Sie sind auf Seite 1von 1

Buch, S. R., Sparfeldt, J. R. & Rost, D. H. (2017).

Fullerton Longitudinal Study.


In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie
(18. Aufl., S. 626-627).
Bern, CH: Hogrefe.

Fullerton Longitudinal Study


(= F.) [engl.] Fullerton Längsschnittsstudie, [EW, PER], eine 1979 an der California State University, Fullerton, initiierte Längsschnittstudie
(Längsschnittuntersuchung) zur Charakterisierung der Entwicklung (kogn. und motivationale Variablen, schulische Leistungen, Temperament
und psychosoziale Anpassung) und familiärer Entwicklungsbedingungen intellektuell Hochbegabter (Hochbegabung, intellektuelle). 130
Familien mit gesunden Einjährigen aus dem Umkreis der Universität wurden rekrutiert und in regelmäßigen Abständen (1–5 Jahre: halbjährlich
6–17 Jahre: jährlich) untersucht (weitere Befragungen erfolgten in größeren Abständen). N = 20 intellektuell Hochbegabte (IQ ≥ 130) wurden
mit acht Jahren identifiziert; der erhöhte Anteil (19% der reduzierten Ausgangsstichprobe von N = 107) ist vermutlich v.a. dem höheren
sozioökonomischen Hintergrund der Stichprobe geschuldet. Im Vergleich zu den nicht Hochbegabten erreichten diese im Mittel – bei hoher
Variabilität indiv. Entwicklungsverläufe – bereits im Kleinkindalter höhere Werte in kogn. Testverfahren. Während sich keine Nachteile der
Hochbegabten gegenüber den nicht Hochbegabten in der psychosozialen Anpassung ergaben, zeigten sich Vorteile in den Schulleistungen
und damit verknüpften affektiv-motivationalen Variablen (Affektivität, Motivation). Die familiäre Umwelt der Hochbegabten zeichnete sich früh
durch einen höheren Anregungsgehalt aus. Später fokussierten die Autoren zusätzlich auf die Entwicklung einer Subgruppe hoch intrinsisch
motivierter Jugendlicher (motivationally gifted; intrinsische Motivation). Einige meth. Einschränkungen der F. (u.a. nicht repräsentative
Ausgangsstichprobe, sehr kleine Hochbegabtengruppe) werfen die Frage nach der Generalisierbarkeit auf. Insgesamt stehen die Befunde abe
im Einklang mit Ergebnissen größerer Längsschnittstudien zur Entwicklung Hochbegabter (Genetic Studies of Genius, Marburger
Hochbegabtenprojekt).

Literatur
Gottfried, A. W., Gottfried, A. E., Bathurst, K. & Guerin, D. W. (1994). Gifted IQ: Early developmental aspects: The Fullerton Longitudinal Study.
New York: Plenum.

Gottfried, A. W., Gottfried, A. E., Bathurst, K. & Guerin, D. W. (2006). The Fullerton longitudinal study: A long-term investigation of intellectual
and motivational giftedness. Journal for the Education of the Gifted, 29, 430–450.

(C) 2013 Verlag Hans Huber, Hogrefe AG; abgerufen am 26.04.2018 16:50 von 137.248.1.1 - 137.248.178.254

1 von 1 26.04.2018, 16:45