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Widerstand gegen das Hitlerregime

 Von Anfang an gab es in Deutschland auch eine Bewegung, die sich gegen das
nationalsozialistische Regime Hitlers wandte.
 Doch Widerstand zu leisten war schwierig und gefährlich. Privatpersonen, politische
Splittergruppen, kirchliche und auch politische Gruppen widersetzten sich der Propaganda
und unterstützen Mitmenschen, die fliehen oder sich verstecken mussten.
 Sie riefen mit Flugblättern immer wieder zum Protest gegen das Hitlerregime auf. So die
kommunistische und sozialdemokratische Politiker und Gewerkschaftler, Pfarrer oder die
Studentengruppe Die weiße Rose.
 Den bürgerlichen Kräften des Widerstands stand der ehemalige Leipziger Oberbürgermeister
Carl Friedrich Goerdeler vor.
 Und auch in der Wehrmacht selbst gab es Militärs, die sich gegen die Kriegspolitik Hitlers
wehrten, wie der 1938 zurückgetretene Generalstabschef Ludwig Beck.
 Auch einige hochrangige Militärs, wie Werner von Fritsch und Ludwig Beck, wollten Hitler
stürzen.

Die Verschlechterung der militärischen Situation

 Solange Hitler in der Vorkriegszeit und mit seinen so genannten Blitzkriegen Erfolge
feiern konnten, wagte niemand ein Attentat auf den Führer.
 Es wäre auch kaum möglich gewesen in der deutschen Bevölkerung eine solche Aktion
zu rechtfertigen.
 Immerhin stand die große Mehrheit hinter dem nationalsozialistischen Regime.
 Aber schon während der Sudentenkrise 1938 planten die ersten Militärs ein Attentat.
 Sie wollten die vorhersehbare Katastrophe abwenden, die Hitlers Politik nicht nur in
Deutschland sondern in ganz Europa anrichten würde.
 Nach der verheerenden Schlacht um Stalingrad, bei der Hunderdtausende von Soldaten
und Zivilisten ihr Leben ließen, waren sich die Gegner Hitlers einig: Nur der Tod des
Diktators könnte zu einem Staatsstreich und einer Wende in der Politik führen.
 Mehrere Attentate wurden geplant, doch erst am 20. Juli 1944 wagte Oberst Claus Graf
Schenk von Stauffenberg tatsächlich, eine Bombe im Führerhauptquartier zu deponieren.

Graf Schenk von Stauffenberg

 Claus Schenk Graf von Stauffenberg plante das Attentat auf Hitler.
 Stauffenberg wurde 1907 bei Ulm in eine konservative, katholische, wohlhabende und
patriotische Adelsfamilie geboren. Trotz seiner Liebe zur Literatur, entschied er sich für eine
Karriere beim Militär, die er mit Bravour absolvierte.
 Als Hitler 1932 Reichskanzler wurde, unterstützte er die Wahl. Im Krieg nahm er am
Polenfeldzug und an der Besetzung des Sudentenlandes teil.
 Stauffenberg wurde nach der Reichspogromnacht 1938 zum Gegner des Regimes. Er lehnte
die Deportation der Juden in Konzentrationslager, die brutale Besatzungspolitik und den
gewalttätigen und grausamen Umgang mit Regimegegnern entschieden ab.
 Gemeinsam mit Mitgliedern des so genannten Kreisauer Kreises entwickelte er einen
politischen Plan für ein Deutschland nach einem gelungenen Umsturz.
 Bis November 1942 war Stauffenberg mit seiner 10. Panzerdivision zunächst noch an der
Besetzung Frankreichs beteiligt.
 Dann wurde seine Division nach Afrika zur Unterstützung der dortigen Truppen beordert. Bei
einem Tieffliegerangriff wurde er am 07. April 1943 schwer verletzt. Er verlor ein Auge, die
rechte Hand und zwei Finger der linken Hand.
 Nachdem er genesen war, war er entschlossen, sich dem Widerstand zu widmen. Er ließ sich
nach Berlin versetzen und erarbeitete dort mit den Hitlergegnern den Operationsplan
Wallküre

Operation Walküre

 Stauffenberg kam wegen seines Rangs nah an Hitler und andere wichtige Leute heran.
Gemeinsam mit General Friedrich Olbricht, dem Leiter des Allgemeinen Heeresamts,
Generalmajor Henning von Tresckow und Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim wurde eine
Plan erarbeitet, der offiziell dazu dienen sollte, innere Unruhen niederzuwerfen.
 Stauffenberg wurde zum Stabschef des Allgemeinen Heeres ernannt. Dadurch konnte er an
den Lagebesprechungen mit dem Führer teil nehmen. Gemeinsam versuchte man ein Netz
der militärischen und politischen Gegner aufzubauen.
 Stauffenbergs enger Mitstreiter Generalmajor Henning von Tresckow drängte angesichts der
aussichtslosen militärischen Situation Deutschlands im Sommer 1944 zur Ermordung Hitlers,
um dem In- und Ausland zu zeigen, "dass die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt
und vor der Geschichte den entscheidenden Wurf gewagt hat –

Am 1. Juli 1944 wurde Stauffenberg Chef des Stabes beim Befehlshaber des Ersatzheeres (BdE).
Damit hatte er alle Möglichkeiten, die für den Fall innerer Unruhen vorbereitete Aktion "Walküre"
auszulösen.