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IV

Vorwort hoven zunächst darum ging, zur glei- men. Analog dazu hat man sich wohl
chen Zeit in den Musikzentren Paris, auch die Anordnung in der verlorenen
London und Wien-Leipzig einen Beweis ersten Partiturabschrift vorzustellen.
für seine kompositorische Universalität Was heißt das aber für die Entste-
Vorliegende Ausgabe folgt dem Text der zu liefern. Mit dem op. 58
8 lag bereits ein hung beider Fassungen? Ohne im ein-
Beethoven-Gesamtausgabe (Abteilung Klavierkonzert vor, op. 59 ist eine Trias zelnen auf die Fertigstellung des Violin-
III, Band 5, München 2004). Näheres von Streichquartetten, op. 60 eine Sym- parts einzugehen, muss dieser Solopart
zur Textgestaltung, zur Quellenlage so- phonie, op. 61 ein Violinkonzert und hier doch in Beethovens Partiturnotie-
wie zur Entstehungs- und Veröffentli- op. 62 eine Orchester-Ouvertüre. rung in Betracht gezogen werden. Er
chungsgeschichte findet sich im Band- Die Qualität eines Violinsolokonzerts steht für ihn permanent im Vordergrund
vorwort und im Kritischen Bericht des auf Verlangen eines international füh- seiner Komposition bis zur gemeinsa-
genannten Gesamtausgaben-Bandes. renden Klavierkomponisten und Ver- men Veröffentlichung beider Fassungen
Die Quellenlage zur Klavierfassung legers adäquat für dessen Vorzugsin- im August 1808.08. An den unentschie-
des Violinkonzerts ist lückenhaft und strument zu transkribieren, stand wohl denen Lesarten in oft mehr als drei
führte dazu, dass bis in die jüngste Ver- von vornherein unter dem Vorbehalt un- Schichten, die chronologisch weitgefä-
gangenheit Beethovens Autorschaft in zureichender Erfüllung eines spezifisch cherte heterogene Notierungen zum vio-
Frage gestellt werden konnte. Von seiner pianistischen, das heißt auch virtuosen lino principale enthalten, ist neben
Hand sind zwar Skizzen parallel zum Gestus. Beethovens violintechnischen Schwierig-
Violinpart, ist aber keine zusammen- Wie jedoch die Bleistifteintragungen keiten zwar sein vorrangiges Interesse
hängende Textquelle überliefert. Dass in den beiden untersten Systemen der an der Originalfassung abzulesen, aber
Beethoven selbst gerade die Klavierfas- autographen Partitur der originären kein endgültiger Text zu erkennen. Zu-
sung dieses Konzerts für würdig befand, Violinfassung des Konzerts (Wien, Ös- letzt hatte er aller Wahrscheinlichkeit
sie mit einem vollständigen Satz Kaden- terreichische Nationalbibliothek, Signa- nach den Fachmann Franz Alexander
zen und zwei Eingängen zum Rondo- tur Mus. Hs. 17.538)) zeigen, bedurfte es Pössinger (1767–1827) herangezogen,
Finale zu versehen, lässt überdies kei- für Beethoven nur weniger Skizzierun- um eine möglichst violingemäße Version
nen Zweifel an der Autorschaft seiner gen, sich die Klavierfassung zu imagi- zu erreichen, welche die musikalische
Klaviertranskription. nieren; soviel darf man der höchst un- Substanz der Komposition nicht berühr-
Als Muzio Clementi im Verlagsvertrag vollkommenen Quellensituation von te, hingegen das geigerische Idiom ge-
vom 20. April 1807, 7, den er persönlich skizzierter Andeutung, überprüfter Ko- nügend berücksichtigte. Erst die von
mit Beethoven in Wien abgeschlossen pistenabschrift und letztlich zwei Origi- Beethoven approbierte gedruckte Ver-
hatte, dessen D-dur-Violinkonzert zwei nalausgaben in Wien und London ent- sion trägt mit Pössingers Hilfe den
Tage später seinem Londoner Compag- nehmen. Stempel eines genuin für die Violine
non William Frederick Collard mit den Zum Stemma: Eine erste, indes ver- geschriebenen Werkes. Hingewiesen
Worten beschrieb: „... I agreed with him lorene Kopie dieser Konzertpartitur werden darf hierzu auf den Aufsatz des
[Beethoven] to take in MSS. ... a concer- wurde vermutlich von demselben pro- Herausgebers Wer schrieb den Endtext
to for the violin, which is beautiful, and fessionellen Schreiber Joseph Klumpar des Violinkonzerts op. 61 von Beetho-
which, at my request, he will adapt for angefertigt, der jedenfalls die erhaltene, ven? Franz Alexander Pössinger als
the pianoforte with or without additio- von Beethoven überprüfte zweite Kopie letzte Instanz für den Komponisten in
nal keys“, hatte er sich auf die Urauf- (London, British Library, Signatur Add. den Bonner Beethoven-Studien, Bd. 4,
führung der Originalfassung des Kon- Ms. 47 851) nach der ersten abgeschrie- hg. von Ernst Herttrich, Bonn 2005,
zerts am 23. 12. des Vorjahres bezogen, ben hatte. Diese Londoner Abschrift S. 91–109.
