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Wir ernähren uns Seite 1

Inhaltsverzeichnis

U.Unterrichtsorganisation

U.01 A Wir bestimmen selbst was wir essen!


B
U.02 Wir gestalten unser Mensaessen!
U.03 Wir machen einen Kochkurs!

1. Wie ernähren wir uns ?

1.01 A Wir erstellen ein Ernährungsprotokoll


B
1.02 Wie etwas schmeckt, das kann ein großer Genuss sein –
und ein scheußliches Gefühl
1.03 Unser Traumessen!
1.04 A Der Wunschzettelbaum (Phantasiereise)
B
1.05 Mädchen kochen für Jungen - Jungen kochen für Mädchen!
1.06 Wir bestimmen unser Frühstück selbst!

Fair handeln:
1.15 A- Unsere Trinkgewohnheiten
C
1.16 Was wir täglich trinken
1.17 A Werbung für Orangensaft
B

2. Natur des Ernährens

2.01 Was geschieht mit der Nahrung in unserem Körper?


2.02 A Wir lernen unsere Verdauungsorgane kennen
B
2.03 Das Verdauungssystem des Menschen!
2.04 Das Verdauungssystem des Menschen! - Kontrollbogen
2.05 Was geschieht mit der Nahrung auf dem Weg durch unseren Körper?
2.06 A Der rebellische Apfelkern
B
2.07 A Neue Abenteuer des rebellischen Apfelkerns
B
2.08 A- Beobachtungen im Mund und in der Speiseröhre
D
2.09 Was geschieht bei der Verdauung im Mund?
2.10 Was geschieht bei der Verdauung im Magen? (1)

2.11 Was geschieht bei der Verdauung im Magen? (2)


2.12 (Zur Zeit frei)
2.13 Was geschieht bei der Verdauung im Zwölffingerdarm?
2.14 Was bewirkt der Gallensaft?
Wir ernähren uns Seite 2

2.15 Wie arbeitet der Dünndarm bei der Aufnahme der Nährstoffe?
2.16 A Wie arbeiten unsere Verdauungsorgane
B
2.17 Wir ernähren uns nicht alle gleich!
2.18 Welche Bedeutung hat die Ernährung für unsere körperliche Verfassung?
2.19 A- D Nachweisreaktionen
2.20 Die Bedeutung der Bestandteile unserer Nahrung für unseren Körper
2.21 Schokolinsen schmecken gleich!?
2.22 Klix – ein Schokoladenkeksriegel

Fair handeln:
2.30 A Unsere Lieblingsgetränke
B
2.31 A- Was schmeckt am Orangensaft?
D
2.32 A- Woher kommen Apfelsinen und Orangensaft?
C
2.33 Wo kommt der Saft her?
2.34 A- Von der Sonne verwöhnt
C
2.35 A- Von der Ernte bis zum Getränkemarkt
C
2.36 A Säfte selbst zubereiten
B
2.37 A Orangensaft aus Konzentrat
B
2.38 A- Zusammensetzung der Säfte
C
2.39 A- Zucker in Säften
C
2.40 A- Wie kommt der Preis für ein Fruchtsaftgetränk zustande?
C
2.41 A Sportdrinks
B
2.42 A Das Vitamin C
B
2.43 Energy-Drinks

3. Ernähren im Kreislauf der Natur

3.01 A- Vom Gras zur Milch


E
3.02 Welche Bedeutung hat das Rind für uns Menschen?
3.03 Der Mensch nutzt das Rind vielfältig
3.04 Milch und andere Milchprodukte
3.05 Die Grundlagen unserer Ernährung
3.06 A- Wie überstehen Tiere den Winter?
C
Wir ernähren uns Seite 3

3.07 A Tiere überstehen den Winter


B
3.08 Von deutschen? Landen frisch auf den Tisch
3.09 Frischobstangebote im Jahreslauf
3.10 Essen Menschen unterschiedlichen Alters auch Verschiedenes?
3.11 Produktanordung im Supermarkt

Fair handeln:
3.20 A Wie gut löscht Saft den Durst?
B
3.21 A- Unsere Sinne trinken mit!
C
3.22 A- Schmeiß mir mal ´ne Cola rüber! Das Image von Getränken
C
3.23 A- Die Ohnmacht eures Kaufverhaltens
D
3.24 A Was macht die Orange rund?
B
3.25 A Anbaumethoden von Orangenbäumen
B
3.26 A- Kinderarbeit in Brasilien
C
3.27 A- Die (Ohn)Macht eures Kaufverhaltens
D
3.28 A Wen macht die Orange rund?
B

4. Kultur der Ernährung

4.01 Vom Mangel zum Überfluss - Folgen für Mensch und Natur
4.02 A- Essen und Trinken - Das Alltagsessen der Ritter
E
4.03 A Ernährung einer Arbeiterfamilie und einer Bürgerfamilie im 19.Jahrhundert
B
4.04 A Mittags-Mahlzeiten für 4 Erwachsene
B
4.05 Kantinenessen einer Arbeiterin
4.06 A "Gestern und die Zeit davor" - Landwirtschaft im Mittelalter
B
4.07 Essen für 170 Mark im Monat - Was ein Haushalt kostet
4.08 Pommes, Ketchup und Speiseeis
4.09 A Die Geschichte der Kartoffel
B
4.10 A Die Geschichte der Speiseeisherstellung
B
Wir ernähren uns Seite 4

Fair handeln:

4.20 A- Essen und Trinken – früher und heute


C
4.21 Die Geschichte der Apfelsine
4.22 A-C Wie kam der Orangensaft nach Deutschland?

5. Qualität des Ernährens

5.01 A Fleisch oder Körner (Ein Rollenspiel für die ganze Kerngruppe )
B-C Hilfe für die Gesprächsleitung
D-O Verschiedene Rollenkarten
5.02 Fleisch oder Körner? (Was lernen Schülerinnen und Schüler aus diesem
Spiel?)
5.03 A Von welchen Interessen werden die
B Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion geleitet?
5.04 A Argumente für und gegen Fleisch bzw. Körner
B
5.05 A Skorbut, Beri-Beri und andere Erkrankungen
B Fallstudie 1: Die Weltumseglung des Magellan
C Fallstudie 2: Beri - Beri
D Fallstudie 3: Wichtig ist das Vitamin B 12
5.06 A Welche Bedeutung haben Vitamine und Mineralstoffe
B für unsere Gesundheit?
5.07 Wir bestimmen den Vitamin-C-Gehalt von Gemüsen,
Kartoffeln und Obst!
5.08 Die wichtigsten Vitamine
5.09 Die Bedeutung einiger wichtiger Vitamine für unseren Körper
5.10 Z. Zt. frei
5.11 Warum müssem wir überhaupt essen?
5.12 A Was Brot und Milch mit Kohle, Benzin und
B Elektrizität gemeinsam haben?
5.13 Brennt Zucker?

5.14 A Was Mensch und Tier antreibt


B
5.15 Wir bestimmen den Energiegehalt (Brennwert) verschiedener Stoffe
5.16 Z. Zt. frei
5.17 Wieviel Energie benötigen wir?(1)

5.18 A- Wieviel Energie benötigen wir? (2)


C
5.19 Wir berechnen unseren Energiebedarf für einen Tag!
5.20 Nehmen wir ausreichend Energie und Nährstoffe mit unserer Nahrung auf?
5.21 Empfehlung für die Nährstoffzufuhr
5.22 Z. Zt. frei
5.23 A Ernähren wir uns richtig? - Ein Selbsttest!
Wir ernähren uns Seite 5

B
5.24 A Tagesprotokoll unseres persönlichen Fettverzehrs
B
5.25 Der tägliche Fettbedarf
5.26 A Cholosterin: Gefahr für die Gefäße? - Lehrerinfo
B
5.27 Z. Zt. frei
5.28 Verändert Zucker unseren Geschmack?
5.29 Zucker hat viele Namen!
5.30 A Zucker ist fast überall!
B
5.31 A Die Apfel-Hitparade - oder wir betätigen uns als Apfeltesterinnen und -tes-
ter!
B
5.32 A Welche Apfelsorten gibt es? - Welche Eigenschaften haben sie?
B
5.33 A Augen auf beim Apfelkauf!
B
5.34 A Welche Probleme ergeben sich bei der
B Konservierung von Lebensmitteln?
5.35 Klein - aber oho
5.36 Welche Konservierungsmethoden gibt es?
5.37 Wie wirken Konservierungsmethoden?
5.38 Wie wirken Konsevierungsmethoden? - Kontrollbogen
5.39 Konservierungsmethoden - eine Übersicht
5.40 Welchen Einfluß hat die Temperatur auf die
Vermehrung von Mikroorganismen?
5.41 Welche Bedeutung haben getrocknete Lebensmittel heute noch?
5.42 A Wir trocknen Apfelringe und andere Früchte
B
5.43 Die Kräuterhexe verrät: Kräuter eignen sich gut zum trocknen
5.44 Wie kann man eigene Kräutermixturen herstellen?
5.45 Eignen sich Säuern und Zuckern zum Konservieren von Lebensmitteln?

Fair handeln:
5.54 A- Säfte für die Cafeteria
C
5.55 A- Wie entscheiden wir uns für ein Orangensaftgetränk?
C
5.56 A Saft ist nicht gleich Saft
B
5.57 A Unsere Entscheidung
B

6. Was können wir tun?

6.01 A Bewertung Ernährung


C
Wir ernähren uns Seite 5

7. Arbeitshilfen

Fair handeln:
7.01 Weltkarte

H. Anhang

H.01 "Wir gestalten unser Mensaessen"


(1) Ein Interview mit den Betreibern der Mensa
(2) Was halten Schülerinnen und Schüler ... vom Mensaessen?
H.02 Musterfragebogen (zur Durchführung eines Interviews)
H.03 A B Stoffe verändern ihre Farbe, Herstellen und Anwenden eines Indikators

H.04 Was Indikatoren so alles anzeigen


H.05 Umgang mit Konzentrationen
H.06 Was versteht man unter der Konzentration einer Lösung?
H.07 Wir stellen Lösungen her!
H.08 Bau eines einfachen Brutschrankes aus Styropor
H.09 A-B Durchschnittliche Verzehrmengen pro Person

H.10 A-B Maße und Gewichte beim Kochen und ihre Abkürzungen
Wir
ernähren uns Unterrichtsorganisation

Wir bestimmen selbst, was wir essen!


Wer sein Weißmehlbrötchen zum Frühstück isst, weil es ihm "einfach besser schmeckt", sein Gemüse
aus der Dose holt, weil es "einfach schneller geht", sein (täglich?) Stück Fleisch unter Super-
Sonderangeboten aussucht, weil es "einfach billiger" ist und zu Weihnachten Erdbeeren auf den Tisch
bringt, weil "man sich ja sonst nichts gönnt", der soll es tun.
Wenn sich eine Gruppe gemeinsam ernähren will, sind jedoch Absprachen erforderlich!

Wir wollen für unsere bevorstehende Klassenfahrt überlegen, wie wir uns verpflegen wollen. Wäre
nicht das Beispiel der 5e (siehe Zeitungsnotiz auf der Rückseite) nachahmenswert?

Überlegt euch, nach welchen Gesichtspunkten ihr eure Kost


?
? ?
+ zusammenstellen wollt! Fragen

Reicht euer Wissen aus, um eure Planung überlegt durchführen zu können?


?
+ Stellt Fragen zur Ernährung, die für euch wichtig sind!
?
Fragen
?

+ Beantwortet diese Fragen mit Hilfe von Anregungsbögen und Büchern!


Nachforschen

+ Nachdem ihr eure Überlegungen abgeschlossen habt, plant und organisiert den
Einkauf und die Durchführung (wer macht was?)!

+ Zum Schluss könnt ihr eure Erfahrungen auch noch einer breiteren Schul-
öffentlichkeit (Mitschülerinnen und Mitschüler aus anderen Klassen,
Lehrerinnen,Lehrern und Eltern) vorstellen.
Wer hat Lust, einen Aufsatz für die Schulzeitung zu schreiben?

+ Oder fällt euch etwas Besseres ein?


Diskutieren

+B
PING SH.78.03.02.94.0.U.01A U.01 A
Eine "vollwertige" Klassenreise

Fintel. Diese Klassenfahrt wird den 25


Schülern der Tostedter Orientierungsstufe
noch lange in Erinnerung bleiben. Spannend
war die Tour nicht nur durch das Programm,
das sich die Lehrer Wolfgang Dietrich und
Ursula Meier ausgedacht hatten, sondern vor
allen Dingen durch das Essen: Die Schüler
versorgten sich eine Woche lang selbst und
wurden dabei in die Geheimnisse der
Vollwertkost eingeweiht. Schnell waren die
alten Zeiten mit Pommes frites, "Ketchup
satt" und Toastbrot vergessen.
Gesundes Essen kann auch gut schmecken,
das war die große Erkenntnis, die von den
Jungen und Mädchen mit nach Hause
genommen wurde.
HAN - Redakteur Wolfgang Becker besuchte
die aufgeweckte Bande.
"Auf Ihren Besuch mit eventueller Presse-
konferenz freuen sich die Schüler der Klasse
5 e. "
Seit einer Viertelstunde bin ich nun da, habe
mich dem Lehrer vorgestellt. Im
Gruppenraum haben bereits die "hohen
Herren" Platz genommen - sie erwarten mich
zur Pressekonferenz. Wolfgang Dietrich
schmunzelt. Sie erwarten mich bereits seit
drei Tagen, denn so lange sind sie in Fintel,
haben viel erlebt und müssen dies nun
unbedingt loswerden. Ist ja auch verständlich.
Fünf Minuten später sitze ich sechs elf- und
zwölfjährigen Jungen gegenüber.
Hemmungen? Die kennen sie nicht.
Selbstbewusst, übersprudelnd und kaum zu
bremsen sind sie. Und die Mädchen? "Die
haben Küchendienst!" Natürlich reiner Zufall.
Lehrer Wolfgang Dietrich hat mit seinen
Schülern und Schülerinnen vereinbart, dass es
eine Woche lang kein Fleisch, keine Wurst
und Süßigkeiten nur in Ausnahmefällen gibt.
Kartoffel-Gulasch, Gemüsereis, Rohkostsalat
- so sieht die Speisekarte aus. In der kleinen
Küche geht es Tag für Tag hoch her. Die
gesunde Ernährungsweise liegt Wolfgang
Dietrich am Herzen, in der Schule veranstaltet
er mit Erfolg einen zweistündigen Kochkurs
pro Woche. Toastbrot ist seitdem in einigen
Elternhäusern verpönt.
Selbstgekochtes Apfelmus, Weißkohlsalat,
Quark in allen Variationen, Käse und
Vollkornbrötchen bestimmen den Speiseplan.
Schmeckt das? "Jaaaa", brüllt die ganze
Klasse, als ich vorsichtig nachfrage.
(Auszüge eines Presseartikels in der HAN von
9. Mai 1987).

PING SH.78.03.02.94.0.U.01B U.01 B


Wir
ernähren uns Unterrichtsorganisation

Wir gestalten unser Mensaessen!


Ihr habt sicher schon einmal über euer Mensaessen gestöhnt! Doch habt ihr euch einmal darüber
Gedanken gemacht, wie schwierig es ist, immer wieder den Geschmack von vielen Menschen zu
treffen? Und das in der Regel mit nur wenig zur Verfügung stehendem Geld. Da sind oft keine großen
Sprünge möglich!
Versucht doch einmal selbst, in eurer Schule das Mensaessen zu gestalten!

+ Findet heraus, nach welchen Gesichtspunkten das Mensaessen


zusammengestellt wird (Wieviel Geld steht zur Verfügung?
Wer kocht bzw. wer beliefert die Schule mit Essen?
Wer wählt aus, was gegessen wird? Wonach wird ausgewählt? )!

+ Findet auch heraus, was eure Mitschülerinnen und Mitschüler,


Lehrerinnen und Lehrer vom Mensaessen halten und erwarten!

+ Last but not least sollte es nicht ganz unwichtig sein zu überlegen, Entdecken

ob das Essen so gesund ist und euch hilft, für den Nachmittag
gerüstet zu sein.
Was müsst ihr dazu wissen?
Entdecken

+ Stellt Fragen und versucht, diese mit Hilfe der Anregungsmaterialien


und Bücher zu beantworten! ?
? ?
+ Nachdem ihr euch entsprechend schlau gemacht habt,
Fragen

versucht doch einmal selbst, das Mensaessen für eine


Woche zu gestalten.
Überzeugt die Verantwortlichen, dass ihr dies auch könnt!
Nachforschen

+ Führt nach der von euch gestalteten Mensawoche noch eine Befragung durch!

Herstellen

n Infor m n Infor m

+
i lf e i lf e
at +H at +H
n

n
io

io
ne

ne
ne

ne

H.01 info H.02 info


r m a ti o

r m a ti o
n + H ilf e n

n + H ilf e n

Arbeitshilfen
Info

Info

seht auch
en

en
In

In

fo fo
rm ilf rm ilf
a ti o n e n + H a ti o n e n + H

PING SH.78.03.02.94.0.U.02A U.02


Wir
ernähren uns Unterrichtsorganisation

Wir machen einen Kochkurs


?
?
Fragen
?
Wer sich richtig ernähren will, muss kochen können. Auch Männer kommen heute nicht mehr ohne diese
Fähigkeit aus! Kochen lernt man am besten dadurch, dass man es auch tut! Doch ohne Vorbereitung läuft
nichts!

Also dann gehts los!

1. Bringt euch von zu Hause Kochbücher


und Rezepte mit!

2. Schaut euch die Kochbücher und


Rezepte an! Was wollt ihr kochen?
Tragt eure Vorschläge
in der Gruppe vor und
diskutiert darüber!
Entscheidet euch
in der Gruppe für
ein Essen!

3. Nachdem ihr euch


entschieden habt,
teilt euch die Arbeit auf!
(Wer macht was?)

4. Schreibt auf, welche Zutaten ihr für euer Essen braucht!


Vergesst dabei nicht, die Mengen zu berücksichtigen!

5. Überlegt nun, in welchen Schritten Ihr beim Kochen vorgehen müsst.


Schreibt die Schritte auf!

6. Kauft die benötigten Zutaten ein!

7. Nun kanns losgehen!

Guten Appetit!
PING SH.78.03.02.94.0.U.03A U.03
Wie ernähren wir uns?

Wir erstellen ein Ernährungsprotokoll

Für uns alle ist es selbstverständlich, dass wir uns ernähren müssen, und dies Tag für Tag, von
Geburt an. Meistens essen wir, weil wir Hunger haben und trinken, weil wir Durst haben. Es kann
aber auch sein, dass es Essenszeit ist oder war nehmen zwischendurch mal etwas zu uns.
Mit dieser Anregung könnt ihr euch bewusst machen, was ihr an einem Tag esst
und trinkt und darüber nachforschen, was zu einer ausgewogenen Ernährung
gehört.

Wir erstellen ein Ernährungsprotokoll!


Entdecken

Schreibt einen Tag lang das auf, was ihr esst und trinkt. Tragt in der Tabelle die
Uhrzeit ein, was und wieviel ihr davon zu euch genommen habt und in welcher
Situation dies war. Denkt dabei auch an die kleinen Naschereien, die zwischendurch
im Mund verschwinden.

Wir werten unser Ernährungsprotokoll aus.


SH78.03.08.00.1.01A

Entdecken

Werte dein Ernährungsprotokoll unter folgenden Fragestellungen aus.


- Wieviele Mahlzeiten hast du am Tag gegessen?
- Zu welchen Tageszeiten hast du gegessen? Wann am meisten und wann am
wenigsten?
- Wo und mit wem hast du gegessen? Wie hast du dich dabei gefühlt?

Vergleicht eure Ergebnisse miteinander. findet ihr Gemeinsamkeiten oder


PING

Unterschiede?

Wir ernähren uns 1.01 A +B


Wir erstellen ein Ernährungsprotokoll

Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört nicht nur, dass wir essen und trinken,
sondern es ist auch wichtig darauf zu achten, was wir zu uns nehmen.
Nachforschen
Was gehört zu einer ausgewogenen Ernährung?

Sucht Informationen über den Nahrungsmittelkreis.

Schreibt die einzelnen Nahrungsmittelgruppen in einer Tabelle auf.

Notiert, was ihr an den unterschiedlich großen Tortenstücken erkennen könnt? Wovon
solltet ihr viel und wovon am wenigsten zu euch nehmen?

Ernährt ihr euch ausgewogen?


Entdecken

Tragt in die Tabelle der einzelnen Nahrungsmittelgruppen die Nahrungsmittel aus


eurem Ernährungsprotokoll ein.

Vergleicht eure Erkenntisse über eine ausgewogene Ernährung mit der ausgefüllten
Nahrungsmitteltabelle! Wovon müsstest ihr mehr und wovon weniger essen?

Überlegt, was ihr selbst an eurer Ernährung verändern könntet? Diskutiert in der
gruppe darüber, welche Möglichkeiten ihr habt!

Stellt einen Ernährungsplan auf!


SH78.03.08.00.101B
PING

? Welche Fragen sind offen geblieben?


Was wollt ihr noch bearbeiten?

Wir ernähren uns 1.01 B


Wir
ernähren uns Wie ernähren wir uns?

Wie etwas schmeckt, das kann ein großer Genuss sein-


und ein scheußliches Gefühl
Wann hast du zuletzt etwas Furchtbares gegessen? ... Was war das? Hast du im letzten Monat
etwas Phantastisches gegessen? ... Was war das? Was war dein Lieblingsessen als kleines Kind?
... Was mochtest du als kleines Kind überhaupt nicht essen? ...

Ich möchte, dass du gleich zwei Nahrungsmittel beschreibst. Du wirst merken, dass das sehr
ungewohnt ist.

Beschreibe zunächst ein Nahrungsmittel, das du sehr gern hast. Wenn du zum Beispiel Blumenkohl
gern hast, dann beschreibe den Blumenkohl. Beschreibe sein Aussehen, seinen Geruch, seinen
Geschmack. Beschreibe wie das ist, wenn du in ihn hineinbeißt, wie das ist, wenn du ihn kaust und im
Mund hast, wie der Nachgeschmack ist, nachdem du den Bissen hinuntergeschluckt hast. Und
übertreibe alles, was du daran gut findest.
Mache deine Beschreibung so, dass jemandem, der Blumenkohl nicht kennt, das Wasser im Munde
zusammenläuft. Wenn du willst, kannst du auch beschreiben, was du denkst und fühlst, wenn du
Blumenkohl isst!

Und dann beschreibe ein Nahrungsmittel, das du wirklich nicht magst und sogar widerlich findest.
Wenn du also z.B. keinen Hering magst, dann beschreibe sein Aussehen, seinen Geruch, seine Farbe,
seinen Geschmack. Beschreibe den Biss in sein Fleisch, die Empfindungen, wenn du kaust. Und
beschreibe den Nachgeschmack. Übertreibe auch hier! Mache deine Beschreibung so, dass dem Leser
beinahe übel wird und er einen Schrecken bekommt.

Hast du verstanden, was ich meine?

Lass dir für die Beschreibungen genug Zeit!

_________________________________________________________________________

Lest euch eure Texte gegenseitig vor!

Beantwortet in einem anschließenden Gespräch in der Tischgruppe


oder in der Kerngruppe folgende Fragen : Diskutieren

1. Wie hat mir das Experiment gefallen?


2. Wessen Beschreibung hat mir gefallen?
3. Was esse ich heute am liebsten: Fleisch, Gemüse, Obst, Käse, Brot? Was sonst?
4. Was ist mein Lieblingsessen?
5. Lege ich Wert auf ein gesundes Essen?
6. Welche Lebensmittel sind manchmal gefährlich?
7. Was war leichter zu beschreiben, das leckere Nahrungsmittel oder das widerliche?
8. Was möchte ich sonst noch sagen?

nach Sabine Alex und Klaus W. Vopel: Lehre mich nicht, lass mich lernen, ISKO - Press, 3. Auflage

PING SH.78.03.02.94.0.1.03A 1.02


Wir
ernähren uns Wie ernähren wir uns?

Unser Traumessen
Die meisten Nahrungsmittel, die wir essen, schmecken uns. Manche essen wir auch, weil sie gut
aussehen oder weil wir wissen, da sie gesund sind. Ihr kennt sicher die Redensart "Das Auge isst
mit"! Manche Dinge schmecken uns besonders gut, wenn wir sie zusammen mit Freundinnen und
Freunden essen.
Hier könnt ihr einmal phantasieren und eure Traumessen darstellen.

Erstellt eine Collage über eure "Traumessen"!


Dies kann eine beliebige Mahlzeit (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) 0 1
oder ein Essen zu einem besonderen Anlass (Geburtstag, Weihnachten,
Hochzeit,...) sein.
Verwendet für die Collage Fotos und Abbildungen aus Zeitschriften! Herstellen
Ihr dürft auch etwas hinzuzeichnen und schreiben!

Stellt anschließend eure Collage in der Kerngruppe vor!


Erklärt dabei, warum ihr gerade dieses Essen so dargestellt habt!
Wovon habt ihr euch bei der Arbeit leiten lassen?
Würdet ihr euch immer so ernähren wollen?
Diskutieren

Beantwortet anschließend Fragen zu eurer Collage aus der Kerngruppe!

PING SH.78.03.02.94.0.1.03A 1.03


Wir
ernähren uns Wie ernähren wir uns?

Der Wunschzettelbaum - ?
(Phantasiereise) ?
Fragen
?

Am großen Wald steht ein uralter, knorriger Baum, dessen Wurzeln tief in der Erde stecken. Sie
geben ihm solch guten Halt, dass auch der größte Sturm ihm nichts anhaben kann. Und so steht dieser
Baum schon seit vielen Jahrhunderten.

Unser Baum ist ein Wunschzettelbaum. Menschen können ihre Wünsche auf Zettel schreiben oder
malen. Dann können sie die Zettel an einen der vielen ausladenden Äste binden.

Die Menschen schreiben gar vieles auf, Sorgen und Nöte, Kummer und Leid. Sie heften ihr Anliegen
an den Baum. Sie vertrauen auf die Macht, die den Baum wachsen lässt, die Sonne und Regen zur
Erde schickt und allen Lebewesen Luft zum Leben gibt.

Ein kleines Mädchen, das in einem Dorf in der Nähe des Waldes wohnt, hängt eines Tages seinen
Zettel an den untersten Ast, an den es gerade heranreicht. Es klagt dem Baum sein Leid. Seine
Familie ist sehr arm, und an manchen Tagen müssen alle mit hungrigem Magen schlafengehen.

Nachdem das kleine Mädchen seinen Zettel angebracht hat, setzt es sich unter das ausladende
Blätterdach, schließt seine Augen und hört auf die Zauberstimme des Baumes.

Sie sagt zu ihm:


"Sammle im Frühling mit deiner Familie in Feld, Wald und Wiese die frischen Kräuter und Blüten.
Verkauft sie in der Stadt. Die Menschen dort benutzen sie als heilende Tees und Aufgüsse.
Löwenzahn, Brennessel und Sauerampfer geben gute Salate und Gemüse.
Im Sommer sammelt das Obst, das von den Bäumen gefallen ist. Macht daraus wohlschmeckende
Säfte und Marmeladen. Auch die mögen die Menschen in den großen Städten.

Im Herbst sammelt Beeren und Pilze. Nüsse und Bucheckern werden eure Körbe füllen. Tragt sie zu
den Märkten. Die Stadtleute freuen sich über die frischen Dinge aus Wald und Flur.

Im Winter sammelt das dürre, abgebrochene Holz und die Tannenzapfen. Sie werden in den Öfen und
Kaminen verbrannt. Sie geben nicht nur Wärme, sondern der Duft ist so gut, dass die Menschen
meinen, sie säßen selber im Wald und würden die köstlichen Gerüche dort genießen.
Wenn du und deine Familie meinen Rat befolgt, werdet ihr genügend zum Leben haben und macht
noch anderen Menschen, die nicht inmitten von Wald und Wiesen leben können, eine große Freude."
Nach diesem Rat des Wunschzettelbaumes springt das Mädchen vergnügt nach Hause und überbringt
die Botschaft. Es verbreitet so viel Zuversicht, dass sich die ganze Familie davon anstecken lässt. Sie
hören den Rat und finden es gar nicht schwer, ihn zu befolgen.

+B
PING SH.78.03.02.94.0.1.04A 1.04A
Und so geschieht es.

Gemeinsam sind sie in allen Jahreszeiten unterwegs, die guten Dinge aus Wald, Feld und Wiesen zu
sammeln. Sie verkaufen ihre Sachen erfolgreich auf den Märkten.

Das kleine Mädchen hat seiner Familie Glück gebracht. Der Hunger ist verschwunden. Alle freuen
sich über ihre gemeinsame Aufgabe. Sie lieben den Wald, die Felder, die Wiesen.

Sie entdecken in ihnen zu jeder Jahreszeit Neues. Sie kennen alle Tiere und Pflanzen, sie lieben die
Sonne, den Regen, den Wind und auch den Schnee. Zu jeder Jahreszeit sieht alles wieder anders und
neu aus. Sie beobachten das Blühen, Wachsen und Gedeihen in der Natur und danken Gott für seine
Umsicht.

An manchem kalten Winterabend sitzen sie entspannt am Feuer und wärmen sich.
Sie fühlen sich dann wohl. Sie ruhen sich aus nach der Tagesmüh.
Sie genießen die Ruhe, die durch den Körper, durch Geist und Seele strömt.
Sie sind gelöst, entspannt und ruhig. Sie fühlen sich wohl und ganz zufrieden.

Auswertung der gelenkten Phantasie:

(Hinweise für die Lehrerin bzw. den Lehrer)

Die Auswertung der gelenkten Phantasie kann in Form eines Unterrichsgespräches unter
Berücksichtigung folgender Aspekte erfolgen:

Eigene Wünsche - auch die verborgenen

Jahreszeiten - was blüht, wächst und reift in den Jahreszeiten

Wald, Feld, Wiesen - Flora und Fauna dort

Märkte

Nahrungsmittel - sammeln und haltbar machen

Vorsorgen

Gemeinsames Tun

Das Gespräch könnte z. B. zu Problemen unterschiedlicher Ernährung zu verschiedenen Jahreszeiten


und unterschiedlichen Konservierungsmethoden führen.

eine gelenkte Phantasie nach: Else Müller: Auf der Silberlichtstraße des Mondes,
Fischer-Taschenbuch, Frankfurt

PING SH.78.03.02.94.0.1.04B 1.04 B


Und so geschieht es.

Gemeinsam sind sie in allen Jahreszeiten unterwegs, die guten Dinge aus Wald, Feld und Wiesen zu
sammeln. Sie verkaufen ihre Sachen erfolgreich auf den Märkten.

Das kleine Mädchen hat seiner Familie Glück gebracht. Der Hunger ist verschwunden. Alle freuen
sich über ihre gemeinsame Aufgabe. Sie lieben den Wald, die Felder, die Wiesen.

Sie entdecken in ihnen zu jeder Jahreszeit Neues. Sie kennen alle Tiere und Pflanzen, sie lieben die
Sonne, den Regen, den Wind und auch den Schnee. Zu jeder Jahreszeit sieht alles wieder anders und
neu aus. Sie beobachten das Blühen, Wachsen und Gedeihen in der Natur und danken Gott für seine
Umsicht.

An manchem kalten Winterabend sitzen sie entspannt am Feuer und wärmen sich.
Sie fühlen sich dann wohl. Sie ruhen sich aus nach der Tagesmüh.
Sie genießen die Ruhe, die durch den Körper, durch Geist und Seele strömt.
Sie sind gelöst, entspannt und ruhig. Sie fühlen sich wohl und ganz zufrieden.

Auswertung der gelenkten Phantasie:

(Hinweise für die Lehrerin bzw. den Lehrer)

Die Auswertung der gelenkten Phantasie kann in Form eines Unterrichsgespräches unter
Berücksichtigung folgender Aspekte erfolgen:

Eigene Wünsche - auch die verborgenen

Jahreszeiten - was blüht, wächst und reift in den Jahreszeiten

Wald, Feld, Wiesen - Flora und Fauna dort

Märkte

Nahrungsmittel - sammeln und haltbar machen

Vorsorgen

Gemeinsames Tun

Das Gespräch könnte z. B. zu Problemen unterschiedlicher Ernährung zu verschiedenen Jahreszeiten


und unterschiedlichen Konservierungsmethoden führen.

eine gelenkte Phantasie nach: Else Müller: Auf der Silberlichtstraße des Mondes,
Fischer-Taschenbuch, Frankfurt

PING SH.78.03.02.94.0.1.04B 1.04 B


Wir
ernähren uns Wie ernähren wir uns?

0 1

Mädchen kochen für Jungen!


Jungen kochen für Mädchen! Herstellen

Kochen macht Spaß. Besonders dann, wenn man nicht nur für sich selbst kocht, sondern auch andere
damit erfreuen kann. Schon die Gedanken daran, was man alles kochen könnte, lassen das Wasser im
Mund zusammenlaufen. Wer gar keine Idee hat, kann sich auch beim Durchblättern von Kochbüchern
anregen lassen.

Versucht es einmal!

Aufgabe : Bringt von zu Hause Kochbücher mit und stöbert sie nach geeigneten Rezepten
durch!
Einigt euch in eurer Gruppe auf ein gemeinsames Rezept!
Stellt zusammen, was ihr alles braucht und kauft gemeinsam ein!
Bekocht euch anschließend gegenseitig!

Auswertung : Beantwortet nach eurer Aktion folgende Fragen:

1. Hat euch das Vorhaben gefallen?


2. Wie habt ihr euch auf ein gemeinsames Gericht geeinigt?
3. Welche Gesichtspunkte haben dazu geführt, dass ihr gerade dieses
Gericht ausgewählt habt?
4. Habt ihr Ratschläge von Eltern, Freundinnen und Freunden etc.
erhalten? Welche?

PING SH.78.03.02.94.0.1.05A 1.05


WIr bestimmen unser
Frühstück selbst! Wie ernähren wir uns?

Viele Jugendliche in eurem Alter vernachlässigen ihr Frühstück. Es fehlt Zeit oder sie haben keine
Lust morgens vor der Schule alleine zu essen. Dabei ist das Frühstück eine wichtige Mahlzeit. Vor
allem liefert das Frühstück für die Leistungsfähigkeit des Tages die Energie.

Findet heraus, was euch für euer Frühstück wichtig ist und plant ein
Nachforschen
gemeinsames Frühstück.

1. Notiert zunächst einzeln, wie euer Frühstück innerhalb einer Woche aussieht.

Was frühstückst du?


Wo frühstückst du?
Mit wem frühstückst du?
Wie lange frühstückst du?
Wann frühstückst du?

2. Vergleicht eure Ergebnisse miteinander. Welche Unterschiede und


Gemeinsamkeiten tretten bei euch auf?

3. Informiert euch in einem Fachbuch (Biologiebuch oder Broschüre von einer


Krankenkasse), welche Bedeutung ein Frühstück hat.
- Warum müsst ihr frühstücken?
- Welche Bestandteile muss das Frühstück enthalten?
- Welche Nahrungsmittel sind notwendig, welche sind möglich?
- Wie hoch muss der Energiedearf sein?
Ihr könnt die Fragen arbeitsteilig bearbeiten und euch anschließend gegenseitig
informieren.

4. Erstellt eine Liste, was für das Frühstück von Bedeutung ist. ( Lebensmittel,
Geschmack, Atmosphäre, Energiegehalt, Aufwand usw.)

5. Stellt euer spezielles Frühstück zusammen, plant wer was mitnimmt und führt
es durch.
SH56 1.99

6. Bewertet euer Frühstück nach Geschmack, Atmosphäre, Aufwand usw. .

Wie soll euer Frühstück in der Zukunft gestaltet werden? Überprüft nach vier
PING

Wochen, ob sich euer Frühstücksverhalten verändert hat!

Wir ernähren uns 1.06


Unsere Trinkgewohnheiten Ernährung für uns

Manche von euch nehmen nicht nur ein Pausenbrot oder Obst mit in die Schule, sondern auch
ein Getränk. Einige kaufen sich auch Saft oder Milch in der Schule. Andere trinken während
der Schulzeit nichts.

Findet heraus, ob und wie sich eure Trinkgewohnheiten unterscheiden.

Das Trinkprotokoll der ersten Anregung sollen alle Schülerinnen und Schüler der Klasse
anfertigen. Die beiden übrigen Anregungen können verschiedene Tischgruppen bearbeiten.
Die Auswertung sollen dann alle gemeinsam vornehmen.

Wie sind unsere Trinkgewohnheiten?


Entdecken

"Hmm... "Nein, natürlich nicht!


soll ich jetzt jeden Jeder schreibt
in der Klasse fragen?" einen Tag lang
ein Trinkprotokoll.
Das können wir
dann in NaWi
auswerten."

Achtet einen ganzen Tag (Wochentag) auf eure Trinkgewohnheiten.

Fertigt alle eine Tabelle nach dem folgenden Muster an. Tragt die Tabelle den Tag über
bei euch und füllt sie aus, wenn ihr etwas trinkt.

Mädchen Junge

Uhrzeit Getränk Menge in Liter Begründung / Veranlassung

6.30 Uhr Milch 0,2 l Milch zum Frühstück (Brot)

9.35 Uhr Mineralwasser 0,3 l Durst nach der Sportstunde


SH78.03.02.01.1.15A

Sammelt zunächst die Trinkprotokolle in eurer Tischgruppe ein und legt sie neben-
einander auf den Tisch.

Vergleicht eure Trinkgewohnheiten. Was fällt euch besonders auf? Welche


Unterschiede und welche Gemeinsamkeiten stellt ihr fest? Wie begründet ihr diese?
PING

Wir ernähren uns 1.15A +B


Unsere Trinkgewohnheiten

Welche Getränke trinken wir zu verschiedenen Gelegenheiten?


Berechnen

Fertigt weitere Auswertungstabellen a) für das Frühstück, b) für die Schulzeit,


c) für das Mittagessen, d) für den Nachmittag, e) für das Abendessen und
e) für die Nacht nach dem folgenden Muster an.

Zählt, wie viele Mädchen und wie viele Jungen in eurer Klasse die verschiedenen
Getränke trinken. Tragt die Werte in die jeweilige Tabelle ein.

Trinken beim Frühstück: "Wenn wir die Arbeit in


der Tischgruppe aufteilen,
Getränke Schülerinnen Schüler dann sind wir
Milch 5 4 ruckzuck damit fertig."
Kakao 3 6
Orangensaft 6 etc.
Apfelsaft
...
Keins

Markiert jeweils die beiden Getränkenamen farbig, die am häufigsten genannt


wurden.

Vergleicht die Angaben zu den verschiedenen Gelegenheiten miteinander. Welche


Getränke werden im Laufe des Tages bevorzugt? Wie ist das zu erklären?
Gibt es Unterschiede bei den Trinkgewohnheiten der Mädchen und Jungen?

"Meine Mutter
Berechnen
Trinke ich genug? meckert ständig,
ich soll noch etwas
Addiere die Getränkemengen, die du in trinken. Dabei habe
deinem Trinkprotokoll notiert hast. ich meistens gar
Notiere die Gesamtmenge eines Tages. keinen Durst!"
SH78.03.02.01.1.15B

Lies den folgenden Text


der Techniker Krankenkasse.

Unterstreiche im Text, wie viel und


wie oft Kinder trinken sollten.
PING

Wir ernähren uns 1.15B +C


Unsere Trinkgewohnheiten

Ernährungsratgeber der Techniker Krankenkasse:

Wie ich kürzlich auf der Ratgeberseite gelesen habe, trinken viele Menschen zu
wenig und obendrein falsch. Wie trinkt man denn nun richtig?
Besonders wichtig ist es natürlich, genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Aber das
allein reicht noch nicht aus. Es kommt auf eine kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr
an, da große Flüssigkeitsmengen vom Magen-Darm-Trakt nicht aufgenommen
werden können. Jeder sollte tagsüber pro Stunde 100 bis 150 Milliliter trinken,
das entspricht etwa zwei kleinen Tassen.
Als Getränk am besten geeignet sind nach Auskunft von Anke von Hollen,
Referentin für Gesundheit und Ernährung bei der Bertelsmann-Stiftung, kalorien-
freie beziehungsweise kalorienarme, nicht anregende Getränke (zum Beispiel
Wasser, Frucht- und Kräutertee oder Apfelschorle).
Besonders bei Kindern ist solch ein Trinkverhalten wichtig, da sie aufgrund ihres
Bewegungsdrangs mehr Flüssigkeit über die Haut abgeben. Auch das Verhältnis
von Körper und Volumen, das anders ist als bei Erwachsenen, erfordert eine
kontinuierliche Flüssigkeitsaufnahme.
http://www.freiepresse.de/TEXTE/RATGEBER/GESUNDHEIT/TEXTE

Klärt zunächst die unbekannten Begriffe.

Schreibt drei Trinkregeln auf, die ihr aus dem Text entnehmen könnt.

Berechnet aus den Angaben des Textes, wieviel Flüssigkeit Kinder


und Jugendliche täglich trinken sollten.

Vergleicht eure Trinkmengen und eure Trinkgewohnheiten mit den


Empfehlungen der Techniker Krankenkasse. Überlegt, wie ihr euer
Trinkverhalten verbessern könnt.
SH78.03.02.01.1.15C

Stellt eure Ergebnisse in der Klasse vor.

Wertet eure Ergebnisse aus, indem ihr folgende Fragen


gemeinsam beantwortet:

* Wie beurteilt ihr eure Trinkgewohnheiten?


* Wie beurteilt ihr eure Versorgung mit Getränken in der Schule?
* Wie könnt ihr eure Versorgung mit Getränken verbessern?
PING

Ist es an eurer Schule notwendig, das Getränkeangebot zu verbessern?


? Wie wollt ihr vorgehen, um das zu erreichen?

Wir ernähren uns 1.15C


Unsere Trinkgewohnheiten

Welche Getränke trinken wir zu verschiedenen Gelegenheiten?


Berechnen

Fertigt weitere Auswertungstabellen a) für das Frühstück, b) für die Schulzeit,


c) für das Mittagessen, d) für den Nachmittag, e) für das Abendessen und
e) für die Nacht nach dem folgenden Muster an.

Zählt, wie viele Mädchen und wie viele Jungen in eurer Klasse die verschiedenen
Getränke trinken. Tragt die Werte in die jeweilige Tabelle ein.

Trinken beim Frühstück: "Wenn wir die Arbeit in


der Tischgruppe aufteilen,
Getränke Schülerinnen Schüler dann sind wir
Milch 5 4 ruckzuck damit fertig."
Kakao 3 6
Orangensaft 6 etc.
Apfelsaft
...
Keins

Markiert jeweils die beiden Getränkenamen farbig, die am häufigsten genannt


wurden.

Vergleicht die Angaben zu den verschiedenen Gelegenheiten miteinander. Welche


Getränke werden im Laufe des Tages bevorzugt? Wie ist das zu erklären?
Gibt es Unterschiede bei den Trinkgewohnheiten der Mädchen und Jungen?

"Meine Mutter
Berechnen
Trinke ich genug? meckert ständig,
ich soll noch etwas
Addiere die Getränkemengen, die du in trinken. Dabei habe
deinem Trinkprotokoll notiert hast. ich meistens gar
Notiere die Gesamtmenge eines Tages. keinen Durst!"
SH78.03.02.01.1.15B

Lies den folgenden Text


der Techniker Krankenkasse.

Unterstreiche im Text, wie viel und


wie oft Kinder trinken sollten.
PING

Wir ernähren uns 1.15B +C


Unsere Trinkgewohnheiten

Ernährungsratgeber der Techniker Krankenkasse:

Wie ich kürzlich auf der Ratgeberseite gelesen habe, trinken viele Menschen zu
wenig und obendrein falsch. Wie trinkt man denn nun richtig?
Besonders wichtig ist es natürlich, genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Aber das
allein reicht noch nicht aus. Es kommt auf eine kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr
an, da große Flüssigkeitsmengen vom Magen-Darm-Trakt nicht aufgenommen
werden können. Jeder sollte tagsüber pro Stunde 100 bis 150 Milliliter trinken,
das entspricht etwa zwei kleinen Tassen.
Als Getränk am besten geeignet sind nach Auskunft von Anke von Hollen,
Referentin für Gesundheit und Ernährung bei der Bertelsmann-Stiftung, kalorien-
freie beziehungsweise kalorienarme, nicht anregende Getränke (zum Beispiel
Wasser, Frucht- und Kräutertee oder Apfelschorle).
Besonders bei Kindern ist solch ein Trinkverhalten wichtig, da sie aufgrund ihres
Bewegungsdrangs mehr Flüssigkeit über die Haut abgeben. Auch das Verhältnis
von Körper und Volumen, das anders ist als bei Erwachsenen, erfordert eine
kontinuierliche Flüssigkeitsaufnahme.
http://www.freiepresse.de/TEXTE/RATGEBER/GESUNDHEIT/TEXTE

Klärt zunächst die unbekannten Begriffe.

Schreibt drei Trinkregeln auf, die ihr aus dem Text entnehmen könnt.

Berechnet aus den Angaben des Textes, wieviel Flüssigkeit Kinder


und Jugendliche täglich trinken sollten.

Vergleicht eure Trinkmengen und eure Trinkgewohnheiten mit den


Empfehlungen der Techniker Krankenkasse. Überlegt, wie ihr euer
Trinkverhalten verbessern könnt.
SH78.03.02.01.1.15C

Stellt eure Ergebnisse in der Klasse vor.

Wertet eure Ergebnisse aus, indem ihr folgende Fragen


gemeinsam beantwortet:

* Wie beurteilt ihr eure Trinkgewohnheiten?


* Wie beurteilt ihr eure Versorgung mit Getränken in der Schule?
* Wie könnt ihr eure Versorgung mit Getränken verbessern?
PING

Ist es an eurer Schule notwendig, das Getränkeangebot zu verbessern?


? Wie wollt ihr vorgehen, um das zu erreichen?

Wir ernähren uns 1.15C


Was wir täglich trinken Ernährung für uns

Bei unterschiedlichen Gelegenheiten nehmt ihr verschiedene Getränke zu euch. Nach dem Sport
wählt ihr ein anderes Getränk als bei einer Geburtstagsfeier. Je nach Stimmung schmecken die
Getränke auch unterschiedlich.

Hier geht es darum, Unterschiede zwischen Getränken zu entdecken.


Entdecken

Ihr braucht: verschiedene Getränke, Pappbecher, eventuell Eiswürfel

Baut in der Tischgruppe einen Getränkestand


und stellt je eines eurer Lieblingsgetränke vor! "Wenn ich mal so richtig
Schreibt dazu gut leserlich auf einem Durst habe, dann
DIN A 4 Blatt, in welcher Situation mix ich mir `ne
ihr dieses Getränk zu euch nehmt. Apfelschorle.
Das zischt!"

Lasst eure Mitschülerinnen und Mitschüler


von eurem Getränk probieren.
Anschließend beschreiben alle in ihrem Nawi-Heft zwei Getränke:
a) ein w ohlschmeckendes und
b) ein unangenehm schmeck endes Getränk
(Das Aussehen, der Geruch und der Geschmack sowie das Gefühl,
wenn die Flüssigkeit Zunge und Gaumen ber ühren, sollen ebenso
bedacht werden wie der Nachgeschmack.)

Lest euch gegenseitig eure Beschreibung zu den verschiedenen Getränken vor.

Beantwortet in einem anschließenden Gespräch folgende Fragen:


a. Wie hat euch die Aufgabe gefallen?
b . Wessen Beschreibung fandet ihr gut?
c. Was trinkt ihr am liebsten: Cola? Fanta? Sprite? Orangensaft?
Apfelsaft?
Gem üsesaft? Was sonst?
d. Le gt ihr Wert auf gesunde Getränke?
e. Gibt es gef ährliche Getränke?
f. Was möchtet ihr sonst noch sagen?
SH78.03.02.01.1.16A

Wählt ein Getränk zum Lieblingsgetränk der Tischgruppe.

Stellt dieses Getränk der Klasse vor!


Sind eure Geschmäcker sehr verschieden? Sucht nach dem ungewöhnlichsten, am besten
schmeckenden, schrillsten Getränk.
PING

Haben sich bei der Beschäftigung mit den Getränken Fragen ergeben, die ihr nicht gleich
? klären konntet? Schreibt sie auf und hängt sie zur späteren Bearbeitung an geeigneter Stelle
im Klassenraum auf!
Wir ernähren uns 1.16
Werbung für Orangensaft Ernährung für uns

"Im zweiten Gang auf der rechten Seite - dort findet ihr genug." So antwortet euch vielleicht die
Verkäuferin im Supermarkt, wenn ihr sie nach Orangensaft fragt. In den Regalen findet ihr eine
große Auswahl an verschiedenen Säften, die ihr dort kaufen könnt.
Natürlich möchte jeder Safthersteller, dass ihr seinen Saft kauft. Um das zu erreichen, gestaltet er
seine Saftverpackungen ansprechend und macht dafür Werbung.

Mit Hilfe dieses Arbeitsbogens könnt ihr Werbung für verschiedene Orangensäfte
machen.

Nachforschen Welche Gründe gibt es, ein bestimmtes Orangensaftgetränk zu kaufen?

Tragt in eurer Gruppe schriftlich die Gründe zusammen, die euch dazu bringen,
Orangensaft zu kaufen und zu trinken. Befragt auch andere Jugendliche, ob und
warum sie gerne Orangensaft trinken.

" Ich steh` auf O-Saft,


weil der so fruchtig schmeckt
und auch so gut erfrischt."

Informiert euch im Internet über Orangensaft:


Besucht die Internetseite www.fruchtsaft.de des
Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V.( VdF).
Unter dem Menüpunkt "Produkte" findet ihr Informationen
zu Orangensaft, beim Menüpunkt "Links" Hinweise auf
andere Informationsquellen, die euch vielleicht nützen.

Findet heraus, welche Gründe auf der VdF HOMEPAGE für das Trinken von
Orangensaft genannt werden und notiert diese Gründe ebenfalls.

Besucht im Internet die Seite www.fair-kauft-sich-besser.de . Dort findet ihr auf der
SH.78.03.02.01.1.17A

linken Seite unter dem Auswahlknopf News LINKS zu den Internetseiten der drei
Siegerschulen des Wettbewerbes "Fair-kauft-sich-besser".
Findet heraus, was die Ersteller der Internetseiten unter fairem Einkaufen und fairem
Handel (engl. fair trade) verstehen.
Notiert, welche Prinzipien im fairen Handel gelten und welche Ziele mit dem fairen
Handel erreicht werden sollen.

Wählt euch einige Gründe aus, weshalb Jugendliche Orangensaft kaufen sollten.
PING

Notiert diese Gründe.

Wir ernähren uns 1.17A +B


Werbung für Orangensaft

Für welches Orangensaftgetränk sollten wir werben?


Diskutieren

Plant eure Werbung für ein Orangensaftgetränk.


Entscheidet euch, wie ihr werben wollt.
Ihr könnt ...
- ein Werbeplakat erstellen,
- einen Presseartikel schreiben und gestalten,
der für das Orangensaftgetränk wirbt,
- eine Werbeanzeige für die Zeitung entwerfen,
- euch einen Werbefilm ausdenken, ihn vorspielen
und vielleicht auch auf Video aufnehmen.
Sammelt und ordnet die Gründe, die für den Kauf
der Produkte sprechen.

Fertigt die Werbung an und stellt dabei die wichtigsten Gründe in den Mittelpunkt.

Stellt euren Mitschülerinnen und Mitschülern eure Werbung vor. Erläutert, welche
guten Eigenschaften euer Produkt hat.

Bewertet, wie überzeugend die einzelnen Werbungen waren.

Notiert, welche Gründe in den einzelnen Werbungen für Orangensaft genannt wurden.

Einigt euch auf die für euch wichtigsten Gründe für den Kauf von Orangensaft-
getränken.

Was wollt über die Gründe, die bei Jugendlichen zum Kauf von Orangensaft führen,
? noch herausfinden?
SH.78.03.02.01.1.17B

Welche Fragen zum Herstellen und Handel mit Orangensaft haben sich bei euch
ergeben?

Welchen Fragen zum fairen Handel und zum fairen Einkauf wollt ihr nachgehen?
PING

Wir ernähren uns 1.17B


Werbung für Orangensaft

Für welches Orangensaftgetränk sollten wir werben?


Diskutieren

Plant eure Werbung für ein Orangensaftgetränk.


Entscheidet euch, wie ihr werben wollt.
Ihr könnt ...
- ein Werbeplakat erstellen,
- einen Presseartikel schreiben und gestalten,
der für das Orangensaftgetränk wirbt,
- eine Werbeanzeige für die Zeitung entwerfen,
- euch einen Werbefilm ausdenken, ihn vorspielen
und vielleicht auch auf Video aufnehmen.
Sammelt und ordnet die Gründe, die für den Kauf
der Produkte sprechen.

Fertigt die Werbung an und stellt dabei die wichtigsten Gründe in den Mittelpunkt.

Stellt euren Mitschülerinnen und Mitschülern eure Werbung vor. Erläutert, welche
guten Eigenschaften euer Produkt hat.

Bewertet, wie überzeugend die einzelnen Werbungen waren.

Notiert, welche Gründe in den einzelnen Werbungen für Orangensaft genannt wurden.

Einigt euch auf die für euch wichtigsten Gründe für den Kauf von Orangensaft-
getränken.

Was wollt über die Gründe, die bei Jugendlichen zum Kauf von Orangensaft führen,
? noch herausfinden?
SH.78.03.02.01.1.17B

Welche Fragen zum Herstellen und Handel mit Orangensaft haben sich bei euch
ergeben?

Welchen Fragen zum fairen Handel und zum fairen Einkauf wollt ihr nachgehen?
PING

Wir ernähren uns 1.17B


Natur des Ernährens

Was geschieht mit der Nahrung in unserem Körper?


Wer sich gesund ernähren will, muss auch auf gesunde Verdauungsorgane achten. Möglichst viele
Nährstoffe sollen aus den Nahrungsmittel in unserem Körper gelangen. Funktionsstörungen unserer
Verdauungsorgane führen zu Krankheiten und Unwohlsein. Um Störungen zu vermeiden und zur Pflege
der Verdauungsorgane ist es sinnvoll über wesentliche Verdauungsvorgänge informiert zu sein.

Diese Anregung enthält Vorschläge, wie ihr über die wichtigsten


Verdauungsvorgänge und über die Verdauungsorgane nachforschen
Nachforschen könnt.

1. Ein Überblick

Im AB 2.02 - findet ihr Abbildungen mit einem Überblick über den Verdauungstrakt.
Nehmt ein Biobuch als Hilfe beim Beschriften und zum Nachlesen.

Jeder von euch notiert, seine/ihre Fragen zu dem Verdauungsvorgang oder zu den
Verdauungsorganen. Sammelt sie für alle sichtbar.

2. Die Vorgänge im Einzelnen

Jede Gruppe entscheidet, über welches Verdauungsorgan und die Vorgänge dort genauer
nachforschen will. Jede Gruppe ünbernimmt die Beantwortung der Fragen, die dem
Teilthema zugeordnet werden können.

Als Informationsquellen stehen euch Filme und Bücher zur Verfügung. Im Anhang der
Themenmappe findet ihr konkrete Hinweise und Titel.
Anhand von Modellversuchen könnt Ihr wichtige Verdauungsvorgänge nachvollziehen.

Jede Gruppe informiert die anderen Gruppen über die Nachforschungsergebnisse. Dazu
solltet Ihr:
- ein Plakat oder einen Text erstellen mit der Zusammenfassung Eurer Arbeitsergebnisse.
- die Modellversuche vorführen und erläutern.

Welche Fragen sind offen?


? Was wollt Ihr weiterbearbeiten ?
SH.78 .03.08.00.2.01A

Wir ernähren uns 2.01


PING
Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Wir lernen unsere Verdauungsorgane kennen!


Wenn wir beurteilen wollen, welche Ernährung für uns gut und gesund ist, müssen wir auch darüber
Bescheid wissen, welchen Weg die Nahrung durch unseren Körper nimmt und was auf diesem Weg
mit der Nahrung geschieht. Zunächst einmal wollen wir unsere Verdauungsorgane kennenlernen!

(1) Die abenteuerliche Reise von Michel Mais

Aufgabe:

Esst eine halbe Dose Mais. Beobachtet, wie lange es dauert,


bis der Mais euren Körper verlässt. Beschreibt die Geschichte
von Michel Mais auf der Reise durch euren Körper.
Entdecken
Welche Stationen läuft er an und was geschieht dort?

1. Lest euch eure Geschichten gegenseitig vor!

2. Geht anschließend an den menschlichen Torso und verfolgt


auch dort den Weg des Maiskorns vom Mund bis zum After!

3. Bearbeitet den Bogen: 2.03 "Das Verdauungssystem des Menschen!"

(2) Unsere Verdauungsorgane als Puzzle

Aufgabe:
0 1

Schneidet die Organe auf der B-Seite aus und setzt sie richtig zusammen! Herstellen

1. Geht anschließend an den menschlichen Torso und vergleicht dort, ob ihr alles richtig
zusammengeklebt habt!

2. Versucht die einzelnen Teile eurer Abbildung zu beschriften!

3. Kontrolliert eure Beschriftung mit dem info-BOGEN 2.04 und verbessert gegebenfalls!
+B
PING SH.78.03.02.94.0.2.02A 2.02A
Unsere Verdauungsorgane als Puzzle
0 1

$ (Schnippelbogen)
Herstellen

PING SH.78.03.02.94.0.2.02B 2.02 B


Unsere Verdauungsorgane als Puzzle
0 1

$ (Schnippelbogen)
Herstellen

PING SH.78.03.02.94.0.2.02B 2.02 B


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Das Verdauungssystem des Menschen!


Entdecken

Wenn wir beurteilen wollen, welche Ernährung für uns gut und gesund ist, müssen wir auch darüber
Bescheid wissen, welchen Weg die Nahrung durch unseren Körper nimmt und was auf diesem Weg
mit der Nahrung geschieht.
Mit Hilfe dieses Bogens sollt ihr eure Verdauungsorgane besser kennenlernen und benennen
können.
Aufgabe: Malt die Abbildung farbig aus und beschriftet sie, soweit es euch möglich ist!

+ Vergleicht die Lösung auch mit dem Kontrollbogen 2.04!

PING SH.78.03.02.94.0.2.03A 2.03


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens
n Infor
m ilf e
a +H

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ti o

ne
ne

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Das Verdauungssystem des Menschen! i nfo

n + H ilf e n

Info
Kontrollbogen

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rm ilf
a ti o n e n + H

Mundhöhle

Zunge
Speicheldrüsen

Speiseröhre

Magen
Gallenblase
Bauchspeicheldrüse
Leber
Dickdarm
Blinddarm
Dünndarm
Wurmfortsatz

Mastdarm

PING SH.78.03.02.94.0.2.04A 2.04


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Was geschieht mit der Nahrung auf dem


Weg durch unseren Körper ? Nachforschen

Manche Dinge, die in unserem Körper ablaufen, bleiben einer direkten Beobachtung verborgen.
Untersuchungen und Experimente dazu können wir in der Schule nicht immer machen. Manchmal
müssen wir uns darauf verlassen, was andere Menschen erforscht und anschließend beschrieben
haben. Wenn die Beschreibung dann auch noch originell ist, macht es Spaß, die Ergebnisse
nachzuvollziehen.

Die Abenteuer von Näpfli*, dem Roten Blutkörperchen


Viele von Euch kennen Näpfli. Näpfli durchwandert den menschlichen Körper und beschreibt
dabei seine Beobachtungen.

Lest zunächst die Geschichten auf den

info-BÖGEN 2.06"Der rebellische Apfelkern" und


2.07"Neue Abenteuer des rebellischen Apfelkerns"!

Beantwortet anschließend die Fragen zum Text!

1. Was geschieht bei der Verdauung im Mund?

2. Was geschieht im Magen?

3. Welche "Säfte" ergießen sich in den Zwölffingerdarm?

4. Welche Aufgabe hat der Dünndarm?

5. Beschreibt die Aufgabe des Dickdarms!

, Zur Verdauung im Mund, Magen und Darm gibt es einige Anregungen


für Untersuchungen, die ihr selbst durchführen könnt! ,
+ 2.08 - 2.15 Untersuchen

*aus: DAK Gesundheitsdienst: Näpflis wundersame Reise durch den menschlichen Körper

PING SH.78.03.02.94.0.2.05A 2.05


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens
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info

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Info
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Der rebellische Apfelkern rm
a ti o n e n + H
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So nett wie das Sauerstoff- So etwas geschieht alle Tage." "Aber du hast keine Ahnung,
männlein war, von dem ich euch "Aber es ist eine Grausamkeit Apfelkern!" rief ich. "Ich sagte dir
zuvor erzählte, so widerspenstig ohnegleichen!" empörte sich der doch schon, die zweiunddreißig
gab sich der Apfelkern, den ich Apfelkern. "Und verhöhnt wurde Räuber sind brave Zähne, die ihre
bald darauf kennenlernte. der arme Apfel auch noch. Ein Pflicht taten. Der rote Lindwurm
großer dicker roter Lindwurm war nichts anderes als die Zunge,
beschnüffelte ihn und rief: >Ah, die die Speisen im Munde
gut, saftig, süß!< und aus einer herumzuwälzen und vorher zu
kleinen dunklen Höhle darüber prüfen hat. Die Stimme aus der
spottete es:>Ich habe ihn schon kleinen Höhle über der Zunge, das
geprüft und berochen! Er ist war der Geruchssinn. Und was da
durchaus einwandfrei und ringsum wisperte, das waren die
gesund!< Speicheldrüsen. Ich verstehe nicht,
Da freute sich der rote Lindwurm wie du derartig selbstverständliche
und wälzte die Apfelstückchen den Vorgänge so aufbauschen kannst!"
hinteren Räubern zu und "Aufbauschen nennst du das?"
rief:>Zermalmt ihn anständig! erboste sich der Apfelkern. "Mir
Macht Brei aus ihm!< Danach aber fehlen die Worte, um alle diese
schob er die Spelzen des Schrecken überhaupt schildern zu
Apfelgehäuses und uns Kerne können. Denn das Schrecklichste
Und zwar saß er quer vor dem wieder zu den vorderen Räubern kommt jetzt erst. Mit Schwung
Wurmfortsatz des Blinddarms und und brüllte: >Abfall! Rauh, hart, beförderte uns der Lindwurm in
machte Anstalten, in den Fortsatz unverdaulich! Hinaus damit!< das dunkle Loch, goss einen
zu rutschen. Aber diese vorderen Räuber waren Schwapp Speichel nach und
"Was fällt dir ein?" schrie ich den so gierig, dass sie auch noch das rief:>Gute Reise!< Aus der Tiefe
störrischen Apfelkern an. "Was Gehäuse, die Spelzen und alle aber knurrte es fürchterlich herauf
suchst du hier? Sieh zu, dass du meine Kerngeschwister auf- :>Aha, da kommt endlich wieder
weiterkommst, sonst werden die knackten. Nur ich entschlüpfte Arbeit für mich! Nur immer
weißen Blutkörperchen dafür ihnen und wurde mit dem Apfel- herunter! Nur immer heran! Der
sorgen, dass du verfaulst! Du brei in den Hintergrund der Höhle Eintritt in die große Rumpel- und
richtest hier nur Unheil an!"- "Das befördert. Der rote Lindwurm Dunkelkammer ist frei. Hier wird
will ich auch!" trotzte der wollte uns dort in ein kleine Loch jedermann herrlich durch-
Apfelkern. "Ich will den Apfel hineindrücken. Da aber begann es einandergeschüttelt und -gerüttelt,
rächen, den der Mensch packte, in auf einmal von allen Seiten zu geknetet und massiert! Hier gibt es
ein dunkles Loch warf und ihn dort wispern:>Halt, halt, wir müssen tausend Überraschungen!<
von zweiunddreißig Räubern zer- den armen Apfel doch erst Und gleich darauf öffnete sich ein
hacken und zermahlen ließ." gründlich beweinen, müssen ihn großes Maul und schluckte uns in
"Ein Apfel ist dazu da, dem genügend befeuchten und eine geräumige Höhle hinunter."
Menschen als Speise zu dienen!" bespeicheln!< Darauf hielt der "Das war sicher der Magenmund",
belehrte ich den Apfelkern. "Die Lindwurm inne, lachte schrecklich, erklärte ich die Sache.
zweiunddreißig Räuber, von denen und wir bekamen einige Duschen
du faselst, das sind die Zähne des über den Leib. Oh, mein liebes
Menschen, die jegliche Speise zu Blutkörperchen, es war sehr
zerkleinern haben. schlimm!"

