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Maschinenfabrik Reinhausen GmbH - AEG Kompensationsanlagen | Sickingenstraße 71 | 10553 Berlin

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Montage und Betriebsanleitung BLR – CM

Inhalt :

1 ........ Installation 6 ........ Optionen Parameter

2 ........ Anschlußschaltbild 7 ........ Alarmmeldungen

3 ........ Funktionsprinzip 8 ........ Meßwertanzeigen

4 ........ Inbetriebnahme 9 ........ Daten löschen

5 ........ Standard Parameter 10 ...... Datenübertragung

7 8 9

Export NT Import

6 5
1 2 3 4 5 6

12 11 10 9 8 7

set

P S Q

BLR CM
cos
kW kVA kvar

U I
BLINDLEISTUNGSREGLER Harm.
V A % Clock
POWER FACTOR REGULATOR
REGULADOR DE POTENCIA REACTIVA
RÉGULATEUR DE PUISSANCE RÉACTIVE
kvar op. def. Enter

10

1 2 S3 S4
1) Installation
Bei der Installation sind die maßgebenden VDE-Vorschriften, insbesondere VDE 0100 zu beachten!

Vor Berühren der Bedienelemente, bei abgenommenen Firmenschild, soll sich die bedienende Person statisch entladen, um eine eventuelle
Beschädigung der Bauteile zu vermeiden!

a) Mess- und Steuerspannung, Frequenz und Strompfad des Reglers mit den entsprechenden Daten des Netzes vergleichen.

b) Regler mit den Befestigungsteilen in die Schalttafel einbauen.


a) mit 2 Befestigungsschrauben (Standard)
b) mit Wandbefestigungsteilen – Montage seitlich (optional)

c) Verbindungsleitungen gemäß Anschluß Schaltbild herstellen. (Querschnitt der Stromleitungen beachten).


Eine eingebaute Spannungsüberwachung an den Phasen L2/L3 gewährleistet eine sichere Abschaltung der Leistungs-
kondensatoren bei Unterspannung < 70% von Un.

d) Der Anschluss "A" ist in diese Überwachung mit einzubeziehen und mit L2 oder L3 zu verbinden (s. Schaltplan).
Somit werden auch die Schaltelemente der Anlage bei einer Unterspannung sicher abgeschaltet.

2) Anschlußschaltbild

Optionen Messung Steuerung Optionen

-B- -c- -e- -NT- -j- -z-


6A

6A

6A

Verbraucher

J1 J3 J2
+5V 390R 150R 390R

Anschlußschaltbild A B
RS485

3) Funktionsprinzip
Die einzelnen Funktionen des Wahlschalters (1) werden in dieser Anleitung mit dem Vorzeichen H (z. B. H2 = Schaltzeit) gekennzeichnet.

Das Meßsystem ist so ausgelegt, daß die Phase in der der Stromwandler eingebaut ist, generell als die Phase L1 zu betrachten ist. Die beiden
anderen Phasen L2/L3 werden im richtigen Drehsinn am Gerät angeschlossen.

Beim BLR-CM ist eine Eingabe der Ansprech-Empfindlichkeit nicht notwendig. Der Regler mißt die angeschlossenen Kondensatoren im
Rahmen des alltäglichen Regelungsprozesses anhand ihrer Kompensationswirkung, speichert sie ab und gleicht Regelabweichungen mit den
gespeicherten Wertigkeiten aus.

Durch die Kundenseitige Eingabe des Stromwandlerübersetzungsfaktor (H6), wird die Darstellung der Meßgrößen ermöglicht.

Sämtliche Einstellungen und Regelgrößen bleiben auch nach einem Ausfall der Netzspannung erhalten.
4) Inbetriebnahme
Folgende Parameter sind bei einem neuen Gerät bereits Werkseitig eingegeben

Standard : Optional:
H 0 Gerätekennzahl 0 (Busbetrieb)
H 1 1.Umkehrpunkt Soll – cosϕ = 1,00 HA 2.Umkehrpunkt cosϕ = 1,00
H 2 Stufenschaltzeit = 40s HB Asym.Schaltzeit-Faktor = 1
H 5 Stufenlimitierung (6/8/12) HC Lastumkehr-Sperrzeit = 30s
H 6 Stromwandler-Faktor = 100 HD Kond.Grenzwert defekt= <50%
H 7 Spannungswandler – Faktor = 1.00 HE Strom Grenzwert = 0
H 8 Alarmmodus = 0 HF Zeit = MEZ
H 9 Regelprogramm = Automatik

