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FFG Fokus | Oktober 2008

FFG BRA.IN

BRANCHENINITIATIVE
KUNSTSTOFF-
WIRTSCHAFT
DIE WICHTIGSTEN FÖRDER-
PROGRAMME IM ÜBERBLICK
Mit allen Details,
Fallbeispielen und
Institutsbeschreibungen
Foto: BASF
INHALT

FÖRDERPROGRAMME INSTITUTE
4 BRA.IN: Die FFG Brancheninitiati- 31
ve Kunststoffwirtschaft
32 TU Wien, Institut für angewandte
6 BRA.IN: Bisherige Erfolgsbilanz Synthesechemie

8 Basisprogramme: Das Funda- 32 TU Wien, Institut für Werkstoff-


ment für Forschung und techno- wissenschaft und Werkstofftech-
logische Entwicklung nologie

10 Innovationsscheck: Die Eintritts- 33 TU Graz, Institut für Festkörper-


karte in die Welt der Innovation physik

11 Headquarter: „Hot Spots“ für 33 TU Graz, Institut für chemische


Innovation und kreative Köpfe Technologie von Materialien

12 Start up-Initiative: „Starter- 34 Montanuniversität Leoben,


Paket“ für junge Unternehmen Institut für Werkstoffkunde und
Prüfung der Kunststoffe
14 Young Experts: Frische Ideen
für neue Produkte 34 Montanuniversität Leoben, Insti-
tut für Chemie der Kunststoffe
15 BP-kooperative Forschung:
Gemeinsame Probleme lösen 35 Montanuniversität Leoben, Insti-
tut für Kunststoffverarbeitung
16 Feasibility: Neue Ideen
auf dem Prüfstand 35 PCCL Polymer Competence Cen-
ter Leoben
18 COIN: Wie Wissen umgesetzt
wird 36 Johannes Kepler Universität
IMPRESSUM Linz, Institut für Polymerwissen-
20 TAKE OFF: Durch hochfliegende schaften
2. überarbeitete Auflage 2008
Ideen erfolgreich am Markt
Medieninhaber, Herausgeber, Ver-
36 Johannes Kepler Universität
leger: Österreichische Forschungsför- 21 COMET: Zusammenarbeit Linz, Institut für Polymerchemie
derungsgesellschaft mbH, 1090 Wien, ermöglicht Spitzenleistungen und funktionale Materialien
Sensengasse 1, FN 252263a, HG Wien
22 NANO INITIATIVE: Kleinste 37 Fachhochschule Oberösterreich,
Produktion, Redaktion: Alexander Kosz Strukturen im Zentrum Campus Wels
Inhalte: Horst Schlick, Gabriele Küssler
23 ERA-NET: Mit vereinten Kräften 37 Joanneum Research, Institut für
Fotos: Bayer, BASF, Europäische Nanostrukturierte Materialien
Kommission, FFG-Archiv, Freephoto, 24 BRIDGE: Von der Idee zum und Photonik
Microsoft, panthermedia, pixelio
Produkt
Projektfotos beigestellt
Titelfoto: BASF
38 TCKT Transfercenter für Kunst-
26 EEN: Technologietransfer spart stofftechnik
Druck: Carinthian Bogendruck GmbH Zeit und Geld
38 Kompetenzzentrum Holz, Holz-
Alle Angaben in dieser Broschüre 27 CORNET: Kollektive Forschung Polymer-Verbundwerkstoffe
erfolgen trotz sorgfältiger Bearbei- für KMU
tung ohne Gewähr. Eine Haftung ist 39 Laboratorium für Kunststoff-
ausgeschlossen. 28 RP7: In die Champions-League technik
der Forschung
Alle Rechte, insbesondere das Recht der 39 ofi Österreichisches Forschungs-
Verfielfältigung und der Verbreitung so-
30 EUREKA: Marktnahe High-Tech- institut für Chemie und Technik
wie der Übersetzung sind vorbehalten.
Forschung im Fokus

2 www.ffg.at
EDITORIAL

DIE FFG - PARTNER DER


KUNSTSTOFF-BRANCHE
Unter Einbindung von Vertretern weiteren Optimierung ihres Portfo-
aus Wirtschaft und Wissenschaft lios an Förderungen und Services
hat die FFG bereichsübergreifend im Sinne einer Fokussierung auf die
im Jahr 2006 eine neue Initiative für optimale Hebelwirkung der einzel-
die Kunststoffwirtschaft entwickelt: nen Programme. Sie finden daher
die Brancheninitiative (BRA.IN) in diesem Katalog die aktuellsten
Kunststoff. Damit soll unter Einsatz Informationen
mation zu unserem Förderan-
der FFG Instrumente die Forschungs- gebot,t, ergänzt
ergä und erweitert um ein
quote in der Kunststoff-Branche Verzeichnis
h wichtiger universitärer
signifikant und nachhaltig angeho- und außeruniversitärer Forschungs-
ben werden. Gezielte Information institute im Bereichh Kun
Kunststofffor-
und Veranstaltungen sollen Impulse schung und -technik.
hn
setzen und potenziellen Förder- Ergänzend zu den en Program
Programmdar-
nehmern den Zugang zum geeig- stellungen haben n wir ein
einige kurze
neten Förderprogramm und damit zu Beschreibungen von Forschungs-
den Forschungsgeldern öffnen und und Entwicklungsprojekten n aufge- Geschäftsführerin der FFG
vor allem erleichtern. Die Initiative nommen,
men, die bereits von d der FFG
fokussiert vor allem auf Unterneh- gefördert
dert wwurden – als Beispiele für
men, die ihre Forschungsaktivitäten die erfolgreiche
folg Projektabwicklung
bwicklung
steigern möchten und Unternehmen und als Ideenbringer für künftige
die neu in Forschung und Entwick- eigene innovative
ovative Projekte.
lung einsteigen.
Mit dieser Initiative verfolgt die FFG
das Ziel, die relevanten Förderpro- Wir hoffen,
n, das
dass wir mit der Bran-
n-
gramme zu bündeln und die Dienst- cheninitiative Kunststoffwirtschaft
nststoffw
leistungsqualität weiter zu steigern. und im Speziellen
un ellen mit dies
diesem Kata-
Mit der Einrichtung einer Hotline log
o die heimische
mische Kunststoff-Bran-
Kunstst
haben wir einen zentralen Zugangs- cche weiter auf ihrem erfo
erfolgreichen,
weg zu unseren Programmen und innovativen
n Weg unterstützen
Dienstleistungen geschaffen und kön
können.
können unseren Kunden ein auf die
individuelle Situation maßgeschnei- i-
dertes Service-Paket anbieten.
Geschäftsführer
äfts der FFG
Die bisherigen Erfolge derer Bran-
cheninitiative sprechenen fü
für sich: Die
Anzahl der Projekte e und der Förder-
er-
barwerte konnte verdoppelt
erd werden,
de
auch der Anteil von kleinen und
mittleren Unternehmen
hmen (KMU) - die
bisher im Bereich
ich Forschung
Forsch und
Entwicklung unterdurchschnittlich
unterdurc
aktiv waren - konnte
konnt deutlich gestei--
gert werden.
Mit der vorliegenden,
den, gänzlich
gän
überarbeiteten
en Neuauflagage des
Katalogs der FFG-Förderu
FFG-Förderungen und
Dienstleistungen
istungen wollen
woll wir der
großen Nachfrage und den aktu-
ellen Entwicklungen nachkommen.
Die FFG arbeitet laufend an einer

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 3


BRANCHENINITIATIVE

DIE FFG BRANCHENINITIATIVE


IN
KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT
RT HAFT
D
er Werkstoff Kunststofftoff ist a
aus dem nationalem
tionalem Toplevel
Toplev über experimentelle
heutigen Leben nicht cht mehr wegzu- Entwicklung
ntwicklung bis hin
hi zu sehr schwach aus-
denken. Durch Variationen
riatione in der geprägter F&E in einzelnen Teilbereichen.
chemischen Zusammensetzung etzu und durch Inhaltlich
haltlich umfasst die Kunststoffwirtschaft
Kunststoff
verschiedene Zusatzstoffe können en d
die im Sinne der Brancheninitiative Th Themen
Eigenschaften n übe
über einen weiten
eite Bereich wie Materialherstellung,
alherstellung, Maschine
Maschinenbau,
verändert und d de
dem Einsatz a angepasst Kunststoffverarbeitung,
fverarbeitung, Formenb
Formenbau und
werden. Dadurch
durc reicht dass Anwendung
Anwendungs- technischehe Dienstleistungen.
spektrum von vergleichsweise eise einfache
einfachen In Forschung und Entwi
Entwicklung weist
Produkten (z.B. B. Verpackungen)
Verp bis hi
hin zu die Kunststoffwirtschaft
unststoffwirtschaft noch
no Optimie-
Hochtechnologiebereichen
ologieber wie Luftfahr-
uftf rungspotential
gspotential auf. Zu die
diesem Zweck
zeugbau oder RaumRaumfahrt. Gleichermaßen
he wurde
rde daher 2006 die Brancheninitiative
vielfältig sind auch
auc die existierenden
e Her- Kunststoffwirtschaft inins Leben gerufen. In
stellungs-s- und Verarbeitungstechnologien,
stech Kooperation mit verschiedenen Organi-
und das Potenzial
u nzial für weitere Forschung sationen, die im Rahmen
ahmen des Initiativen-
Init
und Entwicklung
cklung ist riesig.
riesig komitees eingebunden
u sind, sollen damit
Die Kunststoffbranche,
unststoffbranch die eine sehr die Forschungsaktivitäten
ak der Kunststoff-
heterogene
gene Struktur aufweist, ist ein we we- branche deutlich
utlic erhöht werden.
sentlicher
her Wirtschaftsfaktor in Österreich.
Österrei Die FFG bietet eine Reihe verschiedener
Die Firmengrößen
engrößen variieren von internatio- Programme, Initiativen und Dienstlei-
Progr
nal vertretenen Großunternehme
Großunternehmen bis hin stungen zur Unterstützung an. Jene 17, die
zu Kleinstunternehmen.
ternehmen. Deme
Dementsprechend für die Kunststoffwirtschaft am Interes-
vielfältig gestalten
estalten sich Quali
Qualität und Quan- santesten sind, werden im Folgenden
tität der durchgeführten
urchgeführten Forschungs-
Fo und - zusammen mit bereits durchgeführten
Entwicklungs-gs- (F&E) AAktivitäten. Diese rei- erfolgreichen Projekten - vorgestellt.
chen von industrieller Forschung auf inter-

MITGLIEDER DES INITIATIVENKOMITEES DAS INITIATIVENKOMITEE


DER BRA.IN KUNSTSTOFF-
Institution Ort
Außeninstitut Leoben Leoben
WIRTSCHAFT
BMVIT Abteilung III/I 2 - Forschungs- und Technologieförderung Wien Um die Brancheninitiative auf die
BMWA Sekt. C1/10 Wien Bedürfnisse der Unternehmen und
Bundesinnung Kunststoffverarbeiter Wien ForscherInnen auszurichten und in der
Branche bestmöglich zu verankern,
Kunststoff-Cluster Büro Oberösterreich Linz wurde als Steuerungs-, Beratungs- und
Fachverband der Chemischen Industrie Wien Monitoringgremium ein Initiativenkomi-
tee eingerichtet. Dieses repräsentiert die
Universität Linz, Institut für Polymerwissenschaften Linz
Zielgruppen und setzt sich aus Partnern
Kunststoff-Cluster Büro Niederösterreich Wr. Neustadt von Wirtschaft, Wissenschaft, Ministerien
Laboratorium für Kunststofftechnik Wien und Medien zusammen.
Die Mitglieder des Komitees unterstützen
Montanuniversität Leoben Leoben
die FFG bei der Entwicklung und Umset-
ofi Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik Wien zung von Aktivitäten, der Informationsver-
Österreichische Kunststoffzeitschrift Wien breitung sowie bei der Heranführung von
Firmen zu Forschung und Entwicklung.
Plastics Europe Austria Wien Das vorliegende Design der Initiative
Transfercenter für Kunststofftechnik Wels wurde mit dem Initiativenkomitee
TU Graz, Institut für Chemie und Technologie organischer Stoffe Graz abgestimmt.
TU Wien, Institut für Angewandte Synthesechemie Wien
TU Wien, Institut für Werkstoffkunde und Materialprüfung Wien
Universität Wien, Fakultät für Chemie Wien
Vereinigung österreichischer Kunststoffverarbeiter Wien

4 www.ffg.at
KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT

Im Rahmen der BRA.IN Kunststoffwirtschaft wird ein


spezieller Fokus auch auf die Nutzung des Synergiepotenzials
durch Kooperationen entlang der Wertschöpfungsketten und
zwischen Unternehmen und F&E-Einrichtungen gelegt.
Das Angebot der FFG in der Brancheninitiative liegt in
der Vermittlung von Forschungspartnern, verstärkter Förder-
beratung und der Förderung von qualitativ hochwertigen
Forschungs-, Entwicklungs- und Transferprojekten. Um den
Antragstellern den Zugang zu den Unterstützungsmaßnahmen
der FFG zu erleichtern, wurde die Hotline Kunststoffwirtschaft
eingerichtet. Die in das Initiativenkomitee integrierten Inte-
ressensvertretungen, die selbst in einer starken Interaktion
mit der Branche stehen, sollen Unternehmen motivieren, in
Forschung- und Entwicklung einzusteigen oder ihre F&E-Auf-
wendungen signifikant zu steigern.
Wie Erfahrungen aus früheren Branchenforschungsaktionen
zeigen, ist diese Aufgabe des Heranführens neuer Unterneh-
men an die Forschung eine zentrale Aufgabe. Forschungsstät-
ten sollen Unternehmen, welche selbst nicht über entspre-
chende Kapazitäten und Ressourcen verfügen, bei Planung
und Durchführung von Projekten unterstützen. Eine spezifische
BRA.IN Beratung wird Unternehmen zukünftig auch verstärkt im
Rahmen von Sprechtagen und Fachveranstaltungen angeboten.

D ie Kunststoffbranche ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor


in Österreich. Allerdings weist sie eine sehr heterogene
Struktur auf. Die Firmengrößen variieren von international ver-
tretenen Großunternehmen bis hin zu Kleinstunternehmen.
Besonders im Werkzeug- und Formenbau und in der Kunst-
stoffverarbeitung gibt es zahlreiche Unternehmen mit geringen THEMEN UND ZIELE DER
F&E-Aktivitäten. Das hat eine Studie des Kunststoffclusters BRANCHENINITIATIVE
Österreich und des Österreichischen Forschungsinstituts für
Chemie und Technik gezeigt (Pamminger, Tacker: „Forschungs- Die Brancheninitiative umfasst die Bereiche:
bedarf in der Kunststoffwirtschaft - eine Potenzialanalyse“, z Materialherstellung (Materialherstellung in diesem Sinne
2006). Laut dieser Studie wurden im Jahr 2002 von rund 600 bezieht sich auf sämtliche Werkstoffe, die auf synthetischen
Unternehmen aus dem Bereich „Herstellung von Gummi- und
und modifizierten natürlichen Makromolekülen basieren.
Kunststoffwaren“ 63,5 Mio. Euro für F&E ausgegeben, was ei-
Sowohl Duroplaste - wie z.B. Harze - als auch Thermoplaste
ner Quote von durchschnittlich 1,3 % des Umsatzes entsprach.
96 % der erfassten Unternehmen beschäftigten weniger als und Elastomere sind inkludiert.)
250 MitarbeiterInnen und immer noch 80 % weniger als 50 z Kunststoffverarbeitung
MitarbeiterInnen. Aus den Daten konnte geschlossen werden, z Werkzeug- und Formenbau
dass der F&E-Aufwand der in der Branche anzahlmäßig domi- z Kunststoff-Maschinenbau
nierenden kleinen und mittleren Unternehmen deutlich unter z Recycling
1,3 % des Umsatzes anzusetzen ist, während die Forschungs- z für die Branche relevante technische Dienstleistungen (z.B.
quote bei den Großunternehmen signifikant höher liegt. Entwicklung von Simulationstools)
Auf Basis dieser Potenzialstudie wurde im Frühjahr 2006
beschlossen, die BRA.IN Kunststoffwirtschaft zu starten. Mit
Hilfe dieser Initiative soll die F&E-Quote der gesamten Branche Die Ziele der BRA.IN Kunststoffwirtschaft sind:
gesteigert werden. Zu diesem Zweck bündelt die FFG die rele- z Bessere Nutzung der FFG Förderinstrumente durch die
vanten Förderprogramme und Initiativen und bietet mit einer Branche
Hotline einen unbürokratischen, raschen Zugang zu ihrem z nachhaltige Anhebung der F&E-Quote der Branche
Förderangebot. z Ausbau der technologischen Wettbewerbsfähigkeit
Während bei Unternehmen, die bereits über eine gut z Erhöhung der Anzahl der F&E-Projekte der Branche
entwickelte F&E verfügen, das Erreichen bzw. der Ausbau
z Unterstützung der Global Player zur Erreichung der
einer internationalen Spitzenposition im Mittelpunkt steht,
Technologieführerschaft
sollen Unternehmen mit derzeit noch keinen oder geringen
Forschungsaktivitäten beim Einstieg in Forschung und Ent- z Unterstützung kleiner- und mittlerer Unternehmen (KMU) beim
wicklung und beim Ausbau ihrer entsprechenden Aktivitäten Ausbau der F&E-Tätigkeiten
unterstützt werden. z Heranführen neuer Unternehmen - vor allem KMU - an For-
schung und Entwicklung
z Stimulierung von Start up-Unternehmen
z Verbesserung der Kooperation von Wissenschaft und
Wirtschaft und Vernetzung von Unternehmen auch entlang der
Wertschöpfungskette
z Transfer von Know-how aus F&E-Projekten zu Klein- und
Mittelbetrieben

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 5


INHALT

DIE ERFOLGE DE
DER BRA
BRANCHEN-
INITIATIVE
E KUNSTSTOFF
NSTS
D
ie Brancheninitiative Kunststoff- Strukturprogramme verursacht.
ver Ess h
han- aus. Im Jahr davor
avor lag dieser Anteil
Antei bei
wirtschaft ist mit der Zielset- delt sich dabei um Kompetenzzentren,
Kom en 70% und im Jahr vor Beginn der Initiative
In
zung begründet worden, mehr die aus dem Programm
amm Kplus (Nachfolge-
N bei 48%.
Forschungs- und Entwicklungsprojekte programm: COMET) Fördermittelzusagen
elzusagen Auch dank der Mitglieder
Mitgliede des
aus diesem Sektor zu generieren und für mehrere Jahre erhalten
halte haben. Initiativenkomitees
nkomitees wurde d die Infor-
mehr Unternehmen zu motivieren, die Mit 17,04 Mio. € im JaJahr 2007 ist zwzwar mationsarbeit
sarbeit über die bestehenden
be
Instrumente der Forschungsförderung zu der Absolutbetragag gering
geringfügig zurückge-
ck Fördermöglichkeiten
rmöglichkeiten veverstärkt. Das
nutzen. gangen, allerdings
ngs wur
wurden generell ll im führte
rte dazu, dass sich der Grundstock an
Die bisherige Entwicklung bestätigt Jahr 2007 etwas weniger er Fördermittel Akteuren deutlich erweitert hat, darü-
den Erfolg der Brancheninitiative. Im vertraglich
agli gebunden. en. Der Ante
Anteil der ber hinaus stieg auch die Anzahl der
Vergleich der Ausgangssituation mit den Projekte
ojekte aus derr Kunststoffwi
Kunststoffwirtschaft an Antragsteller, die bislang
b noch nie um
Ergebnissen der Jahre 2006 und 2007 den insgesamt
i t durch die FFG vergebenen Forschungsförderung
eru angesucht haben,
zeigen die Projekte im Bereich Kunststoff- Fördermitteln ist weiter gestiegen.
ge stetig an. Eben
Ebenso die Zahl der Projekte,
wirtschaft eine überaus erfreuliche Ten- Bemerkenswert
wert ist, dass vor Beginn die in Kooperation
Koo von Unternehmen und
denz: Sowohl die Anzahl der zugesagten der Brancheninitiative
Br e Großunternehmen
Großunternehm wissenschaftlichen Partnern durchgeführt
Projekte ist im Verlauf der Initiative überdurchschnittlich
erd ch häufig in Projekten
Proj werden.
deutlich – von 67 auf 135 – gestiegen, vertreten waren, im Unterschied zzu den
ver Die ersten beiden Jahre der Brancheni-
als auch die Anzahl der Programme, Basisprogrammen en insgesamt, wo KMU nititative Kunststoffwirtschaft haben
innerhalb derer diese Projekte
ojekt stattfin- vorne liegen. Diese Sit
Situation hat sich gezeigt, dass die Kooperation der FFG
den. Der Förderbarwertert stieg von 9,14 im Laufe
uf der beiden Jahre, in denen die mit den BranchenvertreterInnen zu einer
Mio. € im Jahr 2005 auf 18,73
1 Mio. € im
m Brancheninitiative
ch bisher läuft, deutlich messbaren Steigerung der Nutzung der
Jahr 2006. geändert: KMU machen im Jahr 2007 be-
geän Instrumente der Forschungsförderung
Diese Steigerung wurde insbesonde- de- reits 75% der (im Rahmen der Basispro- durch den Sektor geführt hat.
re durch Projekte aus dem Bereich der gramme) einreichenden Unternehmen

