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MASARYK-UNIVERSITÄT

PÄDAGOGISCHE FAKULTÄT

Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur

Analyse der deutschen Abtönungspartikeln denn und bloß und ihrer Äquivalente im Tschechischen

D i p l o m a r b e i t

Brno 2010

Verfasserin: Bc. Hana Balážová Betreuerin: PhDr. Hana Peloušková, Ph.D.

Ich versichere, dass ich meine Diplomarbeit selbständig verfasst habe und nur die im Literaturverzeichnis angegebenen Quellen benutzt habe.

………………………………………

Ich möchte mich bei Frau PhDr. Hana Peloušková, Ph.D. für alle Ratschläge, Vorschläge und für Ihre Geduld bedanken.

Inhaltverzeichnis

1.

Vorwort…………………………………………………………………

 

6

2.

Theoretischer Teil………………………………………………………….

7

2.1.

Partikeln im Deutschen……………………………………….……

7

2.1.1.

Was sind Partikeln?

7

2.2.

Deutsche Partikeln in historischer Hinsicht………………………….…….

7

2.3.

Der Partikelbegriff in den Grammatiken des Deutschen……………

……

 

10

2.3.1.

Helbig, Buscha………

………………

………….………

…………

10

2.3.1.1.

Syntaktische Merkmale…………………………………………….………

10

2.3.1.2.

Syntaktische Subklassen der Partikeln………………….………………….

10

2.3.1.3.

Semantische Merkmale…………………………………

………………

 

12

2.3.1.4.

Liste der semantischen Funktion der einzelnen Partikeln………

………

13

2.3.1.5.

Kommunikative Merkmale……………………………………

…………

14

2.3.2.

Duden Grammatik…………………

………………………

…………….

14

2.3.2.1.

Klassen der Partikeln……………………………………………………….

15

2.3.3.

Hentschel, Weydt………

…………….…………………….…………….

17

2.3.4.

Heringer…………………………….………………………….…………

 

20

2.4.

Partikeln und ihre formalen Äußerungstypen (Satzarten)………………….

21

2.5.

Die Stelle der Partikeln im Satz……………………………………………

25

3.

Partikeln im Tschechischen ……………

………………………………

 

29

3.1.

Der Partikelbegriff bei Trávníček………………………………………….

29

3.2.

Der Partikelbegriff in der Mluvnice češtiny………………………….…….

29

3.3.

Die Stelle der Partikeln im Satz……………………………………………

31

4.

Modalpartikeln……………………………………………………

………

33

4.1.

Merkmale der Modalpartikeln (Abtönungspartikeln)……

………………

33

4.1.1.

Weitere Merkmale…………………………………………

……………

33

4.2.

Liste der einzelnen Modalpartikeln………………………………………

 

34

5.

Praktischer Teil…………………………………………………………….

39

5.1.

Vorwort zum praktischen Teil………………

……………………………

39

5.2.

Analyse der Partikeln denn und bloß………………………………………

40

5.2.1.

Analyse nach den Satzarten………………………………………………

40

5.2.1.1.

Partikel denn……………………………………………………………

40

5.2.1.2.

Auswertung der Partikel denn nach den Satzarten

60

5.2.1.3.

Der Vergelich der Partikel denn mit den tschechischen Äquivalenten im Wörterbuch von Siebenschein und mit dem Wörterbuch 'Lingea'………………………………………………………………….….

61

5.2.2.

Partikel bloß

64

5.2.2.1.

Auswertung der Partikel bloß nach den Satzarten…………………

……

80

5.2.2.2.

Der Vergelich der Partikel bloß mit den tschechischen Äquivalenten im Wörterbuch von Siebenschein und mit dem Wörterbuch 'Lingea'……………………………………………………………….…….

81

5.3.

Die Stelle der Partikeln im Satz……………………………………

…….

83

6.

Schlusswort…….…………………………………………………………

87

7.

Resume……………………………………………………………………

88

8.

Literaturverzeichnis………………………………………………………

89

Annotation………………………………………………………………….

91

1. Vorwort

Partikeln spielen eine große Rolle nicht nur in der gesprochenen Sprache, sondern auch

in anderen Bereichen wie zum Beispiel in Lexikographie und

Übersetzungswissenschaft. Aus diesen Gründen und aus dem Grund, dass mich die

Problematik der deutschen Partikeln und ihrer Äquivalente im Tschechischen

interessiert, habe ich mich entschieden, meine Bachelorarbeit zu verbreiten und mich

mit diesem Thema ausführlicher in meiner Diplomarbeit zu beschäftigen.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in vier Kapitel. Im ersten versuche ich das deutsche

Partikelsystem aus der Sicht von verschiedenen Autoren zu beschreiben. Vor allem

benutze ich Werke von Helbing/Buscha und beschreibe das Partikelsystem aus der Sicht

von syntaktischen, semantischen und kommunikativen Merkmalen.

Im zweiten Kapitel beschreibe ich das tschechische Partikelsystem nach „Příruční

mluvnice češtiny (1995).

Im dritten und vierten Kapitel beschäftige ich mich mit den Abtönungspartikeln und vor

allem mit der Partikel denn und bloß. Eine große Hilfe ist mir das Parallelkorpus.

Das Ziel meiner Arbeit ist zu beweisen, dass die Partikeln eine große und interessante

Rolle in der Sprache spielen.

2. Theoretischer Teil

2.1. Partikeln im Deutschen

2.1.1. Was sind Partikeln?

„Der Begriff „Partikeln“ wird in der linguistischen Literatur mindestens in vierfacher Bedeutung gebraucht:

1. Unter den Partikeln werden alle unflektierbaren, d. h. weder konjugierbaren noch

deklinierbaren noch komparierbaren Wörter verstanden. Danach würden zu den Partikeln die Konjunktionen, die Präpositionen, die Adverbien, die Modalwörter, einige Negationswörter und die Partikeln im engeren Sinne gehören.

2. In einem etwas engeren Sinne werden unter Partikeln nicht alle unflektierbaren

Wörter verstanden, sondern nur die Negationspartikeln, die Modalwörter und die

„modalen“ bzw. „emotional-expressiven Partikeln“.

3. In einem noch engeren Sinne werden unter Partikeln nach syntaktischen Kriterien nur

solche unflektierbaren Wörter verstanden, die eine eigenen Wortklasse darstellen und

sich von den Adverbien und Modalwörtern, erst recht von den Präpositionen und Konjunktionen unterscheiden.

4. Schließlich werden die Partikeln im engsten Sinne verstanden als Restgruppe der unflektierbaren Wörter, die – im Unterschied zu den Interjektionen keinen Satzwert, - im Unterschied zu den Adverbien keinen Satzgliedwert und im Unterschied zu den Präpositionen und Konjunktionen – keinen Fügteilcharakter haben.“ 1

2.2. Deutsche Partikeln in historischer Hinsicht Die aus der Antike übernommene Lehre von den Redeteilen behielt auch in den folgenden Jahrhunderten bei den Grammatikern grundsätzlich ihre Geltung, selbst dann

1 HELBIG, Gerhard., 1988, S. 19, 20, 21

noch, als die im 19. Jahrhundert in Deutschland als wissenschaftliche Disziplin entstehende Sprachwissenschaft sich konkreten Sprachen verschiedener historischer Stufen zuwandte. Nach Jellineks diesbezüglichen Ausführung zu urteilen, muss vor dem 18. Jahrhundert nur ein geringes Interesse an der Zahl der Redeteile bestanden haben, d.h. auch die 'Partikeln' als Kategorie blieben uninteressant. Die Zahl der Redeteile betrug acht (Nomen, Verb, Partizip, Artikel, Pronomen, Präposition, Adverb, Konjunktion) in Anknüpfung an die Tradition der lateinischen Grammatiker respektive neun, wenn die Interjektionen gesondert gerechnet wurden. Neben diesen Auffassungen hat jedoch auch eine andere Theorie bestanden, die sich an das Einteilungsprinzip der hebräischen Grammatik hielt und von daher einer Trichotomie der Wortarten mit den 'Declinabiles' (Nomen und Verbum) und den 'Indeclinabiles' oder Partikeln den Vorzug gab. In diesem Fall mussten die 'Partikeln' als das Sammelbecken aller der Wortarten fungieren, die nicht Nomen und Verbum waren, wobei das Kriterium der Inflexibilität durchaus nicht von allen Grammatikern aufrecht erhalten wurde. Die Verwendung des Terminus 'Partikel' zeigt also zweierlei Aspekte: Steht der Terminus für die Inflexibilia oder für alle Wörter außer Verbum und Nomen, dann fungiert er im Grunde nur als Oberbegriff und wird wohl auch meistens untergliedert in die Termini 'Adverb', 'Präposition' und 'Konjunktion', so dass er selbst nicht mehr eindeutig inhaltlich bestimmt werden kann; bezeichnet er jedoch eine eigene Kategorie, dann ist seine Nähe zu den Interjektionen evident, die selbst als Kategorie lange Zeit am Rande der Elemente der Sprache standen und einen wesentlich anderen Status besitzen als die übrigen Wortarten.“ 2

„Lange Zeit ist die Bedeutung der Partikeln für die umgangssprachliche Kommunikation verkannt worden: Von der Stilistik her wurden sie als bloße „Flickwörter“ und als „Redefüllsel“ angesehen, auf die man besser zu verzichten habe. Dem entsprach eine stiefmütterliche Darstellung in den Grammatiken (meist in der heterogenen Klasse der Adverbien) sowie in den Wörterbüchern (weil sie „ohne eigentliche Bedeutung“ seien) und folglich auch in den Lehrmaterialien. Diese Situation hat sich in den letzten Jahrzehnten grundsätzlich geändert, denn man hat erkannt, dass

2 LÜTTEN, Jutta., 1977, S. 68

die Partikeln wichtige semantische und kommunikative Funktion ausüben und für den Sprecher unverzichtbar sind.3

„In historischer Hinsicht lässt sich feststellen, dass die Abtönungspartikeln schon lange ihren Platz in der deutschen Sprache haben. Hentschel (1986) hat exemplarisch das Auftreten von ja, doch, halt und eben als Abtönungspartikeln für das Ahd. und Mhd. nachgewiesen. Dafür, dass diese Partikeln schon in den germanischen Vorstufen des Deutschen auftraten, spricht zum einen, dass die übrigen germanischen Sprachen wie das Norwegische, Schwedische, Dänische, Niederländische ebenfalls über einen großen Reichtum an Partikeln verfügen, die ähnlich wie die Abtönungspartikel funktionieren, und zum anderen, dass schon das Gotische, eine ausgestorbene germanische Sprache, Abtönungspartikeln aufwies.“ 4

3 HELBIG, Gerhard, 1995, S. 7

4 HENTSCHEL, Elke, WEYDT, Harald, 2003, S. 318

2.3. Der Partikelbegriff in den Grammatiken des Deutschen

2.3.1. Helbig, Buscha

Die Partikeln stellen im Deutschen eine relativ geschlossene Klasse dar, die etwa 40 Wörter umfasst, die weder deklinierbar noch konjugierbar oder komparierbar sind.