die ihn nicht nur als Verleger, sondern enthält synchron auf 16 Systemen beide Die Quellen müssen unter dieser ent-
mit deren Transkription überdies als Solovarianten in der umgekehrten Rei- stehungsgeschichtlichen Voraussetzung
Klavierkomponisten und wiederum henfolge ihrer Entstehung (und Bedeu- ergänzt werden, um eine funktionieren-
ganz kommerziell auch als Inhaber einer tung), nämlich auf dem 11. / 12. Sys- de Filiation zu erreichen: Eine oben an-
Pianofortefabrik interessierte. Clemen- tem den Klavier- und auf dem 14. den gesprochene hypothetische, indes kei-
tis Ansinnen auf eine Klavierfassung mit violino principale bezeichneten So- neswegs fiktive erste Abschrift nach
galt einer Übertragung, die freilich in lopart; im zweiten und dritten Satz säu- dem Autograph von Beethovens Partitur
nicht unproblematischer Weise von ei- berlich getrennt durch eine „leere Li- muss also postuliert werden, weil sich
nem Streich- auf ein Tasteninstrument nie“. Im ersten Satz liegt keine solche nur so auf einfache Weise erklären lässt,
zu vollziehen war. In einer glanzvollen räumliche Trennung zwischen den bei- wie sowohl der endgültige Solopart der
Reihe von sechs Werken je verschiede- den Soloparten vor, jedoch bleibt wie- Violinfassung als auch dessen Trans-
ner Gattung war eine Duplizierung derum ein System frei zwischen dem kription für Klavier in die Londoner
durch ein weiteres Klavierkonzert ei- violino principale und den Violoncelli Quelle (BL, Add. Ms. 47 851) gekom-
gentlich nicht vorgesehen, weil es Beet- und Bassi in den zwei untersten Syste- men ist, die Stichvorlage war für die
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beiden Solofassungen und deren ge- lichkeit der Ausführung – wie vielfach Klavierfassung und nobilitieren die Idee
meinsamen Orchesterpart. Denkbar auch in seinen anderen Konzertkaden- einer Transkription. Hatte er selbst kei-
wäre allenfalls eine separat von Beetho- zen – gleichsam stellvertretend überle- ne Kadenzen für die Originalfassung des
ven ausgeschriebene Klaviersolostimme; gen zeigt. Der Überstieg von einer sin- Konzerts geschrieben, mag das als ein
aber das wäre für ein Zustandekommen gulär bedachten Gattung Streichkonzert zusätzlicher Beweis genommen werden,
der erhaltenen Partiturkopie Klumpars zur geläufigen Übung auf dem Klavier dass er als Pianist auf der Seite Clemen-
ein Umweg gewesen. Einen unmissver- zeitigt auch weitere bleibende Probleme. tis stand. Das korrespondierende Ka-
ständlichen Hinweis auf eine vorherge- Die zusammengeführte Notierung denzpaar Signatur Mh 20a (Beethoven-
hende Quelle in den Händen Pössingers beider Solopartien erklärt darüber hin- Haus Bonn) für den ersten und Aut. 28
bietet die Verlagseintragung „Pössinger aus, warum der transkribierte Klavier- (Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer
Pressant“ auf Blatt 120 verso der Lon- part mit manchen Lesarten wie einge- Kulturbesitz) für den dritten Satz, zu-
doner Kopie in Kombination mit den bettet in die Varianten der langwierigen sammen mit den beiden Eingängen
vier dortigen Nb:-Vermerken Beetho- Entstehung des Violinparts erscheint. Mh 21 und Mh 22 im Rondo-Finale sind
vens, die er für Pössinger mit Rötelstift Nichtsdestoweniger war die Klavierfas- geschlossen konzipiert. Das bedeutet
zur Angleichung von Lesarten der Solo- sung eine generöse Geste gegenüber zugleich eine Orientierung am charak-
violine in dieser verlorenen Quelle be- Clementis Wunsch nach einem Klavier- teristischen Beginn und der dominieren-
stimmt hatte. konzert, das der Londoner Verleger ne- den Rolle der Timpani im Violinkonzert.
Pössingers Praefiguration des endgül- ben seiner beabsichtigten Ausgabe des In der großen Kadenz für den ersten
tigen Violinsoloparts dürfte in diese ver- G-dur-Konzerts op. 58 dann im Juli Satz Mh 20a ist die Pauke in der Marcia
lorene erste Kopie eingetragen worden 1810 kurz vor seiner englischen Origi- von T. 36 an bis zum Rest der Kadenz
sein. Zugleich hatte Beethoven wohl nalausgabe des Beethovenschen Fünften sogleich in die Notierung eingebunden.
auch den Klavier-Solopart dort hinein- Klavierkonzerts op. 73 erscheinen las- Hinzu trat dann eine konkordante sepa-
geschrieben. Daher rührt wahrschein- sen konnte. Clementis Ausgabe der Kla- rate Timpani-Stimme (Mh 20b), die
lich auch die sparsame Eile der Bleistift- vierfassung des op. 61 verrät durch sei- Beethoven mit „Cadenza / 33“ versah,
eintragungen in seinem Partiturauto- ne häufigen Eingriffe zugunsten einer was den Eintritt in T. 33 (recte T. 36)
graph, die nur sporadisch, überdies nur Artikulation analog zur Violinfassung, meinte, den er irrtümlich nach seinen
für den ersten und zweiten Satz, zumeist dass sogar er daran interessiert war, die fehlenden Taktstrichen in Mh 20a
für die hinzukomponierte linke Hand Originalgestalt im Solopart wo immer gezählt hatte. In beiden identischen
und selten ohne größere
ßere Unterbrechung möglich zu respektieren. Notierungen gibt es einige unerhebliche
notiert sind. Verwiesen sei auf ihre Über- Die beiden gedruckten Originalaus- Abweichungen in den Notenwerten. Mit
tragung in Anhang I des Bandes III, 5. gaben erschienen in Wien und Pest im der Verbindung von Klavier und Pauke
Im Vergleich mit den verschiedenen August 1808 beim Kunst- und Indus- griff Beethoven auf einen Lieblingsein-
Lesarten des Violinparts beweisen pia- triekontor, und zwar nach der Stichvor- fall zurück, den er bereits 179696 als eine
nistisch empfundene Figuren der Kla- lage, die heute in der British Library Ursprungsidee für das Dritte Klavier-
vierfassung eindrucksvoll, dass es Beet- liegt, und später in London bei Clemen- konzert gefasst hatte, als er im Kafka-
hoven im Unterschied zur Komposition ti, wobei ihm wahrscheinlich nur die Skizzenkonvolut (London, British
eines konzerttauglichen Violinparts aus- Wiener Ausgabe als Stichvorlage diente, Library, Signatur Add. Ms. 29 801,
gesprochen leicht fiel, daraus einen Kla- da eine ihm vertraglich zugesicherte Ko- Blatt 82 recto) notierte: „Zum Concert
viersolopart zu transkribieren, bei dem pie wohl auf dem Transport mit einigen aus c moll pauke bej der Cadent“.
