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INTERNATIONAL.

Verlassene Landstriche im bergigen Norden, ausgelaugte Böden im flache-


ren Süden. Abwanderung, Erosion und eine weitgehend zerstörte kleinbäuerliche Landwirt-
schaft prägen den ländlichen Raum in Portugal. Eine kleine, aber wachsende biodynamische
Bewegung sorgt für Hoffnung auf eine andere Landbaukultur. Mit diesem Artikel starten
die «Beiträge» eine Serie zur biologisch-dynamischen Bewegung in fernen und nicht so
fernen Ländern.

Ein Blick nach Portugal


Ambra Sedlmayr | Das Land am Atlan- dass nun in weiten Landstrichen die Eine industrialisierte Landwirtschaft
tik, ganz im Südwesten Europas, wird Verwüstung droht. ist nur in einem Bruchteil des Landes
von Einheimischen oft mit Begeisterung In Portugal hat die Industrialisierung gewinnbringend umzusetzen. Da die
«der Garten am Meer» genannt. ‒ Das der Landwirtschaft erst spät eingesetzt. kleinbäuerliche Landwirtschaft kaum
sollten doch gute Voraussetzungen sein So blieb lange, trotz extremer Land- weiter bestehen konnte und es wenig
für die Entwicklung der biologisch-dy- flucht in den 1960er- und 70er-Jahren, alternative Verdienstmöglichkeiten
namischen Landwirtschaft? In der Tat weitgehend eine kleinbäuerliche Selbst- gab, wurden viele Gegenden verlassen,
ist viel Potenzial vorhanden, und es versorger-Landwirtschaft erhalten, die vor allem die Bergregionen. Ein Vier-
herrscht eine dringende, ja brennende ganz selbstverständlich in Kreisläufen tel des ganzen Landes ist akut von die-
Notwendigkeit, den verarmten Böden funktionierte. Tiere gehörten dazu und ser Abwanderung betroffen. Dadurch
durch sachgemässe, liebevolle Pflege waren in den Berggebieten besonders herrscht eine gewisse Wildheit, die
etwas Fruchtbarkeit zurückzugeben. wichtig; oft vermarkteten die Bauern oft als unberührte Natur erlebt wird.
Der «Garten» Portugal lässt sich geogra- einzig tierische Produkte. Erst im Vor- Diese gefühlte Freiheit und die güns-
fisch grob teilen in die beiden Regionen feld des EU-Beitritts 1986 begann ein tigen Landpreise haben mehr und mehr
nördlich und südlich vom Fluss Tejo strategisches Programm zur Moderni- Menschen aus Mittel- und Nordeuropa
(spanisch Tajo), der in Lissabon in den sierung der Landwirtschaft, und viele angelockt, die das Leben auf dem Land
Atlantik mündet. Der Norden ist bergig Gesetze (wie etwa Hygieneregelungen) suchen. Diese Menschen waren in den
– aus schweizerischer Sicht wohl eher traten in Kraft, ohne die Besonderheiten 1980er-Jahren daran beteiligt, die Bio-
hügelig, der höchste Berg ist 2000 Meter der kleinbäuerlichen Landwirtschaft zu bewegung einzuleiten, und spielen nun
hoch ‒, im Süden des Tejo ist es übe- berücksichtigen. Als dann 1992 der eu- eine wichtige Rolle in der Entwicklung
rwiegend flach. Während der Diktatur, ropäische Binnenmarkt Realität wurde, der biodynamischen Landwirtschaft in
die von etwa 1930 bis 1974 herrschte, breiteten sich vor allem ausländische Portugal.
sollte der Süden die Kornkammer für Supermarktketten mit Dumpingpreisen Die biodynamische Bewegung in Portu-
das Land werden. Weizen wurde ange- im ländlichen Raum aus und zerstörten gal ist noch sehr klein und keimhaft, aber
baut, bis der Boden so ausgelaugt war, die kleinbäuerlichen Strukturen. immer mehr, vor allem junge Menschen
sind auf der Suche nach Alternativen.
In der biodynamischen Landwirtschaft
engagiert oder an der Umstellung inte-
ressiert sind neben den Einwanderern
hauptsächlich Landwirte, die biologisch
wirtschaften und einen weiteren Schritt
tun wollen, oder Menschen, die im Aus-
land ihren Horizont geweitet haben.
Laut dem biodynamischen Verein in
Portugal ABIOP* gibt es derzeit vier De-
meter-zertifizierte Betriebe, die zusam-
men etwa 450 Hektaren bewirtschaften,
sowie drei Betriebe in Umstellung. Die
meisten biodynamischen Initiativen
sind zurzeit nicht an der Zertifizie-
Ein montado , typischer beweideter Korkeichenhain, bei Montemor-o-Novo in der Provinz rung interessiert. Ein Markt für biody-
Alentejo. Noch oft werden die montados gemäss der Tradition im Gemeineigentum (Allmend) namische Produkte ist in Portugal so
bewirtschaftet. gut wie inexistent, die Marke Demeter
Un montado , un bosquet de chênes-liège typiquement pâturé, à Montemor-o-Novo dans la unbekannt, daher lohnt sich die Zerti-
province de l’Alentejo. Souvent les montados sont encore exploités selon la tradition des biens fizierung nur für Betriebe, die für den
communaux. (Bild/Photo: Reto Ingold) Export produzieren.

