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BERGBAU DER RÖMISCHEN PROVINZ DALMATIEN

Ante SKEGRO

Einleitung

Dalmatien, das bis zum Jahre 8/9 n. Chr. Teil der Provinz lllyricum -
einschließlich Pannonien war, war an verschiedenartigen Bodenschätzen
reich, die mit kleineren oder größeren Unterbrechungen schon seit dem
Eneolithicum gefördert wurden. Die Bodenschätze waren neben den
strategischen einer der Hauptgründe für die Eroberung der dalmatinisch-
pannonischen Gebiete durch die Römer1. Die Bodenschätze des näheren und
weiteren ostadriatischen Hinterlandes zogen bereits seit dem 7. und 6. Jh v.
Chr. hellenistische, umbrische und etruskische Kaufleute an, die vor allem an
Gold und Silber interessiert waren.
Das Silber, das vorwiegend in Verbindung mit Zink, Blei, Quarz und
Pyrit gefunden wurde, wurde in beträchtlichen Mengen bereits seit dem Ende
des 5. Jhs. v. Chr. ausgeführt. Im Laufe des 4. Jhs. v. Chr. erschienen in den
ägeischen Gebieten größere Mengen Silbermünzen und Schmuck. Für ihre
Herstellung wurde zum großen Teil auch dalmatinisches Silber benötigt. Die
Macht der balkanischen politischen Organisationen, an deren Spitze die
Herrscher Bardylis, Monounios, Mytilos, Genthios und Ballaios standen,
gründete sich großenteils auf dem Reichtum der dalmatinischen
Edelmetallbergwerke. Das Silber von den dalmatinischen Gebieten wurde
zweifellos für die Prägung der Silbermünzen der illyrisch-griechischen
Siedlungen an der Ostadria verwendet.

Nach der Eroberung der Bergbaureviere im westlichen Teil Illyricums


begannen die Römer die Förderung der Edelmetalle, vor allem von Gold. In der 2.
Hälfte des 1. Jhs. n. Chr. wurde auch die Gewinnung von Silber und Eisen
intensiviert.
Römische Bergwerke sowie metallurgische Betriebe befanden sich in den
nordwestlichen, zentralen, östlichen und in den Grenzgebieten Dalmatiens. Es ist
fast unmöglich festzustellen, ob einige Bergwerke und metallurgische Betriebe im

1 Vgl. G. NOVAK, Hist. Zbor. 1 (1948) 131.

53
AKADEMIJA NAUKA I UMJETNOSTI
BOSNE I HERCEGOVINE

GODIŠNJAK
K N J IG A X X X !

Centar za balkanološka ispitivanja


Knjiga 29

Redakcioni odbor
Dževad Juzbašić, Zdravko Marić, Veljko Paškvalin

Odgovorni urednik
Zdravko Marić

UDC 93 ISSN 0350-0020

S A R A J IiV O 2000
V
Raum Dalmatiens oder den benachbarten Provinzen Pannonien und Obennösien
lagen.
Bis zum Ende des 1. Jhs n. Chr. waren die Bergwerke Dalmatiens ein
Bestandteil des einheitlichen Bergbaus Illyricums2. Den Emissionen des
bergmännischen Geldes3 nach begann die Trennung der Bergwerke nach dem
Provinzprinzip4 zur Regierungszeit von Traianus (98-117) und wurde unter
Hadrianus (117-138) und Antoninus Pius (138-161) fortgesetzt. Innerhalb der
Provinzen gab es auch Bergwerke mit einem Sonderstatus, wie z. B. die
dalmatinischen Goldbergwerke (aurariae Delmatarum) sowie metalla Ulpiani5.
Den numismatischen Quellen zufolge wurden die dalmatinischen und
pannonischen Bergwerke (metalla Ulpiani Delmatici, metalla Ulpiani Pannonici)6
zur Zeit Traians dem kaiserlichen fiscus unterstellt.
Zur Zeit Hadrians gehörten dem kaiserlichen fiscus neben den dardanischen,
dalmatinischen und pannonischen auch die Bergwerke von Noricum78sowie ein
Bergbaurevier in Obennösien (Aeliana Pincensiäf an. Nach den Bildern der Götter
von den Serien des dalmatinischen bergmännischen Geldes lassen den Schluß zu,
daß die Verwaltung der Silberbergwerke zur Zeit Hadrians von der Verwaltung der
Eisenbergwerke9 getrennt wurde. Auf einigen Münzen befindet sich Diana mit dem
Hirsch10*als Symbol des Silbers. Sie wurde in den Bergbaurevieren von Domaviau ,
Kosmaj12, Lim13 und Rudnik (im Südosten Dalmatiens)14 verehrt. A uf einer
anderen Serie befindet sich Mars mit dem Brusthamisch15 als Symbol des Eisens,

2 CIL VI 1921; T. NAGY, Acta Arch. Acad. Sc. Hung. 21 (1969) 407; S. DUŠANIĆ, Mineria y
metalurgia 11, 154; A. ŠKEGRO, Opuse. Arch. 18(1994) 173-180.
3 H. COHEN, Description, II,‘1882, 120-121, 138-139, 180-183, 234, 962, 1264, 1514-1517; K.
REGLING, PRE 15/2 (1932) 1322-1323; J. VAN HEESCH, Studie, 170-174.
4 S. DUŠANIĆ, ANRW U 6, 58; vgl. Auch S. DUŠANIĆ, Živa ont. 21 (1971) 2, 535-554.
5 RICIII, CIX; BMC 234 235 + #; RICII294 Nr. 708; P. L. STRACK, Untersuchungen, Nr. 502,
504; V. M. SIMIĆ-R. VASIĆ, Rev. num. Vie s.-t. 19 (1977) Nr. 11-16.
6 J. H. ECKHEL. Doctrina VI”, 445; H. COHEN, Description II, 183; R. MOWAT, Rev. num., ser 111,
12 (1894) 383-384, Nr. 5. PI. XI 7; I KELLNER, Glas. Zem. Muz. 7 (1895) 195, Abb. 126; ders.,
Wiss. Mitt. Bos. Herz. 5 (1897) 126, Abb. 162; RIC 11294, Nr. 705; BMC s. 234; F. LENORMANT,
La Monnaie, 240; RIC 111 s. 234+, 235*; Taf. 45, 14. Vgl. auch J. H. ECHEL, Doctrina VI, 446; H.
COHEN, Description 11”, 180; R. MOWAT, Rev, num 12 (1894) 412, PI. XI Nr. 19; BMC 111234 #.
7 BMC IIIp. 533; Nr. 1850-52; V. M. SIMIĆ - M. R. VASIĆ, Rev. num. Vie s.-t. 19 (1977) 52.
8 M. VASIĆ, Starinar 1894, 1.2, 43 ff; RIC U 474 Nr. 1012; BMC 533, Nr. 1853; E. PEGAN, Atti.
Congr. intern. di. num. Roma 11-16 settembre 1961, vol. 11, Roma 1965, 439; V. M. SIMIĆ - M. R.
VASIĆ, Rev. num. Vie s.-t. 19 (1977) 22, 23.
9 Vgl. R. MOWAT, Rev. num. 1894, 373-413.
10 RIC II474 Nr. 1854ff; V. M. SIMIĆ - M. R. VASIĆ, Rev num. Vie s.-t. 19 (1977) Nr. 20, 21.
" CIL U112723.
12 CIL 11! 14546.
13 CIL 1II8298.
14 M. RIZNIĆ, Starinar 5 (1885) 35.
15 RIC II 474 Nr. 1014; BMC 534, Nr. 1856 Taf. 98, 8; V. M. SIMIĆ - M. R. VASIĆ, Rev. num. Vie
s.-t. 19(1977) W. 18, 19.

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was die dalmatinischen Eisenbergwerke mit dem römischen Heer verbindet. In der
Regierungszeit dieses Kaisers wurden auch die letzten Pächter der
Edelmetallbergwerke16 in Illyricum durch kaiserliche Verwalter17189abgelöst.
Zur Zeit von Antoninus Pius erschien der Verwaltungsapparat für die
dalmatinischen und pannonischen Silberbergwerke (argentariae Delmaticarum ls,
argentariae Pannonicarum 19). Die Verwaltung der dalmatinischen Silberbergwerke
befand sich entweder in municipium Malvesiatium (Skelani am Fluß Drina) oder in
Sirmium20. Die Eisenbergwerke in Noricum, Pannonien und Dalmatien pachtete
während der Markomannenkriege ein Unternehmer21, dem spezielle Verwalter für
jede Provinz unterstanden22.
Unter Marcus Aurelius (161-180) zwischen den Jahren 161 und 169 leitet
die integrierten pannonischen und dalmatinischen Bergwerke ein Verwalter
(procurator metallorum Pannonicorum et Delmaticorum )2324 mit dem Sitz in
Domavia24. In seinem Amtsbereich lagen die Bergwerke von Domavia, am Fluß
Lim, vom Berg Kosmaj25, von Raska26 und am Fluß Ibar27. Aus der Quelle ist
jedoch nicht ersichtlich, wo sich sein Sitz befand.
Zur Regierungszeit von Commodus (180-195) bildeten die pannonischen
und dalmatinischen Silberbergwerke eine besondere Einheit, an deren Spitze ein
Prokurator (procurator argentariarum Pannoniarum et Dalmatiarum) mit dem Sitz
in Domavia stand28. Domavia bleibt der Verwaltungssitz der pannonisch-
dalmatinischen Silberbergwerke bis zu Kaiser Aurelianus (270-275).

16 Einer der letzten war Qvintus Gnorius aus Ibartal. Vgl. S. DUŠANIĆ, Arh. vestn. 28 (1977) 163-
167; ders., Istor. glasnik (1980) 1-2, 50.
17 S. DUŠANIĆ, Arh. vestn. 28 (1977) 166; ders., ¡stör, glasnik (1980) 1-2, 22.
18 S. DUŠANIĆ, ANRW1I6, 86-88.
19AE 1915, 46; 1905, 152; 1958, 158.
20 Vgl. CIL 11112739 + 12740 = AE 1948, 243 = ILlug. 83; 1. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 8-9
(1982) 103; ders., Bosna i Hercegovina, 199.
21 Vgl. I. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 8-9 (1982) 107-108; ders., Bosna i Hercegovina, 276; Vgl.
R. EGGER, Führer, 50; G. WINKLER, Reichsbeamten, 166; H. VETTERS, ANRWI1 6, 330; Vgl. U.
TÄCKHOLM, Studien, 109; J. BURIAN, Ztschr. F. Geschichtwiss. 5 (1957) 538-543; T. FRANK,
History, 444; S. DUŠANIĆ, Istor. glasnik (1980) 1-2, 52.
22 CIL ¡114809; P. 0RSTED, Economy, 221, 223 ff.
23 CIL III 12721 = 8361; AE 1956, 123.
24 CIL III s. 2124; V. PAVAN, Dalmazia, 94 ff; E. PAŠALIĆ, Naselja, 1960, 115; G. ALFÖLDY,
Dalmatien, 154 f.; J. J. WILKES, Dalmatia, 277 ff; H.-Chr. NOESKE, BJb 177 (1977) 278; P.
0RSTED, Economy, 329; S. DUŠANIĆ, ANRWII6, 64.
25 CIL III 14536; F. LADEK - A. v. PREMERSTEIN - N. VULIĆ, Jh. Österr. Arch. Inst. 4 (1901)
Bbl. 153; N. VULIĆ, Sporn, srp. kralj, akad 39 (J903)_ 81, Nr. 71; U. TÄCKHOLM, Studien, 161; F.
PAPAZOGLU, Živa ant. 7(1957) 1, 122; S. DUŠANIĆ, ANRW1I6, 88, Not. 227; ders., IMS 1103.
26 P. 0RSTED, Economy, 303; ILlug. 1378.
11 F, LADEK - A. V. PREMERSTEIN - N. VUL1Ć, Jh. Österr. Arch. Inst. 4 (1901) Bbl. 153; N.
VULIĆ, Sporn, srp. kralj. akad. 39 (1903) 81-82; M. VELIČKOVIĆ, Zbor. Nar. muz. Beograd 1
(1956-57) 99; H.-Ch. NOESKE, BJb 177 (1977) 295, Not. 126; P. 0RSTED, Economy, 302.
28 CIL III 7127; CIL XIV 289 = CIL VI31870.

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Zu Beginn des 3. Jhs. wurden einige Eisenbergwerke im Nordwesten
Bosniens und der Herzegowina von großen Unternehmern {ferrariae
Pannonicae29) gepachtet. Im ersten Jahrzehnt des 3. Jhs. wurden sie dem
kaiserlichen Verwalter {procurator Augusti)30 unterstellt. Die Verwaltung der
pannonisch-dalmatinischen Eisenbergwerke wechselte ihren Sitz, aufgrund der
politischen Situation und des Sicherheitsrisikos in Pannonien und im mittleren
Donaugebiet.
Die Verwaltung für die Bergwerke Ulyricums wurde in der 2. Hälfte des 3.
Jhs. zusammengelegt. Zur Zeit des Kaisers Claudius II. Gothicus (268-270)31
befanden sich diese Bergwerke im Amtsbereich von curator Illyrici metallarius32.
Dies war die Zeit der gotischen Einfälle in das mittlere Donaugebiet. Der letzte
kaiserliche Verwalter aus Domavia {procurator Augusti) wird in die Zeit des
Kaisers Aurelianus datiert33. Zur Zeit der ersten Tetrarchie war die Verwaltung der
Silberbergwerke wieder getrennt. Auf dem Gebiet von Rudnik34 und Kosmaj35
erschienen neue Verwalter. Seit Anfang des 4. Jhs. gibt es keine kaiserlichen
Verwalter mehr. Die Bergwerke Ulyricums {metalla Illyrici) wurden seit der 2.
Hälfte des 4. Jhs. von Personen aus den kurialen Kreisen verwaltet.

1. BERGBAU IN DER URGESCHICHTE

In vorrömischer Zeit wurden im Gebiet Ulyricums große Mengen von Erzen1


gefordert, vor allem Kupfer, Silber, Gold und Eisen. Im Gebiet der späteren
römischen Provinz Dalmatien begann die Erzforderung noch im Laufe des späten
Eneolithicums2. Funde aus dieser Zeit existieren auf Gradina Zecovi bei Prijedor in
Westbosnien3, auf Debelo Brdo in Sarajevo in Mittelbosnien4, auf Gradina
Alihodze im Tal des Flusses Bila (Lasva)5 in Mittelbosnien, im Gebiet von Gomja
Tuzla in Nordostbosnien6 u. a.
Im urgeschichtlichen Bergbau sind zwei Phasen zu unterscheiden. Die erste
Phase dauerte bis zur Invasion der Kelten und bis zum Beginn der griechischen
Kolonisation auf den ostadriatischen Inseln und der Küste. Die zweite Phase ist

29 ILlug. 779; M. BULAT, Osj. zbor. 20 (1989) 36-38.


30 ILlug. 766; 157.
31 SNA 15, 2 und 4.
32 Vgl. SHA 15, 2.
33 CIL 11112736.
34 IMS / 20.
35 IMS 1151.
1 Über die Anfänge des Bergbaus und der Metallurgie in lllyricum vgl. B. JOVANOVIC, Metallurgy,
69-79; ders., Minería y metalurgia /, 13-19.
2 Vgl. A. DURMAN, Opuse, arch. 8 (1983) 66, 67.
3 B. COVIC, God. Cen. balk. isp.XIII/Il (1976) 106 ff.
4 B. COVIC, God Cen. balk. isp.XIII/11 (1976) 107 ff.
5 B. COVIC, God Cen. bait isp.XIII/11 (1976) 111.
6 V. CURC1C. Glas. Zem. muz. 20 (1908) 77; B. COVIC, God. Cen. balk. isp. XXI1/20 (1984) 118.

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gekennzeichnet durch den starken Einfluß der Kelten und teilweise der Griechen
und dauerte bis zur römischen Besetzung, Während der ersten Phase dominierte die
Gewinnung von Kupfer. Durch seine Verschmelzung mit Zinn gewann man
Bronze, Dies bezeugen Steinstampfer, primitive Schmelzöfen sowie Gießformen7,
ln der zweiten Phase überwog die Gewinnung von Edelmetallen und Eisen.

1. 1. Kupfer

Eine intensivere Kupferförderung im Gebiet Dalmatiens begann noch in der


Zeit der Urnenfelderkultur. Die Bergstollen, in denen dieses Metall abgebaut
wurde, wurden in Mracaj und Mackare bei Uskoplje (Gornji Vakuf) in
Mittelbosnien gefunden. Die gefundenen Waffen und Werkzeuge aus Bronze auf
Gradina Varvara oberhalb der Quelle von Rama in der Nordherzegowina8 lassen
eine über das erste Jahrtausend v. d ir,9, hinausgehende Datierung wohl nicht zu.
Das Kupfer wurde in der Urgeschichte auch in Jarnovac bei Priboj am Fluß Lim101
abgebaut.

1. 2. Gold

Das Gold wurde, da es in den dalmatinischen Räumen auch in reiner Form


gefunden wurde, Gegenstand des Interesses um 2000 v. Chr." . Die Funde aus
Privlaka bei Nin12 sowie aus Split mit den teilweise in Gold angefertigten
Gegenständen zeugen davon13, daß einheimische Meister im Gebiet Dalmatiens
auch in der Bronzezeit Gold bearbeiteten. Der Fund der Goldschmuckstücke aus
Zvomik in Ostbosnien aus der Zeit der Urnenfelderkultur14 deutet auf die
Goldverarbeitung im Binnenland Dalmatiens hin. Von einer Tradition in der
Bearbeitung von Edelmetallen in den Grenzgebieten des östlichen und südöstlichen
Dalmatien zeugen auch die sog. Hqfkunstwerksiätten illyrischer Führer vom
Zentralbalkan Ende des 6. bzw. Anfang des 5. Jh. v. Chr. Die Goldforderung in den
Gebieten der späteren römischen Provinz Dalmatien wurde auch während der
letzten Jahrhunderte der Zeit v. Chr. nicht unterbrochen, was auch der römische
Orator Floras bezeugt15.

7 Vgl. A. ST1PCEV1C, Ilirif 112-116,


8 V. CURCIC, Wiss. Mm. Bos. Her:. 8 (1902) 48-60; B. COViC, Butmir, 196,
9 V. CURCIC, Glas. Zem. muz. 20 (1908) 86 f,; ders.» Rudarsko-topionicarski vesnik 8 (1930) 375; 0.
DAVIES, Mines, 187 f.; B. COVIC, Butmir, 195.
10 Vgl O. DAVIES. Glas. Zem. muz. 49 (1937) 1-3.
11 Vgl. H. QUIRING, Geschichte. 106.
12 Z. VINSKI, Arh. rad. raspr. I (1959) 209-213, Abb.1-14.
Vgl. 1. MAROV1C. Vjes. arh. hist. dalm. 55 (1953) 125 f.
MVgl. Z. VINSKI. Arh. rad raspr. I (1959) 218-224. Abb.68-73.
*'5 FLOR.. Epit. 11, 25: quod alioquin gens omnium cupidissima eo studio, ea diligentia anquirit, ui
illud in usus suos eruere videatur.

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1. 3, Eisen

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16 Vgl. R. J. FORBES, Technology IX, 263-264; I. F. HEALY, Mining, 63.


17 Vgl. 1. F. HEALY, Mining. 63.
18 Vgl. B. ¿OVIC, Butmir, 195, 205.
19 B. COYIC, Butmir, 196.
20 F. FIALA, Glas. Zem. muz. 8 (¡896) 219 f.; ders„ Glas. Zem. mm. 9 (1897) 281 f.; ders., fViss.
Miti. Bas. Herz. 6 (1899) 122 f.; M. MAND1C, Glas. Zem. muz. 43 (¡931) 1-6.
21 Vgl. J. ALEXANDER, Jugoslavia, 112.
22 F. FIALA, Glas. Zem. muz. 8 (¡896) 219-272, 302; ders., Glas. Zem. muz. 9 (¡897) 301-307; ders.,
Wiss. Miti. Bos. Herz. 6 (1899) 62 f„ 122-128.
23 M. RADIVOJAC. Zbor. kraj. muz. 7 (1983) 128.
24 Vgl. V. CURÖC, W is s . Mitt. Bos. Herz. ¡2 (¡912) 7, T. VI Abb.9; A. STIPCEVIC, Biadom 2
(1960-61) ¡962, 156-158.
25 V. RADIMSKY, Wiss. Miti. Bos. Herz. 4 (¡896) 73.
26 V. RADIMSKY, Wiss. Mitt. Bos. Herz. 2 (1894) 3; ders., Wiss. Miti. Bos. Herz. 4 (1898) 135.
27 V. RADIMSKY, Wiss. Miti. Bos. Herz. 4 (¡896) 135.
28 A. BENAC, Naselja, 98, ¡4L 160.
29 C. PATSCH, Wiss. Mitt. Bos. Herz. ¡1 (1309) 118.

58
Die Eisenschlacke von Gradina in Osanici bei Stolac in der Ostherzegowina
sowie Gießformen sind Beweise dafür, daß sich auch die Daorsen mit der
Eisenverarbeitung in den letzten drei Jahrhunderten v. Chr. befaßten’2.

1.4, Hoßcunstwerkstätte illyrischer Führer

In den Grenzgebieten im Südosten und Osten Dalmatiens wurden in den Gräbern


der illyrischen Führer (Trebeniste, Novi Pazar, Atenica u. a.) goldene Masken,
Armbänder und Sandalen, massive silberne Gürtel, silberne Fibeln sowie andere
Formen von Schmuck gefunden3 031233. In der Zeit von etwa 540 bis 470 v. Chr. wirkten
in diesem Raum die sog. Hqfkunstwerkstätten der illyrischen Dynasten, in denen
der griechische Schmuck repariert wurde. Diese einheimischen Meister fertigten
auch eigenhändig Silber- und Goldschmuck an’4. Der Reichtum an Edelmetallen
der Stammesführer aus Trebeniste bei Ohrid wird oft mit den SiIberbergwerken35
von Damastion in Verbindung gebracht. Der größte Teil der goldenen
Verzierungen auf der Kleidung, goldene Gürtel, Ohringe, goldene und silberne
Fibeln aus den Fürstengräbem in Novi Pazar wurde allem Anschein nach hier
angefertigt, mit mehr oder weniger Hilfe fremder Handwerker36. Wenn das Silber,
aus dem dieser Schmuck angefertigt wurde, aus den Bergwerken von Damastion
stammte, so kann der Beginn des verstärkten Abbaus in diesen Bergwerken in die
2. Hälfte des 6. Jhs. v. Chr. datiert werden.

30 V. RADIMSKY, Wiss. Miti. Bos. Herz. 2 (1894) 3.


31 Vgl. P. OREČ, Glas. Zern. mm. 32 (¡977) 224.
32 Vgl. Z. MAR1Ć, Wiss. Milt. Bos. Herz. Landesm. 6 (1979), 211-242; ders., Hercegovina. 2 (10)
1996, 19-20.
33 Vgl. B. D. FILOW - K. SCHKORPIL, Trebeniste; M. GRBIĆ, Glas. Skop. nauc. dr. 3 (1927) 280-
283; M. M. VASIĆ, Srp. knj. glas. 25 (1928) 221-231, 299-309; C. PRASCHNIKER, JA. Osterr.
Arch. inst. 27 (1932) 106-114; N. VULIĆ, Glas. Skop. nauč. dr. 11 (1932) 1-41; ders., Osterr. Jb 27
(1932) 1-42; ders., Jb. Deutschen arch. Inst. 47 (1933) H. 3-4, Arch. Am. 459-482; ders., Sporn. Srp.
kralj. akad. 76 (1933) 3-31; ders., Let. Mat. srp. 107 (1933) 1, 22-31; ders., Osterr. Jb 28 (1933) 164-
186; ders., Rev. int. et balk. 1 (1934) 156-164; ders., Rev. arch. Vie sen 3 (1934) janvier-avril, 26-38;
ders., Sporn. Srp. kralj. akad. 77 (1934) 85-104; V. ČAJKANOV1Ć. Rev. int. et. balk. 2 (1936), T. 13,
137-148; J. KOROŠEC, Glas. Zem. muz. 8 (1953) 91-101; Lj. POPOV 1Ć, liva ant. 8 (1958) I 149-
154; V. LAHTOV - J. KASTELIC, Lychnid 1 (1957) 5-58; A. CERMANOVIĆ, liva ant. 6 (1956) 2,
307-313; LJ. B. POPOVIĆ, Zbor. Nar. muz. Beog. 4 (1964) 85-88; V. POPOVIĆ. Arch. lug. 5 (1964)
33-44; ders.. Starinar 15-16 (1964-65) 15-30; Dj. STOIANOVIĆ-GABRIČEVIĆ, Zbor. Nar. muz.
Beog. 4 (1964) 89-92; V. LAHTOV, Problem; M. GARAŠAN1N, Art. Asiae 15 (1952) 270-272 und
pass.; Đ. MANO-ZISI - U. POPOVIĆ, Iliri i Grci, 32-36; ders,. Novi Pazar; M. ĐUKN1Ć - B.
JOVANOVIĆ, Atenica; L. OGNENOVA, Atti del VII cong. int. arch, class.. Vol. 8, Roma 1961,
117-121 und pass.; M. PAROV1Ć-PEŠIKAN, Arch. lug. 5 (1964) 72-74; P, KUZMAN - M.
STEFANČIĆ, Trebeniste 1972, 72-74; Lj. POPOVIĆ, KELTOl, 29-30; V. P. VASILEV Acta arch.
Acad. Sc. Hung. 1983, 179-185 und pass.; N. TASIĆ, Skordisci, 77-82.
j4 B. ČOVIĆ, Butmir, 317; R. VASIĆ, Starinar 37 (1986) 16, 20; ders., Pmist, jug, zem. 5 (1970)
650.
35 N. G. L. HAMMOND, Macedonia 1,39,71,91.
36 Vgl. R. VASIĆ, Praist. jug. zem. 5 (1987) 647, 648.

59
I. 5, Die Bergwerke von Damastion

Seit Ende des 5, Jhs.’' bzw, dem Beginn des 4. Jhs. v. Chr.3738 erschienen
beträchtliche Mengen von silbernen Tetradrachmen, Drachmen und Tetrobolen mit
der Legende AAMAETINQN, entweder in großen Mengen oder einzeln im
weiteren Raum des Balkans (im Gebiet von Stobi, Skoplje, Kumanovo und
Kratovo in Makedonien, bei Vranje und in Rutina bei Leskovac in Südserbien, in
Janjevo, Prizren, Đakovica und Peć im Kosovo, in bulgarischen und rumänischen
Gebieten, in Dodona in Epirus, auf der Insel Korfu, an der Küste gegenüber der
Korfu, im Gebiet von Skadar in Nordalbanien, in Risan in Boka Kotorska
(Montenegro), bei Sinj in Südkroatien, bei Bileća in der Nordostherzegowina sowie
bei Banjaluka in Westbosnien39), Die bergmännische Krampe und die Inschrift
AAM AETIN Q N auf dem Avers sowie die Darstellung der Abgüsse von Rohsilber
mit der gleichen Legende, auf dem Revers, die auf einigen dieser Münzen
vorkamen, bezeugen, daß das Silber, dem dieses Geld geprägt wurde, aus den
Bergwerken von Damastion stammte. Die Inschriften auf dem damastionischen
Geld in griechischer Sprache sowie seine große Verbreitung zeugen von einer
intensiven wirtschaftlichen Zusammenarbeit der illyrischen Bergleute und Gießer
auf der einen Seite und der griechischen Gewerbebetreibenden auf der anderen
Seite schon seit Mitte des 5. Jhs. v. Chr. Das damastionische Silber, aus dem ein
hochwertiges Geld gefertigt wurde, war für diese Zusammenarbeit ohne Zweifel
ausschlaggebend.
Im Laufe des 4. Jhs. v. Chr. traten auf dem Zentralbalkan noch einige Serien
des silbernen Geldes auf, die man mit den Bergwerken von Damastion und seinen
Münzstätten40 in Verbindung bringt. So erschien in der Zeit von etwa 365 bis 325
silbernes Geld mit der Inschrift AAUAPPIA sowie mit der Darstellung der
silbernen Abgüsse, die jenen auf dem damastionischen Geld ähnlich sind41.
Daparria (Aćamppia) befand sich im Gebiet, das der dardanische König Bardylis
kontrollierte, wahrscheinlich im Kosovo42. In der Zeit von etwa 360 bis 350 prägte
auch Pelagia ( HeXocyia) sein silbernes Geld. Es wird auf das Gebiet von Tetovo im

37 V. SOKOLOVSKA, Mac. acta arch. 11 (1987-1989) 1990.. 27, datiert den Anfang der
damastionischen Geldprägung im Jahre 420 v. Chr.
58 N. G. L. HAMMOND - G. T. GRIFFITH, Macedonia II, 189, legen die erste Phase der
damastionischen Geldprägung in die Zeit um 395 bis 380 v. Chr.
39 Vgi. B. SARIA, Starinar 3 ( 1924-25) 97-99; J. PETROVIĆ, Numizmatiear 2 (1925) 33-37; D. UND
M, GARASAN IN, Nalazišta, 177; E. PEGAN, Argo 1 (1962) 25-26; N. G. L. HAMMOND, Epirus,
717 f.; A. MIRNIK. Hoards, 10; P. POPOV IC, Novae, 27 und Karte 4; V. BITRAKOVA-
GROZDANOVA, Spomenici, 85; V. SOKOL,OVSKA, Mac. acta arch. 11 (1987-1989) 1990., 11.
40 J. M. F. MAY, Damastton. 164 f., 169 L 190 f„ 192, 193 f„ 197 f.
41 J. M. F. MAY, Damastion, T. IX 6; N. G. L. HAMMOND, Collected Studies II, 126. Sechs
Münzen des dapparischen Geldes sind erhalten geblieben.
42 Vgl N. G. L. HAMMOND - G. T. GRIFFITH, Macedonia II, 191, und Not. 1.

60
Nordwesten Makedoniens lokalisiert, wo sieh auch die Silberbergwerke4'’
befanden. Der Stammesverband der Tenestiner, der auch auf das Gebiet von
Kosovo4 344 lokalisiert wird, prägte silbernes Geld von etwa 350 bis 340. In der Zeit
von 325 bis 320 emittierte auch Sarnoa (Eäpvoa) silbernes Geld4'.
Im Laufe des 4. Jhs. v. Chr. erschienen auch die silbernen Gelder einiger
Dynasten. In der Zeit von etwa 365 bis 360 emittierte Nikarchos silbernes Geld.
Man hält ihn für den ersten argischen Herrscher46. Als argischer Herrscher wird
auch Simon angesehen, der silbernes Geld um 335 emittierte4748. Aus dem 4. Jh. v.
Chr. stammen auch drei silberne Münzen mit der Legende A A P A if%. In der nahezu
gleichen Zeit, als diese silbernen Münzen emittiert wurden, traten in großen
Mengen auch die sog. Scharnier Fibeln auf49, deren Herstellung ihren Höhepunkt
auch im Laufe des 4. Jhs. v. Chr. erreichte. Sie wurden auch später im Gebiet von
Sofun und im mittleren Griechenland sowie in den Werkstätten des zentralen
Balkans hergestellt50.
ln der 1. Hälfte des 4. Jhs. v. Chr. wuchs auf dem Zentralbalkan der Einfluß
des Staates des dardanischen Königs Bardylis (gestorben um 358 v. Chr.), der
Makedonien stark bedrohte51. Auf ihrem Territorium befanden sich auch die
Silberbergwerke von Damastion5253, so daß Bardylis große Mengen von Rohsilber in
den Abgüssen5’ ausführen konnte. Nachdem Philippus II. von Makedonien (359-

43 Vgl. N. G. I.. HAMMOND - G. T. GRIFFITH, Macedonia II, 191; V. SOKOLOVSKA, Mac. acta
arch. II (1987-1989) 1990, 24, 29. Bekannt sind 31 Münzen des Geldes der Pelagia.
44 Vgl. N. G. L. HAMMOND - G. T. GRIFFITH, Macedonia II, 670. Eine Münze des Geldes der
Tenestiner ist bekannt.
45 V. SOKOLOVSKA, Mac. acta arch. II ( 1987-1989) 1990, 24. Nur eine Münze ist bekannt.
46 Vgl. V. SOKOLOVSKA, Mac. acta arch. II (1987-1989) 1990, 25, 26. Es ist nur eine Münze mit
dieser Legende erhalten.
47 J. M. F. MAY, Damastion, 189. Es ist nur eine Münze erhalten. Vgi. V. SOKOLOVSKA, Mac.
acta arch. 11 (1987-1989) 1990, 25, 27.
48 Vgl. N. G. L. HAMMOND - G, T. GRIFFITH, Macedonia II, 670. Drei Münzen mit dieser
Legende sind bekannt.
49 Es handelt sich um die sog. Scharnier Fibel oder Blinkenbergs Klasse XII 16 d und 17 f. (CHR.
BLINKENBERG, Fibules, 229-230); Vgl. auch: M. HOERNES, Glas. Zem. mm. 13 (1901} 527-536;
V. CURCIC. Jh. Altkde 2 (1908) 3-14; F. MAIER, Germania 1-2 (1956) 70-72; A. BENAC - B.
COVIC, Glasinac 2, 52-53: M. PAROVIC-PESIKAN, Starinar 11(1960) 29-31: P. LISICAR, Rad.
Fil.fak. Zad. 2 (1960-61) 25-36; I. MIKULCIC, Pelagonija, 42, 57-58; V. LAHTOV, Problem, 50-
52; B. K1TANOSK1, Zbor. Arh. muz. Shop. 4-5 (1961-66) 1-17; R. VASIC, God. Cent, h a lt isp.
XXI11/21 (1985) 121-155.
50 R. VASIC, God. Cent. balk. isp. XXIl/21 (1985) 149, Not. 69. 150-151.
51 Vgl. F. PAPAZOGLU. Historia XIV>2 (1965) 150 f.; dieselbe, Plemena, 105 f.; dieselbe. Tribes,
136.
52 N. Gl L HAMMOND - G. T. GRIFFITH, Macedonia II. 666; N. G. L. HAMMOND, Collected
Studies II, 126.
53 S. CASSON, Macedonia, 61, Abb. 17; j. M. F. MAY, Damastion. 129 ii d., pass. T. IX 6, X 2, XII
1-36; N. G. I.,. HAMMOND. Macedonia, 74. Not. 1; J. F. HEALY, Mining, 158. Abb.45; R. PLANT,
Types, 2739. N. G. L. HAMMOND, Collected Studies II, 126.

61
336) im Jahre 358 diesen Herrscher54 besiegt hatte, unterstellte er diese Gebiete55
seiner Kontrolle und begann mit der Prägung von hochwertigem Silbergeld, aber
auch das Prägen von damastionischen Münzen56 wurde nicht unterbrochen. Die
korinthische Kolonie Dyrrachion unter der Regierung des illyrischen Herrschers
Monounios emittierte das Silbergeld von 350 bis 335/330 v. Chr,57, In der Zeit von
etwa 325 bis 3? v, Chr,58 prägten die unabhängigen Städte Apollonia ( AnoAXmvia)
und Dyrrachion das hochwertige silberne Geld, das in der Vorrömerzeit im
ostadriatischen und ionischen Raum das wuchtigste Zahlungsmittel war59. Die
Silbermünzen dieser hellenisierten illyrischen Städte zirkulierte hier anstelle des
römischen Geldes bis Octavianus Augustus60. Man kann mit Sicherheit behaupten,
daß alle diese Münzstätten sowie einige in Griechenland61 ihr Silber zum größten
Teil aus den Bergwerken von Damastion bezogen.
Der griechische Geograph Strabo (63 v. Chr. - 19 n. Chr.) spricht zweimal
von-den Silberbergwerken von Damastion62. Er bringt sie mit den halkidischen
Bergleuten aus Mendeon und Aigina in Verbindung. Sie verließen zur Zeit des
peloponnesischen Krieges (431 -404) unter dem Druck Athens ihr Heimatland und
wanderten nach Illyrien aus63. Der entscheidende Einfluß von Tetradrachmen der
halkidischen Städte auf das damastionische Geld könnte Strabos Angaben über die
Ankunft der Bergleute aus Mendeon und Aigina in die illyrischen Gebiete
bestätigen64. Das silberne damastionische Geld erscheint in der Zeit, nachdem die
verbannten Bergleute aus Mendeon und Aigina das Gebiet, wo diese Bergwerke
lagen, erreichen konnten. Gerade diese Gebiete, die an Edelmetallen, vor allem
Silber, reich waren, konnten diesen Menschen eine Chance der Möglichkeit zum

54 Vgl. N. G. L. HAMMOND, Collected Studies II, 213-221.


55 Vgl. N. G. L. HAMMOND, Collected Studies II, 223-241.
56 N. G. L. HAMMOND - G. T. GRIFFITH, Macedonia II, 663, 666, 668; N. G. L. HAMMOND,
Collected Studies II, 127.
57 P. GARDNER, Catalogue, 80, 1, 2, 3, T. XV 10, 1 i; A. MAIER, Num. Ztschr. N. F, 41 (1908) 18-
19; H. CEKA, Numismatique, 26, 40.
58 H. CEKA, Numismatique, 97. Nach P. GARDNER, Catalogue, XL und A. MAIER, Num. Ztschr.
N. F. 41 (1908) 12-30, war die Zeit der autonomen Prägung vom 229 bis 100 v. Chr.
59 C. PATSCH, Herzegowina, 83; M. ZANINOVIC, ANRW // 6, 772. Über die Ausarbeitung des
Geldes von Apollonia und Dyrrachion, vgl. P. POPOVIC, Novae, 99 f,, und die Karte in die Seite
111.
60 A. BURNETT - M. AMANDRY - P. P. RIPALLES, Coinage 1, 6.
61 C. M. KRAAY - V. M. EMELEUS, Composition, 9, 20.
62 STRAß. VII, 7, 8 p. 326: avapepixtai Se m vtoig tä JMvpiteä eöve tä npoct tm votim fiepet
ttjg öpetvfjg tcai tä vxep tov ’loviov ¡coÄmv rrjg yap ’E mSapvov Kai rtjg ’A xoXAmviagpeypi
rmv Kepavvimv vnepoiKOXxn BvXAioveg te Kai TavAävnoi Kai FlapBivoi Kai Bpvyov xAtjaiov
Se nov Kai tä äpyvpefa tä ev Aapamim, rtepi & Aveejtai avveanjcravto ttjv Svvaatetav Kai
’ByyeAeioig ovg Kai ZeaapeBiovg KaXovar xpdg Se m vtoig Avyiceami te Kai r) Aevpionoa
Kai ij tpmoXmg FleXayovia Kai ’EopSoi Kai ’EXipeia Kai ’E patvpa.
63 Palimpsest Vat. 2306A; Palimpsest Vat. Gr. 2061 A: ieKsivovg ¿KßaXovreg- oi Se Stj cpvya Seg
p e tä MevSaimv Aapäcmov m reuav zrjg 'lAAvpiSog m p i tä äpyvpeia, mv epvijaOppev ev m ig
’IXXvpiKoig.
64 Vgl. R. KAT1CIC, Illyricum mythologicum, 262-263.

62
Überleben geben, indem sie an der Ausbeutung und Verarbeitung von
Edelmetallen teilnahmen. Mit ihrer Ankunft wurde die Silberproduktion verstärkt.
Nach Strabo waren die Herrscher der Bergwerke von Damastion die
illyrischen Stämme der Dyesten und Encheleer. Die Encheleer nannte man auch
Sesaraethen6567. Der Name Sesaraethen erscheint auch bei Hekataios aus Milet (um
500 v. Chr.)°6. In Anbetracht auf Strabos Neigung zur Kompilation6, ist es möglich,
daß er die Angaben über die damastionischen Bergwerke von ihm übernommen
hat. Falls das stimmt, kann der Beginn der Silberförderung in den Bergwerken von
Damastion allein in den Beginn des 5. Jhs. v. Chr. datiert werden.
Die hellenistische Welt, einschließlich der Griechen aus Halkidik, konnte
von den reichen Silberbergwerken in den Gebieten ihrer Nachbarn im Nordwesten
durch korinthische Kaufleute erfahren haben, die im Laufe des 5. Jhs. nach der
Heilplanze iris Illyrica suchten. Sie wurde für die Herstellung von Duftölen68 und
Wein69 verwendet. Die meistgesuchte war gerade diejenige, die im Inneren
Illyriens wuchs701723, gerade dort, wo sich die an Silber reiche Bergwerke von
Damastion befanden.

1. 5. 1. Resultate der Forschungen

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Südalbanien fließt'2. A. Philippson bringt Argyrokas
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65 STRAß. VH, 7, 8, p. 326.


66 FHG I, 67, 68; F Gr Hist I, 67, 68.
67 Vgl. W. ALY, Geographica, Bd. 4.
68 PLIN., nat. hist. 3, 2: Irinum Corinthi diu maxime placuit. Vgl. R. L. BEAUMONT, Jour. Hell. Si.
56(1936) 184, Not. 175.
69 M. N1KOLANC1, Neretva, 155-160.
70 PLIN.. nat. hist. 21, 40: laudatissima in Illyrico, et ibi quoque non in maritimis, sed in silvestribus
Drinonis et Naronae; THEOPHRAST. (372.-287. pr. Kr.): r à v Sè evtoSSv ovSèv èv ta v rm ç, «Ârjv
îpiç êv rfj 'JÂXvpiSi Kai xepi tô v 'ASpiav ta v rtj yàp ypparr! tcai m À v Siatpépovoa rmv
céÀÀtov « T l’ èv roîç àkeeivoîç m i roîç rcpàç peappßpiav itcm ep dvm ceipeva t à evéSp,
ATHEN. (Anfang des 3. Jhs.) zeugt vont Gebrauch von pip io v ipivovim Laufe des 5 Jhs. in Athen.
71 TH. DESDEVISES-DU-DëZERT, Géographie, 232, 236.
72 F. IMHOOF-BLUMER, Num. Ztschr. 1 (1873/74) 99 f.
73 A. PHILIPPSON, PRE 4/2 (¡901) 2051 f. A. MAYER, Sprache 1, 58, leitet den Namen dieses
Ortes aus dem Namen des Stammes Argirinoi ab.

63
lokalisieren74, C. Sestieri sowie B. Horvaf'5 konstatieren, daß Damastion ein
Bergwerksbezirk war und lokalisieren es aufgrund des Toponymes Damesi auf die
südwestlichen Abhänge des Gebirges Skindeli in Albanien76. G. Brizzi verbindet
Damastion mit den Goldbergwerken, wobei er sie beim Ort Memaliaj, nördlich von
Tepelene in Südalbanien, lokalisiert'7 . Vom Land gegenüber der Insel Korfu und
von der Insel selbst stammen vier Exemplare damastionischer Münzen7879,auf deren
Grundlage man versucht, die Berge von Damastion in diesem Gebiet zu
lokalisieren. Vier Münzen sowie die geologische Struktur dieses Gebietes, das
keine Edelmetalle enthält können hier jedoch nicht für die Lokalisierung der
Bergwerke von Damastion sprechen. Die damastionischen Bergwerke kann man
wegen der Nichtübereinstimmung mit den Angaben Strabos und wegen
mangelnder Spuren antiker Bergwerke nicht auf dem Gebiet von Epirus suchen80,
obwohl in Dodona ein Exemplar damastionsichen Geldes gefunden wurde.
Die Bergwerke von Damastion werden auch im Grenzgebirge zwischen
Westmakedonien, Kosovo und Albanien vermutet. C. J. Jirecek behauptete,
Griesebach folgend81, daß diese Bergwerke nördlich von Debar am Fuße des
Gebirges Sarplanina lagen82. W. Aly vertrat die Behauptung, indem er auf Strabos
Fragment aus der Bibliothek vom Vatikan verwies, daß sie im korinthischen
Einflußbereich, im Inneren hinter der angenommenen Linie Apollonia -
Dyrrachion lagen83. O. Davies lokalisiert Damastion im Gebiet von Debar in
Makedonien und weiter westlich im Tomori-Gebirge84. W. A. Heurtley meint
ebenso, daß man es in diesem Raum suchen sollte85. Auch A. Mayer lokalisiert die
Bergwerke von Damastion bei Debar8687, bzw. im Inneren, hinter den korinthischen
Kolonien Apollonia und Dyrrachion^1. Nach J. M. F. May befanden sich diese
Bergwerke nördlich von Lychnidos (Av%viSog) und dem Stamm der Lynkesten
(A v fK e m a t) in einem wilden und unwegsamen Gebiet, das im Westen an die
Dassareten und den Schwarzen Drin-Fluß, im Norden und im Osten an die Stämme
der Dardaner und Paioner grenzte88. P. Listcar bringt sie mit Bergstollen in Stariski

74 C. PATSCH, Iliret, Tirane 1923. 55.


77 B. HORVAT. Numizmatika 2-4 (1934-1936), 26-64,
76 C. SESTIERI. Rend. Lincei. Sc. Morali 1949, S. Vili, vol. 4, fase. 11-12 (1949) 570.
77 G. BRIZZI, T1RK34, 38 f„ (H IV, V).
78 V. SOKOLOVSKA, Mac. acta arch. 11 (1987-1989) 1990, 11.
79 Vgl. CON. DOELTER. Balkan und Naher Orient, 188-189.
80 R. j. FORBES, Technology VII. 139. Vgl. N. G. L. HAMMOND - G. T. GRIFFITH, Macedonia II,
190. J. B. SALMON. Corinth, 173. Not. II.
81 A. GRISEBACH. Rumelien.
82 (I. J. JIREČEK, Arch, epigr. Mitt. 10 (1886) 205.
83 W. ALY. Strabonn, 9.
84 O. DAVIES, Mines. 239 f.
85 W. A. HEURTLEY. Macedonia. 253.
86 A. MAYER, Numizmatika 2-4 (1934-1936) 17 f.
87 A. MAYER, Sprache I. 105 f.
88 J. M. F. MAY, Damastion. 28.

64
Dol und mit Schmelzöfen in Raleica und Prentov Most bei Ochrid in Verbindung89,
R. Katicic lokalisiert Damastion in die Nachbarschaft von Pelagonia, Lynkesten
und Deuropen in Richtung nach Dardanien, nicht aber außerhalb der breiteren
Sphäre der adriatischen Verkehrswege und der in die Adria mündenden Flüsse,
bzw. auf dem Gebiet um den Ochrid- und Prespaner See sowie dem Flußgebiet
vom Schwarzen Drin90, Gemäß N, G. L. Hammond handelte es sich um mehrere
Silberbergwerke, die man alle damastionische Bergwerke nannte. Sie befanden
sich nordöstlich vom Ochrid-See91 bzw, bei Resen92, S. Casson sucht die
damastionischen Bergwerke im Grenzgebirge zwischen Westmakedonien und dem
südöstlichen Illyrien, bzw. in dem Gebiet von Bitola in Makedonien93. P. Popovic
sucht auch die Bergwerke von Damastion in Westmakedonien94, in der Nähe vom
Ochrid-See. Indem er das Geld von Skordisker untersuchte, lokalisiert er sie
ungefähr auf das Gebiet von Debar95. F. Papazoglu lokalisiert Damastion ungefähr
in die südlichen illyrischen Gebiete96. J. Wilkes lokalisiert die Bergwerke von
Damastion auf das breitere Gebiet nördlich oder nordwestlich von Ochrid97,
Die Ergebnisse der geologischen Forschungen im Gebiet, in dem die
Bergwerke von Damastion vermutet werden, haben gezeigt, daß man Edelmetalle
um Korea in Südostalbanien sowie in Makedonien zwischen den Prespa- und
Ochrid-See erwarten könnte989. Die Silberbergwerke im Gebiet von Ochrid erwähnt
im 17 Jh. der türkische Schriftsteller Hadzi Kalfa", und im 19 Jh. M. A. Boue100.
A. Grisebach schrieb 1839 von den Silberbergwerken im Raum der türkischen
Provinz Debar101. M. Demitsas führte einen Bergwerksort im Nordosten der
Ochrider Ebene an102. Im Gebiet zwischen Makedonien, Kosovo und Albanien
wurden Spuren Metallforderung gefunden. Aus den Bergstollen bei Starinski Dol,
14 km von Ochrid entfernt, wurde silberhaltiges Blei eingefordert und
geschmolzen. Davon zeugen unter anderem auch drei Öfen, von denen zwei leer

89 P. L1SIČAR. liva ant 3 f1953) 252.


90 Vgl. R. KATIČIĆ, lllyricum mythologicum. 263, 264. 301.
91 N. G. L. HAMMOND. Epirus. 541; N. G. L. HAMMOND - G. T. GRIFFITH. Macedonia II, 189.
92 N. G. L. HAMMOND, Epirus. 600; N. G. L. HAMMOND. Macedonia II. 70, 73. 75, 79. Karte 9;
ders.. Collected Studies II. 127.
93 S. CASSON, Macedonia, 60.
94 Vgl. P. POPOVIĆ, Starinar 15-16 (1964-65) 15.
95 P. POPOVIĆ, Novac. 15, Karte I.
96 F. PAPAZOGLU, Historia X1V'2 (1965) 150; dieselbe, God. Cent balk, ispit. 173 (1967) 128.
97 Vgl. J. WILKES. The Illyrians, 128, 223. Mape 3.
9* Vom antiken Bergbau in Makedonien, vgl.: Con. DOELTER. Balkan und Naher Orient, 186-187.
188-189: A. KERAMIDČIEV. Mac. act. arch. 3 (1977) 103-115.
99 Vgl. O. DAVIES, Mines, 239.
m ML A . BOUe. La Turquie I, 379.
101 A. GRISEBACH. Rumeiien II. 282 f.
102 Vgl, H. GAEBLER, Sum. Zischt. 37 (1928) 250 = J. M. 12 MAY. Damastton. 29. Not. 3.

65
aufgefunden wurden. Ein Ofen war gefüllt und bereit angezündet zu werden1031045, ln
diesem Gebiet wurde keine einzige damastionische Münze gefunden'04. Deswegen
sollte man diese Bergwerke woanders suchen.
Die Bergwerke von Damastion werden auch im nordalbanischen Raum
gesucht. W. M Leakell° und R. L. Beaumont suchen Damastion und seine
Bergwerke im Gebiet von Mirdita in Nordalbanien106107. Nach einem Dokument des
venezianischen Archivs aus dem Jahre 1595 wurde Silber in Nordalbanien in Fandi
(Dukagjin), Bulgari (Mirdita) und im Gebirge oberhalb von Alessios abgebaut107.
Drei Exemplare von damastionischem Geld aus der numismatischen Sammlung
des Jesuitenkollegiums in Skadar wurden in Nordalbanien gefunden108. In der
Antike besiedelten erfahrene Bergleute, illyrische Pirusten diese Gebiete. Man
siedelte sie zu Beginn des 2. Jhs. in die neueröffneten Goldbergwerke in Dakien
um109. Da die Bergwerke nordalbanischen Räume mit den illyrisch-griechischen
Bergleuten und Metallurgen nicht unmittelbar in Verbindung gebracht werden
können, ist es nicht möglich, die damastionischen Bergwerke auf diese Gebiete zu
lokalisieren. Das damastionische Geld konnte hierhin auf verschiedene Weise
gelangen, einschließlich des Handels.
Die damastionische Bergwerke werden auch tiefer im Inneren des Balkans
lokalisiert. R. Mack suchte Damastion zwischen Kumanovo und Kratovo110. Z.
Mirdita lokalisiert die damastionischen Bergwerke bei Kišnica und Bela Zemlja
nahe Janjevo im Kosovo111. N. Čeka vermutet, daß sie sich im Gebiet Dardaniens
befanden11213. U. Pause-Dreyer ist der Meinung, daß Damastion als Mittelpunkt des
Bergwerksbezirkes im Nordosten Illyriens lag16’. V. Sokolovska sucht die
damastionischen Bergwerke im Kopaonik-Gebirge114. Sie schlägt die Lösung der
Abkürzung mun. DD als mun(icipium) D(amastimn) Dfardanorum?) vor und

103 P. LISIČAR, liv a am. 3 (¡953) 251-252; N. G. L. HAMMOND, Epirus, 438-439; ders.,
Macedonia, 93.
104 V. BITRAKOVA-GROZDANOVA, Spomenici, 157.
105 W. M. LEAKE, Numismatica, 44, lokalisiert sie in Kroia.
106 R. L. BEAUMONT. Jour. Hell. St. 56 (1936) 182; J. B. SALMON, Corinth, 173 Not. 11.
107 Š. LJUBIĆ. Rad JAZU, Sv. 34. 100; C. J. JIREČEK. Handelsstraßen, 42 f.; CON. DOELTER,
Balkan und Naher Orient. 188-189; R. L. BEAUMONT, Jour. Hell. Sl. 56 (1936) 182. Not. 166; O.
DAVIES, Mines, 14. Not. 9, Karte VI. 106. 107.
108 K. PATSCH. Glas. Zem. muz. 12 (1900) 543-545: Z. VALENTINE Numizmatika Severiane. u:
Leka Xl-4 (1939) Skoder, p. 105; J. M. F. MAY, Damastion, 8.
109 K. PATSCH, Glas. Zem. muz. 9 (1897) 665-673; ST. MROZEK. Apulum 7-1 (1968) 312-313: 11-
Chr. NOESKE, BJb 177 (1977) 342: TC l '111, TC VI. ln TC S7 befand sich das erwähnte Kavieretum
in Dalmatien im Gebiet der Pirusten. Vgl. H.-Chr. NOESKE. BJb 177 (1977) 277.
1,0 R. MACK, Grenzmarken. 160.
Vgl. Z. MIRDITA. in: Međunarodni kolokvij Utvrđena ilirska naselja, Mostar 24-26. oktobra
1974, Posebna izdanja ANURiH knj. XXIV, Cent. balk. ispit. knj. 6. Sarajevo 1975. 214-215; ders.,
I/iria4 (1976) 431-432.
112 N. ČEKA. Albanien, 274.
113 ti. PAUSE-DREYER. Albanien. 89.
1,4 V. SOKOLOVSKA. Mac. ada arch U (¡987-1989) ¡990, 22. 23. 24.

66
bringt es so in Verbindung mit den Römern"5, deren municipium DD nahe
Socanica im Kosovo lag11516. Diese Möglichkeit schloß F, Papazoglu nicht aus117.
Der römischen Siedlung Socanica wird das Statius eines Munizipiums negiert, und
man hält sie für das Zentrum der Bergwerke vom Socanica-Gebiet, dessen Name
unklar ist"8. Das damastionische Geld zieren auch die bergmännischen
Krampen119, die von sehr intensiven bergmännischen Aktivitäten auf dem Gebiet
zeugen, wo es geprägt wurde,

1. 5. 2. Damast ionische Bergwerke und ardiäische Herrscher

Der römische Historiker Titus Livius (59 v. Chr. - 17, n, Chr.) notierte, daß der
Konsul Lucius Anicius nach dem Sieg über die Ardiäer in der Schatzkammer des
illyrischen Kaisers Genthios 29 Pfund Gold, 19 Pfund Silber, 13.000 römische
Denare und 120.000 illyrische Silbermünzen einzog120. Ein großer Teil dieser
Metalle stammte zweifellos aus den traditionellen ardiiischen Einnahmequellen:
Seeräuberei121, sowie Abgaben, die Einzelne, Stämme und Städte122* den
ardiäischen Herrschern zu geben verpflichtet waren. Livius berichtet, daß das
Verhältnis der illyrischen Münzen (illyrici argenii) zu den römischen Denaren irrt
Schatz ungefähr zehn zu eins war. Dies weist auf die starke Wirtschaftskraft des
ardiiischen Staates und die eigene Prägung dieses Herrschers hin125*. Signare
pecuniam oder pecuniam signatum Illyriorum signo (Liv, XLIV, 27, 8-9) könnten
auf Genthios Prägung des eigenen Silbergeldes aber auch auf die Umprägung des
fremden Geldes verweisen124. Unter den Münzen, die vom Skadar-Gebiet stammen
(Selci, Reuci u. a.), gibt es auch Münzen mit den Legenden BÄZIAEOZ DEN&IOY
und B Ä H EEN Der größte Teil dieses Geldes wurde in der Münzstätte von Scodra
und Lissos geprägt125 . Genthios’ Nachfolger Ballaios (ßaaiX evq BaXXafog) (167-
135), allem Anschein nach Bellern von Livius, der im Namen von Genthios zur
Zeit der Belagerung von Scodra'26 mit den Römern verhandelte, prägte auch das

115 V. SOKOLOVSKA, Mac. acta arch, l i (1987-1989) 1990. 23. 34.


116 E.ČERŠKOV, Municipium D. I). 64. br. 11. T. XIV, br. 3; S, DUŠANIĆ, ANRW !I 6, 87, Not.
219.
117 F. PAPAZOGLU, Plemena. 355, Not, 97; dieselbe. Tribes. 466. Not. 97.
118 S. DUŠANIĆ. Živa ani. 21 <197!i /. 253.
S. CASSOR Macedonia. Abb. i 7; J. M. F. MAY. Damastion. T. XI. 10-22. 23b-29.
120 UV.. perioch. XIX', 43. 8... auri pondo viginti et septem, argenii decem et novem pondo, denarium
decem et tria milia et centum et viginti milia Illyrii argenti.
121 POLY B., 11. 8: UV., perioch. XL, 42; U. J. DELL. 'Historia 16(1967) 344-358.
122 U P . perioch. XL P. 26, 11-14.
I_J Nach H. CEK.À. Numismatique. 33. wären das die Drachmen von Apollonia und Dyrrachion.
124 Vgi. K, PINK. Serta Hoffilleriana, 535; Vgl. P. POPOVIĆ. Novae, 94 Not. 14.
12’ Vgl. D. RKNDIĆ-MIOČEV1Ć. Iliri. 231.
'~6 U P XL P. 31: H. CEKA. Numismatique. 163.

67
Silbergeld in Rhison (ZPi^ov) und Pharos (<Papog)XLl, und zwar nach dem
Zusammenbruch der politischen Macht des ardiäischen Staates. Die Seeräuberei
war nicht mehr möglich, so daß Baiiaios Silber auf andere Weise beschaffen
mußte, entweder durch die Umprägung fremden Geldes oder durch die Ausbeutung
der Silberbergwerke. Die Bestätigung dafür könnten die damastionischen
Silbermünzen sein, die sowohl in der ardiäischen Residenzstadt Rhizon127128 als auch
in Lissos (Aicraög)129 gefunden wurden. Die damastionischen Bergwerke konnten
auch die Münzstätten dieser Städte mit Silber versorgen13013.
Die Edelmetalle wurden also im Gebiet Dalmatiens seit archaischer Zeit
gefördert. Die bedeutendsten unter den Edelmetallbergwerken waren gerade die
Bergwerke von Damastion, für welche sich die Hellenen sehr interessierten. Strabo
schreibt, daß sie sich jenseits der korinthischen Kolonien Apollonia und
Dyrrachion erstreckten, wo die Stämme der Byllionen, Taulantier, Parthiner und
Bryger und die Stämme der Dyesten und Encheleer (Sesaraethen) siedelten ' . Da
Strabo die Bergwerke von Damastion in einem breiteren geopolitischen Raum
lokalisiert, kann ihre genaue Lage nicht präzise bestimmt werden. Es handelt sich
aber um das Gebiet zwischen den östlichen Teilen des mittleren Albanien und des
nordwestlichen Makedoniens bzw. um die Grenzgebiete der späteren römischen
Provinzen Dalmatien, Dardanien und Makedonien. Auf diese Gebiete verweisen
geologische Analysen des Terrains, gefundene Bergstollen und Schmelzöfen für
das silberhaltige Blei.
Der Beginn der Silberförderung in den Bergwerken von Damastion begann
jedenfalls vor dem 4. Jh. v. Chr., eine verstärkte Ausbeutung sowie die Geldprä­
gung mit der Legende A A M A IT IN Ü N soll aber mit der hellenischen Welt in
Verbindung gebracht werden. Das Silber aus diesen Bergwerken wurde im 4. Jh.
und im Laufe der ersten Jahrzehnte des 3. Jhs. v. Chr. am intensivsten ausgebeutet.
Wann die Förderung des silberhaltigen Bleis in den Bergwerken von
Damastion aufhörte, kann nicht genau bestimmt werden 13U Es ist aber sicher, daß
sich die Ausbeutung in diesen Bergwerken fortsetzte, nachdem die Geldprägung

127 NISETEO, Gazz. Zara 1844, Nr. 74, von 15. September, 431-432; 75, von 17 September, 437-439,
20. IX, 441; S. LJUBIC, A r t pov.jug. 2 (1852) 183-184; A. i. EVANS, Num. Chron. 20 (1880) 296-
300; P. GARDNER. Cagalogue. 81. l-i 1. T XIV 12, 13. 14:1, SCHLOSSER, Beschreibung, 66-67;
W. KUBITSCHEK, Bull. arch. st. dalm. 20 (1897) 170; J. BRIJNSMID, Inschriften. 76-85: D. GAJ-
POPOVJC, Zhor. Nar. muz. Beog. 4 (1964) 75-78; D. REND1C-M10CEVIC. Arch. lug. 5 (¡964) 83-
92; ders.. God. Cent. balk. isp. III! (¡965) 82-84; ders.. Hist. zbor. 19-20 (1966-67) 295-310; ders..
Num. vij. 14 (¡967) 1-6; ders., Vjes. Arh. muz. Zag. 6-7 (1972-73) 260-264 ; Z. MAR1C. Glas. Zem.
muz. 27-28 (1972-73) 239-247; ders.. Wiss. Mitt. Bas. Herz. Landesmuseums 6 (¡979) 185-195; I.
MAROVIC, God. Cent, h a lt tsp. 13 (1976) 231-234; N. CEKA, Numismatique, 162-165.
128 B. HÖRVAX, Numizmatika 2-4 (1934-36) 26-64: J. M. F. MAY, Damastion, 199-202.
129 P. POPOVIC, Novae. 25. 26,
130 N. G. L. HAMMOND - G. T. GRIFFITH. Macedonia 11, 113.
131 STRAß., VH. 7, 8, p. 326.
1,1 Nach P. POPOVIC. Novae. 33. wurden sie linde des 4. und Anfang des 3. Jhs. mit dein
Verschwinden der Griechen aus Damastion stillgelegt.

68
mit der Legende AAMAZTINQN eingestellt wurde. Falls die illyrischen Herrscher
Genthios und Ballaios das damastionische Geld für die Prägung ihrer Münzen
verwendet haben, kann die Ausbeutung hier bis zur 1. Hälfte des 2. Jhs. v. Chr.
angedauert haben.

2. GOLDFÖRDERUNG IN DER RÖMISCHEN PROVINZ DALMATIEN


(A URARIAE DELM A TARUM)

ln der Antike wurde das Gold durch Auswaschung der Alluvial- und
Diluvialanschwemmungen (detritus ), das Fördern im Tagebau ( taluüum ), das
Abbauen der Quarzadern (marmoris glareae inhaerens), das Fördern im
Untertagebau (canalicium f 6 und auf andere Weisen gewonnen.
Die wichtigsten Goldbergwerke befanden sich in Hispanien* 37, Dalmatien
und Dakien38. In Dalmatien wurde das Gold in mehreren Orten gefunden. Im
zentralen Teil dieser Provinz wurde Gold in reiner Form gefunden und weniger in
Verbindung mit Silber und einigen Schwefelmetallen39. Es ist auch im Gebiet der
ehemaligen römischen Provinz Pannonien zu finden. Berggold gibt es in Ludvic
Potok in Samoborska Gora in Nordwestkroatien und in den Bergen Papuk, Krndija
und Psunj40. Jedoch gibt es keine Beweise dafür, daß die Römer das Gold in diesen
Gebieten gefordert haben41. Von der Goldförderung im Raum Dalmatiens zeugen
verschiedene römische Quellen.

2. 1. Zeugnisse der römischen Schriftsteller

Die “Hofkunstwerkstätten” illyrischer Führer auf dem Zentraibalkan sind ein


Beweis für die Förderung und Verarbeitung der Edelmetalle in diesen Gebieten vor
der römischen Machtübernahme. Ihre Kunsthandwerker erreichten noch Ende des
6. und Anfang des 5. Jhs. ein hohes Niveau in der Anfertigung von Gold- und

56 Vgl. P U S., nat. hist. 33. 67-68: D. G. B1RD. Bonner Jb. i 72 (¡970) 37. Anm. 8; J. F. HF.ALY.
Minería y metalurgia II. 9.
37 STRAB., III. l'" 8 : O. DAV IES. Mines, 99-103: J. F. HEALY. Mining. 48; J. M. BLÁZQUEZ.
Fuentes literarias 1: C. DQMERGUE - G. HÉRA1L, Mélanges, 9-29; C. DOMERGUE, XII Gong.
Mac. de Arqueo!. Jaén, 1971, 363-576; P. R. LEWIS - G. D. B. JONES, Jour. Rom. Sí. 60 (1970)
169-185: R. F. J. JONES - D. G. B1RD. Jour. Rom. St. 62 (1972) 59-74; G. HÉRAIL - I.,. C. PÉREZ
GARCIA. Minería v metalurgia II. 2 1-34; F. JAVIER SÁNCES-PALENCIA, Minería y Metalurgia II
35-53,
38 O. DAVIES, Mines, í98-206: J. F. HEALY, Mining. 49-52; H.-Chr. NOESKE, Bonner Jb. 177
(1977) 271-416; St. MROZEK. A N R W II 6. 95-109; V. WOLLMANN. Minería y metalurgia II, 107-
118.
y’ Vgl. A. CON RAI). Mitih. geog. Gesellschaft. 220: F. KATZER. Ósterr. Ztschr. fu r Berg- u.
Huttenvy 20-21 (1912) I 1 f.
40 Vgl. F. TUCAN. Blago. 20. 21, 22-23.1). BOSKOViC, Dvor. 22-23; A. DURMAN. Opuse, arch.
16 (1992) 126.
41 Vgl. E. LASZOWSKL Rudarstvo I. 16. 29, 32; D. SKRGEJKVSKI. Glas. Zem. muí. ¡8 (1963) 92.