2.3.1.1. Syntaktische Merkmale

„Partikeln sind nicht als selbständige Antworten möglich. Das unterschiedet sich einerseits von den Adverbien, die – als selbständige Antworten auf Ergänzungsfragen auftreten, andererseits von den Modalwörtern 5 , die als selbständige Antworten auf Entscheidungsfragen erscheinen6 .

2.3.1.2. Syntaktische Subklassen der Partikeln

Syntaktisch 7 unterteilen sich die Partikeln in bestimmte Subklassen dadurch, dass sie zu verschiedenen anderen Wortklassen (als Beziehungswörtern) treten können. Auf diese Weise kann man folgende Subklassen unterscheiden: 8

1. Partikeln, die zu Substantiven, Verben, Adjektiven und Adverbien treten können: sogar, aber, auch, beinahe, bereits, bloß, eben, erst, etwa, gar, gerade, geradezu, ja, nahezu, nicht einmal, noch nur, schon.

Sogar die Hauptstadt hat er besucht. Er schnarcht sogar.

5 „Modalwörter antworten auf Satzfrage, Adverbien auf Satzgliedfragen, Partikeln auf überhaupt keine Fragen.HELBIG, Gerhard., BUSCHA, Joachim, 1998, S. 475

6 HELBIG, Gerhard., BUSCHA, Joachim, 1998, S. 475

7 „Die genannten Vorkommensmöglichkeiten der Partikeln sind rein syntaktische Kombinationsmöglichkeiten und sagen vorerst nichts über die Semantik aus, aus semantischen Gründen kann natürlich nicht jede genannte partikel zu jedem Wort der genannten Wortklasse hinzutreten.“ HELBIG, Gerhard., BUSCHA, Joachim., 1998, S. 479 8 Vgl. HELBIG Gerhard., BUSCHA Joachim., 1998, S. 477, 478)

Seine Arbeit ist sogar überdurchschnittlich. Er arbeitet sogar dort.

2. Partikeln, die zu Substantiven, Adjektiven und Adverbien treten können: ganz, besonders, fast.

Er ist ganz sein Vater. Die Arbeit ist ganz gut. Er arbeitet ganz gern.

3. Partikeln, die zu Verben, Adjektiven und Adverbien treten können: sehr, doch, durchaus, immer, so, zu 9 .

Er fürchtet sich sehr. Er ist sehr fleißig. Er arbeitet sehr gern.

4. Partikeln, die zu Adjektiven und Adverbien treten können: weit, etwas, höchst, recht, überaus, viel, weitaus, ziemlich.

Er ist weit größer als sein Bruder. 10 Der heutige Film ist etwas spannender als der gestrige.

5. Partikeln, die zu Substantiven und (ursprünglichen) Adverbien treten können:

zumal, beispielsweise, allein.

Zumal seine Mutter hat er lange nicht besucht. Zumal dort ist er lange nicht gewesen.

6. Partikeln, die zu Verben treten können: denn, mal, also, nicht, nun, überhaupt.

9 Die Partikel zu erscheint bei Verben nur vor Infinitiven und stellt dann eine andere Variante dar, als wenn sie vor Adjektiven und Adverbien auftritt. Er hat viel zu arbeiten ohne denotative Bedeutung. X Er ist viel zu langsam graduierend. (vgl. HELBiG, Gerhard, BUSCHA, Joachim, S. 478) 10 Es ist zu beachten, dass es Beschränkungen für das Auftreten bei den verschiedenen Steigerungsstufen des Adjektivs gibt.

Kommt er denn? Komm mal her!

2.3.1.3. Semantische Merkmale

Es gibt Partikeln, die ein Wort im Satz näher bestimmen, erläutern, spezifizieren oder graduieren.

Nach dem semantischen Aspekt unterscheiden Helbig und Buscha (1998) folgende Subklassen der Partikeln:

- Modalpartikeln: (Abtönungspartikeln) – auch, aber, bloß, denn, doch, eben, etwa, halt, ja, schon, vielleicht, wohl, allerdings, immerhin, jedenfalls, sicher usw.

- Gradpartikeln: (Rangierpartikeln) auch, ausgerechnet, eben, genau, besonders, gerade, nur, selbst, sogar usw.

- Steigerungspartikeln: (Intensifikatoren) außerordentlich, etwas, ganz, höchst, sehr weitaus, ziemlich usw.

- Temporalpartikeln: erst, noch, schon

- Vergleichspartikeln: wie, als, denn

- Negationspartikeln: nicht

- Infinitivpartikeln: zu

2.3.1.4. Liste der semantischen Funktion der einzelnen Partikeln

Tab. 1 11

Partikel

Satzbeispiele

Bedeutungsmerkmale

 

Der Freund aber kam nicht.

Einschränkung,

aber

Gegenüberstellung

 

Er hat aber viele Bücher

Verstärkung

eben

Eben diesen Mann habe ich getroffen.

Hervorhebung

erst

Er hat erst zwei Stunden gearbeitet.

Präzisierung von Zeitpunkt, Zeitdauer

ganz

Der Keller ist ganz leer.

völlig

 

Die Arbeit ist ganz ordentlich

ziemlich

noch

Der Schüler hat noch eine Frage.

Zusatz, Hinzufügung

 

Diese Arbeit war noch schwieriger.

Steigerung (bei

Komparativ)

 

Er kommt noch heute.

Einschränkung eines Zeitpunktes

 

Peter schläft noch.

Präzisierung von Zeitpunkt u

zu

Das Wetter war zu kalt.

Übermaß, Überschreitung einer Norm

11 vgl. Helbig G., Buscha J., 1998, S. 181-4 Ich habe solche Partikeln ausgewählt, bei denen eine deutliche semantische Funktion erkennbar ist.

2.3.1.5. Kommunikative Merkmale

Die kommunikative Leistung der Partikeln besteht darin, dass sie Indikatoren (Mittel der Sprache, die die Äußerung relativ unabhängig vom Kontext im Hinblick auf die von ihr ausgedrückte Sprechhandlung eindeutig oder wenigstens eindeutiger machen) für Sprechhandlungen sind oder dass sie dazu dienen, die Äußerung im konversationellen Kontext zu verankern und die Funktion des Sprechaktes unter den gegebenen Bedingungen der Interaktion mit sprachlichen Mitteln zu verdeutlichen. Die Partikeln erfüllen somit in der Kommunikation eine wichtige Aufgabe, so dass sie nicht als bloße „Abtönungspartikeln“ oder „Würzwörter“ angesehen werden können.“ 12

2.3.2. Duden Grammatik

„Der grammatische Ausdruck Partikel, eigentlich „Teilchen 13 (lat. Particulus „ [unveränderliches Rede]teilchen“), wird häufig auch übergreifend für alle unflektierbaren Wörter verwendet, also als Oberbegriff für Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen, Gesprächswörter, Interjektionen 14 .

Die Partikeln haben in der gesprochenen Alltagssprache – vielfältige Aufgabe:

- sie geben u. a. den Grad oder die Intensität an

- dienen der Hervorhebung

- drücken die innere Einstellung des Sprechers aus

- spielen eine wichtige Rolle in der Gesprächsführung

Allen Partikeln gemeinsam ist, dass sie der Form nach unverändert auftreten, dass sie – im Gegensatz zu den meisten Adverbien keine eigentliche Bedeutung haben oder jedenfalls bedeutungsarm sind und dass sie – anders als Präpositionen und

12 vgl. HELBIG, Gerhard., BUSCHA, Joachim., 1998, S. 480

13 „Während es in der Physik auch das Partikel (Plural: die Partikel oder die Partikeln; Elementarteilchen) gibt, ist das Wort in der Sprachwissenschaft stets femininum und bildet den Plural ausschließlich auf –n.“ HENTSCHEL, Elke., WEYDT, Harald, 2003 S. 271

14 In der Grammatik von Helbig und Buscha werden alle Partikeln in einem engeren Sinne auch als alle unflektierbare Wörter verstanden (d. h.: die Konjunktionen, die Präpositionen, die Adverbien, die Modalwörter, einige Negationswörter und die Partikeln). Erst in einem noch engeren Sinne sind unter dieser Wortklasse nur Partikeln bezeichnet.

Konjunktionen keine grammatische Funktion haben. Charakteristisch für alle Partikeln ist, dass sie nicht als Satzglieder auftreten können, weder als notwendige Ergänzungen noch als freie Angaben. Partikeln kommen immer auch als Vertreter anderer Klassen der Unflektierbaren vor.15

2.3.2.1. Klassen der Partikeln 16

1. Gradpartikeln geben vor allem an, in welchem Grad eine Eigenschaft ausgeprägt ist. Sie stehen meistens bei Adjektiven, können aber auch mit Adverbien und Verben verbunden werden. ( ziemlich, halbwegs, überaus, echt usw.)

Sie ist sehr schön.

Die Gradpartikeln können einen schwach oder stark ausgeprägten Grad, aber auch den Höchstgrad ausdrücken:

Die Wahl verlief äußerst spannend. Alle waren zutiefst betroffen. Das ist mir höchst unangenehm. Wir danken allen bestens.

2. Fokuspartikeln 17 dienen dazu, die Aufmerksamkeit des Hörers/Lesers auf einen bestimmten Teil des Satzes zu lenken. (besonders, selbst, sogar, nur usw.)

15 DROSDOWSKI, Günter, Duden 1995, S. 369

16 In der Duden Grammatik wurden die Partikeln in 5 Gruppen aufgeteilt. Helbig und Buscha hingegen sprechen über 7 Gruppen der Partikeln. Die Gruppe der sog. Steigerungspartikeln ist bei Helbig und Buscha die Gruppe, die in der Duden Grammatik als Gradpartikeln benannt ist. (also Wörter wie ziemlich, höchst usw.)

17 Der grammatische Terminus „Fokus“ bedeutet „Informationskern, Informationszentrum“ (lat. Focus „Brennpunkt; Herd“)

3. Modalpartikeln 18 (Abtönungspartikeln) – spielen vor allem in dialogischen Zusammenhängen eine Rolle. Durch Modalpartikel wird eine Annahme, Erwartung oder innere Einstellung ausgedrückt. Der Sprecher kann mit Modalpartikeln seinen eigenen Aussagen eine bestimmte (subjektive) Tönung geben, er kann damit aber auch auf vorausgegangene Äußerung Bezug nehmen und Zustimmung, Ablehnugn, Einschränkung, Erstaunen, Interesse anzeigen.

