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Im xxx dürfen Anstrichstoffe (Lacke, Farben, Lösemittel) nur in solcher Menge wie es der Fortgang der Arbeit erfordert (höchstens jedoch der Bedarf einer Arbeitsschicht) bereitgestellt werden.

Spritzlackierarbeiten einschließlich Grundierungen dürfen nur in dafür geeigneten ge- sonderten Räumen an Spritzständen, Spritzkabinen durchgeführt werden, nicht aber im xxx.

Den Lackierern sind von der Umgebungsatmosphäre unabhängig wirkende Atem- schutzgeräte zur Verfügung zu stellen.

Kein geeignetes Atemschutzgerät vorhanden

Der Unternehmer hat nach § 9 Abs. 2 und 3 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) den Versicherten, die Spritzlackierarbeiten durchführen, ein Atemschutzgerät zur Ver- fügung zu stellen, sofern die Gefährdung nicht durch Maßnahmen nach Abschnitt 3.1 der BG-Regel - BGR 231 - „Schutzmaßnahmenkonzept für Spritzlackierarbeiten (Lackaerosole)“ verhütet.

Geeignet sind Atemschutzgeräte, für die keine Tragezeitbegrenzung nach der BG-Re- gel - BGR 190 - „Benutzung von Atemschutzgeräten“ gilt. Dies sind Leichtschlauchge- räte mit Haube oder Helm der Geräteklasse LDH2 nach DIN EN 1835 „Atemschutz- geräte; Druckluft-Schlauchgeräte für leichte Einsätze mit Helm oder Haube; Anforde- rungen, Prüfung, Kennzeichnung“ oder Filtergeräte mit Gebläse und Haube oder Helm der Geräteklasse TH2A2P nach DIN EN 12941 „Atemschutzgeräte; Gebläsefilterge- räte mit Helm oder einer Haube; Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung“

Eine Gefährdung tritt nicht auf, wenn

_ bei einer Überprüfungsmessung unter typischen Arbeitsbedingungen mit den

anerkannten Messverfahren der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG- Methoden 1 bis 3 für Lackaerosole) gemessene Konzentration an Lackaero- solen die Bestimmungsgrenze des Messverfahrens nicht überschreitet.

_ zusätzlich der Bewertungsindex gemäß der Technischen Regel für Gefahrstoffe

„Bewertung von Stoffgemischen in der Luft am Arbeitsplatz“ (TRGS 403) für die Lösemittel und die weiteren Inhaltsstoffe (z.B. monomere und polymere Isocyanate) £ 1 beträgt.

_ Arbeitnehmer haben nach § 9 Abs. 3 der GefStoffV bereitgestellte Atemschutz-

geräte zu benutzen.

Rauchen und offenes Feuer

Rauchen und offenes Feuer sind xxx zu verbieten. Auf das Verbot ist an allen Zugän- gen und im Raum deutlich erkennbar und dauerhaft hinzuweisen.

Die Spritzkabine ist mit einer Absauganlage zu versehen, durch die Gase, Dämpfe oder Nebel gefahrlos abgeführt werden können.

Die Absauganlage xxx ist einem schwerentflammbaren Lacknebelabscheider (Filter) zu versehen Die Filter sind regelmäßig auszutauschen.

Die Spritzkabine sowie das Innere der Absaugeinrichtungen und des Lacknebelab- scheiders sind regelmäßig von Lackrückständen zu reinigen.

Zur Reinigung sollen Werkzeuge aus Kupfer, Holz oder dergl. verwendet werden, nicht aber funkenreißende Werkzeuge, wie Schleifmaschinen oder Stahldrahtbürsten.

Die elektrische Anlage des Lackierraumes muss von außen durch einen Schalter all- polig spannungslos gemacht werden können. Solange die Anlage unter Spannung steht, muss dieses durch eine rote Kontrolllampe angezeigt werden. Schalter und Lampe sind außerhalb des Lackierraumes anzubringen.

Unzulässige Lagerung brennbarer Flüssigkeiten

Das Lagern von brennbaren Flüssigkeiten (Farben, Verdünner usw.) in Arbeitsräumen ist nicht zulässig. Die Lagerung hat in einem Sicherheitsschrank oder in einem geson- derten Raum zu erfolgen gemäß den Technischen Regeln zur Lagerung von brennba- ren Flüssigkeiten (TRbF 20).

Zur Beurteilung evtl. erforderlicher Brandsschutzmaßnahmen empfehle ich Kontakt- aufnahme mit der Feuerwehr der Landeshauptstadt Hannover.

Spritzlackierarbeiten ohne technische Lüftung

Am Besichtigungstag wurde festgestellt, dass in der Betriebshalle Spritzlackierar- beiten durchgeführt werden, ohne technische Lüftung und organisatorische Maßnah- men.

Der Unternehmer hat nach § 9 Abs. 1 und 2 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und der BG-Richtlinie - BGR 231 - „Schutzmaßnahmenkonzept für Spritzlackierarbei- ten (Lackaerosole)“ dafür zu sorgen, dass die durch Lackaerosole bedingte Gefähr- dung der Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten bei der Arbeit durch die in der Gefährdungsbeurteilung festgelegten Maßnahmen beseitigt oder auf ein Mindestmaß verringert wird.

Dies wird z.B. erreicht, indem Spritzlackierarbeiten in Arbeitsbereichen ausgeführt werden, die mit einer technischen Lüftung versehen sind und deren Wirksamkeit kon- tinuierlich überprüft wird.

Geeignet sind Spritzstände mit optischer und akustischer Anzeige der Fehlfunktion der Lüftung.

Die Fristen der Überprüfung der technischen Lüftung sind in der Gefährdungsbeurtei- lung festzuegen.

Bei Spritzlackierarbeiten sind die Grundmaßnahmen zum Schutz der Beschäftigten (Schutzstufe 2 nach GefStoffV) vorzusehen, da ein Atemschutzgerät grundsätzlich erforderlich ist.

Selbstschließende feuerhemmende Tür / Lacklager

Die Tür zum Lacklager war nicht geschlossen.

Die feuerbeständige Tür (CF 90 - DIN 4102) zum Lacklager war nicht geschlossen, sie muss selbst schließend eingerichtet werden.

Im Lacklagerraum ist eine Querlüftung zu schaffen. Sie kann - wie besprochen - durch Lüftungsöffnungen an zwei Seiten ausgeführt werden.

In Arbeitsräumen ist die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten nur für einen Tages- bedarf zulässig. Die Lagerung kann in einem Stahlschrank erfolgen.

In Arbeitsräumen dürfen Gefahrstoffe und brennbare Flüssigkeiten nur für den Tages- bedarf gelagert werden.

