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Ein Verbot schränkt die Freiheit ein

Ein Verbot von Kopfhörer für Fußgänger oder Radfahrer im Straßenverkehr ist
nicht nur sinnlos, sondern schränkt auch die Freiheit der Bürger ein. Zum einen
ist es nicht bewiesen, dass das Hören von Musik im Straßenverkehr für
steigende Unfallzahlen sorgt. Zum anderen ist das von Bundesverkehrsminister
Peter Ramsauer angeführte Argument, dass Menschen, die auf der Straße mit
Kopfhörer Musik hören, durch den Verkehr „schlafwandeln“, nicht haltbar.

Denn mit dem gleichen Argument könnte es auch verboten werden, als
Radfahrer oder Fußgänger müde, gestresst oder einfach nur in Gedanken zu
sein. Dass „Unaufmerksamkeit“, die Ramsauer als Unfallrisiko bezeichnet, für
viele, wenn nicht gar die meisten Unfälle verantwortlich ist, stimmt zwar,
dennoch löst Musikhören in den meisten Fällen nicht, oder zumindest nicht
allein die Unaufmerksamkeit aus. So sind zum Beispiel unausgeschlafene
Verkehrsteilnehmer weit unaufmerksamer und „in ihre eigene Welt versunken“
als Menschen, die Kopfhörer tragen.

Hinzu kommt, dass mit einem Verbot von Kopfhörer im Straßenverkehr die
Freiheit der Bürger stark eingeschränkt würde. Musik kann nicht nur als
Zeitvertreib auf langen Wegen genutzt werden, sondern kann auch motivierend
sein oder einfach nur Spaß machen. Wer gern Musik hört, sollte das dürfen –
mit Hilfe von Kopfhörer, und somit nur für sich selbst hörbar und ohne andere
durch Lärm zu stören, sogar noch viel eher als beispielsweise mit einem lauten
Radio.

Politiker, die jetzt ein Verbot von Kopfhörer durchsetzen, machen auch den Weg
frei, um andere Dinge im Straßenverkehr zu verbieten. So könnte von der
Musik, über Unterhaltungen bis hin zum Essen und Trinken, bald alles verboten
sein, was den Bürger im Straßenverkehr angeblich ablenkt.
Da das wohl niemand will, sollte ein Verbot von Kopfhörer nicht der Anfang
sein, um Politikern die Möglichkeit zu geben, die Freiheit der Menschen weiter
einzuschränken.
Textanalyse

Die Überschrift ist kurz und deutlich. Es hat sogar eine Funktion, nähmlich die
Appellfunktion, weil der Kommentator auf die Leser appelliert, dass sie sich
wegen diesen und ähnlichen Verboten beschweren sollten. Also, diese Funktion
können wir schon in der Überschrift erkennen und im Rahmen des Textes wird
es uns deutlicher sein.

Die Sätze in diesem Kommentar sind nicht zu lang und die Terminologie ist
leicht verständlich, was für diese Sort von Texten auch charakteristisch ist.

In diesem Text bzw. Kommentar geht es um den Verbot von Kopfhörer für
Fuβgänger oder Radfahrer im Straβenverkehr.

Einer der ersten Argumenten des Kommentators ist, dass dieses Verbot nicht
nur sinnlos ist, sondern dass es die Freiheit der Bürger einschränkt. In
Beziehung zu diesem Argument sagt er, dass es nicht bewiesen ist, dass das
Hören von Musik im Straβenverkehr für steigende Unfallzahlen sorgt. Hierzu
sagt er auch, dass das von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer angeführte
Argument, dass Menschen, die auf der Straβe mit Kopfhörer Musik hören,
durch den Verkehr „schlafwandeln“ nicht haltbar ist.

Als Erklärung für seine Worte sagte er, dass mit dem gleichen Argument auch
als Radfahrer oder Fuβgänger müde, gestresst oder einfach in Gedanken zu sein
verboten sein könnte.

Sein zweites Argument ist, dass die unausgeschlafene Verkehrsteilnehmer weit


unaufmerksamer und „in ihre eigene Welt versunken“ als Menschen mit
Kopfhörer sind. Deswegen sind, seiner Meinung nach, solche Menschen viel
gefährlicher.

Sein nächtes Argument wäre, dass die Musik nicht nur als Zeitvertreib auf
langen Wegen genutzt wird, sondern kann es auch motivierend sein oder
einfach nur Spaβ machen. Hier sagte er auch, dass Menschen die gern Musik
hören das auch dürfen sollten und dass es besser ist, wenn sie es mit dem
Kopfhörer machen als mit einem lauten Radio.
Der Kommentator will die Leser auf den Politiker warnen. Wenn die jetzt ein
Verbot von Kopfhörer durchsetzen, öffnen sie den Weg um auch andere Sachen
im Straβenverkehr zu verbieten, die angeblich den Bürger im Straβenverkehr
ablenken, wie z.B. Essen, Trinken oder Unterhaltungen.

Zum Schluss des Kommentars sagte der Kommentator, dass ein Verbot von
Kopfhörer nicht der Anfang sein sollte, um Politikern die Möglichkeit zu geben,
die Freiheit der Menschen weiter einzuschränken.

Also, das Ganze stellt die persönliche Meinung des Autors dar und soll den
Leser von der Meinung des Autors überzeugen.

Dazu dienen Stilmittel, die überzeugend und verstärkend wirken und in diesem
Kommentar waren sie auch anwesend.

Der Kommentator hat durch Polemik, Ironie und Humor den Leser die ganze
Situation beigebracht und erklärt.

Der Autor wollte von uns, dass wir ihn hören bzw. dass wir diesen Text lesen. Er
wollte uns informieren über einem Verbot, aber auch mahnen über
Entscheidungen der Politiker. Wie ich es schon sagte, dieses Text hat eine
Appellfunktion. Der Kommentator appelliert auf die Leser bzw. Bürger, dass sie
ihr Schicksal nicht den Politikern lassen sollen, sondern, dass sie um ihre Rechte
und Freiheit kämpfen sollen.

Hasena Husic