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Hausarbeit Biologie Marlon Duwe

In der folgenden Ausarbeitung werde ich die Evolutionstheorien von Charles Darwin und
Jean-Baptiste de Lamarck vergleichen und an ein paar Beispielen erklären. Anschließend
werde ich beide Theorien kurz zusammenfassen und sie der Biblischen Schöpfungstheorie
gegenüberstellen.

Zuerst werde ich die Evolutionstheorien der beiden Wissenschaftler anhand der Giraffen
erklären. Darwin erklärt sich die langen Hälse der Giraffen folgendermaßen: Eine frühe Art
der Giraffen, mit kurzem Hals, pflanzt sich fort. Die verschiedenen Jungtiere der Giraffe
sehen anders aus als die Mutter. Einige Tiere haben etwas längere Hälse als andere. Die
Jungtiere mit einem längeren Hals erreichen mehr Blätter als ihre Geschwister mit kurzem
Hals. So kann sich das Junge mit längerem Hals besser ernähren, wird kräftiger und ist somit
in der Lage, anders als die Giraffen mir kurzen Hälsen, sich fortzupflanzen während die
Jungen mit den kurzen Hälsen verhungern. Die Giraffen mit den längeren Hälsen pflanzen
sich ebenfalls fort, woraus wieder Junge entstehen, einige mit längeren Hälsen als die
Elterngeneration, andere mit kürzeren. Auch hier das das Junge mit dem längsten Hals die
besten Überlebenschancen da es mehr Nahrung aufnehmen kann, während die übrigen
Giraffen mit kürzeren Hälsen sterben. Über viele Generationen hinweg pflanzen sich
hauptsächlich die langhalsigen Giraffen fort, da sie besser an die Umwelt angepasst sind und
somit auch bessere Überlebenschancen haben. Diese Art der natürlichen Selektion nennt
man Survival oft the Fittest(„Survival oft the Fittest“ bedeutet im Sinne der Darwin´schen
Evolutionstheorie das Überleben der am besten angepassten Individuen. (Dieser Ausdruck
wurde 1864 vom Britischen Sozialphilosophen Herbert Spencer geprägt.)) Im Laufe der Zeit
entwickelten sich so die heutigen ´´Langhals-Giraffen´´. Die Evolution in Richtung längere
Hälse hat allerdings bereits gestoppt, da noch längere Hälse keinen Vorteil bei der
Nahrungssuche bilden und Anatomisch Probleme bereiten könnten.

Lamarck erklärt sich die Evolution der Giraffen auf eine ganz andere Art und Weise. Die
Urgiraffe hat alle Blätter an die sie mit ihrem kurzen Hals rankommt gefressen. Da es aber
noch Blätter gibt die Über der zu erreichenden Höhe wachsen, streckt sie ihren Kopf nach
den Blättern. Immer wieder versucht die Giraffe an die Blätter zu kommen, indem sie ihren
Hals nach ihnen streckt. Durch den Häufigen Gebrauch des Halses wird dieser stärker
ausgeprägt und verlängert sich im Laufe des Lebens. Diese Modifikation ist laut Lamarck
vererbbar so dass die Jungen der Urgiraffen Eltern bereits einen etwas längeren Hals
besitzen. Diese Jungen müssen ihren Hals nun ebenfalls strecken um an Nahrung zu
kommen. Im Laufe ihres Lebens verlängert sich ihr Hals wieder ein kleines Stückchen. Ihren
Nachkommen wiederfährt dann das gleiche Schicksal. Dieser Kreislauf wiederholt sich, bis
nach vielen Generationen, in denen sich die Giraffen nach Blättern gestreckt haben, die
Hälse lang genug geworden sind um das Überleben zu sichern. Durch wiederholten
Gebrauch eines Körperteils kam es zu dessen stärkerer Ausprägung. So entwickelte sich aus
der Urgiraffe die heute bekannte langhalsige-Giraffe.
Im zweiten Beispiel gelangt ein Schwarm Vögel auf eine zuvor nicht von dieser Art
bevölkerten Insel auf der es andere Nahrungsmittel gibt als in der ursprünglichen Heimat der
Vögel. Alle Tiere weisen kleine Unterschiede in ihren Eigenschaften auf. Einige der Vögel
haben ein dunkleres Gefieder was sie besser vor Fressfeinden schützt, andere einen
härteren Schnabel, der besser zum Nahrungsangebot der Insel passt. Vögel mit diesen
Eigenschaften sind in der neuen Heimat klar im Vorteil. Sie können sich besser ernähren,
werden seltener von Fressfeinden entdeckt und besitze so die Möglichkeit sich häufiger
fortzupflanzen. Die Vögel die keine dieser vorteilhaften Merkmale besitzen werden durch
natürliche Selektion ausgesiebt (Survival oft he Fittest). Die übrig gebliebenen Vögel passen
sich immer besser an die neuen Umweltbedingungen an. Der Schnabel wird immer kräftiger
und das Gefieder schützt sie immer besser. Nach einigen Generationen der Anpassung hat
sich die Ursprüngliche Art zu einer ganz neuen Art entwickelt.