Stände, Wände, Kabinen und ähnliche Einrichtungen zum Auftragen von Anstrich- stoffen, einschließlich der Absaugeinrichtungen, müssen aus nicht brennbaren Werk- stoffen bestehen.

Es sind zwei PG 12-Handfeuerlöscher an gut sichtbarer Stelle aufzuhängen (die Feu- erlöscher müssen mindestens alle 2 Jahre von Fachkräften überprüft werden.

Innerhalb der Lackierräume sowie an den Zugängen zu diesen Räumen ist der Um- gang mit offenem Feuer und Licht zu verbieten. Auf das Verbot ist durch gut sichtbare und dauerhafte Anschläge hinzuweisen.

Zur Vermeidung der Brandgefahr sind alle abgesetzten Altlackreste und Schichten von den Wänden, Decken, Böden, Gitterrosten und Abscheidesysteme regelmäßig zu ent- fernen. Die Entfernung sollte mindestens einmal wöchentlich erfolgen.

Die elektrische Anlage des Spritzraumes ist nach den Bestimmungen der VDE 0165 "Bestimmungen für die Errichtung elektrischer Anlagen in explosionsgefährdeten Be- triebsstätten", Abschnitt 56 (Nr. 6.1 bzw. 6.39) auszuführen.

Die Übereinstimmung der Anlage mit den vorgenannten Bestimmungen ist schriftlich vom Errichter der Anlage zu bestätigen.

Die elektrische Anlage des Lackierraumes muss von außen durch einen Schalter spannungslos gemacht werden können. Solange die Anlage unter Spannung steht, muss dies durch eine rote Kontrollampe angezeigt werden (Schalter und Kontrollampe sind außerhalb des Lackierraumes anzubringen).

Die Lacknebel und Lösemitteldämpfe sind durch eine wirksame Absauganlage mit vor- geschaltetem Filter zur Lackabscheidung zu erfassen und über Dach ins Freie abzu- leiten.

Der Lüftermotor der Absauganlage darf nicht im Innern der Anlage liegen (außerhalb des Abluftstromes).Die Abluft darf nicht in Kamine für Feuerungsgase eingeleitet wer- den.

Die Ableitung der Abgase soll belästigungsfrei für die Nachbarschaft

2

m über Firsthöhe eines Giebeldaches,

5

m über Flach- und

5

m über Firsthöhe der Wohngebäude im 50 m Umkreis,

aber mindestens 10 m über Erdboden liegen. Die Austrittsgeschwindigkeit soll 7 m/sec. senkrecht nach oben betragen.

In dem Lackierraum dürfen keine Lacke, Lösemittel sowie Lösemittel- und Lackreste gelagert werden.

Die Lagerung von Lacken und Lösemitteln hat in einem gesonderten Lagerraum zu

erfolgen.

Die Räume dürfen dem allgemeinen Verkehr nicht zugänglich sein.

Das Betreten der Räume durch Unbefugte ist zu verbieten. Auf das Verbot muss durch eine deutlich sichtbare und gut lesbare Aufschrift hingewiesen werden.

Die Räume müssen von angrenzenden Räumen feuerbeständig abgetrennt sein (we- gen feuerbeständiger Bauteile wird auf DIN 4102 hingewiesen).

Die Räume dürfen keine Bodenabläufe haben. Schornsteine dürfen innerhalb der La- gerräume keine Öffnungen haben, auch wenn diese durch Schieber, Klappen oder in anderer Weise verschließbar sind.

Die elektrischen Betriebsmittel sind nach den Bestimmungen der VDE 0165 Anhang A auszuführen.

Bei Räumen, in denen Abfüllvorgänge vorgenommen werden, ist Zone 1 nach der VbF und nach den Explosionsschutz-Richtlinien gegeben; somit ist die elektrische Anlage in "Ex" auszuführen. (VDE 01645/Abschnitt 6 Nr. 6.1). Werden nicht mehr als 200 Ltr. umgefüllt gelten keine weiteren Bestimmungen.

Türen müssen in Fluchtrichtung zu öffnen sein und selbsttätig schließen.

Lacklagerraum / Lüftung (aktive Lagerung)

Der Raum muss ausreichend belüft- und beleuchtbar sein. Die Lüftung muss einen mindestens 5-fachen Luftwechsel in der Stunde gewährleisten. Die Lüftung muss in Bodennähe wirksam sein. (TRbF 20 "Läger" Punkt 5.42 Abs. 2)

Der Raum ist als Auffangraum auszuführen (bei mehr als 450 Ltr.). Die Auffangwanne muss mindestens den Rauminhalt von 10 % der gelagerten ortsbeweglichen Gefäße bzw. mindestens den Rauminhalt des größten gelagerten Gefäßes aufnehmen kön- nen.

Wiederkehrende Prüfung der Lackier- und Trockneranlagen durch befähigte Perso- nen

Sicherheitseinrichtungen der Lackier- und Trockneranlagen sind zur Verhütung oder Beseitigung von Gefahren regelmäßig zu warten und zu überprüfen.

Es ist sicherzustellen, dass mit der Prüfung der Arbeitsmittel nach § 10 Abs. 2 der Be- triebssicherheitsverordnung (BetrSichV) nur „befähigte Personen“ beauftragt werden, so dass deren Sicherheit und der besonders hervorgehobene „Stand der Technik“ eingehalten wird.

Für Ihre Lackier- und Trockneranlagen sind bei der Prüfung 5 Parameter zu or- ganisieren und zu berücksichtigen:

 

Prüfart

_

_

Prüfumfang

Prüftiefe

_

 

Prüffristen

_

_

Befähigungsgrad der mit der Prüfung beauftragten Person.

Dies muss so aufeinander abgestimmt, festgelegt, sichergestellt sein, dass die Anfor-

derungen des § 10 BetrSichV erfüllt sind. Hierzu sind die nachstehenden, gesetzli- chen und berufsgenossenschaftlichen Regelwerke zu beachten:

_ Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) § 4 Abs. 3 - die Sicherheitseinrichtungen,

die Feuerlöscher und lüftungstechnischen Anlagen sind in regelmäßigen Ab- ständen zu prüfen.

_ BetrSichV - Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen Verordnung § 15 Abs. 15 alle drei Jahre,

_ Berufsgenossenschaftliche Vorschrift - BGV A 1 - § 2 „Grundsätze der Präven-

tion“ in Verbindung mit - BGR 500 - „Betreiben von Arbeitsmitteln“ Kap. 2.29 - „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ und Kap. 2.28 „Betreiben von Trocknern für Besichtungsstoffe“.

