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11.12.2018 Müll trennen – aber richtig!

- NABU

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Müll trennen – aber richtig!


Trennung zuhause ist Voraussetzung fürs Recycling

In Deutschland fallen jedes Jahr über 40 Millionen Tonnen Hausmüll an - ein Großteil davon

Verpackungen. Ob aus Pappe, Kunststo oder Glas – die Vermeidung von Verpackungsmüll steht an erster

Stelle. Er dann kommt das Trennen. Wir zeigen, wie es geht!

Mülltrennung ist ökologisch sinnvoll und kann Ressourcen schützen.

Für die Produktion und das Recycling von Verpackungen sind Rohsto e und Energie nötig. Daher steht
Abfallvermeidung immer an erster Stelle vor Recycling! Wenn aber Müll nicht zu vermeiden ist, sollten wir so viel
Abfall wie möglich „sto lich verwerten“, das heißt recyceln: Aus den Abfällen gewinnen wir Rohsto e, die zu neuen
Produkten verarbeitet werden. Durch Recycling kann der Verbrauch natürlicher Ressourcen wie Holz oder Erdöl
und der Energieverbrauch reduziert werden. So spart jede Tonne Recyclingplastik gegenüber Plastik aus Erdöl eine
Tonne CO2.

Das Potenzial für das Recycling von Kunststo en und Baumaterial wird auch in Deutschland leider bei Weitem
noch nicht ausgeschöp . Dass aber überhaupt große Mengen recycelt werden können, liegt an der Mülltrennung
durch die privaten Haushalte. Jeder kann hier einen wichtigen Beitrag zu einer e izienteren Nutzung unserer
Ressourcen leisten.

Warum muss ich zu Hause schon sortieren?

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Hochwertiges Recycling bedeutet, dass möglichst viel Müll recycelt wird und dass das dabei gewonnene
Recyclingmaterial eine hohe Qualität hat. Es ist beispielsweise komplizierter, Recyclingplastik für transparente
Flaschen herzustellen als für farbige Putzeimer.

Um aus dem Hausmüll hochwertiges Recyclingmaterial (so genannte „Recyclate“) herstellen zu können, muss der
Müll möglichst wenig verschmutzt sein. Deshalb beginnt e izientes Recycling schon im Haushalt: Kunststo und
Aluminium werden beispielsweise im Restmüll bei einer Verpressung im Müllwagen zu stark durch Essensreste,
Staubsaugerbeutel, Windeln etc. verschmutzt. Papier muss für das Recycling trocken und sauber bleiben, was im
Restmüll nicht möglich ist. Glas würde ungetrennt das andere Material zerstören und so die Wiederverwertung
erschweren.

Sortieranlagen könnten nicht so gut und sauber trennen wie Menschen im Haushalt. Mit einzelnen Fehlwürfen und
Störsto en können die Anlagen umgehen, aber je besser zuhause getrennt wird, umso leichter können die
unterschiedlichen Verpackungen in den Anlagen nach Kunststo arten und Metallen sortiert und danach auch
recycelt werden.

Zu den Mülltrennungs-Tipps:

I. Wertsto e
II. Glas
III. Papier
IV. Biomüll
V. Restmüll
VI. Spezieller Müll

I. Wertsto e
Von der Gelben Tonne zur Wertsto tonne

In die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack kommt Verpackungsmüll, aber kein Glas und Papier. Ökologisch sinnvoll
ist es, hier auch andere Produkte aus Kunststo und Metall zu entsorgen, wie kaputte Pfannen oder Plastikeimer.
O iziell erlaubt ist dies nur bei der Wertsto tonne. Diese soll bundesweit eingeführt werden. Zwölf Millionen
Bürgerinnen und Bürger in fortschrittlichen Kommunen haben sie bereits. Manchmal wissen sie dies allerdings gar
nicht, weil die Tonnen nicht komplett ausgetauscht werden, sondern z.B. nur neue Infokleber aufgeklebt werden.

Für die Entsorgung der Gelben Tonne und der Wertsto tonne fallen im Gegensatz zur Restmülltonne keine
Gebühren an. Die Entsorgung wurde quasi schon mit der Verpackung „gekau “. Wenn die Tonnen jedoch zu stark
mit Restmüll verschmutzt sind, werden sie von der Müllabfuhr nicht mehr geleert.

Ignorieren Sie den Grünen Punkt!


