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2008

Jahrbuch der
GESUNDHEITSSTATISTIK
Herausgegeben von STATISTIK AUSTRIA

STATISTIK AUSTRIA
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Wien 2009
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© STATISTIK AUSTRIA

Artikelnummer: 20-1610-08
Verkaufspreis: € 53,00 (inkl. CD-ROM)

Wien 2009
Vorwort

Dieses statistische Kompendium zum Gesundheitswesen in Österreich informiert


über das Krankheitsspektrum der Bevölkerung (Krebserkrankungen, Spitalsauf-
nahmen etc.), das Todesursachenspektrum und die Auswirkungen auf die Lebens-
erwartung. Darüber hinaus werden Spitalswesen, Sozialversicherungen und Ge-
sundheitsausgaben in nationaler Perspektive sowie im internationalen Vergleich
präsentiert.

Nach einer Textdarstellung werden in den erläuternden Bemerkungen systemati-


sche Begriffe definiert. Der Tabellenteil bietet zuerst die für das Gesundheitswesen
relevanten demographischen Daten, insbesondere über Fertilität und ihre Merk-
male. Sterblichkeit und Todesursachen werden im Detail dargestellt. Der Gesund-
heitszustand der Bevölkerung, die Einrichtungen des Gesundheitswesens und des-
sen Personal, sowie schließlich die Gesundheitsausgaben machen den Hauptteil
der Publikation aus. Ein internationaler Vergleich für die Hauptdaten rundet den
Band ab. Zeitreihen reichen teilweise bis ins 19. Jahrhundert zurück.

Mit dieser Publikation setzt STATISTIK AUSTRIA eine seit 1957 bestehende Reihe
fort. Die beiliegende CD-ROM enthält die gesamte Publikation sowie tiefer geglie-
derte Daten der Publikation und wichtige Daten der Vorjahrespublikation, wobei das
Format Excel eine problemlose Weiterverarbeitung garantiert.

Univ.-Prof. Dr.h.c. Dr. Peter Hackl


Fachstatistischer Generaldirektor der STATISTIK AUSTRIA

Wien, im Oktober 2009


Inhaltsverzeichnis

I n h a l t sve r z e i c h n i s
Zusammenfassung............................................................................................................... 17

Summary................................................................................................................................ 19

1. Demographische Rahmenbedingungen......................................................................... 27
Bevölkerungszahl und demographische Strukturen...................................................................................27
Veränderung der Bevölkerungszahl............................................................................................................27
Ausländische Staatsangehörige ................................................................................................................28
Geburtenzahl und Fertilität.........................................................................................................................28
Anteil an Hochbetagten .............................................................................................................................31
Frauenanteil................................................................................................................................................31
Zukünftige Bevölkerungsentwicklung ........................................................................................................33

2. Gesundheitliche Lage.......................................................................................................34
2.1. Lebenserwartung und subjektive Gesundheit.....................................................................34
Entwicklung der Lebenserwartung..............................................................................................................34
Lebenserwartung in Gesundheit.................................................................................................................35
Subjektive Gesundheit................................................................................................................................35
2.2. Sterblichkeit nach ausgewählten Todesursachen...............................................................36
Sterblichkeit nach Hauptdiagnosegruppen.................................................................................................36
Todesursachen nach Lebensphasen..........................................................................................................37
Obduktionen...............................................................................................................................................41
2.3. Erkrankungen und Unfälle......................................................................................................42
Selbst berichtete Erkrankungen..................................................................................................................43
Krebs...........................................................................................................................................................43
Meldepflichtige übertragbare Krankheiten..................................................................................................47
Unfälle im Straßenverkehr..........................................................................................................................48
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten.........................................................................................................49
2.4. Krankheitsfolgen.....................................................................................................................49
Krankenstände............................................................................................................................................49
Invaliditätspensionen..................................................................................................................................50
Pflegebedarf und Pflegegeld......................................................................................................................50
Behinderung oder dauerhafte Beeinträchtigung.........................................................................................53

3. Gesundheitsverhalten, Gesundheitsrisiken...................................................................56
3.1. Gesundheitsbeeinflussender Lebensstil..............................................................................56
Tabakkonsum..............................................................................................................................................56
Ernährung, Bewegung, Körpergewicht.......................................................................................................56
3.2. Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz.....................................................................................57

4. Soziale Determinanten der Gesundheit..........................................................................59


Gesundheitsbeeinflussende demographische und sozioökonomische Faktoren.......................................59
Soziale Unterschiede in der Lebenserwartung und Sterblichkeit...............................................................60
Frühgeburten und Säuglingssterblichkeit nach Bildung der Mutter seit 1985.............................................60

5. Gesundheitsversorgung..................................................................................................64
5.1. Gesundheitsvorsorge und Früherkennung von Krankheiten.............................................64
Vorsorgeuntersuchungen............................................................................................................................64
5.2. Ambulante Versorgung...........................................................................................................64
Arztpraxen und ambulante Versorgungsangebote.....................................................................................64
Apotheken und Heilmittel ...........................................................................................................................65
5.3. Stationäre Versorgung............................................................................................................66
Betten in Krankenanstalten.........................................................................................................................66
Inhaltsverzeichnis

Stationäre Aufenthalte................................................................................................................................67
Medizinische Einzelleistungen....................................................................................................................69
Wohn- und Pflegeheime.............................................................................................................................70
5.4. Personal im Gesundheitswesen............................................................................................70

6. Kosten der Gesundheitsversorgung............................................................................... 74


Kostenübernahme durch die soziale Krankenversicherung.......................................................................74
Gesundheitsausgaben laut „System of Health Accounts“ der OECD.........................................................74

Definitionen von Massen, Maßzahlen und Merkmalen (alphabetisch) ........................... 79

Methodische Informationen, Hinweise zur Dateninterpretation......................................90


Statistik des Bevölkerungsstandes..............................................................................................90
Probezählung 2006..........................................................................................................................90
Geburten, Eheschließungen, Sterbefälle.....................................................................................90
Geburten und Kinderzahlen........................................................................................................................90
Todesursachenstatistik...............................................................................................................................91
Lebenserwartung in Gesundheit...................................................................................................91
Krebsregister...................................................................................................................................91
Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007....................................................................92
Spitalsentlassungsstatistik............................................................................................................92
Betten in Krankenanstalten............................................................................................................93
Internationaler Vergleich der Gesundheitsausgaben.................................................................93

Grafiken
Grafik 1: Lebendgeborene, Gestorbene und Bevölkerung seit 1951..............................................................27
Grafik 2: Biografisch frühe und späte Mutterschaften seit 1988.....................................................................29
Grafik 3: Kaiserschnittraten seit 1998.............................................................................................................. 31
Grafik 4: Bevölkerungspyramiede 2009, 2030 und 2050................................................................................32
Grafik 5: Subjektive Beurteilung der Gesundheit............................................................................................36
Grafik 6: Gestorbene 2008 nach Hauptdiagnosegruppen und Geschlecht.................................................... 37
Grafik 7: Sterblichkeit seit 1980 nach Hauptdiagnosegruppen und Geschlecht............................................. 37
Grafik 8: Häufigste Todesursachen 2008 nach Altersgruppen und Geschlecht.............................................38
Grafik 9: Sterblichkeit im europäischen Vergleich...........................................................................................40
Grafik 10: Obduktionsquoten 1984, 1998 und 2008 nach Wohnbundesland.................................................... 41
Grafik 11: Häufigste selbst berichtete Erkrankungen nach Geschlecht............................................................ 42
Grafik 12: Häufigste Tumorlokalisationen bei Krebsneuerkrankungen 2007 nach Geschlecht........................43
Grafik 13: Krebsneuerkrankungen und Krebssterblichkeit seit 1997 nach Geschlecht....................................44
Grafik 14: Krebsneuerkrankungen 2002 im europäischen Vergleich................................................................45
Grafik 15: Punktprävalenz zum 31.12.2004 nach ausgewählten Krebslokalisationen......................................46
Grafik 16: Krebsprävalenz am 31.12.2004 nach ausgewählten Lokalisationen und Diagnosezeitraum........... 47
Grafik 17: AIDS-Erkrankungen und Sterbefälle seit 1985.................................................................................48
Grafik 18: Unfälle im Straßenverkehr seit 2005.................................................................................................48
Grafik 19: Krankenstandsfälle und -tage seit 1998 nach Geschlecht...............................................................50
Grafik 20: Probleme bei Basisaktivitäten des täglichen Lebens....................................................................... 51
Grafik 21: Betreuung älterer Menschen bei längerer Krankheit........................................................................ 51
Grafik 22: Dauerhafte Beeinträchtigungen nach Geschlecht............................................................................53
Inhaltsverzeichnis

Grafik 23: Anteil der Raucherinnen und Raucher in der Bevölkerung ab 16 Jahren.........................................56
Grafik 24: Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz.................................................................................................58
Grafik 25: Einfluss der sozialen Lage auf den gesundheitsbeeinflussenden Lebensstil...................................59
Grafik 26: Frühgeborene, Sterblichkeit der Frühgeborenen und Säuglingssterblichkeit nach
Schulbildung der Mutter seit 1985....................................................................................................62
Grafik 27: Verordnungsstärkste therapeutische Untergruppen bei Heilmittelverordnungen 2007...................66
Grafik 28: Spitalsentlassungen und Aufenthaltstage seit 1989.........................................................................67
Grafik 29: Spitalsentlassungen und Aufenthaltstage pro Kopf 2007 nach Diagnosen und Geschlecht...........68
Grafik 30: Spitalsentlassungen und Aufenthaltstage pro Kopf 2007 nach Altersgruppen................................68
Grafik 31: Medizinische Leistungen in Krankenanstalten 2007.........................................................................69
Grafik 32: Frauen in der Medizin 2008..............................................................................................................72
Grafik 33: Struktur des österreichischen Ärztestandes 2008............................................................................72
Grafik 34: Ausgaben der sozialen Krankenversicherung 2008......................................................................... 74
Grafik 35: Gesundheitsausgaben 2007 laut „System of Health Accounts“ der OECD..................................... 75
Grafik 36: Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Ländervergleich.......................... 76

Übersichtstabellen
Übersicht  1 Veränderung des Bevölkerungsstandes................................................................................28
Übersicht  2 Lebendgeborene, Fertilität, Alter der Mutter seit 1970..........................................................29
Übersicht  3 Geburten 1998 und 2008 nach demographischen und medizinischen Merkmalen..............30
Übersicht  4 Bevölkerung nach breiten Altersgruppen...............................................................................32
Übersicht  5 Sterbehäufigkeit, Lebenserwartung und Säuglingssterblichkeit seit 1970............................34
Übersicht  6 Lebenserwartung in Gesundheit seit 1991 nach Geschlecht................................................35
Übersicht  7 Angezeigte Fälle übertragbarer Krankheiten 1998 und 2008. .............................................. 47
Übersicht  8 Invaliditätspensionen 1998 und 2008....................................................................................50
Übersicht  9 Pflegegeldbezug Ende 2007..................................................................................................52
Übersicht  10 Bundes- und Landespflegegeld 1998 und 2007....................................................................53
Übersicht  11 Ausgewählte Aspekte des gesundheitsbeeinflussenden Lebensstils...................................57
Übersicht  12 Gesundheitsbeeinflussende demographische und sozioökonomische Faktoren.................60
Übersicht  13 Lebendgeborene und Frühgeborene nach Bildung der Mutter seit 1985.............................. 61
Übersicht  14 Säuglingssterblichkeit und Sterblichkeit der Frühgeborenen nach Bildung der
Mutter seit 1985.....................................................................................................................63
Übersicht  15 Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen 1998 und 2008. .......................................64
Übersicht  16 Inanspruchnahme von Arztpraxen und ambulanten Versorgungsangeboten.......................65
Übersicht  17 Verordnungen und Kosten von Heilmitteln seit 1998.............................................................66
Übersicht  18 Stationäre Versorgung 1998 und 2007..................................................................................67
Übersicht  19 Wohn- und Pflegeheime/-plätze 2008................................................................................... 70
Übersicht  20 Personal im Gesundheitswesen 1998 und 2008................................................................... 71
Übersicht  21 Gesundheitsausgaben 1990, 1998 und 2007........................................................................ 75

Inhaltsverzeichnis des Tabellenteiles

1 Bevölkerung und Geborene


1.1 Bevölkerung der Bundesländer 2008 nach Altersgruppen und Geschlecht (Jahresdurchschnitt).......99
1.2 Geborene und Geburten nach Mehrlingseigenschaft in Österreich seit 1941...................................100
1.3 Lebendgeborene seit 1985 nach Geschlecht und Bundesländern..................................................... 101
Inhaltsverzeichnis

1.4 Fertilität und Reproduktion seit 1985 nach Bundesländern................................................................ 102


1.5 Lebendgeborene seit 2000 nach der Kategorie des Niederkunftsortes und Wohnland
der Mutter............................................................................................................................................ 103
1.6 Lebendgeborene seit 2002 nach dem Alter der Mutter und Bundesländern......................................104
1.7 Lebendgeborene seit 1998 nach Geburtsgewicht, Geschlecht, Legitimität und Bundesländern...... 105
1.8 Lebendgeborene seit 1999 nach erkennbaren Missbildungen...........................................................108
1.9 Lebendgeborene mit erkennbaren Missbildungen seit 1998 nach Geschlecht und
Bundesländern.................................................................................................................................... 110
1.10 Totgeborene seit 1995 nach Bundesländern...................................................................................... 111
1.11 Totgeborene seit 1990 nach Geschlecht und Legitimität.................................................................... 112
1.12 Lebendgeborene 2008 nach Geburtsgewicht und weiteren Merkmalen............................................ 113
1.13 Lebendgeborene 2008 nach Wohnbundesland der Mutter und medizinischen Merkmalen.............. 114
1.14 Lebendgeborene 2008 nach Schwangerschaftsdauer und weiteren Merkmalen.............................. 115
1.15 Geborene und Geburten 2008 nach Mehrlingseigenschaft, Lebensfähigkeit, Geschlecht
und Bundesländern............................................................................................................................. 116
1.16 Lebendgeborene 2008 nach Berufskategorie bzw. höchster abgeschlossener Ausbildung
der Mutter............................................................................................................................................ 116
1.17 Geborene und bei der Geburt erkennbare Missbildungen 2008 nach Lebensfähigkeit und
Geschlecht.......................................................................................................................................... 117
1.18 Lebendgeborene und bei der Geburt erkennbare Missbildungen 2008 nach Alter der Mutter . ....... 118
1.19 Lebendgeborene 2008 nach APGAR 1 Minute, 5 Minuten und 10 Minuten....................................... 119

2 Sterblichkeit und Todesursachen


2.1 Lebenserwartung für ausgewählte Altersjahre seit 1868/71............................................................... 122
2.2 Lebenserwartung für ausgewählte Altersjahre seit 2003 nach Bundesländern und Geschlecht....... 123
2.3 Sterbetafel 2000/2002 für Österreich................................................................................................. 124
2.4 Säuglingssterblichkeit seit 1871 nach Bundesländern........................................................................ 126
2.5 Säuglingssterblichkeit seit 1990 nach Geschlecht und Bundesländern............................................. 128
2.6 Säuglingssterblichkeit seit 1994 nach Lebensdauer und Bundesländern.......................................... 129
2.7 Säuglingssterblichkeit seit 1995 nach Todesursachen....................................................................... 131
2.8 Im 1. Lebensjahr Gestorbene nach Lebensdauer und Totgeborene 2008 in Österreich................... 132
2.9 Müttersterblichkeit in Österreich seit 1946 nach Todesursachen und Alter (ICD-9,
Pos.Nrn. 630-676)............................................................................................................................... 135
2.10 Müttersterblichkeit seit 2002 sowie Sterbefälle während der Schwangerschaft und nach
Entbindung, Interruptio oder Abort 2008 in Österreich nach Todesursachen (ICD-10-Codes)
und Alter.............................................................................................................................................. 136
2.11 Gestorbene seit 1871 nach Bundesländern........................................................................................ 137
2.12 Gestorbene seit 1980 nach Alter und Geschlecht.............................................................................. 139
2.13 Gestorbene seit 1993 nach Alter, Familienstand und Geschlecht...................................................... 142
2.14 Gestorbene seit 1981 nach Todesursachen und Geschlecht............................................................. 146
2.15 Altersstandardisierte Sterbeziffern seit 1981 nach Todesursachen................................................... 152
2.16 Gestorbene 2008 nach Alter, Geschlecht und Bundesländern.......................................................... 158
2.17 Gestorbene 2008 nach Alter, Familienstand, Geschlecht und Bundesländern.................................. 159
2.18 Obduktionen 2008 nach Todesursachen, Alter und Geschlecht (in %).............................................. 161
2.19 Obduktionen 2008 nach Todesursachen............................................................................................164
2.20 Anstaltssterbefälle 2008 nach Todesursachen, Alter und Geschlecht (in %)..................................... 165
2.21 Gestorbene 2008 nach Todesursachen und Bundesländern.............................................................168
2.22 Gestorbene 2008 nach Todesursachen und Wochentagen............................................................... 170
2.23 Gestorbene 2008 nach Todesursachen und Sterbemonaten............................................................. 172
Inhaltsverzeichnis

2.24 Gestorbene 2008 nach Todesursachen, Alter und Geschlecht.......................................................... 174


2.25 Gestorbene 2008 nach Todesursachen, Alter, Geschlecht und Bundesländern............................... 182

3 Gesundheitszustand der Bevölkerung


3.1 Diagnosen und Leistungen bei stationären Krankenhausaufenthalten
3.1.1 Spitalsentlassungen seit 1960 aus allen Krankenanstalten und aus Akutkrankenanstalten..............205
3.1.2 Spitalsentlassungen 2007 aus Akutkrankenanstalten nach Bundesländern des Standortes
der Krankenanstalt, Alter und Geschlecht..........................................................................................206
3.1.3 Spitalsentlassungen 2007 aus Akutkrankenanstalten nach Wohnbundesländern, Alter und
Geschlecht.......................................................................................................................................... 276
3.1.4 Spitalsentlassungen 2007 aus allen Krankenanstalten nach Bundesländern des Standortes
der Krankenanstalt, Alter und Geschlecht..........................................................................................286
3.1.5 Operative und nichtoperative medizinische Leistungen bei Spitalsentlassungen 2007 nach
Kapiteln und Unterkapiteln..................................................................................................................296
3.1.6 Medizinische Einzelleistungen bei Spitalsentlassungen 2007............................................................298

3.2 Krebsinzidenz
3.2.1 Krebsinzidenz nach Bundesländern und Geschlecht seit 1990......................................................... 317
3.2.2 Krebsinzidenz nach Lokalisation und Geschlecht seit 1990............................................................... 318
3.2.3 Krebsinzidenz nach Lokalisation, Bundesländern und Geschlecht seit 1990....................................326
3.2.4 Krebsinzidenz und Carcinoma in situ-Fälle nach Lokalisation, Tumorstadium und Geschlecht
seit 1990..............................................................................................................................................366
3.2.5 Krebsinzidenz nach Lokalisation, Bundesländern und Geschlecht im Jahr 2007..............................382
3.2.6 Krebsinzidenz und Carcinoma in situ-Fälle nach Lokalisation, Alter, Tumorstadium und
Geschlecht im Jahr 2007....................................................................................................................388
3.2.7 Krebsinzidenz nach Lokalisation, Alter und Geschlecht im Jahr 2007...............................................398

3.3 Übertragbare Krankheiten


3.3.1 Angezeigte Fälle übertragbarer Krankheiten seit 1960......................................................................409
3.3.2 Angezeigte Fälle übertragbarer Krankheiten 2007 und 2008 nach Bundesländern..........................409
3.3.3 Erkrankungsfälle an AIDS nach Bundesländern und Geschlecht seit 1994...................................... 412
3.3.4 Sterbefälle an AIDS nach Bundesländern seit 1994.......................................................................... 412
3.3.5 Erkrankungsfälle an AIDS nach Risikogruppen und Geschlecht seit 1994........................................ 413

3.4 Staßenverkehrsunfälle
3.4.1 Verunglückte bei Straßenverkehrsunfällen nach Verletzungsgrad und Todeseintritt seit 1999......... 417
3.4.2 Verunglückte bei Straßenverkehrsunfällen 2008 nach Verletzungsgrad, Todeseintritt,
Geschlecht und Bundesländern.......................................................................................................... 417
3.4.3 Verunglückte bei Straßenverkehrsunfällen 2008 nach Beteiligungsart, Verletzungsgrad,
Todeseintritt, Geschlecht und Alter..................................................................................................... 418

3.5 Gesundheitsrelevante Tatbestände aus der Sozialversicherung


3.5.1 Krankenstandsfälle und -tage seit 1985 nach Geschlecht bzw. nach Alter 2008
Erfasster Personenkreis: Alle Angestellten und Arbeiter (ohne pragmatisierte Bedienstete)............ 421
3.5.2 Krankenstandsfälle auf 1.000 Erwerbstätige nach Krankheitsgruppen seit 2004
Erfasster Personenkreis: Alle Angestellten und Arbeiter, -innen (ohne
pragmatisierte Bedienstete)................................................................................................................422
3.5.3 Krankenstandsfälle und -tage 2008 nach Krankheitsgruppen und Geschlecht
Erfasster Personenkreis: Alle Angestellten und Arbeiter, -innen (ohne
pragmatisierte Bedienstete)................................................................................................................423
3.5.4 Anerkannte Versicherungsfälle seit 1980........................................................................................... 424
3.5.5 Anerkannte Versicherungsfälle 2008 nach Versichertenkategorien und Geschlecht ....................... 424
Inhaltsverzeichnis

3.5.6 Anerkannte Arbeitsunfälle und Wegunfälle 2008 nach objektiven Unfallursachen und
Geschlecht.......................................................................................................................................... 424
3.5.7 Anerkannte Berufskrankheiten 2008 nach Krankheitsarten und Geschlecht.................................... 425
3.5.8 Stand an Pensionen der geminderten Arbeitsfähigkeit bzw. der dauernden
Erwerbsunfähigkeit nach Alter seit 1975............................................................................................. 427
3.5.9 Stand an Pensionen der geminderten Arbeitsfähigkeit bzw. der dauernden
Erwerbsunfähigkeit 2008 nach Alter und Geschlecht . ...................................................................... 427
3.5.10 Neuzugänge an Pensionen der geminderten Arbeitsfähigkeit bzw. der dauernden
Erwerbsunfähigkeit 2008 nach Alter, Krankheitsgruppen und Geschlecht........................................ 427
3.5.11 Neuzugänge an Pensionen der geminderten Arbeitsfähigkeit bzw. der dauernden
Erwerbsunfähigkeit nach Alter seit 1975............................................................................................. 428
3.5.12 Vorsorgeuntersuchungen in allen Untersuchungsstellen seit 1992 nach Geschlecht und
Bundesländern....................................................................................................................................428

3.6 Stellungsergebnisse
3.6.1 Tauglichkeit bei den Untersuchungen der Stellungspflichtigen 2006 nach Bundesländern
(in %).................................................................................................................................................... 431
3.6.2 Körpergewicht und Körpergröße der Stellungspflichtigen 2006 nach Bundesländern
(in %).................................................................................................................................................... 431
3.6.3 Stellungsergebnisse 2006 nach Berufsgruppen, festgestellten Krankheiten und Tauglichkeit
(in %)....................................................................................................................................................432

4 Personal des Gesundheitswesen


4.1 Berufsausübende Ärzte
4.1.1 Ärzte und Ärztinnen absolut und auf 100.000 Einwohner seit 1960 und nach Bundesländern
(Dezember 2008) ...............................................................................................................................437
4.1.2 Berufsausübende Fachärzte und Fachärztinnen nach Fachrichtungen und Bundesländern
(Dezember 2008)................................................................................................................................438
4.1.3 Berufsausübende Ärzte und Ärztinnen nach Alter, Geschlecht und Bundesländern
(Jänner 2009)......................................................................................................................................439
4.1.4 Niedergelassene Ärzte und Ärztinnen nach Alter, Geschlecht und Bundesländern
(Jänner 2009)......................................................................................................................................440
4.2 Personal in den Krankenanstalten sowie Hebammen
4.2.1 Personalstand in den Krankenanstalten Österreichs seit 1965..........................................................443
4.2.2 Hebammen in Berufsausübung am 31. Dezember 2008....................................................................443
4.2.3 Ärzte und Ärztinnen in Krankenanstalten 2008..................................................................................443
4.2.4 Personal in den Krankenanstalten Österreichs am 31. Dezember 2008 nach Fachrichtungen,
Geschlecht und Bundesländern..........................................................................................................444

5 Einrichtungen des Gesundheitswesens


5.1 Krankenanstalten und tatsächlich aufgestellte Betten seit 1985 (zum 31.12.)....................................449
5.2 Zahl der Apotheken nach Bundesländern seit 1960 (zum 31.12.)......................................................449
5.3 Zahl der Apotheken nach Bundesländern 2008 (zum 31.12.).............................................................449
5.4 Krankenanstalten und Betten nach Art der Krankenanstalt, Öffentlichkeitsrecht und
Bundesländern am 31. Dezember 2008.............................................................................................450
5.5 Krankenanstalten und tatsächlich aufgestellte Betten nach Rechtsträgern, Öffentlichkeits‑
recht und Bundesländern am 31. Dezember 2008.............................................................................455
5.6 Betten und Bettennutzung in den Krankenanstalten Österreichs 2008 nach Fachrichtungen
bzw. speziellen Bereichen sowie nach Bundesländern......................................................................456

6 Ausbildung in Gesundheitsberufen
6.1 Studenten und Studentinnen der Studienrichtung Medizin seit dem Studienjahr 1970/71................469
6.2 Ausbildungsstätten für nichtärztliche Gesundheitsberufe im Schuljahr 2007/08............................... 470
Inhaltsverzeichnis

7 Gesundheitsausgaben
7.1 Gebarungsergebnisse in der Krankenversicherung seit 1970 (Angaben in Mio. Euro)...................... 475
7.2 Leistungskennzahlen in der Krankenversicherung seit 1970
(Gebiets- und Betriebskrankenkassen sowie Versicherungsanstalt des österreichischen
Bergbaus)............................................................................................................................................ 475
7.3 Gesundheitsausgaben in Österreich laut System of Health Accounts (OECD) seit 1999
in Mio. Euro......................................................................................................................................... 476

8 Internationaler Teil
8.1 Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes in ausgewählten Ländern
seit 1960.............................................................................................................................................. 479
8.2 Gesundheitsausgaben pro Kopf zu Kaufkraftparitäten in ausgewählten Ländern seit 1960............. 479
8.3 Bevölkerung nach Altersgruppen und Geschlecht..............................................................................480
8.4 Lebenserwartung in ausgewählten Ländern nach Alter und Geschlecht...........................................482
8.5 Nettoreproduktionsrate 2000-2006 und Gesamtfertilitätsrate 2002-2008.........................................484
8.6 Sterberate und Säuglingssterberate 2002-2008.................................................................................485
8.7 Altersstandardisierte Sterberaten in ausgewählten Ländern nach wichtigen Todesursachen...........486
8.8 Krebsmortalität nach Lokalisationen und Geschlecht in ausgewählten Ländern im Jahr 2002........488
8.9 Krebsinzidenz (inklusive DCO -Fälle nach Lokalisationen und Geschlecht in
ausgewählten Ländern im Jahr 2002..................................................................................................490
Contents

Contents
Summary................................................................................................................................ 17

Results................................................................................................................................... 19

1. Demographic parameters................................................................................................. 27
Population and demographic structures.....................................................................................................27
Population change......................................................................................................................................27
Foreign citizenship......................................................................................................................................28
Live births and fertility.................................................................................................................................28
Share of the old aged.................................................................................................................................31
Share of women..........................................................................................................................................31
Future population development..................................................................................................................33

2. Health status......................................................................................................................34
2.1 Life expectancy and self-reported health status...................................................................34
Development of life expectancy..................................................................................................................34
Healthy life expectancy...............................................................................................................................35
Self-reported health status..........................................................................................................................35
2.2 Mortality by selected causes of death..................................................................................36
Mortality by main diagnostic groups...........................................................................................................36
Causes of death by life stage.....................................................................................................................37
Autopsies....................................................................................................................................................41
2.3 Diseases and accidents..........................................................................................................42
Self-reported diseases................................................................................................................................43
Cancer........................................................................................................................................................43
Reported cases of communicable diseases...............................................................................................47
Road accidents...........................................................................................................................................48
Occupational accidents and diseases........................................................................................................49
2.4 Consequences of diseases....................................................................................................49
Sick leaves..................................................................................................................................................49
Disability pensions......................................................................................................................................50
Care dependency and attendance allowance.............................................................................................50
Disability or long-term impairment..............................................................................................................53

3. Health behaviour, health risks.........................................................................................56


3.1 Health related life-style.............................................................................................................56
Tobacco consumption.................................................................................................................................56
Nutrition, exercise, body weight..................................................................................................................56
3.2 Health risks at workplace.........................................................................................................57

4. Social determinants of health..........................................................................................59


Health related demographic and socioeconomic factors............................................................................59
Social disparities in life expectancy and mortality.......................................................................................60
Premature babies and infant mortality by education of mother since 1985................................................60

5. Health care services.........................................................................................................64


5.1 Early detection of diseases....................................................................................................64
Preventive checkups...................................................................................................................................64
5.2 Out-patient health care...........................................................................................................64
Medical practices and ambulant health care..............................................................................................64
Pharmacies and medical drugs..................................................................................................................65
5.3 In-patient health care..............................................................................................................66
Beds in hospitals.........................................................................................................................................66
Contents

Hospital stays.............................................................................................................................................67
Medical procedures....................................................................................................................................69
Residential and old-age care homes..........................................................................................................70
5.4 Health care staff.......................................................................................................................70

6. Health Expenditure........................................................................................................... 74
Health expenditure of national health insurance.........................................................................................74
Health expenditure by OECD’s System of Health Accounts (SHA)............................................................74

Comments

Definitions..............................................................................................................................79

Methodology and meta-information....................................................................................90


Population statistics.......................................................................................................................90
Probe census 2006 (Probezählung 2006).....................................................................................90
Social status reporting – births, marriages, deaths...................................................................90
Births and newborns...................................................................................................................................90
Causes of death statistics...........................................................................................................................91
Healthy life expectancy..................................................................................................................91
Austrian cancer registry.................................................................................................................91
Austrian health interview survey (AT-HIS) 2006/2007.................................................................92
Hospital discharges statistics.......................................................................................................92
Beds in hospitals.............................................................................................................................93
International comparison of health expenditure.........................................................................93

Graphs
Graphs 1 Live births, deaths and population since 1951................................................................................27
Graphs 2 Biographical early and late maternity since 1988...........................................................................29
Graphs 3 Caesarean section rate since 1998................................................................................................ 31
Graphs 4 Population pyramid 2009, 2030 and 2050......................................................................................32
Graphs 5 Self-reported health status. ............................................................................................................36
Graphs 6 Deaths 2008 by main diagnostic groups and sex........................................................................... 37
Graphs 7 Mortality since 1980 by main diagnostic groups and sex............................................................... 37
Graphs 8 Most common causes of death 2008 by age groups and sex........................................................38
Graphs 9 Mortality in the EU-27 countries.....................................................................................................40
Graphs 10 Autopsy quotas 1984, 1998, and 2004 by NUTS2-regions............................................................ 41
Graphs 11 Most common self-reported diseases by sex................................................................................. 42
Graphs 12 Most common cancer localisations by cancer incidence 2007 and sex. .......................................43
Graphs 13 Cancer incidence and mortality since 1997 by sex........................................................................44
Graphs 14 Cancer incidence 2002 in the EU-15 countries..............................................................................45
Graphs 15 Point prevalence at 31.12.2004 by selected cancer localisations. .................................................46
Graphs 16 Cancer prevalence at 31.21.2004 by selected cancer localisations and date of diagnosis........... 47
Graphs 17 AIDS-diseased and deaths since 1985..........................................................................................48
Graphs 18 Road accidents since 2005. ...........................................................................................................48
Graphs 19 Cases and days of sick leaves since 1998 by sex..........................................................................50
Graphs 20 Problems with basic activities in daily life....................................................................................... 51
Graphs 21 Care for the elderly with long-term diseases.................................................................................. 51
Contents

Graphs 22 Long-term impairment by sex. ........................................................................................................53


Graphs 23 Share of smokers in population aged 16 years or more.................................................................56
Graphs 24 Health burden at the workplace......................................................................................................58
Graphs 25 Social determinants of health related lifestyle................................................................................59
Graphs 26 Premature babies, mortality of premature babies and infant mortality by education
of mother since 1985.......................................................................................................................62
Graphs 27 Most common therapeutical subgroups of medical drug prescriptions 2007.................................66
Graphs 28 Hospital discharges and days of hospital stay since 1989.............................................................67
Graphs 29 Hospital discharges and days of hospital stay per capita by diagnoses and sex...........................68
Graphs 30 Hospital discharges and days of hospital stay per capita by age groups and sex.........................68
Graphs 31 Medical procedures used in hospitals 2007...................................................................................69
Graphs 32 Women as medical professionals 2008..........................................................................................72
Graphs 33 Structure of medical profession 2008.............................................................................................72
Graphs 34 Health expenditure 2008 of national health insurance................................................................... 74
Graphs 35 Health expenditure 2007 by OECD’s System of Health Accounts (SHA)....................................... 75
Graphs 36 International comparison of health expenditure in percent of the gross domestic produc............. 76

Tables for overview


Table 1 Population change...........................................................................................................................28
Table 2 Live births, fertility, age of mother since 1970.................................................................................29
Table 3 Live births 1998 and 2008 by demographic and medical characteristics.......................................30
Table 4 Population by broad age groups......................................................................................................32
Table 5 Mortality, life expectancy and infant mortality since 1970...............................................................34
Table 6 Healthy life expectancy since 1991 by sex......................................................................................35
Table 7 Reported cases of communicable diseases 1998 and 2008.......................................................... 47
Table 8 Disability pensions 1998 and 2008..................................................................................................50
Table 9 Attendance allowance 2007. ........................................................................................................... 52
Table 10 Federal and federal states' attendance allowance 1998 and 2007.................................................53
Table 11 Selected aspects of health related life style....................................................................................57
Table 12 Health determining demographic and socioenconomic factors......................................................60
Table 13 Born alive and premature babies by education of mother since 1985............................................ 61
Table 14 Infant mortality and mortality of premature babies by education of mother since 1985.................63
Table 15 Utilisation of preventive check ups 1998 and 2008.........................................................................64
Table 16 Utilisation of medical practices and ambulant health care..............................................................65
Table 17 Prescriptions and costs of medical drugs since 1998.....................................................................66
Table 18 Inpatient hospital care 1998 and 2007............................................................................................67
Table 19 Beds in residential and old-age care homes 2008.......................................................................... 70
Table 20 Health care staff 1998 and 2008..................................................................................................... 71
Table 21 Health expenditure 1990, 1998 and 200. ........................................................................................ 75

Contents of tables

1 Population and births


1.1 Population in 2008 by NUTS-2 regions, age and sex...........................................................................99
1.2 Births and maternities since 1941 by plurality.....................................................................................100
Contents

1.3 Live births since 1985 by sex and NUTS-2 regions............................................................................ 101
1.4 Fertility and reproduction since 1985 by NUTS-2 regions.................................................................. 102
1.5 Live births since 2000 by place of delivery and NUTS-2 regions....................................................... 103
1.6 Live births since 2002 by age of mother and NUTS-2 regions...........................................................104
1.7 Live births since 1998 by birth weight, sex, legitimacy and NUTS-2 regions..................................... 105
1.8 Live births since 1999 by discernible malformations..........................................................................108
1.9 Live births since 1998 by discernible malformations, sex and NUTS-2 regions................................ 110
1.10 Stillbirths since 1995 by NUTS-2 regions........................................................................................... 111
1.11 Stillbirths since 1990 by sex and legitimacy....................................................................................... 112
1.12 Live births in 2008 by birth weight and further characteristics........................................................... 113
1.13 Live births in 2008 by place of residence of mother, NUTS-2 regions and medical
characteristics..................................................................................................................................... 114
1.14 Live births in 2008 by period of gestation and further characteristics ............................................... 115
1.15 Births and maternities in 2008 by plurality, viability, sex and NUTS-2 regions.................................. 116
1.16 Live births in 2008 by employment status resp. educational level of mother and further
characteristics..................................................................................................................................... 116
1.17 Births and discernible malformations in 2008 by viability and sex..................................................... 117
1.18 Live births in 2008 by discernible malformations and age of mother................................................. 118
1.19 Live births in 2008 by APGAR ........................................................................................................... 119

2 Mortality and causes of death


2.1 Life expectancy since 1868/71 by age................................................................................................ 122
2.2 Life expectancy since 2003 by age, NUTS-2 regions and sex........................................................... 123
2.3 Life table 2000/2002 for Austria.......................................................................................................... 124
2.4 Infant mortality since 1871 by NUTS-2 regions.................................................................................. 126
2.5 Infant mortality since 1990 by sex and NUTS-2 regions.................................................................... 128
2.6 Infant mortality since 1994 by duration of life and NUTS-2 regions................................................... 129
2.7 Infant mortality since 1995 by causes of death................................................................................... 131
2.8 Deaths at the age of one in 2008 by lifespan and stillbirths in Austria............................................... 132
2.9 Maternal death since 1946 by causes and age ................................................................................. 135
2.10 Maternal death since 2002, obstretic death and late maternal death 2008 by causes
and age .............................................................................................................................................. 136
2.11 Deaths since 1871 by NUTS-2 regions............................................................................................... 137
2.12 Deaths since 1980 by age and sex..................................................................................................... 139
2.13 Deaths since 1993 by age, family status and sex............................................................................... 142
2.14 Deaths since 1981 by causes of death and sex.................................................................................. 146
2.15 Age-standardised mortality rates since 1981 by causes of death and sex........................................ 152
2.16 Deaths in 2008 by age, sex and NUTS-2 regions............................................................................... 158
2.17 Deaths in 2008 by age, family status, sex and NUTS-2 regions........................................................ 159
2.18 Autopsies in 2008 by causes, age and sex . ...................................................................................... 161
2.19 Autopsies in 2008 by causes..............................................................................................................164
2.20 Deaths in hospitals in 2008 by causes, age and sex . .......................................................................165
2.21 Deaths in 2008 by causes and NUTS-2 regions.................................................................................168
2.22 Deaths in 2008 by causes and days of the week................................................................................ 170
2.23 Deaths in 2008 by causes and month of death................................................................................... 172
2.24 Deaths in 2008 by causes, age und sex............................................................................................. 174
2.25 Deaths in 2008 by causes, age, sex and region................................................................................. 182
Contents

3 Health status of the population


3.1 Hospital discharges by diagnoses and procedures
3.1.1 Hospital discharges since 1960 from all hospitals and from acute hospitals.....................................205
3.1.2 Hospital discharges in 2007 from acute hospitals by diagnosis, age, sex and NUTS-2
regions of site of hospital....................................................................................................................206
3.1.3 Hospital discharges in 2007 from acute hospitals by NUTS-2 regions of patient's residence,
age and sex......................................................................................................................................... 276

3.1.4 Hospital discharges in 2007 from all hospitals by NUTS-2 regions of site of hospital, age
and sex................................................................................................................................................286
3.1.5 Surgical and conservative medical procedures in relation to hospital discharges in 2007................296
3.1.6 Medical procedures in relation to hospital discharges in 2007...........................................................298

3.2 Cancer incidence


3.2.1 Cancer incidence since 1990 by NUTS-2 regions and sex ............................................................... 317
3.2.2 Cancer incidence since 1990 by site and sex . .................................................................................. 318
3.2.3 Cancer incidence since 1990 by site, NUTS-2 regions and sex .......................................................326
3.2.4 Cancer incidence since 1990 by site, stadium and sex .....................................................................366
3.2.5 Cancer incidence in 2007 by site, NUTS-2 regions and sex ............................................................382
3.2.6 Cancer incidence in 2007 by site, age, stadium and sex . .................................................................388
3.2.7 Cancer incidence in 2007 by site, age and sex .................................................................................398

3.3 Communicable diseases


3.3.1 Communicable diseases since 1960 .................................................................................................409
3.3.2 Communicable diseases in 2007 and 2008 by NUTS-2 regions........................................................409
3.3.3 AIDS - number of cases since 1994 by NUTS-2 regions and sex ..................................................... 412
3.3.4 AIDS - deaths since 1994 by NUTS-2 regions................................................................................... 412
3.3.5 AIDS - number of cases since 1994 by risk groups and sex.............................................................. 413

3.4 Road accidents


3.4.1 Road accidents since 1999 by injury severity and time at death........................................................ 417
3.4.2 Road accidents in 2008 by injury severity, time at death, sex and NUTS-2 regions.......................... 417
3.4.3 Road accidents in 2008 by causes, injury severity, time at death, sex and age................................ 418

3.5 Health relevant facts of the social insurance system


3.5.1 Absence from work due to illness since 1985 by sex, in 2008 by age and economic
categories............................................................................................................................................ 421
3.5.2 Absence from work due to illness since 2004 per 1,000 employees by causes................................422
3.5.3 Absence from work due to illness in 2008 by causes and sex...........................................................423
3.5.4 Approved insured events since 1980.................................................................................................. 424
3.5.5 Approved insured events in 2008 by categories of insurance and sex.............................................. 424
3.5.6 Approved accidents at work in 2008 by causes of accidents and sex .............................................. 424
3.5.7 Approved occupational diseases in 2008 by diseases and sex ....................................................... 425
3.5.8 Cases of disability pension since 1975 by age................................................................................... 427
3.5.9 Cases of disability pension in 2008 by age and sex........................................................................... 427
3.5.10 New cases of disability pension in 2008 by age and sex.................................................................... 427
3.5.11 New cases of disability pension since 1975 by age............................................................................ 428
3.5.12 Preventive medical checkups since 1992 by sex and NUTS-2 regions............................................. 428

3.6 Medical examinations for military service


3.6.1 Fitness for military service in 2006 by NUTS-2 regions..................................................................... 431
Inhaltsverzeichnis

3.6.2 Weight and size of conscripts in 2006 by NUTS-2 regions............................................................... 431


3.6.3 Medical examinations for military service in 2006 by profession, diseases and fitness....................432

4 Health care staff


4.1 Physicians
4.1.1 Practising physicians since 1960 and by NUTS-2 regions of December 2008 - total number
and per 100 000 residents..................................................................................................................437
4.1.2 Practising physicians as of December 2008 by speciality and NUTS-2 regions................................438
4.1.3 Practising physicians as of January 2009 by age, sex and NUTS-2 regions.....................................439
4.1.4 Physicians in free practise as of January 2009 by age, sex and NUTS-2 regions.............................440

4.2 Health care staff in hospitals and midwifes


4.2.1 Hospital manpower since 1965...........................................................................................................443
4.2.2 Midwifes as of December 31, 2008.....................................................................................................443
4.2.3 Physicians working in hospitals in 2008.............................................................................................443
4.2.4 Staff in hospitals as of December 31, 2008 by speciality, sex and NUTS-2 regions..........................444

5 Health services
5.1 Hospitals and hospital beds since 1985..............................................................................................449
5.2 Pharmacies since 1960 by NUTS-2 regions.......................................................................................449
5.3 Pharmacies in 2007 by NUTS-2 regions.............................................................................................449
5.4 Hospitals and hospital beds as of December 31, 2008 by type of hospital, public law and
NUTS-2 regions...................................................................................................................................450
5.5 Hospitals and hospital beds as of December 31, 2008 by legal representatives, public law and
NUTS-2 regions...................................................................................................................................455
5.6 Hospital beds in 2008 by utilisation and NUTS-2 regions..................................................................456

6 Education of health care professions


6.1 Medical students since 1970/71..........................................................................................................469
6.2 Educational Institutions for Allied Health Professions in 2007/08...................................................... 470

7 Health Expenditure
7.1 Revenue and expenditure of the Austrian health insurance system since 1970 (in Mio. Euro) . ....... 475
7.2 Key figures of the Austrian health insurance system since 1970........................................................ 475
7.3 Health expenditure according to the System of Health Accounts (OECD) since 1999...................... 476

8 International Data
8.1 Health expenditure since 1960 in selected countries (in percent of GDP)......................................... 479
8.2 Health expenditure since 1960 in selected countries (per capita, US$ purchasing
power parity) . ..................................................................................................................................... 479
8.3 Population by age and sex..................................................................................................................480
8.4 Life expectancy in selected countries by age and sex........................................................................482
8.5 Net reproduction rate 2000-2006 and total fertility rate 2002-2008...................................................484
8.6 Mortality rate and infant mortality rate 2002-2008..............................................................................485
8.7 Age-standardised mortality rates in selected countries by causes of death......................................486
8.8 Cancer mortality in 2002 in selected countries by site and sex..........................................................488
8.9 Cancer incidence in 2002 in selected countries by site and sex .......................................................490
Inhaltsverzeichnis
ZUSAMMENFASSUNG

SUMMARY
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Zusammenfassung

Die österreichische Gesundheitsstatistik liefert acht. Die übrigen Sterbefälle verteilen sich auf Unfälle
Grundlagen für Politik, Verwaltung und Forschung im bzw. Verletzungen (5,6%), Krankheiten der Atmungs-
Gesundheitswesen. Das Jahrbuch der Gesundheits- organe (5,5%), der Verdauungsorgane (4,1%) sowie
statistik befasst sich mit zentralen Bereichen aus dem sonstige Krankheiten (15,5%). Die Qualität der Todes-
breiten Spektrum des Gesundheitswesens und unter- ursachenstatistik hängt wesentlich von der Verifizie-
stützt damit die Erstellung von Gesundheitsberich- rung der Todesursachen durch Autopsien ab. Die
ten und epidemiologischen Analysen mit detaillierten Obduktionsquote lag 2008 bei 17,6%, was internati-
Daten und Indikatoren. onal gesehen hoch ist. Verglichen mit dem Jahr 1989,
in dem die bisher höchste Obduktionsquote zu beo-
Langfristige demographische Entwicklungen im bachten war (35,3%), verringerte sich der Anteil der
Bereich von Geburten, Sterbefällen und Wande- obduzierten Todesfälle aber beträchtlich.
rungen lassen Rückschlüsse auf zentrale Determi-
nanten des Gesundheitssystems zu, beispielsweise Die Krebsinzidenz gibt Aufschluss über die jähr-
den medizinischen Behandlungsbedarf. Das Bevöl- lichen Neuerkrankungen an bösartigen Neubil-
kerungswachstum des Jahres 2008 zeigte ein Plus dungen. In den letzten zehn Jahren (1997 bis 2007)
von 36.700 Personen im Vergleich zum Vorjahr (Jah- ist die altersstandardisierte Krebsinzidenzrate bei
resdurchschnitts-Bevölkerung), was größtenteils auf beiden Geschlechtern um rund 15% gesunken. Aber
einem positiven Wanderungssaldo (Zuzüge minus auch die altersstandardisierte Krebssterberate ist in
Wegzüge von Ausländern) und auf einer positiven diesem Zeitraum gesunken, bei den Männern stärker
Geburtenbilanz (Lebendgeborene minus Verstorbene) (17,6%) als bei den Frauen (13,5%). Betrachtet man
beruht. Die demographische Entwicklung der öster- einzelne Lokalisationen, so zeigen sich unterschied-
reichischen Bevölkerung ist durch eine zunehmende liche Verläufe. Während bei den Männern die Lun-
Alterung gekennzeichnet. Einerseits zählt Österreich genkrebsinzidenz in den letzten Jahren eine sinkende
mit einer Gesamt-Fertilitätsrate von 1,4 Kindern pro Tendenz aufwies (20,0%), stieg jene der Frauen (um
Frau weltweit zu den Ländern mit einem sehr nied- 23,5%). Dennoch ist die Neuerkrankungsrate für Lun-
rigen Fertilitätsniveau, andererseits ist die Lebens- genkrebs für Männer noch immer um das 2,2-Fache
erwartung durch eine kontinuierliche Abnahme der höher als für Frauen. Jedoch ist bei den Männern die
Sterblichkeit stetig gestiegen. Derzeit beträgt der Lungenkrebssterberate in den vergangen zehn Jah-
Anteil älterer Menschen im Alter von 65 Jahren und ren gesunken (16,8%), bei den Frauen aber deutlich
älter 17,4%. gestiegen (20,2%).

Von 1970 bis 2008 stieg die Lebenserwartung bei Bei Straßenverkehrs-Unfällen verunglückten im
der Geburt für Männer um 11,1 und für Frauen um 9,6 Jahr 2008 51.200 Menschen, darunter 50.251 Ver-
Jahre an und lag somit bei 77,6 bzw. bei 83,0 Lebens- letzte und 679 tödlich Verunglückte. Die Altersver-
jahren. Ein sehr starker Rückgang konnte im gleichen teilung zeigt eine deutliche Häufung bei jungen Per-
Zeitraum bei der Säuglingssterblichkeit verzeichnet sonen. Beinahe ein Drittel der Verunglückten war zwi-
werden. Sie lag 2008 bei 3,7 Promille und war damit schen 15 und 24 Jahre alt (30,9%).
seit 1997 ohne Unterbrechung unter dem Wert von
5,0 für im ersten Lebensjahr Gestorbene auf 1.000 Die gesundheitsrelevanten Tatbestände aus der Sozi-
Lebendgeborene. alversicherung geben einerseits Aufschluss über den
Arbeitsentgang durch Krankheit, andererseits über
Die Todesursache Krankheiten des Herz-Kreislauf- die Auswirkungen des Arbeitsplatzes auf die Gesund-
Systems beeinflusst das Ausmaß der Gesamt-Sterb- heit. Die durchschnittliche Dauer eines Kranken-
lichkeit in entscheidendem Maße. Im Jahr 2008 wur- standes betrug 2008 bei den männlichen Erwerbs-
den 43,0% aller Sterbefälle durch diese Krankheits- tätigen 13,0 Tage und bei den weiblichen 11,9 Tage.
gruppe verursacht. Die altersstrukturbereinigte Sterb- Die häufigsten Ursachen für einen Krankenstands-
lichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sank in den fall waren 2008 Krankheiten der Atmungsorgane
letzten zehn Jahren um 40,7% und war damit haupt- (373,2 Fälle pro 1.000 Erwerbstätigen), des Skeletts,
verantwortlich für den Anstieg der Lebenserwar- der Muskeln und des Bindegewebes (160,4 Fälle pro
tung. Um etwas weniger sank im selben Zeitraum 1.000 Erwerbstätigen) sowie Darminfektionen (117,4
die um Effekte der Altersstruktur bereinigte Sterb- Fälle pro 1.000 Erwerbstätigen). Die Zahl der Arbeits-
lichkeit an bösartigen Neubildungen (-11,2%), welche unfälle und der Berufserkrankungen ist zwischen
auch im Jahr 2008 wiederum für mehr als ein Vier- 1990 und 1998 um rund ein Drittel zurückgegangen
tel aller Sterbefälle verantwortlich waren (26,3%). und war seither bis zum Jahr 2007 relativ stabil. Von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zusammen 2007 bis 2008 stiegen jedoch die Arbeitsunfälle um
haben im Jahr 2008 69,3% aller Sterbefälle verurs- 14,2%, die Berufskrankheiten um 17,6%.

21
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Zusammenfassung

Ende 2007 bezogen rund 413.500 Personen Pflege- gerinnen. Derzeit sind mit rund 53.000 Personen um
geld (85,0% Bundes-, 15,0% Landespflegegeld), das rund ein Fünftel mehr in diesem Beruf beschäftigt als
bedeutet einen Anstieg von 27,8% im Vergleich zu noch vor zehn Jahren. Stärkster Personalzuwachs in
1998. Der Frauenanteil betrug rund zwei Drittel, in der den Krankenanstalten im vergangenen Jahrzehnt war
Altersgruppe ab 81 Jahren sogar 78,6%. Der Großteil jedoch bei den Ärztinnen und Ärzten zu verzeichnen,
der pflegebedürftigen Personen bezog Pflegegeld der nämlich um 29,3% von rund 16.300 auf 21.100 Per-
unteren Stufen: 71,6% entfielen auf die Stufen eins sonen. Dieser Personalzuwachs beim Ärztestand in
bis drei. den Krankenanstalten ist auch großteils dafür ver-
antwortlich, dass die Zahl der berufsausübenden
Die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersu- Ärzte und Ärztinnen insgesamt im vergangenen Jahr-
chungen ist im vergangenen Jahrzehnt um etwa ein zehnt von rund 33.600 im Jahr 1998 auf 38.300 im
Drittel gestiegen, im Jahr 2008 wurden rund 987.700 Jahr 2008 um 14,1% gestiegen ist. Hinsichtlich der
Untersuchungen durchgeführt. In Wien war der medizinischen Fachbereiche gab es in diesem Zeit-
Zuwachs besonders groß, wo sich der Wert von 1998 raum im Bereich der Fachdisziplinen einen stärkeren
auf 2008 von 92.087 auf 186.942 Untersuchungen Zuwachs als in der Allgemeinmedizin (39,0% vs.
nahezu verdoppelt hat. Frauen nahmen Vorsorgeun- 17,2%). Im Gegensatz zur steigenden Zahl der berufs-
tersuchungen häufiger in Anspruch als Männer (Frau- ausübenden Ärztinnen und Ärzte ist die Zahl der Stu-
enanteil 2008: 58,7%), es zeigte sich jedoch eine Ten- dienanfänger und Studierenden der Medizin im Ver-
denz der Zunahme der männlichen Beteiligung. gleich zu den Vorjahren aufgrund einer Einführung
von Zugangsbeschränkungen und Aufnahmeverfah-
Die ambulante Gesundheitsversorgung erfolgte ren an den Medizinischen Universitäten in Österreich
im Jahr 2008 neben den Spitalsambulanzen in rund zurückgegangen: Im Zehn-Jahres-Vergleich liegt im
15.700 Ordinationen, darunter 9.300 Facharzt- und Studienjahr 2007/2008 die Zahl der Studienanfänger
6.400 allgemeinmedizinische Ordinationen. Wei- mit 1.066 um 49,7%, die Zahl der Studierenden mit
ters versorgten 1.233 öffentliche Apotheken und 957 15.765 um 21,1% unter jener von 1997/1998.
Hausapotheken die österreichische Bevölkerung mit
Medikamenten. Seit 1960 ist die Zahl der Apotheken Die soziale Krankenversicherung übernimmt derzeit
um mehr als ein Drittel gestiegen. rund die Hälfte der Kosten der Gesundheitsversor-
gung in Österreich (13.765 Mio. € von 27.453 Mio. €).
Für die stationäre Gesundheitsversorgung stan- Der höchste Betrag wurde für die Krankenanstalten
den 2008 in 270 Krankenanstalten 64.267 tatsächlich aufgewendet (28,4%), weitere hohe Anteile für Ärzte
aufgestellte Betten zur Verfügung, was einer Rate von und Zahnärzte (24,1% und 5,5%) sowie für Medika-
770,9 pro 100.000 der Bevölkerung entspricht. Seit mente (22,0%). Im Jahr 2008 waren mehr als 8 Mio.
Anfang der 1980er-Jahre wurden die systemisier- Personen bzw. über 98% der Bevölkerung durch die
ten Betten um rund ein Viertel reduziert. Die Zahl der soziale Krankenversicherung geschützt.
Spitalsentlassungen ist in den vergangenen Jahr-
zehnten kontinuierlich gestiegen: in den letzten zehn Nach dem System of Health Accounts der OECD
Jahren um ein Fünftel, seit Ende der achtziger Jahre beliefen sich die Gesundheitsausgaben in Öster-
um mehr als 40%. Hingegen ist die durchschnittliche reich im Jahr 2007 auf 27.453 Mio. €, das sind 10,1%
Aufenthaltsdauer in Akutkrankenanstalten seit Ende des BIP (OECD-Durchschnitt: 9,1%). Rund drei Vier-
der achtziger Jahre von 11,0 auf 6,8 Tage gesun- tel der Gesundheitsausgaben wurden von öffentlicher
ken. Die häufigsten Gründe für stationäre Aufnahmen Hand getragen (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialver-
waren Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und sicherungsträger), das restliche Viertel von den pri-
bösartige Neubildungen, auf die zusammen ein Vier- vaten Haushalten und privaten Versicherungsunter-
tel aller Krankenhausfälle entfiel. nehmen. Mit Ausgaben von 10.949 Mio. € verursachte
die stationäre Gesundheitsversorgung die höchsten
Die Zahl des Personals im Gesundheitswesen ist in Kosten bzw. nahm 39,9% der gesamten Gesundheits-
den vergangenen Jahrzehnten vor allem in den Kran- ausgaben des Jahres 2007 in Anspruch, die ambu-
kenanstalten kontinuierlich gestiegen. Größte Per- lante Gesundheitsversorgung 24,7% und die Kosten
sonalgruppe in den Krankenanstalten sind die diplo- für Medikamente 17,1%. Seit 1998 sind die Gesund-
mierten Gesundheits- und Krankenpfleger und -pfle‑ heitsausgaben um 44,1% gestiegen.

22
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Summary

The Austrian health statistics provides important data The cancer incidence provides us with essential
and basic facts of the Austrian health system for poli- information on the annual number of new neoplasms.
tics, administration, and research. The annual book of In the course of the past decade (1997 bis 2007) the
health statistics considers the core sectors out of the age-standardised incidence rate decreased about
wide range of our health system and thus supports the 15% for both sexes. Concurrently the age-stand-
compilation of health reports and epidemiologic anal- ardised cancer mortality rate decreased, in men
yses with its detailed data and indicators. more (17.6%) than in women (13.5%). When viewing
the respective sites, different courses of illness can
Long-term demographic trends in the field of births, be observed. Whereas for men the lung cancer inci-
mortality and migration allow conclusions about cen- dence displayed a sinking tendency during the last
tral determinants of health system, for example the decade (20.0%), that of women increased (23.5%).
need for medical care. In 2008 the population of Aus- However, the risk of contracting lung cancer is still
tria grew by 36,700 people (annual average), mainly the 2.2-fold higher for men than it is for women.
due to a positive score for net migration (immigra- For men, the lung cancer mortality rate decreased
tion minus emigration of foreigners) as well as for (by 16.8% within the last decade), but increased for
generation renewal (born alive minus deceased). women (by 20.2%).
The demographic development shows a progres-
sive ageing of the Austrian population. On the one In 2008 there were 51,200 persons casualties of road
hand, Austria, with a total fertility rate of 1.4 children accidents, among them 50,251 were injured, death
per woman, counts among those countries with very toll was 679 persons. The majority of casualities were
low fertility levels worldwide; on the other hand, life younger people: Almost a third of them were aged
expectancy has been growing steadily in the wake between 15 and 24 (30.9%).
of the continual declining mortality rate. Currently,
the share of older people aged 65 years or older is The health-related data from social security provide
17.4%. insight into labour wastage due to illness, but also
into the effects of the workplace on people’s health.
Between 1970 and 2008 life expectancy at birth rose In 2008, the average number of days off-sick was
by 11.1 years for men and by 9.6 years for women, 13.0 days for male and 11.9 days for female employ-
thus amounting to 77.6 and 83.0 years of life, respec- ees, the most frequent reasons being respiratory dis-
tively. Within the same period, a sharp decline in eases (373.2 cases per 1.000 employees), diseases
infant mortality could also be observed. In 2008, it of the musculoskeletal system and connective tissue
was 3.7 per mill, and thus, without interruption, below (160.4 cases per 1.000 employees) as well as intes-
the value of 5.0 of 1,000 infants not surviving beyond tinal infections (117.4 cases per 1.000 employees).
their first year of life since 1997. While the number of occupational injuries and dis-
eases has fallen by more than a third from 1990 to
Cardiovascular diseases as cause of death signifi- 1998, since that time it was rather stable until 2007.
cantly affect the overall mortality rate. About half of From 2007 to 2008 the number of occupational inju-
all deaths are caused by this type of disorder (2008: ries rose for 14.2%, occupational diseases for 17.6%.
43.0%). The age-standardised rate of mortality due
to cardiovascular diseases decreased by 40.7% in In 2007, about 413.500 persons obtained an attend-
the course of the last decade and thus proved mainly ance allowance (Pflegegeld) (85.0% federal, 15.0%
responsible for the rise in life expectancy. At 11.2%, regional), what means an increase of 27.8% compared
the rate of mortality due to malignant neoplasms to 1998. The share of women was about two thirds, in
decreased slightly less within the same period, caus- the age group of 81 years or older even 78.6%. The
ing more than a quarter (26.3%) of all deaths. Cardio- majority of the care-dependent had attendance allow-
vascular diseases and malignant neoplasms together ance for the lower levels of care: 71.6% had level one,
caused 69.3% of all deaths. All other deaths are dis- two or three.
tributed to injuries and poisonings (5.6%), respiratory
diseases (5.5%), digestive diseases (4.1%) as well as The utilization of preventive check-ups rose for
other diseases (15.5%). The quality of the causes of about one third within the last ten years, and in 2008
death statistics mainly depends on the verification of about 987,700 check-ups were made. In Vienna the
the respective causes through autopsies. In 2008, decrease was highest, here the number of check-ups
the autopsy rate was at 17.6%, a rather high value almost doubled between 1998 and 2008 from 92,087
internationally. Compared to 1989, the year with the to 186,942. Women make more check-up visits than
so far highest autopsy rate (35.3%), however, the men (share of women in 2008: 58.7%), but a tendency
share of post mortems has dropped considerably. for a rising utilization by men is recognizable.

