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Auszug aus “HUNA -Arbeit” Nr.

27, Zeitschrift für Mitglieder der HUNA Forschungs-Gesellschaft

Johannes 14: lifornische Sprachforscher, hat auf durch die Römer. Diese hatten sich
Grund seiner semantischen Arbeit bestens in Israel etabliert, hatten ih-
Eine spannende Huna- die Huna-Lehre entschlüsselt und ren Statthalter, den Prokurator einge-
Botschaft veröffentlicht. Dabei stellte er fest, setzt und verwalteten das Land mit
Henry Krotoschin dass Jesus immer das Hohe Selbst Strenge und Grausamkeit. Flavius
meinte, wenn er vom “Vater” oder Josephus berichtet über die zahlrei-
“Himmelreich Gottes” gesprochen chen Kreuzigungen, mit denen die
hat. Warum sprach er nicht vom Ho- Römer auch geringfügige Verbre-
„Es geht alles vorüber und ist ein hen Selbst? Aus zwei einfachen chen der Juden geahndet haben. Je-
Nichts vor Gott, an dem wir mit je- Gründen: Erstens war er als geistiger sus hat den Juden gesagt: “Gebt
dem Einatmen und Ausatmen teilha- Führer der Essener, wie alle Esse- dem Kaiser was des Kaisers ist”. Ü-
ben können.“ ner, strengster Schweigepflicht unter- ber diesen Ausspruch gibt es viele
Hermann Hesse worfen, d.h. er durfte die inneren, Interpretationen: Die logischste und
“esoterischen” Bedeutungen der Es- einfachste erscheint mir: Zahlt eure
sener-Lehre dem Volk nicht preisge- immens hohen Steuern vollständig,
ben (Matth. 13:10-11, 34). Er hat sei- versucht keine Steuern zu hinterzie-
Dass die Huna-Lehre, und beson-
nen Jüngern ja deutlich gesagt, dass hen, denn wenn ein “Zöllner” es
ders ihr praktische Anwendung, mit
der Weisheit der Essener identisch er ihnen Geheimnisse erklärt, wäh- merkt, werdet ihr gekreuzigt. (Unter
rend er zum Volk in “Parabeln und Zöllnern verstand man damals die
ist, hat schon der bedeutende Histo-
Gleichnissen” spricht. - Zweitens: jüdischen Steuereintreiber, die ihre
riker Sir George Trevelyan 1984
festgestellt. Viele Äusserungen Jesu Das Volk war sehr wahrscheinlich Tätigkeit innerhalb der jüdischen Ge-
damals noch nicht reif, um die Weis- meinschaft unter römischem Zwang
bestätigen diese Feststellung, wenn
heit der Essener und die praktische ausübten, genau so wie es die Nazis
wir sie “durch die Huna-Brille” lesen
und interpretieren. In dieser Weise Anwendung der Huna-Lehre zu be- in Deutschland in den dreissiger und
greifen. vierziger Jahren des 20. Jahrhun-
habe ich Johannes 14 gelesen.
derts praktiziert haben.) Die Verwal-
Zum Verständnis der folgenden Aus- Betrachten wir noch eine weiter Ei- tung des römischen Militärs und der
genschaft Jesu, die mir sein Wirken römischen Polizei den Juden gegen-
führungen möchte ich denjenigen,
erst so richtig verständlich macht. Zu über war ausgesprochen grausam,
welche die Huna-Lehre nicht kennen,
das Wesen des “Hohen Selbstes” er- seiner Zeit litten seine Mitbürger, die es war die römische “Gestapo”.
