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“Wir werden Dich nicht verleugnen, geliebte Orthodoxie, wir werden uns nicht unwürdig unseres

väterüberlieferten Glaubens erweisen. In Dir sind wir geboren, in Dir leben wir, in Dir werden wir
entschlafen. Und wenn es die Verhältnisse erfordern, werden wir tausendmal für Dich sterben“.
(Joseph Bryennios, 1350 - 1431)

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Sonntag, 17. Juni 2018

Prophetischer Brief des Hl. Anatoli des Jüngeren von Optina


(+30.07. 1922) - eine erschütternde Darstellung unserer Zeit
... Es werden Häresien und Schismen in den Kirchen auftauchen und wie die Heiligen
Väter vorausgesagt haben, werden sich auf den Thronen der Hierarchen und der Klöster
unerprobte und im geistigen Leben unerfahrene Männer befinden. Daher werden sich
überall Häresien ausbreiten und viele Menschen verblenden. Der Feind des
Menschengeschlechts wird mit List vorgehen und versuchen, wenn es möglich wäre,
selbst noch die Auserwählten in die Häresie zu ziehen. Er wird nicht geradewegs damit
anfangen, die Dogmen der Heiligen Dreieinigkeit, die Gottheit Jesu Christi und die
Tugend (Jungfräulichkeit) der Gottesgebärerin zu verwerfen, sondern er wird beginnen,
unmerklich die Lehren und Satzungen (Überlieferungen) der Kirche und deren
eigentlichen Sinn, wie sie uns von den Heiligen Vätern im Heiligen Geist überliefert
wurden, zu zerstören. Wenige werden diese listigen Manipulationen des Feindes
wahrnehmen, nur die im geistigen Leben erfahreneren. Die Häretiker werden die Gewalt
über die Kirche ergreifen und überall ihre eigenen Diener einsetzen, die Gläubigen aber
werden missachtet.
Der Herr sprach: "An ihren Werken werdet ihr sie erkennen", und so bemühe dich also
aufgrund der Früchte und der Handlungen der Häretiker diese von den wahren Hirten zu
unterscheiden. Sie sind geistige Räuber, welche die geistige Herde plündern und in den
Schafhof eindringen werden (die Kirche), anderswo einsteigend (und nicht durch die
Pforte), genauso wie es der Herr vorausgesagt hat. Sie werden ungesetzlich eindringen,
indem sie Gewalt gebrauchen und die göttlichen Überlieferungen (die Heiligen
Kirchenregeln) mit Füßen treten. Der Herr nennt sie Diebe (Joh. 10,1). Tatsächlich wird
ihre erste Handlung die Vertreibung der wahren Hirten sein, ihre Gefangennahme und
Verbannung, denn ohne dies ist es für sie unmöglich die Herde zu plündern. Darum,
mein Kind, wenn Du die Missachtung der Tradition der Heiligen Väter und der göttlichen
Ordnung in der Kirche siehst, welche von Gott selbst gegründet wurde, - erkenne, dass
die Häretiker bereits erschienen sind, wenn sie auch vorläufig ihre Gottlosigkeit noch
verbergen können. Sie werden auch noch den Heiligen Glauben (die Orthodoxie)
unmerklich verdrehen, mit dem Ziel, die Unerfahrenen besser irreführen und in ihre
Netze locken zu können. Die Verfolgung wird sich nicht nur gegen die Hirten richten,
sondern gegen alle Diener Gottes, denn all jene, welche von der Häresie beherrscht
werden, können die Frömmigkeit nicht ertragen. Du kannst diese Wölfe im Schafspelz
an ihren überheblichen Einstellungen und ihrer Liebe zur Macht erkennen. Sie werden