6 www.ffg.at
EDITORIAL

DIE SERVICES DER FFG


FACTS
Die Österreichische Forschungsför-
derungsgesellschaft ist die nationale
Förderungsinstitution für die unterneh-
Neue Antragsteller
mensnahe Forschung und Entwicklung 140
in Österreich. Als „One-Stop-Shop“ mit Bekannte Antragsteller

einem ausdifferenzierten und zielge- 120


36
richteten Programmportfolio öffnet sie
den heimischen Unternehmen und 100
Forschungsinstituten den Zugang zu 33
unbürokratischer und rascher Förderung 80
von Forschungsvorhaben. 15
Die FFG unterstützt Forschungs- und 60
Entwicklungsaktivitäten mit einem 92
umfassenden Angebot: Von den Förde- 40 71
rungsprogrammen der öffentlichen Hand, 55
deren Programmmanagement die FFG 20
wahrnimmt, bis zu Beratungsleistungen
in allen Phasen der Technologieentwick- 0
lung und Innovation, von der Unterstüt- 2005 2006 2007
zung zur Einbindung in europäische
Antragsteller in den Projekten 2005 - 2007
Forschungsprogramme und Netzwerke
bis zur Wahrnehmung österreichischer
Interessen auf europäischer und interna-
20.000.000 160
tionaler Ebene. Im Rahmen der Branchen-
initiative Kunststoffwirtschaft bündelt 18.000.000
140
die FFG die für die Branche relevanten
16.000.000
Förderungen und Dienstleistungen. 120

Daneben wird die Öffentlichkeits- 14.000.000

arbeit für Forschung und Entwicklung 100


12.000.000
in der Kunststoffwirtschaft verstärkt,
unter anderem wird gemeinsam mit der 10.000.000 80

Österreichischen Kunststoffzeitung über


8.000.000
erfolgreiche Forschungsprojekte berich- 60

tet. Darüber hinaus soll gemeinsam mit 6.000.000

der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) 40


4.000.000
eine Prämierung der besten BRA.IN
Kunststoffwirtschaftsprojekte erfolgen. 2.000.000
20

Die Laufzeit der Initiative in der vorlie- 67 85 135


0 0
genden Form ist vorerst bis September
2005 2006 2007
2009 geplant. Je nach Erfolg und Akzep-
tanz kann die Brancheninitiative auch Anzahl der Projekte und Förderbarwerte (grau)
verlängert werden.
Insgesamt wurde mit der BRA.IN
Kunststoffwirtschaft ein Paket an Unter- 1 bis 10 11 bis 50 51 bis 250 größer 250
stützungsmaßnahmen geschnürt, mit
dessen Hilfe die Kunststoffwirtschaft
ihre Forschungs- und Innovationsbemü- 15% 20% 12% 52%
2005
hungen nachhaltig intensivieren kann.

DIESE PROJEKTE WERDEN 18% 17% 35% 30%


VON DER FFG GEFÖRDERT:
2006

Projekte von der industriellen Forschung


über die experimentelle Entwicklung,
Innovationsprojekte bis hin zum Ergeb- 2007
14% 27% 34% 25%

nistransfer und Ausbildungsaktivitäten


werden unterstützt. Die finanzielle
Förderung umfasst Zuschüsse und 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Kreditkostenzuschüsse sowie Darlehen
und Haftungen. Größen der beteiligten Unternehmen (nach Anzahl der MitarbeiterInnen)

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 7


BASISPROGRAMM

DAS FUNDAMENT FÜR FO


FORSCHUNG
UND ENTWICKLUNG
G
I
nnovative Ideen und Forschungsinitia- ment aufweisen, es darf also nicht cht b
bloß
tiven aufzugreifen und in erfolgreiche vorhandene Produkte oder Verfahren erfahren DATEN & FAKTEN
Produkte und Verfahren überzufüh- nachahmen oder unwesentlich ich (z.B. BASISFÖRDERUNG
ren: Das ist das Ziel der Basisprogramme durch reine „Kosmetik“) verbessern.
besser Das Zielgruppe: Unternehmen, Einzel-
in der FFG. Sie unterstützten Unterneh- beantragte Projekt muss jedenfalls inno-
forscherInnen, Forschungsinstitute
men, Forschungsinstitute, Einzelforscher vativ und technisch ris riskant sein.
und Erfinder rasch und unbürokratisch. Bei dem Vorhaben ben darf es sichic nicht
Konsortium: keine Partner erforderlich,
Die Einreichung folgt dem „bottom-up“- bloß um eine „Idee“ ee“ handeln, sondern
s
Prinzip, das bedeutet, es gibt keine es muss ein festgelegtes Ziel und einen Arbeitsgemeinschaften möglich;
Einschränkungen auf bestimmte Techno- detaillierten Arbeitsplan
splan aufweisen. Das a Forschungsinstitute bevorzugt im
logierichtungen oder Forschungsfelder. Projekt muss in einem A Antrag genau Subauftrag von Unternehmen.
Firmen aller Wirtschaftszweige und Bran- dargestellt werden,
rden, förd
förderbar sind n nur
chen sind eingeladen, Förderungsanträge ausgearbeitete e Projek
Projekte. Einreichung: laufende Einreichmöglich-
zu stellen. Die Einreichung ist jederzeit Durch die Förderung
öd g soll der Bewer- keit ohne Einreichtermine (regelmäßige
möglich, im Regelfall fällt eine Entschei- ber in die
d Lage versetzt
rsetzt werden
werden, seine Entscheidungssitzungen)
dung über die Förderung innerhalb von Forschungsaktivität
orsch ivität zu erwei
erweitern oder
zwei Monaten. zu b
beschleunigen.
igen. Die wirts
wirtschaftlichen Projekttyp: Forschung & Entwicklung,
Die Basisförderung beträgt in der Re- und technischen
chen Vorteile müssen durch max. Förderhöhe: bis zu 50 % in einem
gel 50 Prozent der förderbaren Projektko- ungefähre
g Kosten/Nutzenabschätzungen
osten/Nutzenabschätzungen Mix aus Zuschuss und Darlehen
sten, zur Anwendung kommt ein Mix aus bezifferbar sein und die Projektgröße
bezif
verschiedenen Instrumenten: Zuschüsse, e, muss
us in einer vertretbaren
tretbaren Relatio
Relation Ansprechperson: Horst Schlick
zinsbegünstigte Darlehen, Kreditkosten- n- zur Leistungsfähigkeit
zu higkeit des Einrei
Einreichers Telefon: +43 (0)5 7755 1309
zuschüsse und Haftungen. Vier Fünftel al- al stehen. Auch volkswirtschaftlich
olkswirtschaftl und ge- E-Mail: horst.schlick@ffg.at
ler Anträge in diesem Programm
ogra kommen sellschaftlich
ells relevante
evante Kriterien werden
von kleinen und mittleren
leren Unternehmen
U bewertet.
er
Internet: www.ffg.at/basisfoerderung
(KMU).
Die Entscheidung über eine Förderung
er
fällt anhand einer Reihe von definierten
rten
Kriterien. So muss
ss das angestrebte
a
Projektziel ein
in wesentlic
wesentliches Neuheitsele-

8 www.ffg.at
BEST PRACTICE

NEUARTIGE ZWEIKAMMERFLASCHE FÜR


WASCH- UND REINIGUNGSMITTEL MEHR KOMFORT FÜR DIE
TOURISTENKLASSE
E s gibt mittlerweile Flüssigwaschmittel, die aus zwei unter-
schiedlich viskosen Komponenten bestehen, welche erst
beim Dosieren in einem bestimmten Verhältnis vermischt wer-
den und eine chemische Reaktion eingehen. Mit der Zweikam-
merflasche aus dem Hause Plastikwerk Expan GmbH wird der
E in geringeres Gewicht und Volumen bei gleichzeitig
höherem Sitzkomfort verspricht ein gänzlich neu ent-
wickelter Flugzeugsitz der oberösterreichischen Unterneh-
Dosiervorgang von zwei voneinander getrennten Wasch- bzw. men Greiner PURtec in Kooperation mit Kobleder Knittec
Reinigungsmittelkomponenten unterschiedlicher Viskosität sowie ludekedesign aus der Schweiz.
erheblich erleichtert und beschleunigt. „aeras seat“ ist der Name des neuen Flugzeugsitzes, bei
Die Besonderheit der neu entwickelten Zweikammerfla- dem der bisher verwendete Sitzpolster aus Schaumstoff
sche liegt am Dosierverhältnis 1:3. Die Feinabstimmung dafür durch einen so genanntes technisches Gestrick ersetzt wird.
erfolgte in zahlreichen Ausgusstests und durch Ändern der Dieses Gestrick bietet bei deutlich weniger Volumen einen
Positionierung der beiden Ausgussöffnungen. Auf die unter- höheren Komfort für den Passagier. Obwohl der neue Sitz
schiedliche Viskosität der beiden Flüssigkeiten, welche in keine Verstellung der Rückenlehne zulässt, werden sowohl
zwei voneinander getrennten Kammern aufbewahrt werden, eine aufrechte Sitzpositionen als auch eine bequemere Ru-
wurde bereits in der Entwicklung und Konstruktion besonderes heposition von der Sitzauflage optimal unterstützt, da sich
Augenmerk gelegt. das Gestrick besser der Körperform anpasst und den Körper
Dadurch kann nun eine genaue und vor allem konstante besser unterstützt als herkömmliche Schaumstoff-Sitze.
Mengenabgabe der einzelnen Füllgüter für den Anwender Der Sitz besteht insgesamt aus weniger Teilen und kann
gewährleistet werden. Die Hauptaufgabe des Dosiervorgangs daher effizienter produziert werden. Die Sitzschale wird aus
übernimmt ein speziell konstruierter Adapter, welcher gleich- einem Stück gefertigt und sie ist robuster und leichter als
zeitig von beiden Flaschenhälften aufgenommen wird. bei bisherigen Modellen. Das Gestrick, also die Sitzaufla-
Die formschlüssigen Flaschenkörper werden mittels Kleber ge, wird ebenfalls in einem kompletten Stück produziert,
zusammengehalten. Die eingefügte Trennwand im Adapter daher fällt kein Verschnitt an und es sind keine zusätzlichen
vermeidet während des Ausgussverfahrens oder beim Rück- Verarbeitungsschritte notwendig. Das Gestrick aus Polyester
fluss ein Vermischen der Flüssigkeiten. Der Adapter sowie der (Trevira CS) ist nanotechnologisch behandelt und daher
Verschluss verfügen über Gewinde, durch welche die beiden leicht zu reinigen.
Ausgießöffnungen abgedichtet werden können. Unterstützend
zur Gewindefunktion ist im Verschluss ein Liner eingelegt, Greiner Purtec GmbH
welcher die Dichtheit vollständig garantiert. Auf den Schraub- 4690 Schwanenstadt, Erwin Greiner Strasse 5
verschluss ist ein abnehmbarer Dosierball aufgesetzt. Dieser Tel. (07673) 4999 0
ermöglicht dem Anwender eine genaue Dosierung der abge- www.greiner-purtec.com
gebenen Gesamtmenge aus beiden Kammern. Die Kammern
nehmen auch pulverförmige und rieselfähige Stoffe auf.
Die ergonomische Form des Griffs, setzt eine einfache und
gewohnte Handhabung voraus. Die Vorteile für den Endver-
braucher liegen im konstanten Abgabeverhältnis und vor allem
in der Zeit- und Platzersparnis beim täglichen Gebrauch. INNOVATIVER KUNSTRASEN MIT
Das Plastikwerk EXPAN GmbH mit der Firmenzentrale in HDPE-GARNEN
Wernberg wurde 1956 gegründet. Durch die Expansion im Juni
2005 nach Deutschland, sowie 2006 in die Ukraine stehen
nunmehr 3 Produktionsstandorte zur Verfügung. Das Unter-
nehmen erwirtschaftet mit 250 MitarbeiterInnen einen Umsatz
von ca. 25 Mio. Euro. EXPAN hat sich auf die Entwicklung und
D as oberösterreichische Unternehmen Lenzing Plastics
konnte mit „LenzingGrass“ einen innovativen Kunstra-
sen entwickeln, der im Gegensatz zu früheren Produkten
Produktion von Kunststoffflaschen mit wesentlich haltbarer, UV-beständiger, optisch ansprechend
komplementären Verschlusssy und haptisch ähnlich einem echten Rasen ist. Erstmals
und einer hoch qualitativen De konnte sich der Kunstrasen damit auch im Sportbereich
spezialisiert. etablieren.
Integrierte Kompetenzen Der wesentliche Unterschied zu herkömmlichen Pro-
wie F&E, Design, Konstruk- dukten: Die bisher verwendeten Kunststoffbändchen mit
tion, Werkzeugbau bis zur 10 bis 12 mm Breite wurden durch „Grasbüschel“ aus bis
Pilot- und Serienproduktion zu 16 einzelnen Garnen ersetzt. Diese Garne aus Poly-
werden allesamt im Haus ethylen werden vor der Weiterverarbeitung verzwirnt und
abgewickelt. bilden schließlich einen Kunstrasen, der einem echten
Rasen durchaus ähnlich sieht und sich mechanisch auch so
Plastikwerk EXPAN GmbH verhält.
Industriestraße 4,
9241 Wernberg Lenzing Plastics GmbH
Tel.: +43 (0)4252-333 44-0 4860 Lenzing, Werkstraße 2
www.expan.at Tel.: 07672 - 701 - 2851
www.lenzing.com/LenzingGrass

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 9


INNOVATIONSSCHECK

DATEN & FAKTEN


INNOVATIONSSCHECK
Auftraggeber: Bundesministerium für
Wirtschaft und Arbeit (BMWA), Bundes-
ministerium für Verkehr, Innovation und
Technologie (BMVIT)

Zielgruppe: Kleine und Mittlere Unter-


nehmen mit Sitz in Österreich

Einreichung: laufende
Einreichmöglichkeit

Projekttyp: Studien (Ideenstudien,


Machbarkeitsstudien, Technologie-
transfer)

Max. Förderhöhe: bis zu 100%,


maximal jedoch 5.000,-
nach der de minimis-Regelung

Tel: +43 (0) 5 7755 – 5000


e-mail: innovationsscheck@ffg.at
Internet: www.ffg.at/innovationsscheck

DIE EINTRITTSKARTE IN DIE WELT


WEL
DER INNOVATION
VA ION
D
er Innovationsscheck ist ein neues Der Innovationsscheck wird bei der FFG Gefördert werden:
Förderprogramm für kleine und beantragt und nach einer kurzen und
mittlere Unternehmen (KMU) unbürokratischen Prüfung der formalen z Studien zur Umsetzung
tzung innovativer
in
in Österreich. Ziel des Programmes ist Voraussetzungen zugesandt. Die Unter- Ideen
es, den KMU den Einstieg in eine kon- nehmen können damit die für sie pas- z Vorbereitungsarbeiten
eiten ffür ein
tinuierliche Forschungs- und Innovations- sende Forschungseinrichtung auswählen, Forschungs-, Entwicklungs- s- und
tätigkeit zu ermöglichen. Der Innova- oder sich den bestgeeigneten Partner Innovationsvorhaben
ion
tionsscheck soll auch dazu beitragen, vermitteln lassen. z Unterstützung
stütz bei der
er
den Klein- und Mittelunternehmen die Diese Partner erarbeiten in Abstim- Prototypenentwicklung
otype lu
Hemmschwelle für Kooperationen mit mung mit den Unternehmen Studien zur z Analysen des
Forschungseinrichtungen zu nehmen. Umsetzung innovativer Ideen, Mach-
Technologietransferpotenzials
ogiet potenzial
Der Innovationsscheck ist besonders barkeitsanalysen und vieles mehr. Der
z Analysen
ysen zum Innovationspotenzial
po
für KMU ohne eigene Forschungsab- Scheck kann von einem Unternehmen
teilung geeignet. Mit ihm können KMU einmal pro Jahr bezogen werden. dess Unterne
Unternehmens (Prozesse,
zes Pro-
aus dem großen Wissenspool österrei- Der Innovationsscheck kann von allen dukte,
ukte, Tec
Technologien)
chischer Forscher und Forscherinnen kleinen und mittleren Unternehmen nach z Konzepte
onzep für technischesche Innovations-
genau jenes Know-how abrufen, das für EU-Definition in Anspruch genommen management
ement (vor allem im Zusammen-
Zusamme
das Unternehmen maßgeschneidert ist. werden. Ausgeschlossen sind Unterneh- neh- hangg mit Analysen zum Innovations-
Mit dem Innovationsscheck können men innerhalb der Bundesverwaltung ung potenzial
otenzial des Un
Unternehmens)
sich die Unternehmen an Forschungsein- und solche, die auf Landwirtschafts-ts und
richtungen (außeruniversitäre For- Fischereiprodukte spezialisiert sind. Als
schungseinrichtungen, Fachhochschulen Forschungspartner kommen universitäre
rsitär
und Universitäten) wenden und je nach und außeruniversitäre Institutee in Frage
Frage,
Bedarf deren Leistungen in der Höhe von nicht allerdings privatwirtschaftliche
haftliche
bis zu 5.000 Euro bezahlen. Institute wie Labors von Großunterneh-
oßuntern
Der Ablauf wurde für teilnehmende men, Forschungsunternehmen oder
KMU so einfach wie möglich gestaltet. Consultants..

10 www.ffg.at
HEADQUARTER

„HOT SPOTS“ FÜR INNOVATION UND


KREATIVE KÖPFE

E
in wesentliches Ziel der heimischen Innovationspolitik ist
es, Österreich als Standort für den Sitz international täti- DATEN & FAKTEN
ger Unternehmen attraktiver zu machen. Das Programm HEADQUARTER
„Forschungs-Headquarter NEU“ unterstützt diese Politik. Zielgruppe: International agierende Unternehmen, die in
Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Österreich wirtschaftlich tätig sind
Unternehmen, wenn in Zusammenhang damit Forschungs-
und Entwicklungsbereiche mit eigenständiger Verantwortung
Einreichung: Laufende Einreichung. Förderentscheidung in der
in Österreich neu aufgebau oder nachhaltig und substantiell
Regel 2 bzw. 3 mal im Jahr im Rahmen der Beiratssitzungen der
erweitert werden.
Zielgruppe des Programmes „Headquarter“ sind inter- Basisprogramme.
national agierende Unternehmen, die in Österreich wirtschaft-
lich tätig sind (Klein-, Mittel- und Großunternehmen), und: Projekttyp: Forschung & Entwicklung
1. ihre Forschungs- und Entwicklungszentralen in Öster-
reich ansiedeln oder wesentlich erweitern (und dafür ein Konsortium: Es ist kein Konsortium erforderlich.
Forschungsprogramm definiert haben, in dessen Rahmen
konkrete te Forschungsprojekte
F durchgeführt werden sollen; die max. Förderhöhe: Die FFG Förderung erfolgt in Form von
Förderung bezieht
b sich allein auf diese Forschungsprojekte), Zuschüssen gemäß den FFG Richtlinien bis max. 50 % der
2. die sich
si neuen Forschungsthemen zuwenden und in Gesamtkosten (Förderpraxis: max. 35 %). Wenn das im EU-Bei-
diesem Zusammenhang
Z ihre Forschungskompetenz und ihr hilfenrahmen geforderte Mindestmaß für Kooperationen nicht
Forschungsvolumen
ngsvolumen in eine
einem wesentlichen Innovations- und erreicht wird, beträgt die Förderquote für Großunternehmen
Technologiesprung ausweiten
ausweiten, und 25% der anerkennbaren Gesamtkosten.
3. die ihre bestehenden Forschungs-
o und Entwicklungsak-
tivitäten in einem zukunfsträc
zukunfsträchtigen Themenfeld erheblich Ansprechperson: Peter Baumhauer
und nachhaltig verstärken nuund in diesem Zusammenhang ihre Telefon: +43 (0)5 7755 – 1301
Forschungskompetenz enz uund ihr Forschungsvolumen in einem
E-Mail: peter.baumhauer@ffg.at
wesentlichen Innov
Innovations- und Technologiesprung ausweiten.
Für eine Förderung müssen Projekte die Kriterien der Ba-
Internet: www.ffg.at/headquarter
sisprogramme erfüllen (siehe Seite 8). Außerdem müssen sie
zu einem signifikanten Aufbau von Mitarbeitern im Bereich For-
schung und Entwicklung und zu einem wesentlichen Ausbau
der Forschungsinfrastruktur im Unternehmen führen. Darüber
hinaus müssen sie überdurchschnittlich gut an die nationale
Forschung über entsprechende Kooperationen mit wissen-
schaftlichen Instituten und Unternehmen angebunden sein.
Alle diese Maßnahmen sollen nachhaltig sein und insgesamt
soll sich der Aufwand für Forschung und Entwicklung positiv
entwickeln.