69
Silberschmuck, besonders in seiner Ornamentik. Die Ausarbeitung und das
Ornamentieren der silbernen Gürtel vom Typ “Mramorac” stellen den Höhepunkt
ihres künstlerischen Schaffens dar. Auch in den folgenden Jahrhunderten4'
fertigten die illyrischen Meister Silber- und Goldschmuck an. Der römische Orator
Florus42434*789sowie eine silberne Fibel aus Salona mit der Kennzeichung des illyrischen
Goldschmieds (M e sso rfe c itf4 sprechen ebenso dafür.
Die Römer begannen mit der Goldförderung in Dalmatien gleich nach der
Niederschlagung des illyrisch-pannonischen Aufstandes im Jahre 8/9. Die
römischen Schriftsteller schrieben von der Förderung des Goldes in der Provinz
Dalmatien am Anfang des I . Jhs. n. Chr., zur Regierungszeit Neros (54-68), im
Laufe der letzten Jahrzehnte des 1. Jhs. sowie an der Wende vom 1. zum 2. Jh. Von
der Verwaltung, die die Ausbeutung in den dalmatinischen Bergwerken leitete,
zeugt nur ein Grabdenkmal aus Salona aus der Zeit des Kaisers Traianus (98-
117)4s.
Gemäß Florus begann die Goldförderung in Dalmatien auf Initiative von
Augustus10 selbst, wobei die Organisation dem Statthalter dieser Provinz, dem
Caius Vihius Postumus (9-12 )4' an vertraut wurde. Er selbst nahm gemäß Vibius
Postumus'0 und Cassius D u /' an der Niederschlagung des illyrisch-pannonischen
Aufstandes (6-9) teil41’.
Die Goldförderung in Dalmatien begann mit dem Abbau der Goldadern
(aurumque venis repurgare). Sehr viele in den Gebirgen Vranica und Kobila in
Mittelbosnien41 verstreute Bergstollen (pingae) sowie ausgewaschene Halden,
deren Überreste besonders auf Vranica eindrucksvoll aussehen, bestätigen die

42 D. REN Di C-MIOCE V!( 7 . trh. vesl. 4 (1953) 211-226: ders.. Peristil <1957, 29-38; D. BASLER,
Glas. Zern. mit:. 24 f 1969i 5-108: Z. MARKT Glas. Zem. muz. 28 (1973) 257-260: ders.. Glas. Zem.
mit:. 39 (¡974) 1976. 35-40: ders.. Glas. Zem. muz. 33 (1978) 23-114: ders.. Hass. Min. Bos. Herz.
LanJesm. 6 (1979) 211-242; ders.. Hass. Milt. Bos. Herz. Landesm. 6/4979) 295-310,
43 FLOR., epit. II. 25: quod alwquin gens omnium cupidissima eo studio, ea diligentia anquirit, ut
illud in usus suos eruere videatur.
44 Vgl. CII. Ut 101957
43 CIL III 1997.
40 FLOR., epit. Ii, 25: Sed Augustus perdomandos Vibio mandat, qui efferum genus fodere terras
coegit aurumque venis repurgare.
47 Vgl. A. JAGENTEUFEL. Statthalter. 12: ZANINOVIC. A N R W I I 6. 796.
48 VEI.. PATERC.. hist. Rom. II. CXVI, 1-2.
49 GASS. DIO. I. V I 15. 3.
Ais Vibius Postumus nach Florus' Angabe wird auch der Präfekt der in Dalmatien stationierten
Kohorte Hl Alpinorum (Cll. III p. 859 Ar. XVI), und später Präfekt von Ägypten (103-107) (CIL III
38). Vgl.: O. H1RSCHFELD, Verwaltungsbeamten2, 154. Anm. 2; R. SYME. Historia 6 (1957) 480-
487; ders,. Roman Papers. 1 (1979) 353-360: M. M ROXAN. Military Diplomas. s. 24, * 38; 1!.
DBVIJVER. Prosopographia IV. suppi. I. V 100.
31 Vgl, A. CONRAD. Mitth. geog. Gesellschaft. 13 (1870) 221: H. B. v. POU1.LON. Jb. geol.
Reichsamt. Bel. 42 (1892) 1893. 19. 24. 52: C. .!. JIRECEK. Handelsstraßen. 42: E. PASALIC. Glas.
Zem. muz. 8 (1953) 345. Anm. 11 i 12. 346.; 1. BOJANOVSKl. Nase star. I I /1966) 191; ders., Arh.
rad. rasp. 8-9 (1982) 90, Anm. 3.

70
Angaben von Florus. Da die Wetterverhältnisse die Arbeit in diesen Gebirgen
ausschließlich in der Zeit zwischen dem späten Frühling und dem frühen Herbst
erlauben, müssen hier viele Menschen gearbeitet haben. Es handelte sich allem
Anschein nach um die besiegten Delmaten, Pirusten und andere illyrisch-
pannonische Stammesverbände, die wegen ihres fanatischen Widerstandes gegen
das römische Heer, besonders in der letzten Phase des Krieges unter Führung von
Baton (heltum B a to n km u m f1, zur Kollektivzwangsarbeit gerade in den
Bergwerken (ad metalla) verurteilt wurden".
Der römische Enzyklopädist G. Plinius Secundm notierte, daß man zur Zeit
Neros in Dalmatien an einem einzigen Tag allein auf der Erdoberfläche (in summa
tellure) bis zu 50 Pfund Gold gewonnen konnte34. Diese Angabe deutet auch auf
den Einsatz vieler Arbeiter hin. Eis ist nicht ausgeschlossen, daß es sich ebenso in
diesem Fall um Zwangsarbeiter handelte.
Von dem dalmatinischen Reichtum an Gold zeugt auch eine zufällige
Aufzeichnung des römischen Dichters L. Papinius Statius, der die dalmatinischen
Bergwerke mit hispanischen35 vergleicht. Ihre jährliche Produktion betrug etwa
50.000 Pfund Gold36. Sein Vergleich bezieht sich auf die Regierungszeit
Domitians, genauer auf die Periode zwischen der 2. Hälfte des Jahres 92 und dem
Januar 93 5234*57. Auf die Zeit von Domitian58*bezieht sich noch eine Aufzeichnung
dieses Dichters, welche besagt, daß das dalmatinische Gold für die Verzierung
verschiedener Objekte in Rom, möglicherweise des Kaiserpalastes39 selbst,
gebraucht wurde. Obwohl sich Domitian sehr verschwenderisch verhielt, befand er

52 VELL. II, HO, IIS, I I 6; E. KOSTERMANN, Hermes 81 (1953) 345 f ; J. JOSIFOVIĆ, Živa ant.
(1956) 1, 139 f.: E. PAŠAL1Ć, ü o d Ist. društ. 8 (1956) 245 f.; J. J. WILKES. Dalmatia. 72-77: S.
ANAMAL1. lliria 17 (1987) !. 5 f; S. ISLAMI, Les Illyriens. 204; M. H. CRAWFORD. Coinage.
236.
53 Vgl. S. MROZEK, Eos 55 (1965) 2. 341-346.
54 PLIN., nat. hist. 33, 67: invenitur aliquando in summa tellure protinus rara felicitate, ut nuper in
Delmatia principatu Neronis singulis diebus etiam quinquagenas libras fundem.
55 STAT., sih: III, 3, 89 f : quidquid ab auriferis eiectat Hiberia fossis, Dalmatico quod monte nitet,
quod messibus Afris verritur....uni parent comissa ministro. Vgl. auch C. DOMERGUE. Les mines,
76.
5b PLIN. nat. hist. 33, 78: vicena milia pondo ad hunc modum annis singulis Asturiam atque
Gallaeciam et Lusitaniam praestare quidam prodiderunt, ita ut plurimum Asturia gignat. O
aurarijama u Hispaniji: D. G. BIRD, Bonner Jb. 172 (1972) 36-64; C. DOMERGUE - G. HF.RAIL.
Et. geomorph. ei arch.. Touluse 1978: C. DOMERGUE, Legio (7/ Gemina, 253-286; ders., Les
mines. 75-78; F.-.I. SANCHEZ-PALENCIA, Mineriay metalurgia II, 35 f. Abb. 3.
yl Statius widmete die dritte Ode aus dem Buch von Silvae, wo er das dalmatinische Gold erwähnt,
dem Claudius Etruscus, wobei er ihn wegen der Verbannung seines Vaters aus Rom zur Zeit
Domitians tröstet. Vgl. P. R. C. WEAVER. Familia Caesaris. 284 f.
>8 Über L. Arruntius Stella, dem diese Ode gewidmet wurde, vgl.: Tu. MOMMSEN. Schriften. 455 f.:
A. DEGRASSL Fasti. 153.
'w STAT., silv. i, 2. ¡53 f : pendent innumeris fastigia nixa columnis, robora Dalmatico lucent satiata
metallo.

71
sich nie in finanziellen Schwierigkeiten60, nicht einmal am Ende seiner
Regierungszeit. Sein Erbfolger Nerva (96-98) ließ so mehrere Statuen aus
Edelmetallen'’1mit Darstellung Domitians umgießen.
Über den Betrieb der dalmatinischen Goldbergwerke Ende des 1. Jhs.
berichtet auch der Epigrammschriftsteller Martial (40-102). Er spricht von der
Abreise eines Macer aus Rom nach Salona, bzw. Dalmatien, wo das Land an Gold
reich sei (auriferae terrae'f2. Macer ist kein anderer als der wahrscheinliche
legatm Augusti pro praetore provinciae Dalmatiae l— kiu s Macer63. Den Dienst
trat er zwischen den Legaten C. Cilnius Proculus64 und C. Minicius Fundanus6', d.
h. ungefähr zwischen den Jahren 92 und 100 an66.
Eine Grabinschrift aus Salona aus der Zeit Traianus’ erwähnt auch die
dalmatinischen Goldbergwerke (aurariae Delmatarum) sowie zwei Beamten in der
Verwaltung, den commentariensis und den dispesator. Beide waren kaiserliche
Freigelassene, Anhänger der sog. fam iliae Caesaris6168. Die Teilnahme der
kaiserlichen Sklaven an der Goldförderung in Dalmatien weist darauf hin, daß die
dalmatinischen Bergwerke dem kaiserlichen fiscus unterstellt wurden. Thaumastus
vom Denkmal aus Salona wird auch auf einer Inschrift aus Rignanum in Italien als
Traianus’ Freigelassener Marcus Ulpius Thaumastus erwähnt. Sein Amt war in
Verbindung mit der kaiserlichen Kasse (a commentariis operum puhlicorum et
rationis p a trim o n if%. An der Goldforderung in Dalmatien nahm wahrscheinlich
auch der dem Namen nach unbekannte dispensator von dem erwähnten
Grabdenkmal aus Salona teil. Ein dispesator konnte zur gleichen Zeit Verwalter
und Schatzmeister sein69. Thaumastus wurde von Italien nach Dalmatien versetzt.

o0 Ober die römische Wirtschaft zur Zeit Domitians, vgl.: B. W. JONES. Domitian. 72-79.
61 Vgl. R. SYME, Roman Papers i (1979) 6.
62 MART., epigr. X. 78. 1. 5: Ibis litoreas, Macer, Salonas, ibi rara fides amorque recti et quae, cum
comitem trahit pudorem, semper pauperior redit potestas: felix auriferae colone terrae, rectorem
vacuo sinu remittes optabisque moras, et exeuntem udo Dalmata gaudio sequeris.
61 Über l— kius Macer vgl. PIR2 M ; i.. FRIEDLAENDER, Darstellungen. 101; B. STECH. Senatores,
77 Nr. 90; 88 Nr. 1157; 98 Nr. 1428; FLUSS, PWRE 14/1 (1928) 135, n. 4.
64 Vgl. W. ECK. PRE, Suppi. 14 (1974) 282-283.
65 Über Minucius Fundanus, vgi.: R. SYME. Tacitus 11, 800-801.
66 A. JAGENTEIJFEL. Statthalter, erwähnt ihn nicht. A. DEGRASS1, Fasti. 202, datiert ihn um das
Jahr 98. R. SYME. Tacitus II. 647; ders.. Gnomon 3! (1959) 515. J. J. WILKES. Dalmatia. 445, und
B. E. THOMASSON (B. THOMAE), Laterculi, 92, nehmen an, daß er Statthalter von Dalmatien um
98 war. F. ZEVL Akten des (7. Int. Kong. Griech. Lat. Epig.. 438, erwähnt drei l.egaten in Dalmatien
zwischen 92 und 100: 0. Pomponius Rufus, C. Cilnius Proculus und Macer. Sein Name ist unklar (Q.
Baebius Macer?. :-]eius Macer?). Vgl. W. ECK, Chiron 12 (1982) 331, Anm. 199: ders., PRE 14,
Suppi. (1974) 271 f: B. E. THOMASON. Legatus. 48.
67 CIL M 1997 U S 1603: Salona ; D(is) Mfanibus) - Thaumasto ■Aug(usti) conmentariesi
aurari arum Delm(a)larum . felicissimus dispesator titu/lum p(osuit).
68 CIL XI 3860 - ILS 1603. Vgl. A. KOLB, Bauverwaltung. 134, 309. Vgl. auch H. SOLIN,
Personennamen 11. 899: RlGNANi M (Italija): lovi Op(timo) Max(imo) - M(arcus) Llpius Aug(usti)
lib(er'ms) ' Thaumastus, ■a commentariis ' operum puhlicorum ■et rationis patrimoni7 d(ono) d(edit).
69 Vgi. R. MATIJASIC. Arh. rad. rasp. 12 (1996) 177.
wie auch der Freigelassene Hermim aus Rom nach Dakien7071versetzt wurde, wo er
der erste Prokurator der Goldbergwerke war.
Hermias 1 steht aber in keiner Verbindung mit den Goldbergwerken in
Dalmatien, obwohl der Name seiner Ehefrau (Saionia Palestrice)'273 darauf
vielleicht hinweisen könnte. Dieser Name kann nicht ausschließlich mit Salona13
verbunden werden, da er sehr oft sowohl in Italien insgesamt als auch in Rom
vorkam74. Als cognomen war er auch in Pannonien und Obermösien anzutreffen'5.
Weder die römischen Schriftsteller noch die Inschrift aus Salona präzisieren,
wo die Goldbergwerke in Dalmatien lagen. Plinius Secundus spricht allgemein von
Dalmatien (in Dalmaiia ), während Statins konkreter wird, wobei er das
dalmatinische Gebirge (Dalmoiico monte, Dalmatae mones) anführt76*78. Martial
äußert sich auch vage. Er erwähnt Salonas Küsten (litoreas Solanas), Der
Grabstein aus Salona erwähnt nur die dalmatinischen Goldbergwerke (aurariae
Delmatarum). Die Begriffe Delmatia und Dalmatae aus diesem Quellen beziehen
sich allgemein auf die Provinz Dalmatien und ihre Bewohner, die so etwa ab der
Flavierzeit" genannt wurden. Wo diese Bergwerke lagen und das Gold gefördert
wurde, sollten also die Forschungen auf dem Terrain zeigen.

2. 2. Spuren der römischen Aktivitäten im Bergbau

Nach den römischen Goldbergwerken in Dalmatien wurde schon seit der


zweiten Hälfte des 19. Jhs. gesucht. Viele Wissenschafter vermuten, daß das Gold
zur Römerzeit im mittelbosnischer! Bergbaurevier, im Gebiet um Neretvica, Rama,
Uskoplje, Lašva, Lepenica, Fojnica, Željeznica sowie in den umliegenden
Gebirgen'8 gefördert wurde. Geologische Untersuchungen dieser Gebiete
bestätigen Vorkommen von Gold, Kupfer, Zinnober, Quecksilber und Silber79.

70 H.-Chr. NOESKE, Bonner Jb. 177 (¡977) 348.


71 CIL HI 1312 - ILS 1593 - IDR ¡113 366.
72 C. PATSCH, Wiss. Mitt. Bos. Herz. 6 (1899) 267; tiers.. Wiss. Mitt. Bos. Herz. 7 (1900) 73; O.
HIRSCHFELD, Verwaltungsbemanten2. 155. Anm. 1 f.; C. DAICOVIC1U. Dacia 2 (1958) 260.
73 Vgl. G. ALFÖLDY, Personennamen. 117, 286; tiers., Epigr. Stud. 5 (1968) 99 f.; R. SYME, Roman
Papers 1 (1979) 26. 29.
74 W. SCHULTZE. Eigennamen. 302. 224 f.
75 Vgl. 1. K.AJANTO. Cognomina. 205.
76 STAT, silv. IV. 7, 13 j f : quando te dulci Latio rémittent, Dalmatae montes, ubi Dite viso pallidus
fossor redit enetoque concolor aura.
CIL 11! 4013: Cil. XI 571; Fn. MOMMSEN CIL III 280: H. DESSAU, ILS 4005: A. BETZ,
Militärgeschichte. 5; J. SASEL, Actes du IX cong. sur les Frontières Romaines, 198; tiers.,
Handbuch /, 573; tiers.. Opera selecta. 402.
78 Vgl. A. CONRAD. Mitth. geog. Gesellhaft 13 (1870) 219-228; O. BLAU. Reisen, 153; E. V.
MOJSISOV1C - E. TIETZE - A. BITINER, Jb. geol. Reichsanst. Bd. 30(1880) 222: B. WALTER,
Erzlagerstätten, 150; A. BOUE. Türkei I. 240; C. J. JIRECEK, Handelsstraßen, 41 f.; ders., Drumovi,
69; H. B. v FOULLON. Jb. geol. Reichsanst. Bd. 42 (1892) ! -52; A. RÜCKER. Goldvorkommen. 19
f.; A. HOFFER, Glas. Zem. mu:. 9 0897) 411-423; ders., Wiss, Mitt. Bos. Herz. 6 (1899) 890-898; O.

73
Die Forschungen in den mittelbosnischen Gebirgen Vranića7 980 und Kobila
sowie in den Siedlungen Mračaj und Maškara in Uskoplje81 zeigten, daß ein großer
Teil der antiken Bergstollen sowie der riesigen ausgewaschenen Halden82 über
Vranića und Rosinj und um den Oberlauf des Flusses Vrbas und seiner Zuflüsse im
südlichen Uskoplje verteilt ist. An dem Ort Crvena Zemlja auf Vranića befinden
sich drei ausgewaschene Halden, (Dimensionen; 250 x 300 x 50/60 m; 180 x 20/50
x 16 m; 750 x 50 x 8 m), sowie auch Überreste eines zweifachen Wasserleitung­
systems mit einem Wasserbecken, welches das Wasser aus dem Bach
Suhodolpotok nutzte83. Ein ähnliches System bei der Goldförderung wandten die
Römer auch in H¡Spanien zur Amtszeit Plinius’ in dieser Provinz an84.
An dem Ort Uložnica wurde eine über 1 km lange, 10-15 m breite und bis zu
10 m hohe Halde gefunden. Südlich von ihr befinden sich mehrere kleinere
ausgewaschene Halden85. Überreste ausgewaschener Halden befinden sich an
mehreren Orten auf Rosin; Bijela Gomila86, Devetaci, Krstac, Nadkrstac, Crvena
zemlja und Zlatno Guvno87. In Zlatno Guvno gibt es neben einer größeren, 700-800
m langen und 30-50 m breiten Halde auch viele kleinere Halden. Auch hier ist ein

HIRSCHFELD, Verwaltungsbeamterr. 184; C. PATSCH, Hercegowina. 143 f.; F. SSSIC, Povijest.


143; F. K.ATZER. Geologija 1. 118 t'.; V. SKAR1C, Glas. Zem. muz. 47 (1935) 27 f.; O. DAVIES,
Mines, 186 f.: V. S1MIC, Rudarstvo. 108 f.; E. PASAL1C, Glas. Zem. muz. 9 (1954) 47 f.; ders.,
Naselja. 41, 91; J. J. WILKES, Dalmatia. 237; E. IMAMOVIC, Nase star. 13 (1972), 203; ders.,
Fojnica, 22 f.: 1. BOJANOVSK!. Geste, 176; ders., Arh. rad raspr. 8-9 (1982) 90-92; ders., Arh. leks,
I, 150; S. DUSANIC. Arh. vest. 28 (1977) 165: ders., ANRW 11 6,. 66. 67, 83, 89; ders.. Ist. glas.
(1980) 1-2, 23; M. ZANINOVIC, ANRW II 6, 796; j. F. HEALY. Mining, 49; ders,. Minería y
metalurgia II, 12; P. ANDELIC. Glas. Zem. muz. 38 (1983), 145 f.; F. BELTRÁN LLOROS - F.
MARCO SIMÓN. Atlas, karta 55; J. C. EDMONSON. Jour. Rom. St. 79 (1989) 92; J. SASEL,
Handbuch I. 576 L: ders.. Opera selecta, 169.
79 S. DUSANIC. ANRW II 6, 66; Ober die antike Metallurgie, vgl: K. C, BAILL.Y, Pliny, Vol. 2.; U.
TACKHOLM, Studies, 23 L: R. J. FÜRBES. Technology VII; J. RAMIN. La technique; J. F.
HEALY, Mining, 30 f.. 35 f.: ders., Minería y metalurgia 11, 10.
80 Der Name dieses Gebirges wird vom Begriff Aurana (das goldene Gebierge) abgeleitet, vgl. D.
MAZAL1C, Glas. Zem. muz. 6 (1961) 149.
81 V. CURC1C. Glas. Zem. muz. 20 (1908) 86 f.; E. PASALIC, Naselja, 4L R. J. FORBES,
Technology VII, 152. Auf eine Tonne Erz gewinnt man hier 3,6 g Gold, 300 g Silber und 1,2 %
Quecksilber J. SASEL. Handbuch I, 576.
82 Uber die Goldauswaschungtechnik, vgl.; R. J. FORBES. Technology VIII, 151.
83 Vgl. A. CONRAD. Mitth. geogr. Gesellschaft 13 (1870) 221; B. WALTER. Erzlagerstätten, 158;
H. B. v. FOUELON. Jb. Reichsanstalt, Bd 42 (1892) 1893, 20-22; O. DAVIES, Mines. 18. Anm. 9;
J. SASEL. Handbuch I. 577.
84 Vgl. PLIN , nat. hist. 33. 75: 33. 67: D. G. BIRD, Bonner Jb. 172 (1972) 48 f.
85 B. WALTER. Erzlagerstätten. 154-157; H. B. V. FOULLON, Jb. geol. Reichsanstalt, Bd. 42 (1892)
1893. 22 f.
86 Auf Bijela gromila befinden sich große ausgewaschene Halden, vgl. H. B. v. FOULLON, Jb. geol.
Reichsanstalt, Bd. 42 (1892) 1893, 25.
87 Vgl. H. B. v. FOULLON, Jb. geol. Reichsanstalt. Bd. 42 (1892) 1893. 18-20; F. KATZER,
Eisenerzlagerstätten. 202; F. TUCAN. Blago. 25.

74
über 9 km langes Wasserleitungsystem erhalten geblieben88. Entlang des Ufers von
Krupa, des rechten Zuflusses von Vrbas89, befinden sich mehrere ausgewaschene
Halden, von denen eine über 2 km lang und über 1,75 km breit ist. Am linken Ufer
liegt eine über 1100 m lange und über 400 m breite Halde. Auf ihr befindet sich
das Dorf Batusa. Auch hier ist ein römisches Wasserleitungsystem erhalten
geblieben90. Mehrere ausgewaschene Halden befinden sich auch entlang des
kleinen Flusses Bistrica, wo auch eine römische Siedlung (Pavline im Dorf
Bistrica) lag91. Ähnliche ausgewaschene Halden befinden sich ebenso entlang des
rechten Ufers von Vrbas in Uskoplje (Gornji Vakuf)92. Spuren des Auswaschens
von Gold wurden im Gebiet der Dörfer Dobrosin und Zdrimci im südlichen
Uskoplje gefunden93.
Die Überreste des Wasserleitungsystems vom Gebirge Vranica, die den
römischen Systemen für das Auswaschen von Gold in Hispanien ähneln, die
Überreste der römischen Siedlungen, Keramik, Ziegel und das Gold aus dem
südlichen Uskoplje weisen zweifellos auf die Römer hin. Die Goldförderung in
diesem Gebiet endete nicht mit dem Untergang der antiken Zivilisation. Das
Auswaschen dieses Metalls auf dem Gebiet von Süduskoplje wurde auch im
Mittelalter fortgesetzt94. Auf dem Gebirge Radovan wurde Gold auch im Laufe des
17. Jhs. ausgewaschen95, ln den Dörfern Batusa und Bistrica ist die
Goldgewinnung bis zum Beginn des 19. Jhs. nachgewiesen96.
Das Gold wurde in der Antike auch in den Bergbaurevieren der Flüsse Lasva
und Bila in Mittelbosnien ausgewaschen. Große ausgewaschene Halden befinden
sich an beiden Ufern des Flusses Lasva in Varosluk bei Turbe. Etwa 20 kleinere
ähnliche Halden wurden an beiden Ufern dieses Flusses von Turbe bis Travnik
gefunden97. In Gornji Slimeni bei Travnik befinden sich sowohl eine Stelle, wo
man Gold auswusch, als auch mehrere Bergstollen98, die nach den Bestimmungen
des Bergbaugesetzes (lex metallis dicta 14-16, 19) angeordnet sind.

88 Vgl. B. WALTER, Erzlagerstätten, 150.


89 Vgl. A. SKEGRO. Uskoplje. 32-34.
90 Vgl. H. B. V. FOULLON. Jb. geol. Reichsanstalt, Bd. 42 (1892) 1893, 15.
91 Vgl. E. PASAL1C, Glas. Zern. muz 8 (1953) 347.
92 H. B. v. FOULLON. Jb.. geol Reichsanstalt, Bd. 42 (¡892) 1893, 14 f.
93 Vgl. H. B. v. FOULLON, Jb. geol. Reichsanstalt, Bd. 42 (1892) 1893. 13.
94 D. M. N EGRUS VENETUS aus dem 15. Jh. notierte in seinem Werk Geographiae, 90: Verbas auri
ramenta volvens. (Nach: J. v. ASBOTH, Bosnien. 389: A. HÜFFER, Wiss. Mitt. Bos. Herz. 6 (1899)
896, Anm. 10.
93 Vgl. A. CONRAD. Mitth. geogr. Gesellschaft 13 (1870) 221: O. BLAU. Reisen. 153; F. JUKIC,
Zemljopis, 27.
96 B. WALTER, Erzlagerstätten. 92.
97 A. CONRAD. Mitth. geogr. Gesellschaft 13 (¡870) 221 f.: B. WALTER. Erzlagerstätten. 92 und
die Karte: H. B. v. FOULLON. Jb geol. Reichsanstalt, Bd. 42 (1892) 1893, 39 f„ Abb. 2; A.
RÜCKER. Goldvorkommen. 36 f.: A. HOFFER. Wiss. Mitt. Bos. Herz. 6 (1899) 892. 896; J.
PETROVIC. Sapredak 1947, 136; M. KRESEVLJAKOVIC Pucarevo. pass.
98 A. RÜCKER. Goldvorkommen. 39 f.; A. HOFFER, Biss. Mitt. Bos. Herz. 6 (1899) 893.

75
Alte Stellen, wo man Gold auswusch, befinden sich auch bei Gacici südlich
von Vitez, in Bila, bei Zabilj, Sadovaca und Jardol, sowie in den Bergen bei
Dubravice und Santici". Kleinere ausgewaschene Halden befinden sich an beiden
Ufern des Baches Banovac beim Dorf Pirici im Tal der Lasva*100. In Delilovac an
der Lasva, woher eine Goldmünze von Heraclius101 stammt, gewann man Gold
auch von Schiefer102. Eine antike Schüssel aus Divjak bei Mali Mosunj (Vitez)103
zeugt auch von der primären Goldverarbeitung in diesen Räumen. Das
Auswaschen von Gold wurde hier auch im Mittelalter, während der osmanischen
Herrschaft'04 bzw. bis zum Beginn des 19. Jhs. fortgesetzt105.
Die stärksten Spuren des Auswaschens von Gold aus der Römerzeit
befinden sich im Gebiet von Lepenica106 und Fojnica10'. Das Metall wurde hier
sowohl in reiner Form als auch in Verbindungen mit Magnetit, Antimonit, Arsen
und Eisen gefunden. Eine Tonne Antimonit ergibt hier 5-13 g Gold108, während
eine Tone Pyrit aus Bakovici bei Fojnica 20 g Gold ergibt109. Vom Reichtum an
Gold dieses Gebiets spricht auch die Tatsache, daß in Trosnik und Bakovici bei
Fojnica in den 1936/37 Jahren 155 kg Gold gewonnen wurde110. Es ist deshalb kein
Wunder, daß sich gerade im Gebiet von Fojnica die größten ausgewaschenen
Halden aus der Römerzeit befinden111. Die Halde bei Gomionica bei Fojnica
erstreckt sich auf mehr als 300 Hektar und übertrifft jene Halden an der Krupa in

59 Vgl. A. RÜCKER. Goldvorkommen. 47 f.; A, HOFFER, Wiss. Mitt. Bos. Herz. 6 (1899) 894.
100 Vgl. H. B. v. FOULLON, Jb. geol. Reichsanstalt, Bä. 42 (1892) 1893, 40 f. Abb. 3: A. HOFFER,
Wiss, Mitt. Bos. Herz. 6 (1899) 893.
101 G. KRALJEVIĆ, Zbor. Zavič. muz. Trav. 3 (1980), 85.
102 A. RÜCKER, Goldvorkommen. 28 f.
103 A. RÜCKER, Goldvorkommen. 48 f.; A. HOFFER. Wiss. Mitt. Bos. Herz. 6 (1899) 895; E.
PAŠALIĆ. Glas. Zem. muz. 9 (¡954) 53. Das Gold wurde vorwiegend in kleineren Gefäßen
geschmolzen, vgl. U. TÄCKHOLM. Studien, 10.
104 Vgl. B. KURIPEŠIĆ, Itinerari um. 17; 1. F. JUKIĆ, Zemljopis, 27; A. HOFFER, Wiss. Mitt. Bos.
Herz. 6 (1899) 897; F. SPAHO. Glas. Zem. muz. 25 (1913) 192 f.; D. KOVAČEVIĆ, Trgovina, pass.;
R. J. FORBES. Technology Vit. 152.
105 A. HOFFER, Wiss. Mitt. Bos. Herz. 6 (1899) 897.
106 K. MISILO, Glas. Zem. muz. 48 (1936) 15-26; D, SERGEJEVSKI. Glas. Zem. muz. 12 (1957)
121-123; H. PAŠALIĆ, Naselja, 46; P. ANĐEL1Ć. Lepenica. 151-172. 160; I. BOJANOVSKl. Ceste,
181.
107 V. SKAR1Ć. Glas. Zem. muz. 7? (1935) 32-33.
138 Vgl. H. OUIRING - G. BERG - F. FR 1F.DEN SB URG. Gold. 46; H. QUIRING. Geschichte. 176.
109 FCTUĆAN, Blago. 26.
110 H. QUIRING. Geschichte. 176.
1,1 A. CONRAD. Milih, geogr. Gesellschaft 13 (1870) 222 f.; O. BLAU. Österr. Ztsehr. für Berg- u.
Hüttenw. (1870) 137 f.; ders.. Reisen. 15 i f.; C. j. JIREČEK. Handelsstraßen, 41 H. B. v
FOULLON, Jb. geol. Reichsanstalt, 13 (1892), 44 f„ Abb. 4; A. RÜCKER, Goldvorkommen, 19 f„
61 f.; K. PATSCH. Glas. Zem. muz 9 (1897) 514 f.; ders., Herzegowina. 143 f.: O. HIRSCHFELD,
Verwaltungsbeamten*. 154: V. 5KARIĆ, Glas. Zem. muz. 47 (1935) 21 f.; E. PAŠALIC, Glas. Zem.
muz. 9 (1954), 53; ders.. Naselja. 46 f.: 1. BOJANOVSKL Ceste, 176; E. 1MAMOVIĆ. Naše star. 13
(1972) 198 f.; P. ANĐELIĆ. Glas. Zem. muz. 38 (1983) 145. f.

76
Uskoplje (Gornji Vakuf)112. Große ausgewaschene Halden liegen auch entlang des
Baches Pavlovac, 2 km vor seiner Mündung in Fojnica, wo heute auch noch oft
nach Gold gesucht wird113.
Dieses Edelmetal wird als Beimischung von Arsen auch im Gebiet von
Veliki Vranjak, Završće sowie auf Kamenica gefunden"4. Es gibt aber keine
sicheren Beweise für die römische Goldförderung hier. Die Silber- und
Kupferforderung115 in diesem Gebiet ist aber bewiesen.
Das Gold wurde auch auf dein Gebiet von Gromiljak, Homolj und in Kulijaš
bei Kiseljak abgebaut. Die Halden in Gromiljakk erstrecken sich auf einige tausend
Hektar116. In dieser Siedlung wird auch ein bergmännisches Zentrum lokalisiert117.
Eine größere Halde befindet sich gegenüber dem Stari Majdan in Ostružnica
bei Kiseljak118, im Gebiet von Višnjica in Lepenica bei Kiseljak besaßen die
Römer einige Bergwerksbetriebe119. Da diese nicht systematisch untersucht
wurden, kann man nicht präzisieren, wann dort genau mit der Arbeit begonnen
wurde. In diesen Betrieben wurden die Erze von Borovica und Fojnica verarbeitet,
die auch Goldbeimischungen enthalten120. Epigraphische Quellen aus Višnjica
zeugen von einer sehr frühen Anwesenheit von Unternehmern aus einigen
wichtigen Familien (Baebii , Cornelii, Manlii, PoGii)12112 zur Zeit des frühen
Prinzipates. Das Gold wird auch auf dem Gebiet von Kreševo, an den Orten Gaca
Potok bei Crkvenjak sowie im Gebiet von Jezero bei Jajce gefunden124. Das
Goldgewinnung des auf dem Gebiet von Kreševo wurde auch im Mittelalter
fortgesetzt123.
Im zentralbosnischen Revier wurden viele römische Münzen sowie
Überreste der Siedlungen124 aus der Römerzeit gefunden. Hier befanden sich
römische Festungen, Kontroli- und Stützpunkte, die die Förderung sicherten125,

112 Vgl. H. B. v FOULEON. Jb. geol. Reichsanstalt, 13 (¡892). 42 f. i Abb. 4. 44.


I,J F. KATZER. Österr. Ztsclrr. fur Berg- u. Hüttenw. XLIX (1901) 4-12,
114 Vgl. F. KATZER, Österr. Ztschr. fu r Berg- u. Hüttenw. 20-21 (1912) 11 f.
"s F. KATZER, Österr. Ztschr. fur Berg- u. Hüttenw. XLIX (1901) 4-12.
116 E. PAŠALIĆ, Naselja. 61, 63, 76: E. IMAMOV1Ć, God. Društ. istorič. BIH 21-27 (1976) 7-26;
ders., Glas. Zem. muz. 47 (1992-1995) 1996, 83.
117 Vgl. E. IMAMOV1Ć, Glas. Zem. muz. 47 (1992-1995) 1976. 83.
118 Vgl. 11. B. v FOULLON, Jb. geol. Reichsanstalt, 13 (1892). 42 f. und Abb. 4, 44.
119 K. MI SILO. Glas. Zem. muz. 48 (1936) 15 f.; M. MANDIĆ. Glas. Zem. muz. 37 (1925) 61 f.; Đ.
BASLER. Glas. Zem. muz. 9 (1954) 299: P. ANĐEL1Ć, Lepenica. 151 f.; E. 1MAMOVSĆ, Naše star.
13 (1972) 193 f.; ders., Fojnica, 10 f.
120 Vgl. A. CONRAD. Math. geogr. Gesellschaft, 222.
121 CIL 1118379: K. MISIIIX G'te. Zem. muz. 48 (1936) 18. 21: N. VULIĆ. Sporn. Srp. kralj. akad.
75 (1933) 71. 70: ILlug. 1599. 1598: G. ALFÔI.DY, Dalmatien, 142, 156: A. ŠKEGRO. Ztschr. Pap.
Epigr. 101 (1994) 296-297. Nr. 7.
122 Vgl. p. KATZER. Österr. Ztschr. fur Berg- u. Hüttenw. 20-21 (1912) 11 f,
123 Vgl. Z. DEVETAK. Hrvatska misao 5 (1997) 150-153.
124 E. PAŠALIĆ. Naselja. 47; I. BOJANOVSK1. Ceste, 187: ders., Bosna, pass.
125 1. ČREMOŠN1K. Arli. vest. 41 (1990) 357 f.

77
römische Straßen, die entweder entlang oder in unmittelbarer Nähe der
ausgewaschenen Halden und Bergstollen führten126127. Die Römer verbanden das
mittelbosnische Bergbaurevier im Jahre 19/20 durch eine Magistrale mit dem
Provinzzentrum Salona ( viam a Salonis ad Haedum castellum Daesitiatium)121.
Ein Teil des Goldes konnte auch in den Si 1berbergwerken um den Fluß
Drina gewonnen werden, obwohl es keinen sicheren Beweis128 gibt. Ob wirklich
die Römer das Gold im Süden Dalmatiens abbauten, ist nicht gewiß, obwohl dort
alte Bergwerke vorhanden waren129.

2. 3. Bergbauzentren

Die Verwaltungszentren für die römischen Goldbergwerke befanden sich in


den Provinzzentren, was auch für Dalmatien gilt130. Da der römische Staat die
Förderung der Edelmetalle streng kontrollierte131, bedingte die Entfernung der
Gebiete, in denen das Gold gefördert wurde, sowie der Einsatz vieler Arbeiter, das
Bestehen der lokalen-bergmännischen Orte, wie es z. B. Vipasca in Hispanien und
Domavia in Dalmatien waren. Das Verwaltungszentrum für die Bergbaureviere der
Flüsse Lepenica, Fojnica und Željeznica in Mittelbosnien war die römische
Siedlung in Višnjica bei Kiseljak. Die Verbindungen dieses Ortes mit dem
Provinzzentrum S a h n a wurden durch Inschriften bezeugt1’2. In diesem Gebiet
arbeiteten sowohl Sklaven133134als auch Kleinunternehmer (coloni)124. Das Zentrum
der Goldförderung im Gebiet von Uskoplje und der umliegenden erzhaltigen
Gebirge war höchstwahrscheinlich die Siedlung AdMatricem, welche am Fuße des
Vranica-Gebirges zu lokalisieren ist135. Ihr Entstehen bringen einige

126 H. BALLIF, Straßen I, 26 f.; E. PASALIC, Glas. Zem. muz. 8 (1953), 277 f„ Skize 1-4; ders.,
Naselja, 40 f.; I. BOJANOVSKI, Geste, 170 f. Anm. 44; ders., Bosna, 162 f.
127 CIL III 3201 = 3198 b - 10156 b ; E. PASALIC, Glas. Zem. muz. 8 (1953) 276-287; G.
ALFÖLDY, Acta Arch. Acad. Sc. Hung. 16 (1964) 247-256: 1. BOJANOVSKI. Geste, 39.
128 O. DAV1ES. Mines. 190. 194; V. SIM1C, Rudarstvo. 161; S. DUSANIC, A SRW II 6, 66. Vgl.
auch G. ALFÖLDY, Dalmatien. 154.
129 W. M. LEAKE. Numisniatica. 44; S. LJUBIC, Rad JAZU Bd. 34. 100 i Anm.; C. J. J1RECEK.
Handelsstraßen, 42 f,; R. L. BEAUMONT, Jour. Hell. St. 56 (1936) 182, Anm. 166; R. L.
BEAUMONT. Jour. Hell. St. 56 (1936) 182; O. DAVIES. Mines, 14, Anm. 9, karta VI, 106 i 107;
ders., Rev. des etud. Balkan. 5-6 (1937-38) 405, Anm. 3; J. B. SALMON, Corinth, 173 Anm. 11.
150 Vgl. J. JUNG. Römer. 46; CIL 111 s. 305; C. J. JIRECEK, Handelsstraßen, 42; O. HIRSCHFELD.
Verwaltungsbeamten2, 154: B. ZMAJIC, Num. vij. 11 (1964) 2; J. J. WILKES, Dalmatia, 272: M.
ZAN1NOVIC, A N R W II6, 796; 1. BOJANOVSKI, Arh. leks. /, 149; J. SASEL, Handbuch I, 578.
131 Vgl. PLIN.. nat. hist. 33, 78: extat lex censoria Victumularum aurifodinae in Vercellensi agro,
quo cavebatur ne plus quinque mitihus hominum in opere publicani haberent. Vgl. auch Lex metallis
dicta. Lex metalli I (pascensis, TC IX, TC X i TC XL
132 ILIug. 95, 96.
133 ILIug. 1595.
134 Vgl. E. IMAMOVIC Spomenici, 198; ILIug. 95, 96.
Ij3 Cosmographi, 17, 5. K. PATSCH, Glas. Zem. muz. 18 (1906) 151: ders., H'iss. Mitt. Bos. Herz. 9
(1909) 112 f.; E. PASALIC, Naselja. 41; E. IMAMOVIC. Nase star. 13 (1972) 194. 196; S.

78
Wissenschaftler mit der Erzförderung1’6 und den Kleinunternehmen (matrix =
Verzeichnis von Kolonen auf dem dornen)1' 1 in Verbindung. Auf Tabula
Peutingeriana lag A d Matricem an der Strecke zwischen Bistue vetus und Bistue
novau's. Das Vranica-Gebirge war durch römische bergmännische Wege
gekennzeichnet, welche von der Bergspitze bis ins Tal führten1’9. Hier verlief auch
die in den Jahren 19/20 gebaute römische Straße*1378*140. Im zentralen Teil des
Bergbaureviers von Uskoplje befand sich municipium Bistuensiwn bzw. die Station
Bistue vetus von Tabula Peutingeriana141. ln Jagnjid bei Podgrade im südlichen
Uskoplje wurde das Plättchen eines Siegelrings aus Berggold gefunden, das
vermutlich Germanicus darstellt142. Dies läßt vermuten, daß in diesem
Bergbaurevier vor dem Jahre 19 dem Kaiserhof143 nahestehende Personen
verkehrten. Mit Ausnahme der Sondierungen J. Petrovics und I. Bojanovskis,
sowie von einigen zufälligen Fundorten, kann man sagen, daß Gornje Uskoplje
archäologisch gar nicht untersucht wurde. Aus diesen Gebieten sind wahrscheinlich
sehr interessante Angaben in Verbindung mit der Förderung der Edelmetalle zu
erwarten.

2. 4. Dalmatinische Goldbergwerke in der Spätantike

Es gibt keine Zeugnisse über die dalmatinischen Goldbergwerke nach der


Regierungszeit Traianus’. Er unternahm zwei Feldzüge nach Dakien, um zu den
Goldbergwerken in diesem Land zu kommen144. Gleich nach der Eroberung
Dakiens begannen die Römer eine intensive Goldförderung unter Führung des
Verwaltungsapparates mit dem Sitz in Sarmizegetusa145. Man versetzte auch
mehrmals im Bergbau erfahrene Arbeitskräfte aus Dalmatien146 in diese Provinz.
Möglicherweise befahl schon Kaiser Traianus den Umzug der besonders

DLJŠAN1Ć, ANRW U 6, 68 und die Karte. L. BOSIO. Tabula. 171. in dem er H. KIEPERT, FOA XVII
und E, WEBER. Tabula Peutingeriana. 44. folgt, nimmt er an. daß Ad Matricem in Bugojno gewesen
sein könnte.
116 A. MAYER. Sprache. 222.
137 S. DUŠANIĆ. Islor. glasnik 1-2 (1980) 23. Anm. 100. 49.
138 K. MILLER. Castorius. V! 5.
137 E. PAŠALIĆ. Naselja, die Karte 3: A. ŠKEGRO, Uskoplje, 32.
140 E. PAŠALIĆ. Naselja, karta 4. Vgl. I. BÜ.JANOVSK1. Ceste. 170-179.
141 Đ. BASLER. Sova et velera 1988. 14; V. PAŠKVALIN, Nova obzorja 8 (1990) 43 f.; ders.,
"Napredak" Kalendar fü r 1991, 194 !'.; ders.. Ulomak, 212, 217.
143 K. HORMANN. Glas. Zem. mu:. 4 (1892), 235 f.: ders., IViss. Mili. Bos. Herz I (1893) 330, Abb.
28.
I4’ Germanicus starb im Jahre 19. vgl.: D. KIENAST. Kaisertabelle. 80.
144 Vgl. R. SYME. Roman Papers I (1979) 2.
145 Vgl. S. MROZEK. ASRW 116. 97; H.-Chr. NOESKE, Bonner Jb. 177 (1977) 276. 277. 296-315;
A. OCETEA. Istorija, 76-77.
146 Vgl. M. ZANINOVIĆ. Opuse. arch. 19 (1995) 111-115.

79
erfahrenen Bergleute Pirusten147 aus Südostdalmatien ins Gebiet Alburnus Maior.
In der zweiten Hälfte des 2. Jhs. arbeiteten dort auch die Angehärigen des
dalmatinischen Stammesverbandes Bariduen148*1504, die ihre Kastelle auch im Gebiet
von Alburnus M aior149 hatten, ln die dakischen Bergwerke wurden aus Dalmatien
auch Sardeaten130 versetzt und zur Zeit des Kaisers Septimius Severus sogar die
Delmaten131. Sie waren im Laufe des 1. und 2. Jhs. auch in den Bergwerken von
Noricum1'' und Obermösien zu anzutreffenISj.
Da illyrische Bergleute und ihre Siedlungen in Dakien zahlreich sind134 und
es keine Zeugnisse über die dalmatinischen Goldbergwerke nach Traianus gibt,
kann man daraus schließen, daß mit ihrem Umzug nach Dakien die
Goldgewinnung in Dalmatien während des 2. und in der ersten Hälfte des 3. Jhs.
nicht den gleichen Stellenwert wie im Laufe des 1. Jhs. hatte. Die Goldförderung in
Dalmatien hörte wahrscheinlich nicht völlig auf, hatte aber nicht mehr das gleiche
Ausmaß wie in der Zeit von Augustus, Nero, Domitian oder zu Beginn der
Regierungszeit von Traianus.

147 K. PATSCH. Glas. Zem. muz. 9 (1897) 665-673; St . MROZEK, Apulum 7// (1968) 312-313; H.-
Chr. NOESKE, Bonner Jb. 177 (¡977) 342; TC Vili, TC VI. ln TC VI befand sich das erwähnte
Kaviertum auch im Gebiet der Pirusten in Dalmatien, vgl.: H.-Chr. NOESKE, Bonner Jb. 177 (1977)
277.
148 Eine Raststätte mit dem Namen Bariduae befand sich auf der Straße, die von Salona nach
Servitium führte, vgl.: E. PAŠALIĆ. Naselja, i 13; J.J. WILKES. Dalmatia, 184, 244.
144 Vgl. IDR 1/13. 388; I. RUSSU. lilirii. 175.
150 CIL III 1266 = IDR 1113 418.
171 CIL III 1322: C. DSIVOB1V1U, Apulum 4 (1961) 51 - 58; D. REND1Ć-M10ČEVIĆ. Rad JAZU 20
(1981) 23 i Anm. 8: CIL III 7845; CIL /// 1262; S. MROZEK. A N R W II6. 98 f.
172 G. ALPÖLDY. Epigr. Stud. 8 (¡969) ¡5. br. 22; ders., Noricum. 230 f. 152
177 ILlug. 25: IMS / 108; IMS / 109: S. DUŠANiĆMrA. vest. 28 (1977) 166: ders., ANRW II 6. 74.
Anm. S37: ders.. Ist. glas. (1980) 1-2. 23 f, mit Anm. 107 f.. 32 mit Anm. 180; M. M1RKOV1Ć, God.
Cent. balk. isp. XIV 12 (1975) 95 f: V. BEŠEVL1EV. De aedeficiis. Nach S. DUŠAN1Ć, Mineria y
metalurgia II. 148. siehe Anm. 3, könnte sich Prokopius' k(astellum) Dalmatas Mala Kopašnica
unweit der Berge von Vlasina im lal des Flusses Južna Morava (TIR - K 34) VIII C befinden.
154 CIL III 1304 - IDR ¡113 320; AE 1911, 39; CIL III 7842 = 1333 =- IDR III/3 334; CIL III 1265 =
IDR /1/ 3 4/5; CIL UI /272 = IDR III 3 424; CIL III 1334 = IDR ¡113 371; CIL III 7830 = 1263 =
IDR UI 3 413; CIL III 126 t = IDR I I I 3 396; CIL UI 7823 = IDR 111/3 393; CIL UI 7825 = IDR 1113
393; CIL III 7829 = IDR III 3 410: AE 1944, 21 = IDR III/3 387; CIL UI 12564 = IDR IW3 404; AE
I960. 235 = IDR UI 3 403: AE I960, 236 = IDR Uh3 384; AE 1965. 42 = IDR UI 3 386; CIL UI 1271
= IDR III 3 422: CIL III 7821 = IDR IU'3 383: CIL III 7827 = IDR III 3 402; CIL UI 1270 = IDR 1113
423: TC X ( 4L HI s. 948 = IDR / 40; TC VI - CIL III s. 936 f. = IDR 1 36; TC II CIL III s. 928 f.
= IDR /32; TC III : CIL M s. 930 f. = ID R /33; TC V = CIL M s. 934 f. = IDR /35; TC VIII - CIL
UI s. 944 f. = IDR / 38; TC X II' (4L III s. 954 = IDR / 44; TC XVII - (4L HI s. 954 = IDR / 47; TC
XX - CIL III s. 956 = IDR /50. Wahrscheinlich ist in Dalmatien auch k(astellum) Ansum zu suchen,
vgl. (CIL III 1271 IDR III 3 422; Kaviertum (TC VI) bringt man mit dem Namen Cavii, einem
kleinen Stamm von Pirusten in Verbindung (PLIN., nat. hist. 3, 22); Sclaietae und Marcinium (TC VI)
verbindet man auch mit Dalmatien, ohne daß man sie genauer lokalisieren kann. Gleiches gilt für die
Nocnetae von derselben Wachstafel, lür Tovertae aus TC V, und für Geldonae aus TC I.

80
Die Erzförderung in Mitteldalmatien wurde aber fortgesetzt. Damit steht die
Anwesenheit von Orientalen und Italienern sowie zahlreiche römische Münzen von
1. bis zum 4. Jh. im Zusammenhang. Im Laufe des 2. Jhs. hatte hier die
Eisenförderung155.
Die dalmatinischen und mösischen Edelmetallbergwerke gewannen wieder
an Bedeutung nach dem Rückzug der Römer aus Dakien und der völligen
Ausbeutung der Goldbergwerke in Hispanien.
Der römische Staat versuchte den Mangel an Edelmetallen zu ersetzen, so
daß der unter anderem die Edelmetallbergwerke auch an private Personen
verpachtete, die aber verpflichtet waren, diese Metalle dem Staat zu überlassen156.
Die Bergleute mußten dem Staat gegen Entgelt acht scruplen Gebühr jährlich
zahlen und das Gold dem Staat verkaufen157. Der Staat zahlte aber das Entgelt in
Bronze aus158. In der ersten Hälfte des 5. Jhs. wurden besondere Abgaben
(praestatio auraria, aeraria und ferraria) von den erzhaltigen Besitzen
eingezogen159. Diese Abgaben konnten auch in diesen Metallen gezahlt werden160.
Die kaiserlichen Bestimmungen für den Bergbau für Illyricum aus dem 3., 4. und
vom Anfang des 5. Jhs. betrafen zweifellos auch die dalmatinischen Bergleute16’.
Die Regentin des Westreichs Galla Placidia (425-450) überließ Dalmatien
dem östlichen Kaiserreich im Jahre 437, das zur Zeit des Kaisers Theodosius II.
(408-450) dem hunnischen Herrscher Atilla (434-453) den jährlichen Tribut von
700 über Gold auszahlte, um ihn in Pannonien aufzuhalten. Nach der Niederlage
der kaiserlichen Truppen in Trakien im Jahre 443 mußten dem hunnischen
Herrscher 6000 über Gold auf einmal ausgezahlt werden und alle folgenden Jahre
je 2100 über dieses Metalls162, ln der Zeit vom Jahre 422 bis zum 474 erhielten die
Hunnen insgesamt 41850 Pfund Gold, während den Goten in der Zeit zwischen den
Jahren 450-491 13261 über Gold163 ausgezahlt wurden. Die dalmatinischen

155 USKOPLJE (GORNJI VAKUF), offwina ferraria: I. BOJANOVSKl. Arh. preg. 5 (1963) 122 f.;
Aurelius Tiro: J. PETROVIĆ. Glas. Zem. muz. ¡5-16 (1960-61) 231 f., Abb. 4; ILIug. 627: sacerdos
urbis Romae aus Zenica: CH, Hl 12767; Ć. TRUHELKA, Glas. Zem. muz. 4 (1892). 344, 6; ders.,
IViss. Miti. Bos. Herz. I (1893) 277, Tab. Nr. 2: luppiter Fulminaror Weihaltar: Ć. TRUHELKA,
Glas. Zem. muz. 4 (1892) 343, br. 3, ders., Wiss. Mitt. Bos. Herz. 1 (1893) 276; Bergwerkskolone und
die Weihaitare dem Apolo Tadenus: CIL Hl 13858: Aquae Sf—J: D. SERGEJEVSK1, Nov. Mus. Sar.
13 (1936) 1; AE /937 , 248; G. ALFÖLDY, Dalmatien, 162, Anm. 47; 1. BOJANOVSKl, Bosna i
Hercegovina, 149; D. SERGEJEVSKI, Sporn. Srp. kralj. akad. 93 (1940) 9; ILIug. 1579, die Spuren
des Eisenbergbaus: V. SKARIĆ, Glas. Zem. muz. 47 (1935) 23 f.; P. ANĐELIĆ, Glas. Zem. muz. 38
(1983) 145 f.
156 C 77? 10, ¡9.3.4.12.
157 C T h 10. 19.3.4.12.
158 Usp. A, H, ML JONES, Economy. 68.
m C T h 11.20.6.
160 C Th 11.21.3.
M C T h 32.5 - C lust 11.7.4.
162 Usp. A. H. M. JONES. Empire 1, 193; A. CAMERON, World, 31.
163 Usp. J. ILUK, Münster. Beitr. z. ant. Handelsgesch. 4 (1985) 1. 87-88.

81
Goldbergwerke nahmen zweifellos am Sammeln der Edelmetalle teil, die die
oströmischen Kaiser benötigten. Die Quellen besagen aber nicht, auf welche Weise
dies erfolgte.
Die Goldgewinnung aus den dalmatinischen Bergwerken wurde
wahrscheinlich in der Zeit der ostgotischen Dominanz (490-535) eingestellt. Der
ostgotische König Theodoricus (474-526) befahl nämlich, das Gold sogar durch
das Öffnen der antiken Gräber zu beschaffen. Der Grund für Mangel an
epigraphischem Material über die dalmatinischen Goldbergwerke ist nicht völlig
klar. Einer der Gründe dafür liegt wahrscheinlich darin, daß das
mitteldalmatinische Bergbaurevier, besonders Uskopije, wo sich die wichtigsten
dalmatinischen Bergwerke befanden, nicht erforscht wurde. Im
Verwaltungsapparat der dalmatinischen Bergwerke arbeiteten, wie auch in den
dakischen, bestimmt mehrere Beamte, da das Gold mehr als hundert Jahre intensiv
gefördert wurde und viele Mengen Gold gewonnen wurden. Thaumastus, der
einzige nachgewiesene Beamte aus dem Verwaltungsapparat der dalmatinischen
Goldbergwerke, könnte in Salona während eines offiziellen Besuchs, vielleicht
auch während einer der Transporte von Rohgold aus dem Binnenland zur
dalmatinischen Küste, gestorben sein164165.

3. SILBERFÖRDERUNG
(ARGENTARIAE)

Die wichtigsten römischen Silberbergwerke befanden sich auf Sardinien163,


in Hispanien166, Gallien'67, Britannien168 sowie im Gebiet lllyricunis. Aus den
Bergwerken lllyricunis wurden dem römischen Staat große Mengen Silber
geliefert, insbesondere in den ersten drei Jahrhunderten des Kaiserreichs. Das
meiste Silber wurde in den Bergwerken um IJIpkmo in Dardanien, um Domavia im
Mittellauf der Drina, in den Bergwerken in den Gebirgen Kosmaj und Rudnik
sowie in den Bergbaurevieren der Flüsse Lim und Ceotina gewonnen169. Das Silber
wurde in den meisten Bergwerken auch vor den Römern gefördert. Eine intensive
Ausbeutung dieses Metalls begann in den dalmatinisch-pannonischen Gebieten

164 Usp. S. DUSANIC, Istor. glasnik (¡980) 1-2, 22 Anm. 99; Es gibt wenig Auskünfte über das Amt
commentariensis (A. v. PREMERSTEIN, RE IV (1901) 759 f.; H.-CHR. NOESKE, Bonner Jb. 177
(¡977) 310; S, DUSAN IC Arh. vest. 28 (1977) 169 meint, daß der conmentariesis dem dispesator
unterstellt war.
165 Vgl. J, F. HEALY, Mining, 61.
166 Vgl.: O. DAVIES. Mines. 95-96. 98, HO; J. F. HEALY. Mining. 56; B. ROTHENBERG - P.
GARCIA PALOMERO - H.-G. BACHMANN - J. W. GOETHE. Minería y metalurgia 1, 57-70.
157 Vgl. PUS.. not. hist,, 24. 164 l: O. DAVIES. Mines. 76-78. 80-82: J. P. HEALY, Mining. 56.
168 (X DAVIES. Mines, 81. 147-148;, 149-151; P. SALWAY. Britain, 39, 632-635.
I6V Vgl. S. DUSANIC. ASRU' // 6, 66-93; ders.. Istor. glasnik 1-2 (¡980) 24-46: ders., Arh. vest. 28
(1977) 163-179; ders.. Minería y metalurgia II, 148-156; ders., Starinar 4(641 (¡989-1990) 1991,
217-224.

82
Anfang des 1. Jhs. und dauerte bis zum Ende des 4. ihs. An einigen Orten wurde
sie auch nach dem Untergang des Weströmischen Reichs fortgesetzt.
Die meisten Silberbergwerke vom Gebiet Dalmatiens und Pannoniens
gehörten dein kaiserlichen fiscus an, so daß die Förderung im Einklang damit
organisiert wurde. Sie wurden von den kaiserlichen Verwaltern (procuratores )
geleitet, die zum größten Teil aus dem Ritterstand stammten. Diesen Dienst übten
aber auch die Personen aus der Reihe der kaiserlichen Freigelassenen und Sklaven
aus, die Anhänger der sog. fam iliae Caesaris waren.
In den dreißiger Jahren des 2. Jhs. wurden die Silberbergwerke nach dem
Provinzprinzip vereint. Zur Zeit des Marcus Aurelius’ (161-180), genauer während
der Markomannenkriege, wurde die Verwaltung aller pannonischen und
dalmatinsischen Bergwerke vereinigt. An der Spitze stand ein Prokurator
(procurator metallorum Pannonicorum et Dalmaticorum). Zur Regierungszeit
seines Sohnes und Nachfolger Commodus (180-192) wurde die Verwaltung der
pannonischen und dalmatinischen Silberbergwerke von der Verwaltung der
Eisenbergwerke getrennt. Seit Septimius Severus (193-211) trugen die Verwalter
der Silberbergwerke keine Provinzbestimmungen mehr in ihrem Titel. Sie wurden
entweder Verwalter der Silberbergwerke (procuratores argentariarum) oder
einfach kaiserliche Verwalter (procuratores Augusti) genannt. Seit dieser Zeit bis
zum Ende des 4. Jhs. hatten die Silberbergwerke ihre eigene Verwaltung. Eine
Ausnahme bildeten nur das 5. und 6. Jahrzehnt des 3. Jhs.

3. 1. Silberförderung in Dalmatien (Argentariae Delmaticae)

Es gibt zahlreiche Zeugnisse von den dalmatinischen und pannonischen


Silberbergwerken. Unter ihnen kommen die epigraphischen Quellen am häufigsten
vor. Von großer Bedeutung sind hier auch einige besondere Münzserien. Auf die
dalmatinischen Silberbergwerke beziehen sich einige Serien des bergmännischen
Geldes, das zur Regierungszeit der Kaiser Trajan und Hadrian geprägt wurde1'°.
Eine Serie des bergmännischen Geldes mit dem Bild Trajans und der
Legende [IMP] TRAIANO A VG GER DACICO P M TR P COS V P P auf dem
Avers sowie dem Monet (Aequitas) und der Legende METALLI VLPIANI DELM
auf dem Revers wurde im Jahre 102/103 emittiert1 Das Geld mit derselben
Person und der Legende IMP CAES TRAIANO A VG GER DAC P M TR P COS VI
P P auf dem Avers und dem Monet (Aequitas) und der Legende METALLI
VLPIANI DELM auf dem Revers wurde im Jahre 111/112 emittiert. Es sind drei
Exemplare dieses Geldes aus der Regierungszeit Trajans bekannt112.

170 S. DUSANIC, A N R W I I 6, 69. Not. 88; I. BOJANOVSKI. A rk rad rasp. 8-9 (1982) 97.
171 RiCIII p. 234+. 235*; Tab, 45, 14.
172 J. H. ECKHEL. Doctrina, 445; H. COHEN. II, Trat, 183; R. MOWAT, Rev. num., ser. III. 12
(1894) 383-384, Nr, 5, PI, XI 7; 1. KELLNER, Glas. Zem. muz. 7 (1895) 195, Abb. 126; ders„ Wiss.
Mitt. Bos. Herz. 5 (1897) 126, Abb. 162, RIC II 294. Nr. 705; BMC S. 234; F. LENORMANT, La

83
Zur Zeit Hadrians'71wurde eine andere Serie des bergmännischen Geldes für
die dalmatinischen Siiberbergwerke in drei Varianten geprägt. Die erste Variante
hat die gekrönte nach rechts gewandte Diana auf dem Avers. Auf dem Revers
befindet sich ein nach links gewandter Hirsch mit der Legende METAL DELM. Die
zweite Variante zeigt auch Diana auf dem Avers, sie trägt aber das Haar in einem
Knoten*173174, wobei dieser Revers und der Revers aus der Vorvariante identisch sind.
Es sind 6 Münzen mit Diana auf dem Avers und der Legende METAL DELM auf
dem Revers bekannt1,s.
Die Ausbeutung in den dalmatinischen SiIberbergwerken wurde also noch
zur Trajan, nur am Anfang des 2. Jhs. intensiviert. Zur Regierungszeit dieses
Kaisers wurde im Raum Dalmatiens auch Gold verstärkt gefordert. Dafür spricht
eine Grabinschrift von conmentariensis Thoumastm aus Salona1'6. Eine
dalmatinische bergmännische Münze von Trajan stammt aus dem Gebiet Aquae S[-
—7in Ilidža bei Sarajevo in Mittelbosnien'77.
Die Resultate der bisherigen Forschungen zeigten, daß die Römer Silber im
Nordosten, Südosten und im zentralen Teil Dalmatiens intensiv förderten.
Zahlreiche Spuren der antiken Bergstollen, Schlackenhalden u. a. befinden sich am
Mittel- und Oberlauf der Drina, in den Gebirgen Kosmaj und Rudnik, im Tal der
Čeotina (Sandžak zwischen Serbien und Montenegro), sowie im Limgebiet im
Südosten der Provinz Dalmatien. Im zentralen Teil Dalmatiens förderten die
Römer Silber und Kupfer auch entlang des Baches Pavlovac, zwei Kilometer
entfernt von seiner Mündung in den Fluß Fojnica178179. Silber wurde auch im Gebiet
von Kreševo abgebaut1,9.
3. 1. 1, Argentaria

Im Raum des römischen Dalmatien wurde das Silber am häufigsten in


Verbindung mit Zink, Blei und Pyrit gefunden180, deren reiche Vorkommen in den

monnaie, 240; S. DUŠANIĆ, Živa ant. 21 (1971) 2, 542; Nach R. A. CARSON. Coins, 39. wurden
sie vor 104 emittiert. Nach R. MO WAT wurden sie zwischen 104 und 111 emittiert. Über Trajans
Titulatur, vgl.: P. KNEISSL. Siegstitulatur. 58-90.
173 S. DUŠANIĆ, Živa ant. 21 (1971) 2. 542, 544.
174 RIC II 474 Nr. 1013; BMC 534 Nr. 1854 f.; V. M. S1MIĆ-M. R. VASIĆ. Rev. num. Vle s.-t. 19
(¡977) Nr. 20 und 21.
175 R. MOWAT. Rev. num.. ser. 111, 12 (1894) 390, Nr. 13 und 14, PL XI 12, 13, 14; RIC II 474, Nr.
1014; RIC III, p. 534, Nr. 1854, 1855, Tab. 98, 7; BMC 534, Nr. 1856: M. SIMIĆ-M. R. VASIĆ, Rev.
num. VI ser. - T. XIX (1977) 58. Nr. 18-21; Vgl. auch J. MELVILLE JONES. Dictionary, 98. In die
Zeit Hadrians datiert sie 555 und S. DUŠANIĆ, Živa ant. 21 (1971) 2, 542.
176 CIL 11119977 -- ILS 1603.
177 1. KELLNER, (lias. Zem. muz. 7 (1895) 195, Abb. 126; ders.. Wiss. Min. Bos. Herz. 5 (1897) 126.
Abb. 162.
178 F. KATZER, Osten. Ztschr. für Berg- ». Hüttenw. XUX(190l) 4-12.
179 Upor. E. PAŠALIĆ, Glas. Zem. muz. 9 (1954) 54.
m Vgl. A. RÜCKER, Silberbergbau, pass.; F. KATZER, Geologija I, pass.; M RAMOV1Ć. Članci i
građa 4 (1960) 34-36.

