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Strato DSL Vorzeitige Kündigung – schlechte Erfahrungen

überall

Mir platz der Kragen mit dieser Firma. Schlechter Support, keine Vertragstreue, lange Schaltzeiten
und unfreundliche Mitarbeiter - und Kündigung? Bloß nicht!

Historik - Vorsichtig Kunde

1. Anschluss

In meiner alten Wohnung bin ich Ende 2006 von Tiscali zu Strato gewechselt.

Damit fing das Leid an. Tiscali verhielt sich damals korrekt. Gab nach standardmäßigen 10
Werktagen den DSL Port für den nächsten DSL Provider frei.

Danach sollte Strato geschaltet werden. Wegen einer Störung im Verteiler synchronisierte das
Modem nicht korrekt.

Unzählige Telefonate mit der Hotline “Haben Sie ihren PC neugestartet?” / “Liegt es am Modem?” /
“Können Sie das Modem resetten?”… Irgendwann hatte ich 3 DSL Modems / Router bei mir
stehen..

Ich glaube, damals hatte ich fast 20€ nur an Hotline gebühren.

Die Leitung wurde zum Modem durchgemessen - scheinbar alles ok.

Es dauerte sagenhafte 8 Wochen (!!!!!!!!!!!!!!) bis ein T-Com Techniker die Leitung dann vor Ort
prüfte. Unglaublich. Damals wurde ich in dieser Zeit noch arbeitslos. Ihr könnt euch vorstellen, wie
unangenehm Jobsuche mit einem 56K Modem ist.

Der Techniker-Einsatz dauerte 5 Minuten! Ein defekter Port - eine Umschaltung. Dann lief es

Grauenhafter Support. Wirklich! Das kann nicht sein. Mehrmals eskaliert. Damals war ich es
schon wirklich leid! Wenn mal ne Woche es dauert bis einer vor Ort kommt - klar.. aber nicht 8
Wochen!

2. Anschluss - Umzug in neuen Wohnort

Beruflich gezwungen bin ich an einen neuen Wohnort gezogen, bundesland-übergreifend.

Am aktuellen Wohnort gab es keinen Telefonanschluss. Dazu sind dann 59,95€ für einen T-Com
Neuanschluss hinzugekommen. Für den “Umzug” des DSL-Ports sind damals 29,95€ fällig
geworden.

Das ärgert mich im nachhinein sehr. Doch - es bestand ja ein 2 Jahres-Vertrag, den ich in der alten
Wohnung abgeschlossen hatte. Also war ich gezwungen bei Strato zu bleiben.
Wohl merken: Wäre ich irgendwie von Strato weggekommen, hätte ich das ganze DSL Zeugs für 0
Euro von der Konkurrenz bekommen. Aber Vertrag ist Vertrag und Sonderkündigung gab es damals
nicht.

3. Umzug in neue Wohnung - Kündigung wegen Arcor am neuen Ort

Die alte Wohnung wurde mir zu klein. Ich zog eine Stadt weiter. Auf Strato hatte ich natürlich kein
Bock mehr und war froh, Arcor übernehmen zu können.

Die Restlaufzeit bei Strato (ca. 4 Monaten), so dachte ich mir, sitze ich einfach ab. Und damit war
gut.

Also Kündigte ich Strato fristgerecht, nach meiner Annahme, gegen Ende des Jahres.

Denn: 1. Mal Strato war Ende 2006, 24 Monate Vertragslaufzeit, würde ja theoretisch Ende 2008
auslaufen..

4. Verschwiegenes automatisches Verlängern von 2 Jahren

Doch dem ist natürlich nicht so gewesen!

Denn, so beachte: Bei einem Umzug in einen anderen Ortsnetzbereich verlängert sich der DSL
Vertrag automatisch wieder um 24 Monate.

Meine Verägerung tat ich der Hotline kund. Diese tat das ganze ab mit einem “Das haben Sie ja
auch unterschrieben”.

Mit Sicherheit nicht! Ich habe einen Umzug in Auftrag gegeben und keine Vertragsverlängerung
von 24 Monaten. Und in den AGBs und “Kleingedruckten” stand da 100% nichts drin. Sonst hätte
ich sowas nie unterschrieben.

Schön, oder? Blöder Kunde. Mal eben so 24 Monate noch zusätzlich drauf drücken -
stillschweigend, ohne Information!

Das würde bedeuten, Mitte 2009 würde der Vertrag auslafen. Also 13 Monate für einen ungenutzten
DSL Port in einer alten Wohnung bezahlen??

5. Vorzeitige Kündigung

Wie komm ich aus diesem Geflecht raus? Vorzeitige Kündigung. Ein Hotline-Mitarbeiter erzählte,
für eine vorzeitige Kündigung wären folgende Kriterien notwendig:

• Meldebescheinigung
• Umzug in anderen Ortsnetzbereich
• Oder kein DSL möglich (evtl. durch Konkurrenz schon belegt oder nicht verfügbar)

Ich packte alles in einen Schreiben und ab das Fax.

6. Fax nicht eingegangen


Nach 5 Tagen rief ich nochmal an, wie der Bearbeitungsstand wäre. Das Fax wäre nicht
eingegangen. Häh? Per Email bekam ich doch eine Eingangsbestätigung und es wäre nicht
auffindbar?

7. 29,95€ Kostenübernahme bei vorzeitiger Kündigung “oder holen Sie sich halt
einen Anwalt”

Die überaus unfreundliche Dame an der Hotline meinte dann lapidar: Ich müsste eine
Kostenübernahme unterschreiben - 29,95€ würde es kosten, vorzeitig den Vertrag zu beenden.

Auf meine freundliche Frage “ist sowas überhaut rechtens?” meinte Sie “Dann holen Sie sich halt
einen Anwalt”.

8. Advocard lässt grüßen

So, und mir Platz auch so langsam den Kragen. Muss ich erst mit meine Advocard zücken?
Verbraucherschutz einschalten? C’t den Artikel mailen?

Auch wenn die anderen DSL Anbieter nicht wirklich besser sind, ich Strato nicht empfehlenswert.

• Verträge werden stillschweigend verlängert.


• Als Kunde wird man nicht aufgeklärt.
• Ominöse Kündigungsgebühren werden gefordert.
• Kündigungen werden “verschlampt”.

Scheinbar ist man ohne Anwalt bei Strato aufgeschmissen!

Links

• Vorzeitige Kündigung des Telefon- oder Internetvertrags

Vorteil in diesem Fall wäre dann, dass man auch auf andere Produkte des Anbieters umsteigen kann,
die man eventuell lieber haben möchte. In den meisten Fällen sollte im Rahmen eines Umzugs ein
Tarifwechsel beim gleichen Anbieter kein Problem sein. Wenn der Anbieter darauf besteht, einen
unvorteilhaften Vertrag zu den alten Konditionen, aber mit neuer Vertragslaufzeit fortzusetzen,
könnte eine Beratung bei der Verbraucherzentrale hilfreich sein, weil man in diesem Fall einseitig
benachteiligt wird und das nicht akzeptieren sollte.

• Nie wieder Strato

Unverschämt

Hätte ich damals gewusst, dass stillschweigend um 2 Jahre verlängert wird, hätte ich damals schon
alles in die Wege geleitet, aus dieses Gefüge zu beenden.