Mit der Durchführung der Prüfungen an Lackieranlagen und Trocknern nach § 10 BetrSichV sind nur „befähigte Personen“ zu beauftragen. Eine Person ist befähigt, wenn sie eine nach Art, Prüfumfang und Prüftiefe der jeweiligen Prüfung und der da- mit zusammenhängenden Beurteilung der Prüfergebnisse angemessene Qualifikation aufweist entsprechend der TRBS 1203 (Technische Regel für Betriebssicherheit).

Die befähigte Person muss aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und Erfahrung aus- reichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Lackiertechnik sowie des Trocknungsver- fahrens haben, einschließlich einschlägige Kenntnisse der staatlichen und berufsge- nossenschaftlichen Vorschriften, insbesondere:

_ Allgemein anerkannte Regeln der Technik (z.B. vom Ausschuss für Betriebssi-

cherheit ermittelten Regeln, BG-Regeln, DIN-Normen, VDE-Bestimmungen, technische Regeln anderer Mitgliedsstaaten der EU).

_ Europäische Sicherheitsnormen der Oberflächentechnik für die Bereiche Vorbe-

handlungs- und Reinigungsverfahren, Applikationsverfahren, Materialversor- gung / -aufbereitung, Trocknungsverfahren und Abluftreinigung des CEN/TC

271.

Die Betriebssicherheitsverordnung deckt auch im Gegensatz zur außer Kraft getrete- nen Verordnung über elektrische Betriebsmittel in explosionsgefährdeten Bereichen (ElexV) die bisher nicht erfassten, nicht elektrischen Ex-Bereiche ab, wie:

_ Reinigen von Teilen von Hand mit der Gefahr der elektrostatischen Entzün- dung.

_ Entzündungen durch das Ventilatorflügelrad mit unzulässig großen Lackablage-

rungen im Abluftrohr.

_ Vorhandensein leicht brennbarer und explosiver Gase, Rauche und Stäube

(z.B. bei der Zu- und Abluftreinigung, UEG-Überschreitung in Kabinen und Tro- ckenöfen usw.).

Es wird gemäß § 6 BetrSichV die Ermittlung von Zonen im Sinne des Ex-Schutzes, neuer Kategoriestandards und Betriebsanweisungen gefordert, das „Explosions- schutzdokument“ für neue Anlagen seit dem 03.10.2002, für alle Altanlagen bis spä- testens zum 31.12.2005.

Folgende Personenkreise mit der entsprechenden „fachlichen Ausbildung und Erfah- rung“ können die vorgenannten Prüfungen vornehmen:

_

Betriebseigene Facharbeiter, wie Betriebselektriker.

_

Eigene oder externe Fachkräfte für die Arbeitssicherheit (FASI).

_

Freie oder in Vereinigungen zusammengeschlossene Sachverständige, wie

TÜV und DEKRA.

Fachmonteure der Lieferfirmen der Lackiertechnik.

_

_

Herstellerunabhängige Fachleute.

a)

Hinweis zur Personenauswahl zur Prüfung von elektrischen Arbeitsmitteln und Anlagen

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel müssen den allgemein anerkannten Re- geln der Elektrotechnik entsprechen. Diese gelten als beachtet, wenn u.a. den VDE-Bestimmungen und den Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (hier:

BGV A 3) entsprochen wird.

Die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel müssen vor Inbetriebnahme, nach wesentlichen Änderungen sowie in regelmäßigen Abständen von einer Elektro- fachkraft überprüft und gegebenenfalls instand gesetzt werden.

Prüfung von Arbeitsmitteln und Anlagen in explosionsgefährdeten Berei- chen gemäß xxxBetriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

Die Prüfung der elektrischen Arbeitsmittel und Anlagen sollte durch eine befä- higte Person, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung, ihrer Kenntnisse und Erfahrungen sowie der Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen (insbeson- dere auch der Teile der DIN VDE 0165) die ihr übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann (z.B. Elektroingenieur, Elektrotechniker, Elektrogeselle mit ausreichenden Kenntnissen und Erfahrungen auf dem Fach- gebiet).

Der Einsatz einer „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ entsprechend der Durchführungsanweisung zu § 2 Abs. 3 der BG-Vorschrift - BGV A 3 - wird für Arbeiten, die den Explosionsschutz betreffen, als nicht zulässig angesehen.

Sie sind allgemein verpflichtet, durch ein geeignetes Arbeitsschutzsystem si- cherzustellen, dass die Prüfungen mit belastbaren Ergebnissen durchgeführt werden. Hierzu haben Sie die befähige Person auszuwählen und die Tätigkeit zu überprüfen. Das „wie“ ist Ihnen freigestellt, die Durchführung allerdings ist Pflicht. Als Auswahlmerkmal kommt die Verwendung von Checklisten in Frage.

b) Aufzeichnung der Prüfergebnisse

Die Aufzeichnung der Prüfergebnisse (Checklisten) gemäß § 11 BetrSichV sind der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen und mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren.

Offene Behälter mit Lösemitteln

In feuer- und explosionsgefährdeten Bereichen wurden Behälter mit Beschichtungs- stoffen oder Lösemitteln unverschlossen bereitgehalten.

Sorgen Sie bitte dafür, dass die Behälter verschlossen werden. Beschichtungsstoffe dürfen nur in bruchsicheren Gefäßen und nur in solchen Mengen bereitgestellt wer- den, wie es der Fortgang der Arbeit erfordert.

BG-Richtlinie - BGR 500 - Kapitel 2.29 „Verarbeitung von Beschichtungsstoffen“ - Abschnitt 3.7 „Bereitstellen von Beschichtungsstoffen“

Betriebsanweisung für das Verarbeiten von Beschichtungsstoffen fehlte

Es fehlte eine Betriebsanweisung.

Stellen Sie bitte eine Betriebsanweisung in verständlicher Form und in der Sprache der Versicherten auf. Sie ist an geeigneter Stelle in der Arbeitsstätte bekannt zu ma- chen.

Bei der Aufstellung sind mitgelieferte Betriebsanleitungen zu beachten.

Weisen Sie hin auf

_ die beim Umgang mit den eingesetzten Stoffen oder Zubereitungen auftretenden

Gefahren und die erforderlichen Schutzmaßnahmen.

_ Verhaltensregeln einschließlich von Anweisungen über Maßnahmen bei Instand-

haltungsarbeiten, bei Betriebsstörungen, im Gefahrfall und die Erste Hilfe.

_ Art und Umfang regelmäßiger Prüfung auf arbeitssicheren Zustand (z.B. von

Lüftungseinrichtungen).

_ angemessene Zeitabstände für das Reinigen von z.B. Ständen, Wänden, Kabi- nen oder ähnlichen Einrichtungen.