23
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Summary

Ambulant medical care in 2008 was delivered by sible for the rising number of all professionally active
out patient hospital wards and furthermore by about physicians, which increased from 33,600 in 1998 to
15,700 private practices, among them 9,300 prac- 38,300 in 2008 for 14.1%. Concerning medical areas
tices of medical specialists and 6,400 of general prac- the increase in medical specialists was higher than in
titioner. In 2008, 1,233 community pharmacies and general practitioners (39.0% vs. 17.2%). In contrast to
957 dispensing doctors (Hausapotheken) provided the increasing numbers of physicians, the number of
medical treatment for the Austrian population. Since freshmen and students of medicine decreased due to
1960, the number of pharmacies has increased by the implementation of entrance restrictions and selec-
more than one third. tion procedures at the Medical Universities in Aus-
tria. A 10-years-comparison shows, that in the aca-
In-patient medical treatment in 2008 was provided demic year 2007/2008, the 15,765 students of medi-
by 270 Austrian hospitals, having available 64,267 cine were 21.1% less, and the 1.066 freshmen 49.7%
actually utilized hospital beds, which would corre- less than in 1997/1998.
spond to 770.9 beds per 100,000 inhabitants. Since
the early 1980ies the number of beds has been fall- The compulsory social health insurance is currently
ing gradually; in total, the number of planned hospi- bearing about the half of the Austrian health expendi-
tal beds has been reduced by about one quarter. The tures (13,765 million € of 27,453 million €). The high-
number of hospital discharges relating to the resi- est amount is spent on hospitals (28.4%), further-
dent population has risen by one fifth within the last more high shares are spent on physicians and den-
decade and by more than 40% since 1989. By con- tists (24.1% resp. 5.5%) as well as for medical treat-
trast, the average hospital stay has fallen from 11.0 to ment (22.0%). In 2008 approximately 8 million people,
6.8 days since 1989. The most frequent reasons for or more than 98% of the population, had health insur-
hospital admission being cardiovascular diseases and ance coverage.
malignant neoplasms, together accounting for a quar-
ter of all hospital cases. According to the System of Health Accounts by
OECD, in 2007 the total expenditure on health
The number of health care staff was continuously amounted to 27,453  million  €, which is 10.1% of the
rising within the last decades, particularly in hospi- GDP (OECD average: 9.1%). About three quarters of
tals. Largest group of hospital staff are the nurses: in all health expenses were public expenses, the rest pri-
2008 with about 53,000 persons about a fifth more vate expenses by households and private insurances.
than in 1998 work in this profession. Strongest growth The expenses of 10,949  million  € for in-patient care
of staff numbers in hospitals was noticed for physi- take the biggest share of all health expenses in 2007
cians: their number increased from1998 to 2008 from (39.9%), out-patient care makes 24.7% and medical
16,300 to 21,100 persons, what makes 29.3%. This treatment 17.1%. Since 1998, total expenditure on
increase of physicians in hospitals is mainly respon‑ health increased for 44.1%.

24
TEXTTEIL
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

1. Demographische Rahmenbedingungen

Bevölkerungszahl und demographische einem sehr niedrigen Niveau befindet, beschleunigt


Strukturen die Kombination von geringen Kinderzahlen und der
steigenden Lebenserwartung der älteren Bevölkerung
Die Demographie, das heißt die Analyse des Umfangs das demographische Altern. Dazu kommen in Öster-
und der Struktur der Bevölkerung eines Landes liefert reich zwei Boom-Generationen, die diesen Prozess
Hinweise auf zentrale Determinanten des Gesund- aktuell (Boom-Jahrgänge 1940-1943) bzw. zukünftig
heitssystems, beispielsweise auf den Anteil der Bevöl- (Boom-Jahrgänge der frühen 1960er-Jahre) zusätz-
kerung mit potenziellem medizinischem Behandlungs- lich verstärken. Durch die verlängerte Lebenszeit der
bedarf bzw. erhöhten Gesundheitsausgaben. Die Ent- alten Menschen nimmt auch der Anteil der Hochbe-
wicklung von Umfang und Struktur einer Bevölke- tagten innerhalb der Gruppe der alten Menschen zu.
rung hängt wesentlich von Veränderungen der Gebur-
tenzahlen, Sterbefälle und Wanderungen ab. Da In Österreich waren die zentralen demographischen
diese demographischen Einflussfaktoren sich mit- Trends der vergangenen Jahre eine durch Zuwande-
tel- bis langfristig auf den Bevölkerungsstand aus- rung weiter wachsende Bevölkerung, eine gleichblei-
wirken, liegt hier für politische Entscheidungsträger – bend niedrige durchschnittliche Kinderzahl und die
wenn auch in begrenztem Ausmaß – eine Chance der kontinuierlich steigende Lebenserwartung.
Vorausplanung.

Ein im Rahmen der Gesundheitsversorgung relevanter Veränderung der Bevölkerungszahl


langfristiger demographischer Trend ist das "demo-
graphische Altern", das heißt eine Verschiebung der Die Bevölkerungszahl Österreichs stieg im Lauf des
Altersstruktur zugunsten des Anteils der älteren Bevöl- Jahres 2008 um 36.700 Personen und betrug somit
kerung. Das durch den Rückgang der Geburtenrate zum 1.1.2009 8,355 Mio. Das ist ein Anstieg von 0,4%
am Ende des 19. Jahrhunderts ausgelöste demogra- im Vergleich zum Vorjahr. Das Bevölkerungswachs-
phische Altern wurde durch eine gleichzeitig einset- tum war in den östlichen Bundesländern (Wien, Nie-
zende deutliche Abnahme der Säuglings- und Kinder- derösterreich, Burgenland) am stärksten. Der Bevöl-
sterblichkeit zunächst noch abgeschwächt. Da sich die kerungszuwachs des Jahres 2008 ist – wie bereits in
Säuglings- und Kindersterblichkeit aber in den mei- den Jahren zuvor – hauptsächlich auf einen positiven
sten europäischen Ländern schon seit längerem auf Wanderungssaldo (rund 34.000 Personen) zurück-

Grafik 1: Lebendgeborene, Gestorbene und Bevölkerung seit 1951


Live births, deaths and population since 1951
180 9

160 8
Geburten/Sterbefälle absolut in 1.000

140 7
Bevölkerung absolut in Mio.

120 6

100 5

80 4

60 3
Lebendgeborene
40 Gestorbene 2
Bevölkerung
20 1

0 0
1

8
5

0
19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

20

20

20

Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik des Bevölkerungsstandes und Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung.

27
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 1
Veränderung des Bevölkerungsstandes
Population change

Bevölkerung am … Veränderung 2008/2009

Bundesland 1. Januar 2009


1. Januar 2008 absolut in %
Insgesamt Männer Frauen

Österreich 8.318.592 8.355.260 4.068.047 4.287.213 36.668 0,4


Burgenland 281.185 283.118 138.422 144.696 1.933 0,7
Kärnten 560.322 560.605 271.767 288.838 283 0,1
Niederösterreich 1.596.538 1.605.122 786.063 819.059 8.584 0,5
Oberösterreich 1.406.664 1.410.403 692.724 717.679 3.739 0,3
Salzburg 527.452 529.217 256.879 272.338 1.765 0,3
Steiermark 1.204.947 1.207.479 589.454 618.025 2.532 0,2
Tirol 700.707 704.472 344.558 359.914 3.765 0,5
Vorarlberg 365.868 367.573 181.092 186.481 1.705 0,5
Wien 1.674.909 1.687.271 807.088 880.183 12.362 0,7

Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik des Bevölkerungsstandes. - Revidierte Ergebnisse für den 1. Januar 2008.

zuführen. In geringem Maße trug auch die positive schnittlichen Kinderzahl pro Frau. Der Wert stieg von
Geburtenbilanz (Saldo aus Lebendgeborenen und 1,38 (2007) auf 1,41 (2008) und erreichte damit genau
Sterbefällen), die 2008 mit rund 2.700 Personen etwas das Niveau der Jahre 2005 und 2006. Insgesamt
höher als im Jahr zuvor ausfiel, zu einem Anstieg der gesehen bleibt damit die durchschnittliche Kinderzahl
Einwohnerzahl bei. in Österreich auf niedrigem Niveau stabil.

Fertilität im europäischen Vergleich


Ausländische Staatsangehörige Im europäischen Vergleich war Irland im Jahr 2007 der
einzige Staat der Europäischen Union, dessen Gesamt-
Am 1. Januar 2009 lebten insgesamt 870.704 Per- fertilitätsrate über 2,0 Kinder pro Frau lag. In allen ande-
sonen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Öster- ren Ländern wurde das demographische Ersatzniveau
reich. Dies entspricht 10,4% der Gesamtbevölkerung mehr oder weniger stark unterschritten. Die Gesamtfer-
und einem Plus von rund 35.500 Personen im Ver- tilitätsrate der EU-27-Länder lag 2006 bei 1,53. Zu den
gleich zum Vorjahr. Unter den nichtösterreichischen Staaten mit über. durchschnittlich hohen Kinderzahlen
Staatsangehörigen stammten etwa 317.000 Personen zählten neben Frankreich und Großbritannien auch alle
(36,4%) aus Ländern der Europäischen Union, davon skandinavischen Länder (1,8 bis 1,9 Kinder pro Frau).
181.000 aus den "alten" EU-Staaten (EU-Mitglieder Darüber hinaus verzeichneten auch die drei „Bene-
vor 2004), und etwas mehr als 94.000 aus den zehn lux-Staaten“ überdurchschnittliche Fertilitätsraten. Slo-
im Jahr 2004 beigetretenen Ländern. Dazu kommen wenien hatte 2007 eine gleich hohe Fertilitätsrate wie
rund 41.400 Personen mit bulgarischer oder rumä- Österreich, während Deutschland und Italien geringfü-
nischer Staatsangehörigkeit, die mit einer Zunahme gig unter dem österreichischen Wert lagen. Besonders
von 17,2% (6.000 Personen) die im Jahr 2008 die am niedrige Kinderzahlen registrierten hingegen die meisten
stärksten wachsende Ausländergruppe waren. Aber osteuropäischen EU-Beitrittsstaaten der Jahre 2004 und
auch die Zahl der Bürgerinnen und Bürger aus den 2007, vor allem Rumänien und die Slowakei mit weniger
anderen EU-Staaten stieg 2008 überdurchschnitt- als 1,3 Kindern pro Frau.
lich stark an (9,2% im Vergleich zum Vorjahr). Die
Zahl der in Österreich lebenden Drittstaatsangehö- Entsprechend dem europäischen Trend bekommen
rigen erhöhte sich im Laufe des Jahres 2008 lediglich auch in Österreich Frauen zu einem immer späteren
um 1,5% – das sind rund 8.000 Personen – auf rund biografischen Zeitpunkt Kinder. Beispielsweise ist das
545.000 Einwohner. Die größten Zuwächse aus dem durchschnittliche Alter bei der Geburt des ersten Kin-
außereuropäischen Raum verzeichneten Angehörige des von 1998 bis 2008 von 26,9 auf 28,1 Jahre, also
asiatischer Staaten (3.300 Personen). um 1,2 Jahre gestiegen. Dennoch waren 2008 etwa
95% aller Mütter von Neugeborenen im Alter von 19
bis 39 Jahren. Allerdings zeigten sich bei den beson-
Geburtenzahl und Fertilität ders jungen Müttern – den Teenager-Müttern bis
18 Jahren – bzw. den älteren Müttern ab 40 Jahren
Der Anstieg der Geburtenzahl im Jahr 2008 führte unterschiedliche Trends: Im Jahr 1988 waren noch
auch zu einer geringfügigen Erhöhung der durch- rund 3,4% der Mütter von Lebendgeborenen (= 3.000

28
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 2 Fertilitätsalter im europäischen Vergleich


Lebendgeborene, Fertilität, Alter der Mutter seit 1970 Im europäischen Vergleich liegt das durchschnitt-
Live births, fertility, age of mother since 1970 liche Fertilitätsalter in Irland mit 31,2 Jahren (2007) am
höchsten. Hier sind Frauen bei der Geburt ihrer Kinder
Gesamt- Durchschnittliches
fertilitäts- Alter der Mutter bei im Durchschnitt um rund zwei Jahre älter als in Öster-
Lebend- rate Fertilitäts- der Geburt … reich, wo sich das durchschnittliche Fertilitätsalter mit
Jahr
geborene (Kinder- alter
zahl pro insge- des ersten 29,4 Jahren der 30-Jahres-Schwelle nähert. Auch in Ita-
Frau) samt Kindes
lien, der Schweiz, den Niederlanden sowie in Schweden
1970  112.301 2,3 26,7 26,4 22,9 und Dänemark liegt das durchschnittliche Fertilitätsalter
1980  90.872 1,7 26,3 25,8 23,3
bereits deutlich über 30 Jahren. In den beiden 2007 zur
1990  90.454 1,5 27,2 27,1 25,0
1998  81.233 1,4 28,0 28,7 26,9 EU beigetretenen Staaten Bulgarien und Rumänien sind
1999  78.138 1,3 28,2 28,9 27,0 die Mütter bei der Geburt ihrer Kinder hingegen beson-
2000  78.268 1,4 28,2 28,9 27,1 ders jung – hier lag das durchschnittliche Fertilitätsalter
2001  75.458 1,3 28,4 29,1 27,2
2007 zwischen 26 und 27 Jahren.
2002  78.399 1,4 28,6 29,3 27,4
2003  76.944 1,4 28,8 29,4 27,5
2004  78.968 1,4 28,8 29,5 27,6 Geburten nach Bildung und Staatsangehörigkeit
2005  78.190 1,4 29,0 29,6 27,7
der Mutter
2006  77.914 1,4 29,2 29,7 27,9
2007  76.250 1,4 29,4 29,8 28,0
2008  77.752 1,4 29,5 29,9 28,1 Hinsichtlich der Bildung und der Staatsangehörigkeit
Veränderung in % der Mütter Neugeborener zeigten sich in den vergan­
seit 1998 -4,3 0,0 5,4 4,2 4,5
seit 1970 -30,8 -39,1 10,5 13,3 22,7
genen Jahren starke Veränderungen, welche zum Teil
die allgemeine Bevölkerungsentwicklung widerspiegeln.
Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung.

Generell ist die Bildungsbeteiligung von Frauen stark


Neugeborene) unter 19 Jahre alt, in den vergangenen gestiegen: Verfügten im Jahr 1991 3,7% der Frauen
beiden Jahrzehnten reduzierte sich dieser Anteil auf über einen Hochschulabschluss, so waren es 2006
rund 1,9% im Jahr 2008 (=  1.500 Neugeborene). Im bereits 8,2%. In diesem Zeitraum ist zugleich der Anteil
gleichen Zeitraum stieg hingegen der Anteil der ab der Frauen mit Pflichtschule als höchstem Bildungsab-
40-jährigen Mütter von 1,0% (= 900 Neugeborene) im schluss von 43,1% auf 26,3% gesunken. Dieser Trend
Jahr 1988 auf 3,5% (=  2.700 Neugeborene) im Jahr zeigt sich auch bei der Bildung der Mütter Neugebore-
2008. ner. Hatten im Jahr 1998 noch 5,1% der Mütter Neu-

Grafik 2: Biografisch frühe und späte Mutterschaften seit 1988


Biographical early and late maternity since 1988

3.500

3.000
Anzahl der Lebendgeborenen

2.500

2.000

1.500

1.000

11- bis 18-jährige Mütter


500
40-jährige und ältere Mütter

0
88

89

90

91

92

93

94

95

96

97

98

99

00

01

02

03

04

05

06

07

08
19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

20

20

20

20

20

20

20

20

20

Q: STATISTIK AUSTRIA, Geburtenstatistik.

29
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 3
Geburten 1998 und 2008 nach demographischen und medizinischen Merkmalen
Live births 1998 and 2008 by demographic and medical characteristics

1998 2008 1998 bis 2008


Merkmale
absolut % absolut % Veränderung in %

Insgesamt 81.233 100 77.752 100 -


Alter der Mutter
unter 15 Jahren 14 0 7 0 0
15 bis 19 Jahre 3.261 4 2.747 3,5 -0,5
20 bis 24 Jahre 16.592 20,4 13.145 16,9 -3,5
25 bis 29 Jahre 29.808 36,7 24.274 31,2 -5,5
30 bis 34 Jahre 22.373 27,5 22.707 29,2 1,7
35 bis 39 Jahre 7.899 9,7 12.156 15,6 5,9
40 bis 44 Jahre 1.247 1,5 2.573 3,3 1,8
45 Jahre und älter 39 0 143 0,2 0,1
Höchste abgeschlossene Schulbildung der Mutter
Universität, Kunsthochschule 4.145 5,1 8.386 10,8 5,7
Lehrer- oder berufsbildende Akademie 3.054 3,8 3.801 4,9 1,1
Höhere Schule (mit Matura) 10.147 12,5 12.451 16 3,5
Mittlere (Fach-)Schule (ohne Matura) 13.138 16,2 10.895 14 -2,2
Lehre 29.672 36,5 23.190 29,8 -6,7
Pflichtschule 16.196 19,9 13.064 16,8 -3,1
Unbekannt 4.881 6 5.965 7,7 1,7
Staatsangehörigkeit der Mutter
Österreich 67.346 82,9 60.209 77,4 -5,5
Anderer EU-15-Staat 1.367 1,7 2.561 3,3 1,6
(Ehemaliges) Jugoslawien 5.864 7,2 4.813 6,2 -1
Türkei 3.112 3,8 3.002 3,9 0
Sonstiger Staat, unbekannt 3.544 4,4 7.167 9,2 4,9
Geburtsgewicht
unter 1.000 Gramm (extremes Untergewicht) 335 0,4 299 0,4 0,0
1.000 bis unter 2.500 (niedriges Geburtsgewicht) 4.633 5,6 5.196 6,7 1,1
2.500 bis unter 4.500 Gramm (Normalgewicht) 75.321 93,0 71.487 92,0 -1,0
4.500 Gramm und mehr (Übergewicht) 944 1,2 770 1,0 -0,2
Art der Geburt
Spontangeburt 64.721 79,7 51.456 66,2 -13,5
Kaiserschnitt 11.842 14,6 21.773 28 13,4
Saugglocke 3.326 4,1 4.303 5,5 1,4
Zangengeburt 777 1 146 0,2 -0,8
Manualhilfe 567 0,7 74 0,1 -0,6

Q: STATISTIK AUSTRIA, Geburtenstatistik.

geborener einen Universitätsabschluss, waren es Jahrzehnt nur geringfügige Veränderungen. Der Anteil
2008 mehr als doppelt so viele, nämlich 10,8%. Hin- der Neugeborenen mit Normalgewicht (laut WHO-De-
gegen ging der Anteil von Müttern mit einer Lehre als finition 2,5 bis unter 4,5 kg) ist von 93,0% auf 92,0%
höchster abgeschlossener Schulbildung in diesem gesunken, hingegen ist der Anteil der Säuglinge mit
Zeitraum von 36,5% auf 29,8%, also um 6,7 Prozent- niedrigem Geburtsgewicht (1,0 bis 2,5  kg) von 5,6%
punkte zurück. auf 6,7% gestiegen. Bei extrem untergewichtigen
Neugeborenen (unter 1 kg) und übergewichtigen Neu-
Der Anteil der Mütter Neugeborener mit österrei- geborenen (4,5  kg und mehr) gab es von 1998 bis
chischer Staatsangehörigkeit ist von 1998 bis 2008 2008 kaum Veränderungen.
um 5,5% gesunken, während jener der Frauen aus
dem ehemaligen Jugoslawien oder der Türkei sich Kaiserschnittrate
kaum verändert hat. Gestiegen ist hingegen der Anteil
der Mütter mit einer Staatsangehörigkeit außerhalb Der starke Anstieg der Kaiserschnittrate in Öster-
der EU-15-Staaten, nämlich um 4,9%. reich entspricht dem internationalen Trend. In Öster-
reich ist die Kaiserschnittrate zwischen 1998 und
Geburtsgewicht 2008 von 14,6% auf 28,0% gestiegen. Es gibt starke
regionale Unterschiede, beispielsweise hat die Kai-
Hinsichtlich des Geburtsgewichts von lebend gebo- serschnittrate im Burgenland, in Kärnten, in der Stei-
renen Neugeborenen zeigten sich im vergangenen ermark und in Tirol bereits die 30%-Marke erreicht

30
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 3: Kaiserschnittraten seit 1998


Caesarean section rate since 1998

30
28,0
27,1
25,8
Kaiserschnittrate Österreich 24,4
25 23,6
Jährliche Veränderung in %
22,1
20,6
20 18,9
17,2
16,4
14,6
15
12,3

9,9
10 9,0
7,3 6,8
5,7
4,9 5,0
5 4,3
3,4 3,3

0
1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

Q: STATISTIK AUSTRIA, Geburtenstatistik.

bzw. überschritten. Generell ist die Kaiserschnittrate rigen (um 273.000 bzw. 5,1%) als auch die Zahl der
bei älteren Frauen höher als bei jüngeren, bei unter ab 65-Jährigen (um 221.200 bzw. 18,0%) erhöhte.
20-jährigen beträgt sie rund 20%, bei 40- bis 44-jäh- Besonders stark fiel der Zuwachs bei den Hoch-
rigen rund 40%. altrigen (85+ Jahre) aus (+20,9%), deren Zahl zum
Jahresbeginn 2009 173.200 Personen betrug.
Kaiserschnittrate im internationalen Vergleich
In den vergangenen Jahrzehnten ist die Kaiserschnittrate
in den meisten entwickelten Ländern massiv gestiegen. Frauenanteil
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass
die Kaiserschnittrate nicht über 15% liegen sollte. In eini- Was den Frauenanteil in der Bevölkerung betrifft,
gen südamerikanischen Ländern, beispielsweise Bra- kann man von einer „Feminisierung des Alters“ spre-
silien, liegt die Rate bei 70%. In Europa haben Italien chen: Frauen stellen die Mehrheit der älteren Genera-
und Portugal Kaiserschnittraten von über 30%, die nied- tion – gegenwärtig sind knapp zwei Drittel der Bevöl-
rigsten Raten von rund 15% haben Slowenien und die kerung im Alter von 75 und mehr Jahren weiblich. In
Niederlande (EURO-PERISTAT, 2008). dieser Altersgruppe gibt es also nur etwa halb so viele
Männer wie Frauen (431.000 Frauen, 234.000 Män-
Anteil an Hochbetagten ner per 1.1.2009).

Unter dem Aspekt einer generationenspezifischen Frauenanteil im EU-Vergleich


Gesundheitsversorgung und ihrer Finanzierung sind Auch in der Europäischen Union befinden sich mehr
vor allem die Bevölkerungsanteile von Kindern und Frauen als Männer in höheren Altersgruppen. Bis zu
Jugendlichen sowie von alten und hochbetagten Men- einem Alter von rund 45 Jahren ist die männliche Bevöl-
schen von Interesse. Zum Jahresbeginn 2009 gab es kerung gegenüber der weiblichen in der Mehrzahl. Ab
in Österreich 1.261.600 (15,1%) Kinder und Jugend- diesem Alter steigt aber der relative Frauenanteil mit
liche unter 15 Jahren, 5.642.800 (67,5%) Personen jeder Altersgruppe an. Bereits bei den 65- bis 69-Jäh-
waren im Erwerbsalter zwischen 15 und 64 Jahren, rigen gibt es um 14% mehr Frauen als Männer. Ab einem
und 1.450.900 (17,4%) Personen waren 65 Jahre Alter von 80 ist die Zahl der Frauen schon doppelt so
oder älter. Verglichen mit der Situation vor zehn Jah- hoch wie die Zahl der Männer. Allerdings gibt es mar-
ren (1.1.1999) ging die Zahl der unter 15-Jährigen kante Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten.
um rund 121.400 Personen zurück (-8,8%), während In den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und
sich gleichzeitig sowohl die Zahl der 15- bis 64-Jäh- Litauen sind die Frauenanteile bei den Personen im Alter

31
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 4
Bevölkerung nach breiten Altersgruppen
Population by broad age groups

Kinder und Jugendliche Erwerbsalter Ältere Menschen


Jahr Insgesamt 0 bis 14 0 bis 19 15 bis 59 15 bis 64 20 bis 64 60 Jahre 65 Jahre 75 Jahre 85 Jahre
Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre und älter und älter und älter und älter

Männer
1869 (31.12.) 2.235.402 631.513 844.039 1.416.741 1.490.411 1.277.885 187.148 113.478 25.327 2.389
1971 (1.1.) 3.525.203 932.401 1.188.911 2.002.807 2.192.644 1.936.134 589.995 400.158 115.093 16.292
1981 (1.1.) 3.570.172 779.021 1.113.392 2.257.321 2.374.449 2.040.078 533.830 416.702 146.062 17.332
1991 (1.1.) 3.696.200 693.317 950.897 2.421.910 2.605.223 2.347.643 580.973 397.660 163.399 26.732
1999 (1.1.) 3.856.029 708.398 953.756 2.522.235 2.690.015 2.444.657 625.396 457.616 164.557 36.090
2009 (1.1.) 4.068.047 646.553 903.862 2.608.649 2.823.787 2.566.478 812.845 597.707 234.035 44.504
2050 (1.1.) 4.650.208 656.082 888.780 2.517.816 2.799.626 2.566.928 1.476.310 1.194.500 684.991 237.738
Frauen
1869 (31.12.) 2.262.478 636.965 841.970 1.427.516 1.504.998 1.299.993 197.997 120.515 27.865 2.958
1971 (1.1.) 3.953.827 890.035 1.139.087 2.147.189 2.405.973 2.156.921 916.603 657.819 238.019 37.357
1981 (1.1.) 3.983.154 745.106 1.070.832 2.322.642 2.498.619 2.172.893 915.406 739.429 308.216 51.880
1991 (1.1.) 4.014.682 657.373 905.756 2.387.472 2.601.587 2.353.204 969.837 755.722 363.160 78.369
1999 (1.1.) 4.126.432 674.600 908.863 2.496.173 2.679.733 2.445.470 955.659 772.099 380.492 107.170
2009 (1.1.) 4.287.213 615.035 860.086 2.587.716 2.818.998 2.573.947 1.084.462 853.180 431.380 128.736
2050 (1.1.) 4.863.044 620.824 840.759 2.476.451 2.771.595 2.551.660 1.765.769 1.470.625 916.569 372.831
Geschlechterproportion (Männer auf 100 Frauen)
1869 (31.12.) 98,8 99,1 100,2 99,2 99,0 98,3 94,5 94,2 90,9 80,8
1971 (1.1.) 89,2 104,8 104,4 93,3 91,1 89,8 64,4 60,8 48,4 43,6
1981 (1.1.) 89,6 104,6 104,0 97,2 95,0 93,9 58,3 56,4 47,4 33,4
1991 (1.1.) 92,1 105,5 105,0 101,4 100,1 99,8 59,9 52,6 45,0 34,1
1999 (1.1.) 93,4 105,0 104,9 101,0 100,4 100,0 65,4 59,3 43,2 33,7
2009 (1.1.) 94,9 105,1 105,1 100,8 100,2 99,7 75,0 70,1 54,3 34,6
2050 (1.1.) 95,6 105,7 105,7 101,7 101,0 100,6 83,6 81,2 74,7 63,8

Q: STATISTIK AUSTRIA - 1869 bis 1951: Volkszählungen, 1961 bis 2001: Bevölkerungsfortschreibung, 2003 bis 2009: Statistik des Bevölkerungsstandes. Nach 2009:
Bevölkerungsprognose 2008 (Hauptvariante).

Grafik 4: Bevölkerungspyramiede 2009, 2030 und 2050


Population pyramid 2009, 2030 and 2050

Lebensjahre
99+
95
Männer 90 Frauen
85
80
75
70
65
60
55
50
45
40
35
2050 30 2050
2030 25 2030
2009 20 2009
15
10
5
0
80 70 60 50 40 30 20 10 0 0 10 20 30 40 50 60 70 80
Personen Personen

Q: STATISTIK AUSTRIA, Bevölkerungsvorausschätzung.

32
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

von 75 und mehr Jahren am höchsten (eingeschränkt auf der Alterspyramiden nach Geschlecht in den Jahren
85+ kommen auch noch Finnland, Luxemburg und Slo- 2009, 2030 und 2050 erkennbar. Im Jahr 2009 leben
wenien dazu), in Griechenland und Zypern ist der Frau- ab einem Alter von 70 Jahren deutlich mehr Frauen als
enanteil in der Altersgruppe ab 75 am niedrigsten. Die Männer, und mit zunehmendem Alter wächst diese Dif-
„ältesten“ Bevölkerungen – sowohl was Frauen als auch ferenz noch an. In den Prognosen für 2030 bzw.2050
was Männer betrifft – verzeichnen Deutschland und Ita- wird der Unterschied zwischen dem Anteil von Män-
lien. In beiden Ländern waren Anfang 2008 23% der nern und Frauen an den hohen Alterskohorten jedoch
Frauen und 17% der Männer über 64 Jahre alt. Eine der geringer. Auch der Rückgang der Geburten nach dem
„jüngsten“ Bevölkerungen hat Irland zu verzeichnen: Nur Babyboom der 1950er- und 1960er-Jahre ist zu erken-
12% der Frauen und knapp 10% der Männer sind im Pen- nen: Die geburtenstarken Jahrgänge verschieben sich
sionsalter Irland ist auch das einzige EU-Land mit einem in der Alterspyramide immer weiter nach oben und
Kinderanteil von rund einem Fünftel. werden durch immer geburtenschwächere Jahrgänge
ersetzt. Falls sich der Trend einer geringen Geburten-
Zukünftige Bevölkerungsentwicklung rate fortsetzt, wird sich die Alterspyramide an ihrem
unteren Ende immer mehr verjüngen. Der Anteil der
Die potenzielle künftige Veränderung der demogra- Bevölkerung im Alter von 65 Jahren oder älter wird von
phischen Struktur ist durch die Gegenüberstellung derzeit 17,4% auf 28,0% im Jahr 2050 ansteigen.

Weitere Informationen:

Statistik Austria (2009): Demographisches Jahrbuch 2008. Wien: Statistik Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Be-
völkerung / Publikationen.
Statistik Austria (2008): Demographische Indikatoren [für alle Bundesländer und Österreich insgesamt]. Wien: Statistik Austria. Online: http://
www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Bevölkerung / Publikationen.
Statistik Austria (2008): Bevölkerungsstand 1.1.2008. Wien: Statistik Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Bevölke-
rung / Publikationen.
Statistik Austria (2008): Bevölkerungsvorausschätzung 2008-2050. Wien: Statistik Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index
A-Z / Bevölkerung / Publikationen.
Statistik Austria (2008): Wanderungsstatistik 2007. Wien: Statistik Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Bevölkerung
/ Publikationen.
Kytir, Josef (2008): Demographische Strukturen und Trends 2007. Statistische Nachrichten 10/2008, S. 904-918.
Statistik Austria (2007): Standard-Dokumentation. Metainformationen (Definitionen, Erläuterungen, Methoden, Qualität) zur Statistik des Bevöl-
kerungsstandes. Online: Verzeichnis Bevölkerung / Dokumentationen.
EURO-PERISTAT Project, with SCPE, EUROCAT, EURONEOSTAT (2008): European Perinatal Health Report (data from 2004). Online: www.
europeristat.com

33
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

2. Gesundheitliche Lage

2.1. Lebenserwartung und subjektive dern in den späten 1950er-Jahren, aber besonders
Gesundheit in den 1960er-Jahren immer geringer aus. Seit den
frühen 1970er-Jahren ist in Österreich und den west-
Entwicklung der Lebenserwartung lichen Industriestaaten aber ein erneuter Anstieg der
Lebenserwartung zu beobachten: Dieser Trend beruht
Die Lebenserwartung der österreicherischen Bevöl- auf einem Rückgang der Sterblichkeit im höheren
kerung ist in den vergangenen 150 Jahren stark Alter: Die fernere Lebenserwartung der 60-Jährigen
gestiegen und erreichte im Jahr 2008 einen Wert von stieg von 1970 bis 2008 bei Frauen von 18,8 Jahren
83,0 Lebensjahren für Frauen bzw. 77,6 für Männer. auf 25,1 Jahre und bei Männern von 14,9 auf 21,3
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1899-1902) hatten Jahre deutlich an, während sie sich davor nur wenig
Männer bei der Geburt 40,6 Lebensjahre und Frauen verändert hatte.
43,4 Jahre zu erwarten.
Frauen wiesen in Österreich seit jeher eine deutlich
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts beruhte der höhere Lebenserwartung auf als Männer. Die Diffe-
Anstieg der Lebenserwartung zu einem großen Teil renz zwischen den Geschlechtern lag 1951 bei 5,4
auf dem starken Rückgang der Säuglings- und Kin- Jahren, stieg bis 1982 auf 7,2 Jahre und war seit-
dersterblichkeit: Von 1.000 Neugeborenen starben her wieder etwas rückläufig – auf zuletzt 5,4 Jahre
in Österreich in den Jahren 1901-1905 noch 211,5, im Jahr 2008. Eine vergleichbare Entwicklung zeigte
Anfang der 1970er-Jahre 25,9 und im Jahr 2008 3,7 sich in den meisten westlichen EU-Staaten. Osteuro-
im ersten Lebensjahr. In den letzten Jahren ereig- päische Länder wiesen zum Teil eine noch viel höhere
nete sich etwa die Hälfte aller Säuglingssterbefälle Geschlechterdifferenz in der Lebenserwartung auf
in der ersten Lebenswoche. Zugleich mit der Säug- (teilweise über zehn Jahre). In der internationalen wis-
lingssterblichkeit ist auch die Müttersterblichkeit deut- senschaftlichen Literatur werden sowohl biologische
lich gesunken: An Komplikationen in der Schwanger- als auch soziale Erklärungsfaktoren für die höhere
schaft, bei der Geburt oder im Wochenbett starben in weibliche Lebenserwartung genannt.
Österreich im Jahr 1960 über 100 Frauen, seit 2002
zwei bis drei Frauen pro Jahr. Lebenserwartung im europäischen Vergleich
Im Vergleich der EU-27-Staaten lag Österreich im Jahr
Aufgrund der bereits niedrigen Säuglings- und Kin- 2006 (aktuelles Berichtsjahr) bei der Lebenserwartung bei
dersterblichkeit fielen die Zugewinne an Lebenser- der Geburt sowohl bei den Frauen als auch bei den Män-
wartung in Österreich wie in den meisten Industrielän- nern mit 82,6 bzw. 77,1 Jahren über dem EU-Durchschnitt

Übersicht 5
Sterbehäufigkeit, Lebenserwartung und Säuglingssterblichkeit seit 1970
Mortality, life expectancy and infant mortality since 1970

Sterbehäufigkeit Lebenserwartung Säuglingssterblichkeit

Kalenderjahr Sterbefälle Männer Frauen


Sterbefälle Säuglings- Perinatal-
auf 1.000 der
absolut bei der Geburt mit 60 Jahren bei der Geburt mit 60 Jahren sterberate sterberate
Bevölkerung

1970 98.819 13,2 66,5 14,9 73,4 18,8 25,9 27,0


1980 92.442 12,2 69,0 16,3 76,1 20,3 14,3 14,2
1990 82.952 10,8 72,2 17,8 78,9 22,2 7,8 6,9
1998 78.339 9,8 74,5 19,1 80,8 23,5 4,9 6,6
1999 78.200 9,8 74,8 19,3 80,9 23,6 4,4 6,0
2000 76.780 9,6 75,1 19,7 81,1 23,8 4,8 6,7
2001 74.767 9,3 75,6 20,2 81,6 24,2 4,8 6,2
2002 76.131 9,4 75,8 20,2 81,7 24,2 4,1 6,4
2003 77.209 9,5 75,9 20,2 81,5 24,1 4,5 6,4
2004 74.292 9,1 76,4 20,6 82,1 24,6 4,5 6,1
2005 75.189 9,1 76,6 20,7 82,2 24,6 4,2 5,9
2006 74.295 9,0 77,1 21,0 82,6 24,9 3,6 6,0
2007 74.625 9,0 77,3 21,2 82,8 25,1 3,7 5,9
2008 75.083 9,0 77,6 21,3 83,0 25,1 3,7 5,4
Veränderung in % bzw. in Jahren
seit 1998 -4,2 -8,4 3,1 2,2 2,2 1,6 -24,8 -18,3
seit 1970 -24,0 -32,0 11,1 6,5 9,6 6,3 -85,7 -80,0

Q: STATISTIK AUSTRIA, Demographische Indikatoren.

34
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

von 82,0 bzw. 75,8. Die Spannbreite der Lebenserwar- 0,32 Jahren. In Summe ergibt das für Frauen ein Plus
tung in den EU-27-Staaten reichte 2006 bei den Frauen von 3,7 Jahren, für Männer von 4,8 Jahren, wobei die
von 76,2 bis 84,4 Jahren, bei den Männern von 65,3 bis Lebenserwartung bei der Geburt für Frauen im Jahr
78,8 Jahre. Die höchsten Werte konnten bei den Frauen 2006 mit 82,7 Jahren immer noch deutlich über jener
in Spanien, Frankreich und Italien, bei den Männern in der Männer mit 77,1 Jahren lag. Betrachtet man die
Schweden, Italien und Zypern beobachtet werden. Die steigende Lebenserwartung gemeinsam mit der Beur-
niedrigsten Werte waren bei den Frauen in Rumänien teilung der eigenen Gesundheit, so lässt sich erken-
und Bulgarien, bei den Männern in Lettland und Litauen nen, dass von 1991 bis 2006 die Zahl der in guter
zu beobachten. Die Differenz zwischen höchster und Gesundheit verbrachten Jahre noch stärker stieg als
niedrigster Lebenserwartung im Vergleich der EU-27- die Lebenserwartung, nämlich um 6,3 Jahre bei den
Länder lag bei Frauen bei 8,2 Jahren, bei Männern bei Frauen bzw. um 6,1 Jahre bei den Männern. Damit
13,5 Jahren. erhöhte sich auch der prozentuelle Anteil der in sub-
jektiv gutem Gesundheitszustand verbrachten Lebens-
Lebenserwartung in Gesundheit zeit an der gesamten Lebenserwartung. Dieser Indika-
tor stieg bei den Männern zwischen 1991 und 2006
Im Zusammenhang mit dem starken Anstieg der von 77% auf 80%, bei den Frauen von 72% auf 76%.
Lebenserwartung in den vergangenen Jahrzehnten
stellt sich die Frage, ob die durchschnittlich gewon- Ältere Menschen ab 65 Jahren profitierten vom Sterb-
nenen Lebensjahre überwiegend auf eine Zunahme lichkeitsrückgang der vergangenen Jahrzehnte beson-
der Lebenszeit in Gesundheit oder in Krankheit ders stark. So erhöhte sich die fernere Lebenserwar-
zurückzuführen sind („Kompression“ vs. „Expan- tung 65-jähriger Frauen zwischen 1991 und 2006 von
sion“ der Morbidität). Eine Maßzahl zur gleichzeitigen 18,0 auf 20,6 Jahre. Für gleichaltrige Männer lauten
Beschreibung von Sterblichkeit und Gesundheitszu- die entsprechenden Werte 14,4 bzw. 17,2 Jahre. Auch
stand ist die Lebenserwartung in Gesundheit. Dabei hier war diese Entwicklung von einer Verbesserung
wird die Lebenserwartung in „gesunde“ und „kranke“ des subjektiven Gesundheitszustandes begleitet. Die
Jahre geteilt, wobei zur Messung von Krankheit inter- statistisch noch zu erwartenden „gesunden“ Lebens-
national üblicherweise die subjektive Einschätzung jahre für 65-jährige Frauen liegen aktuell bei 9,0 Jah-
des Gesundheitszustandes herangezogen wird – ren (1991: 6,0 Jahre), für gleichaltrige Männer bei 8,8
kombiniert entweder mit der Häufigkeit chronischer Jahren (1991: 6,0 Jahre).
Erkrankungen oder mit gesundheitsbedingten Ein-
schränkungen im täglichen Leben.
Subjektive Gesundheit
In den letzten Jahrzehnten stieg die Lebenserwartung
in Österreich beträchtlich. Von 1991 bis 2006 lag der Der überwiegende Teil der Österreicherinnen und
durchschnittliche jährliche Zugewinn an Lebenserwar- Österreicher ab 15 Jahren ist mit dem eigenen
tung für Frauen bei 0,25 Jahren, für Männer sogar bei Gesundheitszustand zufrieden: 75,6% der Bevölkerung

Übersicht 6
Lebenserwartung in Gesundheit seit 1991 nach Geschlecht
Healthy life expectancy since 1991 by sex

Veränderung
Männer Frauen 1999 bis 2006
Lebenserwartung in Jahren

1991 1999 2006 1991 1999 2006 Männer Frauen

bei der Geburt (in Jahren)


Insgesamt 72,3 74,8 77,1 79,0 80,9 82,7 2,3 1,8
Guter Gesundheitszustand 55,7 58,6 61,8 56,9 60,9 63,2 3,2 2,3
Schlechter Gesundheitszustand 4,1 4,0 4,0 5,1 4,9 4,8 0,0 -0,1
Anteil in guter Gesundheit in % 77,0 78,3 80,2 72,0 75,3 76,4 - -
fernere Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren (in Jahren)
Insgesamt 14,4 15,6 17,2 18,0 19,3 20,6 1,6 1,3
Guter Gesundheitszustand 6,0 7,8 8,8 6,0 8,7 9,0 1,0 0,3
Schlechter Gesundheitszustand 2,6 2,5 2,5 3,7 3,2 3,3 0,0 0,1
Anteil in guter Gesundheit in % 41,7 50,0 51,2 33,3 45,1 43,7 - -

Q: STATISTIK AUSTRIA, Berechnungen auf Basis der Sterbetafeln 1991, 1999 und 2006 sowie der Fragen zum subjektiven Einschätzung des Gesundheitszustandes
im Rahmen der Mikrozensus-Sonderprogramme "Fragen zur Gesundheit" 1991 und 1999 und der Gesundheitsbefragung 2006/07.- Lebenserwartung in guter Gesund-
heit umfasst die Antwortkategorien "sehr gut" und "gut", Lebenserwartung in schlechter Gesundheit die Antwortkategorien "schlecht" und "sehr schlecht". Erstellt am:
21.08.2007.

35
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 5: Subjektive Beurteilung der Gesundheit


Self-reported health status
45
in Prozent

40 39,1 39,2
37,5 38,1

35 34,3
32,1 1991
1999
30 2006/2007

25
22,3
20,4
20 18,5

15

10
5,3 4,9 5,0
5
1,2 1,2 1,0
0
Sehr gut Gut Mittelmäßig Schlecht Sehr schlecht

Q: STATISTIK AUSTRIA, Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007, Mikrozensus-Sonderprogramme "Fragen zur Gesundheit" 1991
und 1999. Frage: Wie beurteilen Sie im Allgemeinen Ihren Gesundheitszustand?

schätzten bei der Österreichischen Gesundheitsbefra- gangenen zehn Jahren um 4,2%, bei Berücksichti-
gung 2006/2007 ihren Gesundheitszustand als „sehr gung der steigenden Zahl älterer Menschen beträgt
gut“ oder „gut“ ein, weitere 18,5% mit „mittelmäßig“ der Rückgang sogar 21,1% (altersstandardisierte Ster-
und 6,0% beurteilten ihre Gesundheit mit „schlecht“ beraten). Von je 100 Todesfällen entfielen im Durch-
bzw. „sehr schlecht“.Männer beurteilen ihren Gesund- schnitt 53 auf Frauen und 47 auf Männer. Beinahe
heitszustand im Vergleich zu Frauen als besser: 77,8% 90% aller Verstorbenen waren 60 Jahre oder älter.
der Männer, aber nur 73,4% der Frauen beurteilen ihre
Gesundheit unabhängig vom jeweiligen Alter als „sehr Todesursachengruppe Nummer eins waren Herz-Kreis-
gut“ oder „gut“.Jüngere Menschen geben häufiger an, lauf-Erkrankungen, wie z.B. Herzinfarkt oder Schlagan-
über einen guten oder sehr guten Gesundheitszustand fall. Sie verursachten mit 32.294 Gestorbenen 43,0%
zu verfügen als ältere: 84,0% der Befragten unter 60 aller Todesfälle. Altersstrukturbereinigt sank die Sterb-
Jahren, aber nur 51,5% der über 60-Jährigen schätzen lichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den letz-
ihre Gesundheit als gut oder sehr gut ein. ten zehn Jahren um 40,7% und ist somit bestimmend
für das Ausmaß und die Geschwindigkeit des gesam-
Verglichen mit den Ergebnissen von 1991 und 1999 ist ten Sterblichkeitsrückganges. An Herz-Kreislauf-Er-
hinsichtlich des subjektiv empfundenen Gesundheits- krankungen sterben aufgrund ihres höheren Anteils an
zustandes insgesamt ein positiver Trend festzustel- der älteren Bevölkerung Frauen häufiger als Männer:
len. Der Anteil der Bevölkerung mit positiver Selbstein- 59,3% aller Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-
schätzung der Gesundheit ist von 71,2% im Jahr 1991 Erkrankungen betrafen Frauen. Eliminiert man jedoch
auf 73,7% im Jahr 1999 und auf 75,6% im Jahr 2006 diesen Alterseffekt (altersstandardisierte Sterberaten),
gestiegen. Der Anteil derjenigen, die sich gesundheit- sind Männer stärker betroffen (188,7 Männer vs. 123,9
lich schlecht bzw. sehr schlecht fühlen, blieb dagegen Frauen pro 100.000 der Bevölkerung).
beinahe unverändert (1991: 6,5%, 1999: 6,1%, 2006:
6,0%). Krebserkrankungen waren mit 19.780 Fällen die
zweithäufigste Todesursachengruppe und für gut ein
Viertel aller Todesfälle verantwortlich (30,0% bei den
2.2. Sterblichkeit nach ausgewählten Männern und 23,1% bei den Frauen). In den letzten
Todesursachen zehn Jahren hat die Krebssterblichkeit altersstandar-
disiert um 11,2% abgenommen.
Sterblichkeit nach Hauptdiagnosegruppen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zusammen
Im Jahr 2008 gab es insgesamt 75.083 Sterbefälle. sind für 69,3% aller Sterbefälle verantwortlich. Die
Die absolute Zahl der Sterbefälle sank in den ver- übrigen Sterbefälle verteilten sich auf Verletzungen

36
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 6: Gestorbene 2008 nach Hauptdiagnosegruppen und Geschlecht


Deaths 2008 by main diagnostic groups and sex

Männer Frauen
3,7%

7,8%
14,2% 16,6% 23,1%
30,0%
3,5%
4,6%
5,0%
6,0%
37,3% 48,0%

Bösartige Neubildungen C00-C97


Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems I00-I99
Krankheiten der Atmungsorgane J00-J99
Krankheiten der Verdauungsorgane K00-K93
Sonst.Krankheiten A00-B99, D01-H95, L00-R99
Verletzungen und Vergiftungen V01-Y89

Q: STATISTIK AUSTRIA, Todesursachenstatistik 2008.

bzw. Unfälle (5,6%), Krankheiten der Atmungsorgane Todesursachen nach Lebensphasen


(5,5%), Krankheiten der Verdauungsorgane (4,1%)
sowie sonstige Krankheiten (15,5%). Vor allem von Die Ursache für einen Todesfall hängt stark von der
Unfällen sind Männer häufiger betroffen als Frauen: jeweiligen Lebensphase und vom Geschlecht ab.
Rund zwei Drittel (65,1%) aller Todesfälle aufgrund Vorauszuschicken ist, dass rund drei Viertel aller
von Unfällen betreffen Männer. Todesfälle (im Jahr 2008 64,1% der Todesfälle von

Grafik 7: Sterblichkeit seit 1980 nach Hauptdiagnosegruppen und Geschlecht


Mortality since 1980 by main diagnostic groups and sex

Männer Frauen
500 500

450 450

400 400

350 350

300 300

250 250

200 200

150 150

100 100

50 50

0 0
19 0
19 2
19 4
19 6
19 8
19 0
19 2
19 4
19 6
20 8
20 0
20 2
20 4
20 6
08
19 0
19 2
19 4
19 6
19 8
19 0
19 2
19 4
19 6
20 8
20 0
20 2
20 4
20 6
08

8
8
8
8
8
9
9
9
9
9
0
0
0
0
8
8
8
8
8
9
9
9
9
9
0
0
0
0

19
19

Bösartige Neubildungen Krankheiten der Verdauungsorgane


Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems Sonstige Krankheiten
Krankheiten der Atmungsorgane Verletzungen und Vergiftungen

Q: STATISTIK AUSTRIA, Todesursachenstatistik 2008.

37
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 8: Häufigste Todesursachen 2008 nach Altersgruppen und Geschlecht


Most common causes of death 2008 by age groups and sex
Männer

Todes- in % der jeweiligen Altersgruppe bei insgesamt 35.156 Todesfällen


Alter fälle 1. 2. 3. 4. 5.

Komplikationen Angeborene Plötzlicher Krankheiten des Infektions-


unter 1 Jahr 175 vor, während und Fehlbildungen Kindstod Nervensystems krankheiten
nach der Geburt 29,7 9,7 2,9 2,3
48,0

Ernährungs- und
1 bis 9 Angeborene Krebs Krankheiten der
49 Unfälle Stoffwechsel-
Jahre Fehlbildungen 10,2 Atmungsorgane
36,7 Krankheiten
20,4 6,1
10,2

Drogenmiss- Krankheiten des


10 bis 19 Unfälle Selbstmord Krebs
173 brauch Nervensystems
Jahre 40,5 14,5 7,5
10,4 8,7

20 bis 29 Drogenmiss- Krebs Herz-Kreislauf-


Unfälle Selbstmord
Jahre 403 brauch 8,9 Krankheiten
36,7 18,6 16,6 4,0

30 bis 39 Krebs Herz-Kreislauf- Drogenmiss-


534 Unfälle Selbstmord
Jahre 12,2 Krankheiten brauch
23,2 23,0
8,1 7,3

Krankheiten der
40 bis 49 Herz-Kreislauf- Unfälle Verdauungs-
1.527 Krebs Selbstmord
Jahre Krankheiten 10,5 organe
25,3 12,0
21,2 9,0

Krankheiten der Ernährungs- und


Herz-Kreislauf-
50 bis 59 Krebs Verdauungs- Stoffwechsel- Unfälle
3.217 Krankheiten
Jahre 39,1 organe Krankheiten 5,8
20,5
10,6 6,2

Krankheiten der Ernährungs- und


Herz-Kreislauf- Krankheiten der
60 bis 69 Krebs Verdauungs- Stoffwechsel-
6.533 Krankheiten Atmungsorgane
Jahre 41,6 organe Krankheiten
27,7 4,0
6,5 6,3

Ernährungs- und Krankheiten der


70 bis 79 Herz-Kreislauf- Krankheiten der
8.996 Krebs Stoffwechsel- Verdauungs-
Jahre Krankheiten Atmungsorgane
34,8 Krankheiten organe
37,1 6,8
6,0 3,9

Herz-Kreislauf- Ernährungs- und


80 bis 89 Krankheiten der Krankheiten des
10.802 Krankheiten Krebs Stoffwechsel-
Jahre Atmungsorgane Nervensystems
49,0 23,6 Krankheiten
7,8 3,6
4,8

Herz-Kreislauf- Ernährungs- und


90 Jahre u. Krankheiten der Stoffwechsel- Unfälle
2.747 Krankheiten Krebs Atmungsorgane
mehr 14,6 Krankheiten 3,2
59,6 6,8 3,3

Q: STATISTIK AUSTRIA, Todesursachenstatistik.

38
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 8 (Schluss) 

Frauen

Todes- in % der jeweiligen Altersgruppe bei insgesamt 39.927 Todesfällen


Alter fälle 1. 2. 3. 4. 5.

Komplikationen Angeborene Plötzlicher Krankheiten des Infektions-


unter 1 Jahr 112 vor, während und Fehlbildungen Kindstod Nervensystems krankheiten
nach der Geburt 27,7 4,5 2,7 2,7
58,9

1 bis 9 Angeborene Krankheiten des Herz-Kreislauf-


43 Krebs Unfälle
Jahre Fehlbildungen Nervensystems Krankheiten
16,3 14,0
25,6 16,3 7,0

Drogenmiss- Krankheiten des


10 bis 19 Unfälle Krebs Selbstmord
85 brauch Nervensystems
Jahre 30,6 14,1 9,4 8,2 8,2

20 bis 29 Unfälle Krebs Drogenmiss- Herz-Kreislauf-


Selbstmord
Jahre 142 14,8 brauch Krankheiten
23,2 15,5
10,6 6,3

Ernährungs- und
30 bis 39 Krebs Herz-Kreislauf- Selbstmord Unfälle Stoffwechsel-
234 Krankheiten
Jahre 42,3 8,1 5,6 Krankheiten
12,0 5,1

Krankheiten der Ernährungs- und


40 bis 49 Krebs Herz-Kreislauf- Verdauungs-
756 Selbstmord Stoffwechsel-
Jahre 45,5 Krankheiten organe
7,4 Krankheiten
13,2 6,6 5,0

Herz-Kreislauf- Krankheiten der Ernährungs- und


50 bis 59 Krebs Verdauungs- Stoffwechsel- Selbstmord
1.697 Krankheiten
Jahre 56,4 organe Krankheiten 3,9
13,8
6,3 4,8

Ernährungs- und Krankheiten der


Krebs Herz-Kreislauf- Krankheiten der
60 bis 69 Stoffwechsel- Verdauungs-
3.545 50,8 Krankheiten Atmungsorgane
Jahre Krankheiten organe
20,4 4,8
6,5 5,1

Ernährungs- und Krankheiten der


70 bis 79 Herz-Kreislauf- Krankheiten der
6.822 Krebs Stoffwechsel- Verdauungs-
Jahre Krankheiten Atmungsorgane
32,9 Krankheiten organe
37,2 5,2
8,0 4,0

Herz-Kreislauf- Ernährungs- und Krankheiten der


80 bis 89 Krebs Krankheiten des
18.151 Krankheiten Stoffwechsel- Atmungsorgane
Jahre 17,0 Nervensystems
54,9 Krankheiten 5,3 4,0
6,8

Ernährungs- und
90 Jahre u. Herz-Kreislauf- Krankheiten der Krankheiten des
8.340 Krebs Stoffwechsel-
mehr Krankheiten Atmungsorgane Nervensystems
7,7 Krankheiten
66,6 5,4 2,8
4,5

Q: STATISTIK AUSTRIA, Todesursachenstatistik.

39
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Männern und 83,4% der Todesfälle von Frauen) erst 7  Mädchen). Weiters starben 5 Burschen an Ernäh-
ab einem Alter von 70 Jahren eintreten. Generell ist rungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie 7 Mäd-
bei den unter 40-Jährigen der Tod ein noch seltenes chen an Krankheiten des Nervensystems.
Ereignis: Lediglich 1.334 Männer (3,8% aller verstor-
benen Männer) und 616 Frauen (1,5% aller verstor- Auch bei den 10- bis 19-Jähren sind Todesfälle rela-
benen Frauen) verstarben 2008 in diesem Alter, wobei tiv selten: Die 258 Todesfälle in dieser Altersgruppe
vor allem bei den Männern Unfälle die Todesursache machen lediglich 3‰ aller Todesfälle des Jahres
Nummer eins waren. 2008 aus. Die Zahl der Todesfälle von 10- bis 19-jäh-
rigen jungen Männern ist etwa doppelt so hoch wie
Im ersten Lebensjahr verstarben im Jahr 2008 175 die der Frauen gleichen Alters (173 vs. 85). Unfälle
männliche und 112 weibliche Säuglinge, darunter mehr sind auch bei den 10- bis 19-Jährigen die häufigste
als die Hälfte aufgrund von Komplikationen vor, wäh- Todesursache: Im Jahr 2008 verunglückten 70 junge
rend oder nach der Geburt sowie mehr als ein Viertel Männern (40,5% aller 10- bis 19-jährigen verstor-
aufgrund angeborener Fehlbildungen. An plötzlichem benen Männer) und 26 junge Frauen (30,6% aller
Kindstod (SIDS - Sudden infant death syndrome) star- 10- bis 19-jährigen verstorbenen Frauen). In dieser
ben 17 männliche und 5 weibliche Säuglinge. Weitere Lebensphase treten erstmals Selbstmord und Dro-
häufige Todesursachen von Säuglingen im ersten genmissbrauch als häufige Todesursachen auf: 26
Lebensjahr waren Krankheiten des Nervensystems Männer und 8 Frauen im Alter von 10 bis 19 Jahren-
und Infektionskrankheiten. begingen 2008 Selbstmord, 18 Männer und 7 Frauen
starben aufgrund von Drogenmissbrauch.
Im Alter von 1 bis 9 Jahren verstarben 49 Burschen
und 43 Mädchen, überwiegend an Unfällen (18 Bur- Während Unfälle bei den Männern zwischen dem 1.
schen, 6 Mädchen), angeborenen Fehlbildungen und dem 40. Lebensjahr die häufigste Todesursache
(10 Burschen, 11 Mädchen) oder Krebs (5 Burschen, bleiben, sind sie bei den Frauen nur bei den 10- bis

Grafik 9: Sterblichkeit im europäischen Vergleich


Mortality in the EU-27 countries

Männer Frauen
Schweden 2006 Frankreich 2006
Italien 2006 Italien 2006
Zypern 2007 Spanien 2005
Niederlande 2007 Finnland 2007
Ver. Königreich 2007 Österreich 2007
Frankreich 2006 Schweden 2006
Österreich 2007 Niederlande 2007
Malta 2007 Zypern 2007
Griechenland 2007 Malta 2007
Irland 2006 Deutschland 2006
Spanien 2005 Luxemburg 2006
Deutschland 2006 Irland 2006
Luxemburg 2006 Slowenien 2007
Finnland 2007 Belgien 2004
Belgien 2004 EU-27 insg. 2007
Dänemark 2006 Ver. Königreich 2007
EU-27 insg. 2007 Portugal 2004
Portugal 2004 Griechenland 2007
Slowenien 2007 Dänemark 2006
Tschechien 2007 Tschechien 2007
Polen 2007 Polen 2007
Rumänien 2007 Estland 2005
Slowakei 2005 Slowakei 2005
Bulgarien 2006 Littauen 2007
Ungarn 2005 Ungarn 2005
Estland 2005 Rumänien 2007
Lettland 2007 Lettland 2007
Litauen 2007 Bulgarien 2006

0 500 1.000 1.500 2.000 0 500 1.000 1.500 2.000


Verstorbene pro 100.000 der Bevölkerung des jeweiligen Geschlechts

Krebs Herz-Kreislauf-Erkrankungen Andere Erkrankungen

Q: WHO - Weltgesundheitsorganisation, Health for all database (Stand: August 2009).