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mische Bewegung engagiert. Auf Ein-
ladung der ABIOP hielt Johannes Wirz
von der Naturwissenschaftlichen Sek-
tion am Goetheanum im Januar dieses
Jahres in Portugal einen Einführungs-
kurs zur biodynamischen Bienenhal-
tung. Daraus entsteht derzeit eine kleine
Arbeitsgruppe zur Imkerei innerhalb
des biodynamischen Vereins.
Eine vielversprechende Initiative ist die
neue biodynamische Saatgutfirma Living
Seeds Sementes Vivas SA (lebendige Sa-
men), die der Aktivist und Investor Ste-
fan Doeblin gegründet hat. Es gibt schon
einen Hauptsitz bei Idanha-a-Nova mit
25 Hektaren zugesichertem Land für die
Saatgutproduktion und einen Antrag auf
Übernahme eines staatlichen Betriebs.
Nebst der Sativa AG ist auch die Bingen-
heimer Saatgut AG Inspirationsquelle
und Partnerin. Living Seeds Sementes
Vivas baut zurzeit ein Netzwerk von
Eine Bäuerin treibt ihre Kühe auf die Allmend zum Grasen. Betrieben für die die Saatgutproduktion
Une paysanne mène paître ses vaches au pâturage commun. (Bild/Photo: Ambra Sedlmayr) auf. An einem Treffen nahmen kürzlich
fünfzig Landwirte teil. Einige von ih-
Die wichtigsten biodynamischen Pro- Castella, der einst am Emerson Col- nen werden die Vermehrungsarbeit im
dukte, die exportiert werden, sind lege eine Ausbildung in Steiner-Päda- nächsten Frühjahr aufnehmen. Dieses
Olivenöl und Wein. Das Demeter-zer- gogik absolviert hat, ist Präsident und Projekt hat das Potenzial, die biodyna-
tifizierte Olivenöl von Risca Grande hat schultert praktisch alle Aufgaben, die mische Bewegung in Portugal ziemlich
schon einige internationale Auszeich- sich der Verein ABIOP stellt: Öffent- schnell voranzubringen.
nungen bekommen. Demeter-zerti- lichkeitsarbeit, Beratung, Ausbildung, Ein wichtiger nächster Schritt für die
fiziertes Olivenöl exportiert auch der Vertiefungsarbeit und Koordination der Entwicklung der biodynamischen Bewe-
Betrieb Courela do Zambujeiro. Deme- nationalen biodynamischen Bewegung. gung in Portugal scheint mir das Bilden
ter-Wein gibt’s vom Weingut Quinta da Dabei gibt es ausser den kleinen Bei- einer transparenten Plattform für den
Palmirinha. trägen von derzeit etwa dreissig Mitglie- Austausch zu sein. Derzeit arbeiten die
Karge Böden, Trockenheit und viel dern keine stete Finanzierungsquelle. Menschen eher vereinzelt, und persön-
Sonne machen die ohne Chemie produ- Projektbezogen werden Spenden gefun- liche Differenzen haben zu Abspaltun-
zierten Produkte aus Portugal besonders den, so hat zum Beispiel die deutsche gen geführt. Interessierte finden zurzeit