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 11


START UP-INITIATIVE

STARTER-PAKET FÜR
ÜR
JUNGE UNTERNEHMEN
HMEN
Z
iel der Start up-Initiative ist es, Forschungs- und E Ent-
wicklungsprojekte von neu gegründeten technologie-hno DATEN & FAKTEN
orientierten Unternehmen zu unterstützen. Damit soll START UP-INITIATIVE
auch ein Anschub für technologieorientierten Unternehmens- nehmen Zielgruppe: neu gegründete, kleinere und mittlere Unterneh-
gründungen im Hochtechnologiebereich erreicht werden. we
men (KMU)
Im Rahmen der Start up-Initiative wird Projekten kten eine
(Gründung maximal 6 Jahre zurückliegend; Jahresumsatz unter
bessere Art der Finanzierung ermöglicht, in dem m sowoh
sowohl der
50 Mio. €, Bilanzsumme unter 43 Mio. €, unter 250 Mitarbeiter-
Förderanteil an den Projektkosten höher als beii übl üblichen
Basisförderungen ist, aber auch der Barwert
Ba der Förderung
derun Innen; Beteiligung durch ein Großunternehmen max. 25 %)
höher sein kann. Außerdem werden den St
Start up-Unternehmen
ern
dadurch unterstützt, dass vergebeneebene Darlehen erster fünf Jahre Einreichung: laufende Einreichung mit regelmäßiger
nach Projektende zu tilgen sind. d. Vor
Vo dem Hintergrund
tergrund einer Förderungsentscheidung
insgesamt schwieriger gewordenen Finanzierungssituation
ungssituation
(Stichwort: Basel II) bietet die FFG innovativen Neugrü
Neugründern Projekttyp: Forschung & Entwicklung; Einzelprojekte
dadurch eine besondere Unterstützung
terstützu bei technisch riskanten
skant
und wirtschaftlich interessanten
santen Projekten.
Pro Konsortium: Es sind keine Partner erforderlich.
Im Rahmen der Startt up-Initiati
up-Initiative können maximal m 70 % der
Projektkosten (Sach- und nd Perso
Personalkosten) gefördert de werden. max. Förderhöhe: bis zu 70 % in einem Mix aus Zuschuss und
Durch Kooperation mit Bundesländern kann der Barwert von Darlehen
rund 30 % einschließlich der Landesförderung
Landesf auf bis zu 60 %
aufgestockt
ufgestoc werden. Ansprechperson: Stefan Kreppel
Die Förderungsstrategie
ategie der Start u up-Initiative beruht Telefon: +43 (0)5 7755 - 1212
grundsätzlich auf dem em bottom up-P
up-Prinzip und den Krite- E-Mail: stefan.kreppel@ffg.at
rien des Basisprogramms.
ramms. Das bedeutet, dass es keinerlei
Einschränkungen oder Bevorzugungen
B bestimmter Tech-
Internet: www.ffg.at/start-up
nologierichtungen oder Forschungsfelder gibt. Firmen aller
nolog
Wirtschaftszweige
rts und Branchen können Förderanträge für
Forschungs- und Entwicklungsprojekte einzubringen.
Fo

12 www.ffg.at
BEST PRACTICE

HERSTELLUNG PROFILIERTER KUNSTSTOFFTEILE


IM SPRITZGUSSVERFAHREN

E in neues Verfahren erlaubt die Herstellung profilierter


Kunststoffteile mit definierter Länge im Spritzgussverfah-
ren und vermeidet wesentliche Nachteile der konventionellen
Technologien Extrusion und Kaskadenspritzguss. Mit nur einer
Anbindung können Profile mit integrierten Befestigungs-,
Abschluss-, Verstärkungs- und Dekorelementen wirtschaftlich
hergestellt werden. Das neue Verfahren unter dem Namen
EXJECTION® wurde im Rahmen eines von der FFG geförderten
Start up-Projekts entwickelt.
Der überzeugende Vorteil des neuen Fertigungsverfahrens
besteht darin, dass damit auf einer Spritzgussmaschine lange,
dünnwandige Profile gefertigt werden können, deren Ferti-
gungslänge nicht mehr durch die Fließfähigkeit des Kunststoffs
begrenzt wird. Im Unterschied zur herkömmlichen Extrusions-
technologie können Bauteile mit strukturierten Oberflächen im
Sichtbereich und Bauteile mit Geometrieelementen quer zur
Extrusionsrichtung, ohne kosten- und zeitintensivem Anfahr-
prozess hergestellt werden.
Kern des Verfahrens ist die kontinuierliche Neubildung des
Formteils beim Einspritzen in unmittelbarer Nähe der Anguss-
stelle, sodass es keine angussferne Schmelzefront gibt. Unter
Schmelzedruck wird eine verschiebbare Kavität der Spritzguss-
form durch eine Regeleinheit der Maschine solange weiter
bewegt, bis die gewünschte Bauteillänge erreicht ist. Für unter-
schiedliche Längen sind keine aufwändigen Formänderungen
erforderlich. Dies prädestiniert dieses Verfahren auch für die
Herstellung von länglichen Bauteilen in geringer Stückzahl.
Die EXJECTION®-Technologie wurde zusammen mit dem Produkteigenschaften, die für den Kunden Alleinstellungsmerk-
Ingenieurbüro Steiner in Spielberg entwickelt und zum Patent male in technisch funktioneller und wirtschaftlicher Hinsicht
angemeldet. Führende Unternehmen der österreichischen mit sich bringen. Sonderprozesse und Hybridbauweisen wie
Kunststoffwirtschaft, wie Böhler, Hasco und Balzers haben sich Mehrkomponententechnik sind realisierbar. Hohle Profile und
beim Bau der Forschungsform mit eingebracht. Die Prozess- Profile mit einer steifen Kernschicht aus einem anderen Werk-
analysen wurden zusammen mit dem Weltmarktführer ENGEL stoff sind ebenfalls mittels EXJECTION® herstellbar. Durch die
durchgeführt. Dekoration mit Folien und Holzfurnieren sowie das Anspritzen
Nach Lösung der verfahrenstechnischen Anforderungen des von Einlegeteilen können Montagekosten eingespart werden.
neuen Fertigungsverfahrens eröffnet sich ein breites Anwen-
dungsspektrum. Potenzielle Abnehmer sind alle Wirtschaftsbe- HYBRID COMPOSITE PRODUCTS GmbH
reiche, die heute bereits längliche Kunststoffteile fertigen und Poststraße 12, 8724 Spielberg
einsetzen, wie vor allem die Bau-, die Automobil- und die Luft- Tel.: +43 (0)3512-72 222-0
fahrtindustrie. Die Verfahrensvorteile von EXJECTION® ergeben www.hcp0.com

WEITERE DIENSTLEISTUNGEN DER FFG IM RAHMEN DER START UP INITIATIVE:


Venture-Foren als Kontakt zu Kapitalgebern Technology-Rating „Techrate®“ zur technischen
Die FFG sieht sich nicht nur als Wegbegleiter für die Pilo- Standortbestimmung
tierungsphase, sondern auch als Experte für die weiteren Mit reinen Finanzierungen allein ist jungen, technologieori-
Schritte. So werden im Rahmen der Venture-Capital-Meetings entierten Unternehmen nicht geholfen. Die FFG setzt dabei
potenzielle Geldgeber und attraktive Start ups zusammen- mit seinem Technology-Rating „Techrate®“ voll auf das
geführt. Auf diese Weise können aus Erstgesprächen auf Prinzip der direkten Dienstleistung und bietet ein hochwer-
raschem und direktem Wege Beteiligungsverhältnisse ent- tiges Intensiv-Coaching an. So können Sie als Unternehmer
stehen, die Unternehmen in ihrer Entwicklung schnell einen praxisgerecht und objektiv feststellen, was Ihre Idee prinzi-
großen Schritt weiterbringen können. Die Teilnahme an den piell wert und ob sie auch wirklich umsetzbar ist.
FFG Venture-Capital-Foren ist für alle Beteiligten kostenlos.
Die Auswahl der teilnehmenden Firmen und der potenziellen
Investoren übernimmt die FFG (Bereich Basisprogramme)
aufgrund der zuvor durchgeführten Expertenanalyse. So
werden Reibungsverluste verhindert und die Präsentationen
der Unternehmen finden das richtige Publikum.

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 13


YOUNGEXPERTS
YOUNG EXPERTS

FRISCHE
RIS
IDEEN FÜR
IDEE
NEU PRODUKTE
NEUE
D
ie Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
DATEN & FAKTEN in Unternehmen und die Zusammenarbeit zwischen
YOUNG EXPERTS Forschung und Wirtschaft sind wichtige Eckpunkte
Zielgruppe: Kleine und Mittlere Unternehmen; Größere Firmen der modernen Innovationsförderung. Das vorhandene Hu-
(bis 1000 Mitarbeiter), die über keine Forschungsabteilung manpotential zu nützen und weiter auszubauen und durch
verfügen.
Wissenschaftskooperationen neues Know-how zu generieren,
eröffnet vor allem für Kleine und Mittlere Unternehmen neue
Marktchancen.
Einreichung: laufende Einreichmöglichkeit ohne Einreich-
Die FFG hat daher das neue Programm „Young Experts“
termine; die Förderung ist vom Unternehmen im Rahmen einer
ins Leben gerufen. Das Ziel des Programmes ist, junge For-
Basisprogrammförderung zu beantragen. scherInnen beim Start einer Karriere in der industriellen und
wirtschaftsbezogenen Forschung zu unterstützen. Andererseits
Projekttyp: Forschung & Entwicklung werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU), sowie Unter-
nehmen die bislang noch keine Forschungsprojekte durchge-
max. Förderhöhe: 50% Zuschuss für Bachelors, Masters, führt haben dadurch motiviert, mit jungen ForscherInnen zu
DiplomandInnen und DissertantInnen, 60% für Junior Resear- kooperieren. Die „Young Experts“ sollen ihr wissenschaftliches
chers, 80% für Post Docs; Unternehmenskosten bis 50 % in Know-how in das Unternehmen einbringen, um dadurch
einem Mix aus Zuschuss und Darlehen innerbetriebliche Innovationen zu fördern und die Kernkompe-
tenzen nachhaltig zu stärken.
Ansprechperson: Katrin Großberger Das Programm „Young Experts“ ist der Zusammenschluss
Telefon: +43 (0)5 7755 - 1204 der Aktionslinie Nachwuchsförderung der FFG und der
E-Mail: katrin.grossberger@ffg.at Impulsprojekte des FWF und wird vom Bundesministerium
für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) unterstützt.
Internet: www.ffg.at/content.php?cid=46 Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen sowie
größere Firmen mit bis zu tausend Mitarbeitern, die über keine
Forschungsabteilung verfügen.
Auf der Seite der ForscherInnen richtet sich das Programm an:
z Bachelors, Masters, DiplomandInnen und DissertantInnen
aber auch
z Post-Doktoranden, sog. „Post Docs“ (Akademiker mit wis-
senschaftlicher Forschungstätigkeit, Studienabschluss liegt
nicht länger als zehn Jahre zurück, wobei nachgewiesene
Karenzzeiten die zehnjährige Laufzeit unterbrechen) und
z Junior ResearcherInnen (AkademikerInnen mit max. 5-jäh-
riger wissenschaftlicher Forschungstätigkeit)

14 www.ffg.at
BP - KOOPERATIV

GEMEINSAME PROBLEME LÖSEN


D
ie Basisprogramme bieten neben der Förderung von
Einzelprojekten der Wirtschaft auch Unterstützungs-
möglichkeiten für kooperative Forschungsprojekte,
deren Ergebnisse der gesamten Branche zur Verfügung stehen.
Diese Branchenforschungsprojekte können einerseits die
Grundlage für zukünftige Normen und Richtlinien bilden oder
andererseits technische Branchenprobleme lösen.
Branchenforschungsprojekte werden meist von Forschungs-
instituten oder Interessenvertretungen beantragt und müssen
entweder durch mehrere Firmen oder durch Finanzierungsbei-
träge von Verbänden kofinanziert werden. Aufgrund der hohen
Förderung besteht die Verpflichtung zur Veröffentlichung der
Forschungsergebnisse in der Branche.

DATEN & FAKTEN: BASISPROGRAMME


- KOOPERATIVE FORSCHUNG
Zielgruppe: Unternehmen, kooperative Forschungseinreich-
tungen und Forschungseinrichtungen mit Intermediärsfunktion,
Interessensvertretungen

Einreichung: laufende Einreichmöglichkeit ohne


Einreichtermine
DICHTHEITSKONTROLLE VON
Konsortium: Projektkonsortien müssen aus mindestens einem
Forschungsinstitut oder einer Interessensvertretung sowie min-
KUNSTSTOFFROHR-VERBINDUNGEN

Z
destens drei Unternehmen bestehen, wobei die Unternehmen iel des Projektes war die Entwicklung einer Prüfmetho-
gemeinsam mindestens 20 % der Projektkosten in Form eines dik zur Bestimmung des Langzeitdichtverhaltens von
Barbeitrages leisten. Verbindungen mit Elastomerdichtungen unter statischen
Erdlasten und dynamischen Verkehrslasten. Im Laufe der
Projekttyp: Forschung & Entwicklung, Transfer Zeit kommt es zu einer Reduktion der Anpresskraft, wo-
durch die Verbindung undicht werden kann.
max. Förderhöhe: bis zu 60 % mit einem Zuschuss Zum Zeitpunkt des Projektstarts existierten nur unge-
nügende Prüfvorschriften und Methoden. Im Rahmen des
Ansprechperson: Horst Schlick Projekts wurde eine geeignete Prüfmethode entwickelt, um
Telefon: +43 (0)5 7755 - 1309 die Dichtheit einer elastomeren Dichtringverbindung zu
E-Mail: horst.schlick@ffg.at charakterisieren. Diese beruht auf der Pressung zwischen
Rohraußenfläche und Formstückinnenseite. Durch Relaxa-
tionsprozesse kommt es zu einer Reduktion der Anpress-
Internet: www.ffg.at/BP
kraft, was zu einem starken Verlust der Funktionalität führt.
Die neue Prüfmethode basiert darauf, dass an einer Seite
eines PTFE Schrumpfschlauches ein Innendruck erzeugt
wird. Der Schlauch ist zwischen Rohr und Dichtring ange-
bracht. Übersteigt die durch den Innendruck erzeugte Kraft
die Anpresskraft, entsteht ein Durchfluss, der detektiert
werden kann.
Die Prüfmethode wurde ausführlich getestet, das Mess-
prozedere erarbeitet. Zahlreiche Rohre wurden mit dem
Messverfahren getestet. Anhand der Ergebnisse, die im
Rahmen dieses Projektes erarbeitet wurden, ist es möglich,
Grenzwerte zu definieren, die die Dichtheit nach 50 bzw.
100 Jahren verdeutlichen. Diese Methode ergänzt das breite
Prüfangebot im bestehenden Geschäftsfeld „Rohre und
Rohrleitungsteile“.

ofi - Österr. Forschungsinsitut für Chemie und Technik


1030 Wien, Franz Grill Straße 5 / Arsenal, Objekt 213
Tel.: +43 (0)1-798 16 01-790
www.ofi.co.at

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 15


YOUNG EXPERTS
FEASIBILITY
FEASIBILITY

NEUE IDEEN AUFF DEM


M PRÜFSTAND
P
B
ei Österreichs kleinen
einen und reiz, diese
s Ideen auch zu verwirklichen
DATEN & FAKTEN mittleren Unternehmen
rnehmen besteht z KMUs erschließen
ers sich ein professio-
FEASIBILITY ein reiches Ideenpotenzial
enpote für nelles BBeratungspotenzial
Zielgruppe: kleine und mittlere neue Produkte und Innovationen. en. D
Diese z Fehlentwicklungen werden
wer verhindert
Unternehmen (KMU), Unternehmen in
werden aber oft nicht realisiert,
sie weil z Kooperationen
perationen mit wichtigen
wich und pas-
Unsicherheit it über
üb die Möglichkeiten
öglichkeiten zur senden
nden Partnern können
könne stattfinden
Gründung
Problemlösung
sung und über er die Machb
Machbarkeit z diee Basis innovativer Firmen wird
besteht. e
erweitert
Einreichung: laufende Einreichmöglich-
Die FFG unterstützt
nters daher
aher so ge- z auch international
internation orientierte Projekte
keit ohne Einreichtermine nannte Feasibility-Studien
asibility vonnKKMU. können dabeii iihren Start nehmen
Mit diesen
en Mach
Machbarkeitsstudien,
ud die Die mögliche
he Förderung betrifft aus-
Projekttyp: Forschung & Entwicklung von Forschungsinstituten
schungs un
und anderen schließlich diee Kosten externer Mach-
qualifizierten
iert Instituten
stituten erstellt wer- barkeitsstudien, die von KMU in Auftrag
max. Förderhöhe: Kosten der externen den können,
d n, sollen erstens technische gegeben werden.
erd Die maximale Förder-
Studie bis zu 75 %, maximal jedoch mit Lösungsmöglichkeiten
möglichkeiten für innovative höhe beträgt
rä 12.000 Euro, förderbar sind
12.000 Euro Ideen aufgezeigt werden und zweite
zweitens bis zu 75 Prozent der Kosten, bei der
Studien
en zur technischen Machbark
Machbarkeit der Vorbereitung
rber auf industrielle Forschung,
Ansprechperson: Alexander Reiterer Ideen (proof of concept) erstellt werden. und bis zu 50 Prozent bei der Vorberei-
un
Telefon: +43 (0)5 7755 - 1307 Damit kann idealerweise
ealerweise ein Grundstein
G tung auf experimentelle Entwicklung.
E-Mail: alexander.reiterer@ffg.at zu konkretenen F&E-Projekte
F&E-Projekten, aber auch zu Für die Antragstellung sind keine
künftigenn Kooperationen gelegt werden. Partner erforderlich. Als Ersteller der
Internet: Unrealistische
tische Ideen kkönnen frühzeitig Machbarkeitsstudien kommen beispiels-
www.ffg.at/content.php?cid=53 erkannt werden,
d Wissen von externen weise Universitätsinstitute, Forschungs-
Technologien wird nutzbar gemacht. institute wie Austrian Research Centers
Die Vorteile liegen auf der Hand: (Seibersdorf) oder Joanneum Research,
z Ideen werden objektiv geprüft Fachhochschulen und kooperative For-
z technische Lösungsansätze werden schungsinstitute aus dem Verband ACR
aufgezeigt (Austrian Cooperative Research) sowie
z bei positivem Ergebnis besteht ein An- qualifizierte Sachverständige in Frage.

