Sie sind auf Seite 1von 14

Strukturieren werde ich die Auseinandersetzung mit meiner Fragestellung

entlang der soziologischen Theorien Seite

An die Stelle einer Analyse von Klassenkaä mpfen

Konflikttradition:

s34
oben: industrialisierung veraä ndert soziale verhaä ltnisse und erschuä ttert die
gesellschaftliche ordnung

(kommunistisches manifest lesen)

(hegel) → kraft und logik von ideen: idealistisch

marx: materialistische position wird hegel entgegnet

s35
oben: zitat: „denn die jeweilige sozialstrukturelle Lage un die damit
gegebenen Moä glichkeiten, die eigenen >Beduä rfnisse zu befriedigen und zu
entwickeln (die materiellen Lebensverhaä ltnisse),praä gen, was jemand denkt und
glaubt (die Ideen)

„Bestimmtend fuä r die gesellschaftlichen Verhaä ltnisse, so postuliert er, sind


die wirtschaftlich-sozialen und technischen Strukturen, diese bilden ihre „basis““;
alles andere – die politische, religioä se und kulturelle Ordnung – bildet
demgegenuä ber den Überbau, d.h. eine durch die wirtschaftlich-sozialen
Verhaä ltnisse bestimmte Instanz der Rechtfertigung und Auslegung derselben. In
dem beruä hmten marxistischen Leitspruch: „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“,
kommt diese Vorstellung pointiert zum Ausdruck.“
methode:
histo-mat soziologie

Mensch als „Naturwesen“ (35mitte) → Naturverhaä ltnis wichtig fuä r Marx


Beherrschung der Natur grundlegend-

Mit seiner Arbeit gestaltet und formt der Mensch nicht nur seine ihm
aä ußerliche Natur sondern auch die gesellschaftlichen Verhaä ltnisse
Dabei entwickelt der Mensch sein „Wesen“, dass aber eine Entwicklung
durch die Geschichte durchlaä uft hin zum „Gattungswesen“.
„Wie ich arbeite so bin ich“
mutter natur vater arbeit = synthesis: Gesellschaft => Analyse uä ber
Produktionsverhaä ltnisse/arbeitsverhaä ltnisse

Veraä nderung durch veraä nderte produzierte Guä ter und sich aä ndernde
soziale Verhaä ltnisse
← durch ständiges Wachstum der Produktivkräfte
produktivkraä fte: kennstnisse , faä higkeiten und maschinen der
naturbeherrschung
produktionsmittel: instrumente der Naturbearbeitung

erfordert unter anderem Arbeitsteilung

Produktionsverhaä ltnisse: organisation der produktionsprozesse,


vermittelt daruä ber verteilung von guä ter, ansehen und macht).

Historisch-dialektisch: soziale verhaä ltnisse muä ssen sich an die sich


entwickelnden produktionsmittel anpassen und anders herum → Umwaä lzung in
der sich eine neue gesellschaftliche Ordnung herausbildet.

S37
Traä ger der Geschichtsentwicklung: Kampf der sozialen Klassen
kampf um privilegierte stelle im produktionsprozess: besitz und kontrolle
der produktionsmittel
„die geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von
Klassenkaä mpfen“

was sind klassen? S38 tabelle

zwei lager: bourgeoisie und proletariat = eigentum/nichteigentum an


produktionsmitteln; kaä ufer und verkaä ufer von arbeitskraä ften

[ansatz uä ber: klassenkampf, veraä nderung der gesellschaftsorganisation,


welchen herrschaftslegitimierenden effekt hat psychiatrie und krankheit?]
[wert: faä higkeit zu produzieren, psychisches leiden verhindert dies]
[wie wird psychiatrie betrieben? Wer profitiert davon?]
[antipsychiatrie als marxistische kritik and psychiatrie]
[die eigene position ist bestimmt durch die gesellschaftlichen verhaä ltnisse:
krankheit als wertung und selbststigmatisierung von psychisch leidenden]
[sozialpsychiatrie als ein versuch den warencharakter von krankheit
aufzubrechen und unabhaä ngig von gewinnzielen zu erachten]..