84
Gebirgen Kvarc, Staroglavica und Ludmer zwischen den Flüssen Jadar und Drina
in Ostbosnien liegen'81. Eine Tonne Erz gibt hier 8% Zink, 6 % Blei und über 100
g Silber181182183. Aus den Bergwerken in den Bergbaurevieren Kvarc-Lisac, Guber.
Alzica-Vitlovac, Fojhar-Kutlici-Cumavici, Orlovine bei Cicevac, Babac,
Mihaljevici, Lipenovici, Brana, Miholjevici bei Bratunac und Lonjino wurden Uber
800.000 Tonnen Erz abgebaut und über 120 Tonnen Silber sowie 50.000 Tonen
Blei gewonnen181. Am Bach Cicevac bei Srebrenica in Ostbosnien wurden mehrere
größere Blei-SiIber-Schlackenhalden gefunden. Die Erze in diesem Gebiet
förderten vor den Römern illyrische184, keltische185 und andere Bergleute. Die
spätantiken Itinerarien bezeichneten dieses Gebiet als Argentaria, wobei sie es am
Ende der Straßen eintrugen, deren Ausgangspunkt sich in zwei großen urbanen
Zentren befand - im dalmatinischen Salona1*6187und pannonischen Sirmium™'. Die
Resultate der bisherigen Forschungen zeigten, daß die Römer die Silberförderung
im mittleren Drinagebiet in der 2. Hälfte des 1. Jhs. begannen. Die Ausbeutung
wurde in den siebziger Jahren intensiviert, als der Zufluß von Edelmetallen aus den
Bergwerken vom Gebiet Carthago Nova in Hispanien188 beträchtlich gemindert
wurde. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Münzen aus der Kaiserzeit189
sowie Bergstollen im Gebiet der Si 1berbergwerke190. Die Silberbergwerke vom
Gebiet zwischen den Flüssen Jadar und Drina in Ostbosnien191 befanden sich bis
zum Ausbruch der Bürgerkriege in den Jahren 68/69 unter der Aufsicht des
römischen Senats192* . Dem kaiserlichen fis c u s m gehörten sie wahrscheinlich seit
der kurzfristigen Regierungszeit des Kaisers Galba (68-69) an oder spätestens seit
Vespasianus (69-79)194. Daß sie von besonderem Interesse für die Dynastie der

181 Vgl. A. RÜCKER, Silberbergbau; M. RAMOVIĆ, danci i građa, 4 (1960) 34-36.


182 Vgl. M. RAMOVIĆ, Č la n c i i g r a đ a 4 (I960) 36.
183 1-3, Abb. 1; M. RAMOVIĆ. Č la n c i i g r a đ a 4 (I960) 39; đers.. Stari rudnici, 79 f; 106; ders..
Bosna, 197.
184 M. A. RAMOVIĆ. Č la n c i i g r a đ a 4 (I960) 37; ders.. Stari rudnici. 79-97.
185 C. PATSCU. P R E 18/i (1903j 124; -128; E. PAŠALfĆ. Naselja. 93.
186 Tab. Peut. V II i. 2: K. MILLER, Itineriaria R o m a n a 472.
187 Tab. P eut. V I 4, 5: T IR I. 34, 30: Vgl. O. DAVIES, Mines, 193-194; V. SIMIĆ. Rudarstvo, 163-
170: E. PAŠAL1Ć. Naselja. 73. 93: G. ALFÔLDY, Dalmatien, 154-155.; J. J. WILKES. Dalmatia,
277-280; 1. -153.
188 J. M. BLÂZQUEZ. Historia, 33, 145; E. W. HALEY, Migration. 92.
I89; ders.,.
190 Vgl. K. PATSCH. G las. Z em . m uz. 22 (1910) 192-193, Abb. 33 und 34; D. SREJOVIĆ. Č la n c i i
g r a đ a 6 (1965) 8, 12.
191 Vgl. L. POGATSCHN1G. G las. Z em . m uz. 2 (1890) 125-130: ders., -157; V. RADIMSKŸ, G las.
Z em . m u :. 3 ( 1 8 9 ! /: ders..: ders.. ff'iss. M itt. B os. H erz. / (1 8 9 3 ) 218-253; ders.,: ders..; V. SIM1Ć,
Rudarstvo, 139-142; ¡46-148; K. PAŠALfĆ, G las. Zem . m u z 9 (1954) 60-62. 70-71; I.
BOJANOVSKL Arh. rad. raspr. 8-9 (¡982) 99-106, 112-114: ders.. Bosna. 193-203.
192 Vgl. V. RADIMSKŸ. if iss. Mitt. Bos. H e r z ! (1893) 251.
VgL ILlug. 1475.
194 Vgl. I. BOJANOVSKL Članci i g r a đ a 7 (1967) 2. Abb. I; E. IMAMOVIĆ Spomenici. 372, Nr.
113. Über die politische Situation in dieser Zeit, vgl.: H. GRASSE, Vierkaiserjahr, pass.

85
Flavier waren, sieht man auch daran, daß die Anzahl der Personen mit dem von den
Kaisern aus dieser Dynastie erteilten Bürgerrecht in diesem Gebiet195 beträchtlich
gestiegen war. Im Einklang mit dieser Politik war auch die Gründung von
municipium M alvem tium zur Zeit Vespasians196, dem fast alle Gebiete angehörten,
in denen sich die Silberbergwerke im Nordosten Dalmatiens befanden. Es ist auch
bezeugt, daß hier ein Verwalter der dalmatinischen Silberbergwerke (procurator
argentariarum Delmaticarum) in der Zeit zwischen den Jahren 130 und 150197
sowie ein vilicus im 3. Jh. anwesend waren198.
Nach den numismatischen199 und epigraphischen Quellen200 wurden die
Silberbergwerke vom Gebiet um Domavia in der 2. Hälfte des 2. Jhs. sowie
während des 3. Jhs. am intensivsten gefördert. Die Meilensteine an der Straße
Argentorio-Salono201 deuten auf einen sehr starken Verkehr202 in dem Zeitraum der
fünfzig bis zu den achtziger Jahren des 3. Jhs. hin. Er wurde vor allem durch den
Druck der germanischen Goten, Sarmaten und Quaden auf die
Mitteldonauprovinzen verursacht203. Einige der Überfälle hatten die Plünderung der
Edelmetallbergwerke zum Ziel. So plünderten204 die Goten die Bergwerke in
Dardanien und um Domavia, indem sie Valerians Feldzug gegen die Perser und
Gallienus’ Feldzug auf den Rhein im Jahre 254 ausnutzten. Von der Gefahr, die die
Grenzgebiete Pannoniens und Dalmatiens bedrohte, zeugen unter anderem auch
große Mengen Gold und Schmuck aus Loznica205, Dvorska bei Krupanj206 sowie

1951. BOJANOVSKI, Bosna, 183-184, 187.


196 G. ALFÖLDY, PRE Suppl. 11 (1968) 1004-1009; I. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 7 (1968)
241-262; ders., Bosna, ¡77.
197 CIL III 12739 =■ 12740 = AE 1948, 243.
198 Karan bei Skelani: CIL III8350.
199 V. RADIMSKY, Glas. Zem. mui. 3 (1891) 15; ders.. Glas. Zem. muz. 4 (1892) 23; ders., Wiss.
Mitt. Bos. Herz. 1 (1893) 225. 251; ders., ITks. Mitt. Bos. Herz. 4 (1896) 241; C. TRUHELKA, Glas.
Zem. muz. 3 (1891) 241; 1. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 8-9 (1982) 106; ders.. Bosna. 197.
200 C. PATSCH. Wiss. Mitt. Bos. Herz. 8 (1902) 109-111, Abb. 47; I. BOJANOVSKI, Clanei i grada
14 (1982) 142.
201 Zwischen Debelo brdo und Tisovac (Kuti) auf dem Gebirge Romanija befinden sich Meilensteine
zu Ehren von Philippus Arabs (244-249) CIL 11113306 und Volusianus (251 -253) CIL HI 13307; aus
Berkovina auf Romanija gibt es die Meilensteine zu Ehren von Kaiser Deeius Traianus (249-251) CIL
III 13309, CIL III 13310. Aus Han Pijesak gibt es die Meilensteine zu Ehren von Herenius Etruscus
(251) CIL III 13312, Aurelianus (270-275) CIL HI 13314 und Claudius Tacitus (275-276) CIL HI
13313. Aus Luka am Fluß Jadar in Ostbosnien gibt es ein Meilenstein zu Ehren von Volusianus: CIL
III 13316. Von Romanija gibt es Meilensteine zu Ehren von Probus (276-282); C. PATSCH bei PH.
BALLIF, Straßen, Nr. 39, und Diocletianus (284-305); 1. BOJANOVSKI, God. Centr. balk. ispit.
XIX/17 (1981) 140.
202 Über diese Verbindung, vgl.: f. BOJANOVSKI, God. Centr. halt ispit. XIX/¡7 (1981) 125-199.
203 Vgl. B. GEROV, ANRWI1 6, 132-148.
~04 M. MIRKOViC, Limes. Aken des XI. int. Limesk., Szekesfehervär 30.8.-6.9. 1976), Budapest
1977,249-258.
205 Der Schatzfund aus Loznica war dem Schatzfund aus Dvorska ähnlich. R. MAR1C. Saop. Zav.
zast. sporn. Beog. / (1956) Nr. 12, S. 180.

86
Obudovac bei Bosanski Samac206207. Die Erzförderung im Gebiet zwischen Jader und
der Drina in Ostbosnien setzte sich nach dem Untergang des Weströmischen
Reichsfort. Darauf deutet auch der Bau einer frühchristlichen Basilika in
Staroglavci bei Srebrenica hin208. Die Ausbeutung wurde auch im Laufe des 7. Jhs.
fortgesetzt209. Im Unterlauf der Drina wurde das silberhaltige Blei im ganzen
Mittelalter gefördert210.
Den Gegenständen aus den römischen Nekropolen um Srebrenica nach
arbeiteten in diesen Bergwerken im 1. und 2. Jh. vorwiegend die lokalen illyrisch-
pannonischen und keltischen Bergleute211, während in der Verwaltung und im
technologischen Prozeß - wie übrigens in den meisten anderen römischen
Bergwerken lllyricums - fachfremde Personen tätig waren. Die Zahl der Fremden
aus den angesehenen italienischen Familien (Barbii, Caminii, Catilii, Papinii,
Salvii, Tesii)212 wurde im Verwaltungszentrum der pannonisch-dalmatinsichen
Silberbergwerke - Domavia immer größer. Außer den Italienern waren in Domavia
auch Griechen213 und Orientalen anwesend214* . In dieser Siedlung wurde sowohl
Latein als auch Griechisch gesprochen213. Die Zahl der Soldaten216 vergrößerte sich
abhängig von der Situation in der Region.

3. 1. 2. Siberbergwerke am Oberlauf der Drina

Der Oberlauf der Drina gehörte in der Antike dem kaiserlichen


Großgrundbesitz217 an, dessen Grenzen gemäß den Weihaltären für Terminus und
Terminus-Liber im Nord westen bei Ustikolina bei Foca in Ostbosnien218 und bei

206 Der Schatzfund aus Dvorska enthielt über 485 römische Silbermünzen und Schmuck aus der Zeit
von Septimius Severus (193-211) bis Gallienus (253-268). Vgl. R. MARIĆ, Saop. Z av. za stit. sporn.
B eo g . I ( ¡ 9 5 6 ) Nr. 11, S. 180: M. MIRKOV1Ć, L im es. A k te n d e s X I. int. L i m e s k , 250-252,
20' Der Schatzfund aus Obudovac enthielt über 805 römische Münzen von Gordianus 111. (238-244)
bis Postumus (260-267) Vgl. J. PETROVIĆ, G las. Z em . muz. 10 (1 9 5 5 ) 181-196.
208 I. BOJANOVSKI. Članci i g r a đ a 14 (1982) 146-149.
209 Vgl. I. BOJANOVSKI. Č la n c i i g r a đ a 14 (1982) 149.
210 Vgl. M. DINIĆ. Rudarstvo 1, 46-47. 71-73, 108; V. S 1 M I Ć , Rudarstvo, 148-149, 303.
2.1 Vgl. D. SREJOV1Ć. Č la n c i i g r a đ a 6 (1 9 6 5 ) 12.
2.2 G. ALFÖLDY. Dalmatien. 155.
213 K. PATSCH. G las. Z em . muz. (¡914) 187; D. SREJOVIĆ, Članci i g r a đ a 6 (1 9 6 5 ) 10, T. VI 4.
214 CIL 111 12722, CIL 111 8 3 6 2 , CIL 111 12743, C IL I I I 8297; V. f.; G. ALFÖLDY, Dalmatien, 187-
189; 200; L BOJANOVSKI, A rh. rad. raspr. 8 -9 (1982) 101, Not. 30.
2.5 Vgl. C. PATSCH, Wiss. M itt. Bos. H e rz. 5 (1 8 9 7 ) 238; d e r s . . Glas. Z em . m uz. ¡ 2 (1 9 0 0 ) 177-182;
ders., G las. Zem . m uz. 2 2 (1910) 192-195: ders., Herzegowina, 87; M. PAVAN. Dalmazia, 95; D.
SREJOVIĆ, Č la n c i i građa 6 (1 9 6 5 ) 10-11.
2.6 Vgl. M. BAUM - D. SREJOVIĆ, Članci i g r a đ a 4 (I960) 29
2.7 Vgl. S. DUŠANIĆ, Istor. glasnik 1-2 (1980) 23, 24.
218 A E 1 9 3 9 , 301; //Jug. 1572, 1573: Die Weihaltäre derselben Gottheit schützten auch die Grenzen
der Bergwerke v o n N o ric u m . Vgl. N o re ia , ( F r i e s a c h ) : C IL I I I 5 0 3 6 : P . O E R S T E D , E c o n o m y , 2 2 1 .

87
Gorazde in Ostbosnien“19 verliefen. Die Sicherheit seiner nördlichen Teile
gewährte eine militärische Einheit vom Gebiet des Sopotnica bei Gorazde219220.
Die archäologischen Quellen und Toponyme deuten auf das Bestehen der
römischen Bergwerke im Flußgebiet der Kolumna, um Ustikolina und um FoCa in
Ostbosnien221 hin. Auf dem Gebiet von Foca wurden neben anderen Erzen auch
Kupfer und Gold gefordert. Die Spuren der römischen Bergwerke, Schmelzhütten
und Schlackenhalden wurden in Potpec (Robovici) bei Foca gefunden222234. Die
Erzförderung in diesem Gebiet wurde zur Zeit Trajans22’ intensiviert. Die
gefundenen Sesterzen aus Ustikolina weisen daraufhin, daß sie auch zur Zeit von
Marc Aurel und Lucius Verus (161-169) fortgesetzt wurde22-*. Die Bergleute waren
auch hier Einheimische, während die Leiter und Technologen Auswärtige waren.
Von der Anwesenheit der Fremden zeugen die Denkmäler für luppiter in Miljevina
bei Foca225 sowie ein Weihaltar mit der griechischen Inschrift auf Crkvina in
Kalaca bei Gorazde226. Die Griechen arbeiteten in den Bergbaurevieren Dalmatiens
vorwiegend in der Verwaltung, als Unternehmer sowie als technologisches
Personal. Im Oberlauf der Drina war auch die Landwirtschaft entwickelt. Es gab
kleinere oder größere Grundbesitze mit villa rustica. Ein größerer Grundbesitz
befand sich in Dvilin am rechten Ufer der Drina22'.

3. 1.3. Silberbergwerke im Südosten Dalmatiens

Den Südosten Dalmatiens bewohnten in der Vorrömerzeit die Pirusten228,


deren Kunsthandwerker im Laufe des 2. Jhs. v. Chr. den eingeführten griechischen
Schmuck reparierten sowie Schmuck229 aus Gold und Silber eingenhändig
anfertigten. Daß es sich um eine im Bergbau erfahrene Personengruppe handelte,

219 CIL 111837i.


22(1 C IL III 8370 = 13856: Über das Heer auf den kaiserlichen Besitzen, vgl.: U. TäCKHOLM,
Studien, 138-140; J. BURIAN, Ztschr.f. Geschichtwiss. 5 (¡957) 543-544; H.-Ch. NOESKE, Bonner
Jb. 177 (1977) 313; S. DtJŠANIĆ, A rh . vest. 41 (1990) 585-596.
221 C. PATSCH, Glas. Z em . m uz. 23 (1910) 203 f.; ders.. H'iss. MM. B os. H er:. 12 (1912) 162-165; I.
BOJANOVSKI. G od. C ent, h a lt isp. XXV 2 3 (1 9 8 7 ) 97-103; ders.. Bosna. 210.
222 E. PAŠAL1Ć. G las. Z em . mm. 9 (1954) 63; 1. BOJANOVSKI. G od. C ent, balk isp. XXV/23
(1987) 101.
223 Vgl. C. PATSCH. A rch . ep ig r. MM. 16 (1893) 86 , CIL 111 8371 12752: K. PATSCH. Glas.
Z em . muz. 6 (1894) 54; ders., H'iss. MM. B os. H erz. 4 (1896) 244.
224 D. SERGEJEVSKI. Südostdeutsche F o rsch . 8 (1943) 176.
225 ILlug. 85.
226 Z. KAJMAKOV1Ć. N a še sta r. 14-15 (1981) 148. Abb. 14. 152, Abb. 18.
227 1. BOJANOVSKI. God. C ent, halt isp. XXV/23 (1987) 122.
228 Vgl, R. KAT1Č1Ć, Ž iv a a nt. 12 (1962) 110; G. ALFÖLDY. K lio 41 (1963) 194; ders.,
Bevölkerung. 56-57; ders., PRF. S u p p l. 11 (1968) 1009; A. BENAC. P raist. ju g . zem. 5 (1987) I.
BOJANOVSKI. Bosna. 204.
229 Vgl. Ć. TRUHELKA, Glas. Zem. muz. 31 (1909) 425-441: M ZOTOVIĆ, God Cent, balk isp.
XXV'23 (1987) 56.

88
zeigt auch die Tatsache, daß zahlreiche Pirusten zu Beginn des 2. Jhs. nach Trajans
Eroberung Dakiens in diese Provinz versetzt wurden, um hier in den Bergwerken
Gold zu fördern230. Die Pirusten errichteten in Dakien eigene Siedlungen, die sog.
castella231 und führten den Kult ihres Gottes Silvanus ein2’2.
Im Südosten Dalmatiens förderten Römer die Bodenschätze in den Regionen
um Čeotina und Lim, die sie sowohl untereinander als auch mit dem
Bergbauzentrum Domavia mit den Straßen vorteilhaft verbanden233. Das Gebiet um
Pljevlja in der Region um Čeotina ist an Blei, Zink, Kupfer und Silber sehr reich2“’4.
Eine große Zahl der illyrischen Grabhügel (Tutnuli) in diesem Gebiet deutet darauf
hin, daß die Erzforderung hier lange vor der römischen Besetzung begann. Die
Römer intensivierten nur das, was die Illyrier begannen235. Die antiken Bergstollen
liegen verstreut entlang des gesamten Laufs von Čeotina bis zur Mündung in die
Drina236. Die meisten Bergwerke befinden sich auf dem Feld von Pljevlja (Zabrđe,
Podrogatac, Ljuć, Vrbica, Kruševo, Kakmuze, Hoćevine, Maj kovač, Mataruge,
Maoča). Im Gebiet Šuplje Stijene bei Pljevlja wurden auch antike Bergstollen,
Schlackenhalden, Gießformen sowie Spuren von römischen Straßen gefunden237.
Die Römer erbten einige Bergwerke von den einheimischen Bergleuten auch
im Gebiet um den Fluß Lim. Unter ihnen sind auch die Bergwerke im Gebiet von
Čad inj bei Prijepolje, die vorerst die Pirusten förderten. Ihr Kastell auf Gradina in
Čadinj ist ein unmittelbarer Vorläufer der römischen Siedlung aus Kolovrat bei
Prijepolje238239. im Gebiet von Čadinj wurde eine große Anzahl römischer
Bergstollen, des weiteren Bergwerkzeug, Bleischlackenhalden sowie Überreste
eines größeren Schmelzofens230 gefunden. Hier wurden auch die Mitglieder der
familiae Caesaris aus der Gruppe der kaiserlichen Freigelassenen bezeugt240. Die
Anwesenheit dem Kaiserhof sehr nahestehender Personen deutet darauf hin, daß
dieses Bergbaurevier dem kaiserlichen fiscus angehörte. Die wichtigsten römischen
metallurgischen Gebiete im Lim-Tal befanden sich in Čadinj bei Prijepolje241. Die
bergmänischen Aktivitäten, insbesondere im Gebiet von Čadinj beeinflußten stark
die Urbanisierung dieser Region, vor allem den Aufstieg der römischen Siedlung in

230 Vgl. K. PATSCH. Glas. Zem. mu:. 9 i l 897) 665-673; H.-Chr. NOESKE, Bonner Jb. 177 (1977)
342; TC VIII. TC VI; M. ZANINOVIĆ. Opuse. arch. 19 (1995) 111-115.
231 Vgl. Caviertum von TC VI; H.-Chr. NOESKE, Bonner Jb. 177 (1977) 277.
232 É. CONDURACH1 in: F. DUNAND - P. LÉVçQUE, Les syncrétismes, 189; St. MROZEK, E os
70 (1982) 143.
233 M. ZOTOVIĆ, Užičkizbor. 2 (1973) 24, 29.
234 M. ZOTOVIĆ, Užičkizbor. 2 (1973) 24.
235 J. KNEŽEVIĆ. Mostovi, 77. 78; ders., Pljevlja, 25. 77-83.
236 J. KNEŽEVIĆ. Mostovi 15 (1983) 77-84; I. BOJANOVSKI, God. Cent. balk. isp. X X IV 3 (1987)
97-103.
237 Vgl. J. KNEŽVIĆ, Mostovi. 77-84.
238 I. BOJANOVSKI. God. Cent, balk isp. XXV/23 (1987) 110.
239 M. ZOTOVIĆ, Užičkizbor. 2 (1973) 21.
240 Ivanja bei Prijepolje: CIL 111 8350.
241 I. BOJANOVSKI. Bosna. 213. Not. 67.

89
der Nähe von Kolovrat bei Prijepolje, deren starker Aufschwung seit der Zeit
Hadrians bzw, seit Mitte des 2, Jhs. n. Chr. begann242.
Wann genau die Förderung des silberhaltigen Bleis und einiger anderen Erze
im Südosten Dalmatiens begann, ist nicht eindeutig. Der Ritter Marcus Ulpius
Gemellianus befand sich in diesem Bergbaurevier zur Zeit Trajans243, was die
Förderung in dieser Zeit bestätigt. Wie durch Personen mit den kaiserlichen
Gentilizien244, Anhänger der militärischen Einheiten245, sowie die große Anzahl der
Italiener (Aemilii, Baberii, Caesii, Egnatii, Gavienii, Paconii, Pletorii, Statii2462478)
belegt, wurde die Gewinnung im Laufe des 2. und 3. Jhs. intensiviert. Auch hier
nahmen die Orientalen und Griechen an der Herstellung der Metalle teil. Von ihrer
Anwesenheit zeugen die Kulte von Serapis, Isis 247 und Mithras24*. Die Bergleute
waren Einheimische. Zur Zeit Trajans wurden in dieses Gebiet auch die Delmaten
vom Raum um Krka und Cetina versetzt249.
Die Intensivierung des Bergbaus im Tal der Ceotina reflektierte sich auch im
Anwachsen der Bevölkerung, wofür sowohl die Nekropolen des municipium Sl— ]
(in Komini bei Pljevlja250) als auch der Wirtschaftsaufschwung dieser Siedlung

242 M. ZOTOVIĆ, Užički zbor. 2 (1973) 20, 23.


24j D. SERGEJEVSKI, Glas. Zem. muz. 52 (1940) 20-22. Nr. 4, Abb. 4: N. V U I . I Ć , Sporn, srp. akad.
98 (1941-48) Nr. 287; ILlug. 73.
244 CIL 111 8320; CIL HI 8317; CiL 111 8326, CIL III 14606; CIL III S4605; N. VULIĆ, Sporn. srp.
kralj. akad. 71 (1931) 284, 285, 287, 331; ders., Sporn, srp. akad. 98 (1941-48) 336; A.
CERMANOV1Ć-KUZMANOVIĆ, Hommages ä Maracel Renard 3 (1969), Coli. Latomus 1969, 118,
119; M. MIRKOVIĆ, God. Cent. baik. isp. XIV/12 (1975) 98, Nr. 4 und 99 Nr. 5.
245 Vgl. Prijepolje: N. VULIĆ. Sporn, srp. kralj. akad. 71 (1931) 334; I. BOJANOVSK1, God. Cent,
h a lt isp. XXV/23 (1987) 114. T. II !; Seljani bei Prijepolje: CIL I I I 13848; Pljevalja: CIL ¡ II12715 +
p. 2255; Lj . ZOTOVIĆ, Mitraizam, 41, Nr. 54; ILlug. 1701; A. CERMANOVIĆ-KUZMANOVIĆ,
Starinar ¡8 (1967) 204, Nr. 5. T. II 5.
246 Vgl. G. ALFÖLDY, Dalmatien. 153; M. PAVAN, Daimatia, 202-205.
247 D. SERGEJEVSKI. Glas. Zem. muz. 52 (1940) 20-22, Nr. 4, Abb. 4; N. V U L I Ć , Sporn, srp. akad.
98 (1941-48) Nr. 287; ILlug. 73.
248 Vgl. CIL III 12715.
249 R. KAT1ČIĆ, Živa am. 12 (1 9 6 3 ) 255 f.; G. ALFÖLDY, Dalmatien, 57 l; D. REND1Ć-
MSOČEV1Ć, Živa ant. 21 (1971) 1. 171-172; S. DUŠANIĆ, Istor. glasnik (1 9 8 0 ) 1-2, 23; Die
Delmaten wurden auch in die Bergwerrke Dakiens versetzt, vgl.: C IL II I 1322 = ILS 7153 - A E 1968,
4 4 8 ; C. PATSCH, IViss. Min. Bos. Herz. 6 (1899) 264-266; C. DAICOVICIU, Apulum 4 (1 9 6 1 ) 51 -
5 8 ; D. REND1Ć-MIOČEV1Ć, Rad JAZU 20 (1981) 23 und Not. 8; CIL H I 7845; CIL II! 1 2 62; St.
MROZEK, A N R W II 6, 98 f.: Sie wurden in den Bergwerken Noricums im 1. und 2. Jh. getroffen (G.
ALFÖLDY. Epigr. Stu d . 8 (1969) 15, Nr. 22; ders., Noricum, 230 f.), sowie in den Bergwerken in
Obermösien (Dardanien), vgl: ILlug. 25 ; IMS / 108; N. VUL1Ć, Arch. Anz. 1913, 344, Abb. 2 = IMS
I S. 108-109; M. MIRKOVIĆ, Živa am. 15 (1965) 391 f., Nr. 10; dieselbe, God. Cent, halt isp.
XIV;¡2 (1975) 104-105; S. DUŠANIĆ, Arh. vest. 2 8 (1977) 165-167; ders.. A N R W U 6, 74, Not. 137;
ders., Istor. glasnik (1980) 1-2, 23 F„ Not. 107 f. und 32 Not. 180, M. MIRKOVIĆ, God. Cent. balk.
isp. XIV'¡2 (1975) 95 f.: V. BEŠEVL1EV, De aedißciis. Nach S. DUŠANIĆ, Mineriay metalurgia II,
148, Not. 3 Prokopius' kJastellum) Dalmaias ist Mala Kopašniea bei den Bergwerken von Vlasina im
Tal des Flusses Južna Morava (Südliche Morava) - Südostserbien (TIR - K 34) VIII c.
250 A. CERMANOVIĆ-KUZMANOVIĆ - D. S R E J O V I Ć , Arheol. pregl. 6 (1964) 105, 1 5 1 ; ders.,
Arheol. pregl. 7 (1965) 144-145, 195; ders., Arheol. pregl. 8 (1966) 115-116, 213; ders., Arheol.

90
sprechen^51, die ihren Munizipalrang zur Zeit von Marc Aurel erreichte*251252. Das
alles hängt wahrscheinlich mit den Kriegen zusammen, die dieser Kaiser im
Donaugebiet gegen die Markomannen und Quaden führte. Eine dem Kaiser
Macrinus (217-218) gewidmete Inschrift aus dem Jahre 2 17253 sowie ein
Meilenstein zu Ehren von Maximinus Thrax (235-238) aus dem Jahre 236254 sind
ebenfalls Beweise für ein reges Leben in diesen Gebieten.
Außer dem Bergbau wurde hier auch die Viehzucht stark entwickelt255,
besonders die Pferdezucht256. Die Pferde wurden für den Erztransport von den
Bergstollen bis zu den Schmelzhütten sowie für die Beförderung der Halbprodukte
und Finalprodukte bis zu den Lieferungsorten genutzt.

3. 1. 3. 1. Verwaltungsapparat

Vertreter des Verwaltungsapparates für die Silberbergwerke sind an drei


Orten im Südosten Dalmatiens bezeugt. Der Verwaltungsapparat für die
Silberbergwerke im Südosten Dalmatiens befand sich seit des Vereinigung der
Verwaltung für alle dalmatinischen Siberbergwerke in der Zeit von Marc Aurel in
der römischen Siedlung in Kolovrat bei Prijepolje im Tal von Lim. Hier wurde ein
höherer Beamter (argenti actor) bezeugt257. Diese Beamten {actores) standen, wie
auch die Prokuratoren, {procuratores) an der Spitze großer Wirtschaftseinheiten,
insbesondere in der Spätantike258. Neben dem angeführten Beamten wurden hier
auch einige niedrigere Verwaltungsbeamte bestätigt: Notare - Archivare {tabularii
argentariarum) und ihre Gehilfen {adiutores tabularii). Sie waren alle sehr

pregl. 9 (1967) 113-115. 213; ders., Arheol. pregl. 14 (1972) 91.93; ders., Arheol. pregl. 15 (1973)
71-72; ders., Arheol. pregl. 16 (1974) 89-90; ders., Arheol. pregl. 17 (1975) 104-105; A.
CERMANOV1Ć-KUZMANOV1Ć - D. SRE.IOV1Ć - C. MARKOV1Ć, Necropoles; ders., Materijali
4, Herceg-Novi 1966, (1977) 77;
251 In Komini bei Pljevlja lokalisiert J. J. WILKES, Acta Ant. Acad. Sc. tlung. 13 (1965) 111-125,
municipium Splonum, und G. ALFÖLDY, PRE Suppi. II (1968) 1009-1016, municipium
Siculotarum.
252 Vgl. K. PATSCH, Wiss. Min. Dos. Herz. 8 (1902) 115-121: G. ALFÖLDY, Dalmatien, 153; M.
GARAŠANIN, Crna Gora /, 223; A. CERMANOVIĆ-KUZMANOVIĆ, Starinar 18 (1967) 201-205;
dieselbe, Starinar 19 (1968) 105; M. MIRKOVIĆ, God. X1V/12 (1975) 106; I. BOJANOVSKI,
Bosna, 177, Not. 2.
253 CIL 111 8307.
254 D. SERGEJEVSKI, Sporn, srp. kralj. akad. 93 (1940) 154, Abb. 24, 25.
255 M. MIRKOVIĆ. God. Cent. talk. isp. X IV/12 (1975) 105, Not. 42: dieselbe. Ž iv a ant. 21 (1971)
269-270; dieselbe. Zbor. viz. insl. 18 (1978) 1-8.
*56 Vgl. stabulae von der Inschrift in Izbično bei Prijepolje. Vgl.: N. VUIJĆ. Sporn, srp. kralj. akad.
71 (1931) 332; ders., Sporn. Srp. akad. 98 (1941-48) 330; M. MIRKOVIĆ, Zbor. viz. inst. 18 (1978)
2, 4; S. DUŠANIĆ. Istor. glasnik (1980) 1-2, 23, Not. 106. Vgl. auch R. NOLL, Altertums, 17, Nr.
28.
257 Prijepolje: ILlug. 1685,
258 M.'SANADER. Opuse. arch. 19(1995) 101.

91
verläßliche Personen, da sie Mitglieder der sog, familiae Caesaris waren259. Unter
ihnen gab es auch Frauen260. Die Anwesenheit der kaiserlichen Freigelassenen und
Sklaven in diesem Bergbaurevier spricht für den kaiserlichen Besitz dieser
Bergwerke bzw, von ihrer Zugehörigkeit zum kaiserlichen fiscus . ln der römischen
Siedlung in Kolovrat bei Prijepolje wurde auch ein vilicus bestätigt261. Die
Beamten seines Rangs übten eine Reihe der Geschäfte aus. Sie waren Verwalter
aller Grundbesitze, waren aber auch im Staatsdienst tätig262. In den
Bergbaurevieren leiteten sie meistens die metallurgischen Betriebe26’. In weniger
wichtigen Regionen verwalteten sie den ganzen bergmännisch-metallurgischen
Prozeß264. Im Limgebiet wurde auch der römische Ritter Titus Äurelius Saturninus
aus der Zeit von Antoninus Pius (138-161) und Marcus Äurelius bestätigt. Dieser
Ritter errichtete einen Weihaltar für die Göttin Diana265, die als Göttin des Silbers
angesehen wurde2662678. Der Aufenthalt eines so hohen römischen Würdenträgers in
einem Bergbaurevier war bestimmt mit den Arbeiten im Bergbau verbunden.
Im Limgebiet wurden noch einige andere Vertreter des Verwaltungsapparats
bezeugt, es ist aber nicht klar, welchen Dienst sie verrichteten. Zur Zeit des Kaisers
Hadrianus (117-138) verweilte in Bijelo Polje der procurator Sextus Aelius
Domitianm161, und in Zaton bei Bijelo Polje ein actorim. Beide konnten
verantwortungsvolle Ämter einnehmen, sowohl im Bergbau als auch in der
Landwirtschaft, die den Bergbauarbeiten in diesem Teil Dalmatiens untergeordnet
wurde. Ein Verwalter (procurator) wurde im Ceotina-Tal in Pljevija registriert. Da
es sich um ein Bergbaurevier handelte, war er wahrscheinlich im Bergbau tätig269.
Im Südosten Dalmatiens befanden sich zwei Bergbaureviere, die in die
kaiserliche Kasse beträchtliche Mengen Silber abführten. Die Förderung wurde den
zuverlässigen Beamten anvertraut, unter welchen es auch Personen mit hohem
Rang (procuratores , argenti actores) sowie Freigelassene und Sklaven gab. Das
Verwaltungszentrum für die hiesigen Bergwerke befand sich vor der Vereinigung
aller dalmatinischen Silberbergwerke in der römischen Siedlung in Kolovrat bei
Prijepolje im Tal von Lim, wo Angestellte von niedrigeren Rang (tabularius
argentariarum, adiutor tabularii, vilici) bezeugt wurden.

259 M. MIRKOVIĆ. (Jod Cent, balk isp. XIV/12 (1975) 106, Nr. I, 7, T. I 1, T. IV 7.
260 Ivanja bei Prijepolje: Vgl. CIL Hl 8350: N. VULIĆ, Sporn. Srp. akad. 98 (1941-48), 243-244.
26! Kolovrat (Prijepolje): ILhig. 1690; M, M1RKOVIC. Cod. Cent, h a lt isp. XIV/12 (1975) 105, Not.
42.
262 Vgl. M. SANADER, Opuse. areh. 19 (1995) 97-109: dieselbe, Histria Antiqua 1 (¡995) 169-173.
263 S. DUŠANIĆ, Arh. vest. 28 (¡977) 165; ders., A N R W ¡16, 87 fl, 92,
264 H. - CHR, NOESKE. Bonner Jb. 177 (1977) 307, Not. 204.
265 Čadinje bei Prijeplje: CiL I II 8298.
266 Vgl. S. DUŠANIĆ. Živa a m . 21 (1971} 2. 543, 545, 551: ders.. A N R W II6, 61: St. MROZEK, Eos
70(1982)141.
267 Bijelo Polje, N. VULIĆ, Sporn, srp. kralj. akad. 71 (1931) 13: ILlug. 1817.
268 Zaton bei Bijelo Polje: ILlug. 622.
269 Pljevija: CIL I I I 6340.

92
Im Bergbaugebiet im Südosten Dalmatiens wurde im Tal von Ceotina eine
Straße gebaut, die Epidaurum an der östlichen Adriaküste mit dem erzreichen
Dardanien verband. Der Bau dieses Verkehrswegs begann noch zur Zeit des
Provinzstatthalters Publius Cornelius Dolabella (14-20)2'0. Südlich von Foca an
der Drina verband sich diese Straße mit der Straße, die Sirmium über Domavia und
municipium Malvesiatium (Skelani an der Drina) ebenso mit Epidaurum verband.

4. SILBERFÖRDERUNG IN PANNONIEN
(ARGENTARIAE PANNONICAE)

Von den Bergwerken im Gebiet Pannoniens zeugt die römische Numismatik


sowie die Inschriften. Sie wurden entweder als besondere Einheiten oder
zusammen mit den dalmatinischen Bergwerken erwähnt, ln den Quellen wurden
sie fast in der Regel vor die dalmatinischen Bergwerke gestellt.
Einige Forscher des römischen Pannoniens stellen das Bestehen dieser
Bergwerke trotz den epigraphischen und numismatischen Beweisen2' 1 in Frage272.
Es ist klar, daß die provinzielle Zugehörigkeit der pannonischen Silberbergwerke
(wie auch der Eisenbergwerke) von der Ziehung der Grenzlinie zwischen
Pannonien273, Obermösien270213274 und Dalmatien abhing. Ihr Bestehen dürfte mit
Rücksicht auf die numismatischen und epigraphischen Zeugnisse nicht in Frage
gestellt werden, desto mehr als im Gebiet Pannoniens sowohl Gold als auch Silber
gefunden und antike Eisenbergwerke nachgewiesen wurden2,3. Die meisten
Wissenschaftler lokalisieren die Bergwerke um Krupanj2'6, Zajaca277278. Valjevo2,8,
Loznica279, im Tal von Kolubara280, von Avala281 und von Kosmaj in
Westserbien282 im Gebiet Pannoniens.

270 Vgl. 1. BOJANOVSKl, God. Cent balk, isp. 25 098,7) 63-174.


271 J. H. ECKHEL, Doctrina VI. 446; H. COHEN. Description II. 180; R. MOWAT, Rev. num. 12
(1894) 384. Nr. 6 ; BMC 535, Nr. 1860; H. COHEN, Description H". 181; A. v. SALLET,
Beschreibung 1. 36; R. MOWAT. Rev. num. 12 (1894) 404. Nr. 12; V. M. SIMIĆ - M. R. VASIĆ,
Rev. num. User. - t. XIX (¡977) 56. Nr. 1-3; A. ŠKEGRO. Opuse, arch. 18 (1994) 175-176, T. 2. Nr.
19. 24.
272 Vgl. A. MÖCSZY. PRE 9 Suppl. 0962) 592, 674; A. DÖBO, Verwaltung. 177. Vgl. und .1. FITZ.
Roman Pannonia. 325.
273 Aufgrund der Inschrift CIL 111 12723. I. BOJANOVSKl, Članci i grada^ 9 0 9 72) 37-52, die
Grenze zwischen Pannonien und Dalmatien durch Domavia. Vgl. und S. DUŠAN1C. Islor. glasnik
(1980) E2. 21-22.
274 Vgl. J. ŠAŠEL, Živa ant. 3 0 953) 262-267; ders„ Opera selecta, 555-558; T. NAGY, Acta Arch.
Acad Sc. Hung. 21 0969) 407.
275 M. BULAT. Os), zbor. 20 (1989) 36-38.
276 J. ŠAŠEL. Handbuch 1. 577.
277 S. DUŠANIĆ, Zbor. Nar. nm:, ikog. 8 (1975) 136; 1. BOJANOVSKL Arh. rad. raspr. 8-9 (1982)
90; đers., Bosna. 200.
278 IMS IS. 160.
279 Vgl. F. KAN UZ. Studien. 135; đers.. Serbien I, 135. M. D. GARAŠANIN. Nalazišta. 145; TIR L
34. 74.

93
Auf die Bergwerke Pannoniens, mit denen die dalmatinischen Bergwerke
sowohl räumlich als auch administrativ verbunden waren, beziehen sich drei Serien
von fünf Exemplaren des pannonischen bergmännischen Geldes. Drei Münzen
davon stammen von Kosmaj28021283. Die Serie mit der Legende IMP CAES TRAIAN
A VG GER DAC P M TR P COS V IP P — M ETALLI VLPIAN IPANN wurde im
Jahre 111/112 emittiert284285. Die zweite Serie hat das Bild Sol (Traianus) auf dem
Avers und die Inschrift METAL PANNONICIS2S5 auf dem Revers. Die dritte Serie
mit dem Bild von Diana auf dem Avers hat den gleichen Revers wie die vorherige
Serie286. Diese Serien wurden zwischen den Jahren 136 und 137 geprägt.
Die Erzförderung im Gebiet von Krupanj in Westserbien erfolgte laut einer
Inschrift aus Krzava28728bis Ende des 3. Jhs. bzw. bis zur 1. Hälfte des 4. Jhs. Die
Bergwerke von Avala wurden im Laufe des 2. und 3. Jhs. intensiv ausgebeutet. Seit
Mitte des 2. Jhs. waren sie mit Sirmium verbunden. Der decurio von Sirmium,
Veteran Titus Aurelius Aticus widmete so im Bergbaurevier von Avala zur Zeit von
Marc Aurel einen Weihaltar für Iuppiter, Terra Mater, Liber und Liberam . Aus
diesem Beispiel ist ersichtlich, daß in den römischen Bergwerken neben der
typischen bergmännischen Göttin Terra Mater ebenso Dionis bzw. sein Korrelat
Liber verehrt wurden289.
Die Bergwerke von Kosmaj werden in Dalmatien290, Pannonien291 oder
Obermöesien lokalisiert292. Das bergmännische Geld aus Guberevac und Baba auf

280 IMS 1 S. 160.


281 O. DAVIES, Mines, 215-216; V. S1MIĆ, Rudarstvo, 181-190; S. DUŠAN1Ć, ANRW 11 6, 165;
ders., Istor. glasnik J-2 (1980) 36.
282 Vgl. F. PAPAZOGLU, Živa ant. 7 (1957) 1, 122; 1. BOJANOVSKI, Bosna, 187, Not. 59.
285 R. MARIĆ, Starinar n. s. 5-6 (1954-55) 350; V. M. SIMiĆ-M. R. VAS1Ć, Rev. num. Vle s.-t. 19
(1977) 1-3.
284 J. H. ECKHEL, Doctrina VI. 446; H. COHEN, Description IL, 180; R. MOWAT, Rev. num. 12
(1894) 412, PI. XI Nr. 19; BMC III 234 #.
285 H. COHEN, Description II2, 181; R. MOWAT, Rev. num. 12 (1894) 384, Nr. 6 , 404, Nr. 12; BMC
III 234 §; V. M. SIMIĆ-M. R. VASIĆ, Rev. num. Vie s.-t. 19 (1977) 56, Nr. 1-3, Nr. 18-21; S. W.
STEWENSON - C. ROACH SMITH - F. W. MADDEN, Dictionary, 555.
286 BMC III 535, Nr. 1860; V. M. SIMIĆ-M. R. VASIĆ, Rev. num. Vie s.-t. 19 (1977) 1-3.
287 ILIug. 619.
288 IMS 1 16.
289 Vgl. S. LÄUFER, Bergwerkssklaven II, 178 f,: S. DUŠAN1Ć, ANRW II 6, 58-59; ders., Istor.
glasnik (1980) 1-2, 13, Not. 28, 24, Not. 110; ders., Živa ant. 32 (1982) 211, Not. 2.
290 Vgl. F. LADEK - A. v. PREMERSTEIN - N. VULJĆ, Jh. Osterr. Arch. Inst. 3 (1900) Bbl. 155; B.
M. ROSTOWZEW, Studien, 408. U. TACKHOLM, Studien, 161, Not. 5.
291 F. PAPAZOGLU, Živa ant. 7 (1957) 1, 122; M. MIRKOVIĆ, Živa ant. 19 (1969) 257, Not. 94; G.
ALFÖLDY, Dalmatien, 27 und Not. 48; I. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 8-9 (1982) 93, Not. 12;
ders., Bosna, 187, Not. 59. J. J. WILKES, Dalmatia, 79, Not. 7. 118.
292 H. KIEPERT. CIL 111 (F ase. IV-V Tab. IV, VI), A. v. DOMASZEWSKI, Arch, epigr. Mitt. 13
(1890) 133, 154 und die Karte, sowie M. FLUSS, PRE 15/2 (1932) 251-252; M. VELIČKOV1Ć,
Zbor. Nar. muz. Beog. i (1956-57) 103; A. MÔCSY, God. Cent. balk. isp. V/3 (1967) 160; ders.,
Gesellschaft, 15-16; ders., Pannonia, 63, 133, 188, 195, 213, 216, 224; S. DUŠAN1Ć, Arch. lug. 8
(1967-1970) 70-71, Not. 83; ders., IMS 1, 95 f„ IMS I 162: ders., ANRW II 6, 55, 89 Karte 3; ders.,

94
Kosmaj293, die Stempel auf den Bleiabgüssen aus Baba294, die Ähnlichkeit der
Schmelzhütte aus Guberevac mit den Schmelzhütten in Domavia295 sowie das
Vorkommen von arcarius flsc i in Ježevica bei Uzička Požega296, deuten auf die
Verbindung dieses Bergbaureviers mit den dalmatinischen und pannonischen
Bergwerken. Dafür spricht auch der Bau des römischen Straßennetzes, das über
Požega, Visibaba in Westserbien und Skelani in Ostbosnien297 diese Bergwerke mit
Domavia verband298. Im breiten Raum östlich von Kosmaj gab es keine römische
Bergwerke299. Auch das in Obermösien gewonnene Silber wurde nach Italien über
Dalmatien transportiert300. All das läßt darauf schließen, daß diese reiche
Bergbauregion den dalmtinisch-pannonischen Silberbergwerken angehörte.
Im Bergbaurevier von Kosmaj wurden über 5000 antike Bergstollen301,
mehrere Schmelzhütten302 sowie Bleiabgüsse (massae plumbae) gefunden, die 4
Metertonnen wogen303. Falls mit den Bergwerken von Kosmaj das bergmännische
Geld mit den Legenden metalli Diptam304 und metal(lis) Ulpianis305 in Verbindung
gebracht werden kann, so ist gewiß, daß eine intensive Ausbeutung in Kosmaj
spätestens zur Zeit Traians begann und daß die Bergwerke von Kosmaj dem
kaiserlichen fiscus angehörten. Die Legende SC von einigen Exemplaren dieses
Geldes306307deutet auf die Tatsache hin, daß diese Bergwerke in den Jahren 116/117
dem Senat unterstellt waren30'. Im Bergbaurevier von Kosmaj förderten die Römer

Arh. vest. 28 (1977) 169, 171; ders., Mineria y metalurgia II, 150, Karte 3; M. ZANINOVIĆ,
Pulpudeva 4 (¡983) 88-94.
293 Vgl. R. MARIĆ. Starinar 3-4 (1953-54) 41-41; ders., Starinar 5-6 (1954-55) 350; M.
VEL1ČKOVIĆ, Zbor. Nar. muz. Beog. 1 (1956-57) 101; S. DUŠANIĆ, IMS I S. 98; V. M. SIMIĆ -
M. R. VASIĆ, Rev. num. Viser. - T. XIX (1977) 56.
294 IMS 1 162.
295 Vgl. V.
RAD1MSKŸ, Wiss. Mitt. Bos. Herz. 1 (1893) 223 Abb. 8, 228, Abb. 12; M,
VELIČKOV1Ć, Zbor. Nar. muz. Beog. 1 (1956-57) 109-115, Abb. 2 und 3.
296 ILlug. 1475.
297 Vgl. A. MÔCSY, Pannonia. 207.
298 Vgl. P. KAN1TZ, Studien, und die Karte; M. ZOTOV1Ć, Užički zbor. 2 (1973) 29; 1.
BOJANÜVSKI, Arh. rad. raspr. 6 (1968) 250 f.; ders., God. Cent. balk. isp. XXV/23 (1987) 133.
299 V. M. SiMlĆ-M. R. VASIĆ, Rev. num. Vie série-tome 19 (1977) 52.
300 M. MIRKOV1Ć, Živa ant. 31 (1971) 269.
301 U. TàCKHOLM, Studien, 166; S. DUŠANIĆ, IMS / S. 111; ders., Istor. glasnik (1980) 1-2, 36,
Not. 226.
302 CIL III 6331; U. TÀCKHOLM, Studien, 168-170; M. VEL1ČKOVIĆ, Zbor. Nar. muz. Beog. 1
(1956/57) 109-117; IMS I, 160-165: S. DUŠANIĆ, Starinar 40/41 (1989-1990) 1991, 221-223.
303 IMS I S. 111-112, Nr. 160-165; S. DUŠANIĆ, Starinar 40/41 (¡989-1990) 1991, 219-221; J.
K O L E N D O , Archeologia 37 (1986-1987) 87-98; M. R. WERNER, Stud. Militàrgr. Roms HI, 561,
304 S. DUŠANIĆ, Istor. glasnik (1980) 1-2, 13, 39.
305 BMC 11lp . 235 # Not.
306 R1C III, CIX: R. MOWAT, Rev. num. 12 (1894) 392 f.: V. M. SIMIĆ - M. R. VASIĆ, Rev. num.
Vie série-tome 19 (1977) 52.
307 Vgl. S. DUŠANIĆ, Istor. glasnik (1980) 1-2, 39.

95
Silber und Blei ununterbrochen vom 1, bis zum 4. ih .308. Im späten Kaiserreich
waren diese Bergwerke mit dem municipium Aureus Mons verbunden309.
Das Lokalisieren der an Silber, Blei, Kupfer und Gold reichen Region von
Rudnik310 ist auch umstritten. Sie wird sowohl in Dalmatien311 als auch in
Pannonien lokalisiert’12. Die Förderung konnte hier zur Zeit Trajans beginnen. Die
Silberförderung in diesem Bergbaurevier war zur Regierungszeit von Severus
sowie in der 2. Hälfte des 3. Jhs. am intensivsten.

4. 1. Verwaltungsapparat

Vor der Verwaltungsreform, die im Bergbau lilyricums zur Zeit von Marc
Aurel durchgeführt wurde, leitete die Silberbergwerke im Gebiet von Kosmaj der
kaiserliche Verwalter (procurator August i) aus der Gruppe der Freigelassenen313.
Das wäre neben dem bergmännischen Geld mit der Legende metalli Ulpiani und
metal(lis) IJlpianis noch eine zusätzliche Bestätigung dafür, daß diese
Bergbauregion dem kaiserlichen fiscus angehörte.
Gegen Ende der 1. Hälfte des 2. Jhs. traten kaiserliche Verwalter auch für
die pannonischen SiIberbergwerke (argentariae Pannonicae) auf. Im Unterschied
zu den Verwaltern der Bergbaureviere im Limgebiet und auf Kosmaj, stammen
diese Verwalter aus der Ritterschaft; drei von ihnen sind bekannt. Lucius Crepeius
Paulus314 und Marcus Antonius Fabianus315*waren sexagenarii, während Lucius
Sept'l—] Petronianus 316 centenarius war. Sie verwalteten die pannonischen
Bergwerke vor der Verwaltungsreform von Marc Aurel.

308 Vgl- M. GARAŠANIN - D. GARAŠANIN, Nalazišta, 151-154; S. DUŠAN1Ć, lstor. glasnik 1-2
(1980) 36-37.
309 A. MÖCSZY, Pannonia, 44.
310 V. SIMIĆ, Rudarstvo. 195-205.
311 F. LADER - A. v. PREMERSTEIN - N. VUL.1Ć, Jh. Osten-, Arch. Inst 3 (¡900) Bbl. 166; U.
TÄCHKOLM, 161.
312 DOMASZEWSK1, CIL III 1445: ders., Arch, epigr. Mitt. 13 (1890) 129-154: J. J. WILKES.
Dalmatia. 79, Nr. 7; A. Möcsy, Gesellschaft, 45.
3,3 Vgl. CIL UI 14536: IMS I 103.
314 AE 1915. 46.
315 IMS I I 69.
3,6 AE 1958. 158.

96
5. VEREINIGTE PANNONISCHE UND DALMATINISCHE BERGWERKE
(METALLA PANNONICORUM E T DELMA TICORUM)

Das Kaiserreich befand sich zu Beginn der Regierungszeit von Marc Aurel
in einer ernsten finanziellen Krise wegen des Kriegsausbruchs gegen die Parther
(162-163) und der völligen Ausbeutung einiger Edelmetallbergwerke in
Hi Spanien317. Zum Zweck der Rekrutierung neuer Einheiten318 für den Krieg gegen
die Markomannen, Sarmaten, Vandalen und die sarmatischen Jazygen319
versteigerte dieser Kaiser im Jahre 169 den kaiserlichen Schatz sowie die seidene
vergoldete Bekleidung seiner Frau320, um die Erhebung neuer Steuern zu
vermeiden. Der Denar wurde auf weniger als 77% Silber herabgesetzt ’21.
Um die Finanzen zu ordnen, löste der Kaiser unter anderem auch die
Verpachtung des Zolls von Illyricum auf322. Zwischen den Jahren 161 und 169
wurde die Verwaltung aller pannonischen und dalmatinischen Bergwerke’23
vereinigt. An der Spitze stand der Verwalter (procurator metallorum
Pannonicorum et Dalmaticorum324) im Rang eines centenarius325 oder
ducenarius326. Sein Status war höher als der des Verwalter der Goldbergwerke in
Dakien, die den Rang eines sexagenarius321328 hatten. In der unruhigen
Regierungszeit dieses Kaisers und seines Sohnes Commodus (180-193) sicherten
die cohors I milliaria Delmatarum und cohors II milliaria Delmatarumm die
Erzforderung im Nordosten Dalmatiens ab dem Jahr 169. Die Silberforderung im
Bergbaurevier von Kosmaj und Rudnik sicherte cohors equitata II Aurelia nova, in
welche auch dalmatinische und dardanische Räuber rekrutiert wurden (latrones
Dalmatiae atquae Dardaniae329). Die innere Sicherheit der Bergwerke, die

317 Vgl. G. D. B. JONES, Jour. Rom. St. 70 (1980) 159-161; E. W. HALEY, Migration, 91; Ch.
HOWGEGO, Jour. Rom. St. 82 (1992) 1.
3.8 SHA 1, 21. 6-8: Vgl. auch A. B1RLEY, Marcus Aurelius, 159-183.
3.9 Ober diese Kriege, vgl: W . ZWICKER, Studien I; G, A L F Ö L D Y , Noricum, 142-158; M.
GHERARD1NI, Studien, 27-124; H. W. BÖHME, Jb. Rom.-Germ. Zentmus. 22 (1975) 153-217; A.
MÖCSY, Pannonia, 183-196; G. LANGMANN, Markomannenkriege; V. ROSENBERGER, Bella et
expeditions, 101-109; A. BIRLEY, Marcus Aurelius2, 249-255; M. SASEL-KOS, Podoba, 218-255.
320 SHA I. 17. 4-5; 21. 9-10; Vgl. auch A. BIRLEY, Marcus Aurelius2' 160.
321 T. FRANK, Survey V, 92; R. A. G. CARSON, Coins, 49.
322 P. OERSTED, Economy, 308.
323 H.-G. PFLAUM, RE 23 (1957) 1257; 1. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 8-9 (1982) 103-104;
ders., Bosna, 196.
324 A. GARZETTI, From Tiberius, 515; 1. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 8-9 (1982) 103-104; ders.,
Arh. leks. I, 107; ders., Bosna, 198; J. FITZ, Klio 54 (1972) 216; P. OERSTED, Economy, 301.
325 Vgl. P. 0RSTED, Economy, 302, Anm. 552.
326 Vgl. CIL III 12721 = 8361.
327 H.-Chr. NOESKE, Bonner Jb. 177 (1977) 297, 300.
328 Vgl. CaCak: CIL I II 8335 = 6230.
319 Vgl. A. MÖCSY, Pannonia, 225; S. DUSANIC, Akten des XL int. Limesk., Szekesfehervär 30.8,-
6.9. 1976), Budapest 1977, 237-246; ders., Istor. glasnik 1-2 ( 1980) 37; ders., God. Cent, balk isp.
XX1X/27 (1991) 49.

97
Verhinderung von Schmuggel sowie die Passierbarkeit der Verkehrswege330
sicherten die beneficiarii consulares aus den Stationen in Skelani331, Domavia33234
und municipium S[— f 33. Das bedeutet, daß die pannonisch-dalmatinischen
Bergwerke, besonders die Silberbergwerke für das Reich sehr wichtig waren.

J. 1. Verwaltung der pannonischen und dalmatinischen Bergwerke


(Procuratores metallorum Pannonicorum et Dalmaticorum)

Aus der Zeit der vereinigten pannonisch-dalmatinischen Bergwerke sind


zwei Verwalter bekannt, denen wahrscheinlich noch zwei hinzuzufügen sind. Ihr
Sitz befand sich in Domavia3'34. Unter ihrer Aufsicht standen außer den
Silberbergwerken um Domavia noch die Bergwerke von Kosmaj335, Rudnik3"’6, die
Bergbaureviere der Flüsse Lim und Čeotina sowie Ibar337*. Sie hatten bestimmt die
Kompetenz über die pannonisch-dalmatinischen Eisenbergwerke, die für die
Versorgung des Heeres mit Eisen auf dem Kriegsfeld im Donaugebiet ebenfalls
sehr wichtig waren. Ab 161/162 war der Verwalter der pannonisch-dalmatinischen
Bergwerke der Ritter centenarius Tiberius Claudius Proculus Cornelianus , der
selbst früher verantwortungsvolle militärische Ämter einnahm1’9. Lucius
Domitianus Eros ist belegt als Verwalter in Domavia340, Marcus Aurelius
Rusticus341 war ducenarius, stand zum Verwalter Eros in sehr naher Beziehung und
verweilte auch in Domavia. Wenn man dies alles in Betracht zieht, scheint es
möglich, daß auch dieser Ritter einer der Verwalter der pannonisch-dalmatinischen
Bergwerke war. Ein dem Namen nach nicht bekannter hoher römischer
Würdenträger aus Kamen bei Glamoč in Westbosnien könnte vielleicht auch dieser

330 Vgl. H.-Ch. NOESKE, Bonner Jb. 177 (1977) 312.


331 E. SCHALLMAYER, Corpus, 456, 458, 457, 455, 472, 474, 475.
332 E. SCHALLMAYER, Corpus, 470.
333 E. SCHALLMAYER. Corpus, 451, 452, 460.
334 Vgl. CIL 111 s. 2124; V. PAVAN, Dalmazia, 94 f.; E. PAŠALIĆ, Naselja, 1960, 115; G.
ALFÖLDY, Dalmatien, 154 f,: J. J. WILKES, Dalmatia, 277 f.; H.-Chr. NOESKE, Bonner Jb. 177
(¡977) 278; P. OERSTED. Economy, 329; S. DUŠANIĆ, ANRW116, 64.
335 Vgl. CIL 111 14536; F. LADEK - A. v. PREMERSTEIN - N. VULIĆ, Jh. Österr. Arch. Inst. 4
(1901) Bbl. 153; N. VULIĆ, Sporn, srp. kralj. akad. 39 (1903) 81, Nr. 71; U. TÄCKHOLM, Studien,
161; F. PAPAZOGLU, Živa ant. 7 (1957) 1, 122; S. DUŠANIĆ, ANRW II 6, 88, Anm. 227; ders.,
¡M SI ¡03.
336 P. 0RSTED. Economy, 303; ILlug. 1378.
337 Vgl, F. LADEK - A. V. PREMERSTEIN - N. VUL1Ć, Jh. Österr. Arch. Inst. 4 (1901) Bbl. 153; N.
VULIĆ - F. LADEK - A. v. PREMERSTEIN, Sporn, srp. kralj. akad. 39 (1903) 81-82; M.
VE1JČKOVIĆ. Zbor. Nar. mu:. Beog. 1 (¡956-57) 99; H.-Ch. NOESKE, Bonner Jb. 177 (1977) 295,
Anm. 126; P. 0RSTED, Economy, 302.
?,mAE 1956, 123
339 H. G. PFLAUM, Libyea 3 (1955) 124 f ; AE 1956, 123; H. G. PFLAUM, Les Carrières, 146 bis;
A. DOBO, Verwaltung, 280.
340 CIL Hl 12721 = 8361.
341 CIL III 8361.

98
Reihe hinzugefugt werden34234. Dafür spricht sowohl sein hoher Gesellschaftsstatus
als auch die Bestimmung metallorum, die die Verwalter der pannonisch-
dalmatinischen Bergwerke Tiberius Claudius Proculus Cornelianus und Lucius
Domicius Eros trugen. Außer diesen sowie den Verwaltern der Bergwerke mit dem
Titel comes aus dem späten Reich34j hatte kein einziger Verwalter der Bergwerke
die Bestimmung metallorum im Titel.
In der Verwaltung der pannonisch-dalmatinischen Bergwerke mußte neben
den Prokuratoren eine hohe Zahl an Personal tätig sein, da die zu verrichtende
Arbeit sehr anspruchsvoll und die Zahl der Bergwerke unter der Zuständigkeit der
Prokuratoren groß war. In den Silberbergwerken im Südosten Dalmatiens wurden
so vor der Reform von Marc Aurel auch niedrigere Beamten nachgewiesen. Die
Prokuratoren der dakischen Goldbergwerke verfügten, obwohl sie einen niederen
Status als die pannonisch-dalmatinischen Verwalter (procuratores) hatten,
ebenfalls über zahlreiche Beamte344. Es gibt keine Angaben über das dem
procurator unterstellte Verwaltungspersonal, es ist aber möglich, daß gerade sie
die Anhänger der Kapitoltriade und luppiter (luppiter - Iuno - Minerva*45, luppiter
und Juno346, luppiter Capitolis341, luppiter34*3, luppiter cochortalis349, luppiter und
Mars350, luppiter Magalus35'", luppiter und Genius Loci352) bzw. die Anhänger
anderer römischer und orientalischer Gottheiten (Mars''53, D iana'54, Venus35535678,
Mithras , Aesculapius und Higieia , Sabasius ~ , Silvanus , Silvanus und Liber

342 D. SERGEJEVSKI, Glas. Zem. m uz. 39 (1927) 260, Nr. 9; G. ALFÓLDY, Dalmatien, 164, Nr. 84;
ILIug. 1655, Kamen (GLAMOČ):
343 Not. dign. XI! = C T h X 19, 3 = C lus XI 7. /, vom 10. Oktober im Jahre 365; C Th 1. 32. 5 = C lm
11, 7, 4, vom 29. Juni im Jahre 386.
344 Vgl. H.-Chr. NOESKE, BonnerJb. 177 (1977) 296-312. Vgl. und U. TACKHOLM, Studien, 104-
105; J. M. BLaZQUEZ MARTINEZ, Minería y metalurgia II, 124, 127.
345 Skelani: E. IMAMOV1C, Spomenici, Nr. 123; Liješće (Skelani): E. 1MAMOVIĆ, Spomenici, Nr.
123; E. SCHALLMAYER. Corpus, 457, Abb. 457.
346 Domavia: E. IMAMOVIĆ, Spomenici, [22.
347 Sikirići (Domavia): E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 104.
348 Domavia: E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 102; Sase: E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 103;
Skelani: E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 105, 106, 107, 108, 109, 110, 111, 112; Crkvica (Skelani):
E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 113.
349 Divić (Zvomik): D. SERGEJEVSKI, Glas. Zem. m uz. 53 (1941) 3-4; N. VULJĆ, Spom. srp. akad.
98 (1941-48) 49, Nr. 102.
350 Skelani: E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 125; Liješće (Skelani): E. IMAMOVIĆ, Spomenici,
125, 126.
351 Domavia". I. BOJANOVSKI, Čanci i građa 6 (1965) 103-104.
352 Skelani: E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 129.
j5j Liješće (Skelani): E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 138.
354 Domavia: E. IMAMOVIĆ. Spomenici, Nr. 162, Nr. 163.
355 V. RADIMSKY, Wiss. Miti. Bos. Herz. 1 (1893) 225, 252.
356 Skelani: E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 242; Dardagana (Zvornik): M. KOSORIĆ, Članci i
građa 6 (1965) 49-51, Abb. 1.
357 Skelani: E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 203.
358 Sase: E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 214.

99
Pater 3
59360) waren. Vom Domovio-Gebiet gibt es fast keine illyrischen Kultdenk­
mäler, illyrische Namen kommen sehr selten vor. Die einheimische Bevölkerung
nahm an der Verwaltung der pannonisch-dalmatinisehen Bergwerke nicht teil,
obwohl sie von Anfang an im Abbau und in der Herstellung arbeitete.
Von den Verwaltungsobjekten in Domavia ist eine curia bekannt, in der sich
kaiserliche Statuen und Ehreninschriften361 sowie ein tribunal 362 befanden. Eine
wichtige Rolle spielten neben ihnen auch der öffentliche Marktplatz (macellum363)
sowie das Bad (balneum364). Die Thermen mit ihren 45 Räumen stellten in diesem
bergmännischen Zentrum das größte Objekt dar365. Sie deuten auf den Einsatz
vieler Menschen hin, die diese Thermen nutzten. Gleich neben den Thermen
befanden sich die Schmelzhütten366 für die Gewinnung von Silber und Blei367. Hier
wurden auch Finalprodukte hergestellt, unter ihnen Statuen aus Blei und Bronze368,
Sarkophage369 u. a. Römische Gewichte aus Domavia 370 zeugen davon, daß man
mit Metall aufmerksam umging.