40
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

29-jährigen die häufigste Todesursache, ab dem 30. nern (Österreich: Rang elf bei den Männern, Rang zehn
bis zum 70. Lebensjahr ist bei den Frauen der Krebs bei den Frauen). Die geringste Krebssterblichkeit ist bei
Todesursache Nummer eins. Rund die Hälfte aller zypriotischen Männern und Frauen zu finden, die höchste
Todesfälle von Frauen in dieser Lebensphase ist auf bei ungarischen Männern und dänischen Frauen (Öster-
Krebs zurückzuführen. Ebenso steht Selbstmord als reich: Rang fünf bei den Männern, Rang acht bei den
Todesursache bei den Männern in der Altergruppe Frauen).
der 10- bis 39-Jährigen an zweiter Stelle, während
dies lediglich auf die 20- bis 29-jährigen Frauen Obduktionen
zutrifft. Bei den Frauen unter 50 Jahren fallen Krebs
und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache Ein wichtiger Qualitätsindikator für die Todesursa-
stärker ins Gewicht als Selbstmord. Auch der Drogen- chenstatistik, die Obduktionsquote, stand im Jahr
missbrauch, der generell eine nur bei unter 30-Jäh- 2008 aufgrund des Inkrafttretens des neuen Wiener
rigen häufige Todesursache ist, betrifft Männer häu- Leichen- und Bestattungsgesetzes im September
figer als Frauen. 2007 und der darauffolgenden Einstellung des Obduk-
tionsbetriebs am Wiener Gerichtsmedizinischen Insti-
Vom 40. bis zum 70. Lebensjahr (bei den Frauen tut verstärkt im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Durch
bereits ab 30) ist Krebs die häufigste Todesursache, eine Reduktion der Obduktionen werden nicht nur
gefolgt von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ab einem eine Verminderung der Qualität der Todesursachen-
Alter von 70 Jahren sind dann Herz-Kreislauf-Erkran- statistik, sondern auch rechts- und sicherheitspoli-
kungen die häufigste Todesursache, rund die Hälfte tische Probleme bei der Aufklärung von Todesfällen
der 2008 verstorbenen 80- bis 89-jährigen Männer mit Fremdverschulden erwartet.
und Frauen starben daran. Bei den Frauen ab 90 Jah-
ren waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sogar für Österreichweit wurden 2008 17,6% aller Todesur-
66,6% aller Sterbefälle verantwortlich (bei den Män- sachendiagnosen mittels insgesamt 13.209 Obduk-
nern für 59,6%). tionen gesichert: Im Vergleich dazu wurden 1984
(erstes Jahr der Erfassung der Obduktionen) noch
Sterblichkeit im europäischen Vergleich 34,7%, im Jahr 1998 26,2% obduziert.
Im europäischen Vergleich der EU-27-Länder liegt Öster-
reich bei der Gesamtsterblichkeit mit Rang sieben bei den Betrachtet man die Obduktionsquoten nach dem Bun-
Männern und Rang fünf bei den Frauen im unteren Drittel. desland der Verstorbenen, so zeigen sich beträcht-
Die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist am liche Unterschiede. Während in Oberösterreich im
niedrigsten bei französischen Frauen und Männern, am Jahr 2008 jeder vierte Sterbefall obduziert wurde, war
höchsten bei rumänischen Frauen und lettischen Män‑ es in Kärnten nur jeder zehnte Sterbefall. Die stärk-

Grafik 10: Obduktionsquoten 1984, 1998 und 2008 nach Wohnbundesland


Autopsy quotas 1984, 1998, and 2004 by NUTS2-regions
60
49,8

1984
50 1998
2008
37,6
in % aller Gestorbenen

36,5

40
34,7

34,6
34,3

28,4

28,3

27,7
26,8

26,2

26,2
25,9

30
23,8

22,7
22,6

20,3
19,3

18,3
18,0

17,6
17,3

20
15,1
14,9

13,9

13,5
13,1

13,1
11,3
10,8

10

0
Ktn Stm. Sbg Tirol Vbg Bgl. Österr. Wien NÖ. OÖ.
insg.
Q: STATISTIK AUSTRIA, Todesursachenstatistik.

41
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

sten Rückgänge der Obduktionsquote in den letzten weit war seit 2004 bei allen drei Obduktionsarten
zehn Jahren waren in Wien (von 37,6% auf 18,3%), ein Rückgang zu bemerken: Der stärkste Rückgang
Tirol (von 23,8% auf 13,5%) und dem Burgenland (von bei den klinischen Obduktionen wurde in Tirol ver-
28,4% auf 17,3%) zu beobachten, der geringste Rück- zeichnet (41%). Die Rückgänge bei den sanitätsbe-
gang in Oberösterreich (von 27,7% auf 26,2%). Somit hördlichen Obduktionen waren in Wien am stärksten
ist Wien seit zwei Jahren nicht mehr das Bundes- (85%) ebenso wie bei den klinischen Obduktionen
land mit der traditionell höchsten Obduktionsquote: In (22%).
Oberösterreich wurde in den Jahren 2007 und 2008,
in Niederösterreich im Jahr 2008 eine höhere Obduk-
tionsquote als in Wien verzeichnet. 2.3. Erkrankungen und Unfälle

Sanitätsbehördliche Obduktionen In Österreich fehlen für viele Erkrankungen einheit-


liche und zuverlässige Datenquellen. Somit können
Seit 2004 wird die Art der Obduktion aufgezeichnet, nur für wenige Erkrankungen präzise Aussagen über
wobei drei Formen der Obduktion unterschieden wer- die aktuelle Verbreitung in der Bevölkerung (Präva-
den: die klinische Obduktion bei Todesfällen in einer lenz) oder über die Zahl der Neuerkrankungen (Inzi-
öffentlichen Krankenanstalt mit ungeklärter Todesur- denz) gemacht werden. Daten guter Qualität gibt es
sache oder diagnostischer Unklarheit, die sanitäts- vor allem für jene Erkrankungen, für die eine gesetz-
behördliche Obduktion bei ungeklärter Todesursa- liche Meldepflicht besteht. Dies ist im Bereich der
che und die gerichtliche Obduktion bei Verdacht auf Krebserkrankungen der Fall, hier wird seit mehr als 20
Fremdverschulden als Todesursache. Jahren das Österreichische Krebsregister von der Sta-
tistik Austria geführt. Eine Datenquelle guter Qualität
Die am häufigsten durchgeführte Art der Obduktion stellt auch das vom Gesundheitsministerium geführte
war 2008 die klinische Obduktion, durch die 15% Register zu den meldepflichtigen übertragbaren
aller Todesursachen gesichert wurden, gefolgt von Erkrankungen dar. In Ermangelung epidemiologischer
gerichtlichen Obduktionen mit knapp 2% und sani- Daten wird häufig auch die Spitalsentlassungsstati-
tätsbehördlichen Obduktionen mit 1%. Österreich- stik zur Schätzung der Prävalenz bestimmter Erkran-

Grafik 11: Häufigste selbst berichtete Erkrankungen nach Geschlecht


Most common self-reported diseases by sex

1.025,5
Wirbelsäulenbeschwerden
1.249,8
455,6
Allergien
639,2
400,2
Arthrose, Arthritis
673,6
306,5
Migräne, häufige Kopfschmerzen
744,6
178
Depression, Angststörungen
299,5
174,2
Diabetes mellitus
215,3 Männer
Frauen
53,5
Osteoporose
327,2
109,3
Harninkontinenz
258,9
118,8
Chronische Atemwegserkrankungen
150,7
138
Asthma
91,1

0 250 500 750 1.000 1.250 1.500


Personen in 1.000

Q: STATISTIK AUSTRIA, Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007.

42
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

kungen herangezogen. Da die Spitalsentlassungs- Zu den häufigsten bei der Befragung genannten Er‑
daten aber lediglich die „Behandlungs-Prävalenz“ wie- krankungen zählen Wirbelsäulenbeschwerden (1,0 Mio.
dergeben, sind sie nur bei jenen Krankheiten zur Prä- Männer, 1,2 Mio. Frauen), Allergien (456.000 Männer,
valenz-Schätzung geeignet, die in jedem Fall einen 639.000 Frauen) und Arthritis bzw. Arthrose (400.000
Spitalsaufenthalt erfordern. Zudem sind die Daten Männer, 674.000 Frauen). Frauen sind von vielen
fall- und nicht personenbezogen. Weiters lassen sich Erkrankungen häufiger betroffen als Männer.
auch aus der Todesursachenstatistik Schlüsse über
die Häufigkeit von Erkrankungen ziehen, wobei sie
das Spektrum der schwerwiegenden und zum Tode Krebs
führenden Erkrankungen umfassen. Die im Jahr
2006/2007 durchgeführte Österreichische Gesund- Insgesamt leben in Österreich rund 642.000 Per-
heitsbefragung gibt Auskunft über die Häufigkeit einer sonen mit der Diagnose Krebs. Im Jahr 2007 wurde
Auswahl bestimmter Erkrankungen, wobei es sich hier bei 18.916 Männern und 16.440 Frauen Krebs neu
um selbst berichtete Erkrankungen handelt. diagnostiziert. Bei 9.224 Frauen und 10.556 Männern
führt eine Krebserkrankung zum Tod (Zahlen aus dem
Jahr 2008), damit sind Krebserkrankungen für etwa
Selbst berichtete Erkrankungen ein Viertel der jährlichen Todesfälle verantwortlich.
Tendenziell gehen aber sowohl das Risiko einer Neu-
Die Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007 erkrankung als auch das Sterblichkeitsrisiko zurück.
gibt einen Überblick über die Verteilung der wich-
tigsten Erkrankungen in der Bevölkerung. Es muss Häufigste Krebslokalisationen
jedoch berücksichtigt werden, dass es sich dabei um
selbst berichtete Erkrankungen handelt. Die Befra- Die häufigste Krebsneuerkrankung bei Männern ist
gung erfolgte in einer repräsentativen Stichprobe von der Prostatakrebs, im Jahr 2007 mit 4.986 Fällen
15.000 Österreicherinnen und Österreichern im Alter absolut bzw. einem Viertel (26,4%) aller bösartigen
ab 15 Jahren. Neubildungen. Rund jeder zehnte Krebstodesfall
(11,2%) war bei den Männern im Jahr 2008 auf Pro-
Mehr als ein Drittel der Befragten – hochgerechnet statakrebs zurückzuführen (absolut 1.184 Fälle). An
1,2 Mio. Männer und 1,4 Mio. Frauen – gaben an, ein zweiter Stelle der Krebsneuerkrankungen von Män-
längerfristiges gesundheitliches Problem zu haben. nern steht der Lungenkrebs mit 2.576 Fällen, das
Die Häufigkeit der Erkrankungen nimmt mit dem Alter sind knapp 13,6% aller Neuerkrankungen des Jahres
zu, Frauen sind in allen Altersgruppen stärker betrof- 2007. Knapp ein Viertel aller männlichen Krebsster-
fen als Männer. befälle war auf Lungenkrebs zurückzuführen (2008:

Grafik 12: Häufigste Tumorlokalisationen bei Krebsneuerkrankungen 2007 nach Geschlecht


Most common cancer localisations by cancer incidence 2007 and sex

Männer Frauen

19,9% 22,5%
26,4% 28,1%

3,4%
3,6% 3,5%
3,6%
3,7%

3,9% 13,6% 4,0%


12,1%
4,3%
6,2%
5,9%
6,3% 13,1% 8,4%
7,7%

Prostata Magen Brust Bauchspeicheldrüse


Lunge 1) Niere Darm 2) Eierstock
Darm 2) Hals-Kopf Lunge Schilddrüse
Blutbildendes System Bauchspeicheldrüse Gebärmutter 3) Magen
Harnblase Andere Tumore Blutbildendes System Andere Tumore

Q: STATISTIK AUSTRIA, Österreichisches Krebsregister (Stand 27.08.2009). - 1) C33-C34. - 2) C18-C21. - 3) C53-55.

43
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

23,7% bzw. 2.500 Fälle). Lungenkrebs nimmt damit Brustkrebs ist seit langem die häufigste Krebser-
bei den Männern den ersten Rang unter den Krebs- krankung bei Frauen. Auch im Jahr 2007 war er mit
todesursachen ein. Dritthäufigste Lokalisation bei den einem Anteil von 28,1% an allen Tumoren bzw. 4.611
Krebsneuerkrankungen der Männer war der Darm Frauen die häufigste Krebslokalisation der Frauen.
mit 13,1% aller Fälle (2.478 Fälle). Auf diese Lokali- Seit 1997 ist allerdings die Zahl der Neuerkrankungen
sation entfielen 7,9% der männlichen Krebssterbefälle relativ stabil. Im Jahr 2008 waren 16,2% aller weib-
(2008: 836 Fälle). lichen Krebssterbefälle auf Brustkrebs zurückzufüh-

Grafik 13: Krebsneuerkrankungen und Krebssterblichkeit seit 1997 nach Geschlecht


Cancer incidence and mortality since 1997 by sex

Neuerkrankungsrate (Inzidenz), Männer Krebssterberate, Männer


110 50
100
auf 100.000 der Bevölkerung

auf 100.000 der Bevölkerung


90 40
80
70
30
60
50
20
40
30
20 10

10
0 0
97
98
99
00
01
02
03
04
05
06
07

97
98
99
00
01
02
03
04
05
06
07
08
19
19
19
20
20
20
20
20
20
20
20

19
19
19
20
20
20
20
20
20
20
20
20
B.N. des Magens C16 B.N. der Lunge C33-34
B.N. des Darms C18-21 B.N. der Prostata C61

Neuerkrankungsrate (Inzidenz), Frauen Krebssterberate, Frauen


100 50

90
auf 100.000 der Bevölkerung

auf 100.000 der Bevölkerung

80 40

70

60 30

50

40 20

30

20 10

10

0 0
97
98
99
00
01
02
03
04
05
06
07

97
98
99
00
01
02
03
04
05
06
07
08
19
19
19
20
20
20
20
20
20
20
20

19
19
19
20
20
20
20
20
20
20
20
20

B.N. des Magens C16 B.N. der Brust C50


B.N. des Darms C18-21 BN. der Gebärmutter C53-55
B.N. der Lunge C33-34

Q: STATISTIK AUSTRIA. - Österreichisches Krebsregister (Stand: 27.08.2009) und Todesursachenstatistik, WHO-World-Standardbevölkerung,


Kodierung nach ICD-10.

44
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

ren (absolut: 1.490 Frauen). Damit war Brustkrebs Auch die altersstandardisierte Rate der Krebssterb-
auch die mit Abstand häufigste Krebstodesursache lichkeit war in den letzten zehn Jahren rückläufig,
bei Frauen. Die zweithäufigste Krebslokalisation bei bei den Männern stärker (17,6%) als bei den Frauen
Frauen war der Darm (1984 Fälle bzw. 12,1% aller (13,5%), obwohl die absolute Zahl der an Krebs Ver-
Tumore der Frauen im Jahr 2007). Darmkrebs ver- storbenen gestiegen ist (3,6% bei den Männern, 2,5%
ursachte bei Frauen in gleicher Weise wie bei den bei den Frauen).
Männern etwa 7,6% aller Krebssterbefälle (2008: 701
Frauen). Die bösartigen Neubildungen der Lunge Die altersstandardisierte Neuerkrankungsrate für
machten als dritthäufigste Krebslokalisation im Jahr Prostatakrebs war 2007 annährend gleich wie 1997,
2007 1.377 Fälle aus (8,4% der Krebsneuerkran- während die Sterberate für Prostatakrebs in den letz-
kungen von Frauen). Rund 13,5% aller Krebssterbe- ten zehn Jahren um 31,1% zurückging. Die Brust-
fälle bei Frauen waren Sterbefälle aufgrund von Lun- krebs-Neuerkrankungsrate sank, nachdem sie zwi-
genkrebs (2008: 1.241 Frauen). schenzeitlich im Jahr 2001 angestiegen war, von
1997 bis 2007 um 14,1%. Da Brustkrebs häufiger in
Entwicklung von Krebsneuerkrankungen und einem immer früheren Stadium erkannt wird, ging die
Krebssterblichkeit Sterberate für Brustkrebs in den letzten zehn Jahren
um 20,2% zurück. Die Neuerkrankungsrate für Darm-
In den letzten zehn Jahren (1997 bis 2007) sind krebs ist für die Männer seit 1997 um 24,7% zurück-
sowohl die Neuerkrankungen als auch die Sterblich- gegangen, die Sterberate für Darmkrebs sank im glei-
keit an Krebs gesunken, wenn die Veränderung der chen Zeitraum um 29,5%. Bei den Frauen nahm die
Altersstruktur der Bevölkerung berücksichtigt wird Rate der Neuerkrankungen an Darmkrebs um 25,7%
(altersstandardisierte Raten). So sank die Neuerkran- ab, die Sterblichkeit sank im Vergleichszeitraum um
kungsrate bei den Männern um 14,6% (auf 307,0 pro 28,7%.
100.000 der Bevölkerung), bei den Frauen um 15,5%
(auf 218,6 pro 100.000). Die absolute Zahl der Krebs- Bei den Männern ging die um den Altersstruktur-
neuerkrankungen nahm jedoch seit den 1990er-Jah- effekt bereinigte Neuerkrankungsrate der bösar-
ren tendenziell zu, eine Entwicklung, die auf die stei- tigen Lungentumore in den vergangenen zehn Jah-
gende Zahl älterer Menschen zurückzuführen ist. ren um 20,0% zurück. Auch die Sterberate an Lun-

Grafik 14: Krebsneuerkrankungen 2002 im europäischen Vergleich


Cancer incidence 2002 in the EU-15 countries
Männer Frauen

Griechenland 234,9 Griechenland 171,1

Finnland 264,1 Spanien 179,1

Irland 273,6 Portugal 191,1

Dänemark 277,2 Finnland 227,9

Schweden 277,5 Italien 231,7

Portugal 284,6 Irland 234,9

Ver. Königreich 286,6 Frankreich 237,2

Spanien 307,6 Österreich 238,1

Österreich 312,9 Belgien 245

Niederlande 314,6 Deutschland 248,9

Deutschland 317,7 Niederlande 251,4

Italien 321,3 Schweden 251,8

Luxemburg 339,2 Luxemburg 254,2

Frankreich 341,8 Ver. Königreich 260,8

Belgien 347,4 Dänemark 285,5

0 100 200 300 400 0 100 200 300 400


Erkrankungen pro 100.000 Erkrankungen pro 100.000

Q: IARC – International Agency for Research on Cancer, GLOBOCAN 2002. – Altersstandardisierte Neuerkrankungsraten: Als
Standardbevölkerung wurde die Welt-Standardbevölkerung (SEGI) verwendet.

45
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

genkrebs sank bei den Männern in den letzten zehn derzeit aktuelle publizierte Vergleich von Krebsneuerkran
Jahren (16,8%). Männer erkrankten allerdings noch kungen, -häufigkeiten und -sterblichkeit. Erstellt wurden
immer 2,5-mal häufiger an Lungenkrebs als Frauen. die Daten von der IARC, der Internationalen Agentur für
Dagegen stieg die Neuerkrankungsrate für Lungen- Krebsforschung im Rahmen der Datenbank GLOBOCAN
krebs seit 1997 bei den Frauen um 23,5%. Diesem 2002, welche Daten zu jeweils 27 Krebslokalisationen für
Trend folgte auch die Lungenkrebssterberate von alle Länder der Welt enthält.
Frauen, die sich in den letzten zehn Jahren um 20,2%
erhöhte. Dies ist im Zusammenhang mit dem zuneh- Prävalenz ausgewählter Krebslokalisationen
menden Tabakkonsum von Frauen zu sehen.
Zum Stichtag 31.12.2004 lebten in Österreich laut
Krebsneuerkrankungen im europäischen Krebsregister der Statistik Austria 265.593 Per-
Vergleich sonen mit Krebs. Das heißt, 3,6 von 100 Österrei-
Im Vergleich der altersstandardisierten Krebsneuerkran- cherinnen und Österreichern hatten eine vorange-
kungsraten der EU-15-Länder lagen die österreichischen gangene Krebsdiagnose und sind zum Stichtag am
Männer und Frauen im Jahr 2002 knapp über dem EU- Leben. Die größte von Krebs betroffene Personen-
Durchschnitt: Die Männer nahmen Rang neun, die Frauen gruppe ist jene mit der Diagnose Brustkrebs (48.832
Rang acht ein. Die höchsten Neuerkrankungsraten unter Personen), gefolgt von Prostatakrebs (38.409) und
den europäischen Männern wiesen die Belgier, Franzo- Darmkrebs (33.304). Insgesamt wurden im Öster-
sen und Luxemburger auf, unter den Frauen die Däninnen reichischen Krebsregister zwischen 1983 und 2004
sowie die Frauen aus dem Vereinigten Königreich und 769.560 Krebsfälle dokumentiert.
Luxemburg. Die niedrigsten Krebsneuerkrankungsraten
waren bei den griechischen Männern und Frauen zu beo- 55,4% der derzeit mit der Diagnose Brustkrebs leben-
bachten, gefolgt von Finnen und Iren bzw. von Spanie- den 48.832 Personen leben bereits länger als fünf
rinnen und Portugiesinnen. Bei den Frauen ist ein deut- Jahre mit dieser Diagnose. Im Detail liegt bei 21,9%
liches Nord-Süd- Gefälle zu erkennen – mit hohen Erkran- die Diagnose bis zu zwei Jahren zurück, bei 22,7%
kungsraten bei den Frauen aus den nördlichen Ländern drei bis fünf Jahre, bei 27,5% sechs bis zehn Jahre
und niedrigen bei den Südländerinnen. Bei den Männern und bei 27,9% länger als zehn Jahre. Bei Prostata-
ist das Bild uneinheitlich, beispielsweise wurden bei den krebs beträgt der Anteil der Personen, die länger als
italienischen Männern hohe, bei den finnischen Männern fünf Jahre seit der Diagnose überlebt haben, 36,8%,
hingegen niedrige Raten dokumentiert. bei Darmkrebs 52,5%. Am höchsten ist dieser Anteil
Dieser EU-Vergleich der Daten aus dem Jahr 2002 ist der‑ beim Gebärmutterkrebs mit 67,7%.

Grafik 15: Punktprävalenz zum 31.12.2004 nach ausgewählten Krebslokalisationen


Point prevalence at 31.12.2004 by selected cancer localisations

B.N. des Ösophagus C15 683

B.N. des Magens C16 6.404

B.N. des Darms C18-21 33.304

B.N. der Lunge C33-34 8.508

B.N. der Haut C43 11.753

B.N. der Brust C50 48.832

B.N. der Gebärmutter C53-55 19.191

B.N. der Prostata C61 38.409

B.N. der Harnblase C67 13.857

Blutbildendes System C81-C96 14.851

0 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 60.000

Q: STATISTIK AUSTRIA, Österreichisches Krebsregister (Stand 09.06.2009) und Todesursachenstatistik.

46
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 16: Krebsprävalenz am 31.12.2004 nach ausgewählten Lokalisationen und Diagnosezeitraum


Cancer prevalence at 31.21.2004 by selected cancer localisations and date of diagnosis

B.N. des Ösophagus C15 356 149 92 86

B.N. des Magens C16 1.570 1.089 1.450 2.297

B.N. des Darms C18-21 8.509 7.308 8.393 9.094

B.N. der Lunge C33-34 3.471 1.573 1.669 1.795

B.N. der Haut C43 2.508 2.281 3.118 3.846

B.N. der Brust C50 10.687 11.083 13.440 13.622

B.N. der Gebärmutter C53-55 3.019 3.183 4.354 8.635

B.N. der Prostata C61 12.457 11.819 10.287 3.846

B.N. der Harnblase C67 3.287 3.069 3.778 3.723

Blutbildendes System C81-C96 3.727 3.202 3.226 3.632

0 25 50 75 100
Prozent
0 bis 2 Jahre 3 bis 5 Jahre 6 bis 10 Jahre über 10 Jahre

Q: STATISTIK AUSTRIA, Österreichisches Krebsregister (Stand 09.06.2009) und Todesursachenstatistik.

Meldepflichtige übertragbare Krankheiten len und zu Verzerrungen führen können. Die vorlie-
genden Daten weisen auf einen deutlichen Anstieg
Die häufigsten angezeigten übertragbaren Krank- von Geschlechtskrankheiten, infektiöser Hepatitis
heiten waren 2008 bakterielle Lebensmittelvergif- und Scharlach hin. Die gemeldeten Fälle an infek-
tungen, gefolgt von Bissverletzungen durch wutver- tiöser Hepatitis sowie an Geschlechtskrankheiten
dächtige Tiere, Scharlach, infektiöse Hepatitis und (Gonorrhoe, Lues) haben sich von 1998 bis 2008
Geschlechtskrankheiten. mehr als verdoppelt, die Scharlachfälle sind um rund
50% gestiegen. Bei der ansteckenden Tuberkulose,
Bei Aussagen über die Veränderung der Häufigkeit Bissverletzungen durch wutverdächtige Tiere und
von übertragbaren Erkrankungen ist zu berücksich- bei AIDS ist ein Rückgang der gemeldeten Fälle zu
tigen, dass in den vorliegenden Zeitreihen bei ein- erkennen.
zelnen Erkrankungen Änderungen in der Melde-
praxis oder fehlende Meldungen eine Rolle spie- Die ersten AIDS-Fälle in Österreich sind Anfang der
1980er-Jahre aufgetreten. Die AIDS-Meldepflicht
Übersicht 7 besteht seit 1983, gemeldet werden müssen ledig-
Angezeigte Fälle übertragbarer Krankheiten 1998 und lich der Ausbruch der Erkrankung und der Todesfall,
2008 nicht aber eine Infektion mit HIV (so wie dies in vie-
Reported cases of communicable diseases 1998 and 2008
len anderen Ländern verpflichtend ist).
Veränderung
Krankheiten 1998 2008 1998 bis 2008
in %
In den 1990er-Jahren war AIDS eine der am mei-
sten gefürchteten Bedrohungen der öffentlichen
Bakterielle Lebensmittelvergiftung 9.996 8.164 -18,3
Bissverletzung durch
Gesundheit. Während dies auf die Länder der Drit-
wutverdächtige Tiere 3.880 2.320 -40,2 ten Welt noch immer zutrifft, ist in den letzten Jah-
Scharlach 1.791 2.681 49,7 ren in der westlichen Welt ein kontinuierlicher Rück-
Virale Lebensmittelvergiftung - 2.145 -
Infektiöse Hepatitis 918 1.963 113,8
gang beobachtbar. Im Jahr 2008 wurden in Öster-
Geschlechtskrankheiten reich 65 Erkrankungen an AIDS gemeldet, darunter
(Gonorrhoe, Lues) 585 1.372 134,5 50 Männer und 15 Frauen (Stand: 31. Juli 2009), 19
Ansteckende Tuberkulose 1.030 478 -53,6
Keuchhusten 113 183 61,9
Personen starben an AIDS. Im Zeitverlauf zeigt sich,
Bakterielle Meningitiden 151 121 -19,9 dass 1993 mit 236 Erkrankungsfällen ein Höchst-
AIDS 99 65 -34,3 stand erreicht wurde, 1994 ging die Zahl der Erkran-
Meningoenzephalitiden 25 84 236,0
kungen auf 171 zurück, 1995 war ein Anstieg auf
Q: BMG, Statistik der angezeigten Fälle übertragbarer Krankheiten. 209 Fälle zu verzeichnen.

47
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 17: AIDS-Erkrankungen und Sterbefälle seit 1985


AIDS-diseased and deaths since 1985
225

Erkrankungen Männer
200
Erkrankungen Frauen
Sterbefälle Männer
175 Sterbefälle Frauen

150

125

100

75

50

25

0
85

86

87

88

89

90

91

92

93

94

95

96

97

98

99

00

01

02

03

04

05

06

07

08
19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

19

20

20

20

20

20

20

20

20

20
Q: BMG - Bundesministerium für Gesundheit, Österreichische AIDS-Statistik (Stand 31.07.2009).

Unfälle im Straßenverkehr unglückten 51.200 Personen, darunter 50.521 Ver-


letzte und 679 Getötete. Damit ging im Jahr 2008
Im Jahr 2008 ereigneten sich auf Österreichs Stra- – nach einem ansteigenden Trend im Jahr davor –
ßen 39.173 Unfälle mit Personenschaden. Dabei ver- die Zahl der bei Straßenverkehrsunfällen Verletz-

Grafik 18: Unfälle im Straßenverkehr seit 2005


Road accidents since 2005

60.000 1.500
53.234

53.211

50.000 1.250
51.930

50.521

40.000 1.000
41.096
40.896

39.884

39.173

30.000 750
768
730
691 679

20.000 500

10.000 250
-4,7% -5,1% -1,7%

0 0
Unfälle Verletzte Getötete

2005 2006 2007 2008

Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik der Straßenverkehrsunfälle (Stand 25.03.2009).

48
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

ten um 5,1% und die der Getöteten um 1,7% zurück. Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten
Am wenigsten Verunglückte seit Einführung der bun-
desweit einheitlichen Unfallstatistik gab es im Jahr Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger
1996, nämlich 50.700. In den darauffolgenden Jah- registrierte im Jahr 2008 rund 153.000 Versicherungs-
ren stieg die Zahl der Verunglückten nahezu kontinu- fälle, die im Zusammenhang mit der Berufstätigkeit
ierlich auf fast 58.000 an, erst ab 2004 kam es zur standen, darunter 334 tödliche. Diese Fälle setzten
Trendwende. sich aus 151.000 Arbeitsunfällen (14.270 davon waren
Wegunfälle) und 1.870 Fällen von Berufskrankheiten
Rund drei Viertel der im Jahr 2008 Verunglückten zusammen (darunter 72 tödliche).
wurden leicht verletzt (75,2%), 13,2% schwer und
10,3% unbekannten Grades. Rund 70% der bei einem Sowohl die Zahl der anerkannten Arbeitsunfälle als
Unfall Getöteten starben sofort oder noch an der auch die der Berufskrankheiten ist zwischen 1990 und
Unfallstelle. 1998 um rund ein Drittel zurückgegangen und war
seither bis zum Jahr 2007 relativ stabil. Von 2007 bis
Im Bundesländervergleich erwies sich im Jahr 2008 zeigte sich jedoch bei den Arbeitsunfällen ein
2008 Oberösterreich als das Land mit dem größten Anstieg von 14,2%, bei den Berufskrankheiten von
Anteil bei einem Unfall im Straßenverkehr Verletz- 17,6%. Fast jeder dritte Arbeitsunfall im Jahr 2008
ter (780,1 pro 100.000 der Bevölkerung), gefolgt von war auf Sturz oder Fall zurückzuführen, jeder fünfte
Salzburg und Tirol. Niedrigste Verletztenraten hat- auf Unfälle mit Fahrzeugen oder Arbeitsmaschinen.
ten Wien (361,6) und das Burgenland (375,1). Insge- Weiters stand beinahe jeder zehnte Arbeitsunfall in
samt betrug die Verletztenrate 604,7 pro 100.000 der Zusammenhang mit Verletzungen durch scharfe und
Bevölkerung. spitze Gegenstände.

Unter den Verunglückten waren mehr als die Hälfte Während 77,4% der Arbeitsunfälle und 52,3% der
Pkw-Insassen (57,3%), 18,4% waren mit einem ein- Wegunfälle Männer betrafen, waren Männer von
spurigen Kraftfahrzeug unterwegs, 11,0% mit einem Berufskrankheiten noch wesentlich stärker betroffen
Fahrrad, 8,5% als Fußgänger, 2,3% mit einem Lkw, als Frauen. Von den 1.870 anerkannten Fällen von
die verbleibenden 2,5% waren sonstige Beteiligte. Berufskrankheiten betrafen nur 284 Frauen (15,2%).
Häufigste Berufskrankheit bei den Männern ist die
Mehr als die Hälfte der Verunglückten (56,0%) und durch Lärm verursachte Schwerhörigkeit (1.047 Fälle
drei Viertel der Getöteten (75,0%) waren Männer. Bei bzw. 66,0% aller Männer betreffenden Fälle). Bei den
den verunglückten Pkw-Insassen waren jeweils 50% Frauen sind Hauterkrankungen am häufigsten (127
Männer bzw. Frauen, bei den Lenkern von Lkw waren Fälle bzw. 44,7% aller Frauen betreffenden Fälle).
87,8% Männer, bei den Motorrädern 85,9%. Als Fuß- Bei beiden Geschlechtern steht durch allergisierende
gänger verunglückten mehr Frauen als Männer (Män- Stoffe verursachtes Asthma bronchiale an zwei-
neranteil: 46,8%), insbesondere im Alter ab 65 Jahren ter Stelle (104 Männer und 61 Frauen). Mehr als die
(Frauenanteil: 66,2%). Hälfte der Todesfälle infolge einer Berufskrankheit
(37 von 72 Fällen insgesamt) gehen auf Lungenkrebs
Die Altersverteilung der Verunfallten zeigt, dass durch Asbest zurück.
rund die Hälfte der Betroffenen unter 35 Jahre alt
war: Unter den Verunglückten waren 528 Klein-
kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren (1,0%), drei davon 2.4. Krankheitsfolgen
starben. Knapp ein Drittel der Verunglückten war
zwischen 15 und 24 Jahre alt (30,9%), 16,9% zwi- Krankenstände
schen 25 und 34 Jahre. Jeder elfte Verunglückte war
65 Jahre oder älter (9,3%). Von den tödlich Verun- In Österreich wurden im Jahr 2008 über 3,5 Mio. Kran-
glückten waren 35,1% zwischen 15 und 34 Jahre alt, kenstandsfälle verzeichnet (1,9  Mio. Fälle bei Män-
mehr als ein Viertel war 65 Jahre oder älter (25,3%). nern und 1,6  Mio. bei Frauen). Nachdem die Kran-
Die tödlich verunglückten Männer sind im Vergleich kenstandsfälle in Österreich zwischen 1999 und 2004
zu den Frauen etwas jünger. 37,7% der tödlich ver- deutlich gesunken sind, kam es seit 2005 zu einem
unglückten Männer waren zwischen 15 und 34 erneuten Wiederanstieg. Ebenso ist die durchschnitt-
Jahre alt, bei den Frauen war es mehr als ein Vier- liche Dauer der Krankenstände (Krankenstands-
tel (27,1%). Von den tödlich verunglückten Männern tage pro Erwerbstätigem) von 1999 bis 2006 auf
waren 21,0% 65 Jahre oder älter, von den tödlich 11,5 Tage gesunken, seit 2006 aber wieder auf 12,5
verunglückten Frauen waren es jedoch mehr als ein Tage pro Erwerbstätigem im Jahr 2008 angestiegen
Drittel (38,2%). (13,0 Tage bei den männlichen und 11,9 bei den weib-

49
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 19: Krankenstandsfälle und -tage seit 1998 nach Geschlecht


Cases and days of sick leaves since 1998 by sex

3.200 15,4 16
14,9
14,3 14,1
2.800 13,5 13,4 14
12,9 12,8 13,0
12,6
12,2

Krankenstandslage pro Erwerbstätigen


13,2 13,0
2.400 12,6 12
Krankenstandsfälle in 1.000

11,9 12,1 11,9


11,8
11,3 11,3 11,4
2.000 10,8 10

1.600 8

1.200 6

800 4

400 2

0 0
1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

Krankenstandsfälle-Männer Pro Erwerbstätigen Pro Erwerbstätigen


Krankenstandsfälle-Frauen entfallende Tage-Männer entfallende Tage-Frauen

Q: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

lichen Erwerbstätigen). Die häufigsten Ursachen für lettsystems die häufigste Ursache für Frühpensionie-
einen Krankenstandsfall waren 2008 Krankheiten der rungen waren, waren bei den Frauen die psychischen
Atmungsorgane (373,2 Fälle pro 1.000 Erwerbstäti- Erkrankungen am häufigsten.
gen), des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewe-
bes (160,4 Fälle pro 1.000 Erwerbstätigen) sowie Dar-
minfektionen (117,4 Fälle pro 1.000 Erwerbstätigen). Pflegebedarf und Pflegegeld

Das Thema Pflegevorsorge ist in den vergangenen


Invaliditätspensionen Jahren stark in der öffentlichen Aufmerksamkeit

Übersicht 8
Die Zahl der Pensionen aufgrund geminderter Erwerbs-
Invaliditätspensionen 1998 und 2008
fähigkeit bzw. dauernder Erwerbsunfähigkeit (Invalidi-
Disability pensions 1998 and 2008
tätspensionen) betrug Ende 2008 450.649, darunter
30.111 Neuzugänge. Etwa ein Viertel der Neuzugänge Stand und Neuzugänge an Pensionen
der geminderten Arbeitsfähigkeit bzw.
sind Personen, die jünger als 50 Jahre sind. Die Zahl der dauernden Erwerbsunfähigkeit
der Invaliditätspensionen ist von 1975 bis 1995 konti- Alter
Veränderung
nuierlich von 284.400 auf 397.571 gestiegen, dann bis 1998 2008 1998 bis 2008
2000 auf 377.370 gesunken und seither wieder stetig in %
gestiegen. Der Anstieg des Pensioniertenstandes von Stand - Insgesamt 382.468 450.649 17,8
1998 bis 2008 betrug 17,8%. Die Zahl der jährlichen Unter 50 Jahre 31.428 41.925 33,4
Neuzugänge hat sich in diesem Zeitraum verdoppelt. 50 - 59 Jahre 77.587 95.754 23,4
60 - 64 Jahre 63.938 96.953 51,6
65 Jahre und älter 209.515 216.017 3,1
Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems waren auch
Neuzugänge - Insgesamt 15.023 30.111 100,4
2008 wieder die häufigste Ursache für Neuzugänge Unter 50 Jahre 5.299 7.915 49,4
an Invaliditätspensionen (9.555 Fälle), gefolgt von psy- 50 - 59 Jahre 9.484 18.440 94,4
chischen Erkrankungen (8.982 Fälle) und Krankheiten 60 - 64 Jahre 219 3.677 1579,0
65 Jahre und älter 21 79 276,2
des Herz-Kreislauf-Systems (3.462 Fälle). Während
bei den Männern die Krankheiten des Muskel-Ske- Q: Hauptverband der Sozialversicherungsträger.

50
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 20: Probleme bei Basisaktivitäten des täglichen Lebens


Problems with basic activities in daily life
Männer Frauen

85 und mehr
80 bis 84
75 bis 79
70 bis 74
65 bis 69
60 bis 64
55 bis 59
50 bis 54
45 bis 49
40 bis 44
35 bis 39
30 bis 34
25 bis 29
20 bis 24
15 bis 19

70 60 50 40 30 20 10 0 0 10 20 30 40 50 60 70
in 1.000 in 1.000

Q: STATISTIK AUSTRIA, Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007.

Grafik 21: Betreuung älterer Menschen bei längerer


gestanden. Im Jahr 1993 wurde eine weitreichende Krankheit
Care for the elderly with long-term diseases
Reform der Pflegevorsorge mit dem Ziel durchgeführt,
für pflegebedürftige Menschen ein Angebot an Geld- 100
in Prozent

und Sachleistungen zu schaffen, das eine selbstän-


90
dige Lebensführung in guter Lebensqualität ermög-
licht. Durch die Pflegevorsorge-Vereinbarung wurde 80
zum einen der gesetzliche Anspruch auf ein abge-
stuftes und bedarfsorientiertes Bundes- und Landes- 70
pflegegeld gewährleistet, zum anderen wurden die 60
Länder verpflichtet, für einen dezentralen, flächen-
deckenden Ausbau der sozialen Dienste zu sorgen. 50
Weitere wichtige Maßnahmen waren Verbesserungen
40
der Situation pflegender Angehöriger sowie im Bereich
der 24-Stunden-Betreuung. 30

Pflegebedarf 20

10
Wie viele Personen in Österreich pflegebedürf-
tig sind, ist nicht genau bekannt. Laut der Österrei- 0
chischen Gesundheitsbefragung 2006/2007 der Sta- Männer 60+ Frauen 60+
tistik Austria haben 471.000 Menschen (174.000 Keine Betreuungsperson
Männer und 297.000 Frauen) Probleme bei Basis- Soziale Dienste, sonstige bezahlte Hilfe
aktivitäten des täglichen Lebens wie z.B. Essen, Freunde, Bekannte, Nachbarn
Waschen, Anziehen etc. Jeder vierte Mann bzw. Sonstige Verwandte
jede dritte Frau im Alter ab 75 Jahren hat Probleme (Schwieger-) Tochter
Ehegatte(in), Lebensgefährte(in)
bei zumindest einer der Aktivitäten des täglichen
Lebens. Q: STATISTIK AUSTRIA, Österr. Gesundheitsbefragung 2006/2007.

51
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Die Pflege bei akuter Krankheit bzw. Hilfs- und Pflege- Bundespflegegeld waren deutlich älter als jene, die
bedürftigkeit hängt stark von der individuellen Lebens- Landespflegegeld beziehen: Ende 2007 betrug der
situation ab. Rund 44.000 Personen haben keine aus- Anteil der über 60-Jährigen beim Bundespflegegeld
reichende Unterstützung, Frauen sind häufiger von 88,1%, beim Landespflegegeld aber lediglich 44,6%.
fehlender Pflege betroffen als Männer. Männer wer-
den hauptsächlich von ihren Gattinnen oder Lebens- Der Großteil der pflegebedürftigen Personen bezog
gefährtinnen gepflegt: Während drei Viertel der Män- Pflegegeld der unteren Stufen: Ende 2007 entfie-
ner von ihren Lebenspartnerinnen gepflegt werden, len auf die Stufen eins bis drei 72,0% beim Bundes-
werden Frauen nur in einem Drittel der Fälle von pflegegeld und 71,0% beim Landespflegegeld (1998:
ihrem Partner gepflegt. Bei den Frauen übernehmen 80,0% bzw. 71,6%). Der Geschlechterunterschied bei
häufiger Töchter oder sonstige Verwandte bzw. sozi- der Verteilung der Pflegegeldstufen war geringfügig.
ale Dienste die Pflege. Die Rolle der sozialen Dienste
bzw. sonstiger bezahlter Hilfsangebote ist aber gene- Der Pflegegeldbezug war lange Zeit von einer man-
rell als eher gering zu bezeichnen: Rund 9% der pfle- gelnden Valorisierung geprägt. Nachdem das 1993
gebdürftigen Männer und etwa 19% der Frauen grei- eingeführte Pflegegeld im Jahr 1994 (2,5%) und
fen darauf zurück. 1995 (2,8%) noch angehoben wurde, stagnierte es
im folgenden Jahrzehnt, die nächste Valorisierung
Pflegegeldbezug erfolgte erst wieder 2005 (2,0%). Ab 1. Jänner 2009
gab es eine neuerliche Valorisierung um 4,0% für die
Ende 2007 (aktuelle Daten) bezogen insgesamt rund Stufen eins und zwei, um 5,0% für die Stufen drei bis
413.500 Personen Pflegegeld auf Basis des Bundes- fünf, sowie um 6,0% für die Stufen sechs und sieben.
pflegegeldgesetzes (85%) oder der Pflegegeldge- Seither reichen die Pflegegeldstufen eins bis sieben
setze der Länder (15%), – das waren um 89.900 Per- von 154  € bis 1.656  €. Zugleich wurde die Einstu-
sonen (+28%) mehr als Ende 1998. fung von geistig oder psychisch schwer behinderten,
insbesondere von an Demenz erkrankten Personen
Der Frauenanteil beim Pflegegeldbezug betrug ins- und von schwer behinderten Kindern und Jugend-
gesamt mehr als zwei Drittel und war im Bereich des lichen verbessert. Der Rechtsanspruch auf Pflege-
Bundespflegegeldes etwas höher als beim Landes- geld ab der Geburt wurde bereits 2001 eingeführt.
pflegegeld. Der Frauenanteil wurde mit zunehmendem Bei der 24-Stunden-Betreuung wurde ab Ende 2008
Alter deutlich höher und betrug in der Altersgruppe ab die Förderung erhöht und die Vermögensgrenze
81 Jahren 78,6%. Bezieherinnen und Bezieher von gestrichen.

Übersicht 9
Pflegegeldbezug Ende 2007
Attendance allowance 2007

Landespflegegeld Bundespflegegeld Insgesamt

Frauen- Anteil ins-


Zu- Zu- Zu-
Männer Frauen Männer Frauen Männer Frauen anteil gesamt
sammen sammen sammen
in % in %

Insgesamt 62.411 21.577 40.834 351.057 113.948 237.109 413.468 135.525 277.943 67,2 100
Pflegegeldstufen
1 12.565 3.992 8.573 76.444 21.309 55.135 89.009 25.301 63.708 71,6 21,5
2 19.426 6.320 13.106 119.086 40.458 78.628 138.512 46.778 91.734 66,2 33,5
3 11.263 3.943 7.320 57.372 19.167 38.205 68.635 23.110 45.525 66,3 16,6
4 7.730 2.731 4.999 53.942 18.324 35.618 61.672 21.055 40.617 65,9 14,9
5 4.668 1.554 3.114 28.397 9.281 19.116 33.065 10.835 22.230 67,2 8,0
6 3.295 1.509 1.786 9.732 3.443 6.289 13.027 4.952 8.075 62,0 3,2
7 1.972 800 1.172 6.084 1.966 4.118 8.056 2.766 5.290 65,7 1,9
Sonstige 1.492 728 764 1.492 728 764 51,2 0,4
Altersgruppen
bis 20 Jahre 12.032 7.047 4.985 483 289 194 12.515 7.336 5.179 41,4 3,0
21 bis 40 Jahre 11.752 6.493 5.259 7.149 4.190 2.959 18.901 10.683 8.218 43,5 4,6
41 bis 60 Jahre 9.324 3.996 5.328 34.273 18.586 15.687 43.597 22.582 21.015 48,2 10,5
61 bis 80 Jahre 14.764 1.887 12.877 123.643 49.803 73.840 138.407 51.690 86.717 62,7 33,5
81 Jahre und älter 13.047 1.426 11.621 185.509 41.080 144.429 198.556 42.506 156.050 78,6 48,0
Anteil 61 Jahre
und älter in % 44,6 15,4 60,0 88,1 79,8 92,1 81,5 69,5 87,3 72,0 81,5

Q: STATISTIK AUSTRIA.

52
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 10
Bundes- und Landespflegegeld 1998 und 2007
Federal and federal states' attendance allowance 1998 and 2007

1998 2007 Veränderung 1998 bis 2007 in %

Zusammen Männer Frauen Zusammen Männer Frauen Zusammen Männer Frauen

Insgesamt 323.528 102.266 218.887 413.468 135.525 277.943 27,8 32,5 27,0
Bundespflegegeld 273.020 84.826 185.819 351.057 113.948 237.109 28,6 34,3 27,6
Landespflegegeld 50.508 17.440 33.068 62.411 21.577 40.834 23,6 23,7 23,5

Q: STATISTIK AUSTRIA.

Behinderung oder dauerhafte Behinderungen betroffenen Menschen wird in Öster-


Beeinträchtigung reich nicht erstellt. Amtliche Statistiken gibt es ledig-
lich über unterschiedliche Gruppen beeinträchtig-
Im vergangenen Jahrzehnt ist ein verstärktes Bemü- ter oder behinderter Menschen, die Sozialleistun-
hen um einen nicht diskriminierenden Umgang mit dem gen beziehen. Einzelne Personen können jedoch
Thema Behinderung erkennbar. Dazu gehört auch die mehreren dieser Gruppen angehören: Die insge-
Definition des Begriffs der Behinderung. Besonders im samt rund 1,2 Mio. Sozialleistungsbezüge, von denen
vergangenen Jahrzehnt ist eine Abkehr von einer rein rund die Hälfte Frauen betreffen, umfassen folgende
medizinisch bzw. gesundheitlich bestimmten Auffas- Leistungen bzw. Personengruppen: Invaliditätspen-
sung von Behinderung als physisches, geistiges oder sionen, Bundes- und Landespflegegeld, begünstigte
psychisches Defizit hin zu einem ganzheitlich orien- Behinderte nach dem Behinderten-Einstellungs-Ge-
tierten Verständnis zu erkennen. Im österreichischen setz, vorgemerkte Arbeitslose mit Behinderung laut
Behinderten-Einstellungs-Gesetz und im Bundes- Arbeitsmarktservice, Versehrtenrente der Unfallversi-
pflegegeld-Gesetz werden jene Personen als behin- cherung, erhöhte Familienbeihilfe nach dem Familien-
dert bezeichnet, die eine subjektiv wahrgenommene Lastenausgleichs-Gesetz, Beschädigte nach dem
starke Beeinträchtigung bei der Verrichtung täglicher Kriegsopferversorgungs-Gesetz, Beschädigte nach
Arbeiten haben, die mindestens schon sechs Monate dem Heeresversorgungs-Gesetz).
andauert.
Laut den Ergebnissen der EU-weiten jährlichen
Eine umfassende amtliche Statistik aller von län- „Erhebung zu den Einkommen und Lebensbedin-
ger dauernden schweren Beeinträchtigungen oder gungen“ (EU Statistics on Income and Living Condi-

Grafik 22: Dauerhafte Beeinträchtigungen nach Geschlecht


Long-term impairment by sex

Probleme mit Beweglichkeit/Mobilität 11,9


14,1
Probleme durch 7,9
andere Beeinträchtigungen 6,2

Probleme beim Sehen 3,4


4,3

Nervliche oder psychische Probleme 2,1


2,9

Probleme beim Hören 2,1


2,7

Geistige Probleme oder Lernprobleme 1,1


1 Männer
Frauen
Probleme beim Sprechen 0,8
0,7

Insgesamt 20,2
20,8

Mehrfache Beeinträchtigung 6,4


7,7

0 5 10 15 20 25
in % der Bevölkerung in Privathaushalten

Q: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus 4. Quartal 2007 - Zusatzfragen "Menschen mit Beeinträchtigungen".

53
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

tions – EU-SILC), die in Österreich von der Statistik Wohnbevölkerung in Privathaushalten als dauerhaft
Austria durchgeführt wird, beträgt die Zahl der Men- eingeschränkt bezeichnen, was annährend dem Wert
schen mit Behinderungen im engeren Sinn (länger als der EU-SILC-Ergebnisse entspricht. Häufigste dau-
sechs Monate beeinträchtigt) in Österreich 633.000 erhafte Beeinträchtigungen waren Probleme mit der
Personen bzw. 9% der Bevölkerung ab 16 Jahren. Beweglichkeit. Rund eine Million Menschen, das sind
Der Frauenanteil bei Menschen mit Behinderung im 13,0% der österreichischen Bevölkerung in Privat-
engeren Sinn beträgt 54%. Knapp zwei Drittel der haushalten, waren davon betroffen. 7,0% der Bevöl-
Frauen mit Behinderung – aber nur 38% der Männer kerung bzw. 580.000 Personen hatten mehr als eine
– sind 65 Jahre oder älter. Eine Behinderung im wei- Beeinträchtigung. Von Mehrfachbeeinträchtigungen
teren Sinn weisen rund eine Million Menschen auf. waren vorrangig ältere, allein lebende Frauen betrof-
Insgesamt weisen also rund 1,6 Mio. Menschen dau- fen. Weitere 7,0% der Bevölkerung hatten andere
erhafte Beeinträchtigungen unterschiedlichen Grades chronische Beeinträchtigungen. Mit rund 318.000
auf. Die EU-SILC-Erhebung ermöglicht umfassende Personen (3,9% der Bevölkerung) waren Probleme
Analysen der sozialen Situation von Haushalten mit mit dem Sehen am dritthäufigsten, gefolgt von neu-
Menschen mit Behinderung in Österreich. rologischen und psychischen Problemen sowie Pro-
blemen beim Hören (jeweils 2,5% bzw. rund 200.000
Eine vom Sozialministerium beauftragte Befragung Personen). Geistige Probleme oder Lernprobleme
der Statistik Austria zum Thema „Menschen mit betrafen 1,0% der Bevölkerung (rund 85.000 Per-
Beeinträchtigungen“ im Jahr 2007 verwendete eine sonen), Probleme beim Sprechen 0,8% (rund 63.000
Definition von Beeinträchtigung, die von leichten Seh- Personen). Dauerhafte Beeinträchtigungen traten für
beeinträchtigungen bis zu Fällen vollständiger Immo- beide Geschlechter am häufigsten im höheren Alter
bilität reichte. Die Befragung ergab, dass sich hoch- auf. Frauen im Alter von 60 Jahren und mehr waren
gerechnet 1,7  Mio. Menschen der österreichischen dabei generell stärker betroffen.

Weitere Informationen:

Sterblichkeit und Todesursachen

Statistik Austria (2008): Österreichischer Todesursachenatlas 1998/2004. Wien: Statistik Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken -
Index A-Z / Gesundheit / Publikationen.
Statistik Austria (2005): Standard-Dokumentation. Metainformationen (Definitionen, Erläuterungen, Methoden, Qualität) zur Statistik der Stan-
desfälle einschließlich Todesursachenstatistik. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Dokumentationen.
Leitner, Barbara (2009): Todesursachenstatistik 2007. Schwerpunktthema Obduktionen. Statistische Nachrichten 1/2009, S. 50-63.
Leitner, Barbara (2009): Todesursachenstatistik – Jahresergebnisse 2008. Statistische Nachrichten 9/2009, S. 764-771.

Selbst berichtete Erkrankungen


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Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Publikationen.
Statistik Austria (2009): Standard-Dokumentation. Metainformationen (Definitionen, Erläuterungen, Methoden, Qualität) zur Österreichischen
Gesundheitsbefragung 2006/2007. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Dokumentationen.
Klimont, Jeannette (2008): Die Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007: Ergebnisse zum Gesundheitszustand. Statistische Nach-
richten 1/2008, S. 30-40.

Krebs
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stiken - Index A-Z / Gesundheit / Publikationen.
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(Krebsregister). Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Dokumentationen.
Zielonke, Nadine (2009): Krebserkrankungen und Krebsrisiko in Österreich. Häufigkeit und Veränderungen zwischen 1983 und 2006. Stati-
stische Nachrichten 4/2009, S. 284-292.
Zielonke, Nadine (in Druck): Krebserkrankungen und Krebsrisiko in Österreich. Häufigkeit und Veränderungen zwischen 1983 und 2007. Stati-
stische Nachrichten 2010.
Zielonke, Nadine (in Druck): Schätzung der Krebsprävalenz auf Basis der Daten des Österreichischen Krebsregisters. Statistische Nachrich-
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Baldaszti, Erika; Zielonke, Nadine; Klimont, Jeannette (2009): Eurostat Pilot Project „Diagnosis-specific Morbidity Statistics - Austria“. Final re-
port 15 July 2009. Wien: Statistik Austria.
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IARC – International Agency for Research on Cancer (Schätzung von Inzidenz, Prävalenz und Sterblichkeit in der EU), http://www-dep.iarc.fr/
IARC-Datenbank http://www-dep.iarc.fr/globocan/database.htm
WHO – World Health Organization, Mortality database, http://www.who.int/whosis/mort/download/en/index.html

54
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Meldepflichtige übertragbare Krankheiten


BMG – Bundesministerium für Gesundheit. Online: http://www.bmg.gv.at / Verzeichnis Fachbereiche / Krankheiten / Übertragbare
Erkrankungen.

Unfälle im Straßenverkehr
Statistik Austria (2009): Standard-Dokumentation. Metainformationen (Definitionen, Erläuterungen, Methoden, Qualität) zur Statistik der Stra-
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Statistik Austria (2009): Straßenverkehrsunfälle 2008. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Verkehr / Straße / Unfälle mit Per-
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Pflegebedarf
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Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Publikationen.
Statistik Austria (2009): Standard-Dokumentation. Metainformationen (Definitionen, Erläuterungen, Methoden, Qualität) zur Österreichischen
Gesundheitsbefragung 2006/2007. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Dokumentationen.

Pflegegeldbezug
Statistik Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Soziales / Sozialleistungen auf Bundesebene, Sozialleistungen auf
Landesebene.
Pratscher, Kurt (2008): Sozialhilfe, Behindertenhilfe und Pflegegeld der Bundesländer im Jahr 2006 und in der Entwicklung seit 1996. Stati-
stische Nachrichten 7/2008, S. 598-611.
BMSK – Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz / Arbeitskreis für Pflegevorsorge (2008): Österreichischer Pflege-
vorsorgebericht 2007. Wien: BMSK. Online: http://www.bmsk.gv.at/cms/site/attachments/6/0/1/CH0099/CMS1219747620838/oesterr.
pflegevorsorgebericht_2007.pdf
BMASK, Homepage (Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz): Verzeichnis Fachpublikum / Pflege und Betreuung.
http://www.bmask.gv.at

Behinderung oder dauerhafte Beeinträchtigung


Statistik Austria (2009): Einkommen, Armut und Lebensbedingungen. Ergebnisse aus EU-SILC 2007 (Community Statistics on Income and Li-
ving Conditions). Online: http://www.statistik.at / Fragebögen / Private Haushalte.

Leitner, Barbara (2008): Menschen mit Beeinträchtigungen. Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzfragen im 4. Quartal 2007. Statistische Nach-
richten 12/2008, S. 1132-1141.
BMASK – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (2008): Behindertenbericht 2008. Bericht der Bundesregierung
über die Lage von Menschen mit Behinderungen in Österreich 2008. Wien: BMASK. Online: http://www.bmsk.gv.at/cms/site/attachments/9/5/7/
CH0009/CMS1241615670780/behindertenbericht_09-03-17.pdf

55
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

3. Gesundheitsverhalten, Gesundheitsrisiken

3.1. Gesundheitsbeeinflussender cher. Diese Entwicklung zeigt längerfristig negative


Lebensstil Auswirkungen: Sowohl die Neuerkrankungen als auch
die Sterblichkeit an Lungenkrebs steigen bei Frauen
Ein ungesunder Lebensstil – im Besonderen über- kontinuierlich an.
mäßiger Tabakkonsum, Fehlernährung und körper-
liche Inaktivität – gilt bei beiden Geschlechtern als
der wesentlichste vermeidbare Risikofaktor für Herz- Ernährung, Bewegung, Körpergewicht
Kreislauf-Erkrankungen, der häufigsten Todesur-
sache in Industrieländern. Der Lebensstil ist auch Extremes Übergewicht (Adipositas) ist häufig eine
Ansatzpunkt für Programme der Primärprävention Folge von Fehlernährung und körperlicher Inaktivi-
und Gesundheitsförderung. tät. Adipositas steht in engem Zusammenhang mit der
Entstehung von Erkrankungen wie z.B. Diabetes oder
Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Tabakkonsum
Ernährungsgewohnheiten sind stark vom Geschlecht
Übermäßiger Tabakkonsum wird als Mitverursa- abhängig: Frauen bevorzugen Mischkost mit viel
cher für eine Vielzahl von Erkrankungen gesehen, Obst und Gemüse, Männer hingegen Mischkost mit
im Besonderen von Krebs und Herz-Kreislauf-Er- viel Fleisch (Männer: 40%, Frauen: 14%). Mit zuneh-
krankungen. Rund ein Fünftel der Österreicherinnen mendem Alter nimmt der Fleischkonsum bei beiden
und mehr als ein Viertel der Österreicher im Alter ab Geschlechtern ab, während bei den Frauen die Vor-
15  Jahren rauchen täglich (Frauen: 19%, Männer: liebe für Obst und Gemüse relativ konstant bleibt.
28%). Insgesamt rauchen also weniger Frauen als
Männer, bei einer Betrachtung der unterschiedlichen Rund ein Fünftel der Österreicherinnen und Öster-
Altersgruppen zeigt sich jedoch besonders bei jün- reicher ist körperlich inaktiv, das heißt, die Personen
geren Frauen ein hoher Anteil an Raucherinnen (15 haben bei der Befragung angegeben, weniger als
bis 29 Jahre: Frauen 29%, Männer 32%). Die Ergeb- vier Stunden pro Woche leichte Aktivitäten wie z.
nisse unterschiedlicher Befragungen seit dem Jahr B. Spazierengehen oder Radfahren durchzuführen.
1972 zeigen einen kontinuierlich steigenden Anteil Frauen sind etwas häufiger körperlich inaktiv als Män-
an Raucherinnen und eine stetige Abnahme der Rau- ner, jedoch vor allem in der Altersgruppe von 15 bis

Grafik 23: Anteil der Raucherinnen und Raucher in der Bevölkerung ab 16 Jahren


Share of smokers in population aged 16 years or more

50
in Prozent

38,7
40
35,3 34,6

30,0
30 27,5

18,8 19,4
20 17,5

13,6

9,8
10
Männer
Frauen
0
1972 1979 1986 1997 2006/2007

Q: STATISTIK AUSTRIA, Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007.

56
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 11
Ausgewählte Aspekte des gesundheitsbeeinflussenden Lebensstils
Selected aspects of health related life style

Übergewicht 1) Adipositas 1)
Tägliche
Mischkost mit Körperlich
Altersgruppe Raucherinnen BMI 25 bis unter 30 BMI 30 und mehr
viel Fleisch inaktiv 2)
und Raucher
1999 2006/2007 1999 2006/2007

in Prozent
Männer
Zusammen 27 54 45 9 13 40 18
15-29 Jahre 32 42 24 4 6 53 15
30-44 Jahre 35 53 44 7 11 43 18
45-59 Jahre 28 60 52 13 17 40 20
60-74 Jahre 15 60 53 14 19 28 20
75 Jahre und älter 6 56 52 7 8 17 19
Frauen
Zusammen 19 22 30 9 13 14 22
15-29 Jahre 29 9 14 3 6 16 27
30-44 Jahre 25 16 23 6 9 16 21
45-59 Jahre 21 27 33 12 17 15 22
60-74 Jahre 9 32 41 16 21 11 21
75 Jahre und älter 2 27 41 8 15 9 21
Geschlechterproportion (Männer = 1)
Frauen 0,7 0,4 0,7 1 1 0,4 1,2
Veränderung 1999 bis 2006/2007 in Prozentpunkten
Männer -9 4
Frauen 8 4

Q: STATISTIK AUSTRIA, Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007.


1) Um einen Vergleich mit dem Mikrozensus-Programm „Fragen zur Gesundheit“ aus dem Jahr 1999 anstellen zu können, wurde in die BMI-Berechnung nur die Bevöl-
kerung im Alter ab 20 Jahren einbezogen. - 2) Frage nach körperlichen Aktivitäten während des letzten Jahres: Spaziergang, Radfahren oder andere leichte Aktivitäten
weniger als vier Stunden pro Woche.