s41 wert
s42 ausbeutung uä ber mehrwert
in der ware wird alles zur ware: arbeiter patienten etc. soziale
beziehungen oder die zeit = kommodifizierung
s43 beschleunigung die alles feste aufloä st
s50
soziologie aus marxscher sicht in rosa:
Soziologie bedeutet aus marxistischer Sicht die sozialen Erscheinungen
aus der oä konomischen Basis,d.h. aus den Produktionsverhaä ltnissen un den in ihnen
angelegten Spannungen heraus zu erklaä ren. Diese Produktionsverhaä ltnisse werden
aufgrund des dynamischen Anwachsens der Produkivkraä fte immer wieder in
revolutionaä ren erhebungen umgewaä lzt, wobei die gesellschaftlichen Klassen als
Traä ger dieser historischen entwicklung erscheinen. Weil nicht die Absichten der
Akteure, sonder der Stand der Produktivkrafentfaltung un die Form der
gesellschaftlichen Produktion letzlich fuä r das soziale Handeln und den Gang der
Geschichte verantwortlich sind, zaä hlt Marx´Ansatz zu den Strukturtheorien der
Soziologie, die das menschliche Handeln aus den Strukturbedingungen abzuleiten
versuchen.

Kapitalistischen gesellschaft
entfremdung

DURKHEIM TRADITION

micro: sozialanthropolgen
macro: talcott parson, funktionalismus

modernisierungsprozess ist gesellschaftliche differenzierung


probleme gesellschaftlicher integration = zusammenhalt =
funktionierende gesellschaftliche Ordnung.
Fehlender zusammenhalt = desintegrative potential der moderne
individualismus und der klassenspaltung
strukturell entlang der berufsrolle differenzierte gesellschaft
Mensch als doppelwesen zwei teile
ungezuä gelte triebe und unbegrenze beduä rfnisse werden von normen und
vorstellungen begrenzt
g dem einzelnen aä ußerlich und wirkt mit zwang auf ihn ein
soziale tatsachen als hauptuntersuchungsgegenstand durkheims
= handlungsweisen algemein unabhaä ngig vom willen der individuen
morphologie der gesellschaft = institutionen und symbolischen kollektiven
repraä sentationen
materielle substrat ist der aufbau die groä ße die dichte der g
immateriell sind normative institutionen formale regeln und informelle
regelungen
und die kollektiven repraä sentationen der gesellschaft
rituale sind gefestigte geimeinsame vorstellungen ideen werte und
symbole
emile pusht die soziologie indem er nicht nur grundlegende konzepte
sondern auch ein methodisches konzept formuliert
g phaä nomene = tatbestaä nde wie dinge die eigene ursachen haben und
eigene wirkungen verursachen zu betrachten seien s
soziales nur durch soziales zu erklaä ren
inneres millieu einer g volumen und dichte
volumen = bevoä lkerung
dichte = materielle dichte der interaktion und moralische dichte
kollektiver vorstellungen

wie sind die sich erhoä hende Zahl an diagnostizierten Depressionsfaä llen in
der Bevoä lkerung der europaä ischen union sowie anderer industrienationen zu
erklaä ren und wie laä sst sich diesem phaä nomen einhalt gebieten?

Ein moä glicher Ansatz um meine Fragestellung zu beantworten waä re so, zu erfragen welche
Ursachen das Ansteigen der an Depression leidenden Menschen in Deutschland hat (kausale
analyse)und welchen Zweck die Klassifizierung eines bestimmten seelischen Zustandes
alsKrankheit hat, fuä r den Versuch Ordnung herzustellen und die Integration, in die
Wertegemeinschaft eines gesellschaftlichen Kollektivs zu bewirken
Die soziologische Tradition nach Durkheim