Verleumder und Verräter sein, überall Feindschaft und Bosheit verbreitend. Die wahren
Diener Gottes sind dagegen demütig, lieben den Nächsten und sind der Kirche
gehorsam.
Die monastisch Lebenden werden in starkem Maße unterdrückt von den Häretikern und
das Mönchsleben wird verachtet. Die Anzahl der (belebten) Klöster wird sich verringern,
die Mönche werde weniger und die, welche bleiben, werden unter vielfältigen Zwängen
zu leiden haben. Denn die Feinde des Mönchslebens haben letztendlich nur den
äußeren Anschein der Frömmigkeit, sie werden sich bemühen, die Mönche auf ihre
Seite zu ziehen, ihnen Schutz und weltliche Güter versprechend und die sich ihnen
Widersetzenden mit Vertreibung misshandeln. Diese Misshandlungen werden große
Verzweiflung bei den Kleinmütigen hervorrufen, - aber du, mein Kind, freue dich, dass du
diese Zeit erlebst, denn nach dem Worte des Herrn (Matth. 10,32: "Jeder nun, der mich
bekennt vor den Menschen, den will auch ich bekennen vor meinem himmlischen
Vater") werden die Gläubigen, wenn sie auch keine weiteren Tugenden aufzuweisen
haben, dann einzig und allein weil sie standhaft im Glauben geblieben sind, Kränze
erhalten.
Fürchte den Herrn, mein Kind. Fürchte, dass Du den Kranz verlieren könntest, welcher
für Dich vorbereitet ist. Fürchte, dass Du nicht vom Herrn in die äußere Finsternis und
die ewige Hölle geworfen wirst. Bleibe tapfer standhaft im Glauben und wenn nötig,
ertrage Verfolgungen und andere Betrübnisse, denn der Herr wird mit Dir sein und die
Heiligen Märtyrer und Bekenner werden mit Freude Deine Kämpfe sehen.
Jedoch wehe den Mönchen in jenen Tagen welche an Besitz und Reichtümer gebunden
sein werden, welche aufgrund der Liebe und des "Friedens" (des Wohlergehens) bereit
sein werden, sich den Häretikern unterzuordnen. Sie werden ihr Gewissen zum
Schweigen bringen, indem sie sagen: "Wir erhalten und retten das Kloster und der Herr
wird uns vergeben". Die Elenden und Blinden nehmen nicht wahr, dass durch die
Häresie die Dämonen in das Kloster eindringen, welches dann nicht mehr ein heiliges
Kloster sein wird, sondern nackte Wände, von denen sich die Gnade zurückgezogen hat.
Gott ist jedoch auf jeden Fall stärker als Seine Feinde und wird nie Seine Diener
verlassen. Wahre Christen wird es bis ans Ende dieses Zeitalters geben, nur werden
diese vorziehen, an abgelegenen und wüstenhaften Orten zu leben.
Fürchte nicht die Betrübnisse, sondern fürchte eher die verderbende Häresie, denn
diese ist es, welche uns von der göttlichen Gnade entblößt und uns von Christus trennt.
Dies ist auch der Grund, warum uns der Herr das Gebot gegeben hat, die Häretiker als
Christushändler und Götzenanbeter zu betrachten.
Und so mein Kind, wachse an Stärke mit der Gnade Jesu Christi. Eifere darum, den
Glauben zu bekennen und Betrübnisse zu ertragen als guter Soldat des Herren Jesu
Christi (2. Tim. 2,1-3), welcher sagte: "Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die
Krone des Lebens geben" (Apok. 2,10).
Ihm sei zusammen mit dem Vater und dem Heiligen Geiste Ruhm, Ehre und Macht in
die Ewigkeit der Ewigkeiten. Amen.
Kommentare zu diesem Brief:

