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Gedrucktes Buch vs.

E-Book
Nicht jeder Mensch, der die Technisierung gutheißt, liest nur E-Books. Allerdings ist zu erahnen, dass der
Verkauf von E-Books immer weiter zunehmen wird. Die Frage ist nur, ob das elektronische Buch
wirklich so viel „besser“ als das Printbuch ist. Hand aufs Herz: Wir alle neigen dazu, zu kategorisieren: in
alt und neu, in besser und schlechter, in effizienter und weniger effizient.
Digital oder analog? Vor dieser Frage stehen mittlerweile auch viele Bücher-Fans.
Digital ist besser? Oder doch das normale Buch? Wer darüber nachdenkt sich ein E-Book zu kaufen,
sollte sich zuerst die Vor- und Nachteile durchlesen, die im folgendem aufgezählt werden.

Vorteile: Der größte Vorteil eines E-Books ist, dass es leicht und handlich ist. Nur etwa 200 Gramm
wiegen die kleinen Geräte. Auf Reisen und unterwegs ist dies wirklich ein Vorteil, denn man muss nur
ein kleines Gerät anstatt ein dickes Buch mit sich rumschleppen. Ein E-Book kann laut Amazon bis zu
1000 Bücher speichern, was auch ein Vorteil ist. Außerdem tut man auch etwas für die Umwelt, denn
wenn weniger Bücher produziert werden, werden weniger Bäume gefällt. Ein weiterer Vorteil ist, dass
man Wörter, die einem fremd sind, schnell nachschlagen kann.

Nachteile: Ein großer Nachteil ist, dass man das E-Book nicht verkaufen, verschenken, verleihen oder
spenden kann. Außerdem fehlt das Umblättern der Seiten und der Geruch des Papiers. Man benötigt
Strom und je nach E-Book kann das Display spiegeln. Ein weiterer Nachteil ist, dass nicht alle gedruckten
Bücher auch als E-Book vorhanden sind. Dazu kommt, dass einige Menschen einen Bücherregal als
Dekoration haben, dies geht jedoch mit E-Books nicht.

Fazit: Wer viel unterwegs ist und gern Bücher liest, für den lohnt sich ein E-Book, denn dann muss man
keine dicken Bücher schleppen und hat genügend Literatur in einem einzigen E-Book dabei.
………………………
Lebensdauer und Vergänglichkeit
Bücher können Jahrhunderte überdauern, müssen aber nicht. Sicherlich haben alte Bücher ihren ganz
eigenen Charme, sind häufig allerdings kaum noch lesbar. Je stärker sie der Witterung ausgesetzt wurden,
umso kürzer ist ihre Lebensdauer. Klar – Papier ist ein Naturprodukt und will irgendwann auch wieder
dorthin zurück. Anders sieht es mit den elektronischen Varianten aus. Grundsätzlich sind Smartphones
und Tablets doch recht stabil. Allerdings hält eben auch Elektronik nicht ewig.
Der Nachteil: Geht das Gerät kaputt und ihr habt keine Sicherheitskopie von euren E-Books erstellt, sind
die Bücher weg. Zudem sind die Bücher, je nach Software, nicht übertragbar und so an das Gerät
gebunden, auf dem sie heruntergeladen und gespeichert wurden. Ob technische Geräte über die