EÉ mile Durkheim (1858-1917) wird zu den Wegbereitern der modernen


Soziologie gezaä hlt, fuä r deren Eigenstaä ndigkeit als geisteswissenschaftliche
Disziplin, er sich zeit seines Lebens, einsetzte. Der Grund warum Durkheim als
Namensgeber einer Forschungstradition dient, ist den vielen von ihm
beeinflussten, sich unter anderem in ihrer Weiterentwicklung durkheimscher
Schwerpunkte unterscheidenden Theorien, geschuldet. Seine UÜ berlegungen zu,
heute so genannten mikrosoziologischen Phaä nomenen haben zum Beispiel
Vorgedanken zu der Disziplin der Sozialanthropologie gebildet. Zwei
Vertreter*innen dieser Stroä mung sind Marcel Mauss und W. Lloyd Warner???. Der
Funktionalismus von Robert Merton und Talcott Parsons entwickelte sich unter
anderem aus Durkheims, auf statistischen Erhebungen beruhenden
makrosoziologischen Studien.
Als Leitfaden seiner Forschung dient Durkeim, die Frage nach der
Moä glichkeit von „Ordnung und soziale[m] Zusammenhalt“ (Rosa et al. 2007: 72).
Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Modernisierungsablaä ufe des 19.
Jahrhunderts und damit einhergehender Differenzierungsprozesse, soll diese
Frage, drohender sozialer Desintegration vieler Menschen durch die „Entfesselung
des modernen Individualismus und der Klassenspaltung der Gesellschaft“, einhalt
gebieten. (Rosa et al. 2007: ZITAT)
Durkheim entwickelt dazu ein zweigegliedertes Modell des Menschen,
dass ihm erlaubt das Individuum in den Kontext von Gesellschaft zu betten (Rosa et
al. 2007: 76). Das eine Glied, die kollektiven und begrenzenden Vorstellungen
sozialer Sphaä ren, und das andere Glied, die dem Menschen innewohnenden
grenzenlosen Begierden und Wuä nsche, stellen sich hier zueinander in ein
antagonistisches Verhaä ltnis, das es aufzuloä sen/befrieden gilt. (Rosa et al. 2007:76
Ebd.) So erscheint dem einzelnen Menschen, die Gesellschaft als etwas ihm
fremdes, da sie Zwang auf ihn ausuä bt und ihn in seiner freien Auslebung hindert.
Der Zwang als dem Individuum aussenstehend, wird in allgemeinen, weil
kollektiven „sozialen Tatsachen“, „die unabhaä ngig vom Willen der Individuen sind“,
deutlich. (Rosa et al. 2007: 78) Diese Tatsachen ordnet er, in ihrem Aufkommen
drei Bereichen unter. Die „Morphologie“ beinhaltet die materielle Basis der
Gesellschaft , waä hrend „Institutionen“ und „kollektive Repraä sentationen“ als
immateriell anzusehen sind. Der Begriff „Institutionen“ repraä sentiert hier formale
Regeln und informelle Regelungen. Die symbolischen Bereiche (Mythen, Werte,
Zeitgeist) sind als „kollektive Repraä sentationen“ ausgezeichnet. (Rosa et al. 2007:
78)
Methodisch vertritt Durkheim eine holistische, positivistische Sichtweise
auf Gesellschaft (Rosa et al. 2007: 80). Statistisches Arbeiten und der Blick auf
allgemeine, durch die Kollektivitaä t bestaä tigte Typen soll ermoä glichen, die
beobachtende Sozialwissenschaftler*in davor zu bewahren subjektive und
ideologische Annahmen in ihre Forschung miteinzubringen. (Rosa et al. 2007:
79/80). Sozialer Wandel dieser Typen, macht es ausserdem erforderlich,
verschiedene geschichtliche Gesellschaftsformen voneinander zu unterscheiden.
(Rosa et al. 2007: 80) Soziale Tatsachen sind als Ansammlung von miteinander
verknuä pften Dingen zu verstehen, deren „objektive Existenz“ nicht vernachlaä ssigt
werden kann (Vester: 28). Sie sollen, angelehnt an die Naturwissenschaften, auf
Gesetzmaä ßigkeiten hin uä berpruä ft werden (Rosa et al. 2007: 74) und lassen sich nur
aus anderen sozialen Tatsachen ableiten. Dieses Prinzip verteidigt Durkheim gegen
Ansaä tze, die Soziales aus etwa psychologischen Faktoren ableiten (Rosa et al. 2007:
80). Die voneinander getrennten Analysen eines Phaä nomens in, 1. Ursache- und
Wirkungszusammenhang (kausale Analyse), und 2. Zweckmaä ßigkeit (funktionale
Analyse), sind fuä r Durkheim ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem
Verstaä ndnis uä ber den behandelten Tatbestand. (Ebd.) In seinen Arbeiten „UÜ ber
soziale Arbeitsteilung“ von 1893 und „Der Selbstmord“ von 1897, bedient er sich
der von ihm entwickelten Konzepte der „sozialen Dichte“ und der „Anomie“, die
hilfreich bei der Erklaä rung von der Norm abweichendem Verhalten sind (Vester
2008: 95). Die soziale Dichte beschreibt die Konzentration der in einem sozialen
Raum stattfindenden Interaktionen und kollektiver Wert- und Moralvorstellungen
(Rosa et al. 2007: 80). Anomie bezeichnet einen Zustand in dem diese
Vorstellungen, durch gesellschaftliche Veraä nderungen aufweichen oder verloren
gehen und das Individuum in den vorzufindenden Strukturen keinen Halt mehr
findet. (Vester 2008: 95)
Die Rational / Utilitaristische Tradition