Nur das Material entscheidet, welche Tonne richtig ist - nicht der Grüne Punkt.
Ursprünglich hatten alle Verpackungen einen Grünen Punkt, deren Entsorgung über die
Gelbe Tonne, die Papiertonne und die Glastonne bereits bezahlt war. Seit 2009 muss das
Zeichen aber gar nicht mehr abgebildet werden. Auf manchen Verpackungen wird es noch
immer abgedruckt, was leider nur zu Verwirrungen führt.

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Die Recyclingquote bei Plastikverpackungen liegt in Deutschland bisher leider bei nur knapp über 40 Prozent. Es
wird das beste Material herausgefischt und der Rest wird zur Energiegewinnung verbrannt. Dies liegt u.a. daran,
dass die gesetzlich festgelegten Recyclingquoten zu niedrig sind und es zu viele Müllverbrennungsanlagen gibt. So
ist die Verbrennung meistens billiger als Recycling. Wie hoch der recycelte Anteil ist und wie viele Kunststo arten
auseinander sortiert werden können, hängt von den örtlichen Sortieranlagen ab. Diese sind technisch sehr
unterschiedlich.

Das darf aber niemanden abhalten weiter zu trennen! Denn nur wenn getrennt wird, kann überhaupt recycelt
werden. Gleichzeitig muss die Politik endlich handeln und die gesetzlichen Recyclingquoten erhöhen.

Das kommt rein:

Kunststo
Alu
Weißblech
Materialverbunde wie Getränkekartons oder beschichtete Tiefkühlverpackungen

BEISPIELE 

WAS SIE HIER BEACHTEN SOLLTEN 

Joghurtbecher und andere Verpackungen müssen nicht ausgewaschen werden,


lö elrein reicht
Bei Kombinationen von Papier und Plastik oder Alu und Plastik Bestandteile
möglichst getrennt entsorgen (Joghurtbecher, Brötchentüten mit Sichtfenster,
Werbeprospekte in Plastikhüllen usw.)
Bei vielen Verpackungen sind auch unterschiedliche Plastikfolien verklebt, z.B. bei
Käse- und Wurstverpackungen. Hier ist es wichtig, Schale und Deckel zu trennen,
damit die Sortiermaschine auch beide Materialien getrennt erkennen kann.
KEINE Elektrogeräte über den Hausmüll entsorgen, auch nicht in der Wertsto tonne!
(Geräte können so nicht fachgerecht recycelt werden und Schadsto e gefährden die
Prozesse.)

Sie haben noch keine Wertsto tonne?

Dann scha en Sie sich selbst eine Wertsto tonne durch intelligente Fehlwürfe: Schmeißen Sie ruhig auch Plastik
und Metalle in die Gelbe Tonne, auch wenn es keine Verpackungen sind.

II. Glas – auch Farbentrennung macht Sinn


Getrennt gesammeltes Glas und Papier
kann zu fast 100 Prozent recycelt werden –
und das immer wieder ohne große
Qualitätsverluste. In den meisten
Glasflaschen stecken daher auch schon
hohe Anteile an Recyclingglas.

Dafür muss Glas aber ordentlich nach

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Farben getrennt und in die passenden


Sammelbehälter für Weiß-, Braun- und
Grünglas einsortiert werden. Blaues und
gelbes Glas können über den
Sammelbehälter für Grünglas entsorgt
werden. Braun und weiß müssen farbrein
bleiben. Bei weißem Glas dürfen zum
Beispiel wohl nur drei von 1000 Flaschen
eine andere Farbe haben.
In die Altglastonne gehören neben Getränkeflaschen auch Essig-
Das kommt rein: und Ölflaschen sowie Marmeladengläser und Gläser für
Babynahrung - Foto: NABU/S. Hennigs
Glasflaschen und Einweggläser
(für Lebensmittel -oder
Drogerieerzeugnisse; am
besten ohne Deckel)

Das kommt nicht rein:

Trinkgläser und Fensterglas (stören das Recycling wegen anderer Zusammensetzung und
höherem Schmelzpunkt)
Blei- und Kristallglas, Spiegelglas (Flachglas)
Vasen, Porzellan, Keramik
Glühbirnen

BEISPIELE 

WAS SIE HIER BEACHTEN SOLLTEN 

Verschlüsse aus Alu oder Plastik gehören in die Wertsto tonne (einzelne Deckel kann
die Anlage aber verkra en, wenn das getrennt Sammeln sonst zu ekelig ist…)
Gläser und Glasflaschen müssen vor der Entsorgung geleert, aber nicht gespült
werden!