das Original dennoch transparent ist. Er weiteren Stichvorlagen, z. B. der Corio- Daran erinnerte er sich auch noch im
mochte sich bei dieser Gelegenheitsar- lan-Ouvertüre und dem G-dur-Klavier- ausklingenden Finale seines Opus 73 bei
beit seiner Anregung vom Sommer 1796 konzert, bei der Umgehung der Konti- dem 17-maligen Pauken-Ostinato in
gegenüber Johann Andreas Streicher er- nentalsperre verloren ging. Die vorlie- Zwiesprache mit dem Klavier.
innert haben, „dass man auf dem Kla- gende Ausgabe verdankt sich den Ex- Beethoven schrieb seine Kadenzen
wier auch singen könne, sobald man nur emplaren der Wiener Originalausgabe erst nieder, nachdem er sich als Solist
fühlen Kan“. Hier bot sich Beethoven des Industriekontors im Beethoven-Ar- der eigenen Konzerte seines schwinden-
die Gelegenheit, auf einem nur bis zum chiv Bonn und in der Österreichischen den Gehörs wegen vom Podium hatte
c4 reichenden Diskantumfang eine Vio- Nationalbibliothek (Sammlung Hobo- zurückziehen müssen. Sein letzter öf-
line zwar weitgehend, aber nicht unge- ken) ebenso wie der englischen Origi- fentlicher Auftritt als Solist im Vierten
brochen parallel registrieren zu können. nalausgabe Clementis in den Exempla- Klavierkonzert und in der Chorfantasie
Gleichwohl operiert er in den beiden ren des Royal College of Music und der op. 80 fand am 22. Dezember 1808
Kadenzen innerhalb eines zu dieser Zeit British Library, beide London. statt; für eine Uraufführung seines gro-
um 1810 imaginären Ambitus des Kla- Zu den Kadenzen: Die von Beethoven ßen Es-dur-Konzerts op. 73 hatte er
viers bis zum f4, worin sich der freie breit ausgeführten Kadenzen rehabili- schon resigniert. Die nachträgliche Fi-
Auslauf der Phantasie einer realen Mög- tieren geradezu seine Autorschaft an der xierung seiner Konzertkadenzen betraf
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auch die Klavierkonzerte Nr. 1 bis 4 – Preface a different genre, that he intended to
mit Ausnahme der bei Gelegenheit der have published simultaneously in the
frühen Aufführungen ansatzweise no- musical capitals of Paris, London, and
tierten oder flüchtig skizzierten Kadenz- Vienna-Leipzig as a demonstration of
entwürfe (z. B. im Toscanini-Blatt für The present volume follows the text his universality as a composer. The
op. 15 oder in der Harmonieskizze zur published in Section III, Vol. 5, of the series already contained a piano concer-
Kammerfassung des op. 58) – und wird Beethoven Complete Edition (Munich, to in the form of his op. 58, followed by
neben anderen morphologischen Krite- 2004). Further information on the a triptych of string quartets (op. 59),
rien bestätigt durch die hauptsächliche presentation of the text, the state of the a symphony (op. 60), a violin concerto
Verwendung von KOTENSCHLOS- sources, and the genesis and publication (op. 61), and an orchestral overture
Papieren in den Jahren 1809 und 1810. history of the concerto can be found in (op. 62).
Diese späteren Niederschriften Beetho- the preface and the critical report for The task of adequately transferring a
vens aus seiner erzwungenermaßen in- that volume. violin concerto to the preferred instru-
aktiven Zeit dienten zur regelrechten The sources for the piano version of ment of an internationally famous pub-
„Kanalisierung“ für seine Pianisten- Beethoven’s Violin Concerto are woe- lisher and composer of piano music, and
Schüler, blieben indes zu seinen Leb- fully incomplete. As a result, Beetho- at his specific request, confronted Beet-
zeiten unveröffentlicht. ven’s authorship has been questioned hoven with a stumbling block from the
Die autographen Kadenz-Quellen even in very recent times. To be sure, we very outset: the impossibility of achiev-
Mh 20a mit der dazugehörigen Pauken- have sketches in his hand running par- ing an idiomatically pianistic, and thus
stimme Mh 20b für den ersten Satz so- allel to the violin part, but there is no virtuoso, character. However, as we can
wie die beiden Eingänge Mh 21 und autograph source for the continuous see from the inscriptions he pencilled
Mh 22 im Rondo stammen aus dem Ar- text. Still, the very fact that Beethoven into the bottom two staves of the auto-
chiv Breitkopf & Härtel und liegen seit himself considered the piano version graph score of the original violin version
1956 im Beethoven-Haus Bonn, Samm- worthy of a complete set of cadenzas, (Vienna, Austrian National Library,
lung H.C. Bodmer. Die vergleichsweise and two lead-ins to the Rondo-Finale, shelf mark: Mus. Hs. 17.538), he need-
kurze Kadenz Aut. 28 für das Rondo leaves no room for doubt that he was ed no more than a few jottings to form
liegt in der Staatsbibliothek zu Berlin responsible for the transcription. a complete mental picture of the piano
Preußischer Kulturbesitz, Musikabtei- On 20 April 1807,
807, Muzio Clementi version. This is about all that we are
lung. Zur alten Gesamtausgabe bei personally concluded a publisher’s con- able to infer from the highly incomplete
Breitkopf & Härtel, 1864, Serie 70a, tract with Beethoven in Vienna. Two body of sources: a few hasty sketches, a
hatte Willy Hess 1969 die dort fehlen- days later, he wrote to his London asso- corrected copyist’s manuscript, and two
den Kadenzen in seinen Supplementen ciate, William Frederick Collard, at the original editions published in Vienna
zur Gesamtausgabe, Band X, nachge- same time adding a description of the and London.