*aus: DAK Gesundheitsdienst: Näpflis wundersame Reise durch den menschlichen Körper
erzählt von Hans-Wilhelm Smolik, gezeichnet von Wilhelm Hartung +B
PING SH.78.03.02.94.0.2.06A 2.06 A
dem störrischen Apfelkern. "Die hering da drüben macht den
geräumige Höhle aber war Rummel sogar schon fünf Stunden
natürlich der Magen." mit, wie er vorhin sagte. Es ist
"Magen sagst du?!" rief der fürchterlich!"
Apfelkern mit zitternder Stimme. "Du übertreibst mächtig, Apfel-
"Eine Folterkammer war es! kern!" warf ich hier ein. "Der
Fürchterlich ging es da unten zu! Magen hat nun einmal die Auf-
Wir wurden gerollt, geknetet und gabe, alle Speisen in Brei zu
gepufft, dass sich alle festen verwandeln und zu verdauen. Er
Bestandteile aufzulösen drohten. will gewiss niemanden unnötig
Zu allem Überfluss aber bekamen quälen."
wir gleich darauf eine brennende "Das sagst du, weil du die Sache
Säure über den Leib geschüttet. des Menschen vertrittst", lehnte
Dazu knurrte der Magen: Salzsäure der Apfelkern meine ver-
muss sein! Du bist noch unzer- söhnlichen Worte ab. "Du kannst
bissen, Apfelkern. Vielleicht aber gar nicht mitreden, weil du
bekomme ich dich mit der nicht selbst in dieser Folterkammer
Salzsäure klein. Außerdem seid ihr geschunden wurdest! Ich jedenfalls
alle noch viel zu schmutzig. Der werde die endlosen Stunden in
Mensch hat den Apfel natürlich dieser Magenhöhle nie vergessen."
weder abgerieben noch gewaschen, Der Apfelkern schwieg erbittert
bevor er ihn verschlang. Da ist ein und machte weiterhin Anstalten, in
Salzsäurebad das Beste, was man den Wurmfortsatz des Blinddarms
sich denken kann. Wenn du jetzt zu rutschen. Daran aber musste ich
schön stille hälst, dann wasche ich ihn auf alle Fälle hindern. Darum
dich nachher mit Pepsinwein ab. redete ich ihm nochmals gut zu
Das ist ein Saft, sage ich dir! Der und versuchte vor allem, ihn
nimmt alles Rohe und wieder zum Erzählen zu
Ungeschliffene von dir. Der wird veranlassen mit dem Einwand . . .
dich in Mus verwandeln."
"Leider konnten dir aber, wie es
scheint, weder die Salzsäure noch
der Pepsinwein etwas anhaben?"
fragte ich.
"Nein!" triumphierte der
Apfelkern. "Ich verstehe mich
nämlich gut mitten im Apfelmus.
Da ich aber befürchtete, dass mir
das nicht lange helfen würde,
fragte ich eine zerfaserte Möhre,
die auch in dieser Folterkammer
litt, wie lange ich denn wohl
hierbleiben müsste. Die Möhre
seufzte tief auf und sprach: Ich
weiß es nicht: Volle drei Stunden
werde ich hier schon geschunden
und löse mich langsam in meine
Urbestandteile auf. Der Salz-

*aus: DAK Gesundheitsdienst: Näpflis wundersame Reise durch den menschlichen Körper
erzählt von Hans-Wilhelm Smolik, gezeichnet von Wilhelm Hartung
PING SH.78.03.02.94.0.2.06B 2.06 B
dem störrischen Apfelkern. "Die hering da drüben macht den
geräumige Höhle aber war Rummel sogar schon fünf Stunden
natürlich der Magen." mit, wie er vorhin sagte. Es ist
"Magen sagst du?!" rief der fürchterlich!"
Apfelkern mit zitternder Stimme. "Du übertreibst mächtig, Apfel-
"Eine Folterkammer war es! kern!" warf ich hier ein. "Der
Fürchterlich ging es da unten zu! Magen hat nun einmal die Auf-
Wir wurden gerollt, geknetet und gabe, alle Speisen in Brei zu
gepufft, dass sich alle festen verwandeln und zu verdauen. Er
Bestandteile aufzulösen drohten. will gewiss niemanden unnötig
Zu allem Überfluss aber bekamen quälen."
wir gleich darauf eine brennende "Das sagst du, weil du die Sache
Säure über den Leib geschüttet. des Menschen vertrittst", lehnte
Dazu knurrte der Magen: Salzsäure der Apfelkern meine ver-
muss sein! Du bist noch unzer- söhnlichen Worte ab. "Du kannst
bissen, Apfelkern. Vielleicht aber gar nicht mitreden, weil du
bekomme ich dich mit der nicht selbst in dieser Folterkammer
Salzsäure klein. Außerdem seid ihr geschunden wurdest! Ich jedenfalls
alle noch viel zu schmutzig. Der werde die endlosen Stunden in
Mensch hat den Apfel natürlich dieser Magenhöhle nie vergessen."
weder abgerieben noch gewaschen, Der Apfelkern schwieg erbittert
bevor er ihn verschlang. Da ist ein und machte weiterhin Anstalten, in
Salzsäurebad das Beste, was man den Wurmfortsatz des Blinddarms
sich denken kann. Wenn du jetzt zu rutschen. Daran aber musste ich
schön stille hälst, dann wasche ich ihn auf alle Fälle hindern. Darum
dich nachher mit Pepsinwein ab. redete ich ihm nochmals gut zu
Das ist ein Saft, sage ich dir! Der und versuchte vor allem, ihn
nimmt alles Rohe und wieder zum Erzählen zu
Ungeschliffene von dir. Der wird veranlassen mit dem Einwand . . .
dich in Mus verwandeln."
"Leider konnten dir aber, wie es
scheint, weder die Salzsäure noch
der Pepsinwein etwas anhaben?"
fragte ich.
"Nein!" triumphierte der
Apfelkern. "Ich verstehe mich
nämlich gut mitten im Apfelmus.
Da ich aber befürchtete, dass mir
das nicht lange helfen würde,
fragte ich eine zerfaserte Möhre,
die auch in dieser Folterkammer
litt, wie lange ich denn wohl
hierbleiben müsste. Die Möhre
seufzte tief auf und sprach: Ich
weiß es nicht: Volle drei Stunden
werde ich hier schon geschunden
und löse mich langsam in meine
Urbestandteile auf. Der Salz-

*aus: DAK Gesundheitsdienst: Näpflis wundersame Reise durch den menschlichen Körper
erzählt von Hans-Wilhelm Smolik, gezeichnet von Wilhelm Hartung
PING SH.78.03.02.94.0.2.06B 2.06 B
Wir
ernähren uns Natur des Ernährens
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Info
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Neue Abenteuer des rebellischen Apfelkerns


Schau doch an, Apfelkern, der "Wieso denn?" wunderte ich nen einem noch mehr als die
Magenpförtner darf doch gar nicht, mich. "Was konnte dir noch groß Salzsäure des Magens zusetzen.
darf auf gar keinen Fall eine geschehen?" Die dringen höllisch scharf auf
Ausnahme machen. Jegliche "Du vergisst, dass ich noch immer dich ein. Dazu wirst du hin und her
Speise muss eine ganz bestimmte nicht zu Mus geworden war! Der geschwappt, geknetet und
Zeit im Magen bleiben, muss hier arme Apfel freilich war jetzt schon durcheinandergerüttelt, dass dir
ganz gründlich zerwalkt, zerrieben, ein dünner Brei, in dem die Hören und Sehen vergeht. Also
eingeweicht, kurzum- "gequält und Spelzen herumschwammen. Ein wirklich, das Leben im Magen war
gemartert werden!" rief der sehr dünner Brei sogar! Du weißt noch goldig gegen das im Dünn-
Apfelkern dazwischen. sicherlich, dass der menschliche darm!"
"Unsinn!" antwortete ich. Magen täglich an die drei Liter "O ja", nickte ich eifrig, " der
"Außerdem bist du ja durchaus Magensäfte absondert. Damit Dünndarm leistet gründliche
nicht gestorben, obwohl du volle verwässert er die Speise sehr. Arbeit. Und ganz besonders der
drei Stunden im Magen bearbeitet Dennoch aber ging jetzt im sogenannte Zwölffingerdarm ist
wurdest." Dünndarm diese Wasserkur ein sehr gewissenhafter Arbeiter."
"Das habe ich aber nicht dem weiter! Da wurden wir mit grünem "Schinder wolltest du wohl
Magen zu verdanken, verehrtes Gallensaft überrieselt und mit sagen?" empörte sich der
Blutkörperchen!" rief der Apfel- Bauchspeichelsaft bespritzt. Diese Apfelkern. "Ein ganz gewissen-
kern. " Nein, zu meinem Glück Säfte aber kön- hafter Schinder! Das Schlimmste
kamen auf einmal so viele Speisen aber war, dass dieser Dünndarm
in den Magen, dass es der eine so unübersichtliche Gegend
Magenpförtner nicht mehr so ist, dass sich auch die beste
genau nahm. Er ergriff mich, Spürnase nicht in ihm
schob mich in einen langen zurechtfindet. Dieses Gewirr von
dunklen Gang und knurrte: Der Falten und Zotten, aus dem er
Mensch ist doch ein Vielfraß! Was besteht, ist wie ein Irrgarten. Als
stopft er da wieder in sich hinein? ich aber glaubte, in diesen
Es ist eine Schande! An eine Zottenwinkeln Unterschlupf zu
saubere Verdauungsarbeit ist dabei finden, da geriet ich in die Gewalt
überhaupt nicht mehr zu denken." kleiner fettiger Saugnäpfe, die sich
"Das stimmt", nickte ich. "ja, und dort versteckt halten und das Beste
dann kamst du also sicherlich in aus den Speisen heraussaugen.
den ersten Teil des Dünndarms, in Oho, die feinsten Feinschmecker
den Zwölffingerdarm?" sind diese Darmzotten! Schlem-
"Ja, so mag es wohl heißen, dieses mermäuler erster Klasse! Die
Schlauchstück im Leibe des wissen genau, was sie wollen!"
Menschen", bestätigte mürrisch "Das glaube ich gern", nickte ich.
der Apfelkern. "Ich Dummkopf "Denn sieh, die Darmzotten sind es
freute mich, war aber aus dem ja, die alle Nährstoffe aus dem
Regen in die Traufe gekommen." Speisebrei aufsaugen und an das
Blut weitergeben.

Die feinsten Feinschmecker sind diese


Darmzotten!

*aus: DAK Gesundheitsdienst: Näpflis wundersame Reise durch den menschlichen Körper
erzählt von Hans-Wilhelm Smolik, gezeichnet von Wilhelm Hartung
+B
PING SH.78.03.02.94.0.2.07A 2.07 A
Schon oft habe ich diese aufge- "Doch!" beruhigte ich den oder Säuretiermagen wandern, ehe
saugten Nährstoffe von den Apfelkern." Der Mastdarm ist der sie keimen können. Im Leib eines
Darmzotten abgeholt und auf dem letzte Darm. Er wird dich aus dem Tieres werden sie schön
Blutstrom durch den Körper menschlichen Körper entlassen." aufgeweicht und gehen danach
gefahren. Hat aber der Magen die viel besser und schneller auf. Wer
Speisen nicht richtig verdaut und kann wissen, ob dir deine
aufgelöst, dann vermögen die Wanderung durch den
Darmzotten nicht an die feinen menschlichen Körper nicht auch
Nährstoffe heranzukommen. gutgetan hat?"
Darum eben war es bitter "Das möchte ich doch bezwei-
notwendig, dass du so lange im feln", meinte der Apfelkern, ver-
Magen aufgehalten wurdest. Denn änderte aber doch seine Lage und
wenn die Darmzotten keine rutschte tatsächlich in den
Nährstoffe aus dem Speisebrei Dickdarm hinein. Ich war heil-
heraussaugen können, dann muss froh, als dieser störrische, rach-
der Mensch verhungern." süchtige und rebellische Kerl
"Was kümmert mich der wirklich davonwanderte. An den
Mensch?" rief der Apfelkern. "Ich glatten Wänden des Dick- und des
bin ein Samenkorn und will einmal Mastdarms würde er sich bestimmt
ein Baum werden!" nicht zu halten vermögen.
"Bravo!" rief ich. "Du kannst aber So ging auch dieses Abenteuer gut
nur ein Baum werden, wenn du aus.
schleunigst weiterwanderst. Darum "Das höre ich gern", meinte der
auf, in den Dickdarm! Der Apfelkern. "Setzen wir einmal den
Dickdarm ist ein sehr gemütlicher Fall, ich würde dir glauben, wie
Herr. Wirklich, ich mache dir da lange würde diese Reise dann noch
nichts vor! Er hat nur die Aufgabe, dauern?"
den Speiseresten alle Salze und "Höchstens noch einen Tag!"
Säuren wieder zu entziehen, sie beteuerte ich lebhaft.
schön einzudicken und langsam "Na gut, schön!" brummelte der
weiterzuschieben. Es geht da rebellische Apfelkern. "Doch
zuerst einen aufsteigenden Ast komme ich dann auch wieder in
hinauf, dann den breiten Querdarm das Erdreich zurück und kann ich
entlang und ziemlich plötzlich dann trotzdem ein Baum werden?"
einen absteigenden Ast wieder "Sicher! Auf allerlei Umwegen
hinunter. An dem Knick vor dem kommst du tatsächlich zur Erde
absteigenden Ast wird es zurück. Und gerade dadurch, da
wahrscheinlich einen kleinen du durch den Menschen gewandert
Aufenthalt geben. Danach gelangst bist, wird es dir gelingen, einmal
du in den Mastdarm." ein Baum zu werden. Die
"Nehmen denn diese Därme Samenkerne vieler
überhaupt kein Ende?" Beerensträucher müssen auch erst
durch einen Vogelmagen

*aus: DAK Gesundheitsdienst: Näpflis wundersame Reise durch den menschlichen Körper
erzählt von Hans-Wilhelm Smolik, gezeichnet von Wilhelm Hartung
PING SH.78.03.02.94.0.2.07B 2.07 B
Schon oft habe ich diese aufge- "Doch!" beruhigte ich den oder Säuretiermagen wandern, ehe
saugten Nährstoffe von den Apfelkern." Der Mastdarm ist der sie keimen können. Im Leib eines
Darmzotten abgeholt und auf dem letzte Darm. Er wird dich aus dem Tieres werden sie schön
Blutstrom durch den Körper menschlichen Körper entlassen." aufgeweicht und gehen danach
gefahren. Hat aber der Magen die viel besser und schneller auf. Wer
Speisen nicht richtig verdaut und kann wissen, ob dir deine
aufgelöst, dann vermögen die Wanderung durch den
Darmzotten nicht an die feinen menschlichen Körper nicht auch
Nährstoffe heranzukommen. gutgetan hat?"
Darum eben war es bitter "Das möchte ich doch bezwei-
notwendig, dass du so lange im feln", meinte der Apfelkern, ver-
Magen aufgehalten wurdest. Denn änderte aber doch seine Lage und
wenn die Darmzotten keine rutschte tatsächlich in den
Nährstoffe aus dem Speisebrei Dickdarm hinein. Ich war heil-
heraussaugen können, dann muss froh, als dieser störrische, rach-
der Mensch verhungern." süchtige und rebellische Kerl
"Was kümmert mich der wirklich davonwanderte. An den
Mensch?" rief der Apfelkern. "Ich glatten Wänden des Dick- und des
bin ein Samenkorn und will einmal Mastdarms würde er sich bestimmt
ein Baum werden!" nicht zu halten vermögen.
"Bravo!" rief ich. "Du kannst aber So ging auch dieses Abenteuer gut
nur ein Baum werden, wenn du aus.
schleunigst weiterwanderst. Darum "Das höre ich gern", meinte der
auf, in den Dickdarm! Der Apfelkern. "Setzen wir einmal den
Dickdarm ist ein sehr gemütlicher Fall, ich würde dir glauben, wie
Herr. Wirklich, ich mache dir da lange würde diese Reise dann noch
nichts vor! Er hat nur die Aufgabe, dauern?"
den Speiseresten alle Salze und "Höchstens noch einen Tag!"
Säuren wieder zu entziehen, sie beteuerte ich lebhaft.
schön einzudicken und langsam "Na gut, schön!" brummelte der
weiterzuschieben. Es geht da rebellische Apfelkern. "Doch
zuerst einen aufsteigenden Ast komme ich dann auch wieder in
hinauf, dann den breiten Querdarm das Erdreich zurück und kann ich
entlang und ziemlich plötzlich dann trotzdem ein Baum werden?"
einen absteigenden Ast wieder "Sicher! Auf allerlei Umwegen
hinunter. An dem Knick vor dem kommst du tatsächlich zur Erde
absteigenden Ast wird es zurück. Und gerade dadurch, da
wahrscheinlich einen kleinen du durch den Menschen gewandert
Aufenthalt geben. Danach gelangst bist, wird es dir gelingen, einmal
du in den Mastdarm." ein Baum zu werden. Die
"Nehmen denn diese Därme Samenkerne vieler
überhaupt kein Ende?" Beerensträucher müssen auch erst
durch einen Vogelmagen

*aus: DAK Gesundheitsdienst: Näpflis wundersame Reise durch den menschlichen Körper
erzählt von Hans-Wilhelm Smolik, gezeichnet von Wilhelm Hartung
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Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Beobachtungen im Mund
und in der Speiseröhre Untersuchen

Wenn wir beurteilen wollen, welche Ernährung für uns gut und gesund ist, müssen wir auch darüber Bescheid
wissen, was mit der Nahrung auf dem Weg durch unseren Körper geschieht.
Damit die Nahrungsbestandteile vom Blut bis in die entlegensten Gewebe unseres Körpers transportiert
werden können, muss die Nahrung sehr stark zerkleinert bzw. zerlegt werden.
Mit einigen kleinen Versuchen und Selbstbeobachtungen könnt ihr einiges von diesen Vorgängen in
unserem Körper herausfinden.

1. Wir zerkauen Knäckebrot


Kaut ein Stück Knäckebrot ca. 3 Minuten
im Mund gut durch, ohne etwas herunterzu-
schlucken! Notiert anschlie end, was dabei
geschieht!
Hat sich der Geschmack verändert?

2. Schlucken
Nehmt ein Stück Brot, zerkleinert es in der Hand
und versucht, die Krümel ohne Beimengung von
Speichel zu schlucken. Gelingt euch das?
Beißt ein Stückchen Brot ab, zerkaut und schluckt
es! Was passiert jetzt?
Notiere Eure Beobachtungen!

3. Schlucken, schlucken und nochmal schlucken


Schluckt das zerkaute Knäckebrot herunter! Schluckt anschließend noch einmal den
verbliebenen Speichel im Mund herunter! Schluckt immer weiter herunter!
Was geschieht? Notiert eure Beobachtung!

4. Kann man im Handstand trinken?


Dieser Versuch wird nur von je einem Schüler
bzw. einer Schülerin je Tischgruppe durchgeführt
Macht einen Handstand an der Wand! Versucht im
Handstand mit einem Strohhalm
oder Schlauch etwas aus einem Becher zu trinken!
Geht das?
Beobachtet und versucht zu erklären!

+B
PING SH.78.03.02.94.0.2.08A 2.08A
5. Ein Fahrradschlauch als Speiseröhre
Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht,
wie die Nahrung vom Mund in den Magen gelangt?
Fällt sie einfach durch die Speiseröhre, wie z. B. ein
Tischtennisball durch ein Papprohr?
Untersuchen

Führt folgende Untersuchungen durch:

A.
Ihr braucht: 1 Tischtennisball (er soll einen Speisebrocken darstellen)
1 Papprohr von einer Küchenrolle (es soll die Speiseröhre darstellen)

Durchführung:
Lasst den Tischtennisball durch das Papprohr fallen!
Gelangt so ein Speisebrocken vom Mund in den Magen?

B.
Ihr braucht:1 Tischtennisball (er soll einen Speisebrocken darstellen)
1 Stück 28er Fahrradschlauch, 30 cm lang (es soll die Speiseröhre darstellen)
etwas Speiseöl (es soll den Speichel darstellen)

Durchführung:
Legt den Tischtenisball oben in den senkrecht gehaltenen Fahrradschlauch. Dann versuchen zwei von
euch, den Ball mit Zeigefinger und Daumen durch den Fahrradschlauch hindurchzubewegen, indem
sie von außen auf die Schlauchwand drücken.
Was stellt ihr fest?

C.
Wiederholt Versuch B, aber gebt vorher einige Tropfen Öl in den Fahrradschlauch!
Was beobachtet ihr jetzt?

Erklärt mit Hilfe Eurer Beobachtungen, wie der Transport der Nahrung durch die Speise-
röhre funktioniert! Versteht ihr jetzt auch, warum ihr im Handstand trinken könnt?

6. Wir untersuchen eine Luft- und eine Speiseröhre


Besorgt euch eine Speise- und eine Luftröhre vom Fleischer oder Schlachthof!
Untersuchen
Beschreibt die Speiseröhre und die Luftröhre! Worin unterscheiden sie sich?
Notiert eure Beobachtungen!

+C
PING SH.78.03.02.94.0.2.08B 2.08 B
7. Können wir mit der ganzen Fläche der Zunge schmecken?
Betrachtet einmal eure Zunge im Spiegel und beschreibt die Oberfläche der
Untersuchen
Zunge! Die zahlreichen kleinen Warzen und Erhebungen, die ihr dort seht,
sind eure Geschmackssinnesorgane. Mit Ihnen könnt ihr vier Geschmacks-
richtungen wahrnehmen: süß, sauer, bitter und salzig.

Vorbereitung des Versuches: Stellt Prüflösungen her: H.05 at


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+H

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ne
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Eine 30 %ige Zuckerlösung, i nfo

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H.06

Info
eine 15 %ige Kochsalzlösung und

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fo
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seht auch H.07
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a ti o n e n + H

eine 10 % ige Lösung von Bittersalz (Magnesiumsulfat)


(oder eine 2%ige Chinin-Lösung)
sowie eine etwa 5%ige Essigsäure (bzw. nehmt Weinessig)!
Gießt jede Lösung in ein vorher beschriftetes Gefäß!
Stellt in jedes Gefäß einen Glasstab!
Anstelle des Glasstabes könnt ihr auch Wattestäbchen benutzen.
Fertigt auf einem DIN A-4 Blatt eine Zeichnung von der Zunge an!

Versuchsdurchführung:
Prüft in Partnerarbeit die Empfindlichkeit
der Zunge auf verschiedene Geschmacks-
qualitäten!
Einem der Partner werden dazu die Augen
verbunden.

(1) Spült den Mund gründlich mit Wasser aus!


Tupft mit dem Glasstab oder dem
Wattestäbchen je einen Tropfen
der 30%igen Zuckerlösung auf die Spitze,
Mitte, Ränder und Wurzel der Zungenober-
fläche! - Lasst die Versuchsperson nach
jedem Versuch den Mund ausspülen!
Tragt ihre Geschmacksempfindungen in die
Abbildung ein!
Prüft die Zunge auch mit den übrigen Lösungen und haltet auch diese Ergebnisse in
der Abbildung fest.
- An welchen Stellen der Zunge kann der Geschmack jeweils einwandfrei angegeben
werden?
- Wie sind die Geschmacksempfindungen über die Zunge verteilt?
- Kennzeichnet in der Zeichnung die Geschmackszonen, d.h. die Stellen, an denen
die Empfindungen "süß","sauer","salzig" und "bitter" besonders deutlich sind.

(2) Stellt die Reizschwelle der Zunge für eine bestimmte Geschmacksrichtung fest!
Bereitet dazu verschieden stark konzentrierte Kochsalzlösungen vor, zum Beispiel mit
den Prozentgehalten von 0,2 ; 0,4 ; 0,6 ; 0,8 ;1,0; . . . !
Gießt jede Lösung in ein besonderes Gefäß mit einem Glasstab!
Vergesst nicht, vorher die Gefäße zu beschriften!
Prüft das unter (1) festgestellte Geschmacksfeld für "salzig".
Spült den Mund nach jedem Versuch aus.

+D
PING SH.78.03.02.94.0.2.08C 2.08 C
Zungengrund

0 Zuckerlösung
x Salzlösung
X Bittersalz
q Essigsäure

Zungenmitte
Zungenrand

Zungenspitze

bedeutet: an dieser Stelle wurde die


Zuckerlösung geschmeckt.

Untersuchen

8. Warum schmecken fast alle Speisen sehr ähnlich und


lasch, wenn wir Schnupfen haben?

Ihr habt sicher alle schon beobachtet, dass wir bei Schnupfen den
Geschmack der Speisen nur ungenau oder gar nicht wahrnehmen.
In dieser Aufgabe sollt ihr die Frage beantworten, welche
Bedeutung unsere Geruchsempfindung für das Schmecken hat.

Stellt aus geriebenen Kartoffeln, Äpfeln, Möhren, . . . je einen Brei her.


Verbindet der Versuchsperson die Augen!
Gebt ihr jeweils eine Schmeckprobe in den Mund:

a) bei offener Nase

b) bei fest zugehaltener Nase -


dabei wird nur durch den
Mund geatmet

c) wiederholt den Versuch noch


einmal, jetzt aber wieder bei
geöffneter Nase.

PING SH.78.03.02.94.0.2.08D 2.08 D


5. Ein Fahrradschlauch als Speiseröhre
Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht,
wie die Nahrung vom Mund in den Magen gelangt?
Fällt sie einfach durch die Speiseröhre, wie z. B. ein
Tischtennisball durch ein Papprohr?
Untersuchen

Führt folgende Untersuchungen durch:

A.
Ihr braucht: 1 Tischtennisball (er soll einen Speisebrocken darstellen)
1 Papprohr von einer Küchenrolle (es soll die Speiseröhre darstellen)

Durchführung:
Lasst den Tischtennisball durch das Papprohr fallen!
Gelangt so ein Speisebrocken vom Mund in den Magen?

B.
Ihr braucht:1 Tischtennisball (er soll einen Speisebrocken darstellen)
1 Stück 28er Fahrradschlauch, 30 cm lang (es soll die Speiseröhre darstellen)
etwas Speiseöl (es soll den Speichel darstellen)

Durchführung:
Legt den Tischtenisball oben in den senkrecht gehaltenen Fahrradschlauch. Dann versuchen zwei von
euch, den Ball mit Zeigefinger und Daumen durch den Fahrradschlauch hindurchzubewegen, indem
sie von außen auf die Schlauchwand drücken.
Was stellt ihr fest?

C.
Wiederholt Versuch B, aber gebt vorher einige Tropfen Öl in den Fahrradschlauch!
Was beobachtet ihr jetzt?

Erklärt mit Hilfe Eurer Beobachtungen, wie der Transport der Nahrung durch die Speise-
röhre funktioniert! Versteht ihr jetzt auch, warum ihr im Handstand trinken könnt?

6. Wir untersuchen eine Luft- und eine Speiseröhre


Besorgt euch eine Speise- und eine Luftröhre vom Fleischer oder Schlachthof!
Untersuchen
Beschreibt die Speiseröhre und die Luftröhre! Worin unterscheiden sie sich?
Notiert eure Beobachtungen!

+C
PING SH.78.03.02.94.0.2.08B 2.08 B
7. Können wir mit der ganzen Fläche der Zunge schmecken?
Betrachtet einmal eure Zunge im Spiegel und beschreibt die Oberfläche der
Untersuchen
Zunge! Die zahlreichen kleinen Warzen und Erhebungen, die ihr dort seht,
sind eure Geschmackssinnesorgane. Mit Ihnen könnt ihr vier Geschmacks-
richtungen wahrnehmen: süß, sauer, bitter und salzig.

Vorbereitung des Versuches: Stellt Prüflösungen her: H.05 at


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Eine 30 %ige Zuckerlösung, i nfo

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eine 15 %ige Kochsalzlösung und

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eine 10 % ige Lösung von Bittersalz (Magnesiumsulfat)


(oder eine 2%ige Chinin-Lösung)
sowie eine etwa 5%ige Essigsäure (bzw. nehmt Weinessig)!
Gießt jede Lösung in ein vorher beschriftetes Gefäß!
Stellt in jedes Gefäß einen Glasstab!
Anstelle des Glasstabes könnt ihr auch Wattestäbchen benutzen.
Fertigt auf einem DIN A-4 Blatt eine Zeichnung von der Zunge an!

Versuchsdurchführung:
Prüft in Partnerarbeit die Empfindlichkeit
der Zunge auf verschiedene Geschmacks-
qualitäten!
Einem der Partner werden dazu die Augen
verbunden.

(1) Spült den Mund gründlich mit Wasser aus!


Tupft mit dem Glasstab oder dem
Wattestäbchen je einen Tropfen
der 30%igen Zuckerlösung auf die Spitze,
Mitte, Ränder und Wurzel der Zungenober-
fläche! - Lasst die Versuchsperson nach
jedem Versuch den Mund ausspülen!
Tragt ihre Geschmacksempfindungen in die
Abbildung ein!
Prüft die Zunge auch mit den übrigen Lösungen und haltet auch diese Ergebnisse in
der Abbildung fest.
- An welchen Stellen der Zunge kann der Geschmack jeweils einwandfrei angegeben
werden?
- Wie sind die Geschmacksempfindungen über die Zunge verteilt?
- Kennzeichnet in der Zeichnung die Geschmackszonen, d.h. die Stellen, an denen
die Empfindungen "süß","sauer","salzig" und "bitter" besonders deutlich sind.

(2) Stellt die Reizschwelle der Zunge für eine bestimmte Geschmacksrichtung fest!
Bereitet dazu verschieden stark konzentrierte Kochsalzlösungen vor, zum Beispiel mit
den Prozentgehalten von 0,2 ; 0,4 ; 0,6 ; 0,8 ;1,0; . . . !
Gießt jede Lösung in ein besonderes Gefäß mit einem Glasstab!
Vergesst nicht, vorher die Gefäße zu beschriften!
Prüft das unter (1) festgestellte Geschmacksfeld für "salzig".
Spült den Mund nach jedem Versuch aus.

+D
PING SH.78.03.02.94.0.2.08C 2.08 C
Zungengrund

0 Zuckerlösung
x Salzlösung
X Bittersalz
q Essigsäure

Zungenmitte
Zungenrand

Zungenspitze

bedeutet: an dieser Stelle wurde die


Zuckerlösung geschmeckt.

Untersuchen

8. Warum schmecken fast alle Speisen sehr ähnlich und


lasch, wenn wir Schnupfen haben?

Ihr habt sicher alle schon beobachtet, dass wir bei Schnupfen den
Geschmack der Speisen nur ungenau oder gar nicht wahrnehmen.
In dieser Aufgabe sollt ihr die Frage beantworten, welche
Bedeutung unsere Geruchsempfindung für das Schmecken hat.

Stellt aus geriebenen Kartoffeln, Äpfeln, Möhren, . . . je einen Brei her.


Verbindet der Versuchsperson die Augen!
Gebt ihr jeweils eine Schmeckprobe in den Mund:

a) bei offener Nase

b) bei fest zugehaltener Nase -


dabei wird nur durch den
Mund geatmet

c) wiederholt den Versuch noch


einmal, jetzt aber wieder bei
geöffneter Nase.

PING SH.78.03.02.94.0.2.08D 2.08 D


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Was geschieht bei der Verdauung


im Mund ? Untersuchen

Mit der Bearbeitung des Bogens "Beobachtungen im Mund und in der Speiseröhre" habt ihr erfahren,
dass bei der Verdauung im Mund die Nahrung mechanisch (Beißen mit den Zähnen) zerkleinert,
eingespeichelt und damit gleitfähig gemacht und zunächst nicht süßes Brot süß wird.

Mit den folgenden Untersuchungen könnt ihr den Vorgang der Zerlegung von Brot noch genauer
betrachten.

Hinweis: Für die Durchführung der Untersuchung müsst ihr wissen, dass Jod-Kaliumjodid-Lösung
Stärke blauviolett anfärbt und damit ein Nachweismittel für Stärke ist (auch hierzu gibt es eine
Untersuchung!)

Ihr braucht: 1 Becherglas 100 ml, hohe Form, 2 Reagenzgläser, 1 Reagenzglasgestell,


1 %ige Stärkelösung (1 g Stärke in 100 ml Wasser), Jod-Kaliumjodid-Lösung
nach LUGOL
Jodlösung
verdünnt.
Wasser Speichel

10 ml Stärkekleister 10 ml Stärkekleister
und und fingerbreit
fingerbreit Wasser verdünnt.Speichel

Versuchsdurchführung:
Lasst über die Unterlippe 5 ml Speichel in ein Becherglas fließen.
Macht dabei keine Kaubewegungen, damit der Speichel nicht schaumig wird.
Verdünnt ihn mit der gleichen Menge Wasser.

Füllt in zwei Reagenzgläser jeweils 10 ml 1%igen Stärke-Kleister und setzt tropfenweise so viel Jod-
Kaliumjodid-Lösung nach LUGOL zu, da eine deutliche Blaufärbung entsteht (Stärkenachweis).

Gebt in eines der Reagenzgläser außerdem fingerbreit den verdünnten Speichel, in das andere die
gleiche Menge Wasser (s.Abb.)!

Stellt beide Reagenzgläser in ein Wasserbad von 35 °C bis 40 °C (wozu wohl?)!


Schüttelt gelegentlich durch und beobachtet!

Versucht Eure Beobachtung zu erklären!

PING SH.78.03.02.94.0.2.09A 2.09


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Was geschieht bei der Verdauung im


Magen? (1) Untersuchen

Wie du von Näpflis Erlebnissen weißt, wird die Nahrung im Magen durchgeknetet und mit
Magensäure (Salzsäure) durchmischt. Die Salzsäure zerstört einerseits die mitgegessenen
Krankheitserreger, andererseitshilft sie bei der Verdauung mit. Hinzu kommt der "Pepsinwein". Bei
Näpfli heißt es: "Das ist ein Saft , sage ich dir! Der nimmt alles Rohe und Ungeschliffene von dir. Der
wird auch dich in Mus verwandeln." Angesprochen ist der Apfelkern, dem weder die Magensäure noch
das Pepsin etwas anhaben können.
Hier wollen wir nun untersuchen, welche Wirkung Magensäure und Pepsin auf Hühnereiweiß
oderFischfleisch haben.
Ihr braucht: 4 Reagenzgläser, 1 Reagenzglasgestell, 1 Messpipette bzw. Messzylinder,
1 Messer, 1%ige Pepsinlösung, etwa 5%ige Salzsäure etwas vom Weißen der Hühnereis
oder etwas Fischfleisch, Brutschrank (oder warmen Standplatz)

Alle Reagenzgläser werden Versuchsdurchführung: Gebt in jedes


mit der gleichen Menge Reagenzglas etwa
(10ml) aber unterschiedlich gleichgroße Stücke
zusammengesetzten Hühnereiweiß oder
Lösungen gefüllt. Fischfleisch!

Wasser

1 ml Wasser und 9 ml Wasser und 9 ml Pepsinlösung


9 ml Pepsinlösung 1 ml Salzsäure und 1 ml Salzsäure

Stellt eure Gläser zur Nachahmung der Körpertemperatur in einen Brutschrank, der auf 35-40 C
eingestellt ist, oder an einen warmen Standplatz!

Betrachtet eure Gläser ein oder zwei Tage später! Was beobachtet ihr? Versucht, eure Beobachtungen
zu erklären! Überlegt euch, welcher Nährstoff im Hühnerei bzw. Fischfleisch hauptsächlich enthalten
ist!

PING SH.78.03.02.94.0.2.10A 2.10


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Was geschieht bei der Verdauung im


Magen? (2) Untersuchen

Mit der Untersuchung "Was geschieht bei der Verdauung im Magen (1)" habt ihr erfahren, dass
Magensäure und Pepsin zusammen eiweißhaltige Nahrungsmittel auflösen.
Hier soll nun untersucht werden, ob alle eiweißhaltigen Nahrungsmittel gleich gut verdaut werden.

Ihr braucht: 4 Reagenzgläser, 1 Reagenzglasgestell, 1 Messpipette bzw


Messzylinder, 1 Messer, 1%ige Pepsinlösung, 5%ige Salzsäure, weißes vom
Hühnerei, gekochtes Fischfleisch, magerer Käse, gekochtes Rindfleisch, Brutschrank
(oder warmen Standplatz)
Versuchsdurchführung:

Alle Reagenzgläser werden In jedes Reagenzglas je ein


mit 9ml 1%iger Pepsin- kirschkerngroßes Stück
lösung und und 1ml 5% iger geben.
Salzsäure gefüllt.

Stellt eure Gläser zur Nachahmung der Körpertemperatur in einen Brutschrank,der auf
35 - 40 C eingestellt ist, oder an einen warmen Standplatz.
Betrachtet eure Gläser ein oder zwei Tage später! Was beobachtet ihr?
Versucht, eure Beobachtung zu erklären!

+
seht auch
Arbeitshilfe H.08 Bau eines einfachen Brutschrankes

PING SH.78.03.02.94.0.2.11A 2.11


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Was geschieht bei der Verdauung im


Untersuchen
Zwölffingerdarm?
Ihr habt erfahren, dass die Bauchspeicheldrüse den Bauchspeichelsaft in den Zwölffingerdarm
absondert. Der Bauchspeichelsaft enthält mehrere Wirkstoffe (diese heissen: Enzyme).
Wie diese Wirkstoffe arbeiten, könnt ihr mit zwei Untersuchungen kennenlernen.

Ihr braucht: : 5 Reagenzgläser 1%iger Stärkekleister


1 Reagenzglashalter Jod- Kaliumjodid- Lösung nach LUGOL
1 Messpipette10 ml Pancreatin- Aufschwemmung
1 Pipette mit Gummikappe gekochtes Fischfleisch
1 Messer gekochtes, mageres Rind- oder
1 chem. Thermometer Schweinefleisch
Käse

Untersuchung 1: Wie wirkt der Bauchspeichelsaft auf Stärkekleister?

Füllt in zwei Reagenzgläser je 5 ml 1%igen Stärkekleister und fügt jeweils 2 Tropfen Jod-
Kaliumjodid- Lösung nach LUGOL hinzu, so dass eine Blauviolettfärbung entsteht.
(Stärkenachweis!) Gebt in das eine Reagenzglas 5 ml Wasser und in das andere 5 ml
Pancreatin- Aufschwemmung! Die Aufschwemmung ist ein Gemisch der verschiedenen
Wirkstoffe (=Enzyme) des Bauchspeichelsaftes.
Verschließt beide Reagenzgläser mit dem Daumen, schwenkt sie zur Vermischung ihres
Inhaltes um und stellt sie in ein Reagenzglasgestell!
Was ist innerhalb von wenigen Minuten in dem Reagenzglas mit dem Pancreatinzusatz zu
beobachten? Worauf deutet diese Veränderung hin?

Untersuchung 2: Wie wirkt Bauchspeichelsaft auf Fisch, Rindfleisch und


Käse?

Füllt in 3 Reagenzgläser je 10 ml Pancreatin- Aufschwemmung und fügt jeweils ein kirsch-


kerngroßes Stück gekochtes Fischfleisch, Rindfleisch und Käse hinzu!
Füllt ein Becherglas von 600 ml zur Hälfte mit Wasser, erwärmt es zur Nachahmung der
Körpertemperatur auf 35 - 40 °C und stellt die drei Reagenzgläser hinein! Kontrolliert mit
einem Thermometer ständig die Temperatur des Wassers und haltet sie auf Körpertem-
peratur!
Wie verändern sich die Nahrungsmittelstückchen in den drei Reagenzgläsern bis zum
nächsten Tag?
Welche Nährstoffe werden von den Wirkstoffen (=Enzymen) des Bauchspeichelsaftes
verdaut? (Die Verdauung ist daran zu erkennen, da die Nahrungsmittelstückchen sich
allmählich auflösen!)

PING SH.78.03.02.94.0.2.13A 2.13


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Was bewirkt der Gallensaft?


Untersuchen

Der Gallensaft wird in der Leber gebildet, in der Gallenblase eingedickt und gespeichert. Bei Bedarf
wird er in den Zwölffingerdarm ausgeschieden, wo er sich mit dem Nahrungsbrei mischt. Hier soll
untersucht werden, welche Wirkungen der Gallensaft hat!

Ihr braucht: 2 Reagenzgläser


1 Reagenzglasgestell
1 Pipette mit Gummikappe
reines Olivenöl
40%ige Ochsengallenlösung

Versuchsdurchführung:
Füllt ein Reagenzglas etwa zur Hälfte mit Wasser und setzt 10 Tropfen Olivenöl hinzu!
Verschließt das Reagenzglas mit dem Daumen, schwenkt es mehrfach um und stellt es in ein
Reagenzglasgestell!
Füllt ein zweites Reagenzglas zu etwa einem Viertel mit Wasser und fügt die gleiche Menge 40 %ige
Ochsengallen-Lösung (Gallensaft) und 10 Tropfen Olivenöl hinzu!
Verschließt auch dieses Reagenzglas mit dem Daumen, schwenkt es mehrfach um und stellt es
ebenfalls in das Reagenzglasgestell!

Auswertung:
Beantwortet die folgenden Fragen:
Wie verhalten sich Wasser, Gallensaft und Öl in den Reagenzgläsern beim Umschwenken und nach
dem Abstellen des jeweiligen Reagenzglases?
Was bewirkt der Gallensaft?

PING SH.78.03.02.94.0.2.14A 2.14


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Wie arbeitet der Dünndarm bei der


Aufnahme der Nährstoffe? Untersuchen

Ihr habt erfahren, dass die Verdauung im Dünndarm vollendet wird, und die Bausteine der Nährstoffe
dort in das Blut aufgenommen werden.
Einen Teil dieses Vorganges könnt ihr durch die folgende Untersuchung etwas besser nachvollziehen.
Ihr solltet allerdings die Nährstoffe als Bestandteile der Nahrung und die Nachweisreaktionen für die
Nährstoffe kennengelernt haben.

Ihr braucht: 1 Stück Kunstdarm (15 cm Länge) Teststäbchen für Traubenzucker-


Bindfaden nachweis,
1 Becherglas 500 ml Kaliumjodidlösung nach LUGOL
1 Becherglas 200 ml
Stärke-Traubenzucker-Lösung

Versuchsdurchführung:
Ihr benötigt ein Stück Kunstdarm von ca.
Legt den Darm in ein Becherglas (500ml)!
15 cm Länge. Bindet das eine Ende des
Füllt in das Becherglas nur so viel Wasser,
Darms mit einem Bindfaden fest zu! Füllt
da der ganze Darm gerade bedeckt ist!
mit einem Trichter am offenen Ende eine
Gebt nach 15 Minuten 2 bis 3 Tropfen Jod-
Lösung aus Stärke und Traubenzucker ein!
lösung in das Wasser des Becherglases
Verschließt auch dieses Ende fest mit
(Stärkenachweis)!
einem dünnen Bindfaden! Wenn etwas von
Prüft dann das Wasser des Becherglases
der Stärke-Traubenzuckerlösung beim
auf Traubenzucker (Traubenzuckernach-
Einfüllen außen am Darm entlangläuft,
weis)!
spült diese nach dem Zubinden mit Wasser
sorgfältig ab!

Aufgaben:
1. Welche Teile des Versuches vertreten welche Teile unseres Körpers?
Schreibt sie in eurem NAWI-Heft auf!
2. Notiert eure Beobachtungen! Was schließt ihr daraus? Schreibt sie auf!

PING SH.78.03.02.94.0.2.15A 2.15


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Wie arbeiten unsere Verdauungsorgane ?


Nachforschen

Ihr habt euch zuletzt ausführlich mit den Verdauungsorganen in unserem Körper beschäftigt.
Hier sollt ihr jetzt noch einmal alles Wesentliche zusammenfassen!

Aufgabe 1: Benennt zunächst noch einmal die an der Verdauung beteiligten Organe in der
nachfolgenden Abbildung! Füllt anschließend die Tabelle auf der B-Seite aus!
Als Hilfe dürft ihr euren Ordner und Bücher benutzen.

+B
PING SH.78.03.02.94.0.2.16A 2.16 A
Organ bildet: bewirkt (verdaut):

1 Mund

2 Speicheldrüsen

3 Speiseröhre

4 Magen

5 Dünndarm (mit
Zwölffingerdarm)

6 Leber mit
Gallenblase

7 Bauchspeichel-
drüse

8 Dickdarm mit
Blind- und
Mastdarm

Aufgabe2: Zum Schluss fasst noch einmal zusammen, was ihr unter Verdauung
versteht!

PING SH.78.03.02.94.0.2.16B 2.16B


Organ bildet: bewirkt (verdaut):

1 Mund

2 Speicheldrüsen

3 Speiseröhre

4 Magen

5 Dünndarm (mit
Zwölffingerdarm)

6 Leber mit
Gallenblase

7 Bauchspeichel-
drüse

8 Dickdarm mit
Blind- und
Mastdarm

Aufgabe2: Zum Schluss fasst noch einmal zusammen, was ihr unter Verdauung
versteht!

PING SH.78.03.02.94.0.2.16B 2.16B


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Wir ernähren uns nicht alle gleich!


Fast täglich können wir in Zeitungen und im Fernsehen Berichte über Menschen Entdecken
lesen bzw. sehen, die Hungersnot leiden. Andere Menschen, zu denen auch wir ge-
hören, brauchen nicht zu hungern. Wir bekommen täglich reichlich und manch-
mal sogar mehr als genug zu essen. Wir leben im Überfluss. Wieder andere bekommen zwar regelmäßig
Nahrung, aber sie unterscheidet sich beträchtlich von unserer. In der folgenden Tabelle ist beispielhaft
aufgeschrieben, was ein bzw. zwei amerikanische Kinder und ein afrikanisches Kind täglich zu essen
bekommen.
Denkt einmal darüber nach, welche Auswirkungen unsere Ernährungsgewohnheiten auf unsere körperliche
Verfassung haben!

1. ein amerikanisches Kind 2. zwei amerikanische Kinder 3. ein afrikanisches Kind

Frühstück: Frühstück: Frühstück:


Weißbrot mit Marmelade Cornflakes mit Milch Reis oder Brei der
und Butter Brot mit Schinken Maniokpflanze
Kakao Ei

Mittag: Mittag: Mittag:


Pommes Frites Steak Brei der
Fleisch Gemüse Maniokpflanze
Pudding Kartoffeln oder Reis Banane
Plätzchen Obst

Abend: Abend:
Bratkartoffeln mit Schinken Vollkornbrot mit Wurst und
und Eiern Schinken
Weißbrot mit Butter Tomaten nach: Westermann, BIO 1,
Tee Joghurt Braunschweig 1979
Aufgaben:
1. Stellt eigene, für euch typische Speisepläne zusammen und vergleicht diese mit denen aus der Tabelle!
2. Ordnet allen Speiseplänen folgende Begriffe zu: schmackhaft, einseitig, abwechslungsreich, überwiegend
süß, kräftigend, fett, sättigend, vielseitig, überwiegend tierische Kost.
Tragt die Ergebnisse in eine Tabelle in eurer Mappe ein!
3. Stellt Vermutungen über den Ernährungs- und Gesundheitszustand der Kinder an!
4. Diskutiert eure Überlegungen in der Kerngruppe.
n Infor m
i lf e
at +H
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+
io

ne

Welche Bedeutung hat die Ernährung


ne

info
r m a ti o
n + H ilf e n

2.18
Info

für unsere körperliche Verfassung?


en
In

fo
rm ilf
a ti o n e n + H
seht auch
PING SH.78.03.02.94.0.2.17A 2.17 A
Wir
ernähren uns Natur des Ernährens
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Welche Bedeutung hat die Ernährung

Info
für unsere körperliche Verfassung ?

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a ti o n e n + H

Wenn ihr euch die drei Kinder auf dem Bogen 2.17 anschaut, fällt zunächst auf, dass sie
unterschiedlich dick sind.
Das 1. amerikanische Kind ist zu dick, weil es zu viel isst.
Das 2. amerikanische Kind sieht recht gesund, satt und sportlich aus.
Beim dritten Kind sieht man sofort, dass es krank ist. Bei diesem afrikanischen Kind ist der
Bauch im Verhältnis zum übrigen Körper viel zu dick. Die Muskeln an Armen und Beinen
sind nicht richtig entwickelt. Auch dieses Kind bekommt täglich so viel zu essen, dass es
satt wird.
Ihr werdet euch sicher fragen, warum es dann so ungesund aussieht. Es bekommt doch
genug Nahrung!

Die Ernährungspläne zeigen, dass sich das 1. amerikanische und das afrikanische Kind
einseitiger ernähren als das 2. amerikanische Kind. Während bei dem dicken Kind wenig
tierische Kost auf dem Speiseplan steht, fehlt sie beim afrikanischen Kind völlig, denn in
Zentralafrika, dem Herkunftsland dieses Kindes, gibt es wenig Fleisch- oder Milchprodukte.

Das überernährte Kind isst süße Speisen in zu großen Mengen. Das ist vermutlich die
Ursache dafür, dass es zu dick ist. Die Nahrung anderer amerikanischer Kinder ist dagegen
abwechslungsreich und vielseitig. Wie der Speiseplan dieser Kinder sollte der Speiseplan
möglichst vieler Kinder aussehen.

Dem afrikanischen Kind fehlt die tierische Kost. Also scheint das Fehlen von Fleisch, Milch,
Käse und anderen tierischen Produkten krank zu machen. Obgleich man auch allein von
Süßigkeiten satt werden kann, darf man sich nicht allein davon ernähren, wenn man gesund
bleiben will.

Das liegt an den unterschiedlichen Stoffen, die die Nahrungsmittel enthalten. Man
bezeichnet diese Stoffe als Nährstoffe. Nicht alle Nahrungsmittel enthalten die gleichen und
gleich viel von diesen Nährstoffen. Wir unterscheiden Fette, Kohlenstoffhydrate (dazu
gehören Stärke und Zucker) und Eiweiß.
Um gesund und kräftig zu bleiben, muss der Mensch von allen diesen Nährstoffen täglich
eine bestimmte Menge zu sich nehmen.

Merkt Euch :

,
Zu den Nährstoffen gehören :
, Fette, Kohlenstoffhydrate (mit Stärke und Zucker) und Eiweiß!

PING SH.78.03.02.94.0.2.18A 2.18


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens

Nachweisreaktionen
Untersuchen

Um gesund zu leben, benötigt der Mensch eine abwechslungsreich zusammengestellte Nahrung. Zu unserer
Ernährung nehmen wir die verschiedensten Nahrungsmittel in den Körper auf: Brot, Fleisch, Kläse, Obst,
Butter, um nur einige zu nennen. Untersucht man verschiedene Speisen auf ihre Bestandteile, dann entdeckt
man, dass sie sich bei aller Verschiedenheit aus Wasser, Salzen, Vitaminen und einigen wenigen
Nährstoffgruppen zusammensetzen. Zu den Nährstoffen gehören: Fette, Kohlenstoffhydrate (dazu gehören z.
B. Stärke und Zucker) und Eiweiße.
Mit einfachen Untersuchungen könnt ihr herausfinden, welche Nährstoffe in welchem Nahrungsmittel
enthalten sind. Diese Versuche werden Nachweisreaktionen genannt.
Lernt die Nachweisreaktionen kennen!

1. Der Nachweis von Stärke

Ihr braucht: Brenner, Reagenzglas, Reagenzglashalter und -ständer, Pipette,


7 Uhrgläser (bzw. Petrischalen oder Untertassen)
Stärke, Jodkaliumjodid- Lösung (LUGOLsche Lösung), Kartoffel-, Bananen-,
Apfelscheibe, Weißbrot, trockene Nudeln, gekochten Reis,
zerriebenen Kopfsalat

Versuchsdurchführung: 1. Füllt in ein Reagenzglas 3 cm hoch Wasser!


2. Erhitzt das Wasser!
3. Gebt eine Spatelspitze Stärke in das Wasser und schüttelt,
bis sich die Stärke löst!
4. Gebt einen Tropfen der gelbbraunen Jodkliumjodid-Lösung
dazu, wenn sich die Lösung abgekühlt hat!
5. Beobachtet genau die sich einstellende Verfärbung der Lösung
6. Schreibt den folgenden Merksatz in euren NAWI- Ordner und
vervollständigt ihn!

, Um zu überprüfen, ob ein Nahrungsmittel Stärke enthält,


gebt Ihr etwas gelbbraune Jodkaliumjodid - Lösung dazu. ,
Wenn sich die Lösung _____________verfärbt, ist Stärke nachgewiesen.

7. Untersucht jetzt die Nahrungsmittel auf den Uhrgläsern!


Notiert eure Ergebnisse!

+B
PING SH.78.03.02.94.0.2.19A 2.19 A
2. Der Nachweis von Traubenzucker Untersuchen

Für Zucker gibt es verschiedene Nachweismöglickeiten. Am einfachsten erkennt man zuckerhaltige


Nahrungsmittel an ihrem Geschmack: Sie schmecken süß. Versuche, mit denen ganz geringe Zuckeranteile
nachgewiesen werden können, sind schwieriger durchzuführen als die Versuche zum Fett- oder
Stärkenachweis. Man benutzt daher häufig Teststäbchen, die kurz in die zu untersuchende Flüssigkeit getaucht
werden. An der Veränderung der Farbe ist dann ablesbar, ob und wieviel Zucker im Nahrungsmittel enthalten
ist. Diese Teststäbchen werden vielfach in den Apotheken ausgegeben, um festzustellen, ob ein Mensch
eventuell zuckerkrank ist.
Für diese Untersuchung müssen feste Nahrungsmittel zuvor zerkleinert und mit Wasser vermengt werden.

Nachweis mit Fehlingscher Lösung

Ihr braucht: Brenner, Dreifuß, Keramiknetz, Stativ, 7 Reagenzgläser, Reagenzglas-


halter und -ständer, Becherglas, Thermometer,
Fehlingsche Lösung I, Fehlingsche Lösung II, Traubenzucker, Selters,
Zitronenlimonade, Honig, Obstsaft, verdünnte Milch.

Versuchsdurchführung:1. Füllt ein Reagenzglas 2 cm hoch mit blauer Fehlingscher


Lösung I! Gebt nun gleichviel von der farblosen Fehlingschen
Lösung II dazu! Das Gemisch wird dunkelblau.
2. Gebt in ein weiteres Reagenzglas 2 cm hoch Wasser! Löst darin
1 Spatelspitze Traubenzucker!
3. Giebt zu der Traubenzuckerlösung etwa 1 cm hoch von der
tiefblauen Lösung!
4. Erhitzt in einem Becherglas Wasser auf etwa 50 °C
(als Wasserbad)!
5. Stellt das Reagenzglas aus 3. in das Wasserbad!
6. Beobachtet genau, welche Veränderung nach etwa 3 Minuten
eintritt!
7. Schreibt den Merksatz vervollständigt in euren NAWI- Ordner!

, Um zu überprüfen, ob ein Nahrungsmittel Traubenzucker


enthält, gebt ihr etwas von dem Gemisch der beiden
Fehlingschen Lösungen dazu und stellt das Ganze für 3 Minuten
,
in ein 50 °C heißes Wasserbad.

Wenn die Lösung __________________________, ist Traubenzucker nachge-


wiesen. 8. Untersucht jetzt die oben angegebenen Nahrungsmittel ( je
2 cm hoch in einem Reagenzglas)! Gebt jeweils 1 cm hoch von
dem Fehling-Gemisch dazu und stellt das Reagenzglas ins
Wasserbad! Notiert eure Ergebnisse!

+C
PING SH.78.03.02.94.0.2.19B 2.19 B
3. Der Nachweis von Fett

Untersuchen
Ihr braucht : Lösch-, Filter- oder Pergamentpapier, Pipette

Material: Öl, Äpfel, Brot, Vollmilch, Wurst, Käse, Schokolade, Kuchen, Nüsse

Versuchsdurchführung: 1. Bringt1 Tropfen Wasser und 1 Tropfen Öl nebeneinander auf


ein Blatt Papier (s.o.)!
2. Wartet, bis das Wasser eingetrocknet ist!
Haltet nun das Papier gegen das Licht!
3. Beobachtet genau, was mit dem Fett- und Wasserfleck
geschieht!
4. Schreibt den Merksatz vervollständigt in euren
NAWI-Ordner!

, Um zu überprüfen, ob ein Nahrungsmittel Fett enthält,


gebt ihr etwas davon auf ein Blatt Papier ( Filter-,Lösch-
,
oder Pergamentpapier).

Wenn der Fleck ________________________________, ist Fett nachgewiesen.

5. Untersucht jetzt die Nahrungsmittel!


Drückt, reibt oder tropft sie auf ein Blatt Papier (s.o.)!
Notiert eure Ergebnisse!

+D
PING SH.78.03.02.94.0.2.19C 2.19 C
4. Der Nachweis von Eiweiß Untersuchen

Eiweißstoffe sind nicht immer leicht nachweisbar. Am schnellsten geht es auch hier wieder mit besonderen
Teststäbchen, die in jeder Apotheke erhältlich sind. Werden diese Stäbchen in die zu untersuchende Flüssigkeit
getaucht oder gibt man einige Tropfen Milch, Fisch- oder Fleischsaft darauf, verfärben sie sich von gelb nach
blau. Bleibt bei dieser Untersuchung die gelbe Farbe unverändert, heißt das, dass dieser Stoff kein Eiweiß
enthält. Färbt sich der Teststreifen grün, ist wenig Eiweiß vorhanden, die Blaufärbung bedeutet: dieser Stoff
enthält viel Eiweiß.
Ein anderes Verfahren ist der Nachweis durch Verbrennen.

Nachweis durch Verbrennen:

Ihr braucht: Zange, Löffel, Brenner

Material: Haare, abgeschnittene Fingernägel, Fleisch, Quark, Banane, hartgekochtes Eiklar,


gekochte Erbsen, rotes Lackmuspapier

Versuchsdurchführung: 1. Haltet mit einer Zange einige Tierhaare oder abgeschnittene


Nägel kurz in die Brennerflamme (Vorsicht!!!)!
2. Wartet, bis die Haare oder Nägel abgekühlt sind!
Riecht nun daran!
3. Haltet feuchtes rotes Lackmuspapier in die Dämpfe!
4. Schreibt den Merksatz vervollständigt in euren
NAWI- Ordner!

, Um zu überprüfen, ob ein Nahrungsmittel Eiweiß enthält,


müsst ihr etwas davon kurz erhitzen. ,
Wenn es nach _______________________riecht, ist Eiweiß nachgewiesen.

Das Lackmuspapier färbt sich _________________________

5. Untersucht jetzt die Nahrungsmittel! Haltet kleine Mengen


davon kurz mit der Zange oder dem Löffel in die
Brennerflamme!
Notiert eure Ergebnisse!

+ 1. Ihr dürft auch selbst Nahrungsmittel mitbringen und untersuchen!

2. Es gibt einen info-BOGEN "Bedeutung der Bestandteile unserer Nahrung für


unseren Körper"!

PING SH.78.03.02.94.0.2.19D 2.19D


2. Der Nachweis von Traubenzucker Untersuchen

Für Zucker gibt es verschiedene Nachweismöglickeiten. Am einfachsten erkennt man zuckerhaltige


Nahrungsmittel an ihrem Geschmack: Sie schmecken süß. Versuche, mit denen ganz geringe Zuckeranteile
nachgewiesen werden können, sind schwieriger durchzuführen als die Versuche zum Fett- oder
Stärkenachweis. Man benutzt daher häufig Teststäbchen, die kurz in die zu untersuchende Flüssigkeit getaucht
werden. An der Veränderung der Farbe ist dann ablesbar, ob und wieviel Zucker im Nahrungsmittel enthalten
ist. Diese Teststäbchen werden vielfach in den Apotheken ausgegeben, um festzustellen, ob ein Mensch
eventuell zuckerkrank ist.
Für diese Untersuchung müssen feste Nahrungsmittel zuvor zerkleinert und mit Wasser vermengt werden.

Nachweis mit Fehlingscher Lösung

Ihr braucht: Brenner, Dreifuß, Keramiknetz, Stativ, 7 Reagenzgläser, Reagenzglas-


halter und -ständer, Becherglas, Thermometer,
Fehlingsche Lösung I, Fehlingsche Lösung II, Traubenzucker, Selters,
Zitronenlimonade, Honig, Obstsaft, verdünnte Milch.

Versuchsdurchführung:1. Füllt ein Reagenzglas 2 cm hoch mit blauer Fehlingscher


Lösung I! Gebt nun gleichviel von der farblosen Fehlingschen
Lösung II dazu! Das Gemisch wird dunkelblau.
2. Gebt in ein weiteres Reagenzglas 2 cm hoch Wasser! Löst darin
1 Spatelspitze Traubenzucker!
3. Giebt zu der Traubenzuckerlösung etwa 1 cm hoch von der
tiefblauen Lösung!
4. Erhitzt in einem Becherglas Wasser auf etwa 50 °C
(als Wasserbad)!
5. Stellt das Reagenzglas aus 3. in das Wasserbad!
6. Beobachtet genau, welche Veränderung nach etwa 3 Minuten
eintritt!
7. Schreibt den Merksatz vervollständigt in euren NAWI- Ordner!

, Um zu überprüfen, ob ein Nahrungsmittel Traubenzucker


enthält, gebt ihr etwas von dem Gemisch der beiden
Fehlingschen Lösungen dazu und stellt das Ganze für 3 Minuten
,
in ein 50 °C heißes Wasserbad.

Wenn die Lösung __________________________, ist Traubenzucker nachge-


wiesen. 8. Untersucht jetzt die oben angegebenen Nahrungsmittel ( je
2 cm hoch in einem Reagenzglas)! Gebt jeweils 1 cm hoch von
dem Fehling-Gemisch dazu und stellt das Reagenzglas ins
Wasserbad! Notiert eure Ergebnisse!

+C
PING SH.78.03.02.94.0.2.19B 2.19 B
3. Der Nachweis von Fett

Untersuchen
Ihr braucht : Lösch-, Filter- oder Pergamentpapier, Pipette

Material: Öl, Äpfel, Brot, Vollmilch, Wurst, Käse, Schokolade, Kuchen, Nüsse

Versuchsdurchführung: 1. Bringt1 Tropfen Wasser und 1 Tropfen Öl nebeneinander auf


ein Blatt Papier (s.o.)!
2. Wartet, bis das Wasser eingetrocknet ist!
Haltet nun das Papier gegen das Licht!
3. Beobachtet genau, was mit dem Fett- und Wasserfleck
geschieht!
4. Schreibt den Merksatz vervollständigt in euren
NAWI-Ordner!

, Um zu überprüfen, ob ein Nahrungsmittel Fett enthält,


gebt ihr etwas davon auf ein Blatt Papier ( Filter-,Lösch-
,
oder Pergamentpapier).

Wenn der Fleck ________________________________, ist Fett nachgewiesen.

5. Untersucht jetzt die Nahrungsmittel!


Drückt, reibt oder tropft sie auf ein Blatt Papier (s.o.)!
Notiert eure Ergebnisse!

+D
PING SH.78.03.02.94.0.2.19C 2.19 C
4. Der Nachweis von Eiweiß Untersuchen

Eiweißstoffe sind nicht immer leicht nachweisbar. Am schnellsten geht es auch hier wieder mit besonderen
Teststäbchen, die in jeder Apotheke erhältlich sind. Werden diese Stäbchen in die zu untersuchende Flüssigkeit
getaucht oder gibt man einige Tropfen Milch, Fisch- oder Fleischsaft darauf, verfärben sie sich von gelb nach
blau. Bleibt bei dieser Untersuchung die gelbe Farbe unverändert, heißt das, dass dieser Stoff kein Eiweiß
enthält. Färbt sich der Teststreifen grün, ist wenig Eiweiß vorhanden, die Blaufärbung bedeutet: dieser Stoff
enthält viel Eiweiß.
Ein anderes Verfahren ist der Nachweis durch Verbrennen.

Nachweis durch Verbrennen:

Ihr braucht: Zange, Löffel, Brenner

Material: Haare, abgeschnittene Fingernägel, Fleisch, Quark, Banane, hartgekochtes Eiklar,


gekochte Erbsen, rotes Lackmuspapier

Versuchsdurchführung: 1. Haltet mit einer Zange einige Tierhaare oder abgeschnittene


Nägel kurz in die Brennerflamme (Vorsicht!!!)!
2. Wartet, bis die Haare oder Nägel abgekühlt sind!
Riecht nun daran!
3. Haltet feuchtes rotes Lackmuspapier in die Dämpfe!
4. Schreibt den Merksatz vervollständigt in euren
NAWI- Ordner!

, Um zu überprüfen, ob ein Nahrungsmittel Eiweiß enthält,


müsst ihr etwas davon kurz erhitzen. ,
Wenn es nach _______________________riecht, ist Eiweiß nachgewiesen.

Das Lackmuspapier färbt sich _________________________

5. Untersucht jetzt die Nahrungsmittel! Haltet kleine Mengen


davon kurz mit der Zange oder dem Löffel in die
Brennerflamme!
Notiert eure Ergebnisse!

+ 1. Ihr dürft auch selbst Nahrungsmittel mitbringen und untersuchen!

2. Es gibt einen info-BOGEN "Bedeutung der Bestandteile unserer Nahrung für


unseren Körper"!

PING SH.78.03.02.94.0.2.19D 2.19D


Wir
ernähren uns Natur des Ernährens
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Die Bedeutung der Bestandteile unserer

ne

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Nahrung für unseren Körper

Info
Unsere Nahrung enthält:

en
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Eiweiß
Fett
Kohlenstoffhydrate
} Nährstoffe

Vitamine
Mineralstoffe und
Wasser

Eiweiß brauchst du zum Aufbau von Muskeln und Organen und damit dein Stoffwechsel
funktioniert.
Eiweiß ist ein Baustoff
Lebensmittel, die viel Eiweiß enthalten, sind:
Milch, Käse, Quark, Joghurt, Eier, Wurst, Fleisch, Hülsenfrüchte und Kohl.

Fett liefert Energie für Muskeln und Gehirnarbeit. In kleinen Fettpolstern wird die Energie
gespeichert, als Reserve für magere Zeiten.

Lebensmittel, die viel Fett enthalten, sind:


Butter, Magerine, Öl, Nüsse. Aber auch Wurst, Fleisch, Milch und Käse enthalten
Fett. Da man sie nicht sofort entdecken kann, nennt man sie auch "versteckte Fette".

