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Manipulative Karten

Wie Karten unser Weltbild bestimmen

Bearbeiter: Anton Jani


Matrikel-Nr.: 1041688

Bachelorseminar aus Kartographie und Geoinformation

Kartographische Gestaltung

Universität Wien

Sommersemester 2014

LV-Leitung: Univ.-Prof. Dr. Karel Kriz


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ……………………………………………………………………………………………………………………….. 3

2. Projektionen ………………………………………………………………………………….................................... 3

3. Flächenvergleiche …………………………………………………………………………………………………………… 4

4. Mengensymbole ……………………………………………………………………………………………………………… 6

5. Flächenfarben …………………………………………………………………………………………………………………. 8

6. Zeitliche Verläufe ……………………………………………………………………………………………………………. 9

7. Zusammenfassung ………………………………………………………………………………………………………….10

8. Abbildungsverzeichnis …………………………………………………………………………………………………… 10

9. Literaturverzeichnis ………………………………………………………………………………………………………. 10
1. Einleitung

In unserer heutigen Welt sind Karten allgegenwärtig. Wir begegnen ihnen in den
unterschiedlichsten Medien wie zum Beispiel in der Zeitung, im TV-Programm oder dem
Internet. Doch nur wenige Leute sind sich der Tatsache bewusst wie subjektiv
Kartendarstellungen sein können. In dieser Seminararbeit möchte ich der Frage nachgehen
wie Karten als Mittel der Manipulation eingesetzt werden können. Dabei sollen sowohl
historische als auch aktuellere Beispiele aufgegriffen und analysiert werden. Im Besonderen
steht die Frage nach den unterschiedlichen Mitteln, mit denen Kartendarstellungen arbeiten
um den Betrachter in die Irre zu führen, im Zentrum.

2. Projektionen

Der durchschnittliche Kartennutzer, bei dem es sich meist um einen Laien handelt, sieht in
einer Karte meist eine objektive Darstellung der Erdoberfläche. Bezogen auf die
geometrische Darstellung der Flächen bedeutet dies, dass er in einer Karte eine Darstellung
der Oberfläche der Erde sieht, die in jeder Hinsicht den tatsächlichen Gegebenheiten auf der
Erdoberfläche entsprechen, wie es auf einem Globus der Fall ist (unter der Annahme die
Erde sei eine vollkommene Kugel). Nur auf einem Globus entsprechen Winkel,
Flächenverhältnisse und Abstände denen der Realität, da es sich um ein verkleinertes Modell
der Erde handelt. Die Kartennutzer in dem Glauben lassend eine Karte würde dieselben
Eigenschaften mit dem Globus teilen kann dazu genutzt werden eigene Ideologien und
Weltanschauungen zu unterstützen. Man kann die Kartographie damit dementsprechend
missbrauchen um Sachverhalte falsch darzustellen und dadurch die Bevölkerung für die
eigene Sichtweise gewinnen.
Um die Verzerrung der Kartendarstellung als Manipulationsmittel nutzen zu können muss
der dargestellte Ausschnitt natürlich einer gewissen Größe entsprechen. In der Kartographie
spricht man dabei von einem kleinen Maßstab. Auf einer kleinen Fläche ist die Verzerrung
vernachlässigbar. Sie bekommt erst auf großräumigen Karten Bedeutung und ist daher
besonders für die manipulative Darstellung von Karten mit geopolitischem Inhalt geeignet.
Das wohl prominenteste Beispiel hiefür ist die von Gerhard Mercator bereits im 16.
Jahrhundert entwickelte Mercator-Projektion. „Kein Kartennetzentwurf ist für diesen Zweck
so häufig mißbraucht [sic!] worden, wie die im 16. Jahrhundert von dem niederländischen
Kartographen und Kartenherausgeber Gerhard Mercator entworfene und nach ihm
benannte Projektion“ (MONMONIER 1996: 132). Diese zum Zwecke der Navigation entwickelte
Projektion weist äußerst intensive Flächenverzerrungen auf welche polwärts zunehmen.
Daraus folgt, dass beispielsweise Russland oder China auf dieser Karte sehr viel größer
erscheinen als dies tatsächlich der Fall ist. Dieser Umstand wurde in der Zeit des Kalten
Kriegs sehr häufig von antikommunistischen Gruppierungen genutzt um die Bedrohung
durch den Sozialismus sehr viel größer erscheinen zu lassen und diesen zu dramatisieren.
„[. . .] kann es ein Anliegen der Karte sein, die Bedrohung [. . .] dem Betrachter auf
eindringliche Weise vor Augen zu führen“ (MONMONIER 1996: 132).

