gegeben. (nach Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus 1.11 - 2.0124).

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Die psychologische Regel besagt, dass eine innere Situation, die nicht bewusst gemacht
wird, sich außen ereignet, als das Schicksal. Das heißt, wenn das Individuum ungeteilt
bleibt und sich seiner inneren Widersprüche nicht bewusst wird, muss die Welt diesen
inneren Konflikt gewaltsam ausarbeiten und wird in entgegengesetzte Hälften zerrissen.
C. G. Jung, Archetypen und das kollektive Unbewusste, Collected Works Band IX, Princeton 1969
Von Adam & Eva, Sisyphos und Bruder Klaus Es gibt Frauen, die sich unverhohlen an
Männlichkeit vergreifen und wie Eva im Paradies an Adam handeln, was Kain erschlägt
Abel {Bürgerkrieg: rechte Gewalt gegen Muslime} hervorruft; andere wiederum geben
mit 'ehelicher Liebe' vor, König Rama zu seiner Seele erheben zu können, was innerlich
Männer zu noch mehr Sisyphos-Arbeit antreibt {Internationalsozialismus ist die Folge:
Krieg}; denn wieder andere denken, Bruder Klaus (Archetyp: Shiva) hätte mit tantrischer
Liebe seine Frau [Ödipussi, Loriot] zu beglücken, dies sei 'Muhammads Nachmittagsvesper'.
'Durch Adams Fall ist ganz verderbt' (Johann Sebastian Bachs Orgel-Büchlein, BWV 637)
Ohne den heiligen Geist des Männlichen erliegen Frauen dem großen Irrtum, zu glauben,
man bräuchte die Vorgänge in der Welt einfach nur kritisieren: das wäre es, worauf es an-
kommt im Dialog – während es doch erst einmal gilt, den Pfad des Weiblichen zu charak-
terisieren. Denn ohne den erleuchteten seelischen Geist spiritueller Weiblichkeit erliegen
Männer 'Evas Versuchung', zu glauben es wäre klug, die Persönlichkeit der Frau hervor-
zulieben, während man den ritterlichen Pfad zur spirituellen Männlichkeit vernachlässigen
könne, so hätte man wenigsten "Gehilfinnen" für das Materielle und den Lebensspaß. Nur
heilige spirituelle Weiblichkeit vermag den zerstörerischen Wandel der Männer zu stoppen.
'Meist stehen Frauen nicht in Kontakt mit denen ihnen eigenen Seelen-Bedürfnissen, dann
tendieren sie dazu, bei sich oder anderen nach Fehlern zu suchen und ihre Aufmerksamkeit
in ein System zu verlagern, in dem Wettbewerb, Rangordnungen und Dominanzdenken
zählen' (Liv Larsson); dann erblühen Scham und Schuldgefühl in des Pfaffen Wort: „...dass
Frauen schlecht sind, dass sie etwas falsch gemacht haben, dass sie sich eigentlich anders
verhalten sollten....“ Statt aber nun zu versuchen, vor ihrem eigenen unliebsamen Gewissen
zu flüchten, sollten Frauen den Psychoanalytischen Dialog aufsuchen und ihrer inneren
Stimme Gehör geben, was mit der Erfüllung wahrhafter Seelen-Bedürfnisse verbunden ist.
Indem Männer sich zur Sittlichkeit religiös äußern und in Seelenzeit den Frauen helfen,
ihre wahre Intuition wiederzufinden, trägt dialogisches Gemeinwesen die verschiedenen
Geschehnisse zu einem Ganzen, das in planetarischem Bewusstsein erfasst wird, zusam-
men. Genauso wie die Wahrnehmungen beider Augen vom Gehirn zu einem holistischen
Bild zusammengefasst werden, so sind Mann und Frau zusammen fähig, jene Gedanken
und Gefühle miteinander zu vereinbaren, die in einem entfernten Zusammenhang stehen
und die sie sonst, einzeln, nicht verbinden können, ohne in komplementärer Weise die
Welt zu betrachten – da das Denken in Rechtfertigung und in zweifelnder Manier denkt.
Psychosynthese muss durch Anbetung und mystische Kontemplation (dharma) befreien;
die Rolle der Frau erfüllt sich in Komplementarität zu ihrem Mann – nicht in Gleichheit!
In Gemeinschaft gilt es daher für Frauen die vierfache Vielfalt der männlichen Seele zu
entdecken: die in Gott berufene Seele [fragile x-Chromosom]; Kaufleute; Krieger und
Politiker; sowie der kulturschaffende Genius. Es ist Aufgabe der Frauen, Heirat so zu
feiern, dass die Schöpfungsordnung nachhaltiger Partnerschaft bewahrt bleibt. 'Männer
müssen hingegen bei ihrer Arbeit gut überlegen: 1. Welche Ehre Gott davon erhalten soll;
2. Welchen Nutzen es für den Nächsten hat; 3. Welchen Gewinn es für ihre Seele haben
wird. Dann wird ihre Liebe den guten Erfolg im Weiblichen haben.' (Birgitta von Schweden).
Sarah und Abraham oder Die Frau als Herrin des Mannes Es liegt in der Natur stolzer
Frauen, sich in die Tätigkeit ihrer äußeren Persönlichkeit (Büro, Garten, Kirche) zu werfen.
Doch um Beherrscherin der Ego-Natur der Männer zu sein, müssen Frauen die Macht
ihres inneren Bewusstseins zurückerlangen, in seelischem Geist 'Der Herr', die Stimme
der göttlichen Betrachterin sein; sodann als Purusha: die Strenge der Göttlichen Mutter.

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Im Garten des Lichts der Frauen

Vollkommen aufrichtig, gerade und offen zu sein, scheint keine einfache Errungenschaft
für Frauen zu sein, deren Leben mit nicht-seelenvollen Männern verschmolzen ist. Dialog
muss daher durch die erleuchtende Gnade und heiliges Erbarmen der Kulturell Kreativen
geschehen, was scheinheiligen und selbstherrlichen Strategien zur Selbst-Enthüllung ver-
hilft und das, was im Menschheitswesen unzureichend ist, wandelt. Allerdings geht dies
nur, wenn Frauen selber zustimmen und sich ganz geistiger und spiritueller Arbeit geben.
An Sappho und die Mondin Geschwisterlichkeit entfacht der Herr (1 Kor 11:11) – 'breitet
aus sich in der Brust der Zorn, sinnlos brüllt die Zunge dann: gib acht!' (Sappho). Haben
Männer gelernt zu meditieren, können sie ihren Verstand – von der spirituellen Wahrheit
angeregt – befehlen, sich 'in Gott' zu entrücken, in 'edlere Sphären'; 'und so gibt es eine
strahlende, dienliche Art des Lebens, eine gewaltige Art des Daseins' (Buddha, Majjhima
Nikaya, Brahmanimantanika). Die Bodhisattva aber tritt durch die Große Mutter ins Leben.
Als die Sonne den Mond küsste, sprach Sie zu Ihm: „Ich liebe es Dich zu erschaffen –
und also erschaffe Ich dich.“ Da erstrahlten die Sterne in Hohem Gesang: „Der Geliebte
ist mein, und ich bin sein. Meinem Geliebten gehöre ich, und mir gehört der Geliebte.“
Yin und Yang Wenn Frauen ihren Töchtern wieder das Verborgene Wissen lehren, so
vermag das Wasser Feuer wieder zu seinem Licht zu führen (Mt 26:6-13). Dann vermag
'der Prophet des Höchsten' (Lk 1:76-79) 'das Schwert {die universelle Frau} zur Pflugschar
schmieden' (Joel 4:10). Dies Metall verleiht dem Holz seinen Ruhm, denn nur die unab-
hängige Tatkraft einer Frau bringt den Kulturellen Mann hervor (siehe Lukas 1:8-19): 'Der
Geist eines Genius wird negativ, wenn er mit Kraft konfrontiert wird, die nicht nur dem
Männlichen ähnlich ist, sondern noch in größerem Maße vorwärts strebt; doch hört in
Anwesenheit einer Kraft, die ihr ähnelt und empfänglicher ist als sie selbst, die negative
Macht einer Frau auf zu sein und wird positiv' (nach Hazrat Inayat Khan, Rasa Shastra 1938).
Eine gewaltige Projektion in Frauen führt die Männer in egozentrische Herrlichkeit. Die
Folgen sind, dass Männer im Alter gegenüber ihren Ehefrauen zunehmend mürrisch, ver-
drießlich, jähzornig, ja, eigensinnig werden {„Der Eigensinn gibt ja Stärke!“ Hermann Hesse}
– mit zumeist schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit der weiblichen Seele. Diese
Unarten der Männer liegen jedoch nicht am Alter und schwindender Kraft zu schauspie-
lerischer 'göttlicher Manier', sondern im Charakter und am mangelnden Ideal 'Seelenzeit'.
Begreifen Frauen, dass jetzt in der Welt etwas zu ändern ist, müssen sie mit ganzem Her-
zen sich an die Arbeit 'Wie die Strahlen eingehen, so gehen sie auch aus' machen. Denn die
Grundlagen des Dialoges sind die Aussagen von Ehepaaren: Die Sittlichkeit der Männer
kommt nämlich aus dem Herzen der Frauen, und daher wenn ein Ehemann spricht, so
spricht er zugleich wie aus seiner Frau; Ethik kommt aus den Seelen der Männer, daher
wenn eine Frau spricht, so spricht sie zugleich wie aus ihrem Mann. Von solcher Art muss
die Vereinigung der Gemüter von Ehepaaren sein, damit Der Dialog heilend wirken kann.

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Dialog über das humane Leben Ethik lässt sich nicht verstandesmäßig, mit Frömmigkeit
oder mit spirituellem Sein begreifen. Sie kann nur gefühlsmäßig erfasst werden; an der
Wirkung können 'Menschen mit gutem Willen' sie in etwa erkennen: durch unseren
seelischen Geist, den wir geben, erkennen Leute ihren Mangel (Caterina Fiesca von Genua).
Ethik setzt voraus, dass Menschen ihren Charakter entwickelt haben. Männer, welche
im Dialog die Gefühle der Frauen zur Freude der Seele erheben, fügen Goldenes Wasser,
das Licht der Schönheit der weiblichen Seele, ihrem Dienst hinzu; Frauen, die hingegen
nur das spirituelle Ego ihrer Männer fördern, ohne die Kultur des Dialogs, gießen Dunkel-
heit über ihre Seele, was gleichsam wie Pech an ihnen kleben bleibt, ein ganzes Leben lang.
Women Global Ethics Eine ethische Geisteshaltung der Frauen kann einer Menschheit
ermöglichen, zu Einer Einzigen Familie zusammenzuwachsen. Dabei ist jedoch nutzlos,
den Frieden der Welt diskutieren zu wollen: Frieden in sich selbst schaffen, ist in der
jetzigen Zeit notwendig. Buddhismus, Reinheit der Seele, gibt dem Willen planetarische
Kontrolle, Sufismus, die Verherrlichung Seines Namens (Waza'if), vervollständigt die
Persönlichkeit in all ihren Aspekten; Vedanta (Sittlichkeit und Dialog) verleiht Balance;
dies ist im Zeitalter der nuklearen Aufrüstungen einzige Alternative zur Selbstzerstörung.
Auf dem Weg zum Frausein entwickelt sich bewusste persönliche Identität; zugleich kon-
stelliert sich im dunklen Gewissen das Gegenteil – das, was Frauen nicht wünschen dürfen
zu sein. Der Missbrauch wird auf Notre-Dame projiziert; Seelenlosigkeit kreiert sich seine
Projektionen vom 'Bösen der Großen Göttin' und die 'Hexe im Wald' als Große Mutter. In
Folge können Frauen die lenkenden Mächte der Weiblichkeit nicht leiden bzw. nur schwer
ertragen, weil diese Kraft den eigenen Schatten widerspiegelt, einen Aspekt zu dem Frauen
sich nicht getrauen zu stehen: »Die Ehe im Herrn« und es ist diese große Last projizierter
bzw. zurückgewiesener Dunkelheit, die den Dialog bislang verunmöglicht hat. Je intelligen-
ter und begabter eine Frau ist, umso mehr wird sie – um geliebt und akzeptiert zu werden –
an das, was das Männer-Ego wertschätzt, angepasst: Liebe, Zuwendung werden mit dem
Preis von Unkulturalität beschenkt; um der Lust, des Spaßes, Ruhm und Ehre des Mannes
verleugnet Weiblichkeit den SINN. Die abgewiesene Sehnsucht, vom Manne 'seelisch be-
muttert und umsorgt zu werden' (Mt 23:37), erstarrt zu Kälte. Die Kunst des Menschseins
wird aus dem Licht der Sonne ins Dunkel verbannt. Der unsterbliche Aspekt des Lebens
und der Liebe, verborgen in der Seele Bedürftigkeit, erregt Ärger, Unwillen, gefühlsbe-
dingte Reaktionen, die sich in chronische Erkrankungen erlösen. Es sind die seelenvollen
Männer, die nicht die Moral haben: „Entweder nicht sehen oder, was wir sehen, nicht wahr-
haben wollen!“, die Dialog ermöglichen – was den Schlachtengesang: „Männer, lasst uns
die Frauen lieben! aus Eitelkeit! und zum Spaß!“ (Mozart, Così fan tutte) verstummen ließe.
Sex verändert strukturell das Gehirn in den Belohnungsarealen
Man kann Menschen nicht einfach sagen: „Macht weniger Sex, kontempliert mehr!“,
selbst spirituelle Retreats funktionieren da nicht: nach einigen Jahren sind die meisten
wieder am Ausgangspunkt ihrer Himmelsreise, und viele von ihnen haben sogar Rück-
schritte gemacht. Denn jede sexuelle Aktivität erzeugt eine innere Belohnung; die Be-
lohnungsareale im Gehirn aber kodieren die Erwartung an die Belohnung, so werden
die Erwartungen auf Dauer größer als die Belohnung, die man erhält. Diesen Fehler
kann nur Seelenerkenntnis korrigieren. Fehlt aber 'Zügelung durch die Seele', entsteht
Suchtverhalten, Ehebruch die Folge. Von daher ist es ganz klar ersichtlich, dass seelen-
vollste Frauen die Menschheit zur höheren Evolution führen können, und werden.
Vom Beginn des Friedensdialogs der Nationen, Rassen und Gemeinschaften
Die Liebe zwischen Frauen und Männern in der Neuen Zeit Mit unverantwortlicher
Gleichgültigkeit gehen Männer mit Frauen um: dies ist das erste, was Frauen im Kreis
ihrer Männer zu ändern haben, und zwar mit Strenge! Andererseits sollten Frauen sich
hinauswagen ins schöpferische spirituelle Leben, statt in Hauskirche stillzusitzen, dies
kann nur vermittels des seelischen Geistes geschehen, in dem Männer Frauen 'begnaden'.

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Das müsste gesagt werden „Souverän sind wir Frauen ja nicht, weil wir uns, wo es
gerade passt, willkürlich zusammenraufen, sondern weil wir nach Werten und Regeln
handeln, die wir uns selbst gegeben haben, seit Anbeginn der Zeit – von Ewigkeit zu
Ewigkeiten. Frieden wird in der Welt nur möglich, wenn Frauen nach gemeinsamen
Werten handeln. Wo aber diese Grundregeln infrage stehen, sind alle anderen betroffen.“
Wo immer sich Frauen die Kontrolle über Fortpflanzung geben, dem Natur-Recht einer
Freiheit zur Tötung anderer folgend, und Männer sich Gesetze schaffen zur Scheidung
und Wiederheirat, und sie damit die Möglichkeit haben ihre eigene Lage zu verbessern,
entscheiden sie sich für eigenes Wohl und ökonomische Sicherheit, anstatt der geistigen
Kultur [Oikonomikos], dem Adel der Seele in der demokratischen Natur der Egos Raum
zu geben. Es ist nicht schwer festzustellen, dass wenn Menschen durch den spirituellen
Prozess ihre Kontrolle über Zeugung, Eros und Religion wiedergewinnen, Mütter im Ein-
klang mit ihrer kosmischen Ursache zur Evolution ihres Lebensprinzips finden können.
Das Göttliche Weibliche ist zur heiligen Männlichkeit hingezogen Männer müssen sich
ändern und es ist klar, dass dies von ihnen selbst ausgehen muss. Die Frage ist nur: Tun
Frauen ihr wirklich Bestes, um mit ihrer Göttlichkeit die Männer zu lenken? Lieben es
Frauen nicht vielmehr, weiter die bewusste entspannte Scheinergebenheit zu spielen, um
Männer in deren Selbstherrlichkeit weiter zu bemuttern? während Geschäftsfrauen bei
ihrer unbewussten Haltung bleiben, in einer Anhaftung an die Freuden dieser Welt über
Männer herrschen zu wollen, indem sie diese in eine komplementäre Position drängen?
Es gibt sehr intelligente spirituelle Frauen, die sich trotzdem feindselig gegenüber Ethik
verhalten. Grund dafür ist, dass neben einem voll erwachten psychologischen Verstand
durchaus ein verletztes Herz existieren kann, das, sei es in unterbewusster Idolatrie (bzw.
konditioniertem Götzendienst), Situationen nicht nur blind betrachtet, sondern sogar die
Vernunft mit all ihrer Leistungsfähigkeit in den Strom der Gefühle zieht. Die Frauennatur
bemüht dann ihre ganze spirituelle Intelligenz, um die eigene Psyche in der unterbewussten
Kränkung zu verstehen, sodass nicht Verstand die Psyche führt, sondern die Psyche den
Verstand. Das Gemüt kann bei einigen Frauen so sehr durch äußere Einflüsse gestört sein,
dass es 'Die Religion' verloren hat; andere leiden, wobei die Gründe im eigenen Inneren
liegen, in der Art, die Dinge körperlich eigensinnig zu betrachten, aus einer Überempfind-
lichkeit von mangelndem Selbstwertgefühl oder vom spirituellen egoistischen Glauben.
Kriege und Terror auf Erden Schreie der sterbenden und gequälten Frauen und Kinder
– und das Schweigen dazu im Herzen der Männer; beides muss sofort aufhören: einzig
durch Dialog wird Frieden möglich! Dialog muss von Eltern, von Frauen und Männern
geführt werden. Es gilt das Integrationsproblem nicht länger zu ertragen oder zu verdrän-
gen. Dazu braucht es den Verstand der Frauen,sowie eine Wiedererweckung des mythisch-
religiösen Denkens. 'Versucht man aus dem Glaubensinhalt der Religion die mythischen
Grundbestandteile herauszulösen und abzuscheiden: so behält man nicht mehr die Religion
in ihrer wirklichen, objektiv-geschichtlichen Erscheinung, sondern nur noch ein Schatten-
bild von ihr, eine leere Abstraktion zurück.' (Cassirer, Dialektik des mythischen Bewusstseins).
Was uns unserer Menschlichkeit und unserer schöpferischen Kultur beraubt
»Liebe« ermöglicht in Schöpfung zusammenzuarbeiten – doch Männer leben erotisierte
Dekadenz, und hinter wirtschaftlichen Interessen steht der Frauen unterbewusste Amoral.
Es gibt Männer (Cultural Creatives), die flammende Seelen sind: sie können Frauen »die
Liebe der Seele« entzünden; dazu müssen Frauen "Seelenwachs" sein – wenn sie aus Stahl
sind „Ich hab nichts gegen die Frau meines Mannes einzuwenden“ wird nichts leuchten.
Drittklassige Männer (Sharia) entfachen den Bürgerkrieg und richten schonungsloses Blut-
bad an, 'ohne zu bedenken, dass Glück gegenüber den eigenen Leuten das größte Unglück ist'
(2 Makkabäer 5:6). Second-hand Männer (Genussehe, Wiederheirat, Konkubinat) unterstützen –
bewusst oder unbewusst – Völkermord. Kulturell Kreative schaffen Wohlstand und Frieden.

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I. Global Warning

Die rücksichtslose Ausbeutung unseres Planeten deutet darauf hin, dass ein wachsender
Teil der Frauen in der Welt große Probleme hat. Hinzu kommt, dass eine große Anzahl
im Prinzip wohlmeinender Männer dennoch immer noch mit ihren eigenen Angelegen-
heiten beschäftigt sind, ohne auch nur im Entferntesten zu ahnen, was eine globale Per-
spektive bedeutet. Nun gibt es nicht wenige sogenannte ‚Weise Frauen‘, die kraft ihrer
Intuition in der Lage wären, der Menschheit Hinweise zu geben, in welchen Ausmaßen
wir auf eine Katastrophe gefasst sein müssen – der entscheidende Faktor aber dabei ist:
das intuitive Gewissen, die Wertvorstellungen vom Sinn der Liebe. Dies ist eine Sache
planetarischen Bewusstseins der Männer, verbunden mit dem seelischen Gewissen der
Frauen. Frauen ohne ihre erweckte Seele sind zumeist nicht echt – man spürt es ihnen
gegenüber in sich selbst; mögen sie auch Ideen haben und sagen: „Es ist meine Intuition!“
Und aufgrund fehlendem seelischen Gewissen ist es kaum erstaunlich, dass immer mehr
Frauen ihre Fähigkeit verlieren, die Atmosphäre eines Mannes zu fassen – hauptsächlich
wenn es um Religion geht; unglaublich wie sie sich von spiritueller Macht täuschen lassen.
'Du weißt in der Liebe nicht richtig Bescheid', sagte Diotīma {Priesterin in Arkadien} zu
Sokrates, 'da du anscheinend in deinen Worten offen den Regeln der Liebe entgegentrittst.
Durch die Vorschrift der Liebe werden wir belehrt, dass, wer mehr gute Taten vollbringt,
sich größerer Ehre erfreuen und durch viele Belohnungen ermutigt werden soll. Wenn wir
aber deine Rede als wahr anerkennen sollten, werden die guten Taten denen, die sie voll-
bringen, schaden, umgekehrt wird es anderen anscheinend nützen, sich guter Taten enthal-
ten zu haben und nichts Gutes getan zu haben. Du sagst, du wolltest in diesem Punkt von
meiner Lehre unterrichtet werden; diese Mühe aber weise ich entschieden zurück, weil
die Wahl eines Gelehrten zum Liebhaber wohl der Wahl jenes Mannes vorzuziehen ist,
der durch meine Mühe belehrt werden muss. Dieser ist zuerst immer arm vor Gott (Mt 5:3;
Ps 109:22), und viel fehlt daran, dass er "zart und schön" wäre; denn er ist indifferent, ohne
Ruhm und Ansehen, unbeschuht, ohne Behausung (Mt 8:20), mit seinem Haupt {planeta-
risches Gewahrsein} die Erde berührend, nächtigt er vor den Türen auf den Straßen unter
dem freien Himmel und ist der Natur seiner Mutter (Prajñāpāramitā) gemäß stets ein Kind
der Bedürftigkeit; andererseits stellt er seinem Vater entsprechend dem Guten und Schö-
nen nach, ist mutig, keck und rüstig, ein gewaltiger Chasseur, allezeit Ränke schmiedend,
nach Einsicht strebend, sinnreich, philosophierend, sein ganzes Leben lang – welch gewal-
tiger Magier und Alchemist und Lehrer der Weisheit und der schönen Rede! Weder wie
ein Gott geartet noch wie ein Mensch, bald an demselben Tage blühend und gedeihend,
wenn es ihm gut geht, und bald auch hinsterbend, doch auch wieder auflebend, durch die
Natur (Gottes) seines Vaters wieder zum Leben erwachend. Richtet sich die Liebe der
Frauen auf diesen, sind sie das Liebenswerte und in der Tat als wahrhaft schön, zart, voll-
endet und selig zu preisen. – Sokrates, du scheinst an allzu großer Unwissenheit zu leiden.'
(Andreas Capellanus, De Amore, Liber primus 54-55) / Platon, Symposion 201d-212c, Rede Diotīmas).
'Der Schleimpilz ist ein amöbenähnliches Lebewesen, das in der Vegetation auf Waldböden
vorkommt und sich durch bloße Teilung fortpflanzt, so dass sich die Nachkommenschaft
einer einzigen Zelle im Laufe der Zeit über ein größeres Gebiet ausbreitet. Irgendwann ist
die Nahrung in unmittelbarer Umgebung erschöpft, so dass die Kolonie dieser Individuen
abzusterben droht. An diesem Punkt der Entwicklung kommt es zu einem bemerkenswer-
ten Vorgang: Die einzelnen Zellen beginnen, sich nach innen zu bewegen. Zuerst rücken
sie nahe zusammen. Dann vernetzen sie sich, verschmelzend, zu einem einzigen komplexen
Organismus. Wenn sich die Lebensumstände ändern, schließt sich also eine große Zahl ein-
zelner, zuvor nicht miteinander verbundenen Zellen zusammen und gibt ihre Individualität
auf, einen Organismus bildend, seine spezielle Funktion im Dienst eines Ganzen zu über-
nehmen.' (David Peat, The Philosopher's Stone, Chaos, Synchronicity, the Hidden Order of the World).

29
Rhythmen, Zyklen, Friedensgesänge „Verwunde mein Herz mit eintöniger Mattigkeit“ –
dies geheimnisvolle Geheimnis aus dem 'Herbstgesang' des Dichters Paul Verlaine war
die Parole an französische WiderstandskämpferInnen mit der größten Armada aller Zeiten
[OverLord; D-Day, June 6, 1944] Terror und Weltkrieg für immer in Europa zu stoppen.
Sie wird nun zur Lotos-Wurzel, dem "cantus firmus" der Arche-Sophia, eines kosmisch-
femininen Frühlings-Schöpfungsgesangs. Innere Gleichheit im Zentrum der Geometrie der
Verschiedenheit [Triangelum-Kooperativität] kommt vom Nicht-Anhaften an sinnlicher
Erfahrung. 'Stirb, bevor du stirbst!' (Koran), 'Sterben ist das wahre Leben der Seele.' (Anna
Garcias), d.h. es gibt eine Wissenschaft von 'Auferstehung, Himmelfahrt und Wiederkunft'.
Im politischen Zusammentreffen von 'protestantischem Konservatismus' („Gibt mir den
geschiedenen Mann!“) und 'patrilinearer Spiritualität' liegt der Grund für unsere Angst in
der gegenwärtigen Krise. Wir fürchten, dass sie gefährlich eskalieren könnte. Denn wenn
man Wahrheit mit patrilinearer Notwendigkeit identifiziert, kann es Tatsachenwahrheit in
der Tat nicht geben; damit hat man auch 'Die Freiheit der Frau' liquidiert, die ohne das Es-
hätte-auch-anders-kommen Können undenkbar ist. (Hannah Arendt, Über den Totalitarismus).
Wissen kann einer Menschheit zum Vorteil gereichen, wenn es in der Hand edelmütiger
Menschen ist, und eine Menschheit zerstören, wenn es sich in den Klauen von Egoisten
oder Despoten befindet. Macht des Geldes verführt durch das Wissen und die Fähigkeit
damit zu jonglieren dazu, Materie zu missbrauchen. Was auf dem Spiel steht, ist unser
Verständnis von Religion und Spiritualität. Und es betrifft unser aller Leben! – und ganz
gewiss die Möglichkeit des Überlebens unserer globalen Zivilisation. Geistigkeit als die
Annäherung an die Menschheit setzt 'Umkehr' voraus; 'sicher wissen wenige, was Reue
ist, aber jeder sagt, wo sie herrschen soll' (Musil, Mann ohne Eigenschaften): 'Gott entschwun-
den in der Manifestation' – da erwacht unser Mitgefühl aus dem Schlaf; 'die Manifesta-
tion entschwunden in Gott' – da erweckt das Universum unsere Sprache von den Toten.
Wenn das Weibliche innerlich 'den Gott' als Humanes Wesen erweckt und von Allmacht
'Seines Willens' als »Ihr« Leben wahr gemacht hat, dann wird alles, was vom geistigen
Himmel des Mannes auf direkte Weise hinabsteigt, für »die Edle Frau« anziehend und an-
genehm sein – weil, im Wort der Mystik ausgedrückt, des Mannes Schöpfergeist 'Gottes
zarte Wurzel ist', an der Die Rose zur Sonnenblüte empor ranken kann: Der Pfad, der des
Mannes aktive Natur zur empfänglichen Seele gemacht hat, vermag nunmehr die Seele
der Frau zu ihrer aktiven Vollkommenheit zu führen. Was in des Mannes Lust sich "männ-
lich" zeigt und nicht von heil'ger Seele ausgeht, wird einer Frau, in der kosmischen Intui-
tion ihres Herzens, zuwider sein; statt in der Alchimie des Universums zum Ausdruck der
Himmel ihrer Seele, im Zwang zu empfangen, sich in untergeordnete oder übergeordnete
Stellung einzuordnen – daraus werden sich Frauen in Zukunft durch Trennung befreien.
Von der Jakobsleiter oder Vom Krieg zwischen Himmel und Hölle Geld reduziert das La-
mentieren „Was sollen wir essen?, trinken?, anziehen?“ (Mt 6:31). Wer jedoch aufsteigende
Ströme nach unten ausfließen lässt, benutzt sich und die anderen für 'die Spaßgesellschaft':
die Zerstörung der Erde. Jene Leute, die nur ansammeln und darin verweilen – als Frauen
in bigotter Religion, als Männer im Interreligiös-Spirituellen –, haben im Kriegführen ver-
loren! Gottes Weiblichkeit, die von schöpferischem Geist die Neue Welt aufbaut, kommt
von spirituellen Männern, die ihre Seelenzeit geben – sie haben ihren Schatz für immer.
Wo die Göttin Kali selbstherrliche Männer mit der Gralslanze angreift Wer fasziniert ist
vom Stolz, Schaffenskraft und der Innovationsfreude Spiritueller, wird auf eine krasse
Moral stoßen, die der spirituellen Weiblichkeit alle Freiheiten einräumt, während sie den
kulturellen Männern ihre Freiheiten nimmt: es wendet sich weibliche Sexualität mit zer-
störerischer Macht gegen irreligiöse Männlichkeit (vgl. Hiob 20:25), während alle höheren
Einweihungen zum Kulturellen Gemeinwesen außerhalb des spirituellen Rahmens liegen.
In unendlichem einfachen Licht ruht das Gespräch „Was ist herrlicher als Gold? Das Licht.
Was ist erquicklicher als Licht? Das Gespräch.“ (Goethe, Das Märchen, 'Die Schlange spricht')

30
J. Religionskrieg

Frauen, die niemals Bräute werden, Frauen, die einen Sohn als Nachfolger zeugen sollen,
Frauen die Konkubinen sind – das ist der Krieg, der furchtbare Krieg! Warum kommen
wir nicht endlich zum Dialog zusammen und machen Frieden?! – Wann wird dies sein?
Von Kriegerischem Wirken und Dem Kulturellen Schönen 'Geschichte ist ein Gewebe
von Gemeinheiten und Grausamkeiten, in dem von Zeit zu Zeit einige seltene Tropfen
Reinheit aufglänzen; dass dem so ist, rührt zudem daher, dass es nur wenig Reinheit un-
ter den Menschen gibt' (Simone Weil). Es wird immer Menschen geben, die mit Kraft und
Freude das Schlechte in der Welt mit dem spirituellen Guten, sprich 'Vater & Sohn' be-
kämpfen. Während transkulturelle Engel lieber 'das Böse' von dem Schönen verklären
und mit menschlicherem Zusammenleben, der Menschheit die Zukunft des Gemeinsamen
Raumes erschaffen, eine Neue Welt erbauend; dies sind jene, die in Freiheit 'Die Große
Mutter im Himmel haben' (Galater 4:26), sowie in Buddha, in Fatima wie auch in Krishna
'den Christus' erkennen; diese Gläubigen aber sind gänzlich verschieden von jenen, die
in Absichten und Handeln unterstützen, was ihre 'Halbgötter oder geehrten Vorfahren' im
Sinn haben. Zwischen diesen beiden Gruppen kann es niemals zu einer Einheitlichkeit im
Wollen und Tun kommen. Den einen geht es um Moral, um Gerechtigkeit, richtiges und
falsches Handeln; Neue Ethik geht zusätzlich eine tiefe emotionale Verbundenheit ein mit
dem kulturellen geistigen Weg, der in Verflechtungen mit der Großen Mutter verbunden
ist – die Emotionen schlagen hoch, alte Wunden brechen auf und 'nur indem man gute Tu-
genden, Sammlung und Weisheit entwickelt, lassen sich die verwickelten Verflechtungen
des Leidens entwirren und überwinden' (Ajahn Tong) – aber es gibt dazu keine Alternative.
Das Wort 'Gottes Liebe' ist das beladenste aller Menschenworte. Keines ist so besudelt
und zerfetzt worden. Männer mit ihren Interreligiositäts-Parteiungen haben dieses Wort
zerrissen; sie haben dafür getötet, sind dafür gestorben, und sie morden weiter einander
und sagen „In Gottes Namen“. Wir müssen die achten, die dies verpönen, weil sie sich
gegen das Unrecht und den Unfug jener auflehnen, die sich so gern auf die Ermächtigung
durch 'Allahs Liebe' berufen als ihr Begehren. (Martin Buber, Autobiographische Fragmente).
Die Vereinigung aller Völker in einer umfassenden Sache, transkulturelle Religion, wird
durch die Kulturell Kreativen und den Beistand Notre-Dames erreicht. Doch jedes Mal,
wenn dies mächtige Werkzeug für die Schöpfung erschien (Bhagavad-gita IV,7-8; Johannes
14:16; 16:7), wurde es von der Liebes- und Kriegsgöttin Kali verhindert: „Schaff mir den
Himmelsstier, sonst lass ich auferstehn die Toten, dass sie fressen die Lebenden!“ (Ištar, Gilga-
mesh-Epos): Die gefällige Göttin lässt sich vom Eros des Mannes lieben, um zu herrschen;
diese Krankheit [Neurose: Krieg der Väter und Söhne (Johannes 19:7) / Psychose: das Elend
'Arbeit, Krankheit, Tod' aus der Büchse der Pandora] dauert fort bis auf den heutigen Tag.
Männer, die in Bezug auf den Sinn der Liebe nicht aufrichtig sittlich sind – sondern sogar
noch mit der Moral von „no command, no critic, no opinion“ mithelfen kollektiv, hinter
dem Rücken der Frau, zu verheimlichen, zu betrügen, Seelenzeit aber nicht befürworten –
können nicht von der Hilfe der Kulturell Kreativen profitieren, denn sie selbst lehnen sie
ab. Im „Weitermachen wie bisher!“, können sie nicht auf 'nachhaltige Ehen' von Schöpfer-
kraft ihrer Seele zur heilsamen Individuation ihrer Gattinnen hoffen; sie bleiben im selbst-
geschaffenen Sumpf sog. 'Gottes Selbstherrlichkeit' stecken: unweigerlich werden sie mit-
tun, durch Gewinnmaximierung die Alte Welt kriegerisch zu zerstören, dabei jedoch im
Aufbau einer Schönen Welt im Planetarischen Bewusstsein keinerlei Fortschritte machen.
Sohnpräferenz, Genussehe, Wiederheirat – das sind die Hintergründe für den Krieg. Und
nicht daran, dass eines Mannes narzisstischer Eros, Gottes Persönlichkeit in Frauen hervor-
bringt (création), erkennt man, ob seine Seele erwacht ist, sondern daran, wie im kulturellen
Dialog sein selbstentäußerter Blick das kollektive Leid in Frauenherzen erlöst (décréation).

31
'Die Bedingungen, um deren Erfüllung ihr vorrangig Sorge tragen sollt, sind solche, unter
denen euch die Schamteile erlaubt worden sind' (Bukhari). Um im Höchsten und Äußeren
zu wirken, bedürfen die Geschlechter der Übereinstimmung im Innersten und im Reinsten.
'Die Sonne ist am Himmel erloschen, und rings herrscht schreckliches Dunkel' (Homer,
Odyssee 20. Gesang): Nicht 'die Göttin' – universale Wahrheit jenseits der Illusion – sondern
der Planetarische Geist selbstverwirklichter Frauen als geistliches und kulturschaffendes
Netzwerk einer Neuen Erd-Ordnung steht im Mittelpunkt. 'Während das Schöpferische
nur das Zeugende ist, dem die Wesen ihren Anfang verdanken, indem die Seele von Ihm
stammt, ist das Empfangende das Gebärende, das den Samen des Himmlischen in sich
aufnimmt und den Wesen ihre leibliche Organisation gibt' (I Ging 2). 'Gleichberechtigung
der Frau' setzt jedoch voraus, dass der Männer Genius am Zenit spiritueller Macht kehrt
macht, um somit 'Der Frau' ihren Raum in der Mitte der Gemeinde einzuräumen. Dann
erst, wenn 'eine Dienerin zur Erbin ihrer Herrin wird', kann Schöpfergeist Geliebter sein.
Warum überwiegt das Böse und brechen Kriege aus? Weil Männern die Stimme Eines
Gewissens der Frauen fehlt, und weil Frauen ihre Männer auch nicht zum geistlichen
Dialog in transkultureller Gemeinschaft [Koinonia] rufen. Jedoch können Frauen nicht zu
ihrer Seele, dem ureigentlichen Frau-Sein finden, wenn sie nicht zuvor diesen schweren
Fehler korrigiert haben, der in ihrem Leben existiert. Das unverblümte Bild eines Ethos
in spiritueller interreligiöser Erziehung erfordert Liebe und Zusammenarbeit in intuitiver
Schöpferischkeit, statt globale Geschäftsbeziehungen in Abschottung und Nationalismus.
Wie es in der spirituellen Praxis der Männer Stufen eines 'Aufstiegs zu Gott' gibt, so gibt
es komplementär auch die Stufen jener seelischen Kräfte, durch die Frauen geistig von
den tiefsten zu den höchsten Dingen aufsteigen. Die Stufen sind, von den äußeren zu den
inneren, von den zeitlichen zu den ewigen Dingen: Sinneswahrnehmung, Vorstellungskraft,
Herzensverstand und Seelenvernunft, Einsicht und Emotion jenes Geistes, der 'Funke des
Gewissens' heißt. Diese Stufen – die eingepflanzt sind durch die Natur, verunstaltet durch
Schuld, neu gestaltet durch Gnade – müssen gereinigt werden durch Gerechtigkeit, dann
ausgebildet durch Wissen, sodann vollendet durch Weisheit. (Bonaventura, Itinerarium mentis)
„Wenn Sie also die Gewalt abstellen wollen, wenn Sie die Kriege beenden wollen, wie-
viel Lebenskraft, wieviel von sich selbst widmen sie dieser Sache? – Bedeutet es Ihnen
denn nichts, dass Ihre Kinder getötet werden, dass Ihre Söhne zum Militär kommen und
schikaniert und abgeschlachtet werden? Ist Ihnen das gleichgültig? – Mein Gott, wenn
Sie das nicht interessiert, was dann? Ihr Geld zu hüten? Es sich gutgehen lassen? Sehen
Sie nicht, dass diese Gewalt in Ihnen selbst Ihre Kinder vernichtet? Oder betrachten Sie
das nur als etwas Abstraktes?“ Jiddu Krishnamurti, Total Freedom: The Essential Krishnamurti
Wenn das selige Seelische im Weiblichen nicht da ist, und eine Frau hat nur den Mann,
dann ist sie gleichsam der Hammer für die Nägel ihrer eigenen Kreuzigung; andererseits,
sind Männer ohne Seelenzeit, das heißt den selbstlosen Dienst am Gemeinwesen, vielleicht
in der Lage das Universum zu begreifen, aber außerstande kultureller Mensch und Partner
ihrer Frau zu sein – und Weiblichkeit muss weiterhin das männliche Ego umtanzen. . .
Sohnpräferenz und der Militarismus Auf unserer Erde fehlen fast 200 Millionen Frauen
(arte-doku: Bloß keine Tochter, 2018) und nicht nur 'auf den Fidschi-Inseln werden die neu-
geborenen Mädchen oft umgebracht, und zwar mit der ausdrücklichen Begründung, dass
sie für den Krieg unnütz seien' (Georg Simmel): 'In diesen Kriegen um das Erbe der Welt
werden Kontinente angesetzt, Indien, China, Südafrika, Russland, der Islam aufgeboten,
Taktiken gegeneinander ausgespielt werden' (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes
Bd II.72) – ledige Barbaren werden es sein, deren unweigerlich anwachsendes kriegerische
Unbewusste, sich Bräute in Europa zu rauben, stärker sein wird, als jener Friedenswunsch
triebabgestillter Damen, die, nach Familienzusammenschlussgenuss, ohne lebendige All-
macht ihrer göttlichen Persönlichkeit, ruhebedürftig, dem Dialog allzu gern beiwohnen.

32
Es herrscht Krieg um die Liebe Die „guten Menschen“ schämen sich nicht, Ärger und
Gereiztheit in niedrigsten Formen zu offenbaren und der erwachte Begriff der Liebe wird
von Verwirrung und sogar von Spott begleitet; génies créateurs, d.h. Cultural Creatives,
die es wagen, liebevolle Hingabe zu zeigen, werden bereits als zweifelhaft betrachtet. Es
zeigt sich, dass wenn dümmere Männer in eine Machtposition kommen, sie die Klügeren
hassen – aus Neid! Unterstützt wird 'das Babylon der Begriffe' von Frauen, die beginnen,
über Gehorsam zu sprechen, aber schon aufgrund ihrer Natur nicht verstehen, was wunsch-
lose Hingabe ist; während andere wiederum darauf beharren, dass weibliche Hingabe nur
ihren freien Willen einenge, verneinen Frauen in spirituellen Machtpositionen zudem eine
Notwendigkeit von Liebe schöpferischer Männer überhaupt. Einzig Frauen sind letztlich
in der Lage, in diesem Weltchaos eine drohende Zerstörung unseres Planeten abzuwenden.
Das 21. Jahrhundert ist von erwachender Feminität geprägt, in der Frauen – entsprechend
ihres Alters und mit welchem Mann sie noch verbunden sind – Ansprüche auf ihre eigene
Identität anmelden, indem sie ihre unterschiedlichen moralischen Ansinnen – sei es auf
instinktive, "sprachlose" Art und Weise (durch Aura, Gestik, Mimik) oder mit weinerlich-
frommem Gemüt oder sexuell-eloquentem Bewusstsein – durchsetzen wollen: dies lässt
nationalistische, dynastische und religionsfanatische Imperien Kriege um die Erd-Herr-
schaft führen. Kulturell Kreative schaffen hingegen jenen Schöpferischen Raum, in dem
spirituelle weibliche Ausdruckskraft eine überschreitende ist: ohne nationale Spaltungen.
Licht auf ein Licht Der dem Äußerlichen zugewandte Mensch wird äußere Hüllen eines
Menschen begehren; ein herzerwachter Mensch wird die sensiblen Lichter im anderen
erkennen, die diesen ein Leben lang berufen erfolgreich werden lassen; seelenbewegte
Menschen erblicken vermittels Intuition in der Seele des anderen Geschlechts die Kraft
jenes Geistes zur Menschheit, der das Felsfundament für Teamarbeit im Licht der Ehe ist.
Mit anderen Worten, die Geschlechter sind einander komplementär zur Seite gestellt:
'Eine Frau sieht mit dem geistigen Licht ihres Mannes; ein Mann wird schöpferisch mit
der Herzenswärme seiner Frau – 'nicht als Echo, sondern in überstrahlender Wirklichkeit
manifestiert Sie' (Swedenborg, Delitiae sapientiae de amore conjugiali 168). Eine Frau weiß von
der schöpferischen Seele ihres Mannes das, was innerhalb des Rahmens echter religiöser
Anbetung durchbricht; allerdings bleibt der Weiblichkeit nur ihre Strahlkraft erhalten,
wenn Männer gute Meditative und ausgezeichnet in planetarischer Kontemplation sind.
Der Derwisch 'Gleich einem Hofnarren spottet Christus jeder Sitte und verachtet gekrönte
Häupter, gleich einem wandernden Troubadour hat er keinen Ort, sein Haupt hinzulegen.
Gleich dem Clown in der Zirkusparade verhöhnt er die gegebene Autorität, indem er – auf
einem Esel! – in die Stadt einreitet, umgeben von königlichem Prunk, während ihm keine
irdische Macht zur Verfügung steht. Wie ein Bänkelsänger besucht er Banketts und Parties.
Zum Schluss wird er von seinen Widersachern in die Spottkarikatur königlicher Gewänder
gekleidet. Tatsächlich könnte man sagen, dass Jesus unmittelbar vor der Kreuzigung zum
König der Narrheit gekrönt wurde. Unter Gekicher und Gespött wird er gekreuzigt, über
seinem Haupt ein Zeichen, das seinen lachhaften Anspruch deutlich macht.' (Harvey Cox,
Das Fest der Narren). 'Durch den Willen Gottes bist du aus einer unfruchtbaren Frau geboren,
hast die Fesseln der Zunge deines Vaters (Lukas 1,7.64) durchtrennt, hast als Morgenstern auf
die Sonne verwiesen, die dich erleuchtet hat. In der Wüste hast du den Völkern den Schöpfer
gepredigt, das Lamm, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. In deinem Eifer hast du den König
zurechtgewiesen, dir wurde das erhabene Haupt abgeschlagen, dir, dem erlauchten Wegbereiter
des Herrn, der unserer Loblieder wahrlich würdig ist.' (Byzantinische Liturgie, Tropar-Kathismata).
Dieser wird nicht durch das Schwert Kalis gerichtet – die Engel dienen Ihm (Matthäus 4:11).
Schöpfungsarkana Mond und Sonne, der Derwisch als Saturn, Planet Venus als die High
Priestess, Jupiter (Rama) ist Council Chief, und Hohepriester ist der Mars. Dann wird 'die
Nachtigall der Sonne' singen: „Ich habe dem Meer mit allem schuldigen und leidenschaft-
lichen Respekt gelauscht. Ich weiß, wovon ich spreche und worüber ich schreibe“ (Debussy).

33
Beginnen Männer Spiritualität ohne Gemeinwesen, kennen sie nur 'den allmächtigen
Gott ihrer Herrschaft Seiner Persönlichkeit' – die Herrliche Dame, des Männlichen Seele
verleugnend; so aber ist 'Finden der Braut' nicht möglich: Frauen bekommen in Folge
Vergewaltigung und Missbrauch ihres Selbst zu spüren. Indem sich Frauen nur 'den all-
mächtigen Gott ihrer persönlichen Feminität' meditieren, erlauben sie den Männern sich
ein Selbst zu konstruieren, das in vollkommener Weise intellektuell überlegt, ohne die
Fähigkeit emotionaler Anteilnahme hineindenken zu brauchen – dies ist nicht möglich
ohne psychische Vergewaltigung und physischen Missbrauch zu erfahren: ohne das Ge-
meinwesen »Schöpfung« werden Männer zum Einarmigen-Bandit-Automat ihrer Frauen.
Isis und Osiris Im ägyptischen Mythos muss Osiris sich zuerst von seinem Bruder in den
Sarkophag gefangen nehmen und einschließen lassen : ein jeder Mann muss simultan zum
äußeren Leben erst 'Inneres Leben' entwickeln, während er von seinem 'frommen Bruder'
in Kontemplation, Ritual und Gesang den Tod seiner Libido erfährt. Dann kann 'Taufe des
Johannes' folgen; in jahrelangem gewissenhaftem spirituellem Training [durch Kontrolle
des Atems, durch die Stärkung des Willens in Gott, sowie durch Aufnahme der Elektrizität
aus der Sphäre imaginierter Anbetung – Kraft innigster Gebete] muss er als Adept alles
subtile Mentale läutern zur Heilung und Verklärung seines ungezügelten Eros (Leviatan):
Der Sarkophag reist mit dem Strom (dem Nil) zur Mündung, wo der große Fluss des Bewusst-
seins in den universalen Ozean übergeht. In Erweckung seiner mystischen Vision lernt er
dann, die Kraft seines Göttlichen im Inneren auf die Projekte in das Leben und in der Welt
zu übertragen: Sodann taucht der Sarkophag an der Meeresküste auf, doch jetzt mit einem
Weihrauchbaum verwachsen. Komplementär muss Weiblichkeit auf ihrem Initiationsweg
(prostratio: „mein Herr“; initiatio: „mein Meister“; contemplatio: „mein Geliebter“) im
Spiegelpalast der Seele kollektiv das Weibliche sowie individuell das Männliche führen.
Ritterschaft, das nigredo-Gelübde, hängt vom gewissenhaften Ruf ab sich seinem Seelen-
Ideal zu weihen und der Befähigung sich spirituellen Trainings zu unterziehen. Die Stufen:
(1) nigredo: man sieht die Sonne um Mitternacht {anima: Die Göttin; genauer: Der Herr,
der in spirituellen Frauen durch ihre Erscheinung durchscheint.} (2) albedo: die Übergabe
der Schlange {Prinzip des Caduceus von Äskulap) (3) rubedo: Gang in das Labyrinth der
Allheilmittel aus Kräutern {Heilige} und Pflanzen {Engel} unserer Urgroßmutter Natur.
Cultural Creatives sind in ihren Funktionen »Melchisedek der Neuen Zeit«, Philosophie
einer Symphonie der Erde. Als 'Propheten, Hirten, Helfer und Heiler' (Eph 4: 11) sind sie
»Brot und Wein« Einer Universellen Religion; die Instrumente planetarischer Humanität
geben ihren Beitrag an »die Symphonie Menschheit«, dergestalt dass sie sich zügeln, um
in ritterlicher Geistlichkeit sich dem Urteil im dialogischen Konsens der Frauen zu unter-
werfen. Pfingsten (Wesakfest) bedeutet, dass man Buddha als 'Apostel' begegnet, durch
Shiva 'Auferstehung' erfährt, während in Ramas Seelenzeit unser Kulturelles Gedächtnis
ins Gewissen erwacht: der Glanz seelenvoller Männer entflammt Feminine Wissenschaft.
Die Kultur des schöpferischen Geistes als ‚Planetarisches Bewusstsein der Frauen‘ in das
Leben einzubringen – dazu ist völlige Selbst-Weihung des Männlichen an die Göttliche
Weiblichkeit unerlässlich. Mit ganzem Willen und Werk sich dem göttlichen Weiblichen
zuwendend, wachsen Ehrfurcht und Sehnsucht; dann kann vermittels spiritueller Retreats
'Das Kulturelle Gemeinwesen' hervortreten. Alles hängt jedoch davon ab, ob sich Frauen
in Gedanken, Worten, Gefühlen und Taten überhaupt fest an 'Das kulturelle Bewusstsein'
binden wollen, und indem sie in diesem leben, das übrige zu ihren Instrumenten machen.
Unsere Zeit offenbart nämlich, dass es etwas ganz Vornehmes gibt, dass der Schlüssel zum
Frieden nicht im Krieg, im Spaß und im Geld liegt, sondern in der Kultur des seelenvollen
Geistes der Männer. Selbst, als tätige Seele zu ihrem eigenen Wesen sensibilisierend, wächst
in Frauen wieder die Würde, geistige Substanz als das Material für ihre Werke zu erkennen.
Denn 'eine Wahrheit gibt es zu wissen, Ein Werk zu tun. Es gibt einen Plan: Seine Substanz
ist das Material für ihre Werke' (Aurobindo, Savitri, Book of Beginnings, The Secret Knowledge).

34
K. Christentum und Ethics Conference

Wenn Frauen jetzt beginnen ihre Kräfte zu einen, ist das erste, Fisch und Mond
was nötig ist, in diesem Gedanken übereinzustimmen: dass
eine Zusammenkunft der Souveränen Frauen auf Planet Erde
notwendig werden muss. Alle müssen in diesem ersten Schritt,
der getan werden muss, übereinstimmen, bevor wir darüber
nachdenken wie nun "Neue Ethik" zu pflegen ist; denn wenn
die Frage aufgeworfen wird, wie "Beziehung" geht, haben die
Menschen unterschiedliche Ideale; sodann werden Emotionen
aufeinanderprallen, und die Vision geht verloren. Das "Wie"
kommt später; zunächst müssen wir alle zustimmen, dass etwas
getan werden muss. Einzig in diesem Gedanken nur müssen
wir zusammenkommen. Meditation, Gebet sowie 'Geburt aus Enki-Ea: Sonne und Meer
Geist' – das alles geschieht als natürliche Folge von ganz allein.
Das Bild, welches Männer moralisch abgeben, ist inakzeptabel; die ordentliche Sittlichkeit
einer 'Religion der Erde' hat sie nicht durchdrungen. Zu sehen ist darin nicht nur ein Ver-
mittlungsproblem der Frauen, sondern eine falsche Liebeskultur der Männer. Einzig der
Frauen riesiges Verlangen nach Göttlichkeit ihrer eigenen Seele, könnte Männer aufrütteln
und ihnen einen solchen Schub, einen solchen Impuls geben, dass letztere sich verpflichtet
fühlen zur Kulturellen Stufe sich zu wandeln, um Weiblichkeit mit Geist zu erfüllen. Ohne
solche Männer wird weibliche Libido wieder in die Ansätze zur Sexualität zurückgedrängt.
Menschheitskultur versus 'seelenlose Wohltätigkeit' Selbst sogenannte "spirituell-gute
Männer" sind in unserer Zeit höchst gewöhnlich-ichsüchtig. Mit der Zufriedenstellung
spezieller Leidenschaften und Gelüste beschäftigt, gesteigert in Transzendenz, kümmert
man sich um 'das Glück seiner Mitbürger' und hat dabei den Ruhm seiner selbst, die Well-
ness seines Landes (bzw. Feriendorfes) im Sinn. Wenn sich nunmehr Frauen, deren Herz-
und Seelenkapazität sich im höchsten Grade geweitet hat, für die Schöpfung einer ganzen
Menschheit einsetzen, geht dies nur mit den Männern, die den Frauen seelenanalytisch
heilend beistehen und sich um das Wohlergehen und die Wohlfahrt des Ganzen mühen;
dann wirken Frauen nach jener Ethik, die sie sich in Eintracht mit der Großen Mutter vor-
schreiben, sowie Die Göttin nach Regeln, über die sie sich mit dem Genius einverstanden.
Frauen verstehen weit mehr, als Männer vermuten. Sie sind logischer als es "Religionen"
sind; deshalb müssen wir mit Aufmerksamkeit ihnen zuhören! Weil eine Frau Worte nicht
allzu gut versteht, und auch weil ihr Nervensystem meist nicht durch eine jahrelange Tätig-
keit als Rechtsanwalt, Manager, Politiker, Philosophieprofessor u.a. abgestumpft ist, ach-
ten Frauen nicht nur darauf, was Menschen sprechen, sondern auf alles an ihnen, wenn sie
sprechen. Tatsächlich hört eine Frau so zu, wie es ein guter Psychoanalytiker macht, weil
sie nicht nur auf die Worte achtet, sondern auch auf die nichtsprachlichen Vorgänge, zu
denen Worte allzu häufig eine so ungenaue Beziehung haben; deshalb sind Frauen in Be-
ziehungsdingen schwer zum Narren zu halten, besonders, was "die wahre Einstellung reli-
giöser Männer" ihnen gegenüber anlangt. Aus diesem Grund sind Islamisten, und ohne es
zu wissen, mehr oder weniger in der Situation jenes unglücklichen Vaters, der zu dem Psy-
chiater, dem er seine Ehefrau brachte, sagte: „Ich sage ihr dutzendmal am Tage, dass ich
sie liebe, das Weib hasst mich aber immer noch.“ (nach S. I. Hayakawa, Umgang mit Kindern).
Für den Frieden, Fortschritt und Wohlstand Europas: Dialogue first! Paternalismus und
'Genussehen', die Politik der Väter und Söhne ist die dumpfe Bewegung eines ungeheuren
Aufbruchs Chinas, Russlands, Irans über Europa: Konsum! – es ist fühlbar, wie Krieg sich
unter den Gewalten von Eros und Sexus vorbereitet. Was keine Liebe ist, die bloße Aneig-
nung der Frau zum Zweck des Genusses oder Sohnes, erweist sich als Grab der Menschheit.

35
'La Descente de Croix' [Jakobsleiter] Peter Paul Rubens (1577-1640)
Musée des Beaux Arts, Lille, France, catalogue de l'exposition, 2004
Sie sagten: »Wir haben Christus Jesus, den Sohn Marias, den Gesandten Gottes, getötet.« –
Sie haben ihn aber nicht getötet, nicht gekreuzigt. (Sure 4,157 Die Frauen / Markus 12:27)
I
Königin: Was tat ich, dass Dein Mund zu sprechen wagt So rauhen Tons zu mir?
Hamlet: Solch eine Tat, Der nie Verzeihung harrt, die schamrot macht,
Die Tugend nur erheuchelt, raubt die Rosen Der schönen Stirne unschuldsvolle Liebe,
Und Schwären drauf erzeugt, die Ehegelübde Falsch wie Spielereide macht,
Solche Tat, Die aus des Ehebündnis Körper reißt Die wahre Seele, Gottesfurcht
erniedrigt Zu leeren Worten nur: Der Himmel glüht, Ein Schreckensantlitz
über unsrer Erde Und denkt im Zorne, wie am jüngsten Tag, An diese Tat.
Königin: Weh mir, was tat ich denn, Das schreit so laut und donnert im Erwähnen?
Hamlet: Sieh her, auf dieses Bild und dann auf dieses; Das wohlgetroffne Bildnis zweier
Brüder… Wenn Du aufwiegelnd zur Matrone ziehst, Da mag der Jugend Keuschheit sein
wie Wachs, Im eignen Feuer schmelzend; nichts von Scham, Wenn drängend dann die
Leidenschaft sich regt, Seitdem der Frost selbst brennt und Vernunft Zum Kuppler wird.
Shakespeare, Hamlet, III, Szene IV

»Wenn meiner Mutter Toten, Als er gestorben, ich grablos gelassen hätte, Das würde mich
betrüben« (Antigone von Sophokles 1. Epeisodion). Es geht um das Verbot, in den Triebkräften
lebend, den reißenden Strömen unverklärter Begehrlichkeit im Ozean doch unbewusster Sinn-
lichkeit, »den Leichnam zu bestatten« (vgl. Genesis 21:9): 'Sie muss in ihrem Vergehen und Ver-
gessen, das Bewusstsein für sich selbst aufgebend, sich in anderen Selbst vergessen, um sich erst
selber zu haben und zu besitzen' (Hegel, Vorlesung über Ästhetik / Hl. Qur'an, Suren 49,12; 2,265).
Glaube ist der Prozess des Verlustes weiblicher Maßstäblichkeit im Verlust des sexuellen Selbst,
um im Ergriffenwerden des individuell-transzendentalen Männlichen »Das Todlose« zu finden.
Tränen, die Frauen ohne Leidenschaft ihrer Seele weinen, seien sie noch so wahr und deutlich ge-
fühlt, entbehren der Höhe des Menschseins; Ethik kommt aus dem Frohsinn des Spiegels der Seele.

II
Brudersphären Wettgesang Warum 'ziehn die Soldaten [Heras] vor Schätzleins Haus'
(Revelge – Lied von Des Knaben Wunderhorn, Gustav Mahler), warum entfachte sich der Krieg
um die "romantische Liebe" des schönen Paris [Lanzelot] zu Helena [Guinevere], der
unerfüllten Ehefrau des Priesterkönigs Menelaos [König Artus] ? – Erst die spirituelle
Praxis 'Gnade über Gnade', in der Erfüllung des gemeinsamen Lebensideals, überwindet
den "Miss"-Brauch biosexueller Anziehung und unsere Verhaftung an die Erdenschwere.
Vom Übel einer Nachahmung der Frau Männer nehmen sich allzu gern "die Göttin" als
Vorbild. „Meine Partnerin liebt so gut“ – ist der Grund für jenes materielle Übergewicht,
das die Männer daran hindert, sich zum humanen Vorbild für ihre Frauen zu entwickeln.
Kraft einer Läuterung aus kontemplativer Praxis verklärt des Menschen Intelligenz durch
die verschiedenen Hüllen seines Organismus zu der spirituellen Identität am Ort höchster
Existenz; dann vermag 'Berührung durch Kontakt' das Männliche in die Bereiche seines
'kosmischen Hörens auf Gottes Wort' führen, damit ätherisches Mond-Licht des Weibes
Seele zu seiner Quelle erwecke. Andernfalls drängt "Lieben" nur einer Mannheit falsche,
egoistische Zwänge in unpartnerschaftliche, unkooperative Verhaltensweisen gegenüber
Frauen; denn wie viele fromme Orthodoxien und ideologische Selbstdarstellungen über-
fallen die Erde mit fanatischem Gesang, und wie verzweifelt kranken Frauen an 'vielem
Glauben'. Verträumen andererseits die Mütter ihrer Seele Himmel – quasi vor dem Fern-
seher – bleiben sie ohne Einstimmung auf die engelhaften Sphären, was befreien würde
von falschen, egoistischen Auffassungen grobmaterieller Welt: Die Natur der Schönheit
bleibt unverschleiert statt sich selbst zu behüten, es versauert der Geschmack der Liebe,
und "spätberufene Spiritualität" lässt manche Dame 'zur Salzsäule erstarren' (Genesis 19:26).
„Muslimische Frauen können keine nichtmuslimischen Männer heiraten, denn der Islam
befiehlt Ehrfurcht vor allen Propheten, während die Anhänger anderer Religionen einige
von ihnen ablehnen, beispielsweise Mohammed, oder, wie es bei den Juden der Fall ist,
sowohl Mohammed als auch Jesus. Während also eine nichtmuslimische Frau, die einen
Muslim heiratet, trotz aller dogmatischen Unterschiede, sicher sein kann, dass die Prophe-
ten ihres Glaubens mit äußerstem Respekt erwähnt werden, kann eine muslimische Frau,
die einen Nichtmuslim heiratet, immer der Möglichkeit ausgesetzt sein, dass jemand, den
sie als Gesandten Gottes ehrt, in ihrer Umgebung verachtet wird.“ (Muhammad Asad, 'Die
Botschaft des Koran'). Frieden ist Kooperationsprozess der Frauen; in Frauen liegt Sinn für
die Bedeutung des Schöpferischen Ganzen, 'der spezifischen Werte und des Individuellen'
(Edith Stein). Wenn aber Frauen auf ein isoliertes Leben beharren, während Egoismus die
schöpferischen Grundlagen zum Menschsein in der Gesellschaft entzieht, wird die gegen-
seitige Unterstützung der Frauen zerbrechen, niemand wird sich um gemeinsame plane-
tarische Ziele bemühen. Andererseits, 'Gott wird Mensch' – was das bedeutet, ist schwer
zu fassen; es ist nicht nur Offenbarung von Glauben, sondern »Existenzierung« von dem,
was Schöpfergeist ist; wenn es dagegen Rebellion im spirituellen Bewusstsein der Männer
gibt, dann gibt es Verunsicherung, Trennung, Zerstörung – der Tod der Weiblichkeit folgt.
Die Pflicht des Aussagens hat derjenige, der etwas leugnet, nicht der, der etwas zugibt
Die Menschheit leidet an der tödlichen Krankheit, Streitigkeiten zwischen Staaten, zivili-
sationslosen Religionen, mit einander auslöschender militärischer Gewalt zu lösen. Wenn
Frauen weiterhin beanspruchen, Mitgefühl für ihre Mitmenschen zu haben, dürfen sie sich
nicht abwenden, denn sie sind gerufen das Heilmittel beizubringen: ein Zusammenwirken
spirituell erzogener, psychoanalytisch-geistlicher Männer, die in kulturellem Dienst 'die
Sehnsucht der Liebe ihrer Seele' kundtun, mit den in sittlichem Ernst und geistiger Freiheit
souveränen Frauen, die dialogisch ihre Begeisterung zum Thema 'Liebe zum Herrn' geben.
Opfergebet zu Palden Lhamo Sobald ein Mann eine religiöse Lüge erzählt, geben tausend
Frauen sie als spirituelle Wahrheit wieder, um in sexueller Umschlingung das Männliche
zu töten. Welche Frau kämpft nicht lieber mit aller Kraft mit den Waffen ihrer Sinnlichkeit?
– statt mit ihrem Werk in heiliger Spiritualität, Männer in kulturelle Seelen zu verwandeln.