29 Jahren, wo etwas mehr als ein Viertel der Frauen erwerbstätigen Frauen (41%) und mehr als die Hälfte
(27%), aber nur 15% der Männer körperlich inaktiv der Männer (55%) gaben an, unter physischen Bela-
sind. stungsfaktoren zu leiden, fast jede dritte Frau (30%)
und vier von zehn Männern (38%) klagten über psy-
Jeweils 13% der Österreicherinnen und Österrei- chisch belastende Faktoren.
cher sind extrem übergewichtig (adipös). Deutliche
Geschlechtsunterschiede zeigen sich hinsichtlich des Die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der
Übergewichts: Frauen sind deutlich seltener überge- Betroffenheit von physischen Belastungsfaktoren
wichtig (Frauen: 30%, Männer: 45%). Der Anteil der beruhen vor allem darauf, dass Männer zu einem
Adipösen ist bei beiden Geschlechtern in der Alters- wesentlich größeren Teil als Frauen in Industrie und
gruppe der 15- bis 29-Jährigen am geringsten und bei Gewerbe beschäftigt sind und hier oft unter körper-
den 60- bis 74-Jährigen am größten. lich beschwerlichen Bedingungen arbeiten. Unter
den physischen Belastungen sind vor allem Umwelt-
einflüsse wie Chemikalien, Staub, Rauch, Lärm oder
3.2. Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz Hitze/Kälte, aber auch schwere körperliche Anstren-
gungen wie das Hantieren mit schweren Lasten bzw.
Erwerbstätigkeit ist häufig mit physischen und/oder in schwierigen Körperhaltungen zu verstehen.
psychischen Belastungen verbunden. Dies zeigten die
Ergebnisse des Moduls „Arbeitsunfälle und arbeitsbe- Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen hin-
zogene Gesundheitsprobleme“ der Arbeitskräfteer- sichtlich der psychischen Belastungsfaktoren am
hebung 2007: Rund 2,4  Mio. Erwerbstätige (911.000 Arbeitsplatz sind zum überwiegenden Teil darauf
Frauen und 1.490.000 Männer) waren zum Befra- zurückzuführen, dass hoch qualifizierte und führende
gungszeitpunkt am Arbeitsplatz einer physischen Tätigkeiten, Tätigkeiten als Facharbeiter, Vorarbei-
und/oder psychischen Belastung ausgesetzt, was ter oder Meister in besonderem Maße von Zeitdruck
etwa 60% aller Erwerbstätigen entsprach. Frauen oder Überbeanspruchung begleitet sind – Tätigkeiten,
waren seltener als Männer von belastenden Arbeits- in denen häufiger Männer arbeiten. Insgesamt litten
bedingungen betroffen (51% bzw. 67%). Vier von zehn die Erwerbstätigen am häufigsten unter Zeitdruck bzw.

57
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 24: Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz
Health burden at the workplace

80
in Prozent

Männer
70 67,2
Frauen

60
55,0
50,9
50
40,5
40 37,9

29,5
30

20

10

0
mindestens eine Belastung mindestens eine mindestens eine
(physisch oder psychisch) physische Belastung psychische Belastung

Q: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung Ad-hoc-Modul 2007 „Arbeitsunfälle und arbeitsbezogene Gesundheitsprobleme“.

Überbeanspruchung, beinahe ein Drittel (30%) war in (etwa 130.000 Erwerbstätige) ein Problem, Gewalt bzw.
seiner Erwerbstätigkeit dieser psychischen Belastung die Androhung von Gewalt traten bei 1% der Erwerbs-
ausgesetzt. Belästigung oder Mobbing waren für 3% tätigen (immerhin beinahe 50.000 Personen) auf.

Weitere Informationen:

Gesundheitsbeeinflussender Lebensstil

Statistik Austria (2007): Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007. Hauptergebnisse und methodische Dokumentation. Wien: Statistik
Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Publikationen.
Statistik Austria (2009): Standard-Dokumentation. Metainformationen (Definitionen, Erläuterungen, Methoden, Qualität) zur Österreichischen
Gesundheitsbefragung 2006/2007. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Dokumentationen.
Klimont, Jeannette (2008): Die Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007: Ergebnisse zum Gesundheitsverhalten. Statistische Nach-
richten 2/2008, S. 135-145.

Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz

Statistik Austria (2009): Arbeitsunfälle und arbeitsbezogene Gesundheitsprobleme 2007. Wien: Statistik Austria. Online: http://www.statistik.at /
Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Dokumentationen.

58
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

4. Soziale Determinanten der Gesundheit

Gesundheitsbeeinflussende demogra- Hinsichtlich des extremen Übergewichts (Adiposi-


phische und sozioökonomische Faktoren tas) ist der Einfluss der sozialen Lage bei den Frauen
besonders deutlich erkennbar. Extremes Übergewicht
Es liegen zahlreiche Befunde vor, dass soziale Fak- ist bei den Frauen der untersten Bildungsstufe 2,6-mal
toren den gesundheitsbezogenen Lebensstil und die so häufig wie bei Akademikerinnen. Ebenso ist Adipo-
Gesundheit maßgeblich beeinflussen. Wesentliche sitas bei arbeitslosen Frauen 2,3-mal so häufig wie
Einflussfaktoren sind vor allem die Bildung, aber auch bei erwerbstätigen Frauen, bei Männern ist diesbe-
das Einkommen, die berufliche Tätigkeit, Arbeitslo- züglich kein Unterschied zu erkennen.
sigkeit oder ein Migrationshintergrund. Dieser sozi-
ale Gradient von Gesundheit und Krankheit zeigt bei Die in der Österreichischen Gesundheitsbefragung
Frauen und Männern unterschiedlich starke Auswir- 2006/2007 erhobenen sozioökonomischen Determi-
kungen. Im Rahmen der Österreichischen Gesund- nanten Bildung, Berufstätigkeit bzw. Arbeitslosigkeit
heitsbefragung 2006/2007 wurde deutlich, dass die und Migrationsstatus wurden in einer statistischen
sozialen Determinanten Bildung und Arbeitslosigkeit Analyse hinsichtlich ihres Einflusses auf unterschied-
das Gesundheitsverhalten stark beeinflussen: liche Gesundheitsfaktoren untersucht. Der Einfluss
jeder einzelnen Determinante auf tägliches Rauchen,
Frauen und Männer der niedrigsten Bildungsstufe Adipositas, Diabetes, Depressionen, Allergien und
rauchen häufiger täglich, und auch extremes Über- die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen
gewicht ist weiter verbreitet als bei den höchsten Bil- wurde unter Ausschluss der jeweils anderen Faktoren
dungsschichten. Männer der niedrigsten Bildungs- analysiert.
stufe rauchen doppelt so häufig wie Männer der höch-
sten (35,3% vs. 17,3%), bei Frauen ist dieser Bil- Es wurden Odds Ratios berechnet, die das Ausmaß
dungsunterschied etwas geringer (26,9% vs. 17,3%). der Erhöhung des Erkrankungsrisikos bzw. der Wahr-
Das heißt, Akademikerinnen rauchen gleich häu- scheinlichkeit des Auftretens bestimmter gesundheits-
fig wie Akademiker – aber doch deutlich weniger als beeinflussender Verhaltensweisen im Vergleich zu
Frauen der niedrigeren Bildungsstufen. Extrem hohe einer Referenzgruppe angeben. Beispielsweise ist die
Raucherquoten finden sich bei Frauen und Männern, Wahrscheinlichkeit, täglich zu rauchen, bei arbeits-
die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, wobei hier der losen Männern im Vergleich zu berufstätigen Män-
Unterschied zwischen den Geschlechtern gering ist nern um das 2,3-Fache erhöht. Auch ist das Risiko,
(Männer: 46,1%, Frauen: 44,0%). an Diabetes zu erkranken, ist bei Männern im Alter

Grafik 25: Einfluss der sozialen Lage auf den gesundheitsbeeinflussenden Lebensstil


Social determinants of health related lifestyle

Tägliche Raucher(innen) 2006/2007 Extremes Übergewicht (Adipositas) 2006/2007

27,3 12,8
Gesamt 13,4
19,4

35,3 13,3
Pflichtschule 18,6
26,9
33,0 13,1
Lehre/BMS 10,7
24,2
17,3 7,7
Höhere-/Hochschule 7,1
16,6
Männer Männer
Frauen Frauen

32,0 11,5
Erwerbstätig 9,3
26,1
46,1 11,5
Arbeitslos 21,8
44,0

55 50 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55
in Prozent in Prozent

Q: STATISTIK AUSTRIA, Sozio-demographische und sozio-ökonomische Determinanten der Gesundheit (2008; S. 39ff.)

59
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 12
Gesundheitsbeeinflussende demographische und sozioökonomische Faktoren
Health determining demographic and socioenconomic factors

Erkrankung bzw. Personengruppen mit erhöhtem Risiko bzw. erhöhter Verhaltenswahrscheinlichkeit im Vergleich
Gesundheitsverhalten zur jeweiligen Referenzgruppe (in Klammer Odds Ratios, die das Ausmaß der Erhöhung angeben)
(Auswahl)
Tägliches Rauchen Dauerhaft arbeitsunfähige Männer (2,3); arbeitslose Frauen (2,0); Männer mit einfachen manuellen
Tätigkeiten (2,0); Männer mit Lehre/BMS (2,0); Frauen mit Pflichtschulbildung (1,8); Landwirtinnen (0,2)
Adipositas 45- bis 59-jährige Männer (3,4); 45- bis 59-jährige Frauen (2,8); dauerhaft arbeitsunfähige Frauen (2,8);
arbeitslose Frauen (2,5); Frauen mit Pflichtschulbildung (1,7)
Diabetes Männer ab 75 Jahren (45,8); Frauen ab 75 Jahren (14,4); dauerhaft arbeitsunfähige Frauen (4,4);
arbeitslose Männer (2,4); Frauen mit einfacher manueller Tätigkeit (2,1); Migrantinnen (2,0)
Chronische Angst und Dauerhaft arbeitsunfähige Männer (23,2); dauerhaft arbeitsunfähige Frauen (8,1); 45- bis 59-jährige
Depression Frauen (3,9); 45- bis 59-jährige Männer (2,5); Pensionisten (9,9); Pensionistinnen (2,6); arbeitslose
Männer (5,9); arbeitslose Frauen (3,3)
Allergien Dauerhaft arbeitsunfähige Frauen (3,3); dauerhaft arbeitsunfähige Männer (3,1); Pensionisten (1,8);
arbeitslose Frauen (1,5); Männer ab 75 Jahren (0,3); Frauen ab 75 Jahren (0,5)
Mangelnder Impfschutz Migranten (4,7); Migrantinnen (3,6); haushaltsführende Männer (4,2); Frauen ab 75 Jahren (3,7);
Männer ab 75 Jahren (2,7); selbständig berufstätige Frauen (2,3)
Mangelnde Inanspruchnahme Männer mit einfacher manueller Tätigkeit (2,9); Landwirte (2,2); Frauen der niedrigsten
von Vorsorgeuntersuchungen Einkommensklasse (2,1); (aufgrund hoher Altersgrenzen einzelner Vorsorgeuntersuchungen keine
aussagekräftige Auswertung nach Alter möglich)
Positiver subjektiver (Referenzgruppen für alle Kategorien hier im umgekehrten Sinn)
Gesundheitszustand 15- bis 29-jährige Männer (7,2) (Referenz 75+); 15- bis 29-jährige Frauen (5,6) (Referenz 75+);
erwerbstätige Frauen (3,7) (Referenz arbeitslose Frauen); erwerbstätige Männer (2,6) (Referenz
arbeitslose Männer); Frauen mit höchster Schulbildung (1,9) (Referenz Pflichtschulbildung); Männer mit
höchster Schulbildung (1,8) (Referenz Pflichtschulbildung)
Q: STATISTIK AUSTRIA, Sozio-demographische und sozio-ökonomische Determinanten der Gesundheit.

ab 75  Jahren um das 45,8-Fache, bei gleichaltrigen Bei Frauen im Alter von 35 Jahren waren die Unter-
Frauen um das 14,4-Fache erhöht. schiede in der Lebenserwartung zwischen den Bil-
dungsschichten im Vergleich zu den Männern gerin-
Generell verdeutlichen die Ergebnisse, dass das ger, und ihre Lebenserwartung war deutlich höher als
Risiko zu erkranken und die Wahrscheinlichkeit die der Männer: 35-jährige Frauen mit Hochschul-
gesundheitsschädigenden Verhaltens multifaktorielle abschluss hatten noch 49,4 weitere Lebensjahre zu
Prozesse sind. Das in obiger Übersichtstabelle dar- erwarten, verglichen mit 46,6 Jahren für Frauen mit
gestellte Ranking gesundheitsbeeinflussender demo- Pflichtschulabschluss als höchstem Schulabschluss.
graphischer und sozioökonomischer Determinanten- 35-jährige Männer mit Hochschulabschluss hatten im
zeigt die Faktoren mit den höchsten Risikoausprä- Durchschnitt noch 46,4 Jahre zu leben, gleichaltrige
gungen im Vergleich zur jeweiligen Referenzgruppe Männer mit Pflichtschulabschluss 40,2 Jahre.
(Odds Ratios in Klammern).
Die sozialen Unterschiede hinsichtlich der Mortali-
tät haben sich in den 1980er- und 1990er-Jahren nur
Soziale Unterschiede in der Lebenserwar- wenig verändert. Neben den sozialen Unterschieden
tung und Sterblichkeit sind Sterblichkeit und Lebenserwartung auch starken
regionalen Einflüssen unterworfen. Detaillierte Infor-
Wie für vergleichbare Länder zeigte sich auch für Öster- mationen dazu liefert der Todesursachenatlas der
reich ein statistischer Zusammenhang zwischen der Statistik Austria.
Lebenserwartung und dem sozialen Status, gemessen
an der höchsten abgeschlossenen Schulbildung. Der
Vorsprung in der Lebenserwartung im Alter von 35 Jah- Frühgeburten und Säuglingssterblichkeit
ren der höchsten gegenüber der niedrigsten Bildungs- nach Bildung der Mutter seit 1985
stufe (Abschluss einer Hochschule bzw. der Pflicht-
schule) betrug bei den Männern im Jahr 2001/2002 6,2 Das Geburtsgewicht gibt einen wichtigen Hinweis
Jahre, bei den Frauen 2,8 Jahre. Der Vorsprung in der auf die Überlebenschancen eines Neugeborenen.
Lebenserwartung der 35-jährigen Frauen mit Hoch- Als frühgeboren (oder untergewichtig geboren) wird
schulabschluss gegenüber den gleichaltrigen Männern ein Neugeborenes mit einem Geburtsgewicht unter
mit Pflichtschulabschluss betrug sogar 9,2 Jahre. 2.500g bezeichnet, als stark untergewichtig bei einem

60
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 13
Lebendgeborene und Frühgeborene nach Bildung der Mutter seit 1985
Born alive and premature babies by education of mother since 1985

Frühgeborene
Lebendgeborene
unter 1500 g unter 2500 g

Höhere Höhere Höhere


Jahr Pflicht- Lehre, Schule, Insge- Pflicht- Lehre, Schule, Insge- Pflicht- Lehre, Schule,
Insge-
samt schule BMS Hoch- samt schule BMS Hoch- samt schule BMS Hoch-
absolut schule schule schule

in % (in % der Lebendgeborenen)

1985 87.440 31,0 53,3 15,7 0,8 1,0 0,7 0,8 5,0 6,6 5,5 5,3
1986 86.964 30,1 53,8 16,1 0,8 1,0 0,8 0,8 4,8 6,2 5,5 4,9
1987 86.503 29,8 53,7 16,5 0,8 1,0 0,7 0,8 4,9 6,7 5,4 5,0
1988 88.052 28,3 54,7 16,9 0,8 1,0 0,8 0,6 4,7 6,2 5,4 4,4
1989 88.759 27,7 55,2 17,1 0,8 0,9 0,8 0,6 4,8 6,7 5,5 4,5
1990 90.454 26,9 55,7 17,4 0,8 1,0 0,7 0,7 4,8 6,8 5,3 4,8
1991 94.629 26,9 55,9 17,2 0,8 1,0 0,7 0,6 4,6 6,3 5,2 4,6
1992 95.302 27,0 55,6 17,4 0,9 1,1 0,8 0,8 4,8 6,5 5,5 4,8
1993 95.227 26,7 55,7 17,6 0,8 0,9 0,8 0,6 4,7 6,1 5,4 4,7
1994 92.415 26,5 55,1 18,5 0,9 1,2 0,8 0,6 4,7 6,7 5,4 4,8
1995 88.669 25,4 55,2 19,4 1,0 1,2 0,9 0,9 4,8 6,3 5,8 5,0
1996 88.809 24,8 55,1 20,1 0,9 1,0 1,0 0,7 4,8 6,3 5,8 5,0
1997 84.045 24,7 54,5 20,9 1,0 1,2 1,0 0,9 5,0 6,9 6,0 4,9
1998 81.233 25,9 52,7 21,4 1,1 1,5 0,9 0,9 5,1 7,4 5,8 5,3
1999 78.138 22,6 53,7 23,7 1,1 1,5 1,0 0,9 5,4 7,5 6,4 5,7
2000 78.268 20,9 54,2 24,9 1,1 1,4 1,1 0,8 5,3 7,0 6,5 5,5
2001 75.458 21,0 53,4 25,6 1,1 1,4 1,1 0,9 5,5 7,4 6,8 5,6
2002 78.399 23,5 50,6 25,9 1,1 1,4 1,1 0,8 5,5 7,4 6,7 5,7
2003 76.944 23,8 49,6 26,6 1,2 1,5 1,2 0,8 5,9 8,0 7,1 6,2
2004 78.968 23,8 48,5 27,7 1,1 1,4 1,1 0,8 5,7 7,8 6,9 5,8
2005 78.190 23,3 47,6 29,1 1,1 1,4 1,1 0,8 5,8 7,5 7,0 6,0
2006 77.914 23,5 46,0 30,5 1,2 1,5 1,1 1,0 5,9 8,0 7,2 6,2
2007 76.250 23,9 45,1 31,0 1,2 1,4 1,2 0,9 6,1 7,9 7,4 6,5
2008 77.752 24,5 43,8 31,7 1,0 1,3 1,0 0,8 6,0 7,2 7,5 6,3

Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik des Bevölkerungsstandes.

Geburtsgewicht unter 1.500g. Der Anteil der Frühge- einer höheren Schule oder Hochschulabschluss bei
borenen ist in den letzten 20 Jahren etwas gestiegen. 6% – das bedeutet eine Steigerung um etwa einen
1985 kamen 5% aller Lebendgeborenen mit einem Prozentpunkt gegenüber 1985.
Geburtsgewicht unter 2.500g zur Welt, 2008 waren es
6% (absolut etwa 4.700 Lebendgeborene). Der Anteil Die höchste abgeschlossene Schulbildung hat einen
der Lebendgeborenen unter 1.500g lag 1985 bei 0,8% nicht unbedeutenden Einfluss auf die Überleben-
aller Lebendgeburten und liegt derzeit bei 1% (2008). schancen der Neugeborenen, wobei sich die Unter-
schiede gegenüber 1985 stark verringert haben. 1985
Es gibt einen Zusammenhang zwischen der höch- lag die Säuglingssterblichkeit bei 11,2‰, derzeit liegt
sten abgeschlossene Schulbildung der Mutter und sie bei 3,7‰. Eine überdurchschnittliche Sterblich-
dem Risiko einer Frühgeburt. Durch die bessere Aus- keit ist bei Müttern zu finden, die nur die Pflichtschule
bildung der Frauen haben heute 32% der Lebendge- besucht haben (1985: 13,3‰, 2008: 5,7‰). Am gün-
borenen eine Mutter, die eine höhere Schule bzw. ein stigsten entwickelte sich die Säuglingssterblichkeit bei
Hochschulstudium abgeschlossen hat, 1985 waren Frauen, die eine Lehre/BMS abgeschlossen haben
es nur 16%. Dagegen sind die Anteile der Mütter mit (von 10,7‰ in 1985 auf 2,8‰ in 2008). 1985 hatten
Pflichtschulabschluss bzw. Lehre/berufsbildender Frauen mit einer höheren Schule bzw. Hochschulab-
mittlerer Schule (BMS) zurückgegangen (von 31% auf schluss die geringste Säuglingssterblichkeit (8,7‰),
25% bzw. von 53% auf 44%). Der Anteil der Frühge- derzeit liegt sie bei 3,3‰.
borenen ist bei Frauen mit Lehre/BMS am höchsten
(8%), bei dieser Personengruppe kam es gegenüber Die Überlebenschancen der Frühgeborenen haben
1985 zu der größten Zunahme, nämlich um zwei Pro- sich innerhalb der letzten 20 Jahre deutlich verbes-
zentpunkte. Bei den Frauen mit Pflichtschulabschluss sert. 1985 starben etwa 10% der Neugeborenen unter
liegt der Frühgeborenenanteil bei 7%, bei Frauen mit 2.500 g, heute liegt der Anteil bei 3.5%. Auch für die

61
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 26: Frühgeborene, Sterblichkeit der Frühgeborenen und Säuglingssterblichkeit nach Schulbildung der Mutter
seit 1985
Premature babies, mortality of premature babies and infant mortality by education of mother since 1985
Sterblichkeit der Frühgeborenen
Frühgeborene (unter 2.500 g) (unter 2.500g)
9 120

8
100
7
in % der Lebendgeborenen

auf 1.000 Frühgeborene


6 80

5
60
4

3 40

2
20
1

0 0
85

88

91

94

97

00

03

06
08
08
85

88

91

94

97

00

03

06

19

19

19

19

19

20

20

20
20
20
19

19

19

19

19

20

20

20

Säuglingssterblichkeit
16

14

12 Pflichtschule
auf 1.000 Frühgeborene

Lehre, BMS
10 Höhere Schule,
Hochschule
8

0
85

88

91

94

97

00

03

06
08
19

19

19

19

19

20

20

20
20

Frühgeborene sind Lebendgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 2.500 Gramm (Definition entsprechend den WHO-Richtlinien).
Q: Statistik Austria, Statistik des Bevölkerungsstandes.

extrem untergewichtigen Neugeborenen hat sich die Frühgeborenen, so waren es im Jahr 2008 nur noch
Situation wesentlich verbessert: Verstarben 1985 2,3%. Frühgeborene, deren Mütter über eine Pflicht-
etwas weniger als die Hälfte dieser Babys (46%), schulausbildung als höchsten Schulabschluss verfü-
sind es heute etwa 17%. Die Entwicklung der Sterb- gen, haben ein höheres Risiko, im ersten Lebensjahr
lichkeit bei Frühgeborenen differiert mit der Bildungs- zu sterben: 1985 starben 10,3% dieser Babys, seit
stufe der Mutter. Zwar konnten bei allen Bildungsstu- 1999 schwankt dieser Prozentsatz zwischen 5% und
fen beträchtliche Rückgänge in der Sterblichkeit der 6%. Das Sterberisiko für Frühgeborene, deren Müt-
Frühgeborenen erzielt werden, aber das Ausmaß ter eine höhere Schule bzw. ein Hochschulstudium
des Sterblichkeitsrückgangs war bei den Müttern mit absolvierten, sank von 8,9% im Jahr 1985 auf 3,7%
Lehre/BMS am höchsten: Starben 1985 10,7% der im Jahr 2008.

62
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 14
Säuglingssterblichkeit und Sterblichkeit der Frühgeborenen nach Bildung der Mutter seit 1985
Infant mortality and mortality of premature babies by education of mother since 1985

Säuglingssterblichkeit (auf 1.000 Sterblichkeit der Frühgeborenen (auf 1.000 Frühgeborene)


Lebendgeborene) unter 1.500 g unter 2.500 g
Jahr Höhere Höhere Höhere
Insge- Pflicht- Lehre, Schule, Insge- Pflicht- Lehre, Schule, Insge- Pflicht- Lehre, Schule,
samt schule BMS Hoch- samt schule BMS Hoch- samt schule BMS Hoch-
schule schule schule

1985 11,2 13,3 10,7 8,7 456,3 446,5 481,0 401,9 102,6 102,5 106,6 89,2
1986 10,3 12,9 9,5 7,9 423,9 429,1 435,1 371,4 102,2 111,2 100,2 88,3
1987 9,8 13,7 8,3 7,9 415,8 441,3 393,8 423,4 95,1 113,2 80,7 101,7
1988 8,1 11,0 7,5 5,5 342,0 313,7 361,8 337,1 78,6 84,1 77,7 68,8
1989 8,3 10,5 7,8 6,5 350,2 355,3 347,1 351,6 78,6 78,0 79,4 76,7
1990 7,8 10,5 7,1 6,0 288,4 298,8 294,6 242,7 70,5 76,5 71,2 55,1
1991 7,5 10,4 6,7 5,4 333,8 395,3 296,1 318,7 74,8 93,7 67,8 60,3
1992 7,5 9,6 6,9 6,4 292,3 319,7 264,7 317,5 72,0 85,3 64,0 73,4
1993 6,5 8,7 6,0 4,5 273,1 246,8 291,6 259,3 64,3 68,6 65,8 50,3
1994 6,3 9,7 5,3 4,2 276,3 286,7 264,7 290,9 62,4 75,2 56,1 58,0
1995 5,4 8,3 4,5 4,4 216,4 256,6 184,1 240,0 50,7 72,9 39,0 52,6
1996 5,1 6,9 4,7 3,9 240,0 259,3 235,8 223,1 51,5 57,0 52,0 41,2
1997 4,7 6,0 4,5 3,9 191,8 204,8 177,6 213,3 44,2 49,6 40,0 48,6
1998 4,9 7,5 4,3 3,5 198,8 215,0 210,7 138,4 50,1 70,2 42,3 37,3
1999 4,4 7,5 3,8 2,7 158,2 204,5 130,8 153,8 38,4 58,8 31,1 31,3
2000 4,8 6,8 4,7 3,4 205,5 185,0 216,5 203,8 47,0 53,2 48,0 37,6
2001 4,8 6,2 4,8 3,8 226,3 238,3 224,9 215,1 46,2 52,0 44,9 43,2
2002 4,1 6,0 3,8 2,9 201,4 229,9 186,2 195,3 41,5 55,0 37,3 35,3
2003 4,5 6,5 4,2 3,2 195,9 240,9 183,5 157,9 40,8 52,5 38,2 32,8
2004 4,5 6,6 4,0 3,4 225,9 289,1 181,6 237,6 43,5 59,9 34,9 42,5
2005 4,2 6,5 3,8 3,0 208,6 271,7 176,0 191,5 40,7 57,4 34,7 35,4
2006 3,6 5,5 3,3 2,6 173,7 217,9 149,2 161,0 35,9 52,9 28,1 32,5
2007 3,7 6,0 2,7 3,2 176,9 253,8 132,2 165,9 34,8 55,7 25,5 30,7
2008 3,7 5,7 2,8 3,3 172,7 249,0 123,9 165,9 35,1 56,9 22,6 36,6

Q: STATISTIK AUSTRIA, Statistik des Bevölkerungsstandes.

Weitere Informationen:

Gesundheitsbeeinflussende demographische und sozioökonomische Faktoren

Statistik Austria (2008): Soziodemographische und sozioökonomische Determinanten von Gesundheit. Auswertungen der Daten aus der Ös-
terreichischen Gesundheitsbefragung 2006/2007. Wien: Statistik Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit /
Publikationen.

Soziale Unterschiede in der Lebenserwartung und Sterblichkeit

Klotz, Johannes (2007): Soziale Unterschiede in der Sterblichkeit. Bildungsspezifische Sterbetafeln 2001/2002. Statistische Nachrichten
4/2007. 296-311.
Klotz, Johannes (2007): Soziale Unterschiede in der todesursachenspezifischen Sterblichkeit 2001/2002. Statistische Nachrichten 11/2007.
1010-1022.
Statistik Austria (2008): Österreichischer Todesursachenatlas 1998/2004. Wien: Statistik Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken -
Index A-Z / Gesundheit / Publikationen.

63
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

5. Gesundheitsversorgung

5.1. Gesundheitsvorsorge und Früher- es zeigte sich jedoch eine Tendenz der Zunahme der
kennung von Krankheiten Inanspruchnahme durch Männer.

Zur Früherkennung von Krankheiten gibt es in Öster-


reich umfassende Vorsorgeprogramme, deren Inan- 5.2. Ambulante Versorgung
spruchnahme kostenlos ist, vor allem den Mutter-
Kind-Pass, das Impfkonzept, die Jugendlichenunter- Anders als im Bereich der Krankenanstalten gibt es für
suchungen (für berufstätige Jugendliche unter 18 Jah- die Dokumentation der Inanspruchnahme von ambu-
ren) und die allgemeine Vorsorgeuntersuchung (ab lanten Versorgungsangeboten in Österreich keine
18 Jahren). gesetzliche Basis. Als Informationsquelle gibt es hier
bislang lediglich die Abrechnungsdaten der Kranken-
kassen, die aufgrund der fehlenden Diagnosen-Co-
Vorsorgeuntersuchungen dierung für gesundheitsstatistische Analysen nicht
geeignet sind. An der Implementierung einer gesetz-
Die Vorsorgeuntersuchung wurde im Jahr 1974 ein- lichen Grundlage und eines Dokumentationssytems
geführt und bis zum Jahr 2005 in unveränderter im ambulanten Bereich arbeitet seit mehreren Jahren
Form durchgeführt, ab 2005 wurde die „Vorsorge- ein Projektlenkungsausschuss unter Beteiligung des
untersuchung neu“ gestartet. Neu sind dabei mehr Gesundheitsministeriums, der Bundesländer und der
Beratung hinsichtlich eines gesundheitsfördernden Sozialversicherungsträger.
Lebensstils, eine Erweiterung der Darmkrebsvor-
sorge (zusätzlich zum Hämoccult-Test wurde die
Koloskopie aufgenommen), vermehrte Aufmerk- Arztpraxen und ambulante
samkeit auf die Hör- und Sehleistung bei Menschen Versorgungsangebote
über 65 Jahren sowie die Einbeziehung von Paro­
dontalerkrankungen. Erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem sind die
Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin. Laut der
Die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen Österreichischen Gesundheitsbefragung 2006/2007
ist im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich gestie- der Statistik Austria haben 75,6% der Männer und
gen. Im Jahr 2008 wurden rund 987.700 Untersu- 81,8% der Frauen – hochgerechnet 5,5 Mio. Personen
chungen durchgeführt. Von 1998 bis 2008 betrug der – im Jahr vor der Befragung mindestens ein Mal eine
Zuwachs rund ein Drittel des Ausgangswertes. Die Ordination für Allgemeinmedizin aufgesucht. Sehr
Zunahme der Häufigkeit der durchgeführten Vorsorge- häufig werden auch gynäkologische Ordinationen
untersuchungen war in Wien besonders groß, wo sich in Anspruch genommen: Rund 83,6% der befragten
der Wert von 1998 bis 2008 nahezu verdoppelt hat. Frauen haben im vorangegangenen Jahr minde-
Frauen nahmen Vorsorgeuntersuchungen häufiger stens ein Mal einen Facharzt oder eine Fachärztin für
in Anspruch als Männer (Frauenanteil 2008: 58,7%), Gynäkologie konsultiert. Fachärztinnen und -ärzte für

Übersicht 15
Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen 1998 und 2008
Utilisation of preventive check ups 1998 and 2008

1998 2008 Veränderung 1998 bis 2008 in % Frauenanteil in %

Insgesamt Männer Frauen Insgesamt Männer Frauen Insgesamt Männer Frauen 1998 2008

Österreich 735.437 281.148 454.289 987.698 408.249 579.449 34,3 45,2 27,6 61,8 58,7
Burgenland 34.255 15.299 18.956 48.854 21.583 27.271 42,6 41,1 43,9 55,3 55,8
Kärnten 83.381 27.008 56.373 94.838 33.821 61.017 13,7 25,2 8,2 67,6 64,3
Niederösterreich 55.266 26.082 29.184 83.218 46.273 36.945 50,6 77,4 26,6 52,8 44,4
Oberösterreich 112.865 49.437 63.428 139.951 67.006 72.945 24,0 35,5 15,0 56,2 52,1
Salzburg 51.962 21.358 30.604 60.896 26.605 34.291 17,2 24,6 12,0 58,9 56,3
Steiermark 116.712 50.286 66.426 129.179 57.726 71.453 10,7 14,8 7,6 56,9 55,3
Tirol 116.165 32.067 84.098 162.518 49.154 113.364 39,9 53,3 34,8 72,4 69,8
Vorarlberg 72.744 16.676 56.068 81.302 21.949 59.353 11,8 31,6 5,9 77,1 73,0
Wien 92.087 42.935 49.152 186.942 84.132 102.810 103,0 96,0 109,2 53,4 55,0

Q: Hauptverband der Sozialversicherungsträger.

64
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 16
Inanspruchnahme von Arztpraxen und ambulanten Versorgungsangeboten
Utilisation of medical practices and ambulant health care

in % der Bevölkerung Geschlechter-


Personen
15 Jahre und älter proportion
Männer Frauen Männer Frauen (Männer = 1)

Allgemeinmedizin 2.545.600 2.964.500 75,6 81,8 1,2


Gynäkologie - 3.030.700 - 83,6 -
Zahnheilkunde 1.982.600 2.241.500 58,9 61,8 1,1
Augenheilkunde 778.000 1.083.900 23,1 29,9 1,4
Spitals-, Unfallambulanz 616.400 684.900 18,3 18,9 1,1
Interne Medizin 485.100 607.300 14,4 16,8 1,3
Dermatologie 416.300 572.600 12,4 15,8 1,4
OrthopädIn 332.700 454.300 9,9 12,5 1,4
Physiotherapie 290.600 435.700 8,6 12,0 1,5
HNO 331.500 385.000 9,8 10,6 1,2
Betriebsmedizin 246.800 123.900 7,3 3,4 0,5
Komplementäre Behandlungsmethoden 48.300 119.300 1,4 3,3 2,5
Psychotherapie 50.000 84.000 1,5 2,3 1,7
Homöopathie 39.500 127.800 1,2 3,5 3,2
Hauskrankenpflege 6.200 21.300 0,2 0,6 3,4

Q: STATISTIK AUSTRIA, Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007.

Zahnheilkunde sowie Augenärztinnen und -ärzte wer- mit hoher Patientenfrequenz, etwa bei Grippewellen,
den ebenfalls sehr häufig aufgesucht. kann es zu 620.000 Patientenkontakten kommen,
durchschnittlich werden 350.000 bis 580.000 Kon-
Eine Spitalsambulanz haben laut eigenen Anga- takte pro Tag bzw. rund acht Mio. Kontakte pro Monat
ben rund 19% der bei der Gesundheitsbefragung gezählt. Fachrichtungen mit insgesamt rund 3 Mio.
2006/2007 Befragten bzw. 333.000 Personen im Patientenkontakten jährlich sind Internisten und Auge-
vorangegangenen Jahr mindestens ein Mal aufge- närzte, mehr als zwei Mio. Patientenkontakte jährlich
sucht. Laut überregionaler Auswertung der Kosten- weisen Radiologen, Dermatologen, Kinderärzte und
rechnungsergebnisse der Fondsspitäler wurden Orthopäden auf.
im Jahr 2007 rund 7,1  Mio. Ambulanzfälle verzeich-
net, die zu 16,3  Mio. ambulanten Kontakten führten.
Hierdurch entstanden den Krankenanstaltenträgern Apotheken und Heilmittel
Kosten von 1,2  Mrd.  € (ohne Kosten für ambulante
Leistungen an stationären Patienten). Ende 2008 versorgten 1.233 öffentliche Apotheken
und 957 Hausapotheken die österreichische Bevölke-
In Österreich gab es im Jahr 2008 rund 15.700 Ärz- rung mit Heilmitteln.
tinnen und Ärzte mit Ordinationen (ohne Zahnärztinnen
und -ärzte), darunter 9.300 Facharzt- und 6.400 allge- Wie bereits im Jahr 2007 sind auch 2008 die Aus-
meinmedizinische Ordinationen. Rund 7.770 dieser nie- gaben der Krankenversicherungsträger für Heilmittel
dergelassenen Ärztinnen und Ärzte haben einen Kas- stark gestiegen – sie haben im Jahr 2008 für Heilmit-
senvertrag (darunter 3.700 Fachärztinnen und -ärzte). tel 3.037 Mio. € aufgewendet, das sind um 215 Mio. €
Im Jahr 2008 verzeichneten die Gebietskrankenkas- bzw. um 6,7% mehr als im Jahr davor. Der Hauptver-
sen 33 Mio. Behandlungsfälle mit 82,2 Mio. Arzt-Pati- band der Sozialversicherungsträger hat versucht, die-
entenkontakten. Die Kosten betrugen 1,9 Mrd. €. ser Entwicklung entgegenzuwirken, indem er durch
Vereinbarungen mit den pharmazeutischen Unter-
In Österreich sind rund 11.000 Ordinationen mit einem nehmen Preisreduktionen in der Höhe von 37,3 Mio. €
E-Card-Zugang ausgestattet, weiters rund 100 Kran- inkl. Umsatzsteuer erwirken konnte. Es wurde eine
kenanstalten und 70 Apotheken. Mehr als 98% der Absenkung der Umsatzsteuer auf Heilmittel von 20
Österreicherinnen und Österreicher sind krankenver- auf 10% ab dem Jahr 2009 beschlossen.
sichert, derzeit gibt es rund 8,5 Mio. aktive E-Cards
(Stand Juli 2009). Seit der flächendeckenden Einfüh- Verordnungsstärkste Gruppe von Heilmitteln waren im
rung der E-Card im zweiten Quartal 2005 wurden bis Jahr 2007 die blutdruckregulierenden Mittel, es wur-
Juli 2009 rund 420 Mio. Patientenkontakte verzeich- den 10,8 Mio. Verordnungen mit den Krankenkassen
net, allein im Jahr 2008 waren es 105 Mio. An Tagen abgerechnet. Sehr häufig wurden auch Mittel gegen

65
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 17 Ge­sund­heitswesens. Im Jahr 2007 wurden 10,1%


Verordnungen und Kosten von Heilmitteln seit 1998 des österreichischen Bruttoinlandsprodukts für Aus-
Prescriptions and costs of medical drugs since 1998 gaben im Bereich Gesundheit verwendet. Der Anteil
für stationäre Leistungen betrug 46% der Gesamt-
Heilmittel auf Kosten der Kranken-
versicherungsträger Jährliche Ausga- ausgaben im Gesundheitswesen bzw. 3,4% des BIP.
Jahr bensteigerung
Ausgaben in %
Diese Mittel verteilten sich auf 270 Krankenanstalten.
Verordnungen
in Mio. € Die Österreichischen Spitäler verfügten im Jahr 2007
1998 96.403.598 1.643 - über rund 127.500 Arbeitsplätze und sind somit der
1999 101.405.922 1.862 13,3 größte Anbieter von Gesundheitsleistungen im Land.
2000 101.432.457 1.968 5,7
2001 98.453.822 2.062 4,8
2002 99.129.812 2.196 6,5
2003 102.027.723 2.341 6,6 Betten in Krankenanstalten
2004 104.129.862 2.423 3,5
2005 103.614.379 2.463 1,7
2006 107.690.576 2.606 5,8
Österreich weist im Vergleich zum europäischen
2007 112.453.402 2.822 8,3 Durchschnitt mehr Krankenhausbetten und eine
2008 117.627.959 3.037 7,6 höhere Zahl an Spitalsaufenthalten auf. Auf gesund-
Veränderung
seit 1998 in % 16,6 84,8 -
heitspolitischer Ebene wurden bereits seit Mitte der
1980er-Jahre ein Abbau von Akutbetten und eine
Q: Hauptverband der Sozialversicherungsträger.
weitgehende Auslagerung der Gesundheitsversor-
gung in den ambulanten und extramuralen Bereich
Magen-Darm-Erkrankungen verschrieben (9,5  Mio. angestrebt. Die Zahl der Akutbetten ist seither auch
Verordnungen). Jeweils zwischen 6,5 und 5,3  Mio. tatsächlich kontinuierlich gesunken und die Dauer
Verordnungen erfolgten für Psychoanaleptika (psy- von Krankenhausaufenthalten hat abgenommen, die
chisch stimulierende Mittel), Antibiotika, Herz-Kreis- Zahl der Spitalsaufenthalte ist jedoch gestiegen. In
lauf-Mittel (Betablocker) und entzündungshemmende jüngster Zeit ist allerdings in den landesgesundheits-
bzw. antirheumatische Mittel. fondsfinanzierten Krankenhäusern, die den Großteil
des Akutbereichs repräsentieren, die Bettenzahl nach
langjährigen Rückgängen im Jahr 2007 erstmals wie-
5.3. Stationäre Versorgung der geringfügig angestiegen. Der Großteil des seit
2003 insgesamt wachsenden Bettenangebots ist aber
Die stationäre Versorgung ist in Österreich seit jeher vor allem auf die Bettenzunahmen im Bereich der
einer der größten und wichtigsten Sektoren des nicht landesgesundheitsfondsfinanzierten Kranken-

Grafik 27: Verordnungsstärkste therapeutische Untergruppen bei Heilmittelverordnungen 2007


Most common therapeutical subgroups of medical drug prescriptions 2007

C09 Blutdruckregulierende Mittel (Renin-Angiotensin-System) 10,8

A02 Mittel bei säurebedingten (Magen-Darm-) Erkrankungen 9,5

N06 Psychoanaleptika (psychisch stimulierende Mittel) 6,5

J01 Antibiotika zur systemischen Anwendung 5,7

C07 Beta-Blocker (Herz-Kreislauf-Mittel) 5,7

M01 Antiphlogisitika (entzündungshemmende Mittel) und Antirheumatika 5,3

C10 Lipid (Blutfette) senkende Mittel 4,3

N05 Psycholeptika (psychisch hemmende Mittel) 4,0

R03 Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen 3,9

A10 Antidiabetika 3,5

0 2 4 6 8 10 12
Verordnungen in Mio.
Q: Hauptverband der Sozialversicherungsträger (Stand 2007).

66
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 18 Stationäre Aufenthalte


Stationäre Versorgung 1998 und 2007
Inpatient hospital care 1998 and 2007 Vom Beginn der elektronischen Aufzeichnung von
Spitalsentlassungs-Daten im Jahr 1989 bis zum
Verände-
rung 1998 aktuellen Berichtsjahr 2007 ist ein kontinuierlicher
1998 20071)
bis 2007 Anstieg der Zahl der Spitalsentlassungen zu ver-
in %
zeichnen. Im Jahr 2007 wurden rund 2,2 Mio. Spital-
Krankenanstalten 285 270 -5,3 sentlassungen aus Akut-Krankenanstalten (ohne die
darunter: Akutkrankenan-
stalten 201 186 -7,5 Null-Tages-Aufenthalte) dokumentiert, das bedeutet
Aufgestellte Betten einen Anstieg der Entlassungen von 1998 bis 2007
Anzahl 65.373 64.267 -1,7 um 15%. Zugleich sank die Zahl der Aufenthaltstage
je 100.000 Einwohner 819,5 770,9 -5,9 um 5% (2007: rund 14,8 Mio. Tage), die Aufenthalts-
Spitalsentlassungen tage pro Kopf fielen ebenfalls um 5% von 1,9 auf 1,8
Alle Krankenanstalten2)
Entlassungen 2.236.122 2.741.715 22,6
Tage, und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ver-
Entlassungen je 100.000 minderte sich von 8,2 auf 6,8 Tage, also um 17%. Die
Einwohner 28.032,90 32.887,90 17,3 Zahl der Null-Tages-Aufenthalte stieg seit 1989 auf
Null-Tages-Aufenthalte 214.762 417.957 94,6
Akut-Krankenanstalten3)
das 5,7-Fache (2007 rund 418.000). Ein überpropor-
Entlassungen 1.888.522 2.167.647 14,8 tional hoher Anteil an Null-Tages-Aufenthalten geht
Entlassungen je 100.000 auf Entlassungsfälle mit der Diagnose Krebs zurück.
Einwohner 23.675,20 26.001,70 9,8
Aufenthaltstage3) 15.521.672 14.786.107 -4,7 Die Null-Tages-Aufenthalte bei Krebs stiegen zwi-
Aufenthaltstage pro Kopf 1,9 1,8 -5,3 schen 1989 und 2007 von rund 14.300 auf 144.100,
Durchschnittliche Aufent- also auf das 10‑Fache.
haltsdauer in Tagen3) 8,2 6,8 -17,1

Q: BMG - Bundesministerium für Gesundheit, Krankenanstaltenstatistik; STA-


TISTIK AUSTRIA, Spitalsentlassungs-Statisitk. - 1) Für die Spitalsentlassungs- Häufigste Entlassungsdiagnosen bei Männern und
Statistik sind keine aktuelleren Zahlen verfügbar. – 2) Bezogen auf alle Kran- Frauen waren im Berichtsjahr 2007 Krankheiten des
kenanstalten und Personen mit Wohnsitz innerhalb oder außerhalb Österreichs;
Null-Tages-Aufenthalte inkludiert. – 3) Bezogen auf Akutkrankenanstalten und Kreislaufsystems, gefolgt von Verletzungen und Ver-
Personen mit Wohnsitz Österreich; Null-Tages-Aufenthalte exkludiert.
giftungen bei den Männern sowie von Krankheiten
des Muskel-Skelett-Systems bei den Frauen. Krebser-
häuser aufgrund des Auf- und Ausbaus von Rehabili- krankungen standen bei beiden Geschlechtern hin-
tationseinrichtungen zurückzuführen. sichtlich der Häufigkeit von Spitalsentlassungen an

Grafik 28: Spitalsentlassungen und Aufenthaltstage seit 1989


Hospital discharges and days of hospital stay since 1989
360 2.500
Entlassungen mit 0-Tages-Aufenthalten
340 Entlassungen ohne 0-Tages-Aufenthalte 2.400
Aufenthaltstage ohne 0-Tages-Aufenthalte
320 2.300
Aufenthaltstage je 1.000

300 2.200
Entlassungen je 1.000

280 2.100

260 2.000

240 1.900

220 1.800

200 1.700

180 1.600
89

90

91

92

93

94

95

96

97

98

99

00

01

02

03

04

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07
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20

Q: STATISTIK AUSTRIA, Spitalsentalssungsstatistik; Entlassungen aus Akut-Krankenanstalten, Personen mit Wohnsitz Österreich.

67
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 29: Spitalsentlassungen und Aufenthaltstage pro Kopf 2007 nach Diagnosen und Geschlecht
Hospital discharges and days of hospital stay per capita by diagnoses and sex

0.4 40

0.4 Männer - Aufenthaltstage pro Kopf


Frauen - Aufenthalstage pro Kopf
0.3 Männer - Entlassungen auf 1.000 30
Frauen - Entlassungen auf 1.000
Aufenthaltstage pro Kopf

Entlassungen je 1.000
0.3

0.2 20

0.2

0.1 10

0.1

0 0
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Q: STATISTIK AUSTRIA, Spitalsentlassungsstatistik. – Entlassungen aus Akut-Krankenanstalten ohne Null-Tages-Aufenthalte, Personen mit
Wohnsitz Österreich.

Grafik 30: Spitalsentlassungen und Aufenthaltstage pro Kopf 2007 nach Altersgruppen


Hospital discharges and days of hospital stay per capita by age groups and sex
12 1.200

10 Männer - Aufenthaltstage pro Kopf 1.000


Frauen - Aufenthaltstage pro Kopf
Aufenthaltstage pro Kopf

Männer - Enlassungen auf 1.000


Entlassungen je 1.000

8 Frauen - Enlassungen auf 1.000 800

6 600

4 400

2 200

0 0
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10 Ja

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55 Ja

60 Ja

65 Ja

70 Ja

75 Ja

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85 Ja

90 Ja

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0-

5-

Q: STATISTIK AUSTRIA, Spitalsentlassungsstatistik. - Entlassungen aus Akut-Krankenanstalten ohne Null-Tages-Aufenthalte,


Personen mit Wohnsitz Österreich.

68
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

dritter Stelle. Krankheiten des Kreislaufsystems und im Jahr 2007 die Entlassungsrate der Frauen zwar
des Muskel-Skelett-Systems waren nicht nur die häu- um 16% höher als jene der Männer, lag aber ledig-
figsten Entlassungsdiagnosen, sie verzeichneten im lich in der Altersgruppe von 15 bis unter 50 Jahren
Jahr 2007 mit 7,9 bzw. 7,5 Tagen auch die zweit- bzw. über jener der Männer, ansonsten war die Rate der
drittlängste durchschnittliche Aufenthaltsdauer. Nur Männer höher, wobei die Geschlechterdifferenz mit
psychische und Verhaltensstörungen wiesen eine dem Alter zunahm. Frauen im reproduktiven Alter (20
höhere, extrem lange durchschnittliche Aufenthalts- bis 44 Jahre) sind zwar häufiger, aber durchschnitt-
dauer von 16,1 Tagen auf. lich kürzer im Spital als gleichaltrige Männer. Ab dem
Alter von 50 Jahren hingegen kehrt sich dieser Trend
Spitalsentlassungen sind stark von Alter und um: Frauen sind deutlich seltener und ab 70 Jahren
Geschlecht abhängig: Sowohl die Entlassungsrate auch länger im Spital, weiters fallen ab einem Alter
(Spitalsentlassungen pro 1.000 der Bevölkerung glei- von 50 Jahren bei den Frauen weniger Aufenthalts-
chen Alters und Geschlechts) als auch die Aufenthalts- tage pro Kopf an als bei den Männern.
tage pro Kopf und die durchschnittliche Aufenthalts-
dauer steigen mit dem Alter stark an und gehen bei den
Hochbetagten ab 95 Jahren dann wieder leicht zurück. Medizinische Einzelleistungen

Auch die Geschlechtsunterschiede sind erheblich und Im Rahmen der stationären Aufenthalte wurden
variieren je nach Altersgruppe. Beispielsweise war im Jahr 2007 in allen österreichischen Krankenan-

Grafik 31: Medizinische Leistungen in Krankenanstalten 2007


Medical procedures used in hospitals 2007

Computertomographie, CT-Angiographie (pro Körperregion) 355,25


345,16
Physiotherapie (pro Patient und Aufenthalt) 189,79
282,87
Strahlentherapie / Konformationsbestrahlung (jedes Feld pro Sitzung) 121,38
86,59
Magnetresonanztomographie (pro Körperregion) 81,13
91,99
Chemotherapieschemata Erwachsene 62,51
69,21
Komplexe psychiatrische Therapie (pro Belagstag) 50,85
76,09
Respiratortherapie - mechanische Beatmung (pro Tag) 51,47
32,47
Tagesklinische Behandlung in der Psychiatrie (pro Tag) 37,16
46,37
Ergotherapie (pro Patient und Aufenthalt) 34,67
46,78 Männer
Sonstige Operation der Haut, Hautanhangsgebilde 38,96
31,69 Frauen
Extrakapsuläre Kataraktoperation (pro Auge) 24,6
38,29
Therapie psychiatrisch Schwerstkranker (pro Tag) 29,89
32,96
Linear- und Kreisbeschleunigerbehandlung (jedes Feld pro Sitzung) 24,04
27,95
Aorto-, Arteriographie inkl. Hirnarterien (pro Versorgungsgebiet) 30,74
21,14
Koronarangiographie 32,98
18,25
Entbindung 0
48,85
Arthroskopische Operation - Kniegelenk 26,29
21,44
Curettage, Konisation, Cerclage, sonstige Eingriffe an der Cervix uteri 0
41,78
Chronische Hämodialyse, Hämodiafiltration (pro Dialyse) 24,3
16,94
Bestrahltes Erythrozytenkonzentrat (pro Beutel) 21,18
17,57

0 100 200 300 400


dokumentierte Leistungen in 1.000

Q: STATISTIK AUSTRIA, Spitalsentlassungsstatistik. – Die Zahlen umfassen jede einzelne dokumentierte Leistung, auch wenn pro
Spitalsaufenthalt die gleiche Leistung mehrfach dokumentiert wurde.

69
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

stalten insgesamt 4.405.882 medizinische Einzellei- desstatistik, diese Zahlen entstammen einer Daten-
stungen dokumentiert. Dabei wurden alle erbrachten bank des Sozialministeriums für Betroffene und Ange-
Leistungen gezählt, auch wenn dieselbe Leistung hörige (www.infoservice.bmask.gv.at). Die darin ent-
während eines Aufenthalts mehrfach erbracht wurde. haltenen Daten beruhen auf Selbstauskunft der Heim-
Etwas mehr als ein Viertel der medizinischen Einzel- verwaltungen. Ebenso gibt es keine bundesweite Sta-
leistungen waren operative Leistungen (3.244.563 tistik zu den Beschäftigten im Alten- und Behinder-
bzw. 26,4%). Frauen wiesen mit 29,1% einen höheren tenbereich. Eine Schätzung des Sozialministeriums
Anteil an operativen Leistungen auf als Männer benennt rund 75.000 Beschäftigte (Stand Ende 2006).
(23,4%).

Von 2006 auf 2007 haben die medizinischen 5.4. Personal im Gesundheitswesen
Leistungen insgesamt um 2,6% zugenommen, wobei
die nichtoperativen Leistungen um 3,4%, die opera- Die Zahl des im Gesundheitswesen tätigen Perso-
tiven hingegen nur um 0,5% gestiegen sind. nals ist in den vergangenen Jahrzehnten vor allem
in den Krankenanstalten kontinuierlich gestiegen.
Die im Jahr 2007 mit Abstand am häufigsten doku- Größte Personalgruppe in den Krankenanstalten sind
mentierte medizinische Einzelleistung war die Com- die diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger,
putertomographie (15,9% aller dokumentierten derzeit sind knapp 53.000 Personen in diesem Beruf
Leistungen), sehr häufig wurden auch Physiothera- beschäftigt, um 23,5% mehr als noch vor zehn Jah-
pien dokumentiert (10,7%). Strahlentherapie (4,7%), ren. Die Zahl der Pflegehelfer ist jedoch von rund
Magnetresonanztomographie (3,9%) und Chemothe- 16.800 auf 13.800 zurückgegangen. Der Frauenanteil
rapie (3,0%) sind weitere häufig dokumentierte medi- im Bereich der diplomierten Gesundheits- und Krank-
zinische Leistungen. Auch die komplexe psychiat- heitspflege beträgt 86,6%, den höchsten Männer-
rische Therapie (2,9%), die tagesklinische Behand- anteil gibt es im Bereich der psychiatrischen Pflege
lung in der Psychiatrie (1,9%) und die Therapie psy- (43,8%). Den stärksten Zuwachs in den Krankenan-
chiatrisch Schwerstkranker (1,4%) zählen aufgrund stalten hatte im vergangenen Jahrzehnt der Ärzte-
der oft langen Belagsdauer psychiatrischer Behand- stand zu verzeichnen, nämlich um 29,3% von rund
lungen (dokumentiert werden hier die Belagstage) zu 16.300 auf 21.100 Personen.
den häufigsten medizinischen Leistungen.
Hinsichtlich der Studienanfänger der Medizin gab es
im Studienjahr 2006/2007 aufgrund der Einführung
Wohn- und Pflegeheime von Zugangsbeschränkungen und Aufnahmeverfah-
ren einen starken Rückgang, 2007/2008 wieder einen
Im Jahr 2008 gab in es Österreich rund 820 Wohn- Anstieg (Studienjahr 2005/2006: 3.160, 2006/2007:
und Pflegeheime mit rund 72.600 Wohn- und Pflege- 931, 2007/2008: 1.066). Im Zehn-Jahres-Vergleich ist
plätzen. Da die Alten- und Behindertenbetreuung in die Zahl der Studienanfänger der Medizin um 49,7%,
Österreich Ländersache ist, gibt es dazu keine Bun- die Zahl der Studierenden um 21,1% gesunken; den-

Übersicht 19
Wohn- und Pflegeheime/-plätze 2008
Beds in residential and old-age care homes 2008

Wohn- und Pflegeheime Wohn- und Pflegeplätze


Bundesland
insgesamt öffentlich privat konfessionell insgesamt öffentlich privat konfessionell

Österreich 817 390 353 74 72.602 35.596 30.932 6.074


Burgenland 34 5 25 4 1.877 460 1.059 358
Kärnten 62 27 32 3 4.443 1.700 2.453 290
Niederösterreich 110 59 39 12 11.493 7.157 3.312 1.024
Oberösterreich 125 95 13 17 12.102 9.949 757 1.396
Salzburg 79 63 15 1 5.836 4.283 1.418 135
Steiermark 191 40 136 15 10.661 3.914 5.993 754
Tirol 76 61 11 4 4.875 3.860 648 367
Vorarlberg 58 31 22 5 2.465 1.114 1.087 264
Wien 82 9 60 13 18.850 3.159 14.205 1.486

Q: BMASK - Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, http://www.infoservice.bmask.gv.at


Stand: Oktober 2008

70
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Übersicht 20
Personal im Gesundheitswesen 1998 und 2008
Health care staff 1998 and 2008

Veränderung 1998 bis 2008


1998 2008 Frauenanteil in %
in %

Insge- Insge- Insge-


Männer Frauen Männer Frauen Männer Frauen 1998 2008
samt samt samt

Studenten an den Medizinischen Universitäten


Studienanfänger, -innen 2.121 745 1.376 1.066 558 508 -49,7 -25,1 -63,1 64,9 47,7
Studierende 19.989 8.811 11.178 15.765 7.071 8.694 -21,1 -19,7 -22,2 55,9 55,1
Absolventen, -innen 1.271 590 681 1.976 759 1.217 55,5 28,6 78,7 53,6 61,6
Berufsausübenden Ärzte,
-innen1) 33.587 21.754 11.833 38.313 21.894 16.419 14,1 0,6 38,8 35,2 42,9
darunter:
Allgemeinmediziner, -innen 10.867 6.565 4.302 12.735 6.314 6.421 17,2 -3,8 49,3 39,6 50,4
Facharzt, -ärztin 13.549 10.159 3.390 18.832 12.893 5.939 39,0 26,9 75,2 25,0 31,5
Ärzte, -innen in Kranken-
anstalten 16.317 - - 21.103 - - 29,3 - - - -
Nichtärztliches Personal
in Krankenanstalten 72.149 11.695 60.454 81.261 13.611 67.650 12,6 16,4 11,9 83,8 83,3
Diplomierte Gesundheits-
und Krankenpfleger, -innen 43.766 5.028 38.738 52.924 7.112 45.812 20,9 41,4 18,3 88,5 86,6
Allgemeine GKP 37.007 3.631 33.376 45.707 5.798 39.909 23,5 59,7 19,6 90,2 87,3
Kinder- und Jugend-
lichenpfleger, -innen 3.620 23 3.597 3.844 45 3.781 6,2 95,7 5,1 99,4 98,4
Psychiatrische GKP 3.139 1.374 1.765 3.303 1.202 2.101 5,2 -12,5 19,0 56,2 63,6
Medizinisch-technische
Assistenten, -innen 10.233 1.158 9.075 13.278 1.943 11.335 29,8 67,8 24,9 88,7 85,4
Pflegehelfer, -innen, Sani-
täts-Hilfsdiener-, -innen 16.767 5.509 11.258 13.786 4.556 9.230 -17,8 -17,3 -18,0 67,1 67,0
Hebammen 1.383 - 1.383 1.273 - 1.273 -8,0 - -8,0 100,0 100,0

Q: Statistik Austria, Hochschulstatistik; Österreichische Ärztekammer, Standesmeldungen; BMG, Krankenanstalten-Statistik. - 1) Ohne Zahnärzte, -innen, einschließlich
Ärzte, -innen in Ausbildung.

noch war die Zahl der Absolventinnen und Absol- der Allgemeinmediziner um 3,8% gesunken, die der
venten im Jahr 2008 um 55,5% höher als 1998. Der Allgemeinmedizinerinnen aber um 49,3% gewachsen.
Frauenanteil bei den Studienanfängern ist im ver-
gangenen Jahrzehnt von 64,9% auf 47,7% deutlich Obwohl Frauen den überwiegenden Teil der in den
gesunken, aber bei den Absolventen überwogen nach Gesundheitsberufen Tätigen stellen, sind sie – wie in
wie vor die Frauen (1998: 53,6%, 2008: 61,6%). nahezu allen anderen beruflichen und gesellschaft-
lichen Bereichen – in Entscheidungspositionen stark
Die Zahl der berufsausübenden Ärztinnen und Ärzte unterrepräsentiert. Besonders deutlich zeigt sich
insgesamt ist im vergangenen Jahrzehnt von rund dies bei den Frauen in der Medizin: Während bereits
33.600 im Jahr 1998 auf 38.300 im Jahr 2008 um 14,1% 61,6% der Absolventinnen und Absolventen Frauen
gestiegen, wobei dieser Anstieg vor allem im Spitalsbe- sind, sind lediglich 31,5% der Fachärztinnen und
reich erfolgt ist. Hinsichtlich der medizinischen Fachbe- Fachärzte Frauen. Es ist auch die Tendenz zu erken-
reiche gab es in diesem Zeitraum im Bereich der Fach- nen, dass Fachdisziplinen mit hohem Prestige und
disziplinen einen stärkeren Zuwachs als in der Allge- Einkommensniveau, wie beispielsweise die chirur-
meinmedizin (39,0 vs. 17,2%). gischen Fächer, einen geringen Frauenanteil aufwei-
sen, während weniger prestigeträchtige Fächer und
Bei diesen Entwicklungen gab es starke geschlechts- solche mit hohem emotionalem oder psychosozialem
spezifische Unterschiede: Während bei den berufsaus- Einsatz, wie Psychiatrie oder Kinder- und Jugendheil-
übenden Ärztinnen und Ärzten insgesamt die Zahl der kunde, hohe Frauenanteile aufweisen.
Ärztinnen stark gestiegen ist (+38,8%), ist die Zahl der
Ärzte nahezu unverändert geblieben. Im Jahr 2008 gab Was die Struktur des österreichischen Ärztestandes
es rund 18.800 Fachärztinnen und -ärzte und 12.700 betrifft, verfügten im Jahr 2008 jeweils rund die
Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin. Die Zahl der Hälfte der Allgemeinmediziner und Fachärzte über
Fachärzte ist von 1998 bis 2008 um 26,9% gestiegen, eine Ordination, – demnach gab es rund 9.300 fach-
die der Fachärztinnen um 75,2%. Weiters ist die Zahl ärztliche und 6.400 allgemeinmedizinische Ordinati-

71
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 32: Frauen in der Medizin 2008


Women as medical professionals 2008

Absolventen, -innen der Medizin 61,6


Alle berufsausübenden Ärzte, -innen 42,9
Allgemeinmedizin 50,4
Fachärzte 31,5
Facharztdisziplinen:
Physikalische Medizin 52,5
Dermatologie 47,7
Kinderheilkunde 46,4
Anästhesie 42,9
Psychiatrie und Neurologie 40,5
Augenheilkunde 38
Gynäkologie 34,8
Neurologie und Psychiatrie 34,4
Lungenheilkunde 33,3
Radiologie 29,3
Innere Medizin 27,3
Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde 24,7
Chirurgie 14,5
Orthopädie 11,1
Urologie 11,1
Unfallchirurgie 10

0 10 20 30 40 50 60 70

Q: Österreichische Ärztekammer, Standesmeldungen.

onen. Wiederum etwas mehr als die Hälfte der Ärz- sowohl in einer Ordination als auch in einer Kran-
tinnen und Ärzte mit Ordination hatten einen Kas- kenanstalt tätig. Weiters gab es 2008 rund 1.800
senvertrag. Rund 5.600 Ärztinnen und Ärzte waren Wahlärzte.