• Geron Sabbas, ehem. Klostervorsteher Hl. Kloster Große Lavra, Heiliger Berg Athos:

Wir könnten viel dazu sagen, was auf dem Heiligen Berg geschieht, besonders nach 18
Jahren Lebenserfahrung dort. Ich begnüge mich mit dem, was die Mönche der Großen
Lavra glauben.
"Wer nicht mit unserem Patriarchen Bartholomäus übereinstimmt, befindet sich außerhalb
der Kirche, blasphemiert den Heiligen Geist und kommt in die Hölle. Lasst uns für unser
Kloster sorgen und der Heilige Athanasius wird uns retten."
Dies ist genau die Prophezeiung des Heiligen.
Mit Wertschätzung
Geron Sabbas von der Großen Lavra

•  Anonymous:

Zu den Feinden Gottes werden nicht nur die Häretiker gezählt, sondern auch alle, welche
irgendeine kirchliche Kommunion mit diesen haben... denn wahre Christen sind jene,
welche nicht nur orthodoxe Gesinnung haben, sondern auch keinerlei kirchliche
Kommunion mit dem Ökumenismus. [Und sie haben natürlich auch eine orthodoxe
Kirchenlehre und setzen keine neuen Bischöfe anstelle der existierenden häretischen ein,
ohne deren kirchlich rechtliche Absetzung. (freie Übersetzung)] ...
Die Memorierung des Bischofes bekundet die Unterordnung unter diesen und macht zum
Häretiker den Priester, welcher entweder einen häretischen Bischof memoriert, oder aber
einen Bischof, welcher Kommunion mit den Häretikern hat, obwohl der Priester selbst eine
orthodoxe Gesinnung haben kann...
Nach der Lehre des Heiligen Theodor des Studiten setzt sich die kirchliche Kommunion,
welche wir in diesem Leben haben, auch in der Ewigkeit fort. Dies bedeutet: wenn jemand
kirchliche Kommunion mit der Häresie hat und sich nicht von ihr entfernt bis zu seiner
Entschlafung, dann hat er mit den Häretikern Kommunion in alle Ewigkeit und es ist nicht
erlaubt, ihn in der Kirche zu memorieren...
Der heilige Engel der Kirche entfernt sich von dieser mit dem Einzug der Häresie, aber
auch mit der Memorierung eines häretischen Bischofs hält die Häresie Einzug in die
Kirche.
Die Kommunion der Häretiker vereint sie zu einem Körper, aber nicht zum Körper Christi,
sondern zu einem dämonischen Körper, entsprechend der Lehre des Heiligen Theodor des
Studiten.
Trotz alledem haben die Bischöfe Kommunion mit dem Häretiker Bartholomäus, welcher
Kommunion mit dem häretischen Papst von Rom (und Beschützer der Kinderschänder)
hat durch die Memorierung in der Göttlichen Liturgie als Heiligsten Papst von Rom...
Warum, ehrwürdige Hirten und geschätzte Theologen, verheimlicht ihr diese
"Einzelheiten"? Wie lange noch werden wir den Kompromiss als Ökonomie rechtfertigen?
Der königliche Weg zur Errettung ist der Weg der Genauigkeit - wann werden wir sie
einhalten? Die Ökonomie kann für eine bestimmte Zeitdauer befolgt werden und wird
verlassen, wenn die Gesetzwidrigkeit - Häresie öffentlich und kirchlich Einfluss gewinnt
und von einer Synode unterstützt und zum Gesetz gemacht wird...
Wie können wir erwarten, dass Gott unserer Nation in den schwierigen Momenten hilft,
wenn wir nicht von der Häresie Abstand nehmen und allgemein vom Glauben abfallen?

               
Im Vordergrund der Reliquienschrein des Hl. Starez Josef von Optina, dahinter der des Hl. Starez
Barsanouphius und im Hintergrund der Schrein des Hl. Starez Anatoli des Jüngeren

Quelle des Textes:


https://synaksiorthodoxon.blogspot.com/2018/01/blog-post_1.html

Quelle Kommentar Geron Sabbas:


http://opaidagogos.blogspot.com/2017/09/blog-post_17.html

Quelle Kommentar Anonymous:


https://apotixisi.blogspot.com/2010/10/1927.html?m=1

Quellen der Fotografien:


1. https://synaksiorthodoxon.blogspot.com/2018/01/blog-post_1.html
2.- 4. https://www.optina.ru/photogallery/2010/anatoliy2/
5. https://www.optina.ru/starets/relics/6

© HEILIGE ORTHODOXIE 2018


Weiterveröffentlichung nur unter Quellenangabe : http://heiligeorthodoxie.blogspot.com 

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