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Themenliste 1

Siegler S.1- S.32

• Anlage Biologische
Grundausstattung/ Genom
• Umwelt Materielle und soziale
Umgebung, die unsere
Entwicklung beeinflussen

• Genom Komplette Erbinformation


eines Lebewesens

• Epigenetik Erforschung der bleibenden


Veränderung bei der
Genexpression, die durch
Umwelteinflüsse bewirkt
werden
• Methylierung Biochemischer Prozess, der
die Genexpression reduziert
• Kontinuierliche/diskontinuierliche Vorstellung von der
Entwicklung altersbedingten, stetigen
Veränderung(Baum)/
Vorstellung einer diskreten
Veränderung in
gelegentlichen, größeren
Entwicklungsschritten
(Verpuppung Schmetterling)
➔ Stufentheorie:
diskontinuierlich,
altersabhängige
Stadien

• Umschüttaufgabe b. Mengenkonstanz Klassisches Verfahren zur


Überprüfung des kindlichen
Denkniveaus

• Soziokultureller Kontext Die materiellen, sozialen,


kulturellen, ökonomischen,
zeitgeschichtlichen Umstände,
die die Umwelt eines Kindes
bilden

• Sozioökonomischer Status Maßeinheit für die soziale


Schicht, basiert auf
Einkommen und Bildung
Beeinflußt praktich jeden
Aspekt des Kinderlebens,
Ernährung,
Disziplinierungsmaßnahmen,
Spielen….

Einordnung des Stellenwerts empirischer


Beispiele:

Zeugenaussagen von Kindern -enorme, praktische Bedeutung


- Je jünger, desto anfälliger für
Suggestiefragen/wiederholte Fragen, geben
aber spontan zutreffende Antworten
Entwicklung von Kindern aus Waisenhäusern -Langzeitwirkungen von Deprivation, dem
Entzug von Anreizen
- Abhängig von der Dauer der
Deprivationserfahrung und dem Alter der Kinder,
wenig Einfluß Alter<6LM
-> Zeitpunkt der Erfahrung beeinflußt deren
Wirkung

Befunde zur Schizophrenieentwicklung Illustreren die Wechselwirkung zwischen Genen


und Umwelt und wie durch Proteine die
Ausprägung der Gene reguliert werden- die
Gefahr für eine Erkrankung der Kinder von
Schizophrenen Eltern ist groß, aber nicht
determininiert, sondern hängt stark davon ab, in
was für einer Familienstruktur die Kinder
schizophrener Eltern aufwachsen

Umschüttaufgabe b. Mengenkonstanz Eintritt in neue Phase führt zu qualitativen


Veränderungen der kognitiven Entwicklung des
Denkens, Schlussfolgerns, Problemlösens,
Wahrnehmung, Sprache

Variation von Schlafarrengements Beispiel für kulturbezogene Praktiken, die sich


über die Kulturen hinweg deutlich unterscheiden
können und in Alltagskonventionen tiefer
liegende Werte und Überzeugungen
wiederspiegeln

Metaphern/ Menschenbild - Kind als Wissenschaftler- dominante


Metapher Piagets-Lernen durch
Konstruktive Prozesse:
Hypothesenbilden, Experimentieren,
Schlussfolgern
- Das aktive Kind: Kinder lernen selbst
und sind nicht auf die Instruktion von
Erwachsenen angewiesen
- das intrinsisch motivierte Kind: Kinder
sind von Innen heraus motiviert und
benötigen keine Belohnung von
Erwachsenen

-
Themenliste 2a: Piaget Siegler S.118-
131/S.149/150

Assimilation Prozess, bei dem Menschen eintreffende


Informationen in ein Konzept einfügen, das sie
schon verstehen
Akkommodation Prozess, bei dem Menschen vorhandenen
Wissensstrukturen als Reaktion an neue
Erfahrungen anpassen
Äquiliberation Prozess der Ausbalancieren von Akkomodation
und Assimilation, um ein stabiles Verhältnis zu
schaffen.
Zentrale Eigenschaften Piagets Theorie -umfasst lebendigen Eindruck einer breiten
Alters- und Inhaltsspanne
-konstruktivistisch, da er annimmt das Kinder
aktiv Wissen konstruieren durch Akkomodation
und Akkomodation, die durch Äquiliberation in’s
Gleichgewicht gebracht werden
- 4 Stadien

4 Stadien Piaget -sensomotorisches St.(0-2): Intelligenz kommt


durch motorische Interaktion mit der Umwelt
zum Ausdruck
- präoperationales St.(2-7): Erfahrungen werden
durch Sprache, mentale Vorstellungsbilder und
Gedanken repräsentiert
-konkret-operationales St.(7-12): Angesichts
konkreter Gegenstände und Ereignisse wird
logisch geschlussfolgert, Schwierigkeiten beim
Umgang mit abstrakten Aufgaben
-formal-operationales St.(>12): Erwerb
kognitiver Fähigkeiten zum hypothet. Denken

Bewertung Bedeutung Piagets Theorie Schwächen:


-Denken wird konsistenter dargestellt, als es ist
- Kognit. Kompetenz v. Sgl/Kleinbkindern wird
unterschätzt
-Beitrag der sozialen Welt zur Entw. Wird
unterschätzt
- Mechanismen, die Denken hervorbringen
werden nur andeutungsweise beschrieben

Stellenwert Untersuchungsbeispiele

Zentrierung Kinder konzentrieren sich auf ein einzelnes,


auffälliges Merkmal an einem Gegenstand, Bsp.
Der Quantität eines Gegenstandes bei
Veränderung der Form
Erhaltung (= Konzept der Invarianz) Vorstellung, das eine Veränderung des
Erscheinungsbildes auch die grundlegende
Eigenschaft des GGst. verändert
Objektpermanenz Bezeichnent für die Entwicklung einer mentalen
Representation eines Gegenstandes, der auch
dann existiert, wenn er nicht mehr als Objet
sichtbar ist
Gehören zum präoperatinalen Stadium

Themenliste 2b: Siegler Kapitel 4, S.140-144,150

Soziokulturelle Theorien Ansätze, die den Beitrag anderer Menschen und


der umgebenden Kultur zur Kindesentwicklung
betonen
Gelenkte Partizipation Prozess, bei dem informierte Menschen
Aktivitäten so organisieren, das Menschen mit
geringeren Kenntnissen etwas lernen
Zusammenhang zwischen Sprechen und Vygotsky beschreibt Kinder als soziale Wesen,
Denken bei Vygotsky inkl. „inneres Sprechen“ deren Schicksal verwoben ist mit dem anderer
Menschen und geformt durch den kulturellen
Kontext, den sie auch mitgestalten
- Sprache wird verinnerlicht in drei Phasen der
Internalisierung:
Zuerst über Kommunikation mit anderen
Menschen, dann vom eigenen
Selbstgespräch(4-6 Jahre ODER auch bei
anspruchsvollen Aufgaben im späteren Alter)),
dann durch inneres Sprechen(Denken)

Themenliste 3a: Siegler Kapitel 9, S.315-321,


346,347
Freud: - Bezeichnung als psychosexuell wg. seiner
Theorie der psychosexuellen Entwicklung Annahme, das auch das Verhalten kleiner
Kinder durch ihre Sexualität motiviert wird und
Kinder universell auftretende Phasen
durchlaufen, die sich durch Lustgefühle auf
verschiedene erogene Zonen des Körpers
konzentriert
Psychische Energie Gesamtheit der biologisch begründeten
instinktiven Triebe, die Verhalten, Gedanken,
Gefühle antreibt
Erogene Zonen Körperbereiche, die in den einzelnen
Entwicklungsphasen erotische Empfindungen
auslösen (Lustgefühle)
Rolle von Konflikten in der Entwicklung Konflikte zwischen ungezügelter Forderung
nach sofortiger Befriedigung des „ES“ und den
Einschränkungen der externalen Welt führen zur
Weiterentwicklung des „ES“ zum „ICH“, also zu
Vernunft und Verstand gg. Ende des ersten
Lebensjahres
Lustprinzip vs. Realitätsprinzip Lustprinzip leitet das „ES“, die biologischen
Triebe, die früheste und primitivste der drei
Persönlichkeitsstrukturen, Realitätsprinzip leitet
das „ICH“, das versucht die Forderungen des
ICH mit den Anforderungen der Realität in
Einklang zu bringen

ES, ICH, ÜBER-ICH Es: Früheste primitivste Persönlichkeitsstruktur,


Triebe, von Geburt an vorhanden, erzeugt
Spannung, weint daher um Spannung
abzubauen, daher wird er gestillt, was dem Baby
Befriedigung verschafft
ICH: zweiter Teil der Persönlichkeitsstruktur, gg.
Ende des ersten Lebensjahres, wird vom
Realitätsprinzip gleitet und versucht
Anforderungen der Realität mit Forderungen des
ES in Einklang zu bringen
ÜBER-ICH: dritter Teil der
Persönlichkeitsstruktur, taucht nach den
Anstrengungen des Klarkommens mit den
sexuellen Wünschen in der phallischen Phase
auf, entspricht dem Gewissen, beruht auf der
Übernahme und Internalisierung von Regeln und
Normen
Postulierte Entwicklungsphase
Ödipus/Elektra- Komplex Ödipus: Konflikt der Jungen in der phallischen
Phase, wenn sich das sexuelle Verlangen auf
die Mutter richtet, sie sich gleichzeitig vor der
Vergeltung durch den Vater fürchten
Elektra: Romantische Gefühle der Töchter in der
phallischen Phase für ihre Väter, Mütter als
Rivalin
Verdrängung, Fixierung

Bewusstsein, Unterbewusstsein, Unbewusstes


Es= Unbewusst

Einfluss früherer Erfahrungen auf die weitere Gesunde Entwicklung kann beeinträchtigt
Entwicklung werden wenn in einer der Phasen die
Bedürfnisse nicht befriedigt werden, bleiben die
Kinder darauf fixiert, was auf indirekte oder
symbolische Weise zum Ausdruck kommt
(zwanghafte Ordnung/ Sauberkeitsneigung,
Nagelkauen, Daumen lutschen usw.)
Errikson: Übernahm grundlegende Elemente Freuds,
bezog in die psychologischen Grundelemente
aber auch soziale Faktoren (kulturelle Einflüsse,
aktuelle Fragen wie Jugendkriminalität,
veränderte Geschlechterrollen)mit ein, 8
altersabhängige Entwicklungstufen mit Kriesen/
Entwicklungsaufgaben, de das Individuum
bewältigen muss
Postulierte Entwicklungsstufen
Rollen von Krisen für die Entwicklung Krisen einer Entwicklungsstufe müssen
bewältigt werden, bevor Reifungsprozesse die
nächste Phase der Entwicklung einleiten, sonst
kämpft die Person weiter mit dem ungelösten
Konflikt.
Schwächen beider Theorien Zentrale Aussagen zu ungenau für
wissenschaftl. Überprüfung
Themenliste 3b: Siegler Kapitel 9, S.321-
327,347
Watson: Begründer des Behaviorismus 1878-1958,
Lernen als Konditionierung ist der primäre
Entwicklungsmechanismus
Klassische Konditionierung Klein- Albert, durch Verknüpfung mit einem
Reizt löst sich rineareaktionaus, Grundlage für
Behandlungsverfahren, die auf
Dekonditionierung beruhen(Löschung von
Furcht)
Dekonditionierung S.o., Löschung von Furcht
Systematische Desensibilisierung Positive Reaktionen werden nach und nach mit
anreisen konditioniert, die ursprünglich eine
negative Reaktion hervorgerufen haben.
Ethische Haltung Nach heutigen ethischen Maßstäben
unzulässige Experimente
Skinner 1904-1990, nahm an das Entwicklung primär
eine Frage von Verstärkung sei,
- Verstärkung von Verhalten als Folge von
Aufmerksamkeit für dieses Verhalten,
- intermittierende Verstärkung: inkonsequentes
Reagieren, also mal Belohnung mal Bestrafung,
führt zu Immunisierung von unerwünschten
Verhaltensweisen, die dann schwerer gelöscht
werden können.
Time out Auszeit = syst. Entzug von Aufmerksamkeit
wodurch Verstärkung für unangemessene
Verhalten entfernt wird- da in Isolation keine
Aufmerksamkeit erfolgt.
Bandura 1977-1986, Auffassung, dass größter Teil des
Menschlichen Lernens sozialer Naturist, also auf
Beobachtung an anderen Menschen beruht,
sozial-kognitive Lerntheorie,
Rolle von Beobachten und Nachahmen Wechselbeziehung zw. Kindern und ihrer
Umwelt, die Veränderung auf beiden Seiten
bewirken,
Selbstwirksamkeit Kognitiver Faktor, „Selbsteinschätzung“: Die
Einschätzung eines Menschen zur Wirksamkeit
des eigenen Verhaltens, eigener Gedanken und
Gefühle um erwünschte Ziele erreichen zu
können
Bobo-Doll Stehaufpüppchen, Demonstration der
stellvertretenden Verstärkung: Beobachtung der
Belohnung/Bestrafung des Verhaltens eines
anderen führt zu
Nachahmung/Nichtnachahmung des
beobachteten Verhaltens
Themenliste 3C: Siegler S. 332-338,340-346,347

Ökol. ENTWICKLUNGSTHEORIEN

Ethnologie, Prägung Verhaltensforschung der evolutionsbiologischen


Grundlagen des Verhaltens
Prägung: Form des Lernens bei Tieren, insbes.
beim Bindungsverhalten neugeb. Säuger/Vögel
Theorie der elterlichen Investition Theorie, die die umfangreiche Investition der
elterlichen Fürsorge als Investition in die
Weitergabe der Gene erklärt
Systeme des bioökologischen Modells der
Entwicklung und ihre Bedeutung
Mirkosystem Unmittelbare Umgebung
Mesosystem Verbindungen zwischen den unmittelbaren
Rahmenbedingungen des Mikrosystems
Exosystem Umweltbedingungen, die eine Person nicht
direkt erfährt, sie aber beeinflusst (Arbeitsplatz
Eltern, wirtschaftliche Anlage des Arbeitgebers)
Makrosystem Kulturelle Werte und Normen der umgebenden
Gesellschaft
Chronosystem Zeitbedingte Veränderungen von Person und
Umwelt
Erklären der Wechselwirkungen dieser Systeme anhand von

Kindesmisshandlung Mikroben: Merkmalender Eltern erhöhten Risiko,


niedrige Selbstachtung, negative Reaktionen auf
Stress, schlechte Impulskontrolle,
Alkohol/Drogen

Kinder und Medien


Medienkonsum führt zu Nachahmung,
Abstumpfung, Aufregung und Stimulation,
Aggressiven Gedanken, körperliche Untätigkeit,
Adipositas, schlechteren Schulleitungen,…
Wirksame Waffe gg. Negative Einflüsse:
Mikrosystem Eltern durch Zugangskontrolle,
Mikrosystem durch Gesetze,

Sozio-ökon. Status und Entwicklung


Auf jeder Ebene des bioökol. Modells,
Mikro: Wohnverhältnisse/Nachbarschaft
Meso: Zustand Schule, Qualität Lehrer,
Exo: Art der elterlichen Arbeitsstelle
Makro: Regierungspolitik, die auf dem
Arbeitsmarkt wirkt oder soziale Unterstützung
reguliert

Themenliste 4 Siegler S.19-31,32


Wissenschaftliche Methode Ansatz zur Prüfung von Annahmen
mit Hypothese, die auf Basis empirischer
Forschung überprüft wird
Gütekriterien wissenschaftlicher Reliabilität- Zuverlässigkeit von einander
Datenerhebungsmethoden unabhängig durchgeführten Messungen
Validität- Ausmaß, mit dem der. Test misst, was
er messen soll
Interrater-Reliabilität: Ausmaß der
Übereinstimmung der Beurteilung von
Testergebnissen unterschiedlicher Beurteilen
Test-Rater-Reliabilität: intertemporale
Stabilität(?)
Interne Validität: Ausmaß, in dem sich
experimentelle Effekte auf manipulierte Variable
zurückführen lassen
Externe Validität: Ausmaß der Repräsentativität
über die Untersuchung hinaus

Interview als Methode der Datenerhebung Strukturiertes Interview- alle Teilnehmer


beantworten die selben Fragen
Klinisches Interview-Fragen werden in
Abhängigkeit an die gegebenen Antworten
angepasst.

Beobachtung als Methoden der Datenerhebung Feldbeobachtung-Beobachtung in natürlicher


Umgebung ohne Einflussnahme
Strukturierte Beobachtung- jeder Beobachtete
wird in dergleichen Situation beobachtet, das
Verhalten aufgezeichnet (macht also direkte
Vergleiche möglich, aber keine natürliche
Gestaltung möglich)

Korrelationsdesign Untersuchung, die auf die Beziehung zweier


Variablen gerichtet sind
Korrelation Zusammenhang zwischen Variablen
Gibt keine Ursache- Wirkung- Beziehung
wieder, keine Verursachungsrichtung an, da
auch immer eine dritte Variable ursächlich sein
kann
Korrelationskoeffizient Statistischer Kennwort für die Stärke und
Richtung des Zusammenhangs
Entwicklungspsychologische
Untersuchungsdesigns:

Experimentaldesigns Lassen Aussage über Ursache und Wirkung zu,


Entscheidend sind die Randomisierung der
Teilnehmer und die experimentelle Kontrolle
Randomisierung Auswahl von Versuchsgruppen nach dem
Zufallsprinzip

Experimentelle Kontrolle Kontrollierte Bedingungen des Experiments um


Störvariablen auszuschließen
Querschnittdesign Zufallsstichprobe mit Kindern unterschiedlichen
Alters
Längsschnttdesign Untersuchung der selben Personen zu
mehreren Zeitpunkten
Mirkogenetische Designs Sollen Prozesse, die Veränderungen
hervorrufen, im Detail erfassen,
Wiederholte Untersuchung während eines
kurzen Zeitabschnittes
Ethische Fragen: - Keine Schäden an Probanden
- Einverständniserklärung aller
Teilnehmenden/ Erziehungsberechtigten
- Anonymität waren
- Alle Ergebnisse besprechen
- Allen negativen Folgen entgegenwirken
- Falsche Eindrücke korrigieren

Themenliste 5a ,Siegler S.37-76,70-71,72


Epigenese Ausbildung von Strukturen/Funktionen i. Verlauf
der Entwicklung
Phylogenetische Kontinuität Vorstellung, das gemeinsame
Evolutionsgeschichte v. Mensch/Tier
kontinuierlich verläuft u. deshalb Menschen viele
Eigenschaften, Verhalten,
Entwicklungsprozesse mit Tieren teilen
Tierversuche lassen Aussagen über
Menschen zu, z.B.
➔ Alkoholembriopathie,
➔ fetales Lernen (Breastcrawl bei Ratten
durch Orientierung an Drüsensekret
Brustwarze/ Fruchtwasser
Genetische Ähnlichkeit von Zwillingen/
Geschwistern
Habituation Einfache Form des Lernens, das sich mit
Abnahme der Reaktion auf wiederholte Reize
zeigt
„Förderung“ des ungeborenen Kindes Stimme und Sprachfluß sind erkennbar für einen
intrauterinen Fetus, nicht der Bedeutungsgehalt
Sensible Phase Die Embryonalphase ist die kritischste Phase, in
der die stärksten teratogenen Schäden durch
Umwelteinflüsse hervorgerufen werden,
3-(Ende) 8. SSW= Phase der schnellsten
Entwicklung aller großer Organsysteme,
Aktivierungszustände Bewußtseinszustände
Entwicklung-Resilienz Eigenschaft, sich trotz mehrfacher Risiken gut
zu entwickeln
-bestimmte Persönlichkeitseigenschaften
(Intelligenz, Offenheit, Selbstwirksamkeit)
- Das Erhalten von wohlwollender Fürsorge von
irgendjemand

Themenliste 5b, Siegler S.78-106, 111, 94, 112


Genotyp Das genetische Material, das ein Individuum
erbt
Phänotyp Beobachtbares Erscheinungsbild der Körper/
Verhaltensmerkmale
PKU -Beispiel für Genotyp-Umwelt-Interaktion
-defektes rezessives Gen auf Chromosom 12,
Phenylanalin kann nicht umgesetzt werden,
reichert sich bei normaler Ernährung im Hirn an
-> Umweltbedinung Diät: normale Entwicklung
-> Umweltbedinung normale Ernährung:
schwere Behinderung

Verhaltensgenetik Analyse und Trennung der Ursache individueller


Unterschiede im Verhalten u. Entwicklung im
Hinblick auf genetische und umweltbedingte
Einflüsse, deren Zusammenwirken diese
Unterschiede verursacht
- Familienuntersuchung,
Zwillingsstudiendesign->
Korrelierengenetische Unterschiede bei
Zwillingen mit unterschiedlichen
Eigenschaften, wenn die Zwillinge unter
denselben Umweltbedinung aufwachsen
ein Merkmal in hohem Maße, kann dies
ein Anhaltspunkt für die Bedeutung
genetischer Faktoren sein
Erblichkeit Statistische Schätzung zur Quantifizierung des
genetischen Einflusses auf
Persönlichkeitsmerkmale bei Individuen einer
Population
Plastizität Veränderungsfähigkeit des Gehirns durch
Erfahrungen, auch durch Schädigungen
Sensible Phase Es gibt sensible Phasen, in denen das
menschliche Gehirn für bestimmte Arten
externer Reize besonders empfänglich ist-z.B.
Deprivation bei rumänischen Heimkindern,
Spracherwerb,

Themenliste 6: Siegler S.156-165, 169-


190,191,191
Wahrnehmung
Visuelles System erst unreif,
auditiv gut entwickelt
Geruchssinn gut entwickelt
Integrieren verschiedener Wahrnehmung von
frühestem Alter an
Sehschärfe 40-50% des cerebr. Cortex sind an Visueller
Verarbeitung beteiligt
Sehvermögen eines NGB verbessert sich enorm
schnell
Wird deutlich bei Beobachtung der
Blickpräferenz und Habituation
Sgl bevorzugen Muster, erkennen dies nur
anhand von starken Kontrasten, da die Zapfen
nur 2% des Lichtes einfangen (Erw. 65%)
Entwicklung Sehschärfe:
im 8 LM annähernd eines Erw., mit 6 Jahren
ausgereift
Entwicklung Farbensehen: ausgereift mit 2-3
Monaten
Visuelles Abtasten: 1LM: Äußere Konturen
Geischt
2 LM: Innere Merkmale des Gesichts
Intermodale Warhnehmung Gleichzeitige Stimulation von unterschiedlichen
Sinnessysteme
Motorische Entwicklung NGB mit fest sturkturierten Verhaltensweisen
(Reflexe)
Motorische machen Kleinkinder schnelle
Fortschritte, kulturell geleitet ist der Umgang mit
der Bewegungsentwicklung, was die
Geschwindigkeit beeinflusst, (z.B. auch Einfluss
der Windeln auf Gangbild)
Greifen:
Kleine Revolution, Vorform: tollpatschiges
Schlagen,
starke Interaktion zwischen visueller und
motorischer Entwicklung, aber auch zwischen
auditiver und motorischer Entwicklung
Skalierungsfehler sind ein Beispiel für
fehlgeschlagene Integration von Wahrnehmung
und Handlung (sich auf Ministuhl setzen)

Lernern Habitation- schwacher werdende Reaktion auf


wiederkehrende gleichartige Stimulation zeigt,
das Lernen stattgefunden hat, verringert
Aufmerksamkeit für altbekanntes und gibt
dadurch Möglichkeit, auf Neues zu achten
ZSH Kürze der Habituationszeit – Ausmaß an
Intelligenz
Klassisches Konditionieren Klassische Konditionierung: Lernform, bei der
ein ursprünglicher, neutraler Reiz mit einem
Reiz assoziiert wird, der eine bestimmte
Reaktion auslöst

Operantes Konditionieren Instrumentelles Lernen, Lernen der Beziehung


zwischen eigenem Verhalten und daraus
entstehenden Folgen
Beobachtungs und Nachahmungslernen Zw. 6 und 9 Monaten Imitation von Verhalten
von Menschen, selbst nach 12 Std der
beobachteten Handlung, mit 14 Monaten sogar
nach 7 Tagen
Spiegelneurone: System wird aktiviert, als würde
man selbst handeln, wenn eine Handlung auch
nur beobachtet wird
Kognition Denken nachprüfbar machen durch
Verfahren der Erwartungsverletzung: Kindern
wird ein Ereignis gezeigt, das Überraschung
auslösst weil es dem wiederspricht, was das
Kind weiß, Erkenntnisse lassen an Piagets
Konzept der fehlenden Objektpermanenz
zweifeln
Entwicklung physikalischen Wissens:
Kinder reagieren mit Überraschung bei
physikalisch unmöglichen Vorgängen schon im
ersten Lebensjahr
Entwicklung Soziales Wissen:
Soziale Präferenzben für Muttersprachlichen
Klang
Bevorzugung von „Helfern“ anstelle von
„Angreifern“ durch Blickpräferenz

Themenliste Studienbrief
1. Was ist eine empirische Wissenschaft
Die Psychologie ist eine empirische Wissenschaft. M. Hilfe systematischer Methoden
(Experiment, Beobachtung) werden psychische Phänomene zugänglich und erforschbar. Aus
Theorien abgeleitete Hypothesen werden an der Wirklichkeit überprüft. Systematische
Überprüfung des Menschen als realen Untersuchungsgegenstand, ob Konzeption und
Vorhersagen zutreffen
2. Was ist ein psychologisches Konstrukt? Ein Konstrukt ist eine gedankliche Hilfskonstruktion
für die Beschreibung von Phänomenen, die der direkten Beobachtung nicht zugänglich sind,
sondern nur aus anderen beobachtbaren Daten erschlossen werden können
3. Def. Operationalisierung? Heranziehen von Indikatoren für Verhaltens und Erlebensweisen,
Angabe der verwendeten Indikatoren, Spezifizierung der Erhebungsmethode, der
Instrumente, die Art der Aufbereitung der Informationen für die Analyse
4. Vor-/Nachteile Fragebogenuntersuchung: Geschlossene Fragebögen relativ unaufwendig,
aber nicht immer valide, da Zahlen für jeden Menschen etwas anderes bedeuten
5. Display Rules: soziale, kulturelle Regeln für angemessenes Ausdrucksverhalten , Erforschung
durch z.B. die Reaktion auf enttäuschendes Geschenk
6. Generalisierung: Rückschlüsse von Untersuchungseinheiten auf Grundgesamtheit
7. Ökologische Validität: trotz systematischer Einhaltung der Untersuchungsbedinung soll die
Untersuchungssituation möglichst natürlich sein
8. Unterschied nomothetisch <-> idiographisch wissenschaftlicher Ansatz:
N: Ziel der Forschung allgenmeingültige Gesetze( Naturwissenschaften), i: Ziel ist die Analyse
konkreter Gegenstände (Geisteswissenschaften)
9. Kennzeichen soziogenetischer Ansatz in der Psychologie& Verteter desselben:
Soziogenetische Ansätze betonen sozialen Ursprung psychischer Funktionen ohne soziale
Determinierung, Vertreter: Simmel, Mead, Vygotsky
10. I und Me bei Mead: Aus Meads soziogenetischen Ansatzes zum Selbst (1934), das Selbst
entsteht durch soziale Austauschprozesse.
- Me stellt strukturelle, konventionelle und zeitstabile Komponente des Selbst dar, repräsentiert
die internalisierten Haltung sozial anderer aus der Gesellschaft, entsteht durch
Rollenübernahme
- I dynamische Komponente, immer wieder neue, wechselnde Perspektive, individuelle
Dynamik
11. Def. Kultivationsprinzip: Simmel unterscheidet zwischen objektiver und subjektiver Kultur

- die objektive Kultur ist für den sich entwickelnden Menschen nur insofern förderlich, als er
sie in subjektive Kultur umsetzen kann. Nur dann trägt Kultur zur Vervollständigung der
Entwicklung des Menschen bei, wird zu subjektiver Kultur

- ohne Kultur bleibt menschliche Entwicklung stehen, kann ihre Potenziale nie voll
ausschöpfen

- Kultivation ist ein wechselseitiger Prozess: Über die Kultivation der Welt, der Dinge,
kultivieren wir uns selbst

- bestimmte geliebte Objekte können "Teil unseres Selbst" werden

12. Zonen der nächsten Entwicklung nach Lev Vygotsky:


Ontogenetische Entwicklung verläuft von intermental zu intramental- was zwischen Menschen
passiert, wird internalisiert und zu Grundlage höherer psxchischer Funktionen. Kulturelle
Werkzeuge wie Sprache asl wichtige Rolle- gesprochene Sprache wird zu Innerer Sprache,
aus innerer Sprache die gedanken-> Denken ist sozialen Ursprungs
Entwicklung ist immer zukunfstorientiert, potentielle Entwicklungspfade sind nur rudimentär
angelegt und werden durch individuelle Aktivität oder durch soziale Leitung realisiert.
13. Stadien der kognit. Entwicklung nach Piaget:

- Sensumotorisch - 0-2-: „Denken“ durch Benutzung und Einwirkung der


Augen/Ohren/Hände/Mund auf Umwelt
- Präoperational -2-7-: Verwenden von Symbolen zur Representation früher sensumotorischen
Entdeckungen, Symbolspiel, Denken noch ohne Logik
- Konkret operational -7-11-: Denken wird prälogisch aber noch nicht formal-abstrakt,
Mengenkonstanz
- Formal operational ->11-: Abstraktionsfähigkeit, Denken in Symbolen möglich z.B.
fortgeschrittene Mathematik, wissenschaftliche Probleme

14. Def. Ontogenese: Die Entwicklung eines Lebewesens


15.
- Traditioneller (enger) Entwicklung korreliert als geordneter,
Entwicklungsbegriff: gerichteter, universell gültiger Prozess mit
dem Lebensalter
Kultur irrelevant
Endzustand als höherwertiger Zustand
Stufenmodelle
Mensch passiv
Findet in Kindheit und Jugend statt
- Weiter Entwicklungsbegriff: Veränderungen finden nicht immer in
systematisch aufeinander folgenden Stufen
statt- Individuum gestaltet seine eigene
Entwicklung mit und lässt nicht passiv
Einflüsse über sich ergehen
Anlage x Umwelt
Abhängig von internen und externen
Bedinungen
Mensch beeinflusst seine Entwicklung
selbst
Kontextuell (durch Einflüsse von Kultur
beeinflussbar)
Auf gesamte Lebensspanne bezogen

16. 7 Leitsätze der Entwicklungspsychologie der Lebensspanne nach Baltes:


1. Lebenslange Entwicklung:
•"Ontogenese" = lebenslanger Prozess
•Altersstufen werden nicht dazu herangezogen, zu bestimmen, was Entwicklung ist
•in allen Lebensphasen können sowohl kontinuierliche (kumulative) als auch diskontinuierliche
(innovative) Prozesse auftreten

2. Multidirektionalität
•Variation der Richtung der ontogenetischen Veränderungen sowohl in verschiedenen
Verhaltensbereichen als auch innerhalb derselben Verhaltenskategorie
•Im Laufe der Lebensspanne können sich in ein und demselben Entwicklungsabschnitt
Verhaltensweisen positiv verändern, also wachsen, andere dagegen negativ, d.h. sie werden
abgebaut.
•Multidirektionalität besteht in gleichen wie in unter schiedlichen Verhaltenskategorien

3. Entwicklung als Gewinn und Verlust:


•Entwicklung setzt sich aus Wachstum und Abbau zusammen und zwar in jedem Alter,
lediglich die Gewichtung verschiebt sich.

4. Plastizität:
•bezieht sich auf die Veränderbarkeit innerhalb einer Person (intraindividuell)
•Variation des Entwicklungsverlaufes einer Person in Abhängigkeit von ihren
Lebensbedingungen & Lebenserfahrungen
•Hauptaufgabe der entwicklungspsy. Forschung = mögliches Ausmaß & Grenzen der
Plastizität zu untersuchen

5. geschichtliche Einbettung:
•Kultur und historische Ereignisse nehmen großen Einfluss auf die Entwicklung eines
Menschen

6. Kontextualismus:
•Entwicklungsbedingungen sind in 3 miteinander interagierenden Systemen verortet:
◦normativ-altersbezogene Einflüsse = biologische & umweltabhängige Prozesse (z.B.
Bartwuchs, wird zu einem bestimmten Alter auch sozial erwartet)
◦normativ-historische Einflüsse = Ereignisse, die die meisten Mitglieder einer Gesellschaft in
ähnlicher Weise betreffen aber unterschiedliche Auswirkungen auf Jahrgangskohorten haben
(z.B. Kriege / Wiedervereinigung)
◦non-normative Einflüsse = alle anderen Einflüsse, insbesondere individuell bedeutsame
Lebensereignisse, die weder sozial erwartet noch vorhersagbar sind (Arbeitsplatzverlust,
Todesfälle, Scheidungen…)

7. Multidisziplinäre Betrachtung:
•Psychologie als Disziplin repräsentiert Entwicklung nur ausschnittsweise
•Entwicklung im psychologischen Sinne muss auch in Verbindung mit anderen Disziplinen
gesehen werden, z.B: ◦Biologie (zu was ist ein Mensch rein körperlich in einem bestimmten
Alter überhaupt fähig?) und
◦Soziologie (welche Möglichkeiten hat ein Mensch überhaupt, weit gefasst gesehen)

17. SOK nach Baltes: Selektive Optimierung mit Kompensation= 3 Strategien, deren
Zusammenspiel zu einer erfolgreichen lebenslangen Entwicklung führen: Selektion:
Auswählen der der Lebensmöglichkeit, die wir verwirklichen wollen, Optimierung: Wir suchen
geeignete Mittel, um das Gewählte möglichst gut zu tun, Kompensation: Wir reagieren flexibel
und ausgleichend, suchen neue Wege um Ziel zu erreichen.
18. Alter- ist keine unabhängige Variable, da niemand sein Alter variieren kann..
19. Stellenwert von „Alter“ in entwicklungspsychologischen Forschung: Zeit ist die zentrale
Dimension der Entwicklung, veränderung, Quasi- Stabilität, Erklärungen von Veränderungen,
die systematisch mit dem Lebensalter korrelieren. Alter ist nicht kausal, kann nichts erklären,
nur die damit einhergehenden Faktoren, die für bestimmte Entwicklungsergebnisse
verantwortlich sind
20. Querschnittsmethode: eine empirische Untersuchung (beispielsweise eine Befragung oder
Inhaltsanalyse), die einmalig zu einem Zeitpunkt durchgeführt wird.
- Vorteil: Einfacher in der Durchführung: Gewinnung von Probanden, zeitlich straff, Auswertung
schnell verfügbar,
- Nachteil: Kohorten- und Alterseffekte können vermischt sein, sagt nichts über individuelle
Entwicklungsverläufe aus, die nicht gleichförmig altersspezifisch verlaufen.
21. Längsschnittmethode: Untersuchung einer altershomogene Stichprobe über die Zeit mehrfach
für Ausprägungen im Merkmalsbereich
- Vorteil: Lebensalter als unabhängige Variable, Merkmalsausprägung als abhängige Variable->
individuelle Entwicklungsverläufe werden nachgezeichnet
- Nachteil: Aufwand, Dauer, bei Erstellung von Mittelwerten verstreichen die intdividuellen
Unterschiede, Versuchspersonen nicht garantiert erreichbar, Testungseffekt = Übungseffekt
als Anassungsreaktion auf Erhebungsinstrument
- Lösung: Kombinationsmöglichkeiten zur Kontrolle der Fehlerquellen
22. Konzept der Entwicklungsaufgabe:
-Robert Havighurst, 1948
- Lebensphase lässt sich durch die Aufgabe beschreiben, die zentrales Thema der
Lebensphase ist
- Bewältigte Aufgabe-> Zufriedenheit und Erfolg
- Versagen bei Aufgabe-> >Unzfriedenheit, Ablehnung, Schwierigkeiten bei der Bewältigung
weiterer Aufgaben
- Entwicklungsaufgaben entstehen durch 3 Quellen:
1. individ. Leistungsfähigkeit (inkl. Körperl. Entwicklung)
2.soziokulturelle Entwicklungsnorm
3. individuelle Zielsetzung im einzelnen Lebensbereich
-> Havighursts Konzept ist gesellschaftlich, historisch und kulturell geleitet
23. Erik Erikson: Kernaussagen und Kernbegriffe:
- Lebensauf als Abfolge von Kriesen, die durch erfolgreiche Überwindung zu gesunder
Weiterentwicklung oder Stagnation in der Kriese führt
- Vertrauen vs. Misstrauen
- Autonomie vs. Scham & Zweifel
- Initiative vs. Schuldgefühl
- Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl
- Identität vs. Identitätsdiffusion
- Intimität vs. Isolierung
- Generativität vs. Stagnation und Selbstabsorbation
- Integrität vs. Verzweiflung

24. Methode zur empirischen Erfassung von Identität und Identitätsentwicklung von James
Marcial:
- - auf Basis Eriksions Theorie entwickelte Marcial den Identity Staus Approach, das damit
einhergehende Identity Status Interview
- Identitäskonstruktion findet innerhalb thematischer Kontexte/ Domänen statt, zB
beruflich/schulisch, politisch, religiös, Freundschaft, partnerschaft, Sexualität
- Interviews gewichten die Ausprägung des Maßes an Exploration und Commitment (Hoch oder
niedrig) und lassen so die Diagnose eines Identitätsstatusses zu
- 4 Stadien: übernommene Identität ohne Exploration, erarbeitete Identitä mit Exploration nach
Commitment, Moratorium: Exploration ohne Commitment, Identitätsdiffusion: Weder Expl.
Noch Commitment, sondern Desinteresse und Beliebigkeit
25. - Identity Status Interview (ISI) von Marcia
- Flensburg Identity Status Interview (FISI) von Haußer
2007 (subjektive Gewichtung der einzelnen Domänen durch Probanden)
- Fragebogen Utrecht-Groningen Identity Development Scale II (Meeus & Dekovic, 1995) =>
indirekte Erfassung von Exploration + Commitment => emotionale Komponente von
Commitment, breitere Exploration von Alternativen
- Ego Identity Process Questionaire (EIPQ) Balistreri, 1995
=> direkte Erfassung von Exploration + Commitment
=> Erfassung An- oder Abwesenheit Commitment + engere/ fokussiertere Exploration
- Extended Objective Measure of Ego Identity Status II (EOM-EIS-II) Bennion & Adams, 1986
=> direkte Erfassung von Exploration + Commitment
Übereinstimmung in Korrelationsstudien nicht sehr hoch