36
L. Wissen und Vision

Von den Herdfeuern seliger Herzen im Himmelslicht der Kulturell Kreativen


Es wird ein großer Grundsatz des Gemeinwesens, dass Kulturell Kreative und die Frauen
aufeinander angewiesen sind. Ihr gegenseitiges Verhältnis ist gleichsam das Zusammen-
spiel zwischen Herz und Seele: 'die Männer dürfen sich nicht großtun, dass sie selbstloser
seien als die Frauen, sie können ja nur dadurch, dass sie in die Herzen der Frauen nieder-
gestiegen sind und dort mit ihrem menschlichen Wesen wirken, zu ihrer Vollendung gelan-
gen; und freilich dürfen auch die Frauen sich nicht großtun, dass sie nunmehr der Männer
Seelenzeit erhalten, denn verlassen die Männer sie, müssen sie verwesen. Daher bedürfen
die Kulturell Kreativen der Frauen, und die Frauen bedürfen ihrer Kulturell Kreativen.
Im Zeichen des Jona Die Weiblichkeit der Neuen Zeit {Das Gold} erhält ihre Kraft über
Geburah {'Das Gesetz' – Frauen der Kirche, die durch ihre und mit ihrer und in ihrer zu
Buddha erwachten Seele über Sufi-Spiritualität zur Persönlichkeit Gottes und sodann zur
erneuerten Katholizität (katholikós: 'das Ganze betreffend') zurückgefunden haben}. Die
Jüdische Klagemauer, 'Steine, welche die Bauleute [Freimaurerei] verworfen' (Ps 118:22)
werden dabei erwärmt von der Sonne {Elisabeth: Gott (El) Feuer (li) im (sa) Haus (beth)
und ihrem mit „sein Name sei Johannes“ beschriebenen Schreibtäfelchen (Lk 1:63)}. Die
Große Mutter bekommt ihre Stärke von der Fatima-Maria; letztere erneuert ihren Glanz
durch das Rosenkranz-Gebet {„Du bist gebenedeit unter den Weibern“} der kontemplie-
renden Frauen. || In dem für Planet Erde zerstörerischen Zyklus, welcher entgegengesetzt
zum Uhrzeigersinn abläuft, zerschneidet das Metall [die Schere] 'Das Buch' zur Konfetti-
parade, eine "vedantische Mutter" [Königin von England] fegt den 'Buddhismus' hinweg,
während jüdisch-katholisch-sunnitische Mütter die Kriegstrompete blasen und 'Väter und
Söhne' [unter der Führung russischer Sufi-Kosaken] zum Kampf gegen den Geist Europas
aufstören. Heilung können nur Die Kulturell Kreativen bringen: {Rama: der stille Heiler
im Dialog; Krishna: der mit seinem 'kleinen Buch' (Off 10:1-9) allen so richtig die Meinung
geigt; Shiva: der Hirte und geistliche Erzieher; Buddha: der universelle spirituelle Sufi}.
Das Schiff 'Erde' lief bisher aus unter dem Donner des Ostwindes, dem "starken Holz",
Potenz des Ältesten Sohnes; und bei Südwind, dem "starken Feuer" der Mittleren Tochter,
dem Ruhm und Machtzentrum der Ehefrau bzw. der Stiefmutter. Und es fuhr bei gleichen
Winden nach Nordwest zu den gleichgesinnten Bundesgenossen des Patriarchats; sowie
nach Südwest, zum Haus der Mutter, der starken Erde, seriellen Ehen und Partnerschaften.
Unterstützt wurde diese Fahrt des Ältesten Sohnes von den Genussehen der Jungen Frau
"Maria". Zur Weiterentwicklung des Planeten, als das Heim aller Menschen, müssen wir
die Segelrichtung um 180 Grad ändern. Ohne das dem Organismus 'spirituelle Weiblich-
keit' dienende kulturelle Geistliche, deckt das maskuline Ego seine seelische Empfind-
samkeit zu, was den Strom humanistischer Gefühle versiegen lässt; 'die Folgen sind eine
soziale Kälte und fragmentierte Beziehungswelten, in denen keine verlässlichen und lang-
fristigen Bindungen entstehen können. Daraus erwächst eine Mentalität, unbedingt siegen
zu müssen, was nur möglich ist, durch Ausschluss und wenn unzählige Verlierer auf der
Strecke bleiben' (Eberhard Richter, Das Ende der Egomanie: die Krise des westlichen Bewusstseins) .
'Was eine Frau ins Verderben stürzt, will ich sagen: ihr Mann hat die Liebe nicht verstan-
den, die Kunst hat ihm gefehlt; durch heiligen Geist hat Liebe bestand' (Ovid, Ars Amatoria).
Erst wenn Männer 'die Anziehungskraft der Zukunft als ihre Seele' stärker empfinden als
den sexuellen und emotionalen Missbrauch, ihren 'Stoß der Vergangenheit', können auch
Frauen – mit der ganzen Brillanz ihrer wissenschaftlichen Persönlichkeit – Frieden stiften.
Wo die heilige Flamme der Liebe zum Herrn innerlich aufsteigt, entfaltet sich das Wissen
von der Persönlichkeit Gottes als die Frauen von selbst; fließen Energien herab, bevor sie
verklärt sind, manifestiert sich ihre zerstörerische Macht. Entsprechendes gilt für Männer,
die den Augenblick einer Frau nicht mit ihrem spirituellen Aufstieg zu verschleiern wissen.

37
Tüchtige nicht bevorzugen, so macht man, dass Frauen nicht streiten. Kostbarkeiten nicht
schätzen, so macht man, dass Männer nicht stehlen. Nichts Begehrenswertes zeigen, so macht
man, dass der Menschen Herz nicht wirr wird. Darum regiert der Berufene also: Er leert ihre
Herzen und füllt ihren Leib. Er schwächt ihren Willen, stärkt ihre Knochen und macht, dass
das Volk ohne Wissen und ohne Wünsche bleibt, und sorgt dafür, dass jene Wissenden nicht
zu handeln wagen. Er selbst wirkt – ohne zu wirken, so kommt alles in Ordnung. (Tao-te-king)
Würden Frauen 'Die Einheit der religiösen Ideale' wirklich achten, 'das reine und immer
seiende unsterbliche und in sich stets Gleiche' (Platon, Phaidon 79d) im »Geliebten Herrn«
anbetend, und seelenvolle Emotion 'alle Menschen werden Brüder' lehrend praktizieren,
indem sie sich selbst in religiösem Dharma als die Einheit der religiösen Ideale schaffen,
müsste Die Liebe nicht mehr völkerspezifisch Kriege hervorrufen. 'Den Herrn' nicht an-
beten, um im Licht gelöster Seele andere von krankmachenden Konditionierungen zu be-
freien, aber stattdessen loyal sich der "Hl. Maria" gegenüber verhalten, dergestalt etwas
Selbstwert verspürend, kann Fremdenhass bzw. eine starke Glorifizierung seiner selbst
hervorrufen; gleich jenen Männerbündnissen, die mit "Allah-hu" die Große Mutter, und
damit die Regeln des menschlichen Zusammenlebens, zum Schweigen bringen wollen.
Frauen müssen die Gesetzmäßigkeit der Natur, 'Das Buch der Großen Mutter' studieren.
Da niemand aber die Wahrheit realisieren kann durch bloßes Lesen oder Hören, gilt es
sodann, sich mit dem praktischen Teil der geistigen Disziplin zu befassen, dies lässt sich
leicht von 'Buddhas Engel' (Manat) lernen und indem Frauen die Große Göttin bei ihrer
Retreat-Leitung begleiten. Ist das Herz vom Wahn konditionierter Verliebtheit geläutert
und dergestalt 'vom Bösen erlöst', dass Die Weibliche Seite Gottes in Erscheinung tritt,
werden Frieden und Wohlstand auf Erden nachhaltig sein. Dann werden die Seelen auch
wieder gesunden Herzens, und ohne Scham hervorzurufen, »von Liebe« geliebt werden.
'Es breitet sich eine Leere in das Leben der Weiblichkeit aus und die Machtlosigkeit etwas
dagegen zu unternehmen' (Titanic, Der Film 1997). Überall, wo eines Mannes Seele in einem
physischen oder mentalen und kausalen, d.h. spirituellen Körper eingeschlossen ist, versam-
meln sich auch Frauen (Mt 24:28) und halten seine Seele gefangen mit ihren Wünschen: es
geht um Luxus und die Expansion der nationalen und internationalen Geschäftswelt durch
die Erhaltung paternaler Macht; dabei spielt die Idee, Männer durch Sex "menschlicher" zu
machen, eine große Rolle; wobei aber, in einer Art doppelzüngigen Hexenmanier {das Ge-
wissen kündet 'die gottähnliche Liebe' (Gen 3:4)} zu sein, genau das Gegenteil erreicht wird.
Wie kommt es, dass Frauen all ihr Ungeschick darauf verwenden, egozentrische Männer
um sich zu sammeln und altruistische Freunde zu entfremden: Lust und Liebe, diese Aphro-
disiaka weiblicher Stärke, gegen Geld, Besitz und Macht müssen einfach zu verlockend, zu
verführerisch sein. Verdienen Frauen jetzt Mitleid, gar Erbarmen? Ja, zum 'Krishna-Ideal'
in des 'Ramas Psychoanalyse': „Die Seele verbindet sich dann mit der Wahrheit am Zehnten
Tor und erreicht schließlich Sach Khand, wo sie Ego, Verhaftung, Gier, Wunschhaftigkeit
und Lust verlassen, und der Kreislauf von Geburten und Toden beendet ist“ (Sant Kirpal Singh).
Wenn Frauen mit Sex das Heilige aus den Herzen ihrer Männer verscheuchen, und ihren
Töchtern lehren, die Sünde sei nur ein Märchen, das Oma & Opa sich ausgedacht hätten,
um sie lammfromm zu machen, wenn sie Meditationslehren herausgeben, in denen 'Das
Buch der Natur' (die Große Mutter) nicht vorkommt und die Autorität der 'Großen Göttin'
verhöhnt wird, dann brauchen sie sich nicht zu wundern, über das, was dabei herauskommt.
Solange Frauen den Gekreuzigten bezeugen, werden sie das Wahre nicht sehen; hingegen
werden Kulturell Kreative, die ihre Seele bezeugen, die Darstellung der Göttin verwerfen.
Von der Neuen Welt oder Wie der Apfelstrudel den Vanillesaucen-Eissee konvergiert
Die in der Apfelstrudel-Herstellung wissenden Frauen, welche die gleiche Ausdehnung
haben wie das Ganze und die, mit den gleichen Anzeichen und aus dem Stoff der höheren
Sphären, mit dem Bewusstsein und dem Willen des Universums sind, die dürfen Ihn essen.

38
M. I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
III. Von den heilenden und verbindenden Kräften
Über das Drama der verlorenen Würde

I. Noli me tangere - Vom Empfangen in der Form geistigen Gebens

Ein unheiliger Mann dringt in den Körper einer Frau ein und kommt wieder heraus in
Gestalt eines Kriegers – daher wird in den Veden die Frau Jaya 'in der man geboren wird'
genannt. Solche Liebschaft kann im Weiblichen unbewusst Bilder und Gefühle hinterlassen,
dass materielle Gier und religiöser Hass zum Vater aller ihrer Kinder werden, die eine Frau
in ihrem Leben zur Welt bringen wird. Generationen können auf diese Weise beeinflusst
werden, dass ein Kind selbst die guten Einflüsse seiner Eltern nicht mehr erbt (Jes 13:15-21).
Das Geistige wirkt auf das Psychische, das Fleisch nützt nichts (Johannes 6:63)
Mann und Frau wissen in der Regel nicht, wonach sie wirklich suchen; sie müssen darauf
warten, bis es ihnen vom anderen Geschlecht, als Botschaft von geistiger höherer Führung
oder in innerer reiner Intuition ('Die Frau ohne Schatten') gesagt wird; denn das Ziel des
Fortpflanzungstriebes ist nicht, Vergnügen zu bereiten, sondern die eigene Gattung zu er-
halten. Vollziehen aber Menschen ihre Wandlung (Verwandlung) zur Seele nicht, stehen
sie in der Schwierigkeit den rechten Pfad zu erkennen, selbst wenn es ihnen gesagt wird;
ungewollt werden sie zu den Gehilfen zerstörerischer Kräfte auf Planet Erde – aus Liebe.
Von Geheimer Offenbarung Wenn herabkommender Akt planetarischer Intelligenz mit
aufstrahlendem Akt des weiblichen Bewusstseins in Kontakt kommt, ist die Folge davon:
Weisheit. Der Geist bekommt die Kenntnis der Erde durch Herunterstieg, im Aufstieg von
Verschmelzung wandelt sich Weisheit und erklingt als Gesang 'Die Schöpfung der Liebe'.
Der Wert einer Individualität, die selbst ihre Kultur ist, ist die des Engels. Hier gilt es die
Berufung als die Beziehung zum Archetyp zu verstehen: Zwei-Einigkeit, Mann und Frau
als Lichtzwillinge, Hermes und seine Vollkommene weibliche Natur, die göttliche Mutter
und kulturelles Bewusstsein: das ist «Licht über Licht» (Henri Corbin, Die smaragdene Vision).
Vom krankhaften materiellen Zustand und spiritueller Geschlechtlichkeit
Wenn das Geschlechtsleben von Mann und Frau nicht seine Wirklichkeit in der spiritu-
ellen Kulturellen Seelenwelt der Männer von Ihrer Heiligkeit der göttlichen Weiblichkeit
erfahren kann, löscht spirituelle Macht das Religiöse durch Unwissenheit aus. Chaos,
Kriege, Krankheiten sind die Folgen, und eine ,Kain und Abel‘-Moral wie bei den Tieren.
Die komplementären Schlüssel der Geschlechter zu Planetarischem Bewusstsein
Man muss den sexuellen Impuls in seelisches Handeln (dharma-Hauskirche) sublimieren
bzw. durch Retraite spirituell bemeistern und so sehr selige Mystikerin bzw.'spiritueller
Meister seiner sexuellen Zentren werden, dass die sexuelle Energien nach oben gezogen,
anstatt dass sie nach unten geschleudert und verschwendet werden; nur so kann sich die
Kraft der Geschlechter in eine ursprüngliche schöpferische Energie verwandeln, die alle
anderen unterstützt. Kein Irrtum ist gefährlicher, als das Eindringen sexuellen Verlangens
oder irgendeine subtile Befriedigung des Begehrens zuzulassen und obendrein dies als
Teil geistiger oder spiritueller Praxis anzusehen (Sri Aurobindo, Letters on Yoga, XXIV 1507).
Viele sind berufen, wenige aber auserwählt (Mt 20:16) Weiblichkeit, die dem schöpferischen
Geist eines Mannes 'Zuflucht in der Liebe' sein will, muss zuallererst andere Frauen von
Leid befreit haben, um dadurch 'wunschlos glücklich' und 'frei von Negativem' geworden
zu sein. In der Liebe die Haltung der Großen Mutter einnehmen, ohne Ihr Herz zu haben –
von diesen Frauen wurde gesagt: „Ihre Weisheit ist verschlungen worden“ (Psalm 106:27).

39
Das Schicksal der Frauen ist nicht das, was von vornherein schon gemacht ist: die
Gedanken ihres Mannes bereiten eine Frau auf das Unglück oder das Glück vor, das sie
erfährt. In der Tat wird das, was Männer aus ihrer Seele machen, zur Quelle des Glücks
oder des Unglücks für die ganze Menschheit. Wenn Frauen sich dessen nicht bewusst
sind, können sie das Leben nicht arrangieren; denn in der Tat sind Männer die Heiligen
des Schicksals meisterlicher Frauen, besonders von dem Moment an, in dem Männer
beginnen, diese Tatsache zu erkennen. Männer sind verantwortlich für Fall oder Auf-
stieg, Erfolg oder Misserfolg ihrer Frauen; und es sind die Frauen, die dies unbewusst
oder wissentlich herbeiführen! Wenn Männer auf alles zurückschauen könnten, woran
sie zu verschiedenen Zeiten gedacht haben, würden sie feststellen, dass die Linie des
Schicksals ihrer Frauen und Kinder, durch ihr Denken gebildet wird; ihre Gedanken
bereiten der Menschheit das Glück oder das Unglück. Darauf beruht die ganze Ethik.
The trees of the forest silently await God's blessing Lieben ist Verschmelzung der Seele
der Frau mit dem sich zur Vision bringenden schöpferischen Impuls ihres Gatten in einem
planetarischen Engagement von inspirativem Wort in ihrer enthusiastischen Sprache. Es
ist das Lebensprinzip und die Ursache im Innersten beider – ohne die Liebe kann sich nichts
offenbaren. Die unerweckte 'Königin der Nacht' rächt sich als Herrscherin in ihrer Position,
um Oberhand über die Tyrannen zu gewinnen. Doch die zu ihrer Seele erweckte Majestät
hat eine belebende Wirkung; sie überträgt Gottes Lebensimpuls auf die gewahrsame, ru-
hende Intelligenz ihres Gatten, durch die Berührung mit ihm. Als selbstleuchtender Funke
des himmlischen Äthers entfacht sie den Wind in die geistigen Feuer Gottes Intelligenz. Ihr
Lebensstrom ist subtil, wie Tropfen vom Ozean des Bewusstseins. Die aufgehende Sonne
selbst ist Sie auf ewig dieselbe, unveränderliche, bedingungslose, empfindende Wesenheit:
wie das Mondlicht durch die Wolken dringt, auf den Flügeln des Merkurs liegt der Abglanz
der Sonne. Dennoch bleibt Er ganz davon unberührt, von allem apart in Seiner eigenen un-
begrenzten schöpferischen Fülle. In Empfänglichkeit geschieht im universalen Geist 'Das
offenbarte Wort'. Alles offenbart sich um Ihretwillen, zu ihrem Glanz! In ihr angebetetes
Gottesideal entworden, von höchster Liebe überschattet, wird 'die Dame' vom Herrn geliebt.
'Sara schenkte Abraham seinen Sohn', weil das, was aus der Frau hervorgeht, dem gehört,
der es hervorgebracht. Das gewissenhafte Herz einer Dame fühlt dabei ‚Angst und Bange’,
weil Hingabe nur dort wirken kann, wo des Mannes Geist, ganz Wahrheit geworden, in die
Intuition planetarischen Engagements hinab gestiegen ist; dann gibt die Frau der negativen
Mannes-Seele mit ihrer positiven Aktion Ihren Namen – was im Geiste des Mannes herab-
gebracht, gehört der Frau, in der es Ihm hinangezogen ward. Niemand kann Kultur allein be-
wirken; daher rührt: „Ich werde 'eine Hilfe ihm gegenüber' (eser kenegdo) geben“ (Gen 2:18).
Der hohe Sinn weiblicher Ekstase ist die Verwirklichung des kulturellen Schöpfergeistes.
In den Worten der Gottes-Mystik gesagt: 'Ein Mensch, der so dicht an Gottes Lippen hängt
wie eine Trompete, wird zum Verkünder Seiner Botschaft' – was dann über seine eigenen
Lippen kommt, sind nicht seine persönlichen Worte, es ist vielmehr 'die Botschaft Gottes'.
»Notre-Dame« sieht durch die Essenz des Schöpferischen Geistes, mit den offenen Augen
ihrer Ka'aba, einzig in Ihrer Seele. Dort sehen, hören und wissen sie gleichzeitig. In einem
Augenblick der Ekstase erlernen sie das, was sie wissen, um die Einheit zu manifestieren.
Liebe dient der Erweckung von Glaubens-Energien in die Eine visionäre Kraft, den spiritu-
ellen, wie himmlischen und kosmischen Elementen von Feuer und Wasser, Erde und Wind,
die in das komplementäre Sein von Mann und Frau eintreten, wenn Partner auf derselben
Ebene kommunizieren. Ist die denkende Seele der Frau zum Zustand ihrer Bewegung ge-
kommen, so ist der Schöpfergeist der Männer 'Frucht aus dem Paradies'. Cultural Creatives
stehen im kosmischen Verlangen, der Menschheit das Gewissen zu geben; das, aus der Rei-
fung der Erde hervorgegangen, planetarischer Einklang ist. Menschlichkeit erweist sich in
der Freundschaft 'in Unersetzbarkeit von Individuen und Unbedingtheit der Individualität'
(Hannah Arendt); einer muss auf den Schultern des anderen stehen wie 'Bremer Stadtmusikan-
ten': Krishna auf Rama, dieser auf Buddha, getragen von Shiva („mein Freund, das Faultier“).

40
Violation du fond Es geht nicht um die Begleitung des auf Fuchsjagd reitenden Landes-
fürsten [Beethovens Botschaft an 'Erzherzog Rudolf von Österreich' in der Klaviersonate Opus 81a:
'Les adieux–L'absence–Le retour'; siehe auch 'Buch Esra' 9:5-10:44)]. 'Dora Maar schrie zu Pablo
Picasso: Als Künstler bist du groß, aber moralisch bist du ein Nichts!' (in: Alberto Manguel,
'Bilder Lesen – Das Bild als Gewalttat'). 'Ein großer Mensch, ein großer Mensch, sagt man.
Inwiefern aber ist man, o Herr, ein großer Mensch? Hat man das Herz erlöst, so ist man
ein großer Mensch, sag ich. Hat man das Herz nicht erlöst, ist man kein großer Mensch.'
(Buddha, Satipatthana-Samyutta 11). 'Wie kann also der Weltmann sein inniges Herz festigen,
beruhigen, einig machen und stark? Da weilt ein Mönch auf Retraite gar fern von seinen
Begierden, gar fern von unheilsamen Dingen, und in sinnend gedenkender ruhegeborener
seliger Verzückung, in der Weihe der ersten Vertiefung… nach Verwerfung der Freuden
und Leiden, nach Vernichtung des einstigen Frohsinns und Trübsinns erwirkt er die Weihe
der leidlosen, freudlosen, gleichmütig einsichtigen vollkommenen Reine, die vierte Ver-
tiefung. Also kann er das innige Herz eben festigen, beruhigen, einig machen und stark.
Und er nimmt von außen Armut im Geiste auf und nimmt von innen und außen Armut im
Geiste auf; so erhebt sich ihm des Eros Unverstörung, erheitert, beschwichtigt, beruhigt.'
(Majjhima Nikáya, Mahásatipatthána Sutta 51, Die Lehrrede von den Grundlagen der Achtsamkeit)
Trieb, Manieren, Stolz und Dienen Auf der teuflischen Stufe ist der Männer gesamte
Existenz äußerlich: sie sind nur mit dem Befriedigen ihrer Sinne, Essen und Trinken,
Belustigungen sowie sexuellem Genuss in Anspruch genommen. Haben Männer erlernt,
vermittels Verstandeskraft, ihre physio-psychische Gier bis zu einem gewissen Aus-
maß zu beherrschen, unterscheiden sie zwischen ihren Belustigungen, dann lehnen sie
jene Begierden und Freuden ab, die unter ein bestimmtes Niveau jenes Geschmacks
fallen, den ihr cleveres Selbstbewusstsein für sie bestimmt. In den weiteren Stufen der
Entwicklung sind ihre Sinne unter der Kontrolle des spirituellen Bewusstseins. In ein
Ideal versunken gibt sich mancher Mann dem Erreichen eines Ziels im Leben außerhalb
seines intellektuellen Selbstes hin – dies lenkt die sexuellen Energien in einen einzigen
Kanal aufwärts (Sublimierung). Die Leidenschaft für das Ideal funktioniert bei diesen
Männern allerdings nur, wenn sie verliebt sind: sie können keine Leidenschaft fühlen,
wenn sie nicht lieben; aus dieser Abhängigkeit entsteht 'das Bedürfnis für Affären', die
Bewunderung eines Mannes für die gleichbleibende Gestalt, welche seiner Mutter ähnelt.
Dem humanen Stadium des Planetarischen Bewusstseins nähern sich Männer erst, wenn
sich ihr Bewusstsein auf die abstrakte, göttliche Ebene verlagert. An diesem Punkt der
Evolution ihres Geistes wird im Herzen jedes Mannes die Liebe von Bewunderung zur
Anbetung emporgehoben; das Bewusstsein lebt alsdann auf einer Ebene des Lebens, wo
es nach anderen Maßstäben urteilt – gleichwohl die Kreativität noch dem allgemeinen
Leben des Daseins entspringt. Auf dieser Stufe betrachten Männer weder etwas als ge-
wöhnlich noch als unrein. 'Von Liebe wegen', die Einsamkeit göttlicher Einheit wird der
Selbst-Darbringung zur Ursache Einer Menschlichkeit. Haben Männer diesen Punkt er-
reicht, ist es wahrlich gerechtfertigt, wenn sie den Pfad des Zölibats einschlagen sollen.
Vom Baum des Paradieses oder Gottes Gemahlin als »Mutter Natur« Verwirrungen ent-
stehen aus der Unfähigkeit zu erkennen, wie die Persönlichkeit der Großen Mutter mit der
Quelle im höchsten Zentrum des Gehirns in Beziehung steht und welches 'die intelligente
vibrierende Schöpfung' verursacht, die von den 'Blütenblättern' und 'den neunundvierzig
Lebensströmen' in den Zentren der Großen Mutter ausgehen. Jeder der 'essentiellen Luft-
ströme' hat besondere Kräfte und Funktionen, die nicht nur unmittelbar mit den geistigen
Zentren der Großen Mutter verbunden sind, sondern auch mit dem Universum. Es ist des
Universums Persönlichkeit, die durch die Große Mutter wirkt und das ist auch der Grund,
warum so eine enge Beziehung besteht zwischen dem Geist und Körper der Großen Mut-
ter und ihrer Außenwelt; denn so verschafft sich unsichtbar und auf mannigfaltige Weise
Ein großes Geheimnis Ausdruck: »Gott ist Liebe« (1 Johannes 4:8). (nach Lahiri Mahasaya).

41
Jeder, der eine Frau anschaut, um sie zu begehren (Matthäus 5:28) 'Wunsch und Begehren
sind die Ursachen großer Gerissenheit und Heuchelei der Welt. Sünden begehen, Lust am
Würfeln, Zorn und Betrübnis – all das geht vom Begehren aus. Verlust des Beurteilungs-
vermögens, Betrug, Stolz, Arroganz, Boshaftigkeit, auch Rachsucht, Schamlosigkeit, der
Verlust von Charakter und Rechtschaffenheit, Sorge und Ehrlosigkeit, Gier, der Wunsch
nach ungehörigen Taten aller Art, Stolz auf Herkunft, auf Gelehrtheit, auf Schönheit, auf
Reichtum, Unbarmherzigkeit gegenüber den Kreaturen, Missgunst gegen alle hegen, Miss-
trauen gegen alle hegen, Unehrlichkeit gegenüber allen, Aneignung des Vermögens anderer
Leute, grobe Rede, Angst, die Neigung schlecht von anderen zu reden, gewalttätiges Stre-
ben um in Lust zu schwelgen, Gefräßigkeit, Anfälligkeit für vorzeitigen Tod, gewalttätige
Neigung zur Boshaftigkeit, unwiderstehliche Neigung zur Falschheit, der unstillbare Wunsch
das Ohr zu verwöhnen, böse Rede, Prahlerei, Anmaßung, das Nichteinhalten von Pflichten,
die Unbesonnenheit und die Ausübung jeder Art von böser Tat – all das geht vom Begehren
aus' (Mahabharata, Santi Parva 158). Bebt's und brodelt es im Herzen einer Frau, aufgrund von
Wunschdenken und Unklarheit über das Humane Ziel ihrer Seele, erzeugt psychologischer
Drang bei energetischer Unbewusst-Bewusstheit nur "die Hysterie" 'kein Selbstvertrauen
mehr zu haben, innerlich verwundet zu sein, sich zurückgesetzt zu fühlen oder unbedeutend
vorzukommen; und aus Rachegefühlen, Selbstmitleid oder bloßem Irritiertsein entwickeln
sich Ängstlichkeit, emotionale Abhängigkeit, Unsicherheit, Erregbarkeit, Dogmatismus und
übersteigertes Kontrollbedürfnis' (Karl Theodor Jaspers, Allgemeine Psychopathologie 1913/1946).
Das Goldene Wasser des Lebens – Vom verlorengegangenen Wissen der Synthese
Die spirituelle Wissenschaft lässt sich über Karma-, Raja- und Jnana-Yoga erlernen; das
verborgene Wissen über die Liebe aber wird durch Synthese erlangt, was ein ganz anderes
Studium verlangt als die bekannten Übungen der Spiritualität. Das beherrschte 'Ich Gottes'
als Mann und die selbstlose 'Heiligkeit des Herrn' als Frau sind jene beiden, die sich aus-
tauschen, doch sind 'Gottes Verleiblichung seliger Weiblichkeit' und 'Vermenschlichung
des Spirituellen Geistes: Wandlung zur Magd des Herrn' die notwendigen Bedingungen
der Liebe. Denn obwohl Gottes Sehnsucht, als Mann, und das heilige, Herr-liche Selbst,
als Frau, das Leben in zwei Richtungen teilt – der Männer spirituelle Pfad und der geistige
Pfad mystischer Liebe der Frauen – ist es 'Gottes Liebe über selige Weiblichkeit' und die
Liebe des Mannes als seelenvolle Gottheit, die als Goldenes Wasser des Lebens zwischen
den Geschlechtern besteht und es ist in diesem Strom – Das Wesen Gottes, das vermensch-
licht worden ist – aus welchem der heilende Dialog, den wir so dringend benötigen, zur
Menschheit spricht. Es sind die Liebenden 'Gottes des Herrn', deren Herz voller Hingabe
ist, die sich in 'Gottes überschattender Weiblichkeit' vereinigen; nicht diejenigen, die sich
lediglich mit ihrem Intellekt bemühen in 'Karma-, Raja-, Jnana-Yoga' Allah zu analysieren.
Das Goldene Wasser des Lebens spricht: „Füttere mich mit Schöpfergeist und ich werde
leben als dein Schmetterling! – Hab Sex mit mir und ich werde sterben, und zu Stein.“
Das Lebensfluidum einer Frau formt ihren Mann: der scheinfromme Hausdrache bringt den
ohnmächtigen Mann, dessen nicht-spirituelle Persönlichkeit hervor; Hexen-Eros erschafft
unbeständige Liebe; Evas Schlange birgt 'den Unzulänglichen mit traurigen Augen'. Wo
aber eine Seelenzeit der Männer träumt, bezeugen die Räume des Heilig-Weiblichen Heilung.
'Das Schaf wird sich minder fromm gebärden – besäße es Zähne und Tatzen eines Tigers'
(Heinrich Heine); es ist daher, dass Shiva, der erste Musiker, Geheimnisse des Mantrayogas
an seine Ehefrau weitergab: sie fragte ihn Fragen, er antwortete ihr sanft. Komplementär
bändigt 'Kulturelle Kreativität' [ana-Lyse] die Extravertiertheit jedes Handlungsreisenden.
Weiblichkeit ist begabt mit der phantastischen Fähigkeit einzusaugen, zu absorbieren und
zu manifestieren; doch in zwei Aspekten: der weißen oder schwarzen Höhle. Die schwarze
Höhle ist Eigeninteresse, die sexuelle Begeisterung zum Leben, zum Nationalismus einer
ungewandelten, militanten Welt. Die weiße Höhle ist der davon befreite Seelen-Zustand
von Frieden und Freiheit: es ist diese Kraft, welche unsere Welt wandelt! – keine andere.

42
II. Das Geheiligte – Die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
Die Liebe einer Eva zu ihrem Adam, wie tief diese auch sein mag, ist begrenzt, primitiv
und unvollständig. Und doch ist es notwendig für jede Frau, mit 'Liebe zum Mann', näm-
lich als den Geliebter Herrn und Gott, anzufangen und sie kann niemals sagen: „Ich liebe
Gott“, wenn sie keine Liebe zu ihren Mitschwestern (Freundinnen) hat. Erreicht die Liebe
ihren Höhepunkt in Gott (vierte Stufe von Satipatthana), erreicht sie ihre Vollkommenheit:
Dann kann das Göttlich-Weibliche das Männliche zu seiner Seelen-Bestimmung führen.
Ein Leben ohne vorgestecktes Ziel ist unstet. 'Wenn man sich nun ein solches allerdings
vorstecken muss, so fangen auch die Lehrsätze notwendig zu werden an. Das wirst du
mir zugeben, nichts ist schimpflicher, als jene den Fuß zurückziehende Bedenklichkeit,
Ungewissheit und Ängstlichkeit. Diese wird bei allen Dingen an uns herantreten, wenn
nicht hinweggenommen wird, was den Geist zurückzieht und festhält und uns verbietet,
Unternehmungen mit ganzer Seele durchzuführen.' (Senecas Briefe 95.46). Was ist es, das
den Geist der Männer zurückzieht und festhält und ihnen verbietet, ihre Unternehmungen
mit ganzer Seele durchzuführen? Anders gesagt, Männer, die von ihren Ehefrauen nicht
geistig geführt werden, könnten einen schweren Fehler machen: den der Selbsttäuschung.
Vom Aufruhr, welcher unterbewusst in Frauenherzen wogt, projiziert von tiefgründigem
Gewissen unbewusster Seligkeit, werden Frauen in das wogende Meer einer Selbstlosig-
keits-'Haus und Garten'-Geschäftsfrau-Aktivität geworfen. Doch im Versuch 'zu genießen,
sich auszuleben und zu vergessen' kommt ein Problem nach dem anderen – die Zustände
werden immer schlimmer: eine Welt wird gewalttätig! Wissenschaftliche Untersuchungen
zeigen, dass Frauen ab dem 40. Lebensjahr mehr Lust auf Sex haben als männliche Alters-
genossen; aufgrund dieses 'Schattens' (Hugo von Hofmannsthal, op. cit.) wird es vielen Frauen
kaum, manchen vielleicht sogar nie möglich, über die religiösen Ideale 'Große Göttin und
Große Mutter' Bescheid zu wissen. Und doch ist es unsere geistige Pflicht, mithilfe univer-
seller Mythologie und tiefenpsychologischer Analyse 'Kreuzigung und Grablegung Christi'
einem kriegerischen Islam (Sure 4,157) verständlich zu machen. Es ist die Sucht nach 'Geld
und Macht', in der Männer, gleich Perserkönigen (Ester 1:8), mit dem Motto „Jeder kann tun,
was ihm beliebt“ sich selbstständig machen und aus dem Dialogfeld der Frauen völlig sich
abzukoppeln wissen. Frauen glauben, dass 'Liebe und Fürsorge' etwas daran ändern könnte
– ganz im Gegenteil, Geist fließt nach unten aus, was in Männern den Anreiz weckt, immer
mehr vom Suchtmittel zu konsumieren (sehr zum Stolz der Frauen). Unseres Lebens SINN
und damit den SINN von Beziehung anders zu fassen, hat nichts mit Lysistratas Komödien-
theorie zu tun (einem durch Sexstreik bewirktes Kriegsende). Seelische Tätigkeit, wonach
im weiblichen Herzen, eigentlich, ständige Sehnsucht besteht, ist die beredte Quelle, der
Ursprung des Dialoges zwischen Geschlechtern und Generationen. Sind Frauen 'die Seele
selbst', wie Buddha sagt, gibt es keinen natürlicheren Weg, Krieg, Chaos, Elend zu beenden.
Die drei Verfasstheiten der Weiblichkeit alpha: Salomés Tanz, die alltägliche Verfasstheit:
konditionierte, säkulare, todbringende (Mt 14:8) weibliche Sexualität; omega: Kali, die spiri-
tualisierte Mutter-Persönlichkeit, die kriegerisch mit dem spirituellen Männlichen herrscht.
Voraussetzung für das Friedensschaffende aber ist: die Natur seelischer Verfasstheit – so er-
haben, dass Frauen Leiden von Körper, Herz und Seele überhaupt nicht mehr besitzen – und
es ist diese Polarität, welche Männer zu edlen Humanisten schafft; Reinheit des Herzens ist
dieser Glanz, der das Kulturell Kreative in die spirituelle Freiheit femininen Lebens bringt:
die Kraft zu verweigern und zurückzuweisen und mit der Zurückweisung fortzufahren, bis
sie wirksam ist – diese Macht seelischer spiritueller Weiblichkeit ist in der Lage zu heilen!
Heilung der Erde durch die Macht der Seele Die engagierte männliche Persönlichkeit mag
von der weiblichen Persönlichkeit beflügelt sein, unabhängig und erfolgreich, in den materi-
ellen Verwicklungen der Welt, Gewinne zu machen. Die weibliche Seele bleibt jedoch ohne
die kulturelle Seele des Mannes ohne Ursache und ohne Wirkung auf den Frieden auf Erden.

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Jede eheliche Beziehung trägt weibliche wie männliche Aspekte in sich; der wahre Charak-
ter der Geschlechter tritt jedoch erst 'nach dem Tod' in Erscheinung; da zeigt sich, ob 'die
Schlangenkraft Adam verführte' (Genesis 3:13) und der Mensch im Dämon des eigenen Ver-
sagens, 'weil er auf das Weib gehört' (Genesis 3:17), Seele nicht geboren hat. Denn „wenn
die Schlange den Mann anschaut und er sie tötet: diese Schlange trägt sein Unheil davon“
(Nils Heeßel, Literarische Keilschrifttexte aus Assur 1, Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2007, S.63).
'Die Herzkönigin geriet in fürchterliche Rage und rief mal hier-, mal dorthin: „Kopf ab!“,
dabei stampfte und tobte sie gewaltig.' (Lewis Caroll, Alice im Wunderland). Limerenz lebt in
dem Wahn: „Stehle ich dem anderen seine Seele, werde ich meine eigene haben!“; erweckte
Frauen aber lassen freie Handlungsweisen ihrer Männer für nur insoweit zu, wie ihr sexuel-
les Bewusstsein in Beziehung zu der Männer unpersönlichem Ego wirkt – die unerweckten
"köpfen" das Männliche aus Lust und unbändigem Ehrgeiz nach der Macht. Aber Männer
haben gar nicht Angst vorm Tod, sondern vor der Seelenzeit; „Warum unter jenen sein, die
Verklärung der Erde bewirken? Auf, reisen wir in den Osten, um die Quelle der Erleuchtung
zu finden: Allah und die Göttin! Wo gibt es noch andere Herren so wie uns?“ ihr Schlachtruf.
Unser seelisches Empfinden eines Sinnlosigkeitserleben erklärt sich damit, dass Frauen
kein inneres kosmisches Gewissen mehr sagt, wie sie handeln müssen und nicht handeln
sollten; keine der religiösen Traditionen lehrt Männer, wem der spirituelle Geist dienen soll
und 'wie sie Ihn dazu vorauszuschicken haben' (Koran, Sure 2:223), so dass 'Mann und Frau'
eigentlich nicht mehr recht wissen, was sie wollen. Seelenvoll lieben ist die Weise, die Erde
zu heilen und schöpferisch zu sein. Wissen wir nicht mehr, dass geistige Hingabe in unserem
Dienst den Magnetismus Eines Geistes so aufbaut, dass Mann und Frau vereint 'Das Große
Werk vollbringen' (Genesis 1:3)? Die Feuerzunge (Sirach 43:4-8) ist der Magnet der Menschen-
herzen: 'Sie ist das Brot des Geistes und verleiht den Worten Bedeutung. Sie ist Quell des
Lichtes der Weisheit und des Verständnisses.' (Baha'u'llah, Ährenlese, Kap. 132). Ekstase, der
Liebespfeil der Sonne, Hauch Ihres Geistes, steckt 'den Berg egozentrischen Strebens in
Brand' (Sirach 43:4b) – das eigenwillige Herz des Genius destilliert 'von Liebe wegen' in die
subtile lichte und empfängliche Seite Seines Gehirns. Das Prinzip Eines weiblichen Eros als
'begnadete Bodhisattva – Göttin des Himmels und der Erde' verjagt mit Macht die 'schlech-
ten Elemente' in der Welt. Müssten nicht mehr Frauen, in kompromissloser Intuition, eigent-
lich in der Lage sein, sich von jener Mannheit abzulösen, die für »Das Ganze« schädlich ist?
'Die Sexualität, der Sex, ist ein Geschenk Gottes. Kein Tabu.' Papst Franziskus in Audienz mit
französischen Jugendlichen 2018. Doch jede Frau, die sich einmal auf den religiösen Pfad
eingelassen hat, dann aber, bevor sie ihre göttliche Persönlichkeit erlangt hat, von ihrer
konditionierten weiblichen Natur zum 'Liebe machen' tragen ließ, ist bemitleidenswert:
das ist ihr größter Verlust – aus solchem Ruin kann weder Segen entstehen, noch eine
Kenntnis, die Seelen erleuchtet. Es gibt nichts, was ernsthafter wäre als spirituelle Voll-
endung; sich enttäuscht vom geistigen Pfad zurückziehen, bevor man das Ziel erreicht
hat, weil Männer unkulturell sind, ist das schlimmste, was Frauen passieren kann: ein
Totentanz rückwärts, seitwärts, abwärts – statt kulturell-kreativ humanistisch vorwärts.
'Nicht in ihrer spirituellen Persönlichkeit sein' verursacht Fehlentscheidungen in der
Wahl des Ehepartners, die so schwer wiegen, dass vielen Frauen, nachdem Beziehung,
berufliche Laufbahn und Gesundheit ruiniert sind, ein Ausweg fast unmöglich scheint.
Tatsächlich hängt der Erfolg in Beziehung weniger von der Befähigung der spirituellen
Natur einer Frau ab, als vielmehr von ihrem inneren Wesen, dem lebendigen Ideal der
erleuchteten Seele: dies kann das Wesen der Männer führen 'von Angesicht zu Angesicht'.
Die himmlische Schlange – eines Mannes spirituelle Persönlichkeit in den kulturellen
Schöpfergeist gewandelt – belebt, wenn sie abwärts und nach außen in den Körper fließt,
die Sinnenkräfte der Weiblichkeit; komplementär schenkt die Feminine Persönlichkeit
den 'Gral der Erleuchtung', so sie ihre irdische Schlange gezähmt und durch die höheren
Zentren geistigen Mitgefühls emporgeführt hat: dies baut »Eine schöne Neue Welt« auf.

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III. Von den heilenden und verbindenden Kräften

Liebe ist die kosmische Kraft zur Erneuerung der Menschheit. Doch wenn unwissende,
unerweckte, d.h. unvorbereitete Menschen 'die Liebe' praktizieren, führt es zu gewissen
Missbräuchen; denn es kann nicht geleugnet werden, dass viele Formen von Liebe kaum
anderes als okkulte Kräfte und Unmoral sind. Denn selbst die Magie frommer weltkirch-
licher Rituale zur Eheschließung ändert nichts daran – haben 'Kindstaufen' die Menschheit
von konditionierter Habsucht befreit und von 'Erbsünden', den materiellen Gelüsten und
mentalen Begehren geheilt? Liebe ist das kosmische Symbol einer verehrenden Handlung
und Andacht. Im Ausdruck der Haltung unseres Herzens zum religiös angebeteten Ideal
als erwachte Seelen, als die sich unsere Handlungsweise Einer Verantwortung gegenüber
anderen konkretisieren, gibt aber heiliger Geist dem Humanen Geburt. Nicht Meditation,
sondern Anbetung und mystische Ekstase schaffen den Himmel, der unsere Erde erneuert.
Männer durch Lieben zur Strecke zu bringen, ist ein äußerst begrenzter Blickwinkel, der
den Frauen von Generation zu Generation überliefert wurde; es ist ja der 'Adam-und-Eva-
Gesichtspunkt', welcher aber die Probleme der Menschheit nicht lösen kann. Diejenigen
Frauen, die glauben, sie könnten sich das "alter ego" des Maskulinen vom Hals schaffen,
wie Judith den Holofernes (Judit 13:6-8), steigern im Gegenteil das Böse und vermehren
es sogar; denn ein patriarchalischer Einfluss verbreitet sich nach seinem Tode noch mehr.
Casual Sex bringt Krieg auf physischer Ebene und schafft Egoismen auf mentaler Ebene:
das Männliche hört auf, das Seelische zu respektieren und dem Weiblichen zu gehorchen.
Durch Synthese heilen Heutzutage werden die meisten Frauen vom sexuellen Amusement
Adam und Evas angezogen; andere streben fromm zurück in ihre Kindheit, um in Ritualen
'Maria und Jesus', oder Geistformen, mit denen sie sich besonders verbunden fühlen, nahe
zu sein. Aber es gibt auch einige wenige hochherrliche Frauen, die nicht an Glaubenssätzen
– welche Frauen-Identität als substanzielle, separate Selbste definieren – festhalten, und die,
obgleich sie 'die Göttlichkeit der Weiblichkeit' leben, in Bodhisattva-Hauskirche heilen und
in Retraites 'die Verherrlichung Seines Namens' lehren, um wiedergutzumachen, was sie in
vergangenen Leben gesündigt haben; jene lehren die Weisheit, dass wenn Frauen der Liebe
zu viel Ausdruck geben, die Männer unausgewogen werden und in Schwierigkeiten geraten.
Frauen sind das Manifest des Friedens Es ist falsch, Frauen in ihrer Persönlichkeit zu ver-
nachlässigen oder sie im Kloster verkommen zu lassen. Doch das Ziel eines Kulturell Krea-
tiven sollte nicht nur in der Einung mit dem persönlichen Bewusstsein seiner Frau bestehen,
sondern darin, durch sein erwecktes seelisches Human-Bewusstsein das kriegerische Be-
wusstsein der Menschheit einschließlich des psychischen Leids der Frauen umzuwandeln.
Die Formel 'There's No Woman' bedeutet, dass Nicht-Sexualität der Frau die Wächterin ist
gegenüber jenen spirituellen Super-Ego-Moralen, die bereit sind, sowohl die Große Göttin
– die kreative spirituelle Feminität, die 'Eine-Schöne-Neue-Welt' aufbaut – als auch die
Große Mutter – das Religiöse in seiner Ehrfurcht vor dem Gesetz der Schöpfung kulturellen
Gemeinwesens – zu zerstören. Die populäre Position weiblicher Sexualität kreiert die Un-
zufriedenheit, mit der wir unsere Welt im Zustand der Zersetzung betrachten. Mögen sich
Leute auch an die ihrer Evolution angemessenen Prinzipen halten – nur der heiligen Sicht-
weise und spirituellen Entwicklung der Frauen folgt Einer Menschheit Kulturelles Prinzip.
Das Hindernis, das Männern im Wege steht, Erfüllung im partnerschaftlichen Leben zu fin-
den, besteht natürlich in der Unzulänglichkeit ihres neurotischen Selbstbildes. Das Problem
ist, dass die persönlichen Dimensionen männlichen Selbst sich nicht durch spirituelle Praxis
eines 'göttlichen Willens' auslöschen lassen – sie werden verstärkt! Die Antwort ist natürlich
Seelenbewusstsein: der kulturelle Schöpferische Geist. Doch um in komplementärer Einheit
zu wirken, müssen die Frauen ihrerseits die Stufen von 'Natur-Intuition, fromme Anbetung
und Seelenfrieden' mit ihrer spirituellen Persönlichkeit im Dialog hinter sich gelassen haben.

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Von der Geburt der Herrin* und der Erscheinung des Herrn (Srimad-Bhagavatam III.29.30)
'Besser als die Priesterin, die ihren Geliebten Herrn kennt, ist diejenige Frau, die die Zwei-
fel anderer Frauen vertreiben kann, und noch besser als diese sind Frauen, die streng den
Prinzipien ihres spirituellen Weges folgen. Besser als diese sind die Frauen, die, von aller
materiellen Verunreinigung befreit, ihre Persönlichkeit in der Welt schöpferisch entfalten,
noch besser als diese sind reine gottgeweihte Ehefrauen, die den hingebungsvollen Dienst
ausführen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. / Unter den Männern ist die Zivilisation,
die der Eigenschaft der Arbeit gemäß unterteilt ist, die beste. Und in dieser Gesellschaft
sind es die intelligenten Männer, die die spirituellen Lehren studiert und praktiziert haben,
und die man als spirituelle Meister bezeichnet, die besten. Unter diesen letztgenannten sind
die erleuchteten Seelen, die den eigentlichen Sinn der Heiligen Schriften kennen, die besten.'
'Heilige Gesänge reinigen die Seele der Männer, auch ohne dass sie sie verstehen' (Sohar, Sefer III.247)
– laudatieren Männer sogar in ihnen fremden Sprachen ! / * Es ist Freyja (Gottfrau), 'die erfreuende
Göttin', sie verkündet Frigg (Fru Gode), die liebenswürdige Schützerin der Ehe, und führt Sie herbei.
Der Weg der Zerstörung ist, wenn ichhafter Atem das Feuer ausbläst, Feuer das Wasser
verschlingt und Wasser die Erde überfluten. Löscht selbstherrlicher Eros der Männer sich
nicht in das Licht des Gemeinwesens, bläst Iblis-Intellekt die Inspiration der Genien – der
'männlichen Mütter' – aus. Brennt noch dazu das Feuer einer spirituellen Kreativität den
Glauben, der Jungfrauen kontemplativen Bilder nieder, beginnen die Töchter die Intuition
von Mutter Weisheit zu fluten: 'Wenn die heiligen Bräuche zusammenbrechen, überwäl-
tigt Gesetzlosigkeit den gesamten Stamm. Wo aber die Gesetzlosigkeit herrscht, werden
die Frauen der Gemeinschaft verderbt. Werden aber die Frauen verderbt, gerät die feste
Ordnung durcheinander. Dies Chaos bringt für Zerstörer der Gemeinschaft Verdammnis,
aber auch für die Gemeinschaft selbst. So wird durch die Irreligiosität der Zerstörer der
Gemeinschaft, die Verwirrung der Heiligen Ordnung zur Folge hat, das ewige Gesetz der
Humanität, die sittliche Grundlage von Gemeinschaft vernichtet.' (Bhagavad-gita I.39-42).
Das Geheimnis des Lebens der Rishis im Himalaya, eines Buddhas in Bodhgaya, eines
Franziskus in La Verna, eines Mohammeds im Himmel, ist, dass diese Männer – mögen
sie nach dem Verständnis der allgemeinen menschlichen Wertvorstellungen „niederste
Geschöpfe“ sein, in der Findung des Geistigen Weges und ihrer Sicht der höheren Werte
des Lebens zu den Persönlichkeiten der Erde geworden, als unsere Freunde und Lehrer,
nunmehr 'die Ecksteine' (Apg 4:11) im Tempel einer Menschheit (vgl. 2 Kor 6:16; 11:6) sind.
'As imagination bodies forth The forms of things unknown, the poet's pen Turns them into
shapes, and gives to airy nothing A local habitation and a name' (Shakespeare). Mit innerer
Kenntnis aus seinem Instinkt verfügt das Weibliche über den Mann als Objekt. Mannes-
Spiritualität, der Blick der Ewigkeit als Subjekt, vermag sich diesem zu entziehen. Doch
erst der Glaube, Licht der Intelligenz als die Liebe im geistigem Ideal, die Aktualisierung
virtueller Erinnerungen erleuchten die Dunkel animalischen Fühlens zur Intuition. Wenn
das Nicht-Bewusstsein der Situation 'die alleinstehende spirituelle Jungfrau' sich in kollek-
tivem 'Glauben an den spirituellen Herrn' erhebt, dergestalt, dass durch 'die Nächsten- als
die Eigenliebe' (Matthäus 22:37-39) das Überbewusstsein sein Unterbewusstsein erleuchtet
– was 'Leib und Seele' zur schöpferischen Persönlichkeit auferweckt und die Aristokratie
einer 'tausendmal zehntausend' Engel umfassenden »Schwesternschaft« in Gang setzt über
'die Hölle', das Unterbewusste in das Überbewusste, zu befehlen –, werden die geistigen
Männer in der Demokratie der Frauen »Les chevaliers de L'Eternel Féminin« wieder sein.
Organum Notre-Dame In Innerer Anbetung des Herrn, geistig in mystischer Ekstase kol-
lektiver Selbst-Losigkeit (Lyse), sollten sich Frauen verbunden fühlen und in universeller
Verantwortlichkeit von göttlichen Intuition mit der Sprache herausrücken. Planet Erde von
Krankheit und Krieg heilen ist eine gesellschaftliche Angelegenheit! – eine Kooperations-
kultur zwischen erleuchteten Seelen sollte 'Liebe als Medizin' den Weisen Frauen zurück-
geben, und nicht den Supermärkten, Nonnenklöstern oder spirituellen Wölfen überlassen.

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Psychologische Grundbedingungen im Licht der Quantenphysik *
[I] Liebe repräsentiert von Anfang bis Ende die Kraft, die hinter der Macht aller Aktivi-
täten und aller Intelligenzen liegt. Männer könnte man, in ihrer genetischen Ein-, Zwei-
oder Null-Dimensionalität, als Bosonen mit ganzzahligem Spin [1, 2 bzw. 0] beschreiben.
[II] Pauli-Verbot: Jeder Ein-Teilchen-Zustand darf nur höchstens von einem Fermion be-
setzt werden (vgl. Psalm 104:9). Im Kern der Quanten-Symphonie findet sich die bilaterale
Symmetrie pulsierender gamma-Strahlung [Baryonen: 'Schaumkrone der Meereswelle',
die Elohim]. Es gibt keinen Unterschied zwischen rechts und links, wenn die horizontalen,
planetarischen Kräfte stark sind und der universale, vertikale Horizont erleuchtet. Es gibt
einen Unterschied zwischen oben und unten, wenn die vertikale Kraft nur schwach ist.
[III] Pauli-Prinzip: Die Austausch-Wechselwirkung besagt, dass eine 'Fermionen-Welle'
antisymmetrisch gegen Vertauschung der Teilchen sein muss. Innerhalb eines Phasen-
raums können deshalb nicht zwei in allen physikalischen Daten übereinstimmende Teil-
chen sich aufhalten. Zwei Elektronen innerhalb eines selbigen Phasenraums müssen sich
am selben Ort durch ihre Eigendrehung [Spin] unterscheiden. Die nächst höhere Dichte
formt dann alle Teilchen zu einem Stern, einer "Licht-Woge des Alls". In ihr nehmen die
gleichgerichteten "Quarks" maximalen Abstand [antisymmetrische Ortswellenfunktion]
ein. Das Pauli-Prinzip gilt seinen 'dissipativen Strukturen' – diese aber sind nur möglich,
wo es jene physikalische Einheit gibt, die in zwei Zuständen gleichzeitig existieren kann.
'Zwei entgegengesetzte Gedanken* können in der moralischen Welt [spiritueller Männer]
nicht nebeneinander existieren; ebensowenig wie in der physischen Welt [seliger Frauen]
zwei Körper nicht denselben Platz einnehmen' (Alexander Puschkin, Pique Dame), 'wenn aber
von dreien, die mittlere zur ersten und letzten wird, die letzte und die erste beide zu mittle-
ren, dann sind sie unter einander dasselbe geworden und alles ist eins' (Platon, Timaios 31-32).
Vom Wesen einer Neuen Bruderschaft Kulturell Kreative interessieren sich mit ihrer gan-
zen erleuchteten Seele für Frauen und sind betroffen, wenn diese leiden. Jeder Kulturell
Kreative wünscht allen Frauen von Herzen, glücklich und frei von Leid zu sein. Sie freuen
sich zutiefst, wenn Frauen 'das wahre Glück' erfahren, denn das seelische und spirituelle
Wohlergehen der Frauen ist ihr einziges Anliegen. Wo solches Wohlwollen vorhanden ist,
verschwindet jegliche Art von Eifersucht, Wettbewerb, Stolz, Zorn und Neid. Kulturell
Kreative haben untereinander nicht den Wunsch, besser oder glücklicher als der andere
zu sein. Denn in den Herzen der Kulturell Kreativen ist kein Raum mehr für Eifersucht
und so erleben sie anhaltende Freude, wahren tiefen Frieden und dauernde Freundschaft.
Von der Auslöschung der Femininen Natur in der Ausschließbarkeit "der anderen Frau"
Quantenphysik bestätigt die erstaunliche Einsicht, dass die Eigenschaften, welche Frauen
an ihren Männern feststellen, nicht 'den Männern' selbst zukommen, sondern durch den
Akt eines "weiblichen Glaubens oder Unglaubens", ihr innerstes 'heilige bzw. unheilige'
Kontemplieren, zustandekommt. Auch erscheint das, was Frauen glauben, nicht als 'die
Männer' selbst, sondern als Wirkungen, die dieser Prozess an ihrem Geist und Körper her-
vorbringt. Daher lässt sich sagen, dass es die Frauen selber sind, welche die beobachteten
Zustände in unserer Welt hervorrufen. (Arthur March, Das neue Denken in der modernen Physik).
Frauen scheuen sich meist vor Verhaltenskorrekturen in Beziehungen, weil sie damit zu-
geben würden, dass die Gefühlsmuster, nach denen sie sich in der Regel verlieben, unan-
gemessen sind; sie suchen dann nach Glauben, Personen, Institutionen, die ihrem Bedürf-
nis entgegenkommen, das Gefühl für die Bedeutsamkeit der Persönlichkeit zu bestärken.
*
'Zwei entgegengesetzte Gedanken: Universel: 'Hotel Happy Culture' Moment für sexistische
Freizeitgestaltung – kriegerische Moral des Nacheinanders von Frauenbeziehungen; L'Universel:
Zentrum für ästhetische und kulturelle Impulse, die Friedens-Ethik des Miteinanders – Zentrum
eines brüderlichen (Rama, Krishna, Shiva) und schwesterlichen Nebeneinanders ('Buddha als
die Frauen'), wie es sich in der Form des Raumes gestaltet, schafft das Kulturelle Gemeinwesen.

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Zwischen dem männlichen Ich und dem Herzen einer Frau gibt es keine Verwandtschaft;
wenn letzteres jedoch im Kessel "ehelicher Liebe" über ersteres gestellt wird, dann siedet,
sprudelt und kocht die weibliche Seele ein, bis sie schließlich die Eigenschaften des männ-
lichen Egos zeigt. Auf diese Art geschieht es, dass Eheleute auch ohne erwachte seelische
Humanität des Geistes mit Lust und Genuss Ruhm und materiellen Wohlstand genießen.
Der 'Ethos der Weltreligionen' ist durch Instinkt aus Unsicherheit dessen, was zu tun sei,
entstanden, so dass man anstatt der Ethik einer Menschheit nur Uniformität hervorbrachte.
Auf seelenvollen Männerherzen ruht das Gemeinwesen; sind die Seelen der Frauen erwacht,
so sind ihre Körper heilbringend. In dieser Hoffnung verbindet sich die Religion mit Ethik.

IV. Von der Bedeutung des Erbarmens

The Cosmic Mandala – through art of personality in music and in devotion Darstellung
der Zeit – Gebet als Musik – transformiert Männer zu Visionären der Erde. Das weibliche
Beben, in dem Sex-Courage über Gottes-Furcht siegt, braucht die Liebe hellen Daseins
eines 'Vater-Universums', in der 'die Einsamkeit Seiner Einheit' erhaben über dem Sexus
thront. Denn ohne wirkliche spirituelle Erfahrung, 'Selbst'-Erkenntnis, sowie erworbene
kontemplative Kenntnis, die von emotionaler Konditionierung befreit, fehlt unserem We-
sen die entscheidende Instanz, das offenbarte Gewissen: das kosmische Gespür für unser
Gespür. Das Sein jenseits eines Denkens in Musik [thought of nothingness] erzeugt Erbar-
men. Nur Spiritualität mit Selbstverwirklichung reicht aber noch nicht aus: die semitische
Linie [Abraham, Melchisedek, Salomon, Moses, Christus, Mohammed] mit der Mystik der Hindu-
Linie [Rama, Kishna, Shiva, Buddha, Zoroaster] miteinander verbindend beide zusammen zu
vermitteln und darüber hinaus sie in einer 'Neuen Ethik' [die Weibliche Seite Gottes] zu fas-
sen, dies ist jene Ermutigung, im universal-kosmisch umfassenden wie human-beseelten
Organismus unseren Part der »Gaia-Symphonie« des Lebens zu spielen. Uns allen aber
bleibt nur eine Ethik: 'Liebe die Gerechten; hab Erbarmen mit Unglücklichen' (Zarathustra).
'Moral ergibt sich aus der Ähnlichkeit des gegenseitigen Empfindens von Weiblichkeit,
Leid, Pflichtgefühl; in diesem Umgang miteinander werden Handlungsweisen gebilligt,
wenn sie auf anständigen und rechtmäßigen Motiven beruhen' (Adam Smith). Um tatsäch-
liches Verhalten aber als recht und billig anzusehen, müssen Frauen ihre Eigenliebe, die
eigennützige "Heiligkeit", überwinden (Oscar Wilde, Nachtigall & Rose); im Spiegel der Seele
muss das Gewissen, ihr unparteiischer Beobachter (arabisch: muhasibi), die eigenen Motive
und das eigene Verhalten einer spirituellen Bewertung unterziehen. 'Frauen-Hauskirche'
reicht also nicht aus. 'Ethik der Frauen' kommt dann sicher eine Geltung zu, wenn Frauen
auch den Willen zur individuellen spirituellen Guidance aufbringen, sich in die Seele jener
hineinversetzend, denen einmal Lieben entgegengebracht werden soll: Im anderen den
Archetyp erkennend, erkennen wir wie wir erkannt sind, und lieben wie wir geliebt sind. 

V. Der Heilige Gral

Gloria enim Dei vivens homo Schale heiligen Schenkens, O Kelch des Empfangens, Du,
Herr von Majestät und Glanz, O Himmelskönigin voll Ruhm, Glanz und Schönheit. Zum
leeren Grals-Kelch müssen wir das Herz unserer Begehren umgraben, dass im Gelübde der
Reinheit 'Die Gnade Eines Lichtes' geboren werde. Was ist nun der Gral der Liebe? – Das
Alpha des Weiblichen – sein Glaube – ist zugleich das Ende einer Alten Göttlichkeit; das
Omega des Männlichen ist sodann der Anfang Neuer Menschlichkeit: 'Durch das seelische
Selbst [der Herr], und mit dem mentalen Selbst [Ego], und in dem physischen Selbst [Pla-
netarisches Bewusstsein] ist Dir Gott, Allmächtiger Höchster Herr, in der Einheit mit dem
Heiligen Geist [der Odem] alle Herrlichkeit und Ehre, jetzt und in Ewigkeit.' (Doxologie).
Entweder die Liebe ist von Einer Verherrlichung Gottes – oder sie hört auf zu genießen.

