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Peter Brieger

Lebensqualität bei unipolar depressiven Stephan Röttig


und bipolar affektiven Patienten Andreas Marneros

Quality of Life in Unipolar Depressive and Bipolar Affective Patients


Originalarbeit

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Zusammenfassung Abstract

Anliegen: Die subjektive Lebensqualität (LQ) von Menschen mit Objective: To assess subjective quality of life (QOL) of subjects
unipolaren depressiven und bipolar affektiven Störungen zu er- with unipolar depressive and bipolar affective disorders. Meth-
fassen und zu analysieren. Methode: Eine Stichprobe von 153 ods: 153 consecutive psychiatric in-patients were assessed with
konsekutiv stationär aufgenommenen Patienten mit affektiven standardized interviews. Prior to discharge QOL was assessed
Störungen wurde während der stationären Behandlung wieder- with WHOQOL-bref. With the help of multivariate statistics, the
holt mehrdimensional untersucht. Die LQ wurde vor Entlassung effect of illness and biographical factors on four domains of QOL
mit der WHOQOL-bref in vier Domänen (physisch, psychisch, so- (physical health, psychological, social relationships and environ-
ziale Beziehungen, Umwelt) bestimmt. Mittels multivariater ment) was analyzed. Results: 103 patients suffered from unipo-
Analysen wurde betrachtet, welche biografischen und Krank- lar depression, 51 from bipolar affective disorder (30 fulfilled
heitsfaktoren die Domänen der LQ bestimmten. Ergebnisse: criteria for a mixed or pure manic episode). With the exception
103 Patienten litten an unipolar affektiven Störungen, 51 an bi- of the domain environment for (mixed) manic patients, all pa-
polar affektiven Störungen (davon 30 an manischen oder ge- tients reported lower QOL in all domains than was reported for
304 mischten Episoden). Abgesehen von der Domäne Umwelt bei the general population according to the German test manual.
manischen oder gemischten Patienten war die LQ in allen Berei- Multivariate analyses revealed that the chosen variables explain-
chen in allen Gruppen hochsignifikant niedriger als bei der ed between 11.1 % (social relationships) and 33.6 % (psychologi-
Normpopulation des Testmanuals. Die multivariaten Varianz- cal) of the variance of the QOL domains. The domains ¹psycholo-
analysen zeigten, dass die psychische LQ am besten (33,6 %), die gicalª and ¹environmentª were first of all explained by the pres-
soziale LQ am wenigsten (11,1 %) durch die gewählten Variablen ence of a (mixed) manic episode, while the best variable to pre-
zu erklären waren. Psychische LQ und LQ-Domäne Umwelt wa- dict ¹physical healthª was presence of comorbid neurotic disor-
ren am meisten durch das Vorhandensein einer manischen Epi- der. The depression score had little additional effects on QOL.
sode bestimmt, die physische LQ am meisten durch das Vorhan- Conclusions: We found little support that the QOL domains of
densein einer komorbiden neurotischen Störung. Der Depres- the WHOQOL-bref in affective disorder are only hidden depres-
sionsscore zeigte kaum darüber hinausgehende Effekte. Schluss- sion scores, as has been argued before. Therefore, QOL could be
folgerungen: Die LQ-Domänen der WHOQOL-bref sind bei affek- an interesting construct to better understand differences bet-
tiven Störungen mehr als nur ein verdeckter Depressionsscore, ween subjective evaluation and (supposedly) objective psycho-
wie dies wiederholt kritisiert wurde. LQ könnte also ein interes- pathology in bipolar affective disorders.

Institutsangaben
Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
Halle/Saale

Korrespondenzadresse
Priv.-Doz. Dr. med. Peter Brieger ´ Funktionsbereich Sozialpsychiatrie ´ Universitätsklinik für Psychiatrie und
Psychotherapie ´ Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ´ 06097 Halle/Saale ´ Tel.: 0345/557-3681
Fax: 0345/557-3500 ´ E-mail: peter.brieger@medizin.uni-halle.de