H 3 Automatikbetrieb – vollautomatische Regelung der Kompensationsanlage

H 4 Handbetrieb
Diese Funktion wird durch die Taste Enter aktiviert. In den drei Bedientasten leuchten Led´s auf. Mittels der Taste
”cosϕ” (+) kann eine Zu-, mit der Taste ”P” (-) eine Abschaltung eingeleitet werden. Das Blinken der Ledpunkte
+ oder – signalisiert dabei den Ablauf der Schaltzeit (s. S5 – H4 ).
Um die automatische Regelung wieder zu aktivieren, ist der Wahlschalter auf H3 zu stellen.

Sämtliche Reglereinstellungen können jederzeit mittels des Wahlschalters vor Ort verstellt werden, dazu muß der Regler an Spannung gelegt
werden. Die Vorgehensweise ist dabei:
Die gewünschte Änderungsposition am Wahlschalter einstellen, der gespeicherte Wert erscheint im Display. Änderung mit der Taste – Enter
- aktivieren und mit den oberen 2 bzw. 4 Tasten (Led´s leuchten) wird nun Stellengleich dem Display der neue Wert ( 0-9 ) eingegeben.
Eine Übernahme der neuen Eingabe erfolgt mittels der Taste Enter.
Wird eine Eingabe nicht mit Enter abgeschlossen, so bleibt der alte Wert gespeichert.
Wird nach dem Aufruf von Enter innerhalb 3 Minuten keine Eingabe vollzogen, so wird der Eingabemodus nach 3 Minuten automatisch
verlassen.

a) Meß- und Steuerspannung anlegen, sowie Stromwandler – Brücken öffnen.


Bei der Inbetriebnahme ist das Display zuerst dunkel, nach 6s erfolgt ein Selbsttest der optischen Anzeigen im Display
und der Tastatur für 2s.
Als Meßwert wird der Anlagen cosϕ angezeigt, andere Meßwerte müssen durch entsprechenden Tastendruck aktiviert werden.
Bei der Anzeige ”I—0” fließt kein Strom oder < 15mA des sekundären Wandlerstromes.

b) Eine eingebaute Nullspannungssperrzeit unterbindet jegliche Schaltvorgänge für 90s. Der Ablauf wird durch gleich-
zeitiges Blinken der beiden Dezimalpunkte über ” + ” und ” – ” im Display angezeigt.
Nach dieser Sperrzeit blinkt bei richtigem Anschluß und induktivem Lastfall der Punkt im rechten Display ” + ”.

c) Alarmfunktion auf ON (in Betrieb) oder OFF (außer Betrieb) mit Codierschalter einstellen
( Speicherungsart evtl. in H8 ändern )
S 3 = Regleralarm
S 4 = Harmonischer Alarm

d) Eingabe der angeschlossenen Kondensatorstufen unter H 5 ( z.B. Anzeige= CL_3 = Capacitor Limitation - Stufe 3 )
Wird die max. Stufenzahl eingegeben, aber nicht alle Ausgänge mit Kondensatoren belegt, so erkennt der Regler die
nicht belegten Stufen. Er unterzieht sie einer dreimaligen Findung und schließt sie dann vom weiteren Regelungspro-
zess aus. Die Anzeige der nicht belegten oder defekten Stufen ist durch die Taste > def < abrufbar. Die als defekt
abgelegten Stufen werden nach einem Zeitraum von 1 Tag, oder einer Netzunterbrechung automatisch wieder
aktiviert und einer erneuten Prüfung unterzogen.

e) Stromwandlerfaktor ” k ” unter H 6 einstellen


(z. B. 500A/5A = Faktor 100 oder 1000A/1A = Faktor 1000)
Bei Verwendung eines Summenwandlers werden für die Faktorermittlung die einzelnen Übersetzungsgrößen addiert
(z. B. 1000A/5A + 1000A/5A + 1000A/5A) x (5A+5A+5A/5A) = (3000A/15A) x (15A/5A) = (200 x 3) =
k = Faktor 600.
Zu beachten ist dabei, daß bei der Meßwertanzeige stets die Gesamtgrößen der gesamten Anlage angezeigt werden.

f) Eventuelles Verändern des vorgegebenen Spannungsfaktors unter H 7 (nur bei Betrieb in Mittelspannungsnetzen).

g) Unter H 8 kann zwischen zwei Speicherarten der Alarmgebung gewählt werden.


