Sie sind auf Seite 1von 3

Reflexive Verben – Echte reflexive Verben

Reflexivpronomen im Akkusativ
 sich ärgern über: Mein Freund ärgert sich über seinen Vermieter.
 sich bedanken bei + für: Sie bedankt sich bei ihrem Nachbarn für die Hilfe.
 sich beeilen: Ich muss mich beeilen, weil mein Zug gleich kommt.
 sich befassen mit: Das Parlament befasst sich mit dem neuen Gesetz.
 sich befinden: Das Rathaus befindet sich am Marktplatz.
 sich bewerben bei + um: Der Student bewirbt sich bei vielen Universitäten um einen Studienplatz.
 sich entschließen zu: Die Studentin entschließt sich dazu, das Studium abzubrechen.
 sich erholen: Im Urlaub sollten sich die Menschen erholen.
 sich erkundigen bei + nach: Der Tourist erkundigt sich bei der Information nach dem Weg.
 sich freuen auf/über: Die Kinder freuen sich auf die Ferien.
 sich gedulden: Die Autofahrer, die im Stau stehen, müssen sich gedulden.
 sich interessieren für: Die Bürger interessieren sich immer weniger für Politik.
 sich kümmern um: Er kümmert sich nicht um seine Kinder.
 sich sträuben gegen: Die Studenten sträuben sich gegen die Erhöhung der Studiengebühren.
 sich verhalten: Die Kinder verhalten sich schlecht.
 sich verirren: Vier Wanderer haben sich im Gebirge verirrt.
 sich verlieben in: Mein Bekannter ist in seine Chefin verliebt.
 sich verspäten: Die S-Bahn hat sich wieder einmal verspätet.
 sich wundern über: Ich wundere mich über gar nichts.

Reflexivpronomen im Dativ
 sich etwas aneignen: Ich eigne mir Deutschkenntnisse an.
 sich etwas ausdenken: Du denkst dir ein Spiel aus.
 sich etwas einbilden: Er bildet sich etwas auf seinen Reichtum ein.

Reflexive Verben – reflexiv gebrauchte Verben ohne Bedeutungsänderung


Reflexivpronomen im Akkusativ
 sich abtrocknen: Ich trockne mich mit dem Handtuch ab.
abtrocknen: Mein Vater trocknet das Geschirr ab.
 sich anziehen: Du solltest dich warm anziehen
anziehen: Ich ziehe das Baby heute warm an.
 sich kämmen: Der Junge kämmt sich nie.
kämmen: Die Mutter kämmt das Kind.
 sich rasieren: Ich muss mich rasieren.
rasieren: Der Friseur rasiert einen Kunden.
 sich schminken: Sie schminkt sich stundenlang.
schminken: Der Maskenbildner schminkt die Schauspielerin.
 sich töten: Ein Mann hat sich getötet.
töten: Ein Mann hat seine Frau getötet.
 sich umziehen: Vor dem Theater muss ich mich umziehen.
umziehen: Mein Freund muss beruflich nach Berlin umziehen.
 sich verabschieden von: Er verabschiedet sich.
verabschieden: Er verabschiedet seine Freunde.
 sich verteidigen: Er kann sich vor Gericht nicht selbst verteidigen.
verteidigen: Die Armee verteidigt das Land.
 sich waschen: Ich wasche mich.
waschen: Ich wasche die Wäsche.

Reflexivpronomen im Dativ
 sich abgewöhnen: Ich möchte mir das Rauchen abgewöhnen.
abgewöhnen: Er muss dem Hund das Bellen abgewöhnen.
 sich widersprechen: Er widerspricht sich in jedem Satz.
widersprechen: Er widerspricht dem Lehrer immer.
 sich wünschen: Ich wünsche mir Gesundheit.
wünschen: Ich wünsche dir viel Glück.

Reflexivpronomen nach Präposition


 von sich (Dat) sprechen: Du sprichst immer nur von dir.
sprechen mit: Er spricht mit ihr.
 an sich (Dat) zweifeln: Manchmal zweifle ich an mir.
zweifeln an: Ich zweifle an ihm.
Reflexive Verben – reflexiv gebrauchte Verben mit Bedeutungsänderung
Reflexivpronomen im Akkusativ
 sich einsetzen für (=engagieren): Die Bürger setzen sich für den Erhalt des alten Gebäudes ein.
einsetzen (=einbauen): Der Glaser hat ein neues Fenster eingesetzt.
 sich einstellen auf (=anpassen): Ich muss mich auf das Leben in Deutschland einstellen.
einstellen (=installieren): Man muss die Maschine neu einstellen.
 sich erinnern an (=nicht vergessen haben): Ich erinnere mich an den letzten Urlaub.
erinnern (=noch mal sagen): Ich erinnere meinen Chef an die Gehaltserhöhung.
 sich herausstellen als (=sich zeigen als): Der neue Mitarbeiter hat sich als faul herausgestellt.
herausstellen (=nach draußen stellen): Wir haben das Sofa herausgestellt.
 sich machen an (=beginnen): Wir machen uns an die Arbeit.
machen: Wir machen Pause.
 sich treffen mit (=absichtlich): Ich habe mich gestern mit meiner Freundin getroffen.
treffen (=zufällig): Ich habe gestern in der Stadt meinen Chef getroffen.
 sich umziehen (=die Kleidung wechseln): Nach dem Sport muss ich mich umziehen.
umziehen (=die Wohnung wechseln): Ich bin letzte Woche umgezogen.
 sich verlassen auf (=vertrauen): Sie verlässt sich auf ihren Mann.
verlassen (=weggehen): Sie verlässt ihren Mann.
 sich vertiefen in (=intensiv benutzen): Sie vertieft sich in ihre Bücher.
vertiefen (=tiefer machen): Das Flussbett musste vertieft werden.
 sich wenden an (=sich richten an): Für Beschwerden müssen Sie sich an den Kundenservice wenden.
wenden (=umdrehen): In einer Einbahnstraße darf man nicht wenden.

Reflexivpronomen im Dativ
 sich etwas herausnehmen (=ein Recht beanspruchen): Du nimmst dir heraus über mich zu bestimmen.
herausnehmen (=nehmen aus): Er nimmt den Computer aus der Tasche heraus.
 sich leisten (=kaufen): Du leistest dir viele Dinge, obwohl du kein Geld hast.
leisten (=Einsatz bringen): Die Studenten müssen viel leisten.
 sich etwas vorstellen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Wetter morgen besser ist.
vorstellen (=präsentieren): Darf ich Ihnen meine Frau vorstellen?
Reflexivpronomen nach Präposition
 auf sich (Akk) achten (=aufpassen): Du solltest mehr auf dich achten und nicht so viel trinken.
achten (=respektieren): Viele Menschen achten die Politiker nicht mehr.
 an sich (Dat) arbeiten (=sich verbessern): Ich habe viel an mir gearbeitet.
arbeiten: Er hat viel gearbeitet.