16 www.ffg.at
BEST PRACTICE

HIGH-TECH HELMSCHALEN FÜR PROJEKT „ZEROROLL“: WALZE OHNE


FEUERWEHRHELME DURCHBIEGUNG

U m die Sicherheit der Feuerwehrleute weiter zu erhöhen, wurde


die europäische Prüfnorm für Feuerwehrhelme im Jahre 2004
überarbeitet und neu festgelegt. Die Anforderungen in dieser
W alzen in bahnführenden Anlagen aller Art unterliegen ho-
hen physikalischen Kräften und weisen je nach Werkstoff
mehr oder weniger große Durchbiegungen unter Last auf. Diese
neuen Norm wurden derart verschärft, dass sie mit den langjährig Durchbiegungen wirken sich oft negativ auf die Ware, sei es
bewährten Materialien nicht mehr erfüllt werden können. Papier, Folie oder Vliesstoffe aus. Faltenbildungen, unregelmä-
ßige Wandstärken und ungleichmäßiger Zug über die Bahn-
Thermoplast oder Duroplast - welcher Kunststoff ist besser breite sind die Folge.
geeignet für Feuerwehrhelme? Als Hersteller von Walzen aus
Helme aus Duroplast haben eine höhere Steifigkeit und Hitzebe- faserverstärktem Kunststoff (CFK)
ständigkeit verbunden mit höherer Sprödigkeit und Bruchgefahr im hat die FWT WickeltechnikGmbH
Helminneren als bislang verwendete Thermoplast-Helme. Ther- zwar grundsätzlich schon den
moplastische Helme sind flexibler und dadurch langzeitbeständig Vorteil gegenüber Metallwalzen-
gegen im praktischen Feuerwehreinsatz auftretende Druck- und herstellern, dass die spezifische
Stoßbelastungen. Steifigkeit desWerkstoffes deutlich
ROSENBAUER International AG, einer der weltweit größten höher ist als bei Stahl oder
Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen und Feuerwehrausrüstung, Aluminium, trotzdem gibt es auch
stellte Banner einen Auftrag zur Produktion von Feuerwehrhelmen hier Verbesserungspotenzial. Aus
in Aussicht, wenn Banner in der Lage wäre, die Einhaltung der diesem Grund hat das Neunkirch-
verschärften Norm auf kosteneffiziente Weise sicherzustellen. ner Unternehmen in den letzten
Banner erwartete sich Vorteile beim Einsatz eines Thermoplasten Jahren ein Entwicklungsprojekt
für die Helmschale. Deshalb beauftragte Banner die Firma APC mit zusammen mit Kunden in Angriff
einer Machbarkeitsstudie, in der untersucht werden sollte, ob ein genommen, um Maßnahmen zur
geeigneter Hochleistungsthermoplast prinzipiell technisch realisier- Reduktion der Durchbiegung zu
bar wäre. Gemeinsam mit APC wurden ein Werkstoffkonzept erstellt setzen.
und die Versuchsreihen festgelegt. Für die Erfüllung der spezi- Die Aufgabe war, gemeinsam mit
fischen Anforderungen der Norm reichen die Werkstoffkennwerte der TU Wien Vorschläge zur Reduk-
allein nicht. Daher wurden in einem der Machbarkeitsstudie fol- tion der Walzendurchbiegung zu
genden Entwicklungsprojekt für die Helmschale ein Versuchswerk- erarbeiten. Ein Diplomand hatte im
zeug und für die Tests ein Prüfstand gebaut, mit dem die Prüfung Rahmen eines FFG-Nachwuchsför-
normgemäß abläuft. Nach vielen Versuchsreihen unter Änderungen derungsprojekts (das Vorläuferpro-
in der Zusammensetzung bzw. der Rezeptur des Kunststoffes wurde gramm von Young Experts) die Möglichkeit, von der Erforschung
schließlich ein Compound gefunden, mit dem die Helmschale alle der Grundlagen bis hin zum Konzept für die die industrielle
Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertrifft. Anwendung wesentlich mitzuarbeiten. Diese Vorschläge wurden
Mit dem entwickelten Compound, der ROSENBAUER exklusiv zur dann mit dem Kunden diskutiert und auf die Einsatzmöglichkeit
Verfügung steht, ist es nun möglich, eine Helmschale darzustellen, in der Praxis geprüft. Für 3 Varianten gab es schließlich grünes
die eine extrem hohe Steifigkeit und Hitzebeständigkeit, verbunden Licht zum Bau von Testwalzen. Diese Testwalzen wurden bei FWT
mit den Vorteilen thermoplastischer Grundtechnologie, nämlich komplett gefertigt und anschließend am Prüfstand eines Kunden
Langzeitflexibilität, hohes Energieaufnahmevermögen und Recyc- in Bremen auf Herz und Nieren getestet.
lierbarkeit aufweist Die Ergebnisse zeigen, dass sich durch optimierte Lagenauf-
bauten die Steifigkeiten der CFK-Walzen erhöhen lassen. Weiters
kann durch spezielle Lagerkonfigurationen eine verbesserte
Einspannung erzielt werden, wodurch sich die Durchbiegung
weiter reduziert. Um diese Lösung allerdings in der Praxis einset-
zen zu können, bedarf es einer kontinuierlichen Überwachung
der Lagerkräfte, damit nicht durch ein plötzliches Absinken der
Vorspannkräfte undefinierte Zustände an der Walze entstehen.
Parallel dazu gab es noch ein weiteres Entwicklungsziel: eine
Walze mit Hilfe eines aktiven Schwingungsdämpfungssystems
überkritisch zu betreiben. Dazu zog FWT einen Partner aus dem
Bereich der Schwingungstechnik hinzu.
Am Prüfstand wurde dann der Nachweis geführt, dass
alle harmonischen Schwingungen durch die Aktuatoren aktiv
gedämpft werden können, d.h. die Walze könnte bei entspre-
chender Schutzausrüstung und Vorkehrungen zur Sicherheits-
In weiterer Folge wurde von ROSENBAUER die komplette Neu abschaltung auch oberhalb der kritischen Drehzahl betrieben
konstruktion eines zukunftsweisenden Feuerwehrhelmes beauf- werden. Die Projektergebnisse fanden bei interessierten Unter-
tragt. Für den Helm wurden nicht nur die Helmschale, sondern auch nehmen derart Anklang, dass zusätzliche Aufträge gewonnen
ein völlig neues Tragesystem, 2 Visiere und diverse Features wie werden konnten und in konkrete Anwendungen übergeleitet
Masken- und Lampenanbindung entwickelt. wurden.

Banner Kunststoffwerk GmbH FWT Wickeltechnik GmbH


4030 Linz , Traunauweg 22 2620 Neunkirchen, Werner von Siemens-Straße 7,
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FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 17


COIN EXPERTS
YOUNG
FEASIBILITY
COIN

D
as Programm COIN (Cooperation & Innovation) hat zum
Ziel, die Innovationsleistung Österreichs durch bessere
und breitere Umsetzung von Wissen in Innovation zu
verbessern. COIN zielt darauf ab, die Forschungs- und Techno-
logieentwicklungstätigkeit von Unternehmen, vor allem von
KMU, zu stimulieren und zu erhöhen. Ein wesentlicher Aspekt
von COIN ist dabei die Förderung der verstärkten Kooperation
von Unternehmen mit universitären und außeruniversitären
Forschungseinrichtungen und damit einer effizienteren
Umsetzung von Wissen in innovative Produkte, Verfahren und
Dienstleistungen.
Mit der Förderung von F&E- und Innovationsprojekten im
Rahmen von COIN sollen neue Formen der Zusammenarbeit
etabliert, neues Wissen generiert und rasch in marktfähige
Innovationen umgesetzt werden.
Diese Ziele werden in zwei Programmlinien umgesetzt:
z Die Programmlinie Aufbau fördert die materielle und
immaterielle Infrastruktur von Forschungs-, Inno-
vations- und Transfereinrichtungen des österreichischen
Innovationssystems.
z Die Programmlinie Kooperation & Netzwerke fördert Ko-
operationen und Netzwerke von Unternehmen, vor allem
KMU. Diese Programmlinie wird auch Ausschreibungen für
transnationale Kooperationen beinhalten.

WIE WISSEN UMGESETZT WIRD


DATEN & FAKTEN COIN PROGRAMMLINIE
COIN (COOPERATION & INNOVATION)
„KOOPERATION & NETZWERKE“
TZW E“
Auftraggeber: COIN ist eine gemeinsame Initiative des Bun-

M
desministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) und des it dieser thematisch offenen Programmline
ram werdenen
Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie Kooperations- und Netzwerkprojekte gefördert, mit denen
(bmvit) sowohl die Innovationsfähigkeit bzw. das Innovationsniveau niveau
als auch die Kooperationsbereitschaft ft der jeweils
jew beteiligten
Zielgruppen: Unternehmen (v.a. KMU), Einrichtungen des Unternehmen (vorrangig KMU) angehoben
gehoben wird.
w Unterstützt
Technologietransfers (z.B. Impulszentren), Fachhochschulen werden anwendungsorientierte Kooperatio
Kooperationsprojekte von m min-
und F&E-Einrichtungen destens drei Unternehmenspartnern tnern mmit der Option der Einbe-
in
ziehung weiterer strategisch wichtiger Konsortialpartner wie
Konsortium: Mindestens 3 Unternehmen (davon min. 2 KMU), Technologietransferorganisationen
ransf (z.B.
B. Impulszentren)
Impu oder
optional weitere Konsortialpartner aus den Bereichen Unter- Forschungseinrichtungen.
gseinrich Die Innovationen
novationen bz bzw. die F&E sollen
nehmen, intermediäre bzw. Technologietransfereinrichtungen, dabei auf neue oder auf weiterentwickelte
rentwickelte Pro
Produkte, Verfahren
Fachhochschulen, F&E-Einrichtungen. Grenzüberschreitende oder Dienstleistungen ausgerichtet
erichtet werden. Antragsberechtigt
Netzwerke sind förderfähig, sofern der Schwerpunkt des Netz- sind Unternehmen, Einrichtungen
ungen des Technologietransfers
Te
(z.B. Intermediäre wie Impulszentren)
lszentre und F&E-Einrichtungen,
werkes in Österreich liegt.
jeweils
eils mit St
Standort in Österreich. Mit dieser Programmlinie
sollen Strukturen
Struktu geschaffen werden, die auch längerfristig
Einreichung: offenes Ausschreibungsprinzip mit halbjährlichen
innovations-
ions und kooperationsfördernd wirken.
Stichtagen („cut off dates“) COIN-Ausschreibungen „Kooperation & Netzwerke“ werden
COIN
auch für transnationale Kooperationsvorhaben ausgeschrie-
max. Förderhöhe: je nach Programmlinie bis zu 60% bzw. ben. Weiters werden in Anlehnung an diese Programmlinie und
max. € 500.000.- auf Basis des Gesamtprogramms COIN auch im Rahmen des
ERANET „EraSME“ innovationsorientierte transnationale Koo-
Ansprechperson: Martin Reishofer perationen zwischen Unternehmen und F&E-Einrichtungen auf
Telefon: +43 (0)5 7755 – 2402 europäischer Ebene ermöglicht, um den innovativen Output
E-Mail: martin.reishofer@ffg.at der jeweils beteiligten Unternehmen zu erhöhen.

Internet: www.ffg.at/coinNet

18 www.ffg.at
BEST PRACTICE

ENTWICKLUNG KUNSTSTOFF-
TECHNISCHER MIKRO- UND NANOSYSTEME

D en Herausforderungen des Marktes entsprechend wurde


im Rahmen des Projektes network μ gezielt ein Netzwerk
von spezialisierten Unternehmen aufgebaut. Es besteht aus
6 Kleinunternehmen, de-
ren Kompetenzen sich
derart ergänzen, dass
sie gemeinsam die
Herstellung von Mikro-
systemen durchführen
können. Die Kernkom-
petenzen wurden nach
dem Prinzip „best
practice“ aufgeteilt.
Darüber hinaus wurden
weitere Know how-
Träger als Partner zur
aktiven Zusammenar-
beit für jene Bereiche
gewonnen, die selbst
nicht abgedeckt wer-
den können.
Während sich beim konventionellen Spritzgussprozess in
der Bauteil- und Werkzeugentwicklung die „Trial and Error“-
Methode bewährt hat, sind im Mikrobereich aufgrund der
„Kleinheiten“ dem menschlichen Auge und damit der hand-
werklichen Geschicklichkeit endgültige Grenzen gesetzt.
Neue Wege müssen beschritten werden. Es müssen u. a. die
mathematische Simulation der Prozesse und die automati-
sierte Qualitätskontrolle beherrscht werden. Garantien über
die Funktion von Produkten werden gefordert. Diese neuen,
WEITERE KUNSTSTOFF-RELEVANTE zusätzlichen Herausforderungen überfordern aber kleine und
PROJEKTE IN PROTECNET-PLUS/COIN mittelständische Unternehmen. Die Bildung von Kompetenz-
netzwerken stellt deswegen eine absolute Notwendigkeit für
Klein- und Mittelunternehmen dar, um in diesem Zukunfts-
HoliTec markt mitwirken zu können.
Komplexe 3D-Anwendungsmöglichkeiten und Formteile aus Durch den gezielten, bedarfsorientierten Aufbau von neuem
neuen Holz- und Alternativwerkstoffen Know how und die gegenseitige Unterstützung im network μ,
wurde es beispielsweise dem Unternehmen PKT GmbH (mit der
FUNCMOLD Produktion von hochpräzisen Mikro-Rotoren für Mikropumpen
Entwicklung von Präzisions-Mouldings mit hoher Funktionalität [+/-3μm] aus POM) und der Awender GmbH (mit der Fertigung
aus Polymeren mit Werkstoffintelligenz für Nischenplayer von nanostrukturierten, entspiegelten PMMA-Sichtscheiben für
Tachometer) möglich, völlig neue Systemlösungen viel rascher
auf den Markt zu bringen, als wenn sie das alleine versucht
ThermoSim
hätten. Zur erfolgreichen, schnellen Entwicklung von Markt-
Entwicklung von thermogeformten technischen Bauteilen mit
neuheiten war es erforderlich, Kleinunternehmen zu einem
hoher Funktionalität aus thermoplastischen Kunststoffen unter
größeren Konsortium zusammenzuschließen. Als Konsortium
Zuhilfenahme der Simulationstechnik war man attraktiv genug, um internationale Know how-Träger
als Entwicklungspartner zu gewinnen. Das Projekt wurde im
VorTOOeL Mai 2005 abgeschlossen und die 6 Projektpartner arbeiten
Entwicklung einer virtuellen Firma im Spritzguss-Werkzeug- und auch heute noch eng zusammen.
Formenbau In der Projektlaufzeit wurden die Kompetenzen der Pro-
jektpartner durch gezielten Know how-Transfer von externen
microMAT Know how-Gebern gezielt gestärkt. Der Know how-Aufbau in
Entwicklung von maßgeschneiderten Polymer-Werkstoffen für den einzelnen Partnerunternehmen erfolgte nach dem Prinzip
Präzisions-Mikrospritzgussteile „learning by doing“. Damit wurde auch die notwendige Nach-
haltigkeit erzielt.
PlasTron
PlasTronic-Entwicklung von elektrischen und elektronischen Polyconcent - Engineering und Entwicklung
Bauteilen/Systemen aus neuen Kunststoffen mit neuen Metho- (Projekt-Koordinator)
den und Technologien 4502 St. Marien, Bahnweg 14
Tel.: +43 (0)7227-6854 2,
www.polyconcent.at

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 19


INHALT
TAKE OFF

DURCH HOCHFLIEGENDE
EN IDE
IDEEN
ERFOLGREICH AM MARKT
ARKT
T
AKE OFF, das österreichische Aeronautikforschungspro-
gramm, soll die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen DATEN & FAKTEN: TAKE OFF
Luftfahrtwirtschaft und Luftfahrtzulieferindustrie nach- (IMPULSPROGRAMM FÜR AERONAUTIK)
haltig stärken. Dieser Sektor ist einerseits besonders innovativ Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und
und wettbewerbsorientiert, andererseits in höchstem Ausmaß Technologie (BMVIT)
auf internationale Märkte ausgerichtet. In Hinblick auf die
verwendeten Werkstoffe stehen Metalle und Kunststoffe im
Zielgruppe: Unternehmen (auch Anwender),
Zentrum der Forschung.
Das Ziel von TAKE OFF ist, die Umsätze des österreichischen n Forschungseinrichtungen
Luftfahrtsektors langfristig zu steigern und die High-Tech-Pro-
duktion in Österreich abzusichern. Dazu soll insbesondere
ond die Einreichung: nach Ausschreibungsprinzip bzw. gezielter
Forschungskompetenz und das Humankapitals von on Un
Unterneh- Einladung zur Einreichung von Vorschlägen nach strategischer
men und Forschungseinrichtungen gestärkt werden. den. TAKE OFFF Projektentwicklung
unterstützt den Aufbau strategischer europäischer und interna- n
tionaler Partnerschaften sowie die Erschließung neuereue Märkte. Projekttyp: Forschung und Entwicklung, Vernetzung, Technolo-
Im Rahmen von Ausschreibungen können kooperative
koopera gietransfer, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
Forschungsprojekte, Leitprojekte, Stimulierungsvorhaben,
rungsvorh
Maßnahmen zur Humanressourcenentwicklung klung un
und Begleit- max. Förderhöhe: vorwettbewerbliche Entwicklung & Ausbil-
maßnahmen eingereicht werden. Teilnahmeberechtigt sind dung: bis zu 50 %, industrielle Forschung: bis zu 75 %
Industrie- und Dienstleistungsunternehmen
ungsu (mit
mit Betre
Betreiber-
standort oder Forschungsstätte
gsstätt in Österreich),
ch), Forschungs-
Forschu Ansprechperson: Andreas Geisler
einrichtungen und ForscherInnen
sche aus dem
em universitären
universitär und Telefon: +43 (0) 5 7755 - 5060
außeruniversitären Bereich sowie von Fachhochschulen
Fachhochsch und E-Mail: andreas.geisler@ffg.at
Ausbildungseinrichtungen, sowie Anwenderender aaus dem Bereich
Luftfahrt (als Kooperationspartner).
erationsp Die Teilnahme auslän-
Internet: www.ffg.at/takeoff
discher Projektpartner
partner ist e
erwünscht.

20 www.ffg.at
COMET

KOMPETENZZENTREN:
ZUSAMMENARBEIT ERMÖGLICHT
SPITZENLEISTUNGEN
D
as Programm COMET fördert den Aufbau von Kom-
petenzzentren, in denen Partner aus Wirtschaft und DATEN & FAKTEN:
Wissenschaft eng zusammen arbeiten. Die Ziele des COMET
Programmes sind die Entwicklung und Förderung internati- Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und
onal wettbewerbsfähiger Spitzenforschung, die Bündelung Technologie (BMVIT) und Bundesministerium für Wirtschaft und
von wissenschaftlich-technologischen Kompetenzen und Arbeit (BMWA)
die gemeinsame Definition von Themen durch Industrie und
Forschungseinrichtungen.
Zielgruppe: Unternehmen, Forschungseinrichtungen
COMET - „Competence Centers for Excellent Technologies“
- ist das Nachfolgeprogramm zu den Kompetenzzentren-
Programmen Kplus und K-ind/K-net. Diese 1998 gestarteten Einreichung: nach Ausschreibungsprinzip; K-Projekte: einstufiges
Kompetenzzentren-Programme gehören zu den erfolgreichsten Verfahren, K1- und K2-Zentren: 2stufiges Verfahren (1. Stufe:
Initiativen der Technologiepolitik in Österreich. International Kurzanträge; Jury-Evaluierung dieser Kurzanträge; Einladung ausge-
werden die Programme mittlerweile als Best-practice-Modell wählter Antragsteller zum Vollantrag [2. Stufe])
gehandelt. Das neue Programm COMET wurde im Sommer
2006 gestartet, nach einem intensiven Wettbewerbsverfah- Projekttyp: Kompetenzzentren (K1/K2) und Kompetenzpro-
ren mit höchsten Qualitätsanforderungen bekamen Ende jekte: industrielle Forschung zur Kooperation Wissenschaft
September 2007 die ersten COMET-Zentren und -Projekte – Wirtschaft
eine Finanzierungszusage.
Konsortium: wissenschaftliche und wirtschaftliche Partner (sie-
he Ausschreibungskriterien)

Max. Förderhöhe: bis zu max. 60 % (abhängig von


Programmlinie)

Ansprechperson: Otto Starzer


Telefon: +43 (0)5 7755 - 2101
E-Mail: otto.starzer@ffg.at

Internet: www.ffg.at/comet

ANALYSE DES VERSAGENSBILDES DER


EXPLOSIVEN DEKOMPRESSION
COMET umfasst drei Aktionslinien: „K1-Zentren“, „K2-Zen-
tren“ und „K-Projekte“. Sie unterscheiden sich primär durch Gemeinsam mit dem PCCL wurde im Rahmen eines Kplus-Pro-
die Ansprüche an die geförderten Einrichtungen hinsichtlich jektes eine neuartige Methode zur Analyse und Beschreibung
Internationalität, Projektvolumen und Laufzeit. Thematisch des Versagensmechanismus der explosiven Dekompression
sind alle drei Programmlinien offen, jedes Zentrum und jedes von druckbelasteten O-Ringen unter Gasatmosphäre entwi-
Forschungsprojekt muss aber ein definiertes Thema haben. ckelt. Mit dieser Messeinrichtung ist es möglich, die im Falle
COMET soll jene Forschungsaktivitäten besonders unter- eines plötzlichen Druckabfalls innerhalb von Sekundenbruch-
stützten, die auf höchstem Niveau operieren und auch im inter- teilen ablaufenden Deformationsvorgänge zu verfolgen und
nationalen Umfeld eine markante Positionierung versprechen. zu analysieren. Diese gewonnenen Daten werden in weiterer
Die Kompetenzen der in den Zentren tätigen Akteure sollen im Folge dazu genutzt, Werkstoffe entsprechend zu modifizieren
neuen Programm stärker gebündelt werden, und nicht zuletzt und damit das gewünschte Eigenschaftsprofil einzustellen.
soll das Programm durch attraktive Angebote für Forscherinnen
und Forscher auch wesentlich zur Entwicklung der Humanres- ECONOMOS Austria GmbH
sourcen in Österreich beitragen. 8750 Judenburg, Gabelhoferstraße 25,
Tel.: 03572 - 82 555
www.economos.com