Die Anwahl wird durch einen Tastendruck auf > Enter < eingeleitet und mit der Taste + oder - umgeschaltet. Die
Anzeige wechselt dabei von 0 nach 1. Die Bestätigung geschieht wiederum durch einen weiteren Tastendruck auf die
Taste > Enter < ( Die Erläuterung der beiden Funktionen ist in Kapitel 7 a,d, bzw. f aufgeführt ).
h) Der Regler schaltet bei der Inbetriebnahme im Rhythmus der gewählten Schaltzeit, Stufe um Stufe zu, bis der einge-
stellte Leistungsfaktor cosϕ ( H1 ) erreicht ist. Die eingeschalteten Stufen werden durch LED`s ( 6 ) signalisiert.
Jede geschaltete Stufe bewirkt eine Veränderung der cosϕ Anzeige im Display. Weicht der cosϕ der Anlage, von der
Vorgabe des Soll cosϕ ab, so blinkt z. B. bei ind. Verschiebung der Punkt im rechten Display ” + ”, bei kap. Ver-
schiebung der Punkt im linken Display ” – ” . Im Laufe des sogenannten Findungsprozesses werden alle Stufen zu
einer Schaltung herangezogen und somit eine Größenermittlung durchgeführt. Der Findungsprozess ist abgeschlossen,
wenn für jede Stufe die Leistung ermittelt ist. Diese Werte werden abgespeichert und bleiben auch bei Spannungsaus-
fall erhalten. Eine erneute Findung wird nur dann eingeleitet, wenn die Kondensatorgrößen gelöscht wurden
( s.Absatz 9; Daten löschen ).
Ein Blinken eines Dezimalpunktes im Display über den Symbolen + bzw. – besagt, daß eine passende nicht aktivierte
Stufengröße gefunden wurde und nach Ablauf der Schaltzeit ( H 2 ) zu- bzw. abgeschaltet wird. Beim Betrieb mit ver-
schiedenen Kondensatorgrößen kann durch ein gezieltes automatisches Zu- und Abschalten bereits aktiver Stufen, die
richtige Kombination an benötigter Leistung ( kvar ) erreicht werden.

i) Wird während des automatischen Regelbetriebes H3 auf Handbetrieb H4 umgeschaltet, so werden bei einem Tasten-
druck auf P (+) oder cos (-) Stufen nach dem Kreisschaltprinzip zu- bzw. abgeschaltet. Beim Umschalten in den auto-
matischen Regelbetrieb erfolgt generell nach Ablauf der Schaltzeit ein sofortiges Abschalten aller aktiven Stufen.
Anschließend erfolgt die automatische Regelung der Anlage.

j) Eine eingebaute sog. Lastumkehrsperrzeit ( 30s ) wird dann wirksam, wenn ein Richtungswechsel von ind. nach kap.
oder umgekehrt stattfindet. Diese Zeit wird durch ein gleichzeitiges Blinken der Punkte +/- angezeigt und sichert den
Entladevorgang der Kondensatoren. Eine kundenseitige Verstellmöglichkeit ist unter HC vorhanden.

k) Die beiden Led‘s Import und Export über dem Display zeigen die Energie-Richtung an der Meßstelle an: Export be-
deutet Rückspeisung von Wirk- bzw. Blindenergie (kapazitiv) ins öffentliche Netz, Import bedeutet Bezug derselben.

l) Eine automatische Datenspeicherung der Regelwertigkeiten hat zur Folge, daß kurzzeitig ein Verlöschen der Anzeige im
Display auftritt ( keine Resetfunktion ).

Nach erfolgten Änderungen bzw. Einstellungen muß der Funktionswahl - Schalter (1) wieder in
Stellung H3 (Automatikbetrieb) gebracht werden, das Firmenschild ist wieder einzusetzen,
damit ein unbefugtes Hantieren an den Bedienelementen vermieden wird.