Laut Lamarck würde ebenfalls einen neue Vogelart entstehen aber auf einem anderen Weg.
Die Vögel auf der Insel können sich nur durch das dort vorhandene Nahrungsangebot
ernähren, da es sich von ihrer ursprünglichen Nahrung unterscheidet wird ihr Schnabel
häufiger gebraucht und stark beansprucht. Aus diesem Grund kommt es zu einer stärkeren
Ausprägung dieses Körperteils. Das Gefieder wird gebraucht um sich vor Fressfeinden zu
Tarnen. Die Eigenschaft eines Tarnendes Gefieders wird also ebenfalls stärker ausgeprägt.
Die Vögel geben ihre verbesserten Merkmale an ihre Nachkommen weiter bei denen sie
ebenfalls stärker ausgeprägt werden. Nach einigen Generationen hat sich der ursprüngliche
Vogel weiterentwickelt und es existiert nun eine angepasste Vogelart mit Tarnendem
Gefieder und einem kräftigerem Schnabel.

Beide Theorien führen zum selben Ergebnis, trotz eines sehr unterschiedlichen Weges.
Darwin geht davon aus das alle Arten einen gemeinsamen Vorfahren besitzen von dem alle
Tierarten abstammen. Innerhalb einer Art sind kleine Unterscheide vorhanden, diese
entstehen zufällig durch Mutation der eigenen Gene oder durch Rekombination der
Elterlichen Gene. Da die kleinen unterscheide Genetischen Ursprungs sind werden sie an die
Nachkommen weitergegeben. Die natürliche Selektion ermöglicht nur den am besten
angepassten Individuen zu überleben und sich fortzupflanzen.

Lamarck´s Theorie besagt das jede Tierklasse einen sehr Primitiven Vorfahren besitzt, der
durch Urzeugung entstanden ist. Diese Urform strebt nach Vervollkommnung, will sich der
Umwelt also perfekt anpassen. Die eigenen Tierklassen besitzen eine eigene Lineare
Evolutionslinie. Der Gebrauch von Körperteilen führt zur Ausprägung einen Körperteils, der
nicht Gebrauch zur Verkümmerung. Diese Modifikationen die im Laufe des Lebens erworben
werden sind an die Nachkommen vererbbar. Im Laufe der Zeit entstehen durch Ansammlung
der Modifikationen neue Arten.
Der größte Unterscheid der beiden Theorien besteht allerdings darin, das Darwin´s Theorie
Wissenschaftlich bewiesen ist und Lamarck´s nicht. Es könne im Laufe des Lebens nicht so
signifikante Änderungen erworben werden wie es für seine Theorie erforderlich wäre, des
Weiteren beeinflussen durch Überbeanspruchung oder nicht Nutzung erworbene
Modifikationen nicht die Gene, weshalb sie auch nicht an die Nahkommen vererbt werden
können.

Gibt es nun einen Widerspruch zwischen Schöpfungsglauben und Evolution? Im ersten Buch
der Bibel, im Buch Genesis, gibt es nicht einen, sondern zwei Schöpfungsberichte. Der erste
besagt das Gott zuerst ein Haufen Dinge erschafft, dann die Pflanzen und Tiere und zuletzt
den Menschen. In der zweiten erschafft erst ein Haufen Dinge, dann den Mann, später
Pflanzen und Tiere. Da ein Hase oder ein Frosch den Mann aber nicht wirklich ergänzen
schafft Gott noch einen zweiten Menschen, die Frau. Die Bibel versucht offensichtlich nicht
uns genau zu sagen wie die Dinge Biologisch gesehen entstanden sind. Stattdessen bietet sie
uns zwei Theologische Kommentare über die Schöpfung. Das erste erklärt uns wie der
Mensch zur restlichen Schöpfung steht, also der Mensch als Krone der Schöpfung. Das
zweite erklärt uns wie Mann und Frau zueinander stehen, dass beide gleichwertig sind, sich
ergänzen und in Liebe miteinander verbunden sind. Das ist die Kernbotschaft der Biblischen
Schöpfungsgeschichte. Der Fokus liegt nicht auf Biologie sondern auf dem Menschen selber
als denkendes fühlendes Wesen.