6. VEREINIGTE PANNON ISCHE UND DALMATINISCHE SILBERBERGWERKE


(ARGENTARIAE PANNONIARUM ETDALMATIARUM)

Das Reich befand sich zur Zeit von Commodus in keiner stabilen
Finanzlage, da sein Vater schwierige Kriege führte. Auch dieser Kaiser mußte in
den Jahren 185 und 186 gegen die Sarmaten und in den Jahren 188 und 189 gegen
die Markomannen und Quaden kämpfen. In seiner Regierungszeit waren die
Staatsfinanzen zerrüttet. Die Staatsausgaben wurden immer höher. Nur für die
Löhne verschiedener Prokuratoren wurden über 3.201.500 Denar ausgegeben.
Commodus ernannte neben diesen noch zehn neue Prokuratoren371. Es ist kein

359 Skelani: E. IMAMOVIĆ. Spomenici, Nr. 23; Sikirići (Domavia): E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr.
24.
360 Skelani: E. IMAMOVIĆ, Spomenici, Nr. 156.
361 V. R A D I M S K Ÿ , mss. Mitt. Bos. Herz. 1 (1893) 2 1 8 ff; đers., Wiss. Mitt. Bos. Herz. 4 (1896) 202
f.; J. J. WILKES. Dalmatia, 372.
362 V. RADIMSKŸ, Glas. Zem. muz. 4 (1892) 5 f.; C. PATSCH, Arch, epigr. Mitt. 16 (1893) 127.
363 CIL 1118363 = 12733 --- ILS 5587.
364 CIL III 12734; CIL 111 12736; CIL 111 12.735.
365 V. RADIMSKŸ, Glas. Zem. muz. 6 (1894) 6-39; E. PAŠAL1Ć, Kult. ist. Bos. Herc., 230-236.
366 V. RADIMSKŸ, Glas. Zem. muz. 3 (1891) 9; E. PAŠALIĆ, Sabrano djelo, 192.
367 F. BULfĆ, Glas. Zem. muz. 3 (1891) 387-390; V. RADIMSKŸ, Glas. Zem. muz. 4 (1892) 9, Abb.
9; đers., Wiss. Mitt. Bos. Herz. 1 (1893) 225, Abb. 9.
368 V. RADIMSKŸ, Glas. Zem. muz. 3 (1891) 8 ; đers., Wiss. Mitt. Bos. Herz. 1 (1893) 239, Abb. 38 -
40; 240, Abb. 45.
369 K. PATSCH, Glas. Zem. muz. 22 (1910) 192-195; đers., Wiss. Mitt. Bos. Herz. 12 (¡912) 147-151;
M. BAUM - M. SREJOVIĆ, Članci i građa 3 (1959) 25, Anm. 5; I. BOJANOVSKL G od Cent. balk,
isp. XIX/17 (1981) 150; đers.. Članci i građa 14 (1982) 145.
j7° Vgl. V. RADIMSKŸ. Glas. Zem. muz. 4 (1892) 20, Abb. 32; đers., Wiss. Mitt. Bos. Herz. 1 (1893)
248, Abb. 63.
371 Vgl. H. G. PFLAUM. Les Procurateurs, 76 f

100
Wunder, daß der Münzwert wieder herabgesetzt wurde, wobei er jetzt weniger als
3 g wog und etwa 85% Silber enthielt372. Am Ende der Regierungszeit von
Commodus wurde die Finanzsituation noch schlimmer373, so daß der Denar
zwischen den Jahren 190 und 192 zusätzlich devalvieren mußte, wobei er jetzt
weniger als 67% Silber enthielt374375. Die Verringerung der Anzahl der Bergleute
komplizierte zusätzlich den Zufluß von Silber am Ende des 2. Jhs., wovon auch der
römische Jurist Ulpianus spricht"^75.
Im Kontext dieser Verhältnisse war das zunehmende Interesse des römischen
Staates an den dakischen, pan non isehen und dalmatinischen Bergwerken
verständlich, da sie in dieser Zeit die wichtigsten Quellen von Edelmetallen waren.
Aus diesem Grunde wurden auch einige Reformen unternommen. Durch
Commodus’ Reform des Bergbaus von Illyricum wurde die Verwaltung der
pannonisch-dalmatinischen Silberbergwerke (argentariae Pannoniarum ei
Dalmatiarum) von der Verwaltung der Eisenbergwerke (ferrariae) getrennt. Die
Silberbergwerke wurden auch weiter durch die Prokuratoren aus Domavia
verwaltet, während die Eisenbergwerke verpachtet wurden. Im Jahre 201 wurden
sie vom Großunternehmer Caius Julius Agathopus37637gepachtet. Im Laufe des 1.
Jahrzehntes des 3. Jhs., vermutlich im Jahre 202, wurden die pannonisch-
dalmatinischen Eisenbergwerke wieder der Verwaltung des kaiserlichen
Prokurators (procurator Augusti) mit Sitz in der westbosnischen bergmännischen
Region unterstellt.

6.1. Verwaltung der vereinigten pannonisch-dalmatinischen Silberbergwerke


(Procuratores argentariarum Pannoniarum et Dalmatiarum)

Titus Claudius Xenophon war Verwalter der pannonisch-dalmatinischen


Silberbergwerke (procurator argentariarum Pannoniarum et Dalmatiarum) im
zweiten Teil der Regierungszeit von Commodus3'7. Er gehörige der obersten
Klasse der römischen Gesellschaft an. Vor Bekleidung dieses Amtes verwaltete er
die kaiserlichen Besitze in Afrika, war Statthalter der Provinz Asien, Subpräfekt
für die Versorgung Roms mit Getreide, Statthalter von Untermösien und der drei
Dakien. Er war die Person, die die besondere Zuneigung und großes Vertrauen des

372 R. A. G. CARSON, Coins, 53.


373 M. GHERARDINI, Studien, 286-288.
374 T. FRANK, Survey V, 92.
375 Dig. XL VIII 19, 8, 4: metalla autem multa numero sunt et quaedam quidem provinciae habent,
quaedam non habent: sed quae non habent, in eas provincias mittunt, quae metalla habent.
376 D. SERGEJEVSKI. Glas. Zem. muz. 18 (1963) 88 Nr. 1, Abb. 1; ILIug. 779: AE 1973, 411.
377 CIL III 7127: H. DESSAU, ILS 142!, Vgl. Nr. 222; H. G. PFLAUM, Carrières, 222; I.
BOJANOVSKI, A rk rad. raspr. 8-9 (1982) 104; Vgl. auch A. KOLB, Bauverwaltung, 34; J. FITZ,
Kilo 54 (1972) 222-223.

101
Kaisers genoß. Es ist auch möglich, daß er Verwalter in Domavia war, als in
Pannonien Septimius Severus zum Kaiser ausgerufen wurde378379.
Zu Beginn der Regierungszeit von Commodus könnte Sextus Baius
Pudensm Verwalter derselben Bergwerke gewesen sein, da aber seine Inschrift
schwer beschädigt ist, bleibt dies offen380. Er gehörte auch der oberen Schicht der
römischen Gesellschaft an und war Statthalter in einigen Provinzen (Belgien, beide
Germanien und ein Pannonien).

6.2. Verwaltungsappami
(Procuratores argentariarum)

Nach der Ermordung des Commodus entschieden Gold und Silber über die
Thronbesteigung. Mit Gold und Silber wurde die Zuneigung der Prätorianer
gekauft und die Treue der Legionen gesichert. Daher ist es verständlich, daß
Septimius Severus, zuerst dafür sorgte, die Aufsicht über die Edeilmetallbergwerke
in Pannonien und Dalmatien zu gewinnen381. Der erste Verwalter der
Silberbergwerke, Cassius Longinus, befand sich im Gebiet von Rudnik. Sein
Verdienst war es, daß in den ersten zwei Monaten der Regierungszeit von
Septimius Severus große Tempel der bergmännischen Gottheit Terra Mater auf
Rudnik renoviert wurde382. Die bergmännischen Kolonen Publius Fundanus
Eutychetus und Publius Aelius Mueianus nahmen auch an der Wiederherstellung
teil. Es ist auffällig, daß Ligurins Titel keine provinzielle Bezeichnungen enthielt.
Er wurde nur als kaiserlicher Verwalter (procurator Augusti) bezeichnet. Die
Erscheinung des kaiserlichen Verwalters für die Silberbergwerke im Gebiet von
Rudnik deutet auf die Wichtigkeit dieses Bergbaureviers hin. In dieser Zeit wurden
gerade aus diesem Gebiet auch große Mengen Blei nach Rom exportiert, und
beträchtliche Mengen Silber, für die sich die Römer in erster Linie interessierten,
wurden gewonnen383. Daß die Staatsfinanzen auch zur Zeit von Septimius Severus
ernst zerrüttet waren, sieht man auch darin, daß der Münzwert zwischen den Jahren
193 und 196 wieder herabgesetzt wurde. Der Anteil von Silber war zuerst auf
62%384 gefallen und danach auf nur 58%385. Der Kaiser besuchte die dardanischen

378 J F1TZ

379 CIL XIV 289


K
lioS4(,972) 223.
= CIL VI 31870 ; H. G. PFLAUM, Les Carrières, 173, 214, bis, 424. Nach G.
WINKLER, Reichsbeamten, 59-61, amtierte er zur Zeit von Antoninus Pius und Marc Aurelius.
380 Vgl. H. G. PFLAUM, Les Carrières, S. 424; J. FITZ, Klio 54 (1972) 216; S. DUSANIC, A N R W II
6, 86 , Anm. 216.
381 Über die Situation in Pannonien zu dieser Zeit, vgl.: M. Sa §EL-KOS, Podoba, 260-263, 361-371.
382 Jezero (RUDNIK): CIL III 6313 = CIL I I I 8333; IMS 1 168. Nach S. DUSANIC, ANRW II 6. 86 ,
Anm. 216, war Cassius Ligurinus Verwalter der metalla im Gebiet von Rudnik.
383 Vgl. CIL X V 7915; S. DUSANIC, Arh. vest. 28 (1977) 167-172.
384 T. FRANK, History, 92; R. A. G. CARSON, Coins, 61.
385 R. A. G. CARSON, Coins, 64.

102
SÜberbergwerke386 sowie den Verwaltungssitz der dalmatinischen Silberber­
gwerke, Domavia im Jahre 20238738. Der Grund dafür waren wahrscheinlich seine
Bemühungen, die kaiserliche Kasse mit mehr Silber zu füllen. Bei dieser
Gelegenheit wurden allem Anschein nach auch die pannonisch-dalmatinischen
Eisenbergwerke wieder der kaiserlichen Verwaltung unterstellt. Die pannonisch-
dalmatinischen Silberbergwerke hatten eine wichtige Rolle in der Verteidigung der
Grenze an der mittleren Donau seit dem Beginn des 3. Jhs. Diese Bergwerke waren
auch bei der Thronbesteigung einiger Prätendenten im Laufe des 3. Jhs.
ausschlaggebend.
Caius Julius Silvanus Melaniom , der kaiserliche Verwalter der Bergwerke,
befand sich am Ende der Regierungszeit von Septimius Severus in Domavia. Seine
Karriere war ausschließlich mit den Bergbauprovinzen verbunden. Er amtierte in
Gallien, danach war er zwischen den Jahren 198 und 209 bzw. 212 Statthalter von
Hispania Citerior, von wo er nach Domavia kam3893 90.Diesen Dienst übte er bis zum
Ende der Regierungszeit Caracallas aus. Dieser Kaiser leitete ebenso die
Münzreform ein, wobei er im Jahre 215 mit der Prägung der Silbermünze
Antoninianus im Wert von zwei Denaren begann. Der wahre Wert von Antonianus
war eigentlich nur eineinhalb Denar.
Von Septimius Severus bis zum Beginn des 4. Jhs. trugen die kaiserlichen
Prokuratoren keine Provinzbestimmungen mehr. Sie wurden einfach kaiserliche
Verwalter (procuratores Augusti) bzw. Verwalter der Silberbergwerke
(procuratores argentariarum) genannt.

6.3. Zeit der Soldatenkaiser

Die pannonisch-dalmatinischen Silberbergwerke waren auch für den Kaiser


Macrinus (217-218) sehr wichtig. Er stellte in Domavia den sich ergebenen
Verwalter Valerius Superusm an, der sich am Anfang des Jahres 218 dafür
einsetzte, den im Feuer beschädigten Marktplatz der Gemeinde zu renovieren391.
Dem Macrinus ergebene Menschen traten auch in der Bergbauregionen von

386 S. DUŠANIĆ. Arh. vest. 28 (1977) 172, Anm. 106; ders., ANRW 11 6, 74, Anm. 133. Ober
Severus' Reiseroute vgl.: J. FITZ, Acta arch. Hurtg. II (1959) 237-263.
387 Vgl.: CIL 111 14219. 16: C. PATSCH, Wiss. Mitt. Bos. Herz. 11 (1909) 151; CIL 111 12726; C.
PATSCH, Arch. epigr. Mitt. 16 (1893) 127-128; I. BOJANOVSKI, Članci i građa 9 (1972) 38-43;
ders., Bosna, 196.
388 CIL I I I 12732.
389 C. DOMERGUE, Leglo VH, 270; D. NONY, Archivo español de arqueología, 43 (1970) 195-198;
J. M. BLÁZQUES MARTINEZ, Minería y metalurgia 11, 123. A. TRANOY, La Galice Romaine,
183-185.
390 C. PATSCH, PRE 18/1 (1903) 1295; Si. MROZEK, Zeszyty naukowe. 47; J. F1TZ, Klio 54 (1972)
216; S. DUŠANIĆ, ANRW 11 6, 86 Anm. 216; J. M. BLÁZQUEZ, Minería y metalurtía 11, 124).
391 Domavia: CIL 11112733 = 12734 = 8363.
Zvomik: C1L 1118363; J. BRUNŠMID, Vjes. hrv. arh. dr. 8 (1886) 7.

103
Ceotina392 auf, Valerius Super befand sich an der Stelle des Verwalters in Domavia
auch zur Zeit Elagabals (218-222), indem er sich im Jahre 220 einsetzte393, daß die
Thermen in Domavia mit dem Wasser besser versorgt wurden394. Daraus läßt sich
schließen, daß die Kapazität dieser Thermen wahrscheinlich wegen einer großen
Anzahl von Bergleuten zu klein wurde. Das waren unsichere Zeiten für die sog.
Soldatenkaiser, deren Regierung in erster Linie vom Zufluß der Edelmetalle
abhing. Sie bemühten sich, auf jede erdenkliche Weise an sie heran zukommen.
Die Anstrengungen von Valerius Super hingen vermutlich damit zusammen. Zur
Zeit seines Amtes befanden sich die Bergwerke um Domavia in einer eigenartigen
Verbindung mit der Gemeinde395.
Zur Regierungszeit von Severus Alexander (222-235) erschienen neue
kaiserliche Verwalter in Domavia, das den Munizipalrang erreichte396. Dies war
wahrscheinlich der Anlaß für den Munizipalrat, die Ehrendenkmäler für diesen
Kaiser397 und seine Mutter Iulia Mamaea zu errichten398, wofür sich auch der
kaiserliche Verwalter Iulius Tacitianus einsetzte. Zur Zeit dieses Kaisers amtierte
in Domavia auch der Verwalter Marcus Arrius l—hianus , der in diesem Ort einen
Weihaltar für Juppiter und Juno errichtete399 Zur Zeit dieses Kaisers verrichteten
Marcus Arrius und Caius Cetronius im Bergbaurevier von Kosmaj auch den Dienst
des commentariensis consularis bzw. commentariensis procuratoris400. Sie waren
wahrscheinlich in der Bergbauadministration tätig. Dafür spricht auch die
Tatsache, daß gerade mit ihren Stempeln große Bleiabgüsse gekennzeichnet
wurden, die im Gebiet Kosmaj hergestellt und nach Rom geliefert wurden401. Am
Ende des 19. Jhs. wurde ein schwerer Bleiabguß im Tiber gefunden402.
Falls Marcus Arrius von Kosmaj und Marcus Arrius aus Domavia ein und
dieselbe Person waren, so handelte es sich um seine Beförderung zum kaiserlichen
Verwalter der Silberbergwerke in Domavia vom commentariensis in der Region
von Kosmaj. Aus der Zeit von Alexander Severus sind in der Region von Kosmaj

392 CIL li! 8307.


393 U. SCHILLINGFR-HäFELE, Datierung, 127.
394 Domavia: CIL III 12734.
39y G. ALFÖLDY, Dalmatien. 162, Anm. 41. meint, daß sich die Bezeichnung r. p. Dom. auf das
municipium beziehen könnte, vgl. auch 1. BOJANOVSK1, Arh. rad. raspr. 8-9 (1982) 103; ders,,
Bosna, 196-197.
396 Domavia war bis dahin vicus des municipium Maivesiaiium, vgl.: CIL III8292 ; C. PATSCH, PRE
5 (1909) 1294; ders., Miss. Min. Bos. Herz. II (1909) 142; I. BOJANOVSKI, Bosna, 202 f.
397 CIL III8359.
398 CIL I II 8360.
399 Domavia: CiL III 12725 = CIL III 14219; V. RADIMSKY, Glas. Zem. muz. 3 (1891) 4; ders.,
Miss. MM. Bos. Herz. I (1893) 220, Abb. 3; C. PATSCH, Arch. epigr. Min. 16 (1893) 91; ders.,
Strena Buliciana, 230, Anm. 2.
400 V g l . M . J . V E R M A S E R E N , C o rp u s M ithr. II, 2 2 3 6 = IM S 1 104, I I I ; S . D U S A N I C , A rh. vest. 2 8
(1977) 169.
401 S. DUSANIC, Arh. vest. 28 (1977) 167 i d.
402 CIL XV 7915; S. DUSANIC, Arh. vest. 28 (1977) 167-172.

104
auch probatore$m bekannt. Die Bergwerke Illyricums waren auch während der
Kämpfe des römischen Heeres im Jahre 236 gegen die Sarmaten an der mittleren
Donau von großer Bedeutung403404, ln dieser Zeit produzierten die Schmieden in
Siscia sehr viele Waffen für das römische Heer. Im Laufe dieses Krieges verweilte
der entschlossene Kaiser Maximinus Thrax (235-238) die ganze Zeit in Sirmium,
wo er die Operationen seines Heers kontrollierte405. Das römische Geld zeugt auch
von einem sehr starken Verkehr zwischen Argentaria und Sirmium406. Zur Zeit des
Kaisers Gordianus III. (238-244) wurde eine dem Namen nach nicht bekannte
Person (l— I— kus) procurator in Domavia. Dieser Prokurator ließ in Domavia im
Jahre 238 einen Weihaltar für Iuppiter und Genius loci für die Gesundheit des
Kaisers errichten40'. In Domavia errichteten solche Denkmäler beneficiarn
consulares, was wiederum auf die Möglichkeit hindeutet, daß auch dieser
kaiserliche Prokurator möglicherweise Soldat war oder dem Militär sehr nahe
stand. Die Prokuratoren aus der Reihe der beneficiarii oder Soldaten408 gab es in
Untermösien409, Dakien410 und Hispanien411. Zur Regierungszeit von Gordian III.
erschien nach hundert Jahren im Bergbaurevier von Ibar412413 auch ein spezieller
Verwalter der Bergwerke, was auf eine verstärkte Erzförderung und verschärfte
Aufsicht über die Silbergewinnung hindeutet. Das Auftreten des dardanischen
Verwalters der Bergwerke (procurator metallorum Dardanicorumf13 bedeutet das
SeIbständigwerden ihrer Verwaltung in bezug auf den Prokurator aus Domavia.
Von den Fragmentinschriften aus Domavia sind drei weitere Verwalter
bekannt, die in die Zeit zwischen die Kaiser Gordianus III. und Claudius II.
Gothicus (268-270) datiert werden könnten414.

6.4. Kolonen
(coloni)

Die freien Bergleute, Kolonen, erschienen in den Bergbauregionen


Illyricums in den letzten Jahren der Regierungszeit von Hadrianus (117-138)415

403 Vgl. IMS I. 160. 161, 163, 164, 165.


404 Vgl. A. MÖCSY, Pannonia. 202.
405 HEROD1AN, VII. 2. 9; SBA, Maximinus Thrax 13. 3.
406 K. PATSCH, Glas. Zern. mm. 3 (1891) 241.
407 CIL III 12724.
408 J. F. HEALY, Mining, 135.
409 Arrubium (Macin): CiL 111 6218 = IMS V 253 = E. SCHALLMAYER, Corpus, 640 (2. st.).
410 Ampelum (Z latna ): CIL II! 7833 = 1289; IDR 111/3, 300, Abb. 224; CIL III 1295 = SDR Hl/3,
310, Abb. 231.
4.1 1'Malis, Hispania citerior. Vgl. C. DOMERGUE, Les mines, 294, 301, Fab. XIX, S. 349.
4.2 ILIug. 503.
413 ILIug. 503.
414 CIL I I I 12737; CIL III ¡2738; CIL US 13269.
4,5 AE 1972, 500 = ILIug SOI.

105
bzw. in der 1. Hälfte des 2. Jhs.416. Es handelte sich vorwiegend um Orientalen417.
Im Gebiet Dalmatiens war ihre Zahl seit der 1. Hälfte des 3. Jhs. größer. Außer den
Einzelnen418 traten auch Vereine der Kolonen (collegia, collegae, ordo colonorum)
auf. Die Vereine der Kolonen (collegia ) errichteten in den dalmatinischen
Gebieten, wo sich Eisenbergwerke befanden, Weihaltäre für die Gesundheit der
bergmännischen vi'/ici419420, und in den Gebieten mit Silberbergwerken errichteten
diese Vereine (ordo colonorum) Weihaltäre zu Ehren der Kaiser. Daraus geht
hervor, daß ordo colonorum eine höhere Stufe der Organisation der Kolonen im
Vergleich zu collegia darstellte. Die Mitglieder des ordo colonorum waren von den
Munizipalabgaben (m u n e ra f20 befreit und standen in einer engen Verbindung mit
den Prokuratoren, ln Socanica, int Tal von Ibar treten sie zusammen zu dem
Prokurator auf dem Denkmal auf, das zu Ehren des Kaisers Gordian III. errichtet
wurde421. Es gibt keine Bestätigung für das Bestehen der Kolonenvereine im Gebiet
der pannonisch-dalmatinischen Silberbergwerke sowie in Domavia. Die Meinung,
daß die Denkmäler zu Ehren von Trebonianus Gallus (2 5 1-252)422 und seines
Sohnes Volusianus (251-253) mit der Erhebung Domavia?, zur bergmännischen
Kolonie42"’ verbunden war und nicht mit dem Kolonenverein (ordo colonorum)424
scheint wahrscheinlicher zu sein.
Die zunehmende Bedeutung des Kolonats in den Bergbauregionen hing mit
der allgemeinen Krise im Bergbau und dem Mangel an Bergleuten zusammen, was
man durch den Einsatz freier Arbeiter und die Verpachtung einiger Bergwerke zu
lösen versuchte. Diese Krise traf die Bergwerke in den Westprovinzen besonders
schwer, insbesondere in Hispanien425 und Afrika426. Die Edelmetallbergwerke
waren in diesen Provinzen fast ausgebeutet427. Dies spiegelte sich in der Steigerung
der Produktion im Gebiet Illyricums wider, wo die Bergbaupflichten auch auf die

416 Vgl. CIL 111 13858: S, DUŠANIĆ, Istor. glasnik 1-2 (1980) 24. Anm. 116; I. BOJANOVSKI,
Bosna, 149.
417 Vgl. S. DUŠANIĆ. Ž iv a ant. 21 (1971) 253; E. IMAMOVIĆ. Spomenici. 198.
4lg Vgl, ILlug. 95, 96.
419 Vgl. ILlug. 775. 776, 777.
420 DIG„ 50. 6. 6 § II: coloni quoque Caesaris a muneribus liberantur, ut idoniores praediis
fiscalibus habeantur.
421 Vgl. M. ČERŠKOV. Municipium DD, Nr. 11; S. DUŠANIĆ. Ž iv a am, (1971) 248 i d„ 260 f.;
ders., ANRWII 6, 87, Anm, 219; ILlug. 503.
422 CU, III 12728, A. R. BiRLEY, Ztschr. Pap. Epigr. 43 (1981) 21-22.
423 K, PATSCH. Arch. epigr. Mit!. 16 (1893) 128, 129; ders., Glas. Zem. muz. 26 (1914) 182, Abb.
65: 1. BOJANOVSKI, Arh. rad raspr. 8-9 (1982) 105.
424 CIL til 12728: C/L til 12729; A. R. BIRLEY, Z tsch r. Pap. Epigr. 43 (1981) 21-22.
425 Vgl. O. DAVI ES. 147; C. DOMERGUE, Les mines, 217.
426 Vgl. J. C. EDMONDSON. Jour. Rom. St. 79 (1989) 85.
42' Vgl. CYPR.. Ad D em etr. 3, 2-5: minus de e c fo ss is et fatigatis montibus eruuntur marmorum
crustae, minus argenti et auri opes suggerunt exhausta ia m metalla ei pauperes vene breviantur in
dies singulos. Uber die Krise des römischen Reichs zur Zeit des hl. Ciprianus. vgl: G. ALFÖLDY,
Hermes 99 (1971) 429-502; ders.. Krise. 295-318.

1 06
Gemeinden und ihre Vertreter übertragen wurden428. Unter den Pächtern der
Bergwerke gab es auch Mitglieder der Stadtverwaltung, die verpflichtet waren,
öffentliche Bauten in den Bergbaurevieren zu finanzieren sowie an der
Bergbauverwaltung teilzunehmen42 . Seit dieser Zeit wurden die Bergbauregionen
verkleinert, und in einigen verschwanden kaiserliche Verwalter und andere
Beamten völlig430. Die Großgrundbesitzer übernahmen kleinere Bergwerke4’1432, ihre
Sklaven und Kolonen förderten im Laufe des späten Herbstes und Winters hier Erz.

7. CURATOR ILLYRIC1 M E T A L L A R IU S

Die pannonisch-dalmatinischen Silberbergwerke versorgten seit dem Jahre


248 bis zum 262 die Münzstätte in Viminaciwn^~ und seit dem Jahre 262 auch die
Münzstätte in Siscia. Von der Produktion dieser Münzstätten hing in großem Maße
die Verteidigung der Grenze im Donaugebiet433 ab, insbesondere im Jahre 268, als
das Gebiet Pannoniens von den Germanen stark bedroht wurde. Zur Zeit des
Kaisers Claudius II. Gothicus wurden wahrscheinlich im Jahre 268 in Siscia neben
den schon erwähnten noch zwei weitere Münzstätten (pfficinae) eröffnet, die für
das römische Heer arbeiteten434435. Der Kaiser Probus verringerte die Zahl der
Münzstätten. Zu seiner Zeit gab es drei, die bis zum Jahre 308 in Betrieb blieben.
In diesem Jahre wurden noch zwei weitere Münzstätten eröffnet. Ihre Anzahl
wechselte. Vor 313 gab es fünf und ab 351 vier. Nach dem Jahre 378 gab es in
Siscia nur zwei Münzstätten. Das Geld wurde hier etwa 125 Jahre ununterbrochen
geprägt. Neben dem Kupfermünzen (Antoninianus) wurden hier sowohl
Goldmünzen (aureus ) als auch Silbermünzen (argenteus) geprägt. Die
Geldprägung in Siscia wurde zur Zeit von Theodosius I. (379-395) wegen der
Gefahr von Barbareneinfällen stillgelegt433.
Das waren schwere Zeiten für den römischen Staat, insbesondere im Gebiet
Pannoniens, den außer den ständigen Verheerungen der Barbaren auch die innere
Instabilität drückte, die sich in den zahlreichen Prätendenten für den Kaiserthron
manifestierte. Allein in der Zeit von Galiienus (253-268) gab es vierzehn
Gegenkaiser und Usurpatoren4’6.
Besonders schwere Zeiten herrschten von 258 bis 260, als nach dem Überfall
der Barbaren im Donaugebiet zwei Usurpatoren auftraten: Ingenuus, Befehlshaber

428 Vgt: S. DUSANIC, Z bor. F il.fa k . B eog. X U -1 (1 9 7 4 ) 101-104; ders.. A K R W l i 6, 90.


429 | j 2 , 5 -• C iu s XI 7, 4. Vgt S. DUSANIC. M in e r m y melalurgia 11, 149.
430 Vgl. J. C. EDMONSON, J o u r. R om . St. 79 (1989) 84-102.
431 J. C. EDMONSON. J o u r. R om . St. 79 (1989) 98.
432 R. A. G. CARSON. Coins. 262.
433 Vgl, A. MOCSY. Pannonia, 208; R. A. G. CARSON, Coins, 262-263,
,34 H. MATTINGLY, Roman Coins, 118; V. NENADIC, P rilo z i Inst. p o v . m a n . 374 (1 9 8 6 /8 7 ) 93; M.
HOTI, O p u sc. a rch . 16 (1992) 147,
435 M. BUZOV, P ril. Inst, a r k Z ag. 11-12 (¡994-1995) 1997. 63-64.
4j° S. DUSANIC, M i n e r ia y m e ta lu r g ia 11 154, Anm, 89.

107
des Heeres von Illyricum, und Regalianus. Gallienus war gezwungen, gegen
Ingenuus, der sich in Mursa festsetzte, fast aus dem ganzen Reich Legionen zu
schicken. Im Gemetzel, das der Niederschlagung (clades Mtirsina) von Ingenuus
folgte, wurde Mursa sowie die Umgebung43' schwer verwüstet. Ein Kampf folgte
auch nach der Niederlage des neuen Usurpators Regalianus4 37438, Danach erfolgte der
Übertritt der Barbaren über die Donau, und nach einigen Quellen war in den
Gebieten des unteren Pannoniens jahrelang kaum eine Mensch anzutreffen43940.
Dabei wurden auch die pannonisch-dalmatinisehen Stiberbergwerke bedroht.
Zur Zeit des Kaisers Claudius II. Gothikus wurden die Bergwerke im Gebiet
Illyricums von einem Verwalter {curator Illyrici metallarius 44 ) geführt. Unter
seiner Aufsicht befanden sich außer den Silberbergwerken auch die
Eisenbergwerke441.

g. LETZTE KAISERLICHE PROKURATOREN

Der letztdatierte Verwalter aus Domavia war Aurelius Verecundus, der zur
Zeit des Kaisers Aurelianus (270-275) amtierte. Er war ausdrücklich Verwalter der
Silberbergwerke (procurator argentariarum). Daß der Bergbau im Gebiet
Domavias zur Zeit seiner Verwaltung intensiviert wurde, sieht man auch daran, daß
die vernachlässigten Thermen in den alten Zustand gebracht wurden (a d pristinam
faciem ). Drei Jahre vor seinem Erscheinen in Domavia verließen die Römer unter
dem Druck der Barbaren Dakien442, was den endgültigen Verlust der bedeutendsten
römischen Goldquellen bedeutete. Zur selben Zeit traf eine Krise den Bergbau in
Hispanien, die Treue der pannonischen, mösischen und anderen Legionen wurde
ausschließlich mit Edelmetallen erkauft. Die Lösung fand man in einer stärkeren
Nutzung der pannonisch-dalmatinischen und obermösichen Bergwerke. Siscia
bekam neben den vier vorhandenen noch zwei weitere Münzstätten443. Zur
Regierangszeit Aurelians waren elf Münzstätten in Betrieb. In Siscia wurden neun
und in Serdica fünf Münzserien emittiert4“4. Daher verwundert es nicht, daß den
Bergwerken Illyricums in dieser Zeit eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet
wurde. An der Erzfordrung wirkten auch die Gemeinden mit. So beteiligten sich
duoviri, edili und questores von Singidunum in Jahre 272 an der Errichtung des
Weihaltars für Orcia und Vulkan, die die Patronen der Bergleute und Schmiede im
Avala-Gebiet waren445. Die Bergwerke Illyricums konnten diesen zunehmenden

437 Vgl. D. PINTEROVIĆ, Osj. zbor. 11 (1967) 40.


438 M. BULAT, Osj. zbor. 21 (1991) 48.
439 Vgl A. MÖCSY, Pannonia, 566-569.
440 S H A 15, 2 i 4.
441 Vgi. S H A 15. 2
447 SHA A u r e lia n u s 39, 7; EUTROP., IX , 15.
44j R. GöBL, Münzprägung, 50-60.
444 R. GöBL, Münzprägung, 50-60.
445 I M S I, 46. V u lc a n u s ist Korrelat von S e d a tu s . Vgl. E. 1MAMOV1Ć, Spomenici, 102-105.

1 08
Pflichten nachkommen, da sie nicht nur die Münzstätten, sondern auch die
Werkstätten für Silbergeschirr (officinae vascularii)446 mit Silber versorgten. Im
Rahmen dieser politisch-wirtschaftlichen Situation war Verekunds Renovierung
der Thermen in Domavia im Jahre 274447 verständlich, weil eine verstärkte
Produktion von Metalle eine größere Anzahl der Arbeitern beanspruchte.
Aurelius Verecundus war der letzte bekannte kaiserliche Verwalter aus
Domavia, obwohl diese Dienststelle das Ende des 3. bzw. den Anfang des 4. Jhs.
überdauerte. Dreizehn Jahre nach Ankunft von Verecundus in Domavia gab es
einen Bergbauverwalter in der Bergbauregion von Avala. Die Gemeinde von
Singidunum errichtete im Jahre 287 durch Vermittlung seiner duoviri und dank des
Einsatzes des hohen Würdenträgers Siplicium einen Weihaltar für Ocria für die
Gesundheit der Kaiser Maximianus (285-305) und Diocletianus (284-305)448.
Simplicius von Avala war Ritter (vir egregius). Diesem Stand entstammten die
meisten Verwalter aus Domavia.
Der letzte Prokurator, ein vir perfectissimus449450, stammte aus Stojnicki
kastrum im Bergbaurevier von Kosmaj am Ende des 3. oder am Anfang des 4. Jhs.
Die Standesbezeichung vir egregius, die die meisten Verwalter aus Domavia
trugen, verschwand in der 1. Hälfte des 4. Jhs.430 und wurde durch einen neuen
Titel ersetzt. Das Auftreten der Verwalter in Kosmaj konnte sowohl aus
technischen als auch aus Sicherheitsgründen erfolgt sein. Die Bergwerke um
Domavia konnten in dieser Zeit schon ausgebeutet werden, während die
Silbergewinnung in den Bergwerken von Kosmaj intensiviert wurde. Dies war
besonders zur Zeit der Kriege gegen die Sarmaten wichtig, welche Diocletian
anführte, sowie während der Stabilisierung der Lage in Pannonien im Jahre 294.
Die Einsetzung eines Prokurators der Silberbergwerke auf Kosmaj kann auch durch
Reformen verursacht worden sein, die in Pannonien zwischen 293 und 296
durchgeführt wurden451. Die geostrategische Lage Domavias gab weder der
Bergbauverwaltung noch den Metallurgen und Bergleuten mehr Sicherheit. Die
Rentabilität der Bergbauregion um Domavia konnte sich nicht mehr mit der
Bergbauregion von Kosmaj messen, die dann das Zentrum für die Gewinnung von
Silber im Gebiet Illyricums wurde. Stojnicki kastrum, in dem sich die Verwaltung
der Siberbergwerke befand, stellte eine starke Befestigung dar, unweit von
Sirmium, das Zentrum von Pannonia Secunda und die Residenzstadt von Galerius
(305-311).

446 CIL III 12736.


447 CIL UI 12736.
448 IMS 120.
449 IMS I, 151; S. DUSANIC. Starinar 40/41 (1989-1990) 1991, 217-219.
450 Vgl. C). HIRSCHFELD, Verwaltungsbeamten2, 453-455.
451 Vgl. W. ENSSLIN, The Reforms of Diocletian, CAH XII, 1956, 390-393; A. MÖCSY, RE,
Supplementband IX. coli., 588, 611.

109
9. BLEIGEWINNUNG
cPLUMBARIAE)

Die Bleigewinnung, die meistens mit der Silbergewinnung verbunden ist,


war zur Zeit des römischen Reichs von großer Bedeutung, Die Bleiförderung im
Gebiet Illyrikums sowie sein Transport nach Italien begann, nach einem Abguß aus
dem Aquatoriums von Lastovo, in der 2. Hälfte des 1. Jhs. v. Chr.45452. Für dieses
Metall interessierten sich besonders in der Zeit die bekannten dalmatinischen
Unternehmer Papii453.
Große Mengen Blei wurden für verschiedene Bauten gebraucht, ohne Anker
aus Blei war eine Schiffahrt im Mittelmeer nicht vorstellbar. Im frühen Reich
wurde das Blei in beträchtlichen Mengen für den Bau der monumentalen Gebäude,
für die Wasserleitungsysteme454, für die Verschalung der Schiffe455, im Haushalt456,
für das Gießen von Statuen u. a. gebraucht. Große Mengen Blei wurden auch für
die Ausrüstung der römischen Legien benötigt. Aus Blei wurden viele
Aschenumen und Sarkophage ausgearbeitet457, die unter anderem auch in den
Schmieden in Domavia hergestellt wurden458. Aus diesem Metall waren auch die
Gewichte, die auch im Gebiet Dalmatiens gefunden werden459.
Die größten Mengen Blei wurden in den Bergbaurevieren von Rudnik,
Domavia sowie Kosmaj im Laufe der entwickelten und späten Antike gewonnen.
Zur Zeit von Severus Alexander wurde das Blei in der Form der großen Abgüsse
nach Rom geliefert460. In der 2. Hälfte des 3. Jhs. erschienen besondere Werkstätten
(officina plumbaria) für die Bearbeitung von Blei461. Zur Zeit von Valentinianus I.
(364-375) und Valens (364-378) lieferten die Bleigießerein vom Kosmaj-Gebiet
beträchtliche Mengen Blei für die Legionen an der Donau462.

45i Ein Bleiabguß mit dem Stempel M(arci) Oct(avii) U(arci) L(iberti) PapiŠiĆ wurde im Jahre 1995
im Aquatorium der Insei Lastovo gefunden. Vgl. M. JURIČ1Ć, Obav. Hrv. ark dr. 28 (¡996) I, 33.
453 CIL III 14625.
454 Vgl. CIL 1113217.1,2,3; CIL IIIs. ¡039. Ad n. 3217,1,2; CIL III 10191,1; 10196,2,3; 14336,9.
435 Vgl. Z. BRUSIĆ, Pom. zbor. (1970) 564; M. JURIŠIĆ, Koraka. 1-2 (1980) 36-38; ders., Obav.
Hrv. ark dr. 27 (1995) 30.
456 Vgl E. RöMER-MARTUfNSE, Instrumenta, 46-48.
457 Vgl. N. VULIĆ. Sporn. Srp. kralj. akad. 98 (1941-1948) br. 224; E. ČERŠKOV, Municipium DD,
56.
458 K. PATSCH, Glas. Zem. muz. 22 (1910) 192-195; ders., Wiss. Mi«. Bos. Herz. 12 (1912) 147-151;
M. BAUM - M. SREJOVIĆ, Članci i građa 3 (1959) 25, Not. 5; I. BOJANOVSKI, God. Cent halt
isp. XIX/17 (1981) 150; ders,. Članci i građa 14 (1982) 145.
459 Vgl. V. RAD1MSKY, Glas. Zern. muz. 4 (1892) 20, Abb. 32; ders., Wiss. Mi«. Bos. Herz. 1 (1893)
248, Abb. 63; C. PATSCH, Wiss. Min. Bos. Herz. 5 (1897) 239-240, Abb. 120, 121; E. ČERŠKOV,
Municipium DD, 32, t. XVII! 4-6.
460 Vgl. CIL XV 7915; S. DUŠANIĆ, A rk vest. 28 (1977) 167-172.
461 Vgl. S. DUŠANIĆ, Starinar 40/41 (1989-1990) 1991, 219-221,
462 Vgl. IMS / str. 1! 1-112, br. 160-165; J. KOLENDO, Archeologia 37 (1986-1987) 87-98; S,
DUŠANIĆ, Starinar 40/41 (1989-1990) 1991, 219-221.

110
Es gibt keine Spuren der römischen Bleiförderung im Gebiet von Olovo im
Mittelbosnien463, wo dieses Metall im Mittelalter und während der türkischen
Besetzung intensiv gefördert wurde464*467.

9. 1. Literarische Zeugnisse

In der Spätantike war das Blei aus Dalmatien (pöXißSog SeXpatßm oq),
schwarzes Blei (plumbum nigrum), besonders geschätzt. Seine Qualität lobte ein
unbekannter Schriftsteller463. Laut seinem Zeugnis: Das Meeresblei ist spröde und
verschmutzt. Diesem Blei wird 50 Liber Blei aus Sabye (?) sowie ein Liber
Weißzynk zugefügt, damit es bei dem Gebrauch nicht bricht. Das Blei a m Sabye
(?) und Dalmatien ist rein und weich, so daß diesem Blei a u f jed e zehn Liber Blei
ein Liber Zynk zugefügt wird, fa lls es ohne andere Beimischungen verarbeitet
wird 466 Aus der Anführung dieses Alchimisten geht nicht deutlich hervor, aus
welchem Teil Dalmatiens dieses Blei stammt. Nicht einmal das Gebiet vor der
Erwähnung Dalmatiens ist klar (poÄißSog aaßvfoioq, aaßifaiog). M. Berthelot,
der Veranstalter der Sammlung über die griechischen Alchimisten, ist der
Meinung, daß es sich in diesem Fall vielleicht um das Blei aus Sabaine hzw.
Sabine handelt46'. In Verbindung mit diesem Begriff kann, außer einem Ort in
Armenien kein anderer antiker Ort verbunden werden468. Es ist aber nicht gewiß,
daß in Armenien in der Antike Blei gefördert wurde469, O. Davies verbindet den
Terminus craßvfjmog (aaßifaioc) mit den Bleibergwerken entlang des Flusses
Sava, bzw. mit dem Gebiet um Srebrenica470471, während S. Dusanic ihn mit dem
Begriff plumbum Savien.se bzw. plumbum Pannonicum ausglich4' 1. Eine solche
Auslegung dieses Begriffs könnte der Wahrheit am besten entspreche», da das Blei
in diesem Gebiet jahrhundertelang gewonnen wurde. Die Bleimischungen von
Silber verliehen ihm die weiße Farbe, was es laut dem spätantiken Alchimisten
reiner machte. Im Lob an Stilicho sagte der römische Dichter Claudius Claudianus

453 Vgl. O. DAVIES. Mines, 189-191; V. S I M I Ć , Rudarstvo, 139-146; D. KOVAČEVJĆ, Trgovina,


139 f.
464 Vgl. M . D I N I Ć . Rudarstvo, pass.: D. K O V A Č E V I Ć - K O J I Ć , Privredni razvoj. 85-90.
455 Vgl. M. BERTHELOT, Chemie. 8, Not. 1.
466 Vgl. M. BERTHELOT, Traduction, V, 17, I, 377: M o k ifiS o g B a k a o m j g O K k tjp ć g e a n v m i
p v n a p o g , K a i n p o a k a p f d v e i e ig t i j v o v y K p a a i v , i v a p j p r p v m a i , p o k i f S o v o a f i m j e i o v k i t p a g
v , K a i K a a a i t e p o v a O Jtp o v k i t p a v a , tcai n o i e i a n o v a i a v e ig m g v ' k i t p a g k i t p a v p l a v .
l a fi v T f o io q fio X ip S o g tcai S e k p a n j a i o g K a B a p o g e a n v , x a i d ita k o g , K a i y w v e ix ip e v o g , K a i
p t j S e v k a p p a v m v , n o i e i a n o v a i a v e ig k i t p a g Be k u k i t p a v p i a v , K a i K a a a i t e p o v o a o v a n u i t e t .
Z a p S i a v o g p o k if i S o g a n a k o a e a n v , K a i e y y a k tc o g , K a i p r j y v v t a i e ig t r j v a n o y v m v t m v
j a k t c m v rjto i K a ta o K e v r fv , S i d t o e i v a i a v t o v i y y a k t c o v , K a i e v tjp e p a a 'g w v e v e .
467 M. BERTHELOT, Traduction. 362.
468 Vgl. O. DAVIES, Mines. 189. Not. 3.
469 Vgl. J, F. HEALY. Mining, 61-62.
470 O. DAVIES, Mines. 189.
471 S. DUŠANIĆ, ANRW 1I6, 66. Not. 69; đers., 1st. glasnik 1-2 (1980) 21. Not. 87.

Ill
(um + 400) ausdrücklich Pannonius potorque Sam4'2. Für die Verbindung des
Terminus aaßvijmog (aaßipaioq) mit dem Gebiet weit im Umkreis des Flusses
Sava spricht auch die Tatsache, daß der Terminus aaßvfjcnog (craßifimoq)
unmittelbar vor dem Begriff SeXparqm oq angeführt wird. Die Anführungen von
Claudianus beziehen sich wahrscheinlich auf die ehemaligen pannonisch-
dalmatinischen Silberbergwerke, die vom Kaiser Commodus bis zum Ende des 4.
bzw. Anfang des 5. Jhs. procurator argentariarum Pannoniarum et Dalmatiarum,
procurator argentiarum bzw. procurator Augusti verwaltete.
Die Förderung nach dem dalmatinischen Blei in der Spätantike deutet darauf
hin, daß sich die Erzförderung in den wichtigsten Bergwerken Dalmatiens auch
nach dem Untergang des Weströmischen Reichs fortsetzte. Die Qualität der
dalmatinischen Metalle übertraf die Qualität der Metalle aus anderen Provinzen
und war den neuangekommenen Barbaren sehr nützlich.

10. VERWALTUNGSAPPARAT DER SILBERBERGWERKEN

Argentariae Delmalicae472

[— ][— ], iproc(urator)] arg(entariarum) Deimaticalruml Zeit von Traianus oder Hadrianus


Mercurius, argenti actor vor der Reform von Marcus Aurelius
Secundus, Aug(usti) Ub(ertus), a(diutor) t(abularii)
Narensis, ser(v)us, a(diutor) t(abularii)
[— ][— ]. act(or) vor der Reform von Marcus Aurelius
Sextus Aelius Domitianus, pfrocurator?) Zeit von Hadrianus oder Antoninus Pius
l— ll— l, plroc(urator)!Aug(ustorum duorum) hofentlich Zeit von Marcus Aurelius und
Lucius Verus

Argentariae Pannonicae

Tyrannus, Aug(usti) lib(ertus) proc(urator) Zeit von Traianus oder Hadrianus


Lucius Crepeius Paulus, proc(urator) Aug(usti) zwischen 130. und 150.
argentalriarum Phnnonicarulml
Marcus Antonius Fabianus, proc(urator) Zeit von Antoninus Pius
argentariar(um) Pannoniear(um)
Lucius Sept/-—i Petro/nianus/, proc(urator)
argentar(iarum) Pannonicar(um)

472 CLAUD., c a m . // 192.

112
Metalla Pannonicorum et Dalmaticorum

Tiberius Claudius Proculus Cornelianus, proc(urator) metal(lorum) zwischen 161. und 169.
Pannonic(orum) et Dalmaticorum
Lucius Domitius Eros, procurator metallorum [Plannlohficorumj feti vor 201.
Delmfaidcorum)
Marcus Aurelius Rusticus.procurator) metallarium) Pannonicorum vor 201.
et Delmalicorum
[— 11— 1 prolc(urator) meltallorulm prov(inciarum) Pan(noniae) et vor 201.
Daim(atiae)]

Argentariae Pannoniarum et Dalmatiarum

Titus Claudius Xenophontus. proc(urator) argentariarum Zeit von Commodus


Pannoniarum et Dalmatiarum
Sextus Baius Pudens.procfurator) [argentariarum]Pannloniaraum
et Dalmatiarum1
Cassius Tigurinus, procfurator) Augfusti) zwischen 09. 04. 193. Und 09.
06, 193.
Caius lulius Silvanus Melanio, procfurator) Aug(usti) nach 209.
Valerius Super, v(ir) e(gregius) procfurator) argfeniariarum) zwischen 218. und 220.
lulius Tacitianus. vfir) efgregius) procfuratorj Augfusti) nfostri) Zeit von Alexandrer Severus
Marcus Arrius fluiiianus, procfurator) Augfusti) Zeit von Alexandrer Severus
/—//—Tus, vfir) efgregius) procfurator) argentariarum Zeit von Gordianus III.
[— 11— 1. Iprlocfurator) arlgentariarhm zwischen 244. und 268.
l—ll—l, vfir) efgregius) [procfurator) Akgfusti) nfostri) zwischen 244. und 268.
l—ll—l prolefurator) Augfusti)! zwischen 244. und 268.
curator Illyrici met/aUarius Zeit von Claudius II. Gothicus
Aurelius Verecundus, vfir) efgregius) procfurator) argentariarum 274. Jh.
Simplicius, vfir) efgregius) 287. Jh.
l—ll—l. vir Iperlfectissfimus) ¡procurator Alugfusti) 1 Übergang von 3. in 4. Jh.

11. EISENFÖRDERUNG
(FERRA RI AE)

11. 1. Die 'wichtigsten Eisenbergwerke im römischen Reich

Das größte Interesse für Eisen zeigten in der Vorrömerzeit die Etrusker4'3,
die sich mit diesem Metall vorwiegend aus den Bergwerken im östlichen Teil der
Insel Elba versorgten, ln diesen Bergwerken, in denen bis zur Spätantike473474
abgebaut wurde, wurden über 2.000,000 Tonnen Eisenerz gefördert475. Das

473 Vgl. J. F, HEALY, Mining, 63.


474 Vgl. PUN., mit. hist. 3, 8i; 34, 142: J, F. HEALY, Mining, 63,
475 O. DAVIES, Mines, 68: J. F. HEALY, Mining, 63.

113
bekannteste italische Zentrum für die Eisenherstellung bis zum frühen Kaiserreich
war Populonia, das sein Eisenerz auch von Elba importierte4 6.
Die Römer führten große Mengen Eisen auch aus Noricum476477 ein, wobei
vorwiegend die Händler478479aus Aquileia als Vermittler auftraten, die dieses Metall
vor allem in Magdalensberg4,9 anschafften. Beträchtliche Mengen Eisen, dessen
Qualität dem Eisen von Elba ähnlich war, importierten die Römer auch aus den
hispanischen Bergwerken480. Die wichtigsten Eisenbergwerke in Hispanien
befanden sich im Gebiet zwischen den Flüssen Duero, Ebro und Guadiana im
mittleren Hispanien481, in Katalonien sowie in Kantabrien (Asturien)482. Die Römer
förderten Eisen auch um Ampusa in den östlichen Pyrenäen48'1. Das wichtigste
hispanische Zentrum für die Eisenbearbeitung war die Stadt Bilbilis484.
ln der Antike wurde das Eisen auch im mittleren Aquitanien485, im zentralen
Gallien486 sowie um Lugdunum gefordert, wo auch die Mitglieder der Verwaltung
(,tabularius rationis ferrariarum ; tabularius ferrariarum; procurator ferrariarum ;
procurator ferrariarum Gallicarum )4874 89 für die Eisenbergwerke belegt sind.
Römische Eisenbergwerke lagen auch im Flußgebiet der Loire südlich von
Nantes sowie in Gallien Narbonensis .
Bis zum 5. Jh. forderten die Römer Eisen auch auf der Insel Sardinien. Seine
Qualität war aber schlechter als die Qualität des Eisens von Elba490.
Im Laufe der 1. Hälfte des 1. Jhs. sowie im 2. und 3. Jh. wurde das Eisen
auch im Südbritannien, im Gebiet von Forest of Dean491 intensiv abgebaut. Das
Hauptzentrum für die Eisenherstellung in Britannien war Ariconium'92.
Im östlichen Teil des Reiches befanden sich die wichtigsten römischen
Eisenbergwerke von Kleinasien. Das Eisen wurde in Andeira493, Magnesia494,

476 Vgl. STRAB., L Z 6.


477 Vgl. R. J. FORBES. Technology IX, 184, 203; G. ALFFöLDY, Bonner Jb. 70 (1970) 167-170;
ders., Noricum, pass.; J. F. HEALY. Mining, 64, G. WINKLER. ANRW fl 6, 215.
478 Vgl. A. CALDERINl, Aquileia, 309-310; S. PANCIERA. Aquileia. 27-33; R. CHEVALLIER.
Aquilee. 67-68; G. ALFÖLDY, Bonner Jb. 170 (1970) 168.
479 Vgl. R. EGGER, Magdalensberg.
480 Vgl, J. F. HEALY, Mining. 63.
481 Vgl. O. DAVIES, Mines 106-108: J. F. HEALY, Mining, 63.
482 Vgl. L /V . Ab Urbe condiia, 34. 21; PUN., not. hist. 34, 148.
483 Vgl. O. DAVIES, Mines 77.
484 Vgl. MARC., 4, 55, 11; 12, 18, 9; PUN., nat. hist.. 34, 14, 144; J. F. HEALY. Mining, 63.
485 Vgl. STRAB., 4, 2, 2.
486 Vgl. O. DAVIES, Mines. 86.
487 Vgl. CIL Xllf 1808, 1825; CIL VI31863; CIL X 7583, 7584; CIL XIII 1797.
488 Vgl. CAES., Bell. Call. 7. 22.
489 Vgl. CIL XII 4398.
490 Vgl. DIO CASS.. 42. 56. 3: RUTfUUS NAMA TIANUS. 1, 354: O. DAVIES. Mines, 71.
491 Vgl. P. SALWAY, Roman Britain, 637-641.
492 Vgl. R. G. COLLINGWOOD - J. N. L. MYRES, Britain, 233-234.
493 Vgl. STRAB., 13. 1. 56.
494 Vgl. PUN.. nat. hist. 36. 128.

11 4
Karien493, Bithynien in Nikomedia*496, Kappadokien497 sowie in Frigien
gewonnen498. Die Römer bauten das Eisen auch im Sinai499051sowie in Afrika um
Meroe ab300.

11. 2. Die pannonisch-dalmatinischen Eisenbergwerke

Die dalmatinischen Eisenbergwerke werden zusammen mit den Bergwerken


von Noricum und Pannonien (ferrariae Noricae, Pannonicae, Delmaticae)m
erwähnt, aber auch eigenständig (ferrariae venae Dalmatiae5025034, ferraria ad
provinciam Dalmatiam 5(b). Eigenständig werden aber auch die pannonischen
Eisenbergwerke (ferrariae Pannoniarum ) erwähnt304. Auf die dalmatinischen
Bergwerke beziehen sich die Inschriften vom bergmännischen Geld metal(li)
Delm(atici)505.
Die pannonisch-dalmatinischen Eisenbergwerke waren von großer
Bedeutung fur die Verteidigung der Grenze im mittleren Donaugebiet,
insbesondere seit dem 3. Jh.506. Von der Verbindung des römischen Heeres mit den
dalmatinischen Bergwerken zeugen die bergmännischen Münzen mit der
Darstellung des Gottes Mars und der Legende metal(li) Delm(atici). Die
wichtigsten römischen Eisenbergwerke und metallurgischen Betriebe befanden
sich im Nordwesten Dalmatiens und Südwesten Pannoniens sowie im mittleren
Dalmatien. Das metallurgische Hauptzentrum war Siscia50', wo sich auch die
Station für die Steuererhebung der Eisenbergwerke (statio vectigalis ferrariarum)
befand, an deren Spitze ein Vorsteher (praepositus) stand, welcher der kaiserliche
Prokurator (procurator Augusti) war. In dieser Station gab es auch niedrigere
Beamte, zu denen der Schatzmeister (arcarius) zählte. Mit Rücksicht auf die
gesamte politische Situation in Pannonien und die Rolle von Siscia sollte diese
Steuerstation in die schwere Zeit des 3. Jhs. datiert werden, als die Sicherheit der
Grenze im mittleren Donaugebiet508 abhing von den pannonisch-dalmatinischen

435 Vgl. R. J. FORBES. Technology IX, 183.


496 Vgl. R. J. FORBES. Technology IX, 182.
497 Vgl. STRAB., 13 4 17
, , .

498 Vgl. R. J. FORBES. Technology IX. 183.


499 Vgl. R. J. FORBES. Technology IX, 181-182.
500 Vgl. STRAB.. 17. 2. 2.
501 CIL 111 4809.
502 CASSIOD., XXV.
503 CASSIOD.. XXVI.
504 M. BULAT. Osj. zhor. 20 (1989) 36-38.
505 F. LENORMANT. La monnaie. 243.
506 M. ROSTOVTZEFF. Gesellschaft, 196: Vgl. E. PASALIC, Arh. rad. raspr. 3 (1963) 167-176.
507 Vgl. R. KOSCEVIC. Pril. Inst. arh. Zag. 11-12 (1994-1995) 1997, 41-62.
508 CIL III 3953; O. HIRSCHFELD. Verwaltungsbeamten2, 153: ¡LS 3049; M. PAVAN, Pannonia
Superior. 457. Not. 5: S. DUSAN1C. ANRW II 6, 85, Not. 207: A. DÖBO, Verwaltung. 283,
Bergwerken und der Inbetriebnahme der Münzstätten in Siscia stark. In Siscia
befand sich auch die Zolistation für die Eisenbergwerke309.
Gegen Ende der 1. Hälfte des 2. Jhs. pachtete ein großer Unternehmer, neben
dem noch drei Prokuratoren auftraten*510 die pannonisch-dalmatinischen
Eisenbergwerke zusammen mit den Eisenbergwerken Noricums.
Es ist nicht klar, wie die Organisation der Eisenforderung zur Zeit der
Pachtung aussah. Die drei Prokuratoren, die zusammen mit dem Pächter Q.
Septueius Clemens erwähnt werden, verwalteten wahrscheinlich die
Eisenforderung in den einzelnen Provinzen. Im Einklang mit dieser Annahme steht,
daß der Prokurator Q. Septueius Valens die Eisenförderung in Dalmatien im
Namen der Pächter leitete.
Als der Kaiser Mark Aurel zwischen den Jahren 161 und 169 die
Reorganisation der Verwaltung des Bergbaus von Illyricum durchführte, wurden
die pannonisch-dalmatinischen Eisenbergwerke zusammen mit den anderen
Bergwerken einem kaiserlichen Verwalter {procurator metallorum Pannonicorum
et Dalmaticorum )5115 12 unterstellt. Zur Regierungszeit von Commodus wurde die
Verwaltung der pannonisch-dalmatinischen Silberbergwerke ausgegliedert. Die
Eisenbergwerke Pannoniens und Dalmatiens wurden damals vermutlich verpachtet.
Im Jahre 201 wurden sie vom Großunternehmer Gaius Iulius Agathopussn
gepachtet, der auch die Eisenbergwerke in einigen überseeischen Provinzen
pachtete513514*.Der Grund für das Auftreten der Verpachtung in einer der wichtigsten
Regionen für die Eisenherstellung konnte auch der Mangel an Bergleuten sein,
wovon auch der römische Jurist Ulpianus3,4 am Ende des 2. Jhs. spricht. Seit Ende
des 1. Jahrzehnts des 3. Jhs. unterstanden die Eisenbergwerke im Gebiet
Westbosniens wieder dem kaiserlichen fiscus. An ihrer Spitze stand der kaiserliche
Verwalter (procurator Augusti), der über niedrigere Beamte (dispensator, vilicus)
verfügte.
Die erneute Unterstellung der pannonisch-dalmatinischen Eisenbergwerke
unter den kaiserlichen Verwalter konnte im Jahre 202, während der Rückkehr des
Kaisers Septimius Severus aus dem Osten315, erfolgen, als der Kaiser die
wichtigsten Bergwerke Jilyricums516 sowie die pannonisch-dalmatinischen
Eisenbergwerke51' besuchte.

sw CÍL III 3953; O. H1RSCHPELD. V e r w a l t u n g s b e a m t e n l 153; I IS 3049: M. PAYAN. P a n n o n i a


Superior, 457, Not. 5; S. DUŠANiĆ, ANRW I I 6, 85. Not, 207; A, D Ó B O . V e r w a l t u n g , 283.
510 CIL H14309.
511 H. G. PFLAUM Ubvca 3 (1955} 124 f.; AE 1956, 123: CIL III 12721 =8361.
512 D. S E R G E J E V S K J , Glas. Zem. mu:. 18 (¡963) 88 Nr. I. si. i; ILlug. 779: AE ¡973. 411.
5.3 Vgl. M. BULAT. Osj. zbor. 20 (1989) 36-38; ILlug. 779.
514 Dig. XL I III 19. 8. 4.
3.3 Vgl. J. FITZ. Acta Arch. Acad. Sc. Hung. I t (1959) 237-263.
516 Val. I. BOJANOVSKI. Članci i građa 9 (1972) 37-52.
5,7 d TS E R G E J E V S K J , Glas. lem. muz. 18 (1963) 97-99; 1. BOJANOVSKI. Članci i građa 9 (1972)
42.

116
Die wichtigsten Vorkommen Eisenerz befinden sich im Gebiet der Flüsse
Japra, Sana und Una (um Bosanski Novi, Prijedor, Sanski Most und Ljubija) in
Westbosnien. Das Eisenerz vom Gebiet um Bosanski Novi enthält zwischen
37,40% und 56,10% Eisen. Ähnlich ist es bei dem Eisenerz vom Ljubija-Gebiet.
Das Eisenvorkommen um Stari Majdan und Stara Rijeka enthält zwischen 54,27%
und 66,70% Eisen5’8.
Eisenerz gab es auch im Gebiet von Mrkonjić-Grad, Jajce, Travnik,
Busovača, Fojnica3'9 sowie im Gebiet von Vareš am Bach Stavnja in
Mittelbosnien3“0.
Eisenvorkommen gab es auch im Südosten Dalmatiens, im Lim-Gebiet, im
Tai der Flüsse Bistrica und Lim, um Nova Varoš, um Sjenica und im Gebiet von
Jadovika in Südwestserbien. Die Römer förderten hier das Eisen auch im Gebiet
von Čadinja bei Prijepolje in Sandžak52’.
Eisenerz gab es außerdem in Petrova Gora, Zrinska Gora in Tregovska
Gora5185920522 in Banovina in Kroatien. Die Bergwerke und metallurgischen Betriebe im
Umkreis der Flüsse Sana, Japra und Una sowie um Zrinska Gora gehörten zu dem
kaiserlichen Großbesitz (dotnenf23. Diese Bergwerke wurden durch Straßen
miteinander verbunden524. Es gibt keine Spuren der Munizipal- sowie der
Kolonialorganisation in diesem Bergbaugebiet. In den Randteilen dieses Gebietes
(südwestlich von Sisak in Kroatien sowie in Laktaši bei Banjaluka in Bosnien)
befanden sich die Stationen, deren Namen auf die Grenze dieses großen Besitzes
(Ad Fines) hindeuten523. Innerhalb dieses großen Besitzes wurden außer Eisen auch
andere Metalle, wie z. B. Blei und Kupfer gefordert. Die Landwirtschaft war auch
entwickelt, dafür sprechen u. a. exfrum eniarif26, Weihaltäre für die
Landwirtschaftsgöttin Cererd’21528, ein vilicus”n sowie Überreste der Objekte eines
großen Verwaltungszentrums in Suvaja bei Bosanska Gradiška am Fluß Una529.

518 Vgl. F. TIJĆAN, Blago. 74, 75.


519 Vgl. F. TUCAN, Blago, 66.
520 F. TUCAN. Blago. 80-86.
521 Vgl. M. ZOTOV1Ć, Užički zbornik 2 ( i 973) 37.
522 Vgl. D. BOŠKOVIĆ, Dvor. 21-27; A. DURMAN, Opuse. arch. 16 (1992) 127.
523 Vgl. S. DUŠANIĆ. Istor. glasnik 1-2 (1980) 19-20.
524 Vgl. A. DURMAN, O p u se. arch. 16 (1992) 127.
525 Sisak: Um. Am. 259. 274; Tab. Peut; Geogr. Rav. 220. 14; (AL 111 946; II. KIEPERT, FOA X X lll
Bb. s. 11; CIL 111p. 2709; C. PATSCH. PRE 6 (1909) 2325; S, DUŠANJĆ. A N R W II6. 65. Laktaši:
Tab. Peut.; Geogr. Rav. 217, 16; (AL 111 p. 422; H. KIEPERT. FOA Xl'll; (AL III Suppl. Tab. VI; C.
PATSCH, PRE6 (¡909) 2325.
526 Josipdol: CIL III 10057 ■ CIL 1/1 3020; E. SCHALLMAYER, Corpus. 354. Nr. 445; Munjave
(Josipdol); CIL 111 3020.
527 Stscia: CIL III3942; AU 527: E. SCHALLMAYER, Corpus, 252, 308; Siscia: CIL I II10842; AU
537: E. SCHALLMAYER, 254, Nr. 309,
528 Žbano (Sisak): CIL 11113480 A U 541.
529 1. BOJANOVSKI. Zbor. Arh. dr. Bos. Herc. I (1983) 221-226.

117
In diesem Bergbaurevier wurde im Laufe der 1. Hälfte des 1, Jhs. n. Chr. ein
Straßennetz530 erbaut, der Transport wickelte sich teilweise auch auf den Flüssen
Una, Sana531, Japra, Kupa5’2 und Sava533*53ab. Die in Siscia stationierte Militärflotte
(classis Flavia Pannonica)5U sowie die Schiffsverbände vom Fluß Sava collegium
naviculariorunf35 nahmen auch am Transport teil. Im Gebiet von Dubica am Fluß
Una wurden Halbprodukte aus Eisen aus kleineren auf größere Schiffe
überfrachtet, wovon 97 4,44 kg schwere ingots536 aus Eisen aus Suvaja bei
Bosanska Dubica und 200 Ingots aus Hrvatska Dubica3’7 vom gleichen Gewicht
zeugen. Sie stammten zweifellos aus derselben Gießerei.

