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Der Mond

An den leuchtenden Mond, der in sich selbst den Samen vieler Arten in sich trägt,
Möget ihr ihn mit Opfer und Gebet anrufen.

Wenn das Licht des Mondes wärmer wird, wachsen goldene Pflanzen während des
Frühlings aus der Erde.

Wir opfern an den Neumonden und den Vollmonden.

Die Sichel des Neumondes ist voll heiligen Friedens.

Wir opfern dem Engel des Friedens.

Der strahlende und leuchtende Mond behält den Samen in sich:

Das Helle, das Herrliche, das Wasser spendende, das Wärme spendende,
das Weisheit gebende, das Nachdenkliche, das Frische spendende, das Heilende,
der Mond des Friedens!

Mit stillem und Frieden spendendem Licht scheint der Mond auf die Weiden, die
Wohnstätten, die Gewässer, die Länder und die Pflanzen unseres irdischen Gartens.

Der Mond und die Sonne, der heilige Wind und die Sterne, die ohne Anfang,
selbstbestimmt und selbstbewegend, sind alle Regulatoren der Heiligen Ordnung,
der Tage und Nächte der Monate und Jahre.

Das Gesicht des Mondes verändert sein Aussehen, bleibt aber immer dasselbe: So
wie das heilige Gesetz jedem der Kinder des Lichts ein anderes Gesicht offenbart, in
seinem Wesen aber unverändert bleibt.

Wir rufen den Neumond und den abnehmenden Mond an und den Vollmond, der
die Nacht und die jährlichen Feste und die Jahreszeiten des himmlischen Vaters
austeilt. Denn er war es, der dem Mond seine Zunahme und Abnahme gab, damit
wir durch ihn die Bewegungen des Tages und der Nacht erkennen. Du silberner und
leuchtender Mond!

Wir sind dankbar, dass wir auf ihn schauen und in seinem Spiegelbild das gesegnete
Gesicht unserer irdischen Mutter sehen können.
In der Welt der Söhne der Menschen sind die Brüder des Lichts das strahlende Licht
Flammen, so wie Sterne, die in der Gegenwart des hellen und glänzenden Mondes
blass erscheinen.

Der Glanz des Mondes wandert über den Himmel, und die Freude am Heiligen
Gesetz erfüllt unsere Herzen.

Frieden, Frieden, Frieden, Heiliger Engel des Friedens, erleuchte den silbernen Mond
mit deiner Heiligkeit, damit alle auf seine Schönheit schauen und seinen ewigen
Frieden spüren können.

Der Wüstenhimmel ist blau in der Nacht und wir sehen den ersten Strahl des
Neumondes keusch und schön.

Dann grüßen sich die Brüder einander, und sagen Friede sei mit dir! Friede sei mit
dir!

Die Sterne

Die weiß leuchtenden, in der Ferne zu sehenden Sterne!

Die durchstechenden, Gesundheit bringenden, weit durchdringenden Sterne!

Ihre leuchtenden Strahlen, ihr Glanz und ihre Herrlichkeit!

Sie alle sind durch dein heiliges Gesetz die Sprecher deines Lobes, O himmlischer
Vater!

Der himmlische Vater hat seine Macht über den Himmel ausgebreitet: Und siehe da!
Er hat ein Meer von Sternen hinterlassen! Wir rufen die strahlenden Sterne an, die
alle Angst wegspülen und Gesundheit und Leben für alle Schöpfungen mitbringen.

Wir rufen die hellen und herrlichen Sterne an, denen der himmlische Vater Tausend
Sinne gegeben hat, die glorreichen Sterne, die den Samen des Lebens und des
Wassers in sich haben.
Denn die hellen und glorreichen Sterne rufen wir an: Mit Weisheit, Kraft und Liebe,
mit Sprache, Taten und aufrichtig gesprochenen Worten opfern wir den hellen und
herrlichen Sternen, die in Richtung des himmlischen Meeres fliegen und schnell wie
der Pfeil durch den himmlischen Raum schießen.

Wir rufen die hellen und glorreichen Sterne an, die Geborgenheit und Freude in sich
vereinen und ausstrahlen.

Die heiligen Werke, die Sterne, die Sonnen und die rosafarbene Morgendämmerung,
die das Tageslicht mit sich bringt, diese alle sind nach der himmlischen Ordnung die
Verkünder deines Lobes, du großer Geber, das heilige Gesetz!

Wir rufen den Herrn der Sterne an, den Engel des Lichts, den Immerwachen, der das
schönen, sich weit ausdehnende Gesetzes in Besitz nimmt, stark und kraftvoll, und
deren Gesicht über alle sieben und sieben Königreiche der Erde schaut.

Wer ist schnell unter den Schnellen, überreich unter den Überreichen, stark unter
den Starken, der Geber des Wachstums, der Souveränität, der Fröhlichkeit und der
Glückseligkeit.

Wir rufen den Herrn der Sterne, den Engel des Lichts, der die Wahrheit sagt, der
Tausend Ohren und zehntausend Augen hat, allwissend, stark und immer wach ist.