Entstanden aus dem britischen Empirismus des 17. und 18. Jahrhunderts
und des spaä teren philosophischen Utilitarismus, steht die utilitaristisch-rationale
Tradition ganz im Zeichen des rational handelnden Einzelnen (Collins 1994: 125).
Aus der Motivation, die Konflikte um Macht im Staat zwischen Katholiken und
Protestanten, zu beseitigen und Frieden zu stiften, entstehen John Locke‘s
UÜ berzeugungen, eines vernunftbegabten, mit grundlegenden Rechten
ausgestatteten Menschen. Diese Rechte sollen ihm erlauben seine, durch
Erfahrungen geborenen Ansichten uä ber die Welt zu vertreten, ohne sich vor dem
Staat verantworten zu muä ssen (Collins 1994: 124/125). David Hume erweitert
dieses Erfahrungsmodell und hebt hervor, dass der Mensch uä ber die Beobachtung
der Regelmaä ßigkeiten seiner Umwelt, zu Einsichten uä ber diese kommt und so
einem habituellen Gestus unterliegt (Collins 1994: 127). Die „klassische
utilitaristische Position“ besagt, dass der Mensch sich entlang des Spektrums von
Genuss und Schmerz ausrichtet um zu seinen Gesinnungen zu kommen (Collins
1994: 128). Dieser Gedanke wurde von Adam Smith aufgegriffen und zu einem
oä konomischen Modell entwickelt, in welchem, Genuss mit Gewinn und Schmerz
mit Kosten assoziert werden. Das Wohlergehen aller kann an der, ungezuä gelten
Interessenentfaltung des Individuums realisiert werden. Diese Idee ist mit Handel
auf einem freien Markt eng verknuä pft, der unreguliert durch den Staat, den
Gesamtreichtum aller erhoä hen soll (Collins 1994: 129).
Durch George Homans wiederbelebt, erhaä lt der Blick auf den Menschen als
Nutzenmaximierer*in in der Mitte des 20. Jahrhunderts Einzug in die
soziologische Theoriebildung. Homans Gesetz besagt, dass Menschen durch
haä ufigen Kontakt geschlossene Gruppen, mit eigener Kultur bilden (Collins 1994:
134). Diese Tatsache ließe sich nur durch die Annahme erklaä ren, dass Individuen
in einer Gewinnerwartung miteinander in Interaktion treten. Homans bietet somit
einen handelsbasierten Gegenstandpunkt zu strukturzentrierten
Gesellschaftstheorien dieser Zeit, der „exchange theory“ genannt wird (Collins
1994: 135). Solche Austauschtheorien, koä nnen unter anderem die ungleichen
Machtverhaä ltnisse von Maä nnern und Frauen in Beziehungen, erklaä ren. Dazu wird
auf die ungleiche Verteilung von Ressourcen verwiesen. Diese stehen den
Interaktionspartnern zur Verfuä gung und lassen, auf Nutzen abzuwaä gende
Handlungsoptionen zu oder verhindern diese. So zeitigt eine Besserstellung im
Beruf der Frau den Effekt, ihre soziale Teilhabe und Unabhaä ngigkeit zu foä rdern
(Collins 1994: 144). Im Gegensatz zu meist idealisierenden, rein oä konomischen
Theorien koä nnen soziologische Markttheorien Erklaä rungen fuä r bestehende
Hierarchien und soziale Ungleichheiten liefern, indem sie nach dem Ort des
sozialen Austauschs und dessen Bedeutung suchen (Collins 1994: 145).
An ihre Grenzen stoßen Rational Choice Theorien, den „homo
oeconomicus“, ausgestattet mit einer festen Praä ferenzordnung sowie allen noä tigen
Informationen um vernuä nftige Entscheidungen zu treffen, in realen Szenarien
ausfindig zu machen (Rosa et al. 2008: 250). Das RREEMM-Modell nach Siegward
Lindenberg (Rosa et al. 2008: 250 Ebd.), die neo-rationalistische Position der
„bounded rationality“ von Herbert Simon (Collins 1994: 153) und Mancur Olsons
„Trittbrettfahrer“ Problem (Collins 1994: 157), gehen diesem Mangel nach.
Das RREEMM-Modell geht noch von einem, zwar kreativ auf seine Umwelt
einwirkenden (resourceful) und in seinen Optionen beschraä nkten (restricted),
Alternativen bewertenden (evaluating) und auf Erwartungen (expecting)
zuruä ckgreifenden, aber sehr wohl nutzenmaximierend (maximizing) agierenden
Menschen (man), aus (Rosa et al. 2008: 250/251). Die Position der „bounded
rationality“ hebt hingegen hervor, dass sich der Mensch ,aus Mangel an
Kapazitaä ten, fuä r ein willkuä rlich gewaä hltes Befriedigungsniveau (satisficing)
entscheiden muss, um nicht unter der Last aller moä glichen, zu kalkulierenden
Informationen irrational hohe Kosten zu produzieren (Collins 1994: 154). Das
Problem des „Trittbrettfahrers“ macht deutlich, dass eine sozial koordinierte
Nutzung von oä ffentlichen Guä tern, nur durch Zwang auf das Individuum moä glich
wird. Da es keinerlei Anreiz gibt, ein Gruppeninteresse am Erhalt des Gemeinwohls
aus dem Selbstinteresse der Individuen zu konstruieren (Collins 1994: 157).
Praä ferenzen
Die mikrointeraktionistische Tradition