_ zulässige Betriebsdaten (z.B. Einstelldaten von Sicherheits- und Überwachungs-

einrichtungen).

_ sicheren Umgang mit Airless-Spritzgeräten.

_ Abluftbehandlung (u.a. zur Minderung von Emissionen), Abwasserbehandlung

und Abfallbeseitigung (Entsorgung) von z.B. Lackschlämmen, gebrauchte Filter- matten.

Abschnitt 3.4.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 9 BetrSichV und § 2 Abs. 1, 2 Unfallverhütungsvor- schrift "Grundsätze der Prävention"(BGV A 1)

Prüfung / Trockner für Beschichtungsstoffe

Der Trockner für Beschichtungsstoffe ist gemäß § 32 der BG-Vorschrift - BGV D 24 - „Prüfung“ mindestens einmal jährlich durch eine befähigte Person zu prüfen.

Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass über die Prüfungen nach den Absätzen 1 und 2 Nachweise geführt werden (Anlage xxx ).

Gerätesicherheitsgesetz / Maschinenverordnung

Der wesentliche Umbau der Lackieranlage () hat zur Folge, dass die Bestimmungen des Gerätesicherheitsgesetzes (GSG), der Maschinenverordnung (9. GSGV) und der relevanten Binnenmarkt-Richtlinien - insbesondere der EG-Maschinen-Richtlinie - zu beachten sind. Dies bedeutet, dass die Firma, die an der Anlage An- oder Umbauten wesentlicher Art vornimmt, im Sinne der Richtlinie wie ein Hersteller tätig ist.

Untersagung von Spritzlackierarbeiten in der Werkstatt

Anlässlich der Betriebsbesichtigung wurde festgestellt, dass in einem Teilbereich der Werkstatt Spritzlackierarbeiten ohne funktionsfähige, explosionsgeschützte, elektri- sche Einrichtungen durchgeführt werden. Im Lackierraum lagern Lösemittel und Far- ben.

Derartige Arbeiten sind Ihnen gegenüber mündlich mit sofortiger Wirkung für die Zu- kunft untersagt worden. Die Untersagung gilt bis zur Vorlage einer Bescheinigung über die Installation einer geeigneten elektrischen Einrichtung ausgestellt durch eine Elektrofachkraft. Insbesondere sind Leuchten mit zum Teil fehlenden Abdeckungen, Krananlagen und Absauganlage auf explosionsgeschützte Ausführung zu prüfen. Die Bescheinigung ist dem Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hannover u.U. per Fax (0511 / 9090-199) vorzulegen, sofern der Raum zukünftig als Spritzlackierraum ge- nutzt werden soll.

Die Untersagung erfolgt hiermit schriftlich gemäß § 22 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) vom 07.08.1996 (BGBl. I S. 1246).

Gemäß § 80 Abs. 4 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) war im vorliegen- den Fall die sofortige Vollziehung anzuordnen. Diese Anordnung erfolgte im besonde- ren öffentlichen Interesse.

Sie sind als Arbeitgeber Ihren Grundpflichten nach §§ 3, 4 des Arbeitsschutzgesetzes nicht nachgekommen. Die Beschichtungsarbeiten werden ohne vorrangige technische Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik durchgeführt, eine Gefährdung der beschäftigten Arbeitnehmer durch Brand- und Explosionen ist nicht auszuschließen.

In diesem Fall wiegt das öffentliche Interesse an einer sofortigen Vollziehung und da- mit einer sofortigen Beendigung einer Gefährdung der Arbeitnehmer schwerer als pri- vates wirtschaftliches Interesse am Weiterführen der Arbeiten. Nicht unter dieses Ver- bot fallen Ausbesserungsarbeiten mit Pinsel, Rolle in geringem Umfang. St42

Abluftführung des Pistolenreinigungsgerätes

Der Abluftschlauch des Pistolenreinigungsgerätes darf nicht zur Abführung der Gase, Dämpfe oder Aerosole in den Spritzstand gelegt werden. Die Abluft ist so über Dach zu führen, dass ein ungestörter Abtransport mit der freien Luftströmung gewährleistet ist. Außerdem soll die Entstehungsstelle gefährlicher, explosionsfähiger Atmosphäre verhindert werden, was beim Abschalten der Absaugung des Spritzstandes nicht mehr gewährleistet ist.

Anforderungen an Teilereinigungsgeräte gemäß der BG-Regel - BGR 180 - „Einrich- tungen zum Reinigen von Werkstücken mit Lösemitteln“

Fehlendes Sicherheitsdatenblatt der Teilereinigungsgeräte im Werkstatt- und Lackier- bereich.

Am Überprüfungstag konnten nicht die Sicherheitsdatenblätter der Reinigungsmittel in den Teilereinigungsgeräten eingesehen werden.

Teilereinigungsgeräte müssen gemäß - BGR 180 - einen selbst schließenden Deckel und eine Absaugung haben.

Dies gilt nicht, wenn Reinigungsmittel verwendet werden die u.a. keine gesundheits- schädliche Dämpfe oder Nebel bilden und deren Flammpunkt über 55° C liegt.

Die entsprechenden Informationen über gesundheitsschädliche Dämpfe oder Nebel bzw. über den Flammpunkt können in dem Sicherheitsdatenblatt nachgelesen werden.

Sofern die o.g. Kriterien nicht eingehalten werden, ist ein geeignetes Reinigungsmittel bzw. ein geeignetes Reinigungsgerät zu verwenden.

Zusätzlich ist im unmittelbaren Bereich des Teilereinigungsgerätes eine entsprechen- de Schutzbrille bereitzuhalten. Auf die Benutzung dieser Brille ist durch ein Hinweis- schild aufmerksam zu machen.

Außerbetriebnahme von Teilereinigungsgeräten gemäß der BG-Regel - BGR 180 -

Wie bereits mitgeteilt, entspricht das Teilereinigungsgerät nicht den einschlägigen Ar- beitsschutzvorschriften.

Das Teilereinigungsgerät bitte ich aus dem Betrieb zu entfernen bzw. ist durch geeig- nete Maßnahmen sicherzustellen, dass das Reinigungsgerät entsprechend der BG- Regel - BGR 180 - „Einrichtungen zum Reinigen von Werkstücken mit Lösemitteln“

ausgeführt ist.

Zusätzlich bitte ich zu klären, welches Reinigungsmittel verwendet wird. Informationen zum Reinigungsmittel können im Sicherheitsdatenblatt nachgelesen werden.

Sofern durch das Reinigungsmittel gesundheitsschädliche Dämpfe oder Nebel gebildet werden bzw. der Flammpunkt unter 55° C liegt, sind weitergehende Maßnahmen erfor- derlich.