Bibliografie
Psychiat Prax 2004; 31: 304 ± 309  Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ´ New York
DOI 10.1055/s-2003-814901
ISSN 0303-4259
santes Konstrukt zu sein, um Diskrepanzen zwischen dem sub- menziellen Syndrom (Intelligenz: MWT-B [16]; Demenz: Mini-
jektiven Erleben und der vermeintlich objektiven psychopatho- mal Mental State Examination [17]). Während des stationären
logischen Beobachtung besser zu verstehen. Aufenthalts wurden zu unterschiedlichen Messzeitpunkten Da-
ten hinsichtlich der Soziobiografie, der Psychopathologie und
verschiedener psychiatrischer oder psychologischer Konstrukte
erhoben. Dabei erfolgte die Diagnosestellung gemäû DSM-IV
Einleitung [18] mittels des SKID-I-Interviews [19]. Alle so identifizierten Pa-
tienten mit Major Depression, Dysthymie oder bipolar affektiven
Erfreulicherweise hat sich in den letzten Jahren die psychiatri- Störungen wurden für diese Untersuchung eingeschlossen. Vor
sche Forschung stärker den Belangen und Erlebnisweisen der Be- der Entlassung aus der stationären Behandlung erfolgte ein In-
troffenen zugewandt, sodass auch der ¹subjektiven Lebensquali- terview zur Soziobiografie und Krankheitsvorgeschichte. Für Be-
tätª (LQ) der Patienten wachsende Beachtung geschenkt wurde. funde zur Krankheitsgeschichte wurden darüber hinaus frühere
Dabei ist dieses Konstrukt in der psychiatrischen Forschung Behandlungsunterlagen mit herangezogen und gemeinschaftlich
nicht unumstritten. Pukrop sprach davon, dass es sich um ein mit den Interviewergebnissen standardisiert erfasst [20, 21]. Zu

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¹wissenschaftlich unreifes Konstrukt handelt, das im psychiatri- diesem Zeitpunkt erfolgte auch die Persönlichkeitsstörungsdiag-
schen Kontext nur bedingtª anwendbar sei [1]. Für den Bereich nostik gemäû DSM-IV mittels SKID-II-Interview [22]. Das SKID-I-

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der affektiven Störungen wird als problematisch angesehen, und SKID-II-Interview sowie Interviews zur Soziobiografie und
dass subjektive Lebensqualität und Depressivität deutlich mitei- Krankheitsvorgeschichte wurden von entsprechend ausgebilde-
nander korrelieren. Dennoch haben einige Studien Lebensquali- ten Mitarbeitern durchgeführt. Lebensqualität wurde ± ebenfalls
tät bei depressiven Patienten prospektiv untersucht und sind zum Ende der Behandlung hin ± mittels der deutschsprachigen
überwiegend zu dem Ergebnis gekommen, dass trotz dieser ho- Kurzform der WHOQOL (WHOQOL-Bref [23]) erhoben. Dieses
hen Korrelation Lebensqualität ± über die depressive Symptoma- Selbstbeurteilungsinstrument der WHO ist international einge-
tik hinaus ± als ¹Outcome-Kriteriumª taugt und sie insbesondere führt [24] und vermag mit 26 Items 4 Hauptdomänen (psy-
störungsbedingte längerfristige Folgen zu erfassen vermag (z. B. chisch, physisch, soziale Beziehungen, Umwelt) von subjektiver
[2 ± 5]). Zur Lebensqualität bipolar affektiver Patienten gibt es Lebensqualität zu erfassen. Eine fünfte Domäne ¹globale Lebens-
dagegen bislang vergleichsweise wenige Ergebnisse [6], obwohl qualitätª, die nur auf zwei Items des Fragebogens basiert, wurde
hier zahlreiche Studien zu Verlauf und Prognose dieser Störung hier nicht berücksichtigt, da sie sehr schnell durch ¹missing
auch unter sozialmedizinischen Aspekten vorliegen [7]. Hinwei- itemsª in ihrer Auswertbarkeit beeinträchtigt wird.
se gibt es, dass in manischen und gemischten Episoden die sub-
jektive Lebensqualität zwar höher ist als in depressiven, dass bi- Die statistische Analyse erfolgte mittels SPSS V11. In einem ers-
polare Patienten insgesamt aber gegenüber gesunden Kontrollen ten Schritt wurden für jede der vier Domänen der Lebensqualität
Einschränkungen ihrer Lebensqualität erfahren [8 ± 10]. Erfolg- die Patienten miteinander verglichen, die jeweils zur untersten
reiche Therapien scheinen die Lebensqualität bipolar affektiv Er- und zur obersten Quartile gehörten. Für diesen Extremwertver- 305
krankter zu verbessern [11]. gleich wurden verschiedene potenziell relevante Variablen ein-
geführt (vgl. Tab. 1; t-Test bei Normalverteilung, Mann-Whitney-
In der hier vorgelegten Studie soll bei einer Kohorte stationär be- U-Test bei fehlender Normalverteilung oder c2-Test bei nomina-
handelter unipolar depressiv und bipolar affektiv erkrankter Pa- lem Datenniveau). Dabei wurde die Irrtumswahrscheinlichkeit
tienten untersucht werden, welche Faktoren verschiedene Facet- mit 10 % gewählt. Basierend auf den Ergebnissen dieser initialen
ten ihrer subjektiven Lebensqualität beeinflussen. Dabei sollen Datenanalysen wurden mittels einer multivariaten Varianzana-
sowohl krankheitsspezifische (z. B. Depressivität, Verlauf, Ko- lyse (MANOVA) die Effekte dieser hierdurch identifizierten Va-
morbidität) wie auch sozidemografische Faktoren (z. B. Alter, Fa- riablen auf die vier Dimensionen der Lebensqualität abgeschätzt.
milienstand) Berücksichtigung finden. Für diese Varianzanalysen wurde das Signifikanzniveau mit 5 %
festgelegt.