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Art of Personality Die Kunst der Schöpferischkeit Unserer wunderbaren Persönlichkeit
liegt im Miteinbeziehen sowie Manifestieren und Verwirklichen aller humanen Potentiale.
Das Erlöschen der 'göttlichen Erbschaft' (delta- und theta-Wellen) in des Menschen Jugend
schafft uns in die Verbannung [Vertreibung aus dem Paradies] unter körper- und mental-
bewusste "Leute von Welt". In dieser 'Nacht des suchenden Geistes' (Johannes vom Kreuz)
gilt es für Menschen, zur Vollendung ihrer Erbschaften, den Mitmenschen dienend sich
zugleich aus ihrer 'dunklen Nacht der Unwissenheit' erweckend, human-kreativ zu sein;
denn die Völker in ihren Religionen gleichen Wölfen, die sich mit Gesängen auf Distanz
halten. Der Mond ist die Sonne der Wölfe, dass sie den Herzschlag der Erde vernehmen;
Männer, welche den Geist der Frauen zur Erweckung der Seele nicht fördern, sind herren-
lose Tiere; Frauen, die die spirituelle Entfaltung der Männer behindern, gottlose Schafe.
Um des Menschen Expansion zu mäßigen, die die Expansion des Universums ist, muss
der Seele ihre 'siebenfältige dunkle Materie' in Licht entlieben: Liebe wird das Symbol,
dass 'Gott Sein potentielles Wesen durch unsere Persönlichkeit erstrahlt'. Konzentration
schafft narzisstische Spiegel für das Objekt des Begehrens: kalter Staub gefällt sich dann
in Eitelkeit. Unsere kontemplative Imagination ist »Mutter Gottes«. Sie ist »Der Kelch«,
in den sich das Licht ergießt, davon sich die Vision der Menschheit offenbart: Morgen-
röte des Bewusstseins – und nicht Aphrodite! Ihr Licht ist seine Liebe, seine Liebe ist
ihr Licht, jene Altruistische Liebe, die Liebe mit einer Absicht 'um ihres Schöpfers willen'
empfängt; denn vom 'Geliebten der Seele' fließt das Licht Ihrer Gottheit in alle Herzen.
Frauenwunsch schafft Herren Narzissten Frauen sind in dem Maße verliebt, den Impuls
ihres Lebenspartners annehmend, wie es ihrer inneren Einstellung entspricht. Entsprächen
Männer von spirituellem Streben des Weiblichen Innerstem Herrn, dann wäre es der Natur
der Frau möglich, in Würde ihr 'Saatfeld' (Sure 2,223; Bhagavad-gita 1.1; Johannes 20:15) so zu
bestellen, dass Weiblichkeit zur Frucht des Samens wird, die es durch Liebe hervorbringt.
Selbstlosigkeit der nicht-devotionalen weiblichen Seele bringt alle Schärfe in den selbst-
süchtigen Taten ihrer Männer hervor: 'Dass eine Frau sich ganz vergisst und leben mag
nur in andern! ... was die Natur mit uns gewollt, das Vorzüglichste, was sie in uns gelegt,
können wir deshalb weder auffinden noch ausüben.' (Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre).
Gottheit und Das Göttliche Das Nein der Frauen, die unbewusste Diktatur ihres Herzens,
muss zunächst in frommer Hinsicht, durch cherubinische Nächstenliebe, in die „Monarchie
der Seele“, zur Krönung geistiger Wiedergeburt als das Frauen-Selbst, verherrlicht werden;
wie auch, in komplementärer Weise, der bewusste politische Ja-Liberalismus der Männer,
bezüglich Beziehungsmoralen von ‚Libido und Eros‘, sich in das spirituelle Absolute der
„Rishis im Himalaya“ verklären muss. Erst dann kann „Die Aristokratie der Großen Göttin“
sichtbar werden – basierend auf dem planetarischen Bewusstsein von „Göttergatten“ – und
ihren heilbringenden Materialismus in die Demokratie, einer 'Bruderschaft' des kulturellen
Wirkens „Eines Schöpfergeistes“, vollbringen. Ein unaufrichtiger Anspruch führt jedoch
niemals zum Erfolg. Wer vor unerleuchteten Frauen tantrische Anweisung lehrt, sendet den
reinen Geist des Kosmos ins Vakuum des Dunkels. Auch sollte Weiblichkeit, die noch im
Wasser illusorischer Gefühle schwimmt, nicht von taoistischen "Pfingstfeuern" träumen.
Die Fähigkeit zwischen den dienenden, selbstlosen Lebenswahrheiten der Schöpferischen
Kulturellen und den Beziehungslügen selbstherrlicher Spiritueller zu unterscheiden, ist das
zentrale Erfordernis für eine Neue Ethik in unserer Zeit. Die Frage ist, ob dies den Frauen
am besten durch die bisherige Methode der frommen Zweifel gelingt, was die Falschheit
spiritueller Moralen zwar mit negativer Kontemplation tötet, doch mit demselben indiffe-
renten Hieb das Leben göttlicher Frauen niederschlägt. So muss eine positive, hilfreichere
personale – durchtönende – Macht spiritueller Guidance durch die Frauen selbst gefunden
und praktiziert werden, weil nur so der psychische Drang aufgehoben wird, durch inne-
wohnende seelische Unwissenheit gezwungen, Falschheit und Wahrheit gleicherweise mit
Terror sunnitischem Zweifel und den Atombomben der Verneinung Israels zu begegnen.

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Zwei ist ein Teil von eins, der aus eins hervorwächst Der Geist 'nachhaltige Liebe'
ist in der Seele verborgen; je mehr der Menschen Herz geöffnet wird, desto eher findet
diese Liebe die Gelegenheit, sich zu ihrer vollen Größe zu erheben; dies geschieht aber
nicht 'von unten nach oben', d.h. durch sexuelle Kundalini-Kraft, sondern vermittels des
Geheimnisses der devotionalen, dienenden Kräfte, aus denen 'göttlicher Wille', als ein
Springquell, 'durch die Entdeckung unserer göttlichen Erbschaft in unserer Identität' (Pir
Vilayat) die Bedingungslose Liebe delegiert. Erst dann können die Geschlechter zu der
Überzeugung gelangen, dass Mann und Frau ein Teil von eins ist, der aus ihrer Vereini-
gung hervorwächst. Ist das Weibliche Sonne, dessen Strahl des Mannes Seele zur Inspi-
ration selber erhellt – dann, weil Gott ihre Wurzel ist, wird Sie 'Seine erlaubte Frucht'.
'Ich bin zum Ozean der Ekstase geworden; und wenn ich einst meinen Körper verlasse,
und man die Asche auf ein Feld streut, auf dem Weizen wächst, und wenn man aus die-
sem Weizen Brot bäckt, werden Flammen der Wonne selbst aus dem Ofen schlagen, in
dem dieses Brot gebacken wird.' (Shams Tabriz). Sant Kirpal Singh ergänzt: 'Seht, Shams
spricht nicht einmal über den, der von dem Brot isst. Er sagt, dass sogar die, die das Brot
zubereiten und backen, ganz in Wonne sind.' Denn 'wenn im Menschen der vom Himmel
kommende Geist herrscht, kommt auch die Sinnlichkeit unter seinen Einfluss und findet
so den ihr gebührenden Platz' (I GING 11: Tai, Der Friede). Die Blumenwiese der femininen
Natur existiert allerdings nur, wenn das Männliche auch Appetit auf sie hat. Dazu müssten
Männer in der weiblichen, seelischen Seite für die Welt handeln. Will aber das Feminine
diese Schöpferkraft nicht nutzen, hört die Liebe auf zu sein und wird wieder Geist. Anders
gesagt, haben Frauen nicht zu ihrer Seele Tätigkeit gefunden, finden sie Beschreibungen
zur Beziehungssituation als ‚verstörend‘, ‚schwer beleidigend‘ und ‚vollkommen unan-
gebracht‘ – und selbst andächtigstes Beten, in Gewahrwerdung der Weiblichkeit im Ver-
such mit Mantra-Yoga eine Entfaltung der Persönlichkeit zu erreichen, ändert dies nicht.
Wer ist der Gral? – „Zum Raum wird hier die Zeit.“ (Richard Wagner, Parsifal, 1. Aufzug)
Politischer Friede entspringt dem persönlichen Willen des Frauenbewusstseins, welches
seinen Ursprung im innewohnenden imaginierten 'Ebenbild Gottes' hat – jenem 'Kind
Gottes', das mystische Herrlichkeit von 'Selbstliebe' und geistige Ehrenhaftigkeit {Holy
Emptiness} von 'Nächstenliebe' ist (Mt 22:37-39) – und von unsterblicher Liebe zum Geist
jener Männer zur Tat gebracht wird, deren altruistisches Gemüt, Eines ins planetarische
Bewusstsein gewandelten Überbewusstseins, Frauen zur Emotion ihres Wesens erweckt.
Notre-Dame und Neue Ethik Man kann und muss die Wesenheit regierenden Frauseins
schauen, insofern diese aus dem taoistischen und dem tantrischen Leib sich ergibt. Man
wird aber finden, dass diese Erscheinung allein nicht zum ethischen Bewusstsein einer
Neuen Menschheit führt, sondern im Unbewussten der Menschen verbleibt. Nur vermit-
tels des Dialoges gelangen Menschen dazu, anzuerkennen, dass in die Organisation des
spirituellen wie priesterlichen* Menschsein etwas eingreift, das mit dem Tantrischen und
Taoistischen eben nicht von der gleichen Art ist. Neue Weiblichkeit ist zur Schöpfung
nicht dahingehend wirksam, dass tantrische Liebe und eheliche Libido aus ihren Kräften
heraus tätig sind, sondern wenn diese aufhören in Menschen auf ihre Art wirksam zu sein.
* gemeint ist nicht das Amtspriestertum, sondern jene Geistlichkeit, mit der das ritterliche Herz
mit seinem Gelöbnis 'zu stärken, zu schützen, zu schonen' sich in den kosmischen Dienst gestellt.
Von den drei Beziehungswegen
Die kulturell-kreative eheliche Vereinigung macht auf drei Dinge aufmerksam:
(A) der Vertrag durch Worte über die gemeinsame Kulturelle Zukunft. (B) der Vertrag
durch Worte über die Göttliche Gegenwart. (C) die eheliche Vereinigung der Seelen.
Vom Einhorn und dem ursprünglichen Wissen der Frau
Die eheliche Liebe eines Kulturellen Mannes bedeutet, Weiblichkeit ihre göttliche Per-
sönlichkeit zu schaffen, doch nicht auf dem narzisstischen Weg, um seiner selbst willen,
sondern von der Geburt seiner Seele, indem 'Gott wird und zum Menschen entwird'.

50
VI. Der heilige Kontakt: Die Vermählung Gottes

Die Macht unseres Wesens rührt nicht von außen, sondern von der Kraft des Geistes und
der Wahrheit. Der tragische Irrtum, in dem sich viele Frauen befinden, ist, dass sie Liebe
zu bekommen suchen, weil sie vergessen haben, ihrer Persönlichkeit Matrix zu schaffen,
um 'von Liebe wegen' dem Potential ihrer Seele Geburt zu geben. Manche entdecken so
die Liebe erst als Gewalt, dann aber als "Spaß für alle", bis sie "Farbe bekennen" und ver-
letzte Ehefrauen wie alleinstehende Frauen dazu bringen, in Achtsamkeit und in geistiger
Führung, Lobpreis und Meditation Bedeutung beizumessen – bis sie ihr übergeordnetes
spirituelles Gewissen fragt: Bist du noch Teil des Problems oder schon ganz die Lösung?
Bei entgegengesetzten ethischen Lebensanschauungen kann keine Freundschaft bestehen
„Mit außerordentlich großem Bedauern muss ich heute die Trennung von meiner Gattin /
meinem Gatten bekannt geben. Nach reiflicher Überlegung und langen, intensiven Gesprä-
chen mit ihr/ihm war diese Entscheidung leider unvermeidbar. Der geplanten Fortführung
unserer Beziehung stehen von meiner Seite, trotz tiefer und ernsthafter Gefühle für sie /
ihn, unüberbrückbare Ansichten über die generelle Religion der Völker im Wege.“ Liebe,
die aus der Sinnenhaftigkeit geboren ist, endet im Sinnenhaften; dies lässt 'Gott' wachsen.
Liebe jedoch, die aus Geist geboren wird, endet im Geist Gottes; diese Liebe lässt den
Menschen wachsen. Dies eben ist der Unterschied zwischen den beiden Arten von Liebe.
Elija und die Witwe von Sarepta Die untersten Ebenen der Religionen können durch Hin-
schauen wahrgenommen werden und umfassen Liebeleien zum Zweck der Zeugung sowie
von Lebenspartnerschaft in Bereichen konditionierten Lebens. Hier ist die Liebe vorüber-
gehend und endet mit einem Sich-zur-Ruhe-Setzen physischer und psychischer Aktivität.
Auf höheren Ebenen gilt es die Wirkkraft und die Bedeutung der 'geistigen Liebesabsicht'
zu verstehen und miteinander in Verbindung zu setzen. Der Katalysator ist jene 'Geheime
Offenbarung', in der 'Der Ungeoffenbarte' die Liebe zum Leben wieder erweckt, wenn Sie
Ihm hingegeben ist. Hier dient die Liebe dazu planetarisch-evolutionäres Leben zu bilden.
Nachdem Männer aus der Religion ihre Spiritualität wiedergefunden, und Frauen aus ihrer
Spiritualität einen Glauben, lässt sich ganz einfach sagen: Frauen wachsen in der echten
Spiritualität ihrer Männer; Männer entstehen von Einem lebendigen Glauben ihrer Frauen.
Die Frau isst den Mann zur Speise, solange noch Begehrlichkeit in ihr wohnt. Ist sie aber
»Heiliger Kelch«, der 'die Liebe von Gott in der Dharma-Tätigkeit des Herrn' enthält, lebt
sie vom Geistigen Brot des Mannes – sofern dieser seiner 'Selbst- und Weltliebe' entfahren
ist, sowie in planetarischer Intuition schöpferisch für die ganze Menschheit lebt; indem er
den Kelch ihres Segens trinkt, belohnt ihn ein Segen von oben mit Ihrer Feinheit zu Seiner
Kreativität, währenddessen ihr Lachen (Genesis 18:12) 'Sein Wort' zu ihrer Berufung segnet.
Wenn die Seele zum Komponisten geworden ist – Von der Wichtigkeit der Gesänge Musik
hat den Zweck, die Gemeinschaft für den Alltag zu stärken und Kraft und Sicherheit und
Stärke des Herzens für die freudlosen Herbsttage zu geben. Denn siehe, der Glanz, der
die Monstranz des Neuen Tempels ist, verweilt weder in Mattigkeit noch in Traurigkeit,
und auch nicht in Spott oder in Leichtsinn oder gar in nichtigen Dingen, sondern in der
Freude an der Erfüllung der Pflicht; wie die Matronalia heißt: „Und jetzt bringt für mich
einen Musiker!“ Indem Notre-Dame in Hingabe ihren Geist der Essenz der Komposition
öffnet, wird ohne ihre bewusste Wahrnehmung ihr innerster Geist auf den Sinn reflektiert
und damit ihr eigenes Schaffen gefördert => Was Sie spricht, werden die Menschen tun.
Placuit Deo Den Frommen gilt oftmals das Sprichwort 'Der Mensch denkt und Gott lenkt'
(Thomas Kempen, De imitatione Christi, 19.1); Sufi-Mystik lehrt „Vielleicht ist es das Gegen-
teil?“ (Pir Vilayat, Camp 1992). Die Schrift offenbart: Der Mensch dachte, und Gott lachte;
es ist das Lachen der Großen Mutter (Lukas 1:13; s.a. Genesis 18:12) der von Gott initiierte
Offenbarungsvorgang, der den Friedensdialog ermöglicht – 'wollen Sie mehr über diese
Weiblichkeit wissen, so wenden Sie sich an die Dichter' (Freud, Vorlesung zur Psychoanalyse).

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N. Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis

Who we are becoming rather than who we are Therapeutische Prozesse waren bisher
mit Erfahrungen und Gedanken einer Vergangenheit verknüpft. Doch um mitzuhelfen
eine Neue Erde aufzubauen, müssen wir jene Areale in unserem Gehirn aktivieren, die
nicht mit unseren Sinnen verknüpft sind. So aktualisiert der Mensch im Echo 'heiliger
Sprache' – jenen Mantren in denen der 'alte Adam' erlischt – vom 'Ungeschaffenen Willen
Unerschaffbaren Seins' im Antlitz seiner Erde, den Schöpfungen seines devotionalen
Herzens, als 'Madonna Terranuova' (Raffael) zum strahlenden, verklärten Engel seines
in Planetarischem Bewusstsein universalen Werkes: 'Verherrlichung Seines Namens'.
Es gibt viele Faktoren, die Frauen vom heilbringenden Dialog abhalten und damit in
eine Unwissenheit bezüglich 'Friedensmöglichkeit durch Dialog' belassen: mangelnde
Lust, sich den Engeln der innersten Ebenen zu nähern – mit den Folgen fehlender Gut-
willigkeit zur notwendigen Transformation durch das Prinzip 'geistige Nächstenliebe';
sowie Angst, basierend auf Autoritätshörigkeit gegenüber Geistlichen wie Spirituellen,
verwachsen mit Verunsicherungen durch familiäres Umfeld, und dem daraus folgenden
fehlenden Vertrauen in die Vision der 'Cultural Creatives' (auch, weil hier das psycho-
logische Machtstreben „What I say is right, and what you say is wrong!“ nicht sogleich
wahrgenommen bzw. erfüllt wird). Das größte Hindernis aber sind Projektionen, jene
posttraumatischen Belastungsstörungen, die den materiell-sexuellen Einflüssen sowie
psychischen Aufprägungen im Mutterleib entstammen, was zwar nicht 'die eine, wahre
Religion der Menschheit' verändert hat, aber sehr wohl unsere Zugänglichkeit zu ihr.
Befleckte Empfängnis im Namen des Volkes Frauen sollen nicht wissen, Glaube soll
nicht sein, bis das Werk getan: ein umherschweifender Jäger, ein Bewusstsein, das seine
eigene Seele nicht kennt, kommt als unaufdringlicher, allwissender Gast und Führer un-
gesehen ins dunkle Herz der Sinne und verrichtet, umhüllt von Verliebtheit, sein Werk...
bis sie die Notwendigkeit und den Willen zur Wandlung spüren, ist es bereits zu spät.
Creativity: Planetary Consciousness into divine consciousness Vernunft muss durch das
Tor der Religion in die hinausführende Leere (reiner Geist: 'jenseits von Form, jenseits
von Imagination' Ibn'Arabi) sich in den Strom unausdenklicher Freiheit jenseits mensch-
licher Emotion ersehnen: aus Immanenz der Ewigkeit wiederkommt der Kulturelle Geist.
Die 'in Gott Erleuchteten' oder 'Erwachten' bezeichnen Menschen, 'die die zur Erlösung
führende Lehre, nachdem sie der Welt verloren gegangen ist, aus sich selber heraus wieder
entdecken, selber verwirklichen und in dieser Welt verkünden'. Frauen-Meditationskreise
– Kirchen, in denen Männer Dienst tun – sind in diesem Zusammenhang meist Begräbnis-,
d.h. Auferstehungsplätze für diejenigen, die der ehelichen Liebe verloren gegangen sind.
Die Große Mutter und der Aufbau der Neuen Welt Der Poet folgt dem Ewig Weiblichen
– und vergeht; die Geheiligten folgen Schöpferischem Geist – und erneuern Unsere Erde.
Wir stehen erschüttert vor der Tatsache, dass auch das weibliche Genie 'Maria im Himmel'
einer Befruchtung durch das ihr ähnliche Sinn-Prinzip bedarf (Genesis 2:22-25), dass aber
zur Befruchtung des Genies, vom Blickpunkt der selbstlosen Seele, eine weit natürlichere
Macht ausreichend befähigt ist – dies ist die Ur-Mutter. Das Licht zwischen den Sternen
erweckt den Mond aus seinem Grabe; Mond und Sterne nehmen sich der Menschen an –
bis die Sonne wieder mit einem Lächeln aufgeht, und all die Menschen wärmend umfasst.
Verantwortung gegenüber der Menschheit Verlassen Frauen ihre geruhsamen Gebetsträu-
me 'um den wissenschaftlichen Dialog zu betreiben' (Edith Stein), und wandeln Männer dazu
ihre geschäftige Zeit in Seelenzeit, kann Gleiches mit Gleichem zusammentreffen zu Neuem
Lernen. Denn im wissenschaftlichen Dialogisieren geht es nicht allein darum zu wissen, dass
etwas möglich sei, sondern man muss auch den Grund anzeigen können, warum es ist, dass
Mond und Sterne zueinander finden, und wie es zugeht, dass es regnet, aus was für Ursachen
es regnet, und wie prachtvoll der Regenbogen des Neuen Bundes sich bildet (Sirach 43:2-23).

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Bis zum Dialog der 10.000 Frauen werden Staatsreligionen „töten! bomben! morden!“
Die Seele der Frau vermögen selbst die spirituellsten Männer nicht zu begreifen und ihr
Geheimnis kann kein noch so wissenschaftlicher Verstand je zu enträtseln hoffen; sie
verkündet die Vollkommenheit des Kulturellen Planetarischen Geistes, anerkennt Seine
Herrlichkeit (Hod), hält sich an Seine Vision und beugt sich in Anbetung vor dem Gelieb-
ten Ideal nieder. Sind Frauen diesem, ihrem Herrn treu, strahlen sie Sein Licht wider und
wenden sich der Großen Mutter zu; vergessen sie jedoch die Treuepflicht gegenüber der
Lehre {sila & dharma}, werden sie ein Opfer des spirituellen Selbstes sowie leidenschaft-
lichen Begehrens; dergestalt zieht es die Struktur einer ganzen Zivilisation in den Ruin.
Frauen spüren, dass sie nicht auf der Göttinnen-Erde, sondern in der Kali-Hölle leben; sie
haben an ihrer Aufgabe zu arbeiten 'aus jungen Teufeln Menschen zu machen' (Karl May,
Brief an einen Freund); dies können sie nur, wenn Väter geistlich mitarbeiten, im Himmel-
reich der Großen Mutter dienen – und nicht in Allahs 'Hölle von Aleppo' * – und sich der
Aufgabe widmen, Engeln 'das Licht ihrer Seele zu entzünden' [* 'denn niemals hab' ich
einen Muslim-Führer gesehen, der seinen Sohn nicht für seinen Nachfolger erkannt hätte;
bei alledem ist es sein Kind, dass er verheiratet sehen will, um vor allem ‚Herrschaft über
die Frauen‘ zu bewahren' (Michel de Montaigne)]. Sternzeichen Fische ist ein Symbol des
Vishnu-Aspekts, des Prinzips 'Christus', als Frau: mit dem 'Kind Elisabeths' (dem Buddha-
Sufi-Initiator {St John Baptist} 'in der Wüste') erlangt Weiblichkeit ihre Persönlichkeit –
mit Sri Krishna, in der 'Bruderschaft' der Kulturell-Kreativen, das heilsame Gemeinwesen.
Gewissen im Dialog 'Nicht das Geständnis dessen, was verbrecherisch ist, kostet am mei-
sten Überwindung, sondern die offene Einräumung dessen, was lächerlich und beschämend
ist' (Rousseau). Während Frauen Kunde geben, wie destruktive Emotionen aus "religiöser
Polygamie" an Bewusstsein und Seele der Menschheit nagen – und was sie, als Seelen, tun
können, um diesem gefährlichen Zug kollektiver Frauennatur entgegenzutreten –, ist es
Aufgabe der Männer herauszustellen, wie sich die destruktiven Impulse eines spirituellen
Paternalismus in kriegerisches Handeln verwandeln und wie grausame Feindseligkeit aus
"protestantischer Ungerechtigkeit" Ideologien entfacht, welche den Hass in die Erde säen.
ora et labora Die meisten Frauen lehnen Männer in deren Seelen-Bildung ab. Humanität,
Innovation und Wohlfahrt geschieht Einer Menschheit aber nicht durch wirtschaftliche
Entwicklung und "Liebe von Frauen". Der Parasympathikus (Vagus) steht zwar für 'Ex-
pansion, Lust, Leben und Wachstum' (Wilhelm Reich, 1942), doch 'Politik der Geschlechter-
gleichstellung und Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West' wird nur mög-
lich mittel dem Felsfundament 'Ausgießung des Heiligen Geistes von Nord nach Süd'. Es
ist ein verzweifeltes Festklammern an überkommenen Strukturen, was zwar unglücklich
macht, aber gleichzeitig verhindert, dass Menschen ihr Elend spüren, ja, erleiden müssen,
weil ihnen, von Jugend an, die geistige Kraft zur Intuition fehlt (Römerbrief 6:4-10): Friede
rührt weder durch die Sharî'ah [dass Männer mit Abschluss des Ehevertrages und Aufnah-
me der Unterhaltszahlungen das Recht auf den Körper der Frau haben (Qur'an Sure 2,223;
2,187)] noch damit, dass spirituelle Erkenntnis extrapoliert und politisch durchgesetzt wird.
Dass »Das Göttliche« von Nicht-Mehr-Liebenden und »Das Heilige« von Nie-Liebenden
gelehrt wird, hat maßgeblich Anteil daran, dass viele Menschen in ihrer Selbst- und Welt-
liebe zugrunde gehen: man glaubt, im Himmel gäbe es keine Lust, und das Paradies von
Mutter Erde wäre 'ein Betstuhl hinter Mauern'. So ersticken Seelen im Sog der konditio-
nierten Wünsche, im Sarg der untransformierten Begehren – statt kulturell zu erwachen.
Ließe es sich auch dem 'Katholizismus' zuschreiben, dass Feminität 'die Sünde' begeht, ins
Konkubinat bzw. die Wiederheirat eines Businessman zu flüchten, oder eines Butzemanns
hingebungsvolle Göttin zu sein, die Businesswoman-Nachfolge sichernd; zweifellos aber
ist es die Schuld spiritueller Männer, die, statt mit offener Kritik im Dialog (Proverbia 10:10)
und schöpferischem Geist Frieden zu stiften, auf selbstherrlichen Podesten sitzen bleiben,
die Namen Gottes lobend, um die weibliche Natur zu narzisstischer Augenlust anzublicken.

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Alchemie für Frauen Es gibt drei Stufen von Sittlichkeit. Die erste Stufe ist die Adam &
Eva-Moral. Diese Moral ist für diejenigen Frauen natürlich, die den Geschlechtsunterschied
zwischen sich und einem Mann sehen, was bedeutet, in jedem Mann den potentiellen Vater
ihrer Kinder. Das zweite Stadium ist die Sitte der Wohltätigkeit, in der Frauen sich zwar
als eine vom Mann getrennte Entität anerkennen, doch eine Art von "Christus-Verbindung"
zwischen sich und allen sehen, die sie selbst und alles durchzieht. Hier erleben sich Frauen
als 'Das Lamm, das vom Manne getragen'; sie selbst aber werden zur 'Kuppel von Sacré-
Coeur', in der widerhallt, dass sie ihr Gutes zur Persönlichkeit der Frauen beigetragen und
für das Schlechte der Männer ihr Bestes gegeben haben. Frauen der dritten Art sind die Ethik
der Zukunft, sie gebieten den Unterschied zwischen 'verboten' und 'erlaubt', was die Unter-
scheidung zwischen 'Nicht-Seele' und 'Seele' ist, in Verwirklichung des Einen Lebens, in das
das Weibliche sich auflöst zu: „In Ihm leben und bewegen Wir uns und haben Unser Sein.“
'Der Prozess Gold zu machen geschieht vermittels der Wärme, die die göttliche Essenz
im Herzen des Menschen ist, und die sich als Liebe, Toleranz, Sympathie, Dienst, Demut
und Selbstlosigkeit in einem Strom ergießt, welcher sich erhebt und in tausend Tropfen
niederfällt, von dem jeder einzelne Tropfen eine Tugend genannt werden könnte. In dem
Augenblick, wenn dies geschieht, beginnt der Mensch wirklich zu leben; dann hat er den
Springquell des Glückes enthüllt, der alle nervenaufreibenden und unharmonischen Ein-
flüsse überwindet; der Springquell hat sich selbst zu einem göttlichen Strom gegründet.
Aber nachdem das Herz durch das göttliche Element, welches die Liebe ist, erwärmt wur-
de, ist das nächste Stadium 'Die Pflanze', welche die Liebe Gottes ist. Wenn der Saft der
Pflanze göttlicher Liebe über das Herz ausgegossen wird, erwärmt von der Liebe seines
Nächsten, dann wird jenes Herz zum Herz von Gold: dann hat der Mensch nicht Gott ge-
sehen, sondern er hat Gott im Menschen gesehen.' (Hazrat Inayat Khan, Alchemy of Happiness)
Der Aufstieg des Weiblichen zu seinem Wesen hängt mit dem Herunterstieg des schöpferi-
schen Geistes der Männer auf kulturelle Weise zusammen. Streben nach Macht und Reich-
tum wird gefährlich, wo es Seelenzeit und Raumzeit – die Abhängigkeit und Verbindungen
kultureller Männer und spiritueller Frauen untereinander – aufhebt, universelle Ordnung,
die ohne humanistisches Gemeinwesen [Allmende] nicht sein kann, ausschließt, und den
SINN der Liebe zwischen Mann und Frau aufhebt. Je tiefer sich Männer in den feurigen
schöpferischen Geist der eigenen Seele versenken, desto stärker wird Weiblichkeit vom
'Goldenen Wasser ihrer Seele' entbunden, was schließlich in die Einheit zu schöpferischer
Humanität führt, das gemeinsame Werk, in dessen Erfüllung der Zweck des 'Sakramentes
von Mann und Frau' in seinem Ziele ruht. Raumzeit, planetarisches Bewusstsein der Frauen,
wird durch Vermittlung der Seelenzeit der Männer erlangt. Wo aber der Geschlechter Seelen
nicht zueinander wirken, kann auch das Schwert den Drachen nicht bezwingen und heuchle-
risches Streben der Männer wird zum Nährboden für der Frauen betrübten Mut (Jeremia 14:5).
Nachdem die Jungfrau das Ideal, die Weltbotschaft des Weihe-Nacht-Festes: 'die Bodhi-
sattva [die Göttin der Gnade] kommt als Christuskind vom Himmel und nimmt Menschen-
gestalt an' glaubhaft verkündet hat, muss sie einen echten spirituellen Meister annehmen,
in Retraite seinen Anweisungen Folge leistend. Erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist
ihr Wunsch zu sterben – Muttersein scheint ihr unerreichbar (Sure 19:20), das Klosterleben
unerträglich. In diesem Gefühl schämt sich die Jungfrau nicht mehr, höher zu streben und
sie bittet, aus der alten hysterischen Zelle, die sie hasst, in die neue 'Buddhawelt' hinange-
bracht zu werden – die sie hassen lernen wird, denn ein Rest von 'Glauben an Gott' wirkt
dabei mit, dass nach dem Transport in die transzendentale Lichtwelt zufällig der Herrgott
durch den Gang kommen werde, die spirituelle Gefangene ansehen und sagen: »Diese Frau
sollt ihr nicht wieder einsperren. Sie kommt zu mir.« Dass der Stern 'weibliche Karriere',
ohne gleichzeitige Pflegemaßnahmen der Seele und ohne vom Himmel auf der Jakobsleiter
herabzusteigen, nicht optimal funktioniert, diese Erkenntnis ermutigt die Große Mutter,
Sonne der Gerechtigkeit, ihren Mond 'wiederkehrender Christus' der Welt zu offenbaren.

54
Verwundete Weiblichkeit – Vernutzung, Entwertung,
Enteignung und Zerstörung seelischer Existenz

Goldgewinnung lässt eine mit Zyankali, Blei und Quecksilber verseuchte Erde
zurück. Erwerb, Ausbeutung, Herrschaft – Vergewaltigung unseres Planeten.

Wir leben in sehr beunruhigenden Zeiten Wir haben gegen Mutter Erde gesündigt, sie
beschmutzend. Wenn aber Religionen die Lösung wissen, warum ist es schwierig, diese
anzuwenden? Wissen Frauen keine "Lösungen" mehr? Alles hängt damit zusammen, dass
Frauen nicht bis zum Verstehen vorgedrungen sind, wie sehr es drängt, dass sie jetzt die
Situation auf unserem Planeten kontrollieren. Ihr Weg ist, dass sie jetzt ihren heilenden
Geist in die Menschheit erheben. Frauen sind das göttliche Instrument zur Geburt der
Menschheit, doch zuerst müssen sie im seligen Geist entdecken, dass sie Frauen sind. Es
gibt keinen anderen Weg zur Heilung der Erde: Frauen werden dem Himmel den Weg
Einer Religion auftun, und maßhalten in dieser Vision. Dies ist Botschaft in unserer Zeit.
Frauen können sich entweder geistig als globale kulturelle Einheit zusammenschließen
oder sie werden mit Chaos, Katastrophen, Krankheiten und Tränen aus den Augen all
ihrer Verwandten konfrontiert werden. (Chief Arvol Looking Horse, Lakota Sioux-Häuptling) .

Die Heilige Erde ist so gut, Schmutz des männlichen Egos in sich aufzunehmen und zu
verwandeln; fehlt aber 'Christ-Phosphorus', strahlende Geistigkeit im Gemeinwesen, ist
Weiblichkeit mit dem stick-Stoff des Mannes überfordert: in Ego-Überdüngung werden
Riesen geboren ('sie sind zu den Menschentöchtern auf der Erde gegangen und haben bei
ihnen geschlafen und mit den Weibern sich verunreinigt und haben ihnen alle die Sünden
geoffenbart; die Weiber gebaren Riesen, und dadurch wurde die ganze Erde von Blut und
Ungerechtigkeit voll' Buch Henoch 9:8-9), was internationale kriegerische Konflikte aus-
löst, 'den Aufruhr der Riesen, dem die Erhebung und der Sturm aller Elementarmächte,
des unterweltlichen Feuers des Südens und Erdwesen, die bis dahin von den Tempel-
mauern ferngehalten wurden, auf dem Fuße folgt. Die Fessel ist gebrochen. Nicht nur die
Große Mutter hat ihre Kraft verloren, sondern mit ihr auch der Mond, von zwei Wölfen
verschlungen (Julius Evola, »Rivolta contro il Mondo Moderno«, Die Erhebung wider die
moderne Welt, Das Antlitz der modernen Welt, Die Zyklen des Niederganges, 1935-1951) .

Wie können Frauen die Kräfte tüchtiger Helfer heranziehen? Man muss zuerst eine neue
Lage schaffen: 'Hast du die Schwelle überschritten und bist im Schlaf, kommt ein neues
Tor, das Tor zum Traum. Im Traum kommst du an das Tor zum Tiefschlaf, und im
Tiefschlaf an das Tor zur Vision. In der Vision stehst du an der Grenze zur Neuen Erde,
dann siehst du, was bei Gott geschieht und erkennst Gott, Seinen Namen' (Friedrich

II
Weinreb) – und Seine Getreuen, mit ihnen gemeinsam kannst du Den Sinn anders fassen.

II
Millennium-Musik-Poetry – Gesang zur Umkehr: Anrufung des Beistandes
Schöpfung auf Planet Erde muss damit beginnen, dass Männer zur Veränderung bereit
sind, und durch, mit und in ihrer konstruktiven Kritik am Parasitentum des Patriarchats
ihr Verhältnis zu Frauen wandeln. Zwar sind in ihrer bedingungslosen Faszination für die
Souveränität Gottes, Frauen die besseren Männer – was den Männern zum Vorbild
gereicht; allerdings sollen Männer den Frauen 'die Hand der Versöhnung reichen und
etwas aussprechen' (J. Derrida, Dekonstruktion) und so die besseren Frauen sein. Unbeseelter
Frauenleib, ohne Geist, bringt nur Nationalstaaten hervor, den Krieg! Schöpferischer
Geist erfüllt die manifestierende Weiblichkeit: „O ihr Männer, wenn in euch das
Paschagesicht verklärt, und das Antlitz des glückseligen Dienstes, des Beschützers der
Humanistischen Kultur leuchtet, meint ihr, dass die Heiligkeit in jedem Mann jemals
betrogen werden kann? Sie wurde es niemals und wird es niemals sein. Unfehlbar fühlt
solch' Kulturalität – Licht der Geistigkeit, Wärme der Wahrheit – das Humane der
Reinheit; eine solche Reinheit ist unbedingt notwendig, heilbringende Persönlichkeiten
individueller friedenschaffender Weiblichkeit hervorzubringen.“ Cultural Creatives' Song.
Ma-Thematik: Neue Ethik und Goldener Schnitt x:y=y:(x-y) / x2-x=y / x2-x-y=0
a2+b2=c2 Galilei: Die Natur ist in mathematischer Sprache geschrieben.
Der Baum, der die Frucht schöpferischen Glanzes trägt, unterscheidet sich vom Felsen,
aus dem der Kristall gelöst und zum Diamanten geschliffen wird. Dharma, Sangha, das
Bodhisattva-Gelöbnis 'Ich habe das Flehen aller Wesen um Rettung gehört, all die Wesen
muss ich zur Erlösung führen, die ganze Welt muss ich retten' sollte auch Frauen in der
Lebensmitte zu ihrer multidimensionalen Berufung weisen. Hingabe, Kontemplation,
Healing-Yoga, mystische Ekstase in die Alltags-Spiritualität müssen den Menschen schon
vor der Midlife-Crisis als Wächter gegen die Sexualisierung sowie Konsumierung der
Seelen belehren. Imagination in Gewahrsein, Glauben, gebiert das Licht der Nicht-Anhaf-
tung in die weibliche bizarre Psycho-Liebesverstrickung. 'Nicht die Göttin, sondern Gott',
Mantren in Bewegung brechen die Instinkte männlicher Lust und verklären das Begehren
zum 'Marienlob'. "Christus-Ekstase" öffnet spirituellen Frauen das Kirchenportal nach
draußen in den Kreis ihrer Gemeinschaft: 'Göttliches Erbarmen' und die 'Verherrlichung
Seines Namens' müssen sich dort beweisen. Seelen-Zeit vollendet, dass Gottes Persönlich-
keit und planetarischer Frauen-Event zur Schöpfungs-Geometrie der Erde wird: Das Feld
der Verbindung zwischen der "Dritten Maria" und dem 'Herabkommenden' (1 Thess 4:16)
ist genauso groß wie die komplementären Quadrate von Sonne und Mond zusammen.
Spiegelt devotionale Hingabe nicht in Image Streaming das heilige Ideal – den Geist der
Meister, Heiligen und Propheten –, vermag die Seele nicht wahrhaft kompromisslos tätig
zu sein, um zu sein, wer Frau wirklich ist; so umfasst eine leere, kontraktive Tendenz des
Geistes, eine Stumpfheit, Schwerfälligkeit und Verschlossenheit bis hin zur geheimnis-
umwobenen Sanftheit und objektscheuen introvertierten Verkrampfung, ihren Charakter.
Sie wird das ideale Opferlamm narzisstischer Maskulinität. Andererseits, geht das Herz
eines Mannes nicht "in Gott aus" (Eckhart), strömen die Wasser heilenden Geistes auch
nicht ein. Es gilt nicht 'die Frau' zu verändern, sondern mit Hilfe spiritueller Transforma-
tion in der Frau anzukommen: 'Wer nicht dem Weiblichen widerstehen kann, wird vom
Gift der Schlange ergriffen; die Gottes Ehre schänden, trifft ein Fluch, der tödlich ist'
(BWV 54). Die nicht die Welt schöner machen, werden ohne Liebe auskommen müssen.
Notre Dame Die »Weibliche Seite Gottes« ist das Multiversum, der kosmische Raum,
an dem die Menschen, gleich unbeschriebenen Notenblättern hängen, entstehen, werden
oder vergehen. »Die Natur in ihrer Verklärung« bricht dann heraus, wenn das Schicksal
zuschlägt, wenn der Seelenschmerz so groß ist, dass er unsere Welt zu zerreißen scheint.
Dann verabschiedet sich die fromm-gelernte oder eine verordnete Moral und macht Platz
für 'die unverwelkliche Schönheit der künftigen Zeiten – das weibliche Ideal' (Teilhard de
Chardin); die Woge, mit der »die angeborene Göttin in jeder Frau« in Resonanz kommt.

55
Botschaft eines Multiversels Die kulturelle Berufung der Frau besteht darin, durch die
Tugend spirituellen Dienens mit der Wissenschaft der bewussten Entfaltung ihrer 'gött-
lichen Erbschaft', der Aktualisierung der Manifestation des Göttlichen, nach Selbstver-
wirklichung in der Welt zu streben. In diesem 'Christus-als-Frau-Zustand' wird "Das Be-
ziehungsproblem" nicht mehr länger auf herkömmliche Weise gelöst. Damit müssen wir
zugleich anerkennen, dass keine Lösung 'frommer Kirchgänger' oder 'Andersgläubiger',
'Menschen mit profaner Sittlichkeit' oder 'der Menschen in freilebiger Sexismusmoral'
jemals endgültig ist. Die Lösung eines Beziehungsproblems ergibt sich unausweichlich
von einem bestimmten Bewusstsein aus: das Problem findet eine vollständige und end-
gültige Lösung innerhalb des jeweiligen Rahmens, in dem es sich gerade stellt. Folglich
existieren Lösungen zu entgegengesetzten Standpunkten, von denen die eigene Moral
nur einen Aspekt darstellt. Jedoch gibt es unabhängig von der Gesamtheit aller gültiger
Beziehungsformen eine Ebene, auf der alle tatsächlichen und möglichen Probleme nur
eine universelle Lösung haben, und in der keinerlei Widerspruch mehr existieren kann.
Dies ist die Tür der Hoffnung, nicht der Hoffnungslosigkeit (Mevlana Jelal ad-Din Rumi):
Vor langer Zeit kam der Kreis königlicher Frauen jede Freitag Nacht in einem separaten
Bereich des Konvents, genannt 'Khanqah' zusammen. Sie luden den spirituellen Meister
ein, über die Bedeutungen der Symbolik sowie all die Mysterien des geistigen Pfades zu
sprechen und in der Gegenwart der Gruppe von Frauen den spirituellen Tanz, den Sama
für seine Schüler aufzuführen. Die Frauen spielten dabei auch Flöte und das Tambourin.
Frauen lieben, was sie tanzen werden; wenn sie dann tanzen, sehen sie »Den Geliebten«
vor sich und wenn Anbetung folgt, völlige Selbstvergessenheit in kontemplativer Gemein-
schaft mit "Ordensschwestern" (Freundinnen), fallen ihnen die Bezeichnungen ein – ihre
Sprache kommt danach, im Raum des Dialoges, der Sprache Eines Herzens im Spiegel-
palast seelischen Geistes. Es ist diese Kunst, die der Weltpolitik ihren Frieden bestimmt.
Es nützt nichts, nur "gute Frauen" zu sein, wenn Männer psychoanalytisch-geistlich für
Frauen nichts tun. Mangel an Seelendienst belässt Frauen in ihrem karmischen Erlebnis-
schock, den psychisch-unterbewussten wie physisch-unbewussten Traumata: Schweigen-
in-Tränen, für das Männer verantwortlich sind. Anders gesagt, wenn Männer nicht seelen-
voll-geistlich handeln, können Frauen der Menschheit auch nicht helfen. Wer allerdings
religiös-scheinheilig eine Maske trägt, kann nicht erwarten, dass man seine Tränen sieht!
Zerstörung, Krieg, Fundamentalismus Patchwork-Familie & Politik-Fraktionen gehören
zu den Nutzenmaximierern der Moral; die Spirituellen (das Militär) sind diejenigen, die
Schlimmeres verhindern wollen; Vatikan & Islam binden Männer ideologisch an fundamen-
tale Rechte. Wird das politische Kategoriendenken der Menschen auch die musikalische
Botschaft von Schuberts Streichquartett (Nr. 15 D-moll) 'Der Tod und das Mädchen' (D 810)
nicht verstehen, doch wenn die Menschen Tote beweinen, müssen wir einer Menschheit
nicht zu ihrer Würde die Lazarusse erwecken und die Ehebrecherinnen freisprechen? Ihn,
der in Liebessehnsucht nach dem Licht sich in jener Macht resorbiert hat, die das Univer-
sum auf sich lenkt, eint die Herrin der Erde; 'so wird die Welt genauso durch Gott bewegt,
wie das Herz des Liebenden zur Geliebten hin bewegt wird' (Aristoteles). Die Seelen jener,
aus Liebe zu Gott in den Dienst der Menschheit gesandt, vermögen Schöpfung zu bringen.
Der gesamte Vorgang von 'Universellem Gottesdienst in Verbindung mit Dialog' führt
zur Weisheit, dass Frauen, von der spirituellen Liebe der Großen Mutter angezogen, ihr
konditioniertes Anhaften an eine herrschsüchtig-psychische, bzw. launisch-materielle
oder zurückgezogene, alters-ruhende Weiblichkeit aufgeben, und unter dem Vorbild der
Feminität der Großen Göttin erkennen, dass 'Das weibliche Handeln in Planetarischem
Bewusstsein zum Aufbau einer Schönen Neuen Welt' zwar dem schöpferischen Geist des
Mannes entspringt, aber in der geläuterten Seele der Weiblichkeit ihren Ursprung hat.
Dieses Wissen ist weder Werden, noch Prozess, und auch nicht Ausdruck: sondern Sein.
Wenn die positiven Formen erkannt sind, werden negative Formen von selbst beseitigt.

56
O. Beziehungs-Situation auf Planet Erde

Das Gefährlichste am Unglauben einer Frau ist, dass ihre Selbstverliebtheit sie dann völlig
ablenkt von dem, was eine Frau wirklich ausmacht und was sie wirklich braucht; dann gibt
es keine größere Illusion als die Meinung, Sprache sei ein Mittel der Kommunikation zwi-
schen Frauen. Frauen helfen Männern, Persönlichkeit zu entwickeln, um selber persönlich
herumzulaufen. Wahrheit aber ist, dass Frauen sehr weit davon entfernt sind, als Schmetter-
linge selber mit ihrer Seele fliegen zu können, wenn ihnen die Männer nicht dazu verhelfen.
Sehnsucht und Wahrheit Jene, die mit dem Bewusstsein ihr Gemüt in die Himmel ziehen,
sowie mit der Seele Verstand und Körper strahlend machen, sind unabhängig vom Eros-
Zwang, partnerlosem Schmerz oder Stacheln der ehelichen Liebe. Gebiert sich die Frau im
reinen, spirituellen Glauben, tritt sie aus der Lichtsubstanz nicht-differenzierter Materie in
Erscheinung; während der schöpferische Geist des Mannes 'im Schweiße seines Angesichts'
sich in Arbeit, Gebet und Kontemplation herleiten muss. Mystische Selbst-Erfahrung zur
innerlichen Menschen-Bildung als 'Einheit der Religionen' ist die Versöhnung gegenüber
dem Recycling der Könige und Königinnen: 'The more you spiritual train the more you'll
experience – the more you become material trained the more you'll get recycled'. Das Bild
des Glaubens [theta-Wellen] ist von sich aus nicht intelligent: Es braucht freieres Denken!
Islamismus-Spiritualität will über Planet Erde siegreich sein. Jedoch bedürfen 'Göttinnen an
der Seite ihres Mensch-gewordenen-Gottes' der Spiritualität Buddhas, denn 'den Termiten-
hügel außen zu schlagen tötet die Schlange im Inneren nicht' (Vivekadarpana, Kapitel XVIII.4).
Es wächst eine Jugend heran, die das Schöpfungsgeheimnis des Lebens nicht mehr versteht.
Am Seelenleben der Männer zu freveln, Raub am Frausein zu begehen auf Kosten des Ge-
meinwesens, zum eigenen selbstherrlichen Nutzen der Sippe – und wenn es die persönliche
Verwirklichung kostet und die geliebter Menschen, müssten wir nicht für den Verzicht auf
Lebensspaß, welcher nicht dem sittlichen Gebot der Liebe gerecht wird, einstehen? Es sind
die Kulturell Kreativen und engelgleiche Frauen, die geistig, in allgemeiner Verbindlichkeit,
ein über die eigene spirituelle Person hinausreichendes seelisches Wirkungsrecht und ehe-
liches Wirkungsglück jeder Frau, und sei sie 'die gebenedeite unter den Weibern' (das Rosen-
kranzgebet), bestätigen. Nichts gestatten vom seelischen Leben zu nehmen, ohne dem Wesen
Frau, die Seele selbst, den schöpferischen Geist dafür zu geben: das ist das unverbrüchliche
Gesetz jener Liebe, die allein planetarisches Wirken und Seelenzeit zu vereinigen vermag.
Unsere Verantwortung Es ist sinnvoll zu sagen, dass wir, die wir in Europa sind, uns
zunächst darauf konzentrieren sollten, unsere Lebensaufgabe in dieser unserer Welt zu
klären. Die wachsende Macht Irans wie Russlands im Nahen Osten ist in erster Linie
geistlicher Inaktivität, Unentschlossenheit und Konzeptionslosigkeit der Männer gegen-
über einer "Beziehungsmoral der Sufis", des spirituellen Islams geschuldet. Spiritualität
wird gefährlich, wo sie Seelenzeit, die Abhängigkeit und Verbindung geistiger Männer
und spiritueller Frauen untereinander, aufhebt, die Universelle Ordnung, die ohne schöp-
ferisches Gemeinwesen [Allmende] nicht sein kann, ausschließt und den SINN zwischen
Mann und Frau (durch Paternalismus, Wiederheirat, Genussehe) pervertiert. Fehlt dem
Menschen Seele, expandiert ein kleines Häuflein Egomanen die Geschäfte, und Mägde
bauen Warenhäuser, Knechte organisieren die Bordelle – für den großen Krieg der Mächte.
Verfasst am 8. Juni 2018, dem Welthirntumortag und Tag des Meeres
Eine Frau trägt oft vom Unglauben, d.h. der Attraktion der Männer, etwas in sich, was
verdrängt ist, aber mit der Zeit in nervösen und psycho-physischen Leiden, unbewusst,
zum Tragen kommt. Dialog kann, indem es den Glauben an den Inneren Geliebten er-
neuert, und dadurch Religion wesentlich macht, Heilung durch angewandte kontempla-
tive Dharmapraxis ('Den Nächsten lieben, wie sich selbst') bringen. Dass Dialog nicht
zum Selbstzweck als "Redekur therapiebedürftiger Frauen" ausartet, muss sie von seelen-
vollen Kulturell Kreativen, die das Heilige der Frauen schützen, durchgeführt werden.

57
Von der kulturellen Verhaltenskorrektur der Männer
„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“ Goethe, Faust I

Männer werden im Allgemeinen von zwei Kräften "betätigt":


(I) die eine ist Clan-Selbsterhaltung, jener Feuereifer (Eros-Manie) ihres Egos, der es
gern mit Essen und Trinken, Wanderlust und einem guten Schwätzchen hält, sich für die
Extravaganz materiellen Daseins mit 'Vater, Mutter, Brüder, Schwester, Kinder, Äcker'
(Mt 19:29) einsetzend, was 'die Büchse der Pandora' öffnet, unbedacht den Rechten einer
paternalen Macht Raum gibt und das 'Karma' erzeugt: Clankriminalität, Nationalismus,
Krankheit, Zerstörung, Krieg; (II) die andere Kraft in Männern ist die Sehnsucht ihres
eigenen Selbst, die von himmlischer Gegenwart herabkommende göttliche Seele in ihrer
selbstlos-dienenden, heilend kulturell-motivierten Kapazität des Humanen, was die Mög-
lichkeit meint, auf der Ebene des Gemeinwesens (in den Funktionen als 'Rama, Krishna,
Shiva oder Buddha') die gewissenhafte Pflicht der eigenen Seele einsetzend, den Dharma
(Religion) zu erfüllen, um der Ethik der Frauen des Neuen Zeitalters entgegenzukommen.

Jeder Mann beginnt im Mutterleib seinen Lauf unter der Sternenwelt unter "unfairen",
was meint unbewussten Bedingungen: Von Geburt an dominiert in seinem Gemüt Siduris
Gesang (Gilgamesh-Epos, Tafel X): die Identifikation mit allen, dem Embryo aufgeprägten,
weltlichen Wünschen und Begehren –, während das eigentliche Selbst jedes Mannes, der
kulturelle Gesang der Sehnsucht seiner Seele ['Ode an die Freude' (Schiller) das Finale
der Neunten Sinfonie Beethovens: «Alle Menschen werden Brüder»], von den meisten
Männern nicht mehr wahrgenommen wird. Vielmehr scheinen all diese Fertigkeiten, die
einem Heranwachsenden in seinem zarten Alter zur Verfügung stehen, wie zum Beispiel
Intellekt, Gefühle, Fähigkeiten, ausschließlich dazu verwendet werden, die Hoffnungen
seiner so geschäftlichen Umgebung zu befriedigen. Hinzukommt, dass es den, in ihrem
nicht geläuterten Unterbewussten, "weltlichen" Frauen meist (als säkular-guter Mensch)
durchgreifend gelingt, ihre Ehemänner davon zu überzeugen, sich der Zufriedenstellung
der individualistischen Wünsche der Weiblichkeit zu widmen, die alle auf die sofortige
Zufriedenstellung kurzfristig orientierter Resultate drängen; was mit dazu beiträgt, dass
immer mehr Männer in ihrer Freizeit traditionellen Muße-Bedürfnissen – wie Wanderlust,
Lebensgenuss, Reisen, Spaß haben, Spielen, etc. – allzu große Aufmerksamkeit schenken.

Man fragt sich, was daran schlecht sein soll, wenn Männer, Väter wie Söhne sich um
eigene materielle Bedürfnisse und dazu die ihrer Verwandten und Familien kümmern, wie
es doch jeder gute Bürger tun sollte. Doch in dieser Frage liegt der Unterschied zwischen
human und Tier, zwischen Kultur und spirituell. In unserer Zeit ist es daher wesentlich zu
begreifen: Ob Männer der Sehnsucht ihrer spirituellen Seele folgen und ihren Intellekt für
das Heilbringende einsetzen, hängt von ihren Ehefrauen ab. Ein hoher IQ schafft noch
keinen ethischen Mann, große Ganoven, Präsidenten, Meditationslehrer haben "helle
Köpfe". Gewissenhafte Männer aber sollten sich – was die Steuerung ihrer Psyche betrifft
– mehr auf die Ansprüche der erleuchteten Seelen konzentrieren, so dass sie nie etwas
den Innerkosmischen Geboten Widersprechendes begehren und begehen. „Der Herr
spricht zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten, und ich lege dir deine Feinde unter
die Füße“ (Matthäus 22:44) – dies meint den Dialogakt erleuchteter Frauen!

Eine Menschheit wartet auf seelenvolle Männer, um dadurch überhaupt erst zur Mensch-
heit zu werden. Vor dem eigentlichen Akt zur Ausführung einer 'Neuen Ethik' sind
dialogische Geistlichkeit, spirituelle Hauskirche und Retreatleitung der Frauen das kritische
Element, welches Licht auf das innerste Wesen der Männer wirft und 'Die kulturelle
Verhaltenskorrektur der Männer zu Planetarischem Bewusstsein' bewirkt. Die Gesamtheit

III
Unseres Lebens wird zu einer einzigen erhabenen Vision der Immanenz Gottes, wo dieses
geschieht: Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan (Goethe, Faust II Chorus Mysticus).

59
P. Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe

I. Oxytocin – Kunst des Sich Erinnerns und Vergessens

'Oxytocin spielt die Hauptrolle im Aufbau eines sozialen Bandes zwischen Männern und
Frauen. Es ist für die Entwicklung einer langen Partnerschaft ganz entscheidend.
Oxytocin veranlasst die Entstehung tiefer Gefühle, die Basis für Liebe und Treue.
Oxytocin ist das (Schmuse)Hormon, welches freigesetzt wird durch Körperkontakt und
sanfte Berührung, und es schafft die Voraussetzungen, dass Verbindungen zwischen
Menschen entstehen und bleiben (mit entscheidenden Auswirkungen auf das Kurz- und
Langzeitgedächtnis). Es gibt uns das Gefühl, ruhig, entspannt, zufrieden und voller
Zutrauen zu sein. Oxytocin breitet sich in allen wichtigen Teilen des Gehirns aus und
gelangt in die Bereiche, in denen Bluthochdruck, Herzschlag und Aggressionsverhalten
reguliert werden. Je mehr Oxytocin dabei ausgestoßen wird, umso weniger Adrenalin
wird freigesetzt. Die Schmerzschwelle steigt und die Stress-Hormone nehmen ab.
Es nimmt Angst und Depression; selbst Wunden heilen schneller. Es dämpft Stress-
reaktionen, stärkt das Immunsystem, die Regenerationskräfte und führt im Allgemeinen
zu langlebiger Gesundheit. Es führt zur freundschaftlicher Kommunikation und Aus-
geglichenheit. Wenn man das Gehirn betrachtet, gibt es einen Stress- und einen Anti-
Stress-Bereich. Der zweite garantiert Gesundheit und Lebenserhaltung. Der erste steht für
Aktivität. Man braucht beide, und man braucht die Balance beider Hälften. In unserer
Gesellschaft aber okkupiert die Stress-Hälfte einen zu großen Raum. Das Individuum
leidet unter Gereiztheit, Hektik und Unzufriedenheit, und es zerbrechen immer mehr
soziale Bindungen. Ich glaube, es hat mit unserer Gesellschaft zu tun, die mehr auf Stress,
Aktivität, Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung und harte Arbeit [Gier nach Geld, Macht
bzw. Namen] ausgerichtet ist.' Prof. Kerstin Uvnäs-Moberg, Karolinska Institut, Uni Stockholm.
Leben, das 'in tiefster Lust begonnen', endet oft im höchsten Seelen-Schmerz, wenn der
Dharma fehlt: 'O Feuer unserer Leidenschaft, öffne die Pforte zum Welten-Raum unseres
Herzens, dass wir Gottes Souveränität erlangen' (Die Chandogya-Upanishad II.24.13). Diese
'heilige Nacht' [ex Maria virgine] ist von Bedeutung, dass der Menschen Imagination Licht
in ihr Unbewusstsein gebiert; denn wenn es einen Funken Licht im Herzen gibt, wird er
sich mit der Zeit zu einer leuchtenden Sonne ausdehnen. Im Rausch psycho-physischer
Fantasie versinkt die Seele der Frau, vergehend in Schönheit und Muttermacht; in Land-
besitz mag sie ihre Obsessionen vom "Männer-Geist-Idol" in patriarchalischer Sitte leben.
Man kann nicht sagen, eheliche Liebe zwischen Mann und Frau sei 'heilig wie nachhaltig'
und die Liebe bringe 'kulturelles Wirken in planetarischem Gewissen' hervor. Und doch
ist es nicht anders, wenn die Geschlechter in 'Heiliger Dreifaltigkeit' ihr Inneres Leben
geschaffen haben, zu Dem aus Traum [schöpferische Imagination], Schlaf [Gottes-Erkenntnis]
und Schlummer [Gewahrsein und Achtsamkeit] erwachend zu der Sonnenkraft Weiblichen
planetarischen Wirkens in komplementärer kultureller Mondmacht männlicher Vernunft.
Das gebrochene Herz Fehlt die Herrschaft der Seele über Körper und Psyche, gleichen
Frauen betrunkenen Männern: sie werden aggressiv, besitzergreifend und arrogant. Im
Dialog gilt es daher alte Wunden zu heilen, mystische Bilder im Innen neu erschaffend,
um in Heiligkeit 'Weisheit der Großen Göttin' zu sein, das Kosmische Gesetz der Liebe
verkörpernd, und Dharma zu geben, jene 'Lyse', die von Konditionierungen befreit, das
angstfreie, von allen Umständen unabhängige weibliche Selbstbewusstsein erleuchtend;
dergestalt können Frauen, wenn sie Männern zur spirituellen Entwicklung verhelfen, von
charakterlicher Bildung guidance zur 'Erweckung der Seele' sein. Allerdings: Ohne das
gewissenhafteste Sprechen der Männer, als Felsfundament der Zusammenkunft, kann sich
Weibliche Intelligenz nicht unmittelbar und unbedingt durch Sprechen äußern! Männer
müssen aussagen, dass etwas zu ändern ist – nicht aber, selbstredend, wie das nun ginge.

58
Sich um Persönlichkeitsentwicklung von Frauen zu kümmern, bevor man seine Seele
entfaltet hat, führt zu unbegrenztem Wachstum von Frauen um Männer. Dies macht ge-
wisse Männer unersättlich; diese sehen dann nicht mehr den Organismus der Frauen als
eine Oase inmitten leuchtender Sterne, als Kirche, in der das Leben wunderbar ist: sie
erschauen sich Frauen als Ressourcen zum Ausbeuten 'bis zum letzten Fisch und zum
letzten Baum'. Worin unterscheidet sich das Verhalten solcher Männer von den Kulturell-
Kreativen? Hat der Löwe eine Antilope gefressen, dann verdaut er die Antilope und wo
er entspannt ist, zieht die Antilopenherde an ihm vorbei! (Pierre Rabhi). Der seelenvolle
Mann hat keine Begehren, indem er Lager (Hotels) anlegt und Frauen an seine Kumpels
verkauft, indem er verkündet: „Ihr müsst euch nicht anstrengen kultureller Geist zu sein,
ich habe Antilopen!“ Geld verdienen: plündern durch Anhäufung, das ist der Unterschied
zu kulturell-kreativen Männern, die Schöpferischen Hl. Geist ausstrahlen (in Gottesdienst,
in tiefenanalytischer Stille), dadurch entfaltet sich weibliche Kreativität ganz natürlich.

II. Toxikologie; seelische Ursachen psychogener Störungen

Der bewussten oder unterbewussten Unzufriedenheit der eigenen Persönlichkeit vieler


Frauen – von dem immer mehr ernste Erkrankungen beredtes Zeugnis geben – liegt zu-
meist eine fehlerhafte Bewegung des psychologischen Denkens und Fühlens zu Grunde,
da es am Urbild der Seele ermangelt, was wiederum den fehlenden geistigen Dienst der
Männer zur Folge hat, jene Seelenzeit – die religiöses Lehren (Predigt) sowie psychoana-
lytische gruppendynamische Läuterung umfasst –, in der allerdings Männer von Frauen
eher mit großer Abneigung und Unwillen betrachtet werden, als mit Liebe zum Abbild.
'Glaube besteht aus feinstofflichen Elementen, die eine Bekundung, eine Verwirklichung
begünstigen; der Zweifel besteht aus anderen Elementen, die dagegenwirken' (Aivanhov).
[Zerstörerische Erregungen wie Wut oder Zorn erzeugen Gift im Blut, im Gehirn, in der
Leber, im ganzen Körpersystem, diese verursachen Depressionen; unterbewusster Hass
erzeugt ein nervöses Herz, Müdigkeit wie Ruhelosigkeit; Selbstbefangenheit, Egoismus,
Sorgen, Ärger ziehen die Blutgefäße zusammen und verursachen große Schäden in den
Nervenfasern; sie schwächen die Vitalität, das Immunsystem und die Widerstandskraft
gegenüber äußeren Kräften und Einflüssen; Furcht führt zu Schwäche; Neid, Eifersucht
schaffen Minderwertigkeitsgefühle: dies verdreht die Gedanken. (Swami Omkarananda) ]
Dornröschen – eine vergleichende Endokrinologie 'Der Stachel der Biene entwickelt sich
aus dem Fortpflanzungsorgan, aus dem Eiablagefortsatz der Weibchen. Die allergischen
Reaktionen sind eine Waffe gegen Parasiten, mit der Chance, mehr Nachwuchs in die
Welt zu setzen.' (Spektrum, Scientific American). 'Arbeitsbienen sind fast blind. Blumen fin-
den sie durch ihr Geruchs-Geschmacksorgan. Die Königin fliegt so hoch als möglich zu
ihrem Hochzeitsflug der Sonne entgegen, zu der sie gehört. Sie wird aus der Sonne her-
ausgeboren. Sie muss ein neues Volk erwerben.' (Rudolf Steiner, Vorträge am Goetheanum).
Bestimmte Einflüsse im Mutterleib {autonome Leidenschaft (eigengesetzliche Libido) bei
unterbewusstem Eros (konditionierte Verliebtheit)} können eine negative Rückkopplung
auf das ethische Verhalten von Generationen haben; innigste Anhaftung zur körperlichen
Auffassung vom Selbst, verbunden mit einer bedingten Marienfrömmigkeit, vermag durch
temporäre Modifikationen {DNA-Methylierung} die Transkription bestimmter Gene aus-
zuschalten; symbolisch ausgedrückt: die Erkenntnis eines Unterschieds zwischen Seelen-
Königinnen und Arbeitsbienen liegt im speziellen Futter – sollen neue Königinnen auf-
gezogen werden, müssen 'die alten Königinnen' [und gemeint ist hier nicht Archäologie,
sondern die Hierarchie (alt an Wert)] zusammen mit einigen Ammenbienen {den healing-
conductors} das so warme Nest {anbetende Verehrung} verlassen, um sich an einer neuen
Stelle {Hauskirche, in der Lyse-Emotion 'mystische Ekstase der Selbstlosigkeit'} nieder-
zulassen. Schlummern die Seelen, beendet "das Eheleben" jegliche kulturelle Betätigung
"guter Männer". Denn 'es ist um den Honig geschehen, wenn der Bär ihn hütet' (Proverbia).