Umsetzung der Lösemittelverordnung (31. BImSchV)

Wie mit Ihnen mehrmals bereits erörtert besteht der Verdacht, dass Sie den in der 31. BImSchV genannten Schwellenwert für Lösemittelverbrauch

a) bei Fahrzeugreparaturlackierungen 0 (t/a) Lösemittelverbrauch und

b) bei der Beschichtung von Metall- oder Kunststoffoberflächen 5 (t/a) Lösemittel- verbrauch

überschreiten.

Als Anlage 2 habe ich Ihnen einen Anzeigevordruck beigefügt, der von Ihnen bis spä- testens zum xxx dem Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hannover zurückzusenden ist.

Erstellung eines Explosionsschutzdokumentes (für Altanlagen bis zum 31.12.2005)

Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichtet den Unternehmer, ein Explosionsschutzdokument für seinen Betrieb anzufertigen, sofern eine Explosions- gefährdung vorliegt.

Die BetrSichV konkretisiert die Anforderung nach der vom Unternehmer durchzufüh- renden Gefährdungsbeurteilung in Hinblick auf Explosionsgefahren. Seit dem 03. Ok- tober 2002 ist für neu errichtete Anlagen / Einrichtungen mit explosionsgefährdeten Bereichen vor Inbetriebnahme ein Explosionsschutzdokument anzufertigen. Für die zu diesem Stichtag bereits betriebenen Einrichtungen mit explosionsgefährdeten Berei- chen ist das Dokument bis spätestens 31. Dezember 2005 zu erstellen. Es ist zu überarbeiten, wenn wesentliche Änderungen, Erweiterungen oder Umgestaltungen der betreffenden Arbeitsstätten, Arbeitsmittel oder Arbeitsabläufe vorgenommen wer- den.

Das Explosionsschutzdokument soll sicherstellen, dass für Arbeitsplätze mit möglicher Explosionsgefahr ein System von Schutzmaßnahmen zur Minimierung der Gefährdun- gen entwickelt wird.

In explosionsgefährdeten Bereichen, (z.B. Lacklager, Mischraum, Lackierkabine) ist gemäß §§ 5 und 6 sowie den Anhängen 3 und 4 der BetrSichV die Ermittlung von Zo- nen im Sinne des Ex-Schutzes vorzunehmen und ein Explosionsschutzdokument zu erstellen (Anlagen).

Aus dem Explosionsschutzdokument muss insbesondere hervorgehen,

dass die Explosionsgefährdungen ermittelt und einer Bewertung unterzogen worden sind.

dass angemessene Vorkehrungen getroffen werden, um die Ziele des Explosi- ons-schutzes zu erreichen.

welche Bereiche entsprechend Anhang 3 in Zonen eingeteilt wurden und

für welche Bereiche Mindestvorschriften gemäß Anhang 4 gelten.

Prüfung der Lackieranlage vor Inbetriebnahme

Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme vom Arbeitsmittel gemäß § 10 Abs. 1 Betriebs- sicherheitsverordnung (BetrSichV) - hier neue Lackieranlage -.

Bei der Betriebsbesichtigung konnten Sie kein Ausnahmeprotokoll für die Lackieran- lage vorlegen. Die Prüfung hat den Zweck, sich von der ordnungsgemäßen Montage und der sicheren Funktion der Anlage zu überzeugen. Die Prüfung darf nur von hierzu befähigten Personen durchgeführt werden, das Ergebnis ist gemäß § 11 BetrSichV aufzuzeichnen und dem Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt bis zum xxx vorzulegen.

Explosionsschutz - Zoneneinteilung fehlte

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, fehlte die Zoneneinteilung auf Basis der Gefährdungsbeurteilung.

Explosionsgefährdete Bereichen sind in Zonen einzuteilen. Die Mindestvorschriften nach Anhang 4 der Betriebssicherheitsverordnung sind einzuhalten.

Bitte teilen Sie den explosionsgefährdeten Bereich in Zonen ein und wenden Sie die Mindestvorschriften zum Explosionsschutz unverzüglich an.

§ 5 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit § 3 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze

der Prävention" (BGV A 1)

Explosionsschutz - Unterweisung nicht durchgeführt

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, wurden Arbeitnehmer nicht ausreichend unterwiesen.

Die Arbeitnehmer sind ausreichend und angemessen hinsichtlich des Explosions- schutzes zu unterweisen.

Bitte unterweisen Sie die Arbeitnehmer über die damit verbundenen Gefahren und die erforderlichen Schutzmaßnahmen.

§ 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.2.1 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit

§ 4 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A 1)

Explosionsschutz - Arbeitsfreigabe fehlte

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, fehlte eine Arbeitsfreigabe für gefährliche Tätigkeiten

Für gefährliche Tätigkeiten in explosionsgefährdeten Bereichen ist ein Arbeitsfreigabe- system anzuwenden.

Bitte erteilen Sie dem für die Arbeiten verantwortlichen Arbeitnehmer eine Arbeitsfrei- gabe und sorgen Sie für eine angemessene Aufsicht.

§ 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.2.2 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit

Explosionsschutz - Kennzeichnung fehlte

Es fehlten Warnzeichen an Zugängen zu explosionsgefährdeten Bereichen.

Die Zugänge zu explosionsgefährdeten Bereichen sind mit Warnzeichen W 21 „War- nung vor explosionsfähiger Atmosphäre“ der Unfallverhütungsvorschrift "Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz" (BGV A 8) zu kennzeichnen.

Bitte kennzeichnen Sie die Zugänge zu explosionsgefährdeten Bereichen entsprechend.

§ 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.2.3 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit

§ 2 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A 1)

Explosionsschutz - Zündquellen

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, waren Zündquellen und das Betreten durch Unbefugte nicht verboten.

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, sind Zündquellen und das Betreten durch Unbefugte zu verbieten. Auf das Verbot ist mit dem Verbotszeichen P02 „Feuer, offenes Licht und Rauchen verboten“ hinzuwei- sen.

Bitte kennzeichnen Sie die explosionsgefährdeten Bereiche entsprechend.

§ 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.2.4 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit

§ 2 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A 1)

Explosionsschutz - Zutrittsverbot für Unbefugte fehlte

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, war das Betreten durch Unbefugte nicht verboten

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, ist das Betreten durch Unbefugte zu verbieten. Auf das Verbot ist mit dem Verbots- zeichen P06 „Zutritt für Unbefugte verboten“ hinzuweisen.

Bitte kennzeichnen Sie die explosionsgefährdeten Bereiche entsprechend.

§ 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.2.4 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit

§ 2 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A 1)

Explosionsschutz - explosionsgefährdete Bereiche

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, waren Anlagen, Geräte, Schutzsysteme, Arbeitsmittel oder deren Verbindungsvor- richtungen vorhanden, die potenzielle Zündquellen darstellen.