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Jahrhunderte ihre Funktionalität bewahren, bleibt abzuwarten. Bislang gehen wir aber eher nicht davon
aus. Während Feuchtigkeit gedruckte Bücher beschädigt und womöglich für Verwitterung sorgt, reicht sie
aus, um einem Tablet, Handy oder E-Book-Reader gänzlich den Garaus zu machen. Abgesehen davon hat
der Lesespaß spätestens dann ein Ende, wenn der Akku den Geist aufgibt. Definieren wir das also als
unentschieden?
Leserfreundlich – Ein Text für jedes Alter?
In jungem Alter spielt die Schriftgröße für uns kaum eine Rolle – zumindest in der Regel nicht. Um
besonders leserfreundlich zu sein, muss jedoch nicht nur die Schriftgröße entsprechend sein. Die
Schriftart und der Zeilenabstand spielen ebenso eine Rolle wie die Hintergrund- und Schriftfarbe.
Bücher sind Kunst – auf ihre ganz eigene Art und Weise. Wie gut das ein oder andere Buch zu lesen ist,
ist wiederum eine ganz andere Frage. Und ganz abgesehen von der Abstraktion mancher Printbücher
haben viele ältere Menschen häufig Schwierigkeiten, die Texte zu entziffern. Im Alter verändert sich die
Sehstärke, das ist ganz normal. Wusstet ihr, dass es Bücher gibt, die extra eine größere Schriftart haben?
Zugegeben, es ist mühselig, danach Ausschau zu halten. Und ebenda kommt das E-Book ins Spiel.
Bei vielen Readern ist es nicht nur möglich, die Schriftgröße, sondern auch die Schriftart einzustellen.
Damit kann jeder den Text nach eigener Präferenz gestalten. Im Punkt der Nutzerfreundlichkeit liegt das
E-Book unseres Erachtens nach damit vorn. Oder was meint ihr?

Wenn Lesen zur Entspannung wird


Für viele ist das Lesen eine Tätigkeit, die ihnen hilft zur Ruhe zu kommen. Wir erholen uns beim Lesen
vom stressigen Alltag, werden in ganz eigene Welten entführt. Andere mögen Spannung, Grusel und
Abenteuer. Eines haben allerdings sicherlich alle Leser gemeinsam: Wir wollen nicht gestört werden!
Klammern wir nun die Möglichkeit aus, dass selbstverständlich jederzeit jemand den Raum betreten
könnte, birgt das E-Book hier sicher das ein oder andere Problem. Lest ihr auf eurem Tablet oder
Smartphone, kann es jederzeit sein, dass andere Funktionen des Geräts euch ablenken. Seien es Facebook,
WhatsApp oder Software-Updates. Die Anzahl der Störungsquellen ist enorm hoch – es sei denn, wir sind
konsequent genug, alles abzuschalten, während wir lesen.
Das Smartphone ist zum Allround-Begleiter geworden und wir haben uns damit arrangiert. Aber ist es
nicht schöner, in Ruhe in einem Buch zu lesen, das nichts anderes tut, als uns in seine Welt zu entführen?
Insbesondere wer von der digitalen Welt mal Abstand nehmen möchte, ist mit einem gedruckten Buch
vermutlich besser bedient.
Das hatten wir sicherlich alle schon einmal: Eine Stelle in einem Text hat uns besonders gut gefallen.
Dummerweise finden wir die Stelle im Buch einfach nicht wieder. Vermutlich war es irgendwo zwischen
Seite 100 und 150. Oder so. Vielleicht auch 173. Dass das schon mal ärgerlich sein kann, müssen wir

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wohl kaum ausführen. Hier ist das E-Book dem Printbuch einen großen Schritt voraus: In den meisten
Apps kann das Buch nach Stichwörtern durchsucht werden. Das macht es sehr viel einfacher und spart im
hektischen Alltag zusätzlich Zeit.
Wer hat schon Lust, stundenlang nach einem Zitat zu suchen, nur weil man es seinem besten Freund
zeigen möchte?

Anonymität vs. Personalisierung


Den dekorativen Charakter von gedruckten Büchern haben wir bereits angesprochen. E-Books sind selten
personalisiert, haben etwas Kaltes. Technik strahlt häufig Anonymität aus, an die wir uns zwar gewöhnt
haben, die aber selten als angenehm und heimisch empfunden wird.
Gedruckte Bücher hingegen sind leicht zu personalisieren. Markierungen, Notizen und
Unterstreichungen zeigen, wem das Buch gehört, und sagen häufig etwas über den Besitzer aus. Nicht
jeder Mensch mag es, in seine Bücher zu schreiben, während andere sie mit Aufklebern versehen,
abgebildeten Personen Schnurrbärte zeichnen und ihre liebsten Stellen unterstreichen – eigentlich gar
keine schlechte Alternative zur Stichwortsuche! Im Punkt Personalisierung entscheidet das gedruckte
Buch den Punkt für sich.

Schwer(e) verdauliche Lektüre?


