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29.11.

2018 / 21:05 Uhr / Richterschaft

Entführung und Mißhandlung

Zur Verhandlung erschienen:

1 Richter, 1 Staatsanwalt, 1 Anwältin der Verteidigung, 1 Angeklagter und 1


Vertreter der Presse.

Nachdem der vorsitzende Richter den Prozess eröffnet hatte, begann die
Staatsanwaltschaft mit Verlesung der Anklageschrift:

Anklagepunkte:

StGB: §5 i.V.m. §16/2

Die Staatsanwaltschaft schilderte den Sachverhalt folgendermaßen:

9.10.18 wurde eine Person entführt und im Anschluss körperlich misshandelt.


Im Laufe dieser Tortur konnte der Geschädigte den Vornamen des Angeklagten
aufschnappen und ebenso verwickelte sich dieser am Folgetag in Widersprüche.
Der Angeklagte behauptete zwar, dass er in die Vorgeschichte zur Tat nicht
involviert gewesen sei und den Geschädigten nicht kenne, was jedoch durch
Zeugen widerlegt wurde. Außerdem beweist die Spurensicherung, dass der
Angeklagte am Tatort anwesend war. All dies bringt den Angeklagten eindeutig
mit der Tat in Verbindung.

Der Angeklagte bekannte sich in allen Anklagepunkten für schuldig.

Die Staatsanwaltschaft nahm das Geständnis zur Kenntnis, betonte jedoch das
der Angeklagte nur das zugegeben hatte, was Ihm eindeutig nachzuweisen war.
Die Tat sei daher kaum geschmälert, da die Tat (Misshandlung, Entführung,
schwere Körperverletzung) schwer wiegt und der Angeklagte zu den Mittätern
immer noch schweigt.

Geförderte Strafe

10 Strafeinheiten (etwaige Schadensersatzklagen fallen nicht in den Bereich der


Staatsanwaltschaft)
Die Verteidigung betonte, dass der Geschädigte kein „unbeschriebenes Blatt“ in
der Stadt sei. Der Angeklagte war ein guter Bekannter, der durch den
Geschädigten zuvor bedrohten Personenkreis und dieser Konflikt sei bis heute
noch nicht abgeklungen. Der Angeklagte wollte den Geschädigten eine
„Lektion“ erteilen, jedoch bereue Ihr Mandant mit etwas Abstand die Tat, was
zu seinem Geständnis geführt habe und hat nichts mit Verschleierung zu tun.

Der Angeklagte hatte das letzte Wort und betonte, dass er die Tat bereue und
zum Schutz Dritter gehandelt hat. Er habe zeit gehabt über die tat nachzudenken
und weiß nun, dass dies falsch war.

Der vorsitzende Richter zog sich um 21:15 Uhr zur Urteilsfindung zurück.

Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil...

Der Angeklagte wird unter Berücksichtigung der Umstände nach folgenden §


verurteilt:

StGB: §16/2 Freiheitsberaubung im schweren Fall

Strafmaß:

9 Strafeinheiten

Urteilsbegründung:

„Gesetzlosigkeit wird nicht mit Gesetzlosigkeit bekämpft.“

Die Verhandlung wurde um 21:24 Uhr geschlossen.

DZ