Kaufen Sie Mehrweg-Glasflaschen - und zwar


aus der Region!
Im Gegensatz zu Tetrapaks oder Plastikflaschen sind Glasflaschen um einiges schwerer. Ihr
Transport verbraucht mehr Kra sto , daher haben insbesondere Einwegglasflaschen eine
schlechte Klimabilanz. Auch ihr Recyclingvorgang ist sehr energieintensiv, daher ist
Mehrweg besser: Glasflaschen können durch Reinigung und Wiederbefüllung bis zu 50-mal benutzt werden, bevor
sie zum ersten Mal eingeschmolzen und zu einer neuen Flasche werden.

DOWNLOAD:

 - Mehrweg statt Einweg 2.2 MB

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III. Papier
Wenn Vermieter keine Papiertonne zur Verfügung stellen sollte, gibt es in vielen Städten die Möglichkeit, das
Altpapier über ö entliche Papiercontainer zu entsorgen. Papier aus Frischfaser herzustellen ist mit einem hohem
Holz- und Energieaufwand verbunden. Der Einsatz von Altpapier verbessert die schlechte Ökobilanz: weniger Holz,
weniger Wasser und weniger Energie.

Das kommt rein:

Papier
Pappe
Karton

BEISPIELE 

WAS SIE HIER BEACHTEN SOLLTEN 

Thermopapier z.B. Kassenzettel oder Fahrkarten und Backpapier (stark beschichtet)


gehören in den Restmüll.
Tetrapaks gehören in die Gelbe Tonne/Wertsto tonne
Bei Kombinationen von Papier und Plastik die Bestandteile möglichst getrennt
entsorgen (z.B. Brötchentüten mit Sichtfenster oder Werbeprospekten in
Plastikhüllen)

Dem Wald und der Umwelt zuliebe


Kaufen Sie Schreib- und Hygienepapiere aus Altpapier mit dem Blauen Engel: bei
Schreibpapier, Taschentücher, Toilettenpapier oder Küchenrolle sieht man inzwischen
kaum noch einen Unterschied zu Frischfaser-Produkten. Der Blaue Engel garantiert auch,
dass der normalerweise enorme Chemikalieneinsatz bei der Papierproduktion reduziert
wird. Und wo es geht: Sparen Sie am Papier!

Papiertüten nicht zu schnell ins Altpapier geben!

Papiertüten sind zu schade, um sie als Mülltüte für das Altpapier zu nutzen und mit wegzuschmeißen. Die
Produktion der Papiertüte ist sehr ressourcenintensiv (Energie, Wasser, Holz...), auch braune Tüten sind fast nie aus
Altpapier. Für die Reißfestigkeit nutzt man in der Regel lange Frischfasern oder chemisches Klebematerial, um die
kürzeren Altpapierfasern zusammenzuhalten. Daher: Nutzen Sie die Tüte so o wie möglich und entsorgen Sie sie
erst im Altpapier, wenn sie kaputt ist.

IV. Die Biotonne muss beliebter werden!

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Bioabfall ist ein bedeutender Rohsto für


die Biogasgewinnung und ein wertvoller
Kompostlieferant. Das Potenzial in
Deutschland ist noch sehr groß: bei
flächendeckender Sammlung könnten die
Sammelmengen fast verdoppelt werden.
Gerade bei der Energiegewinnung sind
Bioabfälle eine ökologisch sinnvolle
Alternative zu den extra angebauten
Energiepflanzen wie zum Beispiel Mais. Bioabfall mit Eierschale - Foto: Helge May

Ökologisch ist es sinnvoll, wenn


unvermeidbare (!) Küchenabfälle in der Biogasanlage statt in der Müllverbrennungsanlage landen: eine
Bananenschale liefert geschätzt 34 Minuten Licht in einer 11 Watt Lampe. Essensreste wegen des hohen
Nährsto gehalts noch mehr.

Seit Januar 2015 müssen alle Kommunen ihren Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, Biomüll in einer
eigenen Tonne zu sammeln. Hinein kommt mehr als Gartenkompost: alle Lebensmittelabfälle und Essensreste,
egal ob einheimisch oder exotisch, bio oder nicht bio.

Das kommt rein:

Küchenabfälle
Grünabfälle

Alle Fragen und Antwort zum Thema Biomüll finden Sie hier.

BEISPIELE 

Am besten sammeln Sie den Biomüll ohne Tüte. Feuchtere Bioabfälle wie z.B. Karto elschalen kann man in
Zeitungspapier einwickeln. Alternativ können Sie den Abfallbehälter mit Zeitungspapier auslegen oder eine
Papiertüte verwenden.

Lebensmittel sind zu gut für die Mülltonne!