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Abbildung 1 (Quelle: SCHOBESBERGER 2010: 57)

Auf ein Beispiel einer gelungenen irreführenden Anwendung der Mercatorprojektion kann in
Abbildung 1 Einsicht genommen werden. Neben der Flächenverzerrung können allerdings
noch weitere Stilmittel erkannt werden, die eine Bedrohung des kommunistischen Regimes
übertrieben hervorheben. Man kann erkennen, dass ein Teil Grönlands so wie Alaska einfach
abgeschnitten wird. Auf eine Darstellung des antarktischen Kontinents wird zur Gänze
verzichtet. Durch die Reduzierung des Kartenausschnitts gewinnen die eingefärbten Flächen
verglichen mit den nicht eingefärbten Flächen an zusätzlicher Größe.

3. Flächenvergleiche

Wir haben am vorherigen Beispiel erkennen können, dass es bei manipulativen


Kartendarstellungen nicht nur die Verzerrung der Projektion genutzt werden kann um den
Betrachter in die Irre zu führen. Neben der Verzerrung gibt es viele weitere Möglichkeiten
Abbildungen des Raumes für eigene Ziele und Vorstellungen zu nutzen. Die Wahl der Farbe,
des Kartenausschnitts oder das Aussparen an Information sind hierfür beliebte Mittel. Aber
auch der direkte Verglich von Flächen, die Darstellung von Quantitäten in Form von
Symbolen können die vom Kartenhersteller gewünschten Wirkungen erzielen.
In den folgenden Beispielen möchte ich meinen Fokus dabei im Besonderen auf die Epoche
des Nationalsozialismus richten, da diese besonders einschlägige Beispiele für die
Kartographie als Propagandamittel bereithält. Mark Monmonier weist in seinem 1996
veröffentlichten Werk „Eins zu einer Million“ bereits auf die auffallend intensive Nutzung der
Karte als Manipulationsmittel durch den Nationalsozialismus hin.
„[. . .] verdient der Mißbrauch [sic!] von Karten im Nationalsozialismus doch besonderer
Erwähnung. Niemals zuvor ist die Kartographie in einem solchen Umfang und auf so dreiste,
nachhaltige und vielfältige Weise als Waffe mißbraucht [sic!] worden“ (MONMONIER 1996:
139).

Ein wiederkehrendes und zentrales Thema der propagandistischen Karten des Deutschen
Reiches war die Zuweisung von Schuld an Kriegshandlungen, sowie auch das Rechtfertigen
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eigener aggressiver Vorangehensweisen. „Vielfach ist die Gegenüberstellung mit einem
konkurrierenden, meist größeren Objekt eine Möglichkeit, einerseits die eigene Bedrohtheit
zu zeigen, oder eigene außenpolitische oder militärische Aktionen zu rechtfertigen“
(SCHOBESBERGER 2010: 82).

Abbildung 2 & 3 (Quelle: SCHOBESBERGER 2010: 83)

In kartographischen Darstellungen wird oftmals mit der Assoziation gearbeitet Fläche könne
mit politischer Macht gleichgestellt werden. In der Realität zeigt sich jedoch häufig, dass
diese beiden Attribute nur selten zusammenhängen, und der Einfluss eines Landes selten mit
deren Größe in Verbindung steht. Die Beispiele in Abbildung 2 und 3 sollen verdeutlichen
inwiefern diese menschliche Wahrnehmung als Mittel der Manipulation missbraucht werden
kann. Im linken Bild wird die Größe des deutschen Kaiserreiches von 1918 mit der des
deutschen Reiches von 1939 verglichen. Im rechten Bild dagegen wird die Größe Frankreichs
der der Größe seiner Kolonialbesitze gegenübergestellt. Zudem ist darunter der
anprangernde Satz „Frankreichs Kolonialbesitz ist 22mal so groß wie das Mutterland“ zu
lesen. Die darüber vermittelten Botschaften sind mit dem Ausgang des ersten Weltkrieges
verbunden. „Beide Karten sollen die ‚Ungerechtigkeit‛ die Deutschlands [sic!] im Vertrag von
Versailles 1919 mit dem Verlust der Kolonien wiederfahren [sic!] ist darstellen“
(SCHOBESBERGER 2010: 83). In diesen Gegenüberstellungen werden jedoch essenzielle
Informationen ausgespart, welche diese Vergleiche unzulässig machen. So wird
verschwiegen, dass zu diesem Zeitpunkt bereits Österreich und Tschechien vom Deutschen
Reich annektiert worden waren. Die militärische Bedeutung dieser europäischen Gebiete ist
im Gegensatz zu den verlorenen Koloniegebieten bzw. dem französischen Kolonialbesitz klar
ersichtlich. Weiters wird das aggressive Vorgehen der Deutschen im innereuropäischen
Bereich verharmlost und Frankreich als der übergroße und bedrohliche Nachbar dargestellt.

