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Der Sicherheitsrat hält im Beisein des persönlichen Beauftragten des Generalsekretärs

Konsultationen zum Thema der marokkanischen Sahara ab

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Dienstag, den 29. Januar 2019 in New York
Gespräche über die marokkanische Sahara im Beisein des persönlichen Beauftragten des
Generalsekretärs Horst Köhler geführt, der die Mitglieder des Rates über seine jüngsten
Bemühungen um die Wiederaufnahme der Gespräche unterrichtete.

Köhler erklärte gegenüber den Ratsmitgliedern, er plane ein, im nächsten März einen neuen
runden Tisch zu veranstalten, ähnlich dem in Genf im Dezember 2018 vergangenen Jahres.
Vor diesem Hintergrund waren bilaterale Treffen mit den Parteien und mehreren Botschaftern
des Sicherheitsrats zu Ende.

Der persönliche Gesandte des Generalsekretärs für die Sahara muss sich im Februar 2019 mit
den vier Parteien (Marokko, Algerien, Mauretanien und der Front Polisario) individuell
treffen, um im März 2019 eine "Agenda" für einen neuen runden Tisch auszuarbeiten, den
gleichen Quellen zufolge.

Seitens MAP nach Abschluss der Versammlung des Sicherheitsrates befragt, bestätigte Horst
Köhler, dass er im März 2019 ein neues Treffen mit Marokko, Algerien, Mauretanien und der
Front Polisario organisieren werde. "Wir bereiten uns auf die nächste Runde vor und warten
ein neues Treffen im März 2019 ab", sagte er.

Der französische Botschafter bei der UNO, François Delattre, sagte, dass, obwohl Herr
Köhler keinen konkreten Termin für dieses bevorstehende Treffen im März 2019 erwähnte,
"der Kontext seinen eigenen Worten nach" für die Wiederaufnahme der Gespräche günstig sei.

"Er hat eine echte Dynamik parat. Er hat eine Vision vor sich und das Vertrauen aller
Delegationen rund um den Tisch. Wir haben also ein gutes Umfeld", sagte der französische
Diplomat gegenüber der Presse.

In Bezug auf die Durchführung der Konsultationen des Sicherheitsrats sagte Herr Delattre,
dies sei ein "gutes Treffen, von dem ich mich vor allem die einstimmige Unterstützung der
Bemühungen des persönlichen Gesandten erwarte". Laut dem französischen Botschafter sind
"die Vision und das Engagement von Herrn Köhler für den Impuls, den er eingeflößt hat,
wirklich unvergleichlich". "Es gab also eine einstimmige Unterstützung für ihn und für seine
Bemühungen", fügte der Diplomat hinzu.

Der deutsche UNO-Botschafter, Christoph Heusgen, sagte seinerseits, der persönliche


Gesandte des Generalsekretärs sei diesem Thema weiterhin "sehr verpflichtet", und er
bekräftigte vor dem Sicherheitsrat seine Bereitschaft, "einen realistischen und praktischen
Nutzen aus der nachhaltigen Beilegung der Frage der marokkanischen Sahara zu erzielen".

"Es war sehr wichtig, alle Parteien am Tisch herumzusehen, was der Beilegung des Konflikts
Beistand geleistet hat. Jeder hat gesagt, dass dies ein Konflikt sei, für den wir eine Lösung
ausfindig werden können", sagte der deutsche Botschafter der Presse gegenüber.
Seines Erachtens wäre die Lösung dieses Konflikts "für die Einwohner der Region von
Vorteil, weil das wirtschaftliche Potenzial des Maghreb enorm ist, aber heute aufgrund dieses
Konflikts leider nicht ausgenutzt wird".

Der deutsche Botschafter hegte das Bedauern, dass das Potenzial für die wirtschaftliche
Integration in der Maghreb-Region durch diesen zu lang andauernden Konflikt eingeschränkt
wird. "Heute gibt es aber kaum einen kommerziellen Austausch zwischen Marokko und
Algerien (...), zwei große Länder in der Region, deren Bevölkerung von einer solchen
Integration profitieren können würde", sagte er.

Die Lösung dieses Konflikts, der den Weg für die Integration des Maghreb ebnet, wird für die
Region einen "großen Schritt nach vorne" bedeuten, und "Deutschland bleibt sehr offen" für
ein solches Ergebnis, versicherte Heusgen.

Quellen:

http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com

http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com

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