26. Kulturvergleich vs. Kulturpsychologie:


Kulturvergleich Kulturpsychologie

- sucht nach Differenzen - zentrales Anliegen = auf


und/oder Gemeinsamkeiten welche Weise P. mit Kultur
(Universalien) psychischer in Verbindung steht, Fokus
Funktionen zwischen auf Bedeutungs- und
"Kulturen" Sinnstrukturen (Wünschen,
- Kulturbegriff ist statisch + Fürchten, Hoffen,
verdinglichend, implizierte Vorstellung, Sehnsucht) in
Annahme, Kultur sei einem mehr oder weniger
homogene Einheit, fest, explizit
stabil, explizit handlungstheoretischen
- Problem: Kultur als UV Rahmen
(Land, Nation), AV = Person, - Kultur = integraler
die ist aber infiltriert von Bestandteil psy. Funktionen
Kultur (UV ist statistisch, und Strukturen
kein psy. kausaler Prozess), - Kultur + Psyche sind
Generalisierung von intrinsisch aufeinander
Individuum auf Kultur bezogen, ko-konstruieren
sich wechselseitig
- Kultur = fluide, flüchtig,
implizit, diskursiv
ausgehandelt, lokal
gedacht, heterogen
- Komplexität des
Kulturbegriffs ist in in
Forschungspraxis sichtbar

Einführung 1

Frage Antwortoptionen Lösung

A: Das chronologische Alter ist keine physikalische, sondern eine


psychologische Größe
B: Alter ist im eigentlichen Sinne keine "echte" UV, wird aber in
Das Lebensalter spielt in der entw.psycholog. Designs sehr häufig als solche betrachtet
Entw.psych eine große Rolle. C: Alter geht mit zugrundeliegenden Entwicklungsprozessen einher,
B,C,D,E
Welche Aussagen sind "erklärt" diese aber nicht
zutreffend? D: Der Fokus auf Altersvariation vernachlässigt die interindividuellen
Unterschiede zwischen Altersgleichen
E: Lebensaltersbezogene Entwicklungsreihe erwecken den falschen
Eindruck einer festen Bindung von Veränderungen an das Alter
A: Entwicklung bedeutet in jeder Lebensphase Gewinn (Aufbau) und
Verlust (Abbau)
Klassische bzw. traditionelle
B: Entwicklungsprozesse sind unumkehrbar
Entwicklungstheorien B, C, D
C: Entwicklung verläuft zielgerichtet auf einen Endzustand hin
postulieren:
D: Entwicklung verläuft universell
E: Der Mensch ist aktiver Gestalter seiner eigenen Entwicklung
A: Zentrifugierung
B: Volumenkonstanz
Welche Begriffe sind in
C: Ich-Identität B, E
Piagets Theorie relevant?
D: Egoismus
E: Objektpermanenz
A: Entwicklung ist durch eine hohe intraindividuelle Plastizität
gekennzeichnet.
B: Das Erwachsenenalter nimmt bei der Definition der
Die Entwicklungspsychologie
Entwicklungspsychologie der Lebensspanne eine Vorrangstellung ein.
der Lebensspanne nach Paul
C: Die Erforschung von Entwicklung setzt eine idiographische
Baltes lässt sich A, D, E
Perspektive voraus.
folgendermaßen
D: Entwicklung variiert in Abhängigkeit von historischen, kulturellen,
charakterisieren:
gesellschaftlichen und sozialen Bedingungen.
E: Entwicklung sollte nicht nur psychologisch, sondern auch
multidisziplinär erforscht werden.
A: Das "ME" stellt die konventionelle, strukturelle und über die Zeit
vergleichsweise stabile Komponente des "Selbst" dar
B: Das „ME“ repräsentiert als „generalized other“ letztendlich die
Mead unterschied zwischen
Gesellschaft an sich A, B, D
"I" und "Me"
C: Das "ME" ist reflexiv nicht unmittelbar zugänglich
D: Die Dynamik des "I" führt zu einer Restrukturierung des „ME“
E: Das "ME" ist empirisch nicht erfassbar
A: Identitätsfindung ist für Erik Erikson mit krisenhaftem Erleben
verbunden
B: Das mittlere Erwachsenenalter ist laut Erikson vom Bedürfnis
geprägt, Werte für kommende Generationen zu schaffen,
weiterzugeben und abzusichern
Welche Aussagen sind im C:Erikson wendet sich in mancherlei Hinsicht von Freud ab. So
Kontext von Eriksons Theorie beschreibt er Entwicklung nicht in Form von psychosexuellen, sondern (+fürD)E
falsch? psychosozialen Phasen
D: Der Beginn des Erwachsenenalters ist durch den Konflikt zwischen
Solidarität und Isolierung geprägt
E: das dritte entwicklungspsychologisch relevante Thema (im 4. und 5.
Lebensjahr) wird durch die Pole Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl
charakterisiert
A: ...regeln sprachbasierte Kommunikation
B: ...dienen der Regulation des nonverbalen, spezifisch mimischen
Ausdrucks
Display rules... C: ...dienen der Regulation von Gefühlen B,(+fürE)
D: ...sind in ihren Inhaltsbereichen universell gültig
E: ...dienen der Optimierung der Selbstdarstellung in sozialen
Situationen
A: Nach Marcia zeichnet sich das Moratorium durch hohe Exploration
aus, ohne dass es zu einem Commitment kommt.
B: Für Marcia findet Identitätskonstruktion in thematischen Kontexten
oder Domänen statt, die er bei seiner Untersuchungsmethode auch
Marcia hat sich mit
berücksichtigt
Identitätsentwicklung befasst. A, B, E
C: Marcia diagnostizierte über die Zeit hinweg einen Abfall des Status
Welche Aussagen treffen zu?
der Identitätsdiffusion
D: Marcia arbeitete hauptsächlich mit Fragebögen
E: Marcia ging bei seiner Forschung von der Theorie Eriksons zum
Thema Identität aus
A: Stufentheorien, nach denen Entwicklung als Abfolge
unterscheidbarer Stadien oder Phasen verläuft, betonen die
Diskontinuitätder Entwicklung
B: Am Beispiel eines altersmäßig unterschiedlichen Umgangs mit
Piagets Invarianzaufgabe zur Einschätzung von Flüssigkeiten (auch
Entwicklung kann als
Umschüttaufgabe genannt) lässt sich eine diskontinuierliche Sicht auf
kontinuierlicher oder
Entwicklung gut darstellen
diskontinuierlicher Verlauf C
C: Im Bereich des körperlichen Wachstums gibt es ausschließlich
betrachtet werden.Welche
kontinuierliche Entwicklung, also quantitative Veränderungen
Aussagen sind falsch?
D: Eriksons Theorie der psychosozialen Entwicklung ist einer
diskontinuierlichen Entwicklungsperspektive verpflichtet
E: Bei vielen Gegenstandsbereichen gilt: Ob man von kontinuierlicher
oder diskontinuierlicher Entwicklung ausgeht, ist oftmals eine Frage der
Sichtweise der Perspektive
A: Je näher die biologische Verwandtschaft desto größer ist die
Wahrscheinlichkeit, dass Verwandte einer Person mit
In Bezug auf die Diskussion
Schizophreniedieselbe Krankheit aufweisen (Gottesmann,1991)
der Frage, wie sich Anlage
B: Hat von zweieiigen Zwillingen einer Schizophrenie, dann ist der
und Umwelt gemeinsam auf
andere Zwilling mit etwa 50%iger Wahrscheinlichkeit ebenfalls A, C, D, E
die Entwicklung auswirken,
schizophren
sind folgende Aussagen
C: Epigenetik meint die Erforschung der bleibenden Veränderungen bei
zutreffend:
der Genexpression, die durch Umwelteinflüsse bewirkt werden können
D: Eine Untersuchung adoptierter Kinder, von denen einige
schizophrene Eltern hatten, zeigte, dass eine nennenswerte
Wahrscheinlichkeit an Schizophrenie zu erkranken, nur bei den
Kindern bestand, die von einem schizophrenen Elternteil abstammten
und in eine gestörte Familie adoptiert worden waren (Tienari et al.,
2009)
E: Genom meint die komplette Erbinformation eines Lebewesens
A: Äquilibration meint den Prozess, bei dem Menschen Assimilation
und Akkomodation ausbalancieren, um ein stabiles Verstehen zu
schaffen
Welche Aussagen sind im
B: Ein Beispiel für Assimilation ist das kindliche Symbolspiel, in dem die
Kontext der Piaget'schen
Realität an die eigenen Schemata angepasst werden
Begriffe Assimilation, A, B, C, E
C: Ein Beispielt für Akkomodation ist die Nachahmung
Akkomodation und
D: Wenn Pipi Langstrumpf singt "Ich mach' mir die Welt, wie sie mir
Äquilibration richtig?
gefällt", dann ist dies ein Beispiel für Äqulibration
E: Ohne Akkomodation gelingt keine Umweltanpassung des
Organismus
A: Der Ausspruch "aus den Augen, aus dem Sinn" beschreibt die
Perspektive eines Kindes, das noch nicht über Objektpermanenz
verfügt.
Folgende Begriffe und B: Der "A-nicht-B-Suchfehler" bezeichnet in einem "Versteck"-Design
Konzepte sind innerhalb der die Tendenz dorthin zu greifen, wo ein Objekt zuletzt gefunden wurde,
Theorie Piagets von statt es dort zu suchen, wo es tatsächlich versteckt wurde.
A, B
Bedeutung. Welche C: Piaget untersuchte Egozentrismus vorrangig im sensumotorischen
aussagen sind in diesem Stadium.
Kontext richtig? D: Konkret-operational Denkende zentrieren ihre Aufmerksamkeit auf
eine einzige, in der Wahrnehmung saliente Dimension wie Höhe oder
Länge und lassen andere relevante Dimensionen außer Acht.
E: Das formal-operationale Stadium ist universell.
A: "Gelenkte Partizipation" bedeutet, dass informierte Individuen (z. B.
Eltern) Situationen so gestalten, dass Personen mit weniger
Kenntnissen und Fähigkeiten etwas lernen können.
B: "Geteilte Aufmerksamkeit" lässt sich folgendermaßen illustrieren:
Welche Aussagen zu Deutet ein Kind etwa ab dem Alter von 3 Monaten mit seinem Blick in
Konzepten innerhalb der die Richtung des Gegenstandes (vorher sah es auf die Hand des
Theorie von Vygotsky (und Erwachsenen) ,B
ihrer weiteren Erforschung) C: Zahlreiche Studien belegen die Bedeutung der geteilten
sind nicht zutreffend? Aufmerksamkeit für die Sprachentwicklung
D: Vygotsky geht davon aus, dass Denken aus der Internalisierung des
Sprechens hervorgeht.
E: Im Gegensatz zu Piaget sah Vygotsky Kinder als genuin soziale
Wesen.
A: Freud war der Auffassung, dass Kinder in jeder Entwicklungsphase
in Bezug auf eine spezifische erogene Zone auf Konflikte stoßen,
wobei sich der Erfolg oder Misserfolg beim Lösen dieser Konflikte
lebenslang auf die Entwicklung auswirkt.
B: Das Ich erwächst aus der Notwendigkeit, die Konflikte zwischen den
ungezügelten Forderungen des Es nach s o f o r t i g e r Befriedigung
und den von der externen Welt auferlegten Einschränkungen zu
Folgende Aussagen im versöhnen.
Kontext der Theorie von C: Das Ich fungiert als Gewissen und beruht auf der Internalisierung A, B, D, E
Freud sind zutreffend: der Regeln und Normen, welche die Eltern für akzeptables und
unangemessenes Verhalten (und denken etc.) setzen
D:Freuds Theorie der psychosexuellen Entwicklung beinhaltet eine
Stadien-Theorie, die einer diskontinuierlichen Perspektive auf
Entwicklung verpflichtet ist
E: Freud geht davon aus, das das Durchlaufen des Elekra-Komplexes
zu einem schwächeren Gewissen führt als das Durchlaufen des
Ödipus-Komplexes
A: Wird die gelegentliche Belohnung nach intermittierender
Für die Lerntheorien gilt: A,B,E
Verstärkung vollständig entzogen, bleibt das Verhalten länger bestehen
als bei kontinuierlicher Verstärkung
B: Bandura demonstrierte empirisch die Wirksamkeit stellvertretender
Verstärkung
C: Skinner zeigte im Laborexperiment, wie durch klassische
Konditionierung Angst-/Furchtreaktionen auf bestimmte Reize erlernt
werden und generalisieren
D: Bei der systematischen Desensibilisierung werden Individuen
unmittelbar mit dem angstauslösenden Reiz auf höchster Stufe
konfrontiert.
E: Auszeit (Time Out) impliziert den systematischen Entzug von
Aufmerksamkeit mit dem Ziel, das Verhalten zu löschen.
A: Das Exosystem bezeichnet den größeren sozialen und kulturellen
Kontext, in den die anderen Systeme eingebettet sind
Welche der folgenden
B: Bronfenbrenner betont die bidirektionale Natur aller Beziehungen
Aussagen sind in Bezug auf
innerhalb des Mikrosystems
das bioökologische Modell BCE
C: Das Mikrosystem bezeichnet die unmittelbare Umgebung, die ein
der Entwicklung nach Urie
Individuum erfährt.
Bronfenbrenner zutreffend?
D: Die Familie befindet sich im Mittelpunkt der verschiedenen Ebenen.
E: Ein Aspekt des Chronosystems ist das Alter des Individuums.
A: Die Entwicklung einer Methode zur Überprüfung der Hypothese.
Welche Grundschritte B: Die Formulierung einer Hypothese, die geprüft werden soll.
beinhaltet die Anwendung der C: Eine Schlussfolgerung auf der Basis empirischer Ergebnisse. A, B, C, D
wissenschaftlichen Methode? D: Die Auswahl einer Fragestellung, die beantwortet werden soll.
E: Die Verifizierung einer Methode, die sich bewährt hat.
Was kennzeichnet die A: Sie bietet eine hohe Flexibilität, um unerwartete Reaktionen zu
Methode der strukturierten erfassen
Beobachtung im Vergleich zur B: Das Verhalten von Kindern wird in Alltagssituationen beobachtet
D, E
Feldbeobachtung bzw. C: Die beobachtungen können das subjektive Erleben verdeutlichen
naturalistischen D: Kinder werden mit vorrangierten Aufgaben konfrontiert
Beobachtung? E: Das Verhalten aller Kinder wird im gleichen Kontext beobachtet
A: Es ist der gebräuchlichste und einfachste Weg zur Untersuchung
von altersabhängigen Veränderungen
B: Es liefert Informationen über langfristige Veränderungsmuster
einzelner Kinder
Welche Aussagen treffen auf
C: Teilnehmerverlust kann die externe Validität der Befunde A,E
ein Querschnittdesign zu?
beeinträchtigen
D: Kinder werden über längere Zeit hinweg wiederholt untersucht
E: Es erlaubt Schlussfolgerungen über Unterschied zwischen
Altersgruppen
A: ...sich Effekte auf experimentell manipulierte Variablen zurückführen
lassen
B: ...ein Messinstrument tatsächlich das misst, was es soll
Die Reliabilität von
C: ...zwischen Messungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten
Messungen lässt sich
Ähnlichkeiten bestehen C, E
ermitteln in Bezug auf das
D:...sich Befunde über die jeweilige Untersuchung hinaus
Ausmaß, in dem...
verallgemeinern lassen
E:...Beurteiler bei der Beobachtung desselben Verhaltens
übereinstimmen
A: Eineiige Zwillinge sind genetisch gleich ausgestattet
B: Eineiige Zwillinge teilen sich eine identische Umwelt
C: Zweieiige Zwillinge sind sich genetisch genauso ähnlich wie
Geschwister.
Welche Aussagen sind im D: Erblichkeit meint eine statistische Schätzung desjenigen Anteils an
Bereich Erblichkeit der gemessenen Varianz eines Merkmals bei Individuen einer A,C,D
zutreffend? bestimmten Population, der genetischen Unterschieden dieser
Individuen zuzurechnen ist.
E Aus einer Erblichkeitsschätzung lassen sich Aussagen über die
relativen Beiträge genetischer und umweltbedingter Faktoren
individueller Entwicklung ableiten.
Ben ist 6 Monate und Noah A)...gelingt es Ben u. Noah gleich gut zwischen einzelnen Gesichtern v. B, E
ist 12 Monate alt. Welche der Menschen zu unterscheiden.
folgenden Aussagen treffen B)...gelingt es Ben besser als Noah zwischen einzelnen G. v.
aufgrund empirischer Menschen zu unterscheiden, die nicht der eigenen Ethnie angehören
Forschungsbefunde zur C)...zeigt Ben eine stärkere Präferenz für attraktive Gesichter als Noah
Entwicklung der D)...zeigen Ben und Noah eine Präferenz für neuartige Reize
Gesichterwahrnehmung auf ausschließlich bei menschlichen Stimuli
Ben und Noah zu? Mit hoher E)...gelingt es Ben besser als Noah zwischen einzelnen Gesichtern von
Wahrscheinlichkeit … Affen zu unterscheiden
A: Alle bleiben ein Leben lang erhalten
Welche Aussagen sind in
B: Alle haben einen adaptiven Wert
Bezug auf frühkindliche
C: Sie sind festgefügte Handlungsmuster C, D, E
bzw.primitive Reflexe
D: Alle sind angeboren
zureffend?
E: Sie treten als Reaktion auf Stimulation auf
A: Kleinkinder lassen eine soziale Präferenz für helfende Akteure
Welche der folgenden erkennen
Aussagen werden durch B: Kleinkinder verknüpfen die Bewegungen von unbelebten Objekten
empirische mit Zielen und Absichten, wenn sie wie Menschen agieren
A, B, E
Forschungsbefunde zur C: Kleinkinder können unsichtbares noch nicht mental repräsentieren
kognitiven Entwicklung in der D: Piaget hat die kognitive Fähigkeiten von Kindern überschätzt
frühen Kindheit gestützt? E: Kleinkinder scheinen bereits Auswirkungen der Schwerkraft zu
verstehen
Einführung 2
Themenliste 1
Kapitel 6, S.198-227, 231-232

Komponenten der Sprachentwicklung


- Phonologische Entwicklung Erwerb des Wissens über das Lautsystem
einer Sprache
- Morpheme Die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten
einer Sprache (Hund = ein Morphem, Hunde=
zwei Morpheme
da zwei Inhalte:1. Haariges Tier, 2. Mehrere
davon)
- Semantische Entwicklung Erlernen des Systems, mit dem in einer
Sprache Bedeutung ausgedrückt wird,
einschließlich des Erlernens von Wörtern
- Syntax - Regeln einer Sprache, die Festelgen,
wie die Wörter der verschiedenen
Wortklassen in grammatikalisch korrekten
Sätzen kombiniert werden dürfen
- Pragmatik - Sprachverwendung (Zwischen den
Zeilen lesen können)
-
Sprachwahrnehmung und Vorbereitung
der Sprachproduktion (Prälinguistische
Phase)
Lautwarnehmung - Laute werden kategorial
wahrgenommen, also bei kontinuierlichem
Übergang zwischen zwei Lauten werden sie
als zei getrennte wahrgenommen, statt als
„Übergangslaut“
- - Babys können mehr Unterschiede
zwischen sprachlichen Lauten wahrnehmen
als Erwachsene, sie sind auf alle Laute in
allen Sprachen der Welt vorbereitet
- Erst gegen Ende des 1. Lebensjahres
spezialisieren sie sich auf die Wahrnehmung
der Laute der Muttersprache und können
Laute anderer Sprachen nicht mehr
unterscheiden (=Wahrnehmungsverengung)
-
Identifikation der Lautkombination im Babys haben enorme Fähigkeiten, in ihrer
Sprachfluss Sprachumgebung Muster zu identifizieren,
Regelmäßigkeiten zu erkennen, um aus den
Regelmäßigkeiten beim Auftreten von
Lautkombinationen aus Sprachfluss den
Anfang einzelner Wörter zu identifizieren
Bedeutung von Plappern beim Zw. 6-10 Lebensmonat Beginn von Plappern
Spracherwerb - Säuglinge plappern Laute, die sie
hören, aber bei Gehörlosen auch
Laute, die sie nur sehen
- Plappern wird variantenreicher und
nimmt nach und nach Rhythmus und
Intonationsmuster der täglich
gehörten Sprache an
-
Bedeutung sozialer Interaktion beim - Anfänge von kommunikativer
Spracherwerb Kompetenz: Turn-Taking/
Handlungsdialoge
- Intersubjektivität = joined Attantion/
geteilte Aufmerksamkeit
- Durch frühe Interaktion mit Eltern
lernen sie Routinen, wie sie auch für
den Sprachgebrauch nötig sind
Frühe Wortproduktion und Lernen von - - zwischen 10-15 Monaten
Wörtern - Meist Auslassen von schwierigen
Teilen von Wörtern, um zu
vereinfachen oder Ersetzen durch
leichtere Laute oder andere
Reihenfolge der Laute
-
Sozio-kultureller Kontext und - Sozioökonomischer Status der Eltern
Sprachentwicklung ist einer der wichtigsten Faktoren auf
Größe des Wortschatzes
- Gebildetere Eltern: Längere
Äußerungen komplexere
grammatikalische Strukturen, mehr
sprachmaterial, Einfluss von
Gleichaltrigen
Kennzeichen früher Satzproduktion und - Ende 2. Lebensjahr 2-Wort-Sätze,
verbreitete Fehler - 2,5 – 4 Wortsätze
- Generalisierung führt zu
Plural/Vergangenheitsbildung von
Wörtern-> Fehler der
Übergeneralisierung wird bei Bildung
von unregelmäßigen Wortformen
offensichtlich
-
Wortschatzexplosion - Gegen Ende 2. Lebensjahr
Grammatik - Übergeneralisierung
- Wie die Kinder die Regeln der Syntax
und Grammatik ihrer Muttersprache
herausfinden, wird mit sog.
Miniatursprachen/ Phantasiesprachen
untersucht
Entwicklung von Gesprächsfähigkeit - Zu Beginn kommunizieren Kinder mit
kollektivem Monolog, ein Gespräch
unter Kindern, bei dem die
Äußerungen der Kinder keinen
wechselseitigen Bezug aufeinander
haben
- Gespräch über vergangenes: Wenig
mit 3, mehr mit 5, da erst dann der
Grundstruktur einer Geschichte
gefolgt werden kann
- Eltern unterstützen die Fähigkeit des
Geschichtenerzählens durch
elaborierte Fragen (Anregung zum
genauer Erzählen)
- Sprachpragmatik: Fähigkeit,
Einzuschätzen welche Äußerungen in
einen sozialen Kontext passen oder
wie diese Äußerungen zu
interpretieren sind
- Gesprächskompetenz braucht viel
Unterstützung durch kompetente
Partner um narrative Strukturen und
Perspektivübernahme anderer zu
Entwickeln
Theoriefragen der Sprachentwicklung - 2 Voraussetzungen für Spracherwerb:
(1) Gehirn = Natur,
(2) Erfahrung mit der menschl.
Sprache = Umwelt

Unterschiedliche Positionen:
- Behavioristisch: Skinner: Verbal
Behavior (1959): Lernen von Sprache
durch Belohnung und Bestrafung
<->
- Nativistisch: Chomsky:
Sprachentwicklung liegt eine
Universalgrammatik zu Grunde, eine
Reihe von hochabstrakten und
unbewussten Regeln
Aktuelle Debatte zur Sprachentwicklung - Position 1: Sprachentwicklung wird
durch soziale Interaktion, durch die
erfreute Reaktion der Eltern,
vorangetrieben
- Position 2: Sprache ist ein klar
umrissener Teil der biolog.
Ausstattung des Gehirns
= Modularitätshypothese=
Vorstellung, dass das menschl.
Gehirn ein angeborenes,
unabhängiges Sprachmodul enthält,
das von anderen Aspekten des
kognitiven Funktionierens getrennt ist
- Position 3: Grundlegende
Lernmechanismen des
Spracherwerbs sind evolutionär nicht
nur auf den Spracherwerb beschränkt

Themenliste 2: Entwicklung von Konzepten -5b

Kapitel 7, S.240-254, 267-268

Konzepte Allgemeine Vorstellungen und Auffassungen,


mit deren Hilfe man Gegenstände, Ereignisse,
Eigenschaften oder abstrakte Sachverhalte,
die sich auf irgendeine Art ähnlich sind, zu
Klassen zusammenfassen kann, z.B. belebte/
unbelebte Objekte. Ein Leben ohne Konzepte
wäre undenkbar, jede Situation wäre neuartig
und wir hätten keine Ahnung, welche frühere
Erfahrung in der neuen Situation relevant wäre
Nativistische Sichtweise auf Liz Spelke, Alan Leslie, Karen Wynn
Konzeptentwicklung Erwachsener als Modell, der Spracherwerb
des Kindes ist eine angeborene Fähigkeit.
Diese ist universell, d. h. sie erlaubt es,
jedwede Struktur einer Sprache zu verstehen,
deren allen eine universelle Grammatik
gemeinsam ist. Diese Fähigkeit nennt
CHOMSKY ‚language acquisition device‘ oder
‚LAD‘ (vgl. BRUNER 1987, 26)
Empiristische Sicht auf Konzeptentwicklung Sloutsky, Scott Johnson, David Rakison,
Marianella Casasola
Erbanlage stattet Sgl, nur mit allgemeinen
Lernmechanismen aus, 6zB. Wahrnehmen,
Assoziieren, verallgemeiner,, Erinnern,
Bildung von Konzepten erwächst aus
Erfahrung
Kategorienbildung an Beispielen (wie Klassen von Objekten in der frühen Kindheit:
funktioniert das in unterschiedlichen 3-4 Monate: Kinder habituieren bei
Altersphasen? ) aufeinander folgenden Bildern von Katzen,
dishabituieren dann bei Löwen/Hunden..
6 Monate: Habituieren bei mehreren
aufeinander folgenden Bildrn von Säugetieren,
dishabituieren bei anschließendem Bilde von
Fisch/Vögeln
->Wahrnehmungsbasierte Klassifikation
- bis zum 2. Geburtstag eher an
Einzelmerkmalen wie Gruppierung von
Objekten mit ähnlichem Erscheinungsbild nach
Farbe, Größe, Bewegung, Beine, Räder
-ab 2. Geburtstag gruppieren auf Basis der
Gesamtform, Umriss
-> Entwicklung hin zum Erkennen aus der
Form ist nützlich

Wissen über sich selbst und andere bzw. -Alltagspsychologische Konzepte, die wir
Wissen um die Bedeutung mentaler Zustände benützen, um uns selbst und anderen mentale
Theory of Mind (was ist das?) Zustände zuzuschreiben;
Handlungsvorhersage ! psychologisches
Wissen darüber wie die Menschen die Welt
repräsentieren ! Erklärt das geistige
Funktionieren anhand psychologischer
Konstrukte (Wünsche, Überzeugungen,
Wahrnehmung, Gefühle)

Frühe Kindheit: Naive Psychologie-


Alltagspsychologie- über Rückschlüsse auf
soziale Ursachen für Handlungen (Wissen
über sich selbst und andere) ist ab 3LJ.
erkennbar, durch frühes Interesse und
Beobachtungen anderer Menschen lernen
Babys etwas über ihr Verhalten
Spätere Kindheit- Kleinkind/Vorschulalter:
Aufbauend auf den psychologischen
Grundkenntnissen (starkes Interesse an
anderen Menschen +n naive Psychologie)
bildet sich die Alltagspsychologische Theorie
THEORY OF MIND: Grundlegendes
Verständnis davon, wie mentale Prozesse
(Intentionen, Wünsche, Überzeugungen,
Emotionen) das Erleben und Verhalten
beeinflussen
Warum brauchen wir eine Theorie of Mind? Zuschreibung von Wünschen/Überzeugungen
als Basis von Handlungsvorhersagen
(Aristoteles) ! Theorie? mentale Zustände sind
nicht direkt beobachtbar; müssen erschlossen
werden
Wie kann man entscheiden, ob Kinder sich z.B. durch Aufgabentyp „falsche
selbst und anderen mentale Zustände Überzeugung“: Smarties- Aufgabe (In der
zuschreiben können? Paradigma der falschen Smarties Schachtel befinden sich Bleistifte
Überzeugungen ->Vorschulkinder: sagen vorher, das andere
glauben, in der Schachtel wären Smarties
-> Dreijährige sagen vorraus, das andere
glauben in der Schachtel wären Bleistifte
-> Dreijährige verstehen noch nicht, das
andere entsprechend ihrer eigenen
Überzeugung handeln, auch wenn die
Überzeugung falsch ist.

Als-Ob-Spiel (und seine Entwicklung) - Ca. ab 18 Monaten, früher Meilenstein


in der Entwicklung, symbolische
Beziehung erfinden oder Handeln, als
ob man sich in einer anderen als der
tatsächlichen Situation befindet,
benutzen von Gegenständen, als ob
diese etwas anderes wären=
Objektsubstitution
- Als-Ob-Spiel mit soziale Stützung
durch Eltern vermittelt stärkeres
Modell, Zusammenhang mit höheres
soziales Verständnis für andere (aber
nicht unbedingt kausal!)
- Ca. ab 30 Monate: soziale
Rollenspiele wie „Mutter Vater Kind“
Wissen über belebte und unbelebte „Dinge“ • kleine Kinder sind weltweit fasziniert
von Tieren und Pflanzen und lernen
schnell und leicht etwas über sie
• In den ersten 50 Wörtern findet sich oft
Katze/ Hund
• Vorschulalter: Grundverständnis von
biolog. Sachverhalte (Vererbung,
Wachstum, Krankheit..)
• Schulalter: Kinder zählen auch
Pflanzen zu Lebewesen
Essenzialismus (an Beispielen) • Grundlegende Überzeugung davon,
das jedes lebende Ding im Inneren ein
„Wesen“, eine Essenz dessen besitzt,
was es aus macht. Hund besitzen
etwas hundehaftes, Rosen etwas
rosenhaftes… Dieser Wesenskern ist
allen Mitgliedern einer Klasse einander
ähnlich, wird von den Eltern vererbt-
unwandelbar,…->Schwierigkeiten
damit, die Evolution mit gemeinsamen
Vorfahren für Wal und Maus
anzuerkennen

Einführung 2,

Themenliste 3

Siegler et al. (2016): Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter Kapitel 8, S. 276-292;


Fragen und Denkanstöße, 1.) bis 4.), S. 306; Zusammenfassung, S. 305;

Was ist Intelligenz? • Allgemeine Fähigkeit zu denken und zu


lernen, als Kombination aus mehreren
allgemeinen Fähigkeiten wie fluider und
kristalliner Intelligenz oder auch als
Zusammenspiel von zahlreichen
spezifischen Fertigkeiten, Prozessen
und Inhaltswissen verstehen. Alle drei
Ebenen tragen zum Verständnis der
Intelligenz teil.

Modelle und Komponenten der Intelligenz • Intelligenz als einheitliche


Persönlichkeitseigenschaft
• Intelligenz als Kombination mehrerer
Fähigkeiten, z.B. kritsallin und fluide
Intelligenz
• Intelligenz als Zusammenspiel vieler
Prozesse, z.B.: Carolls Drei-Schicht-
Modell

• John B. Caroll: Drei-Schichten-Modell der Intelligenz: Intelligenzstrukturmodell mit der


allgemeine Intelligenz g an der Spizze, 8 Fähigkeiten mittlerer Allgemeinheit in der Mitte
und viele spezifische Prozesse unten in der Hierarchie
Wie wird Intelligenz gemessen? Intelligenztests untersuchen eine Bandbreite von
Fähigkeiten und Wissenstypen, z.B. Wortschatz,
Sprachverstehen, Rechnen, gedächtnis,
räumliches Schlußfolgern, Durchschnitt bei 100.
Nach 5/6 Lebensjahr bleiben IQ-Werte einzelner
Kinder für lange Zeit stabil
Was sagen IQ-Werte (nicht) vorher? • Guter Prädikator für Schulnoten und
Leistungstest, Berufserfolg
• Aber nicht der einzige Faktor

Intelligenzmessung o Intelligenzquotient, IQ:Gesamtmaß mit dem die Intelligenz eines


Intelligenztestmesswerte und ihre Bedeutung o Kindes, relativ zu den Altersgenossen
Stabilität von IQ-Werten (ohne Exkurs 8.1) angegeben wird. „Q“ von Quotient -als Maß der
Standardabweichung des normalverteilten
Intelligenzmesswertes
Intelligenzmittel: 100 Punkte,
Standardabweichung: 15 Punkte,
IQ ist die stabilste aller
Persönlichkeitseigenschaften

- Zusammenhänge zwischen IQ-Werten und Soziale Einflüsse, Erfolgsmotivation,


Indikatoren für „Lebenserfolg“ Gewissenhaftigkeit, Kreativität, Neugier,
Selbstkontrolle ist ein noch besserer Prädikator
für z.B. Noten 5-8 Klasse, auch praktische
Intelligenz (Erkennen von Emotionen bei
anderen), Umweltmerkmale
Welche Bedeutung haben Gene und Umwelt für Die Entwicklung der Intelligenz wird durch Gene,
die Intelligenzentwicklung? Umwelt und Gesellschaft beeinflusst. Genet.
Erbe hat wichtigen Einfluss, insb. bei Familien
mit mittlerem/gehobenen Einkommen
Kindern aus Elternhäusern mit geringem
Einkommen hat die Umwelt größeren Einfluss,
als die Gene
➔ Frühinterventionsprogramme
Genetische Beiträge zur Intelligenz und Stärke des genetischen Einflusses
Interaktionen zwischen Genotyp und Umwelt altersabhängig:
Frühe Kindheit: mäßig
Pubertät+ Erwachsenenalter: Groß
Wahrscheinlich durch eine Vielzahl von Genen
kodiert
Wirkungen des Genotyp:
Passive Wirkung: Gene der Kinder und Eltern
überlappen-> Vorliebe für ähnliche Tätigkeiten
Evozierende Wirkung: Kindrnrufen bestimmtes
Verhalten bei anderen hervor/ beeinflussen es
Aktive Wirkung des Genotyp: Kinder wählen sich
die Umgebung, die Ihnen gefällt
Familiäre Umwelt (d. h. Qualität des häuslich- Qualität der elterlichen Abtretung kann dazu
familiären Umfeldes, Einflüsse geteilter bzw. beitragen, armutsbedingte Risiken zu reduzieren
nicht geteilter Umwelten) Kausaler Zusammenhang für höheren IQ durch
Qualität der häuslichen Umgebung ist aber
fraglich
- Gesellschaftliche Faktoren o Flynn-Effekt o Flynn-Effekt: Anstieg der durchschn. IQ-Werte
Auswirkungen von Armut und Hilfsprogramme im 20.JH in vielen Ländern
für Kinder in Armut o Ethnische Zugehörigkeit Hinweise auf Anstieg v.a. der fluiden Intelligenz,
evtl. durch Technisierung ausgelöst
Armut: unbestreitbar Auswirkungen auf IQ, je
mehr Jahre in Armut, desto geringer der IQ
Durch: Unterernährung-> schlechte Gesundheit-
> Fehltage in der Schule, existenzielle Konflikte
im Haushalt können emotional zerstörende
wirken…
Ethnische Zugehörigkeit: In USA Prozentsatz an
Kindern in Armut viel höher bei Latinos oder
Afroamerikanern
Sie können erläutern, inwieweit die Entstehung interindividueller Unterschiede:
Intelligenzforschung zum Verständnis der Gene sind bei fast allen Menschen angelegt, die
folgenden Leitthemen beigetragen hat: o äußeren Einwirkungen bestimmen darüber, ob
Entstehung individueller Unterschiede o die Gene an oder abgeschaltet werden.
Beiträge des aktiven Kindes o Bedeutung von :
Anlage und Umwelt für die Entwicklung o :
Mechanismen der Veränderung o :
Soziokulturelle Kontexte der Entwicklung
Themenliste 4: Emotionale Entwicklung Siegler et al. (2016): Entwicklungspsychologie im
Kindes- und Jugendalter Kapitel 10, S. 353-396; Zusammenfassung; Rubrik „Fragen und
Denkanstöße“

Emotionen Emotion ist gekennzeichnet durch neuronale


und körperliche Reaktionen, subjektive
Gefühle, mit diesem Gefühl
zusammenhängende Kognitionen und der
Motivation zu handeln.
Theorie der diskreten Emotion/Basisemotion Emotionen sind angeboren und voneinander
abgegrenzt und gehen jeweils mit einem
spezifischen Satz an mitmischen/körperlicher
Reaktion einher