11. 3. Die Eisenbergwerke im Bergbaurevier von Japra

Das Bergbaurevier um den Fluß Japra im Nordwesten Bosniens war der


zentrale Ort für die römische Eisenherstellung in den pannonisch-dalmatinischen
Gebieten. In dieser Region wurden mehr als 1.000.000 Tonnen Eisenerz
geschmolzen. Teilweise wurde das Eisen auch im Tagebau gewonnen538, ln der
geschmolzenen römischen Schlacke wird noch immer bis zu 50% Eisen539
gefunden. In dieser Region wurden ebenfalls Blei und Kupfer540 abgebaut. Das
römische Geld, die Keramik und die Inschriften aus dieser Region weisen darauf
hin, daß die Römer die Erze in diesem Bergbaurevier ununterbrochen von den
letzten Jahrzehnten des I. bis zum Anfang des 5. Jhs.541 förderten. Das Eisen wurde
hier in der Zeit vom Ende des 2. bis Anfang des 4. Jhs.542 am intensivsten abgebaut.

530 Ph. BAI.EIF. Straßen. 13. 52-53: E. PAŠAL1Ć. Arch. lug. 3 (1959) 61-73; 1. BOJANOVSKI,
Ceste, 203-219: ders.. God. ('em. balk. ísp. XXI! 20 (1984) 233-237; R. SYME, Roman Papers 6
(1991) 100-101.
1,1 Vgl. E. PAŠALIĆ. Naselja, 15-16.
532 Vgl. STRAß., 17/, 5, 5.
5,3 C. PA TSCH. Jh. Osten-. Arch. Inst. 8 (1905) 139-141; E. PAŠALIĆ. Naselja, 15-16, 107-108;
ders.. Sabrano djelo, 292. 349-351; 1. BOJANOVSKI, Odjek 34 (1981) 15-31. listopada, 8 i 22: ders.,
God. Cení. balk. isp. XXII 20 (1984) 166.
134 Vgl. S. DUŠANIĆ, IstoR. glasnik 1-2 (1982) 15-16. Not. 45. 46.
535 CIL Kl 10771.
336 Vgl. A. DURMAN. Opuse, arch. 16 (1992) 127.
537 Vgl. R. ROŠČEVIĆ - R. MAKJANIĆ, hdanja HAD-a 10 (1986) 119, 122.
538 E. PAŠALIĆ. Glas. Zern. muz. 9 (1954) 59.
537 F. TUCAN. Blago. 31; I. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 8-9 (¡982) 108: ders.. Zbor. a rk dr.
Bos. Herc. 1. 120; ders., Bosna. 279. Not. 2.
540 V. SI MIC, Rudarstvo. 136, 139; E. PAŠALIĆ, Naselja, 93.
'4I Vgl. Đ. BASLER. Arhitektura. 13.
342 E. PAŠALIĆ. Stud. Mililärgr.. 128.

118
11. 3. 1. Die Bergwerke und metallurgischen Betriebe

In der Bergbauregion um den Fluß Japra befinden sich außer den großen
Schlackehalden auch Überreste der Schmelzöfen (jornaces) für die primäre
Erzschmelzung in der Nähe der Bergwerke sowie größere Schmelzhütten und
Schmieden. Die wichtigsten Eisenbergwerke befanden sich im 18 km langen
Unterlauf des Flusses Japra und die wichtigsten metallurgischen Betriebe im
Gebiet von Maslovare bis Blagaj an der Mündung der Japra543. Die in den ältesten
Schichten der römischen Schlacke in Majdaniste54454bei Blagaj gefundenen Serien
der sog. Anonymen quadrantes sowie die Resultate der radioaktiven Analyse der
Holzkohle aus den metallurgischen Betrieben in Majdaniste345 deuten auf eine
verstärkte Förderung zur Regierungszeit von Vespasianus546 hin.
Die ältesten metallurgischen Objekte in Majdaniste bei Blagaj wurden im 1.
sowie in der 1. Hälfte des 2. Jhs.547 erstellt. Eine erweiterte Produktion und
veränderte politische Verhältnisse im Raum Pannoniens im 3. Jh. resultierten aus
dem Bau neuer Bergbauobjekte und einer Schutzmauer548, die den metallurgischen
Betrieb umschloß. Für den Bau wurden beträchtliche Mengen der in Siscia
hergestellten Ziegeln549 benötigt. Die Errichtung der Schutzmauer um den
metallurgischen Betrieb deutet auf die große Gefahr hin, in der sich diese Betriebe
sowie die Bergbauregion insgesamt befanden. Von ihr zeugt auch der Schatzfund
römischen Geldes aus um 275 Jh.550512. Es handelte sich sowohl um eine
innenpolitisch instabile Situation zur Regierungszeit der Soldatenkaiser als auch
um die Gefahr vor den ständigen Einfallen der germanischen Völker. Gerade in
dieser Zeit wurden die Bergwerke von Japra und Ljubija die Hauptlieferanten der
Schmieden für die Waffenherstellung53' in Siscia.
Eine weitere Schlackehalde befindet sich in Cele im mittleren Teil der
Region um Japra. Hier wurden auch die Überreste der römischen Schmelzhütten
sowie zwei spätantike Stelen332 gefunden. Im zentralen Teil dieser Region, in

543 E. PAŠALIĆ. G la s. Zem. muz. 9 (1954) 58-59; Đ. BASLER - E. PAŠALIĆ. Arh. preg. 4 (1962,
217-221. d i e s e l b e . Arh. preg. 6 (1964) 96-97: Đ . BASLER. G las. Zem. muz. 3 0 31 (1 9 7 5 7 6 ) 1977.
121-171. T. I-XX.
544 Vgl. Đ. BASLER, G las. Zem. muz. 27-28(1972-73) 261-271; Đ. BASLER, G las. Zem. muz. 30 31
(1975/1976) 1977, Tab. XVIII; S. DUŠANIĆ, Živa ani. 21 (1971j 2, 550; ders.. ANRW116. 60; ders..
Sumizmatičar 1 (1978) 23: S. DUŠANIĆ. Istor. glasnik 1-2 (1980) 15. Not. 45.
545 Đ. BASLER. Glas. Zem. muz. 30/31 (1975,76) 1977. 162.
546 I. BOJANOVSKI. Bosna. 276.
547 Đ. BASLER, Glas. Zem. muz. 3(031 (1975/76) 1977, 163.
548 Đ. BASLER - E. PAŠALIĆ. Arh. preg. 4 (1964) 217; Đ. BASLER, G las. Zem. muz. 30,31
(1975/76) 1977, 163-164.
549 Vgl. RAZNE VIESTI. Vlest. Hrv. A rt 6 (1884) 125; Đ. BASLER, Glas. Zem. muz. 30/31
(1975/76) 1977, 150. 152. T. XVII 3.
550 Vgl, V. M1KOIJI. Željezo. 23; I. BOJANOVSKI, Arh. rad raspr. 8-9 (1982) 107, Not. 49,
551 Vgl. M. HÖH. O p u se. arch. 16 (1992) 147,
552 lilug. 1480, 148).

11 9
Gornji Agici, befand sich der Tempel einer unbekannten Gottheit, den am 15. Juli
241 der Freigelassene Filocirm553 instandsetzte.
ln Rakani, im westlichen Teil der Japra-Region, wurde römische Schlacke in
sieben antiken Objekten534 gefunden. Aus Rakanske Barice stammt eine
Grabinschrift von zwei Heliodorus5534555, deren Vater allem Anschein nach noch im
Laufe des 3. Jhs. Verwalter der metallurgischen Betriebe (officinarum ferrariarum)
in Ljubija w a r56.
Die römische Siedlung in Male Rujiske im Westen dieser Region entstand in
Verbindung mit den Bergbauaktivitäten55'.
Die Bergbauregion um Japra wurde durch zwei Straßen mit den römischen
Bergwerken um Bosanska Krupa sowie mit den Bergwerken am linken Ufer der
Una538 verbunden.

11. 3. 1. 1. Der Verwaltungsapparat

Es gibt wenig Angaben über den Verwaltungsapparat, der die


Eisenforderung im Japra-Gebiet leitete. Vor dem Amtsantritt des kaiserlichen
Verwalters am Ende des 2. bzw. zu Beginn des 3. Jhs. waren seine Mitglieder
rechtmäßige römische Bürger, die hier seit der 1. Hälfte des 2. Jhs.559 lebten. Das
früheste Zeugnis dafür ist ein luxuriöser Ring aus dem Verwaltungsgebäude in
Majdaniste mit dem Bild eines römischen Herrschers und der Inschrift cesati
Flavia vom Ende des 1. oder Anfang des 2. Jhs.560. Mitte des 2. Jhs. wurde auch die
Japra-Region ein Bestandteil der pannonisch-dalmatinischen Bergwerke, die der
Großunternehmer Q. Septueius Clemens zusammen mit den Bergwerken Noricums
pachtete561562. Die Bergbaureform von Marc Aurel zur Zeit der Markomannenkriege
bewirkte, daß auch diese Region dem kaiserlichen Verwalter (procurator
metallorum Pannonicorum et Dalmaticorum) mit Sitz in Domavia562 unterstellt
wurde. Zu Beginn des 3. Jhs. pachtete der Großunternehmer Gaius lulius
Agathopus , der neben diesen auch die Eisenbergwerke in einigen überseeischen
Provinzen pachtete die pannonischen Eisenbergwerke563, zu welchen auch die
Bergwerke aus Westbosnien gehörten. Am Ende des 1. Jahrzehntes erschien in der

553 Ć. TRUHELKA. Glas. Zem. muz. 2 (1890) 96-97; K. PATSCH. G las. Zem. nutz. 10 (1898) 498. sl.
4, i 5.
554 Ć TRUHELKA. Glas. Zem.. muz. 2 (1890) 96.
555 CIL 1118376a = 13242.
556 Vgi. ILlug. 158.
557 V. SKAR1Ć, G las. Zem. muz. 40 (1928) 99.
558 I. BOJANOVSKL G od. Cent, halt isp. XXII/20 (1984) 231-233; ders.. Bosna, 277.
559 ILlug. 1479,4.
560 Đ. BASLER. G las. Zem. muz. 30/31 (1975/76) 1977, 156, T. XI 1.
561 CIL III4809.
562 H. G. PFLAUM. Libyca 3 (1955) 124 f.; AE 1956, 123; CIL HI 12721 =8361.
563 Vgl. M. BULAT. O sj. zbor. 20 (1989) 36-38; ILlug. 779.

12 0
Japra-Bergbauregion, au f Crkvina in Blagaj bei Maidaniste, der kaiserliche
Verwalter (p ro cu ra to r A u gu sti)564, was zeigt, daß diese Region der Kompetenz des
kaiserlichen fisc u s unterstand. Zur gleichen Zeit erschien am selben Ort ein
niedrigerer Beamte - d isp esa to r, der Angehörige der sog. F am iliae C a esa ris565.
A u f dieselbe Person (C allim orph u s) könnte sich noch eine Fragmentischrift vom
gleichen Ort566 beziehen. A u f dem Weihaltar, der im Jahre 201 zu Ehren von Terra
M a ter in Ljubija errichtet wurde, kommt noch eine Person mit gleichem Namen
vor, die den Dienst eines vilicu s antrat. Der vilicu s C allim orphus errichtete diesen
Weihaltar für die Gesundheit des Pächters der Eisenbergwerke C aius Iulius
A gath o p u s567. C allim orphu s erscheint in Ljubija auch im Jahre 209 ebenso auf dem
Weihaltar der T erra M a ter, jetzt aber zusammen mit dem Prokurator
Verecundus56*. Der Name C allim orphu s ist der meisterwähnte in der
westbosnischen Bergbauregion569. Aus der Tatsache, daß es sich um eine Region
handelt, in welcher die Eisenförderung dominierte und daß auf zwei Inschriften aus
einem Jahrzehnt C allim orphu s als vilicu s auftrat, läßt sich schließen, daß es sich
um eine Person handelte, die in der Administration tätig war. Als der kaiserliche
Verwalter Verecundus vom Großunternehmer C aius Iulius A gathopu s die
Verwaltung der Eisenbergwerke übernahm, übernahm er auch den C allim orphus
als eine in der Bergbauadministration erfahrene Person. Der vilicus C allim orphu s
stammte aus den Reihen der kaiserlichen Freigelassenen und genoß die Zuneigung
des Kaisers. Falls er auch der d isp e sa to r570 aus Crkvina in Blagaj bei MajdaniSte
war, so kann die Inschrift des kaiserlichen Verwalters aus diesem Ort in den
Anfang des 3. Jhs. datiert werden.

11. 3. 1. 2. D ie B ergleu te u nd M etallurgen

Die Quellen schweigen über die Bergleute und Metallurgen in der Japra-
Region. Der größte Teil der Bergleute waren ohne Zweifel einheimische Mezeen.
Unter ihnen gab es auch Fremde, wie z. B. den Freigelassenen F ilociru s aus
Gomji Agici. Die Fremden, vorwiegend die Orientalen, bildeten das verwaltende

564 Đ. BASLER - E. PAŠALIĆ, Arh. p re g . 6 (1 9 6 4 ) 96; ders., G las. Zem . m uz. 3 0 /3 1 (1 9 7 5 /7 6 ) 1977,
T X V f l 4, 5 ; IL lug. 766.
565 Đ. BASLER, Glas. Zem. muz. 30/31 (1 9 7 5 /7 6 ) 1977, 157, T . XVII 2; IL lug. 765:
566 Đ. BASLER, Glas. Zem . muz. 30/31 (1975/76) 1977, 157, T XVII 5.
567 D. SERGEJEVSKI, G las. Zem . m uz. 18 (1 9 6 3 ) 88 Nr. 1, si. 1; ILlug 779: AE 1973, 4 1 1 : S.
DUŠANIĆ, A N R W 116, 83, Not. 202; E. IMAMOVIĆ, Spomenici, 189; M. BULAT, O b a v ije s ti Hrv. '
arh. dr. X V /1 (1 9 8 4 ) 21; P. OERSTED, Economy, 339-342,
568 D. SERGEJEVSKI, G las. Zem . m uz. 12 (1 9 5 7 ) 110 f„ Nr. 2, T. II 1; ders.. G las. Zem . m uz. 18
(1 9 6 3 ) 89, Nr. 2; ILlug. 157.
369 Der Name C a llim o rp h u s kommt in der Zeit vom 1. bis zum 3. Jh. in Rom sehr oft vor. Vgl. H.
SOLIN, Personennamen, 92-93;
570 ILlug 765; Đ. BASLER, G las. Zem . muz. 3 0 /3 1 (1 9 7 5 /7 6 ) 1977, 157, T XVII 2.

121
und technische Personal5'1. Die orientalen Kulte dominierten auch in dieser
Region. Neben dem römischen Gott luppiter 572 wurden hier auch Mithras, luppiter
Dolichen und C astor 73 sowie Priapus und Afrodita 574 verehrt. Der Kult einiger
dieser Götter existierte auch in der Spätantike in einem besonderen Tempel in der
Nähe der Bergbaubetriebe in Majdaniste bei Blagaj*57234575. Die Anhänger von luppiter
Dolichen hatten am Anfang des 3. Jhs. ihren eigenen Priester576. Dieser Kult
stammt aus Kommagene in Kleinasien und Nordwestsyrien577578, die ebenfalls
Bergbauregionen waren, in welchen das Eisenerz ( ubi ferrum exoritur, nascitur)518
abgebaut wurde. Der Kult von luppiter Dolichen wurde besonders nach der
Rückkehr von Septimius Severus aus dem Osten im Jahre 202 Jh. propagiert579580.

11. 4. Die Eisenbergwerke um den Fluß Sana

Die wichtigen römischen Eisenberg werke befanden sich in der breiten


Region um den Fluß Sana, die noch zur Zeit des Provinzstatthalters Dolabella (14-
20) durch eine Magistrale mit dem metallurgischen Zentrum Sisciam verbunden
war. Eine Straße verband sie außerdem mit der Bergbauregion um den Fluß Una581.
Die Eisenförderung in der Sana-Region wurde durch zahlreiche Festungen, von
denen sich die wichtigsten in Sastavci, auf Klisina, auf Zecovi und Ovan-grad582
befanden, gesichert. Der Abbau in den Eisenbergwerken in der Sana-Region wurde
im 2. Jh. intensiviert, den Höhepunkt erreichte er während des 3. Jhs. und in der 1.

871 CIL 1118376a =•■ 13242: CIL ¡II 14972; Đ. BASLER, Glas. Zem. nutz. 30/31 (¡975/76) 1977, 146;
D. SERGEJEVSK1. Glas. Zem. muz. 20 (¡965) 7-15 = ILIug. 764 - V. PAŠKVALIN, Glas. Zem.
muz. 25 (1970) 19-28 = J. MEDINI, God. Cent. balk. isp. -XX/18 (1982) 53-90 = I. BOJANOVSKI,
Bosna. 274.
572 ILIug. 1479.
573 D. SERGEJEVSK1. Glas. Zem. muz. 20 (1965) 7-15; V. PAŠKVALIN. Glas. Zem. muz. 25 (1970)
19-28; D. BASLER, Glas. Zem. muz. 30/31 (¡975/76) 1977, 156.
574 Đ. BASLER, Glas. Zem. muz. Glas. Zem. muz. 30/31 (1975- 76) 1977, 156,1. 8. Nr. 1-2.
575 Đ. BASLER, Glas. Zem. muz. Glas. Zem. muz. 30/31 (¡975/76) 1977, 157.
576 D. SERGEJEVSKI, Glas. Zem. muz. 20 (1965) 7-15; AE 1968, 415; V. PAŠKVALIN. Glas. Zem.
muz. 20 (1970) 23; ders., IViss. Milt, Bos. Herz. Landesm, 5 (1975) 57 f.; i. MEDINI, God. Cent,
balk. isp. /8 (1984) 55; ILIug. 764; M. HöRING - E. SCHWERTHEIM. CCiD, Nr. 125, T. XXVIII.
577 Vgl. M. P. SPEIDEL, Ausstellung. 138-144.
578 CIL III 11927, CIL 17 30947. CIL XIII 7342b.
579 J. FITZ, Acta arch. acad. scient. Hung. 11 (1959) 258-259.
580 F. B A L L Í F , Glas. Zem. muz. 3 (1891) 403; E. P A Š A L I Ć , Naselja. 16; D. RENDIĆ-MIOČEVIĆ,
Akte des IV. Internat. Kongr. für griech. und late in. Epigr., Wien, 17. bis 22. September 1962, Wien
1964, 338-347; I. BOJANOVSKI.'Ceste, 218.
581 C. TRUHELRA, Glas. Zem. muz. 2 (1890) 97; V. SKAR1Ć. Glas. Zem. muz. 40 (1928) 100; E.
PAŠALIĆ. Bos. Herc., 218.
582 1. ČREMOŠNiK, Arh. ves. 41 (1990) 357-364.

122
Hälfte des 4. Jhs. Hier wurden mehr als 600.000 Tonnen Eisenerz583
eingeschmolzen.
Die größten römischen Eisenbergwerke und metallurgischen Betriebe
befanden sich in dieser Region im Gebiet von Ljubija und Stari Majdan bei Sanski
Most, wo mehr als 250.000 Tonnen Eisenerz584 verarbeitet wurden. Im Gebiet von
Ljubija waren einige Bergstollen mehr als 100 m lang. In einem solchen
Bergstollen, der mehr als 300 m lang ist, wurden neben der römischen Keramik
und dem Werkzeug auch die Überreste eines römischen Bergmanns sowie ein etwa
4 kg schwerer Schatz römischen Geldes aus der Zeit von Gallienus (253-268) bis
Probus (276-282) gefunden585.

11. 4. 1. Der Verwaltungsapparat

Die pannonisch-dalmatinischen Bergwerke wurden seit dem 1. Jahrzehnt des


3. Jhs. von kaiserlichen Verwaltern (procuratores Augusti), die über niedrigere
Beamte z. B. dispesatores und vilici verfügten, geleitet. Die dispesatores konnten
sowohl als Schatzmeister als auch als Verwalter tätig sein58658790, während die vilici
vorwiegend die Metallherstellung in den Schmelzhütten leiteten und seltener
Verwalter kleiner Bergbauregionen waren. Der Sitz des kaiserlichen Verwalters für
diese Bergwerke wurde aus Crkvina in Blagaj am Fluß Japra ins Gebiet von
Ljubija und Brisevo in der Sana-Region verlegt.
Es ist nicht ganz klar, ob sich die Verwaltung der pannonischen Bergwerke
zur Zeit des Großunternehmers Caius lulius Agathopus in Mursa oder Ljubija
befand. Aus Mursa stammt der Weihaltar für Iuppiter, den arcarius Gamicus5S1 für
die Gesundheit des Pächters Caius lulius Agathopus errichtete, und aus Ljubija
stammt ein Altar (ara), der vilicus Callimorphus im Jahre 201 für die Gesundheit
des gleichen Pächters errichtete388, ln Mursa wurde auch eine Inschrift gefunden, in
welcher ein lihertinus Publius Aelius Callimorphus erwähnt wird, der in diesem
Ort als augustals&9 tätig war.
Der vilicus Callimorphus errichtete im Jahre 201 in Ljubija einen Weihaltar
für die Terra Mater zum Schutz der Gesundheit des Pächters Caius lulius
Agathopus 590 Dieser vilicus ist allem Anschein nach dieselbe Person, die

583 E. PAŠALIĆ. Naselja. 93: V. MIKOLJI, Željezo. 10 f.; Đ. BASLER. Glas. lem. muz. 26/27
(1972-73) 268; 1. BOJANOVSKI. Bosna. 279, Not. 2.
584 1. BOJANOVSKI. Zbor. arh. dr. Bos. Herc., 120. 130, Not. 2; ders.. Bosna. 279.
585 D. SERGEJEVSKI, Glas. Zem. muz. 18 (1963) 87.
586 Vgl. R. MATIJAŠIĆ. Arh. rad. raspr. 12 (1996) 177.
587 M. BULAT, Osj. zbor. 20 (1989) 36-38.
588 D. SERGEJEVSKI. Glas. Zem. muz. 18 (1963) 88 Nr, 1, si. I; ILlug. 779: AE 1973, 411: S.
DUŠAN1Ć, A N R W 116. 83, Not. 202; E. IMAMOViĆ, Spomenici, 189: M. BULAT, Obavijesti Hrv.
arh. dr. XV/1 (1984) 21; P. OERSTED, Economy, 339-342.
589 Vgl. D. PINTEROVIĆ, Mursa, 76.
590 D. SERGEJEVSKI. GZK4S 18 (1963) 88 Nr. 1, si. 1; ILlug. 779: AE 1973, 411.

123
zusammen mit dem kaiserlichen Verwalter (p ro c u ra to r Augustorum) Verecundus
den Weihaltar für die Terra Mater zum Schutz der Gesundheit des Kaisers
Septimius Severus und seiner Söhne Caracalla und Geta sowie der Frau Iulia
Domna in Ljubija591 im Jahre 209 errichtete. C allim orphu s aus Ljubija und aus
Crkvina in Blagaj am Fluß Japra ist mit Rücksicht darauf, daß es um dieselbe Zeit
und Ort geht, wahrscheinlich dieselbe Person.
Zur Zeit des Kaisers Caracalla errichtete der Prokurator Iulianus (oder
Iulius) einen Weihaltar für die T erra M a ter in Ljubija zum Schutz der Gesundheit
des Kaisers mit Hilfe von zwei vilici Ianuarius und Basl— f 92. Der vilicus
Ianuarius kommt in Stari Majdan zusammen mit einem Verein (collegius) auch auf
dem Weihaltar vor, der der Nemesa Pia593594gewidmet ist. In Stari Majdan kommt
der Verein (collegius) mit einem villicusm auch auf einem dem Sedatus
gewidmeten Weihaltar vor. Die Weihaltäre aus Stari Majdan wurden zu Ehren von
vilici und Vereinen errichtet, was darauf hindeuten könnte, daß die Eisenforderung
in dieser Region zur Zeit des Kaisers Caracalla von den vilici geleitet wurde. Das
Auftreten des vilicus Ianuarius mit dem Prokurator in Ljubija und sein
selbständiges Amt in Stari Majdan spricht dafür, daß das Gebiet um Stari Majdan
unter der Leitung des Prokurators aus Ljubija stand. Die Leitung in der Region
Stari Majdan deuten darauf hin, daß in der Erzforderung in diesem Gebiet auch
vereinigte freie Unternehmer im Bergbau mitwirkten, mit denen die vilici eng
verbunden waren.
In der Zeit von Alexander Severus (222-235) erscheinen auf den
Weihaltären für Terra M a ter in Ljubija drei kaiserliche Verwalter mit drei vilici.
Zwei v ilic i arbeiteten zu dieser Zeit im metallurgischen Prozeß (offlcinae
ferrariarum ), was bedeutet, daß das Eisenerz damals primär innerhalb der
Bergbauregionen verarbeitet wurde. In diesen metallurgischen Betrieben wurde
wahrscheinlich das Roheisen in Form von Ingots produziert, die in Suvaja bei
Bosanska Dubica sowie bei Hrvatska Dubica gefunden wurden. Der Prokurator
P rim us und dervilicus M arcus, die im Jahre 223 den Weihaltar für die Gesundheit
des Kaisers und seiner Frau595 errichteten, traten ihren Dienst zu Beginn der
Regierungszeit von Alexander Severus an.
Im Jahre 228 war M arcu s Iulius M a cer Bergbauverwalter im Gebiet von
Ljubija. Sein Name kommt auch auf dem Weihaltar für Terra M a ter vor, den für
die Gesundheit des Kaisers Alexander Severus und seiner Mutter Iulia Mamaea der

5,1 D. SERGEJEVSKI» Glas. Zem. muz. 12 (1957) 110 f„ Nr. 2, T. II 1; ders., Glas. Zem. muz. 18
(1963) 89. Nr. 2; ILiug. 157.
592 ILiug 778; AE ¡973, 412. Nach D. SERGEJEVSKI, Glas. Zem. muz 18 (1963) 95, 99; E.
PAŠALIĆ, Stud. Militärgr.. 129; S. DUŠANIĆ. ANRW 1! 6, 83, Not. 202; ders., kior. glasnik 1-2
(1980) 19-20 handelte es sich in diesem Fall um einen Verwalter zweier Bergbauregionen.
593 1. BOJANOVSKI, Naše star. 11 (1967) 192; V. PAŠKVALIN, Glas. Zem. muz. 24 (1969) 167;
ders., Glas. Zem. muz. 25 (1970) 23; ILiug. 775.
594 ILiug, 776; ILiug. 777.
595 ILiug. 780; AE 1973, 413.

124
vilicus Heliodorus (vilicus officinarum ferrariarum)596 errichtete. Dieser Name
kommt noch in der Bergbauregion597 um den Fluß Una vor, wo in Rakanske Barice
bei Bosanski Novi eine Grabinschrift gefunden wurde.
Auf dem Weihaltar für die Terra Mater, den im Jahre 229 ein unbekannter
vilicus (vilicus officinarum ferrariarum) zum Schutz der Gesundheit des Kaisers
Alexander Severus und seiner Mutter lulia Mamaea errichtete, kommt der
kaiserliche Verwalter mit dem Namen Nicomachus598 vor.
Noch ein dem Namen nach unbekannter Prokurator von einem sehr
beschädigten, zu Ehren von Terra Mater599 errichteten Weihaltar wird in die Zeit
vor 248/249 datiert, als kaiserliche Verwalter im Gebiet von Brisevo bei Stari
Majadan eingesetzt wurden.

11. 4. 2. Die Bergleute und metallurgischen Betriebe im Gebiet von Brisevo

Die Eisenforderung sowie die primäre Eisenverarbeitung in der Region von


Brisevo bei Stari Majdan begann gegen Ende des 2. Jhs.600 und erreichte ihren
Höhepunkt im Laufe des 3. Jhs. Den ganzen Prozeß der Gewinnung und
Verarbeitung leiteten auch in der Region von Brisevo kaiserliche Verwalter
(procuratores) und vilici. Aus der Tatsache, daß die Prokuratoren in Brisevo erst
erschienen nachdem sie im Ljubija-Gebiet verschwunden waren, läßt sich
schließen, daß ihr Sitz im 5. Jahrzehnt des 3. Jhs. aus der Region von Ljubija ins
Gebiet von Brisevo verlegt wurde sowie daß diese Prokuratoren gleiche
Zuständigkeiten wie jene aus Ljubija hatten601. Der Wechsel des Sitzes erfolgte
wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen. Von der Bedrohung der Bergwerke und der
metallurgischen Betriebe im Westen Bosniens zu dieser Zeit zeugen sowohl
zahlreiche römische Festungen602 als auch Schatzfunde römischen Geldes603. Auch
hier erschienen wie auch in Ljubija vilici, die an der Spitze der metallurgischen
Betriebe standen ( vilicus ferrariarum, vilicus officinarum ferrariarum).
Der vilicus lucundus errichtete unter Führung des kaiserlichen Prokurators
Cositianus Firmius einen Weihaltar für luppiter Liber und Terra Mater in
Brisevo604 zum Schutz der Gesundheit des Kaisers Phillipus Arabs (244-249) und

596 ILlug. 158.


597 ČILIH 8376a = 13242.
598 ILlug. 781 = AE 1973. 414.
599 ILlug. 159.
600 1. BOJANOVSK1, Naše star. 11 (1966) 191-192.
601 Vgl. O. DAV1ES. Mines. 184; E. PAŠALIĆ, Glas. Zem. muz. 9 (¡954) 57; ders., Naselja, 92, 93.
602 Vgl. V. PAŠKVALIN. Materijali XXII (1986) 155-156; I. ČREMOŠNIK, Arh. ves. 41 (1990) 357-
364.
603 D. SERGEJEVSKI, Glas. Zem. muz. 18 (1963) 87; V. MIKOLJL Željezo, 23. i 1. BOJANOVSKI,
Arh. rad. raspr. 8-9 (1982) 107, Not. 49.
604 CIL 111 13240 = ILlug. 161.

125
seines gleichnamigen Sohnes sowie der Kaiserin Otaciiia Severa (244-248) im
Jahre 247 oder 248.
Zur Zeit des Kaisers Gallienus (253-268) errichtete der vilicus der
metallurgischen Werkstätte Mercurius605, auf Veranlassung eines unbekannten
Prokurators, in Brisevo den Weihaltar für die Terra Mater. Ein großer Teil der
Regierungszeit von Gallienus in Pannonien war durch die Kriege gegen die
Quaden, Jazygen und Goten sowie gegen die Usurpatoren gekennzeichnet.
Besonders schwere Zeiten herrschten von 258 bis 260, als nach dem Überfall der
Barbaren im Donaugebiet zwei Usurpatoren auftraten: Ingenuus, Befehlshaber des
Heeres von Illyricum und Regalianus. Gallienus war gezwungen, gegen Ingenuus,
der sich in Mursa niederließ, Legionen fast aus dem ganzen Reich zu schicken. In
des Schlacht, der die Niederschlagung (clades Mursiana) von Ingenuus folgte,
wurde Mursa sowie die Umgebung606 schwer verheert. Eine Schlacht folgte auch
nach der Niederlage des neuen Usurpators Regalianus607. Danach erfolgte der
Überfall der Barbaren über die Donau, nach dem man in den Gebieten des unteren
Pannoniens jahrelang kaum einen Menschen antreffen konnte608. Etwa zu dieser
schweren Zeit begann die Münzstätte in Siscia mit der Arbeit, und im Jahre 262
wurde die Verwaltung der Provinz Pannonien neu organisiert609. Die unsicheren
politischen Verhältnisse im Donaugebiet in den letzten Jahrzenten des 3. Jhs.
erklären das Erscheinen von Betrieben für die Eisenverarbeitung auch außerhalb
der großen Handelszentren wie z. B. Siscia, Mursa und Sirmium. Der Transport der
für das Heer bestimmten Endprodukte stellte ein hohes Risiko dar, so daß die
Herstellung in sichereren und größeren Gewerbezentren organisiert wurde.

11. 4. 3. Die Bergwerke und metallurgischen Betriebe im Gebiet von Stari Majdan

In den antiken Schmelzhütten in Stari Majdan bei Sanski Most wurden mehr
als 250.000 m3 Erz geschmolzen. Die römische Schlackenhalde in Stari Majdan
erstreckt sich auf mehr als 6 ha610. In der römischen Schlacke an diesem Ort wurde
auch nach dem Umschmelzen bis zu 50% Eisen gewonnen. Nach den
epigraphischen Quellen begannen die Römer mit der Eisenförderung im Gebiet von
Stari Majdan in den 20-er Jahren des 3. Jhs. Die numismatischen Quellen sprechen
für eine sehr intensive Arbeit in der Zeit von Kaiser Probus (276-282) bis zu
Valentinian 1. (364-375) und Valens (364-378)611. In den Schmelzhütten im Gebiet

605 CIL 111 13239 = ILIug. 162.


606 Vgl. D. PINTEROVIĆ, Osj. zbor. 11 (1967) 40.
607 M. BULAT, Osj. zbor. 21 (1991)48.
608 Vgl. A. MOCSY, Pannonia, 566-569.
609 Vgl. A. MOCSY, Pannonia, RE Suppl. IX, 1962, 566, 693.
610 I. BOJANOVSK1. Zbor. Arh. dr. Bos. Herc. 1 (1983) 120.
611 1. BGJANOVSK1. Arh. rad. raspr. 8-9 (1982) 121; ders., Bosna, 280.

126
von Stari Majdan wurden Halbprodukte (Ingots), Nägel, Bergbauwerkzeug u. a.
hergestellt612.
Ein metallurgischer Betrieb aus Stari Majdan, der 16,5 m lang und 10,5 m
breit war, wurde Mitte des 3. Jhs. durch eine Steinmauer befestigt.
Ein etwa 2 km langer Kanal versorgte ihn mit Wasser. Bei dem
Erzschmelzen wurden auch Bälge benutzt, von denen in der römischen Schlacke
zahlreiche Keramikrohre erhalten geblieben sind. Neben diesem Betrieb wurden
fünf Weihaltäre errichtet, von denen zwei ohne Inschriften waren.
Eine römische bergmännische Siedlung mit einer Schmelzhütte befand sich
in Sehovci bei Sanski Most. Das hier gefundene römische Geld und das
bergmännische Werkzeug deuten auf eine Eisenherstellung in der 1. Hälfte des 4.
Jhs.613 hin. Das Eisenerz wurde im Gebiet von Sasina, Kruhari, Skrljevite und
Tomasice614 abgebaut.
Spuren römischer Eisenbergwerke mit kleineren Schmelzhütten befanden
sich auch in Donja Sanica, Kijevo, Sasina, Vrcar-Grad bei Brisevo615, Stara Rijeka,
um Prijedor616 u. a.617.
Die Überreste der römischen Schlackenhalden auf Troska und Banjevine in
Omarska bei Prijedor, in Samovita bei Prijedor, in Petrov Gaj bei Kozarac u. a.
zeugen ebenfalls von einer Eisenförderung in diesem Gebiet618.

11. 4. 3. 1. Die Bergleute und Metallurgen

Die meisten Bergleute waren auch hier Einheimische, in erster Linie waren
es Mezeen. Die Fachleute und Unternehmer waren am Ende des 2. und in der 1.
Hälfte des 3. Jhs. Fremde, vorwiegend Orientalen, Italiker, Pannoner u. a. Sie
organisierten oft ihre Vereine. Zur Zeit des Kaisers Caracalla (211-217) verwaltete
ein vilicus die metallurgischen Betriebe im Gebiet von Stari Majdan, während die
Vereine (collegia) die wichtigste Rolle in der Herstellung spielten. Dies waren
vorwiegend Vereine der bergmännischen Kleinunternehmer (coloni), die noch seit
der Zeit des Kaisers Trajan Recht auf eine Vereinigung (societates) hatten619. Der
vilicus Januarius errichtete /u Ehren des Vereins, dessen Mitglied er selbst war,
einen Weihaltar für Nemesa Pia620. Derselbe vilicus errichtete zusammen mit dem

6.2 1. BOJANOVSKL Zbor. arh. dr. Bos. Herc. 1 (1983) 120-121.


6.3 V. RADIMSKŸ, Glas. Zern. muz. 3 (1891) 436-438; ders.. Wiss. Miti, Bos. Herz. 1 (1893) 203 f.;
K. PATSCH. Glas. Zem. muz. 8 (1896) 138; E. PAŠALIĆ, Naselja, 92.
614 L. ŽERAVICA. Zbor. kraj. muz. 7 (1983) Ti.
615 D. SERGEJEVSKI. Glas. Zem. muz. 12 (1957) 110-114; E. PAŠALIĆ, Glas. Zem. muz. 9 (1954)
57; ders.. Naselja. 92, 93.
1. BOJANOVSKL Zbor. arh. dr. Bos. Herc. I (1983) 127 f.
617
I. BOJANOVSKL Bosna, 279.
618
L BOJANOVSKL Zbor. Arh. dr. Bos. Herc. 1 ( 1983)128.
610 Vgl. Lex metallis dicta 13 f.
620 ILlug. 775.

127
vilicus Basl—/ auf Anlaß des Prokurators Julius einen Weihaltar für die Terra
Mater in Ljubija621. ln der Sana-Region wurde der taurobolische Kult praktiziert622,
was auf die Anwesenheit einer großen Anzahl von Orientalen in diesem Gebiet
hindeutet. Die Weihaltäre für Sedatus zum Schutz der Gesundheit vilicus Aurelius
in Stari Majdan wurden von den Mitgliedern eines Vereins623, bzw. von den
collegae von Aurelius im Verein624. Der pannonische Gott Sedatus spricht für die
pannonische Herkunft der Mitglieder dieses Vereins errichtet625.
Zu den bergmännischen Unternehmern in der Sana-Region gehörte auch
Marcus Aurelius Surus, der Veteran der legio X Gemina, der mit fünf
Freigelassenen auf dem Denkmal seiner Frau in Cikote bei Prijedor steht626. Unter
ihnen sind Italiker und Thraker627. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Surus ein
Fremder war, obwohl er auch Einheimischer sein konnte, der seine Zeit beim
Militär abdiente und in die Heimat zurückkehrte628. Er selbst und die fünf
Freigelassenen waren wahrscheinlich auch selbst Mitglieder des Vereins. Marcus
Aurelius Surus erwarb als ausgedienter Soldat (missio nummariä) wahrscheinlich
ius commercii, was ihm ermöglichte, einen Vertrag mit der Bergwerksverwaltung
zu schließen, da die Veteranen bewährte römische Bürger waren. Die Veteranen
waren am meisten imstande, als Pächter der Bergstollen ( occupatores)629 für einen
Bergstollen 4.000 Sesterzen zu zahlen630. Der Geschäftsabschluß seitens des
Veterans und seine rechtliche Ordnung war für die erwähnten Freigelassenen
notwendig, um im Bergbau arbeiten zu können. So waren sie wahrscheinlich die
socii von Marcus Aurelius Surus631 bzw. seine collegae.

10. 5. Die Eisenbergwerke um den Fluß Una

Eisen wurde in der Antike auch im Gebiet um den Fluß Una gefordert,
wovon die Überreste zahlreicher Bergwerke, Schlackenhalden, Schmelzhütten und
metallurgische Betriebe zeugen. Diese Bergbauregion wurde mit den Gebieten um
die Flüsse Sana und Japra durch Straßen verbunden632.

621 ILIug. 778 = AE 1973, 412.


622 A. BENAG, Glas. Zem. muz. 24 (1969) 115-130; ders., Wiss. Mitt. Bos. Herz. Landesm. 2 (1972)
167-184; J. MEDINI, Arh. lug. 20/21 (1980/81) 86-102; I. BOJANOVSK1, Bosna, 273, Not. 40.
623 ILIug. 776.
624 ILIug. 777.
625 Vgl. V. PAŠKVAL1N, Glas. Zem. muz. 24 (1969) 165-168; S. DUŠANIĆ, AhRW II 6, 91, Not.
252; ders.. Istor. glasnik 1-2 (1980) 20, Not. 82; I. BOJANOVSKI, Zbor. arh. dr. Bos. Herc. 1 (1983)
126; ders.. Bosna, 329.
626 AE 1958, 66 = ILIug. 163 = E. SCHALLMAYER. Corpus, Nr. 459.
627 Vgl. D. DETSCHEW, Sprachreste, 189-190.
628 Vgl. G. ALFÖLDY, Personennamen, 303; ders., Römische Heeresgeschichte, 286, Not. 49.
629 Vgl. P. OERSTED, Economy. 207. 242.
630 Vgl. Lex metallis dicta I. 2.
631 Vgl. Lex metallis dicta 13 f.
632 V. SKARIĆ, Glas. Zem. muz. 40 (1928) 99 f.

128
D ie Ü b e rre s te e in e r rö m is c h e n S c h m e lz h ü tte w u rd e n in n e rh a lb d e r
W irts c h a fts o b je k te d e s k a is e rlic h e n G ro ß b e s itz e s (praetorium fundi) in Suvaja bei
B o s a n s k a D u b ic a am F lu ß Una g e fu n d e n u n d w e rd e n in d e n Z e ita b s c h n itt v o m 3,
b is 6. Jh. d a tie r t633. A n d ie s e m O rt w u rd e E rz, H a lb p ro d u k te a u s M e ta ll u n d
F in a lp ro d u k te g e fö rd e rt634.
V o n d e r E is e n fo rd e ru n g u n d d e r S c h m e lz u n g im b re ite n G e b ie t v o n Bihac
z e u g e n a u c h g ro ß e M e n g e n rö m is c h e S c h la c k e v o n Hudurina in G o lu b ic 635.
E ise n e rz w u rd e a u c h im G e b ie t v o n B o s a n s k a Kostajnica g e fö rd e rt, w o v o n
u. a. e in e a n tik e S c h la c k e n h a ld e a u s Brisevo in M rk o d o l an d e r M ü n d u n g d e r
S trig o v a in d ie U n a z e u g t. A u c h n a c h d e m U m s c h m e lz e n d ie s e r S c h la c k e w u rd e n
n o c h im m e r b is zu 5 0 % E ise n 636 g e w o n n e n . Ü b e rre s te e in e s rö m isc h e n
m e ta llu rg is c h e n B e trie b s w u rd e n im O b e r la u f d e r S trig o v a in Rosulje g e fu n d e n 637.
E in e g rö ß e re rö m isc h e S c h la c k e n h a ld e b e fin d e t sic h a u f Gradina in Jasenje
im Tal des Flusses Mljecanica, am Weg zu den Bergwerken, der die Täler der
Flüsse Sana und Una v e rb a n d 638639.
Z u r Zeit von Vespasianus wurde das municipium Raetiniumm gegründet, ln
seiner Regierungszeit wurden wichtige Zentren des Bergbaus640 im Inneren
Dalmatiens zu Munizipien.

11. 6. Die Bergbauregion um die Flüsse Janj und Pliva

D ie Bergbauregionen dieser Flüsse sind sehr reich an Eisen-, Blei- und


Kupfererz641. Die Förderung dieser M e ta lle begann lan g e vor der rö m is c h e n
Besetzung. Ein Beweis d a f ü r sind u. a. die Überreste der urgeschichtlichen
Schmelzhütten von Gradina in Majdan642. Die Römer bauten hier außer Eisen auch
Blei und Kupfer643 ab.
D ie se s Gebiet w u rd e durch die Magistrale Salona-Servitium mit der
Adriaküste und der Save verbunden. Durch diese Region führte auch die Straße

633 I. ROJANOVSKI. Odjek (Sarajevo) 3 4 0 0 od 15. do 31. 05. 1981, 8, 22; ders., Zbor. Arh. dr. Bos.
Herc. 1 (¡983) 128.
634 A. DURMAN. Opuse. arch. 16 (1992) 127.
6,5 V. RAD1MSKY,'Glas. Zern. muz. 5 (1893) 49-57; 577-578.
636 1. BOJANOVSKI. Zbor. Ark dr. Bos. Here. 1 (1983) 127.
637 I. BOJANOVSKi. Zbor. Arh. dr. Bos. Herc; 1 (1983) 127.
638 I. BOJANOVSKI. Zbor. Arh. dr. Bos. Herc. 1 (1983) 127.
639 Vgl. 1. BOJANOVSKi. Bosna. 215,
(’40 J. ŠAŠEL, Opera selecta. 337,
641 B. WALTER. Erzlagerstätten. 25. 28-44; F. KACER. Geologija 1. 308-318. 443-514; F. TUĆAN,
Slike. 66-79; D. T1BÖLD. Rud. top. ves. 38 (1938) 2. U; V. SIMIĆ. Rudarstvo, 133, 139.
642 Vgl. V. RADIMSKY. Hiss. M ut Bos. Hen. 1 (1893) 180-183; ders.. Hiss. MM. Bos. Herz. 3
(1895) 248-255; E. PAŠALIĆ. Glas. Zem. muz. 9 (1954) 55. 56.
643 V. SIMIĆ, Rudarstvo. 133.

129
Salviae - Sarnadae - Leusaba - Servitium644, u n d e in e b e rg m ä n n is c h e S tra ß e
v e rk n ü p fte d ie s e s G e b ie t m it d e r S a n a -R e g io n 645, Im Z e n tru m d ie s e r
B e rg b a u re g io n , g e n a u e r in Sipovo, w ird a u c h d a s municipium Splonum6466 47, b zw .
BaloieMl lo k a lisie rt. Ih re B lü te z e it e rre ic h te d ie s e S ie d lu n g im L a u fe d e s 3. u n d 4.
J h s .648. V o n d e r A n w e s e n h e it v o n O rie n ta le n an d ie s e m O rt z e u g t d e r metroatische
K u lt649. H ie r wurde a u c h e in e M ilitä re in h e it s ta tio n ie r t650.

11. 6. 1. Die Bergwerke und metallurgischen Betriebe

D ie w ic h tig s te n rö m isc h e n E is e n b e rg w e rk e b e fä n d e n sic h im G e b ie t v o n


M a jd a n u n d Sinjakovo im T a l d e s F lu s s e s J o s a n ic a (in d e r PIiva-Region) u n d d ie
w ic h tig s te n m e ta llu rg is c h e n B e trie b e in M a jd a n , w o a u c h b e rg m ä n n is c h e s
W e rk z e u g u n d e in E is e n a b g u ß g e fu n d e n w u r d e n 65'. D ie rö m is c h e S c h la c k e
v e rm is c h t mit K e ra m ik u n d Z ie g e l e rs tre c k t sic h in S in ja k o v o ü b e r z w e i H e k ta r652.
D ie R ö m e r fö rd e rte n E ise n a u c h im G e b ie t v o n Mrkonjicgrad, w o rö m is c h e
S c h la c k e g e fu n d e n w u rd e 653 sowie im G e b ie t v o n Bjelajac654. E in e g rö ß e re
rö m is c h e S c h la c k e n h a ld e b e fin d e t sic h a u c h in Besnjevo u n d e in e k le in e re in
Tmovo655.
D e r w ic h tig s te m e ta llu rg is c h e B e trie b in d e r Janj-Region b e fa n d s ic h in d e r
rö m is c h e n S ie d lu n g in Gromile in S ip o v o 656, w o rö m is c h e s G e ld a u s d e r
R e g ie r u n g s z e it' d e s K a is e rs V e s p a s ia n u s , g e n a u e r a u s d e m J a h re 7 4 , g e fu n d e n
w u rd e 657. E rste so lid e g e b a u te a n tik e G e b ä u d e in d ie s e r S ie d lu n g w u rd e n E n d e d e s
1. u n d am A n fa n g d e s 2. Jh s. g e b a u t658, w o ra u s sic h s c h lie ß e n lä ß t, d a ß d ie
E is e n fo rd e ru n g in d ie s e m G e b ie t etwa z u r F ia v ie rz e it b e g a n n . In d e r rö m is c h e n
S ie d lu n g G ro m ile in S ip o v o 659 w u rd e n e in D e n k m a l u n d e in e B r o n z e s ta tu e

644 Vgl K. PATSCH, Glas. Zern. muz. 5 (1893) 21; V. RAD1MSKY, Glas. Zem. muz. 7 (1895) 222-
225; ders.. Wiss. Mitt. Bos. Herz. 5 (1897) 266-270; E. PAŠAL1Ć, Naselja. 21-23; I. BOJANOVSKI,
Ceste, 93-97; L. ŽERAVICA. Zbor. kraj. muz. 7 (1983) 80-81.
645 E. PAŠAL1Ć, Naše star. 3 (1956) 77-78.
646 G. ALFÖLDY, Acta Am Sc. Hung. 10 (1962) 3-12; ders.. Dalmatien, 158.
647 I. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 7 (1974) 347-372.
648 1. BOJANOVSKI. Ceste. 385; ders., Bosna, 289.
649 D. SERGEJEVSKi, Glas. Zem. muz. 42 (1930) ¡57-158, T. IV 1 i 2.
650 I. BOJANOVSKI. Arh. rad. raspr. 7 (1974) 347-350; ders., Bosna, 289, Not. 15.
651 E. PA8ALIĆ, Glas. Zem. muz. 9 (1954) 56. si. I; ders., Naselja, 92.
652 V. RAD1MSKY, Glas. Zem. muz. 4 (1892) 231-235; L. ŽERAVICA, Zbor. kraj. muz. 7 (1983) 80.
654 E. PAŠALIĆ, Naselja. 92; 1. BOJANOVSKI. Ceste, 105; ders., Bosna Bosna, 298; L.
ŽERAVICA, Zbor. kraj. muz. 7 (1983) 80.
654 PH, BALL1F, Straßen, 21: i. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 7 (1974) 359.
655 1. BOJANOVSKI, Bosna 292, Not. 32.
656 G. ALFÖLDY. Acta Ant. Sc. Hung. 10 (1962) 9; L BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 7 (1974) 358.
657 L BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 7 (¡974) 358, Not. 46.
658 1. BOJANOVSKI, Arh. rad. raspr. 7 (1974) 354.
689 R. SYME. Gnomon 31 (1959) 515-516; ders., Tacitus II. 647: B. E. THOMASSON, Laterculi I,
92.

1 30
gefunden, die den Provinzstatthalter und Tacitus' Freund Caius Minicius
Fundanus 660 darstellt. Mit dieser Siedlung verbindet man auch einen Unternehmer
aus dem dakischen Bergbauzentrum Am peluni*1.
Das Eisenerz wurde im Gebiet von Šipovo auch in Duljci, Čifluk6601662, Bahići
u. a. geschmolzen663.
Ein metallurgischer Betrieb (officina ferraria) für die Eisenverarbeitung
befand sich auch auf Gromile in Metalka (Crveno Polje) bei Jajce, der das Eisenerz
aus den Bergwerken um Majdan und Sinjakovo bezog664.
Das Eisenerz wurde in der Antike auch im Betrieb (officina ferraria) auf
Kovačnice in Klimenti bei Jajce verarbeitet. Hier wurde antikes Baumaterial,
Fundamente eines größeren römischen Gebäudes und Schlacke gefunden6656, ln
diesem Gebiet wurden ein Italiker Gracilisbbb und ein Grieche oder Orientale
Telesphorus nachgewiesen. Dieser widmete der Minerva ein Denkmal667.

11. 7. Die Eisenbergwerke in Mitteldalmatien

Der zentrale Teil Dalmatiens wurde zur Zeit des Provinzstatthalters Publius
Cornelius Dolabella durch eine Magistrale mit Salona (a Salonis ad Hedum
castellum Daesitiatium) verbunden668. Hier befanden sich zwei wichtige römische
Siedlungen. Im Westen von Mitteldalmatien befand sich das municipium
Bistuensium, das seinen Munizipalstatus zur Zeit von Vespasianus669 erreichte, und
im Osten befand sich entweder im Gebiet von Višnjica bei Kiseljak6706 71oder im
Gebiet von Kreševo6,1 ein römisches Munizipium, dessen Name unbekannt ist. In
diesem Teil Dalmatiens wurde außer Gold auch Eisen abgebaut. Die Förderung

660 D. SERGEJEVSKi, Glas. Zem. trotz. 38 (1926) 155, si. 1: G. ALFÖLDY, Acta Ant. Sc. Hung. 10
(1962) 11; I. BOJANOVSKX Arh. rad raspr. 7 (1974) 354, 355. Not. 27, T. VI; ders., Bosna i
Hercegovina, 289-290.
661 CIL 1111322; G. ALFÖLDY, Acta Ant. Sc. Hung. 10 (1962) 4.
662 I. BOJANOVSKi, Bosna. 291, Not. 31.
663 I. BOJANOVSKI, Ceste. 395.
664 1. BOJANOVSKI, Bosna. 294.
665 1. BOJANOVSKi. Bosna, 294, Not, 50.
666 ILlug. 1625.
667 ILlug. 1624.
668 CIL 1113201 = KU59; I. BOJANOVSKI, Ceste, 182-186, T. 1 i 2.
669 K. PATSCH, Glas. Zem. muz. 18 (1906) 156; D. SERGEJEVSKI, Glas. Zem. muz. 44 (1932) 37;
E. PAŠAL1Ć, Naselja. 40; M. PAVAN, Dalmazia. 58; G. ALFÖLDY, Dalmatien, 156; J. J. WILKES,
Dalmatia, 274; 1. BOJANOVSKI. Bosna, 167, 187.
670 D. SERGEJEVSKI, Glas. Zem. muz. 12 (1957) 120-123: K. MISILO. Glas. Zem. muz. 48 (1936)
15-24; Đ. BASLER, Glas. Zem. muz. 9 (1954) 392; P. ANĐELIĆ, Lepenica, 160; ders., Glas. Zem,
muz. 38 (1983) 145-152; E. 1MAMOVIĆ, Naše star. 13 (1972) 193-204; 1. BOJANOVSKI, Ceste, 181.
671 Vgl. A. ŠKEGRO, Ztschr. Pap. Epigr. 101 (1994) 294-296. Nr. 6.

131
erfolgte vermutlich am Ende des 1. und in der 1. Hälfte des 2. Jhs. Darauf weist die
Anwesenheit einer größeren Anzahl Flavier672 hin.

11. 7. 1. Die Eisenbergwerke im Gebiet von Uskoplje

Das Gebiet von Gornji Vakuf bis Donji Vakuf im Oberlauf des Flusses
Vrbas wird seit dem Mittelalter Uskoplje gennant673. Die Desitiaten, die es in der
Vorrömerzeit besiedelten, verwendeten Eisen seit dem 6. und 5. Jh.6'4 v. Chr. Die
numismatischen Quellen von diesem Gebiet zeugen von den Verbindungen dieser
Gegend mit der römischen Welt bereits seit Mitte des 2. Jhs. v. Chr.6'3. Das Geld
aus der Kaiserzeit erschien in Uskoplje zur gleichen Zeit wie im Gebiet von
Domavia in Qstbosnien676, was bedeuten könnte, daß die Erzforderung in diesen
zwei Regionen gleichzeitig begann. Für die Bodenschätze dieses Gebietes
interessierte sich vor den Römern die umbrisch-etrurische Welt677. Deshalb
verwundert es nicht, daß dieses Bergbaurevier zu Beginn der Kaiserzeit in das
römische Bergbausystem eingegliedert war und durch die Straße a Salonis ad
Hedum castellum Daesitiatium mit Salona verbunden war678.
Die größten Eisenerzvorkommen im Gebiet von Uskoplje befinden sich in
seinem südlichen Teil, in den Gebirgen Radovan und Vranica. Im nördlichen Teil
von Uskoplje wurde Eisenerz im Gebiet von Komar gefunden, wo auch Schlacke
(bei Barice, Slatina und Korenic bei Donji Vakuf) anzutreffen ist. Beträchtliche
Vorkommen von Eisenerz gibt sich auch im mittleren Teil von Uskoplje um
Bugojno. Die Schichten des Eisenerzes bei dem Nikolin potok (Nikolas Bach) sind
zwischen 10 cm und 3 m dick679.
Daß das Eisenerz in Uskoplje in der Antike intensiv abgebaut wurde, geht
auch aus der Tatsache hervor, daß die Schlacke in fast jedem römischen Ort in
diesem Gebiet anzutreffen ist680.
In Milici auf Vrse bei Gonji Vakuf am Fuße des Gebirges Vranica wurden
auch Überreste von römischen metallurgischen Eisenverarbeitungsbetrieben

672 1. BOJANOVSKI. Bosna, 161.


673 Vgl. A. ŠKEGRO, Uskoplje, 11-12.
674 Vgl. B. ČOVIĆ. Wallburg. 494-495.
675 Vgl. C. PATSCH. Wiss. Mia. Bos. Herz. 6 f l 899; 239.
676 Vgl. C. PATSCH, Wiss. Mm. Bos. Herz. 6 (1899) 239; G. KRALJEVIĆ. Arh. vesi. 23 (¡972) 67-
68; 1. BOJANOVSKI. Arh. preg. 5 (1963; 122-125; ders.. Ceste, 145.
677 B . Č O V I Ć . B u t m i r , 206. Vgl. die u m b r i s c h - e t r u s k i s c h e Inschrift von der Schüssel zu Ehren von
lanus und luturna a u s etwa 600. V. C h r . B . ČOVIĆ, Arch. lug. 5 (1964) 25-32; ders., Wallburg, 487-
497: R. Š A L A B A L 1 Ć , Arch. lug. 8 (1967) 35-45.
678 P h . B A L L I F , S t r a ß e n I. 26-27, sl. 16; E. PAŠA1JĆ. Naselja, karta IH i IV; I. BOJANOVSKI.
Bosna, 162, Not. 44; ders., Arh. lek. /, 152.
679 F. TUCAN, Blago. 79.
680 Vgl. A. ŠKEGRO, Uskoplje. 35-40.

132
(.officina ferraria) gefunden. Sie befanden sich in der Nähe der römischen
Bergwerke681.
Die Überreste einer größeren Anzahl römischer Bergstoilen sowie von
Schlacke wurden auf Rudnice (Tribljevine) im Gebirge Kobila bei Gornji Vakuf
gefunden68268345*92.Die in der Nähe der Bergstollen gefundene Schlacke zeugt davon, daß
die primäre Erzverarbeitung in kleinen Schmelzöfen (fornaces ) an Ort und Stelle
durchgeführt wurde.
Mit Uskoplje wurde die Region von Rama verbunden, für welche sich die
griechisch-römische Welt auch vor der römischen Besetzung sehr interessiert hatte.
So wurden Drachmen von Dyrrhachkm in Prozor (Rama) gefunden68'1. Auf Gradac
oberhalb Ljuhunci (Uzdol) bei Prozor wurden die Drachmen von Apollonia und
Dyrrhachkm sowie römisches Geld aus der Zeit der Republik gefunden68'’. Dieses
Geld wurde auch in Gornja Rama gefunden685.

II. 7. 2. Die Eisenbergwerke im Gebiet um den Fluß Lasvo

Die griechisch-römische Geschäftswelt interessierte sich auch vor der


römischen Besetzung für die Lasva-Region, wovon auch die Drachmen von
Apollonia und Dyrrhachion aus Puticevo, Guca Gora und Cuklje bei Travnik
zeugen 686 .
Im Lasva-Gebiet wurde zur Zeit des Prinzipats außer Gold auch Eisen
gefordert. Dies beweisen die Überreste zahlreicher Bergwerke sowie die römische
Schlacke68'. Römische Schmeizhütten gab es in Mosunj, Puticevo. Dolac, Travnik,
Karahodze und in Rankovici bei Travnik688. Sie befanden sich auch im Gebiet von
Novi Travnik089. Die Bodenschätze zogen in diese Region auch zahlreiche Fremde
(Pompetm , Ploiii(?)M\ Valentin f'9' u. a.) an.

681 E. PAŠALIĆ. Glas. Zem. muz. 8 (1953) 345-348: I. B O J A N O V S K I , Arh. preg. 5 (1963) 122-125.
682 E. P A Š A L I Ć . Glas. Zem. muz. 8 (1953) 346; I. BOJANOVSKI. Bosna. 160. Not. 32.
683 C. PATSCH. Wiss. Min. ßos. Herz. 6 0899) 213,216.
684 C. PATSCH. Wiss. Miti. Bos. Herz. 11 (1909) 113-114: T . A N Đ E L I Ć . Hercegovina 11 (3) 1997.
10-1 LT. IV.
685 c PATSCH. Wiss. Milt. Bos. Herz. 11 0909) II.
686 q PATSCH. W is s . Miti. Bos. Herz. 4 (1896) 113. 117: d e r s Wiss. Min. Bos. Herz. 6 0899) 212:
ders.. G la s. Zem. muz. 14 0 902j 401-402: K. P I N T N E R , Glas. Zem. muz. 16 0 904) 241.
087 Vgl. A. H O F F E R , Wiss. Mit!. Bös. Herz: 5 (1897) 45; M. K R F . Š E V I J A K O V I Ć . Pucarevo, pass.
688 E. PAŠALIĆ. Naselja, 25. 43. ■
<,w M K R E Š E V U A K O V I Ć . Pucarevo. pass.
6vU.Mali Mosunj (Travnik) CIL 1118380.
m Mali Mosunj Glas. Zem. muz. 0893) 703. Nr. 7.
692 Puticevo (Travnik) CIL Hl 8384 (2766).

133
Im G ebiet von Zenica existierte der K ult der Roma69'. Ihre symbolische
Darstellung fand man auf dem bergmännischen Geld von derWende vom 1. zum 2.
Jh., was von einer intensiven Tätigkeit im Bergbau der Region um den Fluß Lašva
und um Zenica zur Zeit von Vespasianus zeugt.

II. 7. 3. Die Eisenbergwerke im Gebiet von Lepenica und Fojnica

Die Röm er forderten im Gebiet von Lepenica vorwiegend Gold und Eisen.
Außer diesen' Erzen wurden hier in der Antike auch Kupfer (Toplice bei
Fojnica693694), Arsen695 und Quecksilber (Vranci bei K reševo696) abgebaut. Eine
intensive Erzforderung in diesem Gebiet begann zur Zeit von Vespasianus. Aus
dieser Zeit stammt ein Schatzfund von römischen Goldmünzen von Zvonigrad in
Batkovići bei Fojnica69'.
Die Förderung wurde hier im Laufe des 2. Jhs. verstärkt. Die Eisenschlacke
befindet sich in der Nähe von Tješilske staje bei Fojnica auf über dem
Meeresspiegel von 1.400 m698 im Gebiet von Kreševo699. In Ravanci und Šćitovo
wurde Eisen auch im Tagebau gewonnen700. Das bergmännische Geld701, die
Ulpier702703 und die Verehrer von Isidaim sprechen für eine intensive Förderung im
Zeitabschnitt von Traianus bis zum 3. Jh. Der ganze Prozeß der Gewinnung und
Verarbeitung wurde vom römischen Munizipium verwaltet, das sich entweder in
Višnjica bei Kiseljak704 oder im Gebiet von Kreševo7057068befand. Die Bodenschätze
dieses Gebiets waren bestimmt das Hauptmotiv für die Ansiedlung vieler Fremder
in diesem Gebiet, wie z. B. des M anlii106, Pontii101, C o rn eliiü%, Baebii u. a. Das

693 CIL III 12767; E. IMAMOVIĆ, Spomenici, 426, Nr. 194. Die Formel sacerdos Romae et Augusti
ist für die Zeit von Vespasianus charakteristisch, vgl. D. FISHWICK, A N R W II (16) 2, 1225. Vgl. S.
DUŠAN1Ć, Istor. glasnik 1-2 (1980) 13, Not. 26.
694 E. PAŠALIĆ, Naselja, 126.
695 Vgl. F. KATZER, Österr. Ztschr. fü r Berg- u. Hüttenw. 20-21(1912) 11: E. IMAMOVIĆ, Naše
star. 13 (1972) 202.
696 E. PAŠALIĆ. Naselja, 134.
697 Vgl. E. PEGAN. Argo 3 (1964) 75-76.
698 F. KATZER, Österr. Ztschr. fü r Berg- u. Hüttenw. XLIX (1901) 9-10.
699 E. PAŠALIĆ. Naselja, 70, 75, 132.
700 P. ANĐELIĆ, Glas. Zem. muz. 38 (1983) 145-146.
701 Vgl. I. KELLNER, Glas. Zem. muz. 7 (1895) 195, sl. 126; ders., Wiss. Milt. Bos. Herz. 5 (1897)
126.
702 flidža: Glas. Zem. muz. 34 (1979) 127-131; Osijek bei Ilidža: Glas. Zem. muz. (1890) 95-96 = CIL
I I I 12755; Sarajevo; D. SERGEJEVSK1, Glas. Zem. muz. 52 (1940)r18-19.
703 Vgl. W. DREXLER, Mithologische Beiträge, 50; E. IMAMOVIĆ, Spomenici, 438, Nr. 212.
704 Vgl. D. SERGEJEVSKI, Glas. Zem. muz. 12 (1957) 120-121 ^ AE 1958. 67; A. ŠKEGRO, Ztschr.
Pap. Epigr. 101 (1994) 294-296.
705 Vgl. A. ŠKEGRO, Ztschr. Pap. Epigr. 101 (1994) 294-296, Nr. 6.
706 CIL III8379; G. ALFÖLDY, Acta Ant. Acad. Sc. Hung. 9 (1961) 129.
707 ILIug. 1599.
708 A. ŠKEGRO, Ztschr. Pap. Epigr. 101 (1994) 296-297, Nr. 7.

134
bergmännische colonatus709 sowie die Sklavenarbeit710 waren hier ohne Zweifel
mit den bergmännischen Tätigkeiten verbunden, zumal einige Kolonen aus
Kleinasien stammten711.
Seit Mitte des 3. Jhs. war diese Bergbauregion mehrmals bedroht, wovon u.
a. auch die Schatzfunde von antoniniani aus der Z,eit von Gordianus III. (238-244)
bis Gallienus (253-268) aus Fojnica7'2 und antoniniani aus dem Schatzfund in
Podastinje bei Kiseljak aus der Zeit von Septimius Severus (193-211) bis
Valerianus II. (253-260) zeugen713.