Die mikrointeraktionistische Tradition findet laut Collins, ihre Anfaä nge und
haä ufige Inspiration am, nach Nordamerika importierten, Denken deutscher
Philosophen wie Kant, Hegel, Schopenhauer, Dilthey und der Phaä nomenologie von
Husserl und Heidegger (Collins 1994: 243). Sie erhebt sich gegen Vorstellungen
einer verfestigten gesellschaftlichen Struktur anderer Theorietraditionen und stellt
das Bewusstsein und die Handlungsfaä higkeit des Menschen in das Zentrum ihrer
UÜ berlegungen (Collins 1994: 242).
Der von H. Blumer „symbolischer Interaktionismus“ getaufte soziologische
Theoriestrang greift unter anderem das Wirken seines Vorgaä ngers G. H. Mead und
das der amerikanischen Pragmatisten, wie C. S. Peirce, auf.
Die Kommunikations- und Handlungstheorie des Pragmatismus arbeitet
heraus, dass der Mensch, auf Grund seines evolutionsbedingten UÜ berwindens von
instinktgeleiteten Reizreaktionen auf seine Umwelt, sich anderer
„handlungssichernder“ Strategien bedient. Diese bauen auf kreativem und
experimentierendem Handeln auf. Und ermoä glichen die vorausschauende
Koordination und Loä sung von kontingenten Handlungskonflikten, durch das
Erzeugen von allgemein verstaä ndlichen Symbolen (Schubert 346/347). Dabei ist
hervorzuheben, dass nicht symbolisierte Institutionen und Regeln, sondern erst
deren Interpretation, zu sicherem Handeln fuä hrt (Schubert 348). Eine moä gliche
pragmatistische Deutung von Kommunikation, lautet nach Schubert: Die
„intersubjektive Definition signifikanter Symbole in Reaktion auf die
anthropologische begruä ndete Umwelt- und Bedeutungsoffenheit menschlichen
Handelns“ (Schubert: 346) und unterscheidet sich somit stark von anderen
soziologischen UÜ berlegungen zu menschlicher Verstaä ndigung. Der symbolische
Interaktionismus sieht die Motivation menschlichen Handelns weder in
Profitabilitaä t oder Normvorstellungen (ob verinnerlicht oder durch argumentierte
Geltungsanspruä che legitimiert) gegruä ndet sondern in der UÜ berwindung von
Handlungsunsicherheiten. (Schubert: 364)
Soziale Ordnung, als „negotiated order“, wird durch einen
ununterbrochenen Fortgang von „Generalisierung und Redefinition von
Bedeutung“ (Schubert: 352) hergestellt. Wahrheit und Wert eines Objektes sind
nicht als determinierte Gegebenheiten zu betrachten, auf die der Mensch einen
unvermittelten Zugriff hat. Vielmehr werden diese erst, durch eine akzeptierte und
somit geltungsmaä chtige Interpretation, der in den Kommunikationsprozess
eingebundenen Menschen, hervorgebracht (Schubert: 351). Binaä re Subjekt-Objekt
Modelle werden um das „Zeichenmittel“ erweitert, um die Bedeutung eines
Objektes, aus Interpretationsprozessen abzuleiten (Schubert: 353).
Fragen nach dem Verhaä ltnis zwischen Subjektivitaä t und objektiv
erachteten Teilen des Sozialen werden durch ein zirkulaä res Wechselspiel
beantwortet. Erklaä rbar ist dies am menschlichen Sozialisationsprozess nach Mead,
der Integration und Individuation gleichermaßen erzeugt. Das Kind kommt mit
verschiedenen widerspruä chlichen Ansichten der sich in der Umwelt befindlichen
anderen Menschen in Kontakt und ist so mit einer, die Handlungsfaä higkeit aufrecht
erhaltenden, Entscheidungnotwendigkeit konfrontiert. In Ablehnung bestimmter
einzelner Perspektiven zugunsten einer „generalisierten anderen“, kann sich das
Kind sozial individuieren. Diese als Regeln des Sozialen angenommene Perspektive,
stellt sich im Weiteren jedoch auch nur als widerspruä chlich und veraä nderbar
heraus und generiert so das Potential einer Veraä nderung, hin zu einem
„postkonventionellen Bewusstsein“ (Schubert 358). Die Aufnahme von
gesellschaftlichen Werten in das Subjekt geschieht somit im „context of discovery“,
in UÜ bernahme ihm aussenstehender Perspektiven (projektive Integration)
(Schubert 357). Die aktive Initiation von Unterscheidungshandlungen, durch das
sich selbst konstituierende „Ich“ ist zentral fuä r das Verstaä ndnis einer symbolisch-
interaktionistischen Handlungstheorie. Diese, sich in alle Prozesse des Sozialen
einschreibende Dynamik, hat so auch Wichtigkeit fuä r die Konstitution der
Gesellschaft in ihrer Ausformung zu Makrostrukturen. Staat und Institutionen etwa
lassen sich nur im Lichte, kontingenter und mitunter nicht beabsichtigter
Handlungsfolgen kreativer Deutungsversuche, begreifen (Schubert: 360) und sind
in ihrer Form, wenn nicht festzulegen, dennoch wandelbar. (Schubert: 362)
Die Konflikttradition