Isrealiten, unter zwei grausamen dra- Die Geschichte wiederholt sich....
klären, welches bei Johannes 14 die
matischen Einflüssen. Der erste war
entscheidende Rolle spielt. Der Beg-
riff “Schutzengel” der Kinder ist uns eine geistige Desorientierung und Welch ein Segen wäre es gewesen,
Verwirrung, wie sie in der jüdischen wenn gerade die Juden zu dieser
geläufig und er wird allgemein akzep-
Geschichte weder vorher noch nach- schweren Zeit die gnadenvolle Stüt-
tiert. Dieser Schutzengel verschwin-
det nicht etwa, wenn das Kind er- her je festgestellt worden ist: Zur Zeit ze der Essener- und Huna-Weisheit
Jesu gab es in Israel achtzehn ver- im praktischen Leben hätten haben
wachsen wird. Er bleibt weiter mit
schiedene Sekten, die den sonst so können! Aus den oben angeführten
dem nun erwachsenen Menschen als
“Hohes Selbst” verbunden, verlangt eindeutigen Gottesglauben erschüt- Gründen war das aber nicht möglich.
terten. Es hat in der Geschichte des Keiner der Juden in der Umgebung
aber, dass dieser an sich arbeitet,
Judentums immer verschiedene Jesu, ausser seinen nächsten Ver-
um geistig und ethisch auf eine hö-
here Stufe zu kommen. Damit wird Richtungen hinsichtlich der Intensi- trauten, hatte den Trost und die Ge-
tät der Glaubensausführung gege- borgenheit seines eigenen Hohen
er würdig für den Kontakt mit sei-
ben, nie aber im Gottesglauben Selbstes. Ich habe die Taten und Re-
nem Hohen Selbst. Diese Arbeit an
sich selbst veranlasst dann das Hohe selbst. Es gab immer orthodoxe, den Jesu intensiv auf mich einwirken
strenggläubige Juden, die tagtäglich lassen und bin zu der logischen Ü-
Selbst, seinem Schützling viel inten-
613 Gebote und Verbote befolgten, berzeugung gekommen, dass er sich
siver und wirksamer zur Seite zu ste-
hen, als wenn die Arbeit an sich daneben gab es und gibt es immer deshalb allen seinen jüdischen Zeit-
wieder Juden, die zwar alle Gesetze genossen als ein stellvertretendes
selbst nicht stattgefunden hätte. Das
voll anerkennen und respektieren, Hohes Selbst zur Verfügung gestellt
heisst keineswegs, dass der nicht
nach Vervollkommnung strebende jedoch im täglichen Umgang mit ih- hat, und das bis zum bitteren Ende.
nen etwas lockerer und liberaler sind. Dass er ein Hohes Selbst war oder
Mensch von seinem Hohen Selbst im
Ein typisches Beispiel aus der heuti- genauer ausgedrückt, das erhabene
Stich gelassen würde, nein, das Ho-
he Selbst wacht weiterhin über sei- gen Zeit: Da am Samstag, dem Hohe Selbst, das von Gott gesand-
Shabbat, jegliche Arbeit verboten ist, te stellvertretende höchste Selbst,
nem Schützling, aber in weniger dra-
wird ein orthodoxer Jude aus innerer geht aus zahlreichen seiner Äusse-
matischer Weise. Das erste grosse
Ziel der Huna-Arbeit ist ja der be- Überzeugung heraus nicht einmal rungen und besonders aus vielen
einen Lichtschalter betätigen, wäh- seiner Taten hervor.
wusste und persönliche Kontakt des
rend ein liberaler darin keine Gebots- Wie beschreibt nun die Huna-Lehre
Menschen mit seinem eigenen Ho-
hen Selbst. verletzung sieht. das Hohe Selbst? Die Darstellung ist
die denkbar einfachste. Das Hohe
Die zweite war die Eroberung und Selbst wird in der Huna-Lehre nicht
Max Freedom Long, der geniale ka-
die nachfolgende Besetzung Israels nur als Lichtgestalt symbolisiert, son-

Huna Forschungs-Gesellschaft, Seefeldstrasse 18, CH-8008 Zürich, Tel. 01 251 55 65 Fax 01 251 95 35, www.huna-europe.ch
dern es ist selbst eine Lichtgestalt. dass die Veränderung des Volumens dabei an seine Werke, die gewalti-
Es hat genau die Körpergrösse und beim Ein- und Ausatmen nicht nach- gen “Wunder”, von denen viele durch
den Umfang des Menschen, zu dem weisbar oder messbar sei! Legen die Kenntnis der Huna-Praxis voll-
es gehört. Jeder Mensch hat sein ei- Sie sich in die Badewanne so tief kommen erklärt und bewiesen wer-
genes persönliches Hohes Selbst. hinein, dass der Wasserspiegel min- den können.