Wie konnte denn das passieren? Das ist ja furchtbar.

Die am häufigsten benutzten Partikeln sind:

(aber, auch, bloß, denn, doch, eben, eigentlich, etwa, halt, ja, mal, nur, schon, vielleicht, wohl usw.)

4. Gesprächspartikeln – umfassen Signale, die der Gliederung des Gesprächs, der Bestätigung oder Vergewisserung im Gespräch dienen (Gliederungs 19 - und Rückmeldungssignale 20 ), Antworten auf Entscheidungsfragen, Grüsse, Gebote und Ausrufe. (also, nicht wahr, ja, nein, genau usw.) Charakteristisch für die Gesprächspartikeln ist, dass sie nicht in den Satz eingebettet sind, sie stehen entweder allein oder am Anfang beziehungsweise Ende eines Satzes, ohne jedoch zu diesem Satz zu gehören.

Also, ich bin davon noch nicht restlos überzeugt. So, jetzt wollen wier aber mal über etwas anderes reden. Du hilfst mir doch, nicht wahr?

18 Die Modalpartikeln sind lange Zeit vorwiegend negativ bewertet worden. Von der älteren Stilistik wurden sie, da sie nichts zum sachlichen Inhalt einer Aussage beitraben, als überflüssige und unnütze „Füllwörter und Flickwörter“ angesehen und für eine umständliche oder verschwommene Ausdrucksweise verantwortlich gemacht. In der neueren Stilistik werden sie, jedenfalls bei nicht ausuferndem Gebrauch, als „Würzwörter“, „Abtönungswörter“ und „Mittel der Satzbelebung“ meist positiv bewertet, nicht nur bei mündlichem, sondern auch schriftlichem Gebrauch. Texte mit Modalpartikeln werden gewöhnlich als flüssiger, wärmer, natürlicher beurteilt. Wichtig für die Beurteilung der Modalpartikeln ist, dass sie nicht nur eine stilistische, sondern auch eine kommunikative Funktion haben.“ DROSDOWSKI, Günter, Duden 1995, S. 371

19 Gliederungssignale sind z. B.: also, nun, so ja?, oder?, nicht?

20 Rückmeldungssignale sind z. B.: Bestätigung: ja, hm, genau, gut richtig, Vergewisserung: ja? , hm?, bitte?, wie?, was?

Grüße:

ade!, tschüs, guten Morgen, guten Tag

Wünsche:

(schweiz): grüezi!, bis bald! Gesundheit!, guten Appetit, prost, zum Wohlsein

Flüche:

verflucht!, verflixt, Mist!, sakra, (ung. Verhüllend): Scheibenkleister!

5. Negationspartikeln dienen der Verneinung. (nicht, keinesfalls, weder noch) 21

2.3.3. Hentschel, Weydt

Zu den Partikeln im weiteren Sinne gehören: Präpositionen, Konjunktionen, Konjunktionaladverbien, Modalwörter, Abtönungspartikeln, Intensivpartikeln, Fokuspartikeln, Antwortpartikeln, Negationspartikeln.

Abtönungspartikeln

„Abtönungspartikeln haben die Funktion, das Gesagte im Kontext der Rede zu situieren. Sie geben dem Gegenüber Informationen darüber, in welchem Zusammenhang ein Satz geäußert wurde und ermöglichen es ihm, ihn pragmatisch einzuordnen. Man kann ihre Bedeutung in Form eines Metakommentars, eines Kommentars über die Äußerung, paraphrasieren.22

Abtönungspartikeln sind Partikeln wie aber, bloß, nur, eben, mal, eigentlich, einfach, etwa, erst, halt, schon, ja, denn, doch, wohl, wenn sie in bestimmten Kontexten vorkommen. Z.B.:

Wie heißt du denn? Warum hat er das wohl getan? Einkaufen kostet halt viel Zeit. Mach bloß keine Fehler. Komm mal her. Du hast schon Recht.

21 vgl. DROSDOWSKI, Günter, Duden 1995, S. 370, 371, 372, 374

22 HENTSCHEL, Elke., WEYDT, Harald, 2003, S. 313

Intensivpartikeln

Die Bezeichnung „Intensivpartikeln“ lehnt sich an den englischen Begriff intensifier an. Sie dienen dazu, die „Intensität“ eines von einem anderen Wort ausgedrückten Inhaltes zu verstärken oder abzuschwächen. Es handelt sich dabei um Partikeln wie: sehr, ziemlich, ganz, recht, überaus, zutiefst, höchst usw.; umgangssprachlich treten auch Formen wie irre oder echt in dieser Funktion auf.

Nach ihrer Bedeutung kann man die Intensivpartikeln in verstärkende (sehr, höchst, umgangssprachlich irre usw.) und abschwächende (ziemlich, etwas, einigermaßen usw. unterteilen. Am häufigsten stehen Intensivpartikeln bei Adjektiven, während ihre Verwendung bei Substantiven ausgeschlossen ist. Einige von ihnen kommen auch in Verbindungen mit Verben. 23

Ich bin ziemlich/sehr müde. Sie hat sich ziemlich/sehr geärgert.

Fokuspartikeln

„Unter „Fokus“ versteht man das Zentrum einer Aussage, also den Teil des Satzes, der den höchsten Mitteilungswert hat. Die Fokuspartikeln stellen eine recht umfangreiche und relativ heterogene Gruppe von Partikeln dar. Zu ihnen gehören: allein, auch, ausgerechnet, bereits, besonders, bloß, einzig, eben, erste, genau, gerade, insbesondere, lediglich, noch, nur, schon, selbst, sogar, wenigstens usw. Sie verdanken ihren Namen der Eigenschaft, mit Ihrem Skopus 24 eine gemeinsame Konstituente zu bilden, die den Fokus des Satzes darstellt.25

Nur Petra hat einen Brief bekommen. Der Skopus von nur ist Petra, beide zusammen bilden den Fokus des Satzes.

23 vgl. HENTSCHEL Elke., WEYDT Harald., 2003, S. 320

24 Skopus – von lat. „scopus“ – bedeutes das Zeil.

25 HENTSCHEL, Elke., WEYDT, Harald, 2003, S. 322

Antwortpartikeln

Es sind Wörter, die als zustimmende oder ablehnende Antwort auf eine Entscheidungsfrage verwendet werden:

Hast du schon gegessen? Ja/Nein.

Die Antwortpartikeln stehen außerhalb des Satzes. Gewöhnlich stehen sie am Anfang der Äußerung.

Gegessen habe ich schon, ja.

Umgangssprachlich können Antwortpartikeln auch durch eine Reihe anderer Elemente ersetzt werden, so etwa durch m-hm oder m-m mit entsprechende Intonation oder aber durch den Gebrach von Wörtern wie klar, sicher, logisch, allerdings usw. 26

Die Negationspartikel nicht

Die Partikel nicht dient zur Negation und wird deshalb gelegentlich gesondert als Negationspartikel aufgeführt. Aus folgenden Gründen ist aber diese Aussage nicht ausschließlich wahr:

1. das Deutsche kennt keinen doppelten Ausdruck der Negation, und nicht kann nur gebraucht werden, wenn nicht bereits ein negiertes Indefinitpronomen wie niemand, nichts oder niemals steht.

2. Die Negationspartikel nicht ist normaleweiße mit dem unbestimmten Artikel, dem Nullartikel oder Indefinitpronomina nicht vereinbar. 27

26 Vgl. HENTSCHEL, Elke., WEYDT, Harald,., 2003, S. 324-325

27 Vgl. HENTSCHEL, Elke., WEYDT, Harald,., 2003, S. 325-326

2.3.4. Heringer

Partikeln sind die hervorgehobenen Wörter mit folgenden Eigenschaften:

- Sie sind unveränderlich.

- Sie können keine Satzglieder bilden.

- Sie regieren keine anderen Wörter

- Sie sind nicht mit Fragewörtern erfragbar

Nach ihrer Bedeutung sind folgende Arten von Partikeln zu unterscheiden:

- abtönende Partikeln (wohl, doch, eben, halt den usw.)

- gliedernde Partikeln (ja, nämlich, also, aber usw.)

- graduierende Partikeln (nur, sogar, bloß, allein, auch usw.) 28

28 Vgl. HERING, Jürgen., 1998, S. 160

2.4. Partikeln und ihre formalen Äußerungstypen (Satzarten)

Das Vorkommen der Partikeln mit vorwiegend kommunikativem Wert ist in starkem

Maße an zwei Faktoren gebunden:

1. an die formalen Satzarten (Aussagesatz, Fragesatz, Aufforderungssatz, beim

Fragesatz wieder differenziert in Entscheidungs- und Ergeänzungsfrage),

2. an die kommunikativen Sprecherintentionen (Aussage, Frage, Aufforderung).

Formaler Äußerungstyp (Satzart) und kommunikative Sprecherintention

entsprechen einander nicht direkt und geradlinig. So ergeben sich für einige

wichtige Partikeln im Deutschen folgende Vorkommensmöglichkeiten nach dem

formalen Äußerungstyp und nach der Sprecherintention (in der folgenden Matrix

mit + eingetragen):29

Tab. 2 30

Formaler

     

Aufforde-

Äuße-

Rungstyp

Aussagesatz

Entscheidungs-

frage

Ergänzungsfrage

rungs-

satz

 

Mit

Mit

 

Mit

 

Mit

Mit

 

Sprecher-

Intention

Aus-

sage-

inten-

tion

Aus-

rufe-

inten-

tion

Mit

Frage-

inten-

tion

Aus-

rufe-

inten-

tion

Mit

Frage-

inten-

tion

Aus-

rufe-

inten-

tion

impli-

ziter

Ant-

wort

aber

 

+

 

+

 

+

 

+

auch

+

 

+

   

+

+

+

bloß

+

 

+

+

+ +

 

+

+

denn

   

+

   

+ +

   

doch

+

+

 

+

 

+

 

+

eben

+

+

         

+

eigentlich

+

 

+

   

+ +

   

etwa

   

+

         

halt

+

+

         

+

ja

+

+

 

+

     

+

mal

+

           

+

nur

+

 

+

+

+ +

 

+

+

schon

+

         

+

+

vielleicht

 

+

+

+

 

+

   

wohl

+

 

+

   

+ +

   

29 HELBIG, Gerhad, BUSCHA, Joachim, 1998, S. 486

30 HELBIG, Gerhad, BUSCHA, Joachim, 1998, S. 487

Diese Übersicht zeigt einige Distributionsbeschränkungen für die einzelnen Partikeln: 31

Aber kommt nur in Sätzen mit Ausrufe - oder Aufforderungsintention vor, gleichgültig, um welche formale Satzart kommt nur in Sätzen mit Ausrufe- oder Aufforderungsintention vor, gleichgültig, um welche formale Satzart es sich handelt:

Du kommst aber unpünktlich! Sei aber vorsichtig!