Methodik
Ergebnisse
Diese Untersuchung erfolgte im Rahmen eines gröûeren For-
schungsprojektes zu affektiven Erkrankungen [12,13]. Zwischen Für 154 Patienten, die die oben genannten Einschlusskriterien
Januar 1999 und April 2001 wurden anhand der standardisierten erfüllten, konnten die WHOQOL-Fragebogen ausgewertet wer-
Aufnahmebefunde aller stationären Patienten der Psychiatri- den; bei 23 Patienten waren sie nicht auswertbar oder sie fehl-
schen Universitätsklinik Halle, die an der psychiatrischen Voll- ten. Alle Patienten litten an depressiven Episoden im Sinne der
versorgung teilnimmt, die Patienten identifiziert, die an einem Major Depression, Dysthymien oder bipolar affektiven Störungen
relevanten affektiven Syndrom litten. Initial erfolgte dimensio- (gemäû DSM-IV). Weitere Merkmale der Stichprobe sind in
nale Erfassung depressiver und manischer Symptomatik mittels Tab. 2 dargestellt.
der Cornell Dysthymia Rating Scale (CDRS [14]) und der Bech-Ra-
faelsen Mania Scale (BRMAS [15]). Patienten, die einen bestimm- In Tab. 3 sind die vier Domänen der LQ für Patienten mit unipolar
ten Schwellenwert erreichten, wurden ± wenn sie ihr Einver- depressiver, bipolar depressiver und bipolar manischer bzw. ge-
ständnis gaben ± in die weitere Untersuchung eingeschlossen, mischter Episode miteinander verglichen. Als weitere Ver-
auûer sie waren intelligenzgemindert oder litten an einem de- gleichsgruppe wurde eine fiktive Kontrollgruppe aus der Allge-

Brieger P et al. Lebensqualität bei unipolar depressiven ¼ Psychiat Prax 2004; 31: 304 ± 309
Tab. 1 Variablen, für die explorativ geprüft wurden, ob sie Einfluss Tab. 3 WHOQOL-bref-Werte der 4 Domänen der LQ. Verglichen
auf die subjektive LQ nahmen. Die hoch gestellten Zahlen wurde die klinische Stichprobe mit einer fiktiven Kontroll-
zeigen an, für welche Variable sich bezüglich der jeweiligen gruppe, für die gemäû dem Testmanual [23] die alters-
Dimension der LQ Unterschiede zwischen der obersten und und geschlechtsgematchten Normwerte zugrunde gelegt
untersten Quartile fanden (bei einer Irrtumswahrschein- wurden. ANOVAs bzw. t-Test bei gepaarten Stichproben
lichkeit von p < 0,10; t-Test, Mann-Whitney-U-Test oder mit spaltenweiser Bonferroni-Korrektur. Zahlen in Klam-
c2-Test). Kursive Variablen wurden deswegen in die MANO- mern sind Standardabweichungen
VA (Tab. 4) eingeführt. Für weitere Erläuterungen siehe
Text. Domäne der LQ physisch psychisch sozial Umwelt

Alter3,4 (1) gesamte klinische 50,4 (19,3) 44,0 (20,3) 53,2 (20,8) 61,4 (15,4)
Geschlecht Stichprobe (n = 154)
berentet2 (2) unipolar depressiv 46,6 (17,5) 38,4 (18,2) 52,7 (20,6) 60,8 (14,5)
aktuell berufstätig3 (n = 103)
aktuell Partnerschaft (3) bipolar depressiv 52,7 (21,1) 42,6 (17,9) 46,0 (17,2) 53,8 (15,4)
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(n = 21)
Dauer der Erkankung seit Ersterkrankung1,2,3
(4) bipolar manisch/ 61,5 (19,8) 64,3 (16,1) 60,1 (22,1) 68,5 (15,8)
aktuell komorbide Suchterkrankung
gemischt (n = 30)