tragen. Darüber hinaus verdanken wir D-major Violin Concerto: “I agreed with
ihm auch eine kommentierte schöne him [Beethoven] to take in MSS ... a Note on the Stemma: An initial full
Faksimile-Ausgabe aller Kadenzen, Zü- concerto for the violin, which is beauti- draft of the score of the concerto, now
rich 1979. In der Neuen Gesamtausga- ful, and which, at my request, he will lost, was presumably prepared by Beet-
be, Band VII, 7, sind die Kadenzen seit adapt for the pianoforte with or without hoven’s professional scribe, Joseph
1967 veröffentlicht. Für die vorliegende additional keys.” Clementi’s description Klumpar. At any rate, Klumpar was
Ausgabe wurden alle kadenziellen Ein- related to the première of the original responsible for producing the extant
schübe vom Herausgeber revidiert. version for violin, which had taken second copy from the first. This second
Trotz der erhaltenen Kadenzen ist place on 23 December of the preceding copy, the “London MS” (preserved in
eine Aufführung der Klavierfassung des year. Not only had this version caught the British Library, London, shelf mark:
Opus 61 zu Beethovens Lebzeiten nicht his attention as a publisher, but the pro- Add. Ms. 47 851), was proofread by the
bekannt. posed transcription appealed to him composer. It contains, synchronously on
as a composer of piano music and, from sixteen staves, both of the alternative
Bonn, Herbst 2005 a commercial perspective, as the owner solo parts in the reverse order of their
Hans-Werner Küthen of a pianoforte factory. What Clementi origin (and significance): namely, the
wanted from Beethoven was a straight- piano part on staves 11 and 12, and the
forward transcription – no easy matter, solo violin part (marked violino princi-
as it involved transferring a piece for pale) on staff 14. These two parts are ti-
string instrument to a keyboard instru- dily separated by a “blank line” in the
ment. Beethoven had not originally fore- second and third movements. No such
seen adding a second piano concerto to spatial separation exists in the first
the brilliant series of six works, each in movement, although a staff has been
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left blank between the violino principale 47 851), which served as an engraver’s folding of his imagination superseded
and the cellos and double basses in the copy for both versions of the solo part any real conditions of performance - a
two lowermost staves. The lost first and their common orchestral accompa- quality often found in his other caden-
draft in full score was probably laid niment. One conceivable alternative is zas as well. Other lasting problems re-
out in much the same way. that Beethoven wrote out a separate sulted from the step leading from the
What does this tell us about the gene- part for solo piano. This would have string concerto, a genre to which he de-
sis of the two versions? Without delving been an unnecessary and circuitous voted a single work, to his more fluent
deeply into the completion of the violin route for obtaining the surviving score handling of the piano.
part, we must at least cast a glance at in Klumpar’s hand. An unambiguous The combined notation of the two so-
that part as notated in Beethoven’s reference to a preceding source in Pös- lo parts also explains why some of the
score. Beethoven kept the violin part singer’s possession is provided by the readings in the piano transcription ap-
constantly at the forefront of his com- publisher’s mark “Pössinger Pressant” pear almost embedded among the vari-
positional labors until the two versions on fol. 120v of the London MS in com- ants cast up by the difficult gestation of
were published jointly in August 1808. bination with Beethoven’s four “Nb:” the violin part. Nonetheless, the piano
The undecided passages, often spread marks in this source. These latter version was a generous gesture towards
over more than three layers, contain marks, written in red pencil, were in- Clementi’s request for a piano concerto
miscellaneous jottings for the violino structions to Pössinger to coordinate the to publish alongside his planned edition
principale produced at many different readings with the solo violin part in the of the G-major Concerto, op. 58. In the
points in time. Besides the composer’s lost manuscript. event, the piano version appeared in Ju-
difficulties with violin technique, these Pössinger’s preliminary version of the ly 1810, shortly before Clementi issued
jottings reveal that his primary interest definitive violin part was most likely en- the original English edition of the Fifth
centered on the original version, al- tered in this lost copyist’s manuscript. Piano Concerto, op. 73. The Clementi
though a definitive text cannot be made Beethoven probably wrote out the piano print frequently changes the articulation
out. In the end, Beethoven most likely part there as well. This would account to make it more consistent with that of
sought the expert advice of Franz Ale- for the sketchiness of the penciled in- the violin version. This reveals that even
xander Pössinger (1767–1827), who scriptions in his autograph score, which he took pains to respect the original
helped him to produce a version as idio- generally involve the added left-hand form of the solo part wherever possible.
matic for the violin as possible, leaving part, albeit sporadically, only for the The original editions of both versions
the substance of the music untouched first and second movements, and almost were published by the Bureau des Arts
while paying sufficient attention to the invariably with lengthy gaps. Interested et d’Industrie, Vienna and Pest, in Au-
demands of violin technique. Only the readers are referred to the transcription gust 1808. Both were prepared from the
version that Beethoven approved for of these sketches in Appendix I of Vol- engraver’s copy preserved today in the
publication bears, with Pössinger’s as- ume III/5.