Denn tritt nur in Fragesätzen auf, die der Intention nach Fragen sind oder eine implizite Antwort tritt nur in Fragesätzen auf, die der Intention nach Fragen sind oder eine implizite Antwort enthalten:

Kommt er denn? Warum sollte man ihn denn ausgezeichnet haben?

Doch erscheint nicht in Fragesätzen, die der Inte ntion nach Fragen sind, wohl aber in den erscheint nicht in Fragesätzen, die der Intention nach Fragen sind, wohl aber in den meisten andren Äußerungstypen:

Die Speisen sind doch schmackhaft. Du kommst doch unpünktlich.

Eben und halt haben dieselben Distributionsbeschränkungen, sie treten nicht in Fragesätzen, sondern nur in Aussage - und halt haben dieselben Distributionsbeschränkungen, sie treten nicht in Fragesätzen, sondern nur in Aussage- und Aufforderungssätzen auf:

Er hat eben Pech. Arbeite eben besser!

Eigentlich kommt nicht bei Ausrufe- und Aufforderungsintention, aber in Aussagesätzen und Fragesätzen (mit Frageintention oder als kommt nicht bei Ausrufe- und Aufforderungsintention, aber in Aussagesätzen und Fragesätzen (mit Frageintention oder als implizite Antwort) vor:

Die Speisen sind eigentlich schmackhaft. Hast du eigentlich Geld bei dir?

31 vgl. HELBIG, Gerhard., BUSCHA, Joachim., 1998, S. 487-488

Etwa tritt nur in Entscheidungsfragen mit Frageintention auf: tritt nur in Entscheidungsfragen mit Frageintention auf:

Ist das Essen etwa schmackhaft? Bist du etwa krank?

Ja erscheint nicht in Fragen mit Frageintention und in einigen anderen Fragesätzen, wohl aber in Aussagesätzen erscheint nicht in Fragen mit Frageintention und in einigen anderen Fragesätzen, wohl aber in Aussagesätzen und in Aufforderungssätzen:

Er hat ja gewonnen. Komm ja pünktlich!

Mal tritt nicht in Fragesätzen und bei Ausrufeintention, sondern nur bei Aussageintention in Aussagesätzen und bei tritt nicht in Fragesätzen und bei Ausrufeintention, sondern nur bei Aussageintention in Aussagesätzen und bei Aufforderungsintention in Aufforderungssätzen auf:

Der Zug hat mal Verspätung. Komm mal her!

Schon kommt nicht bei Frage- und Ausrufeintention, sondern nur in Aussagesätzen, in Aufforderungssätzen, in kommt nicht bei Frage- und Ausrufeintention, sondern nur in Aussagesätzen, in Aufforderungssätzen, in Aufforderungssätzen und in rhetorischen Fragen vor:

Die Speisen sind schon schmackhaft. Beweg dich schon schneller!

Vielleicht erscheint nur in den Äußerungstypen mit Ausrufeintention sowie in der Entscheidungsfrage mit Frageintention: erscheint nur in den Äußerungstypen mit Ausrufeintention sowie in der Entscheidungsfrage mit Frageintention:

Das war vielleicht eine Überraschung! War die Prüfung vielleicht ein Erfolg?

Wohl tritt in Aussagesätzen mit Aussageintention und in Fragesätzen mit Frageintention (bzw. mit impliziter Antwort), aber tritt in Aussagesätzen mit Aussageintention und in Fragesätzen mit Frageintention (bzw. mit impliziter Antwort), aber nicht in Sätzen mit Ausrufe- und Aufforderungsintention auf:

Das Buch ist wohl misslungen. Wie spät ist es wohl?

In der“Příruční mluvnice češtiny“ wurde erwähnt, dass tschechische Partikeln auch Vorkommensmöglichkeiten nach dem formalen Äußerungstyp und nach der Sprecherintention unterliegen. In Bezug auf ihre Bedeutung kommen zum Beispiel Modalpartikeln normal in Aussagesätzen vor. (On asi půjde s námi.), oder in Entscheidungsfragen. (Máš snad strach?) Weniger sinnvoll oder unbenutzbar sind Modalpartikeln in Aufforderungsätzen, in Ausrufesätzen und Wunschsätzen und in Ergänzungsfragen. 32

Kdyby tak asi přišel! řišel!

Kup mi to asi! X v reakci na nabídku: A: Ale já ti to rád koupím! B: Asi mi X v reakci na nabídku: A: Ale já ti to rád koupím! B: Asi mi to teda kup!

32 Prof. Dr. GREPL, Miroslav et al Příruční mluvnice češtiny, 1995, s. 359

2.5. Die Stelle der Partikeln im Satz

„Deutsche Partikeln sind nicht erststellenfähig und stehen in der Regel hinter dem Finitum, d. h. hinter dem Finitum und den Pro-Formen. In der Umgangssprache stehen die Abtönungspartikeln sogar direkt hinter dem Finitum, d. h. auch vor dem pronominalen Subjekt: Wieso hab denn i soviel Schmerzen? (Eibel). Diese Stellung der Partikel ist – ähnlich wie im Tschechischen – mit der Fokussirung des entsprechenden Elementes verbunden.“ 33

Nach Helbig (2000) 34 gibt es aber auch eine Gruppe von Modalpartikeln „im weiteren Sinne“, die erstellenfähig sind (allerdings, immerhin, eigentlich, jedenfalls, überhaupt)

Er hat immerhin die Prüfung bestanden.

(Partikel)

Immerhin hat er die Prüfung bestanden.

(Partikel)

Die Modalpartikeln denn und bloßstehen im Satz meistens unbetont. Helbig (1995) 35 erwähnt aber, dass es Fälle gibt, in denen die Partikeln betont 36 stehen sollen bzw. müssen. 37

Denn steht betont in Ergänzungsfragen, die auf Vorausgehendes Bezug nehmen und eine Frage wiederholen und verstärken.

A: Ich bin kein Mathematiker.

B: Was bist du dénn, wenn du nicht Mathematiker bist?

Bloß kommt betont in Aufforderungssätzen mit oder ohne Imperativ vor und drückt eine dringende Aufforderung aus, die zugleich mit der Androhung unangenehmer Konsequenzen verbundne ist 38 :

33 NEKULA, Marek., 1996, S. 55

34 BUSCHA, Helbig, 2000, S. 194

35 BUSCHA, Helbig, 1995, S. 34

36 Aus diesen Beispielen geht hervor, dass Partikeln auch betont auftreten können. Ich würde sagen, dass es von der Aussprachesituation und von dem Kontext sehr abhängig ist, ob die Partikeln als unbetont oder betont ausgesprochen werden sind.

37 Ich beschäftige mich jetzt vor allem mit Partikeln denn und bloß, weil ich mit diesen Partikeln im praktischen Teil arbeiten werde.

Komm blóss nach Hause (,dann bekommst du deine Strafe).

Abtönungspartikeln sind nicht vorfeldfähig, 39 aber relativ frei im Mittelfeld 40 distribuierbar:

Aber:

Ulla hat doch ihrer Freundin das Buch geschenkt. Ulla hat ihrer Freunddin doch das Buch geschenkt. Ulla hat ihrehr Freundin das Buch doch geschenkt. Doch hat Ulla ihrer Freundin das Buch geschenkt.

Die Beispiele machen zugleich deutlich, dass die Abtönungspartikel vor dem Rhema steht. Wenn allerdings das finite Verb das Rhema des Satzes bildet, kann die Partikel diese Position vor dem Verb nicht einnehmen und steht meistens am Ende des Satzes.41

38 vgl. HELBIG, Gerhard., 1998, S. 490

39 Das Vorfeld ist der Bereich vor dem ersten Teil der Satzklammer, also im Regelfall vor dem finiten Verb. EISENBERG, Peter, 1986, S. 404

40 Das Mittelfeld ist der Teil zwischen den beiden Klammerteilen, also zwischen dem finiten Verb und dem infiniten Prädikatsteil. EISENBERG, Peter, 1986, S. 404)

41 vgl. HENTSCHEL, Elke, WEYDT Harald, 2003, S. 318

3. Partikeln im Tschechischen

3.1. Der Partikelbegriff bei Trávníček

Partikeln (částice) sind unflektierbare Wörter wie Adverbien und Konjunktionen. Wie Konjunktionen, habe auch Partikeln keine sachliche, sondern graimmatische Bedeutung. Ihre grammatische Funktion unterscheidet sich aber von Konjunktionen. Im Vergleich zu Konjunktionen haben Partikel eine einleitende Funktion. Sie geben in einem Satz den sog. Satzcharakter („ráz věty“) inhaltlichen oder emotionalen an. 42

3.2. Der Partikelbegriff in der Mluvnice češtiny 43

Unter dem Begriff Partikeln (částice) wird im Tschechischen eine sehr heterogene Gruppe von unflektierbaren Ausdrücken mit einer synsemantischen Bedeutung verstanden. 44 Im Zusammenhang mit der synsemantischen Bedeutung bilden „částice“ manchmal eine Gruppe zusammen mit Präpositionen und Konjunktionen. In diesem Fall ist die ganze Gruppe als „Partikule“ bezeichnet.

Wir unterscheiden:

Modalpartikeln (modální částice) (modální částice)

Steigerungspartikeln (intenzifikační částice) (intenzifikační částice)

Fokuspartikeln (vytýkací část ice) (vytýkací částice)

Modifikationspartikeln (modifikační částice) (modifikační částice)

Antwortpartikeln (odpověďové částice) (odpověďové částice)

Negationspartikeln (negační částice) (negační částice)

Optativpartikeln (přací částice) (přací částice)

42 TRÁVNÍČEK, František., 1951, S. 1472

43 Prof. Dr. GREPL, Miroslav et al. Příruční mluvnice češtiny, 1995 S. 359 - 366

44 Als „synsemantisch“ bezeichnet man Wörter, die nur mit anderen Wörtern eine Bedutung haben.

Modalpartikeln

Modalpartikeln (asi, snad, nejspíš, jistě, zajisté, možná, pravděpodobně usw.) geben den Wahrscheinlichkeitsgrad einer Aussage an. Man kann sie durch eine Skala von „höchstwahrscheinlich zu ausgeschlossen“ charakterisieren. Die Modalpartikeln erscheinen meistens in Aussagesätzen (On asi půjde s námi) oder in Entscheidungsfragen (Máš snad strach?)

Steigerungspartikeln

Dieser Gruppe von Partikeln werden Bezugswörter wie velice, velmi, hodně, ugs. moc, nanejvýš, zcela, docela víc usw. zugeordnet. Die Steigerungspartikeln spezifizieren die Intensität einer Eigenschaft, die durch Adjektive, Adverbien und teilweise Verben ausgedrückt ist.