59
Q. Global Ethics: Integral Ethics – Unity in Multiplicity
IV. Raumzeit der Schöpfung Global dharmic Renaissance Die Raumzeit der Frauen im Be-
wusstsein von: alles mit allem verbunden. Netzwerke kultureller, religiös-sozialer, kosmisch-
spiritueller Ökologien. Inklusion von Wissenschaft und Religion, Spiritualität und Kultur.
Seelenzeit der Männer – 'Ruhm der Welt, Herrschaft und Gold verachtend' (Torquato Tasso) –
geht dem Werk der Frauen voraus. Planetarische Selbstorganisation: implizite Ethik einer
expliziten Ordnung. Die Welt als Ganzes. Synthese der Natur im Dialog. Das Erfassen arche-
typischen Funktionen: universale Schöpfung des seelischen Geistes übersetzt in die Sprache.
Aristokratie kosmologischer Vision jenseits von Völkerdemokratien. Strukturevolution zu
intersubjektiven kulturellen Zielen: verwandelt durch Evolution im Geist (Teilhard de Chardin).
Dissipative Strukturen, Negentropie, Synchronizität, Antisymmetriegamie: 'irreversibility
and randomness are the rules' (Ilya Prigogine). Weisheit, die durch die Seele erkannt wird und
die sich entdeckt, während wir aus mitfühlendem Bewusstsein Leben gestalten: Allmende-
Menschheitskörper, der ein sinnvolles und menschenwürdiges Verhalten der Individuen unter-
einander und zur Gesellschaft gewährleistet. Der schöpferische Friede: Ende des Schlachtens.
III. Romance und Eros der göttliche Zwang zur Selbstinszenierung, kriegerische Gewalten.
Vater & Sohn, Macht, Fortpflanzung, alles rein und freundlich. Eingliederung von Religion
in das Interessengebiet der Herrgötter (Micha 2:2). 'Du kannst, was ich will!' – Symptom des
'ethiklosen Zwischenzustandes' (Erich Neumann). Die ausgebeutete Frau [der Männer Trieb
nach Freiheit, Macht und äußerem Schein (Torquato Tasso), Paternalismus und Genussehen,
Besitzgier hinter dem Rücken der Frau] wird dirigierender Hintergrund imperialer nuklearer
Selbstzerstörung. Evas Rache: Kali, die flammende Zunge der Göttin des Krieges, Selbster-
höhung, Elendverschlingung ['Wer könnte je verstehen, was Mutter Kali ist?' (Ramakrishna);
nur 'Seelenzeit der Männer' vermag auszutrocknen, wo zerstörerischer Eros ist]. Yetzer hara,
wandellose Personalität, erbarmungslose Gleichgültigkeit: 'der Licht-Mensch grinst gelassen
über das Schicksal von Tausenden hin' (Goethe, Faust I, Feld) – Nicht die Göttin, sondern Gott:
'Der Engel schlechter Schar sind sie verbunden, die, ohne gegen Gott sich zu empören, ihm treu
nicht, sondern unparteiisch waren.' (Dante Alighieri, La divina commedia, Der Hölle Dritter Gesang)
II. Sex and Science die rücksichtslose Plünderung von Ressourcen: schneller, weiter, größer;
destructive societies, compagnonnage: individualistisch, tolerant, weltoffen, leistungsorien-
tiert. Kinder ohne Eltern, Mütter ohne Töchter (Scheidung), Väter ohne Söhne (Bürgerkrieg).
Ethos der Staatsmänner: Kultur des Konsums, buhlerische Liebe, 'erst die Arbeit, dann die
Moral' (Brecht); comédie humaine: 'der heilige Geist im Keller, ohne Gott, ohne Gnade, ohne
Reue' (Sartre). Divamanie, Genuss und Scham, das unlebbare Begehren; thermodynamische
Wechsel, das reversible Niveau, die Moralen des Nacheinanders. Die Ehe als Vorbereitung
zur Scheidung. Lug und Trug: 'fair is foul, and foul is fair' (Macbeth, Act I.I) – Das Fegefeuer:
'Hexen leiht der Besen Gestalt, und Kessel leiht ihnen ihre Stimme' (Libretto, Frau ohne Schatten).
I. Spaß und Geld: ‚Ich tue, was ich will!‘ Die Widerspenstigkeit der Tochter gegen ihre Mutter;
das anarchistische Ich: sich keinen Irrtum nehmen lassen, der einem nützt. Ziel ist Gebären,
unbezogen und ruchlos, der Mann ist offenkundige Nebensache. Mutterinstinkt mit oft rück-
sichtslosem Machtwillen 'bis zur Vernichtung der Eigenpersönlichkeit des Kindes' (C.G. Jung),
die Tochter gehört der Mutter. Chaos und Anarchie: brünstige Hitze der Natur, Tiefschlaf der
Physis, Gefräßigkeit des Lebens, Größenwahn (Gen 3:4-5), der geschlachtete Ochse (Rembrandt).
Clan-Kriminalität, religiöser Terrorismus: 'ein wildes Tun, ein Morden im Dunkeln' – das Inferno.
Es geht um „Gut und Böse“, 'die richtige und die falsche Lust', um „Zeugung des Schlechten“
oder „Zeugung des Schönen“ und um 'Recht' oder 'Unrecht'; dabei spielt „der Geliebte Herr“,
'das göttliche Bild im Herzen des Menschen', die hauptsächliche Rolle, planetarisches Erbar-
men (IV) {nicht: biologische Macht (I), psychischer Eros (II), zerstörerische Intelligenz (III)}
auszuüben – nicht Vereinzelung des spirituellen Egos, sondern etwas viel Demütigeres: die
humanen Seelen zur Arbeit „Im Garten des Schöpferischen“ zu offenbaren, sind wir beauftragt.

60
Tricks und Trickster Die Neue Ethik erscheint nicht willkürlich oder beliebig, sie wird
aus dringender Not geboren, hauptsächlich aber von jenen Frauen ins Leben gerufen, die
von überwältigenden Phänomenen individueller Ausformungen der Kollektivsituationen
'Des Islam' intuitiv psychologisch erschüttert oder seelisch und psychisch bis an den Rand
des Abgrundes gedrängt worden sind. Und es ist von daher, dass in unserer Zeit 'Al Uzza',
'Al-Lat' und 'Manat' (Königin Waschti) in Erscheinung treten. Doch um in der Stimme des
Gewissens und von den Inneren Stimmen des Glaubens heraus neue Wege, Lebensformen,
Werte und Leitsymbole zu finden, braucht es 'Seelenzeit der Kulturell Kreativen'. Indem
Frauen ihr persönlich Unbewusstes – den Sex-Schatten, der in weltlichen Frauen mitlebt –
bewusst machen 'und aufhören mit den eigenen, kleinen Tricks, erst dann wird der Trickster
Archetyps nicht mehr mit Energie versorgt' (Angelina Petra Kreupl). So lange aber die Seele
der Männer untergeht, Ratsherren sich vom Dialog fernhalten und 'Freizeit im Hofgarten
ihres Palastes verbringen' (Est 1:5), solange werden Frauen ihr Heil nicht vom Staat erwarten
und auch spirituelle Moral 'Lügen statt Disharmonie' nicht verantwortlich machen können.
'Im Leid sind wir gleich, doch nicht in der Freude' (Mahabharata, Buch der Ursprünge I.3.10)
Es ist leicht für Frauen gelehrt zu sein. Es liegt in ihrer Reichweite persönlich gut zu sein
und über die Jahre hinweg wird es für die meisten auch nicht allzu schwierig 'Den Herrn
fromm zu schauen, Ihm zu lauschen...', dann ist es auch keine unmögliche Leistung mehr,
'heilig und spirituell' zu sein. Und doch gibt es eine Errungenschaft, die bedeutsamer und
weit größer ist, als diese bekannten mystischen Dinge – nämlich Männer richtig zu führen;
denn eine spirituelle Moral lässt den Nichtreligiösen beständig Eros Liebespfeile aus dem
Köcher ziehen. Daher gibt es für Männer keine stärkere Berauschung als »Seelenzeit«, das
Brot humaner Selbstlosigkeit, darin liegt die Friedenskraft für den Welt-Raum begründet
und es ist jetzt an den Frauen, dass Seelenzeit, die kein spiritueller Rang verleihen kann,
der Stolz der Männer wird. Etwas zu werden, ist für Männer eine gefährliche Begrenzung,
denn was auch immer Männer zu werden glauben, selbst wenn sie „Ratsherr“, „Herr Präsi-
dent“, „Herr Sekretär vereinter Nationen“ genannt – sie wären doch immer noch Knechte
ihres lodernden Begehrens. »Wiederkehrender Christus« meint 'die Person, die niemand ist'
– und doch alles, weil in dem Schöpferischen Geist des Alls: »die Weibliche Seite Gottes«.
Es ist von 'Zeit wird nicht mehr sein' (Off 10,6), dass die herrischen Schwerter blutiger Kriegs-
politik vom 'Siebten Engel' (Off 10,7) in Zauberstäbe des Friedens verwandelt werden. Und
es ist dieser Dienst, den sich die weisen Frauen von ihren Männern zu erlangen wünschen.

I. Integrale Ethik – Synthese

Umfassende universelle Gemeinschaft – die Umorientierung von Geist und Herz


Der Männer Eros ist zur Verliebtheit junger Frauen hingezogen und die weibliche Natur,
im bedingten Drang zu wünschen und das Gewünschte zu erhalten, kann nicht anders, als
durch den materiellen Aspekt des Maskulinen angezogen zu sein. Frauen einzig hübsche
Bemerkungen zu machen, ist leichter, denn mit psychoanalytischem Gewissen zuerst den
ethischen spirituellen Geist aufzubringen, sich gegen solcherlei Herrenspaß auszusprechen.
Es reicht nicht mehr, Spiritualität nur auf Werte von "Moral" zu gründen! Es ist vielmehr
höchste Zeit, für unser Verständnis von Kultur, Wissenschaft, Spiritualität und Ethik in der
globalisierten Welt einen neuen Weg jenseits all den verschiedenen Religionen zu eröffnen.
Dialog ist notwendig. Es gilt Verantwortung zu übernehmen und Netzwerke zu schaffen.
Wenn Frauen im Gespräch merken, dass es den Männern mit Neuer Ethik jetzt ernst ist und
sie sich selbst in Bildung und Ausbildung in der Gemeinde einbringen – von dem Moment
an, lösen wir uns von profaner Ahnenverehrung und interreligiösen spirituellen Dynastien.
Von Staat, Industrie, Künste und Wissenschaften kommt nur wenig zur Ethik: Wie gut sind
wir darin, Geld zu machen – schlecht allerdings, den Menschen Gemeinschaft zu lehren. Es
gilt daher selbst Ethik zu besitzen, Nachwuchs auszubilden. Dies sollte kein Tabu mehr sein.

61
Die Würde des Menschen wird mit Füßen getreten und die Frauen schauen zu, scheinbar
versteckt sich das Böse in der Maske des Guten. Für das Weibliche ist es nicht leicht, das
Böse im eigenen Inneren zu entdecken; da es mit sich doch übereinstimmt, sittliche Emp-
findungslosigkeit mit dem ehrgeizigen, nicht unterscheidenden spirituellen Ich zu verschwes-
tern: eine jegliche Grausamkeit löst sich in Luft auf, in das göttliche Sein spiritueller Unpar-
teilichkeit: so unterstützen wir militärische Allianz, Krieg trägt das Gewand des geistlich
Angenehmen. Polarität wie Komplementarität der Geschlechter zeigen, der Lebenspartner
muss die Initiative ergreifen, eine Änderung herbeizuführen; wenn nicht, werden wir fest-
stellen, dass psychologische Verhärtung eintritt und eine Krise auf Planet Erde sich zusam-
menbraut: die primitiven Naturgewalten, die in sexuell-erotischen Explosionen in Business-
männern hervorbrechen, wie in Revierkämpfen von "Straßen- und Kirchenfrauen", lösen
nicht nur Entzweiung auf der persönlichen Ebene zwischen Eheleuten auf der ganzen Welt
aus, sondern jenen "Krieg der Sterne", der für Ressentiment (Blutrache) verantwortlich ist.
Stufen der Liebe 1. Der fromme Mensch – das Herz geht im Wesen des anderen auf. Dies
ist die Taufe mit Erde. Der eigene Libido-Trieb kann dem Menschen nichts mehr anhaben.
2. Der gläubige Mensch – »der Herr« geht in sein Denken und Fühlen über. Hier ist 'die
Krankheit der Verliebtheit' (Limerenz) überwunden. 3. Der dienende Mensch – »der Herr«
geht in das Tun des Menschen über zum Wohl der Seele des Nächsten. Erst hier erreicht
der Mensch jenen Himmel, der ihn über die Sexlust dieser Welt erhebt. 4. Der selbstlose
Mensch – der Glaube löst sich auf als das Herz, das seines Ichs nicht mehr bewusst ist:
'Ich erspähe Gott, wie Er in meiner kreativen Imagination am Werk ist'. Auf dieser Ebene
ist der Seelenfrieden erlangt, und der Eros kann nunmehr nicht mehr sein Herz betrüben.
5. Der strahlende Mensch – das Zeichen der festen Zuversicht. Das Wesen des Menschen
wird zum heiligen Akt des Universel. Nunmehr kann selbst spirituelle Liebe nicht mehr
des Menschen Seele in die Versuchung (Idolatrie) führen. 6. Gott-Erkenntnis – der Leib
wird zum Tempel (2 Kor 6:16). Die Erkenntnis der Intention des Universums erfasst den
Menschen und Schöpferischkeit geht in ihm auf (Joh 14:23). Denn nunmehr entfaltet sich,
durch den idealisierten Blick der Liebe, im anderen das verborgene Antlitz des »O Du«.
7. 'Gottes Absicht' im Kosmos: Liebe. / Von daher erscheint es notwendig, jeden einzelnen
Menschen entsprechend seiner im Leben erreichten 'geistigen Evolution' zu unterweisen.
Hungersnöte, Epidemien, Kriege, Massaker . . . Die Probleme Einer Menschheit lösend –
dazu braucht es »Das Gemeinwesen in Kosmischer Intelligenz«. Hierzu sollten Frauen an
ihren Männern den Ereignissen von Seele (spirituelle Psychosynthese) sowie schöpferischer
Visionen in universeller Geistlichkeit mehr Wichtigkeit beimessen, anstatt sich auf deren
nationale bzw. multinationale materielle Interessen zu konzentrieren; dann wären Männer
der heilsamen Schöpfung der Frauenwelt gegenüber uneigennütziger und verständnisvoller
und offener. Wie viele Unglücke und Leid in der Welt könnten dadurch verhindert werden!
Das Ego vieler Männer ist so gerissen, dass sie die Kosmische Vision zu ihrem eigenen
Nutzen verdrehen. Männer müssen jetzt bereit sein, im Dialog der Frauen die Machtverhält-
nisse unserer Zeit zu akzeptieren, und Diener und analytische Priesterheiler der Frauen sein.
'Echte Frauenberufe sind jene Berufe, in denen die Seele zu ihrem Recht kommt' (Edith Stein);
dabei ist es der visionäre Geist der erleuchteten Seelen, mit dem »Die Mutter der Barmher-
zigkeit« (mythologisch 'Die unbefleckte Empfängnis') das Antlitz Unserer Erde erneuert.
Von den Dimensionen zerstörerischer Macht und dem Reich der Schönheit
‚Es gibt reine Welten oder befleckte Welten, oder reine Welten mit befleckten Teilen, oder
befleckte Welten mit reinen Teilen‘ (Kegon-Sutra 34.37). Mit anderen Worten: (I) Ruin und
Zerstörung breiten sich aus, wo femininer Unglaube über unreligiöse Männlichkeit herrscht;
(II) im Bann der Psyche, in „gläubigem“ Trotz, ungestillten Begehren, wogt der Geschlech-
terkampf der ‚Leidenschaften, Sünden und Lüsten‘; (III) emotionale Ebene (die Liebenden):
das göttliche Männliche herrscht über das heilige Weibliche; (IV) schöpferische Energien in
planetarischem Bewusstsein: das Kulturell-Kreative dient dem Wirken spiritueller Frauen.

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Der Mann im Mond 'Im Nordmeer lebt ein Fisch mit Namen Kun. Dieser Fisch verwan-
delt sich in einen Vogel namens Peng. Wenn der Vogel sich erhebt und fliegt, dann um-
dunkeln seine Flügel den Himmel wie Wolken. Wie ein Wirbelwind fliegt er unendlich
in die Höhe. Dann macht sich der Vogel auf, um zum Südmeer zu fliegen. Eine Wachtel
und eine junge Taube lachen über Peng und fragen: welchen Sinn macht es, so unendlich
hoch zu fliegen, um dann nach Süden zu ziehen? Dies eben ist der Unterschied zwischen
groß und klein!' (Schöpfungsgeschichte des Zhuang Zi; in: Udo Lorenzen / Andreas Noll, Wandlungs-
phasen der traditionellen chinesischen Medizin V Wandlungsphase Wasser 8.2.9. 'Die Tiergattung des
Wassers'; Müller & Steinicke 2000). Neigen sich Männer vor ihrer Spiritualität nicht 'gen Sü-
den', in heilendes Bewusstsein planetarischen Gewahrseins, aus dem rezeptive, kulturelle
Schöpferischkeit erwächst, verbrennt ihr Strahlensog das humane Leben auf Mutter Erde.
American Farming – a mary can farming Fehlende Geistigkeit führt zur Domestizierung
'schlechter Männer' [Ochsen vor dem Pflug; Eseln an Futterkrippen] wie zum patriarchalischen
Herrschen über Frauen; gesellt sich Frauen-Rivalität aus Leidenschaft hinzu, erschafft es
Ungleichheit und ein Ungleichgewicht auf Erden. Gleich Lotosblumen, die aus Schlamm
erblühen, und umso herrlicher blühen, weil sie aus Schlamm erblühen, gibt erst 'Himmel-
fahrt und Wiederkehr' dem Weiblichen Lotos Kraft, über den Wassern der Weisheit sein
Parfum zu entfalten in Harmonie (nam-myôhô-renge-kyô) mit dem Universum. Dazu muss
'nicht-verbrennendes Licht' eines Mannes 'Dorngestrüpp' (Exodus 3:2) erleuchten, sonst ver-
glüht sein Begehren die Erde, und Schwerter tyrannisieren die Welt. Dann allerdings kann
das Weibliche seinen Glauben nicht wiederfinden: ohne Bhakti Yoga verliert der Kosmos
des Femininen seine lebensspendende Heilenergie; dem Volk gehen die Lebensmittel aus;
mangels kreativer Imagination, aus Devotion zur Hierarchie, wird der Wasservorrat immer
knapper (Sure 7,160-161). Damit verlieren die Seelen ihre Freude Liebe zu geben, der Eros
erscheint als Last eines Zwangs; Frau und Mann wirken nicht mehr zusammen: Das Werk.
Heiliger Liebeshort – Den ihr verehret, Werdet ihr schauen. (Goethe, Faust II, Chor der Engel)
Willst du dich selbst erkennen, so wisse o Frau, dass du aus zwei Dingen geschaffen bist.
Das eine ist diese äußere Hülle, die man Leib nennt und mit dem äußeren Auge sehen kann;
das andere ist jenes Innere, das man bald Seele, bald Geist und bald Herz nennt: dies Innere
ist dein wahres Wesen (nach Al Ghazali, Das Elixier der Glückseligkeit). Lerne: Die Stimme der
Stille im Spiegel deiner Seele und das Fassen seelischer Schönheit Kultureller Männer sind
Wesensbestimmungen der Frau – der kulturellen Seele gilt das Recht, angeredet zu werden
mit „Oh Du!“. Die Kulturell Kreativen verleihen den Frauen das schöpferische Leben auf
Erden, im Mangel daran erwachsen Kümmernisse. Anhand des Märchens 'Frau Holle und
die Goldmarie' mag ich dirs deuten: Das Herz der Frau gleicht einem tiefem Wasserbecken,
in das Männlichkeit sich ergießt – doch kann Wissen, das aus dem Innern, vom Herz der
Erde wie ein Springquell aufsteigt, nicht aufströmen, solange das weibliche Herz nicht frei
ist von all jenem Ungeist, der von außen einstürmen will, den Hauch des Todes im selbstbe-
zogenen Gewissen tragend, um einer Welt sein Gift vom unkulturellen individuellen Leben
einzuzwingen. Wenn Marie will, dass 'das Goldene Wasser des Lebens' beseligend aus dem
Blütenkelch des Herzens emporquillt, sodass von göttlichem Bewusstsein das Männliche
zu seiner Seele geführt werden kann*, so muss die Jungfrau zuerst, durch Liebe zu 'ihrem
geliebten Herrn' (Mk 12:30), die Wasser Adams ganz daraus entfernen und den schwarzen
Schlamm, den Evas Begehren seit der Vertreibung aus dem Paradies mit sich gebracht hat,
ganz heraus tun; dann mit der Seele Scham in sich alle anderen Zuläufe noch verstopfen,
welche 'die reinen Welten mit befleckten Teilen, oder befleckte Welten mit reinen Teilen‘
(Kegon-Sutra 34.37) verbinden. 'Fru Holle ihr Bett machen' bedeutet, den Grund der Quelle
im Paradies aufgraben, damit reinster Springquell, der aus dem Inneren des Beckens auf-
strömt, in Herabkunft 'aus dem Mund Gottes das Wort spricht' (Mt 4:4), das gesund macht.
*
Eine positive Macht wird negativ, wenn sie mit einer Macht konfrontiert wird, die ihr
ähnelt, aber in einem noch größeren Maße positiv ist (Rasa Shastra, Hazrat Inayat Khan 1938).

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Solange Frauen nicht von den höheren Energien ihrer erweckten Seele "begeistert" sind,
haben sie keine Macht die Menschheit zur Humanität zu bewegen. Denn während das
unerleuchtete Weibliche die Energien des Männlichen – seinen grobstofflichen Trieb und
feinstoffliches Begehren (Eros) – ausbeutet, vergisst es den wirklichen Frauenverstand
[Unterscheiden von Recht und Unrecht (Gen 2:9)] und seine wirkliche Intelligenz als 'Der
Baum des Lebens'. Dieses Vergessen ist auf den Einfluss zurückzuführen, den das Männ-
liche auf den Organismus des Weiblichen ausübt. Frauen verwirklichen erst ihre wahre
Position, wenn sie von allem materiellen Drang sowie Verliebtheitszwang befreit sind –
einschließlich der Vorstellung, in jeder Hinsicht mit einem 'Gott als Mann' eins zu werden.
Dem Manne geht seine innere Vision aus der äußeren hervor; aber wenn ihn "die Göttin"
blind gemacht hat, und er ihr folgend sein Herz nicht mehr an den geistigen Lehrer verliert,
sind all seine Tätigkeiten – mögen diese auch noch so bedeutend sein – für den Erfolg so-
genannter 'ehelicher Liebe' nur verschiedene Arten von Niederlagen; denn das Ziel männ-
lichen Lebens, die Schaffung der KRONE der Frau durch »Das Antlitz«, wird durch dies-
bezüglichen 'fruchtlosen Nonsense' nicht erreicht. Komplementär, an das Weibliche lässt
sich sagen: Der Leib der Frau ist dafür gemacht, aus dem magdlichen Gebundensein des
Daseins frei zu werden; doch solange die Frau Ihren Herrn nicht geboren hat, sondern aus-
schließlich auf jene bedingte Stimme im Innersten hört, welche sie zum geschlechtlichen
Zeuger drängt, wird Ihr Geist, der bestimmt ist 'Heilige Dreifaltigkeit' zu offenbaren, in-
dem Er die spirituellen, liebenden Gefühle ihres Herzens erweckt, vom tosenden Strudel
der Materie überwältigt und im Leib – gleich einem goldenen Sarg – eingeschlossen sein.
Den Männern ist der Dienst der Versöhnung im Dialog aufgetragen Es häufen sich
natürlich erkennbare Zeichen, die darauf hinweisen, dass die weibliche Natur, wie sie
heutzutage tatsächlich ist, vom materiellen Männlichen vergewaltigt, sich in einem Zu-
stand der Entartung befindet. Die Folgen zeichnen sich in der zunehmenden Unfähigkeit
der Frauen ab, Tatbestände entsprechend ihrem wahren Wert innerlich aufzunehmen
und zu beantworten. Dienst der Kulturell Kreativen könnte die Dringlichkeit erwecken
mit der die Geschlechter zusammen notwendig nach kulturellem Menschsein streben.
Das planetarische Bewusstsein ordnet sich gemäß dem Ausmaß der Sehnsucht innerster
Werte gemäß den religiösen Idealen der Menschheit; alle unsere clevere Vernunft muss
zuvor im Licht der Verzückung, in spiritueller Resorption aufgehen, damit unsere Persön-
lichkeit den Herausforderungen dieser Motivation gerecht werden kann. Erst dann bilden
die gewahrsamen Heilkräfte der Liebe (alpha-Wellen) die Brücke zum Gewissen, dem unter-
scheidenden Intellekt (theta-Wellen), begnadet von überpersönlichem Willen (delta-Wellen).
Ohne heiliggemäße Frauen-Charakterlichkeit, der Schöpferischen Spiritualität der Männer
ergeben, bleiben unsere Seelen von materiellen Trieben beherrscht in einem Eros-Ethos
von Welt-Religionen, die sich bekämpfen gleich kriminellen Banden von Schimpansen.
[Keine andere Religion als die jüdische hat in der Großen Mutter 'Gott ist die Liebe' er-
kannt und zugleich in Erostrieb (Adam) und Verliebtheit (Eva) den Menschen als elend.]
Beischlaf der Vernunft Seelenlose Männlichkeit überträgt eine Bewusstseinsgestaltung,
die eine Mischung aus mentalen Gedanken und Meinungen, spirituellen Kräften, vitalsten
Wünschen, Trieben und Begehren ist, auf den weiblichen Organismus. Dieser verfinsterte
Seelen-Einfluss vermischt sich im brodelnden Kessel ungeläuterter Weiblichkeit mit den
psychischen Launen der materiellsten Träume und es zerschmelzen die wohlmeinendsten
Bemühungen einer Frau in ihrem Streben nach etwas Höherem; dies bringt das männliche
Gehirn zur mentalen Ideenbildung von dubiosem Charakter: "Religion", die, selbst in ihrem
Idealismus, ohne Mitleid und in einem verhängnisvollem Irrtum befangen ist. Im weiblichen
Unten aber lässt eine Gischt ihren Schaum von Gefühlen, Empfindungen, Sentimentalitäten,
im dynamischen Enthusiasmus der vitalen Schichten aufwallen und unter lebhaftesten Reak-
tionen der physischen Seite, unter Erschütterung und Erregungen der Nerven und all ihrer
Sinne erwacht, in erbarmungsloser Glut, die Leidenschaft eines herrschenden Ungeheuers.

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II. Planetarische Ökologie – Frauensache, denen Männerseelen dienen

Music and its Philosophy will become the Religion of Humanity (Hazrat Inayat Khan)
Wie Sittlichkeit die Folge von Anbetung ist, so manifestiert sich Ethik in der Erfahrung
von Musik. Dadurch, dass jede Schwingung eines Archetypus einem anderen Ton ent-
spricht, entsteht in der Kombination dieser Schwingungen, und dadurch, dass sich die
Schwingungsmuster spontan einander zuordnen, Musik: Melodie und Rhythmus, Harmo-
nie und Takt bilden den Moment, in dem Menschen innere Erfahrung haben. So rührt es,
dass lebendiges Gemeinwesen (koinonia) vom Glauben zur Gewissheit führt. In diesem
Moment, wo die Wahrnehmung entsteht, entsteht und endet Religion (Bhagavadgita 18:66);
daher ist die Seelenzeit der Männer heilbringender als Beten und Meditieren zusammen.
Diese Musik entsteht ohne einen Dirigenten – einzig und allein durch die Synchronizität.
Synchronizität ist, im Frieden der Großen Mutter von der Großen Göttin zu träumen, beim
Aufwachen Sie am Fenster seines Herzens zu sehen, zufällig von der 'Frau ohne Schatten'
zu lesen, zu guter Letzt noch von einem Freund von 'seelenvollen Siegesbotinnen' (Ps 68:12)
auf dessen Retreat-Gebiet zu hören – und das alles am selben Tag: das ist Synchronizität.

III. Women-Universel-Global-Ethics »Ihre Majestät Notre-Dame«

Die Situation der Familie auf dem Planeten erfordert jetzt, in Liebe Umstände zu forcieren,
die Ordnung gegen die Unordnung durchzusetzen und Achtung vor dem Geistigen zu ver-
langen. Aus Selbstlosigkeit entfaltet sich der Großmut weiblichen Fühlens zu einem energi-
schen Eingreifen in die verfahrene Situation der Geschlechter, Generationen und Völker zur
Wiedergutmachung. Dabei ist es der intellektuelle Glanz, der die Erhabenheit von Großher-
zigkeit auslöst, jene himmlische Emotionen, in dem sich weibliches Fühlen „ein getrenntes
Individuum zu sein“ auflöst; eine Weisheit, in der Frauen die Schöpfungsordnung entdecken
(Sure 30,30) und die Absicht dahinter, nämlich dass der ganze Zweck des Lebens die Liebe
ist – göttliche Liebe. Doch das bedeutet auch, tatsächlich zu lieben und nicht nur über Liebe
zu sprechen. Denn Weisheit, als Evolution des Lebens, lässt sich nicht erklären. Es liegt den
Männern jenseits begrifflicher Vorstellung, und den Frauen jenseits religiöser Vorstellungen.
Liebe: Seelenzeit der Männer für den Schöpfungsraum der Frauen
Männer, die in heutiger Zeit in ihrem Leben den seelenvollen hingebungsvollen Dienst
an den Frauen aus Furcht vor Ego-Schmerz vermeiden, haben mehr verloren als jene er-
leuchteten Frauen, die, indem sie sich selbst verlieren, alles gewinnen. Männer vegetieren
in Präexistenz, wenn sie lediglich nur mit Körper, psychologischem Denken und Fühlen
und Einem spirituellen Willen operieren, nicht aber Seelenzeit geben und mit hingebungs-
vollem Herzen für das Planetarische Bewusstsein der Frauen arbeiten; solche Männer ver-
lieren zuerst alles, bis ihnen zuletzt auch ihr Selbst, das hingebungsvolle Herz, aus den Hän-
den gerissen wird. Die Wärme der Atmosphäre der Kulturell Kreativen – Rama, durch die
Anziehungskraft seiner heilenden Atmosphäre; Shiva, durch die durchdringende Wirkung
seiner geistlichen Stimme; Buddha, durch die Appelle seiner erleuchtenden Worte; Krishna,
durch die Bilder planetarischer Visionskraft – alles kommt aus dem Schmerz des Herzens.
Der schmerzliche Verlust von Sex-Libido, psychischem Eros und spiritueller Macht macht
hingegen das Herz jedes Mannes lebendig, das Herz eines Mannes lebt nicht, bis es diesen
Schmerz erfahren hat. Die Seele heiliggemäßer Frauen ist alles Licht; alle Dunkelheit auf
Planet Erde wird durch ungelebte Seelenzeit der Männer verursacht. Das Herz der Frauen,
das einst voller Bitterkeit war, wird, wenn es durch hingebungsvolle Seelenzeit der Männer
gereinigt wird, zur Quelle aller Güte: alle Taten der weiblichen Güte entspringen daraus!
Die Sprache der Frauen ist in Wirklichkeit Gemeinsame Zeit: Seelenzeit in Raumzeit. Dank
ihr können Frauen mit der Natur kommunizieren. Nicht Göttinnen, kein Allah als Beobach-
ter, sondern Die gemeinsame Zeit aktualisiert die Potentialität eines Universalen Friedens.

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Warum halten wir Dialog? oder anders gesagt, warum sind die Beziehungsgesetze der
Liebe ohne den Dialog unergründlich? Dafür gibt es mehrere Gründe. Als erstes macht
Der Dialog den Frauen klar, dass es auf dem Niveau ihrer eigenen Seele etwas zu lernen
gibt – durch 'learning by teaching', und zwar bevor an „Beziehung“ zu denken ist. || Als
zweites bezeichnet das Wort Dialog ja 'eine mündlich oder schriftlich geführte Rede',
gemeint ist hier das Gespräch zwischen Ehepaaren – der Gegensatz wäre 'der Monolog',
also das Gespräch einer Frau mit sich selbst oder einer anderen Frau. Dialog setzt somit
'das Gespräch zwischen Mann und Frau' voraus, und dabei besteht zwischen den Seelen
und den Heiligen Schriften eine tiefe Verbindung. || Der wichtigste und verständlichste
Seelengrund für den Dialog aber ist: das Erbarmen – dieses seelische Gesetz kann jedoch
nicht verstanden werden durch rationale, psychische oder spirituelle Moralen. Einzig und
allein unsere lebendigen, kulturschaffenden Seelen erinnern daran, dass es 'ewige Gesetze
und Wahrheiten' gibt, und dass wir nicht gedanklich „hart arbeiten müssen“, um Neue Ethik
zu verstehen: wir brauchen nur das Gespräch seelischer Gewissen allen hörbar zu machen.
Ohne Seelenfunktion, innere Emotionen eines Psychoanalytischen Christentums 'aus uns
heraus eigenartig zu wachsen, Vergangenes und Fremdes umzubilden und einzuverleiben,
Wunden auszuheilen, Verlorenes zu ersetzen und zerbrochene Formen aus uns nachzufor-
men' (Nietzsche, Vom Nutzen und Nachteil der Historie) „entsteht in uns Frauen in der Begegnung
mit dem Islam ein Chaos fremder, uns nur zugeströmter Reichtümer, die wir nicht zu be-
wältigen, nicht zu assimilieren im Stande sind, und deren Mannigfaltigkeit daher das Ein-
heitliche und Organische unserer Persönlichkeit schwer gefährdet. Wir werden zum passi-
ven Schauplatz durcheinander wogender Kämpfe der Juden, der Muslime, der Christen,
in denen sich die verschiedensten Gedanken, Stimmungen, Werturteile unaufhörlich befeh-
den; wir leiden unter den Siegen der Einen wie unter den Niederlagen der Anderen, jedoch
ohne imstande zu sein, unser Selbst zu ihrer Aller Herrn zu machen“ (Lou Andreas-Salomé).
Das Erwachen der Religion unseres Herzens vermag der Menschheit Heilung bringen
Der Himmel hört nicht auf, Segensströme auf den Planeten zu senden, um selbst Männer
mitzureißen zum 'Dialog der Frauen' hin. Jene priesterlichen Männer, die bereit sind, diese
Ströme aufzunehmen, dürfen nicht mehr warten, sondern müssen sich an das Große Werk
machen Eine Kulturelle Ethik der heiligen Weltreligionen zu schaffen. Der Tag, an dem
daraus Frauen endlich ihren Dialog verwirklichen, wird schönster Augenblick der mensch-
lichen Geschichte sein. All diese Milliarden, die unnütz in Rüstung und Spionage gehen,
können dann für Erziehung und Kulturelles Wohlbefinden verwendet werden. Die gelebte
Vision der innersten Intelligenz unserer Herzen wird unserer Erde Heilung geben. Mögen
wir noch so sehr "spirituelle Lösungen" in Betracht ziehen, es gibt nur eine einzige: welche
Schwierigkeiten auch entstehen, welche Anstrengungen auch zu machen sind: wir müssen
mit den Funktionen der Kulturell Kreativen den Ethik-Dialog der Frauen zustande bringen.
Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur
Traditionelle Familien lösen sich auf in die Geistige Familie,
der 'Kirche für alle und für alle Kirchen' als Erzieherin Einer
Gemeinschaft der Menschen. Die vom Feuer des Spirituellen,
Himmlischen Vaters und Kosmischer Mütterlichkeit gesandte
Persönlichkeit des Botschafters (Apg 17:30-31) dient der Selbst-
verwirklichung der Universellen Frau, der heiligen Schwester
der Weisen Frauen, das ermutigende Ziel neuer ganzheitlicher
Persönlichkeitsentwicklung jüngster spiritueller Meisterinnen,
jene Hüterinnen eines Dreifaltigkeits-Tempels für alle Tempel,
deren erleuchtende Heiligkeit in der Lage ist, den fundamenta-
listischen Heeren militanter Androkratien Einhalt zu gebieten.
Princess Noor-un-Nisa Inayat Russische Fürstin * 1. Januar 1914 Vysokopetrovsky Monastery, Moskau
G.C., M.B.E., Croix de Guerre † 13. September 1944 Dachau

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Unsere Übereinstimmung mit dem Gesetz von der Bewegung der Sterne: Eine Welt ohne
Chaos, Kriege und Krankheiten in Frieden und Wohlstand Frauen sollten in Männern
den Willen zur Mitwirkung am Gemeinwesen wecken, denn fehlt Männern die Seele, ihre
Hingabe zum humanistischen Gemeinwesen und zu kulturellem Wesen, entsteht aufgrund
von selbstherrlicher Egozentrik ein falsches Bedürfnis nach Freiheit. Daher liegt das Ge-
heimnis der Meditation nicht im spirituellen Willen, sondern in der Sehnsucht der Seele.
Sind Männer kulturell-kreative Seelen wandelt sich das schlechte Selbstbild der Frauen auf
natürliche Weise zur weiblichen Vollkommenheit, und auf das spirituelle Wohlergehen der
weiblichen Persönlichkeiten folgt sodann unser materielles Wohlergehen ganz von selbst.

IV. Die Institution von Heirat und Scheidung

Maria bei Elisabeth Die Absicht, als Mensch geistig in Wirksamkeit zu treten, kann
sich nicht realisieren, ohne die Vorstellung der Dharma-Tätigkeit selbst, die jene geistige
Liebe freisetzt, die uns befähigt, den Zweck unseres Lebens zu erfüllen – diese aber ist
nichts anders als die Form der hervorzubringenden 'schöpferischen vollkommenen Per-
sönlichkeit' selber. Fehlt die Synthese höherer und innerer Intelligenzen, drängen intellek-
tuelles Verstandeswissen und Beauty-Bewusstsein die Jung-Frau in eine gefühlsmäßige
Blockierung hin zur melancholischen Haltung eines psychologischen Komplexes. Zwar
wird in echter Frömmigkeit die Frau 'von glühendster Andacht und seligster Verzückung
ergriffen' (Bernini, L'Estasi di Santa Teresa), dennoch ist anbetungsvoller Glaube allein nicht
hinreichend; unentbehrlich ist die spirituelle Praxis. Das Erwachen menschlichen Geistes
bedarf der Schülerschaft, einer Disziplin in majestätische Führung, denn die Entfaltung
der Seele ist rein persönlicher Natur und je nach Persönlichkeit völlig verschieden. Wir
projizieren auf »Gott« Ideale unserer Vollkommenheit. »Das Wort« in der Vorstellung
erweckt sich im Spiegel der All-Möglichkeit unserer Seelen; damit spiegelt sich auch der
psychische Zustand eines anderen Menschen in unserer Seele. Die Jungfrau muss 'heim-
suchen' (Lukas 1:39), Zuflucht nehmen, sein in die Weise, wie Sie Vollkommenheit ist:
„Sie, die alle Dinge schaut, schaut mich an, dass Er mich aufnimmt in sein Sein.“ Einfach
nur Seelen-Ideale imaginierend evozieren, hoffend 'Er' zu werden, reicht nicht aus; Jung-
Frau Mignon muss sich im anderen Selbst sehen. Geistiger Fortschritt ist, die Resonanz
mit der Stimmung 'Notre-Dames' aufzusuchen. Ihr Blick ist die Hohe Kunst, die frau sein
könnte, wenn frau wäre, was frau sein könnte: der Kosmos im Werdeprozess als Sie selbst.
Die Hauptgründe, warum die Moral 'Protestantismus' so erfolgreich ist, kann man von
den invasiven Gartenameisen lernen: „Sie können ganz viele neue Königinnen produzieren,
ohne auf andere angewiesen zu sein, und sie sind viel besser darin, Futter [ihre Männer]
heranzuschleppen.“ Denn wenn eine einheimische Ameise einen Brocken findet, müsse
sie erst im eigenen Nest Hilfe holen, erläutert die Ameisenexpertin: „Das können dann
sehr lange Wege sein. Die invasiven Gartenameisen besorgen sich dagegen einfach im
nächstgelegenen Nest die Transportkräfte. Deswegen sind die unglaublich erfolgreich.“
Der Mütter Einordnung in die geistige Hierarchie statt ihr Herrschen über Töchter
Dass Männer ihre Persönlichkeit (ihren Willen, ihre Bequemlichkeit, ihren Vorteil)
wandeln, um geistige Quellen der Frauen Globales Bildungsinstitut zu sein, bedarf einer
geheilten, sich selbst wiedergefundenen, glückseligen Weiblichkeit; dies erfordert von
Frauen 'demütige Einordnung in die klösterliche Hierarchie', statt 'leiten von Projekten'.
Engel sollten aufhören, Ideen von Müttern zu folgen, die hierarchisch unter ihnen stehen,
dann verlieren sie, und sie sollten wissen, dass weltliche Frauen stets die Fassung verlie-
ren, wenn sie von jemandem kritisiert werden, der in der geistigen Welt über ihnen steht.
Im Schatten der Sonne Frauen erwerben ihr Wissen von der Erde. Was aber letztlich alle
Seelen erweckt, kommt von den Erkenntnissen von den Himmeln: wenn der Mond völlig
in den Schatten eintaucht, den die von der Sonne angestrahlte Erde in den Weltraum wirft.

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Konsumorientierte Politik unterstützt ein Streben nach Vergnügung, Macht, Rivalitäten
Gottes Ego-Herrlichkeit, konträr zu heilenden Kräften Einer Seele. Jetzt müssen Engel
aus Erkenntnis schöpferischen Wirkens mit der Rose lächeln, mit den Bäumen sprechen,
Wasserbächen und Bergen, der Menschheit ihren Traum schenkend: Es ist der weibliche
Mann (Krishna-Stärke auf dem x-Chromosom), Maitreya, der Genius im planetarischen
Bewusstsein, von dem Männer wieder lernen, kulturell geistvoll zu sein; es ist die Himmels-
tochter, 'Schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium', (mit Schwäche auf dem x-Chromo-
som), die den Frauen Persönlichkeitsentwicklung aus der selbstlos tätigen freudigen Seele
lehrt; und es ist die Große Mutter, die 'den Polsprung der Erde' verkündet: „Gott ist die
spirituelle Intuition der Frauen, denen Männer zu folgen haben“ (vgl. Bhagavad-gita VII,9).
Von den vier Entwicklungsstadien zur Vollendeten Femininen Persönlichkeit – aus Liebe
Mit der Essenz aus männlichem Feuergeist, der Inspiration von universaler Erkenntnis in
globales Gewahrsein (Joel 2:18), entwird der materielle Geist der Frau, psychische Leiden-
schaften und irdische Süchte "trocknen weg", sodass sich der Funke Kosmischen Wissens
leicht entzünden kann. Alsdann wird der Körper ruhig, das Bewusstsein wendet sich nach
innen, dem Geliebten zu, das Herz erfüllt von religiöser Inbrunst und Hingabe. Sanft er-
wächst die innigliche Erwiderung zur neuen Identität als Frau aus dem männlichen Geist
in planetarischem Bewusstsein. Besteht anfangs noch gewisse Unterscheidung zwischen
der weiblichen Form und dem formlosen Geist des Mannes, schwindet letztlich alle Dua-
lität, und die Morgenröte erstrahlt zu universaler Verantwortlichkeit. Doch einzig in der
Männer negativen Macht vermögen die Frauen freimütig zu reden, wie es ihre Pflicht ist.
Eine Frau braucht keinen Mann, um 'Christus' zu sein. Braucht sie "die Eucharistie", die
schöpferische Kraft von Gottes ewigen Moment in Sein globales Gewahrsein, um Ihrer
tiefsten Sehnsucht zur schöpferischen universalen Verantwortlichkeit Leben zu schenken?
Lob der Engelscharen, wunderbarer Glanz all des Geheimen Die Große Mutter ist nicht
ohne den Genius [Cultural Creatives], noch der Genius ohne die Große Mutter, weder die
Große Mutter noch der Genius ist ohne Große Göttin, oder die Große Göttin ohne sie beide.

V. Lebensformen – Die Frau als das Gewissen des Mannes

Sportveranstaltungen waren das soziale Prestige römischer, serial-monogamer Politiker.


Sieg des Champions bedeutete die Freiheit zu Zeugung und zu Ruhm und Luxus für den
immunstarken wie den mental-kulturell orientierten Mann, oder er musste sterben (Joh 19:7)
bzw. in Frühpension gehen. Die Olympische Idee festigt die Vielfalt der Staaten der Welt,
doch einzig die spirituelle Realität gebiert planetarische Einheit. Sind jetzt spirituelle Zu-
sammenkünfte die Notwendigkeiten 'matriarchaler Heilerinnen' (Ma-Tria-Arche) für ihre
Töchter und Söhne? Politische Psychoanalyse führt bis zum gewissen Grad zu dem Ethos
'Sittlichkeit', doch bedarf 'globale Ethik' eines tiefen Tauchens in den Ozean Des Lebens,
das Geburt und Tod unterliegt sowie den Änderungen unterworfen ist; gleich einer Luft-
blase in einer Meereswoge, die durch nichts anderes hinweggenommen wird als durch Ihre
eigene Quelle und Ihr ursprüngliches Sein: Die Universelle Frau handelt in Wissenschaft-
lichkeit und Vernunft und dennoch mit devotionalen, inner-idealistischen Herzens-Emo-
tionen in ihrem spirituellen Wesen! Ohne Erkenntnis ['Gleichmut und Liebe' hinsichtlich
einem Misslingen oder Erfolg] bleibt jenes kindhafte Konkurrenzdenken, sich entweder
als Einzelkämpferin zu sehen oder sich im Männer-Libido-Eroswahn mehr oder weniger
nachhaltig zu verstricken. Wird „Liebe zum Vaterland“ stärker als 'göttliche Sehnsucht',
so verschlingen die weltlichen Ambitionen alle Offenbarungen der Elëusa. Folglich wird
»Neue Ethik« im Vorfeld jeder Diskussion bewusst missverstanden bzw. für wirtschafts-
politische, "religiöse" Frauenmachtziele instrumentalisiert [das Aufzwingen von Gedanken
ist ein schweres Vergehen (Agni Yoga, Bruderschaft §151), 'eine Rede, eine Gegenrede, und
das wahre Leben vorbei' (Hugo von Hofmannsthal, Andreas)] – daher ist 'Das Heilige' geheim.

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Transkulturelle Synthese multigenerationaler Geschlechter Die Fülle materiellen Lebens
saugt uns ein, wie die Wirkung ihre Ursache, gleich Makrophagen, jene Fresszellen unse-
res Immunsystems, die schädliche Elemente zunächst neutralisieren, indem sie diese ver-
schlingen (vgl. Hinduismus: 'Göttin Kali'). 'Doch der Mann wird nicht mehr der einzige Herr
sein, denn die Frau wird kommen, um das Zepter zu ergreifen; was sie denkt, werden die
Menschen tun. Denn es wird für Menschen eine zweite Geburt geben.' (Joh. von Jerusalem,
Vision 35-36). Da der Seele Leidenschaft im Gegenpol zu egomanischer Lust auf Komfort
keine materiellen Gewinne bringt, zögern wir, mit der Ehrlichkeit verinnerlichter spiritu-
eller Loyalität von jener Fülle unseres Lebens Gebrauch zu machen, die im Erleben einer
'Auferstehung' den Ausblick auf unser aktives geistiges Leben und Lehren vorwegnimmt.
[Den Frauen ist nicht ersichtlich, dass 'ein Problem' unsere Welt-Gemeinschaft belastet:
Müssten nicht Väter mit der vollendeten Aufrichtigkeit Eines Gewissens, vermittels der
Herzen ihrer Töchter, beschließen, nie wieder in die Torheit zu verfallen, durch Finanzspe-
kulation sich gegen visionäre Planetarische Schöpferischkeit {Herrschaft des Gesegneten}
aufzulehnen und weder als Gebot noch als Verbot 'das Recht des Königs' zu übertreten?]
Frommsein förderte ein Denken von „Gott, da oben, und wir als miserabler Wurm hier
auf Erden“. Spiritualität spricht vom 'Menschen als Zustand von Gott'; allerdings sitzen
heutzutage esoterische Führer und "Priesterinnen" in einer Klasse, die versucht willigen
Menschen lediglich devotionale und spirituelle Dimensionen beizubringen neben großem
psychologischen bzw. psychotherapeutischen Know-how. Wird nunmehr 'Religion', das
ethische Prinzip in kulturellem Geist, hinter den Entspannungstechniken ignoriert, dient
solches 'interreligiöse Meditieren' als Faktor zum Erfolg für ungerechtfertigte Zwecke.
Ist unsere Kultur nicht 'die aufrichtig erweckte Seele', bleibt alles 'die Unmenschlichkeit
und das Absterben von Gefühlen und Mitgefühl in einer von Kriegen versehrten Erde vor
Augen führen' ohne jede Resonanz. Ohne das Ideal zur menschlichen Kultur in planetari-
schem Bewusstsein wird es keine Schöpfung von Liebe geben: Ursachen für gewaltsame
Konflikte in der Welt werden sich vervielfachen – selbst spiritualisierte Männer werden
unter Frauenmacht brechen, wie grazile Weingläser unter den Gesängen starker Soprane.
Der Palast der Spiegel 'Der Hingebungsvolle Glaube trägt die Wolken über der Unter-
scheidungskraft, jene Spiegelschicht, die der Mensch Himmel nennt. Die für die Sonne,
den Mond und die Sterne vorgesehenen Stellen sieht man durch sie, wie man irgendwel-
che Gestalten im Spiegel sieht, so dass die Menschen meinen, sie sähen ihre wirkliche
Gestalt. Denn vom aufrichtigen Verlangen des gläubigen Menschen geht ein Gedanke
aus, der sich auf den fruchtbaren Nutzen richtet, der gute Werke hervorbringt. Er berührt
deren Lebenskraft, damit sie vielfache Früchte der Heiligkeit trägt und die Herzen der
Menschen zum Himmel emporhebt, so dass sie nach ihm seufzen und von ihm gestärkt
werden. Denn solange der Mensch im aufrichtigen Sehnsucht zur Frucht seiner guten
Werke strebt, verlässt er das Irdische und heftet sich so an das, was oben im Himmel ist,
sodass er ganz verwandelt erscheint, als ob er kein Mensch wäre.' (Hildegard von Bingen).
Die vier Könige des Kartenspiels Des Mannes Ideal offenbart seine Seele: der Mann, der
nur an sich selbst interessiert ist, ist karo-Bube, die Buddha-Seele, Phönix; wohingegen
herz-Bube, ein Mann, der seine Interessen auf seine Familie und Umgebung ausgedehnt hat,
größer ist: Shiva-Seele, die Schildkröte; jener, der sein Ideal noch weiter zu seiner Nation
ausdehnt, ist pik-Bube, die Rama-Seele: der Drache 'Dynastie'; der sein Ideal in die Welt
im Ganzen ausdehnt, ist die Krishna-Seele, das Einhorn: der kreuz-Bube. Ohne das höchste
Ideal, das unsterbliche spirituelle Selbst in sich zu verwirklichen, ist Männlichkeit in allen
diesen Fällen begrenzt und nicht in der Lage jenen Geist der Betrachtung von den höchsten
Höhen zu geben, den Frauen zur Läuterung ihres Herzes benötigen. Es bedarf keines höheren
Ideals als das spirituelle Ideal, denn wenn 'Die Buben-Trümpfe' dieses Ideal in ihrer Vision
halten, kann die Heilkunst in ihre altruistischen Seelen herabströmen, zu jenem Frieden der
»Kulturell Kreativen«, der die Erfüllung der Sehnsucht der Frauen nach Freiheit begründet.

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VI. Polygamie (Caprice de Dieu)

Die Gefahr, die von Islamismen ausgeht: fromme Devotion entflammt Eros, das Suchen
nach dem anderen Geschlecht; mit der Religionszugehörigkeit geschieht der Erwerb von
Heirats-Erlaubnis, damit verbunden der politische Entschluss zur Polygamie; mit dem lust-
vollen Verlangen in den Geschlechtern wächst Anhaftung, die Begeisterung, das Besitz-
denken; eben dies bringt den Geiz hervor: Wachen über den Besitz. Daraus entstehen 'das
Ergreifen von Stock und Schwert, Zank, Streit, Missbrauch und Lüge' (Mahanidana Sutta) –
das 'laissez faire (tantra), laissez aller (tao)' befreiter Spiritualität verwandelt sich im Sun-
niten-Schiiten-Konflikt vor unseren Augen in den Aggressor endloser schmutziger Kriege;
die Clanmitglieder streiten untereinander (Bhagavad-gita I.26), wer das Gottesdienst-Fest-
spiel 'sacred-music-festival' (Sure 2:285) leiten und damit Mohammeds imposantes Werk
deuten darf. Manch Sufis liegt die Täuschung zugrunde, dass die physio-psychologischen
Naturgesetze von Vater und Sohn die Erklärungen einer Kulturellen Menschheit seien.
Manche Völker sagen: „Scheidungen sind das Resultat von außerehelichen Beziehungen:
Polygamie kann die Gesellschaftsprobleme unserer Zeit lösen; sie soll als Alternative zur
Scheidung gelten, die Familien zerstört und Kinder verwahrlost!“ (Philip Kilbride). Scheiden
tut sich voneinander, was nicht zusammen in den Himmel wächst (Hl. Plotinus), "Islam" ist
nicht zur Scheidung die Alternative, "jiddisch-bleiben" missachtet Buddhismus & Vedanta.
Selbst wenn eine Frauen-Gemeinde gänzlich 'jiddisch-katholisch und Buddha' wäre – der
potenzielle Schaden durch Polygamie rechtfertigt eine Einschränkung der "Religionsfreiheit".
Die Menschheit ist eine ganze Einheit, als ein wirtschaftliches System, welches sowohl
in psychischer Selbstlosigkeit der Frauen als auch in spiritueller Indifferenz der Männer
kulturell voneinander abhängig ist, indem Männer die geistlichen Diener ihrer spirituell-
wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Frauen sind. Dies erkannt zu haben, könnte die
Menschheit befreien und »Das Goldene Zeitalter der Schöpfung« auf Planet Erde auslösen.
Quantenphysikalische Analogie Man muss die Polygamie als den Gipfel der heidnischen
Verworfenheit und Sünde bezeichnen 'sie ist Gewalt, Kälte und Rücksichtslosigkeit im
Umgang der Geschlechter, sie leugnet in direkter Weise den Plan Gottes' (Johannes Paul II);
andererseits ist es 'der Gesetzlose, der Degenerierte und mental Unfähige, welcher unter
einem System der aufgezwungenen Monogamie gezüchtet und multipliziert wird (Hazrat
Inayat Khan). Der Konflikt zwischen Polygamie und Monogamie bedeutet: Krieg zwischen
Sunniten und Schiiten, zwischen Ost und West. Betrachten wir die Religionen, die die
Existenz Gottes als 'Die Liebe' annehmen, so sagen alle grundsätzlich, dass wir Liebende
sein sollen, und dass wir unsere Bitten an Gott richten müssen, dass es in 'Gottes Hand'
liegt, was geschieht – trotzdem müssen wir uns in einer anständigen und religiösen Weise
verhalten. In den Lehren Buddhas findet sich die Überzeugung, dass sich die Dinge nicht
einfach verbessern werden, wenn man „einen Gott darum bittet“, sondern, dass wir selbst
den Akzent auf unsere eigenen Anstrengungen, auf unsere eigene Arbeit setzen müssen.
Gesundheit und Krankheit aus kosmischer Sicht
"Positive Männer", solche mit starkem mentalen und spirituellem Ego, lassen sich, von
planetarischem Bewusstsein aus betrachtet, als 'geistig krank' (d.h. falsch positiv, nationa-
listische Kriege auslösend) diagnostizieren, "negative", welche im Gemeinwesen seelisch
heilend aktiv sind, als gesund; komplementär könnten 'gesunde Frauen' "falsch negativ"
sein, d.h. im spirituellen Sinne sich als krank ausweisen (Terror der Armen verursachend).
Wenn Männer ein Leben voller Arbeit und viel Erfolg bevorzugen und sich überhaupt
nicht um die Erweckung der weiblichen Seelen kümmern, bleibt den Frauen nichts anders
übrig, als Leben in größtmöglichen naturfrommen Vergnügen zu fristen und evtl. noch
Männern deren spirituelle Entfaltung, 'bis zum Tod für Volk und Vaterland', zu fördern. –
Was die meisten erfolgreichen Menschen für sich als "vollkommen" betrachten, könnte
sich, kosmisch gesehen, als 'schlecht und unglücklich' für die ganze Menschheit erweisen.

70
R. Women-Universel-Global-Ethics

The Confraternity of Women-Universel-Global-Ethics


Um eine solide Basis für die Erkenntnis zur Neuen Ethik, und damit Abwesenheit von
Krieg auf Planet Erde, zu schaffen, muss sich das Denken völlig unserer Seele anpassen,
sonst entflammen Konflikte und es erheben sich Widersprüche: universelle Priesterschaft
bringt religiöse Frauenschaft auf die Erde, gleichwie nur seelenvollste Schwesternschaft
spirituelle Männer zum kulturellen Dienst in den Dialog der Frauen zu bestellen vermag.
Die Große Mutter und Weltreligionen Unsere Zeit lässt sich als großer Augenblick im
Leben des Menschheitsglaubens begreifen. Es ist der Zeitpunkt gekommen, alle Religions-
Theorien neu zu fassen. Die klassische Theorie von Religion als einer tatsächlich existie-
renden Einheit, welche auf einem Volk liegt wie eine Perle in einer Perlenkette, ist nicht
mehr zu halten. Wir können unser Interesse nicht mehr in gleicher Weise auf 'schwache
Männer', Ortsbestimmungen (Rom), oder eben auf 'die erstarkten Söhne spiritueller Väter'
richten, wie wir es bisher getan haben. Etwas noch Schöneres gebiert das gesamte System.
Vom schöpferischen Zusammenwirken der Geschlechter
Wenn dergestalt Frauen die verletzenden wie zerstörerischen Aspekte der Sexualität inner-
halb einer spirituellen Ethik mit priesterlicher Segnung (Universel) heilen, werden sie die
höheren Ebenen »Eines allumfassenden Wesens« entdecken, die den Einstimmungen jenes
Bewusstseins auf den erhabenen Sphären des Universums entsprechen, welche wir 'Gott'
(orth.) zuschreiben, und sich mit diesem Niveau identifizieren. Dann nicht Den Geist recht
zu nutzen und als die Nahrung und Arznei zum Ertrag der Erde zu genießen, zerstört eine
Würde des Kosmos und dessen Bewohner. 'Es gibt keinen Zwang in der Religion' (Sure
2:256). 'Religiöse Menschen' sind jene, die sich "gezügelt" haben – mit Der Frau, die von
Gott her 'im Herrn geboren ist' – und die durch ihr Handeln das göttergesichtige Gemüt
'göttliche Erbschaft' entwickelt haben; deshalb ordnet sich alles von selbst und es braucht
keinen Zwang mehr. Dies ist das für die Masse nie erreichbare Ideal geistiger Anarchie
(griechisch: Abwesenheit von Herrschaft durch Einzelne), die Aristokratien der Seele: die höhere
Ordnung. Frauen leben ohne auf den Schrei der Erde zu hören, Männer ohne die Existenz
Gottes zu sehen. Und dies war, in Übereinkunft mit dem Geist unserer Vorfahren, unsere
Schulung im Mutterleib. So kann letztlich nur unsere persönliche Entfaltung auf dem Weg
spirituellen Dienens zu wirklichen Verbesserungen der Verhältnisse auf der Erde führen.
The Power of Holiness in Community overcomes power of spiritual-isolated-processes
Wie Heilige Schriften aus alter Zeit prophezeiten, leben wir heute im Zeitalter der Großen
Täuschung. Das Kali-Zeitalter ist, wie es heißt, ein umdunkeltes Zeitalter, in dem Menschen
ihre selbstsüchtigen Ziele verfolgen; dabei wird gemogelt, getäuscht und manipuliert. Eine
'interreligiöse Spiritualität' nimmt sich die Frau in ihrem Kampf um die Existenz ihrer Seele
und spielt sie aus gegen den areligiösen Mann in dessen Todeskampf in seinem Eros. Aus
diesem Schlamassel werden Frauen herausfinden müssen; doch werden es religiös-authen-
tische und spirituell-unabhängige Frauen sein, die Liebe, Kraft und intuitives Unterschei-
dungs-vermögen besitzen, sich gegen eine 'Patriarchen-Prägung' bewusst durchzusetzen.
Von der Heilung der weiblichen Seele durch den Dienst seelenvoller Kulturell Kreativen
Nur ein seelisch zuvorgekommener, vorausgesetzter, sich nach Erfüllung der weiblichen
Seele sehnender, hingebungsvoller selbstloser Dienst der Männer ist imstande, das Innerste
Weibliche aus den Bereichen seiner Ichprojektionen hin zum wesentlich Eigenen Frau-Sein
zu führen, um zu erkennen. Seelenlose Liebe Spiritueller zur Unterstützung der femininen
Persönlichkeit führt zu narzisstischen Ichgestaltungen, die vom Gemeinwesen entfremden;
wenn wir dies nicht ändern, müssen wir kommenden Generationen erklären, was uns geritten
haben mag, dass wir in der Beziehungsfrage der Geschlechter keine religiöse Lösungen an-
bieten, sondern 'Gottes Ego' gegenseitig so lange verstärken, bis Ehen auseinanderbrechen.

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Von der Hoffnung auf das Schöne 'Das Schlechte' ist nur für das heilige Gemüt – 'im
Sinne einer Bodhisattva, die keinem Mann gehört oder keinen Mann braucht' – erkennbar;
das sogenannte Böse verrät sein Geheimnis nicht: das Fehlen des 'Gewissens, das erkennt'.
Es ist 'Die Universale Kirche der Frauen', die die Neue Ethik lebt; und sie kann nicht als
isoliert gedachtes System gelehrt werden. Die Menschheit braucht diese undogmatische
neue Einheit in der Welt, die 'außer dem jeweiligen Objekt immer auch die experimentelle
Anordnung enthält, mit der das Objekt beobachtet wird. Objekt und experimentelle Anord-
nung bilden eine neuartige Ganzheit, die wegen der Wechselwirkung zwischen den beiden
keine weitere Unterteilung zulässt, die zu einer Beschreibung dessen führen würde, was
am Objekt wirklich passiert.' (Erhard Scheibe, Die Klassiker der Naturphilosophie, Gernot Böhme
(Hrsg.), Beck Verlag 1989, S. 376). Sie bewirkt 'stimulierte Emission' (Albert Einstein) für jene
Teilchen, die sich bereits im angeregten Zustand befinden, und jetzt durch die Begegnung
mit dem Licht dazu stimuliert werden genauso auch Licht auszustrahlen. Auf diese Weise
entsteht der Organismus jener Netzwerke, die den Planeten transfigurieren und erleuchten.
Das Leben der Menschen hängt vom Zustand ihrer Seelen ab Die Konditionierungen unseres
Planeten zu einem Chaos-, Kriegs- und Terrorwillen sind in der Tat nicht von Männern
verursacht worden, obwohl letzterer Expansionsdrang geschäftlich auf dem bestens Wege
ist, Den Sinn zu zerstören. Selbst wenn Männer mit schöpferischem Blick 'Die Stimme der
Stille', die Akasha-Atmosphären ihrer Seelen wären, und vollkommen frei von psychologi-
schem Begehren, physio-sinnlichem Spaß und spirituellem Eros – der Frauen begeisterte
Sehnsucht zur geistigen Freiheit von Körper, Herz und Seele vermag die Menschheit zu
höherer Evolution führen! Dazu müssen Männer ihre 'Seelenzeit' darbringen, den Frauen
geistlich-seelisch zum Dialog verhelfend, sowie »heilsam in Küche, Hof & Garten« sein.
Vom Wesen des Dialoges und seiner politischen Bedeutung 'Nicht durch unser Wohnen
auf dem Heimatboden, nicht durch unsere leibliche Berührung in Handel und (einem spiri-
tuellen) Wandel, sondern durch ein geistiges (seelisches) Anhangen vor allem sind wir zur
Gemeinschaft verbunden. Hierdurch unterscheiden sich europäische Nationen von jenem
nach außen mächtigen amerikanischen Staatswesen, in dem wir eine (friedensstiftende)
Nation in diesem Sinne noch nicht zu erkennen vermögen. In einer Sprache (dem Dialog)
finden wir uns zueinander, die völlig etwas anderes ist als bloßes natürliches Verständi-
gungsmittel; denn in ihr redet Vergangenes zu uns, Kräfte wirken auf uns ein und werden
unmittelbar gewaltig, denen politische oder spirituelle Institutionen weder Raum zu geben,
noch Schranken zu setzen mächtig sind, ein Zusammenhang wird wirksam zwischen den
Geschlechtern, wir ahnen dahinter ein Etwas waltend, das wir Einen Geist (der Kulturell
Kreativen und Weisen Frauen) der Völker und Nation zu nennen uns getrauen.' (Hugo von
Hofmannsthals Rede vor dem Auditorium Maximum der Universität München, am 10. Januar 1927).
Die gleiche Instanz, die beim Durchschnittsmenschen im Mittelalter kollektiv die totale
Übereinstimmung mit einem alttestamentlichen Weltbild forderte und wissenschaftliche
Aspekte als „Ketzerei“ verdammte und unterdrückte, fordert heute im 21. Jahrhundert die
totale Übereinstimmung mit 'Ratsherren-Moral und spirituellem Vater & Sohn-Weltbild'
und schließt 'das Gemeinwesen als Subjekt kultureller Schöpfung' als Priesterbetrug aus.
Wenn wir das Geschehen in Europa, den drohenden Krieg unter den Völkern beobachten,
muss es eine Antwort, einen Ausweg geben: Es muss den »Europäischen Dialog der Frauen«
geben, wo Frauen nicht nur an sich, an einen kontemplierenden Organismus, oder wie patri-
archalische Männer denken, sondern an der ganzen Menschheit interessiert sind: die Mensch-
heit, Frauen und ihre Kinder, sind die Frauen und ihre Kinder, im Westen wie im Osten.
Dass überhaupt eine Friedenskultur in der Menschheit entsteht, dazu müssen jetzt Männer,
mit ihrer Inneren Stimme, im individuellen Ausdruck seelischen Geschehens, den Frauen
geistig dienen; sonst wird sich spirituelle Interreligiosität als Träger moralischen Lichtes
proklamieren und Bürgerkrieg, Nationalismus und Weltkrieg entfachen, in Ausschließung
all dessen, was jenseits "gottbezogener" Intelligenz liegt: Bruder- und Schwesternschaft.

