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Liebelei

Anton Schnitzler (1894)


Theodor und Fritz verbringen mit ihren Bekannten Mizi und
Christine eine stimmungsvolle Soiree. Theodor, der mit der
lebenslustigen Mizi liiert ist, hat seinem Freund - als Erholung von
der strapaziösen "Liebestragödie" mit einer verheirateten Frau -
eine unverbindliche "Liebelei" mit Christine Weiring, der naiven
Tochter eines städtischen Theatermusikers, verordnet. Durch
das Erscheinen des Gatten der ehemaligen Geliebten wird die
inszenierte Gemütlichkeit gestört: in einer kurzen Unterhaltung
unter vier Augen fordert der unbekannte Herr Fritz zu einem Duell heraus.

Am darauffolgenden Tag gibt Fritz gegenüber Christine vor für kurze Zeit auf ein Gut zu
verreisen. Christine sorgt sich um ihn und wird zwei Tage später von Theodor darüber
unterrichtet, dass Fritz im Duell für eine andere Frau erschossen wurde und bereits begraben
ist. Voller Verzweiflung stürzt sich Christine aus dem Fenster.

Arthur Schnitzler:
Geboren am 15.Mai 1862 in Wien. Er studierte Medizin an der Universität und übte später
diesen Beruf auch aus. Starb am 21.Oktober 1931 in Wien. Hauptsächlich schrieb er
Novellen und Bühnenwerke.
Schnitzler hat mit Liebelei seinen ersten und größten Bühnenerfolg. Er verwandelt den Typus
des gemütvollen Wiener Volksstücks in ein sozialpsychologisches Drama: Er beschränkt sich
auf die spätbürgerliche Welt und die umfassende Problematisierung von
Kommunikationslosigkeit, Erotik und Tod.