Kohlenstoffhydrate liefern dem Körper von allen Nährstoffen am schnellsten Energie. Du


brauchst diese Energie, um Körperwärme zu erzeugen, um arbeiten und etwas
leisten zu können.

Lebensmittel, die viel Kohlenstoffhydrate enthalten, sind:


Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Getreideflocken, Corn Flakes, Bohnen, Erbsen,
Linsen
Kohlenstoffhydrate und Fette sind Betriebsstoffe

Vitamine und Mineralstoffe sind lebensnotwendig, denn sie haben im Körper


Steueraufgaben zu erfüllen, z. B. brauchen wir Vitamine zum Wachsen, für die
Sehkraft und den Knochenbau.

Vitamine und Mineralstoffe sind Steuerstoffe

PING SH.78.03.02.94.0.2.20A 2.20


Schokolinsen schmecken gleich!? Natur der Ernährung

Was ist eigentlich drin in dem, was wir täglich naschen? Laut Werbung schmeckt alles so richtig
lecker. Aber das Auge isst mit, sagt der Volksmund. Bunte Naschis sind besonders lecker! Stimmt
das?
Untersucht, ob die bunten Schokolinsen alle gleich oder
doch verschieden schmecken.
Untersuchen

Ihr braucht: eine Tüte Schokolinsen, eine Porzellanschale, eine Pinzette,


Meßzylinder, ein Papiertschentuch, Spiegel

Sortiert die Schokolinsen nach Farben und lutscht je eine Linse einer Farbe.

Betrachtet die Zunge eurer Mitschülerinnen und Mitschüler oder deine


eigene mit einem Spiegel. Notiert eure Geschmacksempfindungen in eurem
Nawi - Heft.

Entfernt die Farben der Schokolinse. Geht dabei folgendermaßen vor:


- Gebt 10 ml Wasser in die Porzellanschalen.
- Legt zwei Schokolinsen einer Farbe in je eine Porzellanschale und
schwenkt sie so lange, bis sie fast weiß sind.
- Entfernt die Schokolinsen mit der Pinzette und legt sie zum Trocknen
auf ein Papiertaschentuch.
- Verfahrt so mit allen Farben. Benutzt immer frisches Wasser.
- Was könnt ihr beobachten? Notiert eure Beobachtungen.

Schmeckt nun die weißen Schokolinsen. Macht eventuell einen


Vergleichstest mit einer bunten Schokolinse.
Notiert eure Eindrücke in eurem Nawi- Heft. Ihr könnt auch eine Tabelle
erstellen.

Vergleicht eure Ergebnisse mit denen eurer Mitschülerinnen und Mitschülern.


SH781.99

Warum werden bestimmte Süßigkeiten so hübsch bunt gefärbt angeboten?


? Welche Fragen sind offen geblieben? Welchen Fragen wollt ihr weter
PING

nachgehen?

Wir ernähren uns 2.21


Klix - ein Schokokeksriegel Natur der Ernährung

Es gibt Lebensmittel, die von vielen begeistert gegessen werden. "Mach mal Pause - iss mal Klix!"
Wer will nicht mal Pause machen und was leckeres, süßes zu sich nehmen? Und weil es so gut
geschmeckt hat, wird noch ein zweites gegessen - obwohl ihr nur ein Klix essen wolltet!

Was Lebensmittelkonzerne berücksichtigen, wenn sie eine Leckerei


Nachforschen auf den Markt bringen, könnt ihr im nachfolgenden Text nachforschen.

1. Lest den Text aufmerksam durch und notiert in Stichworten, welche


Eigenschaften ein Schokoriegel haben muss.

So ein Schokoriegel ist eine gelungene Mischung zwischen


Geschmackserlebnis und Kaugenuss. Schon beim Reinschieben im Mund
schmilzt die Schokolade und wir spüren den ersten Hauch der Süße.
Zusätzliche Aromastoffe, wie z.B. Vanilienzucker verstärken den Geschmack
und erhöhen den Speichelfluss. Man merkt nicht so schnell, dass der Keks
schon alt und muffelig schmeckt, wenn er schon länger lagert.
Geschmacksverstärker sorgen dafür, dass unsere Geschmacksnerven nicht so
schnell "schlapp" machen, bei so viel Süße. Der Kekeskern sorgt für den
wichtigen Kauwiderstand. Die weiche Schokolade und der krümelige Keks
vermischen sich und bilden eine weiche Masse, die sich dem Gaumen
anschmiegt, ohne an den Zähnen zu verkleben.
Die Größe des Riegels ist auf den kleinen Hunger zwischendurch abgestimmt.
Wäre er zu groß, würde ein Übersättigungsgefühl entstehen. Auflerdem lassen
sich halb aufgegessene Schokoriegel schlecht wieder verpacken. Der Zucker
wird schnell ins Blut transportiert, das schlappe Gefühl verschwindet. aber
genauso schnell wird die Kraftreserve im Blut verbraucht. Wir verspüren
Heißhunger - natürlich auf einen kleinen KLIX - Schokoriegel.

2. Erstellt eine Werbung für den Schokoriegel, in dem ihr den Vorteil für den
Verkauf des Riegels verdeutlicht.
SH78.04.05.995.12

3. Stellt eure Werbung vor. Was ist euch deutlich geworden?

Wie beeinflusst dein neues Wissen den Verzehr oder den Kauf von Süßigkeiten?

Welche Fragen sind offen geblieben? Was wollt ihr noch klären?
PING

Wir ernähren uns 2.22


Art und Weise
Unsere Lieblingsgetränke des Ernährens

Euren Durst könnt ihr auch mit Leitungswasser stillen. Da ihr das Trinken aber auch
genießen wollt, wählt ihr statt Wasser oft lieber schmackhaftere Getränke. Vielleicht mögt
ihr lieber Cola als Orangensaft oder ihr trinkt lieber Apfelsaft als Fanta.

Findet heraus, welches die Lieblingsgetränke der Schülerinnen und Schüler eurer
Klasse sind und vergleicht euren Geschmack.

Wenn ihr euch für die Bearbeitung dieser Aufgabe entscheidet, müsst ihr auf jeden Fall
die Umfrage in der ersten Anregung (Entdecken) durchführen. Eure Ergebnisse könnt ihr
entweder mit der ersten Berechnen-Methode darstellen oder mit der anspruchsvolleren
zweiten Berechnung und Darstellung der Prozentwerte.

Welche Getränke trinken wir am liebsten?


Entdecken "Okey, ich schreib
es an die Tafel."
Überlegt euch, welche drei Getränke jede/r von euch
am liebsten trinkt. Legt eine Rangfolge von 1 bis 3 fest.

Jemand von euch sammelt an der Tafel alle Namen eurer Lieblingsgetränke.
Durch Abfragen, Melden und Anlegen einer Strichliste stellt sie / er fest, welche
der genannten Getränke am liebsten (Rang 1) getrunken werden.
Genau so wird auch für das zweit- und drittliebste Getränk verfahren.

Addiert die Werte aus den drei Umfragen. Berechnet also, wie oft jedes Getränk
insgesamt als Lieblingsgetränk (Rang 1 - 3) genannt wurde.

Notiert in eurem Heft, welches die Favoriten unter den genannten Getränken sind.

Überlegt gemeinsam, warum gerade diese Getränke so beliebt sind. Schreibt auch
die genannten Gründe auf.

Wie können wir unser Umfrageergebnis grafisch darstellen?


Berechnen
SH.78.03.02.01.2.30A

Getränk A

Zeichnet ein Koordinatenkreuz und stellt


Getränk B

10
die errechneten Werte als Blockdiagramm dar.
Zahl der Schüler/innen

8 Beginnt links mit dem Spitzenreiter unter


euren Lieblingsgetränken.
6
Stellt euer Diagramm der Klasse vor.
PING

0 Wir ernähren uns 2.30A +B


Unsere Lieblingsgetränke

Wie können wir unser Umfrageergebnis mit den Ergebnissen


Berechnen anderer Klassen vergleichen?
"Ich habe gehört, dass man
"In unserer Partnerklasse dann die Zahlen in Prozent
sind drei Schüler mehr als umrechnen muss.
in unserer Klasse. Wie können Das können wir ja mal
wir unsere Ergebnisse so ausprobieren."
darstellen, dass sie
vergleichbar sind?"

Rechnet die Umfragesergebnisse in Prozent-Angaben um, damit ihr die Werte


mit den Ergebnissen eurer Partnerklasse vergleichen könnt.

"Mein Beispiel zeigt euch, wie ihr rechnen müsst, wenn zum Beispiel
12 von 27 Schülern und Schülerinnen am liebsten Cola trinken.

100 % = 27 Schüler 1 % = 27 Schüler. : 100 % = 0,27 Schüler.


? % = 12 Schüler 12 Schüler : 0,27 Ss = 44,4 %

Demnach trinken etwa 44 % aller Schülerinnen


und Schüler dieser Klasse am liebsten Cola."

Setzt statt der 27 Schüler jeweils eure Klassenstärke ein. Statt der 12 Schüler
rechnet ihr jeweils mit euren ermittelten Umfragewerten.

Schreibt die Prozentzahlen hinter die


Prozent
absoluten Zahlen eurer Befragung. aller
Fertigt ein Blockdiagramm Schüler/
Schülerinnen
nach dem Muster an.
Getränk A

der Klasse
60
Getränk B

Schickt eure Ergebnisse an eure 50


Partnerklasse und bittet sie,
40
diese Befragung und Berechnung
SH.78.03.02.01.2.30B

genau so durchzuführen. 30
Vergleicht schließlich die Ergebnisse 20
beider Klassen miteinander. Was fällt
euch besonders daran auf? 10

Prüft, ob ihr eure Lieblingsgetränke in der Schule kaufen könnt.


PING

Halte die Fragen fest, um Argumente für den Kauf der Lieblingsgetränke zu sammeln.

Welche Fragen haben sich aus der Bearbeitung dieser Anregungen ergeben?
? Wie wollt ihr ihnen nachgehen?
Wir ernähren uns 2.30B
Unsere Lieblingsgetränke

Wie können wir unser Umfrageergebnis mit den Ergebnissen


Berechnen anderer Klassen vergleichen?
"Ich habe gehört, dass man
"In unserer Partnerklasse dann die Zahlen in Prozent
sind drei Schüler mehr als umrechnen muss.
in unserer Klasse. Wie können Das können wir ja mal
wir unsere Ergebnisse so ausprobieren."
darstellen, dass sie
vergleichbar sind?"

Rechnet die Umfragesergebnisse in Prozent-Angaben um, damit ihr die Werte


mit den Ergebnissen eurer Partnerklasse vergleichen könnt.

"Mein Beispiel zeigt euch, wie ihr rechnen müsst, wenn zum Beispiel
12 von 27 Schülern und Schülerinnen am liebsten Cola trinken.

100 % = 27 Schüler 1 % = 27 Schüler. : 100 % = 0,27 Schüler.


? % = 12 Schüler 12 Schüler : 0,27 Ss = 44,4 %

Demnach trinken etwa 44 % aller Schülerinnen


und Schüler dieser Klasse am liebsten Cola."

Setzt statt der 27 Schüler jeweils eure Klassenstärke ein. Statt der 12 Schüler
rechnet ihr jeweils mit euren ermittelten Umfragewerten.

Schreibt die Prozentzahlen hinter die


Prozent
absoluten Zahlen eurer Befragung. aller
Fertigt ein Blockdiagramm Schüler/
Schülerinnen
nach dem Muster an.
Getränk A

der Klasse
60
Getränk B

Schickt eure Ergebnisse an eure 50


Partnerklasse und bittet sie,
40
diese Befragung und Berechnung
SH.78.03.02.01.2.30B

genau so durchzuführen. 30
Vergleicht schließlich die Ergebnisse 20
beider Klassen miteinander. Was fällt
euch besonders daran auf? 10

Prüft, ob ihr eure Lieblingsgetränke in der Schule kaufen könnt.


PING

Halte die Fragen fest, um Argumente für den Kauf der Lieblingsgetränke zu sammeln.

Welche Fragen haben sich aus der Bearbeitung dieser Anregungen ergeben?
? Wie wollt ihr ihnen nachgehen?
Wir ernähren uns 2.30B
Was schmeckt am Art und Weise
Orangensaft? des Ernährens

In den Regalen der Lebensmittelläden findet ihr eine Fülle verschiedener Säfte - darunter auch
viele Getränke, in denen Orangensaft enthalten ist. Anhand ihrer Verpackung könnt ihr die
verschiedenen Getränke leicht unterscheiden. Schwieriger ist die Unterscheidung des Geschmacks.
Dazu lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe.

Ihr könnt der Frage nachgehen, wie die verschiedenen Orangensaftgetränke


beschaffen sind, die euch gut schmecken.

Welche Orangensaftgetränke werden in den Supermärkten


eurer Umgebung angeboten?
Entdecken

Geht in einen Supermarkt. Informiert den/die Filialleiter/in, welcher Frage ihr im


Supermarkt nachgehen möchtet. Bittet um die Erlaubnis dazu.

Schreibt auf, welche Orangensaftgetränke dort angeboten werden.

Notiert von den Packungen verschiedener Orangensaftprodukte Informationen und


legt dazu eine Tabelle nach folgendem Muster an:

Orangensaftgetränk Vertriebsfirma Fruchtanteil Haltbark eit


Preis

Wie können wir den Geschmack von selbst gepresstem Orangensaft verbessern?
Herstellen Ihr braucht: Orangen, Zucker, Entsafter, 2 mittelgroße Schüsseln,
Messer, Flaschen zum Aufbewahren der Säfte, Probiergläser, Sieb,
Geschirrtücher, Wischlappen

Wascht die Orangen, wenn sie nicht aus dem ökologischen Landbau
stammen, mit heißem Wasser ab oder legt beim Auspressen ein
. Handtuch zwischen die Orange und eure Hand!
Entsaftet die Orangen. Entfernt - soweit es euch nötig erscheint -
in einem weiteren Arbeitsschritt unerwünschte Beimengungen
SH78.03.02.01.2.31A

im Saft, indem ihr ihn z. B. durch ein Tuch oder ein Sieb gießt.

Verbessert den Geschmack des Saftes mit Zutaten nach euren Vorstellungen.

Füllt, nachdem ihr gekostet habt, den Saft in Flaschen


oder in andere luftdicht verschließbare Gefäße!
PING

Beschriftet die Behältnisse z. B. "Orangensaftgetränk, kalt gepresst, ohne Zucker".


Gebt auch ein Datum an, damit ihr später die Haltbarkeitsdauer überprüfen könnt.
? Fallen euch andere Verfahren für eure Saftgewinnung ein? Probiert sie aus!
Wie könnt ihr die Haltbarkeit verbessern?
Wir ernähren uns 2.31A +B
Was schmeckt am Orangensaft?

Stellt eure Produkte den anderen Mitschülerinnen und Mitschülern vor.


Haltet fest, welche Zusammensetzung des Saftes die größte Zustimmung erfährt.

Bittet eure Mitschülerinnen und Mitschüler um Verbesserungsvorschläge.


Probiert es aus, wenn euch die Verbesserungsvorschläge überzeugen.

Haltet als Ergebnis fest, welche Geschmacksrichtung als Orangensaft beim


Verkauf in der Mensa oder Cafeteria die größte Zustimmung finden würde.

Wie schmecken die verschiedenen Säfte?

Ihr braucht: viele Trinkgläser, verschiedene gekaufte und selbst hergestellte


Untersuchen
Orangensaftgetränke und auch einen Orangensaft aus Fairem Handel

"Wenn wir die Getränke- "Ach was !


verpackungen hinter Ich besorge Etiketten.
die Gläser stellen, Die beschriften wir
verwechseln wir sie und kleben sie
nicht so leicht." auf die Gläser."

Probiert die Getränkeproben und beschreibt ihr Aussehen, ihren Geruch und ihren
Geschmack möglichst treffend! Vielleicht hilft euch ja folgende Wortliste dabei:
- Das Getränk ist fahl, kräftig in der Farbe, trüb, klar, dickflüssig, fruchtfleischhaltig
- Das Getränk riecht muffig, natürlich, unangenehm, fruchtig, dumpf, ranzig, nach
fremden Stoffen.
SH78.03.02.01.2.31B

- Das Getränk schmeckt süß, süß-sauer, fruchtig, nach Chemie, frisch, prickelnd, bitter,
wässrig.

Stellt die Ergebnisse der folgenden Aufgaben in einer Tabelle dar!


Getränk Aussehen Geruch Geschmack Be wertung Zutaten/
des Geschmacks Inhaltsstof fe
PING

Bewertet den Geschmack der Getränkeproben mit den Zeichen: am besten (++), gut
(+), mittel (0), nicht so gut (-) und schlecht (-- ).
Lest in der Zutatenliste nach, was in den einzelnen Getränken enthalten ist! Schreibt es
in die Tabelle!

Wir ernähren uns 2.31B +C


Was schmeckt am Orangensaft?

Überlegt, welcher Zusammenhang zwischen dem Anteil an Fruchtsaft, Wasser


und Zucker und der Bewertung des Geschmacks besteht. Schreibt euere Antwort
auf.

Stellt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Getränke heraus! Denkt dabei
vor allem an den Wert für die Gesundheit!

Lasst auch eure Mitschüler und Mitschülerinnen den Geschmack der Getränke
probieren. Sie sollen jeden Saft probieren und beurteilen. Lasst sie ihre Angaben
auch begründen.

Stellt die Ergebnisse des Tests übersichtlich dar.

Stellt die Ergebnisse euren Mitschülern/Mitschülerinnen vor.

Welchen Einfluss haben eure Ergebnisse auf die Wahl eines Mensa-Getränks?

Schmecken Säfte bei unterschiedlicher Temperatur unterschiedlich gut?


Untersuchen
Lilabe
Orangen
Orang
Ihr braucht: viele Trinkgläser, drei Flaschen Orangensaft
Saft
Saft

(die gleiche Sorte), Wasserbäder, Thermometer, 2 Thermos-


*** flaschen und einen Kühlschrank

Kühlt zuerst zwei der drei Flaschen Orangensaft ab


(z.B. auf 5°C und 10°C). Die dritte Flasche behält die
Orang

Saft
Zimmertemperatur. Orang

Saft

Führt dann Geschmackstests mit


euren Mitschülern/Mitschülerinnen "Wir sagen ihnen aber nicht,
durch und findet heraus, welcher dass es sich immer um das
Saft ihnen am besten schmeckt. gleiche Getränk handelt,
das nur verschiedene
SH78.03.02.01.2.31C

Temperaturen hat."

Stellt die Ergebnisse des Tests


übersichtlich dar und stellt sie euren
Mitschülern / Mitschülerinnen vor.
PING

Wie sollte eurer Meinung nach die Ausschanktemperatur von Orangensaft


beim Verkauf in der Mensa sein?

Wir ernähren uns 2.31C +D


Was schmeckt am Orangensaft?

Beeinflusst das Fruchtfleisch den Geschmack?


Untersuchen

Ihr braucht: Trinkgläser, Orangensaft mit Fruchtfleisch (eventuell selbst gepresst)


ein feines Sieb

Filtert zuerst aus einem Teil des


Orangensaftes das Fruchtfleisch heraus.

Führt dann mit euren Mitschülern Geschmackstests durch.


Sagt ihnen nicht, dass es sich bei den beiden Säften um die
selbe Sorte handelt.

Notiert, welches Getränk euren Mitschülerinnen und


Mitschülern am besten schmeckt. Schreibt auch auf,
weshalb sie sich so entschieden haben.

Stellt die Ergebnisse des Testes übersichtlich dar.

Stellt die Ergebnisse euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.


SH78.03.02.01.2.31D

Welche Bedeutung haben eure Ergebnisse bei der Auswahl von


Orangensaftgetränken für den Verkauf in der Cafeteria?

Sind Fragen offen geblieben, die für die Entscheidung wichtig sind?
? Wie geht ihr weiter vor?
PING

Wir ernähren uns 2.31D


Was schmeckt am Orangensaft?

Stellt eure Produkte den anderen Mitschülerinnen und Mitschülern vor.


Haltet fest, welche Zusammensetzung des Saftes die größte Zustimmung erfährt.

Bittet eure Mitschülerinnen und Mitschüler um Verbesserungsvorschläge.


Probiert es aus, wenn euch die Verbesserungsvorschläge überzeugen.

Haltet als Ergebnis fest, welche Geschmacksrichtung als Orangensaft beim


Verkauf in der Mensa oder Cafeteria die größte Zustimmung finden würde.

Wie schmecken die verschiedenen Säfte?

Ihr braucht: viele Trinkgläser, verschiedene gekaufte und selbst hergestellte


Untersuchen
Orangensaftgetränke und auch einen Orangensaft aus Fairem Handel

"Wenn wir die Getränke- "Ach was !


verpackungen hinter Ich besorge Etiketten.
die Gläser stellen, Die beschriften wir
verwechseln wir sie und kleben sie
nicht so leicht." auf die Gläser."

Probiert die Getränkeproben und beschreibt ihr Aussehen, ihren Geruch und ihren
Geschmack möglichst treffend! Vielleicht hilft euch ja folgende Wortliste dabei:
- Das Getränk ist fahl, kräftig in der Farbe, trüb, klar, dickflüssig, fruchtfleischhaltig
- Das Getränk riecht muffig, natürlich, unangenehm, fruchtig, dumpf, ranzig, nach
fremden Stoffen.
SH78.03.02.01.2.31B

- Das Getränk schmeckt süß, süß-sauer, fruchtig, nach Chemie, frisch, prickelnd, bitter,
wässrig.

Stellt die Ergebnisse der folgenden Aufgaben in einer Tabelle dar!


Getränk Aussehen Geruch Geschmack Be wertung Zutaten/
des Geschmacks Inhaltsstof fe
PING

Bewertet den Geschmack der Getränkeproben mit den Zeichen: am besten (++), gut
(+), mittel (0), nicht so gut (-) und schlecht (-- ).
Lest in der Zutatenliste nach, was in den einzelnen Getränken enthalten ist! Schreibt es
in die Tabelle!

Wir ernähren uns 2.31B +C


Was schmeckt am Orangensaft?

Überlegt, welcher Zusammenhang zwischen dem Anteil an Fruchtsaft, Wasser


und Zucker und der Bewertung des Geschmacks besteht. Schreibt euere Antwort
auf.

Stellt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Getränke heraus! Denkt dabei
vor allem an den Wert für die Gesundheit!

Lasst auch eure Mitschüler und Mitschülerinnen den Geschmack der Getränke
probieren. Sie sollen jeden Saft probieren und beurteilen. Lasst sie ihre Angaben
auch begründen.

Stellt die Ergebnisse des Tests übersichtlich dar.

Stellt die Ergebnisse euren Mitschülern/Mitschülerinnen vor.

Welchen Einfluss haben eure Ergebnisse auf die Wahl eines Mensa-Getränks?

Schmecken Säfte bei unterschiedlicher Temperatur unterschiedlich gut?


Untersuchen
Lilabe
Orangen
Orang
Ihr braucht: viele Trinkgläser, drei Flaschen Orangensaft
Saft
Saft

(die gleiche Sorte), Wasserbäder, Thermometer, 2 Thermos-


*** flaschen und einen Kühlschrank

Kühlt zuerst zwei der drei Flaschen Orangensaft ab


(z.B. auf 5°C und 10°C). Die dritte Flasche behält die
Orang

Saft
Zimmertemperatur. Orang

Saft

Führt dann Geschmackstests mit


euren Mitschülern/Mitschülerinnen "Wir sagen ihnen aber nicht,
durch und findet heraus, welcher dass es sich immer um das
Saft ihnen am besten schmeckt. gleiche Getränk handelt,
das nur verschiedene
SH78.03.02.01.2.31C

Temperaturen hat."

Stellt die Ergebnisse des Tests


übersichtlich dar und stellt sie euren
Mitschülern / Mitschülerinnen vor.
PING

Wie sollte eurer Meinung nach die Ausschanktemperatur von Orangensaft


beim Verkauf in der Mensa sein?

Wir ernähren uns 2.31C +D


Was schmeckt am Orangensaft?

Beeinflusst das Fruchtfleisch den Geschmack?


Untersuchen

Ihr braucht: Trinkgläser, Orangensaft mit Fruchtfleisch (eventuell selbst gepresst)


ein feines Sieb

Filtert zuerst aus einem Teil des


Orangensaftes das Fruchtfleisch heraus.

Führt dann mit euren Mitschülern Geschmackstests durch.


Sagt ihnen nicht, dass es sich bei den beiden Säften um die
selbe Sorte handelt.

Notiert, welches Getränk euren Mitschülerinnen und


Mitschülern am besten schmeckt. Schreibt auch auf,
weshalb sie sich so entschieden haben.

Stellt die Ergebnisse des Testes übersichtlich dar.

Stellt die Ergebnisse euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.


SH78.03.02.01.2.31D

Welche Bedeutung haben eure Ergebnisse bei der Auswahl von


Orangensaftgetränken für den Verkauf in der Cafeteria?

Sind Fragen offen geblieben, die für die Entscheidung wichtig sind?
? Wie geht ihr weiter vor?
PING

Wir ernähren uns 2.31D


Woher kommen Apfelsinen Art und Weise
und Orangensaft? des Ernährens

Apfel-, Birnen- und Kirschbäume kennt ihr. Apfelsinenbäume habt ihr vielleicht im
Fernsehen oder im Urlaub gesehen. Auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt sollen
die Herkunftsländer der angebotenen Früchte angegeben sein. Ist das auch bei
Orangensaft so?

Findet heraus, woher die Orangenfrüchte zum Essen kommen und ob


Orangensaft aus den gleichen Regionen kommt.

Die folgenden drei Anregungen könnt ihr arbeitsteilig bearbeiten. Mit der vierten
Anregung (Berechnen) könnt ihr erst beginnen, wenn die anderen Ergebnisse
vorliegen.
Zum Schluss sollen alle Ergebnisse vorgestellt und gemeinsam ausgewertet werden.

Ihr braucht für alle Anregungen einen Weltatlas.

Aus welchen Ländern kommen Orangen zu uns?


Entdecken

Erkundigt euch auf dem Wochenmarkt,


im Obstladen oder im Supermarkt,
aus welchen Ländern die dort angebotenen Apfelsinen
a) im Frühling und Sommer und
b) im Herbst und Winter stammen.
Notiert, welche Sorten in welchen Ländern angebaut werden.
Kauft von jeder Sorte eine Frucht und bringt sie mit in den Unterricht.

Kennzeichnet die Herkunftsländer in der Weltkarte (Seite 7.01).

Zeigt euren Mitschülerinnen und Mitschülern mit Hilfe der Karte, aus welchen
Ländern die verschiedenen Orangensorten stammen.
Nachforschen
SH78.03.02.01.2.32A

Wo wachsen die Apfelsinen für Orangensaft? Lilabe


Orangen
Orang

Überprüft, auf welchen Orangensaftflaschen Saft


Saft

bzw. -verpackungen die Herkunft der Früchte angegeben ist.

Lest im Themenheft "Orangensaft" oder im Internet unter www.fruchtsaft.de/ nach,


welche Länder Orangen für die Saftproduktion anbauen und aus welchen Ländern
PING

"unser" Orangensaft stammt.

Tragt die Transportwege per Schiff in der Weltkarte (7.01) ein und kennzeichnet sie
mit einem Flaschensymbol.

Wir ernähren uns 2.32A +B


Woher kommen Apfelsinen und Orangensaft?

Wie werden die Orangen-Früchte transportiert?


Nachforschen

Naranja Export

Forscht im Internet nach, um die folgenden Fragen schriftlich zu beantworten:


http://www.fruchthandel-gebel.de/Produkte/Obst/Apfelsine/apfelsine.html
http://www.tis-gdv.de/tis/ware/obst/orangen/orangen.htm

- Mit welchen Transportmitteln werden Orangen nach Deutschland gebracht?


- Wie und womit werden die Früchte behandelt, damit sie den Transport gut
überstehen?
- Welche Lagerbedingungen (Temperatur, Feuchte, Lüftung) müssen eingehalten
werden?
- Wie lange bleiben die Orangen unter diesen Bedingungen frisch?

Tragt die Transportwege per Flugzeug, Schiff und LKW in der Weltkarte (7.01) ein.
Kennzeichnet diese Wege mit einem Orangensymbol.

Vergleicht die Transportstrecken miteinander. Welches sind die längsten und welches
die kürzesten Strecken?

Berechnen
Wie lang sind die Transportstrecken für Apfelsinen und Orangensaft?

Messt die Länge der in der Weltkarte eingetragenen Transportwege der Apfelsinen
und des Orangensaftkonzentrats per Flugzeug, Schiff und LKW im Atlas.
Berechnet die Strecken mit Hilfe des jeweiligen Karten-Maßstabs.
"Ich erklär euch das mal an einem Beispiel:
Maßstab 1: 60 000 000 bedeutet:
1 cm auf der Karte sind in Wirklichkeit 600 km.
Eine Strecke von 3,2 cm im Atlas sind in Wirklichkeit 1920 km."

Tragt eure Ergebnisse in einer Tabelle nach folgendem Muster ein:


SH78.03.02.01.2.32B

Herkunftsland Früchte / Saft km per Schiff km per Flugzeug km per LKW

Spanien Früchte

Vergleicht die Länge der Transportstrecken der Orangenfrüchte mit denen des
Orangensafts.
PING

Überlegt, warum die Länder, aus denen der Orangensaft kommt, nicht auch Orangen-
früchte nach Europa exportieren.

Wir ernähren uns 2.32B +C


Woher kommen Apfelsinen und Orangensaft?

Wie werden die Orangen-Früchte transportiert?


Nachforschen

Naranja Export

Forscht im Internet nach, um die folgenden Fragen schriftlich zu beantworten:


http://www.fruchthandel-gebel.de/Produkte/Obst/Apfelsine/apfelsine.html
http://www.tis-gdv.de/tis/ware/obst/orangen/orangen.htm

- Mit welchen Transportmitteln werden Orangen nach Deutschland gebracht?


- Wie und womit werden die Früchte behandelt, damit sie den Transport gut
überstehen?
- Welche Lagerbedingungen (Temperatur, Feuchte, Lüftung) müssen eingehalten
werden?
- Wie lange bleiben die Orangen unter diesen Bedingungen frisch?

Tragt die Transportwege per Flugzeug, Schiff und LKW in der Weltkarte (7.01) ein.
Kennzeichnet diese Wege mit einem Orangensymbol.

Vergleicht die Transportstrecken miteinander. Welches sind die längsten und welches
die kürzesten Strecken?

Berechnen
Wie lang sind die Transportstrecken für Apfelsinen und Orangensaft?

Messt die Länge der in der Weltkarte eingetragenen Transportwege der Apfelsinen
und des Orangensaftkonzentrats per Flugzeug, Schiff und LKW im Atlas.
Berechnet die Strecken mit Hilfe des jeweiligen Karten-Maßstabs.
"Ich erklär euch das mal an einem Beispiel:
Maßstab 1: 60 000 000 bedeutet:
1 cm auf der Karte sind in Wirklichkeit 600 km.
Eine Strecke von 3,2 cm im Atlas sind in Wirklichkeit 1920 km."

Tragt eure Ergebnisse in einer Tabelle nach folgendem Muster ein:


SH78.03.02.01.2.32B

Herkunftsland Früchte / Saft km per Schiff km per Flugzeug km per LKW

Spanien Früchte

Vergleicht die Länge der Transportstrecken der Orangenfrüchte mit denen des
Orangensafts.
PING

Überlegt, warum die Länder, aus denen der Orangensaft kommt, nicht auch Orangen-
früchte nach Europa exportieren.

Wir ernähren uns 2.32B +C


Woher kommen Apfelsinen und Orangensaft?

Gemeinsame Auswertung:

Stellt euch eure Ergebnisse gegenseitig vor.

Diskutiert über folgende Fragen und beantwortet sie dann schriftlich.

- Warum produzieren einige Länder hauptsächlich Orangen zur Saftherstellung?


- Warum werden in anderen Ländern die Orangenfrüchte ausgeführt?
- Warum verbrauchen wir in Deutschland verhältnismäßig mehr Orangensaft
als Orangenfrüchte?
- Wie könnt ihr energiesparender, also naturverträglicher handeln, ...
a) wenn ihr den Orangensaft selbst presst?
b) wenn ihr Orangensaft in der Flasche oder im Tetrapack kauft?

"Ich hab` gehört,


dass der Orangensaft
in Brasilien
zu Konzentrat
eingedickt wird.
Wisst ihr warum?"
"In Europa wollen die Leute
Bananen essen und
Orangensaft trinken."

Welchen Orangensaft schlagt ihr für


den Verkauf in der Schule vor?
SH78.03.02.01.2.32C

?
Welche Fragen haben sich aus der Bearbeitung der Anregungen ergeben?
Wie wollt ihr ihnen nachgehen?
PING

Wir ernähren uns 2.32 C


Art und Weise
Wo kommt der Saft her? des Ernährens

Zu einem guten Frühstück in Deutschland gehört ein Glas frischer Orangesaft. Am besten
schmeckt immer noch der frischgepresste Saft. Wir trinken aber meist den industriell verarbeiteten
Orangensaft aus der Flasche oder dem Getränkekarton.

Untersucht, woraus eine Orangenfrucht besteht und wofür diese


Bestandteile verwendet werden können.
Untersuchen

Ihr braucht: eine Orangenfrucht, ein Brett oder eine Präparierschale, ein Messer, eine
Pinzette, eine Lupe, ein Mikrosk op und Zubehör, eine Zitronenpresse,
eine Waage und ein Themenheft "Orangensaft" von TRANSFAIR.

Halbiert eine Orangenfrucht und vergleicht


die Abbildung auf S. 18 des Themenheftes
mit eurem Original.

Lest nach und notiert, welche Bestandteile der Frucht wofür genutzt werden.
Ihr könnt eure Notizen tabellarisch zusammenfassen.

Untersucht die Bestandteile, wie Saftschläuche, Kerne und Fruchtschale, indem ihr
diese isoliert betrachtet:
-Schneidet den Kern durch, betrachtet ihn mit der Lupe und zeichnet ihn.
- Betrachtet die Fruchtschale mit der Lupe. Drückt anschließend die Fruchtschale
über eine Flamme aus. Notiert eure Beobachtungen. Was ist in der Schale enthalten?
- Betrachtet einen Fruchtschlauch unter dem Mikroskop und zeichnet ihn.

Presst eure Orangenfrucht aus. Wiegt den Saft und die Reste.
Notiert und vergleicht die Gewichtsanteile.
Wenn möglich berechnet die prozentualen Anteile von Saft
und festen Bestandteilen.
SH78.03.02.01.2.33A

Stellt fest, wie viele Orangenfrüchte ihr für ein Glas Orangensaft benötigt!

Vergleicht eure Ergebnisse mit denen eurer Mitschülerinnen und Mitschüler.

Überlegt gemeinsam, warum meist der gekaufte fertige Orangensaft getrunken wird.
PING

? Welche weiteren Fragen sind aufgetreten? Welchen Fragen wollt ihr weiter nachgehen?

WIr ernähren uns 2.33


Art und Weise
Von der Sonne verwöhnt...? des Ernährens

In euren Gärten können Äpfel, Kirschen, Erdbeeren und viele andere Obstsorten reifen. Orangen
gedeihen in unseren Breiten jedoch nicht. Liegt es daran, dass die Sonne nicht genug scheint?

Ihr könnt herausfinden, wo und unter welchen klimatischen Wachstumsbedingungen


Orangenbäume gut gedeihen und Früchte tragen.

Wenn ihr noch nicht wisst, wo überall Orangen kultiviert werden, dann müsst ihr mit der ersten
Anregung beginnen. Die übrigen Anregungen könnt ihr unter euch aufteilen. Am Ende solltet ihr
dann gemeinsam eure Ergebnisse auswerten.
Für eure Aufgaben braucht ihr einen Weltatlas, TERRA Geographie 7, das Themenheft
Orangensaft von TRANSFAIR (S.18) oder die Unterrichtseinheit Orangensaft (S. 5) und /oder die
Encarta-CD-ROM.

In welchen Regionen der Erde werden Orangen angebaut?


Nachforschen

Lest den Text im Themenheft Orangensaft oder die Beiträge


über Citrusfrüchte in der Encarta-Enzyklopädie.

Beantwortet dann folgende Fragen:


- In welchen Regionen bzw. Ländern der Erde werden Orangen
und andere Citrusfrüchte hauptsächlich angebaut?
- In welchem Klima werden Orangen kultiviert?
- Was ist für das Wachstum und Reifen von Citrusfrüchten wichtig?

Sucht auf den Wirtschaftskarten des Atlas die Regionen der Erde, in denen es Citrus-
plantagen gibt.
Kennzeichnet die Anbaugebiete auf der Weltkarte (7.01) mit Orangen-Symbolen.

Nachforschen
In welchen Klimazonen wachsen Citruspflanzen?

Forscht mit Hilfe der "Kleinen Klimakarte" in TERRA 7 (S.35)


nach, in welchen Temperaturzonen die Anbaugebiete von
Citrusfrüchten liegen.
SH78.03.02.01.2.34A

Markiert diese Temperaturzonen auf den Kontinenten der Karte (7.01) farbig.

Vergleicht die "Große Klimakarte" (TERRA 7, S.36/37) mit der "Kleinen


Klimakarte". Welche weiteren Informationen über die Citrus-Anbaugebieten könnt ihr
der Karte entnehmen?

Fertigt eine Tabelle nach folgendem Muster an:


PING

Citrus-Anbaugebiet Temperaturzone Vegetations- bzw. Klimazone typisches Klima

Wir ernähren uns 2.34A +B


Von der Sonne verwöhnt ...?

Warum wachsen Orangen in Italien, aber nicht bei uns?


Nachforschen

Notiert eure Vermutungen.

Stellt fest, in welchen Klimazonen Kiel und Rom liegen (TERRA 7).

Vergleicht die beiden Klimadiagramme miteinander.


Beantwortet dann folgende Fragen:

- Welches sind die wärmsten und die kältesten Monate in Kiel und Rom?
- Wann fallen jeweils die meisten bzw. die wenigsten Niederschläge?
- Wodurch unterscheidet sich das Klima Roms von dem Kiels
a) im Sommer und b) im Winter?
- Warum gedeihen bei uns keine Orangen im Freien?

"Wenn diese
Temperaturkurve
nur die Monats-Mittelwerte
anzeigt, dann kann es doch
auch mal viel wärmer oder
auch viel kälter sein.
Oder... ?"

Kiel, Deutschland, 55 m ü. NN
C mm
T = 8,4 C
100
N = 808 mm
80
Rom, Ilalien, 14 m ü. NN
30 60 C mm
20 40 T = 17,1 C
100
10 N = 820 mm
20
80
0 0
J F M A M J J A S O N D 30 60
20 40
SH78.03.02.01.2.34B

10 20
0 0
J F M A M J J A S O N D

Überprüft, ob eure anfangs


formulierten Vermutungen richtig waren!
PING

Wir ernähren uns 2.34B +C


Wir ernähren uns 2.34C
für ihr Gedeihen wollt ihr noch untersuchen? Welche Fragen sind noch zu beantworten? ?
Orangen brauchen nicht nur das richtige Klima. Welche weiteren Voraussetzungen
PING

Orangen reifen können!


Beantwortet die Ausgangsfrage, wo und unter welchen klimatischen Bedingungen
Stellt euch eure Forschungsergebnisse gegenseitig vor.
Gemeinsame Auswertung:
SH78.03.02.01.2.34C

101 25 Dez.
Art und Weise
des Ernährens
t...?
Sonne verwöhn
Von der
reifen. Orangen
andere Obstsorten scheint?
und viele

99 24 Nov.
Erdbeeren nicht genug
Kirschen, dass die Sonne
können Äpfel, es daran,
In euren Gärten nicht. Liegt Orangen-
Breiten jedoch dingungen
in unseren Wachstumsbe
gedeihen klimatischen
unter welchen
, wo und
herausfinden tragen. ersten
Ihr könnt und Früchte ihr mit der
gedeihen dann müsst solltet ihr
bäume gut werden, Am Ende
kultiviert aufteilen.
überall Orangen unter euch
wisst, wo könnt ihr
noch nicht Anregungen
Wenn ihr Die übrigen
beginnen. auswerten. 7, das Themenheft die
/oder
Anregung eure Ergebnisse TERRA Geographie (S 5) und
Weltatlas, heit Orangensaft
dann gemeinsam braucht ihr einen angebaut?
Aufgaben die
werden Orangen
Unterrichtsein
Für eure (S.18) Erde
deroder in der
Regionen
von TransFair über Citrusfrüchte
Orangesaft In welchen
OM. oder die Beiträge
Nachforschen Orangensaft
Encarta-CD-R
Text im Themenheft
Lest den

88 23 Okt.
klopädie.
Encarta-Enzy
andere
Fragen: Orangen und
dann folgende der Erde werden
Beantwortet bzw. Ländern
Regionen
- In welchen angebaut?
hauptsächlich
Citrusfrüchte Orangen kultiviert? wichtig?
Klima werden von Citrusfrüchten
- In welchem und Reifen Citrus-
das Wachstum in denen es
- Was ist für der Erde,
die Regionen
rten des Atlas bolen.
den Wirtschaftska Orangen-Sym
Sucht auf (X.XX) mit
gibt. auf der Weltkarte
plantagen
t die Anbaugebiete
Kennzeichne
Nachforschen en?
Citruspflanz
wachsen
Klimazonen
In welchen

62 21 Sept.
7 (S.35)
in TERRA liegen.
Klimakarte" von Citrusfrüchten
"Kleinen
!

Hilfe der nen die Anbaugebiete


Forscht mit Temperaturzo (X.XX) farbig.
der Karte
NG

nach, in welchen
Kontinenten
nen auf den Klimakarte.
t PI

diese Temperaturzo mit der "Kleinen


Markiert 7, S.36/37) ihr der Karte
mi

(TERRA gebieten könnt


Klimakarte"
die "Große über die Citrus-Anbau
Vergleicht
Informationen
asse

Welche weiteren
Kl

uns 2.05 C
ist

Wir ernähren
Wi
Na

42 21 Aug.
41 20 Juli
52 20 Juni
84 21 Mai
98 22 April
101 24 März
102 26 Feb.
103 26 Jan.
exakt zeichnen."
Klimadiagramm ganz N /mm T / C Monat
dann kann ich das
Millimeterpapier nehme, Rio de Janeiro, 60 m ü. NN
"Wenn ich
gedeihen, bei uns jedoch nicht.
Beantwortet die Frage, warum in Italien und im Südosten Brasiliens Orangen
Überlegt, wann es in Rio de Janeiro Sommer ist!
und welche Gemeinsamkeiten stellt ihr fest? Welche Erklärungen findet ihr dafür?
Vergleicht das Klima Rios mit dem in Rom (Diagramm S.B). Welche Unterschiede
Fertigt mit den Daten der Tabelle ein Klimadiagramm von Rio de Janeiro an.
das brasilianische Orangen-Anbaugebiet liegt.
Forscht in TERRA 7 oder im Atlas nach, in welcher Klima- bzw. Vegetationszone
Berechnen
Welches Klima herrscht im Orangen-Anbaugebiet in Brasilien?
Von der Sonne verwöhnt ...?
Von der Sonne verwöhnt ...?

Warum wachsen Orangen in Italien, aber nicht bei uns?


Nachforschen

Notiert eure Vermutungen.

Stellt fest, in welchen Klimazonen Kiel und Rom liegen (TERRA 7).

Vergleicht die beiden Klimadiagramme miteinander.


Beantwortet dann folgende Fragen:

- Welches sind die wärmsten und die kältesten Monate in Kiel und Rom?
- Wann fallen jeweils die meisten bzw. die wenigsten Niederschläge?
- Wodurch unterscheidet sich das Klima Roms von dem Kiels
a) im Sommer und b) im Winter?
- Warum gedeihen bei uns keine Orangen im Freien?

"Wenn diese
Temperaturkurve
nur die Monats-Mittelwerte
anzeigt, dann kann es doch
auch mal viel wärmer oder
auch viel kälter sein.
Oder... ?"

Kiel, Deutschland, 55 m ü. NN
C mm
T = 8,4 C
100
N = 808 mm
80
Rom, Ilalien, 14 m ü. NN
30 60 C mm
20 40 T = 17,1 C
100
10 N = 820 mm
20
80
0 0
J F M A M J J A S O N D 30 60
20 40
SH78.03.02.01.2.34B

10 20
0 0
J F M A M J J A S O N D

Überprüft, ob eure anfangs


formulierten Vermutungen richtig waren!
PING

Wir ernähren uns 2.34B +C


Wir ernähren uns 2.34C
für ihr Gedeihen wollt ihr noch untersuchen? Welche Fragen sind noch zu beantworten? ?
Orangen brauchen nicht nur das richtige Klima. Welche weiteren Voraussetzungen
PING

Orangen reifen können!


Beantwortet die Ausgangsfrage, wo und unter welchen klimatischen Bedingungen
Stellt euch eure Forschungsergebnisse gegenseitig vor.
Gemeinsame Auswertung:
SH78.03.02.01.2.34C

101 25 Dez.
Art und Weise
des Ernährens
t...?
Sonne verwöhn
Von der
reifen. Orangen
andere Obstsorten scheint?
und viele

99 24 Nov.
Erdbeeren nicht genug
Kirschen, dass die Sonne
können Äpfel, es daran,
In euren Gärten nicht. Liegt Orangen-
Breiten jedoch dingungen
in unseren Wachstumsbe
gedeihen klimatischen
unter welchen
, wo und
herausfinden tragen. ersten
Ihr könnt und Früchte ihr mit der
gedeihen dann müsst solltet ihr
bäume gut werden, Am Ende
kultiviert aufteilen.
überall Orangen unter euch
wisst, wo könnt ihr
noch nicht Anregungen
Wenn ihr Die übrigen
beginnen. auswerten. 7, das Themenheft die
/oder
Anregung eure Ergebnisse TERRA Geographie (S 5) und
Weltatlas, heit Orangensaft
dann gemeinsam braucht ihr einen angebaut?
Aufgaben die
werden Orangen
Unterrichtsein
Für eure (S.18) Erde
deroder in der
Regionen
von TransFair über Citrusfrüchte
Orangesaft In welchen
OM. oder die Beiträge
Nachforschen Orangensaft
Encarta-CD-R
Text im Themenheft
Lest den

88 23 Okt.
klopädie.
Encarta-Enzy
andere
Fragen: Orangen und
dann folgende der Erde werden
Beantwortet bzw. Ländern
Regionen
- In welchen angebaut?
hauptsächlich
Citrusfrüchte Orangen kultiviert? wichtig?
Klima werden von Citrusfrüchten
- In welchem und Reifen Citrus-
das Wachstum in denen es
- Was ist für der Erde,
die Regionen
rten des Atlas bolen.
den Wirtschaftska Orangen-Sym
Sucht auf (X.XX) mit
gibt. auf der Weltkarte
plantagen
t die Anbaugebiete
Kennzeichne
Nachforschen en?
Citruspflanz
wachsen
Klimazonen
In welchen

62 21 Sept.
7 (S.35)
in TERRA liegen.
Klimakarte" von Citrusfrüchten
"Kleinen
!

Hilfe der nen die Anbaugebiete


Forscht mit Temperaturzo (X.XX) farbig.
der Karte
NG

nach, in welchen
Kontinenten
nen auf den Klimakarte.
t PI

diese Temperaturzo mit der "Kleinen


Markiert 7, S.36/37) ihr der Karte
mi

(TERRA gebieten könnt


Klimakarte"
die "Große über die Citrus-Anbau
Vergleicht
Informationen
asse

Welche weiteren
Kl

uns 2.05 C
ist

Wir ernähren
Wi
Na

42 21 Aug.
41 20 Juli
52 20 Juni
84 21 Mai
98 22 April
101 24 März
102 26 Feb.
103 26 Jan.
exakt zeichnen."
Klimadiagramm ganz N /mm T / C Monat
dann kann ich das
Millimeterpapier nehme, Rio de Janeiro, 60 m ü. NN
"Wenn ich
gedeihen, bei uns jedoch nicht.
Beantwortet die Frage, warum in Italien und im Südosten Brasiliens Orangen
Überlegt, wann es in Rio de Janeiro Sommer ist!
und welche Gemeinsamkeiten stellt ihr fest? Welche Erklärungen findet ihr dafür?
Vergleicht das Klima Rios mit dem in Rom (Diagramm S.B). Welche Unterschiede
Fertigt mit den Daten der Tabelle ein Klimadiagramm von Rio de Janeiro an.
das brasilianische Orangen-Anbaugebiet liegt.
Forscht in TERRA 7 oder im Atlas nach, in welcher Klima- bzw. Vegetationszone
Berechnen
Welches Klima herrscht im Orangen-Anbaugebiet in Brasilien?
Von der Sonne verwöhnt ...?
Von der Ernte bis zum Art und Weise
Getränkemarkt des Ernährens

Orangensäfte können sehr unterschiedlich schmecken. Es hängt von den Zutaten ab.
Auf dem Weg zu uns auf den Tisch hat er oft viele Stationen durchlaufen.

Forscht nach, wie Orangensaft hergestellt wird und was die


verschiedenen Verarbeitungsschritte, auch auf den Geschmack,
Nachforschen bewirken können.

Ihr braucht einen weißen DIN-A3-Bogen, Schere und Klebestift.


Informationen findet ihr im Themenheft und imVideofilm über Orangensaft von
TRANSFAIR und auch im Internet: http://www.fruchtsaft.de/

?
t
Sa f
Lest zunächst den Text auf den Seiten 20/21 im Themenheft. Beim zweiten
Lesen notiert alle Arbeitsschritte vom Orangenpflücken bis zum Abfüllen des Saftes.

Schaut euch danach den Film an. Achtet dabei vor allem darauf, wie aus den Apfelsinen
Orangensaft hergestellt wird. Ergänzt eure Notizen.

Fertigt ein DIN-A3-Plakat an, auf dem ihr die Herstellungsprozesse und den Weg des
Orangensaftes mit Hilfe der Bilder grafisch darstellt und ihn mit eigenen Worten beschreibt
und erklärt. Geht dabei wie folgt vor:
1. Schneidet die Bilder der Seite B aus und legt sie auf einen leeren DIN-A3-Bogen in
der richtigen Reihenfolge aus. Gebt jedem Bild einen passenden Titel.
2. Überlegt gemeinsam, wie die folgende Fragen zu beantworten sind:
- Welche Verfahren des Trennens und Mischens werden genutzt?
- Wie funktioniert das Verfahren der Gefriertrocknung (siehe Seite C)?
- Welche weiteren Verfahren werden angewandt?
- Wozu dienen die einzelnen Verfahren? Sind sie notwendig?
- Durch welche Verfahren kann der Geschmack verändert werden?
3. Beschreibt und erklärt die einzelnen Arbeitsschritte der Saftproduktion mit
eigenen Worten.
SH78.03.02.01.2.35A

Ergänzt die Grafik durch eure Texte und klebt alles auf das Plakat.

Führt eine Auswertung durch, indem ihr folgende Fragen diskutiert und beantwortet:
Wie beurteilt ihr den Aufwand bei der Orangensaft-Produktion? Gibt es Alternativen?

Welche Bedeutung haben eure Erkenntnisse bei der Getränkewahl?


PING

Stellt eure Ergebnisse und eure Überlegungen der Klasse vor.

? Wollt ihr eure Erkenntnisse durch Versuche überprüfen? Welche Fragen wollt ihr klären?

Wir ernähren uns 2.35A +B


Von der Ernte bis zum Getränkemarkt

Lilabe
Orangen

Orang
Saft
Saft
Citrus-Konz. Sao Paulo Abf¸llen

Tiefk¸hllager
Hafen Rotterdam
Sortieren
***** ***** + -->
H 2O

1/6 Konzentrat + 5/6 Wasser = O-Saft


+ Aroma

n
¸ h le
tiefk

hiff
Tanksc
- 10 C Rotterdam
-18 C
Brasilien A tlan tis
cher
Oz e
an

Wasser-
Gefriertrocknung dampf

Vakuum-
pumpe

rotierende, tiefgek¸hlte ge
Orangen-
saft
Glastrommel Oran nz. max.
Ko
85 C

85 C 10 Sec.
Schaber
O-Saft-Konzentrat
SH78.03.02.01.2.35B

Sonnengereift
Fittmeyers

Orangensaft

Fittmeyers Fruchtsaft GmbH & Co KG

Abf¸llbetrieb
Rotterdam
PING

Wir ernähren uns 2.35B ☞C


Von der Ernte bis zum Getränkemarkt

Konzentrieren durch Gefriertrocknung

Die Gefriertrocknung wird groflindustriell zur Herstellung der sogenannten


"Instantgetränke", aber auch zur Herstellung von Orangensaftkonzentrat
eingesetzt.

Wasser-
Gefriertrocknung dampf

Vakuum-
pumpe
Orangen- rotierende, tiefgekühlte
saft
Glastrommel

Schaber
O-Saft-Konzentrat

Der Orangensaft wird vorgekühlt und anschlieflend auf eine rotierende,


tiefgekühlte Glastrommel gespritzt. Dort gefriert der Orangensaft.
Der gefrorene "Schnee" wird abgekratzt und sammelt sich am Boden des
Behälters.
Durch eine Vakuumpumpe wird ein Unterdruck in dem Behälter erzeugt.
Dadurch wird dem gefrorenen Orangensaft Wasserdampf entzogen.
Chemiker bezeichnen diesen Prozess, bei dem ein fester Stoff
gasförmig wird, als Sublimieren.
übrig bleibt das Orangensaftkonzentrat,
etwa 1/6 der ursprünglichen "Jetzt weiß ich, warum mir
Saftmenge. mein frisch gepresster O-Saft
besser schmeckt."
SH78.03.02.01.2.35C
PING

Wir ernähren uns 2.35C


Von der Ernte bis zum Getränkemarkt

Lilabe
Orangen

Orang
Saft
Saft
Citrus-Konz. Sao Paulo Abf¸llen

Tiefk¸hllager
Hafen Rotterdam
Sortieren
***** ***** + -->
H 2O

1/6 Konzentrat + 5/6 Wasser = O-Saft


+ Aroma

n
¸ h le
tiefk

hiff
Tanksc
- 10 C Rotterdam
-18 C
Brasilien A tlan tis
cher
Oz e
an

Wasser-
Gefriertrocknung dampf

Vakuum-
pumpe

rotierende, tiefgek¸hlte ge
Orangen-
saft
Glastrommel Oran nz. max.
Ko
85 C

85 C 10 Sec.
Schaber
O-Saft-Konzentrat
SH78.03.02.01.2.35B

Sonnengereift
Fittmeyers

Orangensaft

Fittmeyers Fruchtsaft GmbH & Co KG

Abf¸llbetrieb
Rotterdam
PING

Wir ernähren uns 2.35B ☞C


Von der Ernte bis zum Getränkemarkt

Konzentrieren durch Gefriertrocknung

Die Gefriertrocknung wird groflindustriell zur Herstellung der sogenannten


"Instantgetränke", aber auch zur Herstellung von Orangensaftkonzentrat
eingesetzt.

Wasser-
Gefriertrocknung dampf

Vakuum-
pumpe
Orangen- rotierende, tiefgekühlte
saft
Glastrommel

Schaber
O-Saft-Konzentrat

Der Orangensaft wird vorgekühlt und anschlieflend auf eine rotierende,


tiefgekühlte Glastrommel gespritzt. Dort gefriert der Orangensaft.
Der gefrorene "Schnee" wird abgekratzt und sammelt sich am Boden des
Behälters.
Durch eine Vakuumpumpe wird ein Unterdruck in dem Behälter erzeugt.
Dadurch wird dem gefrorenen Orangensaft Wasserdampf entzogen.
Chemiker bezeichnen diesen Prozess, bei dem ein fester Stoff
gasförmig wird, als Sublimieren.
übrig bleibt das Orangensaftkonzentrat,
etwa 1/6 der ursprünglichen "Jetzt weiß ich, warum mir
Saftmenge. mein frisch gepresster O-Saft
besser schmeckt."
SH78.03.02.01.2.35C
PING

Wir ernähren uns 2.35C


Art und Weise
Säfte selbst zubereiten des Ernährens

Säfte und andere Erfrischungsgetränke kaufen die meisten Menschen im Supermarkt oder
Getränkefachhandel. Sie selbst herzustellen, ist nur noch vereinzelt üblich, so zum Beispiel beim
Auspressen von Orangen für den morgendlichen Vitamintrunk. In der Werbung wird ein selbst
hergestellter Fruchtsaft gern zum Qualitätsmaßstab erhoben, indem vergleichend gesagt wird, das
Industrieprodukt schmecke "wie frisch gepresst."

Hier geht es darum, Fruchtsäfte selbst herzustellen und so zu verfeinern,


dass sie für den Verkauf in der Cafeteria geeignet erscheinen.

Diese Anregung ist in drei Abschnitte aufgeteilt, im ersten sammelt ihr Informationen über das
Herstellen von Säften. Im zweiten trefft ihr alle nötigen Vorbereitungen, stellt Säfte gezielt her
und passt sie eurem Geschmack an. Im dritten wählt ihr bestimmte Säfte aus und wägt ihre
Verkaufschancen für die Cafeteria ab.

Was muss man beachten, um aus Früchten


erfrischende Säfte herstellen zu können?
Herstellen

Stellt Vermutungen darüber an, wie Säfte hergestellt werden.


Die Abbildung illustriert drei im Haushalt übliche Verfahren.
Entscheidet gemeinsam, wie ihr den Saft herstellen wollt.
Forscht nach Rezepten, die über das Herstellen von
Säften Auskunft geben. Mögliche Informationsquellen
sind eure Eltern oder Großeltern, das Fachpersonal
in Drogerien, Beschreibungen in Kochbüchern u. a.
Achtet auf geeignete Gerätschaften für das Entsaften
und bringt sie mit in die Schule.

Stellt probehalber Säfte her.

Versucht das Herstellungsverfahren zu verbessern.

Haltet für euch fest, welche der Rezepte sich für ein Angebot in der Schule eignen und
welche Gerätschaften ihr für die Schule benötigt.

Stellt eure Ergebnisse euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.


SH78.03.02.01.2.36A

Klärt offene Fragen!

Was muss man tun, um genießbare Säfte zu erhalten und sie


unserem Geschmacksempfinden anzupassen?
Herstellen

Plant gemeinsam einen "Safttag", andem ihr verschiedene Säfte herstellt und
PING

herausfindet, welche am besten bei euren Mitschülerinnen und Mitschülern


ankommen. Berücksichtigt dabei folgende Hinweise:
* Sucht nach einem passenden Termin!
* Sichert euch zu der Zeit einen geeigneten Raum mit Koch- und
Abwaschgelegenheiten!
Wir ernähren uns 2.36A +B
Säfte selbst zubereiten

* Teilt euch in Gruppen auf, die unterschiedliche Säfte herstellen!


* Entscheidet innerhalb der Gruppen, wer was besorgt: Obst, Geräte zum
Zerkleinern der Früchte und zum Entsaften, Messer, Schüsseln, Flaschen zum
Aufbewahren des Saftes, Klebe-Etiketten, wasserfeste Stifte, Geschirrtücher,
Wischlappen, Spülmittel ...

NaWi: Wir ernähren uns


Führt den "Safttag" praktisch Heute: Wir stellen Säfte her.
durch. Sprecht euch dazu in
eurer Gruppe ab, wie ihr
vorgehen wollt und entsaftet
das Obst mit Hilfe der
ermittelten Geräte und
Verfahren!

Bewertet den Saft.

Entscheidet, ob
ihr ihn durch
Zutaten (z. B. Zucker, Vitamin C) oder andere Maßnahmen (z. B. Entfernen des
Fruchtfleischs) verbessern wollt, damit er möglichst viele anspricht und gut schmeckt!

Füllt den Saft in saubere Flaschen und verschließt sie luftdicht. Beschriftet sie z. B.
"Apfelsaft, kalt gepresst, ohne Zusätze". Gebt ein Datum an, um die Haltbarkeitsdauer
abschätzen zu können.

Stellt eure Säfte in der Klasse vor und gebt Kostproben aus! Erklärt das
Herstellungsverfahren!

Sucht nach Merkmalen, die einen Vergleich der Säfte ermöglichen!

Wägt Vor- und Nachteile der einzelnen Säfte und ihrer Herstellung gegeneinander ab!

Entscheidet euch für einen Saft, der das Angebot der Cafeteria bereichern könnte!
SH78.03.02.01.2.07B

Haben sich bei der Bearbeitung des Bogens neue Fragen ergeben? Entscheidet, welche
? davon aufgeklärt werden müssen!
PING

Wir ernähren uns 2.07B


Säfte selbst zubereiten

* Teilt euch in Gruppen auf, die unterschiedliche Säfte herstellen!


* Entscheidet innerhalb der Gruppen, wer was besorgt: Obst, Geräte zum
Zerkleinern der Früchte und zum Entsaften, Messer, Schüsseln, Flaschen zum
Aufbewahren des Saftes, Klebe-Etiketten, wasserfeste Stifte, Geschirrtücher,
Wischlappen, Spülmittel ...

NaWi: Wir ernähren uns


Führt den "Safttag" praktisch Heute: Wir stellen Säfte her.
durch. Sprecht euch dazu in
eurer Gruppe ab, wie ihr
vorgehen wollt und entsaftet
das Obst mit Hilfe der
ermittelten Geräte und
Verfahren!

Bewertet den Saft.

Entscheidet, ob
ihr ihn durch
Zutaten (z. B. Zucker, Vitamin C) oder andere Maßnahmen (z. B. Entfernen des
Fruchtfleischs) verbessern wollt, damit er möglichst viele anspricht und gut schmeckt!

Füllt den Saft in saubere Flaschen und verschließt sie luftdicht. Beschriftet sie z. B.
"Apfelsaft, kalt gepresst, ohne Zusätze". Gebt ein Datum an, um die Haltbarkeitsdauer
abschätzen zu können.

Stellt eure Säfte in der Klasse vor und gebt Kostproben aus! Erklärt das
Herstellungsverfahren!

Sucht nach Merkmalen, die einen Vergleich der Säfte ermöglichen!

Wägt Vor- und Nachteile der einzelnen Säfte und ihrer Herstellung gegeneinander ab!

Entscheidet euch für einen Saft, der das Angebot der Cafeteria bereichern könnte!
SH78.03.02.01.2.07B

Haben sich bei der Bearbeitung des Bogens neue Fragen ergeben? Entscheidet, welche
? davon aufgeklärt werden müssen!
PING

Wir ernähren uns 2.07B


Art und Weise
Orangensaft aus Konzentrat des Ernährens

Frisch gepresster Orangensaft schmeckt anders als Orangensaft aus der Flasche. Verändert der
aufwendige Herstellungsprozess den Geschmack?

Findet heraus, wie sich die Herstellungsprozesse von Orangensaft auf die Eigenschaften
des Saftes auswirken.

Ihr könnt euch entscheiden, ob ihr Orangensaft aus Konzentrat nach einem selbst entwickelten
Verfahren herstellen wollt (Anregung 1: Herstellen) oder ob ihr nach Anleitung vorgehen wollt
(Anregungsbogen: "Zusammensetzung der Säfte" 2.09 ).
Anschließend könnt ihr arbeitsteilig untersuchen, wie sich die Verarbeitungsverfahren auswirken.
Zum Schluss nutzt die letzte Anregung zur gemeinsamen Auswertung!

Wie können wir Orangensaft konzentrieren und wieder verdünnen?


Herstellen

Informiert euch zunächst darüber, wie die Fruchtsaftindustrie Orangensaft herstellt.


Anregungen findet ihr auf dem Bogen "Von der Ernte bis zum Getränkemarkt".

Entwickelt gemeinsam einen Plan, wie ihr vorgehen wollt. Notiert die einzelnen
Arbeitsschritte. Fertigt eine Materialliste an und notiert, wer die Materialien besorgt.

Führt das Verfahren nach eurem Plan durch und beobachtet dabei genau, was
während des Verarbeitungsprozesses geschieht. Notiert, was euch auffällt.
Hmm, ob
Hebt jeweils eine Probe des gewonnenen Saftes bzw. Konzentrats die Vitamine
für weitere Unter-suchungen im Kühlschrank auf. das überstehen?

Bewertet euer Konzentrations- und Verdünnungsverfahren.


Was war gut bzw. schlecht daran?

Verbessert das Verfahren gegebenenfalls in einem zweiten Durchgang. Im


Anregungsbogen "Zusammensetzung der Säfte" 2.09 findet ihr eine genaue Anleitung,
wie ihr das Fruchtfleisch aus dem Saft entfernen und wie ihr gelöste Bestandteile
voneinander trennen könnt.
SH78.03.02.01.2.37A

Verändern die Verarbeitungsverfahren das Aussehen, den Geruch und den


Entdecken
Geschmack des Saftes?

Vergleicht das Aussehen, den Geruch und den Geschmack des frisch gepressten
Orangensaftes, des Konzentrats, des verdünnten Konzentrats und des gekauften
Orangensaftes miteinander.
PING

Fertigt auf einem Extrablatt eine Tabelle an und tragt eure Beobachtungen darin ein.

Fasst eure Beobachtungen in einem kurzen Text zusammen.

Wir ernähren uns 2.37A +B


Orangensaft aus Konzentrat

"Ich vermute, der Geschmack


hat sich verändert, weil sich
die Zusammensetzung des
Saftes verändert hat."

Wie verändern sich der Zucker- und der Vitamin-C-Gehalt durch die
Untersuchen Verarbeitungsverfahren?