aromatisch und verleihen ihnen Festig- «Fördergemeinschaft für biologisch- kaum einen national relevanten Über-
keit und Authentizität. Derzeit werden dynamische Landwirtschaft» geholfen, blick und Anknüpfungspunkt an die
sechs Prozent der Agrarfläche in Portu- Informationsmaterial zu drucken, und Bewegung. Dem kann eine professio-
gal biologisch bewirtschaftet, hauptsä- jüngst ist der Landwirtschaftliche Kurs nelle und informative Internetpräsenz
chlich für die Produktion von Oliven(öl) durch Unterstützung aus Holland auch abhelfen. Eine weitere Möglichkeit, oder
sowie als Weideland. in «portugiesischem Portugiesisch» sogar Notwendigkeit, wäre die Veran-
In Portugal werden Bioprodukte vor (português padrão) erschienen ‒ bis- staltung einer nationalen Tagung für die
allem über Supermarktketten und lang gab es den Kurs nur in der brasi- biodynamische Bewegung. Ich werde
Wochenmärkte vertrieben. Aber Bio lianischen Variante der portugiesischen mich für diese Dinge engagieren. Ich
ist noch immer eine kleine Nische. Die Sprache. bin auch an einer kleinen schweizerisch-
neusten Statistiken betreffen das Jahr João Castella ist seit 2006 als Berater portugiesischen Arbeitsgruppe beteiligt,
2011 und beziffern den Umsatz von Bio- und Ausbildner unterwegs. Neben ihm die eine Landfreikauf-Initiative in Por-
produkten auf 20 Millionen Euro. gibt es noch einige internationale Bera- tugal begründen möchte.
Portugals biodynamische Betriebe pro- ter, die in Portugal tätig sind, so Julio � Falls Sie Fragen haben oder einen
duzieren überwiegend für den Export, Arroyo aus Spanien und die beiden Nie- Beitrag jeglicher Art für die biody-
vor allem nach Deutschland, in die derländer Eelco Schaap und Peter Brul. namische Arbeit in Portugal leisten
Schweiz und die Niederlande, in Aus- Letzterer ist im Süden mit dem Verein möchten, können Sie sich gerne an
nahmefällen auch bis nach Japan. Eine ADPM** dabei, eine Produktionskette mich wenden (ambra@posteo.pt).
Rolle spielt auch der Online-Vertrieb. für biologische und zukünftig auch bio-
Der biodynamische Verein ABIOP dynamische Heilkräuter aufzubauen. * Associação Biodinâmica Portugal ABIOP ,
wurde im Januar 2014 gegründet, nach Pierre Masson, Reto Ingold, Jean-Mi- www.biodinamicaportugal.com
der Zerrüttung eines ersten, Mitte der chel Florin und Xavier Florin haben sich ** Associação de Defesa do Património de
2000er-Jahre gegründeten Vereins. João ebenfalls in Portugal für die biodyna- Mértola ADPM , www.adpm.pt