Grafik 33: Struktur des österreichischen Ärztestandes 2008


Structure of medical profession 2008

40.000

Turnusärzte Turnusärzte
35.000 6.746 6.746

30.000

Allgemein- ausschließlich alle


mediziner angestellte angestellten zur
25.000 12.735 Ärzte Ärzte selbständigen
14.102 26.431 Berufsaus-
übung
berechtige
20.000 angestellte Alle Ärzte
Ärzte 38.313
angestellte 19.685
Allgemein- mit GKK-
15.000 Ärzte mit
mediziner Vertrag
Ordination
6.389 7.007
5.583
alle Ärzte mit
10.000 Fachärzte Ordinationen "Kleine" K.1.458
18.832 ausschließlich 15.666
in Ordination Fachärzte
9.277 ohne Kassen-
tätige Ärzte
5.000 vertrag
10.083
7.201

Wahlärzte 1.799
0
Alle selbständigen angestellten Ärzte Alle Ärzte mit Ordination
Q: Österreichische Ärztekammer, Standesmeldungen.

72
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Weitere Informationen:

Ambulante Versorgung

Hauptverband der Sozialversicherungsträger (2009): Handbuch der österreichischen Sozialversicherung 2009. http://www.hauptverband.at/
mediaDB/544531_Handbuch_der_oesterreichischen_Sozialversicherung_2009.pdf
Hauptverband der Sozialversicherungsträger, http://www.chipkarte.at (Verzeichnis „Aktuell“ / „Zahlen und Fakten“).
ÖÄK – Österreichische Ärztekammer (2008): Wahrnehmungsbericht der Österreichischen Ärztekammer zum Gesundheitswesen und zur Ge-
sundheitspolitik für die Jahre 2007 und 2008. Wien: ÖÄK. http://www.aerztekammer.at/service/WNB20072008.pdf

Stationäre Versorgung

Statistik Austria (2005): Standard-Dokumentation. Metainformationen (Definitionen, Erläuterungen, Methoden, Qualität) zur Spitalsentlassungs-
statistik. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Dokumentationen.
Baldaszti, Erika (2009): Spitalsentlassungsstatistik. Datenqualität, Entwicklungen und Trends 1989-2007. Statistische Nachrichten 10/2009.
BMG - Bundesministerium für Gesundheit: Krankenanstalten in Zahlen. Online: http://www.kaz.bmg.gv.at/
Internationale Datenbanken:
EUROSTAT: Datenbank New cronos – http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/health/public_health/database
OECD: Health at a glance 2008 – http://www.oecd.org/health
OECD: OECD Health Data – http://www.ecosante.org/
WHO: Health for All Database – http://data.euro.who.int/hfadb/
WHO: European Hospital Morbidity Database – http://www.euro.who.int/InformationSources/Data/20061120_1
BMASK - Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, ÖBIG – Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen
(2007): Beschäftigte im Alten- und Behindertenbereich 2006. Wien: BMASK.
BMASK – Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (2008): Österreichischer Pflegevorsorgebericht 2007. Wien: BMASK.
Online: http://www.bmsk.gv.at/cms/site/attachments/6/0/1/CH0099/CMS1219747620838/oesterr.pflegevorsorgebericht_2007.pdf

73
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

6. Kosten der Gesundheitsversorgung

Kostenübernahme durch die soziale Gesundheitsausgaben laut „System of


Krankenversicherung Health Accounts“ der OECD

Die soziale Krankenversicherung übernimmt der- Die Berechnung der Gesundheitsausgaben durch die
zeit rund die Hälfte der Kosten in der Gesundheits- Statistik Austria erfolgt in der Direktion Volkswirtschaft
versorgung in Österreich – und zwar aus den Bei- und wird im Auftrag des Bundesministeriums für
tragseinnahmen der Versichten und Dienstgeber. Im Gesundheit nach der Methodik des „System of Health
Jahr 2008 betrugen die Gesamtausgaben der sozi- Accounts (SHA)“ der Organisation für wirtschaftliche
alen Krankenversicherung 13.765 Mio. €, die gesam- Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgenom-
ten Gesundheitsausgaben betrugen in Österreich im men. Diese gesundheitsökonomischen Daten werden
Jahr 2007 laut System of Health Accounts (SHA) der jährlich aktualisiert und an die OECD gemeldet.
OECD 27.453  Mio. €. Die Krankenversicherung über-
nimmt fast ausschließlich die Gesundheitskosten im Die Einführung des SHA in Österreich bedingte eine
extramuralen Bereich (niedergelassene Ärzte, Medi- Umstellung der Berechnung der Gesundheitsaus-
kamente, Krankengeld) – hier wird ein nur sehr gerin- gaben in Österreich von der Methodik der Volkswirt-
ger Teil aus Steuermitteln (vor allem aus der Tabak- schaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) nach ESVG
steuer) finanziert. In die Spitalsfinanzierung flos- 95 auf die Methodik des SHA der OECD. Die Gesund-
sen im Jahr 2008 hingegen nur 28,4% der Ausgaben heitsausgaben nach SHA setzen sich aus den lau-
der Krankenversicherung. Aber auch in der Spitalsfi- fenden Gesundheitsausgaben und den Investitionen
nanzierung stellt der Anteil der Krankenversicherung im Gesundheitsbereich zusammen. Die Berechnung
(3.907 Mio.  €) mehr als ein Drittel der Gesamtausga- der Gesundheitsausgaben laut SHA liegt ab dem Jahr
ben für stationäre Gesundheitsversorgung dar (2007: 1990 vor.
10.949  Mio.  € laut SHA/OECD). Der Spitalssektor
wird seitens des Bundes, der Länder und Gemeinden Insgesamt wurden im Jahr 2007 für Gesundheit
mischfinanziert, die Gelder stammen zum Teil aus 27.453 Mio.  € ausgegeben. Im Vergleich zum Jahr
Umsatzsteuereinnahmen, aber auch aus allgemeinen 2006 sind die Gesundheitsausgaben um 4,3% gestie-
Staatseinnahmen. gen. Betrachtet man die anteilsmäßige Entwick-
lung am Bruttoinlandsprodukt (BIP), so blieben die
Die Ausgaben der sozialen Krankenversicherung Gesundheitsausgaben im vergangenen Jahrzehnt
des Jahres 2008 in der Höhe von 13.765 Mio. € ver- relativ konstant, im Jahr 2007 betrugen sie 10,1%. Der
teilten sich zum größten Teil auf Ärzte und Zahn- Anteil der öffentlichen Gesundheitsausgaben am BIP
ärzte (24,1% und 5,5%), Spitäler (28,4%) und Medika- machte für das Jahr 2007 7,7% aus, jener der privaten
mente (22,0%). Die restlichen 20,0% wurden für Mut- Gesundheitsausgaben 2,4%.
terschaftsleistungen, Krankengeld, Verwaltungsauf-
wand, medizinische Rehabilitation, Prävention, Trans- Der Anteil der öffentlichen Gesundheitsausgaben,
portkosten und Abschreibungen ausgegeben. das sind die Ausgaben von Bund, Ländern, Gemein-

Grafik 34: Ausgaben der sozialen Krankenversicherung 2008


Health expenditure 2008 of national health insurance

10,0%
2,8% Spitäler 3.907 Mio. 
3,3% 28,4%
Ärzte 3.314 Mio. 
3,9%
Medikamente 3.031
5,5% Zahnärzte 763 Mio. 
Mutterschaftsleistungen 530 Mio. 
Krankengeld 454 Mio. 
Verwaltungsaufwand 387 Mio. 
Sonstiges 1.379 Mio. 
22,0%
24,1%

Gesamtausgaben: 13.765 Mio.

Q: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

74
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 35: Gesundheitsausgaben 2007 laut „System of Health Accounts“ der OECD


Health expenditure 2007 by OECD’s System of Health Accounts (SHA)

3,6%1,7% 0,8%
4,9%
Stationäre Versorgung
6,3%
6,3%
Ambulante Versorgung
40,4% Medikamente
Häusliche Langzeitpflege
17,3% inkl. Pflegegeld
Investitionen
Verwaltung
Prävention
Krankentransport

25,0%
Gesamtausgaben: 27.453 Mio.
Q: STATISTIK AUSTRIA, OECD System of Health Accounts.

den und Sozialversicherungsträgern an den Gesund- liche Langzeitpflege wurden 1.696 Mio. € (8,4%) und
heitsausgaben insgesamt, betrug in Österreich für für pharmazeutische Erzeugnisse und medizinische
das Jahr 2007 76,4%. Die übrigen Gesundheitsaus- Ge- und Verbrauchsgüter 2.924  Mio.  € (14,4%) auf-
gaben, also die privaten Gesundheitsausgaben, bein- gewendet. Laut SHA-Systematik sind in die Berech-
halten Ausgaben von privaten Haushalten und Versi- nung der öffentlichen Gesundheitsausgaben nicht
cherungsunternehmen, privaten Organisationen ohne alle Gesundheitsausgaben der Sozialversicherung zu
Erwerbszweck sowie Ausgaben für betriebsärztliche inkludieren, beispielsweise ist das Krankengeld oder
Leistungen. das Wochengeld nicht in der Summe der laufenden
Gesundheitsausgaben nach SHA enthalten, jedoch
Die öffentlichen laufenden Gesundheitsausgaben Gesundheitsausgaben, die im Rahmen der Pensions-
(ohne Investitionen) beliefen sich für das Jahr 2007 auf und Unfallversicherung getätigt werden.
20.290 Mio. € (+5,1% gegenüber 2006), wobei beinahe
die Hälfte auf die stationäre Versorgung (9.272 Mio. €; Mehr als 90% der privaten laufenden Gesundheits-
45,7%) und rund ein Viertel auf die ambulante Versor- ausgaben (ohne Investitionen) werden von privaten
gung (5.077  Mio.  €; 25,0%) entfielen. Für die häus- Haushalten und Versicherungsunternehmen getätigt,

Übersicht 21
Gesundheitsausgaben 1990, 1998 und 2007
Health expenditure 1990, 1998 and 2007

Veränderung 2007
Gesundheitsausgaben 1990 1998 2007 in % seit

1990 1998

Stationäre Gesundheitsversorgung inkl. Pflegeheime (öffentlich und


privat) 4.384 7.536 10.949 149,7 45,3
Ambulante Gesundheitsversorgung (öffentlich und privat) 2.969 4.906 6.778 128,3 38,2
Pharmazeutische Erzeugnisse, medizinische Ge- und Verbrauchsgü-
ter (öffentlich und privat) 1.443 2.832 4.690 225,0 65,6
Verwaltung der Gesundheitsversorgung (öffentlich und privat) 431 747 971 125,3 30,0
Häusliche Langzeitpflege inkl. Pflegegeld (öffentlich) 890 1.271 1.696 90,6 33,4
Prävention und öffentlicher Gesundheitsdienst (öffentlich) 144 254 455 216,0 79,1
Krankentransport und Rettungsdienst (öffentlich) 106 161 228 115,1 41,6
Investitionen (öffentlich und privat) 720 1.121 1.328 84,4 18,5
Andere private Gesundheitsausgaben (Rettungsdienste, betriebsärzt-
liche Leistungen) 278 226 357 28,4 58,0
Gesundheitsausgaben mit Ausgaben für Langzeitpflege, insgesamt1) 11.365 19.055 27.453 141,6 44,1
Gesundheitsausgaben mit Ausgaben für Langzeitpflege, insgesamt,
in % des BIP 8,3 10 10,1 21,7 1,0
Gesundheitsausgaben ohne Ausgaben für Langzeitpflege, insgesamt 10.077 16.624 23.967 137,8 44,2
Gesundheitsausgaben ohne Ausgaben für Langzeitpflege, insgesamt,
in % des BIP 7,4 8,7 8,8 18,9 1,1
Q: STATISTIK AUSTRIA, OECD System of Health Accounts. - 1) Die Gesundheitsausgaben laut System of Health Accounts (OECD) enthalten auch Ausgaben für Lang-
zeitpflege. Aufgrund der unzureichenden Datenlage mussten jedoch in weiten Bereichen Schätzungen für diese Ausgabenposition herangezogen werden.

75
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Textteil

Grafik 36: Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Ländervergleich


International comparison of health expenditure in percent of the gross domestic product
18

16,0
16
2000
14 2007

11,0
10,8
12

10,4
in Prozent des BIP

10,2
10,1
10,1
9,9
9,8
9,8
9,6
9,3
9,2
9,1
8,9
10

8,7
8,7
8,5
8,4
8,2
8,1
7,7
7,6
7,4
7,3
6,8
6,8

8
6,4
5,9
5,7

0
Lu K lik

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Q: OECD – Organisation for Economic Cooperation and Development, System of Health Accounts (SHA).

im Jahr 2007 waren das 5.478 Mio. € (+1,5% gegen- 319 Mio. €) getragen bzw. sind Ausgaben für betrieb-
über 2006). Die Ausgaben von privaten Haushalten särztliche Leistungen (2007: 38 Mio. €).
und Versicherungen für stationäre Gesundheitsver-
sorgung beinhalten Ausgaben für Krankenanstalten Gesundheitsausgaben im inter-
inkl. Rehabilitationszentren, Kuranstalten sowie Pfle- nationalen Vergleich
geheime und betrugen für das Jahr 2007 1.677 Mio. € Eine im internationalen Vergleich häufig gewählte Vor-
(30,6% der gesamten Gesundheitsausgaben privater gangsweise zur Abschätzung von Gesundheitsausga-
Haushalte und Versicherungen). Für die ambulante ben ist ihre Darstellung in Prozent des Bruttoinlandspro-
Gesundheitsversorgung, also ärztliche und zahn- dukts (BIP). Die höchsten Gesundheitsausgaben hat-
ärztliche Dienstleistungen sowie Dienstleistungen ten im OECD-Vergleich im Jahr 2007 die USA (16,0%),
nichtärztlicher Gesundheitsberufe haben die privaten gefolgt von Frankreich (11,0%) und der Schweiz (10,8%).
Haushalte und Versicherungen im Jahre 2007 rund Polen und die Tschechische Republik hatten die nied-
1.701 Mio. € (31,1%) ausgegeben sowie 1.767 Mio. € rigsten Gesundheitsausgaben unter den europäischen
(32,2%) für pharmazeutische Erzeugnisse und medi- OECD-Ländern (6,4% bzw. 6,8%). In Österreich beliefen
zinische Ge- und Verbrauchsgüter. Die restlichen pri- sich die Gesundheitsausgaben auf 10,1% des BIP, ein
vaten laufenden Gesundheitsausgaben werden von ähnlicher Wert wie in Belgien. Der OECD-Schnitt lag im
privaten Organisationen ohne Erwerbszweck (2007: Jahr 2007 bei 9,1%.

76
Erläuterungen
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

Definitionen von Massen, Maßzahlen und Merkmalen (alphabetisch)


Lebendgeborene insgesamt auf 1.000 Frauen von 15 bis unter 45 Jahren. Allgemeine Fertilitätsrate

Gestorbene nach Altersgruppen (und Geschlecht) auf 10.000 oder 100.000 Altersspezifische Sterbeziffer
Lebende (gleichen Geschlechts); im 1. Lebensjahr Gestorbene bezogen
auf die entsprechende Zahl der Lebendgeborenen.

Altersspezifische Sterbeziffern bzw. Krebsinzidenzziffern je Geschlecht Altersstandardisierte Sterbe-


auf 100.000 Personen, multipliziert (d.h. gewichtet) mit der Altersstruktur ziffer bzw. altersstandardi-
sierte Krebsinzidenzziffer
der Standardbevölkerung und aufsummiert über alle Altersgruppen. Sei
x eine Altersgruppe, Dx die Zahl der x -jährig Verstorbenen eines
Kalenderjahres, Px die Jahresdurchschnittsbevölkerung x -Jähriger und
PxS die x -jährige Standardbevölkerung (s.u.). Dann ergibt sich die alters-
standardisierte Sterberate für dieses Kalenderjahr als

∑D P x x
S
/ Px
x

Die standardisierte Sterberate gibt an, wie viele Sterbefälle aufgrund der
jeweils herrschenden Sterblichkeitsverhältnisse auf 100.000 Lebende
entfallen wären, wenn der Altersaufbau der Bevölkerung (gleichen
Geschlechts) in der betreffenden Berichtsperiode dem der Standardbevöl-
kerung entsprochen hätte. Der vergleichsstörende Einfluss der Besonder-
heiten des jeweiligen Altersaufbaues ist dadurch ausgeschaltet.

Für das männliche und das weibliche Geschlecht sowie für beide
Geschlechter zusammen wird jeweils dieselbe Standardbevölkerung ver-
wendet. Als Standardbevölkerung dient der von der World Health Orga-
nization (WHO) entwickelte durchschnittliche Altersaufbau der Weltbevöl-
kerung in den Jahren 2000 bis 2025 (Standardbevölkerung World Health
Statistics Annual 2001 - Onlineversion, Stand: Anfang 2003).

Dieser Altersaufbau ist zwar wesentlich „jünger“ als die österreichische


Altersgliederung, hat aber den Vorteil einer internationalen Normierung
und damit entsprechenden internationalen Vergleichbarkeit der Ergeb-
nisse zwischen Ländern.

Dieser neue WHO-Standard gliedert erstmals die Altersklasse von 85+


Jahren weiter auf und weist als höchste Altersklasse 100+ auf. Für die
vorliegenden Zwecke werden die drei letzten Altersklassen zu 90+
zusammengezogen.

Nachfolgend die WHO-Welt-Standardbevölkerung (durchschnittliche Welt-


bevölkerung 2000-2025) nach den einzelnen Altersgruppen (in Jahren):

WHO-Standard

0 bis unter 1 1.800


1 bis unter 5 7.000
5 bis unter 10 8.700
10 bis unter 15 8.600
15 bis unter 20 8.500
20 bis unter 25 8.200
25 bis unter 30 7.900
30 bis unter 35 7.600
35 bis unter 40 7.200
40 bis unter 45 6.600

79
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

45 bis unter 50 6.000


50 bis unter 55 5.400
55 bis unter 60 4.600
60 bis unter 65 3.700
65 bis unter 70 3.000
70 bis unter 75 2.200
75 bis unter 80 1.500
80 bis unter 85 900
85 bis unter 90 443
90 und mehr 157
Zusammen 100.000

Der wesentliche Vorteil von standardisierten Sterberaten im Vergleich zur


Lebenserwartung ist, dass standardisierte Sterberaten unmittelbar auf
einzelne Todesursachen aufteilbar sind. Sie werden daher vor allem zur
vergleichenden Beschreibung der todesursachenspezifischen Sterblich-
keit verwendet.

Ambulante Geburt Geburten, bei denen die Aufenthaltsdauer in einer Krankenanstalt, in


einem Entbindungsheim (das keine Krankenanstalt ist) oder in der Woh-
nung der Hebamme „unter 24 Stunden“ beträgt. → Siehe „Stationäre
Geburt“.

Angezeigte Fälle übertragbarer Die Anzeigepflicht der wichtigsten Infektionskrankheiten ist gesetzlich
Krankheiten (Infektionskrankheiten) geregelt. Erkrankungsfälle und Todesfälle der jeweiligen Infektionskrank-
heit müssen an das Gesundheitsministerium gemeldet werden.

Anstaltsgeburt Vor 1988 wurde auf dem Zählblatt nur zwischen „Anstaltsgeburt“ (dazu
zählten auch Geburten in von Hebammen geleiteten Entbindungsheimen)
und „Hausgeburt“ unterschieden. Ab dem Berichtsjahr 1988 zählen nur in
Krankenanstalten Geborene als Anstaltsgeburten, nicht mehr hingegen
Geburten in Entbindungsheimen. Die ausgewiesenen Zahlen können aus
diesem Grunde von den früher veröffentlichten Zahlen abweichen. →
Siehe “Ambulante Geburt“, „Stationäre Geburt“.

Anstaltssterbefälle Sterbefälle, die sich in Krankenanstalten (gemäß dem Krankenanstalten-


und Kuranstaltengesetz des Bundes (KAKuG)) ereignet haben.

Apgar (nur bei Lebendgeborenen) Nach der Anästhesistin namens Apgar wurde ein Punkte-Schema zur
Beurteilung des Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt benannt. Es
werden Herzschlagfrequenz, Atmung, Muskeltonus, Reflexauslösbarkeit
und Hautfarbe jeweils eine, fünf und zehn Minute(n) nach der Geburt
gemessen und mit Punkten benotet. Für jede Eigenschaft, z.B. Atmung,
werden zwei, ein oder null Punkt(e) vergeben. Da die einzelne Bestnote
„zwei“ ist, ergibt die Summierung zum Apgar-Wert eine Zahl von maximal
zehn und minimal null. → Siehe „Lebendgeborene“.

Arbeitsunfälle Unfälle, die sich im örtlichen, zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang


mit der versicherten Erwerbstätigkeit oder Ausbildung ereignet haben.

Ärzte und Ärztinnen Es sind alle zur Berufsausübung berechtigten Ärzte gezählt, das sind jene,
die in die Ärzteliste eingetragenen sind. Alle Angaben beziehen sich auf
die Werte der Österreichischen Ärztekammer bzw. für die Zahnärzte auf
die Werte der Zahnärztekammer. Basis für die Statistik ist die Kammermit-
gliedschaft in einer österreichischen Ärztekammer, welche lt. Ärztegesetz
bei Aufnahme einer ärztlichen Tätigkeit zwingend vorgeschrieben ist und

80
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

bei "Nichtausübung" der Tätigkeit erlischt. Das heißt, Personen, die eine
Berufsberechtigung haben, diese jedoch nicht ausüben, sind nicht in der
Ärzteliste eingetragen und daher hier nicht erfasst. Die Zahlen enthalten
keine österreichischen Ärzte, die im Ausland arbeiten, jedoch auslän-
dische EWR-Staatsbürger, die in Österreich arbeiten. In Tabelle 4.1.1. wird
zwischen Ärzten für Allgemeinmedizin, Fachärzten (auch nach Fachrich-
tungen), Ärzten in Ausbildung und Zahnärzten unterschieden. Hinsichtlich
der Berufsberechtigung sind keine Doppelzählungen möglich, die Anzahl
der Mitglieder ist deckungsgleich mit physischen Personen. Ärzte, die mit
mehr als einer Berufsberechtigung eingetragen sind (Allgemeinmediziner
und Facharzt oder zwei Fächer etc.) oder gleichzeitig in Ausbildung stehen
(Allgemeinmediziner und Turnusarzt) werden nur einmal gezählt, und zwar
nach der überwiegenden Tätigkeit. Doppelzählungen aufgrund von meh-
reren Tätigkeitsfeldern (Praxis und Spital) sind ebenfalls ausgeschlossen.
Doppelzählungen gibt es auf Bundesebene dann, wenn ein Arzt in zwei
Bundesländern gleichzeitig tätig ist, da hier eine zusätzliche Mitgliedschaft
bei der regionalen Ärztekammer begründet wird. Unerheblich für die Ein-
tragung in die Ärzteliste ist das Beschäftigungsausmaß: eine Halbtags-
stelle zählt genauso wie zwei 40h Jobs. Die Tabelle 4.1.2 (Fachärzte) zählt
bei einem Facharzt alle Fächer, für der er sich qualifiziert hat, deshalb
kommt es hier zu Doppelzählungen (bei zwei Fächern) oder Dreifach-Zäh-
lungen (drei Fächer), weshalb auf eine Gesamtsumme verzichtet wurde.
Die Werte der Tabellen 4.1.3 und 4.1.4 beziehen sich auf die Ärzte für All-
gemeinmedizin, Fachärzte sowie Ärzte in Ausbildung. Die Ärztezahlen der
Tabelle 4.2.3 (Ärzte in Krankenanstalten) kommen vom Bundesministe-
rium für Gesundheit, Familie und Jugend. Natürlich sind diese Ärzte in den
Werten der Tabelle 4.1.1 bis 4.1.3 enthalten, und einige davon in den Wer-
ten der Tabelle 4.1.4 (Niedergelassene Ärzte), nämlich dann, wenn ein
Arzt im selben Bundesland sowohl angestellt als auch niedergelassen ist.

Arithmetisches Mittel der Anzahl der Tage pro stationärem Aufenthalt auf Aufenthaltsdauer (Durchschnitt)
einer Abteilung/Fachstation einer Krankenanstalt. (Null)-Tagesaufenthalte
sind aus dieser Berechnung ausgenommen. → Siehe „(Null)
Tagesaufenthalte“.

Anzahl der Tage pro stationärem Aufenthalt auf einer Abteilung/Fachsta- Aufenthaltsdauer (Median)
tion einer Krankenanstalt, bei der jeweils die Hälfte der beobachteten Fälle
darüber bzw. darunter liegt. (Null)-Tagesaufenthalte sind aus dieser
Berechnung ausgenommen. → Siehe „(Null)Tagesaufenthalte“.

Schulen bzw. Akademien zur Ausbildung für den gehobenen Dienst für Ausbildungsstätten für den Gesund-
Gesundheits- und Krankenpflege, den medizinisch-technischen Dienst heits- und Krankenpflegedienst
und den Sanitätshilfsdienst.

Schädigungen der Gesundheit im Rahmen einer versicherten Berufstätig- Berufskrankheiten


keit. Im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) sind alle jene
Krankheiten aufgelistet, die in einer bestimmten Branche als entschädi-
gungspflichtige Berufskrankheit gelten.

Anzahl der Tage, die Patienten auf einer Abteilung/Fachstation einer Kran- Bettenbelagstage
kenanstalt verbringen (Mitternachtsaufenthalte). → Siehe „Bettennutzung
in Krankenanstalten“.

→ Siehe „Bettenbelagstage“, „Durchschnittliche Aufenthaltsdauer“, Bettennutzung in Krankenanstalten


„Systemisierte (normierte) Betten“, „Tatsächlich aufgestellte Betten“.

81
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

Bösartige Neubildungen Für die Gliederung der Bösartigen Neubildungen (B.N.) wird die 10. Revi-
sion der Internationalen Klassifikation der Krankheiten, Verletzungen und
Todesursachen (ICD, 10. Revision), Kapitel II-Neubildungen, Pos. C00 bis
C97 verwendet. → Siehe „ICD (International Classification of Diseases)“.

CIS (Carcinoma in Situ)-Fälle Karzinome im Vorstadium, d.h. präinvasive bzw. Oberflächen-Karzinome,


welche die Basalmembran noch nicht durchbrochen haben. → Siehe
„Tumorstadium“.

DCN (Death Certificate Notified)-Fälle Jene Sterbefälle, die laut Totenschein an Krebs verstorben sind, jedoch
nicht im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Inzidenzmeldung an
das Krebsregister gemeldet wurden. Durch die auf diesem Weg gewon-
nene Information wird aus einem ursprünglich qualitätsmindernden Fall
eine hochwertige Inzidenzmeldung. → Siehe „DCO(Death Certificate
Only)-Fälle“, „Krebsinzidenz“, „Tumorstadium“.

DCO (Death Certificate Only)-Fälle Jene Sterbefälle, die laut Totenschein an Krebs verstorben sind, jedoch
nicht im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Inzidenzmeldung an
das Krebsregister gemeldet wurden. Zu diesen Fällen konnte im Rahmen
der Nachrecherche keine weitere Information gewonnen werden. Der
Anteil an DCN-Fällen, über den keine zusätzliche Information in Erfahrung
gebracht werden kann, geht in die Statistik als DCO-Fall (Death Certificate
Only) ein. → Siehe „DCN(Death Certificate Notified)-Fälle“, „Krebsinzi-
denz“, „Tumorstadium“.

Disseminiertes Tumorstadium Bösartiger Tumor mit nachgewiesenen Fernmetastasen. → Siehe


„Tumorstadium“.

Durchschnittliches Fertilitätsalter Arithmetisches Mittel der Altersverteilung der Fertilitätsraten für einjährige
Altersgruppen.

f
Sei x das Alter in vollendeten Jahren, Px die Jahresdurchschnittsbevöl-
kerung x -jähriger Frauen und Bx die Zahl der Lebendgeborenen x -jäh-
riger Frauen. Dann ergibt sich das durchschnittliche Fertilitätsalter als
49

∑ xB x / Pxf
x =10
49 + 0,5
∑B x / Px f

x =10

Erkennbare Missbildungen Für die Gliederung der Geborenen nach erkennbaren Missbildungen bei
der Geburt wird bis 2001 die 9. und ab 2002 die 10. Revision der Internati-
onalen Klassifikation der Krankheiten, Verletzungen und Todesursachen
(ICD), Kapitel XIV-Kongenitale Anomalien verwendet. → Siehe „Gebo-
rene“, „ICD (International Classification of Diseases“.

Fehlgeburten → Siehe „Totgeborene und Fehlgeburten“.

Frühgeburten → Siehe „Untergewichtig Geborene („Frühgeburten“).

Gebarungsergebnisse in der Aufwands- und Ertragsrechnungen der Sozialversicherungsträger über ein


Krankenversicherung Kalenderjahr. Art, Höhe und Quelle der Aufwendungen und Erträge wer-
den ausgewiesen. Das Rechnungswesen der Sozialversicherungsträger ist
mit dem Rechnungswesen von privatwirtschaftlichen Unternehmen ver-
gleichbar und unterscheidet sich durch die doppelte Buchhaltung von der
Kameralistik der Gebietskörperschaften. Die Tabellen geben einen Über-

82
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

blick über den Versicherungsbereich der „Krankenversicherung“; nicht aber


für die Bereiche „Pensionsversicherung“ und „Unfallversicherung“.

Summe der Lebendgeborenen und Totgeborenen. → Siehe „Lebendgebo- Geborene


rene“, „Totgeborene“.

Die Gesamtfertilitätsrate (GFR) eines Kalenderjahres gibt an, wie viele Gesamtfertilitätsrate
lebendgeborene Kinder eine am Beginn des gebärfähigen Alters stehende
Frau zur Welt bringen würde, wenn im Laufe ihres Lebens dieselben alters-
spezifischen Fertilitätsraten herrschten wie in dem betreffenden Kalender-
jahr und wenn von der Sterblichkeit der Frau abgesehen würde. Berechnet
wird sie als Summe der Fertilitätsraten für einjährige Altersgruppen:

Sei x das Alter in vollendeten Jahren, Bx die Zahl der von x -jährigen
f
Frauen lebend geborenen Kinder in einem Kalenderjahr und Px die ent-
sprechende Jahresdurchschnittsbevölkerung x -jähriger Frauen. Dann
ergibt sich die Gesamtfertilitätsrate für dieses Kalenderjahr als
49

∑B x / Pxf
x =10
In erster Linie stellt die Gesamtfertilitätsrate einen zusammenfassenden
Indikator der Fertilitätsverhältnisse eines Kalenderjahres dar, womit sie
eine ähnliche Funktion erfüllt wie die Lebenserwartung auf dem Gebiet
der Sterblichkeit. Als Prognosewert für die endgültige Kinderzahl einer am
Beginn des gebärfähigen Alters stehenden Frau eignet sie sich nur dann,
wenn in den nachfolgenden 40 Kalenderjahren die altersspezifischen Fer-
tilitätsraten unverändert bleiben.

Alle in Österreich verstorbenen Personen. In Österreich wohnhafte, aber Gestorbene


im Ausland verstorbene Personen sind nicht enthalten. Personen, die im
Ausland leben und in Österreich versterben, werden zwar erhoben und
erfasst, sind in den publizierten Daten jedoch nicht enthalten. Die Zahlen
der Gestorbenen enthalten ebenso nicht die Zahlen der Totgeborenen. →
Siehe „Totgeborene“.

Im ersten Lebensjahr Gestorbene (ohne Totgeborene). → Siehe Gestorbene Säuglinge


„Totgeborene“.

Lebendgeborene bzw. Gestorbene, jeweils bezogen auf 1.000 der Geburten- bzw. Sterbeziffer
Jahresdurchschnittsbevölkerung.

Der Beruf der Hebamme ist in einem Bundesgesetz geregelt. Die Ausbil- Hebammen (in Berufsausübung)
dung erfolgt an Hebammenakademien und schließt mit Diplom ab. Seit
1994 sind erstmals auch Männer für den Hebammenberuf zugelassen.

Als ICD wird die „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten ICD (International Classi-
und verwandter Gesundheitsprobleme“ bezeichnet. Die ICD kann als eine fication of Diseases)
Systematik von Krankheitsgruppen definiert werden, der Krankheitsbilder
nach feststehenden Kriterien zugeordnet werden. Zweck der ICD ist das
Ermöglichen von systematischen Aufzeichnungen, Analysen, Interpretati-
onen und Vergleiche der Mortalitäts- und Morbiditätsdaten verschiedener
Länder, Gebiete und Zeiträume. Die ICD wird zur Übertragung der
Bezeichnungen von Krankheitsdiagnosen und sonstigen Gesundheitspro-
blemen in einen Schlüssel benutzt, wodurch eine einfache Speicherung,
das Wiederfinden und die statistische Auswertung von Daten ermöglicht
werden. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgege-

83
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

bene ICD-10.Revision (ICD-10) wird derzeit international als Diagnosen-


klassifikation eingesetzt. Die deutsprachigen Versionen der ICD-Klassifi-
kationen werden vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation
und Information (DIMDI) herausgegeben und online zugänglich gemacht.
Die ICD-10 ist Grundlage einer international vergleichbaren Todesursa-
chenstatistik und wird deshalb in Österreich zur Kodierung der medizi-
nischen Angaben auf dem Formblatt „Anzeige des Todes“ verwendet. Bis
1952 wurde die Kodierung der Todesursachen nach dem „Ausführlichen
Systematischen Verzeichnis der Todesursachen (dreistellige ICD-Klassifi-
kation, 5.  Revision)“ durchgeführt. Zwischen 1953 und 1958 wurde die
„Internationale Systematik der Krankheiten, Gesundheitsschädigungen
und Todesursachen vom Jahre 1948 (dreistellige ICD-Klassifikation,
6.  Revision)“ zur Klassifizierung herangezogen. Ab 1959 war die Grund-
lage der Codierung die „Deutsche ausführliche Systematik der Krank-
heiten, Verletzungen und Todesursachen (dreistellige ICD-Klassifikation,
7.  Revision)“.Ab 1969 wurde nach der „Internationalen Systematik der
Krankheiten (vierstellige ICD-Klassifikation, 8.  Revision)“, ab 1980 nach
der „Internationalen Systematik der Krankheiten (vierstellige ICD-Klassifi-
kation, 9. Revision)“ und ab dem Berichtsjahr 2002 nach der „Internationa-
len Systematik der Krankheiten (vierstellige ICD-Klassifikation, 10.  Revi-
sion)“ kodiert. → Siehe „Todesursache“.

Krankenstände Alle Krankenstände der Arbeiter und Angestellten, für die eine ärztliche
Bestätigung ausgestellt wurde. Als Krankenstands-Tage werden Kalen-
dertage und nicht Arbeitstage gezählt.

Krebsinzidenz Gemeldete Neuerkrankung an bösartigen Neubildungen einschließlich der


Sterbefälle an Krebs, die zuvor nicht dem Krebsregister gemeldet wurden
(DCO(Death Certificate Only)-Fälle). Diese Definition entspricht den inter-
nationalen Vorgaben. Fälle an „nichtmelanotischen Hautkrebsen“ sowie
CIS(Carcinoma in Situ)-Fälle (Vorstadien) gehen nicht in die Ergebnista-
bellen ein. Die Erfassung der Krebs-Neuerkrankungen erfolgt gemäß dem
Krebsstatistikgesetz, BGBl. Nr. 138/1969, in der Fassung des Bundesge-
setzes BGBl. Nr. 425/1969 und der Krebsstatistikverordnung, BGBl. Nr.
171/1978. Die Informationen zu den DCO-Fällen entstammen ausschließ-
lich den Totenscheinen. → Siehe „CIS(Carcinoma in situ)-Fälle“,
„DCO(Death Certificate Only)-Fälle“.

Lebendgeborene Bis 31.12.1976 galt ein Kind als lebend geboren, wenn nach der Entbin-
dung die natürliche Lungenatmung eingesetzt hatte. Zwischen 1.1.1977
und 31.12.1994 galt ein Kind als lebend geboren, wenn entweder die natür-
liche Lungenatmung eingesetzt, das Herz geschlagen oder die Nabel-
schnur pulsiert hat. Seit 1.1.1995 ist die derzeit verwendete Definition gül-
tig, wonach unabhängig von der Schwangerschaftsdauer eine Leibes-
frucht dann als lebend geboren gilt, wenn nach dem vollständigen Austritt
aus dem Mutterleib entweder die Atmung eingesetzt hat oder irgendein
anderes Lebenszeichen erkennbar ist, wie Herzschlag, Pulsation der
Nabelschnur oder deutliche Bewegung willkürlicher Muskeln, gleichgültig
ob die Nabelschnur durchschnitten ist oder nicht oder ob die Plazenta aus-
gestoßen ist oder nicht (Definition entsprechend den WHO-Richtlinien).
Siehe auch das Hebammengesetz (HebG) vom 28. April 1994, §8. →
Siehe „Totgeborene“.

Lebenserwartung Die für ein Kalenderjahr berechnete Lebenserwartung bei der Geburt gibt
an, wie viele Jahre ein neugeborenes Kind im Durchschnitt leben würde,

84
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

wenn sich die im Kalenderjahr beobachteten altersspezifischen Sterbera-


ten in Zukunft nicht mehr ändern würden. Analog dazu gibt die fernere
Lebenserwartung mit 60 Jahren an, wie viele Jahre ein heute genau
60-Jähriger im Durchschnitt noch leben würde, wenn die altersspezifischen
Sterberaten ab 60 Jahren sich in Zukunft nicht mehr ändern würden.
Berechnet wird die Lebenserwartung mit der Sterbetafelmethode; für eine
ausführliche Darstellung siehe Statistische Nachrichten, 2/2005, S. 121 ff.

In erster Linie stellt die Lebenserwartung bei der Geburt einen zusammen-
fassenden Indikator der Sterblichkeitsverhältnisse eines Kalenderjahres
dar. Als Prognosewert für die Lebensdauer eines Neugeborenen eignet
sie sich nur dann, wenn in den nachfolgenden 100 Kalenderjahren die
altersspezifischen Sterberaten unverändert bleiben.

Ehelich ist ein Kind, das während der Ehe der Mutter mit seinem Vater Legitimität, Ehelichkeit
oder, wenn der Ehepartner während der Schwangerschaft verstirbt, inner-
halb von 300 Tagen danach geboren wird, sonst ist das Kind unehelich.
Wird die Ehe der natürlichen Eltern für nichtig erklärt, so bleibt das Kind
ehelich.

Im jeweiligen Berichtsjahr von der sozialen Krankenversicherung erbrachte Leistungskennzahlen in der


Leistungen. Krankenversicherung

Bösartiger Tumor, der auf das Ursprungsorgan beschränkt ist. → Siehe Lokalisiertes Tumorstadium
„Tumorstadium“.

Seit dem Berichtsjahr 1997 werden Daten zu den medizinischen Einzellei- Medizinische Einzel-
stungen, die im Zuge von stationären Krankenhausaufenthalten erhoben leistungen (MEL)
werden, im Rahmen der Leistungsorientierten Krankenhausfinanzierung
(LKF) dokumentiert. Die Klassifikation der medizinischen Leistungen
erfolgt anhand eines vom Gesundheitsministerium jährlich gewarteten Lei-
stungskatalogs. Der Katalog enthält medizinische Einzelleistungen ab
bestimmten Kostengrenzen, und zwar bei Operationen ab ca. 730 Euro
und bei nicht-operativen Leistungen ab ca. 220 Euro. Darüber hinaus sind
hochfrequente Leistungen (z.B. Appendektomie, Tonsillektomie) miteinbe-
zogen. Bislang wurden in den Tabellen des Jahrbuchs für Gesundheits-
statistik Werte der MEL dargestellt, bei denen während eines stationären
Aufenthaltes mehrmals erbrachte Leistungen der gleichen Art nur einmal
gezählt wurden. Ab dem Berichtsjahr 2007 enthalten die Tabellen MEL-
Werte, bei denen jede einzelne erbrachte Leistung – unabhängig davon
wie oft sie während eines Aufenthalts erbracht worden ist – gezählt
wurde.

Jeder Sterbefall einer Frau während ihrer Schwangerschaft oder innerhalb Müttersterbefall
von 42 Tagen nach Beendigung der Schwangerschaft, unabhängig von
Dauer und Sitz der Schwangerschaft. Als Todesursache gilt jede Ursache,
die in Beziehung zur Schwangerschaft und zu deren Behandlung steht
oder durch diese verschlechtert wird, nicht aber Unfälle oder zufällige
Ereignisse. Für die Gliederung der Müttersterbefälle wird die 10. Revision
der Internationalen Klassifikation der Krankheiten, Verletzungen und
Todesursachen (ICD), Kapitel XV - Schwangerschaft, Geburt und Wochen-
bett verwendet. → Siehe „ICD (International Classification of Diseases)“.

Im ersten Lebensmonat (in den ersten 28. Lebenstagen) Gestorbene Neonatale Sterberate
bezogen auf 1.000 Lebendgeborene desselben Kalenderjahres.

85
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

Nettoreproduktionsrate Die Nettoreproduktionsrate (NRR) gibt an, wie viele lebendgeborene Töch-
ter eine Frau zur Welt bringen würde, wenn im Laufe ihres Lebens diesel-
ben altersspezifischen Fertilitäts- und Sterblichkeitsverhältnisse herrschen
würden wie in dem betreffenden Kalenderjahr. Sie unterscheidet sich von
der Bruttoreproduktionsrate (BRR) dadurch, dass hier auch die weibliche
Sterblichkeit vom Zeitpunkt der Geburt bis in die einzelnen Altersjahre der
Mütter berücksichtigt wird.

In der Notation der Gesamtfertilitätsrate wird die NRR berechnet als


49

∑ (B x / Px f )Lxf r f
x =10

f
Dabei bezeichnet r den langfristigen Anteil der Mädchengeburten an
f
allen Geburten (1.000/2.057; Durchschnitt der letzten 100 Jahre) und Lx
die auf eine Radix von 1 normierte stationäre x -jährige weibliche Bevöl-
kerung aus der Sterbetafel des entsprechenden Kalenderjahres (vgl. Stati-
stische Nachrichten, 2/2005, S. 121 ff.)

Die Nettoreproduktionsrate gibt an, wie weit eine Müttergeneration durch


Töchter ersetzt wird, wenn die im Kalenderjahr beobachteten Fertilitäts-
und Sterblichkeitsverhältnisse sich in Zukunft nicht mehr ändern würden;
der Wert 1 bedeutet dabei vollen Ersatz, d.h. im wesentlichen, dass die
Fertilität ausreicht, um die Elterngeneration vollständig durch ihre Kinder
zu ersetzen; ein Wert von 0,7 bedeutet beispielsweise, dass es zu einer
30-prozentigen Schrumpfung der Elterngeneration kommen würde usw.

Pensionen wegen geminder- Für die Zuerkennung von Pensionen wegen geminderter Arbeitsfähigkeit
ter Arbeitsfähigkeit bzw. dau- bzw. dauernder Erwerbsunfähigkeit ist das Vorhandensein von Invalidität
ernder Erwerbsunfähigkeit
Bedingung.

Perinataltodesfälle Totgeborene und in der ersten Lebenswoche Gestorbene. Achtung, Defi-


nitionsänderung bei Totgeborenen per 1.1.1995 wirkt sich hier aus. →
Siehe „Totgeborene“.

Perinatale Sterberate Totgeborene und in der ersten Lebenswoche Gestorbene bezogen auf
1.000 Lebendgeborene desselben Kalenderjahres. Von der per 1.1.1995
erfolgten Definitionsänderung der Totgeborenen (siehe dort) war naturge-
mäß auch die Perinatalsterblichkeit betroffen, da der Bruch in der Zeitreihe
zu einer definitorischen Erhöhung der Perinatalsterblichkeit führte.

Personal in den Krankenanstalten Pflegepersonal in Krankenanstalten (Hebammen, Gehobene Dienste für


Gesundheits- und Krankenpflege, Gehobene medizinisch-technische
Dienste, medizinisch-technische Fachdienste und Masseure, Pflegehilfe
und Sanitätshilfsdienste).

Postneonatale Sterberate Im zweiten (nach dem 28. Lebenstag) bis zwölften Lebensmonat Gestor-
bene bezogen auf 1.000 Lebendgeborene desselben Kalenderjahres.

Regionale Zuordnung Die regionale Nachweisung erfolgt bei den Lebend- und Totgeborenen
nach dem Wohnort der Mutter und bei den Sterbefällen und Krebserkran-
kungen nach dem Wohnort des Verstorbenen bzw. Erkrankten.

Regionalisiertes Tumorstadium Tumorausbreitung eines bösartigen Tumors in unmittelbar benachbartes


Gewebe und/oder in regionale Lymphknoten, jedoch keine Fernmetasta-
sen. → Siehe „Tumorstadium“.

86
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

Im ersten Lebensjahr Gestorbene, bezogen auf die Zahl der Lebendgebo- Säuglingssterblichkeitsrate
renen desselben Kalenderjahres.

Angefangene Wochen der Schwangerschaft. Schwangerschaftsdauer

Tod einer Frau aufgrund direkter und indirekter gestationsbedingter Ursa- Später Müttersterbefall
chen, der später als 42 Tage nach dem Ende der Schwangerschaft, aber
noch vor Ablauf eines Jahres nach dem Ende der Schwangerschaft eintritt.

Uneheliche Kinder erhalten die Staatsangehörigkeit der Mutter. Eheliche Staatsangehörigkeit der Geborenen
Kinder haben bis 31.8.1983 die Staatsangehörigkeit des Vaters erhalten,
ab 1.9.1983 erhalten sie die österreichische Staatsbürgerschaft, wenn ein
Elternteil österreichischerer Staatsbürger ist. → Siehe „Geborene“.

Entlassungen nach stationären Aufenthalten in einer Krankenanstalt. Die Stationäre Aufenthalte


Spitalsentlassungs-Statistik ist fallbezogen und nicht personenbezogen.
Die Ergebnisse werden nach den Hauptdiagnosen zum Entlassungszeit-
punkt dargestellt. Als Diagnosesystematik wird seit dem Berichtsjahr 2001
die ICD-10- Klassifikation in einer eigenen Version des Gesundheitsmini-
steriums verwendet. Die Daten sind nach einer der „Zusammengefassten
Sondersystematik der ICD-10-WHO“ angepassten Diagnosegliederung
tabelliert. Jahrsübergreifende Fälle werden zu dem Jahr gezählt, in dem
die Entlassung stattgefunden hat. → Siehe „ICD (International Classifica-
tion of Diseases)“.

Geburten, bei denen die Aufenthaltsdauer in einer Krankenanstalt, in einem Stationäre Geburt
Entbindungsheim (das keine Krankenanstalt ist) oder in der Wohnung der
Hebamme „24 Stunden und mehr“ beträgt. → Siehe “Ambulante Geburt“.

Diese Tabellen geben eine Übersicht über die Ergebnisse der ärztlichen Stellungsergebnisse
Untersuchungen der Stellungspflichtigen und Freiwilligen für die Aufnahme
in das Bundesheer.

Tod einer Frau, der während ihrer Schwangerschaft oder innerhalb von 42 Sterbefall während der Gestation
Tagen nach dem Ende der Schwangerschaft eintritt, wobei die Todesursa-
che keine Rolle spielt.

Straßenverkehrsunfälle mit Personenschaden, die sich auf österrei- Straßenverkehrsunfälle


chischem Staatsgebiet ereignen. Ein Straßenverkehrsunfall mit Personen-
schaden liegt vor, wenn infolge des Straßenverkehrs auf Straßen mit
öffentlichem Verkehr Personen verletzt oder getötet wurden und daran
zumindest ein in Bewegung befindliches Fahrzeug beteiligt war. Als Ver-
unglückte zählen Personen, die bei einem Straßenverkehrsunfall verletzt
oder getötet wurden. Die Einstufung des Verletzungsgrades erfolgt nach
den Bestimmungen des StGB. Zu den Verkehrstoten zählen jene Per-
sonen, die entweder am Unfallort oder innerhalb von 30 Tagen, gerechnet
ab dem Unfallereignis, an den Unfallfolgen verstorben sind (bis 1991
wurde eine Drei-Tage-Frist verwendet).

Anzahl der Betten einer Krankenanstalt, die durch eine sanitätsbehörd- Systemisierte (normierte) Betten
liche Bewilligung festgelegt ist (Stand per 31.12. des Berichtsjahres). →
Siehe „Bettennutzung in Krankenanstalten“.

Entlassungen nach stationären Aufenthalten in Krankenanstalten, bei (Null-)Tagesaufenthalte


denen die Entlassung am selben Tag wie die stationären Aufnahme (noch
vor Mitternacht) erfolgt. → Siehe „Stationäre Aufenthalte“.

87
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

Tatsächlich aufgestellte Betten Anzahl der Betten, die einer Abteilung/Fachstation einer Krankenanstalt
mindestens sechs Monate im Jahr zur Verfügung stehen. → Siehe „Bet-
tennutzung in Krankenanstalten“.

TNM-Klassifizierung Im Österreichischen Krebsregister wird die Einteilung der Tumorstadien


maligner Tumoren nach dem TNM-System vorgenommen (Quelle: Union International Con-
tre le Cancer: TNM-Klassifizierung der malignen Tumoren und allgemeine
Regeln zur Anwendung des TNM-Systems, 2. Auflage, Springer-Verlag
Berlin-Heidelberg-New York, 1976). → Siehe „Tumorstadium“.

Todesursache Zur Verhütung von Todesfällen ist es erforderlich, den Krankheitsablauf zu


unterbrechen bzw. an einem bestimmten Punkt eine Behandlung einzulei-
ten. Die für das öffentliche Gesundheitswesen wirkungsvollste Präventiv-
maßnahme ist die Ausschaltung der zum Tode führenden Ursache. Des-
halb wird das Grundleiden (zugrundeliegende Todesursache) von der
WHO wie folgt definiert: a) die Krankheit oder Verletzung, die den Ablauf
der direkt zum Tode führenden Krankheitszustände auslöste, oder b) die
Umstände des Unfalls oder der Gewalteinwirkung, die den tödlichen Aus-
gang verursachten. Es ist zu beachten, dass gemäß dieser Definition Sym-
ptome oder pathologisch-anatomische Endzustände des Todes wie z.B.
Herzversagen, Atemstillstand usw. nicht als Todesursachen anzusehen
sind. Das Grundleiden des Todesfalls, das für die Tabellierung maßge-
bend ist, ist in der Regel der auf der untersten Zeile von Abschnitt 1 des
Formblattes „Anzeige des Todes“ eingetragene Zustand. Falls der
Krankheitsablauf lediglich durch ein Geschehen bestimmt ist, so ist ein
Eintrag in der Zeile 1 (a) ausreichend. Falls mehrere Krankheitszustände
eine Rolle spielen, so ist die unmittelbare Todesursache in Zeile (a), das
Grundleiden als letztes einzutragen (d) und sämtliche Zwischenursachen
in Zeile (b) und (c). Die Formulierungen der Todesbescheinigung „bedingt
durch (Folge von)“ umfassen nicht nur direkte Ursachen oder patholo-
gische Abläufe, sondern auch indirekte Ursachen, wie z.B. ein vorausge-
gangener Zustand, der die direkte Ursache durch Gewebs- oder Funkti-
onsschädigungen anfällig gemacht hat, selbst wenn eine lange Zeitspanne
dazwischen liegt. Die Felder für die Zeitabstände (Minuten, Stunden, Tage,
Wochen, Monate, Jahre) für den Beginn des jeweiligen Krankheitszu-
standes und dem Todeseintritt dienen dazu, dass der Arzt den Krankheits-
ablauf bis zum Tode festlegt. Für den Kodierer sind diese Angaben für die
Auswahl des korrekten ICD-Codes richtungweisend. Abschnitt 2 am Form-
blatt ist vorgesehen für sonstige wesentliche Zustände, die den tödlichen
Ausgang des Krankheitsablaufs beeinflussten, die jedoch nicht in direktem
Zusammenhang mit der zum Tode führenden Krankheit standen. In
Abschnitt 3 am Formblatt werden alle Informationen zu gewaltsamen
Todesfällen angegeben, wie z.B. eine nähere Beschreibung des Todes-
herganges (z.B. Suizid durch Kohlenmonoxidvergiftung, in Garage einge-
sperrt und Auto laufen lassen), anderer Beteiligter (z.B. Zusammenstoß
von PKW-Lenker und Fahrradfahrer). → Siehe „ICD (International Classifi-
cation of Diseases)“.

Totgeborene und Fehlgeburten Bis 31.12.1976 galt ein Kind als totgeboren, wenn es mindestens 35 cm
lang war und die natürliche Lungenatmung nicht eingesetzt hatte. Zwi-
schen 1.1.1977 und 31.12.1994 (alte Definition) galt ein Kind als totgeboren
oder in der Geburt verstorben, wenn es mindestens 35 cm lang war und
weder die natürliche Lungenatmung eingesetzt noch das Herz geschlagen
oder die Nabelschnur pulsiert hat. Totgeborene Leibesfrüchte, die weniger
als 35 cm lang sind, galten als Fehlgeburten und wurden nicht beurkun-
det. Ab 1.1.1995 (neue Definition entsprechend den WHO-Richtlinien) gilt

88
Gesundheitsstatistik 2007 – Erläuterungen

eine Leibesfrucht dann als totgeboren oder in der Geburt verstorben, wenn
keines der unter „lebendgeboren“ angeführten Zeichen erkennbar ist und
sie ein Geburtsgewicht von mindestens 500 Gramm aufweist. Totgebo-
rene Leibesfrüchte, deren Geburtsgewicht weniger als 500 Gramm auf-
weisen, gelten als Fehlgeburten und werden nicht beurkundet. Da die
alte Definition mit 35 cm Körperlänge einem durchschnittlichen Geburts-
gewicht von etwa 1.000 Gramm entspricht, bedeutet der Übergang zur
neuen Definition eine definitorische Erhöhung der Totgeburtenhäufigkeit
um etwa ein Drittel. Dieser Bruch in der Zeitreihe ist bei einem Zeitver-
gleich daher unbedingt zu beachten. → Siehe „Geborene“,
„Lebendgeborene“.

Im Österreichischen Krebsregister wird die Einteilung der Tumorstadien Tumorstadium


nach dem TNM-System vorgenommen (Union International Contre le Can-
cer: TNM-Klassifizierung der malignen Tumore und allgemeine Regeln zur
Anwendung des TNM-Systems, 2. Auflage, Springer-Verlag Berlin-Heidel-
berg-New York, 1976). Folgende Stadien werden unterschieden (im Klam-
merausdruck befindet sich die Zuordnung nach dem TNM-System): CIS
(Carcinoma in Situ): Vorstadium (TIS), Lokalisiertes Tumorstadium:
Tumor auf das Ursprungsorgan beschränkt (T0-2, N0, M0), Regionali-
siertes Tumorstadium: Tumorausbreitung in unmittelbar benachbartes
Gewebe und/oder in regionale Lymphknoten, jedoch keine Fernmetasta-
sen (T0-2, N1-4, M0; T3-4, N0-4, M0; TX, N1-4, M0), Disseminiertes
Tumorstadium: Nachgewiesene Fernmetastasen (T0-X, N0-X, M1). Für
DCO (Death Certificate Only)-Fälle ist keine Stadieneinteilung möglich.
→ Siehe „CIS(Carcinoma in situ)-Fälle“, „DCO(Death Certificate Only)-
Fälle“.

Geburtsgewicht unter 2.500 Gramm (Definition entsprechend den WHO- Untergewichtige Gebo-
Richtlinien). → Siehe „Geborene“, „Lebendgeborene“, „Totgeborene“. rene („Frühgeburten“)

„Gesundenuntersuchungen“ für Erwachsene ab dem 19. Lebensjahr, die Vorsorgeuntersuchungen


jeder Staatsbürger einmal pro Jahr kostenlos in Anspruch nehmen kann.
Die Untersuchungen werden von Vertragsärzten nach einem standardi-
sierten Programm durchgeführt. Dieses besteht aus einem allgemeinen
Untersuchungsprogramm und einer gynäkologischen Untersuchung. Die
Vorsorgeuntersuchung dient vor allem der Früherkennung, beispielweise
von Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen.

