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7 LANDUNG– LANDUNG ALLGEMEIN

7.1.4  Ausgeflogene Landung An Landeplätzen können zwei Kategorien
von Gleitschirmpiloten beobachtet werden:
Die Landung sollte sanft und langsam erfol- 1. Die, die je näher der Boden kommt lang-
gen. Im Idealfall setzt der Pilot weich mit den sam immer weiter bremsen.
Füßen auf dem Boden auf und muss nur noch
2. Die, die zwischen geringstem Sinken
gemütlich bzw. entspannt mitlaufen, um den und bestem Gleiten anfliegen und kurz
Schirm sauber abzulegen. vor Bodenberührung kaum die Bremsen
ziehen und erst nach dem Aufkommen
durchbremsen.
Auswirkungen der Landetechniken auf die
Landung:
1. Durch das langsame gleichmäßige
Anbremsen nimmt die horizontale
Geschwindigkeit ab. Der Gleitschirm
fliegt kurz vor Bodenberührung knapp
22 km/h (Minimalfahrt). Wenn wir von ei-
nem leichten Wind von vorne ausgehen,
ist die Landegeschwindigkeit geringer
(der Gleitschirmflieger bremst kurz vor
Bodenberührung komplett durch und die
Geschwindigkeit nimmt weiter ab).

Der sportliche Pilot kann nach dem
Aufsetzten mitlaufen. Der Nachteil ist
das erhöhte Sinken aufgrund des ho-
hen Widerstandes. Obwohl die Ge-
schwindigkeit über Grund nachlässt,
wird die vertikale Geschwindigkeit so
hoch, dass der Winkel, in dem der Pilot
auf den Boden trifft, groß ist. Die Lan-
dung ist hart. Außerdem fliegt der Pilot
in bodennähe nahe des Abrisspunktes.
Bei zu frühem zu deutlichem Anbrem-
sen reißt die Strömung ab und der Pilot
fällt förmlich aus dem Himmel.
2. Durch die Bremsstellung in der Grund-
haltung ist der Winkel, in dem der Pilot
auf den Boden kommt (aufgrund der ge-
ringen vertikalen Geschwindigkeit) eher
flach. Dies ermöglicht grundsätzlich eine
weiche Landung.

Das Sinken ist zwar gering, dafür ist
die horizontale Geschwindigkeit groß.
In der Grundstellung fliegt der Gleit-
schirm mit ca. 30 km/h. Selbst bei ei-
nem leichten Wind von vorne, kann der
Pilot diese Geschwindigkeit nach dem
Aufsetzten auf den Boden nicht erlau-
Abb. 7.15:  Die Fluglehrer helfen dir am Anfang dei-
fen. Auch in diesem Fall ist die Landung
ner Fliegerkarriere punktnah auf dem Landeplatz zu
also hart.
landen und ein Gefühl für das Peilen zu entwickeln.