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INTERNATIONAL. Des contrées abandonnées dans la région montagneuse du nord, des sols
épuisés dans le sud plus plat. Le paysage rural au Portugal est façonné par l’exode rural,
l’érosion et une petite paysannerie largement détruite. Le mouvement biodynamique, de
petite taille, mais en expansion, donne espoir d’une culture agricole différente. «Contribu-
tions» démarre avec cet article une nouvelle rubrique dédiée au mouvement biodynamique
dans les pays lointains et moins lointains.

Coup d’œil sur le Portugal


Ambra Sedlmayr | Le pays au bord de Lorsque le marché intérieur européen loppement de la biodynamie au Portu-
l’Atlantique, situé à l’extrême sud-ouest vit le jour en 1992, des chaînes de super- gal.
de l’Europe, est souvent appelé par ses marchés étrangères se propagèrent dans Au Portugal, le mouvement biodyna-
habitant avec enthousiasme «le jardin l’espace rural et elles détruisirent avec mique est encore très petit et embryon-
au bord de la mer». ‒ Ces conditions leur prix de dumping les petites struc- naire. Mais de plus en plus de gens,
devraient être propices au développe- tures agricoles. surtout des jeunes, sont à la recherche
ment de l’agriculture biodynamique? L’agriculture industrialisée ne peut être d’alternatives. Parmi les personnes inté-
En effet, le potentiel y est, et il y a une rentable que dans une faible fraction ressées à la biodynamie ou à la reconver-
nécessité pressante, voir même brûlante, du pays. Vu que l’agriculture paysanne sion à la biodynamie, on trouve, mis à
de rendre de la fertilité aux sols appau- ne pouvait à peine survivre et vu qu’il part les immigrés, surtout des agricul-
vris en leur donnant des soins adéquats n’y avait que peu de possibilités de gain teurs pratiquant la biodynamie qui sou-
et attentionnés. alternatives, de nombreuses contrées ont haitent faire un pas de plus ou des gens
Sur le plan géographique, le «jardin» été abandonnées, surtout les régions de qui ont élargi leur horizon à l’étranger.
qu’est le Portugal peut être réparti som- montagne. Un quart du pays fait l’objet Selon l’association biodynamique du
mairement en deux régions, une au nord d’un exode rural aigu. Voici pourquoi y Portugal ABIOP*, il existe actuellement
et une au sud du fleuve Tage (Tajo en règne un certain côté sauvage souvent quatre exploitations certifiées Demeter
espagnol), qui se jette dans l’Atlantique vécu comme nature vierge. Cette liberté cultivant ensemble environ 450 hectares,
à Lisbonne. Au nord le relief est mon- ressentie et les faibles prix fonciers ont ainsi que trois exploitations en reconver-
tagneux – du point de vue suisse plutôt attiré de plus en plus de gens d’Europe sion. À présent, la plupart des initiatives
vallonné, la montagne la plus haute est centrale et septentrionale à la recherche biodynamiques ne s’intéressent pas à la
à 2000 mètres. Au sud du fleuve Tage, de la vie rurale. Ces gens furent impli- certification. Il n’y a pratiquement au-
le relief est essentiellement plat. Sous la qués, dans les années 1980, dans l’émer- cun marché pour les produits biodyna-
dictature, qui régna de 1930 à 1974, le gence du mouvement bio, et à présent ils miques au Portugal, la marque Demeter
sud fut censé devenir le grenier pour le jouent un rôle important dans le déve- est inconnue, la certification vaut donc
pays. Du blé fut cultivé jusqu’à ce que le
sol fut tellement épuisé qu’à présent de
vastes contrées sont menacées de déser-
tification.
Au Portugal, l’industrialisation de l’agri-
culture n’a commencé que tardivement.
Malgré l’exode rural dans les années
1960 et ’70, l’agriculture paysanne et
autosuffisante, qui fonctionne bien
entendu en cycles, a été préservée. Les
animaux faisaient partie de ces cycles
et étaient particulièrement importants
dans les régions de montagne; souvent
les paysans ne commercialisaient que
des produits d’origine animale. Ce n’est
qu’à l’approche de l’adhésion à l’UE en
1986 qu’un programme stratégique de
modernisation agricole fut lancé et que
de nombreuses lois (à l’instar des régle- Récolte des olives dans l’exploitation biodynamique Risca Grande dans le sud-est du Portugal,
mentations en matière d’hygiène) en- province de l’Alentejo.
trèrent en vigueur, sans tenir compte des Olivenernte auf dem biodynamischen Betrieb Risca Grande im Südosten Portugals, Provinz Alen-
particularités de l’agriculture paysanne. tejo. (Bild/Photo: Risca Grande Lda.)