89
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Methodische Informationen, Hinweise zur Dateninterpretation

Methodische Informationen, Hinweise zur Dateninterpretation

Statistik des Bevölkerungsstandes Sterbefälle, erfolgt monatlich nach dem Ereigni-


sort auf Basis der Meldungen der rund 1.400 Stan-
Die Statistik des Bevölkerungsstandes beruht auf den desämter, die Veröffentlichung nach dem Wohnort.
quartalsweise vom Zentralen Melderegister (ZMR) Geburten werden nach dem Wohnort der Mutter, Ehe-
übermittelten Hauptwohnsitzmeldungen. Diese Daten schließungen nach dem gemeinsamen Wohnort des
werden laufend in ein bevölkerungsstatistisches Paares, bei Fehlen eines solchen nach dem Wohn-
Datenbanksystem eingespielt und zusammen mit den ort des Bräutigams und Sterbefälle nach dem letz-
Daten über Hauptwohnsitzwechsel (Wanderungssta- ten Wohnort des Verstorbenen veröffentlicht. Demo-
tistik) nach demographischen Kriterien aufgearbei- graphische Ereignisse von in Österreich wohnhaften
tet und ausgewertet. Veränderungen der Bevölke- Personen (Hauptwohnsitz), die im Ausland stattfinden
rung zwischen zwei Zeitpunkten, die keinem demo- (z.B. Eheschließungen im Ausland, Tod am auslän-
graphischen Ereignis (Geburt, Tod, Zuzug, Wegzug) dischen Urlaubsort), sind statistisch nicht erfasst. In
zugeordnet werden können, sowie allgemeine Inkon- Österreich stattfindende Geburten, Eheschließungen
sistenzbereinigungen werden als statistische Korrek- und Sterbefälle von im Ausland wohnhaften Personen
tur ausgewiesen. Zur Wohnbevölkerung zählen Per- werden zwar erhoben und aufgearbeitet, sind aber
sonen, die eine den Stichtag einschließende Aufent- in den publizierten Daten nicht enthalten. Ihre Zahl
haltsdauer (Hauptwohnsitzmeldung) in Österreich von betrug im Jahr 2008 insgesamt 800 Geborene, 855
zumindest 90 Tagen aufweisen. Gestorbene und 2.113 Eheschließungen. Als ehe-
lich gilt ein Kind, dessen Eltern zu irgendeinem Zeit-
Probezählung 2006 punkt während der Schwangerschaft verheiratet
waren. Vorläufige Ergebnisse informieren über die in
Die Probezählung 2006 (Stichtag: 31.10.) brachte ein bzw. bis zu einem bestimmten Monat von den Stan-
von der Statistik des Bevölkerungsstandes abwei- desämtern übermittelten Informationen. Endgültige
chendes Ergebnis im Ausmaß von rund ‑14.000 Per- Ergebnisse sind auf Vollständigkeit geprüft und ord-
sonen. Analog zu der nach Volkszählungen üblichen nen die Geburten eines Jahres dem jeweiligen Ereig-
Revision der Daten der laufenden Bevölkerungssta- nismonat zu.
tistik werden auch in diesem Fall die Bevölkerungs-
zahlen rückwirkend revidiert, um die Konsistenz mit Geburten und Kinderzahlen
den Zählungsergebnissen herzustellen. Diese Revi- Die Bevölkerungswissenschaft kennt zwei Möglich-
sion betrifft die Jahre 2001 bis 2007 (Jahresdurch- keiten der Betrachtung und Analyse des Verhaltens
schnitte) bzw. die Stichtagsbevölkerungen zu den Jah- von Frauen hinsichtlich der Kinderzahlen. Eine Mög-
res- bzw. Quartalsanfängen der Jahre 2002 bis 2008. lichkeit besteht darin, die in einem Kalenderjahr (einer
Bezogen auf die Bevölkerung zu Jahresbeginn bewegt Periode) zur Welt gekommenen Lebendgeborenen
sich das Ausmaß der Revision zwischen ‑15.939 zum nach dem Alter der Mütter zu gliedern und auf die
1.1.2007 und +2.451 zum 1.1.2004, bezogen auf die durchschnittliche Zahl der Frau im jeweiligen Alter zu
Jahresdurchschnittsbevölkerung zwischen ‑14.425 beziehen. Diese sog. „altersspezifischen Fertilitätsra-
(2007) und +491 (2003). Die Revision fällt absolut ten“ lassen sich in weiterer Folge aufsummieren und
und anteilsmäßig für nicht österreichische Staatsan- ergeben so die „Gesamtfertilitätsrate“ oder durch-
gehörige stärker ins Gewicht (‑1.370 für den 1.1.2002 schnittliche Kinderzahl pro Frau. Interpretieren lässt
und ‑19.570 für den 1.1.2008) als für die inländische sich diese Periodenmaßzahl am Beispiel eines Wertes
Bevölkerung (‑136 für den 1.1.2002 und +6.232 für von 1,4 Kindern pro Frau wie folgt: Unter der Annahme
den 1.1.2008). Die Revision der Bevölkerungszahlen eines in Zukunft konstanten altersspezifischen Verhal-
wirkt sich auch auf demographische Maßzahlen wie tens bringen junge Frauen schlussendlich im Durch-
die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau oder die schnitt 1,4 Kinder zur Welt. Die so berechnete Peri-
Lebenserwartung aus. Das Ausmaß dieser Verände- odenfertilität ist damit nicht unbeeinflusst von poli-
rung bleibt hier aber äußerst gering, ist bei der durch- tischen oder wirtschaftlichen Ereignissen, die viele
schnittlichen Kinderzahl kleiner als 0,01 und bewegt Frauen oder Paare dazu bewegen, ihren Kinder-
sich bei der Lebenserwartung im Bereich von 0,0 bis wunsch zumindest temporär zurückzustellen oder
maximal ‑0,1 Jahren. umgekehrt früher als eigentlich geplant zu realisieren.
Beispielhaft lassen sich hier etwa die besonders nied-
Geburten, Eheschließungen, Sterbefälle rige Fertilität der 1930-Jahre und der anschließende
Babyboom nach dem Anschluss Österreichs an das
Die Erhebung und Aufarbeitung der Standesmel- nationalsozialistische Deutschland anführen. Aktu-
dungen, das sind Geburten, Eheschließungen und ell lässt der seit einigen Jahrzehnten beobachtbare

90
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Methodische Informationen, Hinweise zur Dateninterpretation

Trend eines steigenden durchschnittlichen Fertilitäts- werden die Jahre, in denen gesundheitliche Beein-
alters die Periodenfertilität etwas niedriger erscheinen. trächtigungen vorliegen, komplett von der Lebenser-
Sichtbar machen lässt sich dieses Phänomen, wenn wartung abgezogen.
die zweite Möglichkeit der Betrachtung herangezogen
wird, die Kohortenbetrachtung. Dabei werden durch- DALE (disability-adjusted life expectancy): Von
schnittliche Kinderzahlen für (weibliche) Geburtsjahr- der Lebenserwartung werden die mit bestimmten
gänge berechnet, wobei dieser Wert für Frauen, die Beschwerden (z. B. Rückenschmerzen) verbrachten
zum Beobachtungszeitpunkt das 45. Lebensjahr über- Jahre anteilig abgezogen, je nach dem Grad der
schritten haben, als endgültige Kinderzahl bezeichnet gesundheitlichen Beeinträchtigung (z. B. von „nicht
werden kann. In Österreich liegen Daten zur Kohorten- beeinträchtigt“ bis „schwer beeinträchtigt“).
fertilität ab dem Geburtsjahrgang 1900 vor, die durch-
schnittliche endgültige Kinderzahl lässt sich aktuell bis HALE (health-adjusted life expectancy): Auch bei
zum Geburtsjahrgang 1963 berechnen und liegt hier dieser komplexesten Methode werden Lebensjahre
bei 1,68 Kinder pro Frau. Für alle später geborenen anteilig von der Lebenserwartung abgezogen. Aller-
Frauen lassen sich nur Aussagen über die bisher (bis dings fließt dabei – anders als beim DALE-Konzept –
zum Jahr 2009) im Durchschnitt zur Welt gebrachten eine ganze Reihe von möglichen Beschwerden und
Kinder treffen. gesundheitlichen Parametern in die Berechnung ein.

Todesursachenstatistik Krebsregister
Die Ergebnisse zu den Sterbefällen stammen aus
der Todesursachenstatistik, in der jeder Todesfall der Ergebnisse zu den Krebsneuerkrankungen liefert
österreichischen Bevölkerung dokumentiert ist. Erho- das Österreichische Krebsregister, das seit 1969 von
ben werden neben Alter, Geschlecht und Wohnort der Statistik Austria geführt wird. Basis dafür sind die
auch Todesort und Todeszeitpunkt. Die Todesursa- gesetzlich verpflichtenden Krebsmeldungen, welche
chen werden durch einen Totenbeschauarzt, Patho- neben Alter, Geschlecht und Wohnort auch wesent-
logen oder Gerichtsmediziner angegeben und in der liche Informationen zu den Krebslokalisationen
Statistik Austria nach WHO-Richtlinien kodiert. Das enthalten.
mit der Todesursachenstatistik gewonnene Datenma-
terial bildet die Grundlage für zahlreiche wissenschaft- Ergebnisse zu den Krebssterbefällen stammen aus
liche Arbeiten, welche die geographische, demogra- der Todesursachenstatistik, in der jeder Todesfall der
phische und sozioökonomische Variation der Mortali- österreichischen Bevölkerung dokumentiert ist. Erho-
tät an bestimmten Krankheiten untersuchen. ben werden neben Alter, Geschlecht und Wohnort
auch Todesort und Todeszeitpunkt. Die Todesursa-
Lebenserwartung in Gesundheit chen werden durch einen Totenbeschauarzt angege-
ben und in der Statistik Austria nach WHO-Richtlinien
Die Lebenserwartung in Gesundheit ist jener Anteil klassifiziert.
der Lebenserwartung, der in guter gesundheitlicher
Verfassung verbracht wird. Gute gesundheitliche Ver- Für einen regionalen oder zeitlichen Vergleich der
fassung wird über die Abwesenheit von Funktionsbe- Krebsneuerkrankungen (Inzidenz) und der Krebs-
schränkungen/Beschwerden definiert. Hintergrund sterbefälle eignen sich besonders altersstandardi-
des vergleichsweise neuen Konzepts ist, dass bei- sierte Raten. Diese Maßzahlen berücksichtigen, dass
spielsweise eine Verlängerung der Lebenserwartung sowohl das Erkrankungs- als auch das Mortalitätsri-
allein noch nichts darüber aussagt, ob die höhere siko mit dem Lebensalter stark ansteigen und daher
Lebensdauer auch mit mehr gesunden Lebensjahren in einer Bevölkerung mit vielen älteren Menschen von
einhergeht. Ebenso könnte die gestiegene Lebenser- vorneherein mehr Neuerkrankungs- und Todesfälle
wartung mit einer verlängerten Krankheitsphase und auftreten.
vermehrtem Siechtum vor dem Tod erkauft sein.
Bitte beachten Sie, dass das österreichische Krebsre-
Es gibt verschiedene Verfahren, um Daten zur alters- gister dem Konzept einer lebenden Datenbank Rech-
spezifischen Sterblichkeit mit Informationen über nung trägt und für jede Veröffentlichung die jeweils
altersspezifische gesundheitliche Beeinträchtigungen aktuellen Gesamtdaten herangezogen werden. Um
zu verbinden und eine nach der tatsächlichen Lebens- die Aktualität der publizierten Daten zu erhöhen, ver-
qualität gewichtete Lebenserwartung zu berechnen: öffentlichen wir bereits heuer die Daten für 2007, d.h.
bereits im zweiten, auf das Berichtsjahr folgende
DFLE (disability-free life expectancy): Maß für die Zahl Jahr. Die Daten für das Berichtsjahr 2007 sind von
der gänzlich beschwerdefreien Lebensjahre. Dazu sehr hoher Qualität, weisen jedoch noch nicht den

91
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Methodische Informationen, Hinweise zur Dateninterpretation

Vollzähligkeitsgrad der Vorjahre auf. Bei der Betrach- Interpretation: Die Teilnahme an der Befragung war
tung der jährlichen Veränderungen der Neuerkran- generell freiwillig. Besonders zu beachten ist die-
kungen ist dies zu berücksichtigen. Bei der Publika- ser Umstand bei den Antworten auf einzelne, mögli-
tion des nächsten Berichtsjahres werden auch die cherweise sensible oder für den Befragten unange-
Daten des Berichtsjahres 2007 die gewohnte Vollzäh- nehme Fragen. Diese für repräsentative Befragungen
ligkeit aufweisen. typische Situation ist bei der Interpretation der Ergeb-
nisse grundsätzlich zu berücksichtigen. Antworten auf
Österreichische Gesundheitsbefragung einzelne besonders sensible Fragen wie Alkoholkon-
2006/2007 sum, Rauchen oder Fragen zur Stimmungslage sind
sehr vom Befragungsumfeld abhängig. So konnte das
Die Statistik Austria führte im Auftrag des Bundesmi- Interview bei nahezu der Hälfte der Jugendlichen (15-
nisteriums für Gesundheit, Familie und Jugend sowie bis 19-Jährigen) und der alten Menschen (75 Jahre
der Bundesgesundheitsagentur vom März 2006 bis und älter) nur in Anwesenheit einer dritten Person
Februar 2007 bei rund 15.000 zufällig ausgewählten durchgeführt werden.
Personen eine österreichweite Erhebung zum Thema
Gesundheit durch. Die Erhebung liefert repräsentative Spitalsentlassungsstatistik
Ergebnisse für die österreichische Bevölkerung ab 15
Jahren (hochgerechnet 6,9 Mio. Personen). Personen Die Statistik der Spitalsentlassungen wird seit dem
in Alten- und Pflegeheimen waren in die Erhebung mit Berichtsjahr 1989 von der Statistik Austria in elek-
einbezogen. tronischer Form geführt und jährlich veröffentlicht.
Rechtliche Grundlage ist die per Bundesgesetz über
Fragenprogramm: Themen der Befragung waren zum die Dokumentation im Gesundheitswesen (1989) ver-
einen der Gesundheitszustand der Bevölkerung, also pflichtende Datenerfassung in den Krankenanstalten,
das Auftreten bestimmter Krankheiten bzw. Krank- basierend auf der „Internationalen Klassifikation der
heitssymptome, Beschwerden, Schmerzen, funkti- Krankheiten“ der WHO (ICD). Die Spitalsentlassungs-
onaler Beeinträchtigungen sowie das Ausmaß bzw. statistik ist demnach eine Sekundärstatistik und beruht
der Bedarf an Unterstützung bei Aktivitäten des täg- seit 1997 auf der bundeseinheitlichen Diagnosen- und
lichen Lebens. Ein zweiter Themenbereich betraf Leistungsdokumentation im Rahmen der Leistungso-
das Gesundheitsverhalten der Österreicherinnen und rientierte Krankenanstalten-Finanzierung (LKF). Die
Österreicher ab 15 Jahren. Hier wurden Daten zu Risi- Dokumentation erfolgt durch das ärztliche Personal der
kofaktoren (Rauchen, Alkohol) sowie zu Ernährung, Krankenanstalten. Das LKF-System liegt im Zustän-
körperlichen Aktivitäten und Vorsorgeaktivitäten erho- digkeitsbereich des Gesundheitsministeriums (Abtei-
ben. Ein dritter Aspekt der Befragung betraf die Inan- lung I/C/13 – Strukturpolitische Planung und Doku-
spruchnahme der unterschiedlichen Versorgungse- mentation) und der neun Landes-Gesundheitsfonds,
benen des Gesundheitswesens, also die Leistungen welche auch für die Qualitätssicherung der Daten ver-
von Spitälern, von niedergelassenen Ärztinnen und antwortlich sind. Die Daten durchlaufen ein mehrstu-
Ärzten sowie von Leistungen sonstiger Gesundheits- figes Verfahren der Plausibilitätsprüfung. Die Statistik
berufe. Das Frageprogramm lehnt sich stark an ent- Austria erhält die Daten vom Gesundheitsministerium
sprechende Empfehlungen und Richtlinien über Ende des dritten Quartals des Folgejahres der Daten-
Gesundheitsbefragungen der EU an und wurde in erhebung, die Publikation auf der Homepage von Sta-
mehreren Expertinnen- und Expertenrunden für nati- tistik Austria erfolgt im ersten Quartal des zweiten auf
onale Bedürfnisse adaptiert. das Berichtsjahr folgenden Jahres.

Erhebungsmethode: Die Interviews wurden aus- Die Spitalsentlassungsstatistik umfasst Meldedaten


schließlich persönlich und computerunterstützt durch- von 270 österreichischen Krankenanstalten (Stand
geführt (CAPI – Computer Assisted Personal Intervie- Ende 2007). Die Krankenanstalten werden in vier Ver-
wing). Die Erhebung über die Lebensqualität erfolgte sorgungssektoren unterteilt, wobei rund zwei Drittel
durch die befragten Personen mittels eines selbstaus- der Spitäler zu den Akut-Krankenanstalten zählen, die
zufüllenden Papierfragebogens im Anschluss an das den weitaus überwiegenden Teil der stationären Auf-
persönliche Interview. enthalte versorgen (rund 96% der Fälle). Die Spitals-
entlassungsstatistik hat den Charakter einer Vollerhe-
Ausschöpfung, Erhebungsumfang: Die österreich- bung. Die Größenordnung von fehlenden Meldungen
weite Ausschöpfung lag bei 63,2%. Insgesamt konn- ist mit 0,05% vernachlässigbar.
ten die Daten von 15.474 Personen verwertet und auf
die österreichische Bevölkerung im Alter von 15 und Ab dem Berichtsjahr 2001 kommt österreichweit die
mehr Jahren hochgerechnet werden. ICD-10-BMSG-2001-Version (bzw. ICD-10-Version 1.3)

92
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Methodische Informationen, Hinweise zur Dateninterpretation

für die Kodierung der Diagnosen zur Anwendung. Bei che ist die Statistik der medizinischen Leistungen nur
Zeitreihenvergleichen kann es daher zu Brüchen kom- bedingt anwendbar, da zumeist die ICD-9-CM-Syste-
men. Ein Zeitreihenvergleich auf vierstelliger Ebene für matik angewandt wird.
den Zeitraum 1989 bis zum aktuellen Berichtsjahr ist
nicht für alle ICD-Codes möglich, es kommt eine auf Betten in Krankenanstalten
internationaler Ebene entwickelte, 128 Diagnosegrup-
pen umfassende Kurzliste zur Anwendung. In den Zeitreihen zur Zahl der Betten in Krankenan-
stalten sind – im Gegensatz zu früheren Ausgaben
Es handelt sich bei der Spitalsentlassungsstatistik um des Jahrbuchs für Gesundheitsstatistik – jene Pflege-
keine personenbezogene, sondern um eine fallbezo- einrichtungen bzw. Geriatriezentren nicht mehr ent-
gene Statistik. Das bedeutet, dass eine Person, die halten, die nicht im gesamten Darstellungszeitraum
im Verlauf eines Kalenderjahres mehrmals wegen dem Krankenanstaltenrecht unterlagen. Dadurch
derselben Diagnose ein Krankenhaus aufgesucht hat, konnten die früheren Brüche in manchen Zeitreihen
auch mehrmals in der Statistik aufscheint, ohne dass statistisch bereinigt werden. Dies betrifft die Darstel-
erkennbar ist, dass es sich um ein und dieselbe Per- lung der Entwicklungen in den nicht landesfondsfi-
son gehandelt hat. nanzierten Krankenhäusern und damit auch der Ent-
wicklungen für Österreich insgesamt.
Seit dem Berichtsjahr 2004 werden bei der Berech-
nung der Aufenthaltsdauer die Null-Tages-Fälle, das Internationaler Vergleich der
sind jene Fälle, die am Tag der stationären Aufnahme Gesundheitsausgaben
vor Mitternacht wieder entlassen werden, aus der
Berechnung ausgeschlossen. Dabei handelt es sich Internationale Vergleiche liefern wichtige Aufschlüsse
um einen international üblichen Berechnungsmodus. über Gesundheitssysteme, sind jedoch mit zahl-
Zusätzlich zur Darstellung des arithmetischen Mittels reichen methodischen Problemen behaftet. Zwischen
der Aufenthaltsdauer wird aufgrund der extrem schie- den Ländern bestehen häufig grundlegende Unter-
fen Verteilung der Median abgebildet. schiede im Gesundheitsbegriff und in der Organisa-
tionsstruktur des Gesundheitssystems, weiters ver-
Die Tabellen zu den Entlassungsdiagnosen (Haupt- läuft die Grenzziehung zwischen Gesundheits- und
diagnosen zum Zeitpunkt der Entlassung) der statio- Sozialwesen meist sehr unterschiedlich. Die Darstel-
när behandelten Fälle werden für Österreich und die lung korrespondierender Daten aus unterschiedlichen
Bundesländer präsentiert. Die Zuordnung nach Bun- Quellen kann ebenso eine Rolle spielen wie Brüche in
desländern erfolgt entweder nach dem Standort der den Zeitreihen aufgrund gesetzlicher und organisato-
Krankenanstalt oder dem Wohnbundesland (nur bei rischer Neuerungen oder aufgrund der Änderung von
Wohnsitz Österreich). Systematiken. Eine seriöse Interpretation internatio-
naler Vergleichszahlen ist also erst unter Berücksich-
Bei den seit 1997 erfassten medizinischen Einzel- tigung der Spezifika der Gesundheitssysteme und der
leistungen werden ausgewählte Leistungen ab einer Kenntnis eventueller Abweichungen beim Zustande-
bestimmten Kostengrenze erfasst (Operationen ab kommen und bei der Berechnung der Indikatoren mög-
730  €, nichtoperativen Leistungen ab 220  €). Darü- lich. Im Jahr 2005 entwickelten die Organisationen
ber hinaus werden hochfrequente Leistungen mitein- OECD, Eurostat und die WHO gemeinsam einen Fra-
bezogen (z.B. Appendektomie). Die medizinischen gebogen für Gesundheitsausgaben, den sogenann-
Einzelleistungen werden in Form von 963 Einzelposi- ten „Joint Health Accounts Questionnaire“ (JHAQ).
tionen dargestellt, die in 26 Kapitel und 77 Unterka- Mithilfe dieses Fragebogens soll auf internationaler
pitel gegliedert sind. Bei der Erstellung von Zeitrei- Ebene eine weitere Harmonisierung und Vergleichbar-
hen ist die laufende Wartung des Leistungskatalogs keit der Gesundheitsausgaben erreicht werden. Aktu-
zu berücksichtigen, wobei es vor allem zu Beginn der ell wird er von fast allen OECD-Staaten und auch eini-
LKF-Einführung (1997/1998) und im Zuge der LKF- gen Nicht-OECD-Staaten ausgefüllt. Eine im internati-
Nachkalkulation (2001/2002) zu umfangreichen Tex- onalen Vergleich häufig gewählte Vorgangsweise zur
tänderungen, Streichungen und Neuaufnahmen von Abschätzung von Gesundheitsausgaben ist ihre Dar-
Leistungen gekommen ist. Für internationale Verglei- stellung in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Weitere Informationen:

Todesursachenstatistik

Statistik Austria. Online: http://www.statistik.at / Statistiken - Index A-Z / Gesundheit / Todesursachen.


Leitner, Barbara (2009): Todesursachenstatistik 2007. Schwerpunktthema Obduktionen. Statistische Nachrichten 01/2009.

93
GESUNDHEITSSTATISTIK 2008 – Methodische Informationen, Hinweise zur Dateninterpretation

Lebenserwartung in Gesundheit

Jagger C, Gillies C, Moscone F, Cambois E, Van Oyen H, Nusselder W, Robine J-M, EHLEIS Team (2008): Inequalities in healthy life years in
the 25 countries of the European Union in 2005: a cross-national meta-regression analysis. The Lancet 2008;372(9656).
Mathers CD, et al. (2003): Methods for Measuring Healthy Life Expectancy. In: CJL Murray, Evans D (eds.), Health systems performance
assessment: debates, methods and empiricism (chapter 33; S. 437-470). Geneva: World Health Organization. http://whqlibdoc.who.int/
publications/2003/9241562455.pdf
WHO – World Health Organization (2009): World Health Statistics 2009. Geneva: WHO. http://www.who.int/whosis/whostat/2009/en/index.
html

94
TA B E L L E N
Kap. 1
Bevölkerung und Geborene
1.1 Bevölkerung der Bundesländer 2008 nach Altersgruppen und Geschlecht (Jahresdurchschnitt)
Population in 2008 by NUTS-2 regions, age and sex

Nieder- Ober- Steier-


Alter Österreich Burgenland Kärnten Salzburg Tirol Vorarlberg Wien
österreich österreich mark

Insgesamt
Insgesamt 8.336.549 282.172 560.579 1.601.183 1.409.123 528.276 1.206.206 702.063 366.777 1.680.170
unter 1 Jahr 76.732 2.245 4.745 13.879 13.430 5.079 10.105 6.738 3.865 16.646
1-4 Jahre 319.751 9.464 19.978 60.960 55.652 20.828 42.436 28.106 16.121 66.206
5-9 Jahre 409.752 12.620 26.384 80.261 72.882 27.582 55.112 36.065 20.688 78.158
10-14 Jahre 463.321 14.545 31.120 91.977 84.988 30.914 64.305 41.947 23.545 79.980
15-19 Jahre 501.117 15.823 34.359 98.979 92.046 32.851 71.454 44.566 24.375 86.664
20-24 Jahre 519.599 15.453 32.648 90.791 89.154 33.331 75.974 46.236 23.648 112.364
25-29 Jahre 545.638 16.220 33.192 91.393 90.508 34.950 78.379 47.758 24.906 128.332
30-34 Jahre 539.134 17.215 32.730 95.604 86.863 34.078 76.940 46.538 24.510 124.656
35-39 Jahre 640.746 21.097 40.944 121.980 104.877 40.941 91.094 55.214 28.656 135.943
40-44 Jahre 715.334 23.342 46.969 140.136 120.686 45.550 101.517 62.005 31.409 143.720
45-49 Jahre 671.507 23.808 46.547 131.692 115.641 42.109 97.587 55.816 28.534 129.773
50-54 Jahre 561.512 21.093 40.633 108.502 96.178 35.945 83.598 45.287 23.328 106.948
55-59 Jahre 491.924 19.336 34.912 96.212 81.407 31.932 71.171 39.941 21.068 95.945
60-64 Jahre 442.598 14.431 30.652 86.311 68.692 28.514 63.453 35.901 18.145 96.499
65-69 Jahre 476.434 16.275 33.225 97.823 75.143 28.922 70.775 37.006 18.218 99.047
70-74 Jahre 299.211 12.622 21.546 62.501 51.977 17.448 46.289 24.124 12.483 50.221
75-79 Jahre 276.178 11.502 20.940 56.710 46.625 15.785 44.493 21.097 10.287 48.739
80-84 Jahre 217.964 9.014 16.497 43.391 35.631 11.856 35.114 15.509 7.511 43.441
85-89 Jahre 125.071 4.838 9.277 24.008 20.438 7.249 19.895 8.861 4.047 26.458
90 Jahre und älter 43.026 1.229 3.281 8.073 6.305 2.412 6.515 3.348 1.433 10.430

Männlich
Zusammen 4.058.635 138.050 271.698 784.286 691.809 256.430 588.780 343.340 180.798 803.444
unter 1 Jahr 39.412 1.162 2.445 7.128 6.937 2.627 5.101 3.497 1.946 8.569
1-4 Jahre 163.501 4.754 10.265 31.210 28.478 10.683 21.559 14.364 8.249 33.939
5-9 Jahre 210.277 6.492 13.469 41.344 37.315 14.277 28.296 18.514 10.620 39.950
10-14 Jahre 237.190 7.396 15.818 47.126 43.493 15.808 33.017 21.508 12.042 40.982
15-19 Jahre 256.937 8.079 17.635 50.865 47.399 16.889 36.758 22.726 12.554 44.032
20-24 Jahre 262.561 8.009 16.732 46.588 45.370 16.780 38.933 23.158 12.046 54.945
25-29 Jahre 274.626 8.238 16.819 46.372 46.251 17.492 40.031 23.984 12.379 63.060
30-34 Jahre 269.210 8.531 16.440 47.244 43.816 16.942 38.974 23.242 12.257 61.764
35-39 Jahre 320.249 10.650 20.310 60.575 53.033 20.172 46.278 27.651 14.301 67.279
40-44 Jahre 362.237 11.944 23.444 70.770 61.414 22.686 52.010 31.081 16.098 72.790
45-49 Jahre 339.206 12.137 23.349 67.097 58.697 20.807 49.552 28.066 14.416 65.085
50-54 Jahre 278.545 10.783 20.241 54.623 48.351 17.260 41.664 22.212 11.578 51.833
55-59 Jahre 241.273 9.858 17.022 47.711 40.789 15.320 34.921 19.504 10.459 45.689
60-64 Jahre 213.163 7.186 14.795 42.282 33.462 13.700 30.411 17.340 8.958 45.029
65-69 Jahre 224.524 7.918 15.577 47.360 35.432 13.614 33.198 17.504 8.774 45.147
70-74 Jahre 134.313 5.651 9.567 28.780 23.165 7.908 20.769 11.076 5.612 21.785
75-79 Jahre 114.675 4.756 8.588 24.116 19.582 6.618 18.497 9.202 4.399 18.917
80-84 Jahre 73.463 2.978 5.748 14.890 11.963 4.154 11.852 5.486 2.615 13.777
85-89 Jahre 33.756 1.270 2.668 6.491 5.420 2.059 5.520 2.422 1.158 6.748
90 Jahre und älter 9.517 258 766 1.714 1.442 634 1.439 803 337 2.124

Weiblich
Zusammen 4.277.914 144.122 288.881 816.897 717.314 271.846 617.426 358.723 185.979 876.726
unter 1 Jahr 37.320 1.083 2.300 6.751 6.493 2.452 5.004 3.241 1.919 8.077
1-4 Jahre 156.250 4.710 9.713 29.750 27.174 10.145 20.877 13.742 7.872 32.267
5-9 Jahre 199.475 6.128 12.915 38.917 35.567 13.305 26.816 17.551 10.068 38.208
10-14 Jahre 226.131 7.149 15.302 44.851 41.495 15.106 31.288 20.439 11.503 38.998
15-19 Jahre 244.180 7.744 16.724 48.114 44.647 15.962 34.696 21.840 11.821 42.632
20-24 Jahre 257.038 7.444 15.916 44.203 43.784 16.551 37.041 23.078 11.602 57.419
25-29 Jahre 271.012 7.982 16.373 45.021 44.257 17.458 38.348 23.774 12.527 65.272
30-34 Jahre 269.924 8.684 16.290 48.360 43.047 17.136 37.966 23.296 12.253 62.892
35-39 Jahre 320.497 10.447 20.634 61.405 51.844 20.769 44.816 27.563 14.355 68.664
40-44 Jahre 353.097 11.398 23.525 69.366 59.272 22.864 49.507 30.924 15.311 70.930
45-49 Jahre 332.301 11.671 23.198 64.595 56.944 21.302 48.035 27.750 14.118 64.688
50-54 Jahre 282.967 10.310 20.392 53.879 47.827 18.685 41.934 23.075 11.750 55.115
55-59 Jahre 250.651 9.478 17.890 48.501 40.618 16.612 36.250 20.437 10.609 50.256
60-64 Jahre 229.435 7.245 15.857 44.029 35.230 14.814 33.042 18.561 9.187 51.470
65-69 Jahre 251.910 8.357 17.648 50.463 39.711 15.308 37.577 19.502 9.444 53.900
70-74 Jahre 164.898 6.971 11.979 33.721 28.812 9.540 25.520 13.048 6.871 28.436
75-79 Jahre 161.503 6.746 12.352 32.594 27.043 9.167 25.996 11.895 5.888 29.822
80-84 Jahre 144.501 6.036 10.749 28.501 23.668 7.702 23.262 10.023 4.896 29.664
85-89 Jahre 91.315 3.568 6.609 17.517 15.018 5.190 14.375 6.439 2.889 19.710
90 Jahre und älter 33.509 971 2.515 6.359 4.863 1.778 5.076 2.545 1.096 8.306

Q: STATISTIK AUSTRIA.

99
1.2 Geborene und Geburten nach Mehrlingseigenschaft in Österreich seit 1941
Births and maternities since 1941 by plurality

Geburten Mehrlingsgeburten Mehrlingsgeborene


Ge-
Jahr1) insge- insge- Zwillings- Drillings- Vier- u. Fünf- insge- Lebend- Totge-
borene Einzelgeburten
samt samt geburten geburten lingsgeburten samt geborene borene
2
1941 145.873 144.045 142.239 1.806 1.786 18 2 ) 3.634 . .
1943 130.802 129.055 127.329 1.726 1.705 21 - 3.473 . .
1944 135.845 134.151 132.469 1.682 1.670 12 - 3.376 . .
1945 103.389 102.261 101.147 1.114 1.100 14 - 2.242 . .
1946 113.803 112.311 110.830 1.481 1.470 11 - 2.973 2836 137
1947 131.719 130.161 128.616 1.545 1.532 13 - 3.103 2966 137
1948 125.855 124.356 122.873 1.483 1.467 16 - 2.982 2.832 150
1949 115.691 114.301 112.920 1.381 1.372 9 - 2.771 2.639 132
1950 110.223 108.849 107.492 1.357 1.340 17 - 2.731 2.601 130
1951 104.909 103.705 102.512 1.193 1.182 11 - 2.397 2.269 128
1952 105.100 103.910 102.731 1.179 1.168 11 - 2.369 2.248 121
1953 104.776 103.612 102.454 1.158 1.152 6 - 2.322 2.229 93
1954 105.933 104.754 103.584 1.170 1.161 9 - 2.349 2.249 100
1955 110.507 109.281 108.062 1.219 1.212 7 - 2.445 2.329 116
1956 117.914 116.625 115.347 1.278 1.267 11 - 2.567 2.441 126
1957 120.784 119.400 118.029 1.371 1.358 13 - 2.755 2.629 126
3
1958 121.733 120.363 119.012 1.351 1.333 17 1 ) 2.721 2.599 122
1959 126.312 124.957 123.607 1.350 1.345 5 - 2.705 2.612 93
1960 127.861 126.481 125.113 1.368 1.356 12 - 2.748 2.634 114
1961 133.320 . . . . . . . . .
1962 135.088 . . . . . . . . .
1963 136.623 . . . . . . . . .
1964 135.528 . . . . . . . . .
1965 131.489 130.173 128.865 1.308 1.300 8 - 2.624 2.538 86
4
1966 130.048 128.783 127.528 1.255 1.246 8 1 ) 2.520 2.434 86
1967 128.805 127.652 126.509 1.143 1.133 10 - 2.296 2.223 73
5
1968 127.485 126.261 125.048 1.213 1.203 9 1 ) 2.437 2.366 71
1969 122.653 121.489 120.339 1.150 1.136 14 - 2.314 2.232 82
1970 113.442 112.404 111.374 1.030 1.022 8 - 2.068 2.000 68
1971 109.566 108.525 107.489 1.036 1.031 5 - 2.077 2.021 56
1972 105.038 104.064 103.094 970 966 4 - 1.944 1.896 48
1973 98.918 98.029 97.145 884 879 5 - 1.773 1.717 56
1974 98.258 97.355 96.464 891 879 12 - 1.794 1.753 41
1975 94.548 93.648 92.756 892 884 8 - 1.792 1.746 46
1976 88.129 87.321 86.528 793 778 15 - 1.601 1.560 41
1977 86.268 85.518 84.772 746 742 4 - 1.496 1.458 38
1978 85.964 85.202 84.449 753 744 9 - 1.515 1.492 23
1979 86.949 86.193 85.445 748 740 8 - 1.504 1.467 37
1980 91.474 90.662 89.858 804 796 8 - 1.616 1.571 45
1981 94.453 93.630 92.812 818 813 5 - 1.641 1.616 25
6
1982 95.309 94.433 93.569 864 852 11 1 ) 1.741 1.711 30
1983 90.599 89.762 88.933 829 821 8 - 1.666 1.645 21
1984 89.643 88.831 88.033 798 784 14 - 1.610 1.579 31
7
1985 87.847 86.977 86.130 847 826 19 2 ) 1.717 1.692 25
5
1986 87.349 86.523 85.710 813 801 11 1 ) 1.639 1.615 24
8
1987 86.792 85.979 85.183 796 780 15 1 ) 1.609 1.592 17
5
1988 88.377 87.481 86.599 882 869 12 1 ) 1.778 1.755 23
1989 89.106 88.197 87.294 903 897 6 - 1.812 1.793 19
1990 90.779 89.816 88.870 946 929 17 - 1.909 1.887 22
9
1991 94.950 93.984 93.039 945 925 19 1 ) 1.911 1.895 16
10
1992 95.641 94.599 93.577 1.022 1.004 17 1 ) 2.064 2.043 21
11
1993 95.544 94.529 93.539 990 967 21 2 ) 2.005 1.995 10
12
1994 92.722 91.594 90.489 1.105 1.083 21 1 ) 2.233 2.210 23
13
1995 89.058 87.966 86.898 1.068 1.048 16 4 ) 2.160 2.134 26
14
1996 89.208 88.132 87.085 1.047 1.019 27 1 ) 2.123 2.108 15
15
1997 84.408 83.324 82.267 1.057 1.032 23 2 ) 2.141 2.113 28
16
1998 81.567 80.525 79.519 1.006 972 32 2 ) 2.048 2.036 12
1999 78.454 77.356 76.295 1.061 1.024 37 - 2.159 2.138 21
2000 78.599 77.546 76.525 1.021 989 32 - 2.074 2.059 15
2001 75.736 74.559 73.413 1.146 1.115 31 - 2.323 2.311 12
17
2002 78.737 77.542 76.378 1.164 1.134 29 1 ) 2.359 2.324 35
5
2003 77.251 75.975 74.742 1.233 1.191 41 1 ) 2.509 2.489 20
2004 79.281 78.029 76.802 1.227 1.202 25 - 2.479 2.454 25
5
2005 78.479 77.248 76.050 1.198 1.166 31 1 ) 2.429 2.415 14
5
2006 78.227 76.897 75.599 1.298 1.267 30 1 ) 2.628 2.610 18
2007 76.541 75.204 73.904 1.300 1.263 37 - 2.637 2.612 25
2008 78.010 76.655 75.331 1.324 1.293 31 - 2.679 2.658 21

Q: STATISTIK AUSTRIA.
1) 1941 - 1944 damaliger Gebietsstand; - 2) Je 4 Knaben (N.Ö., Ktn); - 3) 4 Knaben (Tirol); - 4) 4 Mädchen (N.Ö.); - 5) 2 Knaben, 2 Mädchen (Wien); -
6) 4 Mädchen (N.Ö.); - 7) Je 2 Knaben und 2 Mädchen (Stmk und Tirol); - 8) 2 Knaben, 2 Mädchen (Sbg); - 9) 2 Knaben, 2 Mädchen (Tirol); - 10) Fünflinge:
2 Knaben, 3 Mädchen (Ktn); - 11) 1 Knabe, 3 Mädchen (N.Ö.), 4 Mädchen (Wien); - 12) 4 Mädchen (Tirol); - 13) 4 Knaben (N.Ö.); 1 Knabe, 3 Mädchen
(N.Ö.); 1 Knabe, 3 Mädchen (Wien); 2 Knaben, 2 Mädchen (Wien); - 14) 2 Knaben, 2 Mädchen (Sbg); - 15) 1 Knabe, 3 Mädchen (N.Ö.); 3 Knaben, 1
Mädchen (O.Ö.); - 16) 1 Knabe, 3 Mädchen (N.Ö.), 4 Mädchen (N.Ö.); - 17) 1 Knabe, 3 Mädchen (Sbg).

100
1.3 Lebendgeborene seit 1985 nach Geschlecht und Bundesländern
Live births since 1985 by sex and NUTS-2 regions

Nieder- Ober-
Jahr Österreich Burgenland Kärnten Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien
österreich österreich

Männliche Lebendgeborene
1985 45.054 1.511 3.391 8.024 8.244 3.120 7.045 4.072 2.282 7.365
1987 44.285 1.404 3.116 7.866 8.288 2.990 6.732 4.051 2.166 7.672
1988 45.355 1.394 3.191 7.912 8.485 3.126 6.819 4.140 2.224 8.064
1989 45.505 1.399 3.231 8.148 8.520 2.991 6.736 4.097 2.210 8.173
1990 46.478 1.329 3.290 8.560 8.391 3.089 6.868 4.170 2.321 8.460
1991 48.605 1.412 3.359 8.780 9.024 3.330 7.045 4.404 2.396 8.855
1992 49.096 1.314 3.351 8.802 9.102 3.375 7.172 4.558 2.525 8.897
1993 48.767 1.403 3.298 8.889 9.106 3.362 6.897 4.509 2.478 8.825
1994 47.412 1.355 3.200 8.528 8.745 3.299 6.603 4.412 2.436 8.834
1995 45.419 1.238 3.144 8.250 8.324 3.165 6.391 4.289 2.331 8.287
1996 45.558 1.238 3.116 8.356 8.396 3.082 6.436 4.186 2.392 8.356
1997 42.942 1.265 2.829 7.856 7.910 3.015 5.962 4.073 2.106 7.926
1998 41.712 1.194 2.780 7.664 7.597 2.939 5.652 3.879 2.160 7.847
1999 39.991 1.123 2.688 7.201 7.162 2.903 5.553 3.611 2.073 7.677
2000 40.132 1.164 2.628 7.300 7.170 2.816 5.442 3.715 1.972 7.925
2001 38.597 1.139 2.555 7.028 6.809 2.635 5.148 3.430 2.084 7.769
2002 40.118 1.152 2.449 7.350 7.068 2.822 5.392 3.566 2.008 8.311
2003 39.542 1.071 2.476 7.109 6.909 2.693 5.280 3.485 1.910 8.609
2004 40.540 1.117 2.482 7.360 7.128 2.699 5.342 3.635 2.037 8.740
2005 39.878 1.114 2.443 7.264 6.930 2.709 5.308 3.482 2.080 8.548
2006 39.745 1.052 2.559 7.200 6.925 2.568 5.187 3.548 1.990 8.716
2007 38.940 1.133 2.451 6.926 6.824 2.589 5.158 3.408 1.837 8.614
2008 40.126 1.111 2.407 7.268 7.049 2.631 5.202 3.487 1.953 9.018

Weibliche Lebendgeborene
1985 42.386 1.411 3.208 7.396 7.916 2.931 6.559 3.916 2.061 6.988
1987 42.218 1.279 2.917 7.555 8.030 2.856 6.510 3.854 2.062 7.155
1988 42.697 1.295 3.016 7.685 8.012 2.731 6.482 3.855 2.118 7.503
1989 43.254 1.311 3.077 7.804 7.991 2.872 6.378 3.899 2.154 7.768
1990 43.976 1.346 3.137 7.962 8.064 2.845 6.431 4.028 2.247 7.916
1991 46.024 1.296 3.241 8.473 8.433 3.029 6.705 4.239 2.247 8.361
1992 46.206 1.305 3.255 8.233 8.500 3.215 6.530 4.289 2.349 8.530
1993 46.460 1.353 3.098 8.480 8.761 3.139 6.464 4.344 2.307 8.514
1994 45.003 1.265 3.075 8.173 8.483 3.039 6.342 4.173 2.223 8.230
1995 43.250 1.255 3.005 7.881 8.025 3.007 5.835 3.956 2.312 7.974
1996 43.251 1.223 2.972 7.826 7.939 3.045 5.988 4.135 2.237 7.886
1997 41.103 1.162 2.808 7.449 7.549 2.889 5.759 3.776 2.132 7.579
1998 39.521 1.137 2.710 7.077 7.088 2.743 5.516 3.819 2.043 7.388
1999 38.147 1.108 2.545 6.930 6.740 2.654 5.212 3.480 1.998 7.480
2000 38.136 1.042 2.527 6.797 6.935 2.621 5.233 3.434 1.925 7.622
2001 36.861 1.072 2.452 6.632 6.628 2.554 4.866 3.353 1.906 7.398
2002 38.281 1.008 2.383 6.863 6.812 2.614 5.070 3.407 2.007 8.117
2003 37.402 1.096 2.331 6.693 6.611 2.481 5.084 3.359 1.870 7.877
2004 38.428 1.093 2.363 6.962 6.809 2.555 5.122 3.403 2.005 8.116
2005 38.312 1.076 2.381 6.926 6.694 2.569 5.143 3.429 1.902 8.192
2006 38.169 1.072 2.362 6.969 6.602 2.449 5.099 3.357 1.863 8.396
2007 37.310 1.040 2.252 6.695 6.473 2.442 5.009 3.243 1.885 8.271
2008 37.626 1.104 2.311 6.817 6.491 2.439 5.053 3.216 1.838 8.357

Sexualproportion (männliche auf 1.000 weibliche Lebendgeborene)


1985 1.062,9 1.070,9 1.057,0 1.084,9 1.041,4 1.064,5 1.074,1 1.039,8 1.107,2 1.053,9
1987 1.049,0 1.097,7 1.068,2 1.041,2 1.032,1 1.046,9 1.034,1 1.051,1 1.050,4 1.072,3
1988 1.062,3 1.076,4 1.058,0 1.029,5 1.059,0 1.144,6 1.052,0 1.073,9 1.050,0 1.074,8
1989 1.052,0 1.067,1 1.050,0 1.044,1 1.066,2 1.041,4 1.056,1 1.050,8 1.026,0 1.052,1
1990 1.056,9 987,4 1.048,8 1.075,1 1.040,6 1.085,8 1.068,0 1.035,3 1.032,9 1.068,7
1991 1.056,1 1.089,5 1.036,4 1.036,2 1.070,1 1.099,4 1.050,7 1.038,9 1.066,3 1.059,1
1992 1.062,5 1.006,9 1.029,5 1.069,1 1.070,8 1.049,8 1.098,3 1.062,7 1.074,9 1.043,0
1993 1.049,7 1.037,0 1.064,6 1.048,2 1.039,4 1.071,0 1.067,0 1.038,0 1.074,1 1.036,5
1994 1.053,5 1.071,1 1.040,7 1.043,4 1.030,9 1.085,6 1.041,2 1.057,3 1.095,8 1.073,4
1995 1.050,2 986,5 1.046,3 1.046,8 1.037,3 1.052,5 1.095,3 1.084,2 1.008,2 1.039,3
1996 1.053,3 1.012,3 1.048,5 1.067,7 1.057,6 1.012,2 1.074,8 1.012,3 1.069,3 1.059,6
1997 1.044,7 1.088,6 1.007,5 1.054,6 1.047,8 1.043,6 1.035,2 1.078,7 987,8 1.045,8
1998 1.055,4 1.050,1 1.025,8 1.082,9 1.071,8 1.071,5 1.024,7 1.015,7 1.057,3 1.062,1
1999 1.048,3 1.013,5 1.056,2 1.039,1 1.062,6 1.093,8 1.065,4 1.037,6 1.037,5 1.026,3
2000 1.052,3 1.117,1 1.040,0 1.074,0 1.033,9 1.074,4 1.039,9 1.081,8 1.024,4 1.039,8
2001 1.047,1 1.062,5 1.042,0 1.059,7 1.027,3 1.031,7 1.058,0 1.023,0 1.093,4 1.050,1
2002 1.048,0 1.142,9 1.027,7 1.071,0 1.037,6 1.079,6 1.063,5 1.046,7 1.000,5 1.023,9
2003 1.057,2 977,2 1.062,2 1.062,2 1.045,1 1.085,4 1.038,6 1.037,5 1.021,4 1.092,9
2004 1.055,0 1.022,0 1.050,4 1.057,2 1.046,8 1.056,4 1.043,0 1.068,2 1.016,0 1.076,9
2005 1.040,9 1.035,3 1.026,0 1.048,8 1.035,3 1.054,5 1.032,1 1.015,5 1.093,6 1.043,5
2006 1.041,3 981,3 1.083,4 1.033,1 1.048,9 1.048,6 1.017,3 1.056,9 1.068,2 1.038,1
2007 1.043,7 1.089,4 1.088,4 1.034,5 1.054,2 1.060,2 1.029,7 1.050,9 974,5 1.041,5
2008 1.066,4 1.006,3 1.041,5 1.066,2 1.086,0 1.078,7 1.029,5 1.084,3 1.062,6 1.079,1

Q: STATISTIK AUSTRIA.

101
1.4 Fertilität und Reproduktion seit 1985 nach Bundesländern
Fertility and reproduction since 1985 by NUTS-2 regions

Öster- Burgen- Nieder- Ober- Salz- Steier- Vorarl-


Jahr Kärnten Tirol Wien
reich land österreich österreich burg mark berg

Gesamtfertilitätsrate
1985 1,47 1,41 1,51 1,44 1,54 1,58 1,44 1,59 1,72 1,33
1987 1,43 1,30 1,36 1,41 1,53 1,49 1,40 1,53 1,63 1,33
1988 1,45 1,32 1,40 1,42 1,54 1,47 1,40 1,53 1,65 1,38
1989 1,45 1,34 1,42 1,44 1,54 1,45 1,39 1,50 1,62 1,38
1990 1,46 1,33 1,45 1,48 1,53 1,43 1,42 1,52 1,65 1,39
1991 1,51 1,35 1,49 1,53 1,60 1,50 1,47 1,59 1,65 1,42
1992 1,51 1,30 1,49 1,50 1,60 1,54 1,46 1,61 1,70 1,42
1993 1,50 1,37 1,44 1,53 1,62 1,51 1,44 1,60 1,67 1,40
1994 1,47 1,31 1,43 1,48 1,58 1,48 1,41 1,55 1,64 1,38
1995 1,42 1,25 1,42 1,44 1,52 1,45 1,35 1,50 1,64 1,33
1996 1,45 1,25 1,43 1,46 1,55 1,46 1,40 1,53 1,65 1,34
1997 1,39 1,25 1,36 1,41 1,50 1,43 1,35 1,46 1,54 1,29
1998 1,37 1,23 1,36 1,38 1,46 1,40 1,31 1,45 1,54 1,29
1999 1,34 1,20 1,32 1,35 1,41 1,40 1,29 1,36 1,51 1,29
2000 1,36 1,20 1,34 1,37 1,46 1,40 1,30 1,38 1,46 1,34
2001 1,33 1,22 1,31 1,35 1,41 1,35 1,23 1,33 1,51 1,32
2002 1,39 1,21 1,30 1,42 1,47 1,43 1,29 1,38 1,53 1,42
2003 1,38 1,24 1,32 1,40 1,45 1,38 1,29 1,37 1,45 1,41
2004 1,42 1,28 1,35 1,46 1,51 1,42 1,31 1,42 1,56 1,42
2005 1,41 1,27 1,37 1,46 1,49 1,44 1,32 1,40 1,54 1,38
2006 1,41 1,25 1,42 1,46 1,49 1,38 1,31 1,41 1,51 1,39
2007 1,38 1,29 1,38 1,41 1,47 1,40 1,30 1,37 1,47 1,36
2008 1,41 1,31 1,40 1,46 1,51 1,43 1,32 1,39 1,51 1,39

Nettoreproduktionsrate
1985 0,70 0,68 0,72 0,69 0,74 0,75 0,69 0,76 0,82 0,63
1987 0,68 0,62 0,65 0,67 0,73 0,71 0,67 0,73 0,78 0,64
1988 0,69 0,63 0,67 0,68 0,74 0,71 0,67 0,73 0,79 0,66
1989 0,69 0,64 0,68 0,69 0,74 0,69 0,67 0,72 0,78 0,66
1990 0,70 0,64 0,70 0,71 0,73 0,68 0,68 0,73 0,79 0,66
1991 0,72 0,65 0,72 0,73 0,77 0,72 0,71 0,76 0,79 0,68
1992 0,72 0,62 0,71 0,72 0,77 0,74 0,70 0,77 0,82 0,68
1993 0,72 0,66 0,69 0,73 0,78 0,72 0,69 0,76 0,80 0,67
1994 0,70 0,63 0,69 0,71 0,75 0,71 0,68 0,74 0,78 0,66
1995 0,68 0,60 0,68 0,69 0,73 0,70 0,65 0,72 0,79 0,64
1996 0,69 0,60 0,69 0,70 0,74 0,70 0,67 0,73 0,79 0,65
1997 0,67 0,60 0,65 0,68 0,72 0,69 0,65 0,70 0,74 0,62
1998 0,66 0,59 0,65 0,66 0,70 0,68 0,63 0,70 0,74 0,62
1999 0,64 0,58 0,63 0,65 0,68 0,68 0,62 0,65 0,73 0,62
2000 0,66 0,58 0,64 0,66 0,70 0,67 0,62 0,67 0,70 0,65
2001 0,64 0,59 0,63 0,65 0,68 0,65 0,59 0,64 0,73 0,63
2002 0,67 0,59 0,63 0,68 0,71 0,69 0,62 0,67 0,74 0,68
2003 0,66 0,60 0,63 0,67 0,70 0,66 0,62 0,66 0,70 0,68
2004 0,68 0,61 0,65 0,70 0,73 0,68 0,63 0,68 0,75 0,68
2005 0,68 0,61 0,66 0,70 0,72 0,69 0,64 0,67 0,74 0,66
2006 0,68 0,60 0,68 0,70 0,72 0,67 0,63 0,68 0,73 0,67
2007 0,66 0,62 0,66 0,68 0,71 0,67 0,63 0,66 0,71 0,65
2008 0,68 0,63 0,68 0,70 0,73 0,69 0,64 0,67 0,73 0,67

Durchschnittliches Fertilitätsalter (in Jahren)


1985 26,7 25,6 26,7 26,4 26,6 27,0 26,3 27,5 27,4 26,9
1987 26,9 25,9 27,0 26,5 26,9 27,3 26,6 27,7 27,6 27,0
1988 26,9 25,9 26,9 26,7 27,0 27,3 26,4 27,8 27,7 27,0
1989 27,1 26,3 27,0 26,7 27,1 27,4 26,7 27,7 27,8 27,1
1990 27,2 26,4 27,2 26,9 27,2 27,6 26,9 27,9 27,6 27,3
1991 27,2 26,8 27,2 27,0 27,3 27,6 26,9 27,9 27,9 27,0
1992 27,3 26,8 27,4 27,0 27,3 27,5 27,0 27,8 27,7 27,1
1993 27,3 26,9 27,4 27,1 27,4 27,5 27,0 27,9 27,9 27,2
1994 27,5 27,0 27,4 27,3 27,6 27,7 27,2 28,0 27,8 27,5
1995 27,7 27,2 27,7 27,5 27,7 27,8 27,4 28,3 28,0 27,6
1996 27,8 27,4 27,8 27,7 27,9 28,0 27,5 28,3 28,1 27,8
1997 27,9 27,7 27,9 27,8 27,9 28,1 27,6 28,4 28,3 27,9
1998 28,0 27,7 27,9 27,9 28,0 28,2 27,8 28,6 28,2 28,0
1999 28,2 28,0 28,2 28,1 28,1 28,3 27,8 28,7 28,4 28,1
2000 28,2 28,2 28,3 28,1 28,2 28,4 28,0 28,8 28,4 28,1
2001 28,4 28,3 28,7 28,2 28,3 28,6 28,2 28,9 28,8 28,2
2002 28,6 28,6 28,6 28,4 28,5 28,8 28,5 28,9 28,9 28,4
2003 28,8 28,6 28,8 28,6 28,7 28,9 28,6 29,2 29,0 28,6
2004 28,8 28,9 28,9 28,7 28,8 28,9 28,8 29,3 29,2 28,7
2005 29,0 29,1 29,1 28,8 28,9 29,2 28,9 29,5 29,6 28,9
2006 29,2 29,1 29,1 29,1 29,1 29,2 29,2 29,6 29,4 29,2
2007 29,4 29,3 29,2 29,2 29,2 29,5 29,3 29,8 29,6 29,4
2008 29,5 29,4 29,3 29,4 29,3 29,6 29,4 29,8 29,8 29,5

Q: STATISTIK AUSTRIA.

102
1.5 Lebendgeborene seit 2000 nach der Kategorie des Niederkunftsortes und Wohnland der Mutter
Live births since 2000 by place of delivery and NUTS-2 regions

Öster- Burgen- Nieder- Ober- Salz- Steier- Vorarl-


Jahr Kärnten Tirol Wien
reich land österreich österreich burg mark berg

Lebendgeborene insgesamt
2000 78.268 2.206 5.155 14.097 14.105 5.437 10.675 7.149 3.897 15.547
2002 78.399 2.160 4.832 14.213 13.880 5.436 10.462 6.973 4.015 16.428
2003 76.944 2.167 4.807 13.802 13.520 5.174 10.364 6.844 3.780 16.486
2004 78.968 2.210 4.845 14.322 13.937 5.254 10.464 7.038 4.042 16.856
2005 78.190 2.190 4.824 14.190 13.624 5.278 10.451 6.911 3.982 16.740
2006 77.914 2.124 4.921 14.169 13.527 5.017 10.286 6.905 3.853 17.112
2007 76.250 2.173 4.703 13.621 13.297 5.031 10.167 6.651 3.722 16.885
2008 77.752 2.215 4.718 14.085 13.540 5.070 10.255 6.703 3.791 17.375
In Krankenanstalt geboren
2000 76.948 2.188 5.039 13.850 13.796 5.382 10.486 7.078 3.876 15.253
2002 77.112 2.131 4.685 14.025 13.613 5.360 10.269 6.897 3.991 16.141
2003 75.728 2.150 4.677 13.620 13.267 5.106 10.161 6.769 3.741 16.237
2004 77.731 2.189 4.691 14.119 13.706 5.171 10.273 6.967 3.998 16.617
2005 77.059 2.178 4.657 14.027 13.399 5.236 10.260 6.844 3.936 16.522
2006 76.842 2.102 4.776 14.016 13.311 4.956 10.121 6.818 3.816 16.926
2007 75.113 2.153 4.579 13.459 13.098 4.955 9.983 6.563 3.684 16.639
2008 76.625 2.200 4.582 13.910 13.351 4.980 10.043 6.628 3.760 17.171
Im Entbindungsheim geboren
2000 298 2 60 38 71 - 1 1 1 124
2002 225 3 68 25 26 1 4 - - 98
2003 72 - 47 1 22 - - - - 2
2004 70 - 70 - - - - - - -
2005 82 - 80 - - - 1 - - 1
2006 58 - 47 - 1 10 - - - -
2007 75 - 37 - - 37 1 - - -
2008 142 - 28 - 1 42 71 - - -
In der Wohnung der Hebamme geboren
2000 109 9 4 8 6 81 1 - - -
2002 148 1 14 3 21 17 76 - - 16
2003 105 - 12 2 5 8 74 1 - 3
2004 117 - 5 1 14 24 68 1 - 4
2005 95 - 1 - 12 1 80 - - 1
2006 79 - 2 - 9 1 66 - - 1
2007 67 - 1 - 10 - 56 - - -
2008 8 - - - 6 2 - - - -
In der Wohnung der Mutter geboren
2000 805 14 41 185 208 44 80 61 16 156
2002 753 19 55 142 179 47 86 56 17 152
2003 898 15 53 162 209 52 86 66 35 220
2004 933 19 65 186 195 56 94 65 38 215
2005 861 10 74 151 192 38 90 62 44 200
2006 845 20 86 140 182 45 87 78 36 171
2007 897 18 78 146 175 37 103 79 38 223
2008 877 14 97 160 164 41 119 66 27 189
Am Transport geboren
2000 30 1 - 5 5 2 7 6 1 3
2002 26 1 - 4 6 2 4 3 1 5
2003 28 1 3 7 1 1 5 2 1 7
2004 29 - 1 6 5 - 8 2 2 5
2005 22 1 - 3 5 1 7 1 - 4
2006 15 1 1 2 4 1 2 2 - 2
2007 9 - - 2 2 1 - 2 - 2
2008 15 1 - 1 4 1 2 2 - 4
Sonstiger Niederkunftsort
2000 78 1 6 15 17 3 20 2 3 11
2002 135 5 10 14 35 9 23 17 6 16
2003 113 1 15 10 16 7 38 6 3 17
2004 88 2 13 10 17 3 21 3 4 15
2005 71 1 12 9 16 2 13 4 2 12
2006 75 1 9 11 20 4 10 7 1 12
2007 89 2 8 14 12 1 24 7 - 21
2008 85 - 11 14 14 4 20 7 4 11
Von 100 Lebendgeborenen wurden ... in Krankenanstalten geboren
2000 98,3 99,2 97,7 98,2 97,8 99,0 98,2 99,0 99,5 98,1
2002 98,4 98,7 97,0 98,7 98,1 98,6 98,2 98,9 99,4 98,3
2003 98,4 99,2 97,3 98,7 98,1 98,7 98,0 98,9 99,0 98,5
2004 98,4 99,0 96,8 98,6 98,3 98,4 98,2 99,0 98,9 98,6
2005 98,6 99,5 96,5 98,9 98,3 99,2 98,2 99,0 98,8 98,7
2006 98,6 99,0 97,1 98,9 98,4 98,8 98,4 98,7 99,0 98,9
2007 98,5 99,1 97,4 98,8 98,5 98,5 98,2 98,7 99,0 98,5
2008 98,6 99,3 97,1 98,8 98,6 98,2 97,9 98,9 99,2 98,8

Q: STATISTIK AUSTRIA.