5) Standard Parameter
Codierschalter (S 3)
Regler-Alarm Meldungen
Schalter-Stellung OFF = Alarm-Meldungen aus – bzw. Alarm-Quittierung (Reset)
ON = Alarm-Meldungen ein

Codierschalter (S 4)
Harmonischer Alarm
Schalter-Stellung OFF = Alarm-Meldung aus – bzw. Alarm-Quittierung (Reset)
ON = Alarm-Meldung ein

Funktionswahlschalter ( 1 )

H 0 = Regler außer Funktion – autom. Abschalten aller Stufen nach der gewählten Stufenschaltzeit.
Anzeige im Display ” OFF”
Einstellung der Gerätekennzahl bei Busbetrieb

H 1 = Einstellung des Soll Leistungsfaktors cosϕ - ind. 0,70 – 1 – 0,90 cap.


< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display
Die automatische Regelung bleibt in dieser Stellung aktiv

H 2 = Einstellung der Stufenschaltzeit – min. 3 sec. / max. 9999 sec.


< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display
Die automatische Regelung bleibt in dieser Stellung aktiv

H 3 = Regler Automatikbetrieb - Anzeige des Leistungsfaktors oder anderer Meßgrößen. Ein Blinken der Punkte +/- , signalisiert
den Ablauf der Stufenschaltzeit (s. ”H2”), nach deren Ende erfolgt ein Schaltvorgang.

H 4 = Handbetrieb
< Enter mittels 2 Tasten +/- > wählbar – Anzeige im Display durch H im Wechsel mit dem gewählten Meßwert. Ein
kurzer Tastendruck bewirkt das Schalten einer Stufe nach der eingestellten Stufenschaltzeit, in der Kreisschaltfunk-
tion ohne Berücksichtigung des gewählten Schaltprogramms.
In dieser Schalterstellung ist die automatische Regelung blockiert.
Verlassen des Handbetriebes H4⇒ ⇒H3, alle aktiven Stufen werden abgeschaltet, die automatische Regelung tritt
wieder in Funktion.
H 5 = Auswahl der vorhandenen Kondensator Stufenzahl
< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display
(CL = Capacitor Limitation) im Wechsel mit dem gewählten Meßwert
Die Anzahl der Steuerausgänge sollte nicht überschritten werden!
Die automatische Regelung bleibt in dieser Stellung aktiv

H 6 = Eingabe des Stromwandlerfaktors ( s. S3, Pkt. e )


< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display
Die automatische Regelung bleibt in dieser Stellung aktiv

H 7 = Eingabe des eventuellen Spannungswandlerfaktors im Normalfall = 1.00 (= Nennspannung des Reglers).


< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display
Die automatische Regelung bleibt in dieser Stellung aktiv

H 8 = Auswahl der Alarmspeicherungsart


< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display
” A_0 ” bewirkt, daß eine einmal erfolgte Alarmauslösung gespeichert wird und nur durch ein kurzes Ausschalten
des Codierschalters ( S 3 ) zurückgesetzt werden kann.
” A_1 ” bewirkt, daß eine Alarmauslösung automatisch bei jedem Richtungswechsel der Regelung ( ind oder cap),
d. h. bei Wiedererlangung des Soll cosϕ zurückgesetzt wird.
Bimetall- und Harmonische Funktionen werden nach einer Werteunterschreitung automatisch gelöscht..
Bei fehlenden Bestell-Daten wird in Stellung ” A__0 ” ausgeliefert!

H 9 = Auswahl des Regelungsprogramms (erforderlich beim Einsatz zur Regelung von Filterkreisen)
< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display
1) ”auto” vollautomatischer Regelbetrieb (nicht für Filterkreise anwendbar !)
2) ”1:1:1:1” Regelungsgrößen 1:1:1:1:..... (Zu/Ab – keine Kreisschaltung!)
3) ”1:1:2:2” Regelungsgrößen 1:1:2:2......
4) ”1:2:2:2” Regelungsgrößen 1:2:2:2......
5) ”1:2:3:3” Regelungsgrößen 1:2:3:3......
6) ”1:2:4:4” Regelungsgrößen 1:2:4:4......
7) ”1:2:4:8” Regelungsgrößen 1:2:4:8:8...
Bei den einzelnen Programmen ( außer ” auto ”), muß sichergestellt sein, daß die Größen der einzelnen Stufen im richtigen
Größenverhältnis zueinander stehen. Die Erkennung der einzelnen Größen wird automatisch von der ersten Stufe ausgehend
vorgenommen. Bei den Regelprogrammen 3 - 7 erfolgt die Anzeige der Kondensatorgröße nur die der Stufe 1. Eine
Defekterkennung der einzelnen Stufen ist ebenfalls nicht möglich.
Bei einem Programmwechsel während des Betriebes werden alle aktiven Kondensatoren nach der >Enter< Bestätigung automatisch
abgeschaltet und der Regelvorgang beginnt von neuem.