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la peine que pour les exploitations qui
produisent pour le marché de l’exporta-
tion.
Les produits biodynamiques d’expor-
tation les plus importants sont l’huile
d’olive et le vin. L’huile d’olive certifiée
Demeter de Risca Grande a déjà reçu
plusieurs distinctions internationales.
L’exploitation Courela do Zambujeiro
exporte aussi de l’huile d’olive certifiée
Demeter. Le domaine Quinta da Palmi-
rinha offre du vin Demeter.
Les sols pauvres, la sécheresse et l’abon-
dance du soleil rendent un saveur par-
ticulièrement prononcée aux produits
portugais et leurs confèrent consistance
et authenticité. Actuellement environ
six pour cents de la superficie agraire du
Portugal est exploitée selon le mode bio-
logique, principalement pour la produc-
tion d’olives/d’huile d’olive ou comme Terres abandonnées dans les régions périphériques attendent une nouvelle culture agricole.
pâturages. Verlassene Ländereien in marginalen Regionen warten auf eine neue Landbaukultur.
Au Portugal, les produits bio sont com- (Bild/Photo: Ambra Sedlmayr)
mercialisés avant tout par les chaînes
de supermarchés et les marchés hebdo- Depuis 2006, João Castella sillonne les de semences. Récemment cinquante
madaires. Mais le bio reste encore un routes dans sa qualité de conseiller et agriculteurs ont participé à une réunion.
marché de niche. Les plus récentes sta- de formateur. Hormis lui, il y a encore Certains parmi eux démarreront la mul-
tistiques portent sur l’année 2011 et le quelques conseillers internationaux tiplication de semences au printemps
chiffre d’affaires des produits bio s’élève actifs au Portugal, à l’instar de Julio prochain. Ce projet a le potentiel de faire
à 20 millions d’euros. Les exploitations Arroyo d’Espagne et les deux hollandais avancer assez rapidement le mouvement
biodynamiques du Portugal produisent Eelco Schaap et Peter Brul. Par le biais biodynamique au Portugal.
essentiellement pour l’exportation, prin- de l’association ADPM**, ce dernier Il me paraît qu’une prochaine étape
cipalement en Allemagne, en Suisse et est en train de mettre en place, dans le importante pour le développement du
aux Pays-Bas, dans des cas exceptionnels sud, une chaîne de production d’herbes mouvement biodynamique est la mise
même jusqu’au Japon. La distribution en médicinales bio et dans le futur biody- sur pied d’une plate-forme d’échange
ligne joue aussi un rôle. namiques. Pierre Masson, Reto Ingold, transparente. A présent, chacun tra-
L’association biodynamique ABIOP a été Jean-Michel Florin et Xavier Florin se vaille plutôt dans son petit coin, et des
créée en janvier 2014, à la suite d’une sont également engagés au Portugal différends personnels ont abouti à des
désunion profonde affectant la première pour le mouvement biodynamique. À clivages. Les personnes intéressées ne
association crée au milieu des années l’invitation de l’association ABIOP, Jo- trouvent à l’heure actuelle à peine un
2000. João Castella, qui jadis suivait une hannes Wirz de la Section de Sciences aperçu national pertinent ni de facteur
formation de pédagogie Rudolf Steiner Naturelles du Goetheanum a tenu au de rattachement avec le mouvement.
au Emerson College, est président et Portugal, en janvier de cette année, un Une présence professionnelle et infor-
assume pratiquement toutes les tâches cours d’introduction portant sur l’api- mative dans l’internet peut y remédier.
auxquels fait face l’association ABIOP: culture biodynamique. Il en résulte ac- Une autre possibilité, ou même néces-
relations publiques, consultation, travail tuellement au sein de l’association bio- sité, serait l’organisation d’une journée
d’approfondissement et coordination du dynamique la création d’un petit groupe nationale consacrée au mouvement bio-
mouvement biodynamique portugais. de travail dédié à l’apiculture. dynamique. Je m’engagerai dans ce sens.
Hormis les cotisations d’environ trente La nouvelle entreprise semencière bio- Je participe aussi à un petit groupe de
membres, il n’y a à présent pas d’autre dynamique Living Seeds Sementes Vivas travail helvético-portugais, qui aimerait
source de financement continue. Pour SA (semences vivantes) est une initia- lancer une initiative de rachat de terres
des projets concrets de dons sont récol- tive prometteuse. Elle a été créée par le au Portugal.
tés, c’est ainsi, par exemple, que l’asso- militant et investisseur Stefan Doeblin. � Si vous avez des questions ou si vous
ciation allemande pour la promotion Un site principal existe déjà à Idanha-a- désirez contribuer de quelconque
de l’agriculture biodynamique a aidé à Nova avec 25 hectares de terres attribués manière au travail biodynamique
imprimer du matériel d’information, et et une demande de reprise d’une exploi- au Portugal, veuillez me contacter
récemment, grâce à un soutien néerlan- tation étatique. Outre Sativa SA, la Saa- (ambra@posteo.pt).
dais, le Cours aux agriculteurs est paru tgut AG de Bingenheim est aussi source * Associação Biodinâmica Portugal ABIOP ,
aussi en «portugais du Portugal» (portu- d’inspiration et partenaire. Living Seeds www.biodinamicaportugal.com
guês padrão) ‒ le cours existait jusqu’ici Sementes Vivas crée actuellement un ré- ** Associação de Defesa do Património de
qu’en portugais du Brésil. seau d’exploitations pour la production Mértola ADPM , www.adpm.pt

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