103
1.6 Lebendgeborene seit 2002 nach dem Alter der Mutter und Bundesländern
Live births since 2002 by age of mother and NUTS-2 regions

Alter der Mutter


Bundesland, Insge-
Jahr samt unter 15 bis unter 20 bis unter 25 bis unter 30 bis unter 35 bis unter 40 bis unter 45 Jahren ø
15 Jahren 20 Jahren 25 Jahren 30 Jahren 35 Jahren 40 Jahren 45 Jahren und älter Alter

Österreich 2002 78.399 12 3.244 14.631 25.148 23.508 10.017 1.767 72 29,3
2003 76.944 16 3.090 14.178 24.091 22.971 10.585 1.941 72 29,4
2004 78.968 17 3.234 14.851 24.183 23.341 11.282 1.994 66 29,5
2005 78.190 3 3.059 14.395 23.804 23.271 11.414 2.149 95 29,6
2006 77.914 18 2.874 13.956 23.635 23.357 11.610 2.364 100 29,7
2007 76.250 6 2.717 13.209 23.409 22.606 11.806 2.384 113 29,8
2008 77.752 7 2.747 13.145 24.274 22.707 12.156 2.573 143 29,9
Burgenland 2002 2.160 - 72 384 787 640 224 52 1 29,2
2003 2.167 - 75 394 775 608 272 41 2 29,2
2004 2.210 2 63 381 789 652 261 59 3 29,4
2005 2.190 1 65 382 684 706 298 49 5 29,6
2006 2.124 - 68 345 722 652 282 54 1 29,6
2007 2.173 - 62 320 758 687 293 50 3 29,8
2008 2.215 - 65 319 741 709 321 59 1 29,9
Kärnten 2002 4.832 - 177 938 1.547 1.428 637 102 3 29,3
2003 4.807 - 196 895 1.498 1.396 676 140 6 29,5
2004 4.845 - 213 924 1.460 1.375 736 132 5 29,5
2005 4.824 - 188 895 1.445 1.434 718 140 4 29,6
2006 4.921 - 179 909 1.566 1.365 724 165 13 29,6
2007 4.703 - 197 852 1.444 1.347 717 141 5 29,6
2008 4.718 - 152 850 1.528 1.304 712 164 8 29,7
Niederösterreich 2002 14.213 1 561 2.521 4.865 4.275 1.677 304 9 29,2
2003 13.802 2 528 2.470 4.565 4.127 1.760 340 10 29,4
2004 14.322 3 504 2.656 4.501 4.329 1.986 335 8 29,5
2005 14.190 1 497 2.635 4.524 4.165 1.989 361 18 29,5
2006 14.169 2 451 2.548 4.333 4.394 2.051 374 16 29,7
2007 13.621 1 442 2.353 4.268 4.011 2.119 415 12 29,8
2008 14.085 1 471 2.338 4.407 4.153 2.214 479 22 29,9
Oberösterreich 2002 13.880 2 561 2.737 4.560 4.079 1.638 293 10 29,1
2003 13.520 - 510 2.550 4.429 4.045 1.691 282 13 29,3
2004 13.937 1 523 2.755 4.465 4.080 1.795 314 4 29,2
2005 13.624 - 525 2.659 4.343 4.018 1.760 309 10 29,3
2006 13.527 3 472 2.506 4.333 3.975 1.850 373 15 29,5
2007 13.297 1 426 2.487 4.298 3.917 1.794 354 20 29,5
2008 13.540 1 476 2.365 4.571 3.887 1.875 347 18 29,5
Salzburg 2002 5.436 - 199 1.020 1.703 1.670 719 117 8 29,4
2003 5.174 - 198 913 1.637 1.605 692 127 2 29,5
2004 5.254 1 199 952 1.700 1.576 696 127 3 29,4
2005 5.278 - 194 910 1.643 1.600 790 132 9 29,7
2006 5.017 - 152 897 1.631 1.452 742 138 5 29,6
2007 5.031 - 136 856 1.573 1.533 748 180 5 29,9
2008 5.070 - 162 811 1.633 1.464 819 173 8 30,0
Steiermark 2002 10.462 - 396 2.080 3.539 3.016 1.223 200 8 29,0
2003 10.364 1 391 2.049 3.392 2.994 1.292 235 10 29,2
2004 10.464 2 434 2.020 3.371 2.933 1.440 258 6 29,3
2005 10.451 - 395 1.939 3.390 3.087 1.355 274 11 29,4
2006 10.286 - 395 1.880 3.184 3.066 1.445 305 11 29,6
2007 10.167 1 364 1.727 3.231 3.030 1.515 282 17 29,7
2008 10.255 1 337 1.751 3.367 3.004 1.453 320 22 29,7
Tirol 2002 6.973 4 275 1.156 2.192 2.251 949 141 5 29,6
2003 6.844 2 264 1.107 2.026 2.233 1.038 168 6 29,8
2004 7.038 - 257 1.167 2.114 2.272 1.056 168 4 29,8
2005 6.911 - 243 1.107 2.072 2.146 1.134 201 8 30,0
2006 6.905 2 228 1.090 2.068 2.159 1.125 225 8 30,1
2007 6.651 1 215 980 2.018 2.117 1.091 217 12 30,2
2008 6.703 - 226 1.008 2.096 2.022 1.127 208 16 30,1
Vorarlberg 2002 4.015 - 156 711 1.294 1.225 544 85 - 29,4
2003 3.780 2 131 705 1.131 1.195 534 79 3 29,5
2004 4.042 - 154 749 1.191 1.244 609 92 3 29,6
2005 3.982 - 124 656 1.160 1.278 655 104 5 30,0
2006 3.853 2 138 636 1.181 1.197 592 103 4 29,8
2007 3.722 - 130 607 1.127 1.155 586 113 4 29,9
2008 3.791 - 129 577 1.160 1.183 605 133 4 30,1
Wien 2002 16.428 5 847 3.084 4.661 4.924 2.406 473 28 29,5
2003 16.486 9 797 3.095 4.638 4.768 2.630 529 20 29,6
2004 16.856 8 887 3.247 4.592 4.880 2.703 509 30 29,5
2005 16.740 1 828 3.212 4.543 4.837 2.715 579 25 29,7
2006 17.112 9 791 3.145 4.617 5.097 2.799 627 27 29,8
2007 16.885 2 745 3.027 4.692 4.809 2.943 632 35 29,9
2008 17.375 4 729 3.126 4.771 4.981 3.030 690 44 30,0

Q: STATISTIK AUSTRIA.

104
1.7 Lebendgeborene seit 1998 nach Geburtsgewicht, Geschlecht, Legitimität und Bundesländern
Live births since 1998 by birth weight, sex, legitimacy and NUTS-2 regions

Geburtsgewicht (in Gramm) Untergewichtige


Ins- (Geburtsgewicht unter
Jahr 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 2.500 Gramm)
gesamt unter 4.500
bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter
1.000 und mehr
1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 absolut in %

Österreich
1998 81.233 335 520 1.011 3.102 12.986 31.729 24.198 6.408 944 4.968 6,1
1999 78.138 298 568 1.034 3.148 12.656 30.148 23.195 6.210 881 5.048 6,5
2000 78.268 380 452 1.034 3.092 12.661 30.247 23.177 6.312 913 4.958 6,3
2001 75.458 340 504 1.050 3.129 12.539 29.209 21.779 6.095 813 5.023 6,7
2002 78.399 382 467 1.086 3.245 13.305 30.477 22.548 6.078 811 5.180 6,6
2003 76.944 388 531 1.107 3.443 13.114 29.388 22.260 5.857 856 5.469 7,1
2004 78.968 331 519 1.111 3.420 13.323 30.240 22.856 6.325 843 5.381 6,8
2005 78.190 361 473 1.189 3.332 13.431 30.030 22.460 6.134 780 5.355 6,8
2006 77.914 342 556 1.141 3.474 13.431 30.136 22.003 5.979 852 5.513 7,1
2007 76.250 360 522 1.168 3.468 13.258 29.739 21.449 5.578 708 5.518 7,2
2008 77.752 299 506 1.193 3.497 13.258 30.117 22.079 6.033 770 5.495 7,1
Davon: Männlich
1998 41.712 169 273 515 1.434 5.541 15.162 13.754 4.165 699 2.391 5,7
1999 39.991 145 274 517 1.419 5.466 14.356 13.133 4.057 624 2.355 5,9
2000 40.132 185 216 519 1.427 5.453 14.399 13.079 4.177 677 2.347 5,8
2001 38.597 186 256 520 1.414 5.349 13.924 12.309 4.064 575 2.376 6,2
2002 40.118 195 227 528 1.473 5.695 14.642 12.776 3.999 583 2.423 6,0
2003 39.542 202 261 534 1.591 5.650 14.138 12.643 3.906 617 2.588 6,5
2004 40.540 161 252 538 1.590 5.758 14.447 13.024 4.167 603 2.541 6,3
2005 39.878 165 233 544 1.541 5.719 14.466 12.716 3.942 552 2.483 6,2
2006 39.745 180 288 555 1.574 5.790 14.445 12.431 3.887 595 2.597 6,5
2007 38.940 189 250 530 1.560 5.683 14.379 12.204 3.640 505 2.529 6,5
2008 40.126 161 268 582 1.640 5.738 14.589 12.641 3.931 576 2.651 6,6
Weiblich
1998 39.521 166 247 496 1.668 7.445 16.567 10.444 2.243 245 2.577 6,5
1999 38.147 153 294 517 1.729 7.190 15.792 10.062 2.153 257 2.693 7,1
2000 38.136 195 236 515 1.665 7.208 15.848 10.098 2.135 236 2.611 6,8
2001 36.861 154 248 530 1.715 7.190 15.285 9.470 2.031 238 2.647 7,2
2002 38.281 187 240 558 1.772 7.610 15.835 9.772 2.079 228 2.757 7,2
2003 37.402 186 270 573 1.852 7.464 15.250 9.617 1.951 239 2.881 7,7
2004 38.428 170 267 573 1.830 7.565 15.793 9.832 2.158 240 2.840 7,4
2005 38.312 196 240 645 1.791 7.712 15.564 9.744 2.192 228 2.872 7,5
2006 38.169 162 268 586 1.900 7.641 15.691 9.572 2.092 257 2.916 7,6
2007 37.310 171 272 638 1.908 7.575 15.360 9.245 1.938 203 2.989 8,0
2008 37.626 138 238 611 1.857 7.520 15.528 9.438 2.102 194 2.844 7,6
Ehelich
1998 57.309 218 341 653 2.039 8.630 22.082 17.705 4.893 748 3.251 5,7
1999 54.312 201 382 678 2.038 8.264 20.605 16.722 4.721 701 3.299 6,1
2000 53.771 259 274 676 1.965 8.237 20.423 16.537 4.676 724 3.174 5,9
2001 50.514 209 325 684 1.962 7.824 19.197 15.208 4.494 611 3.180 6,3
2002 51.904 222 300 688 1.998 8.232 19.884 15.560 4.402 618 3.208 6,2
2003 49.803 233 329 687 2.134 7.965 18.561 15.046 4.222 626 3.383 6,8
2004 50.602 190 303 659 2.068 8.045 19.084 15.168 4.444 641 3.220 6,4
2005 49.621 218 293 744 1.989 7.885 18.676 14.936 4.300 580 3.244 6,5
2006 48.958 206 344 700 2.010 7.950 18.496 14.518 4.126 608 3.260 6,7
2007 47.122 216 293 668 1.949 7.702 17.957 13.935 3.885 517 3.126 6,6
2008 47.550 185 308 691 1.999 7.515 18.030 14.104 4.150 568 3.183 6,7
Unehelich
1998 23.924 117 179 358 1.063 4.356 9.647 6.493 1.515 196 1.717 7,2
1999 23.826 97 186 356 1.110 4.392 9.543 6.473 1.489 180 1.749 7,3
2000 24.497 121 178 358 1.127 4.424 9.824 6.640 1.636 189 1.784 7,3
2001 24.944 131 179 366 1.167 4.715 10.012 6.571 1.601 202 1.843 7,4
2002 26.495 160 167 398 1.247 5.073 10.593 6.988 1.676 193 1.972 7,4
2003 27.141 155 202 420 1.309 5.149 10.827 7.214 1.635 230 2.086 7,7
2004 28.366 141 216 452 1.352 5.278 11.156 7.688 1.881 202 2.161 7,6
2005 28.569 143 180 445 1.343 5.546 11.354 7.524 1.834 200 2.111 7,4
2006 28.956 136 212 441 1.464 5.481 11.640 7.485 1.853 244 2.253 7,8
2007 29.128 144 229 500 1.519 5.556 11.782 7.514 1.693 191 2.392 8,2
2008 30.202 114 198 502 1.498 5.743 12.087 7.975 1.883 202 2.312 7,7

105
1.7 Lebendgeborene seit 1998 nach Geburtsgewicht, Geschlecht, Legitimität und Bundesländern (Fortsetzung)
Live births since 1998 by birth weight, sex, legitimacy and NUTS-2 regions

Geburtsgewicht (in Gramm) Untergewichtige


Ins- (Geburtsgewicht unter
Jahr 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 2.500 Gramm)
gesamt unter 4.500
bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter
1.000 und mehr
1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 absolut in %

Burgenland
1998 2.331 5 14 41 58 350 917 703 213 30 118 5,1
1999 2.231 8 17 27 80 342 838 700 189 30 132 5,9
2000 2.206 12 16 38 77 309 855 676 195 28 143 6,5
2001 2.211 3 13 23 90 357 841 638 213 33 129 5,8
2002 2.160 10 9 30 83 336 863 623 181 25 132 6,1
2003 2.167 14 19 24 86 359 838 645 161 21 143 6,6
2004 2.210 9 11 38 82 354 837 673 183 23 140 6,3
2005 2.190 6 13 37 86 369 865 613 182 19 142 6,5
2006 2.124 11 14 31 69 356 829 621 167 26 125 5,9
2007 2.173 9 8 34 89 345 821 661 186 20 140 6,4
2008 2.215 5 13 33 82 393 873 621 172 23 133 6,0
Kärnten
1998 5.490 29 36 71 236 955 2.199 1.514 401 49 372 6,8
1999 5.233 24 47 80 257 911 1.963 1.519 391 41 408 7,8
2000 5.155 39 40 67 229 899 1.997 1.465 359 60 375 7,3
2001 5.007 29 33 79 274 911 1.960 1.304 368 49 415 8,3
2002 4.832 23 30 79 238 905 1.952 1.252 321 32 370 7,7
2003 4.807 40 43 82 229 929 1.871 1.275 301 37 394 8,2
2004 4.845 22 40 79 227 899 1.889 1.329 330 30 368 7,6
2005 4.824 19 22 70 258 876 1.893 1.332 310 44 369 7,6
2006 4.921 25 38 80 231 919 1.925 1.317 335 51 374 7,6
2007 4.703 35 31 80 230 850 1.889 1.236 318 34 376 8,0
2008 4.718 15 25 79 234 871 1.844 1.271 342 37 353 7,5
Niederösterreich
1998 14.741 59 94 185 529 2.222 5.556 4.648 1.252 196 867 5,9
1999 14.131 50 93 160 526 2.167 5.393 4.320 1.238 184 829 5,9
2000 14.097 82 76 183 517 2.230 5.382 4.259 1.188 180 858 6,1
2001 13.660 51 79 189 539 2.168 5.187 4.102 1.186 159 858 6,3
2002 14.213 63 74 180 549 2.411 5.402 4.220 1.156 158 866 6,1
2003 13.802 62 93 173 613 2.332 5.192 4.066 1.110 161 941 6,8
2004 14.322 47 93 178 604 2.419 5.375 4.178 1.233 195 922 6,4
2005 14.190 43 85 208 576 2.406 5.291 4.212 1.205 164 912 6,4
2006 14.169 51 103 213 640 2.336 5.432 4.060 1.172 162 1.007 7,1
2007 13.621 62 103 203 594 2.270 5.176 3.962 1.109 142 962 7,1
2008 14.085 62 85 203 606 2.264 5.319 4.182 1.210 154 956 6,8
Oberösterreich
1998 14.685 47 82 162 540 2.205 5.619 4.596 1.254 180 831 5,7
1999 13.902 52 77 173 498 2.158 5.320 4.303 1.149 172 800 5,8
2000 14.105 58 75 184 540 2.077 5.368 4.374 1.239 190 857 6,1
2001 13.437 53 93 174 496 2.082 5.203 4.020 1.162 154 816 6,1
2002 13.880 51 81 189 509 2.219 5.263 4.211 1.208 149 830 6,0
2003 13.520 60 79 184 549 2.105 5.132 4.116 1.131 164 872 6,4
2004 13.937 58 75 196 607 2.139 5.310 4.203 1.191 158 936 6,7
2005 13.624 63 78 200 504 2.131 5.193 4.145 1.165 145 845 6,2
2006 13.527 61 88 189 585 2.089 5.222 4.009 1.124 160 923 6,8
2007 13.297 47 88 217 600 2.169 5.160 3.876 997 143 952 7,2
2008 13.540 52 89 194 582 2.188 5.147 3.986 1.142 160 917 6,8
Salzburg
1998 5.682 25 27 64 197 886 2.363 1.641 412 67 313 5,5
1999 5.557 10 41 93 218 870 2.123 1.677 459 66 362 6,5
2000 5.437 17 26 78 205 872 2.125 1.576 471 67 326 6,0
2001 5.189 25 30 67 214 882 2.072 1.454 391 54 336 6,5
2002 5.436 28 31 62 193 879 2.149 1.606 402 86 314 5,8
2003 5.174 23 24 56 221 815 1.997 1.584 404 50 324 6,3
2004 5.254 23 32 74 254 848 2.000 1.546 426 51 383 7,3
2005 5.278 27 25 71 224 922 2.005 1.539 418 47 347 6,6
2006 5.017 12 25 66 212 872 1.988 1.423 371 48 315 6,3
2007 5.031 23 32 83 220 872 1.945 1.414 389 53 358 7,1
2008 5.070 17 36 75 202 865 1.990 1.482 352 51 330 6,5

106
1.7 Lebendgeborene seit 1998 nach Geburtsgewicht, Geschlecht, Legitimität und Bundesländern (Schluss)
Live births since 1998 by birth weight, sex, legitimacy and NUTS-2 regions

Geburtsgewicht (in Gramm) Untergewichtige


Ins- (Geburtsgewicht unter
Jahr 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 2.500 Gramm)
gesamt unter 4.500
bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter
1.000 und mehr
1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 absolut in %

Steiermark
1998 11.168 41 55 141 464 1.908 4.492 3.159 794 114 701 6,3
1999 10.765 35 73 132 463 1.840 4.283 3.068 768 103 703 6,5
2000 10.675 45 63 108 436 1.859 4.197 3.073 789 105 652 6,1
2001 10.014 32 62 141 440 1.717 3.918 2.884 729 91 675 6,7
2002 10.462 54 73 175 487 1.793 4.125 2.933 725 97 789 7,5
2003 10.364 44 67 165 460 1.881 4.012 2.918 725 92 736 7,1
2004 10.464 41 65 166 452 1.800 4.008 3.022 810 100 724 6,9
2005 10.451 51 70 174 476 1.847 4.060 2.909 774 90 771 7,4
2006 10.286 49 85 161 467 1.841 4.018 2.814 749 102 762 7,4
2007 10.167 47 63 155 491 1.868 4.030 2.788 643 82 756 7,4
2008 10.255 31 74 178 505 1.861 4.098 2.721 703 84 788 7,7
Tirol
1998 7.698 24 40 82 312 1.348 3.161 2.181 486 64 458 5,9
1999 7.091 24 54 95 297 1.254 2.911 1.928 473 55 470 6,6
2000 7.149 21 44 91 294 1.199 2.919 2.061 474 46 450 6,3
2001 6.783 25 41 96 309 1.274 2.739 1.818 429 52 471 6,9
2002 6.973 29 40 91 299 1.264 2.876 1.861 461 52 459 6,6
2003 6.844 25 57 109 360 1.239 2.692 1.878 432 52 551 8,1
2004 7.038 19 52 91 340 1.254 2.887 1.864 480 51 502 7,1
2005 6.911 27 46 118 321 1.284 2.831 1.778 464 42 512 7,4
2006 6.905 22 46 93 325 1.308 2.782 1.867 413 49 486 7,0
2007 6.651 25 51 93 305 1.275 2.771 1.720 362 49 474 7,1
2008 6.703 16 27 97 333 1.287 2.734 1.751 410 48 473 7,1
Vorarlberg
1998 4.203 17 20 52 157 687 1.620 1.267 334 49 246 5,9
1999 4.071 21 27 52 144 672 1.577 1.214 328 36 244 6,0
2000 3.897 16 15 50 158 681 1.481 1.175 283 38 239 6,1
2001 3.990 21 31 54 177 654 1.526 1.166 313 48 283 7,1
2002 4.015 18 27 40 173 686 1.507 1.214 321 29 258 6,4
2003 3.780 13 29 59 172 661 1.480 1.053 272 41 273 7,2
2004 4.042 14 22 44 148 650 1.631 1.177 315 41 228 5,6
2005 3.982 23 32 66 183 674 1.520 1.146 299 39 304 7,6
2006 3.853 15 30 59 192 735 1.409 1.081 286 46 296 7,7
2007 3.722 16 34 57 177 666 1.470 1.020 255 27 284 7,6
2008 3.791 15 34 70 177 672 1.499 1.009 282 33 296 7,8
Wien
1998 15.235 88 152 213 609 2.425 5.802 4.489 1.262 195 1.062 7,0
1999 15.157 74 139 222 665 2.442 5.740 4.466 1.215 194 1.100 7,3
2000 15.547 90 97 235 636 2.535 5.923 4.518 1.314 199 1.058 6,8
2001 15.167 101 122 227 590 2.494 5.763 4.393 1.304 173 1.040 6,9
2002 16.428 106 102 240 714 2.812 6.340 4.628 1.303 183 1.162 7,1
2003 16.486 107 120 255 753 2.793 6.174 4.725 1.321 238 1.235 7,5
2004 16.856 98 129 245 706 2.960 6.303 4.864 1.357 194 1.178 7,0
2005 16.740 102 102 245 704 2.922 6.372 4.786 1.317 190 1.153 6,9
2006 17.112 96 127 249 753 2.975 6.531 4.811 1.362 208 1.225 7,2
2007 16.885 96 112 246 762 2.943 6.477 4.772 1.319 158 1.216 7,2
2008 17.375 86 123 264 776 2.857 6.613 5.056 1.420 180 1.249 7,2

Q: STATISTIK AUSTRIA.

107
1.8 Lebendgeborene seit 1999 nach erkennbaren Missbildungen
Live births since 1999 by discernible malformations

Erkennbare Missbildung
(Drei- bzw. Viersteller der 9. ICD-Revision bis incl. 2001) 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
(Drei- bzw. Viersteller der 10. ICD-Revision ab 2002)

Absolute Zahlen
Lebendgeborene insgesamt 78.138 78.268 75.458 78.399 76.944 78.968 78.190 77.914 76.250 77.752
Ohne Missbildungen 77.748 77.890 75.145 78.124 76.692 78.666 77.890 77.645 76.015 77.459
Mit Missbildungen 390 378 313 275 252 302 300 269 235 293
Einfachmissbildungen (ohne 759.7 / Q89.7) 349 335 285 248 243 285 280 251 220 275
Mehrfachmissbildungen (einschl. 759.7 / Q89.7) 41 43 28 27 9 17 20 18 15 18
Summe der bei der Geburt erkannten Missbildungen 426 425 327 302 262 317 318 290 251 310

Missbildungen, spezielle Missbildungskategorien:


Anenzephalus (740.0, 740.1 / Q00.0, Q00.1) 2 4 1 1 - - 2 1 - 1
Angeborener Hydrozephalus (742.3 / Q03) 8 9 11 12 6 10 4 11 5 7
Spina Bifida ohne Angabe eines Hydrozephalus (741.9 / Q05.5-Q05.9) 4 12 7 15 12 9 2 11 14 9
Angeborenen Fehlbildungen des Herzens (745,746 / Q 20-Q24) 53 40 31 19 9 21 25 19 18 29
Gaumenspalte (749.0 / Q35) 9 6 5 6 8 14 12 13 5 7
Lippenspalte (749.1 / Q36) 17 18 16 8 18 21 17 11 9 11
Gaumenspalte mit Lippenspalte (749.2 / Q37) 37 41 28 29 22 29 31 26 32 35
Hypospadie und Epispadie (752.6 / Q54, Q64.0) 15 12 10 12 10 10 13 9 5 18
Angeborene Deformitäten der Füße (Q66) - - - 34 26 22 37 27 21 40
Polydaktylie (755.0 / Q69) 24 24 15 15 21 25 18 23 24 25
Syndaktylie (755.1 / Q70) 9 13 6 12 6 9 15 13 9 5
Reduktionsdefekte der oberen Extremitäten (Q71) - - - 9 10 6 10 5 7 4
Angeborenen Fehlbildungen des Zwerchfells (Q79.1-Q79.1) - - - 1 - - - - - -
Angeborenen Fehlbildungen der Bauchdecke (756.7 / Q79.2-Q79.5) 22 27 17 26 26 28 25 23 21 27
Down-Syndrom (758.0 / Q90) 23 18 11 16 11 11 11 10 9 13
Sonstige Missbildungen 203 201 169 87 77 102 96 88 72 79

Missbildungen, lt. Dreistellergruppen der 10. ICD-Revision bzw.


Missbildungen, lt. Dreisteller der 9. ICD-Revision:
1
Angeb. Fehlbildungen des Nervensystems (740-742 / Q00-Q07) ) 21 43 26 32 20 22 13 26 23 23
Anenzephalus und gleichartige Anomalien (740) 2 4 1 - - - - - - -
2
Spina bifida (741 / Q05) ) 5 15 9 16 12 9 3 12 14 10
Sonstige kongenitale Anomalien d. Nervensystems (742) 14 24 16 - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen des Auges, des Ohres, des Gesichtes und des
Halses (Q10-Q18) - - - 13 15 16 17 26 13 10
Kong. Anomalien des Auges (743 / Q10-Q15) 1 1 - 4 - 1 1 - - -
Kong. Anomalien des Ohres, Gesichtes und Halses
(744 bzw. Q16-Q18) 8 18 16 9 15 15 16 26 13 10
3
Angeb. Fehlbildungen des Kreislaufsystems (745-747 / Q20-Q28) ) 57 43 35 24 10 24 28 20 21 32
Kong. Anom. d. Bulbus Cordi sowie kard. Septumd. (745) 13 9 7 - - - - - - -
Sonst. kongenitale Herzanomalien (746) 40 31 24 - - - - - - -
Sonst. kongenitale Anomalien des Kreislaufsystems (747) 4 3 4 - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen des Atmungssystems (748 / Q30-Q34) 8 5 3 2 - - 1 2 - 1
Lippen- Kiefer- und Gaumenspalte (749 / Q35-Q37) 63 65 49 43 48 64 60 50 46 53
Sonstige angeb. Fehlbildungen des Verdauungssystems (Q38-Q45) - - - 10 6 11 9 9 8 3
Sonst. kong. Anomalien des ob. Verdauungstraktes (750 / Q38-Q40) 7 3 7 7 3 3 5 2 2 1
Sonst. kong. Anomalien des Verdauungssystems (751 / Q41-Q45) 8 15 5 3 3 8 4 7 6 2
4
Angeb. Fehlbildungen der Genitalorgane (Q50-Q56) ) - - - 16 10 14 18 10 8 18
Kong. Anomalien der Geschlechtsorgane (752) 20 14 15 - - - - - - -
4
Angeb. Fehlbildungen des Harnsystems (Q60-64) ) - - - 10 3 7 5 6 5 7
Kong. Anomalien der Harnorgane (753) 10 16 11 - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen und Deformitäten des Muskel-Skelett-Systems
(754-756 / Q65-Q79) 148 148 111 122 121 132 135 113 99 128
Bestimmte Muskel-Skelett-Deformitäten (754) 47 36 29 - - - - - - -
Sonst. kongenitale Anomalien der Gliedmaßen (755) 57 65 44 - - - - - - -
Sonst. kongenit. Anom. d. Muskel- und Skelettsyst. (756) 44 47 38 - - - - - - -
4
Sonstige angeb. Fehlbildungen (Q80-Q89) ) - - - 8 12 14 15 13 13 15
Kong. Anomalien des Integumentum (757 / Q80-Q84) 12 11 3 4 5 3 4 10 9 5
Sonstige und n.n.bez.kong. Anomalien (759) 21 14 22 - - - - - - -
4
Chromosomenanomalien, andernorts nicht klassifiziert (Q90-Q99) ) - - - 22 17 13 17 15 15 20
Chromosomenanomalien (758) 42 29 24 - - - - - - -

108
1.8 Lebendgeborene seit 1999 nach erkennbaren Missbildungen (Schluss)
Live births since 1999 by discernible malformations

Erkennbare Missbildung
(Drei- bzw. Viersteller der 9. ICD-Revision bis incl. 2001) 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
(Drei- bzw. Viersteller der 10. ICD-Revision ab 2002)

Auf 100.000 Lebendgeborene


Mit Missbildungen 499,1 483,0 414,8 350,8 327,5 382,4 383,7 345,3 308,2 376,8
Einfachmissbildungen (ohne 759.7 / Q89.7) 446,6 428,0 377,7 316,3 315,8 360,9 358,1 322,2 288,5 353,7
Mehrfachmissbildungen (einschl. 759.7 / Q89.7) 52,5 54,9 37,1 34,4 11,7 21,5 25,6 23,1 19,7 23,2
Summe der bei der Geburt erkannten Missbildungen 545,2 543,0 433,4 385,2 340,5 401,4 406,7 372,2 329,2 398,7

Missbildungen, spezielle Missbildungskategorien:


Anenzephalus (740.0, 740.1 / Q00.0, Q00.1) 2,6 5,1 1,3 1,3 - - 2,6 1,3 - 1,3
Angeborener Hydrozephalus (742.3 / Q03) 10,2 11,5 14,6 15,3 7,8 12,7 5,1 14,1 6,6 9,0
Spina Bifida ohne Angabe eines Hydrozephalus (741.9 / Q05.5-Q05.9) 5,1 15,3 9,3 19,1 15,6 11,4 2,6 14,1 18,4 11,6
Angeborenen Fehlbildungen des Herzens (745,746 / Q 20-Q24) 67,8 51,1 41,1 24,2 11,7 26,6 32,0 24,4 23,6 37,3
Gaumenspalte (749.0 / Q35) 11,5 7,7 6,6 7,7 10,4 17,7 15,3 16,7 6,6 9,0
Lippenspalte (749.1 / Q36) 21,8 23,0 21,2 10,2 23,4 26,6 21,7 14,1 11,8 14,1
Gaumenspalte mit Lippenspalte (749.2 / Q37) 47,4 52,4 37,1 37,0 28,6 36,7 39,6 33,4 42,0 45,0
Hypospadie und Epispadie (752.6 / Q54, Q64.0) 19,2 15,3 13,3 15,3 13,0 12,7 16,6 11,6 6,6 23,2
Angeborene Deformitäten der Füße (Q66) - - - 43,4 33,8 27,9 47,3 34,7 27,5 51,4
Polydaktylie (755.0 / Q69) 30,7 30,7 19,9 19,1 27,3 31,7 23,0 29,5 31,5 32,2
Syndaktylie (755.1 / Q70) 11,5 16,6 8,0 15,3 7,8 11,4 19,2 16,7 11,8 6,4
Reduktionsdefekte der oberen Extremitäten (Q71) - - - 11,5 13,0 7,6 12,8 6,4 9,2 5,1
Angeborenen Fehlbildungen des Zwerchfells (Q79.1-Q79.1) - - - 1,3 - - - - - -
Angeborenen Fehlbildungen der Bauchdecke (756.7 / Q79.2-Q79.5) 28,2 34,5 22,5 33,2 33,8 35,5 32,0 29,5 27,5 34,7
Down-Syndrom (758.0 / Q90) 29,4 23,0 14,6 20,4 14,3 13,9 14,1 12,8 11,8 16,7
Sonstige Missbildungen 259,8 256,8 224,0 111,0 100,1 129,2 122,8 112,9 94,4 101,6

Missbildungen, lt. Dreistellergruppen der 10. ICD-Revision bzw.


Missbildungen, lt. Dreisteller der 9. ICD-Revision:
Angeb. Fehlbildungen des Nervensystems (740-742 / Q00-Q07) 1) 26,9 54,9 34,5 40,8 26,0 27,9 16,6 33,4 30,2 29,6
Anenzephalus und gleichartige Anomalien (740) 2,6 5,1 1,3 - - - - - - -
2
Spina bifida (741 / Q05) ) 6,4 19,2 11,9 20,4 15,6 11,4 3,8 15,4 18,4 12,9
Sonstige kongenitale Anomalien d. Nervensystems (742) 17,9 30,7 21,2 - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen des Auges, des Ohres, des Gesichtes und des
Halses (Q10-Q18) - - - 16,6 19,5 20,3 21,7 33,4 17,0 12,9
Kong. Anomalien des Auges (743 / Q10-Q15) 1,3 1,3 - 5,1 - 1,3 1,3 - - -
Kong. Anomalien des Ohres, Gesichtes und Halses
(744 bzw. Q16-Q18) 10,2 23,0 21,2 11,5 19,5 19,0 20,5 33,4 17,0 12,9
3
Angeb. Fehlbildungen des Kreislaufsystems (745-747 / Q20-Q28) ) 72,9 54,9 46,4 30,6 13,0 30,4 35,8 25,7 27,5 41,2
Kong. Anom. d. Bulbus Cordi sowie kard. Septumd. (745) 16,6 11,5 9,3 - - - - - - -
Sonst. kongenitale Herzanomalien (746) 51,2 39,6 31,8 - - - - - - -
Sonst. kongenitale Anomalien des Kreislaufsystems (747) 5,1 3,8 5,3 - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen des Atmungssystems (748 / Q30-Q34) 10,2 6,4 4,0 2,6 - - 1,3 2,6 - 1,3
Lippen- Kiefer- und Gaumenspalte (749 / Q35-Q37) 80,6 83,0 64,9 54,8 62,4 81,0 76,7 64,2 60,3 68,2
Sonstige angeb. Fehlbildungen des Verdauungssystems (Q38-Q45) - - - 12,8 7,8 13,9 11,5 11,6 10,5 3,9
Sonst. kong. Anomalien des ob. Verdauungstraktes (750 / Q38-Q40) 9,0 3,8 9,3 8,9 3,9 3,8 6,4 2,6 2,6 1,3
Sonst. kong. Anomalien des Verdauungssystems (751 / Q41-Q45) 10,2 19,2 6,6 3,8 3,9 10,1 5,1 9,0 7,9 2,6
4
Angeb. Fehlbildungen der Genitalorgane (Q50-Q56) ) - - - 20,4 13,0 17,7 23,0 12,8 10,5 23,2
Kong. Anomalien der Geschlechtsorgane (752) 25,6 17,9 19,9 - - - - - - -
4
Angeb. Fehlbildungen des Harnsystems (Q60-64) ) - - - 12,8 3,9 8,9 6,4 7,7 6,6 9,0
Kong. Anomalien der Harnorgane (753) 12,8 20,4 14,6 - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen und Deformitäten des Muskel-Skelett-Systems
(754-756 / Q65-Q79) 189,4 189,1 147,1 155,6 157,3 167,2 172,7 145,0 129,8 164,6
Bestimmte Muskel-Skelett-Deformitäten (754) 60,1 46,0 38,4 - - - - - - -
Sonst. kongenitale Anomalien der Gliedmaßen (755) 72,9 83,0 58,3 - - - - - - -
Sonst. kongenit. Anom. d. Muskel- und Skelettsyst. (756) 56,3 60,1 50,4 - - - - - - -
4
Sonstige angeb. Fehlbildungen (Q80-Q89) ) - - - 10,2 15,6 17,7 19,2 16,7 17,0 19,3
Kong. Anomalien des Integumentum (757 / Q80-Q84) 15,4 14,1 4,0 5,1 6,5 3,8 5,1 12,8 11,8 6,4
Sonstige und n.n.bez.kong. Anomalien (759) 26,9 17,9 29,2 - - - - - - -
4
Chromosomenanomalien, andernorts nicht klassifiziert (Q90-Q99) ) - - - 28,1 22,1 16,5 21,7 19,3 19,7 25,7
Chromosomenanomalien (758) 53,8 37,1 31,8 - - - - - - -

Q: STATISTIK AUSTRIA.
1) lt. WHO direkt umschlüsselbar: 740-742 entspricht Q00-Q07 (im Rahmen der Kurzen Liste der Todesursachen). - 2) Spina bifida (741) schließt Arnold-
Chiari-Syndrom (Q07.0) ein, Bruch in der Zeitreihe. - 3) lt. WHO direkt umschlüsselbar: 745-747 entspricht Q20-Q28 (im Rahmen der Kurzen Liste der
Todesursachen). - 4) keine gesicherte Fortsetzung der Zeitreihe.

109
1.9 Lebendgeborene mit erkennbaren Missbildungen seit 1998 nach Geschlecht und Bundesländern
Live births since 1998 by discernible malformations, sex and NUTS-2 regions

Öster- Burgen- Nieder- Ober- Salz- Steier- Vorarl-


Jahr Kärnten Tirol Wien
reich land österreich österreich burg mark berg

Insgesamt - absolut
1998 342 12 30 52 79 29 55 29 16 40
1999 390 8 29 72 91 33 46 31 24 56
2000 378 10 28 69 89 31 47 28 16 60
2001 313 7 18 52 76 20 42 28 17 53
2002 275 9 16 44 68 19 38 20 18 43
2003 252 5 17 31 67 15 33 18 16 50
2004 302 5 22 55 79 16 38 21 16 50
2005 300 11 34 54 79 18 34 19 16 35
2006 269 6 25 54 61 20 32 19 14 38
2007 235 6 17 56 54 8 18 12 17 47
2008 293 5 20 53 72 20 32 19 25 47
Männlich - absolut
1998 208 4 19 25 48 21 34 23 12 22
1999 221 5 20 37 53 20 25 16 9 36
2000 221 4 16 39 53 17 33 18 10 31
2001 181 7 12 31 42 12 25 15 10 27
2002 169 5 11 32 41 11 24 14 8 23
2003 158 3 10 22 41 8 24 12 7 31
2004 176 1 16 34 42 12 16 12 9 34
2005 188 7 18 38 55 9 20 8 13 20
2006 167 3 17 35 42 9 17 12 7 25
2007 134 4 9 32 33 5 11 6 11 23
2008 187 3 16 33 46 11 18 12 18 30
Weiblich - absolut
1998 134 8 11 27 31 8 21 6 4 18
1999 169 3 9 35 38 13 21 15 15 20
2000 157 6 12 30 36 14 14 10 6 29
2001 132 - 6 21 34 8 17 13 7 26
2002 106 4 5 12 27 8 14 6 10 20
2003 94 2 7 9 26 7 9 6 9 19
2004 126 4 6 21 37 4 22 9 7 16
2005 112 4 16 16 24 9 14 11 3 15
2006 102 3 8 19 19 11 15 7 7 13
2007 101 2 8 24 21 3 7 6 6 24
2008 106 2 4 20 26 9 14 7 7 17
Insgesamt - auf 100.000 Lebendgeborene
1998 421,0 514,8 546,4 352,8 538,0 510,4 492,5 376,7 380,7 262,6
1999 499,1 358,6 554,2 509,5 654,6 593,8 427,3 437,2 589,5 369,5
2000 483,0 453,3 543,2 489,5 631,0 570,2 440,3 391,7 410,6 385,9
2001 399,2 324,1 372,5 365,9 547,6 367,9 401,5 401,5 423,4 322,6
2002 350,8 416,7 331,1 309,6 489,9 349,5 363,2 286,8 448,3 261,7
2003 327,5 230,7 353,7 224,6 495,6 289,9 318,4 263,0 423,3 303,3
2004 382,4 226,2 454,1 384,0 566,8 304,5 363,1 298,4 395,8 296,6
2005 383,7 502,3 704,8 380,5 579,9 341,0 325,3 274,9 401,8 209,1
2006 345,3 282,5 508,0 381,1 450,9 398,6 311,1 275,2 363,4 222,1
2007 308,2 276,1 361,5 411,1 406,1 159,0 177,0 180,4 456,7 278,4
2008 376,8 225,7 423,9 376,3 531,8 394,5 312,0 283,5 659,5 270,5
Männlich - auf 100.000 männliche Lebendgeborene
1998 498,7 335,0 683,5 326,2 631,8 714,5 601,6 592,9 555,6 280,4
1999 552,6 445,2 744,0 513,8 740,0 688,9 450,2 443,1 434,2 468,9
2000 550,7 343,6 608,8 534,2 739,2 603,7 606,4 484,5 507,1 391,2
2001 451,2 607,6 490,0 421,8 594,2 425,2 463,6 420,6 498,0 324,9
2002 421,3 434,0 449,2 435,4 580,1 389,8 445,1 392,6 398,4 276,7
2003 399,6 280,1 403,9 309,5 593,4 297,1 454,5 344,3 366,5 360,1
2004 434,1 89,5 644,6 462,0 589,2 444,6 299,5 330,1 441,8 389,0
2005 471,4 628,4 736,8 523,1 793,7 332,2 376,8 229,8 625,0 234,0
2006 420,2 285,2 664,3 486,1 606,5 350,5 327,7 338,2 351,8 286,8
2007 344,1 353,0 367,2 462,0 483,6 193,1 213,3 176,1 598,8 267,0
2008 466,0 270,0 664,7 454,0 652,6 418,1 346,0 344,1 921,7 332,7
Weiblich - auf 100.000 weibliche Lebendgeborene
1998 339,1 703,6 405,9 381,5 437,4 291,7 380,7 157,1 195,8 243,6
1999 443,0 270,8 353,6 505,1 563,8 489,8 402,9 431,0 750,8 267,4
2000 411,7 575,8 474,9 441,4 519,1 534,1 267,5 291,2 311,7 380,5
2001 344,8 0,0 251,8 306,0 499,1 306,0 335,3 381,6 348,8 320,3
2002 276,9 396,8 209,8 174,9 396,4 306,0 276,1 176,1 498,3 246,4
2003 251,3 182,5 300,3 134,5 393,3 282,1 177,0 178,6 481,3 241,2
2004 327,9 366 253,9 301,6 543,4 156,6 429,5 264,5 349,1 197,1
2005 292,3 371,7 672,0 231,0 358,5 350,3 272,2 320,8 157,7 183,1
2006 267,2 279,9 338,7 272,6 287,8 449,2 294,2 208,5 375,7 154,8
2007 270,7 192,3 355,2 358,5 324,4 122,9 139,7 185,0 318,3 290,2
2008 281,7 181,2 173,1 293,4 400,6 369,0 277,1 217,7 380,8 203,4

Q: STATISTIK AUSTRIA.

110
1.10 Totgeborene 1) seit 1995 nach Bundesländern
Stillbirths since 1995 by NUTS-2 regions

Öster- Burgen- Nieder- Ober- Salz- Steier- Vorarl-


Jahr Kärnten Tirol Wien
reich land österreich österreich burg mark berg

Grundzahlen
1
Totgeborene )
1995 389 12 30 71 81 28 50 34 15 68
1996 399 9 33 71 76 30 41 39 17 83
1997 363 11 33 59 66 25 47 25 17 80
1998 334 11 28 63 54 23 40 32 9 74
1999 316 7 19 42 68 22 35 29 12 82
2000 331 7 22 52 76 15 44 28 17 70
2001 278 3 15 56 49 13 36 19 15 72
2002 338 5 23 58 57 29 49 23 15 79
2003 307 7 15 46 57 15 40 28 18 81
2004 313 11 24 54 46 20 46 17 23 72
2005 289 6 7 54 58 21 22 26 11 84
2006 313 8 23 49 57 16 41 20 19 80
2007 291 7 13 57 41 19 42 23 13 76
2008 258 7 16 45 38 14 26 18 14 80
2
Darunter: späte Fetalsterblichkeit )
1995 275 9 22 45 59 19 28 27 12 54
1996 261 6 20 53 47 18 23 27 10 57
1997 257 9 28 32 41 20 42 19 14 52
1998 245 10 22 44 35 18 33 23 8 52
1999 219 6 14 27 49 12 23 21 7 60
2000 226 5 16 29 57 13 31 23 11 41
2001 198 3 8 41 35 10 24 16 13 48
2002 231 2 19 40 43 16 34 16 11 50
2003 216 6 10 35 44 11 25 19 12 54
2004 196 3 15 37 31 12 32 12 15 39
2005 203 5 5 37 41 19 10 23 8 55
2006 210 7 18 30 36 8 29 12 15 55
2007 190 4 10 32 20 16 26 16 9 57
2008 175 4 11 32 27 6 22 12 13 48
Auf 1.000 Lebendgeborene
1
Totgeborene )
1995 4,40 4,80 4,90 4,40 5,00 4,50 4,10 4,10 3,20 4,20
1996 4,50 3,70 5,40 4,40 4,70 4,90 3,30 4,70 3,70 5,10
1997 4,30 4,50 5,90 3,90 4,30 4,20 4,00 3,20 4,00 5,20
1998 4,10 4,70 5,10 4,30 3,70 4,00 3,60 4,20 2,10 4,90
1999 4,00 3,10 3,60 3,00 4,90 4,00 3,30 4,10 2,90 5,40
2000 4,23 3,17 4,27 3,69 5,39 2,76 4,12 3,92 4,36 4,50
2001 3,68 1,36 3,00 4,10 3,65 2,51 3,59 2,80 3,76 4,75
2002 4,31 2,31 4,76 4,08 4,11 5,33 4,68 3,30 3,74 4,81
2003 3,99 3,23 3,12 3,33 4,22 2,90 3,86 4,09 4,76 4,91
2004 3,96 4,98 4,95 3,77 3,30 3,81 4,40 2,42 5,69 4,27
2005 3,70 2,74 1,45 3,81 4,26 3,98 2,11 3,76 2,76 5,02
2006 4,02 3,77 4,67 3,46 4,21 3,19 3,99 2,90 4,93 4,68
2007 3,82 3,22 2,76 4,18 3,08 3,78 4,13 3,46 3,49 4,50
2008 3,32 3,16 3,39 3,19 2,81 2,76 2,54 2,69 3,69 4,60
2
Darunter: späte Fetalsterblichkeit )
1995 3,10 3,61 3,58 2,79 3,61 3,08 2,29 3,27 2,58 3,32
1996 2,94 2,44 3,29 3,28 2,88 2,94 1,85 3,24 2,16 3,51
1997 3,06 3,71 4,97 2,09 2,65 3,39 3,58 2,42 3,30 3,35
1998 3,02 4,29 4,01 2,98 2,38 3,17 2,95 2,99 1,90 3,41
1999 2,80 2,69 2,68 1,91 3,52 2,16 2,14 2,96 1,72 3,96
2000 2,89 2,27 3,10 2,06 4,04 2,39 2,90 3,22 2,82 2,64
2001 2,62 1,36 1,60 3,00 2,60 1,93 2,40 2,36 3,26 3,16
2002 2,95 0,93 3,93 2,81 3,10 2,94 3,25 2,29 2,74 3,04
2003 2,81 2,77 2,08 2,54 3,25 2,13 2,41 2,78 3,17 3,28
2004 2,48 1,36 3,10 2,58 2,22 2,28 3,06 1,71 3,71 2,31
2005 2,60 2,28 1,04 2,61 3,01 3,60 0,96 3,33 2,01 3,29
2006 2,70 3,30 3,66 2,12 2,66 1,59 2,82 1,74 3,89 3,21
2007 2,49 1,84 2,13 2,35 1,50 3,18 2,56 2,41 2,42 3,38
2008 2,25 1,81 2,33 2,27 1,99 1,18 2,15 1,79 3,43 2,76

Q: STATISTIK AUSTRIA.
1) Definition der Totgeborenen, siehe "Erläuterungen". - 2) Totgeborene bei einer Schwangerschaftsdauer von 28 oder mehr vollendeten Wochen.

111
1.11 Totgeborene 1) seit 1990 nach Geschlecht und Legitimität
Stillbirths since 1990 by sex and legitimacy

Männlich Weiblich Sexualpro- Ehelich Unehelich Unehelichen-


Jahr
Absolut 2
Relativ ) Absolut 2
Relativ ) portion3) Absolut 4
Relativ ) Absolut 4
Relativ )
5
quote )

1990 179 3,9 146 3,3 1.226,0 243 3,5 82 3,8 25,2
1991 159 3,3 162 3,5 981,5 220 3,1 101 4,3 31,5
1992 169 3,4 170 3,7 994,1 240 3,4 99 4,1 29,2
1993 180 3,7 137 2,9 1.313,9 225 3,2 92 3,7 29,0
1994 170 3,6 137 3,0 1.240,9 231 3,4 76 3,1 24,8
1995 204 4,5 185 4,3 1.102,7 267 4,1 122 5,0 31,4
1996 232 5,1 167 3,9 1.389,2 268 4,2 131 5,3 32,8
1997 183 4,3 180 4,4 1.016,7 239 4,0 124 5,1 34,2
1998 173 4,1 161 4,1 1.074,5 216 3,8 118 4,9 35,3
1999 156 3,9 160 4,2 975,0 214 3,9 102 4,3 32,3
2000 186 4,6 145 3,8 1.282,8 214 4,0 117 4,8 35,3
2001 155 4,0 123 3,3 1.260,2 182 3,6 96 3,8 34,5
2002 172 4,3 166 4,3 1.036,1 198 3,8 140 5,3 41,4
2003 148 3,7 159 4,3 930,8 176 3,5 131 4,8 42,7
2004 164 4,0 149 3,9 1.100,7 203 4,0 110 3,9 35,1
2005 157 3,9 132 3,4 1.189,4 174 3,5 115 4,0 39,8
2006 164 4,1 149 3,9 1.100,7 188 3,8 125 4,3 39,9
2007 155 4,0 136 3,6 1.139,7 163 3,5 128 4,4 44,0
2008 127 3,2 131 3,5 969,5 156 3,3 102 3,4 39,5

Q: STATISTIK AUSTRIA.
1) Ab 1995 erweiterte Definition der Totgeborenen, siehe "Erläuternde Bemerkungen". - 2) Auf 1.000 Lebendgeborene gleichen Geschlechts. - 3) Männliche
auf 1.000 weibliche Totgeborene. - 4) Auf 1.000 Lebendgeborene gleicher Legitimität. - 5) Von 100 Totgeborenen waren ... unehelich.

112
1.12 Lebendgeborene 2008 nach Geburtsgewicht und weiteren Merkmalen
Live births in 2008 by birth weight and further characteristics

Geburtsgewicht (in Gramm)


Arithm.
Ins- 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 Mittel
Merkmal Unter
gesamt bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter bis unter und (in
1.000 Gramm)
1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 4.500 mehr

Insgesamt 77.752 299 506 1.193 3.497 13.258 30.117 22.079 6.033 770 3.302
Männlich 40.126 161 268 582 1.640 5.738 14.589 12.641 3.931 576 3.364
Weiblich 37.626 138 238 611 1.857 7.520 15.528 9.438 2.102 194 3.236
Ehelich 47.550 185 308 691 1.999 7.515 18.030 14.104 4.150 568 3.332
Unehelich 30.202 114 198 502 1.498 5.743 12.087 7.975 1.883 202 3.254
Einzelgeburt 75.094 209 310 692 2.574 12.483 29.962 22.062 6.032 770 3.339
Mehrlingsgeburt 2.658 90 196 501 923 775 155 17 1 - 2.242
Anstaltsgeburt 76.625 297 504 1.189 3.480 13.100 29.686 21.694 5.923 752 3.300
Sonstige Geburt 1.127 2 2 4 17 158 431 385 110 18 3.421
Staatsangehörigkeit des Kindes
Österreich 67.348 235 434 1.064 3.085 11.677 26.224 18.927 5.073 629 3.295
Ehem. Jugoslawien 1) 3.156 26 24 34 127 454 1.164 949 324 54 3.357
Türkei 1.524 9 11 16 61 257 586 435 132 17 3.319
Sonstige 5.724 29 37 79 224 870 2.143 1.768 504 70 3.342
Körperlänge
Unter 40 cm 606 295 246 63 2 - - - - - 1.017
40 bis unter 45 cm 1.947 4 235 887 693 123 4 - 1 - 1.923
45 bis unter 50 cm 22.386 - 25 243 2.711 9.762 8.399 1.203 43 - 2.916
50 cm 14.799 - - - 69 2.182 8.956 3.419 170 3 3.291
51 cm 12.543 - - - 17 774 6.304 4.837 586 25 3.451
52 cm 10.858 - - - 5 318 4.000 5.396 1.086 53 3.583
53 cm 7.009 - - - - 78 1.620 3.807 1.414 90 3.730
54 cm 4.152 - - - - 13 638 2.104 1.240 157 3.855
55 cm und mehr 3.452 - - - - 8 196 1.313 1.493 442 4.061
Geburtenfolge insgesamt
1. Kind 36.263 138 237 559 1.768 7.164 14.958 9.213 2.016 210 3.241
2. Kind 27.117 99 164 383 1.008 3.965 10.262 8.470 2.483 283 3.355
3. Kind 9.913 37 61 156 473 1.465 3.489 3.056 1.010 166 3.358
4. Kind 2.982 14 27 61 164 444 991 873 344 64 3.346
5. Kind 945 8 9 23 54 128 279 295 115 34 3.368
6. und weiteres Kind 532 3 8 11 30 92 138 172 65 13 3.356
Letzter Geburtenabstand (in Jahren)
keine vorangegangene Geburt 36.997 176 317 731 2.031 7.316 14.982 9.218 2.016 210 3.218
unter 1 Jahr 316 7 5 20 24 69 110 62 17 2 3.028
1 bis unter 2 Jahre 7.366 23 29 79 235 1.078 2.765 2.357 715 85 3.381
2 bis unter 3 Jahre 10.616 21 40 88 310 1.384 4.008 3.523 1.101 141 3.413
3 bis unter 5 Jahre 10.852 18 46 112 346 1.532 4.083 3.430 1.112 173 3.397
5 bis unter 10 Jahre 8.627 38 55 103 361 1.340 3.131 2.657 819 123 3.354
10 Jahre und mehr 2.978 16 14 60 190 539 1.038 832 253 36 3.280
Alter der Mutter
Unter 15 Jahre 7 - - - - 1 3 3 - - 3.366
15 bis unter 20 Jahre 2.747 5 17 31 109 566 1.130 724 152 13 3.261
20 bis unter 25 Jahre 13.145 58 75 163 544 2.339 5.276 3.646 938 106 3.295
25 bis unter 30 Jahre 24.274 76 156 340 1.023 4.115 9.523 6.954 1.864 223 3.308
30 bis unter 35 Jahre 22.707 92 159 338 1.017 3.657 8.784 6.537 1.865 258 3.315
35 bis unter 40 Jahre 12.156 56 80 238 624 2.074 4.451 3.498 1.007 128 3.295
40 bis unter 45 Jahre 2.573 12 16 71 159 477 906 686 204 42 3.260
45 Jahre und älter 143 - 3 12 21 29 44 31 3 - 2.943
Beruf bzw. Lebensunterhalt und Stellung im Beruf der Mutter
In Land- u. Forstwirtschaft zusammen 950 2 5 18 36 136 356 295 91 11 3.358
In sonst. Wirtschaftszweig zusammen 48.163 170 328 760 2.268 8.300 18.824 13.508 3.572 433 3.291
Selbständige, Mithelfende 2.340 11 10 33 120 393 894 683 176 20 3.296
Angestellte, Lehrling in Ang. Beruf 38.509 124 262 618 1.769 6.560 15.172 10.836 2.831 337 3.293
Arbeiterin, Lehrling in Arb. Beruf 7.314 35 56 109 379 1.347 2.758 1.989 565 76 3.278
Studentin, Schülerin 1.473 3 7 9 60 243 601 447 97 6 3.322
Hausfrau, Pensionistin 19.148 79 120 262 772 3.112 7.148 5.685 1.719 251 3.336
Unbekannt 8.018 45 46 144 361 1.467 3.188 2.144 554 69 3.272
Höchste abgeschlossene Ausbildung der Mutter
Pflichtschule 13.064 70 101 195 613 2.325 4.895 3.634 1.077 154 3.296
Lehre 23.190 94 159 393 1.131 4.086 8.898 6.410 1.793 226 3.287
Mittlere Schule (ohne Matura) 10.895 33 69 180 507 1.854 4.291 3.023 831 107 3.298
Höhere Schule (mit Matura) 12.451 42 67 178 521 2.021 4.859 3.681 979 103 3.320
Lehrer- od. berufsbild. Akademie 3.801 8 16 51 129 588 1.520 1.147 290 52 3.343
Universität, Kunsthochschule 8.386 22 50 129 346 1.332 3.260 2.518 660 69 3.320
Unbekannt 5.965 30 44 67 250 1.052 2.394 1.666 403 59 3.288

Q: STATISTIK AUSTRIA.
1 ) Angaben für das Gebiet vor dem 1.1.1992.

113
1.13 Lebendgeborene 2008 nach Wohnbundesland der Mutter und medizinischen Merkmalen
Live births in 2008 by place of residence of mother, NUTS-2 regions and medical characteristics

Nieder- Ober-
Österr- Burgen- Salz- Steier- Vorarl-
Merkmal Kärnten öster- öster- Tirol Wien
reich land burg mark berg
reich reich

Insgesamt 77.752 2.215 4.718 14.085 13.540 5.070 10.255 6.703 3.791 17.375
Niederkunftsort
Krankenanstalt 76.625 2.200 4.582 13.910 13.351 4.980 10.043 6.628 3.760 17.171
in % 98,6 99,3 97,1 98,8 98,6 98,2 97,9 98,9 99,2 98,8
Entbindungsheim 142 - 28 - 1 42 71 - - -
Wohnung der Hebamme 8 - - - 6 2 - - - -
Wohnung der Mutter 877 14 97 160 164 41 119 66 27 189
Am Transport 15 1 - 1 4 1 2 2 - 4
Sonstiger Ort 85 - 11 14 14 4 20 7 4 11
Stationäre Geburt/Ambulante Geburt
Stationärer Aufenthalt (24 Std. u. m.) 75.199 2.170 4.554 13.532 13.129 4.946 10.012 6.546 3.686 16.624
Amb. Geburt (unter 24 Std. Aufenth.) 1.576 30 56 378 229 78 102 82 74 547
in % 2,0 1,4 1,2 2,7 1,7 1,5 1,0 1,2 2,0 3,1
Hausgeb., am Transport, sonst. Art 977 15 108 175 182 46 141 75 31 204
Art der Entbindung
Spontangeburt 51.456 1.347 3.082 9.306 9.457 3.685 6.530 4.170 2.560 11.319
Kaiserschnitt 21.773 750 1.392 4.061 3.281 1.065 3.221 2.002 971 5.030
Saugglocke 4.303 104 220 685 782 297 466 525 256 968
Zangengeburt 146 13 15 17 3 17 33 1 2 45
Manualhilfe 74 1 9 16 17 6 5 5 2 13
in %
Spontangeburt 66,2 60,8 65,3 66,1 69,8 72,7 63,7 62,2 67,5 65,1
Kaiserschnitt 28,0 33,9 29,5 28,8 24,2 21,0 31,4 29,9 25,6 28,9
Saugglocke 5,5 4,7 4,7 4,9 5,8 5,9 4,5 7,8 6,8 5,6
Zangengeburt 0,2 0,6 0,3 0,1 0,0 0,3 0,3 0,0 0,1 0,3
Manualhilfe 0,1 0,0 0,2 0,1 0,1 0,1 0,0 0,1 0,1 0,1
Geburtsgewicht (in Gramm)
Unter 1.000 299 5 15 62 52 17 31 16 15 86
1.000 bis unter 1.500 506 13 25 85 89 36 74 27 34 123
1.500 bis unter 2.000 1.193 33 79 203 194 75 178 97 70 264
2.000 bis unter 2.500 3.497 82 234 606 582 202 505 333 177 776
2.500 bis unter 3.000 13.258 393 871 2.264 2.188 865 1.861 1.287 672 2.857
3.000 bis unter 3.500 30.117 873 1.844 5.319 5.147 1.990 4.098 2.734 1.499 6.613
3.500 bis unter 4.000 22.079 621 1.271 4.182 3.986 1.482 2.721 1.751 1.009 5.056
4.000 bis unter 4.500 6.033 172 342 1.210 1.142 352 703 410 282 1.420
4.500 und mehr 770 23 37 154 160 51 84 48 33 180
in %
Unter 1.000 0,4 0,2 0,3 0,4 0,4 0,3 0,3 0,2 0,4 0,5
Unter 1.500 1,0 0,8 0,8 1,0 1,0 1,0 1,0 0,6 1,3 1,2
Unter 2.000 2,6 2,3 2,5 2,5 2,5 2,5 2,8 2,1 3,1 2,7
Unter 2.500 7,1 6,0 7,5 6,8 6,8 6,5 7,7 7,1 7,8 7,2
Ø Geburtsgewicht (in Gramm) 3.302 3.315 3.277 3.325 3.325 3.303 3.269 3.263 3.274 3.310
Schwangerschaftsdauer (in angefangenen Wochen)
Bis 28 320 5 16 62 62 16 35 16 19 89
29 bis 32 767 23 52 128 136 55 109 44 39 181
33 bis 37 7.552 192 427 1.497 1.289 489 1.176 607 343 1.532
38 9.000 239 514 1.659 1.480 615 1.402 749 402 1.940
39 15.035 500 892 2.800 2.463 1.003 2.217 1.442 655 3.063
40 21.900 609 1.475 3.933 3.861 1.433 2.853 1.969 1.121 4.646
41 16.778 497 976 2.915 3.082 1.060 1.924 1.430 848 4.046
42 6.300 148 360 1.063 1.145 393 532 442 356 1.861
43 und mehr 100 2 6 28 22 6 7 4 8 17
in %
Bis 28 0,4 0,2 0,3 0,4 0,5 0,3 0,3 0,2 0,5 0,5
Bis 32 1,4 1,3 1,4 1,3 1,5 1,4 1,4 0,9 1,5 1,6
Bis 37 11,1 9,9 10,5 12,0 11,0 11,0 12,9 10,0 10,6 10,4
Ø Schwangerschaftsd. (in Wochen) 38,9 39,0 38,9 38,9 39,0 38,9 38,7 38,9 39,0 39,0
Körperlänge
Unter 40 cm 606 11 28 123 104 32 78 27 36 167
40 bis unter 45 cm 1.947 61 104 351 334 100 295 168 108 426
45 bis unter 50 cm 22.386 757 1.176 4.468 3.935 1.084 2.725 1.998 946 5.297
50 cm 14.799 501 785 2.844 2.594 824 2.022 1.117 595 3.517
51 cm 12.543 346 796 2.297 2.151 807 1.767 965 567 2.847
52 cm 10.858 285 714 1.820 1.896 888 1.454 918 583 2.300
53 cm 7.009 148 497 1.111 1.219 599 939 650 416 1.430
54 cm 4.152 64 313 619 718 366 568 437 281 786
55 cm und mehr 3.452 42 305 452 589 370 407 423 259 605
Ø Körperlänge (in cm) 50,3 49,9 50,7 50,1 50,3 50,9 50,3 50,5 50,6 50,1
Erkennbare Missbildungen bei der Geburt
Ohne Missbildungen 77.459 2.210 4.698 14.032 13.468 5.050 10.223 6.684 3.766 17.328
Mit Missbildungen 293 5 20 53 72 20 32 19 25 47
in % 0,4 0,2 0,4 0,4 0,5 0,4 0,3 0,3 0,7 0,3

Q: STATISTIK AUSTRIA.