Obtěžoval mě velice nepříjemný muž. Cítil se velmi starý. Měla ho velice ráda.

Fokuspartikeln

Fokuspartikeln akzentuieren in der Aussage ein Satzglied (právě, přímo, zrovna, především, a(le)spoň, přinejmenším, jen pouze, i, také usw. In der Verbindung mit dem Bezugswort implizieren die Fokuspartikeln Wirklichkeiten, die eine Presuposition ihrer Benutzung in jeder Aussage sind.

Z pozvaných k nám přišel jen Martin. (impl.: Ostatní pozvaní pepřišli.) Do konkursu se přihlásila také Pavla Nováčková. (impl.: Spolu s ní přišli i jiní uchazeči.)

Modifikationspartikeln

Diese Partikeln sind Wörter wie: přece, jen, ale, klidné, prostě, vlastně pěkné, taky, teda, copak. Sie bilden sog. kommunikative Aussageformen, die durch sog. kommunikative Funktionen signalisiert werden. Sie bestimmen die Aussageform zusammen mit der Interaktion von anderen Wortmitteln. (z.B.: Intonation). Primär gehören Sie anderen Wortarten an.

Ale Konjun.: Petr přijel, ale Marie zůstala raději doma. MP: To jsou ale vousy! (= „pane“, „panečku“)

Copak Fragepronomen: Copak jste tam koupil? MP: Copak něco říkám? (= „snad“)

jen Fokuspartikel: Vždycky při mně stála jen moje matka. MP: Jak jsem se v jen mohl tak mýlit! Konjun.: Jen se posadím, už abych zase šel. (= „sotva“) MP: Jen se klidně posaď.

Právě Adverbium: Petr právě přišel, řeknu mu, že na něho čekáte. Fokuspartikel: Právě on mi tady bude chybět! MP: Vy se do toho právě nepleťte!

Snad Modalpartikel: Bylo jich snad dvacet. MP: To jsou snad 'vousy. (úžas nad existencí)

Vlastně Adjektiv: Byl to jeho vlastní bratr. MP: Kolik je vlastně 'hodin?

Antwortpartikeln

Durch die Benutzung von Antwortpartikeln antworten wir entweder positiv oder negativ auf Entscheidungsfragen. A: Půjdeš tam dneska? – B Ano./Ne. Umgangssprachlich bestehen auch folgende Möglichkeiten der Anworten: jo, no, no ba, baže, arch. (no) bať usw.

Negationspartikeln

Die Negationpartikeln betreffen nicht den ganzen Satz, sondern nur seinen Teil. Zu diesen Partikeln gehören – ne und nikoli(v).

Zaujalo ji nikoli/ne jeho postaveni usw.

Im Fall, dass der ganze Satz negiert ist, ist Präfix ne- verwendet.

Přišel X Nepřišel.

Optativpartikeln

Optativpartikeln (kéž und bodejž 45 ) stehen immer am Anfang des Satzes. Sie bringen einen Wunsch zum Ausdruck. Die Partikel „kéţ“ ist mit dem Konditional und Indikativ verbunden:

Kéž by přišel. Kéž přijde.

45 „Bodejţ“ wurde als archaistische Optativpartikel verstanden: Bodejž (by) přišli ještě dnes.

3.3. Die Stelle der Partikeln im Satz

Im Tschechischen können Abtönungspartikeln nach Nekula (1996) 46 an folgenden Satzstellen auftreten:

Aussagesätze

Die tschechische Abtönungspartikel steht zusammen mit andren unbetonten Pro- Formen und Hilfsverben zwischen dem thematischen und rhematischen Teil:

O tom plánu jsme už jednou přece mluvili.

O

tom plánu jsme už přece jednou mluvili.

O

tom plánu už jsme přece jednou mluvili.

O

tom plánu jsme přece už jednou mluvili.

(Wir haben doch über diesen Plan schon mal gesprochen.)

Die Abtönungspartikeln können aber auch am Anfang oder am Ende des Satzes stehen:

Přeci si o tom plánu ještě promluvíme! (Wir werden über den Plan doch noch sprechen!)

O tom plánu jsme už jednou mluvili / přece?! 47

Imperativsätze

In Imperativsätzen kommen die Abtönungspartikeln meistens hinter dem Finitum. Für Sätze mit einem Prädikativum können beide Möglichkeiten, die Stellung vor und nach der Kopula festgestellt werden:

Buď (jen) pěkné zticha! – Jen buď (pěkně) z ticha! Buď už zticha! (Sei nur schön/doch/endlich schon still!)

46 vgl. NEKULA, Marek, 1996, S. 48 - 60 47 Meistens in der künstlerischen Prosa möglich. (vgl. Nekula M., 1996, S. 55)

Entscheidungsfragen

In den Entscheidungsfragen steht die Abtönungspartikel in der Regel vor dem Rhema.

Copak neumíš číst? (Kannst du denn nicht lesen)?

In der Umgangssprache kann dieAbtönungspartikel hinter dem fokussierten Element auftreten:

'Ty copak neumíš číst? 'Kannst du denn nicht lesen?

obwohl die Verschiebung der Satzbetonung mit der Positionierung von Fokus vor der Abtönungspartikel verbunden werden kann

Ergänzungsfragen

Die Abtönungspartikeln stehen in den Ergänzungsfragen zwischen Thema und Rhema, in der Regel hinter den referentiellen Indexen vor dem eigentlichen Rhema:

Kam jste se to vlastně na celé roky ztratili? Kam jste se to na celé roky vlastně ztratili?

4. Modalpartikeln

4.1. Merkmale der Modalpartikeln (Abtönungspartikeln)

1)

Sie sind unflektierbar.

2)

Sie dienen dazu, die Stellung des Sprechers zum Gesagten auszudrücken.

3)

Sie können nicht in gleicher Bedeutung eine Antwort auf eine Frage bilden.

4)

Sie können nicht die erste Stelle im Satz ausfüllen.

5)

Sie beziehen sich auf den ganzen Satz.

6)

Sie sind immer unbetont.

7)

Sie sind in den Satz integriert.

8)

Sie haben einen Lautkörper, der anders akzentuiert ist oder in anderer syntaktischer Stellung mindestens noch eine andere Bedeutung hat und dann einer anderer Funktionsklasse angehört. 48

4.1.1. Weitere Merkmale:

1. Die Modalpartikeln (Abtönungspartikeln) beziehen sich nicht auf einzelne

Satzglieder, sonder auf das Prädikat und damit auf den ganzen Satz.

2. Die Modalpartikeln haben keine spezifische semantische Bedeutung, ihre

Funktion liegt in erster Linie auf kommunikativer Ebene: Sie verändern nicht die Wahrheitsbedingungen des Satzes, sondern drücken Einstellungen des Sprecher zur

Proposition aus, ordnen die Äußerung in den Text, in die Gesprächssituation und in den Handlungskontext ein.

3. Die Modalpartikeln zeigen bestimmte Restriktionen hinsichtlich der

Sprechhandlung und der Satzart. Die Mehrzahl der Abtönungspartikeln ist jedoch auf bestimmte Satzarten festgelegt. So kommen z. B. denn und etwa fast nur in Fragesätzen

vor, eben, halt und ja in nicht in Fragesätzen.

4. Die Abtönungspartikeln sind in der Regel nicht negierbar und stehen vor dem

Negationswort.

5. Die zentrale Gruppe der Modalpartikeln ist nicht erststellenfähig, alle

Abtönungspartikeln stehen hinter dem finiten Verb im Deutschen Aussagesatz,

48 vgl. HELBIG, Gerhard., 1988, S. 32

wobei zwischen finiten Verb und Abtönungspartikeln mehrere andere Glieder stehen können. 49

4.2. Liste der einzelnen Modalpartikeln

aber

Aber ist zu unterscheiden von der Konjunktion aber.

- Aber als Modalpartikel kommt unbetont in Ausrufesätzen (in Form von Aussagesätzen oder Entscheidungsfragen mit Erststellung der finiten Verbform) vor.

- Drückt das Erstaunen und die Überraschung des Sprechers.

doch

Doch ist zu unterscheiden von der Konjunktion, vom Adverb und vom Satzäquivalent doch.

Als Modalpartikel erscheint doch in mehreren Varianten:

1.

- Steht unbetont in Aussagesätzen.

- Erinnert an Bekanntes.

- Appelliert an gemeinsame Wissensbasis.

- Fordert zur Zustimmung auf.

2.

- Steht unbetont in Aussagesätzen.

- Knüpft an vorangegangenen Sprechakt an.

- Lässt zwischen ihm und dem folgenden Satz einen leichten Widerspruch deutlich werden.

49 vgl. HELBIG, Gerhard., 1988, S. 35, 36)

3.

- Steht unbetont in Aufforderungssätzen.

- Verweist auf vorangegangene Handlung des Gesprächspartners.

- Verstärkt zugleich die Aufforderung.

- Die Aufforderung kann dringend, ärgerlich, vorwurfsvoll, beruhigend und höfflich sein.

4.

- Steht unbetont in Ergänzungsfragen.

- Drückt aus, dass der Sprecher vom Hörer erfahren will, was bekannt, aber in Vergessenheit geraten ist.

5.

-

Steht unbetont in Entscheidungsfragen mit Zweitstellung des finiten Verbs.

6.

-

Steht unbetont in Wunschsätzen.

nur

Nur ist zu unterscheiden vom Adverb nur.

Als Modalpartikel erscheint nur in mehreren Varianten:

1.

- gibt einer Frage, Aussage, Aufforderung oder einem Wunsch eine bestimmte

Nachdrücklichkeit.

2.

- drückt in Aussage- u. Aufforderungssätzen eine Beruhigung, auch eine Ermunterung

aus.

3.

- drückt in Fragesätzen innere Anteilnahme, Beunruhigung oder Verwunderung aus.

4.

- drückt in Ausrufe- u. Wunschsätzen eine Verstärkung aus.

5.

- drückt eine Steigerung, die Häufigkeit oder Intensität eines Vorganges aus.

6.

- drückt in Verbindung mit »noch« bei einem Komparativ eine Steigerung aus.

7.

- drückt in Verbindung mit »zu« bei Adverbien eine Steigerung aus.

eigentlich

Eigentlich ist zu unterscheiden von dem Adjektiv eigentlich.

Als Modalpartikel erschein eigentlich in mehreren Varianten:

1.

- tritt (betont oder unbetont) in Aussagesätzen auf

- ist erststellenfähig

- drückt einen Einwand aus

- signalisiert, dass es sich um einen schwerwiegenden und wesentlichen Gedanken

handelt

2.