HB = Eingabe eines Faktors zur Erreichung einer asymmetrischen Schaltzeit ( 1 – max..50 )


< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display z. B. ”Y 10”.
Der eingegebene Faktor vervielfacht die Schaltzeit, z. B. 10 = die 10 fache Schaltzeit ( von H 2 ) in der
Abschaltrichtung (schnelle Zu- und langsame Abschaltung der Stufen).

HC = Eingabe einer Sperrzeit bei Lastumkehr von 0 bis 255 s


< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display z. B. ”L 30 ” .
Bei Schaltrichtungsumkehr (zu-/ab- bzw. ab-/ zuschalten) wird diese Sperrzeit von z. B. 30 s mit der eingestellten
Stufenschaltzeit addiert wirksam. Damit wird eine Reduzierung der Schalthäufigkeit bei schnell wechselnden Last-
verhältnissen erreicht und die Entladung der Kondensatoren sichergestellt.

HD = Eingabe eines Grenzwertes – Kondensatorleistungsverlust – ( defekt Meldung “Alnn )


< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display z. B. 50 bedeutet, daß bei einem
Absinken der Kondensatorleistung ( jede einzelne Stufe ) < 50% vom Ursprungswert eine Alarmmeldung
ausgegeben wird ( s. Kapitel 7b ).
Eine externe Meldung wird durch das allgemeine Regleralarm-Relais ausgegeben ( Kontakt M – MO schließt.)

HE = Eingabe eines Grenzwertes – Scheinstrom Imax. – ( Alarm AL_I )


< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display – Einstellbereich 0-9999 A ( 0 = keine Funktion )
6) Optionen Parameter:
HA = Eingabe eines zweiten Soll Leistungsfaktors – NT – (Niedertarif) cosϕ ind. 0,70 – 1 – 0,90 cap. Option – NT
< Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display
Um diese Funktion zu aktivieren, muß an den Klemmen P und N eine Spannung von 150-240V 50/60Hz angelegt
werden (Schaltuhr, Rundsteuerrelais usw.).
Ist diese Funktion aktiv, so leuchtet das Led ”NT” über dem Display auf.

HE = Eingabe eines Grenzwertes – Scheinstrom Imax. – ( Alarm AL_I bzw. ALdI ) Option – j
Enter – mittels Tasten +/- wählbar - Enter >, Anzeige im Display – Einstellbereich 0-9999 A
Bei der Einstellung von 0 ist diese Funktion abgeschaltet.
Eine externe Meldung wird nur bei Überlast ( ALdI ) durch ein Relais ausgegeben - Bimetallfunktion –
(Kontakt A-MI schließt).

HF = Zeiteinstellung (date/time) Option- D


Die Einstellung erfolgt in drei Ebenen und ist mit < Enter und den 4 Tasten +/- > stellengleich änderbar.
< Enter > Anzeige – Jahr – 4 stellig z. B. 2000
< Enter > Anzeige – Tag/Monat – z. B. 26.01.
< Enter > Anzeige – Stunde/Minute – z. B. 15.45
Abschluß mit < Enter >
Meßwerte und Schalthandlungen werden intern gespeichert und können mittels der Visualisierung “CMWIN”
zeitlich dargestellt und ausgewertet werden.
Wenn diese Option nicht vorhanden ist, so erscheint im Display > no_t <

sonstige Optionen:
-e- Messung einphasig – Spannungsanschluß an den Klemmen L1 / N und Stromwandler in L1
-z- externe Alarmgebung mittels Schließerkontakt A-MZ ( s. Kapitel 7/d )
-c- Analoger Stromausgang für cosϕ
An den Klemmen +/- wird ein zum Phasenwinkelϕ proportionaler Strom ausgegeben. Es stehen drei Größen zur Auswahl, die bei der
Bestellung angegeben werden müssen: 0 – 20 / 0 – 24 / 4 – 20 mA. Vor Ort ist keine Umschaltbarkeit möglich. Die Anzeige ist beim
niedrigsten cap –60° – 0° - +90° ind beim höchsten Stromwert.
-t- Diese Ausführung besitzt statt Relais-, Transistorausgänge zur Ansteuerung von Thyristorstellern und ermöglicht eine schnelle
Regelung.
- B - Schnittstelle RS 485 zur Datenübertragung – Anschluß an den Klemmen A / B