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 21


INHALT
NANO INITIATIVE

KLEINSTE STRUKTUREN IM ZENTRUM


N
ANO gilt als vielversprechende Zukunftstechnologie mit
enormem Entwicklungs- und Anwendungspotenzial in DATEN & FAKTEN:
vielen Industriesektoren und Lebensbereichen und stellt NANO INITIATIVE
daher für die österreichische Forschung und Wirtschaft einen Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Innovation
strategisch wichtigen Schwerpunkt dar. Das Weltmarktvolumen
und Technologie (BMVIT)
von Produkten, in denen Nanotechnologie eine wesentliche
Rolle spielt, liegt bereits heute in einer Größenordung von etwa
Zielgruppe: Unternehmen, Forschungseinrichtungen,
100 Milliarden Dollar und soll bis 2015 nochmals zehn bis
zwanzig Mal größer sein. NANO- Akteure
NANO umfasst unter anderem Materialwissenschaften,
Informations- und Kommunikationstechnologien, Life Sciences Einreichung: nach Ausschreibungsprinzip
und Medizin, ist daher im Kern eine interdisziplinäre Tech-
nologie. Die im Jahr 2004 gestartete NANO Initiative ist ein Förderhöhe: je nach Projektformat, Programmlinie und
mehrjähriges Förderprogramm für Nanowissenschaften und Ausrichtung des Vorhabens zwischen 35 und 100 % der
Nanotechnologien (kurz: NANO) in Österreich. Ihre Ziele sind Projektkosten.
die verstärkte Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen,
die Positionierung österreichischer Interessen im internationa- Konsortium: Projekte sind im Regelfall als Konsortialprojekte
len Wettbewerb sowie Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. unter Beteiligung mehrerer Partner aus Wissenschaft und/oder
Die NANO Initiative koordiniert – weit über die finanzielle Wirtschaft zu konzipieren.
Förderung hinaus – Maßnahmen auf nationaler und regionaler Die Anzahl der erforderlichen Partner ist je nach Programmlinie
Ebene und wird unter Federführung des Bundesministerium für und Art des Vorhabens unterschiedlich. Die Kooperation mit
Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gemeinsam von ausländischen Partnern ist erwünscht, wenn damit positive
mehreren Ministerien, Bundesländern und Förderstellen getra- Effekte für das Projekt erwirkt werden.
gen. Fördermöglichkeiten gibt es in den Programmlinien „nati-
onale kooperative Forschung und Technologieentwicklung im
Ansprechperson: Margit Haas
Verbund“, „Netzwerke und Vertrauensbildung“, „Maßnahmen
Telefon: +43 (0) 5 7755 - 5080
zur Aus- und Weiterbildung“, und „transnationale kooperative
Forschung und Technologieentwicklung Projekte“. E-Mail: margit.haas@ffg.at

Internet: www.ffg.at/nano

22 www.ffg.at
ERA-NET

FORSCHEN IM GEMEINSAMEN EUROPA

M
ehr als 80% der Forschungsarbeit im öffentlichen
Sektor wird in Europa auf nationaler Ebene geleistet
DATEN & FAKTEN:
und wird hauptsächlich über nationale und regionale MNT ERA-NET
Forschungsprogramme gefördert. Um den Grundgedanken Einreichung:
eines lebendigen Europäischen Forschungsraums (European Der Einreichprozess ist 2-stufig:
Research Area - ERA) zu folgen, wurde daher bereits im 6. 1. Der/die Koordinator/in muss in elektronischer Form eine
EU-Rahmenprogramm (2002-2006) das ERA-NET Schema ent- Kurzbeschreibung des Projektes einreichen (pre-proposal) und
wickelt, um grenzüberschreitenden Forschungs- und Technolo- kontaktiert dazu seine/ihre zuständige nationale/regionale
giezusammenarbeit zu unterstützen.
Förderstelle.
Im Rahmen des ERA-NET Schemas sollen nationale und
2. Im Falle einer Empfehlung zur Einreichung in der 2. Stufe
regionale Programme koordiniert, integriert und gebündelt
wird im nächsten Schritt ein so genanntes full-proposal (Vollan-
werden, um letztendlich zu abgestimmten, transnationalen
Forschungsprogrammen zu kommen. Die Europäische Kommis- trag) zusammen mit einem nationalen/regionalen Förderantrag
sion unterstützt die Koordination. eingereicht.
Der FFG – als zentraler Agentur der Republik Österreich für Die Evaluierung findet auf internationaler Ebene statt, während
angewandte Forschung – ist es gelungen, an 15 derartigen die nachfolgende Förderentscheidung und -abwicklung gemäß
ERA-NET Aktivitäten aktiv beteiligt zu sein. Für eine dieser nationalen/regionalen Richtlinien erfolgt.
Aktivitäten – „MNT ERA-NET“ – fungiert die FFG auch als
Koordinator. Förderhöhe:
Die österreichischen Projektpartner in einer Kooperation
werden von der FFG gemäß Bedingungen der Basispro-
gramme (max. 50 % der förderbaren Kosten) gefördert. Ein
MNT ERA-NET Barwertbonus von 5 % für die internationale Kooperation wird
zusätzlich vergeben.

M NT ERA-Net (From Micro- and Nanoscale


scale S
Technologies for Europe) ist eine 5-jährige
jäh
Science to New
transnatio-
nale Initiative, an der derzeit 23 Förderorganisationen
sn
n aus
Konsortium:
Die Konsortien müssen mindestens aus 2 Partnern aus 2 ver-
schiedenen teilnehmenden Ländern/Regionen bestehen. Von
20 Ländern und Regionen teilnehmen. Ziel ist es, im Zuge
österreichischer Seite ist die Teilnahme von mindestens einem
gemeinsamer Ausschreibungen nationale/regionale
onale/reg Förderpro-
rpro
gramme für transnationale Konsortien tien bzw. deren F&E-Projekte
roj Unternehmen erforderlich. Das Konsortium kann so viele Part-
zugänglich zu machen. ner umfassen, wie für die Projektdurchführung notwendig sind.
MNT ERA-NET lässt F&E-Projekte im gesamten Themengebiet ngebiet
der Mikro- und Nano-Technologien
ano-Te zu,
u, allerdings
allerdin sind Bedin-
gungen und Einreichkriterien
nreichk der beteiligten nationalen/
na regi-
onalen Förderprogramme zu berücksichtigen.
rücksichtigen Erste Ausschrei-
bungen wurden 2006 und 2007 7 durchgeführt.
durchgef Bis auf weiteres
ist eine Ausschreibung
hreibu pro Jahr geplant.

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 23


COIN EXPERTS
YOUNG
FEASIBILITY
BRIDGE

DATEN & FAKTEN


BRIDGE
Zielgruppe: Forschungsinstitute,
Unternehmen, EinzelforscherInnen

Einreichung: nach
Ausschreibungsprinzip

Projekttyp: Grundlagenforschung,
Forschung & Entwicklung

max. Förderhöhe: je nach Projektfor-


mat, 40 % bis 75 %

Förderzeitraum: max. 3 Jahre

Konsortium: Das Konsortium muss


aus mindestens 2 Partnern (jeweils
mindestens 1 Partner Wissenschaft und
Wirtschaft) bestehen.

Ansprechperson: Brigitte Robien


Telefon: +43 (0)5 7755 - 1308
E-Mail: brigitte.robien@ffg.at

Internet: www.ffg.at/bridge

VON DER IDEE ZUM PRODUKT


E
ine wettbewerbsfähige Wirtschaft zeichnet sich auch
durch die rasche Umsetzung von wissenschaftlichen
Erkenntnissen in marktfähige Produkte und Dienstleis- SO FÖRDERT BRIDGE:
tungen aus. In enger Abstimmung mit dem Wissenschaftsfonds
FWF führt die FFG deshalb das „Brückenschlagprogramm“ Innerhalb des Programms BRIDGE werden 2 Förderschienen
durch. Dieses Programm fördert Projekte, die zwar noch zum (Brücke 1 und Brücke 2) angeboten, die sich durch den
überwiegenden Teil in der Grundlagenforschung angesiedelt Grundlagenforschungsanteil und durch die Förderintensität
sind, aber bereits ein deutliches Verwertungspotential erken- unterscheiden:
nen lassen, so dass eine oder mehrere Firmen bereit sind,
das Projekt mitzufinanzieren und daran mitzuarbeiten. Das BRÜCKE 1: BRÜCKE 2:
Programm wendet sich an WissenschaftlerInnen, sowie an Un-
ternehmen aller Fachdisziplinen und Branchen in Österreich. Der Schwerpunkt der Kosten Ein wesentlicher Teil der
In früheren Jahren wurde häufig die so genannte „Förderlü- (mindestens 80 %) liegt hier Projektarbeiten liegt nach
cke“ zwischen Programmen der angwendungsorientierten und beim Forschungsinstitut wie vor beim wissen-
solchen der Grundlagenforschung bemängelt. Dabei geht es bzw. bei den ForscherInnen. schaftlichen Partner
um Projekte, die für den Wissenschaftsfonds FWF „zu anwen- Die Unternehmen als (mindestens 30 %). Die
dungsorientiert“ sind, aber für eine Förderung durch die ande- mögliche Umsetzer der Unternehmen sind jedoch
ren Programme der FFG noch nicht „reif genug“ (anwendungs- Ergebnisse beteiligen sich durch eigene Sach- und Ar-
nah) sind. Zur Schließung dieser „Förderlücke“ werden daher finanziell und durch Be- beitsleistungen in höherem
unter dem gemeinsamen Dach BRIDGE zwei Förderprogramme reitstellung von Sach- und Ausmaß in das Projekt
in abgestimmter Vorgangsweise durchgeführt: das „Translatio- Arbeitsleistungen (maximal eingebunden. Die Förderhö-
nal Research Programme“ des Wissenschaftsfonds (FWF) und 20 %) am Vorhaben. he ist abhängig von der Un-
das Brückenschlagprogramm der FFG. Auch die Evaluierung der Maximale Förderhöhe: ternehmensgröße und liegt
Projekte wird von FWF und FFG gemeinsam durchgeführt. Das 75 % der förderbaren zwischen 40 und 60 % der
Ziel ist, die Potenziale der Grundlagenforschung und ange- Projektkosten förderbaren Projektkosten
wandten Forschung gemeinsam weiter zu entwickeln.

24 www.ffg.at
BEST PRACTICE

„XMELT“ - AN DIE SCHALLGRENZE DER SPRITZGESCHWINDIGKEIT

E NGEL Xmelt ist eine Verfahrenstech-


nologie für das Hochgeschwindig-
keitsspritzgießen mit unkonventioneller
Methodik. Konventionelles Hochge-
schwindigkeitsspritzgießen baut auf
einer Maschinentechnik mit hoher
Antriebsleistung und Einspritzakkus auf.
Beim Einspritzen werden Schnecke und
Maschinenkomponenten auf Hochge-
schwindigkeit beschleunigt und danach
wieder abgebremst. ENGEL Xmelt nutzt
die mit Hochdruck im Plastifizierzylinder
komprimierte Kunststoffschmelze als
Druckspeicher. Die Formfüllung erfolgt
ausschließlich durch Entspannen der
Schmelze.
Für die reproduzierbare Herstellung
dünnwandiger Spritzgießteile mit Wand-
dicken < 0,6 mm wurde von Engel Austria
GmbH vor einigen Jahren das Expansions-
spritzgießen entwickelt. Hauptmerkmal
dieses Verfahrens ist die Trennung der
Schmelzekompression und der Einspritz-
phase. Bei diesem Verfahren liegen die
Herausforderungen in der thermische Be-
lastung der Schmelze im Schneckenvor-
raum durch Kompressionswärme (Drücke
bis zu 2.500 bar), der Verweilzeit und der Hochgeschwindigkeitsspritzgießen mit vorkomprimierter Kunststoffschmelze
mechanisch/thermische Beanspruchung
des Kunststoffes durch extrem hohe
Schergeschwindigkeiten während des ENGEL AUSTRIA GmbH Institut für Kunststoffverarbeitung,
Einspritzens. Bei ungeeigneter Prozess- 4311 Schwertberg, Ludwig-Engel-Straße 1 Montanuniversität Leoben
führung kann es zu Molmassenabbau Tel.: 050 620-0 8700 Leoben, Franz-Josef-Straße 18
und Verringerung der mechanischen www.engelglobal.com Tel.: 03842 402 3501
Eigenschaften der Teile kommen. Eine ikv.unileoben.ac.at
Simulation des Expansionsspritzgießens
zur Verkürzung von Entwicklungszeiten
ist mit verfügbarer Spritzgießsimulations-
software heute nicht möglich.
Ziel dieses Projektes ist die Entwick-
lung eines physikalischen Modells für
das Expansionsspritzgießen und die
Entwicklung eines Berechnungspro-
IN SITU HERSTELLUNG VON POLYESTER-
gramms für die Simulation der Expansi- NANOKOMPOSITEN
ons- und Nachdruckphase. Damit wird
eine Vorausberechnung des nötigen
Dosiervolumens, Vorkompressionsdrucks Neuartige Nanokomposite werden in einem Projekt am
und des Druckverlaufes in der Kavität Institut für Materialchemie der TU Wien untersucht. Der
bei der Expansion möglich. Wegen der herkömmliche industrielle Syntheseweg für Nanokomposite
extremen Spritzbedingungen sind die für ist das mechanische und/oder thermische Mischen von
die Simulation erforderlichen Stoffdaten Nanopartikeln in vorher synthetisierte Polymere. Dabei
wie Schmelzeviskosität und Wärme- kommt es häufig zu einer nichthomogenen Verteilung der
leitfähigkeit temperatur- und druckab- Nanopartikel in der Polymermatrix und somit zu Agglomera-
hängig sowie die pvT-Daten bei hohen tionsphänomenen, welche die Eigenschaften der Nanokom-
Abkühlgeschwindigkeiten zu bestimmen. posite negativ beeinflussen. Im Rahmen des Projektes wird
Die grundlegenden Zusammenhänge ein Verfahren zur in situ Bildung von Nanopartikeln über
zwischen Prozessparametern und Form- den Sol-Gel-Prozess untersucht.
teilqualität sind durch systematische
Spritzgießversuche zu erarbeiten. Der Institut für Materialchemie der TU Wien
Molmassenabbau im Schneckenvorraum, 1060 Wien, Getreidemarkt 9
im Spritzteil und bei den rheologischen Tel. 01 - 58801 - 16501
Messungen soll systematisch untersucht www.imc.tuwien.ac.at
werden.

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 25


ENTERPRISE EUROPE NETW.

TECHNOLOGIETRANSFER SPART
ZEIT UND GELD

E
uropaweit werden jährlich enorme Summen in For- Zu diesem Zweck hat die Europäische Kommission das
schungs- und Entwicklungsprojekte investiert, deren Enterprise Europe Network ins Leben gerufen. Es vereinigt seit
Ergebnisse bereits woanders in Europa von einer Univer- Beginn 2008 die früheren „Euro Info Centres“ (EU Rechts-,
sität, einem Technologiezentrum oder einer innovativen Firma Förder- und Unternehmenskooperations-Services) und die „In-
gelöst worden sind. Ein vorrangiges Ziel des Enterprise Europe novation Relay Centres“ (Technologietransfer). Es ist Europas
Network ist es daher, zum einen diese Doppelforschung zu größtes Technologietransfer-Netzwerk mit 600 Büros in 40
verhindern, und zum anderen brach liegendes F&E Know-how europäischen Staaten.
gezielt an die Industrie zu vermitteln. Technologietransfer hilft Das Enterprise Europe Network bietet Unterstützung
mit, technologische Probleme schneller, billiger und mit weni- sowohl bei der Suche nach den besten technologischen
ger Risiko zu lösen. Lösungen (Technologieimport) als auch bei der aktiven Ver-
breitung österreichischer Innovationen und F&E Ergebnisse
(Technologieexport) im europäischen Ausland. So können
maßgeschneiderte Produktions-, Vertriebs- und Lizenzabkom- o
DATEN & FAKTEN: men geschlossen, sowie Kooperationspartner für Forschungs- gs
ENTERPRISE EUROPE NETWORK und Entwicklungsprojekte gefunden werden.

Zielgruppe: Unternehmen, Forschungsinstitute, Universitäten Das Enterprise Europe Network bietet folgendede
und Technologiezentren Serviceleistungen:
z Europaweite Vermarktung von österreichischen Innovationen en
Vermittlung: laufend z Europaweite Suche nach den besten technologischen
gische
Lösungen
Projekttyp: Vermittlung von Kooperationspartnern z Internet Datenbank mit 5000 technologischenhen Inno
Innovationen
z Newsletter - wöchentlich die neuesten Innovationen
novation aus
Kosten: Die Vermittlungsleistungen des Enterprise Europe Europa
Network sind kostenlos! z Technologie- und Innovationsaudits
udi
z Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten
ngsm ten von tech-
nischen Entwicklungen durchrch den
de EIF (Europäischer
ro
Ansprechperson: Kurt Burtscher
Investitionsfond)
Telefon: +43 (0) 5 7755 – 4701
z Informationen zu EU Ausschreibungen (Calls)
Calls) für m
marktnahe
E-Mail: kurt.burtscher@ffg.at
F&E Projekte (IKT, Energie,
e, Innov
Innovation)
Internet: www.EnterpriseEuropeNetwork.at

26 www.ffg.at
CORNET

KOLLEKTIVE FORSCHUNG FÜR KMU


C
ORNET ist eine Initiative im Rahmen des ERA-NET-Sche-
mas (European Research Area) und soll die so genannte
kollektive Forschung innerhalb der EU vernetzen und
BIO-KUNSTSTOFF
durch gemeinsame Ausschreibungen abstimmen. Kollektive AUS GERSTE UND MAIS
Forschung dient kleinen und mittleren Unternehmen
einer gesamten Branche (Branchenlösungen) und wird
über Fach- und Berufsverbände, Innungen oder Cluster
organisiert. Die Ergebnisse dieser Forschungsprojekte
werden den Mitgliedern der Verbände zugänglich
gemacht. Österreich ist in CORNET durch die FFG
vertreten.
Im Rahmen von CORNET werden gemeinsame Aus-
schreibungen veröffentlicht, um länderübergreifende
Projekte durchzuführen, wobei die Projektteilnehmer
national unterstützt werden (in Österreich durch die
FFG). Die Mindestanforderung für Projektkonsortien
sind drei teilnehmende Organisationen aus drei
CORNET-Partnerländern.
Die FFG ermöglicht bei CORNET-Anträgen eine För-
derung des österreichischen Projektteils in der Höhe
von 60 %. Die restlichen 40 % müssen vom Antragsteller in bar
oder zu maximal 20 % in Form von Sachleistungen eingebracht
werden. Für die anderen Förderagenturen gelten die jeweiligen
D er Großteil der bisher verwendeten Kunststoffe basiert
auf Grundstoffen aus der Erdölindustrie. Mit neuen
Kunststoffen, die aus biologischen Rohstoffen hergestellt
nationalen Richtlinien für kollektive Forschung. werden, wird nicht nur die Bandbreite der verfügbaren
Die FFG bietet jedem interessierten Antragsteller Unterstüt- Materialien durch umweltfreundliche Alternativen erweitert,
zung beim Ausbau bzw. der Verstärkung der internationalen sondern können auch neue Eigenschaften, wie eine verbes-
Kooperation, wie etwa die Suche nach und Vermittlung von serte Abbaubarkeit, erreicht werden.
Projektpartnern in anderen Ländern (Verbände aus anderen Einer der neuen Kunststoffe ist die Polymilchsäure (PLA,
CORNET-Partnerländern). Polylactic Acid). Sie zeigt Eigenschaften, die denen her-
Mögliche Antragsteller und Projektpartner sind ausschließ- kömmlicher Kunststoffe vergleichbar ist und kann auch mit
lich Verbände, Fachverbände, Innungen, Cluster, Forschungs- herkömmlichen Verfahren verarbeitet werden. Die dazu
institute werden für die Erarbeitung der Lösung von diesen nötigen Kenntnisse im Umgang mit dem Bio-Kunststoff,
Antragstellern als Subunternehmer beauftragt. dessen Eignung für Lebensmittel-Verpackungen, bis hin zum
Kompostieren, werden im Rahmen eines CORNET Projekts
von 11 Instituten aus 6 Ländern in Kooperation mit über 60
europäischen Unternehmen analysiert, standardisiert und in
diesen Unternehmen umgesetzt.
DATEN & FAKTEN: Das erste Ziel des Projekts ist die Entwicklung von
CORNET Standards, angepaßt an die spezifischen Applikationen der
Zielgruppe: Fach- bzw. Berufsverbände interessierten Branchen. Mit Hilfe dieser Standards können
die Unternehmen die verschiedenen Materialien auf inter-
Einreichung: nach Ausschreibungsprinzip nationalem Level vergleichen. Darüber hinaus werden die
Verarbeitungsmöglichkeiten der verschiedenen Typen unter-
Projekttyp: Forschung & Entwicklung sucht. Ein weiteres Projektziel ist die Entwicklung neuartiger
Verpackungslösungen aus diesem Bio-Kunststoff.
Polymilchsäure wird aus erneuerbaren Ressourcen herge-
Konsortium: Ein Konsortium von mindestens drei Verbänden
stellt. Das bedeutet um bis zu 60% weniger CO2 Emissionen
aus den CORNET-Partnerländern ist erforderlich.
und bis zu 50% weniger Erdöleinsatz bei der Herstellung. Po-
lymilchsäure ist recyclebar, thermisch verwertbar, biologisch
max. Förderhöhe: bis zu 60 % mit einem Zuschuss abbaubar, heißverschweißbar, öl- und fettressistent. Darüber
hinaus ist sie klarsichtig und glänzend, wasserunlöslich,
Ansprechperson: Lisa Berg bildet eine Geschmacksbarriere, ist auf herkömmlichen Ver-
Telefon: +43 (0)5 7755 - 1205 arbeitungsmaschinen verwendbar und im Industriekompost
E-Mail: lisa.berg@ffg.at kompostierbar. Noch allerdings liegt der Preis über anderen,
technisch vergleichbaren Produkten.
Internet: www.ffg.at und www.cornet-era.net
ecoplus, Kunststoff-Cluster
3100 St. Pölten, Niederösterreichring 2
Tel.: 02742 9000 19675
www.ecoplus.at, www.bio-packing.at,
www.kunststoff-cluster.at