Untersucht den Glucosegehalt des frisch gepressten Orangensaftes, des Konzentrats,


des verdünnten Konzentrats und des gekauften Orangensaftes mit Glucose-Teststäbchen.

Untersucht mit Teststäbchen, wie hoch der Vitamin-C-Gehalt im frisch gepresstem


Orangensaft, im Konzentrat, im verdünnten Konzentrat und im gekauften Orangensaft ist.

Haltet eure Beobachtungsergebnisse tabellarisch fest.

Wie können wir die Veränderungen durch das Konzentrationsverfahren


beurteilen?
Nachforschen

Fragt eure Eltern oder andere Erwachsene, warum z. B. Marmelade meistens


mit viel Zucker hergestellt wird.

Überlegt gemeinsam, was der hohe Glucosegehalt im Orangensaftkonzentrat bewirkt.

Wie beurteilt ihr den Vitamin-C-Gehalt in eurem verdünnten Orangensaftkonzentrat?

Wie erklärt ihr euch den Vitamin-C-Gehalt des gekauften Orangensaftes?

Wie beurteilt ihr die industrielle Herstellung von Orangensaft im Vergleich zu euren
eigenen Herstellungsverfahren?
SH78.03.02.01.2.37B

Welchen Einfluss haben eure neu erworbenen Kenntnisse bei der Wahl
zwischen gekauftem und frisch gepresstem Orangensaft?

Welche Fragen sind offen geblieben? Welche neuen Fragen, denen ihr nachgehen wollt,
? sind euch bei der Arbeit eingefallen?
PING

Wir ernähren uns 2.37B


Orangensaft aus Konzentrat

"Ich vermute, der Geschmack


hat sich verändert, weil sich
die Zusammensetzung des
Saftes verändert hat."

Wie verändern sich der Zucker- und der Vitamin-C-Gehalt durch die
Untersuchen Verarbeitungsverfahren?

Untersucht den Glucosegehalt des frisch gepressten Orangensaftes, des Konzentrats,


des verdünnten Konzentrats und des gekauften Orangensaftes mit Glucose-Teststäbchen.

Untersucht mit Teststäbchen, wie hoch der Vitamin-C-Gehalt im frisch gepresstem


Orangensaft, im Konzentrat, im verdünnten Konzentrat und im gekauften Orangensaft ist.

Haltet eure Beobachtungsergebnisse tabellarisch fest.

Wie können wir die Veränderungen durch das Konzentrationsverfahren


beurteilen?
Nachforschen

Fragt eure Eltern oder andere Erwachsene, warum z. B. Marmelade meistens


mit viel Zucker hergestellt wird.

Überlegt gemeinsam, was der hohe Glucosegehalt im Orangensaftkonzentrat bewirkt.

Wie beurteilt ihr den Vitamin-C-Gehalt in eurem verdünnten Orangensaftkonzentrat?

Wie erklärt ihr euch den Vitamin-C-Gehalt des gekauften Orangensaftes?

Wie beurteilt ihr die industrielle Herstellung von Orangensaft im Vergleich zu euren
eigenen Herstellungsverfahren?
SH78.03.02.01.2.37B

Welchen Einfluss haben eure neu erworbenen Kenntnisse bei der Wahl
zwischen gekauftem und frisch gepresstem Orangensaft?

Welche Fragen sind offen geblieben? Welche neuen Fragen, denen ihr nachgehen wollt,
? sind euch bei der Arbeit eingefallen?
PING

Wir ernähren uns 2.37B


Zusammensetzung Art und Weise
der Säfte des Ernährens

Bei Apfelsaft könnt ihr zwischen klarem und naturtrübem Saft wählen. Bei Orangensaft ist das
nicht möglich. Wenn ihr O-Saft trinkt spürt ihr, dass sich im Saft noch winzig-kleine Stückchen
befinden. Könnte es daran liegen? Habt ihr schon einmal probiert, klaren Orangesaft herzustellen?

Hier geht es darum, die Zusammensetzung von Fruchtsäften aufzuklären.

Ihr solltet die folgenden drei Anregungen der Reihe nach bearbeiten.

Wie kann man herausfinden, "Echt klasse!


woraus Säfte bestehen? Eine tolle
Nachforschen Forschungsaufgabe!
Wie im richtigen
Lebensmittel-Labor!"
Forscht in Chemiebüchern nach über
"Stoffgemische". Unterscheidet dabei
"Suspensionen" von "Lösungen"!
Ordnet euch bekannte Erfrischungsgetränke
n
diesen beiden Begriffen zu und stellt Vermutungen se
as
enl
an, welche Inhaltstoffe "gelöst" und welche setz
Ab Dekantieren
"aufgeschwemmt" sind.
Ze
ntr
Forscht daran anschließend über ifu
gie
ren
"Trennverfahren" nach. Die Abbildungen und die
Begriffssammlung sollen euch das Auffinden Filtrieren
geeigneter Methoden zum Abtrennen
gelöster und aufgeschwemmter
Va
k

Stoffe erleichtern.
uu

Destillieren
md
es

Überlegt, mit welchen


tilla

Verfahren welche Inhaltsstoffe


tio
n

abgetrennt werden können!


SH78.03.02.01.2.38A

Wie können wir die Bestandteile des Saftes voneinander trennen?


Untersuchen

Ihr braucht:
PING

Orangensaft (mit Fruchtfleisch), Zentrifuge, Zentrifugenröhrchen, Reagenzgläser, Trichter,


Rundfilter, Reagenzgläser.

Wir ernähren uns 2.38A +B


Zusammensetzung der Säfte

Stellt einen kleinen Becher Orangensaft zur Seite.

Füllt die Zentrifugenröhrchen halb mit Orangensaft. Zentrifugiert die


Flüssigkeit so lange, bis sich möglichst alles Fruchtfleisch am Boden des
Röhrchens abgesetzt hat!

Dekantiert die Lösung und lasst sie durch einen Filter laufen!

Wiederholt diesen Vorgang so oft, bis ihr eine genügend große Menge klaren
Fruchtsafts habt. Prüft den Geschmack vor- und nachher!
Vergleicht die verschiedenen Orangensäfte.

Wie kann man die gelösten Bestandteile voneinander trennen?


Untersuchen

Ihr braucht:
Orangensaft (ohne Fruchtfleisch), Destillationsapparatur mit Thermometer,
Keramik-Drahtnetz, Dreifuß, Gasbrenner, Abdampfschale, Glasstab

Stellt einen kleinen Becher Orangensaft zur Seite.

Füllt den Destillierkolben mit dem klaren Fruchtsaft und verbindet ihn mit
der Destillationsapparatur. Erwärmt den Saft vorsichtig auf kleiner Flamme,
noch besser mit einer Elektroplatte oder einem Heizpilz, damit nichts
anbrennt. Wenn sich erste Gasblasen bilden, stoppt ihr die Wärmezufuhr
sofort und wartet, bis die Gasbildung merklich nachlässt. Heizt immer nur kurz nach.
Die Gasbildung darf nicht zu heftig werden. Beobachtet die Temperatur! Wasser siedet
bei 100o C. Führt den Versuch nur so lange durch, bis die ersten Tropfen aufgefangen
werden können. Prüft deren Geruch! Den Geschmack testet ihr am besten, indem ihr
mit dem Finger einen Tropfen auf die Zunge gebt!

Lasst die Flüssigkeit im Destillierkolben abkühlen und prüft auch deren Geschmack
und Geruch!

Stellt die Apparatur wieder zusammen und destilliert vorsichtig unter ständiger
SH78.03.02.01.2.38B

Temperaturkontrolle weiter. In regelmäßigen Abständen prüft ihr den Geschmack der


Tropfen. Wenn sie geruch- und geschmacklos geworden sind, unterbrecht ihr den
Destillationsvorgang.

Lasst die Flüssigkeit im Destillierkolben erneut abkühlen und gebt den Inhalt
in eine Abdampfschale. Baut die Destillationsapparatur ab und dampft die
Flüssigkeit unter beständigem Rühren in der Schale vorsichtig - wie oben
PING

beschrieben - auf kleiner Flamme weiter ein. Stoppt den Prozess, wenn
der Rückstand in der Schale dickflüssig wird.

Prüft den Geschmack vor- und nachher.

Wir ernähren uns 2.38B +C


Zusammensetzung der Säfte

Wertet eure Ergebnisse gemeinsam aus:

Beantwortet die Fragen zu den Versuchen:

* Wie wirkt sich das Erwärmen des Saftes auf seinen Geschmack aus?
* Welche Bestandteile der Fruchtsäfte sind bei den Trennversuchen
erkennbar geworden?

Lest den Auszug aus einer Veröffentlichung der Fruchtsaftindustrie über die
Herstellung von Fruchtsäften.

Orangensaft wird zu einem Teil als sogenannter "Direktsaft" abgefüllt. Die


überwiegende Menge wird aber zu Orangensaftkonzentrat verarbeitet. Man entzieht
dabei dem frisch gepressten Fruchtsaft bei niedrigen Temperaturen unter
Vakuumbedingungen zunächst das für Orangensaft typische Aroma und dann so viel
Wasser, bis der Saft auf ein Sechstel seines ursprünglichen Volumens verdichtet ist. Die
Bestandteile "Saftkonzentrat" und "Aroma" werden getrennt voneinander tiefgefroren.
In diesem Zustand können sie ohne Qualitätsverluste gelagert werden. Dem Verfahren
der Konzentratherstellung verdanken wir es, dass wir das ganze Jahr über Orangensaft
zu einem günstigen Preis kaufen können.

Beantwortet folgende Fragen:

* Worin unterscheiden sich die industriellen Trennverfahren von den von uns
angewendeten?
* Welche Vorteile hat das industriellen Verfahren?
* In welche Bestandteile wird der Saft zerlegt?
* Woraus besteht das Konzentrat?

Zur Klärung weitergehender Fragen könnt ihr die Internetseiten der Fruchtsaft
erzeugenden Industrie, z. B. unter http://www.fruchtsaft.de, nutzen.

Vergleicht eure Ausarbeitungen.


SH78.03.02.01.2.38C

Haben eure neu gewonnenen Erkenntnisse einen Einfluss auf eure


Getränkewahl?

Wahrscheinlich haben sich in dieser Anregung mehr Fragen aufgetan als beantwortet
? werden konnten. Sammelt diese Fragen und prüft, welche davon zum besseren
PING

Verständnis aufgeklärt werden sollten.

Wir ernähren uns 2.38C


Zusammensetzung der Säfte

Stellt einen kleinen Becher Orangensaft zur Seite.

Füllt die Zentrifugenröhrchen halb mit Orangensaft. Zentrifugiert die


Flüssigkeit so lange, bis sich möglichst alles Fruchtfleisch am Boden des
Röhrchens abgesetzt hat!

Dekantiert die Lösung und lasst sie durch einen Filter laufen!

Wiederholt diesen Vorgang so oft, bis ihr eine genügend große Menge klaren
Fruchtsafts habt. Prüft den Geschmack vor- und nachher!
Vergleicht die verschiedenen Orangensäfte.

Wie kann man die gelösten Bestandteile voneinander trennen?


Untersuchen

Ihr braucht:
Orangensaft (ohne Fruchtfleisch), Destillationsapparatur mit Thermometer,
Keramik-Drahtnetz, Dreifuß, Gasbrenner, Abdampfschale, Glasstab

Stellt einen kleinen Becher Orangensaft zur Seite.

Füllt den Destillierkolben mit dem klaren Fruchtsaft und verbindet ihn mit
der Destillationsapparatur. Erwärmt den Saft vorsichtig auf kleiner Flamme,
noch besser mit einer Elektroplatte oder einem Heizpilz, damit nichts
anbrennt. Wenn sich erste Gasblasen bilden, stoppt ihr die Wärmezufuhr
sofort und wartet, bis die Gasbildung merklich nachlässt. Heizt immer nur kurz nach.
Die Gasbildung darf nicht zu heftig werden. Beobachtet die Temperatur! Wasser siedet
bei 100o C. Führt den Versuch nur so lange durch, bis die ersten Tropfen aufgefangen
werden können. Prüft deren Geruch! Den Geschmack testet ihr am besten, indem ihr
mit dem Finger einen Tropfen auf die Zunge gebt!

Lasst die Flüssigkeit im Destillierkolben abkühlen und prüft auch deren Geschmack
und Geruch!

Stellt die Apparatur wieder zusammen und destilliert vorsichtig unter ständiger
SH78.03.02.01.2.38B

Temperaturkontrolle weiter. In regelmäßigen Abständen prüft ihr den Geschmack der


Tropfen. Wenn sie geruch- und geschmacklos geworden sind, unterbrecht ihr den
Destillationsvorgang.

Lasst die Flüssigkeit im Destillierkolben erneut abkühlen und gebt den Inhalt
in eine Abdampfschale. Baut die Destillationsapparatur ab und dampft die
Flüssigkeit unter beständigem Rühren in der Schale vorsichtig - wie oben
PING

beschrieben - auf kleiner Flamme weiter ein. Stoppt den Prozess, wenn
der Rückstand in der Schale dickflüssig wird.

Prüft den Geschmack vor- und nachher.

Wir ernähren uns 2.38B +C


Zusammensetzung der Säfte

Wertet eure Ergebnisse gemeinsam aus:

Beantwortet die Fragen zu den Versuchen:

* Wie wirkt sich das Erwärmen des Saftes auf seinen Geschmack aus?
* Welche Bestandteile der Fruchtsäfte sind bei den Trennversuchen
erkennbar geworden?

Lest den Auszug aus einer Veröffentlichung der Fruchtsaftindustrie über die
Herstellung von Fruchtsäften.

Orangensaft wird zu einem Teil als sogenannter "Direktsaft" abgefüllt. Die


überwiegende Menge wird aber zu Orangensaftkonzentrat verarbeitet. Man entzieht
dabei dem frisch gepressten Fruchtsaft bei niedrigen Temperaturen unter
Vakuumbedingungen zunächst das für Orangensaft typische Aroma und dann so viel
Wasser, bis der Saft auf ein Sechstel seines ursprünglichen Volumens verdichtet ist. Die
Bestandteile "Saftkonzentrat" und "Aroma" werden getrennt voneinander tiefgefroren.
In diesem Zustand können sie ohne Qualitätsverluste gelagert werden. Dem Verfahren
der Konzentratherstellung verdanken wir es, dass wir das ganze Jahr über Orangensaft
zu einem günstigen Preis kaufen können.

Beantwortet folgende Fragen:

* Worin unterscheiden sich die industriellen Trennverfahren von den von uns
angewendeten?
* Welche Vorteile hat das industriellen Verfahren?
* In welche Bestandteile wird der Saft zerlegt?
* Woraus besteht das Konzentrat?

Zur Klärung weitergehender Fragen könnt ihr die Internetseiten der Fruchtsaft
erzeugenden Industrie, z. B. unter http://www.fruchtsaft.de, nutzen.

Vergleicht eure Ausarbeitungen.


SH78.03.02.01.2.38C

Haben eure neu gewonnenen Erkenntnisse einen Einfluss auf eure


Getränkewahl?

Wahrscheinlich haben sich in dieser Anregung mehr Fragen aufgetan als beantwortet
? werden konnten. Sammelt diese Fragen und prüft, welche davon zum besseren
PING

Verständnis aufgeklärt werden sollten.

Wir ernähren uns 2.38C


Art und Weise
Zucker in Säften des Ernährens

Für euch als Verbraucher ist meist nicht zu erkennen, welche Stoffe ihr mit einem Getränk zu euch
nehmt. Zwar besteht eine Kennzeichnungspflicht, aber die gilt nur für bestimmte Stoffe. Selbst bei
den gesundheitskritischen "Zuckern" steht nicht immer auf der Flasche oder Verpackung, welche
drin sind. Und der Aufdruck "ohne Zuckerzusatz" bedeutet nicht, dass der Saft keinen Zucker
enthält.

Hier geht es darum, die Bedeutung der Zucker in Getränken zu ergründen.

Diese Anregung ist in drei Abschnitte aufgeteilt:


Im ersten werden die verschiedenen Zuckerarten vorgestellt.
Im zweiten könnt ihr Zucker selbst nachweisen.
Im dritten könnt ihr über eine bessere Kennzeichnung zuckerhaltiger Getränke diskutieren.

Was sollte man über Zucker in Getränken wissen?


Nachforschen

Studiert das "kleine Zuckerlexikon" auf der C-Seite dieser Anregung und beantwortet
gemeinsam folgende Fragen:
Welche Zucker finden sich in selbst gepressten Obstsäften?
Was sagt der Aufdruck "ohne Zuckerzusatz" über die Zusammensetzung eines Saftes
aus?
Welche Gesundheitsrisiken sind mit einem vermehrten Zuckergenuss verbunden?

Wie kann man Zucker in einem Getränk nachweisen?

Untersuchen
Ihr braucht:
Verschiedene Fruchtsäfte und Erfrischungsgetränke, kleine Bechergläser,
Reagenzgläser, Reagenzglashalter, Gasbrenner, Schutzbrille,
Glucose-Teststäbchen (in Apotheken erhältlich) und die Lösungen Fehling I und II

Lest die Sicherheitshinweise auf den Etiketten der beiden Fehling-Lösungen!

Mischt eine kleine Menge beider Lösungen im Verhältnis 1:1 an. Gebt einen Daumen
breit Fruchtsaft in ein sauberes Reagenzglas und fügt etwas von der blauen Fehling-
Lösung hinzu. Dieses Gemisch wird an der Brennerflamme
SH78.03.03.01.2.39A

vorsichtig erwärmt. (Schutzbrille wegen Spritzgefahr aufsetzen!


Öffnung des Reagenzglases vom Körper weghalten und nicht
auf andere Personen richten!) Tritt nach kurzem Erwärmen eine
rotbraune Färbung ein, ist Traubenzucker nachgewiesen.
Lösung
oben
Überprüft die Ergebnisse mit den Teststäbchen (Durchführung erwärmen!
wird auf der Packung erklärt)!
PING

Wertet die Untersuchungen gemeinsam aus.


Gebt eine Rangfolge an, welche Getränke am meisten und am wenigsten Zucker
haben!

Wir ernähren uns 2.39A +B


Zucker in Säften

Welche Bedeutung hat der Zuckergehalt bei unserer Getränkewahl?


Diskutieren

Tragt die Ergebnisse der Zuckernachweise und die Einsichten aus dem Studium des
kleinen Zuckerlexikons zusammen. Welche Zucker sind in Getränken? Welche davon
sind problematisch?

Überlegt, wie sich die Getränke nach der Art des darin vorkommenden Zuckers
unterscheiden lassen und in welcher Weise das bei der Getränkeauswahl für eure
Cafeteria bedeutsam sein könnte.

Diskutiert die Frage, ob zuckerhaltige Getränke in der Cafeteria angeboten werden


sollten. Berücksichtigt dabei die Anregungsbögen "Ist Zucker gesund?" und
"Sportdrinks".
"Ich bin für Cola,
die enthält doch Coffein.
Wenn ich die trinke, bin ich
nicht mehr so müde."

"Ich würde lieber frisch gepessten


O-Saft und Milch-Shakes mit
Banane trinken!"

o la

Cola ist so schrecklich süß!


Aber in deinen Säften ist doch
SH78.03.03.01.2.39B

auch Zucker drin, oder?

Fasst die Ergebnisse in einem Plakat unter dem Titel


"Richtiges Trinken hält dich fit!" zusammen.
PING

Welche Erfrischungsgetränke empfehlen sich


unter welchen Umständen für die Cafeteria?

? Sind Fragen offen geblieben? Welchen wollt ihr nachgehen?

Wir ernähren uns 2.39B +C


Zucker in Säften
Ein kleines Zuckerlexikon
Fruchtzucker Natürlicher Fruchtzucker kommt in süßen Früchten vor. Als
Monosaccharid ist er Bestandteil vieler Zuckerverbindungen. Er ist
auch im Haushaltszucker enthalten. Gelegentlich wird er als
Zuckeraustauschstoff angewandt. Er muß aber bei Diabetikern bei
der BE Berechnung berücksichtigt werden.
Invertzucker Durch Auflösung (Inversion) von Saccharose entsteht ein Gemisch,
das halb aus Traubenzucker und halb aus Fruchtzucker besteht.
Iso-Glucose Iso-Glucose wird in Getränken und Obstkonserven verwendet und ist
dem Invertzucker verwandt. Er wird vorwiegend aus Maisstärke
hergestellt. Deshalb findet man auch die Bezeichnungen "Corn
Sirup", "Maissirup" oder "Maiszucker".
Saccharose Saccharose wird industriell vorwiegend aus Zuckerrüben hergestellt.
Da er sich in jedem Haushalt findet, wird er auch Haushaltszucker
genannt. Verwendung findet er beim Süßen von Speisen und
Getränken. Als Fabrikzucker genügt er hohen
Reinheitsanforderungen. Er besteht zu 99,9 % aus Saccharose, die
sich ihrerseits aus Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker
(Fructose) zusammensetzt. Der Hinweis "ohne Zuckerzusatz" meint,
dass kein weiterer Fabrikzucker zugegeben wurde. Das ist deshalb
von Bedeutung, weil er an der Entstehung zahlreicher Krankheiten
beteiligt ist wie Übergewicht, Karies oder die bekannte
Zuckerkrankheit (Diabetis). Das Verlangen nach Süßigkeiten deutet
auf eine Fehlernährung hin. Zucker kann süchtig machen.
Sirupe Ahornsirup, Rübensirup, Birnendicksaft und andere werden
hergestellt, indem der Saft mehrmals gekocht wird. Sie bestehen zu
einem hohen Anteil aus Zucker (Ahornsirup zu 65 Prozent,
Rübensirup zu 62 Prozent, Birnendicksaft zu 78 Prozent).
Trauben- Natürlicher Zucker, der in vielen süßen Früchten vorkommt. Weitere
zucker Namen sind Dextrose oder Glucose. Der im Handel befindliche
Traubenzucker wird normalerweise aus Kartoffelstärke oder
Maisstärke hergestellt. Er ist chemisch genau so aufgebaut, wie die
Glucose im Blut. Deshalb wird er bei der Verdauung sofort in den
Blutkreislauf aufgenommen. Traubenzucker ist ein Monosaccharid
und gehört deshalb zu den eher ungesunden Energiespendern.
SH78.03.03.01.2.39C

Zucker- Aus Zucker entsteht durch industrielle Herstellung Zuckeralkohol. Sie


austauschstoff werden als Zuckeraustauschstoffe eingesetzt. Der Zucker wird bei der
Verdauung langsamer verwertet, als normaler Zucker. Die
Verarbeitung erfolgt weitgehend unabhängig von Insulin. Deshalb
sind Zuckeraustauschstoffe z. B. für Diabetiker von Bedeutung. Im
Handel befindliche Zuckeralkohole sind z. B. Sorbit, Xylit und
Mannit. Sie sind aber auch nicht bedenkenlos anzuwenden.
PING

Für den Unterricht angepasst nach: http://www.medicus.de/ernaehrung/zucker.htm


vom 10.12.2000

Wir ernähren uns 2.39C


Zucker in Säften

Welche Bedeutung hat der Zuckergehalt bei unserer Getränkewahl?


Diskutieren

Tragt die Ergebnisse der Zuckernachweise und die Einsichten aus dem Studium des
kleinen Zuckerlexikons zusammen. Welche Zucker sind in Getränken? Welche davon
sind problematisch?

Überlegt, wie sich die Getränke nach der Art des darin vorkommenden Zuckers
unterscheiden lassen und in welcher Weise das bei der Getränkeauswahl für eure
Cafeteria bedeutsam sein könnte.

Diskutiert die Frage, ob zuckerhaltige Getränke in der Cafeteria angeboten werden


sollten. Berücksichtigt dabei die Anregungsbögen "Ist Zucker gesund?" und
"Sportdrinks".
"Ich bin für Cola,
die enthält doch Coffein.
Wenn ich die trinke, bin ich
nicht mehr so müde."

"Ich würde lieber frisch gepessten


O-Saft und Milch-Shakes mit
Banane trinken!"

o la

Cola ist so schrecklich süß!


Aber in deinen Säften ist doch
SH78.03.03.01.2.39B

auch Zucker drin, oder?

Fasst die Ergebnisse in einem Plakat unter dem Titel


"Richtiges Trinken hält dich fit!" zusammen.
PING

Welche Erfrischungsgetränke empfehlen sich


unter welchen Umständen für die Cafeteria?

? Sind Fragen offen geblieben? Welchen wollt ihr nachgehen?

Wir ernähren uns 2.39B +C


Zucker in Säften
Ein kleines Zuckerlexikon
Fruchtzucker Natürlicher Fruchtzucker kommt in süßen Früchten vor. Als
Monosaccharid ist er Bestandteil vieler Zuckerverbindungen. Er ist
auch im Haushaltszucker enthalten. Gelegentlich wird er als
Zuckeraustauschstoff angewandt. Er muß aber bei Diabetikern bei
der BE Berechnung berücksichtigt werden.
Invertzucker Durch Auflösung (Inversion) von Saccharose entsteht ein Gemisch,
das halb aus Traubenzucker und halb aus Fruchtzucker besteht.
Iso-Glucose Iso-Glucose wird in Getränken und Obstkonserven verwendet und ist
dem Invertzucker verwandt. Er wird vorwiegend aus Maisstärke
hergestellt. Deshalb findet man auch die Bezeichnungen "Corn
Sirup", "Maissirup" oder "Maiszucker".
Saccharose Saccharose wird industriell vorwiegend aus Zuckerrüben hergestellt.
Da er sich in jedem Haushalt findet, wird er auch Haushaltszucker
genannt. Verwendung findet er beim Süßen von Speisen und
Getränken. Als Fabrikzucker genügt er hohen
Reinheitsanforderungen. Er besteht zu 99,9 % aus Saccharose, die
sich ihrerseits aus Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker
(Fructose) zusammensetzt. Der Hinweis "ohne Zuckerzusatz" meint,
dass kein weiterer Fabrikzucker zugegeben wurde. Das ist deshalb
von Bedeutung, weil er an der Entstehung zahlreicher Krankheiten
beteiligt ist wie Übergewicht, Karies oder die bekannte
Zuckerkrankheit (Diabetis). Das Verlangen nach Süßigkeiten deutet
auf eine Fehlernährung hin. Zucker kann süchtig machen.
Sirupe Ahornsirup, Rübensirup, Birnendicksaft und andere werden
hergestellt, indem der Saft mehrmals gekocht wird. Sie bestehen zu
einem hohen Anteil aus Zucker (Ahornsirup zu 65 Prozent,
Rübensirup zu 62 Prozent, Birnendicksaft zu 78 Prozent).
Trauben- Natürlicher Zucker, der in vielen süßen Früchten vorkommt. Weitere
zucker Namen sind Dextrose oder Glucose. Der im Handel befindliche
Traubenzucker wird normalerweise aus Kartoffelstärke oder
Maisstärke hergestellt. Er ist chemisch genau so aufgebaut, wie die
Glucose im Blut. Deshalb wird er bei der Verdauung sofort in den
Blutkreislauf aufgenommen. Traubenzucker ist ein Monosaccharid
und gehört deshalb zu den eher ungesunden Energiespendern.
SH78.03.03.01.2.39C

Zucker- Aus Zucker entsteht durch industrielle Herstellung Zuckeralkohol. Sie


austauschstoff werden als Zuckeraustauschstoffe eingesetzt. Der Zucker wird bei der
Verdauung langsamer verwertet, als normaler Zucker. Die
Verarbeitung erfolgt weitgehend unabhängig von Insulin. Deshalb
sind Zuckeraustauschstoffe z. B. für Diabetiker von Bedeutung. Im
Handel befindliche Zuckeralkohole sind z. B. Sorbit, Xylit und
Mannit. Sie sind aber auch nicht bedenkenlos anzuwenden.
PING

Für den Unterricht angepasst nach: http://www.medicus.de/ernaehrung/zucker.htm


vom 10.12.2000

Wir ernähren uns 2.39C


Wie kommt der Preis
für ein Fruchtsaftgetränk Art und Weise
des Ernährens
zustande?
Ihr geht im Supermarkt durch die Reihen mit Fruchtsaftgetränken. Die Preise für Orangensaft
liegen zwischen 0,89 und 3,49 DM. Eine Entscheidungshilfe ist der ausgewiesene Inhalt. Aber
wie kommen bei gleicher Menge und gleichen Inhaltsstoffen unterschiedliche Preise zustande?
Warum sind sogar die Produkte aus dem Fairen Handel unterschiedlich teuer? Wer bekommt
eigentlich wieviel von dem Geld, was ich für meinen Orangensaft bezahle?

Für ein Schulfest könnt ihr frisch gepressten Orangensaft herstellen. Für den
Verkauf in eurem Saftladen müsst ihr den Preis kalkulieren.

Wieviel wollt ihr für euren frisch gepressten Orangensaft verlangen?


Berechnen
Ihr braucht: 2 kg Orangen, 1 Messbecher,
1 Fruchtsaftpresse, 1 Messer und 1 Uhr

Notiert die Kosten für die Orangen.

Presst alle Orangen aus. Notiert die dazu benötigte Zeit. Messt die Menge des Saftes.

Berechnet die Kosten für ein Glas Orangensaft 0,2 l. Hilfe findet ihr hierfür in der
zweiten Anregung.
Kann das Auspressen verbessert werden, um aus der gleichen Menge Orangen mehr Saft
zu erhalten (neue Kostenberechnung)?

Überlegt euch, welchen Preis ihr verlangen könnt. Klärt dazu die folgenden Fragen:
- Was passiert, wenn auch andere Klassen einen Saftladen haben oder das Wetter
besonders warm ist?
- Macht eine Umfrage unter euren Mitschülern.
Wie viel würden sie für ein Glas (0,2 l)
frisch gepressten Orangensaft zahlen?
- Informiert euch in der Stadt. Was kostet dort
frisch gepresster Orangensaft?

Berechnet euren voraussichtlichen Gewinn!


- Der Gewinn berechnet sich nach der Formel: Gewinn=Umsatz-Kosten
(Umsatz=Preis x Anzahl der Gläser Orangensaft)
SH.78.03.02.01.2.40A

Klärt dazu die folgenden Fragen:


- Wie lange dauert das Schulfest? Wieviele Gläser pro Stunde glaubt ihr zu verkaufen?
- Wieviel Liter Saft müsstet ihr herstellen und was kostet die entsprechende Menge an
Orangen? (Wieviele Saftpressen braucht ihr, um so viel Saft in einer Stunde
herzustellen?)

Stellt eure Preisvorstellungen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.


PING

Einigt euch auf einen Preis.


Haltet fest, welche Fragen ihr noch klären müsst, um das Orangensaftgetränk auch
tatsächlich anzubieten.
Wir ernähren uns 2.40A +B
Wie kommt der Preis für ein Fruchtsaftgetränk zustande?

Wie lassen sich die Kosten und der Preis berechnen?


Berechnen

Lest den folgenden Text über die Kosten- und Preisberechnung am Beispiel
eines Fussballs!
1 Schustermeister Petersen hat vom Vorsitzenden des Vereins FC Vorwärts einen tollen
Auftrag erhalten. Er soll vier Fußbälle in den Vereinsfarben herstellen, die zum
100jährigen Vereinsjubiläum überreicht werden sollen. Für die Herstellung benötigt
Meister Petersen insgesamt 2 m² Spezialleder (Kosten 80 DM pro m²), 4
5 Gummiblasen mit Ventilen (Stück für 5 DM) und eine Rolle gewachster Zwirn (6
DM).
Zur Herstellung der Fußbälle muss Meister Petersen jedes Lederstück in der richtigen
Farbe ausschneiden. Mit Hilfe von Nadeln werden die Stücke links herum auf einer
Styroporkugel aufgesteckt, bis die Kugel ganz bedeckt ist. Dann werden die
10 Lederstücke mit einer Ahle vorgelocht und zu große Überlappungen werden
abgeschnitten. Nun kann er die Lederstücke miteinander vernähen bis auf das letzte
Stück. Zuerst muss der Ball auf rechts gedreht werden, dann wird die Gummiblase
eingelegt und zu letzt wird vorsichtig das letzte Lederstück eingenäht.
Für die vier Bälle hat Herr Petersen 8 Arbeitsstunden, also einen ganzen Tag
15 gebraucht. Nun sitzt er am Schreibtisch und überlegt, was ein Ball tatsächlich kostet,
denn er muss noch viel mehr bezahlen als nur das Material. Jeden Monat muss er für
die Werkstatt Miete, Strom, Wasser, Heizung, Telefon und Versicherung zahlen. Da
diese Kosten jeden Monat entstehen, egal ob Herr Petersen etwas herstellt oder nicht,
werden diese Kosten fixe Kosten genannt.
20 Sie betragen bei ihm 50 DM pro Tag. Für die Krankenkasse und für die
Altersversorgung überweist er im Monat insgesamt 500 DM.

Erstellt auf einem extra Blatt eine Tabelle, um die Kosten für einen Ball zu berechnen!

Kostenarten im Text angegebene Kosten Kosten pro Ball


a) Material:
...
b) Fixkosten:
SH.78.03.02.01.2.40B

...

Berechnet den Gewinn! Da Herr Petersen selbständig ist, ist sein Lohn gleich dem Gewinn.
Wie hoch muss er seinen Gewinn pro Ball ansetzen, um auf einen Verdienst von 3000 DM
im Monat (bei 20 Arbeitstagen) zu kommen?

Schreibt die Punkte aus dem Beispiel heraus, die ihr bei der Kalkulation zur Herstellung
des Orangensaftgetränks berücksichtigen müsst und wollt.
PING

Stellt eure Überlegungen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.

Welche Fragen haben sich aus der Bearbeitung dieser Anregungen ergeben?
? Wie wollt ihr ihnen nachgehen?

Wir ernähren uns 2.40B +C


Wie kommt der Preis für ein Fruchtsaftgetränk zustande?

Welche Art der Herstellungs- und Vertriebswege wollt ihr unterstützen?


Nachforschen

Interpretiert dazu die Tabelle, indem ihr die folgenden Fragen beantwortet: "Fair Handeln
- Weshalb sind die Produkte des alternativen Handels teurer ist ja gut, aber
als die des herkömmlichen Handels? warum muss
- Weshalb sind die Produkte des Weltladen-Konzepts noch das denn
teurer als die des TRANS-FAIR-Konzepts? so teuer sein?"
- Versuche bei allen drei Vertriebswegen herauszufinden,
wer dabei Gewinn macht.
Versucht herauszufinden, warum die Landarbeiter beim
herkömmlichen Handel so wenig bezahlt bekommen.
Klärt gemeinsam, welche Herstellungs- und Vertriebswege
ihr unterstützen wollt.
Verschiedene Formen des Handels

Alternativer Handel
Herstellungs- und Herkömmlicher Handel Alternativer Handel b) WELTLADEN-Konzept
Vertriebswege (Supermarkt) a) TRANSFAIR-Konzept (gepa, El Puente, dwp,...)

1. Besitzer der Orangen- Brasilianische Großkonzerne Kleinbauern, Genossen- Kooperativen bevorzugt


bäume z.B. Cutrale, Citrosuco schaften, Kooperativen

2. Orangenpflücker Leiharbeiter, die nur in der Kleinbauern und einige Bauern und Landarbeiter in
Erntezeit bezahlt werden und Landarbeiter mit der Mög- den Kooperativen
sehr wenig Geld verdienen lichkeit zum Sesshaftwerden

3. Saftpressen zur Her- Gehört dem Konzern Gehört meistens der Genoss- Gehört meistens der
stellung des Konzentrats enschaft bzw. Kooperative Kooperative

4. Exporteur (Lagerung, Ist der Konzern selber Sind die Genossenschaften Sind die Kooperativen selber
Transport zum Hafen) oder Kooperativen selber

5. Schiffstransport nach Schiffe gehören dem Konzern Schiffsraum für das Konzen- Schiffsraum für das Konzen-
Europa oder werden preisgünstig trat muss gechartert werden trat muss gechartert werden
gechartert (Mengenrabatt)

6. Warenterminbörse, hier Konzentrat kann lange und Dieses Konzentrat wird nicht Dieses Konzentrat wird nicht
kauft der Importeur das billig gelagert werden an der Börse gehandelt an der Börse gehandelt
Saftkonzentrat -Spekulationsgeschäfte-!!!

7. Safthersteller produziert Große Safthersteller ver- Meistens mittelständische Alternative Handelsorgani-


SH.78.03.02.01.2.40C

aus dem Konzentrat durch suchen über den Einkauf von Safthersteller kaufen das sationen zahlen den Koope-
Zugabe von Wasser, großen Mengen den Saft Konzentrat zum Mindest- rativen höhere Mindest-
Aromen und Vitaminen möglichst billig vom Importeur preis von 1200 US$ + 100 preise und beauftragen
Saft und füllt ihn ab zu kaufen US$ Fair-Trade-Aufschlag kleine und mittelständische
und erhalten dafür das Siegel Safthersteller

8. Groß- und Einzelhandel Großhandel versucht über Groß-, Einzelhandel und Weltläden und Aktions-
verkaufen den Saft an den die Abnahme von großen Weltläden gruppen. Gewinne für
Kunden Mengen kleine Preise zu ca. 2,50 DM Informations-
PREISE pro 1 l O-Saft: erreichen, ca. 2 DM arbeit.
PING

ca. 3 DM

Wir ernähren uns 2.40C


Wie kommt der Preis für ein Fruchtsaftgetränk zustande?

Wie lassen sich die Kosten und der Preis berechnen?


Berechnen

Lest den folgenden Text über die Kosten- und Preisberechnung am Beispiel
eines Fussballs!
1 Schustermeister Petersen hat vom Vorsitzenden des Vereins FC Vorwärts einen tollen
Auftrag erhalten. Er soll vier Fußbälle in den Vereinsfarben herstellen, die zum
100jährigen Vereinsjubiläum überreicht werden sollen. Für die Herstellung benötigt
Meister Petersen insgesamt 2 m² Spezialleder (Kosten 80 DM pro m²), 4
5 Gummiblasen mit Ventilen (Stück für 5 DM) und eine Rolle gewachster Zwirn (6
DM).
Zur Herstellung der Fußbälle muss Meister Petersen jedes Lederstück in der richtigen
Farbe ausschneiden. Mit Hilfe von Nadeln werden die Stücke links herum auf einer
Styroporkugel aufgesteckt, bis die Kugel ganz bedeckt ist. Dann werden die
10 Lederstücke mit einer Ahle vorgelocht und zu große Überlappungen werden
abgeschnitten. Nun kann er die Lederstücke miteinander vernähen bis auf das letzte
Stück. Zuerst muss der Ball auf rechts gedreht werden, dann wird die Gummiblase
eingelegt und zu letzt wird vorsichtig das letzte Lederstück eingenäht.
Für die vier Bälle hat Herr Petersen 8 Arbeitsstunden, also einen ganzen Tag
15 gebraucht. Nun sitzt er am Schreibtisch und überlegt, was ein Ball tatsächlich kostet,
denn er muss noch viel mehr bezahlen als nur das Material. Jeden Monat muss er für
die Werkstatt Miete, Strom, Wasser, Heizung, Telefon und Versicherung zahlen. Da
diese Kosten jeden Monat entstehen, egal ob Herr Petersen etwas herstellt oder nicht,
werden diese Kosten fixe Kosten genannt.
20 Sie betragen bei ihm 50 DM pro Tag. Für die Krankenkasse und für die
Altersversorgung überweist er im Monat insgesamt 500 DM.

Erstellt auf einem extra Blatt eine Tabelle, um die Kosten für einen Ball zu berechnen!

Kostenarten im Text angegebene Kosten Kosten pro Ball


a) Material:
...
b) Fixkosten:
SH.78.03.02.01.2.40B

...

Berechnet den Gewinn! Da Herr Petersen selbständig ist, ist sein Lohn gleich dem Gewinn.
Wie hoch muss er seinen Gewinn pro Ball ansetzen, um auf einen Verdienst von 3000 DM
im Monat (bei 20 Arbeitstagen) zu kommen?

Schreibt die Punkte aus dem Beispiel heraus, die ihr bei der Kalkulation zur Herstellung
des Orangensaftgetränks berücksichtigen müsst und wollt.
PING

Stellt eure Überlegungen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.

Welche Fragen haben sich aus der Bearbeitung dieser Anregungen ergeben?
? Wie wollt ihr ihnen nachgehen?

Wir ernähren uns 2.40B +C


Wie kommt der Preis für ein Fruchtsaftgetränk zustande?

Welche Art der Herstellungs- und Vertriebswege wollt ihr unterstützen?


Nachforschen

Interpretiert dazu die Tabelle, indem ihr die folgenden Fragen beantwortet: "Fair Handeln
- Weshalb sind die Produkte des alternativen Handels teurer ist ja gut, aber
als die des herkömmlichen Handels? warum muss
- Weshalb sind die Produkte des Weltladen-Konzepts noch das denn
teurer als die des TRANS-FAIR-Konzepts? so teuer sein?"
- Versuche bei allen drei Vertriebswegen herauszufinden,
wer dabei Gewinn macht.
Versucht herauszufinden, warum die Landarbeiter beim
herkömmlichen Handel so wenig bezahlt bekommen.
Klärt gemeinsam, welche Herstellungs- und Vertriebswege
ihr unterstützen wollt.
Verschiedene Formen des Handels

Alternativer Handel
Herstellungs- und Herkömmlicher Handel Alternativer Handel b) WELTLADEN-Konzept
Vertriebswege (Supermarkt) a) TRANSFAIR-Konzept (gepa, El Puente, dwp,...)

1. Besitzer der Orangen- Brasilianische Großkonzerne Kleinbauern, Genossen- Kooperativen bevorzugt


bäume z.B. Cutrale, Citrosuco schaften, Kooperativen

2. Orangenpflücker Leiharbeiter, die nur in der Kleinbauern und einige Bauern und Landarbeiter in
Erntezeit bezahlt werden und Landarbeiter mit der Mög- den Kooperativen
sehr wenig Geld verdienen lichkeit zum Sesshaftwerden

3. Saftpressen zur Her- Gehört dem Konzern Gehört meistens der Genoss- Gehört meistens der
stellung des Konzentrats enschaft bzw. Kooperative Kooperative

4. Exporteur (Lagerung, Ist der Konzern selber Sind die Genossenschaften Sind die Kooperativen selber
Transport zum Hafen) oder Kooperativen selber

5. Schiffstransport nach Schiffe gehören dem Konzern Schiffsraum für das Konzen- Schiffsraum für das Konzen-
Europa oder werden preisgünstig trat muss gechartert werden trat muss gechartert werden
gechartert (Mengenrabatt)

6. Warenterminbörse, hier Konzentrat kann lange und Dieses Konzentrat wird nicht Dieses Konzentrat wird nicht
kauft der Importeur das billig gelagert werden an der Börse gehandelt an der Börse gehandelt
Saftkonzentrat -Spekulationsgeschäfte-!!!

7. Safthersteller produziert Große Safthersteller ver- Meistens mittelständische Alternative Handelsorgani-


SH.78.03.02.01.2.40C

aus dem Konzentrat durch suchen über den Einkauf von Safthersteller kaufen das sationen zahlen den Koope-
Zugabe von Wasser, großen Mengen den Saft Konzentrat zum Mindest- rativen höhere Mindest-
Aromen und Vitaminen möglichst billig vom Importeur preis von 1200 US$ + 100 preise und beauftragen
Saft und füllt ihn ab zu kaufen US$ Fair-Trade-Aufschlag kleine und mittelständische
und erhalten dafür das Siegel Safthersteller

8. Groß- und Einzelhandel Großhandel versucht über Groß-, Einzelhandel und Weltläden und Aktions-
verkaufen den Saft an den die Abnahme von großen Weltläden gruppen. Gewinne für
Kunden Mengen kleine Preise zu ca. 2,50 DM Informations-
PREISE pro 1 l O-Saft: erreichen, ca. 2 DM arbeit.
PING

ca. 3 DM

Wir ernähren uns 2.40C


Art und Weise
Sportdrinks des Ernährens

Sicher habt ihr schon mal beim Sport brennenden Durst gehabt, den ihr unbedingt löschen musstet.
Ist euch klar gewesen, dass ihr durch das Trinken zwar den Durst gestillt, den wirklichen
Flüssigkeitsbedarf des Körpers aber eher nicht gedeckt habt? Besser ist es, beim Sport und
anderswo ein Durstgefühl erst gar nicht aufkommen zu lassen, sondern regelmäßig feste Mengen
bestimmter Getränke zu sich zu nehmen.

Hier kannst du etwas über die Zusammensetzung der Getränke herausfinden, die zum
Durstlöschen besonders geeignet erscheinen.

Was geschieht in unserem Körper, wenn wir schwitzen?


Nachforschen

Lest folgenden Text. Kennzeichnet darin alle schwierigen Wörter und klärt sie mit
geeigneten Mitteln auf!

1 Beim Schwitzen verliert der Körper


überwiegend Wasser und - in einem
geringen Umfang - auch Mineralsalze.
"Wenn ich geschwitzt
Da mehr Wasser als Mineralien aus- habe, schmeckt meine
5 geschieden werden, steigt der Salzgehalt Haut anschließend
in der Körperflüssigkeit an. Dieser ganz salzig.
Zustand wird als "Durst" gefühlt. Wie kommt das
Trinkt man nun nach dem Schwitzen eigentlich?"
reines Wasser (ohne Zusätze von
10 Mineralien oder anderen Stoffen),
wird die Körperflüssigkeit verdünnt
und damit das Durstgefühl abgestellt.
Die verloren gegangenen Mineralien werden nicht ausgeglichen. Diese "Mini-Nähr-
stoffe" sind aber zusammen mit den Vitaminen für unsere körperliche und geistige
15 Leistungsfähigkeit unentbehrlich: Sie ermöglichen die richtige Verwertung von
Nahrungsbestandteilen, den Aufbau körpereigener Stoffe und die Ausscheidung von
Stoffwechselabbauprodukten.
Im Sport können schon bei einem Schweißverlust von nur 1-2% - das sind bei einem
Körpergewicht zwischen 50 - 70 kg etwa 1 - 1,5 Liter Flüssigkeit -
20 Leistungsminderungen auftreten.
SH78.03.02.01.2.41A

Ob unter diesen Umständen Vitamin- oder Mineralstoff-Ergänzungen in Getränken die


sportliche Leistung verbessern können, ist nicht belegt. Solange man sich gesund und
ausgewogen ernährt, sollte es genügen, den Wasserverlust auszugleichen.
Zu denken gibt aber das Ergebnis einer Studie an der McMaster University in Kanada,
25 die zeigt, dass Kinder während eines 3stündigen Tests mit abwechselnden Belastungs-
und Ruhephasen ca. 600 ml Tafelwasser tranken. Wurde dem Wasser ein
Geschmacksstoff beigegeben, lag die Flüssigkeitsaufnahme bei 850 ml. Wurden
PING

zusätzlich Kohlenhydrate (Zucker) und Mineralsalze hinzugefügt, tranken die Kinder


im Durchschnitt 1.200 ml. Eine Untersuchung des Flüssigkeitsverlustes nach drei
30 Stunden zeigte, dass ein Wassermangel im Körper nur mit dem dritten Getränk
verhindert worden war.
Quelle: http://www.gatorade.de
Wir ernähren uns 2.41A +B
Sportdrinks
Beantwortet folgende Fragen schriftlich in eurem Nawi - Ordner!
a) Welche Veränderung in eurem Körper vermittelt das Durstgefühl?
b) Unter welchen Bedingungen kann der Flüssigkeitsverlust optimal ausgeglichen
werden?
c) Welche Stoffe werden als Zusätze zum Trinkwasser genannt?
d) Wie ist dadurch das Trinkverhalten der Kinder verändert worden?
e) Worauf muss ich beim Trinken achten, damit ich gesund und fit bleibe?
f) Wie und mit welchen Getränken versorge ich mich am besten?

Welche Getränke empfehlen sich aufgrund ihrer Zusammensetzung als


Entdecken Durstlˆscher?

Sammelt in der Tischgruppe Namen von Getränken, die aufgrund ihrer


Zusammensetzung als geeignete "Sportdrinks" gelten können. Ergänzt diese
Sammlung durch selbst gemischte Getränke. Orangensaft soll
zumindest in einem Getränk vorhanden sein! red n
o

li
"Ich finde diese >energy-drinks< voll cool.
Lasst uns die mal unter die Lupe nehmen!"

red
ion bull
shi
l

Ermittelt die Preise für einen Liter des jeweiligen Getränks!

Erstellt eine Getränkeliste auf der Grundlage von Qualität und Preis. Oben stehen die
mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, unten die mit dem schlechtesten. Hängt die
gemeinsame Liste in der Klasse aus!

Stellt eure Gruppenergebnisse in der Klasse vor!

Einigt euch auf eine gemeinsam zu erstellende Liste, die als Einkaufs-Empfehlung an
die Cafeteria weitergeleitet werden soll. Begründet eure Auswahl!
SH78.03.02.01.2.41B

? Was konnte bei der Erarbeitung nicht aufgeklärt werden? Schreibt das für später auf!
PING

Wir ernähren uns 2.41B


Sportdrinks
Beantwortet folgende Fragen schriftlich in eurem Nawi - Ordner!
a) Welche Veränderung in eurem Körper vermittelt das Durstgefühl?
b) Unter welchen Bedingungen kann der Flüssigkeitsverlust optimal ausgeglichen
werden?
c) Welche Stoffe werden als Zusätze zum Trinkwasser genannt?
d) Wie ist dadurch das Trinkverhalten der Kinder verändert worden?
e) Worauf muss ich beim Trinken achten, damit ich gesund und fit bleibe?
f) Wie und mit welchen Getränken versorge ich mich am besten?

Welche Getränke empfehlen sich aufgrund ihrer Zusammensetzung als


Entdecken Durstlˆscher?

Sammelt in der Tischgruppe Namen von Getränken, die aufgrund ihrer


Zusammensetzung als geeignete "Sportdrinks" gelten können. Ergänzt diese
Sammlung durch selbst gemischte Getränke. Orangensaft soll
zumindest in einem Getränk vorhanden sein! red n
o

li
"Ich finde diese >energy-drinks< voll cool.
Lasst uns die mal unter die Lupe nehmen!"

red
ion bull
shi
l

Ermittelt die Preise für einen Liter des jeweiligen Getränks!

Erstellt eine Getränkeliste auf der Grundlage von Qualität und Preis. Oben stehen die
mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, unten die mit dem schlechtesten. Hängt die
gemeinsame Liste in der Klasse aus!

Stellt eure Gruppenergebnisse in der Klasse vor!

Einigt euch auf eine gemeinsam zu erstellende Liste, die als Einkaufs-Empfehlung an
die Cafeteria weitergeleitet werden soll. Begründet eure Auswahl!
SH78.03.02.01.2.41B

? Was konnte bei der Erarbeitung nicht aufgeklärt werden? Schreibt das für später auf!
PING

Wir ernähren uns 2.41B


Das Vitamin C Art und Weise
des Ernährens

"Reich an Vitamin C", "mit Vitamin C angereichert" diese oder ähnliche Aufschriften findet ihr oft
auf den Etiketten verschiedener Fruchtsäfte. Das Vitamin C wird auch in der Reklame für Früchte
oder in der Werbung für Vitaminprodukte besonders angepriesen. Es ist das bekannteste Vitamin.
Die Botschaft der Werbung sagt uns: "Leute, nehmt viel Vitamin C zu euch und ihr bleibt gesund."

Welche Bedeutung hat das Vitamin C für unsere Gesundheit?


Nachforschen
Wieviel Vitamin C benötigt unser Körper?
"Mein Motto:
Überlegt, was ihr über die Bedeutung und das An apple
every day,
Vorkommen des Vitamins C wissen wollt
keeps the
und formuliert eure Fragen. doctor away!"
Sammelt Informationen über das Vitamin C
aus Biologiebüchern, aus Broschüren der Apotheke,
von Firmen, die Vitaminprodukte herstellen (ratiopharm)
und aus dem Internet: z.B. www.vitaminCforum.de .
Beantwortet eure Fragen unter Verwendung der Informationsmaterialien.

Entscheidet euch, ob ihr ein Plakat, ein Informationsblatt oder einen Vortrag
vorbereiten wollt. Wie wollt ihr sicherstellen, dass eure Mitsch¸lerInnen eure
Informationen verstanden haben?

Welchen Vitamin-C-Gehalt haben selbstgemachte Fruchtsäfte?


Untersuchen

Ihr benötigt:
Verschiedene selbst gemachte und gekaufte Fruchtsäfte, Uhrgläser oder kleine
Bechergläser, Teststreifen für Vitamin C (Fa. Merck, Merckoquant 110023 Acid
Ascorbic Test)

Lest und befolgt die folgenden Hinweise für die Benutzung:

1 Die Teststreifen bestehen aus einem Plastikstreifen. Auf einem Ende ist
SH78 03.02.01.2.42A

etwas saugfähiges Material aufgeklebt, das mit der eigentlichen Testflüssigkeit


getränkt ist. Dieses Ende mufl in die Flüssigkeit eintauchen, die man testen will.
(s.Abb.)
5 Je nach Gehalt an Vitamin C färbt sich die Testfeld unterschiedlich. Auf oder
in der Verpackung befindet sich eine Farbskala, die man zum Vergleich
heranzieht. Den Feldern der Farbskala sind Mengenangaben zugeordnet. Testfeld
Die Teststreifen kann man nur einmal benutzen. Die Teststreifen sind
PING

in jeder Apotheke oder über den Lehrmittelbedarf auf Bestellung


10 erhältlich.

Wir ernähren uns 2.42A ☞B


Das Vitamin C

Untersucht den Vitamin C-Gehalt eurer Getränke, indem ihr wie folgt vorgeht:
Gebt eine kleine Probe des Saftes in ein kleines Becherglas.

t
-Tes
in C
Taucht den Teststreifen für kurze Zeit in die Flüssigkeit.

m
Vita
Schüttet überflüssige Flüssigkeit oder andere Reste ab.
Vergleicht die Farbe des Teststreifens mit der Farbskala.
Notiert den jeweiligen Vitamin C-Gehalt der Getränke.

Klebt eure Teststreifen in euren Ordner oder euer Nawi-Heft. Vermerkt dazu, welches
Produkt ihr getestet habt. Ordnet die Produkte nach steigendem Vitamin C-Gehalt.

Vergleicht denVitamin C-Gehalt eurer Getr‰nke. Wie grofl sind die Unterschiede?

Überlegt, wie diese Unterschiede zustande kommen.

Wie können wir mit Früchten und Säften unseren Tagesbedarf an Vitamin C
Berechnen
decken?

Ihr braucht: Fruchtsäfte, Früchte oder entsprechende Abbildungen, eine Waage und
Trinkgefäße

Besorgt euch die Vitamin C-Angaben für die Fruchtsäfte und Früchte, die ihr
ausgewählt habt, z.B. aus den Etikettenangaben

Ich habe im Internet mit den Suchbegriffen "Obst" und "Vitamin C"
Internet
Suche
folgende Seiten gefunden. Die sind echt praktisch!
http://www.lfe.bayern.de/forschungsberichte/calciumaufnahme/vitcobst.html
http://www.ratiopharm.de/html/otc/vitamine/main.htm

Berechnet, wie viel Saft und wie viele Früchte ihr zu euch nehmen müsst, um euren
Tagesbedarf zu decken. Notiert eure Werte.

Füllt zur Demonstration die entsprechende Saftmenge in Trinkgläser und stellt diese
und die Menge an Früchten nebeneinander auf einen Tisch.
SH78 03.02.01.2.42B

Entwickelt Vorschläge, wie ihr mit Saft aus der Cafeteria die Hälfte eures
Tagesbedarfs an Vitamin C decken könnt.

Präsentiert eure kleine Ausstellung euren Mitschülerinnen und Mitschülern


und stellt eure Vorschläge vor.
PING

Haltet fest, was die Ergebnisse für die Auswahl von Orangensäften für die
Cafeteria bedeuten.

? Welche Fragen sind offen geblieben? Was wollt ihr weiter bearbeiten?
Wir ernähren uns 2.42B
Das Vitamin C

Untersucht den Vitamin C-Gehalt eurer Getränke, indem ihr wie folgt vorgeht:
Gebt eine kleine Probe des Saftes in ein kleines Becherglas.

t
-Tes
in C
Taucht den Teststreifen für kurze Zeit in die Flüssigkeit.

m
Vita
Schüttet überflüssige Flüssigkeit oder andere Reste ab.
Vergleicht die Farbe des Teststreifens mit der Farbskala.
Notiert den jeweiligen Vitamin C-Gehalt der Getränke.

Klebt eure Teststreifen in euren Ordner oder euer Nawi-Heft. Vermerkt dazu, welches
Produkt ihr getestet habt. Ordnet die Produkte nach steigendem Vitamin C-Gehalt.

Vergleicht denVitamin C-Gehalt eurer Getr‰nke. Wie grofl sind die Unterschiede?

Überlegt, wie diese Unterschiede zustande kommen.

Wie können wir mit Früchten und Säften unseren Tagesbedarf an Vitamin C
Berechnen
decken?

Ihr braucht: Fruchtsäfte, Früchte oder entsprechende Abbildungen, eine Waage und
Trinkgefäße

Besorgt euch die Vitamin C-Angaben für die Fruchtsäfte und Früchte, die ihr
ausgewählt habt, z.B. aus den Etikettenangaben

Ich habe im Internet mit den Suchbegriffen "Obst" und "Vitamin C"
Internet
Suche
folgende Seiten gefunden. Die sind echt praktisch!
http://www.lfe.bayern.de/forschungsberichte/calciumaufnahme/vitcobst.html
http://www.ratiopharm.de/html/otc/vitamine/main.htm

Berechnet, wie viel Saft und wie viele Früchte ihr zu euch nehmen müsst, um euren
Tagesbedarf zu decken. Notiert eure Werte.

Füllt zur Demonstration die entsprechende Saftmenge in Trinkgläser und stellt diese
und die Menge an Früchten nebeneinander auf einen Tisch.
SH78 03.02.01.2.42B

Entwickelt Vorschläge, wie ihr mit Saft aus der Cafeteria die Hälfte eures
Tagesbedarfs an Vitamin C decken könnt.

Präsentiert eure kleine Ausstellung euren Mitschülerinnen und Mitschülern


und stellt eure Vorschläge vor.
PING

Haltet fest, was die Ergebnisse für die Auswahl von Orangensäften für die
Cafeteria bedeuten.

? Welche Fragen sind offen geblieben? Was wollt ihr weiter bearbeiten?
Wir ernähren uns 2.42B
Art und Weise
Energy-Drinks des Ernährens

Du stehst vor dem Getränke-Regal im Supermarkt und möchtest dir einen der modernen "Energy-
Drinks" leisten. Solche Getränke versprechen viel: Sie sollen den Durst besser als andere Getränke
löschen, Energie liefern, Gesundheit und Fitness fördern, Stress abbauen und allgemein das
Wohlbefinden steigern.

Hier könnt ihr herausfinden, ob Säfte oder Fun-Drinks die besseren


Nachforschen
Durstlöscher sind.

"Okey,
Informiert euch über die Inhaltsstoffe handelsüblicher Fun-Getränke,
ich häng`
die auf deren Etiketten ausgewiesen sind. mich mal ans
Informationsquellen: Telefon."
Heft 7/1995 der Stiftung Warentest Isotonische Sportgetränke im Test",
"
anfordern unter Tel.: 0180/2321313
Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen, Mintropstraße 27, 40215 Düsseldorf:
Verbraucher- und Einkauftips 23.-30. 11. 96"
"
Ratgeber: Gesundheitskost – gesunde Kost?", Tel.: 0211/3809-0
"
Literatur: Hasan Taschan: Neuartige Getränke – Power-, Energy- und
"
Wellness-Drinks", aid-Verbraucherdienst 42- 5/97

Überprüft (ergänzt oder mindert) die aufgeführte Liste: Taurin, Glucuronolacton,


Insosit, Guarana, Mate, Coffein, Farbstoffe, Alkohol, Süßstoffe, Elektrolyte, Kalium,
Natrium, Calcium, Chlorid, Traubenzucker (Glucose), Haushaltszucker (Saccharose)

Sammelt eure Ergebnisse in Form einer Tabelle. Sie könnte so aussehen:

Name des erwünscht?


Fun-Getränks Inhaltsstoffe Wirkungen ja nein
Iso-Star®

Klärt in dem Zusammenhang die Fragen:


a) Welche Wirkungen haben diese Inhaltsstoffe?
SH78.03.03.01.2.43A

b) Was ist davon erwünscht, was unerwünscht?

Vergleicht eure Ergebnisse in der Tischgruppe und ergänzt sie gegebenenfalls!

Wertet die Gruppenergebnisse in der Klasse gemeinsam aus, indem ihr zu


beantworten sucht, ob ihr diese Wirkungen wünscht.

Schreibt gemeinsam einen Verbrauchertipp über Sportgetränke. Berücksichtigt dabei


PING

auch die Fruchtsäfte!

? Haben sich Fragen ergeben? Wie wollt ihr weiter vorgehen?


Wir ernähren uns 2.43
Wir
Ernähren im Kreislauf der Natur
ernähren uns

Vom Gras zur Milch


Täglich viele Stunden grasen die Rinder im Sommer auf der Weide. Sie sind
Pflanzenfresser. In ihrem Organismus wird die aufgenommene Nahrung ver- Nachforschen

wertet und umgebaut. Hieran sind Bakterien beteiligt. Wie wichtig Rinder für
unsere Ernährung sind, ist daran zu erkennen, da eine Kuh durchschnittlich
pro Jahr 5600 l Milch liefert.
Wir wollen hier einmal etwas mehr über diese für unsere Ernährung so wichtigen Tiere in
Erfahrung bringen.

Hinweis: - Beobachtet Rinder auf der Weide!


- Informiert euch in Biologiebüchern!
- Schaut euch den Film "Rinderherde auf der Weide" an! (32 02 464)
Aufgabe: Beantwortet folgende Fragen:

1. Wie fressen Rinder?

2.a) Untersucht das Gebiss eines Rindes und beschreibt dessen Wirkungsweise!
b) Welche Bedeutung hat die Zunge?
c) Beschriftet die Abbildung über den Aufbau des Rinderzahnes (B-Seite) und den
Schädel des Rindes (C-Seite)!

3.a) Was geschieht beim Wiederkäuen?


b) Beschreibt die Aufgaben der Magenteile beim Rind!
c) Zeichnet mit farbigen Strichen den Weg der Nahrung durch das Rind! Überlegt gründ-
lich, wenn ihr den Magenbereich bearbeitet! Zeichnet dort besonders genau (D- und E-
Seite)!
+B
PING SH.78.03.02.94.0.3.01A 3.01 A
Backenzähne des Rindes

1. Beschrifte die beiden abgebildeten Backenzähne!

2. Wodurch kommt es zu dem veränderten Aussehendes Backenzahnes beim älteren Rind?


Schreibe die Antwort in dein Heft!

Backenzahn eines jungen Rindes

Backenzahn eines älteren Rindes

aus: Biologie heute, Schroedel Verlag +C


PING SH.78.03.02.94.0.3.01B 3.01 B
Der Schädel des Rindes

1. Benenne die verschiedenen Zahnarten und Schädelteile des Rindes! Male die Zahnarten
mit verschiedenen Farben an!

2. Schreibe die Zahnformel des Rindergebisses in das abgebildete "Zahnkreuz"!

3. Schreibe in dein Heft, welche Aufgaben die verschiedenen Zahnarten haben!

Zahnformel

aus: Biologie heute, Schroedel Verlag +D


PING SH.78.03.02.94.0.3.01C 3.01 C
Verdauungsorgane des Rindes

1. Ordne den Zahlen die Namen der Verdauungsorgane zu!

1 ____________________________________________________________________

2 ____________________________________________________________________

3 ____________________________________________________________________

4 ____________________________________________________________________

5 ____________________________________________________________________

6 ____________________________________________________________________
7 ____________________________________________________________________

8 ____________________________________________________________________

aus: Biologie heute, Schroedel Verlag +E


PING SH.78.03.02.94.0.3.01D 3.01 D
Aufbau des Wiederkäuermagens

PING SH.78.03.02.94.0.3.01E 3.01 E


Backenzähne des Rindes

1. Beschrifte die beiden abgebildeten Backenzähne!

2. Wodurch kommt es zu dem veränderten Aussehendes Backenzahnes beim älteren Rind?


Schreibe die Antwort in dein Heft!

Backenzahn eines jungen Rindes

Backenzahn eines älteren Rindes

aus: Biologie heute, Schroedel Verlag +C


PING SH.78.03.02.94.0.3.01B 3.01 B
Der Schädel des Rindes

1. Benenne die verschiedenen Zahnarten und Schädelteile des Rindes! Male die Zahnarten
mit verschiedenen Farben an!

2. Schreibe die Zahnformel des Rindergebisses in das abgebildete "Zahnkreuz"!

3. Schreibe in dein Heft, welche Aufgaben die verschiedenen Zahnarten haben!

Zahnformel

aus: Biologie heute, Schroedel Verlag +D


PING SH.78.03.02.94.0.3.01C 3.01 C
Verdauungsorgane des Rindes

1. Ordne den Zahlen die Namen der Verdauungsorgane zu!

1 ____________________________________________________________________

2 ____________________________________________________________________

3 ____________________________________________________________________

4 ____________________________________________________________________

5 ____________________________________________________________________

6 ____________________________________________________________________
7 ____________________________________________________________________

8 ____________________________________________________________________

aus: Biologie heute, Schroedel Verlag +E


PING SH.78.03.02.94.0.3.01D 3.01 D
Aufbau des Wiederkäuermagens

PING SH.78.03.02.94.0.3.01E 3.01 E


Wir
ernähren uns Ernähren im Kreislauf der Natur

Welche Bedeutung hat das Rind für uns


Menschen? Nachforschen

Das Rind nützt dem Menschen nicht nur, weil es Milch gibt - es gibt uns auch andere wichtige Dinge.
Hier sollt ihr herausfinden, welche Bedeutung das Rind für uns Menschen hat!