Ich freue mich, dass Dr. Raymond destens bis zum Hals reicht. Atmen
Moody, der amerikanische Arzt, in Sie nun tief aus und beobachten den Johannes 14:11: Hier spricht Jesus
seinen Büchern über die Lichtgestalt Stand des Wasserspiegels. Atmen von den Werken, die jedermann tun
berichtet, die seine Patienten, die vo- Sie jetzt tief ein und beobachten Sie kann, wenn er sich Jesus, dem
rübergehend klinisch Toten, genau wie der Wasserspiegel deutlich wahr- höchsten Hohen Selbst ausliefert.
auf die gleiche Weise schildern, in nehmbar, ja deutlich messbar gestie- Und in 14:13 kommt er zu der un-
welcher die Huna-Lehre über die Ho- gen ist! fassbar grossartigen Aussage, dass
hen Selbste berichtet. Moody hatte in er das tun würde, was wir in seinem
seinen Schriften keineswegs den Betrachten wir ein neugeborenes Namen erbitten, etwas was wir bis-
Wunsch, die Huna-Lehre nachträg- Kind. Im Vergleich zu seiner winzi- her nur vom Namen Gottes kennen-
lich durch medizinische Berichte zu gen Grösse tut es jetzt wohl den ers- gelernt haben. Hier beweist Jesus,
untermauern. Nein, ich habe mit ihm ten und tiefsten Atemzug seines Le- dass das Hohe Selbst Gott ist
selbst darüber gesprochen: Er hat bens. Atmet es sein eigens Hohes (nicht ein Teil Gottes, weil es Teile
vor unserem Treffen nie von der E- Selbst, seinen Schutzengel, in sich von Gott nicht gibt), dass Jesus
xistenz einer Huna-Lehre oder eines hinein? - Was geschieht anderer- selbst also in seiner Eigenschaft als
Hohen Selbstes gehört. seits, wenn wir unseren Körper beim Hohes Selbst ebenfalls Gott ist, aber
sog. “Tod” verlassen? Wir atmen gerade durch diese Eigenschaft! Er-
Lesen wir nun Johannes 14 und erin- zum letzten Mal aus, unser Volumen innern wir uns daran, dass Jesus
nern wir uns daran, dass Long stets wird kleiner, wir sind im Vater, in un- sich selbst nie als Gott bezeichnet
das Hohe Selbst gemeint hat, wenn serem Hohen Selbst, in unserer hat.
er vom “Vater” sprach. Er sagt zu Lichtgestalt! In diesem Zustand tre-
Phillippus (14:10): “Glaubst du nicht, ten wir, nun als reines körperloses Das “will ich tun, auf dass der Vater
dass ich im Vater bin, und der Va- Geistwesen aus unserem Körper aus verherrlicht werde in dem Sohne”,
ter in mir ist ?” und das gewaltig erschütternde, 14:13. Dadurch dass Jesus nun auf
tröstliche und beruhigende ist die seinen Namen Bezug nimmt bezieht
Zunächst empfand ich beim Lesen Tatsache, dass jetzt von aussen nur er sich nun auf seine Person, die er
dieses Verses einen Konflikt: Was noch unser Hohes Selbst als Lichtge- mit “Sohn” bezeichnet, weil er nun
bedeutet es, dass er in seinem Ho- stalt sichtbar ist. Wir sind also durch einmal das Hohe Selbst “Vater” ge-
hen Selbst ist und sein Hohes Selbst diese Lichtgestalt geschützt, wir nannt hat. Aus dieser Aussage
in ihm? Beides kann doch nicht werden durch sie und sogar in ihr spricht die vollkommene Demut Je-
gleichzeitig sein! Und eine Einge- selbst geführt zu der Lichtebene, die su: Er möchte nicht, dass er selbst
bung verhalf mir zur Lösung des uns bestimmt ist. die “fleischliche” Person verherrlicht
Konfliktes: Ich betrachte mich nicht wird, sondern das Geistwesen seines
im Sitzen, sondern im Liegen, weil “Niemand kommt zum Vater denn Hohen Selbstes, d.h. der Geist Got-
dann der Körper gerade und über- durch mich”, Johannes 14:7. Deutli- tes.