/5. British Library. Later, both versions
sistance, the hallmarks of a work genu- Compared to the heterogene readings were also issued in London by Clementi.
inely composed for the violin. Interested of the violin part, the pianistic figura- He probably based his editions entirely
readers may wish to consult the present tions in the piano version provide im- on the Vienna prints, for the manuscript
author’s article “Wer schrieb den End- pressive proof that Beethoven, quite promised to him by the terms of his con-
text des Violinkonzerts op. 61 von unlike the problems he faced in writing tract (along with engraver’s copies for
Beethoven? Franz Alexander Pössinger idiomatically for the violin, had little several other works, including the Cori-
als letzte Instanz für den Komponisten”, difficulty in producing a piano part that olanus Overture and the G-major Piano
in Bonner Beethoven-Studien, iv, ed. nevertheless allowed the original to Concerto) was evidently lost in transit
by Ernst Herttrich (Bonn, 2005), stand out clearly. While turning out this while trying to avoid Britain’s blockade
pp. 91–109. pièce d'occasion, he may well have re- of the Continent. Our edition is based on
In light of this putative genesis, we called the suggestion he made to Johann copies of the original Vienna print, pub-
must now flesh out the source material Andreas Streicher in the summer of lished by the Bureau d’Industrie (pre-
to achieve a functional tree diagram. 1796: “provided one can feel the music, served today in the Beethoven Archive,
First, we must posit the existence of the one can also make the pianoforte sing.” Bonn, and the Hoboken Collection of
aforementioned hypothetical (but by Here Beethoven found an opportunity to the Austrian National Library, Vienna),
no means fictitious) first copy prepared create a largely literal replica (with oc- and on copies of Clementi’s original
directly from Beethoven’s autograph casional refractions) of a violin part English edition, located in the Royal
score. Only this manuscript provides a whose melody line never goes beyond c4. College of Music and the British Library
simple explanation for the fact that both Nonetheless, his two cadenzas presup- (both in London).
the final solo part of the violin version pose a keyboard compass extending to
and its transcription for piano are con- f4, a wholly imaginary ambitus in the Note on the Cadenzas: Beethoven’s
tained in the London MS (Add. Ms. years around 1810. Here the free un- two broadly conceived cadenzas effec-
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tively rehabilitate his authorship of the fourth piano concertos were all set down Préface
piano version and elevate the very idea ex post facto, apart from the occasional
of a transcription. The fact that he sketched or draft cadenzas used in early
wrote no cadenzas for the original ver- performances (e. g. on the Toscanini
sion of the concerto might be taken as Sketchleaf for op. 15 or the harmonic La présente édition reprend le texte de
further proof that, being a pianist, he sketch for the chamber version of op. 58). l’édition complète des œuvres de Beet-
was firmly on Clementi’s side. The in- Their later date of origin is also con- hoven (Beethoven Gesamtausgabe, Ab-
terrelated pair of cadenzas for the first firmed by his preference for KOTEN- teilung III, Band 5, Munich, 2004). La
movement (Beethoven House, Bonn, SCHLOS paper types in 1809-10, along préface du volume et le commentaire
Mh 20a) and the third movement with other morphological evidence. critique du volume ci-dessus mentionné
(Staatsbibliothek Preussischer Kul- These later manuscripts from the years de l’édition complète contiennent des
turbesitz, Berlin, Aut. 28), along with of Beethoven’s forced inactivity, though indications détaillées sur l’agencement
the two lead-ins to the Rondo-Finale highly useful for the “channeling” of his du texte musical, le statut des sources
(Mh 21 and Mh 22), are conceived as a piano pupils, remained unpublished ainsi que sur la genèse de l’œuvre et
self-contained set. This likewise means during his lifetime. l’histoire de sa publication.
that they draw on the Violin Concerto’s The autograph source of the first- Le statut des sources de la version
characteristic opening and the predomi- movement cadenza (Mh 20a), together pour piano du Concerto de violon pré-
nant role it assigns to the timpani. The with its associated timpani part (Mh20b) sente des lacunes, ce qui s’est traduit,
great first-movement cadenza (Mh 20a) and the two lead-ins to the Rondo jusque dans un passé récent, par la mise
integrates the timpani of the Marcia di- (Mh 21 and Mh 22), all stem from the en question de la «paternité» beethové-
rectly in the notation from m. 36 to the archives of Breitkopf & Härtel and have nienne. Il existe certes, de sa main, des
end of the cadenza. There is also a con- been located in the H. C. Bodmer Col- esquisses parallèles à la partie de violon,
cordant separate timpani part (Mh 20b) lection at the Beethoven House, Bonn, mais aucune source cohérente n’a été
which Beethoven marked “Cadenza / since 1956. The comparatively brief ca- conservée. Comme Beethoven a jugé que
33” in reference to its entrance in m. 33 denza for the Rondo (Aut. 28) is found la version pour piano du Concerto était
(recte m. 36), which he numbered in- in the Music Department of the Staats- digne de recevoir en outre un ensemble
correctly owing to the absence of two bibliothek Preussischer Kulturbesitz, complet de cadences ainsi que deux en-
bar-lines in Mh 20a. These two timpani Berlin. In 1969 Willy Hess, in volume trées au m.1 et 92 pour le Rondo-Finale,
parts are textually identical apart from 10 of his “Supplements to the Gesamt- il ne fait donc aucun doute qu’il est bien
a few insignificant differences in note- ausgabe,” supplied the cadenzas miss- l’auteur de cette transcription pour piano.