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aktuell komorbide neurotische Störung (Angst-, Zwangs- oder Anpassungs-
(5) fiktive Kontrollgruppe 79,0 74,6 72,5 70,5
störung)1,2,4
aus der Allgemeinbevöl-
1,2,4
aktuell komorbide Persönlichkeitsstörung kerung ± Werte gemäû
Anzahl bisheriger Krankheitsepisoden1,2 Testmanual (n = 154)
Depressivität gemäû CDRS1,2,3 Signifikanz für Ver- 4>2 4 > 2,3 4>3 4 > 2,3
aktuell unipolar depressives vs. bipolar depressive vs. bipolar manisch/gemischte gleiche 2 vs. 3 vs. 4
Episode1,2,4 Signifikanz für Ver- 5 > 1±4 5 > 1±4 5 > 1±4 5 > 1±3
gleiche 1 ± 4 vs. 5
1
physische LQ, 2 psychische LQ, 3 soziale LQ, 4 ökologische LQ

Varianzanalyse als Faktoren bzw. Kovariaten berücksichtigt


Tab. 2 Stichprobenbeschreibung (gleichzeitig eingegeben, nur Haupteffekte), um die vier Domä-
Variable gesamt ¼ davon ¼ davon Unterschied nen der LQ vorherzusagen. Die Variable ¹Geschlechtª wurde der
(n = 154) unipolar bipolar unipolar vs. Vollständigkeit halber berücksichtigt, auch wenn sich in der ent-
depressiv affektiv bipolar sprechenden Analyse keine statistischen Unterschiede fanden.
(n = 103) (n = 51)
Dagegen blieb die Variable ¹Zahl der Episodenª zugunsten der
306 Variable ¹Dauer der Erkrankungª unberücksichtigt, da die beiden
Soziodemografie
Variablen hochgradig voneinander abhängig sind. Da aber letzte-
% Frauena 61,7 % (95) 70,9 % (73) 43,1 % (22) p = 0,0011
Alter bei Untersuchung 43,7 (11,2) 45,4 (11,2) 40,3 (10,5) p = 0,0072 re Variable in Tab. 1 in mehr Domänen der WHOQOL Unterschie-
in Jahrenb de zeigte als erstere, wurde sie bevorzugt. Die entsprechenden
Partnerschaftb 59,7 % (92) 67,0 % (69) 45,1 % (23) p = 0,0141
Ergebnisse sind in Tab. 4 dargestellt.
berufstätigb 47,4 % (73) 54,4 % (56) 33,3 % (17) p = 0,0171
Krankheitsverlauf
Dauer der Erkrankung 7,2 (8,2) 5,9 (7,8) 9,9 (8,3) p < 0,00013
Unipolar depressive, bipolar depressive und manische oder ge-
in Jahrena mischte Patienten berichteten in allen Domänen ihre LQ signifi-
Anzahl Krankheitsepiso- 3,9 (4,0) 2,7 (2,5) 6,3 (5,2) p < 0,00013 kant niedriger als gemäû den Normwerten des Testmanuals zu
dena
erwarten war ± Ausnahme war die Domäne Umwelt: Hier unter-
aktuelle Episode
schieden sich manische/gemischte Patienten nicht von der Kon-
Depressionswert der 25,6 (12,7) 30,2 (10,7) 16,4 (11,4) p < 0,00012
CDRSa trollgruppe der Allgemeinbevölkerung. Die multivariaten Analy-
aktuell manische oder 19,5 % (30) 0 58,8 % (30) p < 0,00011 sen zeigten, dass am besten die ¹psychische LQª durch unsere ge-
gemischte Episodeb wählten Variablen zu erklären war (33,6 % Varianzaufklärung),
komorbider Substanz- 20,1 % (31) 17,5 % (18) 25,5 % (13) n. s.1
missbrauchb während die Domäne ¹soziale Beziehungenª durch sie am we-
komorbide neurotische 26,0 % (40) 31,1 % (32) 15,7 % (8) p = 0,0511 nigsten erhellt wurde (11,1 % Varianzaufklärung). Die Domänen
Störungenb ¹physische LQª (20,2 % Varianzaufklärung) und ¹LQ Umweltª
komorbide Persönlich- 48,7 % (75) 54,4 % (56) 37,3 % (19) p = 0,0591
keitsstörungenb (16,1 % Varianzaufklärung) lagen dazwischen. Bei den Domänen
¹psychischª und ¹Umweltª war das Vorhandensein einer bipolar
a
Prozent (Anzahl), b Mittelwert (Standardabweichung); 1 Exakter Test nach manischen oder gemischten Episode der wichtigste Prädiktor,
Fisher, 2 t-Test, 3 Mann-Whitney-U-Test
höhere LQ zu berichten, während dieser Faktor auf die anderen
beiden Domänen der LQ keinen signifikanten Einfluss nahm.
meinbevölkerung eingeführt, die auf den alters- und ge-
schlechtsgematchten Normwerten des Testmanuals [23] basier-
te. Diskussion