- MB - Modbus Anbindung über RS 485

7) Alarmeldungen
Die Aktivierung erfolgt mittels der beiden Codierschalter S 3 für Regler- und S 4 für Harmonische Alarmgebung.
Alarmmeldungen werden ausgelöst sobald eine Störung im Regelverhalten der Kompensationsanlage ermittelt wird oder zulässige
Grenzwerte überschritten werden.
Die verschiedenen Alarmanzeigen ( 2 s ) werden im Wechsel mit der gewählten Messfunktion ( 5 s ) im Display dargestellt.

a) Regelalarm (Anzeige: ALLo/ALHi)


Diese Alarmeinrichtung überwacht eine Über- und Unterkompensation der Anlage.
In der Handschaltung ist sie generell nicht aktiv, da vom Kunden eine bestimmte, dem Lastfall nicht entsprechende Leistung geschaltet
werden kann.
Unterkompensation wird durch die Meldung ” ALLo” angezeigt. Wird der eingestellte Leistungsfaktor im Falle zu geringer
Kondensatorleistung nicht erreicht, so wird nach Ablauf der 75 fachen eingestellten Schaltzeit der Alarm aktiviert.
Überkompensation wird durch die Meldung ” ALHi” angezeigt. Wird der eingestellte Leistungsfaktor infolge Überkom-pensation (
verklebte Schützkontakte ) nach der eingestellten 75 fachen Schaltzeit immer noch überschritten, so wird der Alarm aktiviert.
Eine externe Meldungsausgabe erfolgt durch das Relais –m- ( Kontakt M-MO schließt ).
Ist manuelle Rücksetzung gewählt ( Einstellung in H 8 = 0 ), wird die Alarmmeldung solange gespeichert, bis eine Quittierung von Hand
ϕ”
erfolgt. Dies geschieht durch kurzzeitiges Stellen des Codierschalters S3 auf OFF oder ein Bestätigen der Taste ”cosϕ
> 10 s.
Eine automatische Rücksetzung ( Einstellung in H 8 =1 ) erfolgt bei Schaltrichtungswechsel
( ALLo: Zu- auf Abschaltung bzw. ALHi: Ab- auf Zuschaltung ).

b) Leistungsabfall (Anzeige: ALnn)


Diese Alarmeinrichtung überwacht das Absinken der Kompensationsleistung der einzelnen Kondensatoren über die Zeit.
Berechnungsgrundlage für diese Alarmgebung ist die bei der Inbetriebnahme gespeicherte Kondensatorgröße ( Ursprungswert, mittels der
Taste ”kvar” aufrufbar – Anzeige mit F.. im Display ). Sinkt die momentane Kondensatorleistung (mittels der Taste ”kvar” aufrufbar –
Anzeige mit L .. im Display) unter 50% des Ursprungswertes, so wird der Leistungsabfall durch die Meldung ”ALnn” angezeigt, nn steht
für die Nummer der defekten Stufe. Sind mehrere Kondensatoren betroffen, wird jede Stufe als eigene Fehlermeldung rollierend angezeigt.
Standardeinstellung = 50%, unter HD von 0 – 60% änderbar.
Eine externe Meldungsausgabe erfolgt durch das Relais –m- (Kontakt M – MO schließt).
Die Meldung wird gelöscht, sobald der Grenzwert wieder überschritten wird (automatische Rücksetzung). Durch Codierschalter S3
in Position ”off” wird die Meldung zurückgesetzt. Die defekten Kondensatoren werden dann einer erneuten Findung unterzogen.

c) Defekte Stufen (Anzeige: ALCd)