- in Entscheidungs- und Ergänzungsfragen ist unbetont

- bringt einen neuen Sachverhalt oder Aspekt zur Geltung

3.

- in Ergänzungsfragen ist betont

- weist auf einen schwerwiegenden, wesentlicheren Gedanken hin

allerdings

Die Modalpartikel allerdings:

- Steht unbetont in Aussagesätzen.

- Ist erststellenfähig.

- Bezieht sich auf einen Vorgängertext.

- Bestätigt den Inhalt der vorangegangenen Aussage.

- Drückt einen (zurückhaltenden) Einspruch und eine (höfliche) Einschränkung aus.

schon

Schon ist zu unterscheiden vom Temporaladverb und von der Gradpartikel schon.

Als Modalpartikel erscheint schon in mehreren Varianten:

1.

- Kommt unbetont in Aussagesätzen mit Zukunftsbedeutung vor.

- Drückt eine plausible Begründung für die Richtigkeit der geäußerten Vermutung.

2.

- Erscheint (betont oder unbetont) in Aussagesätzen ohne Zukunftsbedeutung und signalisiert dann eine Zustimmung.

- Tritt zumeist mit Sprecherwechsel auf.

3.

- Steht unbetont in Ergänzungsfragen, die rhetorische Fragen sind und entweder eine negative Antwort voraussetzen oder vom Sprecher die Bekanntheit des Sachverhalts

erwarten.

4.

- Erscheint unbetont in Aufforderungssätzen und macht die Aufforderung dringlich, weil etwas eigentlich schon hätte getan werden müssen oder können.

5.

- Tritt unbetont in Konditionalsätzen auf.

- Markiert den Sachverhalt als faktisch vorausgesetzt.

einmal

Einmal ist zu unterscheid vom Zahlwort einmal.

Als Modalpartikel:

- Steht einmal unbetont in Aussagesätzen, oft in Verbindung mit nun.

- Es stellt einen Sachverhalt als evident und unabänderlich hin.

schließlich

Schließlich ist zu unterscheiden vom (temporalen) Adverb schließlich.

Als Modalpartikel:

- Kommt schließlich unbetont in Aussagesätzen vor und ist erststellenfähig.

- Drückt aus, dass man einen bestimmten Umstand nicht unberücksichtigt lassen darf, da dieser Umstand der Erklärung und Begründung dient. 50

50 vgl. HELBIG, Gerhard., 1995, S. 15, 18, 40-42, 54-55, 59, 88, 98-99

5. Praktischer Teil

5.1. Vorwort zum praktischen Teil

Ich werde mich im praktischen Teil mit den Abtönungspartikeln denn und bloß

beschäftigen. Ich habe zufällig 150 Sätze zu jeder Partikel im tschechisch – deutschen

Paralellkorpus “ Intercorp“ ausgewählt. Diese Partikeln werde ich nach Satzarten, nach

tschechischen Äquivalenten im Wörterbuch von Siebenschein und 'Lingea' und nach der

Satzstelle analysieren. Ich möchte Unterschiede und Beziehungsverbindungen der

einzelnen Partikeln im praktischen Teil beweisen, tschechische Äquivalente zeigen und

die Ergebnisse in Tabellen und Diagrammen eintragen.

Wie schon geschrieben, werde ich mit dem tschechisch deutschen Parallelkorpus

arbeiten. Ich werde in jedem Satz die deutsche Partikel und das tschechische Äquivalent

markieren, nach tschechischen Äquivalenten einzelne Gruppen bilden und die

erhaltenen Ergebnisse analysieren.

5.2. Analyse der Partikeln denn und bloß

5.2.1. Analyse nach den Satzarten

Modalpartikeln binden sich häufig an bestimmte Satzarten oder Äußerungen, etwa doch, eben, halt, jak schon an Aussagen, denn, eigentlich, wohl an Fragen, doch mal schon an Aufforderungen, bloß, doch nur, vielleicht an Wünsche und Ausrufe.“ 51

Das ist doch blanker Unsinn. Das Leben ist halt hart. Lass doch dne Hund in Ruhe. Hätte er bloß auf mich gehört.

5.2.1.1. Partikel denn 52

Denn steht unbetont in Entscheidungs- denn 1 und Ergänzungsfragesätzen denn 2 steht unbetont in Entscheidungs- denn 1 und Ergänzungsfragesätzen denn 2

und unterstützt eine Fragehandlung. Die Frage wird aus der Situation motiviert und bezieht sich auf Vorausgehendes. Durch denn wird die Frage natürlicher, freundlicher und verbindlicher (als ohne denn):

denn 1 - Wohnt er denn in Dresden?

denn 2 - Wie spät ist es denn?

In Ergänzungsfragen oft auch elliptisch (Fragewort + denn ): denn):

Wann denn?

Wo denn?

Denn steht unbetont in Entscheidungs- denn 3 und Ergänzungsfragesätzen denn 4 steht unbetont in Entscheidungs- denn 3 und Ergänzungsfragesätzen denn 4

(als rhetorische Frage) und drückt einen Vorwurf aus, auf denn keinen Antwort, sondern eine Rechtfertigung erwartet wird. Für eine solche Interpretation ist

51 vgl. DROSDOWSKI, Günter, Duden 1995, S. 372

52 vgl. HELBIG, Gerhard., 1995, S. 33-34

vorauszusetzen, dass das in der Frage ausgedrückte Geschehen als negativ bewertet wird:

Denn 3 Kannst du denn nicht Auto fahren?

Denn 4 Wo bleibst du denn so lange?

Denn 5 steht unbetont in Ergänzungsfragen, die weder als echte Fragen noch als 5 steht unbetont in Ergänzungsfragen, die weder als echte Fragen noch als

Vorwürfe interpretiert werden, sondern als rhetorische Fragen: als (negative) Aussagen, zu denen vom Hörer eine Zustimmung erwartet wird:

Wer kann sich das denn heute noch leisten?

(Niemand)

Was haben wir denn damit zu tun?

(Nichts)

Denn 6 steht betont in Ergänzungsfragen, die auf Vorausgehendes Bezug nehmen 6 steht betont in Ergänzungsfragen, die auf Vorausgehendes Bezug nehmen

(rückwärtsverknüpfend) und eine Frage wiederholen und verstärken, auf die der Sprecher keine befriedigende (sondern nur eine verneinende) Antwort erhalten hat.

A: Ich heiße nicht Peter.

B: Wie heißt du denn (,wenn du nicht Peter heißt)?

Denn 7 steht unbetont in Ausrufesätzen mit Erststellung des finiten Verbs und 7 steht unbetont in Ausrufesätzen mit Erststellung des finiten Verbs und

drückt aus, dass der Sprecher den Sachverhalt nicht erwatet hat und nun überrascht ist. Er will Konsens mit dem Hörer hinsichtlich des überraschenden Sachverhalts herstellen:

Ist das Wetter denn nicht herrlich! Ist das denn zu glauben!

Denn 1 (Entscheidungsfragesätzen - unterstützten eine Fragehandlung)

1.

- un terstützten eine Fragehandlung) 1. Cožpak Cožpak nevěděl , ţe Bettina chtěla sama vydat

Cožpak

Cožpak nevěděl , ţe Bettina chtěla sama vydat knihu vzpomínek na Goethovo dětství ?

Wußte er denn nicht , daß Bettina selbst ein Buch mit Erinnerungen an Goethes Kindheit herausbringen wollte?

2.

Cožpak byste opravdu mohla , aby to pro vás nebylo nebezpečné ?

Könnten Sie denn das wirklich , ohne sich selbst in Gefahr zu bringen ?

Tedydenn das wirklich , ohne sich selbst in Gefahr zu bringen ? 3 . ” Vy

3.

Vy si tedy myslíte , ţe to , co je zde napsáno , pochází z tajemné knihy ? ”

„ Meint Ihr denn , daß diese Worte aus dem geheimnisvollen Buch stammen ? “

4.

diese Worte aus dem geheimnisvollen Buch stammen ? “ 4. Snad „ Myslíte si snad ,

Snad

„ Myslíte si snad , ţe se proti mně všichni spikli a lţou mi , Aurelie ? ”

» Denken Sie denn , daß alle sich verabredet haben , mich zu belügen , Aurelia ? «

Denn 2 (Ergänzungsfragesätzen - unterstützten eine Fragehandlung)

- unterstützten eine Fragehandlung) Copak 5. „ Copak se děje , dítě moje ? “

Copak

5.

Copak se děje , dítě moje ? “

» Was ist denn jetzt , mein Kind ? «

 

6.

A copak jsi ještě zjistil ? ”

» Was hast du denn sonst noch so gelernt ? «

7.

Copak děláte od té doby , chodíte sem často ?

Was machen Sie denn seit der Zeit , kommen Sie oft her ?

8.

Copak ti je , děvče ?

» Was hast du denn , Mädchen ?

9.

Copak se vám na tom nelíbí ? ” optal se poručík

Was gefällt Ihnen denn dran nicht ? “ fragte

Dub .

Leutnant Dub .

10.

"Copak jste chtěl původně studovat?"

"Was wollten Sie denn ursprünglich studieren?"

11.

Copak vlastně hrabě Altenwyl dělá ? ptá se mladý génius , a tak pořád dál , jak dlouho znám hraběte Altenwyla a jestli jsme opravdu přátelé a jestli je pravda , ţe hrabě Altenwyl … Ne , nemám ponětí , nikdy jsem se ho nezeptala , co dělá .

Was macht denn der Graf Altenwyl eigentlich ? fragt das junge Genie , und immerfort weiter , wie lange ich den Grafen Altenwyl schon kenne und ob ich mit ihm wirklich befreundet sei und ob es wahr sei , daß der Graf Altenwyl … Nein , ich habe keine Ahnung , ich habe ihn noch nie gefragt , was er macht .

12.

Copak to čteš ?

Was liest du denn da ?

13.

Copak ? ptá se Malina .

Was ist denn ? fragt Malina .

14.

Copak je tady tak k smíchu !

» Was ist denn hier so lustig !

15.

Copak dělají tvoje průdušky ?

Was machen denn deine Bronchien ?

16.

Copak se děje ? “ zeptal se Schmitz .

„ Was ist denn los ? “ fragte Schmitz .

17.

Copak ? ”

» Was ist denn hier los ? «

18.

Feinhals si dal brašnu na řemen a udělal velký krok , aby malého poddůstojníka dohnal : „ Dej to sem , “ řekl , „ copak v tom máš ? “

Feinhals knöpfte seine Tasche am Tragegurt fest , machte einen großen Schritt , um den kleinen Unteroffizier einzuholen : „ Gib her “ , sagte er , „ was ist denn da drin ? “

19.

Copak ti je , máš rudé fleky na tváři , proč se tak hloupě směješ ?