values. By conjoining the piano and the ing in the old Breitkopf & Härtel Gesamt- Lorsque Muzio Clementi, après avoir
timpani, Beethoven reverted to a favo- ausgabe (Series 70a, 1864). It is also conclu personnellement avec Beethoven,
rite device that he had lit upon as early to Hess that we owe a beautiful annotat- à Vienne, un contrat d’édition en date
as 1796 for the opening of his Third Pi- ed facsimile edition of all the cadenzas du 20 avril 1807, décrit deux jours plus
ano Concerto. As he noted on fol. 82r of (Zurich, 1979). The cadenzas have been tard le Concerto pour violon en Ré
the Kafka Miscellany (London, British published in Volume VII/7 of the new majeur à son associé londonien William
Library, shelf mark: Add. Ms. 29 801): Beethoven Complete Edition since 1967. Frederick Collard en ces termes: «... I
“Zum Concert aus c moll pauke bej der All of these interpolated cadenzas have agreed with him [Beethoven] to take in
Cadent” (use timpani in cadenza for been revised by the present editor for MSS. … a concerto for the violin, which
C minor concerto). He later recalled this the purposes of this volume. is beautiful, and which, at my request,
device in the concluding bars of the final Despite the surviving cadenzas, no he will adapt for the pianoforte with or
movement to op. 73, with its seventeen- performance of the piano version of without additional keys», il se réfère à
fold timpani ostinato in dialogue with op. 61 is known to have taken place la création de la version originale du
the piano. during Beethoven’s lifetime. Concerto le 23 décembre de l’année pré-
Beethoven did not write out his ca- cédente; cette version l’intéresse non
denzas until he had been forced by in- Bonn, autumn 2005 seulement en tant qu’éditeur mais aussi
creasing deafness to stop giving solo Hans-Werner Küthen en tant que compositeur d’œuvres pour
performances of his concertos. His final piano, et qui plus est, d’un point de vue
public appearance as a soloist in the purement commercial, en tant que pro-
Fourth Piano Concerto and the Choral priétaire d’une manufacture de piano-
Fantasy (op. 80) took place on 22 De- forte. La demande de Clementi relative
cember 1808. By that time he had à une transcription pour piano ne va
already thought better of giving up the d’ailleurs pas de soi puisqu’il s’agit de
première of his great Eb major Concerto, transcrire pour un instrument à clavier
op. 73. The cadenzas to his first through une œuvre conçue pour un instrument à
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cordes. Il n’est pas non plus prévu de soigneusement séparé aux 2e et 3e Étant donné les conditions particu-
créer un doublet en introduisant un mouvements par une «ligne vide». lières de la genèse de l’œuvre, il est indis-
autre concerto pour piano dans une sé- Le 1er mouvement ne comporte pas une pensable de compléter les sources si l’on
rie prestigieuse de six œuvres représen- telle séparation entre les deux parties veut obtenir une filiation fonctionnelle:
tant chacune une forme différente: l’in- solistes, mais une portée libre marque il faut par conséquent postuler une pre-
tention de Beethoven est en effet de cependant une séparation entre le vio- mière copie, évoquée ci-dessus, de
fournir simultanément aux centres mu- lino principale et les violoncelles et con- l’autographe de la partition de Beetho-
sicaux de Paris, Londres et Vienne- trebasses dans les deux portées inférieu- ven, copie certes hypothétique mais nul-
Leipzig une preuve de l’universalité de res. On peut imaginer que la première lement fictive, car c’est la seule manière
son œuvre. L’op. 58 présente déjà un copie de la partition, aujourd’hui dispa- d’expliquer de façon simple comment la
concerto pour piano, l’op. 59 est un en- rue, se présentait sans doute de la même partie de soliste définitive de la version
semble de trois quatuors à cordes, manière. pour violon ainsi que sa transcription
l’op. 60 une symphonie, l’op. 61 un Mais qu’en est-il de cela, quant à la pour piano sont toutes deux conservées
concerto de violon et l’op. 62 une ouver- genèse des deux versions? Sans vouloir dans la source londonienne (BL, Add.
ture orchestrale. entrer davantage dans le détail de la Ms. 47 851), elle-même modèle de gra-
Transcrire un concerto pour violon à réalisation de la partie de violon, il con- vure des deux versions des parties de so-
la demande d’un compositeur d’œuvres vient néanmoins de prendre en considé- liste et de leur partie d’orchestre com-
pour piano et éditeur international, non ration cette partie de soliste pour la no- mune. On pourrait supposer tout au
seulement pour son instrument favori tation par Beethoven de la partition. plus une partie de soliste copiée séparé-
mais aussi selon une mêmeême qualité Elle se trouve en permanence au pre- ment par Beethoven pour le piano; ce
musicale, était d’emblée une gageure, mier plan de sa composition jusqu’à la serait toutefois un détour en ce qui con-
c’est-à-dire risquait fort de ne répondre publication commune des deux versions cerne la réalisation de la copie de la par-
qu’imparfaitement à des exigences spé- en août 1808. Les versions indétermi- tition, conservée, de Klumpar.
cifiquement pianistiques, donc en soi nées, souvent superposées sur plus de La mention «Pössinger Pressant»
virtuoses. Comme il ressort cependant trois strates, qui renferment des nota- (Pössinger urgent) inscrite par la mai-
des inscriptions notées au crayon sur les tions hétérogènes, largement étalées dans son d’édition au verso de la feuille 120
deux portées inférieures de la partition le temps, relatives au violino principale, de la copie londonienne, en combinaison
de la version pour violon originelle du font certes ressortir, outre les difficultés avec les quatre Nb: notés au crayon rou-
concerto (Vienne, Österreichische Natio- proprement violonistiques rencontrées ge par Beethoven, à l’intention de Pös-
nalbibliothek, cote Mus. Hs. 17.538), il par Beethoven, l’intérêt primordial qu’il singer, aux fins d’uniformisation des va-
a suffi à Beethoven d’un petit nombre porte à la version originale, mais ne per- riantes de la partie de violon soliste de
d’esquisses pour concevoir la version mettent pas de dégager un texte défini- cette source disparue, constitue une
pianistique; c’est du moins ce que l’on tif. Selon toute probabilité, le composi- preuve indubitable de l’existence d’une
peut déduire des sources disponibles, teur a finalement fait appel au spécia- source antérieure détenue par Pössinger.