Ausgehend von den Ergebnissen der initialen Datenanalyse wur- Offensichtlich bewerteten Patienten in (oder nach) einer mani-
den die in Tab. 1 aufgeführten Variablen in einer multivariaten schen oder bipolar gemischten Episode ihr seelisches Befinden

Brieger P et al. Lebensqualität bei unipolar depressiven ¼ Psychiat Prax 2004; 31: 304 ± 309
beeinträchtigt, was durch das ausgeprägte somatische Syndrom
Tab. 4 Multivariate Varianzanalyse der verschiedenen Dimensio- der Angststörungen bedingt scheint [29]. Die Domäne ¹Umweltª
nen der Lebensqualität bei 154 Patienten mit affektiven der LQ war neben dem Vorhandensein einer manischen oder ge-
Störungen. Angegeben sind nur die Zusammenhänge, die mischten Episode dann beeinträchtigt, wenn der Betroffene an
im jeweiligen Modell Signifikanz erreichten (p < 0,05). Die einer Persönlichkeitsstörung litt oder keine Arbeit hatte: Men-
Prozentwerte sind Schätzer der jeweiligen Varianzaufklä-
schen mit Persönlichkeitsstörung bewerten ihre Umwelt negativ
rung durch die Variable (gemäû e2-Werten). Alle in der ers-
ten Spalte angegebenen Variablen wurden gleichzeitig ein- [30]; dass auûerdem auch das Fehlen von Arbeit dazu führt, die
gegeben, es wurden nur Haupteffekte berücksichtigt persönliche Umgebung negativ zu sehen, ist einsichtig und ein
Ergebnis (und eine Prämisse) der Forschung zur beruflichen Re-
Variable physische psychische soziale LQ Umwelt
habilitation [31]. ¹Soziale Beziehungenª waren noch am besten
LQ LQ LQ
durch Alter und Geschlecht zu erklären: Jüngere Frauen berich-
Depressionswert (CDRS) (2,0 %) 3,6 %*
teten über bessere soziale Beziehungen als ältere Männer. Die
unipolare Depression 12,2 %*** (3,8 %) 7,4 %** anderen gewählten Krankheitsvariablen hatten aber hier keinen
vs. bipolare Depression signifikanten Effekt. In allen gewählten Modellen kam dem De-

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vs. gemischt/manische pressionsscore (CDRS) eine ± überraschend ± geringe (psy-
Episode
chische LQ) oder keine signifikante (alle anderen Domänen) Be-
komorbide neurotische 9,8 %*** 5,9 %**