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, dürfen nur Anlagen, Geräte, Schutzsysteme und dazugehörige Verbindungsvorrich- tungen verwendet werden, die keine potentiellen Zündquellen darstellen. Dies gilt auch für Arbeitsmittel, wenn ihre Verwendung eine potenzielle Zündquelle darstellt. Die Eignung muss aus dem Explosionsschutzdokument hervorgehen.

Bitte entfernen Sie die nicht geeigneten Anlagen, Geräte, Schutzsysteme, Arbeitsmit- tel und die dazugehörigen Verbindungsvorrichtungen aus dem explosionsgefährdeten Bereich.

§ 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.3.2 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit

§ 2 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A 1)

Ex-Betriebsmittel in Zone 1 (Altbestand)

In einem Bereich, der als explosionsgefährdeter Bereich der Zone 1 festgelegt war, entsprach das elektrische Betriebsmittel nicht den zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme geltenden Mindestanforderungen.

Betriebsmittel, die vor dem 01.03.1996 in Verkehr gebracht wurden, müssen den An- forderungen des Abschnitts 5.2.2 VDE 0165 Teil 1 entsprechen.

Betriebsmittel, die ab dem 01.03.1996 und vor dem 01.07.2003 in Verkehr gebracht wurden, müssen entweder den Anforderungen des Abschnitts 5.2.2 VDE 0165 Teil 1 oder den Anforderungen an Kategorie 2 der EG Richtlinie 94/9/EG entsprechen.

In explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 dürfen nur elektrische Betriebsmittel eingesetzt werden, die den o.g. Anforderungen entsprechen.

Bitte entfernen Sie das elektrische Betriebsmittel. Bei Ersatz muss ein Gerät einge- setzt werden, dass den Anforderungen an Kategorie 2G der EG-Richtlinie 94/9/EG entspricht.

§ 7 Abs. 2 Betriebssicherheitsverordnung

Ex-Betriebsmittel in Zone 2 (Altbestand)

In einem Bereich, der als explosionsgefährdeter Bereich der Zone 2 festgelegt war, entsprach das elektrische Betriebsmittel nicht den zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme geltenden Mindestanforderungen.

Betriebsmittel, die vor dem 01.03.1996 in Verkehr gebracht wurden, müssen den An- forderungen des Abschnitts 5.2.3 VDE 0165 Teil 1 entsprechen.

Betriebsmittel, die ab dem 01.03.1996 und vor dem 01.07.2003 in Verkehr gebracht wurden, müssen entweder den Anforderungen des Abschnitts 5.2.3 VDE 0165 Teil 1 oder den Anforderungen an Kategorie 3 der EG Richtlinie 94/9/EG entsprechen.

Bitte entfernen Sie das elektrische Betriebsmittel. Bei Ersatz muss ein Gerät einge- setzt werden, dass den Anforderungen an Kategorie 3G der EG-Richtlinie 94/9/EG entspricht.

§ 7 Abs. 2 Betriebssicherheitsverordnung

Explosionsschutz - elektrische / nicht elektrische Geräte in Zone 1

In einem Bereich, der als explosionsgefährdeter Bereich der Zone 1 festgelegt war, entsprach das elektrische / nicht elektrische Gerät nicht der Kategorie 2G der EG- Richtlinie 94/9/EG.

Elektrische / nicht elektrische Geräte zur Verwendung in Zone 1 müssen mindestens der Kategorie 2G gemäß EG Richtlinie 94/9/EG entsprechen.

Lassen Sie das elektrische / nicht elektrische Gerät bitte entfernen oder durch ein für Zone 1 geeignetes Gerät ersetzen.

§ 7 Abs. 4 Betriebssicherheitsverordnung

Explosionsschutz - elektrische / nicht elektrische Geräte in Zone 2

In einem Bereich, der als explosionsgefährdeter Bereich der Zone 2 festgelegt war, entsprach das elektrische / nicht elektrische Gerät nicht der Kategorie 3G der EG- Richtlinie 94/9/EG.

Elektrische / nicht elektrische Geräte zur Verwendung in Zone 2 müssen mindestens der Kategorie 3G gemäß EG Richtlinie 94/9/EG entsprechen.

Lassen Sie das elektrische / nicht elektrische Gerät bitte entfernen oder durch ein für Zone 2 geeignetes Gerät ersetzen.

§ 7 Abs. 4 Betriebssicherheitsverordnung

Explosionsschutz - elektrostatische Aufladung nicht sicher verhindert

In explosionsgefährdeten Bereichen war gefährliche elektrostatische Aufladung von Gegenständen oder Arbeitnehmer nicht sicher verhindert.

Gegenstände, die sich gefährlich aufladen können, sind zur Vermeidung zündfähiger Entladungen elektrostatisch zu erden.

Arbeitnehmer sind geeignete Bekleidung und elektrostatisch leitfähiges Schuhwerk zur Verfügung zu stellen.

Bitte veranlassen Sie, dass in explosionsgefährdeten Bereichen Gegenstände, die sich gefährlich aufladen können, geerdet werden und stellen Sie den Arbeitnehmer geeignete Bekleidung und leitfähiges Schuhwerk zur Verfügung.

§ 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.3.5 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung

mit § 2 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A 1) und BG-Richtlinie (BGR 132) „Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladung“

Explosionsschutz - Flucht- und Rettungswege nicht ausreichend

In explosionsgefährdeten Bereichen waren keine ausreichenden Flucht- und Rettungs- wege vorhanden.

Explosionsgefährdete Bereiche sind mit Flucht- und Rettungswegen sowie Ausgängen in ausreichender Zahl so auszustatten, dass diese von den Arbeitnehmer im Gefah- renfall schnell, ungehindert und sicher verlassen und Verunglückte jederzeit gerettet werden können.

Bitte veranlassen Sie, dass in explosionsgefährdeten Bereichen ausreichende Flucht- und Rettungswege eingerichtet und dauerhaft freigehalten werden.

§ 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.3.6 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit

Explosionsschutz - Prüfung vor erstmaliger Nutzung

Vor erstmaliger Nutzung waren Arbeitsplätze in explosionsgefährdeten Bereichen ein- schließlich der vorgesehenen Arbeitsmittel und der Arbeitsumgebung nicht von einer befähigten Person überprüft worden.

Vor der erstmaligen Nutzung von Arbeitsplätzen in explosionsgefährdeten Bereichen muss die Explosionssicherheit der Arbeitsplätze einschließlich der vorgesehenen Ar- beitsmittel und der Arbeitsumgebung sowie der Maßnahmen zum Schutz von Dritten überprüft werden. Diese Überprüfung ist von einer befähigten Personen durchzufüh- ren, die über besondere Kenntnisse auf dem Gebiet des Explosionsschutzes verfügt.