très incomplètes, constituées d’une sim- liste Franzz Alexander Pössinger (1767– La version initiale, réalisée par Pös-
ple ébauche, d’une copie vérifiée établie 1827) pour obtenir une version aussi singer, de la partie de violon soliste défi-
par un copiste et de deux éditions ori- violonistique que possible, laissant in- nitive avait été probablement notée sur
ginales publiées à Vienne et à Londres. tacte la substance musicale même de la cette première copie disparue entre
Stemma codicum: une première co- composition mais tenant suffisamment temps. Beethoven y avait sans doute
pie, entre-temps perdue, de la partition compte par ailleurs du langage propre aussi copié la partie de piano soliste. Ce-
du concerto fut probablement réalisée au violon. Seule la version éditée auto- ci explique probablement aussi la rapi-
par le copiste professionnel Joseph risée par Beethoven porte l’estampille dité succincte des mentions au crayon
Klumpar, qui, après cette première co- d’une œuvre idiomatiquement écrite inscrites par le compositeur dans l’auto-
pie, avait également réalisé la deuxième pour le violon. On pourra se référer à cet graphe de la partition, mentions seule-
copie conservée, révisée par Beethoven égard à l’article de l’éditeur «Wer schrieb ment sporadiques, relatives aux seuls 1er
(Londres, British Library, cote Add. Ms. den Endtext des Violinkonzerts op. 61 et 2e mouvements, ne concernant le plus
47 851). Cette copie londonienne ren- von Beethoven? Franz Alexander Pössin- souvent que la main gauche, composée
ferme sur 16 portées, en notation syn- ger als letzte Instanz für den Komponis- après coup, et rarement notées sans lon-
chronique, les deux variantes de la par- ten» (Qui a rédigé le texte définitif du gues interruptions. On se reportera à cet
tie de soliste dans l’ordre inverse de leur Concerto pour violon op. 61 de Beetho- égard à l’annexe I du tome III, 5.
composition (et de leur importance), à ven? Franz Alexander Pössinger, derniè- En comparaison des différentes ver-
savoir la partie de piano soliste sur les re instance pour le compositeur), publié sions de la partie de violon, les figures
11e et 12e portées, et, sur la 14e portée, dans les Bonner Beethoven-Studien, to- pianistiques créées par Beethoven pour
la partie de violon soliste désignée en me IV, éd. par Ernst Herttrich, Bonn, sa version pour piano font apparaître
tant que violino principale; le texte est 2005, p. 91–109. clairement que le compositeur, contraire-
X

ment à l’écriture d’une partie de violon autant que possible la forme originale que Beethoven intitule «Cadenza / 33»,
digne d’un concerto, n’a pas éprouvé de la partie de soliste. ce qui signifie une entrée à m. 33 (recte
la moindre difficulté à réaliser pour le Les deux éditions originales parais- m. 36), par suite d’une erreur de comp-
piano une transcription de celle-ci qui sent à Vienne et Pest en août 1808, au tage due à l’absence de barres de mesure
laisse cependant apparaître l’original. Il Bureau des Arts et d’Industrie; elles ont dans Mh 20a. Il existe dans ces deux
est possible qu’il se soit souvenu lors de été réalisées d’après le modèle de gra- notations identiques un certain nombre
ce «travail de circonstance» du propos vure aujourd’hui conservé à la British de divergences négligeables dans les va-
qu’il avait tenu à Johann Andreas Strei- Library. Elles sont publiées ultérieure- leurs de notes. Cette association du pia-
cher à l’été 1796, selon lequel on pou- ment à Londres, chez Clementi, qui doit no et de la timbale remonte à une «trou-
vait «chanter aussi sur le piano dès probablement se limiter à l’édition de vaille» très appréciée du compositeur,
le moment où l’on était en mesure de Vienne comme modèle de gravure, car inventée dès 1796 comme première idée
sentir». Beethoven avait l’occasion en une copie lui ayant été garantie par con- pour son Concerto pour piano et orches-
l’occurrence, sur une tessiture limitée à trat avait disparu en même temps que tre no 3, alors qu’il note dans la liasse
l’aigu au do4, de transcrire dans une quelques autres modèles de gravure, d’esquisses Kafka (Londres, British
large mesure mais sans la possibilité entre autres ceux de l’ouverture de Library, cote Add. Ms. 29 801, feuille
d’un parallélisme intégral une partie de Coriolan et du Concerto pour piano en 82 au recto): «Zum Concert aus c moll
violon. Dans les deux cadences, il opère Sol majeur, probablement en cours de pauke bej der Cadent» (pour le concerto
néanmoins à l’intérieur d’un ambitus transport, lors du contournement du en ut mineur, timbale à la cadence).
pianistique à l’époque imaginaire (nous blocus continental. La présente édition Ladite «trouvaille» lui revient aussi à la
sommes aux alentours de 1810) étendu se réfère aux exemplaires de l’édition fin du finale de son opus 73, où la tim-
jusqu’au fa4, dans lequel l’imagination originale de Vienne du Industriekontor,
kontor, bale fait résonner à 17 reprises son osti-
abandonnée à elle-même révèle, une fois conservés respectivement aux Archives nato en dialogue avec le piano.