Aufgabe: Informiert euch darüber, wie der Mensch die einzelnen Teile des Rindes
verwertet!

PING SH.78.03.02.94.0.3.02A 3.02


Wir
ernähren uns Ernähren im Kreislauf der Natur
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Der Mensch nutzt das Rind vielfältig!

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Wenn wir an das Rind denken, fallen uns sofort die vielen Milchprodukte ein. Dass der
Mensch das Rind noch wesentlich umfangreicher nutzt, zeigt die Abbildung.

Wie wichtig das Rind für die Menschen ist, sehen wir daran, da der Mensch von diesem
Haustier fast alles verwendet. Aus der Milch macht er Butter, Käse, dicke Milch, Quark und
Molke. Das Rind- und Kalbfleisch bereitet er sich auf verschiedenste Weise für seine
Mahlzeiten zu. Aus dem gelben Rinderfett macht er Lichte, Seife und Schmieröl. Das Fett
wird zu Leder für Schuhe, Taschen und andere Lederwaren verarbeitet. Die Haare geben
festen warmen Filz (für Pantoffeln, Hüte usw.). Aus den Knochen werden Leim und
Schmierseife hergestellt. Ausgekochte Knochen kommen in die Knochenmühle und werden
zu Knochenmehl vermahlen. Das ist ein gutes Düngemittel. Aus dem Horn der Hörner
presst man Knöpfe, Pfeifenspitzen u.a.. Die langen Därme braucht der Schlachter für seine
Würste.
In manchen Ländern benutzen die kleineren Bauern ihre Kühe und Ochsen auch als
Zugtiere. Diese ziehen Pflug und Wagen mit dem starken Kopf und Nacken.

PING SH.78.03.02.94.0.3.03A 3.03


Wir
ernähren uns Ernähren im Kreislauf der Natur

Milch und andere Milchprodukte


Milch ist eines der hochwertigsten Nahrungsmittel des Menschen. Neben den Nährstoffen (Eiweiß,
Fett und Kohlenstoffhydrat) enthält sie wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Vom Menschen wird
Milch roh und verarbeitet zu sich genommen.
Hier sollt ihr das vielfältige Angebot an Milchprodukten kennenlernen!

Aufgaben:

1. Geht einmal in einen Super- Entdecken

markt und schreibt auf,


welche Milchprodukte
dort angeboten werden!

2. Sammelt Milchpackungen Entdecken

verschiedener Milchsorten
und vergleicht sie mitein-
ander! Legt euch dazu eine
Tabelle nach dem unten dar-
gestellten Muster an!

3. Klärt die Bedeutung euch Nachforschen

unbekannter Begriffe!

Milchsorte Wärmebehandlung Fettgehalt mechan. Bearb. Haltbarkeit


Vollmilch pasteurisiert 3,5 % homogenisiert 2 Tage

, Hinweis: Bei der Bearbeitung können helfen: ,


1. Der Film: Milch (320 2107)
2. Der info-BOGEN 3.05: "Herstellung von Milchprodukten"

PING SH.78.03.02.94.0.3.04A 3.04


Wir
ernähren uns Ernähren im Kreislauf der Natur

Die Grundlagen unserer Ernährung


Nachforschen
Wir alle versorgen uns in Supermärkten oder auf dem Markt mit Lebensmitteln. Dies ist uns so
selbstverständlich, dass wir uns keine Gedanken mehr darüber machen, woher diese Lebensmittel stammen.
Wer weiß denn, dass die Grundlagen unserer Ernährung die Energie der Sonne und die Photosynthese der
grünen Pflanzen sind?
Hier sollt ihr euch einmal genauer mit diesen so wichtigen Zusammenhängen befassen!

Aufgabe : Beschreibt die in der Abbildung dargestellten Zusammenhänge!


Informiert euch dazu in einem Biologiebuch über die Bedeutung der
Photosynthese und Atmung! Welche Bedeutung haben in diesem Zusammen-
hang die Destruenten?

PING SH.78.03.02.94.0.3.05A 3.05


Wir
ernähren uns Ernähren im Kreislauf der Natur

Wie überstehen Tiere den Winter? Nachforschen


Der Winter ist für viele unserer einheimischen Tiere eine schwere Zeit, denn sie leiden unter Kälte
und Nahrungsmangel. Zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur wird mehr Energie und damit
auch mehr Nahrung benötigt als im Sommer. Die kurzen Tage begrenzen jedoch die Zeit zur
Nahrungsaufnahme.
Wir wollen hier einmal nachforschen, auf welche unterschiedliche Art und Weise Tiere den Winter
überstehen.

1. Informiert euch in Büchern darüber, wie Reh, Eichhörnchen, Fuchs, Igel,


Fledermäuse, Meisen, Stare, Frösche und Kröten sowie Insekten den
Winter verbringen!
Legt dazu eine Tabelle nach dem folgenden Muster an!

Tierart Vorbereitung auf den Ernährung im Besonderheiten


Winter Winter

Reh Fressen sich im Findet als Warmblüter mit


Sommer und Herbst Pflanzenfresser immer gleich-
einen Fettvorrat an. auch unter der bleibender Körper-
Dieser dient als Schneedecke temperatur.
Energiespeicher und Gräser, Kräuter Winteraktives
Kälteschutz. und Knospen. Tier.
Zusätzlich Anlage
eines Winterfells.

+ Vielleicht besorgt euch eure Lehrerin bzw. euer Lehrer Filme zu diesen Tieren.
Zu empfehlen ist auch der Film "Tiere im Winter" (320 2308)

+ B
PING SH.78.03.02.94.0.3.06A 3.06 A
2. Im Verlauf eines sehr kalten Winters wurden an den Überwinterungs-
plätzen eines Maulwurfs, eines Igels und einer Kreuzotter folgende
Temperaturen gemessen :
Entdecken

Temperatur des Körpertemperatur


Verstecks des Maulwurfs des Igels der Kreuzotter
30 °C 39 °C 36 °C 30 °C
25 °C 39 °C 36 °C 25 °C
20 °C 39 °C 36 °C 20 °C
15 °C 39 °C 36 °C 15 °C
10 °C 39 °C 35 °C 10 °C
5 °C 39 °C 5 °C 5 °C
0 °C 0 °C 2 °C 0 °C
-5 °C - 5 °C 36 °C -5 °C
-10 °C -10 °C 36 °C -10 °C
-15 °C -15 °C 36 °C -15 °C
-20 °C -20 °C - 20 °C -20 °C

Betrachtet die Körpertemperaturen der Tiere!


Überlegt, was mit den Tieren jeweils geschieht, wenn sich deren Körpertemperatur
verändert! Beachtet dabei auch jeweils die Außentemperatur des Verstecks!

3. Klärt in diesem Zusammenhang mit einem Biologiebuch die Begriffe


"Winterruhe", "Winterschlaf" und "Winterstarre"!
Füllt dazu eine Tabelle nach dem folgenden Muster aus! Nachforschen

Winterruhe Winterschlaf Winterstarre

Körpertemperatur

Besonderheiten

Beispiele

4. Informiert euch über Maßnahmen der Winterfütterung von Tieren!


Warum ist für manche Tiere die Winterfütterung notwendig?
Warum wird aber auch Kritik an der Winterfütterung geübt?
Nachforschen

+C
PING SH.78.03.02.94.0.3.06B 3.06 B
5. Ihr könnt zu diesem Thema auch einen Versuch durchführen.

Ihr benötigt: 3 gleich große Flaschen,


Thermometer, Untersuchen
Plastiktüte,
Stück Tierfell oder Pelz

Versuchsdurchführung: (siehe Abbildung)

aus : Biologie Heute 1, Schrödel, Hannover, 1982

Füllt 3 gleich große Flaschen mit warmem Wasser!


Messt die Temperaturen mit einem Thermometer!
Stellt eine Flasche in eine Plastiktüte,die mit Luft gefüllt ist! Bindet diese am Flaschenhals
zu!
Umhüllt die zweite Flasche mit einem Stück Tierfell oder Pelz!
Lasst die dritte Flasche zur Kontrolle uneingepackt!
Stellt die drei Flaschen an einen kühlen Ort!
Messt die Temperaturen nach etwa 20 Minuten erneut!

Auswertung:

Vergleicht die gemessenen Temperaturen!


Erklärt, was dieser Versuch mit der Überwinterung von Tieren zu tun hat!

PING SH.78.03.02.94.0.3.06C 3.06 C


2. Im Verlauf eines sehr kalten Winters wurden an den Überwinterungs-
plätzen eines Maulwurfs, eines Igels und einer Kreuzotter folgende
Temperaturen gemessen :
Entdecken

Temperatur des Körpertemperatur


Verstecks des Maulwurfs des Igels der Kreuzotter
30 °C 39 °C 36 °C 30 °C
25 °C 39 °C 36 °C 25 °C
20 °C 39 °C 36 °C 20 °C
15 °C 39 °C 36 °C 15 °C
10 °C 39 °C 35 °C 10 °C
5 °C 39 °C 5 °C 5 °C
0 °C 0 °C 2 °C 0 °C
-5 °C - 5 °C 36 °C -5 °C
-10 °C -10 °C 36 °C -10 °C
-15 °C -15 °C 36 °C -15 °C
-20 °C -20 °C - 20 °C -20 °C

Betrachtet die Körpertemperaturen der Tiere!


Überlegt, was mit den Tieren jeweils geschieht, wenn sich deren Körpertemperatur
verändert! Beachtet dabei auch jeweils die Außentemperatur des Verstecks!

3. Klärt in diesem Zusammenhang mit einem Biologiebuch die Begriffe


"Winterruhe", "Winterschlaf" und "Winterstarre"!
Füllt dazu eine Tabelle nach dem folgenden Muster aus! Nachforschen

Winterruhe Winterschlaf Winterstarre

Körpertemperatur

Besonderheiten

Beispiele

4. Informiert euch über Maßnahmen der Winterfütterung von Tieren!


Warum ist für manche Tiere die Winterfütterung notwendig?
Warum wird aber auch Kritik an der Winterfütterung geübt?
Nachforschen

+C
PING SH.78.03.02.94.0.3.06B 3.06 B
5. Ihr könnt zu diesem Thema auch einen Versuch durchführen.

Ihr benötigt: 3 gleich große Flaschen,


Thermometer, Untersuchen
Plastiktüte,
Stück Tierfell oder Pelz

Versuchsdurchführung: (siehe Abbildung)

aus : Biologie Heute 1, Schrödel, Hannover, 1982

Füllt 3 gleich große Flaschen mit warmem Wasser!


Messt die Temperaturen mit einem Thermometer!
Stellt eine Flasche in eine Plastiktüte,die mit Luft gefüllt ist! Bindet diese am Flaschenhals
zu!
Umhüllt die zweite Flasche mit einem Stück Tierfell oder Pelz!
Lasst die dritte Flasche zur Kontrolle uneingepackt!
Stellt die drei Flaschen an einen kühlen Ort!
Messt die Temperaturen nach etwa 20 Minuten erneut!

Auswertung:

Vergleicht die gemessenen Temperaturen!


Erklärt, was dieser Versuch mit der Überwinterung von Tieren zu tun hat!

PING SH.78.03.02.94.0.3.06C 3.06 C


Wir
ernähren uns Ernähren im Kreislauf der Natur
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Tiere überstehen den Winter
info

n + H ilf e n
Viele Tiere nehmen vor den Unbilden des Winters

Info
einfach Reißaus. Bevor es kalt wird, im Herbst schon,

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In
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siehst du Schwärme von Zugvögeln in wärmere rm ilf
a ti o n e n + H
Länder ziehen. Auch manche Säugetiere, wie Ren und
Bison, unternehmen weite Wanderungen nach Süden.
Aber die meisten Tiere können nicht fliegen oder sind
zu klein, um solche Strecken zurücklegen zu können.
Sie müssen überwintern.

Ihr könnt hier erfahren, wie sie dies durch


Winterstarre, Winterschlaf und Winterruhe
schaffen.
1. Winterstarre
Fische, Lurche und Kriechtiere sind wechselwarme Tiere. Ihre Körperwärme richtet sich
nach der Außentemperatur. Je wärmer es ist, desto lebhafter sind sie. Mit zunehmender
Kälte werden sie immer träger. Dennoch sind sie der Hitze und der Kälte nicht völlig
ausgeliefert. Wenn sie frieren, suchen sie den Sonnenschein auf, wenn es zu heiß ist, den
Schatten. Gegen lang anhaltende Kälte jedoch können sie sich auf diese Weise nicht
mehr schützen.Sie alle werden im Winter so kalt, da sie steif und starr werden.
Winterstarre sagt man dazu.
Dabei ergeht es den Fischen am besten. Selbst wenn tiefer Frost herrscht und der See an
der Oberfläche zufriert, sinkt die Wassertemperatur in der Tiefe nicht unter 0 C. Karpfen,
Schleie und Aale, auch der Teichfrosch und die Sumpfschildkröte, überdauern den Winter
im schlammigen, wärmeren Grund der Gewässer. Viele Lurche jedoch und die meisten
Kriechtiere müssen an Land überwintern. Dazu suchen sie im Spätherbst windsichere,
frostgeschützte Quartiere auf.

2. Winterschlaf
Vögel und Säugetiere sind gleichwarme Tiere. Federkleid oder Pelz und manchmal auch
eine Fettschicht helfen ihnen, die Wärme in ihrem Körper zu halten. Sie sind von der
Außentemperatur ziemlich unabhängig. Nur solche Tiere können die kältesten Gegenden
unserer Erde besiedeln: der Pinguin die Antarktis, das Gebiet um den Südpol, und der
Eisbär die Arktis, das Gebiet um den Nordpol. Auch bei uns überstehen viele Vögel und
Säugetiere so den Winter ohne Schaden, wie beispielsweise Reh und Hirsch,
Wildschwein und Gemse, Fuchs und Marder und die meisten Eulen. Beim herbstlichen
Haar- und Federwechsel bekommen sie ein dichteres Winterfell und ein daunenreiches
Gefieder. Bei Hermelin, Schneehase und Schneehuhn dient das weiße Winterkleid
zugleich als Tarnung. B +
PING SH.78.03.02.94.0.3.07A 3.07 A
Trotzdem bereitet der Winter Säugetieren und Vögeln große Schwierigkeiten: Während die
Zugvögel wegen der Futterknappheit nach Süden ziehen und die Standvögel ihre Ernährung
umstellen, halten manche Säugtiere während der kalten, nahrungsarmen Jahreszeit
Winterschlaf.

Igel und Hamster gehören dazu, Murmeltier und Fledermaus, Siebenschläfer, und einige
andere. Die meisten von ihnen treffen schon im Herbst Vorbereitungen dafür. Alle
Winterschläfer haben in der Zeit vorher viel Fett angesetzt. Davon zehren sie jetzt, wenn sie,
zu einer Kugel eingerollt, in tiefen Schlaf fallen. Der Hamster kann es sich leisten, von Zeit
zu Zeit aufzuwachen. Er hat nämlich Vorräte angelegt und frisst jetzt davon.

Während des Winterschlafs sinkt die Körpertemperatur der Tiere. Die Zahl ihrer Atemzüge
und Herzschläge geht zurück. Der Stoffwechsel ist dadurch verringert, weniger Fettreserven
werden verbraucht. Sobald die Körpertemperatur aber einen bestimmten Tiefstand erreicht
hat, wacht das Tier auf und heizt seinen Körper wieder an, bevor es erneut in Schlaf fällt.
Dies ist eine wichtige biologische Sicherung gegen das Erfrieren.

3. Winterruhe

Einige Säugetiere, die keinen Winterschlaf kennen, ziehen sich bei ungünstiger Witterung
während des Winters dennoch in ein Versteck zurück, um hier in Schlaf zu fallen. Da ihre
Körpertemperatur dabei nicht wie bei den echten Winterschläfern absinkt, spricht man von
Winterruhe.
Das Eichhörnchen verbringt den Winter in seinem Kobel. Von Zeit zu Zeit wacht es auf und
holt sich Nüsse und Eicheln. Auch Dachs und Bär halten eine ausgedehnte Winterruhe.

PING SH.78.03.02.94.0.3.07B 3.07 B


Trotzdem bereitet der Winter Säugetieren und Vögeln große Schwierigkeiten: Während die
Zugvögel wegen der Futterknappheit nach Süden ziehen und die Standvögel ihre Ernährung
umstellen, halten manche Säugtiere während der kalten, nahrungsarmen Jahreszeit
Winterschlaf.

Igel und Hamster gehören dazu, Murmeltier und Fledermaus, Siebenschläfer, und einige
andere. Die meisten von ihnen treffen schon im Herbst Vorbereitungen dafür. Alle
Winterschläfer haben in der Zeit vorher viel Fett angesetzt. Davon zehren sie jetzt, wenn sie,
zu einer Kugel eingerollt, in tiefen Schlaf fallen. Der Hamster kann es sich leisten, von Zeit
zu Zeit aufzuwachen. Er hat nämlich Vorräte angelegt und frisst jetzt davon.

Während des Winterschlafs sinkt die Körpertemperatur der Tiere. Die Zahl ihrer Atemzüge
und Herzschläge geht zurück. Der Stoffwechsel ist dadurch verringert, weniger Fettreserven
werden verbraucht. Sobald die Körpertemperatur aber einen bestimmten Tiefstand erreicht
hat, wacht das Tier auf und heizt seinen Körper wieder an, bevor es erneut in Schlaf fällt.
Dies ist eine wichtige biologische Sicherung gegen das Erfrieren.

3. Winterruhe

Einige Säugetiere, die keinen Winterschlaf kennen, ziehen sich bei ungünstiger Witterung
während des Winters dennoch in ein Versteck zurück, um hier in Schlaf zu fallen. Da ihre
Körpertemperatur dabei nicht wie bei den echten Winterschläfern absinkt, spricht man von
Winterruhe.
Das Eichhörnchen verbringt den Winter in seinem Kobel. Von Zeit zu Zeit wacht es auf und
holt sich Nüsse und Eicheln. Auch Dachs und Bär halten eine ausgedehnte Winterruhe.

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Wir
ernähren uns Ernähren im Kreislauf der Natur

Von deutschen ? Landen


frisch auf den Tisch Entdecken
Weintrauben im Frühjahr, Apfelsinen im Sommer, Tomaten im Winter sind für uns eine
Selbstverständlichkeit. Wir brauchen nur in den Supermarkt zu gehen und uns damit zu versorgen.
Versucht einmal herauszufinden, aus welchen Teilen der Erde der Supermarkt bei euch um die Ecke Obst und
Gemüse anbietet. Denkt auch einmal darüber nach, welche Vor- und Nachteile solch ein Angebot hat.

Aufgaben:Verschafft euch einen Überblick über das Angebot in der Obst- und
Gemüseabteilung eines Supermarktes und achtet auf die Angaben über die
Herkunftsländer!

Erstellt eine Übersicht über die Herkunft der Waren auf einer Weltkarte. Welche
Waren haben den weitesten Weg?

Einige dieser Gemüse- und Obstsorten wachsen bei uns zu einer bestimmten
Jahreszeit. Verschafft euch einen Überblick darüber, was in eurer Umgebung
angebaut wird und wann es reift. Vergleicht mit dem Angebot des Supermarktes!

Erwägt die Vor- und Nachteile dieses erweiterten Angebots des Supermarktes!
Berücksichtigt dabei auch die Information aus der Frankfurter Rundschau vom
August 1993 unter der Überschrift "Essen gegen den Treibhauseffekt" und den
3.10 Frischobstangebote im Jahreslauf

+ info-BOGEN
Essen gegen den Treibhauseffekt
Was der einzelne im täglichen Leben gegen Treibhaus-
effekt und Sommersmog tun kann, hat sich allmählich
herumgesprochen: Verzicht auf Autofahren, keine Spray-
dosen, abgasarme Heizungen, am besten Sonnenkollektoren
auf´s Dach. Die Verbraucher-Zentrale Hessen (VZH) hat jetzt
neue Möglichkeiten umweltgerechten Handelns aufgezeigt:
"Klimaschutz", heißt es, "fängt beim Essen an."
Und nachzulesen ist es in dem Buch "Schlechtwetter für
unser Klima", das die Verbraucherschützer für 14 Mark in
ihren Beratungsstellen verteiben. Beispiele? Den wenigsten
sei bewusst, "dass ein Apfel aus Neuseeland einen rund
23000 Kilometer langen, energieaufwendigen Weg hinter
sich hat" oder dass "ein einziger Kopfsalat im winterlichen
Unterglasbau einen Liter Heizöl benötigt".
Statt Frühjahrserdbeeren, Mai-Trauben und Ganzjahres-
Kiwis aus oft weit entfernten südlichen Ländern sollte der
energiebewusste Verbraucher also besser regionale,
saisongerechte Produkte in den Einkaufswagen legen. "Buy
hessisch"- die heimischen Landwirtschaftverbände werden`s
mit Freude lesen. mat
FR Aug. 93

PING SH.78.03.02.94.0.3.08A 3.08


Wir
ernähren uns Ernähren im Kreislauf der Natur
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Frischobstangebote im Jahreslauf

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Monate Jan. Febr. M ä


rz April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez.

Äpfel l l l l m m m m l l l l
Aprikosen m l l l m
Birnen m m m m m m m l l l l l
Brombeeren m l l m
Erdbeeren m m l l l m m m
Himbeeren m l l m
Holunderbeeren m l m
Johannisbeeren m l l
Kirschen m l l m
Pfirsiche/Nektarinen m m l l l m m m
Pflaumen/Zwetschen m m m l l l m
Preiselbeeren m m m m l l l m
Quitten m m m
Stachelbeeren m m m
Weintrauben m m m m m m l l l l m m
Südfrüchte und andere exotische Früchte
Ananas l l l l m m m m l l l l
Apfelsinen l l l l l l m m m m l l
Avocados l l l l m m m m m l l l
Bananen m l l l l l l l l l l l
Clementinen/ l l m m l l
Satsumas
Granatäpfel m m m
Grapefruits l l l l m m m m m l l l
Kakifrüchte m m m
Kiwis l l l m m l l l l l l l
Mangos m m m m m m m m m m m m
Passionsfrüchte m m m m m m m m m
Zitronen l l l l l l m m m l l l

l = Monate starker Abgebote


m = Monate geringerer Angebote

aus: AID Verbraucherdienst: Obst und Gem ü


se haltbarmachen, No. 1124, 1992

PING SH.78.03.02.94.0.3.09A 3.09


Wir
ernähren uns Ernähren im Kreislauf der Natur

Essen Menschen unterschiedlichen Alters


Nachforschen
auch Verschiedenes ?
Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Entwicklung haben unterschiedliche Bedürfnisse.
Während das Baby liegt oder krabbelt, ist das Kleinkind vor Bewegungsdrang kaum zu halten. Es läuft und
läuft und läuft. Anders der ältere Mensch. Häufig fällt ihm das Gehen schon wieder schwerer.
Hier sollt ihr einmal herausfinden, ob Menschen unterschiedlichen Alters auch verschiedene Ansprüche
an Ihre Ernährung haben!

1. Vergleicht, was Babies, Kleinkinder, Jugendliche, Erwachsene mittleren Alters und ältere
Erwachsene essen!
Führt entsprechende Befragungen durch!
Vielleicht habt ihr auch die Möglichkeit, dazu verschiedene Ernährungsprotokolle
aufzustellen. (Bittet eure Eltern, Großeltern, ... um Hilfe!)

2. Erklärt Unterschiede und Gemeinsamkeiten!

PING SH.78.03.02.94.0.3.10A 3.10


Produktanordnung im Ernährung im
Supermarkt Kreislauf der Natur

Bestimmt gibt es bei euch in der Nähe einen Supermarkt. Du gehst dort einkaufen oder begleitest
Freunde oder Eltern biem Einkaufen.

Findet heraus, wie Süßigkeiten im Supermarkt angeordnet sind, und warum


viele mehr einkaufen, als sie wirklich wollen.
Entdecken

Ihr braucht: ein Blatt Schreibpapier, eine Unterlage und einen Schreiber

1. Besucht einen Supermarkt in eurer Nähe. Fragt dort den Leiter/ die Leiterin, ob ihr einige
Dinge beobachten dürft.

2. Betrachtet die Süßigkeiten- , Keks- und Kuchenregale und fertigt


Übersichtsskizzen an.

3. Notiert die Anordnungen der unterschiedlichen Waren im Regal ( von oben


nach unten) der Reihe nach.
- Was fällt euch als erstes auf?
- Welche Waren sind griffbereit?
- Welche Waren liegen unten ?
Findet eine Erklärung für eure Beobachtungen.

4. Fragt nun die Leiterin/ den Leiter oder eine Verkäuferin/ einen Verkäufer, ob
euere Beobachtungen und Erklärungen richtig sind.

Skizze:

Vergleicht eure Beobachtungen mit denen eurer Mitschülerinnen und Mitschülern.


SH781.99

Worauf achtet ihr auf eurem nächsten Einkauf im Supermarkt?


Welche Fragen sind offen gebleiben? Welchen wollt ihr weiter nachgehen?
PING

Wir ernähren uns 3.11


Wie gut löscht Wirkung des
Ernährens
Saft den Durst?

Jeder kennt ihn, den Durst. Besonders an heißen Tagen und bei großer körperlicher Anstrengung
seid ihr bestimmt schon von ihm gequält worden. Wenn man ihn nicht löscht, ist man in wenigen
Tagen tot. In einem trocken-heißen Wüstenklima kann der Tod schon nach wenigen Stunden
eintreten.

Hier könnt ihr herausfinden, warum wir trinken müssen.

Was geschieht in unserem Körper, wenn wir Durst haben?


Nachforschen

Lest die folgenden Erklärungen. Kennzeichnet beim Lesen alle schwierigen


Wörter und klärt sie mit geeigneten Mitteln auf!

1 Durst bezeichnet den Drang, etwas trinken zu müssen. Dieses Gefühl entsteht im
Gehirn.
Schwerer Durst meint einen lebensbedrohlichen Wassermangel, der sich z. B. nach
einem mehrstündigen Marsch durch die Wüste ohne Wasser einstellt. Als Folge treten
5 Schluckbeschwerden, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Benommenheit auf. Wenn dann
nicht bald Wasser getrunken wird, droht das Verdursten. In diesem Zustand steigt die
Körpertemperatur bedrohlich an, der Betroffene bekommt Halluzinationen, fällt
alsbald in tiefe Bewusstlosigkeit, die dann zum Tod führt.
Das Durstgefühl wird ausgelöst durch Wasserverlust und somit durch eine Erhöhung
10 der Salzkonzentration im Blut. Durch Wasseraufnahme können die normalen
Verhältnisse wieder hergestellt werden. Der Wasserverlust in heißem Klima, der
ausgeglichen werden muss, kann täglich bis zu zwölf Litern betragen.
Wasserverlust in Prozent des Körpergewichts

Lebensgefahr über
6%

Krämpfe 6%

Kraftlosigkeit 5%
SH78.03.02.01.3.20A

4%
verminderte
Leistung und
Ausdauer
3
Anstieg der
2 Körpertemperatur
1
PING

Beantwortet folgende Fragen schriftlich in eurem Nawi - Ordner!


a) Welche Ursache hat der Durst?
b) Welche unterschiedlich schweren Durstformen könnt ihr unterscheiden?
c) Welche Folgen hat Wassermangel für euren Körper?
Wir ernähren uns 3.20A +B
Wie gut löscht Saft den Durst?

Welche Getränke - glaubt ihr - löschen euren Durst am besten?


Nachforschen

Sammelt Namen von Getränken, die ihr üblicherweise zu zu euch nehmt!

Erstellt daraus eine Getränkeliste: Ganz oben steht das Getränk, das eurer
Meinung nach am besten Durst löschen kann. Die anderen ordnet ihr absteigend
darunter an, so dass ganz am Schluss das Getränk steht, das am wenigsten
durststillend ist.

Beantwortet danach die Fragen, welche Zusammensetzung die guten bzw. die
schlechten Durstlöscher haben und wie man den Flüssigkeitsbedarf von stündlich 150
ml am besten decken kann. Berücksichtigt dabei, dass es gut ist, regelmäßig zu
trinken, auch wenn man keinen Durst hat.

Stellt euch eure Trinkpläne in der Tischgruppe gegenseitig vor und ergänzt sie
gegebenenfalls!

Einigt euch danach auf den besten Durstlöscher. Ist das kein Saft, wählt ihr
einen, der diesem Getränk am nächsten kommt. Begründet eure Auswahl
schriftlich!

"Zitronenlimo
löscht meinen
Durst am "Na ja, die schmeckt
besten." zwar gut, aber
ich bekomme
davon noch
mehr Durst."

Hängt das Ergebnis in der Klasse aus!

Vergleicht alle Ergebnisse miteinander und klärt Meinungsverschiedenheiten!


SH78.03.02.01.3.20B

Überlegt, wie wichtig es für euch ist, im Schul-Bistro einen guten Durstlöscher
kaufen zu können. Welches Getränk kommt dafür in Frage?

? Was konnte nicht aufgeklärt werden? Schreibt das für eine spätere Bearbeitung auf!
PING

Wir ernähren uns 3.20B


Wie gut löscht Saft den Durst?

Welche Getränke - glaubt ihr - löschen euren Durst am besten?


Nachforschen

Sammelt Namen von Getränken, die ihr üblicherweise zu zu euch nehmt!

Erstellt daraus eine Getränkeliste: Ganz oben steht das Getränk, das eurer
Meinung nach am besten Durst löschen kann. Die anderen ordnet ihr absteigend
darunter an, so dass ganz am Schluss das Getränk steht, das am wenigsten
durststillend ist.

Beantwortet danach die Fragen, welche Zusammensetzung die guten bzw. die
schlechten Durstlöscher haben und wie man den Flüssigkeitsbedarf von stündlich 150
ml am besten decken kann. Berücksichtigt dabei, dass es gut ist, regelmäßig zu
trinken, auch wenn man keinen Durst hat.

Stellt euch eure Trinkpläne in der Tischgruppe gegenseitig vor und ergänzt sie
gegebenenfalls!

Einigt euch danach auf den besten Durstlöscher. Ist das kein Saft, wählt ihr
einen, der diesem Getränk am nächsten kommt. Begründet eure Auswahl
schriftlich!

"Zitronenlimo
löscht meinen
Durst am "Na ja, die schmeckt
besten." zwar gut, aber
ich bekomme
davon noch
mehr Durst."

Hängt das Ergebnis in der Klasse aus!

Vergleicht alle Ergebnisse miteinander und klärt Meinungsverschiedenheiten!


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Überlegt, wie wichtig es für euch ist, im Schul-Bistro einen guten Durstlöscher
kaufen zu können. Welches Getränk kommt dafür in Frage?

? Was konnte nicht aufgeklärt werden? Schreibt das für eine spätere Bearbeitung auf!
PING

Wir ernähren uns 3.20B


Unsere Sinne trinken mit! Wirkung des Ernährens

Dein ganzes Gesicht verzieht sich, wenn du ein zu saures Getränk trinkst. Diese körperliche
Auswirkung von unangenehmen Geschmackserlebnissen findet sich auch in der Umgangssprache
wieder. Jeder von euch kennt den Ausdruck "Sie ist sauer!"; "Er macht eine bittere Miene"; "Sie
lächelt süß-sauer".
Ihr könnt der Frage nachgehen, welche Bedeutung das Riechen und Schmecken für
die Auswahl von Getränken hat.

Wie erkennen wir den Geschmack eines Getränks?


Nachforschen

Klärt die folgende Fragen:

* Welche verschiedene Geschmackseindrücke erfasst die Zunge?


* Wie und wo werden diese Geschmackseindrücke auf der Zunge erfasst?
* Wie können wir die feinen Geschmacksunterscheidungen treffen?

Benutzt Biologiebücher, Lexika oder CD-ROMs über den menschlichen Körper.

Führt die Untersuchungen des Bogens ??? ("Beobachtungen im Mund und in der
Speiseröhre") durch, um herauszufinden, wie unser Schmecken funktioniert.

Notiert eure kurzen Antworten oder erstellt übersichtliche Skizzen.


Klärt die euch unbekannten Fachbegriffe.

Überlegt und notiert, welche Bedeutung euer Geschmacksempfinden für die Auswahl
von Getränken hat.

Welche Bedeutung haben Geschmack und Geruch beim Essen und Trinken?
Nachforschen

Lest euch den nachfolgenden Text zweimal durch.


SH78.03.02.01.3.21A

Notiert beim zweiten Lesen alle unbekannten Fachausdrücke und klärt anschließend
ihre Bedeutung. Dann erst beantwortet ihr die folgenden Fragen:

* Welche Funktionen haben die Sinne Geschmack und Geruch?


* Welche Reaktionen lösen Geschmack und Geruch bei uns aus?
PING

Wir ernähren uns 3.21A +B


Unsere Sinne trinken mit!

Vom Reiz der Sinne


Der Geschmackssinn hat zwei wichtige Aufgaben: Prüfen der Nahrung auf
unverdauliche oder giftige Stoffe und die Steuerung der Verdauungsstoffe über
die Verdauungsdrüsen.
5 Ein Pilzsammler, der versehentlich einen Bitterröhrling im Pilzgericht
Beispiel:
verarbeitet hat, schmeckt den Bitterstoff des Pilzes sehr schnell. Das Gericht ist
ungenießbar. Es kann zu Würgereaktionen kommen.
In der sprachlosen Welt der Tiere ist der Geruchssinn das wichtigste
Kommunikationsmittel neben dem Sehen. Die Tiere sind damit in der Lage,
Nahrung10 und Partner zur Fortpflanzung zu finden. Über kleinste Teile
(Moleküle) werden die Signale in der Nase von Empfängern (Rezeptoren)
aufgenommen. Elektrische Impulse leiten die Information an das Gehirn weiter.
Das Tier wertet die Information aus und handelt danach. Bei uns Menschen
funktioniert das genauso. Die Düfte beeinflussen bei uns Menschen unseren
Körper15und unseren Geist. Die Informationen gelangen in den ältesten Teil
unseres Gehirns, in das sogenannte "Limbische System" und in den
"Hypothalamus". Dieses System beeinflusst unsere Gefühle und Stimmungen
entscheidend.
Gerüche nehmen wir sehr früh im Leben wahr. Wir können uns sehr lange an
Gerüche 20erinnern. Bereits 14 Tage nach der Geburt können die Säuglinge die
Brust ihrer Mutter von anderen unterscheiden. Später erinnern wir uns bei
einem bestimmt Geruch schnell an ein leckeres Essen oder Getränk. Häufig
sehen wir auch die Situation vor uns, wie und wann wir dieses gegessen oder
getrunken haben.
Die Grundlage des Textes bildet das Buch von Alfred Maelicke (Hrsg.), 1990:

Welche Erinnerungen lösen Geschmack und Geruch von Getränken


Untersuchen bei uns aus?

Ihr braucht: mehrere Versuchspersonen, Augenbinden, 4 Becher, "Komm,


Bananensaft, Orangensaft, warme Milch, heißen Kamillentee ich verbinde
dir deine Augen.
Lasst die Versuchspersonen die Getränke mit Dann probierst
SH78.03.02.01.3.21B

du die Getränke
verbundenen Augen riechen und bestimmen.
und sagst mir
wonach sie
Notiert, welche Erinnerungen die Gerüche des schmecken."
Getränkes bei den Versuchspersonen auslösen.

Sucht euch die Erinnerungen heraus, die euch


besonders beeindrucken.
PING

Überlegt, warum eure Mitschülerinnen und


Mitschüler sich bei dem Geruch eines Getränkes
an eine bestimmte Situation erinnern können.

Wir ernähren uns 3.21B +C


Unsere Sinne trinken mit!

Stellt die Ergebnisse der Anregungen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.

Haltet gemeinsam fest, was die Ergebnisse für die Auswahl der Getränke
bedeuten.

Sind Fragen ungeklärt geblieben?


? Wie geht ihr weiter vor?
SH78.03.02.01.3.21C
PING

Wir ernähren uns 3.21C


Unsere Sinne trinken mit!

Vom Reiz der Sinne


Der Geschmackssinn hat zwei wichtige Aufgaben: Prüfen der Nahrung auf
unverdauliche oder giftige Stoffe und die Steuerung der Verdauungsstoffe über
die Verdauungsdrüsen.
5 Ein Pilzsammler, der versehentlich einen Bitterröhrling im Pilzgericht
Beispiel:
verarbeitet hat, schmeckt den Bitterstoff des Pilzes sehr schnell. Das Gericht ist
ungenießbar. Es kann zu Würgereaktionen kommen.
In der sprachlosen Welt der Tiere ist der Geruchssinn das wichtigste
Kommunikationsmittel neben dem Sehen. Die Tiere sind damit in der Lage,
Nahrung10 und Partner zur Fortpflanzung zu finden. Über kleinste Teile
(Moleküle) werden die Signale in der Nase von Empfängern (Rezeptoren)
aufgenommen. Elektrische Impulse leiten die Information an das Gehirn weiter.
Das Tier wertet die Information aus und handelt danach. Bei uns Menschen
funktioniert das genauso. Die Düfte beeinflussen bei uns Menschen unseren
Körper15und unseren Geist. Die Informationen gelangen in den ältesten Teil
unseres Gehirns, in das sogenannte "Limbische System" und in den
"Hypothalamus". Dieses System beeinflusst unsere Gefühle und Stimmungen
entscheidend.
Gerüche nehmen wir sehr früh im Leben wahr. Wir können uns sehr lange an
Gerüche 20erinnern. Bereits 14 Tage nach der Geburt können die Säuglinge die
Brust ihrer Mutter von anderen unterscheiden. Später erinnern wir uns bei
einem bestimmt Geruch schnell an ein leckeres Essen oder Getränk. Häufig
sehen wir auch die Situation vor uns, wie und wann wir dieses gegessen oder
getrunken haben.
Die Grundlage des Textes bildet das Buch von Alfred Maelicke (Hrsg.), 1990:

Welche Erinnerungen lösen Geschmack und Geruch von Getränken


Untersuchen bei uns aus?

Ihr braucht: mehrere Versuchspersonen, Augenbinden, 4 Becher, "Komm,


Bananensaft, Orangensaft, warme Milch, heißen Kamillentee ich verbinde
dir deine Augen.
Lasst die Versuchspersonen die Getränke mit Dann probierst
SH78.03.02.01.3.21B

du die Getränke
verbundenen Augen riechen und bestimmen.
und sagst mir
wonach sie
Notiert, welche Erinnerungen die Gerüche des schmecken."
Getränkes bei den Versuchspersonen auslösen.

Sucht euch die Erinnerungen heraus, die euch


besonders beeindrucken.
PING

Überlegt, warum eure Mitschülerinnen und


Mitschüler sich bei dem Geruch eines Getränkes
an eine bestimmte Situation erinnern können.

Wir ernähren uns 3.21B +C


Unsere Sinne trinken mit!

Stellt die Ergebnisse der Anregungen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.

Haltet gemeinsam fest, was die Ergebnisse für die Auswahl der Getränke
bedeuten.

Sind Fragen ungeklärt geblieben?


? Wie geht ihr weiter vor?
SH78.03.02.01.3.21C
PING

Wir ernähren uns 3.21C


Schmeiß mir mal ne` Cola
rüber!
Das Image von Getränken Wirkung des Ernährens

Werbung: Die sportliche Schönheit und der coole junge Mann an ihrer Seite halten beide das
kühle Getränke lässig in der Hand. - Die Szene vermittelt uns die Botschaft, "Mit dem Getränk
hast du beim anderen Geschlecht sofort Chancen!"

Ihr könnt entdecken, welches Image verschiedene Getränke bei euch Jugendlichen
haben.

Welche Getränke sind cool?


Entdecken

Ihr braucht: Getränkeverpackungen bzw. Flaschen von Getränken, die ihr gerne
trinkt. Es sollten auch nicht so häufig getrunkene Getränke dabei sein (z.B. Säfte aus
Fairem Handel)

Einigt euch auf fünf gängige Getränke.

Erstellt eine Tabelle, um zu erfassen, wie eure Mitschülerinnen und Mitschüler die
Getränke finden.

"So sollte die Tabelle aussehen.


Ich übertrage das Muster
auf ein leeres Blatt."

Getränk Eigenschaften Bewertung

s üß sprudelt gute Farbe "trinken alle" gute Werbung von 1 (sehr gut)
bis 6 (mangelhaft)

Sprite X X -- X X 2

Führt mit Hilfe der Tabelle eine Befragung in der Schule durch.
SH78.03.02.01.3.22A

Achtet dabei darauf, dass ihr Jugendliche aus allen Jahrgängen


in ungefähr gleicher Anzahl befragt.

Wertet die Ergebnisse übersichtlich aus (z. B. Rangordnung der beliebtesten Getränke,
wer macht die beste Werbung, Darstellung in Form eines Säulendigrammes usw.).

Überprüft und haltet fest, welche Eigenschaften zu einem guten Image


PING

eines Getränkes beitragen.

Stellt eure Ergebnisse euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor.

Wir ernähren uns 3.22A +B


Schmeiß mir mal ne`Cola rüber! - Das Image von Getränken

Welches Getränk wählt ihr aus, wenn ihr Freunde einladet?


Entdecken

Stellt euren Mitschülerinnen und Mitschülern verschiedene Getränke vor


und bittet sie um die Beantwortung eurer Fragen:
"Im Sommer
* Welche Getränke würdest du für deine Gäste auswählen? würde ich
* Warum würdest du diese Getränke auswählen? etwas kühles,
* Was würden deine Gäste über dich denken, wenn du auch erfrischendes
Orangensaft aus dem FAIREN HANDEL anbötest? auswählen."
* Was würden deine Gäste über dich denken, wenn du (nur) Milch
oder (nur) Wasser reichtest?
* Welches Getränk würde die Stimmung in Schwung bringen?

Ergänzt die Liste mit euren Fragen!

Wertet die Befragung aus:


* Welche Getränke wurden besonders oft genannt?
* Wie wurde die Wahl dieser häufig genannten Getränke begründet?
* Welche Kriterien zur Beurteilung der Getränke wurden genannt?
* Welches Image wird mit dem verbunden, der das bevorzugte Getränk trinkt?
* Welches Image wird mit dem verbunden, der die Getränke anbietet?
* Welches Image haben "gesunde" Getränke wie z.B. Wasser oder Milch?
* Welchen Einfluss hat der Preis des Getränks auf das Image eines Getränks?

Notiert, was euch aufgefallen ist.

Kreuzt an, wie ihr nach der Befragung die Kriterien zur Auswahl der Getränke
einschätzt.

sehr wichtig unwichtig


Image des Getränkes

Herkunft des Getränks


SH78.03.02.01.3.22B

Gesunde Wirkung

Image bei anderen

Geschmack, Aussehen und


Geruch des Getränks
PING

Wir ernähren uns 3.22B +C


Schmeiß mir mal ne`Cola rüber! - Das Image von Getränken

Welche Getränke würdet ihr für den Verkauf in der Cafeteria auswählen?
Nachforschen

Befragt eure Mitschülerinnen und Mitschüler zu den Getränken für die Cafeteria.
Stellt ihnen verschiedene Getränke vor und bittet sie um die Beantwortung eurer Fragen:

* Welches Getränk würdest du für dein Wohlbefinden auswählen?


Begründe deine Wahl.
* Was würden deine Mitschülerinnen und Mitschüler über dich
denken, wenn du Orangensaft aus dem Fairen Handel kaufen würdest?
* Welches Getränk würde deine Konzentration im Unterricht verbessern?

Ergänzt die Liste mit euren Fragen! "Hauptsache es schmeckt


und is` billig!
Wertet die Befragung aus:

* Welche Getränke wurden besonders oft genannt?


* Wie wurde die Wahl dieser häufig genannten Getränke begründet?
* Welche Kriterien zur Beurteilung der Getränke wurden genannt?
* Welches Image wird mit dem verbunden, der das Getränk trinkt?
* Welches Image haben "gesunde" Getränke wie z.B. Wasser und Milch?
* Wie wirkt sich der Preis auf das Image eines Getränks aus?

Notiert, was euch aufgefallen ist.

Kreuzt an, wie ihr nach der Befragung die Kriterien zur Auswahl der Getränke
einschätzt?

Image des Getränks: sehr wichtig unwichtig

Herkunft des Getränks:

Gesunde Wirkung
SH78.03.02.01.3.22C

Image bei anderen

Geschmack, Aussehen und


Geruch des Getränks

Welchen Unterschied gibt es zwischen "privaten Trinkvorlieben" und dem Trinken in


der Schule?
PING

Welche Bedeutung hat eure Auswertung bei der Entscheidung, welche Getränke in der
Cafeteria angeboten werden sollen?

Wir ernähren uns 3.22C


Schmeiß mir mal ne`Cola rüber! - Das Image von Getränken

Welches Getränk wählt ihr aus, wenn ihr Freunde einladet?


Entdecken

Stellt euren Mitschülerinnen und Mitschülern verschiedene Getränke vor


und bittet sie um die Beantwortung eurer Fragen:
"Im Sommer
* Welche Getränke würdest du für deine Gäste auswählen? würde ich
* Warum würdest du diese Getränke auswählen? etwas kühles,
* Was würden deine Gäste über dich denken, wenn du auch erfrischendes
Orangensaft aus dem FAIREN HANDEL anbötest? auswählen."
* Was würden deine Gäste über dich denken, wenn du (nur) Milch
oder (nur) Wasser reichtest?
* Welches Getränk würde die Stimmung in Schwung bringen?

Ergänzt die Liste mit euren Fragen!

Wertet die Befragung aus:


* Welche Getränke wurden besonders oft genannt?
* Wie wurde die Wahl dieser häufig genannten Getränke begründet?
* Welche Kriterien zur Beurteilung der Getränke wurden genannt?
* Welches Image wird mit dem verbunden, der das bevorzugte Getränk trinkt?
* Welches Image wird mit dem verbunden, der die Getränke anbietet?
* Welches Image haben "gesunde" Getränke wie z.B. Wasser oder Milch?
* Welchen Einfluss hat der Preis des Getränks auf das Image eines Getränks?

Notiert, was euch aufgefallen ist.

Kreuzt an, wie ihr nach der Befragung die Kriterien zur Auswahl der Getränke
einschätzt.

sehr wichtig unwichtig


Image des Getränkes

Herkunft des Getränks


SH78.03.02.01.3.22B

Gesunde Wirkung

Image bei anderen

Geschmack, Aussehen und


Geruch des Getränks
PING

Wir ernähren uns 3.22B +C


Schmeiß mir mal ne`Cola rüber! - Das Image von Getränken

Welche Getränke würdet ihr für den Verkauf in der Cafeteria auswählen?
Nachforschen

Befragt eure Mitschülerinnen und Mitschüler zu den Getränken für die Cafeteria.
Stellt ihnen verschiedene Getränke vor und bittet sie um die Beantwortung eurer Fragen:

* Welches Getränk würdest du für dein Wohlbefinden auswählen?


Begründe deine Wahl.
* Was würden deine Mitschülerinnen und Mitschüler über dich
denken, wenn du Orangensaft aus dem Fairen Handel kaufen würdest?
* Welches Getränk würde deine Konzentration im Unterricht verbessern?

Ergänzt die Liste mit euren Fragen! "Hauptsache es schmeckt


und is` billig!
Wertet die Befragung aus:

* Welche Getränke wurden besonders oft genannt?


* Wie wurde die Wahl dieser häufig genannten Getränke begründet?
* Welche Kriterien zur Beurteilung der Getränke wurden genannt?
* Welches Image wird mit dem verbunden, der das Getränk trinkt?
* Welches Image haben "gesunde" Getränke wie z.B. Wasser und Milch?
* Wie wirkt sich der Preis auf das Image eines Getränks aus?

Notiert, was euch aufgefallen ist.

Kreuzt an, wie ihr nach der Befragung die Kriterien zur Auswahl der Getränke
einschätzt?

Image des Getränks: sehr wichtig unwichtig

Herkunft des Getränks:

Gesunde Wirkung
SH78.03.02.01.3.22C

Image bei anderen

Geschmack, Aussehen und


Geruch des Getränks

Welchen Unterschied gibt es zwischen "privaten Trinkvorlieben" und dem Trinken in


der Schule?
PING

Welche Bedeutung hat eure Auswertung bei der Entscheidung, welche Getränke in der
Cafeteria angeboten werden sollen?

Wir ernähren uns 3.22C


Die (Ohn)Macht eures
Kaufverhaltens Wirkung des Ernährens

Auf den Verpackungen der Orangensaftgetränke ist häufig die Sonne abgebildet und manchmal
wird auch noch lächelnder Orangenpflücker gezeigt. Bekommt ihr dann auch Lust auf einen
Schluck frischen Orangensaft, um euch in Urlaubsstimmung zu versetzen?
Liefern uns solche Bilder die Wirklichkeit in Brasilien, von wo fast unser gesamter Orangensaft
herkommt?

Ihr könnt herausfinden, wie ihr durch euer Kaufverhalten die Lebensbedingungen von Menschen,
insbesondere von Jugendlichen in eurem Alter, in Brasilien verändern könnt!

Die drei Anregungen können arbeitsteilig bearbeitet werden. Wenn ihr das wollt, dann muss jede
Gruppe ihre Ergebnisse gut aufbereiten (z.B. mit Hilfe von Plakaten) und vorstellen!

Wie sind die Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeiterinnen und Arbeitern
auf Großplantagen des herkömmlichen Vertriebweges?
Nachforschen

Lest den folgenden Text über die üblichen Arbeits- und Lebensbedingungen auf den
Orangenplantagen in Brasilien!

Sidnei erzählt
1 Seit vier Stunden schon wühlt sich
Sidnei durch Blätter und Äste. Flink
schnappt sich der Zwölfjährige eine
Orange nach der anderen und stopft
5 sie in den großen umgehängten Sack.
Dann rückt er die Leiter zurecht, um
die Spitzen abzupflücken. Seit sieben
Uhr geht er von Baum zu Baum auf
einer Plantage, deren Ende nicht zu
10 sehen ist. Sidnei ist 12 Jahre alt und der Sack wird ca. 20kg
"Mein Alltag?" sieht er erstaunt auf. wiegen, bevor er ihn zur Sammelstelle bringt.
"Hm. Was soll ich dazu schon sagen?
Er besteht nur aus Arbeit. Da gibts wenig Zeit. Um fünf Uhr stehe ich auf, geh aus
dem Haus und nehme den Bus, der zum Orangenhain fährt. Wenn alles abgeerntet
15 werden soll, dauert das manchmal bis acht Uhr abends. Aber wenn es wie heute ist,
fahren wir um fünf oder halb sechs zurück."
SH78.03.02.01.3.23A

Seit einem Jahr arbeitet der kleine schmächtige Junge mit Vater und Bruder auf den
Orangenplantagen rund um die Stadt Itapolis im Inneren des Bundesstaates Sao Paulo.
60 Kisten zu je 30 Kilo füllt er pro Tag, die dann von einem Lastwagen abgeholt wer-
20 den. Wohin die Früchte gehen, interessiert ihn kaum. Dass sie auch in Übersee landen,
weiß er nicht. Seine Gedanken drehen sich um die Gefahren, die ständig auf ihn
lauern. Wie etwa die vielen Bienen, unter denen sich auch die agressiven "Killer-
bienen" zu finden sind, die oft in Schwärmen angreifen.
PING

Sidnei wischt sich den Schweiß von der Stirn. "Aber Schlangen gibt es auch. Wenn das
25 Gras hoch ist, muss man enorm vorsichtig sein. Wenn nicht, beissen sie dich. Und
dann musst du sehen, dass du schnell in ein Krankenhaus kommst. Der Junge schüttelt

Wir ernähren uns 3.23A +B


Die (Ohn)Macht eures Kaufverhaltens

sich. "Ich habe mal in einem Hain gearbeitet, wo es viele Klapperschlangen gab. Da
hatte ich ständig Angst."
Fast vergessen machen diese Gefahren aber die eigentlichen Lasten, die Sidneis Körper
30 ständig zu tragen hat. "Naja, schwer ist die Arbeit auch", brummelt der Junge. "Wir
müssen ja viele Kisten tragen, die Leitern und so, das ist schon schwer." Und nach
kurzem Nachdenken fällt ihm ein: " Ja, und schlecht ist es auch, wenn es regnet. Da ist
der Boden aufgeweicht, und wir arbeiten völlkommen durchnäßt. Du bekommst eine
Grippe und hast nicht mal das Geld dir Medikamente zu kaufen."
35 Am liebsten würde er ja in einer Bank arbeiten, gesteht der 12jährige noch, als er
zwischen den Blättern des nächsten Baumes verschwindet. Aber daraus wird wohl
nichts mehr. "Ich muss jetzt arbeiten, um zu Hause meinen Eltern zu helfen." Ohne die
Hilfe der beiden Söhne nämlich käme der Vater gerade auf einen Mindestlohn von
umgerechnet 30 Mark pro Tag (bei gleichem Preisniveau wie in Deutschland). Das
40 jedoch reicht für die siebenköpfige Familie nicht, die vor einigen Jahren hierher kam.
Und wer weiss, wie lange der Vater überhaupt noch mit seinen Rückenschmerzen
pflücken kann. Sidnei hat noch nicht einmal die vierte Klasse abgeschlossen.
Quelle: "Kinderarbeit und Orangensaft" von Uwe Pilmann und
Georg Krämer,; Bielefeld 1995

Beantwortet folgende Fragen:


- Wie viele Stunden arbeitet Sidnei pro Tag?
- Wie viele Kilogramm Orangen pflückt Sidnei täglich?
- Wenn Sidnei soviel schaffen würde wie sein Vater, wieviel würde er dann verdienen?
- Was geschieht mit dem Geld, das Sidnei verdient?
- Was macht die Arbeit als Orangenpflücker so unangenehm?
- Welchen Traumberuf hat Sidnei? Welche Möglichkeiten hat er, ihn auszuüben?

Erstellt auf einem Extrablatt eine Tabelle, in der


ihr euren Tagesablauf und den von Sidnei mit
einander vergleicht. Markiert die Stunden, in "Puh ...
denen Freizeit ist, grün und die Stunden, und ich stöhne schon,
in denen gearbeitet bzw. zur Schule wenn ich mein Zimmer
aufräumen soll."
gegangen wird, rot!
SH78.03.02.01.3.23B

Zeit Sidnei Ich


0-1 schlafen ...
1-2 ... ...
PING

Schreibt einen spannenden Zeitungsartikel zu dem Bericht von Sidnei.


Allerdings darf euer Artikel nur 50 Worte enthalten, damit er auch gedruckt wird!

Wir ernähren uns 3.23B +C


Die (Ohn)macht eures Kaufverhaltens

Was haben die Menschen davon, wenn sie als Saftproduzenten Mitglieder des
alternativen Handels (TransFair, Gepa, El Puente etc.) sind?
Nachforschen

Lest im Heft "Orangensaft" von TRANSFAIR die Seiten 4 - 9 und 12 - 15. Stellt die
Projekte APACO/CCA, CEALNOR, ACIPAR und Yucatán vor. Klärt auch die Frage,
wie die Hilfen finanziert werden.

Informiert euch über das Internet (www.gepa3.de), wie die Gepa Produzentengruppen
unterstützt. Stellt eure Informationen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!

Klärt mit dem folgenden Material, was El Puente ist, was sie durch die Vermarktung
des Orangensaftes erreichen wollen und wen sie damit unterstützen. Wendet euch
direkt an die Organisation und versucht noch weiteres Material zu beziehen!
Stellt auch diese Informationen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!
Informationen aus dem Faltblatt (Ausschnitte) von El Puente:

Es geht auch anders...


... z.B. auf Cuba. Hier profitieren die Arbeiterinnen und
O-Saft aus Kuba?
Arbeiter - sofern sie in staatlichen Betrieben arbeiten -
... kann ich ja
von den Errungenschaften des cubanischen Sozialsystems. mal probieren..."
Es gibt eine Krankenversicherung, die die Kosten für Medika-
mente übernimmt. Ist jemand arbeitsunfähig, werden ihm
bis zu 80% des Lohnes weitergezahlt. Stirbt ein Arbeiter,
geht seine Rentenversicherung auf seine Witwe oder auf die
minderjährigen Kinder über. Alte Menschen, Arbeitsunfähige
und alleinerziehende Mütter erhalten Sozialhilfe

Dieses Produkt
... stammt aus kooperativer Produktion und wurde von EL PUENTE
nach den Kriterien des Partnerschaftlichen Handels importiert.
Das bedeutet:
SH78.03.02.01.3.23C

* menschwürdige Produktionsbedingungen ohne Kinderarbeit


* Ausschaltung des profitorientierten Zwischenhandels
* Zahlung gerechter Preise und Vorfinanzierung der Produktion.
* Förderung von Gemeinschaftsaufgaben
* kontinuierliche Zusammenarbeit, langfristige Verträge
für eine selbstbestimmte Entwicklung unserer Partner in der
sogenannten Dritten Welt.
PING

Wir ernähren uns 3.23C +D


Die (Ohn)macht eures Kaufverhaltens

Damit diese Errungenschaften bleiben


... unterstützt EL PUENTE die cubanische Wirtschaft und bezieht Orangen- und
Pampelmusensaft von der Karibikinsel. Das Obst für den Saft wird von 17 Produk-
tionskooperativen gepflückt und an den Nationalen Zitrusfruchtboard verkauft.
Dieser gibt Orangen und Pampelmusen an das Verarbeitungskombinat "Lola Fruit"
weiter, wo alle cubanischen Früchte gepresst werden. Das Saftkonzentrat gelangt
über die belgische Fairhandelsorganisation OXFAM Wereldwinels nach Deutschland
und wird hier für EL PUENTE in Pfandflaschen abgefüllt. Der Saft enthält keinen
Zuckerzusatz.
Die Handelsabwicklung läuft über die staatlichen Stellen und noch bestehen keine
direkten Kontakte zu den Produzenten. OXFAM bemüht sich jedoch, ein Büro auf
Cuba aufzubauen, das perspektivisch dazu beitragen soll, direkt mit den Gruppen
zusammenzuarbeiten. Dann kann auch über direkte Zusatzzahlungen für konkrete
Projekte nachgedacht werden.

El PUENTE
... ist eine Organisation des Partnerschaftlichen Handels. Als "Brücke" zwischen
Nord und Süd unterstützt und fördert die EL PUENTE GmbH Kleinbetriebe und
Genossenschaften in Entwicklungsländern durch Import und Vertrieb ihrer Produkte
in der Bundesrepublik Deutschland.
Begleitend zum Warenhandel betreibt EL PUENTE entwicklungspolitische Öffent-
lichkeits- und Bildungsarbeit.

EL PUENTE GmbH, Hildesheimerstr. 34


31877 Harsum-Asel, Tel.: 05127-98860-0 Fax: -28

Woran ist ein umwelt- und/oder sozialverträglich hergestellter Orangensaft (oder


Nachforschen auch ein anderes Produkt) zu erkennen?

Findet heraus, was die unterschiedlichen Siegel bedeuten und welche Glaubwürdigkeit
sich hinter der Vergabe der Siegel verbirgt! Geht dazu auf die Internetadresse:
http://www.label-online.de
- Stellt eure Ergebnisse euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!
SH78.03.02.01.3.23D

Haltet fest, wie ihr die Ergebnisse für die Auswahl eines Orangensaftgetränkes
berücksichtigen wollt.

"Ja, das stimmt, aber erstens schmeckt mir der O-Saft


aus Kuba gut und zweitens ist mirwichtig, dass die
einfachen Leute auf dem Land mit diesem Projekt
PING

unterstützt werden."

"Naja, Kuba ist kein demokratischer Staat.


Ob es sinnvoll ist, Kuba zu unterstützen?
Darüber kann man geteilter Meinung sein."

Wir ernähren uns 3.23D


Die (Ohn)Macht eures Kaufverhaltens

sich. "Ich habe mal in einem Hain gearbeitet, wo es viele Klapperschlangen gab. Da
hatte ich ständig Angst."
Fast vergessen machen diese Gefahren aber die eigentlichen Lasten, die Sidneis Körper
30 ständig zu tragen hat. "Naja, schwer ist die Arbeit auch", brummelt der Junge. "Wir
müssen ja viele Kisten tragen, die Leitern und so, das ist schon schwer." Und nach
kurzem Nachdenken fällt ihm ein: " Ja, und schlecht ist es auch, wenn es regnet. Da ist
der Boden aufgeweicht, und wir arbeiten völlkommen durchnäßt. Du bekommst eine
Grippe und hast nicht mal das Geld dir Medikamente zu kaufen."
35 Am liebsten würde er ja in einer Bank arbeiten, gesteht der 12jährige noch, als er
zwischen den Blättern des nächsten Baumes verschwindet. Aber daraus wird wohl
nichts mehr. "Ich muss jetzt arbeiten, um zu Hause meinen Eltern zu helfen." Ohne die
Hilfe der beiden Söhne nämlich käme der Vater gerade auf einen Mindestlohn von
umgerechnet 30 Mark pro Tag (bei gleichem Preisniveau wie in Deutschland). Das
40 jedoch reicht für die siebenköpfige Familie nicht, die vor einigen Jahren hierher kam.
Und wer weiss, wie lange der Vater überhaupt noch mit seinen Rückenschmerzen
pflücken kann. Sidnei hat noch nicht einmal die vierte Klasse abgeschlossen.
Quelle: "Kinderarbeit und Orangensaft" von Uwe Pilmann und
Georg Krämer,; Bielefeld 1995

Beantwortet folgende Fragen:


- Wie viele Stunden arbeitet Sidnei pro Tag?
- Wie viele Kilogramm Orangen pflückt Sidnei täglich?
- Wenn Sidnei soviel schaffen würde wie sein Vater, wieviel würde er dann verdienen?
- Was geschieht mit dem Geld, das Sidnei verdient?
- Was macht die Arbeit als Orangenpflücker so unangenehm?
- Welchen Traumberuf hat Sidnei? Welche Möglichkeiten hat er, ihn auszuüben?

Erstellt auf einem Extrablatt eine Tabelle, in der


ihr euren Tagesablauf und den von Sidnei mit
einander vergleicht. Markiert die Stunden, in "Puh ...
denen Freizeit ist, grün und die Stunden, und ich stöhne schon,
in denen gearbeitet bzw. zur Schule wenn ich mein Zimmer
aufräumen soll."
gegangen wird, rot!
SH78.03.02.01.3.23B

Zeit Sidnei Ich


0-1 schlafen ...
1-2 ... ...
PING

Schreibt einen spannenden Zeitungsartikel zu dem Bericht von Sidnei.


Allerdings darf euer Artikel nur 50 Worte enthalten, damit er auch gedruckt wird!

Wir ernähren uns 3.23B +C


Die (Ohn)macht eures Kaufverhaltens

Was haben die Menschen davon, wenn sie als Saftproduzenten Mitglieder des
alternativen Handels (TransFair, Gepa, El Puente etc.) sind?
Nachforschen

Lest im Heft "Orangensaft" von TRANSFAIR die Seiten 4 - 9 und 12 - 15. Stellt die
Projekte APACO/CCA, CEALNOR, ACIPAR und Yucatán vor. Klärt auch die Frage,
wie die Hilfen finanziert werden.

Informiert euch über das Internet (www.gepa3.de), wie die Gepa Produzentengruppen
unterstützt. Stellt eure Informationen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!

Klärt mit dem folgenden Material, was El Puente ist, was sie durch die Vermarktung
des Orangensaftes erreichen wollen und wen sie damit unterstützen. Wendet euch
direkt an die Organisation und versucht noch weiteres Material zu beziehen!
Stellt auch diese Informationen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!
Informationen aus dem Faltblatt (Ausschnitte) von El Puente:

Es geht auch anders...


... z.B. auf Cuba. Hier profitieren die Arbeiterinnen und
O-Saft aus Kuba?
Arbeiter - sofern sie in staatlichen Betrieben arbeiten -
... kann ich ja
von den Errungenschaften des cubanischen Sozialsystems. mal probieren..."
Es gibt eine Krankenversicherung, die die Kosten für Medika-
mente übernimmt. Ist jemand arbeitsunfähig, werden ihm
bis zu 80% des Lohnes weitergezahlt. Stirbt ein Arbeiter,
geht seine Rentenversicherung auf seine Witwe oder auf die
minderjährigen Kinder über. Alte Menschen, Arbeitsunfähige
und alleinerziehende Mütter erhalten Sozialhilfe

Dieses Produkt
... stammt aus kooperativer Produktion und wurde von EL PUENTE
nach den Kriterien des Partnerschaftlichen Handels importiert.
Das bedeutet:
SH78.03.02.01.3.23C

* menschwürdige Produktionsbedingungen ohne Kinderarbeit


* Ausschaltung des profitorientierten Zwischenhandels
* Zahlung gerechter Preise und Vorfinanzierung der Produktion.
* Förderung von Gemeinschaftsaufgaben
* kontinuierliche Zusammenarbeit, langfristige Verträge
für eine selbstbestimmte Entwicklung unserer Partner in der
sogenannten Dritten Welt.
PING

Wir ernähren uns 3.23C +D


Die (Ohn)macht eures Kaufverhaltens

Damit diese Errungenschaften bleiben


... unterstützt EL PUENTE die cubanische Wirtschaft und bezieht Orangen- und
Pampelmusensaft von der Karibikinsel. Das Obst für den Saft wird von 17 Produk-
tionskooperativen gepflückt und an den Nationalen Zitrusfruchtboard verkauft.
Dieser gibt Orangen und Pampelmusen an das Verarbeitungskombinat "Lola Fruit"
weiter, wo alle cubanischen Früchte gepresst werden. Das Saftkonzentrat gelangt
über die belgische Fairhandelsorganisation OXFAM Wereldwinels nach Deutschland
und wird hier für EL PUENTE in Pfandflaschen abgefüllt. Der Saft enthält keinen
Zuckerzusatz.
Die Handelsabwicklung läuft über die staatlichen Stellen und noch bestehen keine
direkten Kontakte zu den Produzenten. OXFAM bemüht sich jedoch, ein Büro auf
Cuba aufzubauen, das perspektivisch dazu beitragen soll, direkt mit den Gruppen
zusammenzuarbeiten. Dann kann auch über direkte Zusatzzahlungen für konkrete
Projekte nachgedacht werden.