Funktionalistischer Ansatz Andere Emotionstheorie, nach der


Grundfunktionen der Emotionen darin
bestehen, zielgerichtete Handlungen zu
fördern. Emotionen erden als voneinander
abgegrenzt betrachtet, können je mach
sozialer Umwelt im Ausmaß variieren
Entstehung von Emotionen im Positive Emotionen: werden im Verlauf des 1.
Entwicklungsverlauf: positive Emotionen Lebensjahres mehr, im 2.Lebensjahr mit
(insbesondere Lächeln); negative Emotionen aktivem Rumkaspern
(insbesondere Trennungsangst); sog. „Selbst- Lächeln- Soziales Lächeln kommt zw. 6
bewusste Emotionen“ (welche sind das und Wochen und 12 Wochen,
warum „Selbstbewusst“; kulturelle Variation?) - gezielt als selektives Lächeln v.a. an
vertraute Personen gerichtet ab ca. 7. LM
-Abnahme ab Kindergarten/Grundschulalter->
mehr Gefühlskontrolle
Negative Emotionen:
Fremdeln: ungefähr ab 7. LM, spiegelt
wachsende Bindung an Eltern wieder
Selbstbewusste Emotionen (wie wir unser
Selbst wahrnehmen und die Reaktionen
anderer bewusst registrieren):
Verlegenheit, Scham, Stolz, Schuld
Kommen während des 2. Lebensjahres,
zwischen 15- 24 Monaten dazu, wenn Kinder
verstehen, dass sie von anderen Menschen
unterschiedene Wesen sind.
Stolz ist ab 3. LJ immer mehr an Leistung
geknüpft
Entwicklung der selbstbewußten Emotionen
hängt mit Erziehungspraktiken zusammen, die
wiederrum kulturell geleitet sind und stark
unterschiedlich, je nach Werten
Emotionsregulation (bzw. emotionale Sgl. Müssen sich sich bei der
Selbstregulierung); Entwicklungsaspekte: von Emotionsregulation auf die Erwachsenen
der Regulierung durch andere zur verlassen.
Selbstregulation – entsprechende Beispiele In der frühen Kindheit gelingt die
nennen können Emotionsregulation immer besser durch
Methoden wie Ablenkung, Aufmerksamkeit auf
etwas anderes richten oder Selbstberuhigung.
Auch Fähigkeit, Handlungen zu unterdrücken
verbessern sich mit dem Alter.
Basis für verbessertes Regulationsvermögen:
Hirnreife-> Bessere Kontrolle der
Aufmerksamkeit und des eigenen Körpers,
ebenso veränderte Erwartungen durch
Erwachsene. Kleine Kinder bewältigen
Emotionen eher durch unmittelbares Handeln,
ältere Kinder durch kognitive
Bewältigungsstrategien (sich auf posit.
Aspekte konzentrieren)
Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu
regulieren und stressreiche Situationen
kognitiv zu gestalten, gehen mit hoher sozialer
Kompetenz und geringen
Verhaltensproblemen einher.
Temperament: Merkmale nach Thomas & Temperament: Veranlagungsbedingt,
Chess (inkl. Kenntnis der 3 Gruppen: easy, individuelle Unterschiede in der emotionalen,
difficult, slow to warm up) und nach Rothbart motorischen und aufmerksamkeitsbezogenen
& Bates (hier auch ein Gefühl für die Items Reagibilität und in der Selbstregulation, die
aus Tab.10.2 entwickeln); Stabilität?; über Situationen hinweg konsistent sowie über
Messung (dabei reicht bzgl. der die Zeit hinweg stabil sind.
physiologischen Seite eine Kenntnis der Thomas &Chess: Pionierarbeit auf Gebiet der
entsprechenden Indikatoren aus „Exkurs 10.2“ Temperamentsforschung 1977: Interviews mit
aus (im Sinne ihrer Aufzählung Eltern, detaillierte Beschreibung des kindlichen
Verhaltens-> 3 Gruppen:
• 1. Einfache Babys: stellen sich leicht
auf neue Situationen ein, entwickeln
schnell Alltagsroutinen
(Schlafen/Essen), vergnügte
Stimmung
• 2. Schwierige Babys: stellen sich
langsam auf neue Erfahrungen en,
reagieren häufiger negativ und
intensiv auf neuartige Reize,
Unregelmäßigkeit in Alltagsroutinen
• 3. Langsam auftauende Babys:
zunächst schwierig, mit der Zeit
einfacher, wenn sich Situation
wiederholt.
Rothbart & Bates: Laborbeobachtungen und
Berichte in regelmäßigen Abständen zur
Einschätzung von Temperamentsaspekten
Physiologie:
1. Pulsfrequenz/ Vagustonus: Hinweis auf
Fähigkeit der Emotionsregulierung

Pulsfrequenz hoch -> Vagustonus gehemmt


Kinder reagieren eher negativ und impulsiv in
stressigen Situationen
Pulsfrequenz niedrig-> Vagustonus hoch
Kinder reagieren eher positiv in stressigen
Situationen

2. Frontallappenaktivität - Aktivierungsmuster
Frontallappenaktivität links-
>Annäherungsverhalten, positiver Affekt,
Erkundungsverhalten
Frontallappenaktivität rechts:
>Rückzugsverhalten, Unsicherheit, Furcht,
Ängstlichkeit

3. Kortisolspiegel und Reaktion auf Stress:


- übertrieben ängstliche Reaktion-> viel
Kortisolausschüttung->
Temperamentsunterschiede
Ist aber vom Kontext abhängig

Rolle des Temperaments für soziale Temperament spielt eine wichtige Rolle bei der
Fertigkeiten und die Anpassungsfähigkeit von Anpassungsfähigkeit, Verhalten und
Kindern (Beispiele geben können) Sozialkompetenz. Kinder mit „schwierigem
Temperament“, die eher negativ reagieren,
ängstlich sind, zeigen eher Probleme bei der
Anpassung an neue Situationen oder in
Interaktion mit anderen, Entwicklung besser
bei vernünftiger und geeigneter Erziehung.
Die elterliche Sozialisation der emotionalen Emotionale Entwicklung wird durch Qualität
Reaktionen von Kindern (Beispiele geben der frühen sozialen Beziehungen beeinflußt,
können); kulturelle/ gesellschaftliche Einflüsse günstig ist, wenn Eltern über Emotionen
erörtern können sprechen.
Viele positive Emotionen in der Familie->
günstige Entwicklungsresultate der Kinder
Viele negative Emotionen und Strafen in der
Familie-> ungünstige Prognose, besonders oft
in westlichen KultureGünstig ist, wenn Eltern
Emotionen besprechen und über innere
Zustände reden
Gesellschaftliche Einflüsse:
Temperamentsunterschiede zwischen
verschiedenen Kulturen, kulturelle
Unterschiede in den Überzeugungen, welche
Emotionen wertvoll sind, und wann und wie sie
ausgedrückt werden sollen-> beeinflußt den
Ausdruck von Emotionen bei den Kindern
Emotionsverständnis von Kindern (inkl. social Um mit anderen Personen zu interagieren
soziales muss man zu Identifikation der Emotionen des
Referenzieren); Verständnis echter und Gegenüber fähig sein und über dessen
falscher Emotionen (inkl. Konzept der Bedeutung Bescheid wissen.
Ausdrucksregeln). Überzeugt Sie das in Abb. Zwischen 5,5-7 Lebensmonat beginnen Sgl.
10.4 dargestellte Versuchsmaterial vor dem dem emotionalen Ausdruck anderer
Hintergrund des Ziels der Untersuchung? Bedeutung zuzuschreiben, dies entwickelt sich
bis ca. 12LM (soziales Referenzieren)
Ab ca. 2-3 Lebensjahr zeigen Kinder
rudimentäre Fähigkeiten, Gesichtsausdrücke
und Emotionen zu bennen, die mit Freude
verbunden sind. Verständnis von
Gesichtsausdrücken, Gefühen,
Ausdruksregeln wächst in den Kindergarten/
und Grundschuljahren
Verständnis echter/ falscher/unterdrückter
Emotionen:
3/4Lebensjahr: Ca.50% identifizieren richtig,
bei 5Jährigen identifizieren 80% den richtigen
Gesichtsausdruck, wenn ein Gefühl „versteckt“
werden soll.
➔ Kinder entwickeln kulturabhängige
Kenntnisse von Ausdrucksregeln mit
wachsenden kognitiven Möglichkeiten
Themenliste 5a: Moralisches Denken und Urteilen

Siegler et al. (2016): Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter Kapitel 14, S. 530-536;
S. 538-540; Zusammenfassung, S. 560-561; Fragen und Denkanstöße, S. 561;

Piagets Theorie des moralischen Urteils - Anfänglich untersuchte Piaget Spiele mit
Methodisches Vorgehen Murmeln, bei denen es oft um Fragen und
- Stufen der Entwicklung moralischen Regeln der Fairness geht. Außerdem
Denkens o Bezeichnung und interviewte er Kinder, die anhand von
Charakterisierung der Stadien bzw. der Geschichten moralische Urteile fällen sollten.
Übergangsphase o Beispiele für das Denken - Stufen der Entwicklung moralischen
in unterschiedlichen Entwicklungsstufen Denkens:
Heteronome Moral, 0-7 Jahre: Regeln und
Pflicht werden als unveränderliche Tatsache
betrachtet, Folgen der Handlung entscheiden
über „gut“ oder „Böse“, nicht die Absicht

Übergangsphase, 7-10 Jahre:


Typischerweise mehr Kontakt mit Peers-
gleichberechtigtere Interaktionen mit
wechselseitigem geben und Nehmen, Kinder
werden autonomer

Autonome Moral, ab 11 Jahren:


Kein blinder Gehorsam mehr ggü. Autoritäten
bei moralischen Entscheidungen, erkennen
Regeln als Produkt sozialer Interaktion,
betrachten gerechtigkeit und
Gleichberechtigung als wichtige Faktoren,
gewichten auch Absichten bei der Bewertung
von Verhalten
- Bewertung und Kritik • Wenig Belege dafür, das Interaktion
o Theoretische Annahmen über mit Peers von allein Moralentwicklung
altersabhängige Veränderungen im anregt, es kommt nicht auf Quantität
moralischen Denken und ihre empirische sondern auf Qualität an
Gültigkeit • Fähigkeit kleiner Kinder wurde von
Piaget unterschätzt

o Zusammenhänge mit kognitiver Entwicklung


Kognitive Unreife bringt Kinder zu der
Überzeugung, das Regeln „wirkliche“ Dinge
seien wie Stühle oder die Schwerkraft, das
Regeln nicht nur Produkt von Menschen sind
sondern außerhalb existieren

o Wissen über Intentionen Ist wohl schon recht früh vorhanden, mit 21
Monaten helfen Kleinkinder Erwachsenen,die
selbst hilfsbereit sind eher, als Erwachsenen,
die selbst nicht hilfsbereit sind
Kohlbergs Theorie des moralischen Urteils - Kohlberg war von Piaget stark beeinflusst,
Methodisches Vorgehen interessierte sich v.a. für die Stufenfolge
o Was sind z. B. Besonderheiten eines Langzeitstudie über 20 Jahre, Präsentation
moralischen Dilemmas? und anschließende Befragung von Kindern zu
- Klassifikation des moralischen Urteils in 3 moralischen Dilemmata
Stadien und 6 Stufen
o Bezeichnung und Charakterisierung der • 3 Niveaus mit je 2Stufen:
Stadien bzw. Stufen -Präkonventionelles Niveau
o Beispiele für das Denken auf (1. Strafe und Gehorsam, „blinder
unterschiedlichen Stufen Gehorsam ggü. Autorität“

2. Orientierung an Kosten/Nutzen)
selbstbezogen, Vermeidung von
Strafen, Belohnung erlangen
„Eigeninteresse“
- Konventionelles Niveau
(3. O. an wechselseitigen,
zwischenmenschlichen Erwartungen ,
guter Junge, braves Mädchen,“gut
sein, um Anerkennung zu bekommen“
4. O. am sozialen System und am
Gewissen , Recht und Ordnung,
Pflichten erfüllen, Gesetze befolgen,
um soziale Ordnung zu erhalten“) Auf
Übereinstimmung mit sozialen
Pflichten u. Gesetzen

- Postkonventionelles Niveau:
(5. O. am sozialen Vertrag und
individuellen Rechten, „Interessen der
Gruppe bestmöglichste wahren und
dabei Leben und Freiheit als
universelle Werte anerkennen“,
6. O. an universellen, ethischen
Prinzipien) An moralischen Prinzipien
orientiert – wohl keine eigene Stufe,
da sie so wenige Menschen je
erreichen
- Bewertung und Kritik o Theoretische -K‘s Theorie ist wichtig, da sie
Annahmen über altersabhängige nachwiesen dass sich moralisches
Veränderungen im moralischen Denken und Denken mit dem Alter systematisch
ihre empirische Gültigkeit ändert
-Einwände:
Keine Differenzierung zw. Sozialen
Konventionen/ und moralischen
Fragen
kulturelle Unterschiede werden nicht
genügend berücksichtigt
Entwicklung verläuft nicht
diskontinuierlich, wie Kohlberg
annahm, es werden moralische
Denkmuster auch niedrigerer Stufen
herangezogen

o Zusammenhänge mit kognitiver Entwicklung Altersabhängige Fortschritte der kognitiven


Fähigkeiten, v.a. der Perspektivübernahme,
die der Entwicklung der höheren moralischen
Urteilseben zu Grunde liegen
-> Menschen mit höheren kognitiven
Fähigkeiten + besserer Ausbildung erreichen
bei moralischen Urteilen höhere Ebenen
o Veränderungen des moralischen Denkens Entwicklung verläuft nicht diskontinuierlich, wie
als diskontinuierlicher Prozess o Kohlberg annahm, es werden beim Urteilen
Kulturübergreifende, universelle Gültigkeit o auch moralische Denkmuster aus niedrigeren
Geschlechtsunterschiede Stufen herangezogen
Stufen sind wohl nicht so invariant und nicht
so universell, wie angenommen
K. untersuchte nur Männer

Sie können die Unterscheidung zwischen Moralische Urteile: Entscheidungen, ob etwas


moralischen, sozial-konventionellen und richtig oder falsch ist, Fairness, Gerechtigkeit
persönlichen Urteilen in neueren Ansätzen Sozial-konventionelle Urteile: Entscheidungen,
erläutern und ihre die sich auf Sitten oder Regeln beziehen, die
entwicklungspsychologische Relevanz darauf abzielen, die soziale Organisation zu
einordnen bzw. beurteilen in Bezug auf (a) die sichern (Tischmanieren)
Entwicklung moralischen Denkens im Persönliche Urteile: Entscheidungen, die sich
Kindesalter — im Gegensatz zu den auf Handlungen beziehen, bei denen es um
Annahmen Piagets und Kohlbergs und (b) persönliche Präferenzen geht, wie Wahl der
kulturelle Unterschiede in der Entwicklung Freunde/ Freizeitaktivitäten
moralischen Denkens bzw. in sozialen
Urteilsbereichen.
Niveau A: Präkonventionelles Niveau (die meisten Kinder unter 9 Jahren)

Stufe Definition Exemplarische Maxime

Stufe 1: Die Gut ist der blinde Gehorsam gegenüber "Macht ist Recht!" (eine den
heteronome Vorschriften und gegenüber Autorität, Nazis zugeschriebene
Stufe Strafen zu vermeiden und kein Parole)
körperliches Leid zu erdulden

Stufe 2: Die Gut ist es, eigenen oder anderen "Eine Hand wäscht die
Stufe des Bedürfnissen zu dienen und im Sinne des andere!" (Volksweisheit)
Individualismus, konkreten Austauschs fair miteinander
des Zweck- umzugehen.
Mittel-Denkens
und des
Austauschs

Niveau B: Konventionelles Niveau (die meisten Jugendlichen und Erwachsenen)

Stufe 3: Die Gut ist es, eine gute (nette) Rolle zu "Was du nicht willst, dass
Stufe spielen, sich um andere zu kümmern, sich man dir tu, das füg' auch
gegenseitiger Partnern gegenüber loyal und zuverlässig keinem andern zu!" (Die
interpersoneller zu verhalten und bereit zu sein, Regeln Goldene Regel; vgl. Lukas-
Erwartungen, einzuhalten und Erwartungen gerecht zu Evangelium 6,31)
Beziehungen werden. Anmerkung, s.u.!
und
interpersoneller
Konformität

Stufe 4: Die Gut ist es, seine Pflichten in der "Ruhe ist die erste
Stufe des Gesellschaft zu erfüllen, die soziale Bürgerpflicht!" (aus der
sozialen Ordnung aufrecht zu erhalten und für die Bekanntmachung, die am
Systems und Wohlfahrt der Gesellschaft sorge zu 17. 10. 1805 nach der
des verlorenen tragen. Schlacht bei Jena an die
Gewissens Straßenecken Berlins
angeschlagen wurde)

Niveau C: Postkonventionelles Niveau (einige Erwachsene über 20 Jahre)

Stufe 5: Die Gut ist es, die Grundrechte zu "Eigentum verpflichtet. Sein
Stufe des unterstützen sowie die grundsätzlichen Gebrauch soll zugleich dem
Sozialvertrages Werte und Verträge einer Gesellschaft,
oder des auch wenn sie mit den konkreten Regeln Wohle der Allgemeinheit
Nutzens für alle und Gesetzen eines gesellschaftlichen dienen." (Art. 14 II GG)
und der Rechte Subsystems kollidieren.
des
Individuums

Stufe 6: Die Gut ist es, ethische Prinzipien als "Handle nur nach der
Stufe der maßgebend zu betrachten, denen die Maxime, von der du wollen
universalen ganze Menschheit folgen sollte. kannst, dass sie
ethischen allgemeines Gesetz wird!"
Prinzipien (Kants Kategorischer
Imperativ)

Themenliste 5b: Prosoziales und antisoziales Verhalten

Siegler et al. (2016): Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter Kapitel 14, S. 542-557;
Zusammenfassung, S. 561; Fragen und Denkanstöße, S. 562;

Prosoziales Verhalten Entwicklungsprozesse und –veränderungen: Prosoziales


- Entwicklungsprozesse und – Verhalten entsteht ca. im 2. Lebensjahr. Die Ursprünge
veränderungen o Empathie, prosozialen Verhaltens liegen in der Fähigkeit, Empathie und
Mitleid, und Mitleid zu empfinden. Um Empathie zu empfinden müssen
Perspektivenübernahme als Kinder fähig sein, die Emotionen eines anderen Menschen zu
Ursprünge bzw. identifizieren. Mitleid ist Anteilnahme oder Sorge um eine
Voraussetzungen altruistisch andere Person als Reaktion auf deren inneren oder äußeren
motivierten prosozialen Zustand. Perspektivübernahme ist ein wichtiger Faktor, der
Verhaltens (d. h. freiwilliges zu Mitgefühl und Mitleid beiträgt.
Verhalten zugunsten anderer, O Altersabhängige Entwicklungsveränderungen mit
z. B. helfen, teilen, trösten) großer Variationsbreite:
o Entwicklungsveränderungen Sgl: nicht regelmäßig, häufiger Helfen bei einem Freund
im Säuglings-, Kleinkind-, Kleinkinder: prosoziales Verhalten nimmt zu
Vorschul- und Schulalter Schulalter: Nimmt zu bis Adoleszens, nimmt dann ab bis
- Biologische Faktoren o späte Adoleszens/ frühes Erwachsenenalter
Welche biologischen Faktoren o Biologische Faktoren
werden in der Genetische Faktoren wirken auf viele Funktionen des
Forschungsliteratur diskutiert, Verhaltens ein:
um individuelle Unterschiede in - Hilfsbereite Menschen pflanzen sich eher fort, da sie auch
den Ausprägungen von selber mehr Hilfe bekommen
Empathie, Mitleid und Individuelle Unterschiede: Hängen wohl mit Hormon Oxytocin
prosozialem Verhalten zu zusammen (-> soziales verhalten
erklären? Auf welche Weise /Emotionen/Bindungsverhalten), Weitere Faktoren:
entfalten biologische Faktoren -Temperamentsunterschiede (eigene Emotionen regulieren –
ihre Wirkung? Einfühlungsvermögen)
- Sozialisationsprozesse o - Selbstregulation
Welche drei Aspekte familiärer - Theorie of Mind
Sozialisation stehen in einem o Umweltfaktoren: - wichtigster:
positiven Zusammenhang mit Sozialisationsprozess in der Familie
der Entwicklung prosozialen • Vorbild-sein und Vermittlung von Werten
Verhaltens? • Gelegenheit für prozoziale Aktivitäten
• Disziplin und Erziehungsstil

Antisoziales Verhalten
- Entwicklungsprozesse und – • Körperliche Agression tritt bei Konflikten mit ca. 18
veränderungen o Formen Monaten auf, bis 2/3. Lebensjahr häufiger, dann
antisozialen Verhaltens im Rückgang während Vorschulzeit-> steigende
Entwicklungsverlauf: Fähigkeit der verbalen Konfliktlösung
instrumentelle / feindselige • Bei Kleinkindern eher instrumentelle Aggression
Aggression, (Wunsch, ein konkretes Ziel zu erreichen
Beziehungsaggression, offenes (Eigentumsverhältnisse bei Spielzeug)
/ verdecktes antisoziales • Bei Schulkindern eher auf Feindseeligkeit oder
Verhalten, Delinquenz Selbstschutz beruhende Aggression
o Ursachen und Folgen • Beim Einsatz von körperl. Aggression wird meist
juveniler Delinquenz o Soziale auch Beziehungsaggression angewendet
Kognition (Attributionsfehler) • Häufigkeit offener Aggression sinkt bei den meisten
und reaktive / proaktive teenagern
Aggression • Verdeckte Aggression: Stehlen, Lügen, Betrügen-
guter Prädikator für Reihe antisozialen Verhaltens
• Mittlerere Adoleszenz: Anstieg schwerer
Gewaltanwendung/Eigentumsdelikte/Statusverstöße
• Ursachen und Folgen juveniler Delinquenz:
Neurologische Defizite/ Verzögerung der
Gehirnreifung in den Gehirnarealen, die an
Moralverhalten/Empathie beteiligt sind, Risiken
hierfür: Stress der Mutter, Alleinerziehende Mutter,
nicht ansprechbar sein, Armut/ geringer
Bildungsstand, antisoziale Neigung der
Eltern/Vernachlässigung der Kinder)
• Soziale Kognition(Attributionsfehler): Anderen bei
unklaren Motiven feindselige Absichten unterstellen

• Reaktive Aggression: Emotionsgesteuerte, als


gegensreaktion gedachte Aggression, die dadurch
ausgelöst wird, dass man die Motive der anderen als
feindselig wahrnimmt

• Proaktive Aggression: Nicht gefühlsbasierte


Aggression, die auf Erfüllung von Wünschen und
Zielen aus ist (um von anderen zu bekommen, was
man will)
- Biologische Faktoren o - - Biolog. Faktoren tragen zu den Unterschieden zwischen
Welche biologischen Faktoren Kindern bei. In den Bereichen Temperament und bei
tragen zur Entwicklung neurologischen Störungen wirken sie sich darauf aus, wie
antisozialen Verhaltens bei? aggressiv Kinder werden, ebenso beeinflussen die soziale
Welche Rolle spielen sie für die Kognitionen das Verhalten bei selbst aggressiven Kindern.
Entwicklung antisozialen Durch das Verhalten lassen sich Vorhersagen über
Verhaltens? antisoziales Verhalten im späteren Leben treffen
- Sozialisationsprozesse o Umweltfaktoren können Aggressionen fördern,
Erklärungsansätze für z.B.:
Zusammenhänge von geringe Unterstützung durch Familie,
antisozialem Verhalten mit (a) schlechte Beaufsichtigung,
elterlicher Bestrafung, (b) Misshandlung,
Konflikten zwischen Eltern und auf Zwang beruhende/ inkonsequente Erziehung
(b) sozioökonomischem Status Umgang mit antisozialen Peers
Stressoren in der Familie wie Trennung
Armut
Kulturelle Werte/ Praktiken
➔ Da Interventionsprogramme Aggression vermindern
können, gilt dies als Beleg das Aggression stark
durch Umweltfaktoren beeinflusst wird.

6. Bindung und die Entwicklung des Selbst

Bindung Eine emotionale Beziehung zu einer bestimmten Person, die


räumlich und zeitlich Bestand hat. Meistens werden Bindungen
im Hinblick auf die Beziehung zwischen Kleinkindern und der
jeweiligen Bezugspersonen diskutiert – sie treten aber ebenfalls
bei Erwachsenen auf
Beobachtungen von R. Spitz Er filmte (methodische Innovation) Kleinkinder, die in
Waisenhäusern lebten (die meisten unehelich geboren, und
warteten auf Adoption)
Filme dokumentierten: Kleinkinder sind allgemein kränklich und
in ihrer Entwicklung zurückgeblieben – sie haben wenig
Motivation zu leben (hohe Sterberate)
Filme liefern Nachweis über lang anhaltende Trauer und
depressiver Reaktionen bei Kleinkindern (die nach dem Aufbau
einer lebevollen Beziehung zu ihrer Mutter von dieser getrennt
worden waren)
Befunde aus Studien von H. (Studien sind ethisch nicht vertretbar)
Harlow Kleine Rhesusäffchen wurden von Geburt an isoliert aufgezogen
(gut ernährt und ärztlich versorgt aber ohne Kontakt zu anderen
Affen)
Nach 6 Monaten Isolation zeigten sie schwere soziale
Störungen wenn sie mit anderen Affen zusammengekommen
sind.
Isolierte Affenweibchen wurden schlechte Mütter – wandten sich
von den Neugeborenen ab und griffen sie an
Bindungstheorie Die auf John Bowlbys Arbeiten zurückgehende Theorie, welche
die biologische Veranlagung von Kindern postuliert, Bindungen
zu Betreuern und Bezugspersonen zu entwickeln, um die
eigenen Überlebenschancen zu erhöhen
Sichere Basis (sicherer Hafen) Bowlbys Begriff dafür, dass die Anwesenheit einer Vertrauten
Bindungsperson dem Säugling oder Kleinkind ein Gefühl von
Sicherheit bietet, das es ihm ermöglicht, die Umwelt zu
erforschen
Phasen der Bindung Ergebnis der Phasen ist normalerweise ein dauerhafter
emotionaler Zusammenhalt, der das Kind an seine
Bezugsperson bindet
Vier Phasen der Bindung 1. Vorphase der Bindung
(Geburt bis 6 Wochen)
Durch angeborene Signale (Schreien) ruft das Kind
andere zu sich – durch die darauffolgende Interaktion
fühlt sich das Kind getröstet
2. Entstehende Bindung
(6 Wochen bis 6-8 Monate)
Kinder beginnen bevorzugt auf vertraute Personen zu
reagieren – lächeln, lachen, lassen sich leichter
beruhigen
Kleinkinder entwickeln Erwartungen wie auf ihre
Bedürfnisse reagiert wird und ein Gefühl dafür, wie sehr
sie ihrem Fürsorger vertrauen können oder auch nicht
3. Ausgeprägte Bindung
(zwischen 6-8 Monate & 1 ½ Jahren)
Kleinkinder suchen aktiv Kontakt zu ihren
Bezugspersonen, sie können Trennungsangst oder
Unbehagen zeigen
Für die meisten dient die Mutter als „sichere Basis“
4. Reziproke Beziehungen
(ab 1 ½ oder 2 Jahren)
Die rapide ansteigenden kognitiven und sprachlichen
Fähigkeiten ermöglichen den Kindern, die Gefühle, Ziele
und Motive der Eltern zu verstehen. Durch dieses
Verständnis können sie ihre Anstrengungen darauf
ausrichten in der Nähe der Eltern zu sein. Es entsteht
allmählich eine wechselseitige Beziehung, wenn das
Kind zunehmend eine aktive Rolle beim Aufbau einer
funktionierenden Beziehung übernimmt
Die Trennungsangst sinkt
Arbeitsmodell von Bindung Die kindliche mentale Repräsentation des Selbst, der
Bindungsperson(en) und der Beziehungen im Allgemeinen, die
als Ergebnis der Erfahrungen mit der Bezugspersonen
entstehen. Das Arbeitsmodell leitet die Interaktionen der Kinder
mit den Bezugspersonen und anderen Personen in der Kindheit
und später.
Das Arbeitsmodell von Kindern beeinflusst die allgemeine
Einstellung, das soziale verhalten, die Wahrnehmung anderer
und die Entwicklung des Selbstwertgefühls und des
Bewusstseins vom Selbst.
Fremde Situationen als Ein von Mary Ainsworth entwickeltes Verfahren, um die Bindung
Erhebungsinstrument von Kleinkindern an ihre primären Bezugspersonen anhand
einer Trennungssituation zu beurteilen.
In einem Spielzimmer werden das Kind und seine Bezugsperson
mit dem Raum vertraut gemacht. Anschließend wird das Kind in
einzelnen Episoden mit insgesamt 7 Situationen konfrontiert und
dabei beobachtet.
Das Kind wird zweimal von der Bezugsperson getrennt und
wieder mit ihr zusammengeführt, es kommt zweimal zu einer
Interaktion mit einer Fremden Person – einmal wenn die
Bezugsperson dabei ist und einmal wenn das Kind alleine ist.
Jede Episode dauert etwa 3 min – sofern das Kind nicht allzu
beunruhigt ist.
Bindungsmuster im - Sichere Bindung – ein Bindungsmuster, bei dem
Kleinkindalter Säuglinge oder Kleinkinder eine qualitativ hochwertige,
relativ eindeutige Beziehung zu ihrer Bindungsperson
haben. Kind weint, wenn die Bezugsperson weggeht,
freut sich aber wenn sie wiederkommt – kann sich
schnell von Unbehagen erholen) Wenn Kinder sicher
gebunden sind, können sie Ihre Bezugsperson als
sichere Basis für die Erkundung ihrer Umwelt nutzen.
- Unsichere Bindung – Ein Bindungsmuster, bei dem
Säuglinge oder Kleinkinder eine weniger positive
Bindung zu ihrer Bindungsperson haben als sicher
gebundene. Unsichere Bindung kann in
Unsicher-ambivalente Bindung – Säugling klammert
sich an Bezugsperson statt die Umwelt zu erkunden.
Solche Kinder sind in Fremden Situationen häufig
ängstlich – verlässt die Bezugsperson den Raum lassen
sie sich schlecht von Fremden trösten. Bei Rückkehr der
Bezugsperson suchen sie einerseits Trost andererseits
widersetzen sie sich der Tröstungsbemühungen der
Bezugsperson
Unsicher-vermeidende Bindung – Bezugspersonen
scheinen den Säuglingen oder Kleinkindern gleichgültig
zu sein. Die Kinder meiden sie sogar. Kinder lassen sich
von Fremden genauso leicht trösten wie von der
Bezugsperson, wenn diese nicht da ist.
Desorganisiert-desorientierte Bindung – Kinder oder
Säuglinge zeigen in Fremden Situationen keine
konsistente Stressbewältigungsstrategie. Das Verhalten
ist oft konfus oder sogar widersprüchlich.
Typische Verteilung der Typische Mittelschichtkinder in den USA
Bindungsmuster - Sichere Bindung: ca. 62%
Bei Kindern unter 24 Monaten ca. 50%
- Unsicher-ambivalent gebunden: ca. 9%
- Unsicher-vermeidend: ca. 15%
- Desorganisiert-desorientiert: ca. 15%
Anteile im Mittel aus verschiedenen Kulturen
- Sicher gebunden: ca. 53%
- Unsicher-ambivalent: ca. 18%
- Unsicher-vermeidend: ca. 24%
Kulturelle Unterschiede und - generell stimmen die Bindungs-Ratings überein.
Erklärungen für die typische - Unterschiede bei der Art wie sich japanische und US-
Verteilung amerikanische Mittelschichtkinder bei unsicherer
Bindung verhalten
Alle unsicher-gebundenen japanischen Kinder wurden
als unsicher-ambivalent klassifiziert (kein unsicher-
vermeidendes verhalten)
Bei koreanischen Kindern war die unsicher-
vermeidende Bindung kaum vertreten.
- Ein Grund dafür könnte sein, dass die japanische Kultur
der Vorstellung einer Einheit von Mutter und Kind einen
hohe Wert beimisst und, dass die Erziehungsmethoden
größere Nähe und körperliche Intimität und auch die
Abhängigkeit der Kinder von ihren Müttern fördern.
- Eine weitere mögliche Erklärung könnte sein, dass zum
Zeitpunkt des Fremde-Situationen-Tests nur wenige
japanische Kleinkinder eine Kindertagestätte besuchten
und somit keine häufigen Trennungen von ihren
Bezugspersonen erfuhren
Zusammenhang zwischen - Autonome (sichere) Eltern sind in der Regel sensible
Bindungsstatus der Eltern und und warmherzige Eltern, und ihre Kinder sind für
des Kindes – und mögliche gewöhnlich sicher an sie gebunden
Erklärungen dafür - Verstrickte (intensiv auf ihre Eltern fixiert, neigen dazu
von verwirrenden und wutgeladenen
Bindungserfahrungen zu berichten) und abweisende
(bestehen häufig darauf, dass sie sich an Interaktionen
mit ihren Eltern, die sich auf Bindung beziehen, nicht
erinnern können, oder spielen sie runter) Eltern haben
eher unsicher gebundene Kinder
- Ungelöst-desorientierte Eltern (scheinen unter den
Folgen posttraumatischer Erfahrungen von Verlust oder
Missbrauch zu leiden) haben besonders oft
desorganisierte Kinder.
- Der Grund für den Zusammenhang zwischen elterlichen
Bindungsmodellen und der Bindungssicherheit der
Eltern ist nicht klar.
Er legt aber nahe, dass die Ansichten der Eltern über
Erziehung und Beziehungen einen großen Einfluss auf
die Bindung zwischen ihnen und ihren Kindern haben
Einflussfaktoren auf die - Einfühlungsvermögen der Eltern: Die Fähigkeit, das
kindliche Bindungssicherheit Befinden und die Bedürfnisse ihrer Kinder
wahrzunehmen und im Handeln umzusetzen; ein
wichtiger Faktor, der zur Sicherheit der kindlichen
Bindung beiträgt. Das Einfühlungsvermögen der Eltern
kann auf verschiedene Weise gezeigt werden, zum
Beispiel durch feinfühliges Eingehen auf ein Kind, wenn
es sich ängstigt oder aufgeregt ist, oder im auf den
Säugling abgestimmten Spiel
- Umweltfaktoren
- Bindungsstatus der Eltern
- Gene: Es lässt sich vermuten, dass bestimmte Gene
dazu beitragen, dass ein Kind mehr oder weniger
anfällig für die Qualität der jeweiligen Lebensumstände
ist.
Kinder mit „reaktiven“ Genen profitieren von einer
sicheren Bindung (und sind dann besser angepasst,
ausgeglichener und prosozialer als Gleichaltrige)
Während sie bei einer unsicheren Bindung im
Sozialverhalten besonders schlecht abschneiden
Bindungsstabilität bzw. - Die Bindungssicherheit von Kindern hängt mit ihren
Veränderung im Laufe der späteren psychischen, sozialen und kognitiven
Entwicklung Fähigkeiten zusammen
- Manche Theoretiker glauben, dass die
Bindungssicherheit in den frühen Jahren wichtige
Auswirkungen auf die spätere Entwicklung hat, weil sie
ein überdauerndes Arbeitsmodell positiver Beziehungen
verschafft
- Andere Theoretiker glauben, dass die
Bindungssicherheit in den frühen Jahren die spätere
Entwicklung nur insoweit vorhersagt, als sich die
Umwelt des Kindes – einschließlich der Qualität der
Eltern-Kind-Interaktionen – nicht verändert
- Die Bindungssicherheit der Kinder an ihre
Bezugsperson sagt die Qualität ihrer Beziehungen zu
Familienmitgliedern und Gleichaltrigen vorher, die
wiederum Einfluss darauf hat, wie Kinder sich fühlen
und sich selbst einschätzen
Selbst Ein Konzeptsystem, das aus den Gedanken und Einstellungen
über sich selbst besteht
Selbst im Kleinkindalter - Säuglinge im Alter von zwei bis vier Monaten haben
eine Vorstellung von ihrer Fähigkeit, Objekte außerhalb
ihrer selbst zu kontrollieren. Sie scheinen auch ein
gewisses Verständnis von ihren eigenen
Körperbewegungen zu haben
- Mit acht Monaten wird dir Vorstellung der Kleinkinder
vom Selbst deutlich erkennbarer, wenn die Kinder auf
die Trennung von ihrer Mutter mit Trennungsangst
regieren und dadurch vermuten lassen, dass sie sich
und ihre Mutter als getrennt Wesen erkennen
- Das Kinder andere Menschen als Wesen betrachten,
die von ihnen selbst verschieden sind, wird um ihren
ersten Geburtstag herum deutlich. Die Kinder beginnen
mit anderen geteilte Aufmerksamkeit auf Objekte ihrer
Umgebung zu richten
- Mit 18-20 Monaten tritt die sich entwickelnde Erkenntnis
des Selbst deutlich hervor, wenn Kinder in den Spiegel
blicken und erkennen können, dass das Bild, das sie
sehen, ihr eigenes ist
- Mit zwei Jahren können sich viele Kinder auf
Fotografien erkennen.
- Im dritten Lebensjahr zeigen Kinder Verlegenheit und
Scham – Emotionen, die eindeutig ein Selbstgefühl
erfordern. Die Selbstbewussheit zeigt sich auch in der
Tendenz zur Selbstbehauptung (Trotzphase)
Durch den Gebrauch von Sprache, wie z.B. von
Pronomina („ich“, “mein“) und dadurch, dass sie sich
selbst beim Namen nennen wird das weiter verstärkt.
- Eltern können zur Entwicklung des Selbstbildes eines
Kindes beitragen indem sie:
o Beschreibende Informationen über das Kind
liefern
o Wertende Beschreibungen des Kindes abgeben
o Informationen über das Ausmaß, in dem das
Kind Regeln und Normen beachtet hat
bereitstellen
o Kinder an ihre Vergangenen Erlebnisse erinnern
Rouge-Test Mit dem Rouge-Test wird getestet, ob ein Kind das Bild im
Spiegel als ein eigenes erkennt.
Um diese Fähigkeit zu prüfen wird dem Kind heimlich ein roter
Punkt in Gesicht geschminkt und anschließend vor den Spiegel
gestellt.
Kinder unter 18 Monaten versuchen häufig dem Kind im Spiegel
den Punkt zu entfernen oder machen gar nichts.
Kinder ab 18 Monaten jedoch berühren den roten Punkt in ihrem
Gesicht, so das man annehmen kann, dass sie das Spiegelbild
als Reflexion ihrer selbst erkennen
Konzeption des Selbst im Laufe Susan Harter konstruierte durch die Kombination von Aussagen,
der Entwicklung – hier vor allem die von einer großen Anzahl von Kindern aus zahlreichen
die Befunde von Harter empirischen Untersuchungen stammen typische
Selbstbeschreibungen für unterschiedliche Altersstufen.
Die Konzeption des Selbst wird mit dem Alter zunehmend
komplexer und umfassender
- Selbstbewertungen von Kindern im Vorschulalter sind
unrealistisch positiv – Sie verstehen sich anhand
konkreter, beobachtbarer Eigenschaften, die sich auf
körperliche Attribute, körperliche Aktivitäten und
Fähigkeiten, soziale Beziehungen und psychische
Zustände beziehen.
- Im Grundschulalter verfeinern sich die Vorstellungen
des Selbst, da die Kinder verstärkt soziale Vergleiche
vornehmen, was ihre Eigenschaften, Verhaltensweisen
und Besitzstände betrifft. Sie achten bei Aufgaben
verstärkt auf Diskrepanzen zwischen ihren Leistungen
und denen anderer
- Mitte bis Ende der Grundschule werden die
Vorstellungen der Kinder vom Selbst allmählich
integrierter und umfassender
- Die Selbstkonzepte von Schulkindern basieren verstärkt
auf den Bewertungen der eigenen Person durch andere,
insbesondere durch Gleichaltrige. (Deshalb sind Kinder
dieses Alters für ein geringes Selbstwertgefühl anfällig)
- In der frühen Adoleszenz verstärken sich die Sorgen
junger Menschen über ihre soziale Kompetenz ihre
soziale Akzeptanz besonders bei Gleichaltrigen
In diesem Entwicklungsabschnitt entsteht das abstrakte
Denken, was es den Jugendlichen erlaubt sich selbst
anhand abstrakter Eigenschaften vorzustellen (sie
machen abstrakte Selbstbeschreibungen, was eine
unterschiedliche Beschreibung des Selbst gegenüber
unterschiedlichen Personen einschließt)
David Elkind benennt für die Phase der Adoleszenz
zwei Aspekte zum Egozentrismus:
• Persönliche Fabel – eine Form des
Egozentrismus von Jugendlichen, die den
Glauben an die Einzigartigkeit er eigenen
Gefühle und Gedanken beinhaltet
• Imaginäres Publikum – Die im Egozentrismus
von Jugendlichen begründete Überzeugung,
dass jeder andere Mensch seine
Aufmerksamkeit auf die Erscheinung und das
Verhalten des Jugendlichen richtet.
Mit 15, 16 Jahren besitzen die meisten noch nicht die
kognitiven Fähigkeiten ihres inneren Widerspruchs in
ihrem Verhalten und ihren Eigenschaften zu Erkennen
und zu einem kohärenten Selbstkonzept zu integrieren
Ältere Jugendliche messen dem, was andere Menschen
denken weniger Bedeutung bei und sind mehr damit
beschäftigt ihren eigenen Standards gerecht zu werden
und ihr zukünftiges Selbst zu konzipieren.
Ob die Widersprüche erfolgreich integriert werden
können hängt nicht nur von den kognitiven Fähigkeiten,
sondern auch von der der Hilfe der Eltern, Lehrer und
anderen Menschen beim Verstehen der Komplexität von
Persönlichkeit ab.
Selbstwertgefühl Die allgemeine Einschätzung der Wertigkeit des Selbst und die
Gefühle, die dadurch erzeugt werden
Selbstwertgefühl genetische, - Genetische Faktoren:
soziale und kulturelle Faktoren Körperliches Aussehen und sportliche Fähigkeiten
hängen beide stark mit dem Selbstwert zusammen
Genetisch basierte intellektuelle Fähigkeiten und
Persönlichkeitsaspekte spielen eine Rolle beim
schulischen und sozialen Selbstwertgefühl
Der genetische Beitrag zum Selbstwertgefühl ist bei
Jungen offenbar stärker als bei Mädchen
- Soziale Faktoren:
Erikson und Bowlby führen das Selbstgefühl der Kinder
auf die Qualität ihrer Beziehungen zu anderen zurück –
Wenn sich Kinder in ihren jungen Jahren geliebt fühlen,
gelangen sie zu der Überzeugung, dass sie liebenswert
sind und die Liebe anderer verdienen. Wenn sie sich als
Kinder hingegen ungeliebt fühlen Glauben sie am Ende
das Gegenteil
Im Laufe der Kindheit wird das Selbstwertgefühl immer
mehr durch die Akzeptanz der Gleichaltrigen beeinflusst
Das Selbstwertgefühl kann auch durch ihr schulisches
und nachbarschaftliches Umfeld beeinflusst werden. Die
Effekte des schulischen Umfeldes werden am
deutlichsten in dem sinkenden Selbstwertgefühl, der mit
dem Übergang von der Grundschule zur
weiterführenden Schule verbunden ist. (nicht mehr die
Größten sondern die kleinsten zu sein, nicht mehr ein
vertrauter Lehrer sondern viele neue…)
Die Effekte des nachbarschaftlichen Einflusses lassen
sich daraus ableiten, dass das Leben in Armut in einer
städtischen Umgebung, besonders in gewaltbereiter
Nachbarschaft mit einem geringen Selbstwertgefühl
einhergeht.
- Kulturelle Faktoren:
Minoritätenkinder sind in den USA häufig Vorurteilen
und Armut ausgesetzt. Sie können aber durch
unterstützende Familien und Gemeinschaften ihre
Selbstachtung schützen und sogar erhöhen. (bis zehn
Jahre ist die Selbstachtung geringer als bei
euroamerikanischen Kindern. Danach dreht es sich um)
Was Kinder und Jugendliche von sich selbst halten wird
viel mehr durch die Akzeptanz ihrer Familie, Nachbarn
und Freunden beeinflusst als durch Reaktionen von
Fremden oder der Gesellschaft im Allgemeinen
Vorstellungen, wie eine Person sein sollte, variieren
zwischen Kulturen, was zur Folge hat, dass sich die
Messwerte von Selbstbewertung und Selbstwertgefühl
zwischen verschiedenen Kulturen unterscheiden