de plus – Beethoven l’a maintes fois Beethoven, à Bonn, et à la Österreichi- Beethoven n’a écrit ses cadences
prouvé dans les cadences de ses autres sche Nationalbibliothek (Collection qu’après avoir dû û renoncer à paraître
concertos –, sa supériorité, en se substi- Hoboken) ainsi qu’à l’édition originale en public en tant que soliste de ses pro-
tuant aux conditions d’une réelle possi- anglaise de Clementi, dans les exem- pres concertos à cause de sa surdité crois-
bilité d’exécution. Le passage d’un con- plaires du Royal College of Music et sante. C’est le 22 décembre 1808 qu’il se
certo pour un instrument à cordes, c’est- de la British Library, l’un et l’autre à présente pour la dernière fois en concert
à-dire d’un genre en soi spécifique et Londres. public, interprétant en soliste son Qua-
singulier, à un exercice courant sur le Cadences: les cadences, largement trième Concerto pour piano et orchestre
piano entraîne aussi d’autres problèmes développées par Beethoven, réhabilitent et la Fantaisie pour chœur op. 80; il avait
durables. incontestablement sa paternité de la alors déjà abandonné l’idée de créer son
La juxtaposition des deux parties de version pour piano et embellissent l’idée grand Concerto en Mi bémol majeur
soliste explique en outre pourquoi la d’une transcription. Il n’a pas écrit lui- op. 73. La notation définitive, réalisée
partie de piano transcrite semble pour même de cadences pour la version origi- après coup des cadences de soliste con-
certaines leçons comme «noyée» dans nale du Concerto, ce qui est peut-être cerne également les concertos pour piano
les variantes de la genèse, passablement une preuve supplémentaire qu’en tant nos 1 à 4 – excepté les esquisses de caden-
difficile, de la partie de violon. Il n’en que pianiste, il prenait le parti de Cle- ces notées partiellement ou griffonnées à
reste pas moins que la version pour pia- menti. Les deux cadences en correspon- la hâte à l’occasion d’exécutions anté-
no constitue un geste généreux à l’égard dance – cote Mh 20a (Beethoven-Haus rieures (p. ex. sur la page Toscanini en ce
de Clementi: l’éditeur londonien voit de Bonn) pour le 1er mouvement et qui concerne l’op. 15 ou encore dans l’es-
ainsi se réaliser son souhait concernant Aut. 28 (Staatsbibliothek zu Berlin, quisse d’harmonie pour la version de
un concerto pour piano et, en plus de Preußischer Kulturbesitz) pour le 3e, musique de chambre de l’op. 58) – , et
l’édition prévue du Concerto en Sol ma- ainsi que les deux entrées Mh 21 et elle se trouve confirmée par l’utilisation
jeur op. 58, il pourra ainsi publier en Mh 22 du Rondo-Finale – sont conçues presque exclusive de papiers KOTEN-
juillet 1810 cette transcription pour pia- comme un ensemble. Cela signifie à la SCHLOS dans les années 1809 et 1810
no, peu avant la publication de l’édition fois une orientation par rapport au dé- ainsi que par divers autres critères mor-
originale anglaise du Cinquième concer- but caractéristique et au rôle dominant phologiques. Ces notations tardives de
to pour piano op. 73 de Beethoven. Les des timbales dans le Concerto pour vio- Beethoven, provenant de l’époque où,
nombreux changements opérés dans lon. Dans la grande cadence du 1er mou- par la force des choses, il est plus ou
l’édition de Clementi de la version pour vement (Mh 20a), la timbale est, dans la moins condamné à l’inactivité comme
piano de l’op. 61, au profit d’une phrasé Marcia, immédiatement intégrée à la pianiste, lui servent de véritable «canali-
comparable à celui de la version pour notation, de m. 36 jusqu’à la fin de la sation» pour ses élèves et vont ainsi rester
violon, font apparaître qu’il était lui cadence. De plus, il s’ajoute une partie de inédites de son vivant.
aussi intéressé à ce que soit respectée timbale séparée, concordante (Mh 20b), Les sources autographes des cadences
XI

Mh 20a, y compris la partie de timbale lung. En ce qui concerne l’ancienne édi- œuvres complètes de Beethoven. L’édi-
Mh 20b correspondante pour le 1er tion complète publiée chez Breitkopf & teur a révisé pour la présente édition
mouvement ainsi que les deux entrées Härtel en 1864 (série 70a), Willy Hess a tous les ajouts de cadences.
Mh 21 et Mh 22 pour le Rondo provien- rajouté en 1969 les cadences manquan- Malgré les cadences conservées, on ne
nent des archives de Breitkopf & Härtel tes dans ses Supplemente zur Gesamt- connaît pas d’exécution de la version
et sont conservées depuis 19566 à la ausgabe (tome X). On lui doit de plus pour piano de l’opus 61 du vivant du
Beethoven-Haus de Bonn (Collection une belle édition en fac-similé, com- compositeur.
H.C. Bodmer). La cadence relativement mentée, de toutes les cadences (Zurich,
succincte Aut. 28 destinée au Rondo se 1979). Les cadences sont publiées de-
trouve à la Staatsbibliothek zu Berlin puis 1967 dans la Neue Gesamtausgabe Bonn, automne 2005
Preußischer Kulturbesitz, Musikabtei- (tome VII, 7), la nouvelle édition des Hans-Werner Küthen

Partitur der Gesamtausgabe / Score of the Complete Edition:


BEETHOVEN WERKE, Abteilung III, Band 5: HN 4111
Dirigierpartitur / Conductor’s score: Breitkopf & Härtel PB 14580
80
Orchestermaterial / Set of parts: Breitkopf & Härtel OB 14580
Studien-Edition / Study score: HN 9815
Printed in Germany