Vor allem zwei Werke, das von Marx & Engels und das von Max Weber,
koä nnen fuä r einen repraä sentativen Blick auf eine sozialwissenschaftliche Tradition,
fruchbar gemacht werden, die die Struktur von Gesellschaft aus einem Ringen um
Interessenverwirklichung, ableitet (Collins 1994: 47). Beide Theorien zeichnen das
Entstehen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung nach.
Marx entwickelt, sich an Hegel bedienend, eine dialektische Sicht auf die
Welt, in der soziale Verhaä ltnisse umstandslos auf die Konfliktbehaftetheit der
menschlichen Geschichte, zuruä ckzufuä hren sind (Collins 1994: 52) . Mit dem
Idealismus Hegels brechend, formuliert Marx ein Primat der materialistischen
Welt, in Form einer „Basis“ der „wirtschaftlich-sozialen und technischen
Strukturen“ (Rosa et al. 2008: 35). Die Welt der Ideen (Politik, Religion und Kultur),
ist lediglich der legitimierende „UÜ berbau“ des Materiellen (Ebd.). Das Wesen des
Menschen ist in seiner, die Natur umformenden Arbeit, begruä ndet. Darin liegt auch
der Kern der Bestimmung von menschlicher Geschichte, die sich in der
Veraä nderung von „Arbeits- bzw. Produktionsverhaä ltnissen“ und staä ndiger
Steigerung der Produktivkraä fte (Technik und Wissen) ausdruä ckt (Rosa et al. 2008:
36). In dieses historisch-materielle Schema laä sst sich auch die Industrialisierung
einordnen. In der Bewegung des dialektischen UÜ berkommens von, das Wachstum
drosselnder Wiederspruä che, bildet sich die kapitalistische Arbeitsteilung als neues
Produktionsverhaä ltnis (Rosa et al. 2008: 37). In der Auseinandersetzung mit der
klassisch-oä konomischen „Arbeitswerttheorie“ stoä ßt Marx auf die Erklaä rung von
wirtschaftlichem Gewinn durch die Ausbeutung der Arbeiter*innen (Collins 1994:
55). Die Teilhabenden am Produktionsprozess werden in zwei befeindete, durch
ihren Besitzstatus unterschiedene Klassen unterteilt: „Bourgeoisie und Proletariat“
(Marx/Engels 1848, 463). Die Besitzenden der Produktionsmittel bezahlen den
Arbeitenden nur das Noä tigste um sich zu reproduzieren, waä hrend diese eine
Mehrarbeit leisten, die sich im Profit der Besitzenden niederschlaä gt (Rosa et al.
2008: 42). Marx benennt „fuä nf Formen der Entfremdung“, von denen der Mensch
als Folge dieser ungleichen Verhaä ltnisse betroffen ist: 1. vom Arbeitsprozess, 2.
vom Produkt der Arbeit, 3. von der Natur, 4. von sich selbst und 5. von anderen
(Rosa et al. 2008: 47)
Um diesen Zustand der Herrschaft zu uä berwinden prognostiziert Marx, die
Revolution der Arbeiter*innenklasse (Rosa et al. 2008: 46).