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Grund (ca./und geringe er die Höhe besser abschätzen. und die Laufbereitschaft. das Variieren der Bremsstellung Im nächsten Moment würde der Pilot auf.und Flugge- schwindigkeit werden minimal. grund der Schwerkraft wieder nach hinten unter den Gleitschirm pendeln.Für eine weiche und sanfte Landung sind zwei Der Blick des Piloten löst sich in den letzten Faktoren wichtig: Metern über Grund im Endanflug vom Peil- punkt und geht in Flugrichtung. um deine Höhe bzw. Dadurch kann • flacher (Gleit-)Winkel bzw. nicht vernachlässigen. Läuft der Pilot mit unten gehaltenen Brem- sen nach dem Aufsetzten weiter. Der Anstellwinkel wird größer. hen in einem Bruchteil von einer Sekunde mit 0 km/h. Auch im Gegenanflug peilst du immer wie- durch bewegen sich der Gleitschirm und der der zum Peilpunkt. legt sich der Schirm mit der Hinterkante voran auf dem Bo- den ab (da sich der Gleitschirm bei Bodenbe- rührung schon hinter dem Piloten befindet). Ausweiten oder Verkürzen einzelner Anflug- schenkel. über Grund. da die Kappe ca. Kurz davor zieht der Pilot die Brem. Bremsen unten hältst und weiter nach vorne was verzögert. Bewegungsenergie wird dann in Höhenener- gie (potentielle Energie) umgewandelt. nenzug) wird kurzzeitig Auftrieb erzeugt. 35 km/h bei Windstille) besitzt der In der Position beobachtest du die anderen Gleitschirm viel Bewegungsenergie (kineti- Piloten und den Windsack bzw. indem du die sen zügig durch (der Gleitschirm reagiert et. sieben Meter läufst. denen zunehmenden Widerstand wird die Den Endanflug fliegst du geradlinig auf den Kappe langsamer. Die Kappe nickt folglich nach Mögliche Korrekturen erfolgen über das hinten. fliegt aber noch mit einer höheren Geschwin- digkeit weiter. Durch das impulsive Anbrem- tuation am Landeplatz. Du legst deinen Schirm ab. 20–30 cm Steuerlei- der Richtung Peilpunkt. Die deinen Höhenverlust abzuschätzen. Pilot bodenparallel. Auch im Queranflug darfst du das Peilen Durch das Anbremsen und den damit verbun. Im höchsten Das Durchbremsen erfolgt in einem Meter Punkt bewegt er sich also physikalisch gese. Der Pilot als träge Masse Peilpunkt zu. Sink. 177 . Du peilst immer wie- sen beim Abfangen (ca. über dem Piloten steht). um im rich- vertikale Geschwindigkeit tigen Moment den Schirm an. • geringe horizontale Geschwindigkeit ZUSAMMENFASSUNG Betrachten wir den gesamten Vorgang aero- dynamisch: Du fliegst die Position luvseitig tangential an.und durchzu- bremsen. die Windsi- sche Energie). Du solltest noch mindestens zwei Positi- Durch die hohe Anfluggeschwindigkeit über onskreise machen können. Da.

7 LANDUNG– LANDUNG ALLGEMEIN Abb. dass der einem Meter über Grund.18:  Der Pilot fliegt bo- sich ca. 178 . 7. 7. 7.16:  Der Pilot fliegt die letz- ten Meter über Grund laufbereit mit den Bremsen in der Grund- stellung. An der offenen Hin. Die Hände befinden Abb. Hände ruhig auf einer Höhe. Der Pilot hält die terkante ist zu erkennen.17:  Der Blick des Piloten Abb.auf geht in Flugrichtung. Das zügige denparallel. Die Kappe nickt dabei Tuchfühlung. auf Höhe der Ohren . Gleitschirm nicht angebremst ist. Anbremsen (ca. 20 cm) erfolgt in nach hinten.

denberührung mit und legt den keit und den Ausschlag des Pen. 7.21:  Mit unten gehaltenen Grund… bremsen. Schirm ab.Abb. Der Pilot spürt am Bremsen läuft der Pilot nach Bo- Nachlassen der Fluggeschwindig. 7.20:  …erfolgt das Durch. 7. 179 . dels den richtigen Zeitpunkt.19:  In einem Meter über Abb. Abb.

180 . •• auslaufen mit ablegen. •• ausgleiten. Nach dem Landen löst er dazu kurzfristig etwas die Steuerleinen. sodass sich während der Drehbewegung beide Tragegurte über kreuz vor seinen Bauch verlagern. da er seine Hände bis hinter den Körper ziehen kann. •• aufsetzten. Zum Ablegen der Kappe verfügt der Pilot über einen längeren Steuerweg. •• halb/etwas bremsen (abfangen). 7. Abb.22:  Der Pilot kann sich zum Ablegen des Schirmes auch zur Kappe eindrehen.7 LANDUNG– LANDUNG ALLGEMEIN ZUSAMMENFASSUNG •• zügig anfliegen. •• durchbremsen.