Du hast ja rote Flecken im Gesicht , was hast du denn , warum lachst du denn so blöde ?

20.

Copak se stalo , pane T . ? “

« Was ist denn passiert , Herr T ? »

21.

Copak to budou mít naši milí pacienti ? ( Zvedne víko polévkové mísy ) Polévka s játrovými knedlíčky .

Was kriegen denn unsere lieben Kranken ? Er hebt den Deckel der Suppenschüssel hoch . Leberknödelsuppe .

22.

” A přerušuje výklad o své teorii , obrátil se na závodčího : ” Copak si dnes dáme k večeři ? ” ” Vy dnes nepůjdete , pane stráţmistr , do hospody ? ”

“ Und die Darlegung seiner Theorie unterbrechend , wandte er sich an den Postenführer : „ Was solln wir uns denn heut zum Nachtmahl geben lassen ? “ „ Sie gehn heute nicht ins Wirtshaus , Herr Wachmajster ?.

23.

Copak ? zeptal se Humboldt .

Was denn , fragte Humboldt .

24.

Copak to čtete ? ” zeptal se Lutz , který jen

» Was lesen Sie denn da ? « fragte Lutz , der nicht gern aufs eigentliche Thema seines Besuches kam und nach einer Ablenkung suchte : » Ei , Bärlach , sieh da , medizinische Zeitschriften !

nerad směřoval k vlastnímu tématu návštěvy a hledal nějakou okliku : „ Podívejme , Bärlach a

lékařské časopisy ! ”

25

Copak jsi provedla ? ”

» Was hast du denn angestellt ? «

26

Copak jste jí udělal ? ” .

Was haben Sie ihr denn gemacht ? “

27.

? ” . Was haben Sie ihr denn gemacht ? “ 27. Kdopak „ Kdopak jsi

Kdopak

Kdopak jsi ? ” vybafl senátor na mladíka , který byl také jeho vnukem .

» Wer bist du denn ? « raunzte Trueba den jungen Mann an , der ebenfalls sein Enkel war .

28.

Kdopak vám povídal , ţe můj dům je ošklivý

Wer hat euch denn gesagt , daß mein Haus häßlich ist ? “ fragte der Wachtmeister einschmeichelnd . „ Die Frau Syrový , nicht wahr ? “

? “ promluvil stráţník lahodným hlasem , „ to vám povídala paní Syrová , co ? “

29.

Lenko , kdopak to jde ? ” ptal se advokát , který nepoznával hosty , protoţe ho oslepovala svíčka .

Leni , wer kommt denn ? “ fragte der Advokat , der , durch die Kerze geblendet , die Gäste nicht erkannte .

30.

Zvlčilost ? Kdopak ji zavinil ?“ „Vy jste ji

„ Verwilderung ? Durch wen denn ?“ „Durch euch !

zavinili ! Vy všichni patříte před náš soud !“

Ihr alle gehört vor unser Gericht !“

31.

Timmsen měl balíček starých karet v kapse kazajky , kdysi , kdyţ děsil ve velkém domě své hosty uměleckými kousky , patřily k jeho ”,náčiní ”: Tak tady jsou , kdopak bude rozdávat ?

Timmsen hatte einen Packen alter Spielkarten in seiner Joppentasche , sie hatten einst zu seinem " Handwerkszeug " gehört , als er noch in dem großen Haus seine Gäste mit Kunststücken erschreckte : Also hier , wer gibt denn nun ?

32.

Kdopak tu ještě je ?“ fragte K.

„Wer ist denn sonst noch hier ?“ fragte K.

33.

Ano , její ubrus , ” řekla Pepina , ” uţ si vzpomínám , pěkná práce , pomáhala jsem jí při tom , ale sotva asi bude v tamtom pokoji . ” - ” Frída myslí , ţe ano . Kdopak tu bydlí ? ” ptal se K . ” Nikdo , ” řekla Pepina . ” To je panský pokoj , tady páni pijí a jedí , to jest , je k tomu určen , ale oni většinou zůstávají nahoře ve svých pokojích . ”

Ja , ihre Tischdecke « , sagte Pepi , » ich erinnere mich , eine schöne Arbeit , ich habe ihr dabei geholfen , aber in diesem Zimmer ist sie wohl kaum . « - » Frieda glaubt es . Wer wohnt denn hier ? « fragte K. » Niemand « , sagte Pepi . » Es ist das Herrenzimmer , hier trinken und essen die Herren , das heißt , es ist dafür bestimmt , aber die meisten bleiben oben in ihren Zimmern . « - » Wenn ich wüßte « , sagte K. , » daß jetzt nebenan niemand ist , würde ich sehr gerne hineingehen und die Decke suchen

.

34.

Kdopak to je ? “ - pánova nevlídná odpověď :

»

Wer ist denn das ? « - des Herrn ungnädige Antwort :

Ale přece víš , to je ta , která se za války stýkala

Ach , du weißt doch , die mit Boris Lvović während des Krieges Kontakt hatte «

»

s

Borisem Lvovičem “ přivedly zprav .

35.

Kdopak jsi ? ” řekl K . najednou , neboť se zdálo , ţe to není pomocník .

Wer bist du denn ? « sagte K. plötzlich , denn es schien nicht der Gehilfe zu sein .

»

36.

Kdopak je ten mladík , o kterém mluvila ? ” zeptal se K . ” Nevím , ” řekla Olga .

» Wer ist denn dieser junge Mann , von dem sie sprach ? « fragte K. » Ich weiß nicht « , sagte Olga .

37.

Kdopak je tvým advokátem ? ”

Wer ist denn dein Advokat ? “

38.

Kdopak je tady z vás cuksfíra Fuchs ? ” otázal se Švejk , kdyţ konečně je zastihl .

Wer ist denn hier von euch der Zugführer Fuchs ? “ fragte Schwejk , als er sie schließlich fand .

Čípak39. „ Všiml jsem si toho jaguára před hotelem , ” řekl dete ktiv jen

39.

„ Všiml jsem si toho jaguára před hotelem , ” řekl detektiv jen tak jako mimochodem , „ čípak je to vozítko ? ”

« Ich sah hier vor dem Hotel einen Jaguar stehen » , sagte der Detektiv wie nebenbei , « wem gehört denn das Fahrzeug ? »

Pročpakwie nebenbei , « wem gehört denn das Fahrzeug ? » 40. Pročpak ? Warum denn

40.

Warum denn ?

41.

Pročpak ? ” ptal se K . ” Já půjdu pěšky ,

» Warum denn ? « fragte K. » Ich werde gehen « , wiederholte Gerstäcker und bekam einen Hustenanfall , der ihn so schüttelte , daß er die Beine in den Schnee stemmen und mit den Händen den Schlittenrand halten mußte .

” opakoval Gerstäcker a dostal záchvat

kašle , ţe se musel opřít nohama do sněhu a

rukama zachytit okraje saní .

42.

„ Tys brečela ? “ Přikývla ještě jednou . „ A pročpak ? “

» Hast du geweint ? « Wieder nickte sie . » Was ist denn los ?

43.

Jenom Ivan nic netuší , zavolá nebo nezavolá , přece jen zavolá . Milé , ţe jsi mi Milé , pročpak milé ? Jen tak . Je to od tebe prostě milé Já ale klečím na podlaze před telefonem a doufám , ţe mě ani Malina nikdy nepřekvapí v téhle pozici , ţe mě nikdy nepřistihne při tom , jak padám

Nur Ivan weiß das nicht , er ruft an oder er ruft nicht an , er ruft doch an . Wie nett , daß du mich Nett , warum denn nett ? Einfach so . Es ist nett von dir Aber ich knie auf dem Boden vor dem Telefon und hoffe , daß auch Malina mich nie überrascht in dieser Stellung , auch er soll nie sehen ,

44.

Tím ovšem nechci zase říci , ţe si máte zoufat . Ne , pročpak ? Jste jen zatčen , nic víc . To jsem vám měl oznámit , učinil jsem tak a viděl jsem také , jak jste to přijal . Pro dnešek je toho dost a můţeme se rozloučit , ovšem jen prozatím

Womit ich andererseits durchaus nicht sagen will , daß Sie verzweifeln sollen . Nein , warum denn ? Sie sind nur verhaftet , nichts weiter . Das hatte ich Ihnen mitzuteilen , habe es getan und habe auch gesehen , wie Sie es aufgenommen haben . Damit ist es für heute genug und wir

45.

Pročpak ? ” řekl Lexa .

» Warum denn ? « fragte Lexa .

46.

Pročpak nejde sestra k ostatním ?

Warum ging denn die Schwester nicht zu den anderen ?

47.

Pročpak jsi přišel ?

Warum bist du denn gekommen ?

48.

Kdyţ paní Grubachová přinesla K . snídani - ode dne , kdy K . tak rozhněvala , nesvěřila ani nejnepatrnější obsluhu sluţebné - , nemohl K . uţ

Frau Grubach K. das Frühstück brachte - sie überließ , seitdem sie K. so erzürnt hatte , auch nicht die geringste Bedienung dem Dienstmädchen - , konnte sich K. nicht zurückhalten , sie zum erstenmal seit fünf Tagen anzusprechen . „ Warum ist denn heute ein solcher Lärm im Vorzimmer ? “ fragte er , während er den Kaffee eingoß , „ könnte das nicht eingestellt werden ? Muß denn gerade am Sonntag aufgeräumt werden ? “ Obwohl K. nicht zu

odolat a poprvé po pěti dnech na ni promluvil . ” Pročpak je dnes v předsíni takový hluk ? ” zeptal se , kdyţ si naléval kávu , ” nemohlo by to přestat

To se musí uklízet právě v neděli ? ” Ačkoli K . k paní Grubachové nevzhlédl , přece

?

49.

Ditta zase něco šeptala a malíř řekl :

Ditte flüsterte wieder , und der Maler sagte darauf : Warum denn ?

50.

Nezávislý , suverénní . Velmi záhy vědomý si své ceny , pokud moţno i svých mezí . Nepřipoutaný k ničemu neţ k plánům a cílům , jeţ jsou proveditelné . Povolán být právníkem - učencem - pročpak ne .

Unabhängig ; souverän . Früh seines Wertes , womöglich sogar seiner Grenzen bewußt . An nichts gefesselt als an ausführbare Pläne und Ziele . Berufung zum Rechtsgelehrten - warum denn nicht .

51.

Mladičký voják vzdychl si upřímně . Litoval

“ Der junge Soldat seufzte aufrichtig . Ihn dauerte sein junges Leben und daß er in einem so dummen Jahrhundert geboren worden war , um abgeschlachtet zu werden wie eine Kuh auf der Schlachtbank . Warum war denn das alles ? Ein Soldat , Lehrer von Beruf , bemerkte , als lese er Gedanken : „ Manche Gelehrten erklären den Krieg als eine Folgeerscheinung der Sonnenflecke .

sám svůj mladý ţivot , ţe se narodil v tak hloupém století , aby ho zařezali jako krávu na poráţce . Pročpak je tohle všechno ? Jeden voják , uěitel z povolání , jako by četl jeho myšlenky , poznamenal : ” Někteří učenci vysvětlují válku objevením se skvrn na slunci .