11.8, Die Eisenbergwerke in der Spätantike

Die Eisenherstellung im Gebiet Dalmatiens dauerte ununterbrochen drei


Jahrhunderte an. Den epigraphischen und numismatischen Quellen zufolge
erreichte sie ihren Höhepunkt im Laufe des 2. und 3. Jhs. Die Förderung in der
Spätantike wurde im Gebiet von West- und Mittelbosnien714 durch den Bau von
Festungen in der Nähe der wichtigsten Bergwerke und metallurgischen Betrieben
gesichert. Eisen wurde in diesen Regionen auch in der 1. Hälfte des 4. Jhs.
abgebaut. Ein unbekannter Geograph aus der Mitte des 4. Jhs. schrieb von der
Ausfuhr drei Arten von Eisen aus Dalmatien715. Die Metallförderung im Gebiet
Illyricums wurde durch Barbareneinfälle bedroht, von welchen auch Eusebius
Hieronymus (348-420)716 berichtet. In den meisten Bergwerken Dalmatiens wurde
in dieser Zeit der Abbau unterbrochen und eine große Anzahl der römischen
Betriebe zerstört. Auch der hl. Hieronymus, der aus dem Grenzgebiet zwischen
Dalmatien und Pannonien stammte, in dem sich die wichtigsten Silber- und

,09 Über die Entwicklung des römischen colonatus, vgl. Kl.-P. JOHNE, Gesellschaft. 64-101.
7.0 ILIug. 1595.
7.1 CIL III 13858: D. SERGEJEVSKI, Nov. Mus. Sar. 13 (1936) 1-3; Vgl. V. SKARIC, Glas. Zem.
muz. 38 (1926) ¡01-104. Vgl. J. MEDINI, Hommages ä M. J. Vermasseren, vol. 2, Leiden 1978. 732-
756.
712 C, PATSCH, K'iss. Mitt. Bos. Her:. 5 (1897) 173; E. PASALIC, Naselja. 46.
7,3 E. PASALIC. Naselja, 46.
714 Vgl. 1, CREMOSNIK, Arh. vest. 41 (1990) 357-364.
7.5 EXPOSITIO TOTIUS MUNDI ET GENTIUM: Post h a n c paulo superius Dalmatia est: quae in
negotiis eminens esse dicitur. Caseum itaque Dalmatenum ei tigna tectis utilia, similiter et ferrum,
tres species, cum sini utilia, habundas emittit.
7.6 H1ERON., LX. Ad Heliodorum, 16, 17-30: xiginti et eo amplius anni sunt, quod inter
Constantinopolim et Alpes lualias cotidie Romanus sanguis effunditur. Scythiam, Thraciam,
Macedoniam, Thessaliam, Dardaniam, Daciam, Epiros, Dalmatiam cunctasque Pannonias Gothus,
Sarmata, Quadus. Alanus, Huni, Vandali, Marcomanni vastant, trahunt, rapiunt. Quod matrtonae
quod virgines Dei et ingenua nobiliaque corpora his beluis fuere ludibro! capti episcopi, interfecti
presbyteri et d iv e rs o ru r u m officia clericorum, su b u e rs a e ecclesiae, ad altaria Christi stabulati equi,
martyrum effossae reliquiae: "ubique luctus, ubique gemitus et plurima mortis imago". Romanus
orbis ruit et tamen ceruix nostra erecta non flectitur."

135
Eisenbergwerke befanden717, bestätigte dies. Die durch die Barbareneinfalle
verursachte Unsicherheit hatte die Versetzung der Waffen- und
Werkzeugwerkstätten in größere und sicherere, zwischen den Jahren 395 und 420
entstandene Siedlungen zur Folge, wie man das in Notitia Dignitatum sieht718. Die
Werkstätten in Sirmium und Salona bezogen ihr Eisen aus den dalmatinischen
Bergwerken.
Die schwerste Krise traf die dalmatinischen Eisenbergwerke und
metallurgischen Betriebe im Laufe des 5. und zu Beginn des 6. Jhs. Gegen Ende
der Antike wurde die Metallgewinnung in den meisten dalmatinischen
Eisenbergwerken und metallurgischen Betrieben völlig eingestellt, wovon auch die
Bemühungen des ostgotischen Königs Theodoricus (474-526) zeugen. Er bemühte
sich nämlich um die Vermittlung seines commes Simeon um ihre erneute
Inbetriebnahme im Jahre 510/511719. Es ist aber nicht bekannt, wie dies endete. Die
Eisengewinnung in den pannonisch-daimatinischen Bergwerken wurde teilweise
zur Zeit von Justinianus'20 (525-565) wiederaufgenommen, in einigen wurde sie
auch zur Zeit von Foka (602-610)'21 fortgesetzt.

11. 9. Die Verwaltung der pannonisch-daimatinischen Eisenbergwerke

C o n d u c to r e s /p r o c u r a to r e s: N ie d r ig e r e B e a m ten : O rte: Z eit:


Q(uintus) Clemens.
S e p tu e iu s C (a e u s ) O c ta v (iu s ) S e d u n d u s, V irunum vor der
con(ductor) fer(rariarum) pro(curator) fer(rariarum) Reform von
Nforicarum). P(annonicarum). P(anonicarum) Marcus
D(almaticarum) Q (u itu s)S e p tu e iu s V a le n s. Aurelius
pro(curator) fer(rariarum)
D(almaticarum)
T i(b e r iu s ) C l(a u d iu s) L am baesis zwishen 161
P ro c u lu s C o r n e lia n u s. und 169
proc(urator) metal(lorum)
Pannonici orum) et
Dalmaticorum

7I/ MEROS., Vir. ili.: naius oppido Stridonis, quod a Gothis eversum Dalmatiae quondam
Pannoniaeque confinium fuit. Uber Stridon: G. GRUTZMACHER, Hieronymus I, 103-113; S.
REBEN1CH, Hieronymus, 21-31: M SIJIĆ RadJAZU 426 (1986) 213-278.
718 Vgl. NOTITIA DIGNITATUM IX 16-22: fabricae in Illyrico: Sirmiensis scutorum, Scordiscorum,
et armorum, Acincensis scutaria, Cornutensis scutaria, Lauriacensis scutaria, Salonitana armorum.
719 CASSIOD.. Epistolae XXV: Praeterea ferrarias venas praedictae Dalmatiae cuniculo te veritatis
iubemus inquirere, ubi rigorem ferri parturit terrena mollities, et igne decoquitur, ut in duritiem
transferatur. Hinc, auxiliante Deo, defensio patriae venit; hinc agrorum utilitas procuratur, et in usus
humanae vitae multiplici commoditate porrigitur...
EPISTOLAE XXVI: Simeonem itaque virum clarissimum, cuius fidem olim nobis est cognita vel
devotio comprobata, ad ortinaiionem siliquatici, nec non ferrariarum, ad provinciam Dalmatiam
nostra ortinatione direximus.
720 Vgl. Đ. 8ASLER. Arhitektura, 19.
721 Vgl. V. MIKOIJ1, Željezo. 27-28.

136
L (u c iu s) D o m itiu s /F. r o s , D om avia vor 201
procurator metallorum
IPlannlohlicorum) let]
Delmlajt(icorum)
M (a r e u s) A u r (e liu s) R u sticu s, D om avia vor 201
proc(urator)metallorfum)
Pannonicorum et Delmaticorum
l —//---//—/, prolc(urator) K a m en bei vor 201
mekallorulm prov(inciarum) Glamoč
Pan(noniae) et Dalm(atiae) ]
C (a iu s ) lu l(iu s ) A g a th o p u s, C a llim o lrip h u s, vil(icus) L ju b ija , 21.04. 201
con(ductor) ferrar(iarum) O sije k
(— 1 ?i u l i —I[—i, proc(urator) C a llim o lrip h u s, disp(esator) C r k v in a bei zwischen
Aug(usti) Blagaj 201 und 209
(Japra)
iT (itu s? ) F !(aviu s?)j C a llim o r p h u (s), L ju b ija 21. 04. 209
V e re c u n d u s , proc(urator) vil(icus)
Auggfustorum duorum)
[— ] [— ] Iu l(ia n u s? ) 1—i, la u a r iu s . vil(icus) L ju b ija zwischen
Iplroclurator) B asi —], vil(icus), 211 und 217
A u r e liu s , villicus)
[— ] P rim u s [— Ircus, i?M a]rcu s, L ju b ija 21.04. 223
¡procurator)1 Mil(icus)
M (a r c u s) Iu l(iu s) M a ce r, v(ir) H elio d o r u s, L ju b ija 21.04. 228
e(gregius) prolclurator) Ivill(icus) lojffliciarum)
Auglusti) ] fer(rariarum)
.—.'.— 'Nic o m a c h u s , I— Is, L ju b ija 21.04.229
procfurator) Aug(usti) villicus) oflflciarum)
f\ferrariarum)
(—1(—1 [—], prloc(urator)! L ju b ija vor 247/248
C o s s it(i)a n u s F irim lm u s, v(ir) 1 u cu d u s. bei
B r iš e v o 247/248
e(gregius) procurator) villicus) ferlr] ar(iarum) Stari Majdan
Augg(ustorum) nn(ostrorum)
/—/ / - / / —-/, Ipfolc(urator) I M er e ur iu s. B r iš e v o bei zwischen
villicus) offticiaru) Stari Majdan 253 und 268
Ifelrr(ariarum)

SCHLUSSFOLGERUNG

Die Erzforderung und die Herstellung von Metallen in den Gebieten, die seit
dem Jahre 8/9 n. Chr. den römischen Provinzen Dalmatien und Pannonien
angehörten, ist ein jahrtausendelanger Prozeß, der seit der Kupferzeit bis heute
mehr oder weniger kontinuierlich andauert, ln der Antike wurden hier zahlreiche
Metalle gefördert, vor allem Kupfer, Gold, Silber, Blei, Arsen u. a. Die
Bodenschätze waren einer der Hauptgründe, die die Römer dazu motivierten, die
Gebiete zwischen der Adria und der Donau zu erobern.

137
Die antiken narrativen Quellen bezeugen, daß sich die Römer in erster Linie
für Edelmetalle interessierten, deren Ausbeutung zu Beginn des 2. Jahrtausends v.
Chr. begann. Die verstärkte Herstellung von Edelmetallen, vor allem Silber,
erfolgte als der zweiten Hälfte des Jahres 6 v. Chr.
Die Römer begannen mit der Goldförderung in Dalmatien gleich nach der
N iederschlagung des illyrisch-pannonischen A ufstandes 6 - 9 n. Chr. Die
Organisation mit der aktiven Militärunterstützung wurde zu Beginn dem Statthalter
anvertraut, wobei die Arbeitskräfte einheimische Bewohner waren. Das Gold
wurde in der Antike vor allem in den mittelbosnischen Bergen Vranića und Kobila
abgebaut sowie in den Bergbaurevieren der Flüsse Vrbas (Oberlauf), Lašva,
Lepenica, Fojnica und Željeznica in Mittelbosnien. Außer den Bergstollen und
Wasserkanälen, mit welchen das Gold aus den Alluvion- und
Dilluvionanschwemmungen ausgewaschen wurde, befinden sich in den Tälern
dieser Flüsse auch viele ausgewaschene Halden, von denen einige mehrere
Kilometer lang und breit sind. Das Grandiose einiger dieser Halden könnte die
Angabe von PIin ins Secimdus über die Goldgewinnung zur Zeit Neros (54 - 68)
mit bis zu 50 Pfund an einem einzigen "glücklichen” Tag allein auf der
Erdoberfläche bestätigen. Die zufälligen Aufzeichnungen einiger römischer
Schriftsteller und eine Inschrift aus Salona zeugen von einer intensive
Goldförderung in Dalmatien zur Zeit von Octavianus Augustus, Nero sowie zur
Jahrhundertwende (zwischen dem 1. und 2. Jh.). Zur Zeit Trajans bestand auch eine
besondere Verwaltung für die dalmatinischen Goldbergwerke (aurariae
Delmatarum). Eine neue Situation ergab sich mit der Eroberung des an Gold
reichen Dakien im Laufe des ersten Jahrzehntes des 2. Jhs. Da an der
Goldforderung in Dakien fast von Anfang an Bergleute aus Dalmatien (Pirusten.
Sardeaten, Delmaten, Mezeen u. a.) arbeiteten, mußte die Goldgewinnung in
Dalmatien beträchtlich vermindert gewesen sein. Die Goldbergwerke auf den
Gebieten lllyricums gewannen nach dem endgültigen Rückzug der Römer aus
Dakien im Jahre 271 n. Chr. und nach der vollständigen Ausbeutung der
hispanischen Edelmetallbergwerke wieder an Bedeutung. Trotzdem konnten die
dalmatinischen Bergwerke die verlorenen dakischen und die ausgebeuteten
hispanischen Bergwerke nicht ersetzen. Auch die politischen Verhältnisse, in
denen das Gold in der entwickelten und Spätantike gefördert wurde, waren anders
als im ersten Jahrhundert seiner Ausbeutung. In der Spätantike war die
Erzförderung einschließlich der Edelmetalle oftmals den Vereinen kleiner
Unternehmer sowie privaten Personen überlassen. Der Staat behielt sich in solchen
Fällen für die hergestellten Metalle ein Verkaufsrecht vor.
Die Hauptvorkommen silberhaltigen Bleis befinden sich am Mittel- und
Oberlauf der Drina sowie in den Grenzgebieten der späteren römischen Provinzen
Dalmatien, Dardanien und Makedonien. Die Anfänge der Silberförderung in diesen
Gebieten sind mit der Tätigkeit der sog. "'Hofkunstwerkstätten” illyrischer Führer
auf dem Zentralbalkan verbunden. Seit der zweiten Hälfte des 6. Jhs. v. Chr. wurde

138
hier der aus den hellenischen und anderen mittelländischen Gebieten eingeführte
Gold- und Silberschmuck repariert sowie eigenhändig angefertigt. Die
Silbergewinnung in den Grenzgebieten Dalmatiens, Dardaniens und Makedoniens,
wo die reichen Silberbergwerke von Damastion (A a p a c m o v ) zu lokalisieren sind,
stieg beträchtlich seit dein Ende des 5. bzw. dem Anfang des 4. Jhs. v. Chr. Das
Silber aus den Bergwerken von Damastion wurde im Laufe der nächsten
Jahrhunderte in Form von Abgüssen (massae argentariae) oder als hochwertiges
Geld und wertvoller Schmuck in großen Mengen vorwiegend in die hellenischen,
makedonischen, illyrischen und anderen mittelländischen Gebiete ausgeführt.
Die wichtigen römischen Silberbergwerke in Illyricum befanden sich um
Ulpiana in Dardanien, auf dem Berg Rudnik in Südserbien, auf den Berg Kosmaj
in Nordwestserbien, im weiteren Umkreis von Domavia in Ostbosnien, am
Oberlauf des Flusses Drina sowie in den Bergbaurevieren der Flüsse Lim und
Čeotina in Sandžak im Südosten Dalmatiens.
Die Silberbergwerke am Mittel- und Oberlauf der Drina sowie in den
Bergbaurevieren von Čeotina und Lim in Sandžak befanden sich auf dem Gebiet
der Provinz Dalmatien, ln welcher Provinz die anderen lagen ist schwer zu
präzisieren. Die meisten Bergbaureviere Illyricums standen unter der Kompetenz
des kaiserlichen fiscus. Hier galten besondere politisch-rechtliche Regelungen, die
von den obersten kaiserlichen Mächten angeordnet wurden.
Die Silberforderung war bis zu den Reformen, die zwischen den Jahren 161
und 169 n. Chr. der Kaiser Marcus Aurelius durchführte, meistens nach dem
Provinzprinzip organisiert. An der Spitze standen kaiserliche Verwalter
{procuratores), die seltener aus der Reihe der kaiserlichen Freigelassenen und
öfters aus dem Ritterstand stammten.
Im Laufe der Kriege gegen die Markomannen vertraute Marc Aurel die
Verwaltung aller Bergwerke Pannoniens und Dalmatiens dem hochrangigen
kaiserlichen Prokurator (procurator metallorum Pannonicorum et Dalmaticorum)
mit Sitz in Domavia an. Sein Sohn und Erbfolger Commodus vertraute die
pannonisch-dalmatinischen Silberwerke dem kaiserlichen Verwalter (procurator
argentariarum Pannoniarum et Dalmatiarum) ebenso mit dem Sitz in Domavia an.
Wegen der schweren inneren politischen Verhältnisse, die das Reich zur
Regierungszeit des Kaisers Gallienus (253-268) stark erschütterten, als vierzehn
Gegenkaiser und Usurpatoren um den Thron kämpften und der Druck der Barbaren
auf den Donaulimes immer stärker wurde, vereinte Kaiser Claudius II. Gothieus
(268-270) die Verwaltung aller Bergwerke Illyricums und stellte den curator
Illyrici metallarius an die Spitze. Die Hauptaufgabe dieses Angestellten war ohne
Zweifel die Sicherstellung eines großen Zuflusses von Edelmetallen für die
Herstellung hochwertigen Geldes, das die Treue der Legionen sicherte sowie von
Eisen und Blei, mit denen der limes an der Donau verteidigt wurde. Zur
Regierungszeit von Claudius II. Gothieus wurden in Siscia neben zwei

139
vorhandenen noch zwei weitere Münzstätten eröffnet, die ausschließlich für das
römische Heer arbeiteten.
Von Septimius Severus bis zum Untergang des westlichen römischen Reichs
wurden die Silberbergwerke im Gebiet Pannoniens und Dalmatiens vorwiegend
von den kaiserlichen Verwaltern aus Domavia geleitet, von welchen zwölf bekannt
sind. Ein Prokurator der anfänglichen Regierungzeit von Septimius Severus wurde
in Jezero auf Rudnik registriert. Der letzte in der Reihe der kaiserlichen
Prokuratoren, der in die Zeit des Übergangs vom 3. zum 4. Jh. n. Chr. datiert wird,
hatte seinen Sitz in Kastrum bei Stojnik auf Kosmaj, wohl aus Sicherheitsgründen.
Domavia verdankt seine Entwicklung von einem bergmännischen vicus zur
Kolonie der Tatsache, daß die meisten kaiserlichen Prokuratoren seit Mitte des 2.
bis zur Wende vom 3. ins 4. Jh. (procuratores argentiarum, procuratores Augusti)
hier residierten.
Die Silberförderung auf dem Gebiet Dalmatiens dauerte vom 1. Jh. n. Chr.
bis zum Untergang des Weströmischen Reichs, in einigen Regionen setzte sie im
Laufe des Mittelalters und der osmanischen Besetzung ein. Das mittlere
Bergbaurevier für die Förderung des silberhaltigen Bleis in Dalmatien war
Argentaria, welches in das Gebiet zwischen den Flüssen Jadar und Drina in
Ostbosnien zu lokalisieren ist. Diese Region hatte eine gute Straßenverbindung
sowohl mit dem dalmatinischen Provinzzentrum Salona als auch mit dem
pannonischen Sirmium, ln dieser Region befand sich auch der Sitz der kaiserlichen
Prokuratoren für die Silberbergwerke - Domavia.
Reiche Silberbergwerke befanden sich auch im Südosten Dalmatiens, in den
Bergbaurevieren der Flüsse Lim und Čeotina. Bis zur Reform von Marc Aurel
kontrollierten kaiserliche Prokuratoren aus Bijelo Polje und Pljevlja in Sandžak
ihre Ausbeutung, ln dieser Region sind außer den Prokuratoren auch kleinere
Bergangestellte (argenti actor, adiutores tabularii, vilici) aus der Reihe der
kaiserlichen Freigelassenen und Sklaven registriert. Der Verwaltungssitz der
Bergwerke für diese Region befand sich höchstwahrscheinlich in der römischen
Siedlung Kolovrat bei Prijepolje im Tal von Lim. Die Bergwerke aus dem
Südosten Dalmatiens waren ein Bestandteil des großen kaiserlichen Besitzes, der
große Räume von des Drina im Nord westen bis Dardanien im Südosten umfaßte.
Die dalmatinischen und pannonischen Bergwerke waren bis Trajan und
Hadrian selbständige Einheiten. Ein Hinweis dafür sind auch Serien des sog.
bergmännischen Geldes mit den Legenden metalli Ulpiani Delm(atici), metal (li)
Delm(atici), metalli Ulpiani Pann(onici), melal(lis) Pannonicis. An ihrer Spitze
standen kaiserliche Prokuratoren (procurator argentariarum Delmaticarum,
procurator argentariarum Pannonicarum). Wo einzelne dieser Bergwerken genau
lagen ist nicht eindeutig festzulegen.
Die Bergwerke um Krupanj, Zajača, Valjevo, Loznica, im Bergbaurevier des
Flusses Kolubara, vom Berg Kosmaj in Westserbien sowie die Bergwerke bei
Belgrad gehören zu den pannonischen Bergwerken (metalli Pannonici). Die

140
Silberförderung in diesen Regionen stagnierte im Laufe des 2., 3. und in der ersten
Hälfte des 4. Jhs. n. Chr. Die pannonischen Bergwerke waren vor der Reform von
Marc Aurel separat organisiert und hatten an der Spitze kaiserliche Verwalter aus
dem Ritterstand {procuratores Augusti argentariarum Pannonicarum). Keiner der
drei Prokuratoren war aus Domavia.
In der Römerzeit wurde das Silber vorwiegend nach Rom und Italien
ausgeführt, wohin man auch große Mengen Blei lieferte. Das Blei wurde im
Gewerbe, in der Architektur, im Schiffsbau, in der Bewaffnung usw. verwendet.
Das Blei wurde in großen Abgüssen (massaeplumbariae) schon seit dem Ende des
1. Jhs. v. Chr. von Dalmatien nach Italien transportiert, besonders geschätzt wurde
es in der Spätantike. Dem Namen nach nicht bekannte Schriftsteller heben seine
Qualität hervor.
Die Eisenvorhaben waren im Gebiet Dalmatiens am reichsten. Für die antike
und griechisch-römische Förderungsweise gab es sie praktisch in unbegrenzten
Mengen. Das Eisen war den vorantiken und antiken Bergleuten in Dalmatien leicht
zugänglich, so verwundert es nicht, daß die Metallurgen viele Millionen
Kubikmeter Eisenerz schmolzen. Die Stabilität des Römischen Reichs und
besonders die Verteidigung des limes im Donaugebiet hingen sehr von den
dalmatinischen Bergwerken ab.
Die Haupteisenbergwerke befanden sich im Grenzgebiet Dalmatiens und
Pannoniens (in den Bergbaurevieren der Flüsse Japra, Sana und Una im
Nord westen Bosniens), in Zentraldalmatien (in den Bergbaurevieren der Flüsse
Željeznica, Fojnica, Lašva, Janj, Pliva, im Oberlauf von Vrbas, in den Bergen
Radovan, Vranića und Komar sowie um den Ort Vareš) und im Südosten
Dalmatiens (um Čad inj bei Prijepolje im Limgebiet). Die Eisenbergwerke aus
Südwestbosnien gehörten dem großen kaiserlichen Besitz (dornen) an, innerhalb
dessen die Landwirtschaft sehr entwickelt war. Die Hauptzentren für die
Eisenverarbeitung waren Siscia, Mursa und Sirmium , wohin enorm große Mengen
Roheisen über die Flüsse geliefert wurden. Sie wurden in den Bergbaurevieren
primär verarbeitet, und zwar in kleineren Betrieben (officinae ferrariae) oder in der
Nähe der Bergstollen in kleineren oder größeren Öfen (fornaces).
Der große Unternehmer Q. Seplueius Clemens (conductor ferrariarum
Noricarum, Pannonicarum, Dalmaticarum) pachtete am Ende der ersten Hälfte des
2. Jhs. n. Chr. pannonisch-dalmatinische Eisenbergwerke zusammen mit den
Eisenbergwerken in Noricum, ln der Zeit der Kriege gegen die Markomannen bis
Commodus wurden alle pannonisch-dalmatinischen Bergwerke vom Prokurator
(procurator metallorum Pannonicorum et Dalmaticorum ) mit dem Sitz in Domavia
verwaltet. Die pannonischen Eisenbergwerke, die auf den Raum Nordwestbosnien
und Zrinska Gora zu lokalisieren sind, wurden kurzzeitig im Zeitraum von
Commodus bis Anfang des 3. Jhs. n. Chr. von großen Unternehmern gepachtet.
Einer von ihnen war z. B. Caius Iulius Agathopus, der die pannonischen und einige
überseeische Ei senbergwerke an der Wende vom 2. zum 3. Jh. n. Chr. pachtete.

141
Die pannonisch-dalmatinischen Eisenbergwerke wurden im Laufe des 1.
Jahrzehntes des 3. Jhs. n. Chr. wieder dem kaiserlichen fiscus unterstellt. An der
Verwaltungsspitze stand der kaiserliche Verwalter (procurator Augusti) mit
niedrigeren Angestellten (dispensaror, vilici). Der Verwaltungssitz für die
pannonisch-dalmatinischen Eisenbergwerke befand sich zuerst in Crkvina bei
Blagaj am Fluß Japra, von wo er höchstwahrscheinlich im Laufe des ersten
Jahrzehntes des 3. Jhs. n. Chr. auf das Gebiet Ljubijas verlagert wurde. Ende der
ersten Hälfte des 3. Jhs. n. Chr. zog die Verwaltung der Eisenbergwerke nach
Brisevo im Sana-Gebiet. Alle kaiserlichen Verwalter für die Eisenbergwerke
(procuratores Augusti), mit Ausnahme des Verwalters der schwer beschädigten
Denkmals in Crkvina bei Blagaj am Fluß Japra, kommen auf den Weihaltären von
Terrae matris vor, die eben diese die Prokuratoren und vilici für die Gesundheit
der Mitglieder der kaiserlichen Familien errichteten, ln der Zeit von 209 bis
247/248 wurden sechs kaiserliche Prokuratoren in Ljubija registriert, ln der Zeit
zwischen 247/248 und 268 wurden in Brisevo bei Stari Majdan zwei kaiserliche
Prokuratoren registriert. In Crkvina bei Blagaj am Fluß Japra wurde nur ein
Prokurator registriert und er ist wohl in die Zeit vor dem Erscheinen der
kaiserlichen Verwalter in Ljubija zu datieren.
In Stari Majdan bei Ljubija kommen auf den Weihaltären, die zu Ehren des
pannonischen Gottes Sedatus für die Gesundheit von villici errichtet wurden, die
Vereine (collegius, collegae) kleiner Pächter der Bergwerke vor. Die vilici von den
Weihaltären Terrae Matris aus Ljubija und Brisevo bei Stari Majdan leiteten
metallurgische Betriebe {villici officinarum ferrariarum, vilici ferrariarum),
während die vilici von den Weihaltären zu Ehren von Sedatus die Eisenförderung
verwalten. Aus diesem Grunde ist es verständlich, daß die kleinen Pächter die
Weihaltäre für ihre Gesundheit errichteten. Kleine Pächter im Bergbau (coloni)
sind auch aus dem mittelbosnischen Bergbaurevier bekannt. Sowohl große als auch
kleine Pächter waren Fremde. Unter ihnen gab es auch ehemalige römische
Soldaten. Die Bergleute und Metallurgen stammten vorwiegend aus der
einheimischen, im Bergbau erfahrenen Bevölkerung.
Ein unbekannter Autor bezeugt, daß im Laufe des 4. Jhs. n. Chr. drei
Eisenarten aus Dalmatien exportiert wurden. In den schweren Zeiten, als die
Westgoten Illyricum verwüsteten, wurde die Eisenherstellung im Laufe der 2.
Hälfte des 4. Jhs. n. Chr. wieder der Staatskontrolle mit comes metallorum per
Illyricum (365 n. Chr.) an der Spitze unterstellt. Eine ernste Krise in der
Eisenherstellung begann Ende des 5. und im 6. Jh., als sie wegen der ständigen
Überfälle der Barbaren völlig eingestellt wurde.

142
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W . A L Y , S t r a b o n = N e u e B e i t r ä g e z u r S t r a b o n - Ü b e r l i e f e r u n g . S i t z b e r . d. H e i d e l b e r g e r
A k a d . d. Wiss. P h il.- h is t. Klasse. Jahrgang 1 9 3 1 / 3 2 . A b h a n d . H e id e lb e rg 1 9 3 1 .
S . A N A M A L 1 , K r y e n g r itja ilire e v ite v e 6 - 9 te e sone. I l i r i a 1 7 ( 1 9 8 7 ) 1, 5 - 2 3 .
P . A N Đ E L I Ć , L e p e n ic a = A r h e o lo š k a is p itiv a n ja . L e p e n ic a u p r e th is to r iji i a n tic i. L e p e n i-
c a . P r i r o d a , s t a n o v n i š t v o , p r i v r e d a i z d r a v l j e . N D B iH , P o s , izd . III, S a r a j e v o 1 9 6 3 , 1 5 1 - 1 7 2 .
P . A N Đ E L I Ć , M a r g i n a l i j e o t r a g o v i m a s t a r o g r u d a r s t v a u s e d n j o j B o s n i . G la s . Z e m . mm.
3 8 (1 9 8 3 ) 1 4 5 -1 5 2 .
P. A N Đ E L IĆ , L e p e n ic a = A rh e o lo š k a is p itiv a n ja . L e p e n ic a u p re th is to riji i a n tic i.
L e p e n ic a . P r i r o d a , stanovništvo, p r i v r e d a i z d r a v l j e . N a u č . d r . B o s . H e r c . , P o s . izd . III,
S a ra je v o 1 9 6 3 , 1 5 1 -1 7 2 .
T. A N Đ E L IĆ , P re lim in a rn o izvješće o s lu č a jn o m a rh e o lo š k o m nalazištu na lo k a lite tu
G ra d a c u U z d o lu k o d P ro z o ra . H ercegovina 11 (3) 1997, 7 -1 5 .
J. v . A S B O T H , B o s n ie n = B o s n ie n u n d d ie H e rz e g o w in a . R e is e b ild e r u n d S tu d ie n , W ie n
1888.
K . C . B A I L L Y , P l i n y = T h e E i d e r P l i n y 's C h a p t e r s o n C h e m i c a l S u b j e c t s , V o l . 2 , L o n d o n

1 9 2 9 -1 9 3 2 .
P h . B A L L IF , R im s k a cesta o d P o l o g a , p r e k o D o n j e g U n c a i P e t r o v c a u d o l i n i S a n e . G la s .
Z em . m m . 3 (1 8 9 1 ) 3 9 5 - 4 0 4 .
P h . B A L L I F , S t r a ß e n = R ö m i s c h e S t r a ß e n in B o s n i e n u n d d e r H e r z e g o w i n a I, W i e n 1 8 9 3 .
Đ . B A S L E R , K r e š e v o - K i s e l j a k - F o j n i c a . G la s . Z e m . m u z. 9 ( 1 9 5 4 ) 2 9 9 - 3 0 6 .
Đ . B A S L E R - E . P A Š A L I Ć , D o l i n a J a p r e - r u d a r s k i i m e t a l u r š k i a n t ič k i c e n t r i . A rh . p r e g . 4

(1962) 2 1 7 -2 2 1 .
Đ. B A SL ER - E. PAŠALIĆ, J a p r a , B o s a n s k i N o v i - a n t i č k o r u d a r s k o n a s e l j e . A rh . p r e g . 6

(1964) 9 6 -9 7 .
Đ . B A S L E R , N e k r o p o la n a V e lim L e d i n a m a u G o s t i l j u . G la s . Z e m . m u z. 2 4 ( 1 9 6 9 ) 5 - 1 0 7 .
Đ .B A S L E R , A rh ite k tu ra = A rh ite k tu ra k a s n o a n tič k o g doba u B osni i H e rc e g o v in i.

S a ra je v o 1972.

146
Đ. BASLER, Nalaz novca iz predrimskog doba u Japri, G la s . Z e m . m u z. 2 7 - 2 8 (1 9 7 2 -7 3 )
2 6 1 -2 7 1 .
Đ . B A SLER , R im s k i m e ta lu rš k i pogon i n a s e lje u d o lin i Japre. G la s . Z e m . m u z. 3 0 / 3 1
(1 9 7 5 /7 6 ) 1 9 7 7 , 1 2 1 - 1 7 1 .
Đ . B A S L E R , S p o m e n ic i razn o g k rš ć a n s tv a u R a m i. N o v a e t v e le r a . R e v ija z a f d o z fs k o -
t e o l o š k e i s r o d n e d i s c i p l i n e 1 -2 ( 1 9 8 8 ) 1 - 1 4 .
M. BAUM - D. S R E JO V IĆ , Prvi rezultati ispitivanja rimske nekropole u S a s a m a . Č la n c i i
g r a đ a 3 (1 9 5 9 ) 2 3 - 5 4 .
M . BA U M - D . S R E J O V I Ć , N o v i r e z u l t a t i i s p i t i v a n j a r i m s k e n e k r o p o l e u S a s a m a . Č la n c i i
g r a đ a 4 (1 9 6 1 ) 1 -3 1 .
R. L. BEAUMONT, G r e e k I n f l u e n c e in t h e A d r i a t i k b e f o r e t h e F o u r th C e n t u r y B . C . J o u r.
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(1 9 6 9 ) 1 1 5 -1 3 0 .
A. B E N A C , E in Z e u g n i s ü b e r t a u r o b o l i s c h e n K u lt in B o s n ie n . W M B H L 2 (1 9 7 2 ) 1 6 7 - 1 8 4 .
A. B E N A C , N a s e l j a = U t v r đ e n a i l i r s k a n a s e l j a 1. D e l m a t s k e g r a d i n e n a D u v a n j s k o m P o lju ,
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P a ris 1 8 8 8 .
M . B ER TH ELO T, T ra d u c tio n = C o lle c tio n des A n c ie n s A lc h im is te s g recs. T ra d u c tio n .
P a ris 1 8 8 8 .
M . B E R T H E L O T , C h e m ie = D ie C h e m ie im A lte rtu m und im M i t t e l a l t e r 2, H i l d e s h e i m -
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V . B E Š E V L IE V , D e a e d ific iis = Z u r D e u t u n g d e r K a s t e l l n a m e n in P ro k o p s W e rk De
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O . B L A U , Ö s te r r . Z ts c h r . f ü r B e r g - u. H ü tte n w . ( 1 8 7 0 ) 1 3 7 f . ;
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J. M . B L A Z Q U E Z , F u e n te s l i te r a r i a s = F u e n te s l i te r a r i a s g r i e g a s y r o m a n a s r e f e r e n t e s a la s
e x p lo ta c io n e s m in e r a s d e la H is p a n ia R o m a n a . L a m inera H is p a n a e I b e r o a m e r ic a n a , v o l.
1, L e o n 1970.
J. M . B L A Z Q U E Z , H i s t o r i a = H i s t o r i a e c o n 'm i c a d e la H i s p a n i a r o m a n a . M a d r i d 1 9 7 8 .
J. M . BLAZQUEZ M A R T I N E Z , M in e ría y m e ta lu r g ia II = A d m i n i s t r a c i ó n d e la m i n a s e n
época R om ana. Su e v o lu c ió n . M in e ría y m e ta lu rg ia en la s a n tig u a s c iv iliz a c io n e s
M e d ite r r á n e a s y E u r o p e a s II. C o lo q u io in te r n a c io n a l a s o c ia d o , M a d r id 2 4 - 2 8 o c to b r e 1 9 8 5 ,
M a d rid 1 9 8 9 , 1 1 9 -1 3 2 .
C h r. B L I N K E N B E R G , F ib u le s = F i b u l e s g r e c q u e s e t o r i e n t a l e s . [ L in d ia k a 5], K o b e n h a v n
1926.
H. W . B Ö H M E , A rc h ä o lo g is c h e Z e u g n is s e z u r G e s c h ic h te d e r M a rk o m a n e n k rie g e (1 6 6 -
1 8 0 ) n . C h r . J b . R o m . - G e r m . Z e n t m u s. 2 2 ( 1 9 7 5 ) 1 5 3 - 2 1 7 .

147
I. B O J A N O V S K I , G r e b i n e , G o r n j i V a k u f - a n t i č k a r a d i o n i c a . A rh . p r e g . 5 (1 9 6 3 ) 1 2 2 - 1 2 5 .
I. B O JA N O V S K I, A r h e o lo š k i p a b irc i sa p o d ru č ja a n tič k e D o m a v ije . Č la n c i i g r a đ a 6
(1 9 6 5 ) 1 0 1 -1 1 0 .
I. B O J A N O V S K I , B i l j e š k e i z a r h e o l o g i j e I I . N a š e s t a r , 11 ( 1 9 6 6 ) 1 8 7 - 1 % .
I. B O J A N O V S K I, A n tič k i m e ta lu rš k i p o g o n u S ta ro m M a j d a n u . N a š e s ta r . I I ( 1 9 6 6 ) 1 9 6 7 ,
1 9 1 -1 9 2 .
1. B O J A N O V S K I , A r h e o lo š k o - e p i g r a f s k e b il je š k e s a D r in e . Č la n c i i g r a đ a 7 (1 9 6 7 ) 4 1 -
53.
I . B O J A N O V S K I , M u n ic ip iu m M a l v e s ia t i u m . A r h e o l o š k o - t o p o g r a f s k a r a s p r a v a . A rh . r a d .
rasp. 7 (1 9 6 8 ) 2 4 1 - 2 6 2 .
I. B O J A N O V S K I , S e v e r i a n a B o s n e n s i a . Č la n c i i g r a đ a 9 (1 9 7 2 ) 3 7 - 5 2 .
1. B O J A N O V S K I , B a l o i e - R i m s k i m u n i c i p i j u Š i p o v u n a P l i v i . A r h . r a d . r a s p . 7 (1 9 7 4 )
3 4 7 -3 7 2 .
1. B O J A N O V S K I , C e s t e = D o la b e lin s is te m c e sta u rim s k o j p r o v in c iji D a l m a c i j i . D je la
A N U B iH X L VII. C e n t. b a lk , is p it. 2 , S a r a j e v o 1 9 7 4 .
I. B O J A N O V S K I , P rilo z i z a to p o g ra fiju rim s k ih i p re d rim s k ih k o m u n ik a c ija i n a s e lja u
rim s k o j p r o v in c iji D a lm a c iji (s p o s e b n im o b z iro m n a p o d ru č je B o s n e i H e rc e g o v in e ) III.
P r i l o g p r o u č a v a n j u a n t i č k i h n a s e l j a i k o m u n i k a c i j a u i s t o č n o j B o s n i . G o d . C e n t. b a lk . isp .
X I X /17 (1 9 8 1 ) 1 2 5 -1 9 9 .
I. B O JA N O V S K I, A n tič k o ru d a rs tv o u u n u tra š n jo s ti p ro v in c ije D a lm a c ije u s v je tlu
e p i g r a f s k i h i n u m i z m a t i č k i h i z v o r a . A rh . r a d . i r a s p . 8 - 9 ( 1 9 8 2 ) 8 9 - 1 2 0 .
I. B O JA N O V S K I, P rilo z i to p o g ra fiji a n tič k e A rg e n ta rije . S lu č a jn i a rh e o lo š k i n a la z i s
p o d r u š j a D o m a v i j e I. Č la n c i i g r a đ a 14 (1 9 8 2 ) 1 3 7 - 1 8 3 .
I. B O JA N O V S K I, O rim s k o m ru d a rs tv u i m e ta lu rg iji u s je v e ro z a p a d n o j B o s n i. R im s k a
f e r a r ija u S ta ro m M a j d a n u n a S a n i ( p r e t h o d n i i z v j e š t a j ) . Z b o r . A r h . d r. B o s. H e r c . 1 ( 1 9 8 3 )
1 1 9 -1 3 0 .
I . B O J A N O V S K I , P r a e to r iu m f u n d i u S u v a j i k o d B osanske D u b i c e . Z b o r . A rh . d r. B o s.
H erc. 1 (1 9 8 3 ) 2 2 1 - 2 2 6 .
I. B O J A N O V S K I , P r i l o z i z a t o p o g r a f i j u rim s k ih i p re d rim s k ih k o m u n ik a c ija i n a s e lja u
rim s k o j p ro v in c iji D a lm a c iji IV . R im s k a c e sta S i s c i a - S ir m iu m (T a b . P e u t.) i n je n a
t o p o g r a f i j a . G o d . C e n t. b a lk . isp . X X 1 1 /2 0 ( 1 9 8 4 ) 1 4 6 - 2 6 6 .
I. B O JA N O V S K I, P rilo z i z a to p o g ra fiju rim s k ih i p re d rim s k ih k o m u n ik a c ija i n a s e lja u
rim s k o j p ro v in c iji D a lm a c iji V . G o rn je P o d rin je u s is te m u rim s k ih k o m u n ik a c ija . G od.
C e n t. b a l. isp . X X V / 2 3 ( 1 9 8 7 ) 6 3 - 1 7 4 .
I. B O J A N O V S K I , B o s n a = B o s n a i H e rc e g o v in a u a n tič k o d o b a . D je la A N U B iH L X V I.
C e n t. b a lk , is p it. 6 , S a r a je v o 1988.
I . B O J A N O V S K I , M e t a l u r g i j a . D o b a r i m s k e v l a d a v i n e ( P r i n c i p a t ) . A rh . l e t s . 1 ( 1 9 8 8 ) 1 0 6 -

107.
I . B O J A N O V S K I , R u d a r s t v o . D o b a r i m s k e v l a d a v i n e . A r h . le k s . I ( 1 9 8 8 ) 1 4 9 - 1 5 0 .
L. B O S IO , T a b u la = T a b u la P e u tin g e ria n a . U n a d e s c riz io n e p itto ric a del m ondo a n tic o ,
R im in i 1 9 8 3 .
D. B O Š K O V I Ć , D v o r = M i n e r a l n e s i r o v i n e . D v o r n a U n i. D v o r n a U n i 19 9 1 , 2 1 - 2 7 .
A. B O U E , T ü r k e i = E u r o p ä i s c h e T ü r k e i I, W i e n 1889.
J. B R U N Š M ID , In s c h rifte n = D ie In s c h rifte n und M ünzen der G rie c h is c h e n S tä d te
D a l m a t i e n s . A b h . d e s A r c h . - e p ig r . S e m . d e r U n iv . W ien , H e f t X III, W i e n 1 8 9 8 ; ( r e p r i n t :
P a d o v a 1 9 7 9 ).

148
J. B R U N Š M I D , D o p u n j c i i i s p r a v c i k a C I L I I I . V jes. H rv . a rh . d r. 8 ( 1 8 8 6 ) 7 - 9 .
M . B U L A T , N o v i r i m s k i n a t p i s i i z O s i j e k a , O s j. z b o r . 2 0 ( 1 9 8 9 ) 3 1 - 5 1 .
M . B U L A T , N o v i v o t i v n i r e l j e f i D i o n i s a i z D a l j a i O s i j e k a , O s j. z b o r . 2 1 ( 1 9 9 1 ) 3 7 - 5 0 .
F . B U L I Ć , R i m s k i n a d p i s i u S r e b r e n i c i . G la s . Z e m . m u z. 4 ( 1 8 9 1 ) 3 8 7 - 3 9 0 .

J. B U R IA N , E in ig e B e m e r k u n g e n ü b e r d ie e x te r ito r ia litä t d e r h is p a n is c h e n B e rg w e rk e u n d
d e r a frik a n is c h e n D om änen i n d e r K a i s e r z e i t . S t u d i a a n t i q u a A n t o n io S a l a c s e p t u a g e n a r i o
o b la ta , P r a g a e 1 9 5 5 , 4 9 - 5 2 .
J. B U R IA N , L e g e s m e ta llo ru m e t l e g e s s a l t u u m . Z ts c h r . f. G e s c h i c h t w is s . 5 ( 1 9 5 7 ) 5 3 5 -
560.
J. B U R IA N , U p ra v le n ie im p e ra to rs k im r u d n ik a m i v Is p a n iji v e p o h u ra n n ie i im p e rii. Ves.
D r e v . Ist. 3 ( 1 9 5 9 ) 1 2 9 -1 5 0 .
A. B U R N E TT - M . A M A N D R Y - P. P. R IP A L L E S , C o in a g e I = R om an P ro v in c ia l
C o in a g e I. F ro m th e D e a th o f C a e s a r to th e D e a th o f V itte liu s (4 4 B .C . - A. D. 6 9 ).
I n t r o d u c t i o n a n d C a t a l o g u e . P a r a t I, L o n d o n - P a r i s 1 9 9 2 .
M . B U ZO V , S e g e s t i k a i S i s c i j a - t o p o g r a f i j a i p o v i j e s n i r a z v o j . P r il. In st. a rh . Z a g . 1 1 - 1 2
(1 9 9 4 -1 9 9 5 ) /9 9 7 ,4 7 - 6 8 .
A . C A L D E R IN I, A q u ile ia = A q u ile ia R o m a n a , M ila n o 1930.
A . C A M E R O N , W o r ld = T h e M e d ite r r a n e a n W o r ld in L a te A n tiq u ity A D 3 9 5 - 6 0 0 . L o n d o n
-N e w Y o rk 1993.
S. C A S S O N , M a c e d o n ia = M a c e d o n ia , T h ra c e a n d I lly ria T h e ir re la tio n s to G re e c e fro m
th e e a rlie s t tim e s d o w n to th e tim e o f P h ilip s o n o f A m y n ta s , O x f o r d 1926.
H. C E K A , N u m is m a tiq u e = Q u e s tio n s d e n u m is m a tiq u e illy rie n n e , T ir a n a 1 9 7 2 .
N . C E K A , A l b a n i e n = D i e I l l y r i e r u n d d i e a n t i k e W e l t . A lb a n ie n . S c h ä t z e a u s d e m L a n d
d e r S k i p e ta r e n . M a i n z a / R h e i n 1 9 8 8 , 3 3 - 8 4 .
A . C E R M A N O V I Ć , Z l a t n e " s a n d a l e " i z T r e b e n i š t a i n j i h o v o s i m b o l i č k o z n a č e n j e . Ž iv a a n t.
6 ( 1 9 5 6 ) 2, 3 0 7 - 3 1 3 .
A . C E R M A N O V I Ć - K U Z M A N O V I Ć N e k o l i k o n o v i h r i m s k i h n a t p i s a i z K o m i n a . S ta r in a r
1 8 ( 1 9 6 7 ) 2 0 1- 2 0 5 .
A . C E R M A N O V I Ć - K U Z M A N O V I Ć , M u n ic ip iu m S ... i n j e g o v a p r o b l e m a t i k a u s v e t l u
a r h e o l o š k i h i e p i g r a f s k i h s p o m e n i k a . S ta r in a r 1 9 (1 9 6 8 ) 1 0 1 - 1 0 9 .
A . C E R M A N O V I Ć - K U Z M A N O V I Ć , N e u e F u n d e a u s d e m m u n ic ip i u m S ... H o m m a g e s ä
M a r a c e l R e n a r d . C o li. L a t o m its v o l. 1 0 3 ( 1 9 6 9 ) 3 , 1 1 6 - 1 2 3 .
A . C E R M A N O V I Ć - K U Z M A N O V I Ć - D . S R E J O V I Ć . K o m in i, P lje v lja - rim s k a
n e k r o p o l a . A rh . p r e g . 6 ( 1 9 6 4 ) 1 0 5 , 1 5 1 .
A . C E R M A N O V I Ć - K U Z M A N O V I Ć - D . S R E J O V IĆ , K o m in i, P lje v lja - rim s k a
n e k r o p o l a . A rh . p r e g . 7 ( 1 9 6 5 ) 1 4 4 - 1 4 5 , 1 9 5 .
A . C E R M A N O V I Ć - K U Z M A N O V I Ć - D . S R E J O V I Ć , K o m in i, P lje v lja - r im s k a
n e k r o p o l a . A rh . p r e g . 8 (1 9 6 6 ) 1 1 5 - 1 1 6 , 2 1 3 .
A . C E R M A N O V IĆ -K U Z M A N O V IĆ - D . S R E J O V IĆ , K o m in i, P lje v lja - n e k r o p o la
a n t i č k o g g r a d a . A rh . p r e g . 9 ( 1 9 6 7 ) 1 1 3 - 1 1 5 , 2 0 3 .
A . C E R M A N O V IĆ -K U Z M A N O V IĆ - D . S R E J O V IĆ - C . M A R K O V IĆ , N e c ro p o le s
r o m a i n e s ä K o m i n i p r e s d e P l e v l j a ( M u n ic ip iu m S ...) . In v. a r c h . f a s c . 15, P l j e v l j a - C e t i n j e
1972.
A , C E R M A N O V I Ć - K U Z M A N O V I Ć - D . S R E J O V I Ć - C . M A R K O V I Ć , K o m in i k o d
P l j e v a l j a - r i m s k e n e k r o p o l e . A rh . p r e g . 1 6 ( 1 9 7 4 ) 7 1 - 7 2 .

149
A. C E R M A N O V 1 Ć -K U Z M A N O V IĆ - D . S R E J O V IĆ - C . M A R K O V IĆ , K o m in i k o d
P l j e v a l j a - r i m s k e n e k r o p o l e . A rh . p r e g . 1 7 ( ¡ 9 7 5 ) 1 0 4 - 1 0 5 .
R. C H E V A L L I E R , A q u i l é e = A q u i l é e e t la r o m a n i s a t i o n d e l'E u r o p e . T o u r s 1 9 9 0 .
H . C O H E N , D e s c r i p t i o n II = D e s c r i p t i o n h i s t o r i q u e d e s m o n n a i e s f r a p p é e s s o u s l 'e m p i r e
R o m a i n I I 2, P a r i s 1 8 8 2 .
R. G . C O L L IN G W O O D - J. N . L . M Y R E S , R o m a n B rita in a n d th e E n g lis h S e ttle m e n ts ,
O x fo rd 1937.

É . C O N D U R A C H I, L e s y n c ré tis m e re lig ie u x e n D a c ie . u : F . D U N A N D - P . L É V E Q U E ,
L e s s y n c r é t i s m e s d a n s l e s r e l i g i o n s d e l 'a n t i q u i t é . C o llo q u e d e B e s a n c o n ( 2 2 - 2 3 o c to b r e
1 9 7 3 ). L e i d e n 1 9 7 5 .
A . C O N R A D , B o s n i e n m i t B e z u g a u f s e i n e M i n e r a l s c h ä t z e . M itth . g e o g r . G e s e l l s c h a f t 13
(1 8 7 0 )2 X 9 -2 2 % .
M . C R A W F O R D , C o in a g e = C o in a g e a n d M o n e y u n d e r th e R o m a n R e p u b lic . Ita ly a n d th e
M e d ite rra n e a n E c o n o m y , L o n d o n 1 9 8 5 .
V . Č A J K A N O V I Ć , D a s R ä t s e l v o n T r e b e n i š t e . R e v . in t. é t b a lk . 2 ( 1 9 3 6 ) , T. 1 3 , 1 3 7 - 1 4 8 .
E . Č E R Š K O V , M u n ic ip iu m D D = M u n ic ip m m D D k o d S o č a n i c e , P r i š t i n a - B e o g r a d 1 9 7 0 .
B . Č O V I Ć , D i e I n s c h r i f t v o n B u g o j n o u n d i h r e C h r o n o l o g i e . A r c h . lu g . 5 ( 1 9 6 4 ) 2 5 - 3 2 .
B. Č O V I Ć , B u tm ir = O d B u tm ir a d o Ilira , S a r a je v o 1 9 7 6 .
B . Č O V I Ć , M e t a l u r š k a d j e l a t n o s t V u č e d o l s k e g r u p e u B o s n i . G o d . C e n t. b a lk . is p . X I ! 1 /1 1
(1 9 7 6 ) 1 0 5 -1 1 5 .
B. Č O V IĆ , P ra is to rijs k o ru d a rs tv o i m e ta lu r g ija u B o s n i i H e rc e g o v in i - s ta n je i p ro b le m i
i s t r a ž i v a n j a . G o d . C e n t. b a lk . is p . X X I l / 2 0 ( 1 9 8 4 ) 1 1 1 - 1 4 4 .
B . Č O V IĆ , W a llb u rg = D ie W a llb u rg P o d b e i B u g o jn o u n d ih re p a n n o n is c h - a d r ia tis c h e
B e z i e h u n g e n . L a V e n e t i a n e l l 'a r e a p a d a n o - d a n u b i a n a . L e v ie d i c o m u n i c a z i o n e . P a d o v a
1990, 4 8 7 -4 9 7 .
I. Č R E M O Š N 1 K , R i m s k a u t v r đ e n j a u B iH s o s o b itim o s v rto m n a u tv r đ e n ja k a s n e a n tik e .
A rh . v e s t. 4 1 ( 1 9 9 0 ) 3 5 7 - 3 6 4 .
V . Ć U R Č I Ć , D i e G r a d i n a a n d e r R a m a q u e l l e i m B e z i e r k e P r o z o r . IVis s. M itt. B o s . H e r z . 8
(1 9 0 2 ) 4 8 - 6 0 .
V. Ć U R Č IĆ , A lte r und H e rk u n ft e in ig e r F ib e ln und T o n g e fässe aus B o s n ie n und
H e r c e g o v i n a . J b . A ltk d e 2 (1 9 0 8 ) 1 - 1 7 .
V . Ć U R Č IĆ , P rilo z i p o z n a v a n ju p re is to rijs k o g r u d a rs tv a i ta lio n ič a rs tv a b r o n č a n o g d o b a u
B o s n i i H e r c e g o v i n i . G la s . Zem. m u z. 2 0 ( 1 9 0 8 ) 7 7 - 9 0 .
V . Ć U R Č IĆ , D e r p rä h is to ris c h e P fa h lb a u d e r B r o n z e z e i t in R ip a c bei B ih a ć in B o s n ie .
M s s . M itt. B o s . Herz. 12 (1 9 1 2 ) 3 -1 1 .
V . Ć U R Č I Ć , H i s t o r i j a r u d a r s t v a i t o p i o n i č a r s t v a u B o s n i i H e r c e g o v i n i I. P r e d h i s t o r i j s k o
d o b a . R u d .- to p . v e s . 2 ( 1 9 3 0 ) 8 , 3 0 5 - 3 1 0 , 3 7 5 - 3 7 9 , 4 0 0 - 4 1 1 .
C . D A I C O V I C I U , L e s C a s t e l l a D a l m a ta r u m d e D a c i e . U n a s p e c t d e l a c o l o n i s a t i o n e t d e
r o m a n is a tio n d e la p r o v in c e d e D a c ie . D a c ia N S 2 (1 9 5 8 ) 2 5 9 - 2 6 7 .
C. D A I C O V I C I U , C a s te lla D a lm a ta ru m in D a c ia . In a s p e c t a l c o lo n iz a ri si ro m a n iz a rii
p r o v i n c i e i D a c i a . S t. C o m m . A p u lu m 4 ( 1 9 6 1 ) 5 1 - 6 0 .
O . D A V I E S , M i n e s = R o m a n M i n e s in E u r o p e , O x f o r d 1935.
O . D A V I E S , P r e h i s t o r i c c o p p e r - m i n e s a t J a m o v a c n e a r P r i b o j n a L i m u . G la s . Zem. m u z.
4 9 (1 9 3 7 ).
O . D A V I E S , A n c i e n t M i n i n g i n t h e C e n t r a l B a l k a n s . R e v . in t. ét. B a le . 5 - 6 ( 1 9 3 7 - 3 8 ) 4 0 5 -

418.

150
H. J . D E L L , T h e O r i g i n a n d N a t u r e o f I l l y r i a n P i r a c y . H is to r ia 1 6 (1 9 6 7 ) 3 4 4 - 3 8 6 .
TH . D E S D E V IS E S -D U -D E Z E R T , G é o g ra p h ie = G é o g ra p h ie a n c ie n n e de la M a c é d o n ie ,
P a ris 1 8 6 2 .
D. D ETSC H EW , S p ra c h re s te = D ie th ra k is c h e n S p ra c h re s te . S eh r, d e r B a lk a n k o m m .,
L in g v . A b t. X I V . O s te rr . A k a d . d. W iss. - P h il. - h is t. K I , W i e n 1 9 5 7 .
Z . D E V E T A K , N a č i n z a v a d i t z l a t o . F r a I v a n K r e š i ć . H r v a ts k a m i s a o 5 ( 1 9 9 7 ) 1 5 0 - 1 5 3
H. D E V IJ V E R , P ro s o p o g ra p h ia = P ro s o p o g r a p h ia m ilitia ru m e q u e s triu m quae fu e ru n t ab
A u g u s t o a d G a l l i e n u m , p a r s q u a r t a , S u p p l . I, L e u v e n 1987.
M . D I N 1 Ć , R u d a r s t v o = Z a i s t o r i j u r u d a r s t v a u s r e d n j o v e k o v n o j S r b i j i i B o s n i . 1. P o s . izd .
S A N U , kn j. 2 4 0 , B e o g r a d 1 9 5 5 .
A. D Ó B O , P o rto riu m = P u b lic u m P o rto riu m Illy ric i. D is s . Pann. 2, F ase. 16, B u d ap e st
1940.
A . D Ó B O , V e r w a ltu n g = D ie V e r w a ltu n g d e r r ” m is c h e n P ro v in z P a n n o n ie n v o n A u g u s tu s
b is D io c le tia n . D ie p r o v in z ia le V e r w a ltu n g , A m s te r d a m 1968.
CON. D O ELTER , D er M in e ra lre ic h tu m der B a lk a n h a lb in s e l. V ie r z e h n V o r tr ä g e . B a lk a n
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W ie n - L e ip z ig 1 9 1 6 , 1 8 8 -1 8 9 .
A . v. D O M A S Z E W S K Y , G re n z e n v o n M o e s i a s u p e r i o r u n d d e r il l y r i s c h e G r e n z z o l . A rch .
e p ig r . M itt. 1 3 ( 1 8 9 0 ) 1 2 9 - 1 5 4 .
C l. D O M ER G U E, L e g io V II G e m in a = I n t r o d u c t i o n á l ' é t u d e d e s m i n e s d ' o r d u N o r d -
O u e s t d e l a P é n i n s u l e I b é r i q u e d a n s l ' a n t i q u i t é . L e g i o V II G e m in a , L e ó n 19 7 0 , 2 5 3 -2 8 6 .
C. D O M E R G U E , L a m ise e n v a l e u r d e s g i s e m e n t s d 'a l l u v i o s a u r i f è r e s d u n o r d - o u e s t d e
l 'E s p a g n e d a n s l i a n t i q u i t é : u n e t e c h n i q u e d 'e x p l o i t a t i o n r o m a i n e . X I I C o n g r e s o N a c io n a l d e
A r q u e o lo g ía J a é n 197 1 , Z a r a g o z a 1 9 7 3 , 3 6 3 - 5 7 6 .
C l . D O M E R G U E - G . H E R A I L , U n e m é t h o d e p o u r l 'é t u d e d e s m i n e s a n t i q u e s e n a l l u v i o n .
M é l a n g e s d e l a C a s a d e V e lâ z q u e z X III, P a r i s 1 9 7 7 , 9 - 2 9 .
C l. D O M ER G U E - G. H E R A IL , M in e s d 'o r ro m a in e s d 'E s p a g n e . Le d is tric t de la
V a l d u e m a ( L e ó n ) . É l. g é o m o r p h . e t a r c h ., T o u l o u s e 1 9 7 8 .
C l. D O M E R G U E , L e s m in e s - L e s m i n e s d e la P é n i s u l e I b é r i q u e d a n s l 'a n t i q u i t é R o m a i n e .
C o l l, d e l'É c o l e f r a n c , d e R o m e 1 2 7 , R o m a 1 9 9 0 , 7 5 - 7 8 .
W . D R E X L E R , M ith o lo g is c h e B e iträ g e , L e ip z ig 1 8 9 0 .
A . D U R M A N , M e t a l u r g i j a v u č e d o l s k o g k u lt u r n o g k o m p l e k s a . O p u se, a rch . 8 (1 9 8 3 ) 1 -8 7 .
A . D U R M A N , O g e o s tra te š k o m p o l o ž a j u S is c ij e . O p u se . a rch . 16 (1 9 9 2 ) 1 1 7 - 1 3 1 .
S. D U Š A N I Ć , B a s s i a n a e a n d i t s T e r r i t o r y . A r c h . lu g . 8 ( ¡ 9 6 7 ) 6 7 - 8 1 .
S. D U Š A N I Ć , H e t e r o k l i t i č k o m e t a l l i u n a t p i s i m a r u d n i č k o g n o v c a . Ž i v a a n t. 2 1 ( 1 9 7 1 ) 2,
5 3 5 -5 5 4 .
S . D U Š A N I Ć , N o v i A n t i n o j e v n a t p i s i m e t a l l a m u n ic ip i i D a r d a n o r u m . Ž i v a a n t. 2 1 ( 1 9 7 1 )
/,2 4 1 -2 6 1 .
S . D U Š A N I Ć , D v e r i m s k e s t e l e u S r b i j i . Z b o r . N a r . m u z. B e o g r a d 8 ( 1 9 7 5 ) 1 3 1 - 1 3 7 .
S. D U Š A N IĆ , A s p e c ts o f R om an M in in g in N o ric u m , P a n n o n ia , D a lm a tia and M o e s ia
S u p e r i o r . A N R W II 6, B e r l i n - N e w Y o r k 1 9 7 7 , 5 2 - 9 4 .
S . D U Š A N I Ć , I z ¡ s t o r i j e r i m s k o g r u d a r s t v a u G o r n j o j M e z i j i . A rh . v e s t. 2 8 ( 1 9 7 7 ) 1 6 3 - 1 7 9 .
S . D U Š A N I Ć , M o u n t e d C o h o r s i n M o e s i a S u p e r i o r . A k te n X I. in t. L im e s k . ( S z ,k e s f e h ,r v r,
3 0 . 8 - 6. 9. 1 9 7 6 ) , B u d a p e s t 1 9 7 7 , 2 3 7 - 2 4 7 .
S . D U Š A N I Ć , A n o n i m n i k v a d r a n s i . N u m i z m a t ič a r 1 ( 1 9 7 8 ) 2 3 - 3 9 .

151
S. D U Š A N IĆ , O rg a n iz a c ija rim s k o g ru d a rs tv a u N o rik u , P a n o n iji, D a lm a c iji i G o rn jo j
M e z i j i . 1st. g la s . / 1 9 8 0 ) 1 - 2 , 7 - 5 5 .
S . D U Š A N I Ć , M in e r ía y m e ta lu r g ia = T h e R o m a n M i n e s o f l l l y r i c u m : O r g a n i s a t i o n a n d
Im p a c t on P ro v in c ia l L ife . M in e r ía y m e ta lu r g ia en la s a n tig u a s c iv iliz a c io n e s
M e d ite r r á n e a s y E u r o p e a s 11. C o l o q u i o i n t e r n a c i o n a l a s o c i a d o , M a d r i d 2 4 - 2 8 o c t o b r e
1985, M a d r id 1 9 8 9 , 1 4 8 -1 5 6 .
S. D U Š A N IĆ , T h e L e g io n s o f th e F is c a l E s ta te s in M o e s i a S u p e r io r : Som e E p ig ra p h ic a l
N o t e s . A r k v e s t. 4 1 ( 1 9 9 0 ) 5 8 5 - 5 9 6 .
S . D U Š A N I Ć , I z i s t o r i i e k a s n o a n t i č k o g r u d a r s t v a u Š u m a d i j i . S ta r in a r 4 0 /4 1 (1 9 8 9 -1 9 9 0 )
1991, 2 1 7 -2 2 4 .
S . D U Š A N IĆ , T h e e c o n o m y o f im p e ria l d o m a in s a n d th e p r o v in c ia l o r g a n iz a tio n o f R o m a n
l l l y r i c u m . G o d . C e n t. b a lk , is p it. X X 1 X /2 7 ( 1 9 9 1 ) 4 5 - 5 2 .
M . Đ U K .N I Ć - B . J O V A N O V IĆ , A te n ic a = Ilirs k a k n e ž e v s k a n e k r o p o la u A te n ic i, Č a č a k
1966.
W . E C K , J a h re s - u n d P ro v in z ia lfa s te n d e r s e n a to ris c h e n S ta tth a lte r v o n 6 9 /7 0 b is 1 3 8 /1 3 9 .
C h i r o n 1 2 ( 1 9 8 2 ) 2 8 0 - 3 6 2 . d e r s . , P R E 14, S u p p l. ( 1 9 7 4 ) 2 7 1 f ;
J. H. EC K H EL, D o c trin a = D o c trin a n u m m o ru m v e te ru m . VI C o n tin e n s num m os
i m p e r a t o r i o s a I u l i o C a e s a r e u s q u e a d H a d r i a n u m e i u s q u e f a m i l i a m 2, W i e n 1 8 2 8 .
J. C. ED M O N SO N , M in in g and th e la te r R om an E m p ire and beyond: C o n tin u ity or
D i s r u p t i o n ? . J o u r . R o m . S t. 7 9 ( 1 9 8 9 ) 8 4 - 1 0 2 .
R. EG G ER , F ü h re r = F ü h re r d u rc h d ie A n tik e n s a m m lu n g des L andesm useum s in
K la g e n fu rt, W ie n 1921.
R. EG G ER , M a g d a le n s b e rg = D ie S ta d t a u f d e m M a g d a le n s b e rg , e in G ro ß h a n d e ls p ia tz ,
W ie n - G r a z - K ö ln 1 9 6 ! .
W . E N S S L IN , T h e R e fo rm s o f D io c le tia n . C A H X 1 I /1 9 5 6 ) 3 9 0 -3 9 3 .
A . J . E V A N S , O n s o m e r e c e n t D is c o v e r ie s o f I lly r ia n C o in s . N um . C h ron . 2 0 (1 8 8 0 ) 2 6 9 -
302.
F . F I A L A , N e k r o p o l a r a v n i h g r o b o v a k o d S a n s k o g M o s t a . G la s . Z e m . m u z. 8 ( 1 8 9 6 ) 2 1 9 -
272.
F . F I A L A , N e k r o p o l a r a v n i h g r o b o v a k o d S a n s k o g M o s t a . G la s . Z e m . m u z. 9 ( 1 8 9 7 ) 2 8 1 -
307.
F. F IA L A , D as F la c h g rä b e rfe ld und d ie p rä h is to ris c h e A n s ie d lu n g in S a n s k im o s t. W iss.
M itt. B o s. H e r z. 6 ( 1 8 9 9 ) 6 2 - 1 2 8 .
F. F IA L A , D as F la c h g rä b e rfe ld und d ie p rä h is to ris c h e A n s ie d lu n g in S a n s k im o s t. W iss.
M itt. B o s. H e r z. 6 ( 1 8 9 9 ) 6 2 - 1 2 8 .
B. D . F1LO W - K . S C H K O R P IL , T re b e n iš te = D ie a r c h a is c h e N e k r o p o le v o n T re b e n iš te
a m O c h r id a - S e e , B e rlin - L e ip z ig 1 9 2 7 .
D. F IS H W IC K , The D e v e lo p m e n t o f P ro v in c ia l R u le r W o rs h ip in th e W e ste rn R om an
E m p ire . A N R W II 1 6 /2 , B e r l i n - N e w Y o r k 1 9 7 8 , 1 2 0 0 -1 2 5 3 .
J. F IT Z , D e r B esu ch d e r S e p tim iu s S e v e ru s in P a n n o n i e n im J a h r e 2 0 2 . u . Z . A c ta A rch .