Diese Alarmeinrichtung überwacht den Ausfall von Kondensatorstufen.
Der Aufruf der defekten Stufen erfolgt durch die Taste ”def”, mehrere defekte Kondensatoren werden im automatischen Wechsel im
Display angezeigt.
Eine externe Meldungsausgabe erfolgt durch das Relais - m - (Kontakt M-MO schließt).
Die Alarmrücksetzung erfolgt nach einer Spannungsunterbrechung, Betätigung der Taste ”def” >10s oder automatisch im
1 Tage Rhythmus.
Durch den Codierschalter S 3 in Position ”off” wird die Meldung zwar ausgeblendet, bleibt aber im Hintergrund erhalten.

d) Oberschwingung (Anzeige: ALHA)


Diese Alarmeinrichtung überwacht den Oberschwingungsgehalt der Spannung im Netz.
Eine externe Meldungsausgabe erfolgt durch das Relais - z - (Kontakt A-MZ schließt).
Ist manuelle Rücksetzung gewählt (Einstellung in H 8 = 0), wird eine Alarmmeldung solange gespeichert, bis eine Quittierung von Hand
durch kurzzeitiges Stellen des Codierschalters S 4 auf OFF oder ein Drücken der Taste Harm. > 10s erfolgt.
Ist eine automatische Rücksetzung gewählt (Einstellung in H 8 = 1), so wird die Meldung automatisch gelöscht, wenn im nächsten
Zeitfenster ( 8 Min-Intervall ) der Harmonische Anteil unter dem vorgegebenen Wert liegt.

e) Überstrom (Anzeige: AL_I )


Diese Funktion wird nur aktiviert, wenn unter HE ein Wert > 0 eingegeben wird.
Überstrom wird signalisiert, sobald der gemessene Strom I den unter HE eingegebenen Grenzwert überschreitet. Die Meldung wird gelöscht,
sobald der Grenzwert wieder unterschritten wird ( automatische Rücksetzung, nur optische Funktion ).

f) Überlast (Anzeige:ALdI – optional – j )


Alarm wird ausgelöst, wenn die thermische Strombelastung den unter HE eingegebenen Grenzwert überschreitet
( Bimetallfunktion – Zeitfenster 8 Min. ).
Zusätzlich erfolgt eine externe Meldungsausgabe durch das Relais - j -. ( Kontakt A - MI schließt ).
Ist manuelle Rücksetzung gewählt ( Einstellung in H 8 = 0 ), wird die Alarmmeldung solange gespeichert, bis eine Quittierung von Hand
erfolgt. Dies geschieht durch ein Betätigen von der Taste ”I” = > 10s, nach dem Abschluß des Zeit-fensters max. >8 Minuten.
Eine automatische Rücksetzung der Alarmmeldung ( Einstellung in H 8 = 1 ) wird dann eingeleitet, wenn sich im nächsten Zeitfenster ( 8
Min-Intervall ) keine Alarmgebung ergibt.

8) Meßwertanzeigen
Taste: Mittels der Folientastatur sind folgende Meßwerte bzw. Funktionen aufrufbar:

P = Gesamtwirkleistung der Anlage in kW (ausgehend von symetrischer Last)

S = Gesamtscheinleistung der Anlage in kVA (ausgehend von symetrischer Last)

Q = Gesamtblindleistung der Anlage in kvar (ausgehend von symetrischer Last)

ϕ
cosϕ = Die Digitalanzeige signalisiert den Leistungsfaktor cosϕ der Anlage
( z. B. i 0,87 für induktive oder c 0,94 für kapazitive Last)

U = Anzeige der Netzspannung in V (verkettet).

I = Anzeige des Scheinstromes der Anlage (Meßphase).


Rollierende Anzeige des thermischen Stromes – I_th ( Bimetallfunktion – Zeitfenster = 8 Min.)

Harm. = Aktivierung der Fourieranalyse der Netzspannung


% Darstellung der Oberschwingsanteile der 3. / 5. / 7. / 9. / 11. / 13. Harmonischen in Prozent der Grund-
schwingung, durch je einen Tastendruck.
Der Wechsel innerhalb der gewählten Harmonischen erfolgt automatisch z. B. 5. (Harm.) und 1. 2 (%) je 3 s.