Rund 82 Kilogramm Lebensmittel werden pro Person und Jahr weggeworfen – über die
Häl e davon wäre vermeidbar. Abfälle im Einzelhandel und der Landwirtscha sind hier
noch gar nicht mitgerechnet. Neben einem gut geplanten Einkauf und leckeren
Resterezepten helfen auch diese Tipps:

Vertrauen Sie der eigenen Nase: Das Mindesthaltbarkeitsdatum garantiert nur, dass
Geschmack und Konsistenz bis zu diesem Tag gesichert sind. Das meiste ist auch danach
noch genießbar. Ausnahme: Frischfleisch und Räucherfisch, hier gibt es ein
Verbrauchsdatum statt Mindesthaltbarkeitsdatum.

Verschenken oder tauschen Sie Reste mit Nachbarn oder „foodsharing“-Gruppen


(www.foodsharing.de).

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Kaufen Sie abends, was übrig ist: Supermärkte und Bäckereien schmeißen viel weg, da
sie meinen, das gesamte Sortiment bis zum Ladenschluss anbieten zu müssen.

Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung www.zugutfuerdietonne.de

Biotonne und Eigenkompostierung ergänzen sich

Einen Kompost kann man auch im eigenen


Garten anlegen und dort Gartenabfälle
und anderes biologisch abbaubares
Material im Kreislauf der Natur belassen.
Eine Biotonne ist aber in der Regel auch für
selbst kompostierende Haushalte sinnvoll:
gekochte Lebensmittelabfälle oder
Fleisch- und Knochenreste enthalten
enorm viel Energie und haben aber auf
dem heimischen Komposthaufen nichts zu Am Komposthaufen - Foto: NABU/Sebastian Hennigs
suchen. Wichtig ist, dass bei der
Eigenkompostierung die Komposterde
auch wirklich genutzt wird und durch Fäulnisprozesse kein klimaschädliches Methan entsteht. Dafür muss das
Kompostmaterial ausreichend durchlü et werden. Weitere Tipps zum Kompostieren finden Sie hier.

Exkurs: Biologisch abbaubare Tüten – ja oder nein?


Vielen Leuten ist es unangenehm, den Biomüll in Papier eingewickelt oder ohne Tüte zu sammeln. Sie
nutzen daher o mals so genannte „Bioplastik-Tüten“, die eigens für die Biomüllsammlung verkau
werden. Die Hersteller werben häufig damit, dass die Tüten kompostierbar sind oder sich sehr schnell
biologisch abbauen.

Nun kommt es auf die jeweilige Anlage an, in die der Biomüll gebracht wird: zur Energiegewinnung in
eine Biogasanlage oder zur Kompostgewinnung in eine Großkompostieranlage?

Genauso wie normale Plastiktüten müssen „Bioplastik-Tüten“ in Biogasanlagen als Störsto aussortiert
werden. Im schlimmsten Fall entfernen die Sortierer die Tüten mitsamt dem wertvollen Bioabfall aus der
Anlage. In Großkompostieranlagen dagegen ist es zwar heiß genug, so dass biologisch abbaubare Tüten
besser zersetzt werden können und - im Gegensatz zu normalen Plastiktüten – im Kompost weniger
stören. Gleichzeitig zersetzt sich die speziell für den Biomüll verkau e Tüte aus bioabbaubarem Werksto
in Kohlensto dioxid, Wasser und Mineralsto e und beim Abbau bilden sich Bakterien. Zu Humus wird die
Tüte nie. Außerdem wird in den Kompostanlagen die Rottedauer immer kürzer, so dass zu wenig Zeit für
den kompletten Abbau der Tüten bleibt.

Hinzu kommt, dass Flächen, die für den Anbau von Rohsto en für die Bioplastikproduktion genutzt
werden, nicht mehr für Nahrungs- und Futtermittelproduktion zur Verfügung stehen. Beim Anbau werden
starke Pestizide und chemische Dünger eingesetzt, o auch gentechnisch manipuliertes Pflanzengut. Von
„bio“ dür e da eigentlich nicht gesprochen werden!

Fazit: Letztlich sollte daher wirklich nur im Notfall mit den biologisch abbaubaren Tüten Biomüll
gesammelt werden. Am besten ohne Tüte, sondern zum Beispiel mit etwas Zeitungspapier oder einer

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Papiertüte sammeln. Alternativ können Sie auch in der Tüte sammeln, nur den Inhalt in die Tonne
schütten und die Tüte selbst über den Restmüll entsorgen. Allerdings: Lieber mit einer biologisch
abbaubaren Tüte sammeln, statt gar nicht sammeln.

Bioplastik hat im Garten nichts verloren


Auf dem Gartenkompost haben biobasiertes Plastik und biologisch abbaubares Plastik nichts zu suchen,
da die für den Abbau benötigten Temperaturen nicht erreicht werden.