72
Frauen sind die Seele selbst – Schmetterlinge, die warten ihre Flügel auszubreiten; doch
werden sie fromme Raupen oder spirituelle Heuschrecken (Mt 3:4) bleiben – den narziss-
tischen und den sexuellen Missbrauch ihrer Person verheimlichen, verleugnen, sich selbst
und andere beschuldigend – wenn sie nicht, statt ihr eigenes Opfer zu sein, als spirituelle
Guides auf den individuellen Seelencharakter der Männer einwirken und Bedingungen
schaffen, in denen sie ihre eigene Persönlichkeit in Planetarischem Bewusstsein gestalten.
Astronomen melden, Schwarze Löcher könnten gierig alles in sich hinein schlingen, was
ihnen zu nahe käme, während andere komplette Galaxien von größeren Systemen aufge-
saugt werden, um neue Galaxien zu gebären. Manche Sterne bersten durch gegenseitige
Schwerkrafteinflüsse, wenn sie sich zu nahe kommen; gleich Organismen der Tiefsee er-
nähren sie sich von dem, was "von oben" herabfällt; 'gerät der Astronaut hinein, ermöglicht
dies dem Partner ins Unendliche zu entweichen. Elemente, die die Verteidigung passiert
oder durchbrochen haben und dem Zentrum sehr nahe gekommen sind, werden eliminiert,
indem sie in das Vakuum des Meeres, der Abgrund Gottes, eingesaugt werden. 'Ich warte
auf den Riss von oben in der grauen Decke, durch welchen ich hineinsehen kann in die Un-
endlichkeit' (Max Beckmann) – Männer brauchen spirituelle Praxis, doch dann gilt es 'im Er-
barmen von oben' ein Gefühl für das Ganze zu entwickeln. Durch Planetarisches Bewusst-
sein, die Erfindung Buddhas, werden Männer schöpferisch. An der universalen Existenz
der Frau Anteil habend, müssen Männer ihr eigenes Sein in die schöpferische Existenz, im
Vorhinein (!), eingebracht haben: nicht 'Vermenschlichung des Universums' bestimmt die
nachhaltig Liebenden, sondern eine Schöpferischkeit durch Himmel und Erde bestimmt sie.
Ein Mann, der von der Frau nimmt, bevor er ihr Schöpfergeist geben kann, wird Sklave
jener Frau, die ihm 'die fleischliche Begierde' brennt und den Dienst seiner Seele wegflutet.
Wenn er sich ihr unterwirft und sie anhimmelt, gibt sie alles, was sie hat; doch indem sie
ihm Lust ins Leben gibt, schafft sie den Segen des Himmelreiches beider hinweg – es baut
an der Zerstörung der Welt: 'Angst, Kummer, Unruhe' erzeugen den Tod (Römer 6:19-23).
Würde Weiblichkeit sich zum Bekenntnis erheben, dass nicht Sex, sondern Heiligkeit auf
'den rechten Pfad' des kulturellen Geistes führt, könnten Männer das Schöpfungsgeheimnis
der Zeugung, den Heiligen Gral erkennen, der von der Qual des materiellen Erbes befreit.
Wohl üben alternde Frauen Kritik an der Gesellschaft. . . doch anstatt wirklich berufene
kulturelle Lehrerinnen zu sein, den geistigen Pfad weisend, bleibt man in Altersfrommheit
hangen, pflegt weiterhin in seinen Kindeskindern die Vorstellung 'vom Glück eines wohl
organisierten, vernünftig eingerichteten Ehelebens' (siehe 'Die Amme', in: Frau ohne Schatten).
Die Liebe offenbart das Geheimnis, das die Liebe bewahrt. Das Problem für Männer ist,
durch eine schöpferische 'erbarmende Spiritualität' den eigenen Beziehungspunkt so herzu-
gewinnen, dass er quasi negativ-schöpferisch zum Beziehungspunkt künstlerischen Frauen-
Welt-Geschehens ist. Dies könnte unseren durch Frauen-Entscheidungen geschaffenen Pla-
neten vor dem Schicksal bewahren, an dem übermächtigen Beziehungsgefüge, mit dem Völ-
ker sonst in Konflikt kämen, zu zerschellen. Das Männliche muss sich durch kontemplative
Meditation, 'Verherrlichung Seines Heiligen Namens', aus sich hinaus steigern und in das
Seelisch-Schöpferische hinein fortsetzen; daher rührt seine rechte Weihe in der Beziehungs-
frage, sowie auch sein reines Gewissen zu Seiner Herzenssprache: die Schöpferische Idee.
„An jedem Ort, wo zehn Männer vom Rat der Gemeinschaft sind, darf nicht unter ihnen
ein Priester fehlen. Man bete nicht das Schemal Israel [„Hört, mein Volk!“] mit den dazu-
gehörigen vorangehenden und folgenden Segenssprüchen, trete nicht als Vorbeter auf,
spreche nicht den Priestersegen mit erhobenen Händen, lese nicht vor aus den Heiligen
Schriften, nicht anschließend aus dem unbekannten Propheten, veranstalte keine Trauer-
feier, spreche nicht den Hochzeitssegen und veranstalte keinen gemeinschaftlichen Tisch-
segen mit Nennung des Gottesnamens, wenn weniger als zehn Männer anwesend sind –
denn gemeinsam sollen sie essen, gemeinsam Lobsprüche sagen und gemeinsam beraten.“
Die Gemeinderegel zum Abendmahl (Symposium), Der Talmud, Megillah 23a, Qumrantext 1QpHab

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Lob den Männern An Lebensvitalkraft und Lebensfülle, genießerischer Zielstrebigkeit und
Organisationsvermögen, am Rhythmus, mit großem Elan und Beschwingtheit, mit festem
Willen zu Paternalismus und sieghaftester Kampfkraft zum Hotelwesen [Genussehen], mit
Lehrfähigkeit, spontaner Entschlussfähigkeit und Instinktwissen, bei Naturverbundenheit und
transzendentaler Besinnung zu spirituellem Aufstieg, unter Großzügigkeit, Gnade und schein-
heiliger Hilfsbereitschaft – an dieser Überheblichkeit der Männer entzündet sich der geistige
Hochmut der Frauen und in Überbegeisterung, Ablehnung und Machtstreben tönt es: „Ethik
ist für 'Adam und Eva' eine Illusion. Ethik ist für unsere Wirtschaft ein Alptraum, und für den
spirituellen Orden schlecht.“ Nur den Kulturellen Männern ist die Ethik nicht übernatürlich.
Oh Mann, wo auch immer du auf Erden bist: „Sei einfach zufrieden mit dem, was auch
immer du hast und wer auch immer du bist! Lediglich mit der geringen Zeit deiner ange-
sammelten Verdienste kosmisch-charakterlichen, seelischen Wesens solltest du nicht zu-
frieden sein. Wenn du dich zu Frauen nicht länger trügerisch verhältst, kannst du deine
schädliche Haltung ihnen gegenüber aufgeben: so beginne damit, ihnen zur Entfaltung
ihrer Seele in jeder erdenklichen Form zu nützen! Indem du praktizierst, was Frauen zur
Erweckung ihrer Seele und zur Vollendung als spirituelle Persönlichkeit hilft, erlangst
du deine 'Silberkönigin', das Erwachen deines menschlichen Geistes. So lange du glaubst,
der Handelnde zu sein und dass die Dinge 'wirklich' sind, so lange sind Gebet und Vereh-
rung nötig. Wenn du aber, von Leidenschaft und Begehren getragen, vorgibst, das Herz
eines kulturellen Menschen zu haben, bevor du deine Seele erweckt hast, werden deine
Gelübde zu einem Gräuel und du machst deine Frau zur second-hand-Geschäftsfrau.“
Im Alten Rom schrieb Cicero in 'Vier Reden gegen Catilina': „Gleichwohl gibt es gar
manche in dieser Versammlung von Senatoren, die, was bevorsteht, entweder nicht sehen
oder, was sie sehen, nicht wahrhaben wollen“ (I.30). Heutzutage muss man sagen: Es gibt
viele Frauen in diesen Versammlungen von "Weisen Frauen", die, was einer Menschheit
bevorsteht entweder nicht sehen oder, was sie sehen, nicht wahrhaben wollen , sondern, sich
an psychischen Macht von Vätern und Söhnen labend, weiter „Taufen“ und im Verbund
mit den Töchtern sich an göttlicher Heilkraft spielender Enkelkinder betrinken. „Die den
lebendigen Tod organisieren und die Seele auf dem Altar einer Lüge schlachten: wahre
Kultur kann in solch stickiger Luft nicht leben!“ (Aurobindo, Savitri, The Descent into Night).
Vom kommenden Zorn der Frauen gegen die kriegerische Weltlichkeit ihrer Männer
Ethik ist eine Interpretation der kriegerischen Welt zu den Bedingungen der kulturellen
Gemeinschaft. Befinden sich Männer im Niedergang der Kraft spirituellen priesterlichen
Denkens, dem Dienst ihrer Seelen an der Gemeinschaft, so wird die Psyche der Frauen die
bürgerliche Position, starr und furchtgebietend. Denn die weibliche Seele ist so geschaffen,
dass sie sich nur Einem frei und vollständig unterordnen kann: dem schöpferischen Geist.
Daher evozieren selbst bester Wohlstand, Sex und Ruhm früher oder später weiblichen
Zorn, welcher, offen oder versteckt, gegen jede männliche Dominanz in der Welt rebelliert.
Ohne implizites Fühlen und Denken kann es keinen heilsamen Dialog unter Frauen geben;
und keine Schöpfung schaffende 'Bruderschaft der Männer', ohne dass nicht die einzelnen
Konfessionen über die Sterne aufgestiegen sind. Kennen wir die Ursache von Leid, können
wir 'den Gott der Männer' verstehen; doch nur wenn wir selbst kulturelle Schöpfung geben,
lässt sich die Große Mutter unter den Frauen erkennen. Aus komplementären Geschlechtern
bildet sich, in der Einheit religiöser Ideale, der Menschheit kulturelle Gemeinschaft. Denn
wenn Frauen in eigener seliger Erfahrung sprechen, wie jetzt ihre Gefühle sind, gibt dies
Gleichgesinnten praktisches Lernen in das Herz, um die gleichen Erfahrungen zu machen
wie die im Ich involvierteren Frauen. Anders gesagt, der Dialogkreis erklärt sich aus der
Erkenntnis, dass einzig 'im Schauen eines Gegenüber sich dem Erkennenden das Wesen
erschließt' (Martin Buber). Die Bodhisattva im Zentrum stellt jedes Wesen mit sich auf die
gleiche Stufe, so vermögen Frauen aus der Kapazität Ihrer Seele Furchtlosigkeit, Freude
und Mitgefühl entfalten; dergestalt offenbart sich: »Eine Solidarität zur Großen Mutter«.

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Wenn das bedingte Liebesleben einer Frau zu Ende geht, dann ist sie so bewegt und so
verzagt, wie ein Vogel, dem man die Flügel abgeschnitten hat. Sie merkt es erst einmal
allein für sich: 'dass ihre physische Kraft nicht mehr ausreicht, und es nicht mehr geht,
und dass ihre erotischen Ansprüche, die sie an sich selbst stellt, um den Mann an sich
zu ziehen, nicht mehr funktionieren…' Dann denkt sie sich: „Lieber höre ich auf, anstatt
dass die Leute sagen: »O Gott, sie liebt noch immer!«“ Der Zorn der 'Königin der Nacht'
wird so, in meditativer Bescheidenheit, in den 'Tanz um das Goldene Kalb' ritualisiert.
Doch sie erkennt auch ihre Dummheit, zu viel geliebt zu haben, ihr kostbares Potential,
in Eitelkeit und Geltungssucht glücklich lieben zu dürfen, einfach an die Welt verschleu-
dert zu haben, der Beeinflussung zur 'Kommerzialisierung der Frau' folgend; eine Folge,
dass weder Unterscheidungskraft noch der universale Wille spirituell entwickelt waren.
Genau hier ist die Chance für den Wandel, dass die Weisen Frauen nunmehr den jungen
Frauen offenbaren 'wie sie sein könnten, wenn sie wären, wie sie zu sein vermögen.' Die
Menschen werden nicht Religion verstehen, bevor sie sich nicht selbst verstanden haben.
So wie der Mensch Gott verherrlicht, so verherrlicht Gott Ihn, damit das Werk die Künst-
ler verherrlicht, und Engel loben: 'Gott verherrlicht sich in Ewigkeit.' Auf die Geschlechter
bezogen bedeutet dies: So wie die Frau 'die Heilige Jungfrau' verherrlicht, so verherrlicht
'die Kosmische Mutter' sie. 'Der Sohn im Vater, der Vater im Sohn' ist Pfad der Männer:
'Vater, ich habe dich auf der Erde verherrlicht, jetzt verherrliche du mich' (Johannes 17:4-5);
'Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt!' (Ps 2:7). Jungfräulich geboren als 'reiner
Gottessohn' meint die direkte Kreativität des Universums, die wunderbare Empfängnis
intuitiver Offenbarung. Dies Omega des Männlichen ist von den 'Boten' geweissagt als
das Alpha des Weiblichen; was aber nicht den heiligen Zeugungsakt meint, in dem Gott
die Stelle eines Mannes einnimmt, sondern jenen schöpferischen Neuanfang, in dem sich
die 'Messiashoffnung' auf eine Weise erfüllt, dass gerechte, geheiligte, heilende Frauen
'Gottes Herrschaft' verwirklichen, was zugleich die Erwartungen aller Völker erfüllt. Es
sind jene Frauen, in deren Mitte eine 'junge Frau' nicht mehr „Feindin“ genannt, sondern
'Gott mit uns' gerufen wird, da sie das Heilige Ideal, 'von Gott begnadet und ohne jede Bei-
wohnung empfangen', als ihre Seele geboren hat. Eine größere Ehrung der Frau, auf diese
Weise Tempel (Lk 17:21) zu werden, ist nicht vorstellbar. Männer-Spiritualität, das auf die
eigene Person bezogene, egoistische Leben, ohne ihr Alpha, die das Weibliche schützende
sittliche Gemeinschaft, endet im geistigen Tod: 'man trennt sich, isoliert sich, sondert sich
von den anderen ab, und das ist der Tod' (Aivanhov) aus dem kein kulturelles Leben blüht.
Das scheinbare Sterben des Körpers ist die wirkliche Geburt der Seele; dabei muss dem
inneren Tod [die Auflösung der Erde zu Wasser] in das Zentrum seines Wesens hinein –
'Devotion zum Herrn': 'aufgenommen in den Himmel', einer Engelwerdung des Herzens
entgegen – der äußere Tod folgen, der Seele Feuergeburt in die Leere, jenem abstrakten
Verstand der Nächstenliebe, die unserer konkretisierten spirituellen Natur die Türe öffnet
zur 'Freude des Schönen Götterfunkens', des reinen Geistes planetarischen Bewusstseins.
Auf der spirituellen Ebene des Herzens erscheinen der Christen Religionen (katholisch /
evangelisch), die ihrerseits falsch bzw. richtig zu sein scheinen, beide richtig, jedoch nur
auf der Ebene eines 'planetarischen Bewusstseins menschlichen Geistes' werden Dinge,
die auf dem Niveau spirituellen Bewusstsein höchst ungerecht erscheinen, gerechtfertigt.
Dies ist die Botschaft, die uns Menschen in unserer Zeit gegeben ist: Ethik, die höchste
objektive Wahrheit, die sich dem Geist erschließt, ist die Form des Gemeinwesen-Tuns.
Dialogue and the Art of Listening – Heilung der Geschlechter in komplementärer Religion
Psychose verhindern, dass Weisheit entsteht – Heilmittel ist die Liebe der spirituellen Per-
sönlichkeit der Frauen, in der Männer 'Verherrlichung Seines Namens' erwecken. Emotio-
nale Verschleierung über Bruderschaft ist die Neurose von Männern – Heilmittel ist das
Mitgefühl, die dialogische Kultur der Männer, in welcher der Frauen Seele erwacht. Indem
Frauen sich der Seelen-Bezogenheit der Männer öffnen, finden sie ihren religiösen Geist.

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S. Healing – Awakening of Womanity

Zur Offenbarung des Geheimnisses der Beziehung zwischen Geist und Körper, müssen wir
die Ursprünge des Organismus 'Gemeinschaft der Geheiligten' untersuchen. Die Liebe der
Göttlichen Mutter vereint sich selbst und die von ihr zusammengebrachten Menschen 'gu-
ten Willens' (Lukas 2:14) zu einem vollständigen Ganzen; dabei entspricht die Freundschaft
des Ganzen zur göttlichen Mutter dem Inneren Prinzip der Schwesternschaft Notre Dames.
Die Elf Frauen – Von der Sunna des Propheten Und die elfte Frau erzählte: Mein Mann ist
Abu Zar. Eines Tages verließ er unser Haus. Es war zu der Zeit, als die Milchschläuche
zur Butterherstellung geschleudert wurden. Er begegnete einer Frau mit zwei Knaben, die
Geparden glichen und mit Granatäpfeln spielten. Da schied er sich von mir und heiratete
diese Frau. Und ich heiratete darauf einen angesehenen und großmütigen Mann, welcher
ein vorzügliches Pferd ritt und immer eine Lanze mit sich führte. Er machte mir gar viele
Geschenke, er gab mir von allen Weidetieren ein Paar und sagte: „Frau, iss! o Umm Zar,
und trag Sorge um die Deinen!“ Doch selbst wenn ich alles zusammenrechne, was er mir
gegeben hat, so kommt es doch dem unbedeutendsten Utensil, das Abu Zar mir schenkte,
nicht gleich.“ Da ergänzte Aischa zu ihrem Bericht: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen
und Heil auf ihm, sagte zu mir: Oh Aischa, ich bin zu dir wie der Abu Zar zu Umm Zar!“
Der Dialog – Gefühl der Beschämung – als Notwendigkeit zur humanen Persönlichkeit
Spiritualität ist die Verherrlichung Gottes Namens als Persönlichkeit. Dialog hingegen
ist, charakterlich Rechenschaft über all das abzulegen, was der Mensch in seinem Leib
und im Leib des anderen getan hat, über alle Taten, alle Gedanken, alle Gefühle und
Emotionen, alle gefassten Vorsätze, über jedes gesprochene Wort, sei es gut oder böse.
Dabei ist heiliges Empfinden der Scham notwendige Eigenschaft: 'Der Sünder schämt
sich in Anbetracht der Liebe des Erlösers' – dies geschieht vor den Engeln und Heiligen.
Ohne Initiatische Läuterung verstehen 'Frauen im Ich-Bewusstsein' die intuitiven Aus-
sagen einfacher Männer einfach nicht. Da es ihnen daran fehlt in das Bewusstsein des
anderen wahrhaft einzutreten, „verstehen sie nicht“, und fühlen sich zudem zutiefst ver-
letzt. 'Fromme Frauen' konfrontieren sich selbst für gewöhnlich im Dialog als „befleckt“,
von Scham überwältigt sind sie völlig sprachlos. Erst von Tätigkeit ihrer Seele schuldbe-
freit, sind Frauen in der Lage, Beziehungsfähigkeit mit „die Ehe ist im Herrn“ zu erklären.
„Du hast deine Ehre befleckt und dein Ehebett entweiht, und so hast du Zorn über deine
Nachkommen gebracht und Klage über dein Ehelager“ (Sirach 47:20). Neue Ethik können
jene Frauen lernen, die noch erröten, wenn sie eine „Befleckung“ ohne Wissen gemacht
haben; nicht aber jene, die, wenn sie sich wissentlich „beflecken“, gar nicht mehr schämen.
Mit anderen Worten: Kein Mann ist frei zur Schöpferischkeit, der dem Körper und der
Psyche einer Frau dient; oder komplementär: Es gibt Frauen, die unter Schmach und Ent-
ehrung nicht leiden; besser aber sind Gewissensbisse, anders wird es immer Kriege geben.
Eine umfassende Neue Ethik ist nur so zu erreichen, dass die Große Göttin in gebührender
Weise über das religiöse Weibliche und das spirituelle Männliche herrscht und zugleich die
Kulturell Kreativen und die Göttliche Mutter in angemessenem Umfange zu Worte kommen.
(nach Klowski, Mythos und Logos in Homers Odyssee, in: Dialektik von Mythos und Logos, Ffm 1980).
Von der Bedeutsamkeit spiritueller Männerträume für das Kulturelle Gemeinwesen
Durch Krieg lässt sich die Verseuchung des Gemeinwesens eine Weile zurückdrängen,
nicht aber für immer ersticken. Wenn daher Iblis aus den Völkern fortstürzt und die
Seinen ('die bösen Engel') mitnimmt und auf spirituellem Terrain die übrigen Schiff-
brüchigen von allen Seiten zusammenliest und um sich schart, wird nicht nur der Un-
glaube, der sich schon im Gemeinwesen entwickelt hat, sondern auch Wurzel und Keim
alles Verderbens ausgelöscht und vertilgt werden. (Cicero: Vier Reden gegen Catilina). Mit
dichterischem Wort gesagt: „Der Gärtner verwendet die Dornen zum Heckenmachen.“

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Die Geschichte von der Geburt der Kultur Die Töchter sind gegen das geheiligte, und
ihre Mütter gegen das kulturelle Leben. Und so herrschen im sozialen Leben 'hurerische
Elemente' sowie 'Grundzüge einer Verliebtheit' vor, die den Männern die Bedingungen
für ein Voranschreiten zum Ausdruck ihrer Seele in 'wahrer Universalität und Göttlich-
keit' unmöglich machen. Dies bedeutet den Genien aber in ihrem Geist einen derartigen
Schmerz, dass es in ihnen, unter Tränen, im "Erseufzen des Mangels", 'aus tiefer Not em-
porschreit' zum Ursprung ihrer Schaffenskraft. Und sie mögen keine Ruhe mehr finden,
bis sie die richtigen Mittel und Wege für ein kulturelles Leben auf dem Pfad hin zum einzig
möglichen Lebensziel gefunden haben, der nachhaltigen Einheit von Frauen und Männern.
'Die Magd bringt ihre Herrin zur Welt' (Hadith) Um schöpferisch zu sein, müssen wir uns
dem Ungewohnten öffnen. Was heißt das? – Haben sich Frauen wirklich als 'Der Herr' er-
fasst und das Ihre ohne Entfremdung und Missbrauch von Macht in realer Demokratie be-
gründet 'so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Seele scheint, worin noch niemand
war: Heimat' (Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung). Schöpfung erwächst aus der Sehnsucht nach
dem ganz Anderen: Den Herrn, die multidimensional-mystische Wahrnehmung, in seinen
Emotionen haben, das Transzendentale im Blick unserer Augen, Ihn in der Ausstrahlung
unseres Leibes – dies ist, was zum Frieden erfüllt. 'Wovon wir geträumt, das verwirklicht
sich nicht. Was unmöglich uns schien, das ist möglich für Gott.' (Euripides, Alkestis, Chorus).
Heiratet, was euch an Frauen beliebt, zwei, drei oder vier (Sure 4:3) – nicht 'tatsächliche
Frauen' werden beschrieben, sondern der Mensch als Bild im Gleichnis ('Ajamida hatte
vier Frauen: Kaikeyi, Gandhari, Vishala und Riksha', Mahabharata, Adi Parva I.95; siehe Genesis
25:1; 29:23-30:9). Es liegt in der Freiheit jedes Menschen seine Dimensionen ganzheitlich
zu erfassen – ein Mensch mag mit seiner physischen und mentalen Natur verheiratet sein,
gleich einem Mann mit "zwei Frauen"; dennoch ist es notwendig zu verstehen, dass der
Mensch sich in sein Über-Bewusstsein vermähle, sowie seinem schöpferischen Unterbe-
wusstsein stets angetraut bleibt: erst dann ist der Mensch human geworden. 'Und verhei-
ratet die noch ledigen jungen Frauen unter euch und die Rechtschaffenen von euren Die-
nern und euren Mägden' (Sure 24:32-33; vgl. Psalm 147:11; Mt 6:33) ist die vollkommenste
Anweisung zur Kultur, die Wissenschaft und Religion, Spiritualität und Kunst umfasst.
Cosmic Whistleblower Psycho-Physiologie ermöglicht Frauen sich anfangs ungeheuer
stark an einen Ehemann und seine Welt anzupassen. Doch im Verachten der seelischen
Freude die Menschheit von Leid zu befreien, ist die Gewöhnung – an den Mann, Beruf,
Kind – eine nicht zu verachtende Lehrmeisterin. Kompensationsmechanismen {Überver-
wöhnen von Angehörigen bzw. eine getriebene Notwendigkeit, den eigenen Wert durch
"Christus-Beziehung zu anderen" zu bestätigen} werden gern gezeigt und ausgenutzt –
gekränkte Abkapselung, hysterische Demonstration, Krankheit sind nicht zum Schweigen
zu bringende Zeugen eines Schreis der Frauenseele vom entzogenen Geist Der Religion.
Von den drei Frauen im Dialog Die erste spricht: „Ich habe großen Spaß an meiner
Weiblichkeit, sie schafft mir Lust, Unabhängigkeit und Kreativität. Sex bringt meiner
Nation Wohlstand, meinem Manne Erfolg, und mein Sohn wird Kriegsherr, um 'zu be-
herrschen, die uns hassen' (Ps 106:41).“ Die zweite sagt nichts, sie gehorcht: „Es gehört
sich nicht für eine Frau, vor der Gemeinde zu reden“ (1 Korinther 14:35). Schließlich aber
spricht sie doch, gedrückt, leise: „Manchmal war meine Weiblichkeit mir Freude. Zwang
bereitet mir Schmerzen. Doch, es ist eben, wie es ist.“ Die dritte weint: „Ich leide, dass
ich den Sinn meiner Weiblichkeit nicht erlangt durch eines Mannes schöpferischen Geist.
Krank bin ich nun geworden. Möge mein Leiden die Männer zur Besinnung bringen.“
Mondfinsternis Menschen haben Überfluss, ich allein bin wie einer, der alles verloren hat.
Menschen sind strahlend erleuchtet, ich allein bin verdunkelt. Menschen sind von Einsicht
durchdrungen; ich allein bin traurig besorgt. Menschen haben für alles ihre Gründe, vor
ihnen bin ich dumm. Ich bin anders als die Menschen: Ich bin wie ein kleines Kind, das
noch nicht gelächelt hat, doch ich halte es wert, Nahrung zu suchen bei der Großen Mutter.

77
»Und was nützen Bücher,« dachte Alice, »ohne Bilder und Gespräche?« (Lewis Carroll).

no victory of honour
over dishonour
without dialogue

François Gérard (1798) Psyché et l'Amour


Lorenzo Lotto (1527) Die Verkündigung*
Correggio (1525) Berühre mich nicht **

* Neumond (Springflut) bewegt die Wogen des Ozeans und die Muschel des Herzens wird zu feinem Sand.
Was Tantra eigentlich meint, ist, das reiner Geist in den Mutterleib der Jungfrau Maria durch den Er zengel
Gabriel eingeatmet wird. Heilung durch den Heiligen Geist, dies ist der Atem des Lebens, der heilt und
belebt; persönliches Bewusstsein (vata-, pitta-, kapha-dosha) hingegen versucht zu flüchten, es hat nicht die
Stärke in seiner Individualität, die Edelkeit des 'Taos der Großen Liebe' hochzuhalten. ** In unvollendeter
Spiritualität werden Männer unmenschlich, je mehr sie von unerweckter Weiblichkeit in eine Eros-Bewegung
gerissen werden, in der es keinerlei seelischen Bestand mehr gibt; sie werden in ihrer Erkenntnis von
Täuschungen befreit, wenn sie dem Herrn von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen (Johannes 20:18).

IV
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy [ISSAT]

per experimentum - sine experientia nihil sufficienter scire potest


Gieße aus über uns Deine Liebe und Dein Licht – Vom Goldenen Zeitalter und dem Himmel
Männer erhalten feste Gewissheit, mit ihrer 'Gebieterin und Gott der Liebe' in Ewigkeit
einmal zusammenzusein, indem sie in 'Fasten und Gebet' (Apg 14:23) das Unterpfand ihrer
Gnade erworben haben und deutlich der Gemeinschaft die Morgendämmerung kulturellen
Geistes schenken; ebenso besitzen Frauen nun Sicherheit, dass die Vereinigung mit dem
Mann sicher erfolgen wird, da sie das Licht der Gnade eines Allheiligen Gottes – ihrer in
Hauskirche (Levitikus 19:17) mit dem Herrn vermählten Seele – über die Bereuenden aus-
gießen; denn die Qualität der Vergebung verbrennt alle Dinge außer der Schönheit der
Kulturellen Schöpferischkeit (aus Übertragung der fünfzig Worte des hl. Makarios des Ägypters).
Fehlt Psychosynthese (Sacred Art-Therapy), sind Frauen so sehr vom spirituellen Impuls
ergriffenen, ihr göttliches Wesen zu realisieren, dass es zur Rationalisierung des visio-
nären Geistes kommt. Man verlässt sich auf 'world ethos' und vordergründigen Intellekt
als ausreichende Förderinnen seines spirituellen Bemühens. Die Folge ist eine kulturelle
Wüste, die Verengung und Verarmung eines Lebens, das nunmehr mit spiritueller Macht
Raum und Gelegenheit genug findet, den Geist von Gemeinschaft zu verneinen, religiöse
Lehren zu bestreiten und heilige Gewissen zu leugnen, damit die Kulturelle Menschheit
zu entwerten und zu verurteilen, um das, 'was der Geist den Gemeinden sagt' (Geheime
Offenbarung 2:7), zusammen mit Der Religion zu verwerfen. Es bleibt nur der spirituelle
Verstand als die einzig überlebende Macht. Ist aber der Intellekt bar von seelischer Rein-
heit, kann er nur äußere Erkenntnis, spirituelle Mechanisierungen und Tüchtigkeiten an-
häufen. Doch trocknen so schließlich dabei auch die verborgenen Quellen der weiblichen
Vitalität aus; es tritt eine Dekadenz ein, die keine dialogische Kraft mehr hat, das Leben
zu retten oder neues Leben zu erschaffen. Dann gibt es keinen anderen Ausweg mehr als
Tod und Zerfall – bzw. einen neuen Anfang, der aus der alten Unwissenheit herausführt.
Komplementarität und Dialog – Farming on Interfaith-Future
Der Kosmos verwirklicht sich in schöpferischer Weise, indem wir mit anderen teilen und
zusammenwirken. Unsere Beziehung zur Menschheit verlangt von uns, mit unserem inner-
sten Seelen-Selbst von multidimensionalem Bewusstsein in Berührung zu kommen. Die
Seele trägt in sich das Potential schöpferischer Kraft; wir sind schöpferisch, wenn der uni-
versale Geist schöpferisch ist – doch bedarf es einiger Anstrengung, um diese Kreativität
zu erwecken und wirklich in Besitz zu nehmen. Denn die Natur unsublimierter Weiblichkeit
kann nicht anders, als durch den erotischen Aspekt der Männlichkeit angezogen zu werden:
dann tötet Sex die Seelenzeit des Männlichen, und die Wirtschaft der Männer zerstört den
Raum der Frauen. Was muss sich also wandeln? Der gesprächige Manager wird in Gegen-
wart noch gesprächigerer 'Frauen im Dialog' zum Zuhörer. Was zugleich aber sich wandelt
ist: in der Anwesenheit seelenvoller Spiritueller hört das selige Weibliche auf selbstlos zu
sein und wird zum Erhalter wie zum Erbauer einer Neuen Welt von schöpferischem Geist
des Männlichen. Das spirituelle Männliche spürt die Anziehungskraft des seligen Weibli-
chen zuerst, 'die Wiederkunft Christi', der schöpferische Kulturelle Geist des Männlichen
sucht immer nach dem Seelisch-Ähnlichen {Buddha als die Frauen}, um sich auszudrücken:
Es ist die Schönheit des seelenvollen Geistes als das Weibliche, dem sich die Stärke des
spirituellen Männlichen voller Sehnsucht beugt. {Welche Frau hat einen guten Mann, Der sieht
man's am Gesicht wohl an. (Goethe)} Man erwarte jetzt von Ehemännern und Vätern, dass sie
an der sittlichen Erneuerung der Menschheit arbeiten. Dies ist die Forderung lebenskundiger
und lebenstüchtiger Frauen. 'Mögen sich nun mutige und entschiedene Männer finden, die
spirituell gebildet sind und tief im Glauben stehen und von unten aufbauen. Denn alle Refor-
men müssen zu Anfang einmal in privaten Kreisen ausprobiert werden. Dazu gehören Eltern,
Gönner und Freunde.' (Edith Stein, Die Frau – Forderungen und Wege zur praktischen Durchführung).

78
U. Ethics Conference and Dialogue
Den Tempel, das Gemeinwesen als das Heilige bauen Dies geht schrittweise und Frauen
müssen natürlich bei ihrem Leib anfangen. Tempel, Kathedralen, Pagoden, Moscheen,
Musik und Rituale begünstigen zwar das Erlebnis des Heiligen. Doch als erstes müssen
Frauen ihr Grundlegendstes, ohne die Hilfe von Anbetung, konstituieren: die Felsfunda-
mente ehelicher Beziehung. Dies können Frauen nur in einem unmittelbaren Kontakt mit
'Gott als dreieiniges Wesen' finden, und zwar als ein lebendiges Wesen, eine Gegenwart.
Wenn Frauen dann Sittlichkeit ausdrücken, sollten Männer ganz still sitzen und zuhören.
Ohne Dialog können wir die Probleme der Menschheit nicht lösen 'Meditieren, Beten,
Moral, Naturbetrachten ...' wird auf Dauer Genozid und Terror nur verstärken: es geht um
Zeugung! Dialog muss von Geschäftsfrauen und ihren spirituell interessierten Ehemännern
auf den Weg gebracht werden, denn wer unter dem Schatten eines drohenden Unheils lebt,
der bemüht sich aufs äußerste; in anderer Worten: „Gottesfurcht der Anfang der Weisheit;
und einer Gefahr, die man vorhersieht, ist man bereits halb entgangen“ (Sant Kirpal Singh).
Die Menschheit besitzt genug kreatives Potential, um die Probleme unserer Zeit zu lösen;
jedoch werden »The Cultural Creatives« unseres Planeten durch ein Zuviel an aufsteigender
spiritueller Feuerkraft alternder Männer entschieden blockiert. Kühlung brächte 'Universel-
ler Gottesdienst und Dialog' – der aber, eingefangen von einer blinden Jung-Frauenmacht
(die ihren Antrieb weitgehend durch unbestimmte Ängste bei zentrovertiertem "religiösen"
Umfeld findet), ein charakterschwaches Auftreten hat. Mancherorts tönt es: „Der Schlüssel
um das Heilkräftige zu manifestieren, liegt Im Mund der Weisen Alten“ – der Einfluss aber
sogenannter 'Weisen Frauen' stagniert (durch "nervliche Anspannung" ausgepowert); genau
hier muss der Dialog »Heilung von Planet Erde« gestärkt werden und es braucht nicht nur
ein Maß von 10.000 Frauen, dass ein Wandel auf Erden beginnt: Korrektur vermittels der
'Strenge heiliggemäßer Frauen' (Geburah) bedarf der geistlichen (Universeller Gottesdienst)
und menschlichen (Psychosynthese) Hilfe spiritueller Männer – was es den Frauen leichter
macht den 'Geliebten Herrn' zu ihrer komplementären Inneren Wandlung wiederzuerinnern.
Weibliche Intuition spricht: „Durch mystische Kraft wirke ich, um die Männernatur dazu
anzuspornen, sich immer höher zu entwickeln und durch geistige Innere Schöpfung der
Welt zu helfen, Vollkommenheit zu erreichen: durch Mich!“ Und wie das mythische und
das mystische Nach-Innen-Sehen und Nach-Innen-Hören des Weiblichen der Spiegel des
geistig-schöpferischen Männlichkeit ist, so ermöglicht vorderst blinde Männlichkeit den
sehenden Frauen ihre Sprache: „Durch unseren schweigenden intelligenten Einfluss in der
Schöpfung, handelt nun Weiblichkeit nicht mehr falsch!“ dies ist den Brüdern Gewissheit.
Dialog braucht Grundlagen: sonst besteht Gefahr, dass sich neurotische und psychotische
Muster verstärken. Männer, die sich in erster Linie um ihre Persönlichkeit und ihr Wohl
in dieser Welt kümmern, werden keinen Nutzen von religiösen Unterweisungen über 'Den
Geliebten Herrn' haben, bevor sie nicht ausdrücklich ihr Wort gegeben, sich für den Schutz
des Weiblichen sowie das Wohl ihrer eigenen Seele einzusetzen. Ebenso fallen bei Frauen
mit psychotischen Schuldgefühlen Unterweisungen über 'Die Große Mutter' und 'Die Große
Göttin' auf einen ungesunden Boden: hier liegen die Grundlagen in Retreats zur Stärkung
der spirituellen Persönlichkeit, bevor überhaupt „Frau Holles Bett“ gemacht werden kann.
Von der algorithmischen Tiefe im Dialog Die in Patriarchat-Jahrtausenden gewachsene
Unzulänglichkeit des Selbstbildes »Frau« benötigt komplexe Information, um den Zustand
überhaupt beschreiben zu können. 'Komplexität braucht Zeit, um zu entstehen, Zeit, in der
Ordnung geschaffen und Information – insbesondere emotionale Information – verarbeitet
und ausgesondert werden muss, bevor sie "komplex" werden kann' (Charles Bennett). Kom-
plexität hat mit Emotionen zu tun, die nicht mehr vorhanden, doch gelernt werden müssen.
Anderes gesagt: 'Heiligkeit der Frauen' besteht nicht nur darin, das weibliche Gemüt zu be-
ruhigen, sondern Männlichkeit an jeden beliebigen Ort zu bringen, den Frauen wünschen.

79
Spiritualität vermag Persönlichkeit und Charakterbildung lehren, aber sie kann niemals
lehren, wie man mit Kunst und Poesie Ethik instrumentieren soll, weil die Instrumentation
eines von den Bildern der Seele des 'Großen Werkes' selber darstellt. 'Instrumentation ist
eine Schöpfung und Schaffen, daher ist sie ein Geheimnis, das unmöglich weiterzugeben
ist; und wer es besitzt, soll es mit Religiosität bewahren und niemals versuchen, es zu
erniedrigen, indem er es zu einer Reihe angelernter Rezepte oder Vorschriften herabsetzt'
(Nikolai Rimski-Korsakow, Grundlagen der Orchestration). Das Denken des Universums muss
sich von der Essenz einer tiefen Intelligenz des Kosmos durchdringen lassen, Ihre noch
nicht realisierten Absichten erratend so ausführen, dass die vom Universum selbst gebo-
rene Sehnsucht – die Emotion hinter der Bewegung der Sterne, die als Grundprinzip des
Werkes gegeben ist – in die Sprache der Religion übertragen, gleiche Emotionen in den
Menschen aufweckt und so das Stimmen von Seelen anstatt von Instrumenten vollendet.
Der Universale Geist, der aus der Einsamkeit Seiner göttlichen Einheit wiederkehrende
humane 'Christus', mit seinen religiösen Doppelgängern [Sankt Peter und Sankt Paulus], so-
wie symmetrisch wirkende, in die geistigen Himmel 'aufgenommene Marien', Mutter und
"Schwester" [siehe dazu: Euronyme; griechisch: 'Die weithin Geltende', die sich selbst ge-
bildet hat, die auf dem Wasser tanzt; d.h. ihre sieben Zentren als planetarische Power ent-
faltet hat], mit ihrer spirituellen Doppelgängerin, 'die Jungfrau' [mythologisch: Iris, gold-
geflügelte Gottes-Botin; sie tritt ein für die Gleichberechtigung der Frau in ihrer spiritu-
ellen Disziplin], sind die universalen, extrakulturellen Archetypen (Eph 4:11-12) unserer
Erde. So ist 'Maria' der Spiegel für das Gewissen jedes Mannes, in den er mit den Augen
der Seele schaut, und danach weiß, was er tun soll; und der 'Wiederkehrende Christus',
Erzengel der Elemente, ist sein 'Omega', Notre-Dame: die Botschaft der Heiler, Lehrer
und Propheten, die die geistige Regierung der Welt bilden, der "Ein-Klang der Glocke",
die prophetische Eingebung und die Warnung, 'Spiritus Sanctus', die Zeugung aus Gebet
in Kontemplation und mystischer Ekstase. Dann wird Liebe zur 'überschattenden Kraft',
(Sure 4,57 Die Frauen ) zur Gaia-Symphonie, zum Tempel 'Liebe, Harmonie und Schönheit'.
Vom Brotofen der Weisheit Die Große Mutter ist das allumfassende schöpferische Prinzip
einer universalen Kultur. Wenn Genien-Intelligenz, die enthaltende Saat des Menschheits-
epochen umspannenden Geistes, sich im vibrierenden Nährboden der kosmischen Natur
widerspiegelt, gestaltet der Mutterschoß 'Künftige Dinge' und es erregt sich die poetische
Vision, das Schöpfungswerk 'Paralleluniversumsbibliothek': die kosmische Religion zur
kulturellen Menschheit ersteht… der Poet ist verschwunden! Die Große Mutter – Licht der
Weisheit, ganz von Intelligenz durchdrungen – sendet durch all Ihre Sinnestore Strahlung
in den umgebenden Raum und es erhebt sich als Das Einig Wesen, zur Sprache erfüllt, der
Ozean der Weiblichkeit, weiter als der Horizont, »das Gemeinschaftliche« zu begründen.
Die Seele einer Frau, in der sich die Große Mutter spiegelt, muss frei sein und ledig aller
Bilder; denn wo sich irgendein Bild in dem Spiegel zeigt, da vermag die Seele das Bild
der Großen Schöpferin nicht aufzunehmen. Gar manche Frauen, die in bildhafter Weise,
z.B. in Kontemplation der Maria, sehr bewandert sind und große Freude an solcher Übung
besitzen, haben keinerlei Zugang zur Innerlichkeit ihrer Seele; indem sie zu sehr bei den
sinnlichen Bildern verweilen und im Gemüt dabei verharren, kommen sie nicht vorwärts
in ihr Wesen, können nicht in den Grund hinaufbrechen, wo ihnen 'lebendige Wahrheit'
leuchtet. Denn man kann nicht zwei Herren dienen: dem Gemüt und dem Geist. Solange
Frauen mit sakraler Imagination, oder auch schmerzlichen Traumen, beschäftigt sind und
damit umgehen, werden sie nie Selbstwertgefühl erlangen. (Johannes Tauler, Von den Bildern)
Viel Volt [Managersex] bei großer Stärke ungeläuteter Weiblichkeit [wenig Ampere] führt zu
entsprechend großem physischen Widerstand [Ω], „die Hütte brennt“ [„versengst die Frau!“
Goethe, Faust I, Hexenküche]: die Frau ist die Betrogene – Pseudo-Beruflichkeit wird ihr zum
Zeitvertreib. Niedriges Seelenniveau der Männlichkeit bei geistiger Stärke bringt eine Frau
zum Kurzschluss: Nervenkollaps – die Perspektivlosigkeit in planetarischem Bewusstsein.

80
V. Transcultural Mentoring

'Als ich mich in schnellem Flug von den materiellen Körpern entfernte, gelangte ich zu
dem reinen und glücklichen Geist. Mit dem Auge des Geistes erblickte ich geistige Wesen.
In jeder Sphäre und jedem Stern sah ich einen Geist. Als ich mich aber noch höher erhob,
leuchtete mir der Glanz des Erhabenen; als das Leuchten stärker wurde, verschwand die
Individualität, nur Gott existierte noch, und es gab keine Spur mehr von mir. Ich behielt
weder Intellekt noch Erinnerung noch Geist; Ich entdeckte, dass all meine Geheimnisse nur
Schatten waren. Dann kam ich zurück zur Engel-Intelligenz und von diesen Intelligenzen
zurück zum Geist, und so schließlich wieder zu Körpern, die mich riefen (aufforderten).'
Azar Kayván, The Dabestan-e Madaheb, School of Manners – Der Grals-Kelch des Kay Khusraw
'O alles durchdringende, verborgene, einheitliche Substanz! Du strahlst aus dir selbst.
Du bist der Urgrund aller Namen und Formen. Du bist eins ohne zweites. Dein Ruhm
ist unaussprechlich. Du bist die Quelle aller Wissenschaften, Weisheit und Schönheit.
(I) Gib mir Frieden, Hingabe und die Kraft, Versuchungen zu widerstehen und diesen
meinen Feind und Dieb, meinen Geist, zu kontrollieren. Mach, dass ich meinen Körper
zum Dienst für Dich gebrauche. Immerfort Deiner gedenkend lass mich Dein sanftes und
liebevolles Angesicht erschauen! / Ja, meine Selbsthingabe ist unvollkommen und nicht
ernsthaft. Mein Herz ist härter als Feuerstein, Stahl und Diamanten. Nicht eine Träne
kommt aus meinen Augen. Lasse mich in Einsamkeit weinen, Du, mein erhabener Herr.
(II) O Du mein Lehrer, O Du meine Lehrerin unendlicher Weisheit – schenkt mir den
Segen, unermüdlich den Kranken, Armen und Gequälten zu dienen, mich nicht Bösem
zuzuwenden, niemals zu lügen und nicht dem Begehren zu Sinnesobjekten zu erliegen.
Du, mein Vater, O Du meine Mutter. Ich bin in Dir, und Du bist in mir. Ich bin Der, den
ich liebe, und Der, den ich liebe, bin ich. / Dein Licht – erhelle meinen Verstand. Deine
Liebe – erfülle mein Herz. Du bist Barmherzigkeit, erfülle mich mit Barmherzigkeit.
Herr, Du bist Frieden, erfülle mich mit Frieden. Du bist Glanz, erfülle mich mit Glanz.
(III) O Herrin, Du bist der Strom, Du bist die Wolke, Du bist der Ozean, Du bist die
Pflanze. Ich bin der Kranke und Du bist der Arzt. Du bist die Krankheit und Ich bin die
Medizin. / Alle gehören der Herrin! Ich tue Ihre Arbeit. Ich bin ein Werkzeug in Ihren
Händen. Ihr Wille geschehe auf Erden. / O Herrin! Mache meinen Willen stark genug,
allen Versuchungen zu widerstehen, meine Begierden und meine niedere Natur zu be-
herrschen, meine alten, schlechten Gewohnheiten zu ändern, meine Hingabe umfassend
und wahrhaftig zu machen. / Nimm Platz auf dem Thron in meinem Herzen. Verlasse
diesen Ort nicht einen Moment. Und mache mich würdig, für immer in Dir zu wohnen.
(IV) O anbetungswürdige Erde, Menschheit voll Barmherzigkeit und Liebe! Gruß Dir
in Demut gebeugt. Dein ist unser Wesen, Wissen und unsere Seligkeit. Im Innern aller
Wesen wohnst Du. Allgegenwärtig bist Du, allmächtig und allwissend. Gib Du uns ein
verstehendes Herz und ein ausgeglichenes Gemüt, Vertrauen, Hingebung und Weisheit.
Dann lass uns Dich erschauen in Deinen heilbringenden Namen und Gestalten. Lass uns
Dir dienen. Lass uns allezeit aller Menschen gedenken. Lass uns stets Deine Herrlichkeit
singen und lass uns in der Menschheit bleiben allezeit. Darum bitten Wir Dich. Amen.'
nach Sivananda, A Textbook of the Psychology & Practice of the Techniques to Spiritual Perfection
Läutere dich für die priesterlichen Werke! Gesänge des Rig-Veda, Neunter Liederkreis 59
'Für Frauen und Männer ist Opfer das Schwerste, denn dazu gehören stets die zwei Fak-
toren der Intelligenz und der Liebe – intelligentes Wissen und eine Liebe, die sich auf das
erstreckt, was durch Opfer erlöst werden muss' (Bailey, Abhandlung über Kosmisches Feuer).
Gott selbst ist Opfer, wenn es um humanistischen Dienst, das kulturelle Leben in Selbst-
vergessenheit geht; doch solange Männer sich mit Qualitäten von Frauen beschäftigen,
statt 'Bruder, Väter, Freunde, Lehrer' zu kritisieren, solange sind sie noch nicht bereit
den Blick klar genug zu haben, um zu sehen, ob ihre eigene Lebensauffassung richtig ist.

81
Grundlagen der Ethik Wir sind so veranlagt, dass Wohlstand uns leicht den Charakter
verderben kann. Als Folge davon fällt es uns immer schwerer, mit Problemen fertigzu-
werden, wie sie jedem von uns gelegentlich begegnen. Welche Möglichkeiten stehen uns
offen, wenn wir auf besondere Schwierigkeiten stoßen? Wir können uns von ihnen über-
wältigen lassen; das ist das eine Extrem. Dem anderen geben wir nach, wenn wir das Pro-
blem einfach ignorieren und stattdessen etwa einen Ausflug machen oder in Urlaub gehen.
Die dritte Möglichkeit besteht darin, uns der Situation direkt zu stellen. Dazu gehört, dass
wir sie untersuchen, sie analysieren, ihre Ursachen klären und herausfinden, wie wir am
besten mit ihr umgehen. Obwohl diese dritte Möglichkeit uns kurzfristig noch zusätzliche
Schmerzen bereiten kann, ist sie den beiden anderen Vorgehensweisen eindeutig vorzu-
ziehen. Wenn wir ein Problem zu vermeiden oder zu verdrängen versuchen, indem wir es
einfach ignorieren, zu Alkohol oder Drogen greifen oder gar ganz bestimmte Formen der
Meditation oder des Gebets als Fluchtmittel benutzen, weil uns das eine kurzfristige Ent-
spannung verspricht, dann bleibt das Problem trotzdem bestehen. Auf diese Weise drückt
man sich einfach vor der Angelegenheit, aber man löst sie nicht. (Tenzin Gyatso, S. H. der
XIV. Dalai Lama, Das Buch der Menschlichkeit, Eine neue Ethik für unsere Zeit, Bastei Lübbe 2000).
Körperlichkeit, Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen, Bewusstsein, sie alle sind vergänglich;
und was vergänglich ist, das ist leidvoll; und was leidvoll ist, das ist Nicht-Ich; was aber das
Nicht-Ich ist, davon gilt: „Dies gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.“
So ist dies der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit zu verstehen. Diejenigen, die dies so
mit rechter Weisheit verstehen, werden ihren Geist entsüchten und ohne Anhangen befreien
von den Trieben. Das Unterbewusste [Spiegel der Seele] ist aufgrund der Befreiung gefestigt;
aufgrund des Gefestigtseins ist es befriedigt; aufgrund des Befriedigtseins süchtet es nicht.
Ohne Süchten gelangt man aus sich selber heraus zur Freiheit: ‚Versiegt ist Leid, vollendet
Heiliger Wandel, getan das Werk, nichts Weiteres nach diesem hier‘ – dergestalt erkennen wir.
(Pali Kanon, Samyutta Nikáya, III. Buch Khanda-vagga, 22. Khandha-Samyutta 45 'Vergänglichkeit')
Von der Projektion des Gottes Ideals bis zur Gegenübertragung Humanen Geistes
Bevor Frauen ihre spirituelle Natur als Heilerinnen Unserer Welt wirklich entwickeln
können, müssen Wunden aus der Kindheit geheilt, sodass eine Frau ganz sie Selbst ist,
mit einem klaren Sinn seelischer Identität und Selbstständigkeit. Hier steht die Frauen-
arbeit der Kulturell Kreativen am Anfang fortgesetztem Wachstum und Entwicklung.
Alsdann kann 'Der Spiegel der einfachen weiblichen Seele' der überwältigend und poten-
tiell zerstörerischen Persönlichkeit der Männer guidance geben. Vermittels der Projek-
tion des Gottes Ideals wird der Geist der Liebe geboren; denn: 'Wer im Spiegel die Herr-
lichkeit des Herrn schaut, verwandelt sich in dieses Bild.' Kraft der Übertragung beginnt
sodann Männlichkeit sich zu wandeln. Der Liebende ruft er aus: „Ich möchte genau so sein,
wie Du.“ Haben Männer durch den göttlichen Blick 'von Herrlichkeit zu Herrlichkeit' zur
Seelenberufung gefunden, setzt Gegenübertragung ein. Denn jetzt sind Männer liebens-
werte Hausgenossen geworden, schöpferische 'Engel, die Christus dienen' (Markus 1:13).
Das Licht der Erleuchtung im Judentum, Christentum, Buddhismus und Sufismus
Shechinah – in der Bedeutung des Wesens der Frauen als die Kapazität ihrer Seele – meint
die Offenbarung des Dharma (insbesondere das Wort 'Buddhas, des Geliebten Herrn') als
Innere Stimme (insofern es für das kollektive Frauen-Selbst zur Befreiung von Leid offen-
bart worden ist), wobei diese Offenbarung hauptsächlich die Quelle jener Emotion einer
'Nächstenliebe-Seligkeit' ist, die das selbstverliebte Wünschen psychophysischen Weib-
lichkeits-Begehren in das Handeln als 'erleuchtete Seele' sublimiert. Das Licht der Erleuch-
tung aber, das sich als 'der Herr, der durch die Erscheinung der Frauen scheint' offenbart,
manifestiert sich durch 'Verherrlichen Seines Namens' (Waza'if) [die Worte Muhammads,
Männer auf deren individuellen Fasten-Reise in 'der Nachfolge Alis' gegeben], was eine
Beziehung zur Welt – zum 'Licht, das allen spirituellen Welten immanent' – ist; und es ist
dieses Licht, welches jene Shechinah genannt wird, in der Beziehungsethik wirksam wird.

82
W. Mystik

Die Vier Stufen im Glauben an Die Große Mutter Die erste ist das Aussprechen der
Worte: „Die Große Mutter!“ – ohne dabei irgendeine Regung im Herzen zu verspüren;
dies ist der Glaube der Heuchlerinnen. Die zweite Stufe ist, „Die Große Mutter!“ zu
sagen und von deren Wahrheit überzeugt zu sein. Dies mag Glaubenssatz jener Frauen
sein, die in Selbstvergötterung fromm "Die selige Jungfrau" leben. Die dritte Stufe ist
„Die Große Mutter“ durch ein inneres Licht zu erfahren; dies entspricht der kontempla-
tiven Erfahrung auf der Ebene der himmlischen Sphären des Herzens. Die vierte Stufe
ist ein Zustand der Glückseligkeit in der Vision der Allumfassenden, der Einen, alles
Einschließenden, und dabei selbst die Dualität des eigenen Selbst aus dem Blick zu ver-
lieren; dies sind Bodhisattvas, ihnen ist 'Die Leitung im Dialog der Frauen' anvertraut.
Wenn Frauen etwas sind, so sind sie personifizierte Übermittler Einer Sittlichkeit, die
sich zum Worte melden. Wenn aber im Bewusstsein keine Bereitschaft vorhanden ist,
die Große Mutter als 'die Krone' (Kether) anzunehmen, so fließt die Energie derselben
in das Gebiet der Affektivität respektive in die Triebsphäre ab; daraus entstehen Affekt-
ausbrüche und Gereiztheit, Launen und sexuelle Erregungen, wodurch das Bewusstsein
gründlichst desorientiert zu werden pflegt. (Carl Gustav Jung, in: Die Visionen des Zosimos).
Frauen, in denen Geldgier und Wut äußerst abgeschwächt sind, erkennen, was Leiden
ist. In Frauen, die dazu noch ihre sexuelle Lust und allen kollektiven Hass restlos über-
kommen haben, ist 'Hysterie' (der Wahn und mit ihm der fundamentalistische Terror)
ein für allemal erloschen, sie kehren nie mehr darin zurück. Haben Frauen sogar noch
ihr Begehren nach Macht – Eigendünkel, Zerstreutheit und Verblendung – gänzlich
überkommen, sind sie im Besitz 'triebfreier Gemütserlösung und Weisheitserlösung';
diese selber erkennend und verwirklichend, vermögen sie, als Personifikation femininer
Hoheit, den Kriegen auf Erden Einhalt zu gebieten, indem sie im Dialog gerecht und
weise zur ganzen Menschheit sprechen. Diesen »Friedensfürstinnen« gilt unser Sehnen.
Entschlüsselung der komplementären Polarität der Geschlechter Männer und Frauen un-
terscheiden sich in der Art ihrer Intelligenz; sie sind zueinander komplementär. So haben
Männer ein besseres spirituelles Abstraktionsvermögen und auch ein viel besseres plane-
tarisches Vorstellungsvermögen, sie sind bei mathematischen Schlussfolgerungen Frauen
überlegen; ihr niedriger Testosteronspiegel korreliert mit besseren Leistungen: Musik
{Klang} ist zu ihrer Entwicklung besser als "Frauen". Komplementär muss das weibliche
Gehirn vor maskulinisierenden Einflüssen geschützt werden; hier gilt es zuerst Einbildung
(Anbetung) und geistiges Sprechen in Gemeinschaft zu entfalten – sonst entwickelt sich
manisches Kopulationsverhalten. Schwierigkeiten, angemessene Handlungen auszuführen,
zeigen sich bei Frauen bei Nichtausbildung des analytischen Denkens im Alter; und bei
Männern, besonders wenn ihre spirituelle Dimension in der Jugend vernachlässigt wurde
und sie das Heilige nicht schützen: 'Wie edel und lauter auch die irdischen Bilder sind,
alle sind sie ein Hindernis dem Bild bar jeder Form, das Gott ist' (Tauler): das Universum.
(nach Wickler, W., Seibt, U.: Männlich - Weiblich. Ein Naturgesetz und seine Folgen. Heidelberg 1998)
Echter Wandel ist nur möglich, wenn Frauen die Herausforderung annehmen Behaglichkeit
aufzugeben, um beruflich die Männer auf deren individuellen spirituellen Pfad zu führen,
und Männer nicht mehr der Versuchung nachgeben weibliche Verliebtheitsmacht für die
Gewinnmaximierung der Nationen zu missbrauchen, sondern in Seelenzeit heilen, sodass
wir das globale Kulturelle Wertesystem im Dialog durch unser ständiges Lernen stärken.
Ethik setzt Sittlichkeit, nicht Spiritualität oder Frömmigkeit, voraus; denn man kann die
übliche Art des Denkens – bei der eingehende Informationen verarbeitet werden – nicht mit
der intuitiven vereinigen, wenn einem religiöses Urteilsvermögen völlig fehlt. Mit anderen
Worten, wenn man eine Frau sieht, kann man den Eindruck von ihrem Ehemann gewinnen.

83
Mystische Religion – ein heiliges Experiment Jeder Mensch erwächst zuerst blind in sein
falsches Selbst hinein; in dem 'wahren Selbst', der Weiblichkeit Gottes entgegen, öffnen
sich seine Augen für Unsere Erde, der Menschheit zugewandt. Jedoch nicht durch spiritu-
elle Anstrengung wird 'Der Himmel – die Befreiung zur Weiblichkeit' erreicht, sondern
durch 'Anbetung und mystische Ekstase' (nach Buddha: Satipatthana; nach St. Teresa von Ávila:
la mortificación = der Herr; 'dies meint nicht Abtötung der Triebe, sondern ihre Erfüllung mit heiliger
Intention' {Martin Buber}); Heiligkeit-Geben: andere von Selbstverfangenheit von sich selbst
befreiend sich »Die Frau« 'Gebenedeit unter den Weibern' von sich selbst befreit, was von
ihrer Seele den Schleier vor dem Auge hinweg nimmt, den Geliebten zu erkennen, um mit
Weiblichkeit – in Seiner Kraft, die in Ihr lebt – ein anderes, neues Leben zu manifestieren.
Diese Dritte Maria, die Mystikerin in unserer Zeit, erfährt sich nicht nur als passive Emp-
fängerin, sondern Sie 'weiß sich zu einer partnerschaftlichen Liebesbeziehung eingeladen, die
gelebte Freundschaft mit Gott und Christus, in der sie als ebenbürtige Partnerin Gottes aner-
kannt wird'. Und diese außergewöhnliche Freundschaft gelingt, weil Sie gelernt hat 'von
einer mystischen Gegenwartserfahrung in Beschlag genommen zu sein; so dass sie ihre geist-
lichen und psychischen Energien, die die peripheren Aktivitäten von Psyche und Sinneswahr-
nehmung sind, vorübergehend herabsetzen, sogar ganz außer Kraft setzen kann (Waaijman,
Encyclopedie van de mystiek, Joris Baers u.a. (Hgg.), Kampen und Tielt, 2003). Diese Erfahrung
ist eine Begleiterscheinung von: 'Immer dann, wenn die das menschliche Leben beherr-
schenden kollektiven Obervorstellungen in Zerfall geraten, in einer solchen Zeit gibt es
notwendigerweise eine ganze Anzahl von Individuen, die in höherem Maße von den numi-
nosen Archetypen ergriffen sind, welche sich, um neue Dominanten zu bilden, an die Ober-
fläche drängen' (C.G. Jung (1944/2011), Psychologie und Alchemie; Bhagavad-gita 4,7; Sure 28,76).
'Hänsel und Gretel' und 'Die Befreiung der Kinder aus der Hexe Gewalt' – eine Analyse
Missdeutungen von »Mohammeds Islam« haben große Irrungen über den ganzen Erd-
kreis gebracht. Doch welches Geheimnis birgt die Freundschaft von »Maria und Elisabeth«
– ist es doch unmöglich für zwei Königinnen denselben Mann zu nutzen! Groß ist die
elektromagnetische Abstoßung zwischen 'Weisheit der Frauen' und dem Eros-Begehren
'Gott-herrlicher Männer'; zudem sind gegenseitige Freundschaft, Anziehung und Zunei-
gung vieler Frauen noch sehr stark der orthodoxen Volksfrömmelei profaner Männer-
herzen zugewandt; hingegen stehen 'die Jungfrau in der Welt' und der 'spirituelle Amts-
träger', in triftiger Sympathie zueinander gezogen, Notre-Dame, ihrer Meisterin Sonne,
in protestantischer Manier feindlich gegenüber. Der Löwe – angetan mit der Sonne – frisst
der Jungfrau Seele, begräbt ihre Quelle, von der aus wohl göttliches Handeln in die Welt
gebracht wird, mit dem Fell seines Eros; der Frosch, in seinem dunklen Brunnen, quakt,
dass es die Drachenhöhle nicht gibt – bevor er stirbt. Demgegenüber feiert »Die Bodhi-
sattva« ihren Sieg durch den in ihre Welt 'wiederkehrenden Maitreya'; die Prophetische
Weiblichkeit bringt Ihre sammelnde Kraft durch Sinnlichkeit hervor; nur so erleuchten
wieder »Sonne, Mond und Sterne«. Ob selige Weiblichkeit und sinnliches Prophezeien
zueinanderfinden, wird durch 'Gretels Tat' bestimmt: 'Der Hexe Tod im Backofen' durch
'die Magd des Herrn' (Hohelied 3:4) befreit zur Einheit. Um das Wirken von 'Gottes Weib-
lichkeit' im Schöpfergeist des Prinzen erkennen zu können, muss 'der reine erhöhte Körper
sowie die reine Rede und das reine Bewusstsein des Buddha' (XIV. Dalai Lama) erlangt sein;
mit 'Erwachen des Erhöhten Herzens' vermögen Frauen Sich Selbst in Worte zu fassen; im
Licht 'vom Geist beseelt' (1 Thess 5:23) schwinden Angst und Verdrängung: der Hexenbann
ist gebrochen. Wo es an kultureller Schöpferischkeit in Gemeinschaft mangelt, kann man
Männer finden, die spirituelle Überlegenheitskomplexe an den Tag legen, zu denen sich
Frauen gern, komplementär im frommen Unterlegenheitsdrang [Minderwertigkeitsnarziss-
mus durch fehlende geistige Praxis], hinzugesellen. Doch alles, was das Weibliche sich
seelisch und auf der kosmischen Ebene verbietet, wird übermächtig als Geißel blutigster
Kriege enden: Israel kämpft für die Große Mutter; 'die Wölfe der Großen Mutter', Irans
Nuklearbombe und das Russische Heer, für "die russische Idee" – das sind die Töchter.