7a. Theoretische Perspektiven der Geschlechterentwicklung

Definition von Geschlecht


Gender Die Gesamtheit nichtbiologischer geschlechtsspezifischer
Merkmale in Abgrenzung zum englischen Begriff sex.
Geschlechtstypische/- Geschlechtstypisch – Verhaltensweisen, die mit dem
übergreifende Verhaltensweisen Geschlecht einer Person (im Sinne von Gender)
zusammenhängen
Geschlechtsübergreifend – Verhaltensweisen, die für das
andere Geschlecht typischer sind, als für das eigene
Geschlechtstypisierung Der Prozess der Sozialisation und Entwicklung der
Geschlechtsidentität im Sinne von Gender
Biologische Einflüsse
Welche Position vertritt der Vertreter des evolutionspsychologischen Ansatzes
evolutionspsychologische argumentieren, dass biologisch bedingte Unterschiede der
Ansatz? Welche Argumente Geschlechter evolutionär dazu geführt haben, dass sich Männer
lassen sich gegen diese und Frauen erfolgreich fortpflanzen und ihre Nachkommen
Position vorbringen? beschützen konnten.

Ein Gegenargument besteht darin, dass viele der Behauptungen


zu den biologischen unterschiedenen und ihrem Einfluss auf
Persönlichkeitseigenschaften nicht empirisch geprüft werden
können.
Außerdem werden die beobachteten Unterschiede als Prämisse
der evolutionären Erklärung vorausgesetzt und zu gleich als
Folgerung aus der Erklärung abgeleitet, und dieser Zirkelschluss
lässt sich nicht überprüfen.
Welche Position vertritt die Die biosoziale Theorie stellt die körperlichen Unterschiede der
biosoziale Theorie? Welche biologischen Geschlechter in den Mittelpunkt und behauptet,
Argumente lassen sich gegen dass diese Unterschiede Konsequenzen im Verhalten und
diese Position vorbringen? Sozialbereich haben. (die wichtigsten körperlichen Unterschiede
sind: 1. Körpergröße, Körperkraft und Laufgeschwindigkeit, die
im Mittel bei den Männern größer ist als bei den Frauen und 2.
Das Gebären und Säugen der Kinder durch die Frauen.)
Auch sozioökologische Einflüsse formen die Geschlechterrollen
, die Männern und Frauen u
zugeschrieben werden und die Geschlechtersozialisation von
Jungen und Mädchen mitgestalten.

Gegen die biosoziale Theorie machen einige


Evolutionspsychologen geltend, dass sich Körper und Psyche
gemeinsam evolutionär herausgebildet haben die biosoziale
Theorie aber nur die Wirkung des Körpers auf die biologische
und soziale Geschlechterentwicklung berücksichtigt.
Evolutionsbiologen stellen zusätzlich zu den körperlichen
Unterschieden den Einfluss biologischer Unterschiede auf die
Evolutionär entstandenen Unterschiede in den
Verhaltenspositionen beider Geschlechter heraus.
Welche Aufschlüsse über (a) Bei der Erforschung der Geschlechterentwicklung galt den
Geschlechterentwicklung möglichen Wirkungen der Androgene besondere
ergaben im Rahmen Aufmerksamkeit.
neurowissenschaftlicher Androgene – Eine Gruppe von Steroidhormonen, die in der
Ansätze die Untersuchung pränatalen Entwicklung bei männlichen Kindern normalerweise
(a) hormoneller Faktoren in höherer Konzentration auftreten als bei weiblichen und sich
(Androgene) dann nachhaltig auf Entwicklung und Funktion der
(b) von Gehirnstrukturen Geschlechtsorgane und des Körpers auswirken.
bzw. -funktionen? Hormone können organisierend oder aktivierend auf das
Nervensystem einwirken.
Organisierende Hormoneinflüsse – Die Wirkung von
Hormonen auf Differenzierung und Strukturierung der
Gehirnorganisation im Laufe der Entwicklung. (unterschiedliche
pränatale Androgenspiegel können die Organisation und
Funktion des Nervensystems beeinflussen, was wiederum zu
späteren Geschlechtsbezogenen Unterschiedenen beitragen
kann, was bei den Präferenzmittelwerten für bestimmte Spiele
beobachtet wurde)
Aktivierende Hormoneinflüsse – Die Wirkung schwankender
Hormonspiegel, die gleichzeitig bestimmte Gehirn- und
Verhaltensreaktionen auslösen. (Auf wahrgenommene
Bedrohung zum Beispiel reagiert der Körper mit erhöhter
Androgenproduktion und das könnte für die Unterschiede im
Aggressionsverhalten der Geschlechter eine Rolle spielen.)

(b) Die Gehirne von Männern und Frauen weisen einige kleine
anatomische und physiologische Unterschiede auf.
Weil die Gehirnentwicklung durch eine ständige Interaktion von
Genen und Erfahrungen geprägt ist, lässt sich nicht klären, in
welchem Umfang Unterschiede in Struktur und Funktionsweise
des Gehirns auf genetischen oder umweltbedingten Einflüssen
beruhen. Unklar ist weiterhin, in welchem Ausmaß die kleinen
Unterschiede in der Gehirnstruktur beider Geschlechter
Unterschiede in Fähigkeiten und Verhalten determinieren.
Kognitive und motivationale Einflüsse
Kohlbergs kognitive - Stufe 1 = Geschlechtsidentität
Entwicklungstheorie Im Alter von etwa 30 Monaten
(Bezeichnung und Das Bewusstsein, bezüglich des eigenen Geschlechts
Charakterisierung der drei - Stufe 2 = Geschlechtsstabilität
Stufen der Entwicklung des Mit etwa drei oder vier Jahren
Geschlechterverständnisses Das Bewusstsein, dass das Geschlecht über die Zeit
und ihre Bedeutung für die hinweg stabil bleibt
Entwicklung von - Stufe 3 = Geschlechtskonstanz
Geschlechterrollen) Mit etwa fünf bis sieben Jahren
Die Erkenntnis, dass das Geschlecht auch bei
äußerlichen Veränderungen im Erscheinungsbild oder
im Verhalten eines Menschen unveränderlich ist
Mit dem Erreichen der Geschlechtskonstanz erhöht sich auch
die Wahrscheinlichkeit des geschlechtstypischen Verhaltens
Theorie der Die Theorie beruht auf der Annahme, dass die Motivation zu
Geschlechterschemata (nach geschlechtstypischem Verhalten bereits im Kleinkindalter
Martin & Halverson) entsteht, sobald Kinder ihr eigenes und das Geschlecht anderer
(Anhand der folgenden Begriffe benennen können.
und einschlägiger Befunde Bei Kindern entwickelt sich demnach das Verständnis der
erläutern, wie Geschlechter durch die Konstruktion von
Geschlechterstereotype Geschlechterschemata (- Strukturelle mentale
entstehen und zur Entwicklung Repräsentationen (Begriffe, Überzeugungen, Erinnerungen)
Geschlechtstypischer über Geschlechter einschließlich der Geschlechterstereotype).
Verhaltensweisen beitragen: Kinder benutzen ein einfaches Ingroup/Outgroup –
Geschlechterschemata, Geschlechterschema, mit dessen Hilfe sie andere Menschen
Ingroup/Outgroup- danach klassifizieren ob sie „genauso wie ich“ sind oder nicht.
Geschlechterschemata, Die Motivation zu kognitiver Übereinstimmung bringt sie dazu,
eigengeschlechtliches andere Menschen ihres eigenen Geschlechts zu bevorzugen.
Schemata Als Folge davon wird ein eigengeschlechtliches Schema
gebildet, das aus detailliertem Wissen darüber besteht, wie man
Dinge tut, die mit dem eigenen Geschlecht übereinstimmen.
Die Tendenz schemakonsistente Informationen zu behalten und
inkonsistente Informationen zu ignorieren oder zu verzerren,
trägt dazu bei, Geschlechterstereotype aufrechtzuerhalten, die
in der Realität keine oder nur eine schwache Grundlage
besitzen.
Wie sind vor diesem Nach der Theorie der Geschlechterschemata entwickelt sich ein
Hintergrund die Annahmen geschlechterstereotypes Verhalten bereits in der von Kohlberg
Kohlbergs zu beurteilen? genannten ersten Stufe, der Geschlechtsidentität. Durch
beobachten anderer gleichgeschlechtlicher Personen werden
Verhaltensmuster verinnerlicht und umgesetzt.
Allerdings denke ich nicht, dass dadurch die beiden anderen
Stufen Kohlbergs hinfällig oder falsch sind. Das sich das
Verständnis der Geschlechterstabilität in der von Kohlberg
genannten Weise vollzieht kann durchaus, trotz der
Geschlechterschemata, richtig sein. Nur die Schlussfolgerung,
dass erst nach der der Geschlechterkonstanz das stereotype
Verhalten beginnt ist nach den Annahmen der
Geschlechterschemata falsch.
Die sozial-kognitive Theorie Die Theorie beschreibt eine Triade wechselseitiger Ursachen:
Welche Bedeutung haben individuelle Faktoren, Umwelt und Verhaltensmuster.
direkte Anleitung, Übung, Einige wichtige Kennzeichen der Theorie sind die sozial-
Prozesse des kognitive Einflussnahme, das Beobachtungslernen und die
Beobachtungslernens und das Selbstregulation.
Erleben von Selbstwirksamkeit Nach der sozial-kognitiven Theorie erfolgt Lernen durch
für die Anleitung, Ausprobieren und Nachahmen (Imitation).
Geschlechtersozialisation? Durch die direkte Anleitung (Vater zeigt seinem Sohn wie man
Wie vermitteln Bezugspersonen einen Ball wirft; Mutter zeigt der Tochter wie man wickelt),
im Alltag Botschaften über das Ausprobieren/Üben (Kinder mach Erfahrungen durch die
Geschlechter? Was ist in Reaktion anderer auf ihr Verhalten -positive Reaktionen auf
diesem Zusammenhang mit stereotypes Verhalten und negative Reaktionen auf nicht-
essentialistischen stereotypes Verhalten),
Feststellungen gemeint? den Prozess des Beobachtungslernens (Kinder beobachten
genau und encodieren, welche Folgen das Verhalten anderer
Menschen nach sich zieht; vier wichtige Prozesse:
Aufmerksamkeit, Gedächtnis, (Informationen müssen beachtet
und im Gedächtnis gespeichert werden) Produktion (gelerntes
Verhalten wird ausgeführt) und Motivation (positive oder
negative Reaktion anderer führt zur Wiederholung eines
Verhaltens oder nicht)
und das Erleben von Selbstwirksamkeit (Gefühl von
Handlungskompetenz, dass Kinder gewinnen, wenn sie ihr
Verhalten selbst als positiv empfinden)
kommt es dazu, dass Geschlechtertypisches Verhalten
weitergetragen wird. Kinder werden in Geschlechterrollen so
sozialisiert, wie sie ihnen vorgelebt und durch die Umwelt
beigebracht werden.
Das Verhalten der Eltern, der Lehrer und der Verwandten
zueinander und zu den Mitmenschen ist das Vorbild der Kinder.
Auch essentialistische Feststellungen (Sprachform, die eine
Allgemeingültigkeit ausdrückt – die angesprochenen Merkmale
treffen ganz allgemein und zu jedem Zeitpunkt auf die Gruppe
als Ganzes zu – „Mädchen lernen Ballett“; „Jungs spielen
Fußball“) könnten die Überzeugung vermitteln, dass zwischen
den Geschlechtern ein wichtiger Unterschied besteht und das
geschlechtsbezogene Merkmale allgemeingültig und
unveränderlich sind.
Kulturelle Einflüsse
Auf welche Faktoren sind aus Dem bioökologischen Ansatz zufolge dienen die
Sicht des bioökologischen Sozialisationspraktiken in den Mikrosystemen (der unmittelbaren
Modells und der Theorie Umwelt) der Kinder dazu, Kinder auf die Erwachsenenrollen
sozialer Rollen Unterschiede vorzubereiten. Die traditionellen Geschlechterrollen spiegeln und
oder Ähnlichkeiten in der perpetuieren (übernehmen/in gleicher Weise fortfahren) die
Geschlechterentwicklung jeweiligen Opportunitäten (In Bronfebrenners bioökologischem
zurückzuführen? Modell, die ökonomischen Ressourcen, die ein Makrokosmos
(die Kultur) bietet, einschließlich der Einstellung zu diesen
Ressourcen), die sich Frauen und Männern einer bestimmten
Kulturgemeinschaft zu einer bestimmten geschichtlichen Zeit
bieten. Veränderungen in den Makro- und Mikrosystemen der
Kinder können zu größerer Gleichberechtigung führen.
Eine grundlegende Annahme der Theorie sozialer Rollen
besagt, dass die unterschiedlichen Erwartungen an die
Geschlechter auf die Arbeitsteilung zwischen Männer und
Frauen in der jeweiligen Gesellschaft zurückgehen.

Beide Ansätze beleuchten die Möglichkeiten und Grenzen, die


festgeschriebene Rollen für das Verhalten und die
Überzeugungen der Menschen in Familie, Schule und Beruf
sowie in der Politik bedeuten. Wobei bei dem bioökologischen
Ansatz der Faktor Umwelt und bei der Theorie der sozialen
Rollen der Faktor der kulturellen Einstellung und der
Gewohnheiten zu nennen ist.

7b. Meilensteine der Geschlechterentwicklung / Vergleiche zwischen den Geschlechtern

Meilensteine in der Geschlechterentwicklung


Befunde zur Geschlechterentwicklung
Entwicklung eines - Bereits im ersten Lebensjahr verfügen Kinder über
Geschlechterkonzepts in der die nötigen Wahrnehmungsfähigkeiten, um
frühen Kindheit herauszufinden, dass es zweierlei Gruppen von
Menschen gibt – Männer und Frauen.
(Kleidung, Frisur, Körpergröße, Körperform,
Bewegungsmuster, Stimmhöhe, …) – Säuglinge
können zwischen sechs und neun Monaten
meistens anhand der Frisur oder der Stimme
Geschlechter unterscheiden
- Kurz nach dem Säuglingsalter zeigen Kinder
deutliche Muster der Geschlechterentwicklung
- Mit zwei bis zweieinhalb beginnen Kinder das
Geschlecht von Menschen zu bezeichnen
(deutlichstes Zeichen für den Erwerb eines
Konzeptes von den Geschlechtern)
Danach beginnen Kinder auch die eigene
Geschlechtszugehörigkeit zu verstehen
(Geschlechtsidentität)
- Mit ungefähr sieben Jahren haben die Kinder
Geschlechtskonstanz erreicht und ihre Vorstellung
von Geschlechtern ist gefestigter
- Mit etwa neun oder zehn Jahren verstehen Kinder,
dass die Geschlechter auch eine soziale Kategorie
sind und das Geschlechter auch eine soziale
Kategorie sind, im Unterschied zu biologischen
Merkmalen
Entwicklung von - Mitte des zweiten Lebensjahres beginnen Kinder
Geschlechterstereotypen bzw. geschlechtsbezogene Erwartungen über
Geschlechterrollen und Gegenstände und Tätigkeiten zu bilden
(Wahrnehmung von) („Fahlpassungen“, z.B. Männer mit Lippenstift, von
Diskriminierung in der Kindheit und Geschlecht und Handlung führen zu längeren
der Adoleszenz (vgl. hinschauen.)
Geschlechterrollenintensivierung / - Viele Kinder beginnen mit ungefähr zwei Jahren,
-flexibilität) Vorlieben für geschlechtstypische Spielzeuge zu
zeigen
- In den Vorschuljahren lernen Kinder die
Geschlechtsstereotype schnell anhand der
Tätigkeiten, Eigenschaften und Rollen die mit
beiden Geschlechtern verknüpft werden. Aber den
Kindern fehlt gewöhnlich noch die
Geschlechtskonstanz
- Mit erreichen der Geschlechtskonstanz (mit ca.
sieben Jahren) zeigen Kinder in ihren
Geschlechterstereotypen und ihren
Geschlechtsbezogenen Einstellungen oft eine
geringfügig höhere Flexibilität als in den frühen
Jahren
- Mit wachsendem Verständnis für die soziale
Grundlage der Geschlechterrollen (neun oder zehn
Jahre) erkennen Kinder vielleicht, dass manche
Mädchen oder Jungen nicht das tun möchten, was
jeweils geschlechtstypisch wäre – gestehen den
Kindern das auch ein – erkennen aber auch, dass
diese Kinder dafür gehänselt werden könnten
weshalb sie nicht mit ihnen spielen würden. (Kinder
erkennen, dass eine Normverletzung bei
Geschlechterrollen soziale Kosten zur Folge hat)
- Acht bis zehnjährige Kinder erkennen beim
Auftreten Geschlechterdiskriminierung und
beurteilen sie als unfair – wobei sie selber andere
Kinder wegen ihres Geschlechtes von bestimmten
Aktivitäten ausschließen
- Faktoren, die für das Erkennen einer
Diskriminierung wegen des Geschlechts bei
Kindern eine Rolle spielen:
• Kognitive Voraussetzungen, wie das
Verstehen kultureller Stereotype
• Die Fähigkeit zum sozialen Vergleich
• Moralische Einsicht darüber was gerecht ist
• Die jeweilige Situation (Diskriminierung
gegen sich selber wird weniger erkannt als
die gegen andere; Diskriminierung durch
jemanden der zu Vorurteilen neigt wird
schneller erkannt)
- In der Jugend (Adoleszenz) kommt es zu
Geschlechterrollenintensivierung (Bezieht sich
auf ein erhöhtes Interesse daran, an den
herkömmlichen Geschlechterrollen festzuhalten)
oder zu Geschlechterrollenflexibilität (Bezieht
sich auf die Auffassung, dass Geschlechterrollen
soziale Konventionen sind und dass flexiblere
Einstellungen und Interessen übernommen werden
können. – bei Mädchen wahrscheinlicher als bei
Jungs)
Geschlechtstypisches Verhalten - Im Kindergartenalter beginnt die
Geschlechtertrennung (Die Neigung von Kindern,
sich mit gleichgeschlechtlichen Gleichaltrigen
- Ursachen und Folgen von zusammenzutun und denen des anderen
Geschlechtertrennung im Geschlechts aus dem Wege zu gehen.)
Kindergartenalter Kinder scheinen gleichgeschlechtliche
- Geschlechterunterschiede in Spielkameraden deswegen zu bevorzugen, weil sie
geschlechtstypischem kompatiblere Verhaltensstile und Interessen haben.
Verhalten (z.B. wilde Mädchen spielen auch mit Jungen)
Später aber könnten die Identitätsmerkmale und
der Konformitätsdruck der Wir- Gruppen gegenüber
denen der Verhaltenskompatibilität überwiegen und
so mit zunehmendem Alter der Kinder die weitere
Geschlechtertrennung bestimmen.
- Jungen und Mädchen etablieren in den Peer-
Gruppen andere Verhaltensnormen für die
Geschlechterrollen (Jungen eher Dominanz,
Selbständigkeit und Unverletzlichkeit; Mädchen
eher Nähe, Kooperation und emotionale
Beteiligung); auf Normverletzungen bei den
Geschlechterrollen reagieren sie häufig negativ –
indem sie das Kind, das die Grenze zum anderen
Geschlecht überschritten hat, erbarmungslos
hänseln.
- Jungen halten im Gegensatz zu Mädchen
Geschlechtsstereotype für angebracht. (Mädchen
dehnen die „Grenzen“ eher mal aus als Jungen)
- Während der frühen Adoleszenz überwiegen die
Peer-Kontakte mit Angehörigen des eigenen
Geschlechts, aber Interaktionen und
Freundschaften zwischen den Geschlechtern sind
jetzt häufiger als in der Kindheit
Vergleiche zwischen den Geschlechtern
Das Verfahren der Metaanalyse - Effektstärke (Effektgröße) (Ein statistisches Maß,
anhand zentraler Begriffe (u.a. das sich aus der Größe des Unterschieds zwischen
Effektstärke) erläutern und Gruppenmittelwerten im Verhältnis zum Grad der
hinsichtlich seiner Bedeutung für die Überlappung der zugehörigen Verteilungskurve
Beurteilung von Befunden zu ergibt)
Geschlechterunterschieden - Metaanalyse (Ein statistisches Verfahren, das man
anwendet, um die durchschnittliche Effektstärke für
einordnen (vgl. These der
mehrere Studien zusammenzufassen)
Geschlechterähnlichkeit)
- Die Metaanalyse wird angewandt um
widersprüchliche Ergebnisse, die durch
unterschiedliche Stichproben (Altersverteilung,
soziale Hintergründe) oder unterschiedliche
Methoden (Befragung, Feldbeobachtung,
Experiment) entstehen zu vermeiden.
- Es gibt vier Stufen von Effektstärken – trivial
(Überlappung > 85%, klein (Überlappung zwischen
67% - 85%), mittel (Überlappung zwischen 53%
und 66%) und groß (Überlappung unter 53%)
Je höher die Überlappung desto geringer ist die
Effektstärke
- Die These der Geschlechterähnlichkeit geht
daraus hervor, dass die meisten signifikanten
Mittelwertunterschiede zwischen den
Geschlechtern bei kognitiven Fähigkeiten und im
Sozialverhalten nur mit einer geringen Effektstärke
verbunden sind.
Forschungsstand zur Entwicklung von Unterschieden bzw. Ähnlichkeiten zwischen den
Geschlechtern
Körperliche Entwicklung und Pränatale Entwicklung
Veränderung des Körperbildes in der - Das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von
Kindheit bzw. Adoleszenz Androgenen ist ein Schlüsselfaktor der pränatalen
Geschlechterentwicklung
- Das Androgen (Sexualhormon) regt die Ausbildung
innerer und äußerer Geschlechtsorgane an (fehlt
es, entwickeln sich weibliche Geschlechtsorgane)
- Intersexuell – bei genetisch weiblichen Feten kann
es durch zu viel Adrogen zur Maskulinisierung der
Genitalien kommen.
Umgekehrt kann das sehr seltene Syndrom der
Androgensensitivität bei männlichen Feten zur
Folge haben, dass die Rezeptoren der Androgene
ihre Funktion nicht erfüllen und sich weibliche
Genitalformen ausbilden
Säuglingsalter
- Zu Beginn des Lebens sind sich Menschen beider
Geschlechter in der Größe, im Erscheinungsbild
und in den Fähigkeiten sehr ähnlich
Kindheit
- Jungen und Mädchen wachsen während der
Kindheit ungefähr gleich schnell, sind im
Wesentlichen gleich groß und wiegen ungefähr
gleich viel. Jungen sind allerdings bemerkenswert
stärker
- Nach der Pubertät sind die durchschnittlichen
Geschlechterunterschiede in Kraft, Geschwindigkeit
und Größe sehr groß – Unterschiede in den
motorischen Fähigkeiten gehören zu den größten
Unterschieden zwischen den Geschlechtern
- Im Mittel ist das Aktivitätsniveau bei den Jungen
höher als bei den Mädchen
Adoleszenz
- Pubertät (Die Entwicklungsphase der
Geschlechtsreifung, die durch die einsetzende
Fortpflanzungsfähigkeit und dramatische
körperliche Veränderungen geprägt ist
o Beginnt bei den Mädchen mit einer
Vergrößerung der Brüste, einem
allgemeinen Wachstumsschub in Größe
und Gewicht, gefolgt vom Auftreten der
Schambehaarung und der Menarche (Die
erste Menstruation)
o Beginnt bei den Jungen mit dem Wachstum
der Hoden, gefolgt vom Auftreten der
Schambehaarung, dem allgemeinen
Wachstum und dem Wachstum des Penis
und der Spermarche (Der erste
Samenerguss)
- Bei beiden Geschlechtern variiert die körperliche
Reifung beträchtlich, was auf genetische als auch
auf Umweltfaktoren zurückzuführen ist
- Körperliche Veränderungen pubertierender Jungen
und Mädchen gehen mit psychischen
Veränderungen und Verhaltensänderungen einher.
- Es kommt zu Veränderungen im Körperbild (die
Wahrnehmung des eigenen Körpers und die damit
verbundenen Gefühle). Mädchen sind tendenziell
unzufriedener mit sich als Jungen (Mädchen wollen
dünner sein, Jungen wollen mehr Muskeln)
- Eine weitere Wandlung, die mit der körperlichen
Reifung einhergeht, ist die beginnende sexuelle
Attraktivität, die bereits in der Vorpubertät einsetzt.
Dieses Stadium nennt man Adrenarche (die
Vorpubertät vor dem Erscheinen sichtbarer Zeichen
der Pubertät. In dieser Phase reifen die
Nebennieren, die Hauptquelle der Sexualhormone,
und es beginnt die sexuelle Anziehung)
Allgemeine und spezifische
kognitive Fähigkeiten (d.h.
allgemeine Intelligenz, verbale und
räumliche Fähigkeiten sowie
mathematische und
naturwissenschaftlich-technische
Fähigkeiten)
Persönlichkeit (d.h. Aktivitätsniveau,
Selbstregulation, Risikobereitschaft)
Aggressives Verhalte bzw. Formen
der Aggression
Erklärungsansätze für
Geschlechterunterschiede in
kognitiven Fähigkeiten und
Aggression hinsichtlich der
Bedeutung verschiedener Faktoren
erläutern:
- Biologische Einflüsse
- Kognitive und motivationale
Einflüsse
- Einflüsse Erwachsener
Personen (u.a. Eltern,
Lehrpersonen) und von
Peers
- Kulturelle Einflüsse
Erziehungsstile und Erziehungspraktiken

Erziehungsstile – Elterliche Verhaltensweisen und Einstellungen, die das emotionale Klima der Eltern-
Kind-Interaktionen bestimmen, zum Beispiel die Ansprechbarkeit der Eltern und ihr
Anforderungsniveau

− 2 Dimensionen des Erziehungsstils, die sich als besonders wichtig erwiesen haben (Maccoby
und Martin 1983)
o Das Ausmaß an elterlicher Wärme, Unterstützung und Akzeptanz
o Das Ausmaß an elterlicher Kontrolle und Anforderung
− 4 Erziehungsstile nach Diana Baumrind 1973 anhand der Dimensionen Unterstützung und
Kontrolle (siehe nächste Seite)

Psychologische Kontrolle – schränkt das psychische und emotionale Erleben der Kinder ein, Drohen
mit Entzug von Aufmerksamkeit und Liebe, Schuldgefühle werden ausgenutzt, Gefühle werden als
unwichtig abgetan oder falsch interpretiert

− Besonders oft in recht armen Familien, Prädiktor für die Depression der Kinder am Ende der
mittleren Kindheit & Adoleszenz und für Aggression und Kriminalität

− Erziehungsstil beeinflusst die kindliche Empfänglichkeit für de Maßnahmen der Eltern (hören
z.B. eher auf Wünsche von autoritativen Eltern)
− Verhalten des Kindes formt den Erziehungsstil
− Hohes Maß an Externalisierungsproblemen (Delinquenz, Streunen, Alkoholmissbrauch) oder
Internalisierungsproblemen (depressive Symptome, geringes Selbstwertgefühl) als Prädiktor
für eine Abnahme des autoritativen Erziehungsstils
− Zu- oder Abnahme autoritativen Verhaltens der Eltern war kein Prädiktor für spätere soziale
Regulierung der Jugendlichen

Erziehungsstil Eltern Kinder


Autoritativ Stellen Anforderungen; gehen Häufig kompetent,
auf das Kind ein und sind selbstbewusst und bei
warmherzig, klare Regeln & Altersgenossen beliebt; können
Grenzen, Verhalten wird Verhalten in Übereinstimmung
überwacht; Autonomie für die mit den Erwartungen der
Kinder innerhalb der Grenzen; Erwachsenen steuern; zeigen
wollen, dass Kinder sozial kaum unsoziale
verantwortlich, Verhaltensweisen; relativ hohe
soziale & schulische
durchsetzungsfähig und Fähigkeiten, nur selten
beherrscht sind Drogenkonsum
Autoritär Oft kalt und gehen nicht auf Relativ geringe soziale und
Bedürfnisse ein, üben starke schulische Kompetenzen,
Kontrolle aus; hohe unglücklich und unfreundlich,
Anforderungen, Kinder sollen geringes Selbstvertrauen,
Anweisungen ohne Fragen zu Jungen in der frühen Kindheit
stellen nachkommen, stärker betroffen, machen in
erzwingen elterliche Macht der Schule negative
durch Drohungen und Strafen Erfahrungen, können
alltägliche Stressoren nur
schwer bewältigen →
Depression, Delinquenz und
Alkoholprobleme
Permissiv Reagieren auf Bedürfnisse und Häufig impulsiv, fehlende
Wünsche der Kinder, sind Selbstbeherrschung, schwache
nachsichtig; nicht konservativ schulische Leistungen; als
und verlangen nicht, dass Jugendliche häufiger auffällig
Kinder sich selbstregulieren durch schlechtes Benehmen in
oder in angemessener Weise der Schule und Drogen- und
handeln Alkoholkonsum
um
Zurückweisend- Uninteressiert, stellen kaum Als Säugling und Kleinkind
vernachlässigende Anforderungen, reagieren häufig gestörte
wenig, setzen keine Grenzen, Bindungsbeziehungen und
keine Kontrolle des Verhaltens später Probleme in den
und keine Unterstützung, auf Beziehungen zu
eigene Bedürfnisse Altersgenossen, Bandbreite
konzentriert von problemen als Jugendliche
– unsoziales Verhalten,
schlechte schulische
Leistungen,
Depression/sozialer Rückzug,
Drogenmissbrauch, riskantes
oder wahlloses sexuelles
Verhalten

Ethnische und kulturelle Einflüsse auf den Erziehungsstil

− Auswirkungen der verschiedenen Erziehungsstile variieren je nach ethnischer Gruppe ein


wenig
− Autoritäre Eltern – Kinder aus geringverdienenden, afroamerikanischen Familien profitieren
von positiven Entwicklungsresultaten; hohe schulische Leistung, niedriges Niveau an
abweichendem Verhalten
− Auch körperliche Bestrafung ist bei afroamerikanischen Kindern mit niedrigen Stufen
problematischen Verhaltens verbunden
− Mögliche Erklärung – fürsorgliche, afroamerikanische Eltern empfinden autoritäre Kontrolle als
notwendig, um ihre Kinder vor einer kriminellen Nachbarschaft oder Vorurteilen zu schützen
→ Kinder erkennen, dass Kontrollpraktiken aus einer Sorge um das Wohlergehen des Kindes
heraus motiviert sind
− Zusammenhang zwischen autoritativem Erziehungsstil und positiven
Entwicklungsauswirkungen in China geringer als bei euroamerikanischen Familien
− In China eher autoritäres Muster elterlicher Kontrolle → kaum negative Einflüsse bis zur
Adoleszenz; kritisch ist in dieser Kultur eher die körperliche Züchtigung
− Kinder bis zur Adoleszenz in China betrachten Strenge und Betonung von Gehorsam als
Zeichen elterlicher Zuwendung und Fürsorge
− Studie in den USA und 12 weiteren Staaten
o Nur in der euroamerikanischen Gruppe herrschte viel Wärme und wenig Kontrolle
o In allen anderen Staaten viel Wärme und viel Kontrolle
o Elterliche Kontrolle wird in höherem Maß gewertschätzt
− Ergebnisse der Forschungen zu den Erziehungsstilen können also nicht auf andere Kulturen
verallgemeinert werden

Wie Kinder das elterliche Verhalten beeinflussen

Attraktivität

− Mütter sehr attraktiver Säuglinge sind zärtlicher und neckischer im Umgang mit ihnen
− Mütter von weniger hübschen Babys berichten häufiger, dass ihre Kinder ihr eigenes Leben
stören
− Auch später erhalten attraktive Menschen positivere Reaktionen