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Störungen (Angst, Zwang, deutung zu. Die Variable ¹Krankheitsdauerª hatte überhaupt kei-
Anpassungsstörung) nen signifikanten Effekt, was auf die hohe individuelle Variabili-
komorbide Persönlich- 3,5 %* tät des Krankheitsverlaufes hindeutet [32].
keitsstörung
Alter (2,0 %) 2,9 %*
Unsere Ergebnisse unterliegen offenkundigen methodischen
Geschlecht1 (2,4 %) 4,4 %*
Einschränkungen. Wir haben stationäre Patienten untersucht,
berufstätig vs. nicht be- 4,9 %*
rufstätig vs. berentet2 die zwar vor der Entlassung standen, jedoch noch keinesfalls
Dauer der Erkrankung (2,5 %) vollständig remittiert waren. Die aktuelle Psychopathologie war
Varianzaufklärung 20,2 %*** 33,6 %*** 11,1 %** 16,1 %*** zwar nicht mehr ¹dominantª, jedoch nicht ohne Einfluss auf die
des Modells3 angegebenen Ergebnisse der LQ. Darüber hinaus war die Stich-
probengröûe insgesamt angemessen, jedoch waren die beiden
* p < 0,05, ** p < 0,01, *** p < 0,001; Prozentzahlen in Klammern sind nur
der Vollständigkeit halber angegeben für eine Irrtumswahrscheinlichkeit
bipolaren Subgruppen (depressiv vs. gemischt/manisch) relativ
0,05 < p < 0,10; 1 Männer gaben niedrigere physische und soziale LQ an; 2 Pa- klein. Auch gab es keine tatsächliche Kontrollgruppe aus der All-
tienten ohne Arbeit berichteten signifikant niedrigere ökologische LQ als be- gemeinbevölkerung. Wir haben uns stattdessen der alters- und
rentete oder berufstätige Patienten; 3 korrigierte Werte
geschlechtsentsprechenden Normwerte des Testmanuals be-
dient, was sicherlich in statistisch-methodischer Hinsicht Prob-
leme aufwirft, zugleich aber akzeptabel erscheint, da damit eine 307
und ihre Umwelt relativ positiver als in der Depression, während Orientierungsgröûe vorgegeben wird. Schlieûlich sind multiva-
sie ihr körperliches Befinden und ihre sozialen Beziehungen so riate Varianzanalysen stark davon abhängig, welche Variablen
beeinträchtigt schilderten wie in der depressiven Phase. Soziale Berücksichtigung finden. Unsere Vorauswahl erbrachte hier kli-
Beziehungen werden sowohl durch depressive wie auch durch nisch überzeugende Hinweise und die erreichten Varianzaufklä-
manische oder gemischte Episoden beeinträchtigt; dies ist nicht rungen durch die Modelle sind Hinweise auf die Validität der ge-
nur aus der klinischen Erfahrung, sondern auch aus Studiener- zeigten Zusammenhänge. So wies Pukrop [1] darauf hin, dass der
gebnissen bekannt [25, 26]. Dass manische und vor allem ge- valide Varianzanteil bei subjektiven LQ-Urteilen bei maximal
mischt bipolare Patienten nicht selten eine Vielzahl körperlicher 50 ± 60 % liegt. Somit haben wir in drei von vier Domänen zwi-
Symptome beklagen, deckt sich mit unserer Erfahrung, auch schen einem Viertel bis über die Hälfte der ¹validenª Varianz er-
wenn diesem Phänomen in den letzten Jahren nach unserer klärt; nur im Bereich der ¹sozialen Beziehungenª war der Grad
Kenntnis wissenschaftlich wenig Beachtung geschenkt wurde. der Aufklärung gering. Jedoch darf man hier nicht auûer Acht las-
Dies war in älterer Literatur anders: So hatte Leonhard [27] bei- sen, dass es sich um Modelle handelt, die sich der Realität nur
spielsweise den Subtyp der ¹hypochondrischen Euphorieª be- annähern. So ist der Depressionswert natürlich keine Variable,
schrieben, in dem sich ¹Missempfindungen mannigfacher Art die unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit ¹unipolare De-
mit einer gehobenen Stimmungslageª verbinden. Stransky [28] pression vs. bipolare Depression vs. manische/gemischte Episo-
berichtete Anfang des 20. Jahrhunderts, dass ¹manische Zustän- deª ist. Manische oder gemischt bipolare Patienten haben im
deª ¹nicht seltenª mit ¹interkurrierenden sensiblen Reizerschei- Mittel niedrigere Depressionswerte als depressive Patienten. Je-
nungen, zumal Schmerzen an verschiedenen Körperstellenª ein- doch lieû sich umgekehrt anhand des Depressionswerts keine
hergingen und dass manische Patienten ¹nicht seltenª von Kopf- eindeutige Gruppenzuteilung durchführen: Es gab in dieser Un-
schmerzen ¹heimgesucht werden; sie kommen oft in wahre Kri- tersuchung durchaus bipolar gemischte Patienten mit höheren
sen und haben nicht selten einen eigenartigen Charakter, sind Depressionswerten als depressive Patienten (die möglicherweise
nicht recht lokalisierbar, dabei ungemein heftigª. Eine gegenüber schon weitergehend remittiert waren), was trotzdem rechtfer-
der Allgemeinbevölkerung reduzierte physische LQ ist durch sol- tigt, beide Variablen in der MANOVA zu berücksichtigen. Fak-
che Symptome der Manie erklärbar. houry et al. [33] wiesen auûerdem darauf hin, dass verschiedene
subjektive Maûe in der Psychiatrie (wie etwa Lebensqualität
Die ¹physische LQª war aber am meisten durch das Vorhanden- oder Bedürfnisse) hoch miteinander und mit subjektiven Symp-
sein einer komorbiden Angst-, Zwangs- oder Anpassungsstörung tomskalen korrelieren, so dass diesen Korrelationen möglicher-