sichtlich ist. Ich atme sehr flach, cher konnte Jesus es nicht erklären.
Bauch und Brust heben und senken Durch ihn kommen wir zum Vater, Johannes 14 hat mich zu vielen an-
sich kaum. Im Zustand der vollkom- durch ihn kommen wir zum Hohen deren Gedanken geführt, die mir ein-
mensten und höchsten Verbindung Selbst, weil er, Jesus, das stellvertre- gegeben worden sind. Die Überzeu-
mit meinem Hohen Selbst ist dieses, tende, das erhabene höchste Hohe gung, dass das Hohe Selbst desjeni-
die Lichtgestalt in mir, sie füllt genau Selbst ist. gen, der mit diesem engstens ver-
den Raum meines Körpers aus. At- bunden ist eine Einheit bildet mit
me ich tief ein, so wölbt sich mein “Und von nun an kennet ihr ihn und dem Wesen, das Gott genannt wird
Bauch und meine Brust, mein Volu- habt ihn gesehen”, den Vater näm- und schliesslich mit Jesus, ist logisch
men wird erheblich viel grösser, wäh- lich, d.h. Jesus in Person, das Hohe und nicht zu erklären. Wir begeben
rend sich die Lichtgestalt meines Ho- Selbst nämlich, das sagt Jesus zu uns da auf das Gebiet mystischer Er-
hen Selbstes in mir nicht vergrössert den Zweiflern. kenntnisse, die wir intellektuell nicht
hat. Mein Hohes Selbst ist in mir, analysieren, sondern nur erleben
“der Vater ist in mir”. Bei meinem “Die Worte, die ich zu euch rede, re- können. Die drei Selbste der Huna-
Ausatmen ist es umgekehrt: Brust de ich nicht von mir selbst, sondern Lehre sind verstandesmässig zu er-
und Bauch haben sich zusammenge- der Vater, der in mir wohnt, tut die fassen, ihre vollkommene Vereini-
zogen, mein Volumen hat sich verrin- Werke.” Johannes 14:10. Lassen wir gung ist jedoch ein mystischer Vor-
gert, “ich bin im Vater”. Bei diesen uns nicht stören dadurch, dass im gang, der nicht erklärt oder bewie-
Betrachtungen können wir ohne wei- Anfang von Worten, am Ende aber sen, sondern nur erlebt werden kann.
teres das Volumen der Arme, der von Werken die Rede ist. Jesus
Beine und des Kopfes vernachlässi- drückt damit aus, dass die Worte, die
gen, denn diese Volumina verändern er spricht, ihm von seinem Hohen © Copyright by Henry Krotoschin 1999
sich nicht. Es ist also tatsächlich so: Selbst eingegeben sind, und dass
beim Einatmen ist mein Hohes er die Werke, die er tut, nie von sich
Selbst, der Vater, in mir, beim Aus- aus tun könnte, sondern nur mit Hilfe
atmen bin ich in ihm. Glauben Sie seines Hohen Selbstes, welches er
bitte nicht, liebe Leserin, lieber Leser, nun selbst geworden ist. Denken wir