El PUENTE
... ist eine Organisation des Partnerschaftlichen Handels. Als "Brücke" zwischen
Nord und Süd unterstützt und fördert die EL PUENTE GmbH Kleinbetriebe und
Genossenschaften in Entwicklungsländern durch Import und Vertrieb ihrer Produkte
in der Bundesrepublik Deutschland.
Begleitend zum Warenhandel betreibt EL PUENTE entwicklungspolitische Öffent-
lichkeits- und Bildungsarbeit.

EL PUENTE GmbH, Hildesheimerstr. 34


31877 Harsum-Asel, Tel.: 05127-98860-0 Fax: -28

Woran ist ein umwelt- und/oder sozialverträglich hergestellter Orangensaft (oder


Nachforschen auch ein anderes Produkt) zu erkennen?

Findet heraus, was die unterschiedlichen Siegel bedeuten und welche Glaubwürdigkeit
sich hinter der Vergabe der Siegel verbirgt! Geht dazu auf die Internetadresse:
http://www.label-online.de
- Stellt eure Ergebnisse euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!
SH78.03.02.01.3.23D

Haltet fest, wie ihr die Ergebnisse für die Auswahl eines Orangensaftgetränkes
berücksichtigen wollt.

"Ja, das stimmt, aber erstens schmeckt mir der O-Saft


aus Kuba gut und zweitens ist mirwichtig, dass die
einfachen Leute auf dem Land mit diesem Projekt
PING

unterstützt werden."

"Naja, Kuba ist kein demokratischer Staat.


Ob es sinnvoll ist, Kuba zu unterstützen?
Darüber kann man geteilter Meinung sein."

Wir ernähren uns 3.23D


Wen macht die Orange
Wirkung des Ernährens
rund?

Ihr geht regelmäßig in die Schule, eure Eltern haben ihren festen Tagesablauf. Wenn Erwachsene
ohne Arbeit sind, wenden sie sich zur Vermittlung an das Arbeitsamt. Der Tagesablauf und die
Arbeitsverhältnisse unterscheiden sich in vielen anderen Ländern sehr deutlich von den unsrigen.
Bei der Bearbeitung des Themas habt ihr schon einiges über die vielen Menschen erfahren, die an
der Herstellung eines Orangenfruchtsaftgetränkes beteiligt sind. Aber welche Sorgen oder
Hoffnungen haben die Menschen in Südamerika, die an der Herstellung beteiligt sind?

Mit dem folgenden Spiel könnt ihr euch in die Rolle der an der Herstellung beteiligten Menschen
begeben.

Welche Gedanken machen sich die Menschen über ihre Arbeit, ihr Leben und
ihre Zukunft, die an der Herstellung des Orangensaftes beteiligt sind?
Wie würden wir in der Situation von Bauern, Fabrikbesitzern, Arbeitsvermitt-
lern und Saftherstellern handeln?

Beschafft euch für das Spiel folgende Materialien:


- Die Mappe "Unterrichtsmaterialien Orangensaft" von TRANSFAIR.
- Kopiert daraus das Spielgeld ca. 5 mal und schneidet es aus.
- Kopiert für jede/n Schüler/in die entsprechende Ereigniskarte.
- Kopiert die "Orangenbögen" für jeden Erntehelfer mindestens 8 mal (Tipp: kopiert
auf stärkeres Papier oder klebt die Bögen auf Pappe, um die Arbeit zu erschweren).
"Ich werde bei der
Orangenernte helfen."
"Ich würde gerne mal ausprobieren,
wie man sich als Fabrikbesitzer fühlt"
Vor Spielbeginn müsst ihr:
- Die Klasse (bei ca. 20 Schüler/innen) in fünf Gruppen aufteilen:
a) 3 Kleinproduzenten von Orangen, b) 2 Gatos (südamerikanische
"Arbeitsvermittler"), c) 2 Fabrikbesitzer/innen, d) 1 deutscher
Safthersteller und e) die restlichen Schüler/innen sind landlose Erntehelfer.
- Die Ereigniskarten verteilen.
- Die Bauern (Kleinproduzenten) erhalten ca. 1/3 der kopierten "Orangenbögen".
- Die Fabrikbesitzer/innen erhalten das gesamte Geld und drei Schecks.
- Der Safthersteller bekommt einen Scheck.
SH78.03.02.01.3.24A

Spielverlauf (Dauer eine Doppelstunde, davon ca. 20 Minuten Ernte):


- Die Fabrikbesitzer beauftragen die Gatos mit der Suche nach Erntehelfer/innen und
geben ihnen Geld.
- Die Gatos nehmen 10 der 12 Erntehelfer/innen und teilen diese unter sich auf. Die
Gatos treiben die Erntehelfer/innen zur Akkordarbeit an, kontrollieren die Arbeit
(schlecht ausgeschnittene oder angemalte Orangen bedeuten einen geringeren
PING

Lohn!!!) und zahlen die Löhne aus. Dann bringen sie die "Ernte" den Fabrikbe-
sitzern/innen.
- Die Erntehelfer/innen malen 20 Minuten lang im Akkord möglichst viele Orangen
an und schneiden sie ordentlich aus.
Wir ernähren uns 3.24A +B
Wen macht die Orange rund?

- Währenddessen verhandeln Kleinproduzenten und Fabrikbesitzer über den Preis der


Ernte.
- Der Safthersteller kauft zum Schluss das "Orangensaftkonzentrat" vom/ von der
Fabrikbesitzer/in.
=> Alle errechnen ihren Gewinn/Verlust bzw. Lohn.

"Auf die Auswertung solltet ihr auf keinen Fall


verzichten! Sie ist sicher noch mal genau so
spannend und interessant wie das Rollenspiel."

Auswertung des Spieles:


- Jede Gruppe stellt zuerst ihre "Rolle" (anhand der Ereigniskarte) der Klasse vor und
jedes Gruppenmitglied den Erfolg seiner Arbeit.
- Wart ihr mit dem Erfolg eurer Rolle zufrieden (Begründung!)? Wie habt ihr euch
dabei gefühlt? Was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen?
- Gab es in einer Gruppe Absprachen und wie erfolgreich waren diese?
- Diskutiert, in welcher Gruppe welche kooperativen Maßnahmen sinnvoll gewesen
wären um mehr Erfolg zu haben!
- Jeder von euch macht Vorschläge, wie die Situation sich verändern soll.
- Nach der Vorstellung der Vorschläge einigt ihr euch auf einen Maßnahmenkatalog.

Welche Bedeutung haben eure Erfahrungen aus diesem Spiel bei der
Entscheidung für ein Erfrischungsgetränk in der Schule?

Welche Fragen sind nicht geklärt worden?


? Wie geht ihr weiter vor?
SH78.03.02.01.3.24B
PING

Wir ernähren uns 3.24B


Wen macht die Orange rund?

- Währenddessen verhandeln Kleinproduzenten und Fabrikbesitzer über den Preis der


Ernte.
- Der Safthersteller kauft zum Schluss das "Orangensaftkonzentrat" vom/ von der
Fabrikbesitzer/in.
=> Alle errechnen ihren Gewinn/Verlust bzw. Lohn.

"Auf die Auswertung solltet ihr auf keinen Fall


verzichten! Sie ist sicher noch mal genau so
spannend und interessant wie das Rollenspiel."

Auswertung des Spieles:


- Jede Gruppe stellt zuerst ihre "Rolle" (anhand der Ereigniskarte) der Klasse vor und
jedes Gruppenmitglied den Erfolg seiner Arbeit.
- Wart ihr mit dem Erfolg eurer Rolle zufrieden (Begründung!)? Wie habt ihr euch
dabei gefühlt? Was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen?
- Gab es in einer Gruppe Absprachen und wie erfolgreich waren diese?
- Diskutiert, in welcher Gruppe welche kooperativen Maßnahmen sinnvoll gewesen
wären um mehr Erfolg zu haben!
- Jeder von euch macht Vorschläge, wie die Situation sich verändern soll.
- Nach der Vorstellung der Vorschläge einigt ihr euch auf einen Maßnahmenkatalog.

Welche Bedeutung haben eure Erfahrungen aus diesem Spiel bei der
Entscheidung für ein Erfrischungsgetränk in der Schule?

Welche Fragen sind nicht geklärt worden?


? Wie geht ihr weiter vor?
SH78.03.02.01.3.24B
PING

Wir ernähren uns 3.24B


Anbaumethoden von Wirkung des Ernährens
Orangenbäumen

In einigen Gegenden in Deutschland könnt ihr im Frühling die blühenden Obstplantagen


bewundern. Auf bevorzugten Böden und in guten Lagen gedeihen sie prächtig. Mit
Orangenbäumen ist es ähnlich.

Forscht nach, welche Bedingungen eine Orangenfrucht braucht, um lecker und


gesund zu sein. Ihr könnt auch ein eigenes Orangenbäumchen ziehen.

Die folgenden Anregungen könnt ihr arbeitsteilig bearbeiten. Anschließend sammelt ihr eure
Ergebnisse und wertet sie aus.
Wie können wir ein Orangenbäumchen pflanzen?

Nachforschen Informiert euch zunächst über die folgende Bedingungen für ein
Orangenbäumchen:
- Anzucht
- Temperatur
- Licht
- Feuchtigkeit
- Düngung

Benutzt Fachbücher, das Internet: http://www.citruspflanzeninfo.de/citrus.htm


oder befragt eine/n Gärtner/in.

Notiert eure Ergebnisse und erstellt eine Pflanzanleitung für ein Orangen-
bäumchen.

Überlegt gemeinsam, welche Bedingungen für ein Orangenbäumchen herrschen


müssen.

Wie lassen sich Orangenbäume auch in Schleswig-Holstein ziehen?


Herstellen

Klärt folgende Fragen:


- Wie lange dauert es, bis die Keimpflanzen zu sehen ist?
SH78.03.02.01.3.25A

- Wie schnell wächst der Orangenbaum?


- Nach wie vielen Jahren trägt er die ersten Früchte?

Ihr könnt euch im Internet: http://www.citruspflanzeninfo.de/citrus.htm oder im


Themenheft"Orangensaft" von TRANSFAIR S.18 informieren.

Notiert eure Ergebnisse in Form eines Lebenslaufes für den Orangenbaum.


PING

Entnehmt, wenn ihr Lust habt, einer Orangenfrucht einen heilen Samen, spült
ihn mit Wasser ab und trocknet ihn. Pflanzt ihn ein und erstellt einen Pflegeplan.

WIr ernähren uns 3.25A +B


Anbaumethoden von Orangenbäumen
Was brauchen Orangenbäume um zu wachsen,
damit sie saftige, süße Früchte liefern können?
Nachforschen

Informiert euch über den Anbau von Orangenbäumen in Brasilien.


- Wie werden sie angebaut?
- Welche Vor - und Nachteile haben die verschiedenen Anbauweisen?

Verwendet dazu das Themenheft "Orangensaft" von Transfair ( S. 18) und einen der
Videofilme über die Orangesaftproduktion.
"Hmm, ...
Besitzer einer
Orangenplantage
zu sein, würde
Notiert eure Antworten und erstellt einen Text von
mir gut gefallen!"
a) einem Großplantagenbesitzer oder
b) einem Kleinbauern,
die über ihren erfolgreichen Anbau- und ihre
Pflegemethoden der Orangenbäume berichten.

Nehmt die Rolle eines Großplantagenbesitzers oder Kleinbauern ein


und berichtet über die erfolgreiche Produktion von süßen und saftigen Orangen.

Wertet die Berichte gemeinsam mit Hilfe folgender Fragen aus:

- Was brauchen Pflanzen, damit die Früchte saftig und zuckerhaltig werden?
- Welche Anbaumaßnahmen sorgen dafür, dass die Früchte diese Qualität entwickeln?
- Was tut der Plantagenbesitzer oder Kleinbauer für eine gute Qualität der
Orangenfrüchte?
- Welche Auswirkungen haben diese Maßnahmen für die Arbeiter/innen?
SH78 03.02.01.3.25B
PING

Wir ernähren uns 3.25B


Anbaumethoden von Orangenbäumen
Was brauchen Orangenbäume um zu wachsen,
damit sie saftige, süße Früchte liefern können?
Nachforschen

Informiert euch über den Anbau von Orangenbäumen in Brasilien.


- Wie werden sie angebaut?
- Welche Vor - und Nachteile haben die verschiedenen Anbauweisen?

Verwendet dazu das Themenheft "Orangensaft" von Transfair ( S. 18) und einen der
Videofilme über die Orangesaftproduktion.
"Hmm, ...
Besitzer einer
Orangenplantage
zu sein, würde
Notiert eure Antworten und erstellt einen Text von
mir gut gefallen!"
a) einem Großplantagenbesitzer oder
b) einem Kleinbauern,
die über ihren erfolgreichen Anbau- und ihre
Pflegemethoden der Orangenbäume berichten.

Nehmt die Rolle eines Großplantagenbesitzers oder Kleinbauern ein


und berichtet über die erfolgreiche Produktion von süßen und saftigen Orangen.

Wertet die Berichte gemeinsam mit Hilfe folgender Fragen aus:

- Was brauchen Pflanzen, damit die Früchte saftig und zuckerhaltig werden?
- Welche Anbaumaßnahmen sorgen dafür, dass die Früchte diese Qualität entwickeln?
- Was tut der Plantagenbesitzer oder Kleinbauer für eine gute Qualität der
Orangenfrüchte?
- Welche Auswirkungen haben diese Maßnahmen für die Arbeiter/innen?
SH78 03.02.01.3.25B
PING

Wir ernähren uns 3.25B


Kinderarbeit in Brasilien Wirkung des Ernährens

Stellt euch vor, ihr müsst ab heute finanziell für eure Familie mitsorgen. Ihr werdet ab heute keine
Verabredungen mehr treffen können, keine Freizeit mehr haben, keine Schule mehr besuchen oder
keine Freunde mehr treffen. Stattdessen müsst ihr tagtäglich zur Arbeit gehen. Vier Millionen
Kinder unter 14 Jahren in Brasilien müssen das, um ihre Familie finanziell zu unterstützen.

Ihr könnt herausfinden, wie ihr durch euer Kaufverhalten Kinderarbeit in Brasilien
beeinflussen könnt.

Diese Anregung ist in drei Abschnitte aufgeteilt. Im ersten Abschnitt sammelt ihr Informationen
über Kinderarbeit. Im zweiten Abschnitt führt ihr ein Rollenspiel durch und im dritten Abschnitt sollt
ihr Möglichkeiten aufzeigen, wie Kinderarbeit verringert werden kann.

Was ist Kinderarbeit?


Nachforschen

Klärt die folgenden Fragen:

* Welche verschiedenen Formen der


Kinderarbeit gibt es?
* Wie ist bei uns Kinderarbeit definiert?
* Wofür werden die Kinder eingesetzt?
* Wie lange arbeiten sie?
* Was verdienen sie?
* Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt?

Nehmt dazu das Themenheft "Orangensaft" von TRANSFAIR.


Weitere Informationen findet ihr im Internet:

http://www. wuerzburg.de/unicef/karbeit.html
http://www .epo.de/jugend3w/index.htm Wenn ich meine Augen schließe,
kann ich mir besser
SH78.03.02.01.3.26A

Notiert eure Ergebnisse. vorstellen ein Kind


in Brasilien
Schlüpft in die Rolle eines Kindes in Brasilien zu sein.
und schreibt einen Brief an ein deutsches
Kind (Es kann ein/e Mitschüler/in sein),
indem es seinen Tagesablauf beschreibt.

Erstellt nun euren eigenen Tagesablauf


PING

und vergleicht beide miteinander.

Wir ernähren uns 3.26A +B


Kinderarbeit in Brasilien
Was bedeutet Kinderarbeit für die Kinder in Brasilien?
Entdecken
Ihr braucht: Weizenkörner, Maiskörner, "Fein!
Rollenspiele
Hirsekörner, Zettel, Kartonpapier, vier
find` ich
T eller, eine Schüssel super!

Führt nach der folgenden Anleitung ein Rollenspiel durch:


a. Jeder Teilnehmer erhält einen Zettel, der ihm seine Funktion nennt.
Folgende Funktionen werden verteilt: 1 Aufseher, 1 Angestellter
im Lohnbüro, 2 -3 Arbeiter/innen.
b. Die Weizen-, Mais-, und Hirsekörner werden in einer Schüssel
vermischt.
c. Die Arbeiter/innen müssen nach Anweisungen des Aufsehers
( ein/e Arbeiter/in für eine Kornart) die Körner wieder
voneinander trennen. Die Schüssel steht auf dem Fußboden.
Die getrennten Körner werden auf Tellern gesammelt. Es müssen so viel
Körner wie möglich gesammelt werden. Die Arbeitszeit beträgt 10 Minuten. (1
Minute für eine Stunde)
d. Nach Ende der Arbeitszeit werden die getrennten Körner beim Lohnbüro abgegeben.
Die Arbeiter/innen erhalten nun ihren Lohn. Der Angestellte gibt für unterschiedliche
Körner unterschiedliche Löhne. Der Betrag wird auf Zettel geschrieben. Auch der
Aufseher erhält Lohn.
e. Vergleicht eure Löhne.
- Spiel-Ende -
Gebt nun alle Zettel wieder ab.

Berichtet über eure Empfindungen bei der Arbeit und bei der Entlohnung.
Worüber wart ihr erfreut und worüber wart ihr enttäuscht?

Wiederholt das Spiel. Ihr könnt weitere Rollen und Situationen


einbauen: z. B. eine/n Arbeitslose/n, einen Markt mit Lebensmitteln.

Informiert euch, welche Arbeit ihr in Deutschland verrichten dürft.


Nutzt dazu die Internetadresse:
http://www.du.nw.schule.de/kruppgym/projekte/inhalt.htm
SH78.03.02.01.3.26B

Vergleicht beide Formen der Kinderarbeit miteinander.


- Worin liegen die Unterschiede der Kinderarbeit in Brasilien und der Kinderarbeit in
Deutschland?
- Wofür würdest du arbeiten und wofür arbeiten die Kinder in Brasilien?
- Was würdest du mit deinem verdienten Geld machen, und was machen die Kinder
mit ihrem verdienten Geld?
PING

- Welche Bedeutung hat die Arbeit für euch, welche Bedeutung hat die Arbeit für die
Kinder in Brasilien?
- Welche Folgen hat die Arbeit der brasilianischen Kinder für deren Zukunft?

Wir ernähren uns 3.26B +C


Kinderarbeit in Brasilien

Welche Möglichkeiten gibt es, Kinderarbeit zu vermindern?


Nachforschen

Informiert euch im Themenheft "Orangensaft" und unter folgenden Internetadressen:

http://www .nw.du.schule.de/kruppgym/projekte/inhalt.htm
http://www .tu-berlin.de/fb2/as3/as3w/pronats/htm

"Solche Internet-Adressen werden rasch ungültig.


Wenn ihr die Begriffe "Orangensaft" und "Kinderarbeit"
bei einer Suchmaschine eingebt, dann findet ihr
sicher auch selbst geeignete Informationen.
Viel Erfolg!"

Haltet die Antworten auf folgende Fragen schriftlich fest:

- Welche Möglichkeiten gibt es, Kinderarbeit zu vermindern?


- Welche Möglichkeiten sind für euch machbar?

Entscheidet euch für eine Möglichkeit und besprecht, wie ihr sie umsetzen könnt.

Vergleicht eure Ergebnisse miteinander.

Welche Fragen sind noch offen geblieben?


? Welchen Fragen wollt ihr noch weiter nachgehen?
SH78.03.02.01.3.26C
PING

Wir ernähren uns 3.26C


Kinderarbeit in Brasilien
Was bedeutet Kinderarbeit für die Kinder in Brasilien?
Entdecken
Ihr braucht: Weizenkörner, Maiskörner, "Fein!
Rollenspiele
Hirsekörner, Zettel, Kartonpapier, vier
find` ich
T eller, eine Schüssel super!

Führt nach der folgenden Anleitung ein Rollenspiel durch:


a. Jeder Teilnehmer erhält einen Zettel, der ihm seine Funktion nennt.
Folgende Funktionen werden verteilt: 1 Aufseher, 1 Angestellter
im Lohnbüro, 2 -3 Arbeiter/innen.
b. Die Weizen-, Mais-, und Hirsekörner werden in einer Schüssel
vermischt.
c. Die Arbeiter/innen müssen nach Anweisungen des Aufsehers
( ein/e Arbeiter/in für eine Kornart) die Körner wieder
voneinander trennen. Die Schüssel steht auf dem Fußboden.
Die getrennten Körner werden auf Tellern gesammelt. Es müssen so viel
Körner wie möglich gesammelt werden. Die Arbeitszeit beträgt 10 Minuten. (1
Minute für eine Stunde)
d. Nach Ende der Arbeitszeit werden die getrennten Körner beim Lohnbüro abgegeben.
Die Arbeiter/innen erhalten nun ihren Lohn. Der Angestellte gibt für unterschiedliche
Körner unterschiedliche Löhne. Der Betrag wird auf Zettel geschrieben. Auch der
Aufseher erhält Lohn.
e. Vergleicht eure Löhne.
- Spiel-Ende -
Gebt nun alle Zettel wieder ab.

Berichtet über eure Empfindungen bei der Arbeit und bei der Entlohnung.
Worüber wart ihr erfreut und worüber wart ihr enttäuscht?

Wiederholt das Spiel. Ihr könnt weitere Rollen und Situationen


einbauen: z. B. eine/n Arbeitslose/n, einen Markt mit Lebensmitteln.

Informiert euch, welche Arbeit ihr in Deutschland verrichten dürft.


Nutzt dazu die Internetadresse:
http://www.du.nw.schule.de/kruppgym/projekte/inhalt.htm
SH78.03.02.01.3.26B

Vergleicht beide Formen der Kinderarbeit miteinander.


- Worin liegen die Unterschiede der Kinderarbeit in Brasilien und der Kinderarbeit in
Deutschland?
- Wofür würdest du arbeiten und wofür arbeiten die Kinder in Brasilien?
- Was würdest du mit deinem verdienten Geld machen, und was machen die Kinder
mit ihrem verdienten Geld?
PING

- Welche Bedeutung hat die Arbeit für euch, welche Bedeutung hat die Arbeit für die
Kinder in Brasilien?
- Welche Folgen hat die Arbeit der brasilianischen Kinder für deren Zukunft?

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Kinderarbeit in Brasilien

Welche Möglichkeiten gibt es, Kinderarbeit zu vermindern?


Nachforschen

Informiert euch im Themenheft "Orangensaft" und unter folgenden Internetadressen:

http://www .nw.du.schule.de/kruppgym/projekte/inhalt.htm
http://www .tu-berlin.de/fb2/as3/as3w/pronats/htm

"Solche Internet-Adressen werden rasch ungültig.


Wenn ihr die Begriffe "Orangensaft" und "Kinderarbeit"
bei einer Suchmaschine eingebt, dann findet ihr
sicher auch selbst geeignete Informationen.
Viel Erfolg!"

Haltet die Antworten auf folgende Fragen schriftlich fest:

- Welche Möglichkeiten gibt es, Kinderarbeit zu vermindern?


- Welche Möglichkeiten sind für euch machbar?

Entscheidet euch für eine Möglichkeit und besprecht, wie ihr sie umsetzen könnt.

Vergleicht eure Ergebnisse miteinander.

Welche Fragen sind noch offen geblieben?


? Welchen Fragen wollt ihr noch weiter nachgehen?
SH78.03.02.01.3.26C
PING

Wir ernähren uns 3.26C


Die (Ohn)Macht eures
Kaufverhaltens Wirkung des Ernährens

Auf den Verpackungen der Orangensaftgetränke ist häufig die Sonne abgebildet und manchmal
wird auch noch lächelnder Orangenpflücker gezeigt. Bekommt ihr dann auch Lust auf einen
Schluck frischen Orangensaft, um euch in Urlaubsstimmung zu versetzen?
Liefern uns solche Bilder die Wirklichkeit in Brasilien, von wo fast unser gesamter Orangensaft
herkommt?

Ihr könnt herausfinden, wie ihr durch euer Kaufverhalten die Lebensbedingungen von Menschen,
insbesondere von Jugendlichen in eurem Alter, in Brasilien verändern könnt!

Die drei Anregungen können arbeitsteilig bearbeitet werden. Wenn ihr das wollt, dann muss jede
Gruppe ihre Ergebnisse gut aufbereiten (z.B. mit Hilfe von Plakaten) und vorstellen!

Wie sind die Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeiterinnen und Arbeitern
auf Großplantagen des herkömmlichen Vertriebweges?
Nachforschen

Lest den folgenden Text über die üblichen Arbeits- und Lebensbedingungen auf den
Orangenplantagen in Brasilien!

Sidnei erzählt
1 Seit vier Stunden schon wühlt sich
Sidnei durch Blätter und Äste. Flink
schnappt sich der Zwölfjährige eine
Orange nach der anderen und stopft
5 sie in den großen umgehängten Sack.
Dann rückt er die Leiter zurecht, um
die Spitzen abzupflücken. Seit sieben
Uhr geht er von Baum zu Baum auf
einer Plantage, deren Ende nicht zu
10 sehen ist. Sidnei ist 12 Jahre alt und der Sack wird ca. 20kg
"Mein Alltag?" sieht er erstaunt auf. wiegen, bevor er ihn zur Sammelstelle bringt.
"Hm. Was soll ich dazu schon sagen?
Er besteht nur aus Arbeit. Da gibts wenig Zeit. Um fünf Uhr stehe ich auf, geh aus
dem Haus und nehme den Bus, der zum Orangenhain fährt. Wenn alles abgeerntet
15 werden soll, dauert das manchmal bis acht Uhr abends. Aber wenn es wie heute ist,
fahren wir um fünf oder halb sechs zurück."
SH78.03.02.01.3.27A

Seit einem Jahr arbeitet der kleine schmächtige Junge mit Vater und Bruder auf den
Orangenplantagen rund um die Stadt Itapolis im Inneren des Bundesstaates Sao Paulo.
60 Kisten zu je 30 Kilo füllt er pro Tag, die dann von einem Lastwagen abgeholt wer-
20 den. Wohin die Früchte gehen, interessiert ihn kaum. Dass sie auch in Übersee landen,
weiß er nicht. Seine Gedanken drehen sich um die Gefahren, die ständig auf ihn
lauern. Wie etwa die vielen Bienen, unter denen sich auch die agressiven "Killer-
bienen" zu finden sind, die oft in Schwärmen angreifen.
PING

Sidnei wischt sich den Schweiß von der Stirn. "Aber Schlangen gibt es auch. Wenn das
25 Gras hoch ist, muss man enorm vorsichtig sein. Wenn nicht, beissen sie dich. Und
dann musst du sehen, dass du schnell in ein Krankenhaus kommst. Der Junge schüttelt

Wir ernähren uns 3.27A +B


Die (Ohn)Macht eures Kaufverhaltens

sich. "Ich habe mal in einem Hain gearbeitet, wo es viele Klapperschlangen gab. Da
hatte ich ständig Angst."
Fast vergessen machen diese Gefahren aber die eigentlichen Lasten, die Sidneis Körper
30 ständig zu tragen hat. "Naja, schwer ist die Arbeit auch", brummelt der Junge. "Wir
müssen ja viele Kisten tragen, die Leitern und so, das ist schon schwer." Und nach
kurzem Nachdenken fällt ihm ein: " Ja, und schlecht ist es auch, wenn es regnet. Da ist
der Boden aufgeweicht, und wir arbeiten völlkommen durchnäßt. Du bekommst eine
Grippe und hast nicht mal das Geld dir Medikamente zu kaufen."
35 Am liebsten würde er ja in einer Bank arbeiten, gesteht der 12jährige noch, als er
zwischen den Blättern des nächsten Baumes verschwindet. Aber daraus wird wohl
nichts mehr. "Ich muss jetzt arbeiten, um zu Hause meinen Eltern zu helfen." Ohne die
Hilfe der beiden Söhne nämlich käme der Vater gerade auf einen Mindestlohn von
umgerechnet 30 Mark pro Tag (bei gleichem Preisniveau wie in Deutschland). Das
40 jedoch reicht für die siebenköpfige Familie nicht, die vor einigen Jahren hierher kam.
Und wer weiss, wie lange der Vater überhaupt noch mit seinen Rückenschmerzen
pflücken kann. Sidnei hat noch nicht einmal die vierte Klasse abgeschlossen.
Quelle: "Kinderarbeit und Orangensaft" von Uwe Pilmann und
Georg Krämer,; Bielefeld 1995

Beantwortet folgende Fragen:


- Wie viele Stunden arbeitet Sidnei pro Tag?
- Wie viele Kilogramm Orangen pflückt Sidnei täglich?
- Wenn Sidnei soviel schaffen würde wie sein Vater, wieviel würde er dann verdienen?
- Was geschieht mit dem Geld, das Sidnei verdient?
- Was macht die Arbeit als Orangenpflücker so unangenehm?
- Welchen Traumberuf hat Sidnei? Welche Möglichkeiten hat er, ihn auszuüben?

Erstellt auf einem Extrablatt eine Tabelle, in der


ihr euren Tagesablauf und den von Sidnei mit
einander vergleicht. Markiert die Stunden, in "Puh ...
denen Freizeit ist, grün und die Stunden, und ich stöhne schon,
in denen gearbeitet bzw. zur Schule wenn ich mein Zimmer
aufräumen soll."
gegangen wird, rot!
SH78.03.02.01.3.27B

Zeit Sidnei Ich


0-1 schlafen ...
1-2 ... ...
PING

Schreibt einen spannenden Zeitungsartikel zu dem Bericht von Sidnei.


Allerdings darf euer Artikel nur 50 Worte enthalten, damit er auch gedruckt wird!

Wir ernähren uns 3.27B +C


Die (Ohn)macht eures Kaufverhaltens

Was haben die Menschen davon, wenn sie als Saftproduzenten Mitglieder des
alternativen Handels (TransFair, Gepa, El Puente etc.) sind?
Nachforschen

Lest im Heft "Orangensaft" von TRANSFAIR die Seiten 4 - 9 und 12 - 15. Stellt die
Projekte APACO/CCA, CEALNOR, ACIPAR und Yucatán vor. Klärt auch die Frage,
wie die Hilfen finanziert werden.

Informiert euch über das Internet (www.gepa3.de), wie die Gepa Produzentengruppen
unterstützt. Stellt eure Informationen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!

Klärt mit dem folgenden Material, was El Puente ist, was sie durch die Vermarktung
des Orangensaftes erreichen wollen und wen sie damit unterstützen. Wendet euch
direkt an die Organisation und versucht noch weiteres Material zu beziehen!
Stellt auch diese Informationen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!
Informationen aus dem Faltblatt (Ausschnitte) von El Puente:

Es geht auch anders...


... z.B. auf Cuba. Hier profitieren die Arbeiterinnen und
O-Saft aus Kuba?
Arbeiter - sofern sie in staatlichen Betrieben arbeiten -
... kann ich ja
von den Errungenschaften des cubanischen Sozialsystems. mal probieren..."
Es gibt eine Krankenversicherung, die die Kosten für Medika-
mente übernimmt. Ist jemand arbeitsunfähig, werden ihm
bis zu 80% des Lohnes weitergezahlt. Stirbt ein Arbeiter,
geht seine Rentenversicherung auf seine Witwe oder auf die
minderjährigen Kinder über. Alte Menschen, Arbeitsunfähige
und alleinerziehende Mütter erhalten Sozialhilfe

Dieses Produkt
... stammt aus kooperativer Produktion und wurde von EL PUENTE
nach den Kriterien des Partnerschaftlichen Handels importiert.
Das bedeutet:
SH78.03.02.01.3.27C

* menschwürdige Produktionsbedingungen ohne Kinderarbeit


* Ausschaltung des profitorientierten Zwischenhandels
* Zahlung gerechter Preise und Vorfinanzierung der Produktion.
* Förderung von Gemeinschaftsaufgaben
* kontinuierliche Zusammenarbeit, langfristige Verträge
für eine selbstbestimmte Entwicklung unserer Partner in der
sogenannten Dritten Welt.
PING

Wir ernähren uns 3.27C +D


Die (Ohn)macht eures Kaufverhaltens

Damit diese Errungenschaften bleiben


... unterstützt EL PUENTE die cubanische Wirtschaft und bezieht Orangen- und
Pampelmusensaft von der Karibikinsel. Das Obst für den Saft wird von 17 Produk-
tionskooperativen gepflückt und an den Nationalen Zitrusfruchtboard verkauft.
Dieser gibt Orangen und Pampelmusen an das Verarbeitungskombinat "Lola Fruit"
weiter, wo alle cubanischen Früchte gepresst werden. Das Saftkonzentrat gelangt
über die belgische Fairhandelsorganisation OXFAM Wereldwinels nach Deutschland
und wird hier für EL PUENTE in Pfandflaschen abgefüllt. Der Saft enthält keinen
Zuckerzusatz.
Die Handelsabwicklung läuft über die staatlichen Stellen und noch bestehen keine
direkten Kontakte zu den Produzenten. OXFAM bemüht sich jedoch, ein Büro auf
Cuba aufzubauen, das perspektivisch dazu beitragen soll, direkt mit den Gruppen
zusammenzuarbeiten. Dann kann auch über direkte Zusatzzahlungen für konkrete
Projekte nachgedacht werden.

El PUENTE
... ist eine Organisation des Partnerschaftlichen Handels. Als "Brücke" zwischen
Nord und Süd unterstützt und fördert die EL PUENTE GmbH Kleinbetriebe und
Genossenschaften in Entwicklungsländern durch Import und Vertrieb ihrer Produkte
in der Bundesrepublik Deutschland.
Begleitend zum Warenhandel betreibt EL PUENTE entwicklungspolitische Öffent-
lichkeits- und Bildungsarbeit.

EL PUENTE GmbH, Hildesheimerstr. 34


31877 Harsum-Asel, Tel.: 05127-98860-0 Fax: -28

"Naja, Kuba ist kein demokratischer Staat.


Ob es sinnvoll ist, Kuba zu unterstützen?
Darüber kann man geteilter Meinung sein."

"Ja, das stimmt, aber erstens schmeckt mir der O-Saft


aus Kuba gut und zweitens ist mirwichtig, dass die
einfachen Leute auf dem Land mit diesem Projekt
SH78.03.02.01.3.27D

unterstützt werden."

Woran ist ein umwelt- und/oder sozialverträglich hergestellter Orangensaft (oder


auch ein anderes Produkt) zu erkennen?
Nachforschen

Findet heraus, was die unterschiedlichen Siegel bedeuten und welche Glaubwürdigkeit
sich hinter der Vergabe der Siegel verbirgt! Geht dazu auf die Internetadresse:
PING

http://www.label-online.de
- Stellt eure Ergebnisse euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!

Haltet fest, wie ihr die Ergebnisse für die Auswahl eines Orangensaftgetränkes
berücksichtigen wollt.
Wir ernähren uns 3.27D
Die (Ohn)Macht eures Kaufverhaltens

sich. "Ich habe mal in einem Hain gearbeitet, wo es viele Klapperschlangen gab. Da
hatte ich ständig Angst."
Fast vergessen machen diese Gefahren aber die eigentlichen Lasten, die Sidneis Körper
30 ständig zu tragen hat. "Naja, schwer ist die Arbeit auch", brummelt der Junge. "Wir
müssen ja viele Kisten tragen, die Leitern und so, das ist schon schwer." Und nach
kurzem Nachdenken fällt ihm ein: " Ja, und schlecht ist es auch, wenn es regnet. Da ist
der Boden aufgeweicht, und wir arbeiten völlkommen durchnäßt. Du bekommst eine
Grippe und hast nicht mal das Geld dir Medikamente zu kaufen."
35 Am liebsten würde er ja in einer Bank arbeiten, gesteht der 12jährige noch, als er
zwischen den Blättern des nächsten Baumes verschwindet. Aber daraus wird wohl
nichts mehr. "Ich muss jetzt arbeiten, um zu Hause meinen Eltern zu helfen." Ohne die
Hilfe der beiden Söhne nämlich käme der Vater gerade auf einen Mindestlohn von
umgerechnet 30 Mark pro Tag (bei gleichem Preisniveau wie in Deutschland). Das
40 jedoch reicht für die siebenköpfige Familie nicht, die vor einigen Jahren hierher kam.
Und wer weiss, wie lange der Vater überhaupt noch mit seinen Rückenschmerzen
pflücken kann. Sidnei hat noch nicht einmal die vierte Klasse abgeschlossen.
Quelle: "Kinderarbeit und Orangensaft" von Uwe Pilmann und
Georg Krämer,; Bielefeld 1995

Beantwortet folgende Fragen:


- Wie viele Stunden arbeitet Sidnei pro Tag?
- Wie viele Kilogramm Orangen pflückt Sidnei täglich?
- Wenn Sidnei soviel schaffen würde wie sein Vater, wieviel würde er dann verdienen?
- Was geschieht mit dem Geld, das Sidnei verdient?
- Was macht die Arbeit als Orangenpflücker so unangenehm?
- Welchen Traumberuf hat Sidnei? Welche Möglichkeiten hat er, ihn auszuüben?

Erstellt auf einem Extrablatt eine Tabelle, in der


ihr euren Tagesablauf und den von Sidnei mit
einander vergleicht. Markiert die Stunden, in "Puh ...
denen Freizeit ist, grün und die Stunden, und ich stöhne schon,
in denen gearbeitet bzw. zur Schule wenn ich mein Zimmer
aufräumen soll."
gegangen wird, rot!
SH78.03.02.01.3.27B

Zeit Sidnei Ich


0-1 schlafen ...
1-2 ... ...
PING

Schreibt einen spannenden Zeitungsartikel zu dem Bericht von Sidnei.


Allerdings darf euer Artikel nur 50 Worte enthalten, damit er auch gedruckt wird!

Wir ernähren uns 3.27B +C


Die (Ohn)macht eures Kaufverhaltens

Was haben die Menschen davon, wenn sie als Saftproduzenten Mitglieder des
alternativen Handels (TransFair, Gepa, El Puente etc.) sind?
Nachforschen

Lest im Heft "Orangensaft" von TRANSFAIR die Seiten 4 - 9 und 12 - 15. Stellt die
Projekte APACO/CCA, CEALNOR, ACIPAR und Yucatán vor. Klärt auch die Frage,
wie die Hilfen finanziert werden.

Informiert euch über das Internet (www.gepa3.de), wie die Gepa Produzentengruppen
unterstützt. Stellt eure Informationen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!

Klärt mit dem folgenden Material, was El Puente ist, was sie durch die Vermarktung
des Orangensaftes erreichen wollen und wen sie damit unterstützen. Wendet euch
direkt an die Organisation und versucht noch weiteres Material zu beziehen!
Stellt auch diese Informationen euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!
Informationen aus dem Faltblatt (Ausschnitte) von El Puente:

Es geht auch anders...


... z.B. auf Cuba. Hier profitieren die Arbeiterinnen und
O-Saft aus Kuba?
Arbeiter - sofern sie in staatlichen Betrieben arbeiten -
... kann ich ja
von den Errungenschaften des cubanischen Sozialsystems. mal probieren..."
Es gibt eine Krankenversicherung, die die Kosten für Medika-
mente übernimmt. Ist jemand arbeitsunfähig, werden ihm
bis zu 80% des Lohnes weitergezahlt. Stirbt ein Arbeiter,
geht seine Rentenversicherung auf seine Witwe oder auf die
minderjährigen Kinder über. Alte Menschen, Arbeitsunfähige
und alleinerziehende Mütter erhalten Sozialhilfe

Dieses Produkt
... stammt aus kooperativer Produktion und wurde von EL PUENTE
nach den Kriterien des Partnerschaftlichen Handels importiert.
Das bedeutet:
SH78.03.02.01.3.27C

* menschwürdige Produktionsbedingungen ohne Kinderarbeit


* Ausschaltung des profitorientierten Zwischenhandels
* Zahlung gerechter Preise und Vorfinanzierung der Produktion.
* Förderung von Gemeinschaftsaufgaben
* kontinuierliche Zusammenarbeit, langfristige Verträge
für eine selbstbestimmte Entwicklung unserer Partner in der
sogenannten Dritten Welt.
PING

Wir ernähren uns 3.27C +D


Die (Ohn)macht eures Kaufverhaltens

Damit diese Errungenschaften bleiben


... unterstützt EL PUENTE die cubanische Wirtschaft und bezieht Orangen- und
Pampelmusensaft von der Karibikinsel. Das Obst für den Saft wird von 17 Produk-
tionskooperativen gepflückt und an den Nationalen Zitrusfruchtboard verkauft.
Dieser gibt Orangen und Pampelmusen an das Verarbeitungskombinat "Lola Fruit"
weiter, wo alle cubanischen Früchte gepresst werden. Das Saftkonzentrat gelangt
über die belgische Fairhandelsorganisation OXFAM Wereldwinels nach Deutschland
und wird hier für EL PUENTE in Pfandflaschen abgefüllt. Der Saft enthält keinen
Zuckerzusatz.
Die Handelsabwicklung läuft über die staatlichen Stellen und noch bestehen keine
direkten Kontakte zu den Produzenten. OXFAM bemüht sich jedoch, ein Büro auf
Cuba aufzubauen, das perspektivisch dazu beitragen soll, direkt mit den Gruppen
zusammenzuarbeiten. Dann kann auch über direkte Zusatzzahlungen für konkrete
Projekte nachgedacht werden.

El PUENTE
... ist eine Organisation des Partnerschaftlichen Handels. Als "Brücke" zwischen
Nord und Süd unterstützt und fördert die EL PUENTE GmbH Kleinbetriebe und
Genossenschaften in Entwicklungsländern durch Import und Vertrieb ihrer Produkte
in der Bundesrepublik Deutschland.
Begleitend zum Warenhandel betreibt EL PUENTE entwicklungspolitische Öffent-
lichkeits- und Bildungsarbeit.

EL PUENTE GmbH, Hildesheimerstr. 34


31877 Harsum-Asel, Tel.: 05127-98860-0 Fax: -28

"Naja, Kuba ist kein demokratischer Staat.


Ob es sinnvoll ist, Kuba zu unterstützen?
Darüber kann man geteilter Meinung sein."

"Ja, das stimmt, aber erstens schmeckt mir der O-Saft


aus Kuba gut und zweitens ist mirwichtig, dass die
einfachen Leute auf dem Land mit diesem Projekt
SH78.03.02.01.3.27D

unterstützt werden."

Woran ist ein umwelt- und/oder sozialverträglich hergestellter Orangensaft (oder


auch ein anderes Produkt) zu erkennen?
Nachforschen

Findet heraus, was die unterschiedlichen Siegel bedeuten und welche Glaubwürdigkeit
sich hinter der Vergabe der Siegel verbirgt! Geht dazu auf die Internetadresse:
PING

http://www.label-online.de
- Stellt eure Ergebnisse euren Mitschülerinnen und Mitschülern vor!

Haltet fest, wie ihr die Ergebnisse für die Auswahl eines Orangensaftgetränkes
berücksichtigen wollt.
Wir ernähren uns 3.27D
Wen macht die Orange
Wirkung des Ernährens
rund?

Ihr geht regelmäßig in die Schule, eure Eltern haben ihren festen Tagesablauf. Wenn Erwachsene
ohne Arbeit sind, wenden sie sich zur Vermittlung an das Arbeitsamt. Der Tagesablauf und die
Arbeitsverhältnisse unterscheiden sich in vielen anderen Ländern sehr deutlich von den unsrigen.
Bei der Bearbeitung des Themas habt ihr schon einiges über die vielen Menschen erfahren, die an
der Herstellung eines Orangenfruchtsaftgetränkes beteiligt sind. Aber welche Sorgen oder
Hoffnungen haben die Menschen in Südamerika, die an der Herstellung beteiligt sind?

Mit dem folgenden Spiel könnt ihr euch in die Rolle der an der Herstellung beteiligten Menschen
begeben.

Welche Gedanken machen sich die Menschen über ihre Arbeit, ihr Leben und
ihre Zukunft, die an der Herstellung des Orangensaftes beteiligt sind?
Wie würden wir in der Situation von Bauern, Fabrikbesitzern, Arbeitsvermitt-
lern und Saftherstellern handeln?

Beschafft euch für das Spiel folgende Materialien:


- Die Mappe "Unterrichtsmaterialien Orangensaft" von TRANSFAIR.
- Kopiert daraus das Spielgeld ca. 5 mal und schneidet es aus.
- Kopiert für jede/n Schüler/in die entsprechende Ereigniskarte.
- Kopiert die "Orangenbögen" für jeden Erntehelfer mindestens 8 mal (Tipp: kopiert
auf stärkeres Papier oder klebt die Bögen auf Pappe, um die Arbeit zu erschweren).
"Ich werde bei der
Orangenernte helfen."
"Ich würde gerne mal ausprobieren,
wie man sich als Fabrikbesitzer fühlt"
Vor Spielbeginn müsst ihr:
- Die Klasse (bei ca. 20 Schüler/innen) in fünf Gruppen aufteilen:
a) 3 Kleinproduzenten von Orangen, b) 2 Gatos (südamerikanische
"Arbeitsvermittler"), c) 2 Fabrikbesitzer/innen, d) 1 deutscher
Safthersteller und e) die restlichen Schüler/innen sind landlose Erntehelfer.
- Die Ereigniskarten verteilen.
- Die Bauern (Kleinproduzenten) erhalten ca. 1/3 der kopierten "Orangenbögen".
- Die Fabrikbesitzer/innen erhalten das gesamte Geld und drei Schecks.
- Der Safthersteller bekommt einen Scheck.
SH78.03.02.01.3.28A

Spielverlauf (Dauer eine Doppelstunde, davon ca. 20 Minuten Ernte):


- Die Fabrikbesitzer beauftragen die Gatos mit der Suche nach Erntehelfer/innen und
geben ihnen Geld.
- Die Gatos nehmen 10 der 12 Erntehelfer/innen und teilen diese unter sich auf. Die
Gatos treiben die Erntehelfer/innen zur Akkordarbeit an, kontrollieren die Arbeit
(schlecht ausgeschnittene oder angemalte Orangen bedeuten einen geringeren
PING

Lohn!!!) und zahlen die Löhne aus. Dann bringen sie die "Ernte" den Fabrikbe-
sitzern/innen.
- Die Erntehelfer/innen malen 20 Minuten lang im Akkord möglichst viele Orangen
an und schneiden sie ordentlich aus.
Wir ernähren uns 3.28A +B
Wen macht die Orange rund?

- Währenddessen verhandeln Kleinproduzenten und Fabrikbesitzer über den Preis der


Ernte.
- Der Safthersteller kauft zum Schluss das "Orangensaftkonzentrat" vom/ von der
Fabrikbesitzer/in.
=> Alle errechnen ihren Gewinn/Verlust bzw. Lohn.

"Auf die Auswertung solltet ihr auf keinen Fall


verzichten! Sie ist sicher noch mal genau so
spannend und interessant wie das Rollenspiel."

Auswertung des Spieles:


- Jede Gruppe stellt zuerst ihre "Rolle" (anhand der Ereigniskarte) der Klasse vor und
jedes Gruppenmitglied den Erfolg seiner Arbeit.
- Wart ihr mit dem Erfolg eurer Rolle zufrieden (Begründung!)? Wie habt ihr euch
dabei gefühlt? Was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen?
- Gab es in einer Gruppe Absprachen und wie erfolgreich waren diese?
- Diskutiert, in welcher Gruppe welche kooperativen Maßnahmen sinnvoll gewesen
wären um mehr Erfolg zu haben!
- Jeder von euch macht Vorschläge, wie die Situation sich verändern soll.
- Nach der Vorstellung der Vorschläge einigt ihr euch auf einen Maßnahmenkatalog.

Welche Bedeutung haben eure Erfahrungen aus diesem Spiel bei der
Entscheidung für ein Erfrischungsgetränk in der Schule?

Welche Fragen sind nicht geklärt worden?


? Wie geht ihr weiter vor?
SH78.03.02.01.3.28B
PING

Wir ernähren uns 3.28B


Wen macht die Orange rund?

- Währenddessen verhandeln Kleinproduzenten und Fabrikbesitzer über den Preis der


Ernte.
- Der Safthersteller kauft zum Schluss das "Orangensaftkonzentrat" vom/ von der
Fabrikbesitzer/in.
=> Alle errechnen ihren Gewinn/Verlust bzw. Lohn.

"Auf die Auswertung solltet ihr auf keinen Fall


verzichten! Sie ist sicher noch mal genau so
spannend und interessant wie das Rollenspiel."

Auswertung des Spieles:


- Jede Gruppe stellt zuerst ihre "Rolle" (anhand der Ereigniskarte) der Klasse vor und
jedes Gruppenmitglied den Erfolg seiner Arbeit.
- Wart ihr mit dem Erfolg eurer Rolle zufrieden (Begründung!)? Wie habt ihr euch
dabei gefühlt? Was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen?
- Gab es in einer Gruppe Absprachen und wie erfolgreich waren diese?
- Diskutiert, in welcher Gruppe welche kooperativen Maßnahmen sinnvoll gewesen
wären um mehr Erfolg zu haben!
- Jeder von euch macht Vorschläge, wie die Situation sich verändern soll.
- Nach der Vorstellung der Vorschläge einigt ihr euch auf einen Maßnahmenkatalog.

Welche Bedeutung haben eure Erfahrungen aus diesem Spiel bei der
Entscheidung für ein Erfrischungsgetränk in der Schule?

Welche Fragen sind nicht geklärt worden?


? Wie geht ihr weiter vor?
SH78.03.02.01.3.28B
PING

Wir ernähren uns 3.28B


Wir
ernähren uns Kultur der Ernährung

Vom Mangel zum Überfluss -


Folgen für Mensch und Natur
Nachforschen
Wenn ihr heute Hunger habt, könnt ihr euch aus der Tiefkühltruhe, dem Kühlschrank, der Speisekammer oder
aus dem Supermarkt mit Lebensmitteln versorgen. Nahrung gibt es bei uns heute im Überfluss.

Doch wie war die Versorgung mit Nahrungsmitteln in früheren Zeiten?

Die nachfolgenden Texte und Aufgaben sollen euch einen kleinen Einblick in die Essgewohnheiten
von Menschen in früheren Jahrhunderten geben:
Was aßen unsere Vorfahren?
Wie war ihre Ernährung?
Herrschte in früheren Zeiten Mangel oder Überfluss? Wovon war dies abhängig?

Aufgaben:
Nachforschen
1. Die nachfolgenden Texte schildern euch die Ernährungsweisen im Spätmittelalter und im
vorigen Jahrhundert (19 Jh.). Forscht nach, was die Hauptnahrungsmittel im Winter und
im Sommer waren für
a) Ritter,
b) Bauern im Mittelalter,
c) eine Arbeiterfamilie um 1900,
d) Arbeiterinnen in der Fabrik um 1900,
e) eine bürgerliche Familie um 1900.

Teilt dazu die Texte untereinander auf und informiert Euch anschließend gegenseitig!
Welche Unterschiede könnt ihr zwischen den einzelnen Gruppen feststellen?

Die Texte dazu findet Ihr als Anregungsbögen 4.02 - 4.07


Nachforschen

2. Befragt eure Mitschüler, Bekannte oder Verwandte nach deren Essgewohnheiten!


Vergleicht diese mit den früheren Essgewohnheiten! Stellt eventuelle Gemeinsamkeiten
fest! Sucht nach Erklärungen für den Wandel!

Diskutieren
3. Diskutiert die Folgen, die sich bei uns aus der heutigen Nahrungsmittelproduktion für die
Natur (Landwirtschaft) und für uns Menschen ergeben haben. Welche Folgen könnten
unsere E gewohnheiten auf andere Länder haben?

Notiert die Ergebnisse eurer Diskussion und tragt sie in der Kerngruppe vor!

PING SH.78.03.02.94.0.4.01A 4.01


Wir
ernähren uns Kultur der Ernährung
n Infor
m ilf e
a +H

n
ti o

ne
ne

r m a ti o
Essen und Trinken
info

n + H ilf e n
- Das Alltagsessen der Ritter

Info
en
In
fo
rm ilf
a ti o n e n + H

Die Alltagskost der Adligen war sehr ein-


fach und unterschied sich nicht wesent-
lich von derjenigen der Bauern. Als
Grundnahrung standen fast täglich
Hirsebrei oder Hafermus auf dem Tisch.
Der Gertreideverbrauch war im Mittel-
alter sehr hoch. Um 1400 aß jeder
Stadtbasler im Jahresdurchschnitt 283
Kilogramm Getreide; heute sind es noch
etwa 150 Kilogramm pro Jahr, davon
werden ungefähr neunzig Kilogramm zu
Brot verarbeitet. Das Brot wurde erst im
Laufe des 13. Jahrhunderts zur allge-
meinen Volksnahrung.
Gleichzeitig begann sich das Brot der
Bauern von dem der Adligen deutlich zu
unterscheiden. Die Bauern stellten ihr
Brot vor allem aus Roggen- und Hafer-
mehl her; die vornehmen Kreise dage-
gen leisteten sich Wei brot aus Weizen
Herrschaftliche Küche im Spätmittelalter oder Gerste.Teigwaren und Kartoffeln
kannten zu dieser Zeit weder Adlige
noch Bauern.
Außer Brot, Hirsebrei und Hafermus
Der Brei, das Mus
Brei oder Mus sind gekochte, dickflüssige Speisen aus
aßen die Burgbewohner, was ihnen der
Getreide, (Hirse, Hafer, Gerste), aus Früchten (Äpfel, Burggarten lieferte. Das waren vor allem
Pflaumen, Zwetschgen, Kirschen= oder aus Hülsen- Erbsen und Linsen, aber auch Acker-
früchten (Erbsen, Linsen, Bohnen). oder Saubohnen, die die Mägde aus den
Das Wort "Ge - müse" ist von "Mus" abgeleitet und Hülsen geschält hatten. Unsere grünen
war zuerst ein Sammelbegriff für verschiedene Mus-
arten. Bohnen fanden erst nach dem Mittelalter
den Weg nach Europa. Der Burggarten
lieferte ferner Kohl, Lauch, Fenchel,
Die Burgküche Rüben, Sellerie und Kürbis.
Wandgestelle dienen als Ablage für Teller, Vom Frühsommer bis in den Winter hin-
Schalen und Töpfe. Neben dem Schüttstein ein ergänzte die Burgherrin das Essen
steht der hölzerne Bottich mit frischem Wasser,
mit Obst. Der Wald lieferte Nüsse,
das die Magd mit den beiden Schöpfgefäßen am
Sodbrunnen holt. Im Mörser (ganz rechts auf
Beeren und Pilze. Nur Äpfel und Nüsse
dem Tisch) werden Gewürze zerstoßen. ließen sich ohne Verarbeitung über
längere Zeit lagern. Von den Möglichkei-
ten, Früchte haltbar zu machen, kannten
+B
PING SH.78.03.02.94.0.4.02A 4.02A
die mittelalterlichen Menschen erst das Milchprodukte
Zu den Milchprodukten zählen neben Rahm und Butter
Dörren. Birnen, Kirschen, Pflaumen, auch Ziger, Quark und verschiedene Milchspeisen.
Zwetschgen und Apfelschnitze eigneten
sich dafür. Die Mägde dickten Birnensaft ein Das Milchmus, die Milchsuppe
Das Milchmus wurde aus heißer Butter und aus warmer,
und verwendeten ihn später zum Süßen von gebrochener Milch (Schotte) hergestellt und manchmal mit
Speisen. getrockneten Früchten angereichert. Die Milchsuppe
Obwohl die Bauern - und entsprechend bestand aus Milch, in die man sich Brot brockte und die
gelegentlich mit Pfeffer gewürzt wurde. Das Milchmus und
auch die Burgherren - bis ins Urserental hin- die Milchsuppe dienten vor allem als Frühstück.
auf kleine Äcker bebauten, herrschte im
Alpengebiet die Viehwirtschaft vor. Die Der Ziger, der Käse
Ziger wurde aus geronnener Milch oder aus einer
Hauptnahrung bestand in diesen Gegenden
quarkartigen Masse gewonnen, die sehr weich war und
aus Milch und Milchprodukten. nicht dem heutigen Schabziger glich. Der Ziger wurde oft
Da das Getreide in diesen Gegenden rar mit verschiedenen Kräutern gewürzt. Durch Trocknen
war, streckten es die Alpenbewohner beim konnte er zu einer käseartigen Masse eingedickt werden,
die ähnlich schmeckte wie Weichkäse, aber nicht lange
Brotbacken mit Birnen und anderen haltbar war.
Früchten. Bis heute wird in diesen Erst als man im 16. Jahrhundert die Wirkung von Lab
Gegenden ein gutes Birnbrot zubereitet. kennenlernte, wurde es möglich, Hartkäse herzustellen.

Viele Bauern waren verpflichtet, eine Anzahl


Eier auf der Burg abzuliefern. Im Burghof
und sogar in der Burgküche lief eine Menge
Hühner herum. Während die Bäuerin
höchstens am Sonntag ein Eiergericht
zubereitete, kannte die Burgfamilie auch
unter der Woche Spiegeleier, Eiersuppe
und Omelette.
Im Lauf des Hochmittelalters unterschieden
sich die Mahlzeiten der Ritter immer mehr
von jenen der Bauern. Die Adligen aßen
zwar nicht wesentlich andere Speisen, aber
es standen ihnen größere Mengen zur Ver-
fügung. Außerdem konnten sie sich seltene-
re Zutaten, wie kostbare Gewürze, Datteln
oder Feigen leisten, mit denen die Mägde
die Gerichte verfeinerten. So wurde auch
das erlesene Essen langsam zu einem
Statussymbol.

Fleischgerichte

Die Adligen aßen auch häufiger Fleisch als


die Bauern, bei denen Fleischgerichte zu
den ausgesprochenen Sonn- und
Festtagsspeisen gehörten. Einzig in den
Alpen, wo das Getreide rar war, kam bei
den Bauern häufiger Fleisch auf den Tisch.
Die Knochen, die bei Ausgrabungen auf
Burgstellen gefunden werden, stammen vor
allem vom Schwein und vom Rind, daneben
aber auch vom Schaf und von der Ziege.
Fischreuse und Gelte für die gefangenen Fische
Erstaunlich selten sind Überreste von Jagd-
tieren wie Wildschwein, Hisch, Reh, Gemse, +C
PING SH.78.03.02.94.0.4.02B 4.02 B
Steinbock, Dachs und Fuchs. Sie machen Das Schadwild
Als Schadwild galten jene Tiere, die dem mittelalter-
selten mehr als 5 % aller Knochenfunde aus. lichen Menschen oder seinen Haustieren gefährlich
Nur die Adligen durften in den Wäldern jagen; werden konnten. Dazu zählten vor allem Bär, Wolf,
den Bauern war es höchstens erlaubt, Schad- Wildkatze und Luchs. Im 15. Jahrhundert kam der
Fischotter dazu, den man als unersättlichen Fisch-
wild zu erlegen. Die Burgbewohner verschmäh- räuber betrachtete. Diese Tiere durften auch außer-
ten auch das Fleisch von Kleintieren wie Eich- halb der Jagdzeit erlegt werden; zum Teil belohnte die
hörnchen, Igel, Murmeltieren und Siebenschlä- Obrigkeit sogar die Jäger dafür.
fern nicht.
Zu den häufigen Fleischspeisen gehörte Geflü-
gelfleisch. Rebhühner, Spatzen, Stare, Schwal-
Fastenzeit und Fastentage
ben und Tauben brachten Abwechslung auf die An den eigentlichen Fasttagen gebot die Kirche ihren
adlige Tafel. Gläubigen, aus Liebe zu Gott zu fasten, das heißt, nur
soviel zu essen, dass der Hunger nicht gestillt war.
Darüber hinaus verbot sie an über hundert weiteren
Fischgerichte Tagen den Genuss von Fleisch, sofern es von warm-
blütigen Tieren stammte.
Unsere Gewässer waren sehr fischreich. Als Fasttage galten nicht nur die vierzig Tage
zwischen Aschermittwoch und Ostern, sondern jeder
Bauern und Städter fingen die Fische mit
Freitag und zeitweise auch auch der Samstag. Bis
Reusen und Netzen. Einige bestimmte Ab- heute ist deshalb der Freitag in manchen Familien
schnitte eines Flusses oder Sees waren den Fisch- oder Wähentag geblieben.
Burgbewohnern vorbehalten. Wenn kein Ge- Im Hochmittelalter fielen sämtliche tierischen Produkte
unter das Fastengebot, also auch Eier, Butter, Milch
wässer in der Nähe lag, deckten sie ihren Be- und Käse. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde
darf gelegentlich mit Fischen aus künstlich an- diese strenge Regelung aufgehoben.
gelegten Teichen.
Die Beize
Da die Fische zu den kaltblütigen Tieren zählen, Eine Beize brauchen wir noch heute für Sauerbraten
waren sie an Fastentagen sehr begehrt. Das und Reh- und Hirschpfeffer. Das Fleisch wird mehrere
Fastengebot bezog sich nur auf warmblütige Tage lang in eine Brühe aus Essig, Wein, Wasser,
Salz, Senf, Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer, Lorbeer, Nel-
Tiere. ken oder Küchenkräutern eingelegt und nachher ge-
Um auf den Anblick von Fleisch während der braten oder gekocht. Moderne Kochbücher bezeich-
Fastenzeit nicht verzichten zu müssen, kamen nen die Beize oft als Marinade.
die Köche an adligen Höfen auf ausgefallene Das Pökelfleisch
Ideen. Es wird zum Beispiel berichtet, da sie Durch Einsalzen kann Fleisch haltbar gemacht
Fische kochten, entgräteten, fein hackten und werden. Dieses Verfahren nennt man einpökeln. Es
wurde im Mittelalter besonders auf Meerfische ange-
zu einem Schweinskopf formten. Umgekehrt wendet, die in Fässer gelegt, gesalzen und bis in
gaben sie Fleischpasteten die Form eines unser Gebiet transportiert wurden. Um fünf Kilogramm
Fisches. Fisch einzupökeln, brauchte man etwa ein Kilogramm
Salz. Zum Einpökeln eignete sich vor allem der
Hering, aber auch Kabeljau, Lachs, Barsch und Aal
Haltbar gemachtes Fleisch wurden auf diese Weise haltbar gemacht.

Schon im Mittelalter verstanden es die Men-


schen, das Fleisch haltbar zu machen. Sie
legten es in eine Beize, hängten es in den
Rauchfang, trockneten es in Gebieten, die sich
dazu eigeneten an der Luft oder salzten die
Fleischstücke als Pökelfleisch ein.
Kaufleute aus dem Norden brachten die einge-
salzenen Meerfische in Fässern in unsere Ge-
gend. Sowohl Burgherren wie wohlhabende
Städter und Bauern deckten sich oft für ein
ganzes Jahr bei diesen Händlern ein.
Vor dem Winter mu ten die Bauern einen
großen Teil des Viehs schlachten, weil in Acker- +D
PING SH.78.03.02.94.0.4.02C 4.02 C
baugebieten ihre Heuvorrräte für die Winterfütter-
ung nicht ausreichten. Die "Metzgete", die noch
heute von vielen Gaststätten im Spätherbst ange-
priesen wird, erinnert an diese Zeit. Die Burg-
herren besa en neben dem Ackerland stets auch
einen beträchtlichen Anteil an Wiesland. Mit den
Heuvorräten, die sie auf ihren Wiesen ernteten,
brachten sie einen größeren Teil ihres Viehbe-
standes durch den Winter. Sie konnten ihre Tiere
dann schlachten, wenn ein besonderer Anla dazu
bestand oder wenn der Vorrat an Frisch-fleisch
zu Ende ging.
Selbstverständlich war die Alltagstafel des Hoch-
adels reichhaltiger gedeckt als die der einfachen
Ritterfamilie. Große Feste arteten auf Dynasten-
burgen gegen Ende des Mittelalters manchmal zu
wilden Fress- und Saufgelagen aus. So füllten
etwa Köche einen Ochsen mit Würsten, Geflügel
und Fleischstücken und lie en ihn von den Gästen
in Stücke reißen. Ein mittelalterliches Kochbuch
aus Frankreich gibt Anweisungen, wie sich eine
Pastete mit lebendigen Vögeln füllen lässt, die
beim Anschneiden davonfliegen. Da solche
Festgelage aber seltene Ausnahmen waren,
erkennen wir daran, dass darüber überhaupt nicht
berichtet wird.