Heutzutage ist es üblich, das Haus kaum noch ohne Handy zu verlassen. Lesen wir unsere E-Books über
unser Smartphone, haben wir jederzeit die Möglichkeit weiterzulesen. Das ist praktisch und eröffnet uns
die Option, Wartezeiten ohne Langeweile zu überbrücken. Bücher hingegen schleppt vermutlich nicht
jeder mit sich herum. Ein dicker Wälzer kann schon einmal beinahe ein Kilogramm auf die Waage
bringen und ist damit wirklich schwere Lektüre. Hier ist das E-Book definitiv die bessere Wahl –
besonders dann, wenn wir mehrere Bücher gespeichert haben. Niemand würde so viele Bücher mit sich
herumtragen, auch wenn das sicherlich ein gutes Training wäre. Auch wahr: Es ist eher selten, dass wir
mehrere Bücher gleichzeitig lesen, oder doch?

Der Umwelt zuliebe


Vertreter des E-Books neigen schnell dazu, zu behaupten, dass die elektronische Variante
umweltfreundlicher ist. Schließlich werden bei der Herstellung eines Buches viel Wasser und Energie
verbraucht. Zudem wird CO2 in nicht allzu geringen Mengen produziert. Das entspricht selbstverständlich
der Wahrheit, aber wie sieht es mit der Handy- oder Tabletproduktion aus? Richtig, umweltfreundlicher
ist sie in keinem Fall. Eines haben E-Books dem gedruckten Buch in diesem Punkt dann aber doch

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voraus: Wer mehr als zehn Bücher im Jahr liest, tut mit dem Umstieg auf E-Books dann doch etwas für
die Umwelt.
Außerdem: Printbücher gibt es sehr häufig in einer Vielzahl an Auflagen, während im E-Book einfach
Korrekturen vorgenommen werden können. Eine Neuauflage führt zur Neuproduktion – Korrekturen im
elektronischen Buch werden hingegen beispielsweise am selben Gerät durchgeführt oder hierauf
übertragen. Wer dennoch bei gedruckten Büchern bleiben möchte, kann seine eigenen gelesenen Werke
verschenken oder sie sich selbst einfach ausleihen. Auch damit tut ihr der Umwelt einen Gefallen.
Und wo wir beim Thema Umwelt wären: Smartphones und Tablets sind insofern
umgebungsfreundlicher, dass für sie keine gesonderte Taschenlampe benötigt wird. Im Flugzeug oder
neben dem Partner im Bett – die Beleuchtung des Geräts stört in der Regel weniger als Nachttischlampen
oder entsprechende Utensilien, die das Bücherlesen im Dunkeln erlauben. Zusätzlich werden Partner nicht
von Blättergeräuschen gestört. In diesem Aspekt hat das E-Book das gedruckte Buch wohl überholt.

Ein Text mit Geschichte – subjektiver Wert


Bücher erzählen eine Geschichte. Und das nicht nur inhaltlich, sondern auch physisch. Je älter ein Buch
wird, umso mehr hat es erlebt und überdauert. Umzüge, Wasserschäden, vielleicht sogar Brände und das
ein oder andere neue Regal und Lesezeichen. Bücher stehen für Nostalgie. Viele Menschen mögen den
Geruch von Papier und fühlen sich in Bibliotheken aufgehoben. Wieder andere sehen weniger den
persönlichen und subjektiven Wert eines Buches und sind praktischer orientiert.
Fakt ist allerdings, dass Bücher vermutlich immer eine wichtige Rolle in der Entwicklung von
Kleinkindern spielen werden. Durch das Anfassen der Seiten und das Umblättern können Kinder ihre
eigenen Sinne entdecken. Inwieweit das E-Book das irgendwann ermöglichen kann, ist fraglich.

Ein Fazit?
Wir haben gesehen, dass sowohl gedruckte Bücher als auch E-Books ihre Vor- und Nachteile haben.
Einige davon gleichen sich aus, bei anderen entscheidet wohl die persönliche Präferenz darüber, wie stark
wir welchen Punkt werten. Für mich gibt es keinen klaren Gewinner und zum Glück muss ich mich
bisher auch nicht für eines von beidem entscheiden.