52.

Jsem obřezaný , ” odpověděl . ” Jako Náš

» Ich bin beschnitten « , sagte er . » Gerad wie unser lieber Herr ? « » Ja . « Sie mußte laut loslachen . » Warst damals noch klein ? « » Nein . Voriges Jahr . « Ein Zeitraum voll unendlicher Stille . » Warum denn ? « » Weil es immer so weh tat , wenn ich mit einer ins Bett ging .

Pán ? ” ” Ano . ” Vyjekla to . ” Kdyţ jsi byl malé ? ” ” Ne . Loni . ” Velké ticho . ”

Pročpak ? ” ” Protoţe to bolelo , kdyţ jsem

s

někým šel do postele .

53.

Pročpak nejdete vy , Alícháne ? “

» Warum gehen Sie denn nicht , Ali Khan ? «

54.

Ne , nemáte se co omlouvat za ospalost , pročpak ?

Nein , Sie müssen sich wegen Ihrer Schläfrigkeit nicht entschuldigen , warum denn ?

55.

Pročpak jste napadl na toho plešatého pána ?

Warum haben Sie denn diesen kahlköpfigen Herrn angerempelt ?

56.

Pročpak do chrámu ? ” řekla Lenka .

Warum denn in den Dom ? “ sagte Leni .

57.

” Ale pročpak ne , jejich englický veličenstvo , pane král , jakej pořádek si kterej národ zavede , ten ať platí .

Aber warum denn nicht , Eure königliche Majestät , Herr König . Die Ordnung , die sich ein Volk einführt , die muß es auch bezahlen .

58.

INSPEKTOR : Můţete ( Vezme sklenku , vypije ji ) MÖBIUS : Ještě jednu ? INSPEKTOR : Ještě jednu . MÖBIUS ( znovu naleje ) : Pane inspektore , musím vás poprosit , abyste mě zatkl . INSPEKTOR : Ale pročpak , můj milý Möbie ? MÖBIUS : Protoţe jsem přece sestru Moniku - INSPEKTOR : Podle vašeho vlastního doznání jste jednal z příkazu krále Šalomouna . Pokud nemohu zatknout jeho , jste volný . MÖBIUS : Ale přesto - INSPEKTOR?

Darf ich einschenken ? INSPEKTOR Sie dürfen . Er nimmt das Glas , trinkt . MÖBIUS Noch einen ? INSPEKTOR Noch einen . MÖBIUS schenkt wieder ein Herr Inspektor , ich muß Sie bitten , mich zu verhaften . INSPEKTOR Aber wozu denn , mein lieber Möbius ? MOBIUS Weil ich doch die Schwester Monika - INSPEKTOR Nach Ihrem eigenen Geständnis haben Sie auf Befehl des Königs Salomo gehandelt . Solange ich den nicht verhaften kann , bleiben Sie frei .

59.

Pročpak , příteli ? Byl jste nemocný ? “

» Warum denn , mein Freund ? Waren Sie krank ? «

60.

Pročpak by to nešlo , ty zelná hlávko ? ” zeptal se Katczinsky .

Warum geht das denn nicht , du Mohrrübe ? " fragte Katczinsky .

61.

Nemůţete se sám uloţit ? ” ptá se sestra

„ Können Sie nicht allein hineinkriechen ? " fragt die Schwester besorgt . „ Das schon " , sage ich schwitzend , „ aber tun Sie doch erst das Bettzeug weg. " „ Warum denn ? " Ich komme mir wie ein Schwein vor . Da soll ich mich hineinlegen ? „

starostlivě . „ To můţu , ” říkám a potím se , „ ale napřed přeci dejte pryč to stlaní . ” „ A pročpak ? ” Připadám si jako prase . Do tohohle se mám poloţit ?

62.

Pročpak nemluvíš pravdu ? ” - ” Ty také nemluvíš pravdu . ” - ” Já ?

Warum sagst du denn nicht die Wahrheit ? « - » Auch du sagst sie nicht . « - » Ich ?

63.

Divíš se tomu ? Ale ne , pročpak ?

Erstaunt dich das ? Aber nein , warum denn ?

64.

? Erstaunt dich das ? Aber nein , warum denn ? 64. Kdypak Kdypak půjdeme spolu

Kdypak

Kdypak půjdeme spolu na špacír ? ”

Wann machen wir denn zusammen einen kleinen Spaziergang ? «

65.

Kdypak ji mám odevzdat ?

Wann ich denn abliefern solle ?

66.

Slyšela , jak pronesl několik slov docela změněným tónem , byla to většinou tázací slova , na která bylo z druhého konce drátu zevrubně odpovídáno . Coţe jste ? Tak , a kdypak ? Ach , předevčírem . Kolik říkáš ? Potom opakoval číslici , kterou mu zřejmě uvedl Leo Siegmann . Ručit za to nemůţeš , ale myslíš , ţe zněla : pět . ”

Als Nelly in der Kinderzimmertür genau hinter dem Vater stand , sein Gesicht daher im Flurspiegel sehen konnte , hörte sie ihn ein paar Worte in einem von Grund auf veränderten Tonfall sagen , Frageworte zumeist , die am anderen Ende der Leitung ausführlicher beantwortet wurden . Was habt ihr ? So , wann denn ? Ach , vorgestern . Wie viel , sagst du ? Dann wiederholte er eine Zahl , die Leo Siegmann ihm wohl genannt hatte . Bürgen könntest du nicht für sie , aber dir scheint , sie lautete :

Fünf .

67.

A před tím , neţ ho stříleli na píseckých šancích , běţel ulicí vojáků a dostal šest set ran holema , takţe smrt byla pro něho vodlehčením a vykoupením . - A kdypak ty jsi prch ? ” obrátil se uplakanýma očima na Švejka .

Und bevor man ihn auf den Piseker Schanzen erschossen hat , is er durch ein Spalier Soldaten gelaufen und hat sechshundert Stockhiebe abgekriegt , so daß der Tod für ihn eine Erleichterung und Erlösung war . Und wann bist du denn weggelaufen ? “ wandte er sich mit verweinten Augen an Schwejk .

68.

Kdypak se vrátil ten tvůj člověk , který nemůţe být Nehle ? ”

» Wann ist er denn zurückgekommen , dein Mann , der nicht in Frage kommt , Nehle zu sein ? «

69.

Mann , der nicht in Frage kommt , Nehle zu sein ? « 69. Kampak Četník

Kampak

Četník šel přímo k Švejkovi a neřekl nic víc neţ : ” Kampak ? ”

Der Gendarm ging geradewegs auf Schwejk zu und sagte nichts weiter als : „ Wohin denn ? “

70.

Kampak ? ” otázal se přísně desátníka , který nevěděl si rady v nové situaci .

Wohin denn ? “ fragte er streng den Korporal , der sich in dieser neuen Situation keinen Rat wußte .

71.

Kampak ? ” řekl Benno .

Wohin denn ? « fragte Benno .

72.

'Kampak jdeš , Honzo ?' zeptal se potom .

, Wohin willst du denn , Honza ? ' fragte er nach einer Weile .

73.

Kampak nám zmizel Baloun ? ”

Wohin ist uns denn der Baloun verschwunden ? “

74.

Kampak jdete , pane prokuristo ?

Wohin gehen Sie denn , Herr Prokurist ?

75. Neměli je sem dávat . - Ale kampak by měly jít ? - Aber
75. Neměli je sem dávat . - Ale kampak by měly jít ? - Aber

75.

Neměli je sem dávat . - Ale kampak by měly jít ?

Neměli je sem dávat . - Ale kampak by měly jít ? - Aber wo sollen

- Aber wo sollen sie denn hin ?

Neměli je sem dávat . - Ale kampak by měly jít ? - Aber wo sollen

76.

Kampak s kamarádkou jdete ? ” zajímal

» Wohin gehen Sie denn mit Ihrer Freundin ? « interessierte er sich

se

.

O čempakmit Ihrer Freundin ? « interessierte er sich se . 77. O čempak j ste si

77.

O

čempak jste si se mnou chtěl promluvit ?

Worüber wollten Sie denn mit mir sprechen ?

78.

A

o čempak si povídáte ?

Worüber unterhaltet ihr euch denn ?

Kolikpaksi povídáte ? Worüber unterhaltet ihr euch denn ? 79. Kolikpak byste jich potřeboval ubytovat ?

79.

Kolikpak byste jich potřeboval ubytovat ? ”

Wieviel möchten Sie mir denn bringen ? «

80.

Kolikpak vám za ten briliant dali ?

Wieviel hat man Ihnen denn für den Brillanten gegeben ?

81.

„ Pěkná - plod dovolené ? - kolikpak je jí ? “

- Wie alt ist sie denn ? “

82.

Nebylo nepředstavitelné - kdyby například ţádala „ měsíční prach “ - , ţe by beze slova vytáhla z jedné ze stovky polic skřínečku , postavila ji na pult vedle staromódní váhy a lhostejně by se zeptala : Kolikpak by toho mělo být ?

Doch es lag im Bereich des Denkbaren , daß sie - hätte man zum Beispiel „ Mondstaub “ verlangt - aus einem der hundert Fächer , die rings die Wände umgaben , wortlos ein Kästchen hervorgeholt , es neben die altmodische Waage auf den Ladentisch gestellt und gelassen gefragt hätte : Wie viel darf s denn sein ?

Čímpak pak

83.

Čímpak vy jste v civilu , pane rechnungsfeldvébl

Was sind Sie denn in Zivil , Herr Rechnungsfeldwebel ? “

?

Jakpakdenn in Zivil , Herr Rechnungsfeldwebel ? “ ? ” 84 . „ Jakpak dlouho ?

84.

Jakpak dlouho ? “ ptal jsem se .

„ Wie lange denn ? “ fragte ich .

85.

Jakpak je to s pomocníky , o kterých se zmiňuji

Wie verhält es sich denn mit den Gehilfen , die zu erwähnen mir fast so widerlich ist wie dir die Erwähnung jener Familie ?

téměř s takovým odporem , jaký cítíš ty při zmínce

o

oné rodině ?

86.

A zeptal se : Jakpak se jmenujete , sestro ? ”

Und er fragte : » Wie heißen Sie denn , Schwester ? «

87.

Jakpak se odtud máme dostat ? “ „ jedno auto se má vrátit , “ řekl Schmitz , „ šéf mi to slíbil . “