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Frauen sind für 'Sehen der Situation', 'Hören des Schreis der Menschheit' und 'Rede im
Dialog' auf ‚gnadenreichen Blick‘, ein ‚sich erbarmendes Schreibrohr‘ und ‚belehrende
Predigten‘ erleuchteter Männlichkeit angewiesen. In Abwesenheit von weiblicher Seelen-
stärke können weder Kirchenfrömmigkeit, noch weltlicher Verstand, noch hausbackene
Sinne sehen oder verstehen: Des Mannes kultureller Schöpfergeist schenkt Weiblichkeit
Leistung im Leben; doch es ist die weibliche Seele, die hört, sieht und spricht! Solange
der Donner nicht heilig ist, kann auch der Blitz nicht schöpferisch sein! – meint, das Er-
fassen des Ursprungs weiblicher Kunst ist nur Frauen möglich, die Buddha geworden sind.
Die Sonne spricht zum Mond: Weder Meine Erde noch Mein Himmel vermögen Mich zu
fassen, denn im Herzen Meines getreuen Dieners ist Meine Wohnung. Und du dachtest, du
seiest der Beobachter – der wahre Zeuge ist Mein Licht in dir. Und so wirst du nun dein
Leben in die Hand nehmen und mit unendlicher Sehnsucht es den Sternen zu Füßen legen.
'Weder nach innen noch nach außen gerichtetes Bewusstsein, noch beides zusammen, noch
unkultiviertes oder ein ungezähmtes Frausein, weder wissend noch unwissend, unsichtbar
und unbeschreiblich, nicht greifbar, frei von Besonderheit, unvorstellbar und undefinierbar:
Das Bewusstsein Gottes Weiblichkeit – absolut still, zeitlos, friedevoll und glückselig; und
damit 'das zur Ruhe gekommen sein' aller verwandten Existenzen.' Mandukya-Upanishad
Mysterien der Weiblichkeit Der Verstand kriegt von den zwei Ereignissen, Seelenerweckung
(Antimaterie) und persönliche Entfaltung (Materie), nur eines mit: Persönlichkeit – so ver-
nachlässigen wir fälschlicherweise die Entfaltung unserer Seele. Vom Blickpunkt der Seele
aber, ist alles genau anders herum: indem Männer nur Persönlichkeit nehmen, schaffen sie,
in göttlicher Macht, sich zerstörende Welten, platzieren Frauen in das Nichts oder als Singu-
laritäten einander sich abstoßender, isolierter, kämpfender Persönlichkeiten. Indem Männer
den Traum ihrer Seelen geben, erschaffen die Frauen als Schöpferinnen das humane Weltall.
Das weibliche 'Auge des Mitleids, welches sieht', sieht sich noch nicht; doch erst dadurch
wird „die Frau für den Mann“. Die 'geistig-spirituelle Frau' ist da für den 'kulturell-spiritu-
ellen Mann'; dies ist „Gottes Neuer Bund mit dem Menschen“: des Mannes Schöpfergeist
für Sie, die spirituelle weibliche Seele für Ihn. Damit beginnt 'spirituelle Liebe' Grundlage
Eines Planetarischen Wirkens der Frauen zu werden – der Seele 'Natur der Liebe' ist für
Gott zum Menschen und für Sie zur Göttin geworden. Gemeinschaft ist der Humanismus
der Männer mit der auferweckten heiligen Gottesnatur Einer schöpferischen Weiblichkeit.
Unsere Zeit – 'das Zeitalter des Kali' – ist durch viele Auseinandersetzungen charakterisiert.
Es ist das dunkelste Zeitalter auf Erden; in anderen Worten: unsere Welt ist dermaßen von
schlechten Sitten erfüllt, dass aus geringstem Missverständnis ein großer Streit entsteht.
Dies ist besonders für Frauen gefährlich, denn das frauliche Leben ist zur Selbstverwirkli-
chung bestimmt, eine Schöne Neue Welt aufbauend. Aufgrund unserer gefahrbringenden
Zeit haben die meisten Frauen ihre Voraussetzung, den Beginn ihres eigenen Lebens als
erleuchtete Seele, fast völlig vergessen; bewusst oder unbewusst lehren sie ihren Töchtern:
„Deine Seelenerweckung ist gar nicht wichtig!“. Die erwachte Seele einer Frau aber ist
der passende Schlüssel zur 'ewigen Sehnsucht' ihres schöpferischen männlichen Geistes.
The Cultural Creatives: Die Archetypen 'Rama, Krishna, Shiva, Buddha' Welcher nicht
im Gemeinwesen sieht, ist Buddha, das charismatische Hal-El-Hu-Ya des spirituellen Der-
wisches in Waldeinsamkeit. Der freudenbringende Heiler von Psychosen, der im Zentrum
des Dialogs allen schweigend zuhörend, ist Rama; der nicht der Leute Diskurse vernimmt,
weil 'Hirte und Lehrer' (Eph 4:11), ist Shiva. Wer die Weisheit der Großen Mutter vernimmt,
die Große Göttin sieht und die überlieferten Geheimnisse entschlüsselt, dieser ist Krishna.
Solange das Weibliche nicht heilig ist, bringt Schöpfergeist der Männer Widerstand hervor
– wodurch am Schluss fast keine kulturelle Leistung der Frauen herauskommt: Frauen,
die sich mit seelischen Arten von Männern beschäftigen, bevor sie ihre Komplizenschaft
an den Lügen ihrer Männer eingestehen, berauschen sich an ihrer eigenen Eingebildetheit.

85
Von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fevronia (Rimsky-Korsakov)
Wenn der Genius seinen Schöpfer sieht 'wird durch das Licht der inneren Beschauung
das Innerste seiner Seele so in Gott ausgedehnt, dass es über die Welt und über sich selbst
hinausgehoben wird; im Lichte Gottes über sich selbst hinaus entzückt, erweitert seine
Seele sich in tiefsten Inneren' (Gregor, Dialoge II); weißer Nebel deckt sein unvollkomme-
nes, kleines Selbst zu und Planetarisches Gewissen strömt ihm auf. Seine Seele schaut
aus erhöhten Zustand unter sich hinab 'wie süß das Mondlicht über den Hügeln schläft'
(Eric Malpass) und 'begreift mit einem Mal, wie klein das ist, was er im erniedrigten Zu-
stand nicht zu begreifen vermochte' (Gregor, ebenda). Da schaut er die Größe des vollkom-
menen Wesens. Sie spricht: 'Sag, wer ist dein Herr!' Er antwortet: 'Du bist mein Herr.'
Vom heilenden Einfluss der Seele der Männer auf die Wunde 'Weiblichkeit'
Ethik lässt sich nicht erreichen, indem wir unser Denken durch spirituelle Meditation
wegwenden oder unsere Gefühle zwingen ein imaginiertes Objekt frömmig anzubeten
oder gar direkt 'Die Liebe, Den Liebenden und Die Geliebte' kontemplieren. Denn in
der Zwischenzeit wirken all die aufgerührten Kollektiv-Emotionen in uns, die wirklich
Schrecken erregen können. Es gibt Dinge, die zu qualvoll sind, als dass wir uns einfach
ihnen stellen könnten, infolgedessen begraben wir sie im Unbewussten und dort nagen
sie und verursachen eine dauernde Wunde, die sich immer mehr vertieft und schlimmer
wird: wir erkennen nicht, wie das Charakter und Persönlichkeit beeinträchtigt, indem
es uns bitter, zynisch macht! Es ist keine gute Idee, das alles einfach ohne es zu berück-
sichtigen durch Beten oder Meditieren zu umgehen und zu verdrängen. Wir müssen uns
dem stellen. Man heilt eine Wunde, indem man den Verband abnimmt und sie reinigt.
Das ist natürlich schmerzhaft, aber es muss an die Oberfläche kommen; anstatt es außer
Acht zu lassen, nur weil man ihr nicht ins Gesicht sehen kann. Um sich den kollektiven
Wunden zu stellen, reicht es nicht, sich nur damit zu konfrontieren – was bedeutet, nur
dahin zurückzukehren, wo man vorher war; wir müssen begeistert und inspiriert sein.
Das Goldene Zeitalter – Heilende Schritte Das Gelübde 'das Weibliche seelisch stärken,
psychisch schützen, physisch schonen' muss unser erster Schritt sein. Der sich daraus
eröffnende initiatisch-spirituelle Pfad mag Seelen dergestalt in heilbringende Mensch-
lichkeit verwandeln, dass Planetarisches Bewusstsein die Widerspiegelung des universell-
schöpferischen Kulturellen Humanen ist. Haben wir diesen Zustand der Verwirklichung
erreicht, nimmt unser Herz das göttliche Sein als 'Heiligen Geist–weiblich–plural' wahr.
Sodann werden lebendige und geschwisterliche Beziehungen Frieden schaffen können.
Eine Frau, die Freundschaft mit guten wie mit schlechten Frauen, mit klugen wie mit
törichten, mit niedrigen und mit hohen pflegt, bringt Segen – sei es zu sich selber oder
zu den anderen, deshalb sind jene Frauen weise, die in ihrer Hauskirche Bekannte wie
Freundinnen behandeln; hingegen sind Männer Dummköpfe, die Kulturell Kreative, die
ihre Seelenfreunde sind, wie Bekannte behandeln. Ehepaare, die seelenvolle Frauen und
Kulturell Kreative wie Fremde behandelt, sind ungebührlich – ihnen ist nicht zu helfen.
Wenn Frauen in Unserer Zeit das innere Gesetz der Gerechtigkeit nicht beachten, so liegt es da-
ran, dass die Augen ihrer Seelen geschlossen sind und sie instinktiv dem ABC des Kali-Yugas
folgen: (A) unzulässige Beziehungen der Männer zu den Frauen; (B) Schlachten der männlichen
Seelen zum Zwecke materieller Berauschung; (C) spekulatives Glücksspiel: heiraten ohne zu
wissen, ob die weibliche Seele, vermittels schöpferischen Geistes des Mannes, sich jemals ent-
faltet. Diese Berauschungen halten nicht an. Es wird ein Tag kommen, an dem einer jeden Frau
die Augen geöffnet werden – bedauerlich, wenn sich ihre Augen erst öffnen, wenn es zu spät ist .
Seelenzeit Der Erhabene, der in der Ewigkeit wohnt, spricht: Ich verweile an dem hohen
und heiligen Ort mit denen, die reuig und demütig sind. So spricht der Hohe und Erhabene,
der ewig Thronende, dessen Name «Der Heilige» ist: Als Heiliger wohne ich in der Höhe,
aber ich bin auch bei den Zerschlagenen und Bedrückten, um den Geist der Bedrückten
wieder aufleben zu lassen und das Herz der Zerschlagenen neu zu beleben. (Jesaja 57:15)

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X. Gebete und Gesänge

„Freude, Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligtum. Deine Zauber binden wieder, Was die Mode streng geteilt,
Bettler werden Fürstenbrüder, Wo dein sanfter Flügel weilt. Was den großen Ring be-
wohnet huldige der Sympathie! Zu den Sternen leitet sie, Wo der Unbekannte thronet.
Freude treibt die Räder in der großen Weltenuhr. Blumen lockt sie aus Keimen, Sonnen
aus dem Firmament, Sphären rollt sie in den Räumen, die des Sehers Rohr nicht kennt.
Seid umschlungen, Millionen! Diesen Kuss der ganzen Welt! Brüder überm Sternenzelt
Muss ein lieber Vater wohnen. Seid umschlungen! – Diesen Kuss der ganzen Welt!“
Beethovens Neunte Sinfonie, Ode an die Freude, Hymne der Europäischen Union und Europarates
„Feuergeist! Preis Dir! Du wirkest auf Pauken, Harfen und Zithern. Der Menschen Geist
entbrennt von Dir, der Menschen Gezelte tragen ihre Kräfte. Davon steigt unser Wille
empor und verleiht der Seele Geschmack; ihre Leuchte ist das Sehnen. Mit süßem Ton
ruft Dich der Geist an und bereitet Dir gar vernünftig eine Stätte, die er in goldenen
Werken mühevoll aufbaut. Du aber führst immer dein Schwert, wenn der Nebel den
Willen und die Strebungen bedeckt, in denen die Seele fliegt und sich allum bewegt.
Unser Geist aber ist die Bindung des Willens und des Sehnens. Reckt sich der Geist
also empor, dass er des Bösen Pupille zu sehen sucht und zum Kinnbacken des Bösen
hinstrebt, dann verbrennst du – wenn Du nur willst – ihn schnell im Feuer. Neigt sich
die Vernunft durch üble Werke zum Bösen, dann zerpresst und zerreibst Du sie, wenn
es Dir beliebt, und führst sie durch Ergießung von Erlebnissen zurück. Zieht jedoch
das Böse sein Schwert wider Dich, dann wendest Du es gegen dessen Herz zurück –
wie Du beim ersten gefallenen Engel getan, wo Du den Turm seines Stolzes in die Tiefe
hinabschmetterst. Aufgerichtet hast Du einen anderen Turm unter den Zöllnern und
öffentlichen Sündern, die Dir ihre Sünden und Werke bekennen. Darum preist Dich
jegliche Kreatur, die von Dir lebt, weil Du die köstlichste Salbe bist für alle Brüche
und eiternden Wunden, die Du in die kostbarsten Perlen verwandelst. Und nun würdige
Dich, uns alle bei Dir zu versammeln und auf den rechten Weg zu führen. Amen.“
Hildegard von Bingen, Anrufung zu Ehren des Heiligen Geistes in der Schau des dreifaltigen Gottes
„Der gekreuzigt wurde für uns, erbarme dich unser...“ Sich von der Glaubenshülle lösend,
dass ihnen „Hände und Füße angenagelt“ und dass „Wasser und Blut – Herz und Seele –
ausfließen, weil 'die Lanze' ihre Seite durchstoßen hat“... diesbezüglich könnte die Sure
„sie haben ihn nicht gekreuzigt“ für Frauen von immenser therapeutischer Bedeutung sein.
Gebet der Wölfe „Wir kennen unser Los und wir sind keine Menschen, wir sind Dynamit.
Und mit Alledem ist Nichts in uns von Religionsstiftern – Religionen sind Pöbel-Affairen.
Wir wollen keine "Gläubigen", wir sind zu boshaft dazu, um an uns selbst zu glauben, und
wir reden niemals zu den 'Frauen im Dialog' ... Wir haben eine erschreckliche Angst davor,
dass man uns eines Tags heilig spricht: ‚Wir wollen keine Heiligen sein, lieber ein Hans-
wurst, denn es gab nichts Verlogeneres bisher als Heilige‘ – das redet aus uns die Wahrheit.
Unsere Wahrheit ist furchtbar: Umwertung aller Werte: das ist unsere Formel für einen Akt
höchster Selbstbesinnung der Menschheit, der in uns Fleisch und Intellekt geworden ist.“
nach Friedrich Nietzsche, Ecce homo. Warum ich so gute Bücher schreibe, Warum ich ein Schicksal bin.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns von dem Bösen (Mt 6:13)
„Siehst du nicht, dass Gott in den Attributen abhängiger Weiblichkeit erscheint und so Kunde
von sich gibt, und dass Er sogar in den Attributen von Fehler und Schuld erscheint ?“ (Rumi) –
Bevor wir dieses Rätsel nicht gelöst haben, findet eine Menschheit keinen Frieden.
Verstohlen geht der Mond auf „blau, blau Blümelein!“, durch Silberwölkchen geht sein
Lauf „blau, blau Blümelein. Rosen im Tal, Mädel im Saal, o schönste Rose!“. Er steigt die
blaue Luft hindurch „blau, blau Blümelein!“, bis dass er schaut. (Joh. Brahms, Sonate op.1).
87
Die vier Archetypen des Schöpferischen Geistes und ihre Anrufungen
Die Jungfrau spricht: „O Herr, entzünde mich, zu lieben Dich!“ Shivas Frau betet: „O
Heiliger Geist, erleuchte uns in Universellem Gottesdienst, zu erkennen Dich!“ Die Frau
des Königs bittet: „Mein Heiliger, ziehe uns zur Dir, um im Dialog durch Dich erfreut
zu werden!“ „O Du, errege mich, zu genießen dich!“ ist der Gesang der Großen Mutter.
Vom heilbringenden Intellekt der sich tadelnden Seelen Die ungebärdige Seele ist das
Ego jener gewöhnlichen Männer, welche die Auswirkungen des Geistigen Kampfes auf
Erden immer noch nicht zu spüren glauben. Es muss die Wirkung des dhikr einen Mann
durchdringen, dass er 'wie das Licht in einer verdunkelten Wohnstatt entzündeten Lampe'
(Sure An-Nur) ist; sodann tritt das auf, was der Qur'an als 'Stufe der tadelnden Seele' (Sure
75,2) beschreibt. Das Maskuline bemerkt, dass seine Wohnung, sein Herz, von Kehricht
und Getier – Hunde, Schweine, Tiger, Esel, Stiere, Elefanten und allem Tadelnswerten –
angefüllt ist; dhikr bemüht seinen Mann, diese hinauszuwerfen, damit die Wohnung bereit
werde, das Licht des dhikr als Katalysator für den Schöpferischen Geist aufzunehmen, was
der Beginn zum Sich-Auftun der 'Seele im Frieden' ist. Sind Frauen komplementärerseits
ihres Selbst bewusst geworden, dergestalt auch sie sich tadeln, dass die reine Weiblichkeit
auf der Seite ihrer rechten Wange in Gestalt rötlicher Sonne [Morgenröte] erscheint, und
Wärme spürbar wird, sichtbar bald neben dem Ohr, bald der Stirn gegenüber, bald über
dem Kopf [Vernusstern] – dann sind Sich Tadelnde Seelen das Einig-Wesen-Intellekt, das
der Menschheit die Abwesenheit von Krieg bringen kann. (Henry Corbin, Visio Smaragdina)
Segensspruch „Es gibt nichts Besseres unter den glücklichen Frauen, als zu essen und zu
trinken und so auf diese Weise seiner Seele das Gute als Lohn für seine Mühe zu gewähren.
Doch nicht in den Frauen selbst gründet dieses Glück, vielmehr wurde ich gewahr, dass es
aus Gottes Hand kommt; denn es gibt Männer [Kulturell Kreative], denen Gott wohlwill:
Es sind jene Männer, denen er Wissen, Können und Freude geschenkt hat.“ (Kohelet 2:24-26)
„Was ich schreibe, schaue und höre ich in der Vision. Und ich sehe die Vision einzig in
meiner Seele. Mit offenen äußeren Augen sehe ich, höre ich und weiß gleichzeitig – wie
in einem Augenblick erlerne ich das, was ich weiß. Die Worte, die ich schaue, sind nicht
wie die menschliche Rede, sondern wie eine schwingende Flamme und wie eine Wolke
in reiner Luft bewegt. In diesem Lichte sehe ich zuweilen ein anderes Licht, welches mir
das lebendige Licht genannt wird. Und da ich es schaue, wird alle Traurigkeit und alle Not
von mir genommen, also, dass ich alsdann die Sitten eines einfältigen Mägdeleins, nicht
einer alten Frau habe. Meine Seele aber entbehrt zu keiner Stunde des zuvor genannten
Lichtes, das der Schatten des lebendigen Lichts genannt wird und darin schaue ich, was
ich oftmals rede und was ich antworte, wenn man mich nach dem Blitze jenes lebendigen
Lichtes befragt.“ (Die 77-jährige Hildegard von Bingen in einem Brief an ihren Sekretär, den Mönch
Guibert von Gembloux; in: Martin Buber, Ekstatische Konfessionen, Diederichs, Jena 1909, S. 50-53).
Wie 'Allah' nicht nur das Objekt einer männlichen Erkenntnis ist, so ist auch 'die Große
Mutter' im Erkenntnisvorgang der Frauen zugleich Subjekt, das das Erkenntnismedium
des Lichtes sowie weiblicher Erkenntnisprozesse trägt: Ihre Art ehelicher Vereinigung
widerspiegelt die Art wie Frauen sich mit Gott vereinigen. Und wie eine Woge im Meer,
so kommt die Sprache im Erkenntnisprozess dialogisch auf die Frauen zu. Der Spiegel
der Seele fungiert dabei als Vermittlungsinstanz vom Geschauten zum eigenen Gewissen.
'Die Archetypen können sich keineswegs bloß durch Tradition, durch Sprache und durch
Migration allgemein verbreiten, sondern jederzeit und überall spontan wieder entstehen,
und zwar in einer Art und Weise, welche durch keine Übermittlung von außen beeinflusst
ist.' (C.G. Jung). 'Von zwei Rosen duftet eine anders, als die andre Rose. Von zwei Engeln
mag so einer anders, als der andre schön sein. So in unzählbaren zarten Andersheiten mag
der Himmel, mag des Vaters Göttersöhnereich seraphisch abgestuft sein.' (Christian Morgen-
stern). 'Eine neue Perspektive ist nötig. Wenn sich zum Beispiel zwei Familien eine Quelle
teilen, dann ist beiden damit gedient, wenn sie sauber bleibt.' (S.H. Dalai Lama Tenzin Gyatso).

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Sich nur Jesus am Kreuz vorstellend, Buddha unter dem Baum sitzend, Shiva mit einer
Kobra um den Hals... so werden wir nicht in der Lage sein, die Universelle Botschaft zu
präsentieren – wir müssen in ihren Seelenzustand eintreten! Dann werden wir erkennen:
im Gemeinwesen heutiger Zeit sind Ramas Heiler im Dialog, und Krishnas die kulturell-
kreativen Visionäre, Shivas (Donar, Herkules) sind Lehrer und Erzieher in der Einheit der
universell-sakralen Ideale, Buddhas spirituelle Lehrer zur Seelen-Erweckung; es ist diese
symphonische Bruderschaft, die Frauen zu deren Gottesdienst, einer wissenschaftlichen
Erforschung der Grundlagen kosmischer Beziehungspsychologie (Imagination, Archetyp,
Synchronisation) zu mobilisieren vermag. »Friede auf Erden« kann so Realität werden.
Um Dialog zu führen, reicht Mitgefühl, Savitarka-Samadhi (in der Vision Sri Krishnas
"die andere Frau" im Licht sich vorzustellen) nicht aus; es braucht dazu 'das lebendige
Wasser' (Joh 4:10), Mitleid, mystische Liebe im anbetenden Glauben, um mit leuchtenden
Emotionen (mithilfe Shiva's Mantra-Yoga) all die mütterlicherseits erworbenen frommen
Fundamentalismen, Ärger und Hass, reinzuwaschen; und Erbarmen, dharma-Nächsten-
liebe, Geben der feurigen Emotionen nicht-vorbestimmter, bedingungsloser Liebe, um
(in Ramas tavistock-working-conference) die väterlicherseits gesetzten konditionierten
Zwänge aufzulösen; sowie letztendlich sehr klare leuchtende Gedanken (Buddha's clear-
bliss-of-intelligence). Erst dann ist Weiblichkeit nicht mehr von der Zweideutigkeit 'Gott
ist die Liebe' befangen und kann in den Sternenwelten seiner nunmehr kosmischen Persön-
lichkeit den Zyklus des Mondes 'Tod-Auferstehung-Wiederkunft' verstehen, die Sonnen-
strahlen der Großen Mutter akzeptieren und 'das Städtebauen der Göttin Venus' annehmen.
„An der Erregung meines Herzens habe ich seine Gegenwart erkannt, an dem Schwinden
meiner Leidenschaften, am Zusammenschrumpfen meiner fleischlichen Empfindungen
merkte ich seine mächtige Wirkkraft, am Aufstöbern und Entlarven meiner verborgenen
Schwächen und Fehler stellte ich staunend die Tiefe seiner Weisheit fest. An der Erneuerung
und Wiederherstellung meiner Gesinnung, das heißt meines inneren Menschen, stellte ich
bis zu einem gewissen Grad fest, wie schön doch seine Gestalt war.“ (Bernhard von Clairvaux)
„Spät habe ich dich geliebt, Du Schönheit, so alt und doch so neu, spät habe ich Dich
geliebt! Und siehe, Du warst im Innern, und ich war draußen, suchte Dich dort – und ich,
missgestaltet, verlor mich leidenschaftlich in die schönen Gestalten, die Du geschaffen.
Mit mir warst Du und ich war nicht mit Dir. Die Welt hielt mich lange von Dir fern, denn
noch nicht warst Du in meinem Herzen, ehe ich Dich lernte in Gottes Vision. Du riefest
und schriest und brachst meine Taubheit; schillernd erglänzend schlugst Du meine Blind-
heit in die Flucht. Auf einmal wehtest Du, und ich schöpfte Atem, atme zu Dir auf; ich
kostete Dich, dass mich hungert und dürstet. Du berührtest mich mit Weisheit und ich
entbrannte in Deiner Schöpfung.“ (nach Augustinus). Große Mutter, lehre uns, dass wir als
Heilmittel Brot backen, als ein Symbol des Wortes, 'das aus dem Munde Gottes kommt'.
Lass dieses Brot uns die Fähigkeit geben, Deine Weisheit in allen Herzen zu erwecken.
Vom komplementären hierarchischen Zusammenwirken der Generationen und Geschlechter
Die kontemplativen Stufen der Weiblichkeit zur erleuchteten Seele {Aufnahme Mariens
in den Himmel} sind hierarchisch aufgebaut; komplementär vollzieht sich 'Mohammads
Himmelsreise' in 'Bruderschaft in der Vaterschaft Gottes'; bei der 'Wiederkunft Christi'
hingegen steht 'Buddha' über 'Rama', 'Rama' über 'Shiva', 'Shiva' über 'Krishna'; Christus
ist also der Geringste unter seinen kulturell-kreativen Brüdern (Buddha, Rama und Shiva).
Das Wesen Kulturellen Bewusstseins ist folglich nicht, in die Kette der Meister und Hei-
ligen einzutreten, sondern über das Bewusstsein der Meister hierarchisch in das Planetari-
sche Bewusstsein. Der Schlüssel zur Transformation, um in das Planetarische Bewusstsein
einzutreten; das heißt also für Männer: „Nicht im eigenen Konzept von Gott verharren!“
[Projizierende Schatten, "der böse Geist und das dämonische Potential" im Weiblichen,
können nur überwunden werden, wenn das altruistische Licht seelischen Gemeinwesens
'Gebt acht auf euch und auf die ganze Herde' (Apg 20:28; Sure 4:34) in den Männern glänzt.]

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Kol Nidre – breaking all vows at the day of atonement Buddha, Tathagata, broke the law
of fasting when he accepted to eat the bowl of rice and milk offered him by a woman; he broke
the law of silence by answering the question of his disciples by saying 'I have found the way
to liberation, have I ever spoken to you thus before'; he broke the rule in which he discovered
the cause of Avidya that is the fall from Vidya (the spiritual knowledge) which means omni-
science by investigating thinking in 'knowledge gained without the experience'. Buddha broke
his most paramount principle according to which everything is conditioned, and found free-
dom from conditioning – and become human: Love is God. And what is God? God is love.
Es ist nicht seine Gestalt, nicht seine Erscheinung, es ist nicht, was er sagt: es ist Seine At-
mosphäre, es ist das, was Ihnen Seine Gegenwart übermittelt, das, was Ihnen Seine Atmos-
phäre mitteilt. – Wenn Sie Ihre Gedanken zum Berg Kailas wandern lassen, um Shiva zu
besuchen, wie er im Samadhi sitzt, Meister über die physischen und geistigen Funktionen,
während Sie noch immer von Abhängigkeiten behindert werden, können Sie sich nicht auf
Sein Bewusstsein einstimmen, aber der Einfluss seines mächtigen Wesens könnte Ihnen da-
bei helfen, diese Abhängigkeiten zu überwinden. – Was Buddha betrifft: Sein Bewusstsein
zu erreichen würde Sie frei machen, denn er fand die Freiheit. Aber Er ist kompromisslos,
so müssten Sie nicht nur ihre Wünsche aufgeben, sondern das Wünschen überhaupt [das
Verschwinden von Verführen]. – Krishna ist natürlich eine Vorwegnahme von Christus.
Er ist Gott, der Kind und daher menschlich geworden ist. Und Rama, um seine Seele 'Sita'
wiederzufinden, setzt er seine animalische Natur in den Dienst seiner himmlischen Natur.
Hazrat Pir Vilayat Inayat Khan, The Juliet Hollister Award for Creating Interfaith Understanding 2004
„Das erfuhr ich unter Menschen als Wunder größtes, dass Erde nicht war, noch Himmel
darüber, Nicht irgend ein Baum noch Berg nicht war, noch irgend ein Stern noch Sonne
schien, Noch der Mond nicht leuchtete noch das gewaltige Meer. Als da nirgends nichts
war an Enden und Wenden, Da war der eine allmächtige Gott, der Wesen gnädigstes, und
da waren mit ihm auch viele herrliche Geister. Und Gott, der heilige. Du Allmächtiger,
der Du Himmel und Erde gemacht hast und den Menschen so mannigfach Gutes gegeben
hast, gib mir in Deiner Gnade rechten Glauben und den guten Willen, Weisheit und die
Klugheit und Kraft, dem Teufel zu widerstehen, das Arge zurückzuweisen und Deinen
Willen zu wirken.“ Das Wessobrunner Gebet (Das älteste christliche Gedicht in deutscher Sprache)
Und in einer Nacht sah ich Gott im Traum. Sie sprach zu mir: „Was begehrst du?“ – Was
du selbst begehrst, mein Gott! – „O du bist es, den ich begehre, wie Du mich begehrst.“ –
„Aber welches ist der Weg, der zu dir führt?“ – „Wer sich selbst entsagt, kommt zu uns.“
„Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, mit der wir das Leben teilen, und
die Schöne Mutter Erde, die uns erhält und lenkt.“ Lobgesang des Hl. Franziskus von Assisi.
„Gleichwie eine hundertfach gebauschte, mit Blitzen bekränzte, donnernde Wolke, die
auf die Reichtum-tragende Erde hinunter regnet, Hochland und Schlucht füllt; gleich so
befriedigt eine Person mit Überzeugung und Gelehrsamkeit, weise, die Vorräte aufbewahrt
hat, die Wandernden mit Essen und Trinken. Sie verteilt gerne Almosen und sagt: „Gib
ihnen! Gib!“ Das ist ihr Donner, wie jener der Regenwolke. Dieser Guss des Verdienstes,
opulent, regnet dann auf den Spender.“ Thanissaro Bhikku, An Anthology From the Pali Canon.
„Confíteor Deo omnipoténti et vobis, fratres, quia peccávi nimis cogitatióne, verbo, ópere et
omissióne: mea culpa, mea culpa, mea máxima culpa. Ideo precor beátam Maríam semper
vírginem, omnes angelos et sanctos, et vos, fratres, oráre pro me ad Dóminum Deum nostrum.“
[Worin liegt der Sinn, zu bekennen „dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe“ ? –
Natürlich gälte es für Frauen zu bekennen, 'das Gute unterlassen' {Nächstenliebe in mysti-
schem Geist} und 'das Böse getan' {nämlich Salomé, Göttin Kali gewesen zu sein, Mt 14:8}.
Doch bevor überhaupt an einen solchen Wandel in die Religion zu denken ist, müssen zu-
erst geistliche Männer ihre dunkle physische Natur wandeln – und zwar bevor sie in spiri-
tuelle und seelische Bereiche auf- bzw. herabsteigen, um den Frauen zu ermöglichen 'das
Gute zu tun'. Denn 'wenn das Priestertum geändert wird, ändert sich die Welt' (Hebräer 7:12).]

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Y. L'Universel – Intertextual Human Experience
Die Gesänge des Rigveda, Erster Liederkreis, Lieder des Kutsa, des Angirasen I.95 'An Agni'
„Zwei ungleiche Kühe wandeln, einem schönen Ziele folgend; eine um die andere säu-
gen sie ihr Kalb. Während es bei der einen goldgelb ist, seinem eigenen Triebe folgend,
erscheint es bei der anderen hell in schönem Glanze. / Ihn, der ein scharfes Angesicht
hat, bei den Menschen von selbst Ansehen genießt, Den strahlenden führen sie herum.
Seine funkelnde Gestalt wurde beim Gottesdienst der Versammlungsort der Götter.“

Die Bhagavad-gita I.39-40 'Aufruhr und Zerfall' / Sapientia 5:17-23 / Das Buch Jesaja 52:11
„Wenn auch viele, deren Sinn von Habgier gehemmt, die Zerstörung der Familie nicht
als ein Übel ansehen – warum sollen wir nicht die Weisheit besitzen, dass es gilt, uns von
diesem Übel fernzuhalten? Denn wird die Familie zerstört, so geht die heilige Ordnung
zugrunde; wenn die heilige Ordnung untergeht, überwältigt Gesetzlosigkeit die Nationen;
nimmt Gesetzlosigkeit überhand, verdirbt das Gewissen der Frauen: unerwünschte Nach-
kommenschaft entsteht. So werden durch die Untaten der Zerstörer der Familie, die die
Verwirrung der heiligen Ordnung zur Folge hat, die ewigen Gesetze der Menschheit und
sittliche Grundlagen der Familie vernichtet: Krankheit, Chaos, Kriege, Seuchen entstehen.“

Die Yoga-Sutras des Patanjali, Zweites Kapitel, Verse 3-11 'Geistige und spirituelle Praxis'
„Unwissenheit, Egoismus, Anziehung und Abneigung sowie Furcht vor dem Tod sind
die Leiden, die Schmerz verursachen: Unwissenheit hält das Vergängliche, Unreine, das
Leid, das Nicht-Selbst fälschlich für das Unvergängliche, Reine, Angenehme, das Selbst;
Egoismus ist die Identifikation des Sehenden mit dem Instrument des Sehens; Anziehung
ist das, was sich mit Vergnügen beschäftigt; Abneigung ist das, was Schmerz zu meiden
sucht; Furcht vor dem Tod ist der fortgesetzte Wunsch zu leben, der sogar im Geist von
Weisen verwurzelt ist. Leiden (der Frauen) kann durch Kontemplation in Gegenströmung
aufgelöst, Zufügen von Leid muss durch (der Männer) stetige Meditation beseitigt werden.“

Rigveda X.90,1 / Brihadaranyaka-Upanishad [Weißer Yajurveda] III.8 'Der Unvergängliche'


„Wer weiß es in Wahrheit, woher geboren, woher ist diese Schöpfung; herwärts sind die
Götter durch diese Sendung gelanget, wer aber weiß, woher er selber gekommen? Purusha
ist dieses All, was ist, und auch was sein wird, auch über die Unsterblichkeit gebietend,
da Er, was durch Speise ist, weit überragt. So bedeutend ist seine Größe, ja größer als dies
ist noch Purusha, ein Viertel von ihm sind alle Welten, drei Viertel von ihm unsterblich im
Himmel. / Auf des Unvergänglichen Geheiß stehen auseinandergehalten Sonne und Mond;
und der Himmel und die Erde. Wahrlich: dieses Unvergängliche ist sehend nicht gesehen,
und hörend nicht gehört, und verstehend nicht verstanden, und erkennend nicht erkannt.“

Die Katha-Upanishad 1.2.22-24 'Die allbarmherzige Persönlichkeit Gottes – feuergeboren'


„Wenn die heilbringende durchdringende Seele als der Beständige in Männern und als das
Körperlose in den Frauen erkannt ist, leiden die Menschen nicht länger. Doch nicht durch
Verstand und viele Schriftgelehrtheit wird die Seele erlangt: Nur wen die Seele sich wählt,
von dem wird sie begriffen; ihm macht die Seele offenbar ihr Wesen. Wer aber von schlech-
tem Lebenswandel nicht Abstand nimmt, sich nicht zuerst von seiner Bosheit abgewandt,
und wessen Gemüt nicht ruht, der kann selbst durch Forschen seine Seele nicht erlangen.“

„Im Weg steht natürlich immer das vitale Ego mit seiner Unwissenheit und dem Dünkel
seiner Unwissenheit und das physische Bewusstsein mit seiner Trägheit, das jeden Ruf
nach Wandlung verübelt und ihm widersteht, sowie seine Gleichgültigkeit, die jede Mühe
scheut – es findet es bequemer, seinen eigenen Weg zu gehen, dabei immer die gleichen
alten Bewegungen zu wiederholen und bestenfalls zu erwarten, dass alles auf irgendeine
Weise und zu irgendeiner Zeit für es getan werde.“ (Sri Aurobindo, Letters on Yoga, Bd IV.3)

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Das Mahabharata, Buch Vana Parva (Buch des Waldes) Kapitel 260 'Über die Himmel'
„Die Region, die als Himmel bekannt ist, existiert über uns. Ungläubige und unwahrhafte
Engel, jene, die keine sittliche Enthaltsamkeit üben und keine kulturelle Praxis ausführen,
können nicht dahin gelangen. Nur Menschen mit tugendhafter Seele, gezügelten Gedanken
und Kräften, beherrscht in ihren Sinnen und ohne jegliche Bosheit, erreichen den heiligen
Garten der Himmlischen, diesen Raum der wohltätigen und heldenhaften Seelen.“

Die Chandogya Upanishad II.2 'Betrachtungen über das Sâman, seine Teile und Arten'
„Der Laut ist die Erde: der Hauch, der den Regen bringt. Der Vorgesang ist das Feuer:
die Wolke entsteht. Der Hauptgesang ist die Luft: es regnet. Der Einfallsgesang ist die
Sonne: es blitzt und donnert. Der Nachgesang ist der Himmel, der Friede: es hört auf.
Man ehre das fünffache Saman im Regen. Regen gibt es für Ihn, und Er lässt regnen.“
„Mit unserem Verstand können wir nicht begreifen, wie die Große Mutter geschaffen
worden ist. Demütige dich, und du wirst nicht nur die Sonne, sondern auch ihren Schöpfer
begreifen. Nur durch den Heiligen Geist kann Er erkannt werden.“ Starez Siluan, Berg Athos

Páli Kanon, Anguttara Nikáya III,31 'Der Elterliche Gott' / Genesis 1:27 / Bhagavad-gita 14.3-4
„Gott, ihr Mönche, das ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter; die ersten Lehrer, das
ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter; Anbetungswürdige, das ist eine Bezeichnung
für Vater und Mutter. Viel tun die Eltern für ihre Kinder. Sie sind ihre Erzeuger, Ernährer
und sie zeigen ihnen diese Welt. Mit «Gott» bezeichnet man die Eltern, «die ersten Lehrer»
nennt man sie; sie, die Erbarmer des Geschlechts, sind der Ehrfurcht würdig. Es schenke
ihnen darum Achtung der Weise und bediene sie mit Speise wie auch mit Getränken, mit
Kleidung und mit Lagerstatt, und mit der Füße Waschung auch. Wegen dieses Dienstes,
den man seinen Eltern tut, hat man hier der Weisen Lob und dort des Himmels Seligkeit.“

Páli Kanon, Majjhimá Nikáya 26 (3.6); Udāna VIII.1 / Aṇguttara-Nikáya 8.53 || Lukas 14:26
Buddha sprach: „Ich habe das Todlose {amata dha tu: die Motivation der Seele} gefunden!
Es gibt einen Weg, der zur Läuterung hilft, zur Überwältigung des tiefen Schmerzes und
des Jammers, zur Zerstörung des Leidens und der Trübsal, zur Gewinnung des Rechten,
der Angst ein Ende setzend, Leidfreiheit verwirklichend; dieser Weg ist der Weg der Vier
Verankerungen der Achtsamkeit. Und, ihr Mönche: Es gibt ein Nicht-Gewordenes, Nicht-
Geformtes und Nicht-Vergehendes; ohne dies Nicht-Gewordene, Nicht-Geformte und
Nicht-Vergehende gäbe es keinen Ausweg aus all diesem. Doch akzeptiert meine Worte
nicht, ohne sie zu hinterfragen. Ihr müsst die Lehre für euch selbst prüfen und untersuchen.“
„Die Erde heiratete einen Königssohn, aber bis heute erleidet sie große Qualen wegen der
von ihr geborenen Kinder. Gautama Buddha verließ seine Frau – in der Nacht, als sie den
Thronfolger geboren hatte – ein Gleichnis, über das man nachdenken muss.“ Beinsa Douno

Zend Avesta, Yasht 17,59 || 5,62 'Gottes Vereinigung mit der Seele' (Sure 2:67-71; Jesaja 54:1)
„Es erhob Die Gute Erhabene Segnung ihre Klage: Das ist mir die schlimmste Tat, die
grausame Menschen verüben, wenn sie junge Frauen vom geistigen Pfad führen und als
lange unverheiratet (der Welt) preisgeben. Was soll ich ihnen tun? Soll ich zum Himmel
gehen? Soll ich mich zur Erde hinabwenden? Ahura Mazda {die Unzerstörbare; Höchster
Gott} antwortete: Verweile hier! Komm und trete ein in meinen Himmlischen Palast (Sure
89:27-30). || Und es kam Ardvi Sura Anahita {die Makellose} von den Sternen dort herbei
auf diese Erde und sprach zu Zarathustra: Du Frommer, dich machte der Herr zum Meister
der körperlichen Welt; Mich aber machte der Herr zur Hüterin des ganzen guten Daseins.“
Schlussgesang: „O Gute Erhabene Segnung, wegen ihrer Pracht und ihres Glanzes will ich
sie verehren; und denjenigen, von welchem unter den existierenden verehrungswürdigen
Wesen der Weise Herr gemäß der Wahrheit weiß, dass für ihn in der Verehrung das Beste
beruht; und die Seelenführer aller frommen Männer und frommen Frauen verehren wir.“

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Das Zend-Avesta, Ardâ-Vîrâf, Hâdôkht Nask, 2,10-14 'Die Brücke zwischen Urbild und Abbild'
„In der dritten Nacht nach dem Tode, in welcher die Seele des Gerechten noch bei ihrem
Leibe weilt, steigt von derselben unter den lieblichsten Düften ihr eigenes Gesetz auf, wie
mit einem jungfräulichem Leibe, lichtglänzend, geflügelt, ein glänzender Keim, jungfräu-
lich stark, rein wie das Reinste dieser Welt. Und die Seele des Gerechten spricht zu ihm:
"Wer bist du?" Dann antwortet das schöne Gebilde der Unsterblichkeit: "Ich bin dein
eigenes Gesetz, ich bin das, was du Reines gesucht hast, dein reiner Gedanke, dein reines
Wort, dein reines Wirken, dein reines Gesetz von dir selbst, solange du im Leibe warst.
Was du Gutes getan, bin ich jetzt, so herrlich, so heilig, so rein, über alle Furcht erhaben.“
„Welt ist in Nebel ertrunken, Erde im Tau verloren. Die Herren wollen die Welt ordnen
und schmücken, aber es gelingt ihnen nicht. Es gibt keine Sonne oberhalb der Welt, keine
Abend- und Morgenröte unterhalb der Welt, keinen Mond in der Höhe, keine Sterne am
Himmel. Warum? – Man martert Jesum, den frommen Gott, rücklings in den Flammen,
die Füße sind gefesselt, die fünf Finger ausgespannt. Er spricht: 'Wer bringt von meiner
Marterung der Maria Kunde?' / Ein Fisch ist da auf der Pfanne, der schwimmt ins Meer
und bringt die Kunde der Maria, sie auffordernd, auf die Erde herabzukommen. Maria
aber glaubt der Nachricht nicht. Darauf werden zwei Boten abgesandt, ein halbgekochter
Hahn kräht von der Stange aus die Botschaft der Maria, halbgekochter Ochse brüllt sie
ihr vom Berge aus: sie bleibt ungläubig. Endlich berichtet ihr die schöne Weltallstochter,
in welchem Zustand die Welt ist, und was auf der Erde geschieht. Da fährt Maria zur Erde
herab und stellt die Ordnung wieder her.“ Lied der Setukesen, Monumenta Estoniae Antiquae

Buch Deuteronomium 5:22; 5:9-10; 6:4-9 || Exodus 20:5 || 1 Könige 8:12 || Chajei Sarah 214
„Diese Worte sprach Gott zur vollständigen Versammlung – mitten aus dem Feuer, aus
Wolken und Dunkel, und unter lautem Donner: 'Du sollst dich nicht vor anderen Göttern
niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Ich, der Herr, dein Gott, bin
ein eifersüchtiger Gott: der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an dritter
und vierter Generation von denen, die mich hassen; bei denen aber, die mich lieben und
auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.' || Es sprach der Herr: 'Du
darfst dich nicht vor einem andern Gott niederwerfen. Jahwe trägt den Namen «der Eifer-
süchtige»; ein eifersüchtiger Gott ist er.' || Der Herr aber hat die Sonne an den Himmel
gesetzt; er selbst wollte im Dunkel wohnen. || So wacht Die Große Mutter voll göttlichen
Eifers über den Bund, dass Sie nicht mit einer Frau von anderen Nationen entweiht wird.“

Das Zweite Buch der Könige 2:19-25 'Die erste Wundertat Elischas' || Lukas 1:5-38
„Die Männer der Stadt sagten zu Elischa: Unser Herr sieht, dass man in dieser Stadt gut
wohnen kann; nur das Wasser ist ungesund, in der Gegend gibt es viele Fehlgeburten.
Elischa befahl: Bringt mir eine neue Schüssel, und schüttet Salz hinein! Man brachte sie
ihm; er ging zur Wasserquelle, warf das Salz hinein und sprach: So spricht der Herr: Ich
mache dies Wasser gesund. Es wird keinen Tod und keine Fehlgeburt mehr verursachen.“

Das Erste Buch der Könige 19:8-13 'Elija am Horeb: Elija kommt aus der Höhle'
„Gott bringt Elijahu zum Berg Sinai. Und er sprach: Gehe hin und stehe auf dem Berg
vor Gott, und siehe!, Gott wird vorbeigehen. – Und ein starker Wind zerschmetterte
Berge und erschütterte Felsen, aber Gott war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind
kam ein Erdbeben, doch Gott war nicht darin. Nach dem Erdbeben kam Feuer, aber
Gott war nicht in dem Feuer. – Und nach dem Feuer kam eine leise Stimme. Und als
Elijahu das hörte, verbarg er sein Gesicht in seinem Mantel, ging hinaus und stellte sich
an den Eingang der Höhle, und siehe, eine Stimme sprach: Was tust du hier, Elijahu?“

Die Psalmen 25:15, 56:11, 56:14, 73:2, 119:105 'Dein Wort als Leuchte für meine Pfade'
„Meine Augen schauen stets auf den Herrn; denn er befreit meine Füße aus dem Netz.“

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Psalm 68:2;10-12; 22; 27; 31-36 Ein Lied auf Gottes Sieg und Herrschaft [der Großen Mutter]
„Es erhebe sich Gott, auf dass seine Feinde zerstieben; die ihn hassen, fliehen vor seinem
Angesicht. Du lässest Regen strömen in Fülle und erquickst dein verschmachtendes Erb-
land. Deine Geschöpfe finden dort Wohnung. Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen.
Der Herr entsendet sein Wort; groß ist der Siegesbotinnen Schar. Denn Gott zerschmettert
das Haupt seiner Feinde, den Kopf des Frevlers, der in Sünde dahinlebt. Wehr ab das Un-
tier im Schilf, die Rotte der Starken, wehr ab die Herrscher der Völker! Sie sind gierig
nach Silber, tritt sie nieder; zerstreue die Völker, die Lust haben am Krieg. Ihr Königreiche
der Erde, singt für Gott, singt und spielt für den Herrn, der dahinfährt über den Himmel,
den uralten Himmel, der seine Stimme erhebt, seine machtvolle Stimme. Gott in seinem
Heiligtum ist voll Majestät. Versammelt euch und preist Gott, den Herrn in der Gemeinde.“

Genesis 28:12-22 'Jakob schaut die Himmelsleiter' / Sura 2 Al-Baqara 'Die Kuh' Vers 40-43
„Jakob hatte einen Traum; eine Leiter war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze
bis an den Himmel; auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder („es sind die heiligen
Engel, die aufsteigen, andere steigen ab und erhalten keine Wiederbelebung“ WaJaze 72).
Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er unter seinen Kopf ge-
legt hatte, richtete ihn als Denksäule auf und goss Öl auf seine Spitze. Dann gab er diesem
Ort den Namen Bethel {Haus des Gottes}. Früher hieß die Stadt Lus {loser / lust}. Jakob
machte das Gelübde: Wenn Gott mit mir ist und mich behüten wird auf dem Weg, den ich
reise, wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt, und wenn ich wohl-
behalten heimkehre in das Haus meines Vaters und der der Herr sich mir als Gott erweist;
dann soll dieser Stein, den ich als Steinmal aufgerichtet habe, ein Haus Gottes werden.“

Platon, Das Gastmahl [Συμπόσιον Sympósion] 206c-e 'Über das wahre Wesen des Eros'
Aus zwei wird eins, damit es etwas Drittes gibt „Alle Menschen, o Sokrates, tragen Zeugungs-
stoff in sich, den körperlichen sowie den geistigen; und wenn wir zu einem gewissen Alter
gelangt sind, so strebt unsere Natur zu erzeugen. Im Hässlichen aber vermag sie nicht zu
erzeugen; die Zeugung nämlich ist die Vereinigung des Mannes und seines Weibes. Es ist
aber dies eine göttliche Sache und in dem sterblichen Lebenden etwas Unsterbliches, die
Empfängnis und die Erzeugung. Und es kann dieser Akt nicht vor sich gehen, wo es an Ein-
klang fehlt. Eine leitende und entbindende Göttin ist daher die Schönheit bei der Geburt.
Wenn nämlich das, was den Zeugungsstoff in sich trägt, dem Schönen naht, wird es beruhigt
und von Freude durchströmt und gebiert und erzeugt; wenn es sich aber dem Hässlichen
naht, so zieht es sich finster und traurig in sich zusammen, wendet sich ab und schrumpft
ein – und erzeugt nicht, sondern trägt mit Beschwerde seine Bürde weiter. Denn die Liebe
geht gar nicht auf das Schöne, wie du meinst, sondern auf die Erzeugung und Ausgeburt
im Schönen. / Das mag sein, sprach ich. – Ganz gewiss, sagte sie.“ Die Rede der Diotima

Buch Jeremia 30:1-2,12-15,18-22 'Die Trostschrift: Die Heilung für die Wunden' / Mt 14:22-36
„Das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging: Schreib dir alle Worte, die ich dir gesagt
habe, in ein Buch! So spricht der Herr: Arg ist dein Schaden, unheilbar deine Wunde.
Niemand verschafft dir Recht. Alle deine Freunde haben dich vergessen, sie kümmern
sich nicht mehr um dich. Denn wie ein Feind schlägt, so habe ich dich geschlagen mit
harter Züchtigung wegen deiner vielfachen Schuld und deiner zahlreichen Sünden. Was
schreist du über deinen Schaden und dein arges Leiden? Wegen deiner vielfachen Schuld
und deiner zahlreichen Sünden habe ich dir das getan. So spricht der Herr: Seht, ich wende
das Geschick der Zelte Jakobs, seiner Wohnstätten erbarme ich mich. Die Stadt soll auf
ihrem Schutthügel aufgebaut werden und die Burg auf ihrem alten Platz stehen. Lobgesang
wird dort erschallen und die Stimme fröhlicher Menschen. Ich will ihre Zahl vermehren,
sie sollen nicht weniger werden; ich will ihnen Ehre verschaffen und sie sollen nicht ver-
achtet werden. Spruch des Herrn. Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.“

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Evangelium nach Matthäus 9:14-26 'Frage nach dem Fasten – Die Auferweckung der Tochter'
„Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht,
während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeits-
gäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden Tage kommen, da wird den
Hochzeitsgästen der Bräutigam genommen sein – dann werden sie fasten. Niemand setzt
ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab
und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche.
Während Jesus so mit ihnen redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und
sagte: 'Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, dann wird sie wieder lebendig.' Als
Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der
klagenden Leute sah, sagte er: ‚Geht hinaus!‘ Dann trat er ein und fasste das Mädchen an
der Hand; da stand es auf. Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.“

Sri Ramana Maharshi 'Das Herz liegt auf der rechten Seite'
„Die Gedanken müssen aufhören, der Verstand muss verschwinden, damit das ›humane
Wir‹ sich erheben und empfunden werden kann. Keiner leugnet, dass das physische
Organ links liegt. Aber das Herz, von dem ich spreche, ist nicht das physische und liegt
rechts. Das geistige Empfinden ist der Hauptfaktor, nicht das gewinnträchtige psycho-
logisch-spirituelle Verstehen. Resonanz zur nachhaltigen Partnerschaft geschieht daher
nicht im Kopf, sondern in der rechten Seite der Brust; denn dort liegt das humane Herz.“

Das Thomas-Evangelium (NHC II,2) 114 || Das Philippus-Evangelium (NHC II,3) Spruch 68
„Das Königreich ist gleich einem Hirten, der hundert Schafe hatte. Eines, das das größte
war, verirrte sich; er verließ die neunundneunzig und suchte das eine bis er es gefunden
hatte. Danach, als er so viel Mühe gehabt hatte, sprach er zu dem Schaf: 'Ich liebe dich
mehr als die neunundneunzig.' Jesus sprach: Wehe aber dem Fleisch, das von der Seele
abhängig, wehe der Seele, die vom Fleisch abhängig ist. Da sagte Petrus: Maria soll aus
unserer Mitte fortgehen. Jesus aber sprach: Seht, ich werde sie ziehen, um sie männlich
zu machen, damit auch sie lebendiger Geist wird, vergleichbar mit euch Männern. Jede
Frau, die sich männlich macht, wird in das Himmelreich gelangen.“ || „Der Herr sagte:
Ich bin gekommen, um das Weibliche wie das Obere Männliche und das Männliche wie
das Innere Weibliche zu machen, und bin gekommen, um sie an jenem Ort zu vereinigen.“

Das Markus-Evangelium 4:10-14; Buch Jesaja 6:8-10; Sure 17:43-46 || Bhagavad-gita III.26;29
„Als er mit seinen Begleitern allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse.
Da sagte er: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen
sind, wird alles in Gleichnissen gesagt; sehen sollen sie, aber nicht erkennen; hören sollen
sie, aber nicht verstehen, – damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird.“ ||
„Niemand, der das Ganze erkannt hat, möge die Gemüter der Unwissenden, die am Werke
hangen, verwirren und jene Unwissende, die nur einen Teil erkannt haben, irre machen.“

'Wissenschaftliches Arbeiten als Gottesdienst' (Edith Stein); 1 Korinther 11:8-10; Jak 2:17-20
„Die egoistische Frau stammt nicht vom Glauben an den selbstlosen Heiligen Mann –
sondern die spirituelle Welt-Frau vom kulturell-geistigen Mann; auch wurden begehrende
Männer nicht für biologische Frauen geschaffen: der Schöpfergeist kultureller Männer
gehört den wissenschaftlichen Frauen – sie manifestieren Humanität.“ || Der heilige Pfad
der Frauen ermöglicht Männern die spirituelle Fülle, sodass der männliche Schöpfergeist
die Seele der Frau zur wirksamen Heilkraft ihrer femininen Persönlichkeit führen kann.
Der Traum von zehn Gerechten oft, so sitze ich an einem Tische / Bergespitzen Höh'n, Grad /
des Grals. || weiße Nebel, weiß / Gewänder, / Gefährten, – Neun an / Zahl || halten Wache, / sind
zusammen. || führen, Führer / zu gleich / Dienerschaft. || Keiner, der sich setzte / an des Stellen
andern; / Jeder, – seinen Platz. || Halten Rat / durch Stille, / Demut – sind einander / Kraft.

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Bhagavad-Gita 9.25; 18.66-67 {Mt 13:1-23} 1 Kor 10:21; 12:30-14:5; Sirach 11:16 'Identität'
„Krishna sprach: Ich selbst bin es, der sich aller Darbringungen erfreut. Ich bin der Herr
aller Opfer. Aber sie erkennen Mich nicht wahrheitsgemäß und darum fallen sie zurück
in den Zyklus von Geburt und Tod. Jene, die Halbgöttern opfern, gehen hin zum Götterreich
{ihre Saat fällt auf felsigen Boden, versengt, verdorrt, weil sie keine Wurzeln hat (Mt 13:5);
'sie vergewaltigen durch ihre Stärke die übrigen und nähren sich dadurch' (Aristeasbrief) –
eheliche Liebe wird auf dieser Ebene durch eine Art von Glückserfahrung charakterisiert,
die nicht befriedigend ist, weil ohne schöpferisches Zusammenwirken der Seelen}. Zu den
Geistern gehen, die das imaginäre Geisterreich verehren {'ich sah mich auf dem Kopfe Brot
tragen, von dem Vögel fraßen' (Sure 12), Vögel fressen die Saat, die in ihr Herz gesät wurde
(Mt 13:19)}. Zu den Ahnen gehen jene, die Kapital idolisieren {Dornen wachsen, ersticken die
Saat' (Mt 13:22); ihre Frauen gleichen Tigerinnen: leicht aufgebracht, schwer zu besänftigen}.
Das Erwachen der Religion des Herzens „Krishna sprach: Die Mich verehren, kommen zu
Mir. Gib alle Religionen [die Verschiedenheit äußerer Formen] auf, nimm deine Zuflucht
zu Mir!“ (Jesaja 55:13). || „Es gibt reine Welten oder befleckte Welten, oder reine Welten mit
befleckten Teilen, oder befleckte Welten mit reinen Teilen. Es gibt weite oder enge Welten,
große oder kleine Welten. Und es gibt gerade oder verkehrte Welten.“ (Kegon-Sutra 34.37)
Der Heilige Qur-ân, Sure 3,14-15 'Die Sippe' || Sure 75,22-23 'Auferstehung'; Jesaja 43:5-7
„Verlockend ist den Menschen gemacht worden die Liebe zu dem, was man begehrt. Sag:
Soll ich euch etwas kundtun, was besser ist als dieses? Für diejenigen, die gottesfürchtig
sind, werden bei ihrem Herrn Gärten sein, unter denen Bäche fließen und in denen sie ewig
weilen werden, und geläuterte Gattinnen und Wohlgefallen von Gott – und Gott sieht wohl
die Diener. || An jenem Tag gibt es strahlende Gesichter, die zu ihrem Herrn schauen.“
„Die Welt, o mein Freund, ist heutzutage schlimm: Der Mann 'arm im Geist' ist in dieser
Zeit störrisch, doch Feministinnen sind hartnäckig, ihn zum untertänigen Lustknaben zu
machen; die schlechten Therapeuten streben nur nach dem, was sie an Frauen verzehren
können und ungerechte Frauen treffen Entscheidungen ohne Erkenntnis ihrer Seele. Und
die Sufis sind Wolle, die mit weltlichen Zielen ausgeschmückt und gekennzeichnet ist;
großartig ist die Welt in ihren Herzen geworden, so sehen sie nichts Höheres als sie, das
zu erstreben wäre. Verächtlich ist in ihrer Seele die Wahrheit geworden, fliehend drängen
sie weg von ihr; sie hüten ihre Gebetsteppiche und Flickenröcke, die zur Schau gestellten
Äußerlichkeiten und die Gehstöcke; sie zeigen die verzierten Gebetsperlen wie die alten
Frauen. Essgierige Kinder sind sie, wie Säuglinge, die Nachsicht brauchen; weder hält Wis-
sen sie vom Verbotenen fern, noch treibt Entsagung sie von weltlicher Begierde hinweg; sie
machen das Äußere der Religion zur Götzendienerei an den vergänglichen Gütern; sie halten
sich an Sufi-Konvente und Ribate, im Begehren auf das Erlaubte als auch das Verbotene,
das zu ihnen kommt; sie haben ihre Ärmel weit gemacht und ihre Körper fett werden lassen.
Bei Gott, ich habe sie nicht anders gesehen, als so, wie mir überliefert wurde von mehr als
einem. Es sagte der Gesandte Gottes – Gott segne ihn und gebe ihm Heil: Am Tage der Auf-
erstehung werden Leute gebracht, die gute Taten bei sich haben wie die Berge der Tihama
('heiße Erde'). Wenn sie gebracht worden sind, macht Gott ihre Taten zu feinem Staub und
wirft diese Menschen dann ins Feuer. Wenn du nun zu ihnen gehst [um Ethik & Dialog zu
bringen], dann sieh, wie sie ihre Gesichter in finstere Falten gelegt haben. Und wenn du
nicht achtsam bist und bei einem von ihnen auf seinen Gebetsteppich trittst, dann schlägt er
dich mit der Faust, wohin sie dich auch treffen mag; es könnte darin sogar dein Tod liegen.
Dieses und ähnliches ist der Weg, auf dem sich die Sufi-Leute deiner Zeit befinden. Und wie
recht hatte doch Abu al-Qasim al-Qusairi, da er diejenigen erkannte, die in ihrer äußeren Er-
scheinung geschmückt waren mit dem Schmuck der Leute des Weges und ihnen gegenüber
nackt waren in ihrem Inneren. Über sie rezitierte er den Vers: Was die Zelte betrifft, so sind
sie wie ihre Zelte, doch sehe ich, dass die Frauen des Stammes anders sind als ihre Frauen.“
Muhyi al-Din Muhammad ibn 'Ali Ibn al-Arabi, Der Geist der Herrlichkeit, 'Heuchelei und fette Körper'.

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Weibliche Schöpfungskraft – Mut zu Wandel und Erneuerung
„Women are Heaven; Women are Dharma; Women are Buddha (the apprenticeships of
the apprenticeship); Women are Sangha (community); Women are Perfection of Wisdom.“
Dorje Thegpa (Vajrayana), Kalachakra Chandamaharosana Tantram || Epheserbrief 5:22-30.