Vom Würzen und von Gewürzen

Salz war im Mittelalter kostbar. Es musste aus


dem Tirol oder aus Burgungd eingeführt werden.
Daher ersetzten es die Mägde beim Kochen so-
Eingesalzene Fische, besonders Heringe, gelangten weit wie möglich durch Gewürzkräuter aus dem
vom Meer her in unser Land. Auf der Halbinsel
Schonen (südlicher Teil Schwedens) wurden im 15. eigenen Garten, wie Bohnenkraut, Rosmarin,
Jahrhundert jährlich etwa 25000 Tonnen Heringe Salbei, Kümmel, Liebstöckel, Fenchel, Koriander,
eingepökelt und in südliche Länder verkauft. Dill, Petersilie, Kerbel und Knoblauch. Auch
Zwiebeln, Senf und Weinessig gehörten zu den
Würzmitteln der mittelalterlichen Küche.
In adligen Kreisen galt es als vornehm, mit Ge-
würzen das Eigenaroma der Speisen möglichst
stark zu verändern. Wo die einheimische Kräuter
dazu nicht ausreichten, halfen fremdländische
Gewürze nach.
Zucker war noch unbekannt. Zum Süßen der
Speisen verwendeten die Mägde Bienenhonig
und eingedickten Birnensaft, gelegentlich auch
Fremdländische Gewürze Weinbeeren oder Weichselbrei.
Zu den wichtigsten fremdländischen Gewürzen
zählten im Mittelalter Pfeffer, Gewürznelken,
Muskat, Zimt und Ingwer, die alle aus dem Orient
oder dem Fernen Osten eingeführt wurden. Aus
+E
PING SH.78.03.02.94.0.4.02D 4.02 D
Getränke

Die Burgbewohner tranken vor allem Wasser und


Wein, in Viehzuchtgebieten auch Milch. Der Wein- Mildes Klima im Mittelalter
Im Hoch- und Spätmittelalter besonders im 14.
bau war an Orten sehr verbreitet, wo heute längst und 15. Jahrhundert, war das Klima bei uns we-
keine Trauben mehr wachsen. Hier und da erinnert sentlich milder als heute. Selbst in hohen
noch ein Flurname, etwa "Weinberg" oder "Rebhal- Lagen, wie etwa im Urserental, pflanzten die
Bauern Korn. In den Föhngebieten des Vier-
de", an diese Zeit. Obwohl das Klima vom 10. bis waldstättersees wuchsen Edelkastanien, und
zum Beginn des 16. Jahrhunderts bei uns wesent- die Rebberge reichten an vielen Orten viel
lich milder war als heute, muss der Wein in vielen höher hinauf als heute.
Eine letzte warme Periode ist aus der Zeit
Teilen der heutigen Schweiz recht sauer gewesen zwischen 1530 und 1559 überliefert.
sein. Für besondere Anlässe lagerten die
Burgherren deshalb ein Fässchen Wein aus dem
Elsa oder aus Italien im Keller ein. Dieser Wein war Der Met
etwa zwei- bis dreimal teurer als der einheimische Met ist besonders als Getränk der Germanen
Wein. bekannt, wurde aber noch im Mittelalter aus
einer Mischung von Wasser und Honig
Als besonders feines Getränk galt der gewürzte hergestellt, die man gären ließ.
Wein. Für den "Claret", wie ihn die Leute auch nann-
ten, zerstießen die Mägde im Mörser Zimt, Nelken,
Ingwer oder andere Gewürze zu feinem Pulver, Der Grapen
mengten Honig bei und hängten die Mischung in Der Grapen war ein bauchiger Topf mit zwei
einem Säcklein so lange in den Weißwein, bis dieser Henkeln und einem trichterförmigen Rand, der
auf drei Beine stand. Oft wies er eine einfache
das Aroma der Gewürze angenommen hatte.
Verzierung auf. Vorbilder des Grapen waren
Daneben tranken die Erwachsenen und die älteren Bronzegrapen aus Norddeutschland, die bei
Kinder vergorenen Saft von Äpfeln, Birnen, Kirschen uns seit der Mitte des 13. Jahrhunderts in Kera-
mik nachgeformt wurden.
und Beeren. Bier oder Met galt als Festtagsgetränk.
Das Gebiet der heutigen Schweiz war im Mittelalter
jedoch ein ausgesprochenes Weinland. Das Bier
fand seine große Verbreitung erst später.
Schon im 13. Jahrhundert stellten einzelne Leute
Branntwein oder Schnaps her. Er wurde aber bis
zum Ende des Mittelalters kaum getrunken, sondern
als Medizin gebraucht und hauptsächlich zum Ein-
reiben schmerzender Körperteile verwendet.

Küchengeräte

Noch um 1100 war der gebauchte, irdene Topf jenes Das Tüpfli
Das Tüpfli hatte die Form einer Pfanne. Es
Kochgeschirr, das für die Zubereitung fast aller stand ebenfalls auf drei Beinen, wurde aus Ton
Speisen gebraucht wurde. Die Mägde stellten ihn hergestellt und war auf der Innenseite meisens
direkt in die Glut. Das Fleisch brieten sie an Brat- glasiert.
spie en.
Mit der wachsenden Esskultur wurden die Küchen-
geräte im 13. Jahrhundert auf den Burgen immer
vielfältiger. Der Grapen ersetzte den einfachen Topf.
Gute Dienste leistete auch das Tüpfli. Immer häufi-
ger deckten die Köchinnen die Speisen beim
Kochen mit irdenen Deckeln zu. Siebe, Wiegemes-
ser, Schöpfkellen und Fleischgabeln fanden in die
Burgküche Eingang.
aus: Ritter und Burgfrauen im Mittelalter. In: Burgenland Schweiz,
Bau und Alltag, Heinrich Boxler / Jörg Müller, aare Verlag
PING SH.78.03.02.94.0.4.02E 4.02 E
die mittelalterlichen Menschen erst das Milchprodukte
Zu den Milchprodukten zählen neben Rahm und Butter
Dörren. Birnen, Kirschen, Pflaumen, auch Ziger, Quark und verschiedene Milchspeisen.
Zwetschgen und Apfelschnitze eigneten
sich dafür. Die Mägde dickten Birnensaft ein Das Milchmus, die Milchsuppe
Das Milchmus wurde aus heißer Butter und aus warmer,
und verwendeten ihn später zum Süßen von gebrochener Milch (Schotte) hergestellt und manchmal mit
Speisen. getrockneten Früchten angereichert. Die Milchsuppe
Obwohl die Bauern - und entsprechend bestand aus Milch, in die man sich Brot brockte und die
gelegentlich mit Pfeffer gewürzt wurde. Das Milchmus und
auch die Burgherren - bis ins Urserental hin- die Milchsuppe dienten vor allem als Frühstück.
auf kleine Äcker bebauten, herrschte im
Alpengebiet die Viehwirtschaft vor. Die Der Ziger, der Käse
Ziger wurde aus geronnener Milch oder aus einer
Hauptnahrung bestand in diesen Gegenden
quarkartigen Masse gewonnen, die sehr weich war und
aus Milch und Milchprodukten. nicht dem heutigen Schabziger glich. Der Ziger wurde oft
Da das Getreide in diesen Gegenden rar mit verschiedenen Kräutern gewürzt. Durch Trocknen
war, streckten es die Alpenbewohner beim konnte er zu einer käseartigen Masse eingedickt werden,
die ähnlich schmeckte wie Weichkäse, aber nicht lange
Brotbacken mit Birnen und anderen haltbar war.
Früchten. Bis heute wird in diesen Erst als man im 16. Jahrhundert die Wirkung von Lab
Gegenden ein gutes Birnbrot zubereitet. kennenlernte, wurde es möglich, Hartkäse herzustellen.

Viele Bauern waren verpflichtet, eine Anzahl


Eier auf der Burg abzuliefern. Im Burghof
und sogar in der Burgküche lief eine Menge
Hühner herum. Während die Bäuerin
höchstens am Sonntag ein Eiergericht
zubereitete, kannte die Burgfamilie auch
unter der Woche Spiegeleier, Eiersuppe
und Omelette.
Im Lauf des Hochmittelalters unterschieden
sich die Mahlzeiten der Ritter immer mehr
von jenen der Bauern. Die Adligen aßen
zwar nicht wesentlich andere Speisen, aber
es standen ihnen größere Mengen zur Ver-
fügung. Außerdem konnten sie sich seltene-
re Zutaten, wie kostbare Gewürze, Datteln
oder Feigen leisten, mit denen die Mägde
die Gerichte verfeinerten. So wurde auch
das erlesene Essen langsam zu einem
Statussymbol.

Fleischgerichte

Die Adligen aßen auch häufiger Fleisch als


die Bauern, bei denen Fleischgerichte zu
den ausgesprochenen Sonn- und
Festtagsspeisen gehörten. Einzig in den
Alpen, wo das Getreide rar war, kam bei
den Bauern häufiger Fleisch auf den Tisch.
Die Knochen, die bei Ausgrabungen auf
Burgstellen gefunden werden, stammen vor
allem vom Schwein und vom Rind, daneben
aber auch vom Schaf und von der Ziege.
Fischreuse und Gelte für die gefangenen Fische
Erstaunlich selten sind Überreste von Jagd-
tieren wie Wildschwein, Hisch, Reh, Gemse, +C
PING SH.78.03.02.94.0.4.02B 4.02 B
Steinbock, Dachs und Fuchs. Sie machen Das Schadwild
Als Schadwild galten jene Tiere, die dem mittelalter-
selten mehr als 5 % aller Knochenfunde aus. lichen Menschen oder seinen Haustieren gefährlich
Nur die Adligen durften in den Wäldern jagen; werden konnten. Dazu zählten vor allem Bär, Wolf,
den Bauern war es höchstens erlaubt, Schad- Wildkatze und Luchs. Im 15. Jahrhundert kam der
Fischotter dazu, den man als unersättlichen Fisch-
wild zu erlegen. Die Burgbewohner verschmäh- räuber betrachtete. Diese Tiere durften auch außer-
ten auch das Fleisch von Kleintieren wie Eich- halb der Jagdzeit erlegt werden; zum Teil belohnte die
hörnchen, Igel, Murmeltieren und Siebenschlä- Obrigkeit sogar die Jäger dafür.
fern nicht.
Zu den häufigen Fleischspeisen gehörte Geflü-
gelfleisch. Rebhühner, Spatzen, Stare, Schwal-
Fastenzeit und Fastentage
ben und Tauben brachten Abwechslung auf die An den eigentlichen Fasttagen gebot die Kirche ihren
adlige Tafel. Gläubigen, aus Liebe zu Gott zu fasten, das heißt, nur
soviel zu essen, dass der Hunger nicht gestillt war.
Darüber hinaus verbot sie an über hundert weiteren
Fischgerichte Tagen den Genuss von Fleisch, sofern es von warm-
blütigen Tieren stammte.
Unsere Gewässer waren sehr fischreich. Als Fasttage galten nicht nur die vierzig Tage
zwischen Aschermittwoch und Ostern, sondern jeder
Bauern und Städter fingen die Fische mit
Freitag und zeitweise auch auch der Samstag. Bis
Reusen und Netzen. Einige bestimmte Ab- heute ist deshalb der Freitag in manchen Familien
schnitte eines Flusses oder Sees waren den Fisch- oder Wähentag geblieben.
Burgbewohnern vorbehalten. Wenn kein Ge- Im Hochmittelalter fielen sämtliche tierischen Produkte
unter das Fastengebot, also auch Eier, Butter, Milch
wässer in der Nähe lag, deckten sie ihren Be- und Käse. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde
darf gelegentlich mit Fischen aus künstlich an- diese strenge Regelung aufgehoben.
gelegten Teichen.
Die Beize
Da die Fische zu den kaltblütigen Tieren zählen, Eine Beize brauchen wir noch heute für Sauerbraten
waren sie an Fastentagen sehr begehrt. Das und Reh- und Hirschpfeffer. Das Fleisch wird mehrere
Fastengebot bezog sich nur auf warmblütige Tage lang in eine Brühe aus Essig, Wein, Wasser,
Salz, Senf, Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer, Lorbeer, Nel-
Tiere. ken oder Küchenkräutern eingelegt und nachher ge-
Um auf den Anblick von Fleisch während der braten oder gekocht. Moderne Kochbücher bezeich-
Fastenzeit nicht verzichten zu müssen, kamen nen die Beize oft als Marinade.
die Köche an adligen Höfen auf ausgefallene Das Pökelfleisch
Ideen. Es wird zum Beispiel berichtet, da sie Durch Einsalzen kann Fleisch haltbar gemacht
Fische kochten, entgräteten, fein hackten und werden. Dieses Verfahren nennt man einpökeln. Es
wurde im Mittelalter besonders auf Meerfische ange-
zu einem Schweinskopf formten. Umgekehrt wendet, die in Fässer gelegt, gesalzen und bis in
gaben sie Fleischpasteten die Form eines unser Gebiet transportiert wurden. Um fünf Kilogramm
Fisches. Fisch einzupökeln, brauchte man etwa ein Kilogramm
Salz. Zum Einpökeln eignete sich vor allem der
Hering, aber auch Kabeljau, Lachs, Barsch und Aal
Haltbar gemachtes Fleisch wurden auf diese Weise haltbar gemacht.

Schon im Mittelalter verstanden es die Men-


schen, das Fleisch haltbar zu machen. Sie
legten es in eine Beize, hängten es in den
Rauchfang, trockneten es in Gebieten, die sich
dazu eigeneten an der Luft oder salzten die
Fleischstücke als Pökelfleisch ein.
Kaufleute aus dem Norden brachten die einge-
salzenen Meerfische in Fässern in unsere Ge-
gend. Sowohl Burgherren wie wohlhabende
Städter und Bauern deckten sich oft für ein
ganzes Jahr bei diesen Händlern ein.
Vor dem Winter mu ten die Bauern einen
großen Teil des Viehs schlachten, weil in Acker- +D
PING SH.78.03.02.94.0.4.02C 4.02 C
baugebieten ihre Heuvorrräte für die Winterfütter-
ung nicht ausreichten. Die "Metzgete", die noch
heute von vielen Gaststätten im Spätherbst ange-
priesen wird, erinnert an diese Zeit. Die Burg-
herren besa en neben dem Ackerland stets auch
einen beträchtlichen Anteil an Wiesland. Mit den
Heuvorräten, die sie auf ihren Wiesen ernteten,
brachten sie einen größeren Teil ihres Viehbe-
standes durch den Winter. Sie konnten ihre Tiere
dann schlachten, wenn ein besonderer Anla dazu
bestand oder wenn der Vorrat an Frisch-fleisch
zu Ende ging.
Selbstverständlich war die Alltagstafel des Hoch-
adels reichhaltiger gedeckt als die der einfachen
Ritterfamilie. Große Feste arteten auf Dynasten-
burgen gegen Ende des Mittelalters manchmal zu
wilden Fress- und Saufgelagen aus. So füllten
etwa Köche einen Ochsen mit Würsten, Geflügel
und Fleischstücken und lie en ihn von den Gästen
in Stücke reißen. Ein mittelalterliches Kochbuch
aus Frankreich gibt Anweisungen, wie sich eine
Pastete mit lebendigen Vögeln füllen lässt, die
beim Anschneiden davonfliegen. Da solche
Festgelage aber seltene Ausnahmen waren,
erkennen wir daran, dass darüber überhaupt nicht
berichtet wird.

Vom Würzen und von Gewürzen

Salz war im Mittelalter kostbar. Es musste aus


dem Tirol oder aus Burgungd eingeführt werden.
Daher ersetzten es die Mägde beim Kochen so-
Eingesalzene Fische, besonders Heringe, gelangten weit wie möglich durch Gewürzkräuter aus dem
vom Meer her in unser Land. Auf der Halbinsel
Schonen (südlicher Teil Schwedens) wurden im 15. eigenen Garten, wie Bohnenkraut, Rosmarin,
Jahrhundert jährlich etwa 25000 Tonnen Heringe Salbei, Kümmel, Liebstöckel, Fenchel, Koriander,
eingepökelt und in südliche Länder verkauft. Dill, Petersilie, Kerbel und Knoblauch. Auch
Zwiebeln, Senf und Weinessig gehörten zu den
Würzmitteln der mittelalterlichen Küche.
In adligen Kreisen galt es als vornehm, mit Ge-
würzen das Eigenaroma der Speisen möglichst
stark zu verändern. Wo die einheimische Kräuter
dazu nicht ausreichten, halfen fremdländische
Gewürze nach.
Zucker war noch unbekannt. Zum Süßen der
Speisen verwendeten die Mägde Bienenhonig
und eingedickten Birnensaft, gelegentlich auch
Fremdländische Gewürze Weinbeeren oder Weichselbrei.
Zu den wichtigsten fremdländischen Gewürzen
zählten im Mittelalter Pfeffer, Gewürznelken,
Muskat, Zimt und Ingwer, die alle aus dem Orient
oder dem Fernen Osten eingeführt wurden. Aus
+E
PING SH.78.03.02.94.0.4.02D 4.02 D
Getränke

Die Burgbewohner tranken vor allem Wasser und


Wein, in Viehzuchtgebieten auch Milch. Der Wein- Mildes Klima im Mittelalter
Im Hoch- und Spätmittelalter besonders im 14.
bau war an Orten sehr verbreitet, wo heute längst und 15. Jahrhundert, war das Klima bei uns we-
keine Trauben mehr wachsen. Hier und da erinnert sentlich milder als heute. Selbst in hohen
noch ein Flurname, etwa "Weinberg" oder "Rebhal- Lagen, wie etwa im Urserental, pflanzten die
Bauern Korn. In den Föhngebieten des Vier-
de", an diese Zeit. Obwohl das Klima vom 10. bis waldstättersees wuchsen Edelkastanien, und
zum Beginn des 16. Jahrhunderts bei uns wesent- die Rebberge reichten an vielen Orten viel
lich milder war als heute, muss der Wein in vielen höher hinauf als heute.
Eine letzte warme Periode ist aus der Zeit
Teilen der heutigen Schweiz recht sauer gewesen zwischen 1530 und 1559 überliefert.
sein. Für besondere Anlässe lagerten die
Burgherren deshalb ein Fässchen Wein aus dem
Elsa oder aus Italien im Keller ein. Dieser Wein war Der Met
etwa zwei- bis dreimal teurer als der einheimische Met ist besonders als Getränk der Germanen
Wein. bekannt, wurde aber noch im Mittelalter aus
einer Mischung von Wasser und Honig
Als besonders feines Getränk galt der gewürzte hergestellt, die man gären ließ.
Wein. Für den "Claret", wie ihn die Leute auch nann-
ten, zerstießen die Mägde im Mörser Zimt, Nelken,
Ingwer oder andere Gewürze zu feinem Pulver, Der Grapen
mengten Honig bei und hängten die Mischung in Der Grapen war ein bauchiger Topf mit zwei
einem Säcklein so lange in den Weißwein, bis dieser Henkeln und einem trichterförmigen Rand, der
auf drei Beine stand. Oft wies er eine einfache
das Aroma der Gewürze angenommen hatte.
Verzierung auf. Vorbilder des Grapen waren
Daneben tranken die Erwachsenen und die älteren Bronzegrapen aus Norddeutschland, die bei
Kinder vergorenen Saft von Äpfeln, Birnen, Kirschen uns seit der Mitte des 13. Jahrhunderts in Kera-
mik nachgeformt wurden.
und Beeren. Bier oder Met galt als Festtagsgetränk.
Das Gebiet der heutigen Schweiz war im Mittelalter
jedoch ein ausgesprochenes Weinland. Das Bier
fand seine große Verbreitung erst später.
Schon im 13. Jahrhundert stellten einzelne Leute
Branntwein oder Schnaps her. Er wurde aber bis
zum Ende des Mittelalters kaum getrunken, sondern
als Medizin gebraucht und hauptsächlich zum Ein-
reiben schmerzender Körperteile verwendet.

Küchengeräte

Noch um 1100 war der gebauchte, irdene Topf jenes Das Tüpfli
Das Tüpfli hatte die Form einer Pfanne. Es
Kochgeschirr, das für die Zubereitung fast aller stand ebenfalls auf drei Beinen, wurde aus Ton
Speisen gebraucht wurde. Die Mägde stellten ihn hergestellt und war auf der Innenseite meisens
direkt in die Glut. Das Fleisch brieten sie an Brat- glasiert.
spie en.
Mit der wachsenden Esskultur wurden die Küchen-
geräte im 13. Jahrhundert auf den Burgen immer
vielfältiger. Der Grapen ersetzte den einfachen Topf.
Gute Dienste leistete auch das Tüpfli. Immer häufi-
ger deckten die Köchinnen die Speisen beim
Kochen mit irdenen Deckeln zu. Siebe, Wiegemes-
ser, Schöpfkellen und Fleischgabeln fanden in die
Burgküche Eingang.
aus: Ritter und Burgfrauen im Mittelalter. In: Burgenland Schweiz,
Bau und Alltag, Heinrich Boxler / Jörg Müller, aare Verlag
PING SH.78.03.02.94.0.4.02E 4.02 E
Wir
ernähren uns Kultur der Ernährung
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Ernährung einer Arbeiterfamilie und einer
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Bürgerfamilie im 19. Jahrhundert

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Küche einer Arbeiterfamilie a ti o n e n + H

aus:"Proletariat", Edition Leipzig


Bis ins 19. Jahrhundert hinein besaßen auch Brot zum Kaffee, welcher mit Malz gemischt
die in den Städten lebenden Kleinbürger ist.
Gärten und Höfe. Sie produzierten dort einen Sonntags kann man ein Pfund Fleisch
Teil ihrer Nahrungsmittel selbst. Sie pflanz- kochen und etwas Gemüse, welches man
ten Obst und Gemüse und hielten Tiere, vor Schluss des Marktes billiger kaufen
durch die sie mit Eiern, Fleisch und Milch kann.
versorgt wurden. Diese Verhältnisse änder- Montags koche ich eine Erbsensuppe mit
ten sich am Ende des Jahrhunderts, als aus etwas Suppengrünes und ein paar Kartof-
Handwerkern und Manufakturarbeitern ein feln, welches sehr gut schmeckt und auch
städtisches Proletariat entstand. In ihren sättigt.
engen Mietwohnungen lebten sie im buch- Dienstags kann man geröstete Griesmehl-
stäblichen Sinne von der Hand in den Mund, suppe und Kartoffelgemüse kochen, wobei
d. h., da sie den größten Teil ihres Einkom- man dem Manne etwas Wurst geben kann.
mens für den Kauf der Nahrungsmittel Abends trinke ich Kaffee und wärme, was ich
ausgeben mussten. übrig habe.
1895 berichtet eine Frankfurter Arbeiterfrau, Mittwochs kann man Sauerkraut und Kar-
der nach Abzug der Miete vom Arbeitslohn toffelbrei kochen, da tue ich für den Mann
des Mannes nur 15 Mark Haushaltsgeld einen Schweinefuß hinein, damit er etwas
wöchentlich zur Verfügung standen, wie sie Fleisch hat.
mit diesem Geld wirtschaftete: Donnerstags kann man eine Bohnensuppe
"Morgens zum Kaffee holt man trockene kochen mit Suppengrünes und etwas Mehl
Brötchen zu 2 Pfennig das Stück oder isst und Zwiebeln, was sehr gut schmeckt.
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Freitags kann man auch eine billige Mehl- bücher enthalten genaue Speisezettel, die
speise herrichten. Ich hole mir trockene uns darüber Auskunft erteilen. Elisabeth
Brötchen, Mehl und geknickte Eier, welche Eidemann, deren Buch 1892 in Essen
man sehr billig bekommt, und mache Klöße, erschien, empfahl für die vier Jahreszeiten
sowie etwas Obst dazu. Von dem Klöße- unterschiedliche Gerichte. Für den Sommer
wasser kann man Suppe machen. stellte sie folgenden Wochenplan zusam-
Samstags kann man auch eine gute Kartof- men:
felsuppe kochen, worin man ein halbes
Pfund Hammelfleisch für 20 Pfennig kocht. Sonntag: Rindfleisch, Kartoffeln und Kopf-
Dabei gibt man Kartoffelstücke mit geröste- salat
ten Zwiebeln oder eingemachte Rotherü- Montag: Kohlrabi mit Rindfleisch und Kartof-
ben, welche auch nicht teuer sind. feln
Linsensuppe kann man auch gut und billig Dienstag: Dicke Bohnen, Speck, Kartoffeln
kochen, so wie die Erbsensuppe." Mittwoch: Rindfleischsuppe mit jungen Erb-
sen und Wurzeln
Dagegen hatten sich die Einkommensver- Donnerstag: Weiße Rüben mit Lammfleisch
hältnisse der bürgerlichen Familien und Kartoffeln
wesentlich verbessert. Die Genügsamkeit, Freitag: Reibkuchen und gekochte Him-
die noch den biedermeierlichen Küchenzet- beeren
tel auszeichnete, wurde jetzt aufgegeben. Samstag: Wirsingkohl mit Rindfleisch und
Die für den Unterricht der angehenden Kartoffeln
Hausfrauen geschriebenen Haushalts-
aus: Kunst und Küche, S.33
Küche einer Bürgerfamilie

aus:"Proletariat", Edition Leipzig

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Freitags kann man auch eine billige Mehl- bücher enthalten genaue Speisezettel, die
speise herrichten. Ich hole mir trockene uns darüber Auskunft erteilen. Elisabeth
Brötchen, Mehl und geknickte Eier, welche Eidemann, deren Buch 1892 in Essen
man sehr billig bekommt, und mache Klöße, erschien, empfahl für die vier Jahreszeiten
sowie etwas Obst dazu. Von dem Klöße- unterschiedliche Gerichte. Für den Sommer
wasser kann man Suppe machen. stellte sie folgenden Wochenplan zusam-
Samstags kann man auch eine gute Kartof- men:
felsuppe kochen, worin man ein halbes
Pfund Hammelfleisch für 20 Pfennig kocht. Sonntag: Rindfleisch, Kartoffeln und Kopf-
Dabei gibt man Kartoffelstücke mit geröste- salat
ten Zwiebeln oder eingemachte Rotherü- Montag: Kohlrabi mit Rindfleisch und Kartof-
ben, welche auch nicht teuer sind. feln
Linsensuppe kann man auch gut und billig Dienstag: Dicke Bohnen, Speck, Kartoffeln
kochen, so wie die Erbsensuppe." Mittwoch: Rindfleischsuppe mit jungen Erb-
sen und Wurzeln
Dagegen hatten sich die Einkommensver- Donnerstag: Weiße Rüben mit Lammfleisch
hältnisse der bürgerlichen Familien und Kartoffeln
wesentlich verbessert. Die Genügsamkeit, Freitag: Reibkuchen und gekochte Him-
die noch den biedermeierlichen Küchenzet- beeren
tel auszeichnete, wurde jetzt aufgegeben. Samstag: Wirsingkohl mit Rindfleisch und
Die für den Unterricht der angehenden Kartoffeln
Hausfrauen geschriebenen Haushalts-
aus: Kunst und Küche, S.33
Küche einer Bürgerfamilie

aus:"Proletariat", Edition Leipzig

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Mittags- Mahlzeiten für vier Erwachsene

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Eigens für Arbeiterfamilien erschien 1882 ein "Koch- und Anleitungs-

Info
buch" mit dem Titel "Das häusliche Glück"

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Nach Rezept:
Nr. 1. Für Winter und Frühjahr
1½Pfd Rindfleisch . . . . . . .
Sonntag . . . 95 Pf

}
Nr.1 ¼ " Reis in Fleischsuppe . . . . . . 5 "
Seite 157
wei er Kappus, gedämpft . . . . 20 " 1,45Pf
Nr. 34 5 " Kartoffeln . . . . . . . . . . . 15 "
Seite 106 ¼ " Fett zum Gemüse . . . . . . . 10 "

Nr. 23 ½ Pfd Gerste in Suppe . . . . . . . . 10 Pf


Montag bis Seite 169
Donnerstag 6 " Kartoffeln . . . . . . . . . . . 18 "
} 28Pf
Nr.87 1¼ " weiße Bohnen. . . . . . . . . 20 "
Seite 181 ¾ " Blut- oder Leberwurst . . . . . . 30 "
50Pf }
Freitag Nr. 53 10 Pfd Kartoffeln. . . . . . . . . . . 30 Pf
Seite 172
Nr. 95
Zwiebelsauce . . . . . . . . .
2Stück Heringe . . . . . . . . . .
10 "
14 "
} 54Pf
Seite 185

Der tägliche Speiseplan Familie eines schlesischen Fabrikarbeiters


"Zur Hauptmahlzeit gab es am häufigsten und einer Hiemarbeiterin mit vier Kindern ist
Kartoffeln in jeder Form, so dass der in mehrfacher HInsicht typisch für das Pro-
Spruch Mund zu Mund ging: Kartoffeln in letarierleben um 1900. Die beschriebenen
der Früh, Kartoffeln in der Brüh, Kartoffeln Speisen entsprachen denen, die auch bei
samt ihrem Kleid, Kartoffeln in alle Ewigkeit! Arbeitern anderer Länder auf den Tisch
Zur Abwechslung kamen aber auch Hirse, kamen: Kartoffeln, Hering, Schweinefleisch,
Graupen, Erbsen und Bohnen auf den Brot, Sirup, Zichorienkaffee oder Tee,
Tisch. Freitags, wenn das Kostgeld zu Suppen, Magerkäse, Margarine, Innereien,
Ende ging, aßen wir zu sechsen Blut- und billige Wurst, Schmalz. Als allgemeiner Fort-
Leberwurst für zusammen 20 Pfennig mit schritt der "Volksernährung" in den europä-
Sauerkraut und Stampfkartoffeln. Am ischen Industrieländern galt für das 19.
Sonnabend, wo es noch knapper zuging, Jahrhundert, dass der Hunger als drohende
gab es Hering. Diese einfachen Gerichte Katastrophe gebannt werden konnte. In
genügten uns, dafür war ja sonntags der England und Deutschland hatte sich von
Fleischtag mit einem Pfund 1800 bis 1900 der jährliche Prokopfver-
Schweinefleisch für 60 Pfennig und brauch an Fleisch verdoppelt. Für amerika-
Kartoffelklöß chen, wobei Mutter froh war, nische Arbeiter wurde zu dieser Zeit das
wenn noch ein Eckchen Fleisch für den täglich Steak üblich. In der zweiten Jahrhun-
Montag übrigblieb." derthälfte verzehnfachte sich der B +
PING SH.78.03.02.94.0.4.04A 4.04 A
Verzehr von Zucker, ab 1870 begann die In vielen Haushalten bereitete die Frau
Milchproduktion in größerem Umfange, schon am Abend das Essen für den
und zum Jahrhundertende wurden Ge- nächsten Tag vor. War das nicht möglich,
müse und Obst (außer Südfrüchten) auch kam der schnellen Zubereitung einer
für Arbeiter erschwinglich. Die Veränder- Mahlzeit am Feierabend entgegen, da
ungen in den Arbeitsanforderungen, der einiges schon vorgefertigt gekauft werden
Zwang zu anhaltender Leistungsfähigkeit konnte. Konserven oder auch Suppenkon-
und die städtischen Versorgungsbeding- zentrate - eine Erfindung des Schweizer
ungen hatten Einfluss auf die Müllers Julius Maggi - vermochte jeder
Nahrungsge-wohnheiten der Proletarier, ledige Arbeiter oder auch die beruftstätige
zuerst der Großstädter. Beim täglichen Frau ohne großen Aufwand am Abend
Einkauf oder Gaststättenbesuch lernten aufzukochen. In den Arbeiterbezirken
sie Neues kennen und akzeptieren. wuchs zudem rasch die Zahl der Kioske,
In England, den Niederlanden und Skan- Wurstbuden und Schnellgaststätten, die
dinavien verschob sich, dem Arbeitsalltag billige Mahlzeiten anboten und das Essen
entsprechend, die Hauptmahlzeit auf den und Trinken im Vorbeigehen alltäglich
Abend, während deutsche Arbeiter noch werden ließen.
am gehaltvollen "Mittagbrot" festhielten.
Nur noch in kleinen Industrieorten blieb
die Möglichkeit, mittags nach Hause
essen zu gehen. Ansonsten mu ten
Übergangsformen gefunden werden, um
diese Gewohnheit beibehalten zu können.
Entweder nahm der Arbeiter das fertige
Essen mit, Frau und Kinder brachten es
ihm zur Pause in die Fabrik, oder er
suchte ein Wirtshaus in der Nähe der
Arbeitsstelle auf. Kantinenwirtschaften
gab es zuerst in Großbetrieben und an
Arbeitsplätzen weit außerhalb der Stadt.

aus: Jacobeit, Alltagsgeschichte des deutschen Volkes

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Verzehr von Zucker, ab 1870 begann die In vielen Haushalten bereitete die Frau
Milchproduktion in größerem Umfange, schon am Abend das Essen für den
und zum Jahrhundertende wurden Ge- nächsten Tag vor. War das nicht möglich,
müse und Obst (außer Südfrüchten) auch kam der schnellen Zubereitung einer
für Arbeiter erschwinglich. Die Veränder- Mahlzeit am Feierabend entgegen, da
ungen in den Arbeitsanforderungen, der einiges schon vorgefertigt gekauft werden
Zwang zu anhaltender Leistungsfähigkeit konnte. Konserven oder auch Suppenkon-
und die städtischen Versorgungsbeding- zentrate - eine Erfindung des Schweizer
ungen hatten Einfluss auf die Müllers Julius Maggi - vermochte jeder
Nahrungsge-wohnheiten der Proletarier, ledige Arbeiter oder auch die beruftstätige
zuerst der Großstädter. Beim täglichen Frau ohne großen Aufwand am Abend
Einkauf oder Gaststättenbesuch lernten aufzukochen. In den Arbeiterbezirken
sie Neues kennen und akzeptieren. wuchs zudem rasch die Zahl der Kioske,
In England, den Niederlanden und Skan- Wurstbuden und Schnellgaststätten, die
dinavien verschob sich, dem Arbeitsalltag billige Mahlzeiten anboten und das Essen
entsprechend, die Hauptmahlzeit auf den und Trinken im Vorbeigehen alltäglich
Abend, während deutsche Arbeiter noch werden ließen.
am gehaltvollen "Mittagbrot" festhielten.
Nur noch in kleinen Industrieorten blieb
die Möglichkeit, mittags nach Hause
essen zu gehen. Ansonsten mu ten
Übergangsformen gefunden werden, um
diese Gewohnheit beibehalten zu können.
Entweder nahm der Arbeiter das fertige
Essen mit, Frau und Kinder brachten es
ihm zur Pause in die Fabrik, oder er
suchte ein Wirtshaus in der Nähe der
Arbeitsstelle auf. Kantinenwirtschaften
gab es zuerst in Großbetrieben und an
Arbeitsplätzen weit außerhalb der Stadt.

aus: Jacobeit, Alltagsgeschichte des deutschen Volkes

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Kantinenessen einer Arbeiterin

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"Wir hatten in allen Fabriken einen soge- Diese "teilnehmenden Beobachtungen"


nannten Speisesaal, einen großen, im von Minna Wettstein- Adelt aus ihrer 3½
Souterrain gelegengen feuchtkalten monatigen Zeit als Fabrikarbeiterin sind
Raum mit nackten Wänden und Steinbo- zugleich ein weiterer Beleg für die
den, in dem eine Reihe der primitivsten wichtige Funktion von Brot, das hier als
hölzernen Bänke vor ebensolchen "trockenes Kommissbrot" gar "ein sehr
Tischen standen. Der Hauptkontingent beliebtes Essen bildete", aber auch
hatte nichts weiter denn einen Topf Kar- deshalb, weil es den neuen Nahrungsbe-
toffel oder Reisbrei mit, etliche hatten dürfnissen, wie sie sich aus der Fabrikar-
Nudeln, Graupen, Erbsen; Fleisch habe beit ergaben, mit am ehesten entsprach.
ich in der ganzen Zeit auch nicht bei Gleiches galt für den mit dem Brotkon-
einer einzigen gesehen. Ein sehr belieb- sum steigenden Wurst- und Käsever-
tes Essen bildete trockenens Kommi - brauch. Dabei tauchen folgende Wurst-
brot und eine saure Gurke, ... auch sorten in den Haushaltsrechnungen
wurde viel Kartoffelsalat gegessen, der immer wieder auf: "Stadtwurst, Roter Pre
keine weiteren Zutaten aufweisen konnte sack, Rohwurst, Fleisch-, Leber- und
denn Essig und Zwiebeln. Als Getränk Blutwurst 2. Sorte, Schwartenwurst,
zentrifugierte Milch, Buttermilch und Gehackte 2. Wahl und Knoblauchwurst."
Kaffee, ein greulich riechender, grün-
licher Aufgu von Zichorie. In den letzten
Tagen vor der Löhnung wurde zur
Mittagsnahrung vielfach nur solcher
Kaffee mit Kommissbrot genossen, auf
das die meisten ungeheure Mengen von
Salz streuten."
aus: Jacobeit, Alltagsgeschichte des
deutschen Volkes

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"Gestern und die Zeit davor"

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Die Landwirtschaft war im Mittelalter schon ziemlich weit


Die Dorfflur ist im Mittelalter
entwickelt. Meist führte man die seit langem bewährte Drei-
in drei Hauptflächen geteilt:
felderwirtschaft fort. Darunter versteht man einen dreijährigen
Wintersaat (W),
Wechsel in der Nutzung des Bodens. Die Dorfflur war in drei
Sommersaat (S) und
große Stücke, sogenannte "Gewanne", aufgeteilt, an denen
unbebautes Brachland (B)
jeder Bauer seinen bestimmten Anteil hatte. Auf dem einen Teil
baute man Sommergetreide und auf dem zweiten Wintergetrei-
de an. Der dritte Teil der Flur blieb für ein Jahr unbebaut als
"Brachland" liegen, damit sich der Boden erholen konnte.
Lediglich in Bergländern und feuchten Gebieten wurde - wie
Bäuerliche Kochstelle auch heute noch - vor allem Graswirtschaft für die Viehzucht
betrieben.
Mit einem schweren Eisenpflug, der von Ochsen oder Pferden
gezogen wurde, bereitete man den Boden für die Saat vor.
Hafer, Roggen, Gerste, Hirse und Weizen waren die meist
gesäten Getreidearten. Daneben baute man, ihrer Fasern
wegen, auch noch Hanf und Flachs an. Sie konnten zu Stoffen
und Seilen verarbeitet werden. Verhältnismäßig wenig wurden
Rüben und Kraut angebaut. In den Gärten vor den Häusern
wuchsen vor allem Obstbäume, besonders Apfel-, Birnen-,
Pflaumen- und Sauerkirschbäume. Nach dem Vorbild der
Klostergärten pflanzten viele Bäuerinnen auch Würz- und
Heilkräuter, kaum aber Blumen in ihrem Garten. Wein und
Hopfen wurden auch in vielen Gegenden angebaut, wo sie
heute nicht mehr zu finden sind. Wenn der Geschmack der Ge-
tränke nicht gut war, würzte man Wein und Bier mit Kräutern
und Honig und machte sie so wohlschmeckender. Honig wurde
vor allem aus den Nestern wilder Bienen geholt, aber es gab
auch schon eine primitive Bienenzucht.
Kleinbauern hielten sich meist einige Schweine und Schafe,
während größere Höfe auch Rinder und Pferde besaßen.
Pferde waren besonders wertvoll, da sie als Reit- und Zugtiere
immer vielseitiger verwendet werden konnten. Fast alle Tiere
der Bauern weideten in Wäldern und Wiesen, die dem ganzen
Dorf gehörten. Hühner und anderes Kleinvieh im
+B
PING SH.78.03.02.94.0.4.06A 4.06 A
Hausbereich wurden von den Frauen versorgt. An Fest- und Feiertagen gab es aber oft reich-
Die Dankbarkeit der Bauern für ihr tägliches lich Bier, Wein, Met und Most und natürlich
Brot wuchs aus der Erfahrung, dass Essen und auch feinere Speisen, besonders Schweine -
Trinken nicht selbstverständlich war. Oft gab es und Schaffleisch, Hasen und Geflügel.
Missernten, oder die Vorräte wurden verwüstet, Honigkuchen, Speckkuchen, aber auch ge-
geraubt oder gestohlen. Da jedes Dorf meistens bratene Äpfel, Honig oder Marmelade aus
auf sich selbst angewiesen blieb, waren Hun- Pflaumen und Kirschen waren beliebte, aber
gersnöte keine Seltenheit. Vor allem im späte- seltene Schleckereien.Auch den Festtags-
ren Mittelalter gab es immer wieder auch schmaus aß die ganze Familie samt Knecht
Herren, die so viele Abgaben verlangten, da und Magd aus einer Schüssel. Löffel waren
ihre Bauern kaum das Nötigste zum Essen selten; die wichtigsten Hilfen beim Essen waren
hatten und Not und Hunger litten. Andererseits die Finger oder ein Stück Brot. War etwas zu
lebten manche der freien oder halbfreien schneiden, machte der Bauer das mit einem
Bauern besser als verarmte Ritter und schauten Messer für alle. Nach dem Essen wischte man
stolz auf diese herab. sich die Finger einfach an der Kleidung ab.
Waschschüsseln oder Handtücher wie auf den
Das Tagwerk begann auch bei den Bauern sehr reicheren Burgen gab es im Bauernhaus nicht.
früh. Im allgemeinen standen sie bei Sonnen- Die Abfälle warf man hinter sich oder verfütterte
aufgang auf und gingen mit der untergehenden sie an die Tiere im Haus. Bei keiner Mahlzeit
Sonne schlafen. So waren die Arbeitsttage im fehlte ein Gebet als Dank für die empfangene
Sommer viel länger als im Winter, was auch der Nahrung.
notwendigen Arbeit entsprach. Nach einer Die Bauersfrauen hatten im Mittelalter kein
einfachen Morgensuppe begann die Arbeit auf leichtes Leben. Sie standen unter der
dem Feld oft schon um 5 Uhr. Etwa um 10 Uhr Herrschaft des Mannes, der sie sogar nach
war das Mittagessen. Anders als beim Adel gab Belieben schlagen durfte. Man heiratete ganz
es bei den Bauern an Wochentagen kaum nach praktischen Gesichtspunkten. Mann und
Fleisch. Jahrhundertelang war Brei die wichtig- Frau sollten sich bei der Arbeit ergänzen und
ste Nahrung. Haferbrei, Gerstenbrei und Hirse- gemeinsam die Kinder aufziehen. Der Bauer
brei wurden aus zerriebenen Körnern in Wasser kümmerte sich um die Felder und das große
oder Milch gekocht, gesalzen und mit Kräutern Vieh, die Bäuerin um Haus, Garten, Hühner
gewürzt und mit den Händen aus einer Schüs- und Enten. Auch für die Erziehung musste die
sel gegessen. Richtiges Brot aus Hafer oder Bäuerin das meiste tun. Schulen gab es für
Roggen war selten. Weizenbrot a en vor allem Bauernkinder nicht, ausgenommen für die
die Adligen. Manchmal gab es mittags auch wenigen Jungen, die einmal Mönch oder
einen Fisch oder eine Fischsuppe, gelegentlich Priester werden sollten. Neben einfachen
auch Eier oder Wurst, vor allem Leber- und Gebeten und Regeln lernten die Kinder alles,
Blutwurst. Zu abend - kurz vor Sonnenunter- was ein Bauer oder eine Bauersfrau können
gang- aßen die Bauern wieder Brei oder Brot, muss te. Kochen, Nähen, Spinnen und Weben
gelegentlich ein Stück Käse oder etwas lernten die Mädchen, Pflügen, Säen, Mähen
Gemüse. und Holzmachen die Jungen. Auch wie man
Der größte Unterschied zu unserem Speise- Arbeitsgeräte, z. B. Holzrechen oder Hacken
zettel bestand darin, dass es im Mittelalter anfertigt, wurde den Jungen beigebracht, da es
keine Kartoffeln gab, kaum Salate und weit Werkzeuge nicht zu kaufen gab oder das Geld
weniger Gemüse. Auch Kaffee und schwarzer fehlte. Gestraft und geschlagen wurden die
Tee fehlten ebenso wie viele Fruchtsäfte und Bauernkinder meistens nicht weniger als die
Limonaden, die für uns heute selbstverständlich Zöglinge der Klosterschulen.
sind. Wasser und Milch waren die Hauptgeträn-
ke der Bauern zu dieser Zeit.

aus: Hans E. Giehrl, Bauern im Mittelalter, S. 68 ff,


Überreuter Verlag

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Hausbereich wurden von den Frauen versorgt. An Fest- und Feiertagen gab es aber oft reich-
Die Dankbarkeit der Bauern für ihr tägliches lich Bier, Wein, Met und Most und natürlich
Brot wuchs aus der Erfahrung, dass Essen und auch feinere Speisen, besonders Schweine -
Trinken nicht selbstverständlich war. Oft gab es und Schaffleisch, Hasen und Geflügel.
Missernten, oder die Vorräte wurden verwüstet, Honigkuchen, Speckkuchen, aber auch ge-
geraubt oder gestohlen. Da jedes Dorf meistens bratene Äpfel, Honig oder Marmelade aus
auf sich selbst angewiesen blieb, waren Hun- Pflaumen und Kirschen waren beliebte, aber
gersnöte keine Seltenheit. Vor allem im späte- seltene Schleckereien.Auch den Festtags-
ren Mittelalter gab es immer wieder auch schmaus aß die ganze Familie samt Knecht
Herren, die so viele Abgaben verlangten, da und Magd aus einer Schüssel. Löffel waren
ihre Bauern kaum das Nötigste zum Essen selten; die wichtigsten Hilfen beim Essen waren
hatten und Not und Hunger litten. Andererseits die Finger oder ein Stück Brot. War etwas zu
lebten manche der freien oder halbfreien schneiden, machte der Bauer das mit einem
Bauern besser als verarmte Ritter und schauten Messer für alle. Nach dem Essen wischte man
stolz auf diese herab. sich die Finger einfach an der Kleidung ab.
Waschschüsseln oder Handtücher wie auf den
Das Tagwerk begann auch bei den Bauern sehr reicheren Burgen gab es im Bauernhaus nicht.
früh. Im allgemeinen standen sie bei Sonnen- Die Abfälle warf man hinter sich oder verfütterte
aufgang auf und gingen mit der untergehenden sie an die Tiere im Haus. Bei keiner Mahlzeit
Sonne schlafen. So waren die Arbeitsttage im fehlte ein Gebet als Dank für die empfangene
Sommer viel länger als im Winter, was auch der Nahrung.
notwendigen Arbeit entsprach. Nach einer Die Bauersfrauen hatten im Mittelalter kein
einfachen Morgensuppe begann die Arbeit auf leichtes Leben. Sie standen unter der
dem Feld oft schon um 5 Uhr. Etwa um 10 Uhr Herrschaft des Mannes, der sie sogar nach
war das Mittagessen. Anders als beim Adel gab Belieben schlagen durfte. Man heiratete ganz
es bei den Bauern an Wochentagen kaum nach praktischen Gesichtspunkten. Mann und
Fleisch. Jahrhundertelang war Brei die wichtig- Frau sollten sich bei der Arbeit ergänzen und
ste Nahrung. Haferbrei, Gerstenbrei und Hirse- gemeinsam die Kinder aufziehen. Der Bauer
brei wurden aus zerriebenen Körnern in Wasser kümmerte sich um die Felder und das große
oder Milch gekocht, gesalzen und mit Kräutern Vieh, die Bäuerin um Haus, Garten, Hühner
gewürzt und mit den Händen aus einer Schüs- und Enten. Auch für die Erziehung musste die
sel gegessen. Richtiges Brot aus Hafer oder Bäuerin das meiste tun. Schulen gab es für
Roggen war selten. Weizenbrot a en vor allem Bauernkinder nicht, ausgenommen für die
die Adligen. Manchmal gab es mittags auch wenigen Jungen, die einmal Mönch oder
einen Fisch oder eine Fischsuppe, gelegentlich Priester werden sollten. Neben einfachen
auch Eier oder Wurst, vor allem Leber- und Gebeten und Regeln lernten die Kinder alles,
Blutwurst. Zu abend - kurz vor Sonnenunter- was ein Bauer oder eine Bauersfrau können
gang- aßen die Bauern wieder Brei oder Brot, muss te. Kochen, Nähen, Spinnen und Weben
gelegentlich ein Stück Käse oder etwas lernten die Mädchen, Pflügen, Säen, Mähen
Gemüse. und Holzmachen die Jungen. Auch wie man
Der größte Unterschied zu unserem Speise- Arbeitsgeräte, z. B. Holzrechen oder Hacken
zettel bestand darin, dass es im Mittelalter anfertigt, wurde den Jungen beigebracht, da es
keine Kartoffeln gab, kaum Salate und weit Werkzeuge nicht zu kaufen gab oder das Geld
weniger Gemüse. Auch Kaffee und schwarzer fehlte. Gestraft und geschlagen wurden die
Tee fehlten ebenso wie viele Fruchtsäfte und Bauernkinder meistens nicht weniger als die
Limonaden, die für uns heute selbstverständlich Zöglinge der Klosterschulen.
sind. Wasser und Milch waren die Hauptgeträn-
ke der Bauern zu dieser Zeit.

aus: Hans E. Giehrl, Bauern im Mittelalter, S. 68 ff,


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Essen für 170 Mark im Monat

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- Was ein Haushalt kostet

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Jahresetat eines Beamtenhaushalts um 1890

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Einnahme nebst den Zinsen von 9000Mk. a ti o n e n + H
Mark
Ausgaben:
1225,---
Wohnung mit Mietsteuer)
140,---
Heizung
45,---
Beleuchtung
2040,---
Essen (170 Mk. monatlich)
45,---
Wäschereinigung
Mädchen für alles ( monatlich 10Mk.,
120,---
wird stets in der Provinz gemietet)
6,---
Dienstboten- Krankenversicherung
Bekleidung und Beschuhung:
85,50
für die Hausfrau
17,---
für den Hausherrn (nur Beschuhung)
95,---
für die Knaben
240,---
Schulgeld für die Knaben
24,75
Schulbücher, Hefte, Federn usw.
Taschengeld:
12,---
jedem Knaben monatlich 50 Pfg.
120,---
für die Hausfrau monatlich 10 Mk
180,---
für den Hausherrn monatlich 15 Mk
254,---
Steuern nebst Witwenkasse
28,75
Neu- Anschaffungen von Geschirr usw.
Zur Verbesserung von beschädigtem Zimmer-
116,20
gerät, verdorbenen Schlössern usw.
131,85
Nähsachen usw.
152,50
Weihnachten und Geburtstage
40,---
Vereine
26,---
Zeitungen
9,15
Postwertzeichen
76,30
Arzt und Apotheke (Dabei sechs Flaschen Chinawein mit Eisen)
27,---
Einige juristische Werke
46,---
Wohltätigkeitsausgaben (Vereine, Sammlungen)
Sparkasse für jedes Kind seit der Geburt viertel
60,---
jährlich 5 Mk.
60,---
Reserve monatlich 5 MK zurückgelegt
82,50
Pferdebahn
Vergnügen (einmal nach Potsdam, einmal nach Erkner,
zweimal im Zoologischen Garten, Beträge für die Knaben
62,---
bei Schulausflügen, einmal im Schauspielhause)
82,50
Die Jahresgesellschaft
5450,---
Gesamtbetrag:
aus: Ingeborg Weber- Kellermann, in : Frauenalltag durch die Jahrhunderte, S. 194, 1993

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Wir
ernähren uns Kultur der Ernährung

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Pommes, Ketchup und Speiseeis


Herstellen
Es ist euch sicherlich bekannt, welches Volk die Spaghettis oder die Pizza "erfunden" hat, nämlich die . . . !
Könnt ihr das auch so sicher für andere Lieblingsspeisen sagen, z.B. für Ketchup oder Pommes oder Eis?
Einiges über die Geschichte dieser Speisen könnt ihr aus den Infotexten A. 5.09 - 5.11 entnehmen. Außerdem
werden noch mehrere Rezepte vorgeschlagen, die euch sicherlich schmecken werden.

Aufgaben:

1. Entscheidet euch für ein Rezept und stellt die Speise her. Eure Mitschüler und Mit-
schülerinnen werden sicher davon kosten wollen.

2. Erstellt eine Collage aus Bildern, Karten, Texten, die andere umfassend über diese
Speise informieren sollen. Geschichtliche Informationen lassen sich sehr gut als Zeit-
leiste darstellen.

Die Texte findet Ihr unter 4.09 - 4.11

3. Ihr habt bestimmt auch viele andere Lieblingsspeisen. Wisst ihr immer, woher das Rezept
Nachforschen
stammt? Forscht über deren Herkunft nach. Stellt einen Speiseplan auf. Welche Länder sind darin
vertreten?

Tip: Viele Kochbücher enthalten Hinweise über die Herkunft der Rezepte !

PING SH.78.03.02.94.0.4.08A 4.08


Wir
ernähren uns Kultur der Ernährung
n Infor
m ilf e
a +H

n
ti o

ne
ne

r m a ti o
Die Geschichte der Kartoffel
info

n + H ilf e n
Die Kartoffel stammt aus den Andenhoch-

Info
ebenen Perus, Chiles und Boliviens. Dort

en
In
fo
rm ilf
bildete sie bereis ein Hauptnahrungmittel a ti o n e n + H

der Indios, als Piazarro 1526 das Inkatal


überfiel. Spanien und England bzw. Irland so lange dauernden Prozesses, so ist zu-
übernahmen als erste europäische Län- nächst von Bedeutung: Die bergigen
der diese Frucht, ihnen folgten die spani- Landschaften zählen mit ihren kargen Bö-
schen Niederlande, den und den daraus
Burgund und Italien. resultierenden niedri-
Während die Kartoffel gen Getreideerträgen
in einigen Ländern zu den ärmsten Ge-
zunächst als botani- bieten Deutschlands.
sche Rarität galt - Gleiches gilt für Öst-
auch an deutschen erreich bzw. Vorarl-
und österreichischen berg. Es waren also
Fürsten- und Adels- einerseits Gegenden,
höfen zog man sie deren Bevölkerung in
zwischen 1580 und ständiger Angst um
1650 als Besonder- die Sicherung ihrer
heit in zahlreichen Ernährung lebte, und
Gärten; der Große es waren gleicher-
Kurfürst ließ 1651 maßen auch die von
Kartoffeln in seinem der "Hausindustrie"
Berlinder "Lustgar- durchsetzten Gebie-
ten" pflanzen. te, in denen Kartof-
feln zuerst angebaut wurden und wenn es
Im Vogtland und in der Pfalz begann also nur auf einem Gartenstück war.
wenige Jahrzehnte vor 1700 der Kartof-
felanbau, dessen allgemeine Durchset- Man brauchte dafür weder teure Geräte
zung in ganz Deutschland und Österreich noch Zugvieh; Frauen und Kinder konn-
dann beinahe 150 Jahre benötigte. Der ten die nötigen Arbeiten selbst verrichten,
Anbau der neuen Nutzpflanze verbreitete und die Erträge waren ausreichend, meist
sich zwar vom Vogtland aus sehr bald ins sogar gut. Die Kartoffel passte hier zu
Erzgebirge, Fichtelgebirge und auch nach den neuen Formen der
Oberfranken, blieb jedoch im sächsischen "hausindustriellen" Arbeitsorganisation.
Hügelland und in der Ackerebene bis zum
Ausgang des Jahrhunderts meist unbe- Typisch war die Verbreitung im Vogtland,
kannt, d. h., die Kartoffel wurde von der wo die neue Frucht schon um 1730 voll in
Mittelgebirgsbevölkerung eher angebaut die Kost der gewerblichen Kleinstädte,
als von der Bauern auf den besseren Marktflecken und Dörfer eingeliedert war.
Böden des Flachlandes. Viele Vorurteile dominierten aber noch bis
ins 19. Jahrhundert hinein: Schon rein
Eine Ausnahme hierbei bildete Nieder- äußerlich glich die Kartoffel keinem der
bayern. Fragen wir nach den Ursachen bis dahin bekannten, üblichen Nahrungs-
dieses so unterschiedlichen , insgesamt +B
PING SH.78.03.02.94.0.4.09A 4.09 A
mittel. Ihr Anbau, ihre Ernte und ihre Zu- Und er betont auch die Verwertung als
bereitung verlangten Kenntnisse, die viel- Viehfutter, da die Kartoffel eine gesuchte
fach noch nicht vorhanden waren: Speise des Rindviehes, der Schafe,
Vor allem führte das Verzehren unreifer Schweine Gänse, Enten, Hühner und der-
Knollen zu mancherlei Krankheiten. Dies gleichen" sei. Einen anderen und noch
wiederum hatte zur Folge, da man das früheren Bericht (1731) hat uns gleichfalls
Auftreten von Fieber und anderen ein Pfarrer aus dem vogtländischen
Unpässlichkeiten, ob Hautausschläge, Schöneck übermittelt: "Die weissen Erd-
Rheuma, Gicht oder anderes, den äpfel sind nebst denen Klößen in allen
Kartoffelmahlzeiten zuschrieb. Häusern die ordinaire Zukost . . . Es wer-
den auch Klöße daraus in der Pfanne ge-
Erst die Not, die durch die Getreidemiss- backen, zu Brey gekocht, ja man weiß
ernten von 1771/72 herbeigeführt wurde, durch Ausdrücken des besten und klare-
versetzte auch die "sonst fruchtbarsten sten Saffts, eine Art weiße Stärcke daraus
Gegenden . . . durch einen wiederholten zu machen, auch mit unter das Brot zu
Misswachs in einen Mangel", der sich be- backen, und also dieselbe auf vielerley Art
sonders dort auswirkte, wo man bisher zu nutzen."
glaubte, auf den Kartoffelanbau verzich-
ten zu können. Die Not zwang nun auch So also vollzog sich der Aufstieg einer
die wohlhabenderen Bauern und Bürger neuen "Basiskost", die als Notnahrung
zum Anbau der so lange verschmähten und Armenkost begonnen und sich als
Frucht. solche durchgesetzt hatte, bis sie schließ-
lich auch in einem schwerfälligen Verlauf
Sie war um die Mitte des 18. Jahrhunderts mehr oder minder in die Kost aller Klassen
zu allererst ein "Magenfüller" und dann Er- und Schichten aufgenommen wurde. Die
satz für Gebratenes und Gebackenes. Kartoffel hat ohne Zweifel zu einem ent-
Darauf verweisen die zahlreichen Zube- scheidenden Wandel im Ernährungsver-
reitungsarten von Kartoffelgerichten. halten des Volkes im 18. Jahrhundert bei-
Pfarrer Mayer aus Kupferzell schreibt getragen. Nur in den Fürsten- und Adels-
1793, dass man die Kartoffeln "kochen, häusern mied man die Kartoffel weitest-
schälen, mit Salz, zerlassener Butter, in gehend. Hier blieb man bei Pasteten und
der Fleisch- Brüh gekocht, mit einer Sauce anderen Dingen.
übergossen, in Butter geröstet, als die
besten Biscuit- und Mandeltorten zuberei-
tet und noch auch mancherlei andere Art
verspeisen, auch zu Branntwein, zu Pu-
der, sogar zu Brot allein und mit Gersten-
mehl gemischt... verbrauchen" könne.

PING SH.78.03.02.94.0.4.09B 4.09 B


mittel. Ihr Anbau, ihre Ernte und ihre Zu- Und er betont auch die Verwertung als
bereitung verlangten Kenntnisse, die viel- Viehfutter, da die Kartoffel eine gesuchte
fach noch nicht vorhanden waren: Speise des Rindviehes, der Schafe,
Vor allem führte das Verzehren unreifer Schweine Gänse, Enten, Hühner und der-
Knollen zu mancherlei Krankheiten. Dies gleichen" sei. Einen anderen und noch
wiederum hatte zur Folge, da man das früheren Bericht (1731) hat uns gleichfalls
Auftreten von Fieber und anderen ein Pfarrer aus dem vogtländischen
Unpässlichkeiten, ob Hautausschläge, Schöneck übermittelt: "Die weissen Erd-
Rheuma, Gicht oder anderes, den äpfel sind nebst denen Klößen in allen
Kartoffelmahlzeiten zuschrieb. Häusern die ordinaire Zukost . . . Es wer-
den auch Klöße daraus in der Pfanne ge-
Erst die Not, die durch die Getreidemiss- backen, zu Brey gekocht, ja man weiß
ernten von 1771/72 herbeigeführt wurde, durch Ausdrücken des besten und klare-
versetzte auch die "sonst fruchtbarsten sten Saffts, eine Art weiße Stärcke daraus
Gegenden . . . durch einen wiederholten zu machen, auch mit unter das Brot zu
Misswachs in einen Mangel", der sich be- backen, und also dieselbe auf vielerley Art
sonders dort auswirkte, wo man bisher zu nutzen."
glaubte, auf den Kartoffelanbau verzich-
ten zu können. Die Not zwang nun auch So also vollzog sich der Aufstieg einer
die wohlhabenderen Bauern und Bürger neuen "Basiskost", die als Notnahrung
zum Anbau der so lange verschmähten und Armenkost begonnen und sich als
Frucht. solche durchgesetzt hatte, bis sie schließ-
lich auch in einem schwerfälligen Verlauf
Sie war um die Mitte des 18. Jahrhunderts mehr oder minder in die Kost aller Klassen
zu allererst ein "Magenfüller" und dann Er- und Schichten aufgenommen wurde. Die
satz für Gebratenes und Gebackenes. Kartoffel hat ohne Zweifel zu einem ent-
Darauf verweisen die zahlreichen Zube- scheidenden Wandel im Ernährungsver-
reitungsarten von Kartoffelgerichten. halten des Volkes im 18. Jahrhundert bei-
Pfarrer Mayer aus Kupferzell schreibt getragen. Nur in den Fürsten- und Adels-
1793, dass man die Kartoffeln "kochen, häusern mied man die Kartoffel weitest-
schälen, mit Salz, zerlassener Butter, in gehend. Hier blieb man bei Pasteten und
der Fleisch- Brüh gekocht, mit einer Sauce anderen Dingen.
übergossen, in Butter geröstet, als die
besten Biscuit- und Mandeltorten zuberei-
tet und noch auch mancherlei andere Art
verspeisen, auch zu Branntwein, zu Pu-
der, sogar zu Brot allein und mit Gersten-
mehl gemischt... verbrauchen" könne.

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mittel. Ihr Anbau, ihre Ernte und ihre Zu- Und er betont auch die Verwertung als
bereitung verlangten Kenntnisse, die viel- Viehfutter, da die Kartoffel eine gesuchte
fach noch nicht vorhanden waren: Speise des Rindviehes, der Schafe,
Vor allem führte das Verzehren unreifer Schweine Gänse, Enten, Hühner und der-
Knollen zu mancherlei Krankheiten. Dies gleichen" sei. Einen anderen und noch
wiederum hatte zur Folge, da man das früheren Bericht (1731) hat uns gleichfalls
Auftreten von Fieber und anderen ein Pfarrer aus dem vogtländischen
Unpässlichkeiten, ob Hautausschläge, Schöneck übermittelt: "Die weissen Erd-
Rheuma, Gicht oder anderes, den äpfel sind nebst denen Klößen in allen
Kartoffelmahlzeiten zuschrieb. Häusern die ordinaire Zukost . . . Es wer-
den auch Klöße daraus in der Pfanne ge-
Erst die Not, die durch die Getreidemiss- backen, zu Brey gekocht, ja man weiß
ernten von 1771/72 herbeigeführt wurde, durch Ausdrücken des besten und klare-
versetzte auch die "sonst fruchtbarsten sten Saffts, eine Art weiße Stärcke daraus
Gegenden . . . durch einen wiederholten zu machen, auch mit unter das Brot zu
Misswachs in einen Mangel", der sich be- backen, und also dieselbe auf vielerley Art
sonders dort auswirkte, wo man bisher zu nutzen."
glaubte, auf den Kartoffelanbau verzich-
ten zu können. Die Not zwang nun auch So also vollzog sich der Aufstieg einer
die wohlhabenderen Bauern und Bürger neuen "Basiskost", die als Notnahrung
zum Anbau der so lange verschmähten und Armenkost begonnen und sich als
Frucht. solche durchgesetzt hatte, bis sie schließ-
lich auch in einem schwerfälligen Verlauf
Sie war um die Mitte des 18. Jahrhunderts mehr oder minder in die Kost aller Klassen
zu allererst ein "Magenfüller" und dann Er- und Schichten aufgenommen wurde. Die
satz für Gebratenes und Gebackenes. Kartoffel hat ohne Zweifel zu einem ent-
Darauf verweisen die zahlreichen Zube- scheidenden Wandel im Ernährungsver-
reitungsarten von Kartoffelgerichten. halten des Volkes im 18. Jahrhundert bei-
Pfarrer Mayer aus Kupferzell schreibt getragen. Nur in den Fürsten- und Adels-
1793, dass man die Kartoffeln "kochen, häusern mied man die Kartoffel weitest-
schälen, mit Salz, zerlassener Butter, in gehend. Hier blieb man bei Pasteten und
der Fleisch- Brüh gekocht, mit einer Sauce anderen Dingen.
übergossen, in Butter geröstet, als die
besten Biscuit- und Mandeltorten zuberei-
tet und noch auch mancherlei andere Art
verspeisen, auch zu Branntwein, zu Pu-
der, sogar zu Brot allein und mit Gersten-
mehl gemischt... verbrauchen" könne.

