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7 Die Weiße Wanne

7.1 Erläuterung zur


Weißen Wanne
Bauwerke, die sich im Grundwasserbereich pfehlen. Alle Fugenbänder, Bleche und
befinden, werden als Weiße Wanne ausgebil- Dichtrohre müssen miteinander verschweißt
det. Eine Weiße Wanne besteht aus einer werden. Die Bewehrung zur Fugenausbil-
Stahlbetonbodenplatte mit umschließenden dung, ist im Kapitel 7.1.1 dargestellt.
Stahlbetonwänden. Gefordert ist bei dieser Zur Begrenzung der Rissbreite, muss eine gut
Ausführung, dass der Beton wasserdicht sein duchdachte und geplante Rissbreitenbeweh-
muss. rung vorgesehen werden. Die Stäbe zur Be-
Der Beton wird bei einer Weißen Wanne grenzung der Rissbreite werden in Wänden
durch Zusatzstoffe wasserundurchlässig. An horizontal eingebaut und sollten außen liegen.
der Bezeichnung WU-Beton, erkennt man so- Diese horizonzalen Bewehrungsstäbe, sind
fort, dass ein wasserundurchlässiger Beton mit einem kleinen Durchmesser und geringen
gefordert ist. WU-Betone sind nach ihren Ei- Abständen, 10 bis 15 cm, die ideale Beweh-
genschaften in der DIN EN 206-1 und DIN rung zur Begrenzung der Rissbreite.
1045-2 geregelt. Die DIN fordert für WU- Der Einbau von Fertigteilelementen in Wän-
Betone, die Mindestbetongüte eines C25/30. den mit nachträglich einbetoniertem Ortbe-
Zur Herstellung einer Schwarzen Wanne wird tonkern findet immer mehr Anwendung in der
Normal-Beton verwendet und durch eine au- Ortbetonbauweise. Diese Bauweise ist aber
ßenliegende Abdichtung vor Feuchtigkeit ge- nicht unbedingt vorteilhaft zur Aubildung ei-
schützt. Sie ist nicht als wasserdicht zu be- ner Weißen Wanne. In den Bereichen der An-
zeichnen. Als Schwarze Wanne kennen wir schlussfugen zum Ortbeton und den Stoßfu-
jedes betonierte Kellergeschoss, dass nicht gen der Fertigteile, können Undichtigkeiten
mit WU-Betonen hergestellt wurde. auftreten, die später nach dem Eindringen der
Feuchtigkeit nicht mehr lokalisiert werden
Bei der Weißen Wanne ist besondere Sorgfalt können. In den Stoßbereichen der Fertigteil-
auf die Ausführung der Fugen zu legen. Ver- elemente, ist auch der Einsatz von Dichtroh-
sprünge sollten soweit möglich vermieden ren möglich. Diese Dichtrohre sind vertikal
werden. In den Abständen von 5m bis 7 m mittig zum Ortbetonkern zu stellen und unten
sollten Dehnfugen vorgesehen werden, die ei- mit dem Fugenband zu verschweißen.
ne ungehinderte Verformung des Bauteils er-
möglichen.
Arbeitsfugen unterteilen längere Bauteile in
einzelne Betonierabschnitte. Scheinfugen
werden mit Dreikantleisten, die in die Scha-
lung eingebaut werden, hergestellt. Sinn der
2 cm Scheinfuge ist es, dort wo der Konstruk-
teur eine Rissbildung vermutet, sogenannte
Sollbruchstellen zu bestimmen. Diese verhin-
dern bei Rissbildung ein weiteres Aufklaffen.

Fugenabdichtungen können mit Fugenbän-


dern, Fugenblechen und Injektionsschläuchen
ausgeführt werden. Der Einbau von Dichtroh-
ren ist im Bereich der Sollbruchstellen zu em-
7.7.1 Bewehrungsdetails zur Weißen Wanne 83

7.7.1 Bewehrungsdetails

Fugenband-Bewehrung
ø 6/30
1
2 Fugenband
4 ø 10
ø 6/30

30

30
ø 6/30 1
1
8
1 0 ø 6 (0.68) e = 30 cm
ø 8/17

50

50
6 ø 10

19
2 0 ø 10 (1.19) e = 15 cm

Dichtungsrohr
die Flansche werden
mit dem unteren
Fugenband verschweißt.

Dreikantleisten
mit Auswechselbewehrung