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 27


INHALT
7. RAHMENPROGRAMM

7. EU-FORSCHUNGSRAHMENPROGRAMM
PROG (RP7):
IN DIE CHAMPIONS-LEAGUE
ON LEA
DER FORSCHUNG G
D
as 7. EU-Rahmenprogramm für relevanten Proj
Projekten möglich.
ögl finanziert.
nziert. Das Programm verfolgt einen
Forschung, technologische Ent- Das 1. Programm
Prog „Kooperation“
Kooperation“ forschergetriebenen
chergetriebenen AnAnsatz – dabei
wicklung und Demonstration (RP7) fördert die
e Umsetzung
U grenzüberschrei-
grenzübers können individuelle Projekte aus sämt-
der Europäischen Union ist das größte tender Forschungs- und d Entwicklungs- lichen Forschungsbereichen und zu allen
internationale Forschungsförderungs- projekte in
n zehn thematisch verschie-
ver Forschungsthemen eingereicht werden.
Forschungstheme
programm mit einer Laufzeit von 2007 denen Forschungsbereichen.
orschung n. Mit rund Dieses Programm mm ist für die Laufzeit des
bis 2013 und einem Gesamtbudget von 60 Prozent
zent des Gesamtbudgets
d bildet RP7 mit einem m Budget von 7,51 Mrd.
mehr als 50 Mrd. Euro. Dieses Budget dieses Prog
Programm das Herzstück
erzstück des RP7. Euro ausgestattet. Die Evaluierung erfolgt
steht für folgende Ziele zur Verfügung: für Das Spektrumum geförderter Aktivitäten
Aktivitä ausschließlich
lich nach de
den Kriterien der wis-
die Förderung von transnationalen For- reicht dabei
abei von gemeinschaftlichen senschaftlichen
tl Exzellenz der Projektidee
schungsprojekten, grundlagenorientierter rter Forschungsprojekten
ungsprojekten (Collaborative und derr ProjektantragstellerIn.
P Durch-
Spitzenforschung, für die Verbesserung Research
arch Projects) und dem Aufba
Aufbau von geführt
ührt wird dieses Pionierforschungs-
der Humanressourcen und der Mobilität Netzwerken
werken bis hin zur Errichtung Euro
Euro- programm durch den eigens etablierten
pro
im europäischen Forschungsraum sowie wie päischer Technologieplattformen
nologieplattform und Europäischen Forschungsrat (European
für den Aufbau und die Erhaltung von For- der Koordination
nation nationaler
nationale Forschungs- Research Council, ERC).
schungsinfrastrukturen. Einen besonde-
esonde- programme.
me. Ebenfalls eingschlossen
ein ist Das 3. Programm „Menschen/People“
ren Schwerpunkt bildet die Unterstützung
rstüt die internationale
nationale Zusa
Zusammenarbeit mit unterstützt die Karriereentwicklung von
von Kleinen und Mittleren
ittl Unternehmen Nicht-EU-Ländern.
Ländern ForscherInnen. Ziel ist die Sicherstel-
(KMU). Im 2. Programm „Ideen/Ideas“ lung motivierter und hoch qualifizierter
Die Förderlinien
rlinien des RP7 sind
d iin vier werden erstmals Spitzenforschungs- WissenschafterInnen im europäischen
großen spezifischen Programmen men zusam- projekte einzelner ForscherInnen oder Forschungsraum. Hierbei steht die För-
mengefasst. In jedem dieser Programme
Programm Forschungs-Teams aus dem Bereich der derung der transnationalen Mobilität von
ist die Einreichung
eichun von Kunststoff- grundlagenorientierten Spitzenforschung ForscherInnen im Vordergrund. Der gene-

28 www.ffg.at
7. RAHMENPROGRAMM

relle „bottom-up“-Ansatz des Programms


erlaubt die uneingeschränkte Wahl der DIE 10 THEMENBEREICHE DES PROGRAMMES
Forschungsthemen. Neben den Marie
Curie-Individualstipendien bietet das „KOOPERATION“:
Programm „Menschen“ auch Fördermög-
lichkeiten für Ausbildungs- und Trainings- z Gesundheit (6.100 Mio. €)
aktivitäten oder verbesserte Forschungs- z Lebensmittel, Landwirtschaft und Biotechnologie (1.935 Mio. €)
zusammenarbeit zwischen industriellem z Informations- und Kommunikationstechnologien (9.050 Mio. €)
und akademischem Sektor. z Nanowissenschaften und -technologien, Materialien und Produktion (3.475 Mio. €)
Im 4. Programm „Kapazitäten“ werden z Energie (2.350 Mio. €)
strukturelle Maßnahmen und Initiativen z Umwelt (inkl. Klimawandel) (1.890 Mio. €)
gefördert, wie etwa der Aufbau neuer und z Verkehr (inkl. Luftfahrt) (4.160 Mio. €)
die verbesserte Nutzung bestehender z Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften (623 Mio. €)
Forschungsinfrastrukturen. z Weltraum (1.430 Mio. €)
Ein besonderes Augenmerk wird auch z Sicherheit (1.400 Mio. €)
auf die Förderung von Kleinen und Mittle-
ren Unternehmen (KMU) gelegt. Das För-
derprogramm „Forschung zugunsten von
KMU“ beispielsweise soll innovative KMU
bei der Lösung technologischer Probleme
unterstützen, indem Teile der er Forschung
Fo
an Forschungs- und Entwicklungsdienst-
wicklun
MIT DER FFG IN EUROPA UND DER WELT
leister (Universitäten, Fachh
Fachhochschulen INNOVATIVE IDEEN ERFOLGREICH UMSETZEN
etc.) ausgelagert werden. Die Projekte
müssen ein klares Nutzungs- und Verwer- er-
tungspotenzial für die
aufweisen.
Neu sind im
ie betre
betreffenden KMU

m RP7 u. a. die
d so genann-
Ö sterreichs Unternehmen und For-
schungseinrichtungen sind überaus
erfolgreich in der Teilnahme an europä-
Modelle zur Partnersuche, thematische
Kompetenzkataloge sowie Kooperations-
treffen mit hervorragenden Forschungs-
ten Europäischenhen Tec
Technologieplattformen ischen und internationalen Forschungs- partnerInnen aus anderen Ländern im
((ETP) und Joint Technology Initiatives und Entwicklungsprogrammen. Allein Rahmen eigener Projektbeteiligungen
(JTI), die dazu beitragen sollen, wichtige im 6. EU- Forschungsrahmenprogramm entwickelt, durchgeführt und den
europäische Fragestellungen in For- waren und sind österreichische Teams KundInnen zur Verfügung gestellt.
schung und Entwicklung unter Einbezie- an 1.300 Projekten mit rund 18.000
hung von Fachleuten aus verschiedenen ausländischen Partnern erfolgreich be-
Bereichen zu bearbeiten. teiligt. Davon wurden oder werden 211
Projekte von österreichischen Organisa-
tionen koordiniert.
In Summe konnten österreichische
Teilnehmer 425 Millionen Euro an För-
DATEN & FAKTEN dergeldern lukrieren, was einem Rück-
7. EU-RAHMENPROGRAMM fluss von 117% entspricht (im Verhältnis
Zielgruppe: Unternehmen und zum rechnerischen Anteil Österreichs
Forschungseinrichtungen am Förderbudget).
Die Serviceleistungen der FFG unter-
Einreichung: nach Ausschreibungsprinzip stützen diesen Erfolgskurs: Beratung
und Coaching bei der Formulierung von
Projekttyp: Grundlagenforschung,
Projektvorschlägen, bei rechtlichen
und finanziellen Fragen, in der Projekt-
Forschung & Entwicklung, Auftragsfor-
durchführung, durch die Vermittlung von Im Bereich Europäische und Inter-
schung für KMU
Kooperationspartnern oder Schulungen nationale Programme der FFG laufen
von InteressentInnen und Multiplikato- die Informationen zu den europäischen
max. Förderhöhe: je nach Projektgröße, rInnen. Evaluierungen zeigen, dass sich Programmen zusammen. Hier sind alle
-typ und Organisation verschieden dieser Informationsvorsprung bezahlt nominierten „nationalen Kontaktstellen“
macht: Denn einreichende Organisa- für die Programmlinien des 7. Rahmen-
Konsortium: international; Größe tionen, die die Dienstleistungen der programms angesiedelt.
variiert je nach Projektart; in der Regel FFG in Anspruch nehmen, können eine National wird im Netzwerk von
mindestens 3 Partner aus 3 verschie- signifikant höhere Erfolgsrate verzeich- regionalen Beratungs- und Betreu-
denen Ländern (aber Ausnahmen z. B. nen als jene, die nicht mit der FFG in ungszentren und den Universitäten
bei Ideas und People) Kontakt waren. agiert. Die FFG wird dabei von einer
Die FFG selbst ist in eine Vielzahl von breiten Basis getragen und unterstützt:
Informationen: im Bereich Europäische europäischen Netzwerken und Initiati- Maßnahmen im Bereich Europäische
und Internationale Programme der FFG ven eingebunden. Sie verbindet damit und Internationale Programme werden
nicht nur Theorie und Praxis, sondern von fünf österreichischen Ministerien
Ansprechpersonen: rp7.ffg.at/kontakt bildet durch die eigene Beteiligung und der Wirtschaftskammer Österreich
eine serviceorientierte Drehscheibe zu finanziert.
anderen Ländern. So werden effiziente
Internet: www.ffg.at/rp7

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 29


COIN EXPERTS
EUREKA
YOUNG
FEASIBILITY
EUREKA

DATEN & FAKTEN


EUREKA
Zielgruppe: Unternehmen,
Forschungseinrichtungen

Einreichung: laufende Einreichmöglich-


keit ohne Einreichtermine

Projekttyp: marktorientierte Forschung


& Entwicklung

max. Förderhöhe: bis 50 % in einem


Mix aus Zuschuss und Darlehen

Ansprechperson: Philippe Loward


Telefon: +43 (0)5 7755 - 4901
E-Mail: philippe.loward@ffg.at

Internet: www.ffg.at/eureka

MARKTNAHE HIGH-TECH-
FORSCHUNG IM FOKUS
E
UREKA ist eine europaweite Initia- In Österreich erfolgt die Einreichung
tive zur Stärkung der Wettbewerbs- von Projekten zumeist bei der FFG, EUROSTARS
fähigkeit, die marktnahe Forschung Bereich Basisprogramme. Diese fördert Eurostars ist ein gemeinsames Förde-
und Entwicklung forciert. 37 europäische bis zu 50% der Projektkosten, wobei rungsprogramm von EUREKA und der
Länder und die Europäische Union sind EUREKA-Projekte eine um 5 % höhere Europäischen Kommission, das speziell
Mitglieder. EUREKA unterstützt Unter- Barförderung erhalten. Daneben bieten auf die Bedürfnisse von innovativen,
nehmerInnen und ForscherInnen bei der die Landesförderstellen in den Bundes- F&E treibenden KMU eingeht. Kon-
Suche nach geeigneten Förderungspro- ländern die Möglichkeit, regionale bzw. tinuierliche Einreichung, harmonisierte
grammen für ihre Projekte, die folgende FFG-Anschlussförderungen zu beantra- Ausschreibungen und Abläufe in allen
Kriterien für die Erlangung des EUREKA- gen. Weitere Förderungsmöglichkeiten Mitgliedsländern sowie die zentrale
Status erfüllen müssen: Internationali- bietet der FWF (Fonds zur Förderung Qualifikationsprüfung und Evaluie-
tät (mindestens 2 Partner aus EUREKA wissenschaftlicher Forschung), der bis zu rung der Projekte durch internationale
Mitgliedsländern, davon mindestens 1 100% jener Projektkosten fördert, die in ExpertInnen ermöglichen eine schnelle
Unternehmen), hoher Innovationsgrad, der Grundlagenforschung anfallen. Förderentscheidung innerhalb von rund
Marktorientierung, Wirtschaftlichkeit, Das österreichische EUREKA Büro 14 Wochen nach dem sogenannten „Cut
Umweltfreundlichkeit, Realisierbarkeit unterstützt bei der Suche nach der op- Off Date“ (Einreichfrist). Dies ermöglicht
und kein militärischer Zweck. timalen Förderung und der Analyse des schnelle Projektergebnisse, die rasch auf
Das wichtigste Merkmal eines Förderantrags vor der Einreichung, um den Markt gebracht werden können.
EUREKA-Projektes ist sein „bottom-up“- die Chancen bei der Förderentscheidung Die Finanzierung aller Partner ist durch
Charakter; das bedeutet, die Projektteil- zu erhöhen. Darüber hinaus steht das nationale Gelder gesichert. Erweitert wird
nehmerInnen können jederzeit einrei- EUREKA Büro bei der Durchführung des das Förderbudget durch die Co-Finanzie-
chen und es gibt keine Beschränkungen Projektes zur Verfügung und begleitet rung der Europäischen Kommission, die
hinsichtlich Projektinhalt, -umfang und dieses bis zur erfolgreichen Beendigung. für die gesamte Laufzeit des Eurostars-
-dauer. Die Zuerkennung des EUREKA- Nach erfolgreichem Projektabschluss programms bis 2013 bis zu 100 Mio. €
Status für ein F&E-Projekt erfolgt auf bietet EUREKA europaweite Werbung und zur Verfügung stellt.
Basis der Vorschläge nationaler Projekt- Vermarktung, etwa durch die Verbreitung
koordinatorInnen in den viermal jährlich von Success Stories, an. www.ffg.at/eurostars
stattfindenden EUREKA-Konferenzen.

30 www.ffg.at
KUNSTSTOFF-CLUSTER

KUNSTSTOFF-CLUSTER:
VORBILDLICH IN EUROPA
Der Kunststoff-Cluster (KC) ist mit 410 Partnerunternehmen von 13,46 Milliarden Euro erwirtschaften. Seit Bestehen
das größte branchenübergreifende Netzwerk des Kunststoff- wurden 88 Kooperationsprojekte initiiert und begleitet, die
Sektors in Österreich und mittlerweile in ganz Europa. Er ini- ein Projektvolumen von 15 Mio Euro bewegt haben. Durch
tiiert und koordiniert die Zusammenarbeit von Unternehmen. die Cluster-Aktivitäten wurden nicht nur die Kooperations-
Ziel ist die Bündelung von Kompetenzen zur Steigerung der bereitschaft und -fähigkeit der Unternehmen erhöht und
Innovationskraft und internationalen Wettbewerbsfähigkeit wichtige Impulse bei der Qualifizierung der Mitarbeiterinnen
der Partner. Gezielt wird auf die Bedürfnisse der KMU‘s und Mitarbeiter gesetzt, sondern auch das Branchenimage
eingegangen. deutlich gesteigert.
Durch die Einrichtung des Kunststoff-Clusters (KC) im Jahre
1999 wurde der Bedeutung der Kunststoff-Branche in Ös- Qualifizierungsschub in den Unternehmen
terreich dem weltweiten Wachstumstrend frühzeitig entspro- Die Organisation von segmentspezifischen Fachveranstal-
chen und die Potenziale der Unternehmen in diesem Sektor tungen ist ein wichtiger Bereich der Cluster-Aktivitäten.
zielgerichtet gebündelt. Die Partner des Kunststoff-Clusters Hier können sich die Cluster-Partner den nötigen fachlichen
sind mittlerweile in allen Bundesländer Österreichs zu Input holen. Bei anerkannten nationalen und internationalen
finden. Die bundesländerübergreifende Zusammenarbeit im Branchen-Experten. 157 Veranstaltungen, über 747 Re-
Kunstoff-Cluster mit ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaft- ferenten und 8.502 Teilnehmer bis dato geben Aufschluss
sagentur, Clusterland Oberösterreich und ITG Salzburg er- über die Dimension, des vom Kunststoff-Cluster ausgelösten
möglichen eine bundesweite Betreuung der KC-Partner. Die Qualifizierungsschubes.
Kernbereiche dieser Cluster-Initiative umfassen die Kunst-
stoffverarbeitung, die Rohstoff- und Recyklatherstellung, den Dienstleistungen des Kunststoff-Clusters
Kunststoffmaschinenbau, den Formen- und Werkzeugbau z Der KC vermittelt Basiswissen über die Brancheninitiative.
und den Bereich der kunststoffspezifischen Dienstleister und z Cluster-Kooperationsprojekte können den Grundstein für
F&E-Einrichtungen. weiterführende Projekte der FFG legen.
z Zur erfolgreichen Projektdurchführung übernimmt der
Kooperations-Management für die Unternehmen Kunststoff-Cluster die Suche nach Projektpartner und
Der Kunststoff-Cluster vereint mittlerweile 410 Unterneh- Forschungsdienstleistern.
men mit insgesamt 60.880 Mitarbeitern, die einen Umsatz

Büro St. Pölten Büro Linz: Büro Salzburg:


ecoplus. Niederösterreichs Clusterland Oberösterreich GmbH Innovations- und Technologietransfer
Wirtschaftsagentur GmbH Kunststoff-Cluster Salzburg GmbH
A-3100 St. Pölten, A-4020 Linz, A-5020 Salzburg, Südtiroler Platz 11
Niederösterreichring 2, Haus A Hafenstraße 47 - 51, Bauteil A Tel. +43 662 8042-0
Tel. +43/2742/9000-19674 Tel. +43/732/79810-5115 Fax. +43 662 8042-3808
Fax +43/2742/9000-19684 Fax +43/732/79810-5110 E-Mail: info@itg-salzburg.at
E-Mail: headoffice@ecoplus.at E-Mail: kunststoff-cluster@clusterland.at Web: www.itg-salzburg.at
Web: www.ecoplus.at Web: www.kunststoff-cluster.at

Büro Wiener Neustadt


ecoplus. Niederösterreichs
Wirtschaftsagentur GmbH
A-2700 Wiener-Neustadt,
Viktor-Kaplan-Straße 2
Tel. +43/2622/82324-10

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 31


INSTITUTSVERZEICHNIS

TECHNISCHE INSTITUT FÜR WERKSTOFFWISSEN-


SCHAFT UND WERKSTOFFTECHNOLOGIE,
UNIVERSITÄT ARBEITSGRUPPE NICHTMETALLISCHE
WIEN WERKSTOFFE
Ansprechpersonen:
O. Univ.-Prof. Dr. Vilma Archodoulaki
Ao. Univ.-Prof. Dr. Sabine Seidler
INSTITUT FÜR ANGEWANDTE SYNTHESE- Ao. Univ.-Prof. Dr. Jürgen Stampfl
CHEMIE, FORSCHUNGSBEREICH MAKRO- Adresse: A-1040 Wien, Favoritenstr. 9-11
Telefon: +43 1 58801 308 50
MOLEKULARE CHEMIE Internet: info.tuwien.ac.at/E308