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weise ein ¹allgemeinerª Faktor zugrunde liegt. Angesichts sol- nografie zur manisch-depressiven Erkrankung [26], die sich spä-
cher ¹Komplexitätª mag es eine übergroûe Vereinfachung sein, ter selbst als Betroffene zu erkennen gab [35], wies aber auf Ana-
zu erwarten, dass subjektive Lebensqualität auf unidirektionale loges hin: Sie berichtete eindrücklich, dass (und warum) es sich
Wirkungen zurückzuführen ist. Auf der anderen Seite ist darauf bei der bipolar affektiven Störung um eine ¹schreckliche Krank-
zu verweisen, dass die gefundenen Ergebnisse mit klinischen Be- heitª handelt. Zugleich verwies sie aber auf die ¹verschiedenen
obachtungen übereinstimmen und dass wesentliche Effekte, die Stufen des Wahrnehmens, Fühlens und Denkensª, zu der sie die
in den MANOVAs gefunden wurden, statistisch hoch (und Krankheit geführt habe. Es wird sich zukünftig zeigen, ob die Le-
höchst) signifikant waren und auch relevant zur Varianzaufklä- bensqualitätsforschung einen Beitrag leisten kann, diese subjek-
rung beitrugen. Bei der Stichprobenauswahl ist es so, dass die tive Sichtweise des Betroffenen und die vermeintlich objektive
psychiatrische Universitätsklinik uneingeschränkt an der psychi- der Psychopathologie besser in Übereinstimmung zu bringen.
atrischen Vollversorgung der Stadt Halle teilnimmt, so dass die
Stichprobe, die aus unausgelesenen, konsekutiven Aufnahmen
bestand, der Versorgungswirklichkeit entspricht. Bestätigt wird Literatur
dies dadurch, dass unsere Stichprobe hinsichtlich von Erkran-
Originalarbeit

1
kungsalter und Geschlechterverhältnis für die jeweiligen Störun- Pukrop R. Subjektive Lebensqualität. Kritische Betrachtung eines mo-
dernen Konstruktes. Nervenarzt 2003; 74: 48 ± 54
gen typische Werte aufwies. Unseren Ergebnissen kann also in 2
Pukrop R, Schlaak V, Moller-Leimkuhler AM, Albus M, Czernik A, Klos-