Verhalten und Temperament des Kindes

− Ungehorsame, zornige und herausfordernde Kinder machen den Einsatz des autoritativen
Erziehungsstils schwieriger
− Ursachen für unterschiedliches Verhalten von Kindern
o Genetische Faktoren, die mit Temperament zusammenhängen
o Umweltfaktoren wie soziale Interaktionen zu Hause, die das Temperament
beeinflussen
o Genetisch basierte Unterschiede darin, wie Kinder auf ihre Umgebung und
Erziehungsstile reagieren
− Differenzielle Suszeptibilität – manche Kinder reagieren auf die Qualität elterlicher Erziehung
stärker als andere
− Komplexe Interaktionen → die Art, wie Eltern sich z.B. verhalten, wenn die Kinder
weinerlich/aggressiv/hysterisch werden, beeinflusst späteres Verhalten (geben die Eltern
nach, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhalten wiederholt wird)

Bidirektionalität der Eltern-Kind-Interaktionen – Die Vorstellung, dass sich Eltern und Kinder durch
ihre Eigenschaften und Verhaltensweisen gegenseitig beeinflussen

− Mit der Zeit verstärkt sich der Einfluss der Bidirektionalität auf das Verhalten beider Seiten
− Niedrige Selbstregulation von Kindern mit 6-8 Jahren → sagt vorher, wie Mütter den
kindlichen Ausdruck negativer Gefühle zwei Jahre später bestrafen → dies wiederrum
sagt vorher, wie das Selbstregulationsniveau des Kindes 2 Jahre später sein wird
Sozioökonomische Einflüsse auf das elterliche Verhalten

niedriger sozioökonomischer Status hoher sozioökonomischer Status

•häufiger autoritär und strafend •eher autoritativ, akzeptierend und


•sehen sich eher als Ernährer oder demokratisch
disziplinierender Erzieher •seltener Kontrolle, Einschränkung
•fühlen sich der Erziehungsaufgabe als und Missbilligung
junge Eltern weniger gewachsen •auch in afroamerikanischen Familien
•legen Wert auf Konformität und nicht-westlichen Kulturen
•Eltern mit schlechter Ausbildung •sprechen mehr mit den Kindern, insb.
wissen weniger über Erziehung über Emotionen
•kontrollierender, autoritärer •gehen direkter auf das Gesagte ein
Erziehungsstil in armen Vierteln mit •sehen sich selbst eher als
hohen Raten an Gewalt und pädagogische Begleiter
Drogebmissbrauch oft zielführend •legen Wert auf Autonomie
•weniger Stress durch wirtschaftliche
Verhältnisse - weniger Sorgen um den
Schutz vor Gewalt; mehr Energie und
Zeit

Ökonomischer Stress und elterliches Verhalten

− Anhaltender ökonomischer Stress als starker Prädiktor für Erziehungsqualität,


Familieninteraktionen und Angepasstheit der Kinder
− Ökonomischer Druck erhöht die Wahrscheinlichkeit von Ehekonflikten und Depression der
Eltern → Eltern reagieren eher gleichgültig oder feindselig
− Fehlende Unterstützung und Konsequenz durch die Eltern zusammen mit wirtschaftlicher Not
und schlechter Wohngegend gehen einher mit einem erhöhten Risiko für Depression,
Einsamkeit, unreguliertem Verhalten, Straffälligkeit und Drogenkonsum
− Qualität und familiäre Interaktion besonders bei Familien an der Armutsgrenze stark
beeinträchtigt
− Unterstützende Beziehungen zu Verwandten/Freunden/Nachbarn hilfreich
− Positive Kontakte → Menschen fühlen sich als Eltern erfolgreich --< sind tatsächlich bessere
Eltern
− Interaktionsmodell des sozioökonomischen Einflusses auf die Entwicklung → nicht nur
sozioökonomischer Status beeinflusst die Entwicklungsergebnisse, sondern auch individuelle
Merkmale beeinflussen den sozioökonomischen Status
➔ Jugendliche mit geringeren Graden an Problemverhalten erreichen mit der Zeit einen
höheren sozioökonomischen Status und mehr emotionales Engagement für ihre eigenen
Kinder, und auch diese Kinder zeigten später weniger Problemverhalten

Zusammenfassung des ganzen Kapitels „Die Familie“

Familiendynamik

➢ Alle Familienmitglieder beeinflussen sich gegenseitig, Art der Interaktionen formt die
Entwicklung der Kinder

Der Einfluss der elterlichen Sozialisation

➢ Eltern sozialisieren ihre Kinder


o Durch direkte Unterweisung
o Als Modelle für Fähigkeiten, Einstellungen und Verhalten
o Dadurch, dass sie die Erfahrungen du das soziale Leben der Kinder organisieren
➢ Obdachlose Kinder zeigen häufiger als andere Kinder Verzögerungen ihrer kognitiven und
sprachlichen Entwicklung, haben Schwierigkeiten in der Schule und Anpassungsprobleme

Mütter, Väter, Geschwister

➢ Mütter interagieren meistens mehr mit den Kindern als Väter


➢ Spiel der Väter ist körperbetonter
➢ Art der Eltern-Kind-Interaktionen ist je nach Kultur unterschiedlich
➢ Entwicklung des Kindes ist besser, wenn Eltern sich einig sind und gut miteinander
auskommen
➢ Geschwister lernen voneinander, geben sich Unterstützung und streiten aber auch; je besser
die Beziehungen zu den Eltern, desto besser das Verhältnis der Geschwister untereinander

Wie sich Familien geändert haben

➢ Erwachsene heiraten später


➢ Mehr Kinder werden von alleinstehenden Müttern geboren
➢ Häufiger Scheidungen und Wiederverheiratungen
➢ Jugendliche Eltern stammen häufig aus ärmlichen Verhältnissen mit wenig emotional
engagierten Eltern
➢ Kinder von jugendlichen Müttern haben ein erhöhtes Risiko für Schul- und
Verhaltensprobleme, Kriminalität und verfrühte sexuelle Aktivitäten
➢ Wissen die jugendlichen Mütter mehr über Erziehung und haben die Kinder eine warme,
engagierte Beziehung zu ihrem Vater, entwickeln sie sich besser
➢ Ältere Mütter reagieren häufig einfühlsamer und genießen die Mutterschaft mehr
➢ Entscheidender Faktor für negative Auswirkungen einer Scheidung auf das Kind →
anhaltender Konflikt zwischen den Partnern
➢ Scheidung → Depression und Verärgerung → Qualität der Interaktion zwischen Eltern und
Kind
➢ Konflikte sind in Stieffamilien häufig

Berufstätigkeit der Mütter und Kinderbetreuung

➢ Solange die Kinder eine qualitativ akzeptable Betreuung bekommen, ziehen Kinder und
Mütter Vorteile und wenig Nachteile aus der Berufstätigkeit der Mutter
➢ Wenn Kinder fremdbetreut werden (vor allem bei vielen Stunden am Tag), kann dies geringe
negative Effekte auf die Mutter-Kind-Beziehung haben
➢ Bei geringer Qualität der Betreuung kann die Fremdbetreuung von Kindern aus der
Mittelschicht das Problemverhalten gering erhöhen
➢ Bei einkommensschwachen Familien kann Fremdbetreuung zu besserer Anpassung führen

Qualitativ hochwertige Betreuungseinrichtungen → bessere kognitive und sprachliche Entwicklung als


Kinder in weniger hochwertigen Betreuungseinrichtungen.

A: Hörende Kinder beginnen einige Monate später als gehörlose


Kinder mit dem Plappern
B: Noch bevor sie ihre ersten sinnvollen Wörter äußern, klingt das
Welche der folgenden Aussagen Plappern von Kindern wie ihre Muttersprache
werden durch Forschungsbefunde C: Kinder müssen menschliche Sprache hören, um mit dem Plappern B,E
zum Plappern unterstützt? zu beginnen.
D: Kinder, deren Eltern gehörlos sind, plappern nicht.
E: Das Plappern gehörloser Kinder, die nicht mit Gebärdensprache in
Kontakt kommen, bleibt sehr begrenzt.
A: …auf Tiere und Menschen
Mit hoher Wahrscheinlichkeit B: …auf alle bereits bekannten Tiere.
generalisiert ein 19 Monate altes C: ….ausschließlich auf Haustiere der Familie. D,E
Kind das Wort „Hund“ … D: …auf andere vierbeinige Tiere mit Fell.
E: … auf andere vierbeinige Tiere, die bellen.
A : Die positive Verstärkung des angemessenen Gebrauchs von
Welche Faktoren sind laut Noam
Wörtern
Chomsky zentrale
B : Abstrakte, unbewusste Regeln, die allen Sprachen gemeinsam sind
Voraussetzungen für ein
C: Die Reifung bereichsübergreifender neuronaler Mechanismen B
regelorientiertes Sprechen, sobald
D: Die Fähigkeit, kleinte Informationseinheiten extrahieren zu können
Kinder ausreichend Wörter gelernt
E: Universalien in der Gestaltung der äußeren Lernumgebung von
haben?
Kindern
A: Die Theory of Mind impliziert ein strukturelles und integriertes
Verständnis dafür, dass mentale Prozesse (Intentionen, Wünsche,
Überzeugungen, Wahrnehmungen und Emotionen) das Verhalten
beeinflussen.
B: Folgender Befund ergab sich zu der Frage, ob und ab wann Kinder
verstehen,dass Wünsche Handlungen leiten: Wenn 2-jährige Kinder
selbst lieber mit Autos als mit Puppen spielen, ihnen aber erzählt wird,
dass eine Figur in einer Geschichte lieber mit Puppen als mit Autos
spielen würde, dann sagen sie voraus, dass sich die Person in der
Geschichte für Puppen entscheiden wird, wenn sie wählen kann, ob
sie mit Autos oder mit Puppen spielen will
C: Folgender Befund ergab sich zu der Frage, ob und ab wann Kinder
verstehen, auf welche Art und Weise "falsche Überzeugungen"
Handlungen leiten. Kindern wird eine Bildergeschichte präsentiert, in
Die Theory of Mind hat in der
der Maxi zunächst Schokolade in den grünen Schrank legt. Dann geht
Entwicklungspsychologie zu reger A,B,
Maxi zum Spielplatz. Während seiner Abwesenheit legt die Mutter die
Forschungsaktivität geführt. Was D,E
Schokolade in den blauen Schrank. Maxi kommt vom Spielplatz zurück
trifft zu?
und will nach der Schokolade sehen. Das Kind wird gefragt, wo Maxi
nach der Schokolade suchen wird. Die große Mehrzahl der 3-Jährigen
gibt an, dass Maxi im grünen Schrank sucht.
D: in einer weiteren Untersuchung zu "falschen Überzeugungen"
werden Kinder im Einzelversuch gefragt, was sich wohl in der vor
ihnen liegenden Smarties-Schachtel befindet. Die einhellige
Vermutung lautet: Smarties. Auf Instruktion öffnet das jeweilige Kind
die Schachtel, in der sich jedoch Bleistifte befinden. Die Versuchleiterin
schließt die Schachte wieder und fragt, was eine Freundin sagen
würde, was in der Schachtel sei, wenn diese Freundin die Schachtel
sähe: Die große Mehrzahl der 3-Jährigen antwortet: Bleistifte.
E:Forscher/innen, die eine nativistische Position vertreten, nehmen an,
dass es ein eigenes "Theory-of-mind-Modul" gibt, d. h. einen
hypothetischen Gehirnmechanismus, der speziell zum Verstehen
anderer Menschen bestimmt ist.

A: Im Als-ob-Spiel erfinden Kinder neue symbolische Beziehungen und


handeln so, als ob sie sich in einer anderen als der tatsächlichen
Situation befänden
B: Objektsubstitution, eine Form des als-ob, bei der ein Objekt dem
Anschein nach als etwas anderes verwendet wird, als es tatsächlich
Welche Aussagen sind im Kontext (+fürD)
ist, wäre für Piaget ein Beispiel für Assimilation
von "Spiel" falsch? E
C: Das soziale Rollenspiel profitiert von "sozialer Stützung"(scaffolding)
und verschaft Kindern die Gelegenheit zum Lernen
D: Es gibt keinen Kausalzusammenhang zwischen einer hohen
Beschäftigung mit Als-ob-Spielen und sozialem Verständnis
E: Als-ob-Spiele sind auf die frühe Kindheit beschränkt
A: Die ersten Objektkategorien von Kindern beruhen größtenteils auf
perzeptueller Ähnlichkeit, insbesondere auf Formähnlichkeit
B: Zum Ende des ersten Lebensjahres bilden Kinder auch Klassen von
Objekten mit gleicher Funktion
C: Im Alter von zwei oder drei Jahren bilden Kinder Klassenhierarchien
Im thematischen Bereich "Dinge A, B, C,
(Tier - Hund – Pudel)
verstehen" trifft zu: D, E
D: Im Bereich der biologischen Überzeugungen vertreten Kinder sehr
häufig essentialistische Annahmen: die Ansicht, dass lebende Dinge im
Innern ein Wesen besitzen, das sie zu dem macht, was sie sind
E: Erst mit sieben bis neun Jahren beurteilt die deutliche Mehrheit der
Kinder Pflanzen als lebende Wesen

A: Es gibt zwei Typen von Intelligenz: flüssige und kristalline Intelligenz


B: Kristalline Intelligenz bezeichnet die Fähigkeit zu spontanen
Denkstrategien, um neuartige Probleme zu lösen
Welche der folgenden Aussagen
C: Flüssige Intelligenz bezeichnet das Faktenwissen der Welt
treffen auf das Intelligenzmodell A
D: Flüssige und kristalline Intelligenz folgen ähnlichen
von Catell (1987) zu?
Entwicklungsverläufen
E: Testleistungen in den Bereichen der flüssigen und kristallinen
Intelligenz sind meist hoch miteiander korreliert
A: Ninas IQ liegt mehr als eine Standardabweichung über dem
Durchschnitt ihrer Altersgruppe
B: Befunde der Intelligenzforschung legen nahe, dass Nina in der 4.
Klasse mit hoher WSK mindestens durchschnittliche Schulleistungen
Nina ist sechs Jahre alt und hat erbringen wird
einen Intelligenzquotienten (IQ) C: Im Vergleich zu anderen Kindern ihrer Altersgruppe, liegt Ninas IQ B, C, D,
von 115. Welche der folgenden im oberen Viertel der Verteilung. E
Aussagen sind zutreffend? D: Die Mehrheit der Kinder in Ninas Altersgruppe hat einen niedrigeren
IQ. .
E: Befunde der Intelligenzforschung legen nahe, dass Ninas IQ im
Verlauf der Kindheit möglicherweise etwas schwanken, aber mit hoher
WSK relativ stabil bleiben wird
Welche Faktoren werden
A: Phylogenese
aufgrund entsprechender
B: Nicht-normative Lebensereignisse
empirischer Befunde der
C: Schulische Bildung C, E
Intelligenzforschung als mögliche
D: Normative Lebensereignisse
Ursache des Flynn-Effekts
E: Neue Technologien (z. B. Videospiele)
diskutiert?
A:...besteht die Hauptfunktion von Emotionen darin, zielgerichtete
Handlungen zu fördern
B: ...stellen Emotionen keine intrapsychischen Entitäten dar, sondern
Dem funktionalistischen Ansatz ergeben sich aus dem Verhältnis des Individuums zu seiner Umwelt
A,B
der Emotions-forschung zufolge... und spiegeln sich in dem Bemühen der Person, diese Beziehung zu
bewahren, zu verändern oder zu beenden
C:...sind Emotionen angeboren und universell
D:...gehen distinkte Emotionen mit einem bestimmten mimischen
Ausdruck einher
E:...gehen distinkte Emotionen mit einem bestimmten physiologischen
Muster einher
A: ...scheint in den ersten Lebenswochen des Säuglings reflexhaft zu
sein
B:... scheint in den ersten Lebenswochen des Säuglings nicht durch
soziale Interaktion hervorgerufen zu werden.
C: ...wird von Kleinkindern eher gegenüber Menschen als gegenüber
A,B,C,D
Das Lächeln... Objekten oder Tieren gezeigt.
,E
D: ...wird ab dem Alter von ungefähr sieben Monaten hauptsächlich
gegenüber vertrauten Menschen und nicht mehr gegenüber Menschen
allgemein gezeigt.
E: ..tritt als sogenanntes soziales Lächeln ab dem Alter von etwa sechs
oder sieben Wochen auf.
A: "einfache" Babys
B: "schwierige" Babys
Thomas & Chess unterscheiden
C: "langsam auftauende" Babys A, B, C
beim Temperament:
D: "angepasste" Babys
E: "Schreibabys"
Lawrence Kohlberg erfasste das
moralische Urteil, indem er
Kindern hypothetische moralische
Dilemmata präsentierte und sie A: "Heinz sollte das Medikament nicht stehlen, weil er dann ins
dazu befragte. Das bekannteste Gefängnis kommt."
Dilemma bezieht sich auf eine B: "Wenn Heinz seine Frau sterben lässt, bekommt er Schwierigkeiten"
Person namens Heinz, dessen C: "Heinz sollte das Medikament nicht stehlen, da man das Gesetz
Frau an einer bestimmten nicht für bestimmte Menschen brechen kann." A,B, D
Krebsart erkrankt ist und im D: "Wenn Heinz das Medikament nicht stiehlst, hat er niemanden
Sterben liegt. Welche der mehr, der ihm das Essen kochen kann."
folgenden Antworten sind in E: "Heinz sollte das Medikament stehlen, da ein Mann immer für seine
Bezug auf Kohlbergs Stufen der Frau da sein sollte."
moralischen Entwicklung dem
präkonventionellen Niveau
zuzuordnen?
Welche der folgenden Aspekte A. Die Vermittlung von Werten, indem Eltern in Gesprächen an die
der Sozialisation im sozialen Fähigkeit zum Mitgefühl appellieren.
Umfeld der Familie stehen in B. Das Angebot an Gelegenheiten für prosoziale Aktivitäten.
einem positiven Zusammenhang C. Die Häufigkeit außerschulischer Peer-Kontakte. A, B
mit der Entwicklung altruistisch D. Die Anwendung eines permissiven Erziehungsstils.
motivierten prosozialen E. Die Verstärkung prosozialen Verhaltens durch materielle
Verhaltens in der Kindheit? Belohnungen.
Empirische Zusammenhänge
zwischen misshandelnder A: ...Kinder teilweise zum Nachahmungslernen anregen kann
Bestrafung der Eltern und B: ...aggressiv-antisoziales Verhalten der Kinder abschwächen kann
antisozialem Verhalten von C: ...durch ausgeprägtes aggressiv-antisoziales Verhalten der Kinder
Kindern sind gut dokumentiert. In hervorgerufen werden kann
ACE
Bezug auf Erklärungursachen D:... bei ihren Kindern tw. zu einem gesteigerten Selbstwertgefühl
lieferte die Forschungsliteratur führen kann, das mit aggressiv-antisozialem Verhalten einhergeht
Hinweise darauf, dass E: ...bei ihren Kindern teilweise zu Formen sozialer Kognition führt, die
misshandelnde Bestrafung der mit aggressiv-antisozialem Verhalten einhergehen
Eltern...
A: ... gehört zur Gruppe der Bindungsstörungen
B: ... geht mit einer gewissen Unbeständigkeit im mütterlichen
Pflegeverhalten einher: Manchmal reagieren die Mütter prompt,
Eine im Kleinkindalter mit dem
manchmal gar nicht.
"Fremde-Situation-Test"
C: ... geht auf Elternseite überzufällig mit der AAI-Kategorie "verstrickt" D, E
diagnostizierte "unsicher-
einher
vermeidende" Bindungsqualität...
D: ... kam als Klassifikation in asiatischen Studien (Japan/Korea)
deutlich seltener vor als in US-amerikanischen
E: ... tritt in empirischen Studien im Vergleich zur "unsicher-
ambivalenten" Bindungsqualität im Mittel häufiger auf
A: "Unsicher-ambivalent" gebundene Kinder lassen sich im Fremde-
Situation"-Test nur schwer beruhigen.
B: "Sicher" gebundene Kinder geraten im Fremde-Situation-Test nicht
unter Stress
Welche Aussagen sind im Hinblick C: Das internale Arbeitsmodell ist so etwas wie das Gewissen, welches
auf die Bindungstheorie aus der Internalisierung der elterlichen Normen und Regeln A
zutreffend? hervorgegangen ist
D: Für das Bindungssystem wird eine lernteoretische Basis
angenommen
E: Beim "Fremde-Situation"-Test basiert die Bindungsklassifikation
weitgehend auf den beiden Trennepisoden
A: ...verfügen über ein Bewusstsein bzgl. des eigenen Geschlechts
Welche der folgenden Aussagen B: ...verfügen über ein Bewusstsein, dass das Geschlecht eines
treffen im Rahmen von Lawrence Menschen über die Zeit hinweg stabil ist
Kohlbergs Entwicklungstheorie C:...wissen, dass das Geschlecht auch bei äußerlichen Veränderungen
auf die Stufe der im Erscheinungsbild oder im Verhalten eines Menschen unveränderlich
A,B
Geschlechtsstabilität zu? Kinder, ist
die die Stufe der D:...bewerten Informationen in Bezug auf ihre Relevanz für das eigene
Geschlechtsstabilität erreicht Geschlecht
haben,... E: beginnen damit, ihr Verhalten an gleichgeschlechtlichen
Rollenmodellen auszurichten
A) Im Vergleich zu Mädchen neigen Jungen eher zu direkter
Aggression
B) Unterschiede in psychologischen Merkmalen zwischen den
Welche der folgenden Aussagen
Geschlechtern sind eher größer als es geschlechtstereotype erwarten
über Geschlechtsunterschiede in
lassen würden
psychologischen Merkmalen sind
C) Beim Vergleich psychologischer Merkmale zwischen überwiegen A, E
aufgrund der Befunde
eher die Unterschiede
metaanalytischer Studien
D) Im Vergleich zu Mädchen erzielen Jungen bei allgemeinen verbalen
zutreffend?
Fähigkeiten eher bessere Testleistungen
E) Im Vergleich zu Mädchen erzielen Jungen bei Aufgaben der
mentalen Rotation eher bessere Leistungen
Welche der folgenden Aussagen
werden durch Befunde in der
A: ... Geschlechterstereotype der Lehrpersonen
Forschungsliteratur zu
B: ... kulturelle Einflüsse
Geschlechtsunterschieden in A,B,C,D
C: ... geschlechtstypische soziale Normen
Schulleistungen unterstützt? ,E
D: ... Geschlechterstereotype der Eltern
Geschlechtsunterschiede bei
E: ... Geschlechterstereotype der Kinder
Kindern in ihren Schulleistungen
lassen sich tw. zurückführen auf...
A: Beim autoritativen Erziehungsstil sind Anforderungen hoch
Die Beziehungen der elterlichen
B: Beim autoritativen Erziehungsstil ist die Ansprechbarkeit hoch
Anforderung und
C: Beim autoritären Erziehungsstil sind die Anforderungen hoch A,B,C,D
Ansprechbarkeit in Baumrinds
D: Beim permissiven Erziehungsstil ist die Ansprechbarkeit hoch ,E
Typologie der Erziehungsstile
E: Beim zurückweisend-vernachlässigendem Erziehungsstil sind die
gestallten wie folgt:
Anforderungen und Ansprechbarkeit niedrig
A: Die Bedeutungen und die Auswirkungen von Erziehungsstilen und -
praktiken können sich von Kultur zu Kultur unterscheiden.
B: Erziehungsstile und Erziehungspraktiken werden durch die
Eigenschaften der Kinder beeinflusst, u. a. durch ihre Attraktivität.
C: Erziehungsstile und Erziehungspraktiken werden durch die
Für den Einfluss elterlicher Eigenschaften der Kinder beeinflusst, u. a. durch ihr Temperament.
Sozialisation und Betreuung gilt D: Ein niedriger sozioökonomischer Status geht oft mit einem D
nicht: autoritativen Erziehungsstil einher.
E: Fremdbetreuung kann bei Kindern aus Mittelschichtfamilien mit
einer geringen Zunahme an Problemverhalten einhergehen, wenn die
Qualität der Betreuung nicht hoch ist.
A: Ähnlichkeit der Interessen und des Verhaltens
Welche der folgenden Faktoren
B: Einstellung der Eltern zu Peer-Beziehungen
beeinflussen in Industrieländern i.
C: Altersähnlichkeit B
d. R. nicht die Freundeswahl von
D: Räumliche Nähe
Kindern?
E: Ethnische Ähnlichkeit
A: Aggressiv-abgelehnte Kinder tragen ein erhöhtes Risiko für die
Entwicklung internalisierter Probleme in der Schulzeit.
Auf der Basis soziometrischer
B: Längerfristig ist die soziometrische Stabilität bei abgelehnten
Urteile lassen sich fünf Gruppen
Kindern in der Regel höher als bei beliebten, ignorierten oder
von Kindern unterscheiden:
kontroversen Kindern.
Beliebte, aggressiv-abgelehnte
C: Ignorierte Kinder sind bei vielen Peers beliebt und bei vielen Peers ABE
und verschlossen-abgelehnte,
unbeliebt.
ignorierte und kontroverse Kinder.
D: Kontroverse Kinder zeigen Eigenschaften sowohl von beliebten als
Welche der folgenden Aussagen
auch v. ignorierten Kindern
sind zutreffend?
E: Abgelehnte Kinder sind bei vielen Peers unbeliebt und bei wenigen
Peers beliebt

VERTIEFUNG I

Themenliste 1: Emotionsregulation bei Kindern im Sgl.- und Kleinkindalter

Studie: Mangelsdorf, Shapiro, Marzolf (1995): Developmental and temperamental differences in


emotion regulation in infancy
1. Forschungsfragen:

1. Forschungsfragen: Gibt es systematische, altersbedingte Veränderungen in der


Regulationsstrategie in einem Fremde-Person-Test?
2. Forschungsfrage: Gibt es systematische Unterschiede im Strategiegebrauch als Funktion der
Angst vor Fremden?

2. Hypothesen:

Im Bezug auf Emotionsregulation: Kinder verändern die Formen der Selbstregulation im Umgang
mit Fremden von passiven zu aktiven Methoden

Im Bezug auf individuelle Unterschiede in der Emotionsregulation: Kindliche Furchttendenz hat


Einfluss auf Entwicklung der Affektregulation im Umgang mit Fremden

Methode:

3. Stichprobe von je n=25 Gruppen mit 6, 12, 18 Monate alten Babys

4. Untersuchungsdesign: Experimentelles Querschnittdesign unter Laborbedinungen,


Fragebogen und Beobachtung

5. Variablen: 1. Alter

2. durch Mütter beschriebene Ängstlichkeit

3. Vermeidung von Blickkontakt

4. aktive Aufmerksamkeit

5. Jammern

6. Datenerhebungsmethoden:

- Fremdeinschätzung durch Fragebogen durch Mutter

- standardisiertes Schema zur Codierung der Beobachteten Verhaltensweisen

- Videogestützes Beobachtungsverfahren

- nicht teilnehmende Beobachtung

7. charakteristische Verhaltensaspekte für:

- Vermeidung von Blickkontakt: Vermeidung von Blickkontakt durvch Blickabwendung nach unten/
weg, beim Kontaktaufnahmeversuch des Versuchsleiters (aber nichtk, wenn Kind etwas
anderes/anderen Gegenstand anschaut)

- Aktive Aufmerksamkeitssteuerung: Kind lenkt seine Aufmerksamkeit vom Fremden weg auf ein
neutrales Objekt/ spielt mit Objekt

- Jammern: Bewältigungsstrategie <3sec., kurzer Prtest an Mutter/ Versuchsleiter gerichtet

8. Reliabilität:

-2 Codierer, vorab geschult, bei jeder der Sessions wurde dabei erst nur Beobachtung, dann
Codierung eingesetzt.

- 15 der insgesamt 225 Sessions wurden dabei von beiden Codierern codiert

9. statistische Verfahren der Hypothesenprüfung:

Berechnung des Korrelationskoeffizient

10. Haupteffekte der Häufigkeit des Auftretens


- Variable Vermeidung von Blickkontakt: häufig bei jüngeren Babys

-Variable aktive Aufmerksamkeitsverlagerung: häufig bei älteren Babys

- Jammern: häufig bei jüngeren Babys

11. Einschränkungen bzgl. Untersuchungsdesign und Datererhebungsmethode:

- Durch Fragebogen vorab beschreiebene Ängstlichkeit durch Mütter, die dann auch beim
Experiment anwesend waren-> Anwesenheit der Mütter könnte evtl. genau das beschriebene
ängstliche Verhalten hervorrufen

12. Methodische und inhaltlich-konzeptionellen Fragen im Bezug auf Temperament und


Strategien der Emotionsregulation

??

Frage Antwortoptionen Lösung


A: Im Vergleich zu Kindern mit hoher Ängstlichkeit gegenüber Fremden
vermieden nicht-ängstliche Kinder seltener Blickkontakt mit der
fremden Person
B: Im Vergleich zu der jüngsten Altersgruppe vermieden die Kinder im
Vertiefung I: Entwicklung
Alter von ein bis zwei Jahren seltener Blickkontakt mit der fremden
von SelbstregulationThema
Person
1:
C: Die Ängstlichkeit gegenüber Fremden variierte in Abhängigkeit des
Emotionsregulation ...Mangel A, B, D
Alters der Kinder und der Häufigkeit der gezeigten
sdorf Welche der folgenden
Regulationsstrategien
Aussagen treffen auf die
D: Im Vergleich zu der jüngsten Altersgruppe lenkten sich die Kinder
Ergebnisse der Studie zu?
von ein bis zwei Jahren häufiger selbst ab, indem sie ihre
Aufmerksamkeit aktiv verlagerten
E: Die Häufigkeit der gezeigten Regulationsstrategien variierte in
Abhängigkeit des Alters und der Bindungssicherheit der Kinder
A: Regulationsstrategien
Welche der folgenden
B: Alter
Variablen wurden in der
C: Geschlecht A
Studie als abhängige Variable
D: Verhalten der fremden Person
erfasst?
E: Ängstlichkeit gegenüber Fremden

Autoren Mangelsdorf, Shapiro, Marzolf


Ausgangslag - Kinder verwenden Nuckeln oder Vermeidung von Blickkontakt als Strategien zur
e Emotionsregulation
- Selbstregulationsmodell für die ersten 3 Lebensjahre (Kopp)
- Strategienrepertoire vergrößert sich während der Entwicklung
-Studien zeigen vorhersagbare entwicklungsbedingte Änderungen der
Selbstregulation, sowie individuelle Unterschiede in den verwendeten Strategien
(1) Gibt es altersabhängige Unterschiede in Häufigkeit und Dauer des
Fragestellung Bewältigungsverhaltens (copings)?
/ (2) Gibt es Unterschiede in der Emotionsregulation, infolge der mütterlichen
Hypothesen Zuordnung zu skeptisch oder wagemutig gegenüber Fremden
(3) Wählen Kleinkinder andere Selbstregulationsstrategien infolge von Neuheits-
oder Ermüdungseffekten?
Design
VP 75 Kleinkinder (6, 12 oder 18 Monate alt, je 25 Kinder)
Frauen
Vorgehen -Kinder werden mit der Mutter in einen Laborraum geführt
- 8 Minuten Warm- Up, dann kam die erste Fremde in das Labor (standard
stranger)
- nach 8 Minuten ging Fremde 1, nach 2 Minuten Pause betrat Fremde 2 den
Raum,
- insgesamt 3 Fremde, welche jedes Mal einen Sack mit Spielzeug mitbrachten und
wieder mitnahmen
- Die Fremden sollten sich mit dem Kind anfreunden
Variablen Bewältigungs- Handlungen
- Blickkontakt vermeiden (gaze aversion)
- Selbstberuhigung (self soothing)
- Fremden vermeiden (avoidance of stranger)
- Selbstablenkung (Distract self)

Bewältigungs- Ereignisse
- zur Mutter schauen
- Jammern
- Interaktion leiten

Nähe zur Mutter (alle 15 Sek. Erfasst)


- Im Kontakt zur Mutter
- bis zu 45cm von der Mutter entfernt
- zwischen 45 und 90cm von der Mutter entfernt
- mehr als 90cm entfernt

Verhalten der Fremden


- 4 5-Punkte- Skalen (Geschwindigkeit, Kontrolle, Sensibilität, Berechenbarkeit)
- verrechnet zu einem Gesamt- Score (hohe Werte= angenehm)

Verhalten des Kindes gegenüber Fremden


- skeptisch (unter dem Median)
- wagemutig (über dem Median)
Statistisches - ANCOVAs (Kovarianzanalyse)
Verfahren
Ergebnisse - Verhalten der Fremden wird als Co- Variable genutzt
Alter x Selbstregulationsstrategie

- kontrollierende und unsensible Fremde führen zu mehr Blickvermeidung


Temperament x Blickvermeidung
-skeptische Kinder nutzen häufiger Vermeidung von Blickkontakt

Alter x Temperament
-skeptische 12M. -> mehr Selbstberuhigung
- wagemutige 12M. -> mehr Selbstablenkung

Gewöhnungseffekte – alle Kinder zeigten in Phase 3 mehr Vermeidung als in 1

Alter x Gewöhnung
- 18M zeigten in Phase 1 am meisten Vermeidung von Blickkontakt
- steigende Vermeidung von 1 zu 2 zu 3
- mehr Selbstablenkung in 2 und 3
- 6M. zeigten abnehmende Selbstablenkung

Bewältigungsereignisse
- Blicke zur Mutter waren nicht signifikant
- 6M. jammern mehr als Ältere
- Leiten: 6 < 12 < 18
- 12M leiten mehr wenn sie wagemutig sind

Nähe zur Mutter


- 6M. ausgeschlossen – geringe Mobilität
-Kinder suchen immer mehr die Nähe der Mutter, sowie das Experiment voran
schreitet
-unsensible und kontrollierende Fremde treiben die Kinder zur Mutter
- Haupteffekt für wagemutig und von der Mutter entfernt
Diskussion -6M. zeigen nur Blickvermeidung, minimal Vermeidung
-> eventuell bilden beide Strategien ein Kontinuum
-Kopps Model wird unterstützt, sowie Gianino und Tronicks
- Aufmerksamkeitsverschiebung muss sich entwickeln
-12M. zeigen wahrscheinlich mehr Selbstberuhigung, da dies eine primitivere
Strategie ist
- Angst ist im Alter von 12 Monaten am höchsten
- Ergebnisse belegen die Phase of Control (Alter von 10M.)
- Kontrolle wird in 12M am meisten ausgeführt, jedoch nur bei Wagemutigen
- hohe Werte in der Selbstberuhigung in 12M. werden von den skeptischen Kindern
erzeugt

Vertiefung 1 Thema 2: Dos und Dont’s

Kochanska, Murray

1. Definition der Konzepte:


• Verhaltenssteuerung
a.) Commited Compliance: engagierte Folgsamkeit
b.) Situational Compliance: situationale Folgsamkeit

2. Anforderungskontext:
a.) Do: nach längerem freien Spiel sollte das Kind das Spielzeug aufräumen
b.) Don’t: Das Kind durfte mit attraktiven Spielsachen aus dem Regal nicht spielen
3. Temperament:
a.) Fearfullness: Ängstlichkeit
b.) Effortful control: willentliche Aufmerksamkeits- und Handlungskontrolle /
Verhaltenshemmung/ inhibitorische Kontrolle
4. Stichprobe:
14 Monate 22 Monate 33 Monate 45 Monate
N=108 N=106 N=104 N=101

5. Untersuchungsdesign: Korrelationsdesign, strujturierte Beobachtung,


Längsschnittdesign
6. Datenerhebungsmethode:
a.) Ängstlichkeit: Den Kinder wurden Masken aufgesetzt und sie wurden mit
ungewöhnlichen Objekten konforntiert,
Erfassung: und Mütterliche Einschätzung + strukturierte Verhaltensbeobachtung
b.) Verhaltenssteuerung: Im Do/ Don’t Kontext (Aufräumen nach freiem Spiel/ Verbot
des Spielens mit attraktiven Spielsachen)
Erfassung: Mütterliche Einschätzung + strukturierte Verhaltensbeobachtung
c.) Internalisierung: ohne Anwesenheit der Mutter im Do/ Don’t Kontext (Aufräumen
nach freiem Spiel/ Verbot des Spielens mit attraktiven Spielsachen) Erfassung:
strukturierte Verhaltensbeobachtung

7. Befunde:
a.) Geschlechtseffekte:
- Mädchen mehr engagierte Folgsamkeit als Jungen
- keine Unterschiede bei situationaler Folgsamkeit
- im Don’t- Kontext: Mädchen zeigen mehr engagierte Aufmerksamkeit, Jungs mehr
situationale Aufmerksamkeit

b.) Folgsamkeit je Situation:

- situationale Folgsamkeit war in Don’t Situation stärker ausgeprägt

c.) Folgsamkeit je Alter:

Entwicklungsbedingte Änderung der Folgsamkeit, unabhängig von der Situation, lief


für die Kontexte unterschiedlich ab

• Engagierte Folgsamkeit war im Längsschnitt in einem Kontext stabil


• War für beide Schnitte unkorreliert
• Situationale Folgsamkeit ist zwischen den Situationen unkorreliert
• Innerhalb einer Situation im Längsschnitt stabil ?

8. Einschränkungen:
• deutliche Unterschiede zwischen Do/Don’t Kontext für die Entwicklung der
Selbstregulation kann evtl. auf Temperament zurückgeführt werden
• Unterdrückung wird von Eltern früher auf Aufforderung hin erwartet
• Vielleicht ist die engagierte Folgsamkeit der erste Weg zur Internalisierung
9. Befunde zeigen, das die Entwicklung nicht kontextübergreifend korreliert, sondern nur
innerhalb einer Situation stabil ist ?