Bitte veranlassen Sie, dass Arbeitsplätze in explosionsgefährdeten Bereichen ein- schließlich der vorgesehenen Arbeitsmittel und der Arbeitsumgebung von einer befä- higten Person überprüft werden.

§ 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.3.8 und 3.9 Betriebssicherheitsverordnung in Verbin-

dung mit § 2 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A 1)

Explosionsschutz - Zutrittsverbot für Unbefugte fehlte

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, war das Betreten durch Unbefugte nicht verboten.

In Bereichen, in denen mit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu rechnen ist, ist das Betreten durch Unbefugte zu verbieten. Auf das Verbot ist mit dem Verbotszei- chen P06 „Zutritt für Unbefugte verboten“ hinzuweisen.

Bitte kennzeichnen Sie die explosionsgefährdeten Bereiche entsprechend.

§ 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.2.4 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit

§ 3 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A 1)

Elektrische Einrichtung - Schalter Erreichbarkeit

Die elektrischen Einrichtungen konnten nicht von einer Stelle aus stillgesetzt werden, die auch bei einem Brand leicht erreichbar ist.

Sorgen Sie bitte dafür, dass die Schalteinrichtung an einer leicht erreichbaren Stelle angebracht wird.

Abschnitt 3.3.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 4 BetrSichV

Schalteinrichtung / Kennzeichnung

Die Schalteinrichtung war nicht deutlich gekennzeichnet.

Sorgen Sie bitte dafür, dass die Schalteinrichtung sowohl entsprechend ihrer Funktion als auch ihrem Schaltzustand deutlich gekennzeichnet wird.

Abschnitt 3.3.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit Betriebssicherheitsverordnung Anhang 1 Nr. 2.13 und 2.14

Gesundheitliches Reinigungsmittel

Die zur Verfügung gestellten Hautreinigungs-, Hautpflege- bzw. Hautschutzmittel wur- den nicht benutzt.

Die Arbeitnehmer haben die zur Verfügung gestellten Mittel zu benutzen. Verdünner und Lösemittel dürfen zur Hautreinigung nicht verwendet werden, weil sie der Haut Fett entziehen und sie für die Aufnahme von Krankheitserregern besonders zugänglich machen.

Abschnitt 3.16.3 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 8 GefStoffV

Verarbeiten von Beschichtungsstoffen / Raum fehlt

Für das Verarbeiten von Beschichtungsstoffen war kein gesonderter Raum vorhanden, obwohl mehr als 20 ml Beschichtungsstoff je Kubikmeter Raum in der Stunde bzw. mehr als 5 Liter Beschichtungsstoff in einer Arbeitsschicht verarbeitet werden.

Lassen Sie bitte einen gesonderten Raum herrichten. Er muss dem Kapitel 2.29 „Ver- arbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) entsprechen.

Abschnitt 3.1.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500)

Heizung / Abstellfläche

Auf der Verkleidung der Heizeinrichtung ließen sich Gefäße oder beschichtete Ge- genstände abstellen.

Ändern Sie bitte die Verkleidung so ab, dass sich Gefäße mit Beschichtungsstoffen, Lösemitteln (Verdünnern) oder beschichtete Gegenstände nicht abstellen lassen.

Abschnitt 3.2.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500)

Heizung / Verkleidung

Die Heizeinrichtung war nicht verkleidet.

Lassen Sie bitte die Heizeinrichtung mit nicht brennbarem Material verkleiden. Sie muss sich jedoch leicht reinigen lassen. Auf der Verkleidung dürfen sich Gefäße mit Beschichtungsstoffen, Lösemitteln (Verdünnern) oder beschichtete Gegenstände nicht abstellen lassen.

Abschnitt 3.2.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500)

Löscheinrichtung / Löschdecke

Es wurden keine geeigneten Feuerlöscheinrichtungen zum Löschen der in Brand gera- tenen Kleidung von Personen bereitgehalten.

Halten Sie bitte geeignete Einrichtungen zum Löschen der in Brand geratenen Klei- dung von Personen, z. B. Löschdecken, an geeigneten Stellen bereit.

Löschdecken sind vor Lacknebel und Staub geschützt aufzubewahren.

Abschnitt 3.2.3 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500)

Tauchbehälter / Absaugung

An dem Tauchbehälter für Beschichtungsstoffe mit einem Flammpunkt von weniger als 40 Grad C fehlte eine Absaugung.

Lassen Sie bitte eine Absaugung anbringen, z.B. Randabsaugung, die ein Überströ- men von Lösemitteldämpfen verhindert.

Abschnitt 3.10.2 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 9 Gefahrstoffverordnung

Tauchbehälter / Deckel

Der Tauchbehälter war nicht mit einem dicht aufliegenden Deckel versehen, obwohl auch keine automatische oder von Hand auszulösende Löscheinrichtung vorhanden war.

Versehen Sie bitte den Behälter mit einem dicht aufliegenden Deckel, der sich bei ei- nem Brand selbsttätig schließt oder gefahrlos geschlossen werden kann. Lässt sich ein Deckel nicht anbringen, so muss eine automatische oder von Hand auszulösende Löscheinrichtung vorhanden sein.

Abschnitt 3.10.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500)

Trockner für Beschichtungsstoffe / Kennzeichnung fehlte

An dem Trockner für Beschichtungsstoffe fehlten die erforderlichen Angaben.

Der Trockner muss zur Gewährleistung der Sicherheit der Beschäftigten mit den erfor- derlichen Kennzeichnungen (z.B. Hersteller, technische Daten) oder Gefahrenhinwei- sen versehen sein.

Bitte versehen Sie den Trockner mit den erforderlichen Kennzeichen.

§ 7 Betriebssicherheitsverordnung in Verbindung mit Anhang 1 Ziffer 2.14

Behälter nicht verschlossen

In feuer- und explosionsgefährdeten Bereichen wurden Behälter mit Beschichtungs- stoffen oder Lösemitteln unverschlossen bereitgestellt.

Sorgen Sie bitte dafür, dass die Behälter verschlossen werden. Beschichtungsstoffe dürfen nur in bruchsicheren Gefäßen und nur in solcher Menge bereitgestellt werden, wie es der Fortgang der Arbeit erfordert.

Abschnitt 3.7.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 8 Abs. 6 Gefahrstoffverordnung

Leere Behälter

Im feuergefährdeten Raum bzw. Bereich wurden leere Behälter aufbewahrt, die Be- schichtungsstoffe oder Lösemittel enthalten hatten.