An die Stelle, der Dynamik des Klassengegensatzes von Marx und Engels,
tritt bei Max Weber, die „Multidimensionalitaä t aller Dinge“, die ihn als
Konflikttheoretiker ausweist, und der damit verbundene, in jeglichen Sphaä ren der
Gesellschaft vorzufindende Kampf um Herrschaft verschiedener Perspektiven
(Collins 1994: 85).
Fuä r Weber ist Wissenschaft das Werkzeug der Analyse der Welt aber nicht
ihrer Wertung (Rosa et al. 2008: 52). Als Handlungstheoretiker interessiert er sich
vor allem fuä r das Zustandekommen des Kapitalismus und der, durch
Buä rokratisierung geordneten Welt seiner Akteur*innen (Rosa et al. 2008: 53). Die
Motive der menschlichen Lebensfuä hrung, deutet er aus den vier
„Bestimmungsgruä nden des Handelns“. Diese sind entweder: 1. zweckrational, auf
einer Erfolgsabwaä gung basierend, 2. wertrational, aus UÜ berzeugungen ethischer,
religioä ser oder aä sthetischer Natur, 3. affektuell, auf akuten Emotionen beruhend
oder 4. traditional, an den eingeuä bten Gewohnheiten orientiert (Rosa et al. 2008:
56). Die Forschung einer (sinn-)verstehenden Soziologie verlaä uft nach Weber uä ber
die „Konstruktion von Idealtypen“ und nach dem „Prinzip der Werturteilsfreiheit“
(Rosa et al. 2008: 57). Die moderne Gesellschaft ist fuä r Weber Resultat eines
Rationalisierungs- bzw. Beherrschungsprozesses, durch den die traditionale auf
Bedarfsdeckung beruhende Gesellschaft langsam von einer kapitalistischen
Ordnung abgeloä st wird, die durch „asketischen und methodisch-berechnenden
Arbeitseifer, den Glauben an eine unbedingte Berufspflicht und eine strenge
Kosten-Nutzen-Bilanzierung“ (Rosa et al. 2008: 60) charakterisiert ist. Die Motive
fuä r diese Veraä nderungen sieht Weber in der, von ihm so genannten
„Protestantischen Werkethik“ (Rosa et al. 2008:60). Affektuelle und traditionale
Motive fuä r zwischenmenschlichen Kontakt weichen in der Moderne wert- und
zweckrationalen Beziehungsformen (Rosa et al. 2008: 63). Eine bedeutsame
Folgeerscheinung aus den oben genannten Beobachtungen, sieht Weber im
Potential einer „total verwalteten Welt“ in der, der Menschen, zu einer geistlosen
Huä lle der Hoä rigkeit verkommen, ein entzaubertes Leben fristet.

methodisches vorgehen

definition: krankheit → depression → icd10 who2013 beschluss der eu


laä nder zur bekaä mpfung von depression und ihrer ursachen. Genannte ursachen.
Kritische perspektive?