V. Restmüll
Mülldeponien, wie sie früher üblich waren, sind in Deutschland seit Juni 2005 verboten. Unser Restmüll wird
verbrannt und die dabei freigesetzte Wärme zur Energiegewinnung genutzt („energetische bzw. thermische
Verwertung“). In der Regel können hierbei nur Metalle zurückgewonnen werden.

Das kommt rein:

Alle anderen, nicht verwertbaren Sto e, die keine Problemsto e sind.

BEISPIELE 

In Deutschland wird leider noch viel zu viel Müll verbrannt, da zu viele Müllverbrennungsanlagen gebaut wurden.
So wird heute sogar Müll importiert, um einzelne Anlagen auszulasten und Verbrennen ist für die Kommunen
wirtscha licher als Recyceln. Ökologisch sinnvoller wäre es, wenn der Müll erst so o wie möglich
wiederverwendet wird, bevor er verbrannt wird.

VI. Müll, der gar nicht in den Hausmüll gehört – egal welche
Tonne
Einige Gegenstände werden aufgrund der
enthaltenen Schadsto e nicht in den
üblichen Mülltonnen gesammelt, sondern
müssen z.B. zum Wertsto hof oder
anderen Sammelstellen gebracht werden:

Es ist gesetzlich verboten, Elektrogeräte


im Hausmüll zu entsorgen. Elektrogeräte
werden von den Wertsto höfen kostenlos
zurückgenommen. Auch große NABU-Müllratgeber für spezielle Fälle
Elektromärkte müssen Geräte bis zu 25 cm
Länge zurücknehmen. Kundenfreundliche
Läden nehmen auch größere Geräte an - es lohnt sich auf jeden Fall nachzufragen.

Batterien werden überall, wo sie verkau werden, zurückgenommen. Auch für Energiesparlampen gibt es in vielen
Läden bereits kostenlose Rückgabemöglichkeiten.

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Medikamente dürfen auf keinen Fall über die Toilette oder das Waschbecken entsorgt werden, sondern werden
von vielen Apotheken und allen Schadsto sammelstellen der Entsorgungsunternehmen gesammelt. Sonst:
Medikamente in den Restmüll und Verpackung in die richtige Tonne!

Alte Batterien können Elektroschrottcontainer - Naturkorken komm


überall dort abgegeben Foto: Hans Engels die KorkKampagne
werden, wo sie gekau NABU Hamburg de
wurden. Etwa in Umwelt zugute - Fo
Drogeriemärkten. - Foto: Helge May
Helge May

Kleidung weitergeben
Neben dem klassischen Flohmarkt und Second-Hand-Laden gibt es inzwischen auch viele Online-Möglichkeiten zu
verschenken, zu tauschen und zu verkaufen. Und immer mehr Kleidertauschparties werden ö entlich oder privat
im Freundeskreis organisiert.

Mehr Infos zum nachhaltigen Umgang mit Mode gibt unsere Infografik unter nabu.de/kleidung

Für Korken und Handys gibt es in vielen Orten spezielle Sammelaktionen. So wird mit der NABU-Handysammlung
„Alte Handys für die Havel“ Geld für die Renaturierung der Unteren Havel gesammelt. Aus Kork, der für die
KORKampagne des NABU Hamburg gesammelt wird, wird zum Beispiel neues Dämmmaterial hergestellt.

CDs und DVDs und Blu-Rays bestehen zu 99 Prozent aus hochwertigem Polycarbonat und enthalten in der
Beschichtung wertvolles Silber. Durch technisch ausgerei es Recycling getrennt gesammelter CDs etc. erhält die
Industrie wieder wertvolle Rohsto e.

Sperrmüll wie z.B. Möbel, Altholz und Bauholz gehören nicht in den Hausmüll. Sie werden von Wertsto - bzw.
Recyclinghöfen entgegen genommen. Es gibt inzwischen aber auch zahlreiche Organisationen oder Sozialbetriebe,
die Möbel und Material sammeln und wiederverwenden. Alles, was repariert werden kann, gehört nicht in den Müll.
Holz und Möbel, die auf dem Wertsto hof landen, werden verbrannt. Ökologisch sinnvoll ist, alles, was noch
nutzbar ist, wieder herzurichten und weiter zu verwenden.

DOWNLOAD NABU-TIPPS:

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 - Gut gekleidet - Tipps für einen bewussteren Umgang mit Textilien 2 MB

 - NABU-Tipps zur Mülltrennung 0.4 MB

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