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dieser Hinsicht eine Übertragbarkeit zugesprochen werden. terkotter J et al. Reliability and validity of Quality of Life assessed by
the Short-Form 36 and the Modular System for Quality of Life in pa-
Angesichts der erwähnten methodischen Einschränkungen un- tients with schizophrenia and patients with depression. Psychiatry
Res 2003; 119: 63 ± 79
serer Untersuchung sollen die Ergebnisse nicht überbewertet 3
Angermeyer MC, Holzinger A, Matschinger H, Stengler-Wenzke K. De-
werden. Dennoch ergeben sich Hinweise, die weiterverfolgt wer- pression and quality of life: results of a follow-up study. Int J Soc Psy-
den sollten: Lebensqualität scheint mehr zu sein als nur ein ver- chiatry 2002; 48: 189 ± 199
4
decktes Depressionsmaû, wie dies wiederholt kritisiert wurde Barge-Schaapveld DQCM, Nicolson NA, Berkhof J, deVries MW. Quality
of life in depression: daily life determinants and variability. Psychiatry
[1, 2]. Dabei kommt dem Vorhandensein komorbider Störungen
Res 1999; 88: 173 ± 189
(Angststörungen, teilweise auch Persönlichkeitsstörungen) be- 5
Kuehner C. Subjective quality of life: validity issues with depressed
sondere Relevanz zu: Solche Komorbidität reduziert teilweise er- patients. Acta Psychiatr Scand 2002; 106: 62 ± 70
6
heblich die LQ, ein Befund, der prinzipiell das Konzept der Ko- Namjoshi MA, Buesching DP. A review of the health-related quality of
life literature in bipolar disorder. Qual Life Res 2001; 10: 105 ± 115
morbidität, wie es DSM-IV und ICD-10 propagieren, stützt [34]. 7
Marneros A, Brieger P. The prognosis of bipolar disorder: a review. In:
Bipolar depressive und unipolar depressive Patienten unter- Maj M, Sartorius N, Ibor J-JL, Akiskal HS (eds): Bipolar Disorders (WPA
scheiden sich hinsichtlich der erlebten LQ nicht grundsätzlich. Series Vol. 5). Chichester: Wiley, 2002: 97 ± 148
8
Einzig in der Bewertung der ¹Umweltª waren die manischen Russo J, Roy-Byrne P, Reeder D, Alexander M, Dwyer-O'Connor E, Da-
gadakis C et al. Longitudinal Assessment of Quality of Life in Acute
oder gemischten Patienten nicht schlechter (aber auch nicht bes-
Psychiatric Inpatients: Reliability and Validity. J Nerv Ment Dis 1997;
308 ser) als die entsprechende Stichprobe der Allgemeinbevölke- 185: 166 ± 175
rung. Patienten mit manischen oder gemischten Episoden be- 9
Arnold LM, Witzeman KA, Swank ML, McElroy SL, Keck PE jr. Health-
richten in den Domänen ¹psychischª und ¹Umweltª signifikant related quality of life using the SF-36 in patients with bipolar disorder
compared with patients with chronic back pain and the general popu-
höhere LQ-Werte als depressive Patienten, während in den so-
lation. J Affect Disord 2000; 57: 235 ± 239
zialen Beziehungen und im körperlichen Befinden die LQ in Ma- 10
Vojta C, Kinosian B, Glick H, Altshuler L, Bauer MS. Self-reported qual-
nie und Depression gleichermaûen schlechter war als in der All- ity of life across mood states in bipolar disorder. Compr Psychiatry
gemeinbevölkerung. Dies bedeutet, wie dies auch bereits Vojta 2001; 42: 190 ± 195
11
Namjoshi MA, Rajamannar G, Jacobs T, Sanger TM, Risser R, Tohen MF
et al. [10] festgestellt hatten, dass manische bzw. gemischte Syn-
et al. Economic, clinical, and quality-of-life outcomes associated with
drome auch im Erleben der Betroffenen nicht zu einer Zunahme, olanzapine treatment in mania. Results from a randomized controlled
sondern zu einer Abnahme von Lebensqualität führen. Auch trial. J Affect Disord 2002; 69: 109 ± 118
12
wenn ± was wir hier nicht untersucht haben, wir aber in unserer Brieger P, Ehrt U, Marneros A. Frequency of comorbid personality dis-
orders in bipolar and unipolar affective disorders. Compr Psychiatry
klinischen Tätigkeit immer wieder beobachten ± manische Epi-
2003; 44: 28 ± 34
soden häufig mit verminderter Krankheitseinsicht und reduzier- 13
Brieger P, Blöink R, Röttig S, Marneros A. Die vorzeitige Berentung von
tem Krankheitsgefühl einhergehen, erleben die Betroffenen doch unipolar depressiv und bipolar affektiv Erkrankten. Psychiat Prax, im
eine Minderung ihrer LQ. Druck
14
Mason B, Kocsis JH, Leon AC, Thompson S, Frances AJ, Morgan RO et al.
Measurement of severity and treatment response in dysthymia. Psy-
Damit kommt aber der LQ wissenschaftliche Relevanz zu, da sie chiatric Annals 1993; 23: 625 ± 631
eine Charakteristik, ja in gewisser Weise ein Paradoxon der ¹ma- 15
Bech P, Bolwig TG, Kramp P, Rafaelsen OJ. The Bech-Rafaelsen Mania
nisch-depressiven Erkrankungª widerspiegeln könnte: Manien Scale and the Hamilton Depression Scale. Acta Psychiatr Scand 1979;
59: 420 ± 430
und gemischte Episoden gelten in der Psychopathologie gemein- 16
Lehrl S, Triebig G, Fischer B. Multiple choice vocabulary test MWT as a
hin als Syndrome, in denen ¹Selbstwertª, ¹Vitalgefühleª und ¹Be- valid and short test to estimate premorbid intelligence. Acta Neurol
findenª ins Positive gesteigert sind; man würde entsprechend bei Scand 1995; 91: 335 ± 345
17
manischen Patienten LQ-Werte erwarten, die über denen der All- Folstein MF, Folstein SE, McHugh PR. ¹Mini-mental stateª. A practical
method for grading the cognitive state of patients for the clinician. J
gemeinbevölkerung liegen. Die Betroffenen der hier vorgelegten
Psychiatr Res 1975; 12: 189 ± 198
Untersuchung haben das aber anders gesehen: Sie wussten um 18
APA. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fourth
ihre Beeinträchtigungen in verschiedenen Bereichen. Natürlich Edition. Washington DC: American Psychiatric Association, 1994
ist nicht auszuschlieûen, dass dies ein Effekt der Behandlung
war. Kay Jamison, Koautorin einer bis heute maûgeblichen Mo-

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