Der grundlegende, innewohnende Glaube der Seele der Frauen in unserer Zeit ist, dass
es das Göttliche Weibliche gibt, und dass es das einzige ist, dem Frauen zu folgen haben
und nichts anderes im Leben einem Vergleich damit standhält. Solange Frauen diesen
Glauben besitzen, sind sie für das spirituelle Leben bestimmt 'Männer auf dem spiritu-
ellen Pfad' zu führen, kulturell-kreative Diener zu sein. Selbst wenn Frauen viele Jahre
zu kämpfen haben, weil das Super-Ego der meisten Männer voller Widerstände, voller
Ablehnung und Schwierigkeiten ist, so sind Frauen dennoch für den Erfolg in spiritueller
Kraft ausersehen, um 'das Planetarische Bewusstsein der Ethik' auf Erden zu verbreiten.
Was für ein großer Schatz, wenn Frauen erkannt haben, dass in ihnen alle Verdienste und
Fehler Einer Welt zu finden sind und dass Frauen alles, was sie kultivieren möchten, kulti-
vieren können, und alles wegschneiden, was entfernt werden sollte; es ist wie Unkraut aus-
rotten und die Samen von Blumen und Früchten säen! Eine Neue Welt öffnet sich jenen
Frauen, die beginnen, in sich selbst zu blicken: Es ist ihre eigene erleuchtete Seelenwelt,
aus der sie Sich machen können, um zugleich eine Welt zu schaffen, die ausreicht, um da-
rin zu leben – von Liebe der kulturellen Wesensnaturen ihrer Männer. Wie viele Frauen er-
kennen nicht, dass sie eine Welt schaffen müssen, und dass sie die Welt entweder dumm
oder weise machen! Wenn Männer Frauen glaubensstumm machen, dann wird die Welt uns
zur Gefangenschaft in der Hölle der Kriege. Wenn Frauen ihre innere Welt heilig gestalten,
dann wird unsere Welt zum Paradies, 'dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit den
klugen Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen' (Mt 23:5).
Eine junge Frau ging einst zur Großen Göttin und bat sie um Führung auf dem spirituellen
Pfad. Die Seherin fragte sie: „Hast Du je in Deinem Leben den Herrn geliebt, angebetet so,
dass Er als Stimme Deiner Seele zu den leidenden Geschöpfen gesprochen hat?“ – „Nein“,
sagte da die Frau, „noch nicht.“ Die Große Göttin antwortete ihr: „Geh und liebe den Herrn,
befreie von Leid und wisse, was Nächstenliebe ist. Dann komme zu mir und ich werde Dir
die Geheimnisse zur Entfaltung Gottes weiblicher Macht über die Egos der Männer lehren.“
„Frauen stehen nun am Scheideweg, entweder: Männer zur Sittlichkeit führen und mit
göttlichem Bewusstsein im Geist der Kulturell Kreativen die Menschheit als Ein globales
Volk spirituell vereinen; oder: mit Chaos, Katastrophen, Krankheiten, Kriegen und den
Tränen der Verzweiflung in den Augen ihrer Verwandten immer mehr konfrontiert werden.“
Es muss 'guten Frauen' deutlich sein, dass ohne den sittlichen Geist der Männer es
ein böses Erwachen in der Beziehung zum Manne gibt. Denn die Seele 'Frau' gibt es nur
dort, wo es Das Alpha als den sittlichen Geist der Männer gibt, dieser Geist aber muss
schon sein Omega, als das Potential des ethischen Erwachens der Frauen, in sich tragen.
Je mehr Frauen sich verstehen, desto mehr finden sie, dass alles, was sie bei Männern
vermissen, auch an ihnen fehlt. Was sucht eine Frau, wenn sie nach Liebesglück sucht? –
sie sucht nach sich selbst, obwohl sie es nicht weiß. Und es ist daher, dass Buddha lehrte:
„Women are Buddha, Women are heaven; Women are Dharma; Women are community.“

Vom Himmelreich – 'Gott als Bäckerin' Lukas 13:20-21; 13:29-30 || Jesaja 43:18-21
„Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen
Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war. Dann wird man von Osten und Westen
und von Norden und Süden kommen und im Reiche Gottes zu Tisch sitzen. Und dann
werden manche von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten die Letzten.“

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Häuser liegen nieder, Mauern fallen, Heiligtümer gehen unter, die Gesetze werden mit
Füßen getreten; die Mutter aller Kirchen steht ohne Dach dem Winde und Regen offen,
eheliche Wohnungen wanken; was eben noch 'Tempel der Frau' war, ist ein gestalt-loser
Trümmerhaufen, selbst steinerne Herzen zum Mitleid rührend. (Francesco Petrarca).

Folgen von Wegwerfbeziehung und Produktions- und Konsumbeziehungen Fehlt es


den Frauen am Geist ihrer Männer, fehlt es am Geist, um Geist überhaupt zu erkennen.
Ohne ihre erweckte Seele bleiben Frauen absolut obrigkeitshörig, ihres planetarischen
Denkens entwöhnt, Befehlsempfängerinnen, militärische Heldinnen vor dem Feind,
aber in totalem Mangel an Zivilcourage – daran ändern auch spirituelle Übungen nichts.

Die Sonne gibt dem Mond ihr Licht; von Planetarischem Geist erhält 'Die Frau mit
Buddha-Attributen' ihre Stabilität. Weil aber spatzenartige Seelen sich mit Domspatzen
zufrieden geben, müssen Frauen mit Attributen eines Tigers ihre Möglichkeiten unter
Tigern suchen. Geht aber die Zweckbestimmung des Schöpferischen Geistes aus dem
Blick verloren, kann Geschlechterbeziehung zur sündhaftesten von allen werden; aus
umdunkeltem Unterbewusstsein, einer alles einhüllenden Blindheit des Glaubens nebst
nebelhaftem Verstande erhebt sich dann Verlangen, das durch das 'Höllenfeuer' und
die Qual psychischer Leidenschaft geht. Planet Erde wird zum Sinnbild der trauernden
und verlassenen Mütter, der vergewaltigten Frauen und der vielen entehrten Geliebten.

Der Schrei der Erde Protestantische Spiritualität – der Tanz um das Goldene Kalb –
bestärkt nur den endlosen Krieg der Reichen gegen den Terror der Armen. Sonne und
Mond, den Blitz und die Sterne in kosmischer Dimension zu sehen, dazu bedarf es
einer Erweckung, die evolvierter ist als ein jeder Pantheismus islamisierter Göttinnen.
FRAU ist eine Zusammenstoßung von Frauen, die sich um herrische Männer bewegen:
‚Die Oberfläche der Erde ist in sieben gewaltige Teile zerbrochen und unreines Wasser
sickert in die immer breiter werdenden Spalten. Kontinente driften ausein-ander. Ein
unglaublicher Prozess – unglaublich kalt.' (Thomas Reiter, BBC-Film, Expedition Erde:
Vulkane, Urkräfte unseres Planeten). 'Der Herr ist der Same' (Bhagavad-gita 9,18; Lk 8:11-15) –
die inneren Motive eines Menschen sind Same und damit Wurzel der Aktivitäten seines
Partners. Mag die Handlung 'making love' dieselbe sein, die Motive können bei jedem
Menschen anders sein. Seit 'Adam und Eva' wissen wir: entspringt Liebe den reinen
Seelen, sind daraus entstehenden Ergebnisse heilsam und gut; übertreten die Menschen
aber 'das unverrückliche Verbot', entstehen 'Lüge, Übel und Unglück'. Wie Männer
durch unerleuchtete body-heart-Motive ihrer Frauen verstrickt werden – 'ein Same, der
nur eine Sekunde lang im Feuer gewesen ist, wird keine Blätter treiben, auch nicht,
wenn er in fruchtbaren Boden gesät wird' (Sadhana, Sivananda) –, so können Frauen

V
fruchtlos im Eigeninteresse des Mannes erliegen; bewahrheitet sich Hölderlins Spruch:
„Ethik ist für sterbliche Frauen wie für unsterbliche Männer unmöglich zu erkennen. “ ?

VII
Kulturschaffende Vision – Von lebendiger Menschlichkeit
Die Morgenröte des Dritten Millenniums kündigt eine Spiritualität der Zukunft an, die
frei ist von Dogmen. Sie kündet vom Erwachen der Menschheit zur Göttlichkeit des
Menschen. Die Notwendigkeit ihre Vision zu erfüllen wird immer dringlicher, da die
Völker Eine Humane Spiritualität der Zukunft erwarten. Ein unmittelbares Erwachen
der Menschheit im Gottesbewusstsein ist unrealistisch, weil dies in unserer dekadenten
Welt nicht möglich ist. So wird die Anstrengung von einigen wenigen Engeln unter-
nommen werden, um 'die Botschaft' in die Welt zu tragen, was Grenzen überschreitet.
Spiritualität und Geistigkeit sind wahrere und tiefere Gründe für Heirat als bloße sexu-
elle psychische Harmonie. Die vollkommene Beziehung zwischen den Geschlechtern.
Obwohl jede der Weltreligionen auf einem anderen Glaubenssystem basiert, verkünden
sie eines übereinstimmend: „Der Platz einer Frau ist neben ihrem Mann.“ Die Botschaft
in unserer Zeit können aber nicht Frauenvisionen sein, denen Männer gläubig folgen:
das Erwachen der Menschheit muss aus einer gegenseitigen Beeinflussung männlichen
und weiblichen Denkens und Sprechens hervorgehen! Anders gesagt, die Möglichkeit
schiitisch-vedantischer Männer, Krishna – den Genius mit transkultureller Kapazität –
zum Friedensbringer auszurufen, hängt zur Hälfte von dem ganzen und reinen Willen
jiddisch-katholisch-buddhistischer Frauen ab, ihrerseits Rukmini in der Gesellschaft das
eheliche Zusammenleben – hinter dem Rücken von Srimati Radhika – zu ermöglichen.
Von der Entschleierung des Geheimen in den Herzen In den Geschlechtern sind zwei
komplementäre Naturen verborgen: der Frauen schöpferische Naturen in dem spirituell-
höheren Sein und geistig-keuschem Wesen ihrer Männer; und der Männer selbstherrliche
Persönlichkeit von einer materiell-sexuellen Wesensnatur in den Frauen. In der einen Art
nähern sich Männer ehrerbietig Bodhisattvas und der Großen Mutter, auf andere Weise
leben sie nur mit materiellen Frauen in der Welt. Von beiden Naturen finden sich in den
Menschen Zeichen: von der materiell-sexuellen Art bringen Männer Lüge, Grausamkeit
und Ungerechtigkeit zum Ausdruck, während mit den Attributen ihrer geistig-kulturellen
Männer Frauen Liebe, Erbarmen, Güte, Wahrheit und Gerechtigkeit offenbaren. Ein jeder
edle Zug in Frauen gehört zu dem 'von Gott herabsteigenden' Einig-Wesen, eines geistig-
kulturellen Wirkens der Männer; wogegen grobe Unzulänglichkeiten, die Sünde böser Tat,
von 'Evas Erbe', der Frauen individuellen materiell-sexuellen Natur stammt. Überwiegt
bei den Geschlechtern das Wesen des zukunftsorientierten planetarischen Wirkens gegen-
über den konditionierten Persönlichkeiten in profitorientierten materiellen Bewusstsein, so
haben wir Bodhisattvas – Heilige, welche die Menschheit zur höheren Evolution führen.
Es gehörte zum Merkmal von Patriarchats-Mentalität die Rolle zu ignorieren, die schöpfe-
rische Frauen spielen. Dadurch dass beide Geschlechter, Mann und Ehefrau, und Mann und
Frau als Partnerin, komplementär am selben Projekt arbeiten, wird sich diese Situation je-
doch in Zukunft verändern. 'Learning by Teaching' kann z. B. bewirken, dass Zusammen-
arbeit von Frauen & Männern an verschiedenen Orten gleichzeitig geschieht, während sich
Planetarische Schöpferischkeit, Herzenssympathien und Erbarmen gegenseitig verstärken.
Sobald das Geistige Feuer in Männern erscheint, dann sehen Frauen Dinge wirklich anders;
es sind die Kulturell Kreativen, die Frauen aus einem "Hausdrachen-Dasein" erlösen können;
gleichwie 'Die Göttliche Mutter' (hl. Geist, weiblich, Plural) jene Männer in ihre Würde be-
freit. 'Seelen-Feuer' blitzt auf, wenn der Frauen 'Fels der Heiligkeit' gegen der Männer 'Stein
der Weisen' schlägt, denn 'Gischt der Bequemlichkeit' taucht Männer nur tiefer in ihr Ego ein,
'Schlag im Schlafgemach, Fasten und Gebet' (Mk 9:29) erbaut die Brücke zum Herzen; je tiefer
diese Erfahrung berührt, desto größer ist das gemeinsame Werk: 'Kulturelles Gemeinwesen'.
'Bis nicht in des Elends Wüsten der Verliebte wandert, kann er in der Seele Innerstes, Heilig-
stes, nicht dringen' (Hafis). Frauen begehren nicht auf, wenn sie denken, sie seien schuld. Und
so muss Weiblichkeit weiter mit Sex den Willen der Männer schwächen und den Seelenlosen
Geld und Charakter rauben, solange Männer die Frauen nicht von Konditionierungen befreien.

98
Unter sein Ideal zu fallen bedeutet, seinen Anteil am Leben zu verlieren

'Es ist ihnen die Seele ein Fremdes auf Erden. Unkraut wuchert über die schwarzen,
geborstenen Mauern, und an den runden, blinden Fenstern prallt das Sonnenlicht ab. In
den düsteren, dunklen Höfen fliegen Tauben umher und suchen sich in den Ritzen des
Gemäuers ein Versteck – vom Stoppelfeld, in das ein schwarzer Regen fällt.' Georg Trakl
Frauen sollten sich fragen: „Was ist das Leben unseres religiösen Lebens? Was bringt
Licht unserem seelischen Erleben? Und was bringt überhaupt Interesse am spirituellen
Wirken in planetarischem Bewusstsein?“ – Die Antwort müsste sein: „Unser Ideal!“
Wenn Weiblichkeit nicht das Ideal des 'Geliebten Herrn und Gott' liebt (die Archetypen
'Rama, Krishna, Shiva, Buddha' als die vier schöpferischen Gehirnfunktionen humanen
Bewusstseins) – wofür leben wir dann? Leben für sich selbst, was nichts ist. Frauen,
die lieben und nicht das Ideal ihres 'Geliebten Herrn und Allmächtigen Gottes' erkennen,
sind machtlos im Schönen, ihre Kunst bringt der Erde »die Verfinsterung des Lichtes«.
Je größer ihr Ideal 'Das Wissen Krishnas' ist, desto größer sind Frauen die Kapazitäten
Planetarischen Bewusstseins; je tiefgehender ihr Ideal 'Mantra-Yoga Shivas' ist, desto
tiefgehender geht ihr Glaube. Je weitgehender ihr Ideal 'tiefenpsychologische Läuterung
Buddhas' geht, desto heilbringender ist der Einfluss von Frauen; und je höher ihr Ideal
'transzendentale Erkenntnis Ramas' geht, desto höher im Rang stehen Frauen in der Welt.
Doch werden wirklich Frauen zu sich sagen: „Was auch immer wir im Leben sein mögen,
ohne das Ideal unseres 'Geliebten Herrn und Gottes' ist das Leben für uns wertlos?“

Es ist schwierig, unbekümmerte Freude zu genießen, wenn man sich des Leidens in
unserer Welt bewusst ist: Flüchtlinge – Frauen, Männer, Kinder – die sonst, aufgrund
"ethnischer Säuberungen", in Konzentrationslagern eingekerkert und gefoltert würden;
man liest von kriminellen Clans und hört von Frauen, die der Lust wegen missbraucht
werden. Doch haben wir Augen, die große Anzahl von Frauen zu sehen, die in ihrer Seele
gemordet sind? Millionen erleiden, im Hunger nach der kulturellen Seele ihres Mannes,
physisches Elend oder geistige Verwirrung. – Welch barbarische Brutalität tritt in diesen
indiskutablen Grausamkeiten zutage, wenn die Seele des Menschen nicht erleuchtet ist!
Männer beschuldigen Frauen der Engstirnigkeit im Glauben und unlegitimierter Moral,
„zu einer anderen Religion, einer anderen Kapelle, einer fremden Pagode zu gehören“;
sie sagen: „unser Tempel, unsere Rituale hier sind besser, und damit ist auch unsere
Beziehungsmoral besser für euch!“ Auf diese Weise kämpft eine ganze Zivilisation weiter
und vernichtet sich selbst. Doch 'multikultureller religiöser Glaube' – entsprechend den
verschiedenen Ländern und ihren kulturellen Gegebenheiten – ist nicht die gemeinsame
Religion der Menschheit; vielmehr ist der hingebungsvolle Dienst das Grundprinzip.

Es ist unerlässlich, dass Frauen ihren Männern 'das A und O' der Seele beibringen: den
Sinn von Sittlichkeit und das Ziel, durch schöpferischen Geist dem Weiblichen zu dienen.
Männer können nicht verstehen – weil es ihnen bisher auch die Frauen nicht beigebracht
haben –, dass die Form religiöser Beziehung für „Krishna“, für „Shiva“, für „Buddha“,
für „Rama“ einzigartig bzw. eine andere ist, und dass daher das ideale Leben eines jeden
Mannes darin besteht, seinem eigenen Ideal, in Anbetracht seiner Beziehung zur Weiblich-
keit, als Meister, Heiliger, Freund, Vater, Sohn, Liebhaber oder Partner zu folgen.

„Die Seele selbst ist das Zeugnis der Seele, und die Seele ist die Zuflucht der Seele.
Verachte nicht deine eigene Seele, das höchste Zeugnis der Menschen.“
Gesetzbuch des Manu VIII.84; Psalm 62

99
Z. last words

Die Welt wird in Stücke gerissen, wenn Menschen nicht ihre Seele sind.
Die Erde muss das Blut tausender Könige trinken, wenn der Schatten der Muslima
den Mond verdunkelt und Christentum das Lachen der Großen Mutter verschlingt.
Gottes Sehnsucht der Persönlichkeit der Frau versus Des Mannes Amor der Sinne
Religion und Spiritualität können der Menschheit nicht eher Frieden bringen, bis
die Weibliche Seele spricht: „Ich sehne mich nach dir, Du schöpferischer Mensch.“
Männer, die zur Seele unfähig, erschaffen jene Frauenpsyche, die ihnen weltliche
Moral erlaubt. Der ethische Pfad hingegen ist fähig und rein, verboten und human.

Flor de lis – con duir a mour belle fleur in vollem flor


Geheimnisse lüften – oder Schleier? Es ist zwecklos, Geheimnisse
zu lehren, solange Frauen nicht ihre Männer als Spiegel bei sich haben.
Wir bombardieren Menschen und nennen das "Luftschläge", wir erbauen Bordelle
und nennen das "Hotels". Und dabei erziehen wir Kinder und nennen das "Religion".
Seelenzeit beendet kriegerische propagandistische Herrschaft über die Völker.
Diese Männer sind Ritter, die den Dialog-Raum in sittlichem Ernst erschaffen,
den Seelen der Frauen die Sprache gebend – anders gleichen sie Barbaren.
Frauen und Männer sind zwei miteinander interferierende Welten, die in ihrem
'Alpha und Omega' »Seele«, dem Bereich ihres Menschseins, in schöpferischer
Einigung zusammenwirken: das Kulturell-Geistliche der Männer vermag die
heilsame Macht der erleuchteten Seele des Weiblichen in unsere Welt zu bringen.
Gemeinsame Verantwortung Es ließe sich an Eine Menschheit Heilung geben,
wenn Männer, anstatt narzisstisch die Persönlichkeit von Frauen zu stärken, sich viel-
mehr um die Geburt der weiblichen Seele kümmern, indem sie den Zusammenhang
zwischen friedenschaffendem Werk der Frauen und Seelencharakter der Männer leben.
Wer sagt „fromme, nationale oder spirituelle Interessen zuerst!“, ganz egal was mit
seiner Seele passiert, der löscht das Wertvollste aus, das die Menschheit haben kann, das
Frauen groß macht und das Wichtigste ist: Ethik. (nach Staatspräsident Emmanuel Macron)
Das tiefe Geheimnis Wenn Kirche sich universell ausdehnt, dann verdrängt
die ausbreitende Kirche die Kirche, die da ist und wohin sie sich hinein ausbreitet.
Ein Schatten in Frauenherzen lässt das Bedrohliche aus dem Untergrund fühlen;
doch die Widerspiegelung ihrer Wesen lässt The Cultural Creatives 'Evolution zum
Menschsein' offenbaren: Dialog führt zum Wesen Gottes, das vermenschlicht worden ist.
Europa von heute verwirklicht den Geist des Iblis. Und Iblis hat den größten Erfolg,
wo er mit den Namen Allahs auf den Lippen auftritt. Europa muss das göttliche Werk
der Frauen, von Liebe seelenvoller Männer sein – oder Europa wird nicht mehr sein.

God is the Lover who loves, the Beloved who is loved, and the Act of Love
Wenn weibliche Vernunft mit dem seelischen Geist des Mannes zusammenfindet,
enden Komödien, Neutralität, Verwunderung, Streit, Zorn, Schock und Entsetzen.
Männer, die mit schöpferischem Geist ihrer Frau planetarische Kreativität
manifestiert haben, denen sind ihre Frauen beste Freundinnen; jenem Manne
aber, welcher dies nicht getan hat, wird seine Frau der größte Feind sein.
'Man kann es den alten Meistern nur dadurch gleichtun, dass man ihnen nicht gleicht' –
doch man löst kein Salomé-Herodias-Problem und schafft keinen Frieden dadurch,
dass Frauen nunmehr Männer einseitig zu dienenden Seelen gewissermaßen "berichtigen".

100
Planetary Consciousness
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy [ISSAT]

1
Ökologie Kreativität Spiritualität
Natur und Medizin Heilung und Therapie Ethik und Religion

2
Anhang

"Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT) erfüllt ein einzigartiges und


dringendes Bedürfnis der heutigen Welt. Unter der Leitung von Tiagaraja Adil Chr. Allenstein
wird es dazu beitragen, die Kreativität zu fördern, die erforderlich ist, um das Planetarische
Bewusstsein der Menschheit zu wecken. Dies wird vom Club of Budapest unterstützt.
Es handelt sich dabei um ein Bewusstsein, das die reale und dauerhafte Basis darstellt für eine
neue haltbarere und humanistische Zivilisation im 21. Jahrhundert." Ervin László

PROLOGUE

Das Ziel von Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy ist es, ein Verständnis für
das menschliche Wesen zu entwickeln und zugleich jene Kreativität bewusst zu machen,
die erschafft, was wir wünschen und eine bessere Welt gestaltet. Grundlagen sind jene
Erfahrungen der Inneren Essenz der Weisheiten der Religionen und Philosophien, die
uns über die Sekten bzw. jene Unterschiede heben, welche die Menschen voneinander
trennen. Sie erweckt in uns Menschen den Geist im Neuen Zeitalter, um Toleranz für
die Religion des anderen aufzubringen, sowie die Bereitschaft, die Fehler der anderen
zu vergeben. Sie fördert in uns Achtsamkeit und Seelenrücksichtnahme. Sie bringt den
Dienst und jene kreative Nützlichkeit wieder hervor, die die Welt fruchtbringend machen
und so zu einem harmonischen Zusammenleben der Geschlechter führen, in welchem
die Zufriedenheit jeder Seele liegt: die Zukunft unseres Planeten in Schöpferischkeit.

Die Zeit ist jetzt reif, Perspektiven eines Humanismus zu eröffnen, der Antworten
anbieten kann für das, wonach der Geist der Menschen unserer Tage und dieser Zeit
verlangt. Gleichzeitig werden neue Zugänge eröffnet, und wir sind für neue Zugangs-
weisen offen, die das betreffen, was die Seelen unserer modernen Menschheit ersehnen.

Diese Vision muss eine geteilte Vision sein, die sowohl das Erwachen des Bewusstseins
als auch unseres Gewissens pflegt; die sich des Weiteren mit den sozialen und psycho-
logischen Problemen auseinandersetzt, die unsere anspruchsvollen Zivilisationen
bestimmen: die zunehmende Prädominanz der Kommerzialität droht die Menschheit
von jeglichen tiefer- und höhergehenden Belangen abzulenken. Daher werden wir
unsere Fähigkeiten der Intuition, Wahrnehmung und des Mitgefühls nutzen müssen,
das Wissen, das wir aus Erfahrungen gewonnen haben, Toleranz und die Liebe, die
uns befähigt, zu spüren, welches die Bedürfnisse der Menschheit sowie der gesamten
Schöpfung sind, die auch für die folgenden Generationen Gültigkeit haben werden.

3
Ziele: die nicht durch brillanten Intellekt, und auch nicht durch das Studium
der Metaphysik oder vergleichende Religionswissenschaft erlernt werden können.
Nur reine und unschuldige Herzen voller Liebe können sie erfassen.*
1. Den Dialog und das Verständnis zwischen den verschiedenen Zivilisationen,
Kulturen und Religionen fördern, auf dass immer mehr Menschen sich für Toleranz
einsetzen, für die Ehrfurcht vor dem, was anderen heilig ist, für die Erweckung des
Bewusstseins durch Erweckung des Gewissens: ein aktualisiertes Denken über Gott.
2. Psychotherapie durch Kreativität und geistige Beratung ergänzen; Psychoanalyse
nicht von materiellem Gesichtspunkt, sondern vom spirituellen Blickpunkt ausführen;
Wunden heilen, Wege zu heilsamen inneren Imaginationen weisen, welche Entfaltung
von Qualitäten, die Menschen in ihrer Erbschaft von Gott innewohnen, mit sich bringt.
3. Den Planeten vor Missbrauch bewahren, indem wir einen Sinn von Heiligkeit
gegenüber den Kreaturen, den Pflanzen und zu allen Wesen entwickeln.
4. Konfliktbewältigung in zwischenmenschlichen Beziehungen pflegen und dabei
Vertrauen aufbauen und helfen, gegensätzliche Betrachtungsweisen zu versöhnen.
5. Frauen ermutigten der Katalysator sprühender Kreativität zu sein, eigene Initiative
zu entwickeln und neue Wege zu gehen, dank eines Fokusses auf spirituelle Freiheit
in der Gleich-Würdigkeit der Geschlechter (gender-equality and gender-justice).
6. Die sozialen Strukturen wieder aufbauen, die in diesen Tagen zerfallen,
Ehrlichkeit und Freiheit auf der Basis von Respekt und liebevoller Zuneigung ehren.
7. Uns der Welt stellen, indem wir angemessene Schritte
gegen soziale Ungerechtigkeit unternehmen, wo immer es möglich ist.
8. Neue interaktive Lehrmethoden pflegen, die die Studierenden ermutigen,
Selbstvertrauen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen.
9. Wissen naturwissenschaftlicher Beispiele zur Entdeckung unserer selbst anwenden.
10. Planetary Consciousness Living Communities
Der Universel der Menschheit ist mehr als die Summe spiritueller Individueller.

______________________________________________________________________________

Ohne Mithilfe der Männer, können Frauen nicht Eine Neue Welt aufbauen. Lassen Männer
ihre Frauen im Stich, so machen sie sie zu den 'Drei Affen' – dem Übel nicht gewahr, weil
Augen, Mund, Ohren verschlossen: benennen Männer nicht ihren kollektiven Missbrauch
in der Liebe, haben Frauen zwar den Ehrgeiz Zusammenkünfte zu organisieren, weiter aber
'nichts gesehen'; lehren Männer nicht als Priesterheiler 'Mantra-Yoga' und 'Gebote und Ver-
bote Heiliger Schriften', haben Frauen 'nie etwas davon gehört'; und sind ihre Männer nicht
in 'Der Stimme der Stille' Heiler kollektiven Wahns, können Frauen auch 'nicht sprechen'.
* Nur die geläuterten und reinen Seelen, deren Herz leer ist, um Weisheit zu erhalten, haben
überhaupt eine Fähigkeit zum Lernen 'Über Die Liebe'. Das Herz gewöhnlicher Menschen
ist vom Wissen voreingenommen, das sie bereits im Mutterleib erworben haben – sie haben
keine Kapazität für die Erkenntnis der Großen Mutter und priesterlicher Cultural Creatives.

2
Wir müssen zusammenarbeiten, um das Angesicht der Wahrheit zu enthüllen, entkettet
und unverhüllt durch Vorannahmen, Vorurteile und habituelle Denkweisen. In uns
selbst müssen wir entdecken, was mit der Menschheit in unseren Tagen geschieht.
Andererseits berücksichtigen wir, was aktuell in uns selbst hervorbricht, denn diese
Empfindungen entsprechen dem, was in unserem sozialen, psychologischen und sogar
physischen Umfeld geschieht. Die Umwelt in all ihren Aspekten appelliert an uns,
neue Wege des Fühlens und Denkens anzunehmen.

Die neue Vision in unserer Zeit bestätigt die Heiligkeit und Verwobenheit all dessen,
was existiert. Sie umfasst die maximale Entfaltung eines jeden Individuums in
Gemeinschaften, die auf erwachter Gerechtigkeit basieren, auf der Schönheit,
die in der Verschiedenheit liegt, spiritueller Freiheit, Gleichheit der Möglichkeiten
sowie demokratischen Prinzipien. Sie erkennt, dass innerhalb der umfassenderen
Gemeinschaft des Seins alle Dinge einen einzigartigen Platz einnehmen und in
einzigartiger Weise ihren Beitrag leisten.

Es ergeht der Ruf an uns, Heilung unserem Planeten zu geben und sie zu alle denen zu
bringen, die darauf leben. Der Ruf, die Spaltung von Geistigkeit, Verstand und Körper
zu heilen. Dass wir uns über unsere Unterscheidungen und Unterschiede erheben, und
statt Uniformität die Einheit in der Welt fördern. Der Ruf nach einer globalen Ethik,
globaler Gerechtigkeit und der Balance zwischen Autonomie und Gemeinschaft.

Der Ruf ergeht an jeden, dass wir die eine Wahrheit in allen Religionen erkennen und
doch unsere eigene preisen: alle zu respektieren, zu tolerieren und allen mit Erbarmen
zu begegnen – so ehren wir die Göttlichkeit in dem Herzen der Menschheit.

Das Projekt wird eine Gemeinschaft der Verbundenheit bereitstellen, wo die von der
neuen Vision Inspirierten einfühlsame Verbindung und Unterstützung finden können.
Eine Gemeinschaft der Erziehung, in der die neue Vision erkundet, entwickelt und
geteilt werden kann.

Und eine Gemeinschaft der Zusammenarbeit, in der Individuen und Gruppen ihre von
der neuen Vision inspirierte Arbeit in einem gegenseitig unterstützenden und für die
Entwicklung fruchtbaren Umfeld miteinander teilen können: einen lebendigen Tempel
(1 Petrus 2:5) zu errichten, der die Schöpfung anregt und nährt, was darüber hinaus
der heiligen Suche unseres Wesens Ehre macht, bei der wir Gott kennenlernen, indem
wir uns selbst kennenlernen.

Unsere Vision der Natur menschlichen Zusammenlebens liegt, neben einer biologischen
Vielfalt sowie den zeitlich begrenzten psychologischen Beziehungen der Geschlechter,
in komplexen Organismen, in denen Weiblichkeit als Verwirklichung jener inneren Seelen-
zeit der Männer anzusehen ist, welche vorausgeht, dass in ihr jene Persönlichkeit als
'Heilerinnen der Erde' wiedergewonnen werde, die Frauen in ihrer Anbetung erschauten.

3
Nachwort an die kreative Vernunft
In essence Alpha et Omega sind Geoffenbartes, Visionäres, Bilder, Parabeln, Gesänge,
Mythen, Heilige Schriften, Analytisches, Künstlerisches, Rätselhaftes, Psychologisches,
Wissenschaftliches in so verdichteter Form miteinander, dass der Normalleser sie nicht
mit Alltagsproblemen in Verbindung bringen kann, obgleich sie genau eben seine
alltäglichen Probleme meinen. essence Alpha et Omega will jedoch keine Erkenntnisse
mitteilen, sondern andere zum Selbstdenken in gemeinsamer wissenschaftlicher
Forschung, religiöser Kontemplation und eigener spiritueller Praxis anregen; und dies
für keinen anderen Zweck, als um ein Gespräch zwischen den Geschlechtern und
Generationen in Gang zu bringen mit dem Sinn – in wahrer, kosmischer und direkter
Intuition – ein gesundes, schöpferisches Miteinander (Allmende) zustande zu bringen,
das weit hinausgeht über den Geist bisheriger Unterhaltungskreise. Denn 'Was liebt die
weibliche Seele am Freunde, wenn nicht seine Seele? Und so gibt es dabei dreierlei:
Den Liebenden, das Geliebte und die Liebe selbst.' (Augustinus, De trinitate). Für eine
Planetarische Kultur braucht es Menschen, die in Gesamtheit des Daseins, vom Blick-
punkt intuitiven gefühlsmäßigen Erlebens, die Problematik der Jungen Frau, im
praktischen Leben wie in der numinosen archetypischen Höhe Ihrer Seele, mit Hilfe der
Einheit der religiösen Ideale darstellen, in einer Form, die auch all jenen Menschen, die
nicht diese Ideale teilen, eine Erhellung ihrer Beziehungsprobleme zu geben geeignet
ist. Möge uns 'der Sonnenton der Großen Mutter' (Goethe, Faust I, Prolog im Himmel) aus
dem Dunklen, Ahnungslosen in jene Symphonie der Freiheit lösen, die Unsere Welt
zum Tanz des Lebens führt. Möge dieses Werk den Schöpfungsbringern sich als
nützlich erweisen, die Kultur zur Quelle der Menschenrechte und Mutter der Wahrheit
zu führen und möge das, was über die Würde der menschlichen Person, der humanen
Gemeinschaft und Sinn kulturellen Schaffens gesagt ist, das Fundament bilden für die
Beziehung zwischen Frauen und Männern auf der Grundlage des umfassenden Dialogs.

essence Alpha et Omega wird sich in viele Länder verbreiten. Wenn dort aber als erstes
lediglich spirituelle Moral gelehrt wird, wird es immer weniger Männer geben, die sich
für Sittlichkeit interessieren und mit diesen wiederum nur wenige Ehefrauen, die
spirituelle Ethik auch tatsächlich in dialogischer Konferenz geben, denn noch seltener
sind jene Kulturell Kreativen, die Archetypen wirklich so praktizieren, wie dies dazu
erforderlich wäre. Menschen, die Ethik auf authentische Weise praktizieren, werden so
selten sein, wie Sterne beim Aufgang der Sonne. Wo aber der Mensch mit Menschen
spricht, geht aus einem gemeinsamen Akt des Aufeinanderhörens auch Ethik hervor .

'Um Gott und der Menschheit zu dienen, muss man darbringen, was einem am liebsten
ist' und so habe ich meine Musik geopfert. Ich habe auf dem Konzertflügel, dem Baby
Grand, in der Carnegie Hall gespielt, machte mein Examen als Organist, erhielt ein
Stipendium am Konversatorium der Musik, um schließlich zu einer Bühne, an die Orgel
von Santa Maria degli Angeli in Assisi, geführt zu werden, wo ich die Musik der
Sphären berührte. Diese Musik hatte ihre Aufgabe erfüllt. Als ich geistige Retreats im
Santuario Francescano La Verna gab, wurde schließlich jede Seele für mich eine
musikalische Note, alles Leben wurde Musik. Wenn es daher in essence Alpha et Omega
etwas zu finden gibt, so ist es dies Gesetz des Alls: sich in Einklang mit sich selbst und
den Archetypen der Heiligen Schriften stellen. Ich habe gefunden, dass im 'Jauchzen
Elisabeths' ein bestimmter musikalischer Wert liegt und im 'Magnifikat Mariens' eine
Melodie geoffenbart ist, und dass Psychoanalyse, als die Lehre des Buddha 'women are
Buddha, women are Sangha, women are Dharma', Harmonie in jedes Gefühl einer
Gemeinschaft bringt. Also habe ich versucht, denen, die gewohnt waren, meine Musik
zu hören, das Gleiche zu interpretieren, mit klaren und einfachen Worten; ihnen sei
VI
Dank! Allen Lesern den Segen der Himmel und der Erde. Sie haben das letzte Wort.

VI
Dialogue – Tavistock working Conference

Die meisten Frauen geben sich mit einem Glauben zufrieden, den sie von ihren
weltlichen Müttern und Großmüttern mitbekommen oder bei interreligiösen Spirituellen
erfahren haben. Kulturell Kreative zwingen ihre Gedanken nicht auf solche Frauen –
mögen sie in ihrem Glauben verweilen, wo und in welcher Weise sie zufrieden sind,
bis ein anderer Impuls in ihren Herzen geboren wird, um höher zu steigen.
Wie viele Mütter gibt es auf dieser Welt, die selbstbewusst ihre Kinder erziehen und
gute Dinge tun? – äußerlich scheinen sie hellwach zu sein, innerlich jedoch, in ihrer
Seele, ihrem Selbst, schlafen sie. Es mag ein psychologisches Verbrechen sein, diese
Frauen zu wecken, denen Schlaf sicherlich gut für ihre biopsychische Gesundheit tut;
für die Kulturell Kreativen ist es jedenfalls Sünde, Frauen aufzuwecken, die noch
fest im kirchenmusikalischen Genießen oder spirituellen Tanzspaß verweilen wollen.
Die Synthese Christentum (divine vata / Manat: Buddha), Judentum (divine kapha / die
Große Mutter), Islam (divine pitta / die Große Göttin); Cultural Creatives: Rama (der ana-
lytischer Heiler nach 40-tägigem Retreat), Shiva (der universelle Priesterlehrer), Krishna
(Dichtung, das Wissen der Weisheit). Die Arbeit der Kulturell Kreativen besteht darin
[mit Jungianischer Psychoanalyse {Universeller Gottesdienst: Imagination, Archetypen}
in der Methode 'tavistock-working-conference'] jenen, die ausgeschlafen sind, eine hel-
fende Hand zu geben. Diese Art von Hilfe ist 'Initiation zu Planetarischem Bewusstsein'.
Kulturell Kreative sehen in den Handlungen der Weisen Frauen das Tun der Kinder
der Großen Mutter. 'Wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt' (Lukas 13:34),
betrachten sie die Menschen – ohne zu denken, dass sie europäisch, afrikanisch, russisch,
amerikanisch, australisch, asiatisch etc. wären. Alle Frauen sehen sie 'im Unbefleckten
Herzen' voller Vergebung an – und zwar nicht nur jene Frauen, welche das verdienen,
sondern auch, und besonders, die anderen... denn sie mitempfinden den Grund dafür.
Indem die Kulturell Kreativen in allen Frauen und in jeder einzelnen 'gut' sehen, proji-
zieren sie in das weibliche Herz ein heilendes Licht, welches eigenmächtig aufzustrahlen
beginnt und sich ausdehnt, die Kapazität der weiblichen Seele, die Frau selbst, dergestalt
erleuchtend, dass von der Emotion der Seele sich ihrem feminalen Verstand die Szenen
göttlicher Erhabenheit offenbaren. Auf diese Art und in dieser Weise entwickeln Frauen
den erweiterten Blick auf das Leben – jene Kapazität, die man auch 'den kosmischen
Standpunkt' nennen kann und es ist diese erweiterte Sichtweise, welche den Wandel in
der 'Kulturellen Beziehung der Generationen und Geschlechter' auf Planet Erde hervorruft.
Weltklimawandel Der ersehnte Wandel unserer Welt geschieht durch eine Veränderung
im SINN. Es geht um die Frage, wie sich wirtschaftliches Wachstum mit einem möglichst
effizienten und schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen kombinieren lässt.
Religiöser Handlungswille der Männer zum Dialog ist gefordert; doch glaubensloser Ego-
ismus steht dem im Wege: das Gefühl von Dringlichkeit wurde überall schon längst ver-
frühstückt. Was bleibt? Frauen müssten in der Liebe konsequent handeln – und das jetzt.
Männer müssen lernen, die Schönheit von 'Universeller Gottesdienst und Dialog' zu sehen
– sie blicken auf 'die Strenge der Frauen' (Manat), die ihnen nicht attraktiv erscheinen mag,
aber wenn sie in allem nach dem Guten in Frauen suchen, werden sie finden: Gott ist in
der Großen Mutter und der Großen Göttin, mehr noch: Er ist als 'Die Kulturell Kreativen'.
Die mit Seelen-Aufrichtigkeit den heilbringenden Sinn ihres Lebens suchen, werden selbst
nach diesem Zweck vom heilbringenden Sinn gesucht: es sind jene Frauen, die fähig sind,
den Männern zuzuhören, welche diejenigen Männer sind, denen Frauen zuhören werden.

Tiagaraja Adil Chr. Allenstein


Cultural Creative of The Club of Budapest

VII
Das Gastmahl
Die Zusammenkunft der Gebildeten und Der Zaubergarten
An den Gastmahlen, die ein kultivierter, großzügiger Mann zu geben pflegte, nahm oft ein
gewisser stiller Derwisch teil. Der Kreis war als 'Die Versammlung der Gebildeten' bekannt.
Der Derwisch beteiligte sich nie am Gespräch, sondern kam einfach, begrüßte alle lächelnd
mit Handschlag, setzte sich in eine Ecke und aß, was bereitgestellt wurde. Niemand wusste
etwas über ihn, obwohl es, als er das erste Mal auftauchte, Gerüchte gab, er sei ein Heiliger.
Manche Frauen fühlten sich unwohl in seiner Gegenwart, er schien nichts zu unternehmen,
um mit ihrer geistigen Atmosphäre zu harmonieren, und trug nicht einmal mit einem
Ausspruch zu den erleuchteten Dialogen bei, die sie als einen wichtigen Teil ihres Lebens
schätzen gelernt hatten. Andere wiederum merkten gar nicht mehr, dass er überhaupt da
war, da er keine Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Eines Tages sprach der Derwisch jedoch.
Er sagte: „Ich lade euch alle ein, morgen Abend meinen Zaubergarten zu besuchen. Ihr sollt
mit mir essen.“ Diese unerwartete Einladung führte zu einer Meinungsänderung in der
gesamten Runde. Die einen dachten, der Derwisch, der immer sehr armselig gekleidet war,
müsse verrückt sein und könne ihnen bestimmt nichts bieten. Andere betrachteten sein
früheres Verhalten als eine Prüfung. Schließlich, sagten sie sich, belohne er sie eben dafür,
dass sie solch langweilige Gesellschaft geduldig ertragen hätten. Noch andere sagten
zueinander: „Nehmen wir uns in acht, er könnte uns nämlich in den Bann seiner göttlichen
Natur gegenüber der menschlichen locken wollen.“ Neugier brachte sie alle, auch den
Gastgeber, dazu, die Einladung anzunehmen. Am folgenden Abend führte der Derwisch sie
von ihrem Versammlungshaus zu einem verborgenen Retreat-Gelände, einem Palast von
solcher spiritueller Größe und Pracht, dass sie geblendet waren. Der Ort war voll von
Schülern, die Übungen und Aufgaben ausführten. Gäste kamen mit Scharen von würdig
aussehenden Weisen; der Derwisch sprach zu jedem: „Wie wunderbar wird mir göttlicher
Ruhm durch dich offenbart!“ – die Festtafel, die ihnen geboten wurde, lag jenseits jeder
Beschreibung. Die Besucher waren überwältigt, alle baten ihn, sie von nun an als Schüler
anzunehmen. Doch der Derwisch entgegnete auf ihre Bitten nur: „Wartet bis zum Morgen.“
Der Morgen kam, aber die Gäste erwachten nicht in den luxuriösen, seidenen Kissen, zu
denen sie, in prächtige Gewänder gekleidet, am Abend vorher geführt worden waren,
sondern sie fanden sich stocksteif ringsum auf dem Boden liegend innerhalb der steinigen
Einfassungen einer Ruine, in einer wasserkargen öden Berggegend, wieder. Da näherte sich
der Derwisch, wie aus dem Nichts gekommen, der Gesellschaft: er winkte mit beiden
Händen, und alle fanden sich auf einmal in seinem Palast wieder. Da bereuten sie, denn sie
kamen sogleich zu der Überzeugung, dass die Ruine die Prüfung gewesen und sein
Zaubergarten die wahre Wirklichkeit war. Einige flüsterten: „Wie gut, dass er unsere
Vorwürfe nicht gehört hat. Wenn er uns nur seine seltsame Kunst lehrt, würde sich das
schon lohnen.“ Aber der Derwisch winkte wieder – daraufhin saßen sie am Tisch jenes
Gastmahls, das sie in Wirklichkeit nie verlassen hatten; der Derwisch hockte in seiner
üblichen Ecke, aß wie immer seinen Gewürzreis und sagte überhaupt nichts. Allerdings
hörten sie jetzt, während sie ihn mit Unbehagen beobachteten, seine Stimme; es war ihnen,
als würde sie aus ihrer eigenen Brust sprechen, denn seine Lippen bewegten sich nicht. Er
sagte: „Solange eure Gier es euch unmöglich macht, die Selbsttäuschung von der
Wirklichkeit zu unterscheiden, gibt es nichts Wirkliches, was euch ein Derwisch zeigen
könnte, nur Trug. Die, deren Speise die Selbsttäuschung und Einbildung ist, können nur mit
Täuschung und Einbildung beköstigt werden.“ Alle, die bei dieser Gelegenheit anwesend
waren, kamen weiterhin zur Tafel des großzügigen Mannes. Der Derwisch aber sprach nie
wieder zu ihnen. Und nach einiger Zeit bemerkten die Mitglieder der 'Versammlung der
Gebildeten', dass seine Ecke immer leer blieb [vgl.: Platon, Timaios 17a-c, 36c: 'es führt den einen in
der Richtung nach rechts, den anderen in der Richtung nach links'] . (nach Goethe, 'Dichtung und Wahrheit').
['Buddha', Hans im Glück (Grimms Märchen, KHM 83), ist jener Mann, der am Ende seiner
Lehrzeit, nunmehr als spiritueller Meister, glücklich feststellt: Ich brauche kein Gold; und
da ist keine Libido, kein Eros mehr in mir, die in mir gleich einem Pferd durchgehen; kein
Eheweib, das mich wie eine Kuh tritt; kein gestohlenes Schwein, das nur Ärger macht;
keine Gans, die in der Gegend herumläuft; und keine Steine, die meine Freunde gefährden.“

VIII
Salvador Dalí 'Invisible Images'

Museu de Cadaqués

Die Stolze Frau – die Schlange, die den sexuellen Wunsch repräsentiert – empfindet eine
Art Kampfeslust: sie schämt sich nicht, der Seele des Mannes den Kopf abzubeißen; da-
bei liebt sie die spirituelle Persönlichkeitsentwicklung – zwar nicht so enthusiastisch wie
jene internationalen Handlungsreisenden, die gleich Zeus, hinter dem Rücken von Hera,
agieren; vielmehr setzt sie zeitweise gern die Maske der Demut auf, um, in umgekehrtem
Stolz, das Heilige zur Stärkung von Herz und Kreislauf zu verwenden: als Touristin. . .
Ode an Europa Religion muss sich in das Unbewusste aufwecken, auf dass das Weib in
Gott entsehne und der Vater die Mutter erleuchte. Dann erstrahlt die Feminine Sonne und
ihre Sterne leuchten. Und im Rhythmus des Mondes vollzieht sich die Evolution der Erde.

Einigkeit von Vernunft, Religion und Weisheit


Femina Juno, Magna Mater, Minerva {Maryam,
Khadija, Fātima} sind Eine Einzige Mutter: was
Al-Uzzâ, »Das Geflügelte Herz«, die Gnade der
Liebe verfügt, ordnet »Der Stern« {Stella
matutina; Manât: Abend- und Morgenstern
zugleich; die schicksalhafte Liebe als 'selige
Magdalenas' (Femina Alpina) und 'tätige Marthas'
(Assija)} an und setzt es in Gang; dann führt
»Die Frau des Sieges« {Al-Lât: die spirituelle
Schöpferischkeit, im Zeichen des »zunehmenden
Mondes«} weiter und bringt es zum Abschluss.
{nach Christine de Pizan: La Città delle Dame}
Buddhismus (Manât)-Vedanta (AlUzzâ)-Sufismus (AlLât):
'Eines ergänzt durch seinen Wert das andere' (Ps 42:25)
F. Maritima3 F. Major1 F. Lanceolata2 *

Great Mother1 (shining matter); Black Madonna2 (dark matter); Holy Mary3 (it doesn't matter)
Wenn früher die Menschen zu Gott aufblickten, festigte sich in Ihm der erste Grund
einer Alleinherrschaft zur Identität, Kraft, Wirksamkeit, Herrschaft der Männer. Wenn
sich nun in unserer Zeit offenbart, worin Weiblichkeit Gottheit und was die Weibliche
Gottheit ist, und was aus der Ersten Ursache zeitlos, gleichfraulich und ungetrennt ent-
springt, die Person der Großen Göttin und der Charakter heiliger Frauen, so sind es drei,
'Schere-Stein-Papier': für Al-Lat ist Manat die Kräftigung und Al-Uzza der Schatten;
für Manat ist Al-Uzza die Kräftigung und Al-Lat der Schatten; für Al-Uzza ist Al-Lat
die Kräftigung und Manat (Sufitanz) der Schatten: daher der Besuch Mariens bei Elisabeth.

IX
Responsorium Graduale (Zwischengesang)

Nordportal der Westfassade der Kathedrale Notre-Dame de Paris

Notre-Dame ist durch Schöpferischen Geist zur Wohnstatt Ihres Wortes geworden. Es
muss unser sehnsuchtsvollstes Bestreben sein 'Notre-Dame, Frauen und Männer' zu
höherer Einheit zusammenzubringen. Sehen wir Notre-Dame durch die Glasfenster des
Universellen Tempels, bekommt Sie eine tiefere Bedeutung, als wenn wir außen stehen;
wir erkennen: Die Liebe als Schöpferin des großen Ganzen. Doch sollten wir uns hüten,
Ihre Liebe mit den Begehren unserer Körper, unserer Herzen, unserer Seelen zu stören.

Kultur bedeutet nicht 'Göttlichkeit der Menschheit', Zivilisationen ohne Spiritualität,


oder 'Eine Welt in der Vielfalt von Religionen'. Kultur heißt, eine Neue Welt aufbauen,
als Kritik an der Verkommenheit spiritueller Gemeinschaften, denen das Heilige fehlt,
zum Ausdruck zu bringen. Die ganze spirituelle Frauenwelt schaut zu an einem Frevel –
und keine sogenannter "Weisen Frauen" macht den Mund auf. Natürlich müssen wir 'alle
partiellen Erfahrungen zu erlangen versuchen, die auf der mentalen Ebene möglich sind,
und das Mental mit spiritueller Freude durchfluten und es mit dem spirituellen Licht
erleuchten' (Sri Aurobindo) – danach aber müssen wir darüber hinaus gehen. Können wir
über Spiritualität nicht hinaus gehen in das Humane Kulturelle, 'Gottes Menschwerdung'
in die kulturelle Gemeinschaft, ist es kaum möglich, 'die Schöpfung unter den
Generationen und Geschlechtern', das letzte Geheimnis der Welt zu ergründen; das
Problem, das die Liebe uns stellt, bleibt ungelöst. Wir müssen den Verlust an Kultur,
dem schöpferischen Menschsein wiedergutmachen. Eine Menschheit wird leben, wenn
ihre Kultur lebt; und die Welt wird sterben, wenn uns die Ermutigung zur Kultur stirbt.

essence Alpha et Omega ist eine Aufforderung an Männer, aufzuschreiben, was sie unter-
lassen werden; im Verstehen dieser ihrer Gelübde, und wie sie zu brechen sind (Kol Nidrei),
erwächst den Frauen eine Neue Menschheit aus 'Dialogischem Gespräch' (Koinonia); ihre
Erkenntnisse in Europa schreibt ein Buch zu fassen, schenkt der Welt ihr Schöpfungsbuch.

Eva-Kreativität und das Mysterium der Schöpferischkeit Frauen empfangen, was sie
wünschen. Unschuldige weibliche Mitschuld hat das Motto: „Mit deiner Wirtschaftlich-
keit lass mich kreativ sein“, doch erst im Mysterium „Mit Dir sterben, lass mich sterben!“

101
Responsorium Graduale (Zwischengesang)
offenbart sich heilende Kreativität. Sind die Wünsche der Psyche erhaben, kann die Seele
erhabene Formen entdecken, sie zu erschaffen führt den planetarischen Wandel herbei.

102
Geheimnis des Lammes [Genter Altar]
Die Liebe der Engel delegiert die Ehrerbietung geistiger Diener, die ihr Opfer der spiritu-
ellen Königin darbringen; sie entstammt der Ursache von Licht und Erleuchtung und hat
Sauberkeit, Aufrichtigkeit im Umgang, sexuelle Reinheit, das Vermeiden des Tötens und
des Verletzens anderer zur Folge. Im höchsten Glauben, ohne Verlangen nach Belohnung
und harmonisch ausgeübt, bringt sie durch die Kraft ihrer Heiligkeit in der Natur keine
Krankheit und kein Leiden hervor. Denn durch alle Tore strömt sie in den Leib eine Flut
von Licht ein, das die Liebe des Verstehens und des Wahrnehmens und der Erkenntnis ist.
Die Liebe des Menschen dagegen ist unbeständig und flüchtig. Im Reiz einer Zuneigung
und des Verlangens unternommen, will sie die Ehre und Verehrung von anderen ernten,
um des äußeren Ruhmes und der eigenen Größe und Schaustellung willen. Sie fesselt die
verkörperten Seelen durch die Kunst konditionierter Sucht nach motorischen Antrieben zur
Handlung wie bewusster Suche nach Anreizen. Unruhe, Begehren, Frustration führen 'den
Eros der Herzen' zu Leid. Diese Liebe gibt ihre Gabe unter der Vergewaltigung ihrer selbst.
Von Entsagung und Erreichen Mann und Frau werden Erfolg haben gewaltfrei die Mensch-
heit in den Zyklus 'Erneuerung' zu führen, wenn ihre spirituellen und religiösen Energien
komplementär aufgeströmt und 'Von Liebe wegen' herabfließen. Geschieht 'Liebe zwischen
Mann und Frau' bevor das Ideal eines Mannes sich ritterlich zum Dienen erweckt (Hochzeit
der Sonnenkraft in den Mond) und bevor seelische Schöpfermacht des Weiblichen im Zenit
ihre herrschende Sonne erreicht (Hochzeit der weiblichen Mondkraft), verstärkt Einigung
den Hochmut zerstörerischer Systeme, ihre Bedeutsamkeit zur Erneuerung aber ist verloren.
Ist ein Mann aber seelisch befunden, mit 'Der Großen Bärentatze' (Christus als die Göttin)
zusammenzukommen, folgt er nicht mehr seinem eigenen Willen, sondern seiner Braut.
'Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht
und nicht kennt' (Johannes-Evangelium 14:17). 'Schwer ist die Nicht-Ich-Lehre zu verstehen;
die Wahrheit wird ja niemals gern gesehen' (Palikanon, Khuddaka-Nikáya, Udána, Pataligama).
'Liebe der Engel' setzt 'Absterben' (sufi: 'fana') voraus, die 'mortificación' biopsychischer
Konditionierung ['purgation des Grabes' {Sublimatio-Calzinatio-Purificatio}: die 'mariale
Leblosmachung' für die Frau bzw. 'mystische Kreuzigung' für den Mann; jene Kunst, 'die
niedrigeren Prinzipien der Natur zurückweichen zu machen, um die höheren zur Wirksam-
keit gelangen zu lassen' (A. Strauß, Wiedergeburt, Berlin 1925)] zum Zweck der Freimachung
des 'Geistes der Wahrheit' (Johannes 16:13) durch das Erheben seiner Seele [sublimatio] in
der mystischen Auflösung [solutio] (buddh.: Satipatthana) von dem, was den Menschen von
Welt in seiner Selbstliebe fesselt und ihn hindert, seine schöpferische Natur durch religio
[Rückbindung] zu erkennen. In diesem devolutionären Streben ist die Macht des auf die
Seele einwirkenden 'Weihnachten der Gnade' der Akt der 'Wiederlebendigmachung', der
Evolution von Körper, Herz und Seele in das schöpferische und individuelle Wirken des
Menschen, das mit 'Reinwerdung des Gewissens von allem, was nicht heilig und unsterb-
lich ist' einhergeht. Im 'hingebungsvollen Dienst an Gott und der Menschheit' geschieht
dann »von Liebe wegen« 'die Ausrottung der letzten egoistischen Engherzigkeit' (A. Strauß).
Auf dem Boden unserer 'Nicht-Individualität' (Buddha) wachsen 'die Samen der Namen',
mit denen wir Ihn preisen, mit eigener kreativer Imagination unser Selbstbild schaffend.
Von der sich hingebenden Kulturellen Männlichkeit als Mutter der Kirche aller Kirchen
Statt dem abrahamischen Mekka einer spirituellen Wissenschaft von 'Vater und Sohn',
braucht es in unserer Zeit »Sprache, Mythos, Kunst, Religion«: Den Frauen und ihren
Kulturell Kreativen ist es jetzt eigen, die Bausteine zu liefern, aus denen sich für die
Menschheit die Welt des Wirklichen, wie die des Geistigen, die Welt des Uns aufbaut.
Die Erkenntnis der Männer vergangener Zeit richtete sich auf Gott; dies bescherte der
Welt eine bestimmte Moral im Umgang der Männer mit den Frauen. Wie aber wäre es,
wenn Gott sich nach dem kulturellen Geist der Männer richtet – und die Frauen sind ?

102
Da flog einer der Serafim zu mir; er trug in seiner Hand eine glühende Kohle, die er mit
einer Zange vom Altar genommen hatte. Er berührte damit meinen Mund. Danach hörte
ich die Stimme des Herrn, der sagte: „Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen?“
Ich antwortete: „Hier bin ich, sende mich!“ Da sagte er: Geh und sag diesem Volk:
„Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen. Sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen.“
Buch Jesaja 6:1-11, Psalm 139:13-16a

Sehnsucht der Existentiation

On mighty waters floated the universal egg of The Golden Womb, Hiranyagarbha,
which gave birth to the flame of life, The One Spirit of all the Gods. Rig Veda (X,121)

Ode Notre-Dame oder Von göttlicher Weisheit, Brot und Wein Die Große Mutter
ist der geheimnisvolle Mischkrug, Heiligen Trank ausspendend, um jener festen Speise
willen, die Sie selbst erst besitzen, mischen muss und zu Essen geben, um die Vision
zu hegen, zu hüten und zur Entfaltung zu bringen; und indem Sie sich über dies alche-
mistische Geheimnis klar ist, was das heißt, bringt sie das Höchste hervor: die Göttin,
die in ihrer Seele heilig fest steht, niedere Kräfte von Erkenntnis und Willen gezügelt,
deren Personalität nach dem Bild Gottes geschaffen und deren Wille von Erkenntnis ge-
leitet: Sie, die im Gleichgewicht mit der Kapazität der Seele und entfaltetem göttlichen
Potenzial ist, ist dem Botschafter des Menschentums nicht Dienerin, sondern seine Ge-
fährtin; und selbst voll und allseitig entfaltet, wird Sie Sich gerecht, indem Sie anderen
Frauen Beispiel ist, von der Kapazität der Seele aus heilbringende Personalität zu ver-
körpern; in der Liebe zum Geliebten Talente nicht verkümmern, sondern aufblühen zu
lassen, ist Sie das Vorbild für eine gerechtere, menschenwürdigere nachhaltige Welt.

Unfold Thy secret through Nature and reveal


Thy mystery through my Heart.

X
Jetzt schauen wir in einen Spiegel,
dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber
werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch
durch und durch erkannt worden bin.
1 Korinther 13:12-13

Der Geist ist das erste Bild der göttlichen Einfaltung,


die alle Bilder der Einfaltung in ihrer Einfachheit und Kraft einfaltet.
Denn wie Gott die Einfaltung der Einfaltung ist, so ist der Geist,
der Gottes Bild ist, Bild der Einfaltung der Einfaltungen.
Nach den Bildern kommen die Vielheiten der Dinge, die die göttliche
Einfaltung ausfalten, wie die Zahl die Einheit ausfaltet und die Bewegung
die Ruhe und die Zeit die Ewigkeit und die Zusammensetzung
die Einfachheit und die Zeit die Gegenwart.
Nikolaus von Kues

Vom komplementären Pfad der Geschlechter: Seelenzeit – Raumzeit ♂ Dharmakaya-Ritter-


lichkeit, geistliche Freiheit: nigredo => geheiligte Transzendenz: albedo => Immanenz, der
Meister wird zum Freund: Gleichheit => Brüderlichkeit: The Cultural Creatives. ♀ Raumzeit:
Zusammenkunft => ewige Anbetung: das Unbefleckte Herz => die Seelen befreien von Leid:
in der Leere vom falschen Selbst => Dialog: die Stimme der Stille => Persönlichkeit Gottes.
Contrat Social Nicht-bedürftige, mächtige Männer müssen, indem sie auf die geistige, kultu-
relle Seite des Lebens herabkommen, den ohnmächtigen, spirituell bedürftigen Frauen helfen;
dafür werden Frauen auch für diese Männer beten, wodurch sich Ohnmacht und Hilflosigkeit
der Frauen wandeln, und unser Leben auf Erden wieder seinen schöpferischen Sinn bekommt.
'Der Islam ist der Himmel, Fasten seine Sonne, das Beten sein Mond' (Das Buch der Gewissheit).
Die Warnung Christi (im Meditationsbild oben links, siehe Seite 104) bezieht sich auf die
Unterordnung der Weiblichkeit unter 'selbstherrliche Sonnengötter' – dies löst sich allerdings
nicht auf die Art, dass nunmehr Weiblichkeit »negativer Männlichkeit« befiehlt, sondern –
wie im Medaillon gezeigt – dass Frauen von Liebe ihrer Seligkeit zur Sonne sich vollenden.
Voraussetzung ist 'die Wiederkunft Christi', »Der aufgehende Mond«: die geistliche Kultur
spiritueller Männer im Kreis dialogisierender Frauen, den «Sonnen der Gerechtigkeit». Um
dergestalt dem Weiblichen zu dienen, müssen Männer opfern, was ihnen am liebsten ist: da
gilt es nun mit der Seele zu erscheinen, statt mit Persönlichkeit zu tönen! dann werden Frauen
Männern Anerkennung geben: „Wir haben euch gezeugt noch vor dem Morgenstern. Ihr seid
Priester nach der Ordnung Melchisedeks, setzt euch uns zur Rechten! 'Und Gnade wird die
Himmelskönigin, für die wir brennen, auf uns niedertauen' (Divina Commedia, Paradiso XXXI).“
* Skizze des Radbildes von Mansur Wolfgang Belage
L'UNIVERSEL
No religion serves the function of another, and yet, religions are not
essentially different, although they are differentiated in function.
Sajjada-Nishin Zia Inayat-Khan ‘urf Sarafil Bawa Chishti

Das gemeinsame Lobpreisen des Herrn

Our soul is blessed with the impression of the Glory of God


whenever our lips praise Him.
For it is the spiritual feeling which is the main thing,
not the form, and yet knowing this form side, not neglecting it.

Der Universelle Gottesdienst lässt uns so klar wie möglich erfahren,


dass alle Religionen im Wesentlichen miteinander übereinstimmen; dass
zwischen den von verschiedenen Glaubensrichtungen vertretenen Wahrheiten
kein wirklicher Unterschied besteht; dass es nur eine religiöse Ordnung gibt,
durch die sich sowohl die äußere als auch die innere Welt kulturell entwickelt,
und nur ein spirituelles Ziel, das alle Heiligen Schriften anerkennen.
Es sind Frauen, die die Menschheit zu höherer Evolution führen werden.
Wie? – Indem die Männer, entsprechend ihrem Archetyp, wieder den Dharma
der Heiligen, Meister und Propheten der Religionen der Welt geben – was
die Herzen aller öffnet und unser Denken erleuchtet –, können wir die Liebe
unserer eigenen Seele verstehen. In der Raumzeit ihrer Seelen werden
die Frauen die humane Kultur Einer Menschheit gestalten.
Indem nämlich die Vielheit unverbundener spiritueller und religiöser Menschen
sich in zwei komplementären Wesenheiten eint, von denen in der Religion die Große
Mutter herrscht, während in der Spiritualität der Mensch dient, wird es uns möglich,
zu uns selber nicht nur wie in Beziehung zu anderen, kulturelle Menschen zu sein.
Wenn Universeller Gottesdienst und Dialog eine Art zu leben entdecken lässt,
die frei von jeglicher Gewalt ist, die wahrhaft religiös und daher frei von Angst ist,
dann ist es das Heilmittel, das wir der Menschheit geben müssen.
Alles Leid entstammt dem Wunsch der Männer nach Glück für ihr persönliches Selbst,
während Seelen-Zeit geboren ist, das Verwundete zu heilen und glücklich zu machen –
das ist der Grund, warum Universeller Gottesdienst und Dialog die Auswechslung
der Freizeit der Männer gegen den kulturellen Heilungsraum der Frauen ist.
{Entzünden einer Führungs-Kerze, mit der das Gottes-Licht [Sonne der Chanukkia] entzündet wird –
'Non est Dominus sol factus, sed per quem Sol factus est' Johannis Evangelium de San Augustin}

Toward the One,


the Perfection of Love, Harmony, and Beauty,
the Only Being,
United with all the Illuminated Souls
Who form the Embodiment of the Master,
the Spirit of Guidance.