Thema 2: Dos and Don'ts A)...unterschiedliche Entwicklungsverläufe auf


Verhaltenssteuerung B)...unterschiedliche Zusammenhänge mit Temperamentsmerkmale A, B, C,
(committed compliance) auf
wurde in unterschiedl. C)...keine kontextübergreifende Zusammenhänge auf
Kontexten beobachtet, in D)...geschlechtsspezifische Zusammenhänge auf
denen Kinder entweder eine E)...temperamentsbedingte individuelle Unterschiede auf
Aufgabe ausführten (z. B.
aufräumen "Do"-Kontext)
oder ein Verbot einhalten
sollten (z. B. ein attraktives
Objekt nicht anfassen "Don't"-
Kontext). Die Autorinnen
argumentierten, dass eine
erfolgreiche
Verhaltenssteuerung je nach
Kontext unterschiedliche
Kompetenzen der
Selbstregulation erfordert.
Welche der folgenden
Befunde stützendiese
Annahme? Die in
unterschiedlichen Kontexten
erfassten Maße der
Verhaltenssteuerung wiesen
überwiegend...
Welche der folgenden
A: ...Randomisierung
Aussagen treffen auf die
B: ...einem mikrogenetischen Design
Untersuchungsmethoder der C, D, E
C:... strukturierten Beobachtungen D: ...einem Korrelationsdesign
Studie zu? Es handelt sich
E: ..einem Längsschnittdesign
um eine Studie mit....

Vertiefung 1 Thema 3: Sicherheit und Reziprozität:Elterliches Erziehungsverhalten und die


Regulation positiver und negativer Emotionen bei Kindern im Schulalter

Davidov, Grusec

Warmth= Wärme= Ausdruck positiven Affekts, Zuneigung und Liebe dem Kind gegenüber, ein
für die Entwicklung relevantes Konstrukt aus evolutionärer Sicht, da Elternschaft & Erziehung
sind aus evolutionärer Sicht mit hohen Investition verbunden. Bei keinem Organismus dauert
die Kindheit/ Abhängigkeit der Nachkommen von den Eltern so lang wie beim Menschen.
Vortiele. Relativ großes Hirn, relativ viel Plastizität in der Entwicklung-> wenige, aber hoch
entwickelte Nachkommen.

Wärme als Mechansimus trägt zur Bewältigung der mit ELternswchaft verbndenen Aufgaben
bei.

1. Gründe, zwischen Reaktivität (Responsivness) und Wärme (Warmth) zu differentieren:


• Wärme und Reaktivität erfordern verschiedener Ressourcen der Eltern unter verschiedenen
Bedingungen

• Erfüllung verschiedener Funktionen:


a.) Reaktivität ist entscheidend für die Entwicklung von Bindungssicherheit und
Selbstregulation
b.) Wärme wird in Zusammenhang mit der Entwicklung sozialer Reziprozität gebracht
2. 6 zentrale Hypothesen:
- Reaktivität sagt die Fähigkeit von Kindern zur Regulation negativer Affekte, sagt Empathie
und prosoziales Verhalten gegenüber anderen in Not vorher
vorher
- Wärme kann die kindliche Fähigkeit zur Regulation negativer Effekte nicht vorhersagen
- Wärme kann Empathie und prosoziales Verhalten nicht vorhersagen
- der Zusammenhang zwischen Reaktivität, Empathie und prosozialem Verhalten wird
teilweise durch die Fähigkeit zur Regulation negativer Affekte mediiert
-Wärme steht im Zusammenhang mit einer besseren Regulation positiver Emotionen
-psychosoziale Prozesse mediieren den Zusammenhang zwischen elterlicher Wärme und der
Regulation positiver Emotionen

3. Welche Stichproben wurden untersucht?

N=106 Kinder zwischen 6-8 Jahren

4. Untersuchungsdesign:
Querschnittdesign, Korrelationsdesign, Experimentaldesign, Regressionsanalyse

5. Datenerhebungsmethoden:
• Erfassung elterlicher Wärme:
Befragung der Eltern per Fragebogen zu den Themen: Negative Emotionsausdrüke der Kinder,
Erziehungspraktiken der Eltern, Empathische Reaktionen der Mutter, Bewertung der Reaktion
auf gezeigtes Videomaterial,Beobachtung der Mütter in der Interaktion mit Kind, Interpretation
eines Aufsatzes der Mütter über die Gefühle, die sie als Mutter ihres Kindes haben
• Erfassung der Regulation positiver und negativer Emotionen
• Empathie und prosoziales Verhalten gegenüber anderen in Not: Beobachtung der Kinder in
Situationen, in denen ein anderer (vorgetäuschte) Schmerzen hat,
Geschichtenergänzungsverfahren
• Akzeptant durch Peers, Kinder werden befragt, Lehrer bewerten Kinder
• Erfassung des kindlichen Temperaments durch Fragebögen an Mütter
6. Unabhängige Variable: Reaktivität und Wärme
Abhängige Variablen:
• Regulation negativer Emotionen
• Regulation positiver Emotionen
• Empathie und prosoziales Verhalten ggü. Anderen in Not
• Akzeptanz durch Gleichaltrige
7. Befunde:
• Reaktivität zeigte sich nicht als Prädikator für die Akzeptanz
• Beide Variablen, Wärme / Reaktivität sollen als unabhängig voneinander betrachtet werden
• Mütterliche Reaktivität sagte Empathie und prosoziale Handlungsformen vorher
• Mütterliche Wärme sagte die Fähigkeit der Kinder zur adaptiven Regulation positiver Affekte,
sowie die Akzeptanz von Jungen durch die Peer Group vorraus
• Mütterliche Wärme führt zu positiver Affektregulation führt zu besserer Peerakzeptanz
• Für Mütter/Väter war die Reaktivität positiv mit einer effektiveren Regulation negativer
Emotionen korreliert, obwohl nur bei Mütter-Söhne die Korrelation signifikant war
• Weniger signifikante Einflüsse durch Väter könnten auf wenig umfangreiche Stichprobe/
Evalution zurückgeführt werden
8. Diskussion/ Einschränkungen der Interpretierbarkeit:
• Befragung der Eltern als primäre Datenerhebungsmethode
• Untersuchungsdesign
• Representativität der Stichprobe
Studie 3: Sicherheit und A: Die Regulation positiver Emotionen vermittelt den pos.
Reziprozität: Elterliches Zusammenhang zwischen Wärme und Empathie.
Erziehungsverhalten und die B: Die Regulation positiver Emotionen vermittelt den pos.
Regulation positiver und Zusammenhang zwischen Wärme und Peer-Akzeptanz.
negativer Emotionen bei C: Die Regulation positiver Emotionen vermittelt den pos.
B, D
Kindern im Schulalter, Zusammenhang zwischen Responsivität und Peer-Akzeptanz.
Davidov, M., & Grusec, J. E. D: Die Regulation negativer Emotionen vermittelt den pos.
(2006).Welche Hypothesen Zusammenhang zwischen Responsivität und Empathie.
wurden in der Studie E: Die Regulation negativer Emotionen vermittelt den pos.
untersucht? Zusammenhang zwischen Wärme und Empathie.
A: Die Befragung der Eltern als primäre Methode der Datenerhebung
Welche der folgenden
B: Das Untersuchungsdesign
Faktoren schränken die
C: Die Repräsentativität der Stichprobe A, B, C
Interpretierbarkeit der
D: Die Kombination unterschiedlicher Methoden der Datenerhebung
Befunde ein?
E: Die hohe Reliabilität einiger Messverfahren
Thema 4: Selbstregulation und Schulbereitschaft bei Kindern im Vorschulalter
Blair, Razza (2007)

1. Definition der folgenden Konzepte:


• Effortful Control: Angestrengte Kontrolle
• Exekutive Funktionen (bzw. Teilfunktionen): willentliche Kontrolle kognitiver
Selbstregulationsprozesse
• Verständnis für falsche Überzeugungen: Aufgabentyp falsche Entscheidung, soll
den Zustand der „Theorie of mind“ representieren: Fähigkeit, eine Annahme über
Bewusstseinsvorgänge in anderen Personen vorzunehmen und diese in der
eigenen Person zu erkennen – d. h. Gefühle, Bedürfnisse, Ideen, Absichten,
Erwartungen und Meinungen bei anderen zu vermuten

2. Wie lauten die beiden zentralen Untersuchungsziele der Studie?

-Beziehung zwischen angestrengter Aufmerksamkeit und exekutiven Funktionen von


Kindern aus dem Head-Start-Programm untersuchen, sowie die Verbindung zu Lese-und
Mathefähigjeiten im Kindergartenalter
-Zusammenhang zwischen „false beliefe understanding“ und angestrengter
Aufmerksamkeit, sowie exekutiver Funktionen untersuchen

3. Stichprobe: N= 141 3-5 jährige Kinder


4. Untersuchungsdesign:

Längsschnitt, Korrelationsdesign

5. Unabhängige Variablen: false belief understanding, angestrengte Aufmerksamkeit,


exekutive Funktionen
Abhängige Variablen: Lese- und Mathefähigkeit im Kindergartenalter
Kontrollvariablen: Intelligenz
6. Datenerhebungsmethoden: standardisierter Leistungstest, Fremdeinschätzung durch
Eltern und Lehrer, Nicht-teilnehmende Beobachtung
7. Statistisches Verfahren zur Überprüfung der Hypothesen:
• multiple Regressionsanalyse
• Berechnung der Korrelation

8. Befunde hinsichtlich Zusammenhänge von Effortful control, inhibitorischer Kontrolle und


dem Verständnis falscher Überzeugungen?
a.) Vorläuferfertigkeiten Mathematik
• Angestrengte Kontrolle sowie inhibitorische Kontrolle hängt positiv mit mathematischen
Fähigkeiten zusammen
• Inhibitorische Kontrolle und exekutive Funktionen spielen eine Rolle für die mathematischen
Fähigkeiten

b.) Kompetenzen im Umgang mit Schriftsprache: Angestrengte Kontrolle sowie
inhibitorische Kontrolle hängt positiv mit Buchstabenwissen zusammen
• Für phonemische Aufmerksamkeit war nur die inhibitorische Komponente der exekutiven
Funktionen relevant für die Ergebnisse
• False believe understanding steht signifikant in <Zusammenhang mit Buchstabenwissen und
phonemischer Aufmerksamkeit

9. Einschränkungen der Befunde hinsichtlich Interpretierbarkeit und Generalisierbarkeit


aufgrund
a.) Untersuchungsdesign- Befragung der Eltern
b.) Verwendete Datenerhebungsmethode- Einschätzung nicht auf likert-Skala?
c.)

Studie 4: Blair & Razza Sie


planen eine Studie zum
Thema „Selbstregulation und
Schulbereitschaft bei Kindern A: Verständnis falscher Überzeugungen
im Vorschulalter. Die B: Emotionsregulierung
Einbeziehung der folgenden C: Temperamentsabhängige Faktoren der Selbstregulation A, C, D
Variablen in Ihre Studie ließe D: Inhibitorische Kontrolle
sich mit dem Verweis auf die E: Belohnungsaufschub
Befunde von Blair, C., &
Razza, R. P. (2007)
begründen?
Welche der folgenden A: Experimentelle Manipulation der unabhängigen Variablen
Maßnahmen wären geeignet, B: Erfassung vorschulischer Kompetenzen im Bereich des Lesens
um die methodischen C: Erfassung von Intelligenzmaßen als Kontrollvariable
Beschränkungen der Studie D: Wiederholte Untersuchung der Kinder über eine längere Zeit zu A, E
von Blair & Razza in mindestens zwei Messzeitpunkten
zukünftigen Untersuchungen E: Parallele Erfassung zentraler Variablen mittels Fragebögen und
entgegen zu wirken? Verhaltensmaßen
Thema 5: Erziehungstheorien und die Sozialisation von Emotionen im intrakulturellen Vergleich

Nelson, Leerkes, O#Brien, Calkins, Marcovitch (2012)

1. Definitionen:
• Emotionsbezogene Überzeugungen: Überzeugungen hinsichtlich dem Ausdruck
von Gefühlen
• Sozialisation von Emotionen: Emotionssozialisationsprozesse umfassen Reaktion
der Eltern auf die Darstellung von Emotionen ihrer Kinder
2. Drei zentrale Untersuchungsfragen:
• Unterscheiden sich die Überzeugungen der Mütter bzgl. Negativer
Emotionen nach ehtnischer Zugehörigkeit und Geschlecht des Kindes?
• Unterscheiden sich die Überzeugungen der Mütter bzgl.
Emotionssozialisationspraktiken nach ethnischer Zugehörigkeit der Mutter
und Geschlecht des Kindes?
• Erklären die Überzeugungen der Mütter de Unterschiede?
3. Stichprobe: N=200, 137 Euro-am. Mütter, 65 Afro-am. Mütter
4. Untersuchungsdesign:
-Fragebögen zur Selbsteinschätzung der Mütter
-Beobachtung der Interaktion zwischen Müttern und Kindern

5. A.) Bei Unterschiedshypothesentest:


unabhängige Variable:

Abhängige Variable:

B.) Bei Zusammenhangyhypothesentest:

Unabhängige Variable:

Abhängige Variable:

6. Datenerhebungsmethoden: Fragebogen Selbsteinschätzung zu


emotionsbezogenen Überzeigungen
Fragebogen soziale Konsequenzen auf Darstellung negativer Emotionen
Beobachtung
7. Statistische Verfahren: hierarchische Regressionsanalyse, Chi-Quadrat-Test

8. Befunde: Zusammenhang zwischen mütterlicher Reaktion auf den kindlichen


Ausdruck negativer Emotionen und den Einschätzungen der Lehrer des
Verhaltens der Kinder in der Schule unterschied sich signifikant für
euroamerikanische und afroamerikanische Familien
• Euroamerikanische Kinder:
• Kein signifikanter Zusammenhang zw. Mütterlichern Reaktionen auf negative Emotionen und
der schulischen Leistung bzw. den sozialen Fähigkeiten, die durch die Lehrer berichtet
wurden
• Problemorientierten Reaktionen euroamerikanischer Eltern hingen positiv mit den schulischen
Leistungen und den sozio-emotionalen Fähigkeiten zusammen
• Unterdrücken von Emotionen ist mit negativen sozialen und kognitiven Konsequenzen
verbunden, aber nicht bei allen Kulturen
• Afroamerikanische Kinder:
• die ausdrückliche Ermutigung durch die Eltern standen negativem Zusammenhang sowohl mit
schulischen als auch mit sozialen Kompetenzen
• in BEIDEN ethnischen Gruppen standen die sozio-emotionalen Kompetenzen und die
schulischen Leistungen in hoher positiver Korrelation
• die Interaktion von Einkommen und Ethnizität war für keine der abhängigen Variablen ein
signifikanter Prädikator

A: ...in Abhängigkeit des Geschlechts und der ethnischen


Zugehörigkeit die Unterschiede in den Strategien der Emotions-
regulation bei Kindern bestehen
B: ... Mütter in Abhängigkeit der ethnischen Zugehörigkeit und dem
Thema 5: Studie Nelson Geschlecht der Kinder spezielle Sozialisationspraktiken einsetzen, um
Welche der folg. Aussagen auf die Emotionen ihrer Kinder zu reagieren
treffen auf die C:...emotionsbezogene Überzeugungen (emotion beliefs) den
B, C, E
Untersuchungsziele der Zusammenhang zwischen ethnischer Zugehörigkeit und Sozialisation
Studie zu? Ziel der Studie von Emotionen vermitteln
war zu prüfen, inwieweit... D: ...in Abhängigkeit von Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit
Unterschiede im Emotionsverständnis bei Kindern bestehen
E: ...in Abhängigkeit von Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit
Unterschiede in Mutter-Kind-Gesprächen über Emotionen (emotion
teaching) bestehen
A: Eine Untersuchung der Beziehung zwischen den Ausprägungen
einer Person auf verschiedenen Variablen war nicht möglich
B: Eine experimentelle Manipulation der zentralen unabhängigen
Variablen war nicht möglich
C: Die Generalisierbarkeit der Egrebnisse (d. h. hinsichtlich der
Welche der folgenden
Zusammenhänge zwischen den Variablen) war aufgrund der
Aussagen treffen auf die B
Stichproben wahl nicht eeingeschränkt
Untersuchungsvariablen zu?
D: Ein Vergleich verschiedener Gruppen hinsichtlich der abhängigen
Variablen war nicht möglich
E: Zur Hypothesenprüfung wurden mediierte Moderationshypothesen
(mediated moderation analysis) mit der Variablen Ethnizität als
Moderator durchgeführt

Studie 6: Die Regulation negativer Emotionen und prosoziales Verhalten bei Kindern im
Vorschulalter in vier Kulturen
Trommsdorf, Friedlmeier,(2007)

1. Theoretischer Hintergrund zur Auswahl der Stichproben?


Deutschland und Israel sind eher individuell orientiert-> Individualität,
Unabhängigkeit, Autonomie, Selbstverwirklichung
Indonesien und Malaysia sind eher sozial orientiert -> Interpendenz,
Verbundenheit, Loyalität gegenüber der Gruppe mit dem Fokus auf
Gruppenzusammengehörigkeit
2. Definitionen:
• Prosoziales Verhalten: freiwillige handlungen, die einer anderen Person
dienen sollen
• Sympathie: Mimische Reaktion zeigt Traurigkeit als Reaktion auf das Leid
eines anderen
• Selbstbezogener Distress: Kind richtet seine Aufmerksamkeit vom Opfer
weg und vermeidet die Situation, wenn es mit diesem mitfühlt und sich
gleichzeitig unbehaglich und irritiert fühlt
• Fremdbezogener Distress: Das Kind richtet seine Aufmerksamkeit auf das
Opfer und zeigt Mitgefühl
3. Hypothesen im Bezug auf
a.) Kulturelle Unterschiede im prosozialen Verhalten und emotionalen Reaktionen:
▪ Malaysische und indonsische Kinder zeigen stärkeren Distress im Vergleich
zu deutschen und israelischen Kindern, da Empathie in ihren Kulturen mehr
bestärkt wird und sich selbstständige Emotionsregulation aufgrund der
Interpendenz erst später entwickelt
b.) : hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen emotionalen Reaktionen und
prosozialem Verhalten:
▪ selbstbezogener DIstress verhindert prosoziales Verhalten, wel das Kind
versucht, die Situation zu vermeiden
▪ fremdbezogener Distress könnte prosoziales Verhalten aufgrund eines
Mangels an Selbstwirksamkeit verhindern
▪ positiver Zusammenhang zwischen Mitgefühl und prosozialem Verhalten und
ein negativer Zusammenhang zwischen Distress und prosozialen Verhalten
erwartet
4. Stichprobe: n=212 Vorschulkinder
Je zwischen 50-60 Kinder aus Malaysia, etwa halb Jungs, halb Mädchen, aus
Indonesia, Deutschland, Israel
5. Untersuchungsdesign: quasi- Experiment, Querschnitt,
6. Unabhängigen und abhängigen Variablen
a.) bei der Prüfung der Unterschiedshypothese:
b.) Bei Prüfung der Zusammenhangshypothese:

7. Datenerhebungsmethode:

Codierung der beobachteten Verhaltensweisen im quasi-Experiment durch zwei


Codierer

8. Statistische Verfahren:

• Varianzanalyse ANOVA:
Als Varianzanalyse (ANOVA von englisch analysis of variance)
bezeichnet man eine große
Gruppe datenanalytischer und strukturprüfender statistischer Verfahren,
die zahlreiche unterschiedliche Anwendungen zulassen. Ihnen gemeinsam
ist, dass sie Varianzen und Prüfgrößen berechnen, um Aufschlüsse über
die hinter den Daten steckenden Gesetzmäßigkeiten zu erlangen. Die
Varianz einer oder mehrerer Zielvariablen wird dabei durch den Einfluss
einer oder mehrerer Einflussvariablen (Faktoren) erklärt. Die einfachste
Form der Varianzanalyse testet den Einfluss einer
einzelnen nominalskalierten auf eine intervallskalierte Variable, indem sie
die Mittelwerte der abhängigen Variable innerhalb der durch die
Kategorien der unabhängigen Variable definierten Gruppen vergleicht.
Somit stellt die Varianzanalyse in ihrer einfachsten Form eine Alternative
zum t-Test dar, die für Vergleiche zwischen mehr als zwei Gruppen
geeignet ist.
9. Befunde:
a.) Hinsichtlich kultureller Unterschiede im prosozialen Verhalten und
selbstbezogenen Distress:
-selbstbezogener Distress war in allen Kulturen negativ mit prosozialem Verhalten
korreliert, aber wurde auch von der Kultur moderiert

b.) bzgl. der Zusammenhänge zwischen emotionalen Reaktionen und prosozialen


Verhaltens:
- stärkste der emotionalen Reaktionen war der fremdbezogene Distress

c.) welche Rolle spielt die Variable Kultur hinsichtlich der berichteten
Zusammenhänge?

Mitgefühl hing mit prosozialem Verhalten in allen Kulturen verschieden zusammen

Mitgefühl war der stärkste Prädikator für prosoziales Verhalten

10. Diskussion/ Einschränkungen hinsichtlich Interpretierbarkeit:

Thema 6: Studie
Trommsdorff
Welche der folgenden
statistischen Verfahren a) Varianzanalyse (ANOVA) mit den Faktoren Kultur und Geschlecht
wurden zur Prüfung der für die abhängige Variable fremdbezogener Distress.
Hypothesen verwendet? b) Varianzanalyse (ANOVA) mit den Faktoren Kultur und Geschlecht
für die abhängige Variable prosoziales Verhalten.
c) Varianzanalyse (ANOVA) mit den Faktoren Kultur und Geschlecht
A,B,C,E
für die abhängige Variable selbstbezogener Distress.
d) Multiple Regressionsanalysen mit prosozialem Verhalten als
abhängiger Variablen.
e) Multiple Regressionsanalysen mit fremdbezogenem Distress als
abhängiger Variablen.

Sie planen eine Studie zur


Entwicklung von prosozialem
A: Japanische Kinder erleben mehr selbstbezogenen Distress als US-
Verhalten bei
amerikanische Kinder
Vorschulkindern. Ihre
B: Japanische Kinder zeigen mehr prosoziales Verhalten als US-
Stichproben stammen aus
amerikanische Kinder
einer eher individualistisch
C: In beiden Kulturen bestehen positive Zusammenhänge zwischen
orientierten Kultur (d. h. USA)
dem Erleben von selbstbezogenem Distress und prosozialem A, D
und einer eher kollektivistisch
Verhalten
orientierten Kultur (d. h.
D: Kultur moderiert den positiven Zusammenhang zwischen dem
Japan). Welche der folgenden
Erleben von Sympathie und prosozialem Verhalten
Hypothesen lassen sich
E: Je stärker das Erleben von fremdbezogenem Distress bei einem
aufgrund der Befunde von
Kind ausgeprägt ist, desto mehr prosoziales Verhalten zeigt es
Trommsdorff et al. (2007)
unmittelbar ableiten?
• Themenliste 1 Studie: Bernard, K. & Dozier, M. (2010).

Examining infants’ cortisol responses to laboratory tasks among children varying in attachment
disorganization: stress reactivity or return to baseline? Developmental Psychology, 46, 1771-1778.

Sie sollten die „Basics“ der Studie kennen. Fragen zur statistischen Auswertung werden in der Klausur
nicht vorkommen. Insbesondere sollten Sie sich in folgenden Bereichen auskennen:
Hypothesen:
- Falls der Anstieg von Cortisol nur eine Rückkehr zur Baseline wäre, also das vorherige Absinken
ausgleicht, dann würde der Cortisollevel steigen, egal in welcher Reihenfolge die Aufgaben erledigt
werden (Fremde-Situation oder Freispiel)
- Falls der Anstieg von Cortisol eine Reaktion auf einen Stressor ist, würde er nur nach dem
Fremde-Situation-Test sichtbar werden, nicht nach dem Freispiel.
Moderator: desorganisierte Bindung --> Annahem: Kinder, die desorganisiert gebunden sind, zeigen
erhöhten Cortisollevel nach Fremde-Situation, Kinder die sicher gebunden sind nach keiner Situation
Ergebnisse:
Keine Signifikanz für die Rückkehr zur Baseline-Hypothese, allerdings signifikante Variabilität
zwischen Individuen
Art der Task und Desorganisation waren signifikant für Episode 3, annähernd signifikant für Episode 2.
Das heißt: abhängig von Desorganisation und Fremde Situation stieg Cortisol, Organisierte Kinder
zeigten keinen erhöhten Level nach Spiel oder Fremde Situation
Zu unterschiedlichen Zeiten – welchen? – wird der Cortisolspiegel gemessen – wie? warum?

Cortisolspiegel wird zu Hause, bei Ankunft im Labor, nach 40, 65 und 80 Minuten gemessen. Warum?
Zu Hause und bei Ankunft, um die Baseline zu bestimmen; nach 40 Min und 80 Min, um die Reaktion
auf die Fremde Situation von Gruppe 1 und 2 zu bestimmen; nach 65 Min, um die Reliabilität zu
erhöhen
- Fragestellung und Ergebnisse der Studie : Sind die Anstiege des Kortisolwertes auf das
Angleichen an die Baseline zurückzuführen oder sind das die Ergebnisse von Stressaktivität?
- Falls der Anstieg von Cortisol nur eine Rückkehr zur Baseline wäre, also das vorherige Absinken
ausgleicht, dann würde der Cortisollevel steigen, egal in welcher Reihenfolge die Aufgaben erledigt
werden (Fremde-Situation oder Freispiel)
- Falls der Anstieg von Cortisol eine Reaktion auf einen Stressor ist, würde er nur nach dem
Fremde-Situation-Test sichtbar werden, nicht nach dem Freispiel.

- Beschreibung des Designs (alle Kinder – Anzahl? Alter? – werden sowohl im FremdeSituation-
Test – was ist das? – als auch in einer Kontrollsituation – welcher? und warum? – beobachtet.

2 Gruppen von Kindern nehmen an Experiment teil.


1 Gruppe: erst Fremde-Situation-Test, dann freies Spiel
1 Gruppe: erst freies Spiel, dann Fremde-Situation-Test

Stichprobe:
32 Kinder zwischen 11,3 und 20 Monaten
19 Mädchen (59%)
22 = 69% weiß
5= 16% afroamerkanisch
2 = 6% gemischt
2 = 6% Hispanic
1 = 3% Asiatisch
Eltern zwischen 21 und 42,9 Jahren

Fremde Situation:
- Nach Ainsworth
- 8 Stufen, steigernde Stresssituation
- Fremder Raum, Interaktion mit Fremden und kurze Trennung von Eltern
- Code: sicher (B), vermeidend (A) und Resistent (C) sowie Desorganisationsscore von 1-9 =
Desorganisiert (D)
Kontrollsituation: freies Spiel zwischen Eltern und Kind in Spielzimmer

Kurze Beschreibung der Skala zur dimensionalen Erfassung der Desorganisaion


- Punkte auf einer Skala von 1-9 für Desorganisation
- Man konnte eine primäre Klassifikation für Desorganisation vergeben
- Bei 2 Codern wurde die Punkte der Skala verdurchschnittlicht

Vertiefung II:
A: Es handelt sich um eine Langzeitstudie von 11 bis 20 Monaten
BindungStudie Bernard &
B: Die Cortisolmessung erfolgte zu 5 Zeitpunkten
Dozier "Cortisol" -Stress(32
C: Die Cortisolmessung erfolgte über die Analyse von Speichelproben
Kleinkinder Alter zw. 11-20 B, C, D, E
D: Die Stressinduktion erfolgte über den "Fremde Situation" Test
Mo)Welche Aussagen treffen
E: Die Versuchsteilnehmer/innen durchlaufen sowohl die
im Hinblick auf die Methode
Stressinduktionssequenz als auch eine Kontrollsituation
der Untersuchung zu?
Bindung und Stress im A: Bei der Befundinterpretation wird u. a. auch die kleine Stichprobe
A, B, C, D,
Kleinkindalter (11-20 Monate) diskutiert.
E
Bernard, Dozier --> Welche B: Die dimensionale Erfassung der Desorganisation erfolgt auf einer
Aussagen treffen auf die neunstufigen Skala
Untersuchung zu? C: Die Durchführung der Untersuchung fand jeweils vormittags statt,
was im Hinblick auf die Cortisolspiegelmessung und deren
Interpretation berücksichtigt werden muss
D:Erwartungsgemäß geht die zunehmende Desorganisation der
Bindung mit einer höheren Cortisolausschüttung einher
E: Die Kontrollsituation bestand aus "freiem Spiel"
Bindung und Stress im A: mit dem "Geschichtsergänzungstest"
Kleinkindalter (11-20 Monate) B: auf Grundlage eines Elternfragebogens
Bernard, Dozier --> Die C: auf Grundlage eines Elterninterviews (Adult attachment Interview)
D
Bindungsqualität wird in D: auf Grundlage einer strukturierten, systematischen
dieser Studie Verhaltensbeobachtung der Kinder E: auf Grundlage der Beobachtung
folgendermaßen erfasst: der häuslichen Interaktion zwischen Mutter und Kind

• Themenliste 2

Studie: Borelli, J. L., Crowley, M. J., David, D. H., Sbarra, D. A., Anderson, G. M., & Mayes,

L. C. (2010). Attachment and emotion in school-aged children. Emotion, 10, 475-485.

Sie sollten die „Basics“ der Studie kennen. Fragen zur statistischen Auswertung werden in der

Klausur nicht vorkommen. Insbesondere sollten Sie sich in folgenden Bereichen auskennen:

- Design-Beschreibung (Welche Messinstrumente wurden insgesamt eingesetzt?

Welches Instrument wurde insbesondere zur Bindungsklassifikation eingesetzt? Was

bedeutet in diesem Zusammenhang „narrative Kohärenz?)

Multimethoden-Ansatz:
- Selbsteinschätzung von Kindern bezüglich ihrer Gefühle
- Fremdeinschätzung von Eltern
- Cortisolmessung
- Ausmaß von Erschrecktsein (startle magnitude) als Reaktion auf Sicherheit und Gefahr
- Halbstrukturiertes Interview (CAI) für 8-13 jährige, 19 Fragen zu aktuellen und vergangenen
Erfahrungen mit der Hauptbetreuungsperson mit der Einschätzung der Qualität der Beziehung
- Codierung in 8 Kategorien, die aus je 9 Punkten bestehen
- Narrative Kohärenz = Indikator für Sicherheit der Bindung
Die Befunde sind insgesamt uneinheitlich. Welche Argumente machen die Autor/innen bei der
Diskussion geltend?

- Korrelationsdesign --> keine Kausalität


- Die Einschätzung der subjektiven Emotionsmaße könnte durch „soziale Erwünschtheit“
beeinflusst sein
- Pysiologische Maße unterliegen Bedingungen, die nicht ausreichend kontrolliert wurden
- Stichprobe war zu homogen, um Generalisierung zuzulassen (insb. fehlende Risikogruppen)

Studie: Borelli (...) 2010; A: ... über den Geschichtenergänzungstest


attachment and emotional in B: ... über das child attachment interview, insbesondere über das Maß
school-aged children Die der narrativen Kohärenz B
Bindungsklassifikation C: ... über den Fremde-Situation-Test in der für Schulkinder
erfolgte...(8-12 J modifizierten Form
D: ... über die Einschätzung der Klassenlehrer/innen
E: ... über die Cortisolspiegelmessung
A: Die Kinder hatten im Vorfeld der Untersuchung über 2 Wochen ein
"Stimmungstagebuch" geführt
B: Die Emotion Regulation Checklist (ERC) wurde von jeweils
Welche Aussagen treffen auf zumindest von einem Elternteil ausgefüllt
die Untersuchung (Borelli) C: Die teilnehmenden Kinder wurden u. a. Schreckreizen ausgesetzt B, C, D
zu? D: Bei den Kindern wurde u. a. die elektrische Muskelaktivität
gemessen
E: Es erfolgte eine Cortisolspiegel-Bestimmung zuhause vor der Fahrt
zur Untersuchung
A: Die Interrater-Übereinstimmung bei der Bestimmung der
Bindungsqualität der Kinder war zu niedrig
B: Aufgrund des Korrelationsdesigns sind kausale Aussagen nicht
möglich
Die Autor/innen diskutieren
C: Soziale Erwünschtheit könnte bei der Bearbeitung der subjetiven
ihre Befunde kritisch. Welche
Emotionsmaße eine Rolle gespielt haben B, C, D, E
Argumente machen sie dabei
D: Die erhobenen physiologischen Maße unterliegen Bedingungen, die
geltend?
nicht hinreichend kontrolliert wurden
E: Die Stichprobe war vergleichsweise homogen, speziell
Teilnehmer/innen aus Riskogruppen fehlten, was die
Generalisierbarkeit einschränkt
• Themenliste 3

Studie: Ein-Dor, T., Mikulincer, M., & Shaver, P. R. (2011). Attachment insecurities and the

processing of threat-related information: studying the schemas involved in insecure people’s

coping strategies. Journal of Personality and Social Psychology, 101, 78-93.

Sie sollten die „Basics“ der Studie kennen. Fragen zur statistischen Auswertung werden in der

Klausur nicht vorkommen. Insbesondere sollten Sie sich in folgenden Bereichen/bei

folgenden Fragen auskennen:

Bindungssicherheit und der Umgang mit Bedrohung


im Erwachsenenalter
Einleitung
- die Studie konzentriert sich auf innere Arbeitsmodelle, die durch nicht reaktive Beziehungen zu
Bindungspersonen geprägt wurden
- diese Arbeitsmodelle werden als Schemata konzeptualisiert, die die
Reaktionen unsicherer Erwachsener in bedrohlichen Situationen beeinflussen

- Durch welche Verhaltens- bzw. Handlungstendenzen lässt sich das Arbeitsmodell

Erwachsener mit einem ängstlich-unsicheren Bindungsstil charakterisieren? Wie heißt

das entsprechende Schema?

- Bowlbys Bindungstheorie: Menschen werden mit einem angeborenen System geboren, welches
sie in Notsituationen veranlasst die Nähe wichtiger anderer zu suchen

-> Erfahrungen werden in mentalen Repräsentationen gespeichert (Auswirkungen auf Erwartungen,


Verhalten, etc.)

-> internal working models

- Bowlby sah unsere genetische Disposition als adaptiv und vermutete, dass sie das ganze Leben
lang aktiv bleibt

- IWM bilden einen Bindungs- Stil

-> lässt sich als Punkt in einem Koordinatensystem (Vermeidung x Angst) darstellen

- sind Individuen nicht sicher gebunden, nutzen sie einen sekundären Bindungsstil (De- oder
Hyperaktivierung des Bindungssystems)

- Bindungsstil formt den Umgang mit Stress, negativen Emotionen und die Anpassungsfähigkeit

- Sichere- Basis- Skript (wenn-> Dann Funktion): Stress -> Nähe zu Bindungsperson -> Hilfe -
>Erleichterung

- Selbstschemata bestehen aus mehreren Platzhalter- Strategien

- Bindungsangst führt dazu, dass Personen:


a- wachsam gegenüber Bedrohungen sind

b- früh, schnell und stark auf mögliche Bedrohungsreize reagieren

c- andere auf die Gefahr aufmerksam machen

d- nicht unterstützende Personen mit verstärkten Methoden versuchen zu überreden

e- bei Bedrohung die Nähe anderer zu suchen

=> Wächter- Schema

-vermeidende Personen distanzieren sich meist von Stressoren

-> fight- or- flight- Schema:

- Bedrohungen herunterspielen

- bei direkten Bedrohungen fight- or- flight

-> sich nicht mit anderen koordinieren

- Bindungsstile enthalten Schemata über den Umgang mit Gefahren, was einen Bias im Umgang mit
relevanten Stimuli zufolge hat

- Soziale Verteidigungstheorie: Sicher, ängstlicher und vermeidender Bindungsstil führen zu


charakteristischen Schemata der Verarbeitung von Gefahrstimuli

-> alle Schemata haben Vor- und Nachteile

- Wie wird die Bindungsqualität in dieser Studie erfasst?

Bindungsfragebogen “Experiences in Close Relationships—Revised” (ECR)

- Treten Unterschiede (welche?) in der Informationsverarbeitung/selektiven

Gedächtnisleistung zwischen sicher gebundenen Personen einerseits und ängstlichunsicheren


bzw. vermeidend-unsicheren Personen andererseits auf?

hier wurde der Zusammenhang zwischen Bindungsangst und der Erinnerung an "sentinel-schema"
konsistente Informationen untersucht-

VPn (69 israelische Frauen, zwischen 19 und 27 Jahre alt) füllten die ECR Skala aus- schauten einen
Videoclip an, in dem eine Frau bedrohungsrelevante und -irrelevante Fragen beantwortete, die zur
Hälfte zum sentinel-Schema passten

→ anschließend wurde erfragt, an was die Teilnehmer sich erinnern konnten und wie schnell sie dazu
in der Lage waren- die Daten wurden erneut mit einer zweistufigen hierarchischen Regression überprüf

t•erster Schritt: Bindungsangst und -vermeidungsscores werden als Prädiktoren eingeführt

•zweiter Schritt: das Produkt aus Bindungsscore und experimenteller Situation wurde hinzugefügt, um
Interaktionen aufzuzeigen- Ergebnisse: signifikante Interaktion zwischen Bindungsangst und der
Trefferquote für bedrohungsrelevante Sätze

- Wie verhalten sich vermeidend-unsichere und ängstlich-unsichere Personen bei einer


realen Gefahr (Teilstudie 6)? Ist das Verhalten hypothesenkonform? –

VPN mit höchsten Bindungsängsten bemerkte den Rauch in knapp 50% der Fällen zu erst

-> höchste Bindungsvermeidung hatte die geringste Wahrscheinlichkeit den Rauch zu bemerken
oder thematisieren

- signifikanter Effekt für höchste Bindungsvermeidung x Aktion

- Kann man insgesamt sagen, dass ein Bindungsstil adaptiver ist als ein anderer?

• Themenliste 4:

Studie: Selcuk, E., Zayas, V., Günaydin, G., Hazan, C., & Kross, E. (2012). Mental

representations of attachment figures facilitate recovery following upsetting autobiographical

memory recall. Journal of Personality and Social Psychology, 103, 362-378.