114
1.14 Lebendgeborene 2008 nach Schwangerschaftsdauer und weiteren Merkmalen
Live births in 2008 by period of gestation and further characteristics

Schwangerschaftsdauer (in angefangenen Wochen) Arith.


Ins-
Merkmal 43 und Mittel (in
gesamt bis 28 29 - 32 33 - 37 38 39 40 41 42
mehr Wochen)

Insgesamt 77.752 320 767 7.552 9.000 15.035 21.900 16.778 6.300 100 38,9
Männlich 40.126 182 415 4.050 4.765 7.762 11.207 8.516 3.181 48 38,9
Weiblich 37.626 138 352 3.502 4.235 7.273 10.693 8.262 3.119 52 39,0
Ehelich 47.550 189 449 4.567 5.571 9.300 13.342 10.288 3.791 53 38,9
Unehelich 30.202 131 318 2.985 3.429 5.735 8.558 6.490 2.509 47 38,9
Einzelgeburt 75.094 227 490 5.852 8.574 14.925 21.856 16.772 6.298 100 39,1
Mehrlingsgeburt 2.658 93 277 1.700 426 110 44 6 2 - 34,9
Anstaltsgeburt 76.625 318 764 7.510 8.916 14.854 21.447 16.530 6.189 97 38,9
Sonstige Geburt 1.127 2 3 42 84 181 453 248 111 3 39,4
Staatsangehörigkeit des Kindes
Österreich 67.348 247 670 6.675 7.885 13.116 19.055 14.393 5.231 76 38,9
Ehem. Jugoslawien 1) 3.156 26 30 267 334 562 835 753 346 3 39,0
Türkei 1.524 13 14 123 143 292 448 343 148 - 39,0
Sonstige 5.724 34 53 487 638 1.065 1.562 1.289 575 21 39,0
Geburtsgewicht (in Gramm)
u. 1.000 299 236 62 1 - - - - - - 25,6
1.000 b.u. 1.500 506 82 324 98 1 - 1 - - - 30,2
1.500 b.u. 2.000 1.193 2 314 820 38 13 4 2 - - 33,4
2.000 b.u. 2.500 3.497 - 51 2.239 548 350 222 78 9 - 36,1
2.500 b.u. 3.000 13.258 - 7 2.745 2.905 3.206 2.777 1.283 331 4 38,2
3.000 b.u. 3.500 30.117 - 9 1.297 3.898 7.134 9.561 6.113 2.077 28 39,2
3.500 b.u. 4.000 22.079 - - 306 1.360 3.623 7.357 6.754 2.638 41 39,7
4.000 b.u. 4.500 6.033 - - 42 226 649 1.771 2.239 1.085 21 40,0
4.500 u.m. 770 - - 4 24 60 207 309 160 6 40,2
ø Geburtsgewicht (in Gramm) 3.302 792 1.521 2.604 3.118 3.281 3.433 3.562 3.638 3.701
Körperlänge
Unter 40 cm 606 293 239 74 - - - - - - 27,9
40 bis unter 45 cm 1.947 24 435 1.253 120 66 37 11 1 - 33,9
45 bis unter 50 cm 22.386 3 85 4.696 4.160 5.054 4.942 2.702 733 11 38,2
50 cm 14.799 - 4 756 1.929 3.442 4.680 2.975 1.000 13 39,2
51 cm 12.543 - 2 376 1.189 2.545 4.127 3.121 1.163 20 39,4
52 cm 10.858 - 2 242 826 1.938 3.548 3.071 1.213 18 39,6
53 cm 7.009 - - 87 425 1.072 2.246 2.223 938 18 39,8
54 cm 4.152 - - 42 217 560 1.318 1.388 619 8 39,9
55 cm und mehr 3.452 - - 26 134 358 1.002 1.287 633 12 40,0
Geburtenfolge insgesamt
1. Kind 36.263 147 360 3.486 3.844 6.654 10.105 8.190 3.415 62 39,0
2. Kind 27.117 105 245 2.439 3.280 5.582 7.905 5.708 1.833 20 38,9
3. Kind 9.913 40 97 1.046 1.329 1.999 2.693 2.004 695 10 38,8
4. Kind 2.982 16 43 371 383 550 804 595 216 4 38,7
5. Kind 945 8 14 125 111 138 272 191 83 3 38,7
6. und weiteres Kind 532 4 8 85 53 112 121 90 58 1 38,6
Alter der Mutter
Unter 15 Jahre 7 - - - 3 1 2 - 1 - 38,8
15 bis unter 20 Jahre 2.747 5 23 224 265 504 795 651 273 7 39,1
20 bis unter 25 Jahre 13.145 57 114 1.093 1.351 2.418 3.846 3.078 1.172 16 39,1
25 bis unter 30 Jahre 24.274 79 233 2.233 2.692 4.650 7.067 5.342 1.942 36 39,0
30 bis unter 35 Jahre 22.707 103 223 2.219 2.642 4.440 6.416 4.851 1.792 21 38,9
35 bis unter 40 Jahre 12.156 63 134 1.387 1.640 2.456 3.142 2.392 929 13 38,7
40 bis unter 45 Jahre 2.573 13 37 345 389 539 609 450 184 7 38,6
45 Jahre und älter 143 - 3 51 18 27 23 14 7 - 37,5
Beruf bzw. Lebensunterhalt und Stellung im Beruf der Mutter
In Land- u. Forstwirtschaft zusammen 950 4 10 80 114 189 271 214 67 1 38,9
In sonst. Wirtschaftszweig zusammen 48.163 183 493 4.823 5.363 9.266 13.479 10.495 4.007 54 38,9
Selbständige, Mithelfende 2.340 10 22 270 298 478 606 458 194 4 38,8
Angestellte, Lehrling in Ang. Beruf 38.509 137 387 3.824 4.251 7.380 10.846 8.426 3.218 40 38,9
Arbeiterin, Lehrling in Arb. Beruf 7.314 36 84 729 814 1.408 2.027 1.611 595 10 38,9
Studentin, Schülerin 1.473 4 11 87 140 259 430 382 160 - 39,3
Hausfrau, Pensionistin 19.148 87 175 1.683 2.247 3.723 5.450 4.157 1.593 33 39,0
Unbekannt 8.018 42 78 879 1.136 1.598 2.270 1.530 473 12 38,7
Höchste abgeschlossene Ausbildung der Mutter
Pflichtschule 13.064 72 139 1.227 1.507 2.540 3.636 2.805 1.116 22 38,9
Lehre 23.190 94 261 2.319 2.713 4.400 6.494 5.030 1.856 23 38,9
Mittlere Schule (ohne Matura) 10.895 41 92 1.114 1.213 2.170 2.982 2.428 843 12 38,9
Höhere Schule (mit Matura) 12.451 39 109 1.138 1.382 2.400 3.636 2.696 1.034 17 39,0
Lehrer- od. berufsbild. Akademie 3.801 9 31 316 428 734 1.103 869 307 4 39,0
Universität, Kunsthochschule 8.386 32 77 802 939 1.564 2.371 1.868 724 9 39,0
Unbekannt 5.965 33 58 636 818 1.227 1.678 1.082 420 13 38,8

Q: STATISTIK AUSTRIA.
1 ) Angaben für das Gebiet vor dem 1.1.1992.

115
1.15 Geborene und Geburten 2008 nach Mehrlingseigenschaft, Lebensfähigkeit, Geschlecht und
Bundesländern
Births and maternities in 2008 by plurality, viability, sex and NUTS-2 regions

Mehrlingseigenschaft, Nieder- Ober-


Öster- Burgen- Salz- Steier- Vorarl-
Lebensfähigkeit, Kärnten öster- öster- Tirol Wien
reich land burg mark berg
Geschlecht reich reich

Geborene (Lebend- und Totgeborene)


Insgesamt 78.010 2.222 4.734 14.130 13.578 5.084 10.281 6.721 3.805 17.455
Lebendgeborene 77.752 2.215 4.718 14.085 13.540 5.070 10.255 6.703 3.791 17.375
Totgeborene 258 7 16 45 38 14 26 18 14 80
Einzelgeborene zusammen 75.331 2.146 4.550 13.646 13.071 4.916 9.939 6.523 3.655 16.885
Lebendgeborene 75.094 2.140 4.535 13.605 13.039 4.902 9.917 6.506 3.641 16.809
Totgeborene 237 6 15 41 32 14 22 17 14 76
Mehrlingsgeborene zusammen 2.679 76 184 484 507 168 342 198 150 570
Lebendgeborene 2.658 75 183 480 501 168 338 197 150 566
Totgeborene 21 1 1 4 6 - 4 1 - 4
Anteil der Mehrlingsgeborenen (%)
Zusammen 3,4 3,4 3,9 3,4 3,7 3,3 3,3 2,9 3,9 3,3
Lebendgeborene 3,4 3,4 3,9 3,4 3,7 3,3 3,3 2,9 4,0 3,3
Totgeborene 8,1 14,3 6,3 8,9 15,8 - 15,4 5,6 - 5,0
1
Mehrlingsgeburten )
Insgesamt 1.324 38 91 238 251 84 168 99 73 282
Zwillingsgeburten zusammen 1.293 38 89 230 246 84 162 99 69 276
2 Knaben 415 8 31 75 81 21 53 22 21 103
1 Knabe, 1 Mädchen 457 15 29 82 79 35 49 49 31 88
2 Mädchen 421 15 29 73 86 28 60 28 17 85
Beide lebendgeboren 1.274 37 88 227 241 84 158 98 69 272
1 lebend- und 1 totgeboren 18 1 1 2 5 - 4 1 - 4
Beide totgeboren 1 - - 1 - - - - - -
Drillingsgeburten zusammen 31 - 2 8 5 - 6 - 4 6
3 Knaben 6 - 1 - 2 - - - 2 1
2 Knaben, 1 Mädchen 13 - - 3 1 - 4 - 2 3
1 Knabe, 2 Mädchen 5 - 1 2 - - 1 - - 1
3 Mädchen 7 - - 3 2 - 1 - - 1
Alle lebendgeboren 30 - 2 8 4 - 6 - 4 6
2 lebend- und 1 totgeboren 1 - - - 1 - - - - -
1 lebend- und 2 totgeboren - - - - - - - - - -
Alle totgeboren - - - - - - - - - -
Vierlingsgeburten zusammen - - - - - - - - - -

Q: STATISTIK AUSTRIA.
1) Masse sind hier Geburten, nicht Geborene; d.h. Zwillinge etc. werden nur einmal gezählt.

1.16 Lebendgeborene 2008 nach Berufskategorie bzw. höchster abgeschlossener Ausbildung der Mutter
Live births in 2008 by employment status resp. educational level of mother and further characteristics

1 Mit erkennbarer
Legitimität Nichtösterreicher Untergewichtige )
Missbildung
Berufskategorie bzw. höchste
Ins-
abgeschlossene Ausbildung Unehelich Auf 1.000
gesamt Ehe-
der Mutter Absolut in % Absolut in % Absolut Lebend-
lich
Absolut in % geborene

Insgesamt 77.752 47.550 30.202 38,8 10.404 13,4 5.495 7,1 293 3,8
Beruf bzw. Lebensunterhalt und Stellung im Beruf der Mutter
In Land- u. Forstwirtschaft zusammen 950 757 193 20,3 48 5,1 61 6,4 0 0,0
Selbständige, Mithelfende 661 572 89 13,5 12 1,8 39 5,9 - -
Unselbständige 289 185 104 36,0 36 12,5 22 7,6 0 0,0
In sonst. Wirtschaftszweig zusammen 48.163 27.323 20.840 43,3 4.053 8,4 3.526 7,3 199 4,1
Selbständige, Mithelfende 2.340 1.330 1.010 43,2 253 10,8 174 7,4 5 2,1
Angestellte, Lehrling in Ang. Beruf 38.509 21.722 16.787 43,6 2.464 6,4 2.773 7,2 156 4,1
Arbeiterin, Lehrling in Arb. Beruf 7.314 4.271 3.043 41,6 1.336 18,3 579 7,9 38 5,2
Studentin, Schülerin 1.473 524 949 64,4 235 16,0 79 5,4 3 2,0
Hausfrau, Pensionistin 19.148 14.286 4.862 25,4 5.202 27,2 1.233 6,4 66 3,4
Unbekannt 8.018 4.660 3.358 41,9 866 10,8 596 7,4 25 3,1
Höchste abgeschlossene Ausbildung der Mutter
Pflichtschule 13.064 8.974 4.090 31,3 4.052 31,0 979 7,5 54 4,1
Lehre 23.190 12.347 10.843 46,8 2.203 9,5 1.777 7,7 86 3,7
Mittlere Schule (ohne Matura) 10.895 6.380 4.515 41,4 777 7,1 789 7,2 43 3,9
Höhere Schule (mit Matura) 12.451 7.821 4.630 37,2 1.113 8,9 808 6,5 40 3,2
Lehrer- od. berufsbild. Akademie 3.801 2.478 1.323 34,8 228 6,0 204 5,4 21 5,5
Universität, Kunsthochschule 8.386 5.835 2.551 30,4 924 11,0 547 6,5 35 4,2
Unbekannt 5.965 3.715 2.250 37,7 1.107 18,6 391 6,6 14 2,3

Q: STATISTIK AUSTRIA.
1) Lebendgeborene mit weniger als 2.500 Gramm Geburtsgewicht.

116
1.17 Geborene und bei der Geburt erkennbare Missbildungen 2008 nach Lebensfähigkeit und Geschlecht
Births and discernible malformations in 2008 by viability and sex

Insgesamt Männlich Weiblich


Erkennbare Missbildung
(Drei- bzw. Viersteller der 9. ICD-Revision) Lebend- Lebend- Tot- Lebend- Lebend- Tot- Lebend- Lebend- Tot-
u. totgeb. geboren geboren u. totgeb. geboren geboren u. totgeb. geboren geboren

Absolute Zahlen
Lebendgeborene insgesamt 78.010 77.752 258 40.253 40.126 127 37.757 37.626 131
Ohne Missbildungen 77.705 77.459 246 40.061 39.939 122 37.644 37.520 124
Mit Missbildungen 305 293 12 192 187 5 113 106 7
Einfachmissbildungen (ohne Q89.7) 281 275 6 176 173 3 105 102 3
Mehrfachmissbildungen (einschl. Q89.7) 24 18 6 16 14 2 8 4 4
Summe der bei der Geburt erkannten Missbildungen 327 310 17 207 200 7 120 110 10
Missbildungen, spezielle Missbildungskategorien: - - - - - - - - -
Anenzephalus (Q00.0, Q00.1) 2 1 1 1 1 - 1 - 1
Angeborener Hydrozephalus (Q03) 9 7 2 6 5 1 3 2 1
Spina bifida o. Angabe e. Hydrozephalus (Q05.5-Q05.9) 11 9 2 7 6 1 4 3 1
Angeborenen Fehlbildungen des Herzens (Q 20-Q24) 30 29 1 22 21 1 8 8 -
Gaumenspalte (Q35) 7 7 - 3 3 - 4 4 -
Lippenspalte (Q36) 11 11 - 7 7 - 4 4 -
Gaumenspalte mit Lippenspalte (Q37) 36 35 1 25 25 - 11 10 1
Hypospadie und Epispadie (Q54, Q64.0) 18 18 - 18 18 - - - -
Angeborene Deformitäten der Füße (Q66) 40 40 - 32 32 - 8 8 -
Polydaktylie (Q69) 25 25 - 12 12 - 13 13 -
Syndaktylie (Q70) 5 5 - 2 2 - 3 3 -
Reduktionsdefekte der oberen Extremitäten (Q71) 4 4 - 3 3 - 1 1 -
Angeb. Fehlbildungen des Zwerchfells (Q79.1-Q79.1) - - - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen der Bauchdecke (Q79.2-Q79.5) 30 27 3 13 10 3 17 17 -
Down-Syndrom (Q90) 15 13 2 4 4 - 11 9 2
Sonstige Missbildungen 84 79 5 52 51 1 32 28 4
Missbildungen, lt. Dreistellergruppen der 10. ICD-Revision: - - - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen des Nervensystems (Q00-Q07) 29 23 6 17 15 2 12 8 4
Angeb. Fehlbildungen des Auges, des Ohres, des Gesichtes und des
Halses (Q10-Q18) 10 10 - 7 7 - 3 3 -
Angeb. Fehlbildungen des Kreislaufsystems (Q20-Q28) 33 32 1 25 24 1 8 8 -
Angeb. Fehlbildungen des Atmungssystems (Q30-Q34) 1 1 - 1 1 - - - -
Lippen- Kiefer- und Gaumenspalte (Q35-Q37) 54 53 1 35 35 - 19 18 1
Sonst. angeb. Fehlbildungen des Verdauungssystems (Q38-Q45) 3 3 - 1 1 - 2 2 -
Angeb. Fehlbildungen der Genitalorgane (Q50-Q56) 18 18 - 18 18 - - - -
Angeb. Fehlbildungen des Harnsystems (Q60-64) 7 7 - 6 6 - 1 1 -
Angeb. Fehlbildungen und Deformitäten des Muskel-Skelett-Systems
(Q65-Q79) 132 128 4 80 77 3 52 51 1
Sonstige angeb. Fehlbildungen (Q80-Q89) 16 15 1 9 9 - 7 6 1
Chromosomenanomalien, andernorts nicht klassifiziert (Q90-Q99) 24 20 4 8 7 1 16 13 3

Auf 100.000 der gleichen Kategorie


Ohne Missbildungen 99.609,0 99.623,2 95.348,8 99.523,0 99.534,0 96.063,0 99.700,7 99.718,3 94.656,5
Mit Missbildungen 391,0 376,8 4.651,2 477,0 466,0 3.937,0 299,3 281,7 5.343,5
Einfachmissbildungen (ohne Q89.7) 360,2 353,7 2.325,6 437,2 431,1 2.362,2 278,1 271,1 2.290,1
Mehrfachmissbildungen (einschl. Q89.7) 30,8 23,2 2.325,6 39,7 34,9 1.574,8 21,2 10,6 3.053,4
Summe der bei der Geburt erkannten Missbildungen 419,2 398,7 6.589,1 514,2 498,4 5.511,8 317,8 292,4 7.633,6
Missbildungen, spezielle Missbildungskategorien: - - - - - - - - -
Anenzephalus (Q00.0, Q00.1) 2,6 1,3 387,6 2,5 2,5 - 2,6 - 763,4
Angeborener Hydrozephalus (Q03) 11,5 9,0 775,2 14,9 12,5 787,4 7,9 5,3 763,4
Spina bifida o. Angabe e. Hydrozephalus (Q05.5-Q05.9) 14,1 11,6 775,2 17,4 15,0 787,4 10,6 8,0 763,4
Angeborenen Fehlbildungen des Herzens (Q 20-Q24) 38,5 37,3 387,6 54,7 52,3 787,4 21,2 21,3 -
Gaumenspalte (Q35) 9,0 9,0 - 7,5 7,5 - 10,6 10,6 -
Lippenspalte (Q36) 14,1 14,1 - 17,4 17,4 - 10,6 10,6 -
Gaumenspalte mit Lippenspalte (Q37) 46,1 45,0 387,6 62,1 62,3 - 29,1 26,6 763,4
Hypospadie und Epispadie (Q54, Q64.0) 23,1 23,2 - 44,7 44,9 - - - -
Angeborene Deformitäten der Füße (Q66) 51,3 51,4 - 79,5 79,7 - 21,2 21,3 -
Polydaktylie (Q69) 32,0 32,2 - 29,8 29,9 - 34,4 34,6 -
Syndaktylie (Q70) 6,4 6,4 - 5,0 5,0 - 7,9 8,0 -
Reduktionsdefekte der oberen Extremitäten (Q71) 5,1 5,1 - 7,5 7,5 - 2,6 2,7 -
Angeb. Fehlbildungen des Zwerchfells (Q79.1-Q79.1) - - - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen der Bauchdecke (Q79.2-Q79.5) 38,5 34,7 1.162,8 32,3 24,9 2.362,2 45,0 45,2 -
Down-Syndrom (Q90) 19,2 16,7 775,2 9,9 10,0 - 29,1 23,9 1.526,7
Sonstige Missbildungen 107,7 101,6 1.938,0 129,2 127,1 787,4 84,8 74,4 3.053,4
Missbildungen, lt. Dreistellergruppen der 10. ICD-Revision: - - - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen des Nervensystems (Q00-Q07) 37,2 29,6 2.325,6 42,2 37,4 1.574,8 31,8 21,3 3.053,4
Angeb. Fehlbildungen des Auges, des Ohres, des Gesichtes und des
Halses (Q10-Q18) 12,8 12,9 - 17,4 17,4 - 7,9 8,0 -
Angeb. Fehlbildungen des Kreislaufsystems (Q20-Q28) 42,3 41,2 387,6 62,1 59,8 787,4 21,2 21,3 -
Angeb. Fehlbildungen des Atmungssystems (Q30-Q34) 1,3 1,3 - 2,5 2,5 - - - -
Lippen- Kiefer- und Gaumenspalte (Q35-Q37) 69,2 68,2 387,6 87,0 87,2 - 50,3 47,8 763,4
Sonst. angeb. Fehlbildungen des Verdauungssystems (Q38-Q45) 3,8 3,9 - 2,5 2,5 - 5,3 5,3 -
Angeb. Fehlbildungen der Genitalorgane (Q50-Q56) 23,1 23,2 - 44,7 44,9 - - - -
Angeb. Fehlbildungen des Harnsystems (Q60-64) 9,0 9,0 - 14,9 15,0 - 2,6 2,7 -
Angeb. Fehlbildungen und Deformitäten des Muskel-Skelett-Systems
(Q65-Q79) 169,2 164,6 1.550,4 198,7 191,9 2.362,2 137,7 135,5 763,4
Sonstige angeb. Fehlbildungen (Q80-Q89) 20,5 19,3 387,6 22,4 22,4 - 18,5 15,9 763,4
Chromosomenanomalien, andernorts nicht klassifiziert (Q90-Q99) 30,8 25,7 1.550,4 19,9 17,4 787,4 42,4 34,6 2.290,1

Q: STATISTIK AUSTRIA.

117
1.18 Lebendgeborene und bei der Geburt erkennbare Missbildungen 2008 nach Alter der Mutter
Live births in 2008 by discernible malformations and age of mother

Alter der Mutter (in Jahren)


Erkennbare Missbildung Ins-
(Drei- bzw. Viersteller der 9. ICD-Revision) gesamt 15 bis 20 bis 30 bis 35 bis 40 bis 45 bis 50 und
unter 15
unter 20 unter 25 unter 35 unter 40 unter 45 unter 50 älter

Absolute Zahlen
Lebendgeborene insgesamt 77.752 7 2.747 37.419 22.707 12.156 2.573 137 6
Ohne Missbildungen 77.459 7 2.733 37.270 22.636 12.111 2.560 136 6
Mit Missbildungen 293 - 14 149 71 45 13 1 -
Einfachmissbildungen (ohne Q89.7) 275 - 14 141 66 41 12 1 -
Mehrfachmissbildungen (einschl. Q89.7) 18 - - 8 5 4 1 - -
Summe der bei der Geburt erkannten Missbildungen 310 - 14 156 76 49 14 1 -
Missbildungen, spezielle Missbildungskategorien:
Anenzephalus (Q00.0, Q00.1) 1 - - 1 - - - - -
Angeborener Hydrozephalus (Q03) 7 - - 4 1 1 1 - -
Spina bifida o. Angabe e. Hydrozephalus (Q05.5-Q05.9) 9 - 1 3 3 1 1 - -
Angeborenen Fehlbildungen des Herzens (Q 20-Q24) 29 - 2 12 8 7 - - -
Gaumenspalte (Q35) 7 - - 2 4 1 - - -
Lippenspalte (Q36) 11 - 1 4 4 2 - - -
Gaumenspalte mit Lippenspalte (Q37) 35 - 1 19 11 3 1 - -
Hypospadie und Epispadie (Q54, Q64.0) 18 - - 8 5 4 1 - -
Angeborene Deformitäten der Füße (Q66) 40 - 1 23 8 7 1 - -
Polydaktylie (Q69) 25 - 1 9 9 6 - - -
Syndaktylie (Q70) 5 - - 3 1 - 1 - -
Reduktionsdefekte der oberen Extremitäten (Q71) 4 - - 3 1 - - - -
Angeb. Fehlbildungen des Zwerchfells (Q79.1-Q79.1) - - - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen der Bauchdecke (Q79.2-Q79.5) 27 - 5 16 1 5 - - -
Down-Syndrom (Q90) 13 - 1 5 3 1 3 - -
Sonstige Missbildungen 79 - 1 44 17 11 5 1 -
Missbildungen, lt. Dreistellergruppen d. 10. ICD-Revision:
Angeb. Fehlbildungen des Nervensystems (Q00-Q07) 23 - 1 10 4 4 4 - -
Angeb. Fehlbildungen des Auges, des Ohres, des Gesichtes und des
Halses (Q10-Q18) 10 - - 6 3 1 - - -
Angeb. Fehlbildungen des Kreislaufsystems (Q20-Q28) 32 - 2 13 9 8 - - -
Angeb. Fehlbildungen des Atmungssystems (Q30-Q34) 1 - - 1 - - - - -
Lippen- Kiefer- und Gaumenspalte (Q35-Q37) 53 - 2 25 19 6 1 - -
Sonst. angeb. Fehlbildungen des Verdauungssystems (Q38-Q45) 3 - - 2 1 - - - -
Angeb. Fehlbildungen der Genitalorgane (Q50-Q56) 18 - - 8 5 4 1 - -
Angeb. Fehlbildungen des Harnsystems (Q60-64) 7 - - 3 2 1 1 - -
Angeb. Fehlbildungen und Deformitäten des Muskel-Skelett-Systems
(Q65-Q79) 128 - 8 71 26 21 2 - -
Sonstige angeb. Fehlbildungen (Q80-Q89) 15 - - 10 3 1 1 - -
Chromosomenanomalien, andernorts nicht klassifiziert (Q90-Q99) 20 - 1 7 4 3 4 1 -

Auf 100.000 der gleichen Kategorie


Ohne Missbildungen 99.623,2 100.000,0 99.490,4 99.601,8 99.687,3 99.629,8 99.494,8 99.270,1 100.000,0
Mit Missbildungen 376,8 - 509,6 398,2 312,7 370,2 505,2 729,9 -
Einfachmissbildungen (ohne Q89.7) 353,7 - 509,6 376,8 290,7 337,3 466,4 729,9 -
Mehrfachmissbildungen (einschl. Q89.7) 23,2 - - 21,4 22,0 32,9 38,9 - -
Summe der bei der Geburt erkannten Missbildungen 398,7 - 509,6 416,9 334,7 403,1 544,1 729,9 -
Missbildungen, spezielle Missbildungskategorien:
Anenzephalus (Q00.0, Q00.1) 1,3 - - 2,7 - - - - -
Angeborener Hydrozephalus (Q03) 9,0 - - 10,7 4,4 8,2 38,9 - -
Spina bifida o. Angabe e. Hydrozephalus (Q05.5-Q05.9) 11,6 - 36,4 8,0 13,2 8,2 38,9 - -
Angeborenen Fehlbildungen des Herzens (Q 20-Q24) 37,3 - 72,8 32,1 35,2 57,6 - - -
Gaumenspalte (Q35) 9,0 - - 5,3 17,6 8,2 - - -
Lippenspalte (Q36) 14,1 - 36,4 10,7 17,6 16,5 - - -
Gaumenspalte mit Lippenspalte (Q37) 45,0 - 36,4 50,8 48,4 24,7 38,9 - -
Hypospadie und Epispadie (Q54, Q64.0) 23,2 - - 21,4 22,0 32,9 38,9 - -
Angeborene Deformitäten der Füße (Q66) 51,4 - 36,4 61,5 35,2 57,6 38,9 - -
Polydaktylie (Q69) 32,2 - 36,4 24,1 39,6 49,4 - - -
Syndaktylie (Q70) 6,4 - - 8,0 4,4 - 38,9 - -
Reduktionsdefekte der oberen Extremitäten (Q71) 5,1 - - 8,0 4,4 - - - -
Angeb. Fehlbildungen des Zwerchfells (Q79.1-Q79.1) - - - - - - - - -
Angeb. Fehlbildungen der Bauchdecke (Q79.2-Q79.5) 34,7 - 182,0 42,8 4,4 41,1 - - -
Down-Syndrom (Q90) 16,7 - 36,4 13,4 13,2 8,2 116,6 - -
Sonstige Missbildungen 101,6 - 36,4 117,6 74,9 90,5 194,3 729,9 -
Missbildungen, lt. Dreistellergruppen d. 10. ICD-Revision:
Angeb. Fehlbildungen des Nervensystems (Q00-Q07) 29,6 - 36,4 26,7 17,6 32,9 155,5 - -
Angeb. Fehlbildungen des Auges, des Ohres, des Gesichtes und des
Halses (Q10-Q18) 12,9 - - 16,0 13,2 8,2 - - -
Angeb. Fehlbildungen des Kreislaufsystems (Q20-Q28) 41,2 - 72,8 34,7 39,6 65,8 - - -
Angeb. Fehlbildungen des Atmungssystems (Q30-Q34) 1,3 - - 2,7 - - - - -
Lippen- Kiefer- und Gaumenspalte (Q35-Q37) 68,2 - 72,8 66,8 83,7 49,4 38,9 - -
Sonst. angeb. Fehlbildungen des Verdauungssystems (Q38-Q45) 3,9 - - 5,3 4,4 - - - -
Angeb. Fehlbildungen der Genitalorgane (Q50-Q56) 23,2 - - 21,4 22,0 32,9 38,9 - -
Angeb. Fehlbildungen des Harnsystems (Q60-64) 9,0 - - 8,0 8,8 8,2 38,9 - -
Angeb. Fehlbildungen und Deformitäten des Muskel-Skelett-Systems
(Q65-Q79) 164,6 - 291,2 189,7 114,5 172,8 77,7 - -
Sonstige angeb. Fehlbildungen (Q80-Q89) 19,3 - - 26,7 13,2 8,2 38,9 - -
Chromosomenanomalien, andernorts nicht klassifiziert (Q90-Q99) 25,7 - 36,4 18,7 17,6 24,7 155,5 729,9 -

Q: STATISTIK AUSTRIA.

118
1.19 Lebendgeborene 2008 nach APGAR 1 Minute, 5 Minuten und 10 Minuten
Live births in 2008 by APGAR

Ins- Arithm.
APGAR 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10
gesamt Mittel

APGAR nach 5 Minuten


Insgesamt 77.752 17 69 34 41 59 128 269 663 2.272 9.895 64.250 9,7
APGAR nach 1 Minute:
00 23 7 3 3 3 2 3 1 1 - - - 2,4
01 133 5 47 8 17 7 11 20 10 5 2 1 3,4
02 141 - 16 14 6 14 22 24 24 8 6 7 5,2
03 218 3 - 3 9 15 28 42 55 37 21 5 6,4
04 359 - 1 1 3 13 16 64 92 113 43 13 7,2
05 701 - 2 2 - 4 24 56 177 249 140 47 7,8
06 1.057 1 - - 1 2 6 29 183 432 333 70 8,2
07 2.297 - - 1 - 1 4 11 73 865 1.036 306 8,7
08 7.717 - - - 1 1 6 9 19 483 4.980 2.218 9,2
09 54.540 1 - 2 1 - 8 13 27 74 3.311 51.103 9,9
10 10.511 - - - - - - - 2 6 23 10.480 10,0
unbekannt 55 - - - - - - - - - - - -

APGAR nach 10 Minuten


Insgesamt 77.752 26 54 16 16 28 52 70 175 800 3.784 72.676 9,9
APGAR nach 1 Minute:
00 23 6 - 2 1 2 4 1 - 6 - 1 4,3
01 133 10 34 6 5 5 12 7 20 14 9 11 4,7
02 141 3 17 3 5 4 7 10 15 30 27 20 6,7
03 218 2 - 3 3 10 9 10 15 61 62 43 8,0
04 359 1 1 1 - 6 6 12 21 94 120 97 8,6
05 701 1 1 1 - - 8 15 31 121 250 273 9,0
06 1.057 1 - - - 1 2 6 39 145 391 472 9,2
07 2.297 - - - 2 - - 4 17 156 811 1.307 9,5
08 7.717 - - - - - 2 3 7 118 1.420 6.167 9,8
09 54.540 2 1 - - - 1 2 9 50 674 53.801 10,0
10 10.511 - - - - - 1 - 1 5 20 10.484 10,0
unbekannt 55 - - - - - - - - - - - -

APGAR nach 10 Minuten


Insgesamt 77.752 26 54 16 16 28 52 70 175 800 3.784 72.676 9,9
APGAR nach 5 Minuten:
00 17 13 - 1 - - - - - 2 - 1 1,7
01 69 10 48 7 2 - 1 - 1 - - - 1,2
02 34 - 4 6 7 4 3 3 1 4 - 2 4,3
03 41 - - 2 5 7 9 8 2 6 2 - 5,4
04 59 1 1 - 1 14 14 7 10 5 5 1 5,7
05 128 - 1 - - 1 18 20 27 30 18 13 7,3
06 269 - - - - 1 3 26 56 102 56 25 7,9
07 663 - - - - - 1 2 66 235 249 110 8,6
08 2.272 1 - - - 1 - 1 9 380 1.242 638 9,1
09 9.895 - - - 1 - 2 2 1 31 2.160 7.698 9,8
10 64.250 1 - - - - 1 1 2 5 52 64.188 10,0
unbekannt 55 - - - - - - - - - - - -

Q: STATISTIK AUSTRIA.

119
120
Kap. 2
S t e r b l i c h k e i t u n d To d e s u r s a c h e n
2.1 Lebenserwartung für ausgewählte Altersjahre seit 1868/71
(ab dem genauen Alter von ... Jahren sind statistisch noch ... weitere Lebensjahre zu erwarten)
Life expectancy since 1868/71 by age

2
genaues Alter in Jahren )
Jahr/e der 0 (bei der 0 (bei der
1 15 30 45 60 1 15 30 45 60
Sterbetafel*)1) Geburt) Geburt)
männlich weiblich

1868/71 32,69 45,43 41,36 31,16 21,07 11,87 36,20 47,18 43,18 32,49 22,17 12,08
1879/82 33,43 44,95 42,13 31,74 21,59 12,32 36,70 46,51 43,90 33,38 23,05 12,91
1889/92 35,99 47,99 43,28 32,41 21,91 12,44 38,58 48,85 44,23 33,52 23,08 12,80
1899/1902 40,63 51,71 44,73 33,18 22,32 12,81 43,37 52,68 46,07 34,80 23,94 13,45
1909/12 43,52 53,73 45,38 33,58 22,54 12,94 46,77 55,39 47,37 35,90 24,69 13,97
1930/33 54,50 60,50 49,50 36,90 24,70 14,20 58,50 63,50 52,40 39,60 27,00 15,40
1949/51 61,91 65,90 53,26 39,71 26,40 15,12 66,97 70,09 57,34 43,37 29,74 17,27
1959/61 65,60 67,48 54,26 40,54 26,96 15,25 72,03 73,46 60,10 45,64 31,59 18,67
1970/72 66,58 67,58 54,19 40,50 27,06 15,18 73,69 74,35 60,83 46,31 32,12 19,05
1980/82 69,23 69,31 55,69 41,87 28,19 16,41 76,37 76,22 62,53 47,94 33,69 20,43
1990/92 72,48 72,10 58,34 44,22 30,34 18,02 79,04 78,58 64,78 50,08 35,69 22,21
2000/02 75,51 74,91 61,07 46,79 32,66 19,99 81,48 80,78 66,92 52,18 37,66 24,03
1951 62,38 66,01 53,23 39,60 26,18 14,89 67,75 70,51 57,60 43,53 29,81 17,25
1961 66,47 68,02 54,74 40,93 27,35 15,53 72,84 73,95 60,52 46,01 31,94 18,99
1962 66,30 67,80 54,43 40,53 26,89 15,07 72,50 73,66 60,23 45,70 31,65 18,68
1963 66,40 67,78 54,48 40,61 27,02 15,04 72,67 73,73 60,28 45,74 31,66 18,70
1964 66,79 68,07 54,76 40,91 27,25 15,34 73,22 74,10 60,69 46,18 32,05 19,04
1965 66,58 67,69 54,37 40,36 26,84 14,90 72,97 73,87 60,42 45,84 31,69 18,70
1966 66,85 68,06 54,70 40,83 27,31 15,37 73,37 74,16 60,68 46,18 32,03 19,01
1967 66,62 67,70 54,33 40,55 26,99 15,01 73,38 74,04 60,53 45,99 31,87 18,85
1968 66,76 67,71 54,32 40,49 26,95 14,99 73,53 74,20 60,70 46,10 31,93 18,87
1969 66,53 67,53 54,16 40,30 26,75 14,77 73,27 73,86 60,38 45,83 31,65 18,71
1970 66,46 67,46 54,10 40,31 26,79 14,85 73,38 74,05 60,52 45,99 31,82 18,80
1971 66,64 67,69 54,28 40,61 27,13 15,20 73,67 74,32 60,77 46,27 32,10 18,99
1972 66,93 67,87 54,45 40,76 27,27 15,41 74,01 74,67 61,13 46,62 32,37 19,29
1973 67,51 68,39 54,95 41,23 27,66 15,68 74,55 75,07 61,46 46,94 32,74 19,64
1974 67,47 68,34 54,87 41,09 27,54 15,63 74,65 75,13 61,54 46,99 32,73 19,64
1975 67,66 68,27 54,80 41,00 27,46 15,57 74,70 75,03 61,45 46,91 32,70 19,55
1976 68,18 68,58 55,05 41,22 27,64 15,75 75,05 75,27 61,63 47,06 32,80 19,68
1977 68,52 68,81 55,25 41,49 27,88 16,09 75,46 75,60 61,92 47,35 33,11 19,98
1978 68,47 68,66 55,09 41,35 27,73 15,94 75,69 75,66 61,98 47,42 33,18 19,93
1979 68,81 68,93 55,35 41,59 27,92 16,21 76,00 76,02 62,36 47,78 33,53 20,30
1980 69,01 69,15 55,58 41,78 28,07 16,32 76,08 76,02 62,38 47,79 33,52 20,30
1981 69,28 69,30 55,69 41,84 28,16 16,36 76,41 76,22 62,51 47,94 33,68 20,40
1982 69,40 69,46 55,81 42,01 28,39 16,56 76,62 76,42 62,71 48,12 33,88 20,62
1983 69,51 69,46 55,78 41,91 28,27 16,44 76,60 76,38 62,66 48,07 33,82 20,58
1984 70,04 69,93 56,28 42,42 28,73 16,91 77,22 77,00 63,29 48,66 34,38 21,03
1985 70,35 70,28 56,61 42,65 28,92 16,94 77,33 77,03 63,29 48,64 34,34 20,97
1986 70,92 70,77 57,07 43,02 29,30 17,25 77,69 77,36 63,60 48,95 34,65 21,25
1987 71,42 71,20 57,47 43,41 29,61 17,48 78,07 77,77 63,99 49,32 35,00 21,52
1988 71,88 71,51 57,78 43,73 29,94 17,68 78,56 78,15 64,33 49,65 35,28 21,77
1989 71,91 71,57 57,88 43,82 29,97 17,71 78,69 78,28 64,49 49,81 35,43 21,95
1990 72,24 71,86 58,12 43,99 30,14 17,81 78,89 78,45 64,66 49,97 35,59 22,15
1991 72,28 71,89 58,13 44,07 30,23 17,94 79,00 78,52 64,72 50,03 35,66 22,17
1992 72,52 72,14 58,35 44,23 30,32 18,01 79,16 78,68 64,88 50,20 35,80 22,31
1993 72,77 72,30 58,53 44,49 30,56 18,16 79,36 78,81 65,04 50,37 35,97 22,50
1994 73,12 72,63 58,88 44,83 30,93 18,46 79,66 79,11 65,30 50,66 36,24 22,74
1995 73,30 72,74 58,95 44,85 30,95 18,50 79,98 79,37 65,54 50,83 36,39 22,86
1996 73,68 73,08 59,29 45,08 31,11 18,65 80,12 79,51 65,67 50,93 36,48 22,97
1997 74,02 73,37 59,57 45,40 31,33 18,79 80,55 79,93 66,09 51,36 36,86 23,23
1998 74,45 73,85 60,02 45,76 31,67 19,13 80,83 80,20 66,37 51,61 37,11 23,51
1999 74,78 74,11 60,31 46,03 31,97 19,28 80,85 80,20 66,35 51,64 37,17 23,58
2000 75,11 74,52 60,69 46,48 32,37 19,73 81,12 80,47 66,62 51,91 37,42 23,84
2001 75,61 75,06 61,20 46,91 32,78 20,15 81,60 80,90 67,05 52,31 37,80 24,17
2002 75,81 75,16 61,32 47,01 32,86 20,17 81,69 80,97 67,09 52,36 37,83 24,16
2003 75,91 75,28 61,45 47,13 32,92 20,17 81,54 80,87 67,03 52,30 37,77 24,12
2004 76,40 75,76 61,90 47,62 33,38 20,64 82,11 81,46 67,60 52,87 38,27 24,55
2005 76,62 75,95 62,11 47,77 33,54 20,74 82,21 81,53 67,68 52,93 38,34 24,63
2006 77,08 76,40 62,56 48,18 33,90 21,00 82,65 81,90 68,02 53,28 38,69 24,87
2007 77,30 76,62 62,75 48,37 34,09 21,18 82,84 82,11 68,22 53,44 38,81 25,05
2008 77,62 76,95 63,08 48,65 34,32 21,34 82,97 82,22 68,33 53,58 38,93 25,13

Q: STATISTIK AUSTRIA. - *) Revidierte Ergebnisse für 2001 bis 2007.


Gebietsstand: Die Sterbetafeln 1868/71 bis 1909/12 beziehen sich auf die sogenannten Alpenländer der Österr.-Ungarischen Monarchie, das sind die
ehemaligen Kronländer Niederösterreich (mit Wien), Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Kärnten, Tirol und Vorarlberg im damaligen Gebietsumfang. Seit
1930/33 heutiger Gebietsstand Österreichs. - 1) Die Lebenserwartungswerte des 1.Blockes (1868/71 bis 2000/02) entstammen Sterbetafeln, welche auf
ausgeglichenen einjährigen Sterbewahrscheinlichkeiten beruhen, jene des 2. Blockes (beginnend mit 1951) beruhen auf rohen, d.h. unausgeglichenen
einjährigen Sterbewahrscheinlichkeiten. - 2) Ab dem genauen Alter von ... Jahren sind statistisch noch ... weitere Lebensjahre zu erwarten.

122
2.2 Lebenserwartung für ausgewählte Altersjahre seit 2003 nach Bundesländern und Geschlecht
Life expectancy since 2003 by age, NUTS-2 regions and sex

2
genaues Alter in Jahren )

1 0 (bei der 0 (bei der


Jahr *) ) 1 15 30 45 60 1 15 30 45 60
Geburt) Geburt)
männlich weiblich

Burgenland
2003 75,92 75,35 61,47 47,00 32,70 19,70 81,00 80,52 66,56 51,89 37,38 23,48
2004 75,99 75,20 61,37 47,16 32,83 20,16 82,36 81,51 67,56 52,98 38,17 24,17
2005 76,35 75,49 61,49 47,05 32,87 20,04 81,78 81,23 67,62 52,92 38,25 24,37
2006 76,13 75,49 61,49 47,06 32,72 19,97 82,39 81,62 67,74 52,81 38,10 24,30
2007 76,17 75,51 61,65 47,26 32,89 20,14 83,06 82,38 68,50 53,65 38,89 24,97
2008 76,59 75,73 61,92 47,75 33,22 20,21 82,98 82,35 68,48 53,57 38,77 25,06

Kärnten
2003 76,63 75,75 61,93 47,61 33,46 20,59 82,27 81,52 67,77 53,08 38,53 24,78
2004 76,91 76,16 62,25 47,86 33,59 20,87 82,73 81,94 68,10 53,33 38,83 25,18
2005 76,77 76,09 62,25 47,75 33,63 20,93 82,64 81,78 67,90 53,13 38,45 24,63
2006 77,11 76,38 62,46 48,27 33,92 20,96 83,02 82,33 68,40 53,64 39,02 25,17
2007 77,71 76,87 62,99 48,72 34,33 21,44 83,41 82,59 68,62 53,87 39,22 25,48
2008 77,57 76,76 62,95 48,56 34,19 21,35 83,72 82,83 68,85 54,01 39,36 25,59

Niederösterreich
2003 75,41 74,83 61,00 46,71 32,47 19,69 81,32 80,61 66,81 52,06 37,48 23,81
2004 75,64 75,00 61,14 47,06 32,85 20,25 81,80 81,13 67,23 52,50 37,91 24,22
2005 76,42 75,71 61,90 47,65 33,34 20,53 81,68 80,96 67,13 52,48 37,83 24,11
2006 76,72 76,04 62,21 48,01 33,75 20,87 82,41 81,64 67,75 53,02 38,43 24,53
2007 76,86 76,22 62,39 48,06 33,79 20,81 82,48 81,82 67,96 53,22 38,55 24,70
2008 77,03 76,49 62,65 48,25 33,86 20,96 82,54 81,82 67,91 53,17 38,51 24,73

Oberösterreich
2003 76,23 75,59 61,80 47,39 33,05 20,29 81,65 81,02 67,17 52,45 37,88 24,13
2004 76,41 75,83 61,98 47,75 33,47 20,56 82,44 81,84 67,94 53,18 38,55 24,70
2005 76,88 76,24 62,36 48,08 33,75 20,83 82,31 81,53 67,70 52,96 38,42 24,76
2006 77,40 76,73 62,87 48,35 34,09 21,00 82,98 82,18 68,31 53,52 38,92 25,05
2007 77,44 76,74 62,87 48,62 34,33 21,32 82,96 82,19 68,32 53,55 38,93 25,07
2008 78,21 77,50 63,62 49,20 34,83 21,70 82,99 82,20 68,35 53,65 39,01 25,17

Salzburg
2003 76,95 76,20 62,35 48,07 33,74 21,09 81,46 80,92 67,04 52,40 37,85 24,17
2004 77,65 76,94 63,17 48,86 34,66 21,70 82,34 81,83 68,04 53,27 38,55 24,76
2005 76,85 76,19 62,49 48,26 34,00 21,16 82,35 81,74 67,98 53,25 38,63 24,90
2006 77,77 76,95 63,12 48,55 34,30 21,61 83,80 82,97 69,09 54,17 39,47 25,33
2007 78,30 77,52 63,63 49,26 35,05 21,91 83,59 82,76 68,84 54,03 39,41 25,66
2008 79,19 78,49 64,49 50,10 35,87 22,60 83,91 83,02 69,19 54,51 39,84 25,81

Steiermark
2003 75,63 74,94 61,12 46,86 32,77 19,93 82,19 81,35 67,41 52,68 38,12 24,39
2004 76,67 75,97 62,05 47,74 33,48 20,67 82,26 81,47 67,57 52,89 38,27 24,43
2005 76,60 75,87 62,06 47,71 33,52 20,68 82,70 81,99 68,04 53,25 38,63 24,93
2006 77,02 76,37 62,49 48,19 33,96 21,03 82,80 81,98 68,09 53,39 38,79 24,94
2007 77,52 76,72 62,77 48,28 34,01 21,12 83,30 82,50 68,57 53,77 39,17 25,38
2008 77,34 76,61 62,74 48,32 34,00 21,10 83,36 82,52 68,65 53,85 39,18 25,28

Tirol
2003 77,60 76,93 63,05 48,60 34,33 21,26 82,78 81,93 68,06 53,23 38,70 24,92
2004 78,04 77,40 63,57 49,16 34,86 21,74 83,14 82,41 68,52 53,73 39,06 25,16
2005 77,82 77,12 63,28 48,98 34,64 21,56 83,23 82,57 68,68 53,83 39,21 25,33
2006 78,78 78,00 64,26 49,84 35,45 22,31 83,45 82,77 68,87 54,13 39,49 25,57
2007 78,75 77,89 64,02 49,60 35,25 22,09 83,66 82,89 68,91 54,17 39,50 25,50
2008 79,34 78,43 64,52 50,05 35,73 22,45 83,69 82,88 69,01 54,33 39,62 25,81

Vorarlberg
2003 77,13 76,41 62,61 48,19 34,00 21,03 82,04 81,31 67,42 52,80 38,16 24,53
2004 77,71 76,98 63,19 48,71 34,37 21,42 82,72 82,09 68,38 53,69 39,07 25,41
2005 77,94 77,21 63,32 48,90 34,69 21,42 83,46 83,04 69,04 54,25 39,58 25,38
2006 78,32 77,59 63,81 49,39 34,85 21,61 83,06 82,56 68,67 53,86 39,22 25,24
2007 78,27 77,61 63,75 49,32 34,90 21,78 83,73 82,91 69,05 54,10 39,47 25,56
2008 78,33 77,81 63,96 49,59 35,31 22,17 84,14 83,27 69,31 54,55 39,83 25,88

Wien
2003 75,02 74,52 60,67 46,45 32,36 19,93 80,55 80,04 66,25 51,53 37,12 23,71
2004 75,67 75,10 61,22 46,87 32,73 20,28 81,28 80,75 66,91 52,22 37,70 24,21
2005 75,90 75,36 61,50 47,06 32,92 20,48 81,58 81,02 67,15 52,41 37,95 24,42
2006 76,33 75,70 61,88 47,43 33,21 20,56 81,69 80,99 67,16 52,50 38,01 24,51
2007 76,60 76,08 62,23 47,75 33,55 20,97 81,85 81,23 67,34 52,56 38,01 24,58
2008 76,99 76,45 62,56 48,03 33,77 20,98 82,14 81,55 67,64 52,87 38,29 24,67

Q: STATISTIK AUSTRIA. - *) Revidierte Ergebnisse für 2003 bis 2007.


1) Abgekürzte Darstellungsform ausführlich berechneter roher Sterbetafeln. - 2) Ab dem genauen Alter von ... Jahren sind statistisch noch ... weitere
Lebensjahre zu erwarten.

123
2.3 Sterbetafel 2000/2002 für Österreich – männlich
Life table 2000/2002 for Austria

genaues Alter (am Sterbewahrschein- Gestorbene im von den Überlebenden im Alter x Fernere
Überlebende genaues Alter
x-ten Geburtstag) lichkeit im Altersintervall Altersintervall bis x+1 insgesamt Lebenserwartung
im Alter x in Jahren
in Jahren x bis x+1 x bis x+1 noch zu durchlebende Jahre im Alter x in Jahren
x q(x) l(x) d(x) L(x) T(x) e(x) x
0 0,0053430 100 000 534 99 153 7 550 591 75,51 0
1 0,0003452 99 466 34 99 449 7 451 438 74,91 1
2 0,0002639 99 431 26 99 418 7 351 989 73,94 2
3 0,0001984 99 405 20 99 395 7 252 571 72,96 3
4 0,0001512 99 385 15 99 378 7 153 176 71,97 4
5 0,0001295 99 370 13 99 364 7 053 798 70,98 5
6 0,0001226 99 358 12 99 351 6 954 434 69,99 6
7 0,0001170 99 345 12 99 340 6 855 083 69,00 7
8 0,0001106 99 334 11 99 328 6 755 743 68,01 8
9 0,0001114 99 323 11 99 317 6 656 415 67,02 9
10 0,0001138 99 312 11 99 306 6 557 098 66,03 10
11 0,0001130 99 300 11 99 295 6 457 792 65,03 11
12 0,0001150 99 289 11 99 283 6 358 497 64,04 12
13 0,0001428 99 278 14 99 271 6 259 213 63,05 13
14 0,0002217 99 264 22 99 253 6 159 943 62,06 14
15 0,0003679 99 242 37 99 223 6 060 690 61,07 15
16 0,0005631 99 205 56 99 177 5 961 467 60,09 16
17 0,0007744 99 149 77 99 111 5 862 290 59,13 17
18 0,0009476 99 072 94 99 025 5 763 179 58,17 18
19 0,0010207 98 978 101 98 928 5 664 154 57,23 19
20 0,0010268 98 877 102 98 827 5 565 226 56,28 20
21 0,0010239 98 776 101 98 725 5 466 399 55,34 21
22 0,0010166 98 675 100 98 625 5 367 674 54,40 22
23 0,0010061 98 574 99 98 525 5 269 049 53,45 23
24 0,0009997 98 475 98 98 426 5 170 524 52,51 24
25 0,0009973 98 377 98 98 328 5 072 098 51,56 25
26 0,0009856 98 279 97 98 230 4 973 770 50,61 26
27 0,0009627 98 182 95 98 135 4 875 540 49,66 27
28 0,0009286 98 087 91 98 042 4 777 405 48,71 28
29 0,0008961 97 996 88 97 952 4 679 364 47,75 29
30 0,0008793 97 908 86 97 865 4 581 411 46,79 30
31 0,0008905 97 822 87 97 779 4 483 546 45,83 31
32 0,0009343 97 735 91 97 690 4 385 767 44,87 32
33 0,0009913 97 644 97 97 596 4 288 077 43,92 33
34 0,0010528 97 547 103 97 496 4 190 482 42,96 34
35 0,0011164 97 444 109 97 390 4 092 986 42,00 35
36 0,0011973 97 336 117 97 277 3 995 596 41,05 36
37 0,0013159 97 219 128 97 155 3 898 318 40,10 37
38 0,0014696 97 091 143 97 020 3 801 163 39,15 38
39 0,0016474 96 949 160 96 869 3 704 143 38,21 39
40 0,0018400 96 789 178 96 700 3 607 275 37,27 40
41 0,0020376 96 611 197 96 512 3 510 575 36,34 41
42 0,0022378 96 414 216 96 306 3 414 063 35,41 42
43 0,0024482 96 198 236 96 080 3 317 757 34,49 43
44 0,0026829 95 963 257 95 834 3 221 676 33,57 44
45 0,0029503 95 705 282 95 564 3 125 842 32,66 45
46 0,0032555 95 423 311 95 267 3 030 278 31,76 46
47 0,0035965 95 112 342 94 941 2 935 011 30,86 47
48 0,0039826 94 770 377 94 581 2 840 070 29,97 48
49 0,0044224 94 393 417 94 184 2 745 489 29,09 49
50 0,0049170 93 975 462 93 744 2 651 305 28,21 50
51 0,0054561 93 513 510 93 258 2 557 561 27,35 51
52 0,0060208 93 003 560 92 723 2 464 303 26,50 52
53 0,0065971 92 443 610 92 138 2 371 580 25,65 53
54 0,0071772 91 833 659 91 504 2 279 442 24,82 54
55 0,0077607 91 174 708 90 820 2 187 938 24,00 55
56 0,0083568 90 466 756 90 088 2 097 118 23,18 56
57 0,0089745 89 710 805 89 308 2 007 029 22,37 57
58 0,0096238 88 905 856 88 477 1 917 722 21,57 58
59 0,0103254 88 050 909 87 595 1 829 244 20,78 59
60 0,0111153 87 141 969 86 656 1 741 649 19,99 60
61 0,0120316 86 172 1 037 85 654 1 654 993 19,21 61
62 0,0131064 85 135 1 116 84 577 1 569 339 18,43 62
63 0,0143678 84 019 1 207 83 416 1 484 762 17,67 63
64 0,0158211 82 812 1 310 82 157 1 401 346 16,92 64
65 0,0174507 81 502 1 422 80 791 1 319 189 16,19 65
66 0,0192473 80 080 1 541 79 309 1 238 398 15,46 66
67 0,0212140 78 538 1 666 77 705 1 159 089 14,76 67
68 0,0233625 76 872 1 796 75 974 1 081 384 14,07 68
69 0,0257042 75 076 1 930 74 111 1 005 410 13,39 69
70 0,0282537 73 147 2 067 72 113 931 298 12,73 70
71 0,0310362 71 080 2 206 69 977 859 185 12,09 71
72 0,0340867 68 874 2 348 67 700 789 208 11,46 72
73 0,0374562 66 526 2 492 65 280 721 508 10,85 73
74 0,0412038 64 034 2 638 62 715 656 228 10,25 74
75 0,0453985 61 396 2 787 60 002 593 512 9,67 75
76 0,0501132 58 609 2 937 57 140 533 510 9,10 76
77 0,0554263 55 672 3 086 54 129 476 370 8,56 77
78 0,0614277 52 586 3 230 50 971 422 241 8,03 78
79 0,0682233 49 356 3 367 47 672 371 271 7,52 79
80 0,0759351 45 988 3 492 44 242 323 599 7,04 80
81 0,0846979 42 496 3 599 40 697 279 356 6,57 81
82 0,0946637 38 897 3 682 37 056 238 659 6,14 82
83 0,1053137 35 215 3 709 33 361 201 604 5,72 83
84 0,1161986 31 506 3 661 29 676 168 243 5,34 84
85 0,1276845 27 845 3 555 26 068 138 567 4,98 85
86 0,1399040 24 290 3 398 22 591 112 500 4,63 86
87 0,1531484 20 892 3 200 19 292 89 909 4,30 87
88 0,1676838 17 692 2 967 16 209 70 617 3,99 88
89 0,1839279 14 725 2 708 13 371 54 408 3,69 89
90 0,2020555 12 017 2 428 10 803 41 037 3,41 90
91 0,2221826 9 589 2 130 8 524 30 234 3,15 91
92 0,2440479 7 458 1 820 6 548 21 711 2,91 92
93 0,2672621 5 638 1 507 4 885 15 162 2,69 93
94 0,2914275 4 131 1 204 3 529 10 278 2,49 94
95 0,3162331 2 927 926 2 464 6 748 2,31 95
96 0,3414812 2 002 684 1 660 4 284 2,14 96
97 0,3670574 1 318 484 1 076 2 624 1,99 97
98 0,3928725 834 328 670 1 548 1,86 98
99 0,4188563 507 212 400 877 1,73 99
100 1,0000000 294 294 477 477 1,62 100

Q: STATISTIK AUSTRIA.

124
2.3 Sterbetafel 2000/2002 für Österreich – weiblich
Life table 2000/2002 for Austria

genaues Alter (am Sterbewahrschein- Gestorbene im von den Überlebenden im Alter x Fernere
Überlebende genaues Alter
x-ten Geburtstag) lichkeit im Altersintervall Altersintervall bis x+1 insgesamt Lebenserwartung
im Alter x in Jahren
in Jahren x bis x+1 x bis x+1 noch zu durchlebende Jahre im Alter x in Jahren
x q(x) l(x) d(x) L(x) T(x) e(x) x
0 0,0037607 100 000 376 99 624 8 147 513 81,48 0
1 0,0003266 99 624 33 99 608 8 047 889 80,78 1
2 0,0002108 99 591 21 99 581 7 948 282 79,81 2
3 0,0001318 99 570 13 99 564 7 848 701 78,83 3
4 0,0000997 99 557 10 99 552 7 749 137 77,84 4
5 0,0000858 99 547 9 99 543 7 649 585 76,84 5
6 0,0000851 99 539 8 99 535 7 550 042 75,85 6
7 0,0000900 99 530 9 99 526 7 450 507 74,86 7
8 0,0000926 99 521 9 99 517 7 350 981 73,86 8
9 0,0000934 99 512 9 99 508 7 251 464 72,87 9
10 0,0000962 99 503 10 99 498 7 151 957 71,88 10
11 0,0001015 99 493 10 99 488 7 052 459 70,88 11
12 0,0001097 99 483 11 99 478 6 952 971 69,89 12
13 0,0001293 99 472 13 99 466 6 853 493 68,90 13
14 0,0001669 99 459 17 99 451 6 754 027 67,91 14
15 0,0002082 99 443 21 99 432 6 654 576 66,92 15
16 0,0002483 99 422 25 99 410 6 555 143 65,93 16
17 0,0002988 99 397 30 99 383 6 455 734 64,95 17
18 0,0003345 99 368 33 99 351 6 356 351 63,97 18
19 0,0003380 99 334 34 99 318 6 257 000 62,99 19
20 0,0003234 99 301 32 99 285 6 157 682 62,01 20
21 0,0003082 99 269 31 99 254 6 058 397 61,03 21
22 0,0002973 99 238 30 99 223 5 959 144 60,05 22
23 0,0002831 99 209 28 99 195 5 859 920 59,07 23
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