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Die Biografie des Fotografen Harald Hauswald Die Biografie des Fotografen Harald Hauswald

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Der Fotograf Harald Hauswald Auch Harald Hauswald durfte nicht denken, was er wollte.
Sagen, was er wollte.
Harald Hauswald wurde vor über 60 Jahren bei Dresden geboren.
Er durfte auch nicht entscheiden,
Das war im Jahr 1954.
welche Politiker an die Macht kommen.
Da war Deutschland noch in zwei Teile geteilt.
Es gab die Deutsche Demokratische Republik: DDR.
Es gab nur eine einzige Partei, die entscheiden durfte.
Und es gab die Bundesrepublik Deutschland: BRD.
Diese Partei hieß Sozialistische-Einheits-Partei: SED.
Auch Berlin war geteilt.
Die SED machte alles, um alleine zu bestimmen.
Es gab West-Berlin.
Die SED schloss andere Parteien aus.
Und es gab Ost-Berlin.
Und die SED machte noch mehr:
Ost-Berlin war die Haupt-Stadt der DDR.
Sie überwachte Menschen.
Und Dresden war eine Stadt in der DDR.
Sie nahm Menschen ihre Rechte und Freiheiten.
Die Teilung Deutschlands war eine Folge des 2. Welt-Krieges.
Und der Staat, die Gerichte, die Polizei, das Militär, die Schulen und alle
Ämter machten mit.
Die DDR war anders als die BRD.
Der eine Teil von Deutschland war anders als der andere Teil.
In der DDR waren die Menschen nicht frei. Staaten, die so sind, nennt man Diktatur.
Die Menschen durften nicht frei denken. Die DDR war eine solche Diktatur.
Sie durften nicht ihre Meinung sagen. Harald Hauswald lebte in dieser Diktatur in Ost-Deutschland.
Sie durften auch nicht frei wählen.
So konnten sie nicht entscheiden.
Auch nicht über die Politiker und wer im Land bestimmt.
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Viele Menschen waren in der DDR nicht glücklich. Viele Menschen in der DDR wollten trotzdem lieber in der BRD leben.
Weil sie keine Rechte und keine Freiheiten hatten. Sie versuchten über die Mauer zu klettern.
Deshalb gingen viele Menschen lieber nach West-Deutschland in die BRD. Sie versuchten unter der Mauer einen Tunnel zu bauen.
Das fanden die Politiker in der DDR nicht gut. Sie versuchten darüber zu fliegen mit selbst gebauten Flugzeugen.
Sie wollten die Menschen in ihrer Diktatur behalten. Die Politiker in der DDR fanden das erst recht nicht gut.
Deshalb war die Grenze zwischen West- und Ost-Deutschland Deshalb gab es Soldaten, die an der Mauer und an der Grenze aufpassten.
­geschlossen.
Sie durften sogar auf die fliehenden Menschen schießen.
Das war gefährlich.
Nur die Grenze zwischen West- und Ost-Berlin war noch offen.
Man konnte sterben.
Das änderte sich, als Harald Hauswald zur Schule ging.
Die Menschen in der DDR hatten Angst vor der Grenze und der Mauer.
Denn immer mehr Menschen aus der DDR flohen nach West-Berlin.
Sie waren ab dann eingesperrt.
Deshalb ließen die Politiker in der DDR eine Mauer bauen:
Auch Harald Hauswald.
die Berliner Mauer.
Das war am 13. August 1961.
Da war Harald Hauswald gerade in die Schule gekommen.