Sie sollten die „Basics“ der Studie kennen. Fragen zur statistischen Auswertung werden in der

Klausur nicht vorkommen. Insbesondere sollten Sie sich in folgenden Bereichen/bei


folgenden Fragen auskennen:

- Wer fungiert in dieser Studie als Bindungsfigur?

- Wie wird die Bindungsqualität erfasst?

- Wie erklären Sie sich, dass sich kein Buffering-Effekt zeigt.

Ausgangslage - Beziehungen mit verfügbaren und reagierenden Personen erleichtern die


Selbstregulation und bringen gesundheitliche Vorteile mit sich
- tatsächliche oder vorgestellte Anwesenheit solcher Personen verringert
negativen Affekt, sowie physiologische Reaktionen auf soziale und physische
Stressoren
- Stress kann aber auch im Individuum selbst generiert werden
-> keine Arbeiten dazu, ob auch hier Vorstellung einer Bindungsperson hilft

- wiederholte positive Erfahrungen mit Bindungspersonen in Zeiten von Stress,


verstärkend die mentale Repräsentation der Verknüpfung von Bindungsperson
und verringertem Stress
-> Aktivierung der Repräsentation einer Bindungsperson führt zu
reduziertem Stress
- Betrachten eines Fotos von einem Beziehungspartner, führt zu einer erhöhten
Hitzeschmerzgrenze
- Bindungs- Theorie sagt aus, dass Priming mit dem Beziehungsindividuum
vorher oder nachher hilft, egal ob der Stressor intern oder extern ist
-> Puffer- Hypothese: Aktivierung der Repräsentation, vor dem Kontakt mit
dem Stressor, lässt diesen als weniger schlimm wahrgenommen werden
-> Erholungs- Hypothese: Aktivierung nach dem Stressor, lässt die Person
schneller zur Affekt- Baseline zurück kehren
- Studien zeigen unterschiedliche Effektivität verschiedener Strategien, abhängig
von der Lokalisierung des Stressors, sowie das Aktiveren der Strategie relativ
zum Stressor
- Bindungsstil moderiert Bindungspartner X Stressreduktion

Studie 1

Fragestellung/
Hypothesen
Design - Probanden sollten im Detail zwei negative autobiographische Erinnerungen
beschreiben
-> um diese in der Laborsituation zu aktivieren, sollten sie eine 3 Wörter lange
Wortkette bilden
-> die Wichtigkeit dieses Ereignisses sollten sie in einem 8 Item Fragebogen (7-
stufige Antworten) darlegen

- im Erinnerungstest wurde sichergestellt, dass die Wortkette innerhalb von 20


Sekunden die Erinnerung aktiviert
-> Ernennen eines Bekannten (sollte im AART als Bekannter genutzt werden)

- AART
-> Puffer: Prime (Mutter/ Bekannter) -> Erinnerung
-> Erholung: Erinnerung -> Prime
-> Erfassung des Affekts vor dem Durchlauf, nach dem Prime, nach der
Erinnerung
-> 2 Blocks (Mutter/ Bekannter) mit 2 Situationen (beide Erinnerungen)
VP 123 Studentinnen, im Schnitt 20 Jahre alt
Vorgehen - Online Umfrage
-> Bindungsstil
-> Probanden sollten negative autobiographische Erinnerungen generieren
- Laborexperiment (1-2 Tage später)
-> Training bezüglich negativer Emotionen
-> Puffer- oder Erholungs-Situation
-> Attachement Affect Regulation Task (computerbasierter Test zum Ermitteln
der Auswirkung von Bindungspersonen auf Selbstregulation, unter der
Erinnerung einer negativen Situation
Variablen - 7- stufige Skala zum momentanen affektiven Zustand
Statistisches - negative Affekt- Baseline wurde von der Post- Prime und –Erinnerung
Verfahren abgezogen
- ANOVA
Ergebnisse - Erinnerung an die negative Situation führte zu negativem Affekt
- Erinnerung -> Prime
-> deutlich weniger negativer Affekt bei Mutter- Prime
- Prime -> Erinnerung
-> geringerer negativer Affekt bei Mutter- Prime (nicht sig.)
Diskussion - gute Stützung der Erholungs-Hypothese
- eventuell führte das Priming zu Ablenkungseffekten

Studie 2

Fragestellung/ (1) Ergebnisse aus Studie 1 replizieren


Hypothesen (2) Ablenkungs- Kritik explorieren
(3) implizites Effekt- Maß benutzen
Design - wie Studie 1
- Priming wurde um das Betrachten eines Fotos (der Mutter) erweitert
- am Ende des AART wurde ein implizites Affekt- Maß genutzt
VP -139 (75% Frauen)
Vorgehen Priming
- Betrachten eines Fotos der eigenen, oder einer fremden Mutter
-> gelbe Dreiecke erschienen auf dem Bild und sollten von den Probanden in
einem Test registriert werden (Maß für den Grad der Ablenkung)
Variablen IPANAT
- Implicit Positive and Negative Affect Test

- Buchstabenketten sollten auf einer 4-stufigen Skala nach ihrem emotionalen


Gehalt bewertet werden
-> kurzer Test, kann nur einmal genutzt werden
Statistisches - wie in Studie 1
Verfahren
Ergebnisse - Erinnerung an die negative Situation führte zu negativem Affekt
- Reaktionszeiten zeigten, dass die Primes zu keinen Abweichungen in der
Ablenkungsintensität führen
- Erholungs- Hypothese wurde erneut bestätigt
- Puffer- Hypothese konnte nicht bestätigt werden
Diskussion - da das reine Betrachten der Mutter zu verringertem Stress führt, ist davon
auszugehen, dass Bindungspersonen automatisch einen positiven Einfluss auf
die Selbstregulation haben
- keine Hinweise auf Ablenkung durch einen der beiden Primes
- Puffer- Hypothese kann nicht gestützt werden

Studie 3

Fragestellung/ (1) gilt die Erholungs- Hypothese auch in romantischen Beziehungen?


Hypothesen (2) Gibt es Geschlechtsunterschiede?
(3) Senken Gedanken an romantische Partner die Tendenz negativ zu denken?
-> (4) während einer aufmerksamkeitsfordernden Aufgabe?
(5) korreliert das Ausmaß des ,,Priming -> Erholung“- Effekts mit der psychischen
Gesundheit?
Design
VP - 30 hetero Paare (Beziehung dauert mindestens 1 Jahr)
Vorgehen - 3 Situationen
- 1. Sitzung: Probanden werden fotografiert und generieren negative
autobiografische Erinnerungen
- 2. Sitzung: jeder Proband erfüllt einen Block in der Partner und einen in der
Kontrollbedingung
-3. Sitzung: Erfassen der Gesundheit
Variablen Prime
- Aufgabe wie in Studie 2
- Fotos wurden standardisiert
- Partner- Fremder- Paare wurden gebildet
Impliziter negativer Affekt
- gleiches Maß wie in Studie 2
- Durchschnitts- Score
Bewusstseins- Aufgabe
- Probanden sollten 5 Minuten lang jeden Gedanken aufschreiben
-> Kategorisierung nach positivem und negativem Affekt
Gesundheit
Statistisches -linear mixed models
Verfahren
Ergebnisse - Erinnerung an die negative Situation führte zu negativem Affekt
- Reaktionszeiten zeigten, dass die Primes zu keinen Abweichungen in der
Ablenkungsintensität führen
- Foto des romantischen Partners beschleunigte die Rückkehr zur Affekt-
Baseline
-> Effekt stärker für Frauen
- Betrachten des rom. P. führte in der Bewusstseinsaufgabe zu weniger
negativem Affekt
- je größer der Effekt des rom. P. desto weniger Gesundheitsprobleme
Diskussion - Stützt die Erholungs- Hypothese
- zeigt Geschlechtsunterschiede
- weitere Hypothesen wurden bestätigt

Studie 4

Fragestellung/ (1) Wird die Größe des Bindungsperson -> Stressreduktions –Effekts durch den
Hypothesen Bindungsstil moderiert?
Design - Metaanalyse
VP
Vorgehen
Variablen
Statistisches
Verfahren
Ergebnisse - Priming mit einer Bindungsperson führt bei hoher Ausprägung von
Bindungsvermeidung zu geringerer Stressreduktion
-> implizit und explizit
- ähnliche Ergebnisse für Bindungsnagst, leider nicht sig.

Diskussion - erste Studie, welche sich mit internen Stressoren befasste


- reines Vorstellen einer Bindungsperson wurde zum ersten Mal als ausreichend
bewiesen um Stress zu reduzieren
- Wiederlegung der vermutlichen höheren Wirkung antezendenter Strategien

A: die Auswertung eines über einen Monat angefertigten strukturelles


Bindungstagebuch
Studie Selcuk...
B: ..ein Fremdrating über wichtigste Bindungsperson
Bindungsqualität wird erfasst
C: ...das AAI
durch:
D: eine Verhaltensbeobachtung unter Stressinduktion
E: einen Fragebogen
Bezogen auf alle vier Studien von a) es stehen LS-Studien aus, die tatsächliche Auskünfte über
Vertiefung II: Was ist nicht Entwicklungsverlauf und interindivid. Unterschiede im Entwicklungsverlauf
zutreffend? geben könnten b) obwohl Bindungsqualität durch sehr unterschiedliche
Messinstrumente operat. wurde, ergeben sich deutl. Indik. dafür, dass
Bindung/Bindungsstil und Stress in allen Altersgruppen im Zusammenhang
stehen
c) frage und Entwicklung & Organisation des internen Arbeitsmodell muss über
Lebensspanne & Einbezug verwandter Theorien vorangetrieben werden
d) Forschung müsste heterogene Stichproben einbeziehen und Aussage über
Risikogruppen machen
e) Die in den Studien entwickelten Interventionsprogramme müssten system.
auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Einführung 1
Frage Antwortoptionen Lösung

A: Das chronologische Alter ist keine physikalische, sondern eine


psychologische Größe
B: Alter ist im eigentlichen Sinne keine "echte" UV, wird aber in
Das Lebensalter spielt in der entw.psycholog. Designs sehr häufig als solche betrachtet
Entw.psych eine große Rolle. C: Alter geht mit zugrundeliegenden Entwicklungsprozessen einher,
B,C,D,E
Welche Aussagen sind "erklärt" diese aber nicht
zutreffend? D: Der Fokus auf Altersvariation vernachlässigt die interindividuellen
Unterschiede zwischen Altersgleichen
E: Lebensaltersbezogene Entwicklungsreihe erwecken den falschen
Eindruck einer festen Bindung von Veränderungen an das Alter
A: Entwicklung bedeutet in jeder Lebensphase Gewinn (Aufbau) und
Verlust (Abbau)
Klassische bzw. traditionelle
B: Entwicklungsprozesse sind unumkehrbar
Entwicklungstheorien B, C, D
C: Entwicklung verläuft zielgerichtet auf einen Endzustand hin
postulieren:
D: Entwicklung verläuft universell
E: Der Mensch ist aktiver Gestalter seiner eigenen Entwicklung
A: Zentrifugierung
B: Volumenkonstanz
Welche Begriffe sind in
C: Ich-Identität B, E
Piagets Theorie relevant?
D: Egoismus
E: Objektpermanenz
A: Entwicklung ist durch eine hohe intraindividuelle Plastizität
gekennzeichnet.
B: Das Erwachsenenalter nimmt bei der Definition der
Die Entwicklungspsychologie
Entwicklungspsychologie der Lebensspanne eine Vorrangstellung ein.
der Lebensspanne nach Paul
C: Die Erforschung von Entwicklung setzt eine idiographische
Baltes lässt sich A, D, E
Perspektive voraus.
folgendermaßen
D: Entwicklung variiert in Abhängigkeit von historischen, kulturellen,
charakterisieren:
gesellschaftlichen und sozialen Bedingungen.
E: Entwicklung sollte nicht nur psychologisch, sondern auch
multidisziplinär erforscht werden.
A: Das "ME" stellt die konventionelle, strukturelle und über die Zeit
vergleichsweise stabile Komponente des "Selbst" dar
B: Das „ME“ repräsentiert als „generalized other“ letztendlich die
Mead unterschied zwischen
Gesellschaft an sich A, B, D
"I" und "Me"
C: Das "ME" ist reflexiv nicht unmittelbar zugänglich
D: Die Dynamik des "I" führt zu einer Restrukturierung des „ME“
E: Das "ME" ist empirisch nicht erfassbar
A: Identitätsfindung ist für Erik Erikson mit krisenhaftem Erleben
verbunden
B: Das mittlere Erwachsenenalter ist laut Erikson vom Bedürfnis
geprägt, Werte für kommende Generationen zu schaffen,
weiterzugeben und abzusichern
Welche Aussagen sind im C:Erikson wendet sich in mancherlei Hinsicht von Freud ab. So
Kontext von Eriksons Theorie beschreibt er Entwicklung nicht in Form von psychosexuellen, sondern (+fürD)E
falsch? psychosozialen Phasen
D: Der Beginn des Erwachsenenalters ist durch den Konflikt zwischen
Solidarität und Isolierung geprägt
E: das dritte entwicklungspsychologisch relevante Thema (im 4. und 5.
Lebensjahr) wird durch die Pole Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl
charakterisiert
A: ...regeln sprachbasierte Kommunikation
B: ...dienen der Regulation des nonverbalen, spezifisch mimischen
Display rules... Ausdrucks B,(+fürE)
C: ...dienen der Regulation von Gefühlen
D: ...sind in ihren Inhaltsbereichen universell gültig
E: ...dienen der Optimierung der Selbstdarstellung in sozialen
Situationen
A: Nach Marcia zeichnet sich das Moratorium durch hohe Exploration
aus, ohne dass es zu einem Commitment kommt.
B: Für Marcia findet Identitätskonstruktion in thematischen Kontexten
oder Domänen statt, die er bei seiner Untersuchungsmethode auch
Marcia hat sich mit
berücksichtigt
Identitätsentwicklung befasst. A, B, E
C: Marcia diagnostizierte über die Zeit hinweg einen Abfall des Status
Welche Aussagen treffen zu?
der Identitätsdiffusion
D: Marcia arbeitete hauptsächlich mit Fragebögen
E: Marcia ging bei seiner Forschung von der Theorie Eriksons zum
Thema Identität aus
A: Stufentheorien, nach denen Entwicklung als Abfolge
unterscheidbarer Stadien oder Phasen verläuft, betonen die
Diskontinuitätder Entwicklung
B: Am Beispiel eines altersmäßig unterschiedlichen Umgangs mit
Piagets Invarianzaufgabe zur Einschätzung von Flüssigkeiten (auch
Entwicklung kann als
Umschüttaufgabe genannt) lässt sich eine diskontinuierliche Sicht auf
kontinuierlicher oder
Entwicklung gut darstellen
diskontinuierlicher Verlauf C
C: Im Bereich des körperlichen Wachstums gibt es ausschließlich
betrachtet werden.Welche
kontinuierliche Entwicklung, also quantitative Veränderungen
Aussagen sind falsch?
D: Eriksons Theorie der psychosozialen Entwicklung ist einer
diskontinuierlichen Entwicklungsperspektive verpflichtet
E: Bei vielen Gegenstandsbereichen gilt: Ob man von kontinuierlicher
oder diskontinuierlicher Entwicklung ausgeht, ist oftmals eine Frage der
Sichtweise der Perspektive
A: Je näher die biologische Verwandtschaft desto größer ist die
Wahrscheinlichkeit, dass Verwandte einer Person mit
Schizophreniedieselbe Krankheit aufweisen (Gottesmann,1991)
B: Hat von zweieiigen Zwillingen einer Schizophrenie, dann ist der
andere Zwilling mit etwa 50%iger Wahrscheinlichkeit ebenfalls
In Bezug auf die Diskussion
schizophren
der Frage, wie sich Anlage
C: Epigenetik meint die Erforschung der bleibenden Veränderungen bei
und Umwelt gemeinsam auf
der Genexpression, die durch Umwelteinflüsse bewirkt werden können A, C, D, E
die Entwicklung auswirken,
D: Eine Untersuchung adoptierter Kinder, von denen einige
sind folgende Aussagen
schizophrene Eltern hatten, zeigte, dass eine nennenswerte
zutreffend:
Wahrscheinlichkeit an Schizophrenie zu erkranken, nur bei den
Kindern bestand, die von einem schizophrenen Elternteil abstammten
und in eine gestörte Familie adoptiert worden waren (Tienari et al.,
2009)
E: Genom meint die komplette Erbinformation eines Lebewesens
A: Äquilibration meint den Prozess, bei dem Menschen Assimilation
und Akkomodation ausbalancieren, um ein stabiles Verstehen zu
schaffen
Welche Aussagen sind im
B: Ein Beispiel für Assimilation ist das kindliche Symbolspiel, in dem die
Kontext der Piaget'schen
Realität an die eigenen Schemata angepasst werden
Begriffe Assimilation, A, B, C, E
C: Ein Beispielt für Akkomodation ist die Nachahmung
Akkomodation und
D: Wenn Pipi Langstrumpf singt "Ich mach' mir die Welt, wie sie mir
Äquilibration richtig?
gefällt", dann ist dies ein Beispiel für Äqulibration
E: Ohne Akkomodation gelingt keine Umweltanpassung des
Organismus
A: Der Ausspruch "aus den Augen, aus dem Sinn" beschreibt die
Perspektive eines Kindes, das noch nicht über Objektpermanenz
Folgende Begriffe und
verfügt.
Konzepte sind innerhalb der
B: Der "A-nicht-B-Suchfehler" bezeichnet in einem "Versteck"-Design
Theorie Piagets von
die Tendenz dorthin zu greifen, wo ein Objekt zuletzt gefunden wurde, A, B
Bedeutung. Welche
statt es dort zu suchen, wo es tatsächlich versteckt wurde.
aussagen sind in diesem
C: Piaget untersuchte Egozentrismus vorrangig im sensumotorischen
Kontext richtig?
Stadium.
D: Konkret-operational Denkende zentrieren ihre Aufmerksamkeit auf
eine einzige, in der Wahrnehmung saliente Dimension wie Höhe oder
Länge und lassen andere relevante Dimensionen außer Acht.
E: Das formal-operationale Stadium ist universell.
A: "Gelenkte Partizipation" bedeutet, dass informierte Individuen (z. B.
Eltern) Situationen so gestalten, dass Personen mit weniger
Kenntnissen und Fähigkeiten etwas lernen können.
B: "Geteilte Aufmerksamkeit" lässt sich folgendermaßen illustrieren:
Welche Aussagen zu Deutet ein Kind etwa ab dem Alter von 3 Monaten mit seinem Blick in
Konzepten innerhalb der die Richtung des Gegenstandes (vorher sah es auf die Hand des
Theorie von Vygotsky (und Erwachsenen) ,B
ihrer weiteren Erforschung) C: Zahlreiche Studien belegen die Bedeutung der geteilten
sind nicht zutreffend? Aufmerksamkeit für die Sprachentwicklung
D: Vygotsky geht davon aus, dass Denken aus der Internalisierung des
Sprechens hervorgeht.
E: Im Gegensatz zu Piaget sah Vygotsky Kinder als genuin soziale
Wesen.
A: Freud war der Auffassung, dass Kinder in jeder Entwicklungsphase
in Bezug auf eine spezifische erogene Zone auf Konflikte stoßen,
wobei sich der Erfolg oder Misserfolg beim Lösen dieser Konflikte
lebenslang auf die Entwicklung auswirkt.
B: Das Ich erwächst aus der Notwendigkeit, die Konflikte zwischen den
ungezügelten Forderungen des Es nach s o f o r t i g e r Befriedigung
und den von der externen Welt auferlegten Einschränkungen zu
Folgende Aussagen im versöhnen.
Kontext der Theorie von C: Das Ich fungiert als Gewissen und beruht auf der Internalisierung A, B, D, E
Freud sind zutreffend: der Regeln und Normen, welche die Eltern für akzeptables und
unangemessenes Verhalten (und denken etc.) setzen
D:Freuds Theorie der psychosexuellen Entwicklung beinhaltet eine
Stadien-Theorie, die einer diskontinuierlichen Perspektive auf
Entwicklung verpflichtet ist
E: Freud geht davon aus, das das Durchlaufen des Elekra-Komplexes
zu einem schwächeren Gewissen führt als das Durchlaufen des
Ödipus-Komplexes
A: Wird die gelegentliche Belohnung nach intermittierender
Verstärkung vollständig entzogen, bleibt das Verhalten länger bestehen
als bei kontinuierlicher Verstärkung
B: Bandura demonstrierte empirisch die Wirksamkeit stellvertretender
Verstärkung
C: Skinner zeigte im Laborexperiment, wie durch klassische
Für die Lerntheorien gilt: Konditionierung Angst-/Furchtreaktionen auf bestimmte Reize erlernt A,B,E
werden und generalisieren
D: Bei der systematischen Desensibilisierung werden Individuen
unmittelbar mit dem angstauslösenden Reiz auf höchster Stufe
konfrontiert.
E: Auszeit (Time Out) impliziert den systematischen Entzug von
Aufmerksamkeit mit dem Ziel, das Verhalten zu löschen.
A: Das Exosystem bezeichnet den größeren sozialen und kulturellen
Kontext, in den die anderen Systeme eingebettet sind
Welche der folgenden
B: Bronfenbrenner betont die bidirektionale Natur aller Beziehungen
Aussagen sind in Bezug auf
innerhalb des Mikrosystems
das bioökologische Modell BCE
C: Das Mikrosystem bezeichnet die unmittelbare Umgebung, die ein
der Entwicklung nach Urie
Individuum erfährt.
Bronfenbrenner zutreffend?
D: Die Familie befindet sich im Mittelpunkt der verschiedenen Ebenen.
E: Ein Aspekt des Chronosystems ist das Alter des Individuums.
A: Die Entwicklung einer Methode zur Überprüfung der Hypothese.
Welche Grundschritte B: Die Formulierung einer Hypothese, die geprüft werden soll.
beinhaltet die Anwendung der C: Eine Schlussfolgerung auf der Basis empirischer Ergebnisse. A, B, C, D
wissenschaftlichen Methode? D: Die Auswahl einer Fragestellung, die beantwortet werden soll.
E: Die Verifizierung einer Methode, die sich bewährt hat.
Was kennzeichnet die A: Sie bietet eine hohe Flexibilität, um unerwartete Reaktionen zu D, E
Methode der strukturierten erfassen
Beobachtung im Vergleich zur B: Das Verhalten von Kindern wird in Alltagssituationen beobachtet
Feldbeobachtung bzw. C: Die beobachtungen können das subjektive Erleben verdeutlichen
naturalistischen D: Kinder werden mit vorrangierten Aufgaben konfrontiert
Beobachtung? E: Das Verhalten aller Kinder wird im gleichen Kontext beobachtet
A: Es ist der gebräuchlichste und einfachste Weg zur Untersuchung
von altersabhängigen Veränderungen
B: Es liefert Informationen über langfristige Veränderungsmuster
einzelner Kinder
Welche Aussagen treffen auf
C: Teilnehmerverlust kann die externe Validität der Befunde A,E
ein Querschnittdesign zu?
beeinträchtigen
D: Kinder werden über längere Zeit hinweg wiederholt untersucht
E: Es erlaubt Schlussfolgerungen über Unterschied zwischen
Altersgruppen
A: ...sich Effekte auf experimentell manipulierte Variablen zurückführen
lassen
B: ...ein Messinstrument tatsächlich das misst, was es soll
Die Reliabilität von
C: ...zwischen Messungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten
Messungen lässt sich
Ähnlichkeiten bestehen C, E
ermitteln in Bezug auf das
D:...sich Befunde über die jeweilige Untersuchung hinaus
Ausmaß, in dem...
verallgemeinern lassen
E:...Beurteiler bei der Beobachtung desselben Verhaltens
übereinstimmen
A: Eineiige Zwillinge sind genetisch gleich ausgestattet
B: Eineiige Zwillinge teilen sich eine identische Umwelt
C: Zweieiige Zwillinge sind sich genetisch genauso ähnlich wie
Geschwister.
Welche Aussagen sind im D: Erblichkeit meint eine statistische Schätzung desjenigen Anteils an
Bereich Erblichkeit der gemessenen Varianz eines Merkmals bei Individuen einer A,C,D
zutreffend? bestimmten Population, der genetischen Unterschieden dieser
Individuen zuzurechnen ist.
E Aus einer Erblichkeitsschätzung lassen sich Aussagen über die
relativen Beiträge genetischer und umweltbedingter Faktoren
individueller Entwicklung ableiten.
Ben ist 6 Monate und Noah A)...gelingt es Ben u. Noah gleich gut zwischen einzelnen Gesichtern v.
ist 12 Monate alt. Welche der Menschen zu unterscheiden.
folgenden Aussagen treffen B)...gelingt es Ben besser als Noah zwischen einzelnen G. v.
aufgrund empirischer Menschen zu unterscheiden, die nicht der eigenen Ethnie angehören
Forschungsbefunde zur C)...zeigt Ben eine stärkere Präferenz für attraktive Gesichter als Noah B, E
Entwicklung der D)...zeigen Ben und Noah eine Präferenz für neuartige Reize
Gesichterwahrnehmung auf ausschließlich bei menschlichen Stimuli
Ben und Noah zu? Mit hoher E)...gelingt es Ben besser als Noah zwischen einzelnen Gesichtern von
Wahrscheinlichkeit … Affen zu unterscheiden
A: Alle bleiben ein Leben lang erhalten
Welche Aussagen sind in
B: Alle haben einen adaptiven Wert
Bezug auf frühkindliche
C: Sie sind festgefügte Handlungsmuster C, D, E
bzw.primitive Reflexe
D: Alle sind angeboren
zureffend?
E: Sie treten als Reaktion auf Stimulation auf
A: Kleinkinder lassen eine soziale Präferenz für helfende Akteure
Welche der folgenden erkennen
Aussagen werden durch B: Kleinkinder verknüpfen die Bewegungen von unbelebten Objekten
empirische mit Zielen und Absichten, wenn sie wie Menschen agieren
A, B, E
Forschungsbefunde zur C: Kleinkinder können unsichtbares noch nicht mental repräsentieren
kognitiven Entwicklung in der D: Piaget hat die kognitive Fähigkeiten von Kindern überschätzt
frühen Kindheit gestützt? E: Kleinkinder scheinen bereits Auswirkungen der Schwerkraft zu
verstehen

CHECKED
Einführung 2

A: Hörende Kinder beginnen einige Monate später als gehörlose


Kinder mit dem Plappern
B: Noch bevor sie ihre ersten sinnvollen Wörter äußern, klingt das
Welche der folgenden Aussagen Plappern von Kindern wie ihre Muttersprache
werden durch Forschungsbefunde C: Kinder müssen menschliche Sprache hören, um mit dem Plappern B,E
zum Plappern unterstützt? zu beginnen.
D: Kinder, deren Eltern gehörlos sind, plappern nicht.
E: Das Plappern gehörloser Kinder, die nicht mit Gebärdensprache in
Kontakt kommen, bleibt sehr begrenzt.
A: …auf Tiere und Menschen
Mit hoher Wahrscheinlichkeit B: …auf alle bereits bekannten Tiere.
generalisiert ein 19 Monate altes C: ….ausschließlich auf Haustiere der Familie. D,E
Kind das Wort „Hund“ … D: …auf andere vierbeinige Tiere mit Fell.
E: … auf andere vierbeinige Tiere, die bellen.
A : Die positive Verstärkung des angemessenen Gebrauchs von
Welche Faktoren sind laut Noam
Wörtern
Chomsky zentrale
B : Abstrakte, unbewusste Regeln, die allen Sprachen gemeinsam sind
Voraussetzungen für ein
C: Die Reifung bereichsübergreifender neuronaler Mechanismen B
regelorientiertes Sprechen, sobald
D: Die Fähigkeit, kleinte Informationseinheiten extrahieren zu können
Kinder ausreichend Wörter gelernt
E: Universalien in der Gestaltung der äußeren Lernumgebung von
haben?
Kindern
A: Die Theory of Mind impliziert ein strukturelles und integriertes
Verständnis dafür, dass mentale Prozesse (Intentionen, Wünsche,
Überzeugungen, Wahrnehmungen und Emotionen) das Verhalten
beeinflussen.
B: Folgender Befund ergab sich zu der Frage, ob und ab wann Kinder
verstehen,dass Wünsche Handlungen leiten: Wenn 2-jährige Kinder
selbst lieber mit Autos als mit Puppen spielen, ihnen aber erzählt wird,
dass eine Figur in einer Geschichte lieber mit Puppen als mit Autos
spielen würde, dann sagen sie voraus, dass sich die Person in der
Geschichte für Puppen entscheiden wird, wenn sie wählen kann, ob
sie mit Autos oder mit Puppen spielen will
C: Folgender Befund ergab sich zu der Frage, ob und ab wann Kinder
verstehen, auf welche Art und Weise "falsche Überzeugungen"
Handlungen leiten. Kindern wird eine Bildergeschichte präsentiert, in
Die Theory of Mind hat in der der Maxi zunächst Schokolade in den grünen Schrank legt. Dann geht
Entwicklungspsychologie zu reger Maxi zum Spielplatz. Während seiner Abwesenheit legt die Mutter die A,B,
Forschungsaktivität geführt. Was Schokolade in den blauen Schrank. Maxi kommt vom Spielplatz zurück D,E
trifft zu? und will nach der Schokolade sehen. Das Kind wird gefragt, wo Maxi
nach der Schokolade suchen wird. Die große Mehrzahl der 3-Jährigen
gibt an, dass Maxi im grünen Schrank sucht.
D: in einer weiteren Untersuchung zu "falschen Überzeugungen"
werden Kinder im Einzelversuch gefragt, was sich wohl in der vor
ihnen liegenden Smarties-Schachtel befindet. Die einhellige
Vermutung lautet: Smarties. Auf Instruktion öffnet das jeweilige Kind
die Schachtel, in der sich jedoch Bleistifte befinden. Die Versuchleiterin
schließt die Schachte wieder und fragt, was eine Freundin sagen
würde, was in der Schachtel sei, wenn diese Freundin die Schachtel
sähe: Die große Mehrzahl der 3-Jährigen antwortet: Bleistifte.
E:Forscher/innen, die eine nativistische Position vertreten, nehmen an,
dass es ein eigenes "Theory-of-mind-Modul" gibt, d. h. einen
hypothetischen Gehirnmechanismus, der speziell zum Verstehen
anderer Menschen bestimmt ist.
Welche Aussagen sind im Kontext A: Im Als-ob-Spiel erfinden Kinder neue symbolische Beziehungen und (+fürD)
von "Spiel" falsch? handeln so, als ob sie sich in einer anderen als der tatsächlichen E
Situation befänden
B: Objektsubstitution, eine Form des als-ob, bei der ein Objekt dem
Anschein nach als etwas anderes verwendet wird, als es tatsächlich
ist, wäre für Piaget ein Beispiel für Assimilation
C: Das soziale Rollenspiel profitiert von "sozialer Stützung"(scaffolding)
und verschaft Kindern die Gelegenheit zum Lernen
D: Es gibt keinen Kausalzusammenhang zwischen einer hohen
Beschäftigung mit Als-ob-Spielen und sozialem Verständnis
E: Als-ob-Spiele sind auf die frühe Kindheit beschränkt
A: Die ersten Objektkategorien von Kindern beruhen größtenteils auf
perzeptueller Ähnlichkeit, insbesondere auf Formähnlichkeit
B: Zum Ende des ersten Lebensjahres bilden Kinder auch Klassen von
Objekten mit gleicher Funktion
C: Im Alter von zwei oder drei Jahren bilden Kinder Klassenhierarchien
Im thematischen Bereich "Dinge A, B, C,
(Tier - Hund – Pudel)
verstehen" trifft zu: D, E
D: Im Bereich der biologischen Überzeugungen vertreten Kinder sehr
häufig essentialistische Annahmen: die Ansicht, dass lebende Dinge im
Innern ein Wesen besitzen, das sie zu dem macht, was sie sind
E: Erst mit sieben bis neun Jahren beurteilt die deutliche Mehrheit der
Kinder Pflanzen als lebende Wesen

A: Es gibt zwei Typen von Intelligenz: flüssige und kristalline Intelligenz


B: Kristalline Intelligenz bezeichnet die Fähigkeit zu spontanen
Denkstrategien, um neuartige Probleme zu lösen
Welche der folgenden Aussagen
C: Flüssige Intelligenz bezeichnet das Faktenwissen der Welt
treffen auf das Intelligenzmodell A
D: Flüssige und kristalline Intelligenz folgen ähnlichen
von Catell (1987) zu?
Entwicklungsverläufen
E: Testleistungen in den Bereichen der flüssigen und kristallinen
Intelligenz sind meist hoch miteiander korreliert
A: Ninas IQ liegt mehr als eine Standardabweichung über dem
Durchschnitt ihrer Altersgruppe
B: Befunde der Intelligenzforschung legen nahe, dass Nina in der 4.
Klasse mit hoher WSK mindestens durchschnittliche Schulleistungen
Nina ist sechs Jahre alt und hat erbringen wird
einen Intelligenzquotienten (IQ) C: Im Vergleich zu anderen Kindern ihrer Altersgruppe, liegt Ninas IQ B, C, D,
von 115. Welche der folgenden im oberen Viertel der Verteilung. E
Aussagen sind zutreffend? D: Die Mehrheit der Kinder in Ninas Altersgruppe hat einen niedrigeren
IQ. .
E: Befunde der Intelligenzforschung legen nahe, dass Ninas IQ im
Verlauf der Kindheit möglicherweise etwas schwanken, aber mit hoher
WSK relativ stabil bleiben wird
Welche Faktoren werden
A: Phylogenese
aufgrund entsprechender
B: Nicht-normative Lebensereignisse
empirischer Befunde der
C: Schulische Bildung C, E
Intelligenzforschung als mögliche
D: Normative Lebensereignisse
Ursache des Flynn-Effekts
E: Neue Technologien (z. B. Videospiele)
diskutiert?
A:...besteht die Hauptfunktion von Emotionen darin, zielgerichtete
Handlungen zu fördern
B: ...stellen Emotionen keine intrapsychischen Entitäten dar, sondern
ergeben sich aus dem Verhältnis des Individuums zu seiner Umwelt
und spiegeln sich in dem Bemühen der Person, diese Beziehung zu
Dem funktionalistischen Ansatz
bewahren, zu verändern oder zu beenden A,B
der Emotions-forschung zufolge...
C:...sind Emotionen angeboren und universell
D:...gehen distinkte Emotionen mit einem bestimmten mimischen
Ausdruck einher
E:...gehen distinkte Emotionen mit einem bestimmten physiologischen
Muster einher
A: ...scheint in den ersten Lebenswochen des Säuglings reflexhaft zu A,B,C,D
Das Lächeln...
sein ,E
B:... scheint in den ersten Lebenswochen des Säuglings nicht durch
soziale Interaktion hervorgerufen zu werden.
C: ...wird von Kleinkindern eher gegenüber Menschen als gegenüber
Objekten oder Tieren gezeigt.
D: ...wird ab dem Alter von ungefähr sieben Monaten hauptsächlich
gegenüber vertrauten Menschen und nicht mehr gegenüber Menschen
allgemein gezeigt.
E: ..tritt als sogenanntes soziales Lächeln ab dem Alter von etwa sechs
oder sieben Wochen auf.
A: "einfache" Babys
B: "schwierige" Babys
Thomas & Chess unterscheiden
C: "langsam auftauende" Babys A, B, C
beim Temperament:
D: "angepasste" Babys
E: "Schreibabys"
Lawrence Kohlberg erfasste das
moralische Urteil, indem er
Kindern hypothetische moralische
Dilemmata präsentierte und sie A: "Heinz sollte das Medikament nicht stehlen, weil er dann ins
dazu befragte. Das bekannteste Gefängnis kommt."
Dilemma bezieht sich auf eine B: "Wenn Heinz seine Frau sterben lässt, bekommt er Schwierigkeiten"
Person namens Heinz, dessen C: "Heinz sollte das Medikament nicht stehlen, da man das Gesetz
Frau an einer bestimmten nicht für bestimmte Menschen brechen kann." A,B, D
Krebsart erkrankt ist und im D: "Wenn Heinz das Medikament nicht stiehlst, hat er niemanden
Sterben liegt. Welche der mehr, der ihm das Essen kochen kann."
folgenden Antworten sind in E: "Heinz sollte das Medikament stehlen, da ein Mann immer für seine
Bezug auf Kohlbergs Stufen der Frau da sein sollte."
moralischen Entwicklung dem
präkonventionellen Niveau
zuzuordnen?
Welche der folgenden Aspekte A. Die Vermittlung von Werten, indem Eltern in Gesprächen an die
der Sozialisation im sozialen Fähigkeit zum Mitgefühl appellieren.
Umfeld der Familie stehen in B. Das Angebot an Gelegenheiten für prosoziale Aktivitäten.
einem positiven Zusammenhang C. Die Häufigkeit außerschulischer Peer-Kontakte. A, B
mit der Entwicklung altruistisch D. Die Anwendung eines permissiven Erziehungsstils.
motivierten prosozialen E. Die Verstärkung prosozialen Verhaltens durch materielle
Verhaltens in der Kindheit? Belohnungen.
Empirische Zusammenhänge
zwischen misshandelnder A: ...Kinder teilweise zum Nachahmungslernen anregen kann
Bestrafung der Eltern und B: ...aggressiv-antisoziales Verhalten der Kinder abschwächen kann
antisozialem Verhalten von C: ...durch ausgeprägtes aggressiv-antisoziales Verhalten der Kinder
Kindern sind gut dokumentiert. In hervorgerufen werden kann
ACE
Bezug auf Erklärungursachen D:... bei ihren Kindern tw. zu einem gesteigerten Selbstwertgefühl
lieferte die Forschungsliteratur führen kann, das mit aggressiv-antisozialem Verhalten einhergeht
Hinweise darauf, dass E: ...bei ihren Kindern teilweise zu Formen sozialer Kognition führt, die
misshandelnde Bestrafung der mit aggressiv-antisozialem Verhalten einhergehen
Eltern...
A: ... gehört zur Gruppe der Bindungsstörungen
B: ... geht mit einer gewissen Unbeständigkeit im mütterlichen
Pflegeverhalten einher: Manchmal reagieren die Mütter prompt,
Eine im Kleinkindalter mit dem manchmal gar nicht.
"Fremde-Situation-Test" C: ... geht auf Elternseite überzufällig mit der AAI-Kategorie "verstrickt"
D, E
diagnostizierte "unsicher- einher
vermeidende" Bindungsqualität... D: ... kam als Klassifikation in asiatischen Studien (Japan/Korea)
deutlich seltener vor als in US-amerikanischen
E: ... tritt in empirischen Studien im Vergleich zur "unsicher-
ambivalenten" Bindungsqualität im Mittel häufiger auf
A: "Unsicher-ambivalent" gebundene Kinder lassen sich im Fremde-
Welche Aussagen sind im Hinblick
Situation"-Test nur schwer beruhigen.
auf die Bindungstheorie A
B: "Sicher" gebundene Kinder geraten im Fremde-Situation-Test nicht
zutreffend?
unter Stress
C: Das internale Arbeitsmodell ist so etwas wie das Gewissen, welches
aus der Internalisierung der elterlichen Normen und Regeln
hervorgegangen ist
D: Für das Bindungssystem wird eine lernteoretische Basis
angenommen
E: Beim "Fremde-Situation"-Test basiert die Bindungsklassifikation
weitgehend auf den beiden Trennepisoden
A: ...verfügen über ein Bewusstsein bzgl. des eigenen Geschlechts
Welche der folgenden Aussagen B: ...verfügen über ein Bewusstsein, dass das Geschlecht eines
treffen im Rahmen von Lawrence Menschen über die Zeit hinweg stabil ist
Kohlbergs Entwicklungstheorie C:...wissen, dass das Geschlecht auch bei äußerlichen Veränderungen
auf die Stufe der im Erscheinungsbild oder im Verhalten eines Menschen unveränderlich
A,B
Geschlechtsstabilität zu? Kinder, ist
die die Stufe der D:...bewerten Informationen in Bezug auf ihre Relevanz für das eigene
Geschlechtsstabilität erreicht Geschlecht
haben,... E: beginnen damit, ihr Verhalten an gleichgeschlechtlichen
Rollenmodellen auszurichten
Welche der folgenden Aussagen
A) Im Vergleich zu Mädchen neigen Jungen eher zu direkter
über Geschlechtsunterschiede in
Aggression
psychologischen Merkmalen sind
B) Unterschiede in psychologischen Merkmalen zwischen den
aufgrund der Befunde
Geschlechtern sind eher größer als es geschlechtstereotype erwarten
metaanalytischer Studien
lassen würden
zutreffend?
C) Beim Vergleich psychologischer Merkmale zwischen überwiegen A, E
eher die Unterschiede
D) Im Vergleich zu Mädchen erzielen Jungen bei allgemeinen verbalen
Fähigkeiten eher bessere Testleistungen
E) Im Vergleich zu Mädchen erzielen Jungen bei Aufgaben der
mentalen Rotation eher bessere Leistungen