Clock = Aufruf von Datum und Zeit ( nur bei Option D )


Durch jeden Tastendruck erfolgt ein Wechsel von ”JJJJ” = Jahr nach ”TT.MM” = Tag, Monat nach
”hh.mm” Stunde. Minute usw.
Ist diese Option nicht integriert, so zeigt die Anzeige ”no_t”.
--||-- = Abfrage der einzelnen Kondensatorgrößen in kvar.
kvar Durch jeden Tastendruck erfolgt ein Wechsel zu nächsten Stufe. Pro Stufe werden zwei Werte im automa-
tischenWechsel angezeigt: z. B.
”2 L” ( Last ) entsprechend Kondensator 2 – alternierend wird die aktuelle Kondensatorgröße in kvar
dargestellt.
”2 F” ( First ) entsprechend Kondensator 2 – alternierend wird die Kondensatorgröße der ersten Inbetrieb-
nahme in kvar dargestellt ( Anzeige erst nach 5 Schaltungen der Stufe ).

--||-- = Abfrage der Schaltspiele pro Stufe.


op. Automatischer Anzeigewechsel von Stufenzahl und Schaltspielen.
Durch jeden Tastendruck erfolgt ein Wechsel zu nächsten Stufe.

--||-- = Anzeige der defekten Kondensatorstufen


def. Bei mehreren Stufen erfolgt eine rollierende Darstellung.

Enter = Aufruf und Bestätigung von Parametereinstellungen und Aktivierung der Handbetriebs.

9) Daten löschen
Folgende Daten können mittels den entsprechenden Tasten gelöscht werden:

Thermische Stromanzeige I_th


Drücken der Taste I >20s

Kondensator Stufengröße in kvar


Zuerst alle Stufen abschalten
Die Wertigkeit L kvar Wahlschalter auf H 0 stellen und die Taste kvar drücken >10s
Die Wertigkeit F kvar Wahlschalter auf H 0 stellen und die Taste kvar drücken >20s
Beim Löschvorgang werden alle Stufenwertigkeiten gleichzeitig auf 0 zurückgesetzt.

Schaltspiele pro Stufe


Alle Wertigkeiten der einzelnen Stufen werden durch die Taste op. > 10 s gleichzeitig auf 0 zurückgesetzt.

Defekte Stufen
Die als ”defekt” gespeicherten Kondensatoren können durch die Taste def. > 10 s gelöscht werden.
Eine Neufindung defekter Stufen erfolgt durch eine Netzunterbrechung, automatisch im 1 Tagerhythmus oder nach einem manuellen
Rücksetzvorgang.
Beim Löschvorgang werden alle Werte gleichzeitig auf 0 gesetzt.

10) Datenübertragung
Der Regler besitzt eine durch das Firmenschild abgedeckte Datenschnittstelle RS 232 (9 pol.SUB-D), die dem Anschluß eines PC oder
Laptop dient.

Die Verwendung der Software “CMSTO” ermöglicht nur eine Aufzeichnung der Schalthandlungen der einzelnen Stufen. Die
Datenspeicherung mit der zeitlichen Zuordnung wird vom PC aus aufgezeichnet ( Online Betrieb ).

Die Reglerausführung mit der Option ”D” ermöglicht die Datenaufzeichnung mit einem im Gerät integriertem Datenspeicher mit Datum und
Uhrzeit. Der interne Speicher kann ca. 10 000 Schalthandlungen bzw. Meßintervalle aufnehmen.
Die Verwendung der Software “CMWin” ermöglicht das Auslesen des Speicherinhaltes mit den einzelnen Meßgrößen und
Schalthandlungen mit Datum und Uhrzeit. Die Datenverbindung erfolgt über die RS232 Schnittstelle.

Die Option “B” beinhaltet eine RS485 Schnittstelle ( Klemmen auf der Geräterückseite ) mit der eine Datenübertragung bis
1,2 Km realisiert werden kann.
Eine Fernbedienung des Reglers wird durch die Verwendung der Software “CMWin” ermöglicht.
Für die Datenumsetzung am PC wird ein Converter RS485/432 benötigt.
Wird eine Verbussung mit mindestens 2 Reglern durchgeführt, so wird ein sogenannter BELUK BUS mittels einem zwei-adrigen
abgeschirmten Datenkabel und die Software “CMWin_bus” benötigt.
(s. gesonderte Software-Bedienungsanleitung – CMWin_bus ).

Die Option “MB”-Modbusanbindung ( s. eigene Beschreibung )- beinhaltet eine RS485 Schnittstelle ( Klemmen auf der Geräterückseite )
mit der eine Datenübertragung bis 1,2 Km realisiert werden kann.

v.: BAL_CM_06-03_d