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Abbildung 4 (Quelle: MONMONIER 1996: 142)

Ein weiteres Beispiel für die Verharmlosung des kriegerischen Vorgehens der
Nationalsozialisten mittels kartographischer Darstellungen ist in Abbildung 4 zu sehen.
Abermals soll mittels der Gegenüberstellung von Flächenbesitz der Eindruck erweckt
werden, dass die Aggression nicht vom deutschen Reich ausgehe, sondern von anderen
Staaten, in diesem Fall England. Auch bei dieser Gegenüberstellung wird England samt
Kolonialbesitz mit Deutschland verglichen. Wie im vorhergehenden Beispiel sind unter den
Karten anprangernde Sätze zu sehen, die in diesem Fall darauf abzielen England als den
Aggressor darzustellen, der sich bereits 26% der Welt angeeignet hat. Diese 26%
entsprechen natürlich dem Anteil an der Landoberfläche und nicht dem der gesamten
Erdoberfläche. Diese Prozentangabe wurde vom Kartenersteller wohl bewusst gewählt um
die vermeintliche Raffsucht der Engländer zusätzlich in den Vordergrund treten zu lassen.
Ein weiteres Mal werden sehr dünn besiedelte Gebiete (wie etwa Australien) europäischen
äußerst dicht besiedelten gleichgestellt. Durch die große, weiße Fläche soll Deutschland
einen besonders kleinen und schmächtigen Eindruck erwecken. Doch auch historisch stellt
diese Karte einen unangebrachten Vergleich dar, da sie ein Jahr nach Ausbruch des 2.
Weltkriegs entworfen wurde, dessen Schuld ohne Zweifel bei Nazideutschland zu finden ist.
Wir können demnach feststellen, dass die deutsche Propagandakartographie in vielen Fällen
den Zweck hatte die eigenen militärischen Vorstöße in Europa zu legitimieren, indem sie auf
die angebliche Machtgier und flächenmäßige Überlegenheit der mit ihnen verfeindeten
Länder verwies.

4. Mengensymbole

Doch die in dem letzten Kapitel besprochenen Methoden (Flächenvergleiche mit anderen
Ländern) zur Legitimierung von Landübernahme sind nicht die einzige Argumente derer sich
die Nationalsozialisten bedienten. Die wohl prominenteste Begründung dieses Regimes war
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das Hinweisen auf den angeblichen Mangel an Staatsgebiet unter dem die Bevölkerung
leide. In vielfacher, nicht nur kartographischer Ausführung, wurde diese Sichtweise dazu
missbraucht das gewaltsame Einnehmen von Gebieten als notwendiges und gerechtfertigtes
Vorgehen darzustellen, unter dem Vorwand bloß den Raum zu beanspruchen den die eigene
Bevölkerung brauche. Dabei waren darwinistische Lehren die das Überleben des Stärkeren
als natürliche Gegebenheit interpretierten nicht unerheblich beteiligt. Die kriegerischen
Auseinandersetzungen die das Deutsche Reich schürte wurden als natürlicher Kampf von
Organismen um Lebensraum angesehen, was zu einer fatalen Ausartung des Kriegs führte.

