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Landwirtschaft im Wandel
Die Erzeugung von immer mehr landwirtschaftlichen Produkten in immer weniger Betrieben ging einher mit der Intensivierung der Agrarproduktion: der Einsatz vonDüngemitteln, Anschaffung von Maschinen und Technik mithilfe von Krediten usw.Dies hatte die Trennung von Tier- und Pflanzenhaltung zur Folge.Viele Landwirte bewirtschaften entweder Acker und Land, oder betreiben eineTierzucht. Beides gleichzeitig ist sehr selten.
Entwicklung der Produktivität in der deutschen Landwirtschaft
JahrWeizen(in dt/ha)Zuckerrüben(in dt/ha)Milch pro Kuh(in kg/Jahr)Eier proHenne(in Stück)198019902000
48,866,272,8483,7574,3617,0453848576050242259274
Die Intensivierung der Agrarproduktion blieb nicht ohne Folgen für die Umwelt!
Viele Tierrassen sind auf kürzeste Zeit total ausgestorben, aber auch diePflanzenwelt hat ihren Schaden davon genommen. Auch monotone Agrarlandschaftbelastet zunehmend die Umwelt. Die konventionelle Landwirtschaft kann nicht auf Dauer gegen die Natur wirtschaften.Man hat die Produktionsmethoden verbessert, artgerechte Tierhaltung eingeführt unddie Dünung, mit möglich wenig Auswirkungen auf den Boden und das Grundwasser,reduziert. Des Weiteren tragen Flächenstilllegungen dazu bei, dass dieUmweltverträglichkeit der Landwirtschaft erhöht wird.Gerade die konventionelle Landwirtschaft legt heute Wert darauf, dass ökologischeErfordernisse und ökonomische Notwenigkeiten in Einklang gebracht werden.Dazu zwingen auch gesetzliche Regelungen, die extra hierfür eingeführt werdensind.
Futter viele TiereGülleWenigAcker 
Überschüssige GülleBelastung desGrundwassersAufbereitung vonTrockendünger Überdüngung der BödenZukauf vonPflanzen- undDüngemittelnZukauf von Futter Einseitiger Anbau vonMais, der viel GülleverträgtZukauf vonJungtierenGefahr vonTierseuchenVerkauf von Tieren
 
Verbraucherschutz durch Qualitätssicherung
 Viele Verbraucher fordern mehr Durchsichtigkeit bei der Herstellung vonLebensmitteln, nach Vorfällen wie z.B. der Tierseuche BSE. Eines der notwendigenSysteme die dies sichern und kontrollieren ist „QS – Qualität und Sicherheit“. DiesesSystem wurde im Oktober 2001 eingeführt und wird für Fleisch verwendet. Dadurchkönnen Verbraucher jetzt zurückverfolgen woher das Fleisch kommt, also wo es z.B.gemästet, verarbeitet und ganz zum Schluss gelagert wurde.
Kapitaleinsatz in der Landwirtschaft 
Wie viel Kapital eingesetzt wird kann man am Anlagevermögen erkennen.Dazu zählen Dinge wie z.B.: Gebäude, Belüftung, Fahrzeuge und Ausstattungen mitAnlagen für Fütterungen. Was nicht mitberechnet wird sind die Dinge wie dasEigentum an Grund und Boden, Nutztiere und Nutzpflanzen. Im Moment wird ca. ¼des benötigten Kapitals z. B. über Bankkredite finanziert.
Qualitätssicherungsmaßnahmen in der FleischproduktionHaltung:
tier- und artgerecht, Kennzeichnung der Tiere
Fütterung:
mit gesundheitlich unbedenklichen Futtermitteln
Gesundheit:
tierärztliche Bestandsbetreuung
Transport:
stressfrei und tierschonend
Schlachtung/Zerlegung:
Sicherung der Hygiene, mikrobiologischeUntersuchungen
Handel:
Sicherung der Hygiene, Qualitätssicherung durch Einhaltung der Kühlkette
Anlagevermögen je Erwerbstätigen (in 1000Euro)
Jahr1994199619982000LandwirtschaftProduzierendesGewerbe(Industrie)204,7110,0241,0116,8243,5121,2251,1123,7
Entwicklung des Traktorenbesatzes in der deutschen Landwirtschaft
196019802000 Anzahl der Traktoren(in 1000)Leistung der Traktoren(Kilowatt)85714,5146929,3177038,6
 
 
Landwirtschaft – wir brauchen sie zum Leben
Vor 100 Jahren ernährte ein Landwirt vier Verbraucher, heute sind es 128! Damalsarbeitete jeder Dritte in der Landwirtschaft, und zwar von Sonnenaufgang bisSonnenuntergang. Die Freizeit war knapp und der Verdienst gering.Heute erzeugt die deutsch Land- und Ernährungswirtschaft 90 % dessen, was wir essen und trinken. Doch der Anteil der in der Landwirtschaft tätigen Menschen ist auf weniger als 3 % gesunken. Das war nur durch eine gewaltige Steigerung der Produktivität möglich.Landwirte erhalten und pflegen auch unsere heimatliche Kulturlandschaft und sind imländlichen Tourismus aktiv. Über 20 000 Landwirte bieten innerhalb der Aktion Urlaubauf dem Bauernhof Gästen die Möglichkeit, moderne Landwirtschaf und ländlicheRäume hautnah zu erleben.
21,1 %
Gebäude, Frei,Verkehrs undWasserflächen
29,4%
Waldfläche
48,5 %
Landwirt-schaftlichgenutzteFläche
Flächennutzung inDeutschland 2002Entwicklung der Landwirtschaft inDeutschland (Angaben in %)
Jahre195019601970198019902002Erwerbs-Tätigek. A12,97,84,82,92,2Anteil amBruttoin-landsprodukt17,812,16,73,72,1
Faktoren, welche die landwirtschaftlicheProduktion in Deutschland beeinflussen
NiederschlagsmengenQualität der BödenNähe zu großen StädtenHöhenlagePolitische RegelungenVerkehrslage

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