H u n g . 11 ( 1 9 5 9 ) 2 3 7 - 2 6 3 .
J. F I T Z , V e r w a l t u n g d e r p a n n o n i s c h e n B e r g w e r k e . K lio 5 4 (1 9 7 2 ) 2 1 3 - 2 2 5 .
H. B. von FO U LLO N , Ü ber G o ld g e w in n u n g s tä tte n der A lte n in B o s n ie n . Jb. g e o l.
R e ic h s a m t . 4 2 ( 1 8 9 2 ) 1 8 9 3 , 1, 1 - 5 2 .
R . J . F O R B E S , T e c h n o l o g y = S t u d i e s in A n c i e n t T e c h n o l o g y V I I , V I I I , I X , L e i d e n 1963,

1964.

152
T. F R A N K , H i s t o r y = A n E c o n o m i c H i s t o r y o f R o m e 2, N e w Y o r k 1962.
T. F R A N K , S u rv e y = A n E c o n o m ic S u rv e y o f A n c ie n t R o m e III, V , B a ltim o re 1 9 5 9 .
L . F R 1 E D L A E N D E R , D a r s t e l l u n g e n = D a r s t e l l u n g e n a u s d e r S i t t e n g e s c h i c h t e R o m s in d e r
Z e it v o n A u g u s tu s b is z u m A u s g a n g d e r A n to n in e . 8 A u fl, V o ll 4 ., B e r lin 1 9 1 0 .
H. G A EB LER , B e iträ g e z u r M ü n z k u n d e M a k e d o n ie n s . IX . D ie P rä g u n g d e r p ä o n is c h e n
K ö n i g e . D i e L a g e v o n D a m a s t i o n u n d P e l a g i a . N u m . Z ts c h r . 3 7 ( 1 9 2 8 ) 2 2 3 - 2 5 3 .
D. G A J-P O P O V IĆ , Ilirs k i n o v a c . N ovac B a la io s a ris a n s k o g tip a . Z bor. r a d N a r . m u z.
B eog. 4 (1 9 6 4 ) 7 5 - 7 8 .
M . G A R A Š A N IN - D . G A R A Š A N 1 N , N a la z iš ta = A r h e o lo š k a n a la z iš ta u S rb iji, B e o g ra d
1951.
M . G A R A Š A N I N , C r n a G o r a u d o b a R im s k o g c a r s tv a . I s to r ija C r n e G o r e I. T i to g r a d 1967,
1 4 1 -2 7 7 .
P. G A R D N E R , C a t a l o g u e = C a t a l o g u e o f G r e e k C o i n s in t h e B r i t i s h M u s e u m . T h e s s a l y t o
A e t o l i a ( e d . R . S . P O O L E ), L o n d o n 1883.
A . G A R Z E T T I, F ro m T ib e riu s = F ro m T ib e r iu s to th e A n to n in e s . A H is to ry o f th e R o m a n
E m p ire A . D . 1 4 -1 9 2 , L o n d o n 1 9 7 4 .
B. G ER O V , D ie E in fä lle der N o rd v ö lk e r in den O s tb a lk a n ra u m im L ic h te der
M ü n z s c h a t z f i i n d e . A N R W I I 6. B e r l i n - N e w Y o rk 1 9 7 7 , 1 1 0 -1 8 1 .
M . G H E R A R D IN 1 , S tu d ie n = S tu d ie n z u r G e s c h ic h te des K a is e rs C o m m o d u s. D i s s e r t.
U n iv . G r a z 2 7 , W i e n 1 9 7 4 .
R . G Ö B L , M ü n z p rä g u n g , = D ie M ü n z p r ä g u n g d e s K a is e r s A u r e lia n u s ( 2 7 0 - 2 7 5 ) . M o n e ta
I m p e r i i R o m a n i . O s te r . A k a d . d. IViss. p h i l .- h is t. K la s . D e n k s c h r . 2 3 3 , B d . 2 9 . W i e n 1 9 9 3
M . G R A N T - R . K I T Z I N G E R , C i v i l i z a t i o n II = C i v i l i z a t i o n o f t h e A n c i e n t M e d i t e r r a n e a n .
G r e e c e a n d R o m e II. N e w Y o r k 1 9 8 8 .
M . G R B I Ć , A r h a j s k a n e k r o p o l a k o d T r e b e n i š t a n a O h r i d s k o m j e z e r u . G la s . S k o p . n a u č . d r.
3 (1 9 2 7 ) 2 8 0 - 2 8 3 .
A. G R I S E B A C H , R u m e lie n = R e i s e d u r c h R u m e l i e n u n d n a c h B r u s a im J a h r e 1 8 3 9 . B d . I-
II, G ö ttin g e n 1841.
G . G r ü TZM A C H ER , H ie ro n y m u s = H ie ro n y m u s . E in e b io g ra p h is c h e S tu d ie zur a lte n
K i r c h e n g e s c h i c h t e 1, A a l e n 1 9 6 9 .
E . W . H A L E Y , M i g r a t i o n = M i g r a t i o n a n d E c o n o m y in R o m a n Im p e ria l S p a in . B a r c e lo n a
1991.
N . G . L . H A M M O N D , E p iru s = E p iru s . T h e G e o g ra p h y , th e A n c ie n t R e m a in s , th e H is to ry
a n d th e T o p o g r a p h y o f E p iru s a n d A d ja c e n t A r e a s , O x f o r d 1967.
N . G . L . H A M M O N D , M a c e d o n i a = A H i s t o r y o f M a c e d o n i a . V o l . I. H i s t o r i c a l G e o g r a p h y
a n d P re h is to ry , O x fo rd 1972.
N . G . L. H A M M O N D - G . T . G R IF F IT H , M a c e d o n ia = A H i s t o r y o f M a c e d o n i a . V o l II
( 5 5 0 - 3 3 6 B . C .) , O x f o r d 1 9 7 9 .
N . G . L. H A M M O N D , C o lle c te d S tu d ie s II = C o lle c te d S tu d ie s II. S tu d ie s c o n c e rn in g
E p iru s a n d M a c e d o n ia b e fo re A le x a n d e r. A m s te rd a m 1993.
J. F . H E A L Y , M in in g = M in in g a n d M e ta llu r g y in t h e G r e e k a n d R om an W o rld , L o n d o n
1978.
F . H E A L Y , G r e e k a n d R o m a n G o l d S o u r c e s : t h e L i t e r a r y a n d S c i e n t i f i c E v i d e n c e . M in e ría
y m e ta lu r g ia en la s a n tig u a s c iv iliz a c io n e s M e d ite r r á n e a s y E u ropeas l l, C o lo q u io
in te r n a c io n a l a s o c ia d o , M a d rid 2 4 - 2 8 o c to b r e 1 9 8 5 , M a d r id 1 9 8 9 , 9 -2 0 .

153
G . H É R A IL - L. C. PÉR EZ G A R C IA , L es g is e m e n ts d 'o r a llu v ia l du N o rd -o u e st de
l 'E s p a g n e : in té r^ t a rc h é o lo g iq u e d 'u n e é tu d e g íto lo g iq u e . M in e ría y m e ta lu r g ia e n la s
a n tig u a s c iv iliz a c io n e s M e d ite r r á n e a s y E u r o p e a s II. C o l o q u i o i n t e r n a c i o n a l a s o c i a d o ,
M a d r id 2 4 - 2 8 o c to b r e 1 9 85, M a d r i d 1 9 8 9 , 2 1 - 3 4 .
W . A . H E U R T L E Y , M a c e d o n ia = P re h is to ric M a c e d o n ia . A n A rc h a e o lo g ic a l
R e c o n n a i s a n c e o f G r e e k M a c e d o n i a < W e s t o f th e S t r u m a > in t h e N e o l i t h i c , B r o n z e a n d
E a rly Iro n A g e s , C a m b rid g e 1 9 3 9 .
J . v a n H E E S C H , S tu d ie = S tu d ie o v e r d e s e m is e n d e q u a d r a n s v a n D o m itia n u s to t e n m e t
A n to n in u s P iu s , G e n t 1 9 7 9 .
O . H I R S C H F E L D , V e r w a ltu n g s b e a m te n K a is e r lic h e V e r w a ltu n g s b e a m te n b is a u f
D i o c l e t i a n 2, B e r l i n 1905.
A . H O F F E R , F u n d o r te r ö m i s c h e r A lte r th il m e r im B e z i e r k e T r a v n i k . W iss. M itt. B o s . H e r z .
5 (1 8 9 7 ) 2 4 2 - 2 5 8 .
A . H O F F E R , Z l a t o i d r u g e r u d e u t r a v n i č k o m k o t a r u . G l a s . Z e m . m u z. 9 ( 1 8 9 7 ) 4 1 1 - 4 2 3
A . H O F F E R , G o ld u n d a n d e r e M e t a l l e im B e z i r k e T r a v n ik . W M B H 6 ( 1 8 9 9 ) 8 9 0 - 8 9 8 .
M . H Ö R IN G - E . S C H W E R T H E I M , C C ID , = C o rp u s c u ltu s lo v is D o lic h e n i. C C ID , L e id e n
- N e w Y o rk - K o b e n h a v n - K ö ln 1987.
K . H Ö R M A N N , Z l a t n a p l o j k a i z r i m s k o g p e č a t n o g p r s t e n a . G la s . Z e m . m u z. 4 ( 1 8 9 2 ) 2 3 5 -
236.
K. H Ö R M A N N , E in e rö m is c h e S ie g e lrin g p la tte aus B e rg g o ld . W iss. M itt. B o s . H e r z . 1
(1 8 9 3 ) 3 3 0 .
M . H Ö R N E S , S r e b r n i p o k l a d n i n a k i t i z Š t r b a c a u B o s n i . G la s . Z e m . m u z. 13 ( 1 9 0 1 ) 5 2 7 -
536.
B . H O R V A T , T e tra d ra h m e " g ra d a " D a m a s t i o n a i z n a l a z a u R i s n u ( R h i z o n ) . N u m i z m a t ik a
2 -4 (1 9 3 4 -1 9 3 6 ) 2 6 - 6 4 .
M . H O T I, S is a k u a n tič k im iz v o r i m a . O p u se . a rch . 1 6 (1 9 9 2 ) 1 3 3 - 1 6 5 .
C h . H O W G E G O , T h e s u p p l y a n d u s e o f m o n e y in t h e R o m a n w o r l d . J R S 8 2 ( 1 9 9 2 ) 1 - 3 1 .
J. IL U K , T h e E x p o rt o f G o ld fro m th e R o m a n E m p ire to B a rb a ria n C o u n trie s fro m th e 4 th
t o t h e 6 t h C e n t u r i e s . M ü n s te r . B e itr . z. a n t. H a n d e ls g e s c h . 4 ( 1 9 8 5 ) 1, 7 9 - 1 0 2 .
E. IM A M O V IĆ , Iz h is to rije e k s p lo a ta c ije s o li u B o s n i i H e r c e g o v i n i , ls to r ijs k i z a p is i 2 9
( 1 9 7 2 ) 1 -2 , 1 1 - 1 6 .
E. I M A M O V I Ć , P o d r u č j e F o j n i c e , K i s e l j a k a i K r e š e v a u r i m s k o d o b a . N a š e s ta r . 13 (1 9 7 2 )
1 9 3 -2 0 4 .
E. I M A M O V I Ć , E k s p l o a t a c i j a z l a t a i s r e b r a u r i m s k o j p r o v i n c i j i D a l m a c i j i . G o d . D r u š . ist.
B o s. H erc. 2 1 - 2 7 (1 9 7 6 ) 7 - 2 7 .
E. I M A M O V I Ć , F o j n i c a = N a j s t a r i j e r a z d o b l j e . P r e d i s t o r i j a i a n t i k a . F o j n i c a k r o z v ij e k o v e ,
F o jn ic a 1 9 8 7 , 9 -3 1 .
E. IM A M O V IĆ , S p o m e n ic i = A n tič k i k u ltn i i v o tiv n i s p o m e n ic i na p o d ru č ju B osne i
H e rc e g o v in e , S a ra je v o 1977.
E. IM A M O V IĆ , R e z u lta ti p ro b n ih is k o p a v a n ja u P o d s tin ju , V iš n jic i i G ro m ilja k u kod
K i s e l j a k a . G la s . Z e m . m u z. 4 7 ( 1 9 9 2 - 1 9 9 5 ) , 1 9 9 6 , 6 1 - 9 2 .
F . IM H O O F -B L U M E R , B e iträ g e z u r M ü n z k u n d e u n d G e o g r a p h ie v o n A ltg r ie c h e n la n d u n d
K l e i n a s i e n , N u m . Z ts c h r . 1 ( 1 8 7 3 / 7 4 ) 9 3 - 1 6 2 .
S . IS L A M I, L e s Illy rie n s = L e s Illy rie n s . A p e r c u h is to r iq u e , T ir a n e 1 9 8 5 .
A. JA G E N T E U F E L , S ta tth a lte r = D ie S ta tth a lte r der rö m is c h e n P ro v in z D a lm a tia von
A u g u s t u s b i s D i o k l e t i a n . Ö s te r r . A k a d . d. W iss. S e h r . d. B a lk a n k . A n t. A b t. X II, W i e n 1958.

154
C. J. J IR E Č E K , H a n d e ls s tra ß e n = D ie H a n d e ls s tra ß e n und B e rg w e rk e von S e rb ie n und
B o s n i e n w ä h r e n d d e s M i t t e l a l t e r s . A b h . d. B ö h m . G e s e l l, d. fV iss., F o l g e VI, B d . 10, P r a g
1 8 7 9 , 1 -9 2 .
C. J. J IR E Č E K , D ru m o v i = T r g o v a č k i d ru m o v i i ru d n ic i S rb ije i B o s n e u s re d n je m v ije k u ,
S a ra je v o 1951.
C . J . J I R E Č E K , A r c h ä o l o g i s c h e F r a g m e n t e a u s B u l g a r i e n . A r ch . e p ig r . M iît. 1 0 ( 1 8 8 6 ) 1 2 9 -
209.
K l.- P . J O H N E , G e s e lls c h a f t = G e s e lls c h a ft u n d W irts c h a ft d e s R ö m isc h e n R e ic h e s im 3.
J a h r h u n d e r ts , B e rlin 1993.
A . H . M . J O N E S , E m p ire I = T h e L a te r R o m a n E m p ire 2 8 4 - 6 0 2 . A S o c ia l E c o n o m ic a n d
A d m i n i s t r a t i v e S u r v e y 1, O x f o r d 1 9 6 4 .
A. H . M . JO N E S , E conom y = The R om an E c o n o m y . S tu d ie s in A n c ie n t E c o n o m ic a n d
A d m in is tr a tiv e H is to ry . O x f o r d 1974.
B . W . J O N E S , D o m itia n = T h e E m p e r o r D o m itia n , L o n d o n - N e w Y o rk 1 9 9 2 .
G . D . B . J O N E S , R o m a n m i n e s a t R i o T i n t o . J o u r . R o m . S t. 7 0 ( 1 9 8 0 ) 1 4 6 - 1 6 5 .
R . F . J . J O N E S - D . G . B I R D , R o m a n G o l d - M i n i n g in N o r t h - W e s t S p a i n , II: W o r k i n g s
o n t h e R i o D u e m a . J o u r . R o m . S t. 6 2 ( 1 9 7 2 ) 5 9 - 7 4 .
J . J O S 1 F O V 1 Ć , O k t a v i j a n o v o r a t o v a n j e u I l i r i k u . Ž i v a a n t. ( 1 9 5 6 ) I , 1 3 9 - 1 6 5 .
B . J O V A N O V I Ć , M e ta llu r g y = E a rly M e ta llu r g y in Y u g o s la v ia . P a p e r s fr o m th e S e c o n d
I n t e r n a t i o n a l C o n f e r e n c e o n th e B e g in n i n g o f t h e U s e o f M e t a ls a n d A l lo y s . Z h e n g h o n ,
C h in a 2 1 - 2 6 O c to b e r 1 9 8 6 . M a s a c h u s e t t s 1 9 8 8 , 6 9 - 7 9 .
B . J O V A N O V IĆ , L e s p re m iè re s m in e s d e c u iv re d e s B a l k a n s e t le r ô l e q u 'e l l e s o u t j o u e
d a n s le d e v é l o p p e m e n t d e la m é t a l l u r g i e d a n s l 'E u r o p e d u S u d - E s t. M in e r ia y m e ta lu r g ia
en la s a n tig u a s c iv iliz a c io n e s M e d ite r r a n e a s y E u ropeas I. C o lo q u io in te m a c io n a l
a s o c ia d o , M a d rid 2 4 -2 8 o c to b r e 1 9 8 5 , M a d rid 1 9 8 9 , 1 3 -1 9 .
I. F . J U K 1 Ć , Z e m l j o p i s i p o v i e s t n i c a B o s n e . Z a g r e b 1 8 5 1 .
J . J U N G , R ö m e r = R ö m e r u n d R o m a n e n in d e n D o n a u l ä n d e m . H i s t o r i s c h -
e t h n o g r a p h i s c h e S t u d i e n 2, I n n s b r u k 1 8 8 7 .
M . J U R IŠ 1 Ć , B ro d o lo m n a P a k l e n i m o t o c i m a . K a r a k a . R e v i j a z a p o m o r s t v o 1 -2 ( 1 9 8 0 ) 3 6 -
38.
M . J U R 1 Š 1 Ć , A n t i č k i b r o d o l o m n e d a l e k o V r b o s k e - o t o k H v a r , O b a v . H r v . a rh . d r. 2 7
( 1 9 9 5 ) 1, 2 9 - 3 1 .
M . JU R IŠ IĆ , H id ro a rh e o lo š k a d je la tn o s t d ržav n e u p ra v e za z a š titu k u ltu rn e i p riro d n e
b a š t i n e u g o d i n i 1 9 9 5 . , O b a v . H r v . a rh . d r. 2 8 ( 1 9 9 6 ) 1 , 3 2 - 3 5 .
F. K A C E R , G e o lo g ija 1 = G e o lo g ija B o s n e i H e rc e g o v in e I, S a r a j e v o 1 9 2 6 .
I. K A J A N T O , C o g n o m in a = T h e L a tin C o g n o m in a , H e ls in k i 1 9 6 5 .
Z . K A J M A K O V I Ć , D r i n a u d o b a K o s a č a . N a š e s ta r . 1 4 - 1 5 ( 1 9 8 1 ) 1 4 7 - 1 5 4 .
F. K A N I T Z , S t u d i e n = R ö m i s c h e S t u d i e n in S e r b i e n . D e r D o n a u - G r e n z w a l l , d a s
S t r a s s e n n e t z , d i e S t ä d t e , C a s t e l l e , D e n k m a l e , T h e r m e n u n d B e r g w e r k e z u r R ö m e r z e i t in
K ö n i g r e i c h e S e r b i e n . D e n k s c h r i f te n d e r k. A k a d . d e r (P iss., P h i lo l.- h is t. K l. 4 1 , A b h . 11,
W ie n 1 8 9 2 .
F. K A N IT Z , S e rb ie n = D a s K ö n ig re ic h S e rb ie n , L a n d u n d B e v ö lk e ru n g , L e ip z ig 1 9 0 3 .
R . K A T I Č I Ć , D a s m i t t e l d a l m a t i n i s c h e N a m e n g e b i e t . Ž i v a a n t. 1 2 ( 1 9 6 3 ) 2 5 5 - 2 9 2 .
R . K A T 1 Č 1 Ć , Illy ric u m m y th o lo g ic u m , Z a g r e b 1 9 9 5 .
F . K A T Z E R , Ü b e r d i e Z u s a m m e n s e t z u n g G o l d s e i f e i n B o s n i e n . Ö s te r r . Z ts c h r . f ü r B e r g - u.
H ü tte n w . X L 1 X ( 1 9 0 1 ) 1 - 1 2 .

155
F . K A T Z E R , Z u r K e n n tn is d e r A r s e n e r z la g e r s tä tte n B o s n i e n s . Ö s te r r . Z ts c h r . f ü r B e r g - u.
H ü tte n w . 2 0 - 2 1 ( 1 9 1 2 ) 3 - 1 9 .
F . K A T Z E R , G e o lo g ija = G e o lo g ija B o s n e i H e r c e g o v in e I .S a r a je v o 1926.
I. K E L L N E R , R i m s k i g r a g j e v n i o s t a c i u I l i d ž a m a k o d S a r a j e v a . G la s . Z e m . m u z. 7 (1 8 9 5 )
1 6 1 -1 9 7 .
I. K E L L N E R , R ö m i s c h e B a u r e s t e in l l i d ž e b e i S a r a j e v o . fV iss. M itt. B o s. H e r z . 5 (1 8 9 7 )
1 3 1 -1 6 2 .
A. K ER A M 1D Č 1EV , Iz v o ri z a ru d a rs tv o to i m e ta lu rg ija ta vo A n tič k a M a k e d o n ija . M ac.
a c t. a r c h . 3 ( 1 9 7 7 ) 1 0 3 - 1 1 5 .
D. K IE N A S T , K a is e rta b e lle = R ö m is c h e K a is e rta b e lle . G ru n d zü g e e in e r rö m isc h e n
K a is e rc h ro n o lo g ie . D a rm s ta d t 1 9 9 0 .
B . K I T A N O S K I , F ib u li o d V -Ill v e k o d s ta ra ta e ra v o N a ro d n io t m u z e j v o P r ile p . Z b o r.
Iz d . A rh . m u z. S k o p j e 4 - 5 ( 1 9 6 1 - 1 9 6 6 ) 1 - 1 7 .
J . K N E Ž E V IĆ , P lje v lja = Iz d a le k e p ro š lo s ti p lje v a ljs k o g k ra ja , P lje v lja 1 9 7 9 .
J. K N E Ž E V I Ć , T r a g o v i m a n e p i s a n e i s t o r i j e . M o s to v i 15 (1 9 8 3 ) 7 7 - 8 4 .
P. K N E IS S L , S ie g s titu la tu r = D ie S ie g s titu la tu r d e r rö m is c h e n K a is e r. U n te rs u c h u n g e n z u
d e n S ie g e lb e in a m e n d e s e rs te n u n d z w e ite n J a h rh u n d e rts , G ö ttin g e n 1969.
A . K O L B , B a u v e r w a l t u n g = D i e K a i s e r l i c h e B a u v e r w a l t u n g in d e r S t a d t R o m . G e s c h i c h t e
u n d A u f b a u in d e r C u r ia o p e ru m p u b lic o r u m u n t e r d e m P rin z ip a t, S tu ttg a rt 1 9 9 3 .
J . K O L E N D O , L e l i n g o t d e p l o m b t r o u v é f N o v a e e t s e s i n s c r i p t i o n s . A r c h e o l o g ia . R o c z n i k
I n s ty tu tu h i s t o r i i k u ltu r y m a t é r i a l i t é j P o l s k i e j A k a d e m i i N a u k 3 7 ( 1 9 8 6 ) 1 9 8 7 , 8 7 - 9 8 .
J . K O R O Š E C , N e k o l i k o p i t a n j a o k o n e k r o p o l e u T r e b e n i š t u . G la s . Z e m . m u z. 8 ( 1 9 5 3 ) 9 1 -
101.
M . K O S O R I Ć , S p o m e n i k M itr i n o g k u lt a iz o k o li n e Z v o m i k a . Č la n c i i g r a đ a 6 (1 9 6 5 ) 4 9 -
56.
W . K Ö S T E R M A N N , D e r p a n n o n is c h - d a lm a tin is c h e K r ie g 6 - 9 n . C h r . H erm es 81 (1 9 5 3 )
3 4 5 -3 7 8 .
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D. K O V A Č E V IĆ -K O JIĆ , P riv re d n i ra z v o j = P riv re d n i ra z v o j s re d n jo v je k o v n e bosanske
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G . K R A L J E V I Ć , S k u p n i n a l a z s e s t e r t i u s a i d e n a r i u s a k o d B u g o j n a . A r h . v e s t. 2 3 ( 1 9 7 2 ) 6 7 -
68 .
G . K R A L J E V IĆ , A n tič k i n o v a c s tr a v n ič k o g p o d r u č ja k o ji se n a la z i u z b irc i Z e m a ljs k o g
m u z e j a u S a r a j e v u . Z b o r . Z a v ič . m u z. T ra v . 3 ( 1 9 8 0 ) 8 5 - 9 4 .
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A r c h . In st. 3 ( 1 9 0 0 ) B b l. 1 0 5 - 1 7 8 .
F. L A D E K - A . v. P R E M E R S T E IN - N . V U L I Ć , A n t i k e D e n k m ä l e r i n S e r b i e n . Jh . Ö s te r r .
A r c h . In st. 4 ( 1 9 0 1 ) B h 7 3 - 1 6 2 .
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G . LA N G M A N N , M a rk o m a n e n k rie g e = D ie M a rk o m a n e n k rie g e 1 6 6 /1 6 7 b is 180.
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r u d a r s k ih u s ta n o v a u H r v a ts k o j o d n a j s t a r ij e g v r e m e n a d o g . 18 5 9 .1 , Z a g r e b 1 9 4 2 .
S . L Ä U F E R , B e r g w e r k s s k la v e n = D ie B e r g w e r k s s k la v e n v o n L a u r e io n II, M a in z 1 9 5 6 .
W . M . L E A K E , N u m is m a tic a = N u m is m a tic a H e lle n ic a , L o n d o n 1 8 5 6 .
F . L E N O R M A N T , L a m o n n a i e = L a m o n n a i e d a n s l 'a n t i q u i t é 2 I, B o l o g n a 1 9 6 9 .
P . R . L E W I S - G . D . B . J O N E S , R o m a n G o l d - m i n i n g i n N o r t h - W e s t S p a i n . J o u r . R o m . St.
6 0 (1 9 7 0 ) 1 6 9 -1 8 5 .
P . L IS IČ A R , L e g e n d a o K ad m u i veze L ih n id a s E g e jo m i J a d r a n o m . Ž iv a a n t. 3 ( 1 9 5 3 )
2 4 5 -2 6 1 .
P . L IS IČ A R , O je d n o m t i p u l u č n e f i b u l e i z n a š i h a r h e o l o š k i h z b i r k i . R a d . F il. f a k . Z a d a r 2
(1 9 6 0 /6 1 ) 2 5 - 3 6 .
Š . L J U B I Ć , S t a r o - d a l m a t i n s k o p e n e z o s l o v j e . A rk . p o v . ju g . 2 (1 8 5 2 ) 1 6 9 - 2 0 8 .
Š. L JU B IĆ , I n s c rip tio n e s quae Z a g ra b ia e in M u seo n a tio n a li a s s e rv a n tu r. R ad JA ZU 34
(1 8 7 6 ) 1 -8 1 .
R. M A C K , G re n z m a rk e n = G re n z m a rk e n und N ach b arn M a k e d o n ie n s im N o rd en und
W e s t e n . D is s . G ö t t i n g e n 1 9 5 1 .
A. M A IE R , D ie S ilb e rp rä g u n g von A p o llo n ia und D y r r h a c h i u m . N u m . Z ts c h r ., N. F. 4 1
(1 9 0 8 ) / , 1 -3 3 .
F . M A IE R , Z u r e in ig e n b o s n is c h - h e rz e g o w in is c h e n B ro n z e n in G r i e c h e n l a n d . G e r m a n ia
1 -2 ( 1 9 5 6 ) 6 3 - 1 5 .
M . M A N D 1 Ć , S t a r i n e k o d f o j n i č k o g K i s e l j a k a . G l a s . Z e m . m u z. 3 7 ( 1 9 2 5 ) 6 1 - 6 5 .
Đ . M A N O -Z IS I - L J. P O P O V IĆ , Iliri i G rc i = Iliri i G rc i. N jih o v i k u ltu rn i odnosi u
p ro š lo s ti naše z e m lje na osnovu a rh e o lo š k o g m a te rija la . T e m a tsk a iz lo ž b a A n tič k o g
o d e lje n ja N a r o d n o g m u z e ja u B e o g ra d u , d e c e m b ra 1 9 5 9 - f e b ru a r I9 6 0 , B e o g ra d 1 9 5 9 , 3 2 -
36.
D J. M A N O -Z IS I - B . L J. P O P O V IĆ , N o v i P a z a r. Ilirs k o - g rč k i n a la z , B e o g ra d 1969.
R . M A R I Ć , P r i l o z i a n t i č k o j ¡ s t o r i j i S r b i j e . S t a r i n a r n. s. 3 -4 (1 9 5 3 -5 4 ) 1 9 5 5 , 2 5 -4 4 .
R . M A R I Ć , S i t n i p r i l o z i i z a r h e o l o g i j e i e p i g r a f i k e . S t a r i n a r n. s. 5 - 6 ( 1 9 5 4 - 5 5 ) 3 5 6 - 3 6 2 .
R. M A R IĆ , O sta v e s ta ro g novca u n u m iz m a tič k o j z b irc i N a ro d n o g m u z e ja u B eo g ra d u .
S a o p . Z a v . z a š t. sp o rn . B e o g . 1 ( 1 9 5 6 ) 1 7 9 - 1 8 1 .
Z. M A R IĆ , O rn a m e n tira n e p o ja s n e p lo č e s a g ra d in e u O š a n ić im a k o d S t o c a . G la s . Z e m .
m u z. 2 7 - 2 8 (1 9 7 2 -7 3 ) 2 5 7 - 2 6 0 .'

157
Z . M A R I Ć , N o v o o t k r i v e n a o b l o g a p o j a s n e p l o č e s a G r a d i n e u O š a n i c i m a k o d S t o e a . G la s .
Z e m . m u z. 3 9 ( 1 9 7 4 ) 1 9 7 6 , 3 5 - 4 0 .
Z . M A R IĆ , D e p o p ro n a đ e n u ilirs k o m g r a d u D a o r s . . . ( 2 . s t . p r . n . e . ) . G la s . Z e m . m u z. 3 3
(1 9 7 8 ) 2 3 - 1 1 4 .
Z . M A R IĆ , B ro n z e n e G u ß fo rm e n a u s d e r S ta d t D a o r s ... o b e r h a lb d e s D o rfe s O š a n ić i b e i
S t o l a c . W iss. M itt. B o s . H e r z . L a n d e s m . 6 ( 1 9 7 9 ) 2 1 1 - 2 4 2 .
Z. M A R IĆ , N e u e n td e c k te r B e la g e in e r G ü rte lp la tte au f dem G ra d in a von O š a n ić i bei
S t o l a c . W iss. M itt. B o s . H e r z . L a n d e s m . 6 ( 1 9 7 9 ) 2 9 5 - 3 1 0 .
Z . M A R IĆ , N o v č ić i tr e ć e g i d r u g o g s to lje ć a s ta r e e re s a G r a d in e u O š a n ic im a k o d S to c a .
G la s . Z e m . m u z. 2 7 - 2 8 ( 1 9 7 2 - 7 3 ) 2 3 7 - 2 5 6 .
Z . M A R I Ć , B r o n z e n e G u ß f o r m e n a u s d e r S ta d t D a o r s ... o b e r h a lb d e s D o r f e s O š a n ić i b e i
S t o l a c . W iss. M itt. B o s . H e r z . L a n d e s m . 6 ( 1 9 7 9 ) 2 1 1 - 2 4 2 .
Z. M A R IĆ , M ü n z e n aus dem d ritte n und z w e ite n Ja h rh u n d e rt v. u. Z . von G ra d in a in
O š a n i ć i b e i S t o l a c . W iss. M itt. B o s . H e r z . L a n d e s m . 6 ( 1 9 7 9 ) 1 8 3 - 2 0 4 .
Z . M A R IĆ , R e z u lta ti is tr a ž iv a n ja u tv r đ e n o g ilirs k o g g r a d a k o d O š a n ić a b liz u S to c a ( 1 8 9 0 -
1 9 7 8 ) , I I . d i o . H e r c e g o v i n a . G o d i š n j a k z a k u ltu r n o i p o v i j e s n o n a s l i j e đ e 2 ( 1 0 ) 1 9 9 6 , 7 - 3 3 .
I . M A R O V I Ć , I z n u m i z m a t i č k e z b i r k e A r h e o l o š k o g m u z e j a u S p l i t u . G o d . C e n t. b a lk . isp .
1 3 (1 9 7 6 ) 2 2 1 -2 4 4 .
R . M A T IJ A Š IĆ , N o m e n c la tu ra o e c o n o m ic a a n tič k e I s tr e . A rh . ra d . ra s p r. 12 (1 9 9 6 ) 1 7 1 -
188.
J . M . F . M A Y , D a m a s tio n = T h e C o in a g e o f D a m a s tio n and th e L e s s e r C o in a g e s o f th e
Illy ro - P a e o n ia n R e g io n , L o n d o n 1939.
Đ . M A Z A L I Ć , G la s . Z e m . m u z. 6 ( 1 9 6 1 ) 1 4 9 .
A . M A Y E R , P o l o ž a j D a m a s t i j a . N u m i s m a t ik a 2 - 4 ( 1 9 3 4 - 1 9 3 6 ) 1 7 - 2 5 .
A. M A Y ER , S p ra c h e = D ie S p ra c h e der A lte n Illy rie r I. E in le itu n g . W ö rte rb u c h der
illy ris c h e n S p ra c h re s te . Ö s te r r . A kad. d. W iss. P h i l.- h i s t . K l. L in g . A b t. X V . S e h r . d.
B a lk a n k . W i e n 1 9 5 7 .
J . M E D I N I , E i n t a u r o b o l i s c h e s O b j e k t u n d d a s R i t u a l a u f Z e c o v i . A r c h . lu g . 2 0 - 2 1 ( 1 9 8 0 -
81) 9 6 -1 0 2 .
J . M E D I N I , L e c u l t e d e C y b ć l e d a n s l a l i b u m i e a n t i q u e . H o m m a g e ä M . J. V erm a sseren ,
v o l. 2 , L e i d e n 1 9 7 8 , 7 3 2 - 7 5 6 .
J. M E D IN I, K u lt J u p itr a i D o l i h e n a u r i m s k o j p r o v i n c i j i D a l m a c i j i . G o d . C e n t. b a lk . isp .
X X /1 8 (1 9 8 2 ) 5 3 - 9 0 .
V . M IK O L J I, Ž e lje z o = P o v ije s t ž e lje z a i ž e lje z n o g o b r ta u B o s n i, Z e n ic a 1 9 6 9 .
I. M IK U L Č IĆ , P e la g o n ija = P e la g o n ija u s v e tlo s ti a rh e o lo š k ih n a la z a , S k o p lje - B e o g ra d

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Z . M IR D IT A , In to m o a l p ro b le m a d e lf u b ic a z io n e e d e lla id e n tific a z io n e d i a lc u n i
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Z . M I R D I T A , I n t e r v e n t i o n s u r la c o m m u n i c a t i o n d e P . C . S e s t i e r i . I lir ia 4 (1 9 7 6 ) 4 3 1 - 4 3 2 .
M . M IR K O V IĆ , N ovi n a tp is i iz o b la s ti rim s k o g lim e s a u G o rn jo j M e z i j i . Ž i v a a n t. 15
(1 9 6 5 ) 3 8 1 - 3 9 5 .
M . M IR K O V IĆ , U rb a n is ie ru n g und R o m a n is ie ru n g O b e rm o e s ie n s . ü b e r d ie A nw endung
d e r s t a t i s t i s c h - o n o m a s t i s c h e n F o r s c h u n g s m e t h o d e . Ž i v a a n t. 1 9 ( 1 9 6 9 ) 2 3 9 - 2 6 2 .
M . M I R K O V I Ć , B e n e f i c i j a m a s t a n i c a k o d N o v o g P a z a r a . Ž i v a a n t. 2 1 ( 1 9 7 1 ) 2 6 3 - 2 7 1 .

158
M . M I R K O V I Ć , I z i s t o r i j e P o l i m l j a u r i m s k o d o b a . G o d . C e n t. b a lk . is p . X I V / ] 2 ( 1 9 7 5 ) 9 5 -
108.
M . M I R K O V I Ć , E in B a rb a re n e in fa ll in O b e r m o e s i e n u n d d a s n o rd ö s tlic h e D a lm a tie n im
Ja h re 254. L im e s . A k te n d e s X I. in t. L im e s k ., S z e k e s f e h e r v d r 3 0 . 8 .- 6 .9 . 1976, B u d a p e st
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M . M IR K O V IĆ , A n tis te s S te fa n u s i g ra đ e v in s k a d e la tn o s t J u s tin ija n o v a v re m e n a u
P o l i m l j u . Z b o r . Viz. in st. 1 8 ( 1 9 7 8 ) 1 - 8 .
A . M IR N IK , H o a rd s = C o in H o a r d s i n Y u g o s l a v i a , B A R I n te r n a t io n a l S e r i e s 9 5 , O x f o r d
1981.
K . M I S I L O , R i m s k i s p o m e n i c i i z B o s n e . G la s . l e m . m u z. 4 8 ( 1 9 3 6 ) 1 5 - 2 6 .
A . M Ö C S Y , B e v ö lk e r u n g = D ie B e v ö lk e r u n g v o n P a n n o n ie n b is z u d e n
M a rk o m a n n e n k rie g e n , B u d a p e s t 1 9 5 9 .
A . M Ö C S Y , P a n n o n ia R E S u p p l. IX , 1 9 6 2 = P a n n o n ia . u P a u ly -W is s o w a ,
R e a le n c y c lo p ä d ie d e r c la s s is c h e n A lte rtu m s w is s e n s c h a ft, S u p p l. IX . 5 1 5 - 7 7 6 , S tu ttg a rt
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A . M Ö C S Y , M u n i z i p a l e G e m e i n d e n u n d i h r e T e r r i t o r i e n i n M o e s i a S u p e r i o r . G o d . C e n t,
b a lk . isp . V /3 ( 1 9 6 7 ) 1 5 1 - 1 6 6 .
A . M Ö C S Y , G e s e l l s c h a f t = G e s e l l s c h a f t u n d R o m a n i s a t i o n in d e r r ö m i s c h e n P r o v in z
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G ru n d lin ie n d e r G e o lo g ie v o n B o s n i e n - H e r c e g o v i n a , J b . g e o l. R e i c h s a m t ., B d . 3 0 ( 1 8 8 0 )
1 5 7 -4 9 2 .
T h . M O M M S E N , S c h rifte n = H is to ris c h e S c h rifte n , B e rlin 1 9 0 6 .
R . M O W A T , E c l a i r c i s s e m e n t s s u r l e s m o n n a i s e s d e s m i n e s . R e v . n u m ., s e r . III, 1 2 ( 1 8 9 4 )
3 7 3 -4 1 3 .
S t. M R O Z E K , Z u r F r a g e d e r V e r b r e ie tu n g v o n S tr a f g e f a n g e n a r b e i t in r ö m is c h e n
B e r g w e r k e n . E o s 5 5 (1 9 6 5 ) 2, 3 4 1 - 3 4 6 .
S t . M R O Z E K , A s p e c t s s o c i a u x e t a d m i n i s t r a t i f s d e s m i n e s d ' o r r o m a i n e s d e D a c i e . A p u lu m
7 /1 ( 1 9 6 8 ) 3 0 7 - 3 2 6 .
S t. M R O Z E K , D ie G o l d b e r g w e r k e im rö m isc h e n D a z i e n . A N R W II 6 , B e r l i n - N e w Y o rk
1 9 7 7 , B e rlin - N e w Y o rk 19 7 7 , 9 5 -1 0 9 .
S. M R O Z E K , Z u r R e lig io n d e r rö m isc h e n B e rg le u te in d e r P rin z ip a tz e it. E os 70 (1 9 8 2 )
1 3 9 -1 4 8 .
T . N A G Y , A . D o b o : D i e V e r w a l tu n g d e r r ö m i s c h e n P r o v i n z P a n n o n i e n v o n A u g u s t u s b i s
D i o c le t ia n u s . B u d a p e s t 1 9 6 8 . A c t a A r c h . A c a d . S c . H u n g . 2 1 ( 1 9 6 9 ) 3 9 5 - 4 0 9 .
D O M IN 1 C 1 M A R C I N E G R I V E N E T 1 , G e o g ra p h ia e = G e o g ra p h ia e c o m m e n ta to riu m lib ri
X I, B a s ilia e 1 5 5 7 .
M . N I K O L A N C I , N e r e t v a = I r is il ly r ic a . D o lin a r ije k e N e re tv e o d p r e th is to r ije d o r a n o g
s r e d n j e g v ije k a . Z n a n s t v e n i s k u p M e t k o v i ć 4 - 7 l i s t o p a d a 1 9 7 7 , I z d a n j a H A D - a , S p l i t 1 9 8 0 ,
1 5 5 -1 6 0 .
H .- C h r . N O E S K E , S tu d ie n z u r V e r w a ltu n g u n d B e v ö lk e r u n g d e r d a k is c h e n G o ld b e r g w e r k e
in r ö m i s c h e r Z e i t . B o n n e r J b . 1 7 7 (1 9 7 7 ) 2 7 1 - 4 1 6 .
R . N O L L , A lte r tu m s = V o m A lte rtu m s b is M itte la lte r. S p ä ta n tik e , a ltc h r is tlic h e ,
v ö lk e r w a n d e r u n g s z e itlc ih e u n d frü c h m itte la lte rlic h e D e n k m ä le r, W ie n 1958.

159
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(1 9 4 8 ) 1 2 9 -1 5 2 .
A . O C E T E A , (s to r ija = Is to rija ru m u n js k o g n a ro d a , N o v i S a d 1979.
P . O E R S T E D , E c o n o m y = R o m a n I m p e r i a l E c o n o m y a n d R o m a n i s a t i o n . A s t u d y in R o m a n
im p e ria l a d m in is tr a tio n a n d th e p u b lic le a s e s y s te m in t h e D a n u b i a n p r o v i n c e s f r o m t h e f ir s t
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3 2 (1 9 7 7 ) 1 8 1 -2 9 1 .
S . P A N C I E R A , A q u i l e i a = V i t a e c o n ó m i c a d i A q u i l e i a in c i t a r o m a n a . A q u i l e i a 1 9 5 7 .
F . P A P A Z O G L U , L e m u n ic ip iu m M a l v e s ia t i u m e t s o n t e r r i t o i r e . Ž iv a a n t. ( 1 9 5 7 ) 1, 1 1 4 -
122.
F. P A P A Z O G L U , L e s o r i g i n e s e t l a d e s t i n é e d e l 'é t a t I l l y r i e n : I l l y r i i p r o p r i e d i c t i . H is to r ia
X lV /2 (1 9 6 5 ) 1 4 3 - 1 7 9 .
F . P A P A Z O G L U , L e s o r i g i n e s e t l a d e s t i n é e d e l 'é t a t I l l y r i e n : I l l y r i i p r o p r i e d i c t i . H is to r ia
1 4 (1 9 6 5 ) 1 4 3 -1 7 9 .
F . P A P A Z O G L U , P o r e k l o i r a z v o j i l i r s k e d r ž a v e . G o d . C e n t. b a lk . isp . 5 ( 1 9 6 7 ) 1 2 3 - 1 4 4 .
F . P A P A Z O G L U , P l e m e n a = S r e d n j o b a l k a n s k a p l e m e n a u p r e d r i m s k o d o b a , D je la
A N U B iH X X X , C e n t. b a lk . isp . kn j. I , S a r a j e v o 1 9 6 9 .
F. P A P A Z O G L U , T rib e s = The C e n tra l B a lk a n T rib e s in P re - R om an T im e s : T rib a lli,
A u ta ria ta e , D a rd a n ia n s , S c o rd is c i a n d M o e s ia n s , A m s te rd a m 1978, 136.
M . P A R O V IĆ -P E Š IK A N , O k a ra k te ru g r č k o g m a te rija la n a G la s in c u i p u te v im a n je g o v o g
p r o d i r a n j a . S t a r i n a r n. s. U (I9 6 0 ) 2 1 -4 5 .
M . P A R O V I Ć - P E Š I K A N , L e s I l l y r i e n s a n , c o n t a c t d e G r e c s . A r c h . lu g . 5 ( 1 9 6 4 ) 6 1 - 8 1 .
E . P A Š A L 1 Ć , A n tič k i tra g o v i iz o k o lin e B u g o jn a i G o rn je g V a k u f a . G la s . Z e m . m u z. 8
(1 9 5 3 ) 3 4 5 - 3 4 8 .
E. P A Š A L IĆ , O a n tič k o m r u d a r s t v u u B o s n i i H e r c e g o v i n i . G la s . Z e m . m u z. 9 ( 1 9 5 4 ) 4 7 -

75.
E . P A Š A L I Ć , Q u e s t i o n e s d e b e l l o d a l m a t i c o - p a n n o n i c o q u e ( a . 6 - 9 n . a e . ) . G o d . 1st. d r u š .
B o s. H e r c . 8 ( 1 9 5 6 ) 2 4 5 - 3 0 0 .
E . P A Š A L I Ć , R i m s k i p u t o d M r k o n j i ć G r a d a p r e m a B a n j a L u c i . N a š e s ta r . 3 ( 1 9 5 6 ) 7 5 - 7 8 .
E . P A Š A L I Ć , R ö m i s c h e S t r a s s e n in B o s n i e n u n d d e r H e r c e g o v i n a . A r c h . lu g . 3 ( 1 9 5 9 ) 6 1 -
73.
E . P A Š A L IĆ , N a s e lja = A n tič k a n a s e lja i k o m u n ik a c ije u B o s n i i H e rc e g o v in i, S a ra je v o

1960.
E. P A Š A L IĆ , D ie W irts c h a fts b e z ie h u n g e n z w is c h e n dem H in te rla n d d e r A d ria und dem
r ö m i s c h e n l i m e s a n d e r D o n a u . A rh . r a d . r a s p r . 3 ( 1 9 6 3 ) 1 6 7 - 1 7 6 .
E . P A Š A L I Ć , R o l l e u n d B e d e u t u n g d e r r ö m i s c h e n E i s e n b e r g w e r k e in W e s t b o s n i e n f ü r d e n
p a n n o n is c h e n L i m e s . S tu d , z u d e n M i l it ä r g r . R o m s. B e ih e f te d e r B o n n e r J a h r b ü c h e r , 19
(1 9 6 7 ) 1 2 7 -1 3 0 .
E . P A Š A L IĆ , S a b ra n o d je lo , S ra je v o 1975.
E . P A Š A L I Ć , P e r i o d r i m s k e v l a d a v i n e d o k r a j a 111 v i j e k a n a š e e r e . K u lt. ist. B o s . H e r c . 2,
S a ra je v o 1 9 8 4 , 1 9 1 -3 0 8 .

160
V . P A Š K V A L I N , B r o n z a n a v o t i v n a r u k a i z S a s a . G la s . Z e m . m u z. 1 5 -1 6 (1 9 6 0 -6 1 ) 2 0 3 -
209.
V . P A Š K V A L IN , K u lto v i u a n tič k o doba n a p o d ru č ju B osne i H e r c e g o v i n e . G la s . Z e m .
m u z. 1 8 ( 1 9 6 3 ) 1 2 7 - 1 5 3 .
V . P A Š K V A L I N , R i m s k i ž r t v e n i c i i z S t a r o g M a j d a n a . G la s . Z e m . m u z. 2 4 (1 9 6 9 ) 1 6 5 -1 6 8 .
V . P A Š K V A L IN , D o lih e n i p a n o n s k o b o ž a n stv o S e d a t n a p o d ru č ju J a p re u a n tič k o d o b a .
G la s . Z e m . m u z. 2 5 ( 1 9 7 0 ) 1 9 - 2 8 .
V . P A Š K V A L I N , T o m b e a u x a n t i q u e s t a r d i f s d e J a j c e . W iss. M itt. B o s . H e r z . L a n d e s m u s . 5
(1 9 7 5 ) 6 9 - 8 0 .
V. P A Š K V A L IN , O u tv rđ e n jim a u B osni i H e rc e g o v in i u rim s k o d o b a . M a t e r i j a l i X X II .
O d b r a m b e n i siste m i u p r a is to r iji i a n tic i n a t lu J u g o s l a v i j e . X II k o n g re s a rh e o lo g a
J u g o s la v ije N o v i S a d 1984, N ovi Sad 1 9 8 6 , 1 5 3 -1 6 1 .
V . P A Š K V A L I N , S t a r o k r š ć a n s k a b a z i l i k a n a G r u d i n a m a u B u g o j n u . N o v a o b z o r ja 8 (1 9 9 0 )
4 3 -5 1 .
V. P A Š K V A L IN , P ro z o rs k a tra n z e n a sa s ta ro k rš ć a n s k e crk v e n a G ru d in a m a u B u g o jn u .
N a p r e d a k . H r v a ts k i n a r o d n i k a l e n d a r 1 9 9 1 , 1 9 4 - 2 0 0 .
V . P A Š K V A L I N , U l o m a k = U l o m a k p l u t e j a i z s t a r o k r š ć a n s k e b a z i l i k e u B u g o j n u . Z b o r n ik
r a d o v a p o s v e ć e n i h a k a d e m i k u A l o j z u B e n c u , P o s . izd . A N U B iH X C V , O d j. d r u š tv . n a u k a
28, S a ra je v o 1 9 9 1 ,2 0 9 - 2 1 9 .
K. P A T S C H , R i m s k a c e s t a u k o t a r u s r e b r e n i č k o m . G l a s . Z e m . m u z. 3 ( 1 8 9 1 ) 2 3 9 - 2 4 5 .
C. P A T S C H , B e r i c h t ü b e r e i n e R e i s e i n B o s n i e n . A r c h . e p ig r . M itt. 1 6 ( 1 8 9 3 ) 7 5 - 9 3 ; 125-
141.
K . P A T S C H , J a p o d i. G la s . Z e m . m u z. 8 ( 1 8 9 6 ) 1 1 3 - 1 3 9 .
C. P A T S C H , A rc h ä o lo g is c h - e p ig ra p h is c h e U n te rs u c h u n g e n z u r G e s c h ic h te d e r rö m is c h e n
P r o v i n z D a l m a t i e n . W iss. M itt. B o s . H e r z . 4 ( 1 8 9 6 ) 2 4 3 - 2 9 5 .
C. P A T S C H , D ie g r ie c h is c h - r ö m is c h e P r iv a ts a m m lu n g e n B o s n ie n s u n d d e r H e r c e g o v in a .
W M B H 5 (1 8 9 7 ) 1 7 3 -1 7 6 .
C . P A T S C H , M a li rim s k i n a h o g ja ji i p o s m a tr a n ja . I S k o p a ljs k o p o lje n a V r b a s u u r im s k o
d o b a . G la s . Z e m . m u z. 9 ( ¡ 8 9 7 ) 5 1 1 - 5 1 6 .
C . P A T S C H , A rc h ä o lo g is c h - e p ig ra p h is c h e U n te rs u c h u n g e n z u r G e s c h ic h te d e r rö m is c h e n
P r o v i n z D a l m a t i e n . W iss. M itt. B o s . H e r z . 5 ( 1 8 9 7 ) 1 7 7 - 2 4 1 .
C . P A T S C H , D a l m a c i j a i D a c i j a . G la s . Z e m . m u z. 9 ( 1 8 9 7 ) 6 6 5 - 6 7 3 .
C . P A T S C H , R i m s k a n a l a z i š t a u k o t a r u n o v l j a n s k o m . G la s . Z e m . m u z. 1 0 ( 1 8 9 8 ) 4 9 3 - 5 0 1 .
C . P A T S C H , A rc h ä o lo g is c h - e p ig ra p h is c h e U n te rs u c h u n g e n z u r G e s c h ic h te d e r rö m is c h e n
P r o v i n z D a l m a t i e n . W iss. M itt. B o s. H e r z . 6 ( 1 8 9 9 ) 1 5 4 - 2 7 3 .
C . P A T S C H , A rc h ä o lo g is c h - e p ig ra p h is c h e U n te rs u c h u n g e n z u r G e s c h ic h te d e r rö m is c h e n
P r o v i n z D a l m a t i e n . W iss. M itt. B o s . H e r z . 7 (1 9 0 0 ) 3 3 - 1 6 6 .
C . P A T S C H , N o v e r i m s k e e p i g r a f s k e t e č e v i n e i z B o s n e i H e r c e g o v i n e . G la s . Z e m . m u z. 1 2
(1 9 0 0 ) 1 6 9 -1 9 9 .
K. PA TSC H , N a h o g ja ji novca. I. Iz n u m iz m a tič k o g k a b in e ta i is u s o v a č k o g k o le g ija u
S k a d r u . G la s . Z e m . m u z. 12 ( 1 9 0 0 ) 5 4 3 - 5 4 5 .
C . P A T S C H , A rc h ä o lo g is c h - e p ig r a p h is c h e U n te rs u c h u n g e n z u r G e s c h ic h te d e r rö m is c h e n
P r o v i n z D a l m a t i e n . W iss. M itt. B o s. H e r z . 8 ( 1 9 0 2 ) 6 1 -1 3 0 .
K . P A T S C H , N a h o g j a j i n o v c a . G la s . Z e m . m u z. 1 4 ( 1 9 0 2 ) 3 9 1 - 4 3 8 .
C . P A T S C H , D i e S a v e s c h i f f a h r t i n d e r k a i s e r z e i t . J h . Ö s te r r . A r c h . In st. 8 ( 1 9 0 5 ) 1 3 9 - 1 4 1 .

161
C. P A T S C H . A rh e o lo š k o - e p ig ra fsk a is tra ž iv a n ja p o v ije s ti rim s k e p r o v in c ije D a lm a c ije .
G la s . Z e m . m u z. 1 8 ( 1 9 0 6 ) 1 5 1 - 1 8 2 .
C . P A T S C H , A rc h ä o lo g is c h - e p ig ra p h is c h e U n te rs u c h u n g e n z u r G e s c h ic h te d e r rö m is c h e n
P r o v i n z D a l m a t i e n . W iss. M ilt. B o s. H e r z . 9 ( 1 9 0 9 ) 1 0 4 - 1 8 3 .
K. P A T S C H , P r i l o z i n a š o j r i m s k o j p o v i j e s t i . G la s . Z e m . m u z. 2 2 ( 1 9 1 0 ) 1 7 7 -2 0 8 .
P A T S C H , A rc h ä o lo g is c h - e p ig ra p h is c h e U n te rs u c h u n g e n z u r G e s c h ic h te d e r rö m isc h e n
P r o v i n z D a l m a t i e n . W iss. M itt. B o s . H e r z . 1 2 ( 1 9 1 2 ) 6 8 - 1 6 7 .
K. P A T S C H , Z b irk e rim s k ih i g r č k ih s ta r in a u b o s .- h e r c . Z e m a ljs k o m m u z e j u . G la s . Z e m .
m u z. 2 6 ( 1 9 1 4 ) 1 4 1 - 2 2 9 .
C . P A T S C H , H e r z e g o w i n a = D i e H e r z e g o w i n a e i n s t u n d j e t z t . H i s to r is c h e W a n deru n gen
im K a r s t u n d a n d e r A d r i a , W i e n 1 9 2 2 .
C . P A T S C H , Z u r G e s c h i c h t e v o n S i r m i u m . S t r e n a B u lić ia n a . Z a g r e b - S p l i t 1 9 2 4 , 2 2 9 - 2 3 2 .
C . P A T S C H , Ilire t, T ira n fi 1 9 2 3 .
C. PA TSC H , D o n a u ra u m = D er K am pf um den D o n a u ra u m u n te r D o m itia n und T ra ja n .
B e iträ g e z u r V ö lk e rk u n d e v o n S ü d o s t e u r o p a V / 2 . A k a d . d. W iss. in W ien . P h il.- h is t. K L ,
S itz u n g s b . 2 1 7 , B d . 1, A b h a n d ., W i e n - L e i p z i g 1 9 3 7 .
U. P A U S E -D R E Y E R , A lb a n ie n = M ü n z p rä g u n g in I l l y r i e n . A lb a n ie n . S c h ä tz e a u s d e m
L a n d d e r S k i p e ta r e n , M a i n z a / R 1 9 8 8 , 8 5 - 9 0 .
M . P A V A N , P a n n o n i a S u p e r i o r = L a p r o v i n c i a R o m a n a d é l i a P a n n o n i a S u p e r i o r . A tti A c a d .
n a z . L in z., M e m o r i e d a s s . S c . m o r a li, s t ö r , f i l o l . S e r . VIII, v o l. VI, F a s e . 5 , R o m a 1 9 5 5 .
M . P A V A N , D a lm a z ia = R i c e r c e s u l l a p r o v i n c i a R o m a n a d i D a l m a z i a . Ist. Ven. S c . L e tt.,
A tti M em . X X X 11, V e n e z i a 1 9 5 8 .
E . P E G A N , N a jd b a d a m a s tio n s k ih s ta te r je v . A rg o 1 (1 9 6 2 ) 2 5 - 2 6 .
E . P E G A N , D e r F u n d d e r rö m is c h e n A u re i a u s Z v o n ig ra d b e i B a k o v ič i (F o jn ic a ) . A rg o 3
(1 9 6 4 ) 7 5 -7 6 .
E . P E G A N , D ie a n tik e n P r ä g s t e m p e l a u s J u g o s l a v i e n . A t t i G o n g . in t. n u m . R o m a 1 1 - 1 6 .
s e t t e m b r e 1 9 6 1 , v o l. 2, R o m a 1 9 6 5 , v o l. 1 1 , 4 3 5 - 4 4 1 .
J. P E T R O V I Ć N u m i z m a t i č k e n o v o s t i . A d D a m a s t i o n . N u m i z m a t ič a r 2 ( 1 9 2 5 ) 3 3 - 3 7 .
J . P E T R O V I Ć , S m je n a k u lt u r a n a L a š v i. “N a p re d a k K a le n d a r , S a r a j e v o 1 9 4 7 .
J . P E T R O V I Ć , R i m s k i n o v a c i z O b u d o v c a . G la s . Z e m . m u z. 1 0 ( 1 9 5 5 ) 1 8 1 - 1 9 7 .
J. P E T R O V I Ć , N o v i a r h e o lo š k i n a la z i iz d o lin e G o r n je g V r b a s a . G la s . Z e m . m u z. 1 5 -1 6
(1 9 6 0 -6 1 ) 2 2 9 - 2 3 4 .
H. G. P F L A U M , L es P ro c u ra te u rs = L e s P ro c u ra te u rs E c q u e s tr e s s o u s le H a u t - E m p ir e
R o m a in , P a ris 1 9 5 0 .
H. G . P F L A U M , D eux c a rriè re s é q u e stre s d e L a m b è s e e t d e Z a n a . L ib y c a 3 (1 9 5 5 ) 124-
154.
H . G . P F L A U M , L e s C a rriè re s = L e s c a rriè re s p ro c u ra to rie n n e s é q u e s tre s s o u s le H a u t -
E m p ir e ro m a in , P a r is 1 9 6 0 ,1 9 6 1 .
K . P I N K , L o k a l e P r ä g u n g e n a u s S i n u s R h i z o n i c u s . S e r t a H a f f i li e r ia n a , Z a g r e b 1940, 527-
535.
K. P I N K , O s t k e l t e n = D i e M ü n z p r ä g u n g d e r O s t k e l t e n u n d i h r e r N a h b a m . D is s . P a n n ., S e r .
11, F a s e . 15, B u d a p e s t 1 9 3 9 .
K. P I N K , L o k a l e P r ä g u n g e n a u s S i n u s R h i z o n i c u s . S e r t a H o f f tlle r ia n a . Z a g r e b 1940, 527-

535.
D . P I N T E R O V I ć , M u r s a u s v j e t l u n o v i h i z v o r a i n o v i j e l i t e r a t u r e . O s j. z b o r . 11 ( 1 9 6 9 ) .
K. P I N T N E R , A p o llo n ia - i D y r r h a c h iu m - n o v c i iz m o je z b ir k e . G Z M 16 ( 1 9 0 4 ) 2 3 7 -2 4 3 .

162
R , P L A N T , T y p e s = G r e e k C o in T y p e s a n d th e ir I d e n tific a tio n , L o n d o n 1979,
L . P O G A T S C H N I K , S t a r i r u d o k o p i u B o s n i . G la s . Z e m . m u z. 2 ( 1 8 9 0 ) 1 2 5 -1 3 0 .
L . P O G A T S C H M K , A l t e r B e r g b a u i n B o s n i e n . W iss. M iti. B o s. H e r z . 2 ( 1 8 9 4 ) 1 5 2 - 1 5 7 .
L J . P O P O V I Ć , S r e b r n o p o s u đ e i z n e k r o p o l e k o d T r e b e n i š t a . Ž i v a a n t. 8 ( 1 9 5 8 ) 1, 1 4 9 - 1 5 4 .
L J. B . P O P O V IĆ , H a lk id s k i š le m iz n e k r o p o l e k o d T r e b e n i š t a . Z b o r . N a r . m u z. B e o g . 4
(1 9 6 4 ) 8 5 -8 8 .
L J. P O P O V IĆ , K e lto i = T r e b e n iš te , N ovi P a z a r, P ecka B a n ja . K e lt o i . K e lti i n jih o v i
s u v r e m e n i c i n a tlu J u g o s l a v i j e , L j u b l j a n a 1 9 8 3 , 2 9 - 3 0 .
P . P O P O V IĆ , N o v a c = N o v a c S k o rd is k a . N o v a c i n o v č a n i p ro m e t n a c e n tra ln o m B a lk a n u
od IV do I v. p r. n. e. Le m onnayage des S c o rd is q u e s . L es m o n n a ie s et la c i r c u l a t i o n
m o n é t a i r e d a n s le c e n t r e d e s B a l k a n s I V e - l e r s . a v . n.č., B e o g ra d - N o v i S ad 1987.
V. P O P O V I Ć , L e s m a s q u e s A u r é r a i r e s d e l a n é c r o p o l e a r c h a i q u e d e T r e b e n i š t e . A r ch . Iu g.
5 (1 9 6 4 ) 3 3 -4 4 .
V . P O P O V IĆ , O p o re k lu g rč k ih a rh a js k ih p re d m e ta iz n e k ro p o le kod T re b e n iš ta sa
p o s e b n im o s v rto m n a p r o b le m z l a tn i h m a s k i. S ta rin a r 1 5 -1 6 (1 9 6 4 -1 9 6 5 ) 1 5 - 3 0 .
C. PR A SC H N 1K ER , Zu den Funden von T r e b e n i s c h t e . J h . Ö s te r r . A r c h . In st. 2 7 ( 1 9 3 2 )
1 0 6 -1 1 4 .
H. Q U I R I N G , G e s c h i c h t e = G e s c h i c h t e d e s G o l d e s . D i e G o l d e n e n Z e i t a l t e r in i h r e r
k u ltu re lle n u n d w irts c h a ftlic h e n Bedeutung. S tu ttg a rt 1 9 4 8 .
H. Q U IR IN G - G . B E R G - F . F R I E D E N S B U R G , G o ld = D a s G o ld . D ie m e ta llis c h e n
R o h s to ffe 3 . S tu ttg a rt 1 9 4 0 .
V . R A D IM S K Ÿ , R im s k i g r a d D o m a v ija u G r a d in i k o d S r e b r e n ic e u B o s n i i tamošnji
i s k o p i . G la s . Z e m . m u z. 4 (1 8 9 1 ) 1 -1 9 .
V . R A D IM S K Ÿ , M a j d a n s k a gradina, n o v o n a la z iš te la te n s k ih bronzova u B o s n i. Glas.
Z e m . m u z. 4 ( 1 8 9 2 ) 231-235.
V . R A D IM S K Ÿ , P r e k o p a v a n je u D o m a v iji k o d S re b re n ic e g o d in e 1891. G la s . Z e m . m u z. 4
(1 8 9 2 ) 1 -2 4 .
V . R A D IM S K Ÿ , D ie G r a d in a von M a jd a n , e in n e u e r F u n d o rt v o n la T è n e - Bronzen in
B o s n ie n . Wiss. M itt. B o s. Herz. 1 ( 1 8 9 3 ) 1 8 0 -1 8 3 .
V. R A D IM S K Ÿ , G e n e r a lb e r ic h t ü b e r d ie b is c h e rig e n A u sg ra b u n g e n d e r rö m is c h e n S ta d t
D o m a v i a in G r a d i š k a b e i S r e b r e n i c a . Wiss. M itt. B o s. Herz. 1 ( 1 8 9 3 ) 2 1 8 -2 5 3 .
V . R A D I M S K Ÿ , N e k r o p o la n a J e z e r in a m a u P rito c i k o d B i š ć a . G la s . Z e m . m u z. 5 ( 1 8 9 3 )
3 7 -9 2 , 575-636.
V. R A D IM S K Ÿ , D as B iš ć e p o lje b e i M o sta r. A rc h ä o lo g is c h -to p o g ra p h is c h e S tu d ie . W iss.
M itt. B o s. Herz. 2 (1894) 3-34.
V . R A D IM S K Ÿ , Iz v je š ta j o is k o p in a m a u D o m a v iji k o d S re b re n ic e u g o d in a m a 1892. i
1 8 9 3 . G la s . Z e m . m u z. 6 ( 1 8 9 4 ) 1 - 4 7 .
V . R A D I M S K Ÿ , A r h e o l o š k e c r t i c e . G la s . Z e m . m u z. 7 ( 1 8 9 5 ) 2 1 7 - 2 2 8 .
V . R A D I M S K Ÿ , D i e r ö m i s c h e A n s i e d l u n g v o n M a j d a n b e i V a r c a r V a k u f . W iss. M itt. Bos.
H erz. 3 (1 8 9 5 ) 2 4 8 - 2 5 6 .
V . R A D I M S K Ÿ , B e r i c h t ü b e r d i e A u s g r a b u n g e n v o n D o m a v i a b e i S r e b r e n i c a in d e n J a h r e n
1 8 9 2 u n d 1 8 9 3 . W iss. M itt. B o s. Herz. 4 (1896) 2 0 2 -2 4 2 .
V . R A D I M S K Ÿ , D ie v o r g e s c h ic h tlic h e u n d r ö m is c h e n A lte r th ü m e r d e s B e z ie r k e s Ž u p a n ja c
i n B o s n i e n . W iss. M itt. B o s. H e r z. 4 ( 1 8 9 6 ) 1 3 5 - 1 6 9 .
V . R A D I M S K Ÿ , D ie G r a d in a Č ungar b e i C a z in . Wiss. M itt. Bos. H e r z . 4 ( 1 8 9 6 ) 7 3 -9 3 .