Ansprechpersonen: Forschungsschwerpunkte
O. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Heinrich Gruber (Vorstand) Die Arbeitsgruppe Nichtmetallische Werkstoffe hat sich im
Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Simone Knaus Arbeitsgebiet Werkstoffkunde und -prüfung von Polymerwerk-
Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Robert Liska stoffen sowie Werkstoffentwicklung in Verbindung mit Rapid
Adresse: A-1060 Wien, Getreidemarkt 9/163 Prototyping and Manufactoring etabliert. Die Arbeitsgruppe
Telefon: +43 1 58801 16201 versteht sich als integraler Bestandteil der gesamten Werkstoff-
Internet: www2.ias.tuwien.ac.at/index_d.html forschung an der TU Wien, was sich auch in den bearbeiteten
Projekten (http://info.wkmp.tuwien.ac.at/wkmp/forschung.ht-
Forschungsschwerpunkte ml) widerspiegelt. Hoch motivierte Mitarbeiter und modernste
Neben Grundlagenforschung zur Erarbeitung neuer Syn- Technik erlauben die Bearbeitung vielfältiger Problemstel-
thesemethoden und -strategien, liegt der Schwerpunkt des lungen, die sich in folgenden Schwerpunkten zusammenfassen
Institutes auf der praxisorientierten Synthesechemie - d.h. auf lassen:
der Synthese von industriell und technisch verwertbaren und • Zusammenhänge zwischen Struktur und mechanischen bzw.
marktfähigen Produkten und deren Charakterisierung, sowie physikalischen Eigenschaften in Kunststoffen
der Entwicklung von technischen Herstellungsverfahren. • Total Life-Cycle Assessment in thermoplastischen
• Nachwachsende Rohstoffe Kunststoffen
• Blockcopolymere • Micro Rapid Prototyping, Tooling und Manufacturing ein-
• Polymermodifizierung schließlich Materialentwicklung
• Funktionelle Bausteine und Photoreaktive Komponenten für • Bio-inspirierte hierarchisch strukturierte Keramiken
Harze • Nano-Strukturierung mittels 2-Photonen-Lithographie
• Methodenentwicklung
Dienstleistungen - Entwicklung/Adaption bruchmechanischer Prüfverfahren
Präparative Chemie - Anwendung der Nanohärteprüfung und Mikrokratzen zur
Spektroskopische Untersuchungsmethoden: IR, 1H-NMR, 13C- Prüfung dünner Schichten, ortsaufgelöste Kenwertermitt-
NMR, Festkörper-NMR, DSC, TGA, GC. GC-MS, GPC lung, Prüfung kleiner Probenvolumina, u.a.
Bearbeitung von Forschungsprojekten in Form von Diplomar-
beiten und Dissertationen Dienstleistungen
• Auftragssforschung zu werkstoffkundlichen Problemstel-
Geräteausstattung lungen für Kunststoffe und Verbundwerkstoffe
Spektoskopie: IR, UV-Vis, NMR-Spektroskopie, Thermoanalyse • Lösung von Werkstoffprüfproblemen
(DSC, TGA), Chromatographie (GC, HPLC, GPC) • Laboruntersuchungen sowie experimentelle Modellbetrach-
Laborausrüstung zur Durchführung von Synthesen. tungen in den Bereichen
- mechanische Prüfung (Zug, Druck, Biegung, Bauteil, Zeit-
stand einschließlich medialer Beanspruchung)
- Härteprüfung (konventionelle und instrumentierte Mikro-
und Nanohärteprüfung)
- Warmformbeständigkeit (Vicat, HDT)
- Thermische Analyse (DSC, DMA, TGA/MS, TMA)
- Mikroskopie und Spektroskopie (Licht, REM,FTIR)
• Entwicklung und Bau von Prototypen mittels Stereo- bzw.
Mikrostereolithografie

Geräteausstattung
http://info.wkmp.tuwien.ac.at/wkmp/ausstattung.html

32 www.ffg.at
INSTITUTSVERZEICHNIS

TECHNISCHE INSTITUT FÜR CHEMISCHE TECHNOLOGIE


VON MATERIALIEN
UNIVERSITÄT Ansprechperson:
GRAZ O. Univ.-Prof. DI Dr. Franz Stelzer
Adresse: Stremayrgasse 16, 8010 Graz
Telefon: +43 316 873 8451
Internet: www.tugraz.at bzw. www.ictos.tugraz.at

INSTITUT FÜR FESTKÖRPERPHYSIK Forschungsschwerpunkte


Das Institut ist 2008 aus der Vereinigung von zwei Instituten
Ansprechperson: entstanden und gliedert sich dementsprechend in zwei
Univ.-Prof. DI Dr.Günther Leising Schwerpunktsbereiche: Organische und Anorganische
Adresse: A-8010 Graz, Petersgasse 16 Materialien.
Telefon: +43 316 873 8470 Im Bereich der Organischen Materialien sind die
Internet: www.if.tugraz.at Schwerpunktthemen:
• Synthese und Charakterisierung von Kunststoffen, insbeson-
Forschungsschwerpunkte dere Funktionspolymeren für den Einsatz in der Elektronik,
Festkörperphysik befasst sich damit, wie Atome und Moleküle Photonik, Photovoltaik, als Sensoren, als funktionalisierte
sich zu Festkörpern anordnen und welche Eigenschaften diese Nanopartikel,
haben. Das Untersuchen der atomaren Anordnung und der • Biozide und biokompatible Polymere; Hauptaugenmerk liegt
Bewegung der Elektronen im Festkörper ermöglicht es, viele ma- auch hier auf Synthese und Neuentwicklung von Polymeren
kroskopische Eigenschaften dieser Materialien wie zum Beispiel sowie der auf der Überprüfung der Wirksamkeit.
Elastizität, elektrische Leitfähigkeit oder optische und dielek- • Charakterisierung der Materialeigenschaften und der Ver-
trische Eigenschaften zu verstehen. arbeitbarkeit im kleinsten Labormaßstab sowie in dünnen
Das Institut für Festkörperphysik hat sich auf organische, mo- Schichten mittels eigens entwickelter Spraymethoden.
lekulare und nanostrukturierte Materialen und polymere Fest- • Photochemie an Polymeren (Strukturierung, Vernetzung) und
körper spezialisiert. Oft ist dabei das Verhalten der Oberflächen Vulkanisation
dieser Materialien von Interesse und auch die Eigenschaften von Im Bereich der Anorganischen Materialien sind die
Grenzflächen zwischen organischen und anorganischen Materi- Schwerpunktthemen:
alien (Isolatoren, Halbleiter, Metalle). Unsere Forschung stellt das • Erforschung von Energiespeichersystemen , insbesondere
Grundgerüst für wichtige Fortschritte in der Technologie, wie zum von Li-Ionenbatterien, und elektrochemische sowie struktu-
Beispiel neuartige elektronische und optoelektronische Bauele- relle Charakterisierung von Materialien.
mente und Schaltungen, energieeffiziente Beleuchtung, Photozel- • Herstellung und Verarbeitung von Funktionskeramik,
len, elektronische Bücher, umweltanalytische und medizinische • Modifizierung von Füllstoffen
Sensoren zur Verfügung. Am Institut sind 2 Christian-Doppler-Laboratorien angesiedelt.

Dienstleistungen Dienstleistungen
• Planung und Durchführung von Auftragsforschungsprojekten Molekulare Charakterisierung von Kunststoffen / Polymeren
im Bereich experimenteller Festkörperphysik, Polymerphy- mittels chromatographischer und thermoanalytischer Metho-
sik, Oberflächen- und Grenzflächenphysik und numerischer den, Entwicklung neuer Produkte, Strukturbestimmungen,
Simulation etc. auch in enger Kooperation mit anderen Universitäten und
• Planung und Durchführung von Prüfungen und Analysen Institutionen, Polymeranalytik

Geräteausstattung Geräteausstattung
Optische Spektroskopie (UV-VIS-NIR-IR), Bestimmung isotroper Gelchromatographie-Anlagen mit unterschiedlichen De-
und anisotroper optischer und dielektrischer Eigenschaften (UV- tektoren, GC, Pyrolyse-GC, Massenspektrometer, Raster-
VIS-NIR-IR), Raman-Spektroskopie, UHV-Technik, Restgasanalyse, elektronenmikroskop, Mini-Laborextruder und –mischer,
Oberflächen- und Grenzflächenanalytik, Oberflächenspektroskopie, Röntgendiffraktometer, FT-IR- und UV-Vis-Spektrometer, Pola-
Rasteroberflächenmethoden (AFM, UHV-STM), optoelektronische risationsmikroskop, IR-Mikroskop, Labor-Walzwerk, Thermo-
Charakterisierung, elektrische analyse (DSC, simultan-DSC/TGA/MS) über breiten Tempera-
Charakterisierung bis in den turbereich (-100 bis 1500 °C), Anlagen zur elektrochemischen
Mikro- und Nanometerbe- Charakterisierung (zykl. Voltammetrie), diverse Heizöfen und
reich, Röntgenstrukturana- Heizpressen, Vulkameter, Polymerisationsautoklav, Brabender-
lyse von Festkörpern und Innenmischer, NMR, Bedampfungsanlagen, Spincoater, Labor-
dünnen Schichten, Beschich- Microwave, etc.
tungstechniken (Bedampfen,
Sputtern).

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 33


INSTITUTSVERZEICHNIS

MONTAN- INSTITUT FÜR CHEMIE DER KUNSTSTOFFE

UNIVERSITÄT Ansprechpersonen:
O. Univ.-Prof. Dr. Klaus Lederer,
LEOBEN Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kern
Adresse: A-8700 Leoben, Franz-Josef-Strasse 18
Telefon: +43-3842-402-2300
Internet: ikc.unileoben.ac.at, ssfp.unileoben.ac.at

INSTITUT FÜR WERKSTOFFKUNDE UND Forschungsschwerpunkte:


PRÜFUNG DER KUNSTSTOFFE Im Bereich des Institutes für Chemie der Kunststoffe wird
Forschungsarbeit im Bereich der Formulierung von Rezepturen,
Compounding und Modifizierung von Thermoplasten geleistet.
Ansprechperson: Weiters wird auf dem Gebiet der molekularen Charakterisie-
O.Univ.-Prof.Dr. R.W.Lang rung von Polymeren (einschließlich Additive und Abbaupro-
Adresse: 8700 Leoben, Franz-Josef-Straße 18 dukte) gearbeitet, wobei sowohl chromatographische Verfah-
Telefon: 03842 402 2100 ren (HPLC/MS, GPC) und spektroskopische Verfahren (FTIR,
Internet: www.iwpk.at FTIR-Mikroskopie, und NMR) zum Einsatz kommen. Relationen
zwischen Synthesebedingungen und molekularer Struktur
Forschungsschwerpunkte: sind hier von besonderem Interesse. Weitere Arbeitsgebiete
Am Institut für Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe (IW- betreffen den thermischen Abbau von Kunststoffen, die Stabi-
PK) liegt der Schwerpunkt der Forschung auf dem Gebiet „Me- lisierung von Kunststoffen und biokompatible Polymere bzw.
chanisches Verhalten von Kunst- und Verbundwerkstoffen unter Polymeradditive.
komplexen Beanspruchungsbedingungen“, wobei die Weiterent- Die Forschungsarbeit am neu errichteten Lehrstuhl für Synthe-
wicklung von Prüfmethoden, die Ermittlung von Werkstoffgeset- se von Spezial- und Funktionspolymeren befasst sich mit der
zen und deren Übertragbarkeit auf das Bauteilverhalten und die Herstellung, Charakterisierung und Anwendung von Funkti-
Ableitung von Struktur-Eigenschafts-Beziehungen im Vorder- onspolymeren. Hierzu zählen z.B. Polymere, die unter UV-Be-
grund stehen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt beschäftigt strahlung ihre optischen und elektronischen Eigenschaften
sich mit dem Einsatz von Kunst- und Verbundwerkstoffen zur verändern, sowie photoreaktive Polymere als Resistmaterialien
Steigerung der Energieeffizienz und in der Solartechnik. (optische Strukturierung). Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die
• Deformations- und Versagensverhalten von Kunst- und Modifizierung und Funktionalisierung von Kunststoffoberflä-
Verbundwerkstoffen bei Impact-, statischer Langzeit- und chen, z.B. zur Immobilisierung von Farbstoffen, Biomolekülen
Ermüdungsbeanspruchung und Nanopartikeln. Zur Oberflächen-Charakterisierung werden
• Deformations- und Versagensverhalten von polymeren unter anderem ATR-spektroskopische Verfahren und Kontakt-
Rohrwerkstoffen winkelmessungen eingesetzt.
• Mechanische Oberflächeneigenschaften (Reibung, Verschleiß,
Kratzfestigkeit, Reibermüdung) Dienstleistungen
• Werkstoffgesetze, Versagenskriterien und • Synthese von Spezial- und Funktionspolymeren
Lebensdauermodellierung • Modifizierung und Compoundierung von Thermoplasten
• Alterungs- und Bewitterungsverhalten • Charakterisierung von Polymeren
• Optische und thermische Eigenschaften (Charakterisierung • Charakterisierung und Modifizierung von
und Modellierung) Kunststoff-Oberflächen

Geräteausstattung Geräteausstattung
• 2 Zug-Druck-Universalprüfeinrichtungen mit Temperierkammer • Fourier-Transform-Infrarot Spektrometer mit IR-Mikroskop
• 5 servohydraulische und 2 elektrodynamische Prüfmaschinen (Transmission / Reflexion), ATR-Mikroskopzusatz, ther-
mit Temperiereinrichtung mostatisierter Messkammer und Heisspress-Werkzeug für
• Instrumentiertes Schlagpendel und Durchstoßversuch Polymerfilme
• Kriechprüfstand • UV/VIS Spektrometer
• Rissausbreitung bei statischer Last • 400 MHz NMR Spektrometer
• Universaltribometer • Kontaktwinkelmessgerät
• Reib-Verschleiß-Prüfstand • Optisches Mikroskop für Auflicht-, Durchlicht- und
• Bewitterungsprüfstand Phasenkontrastmikroskopie
• Differenzkalorimetrie (DSC) und isotherme • UV-Bestrahlungsgeräte mit Wellenlängen von 172 nm (VUV)
Langzeit-Differenzthermoanalyse bis in den MID-UV Bereich (Excimer-Lampe, Hg-Strahler,
• Thermische Ausdehnung und dynamisch-mechanische Analy- Xenon-Strahler)
se (DMA) • Low Angle Laser Light Scattering Gerät
• Praxisnahes pVT-Prüfsystem • Ausrüstung für Polymerfraktionierung
• Optisches 3D-Konfokal-Rastermikroskop • Hochtemperatur-GPC gekoppelt mit Differential- Viscometer
(Oberflächentopographie) und Low Angle Laser Light Scattering Gerät
• Optische Mikroskopie und Rasterelektronenmikroskopie • LC/MS/MS-System mit APCI und ESI Probe
• Optisches 3D-Messsystem • Differential Scanning Calorimeter und Thermogravimetrie
• Thermographisches Messsystem • Zweischneckenextruder mit verschiedenen Mischeinrich-
• Mikro-Compounder tungen und Flüssig-Dosiereinheit

34 www.ffg.at
INSTITUTSVERZEICHNIS

INSTITUT FÜR KUNSTSTOFF-


VERARBEITUNG
POLYMER COMPETENCE
Ansprechpersonen:
CENTER LEOBEN
Ass.-Prof. DI Dr. W. Friesenbichler
Adresse: A-8700 Leoben, Franz-Josef-Straße 18
Telefon: +43 3842 402 3501
Internet: ikv.unileoben.ac.at

Forschungschwerpunkte:
Die Haupt-Forschungsgebiete des Institutes sind das Spritzgie-
ßen, Extrudieren, Compoundieren sowie das Thermoformen,
wobei die Schwerpunkte in der Prozessführung, Prozesssimu-
lation, Stoffdatenbestimmung an Kunststoffen für die Simulati- Ansprechperson:
on sowie der Schadensanalyse liegt. Mag. Martin Payer
Schwerpunkt in der Spritzgießtechnik sind die Prozessführung, Adresse: 8700 Leoben, Roseggerstrasse 12
die Auslegung von Spritzgießwerkzeugen sowie Sonderverfah- Telefon: +43 3842 42962
ren wie das Mehrkomponenten- und Expansionsspritzgießen. Internet: www.pccl.at
Beim Extrudieren sind die Hauptarbeitsgebiete die Schne-
ckenauslegung, die Rohrextrusion, das Chillroll-Verfahren für Forschungsschwerpunkte:
ein- und mehrschichtige Folien, das physikalische Schäumen Die Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL) ist ein
und das Compoundieren von hochgefüllten Kunststoffen. Die kooperatives Forschungsunternehmen auf dem Gebiet der
Auslegung von Spritzgieß- und Extrusionswerkzeugen sowie Kunststofftechnik und der Polymerwissenschaften mit Stand-
von Plastifizierschnecken erfolgt entweder mit kommerziellen orten in Leoben (Sitz), Graz und Linz/Wels. Im Zentrum der
FEM- oder mit selbst entwickelten FD-Programmen. Beim Aktivitäten des PCCL stehen polymere Struktur- und Funktions-
Compoundieren liegt der Schwerpunkt in der Entwicklung von werkstoffe sowie die zugehörigen Technologien der Herstellung
„Polymer Nanocomposites“ auf Basis von Schichtsilikaten und und Verarbeitung, als Grundlage für Innovationen in einem
Carbon Nanotubes. Zusätzlich laufen Forschungsarbeiten im breiten Feld von Anwendungsbereichen.
Bereich der Herstellung hochgefüllter Compounds (Metall- und Übergeordnetes Ziel des PCCL ist, durch Forschungsprojekte
Keramik-Feedstocks für das Pulverspritzgießen) sowie der Er- gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern und Partnerun-
zeugung eigenschaftsoptimierter Polyolefinblends. Beim Ther- ternehmen neues Wissen auf dem Gebiet der Kunststofftech-
moformen sind die Schwerpunkte die Simulation des Aufheiz- nik und Polymerwissenschaften zu generieren, die eigene
und Ausformvorganges der Folie einschließlich der erzielbaren Forschungskompetenz und die seiner Partner kontinuierlich
Dickenverteilung am Formteil. Weitere Forschungsgebiete weiterzuentwickeln und durch den Transfer der wissenschaft-
befassen sich mit der Rheologie hochgefüllter Compounds, lichen Erkenntnisse, wesentliche Beiträge zur Erhöhung der
dem Wandgleiten von PVC-, Holz- und Powder Injection Mol- Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu leisten.
ding-Compounds, der Tribologie von Kunststoff-Metall Tribosy- In folgenden 3 Schwerpunktbereichen führt das PCCL vorwett-
stemen (abrasiv/korrosiver Verschleiß von Kunststoff-Formen- bewerbliche Forschung und Entwicklung durch:
stählen, Haft- und Entformungskräfte beim Spritzgießen) sowie (1) Eigenschaftsoptimierte Kunststoffe für
dem anisotropen Verhalten von Kunststoffschüttgütern. Strukturanwendungen
(2) Polymere Funktionswerkstoffe und Werkstoffoberflächen
Dienstleistungen (3) Entwicklung und Auslegung von Bauteilen und Werkzeugen
• Bearbeitung von grundlagen- und anwendungsorientierten
Forschungsprojekten Dienstleistungen
• Erstellen von Schadensanalysen und Gutachten bei Proble- Das PCCL konzentriert seine Tätigkeiten auf die Bearbeitung
men in der Kunststoffverarbeitung. vorwettbewerblicher Fragestellungen auf dem Gebiet der
• Durchführung von Schulungen zu Spritzgießen, Extrudieren, Kunststofftechnik und der Polymerwissenschaften insbeson-
Blasformen, Prozesssimulation dere in längerfristigen Kooperationen mit Unternehmen. Durch
• Rheologische Messungen an Kunststoffschmelzen¸ Messung ein enges Netz an Partnerschaften mit wissenschaftlichen
von thermodynamischen Stoffdaten, Messungen von Stoff- Partnern sowohl an den Universitäten Leoben, Graz und Linz
daten an Schüttgütern (Granulate, Pulver, Grieß) als auch mit außeruniversitären Forschungsinstituten reicht
• Simulation des Spritzgieß- und Extrusionsprozesses mittels die Bandbreite der Aktivitäten von der Kunststoffchemie und
3D-FEM. Auslegung von Plastifizierschnecken sowohl für die -synthese über Verarbeitungstechnologien und Charakterisie-
Extrusion als auch für das Spritzgießen. rungsmethoden bis hin zur Entwicklung und Auslegung von
Bauteilen und Werkzeugen.
Geräteausstattung
• Rohrextrusionsanlage Geräteausstattung
• dichtkämmender, konischer, gegenlaufender Das PCCL verfügt sowohl über ein einzigartiges technisches
Doppelschneckenextruder Equipment mit dem Schwerpunkt im Bereich der mecha-
• 5-Schicht Flachfolien-Coextrusionsanlage (Eigentum PCCL) nischen und optischen Charakterisierung von Kunststoffen.
• Einschneckenextruder 45mm, 24D (30D) Über seine Kooperationen mit wissenschaftlichen Partnern
• Spritzgießmaschinen hat es Zugang zu einer Reihe von Technika und Labors, vom
• Thermoformanlage chemischen Labor bis hin zum Spritzgusstechnikum.
• Doppelschnecken-Compounder TSK30/40D