Abbildung 5 (Quelle: SCHOBESBERGER 2010: 111)

Bereits in der Überschrift „Auswanderung als Folge der Deutschen Raumnot“ ist diese
Sichtweise leicht herauszulesen. Besonders interessant jedoch ist die Darstellung der
Symbole welche die Menge der deutschen Auswanderer in den angeführten Gebieten
repräsentieren sollen. Obwohl nach den Angaben der Karte in Australien mehr als dreimal so
viele „Deutschstämmige“ leben wie in Südafrika, ist von der Größe der Kreise her kein
Unterschied erkennbar. Der den Anteil der deutschen Bevölkerung anzeigende Kreis in
Kanada ist trotz einer mehr als zehnmal so großen Menge ebenfalls unbedeutend größer als
der südafrikanische. Besonders das Mengensymbol der U.S.A. tritt in dieser Karte deutlich
hervor. Zwar ist die Anzahl der dort lebenden Deutschen um einiges größer als in den
restlichen dargestellten Gebieten, man kann jedoch deutlich erkennen, dass die Karte darauf
ausgelegt ist den Eindruck zu erwecken die U.S.A. sei in erster Linie von Deutschen
bevölkert. „So gewinnt man etwa den Eindruck die USA wäre fast ausschließlich von
‚Deutschstämmigen‛ bewohnt“ (SCHOBESBERGER 2010: 111).
Zusätzlich dazu sind wie in den vorangehenden Kapiteln bereits besprochene Mittel in der
Karte vorhanden, welche den Eindruck eines Platzmangels erwecken sollen. Abermals wird
der asiatische Kontinent (ähnlich wie bei der Mercatorprojektion) groß und bedrohlich
dargestellt. Der Kartenausschnitt lässt Gebiete wie etwa die Antarktis oder Alaska aus. Der in
die Karte hineinragende Schriftzug „Rund 30 Millionen leben in fremden Ländern in
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Übersee“ lässt den Ausschnitt zusätzlich kleiner erscheinen und erweckt den Eindruck einer
eingeengten Situation. Die Auswahl der Frakturschrift soll die deutsche Thematik des
Problems unterstreichen.

5. Flächenfarben

Abbildung 6 (Quelle: MONMONIER 1996: 140)

Eine weitere Möglichkeit um den Eindruck einer bedrohlichen Situation oder Sicherheit zu
vermitteln ist die Wahl der Farbe mit der die Flächen eingefärbt werden. Dunkle Farben
werden dabei als bedrohlich oder gefährlich assoziiert, helle Farben vermitteln den Eindruck
von Sicherheit. Die in Abbildung 6 abgebildete Karte ist dem Ende des Jahres 1939
entnommen und zeigt wie intensiv sich die Wahrnehmung eines Kartenbildes mit einer
Abänderung der Farbauswahl verändern kann. Die beiden Karten stellen, wie der
Beschriftung bereits zu entnehmen ist, die politische Situation von 1914 und 1939
gegenüber. Die linke der beiden Abbildungen soll die eingekesselte Lage der Deutschen zu
Anfang des ersten Weltkriegs vermitteln. Die feindlichen Nationen werden in einem tiefen
Schwarz dargestellt, was den Eindruck einer eingeengten und abgeschnittenen Situation
erweckt. Deutschland selbst und das angrenzende Österreich-Ungarn dagegen werden in
strahlendem Weiß dargestellt, um den Kontrast zu den verfeindeten Staaten zu
unterstreichen. Die dazugehörige Legende (im rechten Bild unten) weist die Länder zudem
als „Neutrale Länder“ (=Weiß) und als „Einkesselungs-Länder“ (=Schwarz) aus. Damit soll die
Karte die „böswilligen“ Absichten der verfeindeten Nationen darstellen, die eine Einkreisung
von Deutschland bzw. Österreich-Ungarn planen, und die aussichtslose und hilflose Situation
die daraus resultiere. Trotz der politisch prekären Lage, in der sich das Deutsche Reich 1939
befand, vermittelt die rechte Karte dagegen eine ausgesprochen bessere Situation als die
Karte die die Situation von 1914 darstellt. Die Karte will damit die Vorstellung propagieren,
dass das Land aus der Umzingelung der Feinde befreit wurde. Dabei greift sie bei der
Darstellung auf eine hellere Farbgebung zurück um ein Gefühl der Befreiung zu erwecken.
Natürlich werden ebenfalls politische Situationen dieses Zeitpunktes genutzt um der
Bevölkerung ein Gefühl von Sicherheit zu geben. In der Karte werden die Sowjetunion und
deren umliegenden Staaten nicht weiter als „Encirclement-Countries“ ausgewiesen, da 1939
noch ein Bündnis zwischen Nazideutschland und der Sowjetunion bestand, der jedoch im
weiteren Kriegsverlauf ein jähes Ende fand. Die englischsprachige Beschriftung der Karte ist
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dadurch zu erklären, dass sie in Amerika in einer pro-deutschen Zeitschrift veröffentlicht
wurde, welche die amerikanische Bevölkerung dazu verleiten sollte für das deutsche Reich
Partei zu ergreifen.