163
V . R A D I M S K Ÿ , D ie v o r g e s c h ic h tlic h e u n d r ö m is c h e n A lte r th ü m e r d e s B e z ie r k e s Ž u p a n ja c
i n B o s n i e n . W iss. M itt. B o s. H e r z . 4 ( 1 8 9 6 ) 1 3 5 - 1 6 9 .
V . R A D I M S K Ÿ , A r c h ä o l o g i s c h e T a g e b u c h b l ä t t e r . W iss. M itt. B o s. H e r z . 5 ( 1 8 9 7 ) 2 6 2 - 2 7 5 .
M . R A D IV O J A C , M e z e ji. P anonsko p le m e u s je v e ro z a p a d n o j B o s n i . Z b o r . k r a j. m u z. 7
(1 9 8 3 ) 1 1 1 -1 3 3 .
J . R A M 1 N , L a t e c h n i q u e d e s A n c i e n s . L a to m u s 1 5 3 , B r u x e l l e s 1 9 7 7 .
M . R A M O V 1 Ć , O b im ru d a rsk e d je la tn o s ti u s re b re n ič k o m k ra ju to k o m rim s k o g doba i
s r e d n j e g v i j e k a . Č la n c i i g r a đ a 4 (1 9 6 0 ) 3 4 - 4 2 .
M . R A M O V IĆ , R u d n ic i = S ta ri ru d n ic i, S a ra je v o 1981.
S . R E B E N I C H , H ie r o n y m u s = H ie r o n y m u s u n d s e in K re is . S tu ttg a r t 1 9 9 2 .
D. R E N D IĆ -M IO Č E V IĆ , S re b rn e n a u š n ic e n e p o z n a tih ja p o d s k ih ra d io n ic a u s p lits k o m
A rh e o lo š k o m m u z e j u . A r h . v e s t. 4 ( 1 9 5 3 ) 2 1 1 - 2 2 6 .
D . R E N D I Ć - M I O Č E V I Ć , O k o d a t i r a n j a z o o m o r f n a n a k i t a iz g o r i č k e o s t a v e . P e r is til (1 9 5 7 )
2 9 -3 8 .
D. R E N D I Ć - M I O Č E V I Ć , B a l la i o s e t P h a r o s . C o n t r i b u t i o n à la ty p o l o g i e e t à l 'ic o n o g r a p h ie
d e s m o n n a i e s g r é c o - i l l y r i e n e s . A r c h . lu g . 5 ( 1 9 6 4 ) 8 3 - 9 2 .
D . R E N D I Ć - M I O Č E V I Ć , P. C o r n e l i u s D o l a b e l l a l e g a t u s p r o p r a e t o r e p r o v i n c i a e D a l m a ­
tia e , p r o c o n s u l p r o v in c ia e A fric a e P r o c o n s u l a r i s . P r o b l è m e s d e c h r o n o l o g i e . A k t e d e s IV.
I n te r n a t. K o n g r . f ü r g r i e c h . u n d la te in . E p ig r ., W i e n , 1 7 . b i s 2 2 . S e p t e m b e r 1 9 6 2 , W i e n
1 9 6 4 ,3 3 8 - 3 4 7 .
D. R E N D IĆ -M IO Č E V IĆ , P ro le g o m e n a ilirs k o j n u m o g ra fiji. G o d . C e n t. b a lk . isp . I l l / l
(1 9 6 5 ) 7 7 - 9 4 .
D . R E N D I Ć - M I O Č E V I Ć , I l i r s k i v l a d a r i u s v j e t l u e p i g r a f s k i h i n u m i z m a t i č k i h i z v o r a . H is t.
zb o r. 1 9 -2 0 (1 9 6 6 -6 7 ) 2 9 5 - 3 1 0 .
D . R E N D I Ć - M I O Č E V I Ć , E i n B e i t r a g z u d e n E m i s s i o n e n d e r S i l b e r m ü n z e n d e s il l y r i s c h e n
K ö n i g B a l l a i o s . N u m . v ij. 1 4 ( 1 9 6 7 ) 1 - 6 .
D. R E N D IĆ -M IO Č E V IĆ , O n o m a s tic o m R id itin u m . Ilirs k e o n o m a s tič k e s tu d ije I I I . Ž iv a
a n t. 2 1 ( 1 9 7 1 ) 1, 1 5 9 - 1 7 4 .
D . R E N D I Ć - M I O Č E V I Ć , I lirs k i v la d a r s k i n o v c i u A r h e o lo š k o m m u z e ju u Z a g re b u . V jes.
A rh . m u z. Z a g r e b 6 - 7 ( 1 9 7 2 - 7 3 ) 2 6 0 - 2 6 4 .
D . R E N D I Ć - M I O Č E V I Ć , Iliri iz m e đ u b a r b a r s k o g i h e l e n s k o g s v ije ta . R a d J A Z U 2 0 (1 9 8 1 )
1 -1 9 .
D . R E N D I Ć - M I O Č E V I Ć , Iliri = Iliri i a n tič k i s v ije t. I li r o lo š k e s tu d ije , S p lit 1 9 8 9 ,
R . A . R I C H A R D , T h e M i n i n g o f t h e R o m a n s i n S p a i n . J o u r . R o m . S i. 1 8 ( 1 9 2 8 ) 1 2 9 - 1 4 3 .
I. A . R I C H M O N D , B rita in = R o m a n B rita in a n d R o m a n m ilita r y a n tiq u ité s , O x f o r d 1955.
M . S t. R I Z N I Ć , S ta r in s k i o s ta c i u s r e z u z v iš k o m ( o k r . p o ž a r e v a č k i ) . S ta rin a r 5 (1 8 8 8 ) 1,
3 1 -3 9 .
E . R Ö M E R - M A R T I J I N S E , I n s t r u m e n t a = B le i in A n t i k e . I n s t r u m e n t a i n s c r i p t a L a t i n a . D a s
r ö m i s c h e L e b e n im S p i e g e l d e r K l e i n i n s c h r i f t e n . A u s s t e l l u n g s k a t a l o g , P é c s 1 9 9 1 .
V. R O SEN B ER G ER , B e lla et e x p e d itio n e s = Bella et e x p e d itio n e s . D ie a n tik e
T e r m in o lo g ie d e r K rie g e R o m s , S tu ttg a rt 1 9 9 2 .
M . R O S T O V T Z E F F , G e s e lls c h a ft = G e s e lls c h a ft u n d W i r t s c h a f t in r ö m i s c h e n K a is e rre ic h
I, L e i p z i g 1 9 2 9
M . R O S T O W Z E W , S t a a t s p a c h t = G e s c h i c h t e d e r S t a a t s p a c h t in d e r r ö m i s c h e n K a is e rz e it
b is D io c le tia n . L e ip z ig 1 9 0 2 .

164
B. M . R O S T O W Z E W , S tu d ie n = S tu d ie n z u r G e s c h ic h te d e s rö m is c h e n K o lo n a te s , L e ip z ig
- B e rlin 1910.
B. R O TH EN B ER G - F. G A R C IA PA L O M ER O - H .- G . B A C H M A N N - J. W . G O E T H E ,
M in e ría y m e ta lu r g ia / , T h e R io T in to E n ig m a , M in e ría y m e ta lu rg ia en la s a n tig u a s
c i v i l i z a c i o n e s M e d i t e r r á n e a s y E u r o p e a s 1. C o l o q u i o in te rn a c io n a l a s o c ia d o , M a d rid 2 4 -2 8
o c to b re 1 9 8 5 , M a d rid 1 9 8 9 , 5 7 -7 0 .
M . M . R O X A N , D ip lo m a s = R o m a n M ilita ry D ip lo m a s 1 9 5 4 - 1 9 7 7 . U n iv e r s ity o f L o n d o n ,
I n s t i tu te o f A r c h a e o l o g y , O c c a s s i o n a l P u b l i c a l i o n N o . 2 , L o n d o n 1 9 7 8 .
A. R Ü C K ER , G o ld v o rk o m m e n = E in ig e s über das G o ld v o rk o m m e n in B o s n ie n , W ie n
1896.
A. R Ü C K ER , S ilb e rb e rg b a u = E in ig e s über B le i und S ilb e rb e rg b a u bei S re b re n ic a in
B o s n ie n . W ie n 1901.
I. R U S S U , l l l i r i i = I l l i r i i . I s t o r i a , l i m b a s i o n o m á s t i c a r o m a n i z a r e a , B u c u r e s t i 1 9 6 9 .
A . V . S A L L E T , B e s c h r e i b u n g I = B e s c h r e i b u n g d e r a n t i k e n M ü n z e n 1, B e r l i n 18 8 8 .
J . B . S A L M O N , C o rin th = W e a lth y C o rin th . A H is to ry o f th e C ity to 3 3 8 B . C ., O x f o r d
1984
P . S A L W A Y , B rita in = R o m a n B rita in , O x fo rd 1981.
M . SA N A D ER , V ilic u s - P rilo g p o z n a v a n ju d je la tn o s ti u p ra v ite lja im a n ja i d ržav n o g
n a m j e š t e n i k a , O p u s e . a r e h . 1 9 (1 9 9 5 ) 9 7 - 1 0 9 .
M . S A N A D E R , P r ilo g is tra ž iv a n ju u p r a v lja n ja rim s k im i m a n j i m a . H is tr ia A n tiq u a 1 (1 9 9 5 )
1 6 9 -1 7 3 .
F. J. S A N C H E Z -P A L E N C IA , L a e x p lo ta c ió n d e l o ro e n la H is p a n ia r o m a n a . S u in ic io s y
p r e c e d e n t e s . M in e r ía y m e ta lu r g ia e n la s antiguas c i v i l i z a c i o n e s M e d i t e r r á n e a s y E u r o p e a s
II. C o l o q u i o i n t e r n a c i o n a l a s o c i a d o , M a d r i d 2 4 - 2 8 o c t o b r e 1 9 8 5 , M a d r i d 1 9 8 9 , 3 5 - 5 3 .
B. SA R 1A , Iz n u m iz m a tič k e z b irk e N a ro d n o g m u z e ja u B e o g ra d u . D a m a s tio n s k e
t e t r a d r a h m e iz K u tin e . S ta r in a r 3 (1 9 2 4 -2 5 ) 9 7 - 9 9 .
E. SC H A LL M A Y ER , C o r p u s = D e r r ö m i s c h e W e i h e b e z i r k v o n O s t e r b u r k e n 1. C o r p u s d e r
g r ie c h is c h e n und la te in is c h e n B e n e f ic ia r ie r - In s c h rifte n d e s R ö m is c h e n R e ic h e s . S tu ttg a rt
1990.
U. S C H IL L IN G E R -H Ä F E L E , D a tie ru n g = C ó n s u le s , A u g u s ti, C a e sa re s. D a tie ru n g von
rö m is c h e n In s c h rifte n u n d M ü n z e n , S tu ttg a rt 1 9 8 6 .
J. S C H L O S S E R , B e s c h r e i b u n g 1 = B e s c h r e i b u n g d e r a l t g r i e c h i s c h e n M ü n z e n 1. T h e s s a l i e n ,
I lly r ie n , D a lm a tie n u n d d ie I n s e ln des A d r i a t i s c h e n M e e re s . E p e iro s , W ie n 1893,
W . SCHULTZE, E ig e n n a m e n = Z u r G e s c h ic h te l a t e i n i s c h e r E i g e n n a m e n . A b h . d. k ö n ig .
Ges. d. fV iss. z u G ö ttin g e n . 'P h ilo l.-h is t. Kl, N. F. B d . V, N r. 5 . , B e r l i n 1 9 3 3 .
D . S E R G E J E V S K 1 , E p i g r a f s k i nalazak u Š i p o v u . Glas. Z e m . m u z. 38 ( 1 9 2 6 ) 1 5 5 -1 5 8 .
D. SERGEJEVSK1, R im s k i kameni s p o m e n ic i s a G la m o č k o g P o l j a . G la s . Z e m . m u z. 3 9
(1 9 2 7 ) 2 5 5 - 2 6 7 .
D . S E R G E J E V S K I , E p i g r a f s k i i a r h e o l o š k i n a l a s c i . G la s . Z e m . m u z. 4 2 ( 1 9 3 0 ) 1 5 7 -1 6 7 .
D . S E R G E J E V S K I , S p ä t a n t i k e D e n k m ä l e r a u s Z e n i c a . G la s . Zem. m u z. 4 4 ( 1 9 3 2 ) 3 5 - 5 6 .
D . S E R G E J E V S K I , A q u a e S ... b e i S a r a j e v o . N o v i t a t e s M usei S a r a i e v o e n s i s 13 ( 1 9 3 6 ) 1 - 5 .
D . S E R G E J E V S K I , R i m s k i n a t p i s i i z B o s n e , U ž i č k o g k r a j a i S a n d ž a k a . S p o m . s r p . k r a lj,
akad. 93 (1 9 4 0 ) 1 3 3 -1 6 0 .
D . S E R G E J E V S K I , R im s k i n a d p is i n o v i i re v id ir a n i. Glas. Z e m . m u z. 5 2 ( 1 9 4 0 ) 15-26.
D . S E R G E J E V S K I , E p i g r a f s k e b i l j e š k e . G la s . Z e m . m u z. 5 3 ( 1 9 4 1 ) 3 - 1 0 .

165
D, S E R G E JE V S K 1, A rc h ä o lo g is c h e F o rsc h u n g e n in B o s n ie n in der Jah ren 1 9 2 0 -1 9 4 0 ,
S ü d o s td e u ts c h e F o rsch . 8 ( 1 9 4 3 ) 1 5 6 - 1 7 7 .
D , S E R G E J E V S K I , E p i g r a f s k i n a l a z i i z B o s n e . G la s . Z ern. m u z. 1 2 ( 1 9 5 7 ) 1 0 9 - 1 2 5 .
D . S E R G E J E V S K I , R i m s k i r u d n i c i ž e l j e z a u s j e v e r o z a p a d n o j B o s n i . G la s . Z e m . m u z. 18
(1 9 6 3 ) 8 5 - 1 0 2 .
D . S E R G E J E V S K I , Ž r t v e n i k D o l i h e n a i K a s i j a . G la s . Z e m . m u z. 2 0 ( 1 9 6 5 ) 7 - 1 5 .
C . S E S T 1 E R 1 , C o n t r i b u t i a l i o t o p o g r a f í a d e l l ' A l b a n i a a n t i c a . R e n d . L in c e i, S c . M o r a l i
1 9 4 9 , S. V ili, v o l. 4, f a s e . 1 1 - 1 2 ( 1 9 4 9 ) 5 5 4 - 5 7 1 .
V. S 1 M IĆ , R u d a rs tv o = Is to rijs k i ra z v o j n a š e g ru d a r s tv a , B e o g ra d 1 9 5 1 .
V . M . S I M I Ć - M . R . V A S I C , L a m o n n a i e d e s m i n e s r o m a i n e s d a n s l ' I l l y r i c u m . R e v . n u m .,
V ie s é r i e T. 1 9 ( 1 9 7 7 ) 4 8 - 6 1 .
V . S K A R 1 Ć , A p o l l o T a d e n u s . G la s . Z e m . m u z. 3 8 ( 1 9 2 6 ) 1 0 1 - 1 0 4 .
V . S K A R I Ć , R ö m i s c h e A n s i e d l u n g i n M a l a R u j i š k a . G la s . Z e m . m u z. 4 0 ( 1 9 2 8 ) 9 9 - 1 0 8 .
V. S K A R IĆ , T ra g o v i s ta ro g ru d a rs tv a u o k o lin i K rešev a i F o i n i c e . G la s . Z e m . m u z. 4 7
(1 9 3 5 ) 2 3 - 3 4 .
V . S O K O L O V S K A , P a j o n s k o t o p l e m e A g r i j a n i i v r s k i t e s o D a m a s t i o n . M a c . a c t a a r e h . 11
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D . S R E J O V 1 Ć , Is p itiv a n je rim s k e n e k r o p o le u S a s a m a 1 9 6 1 - 1 9 6 2 . Č la n c i i g r a đ a 6 (1 9 6 5 )

1 -4 8 .
B . S T E C H , S e n a to r e s = S e n a to r e s R o m a n i q u i f u e r in t in d e a V e s p a s ia n o u s q u e a d T r a ía n i
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L . S T R A C K , U n te rs u c h u n g e n = U n te rs u c h u n g e n z u r rö m is c h e n R e ic h s p rä g u n g d e s
z w e i t e n J a h r h u n d e r t s , T . 1. D i e R e i c h s p r ä g u n g z u r Z e i t d e s T r a i a n , S t u t t g a r t 1 9 3 1 .
M . S U I Ć , H ie r a n im S tr i d o n j a n i n - g r a đ a n i n Tarsatike. R a d J A Z U 4 2 6 (1 9 8 6 ) 2 1 3 -2 7 8 .
R . S Y M E , C . V i b i u s M a x i m u s , P r e f e c t o f E g i p t . H is to r ia 6 (1 9 5 7 ) 4 8 0 - 4 8 7 .
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9 7 -1 0 2 .
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45.
J. ŠAŠEL, S E P E T I O N . Ž i v a o n t. 3 ( 1 9 5 3 ) 2 6 2 - 2 6 7 .

166
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R o m a in e s , B u c u r e s t i - K ö l n - W i e n 1 9 7 4 , 1 9 3 - 1 9 9 ,
J. Š A Š E L , H an d b u ch 1 = D ie D o n a u - u n d B a l k a n p r o v i n z e n . H a n d b u c h d e r e u r o p ä is c h e n
W ir ts c h a f ts - u n d S o z i a l g e s c h i c h t e , B d . / , S t u t t g a r t 1 9 9 0 , 5 7 2 - 5 8 0 ,
J. Š A Š E L , O p e r a s e le c ta , L ju b lja n a 1 9 9 2 .
M . Š A Š E L -K O S , Podoba = Z g o d o v in sk a podoba p ro s to ra m ed A k v ile jo , Ja d ra n o m in
S i r m i j e m p r i K a s i j u D i o n u in H e r o d i j a n u , L j u b l j a n a 1 9 8 6 ,
F. Š 1 Š IĆ , P o v ije s t = P o v ije s t H rv a ta u v rije m e n a ro d n ih v la d a ra . Z a g r e b 2 1 9 9 0 .
A. ŠK EG R O , E p ig ra p h is c h e M itte ilu n g e n aus B o s n ie n und H e rz e g o w in a , Z ts c h r . P ap.
E p ig r . 1 0 1 ( 1 9 9 4 ) 2 8 7 - 2 9 8 .
A . Š K E G R O , R im s k i r u d n ič k i n o v a c . O p u se. a reh . 1 8 (1 9 9 4 ) 1 7 3 - 1 8 0 .
A . Š K E G R O , U s k o p l j e = U s k o p l j e 1. U s k o p l j e n a V r b a s u o d p r a p o v i j e s t i d o k r a j a a u s t r o ­
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Ć . T R U H E L K A , R i m s k e s t a r i n e . G la s . Z e m . m u z. 2 ( 1 8 9 0 ) 9 5 - 9 9 .
Ć . T R U H E L K A , R i m s k a c e s t a u k o t a r u s r e b r e n i č k o m G la s . Z e m . m u z. 3 ( 1 8 9 1 ) 2 3 9 - 2 4 5 .
Ć . T R U H E L K A , P r i l o z i r i m s k o j a r h e o l o g i j i B o s n e i H e r c e g o v i n e . G la s . Z e m . m u z. 4
(1 8 9 2 ) 3 4 0 - 3 6 5 .
Ć . T R U H E L K A , G r o m i l a l a t e n s k e d o b e u M a h r e v i c i m a k o d Č a j n i ć a . G la s . Z e m . m u z. 2 1
(1 9 0 9 ) 4 2 5 - 4 4 1 .
Ć . T R U H E L K A , B e iträ g e z u r rö m is c h e n A rc h ä o lo g ie B o s n ie n s u n d d e r H e rz e g o w in a .
W iss. M itt. B o s. H e r z . 1 ( 1 8 9 3 ) 2 7 3 - 3 0 2 .
Z . V A L E N T I N ! , N u m iz m a tik a S e v e r ia n e . u : L e k a X I-4 (1 9 3 9 ) S k o d ë r .
M . M . V A S I Ć , N e k r o p o l a u o k o l i n i O h r i d a . S r p . k n j. g l a s . 2 5 (1 9 2 8 ) 2 2 1 -2 3 1 , 2 9 9 - 3 0 9 .
R. V A S IĆ , P rilo g p ro u č a v a n ju ša m irsk ih fib u la u J u g o s la v iji. G od. C e n t. b a lk . isp .
X X ¡11/21 ( 1 9 8 5 ) 1 2 1 - 1 5 5 .
R . V A S I Ć , U m e t n i č k e t e ž n j e n a t l u J u g o s l a v i j e u g v o z d e n o d o b a . S ta r in a r 3 7 (1 9 8 6 ) 1 -2 4 .
R . V A S I Ć , K n e ž e v s k i g r o b o v i i z N o v o g P a z a r a i A t e n i c e . P r a is t. j u g . z e m . 5 ( 1 9 8 7 ) 6 4 4 -
650.
V . P. V A S IL E V , B e m e rk u n g e n zum T ra n sp o rt v o n B ro n z e g e fa sse n in d e r A n tik e . A c ta
a rch . A ca d . Sc. H ung. 1 9 8 3 , 1 7 9 - 1 8 5 .
M . V E L 1 Č K O V I Ć , P r i l o g p r o u č a v a n j u r i m s k o g r u d a r s k o g b a z e n a n a K o s m a j u . Z b o r. N ar.
m u z. B e o g . 1 ( 1 9 5 6 - 1 9 5 7 ) 9 5 - 1 1 8 .

167
M . J. V ER M A SER EN , C o rp u s M ith r . U = C o rp u s In s c rip tio n u m et M o n u m e n to ru m
R e lig io n is M ith r ia c a e II, D e n H a a g 1 9 6 0 ,
H. V E T T E R S , V i r u n u m . A N R W I I 6, B e r l i n - N e w Y o r k 1977, 3 0 2 -3 5 4 .
Z . V IN S K I, O p re th is to rijs k im z la tn im n a l a z i m a u J u g o s l a v i j i . A rh . r a d . r a s p r . I (1 9 5 9 )
2 0 7 -2 3 6 . _
N . V U L IĆ - F. L A D E K - A . v . P R E M E R S T E I N , A n t i č k i s p o m e n i c i u S r b i j i I I . S p o rn . S r p .
k r a lj. a k a d . 3 9 ( 1 9 0 3 ) 4 3 - 8 8 .
N . V U L I Ć , S e r b ie n . A rch . A m . (1 9 1 2 ) H . 3 , 5 4 5 - 5 5 8 .
N . V U L I Ć , A n t i č k i s p o m e n i c i n a š e z e m l j e . S p o n i. S r p . k r a lj. a k a d . 71 ( 1 9 3 1 ) 1 - 2 5 9 .
N . V U L I Ć , J e d a n n o v g r o b k o d T r e b e n i š t a . G l a s . S k o p . n a u č . d r . 11 ( 1 9 3 2 ) 1 - 4 1 .
N. V U L I Ć , E i n n e u e s G r a b b e i T r e b e n i š t e . Jh . Ö s te r r . A r c h . In st. 2 7 ( 1 9 3 2 ) 1 - 4 2 .
hl. V U L I Ć , N e u e G r ä b e r b e i T r e b e n i š t e . Jh . D e u t s c h e n a r c h . In st. 4 7 ( 1 9 3 3 ) H. 3 - 4 ., A r c h .
A m ., 4 5 9 - 4 8 2 .
N . V U L I Ć , N o v i g r o b o v i k r a j T r e b e n i š t a . S p o rn . S r p . k r a lj. a k a d . 7 6 ( 1 9 3 3 ) 3 - 3 1 .
N . V U L I Ć , A r h e o l o š k a o t k r i ć a k o d T r e b e n i š t a . L et. M a t. s r p . 1 0 7 ( 1 9 3 3 ) 1, 2 2 - 3 1 .
N . V U L I Ć , N e u e G r ä b e r i n T r e b e n i š t e . J h . Ö s te r r . A r c h . In st. 2 8 ( 1 9 3 3 ) 1 6 4 - 1 8 6 .
N . V U L I Ć , U n e n é c r o p o l e a n t i q u e p r é s d e T r e b e n i š t e . R e v . in t. ét. b a lk . 1 ( 1 9 3 4 ) 1 5 6 - 1 6 4 .
N . V U L I Ć , A n t i č k i s p o m e n i c i n a š e z e m l j e . S p o m . S r p . k r a lj. a k a d . 7 5 ( 1 9 3 3 ) 1 - 8 9 .
N . V U L I Ć , L a n é c r o p o l e a r c h a i q u e d e T r e b e n i š t e . R ev. a rch . V ie s e r . 3 ( 1 9 3 4 ) J a n v i e r -
a v r il, 2 6 - 3 8 .
N . V U L I Ć , N o v i g r o b o v i k r a j T r e b e n i š t a . S p o m . S r p . k r a lj. a k a d . 7 7 ( 1 9 3 4 ) 8 5 - 1 0 4 .
N . V U L I Ć , A n t i č k i s p o m e n i c i n a š e z e m l j e . S p o m . S r p . a k a d . n a u k . u m je t. 9 8 ( 1 9 4 1 - 1 9 4 8 )

1 -2 7 9 .
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A c t a h is t.- o e c o n . lu g . A c ta h is to r ic o - o e c o n o m ic a lu g o s la v ia e . Z a g r e b
A d r ia s . Z b o r n ik Z a v o d a z a z n a n s tv e n i i u m je tn ič k i r a d H A Z U u
A d ria s
S p litu . S p lit
A N U B iH A k a d e m ija n a u k a i u m je tn o s ti B o s n e i H e r c e g o v in e . S a r a je v o
A r h . le k s . A r h e o lo š i le k s ik o n B o sn e i H e r c e g o v in e l - l l l . S a r a je v o
AE L 'A n n ée é p ig r a p h iq u e . P a r is
A IJ A n tik e In s c h r ifte n a u s J u g o s la w e n . Z a g r e b
A u f s tie g u n d N ie d e r g a n g d e r R ö m is c h e n W eh : G e s c h ic h te u n d
ANRW
K u ltu r R o m s im S p i e g e l d e r n e u e r e n F o rs c h u n g . B e rlin
ANUBiH A k a d e m ija n a u k a i u m je tn o s ti B o s n e i H e r c e g o v in e . S a r a je v o
A p u lu m B u le tim tl M u z e u lu i r e g io n a l. A lb a Ju lia
A rc h . A n z. A r c h ä o lo g is c h e r A n z e ig e r . B e r lin
A r c h ä o lo g is c h - E p ig r a p h is c h e M itth e ilu n g e n a u s Ö s te r r e ic h -
A r c h , e p ig r . M itt.
U n g a rn . W ien
A rc h . lu g . A r c h a e o l o g ia lu g o s la v ic a . B e o g r a d - L ju b lja n a
A r c h . K o rrb l. A r c h ä o lo g is c h e s K o r r e s p o n d e n z b la t. M a in z a m R h e in
A r c h iv f ü r ö s te r r e ic h is c h e G e s c h ic h te . W ien
A r c h . f. O s te r r . Gesch.
A rh . p re g . A r h e o lo s i p r e g l e d . B e o g r a d - L j u b l ja n a
A rh . ra d . ra sp r. A r h e o! o s i r a d o v i i r a s p r a v e. Z a g r e b
A rh . v e s t. A r h e o lo s i v es tn ik . L ju b l ja n a
A rk . p o v . ju g . A r k iv z a p o v e s tn ic u j u g o s l a v e n s k u . Z a g r e b
B A R B rit. Ser, B r itis h A r c h a e o l o g i c a l R e p o r ts . B r itis h S e r ie s . O x f o r d
B A R In t. S e r . B r itis c h A r c h a e o l o g i c a l R e p o r ts . I n t e r n a ti o n a l S e r ie s . O x f o r d
B b l. B e ib la t
B o n n e r Jb. B o n n er Jahrbücher. B onn
H. M A T T IN G L C o in s o f th e R o m a n E m p ir e in th e B r itis h M u s e u m
BMC III
H L L o n d o n 1 936.
H. M A T T I N G L Y , C o in s o f th e R o m a n E m p ir e in th e B r itis h M u se u m
B M C IV
IV. L o n d o n 1 9 4 0 .
BRGK B e r ic h t d e r R ö m i s c h - g e r m a n is c h e n K o m m is s io n . M a in z a m R h e in
B u ll , a r c h . s t. d a im . B u lle tin o d i a r c h e o l o g ia e s l o r i a D a lm a ta . S p l it
des
B u l l , d e l 'A c a d .
B u lle tin d e l'A c a d e m ie d e s le tir e s , N o. 1 B e o g r a d 1935.
lettres, No. 1 Beog.
B u lle tin o d i P a le t n o l o g ia I ta lia n a , R o m a .
B u ll, d i P a le tn . Ita l.

CAH "The C a m b r id g e A n c i e n t H is to r y . C a m b r id g e
CANU C r n o g o r s k a a k a d e m ija n au k a . T ito g r a d
CC1D C o r p u s c u lt u s l o v i s D o lic h e n i
C h ir o n : M i tt e il u n g e n d e r K o m m is s i o n f ü r a lte G e s c h i c h t e u n d
Chiron
E p ig r a p h ik d e s D e u ts c h e n A r c h ä o lo g i s c h e n I n s titu ts . M ü n c h e n .
C IL C o r u p u s I n s c r i p t io n u m L a tin a r u m
C lu s C o d e x lu s lin ia n u s
C Th C o d e x T h e o d o s ia n u s

170
Č la n c i i g r a đ a Č la n c i i g r a đ a z a k u ltu r n u i s to r iju is to č n e B o sn e. T u zla
D a c ia D a c ia : r e v u e d ' a r c h é o lo g ie e t d ’h is to ir e a n c ie n n e . B u c a re st.
D ia d o ra D ia d o r a . Z a d a r
D is s . P a n n . D i s s e r ta tio n e s P a n n o n ic a e . B u d a p e s t
Eos E o s: c o m m e n ta r ii S o c ie ta tis P h ilo lo g a e P o lo n o r u m . W r o c la w
E p h e m . D aco ro m . E p h e m e r is D a c o r o m a n a . B u c a r e s t
E p ig r. S tu d . E p ig r a p h is c h e S tu d ie n . D ü s s e l d o r f
F G r H is t D ie F r a g m e n te d e r G r ie c h is c h e n H is to r ik e r / - / / .
F a rm . g la s . F a r m a c e u ts k i g la s n ik . Z a g r e b
FHG F r a g m e n ta h is to r ic o r u m G r a e c o r u m I.
F IR A F o n te s iu r is R o m a n i a n tiq u i.
F1R A F o n te s iu r is R o m a n i a n te iu s tin ia n i.
FOA H. Kiepert, F o r m a e o r b is a n tiq u i.
G e r m a n ia : A n z e i g e r d e r R ö m .-G e r m . K o m m is s io n d e s D e u ts c h e n
G e rm a n ia
A r c h ä o l. In stitu ts . M a in z
G la s S rp . k ra lj. a k a d . G la s S r p s k e k r a lje v s k e a k a d e m ije . B e o g r a d
G la s . Z e m . m u z . G la s n ik Z e m a ljs k o g m u ze ja . S a r a je v o
G o d . C e n t. b a lk . is p . G o d iš n ja k . C e n t a r z a b a lk a n o lo š a is p itiv a n ja , A N U B i H. S a r a je v o
G o d . D r u š is t. B o s .
G o d iš n ja k D r u š v a i s t o r i č a r a B o s n e i H e r c e g o v in e . S a r a je v o
H erc.
G o d . 1 s t. d r u š t . G o d iš n ja k I s to r ijs k o g d r u š v a B o sn e i H e r c e g o v in e . S a r a je v o
HAZU H r v a ts k a a k a d e m ija z n a n o s ti i u m je tn o s ti. Z a g r e b
H zb H is to r ijs k i z b o r n ik . Z a g r e b
1D R I n s c r ip tio n e s D a c ia e R o m a n a e . B u c a r e s t
M. Thompson - O. M o r k h o L M - C. M. Kraay, A n I n v e n ta r y o f G r e e k
IG C H
C o in H o a r d s , N e w Y ork 1973.
1LB I n s c r ip tio n e s L a tin a e in B u lg a r ia r e p e r ta e . S o fia
I n s c r ip tio n e s L a tin a e q u a e in l u g o s l a v ia in te r a n n o s .... r e p e r t a e e t
IL lu g . e d ita e su n t. S itu la . R a z p r a v e N a r o d n o g a m u z e ja v L ju b lja n i.
L ju b lja n a
Iliria Iliria . T ir a n a
1LLR P I n s c r ip tio n e s la tin a e l ib e r a e R e i P u b lic a e .
IL S I n s c r ip tio n e s L a tin a e s e le c ta e (ed. H. Dessau, B e rlin 1 8 9 2 -1 9 1 6 ).
IM S I n s c r ip tio n s d e la M é s ia e S u p é r ie u r e . B e o g r a d
In v . a rc h . I n v e n ta r ia a r c h a e o lo g ic a . B e o g r a d
IS M I n s c r ip tio n e s S c y th ia e M in o ris.
Is to r. g la s n ik I s to r ijs k i g la s n ik . B e o g r a d
Itin . A n t. I tin e r a r iu m A n to n in i
JA Z U J u g o s l a v e n s k a a k a d e m i j a z n a n o s t i i u m je tn o s ti. Z a g r e b
Jb. Ja h rb u ch .
J b . A ltk d e J a h r b u c h f ü r A lt e r tu m s k u n d e . W ie n
J b . D e u ts c h e n a rc h . Inst. J a h r b u c h d e s D e u t s c h e n a r c h ä o l o g is c h e n I n s titu ts . B e r lin
J a h r b u c h d e r k a is e r li c h e n u n d k ö n ig l i c h e n g e o lo g i s c h e n
Jb. geol. R e ic h s a n s t.
R e ic h s a n s ta lt. W ie n
J h . Ö s te r r . A r c h . In s t. J a h r e s h e f t e d e s Ö s te r r e i c h is c h e n A c h ä o lo g is c h e n In s titu ts . W ie n
J b . R ö m .- G e r m . J a h r b u c h d e s R ö m i s c h - G e r m a n i s c h e n Z e n tr a lm u s e u m s M a in z .
Z e n tm u s . M a i n : a m R h e in
J o u r . H e ll. St. J o u r n a l o f H e lle n ic S tu d ie s . L o n d o n
Jo u r. Rom. S t. J o u r n a l o f R o m a n S tu d ie s. L o n d o n

171
K u lt. is t. B iH K u ltu r n a is t o r i ja B o s n e i H e r c e g o v in e . S a r a je v o
M a c . a c ta a rc h . M a c e d o n ia e a c t a a r c h a e o lo g ic a . S k o p je
M é la n g e s d 'A r c h é o lo g ie e t d 'H is t o ir é d e l'E c o le F r a n ç a is e d e R om e,
M EFRA
A n tiq u ité . P a r is
M in e r ia y m e ta lu r g ia e n l a s a n tig u a s c iv i li z a c io n e s M e d ite r r á n e a s y
Mineria y m e ta lu rg ia II E u r o p e a s II. C o lo q u io in te r n a c io n a l a s o c ia d o , M a d r id 2 4 - 2 8
o c to b r e 1 9 8 5 . M a d r id ¡ 9 8 9
M itth . g e o g r. M itth e ilu n g e n d e r k a is e r lic h e n u n d k ö n ig lic h e n g e o g r a p h is c h e n
Gesellschaft G e s e lls c h a f t in W ien. W ien
N a ä s ta r. N a š e s ta r in e . S a r a je v o
NDBiH N a u č n o d r u š t v o B o s n e i H e r c e g o v in e . S a r a je v o
N o t. d ig n . N o titia e d ig n ita tu m
N ov. Mus. S a r. N o v i ta t e s M u s e i S a r a ie v o e n s is . S a r a je v o
Num. C h r. N u m is m a tic C h r o n ic le . L o n d o n
N u m . v ij. N u m iz m a tič e v ije sti. Z a g r e b
N u m . Z tsc h r. N u m is m a tis c h e Z e its c h r ift. W ien
N u m iz m a tik a N u m izm a tik a . Z a g r e b
O b a v . H rv . a rh . d r. O b a v i je s t i H r v a ts k o a r h e o lo š o d r u š v o . Z a g r e b
O p u sc . a rc h . O p u s c u la a r c h a e o lo g ic a . Z a g r e b
Ö s te rr. Z ts c h r. fü r B e rg -
Ö s te r r e ic h is c h e Z e its c h r if t f u r B e r g - u. H ü tte n w e se n . W ien
u . H U tte n w .
O t. Ije t. O to c i lje to p is . C r e s - L o š in j
P IR P r o s o p o g r a p h i a I m p e r ii R o m a n i.
P r a i s t . j u g . z e rrt. P r a i s t o r i ja j u g o s l a v e n s k i h z e m a lja . S a r a je v o
P a u ly s R e a le n c y k lo p ä d ie d e r k la s s is c h e n A lte r tu m w is s e n s c h a ft.
PRE
M ünchen
P r il. In s t. a r h . Z a g . P r ilo z i I n s titu ta z a a r h e o lo g iju ., Z a g r e b
P r ilo z i In s t. p o v . z n a n . P r i lo z i I n s titu ta z a p o v ij e s n e z n a n o s ti. Z a g r e b
P r il. I n s t, is to r . S a r . P r i lo z i I n s titu ta z a isto r iju . S a r a je v o
P ra is t. ju g o s l. z e m . P r a i s t o r i ja j u g o s l a v e n s k i h z e m a lja . S a r a je v o
P a u ly - W is s o w a R e a le n c y k lo p ä d ie d e r k la s s is c h e n
PW RE
A Ite r tu m w is s e n s c h a ft. S tu ttg a r t
R a d . F il. fa k . S a r. R a d o v i. F ilo z o fs k i f a k u lte t. S a r a je v o
R a d . F il. f a k . Z a d . R a d o v i. F ilo z o fs k i f a k u lte t. Z a d a r
R a d . In s t. J A Z U Z a d . R a d o v i. In s titu t J A Z U . Z a d a r
R e v . a rc h . R e v u e a r c h a é o lo g iq u e . P a r is
R ev. des e t u d . B a lk a n . R e v u e d e s é tu d e s B a lk a n iq u e s. B e o g r a d
R e v . in t. e t b a lk . R e v u e in te r n a tio n a le d e s E tu d e s B a lk a n iq u e s. B e lg r a d e
R ev. num . R e v u e n u m is m a tiq u e . P a ris.
R IB The R o m a n I n s c r ip tio n s o f B rita in . L o n d o n
H. M A T T IN G L Y - E. A. SY D E N H A M , The R o m a n Im p é ria l C o in a g e
R IC O
II. L o n d o n 1926.
H. M A T T IN G L Y - E. A. S Y D E N H A M , The R o m a n I m p e r ia l C o in a g e
R I C III
III. L o n d o n 1 930.
An. S. R o b ertso n , R om an I m p e r ia l C o in s in th e H u n te r C o in
R IC O II
C a b in e t II, L o n d o n - G la s g o w - N e w Y o rk 1 9 7 1 .
RRC M. H. C r â WFORD, R o m a n R e p u b lic a n C o in a g e , C a m b r id g e 1 9 7 4 .
RRCH M. CRAWFORD, R o m a n R e p u b lic a n C o in H o a r d s , L o n d o n ¡9 6 9 .
R u d .-to p . v e s . R u d a r s k o - to p io n ič a r s k i v esn ik . B o r

172
SANU S r p s k a a k a d e m ija n a u k a i u m e tn o sti. B e o g r a d
S e n j. z b o r. S e n js k i z b o r n ik . S e n j
SHA S c r ip t o r e s h is to r ia e A u g u s ta e .
S o v . arh . S o v je ts k a ja a r h e o lo g ija . M o s k v a
S p o m . S rp . a k a d . S p o m e n ik S r p s k e a k a d e m ije n a u k a i u m je tn o s ti. B e o g r a d
S p o m . S rp . k ra lj. a k a d . S p o m e n ik S r p s k e k r a lje v s k e a k a d e m ije . B e o g r a d
S rp . k n j. g la s . S r p s k i k n již e v n i g la s n ik . B e o g r a d
S ta rin a r S ta r in a r . B e o g r a d
S ta ro h rv . p ro s . S ta r o h r v a ts k a p r o s v je ta . S p lit
S tu d . A lb . S tu d ia A lb a n ic a . T ir a n a
T a b . P e u t. f a b u l a P e u lin g e r ia n a .
TC T a b u la c e r a ta .
T IR T a b u la I m p e r ii R o m a n i.
V e s . d r e v . is t. V esn ik d r e v n e i is to r ii. M o s k v a
V ie s t. H rv . A rk . V iestn ik H r v a ts k o g a a r k e o lo g ič k o g a d r u š tv a , Z a g r e b
V je s . a rh . h is t. d a lm . V jesn ik z a a r h e o lo g iju i h is to r iju d a lm a tin s k u . S p lit
V je s . A rh . m u z . Z a g . V jesn ik A r h e o lo š k o g m u ze ja . Z a g r e b
V je s . H rv . a rh . d r. V jesn ik H r v a ts k o g a a r h e o lo š k o g a d r u š v a . Z a g r e b
V e s . V o jn . m u z . B e o g . V esn ik V o jn o g m u ze ja . B e o g r a d
W is s e n s c h a ftlic h e M itth e ilu n g e n a u s B o s n ie n u n d d e r H e r z e g o w in a .
W is s . M itt. B o s . H e rz .
W ien
W is s . M itt. B o s . H e rz . W is s e n s c h a ftlic h e M itte ilu n g e n d e s B o s n is c h - H e r z e g o w in is c h e n
L andesm , L a n d e s m u s e u m s . S a r a je v o
Z b o r. A rh . d r. B o s.
Z b o r n ik l . A r h e o lo š o d r u š v o B o s n e i H e r c e g o v in e . S a r a je v o
H erc.
Z b o r. A rh . m u z . S k o p Z b o r n ik A r h e o l o š o g m u ze ja . S k o p je
Z b o r . C e t. k ra j. Z b o r n ik C e tin s k e k ra jin e . S in j
Z b o r . F ii. f a k . Z a d . Z b o rn ik . F ilo z o f s k i f a k u lte t. Z a d a r
Z b o r . H is t. in s t. Z a d . Z b o r n ik H is to r ijs k o g in s titu ta u Z a d ru . Z a d a r
Z b o r. k ra j. m u z . Z b o r n ik k r a jiš ih m u ze ja . B a n ja lu k a
Z b o r. N a r. m u z . B e o g . Z b o r n ik N a r o d n o g m u ze ja . B e o g r a d
Z b o r . v iz . in s t. Z b o r n ik V iz a n to lo š o g in stitu ta . B e o g r a d
Z b o r. Z a v ič m u z . T ra v . Z b o r n ik Z a v ič a jn o g m u ze ja . T ra v n ik
Z t s c h r . f.
Z e its c h r if t f ü r G e s c h ic h tw is s e n s c h a ft. B e r lin
G e s c h ic h tw is s .
Z ts c h r. P a p . E p ig r. Z e its c h r if t f ü r P a p y r o lo g ie u n d E p ig r a p h ik . B o n n
Ž v a a n t. Ž iv a a n tik a . S k o p je

173
SAŽETAK

R udarstvo rim ske provincije D alm acije

R u d a rs tv o je , uz p o ljo d je ls tv o i s to č a rs tv o , z n a tn o p rije rim s k o g o s v a ja n ja b ilo


važnom g o sp o d arsk o m g ra n o m lo k a ln o g p e re g rin sk o g p u č a n s tv a . R im lja n i s u odm ah po
s ta v lja n ju o v ih p o d r u č ja p o d s v o ju k o n tr o lu n a s ta v ili s e k s p lo a ta c ijo m ru d n o g b o g a tstv a n a
p o d ru č ju D a lm a c ije , s a m o j u in te n z iv ira v š i i u k lju č iv š i u e k s p lo a ta c iju d rž a v n i a p a ra t. S
o b z iro m d a je u v e ć in i ru d a rs k ih p o d ru č ja D a lm a c ije e k s p lo a tira n je ru d a k o n tin u ira n o
o b a v lja n o s to lje ć im a p rije u s p o s ta v e rim s k e v la s ti, r im s k a j e d rž a v a b e z v e ć ih p o te š k o ć a
m o g la u s p je š n o o rg a n iz ira ti n a s ta v a k e k s p lo a ta c ije g o to v o odm ah nakon u č v rš ć e n ja
k o n tro le nad ru d a rs k im p o d ru č jim a . O s im sam og ru d n o g b o g a tstv a , R im lja n im a su na
ra s p o la g a n ju b ile i r u d a rs tv u v rlo v je š te lo k a ln e p o p u la c ije , k o je s u m e ta le , o s o b ito b a k a r,
z la to , s re b ro i ž e lje z o , u v e lik e e k s lp lo a tir a le z a v la s tite p o tr e b e i z a iz v o z .
R im lja n i su z la to na p o d ru č ju D a lm a c ije in te n z iv n o e k s p lo a tira li v iš e o d je d n o g
s to je ć a , č im e su z a is ta b o g a ta n a la z iš ta o v o g p le m e n ito g m e ta la u o v o j p ro v in c iji d o b r im
d ije lo m i is c rp ili. S to g a ne iz n e n a đ u je č in je n ic a da je s u sta v n a e k s p lo a ta c ija z la ta na
p o d r u č j u D a l m a c i j e g o t o v o p r e s t a l a t i j e k o m p r v i h d e s e t l j e ć a 2 . s t. p o s l i j e K r . g o t o v o o d m a h
nakon p o č e tk a e k s p lo a ta c ije z la ta u n o v o o s v o je n o j D a c iji. N a jv e ć e su k o lič in e z la ta
R im lja n i d o b iv a li u u n u tr a š n jo s ti D a lm a c ije i n a p o d r u č ju s r e d iš n je B o s n e ( p la n in a V r a n ić a
i u s k o p a ljs k i b a z e n , b a z e n r ije k a L a š v e , L e p e n ic e i F o jn ic e ). S u s ta v n a j e e k s p lo a ta c ija z la ta
o v d je z a p o č e la odm ah po s lo m u i 1i r s k o - p a n o n s k o g u s ta n k a ( 6 .- 9 . g .) . U e k s p lo a ta c iju je
d o b rim d ije lo m p ris iln o b ilo a n g a ž ira n o u ra tu p o raže n o ilirs k o - p a n o n s k o p u č a n stv o .
E k s p lo a ta c ija z la ta j e na p o č e tk u b ila p o v je re n a p ro v in c ija ln o m n a m je s n ik u G a ju V ib iju
P o s tu m u ( C a i u s V ib iu s P o s tu m u s , 9 . - 1 2 . g . ) . D a l m a c i j a j e r i m s k o j d r ž a v i d a v a l a o s o b i t o
v e lik e k o lič in e z la ta u v rije m e O k ta v ija n a A u g u s ta n a p o č e tk u nove e re , u d o b a N e ro n a
( 5 4 .- 6 8 .) te za T ra ja n a ( 9 8 .- 1 1 7 .) . A ko je v je ro v a ti P lin iju S ta rije m , D a lm a c ija je
R im lja n im a z n a la d a ti s a m o u je d n o m “ s re tn o m ” d a n u g o to v o n a p o v rš in i z e m lje i do 50
lib ri ( 1 6 ,3 6 8 kg) z la ta . O e k s p lo a ta c iji z la ta u v rije m e c a ra T ra ja n a s v je d o č i i spom en
č la n o v a u p ra v n o g a p a ra ta za r u d n ik e z la ta u D a lm a c iji (a u r a r ia e D e lm a tic a e ). D a s u
R im lja n i u p o tra z i za z la to m k ro z duže v rije m e a n g a ž ira li v e lik i b ro j lju d i, s v je d o č i ne
s a m o P lin ije v p o d a ta k o v e lik im k o lič in a m a z la ta p r o iz v e d e n im tije k o m je d n o g d a n a , n e g o
i v e lik i b ro j a n tič k ih ru d a rs k ih okana, o g ro m n e g o m ile p rep ran o g m a te rija la na p la n in i
V ra n ić i, u z rije k e K ru p u , B is tric u i V rb a s n a p o d r u č ju U s k o p lja , o s ta c i v o d o v o d n o g s u s ta v a
z a is p ira n je s V ra n ić e i d r. N e k e p re p ra n e g o m ile u z to k o v e s re d n jo b o s a n s k ih rije k a L a šv e ,
Ž e lje z n ic e i F o jn ic e dugačke su i po n e k o lik o k ilo m e ta ra . D a lm a tin s k o j e z la to , nakon
s a k u p lja n ja i p rim a m e p rerad e u p o je d in im ru d a rs k im m je s tim a , p re k o p ro v in c ija ln o g
središta S a lo n e o tp re m a n o za Ita liju i R im . D a je u R im s tiz a lo u v e lik im k o lič in a m a ,
n a ro č ito u N e r o n o v o d o b a te k ra je m 1. i p o č e tk o m 2 . s t. p o s l i j e K r ., o s im P lin ija S ta rije g ,
s v je d o č e i n a v o d i još n e k o lic in e r im s k ih p is a c a k o jim a p r e o k u p a c ija i n is u b ile g o s p o d a r s k e
te m e .
R im lja n i s u s u s ta v n u e k s p lo a ta c iju s r e b r a n a p o d r u č ju D a lm a c ije z a p o č e li tije k o m 1.
st. p o s lij e K r ., n a j v je r o j a tn ij e u n je g o v o j d r u g o j p o lo v ic i. N a jv e ć e su k o lič in e o v o g m e ta la
p ro iz v e d e n e na s je v e ro is to č n im i is to č n im g ra n ič n im p o d ru č jim a D a lm a c ije (o k o
S re b re n ic e , na K o s m a ju , na R u d n ik u ) te n a ju g o is to k u D a lm a c ije (u Polimlju i d o lin i
Č e o tin e ). E k s p lo a ta c ija sreb ro n o sn o g o lo v a u v e ć in i o v ih p o d ru č ja g o to v o da se i n ije

174
p re k id a la d o p o č e tk a 5 . S to lje ć a , a p o n e g d je j e n a d ž iv je la i s a m o Z a p a d n o R im s k o C a rs tv o
te se n a s ta v ilo i tije k o m s re d n je g v ije k a , a p o n e g d je u k o n tin u ite tu i k ro z v rije m e
o s m a n lijs k e o k u p a c ije (n p r. o k o S re b re n ic e u is to č n o j B o s n i). P r o iz v o d n ja j e sre b ra , k ao
u o s ta lo m i p r o iz v o d n ja z la ta , n a p o d r u č ju D a lm a c ije b ila u is k lju č iv o j n a d le ž n o s ti rim s k e
d rž a v e . S to g a j e k o n tro la nad d a lm a tin s k im r u d n ic im a p le m e n itih m e ta la , k a o u o s ta lo m i
ž e lje z a , b il a Č v rs to u r u k a m a d r ž a v e . P r e te n d e n ti m a n a c a r s k o p r ij e s to lj e g o to v o j e r e d o v i to
d o n o s ila c a rsk u s to lic u te o s ig u ra v a la o d a n o s t v o jn ič k ih p o s tro jb i. S to g a ne iz n e n a đ u je
č in je n ic a d a j e u p ra v a n a d p ro iz v o d n jo m p le m e n itih m e ta la u D a lm a c iji, k a o u o s ta lo m i u
d ru g im p ro v in c ija m a C a rs tv a , b ila is k lju č iv o p o v je ra v a n a osobam a v rlo b lis k im c a rs k im
k ru g o v im a . N a jč e š ć e su to b il i p r i p a d n i c i t z v . f a m ilia e C a e sa ris, ili p o v j e r l j i v e osobe iz
v ite š k o g re d a . I sam p ro ces p ro iz v o d n je m e ta la u ru d a rs k im p o d ru č jim a D a lm a c ije
o s ig u ra v a le su posebne v o jn ič k e p o s tro jb e k o je su u g la v n o m b ile pod n a d z o ro m
p r o v in c ija ln ih u p r a v i t e l j a ili d r u g i h v l a d a r u o d a n i h o s o b a . O d k r a j a 1 ., o d n o s n o p o č e t k a 2 .
s t. p o s lije K r. d a lm a tin s k im i p a n o n s k im r u d n ic im a sre b ra je u p ra v lja o je d a n č in o v n ik
(p r o c u r a t o r ) i z r u d a r s k o g n a s e l j a D o m a v i j e , k o j a s e i s a m a n a l a z i l a n a g r a n i č n o m p o d r u č j u
D a lm a c ije i P a n o n ije . E k s p lo a ta c ija s r e b r o n o s n o g o lo v a te p r o iz v o d n ja s r e b r a re d o v ito j e
p o v je ra v a n a v is o k o ra n g ira n im d u ž n o s n ic im a , n a jč e š ć e v ite z o v im a (d u c e n a rii). T a k o su
u p ra v ite lji p a n o n s k o -d a lm a tin s k ih r u d n ik a s r e b r a b ili n a z n a tn o v iš e m p o lo ž a ju u o d n o s u n a
u p ra v ite lje d a c ijs k ih r u d n ik a z la ta iz čega se m ože z a k lju č iti da su o v i ru d n ic i rim s k o j
d rž a v i o s ig u ra v a li v e lik e k o lič in e s re b ra . D a s u o s o b e k o je su ru k o v o d ile e k s p lo a ta c ijo m
s r e b r o n o s n o g o l o v a iz D o m a v i j e b il e o d iz u z e t n o g c a r s k o g p o v j e r e n j a s v j e d o č i i č i n j e n i c a
d a je n jih o v o m z a slu g o m u o v o m e ru d a rsk o m n a s e lju p o d ig n u to n a jv iš e s p o m e n ik a u č a s t
s a m ih c a re v a i osoba iz c a rs k ih k ru g o v a . E p ig ra fs k i s p o m e n ic i g o v o re d a su o v i v is o k i
d rž a v n i d u ž n o s n ic i, o s im u D o m a v iji, p o v re m e n o b o ra v ili i u d ru g im ru d a rs k im
p o d ru č jim a , p rim je ric e na K o s m a ju i R u d n ik u u zapadnoj S rb iji. D a je u p ro c e su
p r o iz v o d n je s r e b r a ta k o đ e r b io a n g a ž ir a n v e lik i b r o j lju d i, iz m e đ u o s ta lo g s v je d o č i i v e lik i
b ro j r u d a rs k ih o k a n a k o ji se p ro n a la z e p o n a jv iš e n a K o s m a ju i R u d n ik u k a o i s r e b r o n o s n a
š lja č iš ta n a p o d ru č ju S re b re n ic e . P ro iz v o d n ja s re b ra , o s o b ito n a ju g o is to č n im d ije lo v im a
Dalmacije, z a p o č e la je jo š krajem 5 . s t. p r . K r ., s d o la s k o m h e le n s k ih ru d a ra na b o g a ta
ru d iš ta sre b ra oko D a m a stio n a . N a s je v e ro is to k u D a lm a c ije R im lja n i su e k s p lo a ta c iju
s r e b r a b a š tin ili o d p e re g rin s k ih i k e lts k ih r u d a r a i m e ta lu rg a , k o je s u n e rije tk o , z a v is n o o d
p o tre b a , p re s e lja v a li iz područja u p o d ru č je , a li i u ru d o n o sn e re g ije d ru g ih p ro v in c ija
o s o b ito D a c ije i N o rik a .
O d r u d n ik a ž e lje z a n a s je v e r o z a p a d u D a lm a c ije i ju g o z a p a d u P a n o n ije k r o z n e k o lik o
s to lje ć a j e d ire k tn o o v is ila o b ra n a g ra n ic a C a rs tv a u P o d u n a v lju . O čvrstoj p o v e z a n o s ti o v ih
ru d n ik a s rim s k o m v o js k o m iz m e đ u o s ta lo g s v je d o č e i neke s e rije ru d n ič k o g novca s
p rik a z o m p a n c ir a i le g e n d o m m e t a l ( li ) D e l m ( a t i c i ) n a r e v e r s u . Z a r a z l i k u o d r u d n i k a s r e b r a ,
ž e lje z n i s u ru d n ic i, o s o b ito u p rv im stoljećima C a r s tv a , p o n e k a d iz d a v a n i i u z a k u p v e lik im
p o d u z e tn ic im a . M eđu n jim a j e b ilo i ta k v ih p o d u z e tn ik a k o ji s u , o s im o v ih , z a k u p ljiv a li
r u d n ik e ž e lje z a i u d ru g im p r o v in c ija m a u k lju č u ju ć i i p re k o m o rs k e . T a k v i s u n p r. b ili K v in t
S e tp u e j K le m e n s , z a k u p n ik r u d n ik a ž e lje z a u N o rik u , P a n o n iji i D a lm a c iji ( Q u in tu s
S e p t u e iu s C le m e n s , c o n d u c t o r f e r r a r i a r u m N o r ic a r u m , P a n n o n ic a r u m , D a l m a ti c a r u m ) s
k r a j a p r v e p o lo v i c e 2 . s t. te G a j J u lij e A g a to p z a k u p n ik r u d n ik a ž e lje z a p a n o n s k ih i n e k ih
p re k o m o rsk ih p ro v in c ija ( C a iu s lu liu s A g a th o p u s c o n d u c to r f e r r a r ia r u m P a n n o n ia r u m
i te m q u e p r o v i n c i a r u m t r a n s m a r i n a r u m ) s p r i j e l a z a i z 2 . u 3 . s t . U n a t o č z a k u p n i š t v a r u d n i c i
ž e lje z a su i d a lje o s ta ja li p o d č v rs tim d rž a v n im n a d z o ro m . K ru p n i z a k u p n ic i ru d n ik a su ,

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p o p u t r u d a rs k ih u p ra v ite lja , b ili c a re v im a odane osobe k o je su , z a h v a lju ju ć i u p rav o to j
č in je n ic i, i s te k li k r u p n o z a k u p n iš tv o . I n a d s ig u r n o š ć u e k s p lo a ta c ije ž e lje z a u d a lm a tin s k o -
p a n o n s k im rudnicima b d je le su ta k o đ e r ra z lič ite v o jn ič k e je d in ic e , u k lju č u ju ć i i sav sk u
f l o t i l u ( C la s s is F la v ia P a n n o n ic a ). U p r a v i t e l j i r u d n i k a ž e l j e z a v e l i k o g r u d a r s k o g p o d r u č j a
ju g o z a p a d a P a n o n ije i s je v e r o z a p a d a D a lm a c ije u g la v n o m s u p o tje c a li iz v ite š k o g s ta le ž a .
K a o i u p r a v i t e l j i r u d n i k a s r e b r a , i o v i č i n o v n i c i s u n o s i l i t i t u l u p r o k u r a t o r a (p r o c u r a to r e s ).
Z a ra z lik u od u p r a v ite lja r u d n ik a s r e b r a , o v i p r o k u r a to ri n is u b o ra v ili n a je d n o m m je s tu .
S v o ja su s re d iš ta n a jp rije imali su n a C rk v in i ( B la g a j) n a J a p ri, u L ju b iji i konačno na
p o d ru č ju Briševa.
U v rije m e te š k ih p o litič k ih p rilik a z a C a rs tv o ru k o v o d s tv o p a n o n s k o -d a lm a tin s k ih
r u d n i k a s r e b r a i ž e l j e z a p o v j e r a v a n o j e j e d n o j o s o b i ( p r o c u r a t o r m e t a l lo r u m P a n n o n i c o r u m
e t D a l m a ti c o r u m ) . O v o j e o s o b i t o v r i j e d i l o u v r i j e m e r a t o v a n j a r i m s k e d r ž a v e z a M a r k a
A u r e lija ( 1 6 1 .- 1 8 0 .) s M a r k o m a n im a i K v a d im a u s re d n je m P o d u n a v lju . P o o k o n č a n ju o v ih
teških s u k o b a , u p ra v a r u d n ik a s r e b r a j e ponovno o d v o je n a od u p ra v e r u d n ik a ž e lje z a za
v la d a v in e M a r k o v a s in a i n a s lje d n ik a c a r a K o m o d a ( 1 8 0 .- 1 9 2 .) .
N a p a n o n s k o -d a lm a tin s k im p o d ru č jim a d o ž e lje z a se u a n tič k o d o b a d o la z ilo z n a tn o
lakše u odnosu na z la to i sre b ro . P o n e g d je s e ž e lje z o i danas n a la z i g o to v o n a p o v rš in i
z e m lje (n p r. u z a p a d n o j B o s n i te o k o V a r e š a i K re š e v a u s re d iš n jo j B o s n i). R u d a rs k a o k n a ,
p o d z e m n i p ro k o p i i o g ro m n a š lja č iš ta ž e lje z n e a n tič k e tro s k e u p o z o ra v a ju d a j e i u p ro cesu
p ro iz v o d n je ž e lje z a b io a n g a ž ira n o g ro m a n b ro j lju d i k ro z d u lje v rem en sk o ra z d o b lje .
In te n z iv n ija e k s p o lo a ta c ija ž e lje z a u d a lm a tin s k o -p a n o n s k im r u d n ic im a je z a p o č e la u
p o s lje d n jim d e s e tlje ć im a 1. s t. p o s lij e K r. U sam om p ro cesu p ro iz v o d n je s iro v o g ž e lje z a
b io je a n g a ž ira n v e lik i b ro j m e ta lu rg a o rije n ta ln o g i ita ls k o g p o rije k la . P o n e g d je su u
e k s p l o a t a c i j i ž e l j e z a s u d j e l o v a l a i u d r u ž e n j a r u d a r a i m e t a l u r g a n a č e l u s v i l i c i m a (c o lle g ia ,
s o c ie ta te s ). U v rije m e kasne a n tik e m eđu ru d a rs k im je p o d u z e tn ic im a b ilo i is lu ž e n ih
rim s k ih v o jn ik a i s tra n a c a . S iro v o j e ž e lje z o , u o d lje v c im a te š k im o k o 4 ,4 0 k g , u g la v n o m
o tp re m a n o u s re d iš n je m e ta lu rš k o m je s to S is c iju g d je se ta k o đ e r n a la z io i c a rin s k i u re d z a
o v a j m e ta l ( v e c tig a l fe r r a r ia r u m s t a t i o n i s S i s c ia n a e ) . U t r a n s p o r t u s i r o v o g ž e l j e z a p r e m a
v e ć im p re ra đ iv a č k im c e n tr im a k a k v a j e n p r. b ila S is c ija , S irm ij, M u rs a i d r. s u d je lo v a la s u i
p o je d in a o d je lje n ja rje č n e m o rn a ric e (c la s s is F la v ia P a n n o n ic a ) te rje č n a b ro d arsk a
u d r u ž e n j a ( c o l l e g i a n a v i c u la r io r u m ) . O v o o s o b i t o s t o g a š t o j e rije č n i tr a n s p o r t b io d a le k o
e k o n o m ič n iji, a n a ru k u m u j e iš la i p lo v n o s t v e lik o g d ije la to k o v a S a n e , U n e , J a p r e i S a v e
u z k o je su se i n a la z ili g la v n i ž e lje z a r s k a r u d a r s k a p o d ru č ja .
S iro v o j e o lo v o n e iz b je ž n i p r a tila c p r o iz v o d n o g p r o c e s a s re b ra . N a jv e ć e s u k o lič in e
o v o g m e ta la , j o š o d p o s lje d n jih d e s e t lje ć a 1. s t. p r. K r., o tp r e m a n e p r e k o J a d r a n a n a ita ls k a
p o d ru č ja , a o s o b ito u R im . O lo v o je , o s im za g ra d n ju m o n u m e n ta ln ih s ta m b e n ih i
g o s p o d a rs k ih o b je k a ta , u p o tre b lja v a n o i u b ro d o g ra d n ji, p rv e n s tv e n o z a o p la tu b r o d o v a te
za s u sta v e za iz b a c iv a n je v o d e , u k u ć a n stv u i d r. K o m b in a c ija o v o g s d ru g im m e ta lim a
s lu ž ila j e n e rije tk o i za lije v a n je k ip o v a , a od o lo v a su n e rije tk o lije v a n i i sa rk o fa z i,
iz r a đ iv a n e su um e, u te z i i d ru g i p re d m e ti. O d o lo v a su iz ra đ iv a n i i u b o jiti p ro je k tili z a
rim s k e p ra ć k a re i d r. N a jv e ć e k o lič in e o lo v a , kao u o s ta lo m i sre b ra , d o b iv a n e su na
s je v e ro is to k u D a lm a c ije ( o k o S re b re n ic e , n a K o s m a ju i R u d n ik u ). U n e k im je ru d a rs k im
p o d r u č jim a p r o iz v o d n ja o lo v a n a d ž iv je la p r o p a s t Z a p a d n o g R im s k o g C a rs tv a , i n a s ta v ila se
tije k o m s r e d n je g v ije k a . G la v n in a s e iz v o z a p r e m a Ita liji o d v ija la u g la v n o m preko S a lo n e .

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