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Die Geschichte der Speiseeisherstellung

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Es ist schon seltsam: Da hat heute so gut wie jeder f
Eis muss eine so begehrte or
ma ilf
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einen Kühlschrank, und sehr viele haben sogar Spezialität gewesen sein,
einen Gefrierschrank oder doch zumindest ein dass trotz fehlender Kühl-
Dreisternefach in ihrem Kühlschrank - und aggregate sich die Kunst der
trotzdem lassen sich die meisten das Vergnügen Speiseeisherstellung über alle Zeiten erhalten hat.
entgehen, ihr Speiseeis selbst zu machen. Die Und das vor allem in warmen Ländern. Da
Leute um die Jahrhundertwende hatten es da weit Speiseeis nur aus natürlichem Eis oder Schnee
weniger komfortabel; denn Kühlschränke in hergestellt werden konnte, der entweder weit weg
unserem heutigen Sinne gab es damals noch nicht, auf hohen Bergen lag oder durch verschiedene
obwohl es bereits im Jahr 1876 Carl v. Linde die Tricks bis in den Sommer vor dem Schmelzen
erste richtige Kältema- bewahrt werden musste, war Speiseeis
zwangsläufig
schine erfunden hatte. eine Sache der ganz
Diese arbeitete bereits reichen Leute. Und sicher
nach dem Kompres- meint um 300 v. Chr.
sionsprinzip, war aber Hippokrates nicht den
noch nichts für den armen kranken Mann,
normalen Haushalt. Aber sondern den reichen,
vielleicht war gerade die wenn er meint, da bei der
Tatsache, dass an Krankenbehandlung
Kühlschränke in jedem Speiseeis "die Säfte
Haushalt oder gar an belebt und die Kräfte
sogenannte "Kühlketten" hebt".
noch nicht zu denken war,
der Grund dafür, dass jede Was haben die alten
gute Hausfrau selbst- Römer den Griechen
verständlich ihren Ergeiz nicht nachgemacht? Die
darin sah, beim Festessen begüterten unter ihnen
mit selbstgemachtem Eis aßen also auch Speiseeis.
aufzuwarten. Abb. 2: Mit einer solchen Eismaschine aus
Holz und Gusseisen machte Großmutter Eis.
Sie machten einen
regelrechten
Dafür gab es in den meisten Haushalten
handbetriebene Eismaschinen, wie sie die Kult daraus. Wer reich war, konnte es am besten
Abbildung zeigt. Das waren einfache Dinger aus dadurch demonstrieren, dass er im heißesten
Holz und Gusseisen, die aber schon recht gut Sommer seinen Gästen Eis servierte.
funktionierten; und zwar nach einem Prinzip, das
wir uns nachher auch zunutzte machen wollen. Wie machten das die alten Chinesen, Griechen
und Römer?
Schon die alten Chinesen. . . Sie bauten tiefe Keller oder holzverkleidete tiefe
Erdlöcher, die sie im Winter mit Eis und Schnee
Aber unsere Großeltern waren nicht die ersten füllten. Zur Isolierung wurden sie mit einer dicken
Eisschlecker. Auch hier ist es wie bei so vielen Schicht Stroh abgedeckt. Die Wände der Räume,
Dingen; die alten Chinesen hatten bereits alles in denen man jahrelang Eis lagerte, wurden derart
erfunden. Das soll vor etwa 5000 Jahren gewesen heruntergekühlt, dass sich Eis und Schnee bis weit
sein. Viel später - aber von uns aus gesehen doch in den Sommer hielten. Das ist übrigens ein
in sehr ferner Zeit - will Marco Polo im 13. Verfahren, das die Brauereien auch bei uns bis
Jahrhundert auf seinen Reisen bereits richtige weit in die Mitte dieses Jahrhunderts anwendeten.
Eisdielen in China gesehen haben.
+B
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Ich habe selbst noch den Eiskeller einer Brauerei Zwischendurch mal ein altes Römer-
kennengelernt, in dem im Winter das in Blöcke Rezept
gesägte Eis vom Dortteich eingelagert wurde, das
sich dort bis zum nächsten Winter erhielt. Es ist immer schön, wenn man Historie in die
Praxis umsetzen kann. Überliefert ist ein Eisrezept
Und was machten die reichen Römer im Sommer, der Römer, das Sie ruhig einmal ausprobieren
wenn das Eis geschmolzen war? sollten. Was dabei entsteht, ist natürlich noch nicht
Dann sollen sie nach glaubhafter Überlieferung das die hohe Kunst der Speiseeishersteller, auf die wir
Eis durch besonders flinke Stafettenläufer von den später kommen werden; aber es schmeckt ganz
über 400 Kilometer ent-fernten Alpen- Gletschern originell.
haben holen lassen. Im Winter, wenn draußen Schnee liegt, ist das
Was die römische Aristokratie konnte, darauf Rezept ganz einfach zu machen. Im Sommer
wollte man natürlich auch an den Adelshöfen benötigt man:
späterer Zeit nicht verzichten.
Als Katharina di Medici 1533 mit Heinrich II., 150 g Eiswürfel ( aus dem Dreisternekühl-
dem späteren König von Frankreich, vermählt schrank)
wurde, hat es nach dem Bericht des Chronisten 30 g Honig
zartes, dickflüssiges Gefrorenes aus Himbeeren, 100-150 g frische oder tiefgekühlte Früch-
Orangen und Zitonen gegeben. Als dieselbe te ( z. B. Erdbeere, Himbeeren, Pfirsiche)
Katharina schließlich 1547 Königin wurde, hatte 1 Ei
sie bereits einen "Faiseur d´eaux" in ihren 1-2 Tropfen Rosenwasser (wenn Sie es
Diensten, einen Verfertiger von Eisspeisen und haben)
Getränken. Seine Rezepte waren absolutes
Staatsgeheimnis. Dem gemeinen Volk stand es Die Eiswürfel werden mit einem Mixer - oder
einfach nicht zu, derartige Köstlichkeiten zu besser noch mit einem Universalzer-kleinerer-
genießen. zerschlagen, bis sie schneeartig zermahlen sind.
Dann mischt man mit dem Mixer den Schnee mit
Im 17. Jahrhundert begann sich in Paris das Eis dem Honig und den Früchten, die vorher fein
aber schon weiter zu verbreiten. 1673 wurde dort püriert werden müssen. Zum Schluss kommen
durch einen königlichen Erlass der Gilde der noch das Ei und das Rosenwasseer hinzu.
Limonadenhersteller das Privileg erteilt, zusätzlich Rosenwasser war ein beliebtes Gewürz und Parfüm
auch noch Gefrorenes mit Früchten und Blüten zu der Römer. Man bekommt es heute in Geschäften,
bereiten. 1676 schlossen sich in Paris immerhin in denen es Spezialitäten für Ausländer gibt, ohne
schon 250 Eiskonditoren zu einer Innung große Schwierigkeiten. Aber auch in Apoheken
zusammen. und Drogerien ist es erhältlich.
Am besten sollten Sie alle Zutaten im Kühl-
Nun trat das Speiseeis seinen Siegeszug durch ganz schrank gut vorkühlen, damit das Eis oder der
Europa an. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. ließ es Schnee nicht allzu schnell schmelzen.
sich ebenso schmecken wie Voltaire, Roussesau, Gutes Durchmischen mit dem Mixer ist wichtig,
Napoleon I. und schließlich auch Goethe. weil Speiseeis erst schmeckt, wenn darin feine
Zwischen 1850 und 1870 erfand man in Paris die Luftblasen enthalten sind. Das gilt auch für das
ersten Eisbecher und das Eis-Parfait. Und in Italien Speiseeis, das man kaufen kann und das wir gleich
wurde zum erstenmal Cassata hergestellt, während selbst herstellen wollen. Die Luftblasen schützen
man im leckermäuligen Wien den Eiscafé und die die Zunge davor, zu stark abgekühlt zu werden.
Eisschokolade erfand.

Aus: Hobbythek- Buch : Vom Essen 2


VGS- Verlag S. 12 / 13

PING SH.78.03.02.94.0.4.10B 4.10 B


Ich habe selbst noch den Eiskeller einer Brauerei Zwischendurch mal ein altes Römer-
kennengelernt, in dem im Winter das in Blöcke Rezept
gesägte Eis vom Dortteich eingelagert wurde, das
sich dort bis zum nächsten Winter erhielt. Es ist immer schön, wenn man Historie in die
Praxis umsetzen kann. Überliefert ist ein Eisrezept
Und was machten die reichen Römer im Sommer, der Römer, das Sie ruhig einmal ausprobieren
wenn das Eis geschmolzen war? sollten. Was dabei entsteht, ist natürlich noch nicht
Dann sollen sie nach glaubhafter Überlieferung das die hohe Kunst der Speiseeishersteller, auf die wir
Eis durch besonders flinke Stafettenläufer von den später kommen werden; aber es schmeckt ganz
über 400 Kilometer ent-fernten Alpen- Gletschern originell.
haben holen lassen. Im Winter, wenn draußen Schnee liegt, ist das
Was die römische Aristokratie konnte, darauf Rezept ganz einfach zu machen. Im Sommer
wollte man natürlich auch an den Adelshöfen benötigt man:
späterer Zeit nicht verzichten.
Als Katharina di Medici 1533 mit Heinrich II., 150 g Eiswürfel ( aus dem Dreisternekühl-
dem späteren König von Frankreich, vermählt schrank)
wurde, hat es nach dem Bericht des Chronisten 30 g Honig
zartes, dickflüssiges Gefrorenes aus Himbeeren, 100-150 g frische oder tiefgekühlte Früch-
Orangen und Zitonen gegeben. Als dieselbe te ( z. B. Erdbeere, Himbeeren, Pfirsiche)
Katharina schließlich 1547 Königin wurde, hatte 1 Ei
sie bereits einen "Faiseur d´eaux" in ihren 1-2 Tropfen Rosenwasser (wenn Sie es
Diensten, einen Verfertiger von Eisspeisen und haben)
Getränken. Seine Rezepte waren absolutes
Staatsgeheimnis. Dem gemeinen Volk stand es Die Eiswürfel werden mit einem Mixer - oder
einfach nicht zu, derartige Köstlichkeiten zu besser noch mit einem Universalzer-kleinerer-
genießen. zerschlagen, bis sie schneeartig zermahlen sind.
Dann mischt man mit dem Mixer den Schnee mit
Im 17. Jahrhundert begann sich in Paris das Eis dem Honig und den Früchten, die vorher fein
aber schon weiter zu verbreiten. 1673 wurde dort püriert werden müssen. Zum Schluss kommen
durch einen königlichen Erlass der Gilde der noch das Ei und das Rosenwasseer hinzu.
Limonadenhersteller das Privileg erteilt, zusätzlich Rosenwasser war ein beliebtes Gewürz und Parfüm
auch noch Gefrorenes mit Früchten und Blüten zu der Römer. Man bekommt es heute in Geschäften,
bereiten. 1676 schlossen sich in Paris immerhin in denen es Spezialitäten für Ausländer gibt, ohne
schon 250 Eiskonditoren zu einer Innung große Schwierigkeiten. Aber auch in Apoheken
zusammen. und Drogerien ist es erhältlich.
Am besten sollten Sie alle Zutaten im Kühl-
Nun trat das Speiseeis seinen Siegeszug durch ganz schrank gut vorkühlen, damit das Eis oder der
Europa an. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. ließ es Schnee nicht allzu schnell schmelzen.
sich ebenso schmecken wie Voltaire, Roussesau, Gutes Durchmischen mit dem Mixer ist wichtig,
Napoleon I. und schließlich auch Goethe. weil Speiseeis erst schmeckt, wenn darin feine
Zwischen 1850 und 1870 erfand man in Paris die Luftblasen enthalten sind. Das gilt auch für das
ersten Eisbecher und das Eis-Parfait. Und in Italien Speiseeis, das man kaufen kann und das wir gleich
wurde zum erstenmal Cassata hergestellt, während selbst herstellen wollen. Die Luftblasen schützen
man im leckermäuligen Wien den Eiscafé und die die Zunge davor, zu stark abgekühlt zu werden.
Eisschokolade erfand.

Aus: Hobbythek- Buch : Vom Essen 2


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Ketchup- einmal ganz anders
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n + H ilf e n
deshalb unendlich viele Ab-

Info
Viele mögen Ketchup. Trozdem hat diese rote wandlungen des Ketchups,
Sauce keinen besonders guten Ruf. Denn bei dem

en
weil das für viele die einzige

In
fo
rm ilf
Wort Ketchup fällt einem oft ein: Essen von Möglichkeit war, den täglich a ti o n e n + H
Papptellern, der Ruf eines Kellners in die Küche gleichen Reis abwechslungsreicher zuzubereiten.
"Einmal Pommes mit Majo und Ketchup" usw. In Bei uns ist das heute umgekehrt. Wir bedecken
der allgemeinen Vorstellung steht also das Wort die unterschiedlichsten Speisen mit
Ketchup für Gleichmacherei, für Mangel an gleichmacherischem Tomatenketchup, so dass
Individualität und Esskultur, für oberflächlichen hinterher alles gleich schmeckt. Es gibt sogar
Lebensstil. Für manche bedeutet Ketchup Leute, die ketchupsüchtig sind, und die von der
"American way of life" schlechthin. Fachwelt als Intensivverbrau-
Nun ist das Angebot an cher bezeichnet werden.
Ketchup ja tatsächlich Sie haben mit dazu
alles andere als vielfältig beigetragen, dass sich
und verführerisch. In der nach dem zweiten
Regel ist das eine Weltkrieg Ketchup ge-
Tomatensauce, mehr oder radezu zu einem Hit der
weniger süss, mit dem Lebensmittelindustrie
ewig gleichen Geschmack. entwickeln konnte.
Dabei gibt es überhaupt Wurden 1955 in der
kein Gesetz, das Bundesrepublik nur rund
vorschreibt, dass Ketchup 300 Tonnen Ketchup im
immer rot sein und aus Jahr verbraucht, so waren
Tomaten bestehen muss. es 20 Jahre später schon
Wir haben für Sie mehr als 20 000 Tonnen.
Ketchupsorten auspro- Man stelle sich das
biert, die rot, grün, gelb, einmal vor: Jedes Jahr
braun sind und aus den 700 bis 1000 Güterwagen
verschiedensten Gemüsen voll Ketchup!

und Zutaten bestehen, zu denen selbstver- Trotz der Beliebtheit dieser Sauce schreit die
ständlich auch die Tomate gehört. Ketchup-Kultur sozusagen nach Verbesserung.
Dass Ketchup immer mit Amerika- oder genauer: Und diesem Ruf hat sich die Hobbythek nicht
mit den USA- verbunden wird, hat seinen Grund verschlossen. Wir sind also den Ursprüngen des
darin, dass diese Sauce von dort aus ihren Ketchup nachgegangen, was uns zunächst einmal
Siegeszug um die Welt angetreten hat. Ketchup ist von der Tomate weggeführt hat.
für die USA ebenso zu einem Nationalsymbol
geworden wie Coca- Cola oder Kaugummi.
Wie wird Ketchup eigentlich zubereitet?
Dabei stammt das Wort Ketchup gar nicht aus
Amerika, sondern aus dem malaiischen
Nichts ist einfacher als das. Da gibt es kein
Wortschatz, und es heißt soviel wie "scharfe
stundenlanges Kochen, und man braucht auch
Sauce".
nicht viele Geräte. Es genügen ein Mixer, ein
Nach seinem Umweg über Amerika ist die Sauce
Pürierstab oder ein Universalzerkleinerer mit
allerdings schon längst nicht mehr scharf. Das
rotierenden Messern, ein paar Küchenmesser zum
gibt es eigentlich nur noch bei ein paar sehr guten
Zerkleinern von Gemüse, ein paar Schüsseln zum
englischen Sorten. In Malaysia und später auch in
Rühren,
Indien und ganz Südostasien gab es nicht zuletzt
schon

+B
PING SH.78.03.02.94.0.4.11A 4.11 A
eine Küchenwaage und - für kleinere Mengen- Wie ist es eigentlich mit der Haltbarkeit?
vielleicht auch eine Briefwaage. Wie beim Senf und bei den milchsauren Gemüsen
Wenn Sie sich bereits der Senfherstellung arbeiten wir auch hier vollkommen ohne
verschrieben haben, besitzen Sie alle diese Geräte Konservierungsstoffe. Das ist das Schöne an der
schon. Hobbyküche, dass die Dinge nicht monatelang
Ketchup ist im Grunde nichts anderes als eine haltbar sein müssen. Wir wollen Sie ja nicht
Mischung aus zerkleinertem Gemüse und Obst mit tagelang zu irgendeinem Händler durch die
Essig und verschiedenen Gewürzen. Je nach Gegend fahren, wie die Industrie das tun muss.
verwendeten Zutaten kommt noch mehr oder Außerdem können wir jederzeit nachproduzieren.
weniger Wasser dazu, außerdem ein wenig Stärke- Natürlich begrenzt das Fehlen von Konser-
das ist schon alles. So einfach dies klingt, so viel- vierungsstoffen die Lagerzeit. Durch den
fältig sind die Möglichkeiten, die verschiedensten Essiganteil beträgt diese Zeit beim Ketchup jedoch
Sorten und Geschmacksrichtungen zu mehrere Monate. Wollen Sie hingegen den
komponieren. Essiganteil aus Geschmacksgründen verringern,
dann reduziert sich auch die Lagerzeit ein wenig.
Das Ketchup- Grundrezept Außerdem sollten Sie dann ihren Ketchup immer
im Kühlschrank aufbewahren.
Bevor wir Sie mit einzelnen Rezepten be-
kanntmachen wollen, die wir selbst ausprobiert
haben, hier die Grundzusammensetzung von Tomaten - Ketchup "Provence" aus frischen
Ketchup und eine Beschreibung der Zubereitung. Tomaten
Ketchup setzt sich zusammen aus:
500 g reife Tomaten
800 g Gemüse, Obst und- je nach Feuchtig- 200 g rote Paprikaschoten
keit Ihrer Zutaten- mehr oder weniger 100 g Zwiebeln
Wasser 200 g Essig (5%ig)
200 g Weinessig (5%ig) 20 g Salz
20 g Salz 80 g Zucker
80 g Zucker 1 Teelöffel Sojasauce
5 bis 20 g Stärke (Mondamin oder ähnlich) 1 Knoblauchzehe
Kräuter und Gewürze 1 Lorbeerblatt

}
1-2 Nadeln frisches Rosmarin oder ent spr ech-
Der Wasseranteil richtet sich danach, welche 2 Blätter Frischer Salbei end get r ockne-
1 Zweig frischer Thymian t es K r aut
Gemüsesorte Sie verwenden wollen.
Sellerie, Porree, Zwiebeln usw. enthalten zum 1 gestrichener Teelöffel edelsü er Paprika
Beispiel wenig Wasser. In diesem Fall geben Sie 1 Messerspitze scharfes Paprikapulver
zu 600 g Gemüse etwa 200 g Wasser hinzu. 20 g Stärke
Bei einem Ketchup hingegen aus frischen Tomaten
und ähnlich wasserhaltigen Zutaten brauchen Sie Curry- Ketchup "Madras"
überhaupt kein Wasser. Hier nutzen sie die Menge
von 800 g voll für das Gemüse aus. 200 g grüne Paprika
200 g Äpfel
100 g Sellerie
100 g Zwiebeln
Aus: Hobbythek- Buch : Vom Essen 1 200 g Wasser
VGS- Verlag S. 156 ff 200 g Essig ( 5 %ig)
15 g Salz
50 g Zucker
30 g Honig
1 gestrichener Esslöffel Curry
1 Zweig frischer Dill
1 Zweig frischer Estragon
20 g Stärke
oder ent spr echend
} get r ocknet es K r aut

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eine Küchenwaage und - für kleinere Mengen- Wie ist es eigentlich mit der Haltbarkeit?
vielleicht auch eine Briefwaage. Wie beim Senf und bei den milchsauren Gemüsen
Wenn Sie sich bereits der Senfherstellung arbeiten wir auch hier vollkommen ohne
verschrieben haben, besitzen Sie alle diese Geräte Konservierungsstoffe. Das ist das Schöne an der
schon. Hobbyküche, dass die Dinge nicht monatelang
Ketchup ist im Grunde nichts anderes als eine haltbar sein müssen. Wir wollen Sie ja nicht
Mischung aus zerkleinertem Gemüse und Obst mit tagelang zu irgendeinem Händler durch die
Essig und verschiedenen Gewürzen. Je nach Gegend fahren, wie die Industrie das tun muss.
verwendeten Zutaten kommt noch mehr oder Außerdem können wir jederzeit nachproduzieren.
weniger Wasser dazu, außerdem ein wenig Stärke- Natürlich begrenzt das Fehlen von Konser-
das ist schon alles. So einfach dies klingt, so viel- vierungsstoffen die Lagerzeit. Durch den
fältig sind die Möglichkeiten, die verschiedensten Essiganteil beträgt diese Zeit beim Ketchup jedoch
Sorten und Geschmacksrichtungen zu mehrere Monate. Wollen Sie hingegen den
komponieren. Essiganteil aus Geschmacksgründen verringern,
dann reduziert sich auch die Lagerzeit ein wenig.
Das Ketchup- Grundrezept Außerdem sollten Sie dann ihren Ketchup immer
im Kühlschrank aufbewahren.
Bevor wir Sie mit einzelnen Rezepten be-
kanntmachen wollen, die wir selbst ausprobiert
haben, hier die Grundzusammensetzung von Tomaten - Ketchup "Provence" aus frischen
Ketchup und eine Beschreibung der Zubereitung. Tomaten
Ketchup setzt sich zusammen aus:
500 g reife Tomaten
800 g Gemüse, Obst und- je nach Feuchtig- 200 g rote Paprikaschoten
keit Ihrer Zutaten- mehr oder weniger 100 g Zwiebeln
Wasser 200 g Essig (5%ig)
200 g Weinessig (5%ig) 20 g Salz
20 g Salz 80 g Zucker
80 g Zucker 1 Teelöffel Sojasauce
5 bis 20 g Stärke (Mondamin oder ähnlich) 1 Knoblauchzehe
Kräuter und Gewürze 1 Lorbeerblatt

}
1-2 Nadeln frisches Rosmarin oder ent spr ech-
Der Wasseranteil richtet sich danach, welche 2 Blätter Frischer Salbei end get r ockne-
1 Zweig frischer Thymian t es K r aut
Gemüsesorte Sie verwenden wollen.
Sellerie, Porree, Zwiebeln usw. enthalten zum 1 gestrichener Teelöffel edelsü er Paprika
Beispiel wenig Wasser. In diesem Fall geben Sie 1 Messerspitze scharfes Paprikapulver
zu 600 g Gemüse etwa 200 g Wasser hinzu. 20 g Stärke
Bei einem Ketchup hingegen aus frischen Tomaten
und ähnlich wasserhaltigen Zutaten brauchen Sie Curry- Ketchup "Madras"
überhaupt kein Wasser. Hier nutzen sie die Menge
von 800 g voll für das Gemüse aus. 200 g grüne Paprika
200 g Äpfel
100 g Sellerie
100 g Zwiebeln
Aus: Hobbythek- Buch : Vom Essen 1 200 g Wasser
VGS- Verlag S. 156 ff 200 g Essig ( 5 %ig)
15 g Salz
50 g Zucker
30 g Honig
1 gestrichener Esslöffel Curry
1 Zweig frischer Dill
1 Zweig frischer Estragon
20 g Stärke
oder ent spr echend
} get r ocknet es K r aut

PING SH.78.03.02.94.0.4.11B 4.11 B


Essen und Trinken -
Kultur des Ernährens
früher und heute

Das Angebot an Speisen und Getränken ist heute unüberschaubar groß. Jederzeit können wir alles
kaufen, was das Herz begehrt. Früher war das nicht so. Es gibt Berichte, aus denen wir entnehmen
können, was die Menschen damals gegessen und getrunken haben. Auch Folgen von
Fehlernährung sind bekannt.

Hier könnt ihr nachforschen, wie vollwertig man sich damals ernähren
Nachforschen konnte.

Lest die Texte. Markiere unbekannte Begriffe und klärt sie mit Hilfe von Fachbüchern und
Lexika. Beantworte nach dem Lesen die Fragen nach dem Textabschnitt.

Text 1
1 Nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gelang als erstem Fernao de
Magelhaes, den die Geschichte Magellan nennt, auf ein und demselben Schiff den ganzen
Erdball zu umrunden. Doch dieses Abenteuer kostete seinen Preis: Von den 265
entschlossenen Männern, die am 20. 09. 1519 auf fünf winzigen Fischkuttern von Sevilla aus
5 in See stachen, kamen lediglich 18 - zum Teil schwer krank - auf einem einzigen Schiff wieder
heim.
"Kein Licht des Nachts, kein Trank als das brackige und laue Wasser der Fässer und das
Aufgefangene des Regens, keine andere Speise als den gepökelten, ranzigen Speck." So
beschreibt Stefan Zweig in seinem Buch über Magellan die Situation der Seeleute.
10 Die Folge war, dass die Seeleute unter erheblichen Blutungen, "Ich hab` mir die
z.B. unter der Haut, im Darm und in den ausführenden Seefahrt immer
Harnwegen litten. Ihre Zähne lockerten sich und fielen so romantisch
aus. Außerdem bildete sich das Fleisch ihrer Muskeln vorgestellt."
zurück. Schließlich starben sie an Herzschwäche.

Was hat deiner Meinung nach


zum Tod der Seeleute geführt?

Text 2
1 "Die Ernährung im Mittelalter war nicht so vielfältig wie heute. Sie war abhängig vom
jeweiligen Naturraum, in dem die Menschen lebten. Es fehlten vor allem Kartoffeln und Mais,
die erst später aus Amerika kamen. An Gemüsen wurden vor allem Erbsen, Bohnen, Kohl und
Rüben verzehrt. Die Grundlage der pflanzlichen Ernährung bildeten die Getreidearten.
SH78..03.02.01.4.01A

5 Zwischen dem 8. und dem 10. Jahrhundert wurde Roggen zur wichtigsten Getreideart.
Daneben gab es Saatweizen, Gerste, Hafer, Dinkel, Rispenhirse, Emmer und Einkorn.
Anders als beim Adel gab es bei den Bauern an Wochentagen kaum Fleisch.
Jahrhundertelang war Brei die wichtigste Nahrung. Haferbrei, Gerstenbrei und Hirsebrei
wurden aus zerriebenen Körnern in Wasser oder Milch gekocht, gesalzen und mit Kräutern
10 gewürzt und mit den Händen aus einer Schüssel gegessen. Richtiges Brot aus Hafer oder
Roggen war selten. Weizenbrot aßen vor allem die Adligen. Manchmal gab es mittags auch
PING

einen Fisch oder eine Fischsuppe, gelegentlich auch Eier oder Wurst, vor allem Leber- und
Blutwurst. Zu abend - kurz vor Sonnenuntergang - aßen die Bauern wieder Brei oder Brot,
gelegentlich ein Stück Käse oder etwas Gemüse. An Fest- und Feiertagen gab es aber oft
15 reichlich Bier, Wein, Met und Most und natürlich auch feinere Speisen, besonders Schweine-

Wir ernähren uns 4.01A ☞B


Essen und Trinken - früher und heute

und Schaffleisch, Hasen und Geflügel. Honigkuchen, Speckkuchen, aber auch gebratene Äpfel,
Honig oder Marmelade aus Pflaumen und Kirschen waren beliebte, aber seltene Schleckereien.
Auch den Festtagsschmaus aß die ganze Familie samt Knecht und Magd aus einer Schüssel.
Löffel waren selten; die wichtigsten Hilfen beim Essen waren die Finger oder ein Stück Brot.
20 War etwas zu schneiden, machte der Bauer das mit einem Messer für alle. Nach dem Essen
wischte man sich die Finger einfach an der Kleidung ab. Waschschüsseln oder Handtücher wie
auf den reicheren Burgen gab es im Bauernhaus nicht. Die Abfälle warf man hinter sich oder
verfütterte sie an die Tiere im Haus."
"Wenn ihr euch dieses berühmte Bild
von einem mittelalterlichen Hochzeits-
mahl in Farbe anschauen wollt, dann
schaut doch mal im Internet nach!

aus:
http://www.i-a-s.de/IAS/Bilder/BRUEGEL/Wedding.htm

Worin seht ihr den größten Unterschied zu einem heutigen Speiseplan?

Text 3
1 Ein wichtiges Problem war das Süßen der Speisen. Lange Zeit gab es dafür nur Honig - und
zwar nicht in ausreichender Menge für die ganze Bevölkerung. Rohrzucker gelangte erst seit
dem ausgehenden Mittelalter nach Europa und war ein teures Luxusgut. Rübenzucker, den wir
heute im Haushalt benutzen, kannte man damals noch nicht. Daher kann man annehmen, dass
5 nur die reiche Oberschicht ihre Speisen ausreichend süßen konnte.
Insgesamt gesehen war die Alltagskost der Adligen recht einfach und unterschied sich nicht
wesentlich von derjenigen der Bauern.

Was war früher - im Gegensatz zu heute - besonders kostbar?

Text 4
1 Fruchtgetränke waren zu bestimmten Zeiten im Jahr, Milch immer Bestandteil der Ernährung.
Aber auch alkoholische Getränke wurden täglich getrunken. Wein wurde von den Römern
eingeführt. Bereits im frühen Mittelalter wurde aus dem Oberrheingebiet Wein in Fässern über
SH78.03.02.01.4.20B

Haithabu bis in die Nähe von Stockholm exportiert. Wein wurde für das Abendmahl in der
5 Kirche gebraucht und sonst vom Adel und bei Hofe getrunken.
Im Norden waren Bier und Met Getränke, die man aus eigenen Mitteln herstellen konnte.
Dünnbier war ein wichtiges Volksgetränk des Mittelalters, vor allem dort, wo das natürliche
Wasser ungekocht nicht trinkbar war, z.B. in den Marschgebieten. Zum Brauen wurden alle
vorhandenen Getreidesorten benutzt und zahlreiche Geschmacksstoffe zugesetzt. Daher gab es
10 eine große Vielfalt an Bieren. Daneben tranken die Erwachsenen und die älteren Kinder durch
PING

Vergären haltbar gemachte Säfte von Äpfeln, Birnen, Kirschen und Beeren.

Welche Getränke - besonders für Kinder - vermisst du im Vergleich zu heute?

Wir ernähren uns 4.20B +C


Essen und Trinken - früher und heute

Vergleicht eure Antworten in der Tischgruppe. Stellt die Unterschiede und Gemeinsam-
keiten im Getränke- und Speisenangebot zwischen früher und heute heraus!

Findet mit Hilfe der nächsten Aufgabe heraus, wie weit ihr die Texte verstanden habt.

Lisa ist verzweifelt. Sie soll einen Bericht über die Ernährung einfacher Menschen im
Mittelalter schreiben. Sie kann nicht unterscheiden, was es damals noch nicht (1), nur unter
bestimmten Umständen gab (2) oder zu teuer war (3). Helft ihr, indem ihr ihre Gedanken
zu (1) rot, zu (2) blau und zu (3) gelb einfärbt!

Erbsen Fisch
Limonade
Obst
Brot Bohnen
Hirsebrei
Kartoffeln
Gemüse
Kohl

Hirsebrei Schokolade
Fleisch

Trinkwasser Eier

Rüben

Fruchtsäfte
Haferbrei

Wurst Kekse
Milch Käse
Joghurt
Bier
Kuchen

Was hat keine Farbe bekommen?


SH78.03.02.01.4.20C

Haben sich beim Lesen oder den daran anschließenden Überlegungen Fragen ergeben?
? Schreibt sie auf! Überlegt, welche davon geklärt werden sollten!
PING

Wir ernähren uns 4.20C


Essen und Trinken - früher und heute

und Schaffleisch, Hasen und Geflügel. Honigkuchen, Speckkuchen, aber auch gebratene Äpfel,
Honig oder Marmelade aus Pflaumen und Kirschen waren beliebte, aber seltene Schleckereien.
Auch den Festtagsschmaus aß die ganze Familie samt Knecht und Magd aus einer Schüssel.
Löffel waren selten; die wichtigsten Hilfen beim Essen waren die Finger oder ein Stück Brot.
20 War etwas zu schneiden, machte der Bauer das mit einem Messer für alle. Nach dem Essen
wischte man sich die Finger einfach an der Kleidung ab. Waschschüsseln oder Handtücher wie
auf den reicheren Burgen gab es im Bauernhaus nicht. Die Abfälle warf man hinter sich oder
verfütterte sie an die Tiere im Haus."
"Wenn ihr euch dieses berühmte Bild
von einem mittelalterlichen Hochzeits-
mahl in Farbe anschauen wollt, dann
schaut doch mal im Internet nach!

aus:
http://www.i-a-s.de/IAS/Bilder/BRUEGEL/Wedding.htm

Worin seht ihr den größten Unterschied zu einem heutigen Speiseplan?

Text 3
1 Ein wichtiges Problem war das Süßen der Speisen. Lange Zeit gab es dafür nur Honig - und
zwar nicht in ausreichender Menge für die ganze Bevölkerung. Rohrzucker gelangte erst seit
dem ausgehenden Mittelalter nach Europa und war ein teures Luxusgut. Rübenzucker, den wir
heute im Haushalt benutzen, kannte man damals noch nicht. Daher kann man annehmen, dass
5 nur die reiche Oberschicht ihre Speisen ausreichend süßen konnte.
Insgesamt gesehen war die Alltagskost der Adligen recht einfach und unterschied sich nicht
wesentlich von derjenigen der Bauern.

Was war früher - im Gegensatz zu heute - besonders kostbar?

Text 4
1 Fruchtgetränke waren zu bestimmten Zeiten im Jahr, Milch immer Bestandteil der Ernährung.
Aber auch alkoholische Getränke wurden täglich getrunken. Wein wurde von den Römern
eingeführt. Bereits im frühen Mittelalter wurde aus dem Oberrheingebiet Wein in Fässern über
SH78.03.02.01.4.20B

Haithabu bis in die Nähe von Stockholm exportiert. Wein wurde für das Abendmahl in der
5 Kirche gebraucht und sonst vom Adel und bei Hofe getrunken.
Im Norden waren Bier und Met Getränke, die man aus eigenen Mitteln herstellen konnte.
Dünnbier war ein wichtiges Volksgetränk des Mittelalters, vor allem dort, wo das natürliche
Wasser ungekocht nicht trinkbar war, z.B. in den Marschgebieten. Zum Brauen wurden alle
vorhandenen Getreidesorten benutzt und zahlreiche Geschmacksstoffe zugesetzt. Daher gab es
10 eine große Vielfalt an Bieren. Daneben tranken die Erwachsenen und die älteren Kinder durch
PING

Vergären haltbar gemachte Säfte von Äpfeln, Birnen, Kirschen und Beeren.

Welche Getränke - besonders für Kinder - vermisst du im Vergleich zu heute?

Wir ernähren uns 4.20B +C


Essen und Trinken - früher und heute

Vergleicht eure Antworten in der Tischgruppe. Stellt die Unterschiede und Gemeinsam-
keiten im Getränke- und Speisenangebot zwischen früher und heute heraus!

Findet mit Hilfe der nächsten Aufgabe heraus, wie weit ihr die Texte verstanden habt.

Lisa ist verzweifelt. Sie soll einen Bericht über die Ernährung einfacher Menschen im
Mittelalter schreiben. Sie kann nicht unterscheiden, was es damals noch nicht (1), nur unter
bestimmten Umständen gab (2) oder zu teuer war (3). Helft ihr, indem ihr ihre Gedanken
zu (1) rot, zu (2) blau und zu (3) gelb einfärbt!

Erbsen Fisch
Limonade
Obst
Brot Bohnen
Hirsebrei
Kartoffeln
Gemüse
Kohl

Hirsebrei Schokolade
Fleisch

Trinkwasser Eier

Rüben

Fruchtsäfte
Haferbrei

Wurst Kekse
Milch Käse
Joghurt
Bier
Kuchen

Was hat keine Farbe bekommen?


SH78.03.02.01.4.20C

Haben sich beim Lesen oder den daran anschließenden Überlegungen Fragen ergeben?
? Schreibt sie auf! Überlegt, welche davon geklärt werden sollten!
PING

Wir ernähren uns 4.20C


Die Geschichte Kultur des Ernährens
der Apfelsine

Mit Namen bezeichnen und unterscheiden wir verschiedene Gegenstände. Namen haben sich
jedoch im Laufe der Geschichte oft geändert oder sind verändert worden.
Warum nennen wir die Orange eigentlich auch "Apfelsine"? Die Namen dieser schmackhaften,
süß-sauren Frucht der Subtropen künden von ihrer Herkunft und ihrer Geschichte.

Forscht nach, aus welcher Region bzw. aus welchem Land der Erde
die Apfelsine ursprünglich stammt, wie und wann sie nach Europa
Nachforschen
und nach Amerika kam.

Ihr braucht das Themenheft "Orangensaft" von TransFair und / oder das Buch
"Zum Beispiel Orangensaft" und / oder ein (Pflanzen-)Lexikon oder eine Enzyklopädie
auf CD-ROM und einen Weltatlas.

Sammelt Informationen über die Herkunft und die Geschichte der Apfelsine.

Notiert euch Stichworte zu folgenden Fragen:


- Welche weiteren Namen gibt es für die Apfelsine?
- Welche Bedeutungen haben die verschiedenen Namen?
- Wo wurde aus der Orangen-Wildpflanze eine Kulturpflanze gezüchtet?
- Welche anderen Citrusgewächse sind noch gezüchtet worden?
- Wann und wie gelangten Apfelsinen nach Europa und nach Amerika?
- Wann wurde der Orangenanbau in Brasilien intensiviert?

Gestaltet einen Steckbrief im DIN-A3-Format, auf dem ihr eure Erkenntnisse über die
Geschichte der Apfelsine vorstellt.
Fügt auch ein Bild eines
Apfelsinenzweiges mit
Blättern, Blüten und
Früchten hinzu.

Tragt auf der Karte (7.01) den Weg der Apfelsine nach Europa und Amerika ein.

Überlegt gemeinsam, wie ihr die folgenden Fragen beantworten könnt.


Schreibt dann eure Antworten auf.
SH78 .03.02.01.4.21A

- Welche Bedingungen waren nötig, um die Verbreitung der Apfelsine


als Kulturpflanze in Asien, Afrika, Europa und Amerika zu ermöglichen?
- Welche Eigenschaften macht die Orange im Vergleich zu anderen
Citrusfrüchten so erfolgreich?
- Welche Eigenschaften der Apfelsine sind durch die Züchtung besonders verstärkt worden?

Präsentiert eure Forschungsergebnisse mit Hilfe des Steckbriefs.


PING

Stellt auch eure Überlegungen über die Gründe der erfolgreiche Verbreitung der Apfelsine
zur Diskussion.

Wir ernähren uns 4.21


Wie kam der Orangensaft
Kultur des Ernährens
nach Deutschland?

Vor 100 oder 200 Jahren gab es in Deutschland keine Orangen oder gar Orangensaft in den
Geschäften zu kaufen. Damals wurde nur einheimisches Obst, wie Äpfel, Birnen und Trauben
angeboten.

Ihr könnt nachforschen, welche Ereignisse dazu geführt haben, dass wir heute hier
Orangensaft trinken.

"Hey, könnt ihr euch noch


Wie war der Verbreitungsweg der Orange? an diese Leute erinnern?
Nachforschen
Wir haben doch schon
mal in Weltkunde
Lest folgenden Text durch. Beantwortet danach die Fragen:
von denen gehört,
- Wo kommt die Orange ursprünglich her? ... oder?
- Wann und wo lebten Theophrast, Aristoteles und Columbus
und wodurch wurden sie berühmt?
(Zur Beantwortung dieser Frage braucht ihr ein
Geschichtsbuch oder Lexikon)
- Wer führte die Orange in Südamerika ein?
- Seit wann ist die Orange ein Bestandteil unserer Ernährung?

Sowohl der botanische Name Citrus sinensis (lat. sinensis = chinesisch)


1 als auch das Synonym "Chinaapfel" (~ Apfelsine) deuten auf die
chinesische Heimat der Orange hin. In der chinesischen Literatur
werden Zitrusfrüchte bereits im 10. Jh. v. Chr. erwähnt.
Zitruspflanzen dienten in früheren Zeiten als Heilpflanzen. So beschrieb
5 THEOPHRAST (Schüler des Aristoteles) die Früchte des "medischen Apfels" als
heilend bei Gicht und bei Mundfäule. Aber auch Blätter, Blüten und Früchte wurden
ärztlich verwendet.
Columbus brachte auf seiner zweiten Reise Zitrusbäume nach Amerika. In Europa
wurden die süßen Orangen erst im 15. Jh. durch die portugiesischen Seefahrer be-
10 kannt. Seither werden sie in allen Weltteilen mit vorwiegend subtropischem oder
tropischen Klima kultiviert, so z.B. in den USA (Florida, Kalifornien), in Südamerika
(vor allem Brasilien) Mexiko, Kuba, in den Mittelmeerländern, in Indien, Südafrika
und Australien.
Jedoch sind die Apfelsinen erst nach 1945 [einerseits orientierten wir uns am ameri-
15 kanischen Vorbild des "way of live" und andererseits gab es seit dem Zeitpunkt genug
SH78..03.02.01.4.22A

Kühlschiffe, um die Früchte preiswert auf den deutschen Markt zu bringen] zu einem
festen Bestandteil unserer Ernährung geworden. Heute ist die Orange nach der Banane
die bedeutendste Obstsorte im Welthandel.
(Quelle: Heft "Orangensaft" von TransFair S. 18)

Informiert euch mit Hilfe eines Geschichtsbuches oder eines Lexikons über die
Hintergründe des Verbreitungsweges der Orange. Klärt dazu folgende Fragen!
PING

- Wie gelangte die Orange von China nach Europa? (Stichworte: Marco Polo,
Seidenstrasse)
- Warum fuhren die Europäer um 1500 nach Amerika? (Stichworte: Islam, Zeitalter
der Entdeckungen, Vasco da Gamma, Columbus, Magellan)

Wir ernähren uns 4.22A +B


Wie kam der Orangensaft nach Deutschland?

Wie mussten Handelsschiffe technisch weiterentwickelt werden, damit Orangen


Nachforschen und Orangensaft aus weit entfernten Ländern zu uns gebracht werden konnten?

Lest euch den folgenden Text durch. Beantwortet danach die Fragen:
- Wie hießen die Schiffstypen der Entdecker?
- Wodurch waren diese Schiffe für die Entdeckungsreisen gut geeignet?

Die Schiffe der Entdecker


1 Die wichtigste Voraussetzung für die großen Entdeckungsreisen waren hochseetüch-
tige Schiffe. Spanische und portugiesische Schiffsbauer konstruierten neue Typen von
Segelschiffen, die schlanke Karavelle und die größere Karracke. Sie übernahmen von
den Schiffstypen des Nordens das querstehende Rahsegel, das bei Rückenwind wirk-
5 samer ist als das längsstehende Lateinsegel der Mittelmeerschiffe. Das Lateinsegel
brachten sie zusätzlich am Schiffsheck an. Auch die bauchige Form der Karracke
wurde von den Mittelmeerschiffen übernommen. Sie konnte große Vorräte laden, um
monatelang auf See zu bleiben. Das Deck war leicht gewölbt, damit das Wasser
schneller ablaufen konnte. Gesteuert wurden beide Schiffstypen durch ein Ruderblatt
10 am Heck, das die seitlich angebrachten Ruder der Mittelmeerschiffe ersetzte. Dieses
Heckruder war leichter zu bedienen. So waren sie auch bei schwerem Seegang noch
gut zu steuern.
(Vorläufig aus: Lebendige Vergangenheit Bd.2, Klett Verlag, Text S.77, Bild S.79)

Ein Längsschnitt durch die Santa Maria, dasFlaggschiff des Kolumbus. Pläne dieser Karracke
sind nicht erhalten. Die Zeichnung fasst unsere Kenntnisse über das Schiff zusammen.
1 Admiralskajüte, 2 Steuerruder,
3 Kompass, 4 Luke zum Schiffs-
laderaum, 5 Kanone 6 Entwäs-
serungspumpe, 7. Hebevorrichtung
für Anker und Segel, 8 Pökelfleisch,
9 Schiffszwieback, 10 Fässer,
11 Ölvorrat, 12 Wasservorrat,
13 Schiffsladeraum, 14 Weinfässer,
15 Zwiebeln und Knoblauch,
16 Mehlsäcke, 17 Waffen- und
Munitionskammer, 18 Abstellkammer
für Segel, 19 Lagerraum für Taue.
SH78..03.02.01.4.22B

Vergleiche die Schiffe "Santa Maria" (das Schiff von Christoph Columbus mit dem er
nach Amerika fuhr; 23m lang, 7m breit ca. 40 Mann Besatzung) mit einem heutigen,
mittelgroßen Containerschiff "Clasen Rickmers" (www.rickmers.de).
- Wo und wie waren die Matrosen auf der Santa Maria im Vergleich zum Container-
schiff untergebracht?
- Woraus bestand die Ladung der Santa Maria und wozu wurde diese zum größten Teil
benötigt?
PING

- Die Santa Maria konnte eine Ladung von ungefähr 60 t mitnehmen. Wievielmal
mehr kann heute die Clasen Rickmers mitnehmen?
- Die Santa Maria brauchte für die Reise von Spanien nach Westindien 68 Tage.

Wir ernähren uns 4.22B +C


Wie kam der Orangensaft nach Deutschland?

Wie war der transatlantische Handel vor 200 Jahren?


Nachforschen

Abb. vorläufig entnommen aus: Entdecken und Verstehen Bd.2, Cornelsen Verlag, S.30)

Informiert euch im Geschichtsbuch über den "Dreieckshandel" von ca. 1550 bis 1850
zwischen Europa und den Kolonien und beantwortet folgende Fragen:

- Was wurde damals gehandelt?


- Wie verliefen die Rohstoffströme?
- Wie verliefen die Ströme der Fertigwaren?
Tragt eure Erkenntnisse stichwortartig in der Karte und in der folgenden Tabelle ein!

Waren kommen aus gehen nach


a)Rohstoffe:
SH78..03.02.01.4.22C

b)Fertigwaren:

Stellt eure Ergebnisse euren Mitschülerinnen und Mitschüler vor, in dem ihr auf
folgende Fragen eingeht:

- Was war der Dreieckshandel?


- Vermutet, wie sich der transatlantische Handel nach 1850 entwickelt hat.
- Überlegt gemeinsam, wie sich der transatlantische Handel entwickeln soll.
PING

Welche Fragen konntet ihr nicht klären?


? Wie wollt ihr weiter vorgehen?

Wir ernähren uns 4.22C


Wie kam der Orangensaft nach Deutschland?

Wie mussten Handelsschiffe technisch weiterentwickelt werden, damit Orangen


Nachforschen und Orangensaft aus weit entfernten Ländern zu uns gebracht werden konnten?

Lest euch den folgenden Text durch. Beantwortet danach die Fragen:
- Wie hießen die Schiffstypen der Entdecker?
- Wodurch waren diese Schiffe für die Entdeckungsreisen gut geeignet?

Die Schiffe der Entdecker


1 Die wichtigste Voraussetzung für die großen Entdeckungsreisen waren hochseetüch-
tige Schiffe. Spanische und portugiesische Schiffsbauer konstruierten neue Typen von
Segelschiffen, die schlanke Karavelle und die größere Karracke. Sie übernahmen von
den Schiffstypen des Nordens das querstehende Rahsegel, das bei Rückenwind wirk-
5 samer ist als das längsstehende Lateinsegel der Mittelmeerschiffe. Das Lateinsegel
brachten sie zusätzlich am Schiffsheck an. Auch die bauchige Form der Karracke
wurde von den Mittelmeerschiffen übernommen. Sie konnte große Vorräte laden, um
monatelang auf See zu bleiben. Das Deck war leicht gewölbt, damit das Wasser
schneller ablaufen konnte. Gesteuert wurden beide Schiffstypen durch ein Ruderblatt
10 am Heck, das die seitlich angebrachten Ruder der Mittelmeerschiffe ersetzte. Dieses
Heckruder war leichter zu bedienen. So waren sie auch bei schwerem Seegang noch
gut zu steuern.
(Vorläufig aus: Lebendige Vergangenheit Bd.2, Klett Verlag, Text S.77, Bild S.79)

Ein Längsschnitt durch die Santa Maria, dasFlaggschiff des Kolumbus. Pläne dieser Karracke
sind nicht erhalten. Die Zeichnung fasst unsere Kenntnisse über das Schiff zusammen.
1 Admiralskajüte, 2 Steuerruder,
3 Kompass, 4 Luke zum Schiffs-
laderaum, 5 Kanone 6 Entwäs-
serungspumpe, 7. Hebevorrichtung
für Anker und Segel, 8 Pökelfleisch,
9 Schiffszwieback, 10 Fässer,
11 Ölvorrat, 12 Wasservorrat,
13 Schiffsladeraum, 14 Weinfässer,
15 Zwiebeln und Knoblauch,
16 Mehlsäcke, 17 Waffen- und
Munitionskammer, 18 Abstellkammer
für Segel, 19 Lagerraum für Taue.
SH78..03.02.01.4.22B

Vergleiche die Schiffe "Santa Maria" (das Schiff von Christoph Columbus mit dem er
nach Amerika fuhr; 23m lang, 7m breit ca. 40 Mann Besatzung) mit einem heutigen,
mittelgroßen Containerschiff "Clasen Rickmers" (www.rickmers.de).
- Wo und wie waren die Matrosen auf der Santa Maria im Vergleich zum Container-
schiff untergebracht?
- Woraus bestand die Ladung der Santa Maria und wozu wurde diese zum größten Teil
benötigt?
PING

- Die Santa Maria konnte eine Ladung von ungefähr 60 t mitnehmen. Wievielmal
mehr kann heute die Clasen Rickmers mitnehmen?
- Die Santa Maria brauchte für die Reise von Spanien nach Westindien 68 Tage.

Wir ernähren uns 4.22B +C


Wie kam der Orangensaft nach Deutschland?

Wie war der transatlantische Handel vor 200 Jahren?


Nachforschen

Abb. vorläufig entnommen aus: Entdecken und Verstehen Bd.2, Cornelsen Verlag, S.30)

Informiert euch im Geschichtsbuch über den "Dreieckshandel" von ca. 1550 bis 1850
zwischen Europa und den Kolonien und beantwortet folgende Fragen:

- Was wurde damals gehandelt?


- Wie verliefen die Rohstoffströme?
- Wie verliefen die Ströme der Fertigwaren?
Tragt eure Erkenntnisse stichwortartig in der Karte und in der folgenden Tabelle ein!

Waren kommen aus gehen nach


a)Rohstoffe:
SH78..03.02.01.4.22C

b)Fertigwaren:

Stellt eure Ergebnisse euren Mitschülerinnen und Mitschüler vor, in dem ihr auf
folgende Fragen eingeht:

- Was war der Dreieckshandel?


- Vermutet, wie sich der transatlantische Handel nach 1850 entwickelt hat.
- Überlegt gemeinsam, wie sich der transatlantische Handel entwickeln soll.
PING

Welche Fragen konntet ihr nicht klären?


? Wie wollt ihr weiter vorgehen?

Wir ernähren uns 4.22C


Wir
ernähren uns Qualität des Ernährens

Fleisch oder Körner?


(Ein Rollenspiel für die ganze Kerngruppe) Diskutieren

Gibt es ernstzunehmende Gründe weswegen wir hier in der Bundesrepublik weniger Fleisch essen sollten?
Kennt ihr welche oder könnt ihr euch welche vorstellen? Fragt eure Freundinnen und Freunde, Bekannte und
Verwandte nach ihrer Meinung!
Ihr könnt euch hier etwas eingehender mit der Problematik beschäftigen, indem ihr eine Diskussion in
Form eines Rollenspiels führt.

Folgende Personen nehmen an dem Rollenspiel teil:

Erna Schneider-Lützgendorff (Imbissbudenbesitzerin)


Siegfried Kuhdall (Landwirt)
Johanne Vogel (Lehrerin)
Dr. Atkins (Herzspezialist, Ernährungsfachmann)
Frl. Miller (Assistentin von Dr. Atkins)
Dr. Heide Dröpper (Ökologin)
Kathrin Rindler (Vertreterin der Fleischindustrie)
Horst Korn (Chemieingenieur)
Marlies Möller (Agraringenieurin)
Dr. Walter Sprängel (Ernährungswissenschaftler)
Franz Reisser (Sportler, Gewichtheber)
Prof. Dr. Hubert Aldinger (Biochemiker)
Ein oder zwei Moderatorinnen

Teilt die Rollenkarten untereinander auf! Die Rollenkarten enthalten neben einer kurzen
Beschreibung der zu spielenden Person eine Sammlung von Meinungen und Argumenten,
die die Person in einem Streitgespräch von sich geben würde.
Wer keine Rollenkarte erhalten hat, kann sich in einer Kleingruppe mit einem Rollenträger
zusammentun und mit ihm zusammen die Liste der Argumente durcharbeiten.
Für das Rollenstudium, d. h. für die Vorbereitungszeit, dürfte in der Regel eine Unterrichts-
stunde ausreichen. Klärt dabei mit Hilfe von Informationsschriften, Büchern und Lexika alle
Euch nicht bekannten Begriffe (schriftlich)!

,
Diese Begriffe können nach Durchführung des Rollenspiels
in Form eines kleinen Ernährungslexikons zusammengestellt
und für alle vervielfältigt werden.
,
Für das Spiel sollte eine Doppelstunde zur Verfügung stehen! Eröffnet und geleitet wird das
Spiel von einer Moderatorin bzw. einem Moderator oder einem Moderatorenteam.

aus: Sebastian Hellweger: Chemieunterricht 5-10, Urban & Schwarzenberg, München - Wien -
Baltimore, 1981 +B
PING SH.78.03.02.94.0.5.01A 5.01 A
Hilfe für die Gesprächsleitung

Zunächst ist es erforderlich, dass sich die Gesprächsteilnehmer und -teilnehmerinnen


persönlich vorgestellt werden (Beruf, Familie, . . .). Bei 12 Teilnehmern und Teilnehmerinnen
ist es allerdings etwas öde, wenn dies der Reihe nach geschieht. Hier muss sich die
Gesprächsleitung etwas einfallen lassen, wie sie damit umgehen will!

Informationen zum Thema:

Die Alternative "Fleisch oder Körner?" löst wahrscheinlich bei vielen die Vorstellung aus,
Vegetarier seien Menschen, die aus mystischen, religiösen, d. h. irrationalen Gründen nicht
nur fleischlos, sondern auch alkohol- und nikotinfrei leben, kurz ein asketisches, freudloses
Dasein fristen.

Andererseit wächst bei immer mehr Menschen das Gefühl, dass die Art und Weise, wie wir
uns heute ernähren, unsere Gesundheit gefährdet. Sie fragen sich: Ernähren wir uns zu fett,
oder essen wir zu viele Kohlenhydrate? Enthält unsere Nahrung genügend Eiweiß,
ausreichend Vitamine? Wie schützt man sich vor Umweltgiften?

Und schließlich: Ist es ethisch zu verantworten, den armen Ländern das dringend benötigte
Getreide wegzukaufen, mit ökologisch gefährlichen Chemikalien den Böden Höchsterträge
abzutrotzen, nur um genügend Tiere unter "unwürdigen" Bedingungen heranzumästen, um
genügend Fleisch produzieren zu können, das dann oft von fragwürdiger Qualität ist?

Mögliche Fragen:

1. Gibt es eine Nachfrage nach Fleisch, d.h. wollen die Menschen wirklich mehr Fleisch
essen?
Erna Schneider- Lützgendorff (Imbi budenbesitzerin)
Siegfried Kuhdall (Landwirt)

2. Von den Tierschützern ist häufig der Vorwurf zu hören, da die Tiere nicht artgerecht
gehalten werden.
Siegfried Kuhdall (Landwirt)
Johanne Vogel (Lehrerin)

3. Ist die Massentierhaltung wirklich wirtschaftlich? Gehen von ihr nicht Gefahren für die
Umwelt aus?
Siegfried Kuhdall (Landwirt)
Johanne Vogel (Lehrerin)
Dr. Heide Dröpper (Ökologin)
Kathrin Rindler (Vertreterin der Fleischindustrie)

+C
PING SH.78.03.02.94.0.5.01B 5.01 B
4. Ist es überhaupt gesund, viel Fleisch zu essen?
Dr. Heide Dröpper (Ökologin)
Dr. Atkins (Herzspezialist, Ernährungsfachmann)
Frl. Miller (Assistentin von Dr. Atkins)
Dr. Walter Sprängel (Ernährungswissenschaftler) - zu Fett und Eiweiß

5. Könnte die Fleischproduktion noch weiter gesteigert werden?


Horst Kern (Chemieingenieur)

6. Was ist eigentlich Fleisch?


Kathrin Rindler (Vertreterin der Fleischindustrie)

7. Welche Argumente sprechen für eine Ernährung mit Körnern?


Marlies Möller (Agraringenieurin)
Dr. Walter Sprängel (Ernährungswissenschaftler) - zu Kohlenstoffhydraten

Weitere Informationen:

- Prof. Dr. Hubert Aldinger ( Biochemiker) wei , was ein Eiweiß ist.
- Der Sportler Franz Reisser sollte irgendwann zwischendurch zu Wort kommen.

Am Ende der Diskussion sollte die Gesprächsleitung eine kurze Zusammenfassung der
Erkenntnisse aus dem Gespräch formulieren!

+D
PING SH.78.03.02.94.0.5.01C 5.01 C
herrscht, zu bannen, Hormone, um das Wachstum zu steuern
Rollenkarte für Johanne Vogel, Lehrerin usw.

Zur Person: Du arbeitest engagiert seit Jahren in einem Abgesehen davon stellt diese Tierhaltung nicht nur eine Eiweiß
Tierschutzverein mit. Dabei versuchst du, die Aufmerksamkeit der vergeudung von unverantwortlichem Ausmaß dar, sondern sie ist,
tierliebenden Öffentlichkeit, die sich vor allem über streunende Hunde wenn man`s bedenkt, eine zynische Menschenquälerei: Da werden
und frierende Katzen ereifert, auf die Orte in der Landschaft den Tieren nicht nur Getreide und Soja verfüttert, sondern auch
hinzuweisen, wo wirkliche Tierquälerei, im großen Maßstab und beträchtliche Mengen an Milchprodukten, Fischmehl und
staatlich gefördert, tagtäglich passiert: die modernen Weißenkeimlingen. Was das bedeutet, kann man sich dadurch
Massentierhaltungen. klarmachen, dass man mit dem 225 g schweren Steak, das da auf dem
Teller liegt, 40 bis 50 hungernde Menschen mit einer vollwertigen
Deine Argumente gegen Fleisch: vegetarischen Mahlzeit versorgen könnte.
Der große Fleischkonsum in den Industrieländern kann nur durch
Großmastunternehmen, durch Massentierhaltung aufrechterhalten
werden. Dies bedeutet aber: Tierquälerei von nie gekanntem Ausmaß:
Rinder, die normalerweise Bewegung in frischer Luft brauchen,
verlassen die Ställe, in denen sie auf kleinstem Raum
zusammengepfercht leben, erst dann, wenn sie zur Schlachtung
geführt werden.

Noch schlimmer sieht es bei den Hühnern aus, die bei künstlichem
Licht, Tag und Nacht zum Fressen gezwungen werden. Um die
Milchkühe zur Ertragssteigerung zu bringen, werden sie mit Eiweiß
konzentraten bis zur Euterentzündung gefüttert. Um keine Milch zu
verlieren, werden die Kälber mit Milchpulver ernährt und müssen
dann gegen Infekte mit Antibiotika behandelt werden.

Großeinsatz von Chemikalien aller Art: Psychopharmaka, um die


Tiere ruhig zu halten, Antibiotika, um die erhöhte Infektionsgefahr
und Seuchengefahr, die in solchen Ställen
-1- Johanne Vogel -2-

+ E
PINGSH.78.03.02.94.0.5.01D 5.01D
enthält.
Rollenkarte für Siegfried Kuhdall, Landwirt
Ich weiß genau, was meine Tiere bekommen, und ich wehre mich
Zur Person: Du bist sehr stolz, dass es dir vor vier Jahren gelunden ist, entschieden gegen alle Gerüchte, sie würden mit schädlichen
deinen Vater zu übe reden, den unrentablen Acker zu verpachten und Chemikalien hochgeputscht. Ebenso weise ich mit Entschiedenheit
sich ganz auf die Schweinezucht zu verlegen. Die Vorstellung, dass zurück, mein Tierarzt würde unerlaubte Medikamente verabreichen!
Fleisch ungesund sein soll, dass man sich stattdessen wie die Hühner
von Korn ernähren soll, findest du einfach absurd! Ich möchte davor warnen, den bundesdeutschen Mastbetrieb zu
verleumden: Immerhin betrug der Bestand an Schweinen im Jahr 1977
Deine Argumente für das Schweinefleisch: die stolze Zahl von 18.914.000 (IMA 1979). Ein Rückgang des
Ich bin der Meinung, was der Kunde verlangt und was er bezahlen Schweinefleischverzehrs hätte nicht nur böse Folgen für mich und
kann, das soll er auch bekommen - oder soll man Fleisch wieder wie in viele tausend Betriebe mit all den damit zusammenhängenden
Kriegszeiten rationieren? Arbeitsplätzen, sondern auch für den Verbraucher.

Der Kunde verlangt in steigendem Maße Fleisch. Das Schweinefleisch Ich bin davon überzeugt, da der Verbraucher auch weiterhin nach
ist bei einem pro-Kopf-Verbrauch von 44 kg offensichtlich des Fleisch verlangen wird, das er dann sündhaft teuer bezahlen müsste.
Deutschen liebstes Fleisch. Deswegen habe ich mich auch auf die Die paar lebensverachtenden, asketischen Vegetarier kann man getrost
Schweinezucht verlegt - und ich brauche es nicht zu bereuen. Nach vergessen.
einer einmaligen Investition von lediglich DM 265.000,-- schaffe ich
es jetzt ganz alleine, 800 Mastschweine zu betreuen, und da ein
Mastschwein nach einem halben Jahr schlachtreif ist, bringe ich es im
Jahr auf 1.600 verkaufte Schweine (IMA 1976).

Und das bei einem geringen Arbeitsaufwand: Es ist alles


vollautomatisiert, auf Knopfdruck, der auch noch durch Zeitschaltuhr
angesteuert werden kann, werden die Schweine gefüttert. Sie
bekommen eine hochwertige Nahrung - sie besteht im wesentlichen
aus Getreide, das Zusätze von Eiweiß, Vitaminen, Kalk und
anderen Stoffen Siegfried Kuhdall

-1- -2-

+ F
PING SH.78.03.02.94.0.5.01E 5.01E
Rollenkarte für Franz Reisser, Sportler, Gewichtheber Rollenkarte für Erna Schneider-Lützgendorff,
Imbi budenbesitzerin am Hauptbahnhof
Zur Person: Du bist Weltrekordhalter im Mittelschwergewicht und von Zur Person: Du betreibst seit Jahrzehnten eine gutgehende
daher jedermann bekannt. Du verstehst eigentlich gar nicht, warum Imbissstube. Die Kunden verlangen vor allem Hähnchen, Koteletts,
man sich hier um Fleisch oder Körner streitet. Je länger die Diskussion Würste und Frikandellen. Du wirkst sehr verstört und beunruhigt:
andauert, umso gereizter wirst du, vor allem den "Körnerfressern" Immer mehr Kunden fragen, ob in der Wurst auch kein Kalbfleisch sei
gegenüber, aber auch, wenn Wissenschaftler Begriffe benutzen, die dir - wegen der Östrogene, weiß der Teufel, was das soll! -, ja, manche
natürlich neu und unbekannt sind: Besonders sauer reagierst du, wenn behaupten sogar, sie wollen demnächst überhaupt auf Fleisch
Prof. Aldinger spricht: Da störst du mächtig mit "Deutsch reden!" oder verzichten, erstens sei dies gesünder und schließlich auch billiger. Du
"Aufhören!" nervst die Runde immer wieder mit hartnäckigen Fragen, vor allem,
weil du dich schwer tust, die Antworten zu verstehen, wegen der
Deine Argumente für Fleisch sind: vielen Fremdwörter.
Also, ich bin der Meinung, aus nichts wird nichts, und wenn nichts
hereinkommt, kommt auch nichts heraus. Deine Fragen könnten lauten:
Woher weiß man denn plötzlich, dass Körner gesünder sein sollen als
Gucken Sie mich doch an, was ich da an Muskeln aufgebaut habe. Fleisch? Ich habe doch meine Kinder immer vor dem ungesunden
Und was meinen Sie wohl, womit? Etwa mit Salat?! Nein, als Popcorn gewarnt.
Hochleistungssportler brauche ich täglich mindestens zwei Kilo Können Sie sich eine Imbissstube vorstellen, dass Gemüsegerichte
Fleisch. Darunter geht es nicht, ich könnte sofort mit der Konkurrenz jemals so schmackhaft und nahrhaft sein können wie der geliebte
nicht mehr mithalten. Braten?
Was ist denn das eigentlich, Proteine, Fette, Kohlenhydrate?
Schließlich habe ich dies doch in der Sporthochschule gelernt, und Gibt es einen Unterschied zwischen Proteinen und Eiweiß? Welches
mein Trainer beobachtet genau meinen Speiseplan: Nur Fleisch bringt ist gesünder?
die Kraft und die Energie, die ich für meinen Sport brauche, nur Ich verstehe überhaupt nicht, wie ich mit Fleischessen Proteine
Fleisch kann solche Muskeln aufbauen! vergeuden soll? Ich dachte immer, Fleisch enthält viele Proteine, und