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 35


INHALT
INSTITUTSVERZEICHNIS

JOHANNES INSTITUT FÜR POLYMERCHEMIE UND


FUNKTIONALE MATERIALIEN
KEPLER Ansprechperson:
UNIVERSITÄT LINZ Univ.-Prof. Dr. Oliver Brüggemann
Adresse: 4060 Leonding, Welser Straße 42
Telefon: +43 732 671547 61
Internet: www.polymer-chemistry.net

INSTITUT FÜR POLYMERWISSEN- Forschungsschwerpunkte


SCHAFTEN Entwicklung und Anwendung funktionaler Kunststoffe in den
Bereichen
Ansprechpersonen: - Chemische Analytik: Polymere als stationäre Phasen
Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Alois Schausberger (Chromatographie/Extraktion)
Ao. Univ.-Prof. DI Dr. Gerhard Eder - Katalyse/Reaktionstechnik: Polymere als Katalysatoren
Ao. Univ.-Prof. DI Dr. Rudolf Sobczak - Medizin/Ernährung/Agrarwirtschaft/Waschmittelindustrie:
Adresse: 4020 Linz, Altenbergerstr. 69 Kontrollierte Freisetzung von Wirkstoffen auf Basis funktio-
Telefon: +43 70 2468 8795 naler Polymere
Internet: www.polymerscience.jku.at Industrielle Produktion von Polymeren – Optimierung der
Polymerisationsverfahren
Forschungsschwerpunkte - Automatisierung - Up-scaling
Schausberger:
g Rheologieg – Molekulares Designg Polymermodifizierung
Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen molekularer - Oberflächenmodifizierung / Oberflächenstrukturierung
Struktur (Molmassenverteilung, Verzweigungsgrad, Phasen- – Funktionsschichten
morphologie, Vernetzungsgrad, Lösungsmittel, Additive) und Bionik – Entwicklung biomimetischer Materialien
Fließverhalten (Materialfunktionen in Scherung und Dehnung) - Nachahmung biologischer Oberflächen, Biokompatible
von Polymerschmelzen und Polymerlösungen Werkstoffe
Rheologie von Polymercompounds. - Flammwidrige Kunststoffe auf Biomassebasis
Eder: Strukturbildung
g von Polymeren
y Entwicklung und Synthese neuartiger Polymere
Entwicklung von Messverfahren und theoretischen Modellen zur - Auf Basis biotechnologisch gewonnener Monomere und
Beschreibung des Erstarrungsverhaltens (Kristallisation) und dendritischer Precursoren
der Morphologieausbildung von Polymeren unter verarbeitungs- Polymercharakterisierung
relevanten Bedingungen (hinsichtlich Abkühlgeschwindigkeit, - Untersuchung der Eigenschaften von Oberflächen funktio-
Druck, Vordeformationen, Wärmeübertragung, ...) naler Polymere
Sobczak: Rheometrie und Apparatebau
pp - Katalyse auf spezifischen Polymeroberflächen und in mole-
Bau von Viskosimetern zur Messung der Fließeigenschaften von kularen Abdrücken
polymeren Flüssigkeiten unter dem Einfluß von Temperatur, - Adsorptions- und Benetzungsverhalten von Polymeren
Druck (bis 1000 bar) und Scherrate, Entwicklung des MVM (Ma- Grundlagenuntersuchungen
gnetviskosimeter), Messung von Diffusion und Wärmeleitung. - Modellierung der Synthese funktionaler Polymere,
- Untersuchung und Steuerung der Kinetik der
Dienstleistungen Polymerisationsreaktionen
• Scher- und Dehnrheologie speziell von Polymerschmelzen,
Polymerlösungen und Polymercompounds Geräteausstattung
• Bestimmung der Molmassenverteilung, des Verzweigungs- Analytische Geräte (u.a. zur Polymercharakterisierung)
grades, der Phasenmorphologie von Schmelzen mittels Polymerisationsreaktoren
Rheologie
• Rheokinetische Messungen
• Molmassenbestimmung mittels Viskosität verdünnter Lö-
sungen (Staudinger Index, intrinsic viscosity)
• Kristallisationskinetische Charakterisierung von Polymeren
• Strukturaufklärung (Morphologie) von Kunststoffteilen
• Theoretische Modellierung von Verarbeitungsprozessen
• Allgemeine Messungen: Viskosität, Dichte, Wärmeleitfähig-
keit, Wärmekapazität, Verbrennungswärme, Kristallisations-
wärme, Diffusionskeoffizienten

Geräte
2 Rheometer, Stabinger-Viskosimeter, Magnetviskosimeter,
Dichtemessgeräte
DSC (Differential Scanning Calorimetry), TGA (Thermogravime-
trische Analyse)
Mikrotome (inkl. Kryoeinrichtungen, Ultradünnschnitte)
Mikroskope (inkl. Polarisationsmikroskop, Thermomikroskop)
Laborextruder

36 www.ffg.at
EDITORIAL
INSTITUTSVERZEICHNIS

FACHHOCH- JOANNEUM RESEARCH


SCHULE OÖ INSTITUT FÜR NANOSTRUKTURIERTE
CAMPUS WELS MATERIALIEN UND PHOTONIK

Ansprechperson: Ansprechperson:
FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. mont. Gernot Zitzenbacher ao.Univ.-Prof. Dr. Joachim Krenn, Dr. Georg Jakopic
Adresse: 4600 Wels, Stelzhamerstraße 23, Adresse: Franz-Pichler-Straße 30, A-8160 Weiz
Telefon: +43 (0)7242 72811-4520 Telefon: 0316 876 2700
Internet: www.fh-ooe.at Internet: www.joanneum.at

Forschungsschwerpunkte Forschungsschwerpunkte
Die Forschungsschwerpunkte der FH-OÖ in der Kunststoff- Das Institut liefert mit dem Design und der Herstellung neuartiger
technik leiten sich aus den Studiengängen Material- und optoelektronischer und photonischer Bauelemente und Systeme
Verarbeitungstechnik mit Schwerpunkt Kunststofftechnik, Grundlagen für die ständig wachsende Palette technischer Anwen-
Maschinenbau und Automa- dungen von innovativen nanostrukturierten Materialien, mit dem
tisierungstechnik ab. Schwerpunkt auf organischen Materialien und organisch-anorga-
In der Kunststoffverarbei- nischen Systemen. Durch enge Industriekooperation werden Un-
tung wird in den Bereichen ternehmen aktiv bei der Einführung neuer Technologien unterstützt
Extrusionstechnik (Schne- – von der Materialanalyse und -charakterisierung über Aufbringung
cken- und Werkzeugausle- und Strukturierung, Herstellung von Labormustern, Entwicklung
gung) sowie Thermoformen von Fertigungsprozessen bis hin zur Integration in bestehende
geforscht. Rheologische, Produktionsanlagen. Die Schwerpunkte liegen in der Entwicklung
tribologische und thermo- organischer elektronischer und optoelektronischer Komponenten
dynamische Messmethoden (Feldeffekttransistoren, Dioden, Photo- und Leuchtdioden, Plasmo-
werden zur Simulation von nendioden), der Entwicklung spezieller Sensortypen (IR-Sensoren,
Verarbeitungsprozessen Gas-Sensoren) auf organischer Basis sowie dem Einsatz und der
herangezogen. Besonderes Weiterentwicklung innovativer Strukturierungsmethoden wie drei-
Augenmerk wird auf die dimensionale Laserlithographie und Nanoimprintlithographie zur
Wechselwirkungen zwischen Herstellung optischer, elektrischer und mechanischer Strukturen.
Polymer und Metalloberflä-
che im Verarbeitungsprozess Dienstleistungen:
gelegt. In der zerstörungsfreien Prüfung von Werkstoffen und Die hochmoderne Geräteausstattung auf insgesamt 300 m2 Labor-
Bauteilen nehmen dabei die Verfahren ‚Aktive Thermografie’ fläche und ein Reinraum der Reinheitsklasse 100 (Klasse 5 gemäß
und ‚Röntgencomputertomographie (CT)’ eine zentrale Stellung ISO 14 644) ermöglichen eine breite Palette von Analysen nach
ein. Die 3D-Röntgencomputertomographie wird zur Detektion höchsten industriellen Qualitätsstandards.
von Fehlstellen und Geometrieabmessungen aber auch für die • Photolithographie mit Nasschemiebank, Maskenbelichter;
Bestimmung der Füllstoff- und Faserverteilung in Kunststoff- Elektronenstrahllithographie
teilen herangezogen. Die aktiven thermischen Messverfahren • Nanoimprint-Lithographie (Hot Embossing und UV-Imprinting)
erlauben eine schnelle ortsaufgelöste Untersuchung eines • Reaktives Ionenätzen (Halogengase, Inertgase, Sauerstoff)
zuvor im Prüfkörper angeregten Wärmeflusses wobei man aus • Beschichtungsanlagen im Hochvakuum- und Ultrahochvakuum-
dem zeitlichen Temperaturverlauf an der Objektoberfläche auf bereich für organische und anorganische Materialien (thermisch,
Materialeigenschaften im Objektinneren schließen kann (z.B. Elektronenstrahl¬verdampfer, RF-Sputtern)
therm. Diffusivität, Porosität, Fehlstellen). • Spincoating
• 3D-Lasermikrostrukturierung photosensitiver Materialien auf
Dienstleistungen Basis von Zweiphotonenabsorption
F&E-Kooperationsprojekte sind in Form von mehrjährigen Auf- • Röntgen- und Ultraviolett-Photoelektronenspektroskopie
tragsprojekten durch die Industrie, Berufspraktika und Diplom- (XPS/UPS)
arbeiten sowie interdisziplinären Projektarbeiten möglich. • Rasterkraftmikroskopie (AFM) & Profilometrie
• Rasterelektronenmikroskopie (REM)
Geräteausstattung • Rastertunnelmikroskopie (STM)
• 3D-Röntgencomputertomograph • Spektroskopische Ellipsometrie (VASE: UV, VIS, NIR)
• Rasterelektronenmikroskop • UV-VIS-NIR-Spektrophotometrie
• 3-Kanal-Hochdruckkapillarrheometer • UV-VIS-NIR-Fluoreszenzspektrometrie
• Rheotens • Stereo- und Auflicht-/Durchlichtmikroskopie mit
• DSC Polarisationseinheit
• DMA • Optische Simulation
• Laborthermoformstation • Spitzenmessplatz mit 2 Parameter¬analysatoren
• Laborblasfolienanlage • Induktivitäts-, Kapazitäts- und Widerstandsmessungen
• Tribometer • Strom-Spannungsmessungen mit Picoamperemeter,
• Lasersinteranlage Elektrometer
• Thermografiekamera • Photostrommessanlage mit Lock-in-Verstärker
• Messung raumladungsbegrenzter Ströme (SCLC)

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 37


INHALT
INSTITUTSVERZEICHNIS

TRANSFERCENTER FÜR KOMPETENZ


KUNSTSTOFF- ZENTRUM HOLZ
TECHNIK HOLZ-POLYMER-VERBUNDWERKSTOFFE

Ansprechperson: Ansprechperson:
Dr. Wolfgang Stadlbauer Dr. Robert Putz
Adresse: 4600 Wels, Franz Fritsch Str. 11 Adresse: Franz Fritsch Straße 11, 4600 Wels
Telefon: +43 7242 2088 1002 Telefon: +43 7242 2088 1114
Internet: www.tckt.at Internet: www.wood-kplus.at

Forschungsschwerpunkte Forschungsschwerpunkte:
Die Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH ist ein Der Bereich Holz-Polymer-Verbundwerkstoffe beschäftigt sich
sehr anwendungsorientiertes F&E-Institut mit folgenden mit seinen beiden Forschungsfeldern Holz-Thermoplast-Ver-
Arbeitsschwerpunkten bundwerkstoffe (WPC) und Holz-Duromer-Verbundwerkstoffe
• Spritzgießsimulation und Bauteilberechnung, mit der wissensbasierenden Entwicklung von Verbundwerk-
• Prozeßtechnik (Spritzguß, Extrusion, Compounding, stoffen aus Holzspänen-, mehl oder -fasern und polymeren
Folienherstellung) Rohstoffen (sowohl Thermoplaste als auch Duromere). Die
• akkreditiertes Prüflabor seit 2004, hierfür notwendige Infrastruktur zur Formgebung durch Ex-
• naturfaserverstärkte Polymere, (speziell für Extrusion und trusion oder Spritzguss als auch für die mechanische, ther-
Spritzguß) mische und physikalische Charakterisierung ist vorhanden. Die
• Composites (z.B. RTM-Prozeß, Permeabilitätsmessungen,…) gemeinsam mit Industriepartnern definierten Fragestellungen
• Biopolymere zu den Themen alternative Fasern für Holz-Polymer Verbunde
in konstruktiven Anwendungen, Maßgeschneiderte Polymere
Dienstleistungen für „High Performance“ Holz-Kunstoff-Verbundwerkstoffe,
• Akkreditierte Werkstoffprüfungen (mechanisch, thermisch High-Performance, öko-effiziente und maßgeschneiderte
und rheologisch) leichte Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe, Neue/verbes-
• Werkstoffentwicklung und –modifizierung für definierte serte Methoden und Technologien für die Compoundierung,
Anforderungen Holz- und Polymerverarbeitung durch Extrusion und Spritzguss
• Nullserienfertigung sowie neue und alternative Verarbeitungstechnologien für
• Spritzgießsimiulation und Bauteilberechnung Holz-Kunststoff-Verbunde bilden das derzeitige langfristige
• Rezepturentwicklung und Prozeßoptimierung auf dem Gebiet Forschungsprogramm ab.
naturfaserverstärkte Polymere
• Werkstoffrecherchen und –auswahl Dienstleistungen
Die Dienstleistungen des Bereichs Holz-Polymer-Verbundwerk-
Geräteausstattung (auszugsweise) stoffe reichen von kleinen Prüfaufträgen über mittelfristige
• 2 Universalprüfmaschinen Forschungsaufträge bis hin zu längerfristigen Forschungs-
• Pendelschlagwerk projekten: Rohmaterial Analysen (z.B..: Holz-/Faseranalytik:
• Universalhärteprüfgerät Feuchte-, Asche-, Extraktstoffbestimmung); Materialentwick-
• Differentialthermoanalyse lung; Prozessentwicklung; Extrusionsversuche; Material- u.
• Thermogravimetrisches System Bauteilprüfung (z.B.: Bruchmechanik, HDT-A, TGA, TMA, künstl.
• Fließprüfgerät Bewitterung, Dimensionsstabilität, Beflammprüfung – qualita-
• Hochdruckkapillarrheometer tiv, Oberflächenrauhigkeit, ASTM Tests für Verbindungsmittel).
• Vicat HDT-tester
• Optisches Bildanalysesystem (Color View Kamera und Geräteausstattung
Auswertesoftware) Faserstoffextrusionslinie (4 fach gravimetrische Dosierein-
• 2 Spritzgießmaschinen richtung, Direktdosiereinrichtung) samt unterschiedlichen
• Laborcompounder incl. 6 gravimetrische Dosierungen Extrusions-Testwerkzeugen; Spritzgußmaschinen (Duromer-
• Laborkneter und Thermoplastspritzguß); Compoundierextruder, Heiz-Kühl-
• RTM-Technikumsanlage Schnellmischer; Künstliche Bewitterung (Xenontestkammer,
• Extrusionslinie auf Basis eines Doppelschneckenextruders QUV-Testkammer); Klima- und Trocknungskammern; Universal
Prüfmaschinen (100 kN, 20 kN, 2.5 kN, 50N); Rasterelektro-
nenmikroskopie inkl. EDX-Detektor; Mikroskopische Bildana-
lyse, Fluoreszenz Mikroskopie, UV-Mikroskopie; Nahe Infrarot
Spektroskopie, Mittlere Infrarot Spektroskopie; VIS-Spectral-
photometer, Farbmessgeräte; Festkörper NMR Spektroskopie;
Kontaktwinkelmessungen (statisch und dynamisch), Bestim-
mung der Oberflächenrauhigkeit; Nanoindenter (Bestimmung
der Härte auf submikroskopischer Ebene); Thermogravimetrie,
Differential Scanning Calorimetrie

38 www.ffg.at
EDITORIAL
INSTITUTSVERZEICHNIS

LABORATORIUM FÜR ÖSTERREICHISCHES


KUNSTSTOFF- FORSCHUNGSINSTITUT
TECHNIK FÜR CHEMIE UND TECHNIK
Ansprechperson: Ansprechperson:
DI Harald Wilhelm, Dr. Dietmar Loidl,
DI Alexander Revesz Doz. Dr. Manfred Tacker
Adresse: 1200 Wien, Wexstraße 19-23 Adresse: Franz-Grill-Str. 5, Arsenal
Telefon: +43-1-33126-476 Objekt 213, 1030 Wien
Internet: www.lkt-tgm.at Telefon: +43 1 7981601-0
Internet: www.ofi.at
Forschungsschwerpunkte
Das Laboratorium für Kunststofftechnik (LKT) ist ein außeruni- Forschungsschwerpunkte (Kunststoff):
versitäres Forschungsinstitut, dass F&E Projekte im Bereich der • Entwicklung von Kunststoffprodukten mit biozider
Kunststofftechnik durchführt. Ausrüstung
Die Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Polymer Engi- • Verpackungsentwicklung (Lebensmittel sowie Non-Food)
neering, Kunststoffverarbeitung, Kunststoffcompoundentwick- • Anwendung der Fügetechnik im Automobil-, Schienenfahr-
lung, FEM Simulation (Strukturmechanik und Spritzgusssimula- zeug- und Glasbereich
tion) und Kunststoffprüfung. • Alterungs- und Langzeitbeständigkeit von Kunststoffpro-
Weiters werden verschiedenste Seminare mit kunststofftech- dukten sowie Verklebungen
nischen Inhalten angeboten.
Dienstleistungen:
Dienstleistungen Von der Entwicklung neuer Produkte & Anwendungen über
• Durchführung von F&E Projekten im Bereich Extrusion, Spritz- Qualitätsprüfungen bis hin zur Aufklärung von Schadensfällen
guss, Bauteil- und Materialentwicklung sowie der Analyse und Verwertung von Reststoffen: Als akkre-
• Schadensanalyse bei Kunststoffbauteilen ditierte Prüf- und Überwachungsstelle nach ISO 17025 bzw.
• Unterstützung bei Prozessentwicklungen ISO 17020 sowie als Zertifizierungsstelle bietet das ofi eine
• Consulting im Bereich Polymer Engineering umfassende Palette an Services. Nicht zuletzt durch Konformi-
• Kunststoffprüfung (Zugversuch bis tätsbescheinigungen, Produktzulassungen sowie Gutachten.
Röntgenfeinstrukturanalyse)
Geräteausstattung (Auszug):
Geräteausstattung • Röntgenfluoreszenzanalytik (RFA)
• Einschnecken- und Doppelschneckenextruder (bis 45 mm) • Atomabsorptionsspektrometrie (AAS)
• Extrusionsrheometer • FTIR-Spektroskopie / FTIR-Mikroskopie (inkl.Imaging-System)
• Rohr- und Folienextrusionsanlagen • Rasterelektronenmikroskopie (REM) mit EDX-Analysensystem
• Messkneter • Gas- und Flüssigchromatographie (u.a. GC/MS, HPLC, LC-MS)
• Spritzgussmaschinen bis 160t Schließkraft • Thermoanalytik (DSC, TGA, TMA, DMTA)
• Mobile Messtechnik mit Computerdatenerfassung • Permeabilitätsprüfeinrichtungen (WDD, Sauerstoffdurchläs-
• Probekörperwerkzeuge sigkeit, He-Lecktest, usw.)
• Mechanische und thermische Kunststoffprüfung • Befahrbare Wechselklima-Prüfkammern (z.T. mit
Metallhalogenidstrahlern)
• Prüfeinrichtungen zur künstlichen Bewitterung/Belichtung
• Rohrprüfstand
• Prüfstand für Trinkwasser-Desinfektionsanlagen und
Hydranten
• High Speed - Kamera
• Thermokamera
• Brandprüfgeräte, u.a. NBS Smoke Chamber zur Quantifizie-
rung & Analyse von Brandgasen
• Prüfeinrichtungen zur mikrobiologischen
Materialcharakterisierung

FFG BRA.IN KUNSTSTOFFWIRTSCHAFT 39


Die FFG ist Ihr Partner für Forschung und Entwicklung. Wir
helfen Ihnen, Ihr innovatives
innovativ Potential optimal zu erschließen und
durch neues Wissen neu ue Chancen am Markt wahrzunehmen. Österreichische
Besuchen Sie Ihre Zukunft unter www.ffg.at Forschungsförderungsgesellschaft