Entzünden des Gottes-Lichtes (hebr./ägypt. Shamash)


von diesem Licht werden die Lichter der Religionen der Erde entzündet

AN RU FU N G D ER ERZEN G EL D ER ELEM EN TE

O alles hervorbringende Mutter Erde,


demütig erweisen wir Dir unsere Huldigung!
{Ein- und Ausatem mit geschlossenem Mund. Stelle dir deinen Körper als einen Baum vor:
während des Ausatems lässt du den Magnetismus mit der polluierten Energie in die Erde sinken
– die himmlische Energie wird dabei zentrifugal in die Wirbelsäule gesogen; bei Einatmung
ziehst du den Magnetismus der Erde in das zentripetale magnetische Feld deines Körpers.
Arme neben dem Körper, Handflächen nach unten gerichtet.}

O alles reinigendes Wasser,


bereitwillig erweisen wir Dir unsere Huldigung!
{Einatem mit geschlossenem Mund, Ausatem durch die geöffneten Lippen, so als würde ein Engel trompeten.
Im Ausatem strömt Geist abwärts, gleich einem Wasserfall; im Einatem strömt Erdmagnetismus herauf.
Hände in langsamer Wellenbewegung vor der Stirn, als würde von den Fingerkuppen Wasser tropfen.}

O alles verzehrendes Feuer,


mit ganzem Herzen erweisen wir Dir unsere Huldigung!
{Einatem durch den gespitzten Mund, Ausatem mit geschlossenem Mund; ein Gefühl der Frische:
du trinkst die Luft und entfacht damit das Innere Feuer; die Taufe mit Feuer nach der Taufe mit
heiligem Geist – infrarot eingeatmetes Feuer verwandelt sich beim Ausatmen in das sichtbare Licht.
Es ist ein Wahrheitsgelübde nötig, damit das Magnetfeld seine goldene Aura ausstrahlt. Die Arme sind
hoch nach oben gerichtet und nach vorne ausgestreckt, Handflächen und Daumen ein Dreieck bildend.}

O alles durchdringende Luft,


freudig erweisen wir Dir unsere Huldigung!
{Der Reinigung durch Feuer folgt die Taufe mit Heiligem Geist. Einatem und Ausatem durch
den Mund. Man macht es richtig, wenn man sich nicht mit dem Körper, dem magnetischen Feld,
oder seiner Aura identifiziert, sondern mit reinem Geist, entzentriert. Man ist zugleich universell
und individuell. Hände über Kreuz nach vorne, Handflächen leicht wie Flügel schwingend: frei!}

O Äther, Essenz von allem,


passiv erweisen wir Dir unsere Huldigung.
{Der stille Raum in dem sich alle Elemente formen – atme, ohne zu atmen – Integration, Synarchie.
Hände voreinander in Höhe des Herzens, Handflächen zum Körper gewandt, ohne zu berühren.}

[20 Atemzüge, für jedes Element 5. Am besten morgens, an einem offenen Fenster, im Garten oder im Freien,
oder im Stehen oder auch im Sitzen; die Anrufungen im Garten oder am Fenster stehend zu machen ist ideal.]

1
Dem Einen entgegen
der da ist, die Vollkommenheit
der Liebe, der Harmonie und der Schönheit,
der einzige Seiende,
vereint mit all den erleuchteten Seelen,
die den Geist der Führung verkörpern
in der Botschaft der Einheit
für die Menschheit.

Lob sei Dir, Allerhöchster Gott,


allmächtig, allgegenwärtig, alldurchdringend,
Das einzige Wesen.
Nimm uns in Deine Elternarme;
Hebe uns empor aus der Erdenschwere.
Deine Schönheit beten wir an,
und Dir ergeben wir uns willig.
Gnadenreicher und barmherziger Gott,
Du höchstes Ideal der ganzen Menschheit,
Dich allein beten wir an, und Dir allein gilt unser Sehnen.
Öffne unsere Herzen für Deine Schönheit,
Erleuchte unsere Seelen mit göttlichem Licht,
O Du, Vollkommenheit der Liebe, Harmonie und Schönheit!
Allmächtiger Schöpfer, Erhalter,
Richter und Verzeiher unserer Unzulänglichkeiten.
Herrgott des Ostens und des Westens,
der Welten oben und unten,
der sichtbaren und der unsichtbaren Wesen:
Gieße aus über uns Deine Liebe und Dein Licht;
Gib Nahrung unserem Körper, unserem Herzen, unserer Seele;
Gebrauche uns für das Ziel, das Du erwählst in Deiner Weisheit,
und führe uns auf dem Pfad der Dir eigenen Güte.
Ziehe uns näher zu Dir in jedem Augenblick unseres Lebens,
Bis in uns sich widerspiegelt Deine Gnade, Deine Herrlichkeit,
Deine Weisheit, Deine Freude und Dein Friede.
Amen

1. Licht HINDUISMUS
Zur Verherrlichung des Allgegenwärtigen Gottes entzünden wir
dieses Licht, das symbolisch die hinduistische Tradition repräsentiert.
[Sacred Music: Om Namah Shivaya. Om Namo Narayanaya. Om Namo Bhagavate Vasudevaya.
Lesung aus den Veden, der Heiligen Schrift der hinduistischen Tradition]
(Stilles Gebet: Möge die Botschaft Gottes sich überall verbreiten.)
Heilgebet

O Du, dessen Wesen


Gnade und Barmherzigkeit,
und dessen Sein nur Friede ist,
Vater, Schöpfer und Erhalter
unseres Lebens,
sende der ganzen Menschheit
Deinen Frieden,
und vereinige uns alle
in Deiner göttlichen Harmonie.
Amen

2. Licht BUDDHISMUS
Zur Verherrlichung des Allgegenwärtigen Gottes entzünden wir
dieses Licht, das symbolisch den Buddhismus repräsentiert.
[Sacred Music: Om Mani Padme Hum; Hri. / Gate gate Pāragate Pārasamgate Bodhi svāhā. /
Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa; Buddham saranam gacchãmi,
Dhammam saranam gacchãmi, Sangham saranam gacchãmi. / Namu Amida Butsu. /
Om Ah Hung Vajra Guru Pema Siddhi Hung. / Nam-Myôhô-Renge-Kyô.
Lesung aus dem Pali Kanon, der Heiligen Schrift der buddhistischen Tradition]

Inspiration meines Denkens,


Tröster meines Herzens,
Heiler meines Geistes,
Deine Gegenwart erhebt mich von der Erde zum Himmel,
Deine Worte fließen wie der heilige Strom,
Dein Gedanke steigt auf wie ein göttlicher Quell,
Dein Zartgefühl erweckt Zuneigung in meinem Herzen.
Geliebter Lehrer,
Dein ganzes Wesen ist Vergebung.
Die Wolken von Zweifel und Furcht
zerstreut Dein durchdringender Blick;
alle Unwissenheit schwindet
in Deiner erleuchtenden Gegenwart;
neue Hoffnung wird in meinem Herzen geboren,
wenn ich Deine friedvolle Atmosphäre atme.
O inspirierender Führer
auf des Lebens verwirrenden Wegen,
In Dir fühle ich eine Überfülle von Segen.
Dem Einen entgegen, der Vollkommenheit
von Liebe, Harmonie und Schönheit,
der einzig Seienden,
vereint mit all den erleuchteten Seelen,
die den Meister verkörpern,
den Geist der Führung.

Gnadenreichster Herr, Meister*, Messias und Erlöser


der Menschheit, Dich grüßen wir in aller Demut.
Du bist der erste Ursprung und die letzte Folge, das göttliche Licht
und der Geist der Führung, Alpha und Omega.
Dein Licht ist in allen Formen, Deine Liebe in allen Wesen;
in der liebenden Mutter, im gütigen Vater, im unschuldigen Kind,
im hilfreichen Freund, im inspirierenden Lehrer.
Gib, dass wir Dich erkennen, in all Deinen heiligen Namen
und Gestalten: als Rama, als Krishna, als Shiva, als Buddha.
Lass uns Dich erschauen in (Sarah, Hagar &) Abraham, in (Deborah,) Salomo,
(Anahita &) Zarathustra, in (Assija, Aaron {der Heilige des Herrn}, Miriam &)
Moses, in (Maria,) Jesus, in (Khadija, Fatima &) Mohammed, und
in vielen anderen Namen und Gestalten, der Welt bekannt und unbekannt.
Wir preisen Deine Vergangenheit,
Deine Gegenwart erleuchtet tief unser Wesen,
und wir suchen Deinen Segen in der Zukunft.
O Botschafter, Christus, Nabi, Gottes Rasul!
Du, dessen Herz unablässig emporstrebt,
Du kommst auf die Erde mit einer Botschaft,
wie eine Taube von oben, wenn Dharma verfällt,
und sprichst das Wort aus, das in Deinen Mund gelegt wird,
so wie das Licht den wachsenden Mond füllt.
Lass den Stern des göttlichen Lichtes, der in Deinem Herzen leuchtet,
sich widerspiegeln in den Herzen derer, die Dich lieben.
Möge die Botschaft Gottes sich überall verbreiten
und die ganze Menschheit erleuchten und
sie vereinigen zu einer einzigen Familie
in Gott, dem Vater und der Mutter.
Amen

3. Licht ZARATHUŠTRA
Zur Verherrlichung des Allgegenwärtigen Gottes entzünden wir
dieses Licht, das symbolisch die zoroastrische Tradition repräsentiert.
[Sacred Music: Ashem vohû vahishtem astî ushtâ astî ushtâ ahmâi hyat ashâi vahishtâi ashem.
Armaiti – Anahita – Atar – Vayu. Ahura Mazdâh – Ahura Mazdâh.
Lesung aus dem Zend Avesta, der Heiligen Schrift der zoroastischen Tradition]
(Stilles Gebet: Gieße aus über uns Deine Liebe und Dein Licht.)

* Der eine Meister hat eine Sache gesagt und ein anderer Meister
oder Heiliger eine andere, und doch widersprechen sie sich nicht.
Heilgebet

O Du, der Du bist


der Führer unserer Seelen,
der Meister unserer Gedanken
und der Herr unserer Körper,
wir bieten uns Dir demütig dar,
damit Du uns als Kanäle
Deiner Liebe, Deines Lichtes und
Deines Lebens gebrauchen mögest,
und wir fähiger sein werden,
Dir und der Menschheit
zu dienen.
Amen

4. Licht JUDENTUM
Zur Verherrlichung des Allgegenwärtigen Gottes entzünden wir
dieses Licht, das symbolisch die jüdische Tradition repräsentiert.
[Sacred Music: Shema Israel, Adonai Elohenu! Adonai Echod. –
"Ve-ahavta …be schnej lewawcha, be schnej ezarejcha"
Lesung aus der Bibel, der Heiligen Schrift der jüdischen Tradition]

Fackel in der Dunkelheit,


Stab in der Stunde meiner Schwäche,
Fels in des Lebens Mühsal,
Du, mein Meister,
machst die Erde zum Paradies.
Deine Gedanken geben mir überirdische Freude,
Dein Licht erleuchtet meines Lebens Pfad,
Deine Worte erfüllen mich mit göttlicher Weisheit.
Ich folge Deiner Spur,
die mich zum ewigen Ziele führt.
Tröster der Verzweifelten,
Stütze der Bedürftigen,
Freund derer, die die Wahrheit lieben,
gesegneter Meister,
Du bist der Prophet Gottes.
Vers l'Unique
la Perfection d'Amour, d'Harmonie et de Beauté
le Seul Etre
uni à toutes les âmes illuminées
Qui forment
l’incorporation de l’Esprit Guide.

O Du, der Du bist die Vollkommenheit


von Liebe, Harmonie und Schönheit,
Herr des Himmels und der Erde,
öffne unsere Herzen,
damit wir Deine Stimme hören,
die ständig in unserem Innern erklingt.
Enthülle uns Dein göttliches Licht,
verborgen in unseren Seelen, damit wir
das Leben besser erkennen und verstehen.
Gnadenreichster und barmherziger Gott,
Gib uns Deine große Güte;
lehre uns Dein liebendes Verzeihen,
hebe uns über die Unterschiede und
Abgrenzungen, die uns voneinander trennen;
sende uns den Frieden Deines göttlichen Geistes,
und vereinige uns alle in Deinem vollkommenen Sein.
Amen

5. Licht CHRISTENTUM
Zur Verherrlichung des Allgegenwärtigen Gottes entzünden wir
dieses Licht, das symbolisch das Christentum repräsentiert.
[Sacred Music: Kyrie Eleison, Christe Eleison, Kyrie Eleison. Sanctus. Halleluja.
Lesung aus dem Neuen Testament, der Heiligen Schrift der christlichen Tradition]
(Stilles Gebet: Enthülle uns Dein göttliches Licht.)
Heilgebet

O Du,
Licht unserer Seelen,
Leben aller Wesen,
Heiler der Herzen,
alles vermögender und allmächtiger Gott,
Verzeiher unserer Unvollkommenheiten,
nimm von uns allen Schmerz und alle Leiden,
und mache uns zu Deinem Werkzeug,
damit wir andere von ihren Leiden
und Schmerzen befreien mögen
und ihnen Dein Licht, Dein Leben,
Deine Freude und Deinen Frieden
übermitteln können. Amen

6. Licht ISLAM
Zur Verherrlichung des Allgegenwärtigen Gottes entzünden wir
dieses Licht, das symbolisch die Tradition des Islam repräsentiert.
[Sacred Music: Ya Nabi Salam Aleika, Ya Rasul Salam Aleika,
Ya Habib Salam Aleika, Salawa tulla Alaika.
Lesung aus dem Qur'an, dem Heiligen Buch des Islam]

Warner vor kommenden Gefahren,


Erwecker der Welt aus dem Schlaf,
Überbringer der Botschaft Gottes,
Du bist unser Erlöser.
Sonne im Dämmer der Schöpfung,
Licht des ganzen Universums,
Erfüllung des göttlichen Wollens,
Du ewiges Leben, wir suchen Zuflucht
in Deiner liebenden Umarmung.
Geist der Führung,
Quell aller Schönheit und
Schöpfer von Harmonie,
Liebe, Liebender und geliebter Herr,
Du bist unser göttliches Ideal.
Invocation of The Great Mother

O Transubstantial Light!

Thou art unseen, imperceptible,


whether in warm rays of the sun
or in cool moonbeams.
The skyey lamps disclose only
Dame Nature, not Thee.
The world of matter revealed
by gross luminaries is but darkness to me.
Train my vision to see Thy hidden effulgence,
transfiguring the whole of creation.
When I sit with eyes closed,
enveloped in self-created shadows,
cause Thou to blaze upon me
in splendor the aurora of intuition.
With worshiping gaze may I watch Thee
in Thy ritual dance of cosmic activities.

Whispers From Eternity


Paramhansa Yogananda

Woman, my stepping stone in the ascent towards Thy shrine.


The one whom You choose You will bring near to Thy.
7. Licht ZUR VEREHRUNG DER WEIBLICHEN SEITE GOTTES
Zur Verherrlichung des Allgegenwärtigen Gottes entzünden wir dieses Licht, das
symbolisch den weiblichen Aspekt Gottes repräsentiert, der in vielen Völkern Unserer Erde
als Große Mutter, in den Großen Mysterien als Das Ewige Feminine dargestellt ist.

Anrufung
Ya Shafi – Göttlicher Heiler
Heile meinen Körper, mein Herz, und meine Seele
Ya Kafi – Du bist all-erfüllend

Heilgebet
Geliebter Herr, Allmächtiger Gott
Durch die Strahlen der Sonne, Durch die Wellen der Luft,
Durch das alldurchdringende Leben im Weltenraum // reinige und belebe
mich neu, und ich bitte // heile meinen Körper, mein Herz und meine Seele.

Stilles Heilen
O Du // der Heiler unserer Körper, Herzen und Seelen //
durch Deine Gnade und durch Deine allerfüllende Heilkraft //
mögen alle jene / deren Namen und Bedürfnisse Du kennst //
durch Dich geheilt sein. // kūn… – kūn… – kūn…
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Sat – Chid – Ananda
Wer bist du, Licht, das mich erfüllt und meines Herzens Dunkelheit erleuchtet?
Du leitest mich gleich einer Mutter Hand, und ließest du mich los, so wüsste keinen
Schritt ich mehr zu gehn. Du bist der Raum, der rund mein Sein umschließt und in sich
birgt. Aus dir entlassen, sänk‘ es in den Abgrund des Nichts, aus dem du es zum Sein
erhobst. Du, näher mir als ich mir selbst und innerlicher als mein Innerstes – und doch
ungreifbar und unfassbar und jeden Namen sprengend: Heiliger Geist – Ewige Liebe. /
Bist du das Manna nicht, das aus des Sohnes Herz in meines übergeht, der Engel und
der Sel’gen Speise? Er, der vom Tod zum Leben sich erhob, er hat auch mich zu neuem
Leben auferweckt, vom Schlaf des Todes, und neues Leben gibt er mir von Tag zu Tag.
Einst soll mich seine Fülle ganz durchfluten, Leben von deinem Leben – ja, du selbst:
Heiliger Geist – Ewiges Leben. / Bist du der Strahl, der von des Richters Thron
herniederzuckt und einbricht in die Nacht der Seele, die nie sich selbst erkannt?
Barmherzig-unerbittlich dringt er in verborgne Falten. Erschreckt vom Anblick ihrer
selbst, gewährt sie Raum – heiliger Furcht, dem Anfang jener Weisheit, die aus der
Höhe kommt und in der Höhe uns ganz fest verankert, – deinem Wirken, das neu uns
schafft: Heiliger Geist – durchdringender Strahl. / Bist du des Geistes Fülle und die
Kraft, durch die das Lamm die Siegel löst von Gottes ew’gem Ratschluss? Von dir
getrieben, reiten des Gerichtes Boten durch die Welt und scheiden mit scharfem Schwert
das Reich des Lichtes von dem Reich der Nacht. Dann wird der Himmel neu und neu
die Erde und alles kommt an seinen rechten Ort durch deinen Hauch: Heiliger Geist –
Siegende Kraft. / Bist du das Lied der Liebe und der heil’gen Scheu, das ewig tönt um
Gottes Thron, das aller Wesen reinen Klang in sich vermählt? Der Einklang, der zum
Haupt die Glieder fügt, darin ein jeder seines Seins geheimen Sinn beseligt findet und
jubelnd ausströmt, in deinem Strömen: Heiliger Geist – Ewiger Jubel. (Edith Stein)
Weihe an das Unbefleckte Herz

O (Große) Mutter aller Menschen und Völker,


die Du die Leiden und Hoffnungen kennst und
in mütterlicher Sorge die Kämpfe zwischen Gut und Böse,
zwischen Licht und Finsternis beobachtest,
die die heutige Welt so erschüttern,
Umfange mit der Liebe der Mutter und der Magd des Herrn
jene, die deine liebende Zuneigung am meisten ersehnen,
und diejenigen, auf deren Vertrauen Du besonders wartest!
Nimm die ganze Menschheitsfamilie,
die wir mit liebender Hingabe Dir, O Mutter,
anvertrauen, unter Deinen mütterlichen Schutz.
Von Hunger und Krieg: befreie uns !
Von Nuklearkrieg, unkontrollierbarer Selbstzerstörung
und jeder Art des Krieges: befreie uns !
Von Sünden gegen das Leben des Menschen
von seinen Anfängen an: befreie uns !
Vom Hass und von der Missachtung der Würde
der Töchter und Söhne Gottes: befreie uns !
Vom Versuch, in den Herzen der Menschen sogar
die Wahrheit von Gott zu ersticken: befreie uns!
Vom Verlust des Bewusstseins von Gut und Böse: befreie uns !
Von den Sünden gegen den Heiligen Geist: befreie uns, befreie uns !
Höre diesen Hilfeschrei, in welchem das Leid
aller Menschen zu Dir ruft, das Leid ganzer Völker!
Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt
die unendliche Macht der erbarmenden Liebe.
Möge die erbarmende Liebe die Gewissen wandeln!
In Deinem unbefleckten Herzen offenbare sich allen
das Licht der Hoffnung! –
Auch bitten wir: Herr, zeige auch heute, dass die Liebe stärker ist
als der Hass. Dass sie stärker ist als der Tod. Steig auch in
die Nächte und Unterwelten dieser unserer modernen Zeit hinab.
Hilf uns zum Ja der Liebe, die uns aufsteigen
und eben so mit Dir herabsteigen lässt.

(Lucia von Fatima & S. H. Johannes Paul II., »Die Weihe Russlands«)

'Der Eine, der absteigt, steigt auf. Die Eine, die aufsteigt, kommt herab.' (Bereshit 386; Sure 34:2).
'Er steigt von der Erde in den Himmel und wiederum steigt er zur Erde hinunter und nimmt die Kraft
des Oberen und des Unteren in sich auf. Seine Kraft ist vollkommen, wenn sie sich der Erde zugewendet
hat.' (Tabula Smaragdina) / Veni redemptor… Intende qui regis Israel (Ambrosianischer Weihnachtshymnus).
Der Herr, der im Weiblichen als das Selbst aufsteigt, kommt als 'Weiblicher Aspekt des Höchsten
Gottes' herab und mit dem Ja-Wort, in dem Männer in den Himmel auffahren, laufen die Göttinnen
vom Himmel auf die Erde (NHC II.1, Das Apokryphon des Johannes, Pronoia-Hymnus; vgl. Daniel 7:25).
Notre-Dame spricht: O meine Söhne, erneuert die Weihe an mein Unbeflecktes Herz!
Eure Zugehörigkeit zu Mir – als Heiler (rubedo) – hängt allein davon ab, ob ihr einer besonderen
Gnade entsprecht, die ich jedem einzelnen verleihe; diese vermögt ihr, durch eure Liebe (nigredo),
durch euer Leiden (albedo) und durch eure Ohnmacht ('Samadhi in Gott': citrinitas) zu erwerben.
Kosmische Invokation
Wir verehren und loben den Einen,
den Ersten und Letzten, den Inneren und Äußeren,
den Unendlichen und Ewigen;
Dessen Kraft, hinter jedem Werk, jedem Wort,
jedem Gedanken lebendig ist, und der da ist
der Liebende, der Geliebte und die Liebe selbst.
Mit Ehrfurcht, Demut und Anerkennung,
rufen wir all die erleuchteten Seelen an,
die wir als heilige Boten, spirituelle Propheten,
Heilige Gottes und religiöse Meister erkennen,
sowie die Männer und Frauen
aller Zeiten und Kontinente,
deren Herzen zur Reife gelangten.
Ihr Vermächtnis ist Der Universel; eine einzige Linie
der Weisheit umspannt den gesamten Erdkreis
und gehört der ganzen Menschheit an.
In diesem großen Strom der Liebe,
der das heilige Leben der Welt lebendig erhält,
möge Die Frau aller Völker uns den Pfad der Liebe,
der den Menschen noch Geheimnis ist, offenbaren.
Pir Zia Inayat Khan

Friedensgebet Prayer for The Peace


of the World
Sende uns Deinen Frieden, O Herr,
der vollkommen und immerwährend ist, O Thou,
auf dass unsere Seelen Frieden ausstrahlen. the Almighty Sun,
Sende uns Deinen Frieden, O Herr, whose light cleareth away
auf dass unser Denken und Sprechen all clouds.
und Handeln im Einklang ist. We take refuge
Sende uns Deinen Frieden, O Herr, in Thee.
auf dass wir zufrieden und dankbar sind
für Deine reichlichen Gaben. King of all men,
God of all deities.
Sende uns Deinen Frieden, O Herr, Lord of all angels.
auf dass wir inmitten unseres weltlichen Streites
uns Deiner Seligkeit erfreuen. We pray Thee,
dispel the mists of illusion
Sende uns Deinen Frieden, O Herr,
from the hearts of the nations,
auf dass wir alles ertragen, alles dulden mögen,
and lift their lives by Thy
im Gedanken an Deine Gnade und Barmherzigkeit.
all-sufficient power.
Sende uns Deinen Frieden, O Herr,
auf dass unser Leben eine göttliche Vision wird, Pour upon them
in Deinem Licht möge alle Dunkelheit vergehen. Thy limitless love,
Thy everlasting life,
Sende uns Deinen Frieden, O Herr,
Thy heavenly joy, and
unser Vater und Mutter,
Thy perfect peace.
auf dass wir, Deine Kinder auf Erden,
uns vereinigen mögen in einer Familie. Amen. Amen.
8. Licht BEKANNT UND UNBEKANNT
Zur Verherrlichung des Allgegenwärtigen Gottes entzünden wir dieses Licht
als Symbol für all diejenigen, der Welt bekannt und unbekannt, die das Licht
der Wahrheit hochgehalten haben gegen das Dunkel menschlicher Unwissenheit.

Shafi – Kafi
Einatmung – shafi – einströmend das Licht des Universums
(passiv durch Identifikation mit der Kraft, die einatmet, wenn wir einatmen)
ausströmend – in der Emotion der göttlichen Heilkraft – kafi.

Prayer for the Peace of the World / Stilles Heilen

Deine Kinder ordnen Gesang und Jubel an (Chanukka / Mk 7:27) 1

UNIVERSEL
O Thou, who art the Maker,
Moulder, and Builder of the Universe,
Build with Thine own hands the Universel
Our Temple for Thy Divine Message of
Love, Harmony, and Beauty. Amen.

through our prayers, we are able to build


a temple for the coming generations
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1
In den Lehren von Chanukka wird erklärt, dass die "sieben" die kontinuierliche Fortdauer von
Zeit versinnbildlicht; die "acht" steht über der Zeit, sie bildet die Schutzwehr rings um die Zeit.
Jede Heilige Schrift bringt einen freudevollen Ton zur 'Institution von Heirat' hervor. Zur
Symphonie »Planetarische Ethik« finden wir, wenn all diese Töne in Harmonie erklingen.
'Es ist zu wünschen, dass wir den Dialog aufnehmen können. Aber es ist offensichtlich,
dass ein natürlicher Fortschritt zur Eröffnung eines friedlichen Zeitalters der Menschheit
nur möglich ist, wenn wir Heuchelei aufgeben.' (Emmanuel Jean-Michel Macron)
M AY T H E B L E S S I N G S O F G O D R E S T U P O N Y O U
M AY G O D' S P E A C E A B I D E W I T H Y O U
M AY G O D ' S P R E S E N C E I L L U M I N AT E Y O U R H E A RT
NOW AND FOR EVER MORE

D e r H e r r s e g n e di c h u n d b e h ü t e d i c h . E r z e i g e d i r s e i n A n g e s i c h t
u n d e r b a r m e s i c h d e i n e r. E r w e n d e d i r s e i n A n t l i t z z u
u n d s c h e n k e d i r d e n F r i e de n . D e r H e r r s e g n e d i c h.
(Numeri 6:22-27)

Ite missa est – Benedicamus Domino


zur himmlischen Gemeinschaft führe uns der König der Engel

Fuga – Choral „Vor Deinen Thron tret ich hiermit“


Chorus in excelsis: Sanctus – Sanctus – Sanctus,
Hosianna! 'Gerettet ist das edle Glied der Geisterwelt vom Bösen, wer immer strebend sich
bemüht, den können wir erlösen. Und hat an ihm die Liebe gar von oben teilgenommen,
begegnet ihm die selige Schar mit herzlichem Willkommen.' (Johann Wolfgang von Goethe)

* Regis Iussu Cantio Et Reliqua Canonica Arte Resoluta.


S.D.G.

MÖGE DER SEGEN GOTTES AUF UNS RUHEN


MÖGE GOTTES FRIEDEN MIT UNS SEIN
M Ö G E G O T T E S G EG E N WA RT U N S E R E H E R Z E N E R L E U C H T E N
J E T Z T U N D F Ü R A L L E Z E I T. H A L L E L U J A .
H a l ( B u d d h a ) E l ( S hi v a ) H u ( R a m a ) Ya ( K r i s h n a )

_________________________________________________________________________

13
Cosmic Mandala

Von der Gottheit kommt alles. Von Ihr wird alles erhalten.
Und zu Ihr wird alles geführt.

'Ich bin, der ich sein werde' (Ex 3:14), unendliche potentielle Energie, Nirbija, das Licht der
Ohren, Vorbedingung aller Offenbarung; Resorption, göttliche Subjektivität, mitleidsloser
Wille, die Emotion jenseits des Universums, aus welcher die ganze Schöpfung geschaffen.
Libuše, Ejn Sof, vollkommenes Selbst-Bewusstsein; unsagbar, nicht Wirk-Ursache.

III. Deus revelatus, Genius der Sonne. III. Feminine Divine Compellingness,
Zaddik, schöpferische Intuition, Wort des Weisheit, das kollektive Bewusstsein
Herrn, Basho, Kalma, Parakletos Benignitatis. Ihrer planetarischen Souveränität
Sraosha, Engel außerhalb der Welt- die lichtgewordene Majestät einer uni-
geschäfte; Hagal, Einbringen des humanen versalen Ordnungszwinglichkeit: Liebe
Selbst in die Menschheit: Tikun HaOlam. und Freiheit als sammelnde Kraft.
Brihaspati, Schöpfergeist, Nyorai, Feuer- II. Kriegerische Bewegung (Ausdehnung);
Tau, Tathâgata-garbha, herabkommender Eros, das Begehren des indischen Ego
Same 'Sananda Samapatti' (Joh 10:18). 'Herr der Lage' zu bleiben: Bejnoni.

Alle Seelen sind zugleich eine einzige Seele


Durch die zentripetale und die zentrifugale Kraft 'Gott ist Liebe' erbauen die von
'Heiligem Geist weiblich Plural' (Din) gewandelten Kräfte den Tempel (Eph 5:1-32),
und in Christus, als ausfaltende dynamische weibliche Kraft, ruhe Ich. *

I. The Sacred Feminine – la lumière II. Politische Raumverdrängung:


implicite, allpervading light; subtiles „Ich bin, und außerhalb von mir existiert
kollektives Unterbewusstsein; 'frohe keine andere”; Herrin, Himmelstochter,
Magd' des 'Herrn der Heerscharen'. das heilend existierende Ich-Gefühl.
Tajalli, matrice sensible, listening I. Das physisch-sündige Ego im
womb, das Sich erträumende Herz, der Gefühl für den Sieg; Musikalität und
subtile Sinn für den Zusammenhalt aus sympathetische Resonanz; der mikro-
dem Schrei für das Unbegreifliche. kosmische Schöpfer interner Welten.

Intra-Terrestrial Influence, Einklang mit der Natur: Ordnung – Kohärenz – Organisation.


Kosmische Identität mit all dem, was lebt und leidet: das Überwinden eines Anhaftens
an materielle Annehmlichkeiten und emotionale Abhängigkeit; der Morgentau der Erde.
*
geht das Seelische als 'Krishna, Buddha, Shiva, Rama' in den Dialog-Raum des Weiblichen ein,
so offenbart sich 'Der Herr' als 'Manat, Al Uzza und Al Lat' im Universum, und die Weiblichkeit

103
spricht: „Ich gehe aus von Dir, dem Schöpfer, von der Ursache zu den Wirkungen. “

104
So wie die Strahlen ausgehen, so gehen sie ein Verwandeln sich Frauen in das Ihrige, ist
der Spiegel der weiblichen Seele geläutert 'herrlich, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler'
(Eph 5:26), und sprechen Frauen, ihrer innersten Einstimmung folgend, den Dharma [Medaillon
oben links (2)], das unausgesprochene Wort, das aus den Tiefen auftaucht, als heilige Emotion
=> dann kann geistliche Männlichkeit das spirituelle Weibliche [Medaillon unten rechts (5)],
welches das Wesen des Mannes bestimmt, als das Ungreifbare verehren. Und sehen Frauen
nichts anderes am Manne [Medaillon oben rechts (1)] als seine unerschaffene und unerschaffbare
Seele => erst dann ist in Tiefenschau den spirituellen Männern möglich, ihre eigene göttliche
Persönlichkeit in der Frau [Medaillon unten links], gleichsam als ihre 'Mutter der Barmherzigkeit',
zu erschauen. Dann bringen wir als 'Engel' [Medaillon unten (4)] der Menschheit die Botschaft
=> und das Unhörbare kommt zu Gehör [Medaillon oben (1)]: und wir schauen das Unerkenn-
bare 'von Angesicht zu Angesicht' (1 Kor 13:12) [Medaillon Mitte (7)], und sind die Ergriffenen.
Alchemie des Glücks Mit den Augen der Betrachterin 'S. Magdalena' enthüllt das Mandala
Stufen des Aufgangs des Mondes, das Erwachen der Seele in der Begegnung, beginnend mit
'Kreuz über dem Mond', (4) dem Saturn, der vedantische Sufi-Buddha als sanfter Herrscher,
der hinführt zum 'zunehmenden Mond auf dem Querbalken des Kreuzes': (3) Jupiter (Rama),
der Befreier der Weisheit durch analytischen Dialog; daraus erstrahlt (2) das geistige Herz
'Geburt des Herrn der heiligen Weiblichkeit': der Mond; es folgt der Sonne Pfad: (1) Venus,
die Große Göttin, Sonne über dem Kreuz (dharma am kabbalistischen Pult)*, das universelle
kosmische Bewusstsein mit Hilfe tantrischen Geistes (Jakobsleiter**, Gen 28:12); (6) ruht 'die
Sonne unter dem Kreuz' (ursprüngliches Zeichen des Mars/ Shiva), enthüllt der Priester die
Weisheit: (5) das Golgatha-Mysterium, 'der Vorhang des Tempels zerreißt' (Mt 27:51-52); die
Große Mutter, Sonne der Gerechtigkeit, steht allein und das geheimnisvolle Geheimnis, das
Kreuz, Sonne und Mond in sich vereinigend, wird offenbar: (7) Mercurius. || Der "männliche"
Pfad beginnt mit (6) ritterlichem Dienst und (5) 'mystischer Kreuzigung', Libido-Verklärung
und 'Himmelfahrt des Eros' führen zur (4) 'Imitatio Jesu': Samadhi mit offenen Augen; (3) in
'Herabkunft des heiligen Geistes als dialogischer Heiler' gebiert sich (2) 'das fühlende Herz';
sodass letztlich (1) 'ein Engel die Stube seiner Frau betritt'. || Die Strahlen erweisen: Buddha
erhebt sich durch die Venus; der Mond erhält sein Licht von der Sonne; während Shiva durch
Rama seine Bestimmung erfährt; das Schöpfungsprinzip der Materie entfaltet: der Gesandte.
* drei Monde unter dem Kreuz. ** auf der Jakobsleiter muss man zuerst hinauf, dann hinunter steigen.
104
Vor der Neuen Welt gab es nur Ihn. Doch innerhalb aller Kreise da ist Sie,
im Zentrum der leuchtenden Stille: Der Schoß, der den Funken der Schöpfung enthält.

Hochzeit der Malchuth mit Tifereth

Undifferenziert eine Frau in das Zentrum zu stellen, führt zur Rückentwicklung der absoluten
Weiblichkeit wie der Männlichkeit (Julius Evola, Cavalcare la Tigre). Es braucht den Erkenntnis-
Blitz der Kultur Kreativen – die 'mit Geist begabten' (Num 27:18); die Vision, mit denen sich
'Die Große Mutter' donnernd konkretisiert, in 'weißem Nebel' kondensiert – nichts Böses ist
von 'Ihm, heiliger Geist, der alles lehrt' (Johannes 14:26) vorstellbar. Weiblichkeit bringt jene
Botschaft, strömend von 'Gottes Quelle, den 'Geist der Wahrheit', der frischen Schwung in
die Menschheit bringt. Gleich Schneeflocken, die von den Kissen der Frau Holle auf die Erde
wehen, kommt 'der Tröster' mit der Verkündigung der Neuen Botschaft zur Menschheit, was
Shekhina, die Weisen Engel zusammenkommen lässt, um das Heilige zu ihrem Mittelpunkt
zu begründen: 'Vom Zion her, der Krone der Schönheit, geht Gott strahlend auf' (Psalm 50:2).
Wie von Stahl gemeißelt in den Stein der Weisen ist diese 'Smaragdene Vision'. Phönix als
Friedenstaube steigt feurig empor, Zweifel und alle Furcht verbrennend. Donner und Regen,
Wind und Blitz (Ps 97:4), der Himmel Sonne strahlt den Regenbogen, der Tropfen Tau rinnt in
ein Meer von Licht. 'Sonnenstrahlen gelten Ihrem Saal, Glanz des Mondes Seiner Macht, die
Sterne leuchten an Ihrer Stätte' (Die Edda, Völuspa) – sie unterscheiden sich durch ihren Glanz.
Der 'Erzengel Gabriel', unser spirituelles Gewissen, lehrt 'das alte Gesetz' als 'Die Botschaft
des Neuen Bundes': „Wen der Herr erwählt, der darf sich ihm nähern“ (Das Buch Numeri 16:5).
Es geht um jenes ethische Gewissen: „Frauen erwählen“ und dass das Bewusstsein, das in
ihnen erwählt »'Der Herr' als die tätige 'Persönlichkeit Gottes' der 'seligen Jungfrau'« ist, und
um das unumstößliche Gesetz des Goldenen Zeitalters, nämlich dass sich Männlichkeit dem
Weiblichen nur nähern darf, wenn der Geliebte ausdrücklich „vom Herrn als Sie“ erwählt ist.
In des Iblis gigantischem Ego herrschen noch Götter über gefiederte Löwen, und Adler über
die Stiere; in des Himmels Ordnung führt Christus den Adler und die Sphinx den Menschen.
XI
Die heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einheit

Atma – Mahatma – Paramatma

Unser Hauptproblem in der Beziehung zwischen Frauen und Männern ist, dass wir nur
die Oberfläche sehen, nicht die Tiefe: dass der spirituelle Nordpol im Geist der Männer
schmilzt, dass der weibliche Südpol überhitzt das Maskuline überfischt, das seinerseits
das Grundwasser übernutzt; dass saure Abfälle in den Ozean 'Weiblichkeit' geschüttet
werden; dass das Ausschauhalten nach der, von muselmanischen Sultanen beeinflussten,
"höheren Moral" der protestantischen Priesterinnen die Eifersucht aufflammen lässt und
wir auf dem Gebiet des Herzens fast schon den 'point of no return' erreicht haben – die
Schädigung der menschlichen Kultur durch Verunreinigungen der Inneren Bilder wird
hunderte von Jahren fortdauern. Guides managen Seelen in ihren geistigen und spiritu-
ellen Problemen; wenn wir Menschen auf kulturellem, ökonomischem und menschlichem
Level kulturell zusammenarbeiten würden, könnte eine Menschheit Fortschritte machen;
es würde nur einer einzigen Dekade eines Gewahrsamkeitsschutzes bedürfen die Tridiver-
sität der 'Weiblichen Seite Gottes' zu enthüllen: (1) die Wiedergeburt des Planeten durch
die Zeugungskraft der Frau; (2) der Einfluss der 'spirituellen Sohnschaft der Bodhisattva'
auf den Wandel in der Weltwirtschaft; (3) von der Idee Abstand nehmend, dass Erzeugen
von Konsumartikeln gleichfalls unser Glück mehre, offen zu sein, mit dem 'seelenvollen
Schöpfergeist' [The Cultural Creatives], den Reisenden zwischen den Ländern, zu koope-
rieren, Die Kultur unseres verlorenen Menschseins wiederfindend helfen: dass sie bleibt.
Spirituelle Moral lehrt, das Gesetz des Iblis und den überschäumenden Konsum der Frauen
nicht durch störende Individualitätsäußerungen zu verletzen, sondern 'Genussehen und
ihr Hotelwesen' zu fördern und sich einzuordnen – von dem der Staat seinen Nutzen hat.
Es ist schockierend und tief beschämend, dass Mütter sich nicht zur Wehr setzen, Töchter
Männern auszuliefern, dadurch dass sie den Dialog mit Dem Gesetz und 'Buddhismus
und Islam' verweigern. Das Gebot der Großen Mutter: „Ich bin ein eifersüchtiger Gott:
du sollst keine Götter neben Mir haben“ (Exodus 20:3) ist Felsenfundament, dass Frauen,
als 'Buddha', eine Neue Welt aufbauen, während spirituelle Männer Die Kirche erneuern.
Man wird finden, dass heutzutage viele Männer in ihrer äußeren und höheren Persönlich-
keit spirituell, jedoch in Bezug auf 'Leid in planetarischem Gewahrsein' wenig mitfühlend
sind; unterstützt werden sie immer noch von Frauen, die dazu als androgyne Racheengel
spirituell sein wollen und dahingehend auch ihre Berufung zum Aufbau der Materiellen
Welt "pflichtbewusst vergessen". Im Neuen Zeitalter aber wird als Notwendiges die Füh-
rung der Hausgemeinde im Vordergrund weiblicher Tugenden stehen und damit entschie-
den jener "Frauen-Power im Männerkomplex" entgegenwirken: Es gilt verweiblichte und
sektiererische Männer-Priestertümer abzulösen durch die Erweckung einer 'Universellen
Geistigen Spiritualität der Frau' im Sinne einer 'Psychoanalyse Buddhas'. Für die Männer
auf Planet Erde zeichnet sich die 'Einheit der religiösen Ideale' in einer 'Imitation Christi'
{Standhaftigkeit gegenüber der Versuchung (Mt 4:11)} ab; Geist und Wahrheit eines mysti-
schen Islams wird der Versuchung 'Judentum in der Nachfolge Petri' widerstehen können.
105
Ethik und Verwirklichung
Wir kontrollieren militärisch das Wetter: „Eros soll sein, wie wir es wünschen!“
Setzen wir aber so Naturgesetze außer Kraft, lesen wir aus der Schrift statt „Warnung
vor kommenden Gefahren“ nur noch „Gott ist das Licht der Himmel und der Erde…“,
lernen Menschen träumerisch, woran sie zukünftig glauben sollen: an die Rechtmäßig-
keit von Vertreibung und Völkermord und die Barbarei einer 'transkulturellen Religion'?
Aufblühen egomanischer Spiritualität, Streben nach Gewinn, das Verneinen von psycho-
analytischem Dialog [die Stimme der Stille], Reizbarkeit gegenüber Tao-Weiblichkeit
und mangelndes Vertrauen in Schöpferische Geistigkeit sind die Ursachen für den Krieg.
Schöpfung ist eine kollektive Arbeit der Frauen. Daher mögen Frauen sich nicht oft genug
vor Augen halten, wie wichtig es ist, Zentren des Lichtes und der Schöpfung zu schaffen,
um jene dunklen und chaotischen Strömungen zu neutralisieren, die in ihrer Atmosphäre
kreisen (was Frauen wollen, ist, eines schönen Morgens beim Kaffeetrinken den Frieden,
die Fülle und das Glück vorzufinden, ohne dabei selbst irgendetwas dafür getan zu haben).
Wann werden Frauen sich bewusst, dass sie mit Gier, Egoismus und Trägheit und einem
beschränkten Verständnis der Dinge nur einen 'Krieg der Religionen' anzetteln können?
Wenn Frauen sich entscheiden, 'Globale Ethik der Menschheit' anzugehen, müssen sie
wissen, dass diese Arbeit die feinstoffliche Materie betrifft, die der außergewöhnlichen
Forschungsmethode Buddhas zugänglich ist. Ergebnisse im 'Dialog der Frauen' entstehen
nicht auf der spirituellen Ebene, die manche Gott nennen, sondern zuerst auf der feinstoff-
lichen psychischen Ebene, welche man nennt: Die Seele. Frauen, die diese Gesetze nicht
kennen, erwarten sofort konkrete Ergebnisse eines inneren Glaubens zu sehen. Weil aber
sie von dort nichts kommen sehen, sind sie enttäuscht, und diese Enttäuschung kann sie
so weit bringen, dass sie durch ihr Denken und Fühlen zerstören, was sie bereits aufgebaut
haben. Jenen ist gesagt: „Auch wo ihr Mut nicht habt, habt dennoch Mut!“ (Hebräer 12:3).
Vom Einig-Wesen der Geschlechter – Ethik in sechs Dimensionen
Der Impuls zur Veränderung kommt von oben, von jener Heiligkeit, die, wie es heißt,
von der Wirklichkeit Gottes Weiblichkeit 'überschattet' (Lukas 1:35) ist. Anders gesagt,
von der keuschen Heiligkeit (buddhistisch: dharma) rührt das Recht zum Eros spiritueller
Weiblichkeit; in spiritueller Physis ist es der Männer Pflicht (hinduistisch: dharma), als
das Mindeste, ihr schöpferisches Herz zu geben, im Austausch der Frau für sich selbst.
Spirituelle Frauen behaupten heutzutage, für den Frieden in der ganzen Welt zu arbeiten.
Aber in Wirklichkeit tun sie nichts, um ihn tatsächlich herbeizuführen. Nur Redensarten…
Sie haben nie daran gedacht, dass vor einer 'Verherrlichung Allahs Namen' erst einmal
alle Zellen ihres Körpers, alle Teilchen ihres unbewussten und unterbewussten Wesens,
nach den Gesetzen der Schöpfung und der Harmonie leben müssen, um Frieden auszu-
strahlen, für den sie angeblich arbeiten. Während sie über den Frieden schreiben und in
ihren Meditationskreisen darüber reden, nähren sie in ihrem Inneren den Krieg; denn sie
kämpfen ständig gegen das eine oder das andere an. Welchen Frieden können sie also
bringen? Frauen müssen den Frieden zuerst in sich selbst, in den Handlungen, Gefühlen
und Gedanken Buddhas verwirklichen. Erst dann arbeiten sie wirklich für den Frieden.
Ein Geschäftsmann auf dem spirituellen Pfad mag denken: „Warum sollte ich, eine so
wichtige Person, göttlicher Weiblichkeit dienen und meine Freizeit für jüdische, katho-
lische, buddhistische Frauen geben?“ – Doch für wen sollen Männer einen Thron aus
weichen Kissen bauen? Für sich selbst, um ihrer eigenen Eitelkeit willen, weil sie mehr
verdienen als Frauen und darum besser wären als diese? Frauen im Dialog müssen den
religiösen Dienst der Männer in Anspruch nehmen: nur auf die Weise, dass Männer kol-
lektives Bewusstsein kritisieren, den Missbrauch der Spirituellen gegenüber den Frauen
bereuen, indem sie die Lüge gegenüber der 'Verehrung des Göttlich-Weiblichen' aufdecken,
können Frauen zum 'Geliebten Herrn', als die Archetypen ihres kollektiven Unbewussten,
finden und im Wirken für den Aufbau einer Neuen Welt spirituelle Feminität entfalten.
106
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge

Als Preis für das ihnen in Liebe und Sympathie verliehene Leben, müssen Männer jenes
planetarische Gewissen entwickeln, in dem ihnen bewusst wird, dass sie dem Geschick
der Frauen zurückzuerstatten haben, was sie "der Erde geraubt" haben. In anderen Worten:
In »der heiligen Nacht« bricht »Der Tag der Frauen« für das Goldene Zeitalter an. Doch
die meisten Männer arbeiten immer mehr für ihre selbstherrlichen Zwecke: „Ein Mann
kümmert sich nicht um das Seelenheil von Frauen und Kindern, das ist nicht Sitte von
Sparta!“ – dies lässt Chaos, Elend, Wahnsinn in unserer Zeit rasend schnell anwachsen.
Den seelischen Hunger der Frauen gilt es zu lindern, dafür muss 'Selbstdarbringung in
Seelenzeit' gebracht werden. Männer erwidern klever: „Das Alpha haben wir vergessen
und das Omega nicht verstanden, weil wir inzwischen das Alpha vergessen hatten.“ –
jetzt, in unserem Zeitalter, wenn es sich ereignet, dass Weiblichkeit sich von den Unvoll-
kommenheiten 'des Körpers, des Herzens und der Seele' zu lösen beginnt, um die Vollkom-
menheit jener Christ-Geburt „Kraft des Höchsten wird dich überschatten“ geschehen zu
lassen, braucht es Mitgefühl, spirituelle Liebe (Gnade der Vergebung) und der Seele Sehn-
sucht geistiges Erbarmen zu schenken. Größte Seelen-Zärtlichkeit und himmlische Wach-
samkeit ('frei schwebende Aufmerksamkeit') sind dabei für jeden Kulturell Kreativen im
Universel erforderlich. Und es ist einzig diese Erfahrung, die Männer dazu bringen wird,
zu sagen: „Meine Füße, seid gewissenhaft, damit ihr nicht auf die Dornen tretet, die auf
eurem Weg liegen, damit die Dornen nicht zu wehklagen haben: ihr habt mich zertreten!“
Wenn der Männer 'Strom des Geistes' – das durch Mitgefühl gestärkte und durch spiritu-
elles Erwachen gezügelte Bewusstsein – in seiner ganzen Kraft fließt, reinigt er alles, was
ihm im Wege steht, wie der Ganges, nach Lehren der Alten, alle reinigt, die in sein heiliges
Wasser eintauchen. Sodann werden Frauen nicht umhin kommen, den Worten Buddhas zu
glauben: „Ein falscher Blick, eine unbewusste Geste, ein nicht gesagtes Wort, ein giftiger
Gedanke reicht aus, um die Seele eines Mannes zu töten – das ist schlimmer als sein Tod.“
Bildlich gesprochen: In allen Frauen ist ein Schmetterling, der darauf wartet, seine Flügel
auszubreiten; doch 'Madame Butterfly' – die Seele: der Herr – wird immer Raupe bleiben,
wenn Frauen weiter auf die Art und Weise lieben, wie sie lieben ..., es sei denn, sie geben
Männern zuvor eine Chance, die Bewegung eines spirituellen Aufsteigens sich vollenden
zu lassen, indem Weiblichkeit, erwacht zu ihrer Seele, das Heiliggemäße in Körperlichkeit
und Psyche ist. Denn schaffen jetzt nicht Frauen Bedingungen, die günstig für die sittliche
und kulturelle Entfaltung des männlichen Geistes sind, werden sie auch nicht ihre Flügel
ausbreiten können – statt die Umgebung an sich anzupassen, werden sie letztlich doch wie-
der Opfer der Leben seelenloser Männer sein. Frauen sollten mit erwachter Seele auf die
Männlichkeit einwirken, um die günstigsten Bedingungen für die Entfaltung ihrer intuitiven
Natur zu gestalten, was die Manifestation des Planetarischen Bewusstseins ist. Begegnet
Männern in Frauen eine noch größere spirituelle Macht als Männer selbst sind, wandelt sich
der Männer dominierende 'representation collective' in geistige Kraft als das schöpferische
Licht für die Entfaltung Kulturell-Kreativen Bewusstseins als die Frauen. Sodann werden
Männer ihre lügnerischen kollektiven Idiosynkrasien bereuen, denn die Weisheit spirituellen
Lebens der Frauen lebt, dass es möglich ist, dass sich Sünder in einem Moment in Heilige
verwandeln. Findet schließlich, von den Männern ausgehend, eine beständige Ausgießung
seelischen Magnetismus statt, werden Frauen zum »Göttlichen Brunnen«, und 'die Schlange
stiehlt nicht mehr das Unsterblichkeitskraut vom Brunnenrand' (Gilgameschepos, Tafel XI).
Dann ist der Flügelschlag der Schmetterlinge mehr als 'Sonne, Mond und Himmelsferne' –
und es offenbart sich »Das Große Gesetz«, welches die Engel zu befolgen haben, sollte sich
das Leben nicht auf ungeahnte, unglaubliche, unbeschreibliche Art und Weise an uns rächen:
Letzten Endes ist das Erwachen die einzige Zuflucht für die Wesen (Anuttaratantra Shastra).
107
Geburt des Menschengeschlechts gebührt Notre-Dame,
die heilig-handelnde Schönheit im Spiegel der Kulturell-Kreativen

Himmlische Weiblichkeit ist 'Kirche aller Kirchen'. Sie kann der Menschheit bringen, was
jede menschliche Gemeinschaft bedarf: Über-persönliches Ideal mit der Pflicht des
Gebens von Befreiung von ich-zentrierten Wünschen, und einem aktivem Streben nach
Verschönerung und Veredelung des Daseins mit Betonung des rein Schöpferischen
Menschlichen {Baba-Yaga & Ama-raga}. (nach 'Gottes-Brief Albert Einsteins, 3. Januar 1954')

Gott – Magna Mater einer Doppeltrinität Zerbrich die Formen der Vergangenheit ! Diese
drei aber erhalte: Die Eine, die Ihren Leib liebt, welch' schönes Gewand, als erfreuliche
Zier, denn Der Eine hat Freude daran im Körper schöpferisch tätig zu sein. Das
geheimnisvollste Geheimnis aber ist Das Eine, Ihrer Seele Freude, im Leib wirksam zu
sehen. Denn siehe, der Liebe Sinn hängt vom Inhalt ab, und nicht nur von der Form.

Entsagung der Entsagung – aus Liebe Neue Ethik begreift Religion nicht vom spiritu-
ellen Resultat organischer Gehirnveränderungen (1 Kor 15:8) durch den Archetyp Jesu,
sondern als die Kultur evolvierten planetarischen Bewusstseins durch Die Große Mutter.
Die Lust der Großen Mutter und der Eros der Reinen Göttin ist das wechselseitig Be-
fruchtende und aufregend Verheißungsvolle für die Zukunft einer Menschheitsreligion.

Die Zukunft der Menschheit als Hu-manity hängt von der Wiedergeburt Unseres Ge-
wissens ab, was sich im Licht der Großen Mutter erweckt; Ihr kontinuierlicher Einfluss
bildet nicht nur einen Schutz gegen Krankheiten und Seuchen, Kriege und Zerstörung,
sondern Sie hilft in umfassender schöpferischer Macht uns Menschen sich zu entfalten.

108
Dies lädt die Atmosphäre auf und magnetisiert alles: Binah, der Genius, verleiht Wissen
durch das Strahlen seiner Seele; Tifereth, Herz der Schönheit, führt den Dialog mit dem
Blick ihrer Augen; Kether, das sonnige Gehirn der Großen Mutter, spricht durch Worte.

107
Geliebter Herr, Allmächtiger Gott
Durch die Strahlen der Ewigen Weiblichkeit
Durch die Wellen Ihrer Femininen Vernunft
Durch Unseren alldurchdringenden Geist im Kosmischen Raum
Reinige und Belebe Uns neu, und Wir bitten: Heile Unsere Welt
Und Das Herz der Erde Und Die Seelen aller.

Die von Ewigkeit her zeugende Kraft hat bei der Entstehung der Welt den Genius der
Liebe und die Heilige ausgeschieden; daraus ist eine Hülle aus feuriger Vision herum
um den die Erde umgebenden femininen Intellekt gewachsen. Und nachdem Buddha
geboren ward, erbebte die Erde, und die Sonne und ihr Mond verfinsterten sich – doch
alles blühte, der Himmel ward heiter – es donnerte, leiser fruchtbarer Regen fiel, ein
sanft kühlender Wind wehte. Da haben sich die Sonne, der Mond und die Sterne neu
gebildet und Engel und ihre Gefährten heilen die Erde mit Einem Glanz von Erkenntnis.

Die Große Göttin: Von der potentiellen Dimension der Seele (links) zur transpersonalen
Kreativität des allumfassenden Herzens (rechts). Die Große Mutter: Von kosmischer
Natur (unten) zur extra-samsarischen Position (oben). Der Visionär: Vom spirituellen
Ego (oben rechts) zur verborgenen subliminalen Botschaft im Exil (unten links). Doch
weder 'die ausruhende Göttin' noch 'der verursachende Gott', und weder Bodhisattvas in
der Welt noch zoroastrische Muslime dürfen verwechselt werden mit Dem, der das
Erkennen selber ist: 'Denn dort leuchtet nicht die Sonne, nicht Mond noch Sternenglanz,
noch jene Blitze, geschweige irdisch Feuer – Ihm, der allein glänzt, nachglänzt alles
andere, die ganze Welt erglänzt von seinem Glanz' (Katha-Upanishad II.2.15); 'durch
glänzende Spiele der Einbildungskraft und des Witzes angenehm unterhalten zu sein,
haben wir Ihn mit kaltem Herzen verlassen' (Friedrich von Schiller, Über die tragische Kunst).

Der Seele Mysterium der Schöpfung ist enthüllt. Mögen die weisen Engel erscheinen,
sie verstehen wovon ich spreche, und wir können gemeinsam der Menschheit ihre
Gesundheit wiedergeben: 'der in ihnen wohnt, in den erleuchteten Seelen, und der alles
dieses Wesende gebildet hat, demselben sei Verehrung' (Atharveda, Der Löser VII.83).

Möge Europa zur Einheit finden und die Zersplitterung der Menschheit
in verschiedene Religionen und Rassen und Kategorien überwinden.

Nichts wird imstande sein, den kühnen aber edlen Liebeswillen und heiligen Plan,
mit dem sich die Frauen ihre Neue Welt schaffen, zu verwischen. (Frédéric Chopin)

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Fresko im Kreuzgang von Heiligkreuztal

Dialog der Frauen: Die planetarische Kultur in der Seelenzeit der Männer
Dialog beginnt mit dem Aussprechen der ursprünglich falschen Ausgangspunkte
einander widerstreitender Nationalismen: Protestantismus (Konkubinat) und Polygamie
(Scharia-Islam); im reuevollen Bekenntnis, dass das passive Chaos katholischer Frauen
zum schiitischen Islam (Genussehen; französisch: affaires) zu militanten Ordnungen
von Bürgerkrieg, Deportation, Völkermord geführt hat. Erst dann kann in einer
Kulturellen Seelenzeit der Männer, der geistigen Schöpfung einer Atmosphäre frei von
psychischem, physischem und spirituellem Missbrauch des Eros, welche die Werte der
Liebe aus dem Unsinn bedingter Verfälschungen befreit, das Frauen-Selbst zu Ihrer
psychoanalytischen Seelenerkenntnis finden, dass Einschränkung keine unentrinnbare
Notwendigkeit für Frauen ist, was zu der praktischen Wahrheit in der Beziehung
zwischen den Geschlechtern führen kann: die begeisterte Sehnsucht der göttlichen
Mutter zu ihrer individuellen Schöpferischkeit von Liebe des kulturellen Menschen.

Diejenigen, die ungläubig sind, sind untereinander Freunde (Hl. Koran, Sure 8,73, Die Beute)
Ein frommes Frauen-Bewusstsein will sich nicht wandeln, daher weist es das, was auf
seine Religion an Neuer Ethik herabkommt, zurück; dieser Widerwille in Frauen sich zu
wandeln, kann sich nur auflösen, wenn Weiblichkeit den psychoanalytischen Pfad
Buddhas angenommen hat, sich für den ‚Globalen Dialog der Frauen‘ öffnend, sodann
willens ist, durch spirituelles Guidance-Geben bezüglich den individuellen Pfaden der
Männer, seine seelische Natur in die meisterhafte 'Persönlichkeit Gottes' zu wandeln,
um so seiner spirituellen Pflicht nachzukommen eine 'Schöne Neue Welt' aufzubauen. ||
Analog wollen Männer sich nicht ändern, indem sie das, was zu ihrer Zivilisationsmoral
vom sittlichen Gewissen der Frauen aufsteigt, zurückweisen; dieser Widerwille selbst-
herrlicher Männer-Egos sich zu ändern, wird ganz verschwinden, wenn Männlichkeit
sein geistliches Gelübde (nigredo) aufgenommen hat 'Frauen zu heilen, zu trösten und
zu Reue und Buße anzuleiten', sodann, sich für sein spirituelles Retreat öffnend, um
vollendet gewillt zu sein, das spirituelle Sein in den brüderlichen kulturell-kreativen
Dienst zu stellen, um in humaner charakterlicher Kapazität 'Das Gastmahl' zu feiern:

XII
Das Erblühen des weiblichen Seins von schöpferischer Heiligkeit der Männer. – Tun wir
solches nicht, wird es im Land Verführung und großes Unheil geben (Sure 8,73 Die Beute).

XII
Über die sensible Abhängigkeit dynamischer Systeme
von den Anfangsbedingungen

Sonne und Regen Der Legende nach erschien im 9. Jahrhundert vor unserer
Zeitrechnung dem Propheten Elias am Hange des Berges Karmel, als er tief im Gebet
versunken war, in einem hellen Licht, das vor ihm schwebte, eine wunderschöne Dame,
die ein Kind auf dem Arm hielt. Als die Vision endete, prasselte ein starker Regen auf
die Erde nieder und beendete eine lange Dürre, die das Land zuvor heimgesucht hatte.

Vom wiederkehrenden Christus durch Gottes Verleiblichung des reinen Geistes


Die Aussaat der Seele ist ein von Gott geschenktes Licht und dass es so hell und stark in
Notre Dame (Frau Holle) erstrahlt, ist nur deshalb, weil es unter dem Druck und Drang
von Exil entstanden und hervorgebracht worden ist, und weil es den Zweck hat, die
Dunkelheit der Völker zu erleuchten. In höchster Sehnsucht, unter dem Druck des
Lebens in der Diaspora, werden die innersten und besten Eigenschaften Saoschyans,
die Krishna-Seele, zu der Großen Symphonie »Universel« von der Holden Weiblichkeit
(Hl. Koran, Sure 24:33) herausgepresst, in der Nacht der Mütter, wenn zur Mitternacht der
Wintersonnenwende die Sonne in das Zeichen Steinbock eintritt, und sie im fünften
Haus der Jungfrau steht, was die Geburt eines Kindes anzeigt; deshalb wird die Sonne
beim Eintreten in den Steinbock der Jungfrau Sohn genannt [daher ist auch die
Legende zu verstehen, dass Buddha seine Frau, die Königin, in Nacht, da sie ihren
Sohn gebar, verließ, und er 'Patticca sammupada', das Gesetz der Bedingtheit
erschaute.] Es ist Das-Licht-der-Welt-erblicken, dem die 3 Könige (Rama, Shiva,
Buddha) folgen, dem Kinde huldigend, wie es heißt: „Im Anfang war das Wort, und das
Wort war bei Gott, und Gott war das Wort “ (Johannes 1:1-3, Genesis 1:1-3; Dreifaltigkeits-
Ikone, Andrej Rubljow). Allmende-Gemeinde, erneuerte Kirche als Gemeinschaft der
Engel, ist »Leib Christi«, dieser bringt den reinen, ursprünglichen Geist
hingebungsvoller Weiblichkeit, die das Heilige selbst und 'den Engel mit dem kl. Buch'
(Off 10) hervorgebracht, auf die Erde.

Und ich sage dir jetzt ganz offen, aus Besorgnis sowohl für mich wie für dich: Wenn du
davon abstehst, dich heilen zu lassen, und es verabsäumst, fähig zu werden zum
Genusse dieses Lichtes durch die richtige Beschaffenheit deiner Augen, dann liebst du
die Finsternis und, indem du die Finsternis liebst, wirst du in der Finsternis bleiben,
und, indem du in der Finsternis bleibst, wirst du auch noch in die äußere Finsternis
hinausgeworfen werden, wo Heulen und Zähneknirschen sein wird. Wenn die Liebe
zum Lichte in dir nichts wirkte, so möge doch die Furcht vor der Qual ihre Wirkung
nicht verfehlen. (Augustinus von Thagaste, Vierzehnter Vortrag über das Johannesevangelium)

Dawn with great glory, Goddess, Lady of the Light,


Dawn thou with riches, Bounteous One. Rig-Veda, First Mandala 1.1.48

110
Mögen alle Wesen glücklich sein.
Mögen alle Wesen frei von Leid sein.

XII
L'Estro Armonico – The Visitation of Mary

Die Zeit wandelt sich in die Guten Alten, Notre-Dame nimmt in dieser glanzvollen
Herrlichkeit ihren Platz ein, und der Raum wird ein Garten – jung und schön.