Welche der folgenden Aussagen


werden durch Befunde in der
A: ... Geschlechterstereotype der Lehrpersonen
Forschungsliteratur zu
B: ... kulturelle Einflüsse
Geschlechtsunterschieden in A,B,C,D
C: ... geschlechtstypische soziale Normen
Schulleistungen unterstützt? ,E
D: ... Geschlechterstereotype der Eltern
Geschlechtsunterschiede bei
E: ... Geschlechterstereotype der Kinder
Kindern in ihren Schulleistungen
lassen sich tw. zurückführen auf...
A: Beim autoritativen Erziehungsstil sind Anforderungen hoch
Die Beziehungen der elterlichen
B: Beim autoritativen Erziehungsstil ist die Ansprechbarkeit hoch
Anforderung und
C: Beim autoritären Erziehungsstil sind die Anforderungen hoch A,B,C,D
Ansprechbarkeit in Baumrinds
D: Beim permissiven Erziehungsstil ist die Ansprechbarkeit hoch ,E
Typologie der Erziehungsstile
E: Beim zurückweisend-vernachlässigendem Erziehungsstil sind die
gestallten wie folgt:
Anforderungen und Ansprechbarkeit niedrig
A: Die Bedeutungen und die Auswirkungen von Erziehungsstilen und -
praktiken können sich von Kultur zu Kultur unterscheiden.
B: Erziehungsstile und Erziehungspraktiken werden durch die
Eigenschaften der Kinder beeinflusst, u. a. durch ihre Attraktivität.
Für den Einfluss elterlicher C: Erziehungsstile und Erziehungspraktiken werden durch die
Sozialisation und Betreuung gilt Eigenschaften der Kinder beeinflusst, u. a. durch ihr Temperament. D
nicht: D: Ein niedriger sozioökonomischer Status geht oft mit einem
autoritativen Erziehungsstil einher.
E: Fremdbetreuung kann bei Kindern aus Mittelschichtfamilien mit
einer geringen Zunahme an Problemverhalten einhergehen, wenn die
Qualität der Betreuung nicht hoch ist.
A: Ähnlichkeit der Interessen und des Verhaltens
Welche der folgenden Faktoren
B: Einstellung der Eltern zu Peer-Beziehungen
beeinflussen in Industrieländern i.
C: Altersähnlichkeit B
d. R. nicht die Freundeswahl von
D: Räumliche Nähe
Kindern?
E: Ethnische Ähnlichkeit
Auf der Basis soziometrischer A: Aggressiv-abgelehnte Kinder tragen ein erhöhtes Risiko für die ABE
Urteile lassen sich fünf Gruppen Entwicklung internalisierter Probleme in der Schulzeit.
von Kindern unterscheiden: B: Längerfristig ist die soziometrische Stabilität bei abgelehnten
Beliebte, aggressiv-abgelehnte Kindern in der Regel höher als bei beliebten, ignorierten oder
und verschlossen-abgelehnte, kontroversen Kindern.
ignorierte und kontroverse Kinder. C: Ignorierte Kinder sind bei vielen Peers beliebt und bei vielen Peers
Welche der folgenden Aussagen unbeliebt.
sind zutreffend? D: Kontroverse Kinder zeigen Eigenschaften sowohl von beliebten als
auch v. ignorierten Kindern
E: Abgelehnte Kinder sind bei vielen Peers unbeliebt und bei wenigen
Peers beliebt

Vertiefung 1 und 2

Frage Antwortoptionen Lösung


A: Im Vergleich zu Kindern mit hoher Ängstlichkeit gegenüber Fremden
vermieden nicht-ängstliche Kinder seltener Blickkontakt mit der
fremden Person
B: Im Vergleich zu der jüngsten Altersgruppe vermieden die Kinder im
Vertiefung I: Entwicklung
Alter von ein bis zwei Jahren seltener Blickkontakt mit der fremden
von SelbstregulationThema
Person
1:
C: Die Ängstlichkeit gegenüber Fremden variierte in Abhängigkeit des
Emotionsregulation ...Mangel A, B, D
Alters der Kinder und der Häufigkeit der gezeigten
sdorf Welche der folgenden
Regulationsstrategien
Aussagen treffen auf die
D: Im Vergleich zu der jüngsten Altersgruppe lenkten sich die Kinder
Ergebnisse der Studie zu?
von ein bis zwei Jahren häufiger selbst ab, indem sie ihre
Aufmerksamkeit aktiv verlagerten
E: Die Häufigkeit der gezeigten Regulationsstrategien variierte in
Abhängigkeit des Alters und der Bindungssicherheit der Kinder
A: Regulationsstrategien
Welche der folgenden
B: Alter
Variablen wurden in der
C: Geschlecht A
Studie als abhängige Variable
D: Verhalten der fremden Person
erfasst?
E: Ängstlichkeit gegenüber Fremden
Thema 2: Dos and Don'ts
Verhaltenssteuerung
(committed compliance)
wurde in unterschiedl.
Kontexten beobachtet, in
denen Kinder entweder eine
Aufgabe ausführten (z. B.
aufräumen "Do"-Kontext)
oder ein Verbot einhalten
sollten (z. B. ein attraktives
A)...unterschiedliche Entwicklungsverläufe auf
Objekt nicht anfassen "Don't"-
B)...unterschiedliche Zusammenhänge mit Temperamentsmerkmale
Kontext). Die Autorinnen
auf
argumentierten, dass eine A, B, C,
C)...keine kontextübergreifende Zusammenhänge auf
erfolgreiche
D)...geschlechtsspezifische Zusammenhänge auf
Verhaltenssteuerung je nach
E)...temperamentsbedingte individuelle Unterschiede auf
Kontext unterschiedliche
Kompetenzen der
Selbstregulation erfordert.
Welche der folgenden
Befunde stützendiese
Annahme? Die in
unterschiedlichen Kontexten
erfassten Maße der
Verhaltenssteuerung wiesen
überwiegend...
Welche der folgenden
A: ...Randomisierung
Aussagen treffen auf die
B: ...einem mikrogenetischen Design
Untersuchungsmethoder der C, D, E
C:... strukturierten Beobachtungen D: ...einem Korrelationsdesign
Studie zu? Es handelt sich
E: ..einem Längsschnittdesign
um eine Studie mit....
Studie 3: Sicherheit und A: Die Regulation positiver Emotionen vermittelt den pos.
Reziprozität: Elterliches Zusammenhang zwischen Wärme und Empathie.
Erziehungsverhalten und die B: Die Regulation positiver Emotionen vermittelt den pos.
Regulation positiver und Zusammenhang zwischen Wärme und Peer-Akzeptanz.
negativer Emotionen bei C: Die Regulation positiver Emotionen vermittelt den pos.
B, D
Kindern im Schulalter, Zusammenhang zwischen Responsivität und Peer-Akzeptanz.
Davidov, M., & Grusec, J. E. D: Die Regulation negativer Emotionen vermittelt den pos.
(2006).Welche Hypothesen Zusammenhang zwischen Responsivität und Empathie.
wurden in der Studie E: Die Regulation negativer Emotionen vermittelt den pos.
untersucht? Zusammenhang zwischen Wärme und Empathie.
A: Die Befragung der Eltern als primäre Methode der Datenerhebung
Welche der folgenden
B: Das Untersuchungsdesign
Faktoren schränken die
C: Die Repräsentativität der Stichprobe A, B, C
Interpretierbarkeit der
D: Die Kombination unterschiedlicher Methoden der Datenerhebung
Befunde ein?
E: Die hohe Reliabilität einiger Messverfahren
Studie 4: Blair & Razza Sie
planen eine Studie zum
Thema „Selbstregulation und
Schulbereitschaft bei Kindern A: Verständnis falscher Überzeugungen
im Vorschulalter. Die B: Emotionsregulierung
Einbeziehung der folgenden C: Temperamentsabhängige Faktoren der Selbstregulation A, C, D
Variablen in Ihre Studie ließe D: Inhibitorische Kontrolle
sich mit dem Verweis auf die E: Belohnungsaufschub
Befunde von Blair, C., &
Razza, R. P. (2007)
begründen?
Welche der folgenden A: Experimentelle Manipulation der unabhängigen Variablen
Maßnahmen wären geeignet, B: Erfassung vorschulischer Kompetenzen im Bereich des Lesens
um die methodischen C: Erfassung von Intelligenzmaßen als Kontrollvariable
Beschränkungen der Studie D: Wiederholte Untersuchung der Kinder über eine längere Zeit zu A, E
von Blair & Razza in mindestens zwei Messzeitpunkten
zukünftigen Untersuchungen E: Parallele Erfassung zentraler Variablen mittels Fragebögen und
entgegen zu wirken? Verhaltensmaßen
A: ...in Abhängigkeit des Geschlechts und der ethnischen
Zugehörigkeit die Unterschiede in den Strategien der Emotions-
regulation bei Kindern bestehen
B: ... Mütter in Abhängigkeit der ethnischen Zugehörigkeit und dem
Thema 5: Studie Nelson Geschlecht der Kinder spezielle Sozialisationspraktiken einsetzen, um
Welche der folg. Aussagen auf die Emotionen ihrer Kinder zu reagieren
treffen auf die C:...emotionsbezogene Überzeugungen (emotion beliefs) den
B, C, E
Untersuchungsziele der Zusammenhang zwischen ethnischer Zugehörigkeit und Sozialisation
Studie zu? Ziel der Studie von Emotionen vermitteln
war zu prüfen, inwieweit... D: ...in Abhängigkeit von Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit
Unterschiede im Emotionsverständnis bei Kindern bestehen
E: ...in Abhängigkeit von Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit
Unterschiede in Mutter-Kind-Gesprächen über Emotionen (emotion
teaching) bestehen
A: Eine Untersuchung der Beziehung zwischen den Ausprägungen
einer Person auf verschiedenen Variablen war nicht möglich
B: Eine experimentelle Manipulation der zentralen unabhängigen
Welche der folgenden
Variablen war nicht möglich
Aussagen treffen auf die B
C: Die Generalisierbarkeit der Egrebnisse (d. h. hinsichtlich der
Untersuchungsvariablen zu?
Zusammenhänge zwischen den Variablen) war aufgrund der
Stichproben wahl nicht eeingeschränkt
D: Ein Vergleich verschiedener Gruppen hinsichtlich der abhängigen
Variablen war nicht möglich
E: Zur Hypothesenprüfung wurden mediierte Moderationshypothesen
(mediated moderation analysis) mit der Variablen Ethnizität als
Moderator durchgeführt
a) Varianzanalyse (ANOVA) mit den Faktoren Kultur und Geschlecht
für die abhängige Variable fremdbezogener Distress.
Thema 6: Studie b) Varianzanalyse (ANOVA) mit den Faktoren Kultur und Geschlecht
TrommsdorffWelche der für die abhängige Variable prosoziales Verhalten.
folgenden statistischen c) Varianzanalyse (ANOVA) mit den Faktoren Kultur und Geschlecht
A,B,C,E
Verfahren wurden zur für die abhängige Variable selbstbezogener Distress.
Prüfung der Hypothesen d) Multiple Regressionsanalysen mit prosozialem Verhalten als
verwendet? abhängiger Variablen.
e) Multiple Regressionsanalysen mit fremdbezogenem Distress als
abhängiger Variablen.
Sie planen eine Studie zur
Entwicklung von prosozialem
A: Japanische Kinder erleben mehr selbstbezogenen Distress als US-
Verhalten bei
amerikanische Kinder
Vorschulkindern. Ihre
B: Japanische Kinder zeigen mehr prosoziales Verhalten als US-
Stichproben stammen aus
amerikanische Kinder
einer eher individualistisch
C: In beiden Kulturen bestehen positive Zusammenhänge zwischen
orientierten Kultur (d. h. USA)
dem Erleben von selbstbezogenem Distress und prosozialem A, D
und einer eher kollektivistisch
Verhalten
orientierten Kultur (d. h.
D: Kultur moderiert den positiven Zusammenhang zwischen dem
Japan). Welche der folgenden
Erleben von Sympathie und prosozialem Verhalten
Hypothesen lassen sich
E: Je stärker das Erleben von fremdbezogenem Distress bei einem
aufgrund der Befunde von
Kind ausgeprägt ist, desto mehr prosoziales Verhalten zeigt es
Trommsdorff et al. (2007)
unmittelbar ableiten?
Vertiefung II:
A: Es handelt sich um eine Langzeitstudie von 11 bis 20 Monaten
BindungStudie Bernard &
B: Die Cortisolmessung erfolgte zu 5 Zeitpunkten
Dozier "Cortisol" -Stress(32
C: Die Cortisolmessung erfolgte über die Analyse von Speichelproben
Kleinkinder Alter zw. 11-20 B, C, D, E
D: Die Stressinduktion erfolgte über den "Fremde Situation" Test
Mo)Welche Aussagen treffen
E: Die Versuchsteilnehmer/innen durchlaufen sowohl die
im Hinblick auf die Methode
Stressinduktionssequenz als auch eine Kontrollsituation
der Untersuchung zu?
A: Bei der Befundinterpretation wird u. a. auch die kleine Stichprobe
diskutiert.
B: Die dimensionale Erfassung der Desorganisation erfolgt auf einer
Bindung und Stress im
neunstufigen Skala
Kleinkindalter (11-20 Monate)
C: Die Durchführung der Untersuchung fand jeweils vormittags statt, A, B, C, D,
Bernard, Dozier --> Welche
was im Hinblick auf die Cortisolspiegelmessung und deren E
Aussagen treffen auf die
Interpretation berücksichtigt werden muss
Untersuchung zu?
D:Erwartungsgemäß geht die zunehmende Desorganisation der
Bindung mit einer höheren Cortisolausschüttung einher
E: Die Kontrollsituation bestand aus "freiem Spiel"
Bindung und Stress im A: mit dem "Geschichtsergänzungstest"
Kleinkindalter (11-20 Monate) B: auf Grundlage eines Elternfragebogens
Bernard, Dozier --> Die C: auf Grundlage eines Elterninterviews (Adult attachment Interview)
D
Bindungsqualität wird in D: auf Grundlage einer strukturierten, systematischen
dieser Studie Verhaltensbeobachtung der Kinder E: auf Grundlage der Beobachtung
folgendermaßen erfasst: der häuslichen Interaktion zwischen Mutter und Kind
A: ... über den Geschichtenergänzungstest
Studie: Borelli (...) 2010; B: ... über das child attachment interview, insbesondere über das Maß
attachment and emotional in der narrativen Kohärenz
school-aged children Die C: ... über den Fremde-Situation-Test in der für Schulkinder B
Bindungsklassifikation modifizierten Form
erfolgte...(8-12 J D: ... über die Einschätzung der Klassenlehrer/innen
E: ... über die Cortisolspiegelmessung
Welche Aussagen treffen auf A: Die Kinder hatten im Vorfeld der Untersuchung über 2 Wochen ein
B, C, D
die Untersuchung (Borelli) "Stimmungstagebuch" geführt
zu? B: Die Emotion Regulation Checklist (ERC) wurde von jeweils
zumindest von einem Elternteil ausgefüllt
C: Die teilnehmenden Kinder wurden u. a. Schreckreizen ausgesetzt
D: Bei den Kindern wurde u. a. die elektrische Muskelaktivität
gemessen
E: Es erfolgte eine Cortisolspiegel-Bestimmung zuhause vor der Fahrt
zur Untersuchung
A: Die Interrater-Übereinstimmung bei der Bestimmung der
Bindungsqualität der Kinder war zu niedrig
B: Aufgrund des Korrelationsdesigns sind kausale Aussagen nicht
möglich
Die Autor/innen diskutieren
C: Soziale Erwünschtheit könnte bei der Bearbeitung der subjetiven
ihre Befunde kritisch. Welche
Emotionsmaße eine Rolle gespielt haben B, C, D, E
Argumente machen sie dabei
D: Die erhobenen physiologischen Maße unterliegen Bedingungen, die
geltend?
nicht hinreichend kontrolliert wurden
E: Die Stichprobe war vergleichsweise homogen, speziell
Teilnehmer/innen aus Riskogruppen fehlten, was die
Generalisierbarkeit einschränkt
Studie Ein-DorDas A: Warnung anderer Personen bei drohender Gefahr
Arbeitsmodell Erwachsener B: hohe Aufmerksamkeit und Wachsamkeit möglichen Bedrohungen
mit einem ängstlich- gegenüber, v. a. in unbekannten oder unklaren Situationen
unsicheren Bindungsstil wird C: Verhaltensweisen, die mit dem rapid fight-flight Schema
durch welche Verhaltens- einhergehen A, B, E
bzw. D: Maximierung der Distanz zu anderen Personen im Umgang mit
Handlungstendendenzen einer Bedrohung
charakterisiert? E:große Bemühungen, andere Personen in die Unterstützung und Hilfe
in bedrohlichen Situation miteinzubeziehen
A: Andere Personen werden aktiv in ihrer Auseinandersetzung mit
Das Arbeitsmodell Gefahrensituationen behindert.
Erwachsener mit einem B: Bei deutlich drohender Gefahr erfolgt keine Koordination mit
vermeidend—unsicheren anderen Personen oder Rücksicht auf andere Personen
Bindungsstil wird durch C: Minimierung der Wichtigkeit von bedrohlichen Stimuli. A
welche Verhaltens- bzw. D: Bei deutlich drohender Gefahr werden umgehend selbstschützende
Handlungstendenzen NICHT Maßnahmen ergriffen (z. B. Flucht).
charakterisiert? E: keine generell erhöhte Wachsamkeit möglichen Bedrohungen oder
Gefahren gegenüber
A: den Fragebogen Experiences in Close Relationships (ECR)
Studie Ein-Dor, B: Das Adult Attachment Interview (AAI)
T.,...Bindungsqualität wird C: Verhaltensbeobachtung bei der Lösung einer Gruppenaufgabe A
erfasst durch..... D: Fremdeinschätzung durch den Partner / die Partnerin
E: die inhaltsanalytische Auswertung einer Satzergänzungsaufgabe
A: ...votiert an gegen die an vielen anderen Orten geäußerte
Auffassung, nur eine sichere Bindung habe einen adaptiven Wert
bzw.Vorteil
B: ...zeigt deutliche Unterschiede in der Informationsverarbeitung
zwischen sicher-gebundenen und ängstlich-unsicherenPersonen auf
C: ... zeigt deutliche Unterschiede in der selektiven Gedächtnisleistung A, B, C,
Die Studie (Ein-Dor)...
zwischen sicher gebundenen und vermeidend-unsicheren Personen (+fürD)
auf.
D: ...zeigt in der Handlungsbeobachtung bei einer realen Gefahr
(Teilstudie 6) deutlich hypothesenkonformes Verhalten sowohl der
vermeidend-unsicheren als auch der ängstlich-unsicheren Personen
E: ...zeigt Wege zu einer sicheren Bindung in der Partnschaft auf
A: die Auswertung eines über einen Monat angefertigten strukturelles
Bindungstagebuch
Studie Selcuk...
B: ..ein Fremdrating über wichtigste Bindungsperson
Bindungsqualität wird erfasst E
C: ...das AAI
durch:
D: eine Verhaltensbeobachtung unter Stressinduktion
E: einen Fragebogen
Bezogen auf alle vier Studien a) es stehen LS-Studien aus, die tatsächliche Auskünfte über E
von Vertiefung II: Was ist Entwicklungsverlauf und interindivid. Unterschiede im
nicht zutreffend? Entwicklungsverlauf geben könnten b) obwohl Bindungsqualität durch
sehr unterschiedliche Messinstrumente operat. wurde, ergeben sich
deutl. Indik. dafür, dass Bindung/Bindungsstil und Stress in allen
Altersgruppen im Zusammenhang stehen
c) frage und Entwicklung & Organisation des internen Arbeitsmodell
muss über Lebensspanne & Einbezug verwandter Theorien
vorangetrieben werden
d) Forschung müsste heterogene Stichproben einbeziehen und
Aussage über Risikogruppen machen
e) Die in den Studien entwickelten Interventionsprogramme müssten
system. auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.
Die richtige Antwort lautet: … bedeutet: Selektion, Optimierung und Kompensation.

Die richtige Antwort lautet: … wird Kulturzugehörigkeit in der Regel als abhängige Variable
verstanden.

Die richtige Antwort lautet: … richtet sich auf das Ausmaß, in dem die von den Versuchspersonen
einer Untersuchung erlebte Umwelt die Eigenschaften hat, die der Forscher / die Forscherin
voraussetzt.
Die richtigen Antworten sind: Zwillingsstudien legen nahe, dass der Entwicklung von Schizophrenie
eine genetische Komponente zugrunde liegt., Erleben und Verhalten können Veränderungen des
menschlichen Genoms bewirken.

Die richtigen Antworten sind: Stufentheorien, nach denen Entwicklung als Abfolge unterscheidbarer
Stadien oder

Phasen verläuft, betonen die Diskontinuität der Entwicklung., Am Beispiel eines altersmäßig
unterschiedlichen Umgangs mit Piagets Invarianzaufgabe zur Einschätzung von Flüssigkeiten (auch
Umschütt-Aufgabe genannt) lässt sich eine diskontinuierliche Sicht auf Entwicklung gut illustrieren.,
Erik Eriksons Theorie der psychosozialen Entwicklung ist einer diskontinuierlichen
Entwicklungsperspektive verpflichtet., Bei vielen Gegenstandsbereichen gilt: Ob man von
kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Entwicklung ausgeht, ist oftmals eine Frage der Sichtweise /
Perspektive.

Die richtige Antwort lautet: Wenn Pippi Langstrumpf singt: "Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt",
dann ist dies ein Beispiel für Äquilibration.

Die richtige Antwort lautet: … das eingeschränkte Verständnis, dass das Verändern der Erscheinung
oder Anordnung von Objekten nicht notwendigerweise ihre zentralen Eigenschaften verändert.

Die richtigen Antworten sind: Alle Wechselbeziehungen zwischen den Lebensbereichen, an denen ein
Kind aktiv beteiligt ist., Wechselseitige Beziehungen zwischen Personen in der unmittelbaren
Umgebung eines Kindes.,

Lebensbereiche, an denen ein Kind nicht direkt beteiligt ist., Historische Wandlungsprozesse von
Familienbeziehungen., Kulturelle Merkmale, die sich sich z. B. in Normen, gesellschaftlich
verankerten Überzeugungen, formalen Vorschriften und Gesetzen zeigen.
Die richtigen Antworten sind: Wird die gelegentliche Belohnung nach intermittierender Verstärkung
vollständig entzogen, bleibt das Verhalten länger bestehen als bei vorausgehender kontinuierlicher
Verstärkung., Bandura demonstrierte empirisch die Wirksamkeit stellvertretender Verstärkung.,
Auszeit (Time out) impliziert den systematischen Entzug von Aufmerksamkeit mit dem Ziel, das
Verhalten zu löschen.

Die richtigen Antworten sind: Eine manipulierte Bedingung, der Personen in der Experimentalgruppe
ausgesetzt sind, aber Personen in der Kontrollgruppe nicht., Die Festlegung der
Untersuchungsbedingungen im Vorfeld., Jede teilnehmende Person hat dieselbe Chance,
Experimental- oder Kontrollgruppe zugeteilt zu werden.,

Experimentaldesigns sind die Methode der Wahl, um Kausalbeziehungen zwischen Variablen zu


untersuchen., Experimentaldesigns können dem "Problem der dritten Variable" entgegenwirken.

Die richtige Antwort lautet: Je höher die mütterliche Wärme ausgeprägt ist, desto höher ist die
Selbstkontrolle eines Kindes.
Die richtigen Antworten sind: … die Folgen extremer sozialer Deprivation in der frühen Kindheit., …
der
Spracherwerb., … das Auftreten oder Ausbleiben irreversibler neuronaler Veränderungen., … die
beeinträchtigte Entwicklung der Sehfähigkeit aufgrund fehlender visueller Stimulation.

Die richtigen Antworten sind: Eineiige Zwillinge teilen eine identische Umwelt., Aus einer
Erblichkeitsschätzung lassen sich Aussagen über die relativen Beiträge genetischer und
umweltbedingter Faktoren individueller Entwicklung ableiten.

Die richtigen Antworten sind: … bezeichnet eine erfolgreiche Entwicklung trotz mehrfacher und
scheinbar überwältigender Entwicklungsrisiken., … beruht auf einer Kombination bestimmter
Persönlichkeitseigenschaften und dem Bewusstsein, die eigenen Ziele erreichen zu können., …
beruht auf der wohlwollenden Fürsorge durch eine oder mehrere Bezugspersonen.
Die richtigen Antworten sind: … berücksichtigen Kinder beim Nachahmungslernen die
Handlungsabsichten des beobachteten Modells., … beschränken sich Nachahmungshandlungen von
Kindern auf Handlungen von Menschen.

Die richtigen Antworten sind: … gelingt es Ben und Noah gleich gut zwischen einzelnen Gesichtern
von Menschen zu unterscheiden, die der eigenen Ethnie angehören., … gelingt es Ben besser als
Noah zwischen einzelnen Gesichtern von Menschen zu unterscheiden, die nicht der eigenen Ethnie
angehören., … gelingt es Ben besser als Noah zwischen einzelnen Gesichtern von Affen zu
unterscheiden.

Die richtige Antwort lautet: Die Habituierung an das erwartete Ereignis deutete darauf hin, dass ein
Kind über eine Abweichung von der physischen Realität überrascht war.
Die richtigen Antworten sind: Syntaktische Entwicklung bezeichnet das Lernen der Regeln einer
Sprache, die festlegen, wie die Wörter der verschiedenen Wortklassen (z. B. Nomen, Verben,
Adjektive) in grammatikalisch korrekten Sätzen miteinander kombiniert werden können.,
Pragmatische Entwicklung bezeichnet den Erwerb des Wissens darüber, wie Sprache verwendet
wird., Semantische Entwicklung bezeichnet das Erlernen des Systems, mit dem in einer Sprache
Bedeutung ausgedrückt wird, einschließlich des Erlernens von Wörtern., Phonologische Entwicklung
bezeichnet den Erwerb des Wissens über das Lautsystem einer Sprache.

Die richtigen Antworten sind: "Mama Arm.", "Tür auf.", "Mehr habe."
Die richtigen Antworten sind: … auf andere vierbeinige Tiere mit Fell., … auf andere vierbeinige Tiere,
die bellen.

Die richtigen Antworten sind: … steht im Einklang mit der Position von Vertreterinnen und Vertretern
des
Nativismus., … steht im Gegensatz zu der Annahme, dass die Erbanlage Säuglinge nur mit
allgemeinen
Lernmechanismen ausstattet (z. B. die Fähigkeit zur Wahrnehmung oder Assoziation)., … ist aus
Sicht der
Empiristen eine unzulässige Schlussfolgerung, da empirische Daten (z. B. Fixationszeiten bei
Untersuchungen zur Habituation) keine eindeutigen Belege liefern, dass Säuglinge bestimmte
Konzepte "verstehen" können., … berührt die grundlegende, ungelöste Frage, inwieweit Kinder alle
Konzepte auf Basis derselben oder unterschiedlicher Lernmechanismen bilden., … wird durch
empirische Befunde gestützt, wonach bestimmte Gehirnregionen (z. B. beim Repräsentieren von
Überzeugungen) über unterschiedliche Aufgaben hinweg durchgängig aktiv sind, aber nicht an
anderen komplexen kognitiven Prozessen (z. B. Grammatikverständis) beteiligt sind.

Die richtige Antwort lautet: Bei Aufgaben des Typs "falsche Überzeugungen" reagieren Kinder
kulturunabhängig in ähnlicher Weise.
Die richtigen Antworten sind: Im Als-ob-Spiel erfinden Kinder neue symbolische Beziehungen und
handeln so, als ob sie sich in einer anderen als der tatsächlichen Situation befänden.,
Objektsubstitution, eine Form des Als-ob, bei der ein Objekt dem Anschein nach als etwas anderes
verwendet wird, als es tatsächlich ist, wäre für Piaget ein Beispiel für Assimilation., Das soziale
Rollenspiel profitiert von "sozialer Stützung" (scaffolding) und verschafft Kindern so Gelegenheiten
zum Lernen.

Die richtige Antwort lautet: Ninas IQ liegt mehr als zwei Standardabweichungen über dem
Durchschnitt ihrer Altersgruppe.

Die richtigen Antworten sind: Kinder rufen durch ihr Verhalten Reaktionen in ihrer Umwelt hervor, die
zu ihren

Anlagen passen., Kinder suchen sich aktiv Umgebungen, die zu ihrer spezifischen genetischen
Ausstattung passen.
Die richtigen Antworten sind: … der emotionalen und verbalen Reaktivität der Mutter., … der
Organisation der
materiellen und zeitlichen Umwelt., … an Gelegenheiten zu vielfältigen Anregungen im Alltag., … der
Verfügbarkeit angemessener Spielmaterialien.

Die richtigen Antworten sind: … scheint in den ersten Lebenswochen des Säuglings reflexhaft zu
sein., … wird von
Kleinkindern eher gegenüber Menschen als gegenüber Objekten oder Tieren gezeigt., … wird ab dem
Alter von ungefähr sieben Monaten hauptsächlich gegenüber vertrauten Menschen und nicht mehr
gegenüber Menschen allgemein gezeigt., … tritt als sogenanntes soziales Lächeln ab dem Alter von
etwa sechs oder sieben Wochen auf.

Die richtigen Antworten sind: … der subjektiven Erfahrung von Emotionen ein., … emotionsbezogener
Gedanken über eigene Wünsche und Ziele ein., … emotionsbezogener neuronaler Aktivität ein., …
emotionsbezogener Gestik ein., … emotionsbezogener hormoneller Reaktionen ein.
Die richtige Antwort lautet: … sind auf die Wahrnehmung unseres Selbst bezogen und schließen das
Bewusstsein darüber ein, wie andere Personen auf uns reagieren.

Die richtigen Antworten sind: "Die Lehrerin bestraft uns.", "Weil das schlimm ist.", "Das ist hässlich,
man wird bestraft."

Die richtigen Antworten sind: Die Vermittlung von Werten, indem Eltern in Gesprächen an die
Fähigkeit zum Mitgefühl appellieren., Das Angebot an Gelegenheiten für prosoziale Aktivitäten.
Die richtige Antwort lautet: Das Stadium der heteronomen Moral ist für Kinder kennzeichnend, die das
kognitive Stadium der konkreten Operationen erreicht haben.

Die richtige Antwort lautet: … tritt in empirischen Studien im Vergleich zur "unsicher-ambivalenten“
Bindungsqualität im Mittel häufiger auf.

Die richtigen Antworten sind: … genetisch basierte intellektuelle Fähigkeiten und


Persönlichkeitsmerkmale wie Geselligkeit., … die Anerkennung und Unterstützung von anderen
Personen., … das schulische und nachbarschaftliche Umfeld., … die körperliche Attraktivität., … die
kulturell vermittelte Motivation zur Selbstkritik.

Die richtigen Antworten sind: Kinder beschreiben sich selbst im Vorschulalter in erster Linie anhand
konkreter Merkmale., Im Schulalter gilt für Selbstbeschreibungen normalerweise, dass
Selbsteinschätzungen ein zunehmend realistischeres Niveau erreichen., Ab dem Schulalter nehmen
Kinder in ihren Selbstbeschreibungen häufig Vergleiche mit anderen Personen vor., In der späten
Adoleszenz wird die Vorstellung des Individuums vom Selbst weniger dadurch bestimmt, was andere
denken.
Die richtigen Antworten sind: Die kognitive Entwicklungstheorie., Die sozial-kognitive Theorie., Die
Theorie der Geschlechterschemata. - S 609 Siegler unten links

Die richtigen Antworten sind: Max‘ Präferenzen und Verhaltensweisen lassen sich als Anzeichen
einer zunehmenden Geschlechterrollenintensivierung interpretieren., Im Vergleich zu Mädchen wird
Max tendenziell eher weniger Geschlechterrollendiskriminierung wahrnehmen., Im Vergleich zu
Mädchen wird Max tendenziell eher dazu neigen, Selbstoffenbarungen gegenüber
gleichgeschlechtlichen Freunden zu vermeiden.

Die richtige Antwort lautet: Im Vergleich zu Jungen erzielen Mädchen bei Aufgaben der mentalen
Rotation eher bessere Testleistungen.
Die richtige Antwort lautet: Ein niedriger sozioökonomischer Status geht oft mit einem autoritativen
Erziehungsstil einher.

Die richtigen Antworten sind: … durch direkte Unterweisung., … als Modelle für Fähigkeiten,
Einstellungen und Verhalten., … dadurch, dass sie die Erfahrungen und das soziale Leben der Kinder
organisieren., … in Abhängigkeit ihrer Werthaltungen und Überzeugungen, die mit dem
sozioökonomischen Status variieren können.

Die richtigen Antworten sind: Aggressiv-abgelehnte Kinder tragen ein erhöhtes Risiko für die
Entwicklung internalisierter Probleme in der Schulzeit., Längerfristig ist die soziometrische Stabilität
bei abgelehnten Kindern in der Regel höher als bei beliebten, ignorierten oder kontroversen Kindern.,
Abgelehnte Kinder sind bei vielen Peers unbeliebt und bei wenigen Peers beliebt.
Die richtigen Antworten sind: … ihr Alter., … ihren Status.

Die richtigen Antworten sind: … eine höhere Kooperationsbereitschaft., … häufigere Konflikte., …


eine bessere Kommunikation., … mehr gemeinsam verbrachte Zeit., … reifere Strategien der
Konfliktlösung.

Die richtigen Antworten sind: Im Vergleich zur jüngsten Altersgruppe vermieden die Kinder im Alter
von ein bis zwei Jahren häufiger Blickkontakt mit der fremden Person., Die Ängstlichkeit gegenüber
Fremden variierte in Abhängigkeit des Alters der Kinder und der Häufigkeit der gezeigten
Regulationsstrategien., Die Häufigkeit der gezeigten Regulationsstrategien variierte in Abhängigkeit
des Alters und der Bindungssicherheit der Kinder.
Die richtigen Antworten sind: Die experimentelle Manipulation der unabhängigen Variablen., Die
parallele Erfassung zentraler Variablen mittels Fragebögen und Verhaltensmaßen.

Die richtigen Antworten sind: Multiple Regressionsanalysen mit fremdbezogenem Distress als
abhängiger Variablen., Multiple Regressionsanalysen mit selbstbezogenem Distress als abhängiger
Variablen.

Die richtige Antwort lautet: … über das Child Attachment Interview, insbesondere über das Maß der
narrativen Kohärenz.
Die richtige Antwort lautet: ... den Fragebogen Experiences in Close Relationships (ECR).

Die richtige Antwort lautet: Andere Personen werden aktiv in ihrer Auseinandersetzung mit
Gefahrensituationen behindert.