Sorgen Sie bitte dafür, dass die leeren Behälter mindestens täglich aus dem Lackier-

bereich entfernt werden.

Abschnitt 3.7.2 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 8 Abs. 8 Gefahrstoffverordnung

Vorrat an Beschichtungsstoffen und Lösemitteln

Im feuergefährdeten Raum bzw. Bereich wurden Beschichtungsstoffe und Lösemittel aufbewahrt, die den Bedarf einer Arbeitsschicht überstiegen.

Bitte begrenzen Sie den Vorrat an Beschichtungsstoffen und Lösemitteln auf den Be- darf einer Arbeitsschicht.

Abschnitt 3.7.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 8 Abs. 2 Gefahrstoffverordnung

Funken reißende Maschinen

In der Nähe des Zuganges zum feuergefährdeten Verarbeitungsraum wurde mit Fun- ken reißenden Maschinen gearbeitet.

Stellen Sie bitte sicher, dass keine Funken in den feuergefährdeten Raum gelangen können.

Abschnitt 3.15.2 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 5 in Verbindung mit Anhang 4 Abschnitt A.3.2 Betriebssicherheitsverordnung

Gesundheitlicher Hautschutz

Den mit Entfetten, Reinigen und Lackieren Beschäftigten wurden keine geeigneten Hautreinigungs-, Hautpflege- und Hautschutzmittel zur Verfügung gestellt.

Stellen Sie bitte geeignete Hautreinigungs-, Hautpflege- und Hautschutzmittel zur Ver- fügung. Sorgen Sie bitte dafür, dass diese Mittel benutzt werden.

Abschnitt 3.16 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 8 Abs. 2 Gefahrstoffverordnung

Lacknebelabscheider fehlte

Es fehlte ein Lacknebelabscheider.

Der Absaugeinrichtung ist ein nicht brennbarer Lacknebelabscheider vorzuschalten.

Hinweis:

gilt für Altanlagen

§ 7 Abs. 2 Unfallverhütungsvorschrift "Verarbeiten von Beschichtungsstoffen" (BGV D 25)

Lüftung unzureichend

Die Lüftung war unzureichend.

Sorgen Sie bitte dafür, dass während des Verarbeitens von Beschichtungsstoffen aus- reichende Lüftung sichergestellt ist. Einrichtungen für die technische Lüftung müssen in angemessenen Zeitabständen überprüft und nötigenfalls gereinigt werden, damit sie ihre Wirksamkeit behalten.

Abschnitt 3.6.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 9 Abs. 2 Gefahrstoffverordnung

Reinigung der Absauganlage

Die Rückstände im Lacknebelabscheider waren nicht entfernt worden, so dass die Ab- sauganlage nicht wirksam war.

Sorgen Sie bitte dafür, dass die Rückstände aus dem Lacknebelabscheider und der Absauganlage entfernt werden.

Die Reinigung ist in angemessenen Zeiträumen zu wiederholen.

Abschnitt 3.14.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 4 Abs. 2 Arbeitsstättenverordnung

Reinigung / Lackrückstände

Der Bereich war nicht frei von Ablagerungen von Beschichtungsstoffen.

Lassen Sie die Ablagerungen bitte entfernen. Das Reinigen der Wände von Spritzstän- den und Spritzkabinen lässt sich durch vorheriges Auftragen geeigneter Stoffe, z.B. Abziehlack, Kalkmilch, Schmierseife und dgl., erleichtern. Papier darf als Auskleidung verwendet werden, wenn es täglich entfernt wird.

Abschnitt 3.14.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit § 4 Abs. 2 Arbeitsstättenverordnung

Schutzkleidung

Es wurde stark verschmutzte Arbeitsschutzkleidung getragen.

Stellen Sie bitte geeignete Arbeitsschutzkleidung zur Verfügung. Für den Wechsel in angemessenen Zeitabständen und die Reinigung hat der Unternehmer zu sorgen.

Abschnitt 3.14.1 Kapitel 2.29 „Verarbeiten von Beschichtungsstoffen“ der BG-Regel „Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500) in Verbindung mit der BGR 189 "Einsatz von Schutzkleidung"

Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung für im Lackierbereich beschäftigten Personen nach G 29 - Benzolhomologe (Toluol, Xylole)

Die Nachuntersuchung war nicht innerhalb von 6 Wochen vor Ablauf der Frist durch- geführt worden.

Veranlassen Sie bitte die Nachuntersuchung durch einen Arzt - der Facharzt für Ar- beitsmedizin ist - oder die Zusatzbezeichnung „Betriebsarzt“ führt. Falls für die ar- beitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung besondere Fachkenntnisse oder eine spe- zielle Ausrüstung erforderlich ist, über die der von Ihnen beauftragte Arzt nicht verfügt, hat dieser einen Arzt hinzuziehen, der diese Anforderungen erfüllt.

Eine Weiterbeschäftigung in diesem Bereich ist anderenfalls nicht zulässig.

§ 5 Abs. 1 Unfallverhütungsvorschrift "Arbeitsmedizinische Vorsorge" (BGV A 4)

Wiederkehrende Prüfung von Lackieranlagen und Arbeitsmitteln

Die von Ihnen mit der Prüfung von Arbeitsmitteln beauftragte Person muss eine

ausreichende Befähigung gemäß der Technischen Regeln für Betriebssicherheit - TRBS 1203- nachweisen.

Als befähigte Person kann angesehen werden, wer durch

_ seine Berufsausbildung,

_ seine Berufserfahrung und

_ eine zeitnahe berufliche Tätigkeit

über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung des entsprechenden Arbeitsmittels verfügt.

Berufsausbildung

Der Nachweis soll auf Berufsabschlüsse oder vergleichbaren Nachweisen beruhen.

Berufserfahrung

Setzt eine nachgewiesene Zeit im Berufsleben mit praktischem Umgang mit Arbeits- mitteln voraus.

Zeitnahe berufliche Tätigkeit

Muss Erfahrungen über die Durchführung der anstehenden Prüfung oder vergleichba- rer Prüfungen gesammelt haben. Muss den Stand der Technik, relevante Vorschriften und Technische Regeln, z.B. durch die Teilnahme an Schulungen/Unterweisungen kennen. Eine angemessene Weiterbildung ist unabdingbar.

Bitte beauftragen Sie unter Beachtung der gegebenen Hinweise eine für die Prüfung ausreichend befähigte Person.

§ 10 Abs. 2 Betriebssicherheitsverordnung „Anforderung an die befähigte Person nach den Tech- nischen Regeln für Betriebssicherheit“ - TRBS - in Verbindung mit § 2 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A 1)