6. Zeitliche Verläufe

Doch die Verwendung von Karten als Mittel der Propaganda hat natürlich auch abseits des
zweiten Weltkriegs eine rege Verwendung. Wie wir in der folgenden Abbildung 7 erkennen
werden geht diese auch über die bisher erwähnten Mittel der Manipulation hinaus.

Abbildung 7 (Quelle: SCHOBESBERGER 2010: 84)

Abbildung 7 zeigt abermals einen Vergleich von Flächen, diesmal erstreckt sich dieser jedoch
über 4 Karten die einen Zeitlichen Verlauf darstellen. Das Thema der Karte ist die
Verdrängung des Staates Palästina durch Israel. Die darauf abgebildete Flächenveränderung
entspricht jedoch nicht der Realität da sie drei unterschiedliche Themen aufweist. Erstere
Karte zeigt das Siedlungsgebiet der palästinensischen Bevölkerung. Die Siedlungsdichte wird
dabei nicht in Betracht gezogen. Die folgenden zwei Karten hingegen weisen die politische
Grenzziehung des genannten Zeitraumes auf. Letztere Karte zeigt die militärisch
kontrollierten Bereiche. Dieser Vergleich soll den Eindruck erwecken, dass im Zeitraum
zwischen 1946 und 2000 beinahe ganz Palästina durch Israel eingenommen worden sei.

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7. Zusammenfassung

Wir haben gesehen, dass Karten auf vielfältige Weise und in den unterschiedlichsten
Ausführungen dazu dienen können die Vorstellung über unsere Umwelt zu manipulieren.
Dabei sind in räumlicher sowie zeitlicher Hinsicht keine Grenzen gesetzt. „[. . .] die
propagandistische Kartographie vermutlich genauso alt ist wie die kartographische
Darstellung selbst [. . .]“ (MONMONIER 1996: 139). Durch den verstärkten Einfluss der Medien
in den letzten Jahrzehnten und deren fortschreitende Möglichkeit kartographische
Darstellungen als Medium der Informationsweitergabe zu nutzen, wird die Notwendigkeit
hervorrufen die Bevölkerung dazu anzuhalten sich über dieses Kommunikationsmittel zu
informieren und es kritisch zu hinterfragen.

8. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: „hypothetische Karte zur Bedrohung durch den weltweiten Kommunismus im


Kalten Krieg“ (Quelle: SCHOBESBERGER 2010: 57)

Abbildung 2: „Das größere Deutschland vor dem Kriege“ (Quelle: SCHOBESBERGER 2010: 83)

Abbildung 3: „Frankreich. Frankreichs Kolonialbesitz ist 22 mal so groß wie das Mutterland“
(Quelle: SCHOBESBERGER 2010: 83)

Abbildung 4: „Das deutsche Reich und das britische Empire – Ein Vergleich“ (Quelle:
MONMONIER 1996: 142)

Abbildung 5: „Auswanderung als Folge deutscher Raumnot“ (Quelle: SCHOBESBERGER 2010:


111)

Abbildung 6: „Damals und heute! 1914 und 1939“ (Quelle: MONMONIER 1996: 140)

Abbildung 7: „Palästina wird von der Landkarte getilgt“ (Quelle: SCHOBESBERGER 2010: 84)

9. Literaturverzeichnis

MORMONIER M. (1996): Eins zu einer Million. Die Tricks und Lügen der Kartographen. –
Chicago.

SCHOBESBERGER N. (2010): Propagandakartographie. Die Verwendung von Karten als Mittel


für Werbung und politische Meinungsbildung. – Diplomarbeit, Universität Wien, Wien; auch
online unter:
http://othes.univie.ac.at/10001/1/2010-05-17_0201518.pdf (26. 06. 2014).

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